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Fachdialog am 4. September 2018
in Zittau, Sachsen
Programm
Substanz in Not?
Erhalten und Entwickeln mit Zukunft
www.bmi.bund.de

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Historische Bausubstanz hat Charakter, ist prägend und in der Regel baukulturell wertvoll. Ihre Sicherung und Sanierung trägt
dazu bei, die lokale Authentizität sowie die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Stadt zu erhalten und örtliche Geschichte
ablesbar zu machen. Bundesweit gibt es in ihrer Substanz bedrohte Gebäude – sowohl in wachsenden als auch schrumpfenden
Regionen. Besonderer Handlungsbedarf besteht bei Gebäudeleerstand, da der Verfall der Substanz in ungenutztem Zustand
rascher voranschreitet. Betroffen sind neben Einzelgebäuden innerhalb der geschlossenen Stadtstruktur auch stadtbild­
prägende Großobjekte wie ehemalige Postämter, Schulen und Bahnhöfe. Nachdem ihr ursprünglicher Nutzungszweck heute
obsolet geworden ist, sind neue Nutzungsperspektiven zu entwickeln. Die Rettung von Bausubstanz in Not erfordert Engage­
ment, finanzielle Mittel und einen langen Atem aller Beteiligten.
Mit dem Thema „Substanz in Not“ nimmt der Fachdialog Strategien und Konzepte für eine dauerhafte oder auch temporäre
Sicherung und Nutzung historischer Bausubstanz in den Blick. Neben Förder­ und Beratungsmöglichkeiten schaffen vor allem
die Mobilisierung von Eigentümern und bürgerschaftliches Engagement eine langfristige Entwicklungsperspektive – auch und
vor allem bei der Aktivierung der sogenannten „dicken Brocken“.
Veranstalter:
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
Veranstaltungsort:
Bürgersaal im Rathaus, Markt 1, 02763 Zittau, Sachsen
Wissenschaftliche Begleitung:
Bundesinstitut für Bau­, Stadt­ und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Fachliche Begleitung:
Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz c/o complan Kommunalberatung, Potsdam
www.staedtebaufoerderung.info
Fachdialog
Substanz in Not?
Erhalten und Entwickeln mit Zukunft
Programm – 4. September 2018
Gesamtmoderation: Hathumar Drost, Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz
10.00 Uhr
Eintreffen der Teilnehmer
Kleiner Imbiss + Kaffee
10.30 Uhr
Begrüßung
Gaby Kautz, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Thomas Pirrong, Sächsisches Staatsministerium des Innern
Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau
10.45 Uhr
Einführungsbeitrag
Umgang mit Substanz – was ist in Not?
Dr. Maximilian Vollmer, ehem. TU Kaiserslautern
11.15 Uhr
Strategien und Anreize zur temporären und dauerhaften Bestandssicherung
Sicherung und Zwischennutzung von Stadtgebäuden in Zittau
Birgit Kaiser, Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
Ralph Höhne, Stadt Zittau
Problemorientierter Stadtrundgang inkl. Führung durch das Wächterhaus
Innere Weberstraße 16 mit Vertretern des Freiraum Zittau e.V.
anschließend Mittagsimbiss
Erfahrungen aus der Stadt Görlitz
Wieland Menzel, Sachgebiet Denkmalschutz der Stadt Görlitz
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4.30 Uhr
Umgang mit „dicken Brocken“ – Ansätze und Wege zur Trendwende
Sicherung von Perspektiven für Schlüsselgebäude und Schlüsselgrundstücke
Frank Bachmann, Bauamt der Stadt Pößneck
Kraftwerk Mitte Dresden
Florian H. Brandenburg, STESAD GmbH Dresden
Austausch
15.45 Uhr
Reflexion
Bestandssicherung und -erhaltung aus Sicht des Freistaates Sachsen
Thomas Pirrong, Sächsisches Staatsministerium des Innern
Bestandssicherung und -erhaltung aus denkmalpflegerischer Sicht
Prof. Dr. Rosemarie Pohlack, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
16.15 Uhr
Ende der Veranstaltung
Titelfoto: Bundestransferstelle Städtebaulicher Denkmalschutz c/o complan Kommunalberatung
Salzhaus in Zittau vor und nach der Sanierung | © Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (links), complan Kommunalberatung (rechts)