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KUNST
& BAUEN
Aufträge des Freistaates Sachsen
2005–2017

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Abbildung Titelseite:
Installation „Spektralsymphonie der Elemente“ von Roland Fuhrmann,
Technische Universität Dresden, Neubau Chemische Institute und Institute der Fachrichtung Wasserwesen
Inhalt
Grußwort des Sächsischen Staatsministers der Finanzen,
Dr. Matthias Haß .............................................................................. 5
Vorwort des Präsidenten der Architektenkammer Sachsen,
Alf Furkert
(Freier Architekt BDA)
.............................................................. 6–7
Vorwort der Geschäftsführerin des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen e.V.,
Lydia Hempel
(Kunsthistorikerin)
................................................................ 8–9
WERKBERICHTE
Ausführliche Dokumentationen einzelner Kunstwerke ............................................... 11–43
KATALOG
Kurzübersicht weiterer Kunstwerke ............................................................. 45–89
Register .................................................................................. 90–93
Fotonachweise ................................................................................ 94
Impressum ................................................................................... 96

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Aristoteles bemerkte bereits vor über 2.300 Jahren: „Das Ganze ist mehr als die
Summe seiner Teile“. Für Kunst und Architektur gilt dies in besonderer Weise.
Denn das Wesen von Architektur und Kunst macht weit mehr aus, als die Sum-
me der miteinander kombinierten Materialien.
„Kunst am Bau“ ergänzt die Kunst des Bauens und fügt eine weitere ästhetische
Ebene hinzu. Mehr noch, „Kunst am Bau“ bereichert den alltäglichen Gebrauch
des Bauwerkes für seine Nutzer und Besucher. Sie kann kurzweilige Ablenkung
und einen Moment des Innehaltens bieten, zum Nachdenken anregen, Inspira-
tionsquelle sein und Diskussionsstoff liefern.
Es gehört zu den Aufgaben des Freistaates, die zeitgenössische, bildende Kunst
zu fördern. Daher werden bei Großen Baumaßnahmen in der Regel Leistungen
an bildende Künstler vergeben, wenn Art, Zweck und Bedeutung der Baumaß-
nahmen dies rechtfertigen.
Für „Kunst am Bau“ investiert der Freistaat Sachsen bei geeigneten Bauwerken
bis zu zwei Prozent der Baukosten. Zwischen 2005 und 2017 entstanden rund
60 Kunstwerke an und in Gebäuden des Freistaates, verteilt auf ganz Sachsen.
Wie es der Name schon sagt, ist die Besonderheit der „Kunst am Bau“ seine zu-
meist enge physische und ideelle Verbindung mit dem Bauwerk. Dies setzt eine
intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit den Gegebenheiten vor Ort, der
Architektur und der Nutzung des Gebäudes voraus.
Ob im Innen- oder Außenraum, die ästhetischen Lösungen der zeitgenössischen
Künstler sind dabei so vielfältig wie überraschend. Sie können ergänzen oder im
Kontrast zur Architektur und zur Nutzung stehen. Das Spektrum der angewand-
ten Genres ist dabei immens und reicht von Malerei, Grafik und Fotografie über
Skulpturen und Plastiken, bis hin zur interaktiven Installation.
Als Fortsetzung des Buches Kunst und Bauen – Aufträge des Freistaates Sachsen
1991 bis 2004 – dokumentiert die vorliegende Broschüre die im Zeitraum 2005
bis 2017 entstandenen Kunstwerke. Die folgenden Seiten bieten ausführliche
Informationen zu den Kunstwerken und gewähren einen Einblick in die Fülle der
künstlerischen Schaffenskraft.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.
Dr. Matthias Haß
Sächsischer Staatsminister der Finanzen

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Kunst und Bauen?
Ist Bauen nicht Kunst, Baukunst, auch Architektur ge-
nannt? „Ja klar!“, mag man sagen, im besten Fall ist Bauen
Kunst, Baukunst eben, Architektur. Schwer genug, diesen
Anspruch zu verwirklichen, und dann noch Kunst am Bau,
architekturbezogene Kunst? Den Bau nachträglich veredeln
oder auch nur retten, so wie manchmal mit Begrünung?
Die vorliegende Broschüre mit Arbeiten aus elf Jahren
öffentlichen Bauens im Freistaat Sachsen zeigt es anders.
Kunst ist da zu erleben in einer Vielfalt, wie sie die Gebäude
und Ensemble, in denen sie sich darstellt, selbst repräsentie-
ren: Bildung, Verwaltung, Medizin, Forschung und Lehre,
Strafvollzug, Wetterkunde, Gerichtsbarkeit und Musik. Eher
beispielhaft als abschließend ist die Aufzählung dessen, was
der Kunst am Bau Hintergrund und Rahmen zugleich bietet.
Themen, Inhalte und Funktionen also, mit denen sich der
Künstler auseinandersetzen muss, und denen ein anderer, der
Baukünstler, der Architekt eine praktikable und nach seinen
Maßstäben ästhetische Hülle gegeben hat. Dabei ist er heute
sicher nicht gegenständlich oder gar symbolistisch verfahren
wie einst Boullée oder Ledoux, die eine Kunst am Bau erüb-
rigt hätten, sondern er hat aus einem dichten Geflecht von
funktionellen Anforderungen, Normen und wirtschaftlichen
Gegebenheiten heraus sein Werk geschaffen. Und trotz aller
Bindungen ist das ein Individuelles und Singuläres.
Kommt jetzt der Künstler hinzu, idealerweise in einem
Wettbewerb gekürt, so steht dieser vor einer quasi zwei-
fachen Aufgabe. Da steht einerseits die Behörde, Einrich-
tung oder Institution mit ihrer ganz eigenen Funktion und
Ausprägung, und es ist sicher eine Herausforderung diesen
nachzuspüren, sie aufzugreifen und weiter zu spinnen, sie
zu übersetzen, zu verallgemeinern oder ganz konkret damit
zu werden. Und andererseits steht da das Gebäude, die bau-
liche Hülle, hinter der ein ebensolcher Prozess der Ausein-
andersetzung um die richtige Form, Architektursprache und
Bauweise steht, geführt vom Architekten, aber unter Betei-
ligung ganz Vieler. Vielleicht liegt darin ein Unterschied zur
Arbeit des Künstlers, der meist hinzugezogen wird, wenn
der Bau oder zumindest die Pläne dazu schon weit fort-
geschritten sind. Jetzt geht es nicht mehr um die Realisie-
rung des Vorhabens an sich, die bautechnischen Belange
sind idealerweise abgearbeitet und das Feld ist frei für den
Schaffensprozess des Künstlers.
Führen wir uns noch einmal die Mannigfaltigkeit der in
der Broschüre dargestellten Arbeiten vor Augen, so begeg-
nen uns ganz verschiedene Ansätze. Manchmal haben sich
sogar mehrere Künstler ins Objekt eingeschrieben. Innen-
räumliche Arbeiten stehen neben denen in Außenanlagen,
abstrakte neben gegenständlichen. Nicht wenige kommen
mit einem technischen Ansatz daher, der überwiegend in
der Thematik der im Gebäude beheimateten Institution be-
gründet liegt. Andere hingegen stehen allein für sich, wer-
den quasi hinzugefügt.
Plexiglassäule „Ringe lichter Dichte“ von Frank Maibier,
Technische Universität Dresden – Neubau Biologische Institute

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Schrift, Licht, Farbe, Foto, Material, Konstruktion, das sind
wesentliche Stilmittel, die neben den klassischen Aus-
drucksformen wie Grafik, Malerei und Plastik allein oder in
Installationen eingesetzt werden. Aus Sicht des Architek-
ten, der sich auftragsgemäß und durchaus auch von tiefe-
rem Interesse geleitet, intensiv mit der dem Bau zu Grunde
liegenden Aufgabe auseinandergesetzt hat, ist es oft über-
raschend bis verblüffend, was aus der eher unbefangenen
Sichtweise des Künstlers erwächst. Nicht unbelastet von der
Welt, nein, aber dennoch weitgehend bar der Last durch
Norm, Vorschrift und Verordnung, frei von Statik, Bau-
physik und Konstruktion.
Doch wäre das zu wenig ohne die den Künstler auszeich-
nende Kreativität. Eine Schöpferkraft, der es in der überwie-
genden Zahl der Beispiele gelingt, das zu bereichern, was in
einem langen und oft mühevollen Schaffensprozess unzäh-
liger Beteiligter als Bauvorhaben vergegenständlicht wur-
de und dem gerade nicht zu konkurrieren, sondern es mit
einer leichten, trotz allen Ernstes oft spielerischen Note auf-
zuwerten, in seiner Wirkung zu steigern.
Dass dies nicht nur zufällig gelingt, belegt die vorliegende
Auswahl aus den vergangenen elf Jahren eindrücklich.
Und es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass dieser nicht
direkt zu quantifizierende Mehrwert erkannt und erhalten
bleibt und weiter befördert wird.
Alf Furkert, Freier Architekt BDA
Präsident der Architektenkammer Sachsen
Wandgestaltung „IUS_In manu dei“ von Kerstin Franke-Gneuß, Neubau Amtsgericht Dresden
Brunnenanlage „Faktor Mensch“ von Ingo Güttler,
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Meißen

 
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Kunst am Bau als
baukulturelles Potenzial
„Ein Versuch, sich eine demokratische Öffentlichkeit neu
vorzustellen, ist zwingend eine Übung in Abstraktion. Das
(Kunst-)Werk, das vollbracht werden muss, scheint in dem
Raum zu liegen, in dem diese andere Art von Intimität und
Publizität zusammenkommen.“
Miwon Kwon
Mit der Verantwortung für Kunst am Bau setzt der Freistaat
Sachsen auf eine durch bildende Kunst mögliche Bereiche-
rung und Verlebendigung der Baukultur. In der Anwendung
künstlerischer Fachlichkeit im Zusammenhang mit der Er-
richtung und dem Ausbau von staatlich getragenen Funk-
tionsgebäuden geht das Land Sachsen überzeugend voran,
Leistungsangebote von Künstlern gesellschaftlich und öf-
fentlich zu nutzen.
In ihrem Ausgangspunkt gründet sich die Kunst am Bau –
Richtliniengebung auf ein Anfang des 20. Jahrhundert
neu belebtes baukünstlerisches Engagement in Deutsch-
land, das in Reaktion auf eine Versachlichung der Architek-
tur und in Wiederanknüpfung an eine symbiotische „Bau-
kunst“ im Sinne der Hegemonie der Architektur als Mutter
aller Künste entstand. Von der künstlerischen Seite erwei-
terte sich dieser Ansatz durch die seit den 60er Jahren wir-
kenden institutionskritischen und konzeptuellen Entwick-
lungen und eine neu thematisierte Verbindung von Kunst
und Leben, was für eine Neubegründung und Aktivierung
von Kunst-am-Bau hin zu dezidiert orts- und kontext-
spezifischen Ausrichtungen und Verfahren sorgte. Bei Kunst
am Bau trat nun gegenüber dem dinglichen Endprodukt
der frei zu setzende Prozess im Sinne einer „Wertfindung“
(Suzanne Lazy) mehr in den Vordergrund des künstlerischen
Interesses.
Kunst kann mehr einbringen als nur baukünstlerische
Accessoires. Aktuelle Kunstpraxis kann in breiterer bild-
nerischer Weise Denkprozesse zur Thematisierung des öf-
fentlichen Lebensraums aufnehmen sowie anregen und be-
gleiten. Sie ist prädestiniert dazu, in der gesellschaftlichen
Anbindung durch das Einbringen differenzierter Wahrneh-
mungsmöglichkeiten funktionale Situationen und Nutzungs-
räume zu aktivieren. Künstlerische Arbeiten können im Ge-
bäudezusammenhang je vitale und akzentuierte Beiträge zu
spezifischen Architektur- und Nutzungsbedingungen leisten,
die im Sinne lokaler Wahrnehmungs- und Handlungsräu-
me sensibel und bereichernd innerhalb von Alltagsabläufen
funktionieren und Architektur und Lebensumwelt nicht nur
Signifikanz verleihen, sondern diese verlebendigen.
Kunst trägt in einer kommunikativ verstandenen Funk-
tion zur Schaffung einer öffentlichen Sphäre bei. Gesell-
schaftliche Bereiche, die abgeschlossen arbeiten, können
durch künstlerische Beiträge von anderer Seite wahrnehm-
bar gemacht werden, mit ihrer Einladung zu einer spezifi-
schen und differenzierenden Sehperspektive sowohl an die
Nutzer als auch an außerhalb Stehende. In der Art, wie
Kunst es sich zur Aufgabe macht, örtliche Bedingungen
je originär zu verhandeln, kann sie in der Begegnung und
Auseinandersetzung in besonderer Weise Öffentlichkeit
herstellen. Kunst am Bau wie ihre Wettbewerbspraxis grün-
det sich auf einen dialogischen Ansatz. Als Diskussion und
in ihren Ergebnissen offen angelegt, bietet sie den Dialog
an, aber baut zugleich auf einen Vorschuss an Interesse und
Kommunikationsbereitschaft durch die Auftraggeber und
Rezipienten.
„Öffentliche Kunst ist das, was man später vermissen wür-
de, wenn man es nicht gehabt hätte“, umschreibt Roland
Nachtigäller, Direktor des Museums Marta in Herford, den
gegebenen Gewinn durch Kunst am Bau, und reagiert da-
mit auch auf die Diskussion um ihren Bedarf. Darauf zu
verzichten, ist der einfache Weg, aber sie zu haben, ist ein
nicht zu unterschätzender Wert.
Dass künstlerische Vorschläge in ihren diskursiven und
verlebendigenden Beiträgen zu Bauobjekten je individu-
ell und nicht antizipierbar sind, macht zugleich ihre Berei-
cherungsmöglichkeit als auch ihre Unwägbarkeit im Vor-
feld aus. Das Entstehen produktiver Ergebnisse verlangt
den Ausgangspunkt eines kommunikativen Kunstverständ-
nisses und diesbezüglichen Rückhalt. Hochgradig wich-
tig für ein letztlich produktives Diskussionsangebot durch

