Anstiftung
zur Kooperation
Eine Handreichung für
gelingende Partnerschaften
zwischen Schule und Kultur

Diese Handreichung will einladen, anregen, ermuntern
und begeistern. Sie ist ein Plädoyer für mehr Zusammen-
arbeit der Akteurinnen und Akteure in den Bereichen
Bildung, Kunst und Kultur.
Sie will anstiften zur Kooperation – über Ressortgrenzen
hinweg und mit dem Ziel einer multipro
fessionellen
gemeinsamen Unterstützung und Begleitung junger
Menschen in Ihrer Entwicklung.
Die Herausforderungen im 21. Jahrhundert sind vielfältig.
Um junge Menschen in einer zunehmend komplexer
werdenden Welt zu einem verantwortungsbewussten
und vorausschauenden Denken sowie selbstständigen
Handeln zu befähigen, ist die Auseinandersetzung mit
sich selbst, der Umwelt und der Gesellschaft wesentlich.
Kulturelle Bildung bietet hierfür einen geeigneten Deu-
tungsrahmen, denn Kulturelle Bildung ist Weltbildung.
Sie steht für Perspektivwechsel, für eine ganzheitliche
Bildung in multiprofessionellen Teams, für individuelle
Möglichkeiten der Bildungsbegleitung sowie aktive
Zugänge und eigenverantwortliche, partizipative und
kollaborative Lern methoden gleichermaßen.
Kunst und Kultur liefern damit wichtige Impulse und
Strategien für den kompetenzorientierten Unterricht in
sächsischen Schulen. Ihre Akteur*innen vermitteln in
den unterschiedlichsten künstlerischen Prozessen das
jeweilige Handwerk. Sie fördern aber auch Begeisterung,
Leidenschaft, sinnliche Erlebnisse und können Teilhabe
sowie die Entwicklung eines demokratischen Selbstver-
ständnisses oder die Partizipation an gesellschaftlichen
Prozessen ermöglichen.
Anstiftung zur Kooperation

image
image
image
3
1 ›
Seite 5
Wozu kooperieren?
2 ›
Seite 6
Was benötigt eine gelingende Kooperation?
3 ›
Seite 8
Welche Gesetze, Verordnungen und
Konzepte bilden den Rahmen?
4 ›
Seite 9
Welche Finanzierungs- und
Fördermöglichkeiten gibt es?
5 ›
Seite 13
Beratungsstellen
Inhalt
Sachsens Kulturräume haben viel zu bieten.
Zur Anregung finden sich in diesem Heft beispielhafte
Orte, wo kulturelle Bildung gelebt werden kann.

4

image
image
5
Wozu kooperieren?
Kooperieren bedeutet Zusammenarbeiten und Pers-
pek
tivenerweiterung. Zwei oder mehrere Partner*innen
schließen sich zusammen, wenn sie durch die Koopera-
tion einen höheren Nutzen erreichen können, als jede*r
für sich allein. In der Zusammenarbeit schulischer und
außerschulischer Partner*innen liegt die Chance auf
Begegnung, Austausch und Kompetenzerweiterung.
Nutzen und Mehrwert entstehen bei allen Beteiligten:
Schüler*innen
erkennen neue Perspektiven und erleben eine
Horizonterweiterung
lernen ihre Stärken und Kompetenzen neu kennen
erhalten praktische Wissensvermittlung
lernen durch lebensnahe Vermittlungsangebote
erfahren und erproben neue Ausdrucks- und
Wirkungsmöglichkeiten
erleben aktive Teilhabe- und Mitgestaltungs-
möglichkeiten
Lehrer*innen
lernen neue Methoden und Ansätze kennen
erwerben neue Kompetenzen
können theoretische Lerninhalte erlebbar gestalten
werden bei der Vermittlungsarbeit unterstützt
erhalten neue Perspektiven auf die Fähigkeiten
ihrer Schüler*innen
bauen ein partnerschaftliches Netzwerk im Umfeld
der Schule auf
Kulturpartner*innen
erreichen Kinder und Jugendliche in ihrer Alltagswelt
erhalten Zugänge zu schulischen Bildungskontexten
erschließen sich zusätzliche Arbeitsorte
lernen neue Methoden und Ansätze kennen
erhalten neue Perspektiven auf die Arbeitswelt
von Lehrkräften
können ihre Angebote passgenau weiterentwickeln
erfahren Nachfrage und Anerkennung für ihre
Fachkompetenz
1 ›
Was soll das ganze Theater?
Reflektieren und Ausdruck finden
im Projekt
Klassenzimmertheater
,
BAFF Theater Delitzsch e. V.

