forum
sachsen digital
Digitalkonferenz des Freistaates Sachsen
am 26. November 2018 in Chemnitz
Programm

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3
forum
sachsen
digital
Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „forum sachsen digital“,
mit „Sachsen Digital“, der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie des Freistaates
Sachsen, haben wir 2016 einen gesellschaftlichen Dialog zur digitalen Zukunft unseres
Landes angestoßen. Seitdem bietet das „forum sachsen digital“ Multiplikatoren und
Experten eine Plattform, um sich über wichtige Zukunftsfragen der Digitalisierung
auszutauschen. In diesem Jahr widmen wir uns einem Megatrend der Digitalisierung, der
unsere Gesellschaft stark verändern wird: Künstliche Intelligenz (KI). Algorithmen können
uns zeitraubende Tätigkeiten abnehmen oder immer treffsicherer Entscheidungen
vorhersagen. Doch was bedeutet die Entwicklung von KI für eine vorausschauende und
verantwortungsvolle Digitalpolitik? Kommen Sie zu dieser und zu anderen Fragen mitei-
nander und mit uns ins Gespräch! Dabei lohnt der Blick über den Tellerrand – denn unser
Teilnehmerkreis ist so vielfältig wie das Thema Digitalisierung.
Stefan Brangs
Staatssekretär im Sächsischen Staats-
ministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr, Beauftragter der Staatsregierung
für Digitales (CDO)
Martin Dulig
Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr,
Stellvertretender Ministerpräsident

4
5
Programm
09.00 Uhr
Check-in
EG
Führungen durch die Themenwelt
2. OG
10.00 Uhr
Grußwort
Martin Dulig
Stellvertretender Ministerpräsident;
Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
EG
10.30 Uhr
Künstliche Intelligenz in Sachsen — Professoren sächsischer Hochschulen
stellen sich den Fragen des forum sachsen digital
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Joachim Böhme
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden,
Prof. Dr. Fred Hamker
Technische Universität Chemnitz,
Prof. Dr.-Ing. Andreas Ittner
Hochschule Mittweida,
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Jung
Technische Universität Bergakademie Freiberg,
Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Mayr
Technische Universität Dresden,
Prof. Dr.-Ing. Mario Neugebauer
Westsächsische Hochschule Zwickau
Saal
11.00 Uhr
Grußwort
Dorothee Bär, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für
Digitalisierung
Saal
11.15 Uhr
Kaffeepause
und
Business Speed Dating
1. OG
Führungen durch die Themenwelt
2. OG
12.00 Uhr
Sachsen Digital
Stefan Brangs
Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr;
Beauftragter der Staatsregierung für Digitales (CDO)
Saal
12.15 Uhr
Weiterentwicklung von „Sachsen Digital“
Diskussion an den Themeninseln 1 – 17
Saal
Workshop 1
Loge links (2. OG)
Workshop 2
Loge rechts (2. OG)
Workshop 3
Pressekonferenzraum (EG)
Workshop 4
Heim-Spielerkabine (EG)
Workshop 5
Gast-Spielerkabine (EG)
13.00 Uhr
Mittagspause
und
Entdecken der Themenwelt
1. OG
Führungen durch die Themenwelt
2. OG
14.00 Uhr
Weiterentwicklung von „Sachsen Digital“
Diskussion an den Themeninseln 1 – 17
Saal
Workshop 6
Loge links (2. OG)
Workshop 7
Loge rechts (2 OG)
Workshop 8
Pressekonferenzraum (EG)
Workshop 9
Heim-Spielerkabine (EG)
Workshop 10
Gast-Spielerkabine (EG)
15.00 Uhr
Kaffeepause
und
Entdecken der Themenwelt
1. OG
Führungen durch die Themenwelt
2. OG
15.30 Uhr
Abschluss-Show
„Künstliche Dummheit – Ein unfairer Vortrag über die aktuellen Grenzen künstlicher Intelligenz“
Dr. Heiko Kempa
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Vorstellung der Ergebnisse aus den Themeninseln
Saal
16.30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Moderation: Daniel Finger
forum sachsen digital
Technologien & Infrastruktur
Mensch & Gesellschaft
Branchenfokus
Logistik
Kultur- und Kreativwirtschaft
Planen & Bauen
Gesundheit
Von Daten zu Big Data
Beratung & Sensibilisierung
IT-Sicherheit
Bildung & Weiterbildung
Verwaltung & ländlicher Raum
Kultur & Tourismus
Inhaltsverzeichnis
Legende
Programm
S. 05
Künstliche Intelligenz
S. 06
Themeninseln
S. 08
Workshops
S. 14
Themenwelt
S. 18

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6
7
Professoren sächsischer Hochschulen stellen sich den Fragen des „forum sachsen digital“
Hochschule für
Technik und Wirt-
schaft Dresden
Fakultät Informatik/
Mathematik
Professur für
Künstliche Intelligenz
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Joachim Böhme
Prof. Böhme studierte Technische Kybernetik mit Vertiefung Biomedizi-
nische Technik und Bionik an der Technischen Universität Ilmenau, wo er
1991 promovierte. Seine Habilitation auf dem Gebiet Technische Informatik
erfolgte 2001 ebenfalls an der TU Ilmenau. Seit 2008 ist er Professor für
Künstliche Intelligenz an der HTW Dresden. Die Schwerpunkte seiner Ar-
beitsgruppe liegen in den Bereichen Kognitive Robotik und Mensch-Maschi-
ne-Interaktion. In verschiedenen Forschungsprojekten werden Einsatzsze-
narien für intelligente interaktive Service- und Assistenzsysteme konzipiert
und umgesetzt, wobei der Fokus auf Anwendungen im Museumsbereich
und in der stationären Seniorenbetreuung liegt.
Technische
Universität
Chemnitz
Fakultät für
Informatik
Professur
Künstliche
Intelligenz
Prof. Dr. Fred Hamker
Prof. Hamker promovierte 1999 an der Fakultät für Informatik der TU
Ilmenau. Seit 2009 hat er die Professur für Künstliche Intelligenz an der TU
Chemnitz inne und ist seit 2010 mit dem Bernstein Zentrum für Computa-
tional Neuroscience Berlin assoziiert. Mit dem Ziel, neuartige, intelligente,
kognitive Systeme zu entwickeln, analysiert seine Forschungsgruppe die
Funktionsweise des Gehirns. Dazu werden Modelle erarbeitet, die psy-
chologische und neurowissenschaftliche Daten interpretieren helfen. Der
Transfer neurowissenschaftlicher Erkenntnisse in technische Anwendungen
steht ebenso im Mittelpunkt. Mit der Akkumulation des Wissens in der Hirn-
forschung entstehen bessere intelligente Systeme, die nach biologischem
Vorbild arbeiten.
Hochschule Mittweida
Blockchain
Competence
Center Mittweida
(BCCM)
Professur Informatik/
Verteilte Informati-
onssysteme
Prof. Dr.-Ing. Andreas Ittner
Bereits seit seinem KI-Studium Anfang der 1990er Jahre beschäftigt sich
Prof. Ittner intensiv mit Machine Learning und Data Mining. Nach seiner
Promotion im Jahr 1998 war er als Unternehmer tätig. Er ist Mitgründer der
prudsys AG und fungierte dort als Vorstand und Aufsichtsrat.
Im Jahr 2007 wechselte er zurück in den akademischen Bereich und wurde
zum Professor für Informatik / Verteilte Informationssysteme an die Hoch-
schule Mittweida berufen. Neben seiner Lehrtätigkeit leitet er verschiedene
FuE-Projekte mit dem Fokus Big Data und Blockchain. Seit 2017 ist er Leiter
des Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM).
Technische
Universität Berg-
akademie Freiberg
Fakultät für Mathe-
matik und Informatik,
Institut für Informatik
Lehrstuhl für
Virtuelle Realität
und Multimedia
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Jung
Prof. Jung ist Inhaber des Lehrstuhls für Virtuelle Realität und Multimedia
an der TU Bergakademie Freiberg. Er studierte Informatik und Computer-
linguistik an der Universität Stuttgart und der University of Missouri, Saint
Louis und wurde mit einer Arbeit zu Wissensbasierten Systemen habilitiert.
Von 2003 bis 2005 war er Professor für Medieninformatik an der „Internati-
onal School of New Media“ an der Universität Lübeck. Seine Forschungsin-
teressen liegen in den Bereichen Virtual Reality, der Visualisierung großer
Datenmengen, Mensch-Robotik-Interaktion und Advanced Robotics.
Technische
Universität Dresden
Institut für Grund-
lagen der Elektrotech-
nik und Elektronik
Professur Hochparal-
lele VLSI-Systeme und
Neuromikroelektronik
Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Mayr
Prof. Mayr wurde 2015 auf die Professur Hochparallele VLSI-Systeme und
Neuromikroelektronik berufen. Seine Doktorarbeit „Untersuchungen zur
Implementierung von Bildverarbeitungsalgorithmen mittels pulsgekoppelter
neuronaler Netze“ wurde als beste Dissertation der Fakultät Elektrotechnik
an der TU Dresden im Jahr 2008 ausgezeichnet und mit dem Heinrich-Bark-
hausen-Preis 2008 der Carl Friedrich von Siemens-Stiftung geehrt. 2011
reichte er seine Habilitationsschrift „Untersuchungen zur Modellierung und
Schaltungsrealisierung von synaptischer Plastizität“ ein. In seinen For-
schungen beschäftigt er sich mit bio-inspired circuits, Brain-Machine-Inter-
faces, AD converters, pixel sensors und general mixed-signal VLSI-design.
