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Service
Ein Netz für Kinder
Surfen ohne Risiko?
Ein praktischer Leitfaden für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen
Mit Extraheft für Kinder:
„Entdecke dein Internet!“
Kinder und Jugend

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Seite 3
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
Sie halten die 8. Auflage der Broschüre „Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko?“ in Ihren Händen.
Auf eine Besonderheit möchten wir Sie hinweisen: Sie finden separat eine Broschüre, die extra für Kinder gedacht
ist. Hier wird kindgerecht der Umgang mit dem Internet erklärt und es werden die vielen Möglichkeiten der
Nutzung aufgezeigt.
Das beigefügte Poster können Sie an prominenter Stelle in der Nähe des Computers aufhängen.
Viel Spaß beim Lesen und gemeinsamen Entdecken des Internets.
Service
Ein Netz für Kinder
Entdecke dein Internet!
Das Extraheft mit
vielen Tipps für Kinder
Kinder und Jugend
Service
Ein Netz für Kinder
Surfen ohne Risiko?
Ein praktischer Leitfaden für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen
Mit Extraheft für Kinder:
„Entdecke dein Internet!“
Kinder und Jugend
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Seite 4
Vorwort
Vorwort
Das Internet hat für Kinder einen großen Reiz.
Kinder können sich
dort treffen, kommunizieren, miteinander spielen und lernen. Von
Generation zu Generation wird es selbstverständlicher, sich im Inter-
net zu bewegen. Zu einem sicheren Um gang mit dem Internet gehört
aber auch, die Gefahren zu kennen.
Surfen geht nicht ohne Risiken.
Kinder können auf Inhalte stoßen,
die ihnen Angst machen und sie überfordern. Die Anonymität des
Internets ermöglicht Belästigungen und Übergriffe. Rücksichtslose
Anbieter nutzen die Leichtgläubigkeit von Kindern aus, verführen
sie zu ungewollten Ausgaben oder fragen zu viele Daten ab. Kinder nutzen die Mitmachmög-
lichkeiten oft leichtfertig und geben zu viel Persönliches preis. Mit dem interaktiven Web 2.0,
internetfähigen Handys und mobilen Spielekonsolen wird es für Eltern schwieriger, den Medien-
konsum ihrer Kinder zu beaufsichtigen und zu begrenzen.
Kinder brauchen besonderen Schutz.
Gesetze sollen den Schutz unserer Kinder vor solchen
Inhalten und Gefahren gewährleisten und müssen auch über Ländergrenzen hinweg durchge-
setzt werden. Anbieter stehen in der Verantwortung, ihre Internetseiten so zu gestalten, dass
Kinder nicht gefährdet sind. Sie müssen geschützte Angebote und Filter entwickeln, die den
Internetzugang einfach und wirksam sichern. Es ist ein gemeinsames Anliegen, dass mehr gute
und interessante Kinderseiten entstehen und für Kinder leicht zu finden sind.
Das kinderfreundliche Netz fördern.
Mit unserer gemeinsamen Initiative „Ein Netz für Kinder“
wollen wir einen sicheren Surfraum aufbauen, der gewährleistet, dass Kinder nur auf geprüften
Seiten surfen können. Dieses Kinder-Internet wird von der Suchmaschine „fragFINN“ erschlossen,
die von der Wirtschaft getragen wird. Gleichzeitig bauen wir mit einem Förderprogramm das
kinderfreundliche Netz weiter aus.
Kinder zu guten Seiten führen.
Es gibt zahlreiche spannende und lehrreiche Internetseiten für
Kinder. Mit dieser Broschüre möchte ich Sie unterstützen, mit Ihren Kindern das kinderfreund-
liche Netz zu entdecken. Es macht Spaß, das Internet gemeinsam zu nutzen. Die Broschüre hilft
Ihnen dabei. Das Extraheft mit den KLICK-TIPPS ist für Kinder geschrieben, im weiteren Teil erhal-
ten Sie als Eltern Empfehlungen. Viel Spaß beim Lesen und beim Surfen!
Dr. Kristina Schröder
Bundesministerin für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend
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Seite 5
Inhalt
Inhalt
I. Unendliche Möglichkeiten – Was Kinder am Internet fasziniert
Dr. Christine Feil, Deutsches Jugendinstitut (DJI), München ............................................................
6
II. Suchen im Netz – Wie Kinder im Internet recherchieren
........................................................
8
„Der Kunde ist das Kind!“
Stefan Müller, Betreiber der Kindersuchmaschine „Blinde Kuh“
Dr. Friederike Siller, Projektleiterin der Kindersuchmaschine „fragFINN“ ....................................
9
III. Ran an die Maus, rein ins Netz – Wie Sie Kinder spielerisch fördern können
.......................
10
„Dadurch wird ihr Denken angeregt!“
Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Pädagogisches Institut/Universität Mainz .........................................
13
Lesetipps zum Internet ............................................................................................................................
14
Infoseiten für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen .......................................................................
15
Seiten-Check – Daran erkennen Sie gute Kinderseiten ......................................................................
16
IV. KLICK-TIPPS – Die besten Kinderseiten im Netz
.........................................................................
17
Beschreibungen der Internetseiten im Extraheft für Kinder „Entdecke dein Internet!“
V. Schattenseiten – Wie Sie Kinder vor Gefahren schützen können
...........................................
20
Erste Schritte ins Netz – Was ist wichtig? ..............................................................................................
20
Suchmaschinen – Welche Gefahren bergen sie? ................................................................................
21
Sicherheit – Wie lässt sich der Computer technisch schützen? ........................................................
22
Filter – Blockieren sie zuverlässig problematische Angebote? .........................................................
23
E-Mail – Wo bekommen Kinder eine sichere Adresse? ......................................................................
24
Web 2.0 – Wie sicher sind Kinder bei Kontakten im Internet? .........................................................
25
Internet und Handy – Eine teure Verbindung? ...................................................................................
27
Persönliche Daten – Wie schütze ich mein Kind vor der Preisgabe? ...............................................
28
Abzocke – Was tun gegen Kostenfallen? ..............................................................................................
29
Online-Werbung – Erkennen Kinder die Strategie? ...........................................................................
30
Internetforen – Hilfreiche Tipps oder gefährliche Diskussionen? ...................................................
31
Sex, Gewalt, Rassismus – Wie können Kinder davor geschützt werden? ........................................
32
VI. Mit Beschwerden das Netz verändern
.........................................................................................
33
VII. Abgemacht! Netz-Regeln für den Umgang mit dem Internet
.................................................
34
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Seite 6
Kapitel I
I.
Unendliche Möglichkeiten –
Was Kinder am Internet fasziniert
Dr. Christine Feil,
Deutsches Jugendinstitut,
München
Ob Spielen, Recherchieren für Schule und Freizeit, ob
Chatten und Mailen – das Internet bietet Kindern zahl-
reiche Möglichkeiten der Unterhaltung, Information
und Kommunikation. Auf den Kinderseiten entdecken
sie ihre Serienhelden; sie können aber auch aktuelle
Nachrichten lesen, per Webcam Tiere im Zoo beobach-
ten, sich mit anderen Kindern über Hobbys austau-
schen oder sich als Mitglied einer Community mit ihren
Freunden über ihre Alltagserlebnisse unterhalten.
Immer mehr jüngere Kinder
bekommen Zugang zum
Internet; zugleich wird es von Kindern immer häu-
figer und länger genutzt. Nach der „KIM-Studie 2008“
gehen inzwischen rund 60 Prozent aller 6- bis 13-Jäh-
rigen ins Internet. Zwei Drittel von ihnen sind mindes-
tens einmal pro Woche online. 17 Prozent fast täglich.
In letzter Zeit haben vermehrt die 6- bis 9-jährigen
Computernutzer das Internet für sich entdeckt. Ver-
glichen mit 2006 stieg der Anteil der Onliner 2008 um
8 Prozentpunkte, während sich die Quote bei den
10- bis 13-Jährigen kaum veränderte. Auch Vorschul-
kinder beschäftigen sich schon mit Internetangebo-
ten. Als Hinweis kann gelten, dass „Super RTL“ mit
seinem kostenpflichtigen „Toggolino-Club“ für 3- bis
7-Jährige 2008 mehr als 72.000 Abonnenten hatte. Im
Durchschnitt sind die Nutzer hier 5 Jahre alt.
Kinder interessieren sich im Internet vor allem für
Dinge, die sie aus ihrer Lebens- und Alltagswelt ken-
nen. Sie suchen auch hier nach Rollenmodellen und
Maßstäben zu Themen wie Schön- und Starksein,
Anerkannt- und Geliebtwerden, Groß- und Erwachsen-
werden. Dabei orientieren sie sich an den Trends der
Kinderkultur: An ihren Spielzeugwelten und Medien-
helden, Sport- und Musikidolen. Neben dem Freun-
deskreis bestimmt aber auch das Vorbildverhalten der
Erwachsenen die kindlichen Netz-Gewohnheiten.
Damit Kinder nicht nur auf kommerziellen Seiten
surfen, sollten Eltern ihnen die gesamte Bandbreite
der guten Kinderseiten eröffnen.
Nicht zuletzt nehmen die Lehrkräfte Einfluss auf das
Online-Verhalten: Die Suche nach Informationen für
die Schule ist unter den regelmäßig ausgeübten Inter-
netaktivitäten der Kinder die zweithäufigste Tätigkeit.
Spielen im Netz
steht bis zum Alter von etwa 7 Jahren
an erster Stelle. Dies ist verständlich, da die Kinder noch
nicht oder erst wenig lesen können. Kleine Kinder sind
deswegen auf die Hilfe von Eltern, Pädagoginnen und
Pädagogen oder auf ältere Geschwister angewiesen.
Mit Begleitung können sie bereits Bilder herunterladen
oder ausdrucken und die Mal- und Ausmalangebote
verwenden. Mit Hilfe können sie auch Memorys, Puz-
zles, Lern- und Geschicklichkeitsspiele bewältigen.
Auch für Kinder ab 7 Jahren stehen im Internet Spielen
und Unterhaltung an erster Stelle. Aber daneben lernen
sie das Internet als ein Medium für Sachinformationen
kennen, weil es vermehrt in Grundschulen eingesetzt
wird.
Wie viele Kinder nutzen das Internet?
Nach der „KIM-Studie 2008“ waren ab und zu online: Ca.
20 Prozent der 6- bis 7-Jährigen
50 Prozent der 8- bis 9-Jährigen
80 Prozent der 10- bis 11-Jährigen
85 Prozent der 12- bis 13-Jährigen
Die Studie „Trend Tracking Kids 2009“ (iconkids & youth)
weist ähnlich hohe Anteile an Internetnutzern in den
genannten Altersgruppen aus, der Schwankungsbereich
liegt bei bis zu 7 Prozentpunkten. Die Erhebung „Special
Eurobarometer 250“ der Europäischen Kommission
Safer Internet liefert eine Zahl zu Vorschulkindern in den
EU25-Staaten: Danach nutzen bereits 9 Prozent der unter
6-Jährigen das Internet.
Wie lange sind Kinder im Internet?
Etwa die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen hält sich bis zu
30 Minuten pro Besuch im Internet auf, ein Drittel
zwischen 30 und 60 Minuten und rund 15 Prozent mehr
als eine Stunde (KIM-Studie 2008).
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Seite 7
Kapitel I
Das Interesse am Mailen und Chatten
ist bei Kindern
im Grundschulalter noch nicht ausgeprägt. Sie benut-
zen lieber das Telefon oder Handy. Chatten hat keine
große Bedeutung, weil es wegen der nötigen Lese- und
Schreibfertigkeiten noch zu schwierig ist. Ab etwa
10 Jahren nimmt das Interesse der Kinder an E-Mail und
Chat allerdings stark zu. Dazu tragen sowohl ICQ und
Instant Messenger als auch die Community-Platt formen
bei: Sie ermöglichen die aktive, (mit-)gestaltende Parti-
zipation im Netz, die im Kindesalter vor allem die Teil-
habe am Auf- und Ausbau von Freundschaftsnetzwer-
ken sowie an der sozialen Welt der Gleichaltrigen ist.
Was bedeutet es für dich, in einer Community zu sein?
Jasmin, 11:
„Ja, jetzt ist halt fast die ganze Klasse im SchülerVZ.
Früher waren da nur so drei Leute oder so. Mit der Zeit sind halt
immer mehr gekommen, mit denen ich chatten kann und so.“
Maria, 11:
„Ja, man kann halt einfach mit den Freunden mailen
oder irgendwie halt, mit denen man sich in der Schule nicht so oft
unterhält, sich unterhalten und so.“
Carolin, 12:
„Dass ich sozusagen auch zu diesem coolen Club
gehöre.“
Leon, 12:
„Angenommen, im Schwimmbad treffe ich jemand
Nettes, mit dem freunde ich mich dann an. Dann sagen wir halt,
wie wir da [im SchülerVZ] heißen. Dann kann man sich auch wei-
terhin unterhalten.“
Alex, 12:
„Zum Beispiel die Hausaufgaben oder so, wenn man zum
Beispiel krank ist, kann man dann sagen: ‚Was hatten wir auf?‘.“
Quelle: Deutsches Jugendinstitut – Projekt: Digital Divide
Für Jungen und Mädchen ist das Internet glei-
chermaßen interessant.
So konnte in der Studie des
Deutschen Jugendinstituts „Wie entdecken Kinder das
Internet?“ beobachtet werden, dass insbesondere bei
jüngeren Kindern kaum geschlechtsspezifische Unter-
schiede in der Nutzung bestehen. Die Interessen sind
bis zum Alter von etwa 9 Jahren noch sehr ähnlich.
Dementsprechend bieten die großen Kinder-Websites
Inhalte sowohl für Mädchen als auch für Jungen an.
Erst im Alter von etwa 10 bis 12 Jahren gehen die Inte-
ressen auseinander: Während Mädchen sich noch auf
Kinderseiten wohlfühlen, bevorzugen Jungen Web-
sites zum Thema Computerspiele.
Beide Geschlechter folgen jedoch auch dem Trend der
Älteren zum Web 2.0: Portale wie YouTube
®
und das
SchülerVZ sind für sie attraktiv. Hier gilt es, das Augen-
merk auf den Kindermedienschutz zu richten.
Kontrollieren deine Eltern, was du im Internet tust?
Timo, 11:
„Meine Eltern, die erlauben das noch nicht, weil das Inter-
net ist auch eine ziemlich große Gefährdung, Viren und so. Und
es reicht mir, wenn ich bei meinem Bruder zuguck. Das finde ich
auch ganz toll.“
Mareike, 11:
„Also, ich darf da gar keine Fotos reinstellen, was auch
der Grund ist, warum ich kein SchülerVZ haben darf.... Und ich
darf auch nicht mit fremden Leuten chatten.“
Stefan, 12:
„Eigentlich vertrauen sie mir. Die haben gefragt: ‚Was
machst du denn so beim SchülerVZ?‘ Da habe ich gesagt: ‚Wollt
ihr mal gucken?‘ Ich habe auch kein Problem damit, wenn die hier
mal so sehen, was ich da mache.“
Carolin, 12:
„Ja, wenn ich z. B. eine Stunde da drin bin [im Chat] oder
etwas länger, dann meinen die schon: ,Jetzt mach aber mal aus, das
ist jetzt lange genug gewesen.‘ Aber sonst sind die eigentlich nicht
dagegen.“
Tobias, 12:
„Die sagen: ‚Geh endlich raus‘, wenn ich da so eine
Stunde dran hock [beim Chatten]. Dann sagen sie: ‚Üb Klavier oder
lern was!‘.“
Leon, 12:
„An jedem Tag, wo ich darf [geh ich ins SchülerVZ]. Also
montags darf ich eine Stunde an die Medien, mittwochs eine,
freitags zwei, samstags und sonntags jeweils drei.“
Quelle: Deutsches Jugendinstitut – Projekt: Digital Divide
Jungen schätzen ihre Computer- und Internetfertig-
keiten erheblich selbstbewusster ein als Mädchen. Sie
vertrauen stärker ihren spielerischen Fähigkeiten und
sie bewerten auch ihre digitalen Kompetenzen besser.
Ältere Kinder brauchen
mehr Bewegungsspielraum,
um sich nicht bevormundet und kontrolliert zu fühlen.