image
image
6
Was benötigt eine
gelingende Kooperation?
Wenn Schulen und Kulturpartner*innen, das meint
auch einzelne Kulturschaffende, sich entschließen
zu kooperieren, starten sie in einen Prozess, der ver-
schiedene Anforderungen an die Beteiligten, aber
auch an die unterschiedlichen Systeme, stellt. Koope-
ration ist ein gemeinsamer Entwicklungsprozess. Sich
dies bewusst zu machen und eine gute Vorbereitung
sind erste Schritte für ein Gelingen der Kooperation.
Damit Kooperationen erfolgreich sind, braucht es von
allen Partner*innen:
Motivation
etwas Neues ausprobieren wollen
Lust, sich auf den anderen Partner einzulassen und
ihn und seine Arbeit kennenzulernen
Aussicht auf Ermutigung und Kompetenz
stärkung
für Schüler*innen
Haltung
Offenheit für neue Perspektiven, Erfahrungen und
Prozesse
Verlässlichkeit aller Beteiligten
Wertschätzung gegenüber der eigenen und der
anderen Expertise
aktive Unterstützung durch die Leitungsebenen
aller Beteiligten
Begegnung
gegenseitiges Kennenlernen der spezifischen
Rahmenbedingungen des Kooperationspartners
und Entwickeln eines Verständnisses füreinander
(durch Hospitation, Besuch der Einrichtung des
jeweiligen Partners etc.)
Herausfinden von Gemeinsamkeiten und
Unterschieden, Kennen und Anerkennen der
jeweiligen Ziele (durch Fragebogen, moderiertes
Gespräch etc.)
Information und Einbeziehen des Kollegiums
(durch persönliches Vorstellen, Organisieren
schulinterner Fortbildungen für das gesamte Team
durch den Kulturpartner etc.)
Formulieren und Festhalten gemeinsamer,
smarter
Ziele (
s→
spezifisch,
m→
messbar,
a→
aktionsorientiert,
r→
realistisch,
t→
terminiert)
Kommunikation
transparente, offene und ehrliche Kommunikation
Schaffen von Zeiträumen für Austausch
ständige Reflexion und ggf. Anpassung der
gemeinsamen Ziele im Gespräch
2 ›
Wie baut man Selbstvertrauen zum Vortragen
und Sprechen einer Fremdsprache auf?
Lernen und praktizieren vor Anderen frei zu sprechen
und das eigene Lieblingsbild vorzustellen im Projekt
Auf junge Art,
Staatliche Kunstsammlungen Dresden

image
image
7
Kurzfristige Kooperation
z. B. ein Museumsbesuch zu einem spezifischen
Thema als ergänzende und vertiefende Maßnahme
zum Unterricht
Mittelfristige
Kooperation
Nutzung vorhandener Expertise des Koopera-
tionspartners zur Ergänzung und Vertiefung des
Unterrichts (z. B. Premierenklassen
Besuch
einer Schulklasse von mehreren Proben bis zur
Premiere eine Stücks)
Längerfristige
Kooperation
Die Kooperationspartner entwickeln gemeinsam
ein Projekt und führen dieses durch, alle sind
gleichermaßen verantwortlich und beteiligt
(z. B. Schüler*innen und externe Kulturpartner*innen
entwickeln gemeinsam ein Konzept zur künstlerischen
Neugestaltung des Schulhofs und setzen dieses um)
Die Kooperationsprojekte können lehrplanbezogene,
aber auch ergänzende bzw. weiterführende Schwer-
punkte beinhalten.
Weitere Kooperationsmodelle und Mischformen sind
möglich, vor allem, wenn die Kinder und Jugendlichen
konzeptionell und langfristig an der Gestaltung
beteiligt werden.
Kooperationen können koedukativ, wie auch in gleich-
geschlechtlichen Gruppen, altersspezifisch oder auch
übergreifend angelegt und durchgeführt werden.
Hilfreiche Fragen vorab
Mit dem richtigen Kooperationsmodell
zum gewünschten Ziel
Bevor eine Kooperation beginnt, sollten Ziele,
Erwartungen und die eigenen Ressourcen definiert
werden. Die nachfolgenden Fragen können dabei helfen.
Warum möchte ich kooperieren?
Was erwarte ich?
Was erwartet die Einrichtung?
Welchen Mehrwert sollen
die Schüler*innen erhalten?
Was und wie viel kann ich zur
Kooperation beitragen?
Wie finde ich passende
Kooperationspartner*innen?
Wie macht man einen versteinerten Wald wieder lebendig?
Sägen, forschen, werkeln – Ausstellung mitgestalten
im Projekt
Junge Werkstatt – Mein Museum der Träume
,
Museum für Naturkunde Chemnitz

