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Aktuelle Aspekte der
Tierseuchenbekämpfung und des
Tierschutzes im Landkreis Zwickau
17.02.2021

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Themen
Aktuelle CC-Anforderungen und Auswertung der Kontrollen
Hinweise zum Tierschutzrecht
Eigenkontrollkonzepte in der Tierhaltung
• BHV1
• BVD
• Geflügelpest
Afrikanische Schweinepest
Blauzungenkrankheit
West-Nil-Virus
Abortuntersuchungen / Sektionsprogramm
Dr. Gunnar Neubauer
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CC-Anforderungen 2021
• aus Kontrollen 2020:
Ziehungen erfolgte wieder deutlich eher als in den Vorjahren
aber trotzdem späte Kontrollen (Gründe: Weide /
Nachziehungen)
dadurch auch letztes Jahr Doppelungen und mehr
Meldefristverstöße wenn das Jahr fortgeschritten ist
unabhängig von der Ziehung Verpflichtung alle Rechtsgebiete
abzuprüfen (CC-Protokoll zur Ziehung)
häufige Probleme mit Bestandsregister anderer Tierarten TAM-
Buch
durch Corona keine Erhöhung der Kontrollzahlen aufgrund
vorjähriger Verstöße -> wird nachgeholt
2020 weggefallenen Kontrollen aufgrund Corona sollen ebenfalls
nachgeholt werden
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Meldefristüberschreitungen führen massiv zu
Prämienkürzungen
„k.o.-Punkte“
Anbindehaltung von Kälbern
Dunkelhaltung von Kälbern
Schild „Schweinebestand - für Unbefugte Betreten
verboten “
Beschäftigungsmaterial Schweine
permanenter Zugang zu Tränkwasser
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Hinweise zum
Tierschutzrecht
• Transport von Selektionstieren zur Schlachtung
• Schlachtung tragender Tiere
• Tötung nicht lebensfähiger oder kranker Tiere
• Kürzen der Schwänze beim Ferkel (Bund-Länder-
Aktionsplan aufgrund EU-Kontrolle)
• Verbot betäubungslose Ferkelkastration (auch bei
Kleinsthaltungen !)
• Enthornung Rinder
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Änderung der TierSchNutztV
Kälber bis 6 Monate:
• zusätzlich trockener und weich oder elastisch verformbarer
Liegebereich (Einstreu oder Matten, kein Spaltenboden)
Schweine:
• Verbot der Kastenstandhaltung von Sauen im Deckzentrum
nach einer Übergangszeit von 8 Jahren
• mehr Platz für Sauen im Zeitraum nach dem Absetzen bis zur
Besamung (mind. 5 m² je Sau) nach einer Übergangszeit von
8 Jahren
• max. fünf Tage Kastenstandhaltung von Sauen im
Abferkelbereich zum Schutz der Ferkel nach einer
Übergangszeit von 15 Jahren
Dr. Gunnar Neubauer
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Eigenkontrollkonzepte in
der Tierhaltung
§ 11 Abs. 8 TierSchG:
• „Wer Nutztiere zu Erwerbszwecken hält, hat durch
betriebliche Eigenkontrollen sicherzustellen, dass
die Anforderungen des § 2 eingehalten werden.
Insbesondere hat er zum Zwecke seiner
Beurteilung, dass die Anforderungen des § 2 erfüllt
sind, geeignete tierbezogene Merkmale
Tierschutzindikatoren) zu erheben und zu
bewerten.
• enorme Defizite bei Weidehaltung (vor allem
ganzjährige Weidehaltung)
Dr. Gunnar Neubauer
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§ 3 Tiergesundheitsgesetz
„Wer Vieh oder Fische hält, hat zur Vorbeugung vor
Tierseuchen und zu deren Bekämpfung
1. dafür Sorge zu tragen, dass Tierseuchen weder in
seinen Bestand eingeschleppt noch aus seinem
Bestand verschleppt werden,
2. sich im Hinblick auf die Übertragbarkeit
anzeigepflichtiger Tierseuchen bei den von ihm
gehaltenen Tieren sachkundig zu machen,
3. Vorbereitungen zur Umsetzung von Maßnahmen
zu treffen, die von ihm beim Ausbruch einer
Tierseuche nach den für die Tierseuche
maßgeblichen Rechtsvorschriften durchzuführen
sind.“
Dr. Gunnar Neubauer
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BHV1 Freiheit
• Impfverbot
• Einstallungsverbot für geimpfte Tiere
• weiterhin Untersuchungspflicht alle 12 Mo.
