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Schloss Lichtenwalde –
ein Baudenkmal in neuem Glanz
Sanierung und Instandsetzung
Bauchronologie 1998 – 2010
Erster Bauabschnitt
Schlossanlage
1998 Sanierung der Stützmauer und des Felssockels
1999 – 2000 Dachsanierungen des Süd- und Westflügels
Dekontaminierung der Dachtragwerke
September 1999 Teileröffnung
2000 – 2002 Sanierung der Fassaden des Schlosshofes
2000 Sanierung und Ausbau des ersten und zweiten Obergeschosses des Nord-
flügels sowie Herrichtung für das „Scherenschnittmuseum“ und das
„Museum Völker und Kulturen“
2001 Sanierung des Keller-, Erd- und ersten Obergeschosses des Südflügels
sowie des Wintergartens; Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen zum
Gastronomiebetrieb mit Medienkanälen im Schlosshof; Übergabe des
sanierten Gastronomiebereiches
2001 – 2002 Sanierung des Altans (Abbruch, Rekonstruktion);
Umstellung der Heizung von Öl auf Gas
2002 Ausbau des Dachgeschosses des Südflügels; Sanierung der Fenster im
nördlichen Zwischenbau, der Schlosskapelle und im Wohnflügel;
Trockenlegung des Jagdturms
Außenanlagen
1998 – 2001 Sanierung der Stützmauern des Halsgrabens, der Hangbereiche, der
Schlossbrücke und der Treppe zur Orangerie; Sanierungs- und Erschlie-
ßungsarbeiten zur Versorgung mit Gas, Trinkwasser und Strom sowie
für die Entwässerung
2001 – 2002 Sanierung der Stützmauern des „Nachtschiessens“, des Delphinbrunnens
und der Mauer zur Schlossallee; Sanierung und Gestaltung des Mittel-
gartens und der Wasserspiele
2002 – 2003 Sanierung der Avenue des Süd-West-Abgangs, der Brunnenanlage, des
Berceaus, des Schlosshofes inklusive aller Medien und des Wasserbe-
ckens mit Springbrunnen sowie Baumpflanzungen
Juni 2003 Einweihung des Schlosshofes
2003 – 2004 Herrichten eines Parkplatzes auf dem Gärtnereigelände
Zweiter Bauabschnitt
Schlossanlage
2006 – 2007 Restaurierung des Innenraums der Kapelle
2007 – 2009 Restaurierung der historischen Räume (Chinesisches Zimmer, Roter Salon,
Grüner Salon, Königszimmer); barrierefreie Erschließung;
Erweiterung der Brandmeldeanlage und Einbau von Brandschutztüren
2008 – 2010 Umbau und Sanierung der Museumsräume, der Galerie im Nordflügel,
der Treppenhäuser und des Vestibüls sowie Einbau der WC-Anlagen
und der Zentralkasse
Außenanlagen
2008 – 2009 Errichtung des Kassenhauses für den Schlosspark; Sanierung der Schloss allee,
des Vorplatzes, des Halsgrabens und des „Nachtschiessens“
2009 – 2010 Erweiterung des Parkplatzes

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Inhaltsverzeichnis
Bauchronologie 1998 – 2010
.....................................................................................................................................2
Lageplan – Gesamtansicht
...........................................................................................................................................3
Grußwort
Sächsischer Staatsminister der Finanzen .......................................................................................................7
Einführung
Ein barockes Kleinod in malerischer Lage ......................................................................................................8
Geschichte des Schlosses 1230 – 2010
Das Schloss im Wandel der Zeit und der Besitzverhältnisse ...................................................................9
Befunde zur barocken Schloss- und Parkanlage
Nachweise des ursprünglichen Zustands .....................................................................................................11
Baumaßnahmen
Erster Bauabschnitt 1998 – 2003
Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung .........................................................................13
Zweiter Bauabschnitt 2006 – 2010
Bauliche und restauratorische Instandsetzung im Zeichen der späteren Nutzung ......................19
Museale Nutzung
Schatzkammer Schloss Lichtenwalde ............................................................................................................25
Schloss- und Parkanlage Lichtenwalde: ein „Rendezvous der Künste“
.........................................27
Projektbeteiligte
...............................................................................................................................................................28
Geschosspläne
....................................................................................................................................................................29
Daten und Kosten
Projekt-/Bauwerksdaten.....................................................................................................................................31
HAUPTALLEE
DELPHINBRUNNEN
NORDFLÜGEL
KAPELLE
SÜDFLÜGEL
HALSGRABEN
HALSGRABEN
WESTFLÜGEL
AVENUE
PARKPLÄTZE
SÜDWEST
ABGANG
ALTAN
VORPLATZ
BRÜCKE
BERCEAU
NACHTSCHIESSEN
SCHLOSSALLEE
SCHLOSSHOF
MITTELGARTEN
BASSIN
GÄRTNEREI
KELLERHAUS
ORANGERIE
N
Lageplan – Gesamtansicht

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Grußwort
Links: Schloss Lichtenwalde aus der Luft
Tradition verpflichtet
Die Menschen in Sachsen haben ein hohes kulturelles Bewusstsein. Dies drückt sich in einem
großen Interesse für heimatliche Kultur und Geschichte aus. So werden Traditionen und Werte
gepflegt und mit Neuem verknüpft. Dieser ausgeprägte Sinn für die eigene Historie und deren
Fortschreibung zeugt von Verbundenheit und Verantwortungsbewusstsein.
Auch das sächsische Finanzministerium stellt sich dieser kulturhistorischen Verantwortung Jahr
für Jahr unter großen Anstrengungen. Seit 1991 hat der Freistaat rund 370 Millionen Euro in
den Erhalt der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten investiert.
Schloss Lichtenwalde ist ein beredtes Beispiel dafür, wie der Freistaat Sachsen als oberster
Bauherr die gewachsene, historische Tiefe von Gebäuden bewahrt und eindrucksvoll präsentiert.
Unvorstellbar war das Ausmaß des Verfalls, das sich einem nach der friedlichen Revolution beim
Betreten dieser einst so wunderschönen Anlage mit ihrer wechselvollen Geschichte bot. Ein
trostloser Zustand. Manch einer dachte damals, dass dieser Niedergang nicht mehr aufzuhalten
sei. Doch es kam anders. Der Freistaat stellte die Weichen: Schloss Lichtenwalde wurde restau-
riert und museal ausgestaltet. Eine weitsichtige, kluge Entscheidung für Sachsen. Ein langer
Weg mit Höhen und Tiefen begann. Fast zwölf Jahre hat es gedauert, das spätbarocke Kleinod
Schloss Lichtenwalde der Öffentlichkeit wieder eindrucksvoll zu präsentieren. Ein Dank an alle,
die die Kraft und die Zuversicht hatten, dieses Projekt mit so viel Verbundenheit, Mühe und
Energie zu schultern und zu begleiten.
Wenn historische Bauwerke mit Leben erfüllt werden sollen, braucht es Kreativität, Mut und ein
Denken über den Tellerrand hinaus. Auch dieser Ansatz ist in Lichtenwalde unter dem Motto
„Rendezvous der Künste“ meisterlich geglückt.
Prof. Dr. Georg Unland
Sächsischer Staatsminister der Finanzen

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Einführung
Ein barockes Kleinod in malerischer Lage
Geschichte des Schlosses 1230 – 2010
Das Schloss im Wandel der Zeit und der Besitzverhältnisse
Nur wenige Kilometer nordöstlich von Chemnitz, in Niederwiesa, erhebt sich auf einem bewal-
deten Felssporn über dem Tal des Flüsschens Zschopau die Schlossanlage Lichtenwalde.