Westsächsische
Hochschule Zwickau
Fakultät
Physikalische
Technik/Informatik
Fachgruppe
Informatik
Berufungsgebiet:
Informatik/
Anwendungssysteme
Prof. Dr.-Ing. Mario Neugebauer
Prof. Neugebauer vertritt die Professur Anwendungssysteme im Fachbe-
reich Informatik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Vor seiner
Tätigkeit an der WHZ vertrat Prof. Neugebauer die Professur Informatik/
Betriebliche Anwendungssysteme im Fachbereich Wirtschaftsingenieur-
wesen an der Fachhochschule Jena. Davor hat er sich in verschiedenen
Unternehmen mit der Entwicklung, Anpassung und Beratung für industrielle
Software beschäftigt. Schwerpunkte der Anwendungen waren dabei SAP,
Software für Produktion und Logistik sowie Produktionsplanungssysteme.
Zudem verfügt er über langjährige Erfahrungen im Bereich Auto-ID, Loka-
lisierungstechniken, Wireless Sensor Networks und Embedded Systems.
Er forscht auf den Gebieten der Datenbrillen für Produktion und Logistik,
Unterstützung mobiler Unternehmensprozesse sowie Produktionsplanung
und -steuerung mittels Cyberphysikalischer Systeme.
Künstliche Intelligenz ist als Trendbegriff der Digitalisierung derzeit in aller Munde. Doch welche Visionen werden damit im
Freistaat verfolgt? Was sind wichtige Forschungs- und Anwendungsgebiete? Und kann man wirklich den IQ eines Roboters testen?
Fünf Experten, die es wissen, stellen sich heute Ihren Fragen!
Künstliche Intelligenz
Professoren
Professoren

9
02
DIGITALES lernen | digitales LERNEN: Der Handel
nimmt seine Beschäftigten mit in die Zukunft
Technologische Entwicklungen bei Hard- und Software beschleu-
nigen die Digitalisierung aller Lebensbereiche. Handelsunterneh-
men nutzen zunehmend die sich daraus für ihre Geschäftstätigkeit
bietenden Chancen. Über die Mittelstandsrichtlinie fördert der
Freistaat Sachsen Digitalisierungsinvestitionen in Soft- und
Hardware und unterstützt so die Unternehmen auf dem Weg der
digitalen Transformation. Der nachhaltig erfolgreiche Transfer
in die Praxis verlangt zugleich qualifizierte und den künftigen
Herausforderungen gewachsene Mitarbeiter. Die Themeninsel
Handel diskutiert, welche Möglichkeiten innerhalb der Unterneh-
men für das Erlernen digitaler Neuerungen bestehen und wie das
Lernen digital unterstützt werden kann.
1)
Technologie: Welche Technik wird im Unternehmen zur digitalen
Qualifizierung benötigt?
2)
Organisation/Inhalte: Welche Voraussetzungen müssen über
die Technik hinaus geschaffen werden?
3)
Motivation: Wie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an
digitales Lernen herangeführt werden?
David Tobias
Handelsverband Sachsen
8
01
Medienbildung im Freistaat Sachsen
S. 09
02
DIGITALES lernen | digitales LERNEN: Der Handel
nimmt seine Beschäftigten mit in die Zukunft
S. 09
03
Digitalisierung des Gesundheitswesens und
Telemedizin: aktuelle Entwicklungen
S. 09
04
Chancen und Risiken kultur- und kreativwirt-
schaftlicher Unternehmen im digitalen Zeitalter
S. 09
05
Digitalisierung in der sächsischen Logistik-
wirtschaft — Hemmnisse und Potenziale
S. 10
06
Keine IT-Sicherheit ohne Menschen — wie erreicht
Awareness die Zielgruppen?
S. 10
07
Schein aus Sein? Potentiale der Nutzung
digitaler Daten für Kultureinrichtungen
S. 10
08
Digitale Gästekarte als Mehrwert für die gesamte
Reiseregion
S. 10
09
3D-Digitalisierung — eine umfassende
Herausforderung?!
S. 11
10
Künstliche Intelligenz — ethische
und gesellschaftliche Implikationen
S. 11
11
Digitalisierung in der Wohnung — Ambient
Assisted Living, SmartHome, Telemedizin & Co.
S. 11
12
Vom Fahrer zum Passagier: Der Mensch im
autonomen Fahrzeug
S. 12
13
Infrastruktur für 5G-Pilotprojekte in Sachsen
S. 12
14
Blockchain — Internet der digitalisierten Werte,
Güter und Originale
S. 12
15
Serviceportal Amt24
S. 12
16
Was sind Daten wert? Digitale Daten als wichtiger
Bestandteil neuer Wertschöpfungsmodelle
S. 13
17
Digitaler Wandel — Neue Beratungskonzepte für
KMU und das Handwerk
S. 13
1. OG Saalplan
01
02
03
04
R
05
R
06
07
08
09
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16
17
Bühne
Übersicht: Themeninseln
Themeninseln
01
Medienbildung im Freistaat Sachsen
Mit der Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der
Schule“ hat sich das Sächsische Staatsministerium für Kultus
(SMK) 2017 zu den Herausforderungen, die eine fortschreitende
Digitalisierung für die schulische Bildung mit sich bringt, positi-
oniert und arbeitet seither an der Erreichung der formulierten
Ziele. Darüber hinaus erarbeitet das SMK in Federführung ei-
ne „Landesstrategie Medienbildung“ für den Freistaat Sachsen,
die sich vornehmlich auf den nichtschulischen Bereich bezieht.
Vor allem für den noch offenen Prozess der Entwicklung einer
„Landesstrategie Medienbildung“ sollen Zielstellungen und Ge-
staltungsmöglichkeiten diskutiert werden.
1)
Wie kann das Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter gelingen
und gestaltet werden?
2)
Welche Zielstellung soll eine Landesstrategie Medienbildung
im Freistaat Sachsen verfolgen?
3)
Welche Akteure und Zielgruppen sind im Bereich der Medien-
bildung im Freistaat Sachsen zu berücksichtigen?
Martin Arndt
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
03
Digitalisierung des Gesundheitswesens und
Telemedizin: aktuelle Entwicklungen
Gesundheit ist eine zentrale Triebkraft des gesamtwirtschaftli-
chen Wachstums. Sachsen denkt Medizin modern. Sachsen denkt
Medizin digital. Die Staatsregierung arbeitet für mehr Telemedizin
und E-Health im Gesundheitssystem. Digital Devices helfen im All-
tag, Arzt und Patient zusammenzubringen. Das ist entscheidend
für eine gute medizinische Versorgung im Land. Dabei wird die
intelligente Erhebung und Analyse zunehmend komplexer, indivi-
dueller Datensätze eine zentrale Rolle spielen. Die Datenbasis im
Gesundheitswesen wird sich in den nächsten Jahren nachhaltig
verändern. Medizintechnische Innovationen und neue Verfahren
ermöglichen personalisierte und softwaregestützte Diagnostik
und Behandlungen, die auf individuellen genetischen Veranlagun-
gen oder spezifischen Krankheitsausprägungen beruhen.
1)
Wie ist der aktuelle Stand im Bereich der Digitalisierung im
Gesundheitswesen / der Telemedizin?
2)
Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat der Freistaat und was
passiert auf Bundesebene?
3)
Wie sehen die zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Di-
gitalisierung des Gesundheitswesens / der Telemedizin aus
und welche Rolle können KI-basierte Anwendungen dabei
einnehmen?
Jacqueline Henke
Sächsisches Staatsministerium für
Soziales und Verbraucherschutz
04
Chancen und Risiken kultur- und kreativwirt-
schaftlicher Unternehmen im digitalen Zeitalter
Im digitalen Zeitalter liefern kultur- und kreativwirtschaftliche
Unternehmen den Treibstoff für technologische, wirtschaftliche,
kulturelle und soziale Entwicklungen. Digitale Inhalte und digitaler
Transport bedingen sich dabei und die Bedeutung von digitalen
Inhalten als handelbare Werte in Form von urheberrechtlichen
Werken verändert sich. Der Zweite Kultur- und Kreativwirtschafts-
bericht für Sachsen wird aktuell im Auftrag des SMWA erstellt und
möchte die Chancen und Risiken kultur- und kreativwirtschaftli-
cher Unternehmen im digitalen Zeitalter näher beleuchten. An der
Themeninsel werden Potentiale und Gefahren sowie notwendige
Rahmenbedingungen zur Diskussion gestellt. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer sind eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen aus
Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur einzubringen.
1)
Welche Chancen und Risiken kultur- und kreativwirtschaft-
licher Unternehmen bestehen im digitalen Zeitalter?
2)
Welche Rahmenbedingungen werden gebraucht, um positive
Entwicklungen zu intensivieren?
3)
Welche konkreten Beispiele können Impulsgeber sein?
Nora Antonia
Sächsisches Staatsministerium
Wallrabe
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Die Diskussion an den Themeninseln findet um 12.15 Uhr
und um 14.00 Uhr im Saal im 1. OG statt.
R … Referententische

10
11
05
Digitalisierung in der sächsischen Logistikwirt-
schaft — Hemmnisse und Potenziale
Logistik 4.0 stellt die Vernetzung und Verzahnung von Prozes-
sen, Objekten, Transport- und Lieferkettenpartnern aus Industrie,
Handel und Dienstleistung bis zum Endkunden durch Informa-
tions- und Kommunikationstechnologien her und erzielt dadurch
Effizienz- und Effektivitätsgewinne — zum Beispiel größere
Transparenz und Flexibilität, bessere Bündelung und Auslastung,
stärkere Automatisierung, erhöhte Prozessgeschwindigkeit, Feh-
lerreduktion, stärkere Individualisierung von Dienstleistungen,
Prozessen und Produkten. Logistik 4.0 ist für die Mitgestaltung,
Unterstützung und Umsetzung von Lösungen für die Industrie
4.0 elementar. Die Logistikwirtschaft in Sachsen ist bisher durch-
schnittlich digitalisiert. Diskutiert werden soll, wie der Digitalisie-
rungsgrad der Branche gesteigert werden kann.