Hier genügt es, in der Nähe zu sein, um bei Bedarf
helfen zu können. Wichtig ist, dass Eltern den Com-
puter funktionsfähig halten und der Browser alle
notwendigen Plug-Ins enthält, die für den Besuch der
animierten Kinder-Websites mit ihren Ton- und Film-
dateien notwendig sind.
Vor allem sollten sich Eltern und pädagogische
Fachkräfte über die Websites und ihre Eignung für
Kinder informieren. Das ist im Internet mit seinen
ständig wechselnden Inhalten tatsächlich eine
Herausforderung. Aber es lohnt sich.
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Seite 8
Kapitel II
71 %
6 %
4 %
0 %
39 %
43 %
0
20
40
60
80
100
Kindersuch-
maschinen
Google Sicher
Google Unsicher
Quelle: jugendschutz.net 2009
10
30
50
70
90
kindgeeignete Angebote
problematische Angebote
II.
Suchen im Netz –
Wie Kinder im Internet recherchieren
Ihre ersten Schritte im Internet beginnen Kinder oft
über Suchmaschinen. Sie nutzen bekannte Adressen
wie „Google“ oder „Yahoo“, um nach In hal ten zu
suchen, die sie interessieren. Doch dieses Vorgehen ist
nicht unproblematisch. Kindliche Suchanfragen sind
häufig umgangssprachlich formuliert; oft enthalten
sie gravierende Schreibfehler. Jüngere Kinder schrei-
ben manchmal auch ganze Sätze in das Eingabefeld
und hoffen, dass ihnen die Suchmaschine antwor-
tet: „Warum gibt es Krieg?“, „Können Fledermäuse
se hen?“, „Ich will chatten!“. So ist die Wahrscheinlich-
keit, dass geeignete Treffer erzielt werden, natürlich
gering. Im schlimmsten Fall gelangen Kinder dadurch
auf problematische Seiten, die Gewalt- oder Erotik-
darstellungen zeigen (weitere Infos S. 32).
Eine effektive Nutzung von Suchmaschinen fällt
Kindern anfangs schwer.
Die lange und unüberschau-
bare Ergebnisliste überfordert sie mit Inhalten, die sie
nicht nutzen können, nicht verstehen und die sie mög-
licherweise sogar erschrecken. Da Kindern Kriterien
zur Auswahl fehlen, arbeiten sie die Liste der Reihe
nach ab, bis sie die Lust verlieren und aufgeben.
Eine Alternative sind spezielle Suchmaschinen für
Kinder:
Sie liefern automatisch kindgerechte Ergeb-
nisse, weil alle Seiten in aufwändiger Arbeit redaktio-
nell erfasst und in einer Datenbank gespeichert wer-
den. Die älteste deutsche Kindersuchmaschine ist die
„Blinde Kuh“. Ebenfalls empfehlenswert sind
„fragFINN“ und „Helles Köpfchen“ (Kinderteil S. 13).
„Google“ oder Kindersuchmaschinen?
jugend-
schutz.net hat kindorientierte Suchworte getestet: bei
den Kindersuchmaschinen „Blinde Kuh“, „fragFINN“
und „Helles Köpfchen“ sowie bei „Google“ mit den Ein-
stellungen „Google Sicher“ (Beschränkung auf „Seiten
aus Deutschland“ und Einstellung „SafeSearch“) sowie
„Google Unsicher“ (weltweite Suche und keine Filte-
rung). Untersucht wurden die Treffer zur Sucheingabe
„Amoklauf“, „Chat“, „Cheats“, „Sex“, „Körperbau“,
„Kuchen backen“ sowie „Wasser“.
Das Ergebnis des Suchmaschinentests:
„Google“
liefert zwar weit mehr Treffer als die Kindersuch-
maschinen. Die Kinder bekommen aber wesentlich
weniger brauchbare Informationen. Dabei verbessert
die sichere Einstellung bei „Google“ das Verhältnis
nicht wesentlich.
Es ist daher sinnvoll, dass Kinder eine Kindersuchma-
schine verwenden. Wird das Kind dort nicht fündig,
sollte es bei „Google“ mit der höchsten Sicherheits-
stufe und nur mit den Eltern suchen.
Wonach Kinder suchen:
Die
häufigsten Suchanfragen 2009
Sex
Kika
Spiele
Tiere
Toggo
Chat
Google
Indianer
Pferde
Ritter
Mozart
Dinosaurier
Liebe
Plätzchen backen
Römer
Wasser
Europa
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Seite 9
Kapitel II
„Der Kunde ist das Kind!“
Stefan Müller,
Kindersuchmaschine
„Blinde Kuh“
Wie arbeitet eine Kindersuchmaschine?
Die „Blinde Kuh“ arbeitet derzeit mit einer Schlag-
wortsuche in ca. 30.000 Websites. Darin sind nicht nur
reine Kinderseiten enthalten, sondern auch Erwachse-
nenseiten, die thematisch für Kinder interessant sind.
Das ist ein extrem hoher Arbeitsaufwand, weil inhalts-
starke Websites teilweise komplett – Seite für Seite –
von Hand geprüft und aufgenommen werden müssen.
Unsere Datenbank wird darüber hinaus täglich darauf-
hin überprüft, ob die Seiten noch da sind oder sich
verändert haben. Sie werden täglich ergänzt um das,
was Kinder interessiert, wie etwa die Homepages von
Stars oder Fußballvereinen. Das ist eine fortwährende
Entwicklung.
Außerdem bieten wir den Kindern ein umfangreiches
Link-Verzeichnis an. Darauf greift etwa ein Drittel aller
Suchanfragen zu.
Die „Blinde Kuh“ gibt es seit 1997. Wie bleibt sie aktuell?
Wichtig ist: Der Kunde ist das Kind! Das dürfen wir nie
vergessen. Eine Kindersuchmaschine muss mit den
Kindern und dem Zeitgeist mitwachsen. Auch optisch
muss sich die Seite den „neuen“ Kindern anpassen.
Nicht die Menge der Treffer ist entscheidend, sondern
ob die besten und kindgerechten Treffer ganz oben
erscheinen. Diese Treffer sollten frei von Werbung und
kommerziellen Links sein. Ob das funktioniert, kann
man durch Testeingaben herausfinden.
Wie können Kinder suchen lernen?
Kinder sollten gezielt und themenorientiert suchen.
Also nicht einfach „Tiere“ eingeben, sondern sie müs-
sen sich überlegen, was konkret sie daran interessiert.
Dann werden sie leichter fündig. Wir haben einen klei-
nen „Suchkurs“ erstellt. Damit lernen Kinder, was sie
bei ihrer nächsten Suche anders machen müssen. Und
wir sehen, in welchen Punkten wir unsere Suchmaschi-
ne weiterentwickeln müssen.
Die „Blinde Kuh“ wurde 1997 als private Initiative
gegründet. Seit August 2004 trägt das Bundesminis-
terium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die
Gesamtförderung der Kindersuchmaschine.
Dr. Friederike Siller,
Projektleiterin Kinder-
suchmaschine „fragFINN“
Welche Vorteile haben Kindersuchmaschinen?
Die Suche von „fragFINN“ ist besonders kindgerecht:
Alle Kinderinternetseiten, die sich auf der „fragFINN“-
Whitelist befinden, werden in den Suchergebnissen
als Erstes ausgespielt. Daneben finden Kinder noch
eine Vielzahl weiterer von Hand geprüfter, kindgeeig-
neter Internetangebote, die für sie (und oft auch für
Erwachsene) interessant sind.
Kindern gefällt, dass sie schnell zu guten Angebo-
ten kommen und die Informationen erhalten, nach
denen sie gesucht haben. So eignet sich „fragFINN“ in
der Schule zur Recherche von Informationen für alle
Schul fächer genauso wie in der Freizeit, wo schnell
sichere Chat-Räume, Spiele oder Internetseiten zu
Hobbys oder Stars gefunden werden können.
Wie sollten Kinder mit den Suchergebnissen umgehen?
Grundsätzlich sind die Suchergebnisse, die weit oben
ausgespielt werden, auch die besonders relevanten.
Doch es gilt: Das erste Suchergebnis muss nicht immer
auch das beste sein. Kinder sollten daher immer genau
die Kurztexte über die einzelnen Internetangebote
lesen, bevor sie eine Seite auswählen. Außerdem
empfehlen wir, sich stets mehrere Internetseiten
anzuschauen und die Informationen miteinander zu
vergleichen.
Was tun, wenn es nicht klappt?
„fragFINN“ heißt nicht umsonst „frag (den) FINN“!
Uns erreichen jeden Tag sehr viele Rückmeldungen,
Anregungen, Fragen und Ideen. Wenn Kinder sich an
uns wenden, weil sie nicht das finden, was sie gesucht
haben, helfen wir ihnen selbstverständlich weiter und
geben Tipps zum Surfen. Auf „fragFINN“ stellen wir ihre
Fragen vor – z. B. „Wie entsteht ein Eiskristall?“ – , natür-
lich mit Verweis auf ein Internetangebot, auf dem eine
besonders gute Antwort auf die Frage gegeben wird.
„fragFINN“ wurde 2007 im Rahmen der Initiative „Ein
Netz für Kinder“ gestartet. Es wird getragen von Unter-
nehmen und Verbänden aus der Telekommunikations-
und Medienwelt und umgesetzt von der Freiwilligen
Selbstkontrolle Multimedia (FSM).
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Seite 10
Kapitel III
III.
Ran an die Maus, rein ins Netz –
Wie Sie Kinder spielerisch fördern können
Manche medienpädagogische Fachkräfte empfehlen,
Kinder schon mit 1 oder 2 Jahren an den Computer zu las-
sen. Diese Einschätzung muss man nicht teilen. Feinmo-
torik, Verständnis von Ursache und Wirkung sowie erste
Wahrnehmung von fiktiven Welten lernt das Kind auch
ohne PC.
Im Internet gibt es bereits Seiten für Kinder ab 4 Jah-
ren. Die Anbieter sind meist kommerziell und wollen
ihre Spielzeugprodukte vermarkten. Dabei reichen
in diesem Alter ein gutes Computerspiel oder eine
Lernsoftware völlig aus. Damit können Symbole und
Vernetzungsstrukturen spielerisch gelernt werden.
Dies stellt eine Vorstufe zum Lesen dar. Zur Nutzung des
Internets braucht man dagegen weitere Fähigkeiten.
Voraussetzung sind Lese- und Schreibkenntnisse.
Wie kann ich das Kind spielerisch fördern? Was lernt
es dabei? Worauf muss ich achten?
Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über
Spiel-, Lern-, Kommunikations- und Mitmachangebote
im Internet. Die Empfehlungen sind aufeinander auf-
gebaut. Es gibt Vorschläge für kleine Kinder bis etwa
6 Jahre und ältere Kinder ab etwa 6 Jahren (Internet-
adressen Stand 2009).
Erste Spiele
Mausübungsspiele
Malen
Für kleine Kinder sind Ausmalbilder der Einstieg für
Fingertraining und das Erkennen von Vernetzungen.
Vorlagen (Mandalas, Dinos, Tiere, Fische und vieles
mehr) findet man über
www.blinde-kuh.de
: Lassen Sie
das Kind ein Motiv wählen, anklicken, ausdrucken und
bunt anmalen. Für ältere Kinder eignen sich bereits
erste Paint-Programme, z. B.
www.diddl.de
(Rubrik
„Spielkiste“, dort unter „Malstudio“).
Spielen
Die Fingerfertigkeit im Umgang mit der Maus wird
durch Spiele gut trainiert. Für kleine Kinder ist das
Spiel „Befreie Bono aus dem Käfig“ auf
www.spielstrasse.de
gut. Für ältere Kinder gibt es tol-
le und teilweise knifflige Spiele bei
www.orisinal.com
(enthält allerdings Google-Werbung).
Gedächtnis- und Konzentra tions spiele
Memory, Puzzle, Suchspiele: Diese alten Spielideen, im
Internet gespielt, koppeln unterschiedliche Leistungen.
Sie trainieren das Gedächtnis, die Motorik und Konzen-
tration unter Zeitdruck. Für kleine Kinder kann man ein
Spiel direkt aufrufen. Ältere Kinder sollten immer auch
sehen, wo ein Spiel „herkommt“. So lernen sie die Inter-
netstruktur verstehen. Dafür zunächst die Startseite und
dann Angebote anklicken lassen. Kleine Kinder:
z. B.
www.spielzimmer-online.de
oder
www.lucylehmann.de
(„Online Spiele und Spaß“).
Ältere Kinder können knifflige Fragen lösen, z. B. beim
Europa-, Sport-, Space-Quiz oder Mathe-Memo von
www.wasistwas.de
(Rubrik „Spiel & Spaß“
„Spiele“
„Spielebox“ anklicken).
Kreativspiele
Im Internet kann man viele kreative Ideen direkt umset-
zen: zum Beispiel bei
www.kidsville.de
Gemüsecollagen
erstellen und Möbelstücke erfinden. Unter
www.diddl.de
(Rubrik „Spielkiste“, dort unter „Malstudio“) wird erklärt,
wie man einen Diddl-Cartoon zeichnet. Aber man kann
das Internet auch nutzen für einen Spielnachmittag mit
Freunden und ohne PC. Lassen Sie das Kind Spielideen,
Basteltipps, Zaubertricks im Internet suchen, z. B. bei
www.zzzebra.de
.
Lerneffekt
I
Handhabung der Maus, Anklicken von Symbolen,
Koordination von Auge und Hand
I
Begreifen von Symbolen
I
Strukturierung von Gedanken
I
Erstes Erkennen von Vernetzungen
I
Computer als positives Gerät be-„greifen“
Tipp:
I
Kleine Kinder nicht allein am Computer spielen lassen
I
Nicht mehr als 30 Minuten Computerzeit am Stück
I
Spiele mehr
fach wiederholen und alle Arbeitsschritte
erklären
I
Das Kind mit gleichaltrigen Freundinnen und
Freunden am Computer spielen lassen
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Seite 11
Kapitel III
Erstes Lernen und Informieren
Wissen und Lernen im Internet
Kindgerecht gestaltete Info- und Wissensseiten richten
sich in der Regel erst an Kinder ab 6 Jahren. Hier finden
sie Material für die Schule und erfahren Neues zu allen
Themen (KLICK-TIPPS im Kinderteil).
Nachrichten:
www.tagesschau.de/kinder
,
www.tivi.de/
logo
,
www.kindernetz.de/minitz
,
www.news4kids.de
,
www.sowieso.de
,
www.baeren-blatt.de
Film:
www.wasistwas.de
(„Aktuelles“
„Reportage
Film“),
www.hanisauland.de/filmtipps
Tiere:
www.kinder-tierlexikon.de
(Kinder können
eigene Tierbeschreibungen und Bilder hinzufügen)
Liebe:
www.loveline.de
(„Liebeslexikon“)
Wissen:
www.hamsterkiste.de
,
www.wissenskarten.de
,
bei
www.grundschulwiki.de
können Kinder für Kinder
Sachbeiträge online stellen.
Ältere Kinder sollten auch in die effektive Nutzung von
Suchmaschinen eingeführt werden (S. 21).
Service im Internet
Es will gelernt sein, Auskünfte über Veranstaltungen,
Fahrpläne, Öffnungszeiten im Internet zu finden. Für
kleine Kinder ist hierfür ein Kinobesuch ein guter
Anlass: gemeinsam online die Startzeiten herausfinden
und den Filminhalt nachlesen. Oft ist auch die Home-
page zum Film verlinkt, auf der sich das Kind bereits
vorher in die Story einleben kann.
Ältere Kinder können auch schon eine Freizeitidee fürs
Wochenende recherchieren: Museum, Freizeitparks,
Ausflugtipps. Gute Ideen überregional findet man
unter
www.sufino.de
,
www.wasistwas.de
(„Aktuelles“
„Freizeittipps“). Veranstaltungen in der
eigenen Stadt bieten Städteportale und Jugendeinrich-
tungen, wie z. B.
www.kindernetz-hamburg.de
,
www.pomki.de
(München),
www.kinderrathaus.de
(Bielefeld).
Kaufen im Internet
Flohmärkte sind für Kinder ein beliebter Ort, eigene
Dinge zu verkaufen und andere billig zu erwerben.
Diese Möglichkeit gibt es auch im Internet. Nicht
immer erfolgreich, aber einen Versuch wert ist es,
über einen Kinderflohmarkt Bücher, Spielzeug und
Sammelartikel anzubieten und zu tauschen: z. B.
www.kindersache.de
(Rubrik „Interaktiv“, dort unter
„Tauschbörse“). Vorsicht allerdings mit der Weitergabe
von E-Mail und Adresse: Die Abwicklung des Geschäftes
sollte über die Eltern erfolgen.