image
image
8
Für die Zusammenarbeit von Kultureinrichtungen/
Kulturschaffenden und Bildungseinrichtungen/
Pädagog*innen ist die Kenntnis folgender
Grundlagen hilfreich:
Landesweites Konzept Kulturelle Kinder- und
Jugendbildung für den Freistaat Sachsen
Sächsisches Schulgesetz
(SächsSchulG)
Sächsische Ganztagsangebotsverordnung
(SächsGTAVO)
Qualitätsrahmen Ganztagsangebote
Sächsisches Kulturraumgesetz
(SächsKRG)
Hinweise
Auf
www.revosax.sachsen.de
sind immer die
aktuellsten Fassungen der benannten Gesetze,
Verordnungen und Förderrichtlinien von Sachsen
zu finden. Das Landesweite Konzept Kulturelle
Kinder- und Jugendbildung ist unter
www.publikationen.sachsen.de
nachlesbar.
Der Qualitätsrahmen Ganztagsangebote ist unter
www.schule.sachsen.de
abrufbar.
Kommunale Entwicklungskonzepte zur
Kulturellen Bildung
Dresden
Konzept Kulturelle Bildung
sowie
Kulturentwicklungsplan
Leipzig
Entwicklungskonzept Kulturelle Bildung
Chemnitz
Kulturstrategie der Stadt Chemnitz
Die Konzepte der urbanen Kulturräume sind auf den
jeweiligen Internetseiten der Kommunen hinterlegt.
3 ›
Welche Gesetze,
Verordnungen und Konzepte
bilden den Rahmen?
Warum gibt es Krieg?
Verstehen und Zusammenhänge erkennen im Projekt
Ästhetische Forschung im Sachunterricht,
Archiv Gabriele Stötzer, Galerie für Zeitgenössische
Kunst (GfZK) Leipzig

image
image
9
Welche Finanzierungs-
und Fördermöglichkeiten
gibt es?
Grundsätzlich kommen für die Finanzierung von
Kooperationsprojekten zwischen Kultur und Schule
öffentliche und private Fördermittel in Frage. Basie-
rend auf der staatlichen Verantwortung, freiheitli-
ches Kunst- und Wissenschaftsleben zu erhalten und
zu fördern, vergeben Bund, Länder und Kommunen
öffentliche Gelder für Kultur und Kulturelle Bildung.
Dies geschieht zum Beispiel in Form direkter Kultur-
förderung, über spezifische Förderprogramme, Stif-
tungen, Wettbewerbe, Preise usw. Diese öffentlichen
Zuwendungen unterliegen dem Zuwendungsrecht,
wobei die wesentlichen Bedingungen der Förderung
über entsprechende Förderrichtlinien geregelt wer-
den, welche der/die Zuwendungsempfänger*in jeweils
beachten muss.
Ausgewählte Förderprogramme für
Kooperationen zwischen Kultur- und
Bildungspartner*innen
Bund
Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
www.buendnisse-fuer-bildung.de
Förderung von außerschulischen Angeboten der kulturel-
len Bildung über bundesweit in der kulturellen Bildung
tätige Programmpartner, d. h. ausgewählte Verbände,
Stiftungen und Initiativen; Zielgruppe der Projektangebote
in allen Sparten sind benachteiligte Kinder und Jugend-
liche; Schaffung lokaler/regionaler Bündnisse aus mind.
drei Partner*innen notwendig; unterschiedliche Antrag-
stellung je Programmpartner, teilweise ganzjähriger
Bewerbungszeitraum oder mit Ausschreibung und
Bewerbungsfrist; 100% Förderung; mehrjährige
Förderung möglich.
Die Beratung zum Programm erfolgt durch die
Servicestelle
Kultur macht stark
Sachsen:
c/o Landesverband Soziokultur Sachsen
Alaunstraße 9, 01099 Dresden
E-Mail
kms@soziokultur-sachsen.de
Tel
(0351) 802 17 65
www.soziokultur-sachsen.de
4 ›
Aus Wald wird Kohle – wie geht das?
Verknüpfung von Energie und Umwelt im
Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