1)
Welche Digitalisierungspotenziale können in der sächsischen
Logistikwirtschaft (noch) gehoben werden?
2)
Welche Hemmnisse erschweren Logistikunternehmen die
Ausschöpfung dieser Digitalisierungspotenziale?
3)
Welche konkreten Handlungsbedarfe gibt es?
Barbara Garthe
Sächsisches Staatsministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
06
Keine IT-Sicherheit ohne Menschen —
wie erreicht Awareness die Zielgruppen?
Die Nutzer von Computer, Tablet und Smartphone gelten ge-
meinhin als das größte Fehlerrisiko der Informationstechnik.
Statistiken zeigen immer wieder, dass ca. 95 Prozent aller Si-
cherheitsvorfälle in der IT erst durch leichtsinniges oder einfach
unwissend riskantes Verhalten der Nutzer möglich wurden. Wer
der IT sicher machen möchte, muss neben technischer Maßnah-
men vor allem den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dabei
sind neben klassischen Awareness-Maßnahmen auch ungewöhn-
liche Formate und Services gefragt, die das Nutzerverhalten in
die richtige Richtung lenken statt nur Verbote und Richtlinien
aufzustellen.
1)
Inwieweit ist die Sensibilisierung in der Lage, aus Nutzern
menschliche Firewalls zu machen?
2)
Was sind die Grenzen von Sensibilisierung?
3)
Welche Formate sind denkbar und umsetzbar, um Behörden,
Unternehmen oder Bürger zu kompetenten Nutzern der IT
„auszubilden“?
Bastian Fermer
Sächsische Staatskanzlei
07
Schein aus Sein? Potentiale der Nutzung digitaler
Daten für Kultureinrichtungen
Die Digitalisierung von Kulturgut umfasst heute nicht mehr nur die
Sammlung von Daten, sondern zielt zunehmend auf die vollständi-
ge dreidimensionale Erfassung von Gegenständen sowie der damit
verbundenen raumzeitlichen Strukturen ab. Neben der Realität
des Objekts entsteht so eine neue Wirklichkeitsebene der digita-
len Modelle, die für verschiedene digitale Anwendungen nutzbar
gemacht werden kann. Ein Beispiel sind mediale Visualisierungen
durch Virtual Reality, bei der kulturelles Erbe in der populärwis-
senschaftlichen oder musealen Vermittlung, projiziert in seinen
ursprünglichen Kontext, besser erklärt werden kann. Darüber hi-
naus gelangen mit dieser rasanten und systematischen Zunahme
digitaler Daten wissenschaftliche Analysen mit Hilfe von Anwen-
dungen Künstlicher Intelligenz auch für Kultureinrichtungen in den
Bereich des Möglichen.
1)
Welchen Nutzen ziehen Kultureinrichtungen aus der Digitali-
sierung und wird dabei an neue Visualisierungen wie Virtual
Reality gedacht?
2)
Original vs. Virtuell — welche Vorteile oder auch Nachteile haben
Anwendungen von Virtual bzw. Augmented Reality für Kulturein-
richtungen und ihre unterschiedlichen Nutzergruppen?
3)
Wissenschaft aus dem Computer im Zeitalter von Fake News:
Brauchen mit Künstlicher Intelligenz ermittelte Daten Kontrol-
le?
Dr. Florian Innerhofer
Landesamt für Archäologie Sachsen
08
Digitale Gästekarte als Mehrwert für die gesamte
Reiseregion
Gäste freuen sich, Services aus einer Hand zu erhalten. Richtig
entspannt wird es, wenn im Urlaub der Tarifdschungel des ÖPNV
keine Rolle spielt, keine Eintrittskarten gekauft werden müssen
und Wartezeiten nicht zum Urlaubsalltag gehören. An dieser Stelle
kommen Gästekarten ins Spiel: Sie verbinden sämtliche Angebote
in sich und machen den Urlaub einfach und unkompliziert genau zu
dem, was er sein soll, entspannend und schön. Digitale Gästekar-
ten bieten dabei nicht nur für Gäste Mehrwerte, sondern können
auch bei der Gästelenkung, Vermarktung und Angebotsentwick-
lung helfen. Wie können digitale Gästekarten optimal eingesetzt
und Gästeströme sinnvoll in den Reiseregionen gelenkt werden?
1)
Welche Mehrwerte für Anbieter und Nutzen für Gäste bringt
der Einsatz digitaler Gästekarten?
2)
Wie können digitale Gästekarten optimal eingesetzt werden,
um Besucherströme zu lenken?
3)
Welche Rahmenbedingungen befördern die Entwicklung von
digitalen Gästekarten?
Mandy Eibenstein
Landestourismusverband Sachsen e. V.
Themeninseln
09
3D-Digitalisierung — eine umfassende Heraus-
forderung?!
Die durch die Forschung und technische Entwicklung vorange-
triebene 3D-Digitalisierung ist ein zunehmend interessanter
Ansatzpunkt für die Museen. Ähnliche Tendenzen beobachten
wir auch im industriellen Bereich in Form der Themenstellungen
3D-Druck und additive Fertigung. Innerhalb der Museen sind die
Möglichkeiten und Chancen insbesondere für die Bereiche For-
schung, Restaurierung und Vermittlung interessant, aber auch
kontrovers. Die breite Vielfalt und Tiefe des Themas erfordern
deshalb eine umfassende Betrachtung. Technische Grundlagen
und Fragestellungen beispielsweise zu Standards und Normen,
organisatorischen Rahmenbedingungen, rechtlichen Fragen oder
Visualisierungsformen (z. B. 3D-Druck) stellen nur einen Bruchteil
der Themen dar, die aktuell von besonderem Interesse sind.
1)
Wie können Verbünde aussehen, die die technische Entwick-
lung in diesem Bereich benutzergerecht voranbringen?
2)
Welche Möglichkeiten gibt es, Standards zu etablieren?
3)
Wie sehen zukünftige Anforderungen an Fachkräfte in die-
sem Bereich aus?
Dr. Martin Zavesky
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
10
Künstliche Intelligenz — ethische und gesell-
schaftliche Implikationen
Im Zentrum steht die Frage, wie der Einsatz von Künstlicher In-
telligenz so gestaltet werden kann, dass sich sowohl ihr Innova-
tionspotenzial entfaltet als auch ihre Wirkungen gesellschaftlich
und ethisch akzeptabel sind. Ist es im Hinblick auf die gegen-
wärtigen angewandten Technologien gerechtfertigt, bereits von
Künstlicher Intelligenz zu sprechen? Welche gesellschaftlichen
und ethischen Implikationen sind durch die zunehmende Durch-
dringung von Arbeit, Produktion und Gesellschaft durch KI zu
erwarten?
1)
Welche ethischen und gesellschaftlichen Implikationen kommen
mit der KI auf uns zu bzw. werden verstärkt?
2)
Wie können neue KI-basierte Geschäftsmodelle verantwor-
tungsvoll gestaltet werden?
3)
In welchen Formen sollten öffentliche Institutionen, gemein-
nützige Organisationen, Wissenschaft und Wirtschaft zusam-
menarbeiten, um die breite Akzeptanz von KI zu fördern?
Dr. Lutz Bryja
Sächsisches Staatsministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
11
Digitalisierung in der Wohnung — Ambient
Assisted Living, SmartHome, Telemedizin & Co.
Im Fokus stehen Erfahrungen und Handlungsempfehlungen für die
Digi
talisierung in der Wohnungswirtschaft: Aktuelle Lösungen im
Bereich Ambient Assisted Living (AAL) und Co. bieten erweiterte
Möglichkeiten für technische Assistenz in der Wohnung, wohnbe-
gleitende Dienstleistungen und neue Wohnkonzepte. Nachhaltige
Netzwerke im Quartier fordern alle Beteiligten in den Quartierse-
benen. Der Grad der Ausstattung und die Art der Nutzung sind
dabei so vielfältig wie die Mieter eines Wohnungsunternehmens.
Barrierearme Wohnraumgestaltung, elektronische Assistenz und
die Vernetzung mit Anbietern von Dienstleistungen sind die Basis
einer nachhaltigen Nutzerakzeptanz und sollten daher gemein-
sam betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund spielen eben-
falls Befähigungskonzepte eine wesentliche Rolle.
1)
Wie kann die Digitalisierung der Wohnung in Zusammenar-
beit von Architektur, Handwerk, Dienstleistung, Infrastruktur,
Sozial- und Wohnungswirtschaft optimal gestaltet und poli-
tisch unterstützt werden?
2)
Wer sollten die Partner sein, um Bildung, Verständnis und
Information der Nutzer als Basis einer hohen Wirtschaftlich-
keit der digitalisierten Prozesse zu bewältigen und wie ist
das effektiv zu organisieren?
3)
Technische Lösungen sind im Einklang mit sozialen Erforder-
nissen des Wohnens zu entwickeln – wie steht die Ökono-
mie in Relation zur Qualität, dem sozialen Nutzen und den
Herausforderungen des demografischen/gesellschatlichen
Wandels?