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Kunst ist die gute fachliche Vorbereitung und Begleitung, um
spezifische Künstlerleistungen in Verbindung mit dem Ort
und seiner Nutzung fruchtbar in Anschlag zu bringen. Da-
mit für die entsprechenden bau- und nutzungsbezogenen
Voraussetzungen anspruchsvolle künstlerische Beiträge er-
öffnet werden können, ist für die Bestimmung der mögli-
chen Standorte und für die themenbezogene Medien- und
Künstlerauswahl im Sinne einer kuratorischen Aufgabe die
genaue Beschäftigung mit dem realen Ort und gute Sach-
kenntnis zu Kunst- und Künstlerfeld unverzichtbar.
Die Verantwortung der Preisrichter liegt darin, die Breite
künstlerischer Möglichkeiten vorzudenken und aus der be-
sonderen Situation des spezifischen Ortes und seiner späte-
ren Nutzung sowie aus einem breiten Überblick über ent-
sprechend arbeitende Künstler heraus, genau ausgewählte
mögliche Wettbewerbsteilnehmer einzubringen. Ziel ist die
Entwicklung komplexer künstlerischer Lösungen vor dem
Hintergrund des Gesamtkontextes der Bau- und Nutzungs-
aufgabe, die sich in ihrem Potenzial in der täglichen Praxis
des Nutzungsgefüges aktiv halten.
Die spezifische Nutzungs- und Kontextbezogenheit macht
die Möglichkeiten und Potenziale von Kunst am Bau aus,
durch die sie mit ungenormtem Blick Baukultur in lebendi-
ger Weise bereichern kann. Prämisse, Verlauf und Ergebnis
von Kunst am Bau – Prozessen klammert im idealen Fall
durch ein dialogisches Auge in Auge – Verhältnis und im
Sinne einer unvereinheitlichten demokratischen Öffentlich-
keit sowohl die private Ansprache als auch die kollektive
Identifikation ein, gerade ohne autoritäre Geste oder gleich-
macherische Gefälligkeit.
Die Heranziehung von künstlerischer Fachlichkeit im Rah-
men von Bauvorhaben ist nicht Ausdruck für eine Künstler-
förderung um der Künstler willen. Die spezifischen Kom-
petenzen bildender Künstler zu nutzen heißt, ihre Leis-
tungsangebote vor dem Hintergrund baukultureller Verant-
wortung und für die Thematisierung von Kontexten
produktiv werden zu lassen. Künstler können an Funktions-
gebäuden und in Architekturlandschaft und Lebensalltag
bleibende kontextualisierende Momente einbringen, die
Gegenwart und kulturelle Erinnerung in besonderer Weise
zu vermitteln und längerfristige Identitäten zu stiften in der
Lage sind. In jener Chance auf Individualisierung und Ver-
gegenwärtigung durch zeitgenössische Kunst im Rahmen
von Bauaufgaben – was übrigens nicht nur für Neuerrich-
tungen sondern auch für historische Bestände als produktiv
erachtet werden sollte – kann das besondere gesellschaft-
liche Interesse an Kunst am Bau und Erfordernis ihrer
Realisierung heute liegen.
Lydia Hempel,
Kunsthistorikerin, Geschäftsführerin
Landesverband Bildende Kunst Sachsen e.V.
Installation „Treibender Rhythmus“ von Roland Fuhrmann, Palucca Hochschule für Tanz Dresden

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WERKBERICHTE
Ausführliche Dokumentationen
einzelner Kunstwerke
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Gestaltung
Mit seiner Malerei strebt der 1944 in einer Dresdner Künst-
lerfamilie geborene Veit Hofmann, wie er es in seinem Werk-
bericht beschreibt, eine Synthese von Bild, Architektur und
Technik an. Seine „Skriptuale Komposition“ ist im vorlie-
genden Fall eine auf die Wand gesprayte, rhythmisch ge-
gliederte, arabeske Farbkomposition aus stark abstrahierten
Bildelementen und frei verteilten Schriftzeichen. Die Farben
Rot, Blau und Weiß dominieren und orientieren sich an der
farblichen Gestaltung des Gebäudes durch die Architekten.
Der vom Künstler ausgewählte Standort ist die Wand zwi-
schen Mensa und Bibliothek oberhalb des obersten Trep-
penlaufes. Damit ist Hofmanns „Skriptuale Komposition“
gleichermaßen vom Foyer aus und auf dem Weg über die
Treppen zur Bibliothek zu erleben. Durch den verglasten
Fahrstuhlschacht ist die Arbeit teilweise auch auf der Fahrt
mit dem Fahrstuhl zu sehen. Die Wirkung des Bildes wird
durch eine eigens installierte Spezialbeleuchtung verstärkt.
Künstlerische Idee
Das Ziel Hofmanns war es, „eine ganzheitliche Komposition
zu schaffen, die sich in die architektonische Gestaltung har-
monisch einfügt“, wie er schreibt. Dabei hat er die Bild-
struktur als „ideell über den Bildrand hinaus fortgesetzt“
gedacht. Das Werk soll den Betrachter in eine optimistische
Grundstimmung versetzen, die Verflechtung der skriptualen
Bildelemente insbesondere auf die kreativen Nutzer des
Lesesaales der Bibliothek belebend wirken.
Ausführungstechnik
Die Ausführung in Spraytechnik mit Schablonen wurde
vom Künstler bereits bei anderen Wandbildern angewandt.
Sie ermöglichte es, zugleich feinste Übergänge und starke
Kontraste zur Wirkung kommen zu lassen. Die Schablonen
wurden von Hofmann – der sich nach einer Lehre als Buch-
drucker auch immer wieder mit druckgrafischen Techniken
beschäftigt hat – ähnlich der Buchkunst teils mehrfach ein-
gesetzt und variiert.
Standort des Kunstwerkes:
Treppenhaus, oberster Treppenlauf zwischen Mensa und Bibliothek
Architektur:
Architekturbüro Jürgen Singer, Coswig
Bauzeit:
11/2004–08/2006
Realisierung:
2006
Hochschule Zittau/Görlitz,
Neubau Mensa und Bibliotheksgebäude in Görlitz
Wandgestaltung „Skriptuale Komposition“
Veit Hofmann
(Dresden)

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Eine Gruppe von drei grünen, zwei bis drei Meter hohen
Stahlskulpturen fängt die Blicke des Betrachters im Foyer
des Neubaus der Fakultät Informatik an der Technischen
Universität Dresden ein. Die biomorphen Figuren lassen
vielfältigste Assoziationen zu.
Der Künstler André Tempel beschreibt sie als „grüne, sich
neigende, wabernde Gebilde, die in ihrer Form an Schling-
pflanzen, an Blasen aus blubberndem, mit Entengrütze
überzogenem Teichwasser erinnern. Form und Kontur las-
sen zunächst elastische Konsistenz vermuten, hingegen die
Oberfläche ist kühl, hart, durchbrochen – bei genauerem
Blick lässt sich eine geschichtete Struktur erkennen, durch-
aus nicht zufällig klar berechnet.“ Die zunächst optisch
weich erscheinenden Skulpturen sind, wie sich bei näherer
Betrachtung erschließt, aus unzähligen aufeinander-
geschichteten Stahlrohrringen unterschiedlicher Größe zu-
sammengesetzt.
Standort des Kunstwerkes:
Hallenbereich/Foyer des Andreas-Pfitzmann-Baus
Architektur:
ARGE Informatik Architektengemeinschaft Zimmermann und CODE UNIQUE Architekten, Dresden
Bauzeit:
11/2002–08/2006
Realisierung:
2006
Technische Universität Dresden,
Neubau Fakultät Informatik, Andreas-Pfitzmann-Bau
Skulptur „Biomorphe Skulpturen“
André Tempel
(Dresden)

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An der Decke der drei übereinanderliegenden Verbindungs-
flure im ersten, zweiten und dritten Stock des Andreas-
Pfitzmann-Baus sind quer zur Laufrichtung insgesamt 18
transparente Plexiglas-Tafeln installiert. Vor diesen wurden
je drei nebeneinanderstehende Kreisflächen angebracht,
die von einem Antrieb zum Drehen gebracht werden. Diese
rotierenden Plexiglasscheiben sind mit Polarisierungsfolie
überzogen, so dass sie in der Bewegung vor den auf den
Plexiglas-Tafeln fixierten Polarisationsfiltern farblich zwi-
schen transparent (gleich gepolt) und tiefschwarz (gegen-
sätzlich gepolt) changieren.
Durch die fluchtgenaue Installation der drehenden Schei-
ben und deren räumliche Staffelung kann für den Be-
trachter beim Durchschreiten der Flure der Eindruck eines
Bewegungsflusses entstehen, zu dessen Teil er wird.
Standorte des Kunstwerkes:
übereinanderliegende Verbindungsflure im 1.–3. Obergeschoss des Andreas-Pfitzmann-Baus
Architektur:
ARGE Informatik Architektengemeinschaft Zimmermann und CODE UNIQUE Architekten, Dresden
Bauzeit:
11/2002–08/2006
Realisierung:
2006
Technische Universität Dresden,
Neubau Fakultät Informatik, Andreas-Pfitzmann-Bau
Ganggestaltung „Display“
Sebastian Hempel
(Dresden)

