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Geschäftsbericht 2018

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Führungskräfte
Petra Förster
Niederlassungsleiterin
Leipzig II
Peter Voit
Niederlassungsleiter
Chemnitz
Norbert Seibt
Niederlassungsleiter
Bautzen
Elke Mühlbauer
Niederlassungsleiterin
Dresden II
Gerlind Berndt
Niederlassungsleiterin
Leipzig I
Heike Krenkel
Niederlassungsleiterin
Zwickau
Oliver Gaber
Kaufmännischer
Geschäftsführer
Prof. Dieter Janosch
Technischer
Geschäftsführer
Dr. Ulf Nickol
Niederlassungsleiter
Dresden I
Stand 31.12.2018

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Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort des Staatsministers der Finanzen ....................................................................................................4
2.
Vorwort
der
Geschäftsführung
...........................................................................................................................6
3. Der Staatsbetrieb SIB
..............................................................................................................................................8
4. Jahresergebnisse 2018 im Überblick
..............................................................................................................10
5. Die Geschäftsentwicklung 2018...................................................................................................................... 12
Planen und Bauen
................................................................................................................................................12
Immobilienmanagement
.................................................................................................................................... 20
Shared Service Center
......................................................................................................................................... 24
6. Die Standorte ..........................................................................................................................................................28
› Niederlassung Bautzen ‹
.................................................................................................................................. 28
› Niederlassung Chemnitz ‹
............................................................................................................................... 30
› Niederlassung Dresden I ‹
............................................................................................................................... 32
› Niederlassung Dresden II ‹
.............................................................................................................................. 34
› Niederlassung Leipzig I ‹
..................................................................................................................................36
› Niederlassung Leipzig II ‹
................................................................................................................................38
› Niederlassung Zwickau ‹
.................................................................................................................................. 40
7. Organisation und Aufsicht
................................................................................................................................ 42

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4 |
1. Vorwort des Staatsministers der Finanzen
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
es ist jedes Jahr beeindruckend, wie viele
Projekte der Staatsbetrieb Sächsisches Immo-
bilien- und Baumanagement (SIB) erfolgreich
realisiert. So wurden im vergangenen Jahr
rund 2 400 Baumaßnahmen umgesetzt. 450
Millionen Euro sind in landeseigene Bau-
projekte und 250 Millionen Euro in die Be-
wirtschaftung der rund 1 400 Liegenschaften
investiert worden. Der SIB ist damit auch
ein wichtiger Partner unserer sächsischen
Wirtschaft.
Es geht aber nicht nur um Zahlen und
Summen. Öffentliches Bauen hat Vorbild-
charakter. Die öffentliche Hand trägt mit
ihren Projekten zur Unverwechselbarkeit der
sächsischen Städte und Gemeinden bei und
schafft damit lokale Identität. Der SIB zeigt
dabei viel Gespür für die verschiedenen Inte-
ressen und findet nachhaltige und eindrucks-
volle Lösungen. Zahlreiche Auszeichnungen
und Architekturpreise sprechen für sich.
Der Freistaat Sachsen baut nachhaltig und
zukunftsorientiert. Wir planen langfristig und
denken in Generationen. Wir erhalten das
einzigartige kulturelle Erbe und schaffen
neue architektonische Wahrzeichen. Aber auch
Funktionalität und technisch anspruchsvolle
Projekte lösen wir. Mit dem Doppelhaushalt
stellt der Sächsische Landtag die finanziellen
Mittel bereit, die wir zukunftsgerecht und klug
einsetzen. Auch das Thema Nachhaltigkeit
hat für uns beim Bau einen hohen Stellen-
wert. Ein wichtiger Punkt ist der Energiever-
brauch, den wir bei jedem Gebäude, wann
immer es möglich ist, senken. So sorgen wir
heute für morgen vor – im Sinne unserer nach-
folgenden Generationen.
Als öffentlicher Bauherr ist es unser Anspruch,
den Kosten- und Zeitrahmen im Griff zu haben.
Gerade bei Gebäuden mit sehr hohen Anfor-
derungen oder sehr hoher öffentlicher Auf-
merksamkeit kann das herausfordernd sein.
Das Bauen für die öffentliche Hand mit seiner
Vielzahl an komplexen Anforderungen erfor-
dert die partnerschaftliche Zusammenarbeit
aller Beteiligten. Die Innovationskraft und
Leidenschaft unserer rund 1 100 Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter in den insgesamt
sieben Niederlassungen des Staatsbetriebes
und in der SIB-Zentrale bilden hierfür ein
starkes Fundament. Ihnen danke ich herzlich
für ihre gute Arbeit. Ebenso gilt mein Dank
den Mitgliedern des Verwaltungsrates für ihr
Engagement und ihre Unterstützung.
Auch 2019 weihen wir wieder viele sanierte
oder neu gebaute Objekte ein. Wir setzen
damit die Gestaltung eines lebenswerten
Freistaates mit bester Infrastruktur für Bildung,
Forschung und Sicherheit fort und schaffen
neue kulturelle Erlebnisse. Darauf können wir
alle gemeinsam stolz sein.
Dr. Matthias Haß
Sächsischer Staatsminister der Finanzen
Dr. Matthias Haß
Staatsminister der Finanzen

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Finanzamt Zwickau, Erweiterungsneubau

6 |
Die Planung, der Bau und die Bewirtschaftung
der Immobilien des Freistaates Sachsen sind
eine außerordentlich verantwortungsvolle
Aufgabe, der sich der SIB bereits seit 2003
stellt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
widmen sich dieser wichtigen Aufgabe mit
großem Engagement und Sachverstand. Dabei
gilt es, den effektiven Einsatz aller zur Verfü-
gung stehenden Mittel und Ressourcen sowie
die Anforderungen der Nutzer nachhaltig und
effizient miteinander zu vereinen. Dies erfor-
dert eine ganzheitliche Betrachtung sowohl des
Lebenszyklus jeder einzelnen Immobilie als auch
des Gesamtbestandes an Immobilien.
2018 betreute, verwaltete und bewirtschaf-
tete der SIB insgesamt 2 868 Gebäude mit
einer Nettoraumfläche von 5,4 Millionen
Quadratmetern. Durch die Wahrnehmung der
infrastrukturellen, technischen sowie kauf-
männischen Aufgaben durch den SIB können
sich die Nutzer voll und ganz auf ihre Kern-
aufgaben konzentrieren.
Die im Jahr 2018 anhaltende Hochkonjunktur
mit einhergehend hohem Auslastungsgrad
der Bauwirtschaft stellt auch das öffentliche
Planen, Bauen und Bewirtschaften vor große
Herausforderungen. Dennoch ist es dem SIB
gelungen, Kosten und Bauzeiten weitestge-
hend einhalten zu können. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr realisierte der SIB Bauleistun-
gen in Höhe von 525,2 Millionen Euro. Davon
entfielen 423,5 Millionen Euro auf den Einzel-
plan 14. Das Bauvolumen im Einzelplan 14 liegt
damit 11 Prozent über dem des Vorjahres von
381,4 Millionen Euro.
Im Bereich der Hochschulen und Forschung
konnten einige infrastrukturelle Meilenstei-
ne erreicht werden. Beispielsweise wurde
der Neubau des Bildungswissenschaftlichen
Zentrums an der Universität Leipzig über-
2. Vorwort der Geschäftsführung
geben. Mit diesem Neubau auf dem Campus
Jahn allee der Universität Leipzig wurden
hochmoderne Bedingungen für die Lehrer-
ausbildung geschaffen. Zudem schließt das
Bildungswissenschaftliche Zentrum städte-
baulich eine Lücke an der Marschnerstraße.
In Dresden wurden das Zentrum für Innova-
tionskompetenz (ZIK) B Cube der TU Dresden
und das Deutsche Zentrum für Neurodege-
nerative Erkrankungen e. V. (DZNE) der Helm-
holtz-Gemeinschaft fertiggestellt.
Der SIB konnte weiterhin das Forschungs-
gebäude »MAIN – Materials, Architecture
and Integration of Nanomembranes« an der
Technischen Universität Chemnitz wie auch
den Laborneubau für die Staatliche Studien-
akademie Bautzen übergeben.
Mit diesen und vielen weiteren Baumaßnahmen
schafft der SIB optimale Rahmenbedingungen
für die Hochschulen und Forschung in Sachsen.
Die Prioritäten der Landesregierung finden
auch ihren Niederschlag in den Bauaufgaben
des SIB. Ganz wesentlich waren dies 2018 die
Projekte der Polizei zur Stärkung der inneren
Sicherheit. Die komplexen Baumaßnahmen
werden auch 2019 ein erhöhtes Engagement
abverlangen. Eine hohe Priorität haben zudem
die Deckung der Flächenbedarfe innerhalb der
Ausbildungsoffensive für die Hochschule der
öffentlichen Verwaltung Meißen, das Aus-
bildungszentrum Bobritzsch und die Landes-
feuerwehr- und Katastrophenschutzschule
Sachsen in Nardt.
Von der Ausbildungsoffensive der Staatsregie-
rung ist auch der Bereich Immobilienmanage-
ment mit Anmietungen zur Unterbringung von
Verwaltung und Lehre und Wohnheimplätzen
betroffen. Auch hier sind alle Anstrengungen

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425,8 Millionen Euro ab. Ein Anteil von 83 Pro-
zent des Gesamtvolumens wurde an sächsische
Unternehmen vergeben. Der SIB ist somit einer
der größten Auftraggeber für die Baubranche
in Sachsen. Derzeit sind rund 9 800 Firmen auf
der Vergabeplattform registriert. Etwa 2 270 Ver-
gabeverfahren wurden im E-Vergabe-System
abgewickelt.
Der SIB forcierte seine Anstrengungen, die
Arbeitsprozesse weiter zu digitalisieren, zudem
standen die Anpassungen an sich stetig än-
dernde technische Rahmenbedingungen im
Fokus. Ein Schwerpunkt lag 2018 wiederum
auf der weiteren Modernisierung der IT-Inf-
rastruktur mit einer einhergehenden Zentra-
lisierung von technischen Ressourcen. Ein
erheblicher Teil der Weiterentwicklung der
Fachanwendungen für Datenverarbeitung
wurde für die Fortsetzung der Implementierung
eines Projektmanagement- und eines Compu-
ter Aided Facility Management-Systems auf-
gewendet. Die Programme sind inzwischen im
produktiven Einsatz und ermöglichen eine
darauf gerichtet, am derzeit angespannten
Mietmarkt die Anmietungen termin- und sach-
gerecht umzusetzen. Ähnlich verhielt es sich
im Bereich der Projektentwicklung, hier lagen
die Themenschwerpunkte bei den Bedarfsan-
meldungen im Zuge der Ausbildungsoffen-
sive der Staatsregierung und den mit Priorität
versehenen Maßnahmen für die sächsische
Polizei.
Im Zuwendungsbau prüfte der SIB 103 Förder-
anträge mit den Schwerpunkten Schul- und
Städtebauförderung, aber auch im Sonder-
programm »Brücken in die Zukunft« auf Basis
des Sächsischen Investitionskraftstärkungs-
gesetzes. Dahinter steht ein geprüftes Bau-
volumen von 705 Millionen Euro. In Baube-
gleitung und Verwendungsnachweisprüfung
wurden insgesamt 181 Maßnahmen begleitet
und 18 Verwendungsnachweise geprüft.
Im Bereich der Vergabe schloss der SIB im
Bundes- und Landesbau 30 891 Bauaufträge und
Nachträge mit einem Gesamtvolumen von
stringentere organisationseinheitenübergrei-
fende Prozess- und Lebenszyklusunterstützung.
An allen Standorten des SIB ist zudem die
elektronische Akte mit IT-gestützter Vorgangs-
bearbeitung im Einsatz.
Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Ge-
schäftsjahr 2018 und danken allen, die daran
mitgewirkt haben. Die Dienstleistungen des
SIB sind in großen Teilen Grundlage dafür, den
Nutzern der Gebäude und Liegenschaften gute
Arbeitsbedingungen zu schaffen. Wir danken
daher auch unseren Nutzern und Partnern für
die gute Zusammenarbeit, vor allem aber un-
seren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für
ihren steten Einsatz und ihr Engagement.
Oliver Gaber
Kaufmännischer Geschäftsführer
Prof. Dieter Janosch
Technischer Geschäftsführer
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Sanierung Sempergalerie

8 |
und Prüftätigkeiten im Rahmen des Zuwen-
dungsbaus ein.
Immobilienmanagement
Eine Aufgabe des Referats Immobilienma-
nagement ist die strategische Steuerung und
Optimierung des Gesamtbestandes an Im-
mobilien, die für Verwaltungszwecke genutzt
werden. Als zentrale Liegenschaftsverwaltung
ist der SIB für ein vielfältiges Nutzerspektrum
verantwortlich. Hier zu nennen sind beispiels-
weise Gebäude für die sächsische Verwaltung
und Justiz, aber auch Hochschulen, Museen
sowie Kultureinrichtungen.
Für eine umfassende Grundstücksverwaltung
und -bewirtschaftung steuert das Referat zahl-
reiche Prozesse und Dienstleistungen, die zur
Erhaltung des laufenden Betriebes, der Gebäude
sowie der technischen Anlagen notwendig sind.
Zur Verbrauchs- und Kostenreduzierung werden
zudem Konzepte erarbeitet und umgesetzt.
Zur Verbindung des Immobilienmanagements
mit dem Baubereich ist im Referat zudem der
Bauunterhalt angesiedelt. Hierunter sind alle
baulichen Tätigkeiten während der Betriebs-
phase eines Gebäudes zu zählen.
Shared Service Center
Durch die Shared Service Center (SSC) wer-
den interne Verwaltungsaufgaben zentral zu-
sammengefasst. Die SSCs unterstützen bei
bereichsübergreifenden oder fachbegleitenden
Aufgaben. Das vielfältige Aufgabenspektrum
erstreckt sich von organisatorischen Aufgaben,
über das Personalmanagement, das Vergabe-
und Vertragsmanagement und das Rechnungs-
wesen bis hin zur Bereitstellung und Instand-
haltung der notwendigen Informationstechnik.
Struktur des SIB
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement (SIB) verwaltet einen
Großteil der Immobilien im Eigentum des
Freistaates Sachsen. Er steuert professionell
deren gesamten Lebenszyklus und optimiert
den Bestand sowie die Nutzungsstruktur der
staatlichen Liegenschaften. Der SIB besteht aus
einer Zentrale sowie sieben Niederlassungen
und gliedert sich in die Bereiche Planen und
Bauen sowie Immobilienmanagement. Die
Querschnittsaufgaben sind in Shared Service
Centern organisiert.
Planen und Bauen
Der Bereich Planen und Bauen nimmt stell-
vertretend die Bauherrenaufgaben des Frei-
staates Sachsen wahr. Zu den Hauptaufga-
ben gehören die Projektentwicklung und die
Projektsteuerung von Bauvorhaben sowie die
Beauftragung der Planungs- und Ausführungs-
leistungen. Des Weiteren werden die Grund-
sätze der Bauausführung sowie die Definition
von Qualitäts- und Handlungszielen für das
staatliche Bauen durch den SIB festgelegt.
Die Projektentwicklung steuert und bearbei-
tet die frühen Phasen baulicher Maßnahmen,
von der Bedarfsqualifizierung bis zur Erstellung
der Projektunterlage. Die Kompetenzen der
Bedarfsbemessung, baulichen Entwurfsplanung,
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und Kosten-
ermittlung sind hier gebündelt. Dies bildet die
Grundlage, um Bauprojekte termingerecht,
in der erforderlichen Qualität und mit hoher
Kostensicherheit fertigstellen zu können. Um
den Flächenbedarf der Nutzer zu decken, ent-
wirft die Projektentwicklung auch alternative
bauliche Unterbringungskonzepte.
Ein weiterer wesentlicher Leistungsschwer-
punkt liegt in der Bauprojektsteuerung. Der
Bereich Planen und Bauen zeichnet für die
Definition und Einhaltung der Projektziele,
Qualität, Termine und die Sicherstellung der
Projektfinanzierung verantwortlich. Ein adres-
satengerechter Informationsfluss, die Abstim-
mungen mit dem Nutzer sowie die grund-
sätzliche Vertretung der Bauherreninteressen
werden zudem gesichert.
Die Bauqualität stellt einen wichtigen Grund-
wert des Bereiches Planen und Bauen dar,
dessen ganzheitliche Betrachtung ein sehr
komplexes Thema ist. Die Planung und Durch-
führung eines Bauvorhabens erfolgt unter
Beachtung eines umfassenden und nach-
haltigen Ansatzes, der gesamtwirtschaftliche,
funktionale, gestalterische und ökologische
Aspekte einbezieht. Eine systematische Aus-
wertung der nutzungsbezogenen Daten von
baulichen Anlagen während der Nutzungs-
phase hilft dabei, die daraus gewonnenen
Erkenntnisse in künftige Bauvorhaben ein-
fließen zu lassen und diese zu verbessern.
Der SIB steht mit seiner Fachkompetenz als
baufachlicher Berater den nutzenden Behör-
den und Einrichtungen des Freistaates Sachsen
zur Seite. Das breite Spektrum der Aufgaben
erstreckt sich von Bauten für Hochschulen,
Justiz und Verwaltung bis hin zum Kulturbau
und der baulichen Pflege des reichen kultu-
rellen Erbes Sachsens. Ergänzend zur Reali-
sierung von Bauprojekten für den Freistaat
Sachsen wird zudem die Projektleitung für
Bauvorhaben des Bundes sowie von Dritten
(zum Beispiel die Sächsischen Krankenhäuser)
übernommen. Der erweiterte Aufgabenbereich
schließt weiterhin die gutachtliche Beratungs-
3. Der Staatsbetrieb SIB

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Universität Leipzig, Hörsaal im Neubau des Bildungswissenschaftlichen Zentrums Campus Jahnallee