Shops und Musikbörsen üben auf viele Kinder eine Fas-
zination aus. Bauen Sie deswegen Alleingängen Ihres
Kindes vor: Bestellen Sie gemeinsam mit ihm z. B. Schul-
bücher oder eine CD. So kann das Kind die notwen-
digen Schritte lernen, aber auch Vor- und Nachteile von
Online-Geschäften erkennen lernen (S. 29).
Lerneffekt
I
Erwerb technischer Kenntnisse
I
Training von Navigation
I
Erkennen von Vernetzungen
I
Umgang mit Suchmaschinen
I
Internet für Lernen und Service im täglichen Leben
nutzen lernen
Tipp:
I
Internet ist weder Babysitter noch Schule, sondern
konzentrierte Freizeitbeschäftigung
I
Mädchen und Jungen gleich behandeln
I
Computer im familiären Wohnumfeld aufstellen
I
Auf ausgewogene Betätigung und Bewegung achten
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Seite 12
Kapitel III
Erste Kommunikation
Mailen
Eigenes Postfach
Richten Sie eine eigene E-Mail-Adresse für das Kind
ein. Dabei sollte der echte Name nicht erkennbar sein.
Anbieter für Kinder-Mail-Adressen sind zum Beispiel
www.mail4kidz.de
,
www.grundschulpost.de
.
E-Cards
Das sind Vorlagen mit netten Cartoons, bei denen man
Farbe, Motiv und Musik selbst auswählen kann. Sinn-
voll ist, die E-Cards von Kinderseiten zu nehmen, z. B.
www.splashkids.de
,
weil E-Cards auf Erwachsenen-
seiten oft mit Werbung verbunden sind. E-Cards als
kleiner Film-Comic bei
www.diddl.de
(Rubrik „Spiel-
kiste“, dort unter „Film“).
Mail-Kontakte
Freunde in fernen Ländern zu finden, geht per
Internet schneller als mit der Post:
www.mail4kidz.de
,
www.geolino.de
(„Community“
„Brieffreunde“).
Häufig sind die Kontakte natürlich nicht von langer
Dauer.
Engagieren, mitmachen
Visitenkarte, Homepage
Die eigene Homepage – das finden viele Kinder erstre-
benswert, weil es eine Möglichkeit für Kontakte zu
sein scheint. Zwar stellt sich schnell heraus, dass kaum
einer die tolle Homepage besucht und die Pflege zeit-
aufwändig ist. Dennoch lernt das Kind dadurch, das
Internet nicht nur als Konsument, sondern auch als
Produzent zu nutzen.
Suchen Sie für kleine Kinder eine leichte Vorlage auf
einer geeigneten Seite: z. B.
www.kidsville.de
. Für
die Visitenkarte wird aus fertigen Designvorschlägen
ausgewählt. Dazu werden ein paar Angaben gemacht:
z. B. Nickname, Hobbys. Bei
www.pixelkids.de
und
www.kidnetting.de
lernen Kinder, wie eine „echte“
Homepage gemacht wird. Mädchen können eine
Homepage bei
www.lizzynet.de
selbst gestalten und
ins Netz stellen.
Foren
Viele Kinderseiten verfügen über Meinungsforen
zu allen möglichen Themen. Auf diese Weise lernen
Kinder, Meinungen darzustellen und einem größeren
Publikum zu kommunizieren. Beliebt sind:
www.kindernetz.de
,
www.mellvil.de
oder
www.geolino.de
.
Ältere Kinder besuchen gern die
Seite
www.helles-koepfchen.de
.
Interessant sind auch Seiten, auf denen eigene
Geschichten, Gedichte, Rezepte und andere
Eigen kreationen veröffentlicht oder Fortsetzungs-
geschichten initiiert werden können, z. B.
www.kinderbuchforum.de
,
www.kids-e-zine.de
.
Chatten und Community
Legen Sie einen oder zwei moderierte Chat-Räume
gemeinsam mit Ihrem Kind fest, in denen es sicher
geschützt ist: z. B.
www.seitenstark.de/chat
. Communi-
tys haben inzwischen eine ganze Reihe von Kinderseiten
(Kinderteil S. 34).
Für jüngere Kinder gibt es den
www.kinder-
messenger.de
,
ein sicheres Instant-Messenger-Pro-
gramm, mit dem Kinder feststellen können, welche
Freundinnen und Freunde online sind. Älteren Kin-
dern können Sie z. B. ICQ oder MSN installieren. Dann
sollte allerdings die höchste Sicherheitsstufe aktiviert
sein.
Lerneffekt
I
Schein und Wirklichkeit bei „Netz-Freundschaften“
trennen lernen
I
Interaktive Nutzungsmöglichkeiten erkennen
I
Netiquette und Verhalten im Netz erlernen
I
Aktivitäten vernetzen können
I
Öffentlichkeit für eigene Themen und Anliegen
schaffen
Tipp:
I
Bei jüngeren Kindern Anwesenheit eines Erwachsenen
bei allen Online-Aktivitäten
I
Datenschutz und Gefahren im Netz thematisieren
I
Eventuell Schutzsoftware installieren
I
Nicht täglich ins Netz, Alternativen im Alltag anbieten
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Seite 13
Kapitel III
„Dadurch wird ihr Denken
angeregt!“
Was Kinder mit dem Internet
lernen können
Professor Dr.
Stefan Aufenanger
ist Professor für Erziehungswissenschaft und
Medienpädagogik an der Universität Mainz
und betreibt Forschung zu Medienerziehung in
Kindergarten und Schule, Kinder und Medien,
Multimedia-Anwendungen, Medienethik.
Macht das Internet Kinder fit für die Zukunft?
Man sollte nicht zu viel erwarten. Aber wenn Kinder
sich schon früh mit dem Internet beschäftigen, dann
lernen sie dabei, vernetzt zu denken. Auch erwerben
sie durch den Umgang mit Medien rechtzeitig das, was
wir Medienkompetenz nennen. Damit ist gemeint,
Computer und Internet richtig handhaben zu können,
sinnvoll mit den Inhalten umzugehen und sie nach
ihrer Qualität und Bedeutung einschätzen zu können.
Wir sollten also unseren Kindern den Zugang zum
Internet schon in jungen Jahren ermöglichen. Das
wirkt sich positiv auf ihre Entwicklung aus, weil sie
sich in die komplexe Welt der Neuen Medien hinein-
versetzen können. Dadurch wird ihr Denken angeregt
und ihre kognitive Entwicklung gefördert.
Wie führt man ein Kind am besten an das Internet
heran?
Bei jungen Kindern sollte erst geklärt werden, was
das Kind im Internet will: spielen, nach Infos suchen
oder mailen. Dann sollte man sich die dafür infrage
kommenden Seiten erst einmal anschauen. Am besten
eignen sich Internetseiten, die auf das Alter des Kindes
zugeschnitten und anspruchsvoll gestaltet sind. Dies
können Angebote sein, die das Wissen der Kinder
testen, schwierige Aufgaben stellen oder heraus-
fordernde Spiele anbieten.
Zugleich sollte man den Aufbau des Internets alters-
gemäß erklären. Bei älteren Kindern ist es auch not-
wendig, auf die Probleme des Internets – Erotikange-
bote, Datenschutz, Chatten – aufmerksam zu machen.
Man sollte dabei jedoch dem Kind nicht Angst machen,
sondern erklären, warum dies nötig ist.
Können Kinder durch zu viel Internet abhängig
werden?
Ich glaube nicht, dass man durch das Internet süchtig
werden kann. Dazu ist der Begriff der Sucht nicht pas-
send, auch wenn es auf den ersten Blick bei manchen
Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen so
aussehen mag. Zwar gibt es bestimmt einige Kinder
und Jugendliche, die gerne den ganzen Tag am Com-
puter sitzen und im Internet surfen. Dies dürften aber
vor allem jene Kinder sein, die sich zu Hause meist
allein beschäftigen müssen und deren Eltern sich
kaum um sie kümmern. Immer noch ist Spielen und
Zusammensein mit Freunden das Wichtigste für viele
Kinder und Jugendliche. Natürlich sollte man darauf
achten, dass Medien nicht zu sogenannten Zeitdieben
werden. Denn ein Computerspiel, das Surfen im Inter-
net oder das Chatten nimmt sehr viel Zeit in Anspruch,
ohne dass man das merkt. Schnell vergehen dabei
Stunden. Falls Kinder aus Sicht der Eltern zu viel Zeit
vor dem Computer verbringen, dann müssen gemein-
sam Regeln vereinbart werden: z. B., dass zuerst die
Hausaufgaben gemacht werden müssen.
Wie viel Internet pro Woche ist in Ordnung?
Bei Vorschulkindern sind zwei bis drei Stunden pro
Woche ausreichend. Grundschulkinder wollen gerne
Themen aus der Schule weiterbearbeiten, sodass bis
zu sechs Stunden erlaubt werden können. Mit zuneh-
mendem Alter sollte man Kindern mehr Zeit geben.
Insgesamt sollte aber darauf geachtet werden, dass der
gesamte Medienkonsum nicht zulasten von anderen
Freizeitbeschäftigungen geht.
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Seite 14
Kapitel III
Lesetipps zum Internet
Norbert Golluch-Buberl: Mein erstes Buch vom Computer
Betz 2007. 12,95 Euro. (Ab 4 Jahren)
Viele allgemeine Fragen zum Computer und seinen Einsatzmöglichkeiten werden
kindgerecht in einer Geschichte beantwortet. Ideal für den Einstieg und zum Vorlesen
werden auch die Grundlagen im Umgang mit der Technik und den Gefahren erläutert.
Andreas Wilhelm und Wolfgang Metzger: Wieso? Weshalb? Warum?
Mein Computer
Ravensburger 2007. 12,95 Euro. (Ab 4 Jahren)
Ein kindgerecht gestaltetes Buch, das Grundbegriffe und die wichtigsten Angebote in Text
und Bild darstellt. Die vielen Aufklappbilder laden ein, das Internet und den Computer
spielerisch zu entdecken. Für Vorschul- und jüngere Grundschulkinder geeignet.
Helmut Lingen: Addy. Komm mit mir ins Internet. PC für Kids
Lingoli 2005. 3,95 Euro. (Ab 8 Jahren)
Computer-Junge „Addy“ erklärt das Internet und was Kinder dort entdecken können.
Schritt für Schritt beschreibt das Buch mit zahlreichen Abbildungen alle wichtigen
technischen Funktionen und gibt Tipps, welche Websites einen Besuch lohnen.
Hans-Georg Schumann: PCs für Kids
bhv 2007. 19,95 Euro. (Ab 8 Jahren)
Tim, Nele und PC-Hund Buffi erklären den Computer von Software über Hardware bis zum
Internet. Sie geben auch Tipps im Umgang mit Handys und Spielekonsolen. Ein übersicht-
licher, verständlich geschriebener Überblick für Anfänger und Fortgeschrittene.
Axel Bornträger: PC & Internet – eine sichere Sache für die ganze Familie!
Microsoft Press München 2008. 7,90 Euro.
Der Autor erklärt anhand von Familie Wiese, wie Eltern den PC mit Betriebssystem
Windows Vista für 6-, 12- und 16-Jährige sicher einrichten können. Bildschirmaufnahmen
der einzelnen Schritte erleichtern die Umsetzung. Auf
www.schwuppdiweb.de
gibt es
aktuelle Infos.
Chatten ohne Risiko? Sicher kommunizieren in Chat, Messenger und
Community
jugendschutz.net im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, der Landesmedien-
anstalten und Obersten Landesjugendbehörden, 4. Auflage 2009. Kostenlos.
jugendschutz.net prüft bei Kindern und Jugendlichen beliebte Chats, Communitys
und Instant Messenger. Alle wichtigen Angebote werden mit Risikoeinschätzung und
Altersempfehlungen vorgestellt. Außerdem gibt es Tipps zur sicheren Nutzung von
Kommunikationsangeboten.
Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil
jugendschutz.net im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, 1. Auflage 2007. Kostenlos.
Die Broschüre informiert über die wichtigsten Risiken, die mit den erweiterten
Funktionen der neuen Handy- und Spielkonsolen-Generation verbunden sind. Sie gibt
Eltern wertvolle Tipps, wie sie ihre Kinder altersgerecht schützen und welche Schutzan-
gebote von Mobilfunkanbietern sie dabei nutzen können.
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Seite 15
Kapitel III
Infoseiten für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen
www.schau-hin.info
SCHAU HIN! ist eine gemeinsame Aktion des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend mit Vodafone, ARD, ZDF und TV-Spielfilm.
Die Website umfasst Infos, Tipps und Experteninterviews zur Medienerziehung.
www.klicksafe.de
klicksafe ist eine Initiative des Safer Internet Programms der Europäischen Kommission.
Die Seite informiert Kinder, Jugendliche, Eltern, Multiplikatorinnen und Multiplika-
toren sowie Internetanbieter über Sicherheit und Entwicklungen im Internet.
www.internet-abc.de
Das Internet-ABC ist ein spielerischer, werbefreier Ratgeber mit Eltern- und Kinder-
bereich. Mitglieder des Vereins sind Landesmedienanstalten, die Projektdurchführung
liegt beim Grimme-Institut. Gemeinsam können Kinder und Erwachsene hier Wissen
über Internetdienste erwerben.
www.schulen-ans-netz.de
Schulen ans Netz ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
und der Deutschen Telekom AG. Die Website informiert über den Einsatz Neuer Medien
im pädagogischen Kontext. Die Datenbank „Websites für Kinder“ enthält Beschrei-
bungen und Bewertungen zu 230 Internetseiten für Kinder.
www.dji.de
Das DJI – Deutsches Jugendinstitut – untersucht langfristig und systematisch die Lebens-
lagen von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Familien. Zum Thema „Kinder und Inter-
net“ werden fundierte Studien sowie aktuelle Projekte und Angebote vorgestellt.
www.bundespruefstelle.de
Die Bundesprüfstelle indiziert jugendgefährdende Medien, die Kindern und Jugend-
lichen nicht zugänglich gemacht werden dürfen. Außerdem fördert sie den Jugend-
medienschutz sowie die Selbstkontrolle der Gewerbetreibenden. Am Servicetelefon
(0228/376631) beantworten Fachleute Fragen zum Medienalltag.
www.fsm.de
Die FSM ist ein Verein von Verbänden und Unternehmen der Online-Wirtschaft und
eine Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle. Ziel ist, die Verbreitung rechtswid-
riger und jugendgefährdender Inhalte in Online-Diensten zu verhindern. Auf der
Website gibt es Infos zum Jugendschutz und ein Beschwerdeformular für problema-
tische Inhalte.
www.jff.de
Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis – erforscht den Medien-
umgang der heranwachsenden Generation und stellt pädagogische Praxishilfen zur
Verfügung. Die Website bietet fundierte Informationen zum täglichen Umgang mit
Medienangeboten.
www.mpfs.de
Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest erhebt Daten zur Mediennut-
zung: insbesondere die JIM(Jugend, Information, (Multi-)Media)-und KIM(Kinder und
Medien)-Studien. Praktische Ratgeber können bestellt oder heruntergeladen werden.
www.chatten-ohne-risiko.net
jugendschutz.net prüft bei Kindern und Jugendlichen beliebte Chats, Communitys
und Instant Messenger. Alle wichtigen Angebote werden mit Risikoeinschätzung und
Altersempfehlungen vorgestellt. Außerdem gibt es Tipps zur sicheren Nutzung von
Kommunikationsangeboten.
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Seite 16
Kapitel III
Seiten-Check – Daran erkennen
Sie gute Kinderseiten
Kindgerechte Aufbereitung
Gute Kinderseiten bereiten interessante Inhalte so auf,
dass Kinder sich gerne mit ihnen beschäftigen.
Check:
Sind die Themen altersgerecht und
spielerisch aufbereitet? Finden sich die Kinder
auf der Seite leicht zurecht?
Sicherheit
Es sollte attraktive Sicherheitshinweise geben, die
Kinder leicht verstehen. Eine gute Seite bietet Hilfe-
Buttons an, mit denen sich ein Kind an die Redaktion
wenden kann.