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Der Künstler Rainer Henze, Halle/Saale, schuf das Werk
„Die geheimnisvolle Bibliothek“, das die Wandfläche
über der Treppe zwischen Erd- und Untergeschoss in der
Bibliothek im Institut für Geschichte, Kunst- und Orient-
wissenschaften der Universität Leipzig ziert. In drei Reihen
sind gleichmäßig 27 gleich große, hochformatige Schrift-
tafeln aus Kupfer, Messing und Neusilber angeordnet.
Die Tafeln wurden in aufwändigem Verfahren von Hand
bearbeitet und teilweise in zwei Bild- und Reliefebenen ge-
staltet und geätzt.
Rainer Henze bezieht sich mit seiner Entwurfsidee auf die
Felsenmalereien in der Höhle von Lascaux, auf steinerne
und tönerne Inschriften der alten Ägypter, auf chinesische
und japanische Handschriften, auf Bildzeichen der Inka
und deren im Meer versunkene goldene Schätze. Bildzei-
chenhafte Mitteilungen, Ideogramme und später alphabe-
tische Schriftzeichen spielten bereits in höher entwickelten
menschlichen Kulturen eine große Rolle:
„Vielleicht völlig unabhängig voneinander haben sich auf
allen besiedelten Kontinenten unserer Welt, aus einem offen-
sichtlich sehr ursprünglichen Mitteilungsbedürfnis heraus,
Schriftkulturen entwickelt. Weite Teile unserer ‚jüngeren‘
Geschichte sind uns in Schriftform überliefert, Moses
Gesetzestafeln mögen den gemeinsamen ‚schriftlichen‘
Ursprung der großen Weltreligionen markieren. Dennoch
sind uns auch heute noch Schriften anderer Kulturkreise
oft nicht viel mehr als dekorative, unentschlüsselbare, ge-
heimnisvolle Zeichen.“, so der Künstler in seinem Entwurfs-
bericht. Auf Wunsch von Prof. Dr. Catharina Kiehnle und
Prof. Dr. Eli Franco wurden für „Die geheimnisvolle Biblio-
thek“ in größerem Maße Schriftzeichen und Symbolik aus
dem indischen Raum verwendet.
Die Tafeln sind auf Scharnieren montiert und stehen
leicht zueinander angewinkelt, sodass, ebenso wie durch
die Verwendung der drei unterschiedlichen Metalle, ihre
Eigenständigkeit betont wird. Insgesamt vermitteln sie den
Eindruck eines gerade entfalteten größeren Planes.
Standort des Kunstwerkes:
Treppe zwischen Erd- und Untergeschoss
Architektur:
Architekturbüro Link, Leipzig
Bauzeit:
12/2004–10/2006
Realisierung:
2006
Universität Leipzig, Umbau und Sanierung,
Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften
Wandinstallation „Die geheimnisvolle Bibliothek“
Rainer Henze
(Halle/Sa)

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Der Neubau des Proben- und Konzertsaals wurde im Herbst
2008 von der Künstlergruppe „Lumopol“ mit einer licht-
künstlerischen Fassadeninstallation versehen. Lumopol
wurde 2003 von Paul Göschel und Paul Elsner gegründet
und schafft Lichtkunstprojekte im öffentlichen Raum. An
der vorliegenden Arbeit wirkte das Mitglied Danny Hell mit.
Die identitätsstiftende Außenwirkung der Fassaden-Licht-
installation vollendet die bauliche Hülle des neuen Kon-
zertsaales und verstärkt ihre Wirkung im Stadtraum.
Die beständige Materialität der Architektur und die im-
materielle Flüchtigkeit der Musik vereinen sich im Neu-
bau des Konzertsaals. Statik steht hier Schwingungen ge-
genüber. Die Gestaltung des Baukörpers nimmt das Thema
von Rhythmik und Dynamik auf, indem die Fassadentafeln,
zwar streng geometrisch, den Konzertsaal als offene Struk-
tur umschließen.
Die vorliegende künstlerische Arbeit ordnet sich der archi-
tektonischen Formensprache unter – und doch führt sie bei
Dunkelheit eine magische Veränderung herbei: So greift
die Lichtinstallation das musikalische Leben im Inneren
des Baukörpers mit einem Mikrofon auf. Eine elektronische
Steuerung verwandelt die Klänge in Echtzeit in ästhetische
Farbverläufe aus Licht unterschiedlicher Intensität. Mittels
LED-Streifen, die in jeder beliebigen Farbe leuchten kön-
nen, strömt die Musik gleichsam als Licht durch die Fugen
Standort des Kunstwerkes:
an der Fassade des Neubaus
Architektur:
hammeskrause architekten, Stuttgart
Bauzeit:
07/2006–10/2008
der großflächigen Fassadenscheiben nach außen, wo sie
dem Gebäude ein lebendiges Erscheinungsbild verleiht.
Die an sich weitestgehend weiße Fassade wird dynamisch
illuminiert. So ist es möglich, das Geschehen im Konzert-
saal außen in assoziativer Verbindung darzustellen. Mit der
hier dokumentierten Arbeit verbindet Lumopol den Klang
und den Raumkörper in seiner besonderen architektoni-
schen Ausprägung mittels Licht.
Verschiedene Parameter der Musik, wie Lautstärke, Rhyth-
mus und Harmonie werden in ausgewählte Farbfolgen trans-
formiert. Das äußere Erscheinungsbild des Lichts ist nicht
statisch, sondern vollzieht harmonische „Bewegungabläufe“.
Wenn außerhalb seiner Nutzungszeiten im Konzertsaal
hingegen Ruhe herrscht, lässt weißes, langsam auf- und
abschwellendes Licht das Gebäude wie einen schlafenden
Körper „atmen“.
Realisierung:
2008
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden,
Neubau Hochschulgebäude mit Proben- und Konzertsaal
Lichtinstallation „Klang-Raum-Licht“
Paul Göschel und Paul Elsner
(Dresden)

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Im Außengelände der Jugendstrafanstalt (JSA) Regis-Brei-
tingen zwischen Verwaltungsgebäude und Turnhalle be-
findet sich die Skulptur „knastgezeichnet“ der Chemnitzer
Künstlerin Jacqueline Knappe. Das Kunstwerk soll eine
großformatige dreidimensionale „Lebenslinie“ darstellen,
dabei Leichtigkeit und Beschwingtheit vermitteln und so,
auch mittels ihrer farblichen Gestaltung, einen freudig-
spielerischen Gegenpol zur strengen Architektur und dem
Gefängnisalltag bieten.
Die Auslobung hatte vorgesehen, dass Jugendstrafgefan-
gene und Mitarbeiter der Anstalt an der Realisierung betei-
ligt werden. Dies geschah unter anderem durch Einbindung
von Jugendstrafgefangenen, die eine berufliche Bildung
im Bereich Metall- und Bautechnik in der JSA absolvie-
ren. Für die Realisierung des Projektes wurde die Ausbil-
dungsstätte vor Ort genutzt. Die Entwicklung der Bema-
lung erfolgte in Begleitung der Kunsttherapie. Die Skulptur
besteht aus etwa 200 Stahltonnen à 60 x 90 Zentimeter,
Stahlstützen und Fundamenten aus unbewehrtem Ort-
beton. Die Tonnen wurden in Winkeln geschnitten und mit-
einander zu einem Rohr mit einer Lauflänge von 48 Metern
verschweißt, das sich über eine Grundfläche von 13 x 30
Metern schlängelt. Die Installation wurde grundiert und mit
verschiedenen Techniken in fünf Farben bemalt. Neben der
großen Skulptur wurde unter anderem eine kleinere Skulp-
tur aus 45 Grad-Segmenten geschaffen, ca. 1,80 Meter
breit und 1,80 Meter hoch: Diese steht vor dem Eingang der
Jugendstrafanstalt. Das Objekt diente zugleich als Probe-
stück für die Bemalung der großen Skulptur. Einige groß-
formatige Gemälde sowie eine Fotodokumentation befinden
sich im Atrium des Besucherbereiches. Die Gemälde wa-
ren im Vorfeld entstanden, als sich die Beteiligten an Farb-
und Maltechniken ausprobierten. Die Jury lobte insbeson-
dere die „klare, sinnliche Aussage: Lebensfreude, Energie,
ein Kontrast zur Rechtwinkligkeit der Anlage, eine gerade-
zu organische Form – zugleich ein Hinweis auf die Nicht-
Geradlinigkeit der Lebenslinien, insbesondere der Häftlinge.“
Die Arbeit war, so die Jury, zwar von einem ästhetischen
Standpunkt der Künstlerin aus definiert, dabei aber von den
Gefangenen in ihrer „Gesamtgestalt und in den Einzelheiten
formbar und erweiterbar.“ Die Idee „lässt Ausdruck von un-
gesteuerten Gefühlen zu, ohne dass Aggressivität entsteht,
sondern es werden positive Emotionen frei und übertragen
sich auf die Betrachter.“
Die gemeinsame Arbeit an dem Kunstwerk brachte neue
Möglichkeiten für Fantasie, Reflexion und Kreativität in
den Gefängnisalltag. Die Chance zur gemeinsamen Gestal-
tung des eigenen Umfeldes und damit das sinnstiftende Ein-
greifen in gegebene Strukturen kann zudem als eine eigene
Art der Freiheit in der Gefangenschaft aufgefasst werden.
Standort des Kunstwerkes:
auf der Rasenfläche zwischen Sporthalle und Sportplatz
Architektur:
Gerhard Tjarks/Christian Wiethüchter, Dipl.-Ing. Architekten BDA, Braunschweig
Bauzeit:
10/2004–06/2007
Realisierung:
2009
Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen,
Neubau
Skulptur „knastgezeichnet“
aus 200 bemalten Stahlfässern
Jacqueline Knappe
(Chemnitz)

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Künstlerische Idee und Gestaltungskonzept
Die Besonderheiten der schwerstmehrfachbehinderten
Schüler des Sächsischen Rehazentrums für Blinde und Seh-
behinderte standen bei der künstlerischen Gestaltung des
Foyers und der Pausenfläche in Haus 35 im Zentrum.
Der in Frankenberg lebende freischaffende Künstler und
Holzgestalter Marcel Kabisch beantwortete diese Aufgaben-
stellung mit Installationen, die aktiv benutzt werden sollen
und dabei – soweit für den Benutzer möglich – das Sehen,
Fühlen, Bewegen, Hören und Riechen erlauben.
Der Künstler setzte der geradlinigen, klaren geometrischen
Architektur des Rehazentrums bewusst Kreisformen ge-
genüber, die einerseits einen Ausgleich zur Eckigkeit der
Gebäude bieten und zum Erleben einladen, andererseits
aber auch selbst legitimer Bestandteil einer strengen For-
mensprache sind.
Foyer
Für das Foyer schuf der ursprünglich als Tischler ausgebil-
dete Designer kreisförmige, hölzerne Tastflächen, die neben-
einander als Scheiben auf einer Grundplatte parallel zur
Wand montiert sind.
Durch die Bearbeitung der Oberfläche haben die Räder je-
weils eine eigene Haptik. Ihre Füllungen erzeugen, wenn
die Räder gedreht werden, unterschiedliche Geräusche, wo-
bei die Geräusche wiederum mit der Haptik der einzelnen
Räder korrespondieren. Die Tastflächen der Räder sind von
selbstleuchtenden Farbspielen umrandet.
Außengelände
Im Außenbereich befinden sich schlangenförmig angeord-
nete Kreissegmentschalen aus Stahlblech, die auf weißen
Stahlsockeln in variablen Formen aufgestellt sind. Die in
verschiedenen Farben lackierten Schalen sind mit unter-
schiedlichen Kräutern bepflanzt, die von den Schülern durch
Riechen, Tasten und Schmecken erkundet werden können.
Standorte der Kunstwerke:
im Foyerbereich und Außengelände
Architektur:
BHSS-Architekten, Leipzig
Bauzeit:
06/2005–06/2007
Realisierung:
2009
Sächsisches Rehazentrum für Blinde und Sehbehinderte Chemnitz,
Neubau Blindenschule
Installation „SEHEN, FÜHLEN, BEWEGEN,
RIECHEN, SCHMECKEN UND HÖREN“
Marcel Kabisch
(Frankenberg)