Rainer Richter
Verband Sächsischer Wohnungs-
genossenschaften e. V. (VSWG)

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12
13
Themeninseln
12
Vom Fahrer zum Passagier: Der Mensch im
autonomen Fahrzeug
Die Mobilitäts- und Verkehrswende ist in vollem Gange. Digitali-
sierung bzw. Vernetzung sowie die Automatisierung des gesam-
ten Verkehrs dringen immer mehr in den Alltag jedes Einzelnen
vor. Wie mehrere Studien und Umfragen zeigen, hat die Mehrheit
der Nutzerinnen und Nutzer allerdings Ängste und Vorbehalte ge-
genüber der Vorstellung, ein automatisiertes oder teilautomati-
siertes Fahrzeug zu nutzen. Doch welche Veränderungen stehen
jedem einzelnen Nutzer in naher Zukunft tatsächlich ins Haus,
wenn intelligente Verkehrssysteme Einzug auf unseren Straßen
halten? Und welche Maßnahmen sind nötig oder sinnvoll, um die
Nutzer mitzunehmen und für Akzeptanz digitaler Mobilität in der
Bevölkerung zu sorgen?
1)
Welche Vorteile und welche Herausforderungen bringt das
intelligente, automatisierte Fahren für den Nutzer?
2)
Ist Datenschutz in der vernetzten Stadt überhaupt noch
möglich?
3)
„Wünsch dir was“: Welche Rahmenbedingungen sind für die
Wirtschaft notwendig, um automatisiertes oder intelligen-
tes Fahren einschließlich aller notwendigen Begleitsysteme
schneller zur realen Anwendung zu bringen und welche Maß-
nahmen sind nötig, um die Nutzer dabei mitzunehmen?
Dr. Katja Henschler
Verbraucherzentrale Sachsen e. V.
13
Infrastruktur für 5G-Pilotprojekte in Sachsen
Sachsen ist mit einer hervorragenden Forschungslandschaft im
Bereich 5G der wesentliche Treiber für die Entwicklung des neuen
Mobilfunkstandards. Nun kommt es darauf an, auch entsprechen-
de Pilotregionen hier zu etablieren. Dazu bedarf es eines Zusam-
menwirkens von Kommunen und Unternehmen.
1)
Welche Anwendungsfelder für 5G-Pilotregionen sind beson-
ders interessant?
2)
Welche Unternehmen interessieren sich für 5G-Pilotprojekte?
3)
Welche Kommunen interessieren sich für 5G-Pilotprojekte?
Dr. Jens Albrecht
Sächsisches Staatsministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
14
Blockchain — Internet der digitalisierten Werte,
Güter und Originale
Blockchain ist seit 2017 durch den Bitcoin-Hype in aller Munde.
Blockchain ist die zugrundeliegende Technologie, die das zu-
künftige „Internet“ der digitalisierten Werte, Güter und Originale
überhaupt erst ermöglichen wird. So wie die E-Mail die erste An-
wendung des Internets Anfang der 1990er war, so sind Bitcoin &
Co. lediglich die ersten Anwendungen der Blockchain. Gegenwär-
tig zeichnen sich aber schon zahlreiche weitere Anwendungen
ab, die weit über digitale Währungen hinausgehen. Überall dort,
wo man nicht nur Informationen, sondern digitalisierte Werte,
Güter und Originale sicher, schnell und kostengünstig transferie-
ren möchte, kommt man künftig ohne Blockchain-Lösungen nicht
mehr aus. DIGITALISIERUNG wird bei der Blockchain nicht nur groß
geschrieben, sondern tatsächlich gelebt!
1)
Blockchain — was ist das genau?
2)
Blockchain — wir haben die Lösung und suchen das Problem?
3)
Blockchain — wie kann ich persönlich von dieser Technologie
profitieren?
Prof. Dr. Andreas Ittner
Hochschule Mittweida
15
Serviceportal Amt24
Das sächsische Informationsportal Amt24 wird in Kooperation
mit Baden-Württemberg zum sächsischen Serviceportal Amt24
weiterentwickelt. Es wird in den Portalverbund von Bund und
Ländern integriert werden, der gemäß Onlinezugangsgesetz auf-
zubauen ist. Das Serviceportal Amt24 wird es den sächsischen
Behörden ermöglichen, Online-Verfahren zu modellieren, tech-
nisch umzusetzen und Bürgern und Unternehmen über das Portal
zugänglich zu machen.
1)
Wie kann das Serviceportal Amt24 von sächsischen Behör-
den genutzt werden?
2)
Welche Funktionen stellt der „Werkzeugkasten“ des Portals
für die Implementierung von Online-Verfahren bereit?
3)
Was können Bürger und Unternehmen von einem Servicepor-
tal Amt24 im Portalverbund von Bund und Ländern erwarten?
Dr. Heike Schwerdel-Schmidt
Sächsische Staatskanzlei
Themeninseln
16
Was sind Daten wert? Digitale Daten
als wichtiger Bestandteil neuer Wert-
schöpfungsmodelle
Mit der Digitalisierung ergeben sich ganz neue Möglichkeiten,
Produktions- und Dienstleistungsprozesse zu gestalten. Daten
bilden dafür die Grundlage. Sie helfen auf unterschiedliche Weise
dabei, Prozesse zu verbessern oder neu aufzusetzen. Mit Text-
mining können komplexe Dokumente ausgelesen und weiterver-
arbeitet werden. Über Sensoren erfasste Wetterdaten geben
Aufschluss über Fehler im Produktionsverlauf. Verschleißdaten
stoßen automatisch Wartungsprozesse an. Die Einsatzmöglich-
keiten sind so vielfältig wie die Anforderungen der Unterneh-
men. Diskutiert werden soll, welche Daten in Ihren Unternehmen
erfasst werden und welchen Nutzen Sie daraus ziehen können.
Dabei profitieren Sie von der anwendungsorientierten Forschung
des Fraunhofer IMW und der Universität Leipzig.
1)
Welche Daten gibt es bereits im Unternehmen?
2)
Wie können diese Daten besser genutzt werden?
3)
Wie können aus dieser Datennutzung Kostenoptimierungen,
neue Produkte und Dienstleistungen oder neue Geschäfts-
modelle entstehen?
Prof. Dr. Heiko
Fraunhofer-Zentrum für Internationales
Gebauer
Management und Wissensökonomie IMW
17
Digitaler Wandel — Neue Beratungskonzepte für
KMU und das Handwerk
Das Thema „Digitaler Wandel“ wird in der aktuellen Beratungspra-
xis von technischen und technologischen Neuerungen sowie der
Optimierung von Prozessen getrieben. Der Bedarf von kleinen und
mittleren Unternehmen und von Handwerksbetrieben besteht
aber eher in der organisatorisch-innovativen Neuausrichtung der
Betriebsabläufe beziehungsweise in der Definition und Entwick-
lung neuer Geschäftsmodelle und Prozesse, die dann mit den op-
timalen technischen Lösungen untersetzt werden. Diese Bedarfe
erfordern eine Art der ganzheitlichen Beratung, die für kleine Un-
ternehmensgrößen nicht immer angeboten wird. Ziel des Work-
shops soll es sein, erste Ansätze einer zielgruppenorientierten
Beratungspraxis zu erarbeiten.
1)
Welche Form der Beratung brauchen KMU heute?
2)
Wie kann der digitale Wandel als langfristiger Prozess in der
Beratung abgebildet werden?
Ulrich Goedecke
Kompetenzzentrum Digitales
Handwerk (KDH)
Dr. Heiko Kempa
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
„Künstliche Dummheit – Ein unfairer Vortrag über die aktuellen Grenzen künstlicher Intelligenz“
In einem wahren PR-Gewitter wird uns derzeit Künstliche Intelligenz als die nächste große Disruption
angepriesen. Wenn alles stimmen würde, was in diesem Zusammenhang behauptet wird, müssten wir
uns schon morgen beim Computer im Büro bedanken, wenn er uns noch neben sich duldet. Es ist schwer,
sich dem Hype zu entziehen, doch wir sollten Hot Topics von heißer Luft unterscheiden. Einige Beispiele
dafür, was Künstliche Intelligenz noch nicht, vielleicht auch niemals vermag, können dabei helfen. Ein
einseitiger, unfairer und vereinfachender Vortrag, wie er auch mal gut tut ...

14
15
Vormittags
01
Künstliche Intelligenz — Hardware aus Sachsen
S. 15
02
Sicherheit in der vernetzten Produktion
S. 15
03
Gamification in der Personalarbeit
S. 16
04
Digitaler Landkreis — digitale Stadt:
Herausforderungen, Strategien und gute Beispiele
S. 16
05
Der Mensch in der digitalen Arbeitswelt —
Erfolgsgarant oder Störfaktor?
S. 17
Nachmittags
06
Künstliche Intelligenz im Automobil
S. 15
07
Was nützt AR in der Wissensarbeit 4.0?
S. 15
08
Anwendungen Virtueller Realität
in der (Hochschul-) Lehre
S. 16
09
Digitales Dorf, digitaler ländlicher Raum
S. 16
10
Digitales Planen, Bauen und Betreiben mit BIM
(Building Information Modeling) —
wo steht Sachsen?