Zum Schloss, einer barocken Dreiflügelanlage, führt eine lindenbestandene Allee. Der Weg läuft
direkt auf das Portal im Westflügel zu, der mit seinem Mittelrisalit und Dachreiter ein besonde-
rer Blickfang ist.
Das Barockschloss empfängt den Besucher mit einem großzügigen Vestibül. Zu den Oberge-
schossen, in denen sich die Museumsräume befinden, führt eine schön geschwungene zweiläu-
fige Treppe. Vom Schlosshof aus erreicht man die Schlosskapelle und den Wasserturm sowie die
Schlossgaststätte. An der nordöstlichen Schlosshofbegrenzung steht das Teehaus.
Der Schlosspark gehört zu den schönsten sächsischen Gartenanlagen des Rokoko, entstanden
nach dem Bau des Schlosses in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Park passt sich in
die Landschaft des Flusses Zschopau ein – unter bewusstem Verzicht auf die sonst für die Ba-
rockzeit übliche symmetrische Ausrichtung zum Schloss. Eine weitere Besonderheit des Parks
sind die 100 Wasserspiele, deren 400 sprudelnde Springstrahlen durch einen ausgeklügelten
Wasserkreislauf verbunden sind.
Das heutige Schloss Lichtenwalde geht auf eine mittelalterliche Burganlage zurück. Die um 1230
am Rande des reichsunmittelbaren Pleißenlandes errichtete Anlage diente als Ritterburg. Zum
Baubestand der Anlage gehörten ein Bergfried, ein Wohn- und Repräsentationsgebäude, eine
Doppelkapelle an der Ostseite des Burghofes sowie Tiefbrunnen, Burggraben und Vorburg. Von
dieser Anlage existierten um 1618 unter anderem noch der Burggraben und die Burgmauer im
Schlosshof, der Bergfried, die nur noch eingeschossige Bergkapelle und ein im Laufe der Zeit
angelegter „Großer Garten“. Dieser hatte bereits etwa die gleiche Ausdehnung wie die heutige
Parkanlage.
Um 1616 bis 1619 erfolgte der Umbau der Burg- zu einer Schlossanlage. Dabei wurden der
Burg
graben im Schlosshof verfüllt und im Bereich der nun abgebrochenen Vorburg der Nord-,
Süd- und Westflügel des Schlosses errichtet. Die alte Kapelle erhielt eine neue Dachkonstruk-
tion mit einem Dachreiter. Ebenfalls als Neubau hinzu kam ein Belvedere als Vorläufer des
späteren Teehauses. Im Rahmen des Umbaus wurde zudem im Süden unterhalb der neuen
Schlossanlage ein ummauerter Baum- und Küchengarten teils erneuert, teils neu angelegt.
Ab 1694 gehörte die Anlage der Familie von Bünau. 1719 ging sie in den Besitz des Reichsgrafen
Jakob Heinrich von Flemming über und bereits 1722 in den Besitz des Reichsgrafen Christoph
Heinrich von Watzdorf.
Zwischen 1722 und 1741 ließen die Reichsgrafen von Watzdorf die barocke Schlossanlage weiter
ausbauen. Nach dem Abbruch des Bergfrieds entstand als Einbau der Remisentrakt. Der alte
Hofbrunnen wurde überwölbt und die Kapelle erweitert. Sie erhielt seitliche Logen, eine mittige
Empore und als Anbau einen Wasserturm. Als nahezu vollständiger Neubau entstand auch das
dreiflügelige Hauptgebäude, das ein Mansarddach sowie französische Balkone und eine illusio-
nistische Fassadenmalerei erhielt. Auch die Anlage der barocken Allee-Achse mit Schlossvorplatz
fiel in diese Zeit. Seit 1742 schmückte eine Orgel des bekannten Orgelbaumeisters Donati aus
Glauchau das Innere der Schlosskapelle.
Parallel zum Ausbau der Schlossanlage erfolgte die Erweiterung der barocken Parkanlage.
Reichsgraf Friedrich Carl von Watzdorf ließ Alleen sowie Hecken- und Baumbepflanzungen „nach
französischer Art, englisch beeinflußt“ anlegen. Die Vielfalt der Schmuck- und Gestaltungsele-
mente reicht dabei von Parterres und Rondells über Arkadenstücke, Sorties und Cabinets bis hin
zu Schneckengängen und einem Bowling-Green. Darüber hinaus veranlasste er, Wasserspiele
zu installieren sowie die Wasserfall- und Weganlagen mit Putten und Skulpturen zu dekorieren.
um 1230 Errichtung der Burganlage
Lichtenwalde
um 1616 – 19 Umbau der Burg- zu einer
Schloss anlage
1694 Im Besitz der Familie von Bünau
1719 Im Besitz des Reichsgrafen Jakob
Heinrich von Flemming
1722 Im Besitz des Reichsgrafen
Christoph Heinrich von Watzdorf
1722 – 41 Ausbau der barocken Schlossanlage
1730 – 37 Ausbau der barocken Parkanlage
1742 Einbau der Orgel in die Schlosskirche
1772 Erbschaft Familie Vitzthum von
Eckstädt
1905 Großbrand der Schlossanlage
1905 – 08 Wiederaufbau
Juli 1945 Beschlagnahmung des Schlosses
durch die Rote Armee
ab 1948 Staatliches Kurheim der DDR, später
Tbc-Heilstätte
1972 Bildungseinrichtung des staatlichen
Gesundheitswesens der DDR
ab 1991 Im Besitz des Freistaates Sachsen
1990 – 95 Bildungszentrum des Sächsischen
Staatsministeriums für Soziales
1995 – 98 Leerstand
1998 – 2010 Sanierung und Restaurierung der
Schlossanlage
Stich von Richard Steche aus dem 19. Jahrhundert
Schlossallee

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Befunde zur barocken Schloss- und Parkanlage
Nachweise des ursprünglichen Zustands
1772 kam das Schloss durch Erbschaft in den Besitz der Familie Vitzthum von Eckstädt. Die
Familie hatte das Schloss mit Unterbrechungen bereits seit 1426 bewohnt und nutzte es von
1764 bis 1945 als ständigen Wohnsitz.
In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 1905 erfasste ein verheerender Großbrand die Schloss-
anlage und verwüstete nahezu das ganze Hauptgebäude. Auch zwei Drittel des kostbaren In-
ventars fielen den Flammen zum Opfer. Schon wenige Tage nach der Katastrophe beauftragte
der Schlossherr, Friedrich III. Graf Vitzthum von Eckstädt, den Dresdner Hofbaumeister Gustav
Frölich mit dem Wiederaufbau „in pietätvoller Anlehnung an den Stil des alten Schlosses“. Der
Wiederaufbau zog sich von 1905 bis 1908 hin und beinhaltete auch zahlreiche Brandschutz-
maßnahmen nach dem damaligen Stand der Technik.
Nach Ende des 2. Weltkrieges beschlagnahmte die Rote Armee im Juli 1945 das Schloss als
Truppenquartier, wobei es auch zu Plünderungen kam. Ab 1948 nutzte die DDR das Schloss als
staatliches Kurheim, bevor zwischen 1956 und 1969 ein staatliches Tbc-Lungenheilsanatorium
einzog. Nach zwischenzeitlicher Nutzung als Wohnheim diente das Schloss ab 1972 dem staat-
lichen Gesundheitswesen als Schulungszentrum. In all diesen Jahren gab es diverse kleinere
Umbauten ebenso wie bescheidene Instandhaltungsmaßnahmen.