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Idee
Der Künstler Christian Lang bezieht sich mit seiner Stahl-
skulptur „Expansion I/II“ auf die Natur als Ideenlabor, als
Suchraum für optimale technische Lösungen. Er möchte
Neugier wecken und die Studierenden anregen, komple-
xe Prinzipien, Materialien und Strukturen aus der Natur zu
studieren und zu verstehen, um dieses Verständnis in tech-
nische Innovationen einfließen zu lassen.
Die dynamische Spirale der DNA-Struktur sieht der 1953
in Chemnitz geborene Künstler als sinnbildlich für die
„organische Ausbreitung des Lebens, Entwicklung und For-
schung, Ausbreitung ins Unendliche, komplexe Strukturen
und Verknüpfungen“.
Anordnung
Die Skulptur „Expansion I/II“ wurde bewusst so vor der Ge-
bäudekante des Wohnheims A platziert, dass sie von mög-
lichst vielen Stellen des Campus aus zu sehen ist. Zusammen
mit den ebenfalls in organischen Formen angelegten Grün-
flächen soll sie inmitten der streng geometrischen, kubi-
schen Baukörper Schwung und Leichtigkeit vermitteln. Das
horizontal aufgestellte geschwungene Stahlrohr und die da-
neben senkrecht stehende, parallel verlaufende Diagonalver-
windung mit ihren dünneren Querstreben in unterschied-
lichen Farben sollen dabei Dynamik und Spannung assozi-
ieren. Insbesondere durch die gewundene Form der DNA-
Struktur wirkt die Skulptur auf den Betrachter von verschie-
denen Standpunkten aus unterschiedlich. Die Farben sollen
in der Umgebung des Campus‘ frisch und signalhaft wirken.
Dabei soll der im oberen Bereich bei der auf die DNA-Form
aufgesetzten, schneckenhausförmigen Spirale eingesetzte
Grauton optisch vermitteln und die bunten Querstreben
schwebend wirken lassen.
Drei auf der Schnittstelle zwischen Wegen und Grünflächen
angeordnete, quaderförmige Betonpodeste dienen als So-
ckel für die zweiteilige, von unten angestrahlte Skulptur. Die
Podeste können zum Sitzen, Teile des Kunstwerkes selbst
auch als Lehne genutzt werden.
Standorte der Kunstwerke:
vor dem Gebäude
Architektur:
Neumann Architekten BDA, Plauen
Bauzeit:
12/2007–10/2009
Realisierung:
2009
Staatliche Studienakademie Glauchau,
Sanierung Wohnheim A
Stahlskulptur „Expansion I/II“
Christian Lang
(Chemnitz)

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Im Neubau der Chemischen Institute der Technischen Uni-
versität Dresden hat der Künstler Roland Fuhrmann mit
seiner „Spektralsymphonie der Elemente“ ein faszinieren-
des Kunstwerk geschaffen. Dieses stellt nicht nur einen be-
sonders fragil erscheinenden, 15 Meter hohen Blickfang in
der gebäudehohen Passage dar, sondern lässt zugleich auch
Kunst und Wissenschaft miteinander verschmelzen. Denn
es beruht auf Erkenntnissen der Spektralanalyse, nämlich
dem Gesetz über das Verhältnis von Emissions- und Ab-
sorptionsvermögen strahlender Körper. Die chemischen Ele-
mente wurden als gestaffelt hängende, farbig leuchtende
Röhren abstrahiert.
Jedes chemische Element ist durch seinen „spektralen Finger-
abdruck“ aus Licht, aus einzelnen, minimalistischen Far-
blinien seines Spektrums, eindeutig bestimmbar. Die Ar-
beit Fuhrmanns erhebt das Linienspektrum als genetischen
Code der anorganischen Materie zur Kunst. Diese Codes hat
Roland Fuhrmann dabei mit einem Material in den Raum
gebracht, das wiederum dem Chemiker gut vertraut ist:
Röhren aus Glas. Auf einer Länge von 30 Metern und einer
Breite von 3,35 Metern, an Edelstahldrahtseilen von insgesamt
4 Kilometer Länge befestigt, hängen 1.433 Borsilikat-Glas-
rohre von 70 Zentimeter Länge und 3,4 Zentimeter Durch-
messer von der Decke des Atriums. Die durch Hinterlegung
mit transluzenten Mineralfarbpigmenten in 40 Farben er-
scheinenden Glasröhren sind dabei in 11 offenen Ebenen im
Raum gestaffelt, die senkrecht zur Blickachse hängen. Entstan-
den unter fachlicher Beratung durch die chemischen Institute
der TU Dresden, wurden die Linienspektren von 99 Elementen
entsprechend ihrer Ordnungszahl im Periodensystem der Ele-
mente fortlaufend abgebildet. In ihrer gestaffelten Hängung
in der Passage ergibt die naturwissenschaftliche Logik der
Ordnung als „Spektralsymphonie der Elemente“ ein impres-
sionistisches Raumbild in 3D. Überraschende Farbverläufe
und Überlagerungen in der Tiefe machen die Dimension
des Raumes erlebbar. Bei jeder Veränderung des Blickwin-
kels, wie etwa beim Durchschreiten der Passage, entstehen
zudem stets neue, dynamische Verschiebungen der Farben,
neue Spektren und damit im übertragenen Sinne neue Ele-
mente. Einfallendes Sonnenlicht lässt zudem die Glasfarben
leuchten, projiziert Schatten und Farbreflexe auf Wand und
Boden.
Die Linienspektren der radioaktiven Elemente wurden her-
ausgelöst und in gleicher Weise vor die Wand im Unter-
geschoss neben dem Hörsaal gesetzt. Hier findet sich zur
Anschauung auch eine vollständige Reihe aller 40 Farb-
röhren, da diese so in keinem Linienspektrum der Elemente
vorkommt. Der naturwissenschaftliche Inhalt der Komposi-
tion wird für den Laien auf einer Tafel mit Legende der dar-
gestellten Elemente erläutert.
Standort des Kunstwerkes:
im geschossübergreifenden Atrium des Neubaus
Architektur:
aTU Architektengemeinschaft Klein, Sänger, Dömges und Partner, München
Bauzeit:
04/2007–04/2010
Realisierung:
2010
Technische Universität Dresden,
Neubau Chemische Institute und
Institute der Fachrichtung Wasserwesen
Glasröhreninstallation „Spektralsymphonie der Elemente“
Roland Fuhrmann
(Berlin)

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Der 1958 in Chemnitz geborene Maler und Grafiker Jörg
Steinbach schuf die Fassadengestaltung „Barcode“ über
dem Haupteingang im Verbindungsbau der Finanzämter
Dresden Nord und Süd. Er wurde 2013 Professor für Flä-
chendesign an der Westsächsischen Hochschule Zwickau,
Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, im Studiengang
Gestaltung.
Für die in der großzügigen Eingangssituation am Vorplatz
sehr exponiert stehende, ca. 12 x 18 Meter große Wand-
fläche wählte der Künstler einen grundsätzlich heiteren
und hintersinnigen Gestaltungsansatz. Er kombinierte die
Ästhetik des Barcodes, der stets mit finanziellen Trans-
aktionen konnotiert ist und inzwischen nicht mehr nur
im Einzelhandel, sondern auch von Finanzämtern ge-
nutzt wird, mit einer fröhlichen, sachfremden Farbgestal-
tung. Die strenge binäre Logik der schwarzen Streifen auf
weißem Grund enthält tatsächlich die Textinformation
„Finanzamt Dresden“, die vom Künstler per Barcode-
Generator mit dem Code-Type 128 generiert wurde. Wie bei
anderen Barcodes auch, ist die Textinformation unter dem
Strichcode auch im Klartext abgebildet, und zwar in der bei
Barcodes dafür typischen Schriftart.
Die ungewohnte Ergänzung des streng schwarz-weißen
Streifenmusters durch Farben folgt keiner Logik im Sinne der
Codierung. Sie wurde in Farbe und Rhythmik frei zwischen
die schwarzen Streifen komponiert und reicht so über die
Barcodeästhetik hinaus. Damit wurde vom Künstler eine
zweite gestalterische Ebene geschaffen, die freie Assozia-
tionen zulässt. Steinbach ging es dabei um „die Schaffung
eines die Wand ausspannenden Farbklanges, der die Gege-
benheiten der Architektur und der Fassadengestaltung ein-
bezieht“ (aus dem Erläuterungsbericht).
Bei der Annäherung an den Eingang verkleinert sich der
sichtbare Bereich der halb errechneten, halb frei komponier-
ten Streifenkomposition. Aus dem Gesamtbild wird so eine
eher freie, künstlerische Gestaltung aus farbigen Linien.
Die künstlerische Fassadengestaltung ist, ebenso wie die
Fassadengestaltung aller Gebäude, in matter Wandfarbe
aufgebracht.
Standort des Kunstwerkes:
über dem Haupteingang des Verbindungsbaus
Architektur:
Rohdecan Architekten, Dresden, und Obermeyer Albis Bauplan, Chemnitz
Bauzeit:
08/2008–07/2011
Realisierung:
2011
Finanzämter Dresden Nord und Süd,
Umbau und Sanierung
Fassadengestaltung „Barcode“
Prof. Jörg Steinbach
(Zwickau)

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Die Dresdnerin Patricia Westerholz setzte mit ihren künstle-
rischen Wandinstallationen „wall“ und „wall(paper)“ einer
Fassade und der Wand in einem der Treppenhäuser wel-
lenartige Strukturen vor. Damit interpretierte sie Stuck als
künstlerisches Material neu. Beide Arbeiten bilden deutli-
che Kontrapunkte in dem formal klaren, jedoch aus drei
Epochen stammenden Gebäudekomplex. Als organische
Formen bringen sie wohltuende Bewegung in die zurück-
haltende Klarheit der Architektur. Die strenge bauliche
Struktur und die optisch fließenden Installationen verstär-
ken dabei gegenseitig ihre Wirkung.
„wall“
Die plastische, faltenartige Arbeit „wall“ erstreckt sich acht
Meter breit und 14 Meter hoch fast über die ganze Höhe der
Fassade. Ihre glatten, welligen vertikalen Verwerfungen la-
den das Licht zu immer neuen Schattenwürfen ein. Es wirkt,
als würde sie sogar Fenster verdecken, dabei kaschiert sie
geschickt eine letztlich uninteressante Fassadenfläche und
wird so auch architektonisch zur Bereicherung. Die farb-
liche Reduktion auf Weiß lässt die Installation zugleich fast
sphärisch erscheinen und das Bild dominieren. Durch ihre
großteilige Plastizität setzt sie einen weichen, fließenden
Kontrast zur Klarheit der umgebenden Fassaden und Außen-
anlagen. Sie wirkt wie ein eben zur Seite geschobener Vor-
hang, der den Blick auf den Innenhof wie auf eine Bühne –
und auf den mittleren Gebäudeteil wie auf einen Bühnen-
hintergrund freigibt. In dem Sichöffnen eines Vorhangs
kann man eine Anspielung auf die Funktion der Hochschule
für Soziale Arbeit und der Sächsischen Studienakademie
sehen. Denn keine Bühne steht um ihrer selbst willen – der
Dienst am Menschen, der letztlich auf der gebauten Bühne
interagiert, ist Aufgabe beider Institutionen (*vgl. Altmann,
Susanne,
www.patriciawesterholz.de/wall.html).
„wall(paper)“
Die Arbeit „wall(paper)“ (2,75 x 3,5 Meter) befindet sich im
ersten Obergeschoss des Neubautreppenhauses. Sie steht im
Kontrast zur architektonischen Strenge des Treppenhauses.
Die Decke selbst erscheint makellos, ebenso wie die Wand.
Doch als wäre eine zweite Haut der Raumdecke, eine etwa drei
Zentimeter dicke Tapete, zur Wand geschoben worden, wellt
sich daran in perfekten Rundungen die horizontal gerollte
Struktur eines weißen Blattes. Vom zweiten Stock die Treppe
herunterkommend, läuft man unmittelbar auf dieses un-
beschriebene Blatt zu – das fast den Eindruck macht, sich
gleich von der Wand lösen und dem Betrachter entgegen
wölben zu wollen – wie eine Aufforderung zum Beschrei-
ben mit dem eben Gelernten. Von hier aus kann man durch
das Fenster die Arbeit „wall“ sehen, den Vorhang, der den
Blick freigibt für den Auftritt der Studierenden draußen auf
der Bühne des Lebens.
Standorte der Kunstwerke:
an Fassade und im Treppenhaus
Architektur (Lph 2-4):
ARGE Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner GmbH, Köln/ Rohdecan Architekten, Dresden
Architektur (Lph 5-8):
Rohdecan Architekten, Dresden
Bauzeit:
08/2007–08/2011
Realisierung:
2011
Staatliche Studienakademie und
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden,
Sanierung und Erweiterungsneubau
„wall, wall(paper)“ gefaltete, wellenartige Struktur
Patricia Westerholz
(Dresden)

