image
Seite 1 von 13
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Postfach 10 03 29 | 01073 Dresden
Per Postzustellungsurkunde
An alle Stromnetzbetreiber in der Zuständigkeit der
Landesregulierungsbehörde Sachsen
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund § 29 Absatz 1 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vom 7. Juli 2005
(Bundesgesetzblatt I, Seiten 1970, 3621), das zuletzt durch Artikel 2 Ab-
satz 6 des Gesetzes vom 20. Juli 2017 (BGBl. I S. 2808) geändert worden
ist, in Verbindung mit § 32 Absatz 1 Nummer 4a; § 11 Abs. 5 Anreizregulie-
rungsverordnung (ARegV) vom 29. Oktober 2007 (BGBl. I S. 2529), die zu-
letzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2503) geän-
dert worden ist, erlässt die Landesregulierungsbehörde für Elektrizitäts- und
Gasnetze beim Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Ver-
kehr bezüglich volatiler Kosten nach § 11 Abs. 5 ARegV zur Berücksichti-
gung von Verlustenergiekosten folgende
Festlegung:
1. Die Kosten der Netzbetreiberin für die Beschaffung von Verlustenergie
(Verlustenergiekosten) werden auf Grund § 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. §§ 32
Abs. 1 Nummer 4a und 11 Abs. 5 ARegV für den Zeitraum ab der dritten
Regulierungsperiode der Anreizregulierung, beginnend ab dem 1. Janu-
ar 2019, als volatile Kostenanteile im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3
ARegV festgelegt.
2. Die Netzbetreiberin wird, beginnend ab 1. Januar 2019, dazu verpflichtet,
die kalenderjährlichen Erlösobergrenzen jährlich zum 1. Januar des jeweili-
gen Kalenderjahres gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 ARegV so anzupassen,
dass die Differenz der Verlustenergiekosten zwischen dem Basisjahr für die
dritte Regulierungsperiode (VK
0
) und den ansatzfähigen Verlustenergiekos-
ten, die sich infolge der nachfolgend vorgegebenen Berechnungsmethodik
kalenderjährlich ergeben (VK
t
), als volatiler Kostenanteil berücksichtigt wird.
3. Auf Grund § 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. §§ 32 Abs. 1 Nr. 4a und 11 Abs. 5
Satz 2 ARegV wird die Berechnungsmethodik für den im Rahmen der An-
passung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen nach § 4 Abs. 3 Satz 1
Nr. 3 ARegV ansatzfähigen Planwert der Verlustenergiekosten des jeweili-
gen Kalenderjahres (VK
t
) wie folgt festgelegt: VK
t
ergibt sich aus dem Pro-
dukt des Referenzpreises und der ansatzfähigen Menge.
Die Landesregulierungs-
behörde
Ihr/e Ansprechpartner/-in:
Dana Grunewald
Durchwahl
Telefon: 0351 564-87448
Telefax: 0351 564-8409
dana.grunewald@
smwa.sachsen.de
Aktenzeichen
(bitte bei Antwort angeben)
LRB-4153/86/5
Dresden,
12. Juni 2018
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
Außenstelle:
Hoyerswerdaer Straße 1
01097 Dresden
www.smwa.sachsen.de
Verkehrsanbindung:
Zu erreichen mit den Straßenbahnlinien
3, 7, 8
Haltestelle Carolaplatz
Kein Zugang für elektronisch signierte
sowie für verschlüsselte elektronische
Dokumente.

image
Seite 2 von 13
a. Die Berechnung des Referenzpreises erfolgt anteilig aus dem Baseload-Preis (zu
einem Anteil von 69%) und dem Peakload-Preis (zu einem Anteil von 31%).
(1) Der Baseload-Preis ergibt sich dabei als tagesgenauer (ungewichteter)
Durchschnittspreis aller im Zeitraum 01.07.t-2 bis 30.06.t-1 gehandelten
Phelix-Year-Futures (Baseload) für das Lieferjahr t.
(2) Der Peakload-Preis ergibt sich als tagesgenauer (ungewichteter) Durch-
schnittspreis aller im Zeitraum 01.07.t-2 bis 30.06.t-1 gehandelten Phelix-
Year-Futures (Peakload) für das Lieferjahr t.
(3) Der Durchschnittspreis für das Jahr 2019 wird auf Basis des Phelix-DE/AT-
Year-Future gebildet. Der Durchschnittspreis für die Jahre 2020-2023 wird
auf Basis des Phelix-DE-Year-Future gebildet.