Check:
Werden Beiträge in Chats und Foren
von Moderatorinnen bzw. Moderatoren über-
prüft, bevor sie online gestellt werden?
Datenschutz
Auf Kinderseiten sollten keine persönlichen Daten
abgefragt oder veröffentlicht werden. Kinder sollten
ohne Adressangabe an allen Aktionen und Gewinn-
spielen teilnehmen können.
Check:
Unterbindet die Seite, dass Adressen,
Handy-, Telefonnummern und E-Mail-
Adressen veröffentlicht werden können?
Interaktive Angebote
Kinder beteiligen sich gerne an Aktionen. Ebenso wollen
sie mit anderen Kindern in Kontakt treten.
Check:
Können Kinder an der Website mit-
wirken? Können sie z. B. selbst Beiträge ver-
fassen und Kommentare abgeben?
Aktualität
Eine gute Kinderseite achtet darauf, dass veraltete
Inhalte gelöscht werden. Wo möglich, liefert sie
aktuelle Berichte. So lernen Kinder die Teilhabe an
gesellschaftlichen Themen und Fragen.
Check:
Sind Beiträge aktuell und datiert?
Wird über ein Ereignis in Folge berichtet?
Werbung
Kinder können Online-Werbung nicht gut erkennen.
Daher sollten Kinderseiten möglichst überhaupt keine
Werbung enthalten. Redaktionelle Inhalte dürfen
nicht mit Werbung vermischt sein.
Check:
Falls eine Seite Werbung enthält – ist
diese eindeutig gekennzeichnet und stört sie
das Surfen nicht?
Multimediale Möglichkeiten
Eine abwechslungsreiche Aufbereitung von Themen
macht Kindern Spaß und hilft ihnen, Inhalte gut zu
verstehen.
Check:
Arbeitet die Seite mit interaktiven
Grafiken, Geräuschen, Podcasts? Bietet sie
kurze Videos oder sogar eine Web-Kamera?
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Seite 17
Kapitel IV
IV.
KLICK-TIPPS –
Die besten Kinderseiten im Netz
So wirst du Surf-Profi!
Am Anfang muss man sich erst zurechtfinden: so viele
Möglichkeiten, Funktionen und komplizierte Begriffe!
Auf diesen Seiten lernen Kinder, wie das Internet
funktioniert.
www.internauten.de
www.internet-abc.de
www.internet-seepferdchen.de
www.kidsville.de
www.toggo.de
www.wildwebwoods.org
Suchen & Finden – Kindersuchmaschinen
Spezielle „Suchmaschinen für Kinder“ helfen, in den
unzähligen Angeboten im Internet die besten Kinder-
seiten zu finden.
www.blindekuh.de
www.fragfinn.de
www.helles-koepfchen.de
www.klick-tipps.net
TV & mehr – Vom Fernsehen ins Internet
Diese Internetseiten bieten besonders viel: aktuelle
Themen, Spiele, Foren, Chats und Freizeitideen.
Die meisten großen Kinderportale werden von
Fernsehsendern angeboten.
www.kindernetz.de
www.tivi.de
www.toggo.de
www.kika.de
www.lilipuz.de
www.die-maus.de
www.blaubär.de
www.br-kinderinsel.de
Spielen & Basteln – Mach mit!
Viele Internetseiten bieten tolle Spiele und Ideen
zum Basteln und Mitmachen – egal, ob allein oder
zu mehreren.
www.zzzebra.de
www.kidsville.de
www.kidstation.de
www.kidsweb.de
www.kids.t-online.de
www.kidsundco.de
www.prinzessin-knoepfchen.de
Die Original-Blinde-Kuh-Spieledatenbank (ab 4 Jahren):
www.blinde-kuh.de/spiele/links.html
Schnell & Aktuell – Kindernachrichten
Kinder nutzen das Internet immer mehr, um sich zu
informieren. Sie haben ein Recht auf aktuelle, kind-
gerechte Informationen auch im Internet.
www.baerenblatt.de
www.tivi.de/logo
www.kindernetz.de/minitz
www.news4kids.de
www.sowieso.de
Regelmäßig Nachrichten haben auch:
www.helles-koepfchen.de,
www.lilipuz.de/nachrichten,
www.neuneinhalb.wdr.de
Mitbestimmen & Mitmischen – Kinderrechte, Politik
Internet nicht nur konsumieren, sondern auch pro-
duktiv nutzen. Das können Kinder auf diesen Seiten
gut lernen.
www.boeser-wolf.schule.de
www.hanisauland.de
www.kindersache.de
www.kinder-ministerium.de
www.richtig-wichtig.org
www.sowieso.de
www.unicef.de/kids
Politik leicht verständlich gibt es auch bei:
www.kuppelkucker.de,
www.kinderrathaus.de,
www.politikzumanfassen.de
,
www.kinder.diplo.de,
www.regieren-kapieren.de
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Seite 18
Kapitel IV
,
Ob Natur, Tiere und Technik, ob über Wissen-
schaft, Länder und Religion – im Internet gibt es
spannende Seiten, die auch für Kinder verständ-
lich geschrieben sind. Hier stellen wir einige
Seiten nach ihren Hauptthemen vor.
Stöbern & Nachschlagen – Für Freizeit und Schule
www.wasistwas.de
www.wissenskarten.de
www.palkan.de
Prima stöbern geht auch bei:
www.hamsterkiste.de,
www.grundschulwiki.de,
www.grundschulwebquest.de
,
www.physikfuerkids.de,
www.solarbiker.de
,
www.kinderzeitmaschine.de
,
www.seitenstark.de
www.lernspass-fuer-kinder.de
,
www.clixmix.de
Tiere & Natur
www.fans-of-earth.de
www.oliswildewelt.de
www.tierchenwelt.de
Tolle Tierwelten auch bei:
www.bmu-kids.de,
www.dinosaurier-interesse.de,
www.naturdetektive.de,
www.najuversum.de,
www.ökoleo.de,
www.youngpanda.de,
www.kinder-tierlexikon.de
Bücher & Lesen
www.leselilli.de
www.rossipotti.de
www.kinderbuchforum.de
Schmöker-Rubriken gibt es auch bei:
www.hanisauland.de,
www.lilipuz.de,
www.lesekorb.de,
www.kinderbrockhaus.de,
www.mimi-im-haus.de
Musik & Radio
www.maestro-margarini.de
www.notenmax.de
www.lilipuz.de/kiraka
www.radijojo.de
Reinhören könnt ihr auch hier:
www.drspirando.ch,
www.kakadu.de,
www.radio108.de,
www.listen-to-the-future.de
www.baerenbude.de
Sport & Fußball
www.sportspatz.de
www.fussballd21.de
http://paule.dfb.de
Sportlich ist es auch hier:
www.ich-spiele-fussball.de,
www.lucylehmann.de
Gesundheit & Ernährung
www.jolinchen.de
www.kinderkochland.de
www.medizin-fuer-kids.de
www.mein-koerper-und-ich.de
www.tk-logo.de
www.zeckenschule.de
Gesund geht es auch zu bei:
www.bio-find-ich-kuhl.de,
www.kinderwelt.org,
www.legumi.de,
www.powerkids.de,
www.talkingfood.de
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Seite 19
Kapitel IV
Weltall, Polizei & Sicherheit
www.esa.int/esaKIDSde
www.avgoe.de/StarChild
www.ampelini.de
www.kinderwache.de
Religion & Kirche
www.kirche-entdecken.de
www.dom-fuer-kinder.de
www.joemax.de
www.rachel.israel.de
Rat & Hilfe
www.frieden-fragen.de
www.loveline.de
www.kijumail.de
www.kidkit.de
www.hilfe-fuer-maedchen.de
www.legakids.de
Rat gibt es auch hier:
www.dunkelziffer.de/fuerkids.html,
www.deafkids.de,
www.kids-hotline.de
Treffpunkt Internet – Mit Sicherheit gut!
Im Internet kann man andere Kinder kennenlernen
und Kontakt halten zu Freunden, die weiter weg leben.
Am sichersten ist es, hierfür nur geeignete Kinder-
seiten zu nutzen. Legen Sie Ihrem Kind unseren Chat-
Spickzettel ans Herz, damit es die Regeln zu seiner
Sicherheit beachtet.
Mail & Messenger
www.grundschulpost.de
www.mail4kidz.de
www.kinder-messenger.de
Chat
www.seitenstark.de
Communitys
www.mokitown.de
www.kindernetz.de/netztreff
www.tivi.de
„tiviTreff“
www.toggo.de
„TOGGO Treff“
www.diddl.de
„Plauderecke“
www.kidsville.de/kidsvilla
Immer etwas los ist auch hier:
www.helles-koepfchen.de
„Meine Freunde“
www.kindercampus.de
„Freunde“
www.lizzynet.de
„Community“
Englisch, Französisch, Spanisch – Internationale
Kinderseiten
Auch aus dem Ausland kommen tolle Kinderseiten.
Hier bekommen Kinder einen spannenden Einblick in
andere Kulturen.
Europa
http://europa.eu/europago/
England
www.bbc.co.uk/children
Frankreich
www.uptoten.com/enfants
Spanien
www.lastresmellizas.com
Portugal
www.junior.te.pt
Türkei
www.cocukca.com
Afrika
www.afrika-erzaehlt-junior.de
Australien
www.abc.net.au/children
Japan
http://web-japan.org/kidsweb
USA
http://pbskids.org
Deine eigene Internetseite – Tipps zum Selbstmachen
Eine eigene Homepage zu bauen ist gar nicht so
schwer. Verschiedene Kinderseiten bieten kleine
HTML-Kurse an, die den Einstieg Schritt für Schritt
erklären.
www.diddl.de
www.lizzynet.de
www.news4kids.de
www.pixelkids.de
Ausführliche Beschreibungen der KLICK-TIPPS
finden Sie im Extraheft „Entdecke dein Internet“
auf den Seiten 12 bis 40.
Hinweis:
Kinderseiten mit diesem Zeichen
erhalten eine
Förderung durch die Initiative „Ein Netz für Kinder“ des
Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur
und Medien (BKM) sowie des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Tipp:
Weitere Kinderseiten sind derzeit in der Entstehung.
Aktuelle Informationen auf
www.ein-netz-fuer-kinder.de.
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Seite 20
Kapitel V
V.
Schattenseiten – Wie Sie Kinder
vor Gefahren schützen können
Erste Schritte ins Netz –
Was ist wichtig?
Das Internet hat für Kinder einen hohen Reiz. Es ent-
spricht ihrem Bedürfnis, die Welt zu entdecken und an
ihr teilzuhaben. Deswegen ist es gut, wenn Kinder schon
früh eine positive, aber auch kritische Einstellung dazu
entwickeln können. Dies geht nicht völlig ohne Risiko.
Gefährdungen im Internet sind anders als im täg-
lichen Leben:
Einerseits ist das Gefahrenpotenzial für
Kinder im Internet kleiner, weil sie vor direkten Über-
griffen geschützt sind. Andererseits ist die Gefährdung
größer, weil es rücksichtslose Anbieter gibt und Kinder
noch nicht gelernt haben, mit den Gefahren des Inter-
nets umzugehen. Im Internet lauern versteckte Wer-
bung, Viren, Chat-Räume mit belästigenden Erwachse-
nen, es gibt Pornografie und Gewaltdarstellungen.
Altersempfehlungen
lassen sich schwer geben, weil
sie vom Entwicklungsstand des Kindes abhängen. Es ist
ähnlich wie im täglichen Leben: Anfangs benötigt das
Kind die ganze Aufmerksamkeit. Schrittweise erlebt es
mehr Bewegungsfreiheit. Sobald das Kind in der Lage ist,
Gefahrensituationen zu erkennen und damit umzuge-
hen, können Sie den Schutzraum öffnen. Dafür müssen
Eltern auch für sich abwägen: Wie groß ist mein Schutz-
bedürfnis für das Kind? Habe ich ausreichend Zeit, mich
mit seinen Internetaktivitäten zu beschäftigen? Kann
ich darauf vertrauen, dass das Kind mich bei Problemen
zu Hilfe holt und kann das Kind umgekehrt darauf ver-
trauen, dass ich ansprechbar bin, wenn es surft?
Lieber etwas später als zu früh!
Lassen Sie Ihr Kind
nicht mit ungutem Gefühl ins Netz. Statt im Internet
kann es auch mit guten Lern- und Unterhaltungsspielen
seine PC-Fähigkeiten trainieren. Oder Sie können mit
einem kostenpflichtigen Kinderangebot einen sicheren
Surfraum für das Kind buchen.
Am sichersten ist ein Kinderangebot gänzlich ohne
Verlinkung zur Außenwelt, ähnlich einem Club.
Erwähnenswert sind „Toggolino“ für 3- bis 7-Jährige und
der „Toggo Cleverclub“ für 7- bis 10-Jährige von Super
RTL. Außerdem bietet MTV mit dem „ClubNick“ multi-
mediale Unterhaltung für 8- bis 11-Jährige. Und Scoyo.de
kombiniert Lernen mit Spielen in sicherer, werbefreier
Umgebung. Wer diesen völlig geschützten Raum für
sein Kind möchte, sollte prüfen, wie häufig neue Spiele
oder Lerninhalte dort eingestellt werden und ob sich
der Preis dafür lohnt. Je nach Anbieter und Abonnement
kostet ein Angebot zwischen 60 und 120 Euro pro Jahr.
Kindersicherung:
Erwägen Sie den Einsatz eines Filters
und aktivieren Sie die Kindersicherung, sofern Ihr
Provider sie anbietet. Allerdings funktioniert dieser
Schutz keineswegs lückenlos, wie stichprobenartige
Tests von jugendschutz.net ergaben (mehr Infos S. 23).
Ein eigener Surfraum für das Kind
Auf die Interessen Ihres Kindes können Sie am besten
eingehen, wenn Sie ihm einen eigenen Surfraum
zusammenstellen. Dafür bietet der Internetbrowser
einige Möglichkeiten: geeignete Startseite einrichten,
Favoritenliste mit guten Seiten anlegen, Lieblings-
seiten in die Link-Leiste ziehen, eine Kindersuchma-
schine für die Suche einrichten, eine eigene Positivliste
zusammentragen. So findet das Kind schnell und
direkt zu seinen Zielen.
Wie Surfen sicher und mit Spaß gelingen kann
I
Muten Sie Ihrem Kind am Anfang nicht zu viel zu.
I
Sichern Sie, dass das Kind sich bei Bedarf Hilfe holt.
I
Begleiten Sie Ihr Kind bei seinen Surfausflügen.
I
Besprechen Sie, was das Kind im Internet tun darf und
was nicht erlaubt ist.
Gestalten Sie gemeinsam eine eigene Internetwelt mit
guten Kinderadressen aus unseren KLICK-TIPPS
(S. 17 und Kinderteil S. 12).
Link-Tipp:
Bei
www.klick-tipps.net
erfahren Sie, wo das
Kind im Internet interessante aktuelle Themen findet.
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Seite 21
Kapitel V
Suchmaschinen –
Welche Gefahren bergen sie?
Kinder stellen sich das Internet wie ein riesiges Lexikon
vor: Einfach etwas in die Adressleiste des Browsers oder
in eine Suchmaschine eintippen – und schon hat man
alles, was man wissen will. Leider: Weder die Struktur
des Internets noch Suchmaschinen leisten dies. Unge-
übtes Suchen kann außerdem zu problematischen
Internetseiten führen.
Keine Suche mit der Adressleiste
des Browsers!
Am liebsten tippen Kinder ihr Suchwort direkt in die
Adressleiste. Das ist selten erfolgreich und führt
manchmal auf ungeeignete Seiten: unter
www.hausaufgabenhilfe.de
finden Kinder keine
Schultipps, sondern Links zu kostenpflichtigen Ange-
boten.
www.kino-aktuell.de
informiert nicht über
Film starts, sondern ist ein Erotik-Portal. Außerdem
vertippen Kinder sich noch leicht und landen so ent-
weder nirgendwo oder auf problematischen Seiten.
Lassen Sie Kinder nicht einfach
„googeln“!
Wenn die direkte Eingabe in die Adressleiste nicht
erfolgreich war, wird der Suchbegriff meist auf eine
Suchmaschine weitergeleitet. Dies kann bewirken,
dass man eine nicht kindgeeignete Trefferliste erhält.