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Mit dem »Landwirtschafts- und Umweltzentrum Nossen«
entstand ein attraktiver neuer Forschungsstandort, der kur-
ze Wege zwischen den verschiedenen dort tätigen Fachbe-
reichen ermöglicht und Wissenschaft und Praxis verknüpft.
Neben landwirtschaftlicher Versuchstätigkeit finden hier
auch Wasser- und Bodenuntersuchungen sowie öffentliche
Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen statt.
Hier gestaltete der Chemnitzer Künstler Teo Richter zwei mar-
kante Bereiche: Mit einer ca. 24 Meter langen Cortenstahl-
wand fasste er den Vorplatz seitlich über dessen gesamte
Länge. Mit einem Wandfries gestaltete er den Speisesaal,
der auch für Informationsveranstaltungen genutzt werden
kann. Beide Kunstwerke korrespondieren miteinander und
tragen den Titel „Saat“. Denn das Saatgut als Grundlage der
Nahrungsmittelherstellung verbindet alle Nutzer des Ge-
bäudes. Beide Wandflächen zeigen einen Querschnitt durch
einen frisch mit Saatgut durchmischten Boden. Blickfang
ist das Korn, wobei farbige Körner unterschiedliche Quali-
täten andeuten.
Die ca. drei Zentimeter starke Cortenstahlwand an der Seite
des Vorplatzes korrespondiert in ihrem typischen Rostbraun
mit der Klarheit und Farbigkeit der Gebäudefassade, zugleich
ergänzt sie in ihrer waagerechten Oberkante die Kubatur
der Gebäude. Durch das ansteigende Gelände läuft sie von
einer Höhe von etwa zwei Metern im vorderen Bereich des
Vorplatzes pfeilförmig nach hinten zu bis zu einer Höhe von
nur noch etwa einem Meter. Dadurch führt sie den Blick
automatisch zum hinteren Ende des Vorplatzes, mithin zum
Haupteingang. Stimmig in die Architektur integriert, leistet
die künstlerisch gestaltete Wand so einen wertvollen, weg-
weisenden Beitrag.
Die Wandfläche ist dabei durch locker verteilte Kornmotive
mit einer Länge von 35 bis 70 Zentimeter Länge unterbro-
chen, die aus den Stahlplatten herausgelasert wurden. Sie
sind in Wandstärke komplett mit matt satinierten Acrylglas-
Elementen ausgefüllt, von denen nur einige rot eingefärbt
sind.
Einzelne Körner ragen dabei spielerisch über die ansons-
ten streng gerade Oberkante der Wandscheibe hinaus, sind
an der Oberfläche des Bodenprofils zu sehen. Die Wand
wird über ihre gesamte Länge von mehreren im Boden ein-
gelassenen Lichtleisten illuminiert.
Die komplette Wand des gemeinsamen Speise- und Veran-
staltungssaales wird von einem 8,4 x 1,25 Meter messenden
Wandfries geschmückt. Ausgeführt in Digitaldruck auf Alu-
Dibond, zitiert es das Kornmotiv der Wand im Außengelän-
de, ohne die Körner genau gleich anzuordnen. Während der
dargestellte Bodenquerschnitt im Außenbereich jedoch ma-
terialbedingt einfarbig rostbraun ist, konnte Teo Richter auf
dem Wandfries im Saal zusätzlich verschiedenfarbige, mit
Saatgut durchmischte Bodenschichten und Himmel bezie-
hungsweise Wasser darstellen.
Standorte des Kunstwerkes:
auf dem Vorplatz und im Speise-/Mehrzweckraum
Architektur:
Architektenarbeitsgemeinschaft Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH, Weimar
und Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar
Bauzeit:
11/2008–11/2012
Realisierung:
2012
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
und Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft,
Neubau Landwirtschafts- und Umweltzentrum Nossen (LUZ)
„Saat“ Wandscheibe aus Corten-Stahl sowie Wandgestaltung
Teo Richter
(Chemnitz)

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Für den Neubau des Institutsgebäudes Energieeffiziente
Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstech-
nik an der TU Chemnitz gestaltete der Züricher Künstler
Beat Streuli die Außenwände des Konferenzraumes. Dieser
steht als Kubus im Erdgeschoss des Gebäudes im Haupt-
foyer.
Die Reflexion der glänzenden Wand des Konferenzraumes an
der Außenfassade wird mit einer fotografischen Kompositi-
on aus Oberflächen, Spiegelungen und Überlagerungen auch
auf den zum Hauptfoyer liegenden Wänden (umlaufend ca.
14,10 x 3,2 Meter) weitergeführt. Das Werk wurde auf selbst-
klebende Folien gedruckt, die auf die Wände und Türen des
Konferenzraumes aufgebracht wurden.
In dem Wandbild sind raumhoch einander überlagernde
Bilder angeordnet. Die Komposition ist detailreich, aber
zurückhaltend gestaltet. Die zusammengefügten Einzel-
bilder zeigen in Transparenzen und Überlagerungen Bild-
fragmente aus dem öffentlichen, urbanen Raum: Details
von vorbeifahrenden LKW, Teile von Schriften, Baustellen,
Farbflächen, glänzende, harte, metallische, transparente
Oberflächen, Durchblicke, Spiegelungen und hin und wie-
der die Portraits großstädtischer Passanten. In ihrer mehr-
schichtigen Komposition wirken die Bildinhalte dynamisch
und verbildlichen Ruhelosigkeit. Der Mensch wird dabei,
stets in Bewegung, in geschichteten Metaphern für Ge-
schwindigkeit, Internationalität, Materie und Energiefluss
gezeigt. Assoziativ spielt Beat Streuli damit auf die Tätig-
keitsfelder des Instituts an.
Standort des Kunstwerkes:
Erdgeschoss, Hauptfoyer
Architektur:
BHSS-Architekten, Leipzig
Bauzeit:
06/2011–08/2013
Realisierung:
2013
Technische Universität Chemnitz,
Neubau Institutsgebäude, Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen
in der Produktionstechnik (eniPROD)
Wandbild – ohne Titel
Beat Streuli
(Zürich)

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Phillipp Fritzsche, geboren 1970 in Eberswalde, studierte
nach einer Ausbildung zum Werkzeugmacher und dem Abi-
tur an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichen-
stein in Halle/Saale, wo er auch Meisterschüler von Frau
Prof. Ute Pleuger war. Seit 2003 arbeitet er im eigenen
Atelier in Leipzig. Mit seinem Werk „Anstoß – 16 Leucht-
körper pro Sekunde“ gestaltete er den Vorplatz des Neubaus
der Fakultäten Medien und Soziale Arbeit an der Hoch-
schule Mittweida.
Dinge nehmen wir als „bewegt“ wahr, wenn mindestens
16 Bilder pro Sekunde aufeinander folgen. Daher wur-
den die ersten Stummfilme mit dieser Frequenz gedreht.
Der Künstler wollte eine Bewegungsfolge schaffen – der
Bezug auf den Film als typisches Beispiel für die Medien
liegt auf der Hand. Phillipp Fritzsche nimmt in seiner Do-
kumentation außerdem auch auf die Fakultät der sozialen
Arbeit Bezug, weist „auf das in der Gesellschaft teilweise
zum Erliegen Gekommene, welches nach einem Aufrich-
ten in der Zukunft ruft (...)“, hin. Zudem soll das Studi-
um an den beiden Fakultäten der Hochschule Mittweida
insgesamt den „Anstoß zum Aufrichten“ geben, der den
Studierenden ein flexibles Agieren und ein „Stehen“ in der
Gesellschaft ermöglicht.
16 rechteckige, von innen beleuchtete Edelstahl-Kuben
(1,8 Meter hoch, 0,25 Meter breit und 0,4 Meter tief) be-
finden sich im gleichmäßigen Abstand in einer Reihe vor
dem Gebäude entlang der etwa 40 Meter langen, steinernen
Sitzbank. Mit Blick auf das Gebäude von links nach rechts
steht jeder der Körper um sechs Grad steiler – während
der Körper am linken Ende noch liegt, steht der in der
Reihe rechte Körper rechtwinklig zum Boden. In Lese-
richtung kann der Betrachter eine Bewegungsfolge vom
Liegen zum Stehen assoziieren. Und tatsächlich, wenn
man mit 30 Stundenkilometern an der Installation ent-
lang fährt – schon mit dem studentischen Fahrrad durch-
aus erreichbar –, sieht man, ähnlich wie beim Daumen-
kino, einen sich aufrichtenden Körper.
Dabei bilden die Leuchtkörper ein ganz eigenes „Lichtspiel“:
Ihre schmalen Vorder- und Rückseiten bestehen aus weißem
Einscheiben-Sicherheitsglas, ringsum eingefasst von den
matt gebürsteten Edelstahlseitenflächen der Körper. Die
Leuchtkörper strahlen also sowohl zum Hochschulgebäude,
als auch in den öffentlichen Raum zur Straße hin. Ihr Licht-
strom soll für die Lebendigkeit der Menschen stehen, thema-
tisch passend auf die Einrichtung aufmerksam machen und
die Botschaft des Werkes auf passende Weise verstärken.
Standort des Kunstwerkes:
vor dem Gebäude
Architektur:
Georg Bumiller Gesellschaft von Architekten, Berlin
Bauzeit:
02/2011–08/2014
Realisierung:
2014
Hochschule Mittweida,
Neubau Zentrum für Medien und Soziale Arbeit
Installation „Anstoß – 16 Leuchtkörper pro Sekunde“
Philipp Fritzsche
(Leipzig)

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40 |
Realisierung:
2014
Andreas Schildhauer, geb. 1968 in Schwerin, schuf das Re-
liefbild „Quasimol“ im Clemens-Winkler-Bau, dem Neubau
Labore der TU Bergakademie Freiberg. Die Bestandteile ließ
er in der Freiberger Porzellanmanufaktur herstellen.
Ausgangspunkt war für den Künstler die Erkenntnis, dass
letztlich alle Formen bereits in der Natur vorhanden sind
und sich nicht neu erfinden lassen. Genau darin sieht der
Künstler die Verbindung von Kunst und Wissenschaft:
Beide sind in universelle Strukturen eingebunden. Doch in
Wissenschaft und Forschung gibt es immer wieder unvor-
hergesehene Entdeckungen. So fand Dan Shechtman 1982
die Existenz quasiperiodischer Ordnungen, die nicht dem
streng periodischen Aufbau von Kristallen folgten. Diese
waren der Wissenschaft bis dahin fremd gewesen.
Mit „Quasimol“ greift Andreas Schildhauer eine solche
Struktur auf. Es zeigt einen Ausschnitt aus der atomaren
Struktur eines Quasikristalls aus Aluminium, Kupfer und
Eisen, deren quasiperiodische Ordnung er zum freien Re-
liefbild umformulierte. Klare Symmetrien wurden dabei
kompositorisch aufgelöst und erweitert, wobei neue, fast
organisch wirkende Formationen entstanden.
Bewusst traf Schildhauer die Entscheidung für eine kon-
ventionelle Gestaltung, da sich gerade so die unmittelbare
Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft formulieren und
dem Betrachter über ästhetische Aspekte vermitteln lässt.
Der Werkstoff Porzellan wurde aus materialästhetischen
Gründen gewählt. Die 112 sechseckigen, 66 fünfeckigen,
30 viereckigen und 81 zehneckigen weißen Porzellan-
tafeln verbinden sich optisch mit ihrem Hintergrund. Die
reinen Porzellanoberflächen lassen die Kugeln fast masse-
los erscheinen, wodurch ihre modulare Struktur zugleich
materiell und vergeistigt wirkt. Die Kugeln im Durchmesser
von 19 bis 25 Millimeter wurden in Carminpurpurrot (835),
Meissnergrün (676) und Weiß (601 Stück) handbemalt und
dabei bewusst nicht ganz mit Farbe bedeckt.
Etwa 1.000 der insgesamt 2.112 Kugeln wurden dabei als
3/4-Kugeln mit Montagestiften in Wandbohrungen verklebt.
Zum anderen Teil wurden die Kugeln direkt auf die 289
Porzellantafeln aufgeklebt.
Standort des Kunstwerkes:
Foyer
Architektur:
CODE UNIQUE Architekten, Dresden
Bauzeit:
01/2012–04/2014
Technische Universität Bergakademie Freiberg, Fakultät Chemie und Physik,
Neubau Labore Clemens-Winkler-Bau
Wandrelief aus Freiberger Porzellan „Quasimol“
Andreas Schildhauer
(Dresden)