(4) Für das Jahr 2019 kommt zusätzlich zum geltenden Referenzpreis ein
Strukturierungskostenaufschlag in Höhe von 0,05 Ct/kWh zum Ansatz. In
den Jahren 2020-2023 kommt kein Strukturierungskostenaufschlag zur An-
wendung.
b. Die ansatzfähige Menge ergibt sich aus dem im Rahmen der Bestimmung des Aus-
gangsniveaus nach § 6 Abs. 1 ARegV anerkannten Wert des Basisjahres 2016. Die
ansatzfähige Menge wird für die Dauer der dritten Regulierungsperiode durch die Lan-
desregulierungsbehörde festgesetzt. Eine jährliche Anpassung der ansatzfähigen Men-
ge findet nicht statt.
c. Ein Plan-Ist-Abgleich über das Regulierungskonto (§ 5 Abs. 1 Satz 2 ARegV) findet
nicht statt.
4. Ein Widerruf bleibt vorbehalten.
5. Die Festlegung ist bis zum 31.12.2023 befristet.
Kostenentscheidung
Die Netzbetreiberin hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. Für diesen Bescheid wird
eine Gebühr in Höhe von 120,00 EUR festgesetzt.
Der Betrag ist spätestens 6 Wochen nach Zugang des Bescheides und unter Angabe
des Buchungskennzeichens auf das Konto der Hauptkasse des Freistaates Sachsen
bei der Deutschen Bundesbank IBAN DE06 8600 0000 0086 0015 19; BIC MARK
DEF1 860 zu überweisen.
Die Rechnung /Zahlungsaufforderung liegt bei.

image
Seite 3 von 13
Gründe
I.
Die Netzbetreiberin betreibt ein Stromverteilungsnetz auf dem Gebiet des Freistaates
Sachsen. Zudem sind an das Stromverteilungsnetz der Netzbetreiberin weniger als
100.000 Kunden unmittelbar oder mittelbar angeschlossen und das Stromverteilernetz
reicht nicht über das Gebiet des Freistaates Sachsen hinaus.
Mit der vorliegenden Festlegung trifft die Landesregulierungsbehörde Sachsen eine
Entscheidung zur Berücksichtigung von Verlustenergiekosten als volatile Kostenanteile
für den Zeitraum ab 01.01.2019 bis zum Ende der dritten Regulierungsperiode
(31.12.2023) nach § 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. § 32 Abs. 1 Nr. 4a ARegV.
Mit dem Begriff der Verlustenergie wird zum Ausgleich physikalisch bedingter Netzver-
luste benötigte Energie bezeichnet. Unter den Begriff der Verlustenergiekosten fallen
damit Kosten der Beschaffung von Verlustenergie im Sinne des §10 Abs. 1 StromNZV.
Den Betreibern der Stromverteilernetze in der Zuständigkeit der Landesregulierungs-
behörde Sachsen wurde mit Schreiben vom 5. Februar 2018 gemäß § 67 Abs. 1 EnWG
die Gelegenheit gegeben, sich bis zum 16. März 2018 zu der beabsichtigten Entschei-
dung zu äußern.
Von folgenden Unternehmen sind fristgemäß Stellungnahmen eingegangen:
Stadtwerke Aue GmbH
Energie- und Wasserwerke Bautzen GmbH
Städtische Werke Borna Netz GmbH
Stadtwerke Delitzsch GmbH
Stadtwerke Döbeln GmbH
Stadtwerke Eilenburg GmbH
Stadtwerke Elbtal GmbH
FREITALER STROM + GAS GmbH
Stadtwerke Görlitz AG
Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH
Energie- und Wasserversorgung Kamenz AG
Stadtwerke Löbau GmbH
Stadtwerke Meerane GmbH
Stadtwerke Niesky GmbH
Stadtwerke Oelsnitz (Vogtl.) GmbH
Stadtwerke Olbernhau GmbH
Stadtwerke Reichenbach/Vogtl. GmbH
Stadtwerke Schneeberg GmbH
Stadtwerke Schwarzenberg GmbH
Stadtwerke Weißwasser GmbH
Stadtwerke Werdau GmbH
Zwickauer Energieversorgung GmbH
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.

image
Seite 4 von 13
Die Mehrzahl der eingereichten Stellungnahmen lehnen sich inhaltlich an die Ausfüh-
rungen des BDEW Landesgruppe Mitteldeutschland an. Die Stellungnahmen enthalten
insbesondere folgende wesentliche Aspekte:
1. Festlegungsbeginn
Die Netzbetreiber tragen mehrheitlich vor, dass die Beschaffung der Verlus-
tenergie für das Jahr 2019 bereits erfolgt sei. Die Festlegung könne daher frü-
hestens zum 1.1.2020 wirksam werden.
2. Referenzpreis
Es wird von einigen Netzbetreibern vorgetragen, dass der zur Anwendung
kommende Referenzpreis zu niedrig sei und zu einer systematischen Kostenun-
terdeckung führe. Das von der Bundesnetzagentur ermittelte und von der Lan-
desregulierungsbehörde zugrunde gelegte Base/Peak-Verhältnis treffe nicht die
Realität.