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10 |
4. Jahresergebnisse 2018 im Überblick
Höhe von insgesamt 57,5 Mio. Euro (Vorjahr
54,3 Mio. Euro) im Rahmen einer sparsamen
und zweckentsprechenden Haushaltsführung
ordnungsgemäß verwendet.
Entsprechend der Neuen Steuerungsmo-
dell-Ressortvereinbarung (NSM) waren 2018
die nicht verausgabten Mittelzuweisungen
in das Geschäftsjahr 2019 übertragbar und
konnten teilweise einer kameralen Rücklage
zugeführt werden.
Für das Geschäftsjahr 2018 sind im Überblick
folgende Jahresergebnisse hervorzuheben:
Staatlicher Hochbau und
Liegenschaften
In Wahrnehmung des Planungs- und Bau-
managements für die Baumaßnahmen des
Freistaates Sachsen, des Bundes und Dritter
gelang es, Bauleistungen für insgesamt 2 363
(Vorjahr 2 391) Baumaßnahmen im Wert von
525,2 Mio. Euro (Vorjahr 481,7 Mio. Euro) zu
realisieren, davon 415,3 Mio. Euro (Vorjahr
374,5 Mio. Euro) im Landes- und Hochschul-
bau, 67,3 Mio. Euro (Vorjahr 61,3 Mio. Euro)
im Bundesbau sowie 33,6 Mio. Euro (Vorjahr
38,4 Mio. Euro) im Landesbau für Dritte.
Die Gesamtausgaben im Liegenschaftsbereich
belaufen sich im Geschäftsjahr auf 244,7 Mio.
Euro (Vorjahr 239,9 Mio. Euro).
Wirtschaftsplan
Der kaufmännische Jahresabschluss des SIB für
das Geschäftsjahr 2018 ist durch die CONNEX.
M&P AUDIT Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
geprüft und uneingeschränkt testiert worden.
Die Ertragslage ist gemäß Gewinn-und-Ver-
lust-Rechnung durch einen Jahresüberschuss
von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro)
gekennzeichnet.
Als wichtigste Einnahmeposition weist der
SIB im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse aus
Verwaltungskostenerstattungen in Höhe von
24,1 Mio. Euro (Vorjahr: 20,2 Mio. Euro) aus.
Im Rahmen der Zuschussfinanzierung durch
den Freistaat Sachsen wurden durch den SIB
die im Geschäftsjahr erhaltenen Zuweisun-
gen für die Finanzierung der laufenden Ge-
schäftstätigkeit sowie der Investitionen in

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TU Chemnitz, Treppenaufgang im Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen (MAIN)

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12 |
Bauaktivitäten
Im Geschäftsjahr 2018 realisierte der SIB Bau-
leistungen in Höhe von 525,2 Millionen Euro.
Davon entfielen 423,5 Millionen Euro auf den
Einzelplan 14. Das Bauvolumen im Einzelplan
14 liegt damit 11 Prozent über dem des Vor-
jahres von 381,4 Millionen Euro.
Das Bauvolumen 2018 verteilt sich auf fol-
gende Bereiche: 49 Prozent entfallen auf den
allgemeinen Landesbau (255,2 Millionen Euro),
30 Prozent auf den Hochschulbau (160,1 Mil-
lionen Euro), 13 Prozent auf den Bundesbau
(67,3 Millionen Euro), 6 Prozent auf das Bauen
für Dritte (33,6 Millionen Euro) und 2 Prozent
auf Aufwendungen für sonstige Baumaß-
nahmen (9 Millionen Euro), beispielsweise die
Erhaltung von Bestandsgebäuden.
Die größte Einzelbaumaßnahme im Landes-
bau stellt derzeit die Errichtung der Justiz-
vollzugsanstalt (JVA) Zwickau-Marienthal dar.
5. Die Geschäftsentwicklung 2018
Planen und Bauen
Nachdem im Ergebnis eines GU-Vergabever-
fahrens im Mai 2018 kein Zuschlag erteilt
werden konnte, laufen die Vorbereitungen für
die Neuausschreibung der Bauleistungen auf
Hochtouren. Dazu wird aktuell die Ausfüh-
rungsplanung erstellt. Nach überarbeitetem
Baumanagementplan geht die Projektleitung
nunmehr von einer baulichen Umsetzung der
Hauptmaßnahme im Zeitraum vom II. Quartal
2019 bis zum IV. Quartal 2023 mit anschlie-
ßender Inbetriebnahmephase aus.
Mit dem Neubau des Haftgebäudes für den
offenen Vollzug der JVA Chemnitz wurde ein
wichtiges Bauvorhaben für die Liegenschaft
abgeschlossen. Der Neubau bietet beste Vor-
aussetzungen für einen sicheren und zugleich
effizienten Strafvollzug. Ein effizienter Mittel-
einsatz stand auch bei der Baudurchführung
im Vordergrund. So konnten die ursprünglich
veranschlagten Baukosten von rund 9,1 Mil-
lionen Euro auch bei den momentan stetig
steigenden Baupreisen eingehalten werden.
(Angaben in Millionen Euro)
2018
2017
Landesbau
255,2
223,8
davon für
Große Baumaßnahmen
191,4
166,2
Kleine Baumaßnahmen
20,6
17,1
Bauunterhalt
42,6
40,1
Planung
0,6
0,4
Hochschulbau
160,1
150,7
davon für
Große Baumaßnahmen
111,0
110,8
Kleine Baumaßnahmen
18,7
16,1
Bauunterhalt
28,6
21,8
Planung
1,8
2,0
Erhaltung v. Bestandsgebäuden
8,2
6,9
Hochwasser 2013,
Schadensbeseitigung
0,8
0,6
Landesbau für Dritte
33,6
38,4
Bundesbau
67,3
61,3
Staatliche Studienakademie Bautzen, Neubau Laborgebäude

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Mit dem musealen Ausbau der Paraderäume
im Westflügel des Dresdner Residenzschlosses
begleitet der SIB ein weiteres großes Baupro-
jekt. Der historische Ausbau der Paraderäume
mit Audienzgemach und Paradeschlafzimmer
ist derzeit die wichtigste Teilbaumaßnahme
am Schloss. Hier belaufen sich die Baukosten
auf 34,4 Millionen Euro. Insgesamt wurden seit
der Wiedervereinigung bis Ende 2018 circa
341 Millionen Euro in den Wiederaufbau des
Dresdener Residenzschlosses investiert.
Die Fertigstellung des Neubaus des Geronto-
psychiatrischen Zentrums des Sächsischen
Krankenhauses Großschweidnitz ist ein bedeu-
tender Meilenstein bei der Sanierung des Kran-
kenhausareals nach der Wende. Er schafft
optimale Bedingungen für die Behandlung
von älteren psychisch kranken Menschen und
bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
ein modernes Arbeitsumfeld. Die Baukosten
betragen zirka 23,4 Millionen Euro, davon
sind etwa 8,5 Millionen Euro Eigenmittel des
Sächsischen Krankenhauses Großschweidnitz.
Im Hochschulbau errichtet der SIB derzeit
eine Vielzahl von hochkomplexen Lehr- und
Forschungsgebäuden. Exemplarisch kann der
Neubau des Hörsaalgebäudes der Technischen
Universität (TU) Bergakademie Freiberg ge-
nannt werden. Das neue Hörsaalgebäude wird
als Teil des Wissenschaftskorridors die Präsenz
der TU Bergakademie Freiberg im Zentrum
von Freiberg weiter stärken und noch mehr
studentisches und akademisches Leben ins
Stadtzentrum bringen. Zugleich stellt das
Gebäude den städtebaulichen Abschluss für

14 |
Baumaßnahmen 2018
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Technische Universität Dresden, Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) Barkhausen-Bau, Neubau, EFRE
36,5 Mio. €
07/15 – 04/18
Festung Königstein, Gesamtfertigstellung Westbebauung
12,9 Mio. €
07/12 – 05/18
Justizvollzugsanstalt Chemnitz, Neubau offener Vollzug
9,1 Mio. €
10/15 – 05/18
Hochschule Mittweida, Halle für großformatige Versuchsaufbauten und Schwerlastlabore, Neubau
4,8 Mio. €
04/16 – 06/18
Universität Leipzig, Neubau Bildungswissenschaftliches Zentrum Jahnallee
25,3 Mio. €
11/15 – 06/18
Staatliche Studienakademie Bautzen, Neubau Laborgebäude
8,7 Mio. €
11/15 – 07/18
Finanzamt Zwickau, Erweiterungsneubau
9,8 Mio. €
07/16 – 11/18
Technische Universität Dresden, Neubau Zentrum für Innovationskompetenz B-CUBE (ZIK B-CUBE) und
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft, EFRE
ZIK B-Cube
22,6 Mio. €,
DZNE
19,5 Mio. €
10/15 – 09/18
Polizeirevier Hoyerswerda, Neuunterbringung
3,9 Mio. €
09/14 – 09/18
Präsidium der Bereitschaftspolizei, Polizeifachschule Chemnitz,
Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen, Errichtung Interim, Schul- und Ausbildungsplätze
5,6 Mio. €
01/18 – 08/18
Polizeiverwaltungsamt, Neubau Service- und Logistikzentrum Dresden Stauffenbergallee
17,0 Mio. €
05/16 – 12/18
Präsidium der Bereitschaftspolizei, Polizeifachschule Schneeberg
Erhöhung Ausbildungskapazität, Haus 3 – Küche, Speisesaal, Lehrsäle
6,7 Mio. €
06/16 – 08/18
Finanzamt Leipzig I, 1.Bauabschnitt, Umbau Leihhaus,
Informations- und Annahmestelle sowie barrierefreier Zugang
1,4 Mio. €
06/17 – 11/18
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
SKH Großschweidnitz, Neubau Gerontopsychiatrisches Zentrum
23,4 Mio. €
06/15 – 09/18
SKH Altscherbitz, Umbau und Sanierung Haus 15 zur sozialtherapeutischen Wohnstätte
2,2 Mio. €
07/17 – 09/18
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
General-Olbricht-Kaserne Leipzig, Sanierung und Umbau Gebäude 31
1,5 Mio. €
02/16 – 07/18
Für Dritte wurden u. a. folgende Vorhaben realisiert:
Für den Bund wurde folgendes Vorhaben realisiert:
Im Landes- und Hochschulbau wurden im Geschäftsjahr 2018 insbesondere folgende Baumaßnahmen
fertiggestellt
:
das Ensemble Schlossplatzquartier dar. Die
Errichtung des Hörsaalgebäudes an der Prüfer-
straße 4 stellt nach der bereits erfolgten Sanie-
rung der Gebäude Schlossplatz 1 und 1a so-
wie Prüferstraße 2 den zweiten Bauabschnitt
zur Umgestaltung des Schlossplatzquartiers dar.
Der Neubau des Hörsaalgebäudes auf dem Areal
des früheren Dominikanerklosters Freiberg wird
zusammen mit den Bestandsgebäuden einen
gemeinsamen Quartiershof bilden. Der Neubau
des Hörsaalgebäudes wird mit moderner Archi-
tektur auf das historische Umfeld eingehen.
Die Baukosten sind mit circa 10,2 Millionen Euro
veranschlagt. Die Bauarbeiten begannen im
September 2016 und werden voraussichtlich
im Oktober 2019 abgeschlossen sein.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Leistungen in
2 363 Baumaßnahmen erbracht. Darauf ent-
fallen 496 Große Baumaßnahmen (21 Prozent),
456 Kleine Baumaßnahmen (19 Prozent) und
1 411 Bauunterhaltsmaßnahmen (60 Prozent).
Der Bauunterhalt hat die Erhaltung der bau-
lichen Substanz zum Ziel, ohne den Bestand
grundsätzlich zu ändern. Große Baumaß-
nahmen (GBM) und Kleine Baumaßnahmen
(KBM) hingegen dienen der Errichtung von
Gebäuden und baulichen Anlagen oder ihrer
wesentlichen Änderung. Baumaßnahmen mit
Gesamtbaukosten bis 1,5 Millionen Euro werden
als klein bezeichnet und Baumaßnahmen mit
Gesamtbaukosten über 1,5 Millionen Euro als
groß.

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Bei den
Baufortführungen
standen im Geschäftsjahr vor allem folgende Maßnahmen im Mittelpunkt:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Staatliche Studienakademie Plauen (SSA Plauen), Erweiterte Unterbringung, 1. BA, EE EFRE
14,0 Mio. €
10/15 – 03/19
Universität Leipzig, Neubau Forschungsgewächshaus iDiv, EE EFRE
8,7 Mio. €
04/17 – 05/19
Technische Universität Chemnitz, Zentrale Universitätsbibliothek (Aktienspinnerei), EE EFRE
52 Mio. €
06/15 – 12/19
Universität Leipzig, Sanierung und Modernisierung Medizinische Fakultät, Institutsgebäude Anatomie
13,1 Mio. €
04/16 – 07/19
Technische Universität Dresden, Umbau und Sanierung Fritz-Foerster-Bau, EE EFRE
45,8 Mio. €
06/14 – 10/20
Polizeifachschule Schneeberg, Umbau und Sanierung von Ausbildungs-, Versorgungs- und Verwaltungsgebäuden
28,2 Mio. €
03/15 – II/20
Sempergalerie Dresden, Umbau und Sanierung
rd. 50 Mio. €
09/15 – 06/19
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Wiederaufbau Dresdner Schloss, Westflügel,
2. OG Paraderäume, historischer Ausbau
34,4 Mio. €
12/15 – 09/19
(vorg. Leistungen
ab 2009)
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Wiederaufbau Dresdner Schloss, Kleiner Ballsaal
6,1 Mio. €
08/15 – 12/18
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Wiederaufbau Dresdner Schloss, Langer Gang/Gewehrgalerie
10,5 Mio. €
03/16 – 12/19
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Wiederaufbau Dresdner Schloss, Nordflügel, 2. OG, Turmzimmer
5,4 Mio. €
03/15 – 09/19
Technische Universität Bergakademie Freiberg, Neubau Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffumwandlung (ZeHS)
31,3 Mio. €
07/17 – 12/19
Polizeidirektion Zwickau, Sanierung und Umbau, EE EFRE
27,1 Mio. €
06/17 – III/22
Für Dritte wurde u. a. folgende Baumaßnahme fortgeführt:
Folgende Wettbewerbe wurden 2018 durchgeführt:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
SKH Arnsdorf, Sanierung und Neubau Erwachsenenpsychiatrie
28,5 Mio. €
04/15 – 12/20
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Umbau des Dresdner Blockhauses zum Archiv der Avantgarden (AdA)
2020 – 2022
Hochschule Mittweida, Neubau Bibliothek und Hochschularchiv – VgV-Verfahren (nach Teilnahmewettbewerb) mit Lösungsvorschlägen
16,9 Mio. €
2020 – 2022
Im Geschäftsjahr wurde eine Reihe bedeutender
Baumaßnahmen begonnen
. Beispielhaft stehen dafür:
Bezeichnung
Investitionssumme
Bauzeit
Universität Leipzig, Neubau Büro- und Laborgebäude, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
33,9 Mio. €
04/18 – 11/19
Technische Universität Dresden, Sanierung Beyer-Bau, EE-EFRE
50,7 Mio. €
09/18 – 2022
Finanzamt Annaberg-Buchholz, Neue Unterbringung, 1. Bauabschnitt Sanierung »Alte Post«, EE EFRE
9,7 Mio. €
09/18 – 2020
Technische Universität Chemnitz, Neubau MERGE 2. Bauabschnitt, EFRE
14,5 Mio. €
06/18 – 08/20
Hochschule der Sächsischen Polizei/Standort Rothenburg, Sanierung Bestandsgebäude und Neubau,
1. und 2. Teilbaumaßnahme Interims-Speisenversorgung, Hörsäle und Lagerräume
6,6 Mio. €
04/18 – III/19
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Pillnitz, Fachschule für Agrartechnik und Gartenbau,
Sanierung Wohnheim und Außenanlagen
4,2 Mio. €
07/18 – 2020
Die Baumaßnahmen werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage
des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die Baumaßnahmen werden gefördert aus Mitteln
des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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EFRE-Förderperiode 2014 – 2023
Im Rahmen des EFRE-Förderprogramms werden
Schwerpunkte bei der Verbesserung der bau-
lichen Infrastruktur für Forschung an Hoch-
schulen und im Bereich der energie effizienten
Investitionen in Hochschul- und Landesliegen-
schaften gesetzt. Die aktuelle Förderperiode
läuft von 2014 bis 2023. Im Jahr 2018 plante
der SIB mit 63 EE-EFRE-Maßnahmen (Prog nose
gesamt 190 Millionen Euro) und 10 Infras-
truktur-EFRE-Maßnahmen (Prog nose gesamt
163 Millionen Euro). Schwerpunkte im Bereich
Energieeffizienz liegen bei hochinnovativen
Bauten, so werden vier Projekte im Nullenergie-
hausstandard ausgeführt. Die Gebäude erzeu-
gen im Bilanzzeitraum genauso viel Energie,
wie sie verbrauchen. Als Beispiel sei der
Neubau des Lehr- und Forschungsgebäudes
Meteorologie der Univer sität Leipzig genannt.
Hinsichtlich ressourcenschonendem und nach-
haltigem Bauen werden zwei Objekte im Be-
wertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)
Gold Standard geplant. Diese sind das Kri-
minaltechnische Institut Dresden (KTI) und
das Lehr- und Funktionsgebäude der HTW
Dresden. Ziel ist es, zukünftige Baustandards
bereits jetzt zu erproben und gewonnene Er-
kenntnisse in die allgemeinen Bauvorhaben
einfließen zu lassen. Der Aufbau und die Pflege
entsprechender Handlungsanweisungen stellt
für alle Beschäftigten im SIB eine Arbeits-
und Wissensgrundlage dar.
Projektentwicklung
Im Geschäftsjahr wurden im Bereich der Pro-
jektentwicklung Bedarfsprüfung / Wirtschaft-
lichkeitsuntersuchungen insgesamt 51 förm-
liche und 91 formlose Bedarfsanmeldungen
zur Behördenunterbringung bearbeitet und
entschieden. An die Bedarfsprüfung schließt
sich eine Bewertung von Unterbringungs-
möglichkeiten, in aller Regel durch eine Wirt-
schaftlichkeitsuntersuchung verschiedener
Unterbringungsvarianten an.
Das Jahr 2018 war durch zwei Tätigkeitsschwer-
punkte gekennzeichnet. Zum einen waren die
drei Bedarfsanmeldungen im Zuge der Ausbil-
dungsoffensive der Staatsregierung zu prüfen
und im Fall der Übungshalle der Landesfeuer-
wehr- und Katastrophenschutzschule auch
zu qualifizieren. Besondere Herausforderung
war dabei zunächst die Ermittlung der nutzer-
spezifischen Anforderungen in einem äußerst
engen zeitlichen Rahmen, da die Erweiterung
der Ausbildungs- und Fortbildungskapazitäten
bereits zum 1. September 2019 wirksam wer-
den muss. Zum anderen waren die Bedarfs-
anmeldungen für die sächsische Polizei zu
prüfen. Diese beiden thematischen Schwer-
punkte des Jahrs 2018 mussten zeitgleich mit
den begleitenden Tätigkeiten für das Haus-
haltsaufstellungsverfahren für den Doppel-
haushalt 2019/2020 bearbeitet werden.
Die Tätigkeit der Projektentwicklung Hoch-
bau im Jahr 2018 war im Wesentlichen vom
Nebeneinander der alten und neuen RL Bau
Sachsen geprägt. Da sich die Einführung der
RL Bau 2018 verzögerte, mussten weiterhin,
gemäß den bisherigen Prozessen, Planungs-
aufträge ES-Bau erteilt, ES-Bau-Unterlagen
geprüft, fachliche Stellungnahme zu EW-Bau-
Unterlagen erstellt werden. In 14 Verfahren war
der Fachbereich dabei intensiv eingebunden.
Stellvertretend können hier folgende Projekte
genannt werden:
Justizvollzugsanstalt Chemnitz,
Neubau Küche,
Hochschule der Polizei Rothenburg,
Erweiterung Ausbildungskapazität und
Neubau Raumschießanlage,
Sportgymnasium Leipzig und
Ministerialgebäude SMS, Neugestaltung
Eingang und Außenanlagen.
Parallel wurden jedoch verschiedene Pilot-
projekte gemäß RL Bau Sachsen 2018 in den
Phasen der Qualifizierten Bedarfsanmeldung
(QBedan) und Projektunterlage bearbeitet.
Weite Teile dieser Arbeit sind Tätigkeiten, die
bis dahin verteilt auf spätere Planungsphasen,
oft von beauftragten freiberuflich Tätigen, in
den SIB-Niederlassungen ausgeführt wurden.
Der Bereich Hochbau der Projektentwicklung
hat im Vorgriff auf die Änderungen der RL Bau
Sachsen an 4 QBedan mitgewirkt und 10 Pro-
jektunterlagen erstellt.
Ein weiterer, besonders wichtiger Sachverhalt
ist die »Risikovorsorge bei Großen Baumaß-
nahmen«. Hierzu wurde in Zusammenarbeit
des SIB mit Herrn Prof. Dr. Günther von der
TU Dresden, Lehrstuhl für Betriebliches Rech-
nungswesen / Controlling, das Projekt »Ermitt-
lung und Auswertung der baulich bedingten
Kostenerhöhungen bei abgeschlossenen Bau-
maßnahmen des SIB als Grundlage für die Fest-
legung von Risikokosten« durchgeführt. Ziel ist
es mit der Einführung der RL Bau Sachsen 2018
erstmals eine Risikokostenvorsorge bei Gro-
ßen Baumaßnahmen zu etablieren. Im Falle
ausschließlich baulich bedingter Mehrkosten
sollen diese in einem vereinfachten Verfahren
genehmigt und damit eine Verfahrensbeschleu-
nigung erreicht werden.
Der Fachbereich nimmt darüber hinaus Auf-
gaben wie beispielsweise die Beurteilung von
Projekten und die Erstellung von Zielplanun-
gen wahr.
Grundsatzarbeit Bau
Das Referat Grundsatz Bau ist in die Bereiche
Hochbau, Technik/Ingenieurbau / Umweltschutz,
Datenmanagement sowie Nachhaltigkeit ge-
gliedert. Es befasst sich mit allgemeinen und
übergreifenden baufachlichen Themen. Zudem
erfolgt ein wesentlicher Bestandteil der Tätig-
keit maßnahmebezogen, beispielsweise mit fach-
technischen Stellungnahmen im Rahmen der
baufachlichen Genehmigung von Baumaßnah-
men. Das Referat Grundsatz Bau (GB) ist Dienst-
leister für die Niederlassungen sowie die anderen
Referate im Bereich Planen und Bauen des SIB.