image
image
10
Freistaat Sachsen
Förderrichtlinie Musikschulen/Kulturelle Bildung
vom Staatministerium für Wissenschaft, Kultur
und Tourismus
www.revosax.sachsen.de/vorschrift/13800-
FoerderRL-Musikschulen-Kulturelle-Bildung
Zuwendungen zur Förderung der Arbeit an Musikschulen
und für Maßnahmen zur Stärkung der Kulturellen Bildung;
u. a. Modellprojekte auf dem Gebiet der Kulturellen Bil-
dung, die eine praxis
orientierte Betätigung von Kindern
und Jugendlichen zum Ziel haben oder Kooperation-
sprojekte und entsprechende Veranstaltungen, die für
die Kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen im
Freistaat Sachsen bedeutsam sind; maximal 75% Förde-
rung; Antragstellung bis 15. Oktober eines jeden Jahres
für das folgende Jahr.
PEGASUS – Schulen adoptieren Denkmale vom
Staatsministerium für Kultus und dem Landesamt
für Denkmalpflege
www.schule.sachsen.de/pegasus
Jährliche Ausschreibung für Projektideen rund um ein
Denkmal der Region mit Bewerbungsfrist im Frühsommer;
Bewerber sind Klassen, Kurse und Lerngruppen aller
Schularten; Ausreichung von 15 Prämien à 500 Euro zur
Umsetzung der Projektidee; drei weitere Prämien von der
Landeshauptstadt Dresden für Projektideen mit Bezug zu
einem Dresdner Denkmal; Gutscheine für einen Blick
hinter die Kulissen bei einem/einer Denkmalpfleger*in
oder einem/einer Archäolog*in.
Jedem Kind ein Instrument (JeKi)
vom Verband deutscher Musikschulen (VdM)
www.lvdm-sachsen.de/jedem-kind-ein-instrument.html
Zusätzlicher, den allgemeinen Musikunterricht einmal
wöchentlich ergänzender Unterricht in der Grundschule;
Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener Musik-
instrumente sowie musikalischer Elementarunterricht im
ersten Schuljahr, Gruppenunterricht mit Instrument nach
Wahl sowie Konzert im Ensemble in der Schule im zweiten
Schuljahr; kostenfrei im ersten Schuljahr für alle Teilneh-
mer*innen am Pilotprojekt, Jahresentgelt von 120 Euro
pro Kind im zweiten Schuljahr/Sozialermäßigungen bis
zu 100% auf Antrag; kostenfreie Musikinstrumente.
KOST – Kooperation Schule und Theater
www.kost-sachsen.de/kooperation
Zweijährige Kooperationen von Schule, Theaterschaffen-
den und KOST; Förderung der Theaterarbeit an Schulen;
Ausschreibung in der Regel im Frühjahr; Zielgruppe sind
Schulklassen, Lern- und Profilgruppen, Kurse und AGs
aller Schularten; Vermittlung der Theaterschaffenden,
Übernahme der Honorar- und Fahrtkosten.
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
www.kdfs.de
Förderung künstlerischer Aktivitäten in den Bereichen
Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, Literatur,
Film, Soziokultur und spartenübergreifende Projekte mit
dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Kunst und Kultur;
insbesondere überregionale, landesweite und internatio-
nal bedeutsame Projekte von herausragender Qualität
und mit deutlichem inhaltlichen Profil; Antragstellung zum
1. März sowie 1. September; maximal 50% Förderung; seit
2019 Kleinprojektfonds für Vorhaben in den ländlichen
Regionen Sachsens mit grundsätzlich bis max. 5.000
Euro für u. a. künstlerische Workshops, etc.
Wieso können Computer rechnen?
Zu den Anfängen der ersten Computer reisen
in der Ausstellung
Geschichte des Rechnens,
Zuse-Computer-Museum (ZCOM) Hoyerswerda