3. Strukturierungskosten/Aufschläge
Die kleineren Netzbetreiber seien gezwungen, den Ausschreibungs- und Be-
schaffungsprozess der Verlustenergie als Dienstleistung von Dritten in An-
spruch zu nehmen, da die ausgeschriebene Verlustenergiemenge vergleichs-
weise niedrig sei und es zudem effizienter sei, gebündelt zu beschaffen. Die am
Markt aktiven Stromhändler würden für diese Dienstleistung sogenannte Struk-
turierungskosten erheben, die über den reinen Börsenpreis hinausgehen. Diese
Mehrkosten blieben im Festlegungsentwurf unberücksichtigt und müssten mit
einem geeigneten Aufschlag abgegolten werden. Die Höhe wird unterschiedlich
beziffert. Sie reicht von 6% bis 20% als Aufschlag auf den Referenzpreis. Die in
der zweiten Regulierungsperiode zugestandenen Strukturierungskosten in Höhe
von 0,5 EUR/MWh seien nicht ausreichend gewesen.
4. Mengenfixierung/Mengenbenchmark
Die Fixierung der Verlustenergiemenge auf die geprüften Werte des Basisjahres
für den gesamten Zeitraum der Regulierungsperiode sei nicht sachgerecht. Es
seien für die dritte Regulierungsperiode Entwicklungen - insbesondere durch
den Ausbau von Elektromobilität, dezentraler Erzeugung und dem Smart-Meter
Rollout - zu erwarten, die tendenziell zu einer Steigerung der Verlustenergie-
mengen führen können. Zudem sei nach dem Wegfall des Antragsverfahrens
nach § 10 ARegV keine Anpassung der Verlustenergiemengen aufgrund einer
Ausweitung der Versorgungsaufgabe möglich.
5. Teilnetzübergänge
Die Festlegung treffe keine Aussage darüber, wie im Fall von Teilnetzübergän-
gen die zu übertragende Verlustenergiemenge sachgerecht aufgeteilt werden
soll.

image
Seite 5 von 13
II.
1. Rechtsgrundlage
Die Festlegung beruht auf § 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. § 32 Abs. 1 Nr. 4a ARegV. Dem-
nach kann die Regulierungsbehörde Festlegungen im Hinblick auf volatile Kostenantei-
le im Sinne des § 11 Abs. 5 ARegV treffen, insbesondere
zu den Voraussetzungen, unter denen bestimmte Kostenanteile als volatile Kos-
tenanteile nach § 11 Abs. 5 ARegV gelten, sowie
zu dem Verfahren, mit dem für die oder eine Gruppe von Betreibern von Ener-
gieversorgungsnetzes Anreize gesetzt werden, die gewährleisten, dass volatile
Kostenanteile nur in effizientem Umfang in den kalenderjährlichen Erlösober-
grenzen berücksichtigt werden.
Gemäß § 11 Abs. 5 Satz 2 ARegV gelten beeinflussbare und vorübergehend beein-
flussbare Kostenanteile, deren Höhe sich in einem Kalenderjahr erheblich von der Hö-
he des jeweiligen Kostenanteils im vorhergehenden Kalenderjahr unterscheiden, als
volatile Kostenanteile, sofern dies die Regulierungsbehörde gemäß § 32 Abs. 1
Nr. 4a ARegV festgelegt hat. In der amtlichen Begründung zu § 11 Abs. 5 ARegV wer-
den beispielhaft die Verlustenergiekosten als Netzbetriebskosten genannt, die starken
Schwankungen unterliegen und somit als volatile Kostenanteile festgelegt werden kön-
nen (BR-Drs. 312/10 (Beschluss), Seite 16f.).
2. Formelle Rechtmäßigkeit
Die formellen Anforderungen an die Rechtmäßigkeit der Festlegung sind erfüllt. Die
Landesregulierungsbehörde Sachsen ist zuständig für Festlegungen im Rahmen der
Bestimmung der Entgelte der Netzbetreiberin für den Netzzugang im Wege der Anreiz-
regulierung nach § 21a EnWG und somit auch für die Festlegung der Verlustenergie-
kosten als volatile Kostenanteile gemäß § 29 Abs. 1 EnWG i.V.m. § 32 Abs. 1 Nr. 4a
ARegV.
Gemäß § 54 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EnWG ist die Landesregulierungsbehörde Sachsen
auch sachlich zuständig, soweit Energieversorgungsunternehmen betroffen sind, an
deren Elektrizitäts- oder Gasverteilernetz – wie im Falle der Netzbetreiberin – jeweils
weniger als 100.000 Kunden unmittelbar oder mittelbar angeschlossen sind und deren
Netz nicht über das Gebiet eines Landes hinausreicht.