Nach der Wiedervereinigung und der Klärung der Eigentumsverhältnisse ging die Schlossanla-
ge 1991 in den Besitz des Freistaates Sachsen über. Von 1990 bis 1995 war im Schloss das
Bildungszentrum des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales untergebracht. Nach einem
mehrjährigen Leerstand begannen 1998 die umfangreichen Instandsetzungs- und Sanierungs-
maßnahmen, die 2010 ihren Abschluss fanden. Dazu zählen neben der Restaurierung der his-
torischen Räume und der kompletten Neugestaltung der Ausstellungsbereiche auch die Errich-
tung des modernen Kassenhäuschens für die Parkanlage, die Sanierung von Schlossallee,
Vorplatz, Halsgraben und „Nachtschiessen“ sowie die Erweiterung der Parkplätze.
Schlossbrand 1905
Schlossherr Friedrich III., Graf Vitzthum von Eckstädt
(1855 – 1936)
Für die denkmalgerechte, weitgehend originalgetreue Instandsetzung des Schlosses waren zu-
nächst umfangreiche restauratorische Untersuchungen erforderlich. Diese erbrachten eine
Vielzahl interessanter Befunde. So fanden sich unter dem trostlosen Grau der Fassaden über-
raschenderweise Spuren der original barocken Fassadengestaltung. Bilder des Schlossbrandes
von 1905 hatten an den Fassaden eher den kompletten Verlust von restaurierungsfähigen Ober-
flächen nahegelegt. Auch an der Fassade des Nordflügels sowie an seinem östlichen Giebel –
innerhalb des später angebauten Remisengebäudes – ließen sich Relikte der barocken Fassaden-
gestaltung nachweisen. Die Befunduntersuchungen förderten dort Reste der Archi tektur malerei
mit illusionistisch schattierten Ecklisenen und imitierten Natursteinspiegeln in diversen Farb-
tönen zutage. Akribisch dokumentiert, farblich fixiert und datiert dienten die Befunde als siche-
re Basis dafür, zunächst für den Nordflügel eine Fassadengestaltung nach denkmalpflegerischen
Gesichtspunkten zu entwickeln.
Baubegleitende restauratorische Untersuchungen im Südflügel führten zu dem Nachweis, dass
sich genau im Bereich des heutigen Gastronomiebetriebs seit Jahrhunderten die Schlossküche
befand.
Im Teehaus ließ sich sowohl an den Wänden als auch an der Kuppel eine illusionistisch aufge-
malte Kassettierung belegen, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Überdies waren
in der Kuppel Reste bzw. kleinteilige Bruchstücke von segmentiert gefelderten Stuckornamenten
nachweisbar und rekonstruierbar.
In den historischen Räumen führten die Bestandsaufnahmen und Analysen hingegen zu dem
Ergebnis, dass diese zwischen 1905 und 1908 ihren durch Brand zerstörten Vorgängern offen-
bar nur nachempfunden waren. An den vorhandenen Farb- und Putzfassungen ließen sich
keinerlei ältere Originalfassungen nachweisen. Den oberen Abschluss der historischen Räume
bilden ausschließlich Betondecken, eingezogen während der Wiederherstellung nach der Brand-
katastrophe. Die einzige Ausnahme ist das Chinesische Zimmer. Eingehende Materialanalysen
sowie Vergleichsstudien brachten den eindeutigen Nachweis, dass die dort wieder eingebauten
Paneele und chinesischen Tapeten aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen. Ver-
mutlich gehören sie der Zeit um 1722 – 26 an.
Historische Aufnahme des Chinesischen Zimmers
Innenhof des Schlosses um 1930
Historische Aufnahme vom Roten Salon
Historische Aufnahme der Bibliothek
Innenhof des Schlosses 1990
Schloss um 1830

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Baumaßnahmen
Erster Bauabschnitt 1998 – 2003
Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung
In der Kapelle konnten durch die restauratorischen und begleitenden archäologischen Unter-
suchungen verschiedene Bauphasen bis zurück in die Epoche der Romanik festgestellt werden.
Laut Befunden stammt das Kreuztonnengewölbe mit Gurtbögen aus der Gotik. In die Zeit des
Barocks fielen lediglich die Um- und Erweiterungsbauten. Dabei handelt es sich insbesondere
um die eingezogenen Adelslogen und die Erweiterung des Chorbereichs einschließlich der illu-
sionistisch aufgemalten Marmorierungen von Holzsäulen und Wandsockeln sowie der Vergol-
dungen von hölzernen Balustern und Gesimsleisten. Der Kernbau der Kapelle erweist sich damit
als ältester erhaltener Bauteil der gesamten Schlossanlage.
Der ehemalige Platz der zur Kapelle gehörenden Orgel auf der östlichen Empore über dem Altar
ließ sich zu dieser Zeit an den Farbunterschieden des Fußbodens nur noch erahnen. Die ur-
sprüngliche Situation ließ sich aber anhand von alten Fotos vollständig klären. Es stellte sich
zudem heraus, dass die ursprünglich zur Kapelle gehörige Barockorgel sogar noch existierte – in
der Stiftskirche der Nachbargemeinde Ebersdorf. Das Werk des bedeutenden sächsischen Or-
gelbaumeisters Donati war 1956 dorthin gelangt, da man die Kapelle des Schlosses Lichtenwal-
de nicht mehr nutzte. Möglicherweise hatte diese Auslagerung das wertvolle Instrument geret-
tet.
Die ursprüngliche Gestalt der barocken Parkanlage war bis 1999 noch weitgehend erhalten.
Jedoch drohten überall Mauern zu verfallen, vor allem im „Nachtschiessen“ entlang der Schloss-
allee. Auch die Schlossbrücke vor dem Schlossportal und die Treppenanlage zur Orangerie
mussten dringend instand gesetzt werden. Die Steinskulpturen im Park zeigten Anzeichen des
beginnenden Zerfalls. Die einstigen Wasserspiele lagen brach.
Archäologische Grabungen im Schlosshof legten unter dem heutigen, der Barockzeit zuzuschrei-
benden Niveau Zeugnisse der Bau- und Entstehungsgeschichte der Anlage aus dem 13. Jahr-
hundert frei. In der weiteren Planung war zu klären, ob diese Befunde bei der zukünftigen Ge-
staltung des Schlosshofes berücksichtigt werden sollten.
Bereits 1998 und 1999 erfolgte eine Vielzahl von technisch wie denkmalpflegerisch anspruchs-
vollen Maßnahmen – zum Teil mit begleitenden Bestandsuntersuchungen. Zu den in dieser
Phase noch nutzungsneutralen Maßnahmen zählten die:
Sanierung von ca. 1.200 m² Stützmauer am Felssockel des Schlosses,
Sanierung von ca. 2.100 m² Dachfläche im Süd- und Westflügel, im nördlichen Zwischenbau,
an Schlosskapelle mit Wohnflügel, Wasserturm und Teehaus,
Dekontaminierung des Dachtragwerks von Zwischenbau und Schlosskapelle.
Im September 1999 ermöglichte die Teileröffnung des Schlosses den Einzug erster Mieter wie
Antiquitätenhandel, Werbefirma, Puppenausstellung, Uhrenausstellung und Standesamt. 2001
gab es im Schloss bereits 15 Nutzungseinheiten. Die folgenden Instandhaltungs- und Moder-
nisierungsmaßnahmen ab 2001 mussten deshalb bereits unter Rücksichtnahme auf die Nutzer
ausgeführt werden:
Restaurierung von über 2.000 m² Fassaden des Schlosshofes,
Rekonstruktion des Altans,
Umbau des Keller-, Erd- und ersten Obergeschosses des Südflügels für eine gastronomische
Einrichtung,
Erneuerung der Medienanschlüsse wie Wasser- und Abwasserleitungen, Elektrozuleitungen,
Telefonleitungen und Verlegung der Verteilungen im Schlosshof,
Umbau und Sanierung des ersten Obergeschosses im Nordflügel für „Scherenschnittmuseum“
und Museum „Völker und Kulturen“,
Ausbau des Dachgeschosses im Südflügel,
Sanierung der Fenster im nördlichen Zwischenbau, in Schlosskapelle und Wohnflügel,
Trockenlegung des Jagdturms,
Umstellung der vorhandenen Heizungsanlage von Erdöl auf Erdgas,
Sanierung des Schlosshofes mit Springbrunnen,
Sanierung von Parkanlagen, Gärtnerei, der Treppe zur Orangerie, der Schlossbrücke und der
Stützmauern der Hangbereiche,
Sanierung von Wasserspielen, Brunnenanlagen, Berceau, Avenue,
Baumpflanzungen sowie Herrichten des Parkplatzes auf dem Gärtnereigelände.