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42 |
Realisierung:
2015
Michael Laube, geboren 1955 in Coburg, widmete sich nach
Studien der Nachrichtentechnik und der Kunstpädagogik
dem Studium der Malerei an der Hochschule der Künste,
Berlin. Hier war er Meisterschüler von Georg Baselitz.
Für den neu gebauten Nieper-Bau der Hochschule für Tech-
nik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, schuf er im Foyer des
Gebäudes eine Wandinstallation. Das vom Künstler unbe-
nannte Werk besteht aus acht Kreisringelementen aus teils
farbig lackiertem, transparentem Acrylglas, die parallel zur
Wand des Foyers angebracht sind.
Die Ringelemente setzen sich jeweils aus mehreren Schich-
ten zusammen. Drei Zylinder stehen senkrecht zur Wand.
Die einzelnen Schichten der Ringelemente wurden vorein-
ander auf eine Unterkonstruktion aus Aluminiumstiften ge-
steckt und werden mittels Distanzhülsen in Abstand zuei-
nander gehalten. Die letzte Lage eines jeden Ringes wurde
schließlich mit den auf der Rückseite aufgeklebten Distanz-
hülsen auf die Aluminiumbolzen aufgeschoben und mit
Madenschrauben fixiert, sodass von vorn keine Befestigung
zu erkennen ist. Der Farbauftrag auf das Acrylglas erfolgte
beidseitig mit Acrylfarbe und einem abschließenden trans-
parenten Schutzlack.
Die Installation misst insgesamt 5,5 Meter Höhe, 6,5 Meter
Breite und 0,3 Meter Tiefe. Die durchgehend runden, glän-
zenden Formen des Kunstwerkes setzen einen Kontrast zu
den starren Geraden und Winkeln der Wandausschnitte und
der geradlinigen Architektur der dahinterliegenden Berei-
che sowie der dort vorhandenen Leuchten und Möbel.
Obwohl keine „Zähne“ zu erkennen sind und trotz ihrer
Farbigkeit erinnert die Wandinstallation an ein Getriebe aus
Zahnrädern und Wellen. Beim genaueren Betrachten dürfte
jedoch auch dem Erstsemester klar werden, dass das abge-
bildete Schema als Getriebe technisch nicht funktionieren
würde, da sich die Räder durch das Aufeinandertreffen
unterschiedlicher Drehzahlen und Richtungen gegenseitig
blockieren würden. Die Reflexion darüber lässt den auf-
merksamen Betrachter innehalten.
Standort des Kunstwerkes:
Eingangshalle
Architektur:
AWB Architekten, Dresden
Bauzeit:
01/2012–05/2015
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig,
Fakultät Maschinenbau und Energietechnik,
Lehr- und Laborgebäude, Neubau Nieper-Bau
Wandinstallation – ohne Titel
Michael Laube
(Berlin)

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KATALOG
Kurzübersicht weiterer Kunstwerke
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46 |
Kurzbeschreibung:
Jeweils eine Säule der Säulenhalle, die auf allen drei Etagen wiederzufinden ist, wird von einem filigranen
Netz aus Metallstäben umhüllt. Die verschiedenen Formen und unregelmäßigen Linien des grünen Gitterwerks kontrastieren
zur sonst strengen Architektur der Säulenhalle.
Realisierung:
2005
Standort der Kunstwerke:
in allen Etagen
Architektur:
meyer und bassin architekten bda, Dresden
Bauzeit:
01/2003–02/2004
Staatliche Studienakademie Bautzen,
Sanierung und Umbau Hauptgebäude
„Gitterwerk“ Gestaltung der Säulen
Janina Kracht
(Dresden)

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Kurzbeschreibung:
Die kinetische Skulptur vor dem Laborneubau wird allein durch die Kraft des Windes in Bewegung ver-
setzt. Die mobilen Elemente des Kunstwerkes bewegen sich von einander unabhängig.
Realisierung:
2005
Standort des Kunstwerkes:
vor dem Gebäude
Architektur:
Architektencontor Magdeburg, Magdeburg
Bauzeit:
11/2003–11/2005
Staatliche Studienakademie Glauchau,
Neubau Laborgebäude
Metallskulptur „Mobile“
Wolfram Schneider
(Kuhschnappel)

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48 |
Kurzbeschreibung:
Die drei Skulpturen finden sich an unterschiedlichen Orten der Eingangshalle. Den verschiedenen
Materialien der Ringe und Scheiben kommt jeweils eine eigene Bedeutung zu Marmor – das vom Menschen Beeinflusste.
Stahl – das vom Menschen Veredelte. Acrylglas – das vom Menschen Zusammengefügte.
Realisierung:
2005
Standorte des Kunstwerkes:
in der Eingangshalle des Gebäudes
Architektur:
Gerber Architekten, Dortmund
Bauzeit:
05/2003–01/2006
Technische Universität Dresden, Fakultät Biologie,
Neubau Biologische Institute
„Ringe lichter Dichte“, drei Skulpturen aus Stahl, Acryl, Marmor
Frank Maibier (Chemnitz)

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Kurzbeschreibung:
Die Arbeit nimmt Bezug auf die historische Vitrinenkultur als Repräsentationsmittel für Präparate und
wissenschaftliche Darstellungen und stellt eine Verbindung zur Nutzung des Gebäudes her.
Realisierung:
2005
Standort des Kunstwerkes:
im Treppenhaus
Architektur:
Architektencontor Magdeburg, Magdeburg
Bauzeit:
09/2003–03/2005
Universität Leipzig, Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie,
Sanierung Institutsgebäude
Glas- und Lichtinstallation
„Zwischen dem Licht oder der luzide Garten“
Thomas K. Müller (Berlin)

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50 |
Realisierung:
2005
Standort des Kunstwerkes:
vor der Fassade des Treppenaufganges
Architektur:
Architektencontor Magdeburg, Magdeburg
Bauzeit:
04/2004–10/2005
Kurzbeschreibung:
Die Lichtskulptur an der Fassade ist vom öffentlichen Raum aus gut zu erkennen. Die fast schwebende,
bemalte Lichtskulptur „Welle“ deutet bildhaft elementare Naturprozesse und deren Rationalisierung durch den menschli-
chen Geist an. Der Künstler schlägt damit eine symbolische Brücke zu allen Lehr- und Forschungsbereichen der Hochschule.
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig,
Fakultät Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften,
Neubau Laborgebäude Naturwissenschaften
Lichtskulptur „Welle“
Gregor Torsten Kozik
(Kirchbach)

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Realisierung:
2005
Standort des Kunstwerkes:
umlaufende Lichtleiste an Wand, Decke und Fußboden aus LED-Modulen
Architektur:
GD-Projektierung Günthermann + Decker, Dresden
Bauzeit:
03/2003–06/2005
Kurzbeschreibung:
Lichtinstallation in einem der Öffentlichkeit zugänglichen Flur des modernisierten Finanzamtes Plauen.
Die Lichtinstallation aus Hochleistungs-LED-Modulen soll den Eindruck einer Lichtschranke oder eines Scanners vermitteln.
Finanzamt Plauen,
Umbau und Sanierung
„Lineare Lichtinstallation – Slash“
Arend Zwicker
(Dresden)

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52 |
Realisierung:
2006
Standort des Kunstwerkes:
Treppenaufgang neben der Säulenhalle
Architektur:
meyer und bassin architekten bda, Dresden
Bauzeit:
01/2003–02/2004
Kurzbeschreibung:
Die Installation an der Wand und auf dem Boden der Säulenhalle spielt mit einer für den Betrachter
ungewohnten Perspektive. An der Wand ist die Draufsicht einer Person zu erkennen, die einen Schatten auf den Boden der
Halle wirft.
Staatliche Studienakademie Bautzen,
Sanierung und Umbau Hauptgebäude
„Schattenfrau“ Figur-/Schatteninstallation
Joachim Merbitz
(Dresden)

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Realisierung:
2006
Standort des Kunstwerkes:
im Foyer
Architektur:
Tilman Bock, Nobert Sachs Architekten, Berlin
Bauzeit:
06/2004–03/2006
Kurzbeschreibung:
Die vier Farbdrucke auf Acryl kontrastieren in ihrer Farbigkeit zu den weißen Wandflächen des Foyers.
Auf den Bildern sind Symbole, Zahlen, Codes und typografische Zeichen zu sehen, die eine poetische Verbindung zur di-
gitalen Information, Wissenschaft und Forschung herstellen.
Hochschule Zittau/Görlitz,
Neubau Lehr- und Laborgebäude (Z IV) Zittau
Digitaldruck auf Acrylglas „MATRIX 1–4“
Prof. Ines Bruhn
(Chemnitz)

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54 |
Realisierung:
2006
Standorte der Kunstwerke:
im Treppenhaus und Speisesaal
Architektur:
Rauh-Damm-Stiller-Partner Planungsgesellschaft mbH
Bauzeit:
03/2004–12/2005
Kurzbeschreibung:
Die Bilder, in Mischtechnik auf Leinwand ausgeführt, nehmen Bezug zu den Aufgaben der Straßenmeis-
terei. In abstrahierender Form werden die Themen Straße und Jahreszeitverlauf in den Bildern umgesetzt. Auch die vor-
herrschenden Farben Orange und Schwarz orientieren sich am Arbeitsalltag der Straßenmeisterei.
Straßenmeisterei Weißwasser,
Sanierung und Neubau
Wandbilder „Straßennetz“ und „Jahreslauf“
Kathrin Christoph
(Dresden)

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| 55
Realisierung:
2006
Standort des Kunstwerkes:
vor Haupteingang
Architektur:
Dipl.-Ing. Freie Architektin Urte Falk – Architektur- und Sachverständigenbüro Falk, Dresden
Bauzeit:
(Geb. 2 + 3) 05/2004–01/2006, (Geb. 8) 07/2004–05/2006
Kurzbeschreibung:
Die Skulpturengruppe aus zwölf Widdern in Originalgröße ist vor dem Finanzamt Meißen positioniert.
Die künstlerische Grundidee besteht in der Spannung erzeugenden Kontrastierung der vertikalen Verläufe der Pappeln zu
einer großen Horizontalen, der Skulptur.
Finanzamt Meißen,
Sanierung und Umbau
Tierfiguren „Zwölf Tiere“
Stephan Voigtländer
(Leipzig)

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56 |
Realisierung:
2006
Standort des Kunstwerkes:
auf dem Campus
Gebäudeplanung:
nps tchoban voss GbR, Dresden
Bauzeit:
06/2004–09/2006
Kurzbeschreibung:
Die sechs mathematischen Körper sind aus Messing oder Bronze gefertig und stehen ringförmig ange-
ordnet auf einem kleinen gepflasterten Hügel. Zwei der jeweils einen Meter hohen Würfel sind platonisch, drei archimedisch
und einer ist polar.
Staatliche Studienakademie Riesa,
Sanierung der Gesamtliegenschaft
„Würfelwiese“ Skulpturen
Thomas Reichstein
(Dresden)

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| 57
Realisierung:
2006
Standort des Kunstwerkes:
in der Eingangshalle
Architektur:
Nickl & Partner Architekten, München
Bauzeit:
01/2004–09/2005
Kurzbeschreibung:
Das 10 x 4,4 m große Bildobjekt greift die Lehrinhalte des Forschungsgebietes der Biochemie bildkünst-
lerisch auf. Das Werk ist in Maltechnik an der gebäudehohen Sichtbetonwand der Eingangshalle ausgeführt.
Universität Leipzig, Medizinische Fakultät,
Neubau Institut Biochemie
„Protisten – Ursuppe des Lebens“
Peter Kallfels
(Chemnitz)

