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University of Applied Police Science
ANTON STERBLING
(Hrsg
rsg.)
Aufgabenfelder der Präventionsarbeit und
empirische Präventionsforschung
Rothenburger Beiträge
Polizeiwissenschaftliche Schriftenreihe
Band
36
Rothenburg/Oberlausitz 2007
ISBN 978-3-938015-15 - 5

ANTON STERBLING
(HRSG.)
AUFGABENFELDER DER
PRÄVENTIONSARBEIT UND EMPIRISCHE
PRÄVENTIONSFORSCHUNG
EIGENVERLAG DER HOCHSCHULE DER SÄCHSISCHEN POLIZEI (FH)
ROTHENBURG / OBERLAUSITZ 2007

AUFGABENFELDER DER PRÄVENTIONSARBEIT
UND EMPIRISCHE PRÄVENTIONSFORSCHUNG

Eigenverlag der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH)
Rothenburg/Oberlausitz 2007
Herausgeber ist der Beirat der Schriftenreihe
der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH)
in Rothenburg/OL
Mitglieder des Beirates:
PD Werner Reuter, Prof. Dr. Karlhans Liebl, Prof. Dr. Dieter Müller,
Ass. jur. Paul Senghaus, Prof. Dr. habil. Anton Sterbling,
Prof. Dr. Eberhard Kühne (Vorsitzender), Prof. Dr. Joachim Schubert,
Ltd. PD a.D. C. Siegfried Grommek
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Rektor/Prorektor
der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH)
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Aufgabenfelder
der
Präventionsarbeit
und
empirische
Präventionsforschung.
Anton Sterbling (Hrsg.). Rothenburg/OL: Hochschule
der Sächsischen Polizei (FH), 2007. (Rothenburger Beiträge; 36)
ISBN 978-3-938015-15-5
ISSN 1439-393X
EIGENVERLAG DER HOCHSCHULE DER SÄCHSISCHEN POLIZEI (FH)
- ROTHENBURG/OL
Copyright
: Bei den Autoren der einzelnen Beiträge.
Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck oder die
Vervielfältigung des Werkes insgesamt oder in Auszügen ist nur
mit der Zustimmung der Verfasser gestattet.

ANTON STERBLING
(Hrsg.)
AUFGABENFELDER DER PRÄVENTIONSARBEIT UND
EMPIRISCHE PRÄVENTIONSFORSCHUNG
- Abstract -
Präventionsaufgaben finden gegenwärtig in der Tätigkeit der Polizei und weit
darüber hinaus immer größere Aufmerksamkeit. Die Beiträge dieses Sammelban-
des beziehen sich auf das Gebiet der Präventionsforschung wie auch der prakti-
schen Präventionsarbeit. Die Thematik entsprechender Fragestellungen reicht
von der subjektiven Sicherheit und kommunalen Präventionstätigkeit (Anton
Sterbling/Joachim Burgheim) über deskriptive und evaluative Untersuchungen
zur Sicherheitswacht (Anton Sterbling) oder Lehrerbefragungen zur Gewalt an
Schulen (Anton Sterbling/Marianne Sterbling) bis zur Betreuung von gefährdeten
Jugendlichen (Rainer Mollik u.a.), zur Verkehrsprävention (Dieter Müller), zum
Vertrauen in die Polizei als einer der wenigen funktionstüchtigen Querschnittsin-
stitutionen
zeitgenössischer
Gesellschaften
(Anton
Sterbling)
oder
zur
Wahrnehmung und Einschätzung der Gefahren des internationalen Terrorismus
durch die Bürger (Anton Sterbling/Joachim Burgheim). Durch den Band soll
exemplarisch deutlich gemacht werden, wie breit das Feld der Krimi-
nalprävention ist und insbesondere welchen Stellenwert in diesem Rahmen die
Präventionsforschung einnimmt.

INHALT
Anton Sterbling
: Einführung
9
Anton Sterbling/Joachim Burgheim
: Subjektive Sicherheit und
kommunale Präventionsarbeit
11
Anton Sterbling
: Die Sicht der Bürger und die Einschätzung
der Sicht der Bürger
25
Anton Sterbling
: Sicherheit als Teilaspekt der Lebensqualität
in Görlitz
45
Anton Sterbling und Marianne Sterbling
: Lehrerbefragungen über
Gewalt an Schulen im Vergleich
61
Dieter Müller
: Verkehrsunterricht als Präventionsmodell der Zukunft? 117
Rainer Mollik u.a.
: „Betreuungslotse Dresden“. Ein Beitrag zur
lebendigen, integrierenden und präventiven Jugendhilfe
163
Rainer Mollik
: Der „Dresdner-Bücher-Kanon“ – ein neues, inno-
vatives Präventionsprojekt des Jugendamtes der Landeshaupt-
stadt Dresden/der Dresdner Jugendhilfe im Strafverfahren
185
Anton Sterbling/Joachim Burgheim
: Internationaler Terrorismus
und EU-Erweiterung aus der Sicht der Bürger
189
Angaben zu den Autoren
211
Zur Schriftenreihe
213