Restaurierter Altan
Donati-Orgel in Ebersdorf vor der Umsetzung
Schlosskapelle 1990
Aufgang zum Mittelgarten
Dachreiter und Portikus am Westflügel

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Fassadengestaltung nach originalem Befund
Die Grundlage für die Fassadengestaltung bildeten die bauhistorischen Erkenntnisse, die res-
tauratorischen Befunde und die davon abgeleitete denkmalpflegerische Zielstellung. Diese er-
möglichten die Fassadengestaltung am Nordflügel mit einer illusionistischen Fassadenmalerei
mit aufgemalten Eckpilastern und natursteinsichtigen Spiegeln.
Die Kapelle hingegen erhielt eine aus der Renaissance nachgewiesene Fassung. Diese zeichnet
sich durch illusionistische, bis in die Laibungen und Brüstungen hinein vergrößert aufgemalte
Butzenfenster aus.
In gleicher Weise wurde die Fassade am Teehaus originalgetreu wieder hergerichtet.
Die Sanierung der Südfassade und des Altans, eines Anbaus an der südwestlichen Ecke des
Schlosses, fand 2001 – 2002 statt. Die Gründung des Altans auf einem instabilen Schuttkegel
und die daraus resultierende gefährdete Standsicherheit machten eine komplette Erneuerung
des Fundamentes erforderlich.
Da die Lagerstätten des originalen Steinmaterials – des Hilbersdorfer Porphyrs – erschöpft sind,
kamen bei der Rekonstruktion des Altans Ersatzmaterialien sowie recyceltes Altmaterial zum
Einsatz.
Medienanschlüsse und Haustechnik auf dem neuesten Stand
2001 erneuerten Fachfirmen die gesamten Medienanschlüsse, wie Wasser- und Abwasserlei-
tungen, Elektrozuleitungen und Telefonleitungen. Die Verteilungen wurden gebündelt und im
Schlosshof schon vorsorglich für die Sanierung der sonstigen noch ausstehenden Teilbereiche
des Schlosses verzweigend verlegt.
Bei der Installation der Wärmeversorgungsanlagen kam es darauf an, diese individuell für die
einzelnen Räume auszuwählen – jeweils unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer und re-
stauratorischer Aspekte.
Dies führte unter anderem dazu, die jeweiligen Bereiche mit unterschiedlichen Heizkörpern
auszustatten.
Die Beheizung erfolgt in allen Räumen im ersten Ober- und im Dachgeschoss mit statischen
Heizflächen,
in den Räumen im zweiten Obergeschoss im Süd- und Westflügel mit ihren großen boden-
gleichen Fenstern mittels Bodenkonvektoren, die über Raumfühler geregelt werden,
in der Schlosskapelle mit einer im Bereich der Kirchenbänke verlegten Warmwasser-Fußbo-
denheizung,
im Erdgeschoss des Nordflügels und Zwischenbaus ebenfalls mit einer Fußbodenheizung, um
den Ausstellungsbereich nicht durch die Heizkörper zu beeinträchtigen.
Die Sanitäranlagen befinden sich – zentral für alle Museen – im Nordflügel.
Alle Bereiche erhielten eine komplett neue Elektroinstallation. Die Ausrüstung des Schlosses mit
einer Brand- und Einbruchmeldeanlage sorgt für hohe Sicherheit.
Kapelle mit Teehaus
Süd-West-Fassade mit Altan
Wintergarten
Schlosshof

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Moderne Gastronomie in historischem Gewand
Im Südflügel entstand die Gaststätte „Vitzthum“ mit ca. 150 Sitzplätzen. Als besondere Heraus-
forderung erwies sich dabei die „denkmalgerechte“, das heißt unauffällige Unterbringung der
Haustechnik mit den erforderlichen umfangreichen Lüftungsanlagen sowie Ver- und Entsor-
gungstrassen. Kühlräume mussten auf engstem Raum untergebracht werden. Die Küchenaus-
rüstung ist für ca. 300 Portionen ausgelegt. Ein Speiseaufzug zwischen Erdgeschoss und erstem
Obergeschoss erleichtert die innerbetriebliche Organisation. Der gräfliche Speisesalon lässt sich
direkt vom Küchenbereich aus bedienen.
Die Sanierung des Wintergartens erfolgte 2002. Dieser schöne lichtdurchflutete Raum im Ju-
gendstil mit großen Fenstern zum Schlosspark gehört zur Gaststätte. Für diese Nutzung war
ein zweiter Flucht- und Rettungsweg notwendig, den eine neue Stahltreppe in den Schlosshof
gewährleistet. Eine Detailaufgabe bestand in der Aufarbeitung der großen, filigranen Metall-
fenster von 1905.
Gestaltung des Schlosshofes
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Gestaltung des 920 m² großen Schlosshofes. Die
zwischenzeitlich durchgeführten archäologischen Grabungen auf dem Schlosshof hatten Vor-
gängerbauten der Schlossanlage aus dem 13. Jahrhundert zum Vorschein gebracht. Auf das
„Nachzeichnen“ der Konturen von Burgmauerverlauf und Bergfried inmitten des heutigen
Schlosshofs wurde letztlich verzichtet. Zur Ausführung gelangte eine Hofgestaltung, die sich
an den historischen Befund des überlieferten Lutherplans von 1767 anlehnt. An den Abbruch
des vorhandenen, mittig angeordneten Wasserbeckens und die Installation des Wasserspieles
schloss sich der Wiederaufbau des Wasserbeckens an. Dessen Speisung übernimmt eine unter-
irdische Regenzisterne. Bäume um das Becken ergänzen diesen Bereich. Die Hofpflasterung
erfolgte mit Flusskiesel.
Delphinbrunnen
Küchenbereich
Denkmalgerechte Rekonstruktion der Parkanlagen
Bereits vor der Hauptsanierungsphase waren bedeutende Einzelelemente des Parks, wie der
Delphin-Brunnen, saniert worden. Zwischen 1999 und 2003 kamen nach der Sanierung der
Stützmauer im Schlossbereich Instandsetzungsmaßnahmen im Park zur Ausführung. Dazu ge-
hörte die Sanierung der Mauern im „Nachtschiessen“, der Begrenzung der Schlossallee sowie
der Schlossbrücke und der Treppenanlage zur Orangerie.
Die imposanten Wasserspiele der Parkanlage funktionieren wieder wie einst zu Zeiten der Haus-
herren von Watzdorf, heute allerdings unter Verwendung moderner Pumpen- und Steuerungs-
technik. Das zur Einspeisung erforderliche Wasser wird aus der Zschopau angesaugt und dieser
wieder zugeführt. Die Wiederherstellung der einzelnen Elemente der Wasserspiele, wie zum
Beispiel der Wasserschalen im Mittelgarten oder der Springbrunnen im Berceau, erfolgte unter
Beachtung einer abgestimmten denkmalpflegerischen Zielstellung. Für die Rekonstruktion der
Wasserspiele in der Treppenanlage am Süd-West-Abgang war die Anfertigung eines Modells
notwendig, ebenso für den dortigen Brunnen. Zahlreiche Treppenanlagen mussten neu aufge-
baut werden.