Die Landesregulierungsbehörde Sachsen hat den betroffenen Netzbetreibern Gele-
genheit zur Stellungnahme gegeben.
3. Materielle Rechtmäßigkeit
Die Voraussetzungen für den Erlass dieser Festlegung liegen auch in materiell-
rechtlicher Hinsicht vor. Insbesondere ist die Festlegung von Verlustenergiekosten als
volatile Kostenanteile als verhältnismäßig anzusehen.

image
Seite 6 von 13
3.1. Festlegungszweck
Nach § 32 Abs. 1 ARegV kann die Regulierungsbehörde Festlegungen im Rahmen der
Anreizregulierung treffen, wenn sie der Verwirklichung eines effizienten Netzzugangs
und der in § 1 Abs. 1 EnWG genannten Zwecke dienen. Beides ist vorliegend der Fall.
Die vorliegende Festlegung zu volatilen Kostenanteilen dient der Verwirklichung eines
effizienten Netzzugangs gemäß § 32 Abs. 1 ARegV sowie §§ 20-21a EnWG, indem sie
zuverlässige Rahmenbedingungen für den betroffenen Netzbetreiber hinsichtlich der
sachgerechten Berücksichtigung von Kosten für Verlustenergie schafft. So wird die
Gefahr massiver Über- oder Unterdeckungen bei den stark volatilen Beschaffungskos-
ten für Verlustenergie minimiert. Damit wird dem Ziel eines langfristig angelegten, leis-
tungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von Energieversorgungsnetzen Rechnung
getragen. Ferner wird die gesetzliche Vorgabe des § 21 Abs. 2 EnWG, Anreize für eine
effiziente Leistungserbringung zu setzen, konsequent umgesetzt.
3.2. Verhältnismäßigkeit der Festlegung
Bei der Entscheidung, ob die Landesregulierungsbehörde von ihrem Aufgreifermessen
Gebrauch macht, hat sie berücksichtigt, dass die Festlegung erforderlich und geboten
ist, um den besonderen Umständen und Kosten der Netzbetreiber durch die Beschaf-
fung von Verlustenergie Rechnung zu tragen. Die bewährte Praxis aus der zweiten
Regulierungsperiode wird fortgesetzt.
Die Landesregulierungsbehörde geht davon aus, dass mit der vorliegenden Festlegung
zu volatilen Kosten eine sach- und interessengerechte Regelung vorliegt, die den Inte-
ressen der Netzbetreiberin an Verlässlichkeit in der Kostenerstattung im Rahmen der
ARegV Rechnung trägt.
Durch volatile Einkaufspreise kann es zu Kostenschwankungen im Zusammenhang
mit der Beschaffung von Verlustenergie kommen, die zu deutlichen Kostenüberde-
ckungen oder Kostenunterdeckungen führen können. Daher ist es im Interesse der
Netzbetreiber aber auch der Netznutzer geboten, dass die kalenderjährlichen Erlös-
obergrenzen jährlich an die Veränderungen der Verlustenergiekosten angepasst wer-
den können.
Da die Betreiber der Stromverteilernetze aber einen Einfluss auf die Höhe der Verlus-
tenergiekosten haben, ist es zugleich zwingend erforderlich, diese Kosten einer Effi-
zienzkontrolle zu unterziehen (§ 21 Abs. 2 EnWG). Dieser Effizienzkontrolle dient die
Festlegung der Ermittlung des Referenzpreises. Die Auswahl der Methodik ist als an-
gemessen anzusehen, da sie auf einer Auswertung der tatsächlichen Preise für die
Beschaffung von Verlustenergie beruht, die von den am Regelverfahren der Anreizre-
gulierung teilnehmenden Stromverteilernetzbetreiber in der Zuständigkeit der Bundes-
netzagentur (BNetzA) gezahlt wurden. Die Methodik der Preisgewichtung hat die Bun-
desnetzagentur erstmals in ihrer Festlegung BK8-12/011 vom 20.03.2013 zu Grunde
gelegt, welche mit Beschluss vom 7. Juni 2016 durch den Bundesgerichtshof (EnVR
62/12) bestätigt wurde.

image
Seite 7 von 13
Die Festlegung trifft Aussagen zur Verlustenergiemenge. An § 27 Abs. 1 Nr. 6 Strom-
NZV wird deutlich, dass ein Verfahren zur Bestimmung der Netzverluste und damit zur
Bestimmung von effizienten Verlustenergiemengen geregelt werden kann.