S. 17
Workshops
12.15 Uhr
01
Künstliche Intelligenz — Hardware aus Sachsen
Eine der größten Herausforderungen im Bereich künstlicher In-
telligenz (KI) ist die Reaktionszeit, insbesondere für Echtzeitan-
wendungen wie taktiles Internet, autonomes Fahren, Industrie
4.0 und Robotik. Es müssen innerhalb weniger Millisekunden eine
Vielzahl von Sensorsignalen kommuniziert, in einer AI-basierten
Verarbeitungskette vielschichtig analysiert, semantisch mitein-
ander in Relation gesetzt und wieder zu den Aktoren übertragen
werden. Standard Cloud-Hardware (NVIDIA, Intel, Google) kann
gegenwärtig diese Anforderungen nicht erfüllen. Der Lehrstuhl
für hochparallele VLSI-Systeme und Neuromikroelektronik (HPSN)
der TU Dresden entwirft Chips und Systeme im Bereich Deep Lear-
ning / KI, welche auf mobile Echtzeitanwendungen optimiert sind,
das heißt mit einer ultraschnellen und sehr energieeffizienten
Verarbeitungskette eine ‚intelligente‘, reaktive Mensch-Maschine
Interaktion ermöglichen. Die Bandbreite der am HPSN-Lehrstuhl
entworfenen Systeme reicht dabei von kompletten Edge-Cloud
Rechnerschränken bis zu ‚Smart Dust‘, das heißt KI-Chips im 2*3
mm Formfaktor mit direkter Ethernet / USB-Anbindung und Sen-
sorschnittstellen. Die beschriebene enge Verbindung von Hard-
und Software erlaubt es, optimierte und damit global äußerst
konkurrenzfähige Produkte zu generieren sowie die gesamte
Wertschöpfungskette – von Chipdesign über Chipfertigung bis
zur KI-Anwendung – lokal in Sachsen / Deutschland zu halten. Ziel
des Workshops ist mithin, bisherige Anwendungen aufzuzeigen
und neue Ideen / Einsatzmöglichkeiten zu generieren, welche die
Stärken derartiger verteilter, interaktiver KI-Systeme ausspielen.
Prof. Dr.-Ing. habil.
Technische Universität Dresden
Christian Mayr
14.00 Uhr
06
Künstliche Intelligenz im Automobil
Mit Algorithmen der Künstlichen Intelligenz wird autonomes Fah-
ren entwickelt. Fahrerassistenz und moderne Verkehrsführung
werden durch eine Vielzahl von Sensoren im Fahrzeug und durch
aktive Verkehrswege unterstützt. In diesem Workshop werden
Lösungen für autonomes Fahren durch Methoden der Künstli-
chen Intelligenz und Anwendungsbeispiele vorgestellt. Folgende
Fragen stehen im Mittelpunkt: Welche Ansätze der Künstlichen
Intelligenz sind besonders geeignet? Wie werden diese Metho-
den angewendet? Wie verlässlich ist der Einsatz von Künstlicher
Intelligenz?
Prof. Dr. Wolfram Hardt
Technische Universität Chemnitz
Dr. Julien Vitay
Technische Universität Chemnitz
12.15 Uhr
02
Sicherheit in der vernetzten Produktion
Alles wird miteinander vernetzt und wird (künstlich) intelligenter —
auch Maschinen, Werkzeuge, Werkstücke und sogar Mitarbeiter.
Gefahrlos? Was muss man beachten? In diesem Workshop wer-
den Grundlagen der IT-Sicherheit dargestellt, häufige Fehlerquel-
len aufgezeigt und mittels Live-Hacking typische Angriffsflächen
demonstriert. Mit diesem Wissen können die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer selbst ihre Prozesse und Systeme mit einfachen
Maßnahmen sicher(-er) machen. Folgende Fragen stehen im Mit-
telpunkt: Was sind typische Angriffsflächen eines Unternehmens
und wie tickt der Angreifer? Wie können Sensibilisierungs- und
Schutzmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden? Was sind
Bestandteile eines IT-Sicherheitsmanagements?
Dagmar Lange
Kompetenzzentrum Mittelstand
4.0 Chemnitz
Workshops
14.00 Uhr
07
Was nützt AR in der Wissensarbeit 4.0?
Augmented Reality (AR) kann unter anderem zu einer intuitiven,
„natürlichen“ Arbeitsweise mit digitalen Arbeitsmitteln (z.B. virtu-
elle 3D-Modelle von Gebäuden) beitragen. Erste AR-Anwendun-
gen sind beispielsweise in der Produktentwicklung oder Logistik
im Einsatz. Gerade für die Vielfalt der Wissens- und Büroarbeits-
plätze sind die Potenziale der AR-Technologie jedoch noch nicht
erschlossen. Ziel: Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in das
Thema Augmented Reality und können erste Erfahrungen mit ei-
ner AR-Brille sammeln. Die Teilnehmer können die Potenziale der
AR-Technologie für ausgewählte Tätigkeiten der Wissens- / Büro-
arbeit eruieren und die dabei genutzte Methode später auf ihre
Arbeitsgebiete übertragen.
Jonas Trezl
Technische Universität Chemnitz
Erik Hunold
Technische Universität Chemnitz
Loge links (2. OG)
Loge rechts (2. OG)
Überischt: Workshops
2. OG
1. OG
EG
Loge links
Themeninseln
im Saal
Presse-
konferenz-
raum
Spieler-
kabinen
(Heim & Gast)
Loge rechts
Check-in

16
17
14.00 Uhr
09
Digitales Dorf, digitaler ländlicher Raum
Die ländlichen Regionen Sachsens sind von der Abwanderung in
die Oberzentren, der demografischen Überalterung und einem
geringen BIP-Anteil besonders stark betroffen. Mit Hilfe des Kon-
zeptes „Digitales Dorf / Digitaler ländlicher Raum“ sollen in den Re-
gionen Impulse zum Strukturwandel gesetzt werden. Dabei geht
es um die Unterstützung breit angelegter regionaler Bündnisse
mit unterschiedlichen Akteuren, die gemeinsam Innovationsfelder
identifizieren und mit geeigneten, neuen strategischen Ansätzen
die vorhandenen Innovationspotenziale ihrer Region in die Zu-
kunft überführen. Die regionalen Umsetzungsschritte werden in
Abhängigkeit von den Besonderheiten der Kulturlandschaft, der
regionalen Identität und sozialen Bindungen, verfügbarer Infra-
struktur und Anbindung an benachbarte Siedlungszentren ganz
unterschiedlich ausgeprägt sein. Hierüber lohnt es sich im Work-
shop zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze vorzustellen,
die auch in anderen Regionen anwendbar sind. Folgende Fragen
stehen im Mittelpunkt: Wer hat Interesse, an der Realisierung des
Konzeptes mitzuwirken? Welche zusätzlichen Module / Impulse
zum „Standardverfahren“ werden in den Regionen gesehen?
Welcher Nutzen, welche Probleme werden mit der Umsetzung des
Konzeptes „Digitales Dorf / Digitaler ländlicher Raum“ in den jewei-
ligen Regionen erwartet (wirtschaftlich, sozial, kommunikativ)?
Dr. Mario Marsch
Sächsisches Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie
Workshops
12.00 Uhr
03
Gamification in der Personalarbeit
Unter Serious Games werden digitale Spiele verstanden, durch
die Nutzerinnen und Nutzer informiert und gebildet, aber
gleichzeitig unterhalten werden sollen. Auf Basis zweier Best
Practice-Beispiele sollen im Rahmen des Workshops die Anwen-
dungsmöglichkeiten von „Serious Games“ in der Personalarbeit
diskutiert werden. So gibt die Bundesagentur für Arbeit einen
Einblick in ihr Projekt „Amtliche Helden gesucht“ — ein Serious
Game, das zur Nachwuchskräftegewinnung eingesetzt wird. Die
TU Dresden informiert über das BMBF-geförderte Projekt „Seri-
ous Game-basierte Informations- und Lernumgebung zum Abbau
von physischen und psychischen Belastungen bei Pflegekräften“
(Stress-Rekord) für Führungskräfte im ambulanten Pflegebereich.
Dr. Sandra Schulz
Technische Universität Dresden
Gunar Hofmann
Bundesagentur für Arbeit
12.00 Uhr
04
Digitaler Landkreis — digitale Stadt:
Herausforderungen, Strategien und gute Beispiele
Im Workshop werden die Ergebnisse einer repräsentativen Umfra-
ge zum Stand der Digitalisierung in den Landkreisen diskutiert, die
durch den Deutschen Landkreistag in Zusammenarbeit mit dem
Institut Fraunhofer IESE durchgeführt wurde. Dabei geht es um
Handlungsfelder wie die medizinische Versorgung, Arbeit, Wohnen,
Bildung und Mobilität, aber auch Wirtschafts- und Innovationsför-
derung sowie eGovernment. Wie Vernetzung und Digitalisierung
für innovative Stadtsysteme genutzt werden können, wird am
Beispiel der Stadt Chemnitz gezeigt, die als „Reallabor“ an der vom
BMBF geförderten Pilotmaßnahme „Smart Urban Services“ betei-
ligt ist. Schließlich soll überlegt werden, wie andere sächsische Re-
gionen von den Ergebnissen und Erfahrungen profitieren können.
Anna Galda
Stadt Chemnitz
PD Dr. Ariane Berger
Deutscher Landkreistag
14.00 Uhr
08
Anwendungen Virtueller Realität in der
(Hochschul-)Lehre
Gezeigt werden mehrere Beispiele für Anwendungen des neuen
Gebiets der „Immersiven Lehre“, also der Wissensvermittlung
durch Eintauchen in eine digital erschaffene virtuelle Welt. Die
HTW Dresden setzt diese Methoden seit 2016 in Pflichtlehr-
veranstaltungen ein. Die Möglichkeiten und Grenzen der neuen
Methode werden nicht nur theoretisch aufgezeigt, sondern kön-
nen anhand von speziell auf die Lehre ausgerichteten Eigenent-
wicklungen auch praktisch ausprobiert werden. Konkret kann
man Metall-Schutzgassschweißen lernen, Montageaufgaben
trainieren und chemische Zusammenhänge in einer interaktiven
Molekülsimulation erleben.
Prof. Dr.-Ing.
Hochschule für Technik und Wirtschaft
Gunther Göbel
Dresden
Pressekonferenzraum (EG)
Heim-Spielerkabine (EG)
12.00 Uhr
05
Der Mensch in der digitalen Arbeitswelt —
Erfolgsgarant oder Störfaktor?