Alle Originalplastiken, wie zum Beispiel Vasen und Putten, wurden mit Ausnahme der beiden
Sphinxen am Altan durch Kopien ersetzt. Die Wege erhielten wassergebundene Beläge. Die
Laubengänge im Berceau werden durch eine neue Stahlkonstruktion gestützt.
Für die Bepflanzung kamen wieder Hainbuchen zum Einsatz. Auch die alten, in der Burg Gnand-
stein zwischengelagerten Weinstöcke fanden wieder ihren angestammten Platz an der Südfas-
sade. Die Freifläche vor der Südfassade des Schlosses bis zum Berceau steht heute der Gastro-
nomie zur Verfügung. Neu angelegte Rasenflächen, Hecken- und Großsträucherpflanzungen
sowie neue Sandsteinbänke vervollkommnen die Parkanlage.
Der Abschluss dieses Bauabschnittes im Juni 2003 bedeutete bereits die Sanierung von weiten
Teilen der Gesamtanlage. Für rund 30 Prozent der Flächen im Schloss stand zu diesem Zeitpunkt
die zukünftige Nutzung noch nicht genau fest.
Parkanlage
Schlosshof mit Brunnen
Plan von C. F. Luther, 1767

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Zweiter Bauabschnitt 2006 – 2010
Bauliche und restauratorische Instandsetzung im Zeichen
der späteren Nutzung
Seit 2004 wurde an einer Nutzungskonzeption zur endgültigen Fertigstellung der Schlossanlage
gearbeitet und das bereits zuvor entwickelte museale Konzept aktualisiert. Bis zu dessen Bestä-
tigung ließen sich zu Beginn des zweiten Bauabschnittes 2006 nur nutzungsneutrale Instand-
setzungsmaßnahmen im Schloss und an den Außenanlagen durchführen. Dazu gehörten:
die Restaurierung des Innenraums der Kapelle,
die Restaurierung der historischen Räume (Chinesisches Zimmer, Roter Salon, Grüner
Salon, Königszimmer, Speisesaal),
der Einbau eines Aufzugs,
die Erweiterung der Brandmeldeanlage sowie der Einbau von Rauch- und Brandschutztüren,
der Bau eines Kassenhauses für den Schlosspark.
Grundlage für die denkmalgerechte Sanierung bildeten weitere vertiefende Spezialuntersuchun-
gen an der Bausubstanz. Die Untersuchungen betrafen:
die Farb- und Putzabfolgen (Fassungen) u. a. von Kapelle, Teehaus, Bibliothek und Speisesaal,
die textilen Wandbespannungen von Rotem Salon und Königszimmer,
die Tapetenbilder des Chinesischen Zimmers.
Parallel zu den restauratorischen fanden auch die technischen Voruntersuchungen statt. Diese
hatten das Ziel:
die Wirksamkeit des vorhandenen Holzschutzes sowie eine eventuelle Kontamination der
Dachkonstruktionen und der hölzernen Architekturteile festzustellen (Holzschutzgutachten),
die Gliederung des Schlosses in Brandabschnitte und deren Abschottung zu konzipieren –
einschließlich der Organisation der Fluchtwege und des Systems einer zu installierenden
Brandmeldeanlage (Erweiterung Brandschutzkonzept),
ein Konzept zur Einbruchssicherheit zu entwickeln,
die bauklimatischen Verhältnisse in der Kapelle und den Museumsräumen hinsichtlich des
Schutzes der Bausubstanz und der Ausstellungsobjekte zu klären (Bauphysikalisches Gut-
achten).
Auf der Basis der fachspezifischen Voruntersuchungen erfolgte eine nochmalige Überprüfung
der geplanten Nutzungen mit ihren detaillierten Anforderungen. Diese führte unter anderem zu
dem Ergebnis, die ursprünglich vorgesehene Nutzung des Chinesischen Salons für Trauungen
zu verwerfen. Die wertvollen Tapeten dort hätten sonst vermutlich bald durch mechanische
Abnutzung und erhöhte Luftfeuchtigkeit gelitten. Deshalb finden die Eheschließungen im Grü-
nen Salon statt, welcher gegenüber raumklimatischen Einflüssen unempfindlicher ist.
Neben der Eingangshalle fanden sich Raumstrukturen, die den substanzschonenden Einbau
eines Aufzugs als Verbindung aller Etagen vom Erdgeschoss bis zum ersten Dachgeschoss er-
möglichten. Der Aufzugsschacht wurde nach unten in den Augengneis-Felssockel hineingetieft.
Eine bergmännisch herausgemeißelte zusätzliche Aufzug-Haltestelle bot die Möglichkeit der
barrierefreien Erschließung des Parks über den Halsgraben.
Bereit für höhere Lasten: Ertüchtigung der Decken in den Museumsbereichen
Es stellte sich heraus, dass die Decken für die geplante museale Nutzung nicht tragfähig waren.
Beim Öffnen der vermeintlichen Holzbalkendecken kamen Doppel-T-Profile und Betonplatten
ans Tageslicht. Zwischen den Betonplatten und dem Fußbodenbelag befand sich zudem noch
eine Schuttfüllung als zusätzliche Last. Bei der statischen Ertüchtigung der Deckensysteme
sollte jedoch der vollständige Abbruch und Neubau der Decken vermieden werden. Einen Teil
der Decken verzierten vergoldete Stuckreliefs, die bei einem Abbruch verloren gegangen wären.
Schachtvortrieb für den Aufzug
Schlosskapelle, Blick zur Grafenloge
Parkanlage mit Springbrunnen

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Chinesisches Zimmer: Restaurierung der barocken Original-Ausstattung
Der historisch bedeutsamste und am besten erhaltene Raum des Schlosses ist das Chinesische
Zimmer. Zu der beim Brand von 1905 geretteten barocken originalen Ausstattung gehören
neben den Tapeten die profilierten Kassettierungen, vergoldete, geschwungene Gesimse sowie
mit floralen und mythologischen Motiven gestaltete, ebenfalls vergoldete Stuckreliefs an der
Decke. Ein ganzes Jahr nahmen die restauratorische Reinigung, Retusche und Festigung der
vermutlich in Europa einzigartigen chinesischen Tapetenbilder aus dem 18. Jahrhundert im
Chinesischen Zimmer in Anspruch.
Zu den Restaurierungsmaßnahmen gehörten die schonende Aufarbeitung des Parketts, die
Reinigung und behutsame Restaurierung der verspiegelten Türen sowie der beiden Kamine und
die Erneuerung der Anstriche im Deckenbereich nach Befundlage.
Eine sorgfältige Reinigung und technische Überarbeitung verhalf den historischen Kronleuchtern
zu neuem Glanz.
Chinesisches Zimmer
Chinesische Tapetenbilder aus dem 18. Jahrhundert
Ausgehend vom Befund des statisch-konstruktiven Systems der Decken und Wände kamen die
Fachleute zu folgender Lösung:
höhenjustierbare Stahlkonsolen an den tragfähigen Doppel-T-Profilen als Auflager für die
Lagerhölzer einzubauen, um die Hölzer nur noch unmittelbar auf die Stahlträger aufzulagern
und nicht mehr auf die dünnen Betondielen,
die Deckensysteme mit allen unterliegenden kunstvollen Stuckgestaltungen von 1905 – 08
nahezu vollständig zu erhalten und nur eine überlastende Wand über der Eingangshalle durch
eine Leichtbaukonstruktion zu ersetzen,
den schwer lastenden Abbruch-Bauschutt von 1905 als Deckenfüllstoff gegen wärmedäm-
mende Leichtschüttungen auszutauschen,
das alte Parkett fachmännisch so geschickt wieder aufzuarbeiten, dass es mit historischer
Patina und Gebrauchsspuren wieder eingebaut werden konnte.