Weiterhin unterliegen die im Rahmen der Bestimmung des Ausgangsniveaus gemäß
§ 6 Abs. 1 ARegV festzustellenden Verlustenergiekosten des Basisjahres 2016 dem
Effizienzvergleich nach § 12 bis 14 ARegV.
Gemäß § 32 Abs. 1 Nr. 4a ARegV werden mit dieser Festlegung ausreichend Anreize
zu einem effizienten Verhalten der Netzbetreiberin geschaffen. Änderungen der volati-
len Kostenanteile können in effizienter Höhe in den kalenderjährlichen Erlösobergren-
zen berücksichtigt werden.
Positive Kostenbeeinflussungsmöglichkeiten im Sinne einer Senkung der Verlustener-
giekosten verbleiben für die Betreiber der Stromverteilernetze insbesondere im Hinblick
auf folgende Punkte:
Ausschreibungszeitpunkte und –zeiträume
Losgröße der Langfristkomponente
Freistellung der Bildung von Ausschreibungsgemeinschaften
Band- oder Profilbeschaffung
3.3. Verlustenergiekosten als volatile Kostenanteile (Tenor Ziffer 1)
In Übereinstimmung mit der amtlichen Begründung zu § 11 Abs. 5 ARegV (BR-Drs.
312/10 (Beschluss), Seite 17) sieht die Landesregulierungsbehörde in Ziffer 1 des Te-
nors dieser Festlegung die Verlustenergiekosten als volatil an und legt diese als volatile
Kostenanteile fest.
Der Beginn der Wirksamkeit dieser Festlegung ist der 1. Januar 2019. Die Festlegung
ist somit auf die gesamte dritte Regulierungsperiode anzuwenden. Eine Anwendung
der Festlegung erst ab dem Jahr 2020 sieht die Behörde als nicht angezeigt. Aufgrund
der frühzeitigen Einbindung der Netzbetreiber in die Datenerhebung im November 2016
war hinreichend bekannt, dass auch für die dritte Regulierungsperiode eine Festlegung
zur Verlustenergie erfolgen wird.
3.4. Anpassung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen (Tenor Ziffer 2)
In Ziffer 2 des Tenors dieser Festlegung legt die Landesregulierungsbehörde das
grundsätzliche Verfahren zur Anpassung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen der
Netzbetreiberin an die Veränderung der volatilen Kostenanteile zusätzlich zur gesetzli-
chen Regelung fest.
Die Netzbetreiberin ist schon auf Grund der gesetzlichen Regelungen verpflichtet, je-
weils zum 1. Januar eines Kalenderjahres die kalenderjährlichen Erlösobergrenzen für
das jeweilige Kalenderjahr anzupassen, sofern sich volatile Kostenanteile im Sinne des
§ 11 Abs. 5 ARegV ändern (§ 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 ARegV).
Entsprechend der Vorgaben der Anlage 1 zu § 7 ARegV erfolgt die Anpassung der
kalenderjährlichen Erlösobergrenzen anhand der Differenz zwischen den Verlustener-

image
Seite 8 von 13
giekosten des Basisjahres (VK
0
) und den Verlustenergiekosten, die sich infolge der
vorgegebenen Berechnungsmethodik ergeben (VK
t
).
Die Festlegung in Ziffer 2 ist ab 1. Januar 2019 erstmals wirksam.
3.5. Berechnungsmethodik der Verlustenergiekosten
In Ziffer 3 des Tenors dieser Festlegung legt die Landesregulierungsbehörde die Be-
rechnungsmethodik für die im Rahmen der Anpassung der kalenderjährlichen Erlös-
obergrenzen nach § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 ARegV ansatzfähigen Verlustenergiekosten
des jeweiligen Kalenderjahres (VK
t
) fest:
VK
t
ergibt sich aus dem Produkt des Referenzpreises (RP
t
) und der ansatzfähigen,
genehmigten Menge (M
gen.
).
VK
t
= RP
t
x M
gen.
a) Referenzpreis (RP
t
) (Tenor Ziffer 3a)
Der hierbei anzuwendende Referenzpreis (RP
t
) berechnet sich wie folgt:
Aus einem zwölfmonatigen Zeitraum (01.07. bis 30.06.) wird jeweils für das Folgejahr
auf Basis von Börsenpreisen ein durchschnittlicher Preis ermittelt. Der Referenzpreis
für das Jahr t ergibt sich aus den durchschnittlichen Phelix-Year-Future-Settlement-
Preisen des Zeitraums 01.07.t-2 bis 30.06.t-1 für das Lieferjahr t. Dabei wird für das
Jahr 2019 die deutsch-österreichische Preiszone und damit der Phelix-DE/AT-Year-
Future in Bezug genommen. Für den verbleibenden Zeitraum (2020-2023) wird der
Referenzpreis auf Basis der deutschen Preiszone gebildet. Hier wird der Phelix-DE-
Year-Future in Bezug genommen. Die Berechnung des Referenzpreises erfolgt anteilig
aus dem Base-Preis (69%) und dem Peak-Preis (31%).