11
Sächsische Kulturräume
Die sächsischen Kulturräume haben jeweilige Förder-
richtlinien (FörderRL) zur Kulturförderung im Bereich
Kulturelle Bildung und zum Teil eigene Förderprogramme
für kulturelle Bildungsprojekte mit Schulen, zu denen
die Netzwerkstellen Kulturelle Bildung beraten:
Kulturraum
Dresden
Richtlinie zur kommunalen Kulturförderung
und
Richtlinie Kleinprojekte
Kulturraum
Leipzig
Fachförderrichtlinie Kultur
Kulturraum
Chemnitz
Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen im
Bereich Kunst und Kultur
(beinhaltet Kulturelle
Bildung als besonders förderwürdigen Bereich)
Kulturraum
Erzgebirge-Mittelsachsen
FörderRL des Kulturraumes
und
Förder-RL
für Kleinprojekte der Kulturellen Bildung
Kulturraum
Oberlausitz-Niederschlesien
FörderRL zur Gewährung von Zuwendungen
durch den Kulturraum
und
FörderRL Kleinprojekte
Kulturelle Bildung
Kulturraum Leipziger Raum
FörderRL
(beinhaltet explizit Kulturelle Bildung)
und
Programm TotalKultur
Kulturraum
Meißen-Sächsische
Schweiz-
Osterzgebirge
FörderRL Kleinprojekte Kulturelle Bildung
Kulturraum
Vogtland-Zwickau
FörderRL zur Gewährung von Zuwendungen durch
den Kulturraum Vogtland-Zwickau
und
FörderRL
Kleinprojekte Kulturelle Bildung
Auswahl an Wettbewerben/Begegnungsformaten
Band Clash
bandclash.de
Jährlicher Schülerwettbewerb in Kooperation mit dem
Sächsischen Staatsministerium für Kultus; Organisation
durch den KulturLounge e. V., Leipzig; Ausschreibung in
der Regel zum Schuljahresbeginn; Equipment-Gutscheine
für die Teilnehmer*innen, Coaching, Tonstudioaufnahme
und Teilnahme am Bundeswettbewerb Local Heroes
Deutschland für den/die Gewinner*innen.
Schüler*innentheatertreffen Sachsen
www.kost-sachsen.de/treffen
Jährliches Schüler*innentheatertreffen in Sachsen
(STTS) mit Festivalcharakter; Inszenierungen, Workshops,
Gesprächsformate für die Spieler*innen, Spielleiter*innen
und Lehrer*innen; bewerben können sich Gruppen (AGs,
Neigungskurse, Kurse des Künstlerischen Profils, Projekt-
gruppen, Klassen) aller Schularten; Auswahl von 7 bis 8
Gruppen durch eine Fachjury.
Schule tanzt
sn.bmu-musik.de/projekte/schule-tanzt.html
Seit 2016 jährlicher schulischer Show-Tanz-Wettbewerb;
Träger ist der Bundesverband Musikunterricht LV Sachsen;
Anmeldung der Gruppen bzw. Schule per E-mail über
die Homepage.
Wettbewerb um den Jugendkunstpreis
lkj-sachsen.de/wettbewerbe
Alle zwei Jahre stattfindender Wettbewerb für Jugend-
liche im Alter von 13 bis 26 Jahren im Wechsel mit dem
Kinderkunstpreis; Plattform für künstlerische Beiträge
aus allen Genres zu einem vorgegebenen gesellschaft-
lich relevanten Thema; keine Vorauswahl; Präsentation
aller Beiträge innerhalb einer zentralen Veranstaltung
sowie tlw. in nachfolgenden Ausstellungen; Bewerbungen
als Einzel- oder Gruppenbeiträge in einer frei wählbaren
Sparte mittels Bewerbungsbogen und dem künstleri-
schen Beitrag; Veranstalter ist die LKJ Sachsen e. V.;
Teilnahmebeitrag: 5 Euro, Preisgelder: 2.300 Euro;
Preisträger*innen werden durch eine Jury auswählt.
Wettbewerb um den Kinderkunstpreis
lkj-sachsen.de/wettbewerbe
Alle zwei Jahre stattfindender Wettbewerb für in Sachsen
lebende Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren im Wechsel
mit dem Jugendkunstpreis; weiter s.o.; Teilnahmebei-
trag: 6 Euro (inkl. Verpflegung und anteilige Fahrtkosten);
Eingereicht werden können z. B.: Geschichten, Comics,
Bilder, Lieder, Filme, Fotos, Hörspiele, Tänze und
Theaterstücke.