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58 |
Realisierung:
2006
Standort des Kunstwerkes:
im Wartebereich des Erweiterungsneubaus
Architektur:
Starosta + Dittmar, Freie Architekten, Dresden
Bauzeit:
05/2004–06/2006
Kurzbeschreibung:
Auf den Glastafeln sind abstrakte Grafiken, vorwiegend in Schwarz und Weiß, zu sehen. Zudem geben
die durchsichtigen Bereiche der Glastafeln den Blick auf die Sichtbetonwandflächen des Wartegangs vor den Sitzungs-
sälen des Amtsgerichtes frei.
Amtsgericht Meißen,
Sanierung und Erweiterungsneubau
Glastafeln mit Grafiken – ohne Titel
Andreas Garn
(Dresden)

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| 59
Realisierung:
2007
Standort des Kunstwerkes:
im Lichthof
Architektur:
ReimarHerbst.Architekten BDA, Berlin
Bauzeit:
09/2004–12/2006
Kurzbeschreibung:
Die Skulpturengruppe im Lichthof der Bibliothek besteht aus neun blütenartigen Objekten, die teilweise
fast bis in das zweite Obergeschoss reichen. Die beleuchteten Blütenkronen aus Glas stehen im Kontrast zu den schlichten,
sanft gebogenen Blütenstengeln aus Stahl.
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden,
Neubau Hochschulbibliothek
„Glasblüten“ Installation
Marion Hempel
(Dresden)

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60 |
Realisierung:
2007
Standort des Kunstwerkes:
Ganggestaltung im Verbindungsgebäude zwischen Alt- und Neubau
Architektur:
Storch, Ehlers und Partner, Hannover
Bauzeit (1. und 2. BA):
09/2004–03/2007
Kurzbeschreibung:
Die Installation im Gang des Verbindungsgebäudes besteht aus verschiedenen, orangefarbenen Poly-
gonen, die als Sequenz hintereinander angeordnet sind. Die Polygone schweben im Raum und abstrahieren die Tanz-
bewegung einer Filmszene von Gret Palucca.
Palucca Hochschule für Tanz Dresden,
Umbau und Neubau
Objekt aus orangefarbenen Polygonen
„Treibender Rhythmus“
Roland Fuhrmann (Berlin)

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| 61
Realisierung:
2007
Standort des Kunstwerkes:
vor der Alten Mensa, Mommsenstraße
Architektur:
Maedebach, Redeleit & Partner, Berlin
Bauzeit:
09/2004–06/2007
Kurzbeschreibung:
Die kinetische Skulptur befindet sich vor dem Mensagebäude an der Mommsenstraße. Sie ist in Stahl
und Aluminium ausgeführt. Angetrieben durch die Kraft des Windes bewegen sich die Flügel von einander unabhängig
und schaffen ein Spannungsfeld aus Balance und Bewegung.
Technische Universität Dresden,
Mensa und Verwaltung Mommsenstraße,
Sanierung
„Windkinetische Skulptur 1/3 2006“
Prof. Rolf Lieberknecht
(Chemnitz-Einsiedel)

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62 |
Realisierung:
2007
Standort des Kunstwerkes:
Richter- und Parteientische
Architektur:
Thaut & Stiehler Architekten und Ingenieure, Zwickau
Bauzeit:
11/2006–09/2007
Kurzbeschreibung:
Im historischen Sitzungssaal des sanierten Amtsgerichts in Aue wurde das Thema Kunst am Bau an
den Sichtblenden des Richtertisches und der Parteientische umgesetzt. In den Sichtblenden sind die Worte SCHULD,
UNSCHULD, RECHT als Schriftraster eingearbeitet.
Amtsgericht Aue,
Sanierung
Gestaltung Sichtblenden der Tische
„Augen der Justizia“, Frank Voigt
(Pinnewitz)

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| 63
Realisierung:
2008
Standorte des Kunstwerkes:
auf den Brüstungen der Galerien im ersten und zweiten Obergeschoss
Architektur:
Dinse/Feest/Zurl Architekten, Hamburg
Bauzeit:
09/2006–04/2008
Kurzbeschreibung:
Die interaktive Lichtinstallation auf den Brüstungen der Galerien im ersten und zweiten Obergeschoss
nimmt durch Bewegungssensoren Passanten wahr. Die einzelnen Lichtelemente schalten sich jeweils an der Position des
Passanten an und begleiten ihn als Lichtschweif auf dem Weg durch die Galerie.
Hochschule Mittweida,
Sanierung Carl Georg Weitzel Bau, Haus 1
interaktive Lichtinstallation „Positionslichter“
Sebastian Hempel
(Dresden)

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64 |
Realisierung:
2008
Standort des Kunstwerkes:
vor dem Gebäude
Architektur:
Rohdecan Architekten, Dresden
Bauzeit:
05/2006–03/2008
Kurzbeschreibung:
Der Begriff des Inselwachstums findet in der Physik Anwendung im Bereich der Oberflächenphysik von
Halbleitern. Die zehnteilige Skulpturengruppe nimmt diesen Begriff auf und macht ihn für die Besucher erlebbar. Die un-
terschiedlich großen und farbigen Inseln erstrecken sich auf dem Vorplatz des Gebäudes und laden zum Verweilen ein.
Technische Universität Chemnitz, Fakultät Naturwissenschaften,
Neubau Institut für Physik
Kunststoffskulpturen „Inselwachstum“
Prof. Eberhard Bosslet
(Dresden)

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| 65
Realisierung:
2008
Standort des Kunstwerkes:
im Verbindungsbauwerk zwischen den Gebäuden Brüderstraße 34 und dem Sonderlaboren
Architektur:
Schulz & Schulz Architekten, Leipzig
Bauzeit:
06/2007–02/2009
Kurzbeschreibung:
Die Installation besteht aus zwölf drehbaren Glasröhren, die jeweils 2,7 m hoch sind. Die Röhren bestehen
aus zwei Halbschalen, von denen eine matt durchsichtig ist und die andere mit schwarzen Baummotiven bedruckt ist.
Passanten können selbst die Röhren drehen, sodass immer wieder neue Bildvariationen entstehen.
Universität Leipzig, Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie,
Neubau Sonderlabore
Installation „Schattentheater“
Stefanie Busch
(Dresden)

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66 |
Realisierung:
2008
Standort des Kunstwerkes:
Im Flur des ersten Obergeschosses
Architektur:
Architekturbüro Heike Böttcher, Dresden
Bauzeit:
06/2007–10/2008
Kurzbeschreibung:
Bilderserie im Flur der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Die auf ALU-Dibond ge-
druckten Bilder zeigen Fotoausschnitte von tierischen Organen. Die hauptsächlich in Schwarz und Rot gehaltenen Motive
ziehen die Verbindung zur Lehrtätigkeit des Institutes und erinnern an Abbildungen aus Anatomie-Büchern.
Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät,
Neubau Zentrales Lehr- und Bibliotheksgebäude mit Mensa,
Herbert-Gürtler-Haus
22 großformatige Bildtafeln als Wandbild „Innenschau“
Helena Rossner
(Chemnitz)

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| 67
Realisierung:
2009
Standort des Kunstwerkes:
Auf dem Turmgebäude
Architektur:
Architekturbüro Susann Schneidereit, Ullersdorf
Bauzeit:
04/2009–07/2010
Kurzbeschreibung:
Die auf dem Dach des Turmgebäudes befindliche Wetterfahne besteht aus Edelstahl und ist einer Schreib-
feder nachempfunden. Oberhalb der Schreibfeder befindet sich die Darstellung eines „Lorenz-Attraktors“. Der Attraktor be-
schreibt die thermodynamische Konvektionsströmung in der Meteorologie.
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft Radebeul,
Sanierung Turmgebäude
Turmgebäude „Wetterfahne“
Ingo Güttler
(Dresden)

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68 |
Realisierung:
2009
Standort des Kunstwerkes:
auf dem Campusplatz
Kurzbeschreibung:
Die Brunnenanlage zwischen den beiden Hauptgebäuden der Fachhochschule bildet sich aus zwei Wasser-
läufen in Form von zwei ineinanderliegenden Paragrafen. Bänke im Schatten der daneben angepflanzten Bäume laden
zum Verweilen ein.
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung
und Rechtspflege Meißen
Brunnenanlage „Faktor Mensch“
Ingo Güttler
(Dresden)

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| 69
Realisierung:
2009
Standort des Kunstwerkes:
im Innenhof
Architektur:
CODE UNIQUE Architekten, Dresden
Bauzeit (1. und 2. BA):
06/2006–05/2009
Kurzbeschreibung:
Der im Innenhof befindliche Teich ist mit einem Laufsteg überspannt. Der Laufsteg ist Bühne und Rah-
men für Aufführungen und Performances. Die Beleuchtung setzt den Steg sowie die in der Mitte der Fassade befindliche
Nische stimmungsvoll in Szene.
Hochschule für Bildende Künste Dresden,
Sanierung Hochschulgebäude und Erweiterungsbau
Bibliothek Güntzstraße
„Laufsteg am Teich“
Wolfgang Robbe
(Düsseldorf)

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70 |
Realisierung:
2009
Standorte des Kunstwerkes:
in drei Lesesälen der Bibliothek
Architektur:
Léon Wohlhage Wernik Architekten, Berlin
Bauzeit:
06/2007–10/2009
Kurzbeschreibung:
In den drei Lesesälen befindet sich jeweils eine hängende kinetische Skulptur. Jede Skulptur besteht aus
vier Stäben gleicher länger aber unterschiedlicher Schlankheit. Im Zusammenspiel aus Statik und Dynamik entsteht eine
harmonische Choreografie, die den Studierenden bei ihrer konzentrierten Arbeit unterstützen und entspannen soll.
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig,
Neubau Hochschulbibliothek und Medienzentrum
„Salto Mentale“ drei kinetische Skulpturen
Prof. Rolf Lieberknecht
(Chemnitz-Einsiedel)

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| 71
Realisierung:
2010
Standort des Kunstwerkes:
an der gebäudehohen Sichtbetonwand im Lichthof
Architektur:
Architekturbüro Peter Koch, Chemnitz
Bauzeit:
04/2009–11/2010
Kurzbeschreibung:
Die Installation im großen Lichthof besteht aus 130 tönernen Ringscheiben, die golden oder schwarz
sind. Hinter der Entwurfsidee steht die tausende Jahre alte Faszination, die Ringe und Scheiben auf die Menschheit aus-
üben – so haben beispielsweise Münzen seit jeher oft die Form von Scheiben oder Lochscheiben.
Finanzamt Chemnitz-Süd,
Erweiterungsneubau
130 Ringscheiben „Sanfte Strahlung“
Frank Maibier
(Chemnitz)

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72 |
Realisierung:
2010
Standort des Kunstwerkes:
vor dem Gebäude
Architektur:
Stefan Ludes Architekten, Berlin
Bauzeit:
01/2009–10/2010
Kurzbeschreibung:
Die Skulptur aus Sandstein und Stahl ragt halb über die Stufenanlage vor dem Haupteingang des Gebäudes.
Die unterschiedlichen Bearbeitungszustände der Materialien abstrahieren die Notwendigkeit einer Bearbeitung, wenn man
Natürliches nutzbar machen will.
Landesuntersuchungsanstalt Sachsen,
Ersatzneubau Chemnitz
Sandstein-Stahl-Skulptur „Bracket“
Teo Richter und Frank Maibier
(Chemnitz)

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| 73
Realisierung:
2010
Standort des Kunstwerkes:
Im Flur vor den Übungsräumen
Architektur:
Knoche/Neumann Architekten BDA, Leipzig
Bauzeit:
08/2006–03/2009
Kurzbeschreibung:
Fotomontage in einem Flur des Trainingszentrums. Vor einem himmelblauen Hintergrund sind Kondens-
streifen von Flugzeugen abgebildet, die sich teilweise überkreuzen.
Polizeidirektion Chemnitz,
Neubau Trainingszentrum Chemnitz
Fotomontage von Kondensstreifen
am Himmel als Wandgestaltung – ohne Titel
Werner Lieberknecht (Dresden)