Grundlage dieser Gewichtung ist – wie bereits im Rahmen der Festlegung volatiler
Kosten für Verlustenergiebeschaffung der zweiten Regulierungsperiode – eine von der
Bundesnetzagentur durchgeführte Auswertung der tatsächlichen Preise für die Be-
schaffung von Verlustenergie, die von den am Regelverfahren teilnehmenden Betrei-
bern der Stromverteilernetze zum 30.06.2017 im Rahmen der Datenabfrage für die
Bestimmung des Ausgangsniveaus für die dritte Regulierungsperiode übermittelt wur-
den.
Die Auswertung umfasste 65 Regelverfahren in der Zuständigkeit der BNetzA sowie
einen Betrachtungszeitraum von 2014 - 2016. Nach einer Bereinigung um Extremwerte
ergab diese Auswertung eine Gewichtung von 69% Base-Preis und 31% Peak-Preis.
Diese Auswertung legt die Landesregulierungsbehörde zu Grunde.
1
Der Base- und der Peak-Preis errechnen sich aus dem (ungewichteten) Durchschnitt
der an der European Energy Exchange AG (EEX) gehandelten und veröffentlichten
Tagespreise.
1
Vgl. hierzu die Konsultation der BNetzA (BK8-18/0001-A bis BK8-18/0006-A)

image
Seite 9 von 13
Berechnungsformel:
RP
t
= 0,69 x Base
t
[01.07.(t-2); 30.06.(t-1)] + 0,31 x Peak
t
[01.07.(t-2); 30.06.(t-1)]
wobei
Base
t
=
tagesgenauer (ungewichteter) Durchschnittspreis aller im Zeitraum 01.07
(t-2) bis 30.06. (t-1) gehandelten Phelix-Year-Futures (Baseload) für das
Lieferjahr t
und
Peak
t
=
tagesgenauer (ungewichteter) Durchschnittspreis aller im Zeitraum 01.07
(t-2) bis 30.06. (t-1) gehandelten Phelix-Year-Futures (Peakload) für das
Lieferjahr t
sind.
Da im Rahmen der Analyse seitens der Bundesnetzagentur auf tatsächliche Preise für
die Beschaffung von Verlustenergie abgestellt wurde, sind aus Sicht der Landesregulie-
rungsbehörde Sachsen auch sämtliche sogenannte Strukturierungskosten, die im Zu-
sammenhang mit der Beschaffung von Verlustenergie stehen, abgedeckt.
Im Übrigen geht die Landesregulierungsbehörde Sachsen davon aus, dass sonstige
Strukturierungskosten in anderen Kostenpositionen im Rahmen der Bestimmung des
Ausgangsniveaus enthalten sind. Gegenteilige Ausführungen der Netzbetreiber zur
Notwendigkeit von Strukturierungskosten wurden im Rahmen der Konsultation weder
dem Grunde noch der Höhe nach sachgerecht nachgewiesen.
Die Netzbetreiber stellten jedoch nachvollziehbar dar, dass die Beschaffung von Ver-
lustenergie für das Jahr 2019 zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Festlegung weitge-
hend abgeschlossen sein wird. Diese Beschaffung erfolge nach den Vorgaben der
Festlegung zur zweiten Regulierungsperiode. Daher sieht es die Landesregulierungs-
behörde als sachgerecht an, für das Jahr 2019 den Aufschlag wegen Strukturierungs-
kosten aus der zweiten Regulierungsperiode in Höhe von 0,05 Cent/kWh anzuerken-
nen. In den Jahren 2020-2023 kommt kein Strukturierungskostenaufschlag zur Anwen-
dung.
Analysen der von der Landesregulierungsbehörde erhobenen Daten hiesiger Netzbe-
treiber zeigen einerseits, dass die Kosten für Verlustenergie im Zeitraum 2014 – 2016
im Durchschnitt gesunken sind. Zudem weicht der durchschnittliche Beschaffungspreis
der sächsischen Netzbetreiber für Verlustenergie im Jahr 2016 nur geringfügig vom
Referenzpreis ab. Darüber hinaus hat die Datenauswertung gezeigt, dass 10 der
33 Netzbetreiber in Zuständigkeit der Landesregulierungsbehörde Sachsen ihre Verlus-
tenergie in 2016 unterhalb bzw. in Höhe des Referenzpreises beschaffen konnten.
b) ansatzfähige, genehmigte Menge der Verlustenergie (M
gen.