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Barrierefreies Planen und Bauen im SIB
Nach der Novelle des Behindertengleich-
stellungsgesetzes von 2016, insbesondere
jedoch durch den Aktionsplan der Sächsi-
schen Staatsregierung zur Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention erhält das
Barrierefreie Planen und Bauen zunehmend
ein größeres Gewicht bei den Aufgaben des
SIB. Als konkrete Aufgabe des Aktionspla-
nes der Sächsischen Staatsregierung soll die
barrierefreiheit der landeseigenen Gebäude
schrittweise verbessert werden. Anforderungen
an die Barrierefreiheit sind bei nahezu jeder
Baumaßnahme im SIB zu beachten, da in der
Regel öffentlich zugängliche Bereiche (zumindest
teilweise) und/oder Arbeitsstätten vorliegen.
Aus diesem Grund wird durch das Referat
Grundsatz Bau ein einheitliches Vorgehen in
Bezug auf die Barrierefreiheit erarbeitet.
Bundesbau
Im Jahr 2018 wurden für die Bauaufgaben
im Auftrag des Bundes 67,3 Millionen Euro
verausgabt. Der Anteil der Baukosten be-
lief sich dabei auf 59,3 Millionen Euro, die
Aufwendungen für freiberuflich Tätige (fbT)
auf 7,9 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vor-
jahr (51,5 Millionen Euro) haben sich die
erbrachten Bauleistungen um 15 Prozent
Beispielhaft sind folgende Schwerpunkte für
das Geschäftsjahr 2018 zu nennen:
Arbeitshilfe Radonsicheres Bauen
Auf dem Gebiet der Innenraumlufthygiene
wurde der Schutz vor Radon in Aufenthalts-
räumen sowie an Arbeitsplätzen in einem In-
nenraum geregelt. Dies erfolgte auf Grundlage
des neuen Strahlenschutzgesetzes sowie der
konkretisierenden neuen Strahlenschutzverord-
nung. Beide Rechtsnormen zum Radon- Schutz
traten im Wesentlichen zum 31. Dezember 2018
in Kraft. Für die Planung und Durchführung
von Baumaßnahmen im SIB hat das Referat
Grundsatz Bau eine Arbeitshilfe zur Berücksich-
tigung von Radonschutzmaßnahmen erarbei-
tet und im Dezember 2018 veröffentlicht.
Sonderprojekt IuK.2020 der
sächsischen Polizei
Die Planungen für das Sonderprojekt »Bau-
maßnahmen Informations- und Kommunikati-
onstechnik 2020« wurden in allen verantwort-
lichen SIB-Niederlassungen aufgenommen. Das
Projekt hat das Ziel, flächendeckend die
baulichen Voraussetzungen für die Schaffung
eines anforderungsgemäßen Kommunikations-
netzes, der Standardisierung der IuK-Technik
sowie weitere Bedarfsdeckungen für die säch-
sische Polizei umzusetzen. Von den Maßnahmen
betroffen sind über 300 Objekte und Standorte.
erhöht. Maßgeblich dafür sind insbesonde-
re die Baumaßnahme Neubau Technikum
des Deutschen Biomasseforschungszentrums
(Gesamtbaukosten: 39,8 Millionen Euro) mit
14,9 Millionen Euro Bauleistungen 2018 und
die Große Baumaßnahme zur Sanierung des
Gebäudes 1 des Militärhistorischen Museums
mit 5,6 Millionen Euro Bauausgaben 2018
(Gesamtbaukosten: 68,8 Millionen Euro).
Zuwendungsbau
Der SIB ist für alle Ressorts und Bewilligungs-
stellen das baufachliche Prüforgan für Hoch-
baumaßnahmen, die vom Freistaat Sachsen
mit Landes-, Bundes- oder EU-Mitteln ge-
fördert werden. Gemeinsam mit dem Säch-
sischen Staatsministerium der Finanzen wird
fortwährend an der Novellierung von Förder-
richtlinien mitgewirkt, um Richtliniengeber
und Bewilligungsstellen mit Bausachverstand
zu unterstützen, aber auch um Verwaltungs-
vereinfachungen im Zusammenhang mit
der materiellen Prüfung von Zuwendungs-
baumaßnahmen zu erreichen. 2018 wurden
103 Förderanträge geprüft, schwerpunkt-
mäßig in der Schul- und Städtebauförderung,
aber auch im Sonderprogramm »Brücken in
die Zukunft« auf Basis des Sächsischen Inves-
titionskraftstärkungsgesetzes. Dahinter steht
ein geprüftes Bauvolumen von 705 Millionen
Euro. Für insgesamt 181 Maßnahmen erfolgte
eine baubegleitetende Unterstützung und 18
Verwendungsnachweise wurden geprüft. Als
Beispiele für das breite Spektrum geprüfter
Maßnahmen stehen neben der Sanierung
des Schlosses Sachsenburg in Frankenberg
und der Johanneskirche in Meißen-Cölln die
Gesamtsanierung des Gymnasiums der Drei-
königsschule in Dresden, die Erweiterung und
der Umbau des Fachkrankenhauses in Coswig,
der Neubau des Technikums Helmholtz-Insti-
tut für Ressourcentechnologie Freiberg sowie
der Bau der Waldorfschule Görlitz auf Teilen
des Geländes des ehemaligen Güterbahnhofs.
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresdner Schloss, Westflügel, historischer Ausbau der Paraderäume

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Erwartet wurde ein Konzept von hoher archi-
tektonischer Qualität und schlüssiger funk-
tionaler Organisation unter Beachtung der
Aspekte des Denkmalschutzes. Das Gebäude-
konzept sollte um einen Vorschlag zur Frei-
raumgestaltung ergänzt werden.
Lösungsvorschlag
Archiv und Avantgarde: Die feine Provokation
und das Gedankenspiel, die der Institutions-
name impliziert, werden in diesem Projekt
als Ausgangspunkt verstanden. Ein massiver
Betonkörper, schwebend im »leergeräumten«
bestehenden Blockhaus, bildet das Kernstück
des Archives. Die radikale architektonische Set-
zung erzeugt einen erhabenen, lichtdurchflu-
teten und symbolträchtigen Raum. Eine Wen-
deltreppe verbindet die zwei Hauptgeschosse,
die für die Besucher vorgesehen sind. Das
offen gestaltete Erdgeschoss soll flexibel nutz-
bar für das Ankommen und Ausstellen die-
nen. Das Obergeschoss ist als Workshop- und
Forschungsplattform vorgesehen. Die Fuge
zwischen der bestehenden steinernen Hülle und
dem neuen Betonkubus leitet das Licht tief in
das Gebäude.
VgV-Verfahren mit Lösungsvorschlägen
Hochschule Mittweida
Hochschulbibliothek und Hochschularchiv,
Bedarfsgerechte Unterbringung
Architekten Code Unique, Dresden
Die Auswahl der Gebäudeplanung für die
Hochschule Mittweida erfolgte durch ein
Wettbewerbe / VgV-Verfahren
mit Lösungsvorschlägen
Wettbewerb
Archiv der Avantgarden (AdA)
im Blockhaus Dresden
Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Umbau des Dresdner Blockhauses zum
Archiv der Avantgarden (AdA)
Nieto Sobejano Arquitectos GmbH, Berlin
Das Verfahren wurde als nichtoffener Reali-
sierungswettbewerb entsprechend den Richt-
linien für Planungswettbewerbe (RPW 2013)
durchgeführt, ohne Verhandlungsverfahren.
Aus mehreren europäischen Ländern hatten
sich 103 Bewerber für diese Planungsaufgabe
beworben, 11 zusätzliche Teilnehmer waren
gesetzt. Zur Teilnahme wurden 35 Büros
eingeladen, eine Arbeit für den Wettbewerb
abzugeben. 28 Arbeiten wurden eingereicht.
Im Ergebnis setzte die Jury den Entwurf des
Büros Nieto Sobejano Arquitectos aus Berlin
auf den ersten Platz.
Aufgabenstellung
Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, eine
baulich-räumliche Konzeption für das Innere
der denkmalgeschützten Gebäudehülle zu er-
stellen, die das notwendige Raumprogramm
mit etwa 1 900 Quadratmetern Nutzfläche
für die Bereiche Archiv, Forschung und Aus-
stellung umsetzt sowie die notwendigen
räumlichen sowie funktionalen Beziehungen
gewährleistet.
Verhandlungsverfahren im Dezember 2018
mit vorgeschaltetem Bewerberauswahlver-
fahren. Bestandteil des Verfahrens war die
Erarbeitung einer Entwurfsidee / eines kon-
zeptionellen Ansatzes auf Grundlage der vor-
planerischen Untersuchungen des SIB.
Im Ergebnis des Verfahrens hat das Büro Code
Unique Architekten aus Dresden den Zuschlag
erhalten. Die Vor- und Entwurfsplanung sind
die nächsten Planungsschritte.
Aufgabenstellung
Aus der Aufgabenstellung des Verfahrens:
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien-
und Baumanagement plant die Errichtung
eines Bibliotheksgebäudes für die Hochschule
Mittweida. Vorgesehen ist ein Neubau in zen-
traler Lage innerhalb des Hochschul campus
am Standort Am Schwanenteich 4c, welcher
neben der Bibliothek auch die Erweiterung
des Hochschularchivs beinhalten soll. Die
Hochschule Mittweida – University of Applied
Sciences ist mit etwa 6 300 immatrikulierten
Studenten die größte Fachhochschule des Frei-
staats Sachsen. Im Bibliotheksneubau sollen
die derzeit zwei Standorte der Hochschul-
bibliothek – die zusammen mit der Mensa
am Standort Weststraße 11 untergebrachte
Hauptbibliothek sowie die Außenstelle Go-
ethestraße 13a – ersetzt werden. Für den
Neubau soll eine moderne Bibliotheksstruktur
mit Flexibilität für künftige Nutzungsanfor-
Visualisierung des Innenraums im Blockhaus

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zulässt und durch gezielte Aufweitungen Raum
für Außensitzbereiche schafft. Das Herzstück
der Freiflächen ist der große Hof, welcher mit
einer großzügigen Grünfläche ausgestattet ist.
Funktionalität
Der Entwurf verfolgt das Konzept eines kom-
pakten, gestalterisch und funktional inno-
vativen Neubaus. Die Gebäudeform ist be-
sonders durch die funktionsorientierte innere
Anordnung der Bestände und der umliegen-
den Arbeitsplätze geprägt. Über den groß-
zügigen Vorplatz wird das Foyer betreten. Im
Foyer sind die Schließfächer, die Information
und die Validierungsgeräte untergebracht.
Der südliche Teil des Raumes lässt sich durch
Schiebewände vom Foyer abtrennen und als
Auditorium benutzen. Die Cafeteria ist direkt
zuschaltbar. Dadurch lassen sich die beiden
derungen gefunden werden. In städtebaulicher
Hinsicht soll durch den Neubau in direkter
Campuslage eine Aufwertung und Stärkung
des bestehenden Ensembles erreicht werden.
Zusätzlich zur Unterbringung der Hochschul-
bibliothek ist innerhalb des Neubaus auch die
Schaffung von Flächen für das Archiv der
Hochschule Mittweida geplant.
Im Rahmen des Lösungsvorschlags soll von
den Teilnehmern eine Idee zur städtebaulichen
Anordnung des Baukörpers sowie zur archi-
tek tonischen Ausbildung des Gebäudevolu-
mens für die Hochschulbibliothek einschließ-
lich der Archivbereiche generiert werden.
Die neue Hochschulbibliothek soll sowohl
Informations- und Kommunikationszentrum
als auch Lehr- und Lernort sein. Die Integ-
ration des Hochschularchivs in das Gebäude
soll so gestaltet sein, dass die klimatischen
Anforderungen des Archivs möglichst mit
baulichen Mitteln zu gewährleisten sind und
auf technische Maßnahmen so weit wie mög-
lich verzichtet werden kann. Bestandteil des
Lösungsvorschlags ist eine grundsätzliche
Aussage zur Neuorganisation des Hofbereichs
zwischen den Gebäuden 3 und 6 sowie dem
Neubau. Im Entwurf zu berücksichtigen sind
die vorhandenen Wegebeziehungen zum den
umliegenden Gebäuden.
Lösungsvorschlag
Auszug aus der Erläuterung der Architekten
von Code Unique, Dresden:
Mit dem Entwurf zum Neubau der Hoch-
schulbibliothek und des Hochschularchivs wird
ein solitärer Baukörper vorgeschlagen, der sich
baulich von den bestehenden Gebäuden löst
und gerade dadurch das bestehende Ensemble
vollendet. Selbstbewusst stellt sich der Bau-
körper mit seiner markanten Höhe auf das
Baufeld und schlägt damit eine neue visuelle
Brücke zwischen Mittweida und seiner Hoch-
schule. Klar lesbar als Leuchtturm im Stadt-
raum verortet, setzt er angemessene architek-
tonische Akzente und wirkt identitätsstiftend.
Der Umlauf um den Baukörper formuliert eine
Terrasse, welche jederzeit den Blick ins Tal
Funktionen als Einheit auch für Abendver-
anstaltungen optimal nutzen. Gegenüber-
liegend befinden sich die Zugänge zur Bib-
liothek. Die drei Obergeschosse sind analog
zueinander aufgebaut und werden über eine
einläufige Treppe miteinander verbunden. Um
den Kern des Gebäudes ordnen sich Gruppen-
räume, Carrels und Arbeitskabinen an. Der
westliche Teil des Grundrisses besteht aus
einem Großraum, dessen Zentrum die Buch-
bestände bilden. An den Fassaden reihen sich
Einzelarbeitsplätze auf und lassen spannende
Ausblicke zu. Die ebenerdige Anlieferung ist
gegeben und die Unterbringung des Archivs
im Sockel ist klimatisch sinnvoll (konstan-
te Temperaturen). Ein Fahrstuhl verbindet
alle Ebenen miteinander und stellt die bar-
rierefreie Erschließung über alle Geschosse
sicher.
Visualisierung Hochschule Mittweida, Hochschulbibliothek und Hochschularchiv

