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ARCHÆO – Archäologie in Sachsen, Heft 17, 2020
72 Seiten, 10 Beiträge mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 21 x 28 cm, geheftet –
ISBN 978-3-943770-57-5 / 8,00 € (6,40 € Abonnementpreis)
Wie bereits das Coverbild erkennen lässt, widmet sich das Titelthema in dieser Aus-
gabe dem außergewöhnlichen frühlatènezeitlichen Prunkfund von Pirna-Pratzschwitz,
der im Oktober 2018 mit dem Abschluss von Grabungsarbeiten eines größeren
bronze- und eisenzeitlichen Siedlungsareals in der Nähe der Elbe entdeckt wurde.
Zeitlich zu diesem Thema, wenn auch ein wenig jünger, passt die kurze Zusammen-
stellung von Graphittonscherben aus Sachsen, die in gleicher Weise auf keltische
Kulturkontakte aus dem Süden verweisen. Ebenfalls mit Siedlungsforschung und
sehr interessanten Nachweisen von Hausgrundrissen der Römischen Kaiserzeit aus
der Oberlausitz im Vorfeld des Tagebaus Nochten beschäftigt sich ein weiterer Bei-
trag. Ein interessanter Einblick in die Schlachtfeldarchäologie des Dreißigjährigen
Krieges gelang bei Podelwitz nördlich von Leipzig, wo auf dem Areal des Treffens
von Breitenfeld mehrere Bestattungen, die in Zusammenhang mit dem Geschehen
vom 17. September 1631 zu sehen sind, aufgedeckt werden konnten. Diesmal führt
die archäologische Wanderung ins Seifersdorfer Tal nördlich von Dresden, wo neben
einer früheisenzeitlichen Wallanlage in bezaubernder Landschaft zahlreiche Reste
der Landschafts- und Gartenarchäologie aus vorromantischer Zeit entdeckt werden
können. Auch in diesem Heft gibt es einen Jahresrückblick zu den vielfältigen Tätig-
keiten aus dem smac, das wegen der Corona-Pandemie wie so viele andere Museen
über viele Wochen leider geschlossen bleiben musste, sowie einen bebilderten
Jahresbericht der Archäologischen Gesellschaft in Sachsen.
Vgl. Inhaltsverzeichnis auf den folgenden Seiten

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inhalt
Archæo |
17 · 2020
3
Keltische Pracht an der Elbe
Groß war die Begeisterung, als im Oktober 2018 am Rand einer Kiesgrube in
Pirna-Pratzschwitz in und bei einem unscheinbaren Zweihenkeltopf Schmuck-
stücke von exzeptioneller Qualität gefunden wurden, darunter ein Bronzecol-
lier bislang unbekannter Machart, hunderte von Perlen und drei kunstvoll
gearbeitete Fibeln, von denen eine mit einem Canidenkopf und einem mensch-
lichen Gesicht verziert ist. Der Schmuckfund wirft Rätsel auf: Gehörte er einer
Frau, die aus dem keltisch geprägten Böhmen hierhin gezogen war. Handelt es
sich um ein Scheingrab, um eine Opfergabe oder um das Geschenk von Händ-
lern an die hier lebenden Menschen? Manche Frage wird sich nie beantworten
lassen, aber die Freude an diesen Meisterwerken keltischer Kunst bleibt.
Seite 4
forschung
4 Keltische Pracht an der Elbe
Der Schmuckfund von Pirna-Pratzschwitz
10 Lange vermisst – endlich gefunden
Germanische Siedlungen im Tagebau Noch-
ten (Oberlausitz)
16 Tod auf dem Schlachtfeld
Opfer des Dreißigjährigen Krieges in Podel-
witz
20 Das smac im Jahr 2020:
Auf – Zu – Auf – Zu
24 Zwischen Engagement und Ressenti­
ment (Teil III):
Die Sächsische Gesellschaft für Vorgeschich-
te (SGV) 1935–1936
report
35 Ein schnurkeramisches Bestattungs­
areal in der Gemarkung Droßdorf
(Vorbericht)
42 Spielzeug oder Rhythmusins trumente?
Archäologische und archäometrische Un-
tersuchungen an Tonrasseln der Lausitzer
Kultur aus Sachsen
48 Eisenzeitliche Graphittonscherben
aus Sachsen
Südliche Kulturkontakte im Spiegel silbrig
glänzender Keramik
54 Jahresrückblick 2020 der Archäo­
logischen Gesellschaft in Sachsen
vor ort
56 Auf geschwungenen Pfaden
Ein archäologischer Wanderweg durch das
Seifersdorfer Tal
rubriken
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