Roter Salon: Wiederherstellung in Anlehnung an den Originalzustand
Bei der Restaurierung und Wiederbespannung des Roten Salons kamen echte, weinrote Seiden-
damast-Tapete und ein gleichartiger Fensterbehang zum Einsatz. Basierend auf Fotovorlagen
aus der Zeit Graf Friedrichs von Vitzthum webte eine spezialisierte sächsische Manufaktur das
florale Muster nach. Als Rahmen für die Tapete dienen profilierte und vergoldete Holzleisten mit
integrierten stählernen Bildhalteleisten. In Anlehnung an die historische Anordnung wurden
daran die wertvollen Gemälde der Sammlung Brühl angebracht.
Einzelne originale Teile der Heizkörperverkleidung, wie Halteleisten und hölzerne Seitenklappen,
dienten als Vorlage für Nachbildungen. Dem Befund entsprechend erhielten die neu hergestell-
ten metallenen Lochgitter eine Vergoldung. Einer der beiden erhaltenen, vermutlich von 1908
stammenden Kronleuchter des benachbarten Chinesischen Zimmers war Vorbild für den Nach-
bau des neuen.
Der weitgehend original aus der Wiederaufbauzeit erhaltene Parkettbelag konnte schonend
aufgearbeitet sowie mit neuen Lamberien gerahmt und geölt werden.
Von den ebenfalls aus jener Zeit mit floralen Reliefs künstlerisch dekorierten Pappel-Türen wur-
de die „speckig“ hochglänzende Lackierung aus den 1960iger Jahren entfernt. Samt ihrer ge-
schwungenen originalen Messingbeschläge restauratorisch wieder aufgearbeitet, erhielten sie
ihre nachgewiesene matt-holzsichtige Urfassung zurück.
Roter Salon
Detail im Roten Salon

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Schlosskapelle: Restaurierung unter Berücksichtigung der verschiedenen Bau- und Aus-
stattungsphasen
Besonders große Sorgfalt herrschte bei der Restaurierung des ältesten Gebäudeteils der Schloss-
anlage, der aus dem Mittelalter stammenden Kapelle.
Wie die Befunduntersuchungen gezeigt haben, finden sich in der Kapelle Relikte aus romanischer
Zeit (Außenwände), aus der Spätgotik (Gewölbe), aus der Barockzeit (unter anderem die Gale-
rien mit Balustern, Holz- und Putzflächen mit aufgemalten Marmorierungen und der Taufstein)
sowie aus der Zeit des Klassizismus (die geometrisch gestaltete, unvollendete Stuckdecke über
dem Chor). Die eigentliche Kunst der Sanierung dieses baulichen Kleinods bestand darin, diesen
Relikten der verschiedensten Stilepochen gerecht zu werden – ohne Gefahr zu laufen, die Ka-
pelle „analytisch zu restaurieren“. Denn eine solche Sanierung hätte unweigerlich den harmo-
nischen Gesamteindruck zerstört.
Die an der Innenseite der südlichen Außenwand aufgefundenen Reste vermutlich romanischer
Wandmalerei wurden mit weißer Kalktünche zugedeckt, um sie so gut geschützt dauerhaft zu
bewahren. Ein offen gelassenes „archäologisches Fenster“ gibt den Blick auf den Ansatz eines
Tür- oder Fensterbogens sowie einen Gewölbeansatz frei.
Die Brüstungen erhielten neben einer farblichen Fassung an ihren markanten Balustern und
profilierten Gesimsleisten ihre Vergoldungen zurück. Die aufgemalte Marmorierung der Bogen-
fenster des Chors, der Sockelbereiche sowie der hölzernen Rundstützen der Grafenloge und der
Empore wurde wiederhergestellt. Der Beichtstuhl – ein echtes Kuriosum der Kapelle – lässt sich
als Zeugnis für den Übertritt des Sächsischen Königs zum katholischen Glauben im Jahr 1697
werten.
Der an seinem alten Platz wieder aufgestellte restaurierte Taufstein mit kunstvoll gestaltetem
Holzdeckel ist eine Dauerleihgabe des Schlossbergmuseums Chemnitz.
Bei der Restaurierung der Kanzel halfen alte Fotos, fehlende Leisten und Säulchen zu rekons-
truieren und mit Farbfassungen und Vergoldungen zu versehen. Für die Nachgestaltung des
fehlenden Baldachins über der Kanzel kam die gleiche Methode zur Anwendung.
Das Schmuckstück der Kapelle ist die 1742 von dem sächsischen Orgelbauer Donati geschaffe-
ne barocke Orgel. Nach ihrem Rückerwerb von der Kirchgemeinde Ebersdorf wurde sie an ihrem
einstigen Platz wieder aufgestellt.
17 hölzerne Originalpfeifen, vor allem aber nahezu die gesamte komplizierte Spielmechanik, der
Spieltisch, das Gehäuse samt barockem Schnitzwerk und bekröntem Wappen sind noch original.
Zwei riesige neu herzustellende Blasebälge von 600 kg Gewicht fanden im darüberliegenden
Dachraum Platz. Die teilrestaurierte Orgel lässt sich noch heute mit der vom Orgelbauer Donati
vorgegebenen Grundtonstimmung bespielen.
Ausstellungsräume in der ehemaligen Remise
Die Räume der ehemaligen Remise des Schlosses wurden vollständig entkernt und die nicht
tragenden Trennwände entfernt. Raumhohe Verglasungen hinter den großen Toren gewähren
den Besuchern Einblicke in die Ausstellung. Alle Räume erhielten einen neuen Fußbodenbelag:
einen keramischen Belag im Erdgeschoss und modernes Hirnholzparkett im ersten Obergeschoss.
Der ausgebaute Gewölbekeller verwandelte sich zu einem Mehrzweckraum. Der Gneis-Felssporn
in der Südwestecke des Raumes bleibt sichtbar. Als Belag der Treppen und Flure kam Hilbers-
dorfer Porphyr aus recyceltem Abbruchmaterial zum Einsatz.
Schlosskapelle, Kanzel
Schlosskapelle, Taufbecken
Grüner Salon: Wiederherstellung für eine neue Nutzung
Im Grünen Salon, dem heutigen Hochzeitszimmer, befand sich früher die gräfliche Bibliothek.
Den Raumeindruck bestimmen die nach historischem Vorbild entstandenen Repliken der Kron-
leuchter, die sorgfältig restaurierte Stuckdecke und erhalten gebliebene und wieder aufgearbei-
tete Teile der Wandvertäfelung.
Als wiederkehrendes Detail finden sich auch hier die vergoldeten Heizkörperverkleidungen eben-
so wie das im Burgunder Verband verlegte, schonend aufgearbeitete Parkett.
Anstelle einer für den Originalzustand nicht eindeutig nachgewiesenen grünen Textilbespannung
gibt nun ein grüner Wandanstrich dem Salon seine bestimmende Farbe.
Grüner Salon
Aufgang zu den historischen Räumen
Mehrzweckraum im felsigen Untergeschoss des Nordflügels

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Im Dezember 2006 erfolgte die Genehmigung der überarbeiteten Nutzungskonzeption. Damit
konnten die nutzungsspezifischen Planungen für den Ausbau der Museumsräume beginnen.
Diese aktualisierte Nutzungskonzeption enthält auch das überarbeitete Museumskonzept. Das
Museumskonzept mit dem Titel „Schatzkammer Schloss Lichtenwalde“ ist wie folgt umgesetzt
worden:
Historische Räume
Prunkräume des Süd- und Westflügels in der Bel Etage (Erstes Obergeschoss): Die restaurierten
Räume Chinesisches Zimmer, Roter und Grüner Salon sowie Königszimmer sind mit feinstem
chinesischen Porzellan sowie historischen Möbeln und Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts
ausgestattet und geben einen Einblick in die ursprüngliche Nutzung des Schlosses.