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Immobilienmanagement
Anmietung / Vermietung
Die Unterbringung von Behörden und sonsti-
gen staatlichen Einrichtungen des Freistaates
Sachsen erfolgt überwiegend in landeseigenen
Immobilien. Anmietungen zur Unterbringung
von Behörden und sonstigen staatlichen Ein-
richtungen erfolgen nur dann, wenn sich diese
Variante der Unterbringung im Rahmen des
Bedarfsdeckungsverfahrens als wirtschaft-
lichste erweist und geeignete landeseigene
Immobilien nicht zur Verfügung stehen.
Der Aufgabenbereich des Immobilienmanage-
ments umfasst alle mit der Anmietung von
Objekten verbundenen Tätigkeiten. Dazu ge-
hören im Vorfeld Abstimmungen der Rahmen-
bedingungen mit dem Nutzer und die darauf
folgenden Mietmarktrecherchen. Bis zum Ab-
schluss eines Mietvertrages sind vielfach sehr
zeitintensive Vertragsverhandlungen mit den
potenziellen Vermietern zu führen. Nach Ab-
schluss eines Mietvertrages erfolgen Vertrags-
controlling, Prüfung und Bearbeitung der
Rechnungen und Nebenkostenabrechnungen.
Immobilienmanagement
Das Referat Immobilienmanagement verwal-
tete und bewirtschaftete 2018 zum Stichtag
31. Dezember 2018 einen Immobilienbestand
von 2 868 Gebäuden mit einer Nettoraumfläche
von 5,4 Millionen Quadratmeter. Die zu ver-
waltende Fläche hat sich im Vergleich zum
Vorjahr 2017 nur marginal geändert.
2 108 der vom SIB verwalteten Gebäude mit
einer Nettoraumfläche von circa 4,6 Millionen
Quadratmeter befinden sich im Eigentum des
Freistaates Sachsen. Die anderen 760 Gebäude
mit circa 0,8 Millionen Quadratmeter Netto-
raumfläche gehören Dritten.
Das Gros der verwalteten Flächen wird durch die
Hochschulen des Freistaates Sachsen genutzt,
gefolgt von den Behörden und Einrichtungen des
Sächsischen Staatsministeriums des Innern und
des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz.
Neben den langfristigen Anmietungen werden
auch kurzzeitige Anmietungen (zum Beispiel für
Polizeieinsätze) und zusätzliche dauerhafte
Anmietungen mit nur stundenweiser Nutzung
unter anderem für die Durchführung des
Polizeisports (Anmietung von Sporthallen und
Bahnen in Schwimmbädern) getätigt.
Weiterhin müssen Mietverhältnisse für Inte-
rimsunterbringungen von Behörden während
Baumaßnahmen begründet werden, wenn
keine geeignete landeseigene Immobile zur
vorübergehenden Nutzung zur Verfügung steht.
Durch den SIB erfolgen ebenso Unterbrin-
gungen im Rahmen von Sonderaufgaben. So
wurde 2018 beispielsweise eine Anmietung für
das Institut für Softwaremethoden zur Pro-
dukt-Virtualisierung des Deutschen Zentrums
für Luft- und Raumfahrt (DLR) realisiert.
Insgesamt wurden 1 074 Mietverträge im Ge-
schäftsjahr 2018 verwaltet. Davon entfallen
auf den Hochschulbereich 255 Mietverträge.
Hinzu kommen rund 210 kurzzeitige Anmie-

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Immobilienbewirtschaftung
Mit der Bereitstellung und Übergabe der
Immobilien an die Landesbehörden sowie
die sonstigen Einrichtungen des Freistaates
Sachsen beginnt die zeit- und kostenintensive
Nutzungsphase. In dieser Phase nimmt der
Bereich Immobilienmanagement gebündelt
die Aufgaben der Immobilienverwaltung und
-bewirtschaftung wahr. Dazu zählt unter an-
derem die Beschaffung, Steuerung und Opti-
mierung der technischen und infrastrukturel-
len Facility Management Leistungen so wie die
Versorgung der Immobilien mit Strom, Wär-
me und zum Teil auch Kälte. Die Kosten der
Immobilienbewirtschaftung umfassen somit
alle laufenden Aufwendungen zum Betrieb
der verwalteten Grundstücke sowie Gebäude.
Im Jahr 2018 sind für die Betriebskosten
Haushaltsmittel in Höhe von 182,5 Millionen
Euro abgeflossen (Wert umfasst Betriebskos-
tenausgaben und -einnahmen). Im Vergleich
zum Vorjahr (181,2 Millionen Euro) bedeutet
dies eine mäßige Erhöhung um insgesamt
0,7 Prozent.
Der moderat ausgefallene Anstieg ist im
Wesent lichen auf erhöhte Kosten in den
Bereichen Gebäudereinigung, Bedienung, In-
spektion und Wartung sowie Versorgung
zurückzu führen.
Für die Medienversorgung der für die Dienst-
stellen und sonstigen Einrichtungen des
Freistaates Sachsen verwalteten Immobilien
wurden rund 52 Prozent der Betriebskosten
aufgewendet.
Entgegen der vergangenen Jahre sanken die
Kosten für die Stromversorgung gegenüber dem
vorherigen Geschäftsjahr 2017 um 1,1 Millio-
nen Euro auf 56,2 Millionen Euro. Die Kosten
für die Wärmeversorgung hingegen stiegen
im gleichen Zeitraum um etwa drei Prozent
auf 34,5 Millionen Euro. Im abgelaufenen Ge-
schäftsjahr 2018 betrug der Anteil der Kosten
für die Stromversorgung zirka 31 Prozent und
tungen. Insgesamt wurden dafür 54,1 Mil-
lionen Euro aufgewandt. Im Vergleich zum
Vorjahr 2017 (55,4 Millionen Euro) sanken
die Mietausgaben um etwa 2,3 Prozent und
bewegten sich damit ungefähr auf dem Vor-
jahresniveau.
Für die Vermietung und Verpachtung landes-
eigener Gebäude und Flächen wurden im Ge-
schäftsjahr 2018 Einnahmen in Höhe von 5,0
Millionen Euro erzielt. Diese stammen unter
anderem aus der Vermietung von Wohnheim-
plätzen (mit Einnahmen von etwa 2,0 Millionen
Euro) und von Gewerbe- und Büroräumen (mit
Einnahmen von etwa 1,1 Millionen Euro).

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22 |
für die Wärmeversorgung zirka 19 Prozent an
den Gesamtbewirtschaftungskosten.
Der Anteil der sonstigen Versorgungskosten
belief sich im gleichen Zeitraum auf etwa
2,5 Prozent an den Gesamtbewirtschaftungs-
kosten. Neben den Kosten der Wasserversor-
gung sind die Kosten der Medienversorgung
für nutzerspezifische Anlagen und der Energie-
träger für Kühlzwecke enthalten. Während die
Kosten der Wasserversorgung um 0,3 Millio-
nen Euro auf 3,5 Millionen Euro sanken, stiegen
im Geschäftsjahr 2018 die anderen beiden
Kostenbestandteile um 0,1 Millionen Euro.
Aufgrund der Spezifik sowie des großen An-
teils an den Gesamtkosten werden die Medien-
kosten sowie die dazugehörigen Verbräuche
differenziert nach den entsprechenden Ener-
gieträgern ausgewertet und analysiert, um
Verbrauchs- und Kostensteigerungen gezielt
entgegenwirken zu können. Dies erfolgt in
der Leitstelle Energie des SIB.
Ein Kostenanstieg war im Bereich der Bedie-
nung, Wartung und Prüfung technischer An-
lagen zu verzeichnen. Dieser betrug 6,5 Prozent
gegenüber dem Vorjahr (Anstieg von 21,5 Mil-
lionen Euro im Jahr 2017 auf 23,2 Millionen
Euro im Jahr 2018). Wesentliche Ursachen
dafür sind der zunehmende Technisierungs-
grad von Gebäuden sowie die steigende
Komplexität der technischen Anlagen. Ins-
besondere die Ausstattung der Gebäude mit
Gefahrmeldeanlagen und Gebäudeleittechnik
führte zu steigenden Ausgaben in diesem
Bereich. Eine weitere Ursache ist der zuneh-
mende Bedarf an Kältetechnik insbesondere
zur Klimatisierung von Rechentechnik und zur
Durchführung technologischer Prozesse. Darü-
ber hinaus führt der steigende Technisierungs-
grad der Gebäude auch dazu, dass Betreiber-
leistungen für einzelne Objekte komplett an
einen Dritten vergeben werden müssen.
Die Kosten für die Reinigung und Pflege von
Außenanlagen sanken im Geschäftsjahr 2018
gegenüber dem Vorjahr 2017 um 0,7 Millio-
nen Euro bzw. 9 Prozent auf 7,9 Millionen Euro.
Im Wesentlichen ist dies auf den Rückgang
der Leistungen für den Winterdienst zurück
zu führen. Die Ausgaben dafür sanken im
Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 um etwa
0,87 Million Euro bzw. 33 Prozent. In den Aus-
gaben für die weiteren Leistungen im Rahmen
der Verkehrssicherungspflicht – die Straßen-
und Gehwegreinigung sowie die Pflege von
Grünanlagen und Bäumen – gab es 2018 keine
wesentlichen Veränderungen.
In der Entwicklung der Ausgaben im Bereich
der Reinigung und Pflege von Gebäuden im
Geschäftsjahr 2018 zeigt sich die Anpassung /
Entwicklung des Tarif- und Mindestlohnes
im Dienstleistungssektor. Demnach fielen für
die Gebäudereinigung im Gegensatz zu 2017
rund 1,8 Millionen Euro Mehrkosten an. Dies
bedeutet im Geschäftsjahr 2018 einen An-
stieg der Ausgaben um 6 Prozent auf zirka 29,6
Millionen Euro.
Der starke Anstieg der Ausgaben für Sicher-
heits- und Überwachungsdienste im Jahr 2017
(ein Plus von 15 Prozent auf 7,3 Millionen Euro)
hat sich im Geschäftsjahr 2018 abgeschwächt.
Die Ausgaben stiegen unwesentlich um etwa
0,4 Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro.

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Finanzamt Zwickau, Archiv im Erweiterungsneubau

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24 |
bildete die Schulungsreihe »Technik für Objekt-
management – Basiswissen« mit allein 30 Fort-
bildungsveranstaltungen in jeweils 3 Modu-
len an insgesamt 80 Fortbildungstagen und
mit insgesamt 137 Teilnehmern vorwiegend
aus dem Bereich Immobilienmanagement.
Ausbildung
Im Jahr 2018 führte der SIB die Ausbildung
als Praxispartner in den BA-Studiengängen
Vermögensmanagement, Fachrichtung Immo-
bilienwirtschaft, sowie Energie- und Umwelt-
technik mit je einem BA-Studenten fort. Beide
Studenten konnten das Studium erfolgreich
beenden, wodurch ihnen die Übernahme in ein
Beschäftigungsverhältnis angeboten werden
konnte.
Die zwei bestehenden Ausbildungsverhältnisse
wurden nach dem Berufsbildungsgesetzt (BBiG)
im Ausbildungsberuf Steinmetz weitergeführt.
Shared Service Center Vergabe /
Vertragsmanagement
Nach der strukturellen Änderung im Bereich
des Vergabe- und Vertragsmanagements und
der Umwandlung in ein Shared Service Center
erfolgten im Geschäftsjahr 2018 weitere all-
gemeine Schritte im SSC VVM:
Konsolidierung der Organisationsstruktur,
stufenweise Umsetzung der Änderungen
in den Geschäftsprozessen und
flächendeckende Anwendung des
digitalen Vorgangsbearbeitungs- und
Dokumenten managementsystem
(VIS.SAX) in den Vergabeverfahren.
Durch die Fachgruppe für die Vergabe von
Architekten- und Ingenieurleistungen (FG AI)
wurde unter Federführung des Referats 46 im
Sächsischen Staatsministerium der Finanzen
die »Richtlinie zur Vergabe von Architekten-
und Ingenieurleistungen« (RAIL) erarbeitet und
Shared Service Center Personal
Personalbestand
Im Geschäftsjahr 2018 wurden gesamtdurch-
schnittlich 1 011 Bedienstete durch das Shared
Service Center (SSC) Personal betreut. Hinzu
kommen im Durchschnitt 45 Bedienstete,
welche aus verschiedenen Gründen beurlaubt
waren, sowie durchschnittlich 4 Auszubildende.
Der durchschnittliche aktive Personalbestand
verringerte sich im Vergleich zum Geschäfts-
jahr 2017 um 10 Bedienstete, was unter an-
derem mit der Erhöhung der durchschnittli-
chen Anzahl der vorübergehend abwesenden
Beschäftigten um 18 im Zusammenhang steht.
Im Rahmen der Umsetzung der Personal- und
Stellenplanung 2018 sowie im Zusammenhang
mit der erforderlichen Deckung von unvorher-
gesehen entstandenen Personalbedarfen waren
im SIB insgesamt 178 Dienstposten neu oder
nachzubesetzen, davon 106 unbefristet und
72 befristet. Letztere insbesondere in Zusam-
menhang mit der Abdeckung von Elternzeit-
oder Krankheitsvertretungen.
Die für den SIB bestehende Verpflichtung,
zum Ablauf des Haushaltsjahres 2018 weitere
49 Stellen abzubauen, wurde umgesetzt.
Fortbildung
Der SIB hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Be-
diensteten durch Fortbildungsmaßnahmen ein
hohes Niveau an beruflicher Qualifizierung zu
ermöglichen. So gab es im Geschäftsjahr 2018
insgesamt 2 159 Fortbildungsteilnahmen, das
entspricht 3 540 Fortbildungstagen. Im Vergleich
zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang
von 34,1 Prozent hinsichtlich der Fortbildungs-
teilnahmen und 17,5 Prozent hinsichtlich
der Fortbildungstage. Dieser begründet sich
mit dem in 2017 eingeführten Lernprogramm
»WBT Antikorruption«, welches seinerzeit eine
flächendeckende Teilnahme erforderte.
Insgesamt realisierte der SIB 99 Inhouse-
Schulungen. Einen besonderen Schwerpunkt
Shared Service Center
als verbindliche Verwaltungsvorschrift im SIB
eingeführt. Sie dient der Vereinheitlichung
der Verfahrensweisen sowie der fachlichen
Klarstellung und Erläuterung und stellt erst-
mals ein einheitliches Formularwesen für die
Vorbereitung und Durchführung der Vergabe-
verfahren zur Verfügung.
Vergabe von Bauleistungen
Im Haushaltsjahr 2018 schloss der SIB im Be-
reich Bundes- und Landesbau 30 891 (2017:
31 254) Bauaufträge und Nachträge mit einem
Gesamtvolumen von 425,8 Millionen Euro (2017:
458,9 Millionen Euro) ab. Ein Anteil von 83 Pro-
zent des Gesamtvolumens wurde an sächsi-
sche Unternehmen vergeben. Bei Bauaufträ-
gen mit einem Auftragswert über 10.000 Euro

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image
| 25
lag der Anteil der öffentlichen Ausschreibungen
und offenen Verfahren (EU) bei 70 Prozent (2017:
60 Prozent). Etwa 15 Prozent (2017: 16 Prozent)
des Auftragswertes wurde im Rahmen be-
schränkter Ausschreibungen bzw. nichtoffener
Verfahren (EU) vergeben. Bei 15 Prozent (2017:
24 Prozent) der Vergabeverfahren handel-
te es sich um freihändige Vergaben oder
Verhandlungsverfahren (EU). Insgesamt war
festzustellen, dass die Angebotspreise eine
unerwartete, bisher nicht bekannte Band-
breite erreichten. Obwohl der Anteil öffentli-
cher Ausschreibungen und offener Verfahren
gesteigert werden konnte, war es teilweise
schwierig bis unmöglich, ausreichend Wett-
bewerb zu gewährleisten. Die derzeitige Markt-
dynamik wirkt sich damit durchaus negativ
auf Projektfortschritte und -ziele aus.
Verträge mit freiberuflich Tätigen (fbT)
Der SIB schloss im Bereich Bundes- und Lan-
desbau 2018 insgesamt 3 274 (2017: 3 460)
Verträge mit freiberuflich Tätigen ab. Das
Auftragsvolumen betrug rund 100,7 Millionen
Euro (2017: 95,2 Millionen Euro). Davon
wurden 91 Prozent des Auftragsvolumens
an freiberuflich Tätige aus Sachsen vergeben.
Elektronische Vergabe im SIB
Seit dem 1. August 2018 ist für Vergabever-
fahren in allen Niederlassungen die Abgabe
elektronischer Angebote möglich. Ab dem
18. Oktober 2018 dürfen bei Vergaben mit
einem Auftragswert oberhalb der Schwellen-
werte (»EU-Vergaben«) ausschließlich elektroni-
sche Angebote zugelassen werden. Dies führte
in einem Übergangszeitraum bis Ende 2018
vereinzelt dazu, dass schriftlich eingereichte
Angebote ausgeschlossen werden mussten, weil
Unternehmen diese vergaberechtliche Vorgabe
nicht berücksichtigten.
Beide Meilensteine führten noch einmal zu
einer Zunahme der Aktivitäten auf der Ver-
gabeplattform des SIB.
Derzeit sind rund 9 800 Firmen auf der
Vergabeplattform registriert.
Etwa 2 270 Vergabeverfahren wurden im
E-Vergabe-System abgewickelt.
Im letzten Quartal 2018 stieg der
Anteil elektronischer Angebote auf
über 60 Prozent an.