Leider recherchieren Kinder statt mit einer Kinder-
suchmaschine meist mit „Google“. Dabei überlegen
sie sich nicht vorher, was genau sie wollen. Sie geben
einfach ihren Wunschbegriff oder sogar ganze Sätze
ein: „Wie wird Strom erzeugt?“, „Ganz viele Fotos von
Tokio Hotel“, „Freunde zum Chatten“.
Damit erzielen Kinder eine lange Trefferliste, bei der ganz
vorne meist kommerzielle Angebote stehen. Oder sie
landen auf Seiten von unseriösen Anbietern, die aktuelle
und häufig benutzte Suchbegriffe in ihre Seiten einbau-
en, um Kunden anzulocken. Kindern fehlt das Auswahl-
kriterium, deshalb arbeiten sie die Liste der Reihe nach ab
oder klicken auf irgendeinen Treffer, bis sie die Lust ver-
lieren. Sie müssen suchen lernen. Das gelingt mit einer
kindgerechten Suchmaschine – und wenn sie angeleitet
werden, wie die Suche im Internet erfolgreich verläuft.
Richten Sie eine Kindersuchmaschine
im Browser ein!
Mit Kindersuchmaschinen wie „Blinde Kuh“,
„fragFINN“ und „Helles Köpfchen“ erhalten Kinder
ein wesentlich besseres Suchergebnis und geraten
nicht auf beeinträchtigende Angebote. Es gibt einige
weitere Angebote, die Sie allerdings auf ihre Treffer-
qualität hin testen sollten („Milkmoon“, „Dipty.com“,
„Loopilino“, „Spielstrasse“).
Aktuelle Browser, z. B. der Internet Explorer ab Version 7
oder Firefox, stellen auf der Menüleiste einen eige-
nen Suchschlitz zur Verfügung. Hier kann man direkt
einen Suchbegriff eingeben und in der Suchmaschine
seiner Wahl suchen. Dazu muss man die gewünschte
Suchmaschine allerdings zuerst im Suchschlitz ein-
richten. Für gängige Suchmaschinen wie „Google“
oder „Yahoo“ ist das sehr einfach. Die Einrichtung ver-
läuft entweder automatisch oder in wenigen Schritten
über eine Add-on-Seite der Browser. Auch Kindersuch-
maschinen bemühen sich um eine automatische oder
möglichst einfache Einrichtung. Die Einrichtung als
Standard-Suchmaschine ist komplizierter. Unter
www.klick-tipps.net/sicher
können Sie sich den
Ablauf anschauen.
Erste Hilfe zur richtigen Suche
I
Richten Sie Ihrem Kind eine Kindersuchmaschine in
seinem Benutzerkonto ein (siehe oben).
I
Helfen Sie Ihrem Kind beim Suchen.
I
Das Kind nicht allein bei Erwachsenen-Suchmaschinen
recherchieren lassen.
I
Sicherheitseinstellungen der Suchmaschinen aktivieren,
sofern eine Erwachsenen-Suchmaschine eingestellt
sein soll.
Sollten Sie oder Ihr Kind bei Suchanfragen auf problema-
tische Inhalte stoßen, dann melden Sie dies dem Such-
maschinenbetreiber.
Der Suchmaschinenbetreiber kann solche Ergebnisse
zukünftig unterbinden.
Mehr Infos zu Kindersuchmaschinen: S. 8.
Link-Tipp:
www.klick-tipps.net/sicher
ermöglicht die
Installation einer Kindersuchmaschine per Mausklick.
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Seite 22
Kapitel V
Sicherheit – Wie lässt sich der
Computer technisch schützen?
Computer mit Internetanschluss sind regelmäßigen
Angriffen aus dem Netz ausgesetzt. Es besteht immer die
Gefahr, dass Dateien zerstört oder persönliche Daten aus-
spioniert werden. Ungeschützte Rechner können auch
von anderen für illegale Zwecke missbraucht werden.
Darum ist ein möglichst umfassender Schutz wichtig.
Halten Sie den PC auf aktuellem Stand
Ein Kind versteht Meldungen zu Updates, Programmen
und Fehlermeldungen noch nicht. Deswegen sollte
der Computer funktionsfähig sein und der Browser alle
notwendigen Plug-Ins enthalten, die für den Besuch von
animierten Kinderseiten mit Ton- und Filmdateien nötig
sind. Microsoft veröffentlicht einmal im Monat Updates
für sein Betriebssystem Windows, meist aufgrund neu
erkannter Sicherheitslücken. Deshalb sollte die auto-
matische Update-Funktion aktiviert sein. Auch Plug-Ins
müssen regelmäßig upgedatet werden. Dies betrifft
nicht nur das Betriebssystem, sondern auch alle mög-
lichen Zusatzprogramme wie z. B. Java, Flash, Adobe,
Mediaplayer bis hin zu den Browsern selbst. So lässt sich
verhindern, dass Hacker dem Computer Schaden
zufügen können.
Richten Sie ein eingeschränktes
Benutzerkonto für das Kind ein
Bei Windows kann man Benutzerkonten mit einge-
schränkten Rechten anlegen. Wenn das Kind einen
eigenen Zugang hat, kann es „seinen“ Computer nach
eigenen Wünschen einrichten (z. B. Desktop, Favoriten).
Es sieht nur seinen eigenen Surfverlauf und nicht die
Seiten, zu denen Sie gesurft sind. Das Kind kann keine
Veränderungen vornehmen, die die Sicherheit des PC
gefährden, z. B. neue Software installieren. Wichtig ist
allerdings, dass Sie konsequent Ihr eigenes Passwort
schützen.
Installieren Sie ein Antivirenprogramm
Viren, Trojaner, Spionage- oder Kontrollprogramme
infizieren den PC auf unterschiedlichen Wegen.
Meistens passiert dies durch eigenes riskantes Ver-
halten, z. B. durch Downloads oder das Öffnen von
Anhängen in E-Mails. Schadhafte Programme können
sich aber auch schon allein durch den Besuch auf einer
infizierten Website auf einem Computer einnisten.
Klassische Viren, die Daten auf dem Computer verän-
dern oder zerstören, haben inzwischen abgenommen.
Häufiger sind Computer nun durch Spionage- und Kon-
trollprogramme gefährdet. Diese blenden z. B. ständig
Werbung ein oder ändern die Startseite des Browsers.
Gefährlicher sind Varianten, die persönliche Daten aus-
spähen, etwa Passwörter für Onlinebanking oder E-Mail-
Accounts. Sie bedeuten persönliche und finanzielle
Risiken. Mit Kontrollprogrammen kann ein infizierter PC
ferngesteuert werden – ohne das Wissen des Besitzers.
So werden Computer für illegale Zwecke (z. B. Verbreiten
von Spam-Mails, Angriffe auf Webserver) genutzt.
Aktualisieren Sie Ihr Antiviren-
programm
Antivirenprogramme finden, entfernen und blockie-
ren schadhafte Software. Unter den vielen Anbietern
gibt es auch kostenlose (z. B. AntiVir:
www.free-av.de).
Das Antivirenprogramm sollte im Hintergrund immer
aktiv sein. Außerdem muss es täglich aktualisiert wer-
den, um neue Schadsoftware blockieren zu können.
Aktivieren Sie die Firewall im
Betriebssystem
Infizierte Computer suchen automatisch nach unge-
schützten Rechnern im Netz, um diese ebenfalls zu
infizieren.
Windows besitzt eine Firewall, die standardmäßig
aktiv ist und einen Basisschutz gewährleistet. Leider
sind Software-Firewalls für einen umfassenderen
Schutz unterdessen so komplex, dass die Installation
erhebliches Know-how erfordert.
Stellen Sie Sicherheit auf „on“
Ihr Kind surft leichter und ohne Angst, wenn Sie den PC
sicherer gestalten.
Link-Tipp:
Unter
www.klick-tipps.net/sicher
finden Sie
aktuelle Informationen, welche Maßnahmen Sie ohne
großen Aufwand ergreifen können.
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Seite 23
Kapitel V
Filter – Blockieren sie zuverlässig
problematische Angebote?
Es ist derzeit nicht möglich, im Internet einen umfas-
senden technischen Schutz zu gewährleisten, weil es
aus einer Fülle von Websites und aus unterschiedlichen
Diensten wie E-Mail, Chat, Instant Messaging, Filesharing
besteht. Jugendschutzfilter bieten derzeit höchstens
beim Aufrufen von Internetseiten einen eingeschränkten
Schutz. Beim Mailen oder Chatten sind Filter wirkungs-
los. Zwar können bei einigen Filterprogrammen solche
Dienste blockiert werden. Allerdings kann die Sperrung
beispielsweise der E-Mail-Funktion über die Nutzung
eines Webmail-Anbieters umgangen werden.
Noch keine anerkannten Filtersysteme
Idealerweise sollte der Filter Unerwünschtes blockieren,
unproblematische Seiten aber durchlassen. Es sollten
mehrere Benutzerkonten einstellbar sein – passend
zum Alter des jeweiligen Kindes. Der Filter sollte für
Erwachsene leicht bedienbar, aber für Kinder schwer
zu knacken sein. Bisher gibt es kein System, das diesen
Anforderungen genügt. Die Kommission für Jugendme-
dienschutz (KJM) prüft solche Jugendschutzprogramme.
In Modellversuchen werden neue Verfahren und tech-
nische Möglichkeiten erprobt. Dabei zeigt sich, dass es
noch keine Filter gibt, die einen ausreichenden Schutz
gewähren. Selbst die derzeit besten Jugendschutzfilter
lassen noch jedes fünfte gefährdende Angebot passie-
ren. Gleichzeitig werden zu viele Websites blockiert,
die für Kinder geeignet sind.
Trotzdem sollten Sie auf einen Filter nicht verzich-
ten, denn sie können Ihre Sicherheitsbemühungen
unterstützen. Sie blockieren wenigstens einen Teil der
problematischen Seiten und sie bieten Hilfen, um den
Surfraum z. B. auf Inhalte zu beschränken, die kindge-
recht sind. Wenn das Kind auf Seiten will, die unnöti-
gerweise vom Filter blockiert werden, kann man diese
durch eigene Einträge ergänzen. T-Online, AOL und
Microsoft beispielsweise haben dafür Einstellmöglich-
keiten.
Jüngere Kinder brauchen besonderen Schutz!
Eine
verantwortungsvolle Begleitperson ist für jüngere
Kinder der beste Schutz und Filter. Solange Sie dane-
ben sitzen, kann nichts passieren. Zusätzlich können
Sie selbst eine kleine Positivliste mit guten Kinder-
seiten im Internet Explorer zusammenstellen. Dann
werden nur die Adressen, die Sie dort eingegeben
haben, angezeigt. Alle anderen Seiten – auch unpro-
blematische – werden blockiert. Dies wird in einer
Hilfe-Box angezeigt. Ihr Kind kann Sie dann bitten, die
gewünschte Seite ebenfalls zuzulassen. Gehen Sie dazu
folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie im Menü auf
Extras
Internetoptionen
Inhalte.
2. Aktivieren Sie den
Inhaltsratgeber
, indem Sie auf
das Feld
Aktivieren
klicken.
3. Klicken Sie auf die Registerkarte
Gebilligte Sites.
Tragen Sie dort alle Adressen ein, die das Kind
besuchen darf.
4. Achten Sie unter dem Reiter
Allgemein
darauf, dass
die Option
Zugang auf ungefilterte Sites zulassen
nicht aktiviert ist. Geben Sie hier ein Supervisor-
Kennwort zum nachträglichen Ändern von Einstel-
lungen an.
Ältere Kinder brauchen größere Bewegungsspiel-
räume.
Da Sie nicht ständig daneben sitzen können,
ist bei älteren Kindern auf jeden Fall ein Jugendschutz-
filter sinnvoll, auch wenn keiner dieser Filter umfas-
senden Schutz bietet.
Nicht nur auf Filter verlassen!
I
Nutzen Sie zunächst die kostenlosen Filterangebote.
Erkundigen Sie sich, ob ein Filtersystem wirklich Ihre
Anforderungen erfüllt, bevor Sie dafür Geld ausgeben.
I
Installieren Sie für jüngere Kinder die Kinderschutz-
software von „fragFINN.de“.
I
Gestalten Sie mit dem Kind seine eigene Internetwelt
mit guten Kinderseiten aus den KLICK-TIPPS im Kin-
derteil (S. 17, Kinderteil S. 12).
I
Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, welche Netz-Regeln
es beachten muss (S. 34).
I
Übrigens: Inzwischen kann man auch mit vielen Spiele-
konsolen und Handys online gehen. Prüfen Sie, ob im
Gerät Ihres Kindes ein Jugendschutzsystem eingebaut
und aktiviert ist.
Link-Tipp:
www.klicksafe.de,
www.internet-abc.de/
eltern und
www.klick-tipps.net/sicher
bieten Informa-
tionen über Filtersysteme.
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Seite 24
Kapitel V
E-Mail – Wo bekommen Kinder
eine sichere Adresse?
Eine E-Mail-Adresse braucht das Kind, wenn es ande-
ren Kindern schreiben möchte, sich auf einer Kinder-
seite oder für einen Kinder-Chat anmelden möchte.
Die großen Internetportale und E-Mail-Anbieter
richten sich jedoch an Erwachsene. Sie sind nicht kind-
gerecht gestaltet, unübersichtlich und präsentieren
viel Werbung. Für Kinder sind sie ungeeignet. Lassen
Sie das Kind deswegen nicht mit solch einer Adresse
mailen – auch nicht mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse.
E-Mail-Adressen bei guten
Kinder seiten!
Kinderseiten bieten einige Vorkehrungen, die das
Kind besser schützen: In der Regel gibt es im Umfeld
keine oder unproblematische Werbung. Werbe-Mails
und unerwünschte Sendungen werden teilweise
ausgefiltert. Manche Anbieter lassen keine Anhänge
zu, was die Sicherheit erhöht. Bei
www.mail4kidz.de
erhält das Kind sogar nur Mails von Absendern, die es
zuvor in seine Freundesliste eingetragen hat.
Die E-Mail-Bereiche bei Kinderseiten sind zudem kind-
gerecht und übersichtlich gestaltet: einfache Symbole
zur Verwaltung des Postfachs, Verhaltensregeln und
die Möglichkeit, sich bei Problemen direkt an den
Betreiber zu wenden. Durch solche Hilfestellungen
wird für das Kind die Sicherheit erhöht.
Achtung:
Auch der E-Mail-Service bei Kinderseiten-
anbietern ist nicht völlig sicher. Es gibt in der Regel
keinen funktionierenden Filter, der problematische
Bilder und Texte aus Mails und Anhängen blockiert. In
den Communitys von Kinderseiten werden außerdem
teilweise persönliche Daten der Kinder wie etwa Alter
und Hobbys veröffentlicht. Bei den Kinderseiten mit
direkter Online-Registrierung für eine Mail-Adresse
kann sich letztlich auch ein Erwachsener anmelden.
Man kann also auch hier nicht sicher sein, wer sich
hinter einer Mail-Adresse verbirgt.
Richten Sie zwei E-Mail-Adressen ein!
Eine E-Mail-Adresse für Freunde:
Diese private E-Mail-
Adresse kann Ihr Kind für einen Freundeskreis nutzen,
der Ihnen bekannt ist. Wenn es die Adresse nicht
weitergibt, kann dieses Postfach geheim bleiben.
Eine E-Mail-Adresse zur Nutzung im Internet:
Damit
kann sich das Kind zum Beispiel in Chats anmelden,
bei denen man eine E-Mail-Adresse angeben muss.
Auch für Gewinnspiele auf Kinderseiten oder für
Downloads kann es die Adresse nutzen. Kontrollieren
Sie diese zweite Adresse regelmäßig, weil durch das
Veröffentlichen im Internet möglicherweise Werbe-
Mails folgen. Wird es zu viel Spam, eröffnen Sie eine
neue E-Mail-Adresse.
Wie Ihr Kind seine Mail-Adresse „sauber“ hält
Keine persönlichen Daten weitergeben!
Name, Alter oder Wohnort dürfen nicht als Teil der Mail-
Adresse verwendet werden. Besser einen Fantasiebegriff
wählen, der keine Rückschlüsse auf die Person zulässt:
z. B. limo123@mail4kidz.de.
Die private E-Mail-Adresse ausschließlich Freunden
weitergeben!
Die Adresse nirgendwo veröffentlichen: nicht auf der
eigenen Homepage, in keinem Forum oder Chat.
Adresse geheim halten!