image
image
12
Jugend musiziert – Wettbewerbe für das
instrumentale und vokale Musizieren
www.jugend-musiziert.org/wettbewerbe/
landeswettbewerbe/sachsen.html
Renommiertes Musikförderprojekt seit 57 Jahren; jähr-
liche Wettbewerbe auf Regional-, Landes- und Bundes-
ebene; eine Fachjury bewertet musikalisches Können
junger Menschen in unterschiedlichen Kategorien.
Jugend tanzt und Sächsisches Kinder- und
Jugendtanzfest
Tel
0177 772 26 16
E-Mail
slvtev2019@gmail.com
Der Landeswettbewerb
Jugend tanzt
des Sächsischen
Landesverbandes Tanz (SLVT) findet aller zwei Jahre
im Wechsel mit dem Sächsischen Kinder- und Jugend-
tanzfest statt; Durchführung nach den Regeln des
Bundesverbandes Tanz; verschiedene Wertungskate-
gorien (Volkstanz, Moderner Tanz, Urbaner Tanz,
Showtanz, Ballett); Delegation der Preisträger zum
Bundeswettbewerb.
Ganztagsangebote (GTA)
Seit 2005 setzen die allgemeinbildenden Schulen in
Sachsen ganztägiges Lernen mit außerschulischen Part-
ner*innen auf Grundlage der
Sächsischen Ganztagsver-
ordnung
um. Die Schulen erhalten hierfür pauschalierte,
zweckgebundene Zuweisungen. Die Schulen bestimmen
Art und Umfang ihrer Ganztagsangebote selbst. Sie
entwickeln eigene GTA Konzepte, setzen eigenständig
schulspezifische Schwerpunkte und gestalten mit Part-
ner*innen vor Ort, wie Verbänden, Kultur-, Sport- und
Jugendvereinen, bedarfsgerechte und schülerorientierte
Angebote. An jeder Schule gibt es hierfür Lehrkräfte die
als Ganztagskoordina toren fungieren. Diese sind für ex-
terne Partner*innen die ersten Ansprechpartner*innen
an Schule. In der sächsischen
Ganztagsangebotsverord-
nung (§ 5)
ist die Höhe der Zuweisungen je nach Schulart
und Schülerzahl geregelt. Die Honorarsätze legen die
Schulen in Absprache mit den jeweiligen Partner*innen
individuell fest.
Das Qualitätsverständnis wiederum regelt der soge-
nannte
Qualitätsrahmen
. Dieser unterstützt auch die
Weiterentwicklung der Ganztagsprogramme.
Weitere Fördermöglichkeiten
Neben den oben genannten Fördermöglichkeiten halten
Kommunen und Landkreise weitere Finanzierungsmög-
lichkeiten vor. Zudem gibt es Fördermöglichkeiten durch
private Stiftungen. Hier ist es sinnvoll, die zahlreichen
Möglichkeiten auf Basis der inhaltlichen Ausrichtung und
Zielgruppe vorab einzuschränken.
Empfohlen werden folgende Seiten zur Suche nach
Förderprogrammen und Stiftungen:
Stiftungen in Deutschland:
stiftungssuche.de
Förderprogramme Bund, Länder und
Europäischen Union:
www.foerderdatenbank.de
Veröffentlichungen in Kommunen und Landkreisen
Hinweis:
Bei der Finanzierung von Kooperationsprojekten
sollten angemessene Honorarsätze für die Kulturschaf-
fenden mitgedacht werden. Von Dachverbänden der
Kulturellen Bildung empfohlen werden derzeit Honorar-
untergrenzen zwischen 35 Euro/h und 55 EUR/h für
freischaffende Künstler*innen zzgl. Vor- und Nachberei-
tungszeit. Wichtig ist, dass die Sätze regelmäßig auf ihre
Aktualität geprüft und in Abstimmung mit den außer-
schulischen Partner*innen verhandelt werden. Beach-
tung finden sollten auch Aufwendungen für Fahrtkosten,
Fahrzeiten und Materialbedarf.
Auch ist zwischen Sätzen für freiberufliche Kulturschaf-
fende und Budgets für Kulturschaffende in Anstellung zu
unterscheiden.
Zu angemessenen Honorarsätzen beraten u. a. die
Netzwerkstellen für Kulturelle Bildung (siehe Beratungs-
stellen) und diverse Landesverbände im Bereich Kultur.
Wieviel Arbeit steckt in einem Brot?
Mit eigenen Händen ausprobieren und erleben
in den Vogtländischen Freilichtmuseen Landwüst
und Eubabrunn der Vogtland Kultur GmbH