Einführung
Die Präventionsarbeit im Rahmen der Polizeitätigkeit und darüber hinaus, also im
Aufgabenbereich anderer Institutionen wie auch zivilgesellschaftlicher Akteure,
ist ein komplexes Geschehen, bei dem realistische Zielsetzungen, effiziente Maß-
nahmen, nachweisliche Ergebnisse und adäquate Erfolgsbewertungen alles ande-
re als einfach festzulegen und festzustellen sind. Nicht zuletzt deshalb erscheinen
kritische Reflexionsprozesse und empirisch abgesicherte Evaluationen als eine
notwendige Begleiterscheinung solider Präventionstätigkeit. Man könnte sogar
noch etwas weiter gehen und die präventionsbegleitende explorative und evalua-
tive empirische Forschung als eine unverzichtbare Komponente der Prävention
verstehen. Dabei sind dem, das als sinnvolle Präventionsforschung gelten kann,
natürlich keine engen Grenzen gesetzt, wenn beide Funktionen gleichermaßen in
Betracht gezogen werden, nämlich die Exploration, das heißt die Erkundung der
Ausgangspunkte, der Gegebenheiten und der Rahmenbedingungen konkreter Prä-
ventionsansätze und Präventionsvorhaben, sowie die Evaluation, das heißt die
Bewertung der Wirksamkeit einzelner oder gebündelter Präventionsmaßnahmen.
Wie die folgenden Beiträge, deren Gegenstände dem Gebiet der Präventions-
forschung wie auch der praktischen präventiven Tätigkeit zuzurechnen sind, er-
kennen lassen, reicht die Thematik entsprechender Fragestellungen von der sub-
jektiven Sicherheit und kommunalen Präventionstätigkeit über deskriptive und
evaluative Untersuchungen zur Sicherheitswacht oder Lehrerbefragungen zur Ge-
walt an Schulen bis zur Betreuung von gefährdeten Jugendlichen, Verkehrsprä-
vention, zum Vertrauen in die Polizei als einer der wenigen funktionstüchtigen
Querschnittsinstitutionen zeitgenössischer Gesellschaften oder zur Wahrnehmung
und Einschätzung der Gefahren des internationalen Terrorismus durch die Bür-
ger. Dabei können diese wenigen Themen die Spannweite entsprechender For-
schungsfragen lediglich punktuell und exemplarisch andeuten.
Diese Beiträge gehen zumeist auf umfangreichere empirische Untersuchun-
gen zurück, die sich auf Befragungen oder Evaluationen stützen und die in den
zurückliegenden Jahren im Rahmen verschiedener Forschungsvorhaben oder
praktischer Projekte durchgeführt wurden. Der Band versammelt Beiträge von
Angehörigen der Hochschule der Sächsischen Polizei wie auch anderer Autoren.

Einführung
10
Dabei wurden bei der redaktionellen Bearbeitung der einzelnen Beiträge nur die
notwendigsten Anpassungen vorgenommen und ansonsten dem „Eigenwillen“
der Autoren, in inhaltlichen Belangen ohnehin, aber auch in stilistischen und
sprachlichen Aspekten, weitgehende Freiheiten belassen. Wie bei jeder Publika-
tion dieser Art versteht es sich auch beim vorliegenden Sammelband natürlich
von selbst, dass die einzelnen Beiträge allein die Standpunkte und Meinungen der
Autoren wiedergeben, die nicht unbedingt mit der Auffassung des Herausgebers
oder gar der Hochschule der Sächsischen Polizei übereinstimmen müssen.
An dieser Stelle sei Herrn Kollegen
Prof. Dr. Dieter Müller
ausdrücklich ge-
dankt, der nicht nur selbst einen umfangreichen Beitrag zu diesem Band beisteu-
erte, sondern auch die externen Autoren zur Mitwirkung an diesem Schwerpunkt-
heft gewonnen hat.
Wenn Präventionsarbeit nur als ein ,stetiges und beharrliches Bohren dicker
Bretter‘ Erfolg erkennen lässt, so kann auch diese Publikation so verstanden wer-
den. Nämlich als eine erneute Aufforderung zur Reflexion und zur Diskussion
bestimmter präventionsbezogener oder präventionsrelevanter Fragen aus wissen-
schaftlicher Sicht, die in anderen Zusammenhängen zwar teilweise schon darge-
stellt und erörtert wurden, aber noch keineswegs von allen Seiten beleuchtet und
mithin abschließend behandelt oder erschöpfend diskutiert worden sind. Sollte
dieser Band dem Nachdenken wie auch der praktischen Präventionstätigkeit nütz-
liche Impulse geben können, wäre dies nicht nur erfreulich, sondern würde auch
eine sinnvolle Funktion im Rahmen des komplexen Präventionsgeschehens erfül-
len.
Rothenburg/OL, im Mai 2007
Prof. Dr. Anton Sterbling