) (Tenor Ziffer 3b)
Die Verlustenergiemenge wird mit dem im Rahmen der Bestimmung des Ausgangsni-
veaus nach § 6 Abs. 1 ARegV anerkannten Wert des Basisjahres 2016 für die Dauer

image
Seite 10 von 13
der dritten Regulierungsperiode festgesetzt. Eine jährliche Anpassung der Mengen-
komponente findet – entgegen der bisherigen Praxis in der zweiten Regulierungsperio-
de - nicht statt.
Die bisherige Sicht der Landesregulierungsbehörde, dass die Änderung der Gesamt-
einspeisemenge einen Einfluss auf steigende oder sinkende Verlustenergiemengen
hätte, konnte durch die Auswertung der im Rahmen dieser Festlegung erhobenen Da-
ten nicht bestätigt werden. Zu dieser Einschätzung kommt gleichermaßen das OLG
Düsseldorf in seinem Beschluss vom 4. Mai 2016 (VI-5 Kart 2/15).
Im Übrigen wurde der von den Netzbetreibern angesprochene Zusammenhang zwi-
schen dem Ausbau von Elektromobilität sowie dezentraler Erzeugung und der damit
bewirkten Zunahme von Verlustenergie auch von den Netzbetreibern nicht empirisch
belegt.
Die Netzbetreiber haben in ihren Stellungnahmen gefordert, bei der Festsetzung nicht
die im Rahmen der Kostenprüfung festgestellte Menge des Basisjahres heranzuziehen.
Die Landesregulierungsbehörde kann dieser Forderung nicht folgen. Die Prüfung und
Fixierung der Menge soll einen Anreiz zur Erhöhung der Effizienz der Netzbetreiber in
Wahrnehmung ihrer Versorgungsaufgabe schaffen. Eine fehlende Beeinflussbarkeit der
Menge kann nicht nachvollzogen werden. Sofern sich die Kritik auf die Festlegung der
Menge als solche richtet, ist dies eine Frage der Kostenprüfung, nicht eine der Festle-
gung volatiler Kosten nach § 11 Abs. 5 ARegV.
Eine Aufteilung der Verlustmengen bei Teilnetzübergängen ist eine Entscheidung, die
nur im jeweiligen Verfahren nach § 26 ARegV vorgenommen werden kann und vorran-
gig der Einigung der beteiligten Netzbetreiber unterliegt.
c) Anpassung der Erlösobergrenze
Die Erlösobergrenze ist durch die Netzbetreiberin jährlich um die Differenz aus den im
Rahmen der Bestimmung des Ausgangsniveaus nach § 6 Abs. 1 ARegV festgestellten
Verlustenergiekosten und den für das jeweilige Jahr ansatzfähigen Kosten anzupas-
sen.
Dies erfolgt gemäß der Vorgabe in der Erlösobergrenzenformel (Anlage 1 ARegV):
(VK
t
-VK
0
) = RP
t
x M
gen.
– VK
0
Differenzen zwischen den tatsächlich entstandenen Verlustenergiekosten und den an-
satzfähigen Kosten darf die Netzbetreiberin als Bonus behalten bzw. sind durch die
Netzbetreiberin als Malus zu tragen.
3.6. Plan-Ist-Abgleich über das Regulierungskonto (Tenor Ziffer 3c)
Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 ARegV sind Differenzen zwischen den im Kalenderjahr ent-
standenen volatilen Kosten nach § 11 Abs. 5 ARegV und den diesbezüglich in der ka-
lenderjährlichen Erlösobergrenze enthaltenen Ansätzen grundsätzlich jährlich auf dem
Regulierungskonto zu verbuchen, soweit dies in der Festlegung nach § 32 Abs. 1 Nr.

image
Seite 11 von 13
4a EnWG so vorgesehen ist. Der Landesregulierungsbehörde wird somit durch die Re-
gelung des § 5 Abs. 1 Satz 2 ARegV die Möglichkeit eröffnet, nach pflichtgemäßem
Ermessen über die Möglichkeit eines Plan-Ist-Abgleiches zu entscheiden und einen
Mechanismus zu schaffen, der Anreize zu effizienter Beschaffung von Verlustenergie
setzt.
Die Landesregulierungsbehörde Sachsen hat sich dazu entschlossen, einen solchen
Plan-Ist-Abgleich nicht vorzusehen. Differenzen zwischen den tatsächlichen Verlus-
tenergiekosten und den ansatzfähigen Kosten darf die Netzbetreiberin als Bonus behal-
ten oder sind durch die Netzbetreiberin als Malus zu tragen. Hierdurch entsteht in
Übereinstimmung mit § 32 Abs. 1 Nr. 4a ARegV der Anreiz zu einer effizienten Be-
schaffung von Verlustenergie.