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26 |
Shared Cervice Center IT und
Organisation
Bereich IT
Im Geschäftsjahr 2018 wurden IT-Dienstleis-
tungen für den gesamten SIB, für die Referate 46
und 47 des Sächsischen Staatsministe riums
der Finanzen und den Staatsbetrieb Zentrales
Flächenmanagement Sachsen (ZFM) erbracht.
Dabei standen einerseits die zunehmende Di-
gitalisierung der Arbeitsprozesse und ander-
seits die Anpassung an sich stetig ändernde
technische Rahmenbedingungen im Fokus.
Ein Schwerpunkt lag 2018 daher wieder-
um auf der weiteren Modernisierung der
IT-Infra struktur mit einer einhergehenden
Zentralisierung von technischen Ressourcen.
Zu nennen ist dabei insbesondere die Vor-
bereitung für den Betrieb eines redundanten
Serverraumes am SIB-Standort Chemnitz. Es
wurden weitere Voraussetzungen geschaffen,
um komplexe 3D-Programme per Thin-Client
in allen Niederlassungen zur Verfügung zu
stellen. Die Systemverfügbarkeit der wesent-
lichsten IT-Anwendungen konnte mit über
99,5 Prozent auf einem sehr hohen Niveau
gehalten werden. 2018 investierte der SIB
etwa 2,8 Millionen Euro in den Ausbau und
die Modernisierung seiner technischen Infra-
struktur.
Für die Weiterentwicklung der DV-Fachanwen-
dungen wurden im Jahr 2018 rund 1,0 Millio-
nen Euro aufgewendet. Ein erheblicher Anteil
davon wurde für die Fortsetzung der Implemen-
tierung eines Projektmanagements und eines
Computer Aided Facility Management-Systems
aufgewendet. Beide Programme sind inzwi-
schen im produktiven Einsatz und ermöglichen
eine stringentere organisationseinheitenüberg-
reifende Prozess- und Lebenszyklusunterstüt-
zung der Bau- und Betreiberverantwortung
des SIB. VIS.SAX ist nunmehr an allen Stand-
orten des SIB im Einsatz und bildet für den
SIB die elektronische Akte mit IT-gestützter
Vorgangsbearbeitung ab.
Auch wegen der zusätzlichen IT-Anforderun-
gen aufgrund der verstärkten Eigenplanung
wurden neue Softwarelösungen angeschafft.
Bereich Organisation
Im Bereich Organisation/Innerer Dienst wur-
den Investitionen für Büro- und Geschäfts-
ausstattung von insgesamt rund 550.000 Euro
getätigt. Ein Schwerpunkt lag dabei unter
anderem in der Verbesserung der Ausstattung
von Arbeitsplätzen mit höhenverstellbaren
Schreibtischen.
Im Kalenderjahr 2018 erfolgte die Fortschrei-
bung des Bedarfskonzeptes »Dienst-Kfz«, auf
dessen Grundlage unter anderem 7 Hybrid-Fahr-
zeuge beschafft werden konnten. Sukzessive
wird der SIB-Fuhrpark durch den Austausch
verschlissener Fahrzeuge modernisiert.
Auch in 2018 wurden die Bediensteten des
SIB durch die Arbeitsschutzverantwortlichen
mit Unterstützung der externen Fachkraft
für Arbeitssicherheit intensiv betreut. In Zu-
sammenarbeit mit dem hierzu beauftragten
Dienstleister wurden in den SIB-Niederlas-
sungen Arbeitsplatzbegehungen und arbeits-
medizinische Untersuchungen durchgeführt.
Für die im Bereich Immobilienmanagement
tätigen Elektrofachkräfte erfolgte auch 2018
eine zusätzliche Unterweisung »Arbeiten unter
Spannung«. Darüber hinaus erhielten die Sicher-
heitsbeauftragten aller SIB-Niederlassungen
eine Unterweisung durch die Fachkraft für
Arbeitssicherheit.

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| 27
Finanzamt Leipzig I, Informations- und Annahmestelle nach Umbau

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28 |
6. Die Standorte
Sächsisches Krankenhaus
Großschweidnitz
Neubau Gerontopsychiatrisches Zentrum
Lage und Geschichte
Die Liegenschaft des Sächsischen Kranken-
hauses Großschweidnitz befindet sich am
Westrand der Gemeinde Großschweidnitz,
zirka 3 Kilometer südlich der Stadt Löbau. Die
parkartig gestaltete Anlage mit ehemals
34 Häusern bietet ein einheitliches Bild mit
hohem architektonischen und städtebaulichen
Wert. Die Einrichtung wurde in den Jahren
1898 bis 1902 als »Villenkolonie« nach engli-
schem Vorbild errichtet. Das Krankenhaus
wurde am 1. April 1902 eröffnet. Der Bau er-
folgte in zwei Bauetappen. Während in der
ersten Bauetappe die Gebäudemasse kleiner
strukturiert war und Verblendmauerwerk das
architektonische Bild bestimmte, waren es in
der zweiten Bauetappe Putzbauten mit Sand-
steinverkleidungen und -gewänden. Seit 1990
wurde das Sächsische Krankenhaus Groß-
schweidnitz erweitert und saniert. Die auf-
wendig restaurierten Bauten des Kranken-
hauses stehen in einer weitest gehend
zaunlosen Parklandschaft. Sie sind eines der
größten Baudenkmäler östlich von Dresden.
Die gesamte Anlage des Sächsischen Kran-
kenhauses Großschweidnitz steht als Flä-
chendenkmal unter Denkmalschutz.
Nutzung / Bauaufgabe
Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz
ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie und
Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie,
Psychosomatik und Neurologie. Die Große Bau-
maßnahme »Neubau Gerontopsychiatrisches
Zentrum – GPZ« umfasst die zielplanerische
Einordnung von vier erwachsenenpsychiatri-
schen Pflegestationen mit je 20 Betten sowie
20 tagesklinischen Plätzen. Neben weiteren
psychiatrischen Pflegestationen handelt es sich
dabei um die neurologische Klinik einschließ-
lich des Funktions- und Diagnostikzentrums.
Das Gerontopsychiatrische Zentrum umfasst
drei Stationen und eine Tagesklinik für Geron-
topsychiatrie und zusätzlich eine Station zur
Suchtbehandlung mit je 20 Betten. Die geron-
topsychiatrische Abteilung befindet sich im
Erdgeschoss, die Suchtstation im ersten Ober-
geschoss und die Tagesklink im Untergeschoss
(Souterrain).
Neubau
Um eine harmonische Ergänzung des Ensem-
bles und keinen Fremdkörper entstehen zu
lassen, wurde ein dreigeschossiger Baukörper
platziert, der durch die Ausnutzung der Ge-
ländetopografie im nördlichen Teil lediglich
zweigeschossig in Erscheinung tritt. Durch die
Anordnung von zwei L-förmigen Stationen je
Geschoss an einer zentralen Vertikalerschlie-
ßung entstand eine klare und einprägsame
punktsymmetrische Gebäudefigur. Mit der Er-
richtung des GPZ wurde eine funktionale Ver-
besserung der Anbindung an das Gebäude 26
mit dem Diagnostikzentrum Neurologie und
weitere Funktionseinheiten erreicht. Beide
Gebäude sind nun durch einen unterirdischen
Gang miteinander verbunden.
Gestaltung
Für die Qualität der Innenräume spielt eine
natürliche Belichtung und Belüftung eine große
Rolle. Die Patientenzimmer haben Fenster mit
geschlossener Brüstung, die eine großzügige
Sicht auf die Parklandschaft erlauben. Flur-
aufweitungen sorgen für eine direkte / indirekte
Beleuchtung. Die unterschiedliche Farbge-
staltung der Stationen dient den Patienten
zur besseren Orientierung.
Für die Fassade wurde ein heller sandfarbener
Klinker gewählt. In den oberen Geschossen ist
die Fassade durch vertikale und horizontale
Bänder plastisch gegliedert. Das Untergeschoss
ist ohne eine plastische Gliederung und wirkt
somit als Sockelgeschoss. Das Gebäude hat
ein Walmdach mit einer Neigung von 20 Pro-
zent und anthrazitfarbenen Dachziegeln. Durch
diese Außengestaltung fügt sich das Gebäude
gut in die vorhandene, denkmalgeschützte
Parklandschaft.
Außenanlagen
Mit der Errichtung großzügiger Grünanlagen
und Freibereiche im Gebäudeumgriff wurde
die historische Parkanlage zum einen wieder-
hergestellt und zum anderen durch neue ge-
staltete Bereiche ergänzt. Schwerpunkt bei der
Gestaltung war die Erhaltung des parkartigen
Charakters der Gesamtanlage. An der Nord-
und Ostseite des Neubaus wurde die histori-
sche Lindenallee ergänzt und wiedererrichtet.
Für jede Station wurde ein separater Stations-
garten geschaffen sowie ein Ersatzgarten für
die benachbarte Station 26, der durch die
› Niederlassung Bautzen ‹
Niederlassung Bautzen
Kontakt
Fabrikstraße 48 | 02625 Bautzen
Telefon +49 3591 582-0
Telefax +49 3591 582-109
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Die Niederlassung Bautzen ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb der Landkreise Bautzen und
Görlitz und
in Teilen des Landkreises
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
sowie baufachlich für Baumaßnahmen
des Bundes und Dritter und Zuwendungsbau-
maßnahmen.
Bauvolumen
55,57 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
329
Anzahl der Gebäude
348, NRF 455 756 m²
Stationsbereich

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| 29
Neuordnung der Freiflächen am Neubau ver-
loren ging. Die einzelnen Stationsgärten sind
räumlich geschlossene Bereiche, die durch vor-
handene Gebäude, Heckenpflanzungen oder
Zäune voneinander getrennt sind. Die Ge-
staltung innerhalb der Freibereiche richtete
sich nach dem therapeutischen Konzept der
jeweiligen Station. Sie sind barrierefrei (für
Patienten in Roll- und Pflegestühlen) ausgebil-
det oder auch mit Sportflächen (Suchtstation)
ausgestattet.
Haustechnik
Zur Sicherung einer schnellen Handlungs-
fähigkeit des medizinischen Personals bei
Notfällen, aber auch bei Routineanwendun-
gen wurde im Gebäude eine medizinische
Gasversorgung mit den Medien Sauerstoff
und Druckluft errichtet. Diese versorgt so-
wohl medizinische Funktionsbereiche als
auch Patientenzimmer. Für einen zeitgemä-
ßen haustechnischen Standard wurde jedes
Patientenzimmer mit einer separaten Nass-
zelle, bestehend aus Dusche, Waschtisch und
WC, ausgestattet, wobei die Ausstattung
barrierefrei ausgeführt wurde. Jeder Station
ist zusätzlich ein Stationsbad zugeordnet,
in welchem Patienten im Bedarfsfall mittels
spezieller Hubbadewannen und Personalunter-
stützung gebadet werden können. Aus funk-
tionellen Gründen ist für die Gebäudebehei-
zung ein Fußbodenheizungssystem mit rund
6 000 Quadratmetern Heizfläche eingebaut. Die
installierte Heizleistung einschließlich Warm-
wasserbereitung beträgt 650 kW, welche vom
zentralen Heizhaus über das Nahwärmenetz
der Liegenschaft durch zwei Blockheizkraft-
werke, ergänzt durch Spitzenlastkessel, be-
reitgestellt wird. Der hohe Technisierungsgrad
und Sicherheitsanforderungen erfordern für
Teilbereiche des Gebäudes die Anbindung
an zentrale Lüftungs- und Kälteanlagen. Die
Raumkühlung wurde auf Funktionsräume mit
hoher Installationsdichte und thermischen
Lasten, wie zum Beispiel Schwesterndienst-
räume und Server-/ Datenräume, begrenzt.
Die Abluft ausgewählter innenliegender Räume
sowie der Nasszellen in Patientenzimmern wird
mittels Einzelraumventilatoren über das Dach
abgeführt. Alle vorgenannten Anlagensysteme
müssen aufgrund der Krankenhausnutzung
hohen Hygiene- und Brandschutzanforderun-
gen gerecht werden.
Für einen energieeffizienten und bedarfsge-
führten Betrieb wurden die haustechnischen
Anlagen an das bestehende Gebäudeleittech-
niksystem der Liegenschaft angebunden. Das
Informationen
Bauzeit
06/2015 – 09/2018
Genehmigte Baukosten
rd. 23,4 Millionen Euro
davon Eigenmittel SKH Großschweidnitz
8,427 Millionen Euro
gesamte Gebäude wird flächendeckend durch
eine Brandmeldeanlage (BMA) überwacht. Diese
alarmiert im Alarmfall über die Pforte direkt
die Leitstelle der Feuerwehr. Die BMA steuert
verschiedene Komponenten an, wie die Rauch-
und Wärmeabzugsanlage (RWA), die Brand-
schutztüren, die Lüftungsanlagen und die
Brandschutzklappen in den Lüftungskanälen.
Alle Stationen sind mit einer Schwesternruf-,
Sprech- und Videoanlage ausgerüstet. Die
Patientenzimmer wurden mit TV, Telefon- und
Datenanschlüssen ausgestattet.
Neubau des Gerontopsychiatrischen Zentrums

30 |
Die Gefangenen gehen tagsüber einer Aus-
bildung oder einer geregelten Arbeit nach.
Des Weiteren können sie auch außerhalb des of-
fenen Vollzuges unter anderem eigenständig
Einkäufe erledigen, Arztbesuche absolvieren,
die externen Suchtberatungsstellen aufsuchen
oder sich mit der Agentur für Arbeit in Ver-
bindung setzen. Dabei werden die Gefangenen
von den Fachdiensten eng betreut. Die Beson-
derheit am Neubau besteht auch darin, dass
die baulich-technischen Sicherheitsanforde-
rungen geringer sind als im geschlossenen Voll-
zug. So können sich die Gefangenen innerhalb
ihrer Haftflügel frei bewegen und den Außen-
bereich für Sport oder Gartenarbeit aufsuchen.
Die Einordnung des Gebäudes auf dem Grund-
stück wurde aus der Gliederung des Gebäu-
des und aus der Zuordnung der Freiflächen zu
den Nutzungsbereichen im Zusammenhang
mit der Topografie und Besonnung ent-
wickelt. Der Neubau besteht aus zwei ober-
irdischen Geschossen sowie einer Teilunter-
kellerung mit Zugang zum tiefer gelegenen
Gelände, dem Freizeitbereich. Die Anordnung
der Nutzungsbereiche und die innere Erschlie-
ßung haben zum Ziel, eine ausgewogene
Balance zwischen Kontrolle und notwendiger
Abgrenzung einerseits und Offenheit und
erwünschter Kommunikation andererseits
herzustellen. In der Teilunterkellerung des
westlichen Flügels sind die für alle Häftlinge
zugänglichen Sport räume untergebracht. Des
Weiteren befinden sich dort Lagerräume und
Flächen für die Gebäudetechnik. Die einzel-
nen Gebäudeteile sind in etwa gleich struk-
turiert. Die Hafträume und Büroräume liegen
jeweils an der Fassade. Im unbelichteten
Innenbereich sind neben den Duschräumen
und der Küche Abstell- und Nebenräume an-
geordnet. Der südliche Flügel enthält in jeder
Ebene eine Station für weibliche Häftlinge.
Im westlichen Flügel wurden zwei Stationen
für männliche Insassen in vergleichbarer
Form eingeordnet. Der zentrale Hauptzugang
erfolgt über einen kleinen Vorplatz in das
Foyer. Der Eingang wird von der Pforte aus
kontrolliert. Alle Zugänge zu Stationen, Be-
reichen und Treppen sind von der Pforte
im Foyer einsehbar. Die Fassaden der Haft-
bereiche sind als Wärmedämmverbundsys-
tem mit einem weißen Oberputz ausgeführt.
Die gleichmäßig angeordneten Fenster sind
jeweils über beide Geschosse vertikal zu
In diesem neuen Gebäudekomplex fügt sich
eine große Besucherabteilung mit einer Außen-
anlage an. Der Komplex befindet sich an dem
südwestlichen Teil des Areals des geschlossenen
Vollzuges. Eine zehn Meter hohe Betonschei-
be aus Sichtbeton markiert den Eingangs-
bereich in das Gebäude. Die Torwache und
die Kfz-Schleuse schieben sich durch die zum
Gebäude schräg verlaufende Anstaltsmauer
hindurch. Die Kfz-Sicherheitsschleuse ist mit
Stahlbeton umschlossen und mit zwei großen
Schiebetoren gesichert. Das eingeschossige Ge-
bäude der Torwache besitzt ein Flachdach und
ist teilunterkellert. Der Dienstraum der Tor-
wache ist zur optimalen Übersicht dreiseitig
verglast. Gegenüber dem Dienstraum befindet
sich der Warteraum für die Besucher, die von
dort aus in den lichtdurchfluteten, hell und
freundlich gestalteten Besucherbereich gelan-
gen. Die Besuchersprechräume und der Lang-
zeitbesuchsbereich sowie der Außenbereich
mit Spielfläche für Kinder können durch einen
zentral angelegten Aufsichtsraum gut eingese-
hen werden. Die Fassaden der Torwache und
des Besucherzentrums bestehen aus vorge-
hängten Faserzementplatten. Die vorherrschen-
den Farben sind Weiß-, Grau- und Grüntöne.
Diese Farbgebung wurde auch konzeptionell
in der Innenraumgestaltung wieder aufge-
nommen. Der Bodenbelag und die individuel-
len Einbauten der Besucherabteilung wurden
in belebenden Grüntönen gehalten. Die Mö-
blierung wurde mit der Justizvollzugsanstalt
farblich genau auf die Räume abgestimmt.
Das Gebäude des offenen Vollzuges
Der Neubau ist entsprechend seiner Nutzung
in drei Flügel unterteilt. Die Struktur des
Gebäudekomplexes folgt der Gliederung der
Nutzungsbereiche. Der östliche, quadratische
Baukörper nimmt im Erdgeschoss die inter-
nen Funktionen sowie den Mutter-Kind-Be-
reich und im Obergeschoss den Bereich des
Jugendarrestes auf. Dieser Baukörper hat einen
kleinen Innenhof, der von einer Fluraufwei-
tung umfasst wird. Diese dient als witterungs-
geschützter Spielbereich für die Kleinkinder.
Es werden Gefangene untergebracht, bei
denen eine Fluchtgefahr oder eine Gefahr der
Begehung von Straftaten nicht zu befürchten
ist. Insofern eröffnet der offene Vollzug ge-
eigneten Gefangenen die Möglichkeit, sich durch
ein weitgehend normales Leben schon vor der
Haftentlassung auf die Freiheit vorzubereiten.
› Niederlassung Chemnitz ‹
Niederlassung Chemnitz
Kontakt
Brückenstraße 12 | 09111 Chemnitz
Telefon +49 371 457-0
Telefax +49 371 457-4611
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Die Niederlassung Chemnitz ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb der Stadt Chemnitz,
im Landkreis Mittelsachsen und
in Teilen des Erzgebirgskreises
sowie baufachlich für die Baumaßnahmen aller
Ressorts des Freistaats in diesem Gebiet, für
den Bundesbau darüber hinaus für den gesamten
Erzgebirgskreis, den Vogtlandkreis und Zwickau.
Bauvolumen
102,79 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
488
Anzahl der Gebäude
578, 1 061 768 NRF m²
Justizvollzugsanstalt Chemnitz
Neubauten offener Vollzug und Torwache
Standort
Die Justizvollzugsanstalt Chemnitz (JVA) ist
für den Vollzug der Freiheitsstrafe an Frauen
der Länder Sachsen und Thüringen (Untersu-
chungs- und Strafhaft sowie Jugendarrest)
zuständig. Der offene Vollzug befindet sich
direkt vor der JVA Chemnitz, auf der Südseite
des Areals. Das Grundstück grenzt an den
geschlossenen Vollzug. Im Zuge der Baumaß-
nahmen wurde die Verkehrserschließung der
JVA durch eine neue Zufahrtsstraße komplett
neu organisiert. Die Außenumwehrung wurde
neu errichtet und es erfolgte der Neubau der
Torwache mit Kfz-Schleuse und Besucherbe-
reich. Dies war eine wichtige Voraussetzung
für die Erschließung des Neubaus für den
offenen Vollzug.
Torwache
Die Justizvollzugsanstalt Chemnitz erhält mit
dem neuen Torwachgebäude nicht nur eine
völlig neue Zufahrt, sondern auch eine sehr
modern ausgestattete Kfz-Sicherheitsschleuse.