Von China nach Europa
Im Nordflügel des ersten Obergeschosses werden Scherenschnitte aus drei Jahrhunderten sowie
die Ausbreitung dieses Kunsthandwerkes von China nach Europa gezeigt.
Zwischen den Welten
In den Nordflügel des zweiten Obergeschosses ist eine Ausstellung mit Holzskulpturen, Kera-
miken und Metallarbeiten aus Westafrika eingezogen.
Mythos Ostasien
Die Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Westflügels umfasst kostbare Porzellane, Lack-
arbeiten, Möbel, Skulpturen, Seidenstickereien und Grafiken aus China und Japan.
Den Göttern ganz nah
Diese Sammlung im Dachgeschoss des Westflügels präsentiert einzigartige Zeugnisse von All-
tag und Religion im Himalaya.
Museale Nutzung
Schatzkammer Schloss Lichtenwalde
Ausstellungsraum „Mythos Ostasien“ im Westflügel des zweiten Obergeschosses
Links: Schlosskapelle, Blick in den Chorbereich mit restaurierter Orgel

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Blick von Westen
Schloss- und Parkanlage Lichtenwalde:
ein „Rendezvous der Künste“
Die umfangreichen Sanierungsarbeiten fanden mit der Wiederherstellung des Vorplatzes, des
Halsgrabens und der Neubepflanzung des „Nachtschiessens“ ihren gelungenen Abschluss. Die
sanierte Schlossallee zieren neu gepflanzte Kaiserlinden. Der erweiterte Parkplatz trägt künfti-
gen Besucherströmen Rechnung. Das historisch gewachsene Ensemble von Schloss und Park
Lichtenwalde ist nun wieder in seiner Gesamtheit erlebbar. Dabei ist es gelungen, die ursprüng-
lichen Funktionsbeziehungen wiederherzustellen und die neuen Nutzungen denkmalverträglich
zu integrieren. Die installierte moderne Technik ermöglicht die optimale Präsentation verschie-
dener bedeutender Ausstellungen im barocken Ambiente.
Als Denkmal der Bau- und Landschaftskultur bringt die Schloss- und Parkanlage Lichtenwalde
gute Voraussetzungen mit, sich zu einem echten Besuchermagneten zu entwickeln.
Galerie Westsächsische Hochschule Zwickau
Die ehemalige Remise des Schlosses steht der Westsächsischen Hochschule Zwickau zur Ver-
fügung. Der Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg stellt modernes Holz- und Textildesign
aus.
Sanierung und Umbau nach konservatorischen und gestalterischen Erfordernissen
Obwohl das Museumskonzept eine moderne Ausstellungsgestaltung vorsah, verlief die Sanierung
der Räume strikt nach denkmalpflegerischen Kriterien. Der Um- und Ausbau berücksichtigte die
Wiederherstellung der früheren Raumstrukturen, der Enfilade.
Die einzelnen Museumsbereiche erhielten ihre Farbgebung nach einem abgestuften Farbkonzept,
welches die thematische Gliederung der Ausstellungen unterstreicht.
Für die Inszenierung der meisten Exponate sind abgedunkelte Räume notwendig. Dafür kommt
eine wirtschaftliche, mit wenigen Handgriffen reversible Lösung zum Einsatz: Lackierte Sperr-
holzplatten, mit je vier Vorreibern an den Fensterflügeln befestigt, gewährleisten die uneinge-
schränkte Funktionalität der wieder aufgearbeiteten historischen Fenster. Sie lassen sich pro-
blemlos zum Lüften und Reinigen öffnen.
Das historische Eicheparkett wurde aufgearbeitet und an verschiedenen Stellen ergänzt.
Technische Ausstattung
Durch eine denkmalverträgliche Verlegung in den Deckenfeldern bleiben die kilometerlangen
Elektroleitungen für die Beleuchtungs-, Informations- und Sicherheitstechnik gänzlich unsicht-
bar. Die installierte Brandmeldeanlage reagiert durch Aktivansaugung und sorgt für eine sofor-
tige Alarmierung.
Flexible Leuchtkörper auf Lichtschienen strahlen die Exponate gezielt an. Bewegungsmelder
übernehmen eine energieökonomische Steuerung.
Die Planung und Ausführung der gesamten Ausstellungsarchitektur übernahm die Schlossbe-
triebe gGmbH.
Buddhistische Kultbronzen aus Nepal und Tibet, 15. – 19. Jahrhundert
Mittelgarten

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Projektbeteiligte
Bauherr
Freistaat Sachsen
Sächsisches Staatsministerium
der Finanzen
Staatsminister der Finanzen
Prof. Dr. Georg Unland
Abteilungsleiter Landesvermögen und
Staatshochbau Dr. Michael Antoni
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Bau management
Geschäftsführer Prof. Dieter Janosch
Unternehmensbereich Planungs- und
Baumanagement
Unternehmensbereichsleiter Volker Kylau
SIB Niederlassung Chemnitz
Niederlassungsleiter Peter Voit
Projektleitung und Koordinierung
Projektleitung
Kerstin Hegewald | Ramona Winter
Prüfbeauftragter
Frank Gleß
Gruppe Technik
Sabine Abdennabi | Heike Becher |
Rolf Kraft | Gerald Richter
Gruppe Ingenieurbau
Sybille Höhn | Heidi Gallinat
Gruppe Verträge/Vergabe
Sonja Gallinat
Planungsbüros (Erster Bauabschnitt)
Architektur
Architekturbüro Hartung & Löffler, Chemnitz
Tragwerksplanung
Ingenieurbüro Horst Börner, Chemnitz
Technische Ausrüstung
Ingenieurbüro Sommer und Partner,
Schwar zen berg
Brandschutz
Architekturbüro Hartung & Löffler, Chemnitz
Außenanlagen
Ingenieurbüro Bauwesen, Chemnitz |
IPROPLAN Chemnitz | Rentsch & Tscherich,
Chemnitz
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoor-
dination
Architekturbüro Hartung & Löffler, Chemnitz
Gutachter/Restaurator
Andreas Moosdorf, Freiberg
Ausführende Firmen (Erster Bauabschnitt)
Dachdeckerarbeiten
Wehr GmbH, Chemnitz
Dachklempnerarbeiten
Gläser Komplett-Bau GmbH, Friedebach
Zimmererarbeiten
RBZ GmbH, Meerane
Putzarbeiten
Universal-Putz-GmbH, Egidien | FASA AG,
Chemnitz | Bau-Schulze GmbH, Ottendorf
Baumeisterarbeiten
Hoch- und Sportbau GmbH, Chemnitz
Steinmetzarbeiten
Fa. Neubert, Tobias Halsbrücke | Herrmann
Ingolf, Bildhauer, Chemnitz | Fa. Scheunert,
Stollberg | Goral & Partner Steinmetzwerk-
statt, Freiberg
Gerüstbauarbeiten
Fa. Seyfert, Gornau
Malerarbeiten
Maler Süd GmbH, Chemnitz
Tischlerarbeiten
Tischlerei Bernhardt, Annaberg-Buchholz |
Fa. Stanzel, Grünhainichen
Metallbauarbeiten
Metallbau Bernt, Thum
Fliesenlegerarbeiten
Fliesen Klemm GmbH, Rechenberg-Bienen-
mühle
Heizunginstallation
Heizungstechnik Waldheim GmbH
Elektroinstallation
Mühl Elektroinstallation, Olbernhau | AMK
GmbH, Oberlungwitz | Fa. Ramm, Flöha
Tiefbauarbeiten
LHT GmbH, Niederdorf | Pressbau GmbH,
Erfurt | INTEC GmbH, Brand-Erbisdorf |