Die Digitalisierung wird Produktions- und Dienstleistungsprozesse
sowie Arbeitsformen und Beschäftigungsverhältnisse gravierend
verändern. Es kommt darauf an, die Menschen in diesem Prozess
von Beginn an mitzunehmen — sie sind die Fachkräfte, auf die
Unternehmen auch im digitalen Zeitalter nicht verzichten können.
Die Gestaltung guter Arbeitsbedingungen, unter denen Menschen
gern und sicher arbeiten, gewinnt durch Digitalisierung weiter an
Aktualität. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:
Welche Auswir-
kungen hat die Einführung digitaler Technologie auf die Arbeit? Wie
berücksichtigen Unternehmen dies bereits bei der Entwicklung, bei
Auswahl, Einkauf sowie Einführung von Technik und wie bereiten
sie ihre Beschäftigten darauf vor? Wie gelingt es schließlich, mit
digitaler Technologie gute Arbeitsbedingungen zu gestalten?
Maximilian
Technische Universität Dresden
Bretschneider
14.00 Uhr
10
Digitales Planen, Bauen und Betreiben mit
BIM (Building Information Modeling) —
wo steht Sachsen?
Die Digitalisierung des Bauwesens ist in aller Munde. Statt ana-
loger Bauzeichnungen werden zunehmend Modelle der gebauten
Umwelt digital erstellt, übermittelt, analysiert und visualisiert
und vor allem: Gemeinsam bearbeitet. Dieser Megatrend, hin
zu einer kollaborativen Arbeitsmethodik für das Planen, Bauen
und Betreiben von Bauwerken wird unter dem Begriff „Building
Information Modeling“ (BIM) zusammengefasst. Große Gene-
ralplanungsunternehmen und Baufirmen setzen die digitalen
Arbeitsmethoden schon erfolgreich und regelmäßig ein. Doch
welche Vorteile werden erreicht, wenn auch öffentliche Bauher-
ren und kleine Ingenieurbüros mit ins BIM-Boot geholt werden?
Was ist dafür zu tun? Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:
Bauteilorientierung, gemeinsame Datenumgebung und Lebens-
zyklus: Was verstehen wir unter „BIM“? Welchen Nutzen haben
herstellerneutrale Standards? Wo besteht der größte Normie-
rungsbedarf?
Was kann die sächsische Landespolitik beitragen,
um BIM „auf die Straße zu bringen“?
Prof. Dr.-Ing.
Hochschule für Technik und Wirtschaft
Christian Clemen
Dresden
Workshops
Gast-Spielerkabine (EG)

18
19
01
Virtual Reality als Werkzeug der
Wohnraumgestaltung im WohnXperium
S. 19
02
Durch Retrofit von Anlagen schnell
zum Digitalen Zwilling
S. 19
03
Menschliche Bewegungserfassung in der virtuellen
Realität
S. 19
04
Dynamische Sprachanimation und Visualisierung
S. 19
05
Neurorobotik
S. 19
06
Telematikunterstützung für die Impulsregion 2020
S. 20
07
Datenbrillen in professionellen Anwendungen
S. 20
08
Schullogin — ein landesweites Identitäts-
managementsystem für sächsische Schulen
S. 20
09
Verbesserung der Effizienz von Produktions-
maschinen mit selbstlernenden Bediener-
Assistenzsystemen
S. 20
10
Smart Underground: Robotik und IoT unter Tage
S. 20
11
VR/AR-Anwendungen in der Archäologie:
„Virtueller“ Brunnen aus der Steinzeit
S. 21
12
VR/AR-Anwendungen in der Archäologie:
VirtualArch — Virtuelle Befahrung eines
mittelalterlichen Bergwerks
S. 21
13
Die Big Data Zeitmaschine: Initiative für ein
gemeinsames europäisches Großforschungs-
vorhaben
S. 21
14
Big-Data-Kompetenzzentrum „ScaDS Dresden/
Leipzig — Competence Center for Scalable
Data Services and Solutions“
S. 21
15
Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) für
Unternehmen, Behörden und Verbände im
Freistaat Sachsen
S. 21
16
Gestendemonstrator
S. 22
17
Breitbandausbau in Sachsen
S. 22
18
Data Mining 4 You! Projekt ROHSA 3 —
Wir schaffen Einblicke in den Untergrund
S. 22
19
Nachgefragt: Kultur- und kreativwirtschaftliche
Angebote in der digitalen Welt
S. 22
Übersicht: Themenwelten
Themenwelten
2. OG
05
04
06
07
08
09
03
02
11
12
13
14
15
16
17
19
18
10
01
Themenwelt
01
Virtual Reality als Werkzeug der Wohnraum-
gestaltung im WohnXperium
Im WohnXperium werden wissenschaftliche Empfehlungen
zum barriere
armen Bauen und Wohnen mit praxisorientierten
Bedarfen verknüpft. Lernen Sie das WohnXperium kennen mit
einem Überblick aus der Erlebniswelt zu modularen Bewegungs-
räumen, Exponaten und Alterssimulationen. Ergänzt wird die
Erlebniswelt durch einen Sinnesparcours und die multimodale
Informationspräsentation mittels virtueller Realität. Erleben Sie
typische Wohnraumgrundrisse und Einschränkungen in der vir-
tuellen Welt und erfahren Sie, wie durch einfache Maßnahmen
eine barriere
arme Wohnumgebung geschaffen werden kann. In
den meisten Fällen reicht die Vorstellung einer Umbaumaßnahme
im Wohnraum nicht aus. VR-Technologie kann helfen, die Maß-
nahmen besser zu planen und das anvisierte Endergebnis den
unterschiedlichen Akteuren zu verdeutlichen.
Danny Rüffert, M.Sc.
Technische Universität Chemnitz
02
Durch Retrofit von Anlagen schnell zum
Digitalen Zwilling
Es wird ein Auszug aus dem Smart Systems Trail „Smart Sensor
and Production Systems for Industrial IoT“ präsentiert, welcher auf
die Darstellung innovativer Lösungen zur durchgängigen Digitali-
sierung in der Produktion über die vollständige Wertschöpfungs-
kette hinweg abzielt. Dabei stehen diverse Aspekte des IoT im
Vordergrund, wie beispielsweise die sensorbasierte Bereitstellung
von Daten, über deren Analyse und Auswertung, bis hin zur Rück-
kopplung unterstützender produktionsrelevanter Informationen.
Mit der Visualisierung und der Darstellung der Daten in Dashboards
oder in Virtual/Augmented Reality bildet dieser Trail Szenarien der
durchgängigen Digitalisierung im Rahmen eines Digitalen Zwillings
ab. Dieser Auszug wird von den Partnern Fraunhofer IWU, Fraun-
hofer Enas, In.Hub GmbH und N+P Informationssysteme GmbH
präsentiert und von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und
Entwicklungsgesellschaft mbH koordiniert.
Anni Voigt
CWE — Chemnitzer Wirtschafts-
förderungs- und Entwicklungs-
gesellschaft mbH
03
Menschliche Bewegungserfassung in der
virtuellen Realität
Eine Virtual-Reality-Brille versetzt den Nutzer in eine virtuelle Um-
gebung. Währenddessen werden die Bewegungen des Nutzers in
der realen Welt per Kamera erfasst und in die virtuelle Realität
übertragen. Der Nutzer kann damit die VR-Anwendung anhand der
eigenen Bewegungen steuern, ohne dabei auf zusätzliche Senso-
rik in Form von Eingabegeräten angewiesen zu sein und sich damit
frei in der virtuellen Welt bewegen.
Prof. Dr. Guido Brunnett
Technische Universität Chemnitz
04
Dynamische Sprachanimation und
Visualisierung
In dieser Präsentation wird ein sprechender Avatar vorgeführt
werden. Die Besonderheit dabei ist, dass es sich dabei nicht um
vorher aufgezeichnete Animationen handelt, sondern dass diese
aus Nutzereingaben dynamisch erstellt werden. Als Input dienen
Sprachaufzeichnungen oder Text. Aus den Sprachaufzeichnungen
werden Sequenzen für die Gesichts-/Sprachanimation erstellt,
so dass der Avatar die Lippen passend und synchron zur Spra-
che bewegt. Aus eingegebenem Text wird sowohl die passende
Animationssequenz als auch die Sprache selbst erzeugt und vom
Avatar wiedergegeben. Die zugrunde liegenden Technologien sind
Text-to-Speech für die Spracherzeugung und Speech-to-Text zur
Analyse einer Audioaufnahme.
Prof. Dr. Guido Brunnett
Technische Universität Chemnitz
05
Neurorobotik
Forschung im Bereich Neurorobotik zielt darauf ab, eine en-
ge Verbindung zwischen Robotik und Neurowissenschaften
zu etablieren. Die Aussteller entwickeln kognitive Modelle für
menschenähnliche Roboter, die von der Kognition biologischer
Systeme inspiriert sind. Es sollen motorische Fähigkeiten ge-
neriert werden, die humanoiden Robotern mehr Interaktivität
verleihen sowie zu mehr Flexibilität in wechselnden Umgebun-
gen führen. Es werden rhythmische und diskrete Bewegungen
(wie Laufen und Greifen) anhand neuronaler Modelle, die vom
Rückenmark von Wirbeltieren inspiriert sind, erzeugt. Durch diese
Modelle werden Roboter dazu fähig, Aufgaben auszuführen und
ihr Verhalten an Veränderungen in der Umwelt anzupassen.
Prof. Dr. Fred Hamker
Technische Universität Chemnitz
Dr. John Nassour
Technische Universität Chemnitz
Die Themenwelt kann in den Pausen im 2. OG besichtigt werden.