image
| 31
Sich-Wiedereinfügen in die Gesellschaft kann
mit der »Farbwand« gut vermittelt werden.
Außenanlagen
Aufgrund der Struktur des Gebäudes unter-
gliedern sich die Freiflächen in drei große
Bereiche; den Garten für Mutter und Kind, die
Freianlage des Jugendarrestes für junge Frau-
en und die Freifläche des offenen Vollzuges
für Männer und Frauen. Die Gefangenen sol-
len beim Aufenthalt im Freien die Möglichkeit
erhalten, neben sportlicher Betätigung auch
»Natur« erleben zu können. Das Grundstück
ist mit einem zwei Meter hohen Stabgitter-
zaun eingefriedet.
Im Bereich Mutter und Kind verhindert ein
Sichtschutz ungewollte Einblicke. Diese Frei-
fläche ist mit Spielgeräten, Sitzbereichen
und Hochbeeten ausgestattet. Angrenzend
befindet sich die Freianlage Jugendarrest,
eingefriedet mit einem drei Meter hohen
Gittermattenzaun. Der Bereich Jugendarrest
beinhaltet einen Volleyballplatz, Tischtennis-
platten und Sitzgelegenheiten. Die Freifläche
für Männer und Frauen ist in verschiedene
Bereiche wie Kleinspielfeld für Volleyball und
Basketball sowie Tischtennisplatten gegliedert.
Abgetreppte Sitzgelegenheiten am Ausgang
einem Band zusammengefasst. Die Flächen
der Fensterbrüstungen sind mit hinterlüf-
teten, grünen Hochdruck-Schichtstoffplatten
bekleidet. Das Erdgeschoss im Bereich der
Mutter-und-Kind-Station sowie der Pforte
und das Sockelgeschoss mit den Sporträumen
sind mit einer hinterlüfteten Vorhangfassade
aus streifenförmigen, grüngetönten Keramik-
platten, die strapazierfähig und dauerhaft
sind, versehen.
Kunst am Bau
Im Rahmen eines Auswahlverfahrens wurde ein
Kunstwerk des Dresdner Künstlers Sebastian
Hempel mit dem Arbeitstitel »Farbwand« für den
Standort im Foyer ausgewählt. Dabei handelt
es sich um eine farbig gestaltete Aluminium-
verbundplatte, die auf einem der Brüstungs-
elemente im Obergeschoss angebracht wurde.
Diese Platte ist neben der grafischen Gestal-
tung durch verschiedenfarbige Quadrate mit
motorisch angetriebenen Kreiselementen ver-
sehen. Die Farbreihung und Farbauswahl ver-
mittelt Fröhlichkeit. Die künstlerische Idee wird
so interpretiert, dass aus der Ordnung gera-
tene Elemente wieder gerichtet werden. Dies
erfolgt nach dem Zufallsprinzip, wie oft das
Leben der einzelnen Individuen nicht planbar
sondern auch von Zufällen abhängig ist. Das
Informationen
Bauzeit Torwache
04/2015 – 12/2017
Baukosten Torwache
rd. 7,8 Millionen Euro
Bauzeit Gebäude offener Vollzug
10/2015 – 05/2018
Baukosten Gebäude offener Vollzug
rd. 9,1 Millionen Euro
des Sportraums mit befestigter Fläche und
individuellen Sitzgelegenheiten im modellier-
ten Gelände runden die Aufenthaltsqualität
ab. Außerdem gibt es einen Therapiegarten. Der
unmittelbare, gepflasterte Zugangsbereich
ist durch eine besonders große, lange Holz-
bank aufgewertet. Die Geländetopografie des
Grundstücks wurde durch das Anlegen von
Böschungen und entsprechenden Bepflan-
zungen geschickt genutzt.
oben links: Auflenbereich offener Vollzug, oben rechts: Kunst am Bau »Farbwand« von Sebastian Hempel, unten: Neubau Torwache

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32 |
Festung Königstein
Umbau und Sanierung Westbebauung,
2. Realisierungsabschnitt Georgenburg
Standort
Schon von weitem sichtbar thront die impo-
sante Festung Königstein in direkter Nach-
barschaft zur Elbe auf dem gleichnamigen
Tafelberg. Die Bergfestung mitten im Herzen
der Sächsischen Schweiz zählt zu den größ-
ten ihrer Art in Europa. Blickt man vom Fuße
des Königsteins hinauf, so ragen die Sand-
steinwände und Mauern der Festung bis in
eine Höhe von 40 Metern empor. Über Jahr-
hunderte diente die Festung vornehmlich mi-
litärischen Zwecken, seit 1955 ist sie für die
Öffentlichkeit zugänglich und wird museal
genutzt. Mit mehr als 500 000 Besuchern im
Jahr zählt die Festung zu den bedeutendsten
Museen in Sachsen. Auf einer Fläche von
9,5 Hektar lädt ein großes Freilichtmuseum
mit mehr als 50 historischen Militärbauten,
zahlreichen Ausstellungen und ausgedehnten
Grünanlagen zum Entdecken ein. Die so-
genannte Westbebauung stellt den größten
zusammenhängenden Gebäudekomplex der
Anlage dar und gehört zu den geschichtlich
bedeutendsten Bauwerken der Festung König-
stein. Das Ensemble besteht aus der Georgen-
burg, dem Torhaus mit Kommandantenhaus,
der Streichwehr und dem Neuen Zeughaus.
Insgesamt zählen zur Festungsanlage über
100 Hochbau- und Ingenieur Bauwerke. Die
Georgenburg trägt den Namen des Auftrag-
gebers Kurfürst Johann Georg I., in dessen
Gegenwart sie 1619 eingeweiht wurde.
Bauaufgabe
Ziel der Gesamtmaßnahme war es, das be-
deutende Gebäudeensemble der Westbebau-
ung zu sanieren. Die Maßnahme gliederte
sich in zwei Bauabschnitte. Der Maßnahmen-
komplex für die Ausstellung (Westbebauung)
wurde im Oktober 2014 abgeschlossen. Die
Sanierungsmaßnahmen für den Verwaltungs-
bereich (Georgenburg) kamen im Mai 2018
zum Abschluss.
Der zweite Bauabschnitt, der im Oktober 2016
begonnen wurde, umfasste die fachgerech-
te Sanierung der Georgenburg sowie die
Neu gestaltung des Hofes nach historischem
Vorbild.
› Niederlassung Dresden I ‹
Dabei wurden erhalten gebliebene Bauele-
mente wie Natursteinböden, freigestellte Ge-
wölbe und Holzbalkendecken freigelegt und
ergänzt sowie die originalen Raumzuschnitte
wiederhergestellt. Daneben wurden die tech-
nischen Installationen umfassend erneuert und
eine neue Stahltreppe im Erdgeschoss an-
gefügt, über die die Georgenbastion für Be-
sucher erschlossen wird. Das 1. und 2. Ober-
geschoss der Georgenburg werden künftig
für Verwaltungsbereiche, ein Archiv und eine
Bibliothek genutzt. Im Erdgeschoss erinnert
die erneuerte Ausstellung an die Nutzung als
Gefängnis, daneben wurden hier Räume für
wechselnde Ausstellungen geschaffen.
Ausführung – restauratorische Arbeiten
Im Erdgeschoss der Georgenburg stand die
Erneuerung der Räume für die bereits vor der
Sanierung vorhandenen Dauerausstellungen zur
Georgenburg und zum »Staatsgefängnis 1588 –
1920« im Vordergrund. Das 1. und das 2. Ober-
geschoss wurden saniert und für die Bereiche
Verwaltung, einschließlich wissenschaftlicher
Bibliothek hergerichtet.
Zur Vorbereitung der Maßnahmen galt es, res-
tauratorische Befunduntersuchungen zu Raum-
zuschnitten und historischen Einbauten sowie
Oberflächenuntersuchungen zur Malerei und
der einstigen Gestaltung vorzunehmen. Ein-
bauten aus späterer Zeit wurden im Zuge der
Entkernung einzelner Räume zurückgebaut. Die
teils zweitverwendeten Deckenschalungsbretter
mit Bemalung aus den ehemaligen kurfürst-
lichen Räumen wurden kartiert.
Aus den bauforscherischen Untersuchungen
war bekannt, dass sich in Teilbereichen der
im 20. Jahrhundert abgehängten Decken des 1.
und 2. Obergeschosses zumindest Reste der
ehemals bemalten Holzbalkendecken aus dem
17. Jahrhundert erhalten hatten. Im Februar
2017 wurden in den Obergeschossen Fuß-
böden und Decken teils großflächig geöffnet.
Es wurden zahlreiche bemalte Einzelbretter
in den Balkenzwischenlagen entdeckt. Als
Fortführung der restauratorischen Unter-
suchung wurden alle Holzteile mit Bemalung
bzw. Bemalungsresten aus den beiden Ober-
geschossen aufgenommen, sortiert und mit
einem bereits kleineren, gesicherten Bestand
aus einem Fund der Sanierung um 2000 zu-
sammengeführt. Insgesamt etwa 400 frag-
Niederlassung Dresden I
Kontakt
Königsbrücker Straße 80 | 01099 Dresden
Telefon +49 351 809-30
Telefax +49 351 809-3100
E-Mail poststelle-d1@sib.smf.sachsen.de
Die Niederlassung Dresden I ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb der Landeshauptstadt Dresden,
im Landkreis Meißen und
in Teilen des Landkreises
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
sowie baufachlich für alle Behörden und Einrich-
tungen der Staatsverwaltung, des Landtags und
der Staatskanzlei, für Kulturbauten des Sächsi-
schen Staatsministeriums für Wissenschaft und
Kunst sowie der Staatlichen Schlösser, Burgen
und Gärten Sachsen gGmbH.
Bauvolumen
108,59 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
405
Anzahl der Gebäude
559, 1 148 314 NRF m²
Aufwändig sanierte Räume des Verwaltungsbereichs

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| 33
die im 16. Jahrhundert sehr aufwendig zur
Festung Königstein transportiert werden muss-
ten. Dieser zeit- und baugeschichtlich wert-
volle Boden wurde in Ergänzung mit neuen
Sandsteinplatten im neuen Foyer erhalten.
Ebenso wurden die Dielenböden, inklusive
Wiederverwendung und Aufarbeitung der Alt-
dielung, erneuert. Zudem wurde die statische
Sicherung und Sanierung des Wendelsteins
durchgeführt. Die Laubengangverglasung in
den Obergeschossen ist ebenfalls saniert.
Außenanlagen
Die Maßnahmen in den Außenanlagen hatten
die Herstellung der historischen Oberflächen-
beläge und Grünflächen nördlich des Neuen
Zeughauses mit Sandsteinplatten und -pflaster
sowie Kleinpflaster und wassergebundener
Wegedecke zum Ziel. Dabei konnten weit-
gehend die vorhandenen Materialien genutzt
werden. Anhand von archäologischen Gra-
bungen wurden im Juni / Juli 2017 die ur-
sprünglichen Höhenlagen des Laufhorizontes
im Georgenhof flächig freigelegt und doku-
mentiert. Die Höhen wurden in die Ausfüh-
rungsplanung übernommen. Als Belag für die
befahrbaren Bereiche der Hoffläche wurde
Kleinpflaster aus Granit gewählt, wobei das
bereits im Hof, auf der Brücke und auf der
mentierte Holzfelder, -riegel und Balkenreste
konnten den ehemals 11 ausgemalten Räumen
dem Motiv nach zugeordnet werden.
Eine Verortung der Fragmente war aufgrund
von zusammenhängenden Resten in zwei Räu-
men möglich. Ein Bereich im des 2. Ober-
ge schosses wurde nach Dokumentation des
Befundes wieder verdeckt. Ein zweiter Raum
konnte im zukünftigen Büro der Museologen
(1. Obergeschoss) in situ gehalten werden.
Alle dazugehörigen, aus dem Fundus überlie-
ferten Teile und Fragmente wurden ergänzt,
soweit es möglich war.
Im Rahmen der Bauarbeiten wurden im Erd-
geschoss historische Sandsteinböden aufge-
funden, die in die Zeit vor dem Umbau durch
Pöppelmann eingeordnet werden müssen und
ggf. zum historischen Boden in der ehemali-
gen Hofstube gehören. Diese Böden wurden
saniert und teilweise ergänzt.
Zudem wurde im ersten Obergeschoss ein
Natursteinboden aus der Zeit als kurfürst-
licheres Appartement freigelegt. Die genaue
Untersuchung zeigte, dass es sich nicht um
Sandsteinplatten, wie auf dem Königstein zu
erwarten, sondern um Porphyrplatten handelt,
Informationen
Bauzeit 2. BA Georgenburg
10/2016 – 05/2018
Baukosten 2. BA Georgenburg
rd. 2,4 Millionen Euro
Zufahrt nördlich des Zeughauses vorhandene
Pflaster genutzt wurde. Vor der Fassade an
der Westseite des Hofes wird anstehender
Fels in die begehbare Oberfläche integriert.
Angrenzende Flächen, welche bautechnisch
nicht mit Kleinpflaster belegt werden können,
erhalten eine Deckschicht aus wassergebun-
dener Wegedecke.
Die Georgenburg auf der Festung Königstein