• keine Attestierungspflicht mehr
• aber Gefahr durch Handel aus nicht freien
Regionen
dafür Einzeltierattest mit Quarantäne aus nicht
Art. 10 Gebieten
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BVD Verfahren
Sachsen erhält ab April 2021 voraussichtlich den Status BVD-frei
Was ist zu beachten?
Untersuchung aller nachgeborenen Rinder bis spätestens zur
Vollendung des 1. Lebensmonats oder vor Verbringung
Tiere ohne Status im HIT unverzüglich nachuntersuchen!
Dokumentation in HIT (Problem Übernahme in HIT bei
innerbetrieblicher Umstallung)
Befund über BVD-V Untersuchung muss mitgeführt werden
Gefahr der Einschleppung in ungeimpfte Bestände
Neu ab demnächst:
Impfverbot
Pflicht zum Jungtierfenster
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Geflügelpest / HPAI
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Geflügelpest / HPAI
Aktuelle Risikoeinschätzung des RKI vom 07.02.21:
• über 500 HPAIV H5-Fälle bei Wildvögeln und
• 36 Ausbrüche bei Geflügel (Tendenz weiter steigend)
• Risiko weiterhin sehr hoch!
Maßnahmen im Landkreis:
• Biosicherheit
• Stallpflicht im Umkreis großer Geflügelhaltungen
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Maßnahmen zum Schutz vor der
Geflügelpest – HPAIV H5
• Pflicht zur Untersuchung des Geflügelbestandes durch einen Tierarzt
innerhalb von 24 Stunden Verluste von mindestens 3 Tieren bei einer
Bestandsgröße von bis zu 100 Tieren oder
innerhalb von 24 Stunden Verluste von mehr als 2 % bei einer
Bestandsgröße von mehr als 100 Tieren oder
erhebliche Veränderung der Legeleistung oder der Gewichtszunahme
Zusätzlich bei reinen Wassergeflügelbeständen
• Verluste von mehr als der dreifachen üblichen Sterblichkeit
• eine Abnahme der üblichen Gewichtszunahme oder der Legeleistung
von mehr als 5 %
• wer Geflügel nicht ausschließlich in Ställen hält
Tiere nur an Stellen füttern, die für Wildvögel nicht zugänglich sind
Tiere nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben,
tränken
Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in
Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahren
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Aktueller Stand ASP in Europa
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Afrikanische Schweinepest
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Vorbeugende Maßnahmen
• Einhaltung der Einfriedung von
Betrieben
• Hygieneschleusen
• Kadaverlagerung
• Warenverkehr/Lagerkapazität
prüfen
! Bestandsregister !
! Besucherbuch !
! Schulungen Ihrer Mitarbeiter !
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Allgemeinverfügung der LDS
vom 24.01.2020
für die Jagd
1. Anzeigepflicht der Jagdausübungsberechtigten für jedes
verendet aufgefundene Wildschwein (Fall- und Unfallwild)
sowie jedes krank erlegte Wildschwein unverzüglich unter
Angabe des Fund- bzw. Erlegungsortes
2. Mitwirkungspflicht der Jagdausübungsberechtigten bei der
Entnahme von Proben und bei der Bergung der Tierkörper
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Bluetongue
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Bluetongue
• aktuelle Risikobewertung des FLI vom 26.04.2019:
Verbringen von Tieren mit ausreichendem Impfschutz als
vernachlässigbar eingeschätzt
Verbringen virologisch negativ getesteter Tiere in
Verbindung mit einem Schutz vor Gnitzen wird in der
vektoraktiven Zeit als wahrscheinlich eingeschätzt, in der
vektorarmen Zeit als vernachlässigbar
Maßnahmen:
• z.Z. Impfung freiwillig
• nach Ausbruch bzw. Sperrgebiet gelten die
Impfempfehlung der StiKoVet vom 02.02.2016
• Kostentragung TSK 2 € je Impfung
• Anzeige im LÜVA vor Impfbeginn und Eintragung
einzeltierbezogen im HIT !
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West-Nil-Virus
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Abortuntersuchung /
Sektionsprogramm
dabei auf alle Aborterreger untersucht
Häufungen von Q-Fieber- und Leptospirose-
Befunden
Einsendung von Abortmaterial zur PCR
Leptospirose: Schadnagerbekämpfung
Sektionsprogramm als preiswerte Möglichkeit
frühzeitig Erkrankungsgeschehen im Bestand zu
erkennen
Dr. Gunnar Neubauer
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Vielen Dank!
Dr. Gunnar Neubauer
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