20
21
06
Telematikunterstützung für die Impulsregion
2020
In keinem anderen deutschen Landkreis ist der Ärztemangel
so gravierend wie im Vogtlandkreis. Wo Ärzte fehlen, werden
im Rahmen dieses EFRE-Projektes ambulante medizinische
Service-Zentren als Anlauf-, Beratungs- und Behandlungsstelle
eingerichtet. Das mittlere medizinische Personal in den Zentren
kann Voruntersuchungen und Hausbesuche durchführen oder
Termine für Videosprechstunden vereinbaren. Zur Reduktion von
Wege- und Wartezeiten werden im häuslichen Umfeld Smart De-
vices eingesetzt und via Telemonitoring ausgewertet. Unter Be-
achtung des Datenschutzes werden die Daten des Patienten in
einer patientenzentrierten Akte zusammengeführt, auf die das
Service-Zentrum, betreuende Ärzte und beteiligte Pflegedienste
zugreifen können, so dass sich stets ein umfassendes Versor-
gungsbild ergibt.
Prof. Dr. Anke Häber
Westsächsische Hochschule Zwickau
07
Datenbrillen in professionellen Anwendungen
An diesem Stand kann der Besucher verschiedene Anwendungen
auf einer Datenbrille selbst ausprobieren und sich einen Eindruck
von der Technologie verschaffen. Der Fokus liegt auf der prak-
tischen Anwendbarkeit der Datenbrillen in verschiedenen Bran-
chen. Zielgruppen sind Museen (Unterstützung von Führungen
mit Zusatz
material), Industrieanwender (Informationen für die
Prozesse in Logistik und Produktion) und Anwender des Gesund-
heitswesens (Patientendokumentation erleichtern).
Prof. Dr.-Ing.
Westsächsische Hochschule Zwickau
Mario Neugebauer
08
„Schullogin“ — ein landesweites Identitäts-
managementsystem für sächsische Schulen
Die Plattform „Schullogin“ stellt als landeseinheitliches Identitätsma-
nagementsystem einen zentralen personenbezogenen Login für alle
Lehrer und Schüler des Freistaates Sachsen bereit. Dies ermöglicht
einen einfachen und sicheren Zugang zu webbasierten Diensten/
Bildungsangeboten (beispielsweise Lernplattformen, Dateiablage,
Mail) sowie zu IT-Infrastrukturen an Schulen (Schulnetzwerk, WLAN),
die jeweils eine Authentifizierung erfordern. „Schullogin“ ist ein
Gemeinschafts
projekt zwischen SMK und TU Dresden und ein Dienst
des Sächsischen Bildungsservers. Die Weiterentwicklung von „Schul-
login“ ist Bestandteil des TUD-Sylber-Einzelvorhabens 6.1 „Lehrer-
bildung in Schulen und Hochschulen vernetzen“ (Qualitätsoffensive
Lehrerbildung, BMBF). „Schullogin“ befindet sich im Testbetrieb.
Sindy Riebeck
Sächsisches Staatsministerium für Kultus/
Technische Universität Dresden
09
Verbesserung der Effizienz von Produk-
tionsmaschinen mit selbstlernenden
Bediener-Assistenzsystemen
Die Effizienz von Verpackungs- und Verarbeitungsmaschinen liegt
im realen Produktionsalltag oft 30 % unter ihren technischen
Möglichkeiten. Dies führt zu hohen Verlusten und ist oft in un-
erfahrenem Bedienpersonal begründet. Am Fraunhofer IVV Dres-
den wird ein selbstlernendes Bediener-Assistenzsystem SAM mit
Algorithmen des maschinellen Lernens entwickelt, welches Er-
fahrungswissen von allen Bedienern, Monteuren und Ingenieuren
sukzessive sammelt und den Bediener im Störfall selbstständig
mit Lösungsvorschlägen unterstützt. SAM bindet dadurch den
Menschen mit seinen einzigartigen sensorischen, motorischen
und kognitiven Fähigkeiten wieder stärker in den Prozess ein und
sorgt dafür, dass Maschinenbetreiber das Potenzial ihrer techni-
schen Ausrüstung besser nutzen können.
Andre Schult
Fraunhofer-Institut für Verfahrens-
technik und Verpackung IVV
10
Smart Underground: Robotik und IoT unter
Tage
Die sensorische Überwachung und automatisierte Wartung
unterirdischer Infrastrukturen wie Verkehrs- und Versorgungs-
tunneln, untertägigen Materiallagern und Deponien, aktivem und
stillgelegtem Bergbau stellt spezielle Anforderungen, bietet aber
besondere Chancen für IoT-Technologien. Arbeiten der ESF-Nach-
wuchsforschergruppe ARIDuA der TU Bergakademie Freiberg zielen
auf die Entwicklung mobiler Roboter, die in der Lage sind, IoT-Infra-
strukturen einerseits zur autonomen Navigation zu nutzen und an-
dererseits selbst aufzubauen. Das Undromeda-Projekt untersucht
im Rahmen des EIT Raw Materials hybride Systeme von Robotern
und Drohnen, die präzise virtuelle Modelle der unterirdischen An-
lagen erstellen. Deep Learning hilft den Robotern bei der sicheren
Navigation und Handhabung von Messtechnik.
Steve Grehl
Technische Universität Bergakademie
Freiberg
11
VR/AR-Anwendungen in der Archäologie:
„Virtueller“ Brunnen aus der Steinzeit
Der im Zuge der Erweiterung des Flughafens Leipzig/Halle 2005
entdeckte jungsteinzeitliche Brunnen von Altscherbitz (Landkreis
Nordsachsen) gehört mit einem Alter von mehr als 7.000 Jahren
zu den ältesten Holzbauwerken und zu den am besten erhalte-
nen Wasserversorgungsanlagen seiner Zeit. Nach seiner Bergung
wurde er am Landesamt für Archäologie Sachsen erforscht und
dabei, begleitend zur Grabung, vollständig mit 3D-Scannern doku-
mentiert. Aus diesem Grund ist es möglich, das gesamte Bauwerk
mit Hilfe von Anwendungen der Virtual Reality zu erkunden, wäh-
rend die originale Bausubstanz aus Holz konserviert wird. Selbst
die geplante museale Präsentation im smac wird den in Block-
bauweise gefertigten Brunnenkasten wegen der empfindlichen
steinzeitlichen Bohlen nicht so authentisch zeigen können, wie er
mit Hilfe der VR-Brille Oculus Rift zu sehen ist.
Thomas Reuter
Landesamt für Archäologie
Sachsen
12
VR/AR-Anwendungen in der Archäologie:
VirtualArch — Virtuelle Befahrung eines
mittelalterlichen Bergwerks
Unter der Stadt Dippoldiswalde wurden in Folge der Hochwasser-
katastrophe von 2002 bislang unbekannte Bergwerke aus dem
Mittelalter entdeckt. Seither begleiten Montanarchäologen die
Erkundungsarbeiten der Bergsicherung, dokumentieren und ber-
gen die europaweit einzigartigen Hinterlassenschaften der Ber-
gleute. Eine öffentliche Besichtigung ist aus Sicherheitsgründen
jedoch nicht möglich. Daher initiierte das Landesamt für Archäo-
logie Sachsen das internationale Projekt VirtualArch, in dessen
Rahmen dieses bedeutende Denkmal virtuell rekonstruiert und
visualisiert wird. Mit einer frei verfügbaren App können Bürger
und Touristen mittels Virtual und Augmented Reality heute nicht
mehr zugängliche Bergwerke virtuell befahren und tiefgreifende
Einblicke in den mittelalterlichen Bergbau erhalten.
Thomas Reuter
Landesamt für Archäologie Sachsen
13
Die Big Data Zeitmaschine: Initiative für ein
gemeinsames europäisches Großforschungs-
vorhaben
Wie sähe die Welt aus, wenn wir auf Dokumente der Vergangenheit
ebenso leicht zugreifen könnten wie auf die Daten der Gegenwart?
Das Time Machine FET Flagship baut einen Large-Scale-Simulator,
der 2.000 Jahre europäische Geschichte abbildet. Kilometerlange
Archive und Sammlungen werden so in ein digitales Informations-
system verwandelt. Diese Big Data der Vergangenheit sind gemein-
same Ressourcen für die Zukunft und bieten einen bedeutenden
kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert. Mit
diesem Anliegen ist die Initiative derzeit ein aussichtsreicher Kan-
didat für eine FET-Flagship-Förderung der EU, welche mit einem
Budget von jeweils 1 Mrd. Euro auf zehn Jahre angelegt ist.
Dr. Sander Münster
Technische Universität Dresden
14
Big-Data-Kompetenzzentrum „ScaDS Dresden/
Leipzig — Competence Center for Scalable Data
Services and Solutions“
Das Big-Data-Kompetenzzentrum „ScaDS Dresden/Leipzig —
Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“
realisiert seit Oktober 2014 mit großem Erfolg kooperative For-
schung an Big-
Data-Technologien und deren interdisziplinärem
Einsatz für ein breites Anwendungsspektrum in Wissenschaft
und Wirtschaft. Der interdisziplinäre Ansatz in den profilbestim-
menden Arbeitsbereichen visuelle Analyse, Big-Data-Integration
& Analytics sowie skalierbare und sichere Datenplattformen wird
durch ein Servicezentrum unterstützt, das sich als Anlaufstelle
für Kooperationsinteressenten etabliert hat. Anhand von zwei
Demonstrator-Anwendungen wird ein Einblick in die aktuelle For-
schung und Anwendbarkeit auf wissenschaftlich und wirtschaft-
lich relevante Anwendungsfelder präsentiert.