34 |
Ecke des Grundstücks an der Kreuzung Tatz-
berg / Neubertstraße ein. Er bildet damit den
vorläufigen Schlusspunkt der Forschungs-
gebäude am Tatzberg, ermöglicht jedoch auf-
grund seiner kompakten Form eine Erweite-
rung zur Hertelstraße. Die Fassade aus hellen
Faserzementplatten mit bandförmigen Fenstern
führt die Gestaltung der benachbarten For-
schungseinrichtungen fort. Die Differenzierung
der feinen, horizontalen Lineatur spiegelt wider,
dass das Gebäude für zwei unterschiedliche
Nutzer konzipiert wurde. Die beiden unter-
schiedlichen Lineaturen verzahnen sich im Zen-
trum des Gebäudes, der zentralen Halle, und
versinnbildlichen die Nutzung. Die viergeschos-
sige Halle bildet das kommunikative Zentrum
und soll dazu anregen, interdisziplinäre Kon-
takte aufzunehmen und zu intensivieren. Eine
Reduzierung auf wenige hochwertige Mate-
rialien (Sichtbeton, Eichenfurnier, schwarzes
Metall, fugenloser Boden) gibt dem Raum einen
zeitlosen Charakter. Durch die Möblierung wer-
den in der Halle Rückzugsorte für Gespräche
in kleinen oder größeren Gruppen geschaffen.
Aus unterschiedlichen Forschungsschwer-
punkten der Institute resultieren unterschied-
liche Arbeitsweisen, die wiederum prägend
für die Gebäudestruktur waren. Während im
B CUBE eine klassische Zonierung in Labore,
Nebenräume, Büros umgesetzt wurde, sind die
Laborflächen des DZNE auf zwei Großraum-
labore verteilt. Auch die Büros wurden dort
weitgehend als Großraumbüros geplant.
Haustechnik
Das Gebäude ist an die öffentlichen Versor-
gungsleitungen von Strom, Trinkwasser und
Fernwärme angeschlossen. Eine Besonderheit
stellt die Nutzung von Brunnenwasser als
regenerative Energiequelle im Zusammenhang
mit der Betonkernaktivierung der Büroraum-
decken dar. Durch die thermische Gebäude-
simulation wurde nachgewiesen, dass mit der
nächtlichen Nutzung des Brunnenwassers
einer Überhitzung der Büroräume im Som-
mer entgegenwirkt werden kann. Darüber
hinaus wird am Tag das Brunnenwasser zur
Berieselung der Rückkühler verwendet. Ein
weiterer Nutzen, insbesondere zur Betriebs-
kostenoptimierung, ergibt sich durch die Vor-
kühlung der raumlufttechnischen Anlagen.
Zur Erzeugung von zirka 1 MW Kälteleistung
stehen zwei Kältemaschinen zur Verfügung.
Die dazugehörigen Rückkühlwerke befinden
ist für dieses Gebäude besonders prädesti-
niert, da sich in unmittelbarer Nachbarschaft
das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Dresden (UKD), das Zentrum für Regenerative
Therapien (CRTD) und das Biotechnologiezen-
trum (BIOTEC) befinden. Von dieser räumlichen
Nähe gehen wesentliche Impulse für die fach-
übergreifende Zusammenarbeit aus, durch die
wiederum die Bedingungen für gemeinsame
Spitzenforschung deutlich verbessert werden.
Wissenschaftliche Konzepte
B CUBE
Der konzeptionelle Ansatz des B Cube der Tech-
nischen Universität Dresden besteht darin, aus
Beobachtungen von Phänomenen in der Natur
und über deren Analyse zur Entwicklung von
Anwendungen zu gelangen, die für unsere
Gesellschaft von Nutzen sind. Man verfolgt
entlang dieser Prozesskette einen interdiszi-
plinären Ansatz in den drei Hauptrichtungen
Bioprospektion,
BioNano-Werkzeuge und
Biomimetische Materialien.
Diese drei Forschungsgebiete bilden damit
die erforderlichen Bindeglieder zwischen den
Lebenswissenschaften und den Ingenieur-
wissenschaften.
DZNE
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative
Erkrankungen (DZNE) ist eine außeruniversi-
täre Forschungseinrichtung. Es ist eines der
sechs Deutschen Gesundheitsforschungs-
zentren mit insgesamt neun Standorten in ganz
Deutschland. Am Dresdner Standort sind drei
Hauptforschungsbereiche untergebracht:
Stammzellenmodell neurodegenerativer
Erkrankungen,
Nervenzellenneubildung
im erwachsenen Gehirn und Mechanismen
der Hirnplastizität sowie
Translationale Plastizitätsforschung und
klinische Forschung.
Architektur
Der Neubau nimmt als Solitär die südöstliche
› Niederlassung Dresden II ‹
Niederlassung Dresden II
Kontakt
Ostra-Allee 23 | 01067 Dresden
Telefon +49 351 4735-90
Telefax +49 351 4735-888
E-Mail poststelle-d2@sib.smf.sachsen.de
Die Niederlassung Dresden II ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb der Landeshauptstadt Dresden und
im Landkreis Meißen sowie
in Teilen des Landkreises
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Dies betrifft Einrichtungen im Sinne des Gesetzes
über die Hochschulen im Freistaat Sachsen für den
Direktionsbezirk Dresden, Bildungseinrichtungen
der Sächsischen Staatsministerien des Innern,
für Kultus sowie für Wissenschaft und Kunst,
Baumaßnahmen des Bundes und Dritter und
Zuwendungsbaumaßnahmen.
Bauvolumen
89,98 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
356
Anzahl der Gebäude
328, 898 953 NRF m²
Zentrum für Innovations-
kompetenz (ZIK) B Cube
Technische Universität Dresden
Deutsches Zentrum
für Neurodegenerative
Erkrankungen e. V. (DZNE)
in der Helmholtz– Gemeinschaft
Gemeinsamer Forschungsneubau
Forschungsstandort Dresden Johannstadt
Mit dem Neubau des Forschungsgebäudes
Am Tatzberg 41 in Dresden werden dringend
benötigte Laborflächen für Forschung und
Entwicklung auf dem Gebiet der Biotechnolo-
gie geschaffen. Es bestand die Aufgabe, zwei
unterschiedliche Forschungseinrichtungen in
einem Gebäude flächenoptimiert unterzu-
bringen. Zukünftig sind somit unter einem Dach
das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK)
B Cube der Technischen Universität Dresden
sowie das Deutsche Zentrum für Neurodege-
nerative Erkrankungen e. V. (DZNE) in der Helm-
holtz-Gemeinschaft gemeinsam tätig. Der
gewählte Standort in der Dresdner Johannstadt

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Förderanträge bewilligt (EFRE-Infra). Die För-
derung des B CUBE wird für Maßnahmen zur
Verbesserung der Infrastruktur an Hochschu-
len, die überwiegend für angewandte For-
schung genutzt wird, ausgereicht. Das DZNE
erhält Fördergelder, die zur Verbesserung der
Forschungsinfrastruktur an außeruniversitären
Einrichtungen bereitgestellt werden.
Kunst am Bau
Unter der Beteiligung von 8 Künstlerinnen und
Künstlern wurde im Frühjahr 2017 ein Kunst-
wettbewerb durchgeführt. Die Arbeit des
Künstlers Frank Schauseil aus Dresden über-
zeugte dabei die Jury in besonderem Maße.
Inspiriert durch Abbildungen organischer
Darstellungen entwickelte der Künstler ein
dreidimensionales Gebilde aus 18 flächigen,
dreieckigen, durchbrochenen Alumodulen. Die
plastische Form ist diagonal auf dem 80 Zen-
timeter hohen Sockel angeordnet und bietet
dem Betrachter im Umschreiten sich wandelnde
Ansichten. Die wie ein Brückenbogen anmu-
tende Plastik kann als Symbol der Symbiose
und Zusammenarbeit beider Institute gelesen
werden. Die intensive zitronengelbe Farbge-
bung zieht die Aufmerksamkeit der Passanten
auf sich und bildet eine neue »Marke« im städ-
tischen Raum.
sich auf dem Dach. Bei geringen Außentem-
peraturen kann das Kältepotenzial der Au-
ßenluft zur freien Kühlung genutzt werden.
Im Außengelände des Grundstücks befindet
sich eine Tankanlage. Diese Anlage ist über
Leitungssysteme mit dem Gebäude verbun-
den und dient zur Versorgung der Labore mit
gasförmigem Stickstoff und Kohlendioxid.
Flüssiger Stickstoff wird ebenfalls über die
Tankanlage und Entnahmestellen im Gebäude
bereitgestellt.
Laborausstattung
Basierend auf den Forschungsschwerpunkten
waren neben den klassischen Laborstrukturen
mit Benchsystemen, Laborabzügen, Laborspülen
und Auswertebereichen auch Spezialnutzungen
zu berücksichtigen. Insbesondere für die Algen-
kultur-Labore bestehen höchste Anforderun-
gen an die Klimatisierung. Spezielle Bereiche für
Mess- und Analyseverfahren (beispielsweise
Elektronenmikroskopie oder Laseranwendun-
gen) ergänzen synergetisch die Laborwelt.
EFRE-Förderung
In der Förderperiode 2014 – 2020 stehen Mittel
des Europäischen Fonds für Regionale Ent-
wicklung (EFRE) bereit. Sowohl für das B CUBE
als auch für das DZNE wurden entsprechende
Informationen
Bauzeit
10/2015 – 09/2018
Gesamtbaukosten
rd. 42,045 Millionen Euro
(DZNE rd. 19,45 Millionen Euro;
B CUBE rd. 22,59 Millionen Euro)
davon EFRE-förderfähig
DZNE rd. 17,59 Millionen Euro;
B CUBE rd. 20,78 Millionen Euro
Die Baumaßnahme wird gefördert
durch den Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung (EFRE).
Gemeinsamer Forschungsneubau für das DZNE und ZIK B Cube – im Vordergrund die Plastik des Künstlers Frank Schauseil

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Bauaufgabe Justizzentrum Leipzig
Rund um das Amtsgericht Leipzig soll pers-
pektivisch innerhalb von drei Bauabschnitten
ein Justizzentrum entstehen. Als erster Bau-
abschnitt soll die Maßnahme zur Staatsan-
waltschaft realisiert werden. Danach folgt das
Amtsgericht Leipzig inklusive Grundbuchamt
und Leitstelle für Informationstechnologie
der sächsischen Justiz. Im dritten Bauabschnitt
wird das Fachgerichtszentrum mit Arbeits-,
Sozial- und Verwaltungsgericht errichtet.
Planung und Entwurf Staatsanwaltschaft
Das Raumprogramm für die Staatsanwaltschaft
Leipzig mit 252 Mitarbeitern umfasst im Wesent-
lichen Büro-, Akten- und Besprechungsräume,
Archiv-, Registraturflächen sowie Lagerflächen
für Asservate. Als Ermittlungsbehörde sind für
den Standort der Staatsanwaltschaft sehr hohe
Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen.
Die Baumaßnahme umfasst die Sanierung
und den Umbau der denkmalgeschützten Be-
standsgebäude entlang der Arndtstraße und
der Alfred-Kästner-Straße und einen Verbin-
dungsneubau im Innenhof des Areals.
Die Entwurfsaufgabe bestand darin, in der
Innenhofsituation eine bauliche Lösung zu
finden, die zwischen den Bestandsgebäuden
vermittelt und sie integriert, einen angemes-
senen Abschluss zu den angrenzenden Höfen
der Wohnbebauung schafft und gleichzeitig
das umfangreiche Raumprogramm fasst.
Der Entwurf sieht einen sechsgeschossigen
Verbindungsneubau in Form eines einfachen
Riegels zwischen den beiden Giebelwänden
der Bestandsgebäude vor. Er wird durch einen
abgestuften Archivanbau (vier- bis sechs-
geschossig) an die Brandwand zum Nachbarn
ergänzt. Die T-förmige Gesamtstruktur ergänzt
die Hofsituation. Die Kubatur bewirkt die räum-
lich-städtebauliche Abgrenzung des Sonder-
bereichs Justiz und vermittelt gleichzeitig durch
die Höhenstaffelung des sechsgeschossigen
Baukörpers zwischen dem deutlich höheren
Amtsgericht und den viergeschossigen Wohn-
bebauungen. Im Kontrast zum Neubau stehen
die denkmalgeschützten Bestandsgebäude. Sie
werden funktional an die Erschließung des
Neubaus angebunden. Die Gebäude selbst
bleiben in ihrer Grundstruktur erhalten. Sie
werden denkmalgerecht saniert und nur in
Teilbereichen umgebaut.
Justizzentrum Leipzig
1. Bauabschnitt Staatsanwaltschaft
unter Berücksichtigung des gesonderten
Vorhabens »Justizgeschichtlicher
Erinnerungsort – ehemalige Zentrale
Hinrichtungsstätte der DDR«
Standort / Geschichte
Das Baugrundstück befindet sich in direkter
Nachbarschaft zum Amtsgericht Leipzig im
Stadtteil Südvorstadt, zwischen der Arndt-
straße und der Alfred-Kästner-Straße. His-
torisch befand sich auf dem Gelände die
Justizvollzugsanstalt Leipzig. Der Hafttrakt
im Innenhof wurde bereits 2002 abgebro-
chen. Die erhaltenen Blockränder stehen unter
Denkmalschutz. Hierzu zählen das ehema-
lige Verwaltungsgebäude an der Alfred-Käst-
ner-Straße und der ehemaliger Hafttrakt an
der Arndtstraße. Im westlichen Gebäudeteil
mit der historischen Zufahrt befindet sich
die ehemalige Hinrichtungsstätte der DDR.
Dieser Bereich wurde dem Bürgerkomitee
Leipzig e. V. zur Nutzung überlassen. Die bau-
liche Trennung (Keller bis 4. Obergeschoss)
wird mit der Maßnahme Staatsanwaltschaft
realisiert. Das Bürgerkomitee Leipzig e. V. be-
absichtigt, im abgetrennten Bereich mit einer
eigenständigen Baumaßnahme eine Gedenk-
stätte »Justizgeschichtlicher Erinnerungsort
– ehemalige Zentrale Hinrichtungsstätte der
DDR« einzurichten.
› Niederlassung Leipzig I ‹
Niederlassung Leipzig I
Kontakt
Schongauerstraße 7 | 04328 Leipzig
Telefon +49 341 2555-000
Telefax +49 341 2555-178
E-Mail poststelle-l1@sib.smf.sachsen.de
Die Niederlassung Leipzig I ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb der Stadt Leipzig sowie
in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.
Dies betrifft Einrichtungen und Behörden der
Staatsverwaltung, des Sächsischen Rechnungs-
hofs, der Staatlichen Schlösser, Burgen und
Gärten Sachsen gGmbH, Bund und Dritte sowie
Zuwendungsbau.
Bauvolumen
74,50 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
303
Anzahl der Gebäude
344, 616 847 NRF m²
Baustelle des 1. Bauabschnitts für das Justizzentrum Leipzig, Staatsanwaltschaft

image
| 37
Verbindungsbau
Der Neubau im Innenhofbereich soll als einfa-
cher, klar gegliederter Verwaltungsbau mit einer
ruhigen Gestaltung die beiden Bestandsbauten
verbinden. Die sechsgeschossige hinterlüftete
Fassade aus hellen Betonfertigteilen wird dabei
horizontal in drei Teile gegliedert, die vertikal
jeweils zwei Geschossebenen verbinden. Diese
gewählte Aufteilung nimmt die Gebäudehöhe
zurück und vermittelt so gegenüber den vierge-
schossigen Wohnhäusern. Der neue Baukörper
ist zum Amtsgericht hin vom Erdgeschoss bis
zum 2. Obergeschoss breiter und springt dann
in den oberen Geschossen zurück. Dadurch wird
der rd. 70 Meter lange, streng wirkende Bau-
körper gegliedert und harmonisch strukturiert.
Weiterhin wird die Länge des Baukörpers mit
den vertikalen Fensterformaten, die jeweils im
oberen und unteren Bereich eines Geschosses
als Blindfenster vor der Brüstung und dem
Sturz in Erscheinung treten, unterbrochen.
Bestandsgebäude
(Alfred-Kästner-Straße / Arndtstraße)
Der besondere denkmalpflegerische Fokus liegt
auf den beiden straßenseitigen Fassaden
einschließlich der vollständig erhaltenen Kas-
tenfenster und Fenstergitter. Aufgrund der
bauphysikalischen Anforderungen und den
Sicherheitsbelangen der Staatsanwaltschaft
werden die inneren Fenster durch neue ersetzt,
die den neuen Anforderungen entsprechen. Die
äußeren, straßenseitigen Fenster sowie die
Gitter bleiben erhalten und werden saniert.
Im Zwischenraum der beiden Fenster kann
der Sonnenschutz angeordnet werden. Die
Außenwände werden durch eine kapillaraktive
Innendämmung energetisch verbessert.
Eine Besonderheit im Gebäudeteil Arndtstraße
stellen die ehemaligen Haftzellen mit der be-
eindruckenden Treppenanlage dar, die sich
vom 1. Obergeschoss bis zum 4. Obergeschoss
erstrecken. Dieser Bereich wird vollständig
erhalten. Hier werden Asservaten- und Biblio-
theksräume untergebracht. Die einzelnen Zellen
erhalten Verbindungstüren in den Trennwänden.
Die historischen Zellentüren werden soweit
möglich saniert und als Blindtüren verschlos-
sen. Der barrierefreie Zugang erfolgt über eine
neue Erschließung im Verbindungsbereich
zum Neubau.
Im Gebäudeteil Alfred-Kästner-Straße befindet
sich im 3. Obergeschoss eine ehemalige Bethalle,
Informationen
Bauzeit
Baubeginn 10/2017 –
geplante bauliche Fertigstellung Herbst 2020
Gesamtkosten
rd. 33,44 Millionen Euro,
EE-EFRE-Anteil rd. 3,5 Millionen Euro
Die Baumaßnahme wird gefördert
durch den Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung (EFRE).
die zuletzt für Sportzwecke genutzt wurde. Hier
wird eine zusätzliche Galerieebene mit Büro-
räumen eingezogen, die durch eine interne
Treppe erschlossen wird.
Die Förderung zur Verbesserung der Energie-
effizienz (EE-EFRE) wird für die Sanierung der
Bestandsgebäude gewährt. Der für die Sa-
nierung geplante energetische Standard liegt
über den Anforderungen nach Energieein-
sparverordnung (EnEV) und erfüllt damit die
Förderbedingungen.
Visualisierung der Fassade des Neubaus für die Staatsanwaltschaft

image
image
image
38 |
Mit dem Neubau soll dem Gedanken der
Symmetrie, der Einheitlichkeit und der En-
semblewirkung Rechnung getragen werden.
Seine gestalterischen Vorgaben bezieht das
Gebäude aus den kammartigen Strukturen,
den Innenhofanordnungen und den Höhen-
sprüngen der Bestandsgebäude am Elster-
flutbecken.
Architektur
Das Bildungswissenschaftliche Zentrum be-
steht aus zwei dreigeschossigen riegelförmi-
gen Baukörpern, welche durch zweigeschossige
Gebäudeteile verbunden werden. Nach Süden
bindet ein eingeschossiger Bereich ringartig
mit einer teilweisen Überbauung an. Das
Bauwerk wird über ein in der Mitte gelegenes
Foyer erschlossen, welches die Haupteingänge
campus- und straßenseitig miteinander ver-
bindet. Das denkmalgeschützte ehemalige
Trafogebäude wurde erhalten und instand-
gesetzt. Das Gebäude hält einen angemes-
senen Abstand zum Neubau, erfährt eine
Aufwertung und schafft gemeinsam mit dem
Bildungswissenschaftlichen Zentrum eine neue
Adresse und Eingangssituation zur Marschner-
straße.
Mit der vorgehängten Sichtbetonfassade wer-
den die neoklassizistischen Bestandsgebäude
Universität Leipzig
Neubau Bildungswissenschaftliches Zentrum
Jahnallee
Geschichte und Städtebau
Der Neubau des Bildungswissenschaftlichen
Zentrums für die Erziehungswissenschaftliche
Fakultät der Universität Leipzig wurde auf
dem Campus Jahnallee errichtet. Auf dem Areal
lehren die Sportwissenschaftliche Fakultät
und die Leipzig Graduate School of Manage-
ment. Das neu für die Erziehungswissen-
schaften sanierte Gebäude Haus 3 hat die
Fakultät bereits 2016 in Bezug genommen.
Das Erscheinungsbild des Campus wird maß-
geblich durch die neoklassizistischen Bauten
der 1950er-Jahre geprägt. Basierend auf ei-
nem Wettbewerbs entwurf aus dem Jahr 1951
wurden die ersten Gebäude am Elsterflutbe-
cken und an der Jahnallee in den 1950er-Jah-
ren errichtet. Städtebauliches Leitbild war
eine nahezu vollständig geschlossene vier-
flügelige Anlage mit einer Betonung von
Achsen und Symmetrie. Mit dem Neubau
konnte eine städte bauliche Lücke entlang der
Marschnerstraße geschlossen werden. Der
Entwurf orientiert sich städtebaulich und
architektonisch an den Bestandsbauten der
1950er Jahre.
› Niederlassung Leipzig II ‹
Niederlassung Leipzig II
Kontakt
Tieckstraße 2 | 04275 Leipzig
Telefon +49 341 2175-0
Telefax +49 341 2175-222
E-Mail poststelle-l2@sib.smf.sachsen.de
Die Niederlassung Leipzig II ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb der Stadt Leipzig sowie
in dem Landkreis Leipzig und Nordsachsen.
Einrichtungen der Sächsischen Staatsministerien
für Wissenschaft und Kunst, für Soziales und
Verbraucherschutz, für Kultus, Sächsische Kranken-
häuser und im Rahmen von Geschäftsbesorgungs-
verträgen mit dem Universitätsklinikum Leipzig
tätig.
Bauvolumen
57,38 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
268
Anzahl der Gebäude
368, 776 256 NRF m²
Kindertagesstätte
Bibliotheksbereich
Kunst am Bau: »Laufbilder« als Flurgestaltung von Christoph Ruckhäberle, Linoleumausführung von Michael Grzesiak