3.7 Widerrufsvorbehalt (Tenor Ziffer 4)
Die Landesregulierungsbehörde behält sich gemäß § 36 Abs. 2 Nr. 3 VwVfG i.V.m.
§ 1 SächsVwVfG den Widerruf dieser Festlegungsentscheidung vor. Der Widerrufsvor-
behalt tritt neben die Änderungsmöglichkeiten nach § 29 EnWG und §§ 48, 49 VwVfG.
Er schafft einen konstitutiven Widerrufsgrund. Die Landesregulierungsbehörde behält
sich den Widerruf ausdrücklich vor, sofern der Netzbetreiber im Einzelfall vorträgt und
nachweist, dass durch die Entwicklung der Elektrifizierung und der Veränderungen des
verwendeten technischen Standards netzbetreiberübergreifend erhebliche Änderungen
der Verlustenergiemengen innerhalb der dritten Regulierungsperiode eintreten und eine
Anpassung der Festlegung erforderlich machen. Die Landesregulierungsbehörde trägt
damit den Stellungnahmen der Netzbetreiber Rechnung, die eine Zunahme der Verlus-
tenergiemengen vorhersagen.
3.8. Befristung der Festlegung (Tenor Ziffer 5)
Die Festlegung ist bis zum 31.12.2023 und damit für die Dauer der dritten Regulie-
rungsperiode befristet.

image
Seite 12 von 13
Kostenentscheidung
Die Kostenentscheidung beruht auf § 1 Abs. 1, § 2 Abs. 1, § 6 Abs. 1 des Verwaltungs-
kostengesetzes des Freistaates Sachsen (SächsVwKG) in der Fassung vom
17. September 2003 (SächsGVBl. S. 698), rechtsbereinigt mit Stand vom 1. März 2012
in Verbindung mit § 91 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 8a EnWG und Tarifstelle 5 in lfd. Num-
mer 33 der Neunten Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen
über die Bestimmung der Verwaltungsgebühren und Auslagen (Neuntes Sächsisches
Kostenverzeichnis – 9. SächsKVZ) vom 21. September 2011 (SächsGVBl. S. 410).
Im Hinblick auf den Verwaltungsaufwand der an der Amtshandlung beteiligten Behörde
(Kostendeckungsgebot) hat sich die Landesregulierungsbehörde entschlossen, eine
Gebühr zu erheben, die dem unteren Bereich des vorgesehenen Rahmens entspricht.
Die Gebühr beträgt 120,00 EUR.
Der Betrag ist spätestens 6 Wochen nach Zugang des Bescheides auf das Konto der
Hauptkasse des Freistaates Sachsen bei der Deutsche Bundesbank, IBAN: DE06 8600
0000 0086 0015 19 unter Angabe des Buchungskennzeichens (siehe Rechnung) zu
überweisen.

image
Seite 13 von 13
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Bescheid ist gemäß § 75 Abs.1 EnWG die Beschwerde zulässig. Sie ist
schriftlich binnen eines Monats ab Bekanntgabe bei der Landesregulierungsbehörde
beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Wilhelm-Buck-
Str. 2, 01097 Dresden (Postanschrift: Postfach 10 03 29, 01073 Dresden) einzureichen.
Es genügt jedoch, wenn sie innerhalb dieser Frist beim Beschwerdegericht, Oberlan-
desgericht Dresden, Postfach 12 07 32, 01008 Dresden (Hausanschrift: Ständehaus
Schlossplatz 1, 01067 Dresden) oder über das elektronische Gerichts- und Verwal-
tungspostfach (EGVP, nähere Informationen unter
http://www.egvp.de/)
nach Maßgabe
der Regelungen in § 55a Absätze 2 bis 6 VwGO in der jeweils gelten Fassung, eingeht.
Die weiteren Rahmenbedingungen hierzu ergeben sich aus der Verordnung über die
technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das
besondere elektronische Behördenpostfach (Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung
- ERVV) in der jeweils gültigen Fassung.
Die Beschwerde ist zu begründen. Die Frist für die Beschwerdebegründung beträgt
einen Monat. Sie beginnt mit der Einlegung der Beschwerde und kann auf Antrag von
dem oder der Vorsitzenden des Beschwerdegerichts verlängert werden. Die Be-
schwerdebegründung muss die Erklärung, inwieweit der Bescheid angefochten und
seine Abänderung oder Aufhebung beantragt wird, und die Angaben der Tatsachen
und Beweismittel, auf die sich die Beschwerde stützt, enthalten.
Die Beschwerdeschrift und die Beschwerdebegründung müssen durch einen bei einem
deutschen Gericht zugelassenen Rechtsanwalt unterzeichnet sein.
Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung (§ 76 Abs. 1 EnWG).
Mit freundlichen Grüßen
Meißner
Leiterin der Landesregulierungsbehörde Sachsen