Auch Freunde anweisen, dass sie die Mail-Adresse nicht
weitergeben dürfen. Links wie „Sende diese Seite an
Freunde“ machen die Adresse bereits öffentlich.
Keine Kettenbriefe weiterleiten!
Dies gilt auch, wenn sie von Freunden stammen. Ketten-
briefe dienen oft zur Generierung von E-Mail-Adressen,
die dann in Werbeverteilern landen.
Spam-Mails nicht beantworten!
Auch nicht, um sich zu beschweren. Denn dann weiß
der Absender, dass es die Adresse tatsächlich gibt. Dies
erhöht den Marktwert der Adresse.
Unbekannte E-Mails löschen!
E-Mails von unbekannten Absendern und außerdem alle
Dateianhänge entfernen.
Keine Anhänge einfach öffnen!
Erst rückversichern, ob der Absender bekannt ist und den
Versand angekündigt hat. Viren verstecken sich mittler-
weile allerdings sogar in Grafik- und Textdateien, sodass
eine hundertprozentige Sicherheit nicht möglich ist.
Link-Tipp:
www.mail4kidz.de,
www.grundschulpost.de
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Seite 25
Kapitel V
Web 2.0 – Wie sicher sind Kinder
bei Kontakten im Internet?
Web 2.0 – das Kommunikations- und Mitmachnetz
wird immer größer und beliebter bei Jugendlichen.
Immer mehr eröffnet es sich auch für Kinder. 71 Pro-
zent aller 12- bis 13-Jährigen sind in irgendeiner Form
dort aktiv, fast die Hälfte von ihnen sogar täglich oder
mehrmals wöchentlich (JIM-Studie 2008).
Woraus besteht das Web 2.0?
Communitys
sind Gemeinschaften im Netz. Auf Platt-
formen wie SchülerVZ, Wer-kennt-wen, Lokalisten usw.
ist die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler registriert.
Diese sozialen Netzwerke treffen ihre Bedürfnisse genau:
sich selbst präsentieren, Freundinnen und Freunde tref-
fen, Spaß und Unterhaltung. Dort tut sich immer etwas –
neue Mitteilungen, neue Infos, neue Bilder. Jede Userin
und jeder User hat ein Profil mit ihrem bzw. seinem
Namen, Kontaktdaten, Fotos, Hobbys, Musik und allem,
was sie oder er von sich erzählen möchte. Über interne
Mails oder Blogs läuft ein reger Austausch.
Instant Messenger
wie ICQ oder MSN sind kleine Pro-
gramme, die man auf dem PC installiert. Dann kann
man mit seinen Freundinnen und Freunden Nachrich-
ten hin und her senden. Die Kontaktliste zeigt an, wer
gerade online ist. Die meisten Messenger bieten auch
eine Webcam-Funktion, d. h., man sieht sich gegen-
seitig.
Webchats
bieten Unterhaltung mit vielen anderen Chat-
tern in Echtzeit über alles, was interessiert. Hier bleibt
man eher anonym, denn man ist mit einem Nickname
unterwegs und wer gerade online ist, ist eher Zufall.
Weitere Web-2.0-Möglichkeiten
sind Mail, Blogs,
Foren/Pins, Clubs, Homepages, Gästebücher, Foto-/
Sticker-Alben bis hin zu Spielen mit Bestenlisten.
Faszination Netz-Clique
Kinder möchten gerne an diesen Netzwerken teilhaben,
wenn sich dort ein wichtiger Teil des Cliquenlebens
abspielt. Communitys, Messenger und Chats können
aber aufgrund ihrer Funktionen und Kontaktmöglich-
keiten für sie gefährlich sein. Es gibt allerdings sehr
unterschiedliche Angebote im Hinblick auf Userzahlen,
Zugang, Handhabung und Sicherheitsmaßnahmen.
Über Messenger, in Chats und Communitys kommt
es leider immer wieder zu Beleidigungen und Über-
griffen auf Minderjährige.
Kinder überlegen oft nicht,
dass sich Erwachsene unter falscher Altersangabe
auch bei Schüler-Communitys anmelden können. Sie
geben sich als Kinder aus, um sich das Vertrauen von
Kindern zu erschleichen. Pädokriminelle suchen z. B.
über die Profile nach potenziellen Opfern, knüpfen
Kontakte oder versuchen sogar, Treffen anzubahnen.
Ihre teilweise aggressiven Anfragen nach Cybersex
können Kinder überfordern und verstören.
Ungeeignete oder verbotene Inhalte
können über
die Netzwerke weitergegeben werden, z. B. porno-
grafische Bilder oder rechtsextreme Propaganda.
Manche Diskus sionsgruppen fördern Magersucht,
Drogenkonsum oder Suizid.
Mobbing und Cyber-Bullying
von Kindern und
Jugendlichen untereinander laufen über soziale
Netzwerke. Kinder und Jugendliche können dort ver-
spottet, bloßgestellt oder auch bedroht werden. Dies
geschieht z. B. über das Einstellen oder Kommentieren
von Fotos oder über das Verbreiten falscher Informati-
onen und Beleidigungen.
Gefahr: Sexuelle Belästigung
Gefahr: Kontakt-Anfrage
Quelle: jugendschutz.net – Chatten ohne Risiko
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Seite 26
Kapitel V
Stop Cyber-Mobbing!
Ein Großteil der chattenden Kinder und Jugendlichen
kennt solche Probleme: 17 Prozent der Kinder mit
Chat-Erfah rung geben an, dass sie im Chat schon auf
unangenehme Leute gestoßen sind (KIM-Studie 2008).
Ein Viertel der Jugendlichen berichtet von Mobbing-
Fällen in ihrem Freundeskreis, die über eine Commu-
nity liefen (JIM-Studie 2008). Solche Vorkommnisse
werden meist als unangenehm und belastend empfun-
den. Trotzdem reden Kinder und Jugendliche häufig
nicht mit den Eltern über ihre negativen Erfahrungen.
Weil sie sich schämen oder aus Angst, dann nicht mehr
chatten zu dürfen.
Eine große Verantwortung tragen die Anbieter
für
die sichere Gestaltung ihrer Plattformen, die sie für
Kinder öffnen, bislang aber nicht alle ausreichend
kontrollieren. Daher sind derzeit noch sehr stark die
jungen Userinnen und User selbst und ihre Eltern
gefragt, wenn es um die Sicherheit geht. Besprechen
Sie deshalb mit Ihrem Kind, welche Risiken bestehen
und wie es sich schützen kann.
Kindgerechte sichere Chats
und Communitys
Kinder sollten sich nicht in Erwachsenen-Angeboten
auf halten. In den Kinder-Chats und Communitys auf
guten Kinderseiten sind sie sicher, weil Moderato-
rinnen bzw. Moderatoren und tech nische Sicherheits-
maßnahmen dafür sorgen, dass keine Beleidigungen
und Übergriffe stattfinden. Bei vielen An geboten sind
Eltern auch einbezogen, z. B. bei der Anmeldung oder
bei der Kontrolle der Kontaktliste des Kindes.
Dies sind geeignete Kinder-Angebote
(Beschreibungen im Kinderteil)
www.seitenstark.de/chat
(Chat)
www.kinder-messenger.de
(Messenger für 8- bis 12-Jährige)
www.mokitown.de
(Spielwelt mit Chat-Funktionen)
www.kindernetz.de/netztreff
(Kinder-Community)
www.tivi.de
treff (Kinder-Community)
www.toggo.de
treff (Kinder-Community)
www.kindercampus.de
(Kinder-Community)
www.diddl.de
(Community für ältere Kinder)
www.lizzynet.de
(Community ab 12 Jahren, für Mädchen)
Gefahr: Beleidigung im Chat
Quelle: jugendschutz.net – Chatten ohne Risiko
Ältere Kinder möchten möglicherweise nicht mehr in
Kinder-Angebote, sondern lieber in die beliebten Chats
und Communitys ihres Freundeskreises. Dann ist Ihre
Aufmerksamkeit gefragt, um das Kind vor negativen
Erfahrungen zu schützen.
Wie Sie Ihr Kind im Web 2.0 begleiten können
Zeigen Sie Interesse!
Welche Angebote nutzt Ihr Kind? Welche würde es ger-
ne nutzen? Mit wem unterhält sich Ihr Kind online?
Wählen Sie gemeinsam einen guten Chat oder eine
gute Community aus!
Suchen Sie ein Angebot aus, in dem das Kind sicher ist
und sich wohlfühlt (Kinderteil S. 33). Führen Sie – soweit
erforderlich – die Registrierung gemeinsam durch.
Die Internetadresse tragen Sie zum direkten Öffnen
unter „Favoriten“ bzw. in die Link-Leiste ein.
Checken Sie den Chat oder die Community, in dem Ihr
Kind sich aufhalten möchte!
Welche Daten werden abgefragt und welche werden
öffentlich angezeigt? Gibt es Moderatorinnen bzw.
Moderatoren? Wenn ja, wie gut reagieren sie? Gibt es
Hilfefunktionen wie Alarm-Button oder Ignorier-Funk-
tion, um lästige Chatter wegzuklicken?
Vermitteln Sie Sicherheitsregeln!
Erklären Sie, was das Kind beachten muss: keine Wei-
tergabe persönlicher Daten wie Nachname, Adresse,
Telefon-, Handy-, Messenger-Nummer. Nicht zu viel über
sich verraten und keine Fotos einstellen, auf denen man
gut erkennbar ist. Vermitteln Sie außerdem: Der Chat-
Partner muss nicht der sein, als der er sich ausgibt.
Nicht überreagieren, wenn etwas vorgefallen ist!
Sonst erzählt das Kind vielleicht nicht mehr, was ihm im
Chat begegnet.
Melden Sie Auffälligkeiten und Verstöße!
Mit Beweismaterial können Sie sich an den Betreiber,
eine Beschwerdestelle oder an die Polizei wenden.
Grundsätzlich gelten in Chats und Communitys die glei-
chen Beschränkungen des Straf-, Jugend- und Medien-
rechts wie in anderen Internetdiensten und wie im
täglichen Leben. Belästigungen – insbesondere sexueller
Art –, pornografische, rechtsextremistische oder ander-
weitig unzulässige Beiträge sind verboten und können
zur Anzeige gebracht werden.
Kinder sollen sich niemals mit Online-Bekanntschaften
treffen!
Link-Tipp:
www.chatten-ohne-risiko.net.
In einem Chat-
Atlas werden gute und schlechte Chats und Communitys
für Kinder beschrieben. Außerdem Infos und Hilfen zum
sicheren Chatten und Übersicht zu Bestellmöglichkeiten
für die Broschüre „Chatten ohne Risiko?“
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Seite 27
Kapitel V
Internet und Handy –
Eine teure Verbindung?
Das Internet wächst immer mehr mit anderen Medien
zusammen: Handy, MP3-Player, tragbare Spielekon-
solen. Die meisten Mobiltelefone haben bereits Inter-
netzugang. Web-2.0-Angebote stehen mittlerweile in
angepassten Handyversionen zur Verfügung, so z. B.
auch SchülerVZ. Das bedeutet attraktive neue Spiel-,
Kommunikations- und Anwendungsmöglichkeiten
für Kinder und Jugendliche. Diese Entwicklung birgt
aber auch alle Risiken wie der normale Internetzu-
gang.
Klingeltöne, Logos, Spiele:
Kinder gestalten ihre Han-
dys gerne individuell und als Spielgerät. Im Internet
testen und kaufen sie diese Produkte. Die Abwicklung
ist leicht: Das Kind tippt seine Handynummer in ein
entsprechendes Fenster und erhält sofort eine Passwort-
SMS zurück, mit dem es die weiteren Schritte im Internet
tätigt. Der Preis wird direkt vom Handy abgebucht.
Obwohl die Kosten für den Abruf angegeben werden,
wird oft nicht explizit erklärt, ob und welche Kosten
für den Download zusätzlich anfallen (Verbindung
des Handys mit dem Internet). Oft ist auch schwer zu
erkennen, ob man nur einen Klingelton kauft oder ob
damit gleich ein ganzes Abonnement bestellt wird.
Vorsicht, Lockanruf!
Wer seine Handynummer im
Internet angibt, muss damit rechnen, in einem Werbe-
verteiler zu landen. Die Folge können Spam-SMS und
Lockanrufe z. B. von teuren 0137-Nummern auf das
Handy des Kindes sein. Sie wollen zum Rückruf bewe-
gen oder führen zu teuren „Flirt“-Chats im Internet.
Kinder sollten deswegen ihre Handynummer nirgend-
wo im Internet angeben.
Achtung, online!
Tückisch sind Handys, bei denen eine
Funktionstaste direkt zum Internet verbindet. Diese
Voreinstellung sollte umprogrammiert werden, damit
dem Kind nicht unbemerkt Kosten entstehen.
Zahlen per Handy:
Inzwischen kann man kosten-
pflichtige Angebote vermehrt über die Handyrech-
nung bezahlen. Man muss dazu „nur“ die Nummer des
Handys angeben, von der aus der Betrag abgebucht
wird. Kinder sollten nicht auf diese Weise bezahlen:
um nicht die Kontrolle über ihre Handyausgaben zu
verlieren, aber auch, weil sie noch nicht bzw. nur ein-
geschränkt geschäftsfähig sind.
Spiele und Videos – für Kinder manchmal ungeeignet:
Die großen Klingelton-Portale bieten Rubriken mit
Spielen und Handyvideos. Die angebotenen Kriegs-
und Actionspiele können bislang völlig ohne Alters-
beschränkung abgerufen werden. Erotik-Kategorien
werben mit „Hol dir heiße Mädels“ und bereits die
Vorschauen zeigen Sexbilder und sexuelle Handlungen.
Keine Raubkopien aus dem Netz!
Kindern gefällt es,
aktuelle Songs und Spiele aus dem Internet zu laden –
natürlich möglichst kostenlos. Doch Vorsicht: Der
Download ist illegal, wenn es sich um Raubkopien han-
delt. Damit verstößt man gegen das Urheberrecht. Dies
kann eine Straftat (allerdings erst für Minderjährige
ab 14 Jahren) sein. Der Rechteinhaber kann Schadens-
ersatz verlangen. Außerdem können Raubkopien
Viren enthalten, die den PC gefährden und zerstören.
Das sollte vor einem Download geklärt sein
Keine Raubkopien!
Suchen Sie einen günstigen Internet-
anbieter mit legalen Angeboten, von denen das Kind mit
Ihrer Erlaubnis ab und zu etwas herunterladen darf.
Immer das Kleingedruckte lesen!
Klären Sie Ihr Kind
über Abo-Kosten für Handys auf. Kündigen Sie unfrei-
willige Abonnements schnellstmöglich.
Mehrwertnummern, Premium-SMS und Internetzu-
gang im Handy sperren lassen!
Eine generelle Sperre
nimmt Ihr Mobilfunkanbieter vor. Bei manchen Klingel-
tonanbietern (z. B. „Jamba“) können Sie direkt auf der
Website die Handynummer Ihres Kindes für die Ange-
bote sperren lassen (Kindersicherung).
Nutzen Sie kostengünstige Alternativen!
Programme
für selbst gemachte Klingeltöne und Logos gibt es bei
www.netzcheckers.de,
www.handysektor.de,
www.audiyou.de
und
www.ringtonemaker.org.
Ein schöner Ersatz für gekaufte Logos und Hintergründe
sind auch eigene Fotos.
Link-Tipp:
Die Methoden der Abzocker ändern sich schnell. Aktuelle
Hinweise finden Sie unter
www.kinderkampagne.de
und
www.computerbetrug.de.
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Seite 28
Kapitel V
Persönliche Daten – Wie schütze
ich mein Kind vor der Preisgabe?
Kinder lieben Chats, soziale Netzwerke und Gewinn-
spiele. Auf vielen Internetseiten muss man sich dafür
registrieren. Doch Vorsicht: Vielfach werden umfang-
reiche persönliche Daten abgefragt: Alter, Geschlecht,
Adresse, E-Mail, Telefon- und Handynummer, teilweise
auch Interessen und Hobbys. Sie können zu kommer-
ziellen Zwecken verwendet oder im Internet veröffent-
licht werden, sodass im Prinzip jeder Internetnutzer
Informationen über das Kind erfahren kann.
Auf Kinderseiten sollten möglichst gar keine Daten
abgefragt werden.