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Der großzügige Lesebereich der Bibliothek be-
findet sich im Erdgeschoss, Gruppenarbeits-
räume und ein Innenhof laden zum Zurück-
ziehen oder Lernen im Obergeschoss ein.
Dem Foyer schließen sich ein Hörsaal für 350
Personen sowie Seminarraumflächen an.
Ein Geothermiesondenfeld mit 19 Sonden ver-
sorgt zwei Wärmepumpen. Eine Wärmepumpe
speist die Warmwasserbereitung und Fußbo-
denheizung des Kitabereiches und die zweite,
reversible Wärmepumpe wird zur Heizung oder
Kühlung einzelner Verbraucher eingesetzt.
Kunst am Bau
Zur künstlerischen Gestaltung des Gebäudes
wurde ein beschränkter Einladungswettbe-
werb ausgelobt. Die Jury empfahl dem Aus-
lober, die Wettbewerbsarbeit »Laufbilder« des
Künstlers Christoph Ruckhäberle aus Leipzig
zu realisieren. Der Entwurf besteht aus linearen
begehbaren Bildern, die als Flachreliefs in drei
übereinanderliegenden Fluren auf den Boden
in Linoleum übertragen wurden. Die Boden-
reliefs mit unterschiedlichen Farbräumen je
Flur strukturieren die langen Gänge und sol-
len dem Gehen, der Fortbewegung, dem Er-
reichenwollen eine weitere Dimension geben.
interpretiert. Die Lochfassaden folgen einem
strengen Grundmuster. In Anlehnung an die
Höhendifferenzierung der Bestandsfassaden
wurden im Neubau die Fensterhöhen ge-
schossweise unterschiedlich ausgebildet.
Trotz der unterschiedlichen Nutzungen und
Funktionen wurde die Fassadenausbildung
über das gesamte Gebäude gleichartig geplant.
In Bereichen, in denen keine Fenster möglich
oder sinnvoll sind, wurden Blindfenster ge-
setzt. Der Innenraum wurde farblich zurückhal-
tend gestaltet. Das Foyer dient zur Verteilung
der Verkehrsströme und als Informationsquelle.
Für eine Wandseite wurde ein schlichter
Sichtbeton gewählt, die gegenüberliegende
Seite besteht aus einer beschichteten Wand-
verkleidung in Holzoptik. Das Gebäude, eine
Stahlbetonkonstruktion, wurde bedingt durch
die Baugrundverhältnisse auf 265 Bohrpfählen
gegründet.
Nutzungskonzept
Die Nutzung des Gebäudes besteht im Wesent-
lichen aus einem Bibliotheksbereich im nörd-
lichen Gebäudeteil, den Institutsflächen mit
Büro-, Funktions- und Therapieräumen und
der Forschungskindertagesstätte im südlichen
erdgeschossigen Ring.
Informationen
Bauzeit
11/2015 – 06/2018
Baukosten
rd. 25,3 Millionen Euro
Die 500 Quadratmeter große Kunst am Bau
lädt Kinder, Erwachsene, Nutzer sowie Be-
sucher zu physischem Spiel und körper-
lich-geistiger Interaktion ein. Das Ornament
wurde in eine Abfolge aus einem Platten-
raster (2 × 2,35 Meter) aufgeteilt und ver-
legt. Die Linoleumplatten wurden nach dem
Entwurf des Künstlers aus mit Wasserstrahl
geschnittenen Teilen zusammengesetzt und
über ihrer Ansichtsfläche mit einer abzieh-
baren Folie für den Transport verklebt.
Neubau des Bildungswissenschaftlichen Zentrums auf dem Campus Jahnallee

image
40 |
fen wird die Andienung der Poststelle und der
Archiv- sowie Lagerflächen in Ebene 0 des Er-
weiterungsbaus von der August-Bebel-Straße
aus. Dort ist auch ein Mitarbeiterzugang vom
Parkplatz möglich.
Nutzungskonzept/Architektur
Der Entwurf resultiert aus dem Erfordernis
einer effektiven Organisation des zukünftigen
Finanzamtes Zwickau unter Berücksichtigung
aller internen Arbeitsabläufe und der Not-
wendigkeit einer zusammenhängenden Unter-
bringung der einzelnen Abteilungen.
Die strukturelle Klarheit des Verwaltungsbaus
wird nach außen mit den regelmäßig geglie-
derten Lochfassaden der Süd- und Nordseiten
erkennbar. Der Übergang zu den Nachbar-
bauten erfolgt durch einen Zwischenbau, der
sich durch die fugenartige geometrische Aus-
bildung, die geringere Traufhöhe und durch
abweichende Materialität zurücknimmt.
Die Fassaden sind von der streng funktional
gereihten Anordnung der Öffnungen und der
detaillierten Ziegelverkleidung aus hellocker-
farbenen Steinen geprägt. Das gewählte Ge-
staltungskonzept begünstigt zudem die Um-
setzung des gewählten Passivhausstandards.
Als wichtiger Bestandteil des Energie- und
Nachhaltigkeitskonzeptes sind die Fenster-
öffnungen großzügig, aber vom Flächenanteil
so gewählt, dass sie in Bezug auf den Wärme-
haushalt im Sommer (Aufheizung) und im
Winter (Wärmeverluste) günstig sind.
Durch die Ziegelfassade wird das regional
stark verbreitete Baumaterial aufgenommen
und gleichzeitig neu interpretiert. Die An-
ordnung von fein differenzierten Texturen in
Bändern, die an den Gebäudeecken in der Höhe
wechseln, sorgt für ein charakteristisch flächi-
ges und abstraktes Erscheinungsbild des Gebäu-
des. Die Textur der Fassade stellt ein wichtiges
Gestaltungsmerkmal für den klaren Baukörper
mit seinen großen Flächen dar. So wird mit
zeitgenössischen Mitteln auf den großen De-
tailreichtum der benachbarten historischen
Stein- und Ziegelfassaden Bezug genommen.
Die Grundrissgestaltung ist klar und funktio-
nal. Auch wenn einzelne Gestaltungselemente
des Bestandes (z. B. Fußboden) aufgenommen
werden, ist der Erweiterungsbau als vollstän-
Finanzamt Zwickau
Erweiterungsneubau
Ab dem 1. Dezember 2018 wurde die steuer-
liche Zuständigkeit für den gesamten Landkreis
Zwickau beim Finanzamt Zwickau gebündelt.
Die maßgeblichen funktionalen Anforderungen
an die Entwurfsplanung des Erweiterungs-
baus ergaben sich aus dem Erfordernis einer
effektiven Organisation des zukünftigen Ge-
samtfinanzamtes unter Berücksichtigung aller
internen Arbeitsabläufe und der Notwendig-
keit einer zusammenhängenden Unterbrin-
gung der einzelnen Abteilungen.
Standort / Städtebau / Erschließung
Der Standort Lessingstraße befindet sich am
nördlichen Innenstadtrand von Zwickau. Die
Umgebung ist von einer überwiegend offenen
Bauweise mit Gründerzeitgebäuden und einer
starken Durchgrünung geprägt. Südlich der
Lessingstraße sind mit dem Platz der Völker-
freundschaft und dem Rosengarten große
öffentliche Freiflächen vorgelagert. Neben dem
Finanzamt sind mit der Polizeidirektion Zwickau
und den Kunstsammlungen Zwickau weitere
öffentliche Nutzungen in unmittelbarer Nach-
barschaft untergebracht.
Mit dem Erweiterungsbau für das Finanzamt
Zwickau wird die markante Eckbebauung an
der Kolpingstraße / August-Bebel-Straße wieder-
hergestellt. Die städtebaulich vorteilhafte Situ-
ierung des Erweiterungsbaus mit der mögli-
chen Gebäudetiefe schafft die Voraussetzung
für eine funktionale Umsetzung der baulichen
Unterbringung des Finanzamtes. Der Erweite-
rungsbau schließt funktional und strukturell
den Block des Finanzamtsquartiers und des
Quartiers der Polizeidirektion Zwickau. Durch
das Hervortreten der Gebäudekontur des Neu-
baus in Bezug auf den Kopfbau Nord und des
künftig verlängerten Bürogebäudes der Polizei-
direktion wird die Bildung einer langen und
homogenen Straßenfront vermieden.
Trotz der baulichen Veränderung bleiben die
wesentlichen Funktionsabläufe des Gebäude-
komplexes bestehen. Die Erschließung mit
Haupteingang von der Lessingstraße bleibt er-
halten, lediglich die Parkplätze, die wegen des
Erweiterungsbaus entfallen, müssen nördlich
der Kolpingstraße ersetzt werden. Neu geschaf-
› Niederlassung Zwickau ‹
Niederlassung Zwickau
Kontakt
Dr.-Friedrichs-Ring 2a | 08056 Zwickau
Telefon +49 375 28369 0
Telefax +49 375 28369 105
E-Mail poststelle-z@sib.smf.sachsen.de
Die Niederlassung Zwickau ist zuständig für
Liegenschaften des Freistaats Sachsen
innerhalb des Landkreises Zwickau und
des Vogtlandkreises sowie
in Teilen des Landkreises Erzgebirgskreis.
Bauvolumen
36,05 Millionen Euro
Anzahl der Baumaßnahmen
213
Anzahl der Gebäude
343, 448 500 NRF m²
Übergangsbereich des Erweiterungsneubaus zum
Bestandgebäude

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auf gute Belichtung und hohe Aufenthalts-
qualität gelegt. Dies garantiert der Erschlie-
ßungsbereich an der Westfassade, aber auch
der Übergangsbereich zum Bestand, an dem
jeweils ein »Treffpunkt« mit Teeküche ange-
ordnet ist. Die innen liegenden Flurbereiche
dazwischen werden durch Oberlichter in den
Türen belichtet.
Bei der Konzeption und Bemessung der tra-
genden Bauteile waren die Anforderungen
an Erdbebensicherheit zu berücksichtigen.
Dies wurde insbesondere unter Betrachtung
der hohen Lasten der konzentrierten Akten-
unterbringung sowohl im Büro- als auch im
Archivbereich entwurfsbestimmend.
Haustechnik
Im Ergebnis einer Variantenuntersuchung zum
Energiekonzept wurde der Erweiterungsbau
für das Finanzamt Zwickau nach Passivhaus-
standard gebaut. Das Technikkonzept ist daher
überwiegend von den Überlegungen zum
Energiekonzept geprägt. Der Primärenergie-
anteil ist durch den hohen Dämmstandard,
die internen Wärmequellen und die Wärme-
rückgewinnung besonders niedrig. Daher kann
der Wärmebedarf mit wenigen Erdsonden und
einer Wärmepumpe vollständig gedeckt werden.
diger Neubau von den bisherigen sanierten Ge-
bäudebereichen im Innenraum unterscheidbar.
Die Anbindung der Bestandsbauten wurde
brandschutztechnisch durch die geschickte
Ausbildung von Nutzungseinheiten und Fluren
so gestaltet, dass der Erweiterungsbau mit
nur einem Treppenhaus und damit besonders
effizient ausgeführt werden kann.
Die Büroflächen sind entlang der Süd- und
Nordfassaden angeordnet, im Gebäudekern be-
finden sich die Aktenlager und sonstige Neben-
räume. Die Grundrissstruktur erlaubt aufgrund
der Aufteilung in Nutzungseinheiten (ohne
notwendige Flure) bei Bedarf auch größere
Büroeinheiten bis hin zu Großraumbüros. Sie
ist daher über die konkreten Anforderungen des
derzeitigen Finanzamtes hinaus besonders
flexibel und nachhaltig angelegt. Als Sonder-
baustein ist der Schulungsbereich in Ebene
vier gestaltet. Dort können die großflächigen
Nutzungsanforderungen stützenfrei realisiert
werden. Die Dachschrägen erlauben die sinn-
volle Unterbringung der Technikräume.
Da die Erschließungsflure der dreibündigen
Anlage schmaler sind als die Flure im Be-
standsgebäude, wird besonderes Augenmerk
Informationen
Bauzeit
07/2016 – 11/2018
Baukosten
rd. 9,8 Millionen Euro
Erweiterungsneubau mit Verbindungsbau

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Der Verwaltungsrat des
Staatsbetriebes Sächsisches
Immobilien- und Baumanagement
setzte sich während des
Geschäftsjahres 2018 wie folgt
zusammen:
Dirk Diedrichs,
Vorsitzender des Verwaltungsrates,
Amtschef im Sächsischen
Staatsministerium der Finanzen, Dresden
Matthias Zier,
Ministerialrat im Sächsischen
Staatsministerium der Finanzen, Dresden
Dr. Ulrich Reusch,
Ministerialdirigent im Sächsischen
Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft, Dresden
Klaus-Dieter Schwensen,
KDS Immobilien-Beratung, Nossen
Gerd Rudolph,
Vorsitzender des Bezirkspersonalrates
des Staatsbetriebes SIB, Chemnitz
7. Organisation und Aufsicht

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Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement SIB
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden
www.sib.sachsen.de
Im Auftrag des Freistaates Sachsen,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion:
Geschäftsführung SIB
Redaktionsschluss:
Mai 2019
Realisierung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Fotos:
Michael Moser (Titel und Rückseite – Universität Leipzig, Neubau Bildungswissenschaftliches Zentrum
auf dem Campus Jahnallee, S. 9, 11, 23, 38, 39, 40) | Jürgen Jeibmann (Umschlag Innenseite Gruppen-
bild, S. 28, 29) | Gabriel Moreno (S. 4) | Michael Moser Images (S. 5.) | Lothar Sprenger (S. 7) |
David Nuglisch (S. 12) | Herbert Boswank (S. 17) | Nieto Sobejano Arquitectos GmbH (S. 18 Visualisierung
Innenraum Blockhaus) | Architekten Code Unique (S. 19 Visualisierung Hochschule Mittweida,
Hochschulbibliothek und Hochschularchiv) | Peter Eichler (S. 27) | Matthias Rümmler (S. 31) |
Matthias Hultsch (S. 32, 33) | Luc Saalfeld (S. 35) | Steffen Spitzner (S. 36) | kister scheithauer gross,
architekten und stadtplaner GmbH (Visualisierung Neubau Staatsanwaltschaft Leipzig S. 37) |
Michael Grzesiak (Kunst am Bau »Laufbilder« S. 38) | Mirko Hertel (S. 41)
Architekten:
Technische Universität Chemnitz, MERGE, 2. Bauabschnitt, Sweco GmbH | Universität Leipzig, Neubau
Bildungswissenschaftliches Zentrum Campus Jahnallee, agn niederberghaus & partner gmbh NL Halle
| Technische Universität Chemnitz, Neubau MAIN, Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten |
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Sanierung Sempergalerie 2. BA, Sichau und Walter Architekten BDA
| Staatliche Studienakademie Bautzen, Neubau Laborgebäude, Kremtz Architekten | Staatliche Kunst-
sammlungen Dresden, Dresdner Schloss, Westflügel, historischer Ausbau der Paraderäume, Jens-Uwe
Anwand | Finanzamt Leipzig I, Umbau Informations- und Annahmestelle, Knoche Architekten BDA |
Festung Königstein, Sanierung Georgenburg, Architektengemeinschaft Milde, Möser + Hamann |
Sächsisches Krankenhaus Groflschweidnitz, Neubau Gerontopsychiatrisches Zentrum, Kleihues +
Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH | Justizvollzugsanstalt Chemnitz, Neubauten offener Vollzug
und Torwache, Meyer-Bassin und Partner, Dresden | Gemeinsamer Forschungsneubau DZNE und ZIK B
Cube - Dresden, Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbH | Justizzentrum Leipzig,
1. Bauabschnitt Staatsanwaltschaft, kister scheithauer gross, architekten und stadtplaner GmbH |
Finanzamt Zwickau, Erweiterungsneubau, Knoche Architekten BDA
Druck:
Union Druckerei Dresden GmbH
Auflage:
1 600
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