Dr. René Jäkel
Technische Universität Dresden
15
Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) für
Unternehmen, Behörden und Verbände im
Freistaat Sachsen
Das Cybercrime Competence Center des LKA Sachsen bietet mit der
Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) Unternehmen, Behörden
und Verbänden im Freistaat Sachsen Unterstützung im Zusammen-
hang mit Angriffen durch Cyberkriminelle. Die ZAC nimmt derartige
Sicherheitsvorfälle auf, leitet polizeiliche Maßnahmen ein und berät
zum weiteren Vorgehen. Ein wichtiges Anliegen ist auch die Förde-
rung der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen,
Behörden und der Polizei. Kontakt: Montag bis Freitag jeweils von
8 bis 16 Uhr telefonisch unter 0351 855 3226 (in Eilfällen auch außer-
halb der Zeiten) sowie per Mail an zac.lka@polizei.sachsen.de
Sylvio Berner
Landeskriminalamt Sachsen

22
23
Themenwelt
16
Gestendemonstrator
VR/AR-Technologien werden häufig durch Gesten bedient. Der
Demonstrator versetzt den Nutzer in die Rolle des Instandhalters
einer weitgehend automatisierten und vernetzten Fabrik. Anhand
eines Störszenarios erfährt der Nutzer spielerisch, wie er sich
mittels Gestenkommandos – und herkömmlicher Bedienelemente –
durch ein virtuelles Fabrikmodell und durch eine Anleitung zur Stö-
rungsbeseitigung navigieren kann. Dabei werden Potenziale und
aktuell noch vorhandene Grenzen der Gestenstörungen erlebbar.
Dagmar Lange
Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0
Chemnitz
17
Breitbandausbau in Sachsen
Im Auftrag der Sächsischen Staatsregierung unterstützt und
berät das Breitbandkompetenzzentrum Sachsen (BKZ Sachsen)
die Kommunen und Landkreise beim Breitbandausbau. Es ist
darüber hinaus Ansprechpartner für die am Ausbau beteiligten
Akteure, zum Beispiel Berater und Telekommunikationsunterneh-
men. Beim „forum sachsen digital“ informiert das BKZ Sachsen
über die aktuelle Breitbandversorgung und Förderprogramme im
Freistaat und die Ausbauaktivitäten der sächsischen Kommunen
und Landkreise.
Reinhard Jung
Breitbandkompetenzzentrum Sachsen
18
Data Mining 4 You! Projekt ROHSA 3 —
Wir schaffen Einblicke in den Untergrund
Seit 850 Jahren werden in Sachsen Informationen zu Boden-
schätzen erstellt und gesammelt. Ziel ist es, mit dem Projekt
ROHSA 3 (ROHstoffdaten Sachsens) bis 2024 alle vorhandenen,
analogen Informationen zu sächsischen Bodenschätzen (Erzen
und Spaten) über eine Rohstoffsuchmaschine bereitzustellen
und Sachsens Untergrund damit digital „transparent“ zu machen.
Die Digitalisierung und Aufbereitung der vorhandenen Daten er-
möglicht es, schneller, einfacher und genauer Bodenschätze zu
erkunden. Weiterhin profitieren die Wissenschaft, verschiedene
Bildungseinrichtungen und die Landesplanung von gut aufberei-
teten Untergrunddaten. Testen Sie die Rohstoffsuchmaschine
und begeben Sie sich auf Schatzsuche. Weiterführende Informa-
tionen zum Projekt ROHSA 3 erwarten Sie.
Daniel Korb
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie
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Nachgefragt: Kultur- und kreativwirtschaftliche
Angebote in der digitalen Welt
Wie die Potenziale der Digitalisierung durch die Kultur- und Krea-
tivwirtschaft zur Stärkung des Standortes Sachsen noch besser
genutzt werden können, ist ein zentrales Thema bei der Erstel-
lung des Zweiten Kultur- und Kreativwirtschaftsberichtes durch
das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr. Wir laden Sie ein, Ihre Perspektiven zu folgenden Fra-
gestellungen einzubringen: Welche digitalen Angebote und Ser-
vices sächsischer Unternehmen aus den Bereichen Design, Film,
Werbung, Architektur, Software- und Games-Industrie nutzen
Sie in Ihrem beruflichen Kontext? Fördert diese Zusammenarbeit
in Ihrem Unternehmen Produkt- und/oder Prozess-Innovationen?
Stimmen Sie ab! Ihre Angaben fließen anonymisiert in den Zwei-
ten Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht für Sachsen ein.
Nora Antonia
Sächsisches Staatsministerium für
Wallrabe
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Die Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen
Mit „Sachsen Digital“ hat der Freistaat Anfang 2016 als eines der
ersten Bundesländer einen strategischen Rahmen für die aktive
Gestaltung der Digitalisierung vorgelegt. Die Federführung für die
Strategie liegt beim Beauftragten für Digitales im Freistaat Sach-
sen im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr (SMWA). Die Strategie fokussiert auf Bereiche, in denen
der Freistaat die Gestaltungskompetenz zur Schaffung geeigneter
Rahmenbedingungen besitzt – sei es durch Gesetze, Verordnun-
gen, Förderprogramme oder die Unterstützung von Vorhaben.
Verbesserung der Datenlage
Die digitale Innovationskraft unserer sächsischen Unternehmen zu
stärken, ist ein Ziel von „Sachsen Digital“. Einen ersten Überblick
zum Stand der Digitalisierung in der sächsischen Wirtschaft liefer-
te der „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016: Sachsen“ so-
wie sieben Branchenauswertungen, die das SMWA 2016 in Auftrag
gab. Auch in aktuellen Studien, beispielsweise zur Zukunft der Ar-
beit, zur Logistikwirtschaft oder zur Kultur- und Kreativwirtschaft,
wird dieses Ziel besonders berücksichtigt.
Unternehmenssensibilisierung
Der Monitoring Report hatte gezeigt, dass über 30 Prozent der
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Digitalisierung für sich
nicht als relevant erachten. Deshalb wurden zur Sensibilisierung
besonders kleinerer Unternehmen verschiedene Formate mit Part-
nern ins Leben gerufen: So führte das SMWA in den Jahren 2017
und 2018 mit den sächsischen Industrie- und Handelskammern
sowie den Handwerkskammern Informationsveranstaltungen zum
Thema Cybersicherheit durch. Mit der Sächsischen Steuerberater-
kammer werden Informationsveranstaltungen zur Unterstützung
von Digitalisierungsvorhaben der Branche selbst und der Mandan-
ten angeboten.
Weiterbildung im Unternehmen
Qualifizierte Beschäftigte sind ein Schlüssel für die Zukunftsfähig-
keit sächsischer Betriebe. Fortbildungen im Kontext Digitalisierung
sind über den Weiterbildungsscheck finanzierbar. Mit einem Pro-
jektaufruf zur Entwicklung „Digitaler Lernwerkzeuge“ fördert das
SMWA außerdem innovative Projekte zur Unterstützung der Digi-
talisierungsprozesse in der Aus- und Weiterbildung.
Unternehmensförderung
Um sächsische Unternehmen beim digitalen Wandel zu unter-
stützen, wurde die Palette an branchen- und technologieoffenen
Förderinstrumentarien erweitert: Neu ist seit April 2018, dass
die Digitalisierung von Geschäftsmodellen ein explizit benannter
Beratungsgegenstand in der Einzelrichtlinie „Betriebsberatung/
Coaching“ ist. Die Förderquote der bewährten „E-Business“-För-
derung wurde von 40 auf 50 Prozent erhöht und eine neue
Förderkomponente „Informationsschutz“ trägt dazu bei, die
IT-Sicherheit in KMU zu erhöhen. Der Innovationsbegriff unter
„Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienst-
leistungen“ wurde um nichttechnische Innovationen erweitert,
um etwa die Kultur- und Kreativwirtschaft stärker einzubeziehen.
Um digitale Produkte und Dienste junger Unternehmen stärker zu
unterstützen, wurde für Start-ups die Förderquote von 50 auf 75
Prozent erhöht.
Unternehmensnetzwerke
Die Digitalisierung lässt die Welt zusammenwachsen. Um im
globalen Wettbewerb bestehen zu können, ist es besonders für
KMU wichtig, sich zu vernetzen. Deshalb unterstützt das SMWA
Unternehmensnetzwerke wie beispielsweise das Netzwerk „Süd-
westsachsen Digital“ oder die Digital Hubs „Smart Infrastructure“
in Leipzig und „Smart Systems“ in Dresden. In ihrer nachhaltigen
Vernetzung von Wissenschaft, etablierten Unternehmen und Grün-
dern tragen die Hubs dazu bei, dass aus spannenden Ideen innova-
tive Produkte und Dienstleistungen werden.
Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem „forum sachsen digital“ als jährlicher Strategiekonfe-
renz unterstützt das SMWA kleinere Veranstaltungen im Rahmen
von „Sachsen Digital“, im Jahr 2018 beispielsweise zur „Digitalisie-
rung der Energiewirtschaft“ oder zur „Digitalen Hochschulbildung“.
Breitbandausbau
Für Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle ist der Breitbandaus-
bau unerlässlich. Sachsen liegt hinsichtlich der Breitbandverfüg-
barkeit im Bundesvergleich noch auf einem hinteren Platz, weist
jedoch eine hohe Ausbaudynamik auf. Staatliche Förderung ist
jedoch nur möglich, wo der Markt versagt. Mit weiteren 700 Millio-
nen Euro, angemeldet für den nächsten Doppelhaushalt, sorgt das
SMWA künftig für eine zügige Finanzierung des Ausbaus.

Veranstalter:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Referat 41 „Digitales Sachsen“
www.digitales.sachsen.de
forum@smwa.sachsen.de
W-Lan:
WLAN-Name: forum-sachsen-digital
Passwort: digital2018