Ein Kind weiß nicht, dass es damit
ein Risiko eingeht. Es hegt noch kein Misstrauen und
macht gerne Angaben über sich. Von den Eltern lernt
es die Wahrheit zu sagen, im Internet scheint dies nun
genau verkehrt: Ein Kind soll keine Angaben machen
und wenn, dann sollen diese nichts über das Kind
verraten. Das Kind gerät in einen Konflikt, wenn es auf
einer ansonsten vertrauenswürdigen Kinderseite an
einem Gewinnspiel teilnehmen will. Oder es gewöhnt
sich daran, dass durch eine Adressangabe scheinbar
nichts passiert. In der Folge wird es leichtsinnig mit der
Bekanntgabe seiner Daten und ein verantwortungs-
voller Umgang mit den Daten wird nicht gelernt.
Gewinnspiele und Spiele mit Bestenlisten verführen
Kinder zur Datenpreisgabe.
Solche Spiele sind fester
Bestandteil auf Marketing-Websites von Spielwa-
renanbietern, Kinderzeitschriften, Lebensmittelher-
stellern und TV-Sendern. Mit den Daten lassen sich
Konsumentenprofile zur Produktentwicklung und
Verkaufsförderung erstellen. Die Gewinne sind meist
nicht der Rede wert und die E-Mail-Adresse würde für
eine Gewinnbenachrichtigung ausreichen.
Communitys fragen bei der Registrierung teilweise
detaillierte Angaben ab.
Oft soll auch ein Foto hoch-
geladen werden. Diese Angaben erscheinen im Profil
und dienen dazu, sich mit anderen Userinnen und
Usern zu vernetzen und Freundschaften zu schließen.
Daher neigen Kinder und Jugendliche dazu, leichtfer-
tig Informa tionen über sich herauszugeben. Sie wissen
nicht, dass einmal eingestellte Daten sich verbreiten
können und kaum noch komplett zu löschen sind. Die
Herausgabe persönlicher Daten birgt das Risiko, dass
ungewünscht jemand mit dem Kind in Kontakt treten
kann.
Außer in Communitys verführen auch Multiplayer-Spiele
z. B. von Nintendo DS und der PSP zur Datenangabe. Per
Funk- oder Internetverbindung kann man gemeinsam
spielen. Manche dieser Spiele verfügen über einen
sogenannten Freundescode. In Multiplayer-Foren im
Internet veröffentlichen viele Spielerinnen und Spieler
ihre Freundescodes und darüber hinaus Alter, Wohnort,
Handy- und ICQ-Nummern. So könnten Erwachsene
mit unseriösen Absichten leicht Kinder kontaktieren.
Übrigens: Auch die Daten der Freunde des Kindes sind
schutzbedürftig. Das Online-Stellen eines Fotos ohne
Genehmigung der abgebildeten Person – bei Minderjäh-
rigen deren Eltern – ist eine Verletzung des Persönlich-
keitsrechtes.
Damit Ihr Kind keine „falschen“ Angaben macht
Persönliche Daten sind tabu!
Machen Sie Ihrem Kind das Risiko deutlich, Daten im
Internet preiszugeben. Lassen Sie es nur an Gewinnspie-
len teilnehmen, bei denen höchstens die E-Mail-Adresse
zur Gewinnbenachrichtigung abgefragt wird.
Alles genau lesen!
Achten Sie in Teilnahmebedingungen und Datenschutz-
erklärungen auf versteckte Nutzungshinweise: Werden
die Daten an Dritte weitergegeben oder gespeichert?
Werden sie vollständig gelöscht, wenn man einzelne
Inhalte entfernt oder eine Mitgliedschaft aufgibt? Geben
Sie dem Seitenanbieter kein Einverständnis zur Weiter-
gabe persönlicher Daten.
Ein Profil sagt mehr als tausend Worte
Lassen Sie Ihr Kind nur in eine sichere Kinder-Commu-
nity. Checken Sie gemeinsam, welche Daten für Regis-
trierung und Profil wirklich nötig sind. Achten Sie auf
sichere Passwörter und Einstellungen, die das Profil nur
Freundinnen und Freunden zugänglich macht.
Daten zum Schutz des Kindes
Eine Datenabfrage ist sinnvoll, wenn damit zum Beispiel
der Anbieter einer Kinder-Community sicherstellen
kann, dass tatsächlich nur Kinder registriert sind. Solche
Informationen sollten aber nur von Eltern gemacht
werden können.
Link-Tipp:
www.handysektor.de
erläutert in der „Bilder-
geschichte Private Daten“ anschaulich Hintergründe,
Rechte und Schutzmaßnahmen. Außerdem interessant:
www.watchyourweb.de
und
www.datenparty.de.
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Seite 29
Kapitel V
Abzocke – Was tun gegen
Kostenfallen?
Das Internet ist auch ein riesiges Einkaufszentrum.
Spielsachen, Gewinne und vermeintliche Gratisange-
bote scheinen schnell und unproblematisch erreich-
bar zu sein. Der „Warenkorb“ hat einen spielerischen
Charakter, den Kinder gerne zum Spaß austesten.
Auch auf vielen Kinderseiten gibt es Onlineshops, die
Kinder- und Fan-Artikel anbieten. Dabei kann es leicht
passieren, dass das Kind einen Kaufvertrag abschließt.
Unbeabsichtigt oder auch bewusst, weil es der Versu-
chung erlegen ist – gegen den Willen der Eltern.
Vorsicht vor Abzockerdiensten und versteckten
Abonnements!
Viele Seiten werben mit Pseudotests wie
„Berechne deine Lebenserwartung!“ , „Finde heraus,
wie hoch dein IQ ist!“ oder Gratisdownloads von Spielen.
Solche Angebote, die gerade auch Jüngere interessieren,
lassen sich zwar zunächst scheinbar kostenlos nutzen.
Die Rechnung dafür flattert dann aber später meist per
Anwalt ins Haus. Über Online-Registrierungen kann es
passieren, dass ein Kind völlig ahnungslos ein Abonne-
ment abschließt – im Kleingedruckten zwar erwähnt,
aber als Abo nicht deutlich sichtbar angekündigt. Solche
Abzockermethoden sind leider weitverbreitet. Diese
scheinbaren Verträge und Abos sind jedoch immer
nichtig. Zum einen, weil die Kinder bei den Angeboten
gar keinen Vertrag abschließen wollten. Zum anderen,
weil Verträge mit Minderjährigen ohne Genehmigung
der Eltern nicht gültig sind.
Im Internet gilt das gleiche Recht wie im täglichen
Leben und in den traditionellen Medien.
In den
meisten Fällen können Bestellungen wieder rück-
gängig gemacht werden. Die Regelungen zum soge-
nannten Fernabsatz sichern jedem Verbraucher ein
Widerspruchsrecht zu. Innerhalb einer Frist von zwei
Wochen kann man die Ware ohne Angabe von Grün-
den kostenfrei an den Versandhändler zurückschicken.
Wenn die Ware bereits bezahlt war, hat man Anspruch
auf komplette Preisrückerstattung und sollte sich nicht
mit Warengutscheinen abspeisen lassen.
Kinder unter 7 Jahren
sind nicht geschäftsfähig.
Der Kauf gilt auch dann nicht, wenn das Kind ein
falsches Geburtsdatum angegeben haben sollte.
Kinder ab 7 Jahren
können ohne vorherige Zustim-
mung bzw. nachträgliche Genehmigung der Eltern
keine Geschäfte tätigen. Das gilt auch, wenn Kinder
die Zustimmung oder Genehmigung ihrer Eltern
vortäuschen. Eltern sollten aber dann ausdrücklich
gegenüber der Verkäuferin bzw. dem Verkäufer die
Genehmigung des Geschäfts verweigern.
Tätigt ein Kind ab 7 Jahren einen Internetkauf von
seinem Taschengeld, gilt dieser Kauf. Allerdings muss
die Anschaffung in einem verhältnismäßigen Rahmen
stehen. Teure Geräte und Elektronik beispielsweise
fallen nicht darunter.
Grundsätzlich nicht wirksam
sind Bestellungen von
Kindern und Jugendlichen, wenn es sich um Waren
handelt, die Kinder nicht besitzen dürfen: zum Beispiel
Zigaretten, Alkohol, Waffen sowie Waren, die gegen ein
gesetzliches Verbot verstoßen oder sittenwidrig sind.
Dies betrifft z. B. Gewalt- und pornografische Videos.
Hat das Kind unbeabsichtigt oder gegen den Willen
der Eltern etwas bestellt, brauchen diese die Ware
nicht in Empfang zu nehmen. Sie können die Annah-
me verweigern.
Diese Regeln gelten auch, wenn Kinder bei Internet-
auktionshäusern wie eBay
®
Waren ersteigern.
Doch Vorsicht: Konnte das Kind den Kauf tätigen, weil
Sie sich nicht ausgeloggt haben, machen Sie sich unter
Umständen schadenspflichtig.
Was Sie gegen Online-Bestellungen Ihres
Kindes unternehmen können
Nicht bezahlen!
Sie sollten sich, auch nach Mahnungen, weigern zu
bezahlen, wenn vermeintliche Verträge mit Ihrem Kind
abgeschlossen wurden oder Kosten und Abrechnungs-
modalitäten nicht deutlich und klar erkennbar angekün-
digt wurden.
Vertrag anzweifeln!
Senden Sie dem Anbieter eine Mail, in der Sie den Ver-
tragsabschluss anzweifeln und keine Genehmigung ertei-
len. Die Anbieter sehen meist von einem gerichtlichen
Verfahren ab. Aber selbst gegen ein solches können Sie
Widerspruch einlegen.
Link-Tipp:
Bei
www.checked4you.de
gibt es aktuelle und
hilfreiche Informationen. Genaue Informationen über
Abzockanbieter stellen auch die örtlichen Verbraucher-
zentralen zur Verfügung.
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Seite 30
Kapitel V
Online-Werbung – Erkennen
Kinder die Strategie?
Kinder sind auch im Internet eine beliebte Zielgrup-
pe für Werbung, weil sie über eine große Kaufkraft
verfügen und die Kaufentscheidungen von Eltern
und Verwandten beeinflussen. Spielwarenhersteller,
Kinder- und Jugendzeitschriften, Lebensmittelfirmen
und Fernsehsender wecken auf attraktiven Internet-
auftritten das Interesse für neue Produkte und errei-
chen dadurch die Kundenbindung der kindlichen
Zielgruppe. Auch private Website-Anbieter schalten
Werbung, um ihre Seite zu finanzieren.
Oft sind redaktionelle Inhalte und Werbung ver-
mischt.
Insbesondere Spiele dienen dazu, subtile
Werbe botschaften und Produktinformationen zu
liefern. Kinder durchschauen dies noch nicht. Produkt-
informationen, Shops und Gewinnspiele vermengen
sich mit allgemeinen Inhalten, Communitys, Clubs
und Chats.
Auch für Internetwerbung gelten Richtlinien,
die von
Werbetreibenden einzuhalten sind. Nach dem „Tren-
nungsgebot“ muss Werbung deutlich erkennbar sein.
Sie sollte z. B. den Schriftzug „Werbung“ oder „Anzei-
ge“ tragen und sich in der Gestaltung deutlich von der
restlichen Internetseite unterscheiden.
Werbung verwirrt Kinder beim Surfen.
Da Kinder
noch nicht zielgerichtet surfen können, klicken sie
beim Erkunden der Website auf optische und multi-
mediale Eyecatcher. Oft finden Kinder die Funktion
zum Schließen der Werbung nicht und verlieren die
Orientierung, wo sie sich nun eigentlich befinden.
Unerfahrene Kinder halten Werbebanner für einen
weiteren Inhalt der Website und vermuten dahinter
keine Werbebotschaft.
Werbeformen im Internet
Banner sind festgelegte Anzeigenflächen auf Internet-
seiten. Der Skyscraper beispielsweise findet sich häufig
am rechten Rand der Website. Diese Anzeigenflächen
bestehen aus Bild und Text, sind aber häufig auch mit
aufwändigen Film- und Audiosequenzen versehen. Da
Skyscraper oft eng an der Scroll-Leiste platziert werden
und teilweise mit nach unten wandern, kann man sie
leicht versehentlich anklicken.
Pop-ups, Pop-unders
und
Layer
unterbrechen das Sur-
fen, indem sie die Seite teilweise großflächig überlagern
oder über den Bildschirm wandern. Oft sind sie animiert
und mit kleinen Filmsequenzen gestaltet. Das X zum
Schließen ist meist sehr klein, auch öffnen sich manchmal
weitere Fenster.
Sponsoring
findet man häufig auf Internetseiten von
Fernsehsendern. Es werden Gewinnspiele, Downloads
oder andere attraktive Aktionen von Sponsoren präsen-
tiert, um ein positives Image bei der jungen Zielgruppe
aufzubauen.
Der gesamte Internetauftritt kann als Werbefläche
dienen.
Auch Newsletter, Gewinnspiel und Clubmit-
gliedschaft dienen oft Werbezwecken. Durch E-Cards
und Weiterempfehlen der Seite bzw. des Artikels wird
das Kind direkt zum kostenlosen und besonders vertrau-
enswürdigen Werbebotschafter.
Werbe-Mails
kontaktieren effektiv, weil sich der Emp-
fänger dadurch persönlich angesprochen fühlt. Sie
sind mit Hinweisen auf Produkte und Bestellmöglich-
keit und zum Teil auch mit Links zu Onlineshops ver-
sehen.
Wie Ihr Kind lernt, mit Internetwerbung
umzugehen
Klären Sie Ihr Kind auf!
Kinder sollten Werbeformen und Funktion von Wer-
bung kennenlernen (z. B. die Vermarktung von Spiel-
figuren aus Filmen oder TV-Serien).
Schauen Sie gemeinsam Werbung an!
Surfen Sie zusammen mit Ihrem Kind auf werbereichen
Internetseiten und weisen Sie gezielt auf die dargestell-
ten Werbeformen hin.
Gratisangebot? Nein, danke!
Es gibt nichts umsonst – auch nicht im Internet. Hinter
Gratisangeboten verbergen sich meistens Kosten.
Erweitern Sie den Internethorizont Ihres Kindes!
Kinder kennen häufig nur Internetadressen von
TV-Sendern, Zeitschriften und Kaufprodukten.
Zeigen Sie Ihrem Kind auch werbefreie Internetseiten.
Nutzen Sie die technischen Möglichkeiten!
Stellen Sie Ihren Browser so ein, dass Pop-ups unter-
drückt werden. Möchten Sie Info-Pop-ups manchmal
zulassen, geht dies durch einen Klick auf „Temporäres
Zulassen“.
Link-Tipp:
www.mediasmart.de
und
www.kinderkampagne.de
bieten Kindern, Eltern und
Lehrkräften Lerntipps.
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image
 
Seite 31
Kapitel V
Internetforen – Hilfreiche Tipps
oder gefährliche Diskussionen?
„Das erste Mal verliebt“, „Hilfe, ich kapiere Mathe
nicht!“, „Die neuesten Games“ – in einem Forum, das
heißt einer Diskussionsplattform im Internet, können
Kinder sich über ihre Interessen und Probleme austau-
schen. Kinder lieben Foren. Sie lesen gerne, was andere
Kinder sagen, und finden auf diese Weise zu eigenen
Meinungen. Da die Kommunikation nicht, wie beim
Chat, in Echtzeit erfolgt, muss das Kind die Energie
aufbringen, das Forum erneut aufzusuchen, um even-
tuelle Reaktionen auf seinen Beitrag lesen und beant-
worten zu können. Zu einem intensiven Austausch
kommt es deswegen eher selten.
Foren unterscheiden sich in Aufmachung, Umgangs-
ton und Betreuung.
Es gibt viele freundliche und
lebendige Foren, die sich für Kinder eignen. Ideal sind
Angebote von Kinderseiten, in denen sich junge Surfer
mit Gleichaltrigen unterhalten können. Hier sorgt
meistens eine Moderation für ein gutes Klima und
löscht Beiträge mit problematischen Inhalten.
Kinder landen auf Foren für Erwachsene,
wenn sie
über eine Suchmaschine wie „Google“ nach Foren
zu ihren Lieblingsthemen suchen. Solche Foren sind
oft mit problematischen Inhalten gefüllt, die Kinder
verunsichern oder verstören können. Vor allem große
Diskussionsportale sind für Kinder ungeeignet. Hier
werden immer auch Beziehungsprobleme und Sexua-
lität in oft sehr detaillierter Form diskutiert. Manchmal
werden Internetforen auch dazu missbraucht, rechts-
extremistisches Gedankengut, Werbung oder andere
problematische Inhalte zu verbreiten.