13
Beratungsstellen
In allen acht Kulturräumen Sachsens gibt es Netz-
werkstellen Kulturelle Bildung, die als Ansprech-
partner*innen und Beratungsstellen fungieren.
Darüber stehen den Schulen auch die regionalen
Landesämter für Schule und Bildung bei der
Konzeption von Kooperationsvorhaben und
Ganztagsangeboten zur Verfügung.
Netzwerkstellen urbane Kulturräume
Stadt Chemnitz
Kulturbetrieb der Stadt Chemnitz –
Bereich Kulturmanagement, Kulturstrategie
Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz
Frau Rehme-Iffert
Tel
(0371) 488 41 13
E-Mail
kulturellebildung_chemnitz@yahoo.com
www.kulturelle-bildung-chemnitz.de
Landeshauptstadt Dresden
Amt für Kultur und Denkmalschutz
Königstr. 15, 01097 Dresden
Frau Cadot-Knorr
Tel
(0351) 488 89 19
E-Mail
ucadotknorr@dresden.de
www.dresden.de/de/kultur/kulturentwicklung/kulturelle-bildung.php
Stadt Leipzig
Kulturamt
Thomasiusstrasse 1, 04109 Leipzig
Frau Pranz
Tel
(0341) 123 42 39
E-Mail
wiebke.pranz@leipzig.de
www.leipzig.de/freizeit-kultur-und-tourismus/kunst-und-kultur/
kinder-und-jugendkultur/kulturelle-bildung/
Netzwerkstellen ländliche Kulturräume
Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen
Kultursekretariat
Am Mörbitzbach 10, 08557 Flöha
Tel
(03726) 784 54 70
E-Mail
kulturraum@erzgebirge-mittelsachsen.de
www.kulturraum-erzgebirge-mittelsachsen.de/kulturelle-bildung.html
Kulturraum Leipziger Raum
Kultursekretariat
Nicolaistr. 12, 04668 Grimma
Frau Masroujah
Tel
(03433) 243 29 85
E-Mail
masroujah@kultur-leipzigerraum.de
Frau Moeller
E-Mail
cathrin.moeller@kultur-leipzigerraum.de
www.kultur-leipzigerraum.de/de_DE/neuigkeiten-kulturelle-bildung
Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
c/o Landratsamt Meißen
Brauhausstr. 21, 01662 Meißen
Frau Mager-Baran
Tel
(03521) 725 70 61
E-Mail
kubi.magerbaran@gmail.com
www.kulturraum-erleben.de/de_DE/neuigkeiten-kulturelle-bildung
Kulturraum Oberlausitz – Niederschlesien
c/o Landratsamt Görlitz
Bahnhofstraße 24, 02826 Görlitz
Frau Knebel
Tel
(03581) 663 94 12
E-Mail
livia.knebel@kreis-gr.de
www.kulturraum-on.de/de_DE/kulturelle-bildung
Kulturraum Vogtland-Zwickau
Netzwerkstelle Kulturelle Bildung
Regionalbüro Zwickau, Verwaltungszentrum
Werdauer Str. 62, 08056 Zwickau
Frau Geinitz
Tel
(0152) 559 51 200
E-Mail
info.kulturellebildung-krvz@gmx.de
www.kulturraum-vogtland-zwickau.de/Netzwerk_Kulturelle_Bildung
5 ›

image
image
14
Landesämter für Schule und Bildung
Standort Bautzen für
Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien
Otto-Nagel-Str. 1, 02625 Bautzen
GTA Koordination
Frau Mattick
Tel
(03591) 621 325
Kulturelle Bildung →
Herr Schmidt
Tel
(03591) 621 331
Standort Chemnitz für Stadt Chemnitz und
Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen
Annaberger Str. 119, 09120 Chemnitz
GTA Koordination
Frau Henck
Tel
(0375) 444 41 23
Kulturelle Bildung
Frau Paul
Tel
(0371) 536 64 34
Standort Dresden für Stadt Dresden und
Kulturraum Meißen-Osterzgebirge-Sächsische Schweiz
Großenhainer Straße 92, 01127 Dresden
GTA Koordination
Herr Dr. Kreß
Tel
(0351) 843 91 68
Kulturelle Bildung
Herr Auris
Tel
(0351) 843 91 36
Standort Leipzig für Stadt Leipzig und
Kulturraum Leipziger Raum
Nonnenstr. 17a, 04229 Leipzig
GTA Koordination
Frau Geier
Tel
(0341) 494 57 82
Kulturelle Bildung
Frau Stollberg
Tel
(0341) 494 56 51
Standort Zwickau für Kulturraum Vogtland-Zwickau
Makarenkostr. 2, 08066 Zwickau
GTA Koordination
Frau Henck
Tel
(0375) 444 41 23
Kulturelle Bildung
Frau Jentsch
Tel
(0375) 444 41 43
Landesweite Beratungsstellen
Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und
Jugendbildung Sachsen e.V. (LKJ)
Nordplatz 1, 04105 Leipzig
Tel
(0341) 583 146 60
E-Mail
info@lkj-sachsen.de
www.lkj-sachsen.de
KOST – Kooperation Schule und Theater in Sachsen
Landesbühnen Sachsen GmbH
Meißner Str. 152, 01445 Radebeul
Frau Aurich
Tel
(0351) 895 42 94
E-Mail
nicole.aurich@kost-sachsen.de
www.kost-sachsen.de
IG Landeskulturverbände Sachsen
c/o Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.
Alaunstraße 9, 01099 Dresden
Sprecherin
Frau Pallas
Tel
(0351) 802 17 64
E-Mail
pallas@soziokultur-sachsen.de
Herr Meyer
E-Mail
helge@richtermeyermarx.de
Die genannten Beratungsstellen stellen nur einen kleinen
Ausschnitt der vielfältigen Beratungsangebote im Freistaat
Sachsen dar. Weitere Kontakte erfragen Sie bitte bei ihrer
regionalen Netzwerkstelle für Kulturelle Bildung.
Wie hat man SMS geschrieben bevor es Strom gab?
Feder, Tinte, Siegel – Auf den Spuren der Briefe im
Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein, Altenberg