Chembau, Auerswalde | Schmidt – Bau
GmbH, Augustusburg
Planungsbüros (Zweiter Bauabschnitt)
Architektur
Architekturbüro Dr. Rainer Ewald, Weimar
Tragwerksplanung
Dr. Diethard Schröter, Dresden
Technische Ausrüstung
Ingenieurbüro Sommer und Partner,
Schwarzenberg | Ingenieurbüro Maik
Boch mann, Schwarzenberg
Aufzugsplanung
Hundt & Partner Ing.ges. mbH, Leipzig
Brandschutz
IB für bautechnischen Brandschutz und
Brandschutztechnik, Chemnitz
Sicherheitstechnik
BC Ingenieurbüro Chemnitz, Chemnitz
Außenanlagen
Landschaftsarchitekten Rensch und
Tschersich, Chemnitz | Noack, Landschafts-
architekten, Dresden
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoor-
dination
Architekturbüro Hartung & Löffler, Chemnitz
Ausführende Firmen (Zweiter Bauabschnitt)
Restaurierung
Stenzel, Taubert und Partner, Dresden | Anke
Scharrahs, Coswig | Peter Ehrhardt,
Dresden | Olaf Ehrhardt, Dresden | Bernd
Garte, Löbau | Timo Fregin, Dittersbach
Textiltapete
Fa. Raumgestaltung Dietz KG, Dresden
Natursteinarbeiten
Fa. Scheunert Steinmetzwerkstatt,
Stollberg | Tauscher Naturstein GmbH
Lichtenstein
Mauer-, Putz-, Betonarbeiten
Fa. DMW Bau-Handelsgesellschaft mbH,
Amts berg | Fa. Bau Schulze, Lichtenau |
Fa. Meister und Restaurator Bernd Bubnick,
Trebsen
Fliesenarbeiten
Fa. Fliesen Klemm GmbH, Clausnitz
Malerarbeiten
Fa. Jämlich KG-Malerfachbetrieb, Gornau
Trockenbauarbeiten
Fa. MFC Modell- und Formenbau Chemnitz
Metallbauarbeiten
Fa. Metallbau Knödler, Zeulenroda-Triebes |
Fa. Leichtmetallbau Richter, Plauen |
Fa. ER-TE Stahl und Metallbau GmbH
Tischlerarbeiten
Fa Tischlerei Sebastian Schulz, Chemnitz |
Fa. MVH Meerane Fenster - Türen/Tore -
Trep pen | Fa. Reichel Tischlerei „Holz am
Bau“, Erlau
Parkettarbeiten
Fa. Parkett und Fußbodentechnik, Kriebstein
Elektroinstallation
Fa Elektro Berger, Großolbersdorf | Fa. AMK
GmbH, Oberlungwitz | Fa. MTG GmbH,
Leipzig
Haustechnik
Fa Ferra-Haustechnik GmbH, Lunzenau |
FB - Aufzüge, Leipzig
Orgel
Vogtländischer Orgelbau, Limbach
Dekontamination/Dämmarbeiten
Fa. Fasa AG, Chemnitz
Pflasterarbeiten/Tiefbau/Landschaftsbau
Fa Schmidt Bau GmbH, Augustusburg |
Gunter Hüttner & Co GmbH Bauunterneh-
mung, Chemnitz | Fa. Landschaftsbau Laabs
& Co, Lichtenau
Baumfällung
Baumdienst Retzsch, Rossau
Vermessung
Geo-Mess Marienberg GbR
Baugrunduntersuchung
Analytec Dr. Steinau, Chemnitz
KASSENHAUS
Vorplatz
Halsgraben
Halsgraben
NORDFLÜGEL
ZWISCHENBAU
WINTER-
GARTEN
WASCHHAUS
WASSER-
TURM
KAPELLE
WESTFLÜGEL
SÜDFLÜGEL
TEEHAUS
Schlosshof
NORDFLÜGEL
WESTFLÜGEL
SÜDFLÜGEL
NORDFLÜGEL
ZWISCHENBAU
WINTER-
GARTEN
WASCHHAUS
WASSER-
TURM
KAPELLE
WESTFLÜGEL
SÜDFLÜGEL
NORDFLÜGEL
WINTER-
GARTEN
WASCHHAUS
WESTFLÜGEL
SÜDFLÜGEL
DG
2. OG
1. OG
EG
Gastronomie
Galerie Angewandte Kunst
Schneeberg
Kapelle
öffentliche Eingänge
Gastronomie
Museum
[Kasse, Garderobe, Flur]
Scherenschnittmuseum
Galerie Angewandte Kunst Schneeberg
Kapelle
Historische Räume
Speisesaal
Chinesisches Zimmer
Roter Salon
Grüner Salon & Garderobe
Königszimmer
Sammlung Ostasien
Sammlung Westafrika
Wohnung
Sächs. Landesstiftung Natur und Umwelt
Sammlung Himalaya
Geschosspläne
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Daten und Kosten
Projekt-/Bauwerksdaten
Bauwerksdaten
Brutto-Grundfläche
7.603 m²
Netto-Grundfläche
4.862 m²
Bruttorauminhalt
31.298 m³
Nutzfläche
3.538 m²
Hauptnutzfläche
3.316 m²
davon
Ausstellungsfläche
2.229 m²
Gastronomie
518 m²
Kosten
Gesamtbaukosten 1. Bauabschnitt
7,1 Mio.
Gesamtbaukosten 2. Bauabschnitt
6,7 Mio.
Projektdaten
Erster Bauabschnitt
6. Oktober 1998 Baubeginn
30. Juni 2003 Übergabe
Zweiter Bauabschnitt
7. März 2006 Genehmigung der Entscheidungsunterlage für nutzungsneutrale
Maßnahmen und Bauauftrag für vorgezogenen Leistungen
30. August 2006 Baubeginn (vorgezogene Leistungen)
8. März 2007 Genehmigung Entwurfsunterlage und Erteilung Bauauftrag
2. August 2007 Baubeginn (nutzungsneutrale Leistungen)
15. Oktober 2007 Genehmigung der Entwurfsunterlage für nutzungsspezifische
Leistungen und Bauauftrag
26. November 2007 Baubeginn (nutzungsspezifische Leistungen)
19. März 2010 Übergabe
Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
im Auftrag des Freistaates Sachsen
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion:
SIB
Karin Lindner | Ines Baumann
Gestaltung und Satz:
Heimrich & Hannot GmbH
Titel- und Rücktitelfoto:
Chinesisches Zimmer, Lothar Sprenger
Fotos:
Lothar Sprenger, Dresden | Bernadette Grimmenstein, Hamburg | Dr. Rainer Ewald, Weimar |
Jörg Riethausen, Chemnitz | Günther Sommer, Schwarzenberg | May Voigt, Chemnitz |
Prof. i.R. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Graf Vitzthum, LL.M. (Columbia), Tübingen | Bildarchiv
SIB NL Chemnitz | Richard Steche, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunst-
denkmale des Königreiches Sachsen, Amtshauptmannschaft Flöha, Heft 6, Dresden 1886
Druck:
Lößnitz-Druck GmbH, Radebeul
Redaktionsschluss:
März 2010
Auflagenhöhe:
2.000 Exemplare
Papier:
Gedruckt auf BVS matt.
Bezug:
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Niederlassung Chemnitz
Brückenstraße 12 | 09111 Chemnitz
Telefon: + 49 371 457-4750
Fax: + 49 371 457-4611
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Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer
verfassungsmäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben.
Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von
sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies
gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informa-
tionsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipoli-
tischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte
zur Verwendung bei der Wahlwerbung.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druck-
schrift nicht so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu
Gunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon,
auf welchem Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger
zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur Unter-
richtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
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