Eine gefährliche Entwicklung
stellen die Suizidforen
und sogenannten „Pro-Ana“- bzw. „Pro-Mia“-Foren dar.
In
„Pro-Ana“
(Magersucht)- oder
„Pro-Mia“
(Ess-Brech-
Sucht)-Foren finden Mädchen mit Essstörungen Bestä-
tigung in ihrem selbstzerstörerischen Verhalten. Sie
idealisieren den Magerwahn als erstrebenswerten „Life-
style“. Dadurch können sie sich noch tiefer in ihre Essstö-
rung verstricken. In einem Suizidforum tauschen sich
Menschen, insbesondere auch Jugendliche, in Lebens-
krisen über Selbsttötung aus. Gefährlich ist solch ein
Forum dann, wenn es sich für Selbsttötung ausspricht,
Tötungsmethoden erläutert und den Betroffenen keine
positive Hilfe anbietet. Solche Foren verharmlosen Pro-
bleme auf gefährliche Weise und animieren möglicher-
weise zum Ausprobieren und Nachahmen.
Es gibt gute, seriöse Beratungsforen,
die in schwie-
rigen Lebensphasen professionell auf die Hilfsbe-
dürftigkeit eines Kindes eingehen. Dies sind meist
Angebote professioneller Institutionen. Neben medi-
zinischen, psychologischen und juristischen Exper-
tinnen und Experten sind hier oft auch ausgebildete
Jugendliche in die Beratung eingebunden.
So erkennen und nutzen Sie gute Angebote
Sichere Foren finden!
Kinder sollen sich in den Foren auf guten Kinderseiten
mit etwa Gleichaltrigen austauschen. Ältere Kinder,
die sich für spezielle Themen interessieren, sollten nur
gemeinsam mit den Eltern nach einem unproblema-
tischen Forum suchen. Eltern sollten das Kind dabei
begleiten.
Vorsicht mit den Daten!
Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es in Foren keine persön-
lichen Daten angeben darf. Zum Beispiel sollte es in den
Multi player-Foren (Spiele-Foren) nur so viel angeben, wie
nötig ist, um einen anderen Spielpartner zu finden. Orts-
angaben, Handy- oder ICQ-Nummern müssen geheim
bleiben.
Checken Sie die Foren, die Ihr Kind besucht!
Handelt es sich um einen seriösen Anbieter? Ist die
Atmosphäre freundlich: d. h., gibt es sachorientierte
Beiträge, keine Beschimpfungen oder unangemessene
Äußerungen? Wird auf den Datenschutz der Forums-
teilnehmerinnen und -teilnehmer geachtet, d. h., wer-
den keine Adressen abgefragt und veröffentlicht?
Link-Tipp:
www.mellvil.de
und
www.kindernetz.de
richten sich an jüngere Kinder. Bei
www.scoolz.de
können ältere Kinder ihre Themen zur Diskussion
stellen (Internetadressen für Beratungsforen im
Kinderteil).
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Seite 32
Kapitel V
Sex, Gewalt, Rassismus –
Wie können Kinder davor
geschützt werden?
Einschlägige Internetadressen werden immer wieder
auf Schulhöfen getauscht. Sie werden meist über aus-
ländische Anbieter ins Netz gestellt. Obwohl diese Sei-
ten bei uns unzulässig und im Regelfall indiziert sind,
sind sie dennoch nicht leicht aus dem Netz zu verban-
nen. Das Anschauen von solchen Gewaltdarstellungen
dient als virtuelle Mutprobe. Auch mit dem Wissen von
Sexseiten brüsten sich Kinder und Jugendliche manch-
mal vor ihren Schulfreundinnen und -freunden.
Kinder können zu Gewaltbildern und Darstellungen
von Erwachsenensexualität noch keine ausreichende
Distanz aufbauen.
Sie werden als Bedrohung empfun-
den und lösen Angst und Ekel aus. Je nach Schwere-
grad der Darstellungen kann das Anschauen solcher
Bilder bei Kindern zu Irritationen und Verstörungen
bis hin zu einer Beeinträchtigung ihrer psychosozialen
und psychosexuellen Entwicklung führen.
Ergreifen Sie alle Vorsichtsmaßnahmen, um Kindern
dies zu ersparen.
Darüber hinaus sind diejenigen Kin-
der am besten geschützt, deren Lebensumstände und
familiäres Miteinander eine positive und angstfreie
Entwicklung ermöglichen. Furchtauslösende Darstel-
lungen können dann besser thematisiert und leichter
bewältigt werden.
So hat Ihr Kind einen guten Rückhalt
Pflegen Sie das Vertrauensverhältnis zu Ihrem Kind!
Dann wendet es sich an Sie, wenn es mit problema-
tischen Seiten in Kontakt kommt.
Haben Sie Ihr Kind im Blick!
Beobachten Sie, wie es mit Gewaltdarstellungen zum
Beispiel im Fernsehen fertig wird. So können Sie ein-
schätzen, wie schutzbedürftig es noch ist.
Lassen Sie Ihr Kind mit Freundinnen und Freunden zu
Hause surfen!
So behalten Sie den Überblick, was derzeit „angesagt“
ist. Prüfen Sie bei älteren Kindern den Surfverlauf, damit
Sie wissen, wo es sich im Internet aufhält.
Nutzen Sie Filter und aktivieren Sie die Sicherheitsein-
stellungen im Internet Explorer (S. 23).
Link-Tipp:
www.jugendschutz.net/hotline/index.html
Melden Sie dort problematische Adressen (S. 33).
Womit Kinder im Internet
konfrontiert werden können
Sex und Porn
Im Internet sind viele beeinträchtigende oder sogar
jugendgefährdende Inhalte leicht zu finden. Suchwör-
ter wie „sex“ und „porn“ führen zu Seiten, die Kinder
eindeutig überfordern. Sie zeigen ein Frauen- und
Männerbild, das auf Sexualität reduziert ist. Häufig
wird die Frau in einem Kontext präsentiert, der stete
sexuelle Bereitschaft und Verfügbarkeit suggeriert.
Vielfach wird dies noch durch eine obszöne Sprache
und Vulgärausdrücke verstärkt. Manchmal werden
Kinder auch ungewollt mit solchen Seiten konfrontiert
durch die Eingabe von Seitennamen im Browser. Es
gibt Anbieter, die mit irreführenden Domain-Namen
auf ihre Erotikangebote locken wollen.
Gewalt auf Websites und in Spielen
Bereits Kinder kennen sogenannte Tasteless-Sites, auf
denen Bilder von Unfall- und Kriegsopfern, Obduk-
tionsfotos und Hinrichtungsvideos gezeigt werden.
Indizierte Gewaltspiele
und Spiele ohne Jugendfreiga-
be werden teilweise auch über das Internet vertrieben.
Sie bieten Video-Vorschauen und kostenlose Demo-
Versionen. Es gibt darüber hinaus Seiten, die z. B. Tipps
verbreiten, wie man Entschärfungen von Spielen für
den deutschen Markt rückgängig machen kann.
Rechtsextremismus
Neonazis sprechen gezielt junge Leute über das Inter-
net an. Sie betreiben dort Propaganda, wo sich viele
junge Menschen bewegen: in Communitys und auf
Videoplattformen. Auch über Suchmaschinen wird
man fündig. Gibt man Namen von rechtsextremen
Gruppen und Musikern oder einfach nur „Kamerad-
schaft“ ein, finden sich auch rassistische und neonazis-
tische Angebote.
Private Handybilder und Videos im Internet
Die Knutscherei auf der Party, die Prügelei auf dem
Schulhof – mit Handys und Webcams werden sie
gefilmt und im Netz verbreitet. Derartiger Leichtsinn
hat schlimme Folgen, wenn die Bilder auf Videoplatt-
formen oder in Foren weitergereicht werden. Ein Bild,
das einmal im Internet verbreitet ist, lässt sich nie mehr
„zurückholen“. Der Verlust von Intimität kann betrof-
fene Kinder schwer belasten und lange verfolgen.
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Seite 33
Kapitel VI
VI.
Mit Beschwerden das Netz verändern
Wenn Sie auf problematische Inhalte oder Vorfälle im
Internet stoßen, können Sie dagegen vorgehen:
I
Sie können sich per Mail beim Betreiber der Website
beschweren.
I
Sie können Meldestellen gegen Missbrauch im Netz
nutzen.
I
Sie können Anzeige bei der Polizei erstatten.
Meldestellen gegen Missbrauch
im Netz
Die folgenden Organisationen bieten sogenannte
Hotlines an. Hier können die Nutzerinnen und Nutzer
jugendgefährdende und strafbare Inhalte melden, auf
die sie im Internet gestoßen sind.
www.jugendschutz.net
Homepage der Zentralstelle für Jugendschutz im Inter-
net. jugendschutz.net durchsucht das Internet aktiv
nach jugendbeeinträchtigenden und -gefährdenden
Inhalten und fordert Anbieter bei Verstößen gegen
den Jugendschutz auf, das Angebot zu verändern,
herauszunehmen oder nur Erwachsenen zugänglich
zu machen. jugendschutz.net leitet Informationen
ggf. an die Länder oder Strafverfolgungsbehörden
weiter. Auch die Nutzerinnen und Nutzer selbst
können solche Verstöße – z. B. rassistische, gewaltver-
herrlichende oder pornografische Seiten – über ein
Beschwerdeformular und per E-Mail melden.
E-Mail:
hotline@jugendschutz.net
Beschwerdeformular:
www.jugendschutz.net/
hotline/index.html
www.internet-beschwerdestelle.de
Gemeinsames Projekt von ECO, Verband der deut-
schen Internetwirtschaft e. V., und der FSM, Freiwillige
Selbstkontrolle Multimedia. Beschwerdeformulare
über Angebote verschiedener Dienste wie WWW,
Diskussionsforen oder E-Mail stehen zur Verfügung.
jugendschutz.net, FSM und ECO sind Mitglieder des
europäischen Hotline-Verbundes INHOPE (Internet
Hotline Providers in Europe,
www.inhope.org).
Anzeige erstatten –
Was ist zu beachten?
Strafbare Inhalte können auch bei den Landeskrimi-
nalämtern gemeldet werden. Die jeweiligen Adressen
finden sich auf der Website des Bundeskriminalamtes
unter
www.bka.de
.
Dazu sollten Sie Folgendes beachten:
Stellen Sie die Anzeige so zeitnah wie möglich. Berei-
ten Sie die Anzeige möglichst gut vor. Je mehr Daten
Sie selbst zur Verfügung stellen können, desto höher
sind die Erfolgssausichten der Ermittlungen.
I
Sichern Sie problematische Vorfälle!
I
Notieren Sie den Namen der W
ebsite, Datum und
Uhrzeit und beschreiben Sie das Problem oder den
Vorfall so detailliert wie möglich.
I
Machen Sie einen Screenshot: Durch gleichzeitiges
Drücken der „Alt + Druck“-Tasten ein Abbild des
Browser-Fensters erstellen. Dieses Abbild durch
„Strg + V“ in Word oder einem Grafikprogramm
einfügen und abspeichern.
I
Per Logfile: In Chats oder Foren können Sie proble-
matische Textteile mit der Maus markieren, über
Drücken der „Strg + C“-Tasten eine Kopie erstellen
und über Drücken der „Strg + V“-Tasten in Word
einfügen und abspeichern.
I
Speichern Sie problematische E-Mails.
I
Löschen Sie auf keinen Fall Daten.
Wenn Sie sich an die Polizei wenden wollen, teilen Sie
dies dem entsprechenden Internetnutzer nicht mit.
Er könnte sonst die Beweise auf seinem Computer
löschen. Benutzen Sie den Computer bis zum Überprü-
fungszeitpunkt durch die Polizei möglichst nicht mehr.
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A
i
S
.
Abgemacht! Netz-Regeln
Erwachsene: schwarz,
Kinder: lila
Informationen über
mich, die Familie,
Freunde gebe ich nie
online weiter.
Ich interessiere mich
für den Internet-
Einsatz in der Schule.
Bevor ich etwas
runterlade, online
kaufe, an Gewinn-
spielen teilnehme:
Eltern fragen!
Ich unterstütze die
positive Einstellung
meines Kindes zum
Internet.
Die Netz-Regeln halte
ich ein: zu Hause, in
der Schule, bei
Freunden.
Ich vertraue meinem
Kind, bin aber da,
wenn es mich braucht.
b und zu begleite
ch mein Kind beim
urfen.
In
ternetseite für
Beschwerden:
www.jugendschutz.net
Ich stelle eine kind-
gerechte Startseite
ein: z. B.
www.klick-tipps.net
Was mir unbehaglich
ist oder Angst macht,
zeige ich den Eltern
oder Erwachsenen.
Ich surfe selbst,
um meinem Kind
interessante
Seiten
zeigen zu können.
Ich gebe vor Freun-
den nicht mit Sex-
oder Gewaltseiten an
Ich achte darauf,
mit wem und wo mein
Kind online ist.
Ich installiere eine
kindgerechte Such-
maschine: Info:
www.klick-tipps.net/
suchmaschinen
Mit Cyber-Freunden
treffe ich mich nicht.
Problematische Seiten
melde ich an Provider
oder Initiativen gegen
Missbrauch.
Mein Passwort
ist geheim. Für
jeden!!! Ich ändere
es ab und zu.
Ich erzähle den
Eltern ab und zu, was
ich im Netz mache.
Ich bin freundlich
und fair zu anderen
Menschen im Netz.
Ich installiere
eventuell eine
Schutz software.
Ich spreche mit
meinem Kind über
unerwünschte E-Mails,
die im Postfach landen
können.
Ich spreche mit
anderen Eltern über
ihre „Kinder im Netz“.
In Chats und
Communitys ver-
öffentliche ich keine
persönlichen Daten.
Ich spreche mit
meinem Kind über
gute und schlechte
Seiten im Netz.
Wir vereinbaren
Surfzeiten.
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Diese Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung;
sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt.
Herausgeber:
Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend
11018 Berlin
www.bmfsfj.de
Diese Broschüre wurde erstellt von jugendschutz.net
– Zentralstelle für Jugendschutz im Internet –
Redaktion und Texte:
Andrea Kallweit, Journalistin und Pädagogin (Leitung)
Dr. Ulrike Behrens, Medienwissenschaftlerin und Medienpädagogin
Unter Mitarbeit von:
Lena Hilles, Johanna Meyer-Seipp, Hanna Piepenbring,
Stefan Linz, Stefan Voigt, Mark Bootz, Anja Zimmermann und
Friedemann Schindler, Pascal Eikens, Katja Knierim, Rabea Hassemer,
Stefan Glaser, Thomas Günter, Lucie Höhler, Andreas Link, Katja Rauchfuß
Bezugsstelle:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 48 10 09
18132 Rostock
Tel.: 0 18 05/77 80 90*
Fax: 0 18 05/77 80 94*
Gebärdentelefon: gebaerdentelefon@sip.bundesregierung.de
E-Mail: publikationen@bundesregierung.de
www.bmfsfj.de
Für weitere Fragen nutzen Sie unser
Servicetelefon: 0 18 01/90 70 50**
Fax: 0 30 18/5 55 44 00
Montag–Donnerstag 9–18 Uhr
E-Mail: info@bmfsfjservice.bund.de
Einheitliche Behördennummer: 115***
Zugang zum 115-Gebärdentelefon: 115@gebaerdentelefon.d115.de
Stand:
Juli 2010, 8. Auflage
Illustrationen:
Nikolas Hönig
Fotos Kinderredaktion:
Stefan Linz
Gestaltung:
www.avitamin.de
Bildnachweis Frau Dr. Schröder:
BMFSFJ/L. Chaperon
Druck:
DruckVogt GmbH, Berlin
* Jeder Anruf kostet 14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz,
max. 42 Cent/Min. aus den Mobilfunknetzen.
** 3,9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus den Mobilfunknetzen
*** Für allgemeine Fragen an alle Ämter und Behörden steht Ihnen auch die einheitliche
Behördenrufnummer 115 von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 18.00 Uhr zur Verfügung.
Diese erreichen Sie zurzeit in ausgesuchten Modellregionen wie Berlin, Hamburg, Hessen,
Nordrhein-Westfalen u. a.. Weitere Informationen dazu finden Sie unter
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