image
15
Herausgeber
Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen
Kultursekretariat
Am Mörbitzbach 10
09557 Flöha
Redaktion
Diese Broschüre wurde von der Arbeitsgemeinschaft der
Netzwerkstellen Kulturelle Bildung in den Kulturräumen
im Freistaat Sachsen entwickelt. Die AG besteht aus
Ulrike Cadot-Knorr, Annett Geinitz, Haike Haarig,
Livia Knebel, Kerstin Mager-Baran, Petra Masroujah,
Cathrin Moeller, Wiebke Pranz, Birgit Rehme-Iffert,
Nicole Aurich und Reinhard Riedel.
Ein enger Austausch bei der Erarbeitung erfolgte auch mit
Vertreter*innen des Landesamtes für Schule und Bildung
und weiteren Sachverständigen.
Grafikdesign und Illustrationen
Miriam Bauer (Greiz/Berlin)
Druck
dieUmweltDruckerei GmbH, Postfach 1605, 30016 Hannover
Gedruckt auf Recyclingpapier und mit veganen Farben
auf Pflanzenölbasis.
Die Publikation, einschließlich ihrer Teile, ist urheberrechtlich
geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Heraus-
geber unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische
oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und
öffentliche Zugänglichmachung.
© 2020
Diese Maßnahme wird mitfinanziert
durch Steuer
mittel auf der Grundlage
des vom Sächsischen Landtag
beschlossenen Haushaltes.
Impressum

1 Unterstützung durch die Schulleitung.
2 Eine Haltung als Kollegium, die kulturelles Lernen
als Bildung versteht und nicht als Freizeit,
Abwechslung, Entspannung oder »Luxus«.
3 (Schul-)öffentliche Präsentationen und eine generelle
Wertschätzung der Werke der Kinder und Jugend-
lichen; diese auch als Lern- und Lehrgegenstand
sowie Gesprächsanlass verstehen.
4 Gute Stundenplanmacher*innen: Flexibel,
vorausschauend, improvisationsbegabt.
5 Eine wertschätzende Atmosphäre: Schüler*innen,
Lehrer*innen und Eltern tragen das mit, was sie
teilen und leben.
6 Gute Hausmeister mit einer
geht nicht, gibt’s
nicht-Haltung
.
7 Ein Selbstverständnis von Gastgeber*innen-Rolle:
Information, aber auch höfliche Kommunikation,
Empfang mit Kaffee, Tee und Wasser etc.; saubere
Räume, klare Absprachen (z. B. Fotogenehmigungen).
8 Kooperationspartner*innen, die bereit sind, sich
schulische Rhythmen, Regeln und Rituale
anzuschauen.
9 Kooperationspartner*innen, die sich auf die
Lebenswelt und Bedeutungshorizonte der
Schüler*innen einlassen.
10 Kooperationspartner*innen, die Künstler*innen
bleiben und nicht sofort in den Modus des frontal
Lehrenden/Dozierenden verfallen.
Dr. Ursula Rogg
(Künstlerin, Autorin, Pädagogin, Vermittlerin – Berlin)
10
Gebote
damit kulturelle Kooperationen
an Schule gelingen