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74 |
Realisierung:
2010
Standort des Kunstwerkes:
auf Mittelsäule des sanierten Brunnens, Brunnen auf Vorplatz der Villa Rothermund
Architektur:
Gebäudeplanung Villa „Rothermundt“: Architekturbüro Baarß + Löschner, Radebeul;
Gebäudeplanung Internatsneubauten: Schulz & Schulz Architekten, Leipzig
Bauzeit:
03/2007–07/2008
Kurzbeschreibung:
Die 3,80 Meter hohe Edelstahlskulptur befindet sich in der Mitte eines historischen Sandsteinbrunnens.
Die vier verwundenen Strahlen sind beweglich gelagert und können durch Wind und Wasser zum Drehen gebracht werden.
Sächsisches Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber Dresden,
Sanierung Villa Rothermundt und Internatsneubauten
Neue Brunnenfigur „Wassermusik
eine Klanggestalt in Edelstahl“
Hans-Volker Mixsa (Dresden)

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| 75
Realisierung:
2010
Standort des Kunstwerkes:
vor dem Gebäude
Architektur:
Starosta + Dittmar Freie Architekten, Dresden
Bauzeit:
09/2007–05/2010
Kurzbeschreibung:
Die Skulptur besteht aus zwei zueinander geneigten Würfeln. Die Würfel sind teilweise durchsichtig und
mit mehrfarbigen Segmenten durchzogen, sodass das Kunstwerk eine transparente Leichtigkeit ausstrahlt.
Sächsisches Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber Dresden,
Sanierung und Erweiterungsneubau
Skulptur “Klangräume“
Prof. Ines Bruhn
(Chemnitz)

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76 |
Realisierung:
2011
Standort des Kunstwerkes:
Bildserie als Ganggestaltung des Erdgeschosses
Architektur:
Heike Böttcher Architekturbüro BDA, Dresden
Bauzeit:
08/2009–06/2011
Kurzbeschreibung:
Die 26 großformatigen Glasplatten sind im Siebdruckverfahren, realisiert von Christian Ahrens, bedruckt
und im Gang des Erdgeschosses zu finden. Sie wurden entweder mit Farbflächen oder mit Fotomontagen versehen. Die
Motivwahl orientiert sich an den Aufgaben und Ermittlungsfeldern der Kriminalpolizei.
Polizeidirektion Chemnitz, Kriminalpolizeiinspektion,
Sanierung Haus 1
Siebdruck hinter Glas, 12 Bilder – ohne Titel
Helena Rossner
(München)

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| 77
Realisierung:
2011
Standorte des Kunstwerkes:
Foyer und in den Geschossen des Gebäudes, Haus 27
Generalplaner:
ASSMANN BERATEN + PLANEN, Braunschweig
Bauzeit:
01/2007–09/2011
Kurzbeschreibung:
Das Kunstprojekt entstand nach intensiver Auseinandersetzung mit den Funktionsinhalten des Gebäudes.
Die Künstlerin wählte eine andere Art, das Gebäude zu erkunden. Nach dem Prinzip eines „Memoryspiel“ findet der Be-
sucher an unterschiedlichen Stellen des Gebäudes Motive wieder.
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum,
Neubau Haus 27, Sanierung Haus 19
„SAVANT“ Räumliches Memory
Eva-Maria Wilde
(Giegen, Schweiz)

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78 |
Realisierung:
2011
Standort des Kunstwerkes:
Haus 19, Mitteltreppenhaus
Generalplaner:
ASSMANN BERATEN + PLANEN, Braunschweig
Bauzeit:
01/2007–09/2011
Kurzbeschreibung:
Die Begriffe für die Installation im Treppenhaus entstanden in Interviews mit den Mitarbeitern des Uni-
versitätsklinikums. So leistet die Künstlerin einen Beitrag zur Indentifikation der Mitarbeiter mit dem Gebäude.
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum,
Neubau Haus 27, Sanierung Haus 19
„Schriftinstallation“
Judith Siegmund
(Berlin)

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| 79
Realisierung:
2011
Standort des Kunstwerkes:
Haus 19, Mitteltreppenhaus
Generalplaner:
ASSMANN BERATEN + PLANEN, Braunschweig
Bauzeit:
01/2007–09/2011
Kurzbeschreibung:
Die Glasscheiben mit farbigen Folien hängen im Treppenhaus über alle Etagen verteilt. Je nach Licht-
einfall und Tageszeit bieten Sie den Passanten einen stimmungsvollen Blickfang.
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum,
Neubau Haus 27, Sanierung Haus 19
Installation „Moving“
Nikolaus Koliusis
(Stuttgart)

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80 |
Realisierung:
2011
Standort des Kunstwerkes:
Treppenaufgang des Foyers
Projektsteuerung/Planung:
ASSMANN BERATEN + PLANEN, Dortmund und Henn Architekten, Berlin
Bauzeit:
04/2009–07/2011
Kurzbeschreibung:
Die Installation im Treppenaufgang des Foyers, das alle Stockwerke verbindet, erstreckt sich über insge-
samt 15 Meter. Die in unterschiedlichen Blautönen gehaltenen Schilder, auf denen in 100 Sprachen die Wörter „Jugend“ und
„Alter“ gedruckt sind, assoziieren den Fluss des Wassers in Verbindung mit der mythischen Suche nach dem Jungbrunnen.
Technische Universität Dresden,
Neubau Zentrum für Regenerative Therapien
Wandinstallation Wasserfall des Lebens „Jungbrunnen“
Roland Fuhrmann
(Berlin)

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| 81
Realisierung:
2011
Standort des Kunstwerkes:
Foyer
Projektsteuerung/Planung:
ASSMANN BERATEN + PLANEN, Dortmund und Henn Architekten, Berlin
Bauzeit:
04/2009–07/2011
Kurzbeschreibung:
Im Foyer des Gebäudes ist die Fußbodenscheibe aus poliertem Onyxmarmor eingelassen. Fast unbemerkt
von den Besuchern, vollzieht die Scheibe eine Umdrehung pro Jahr. Die anspruchsvolle Technik erlaubt eine extrem lang-
same Bewegung. Im Kunstwerk vereinen sich Natur und Technik sowie Sichtbares und Unsichtbares.
Technische Universität Dresden,
Neubau Zentrum für Regenerative Therapien
Fußbodenscheibe aus Onyxmarmor „Spin 1/y“ motorisiert,
eine Umdrehung pro Jahr
Peter Rösel (Berlin)

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82 |
Realisierung:
2012
Standort des Kunstwerkes:
Wandgestaltung im Wartebereich
Architektur:
Pussert und Kosch Architekten, Dresden
Bauzeit:
03/2008–09/2012
Kurzbeschreibung:
Wandrelief im Foyer und ersten Obergeschoss. Die Komposition aus fünf Farbtönen geleitet den Be-
sucher, durch dynamische Schwünge der geometrischen Farbflächen, vom Eingangsbereich hinauf zu den Verhandlungs-
sälen. Die vorherrschenden Farbtöne sind Rot und Violett.
Amtsgericht Dresden,
Neubau
„IUS_In manu dei“
Kerstin Franke-Gneuß
(Dresden)

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| 83
Realisierung:
2012
Standort des Kunstwerkes:
im Foyer
Architektur:
hänel furkert architekten Partnerschaft, Dresden und P+P Schwarzenberger, Dresden
Bauzeit:
02/2010–10/2012
Kurzbeschreibung:
Den zentralen Teil der Arbeit bildet die Gestaltung der Trennwand zwischen Foyer und Kartenverkauf.
Die Leuchtwand erinnert an eine aus Einzelbildern zusammengefügte komplexe Luftaufnahme. Aus der Wand leuchtet
mehrfach täglich der Text „Die Karte ist nicht das Territorium und der Name ist nicht die benannte Sache“.
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Dresden,
Umbau und Sanierung
Leuchtwand „Terra incognita“
Thomas Henniges
(Leipzig)

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84 |
Realisierung:
2013
Standorte der Kunstwerke:
im Treppenhaus und vor dem Gebäude
Architektur:
Architekturbüro Bauer, Dresden und Scholze Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
Bauzeit:
05/2011–10/2013
Kurzbeschreibung:
Das Werk mit dem Titel „Zellularem I-III“ ist in den drei Etagen des Treppenhauses zu finden. Vor dem
Gebäude befindet sich die Skulptur „Biowafer“. Beide Werke überlagern Bilder von Zellformen und elektronischen Struktu-
ren zu einer ästhetischen Symbiose.
Technische Universität Dresden, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik,
Neubau Technikum Werner-Hartmann-Bau
Skulptur und Wandinstallation
„Biowafer“, „Zellularem I-III“
Jacqueline Knappe (Chemnitz)

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| 85
Realisierung:
2015
Standort des Kunstwerkes:
in den Außenanlagen
Architektur:
ARGE BIW TU Dresden, Knoche Architekten BDA, Leipzig und Neumann Architekten BDA, Plauen
Bauzeit:
07/2011–03/2014
Kurzbeschreibung:
Der Aufstellungsort der Skulptur ist eine Freifläche im Hof des Institutsgebäudes. Die organische Form
der weißen Skulptur ist unbestimmt und fließend.
Technische Universität Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen,
Umbau und Modernisierung Instituts- und Laborgebäude
kinetische Skulptur „Metamorphose“
Elisabeth Howey
(Leipzig)

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86 |
Realisierung:
2016
Standort des Kunstwerkes:
im Eingangs- und Wartebereich
Architektur:
h.e.i.z.Haus Architektur.Stadtplanung, Dresden
Bauzeit:
08/2014–11/2016
Kurzbeschreibung:
Das Kunstwerk erstreckt sich über die Wände des Eingangs- und Wartebereiches. Es besteht aus 100
Acrylglasscheiben, auf denen jeweils ein Wort mit Bezug zu juristischen Sachverhalten und den daraus resultierenden
Emotionen und Gedanken gedruckt ist.
Amtsgericht Marienberg,
Erweiterungsneubau
Acrylglasinstallation (100, mit je einem Wort bedruckte,
Acrylglasscheiben) „von Absicht bis Zukunft“
Frank Maibier (Chemnitz)

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| 87
Realisierung:
2016
Standort des Kunstwerkes:
im Foyer des Besuchereingangs
Architektur:
Fuchshuber Architekten GmbH, Leipzig
Bauzeit:
10/2013–06/2016
Kurzbeschreibung:
Das Mobile soll an einen in die Luft geworfenen Papierstoß erinnern. Die Installation im Foyer strahlt
Leichtigkeit, Freiheit und Eleganz aus und erinnert, in der Intension der Künstlerin, an den Flug weißer Tauben.
Finanzamt Grimma,
Sanierung und Erweiterungsneubau
Mobile-Installation „Papier war gestern“
Jenny Rempel
(Halle/Saale)

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88 |
Realisierung:
2017
Standorte der Kunstwerke:
Wissensgarten Ost (Kunstwerk structures) verbindet die Obergeschosse 1–2,
Wissensgarten West (Kunstwerk layers) verbindet die Obergeschosse 2–3
Architektur:
Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten GbR Nl Dresden
Bauzeit:
05/2015–Mitte 2018
Kurzbeschreibung:
Das Wandobjekt „layers“ erinnert an 9 Blätter Papier. Das Kunstwerk hat eine Größe von 600 x 300 x 10 cm
und nimmt Bezug auf die Biegsamkeit der Membranen im Nanobereich. Das Wandrelief „structures“ nimmt mit seiner
wabenartigen Struktur Bezug auf die dehnbaren Eigenschaften der Membranwaben. Es misst 700 x 437 x 5 cm.
Technische Universität Chemnitz,
MAIN - Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen
Wandinstallation „layers“ und „structures“
Patricia Westerholz
(Dresden)
layers
2017
structures
2017

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| 89
Realisierung:
2017
Standort des Kunstwerkes:
im Foyer
Architektur:
Eßmann | Gärtner | Nieper | Architekten GbR, Darmstadt, Leipzig
Bauzeit:
08/2017–10/2017
Kurzbeschreibung:
Das Kunstwerk „Ein Flussbett im Haus“ nimmt thematisch, wie auch materiell Bezug zur Nutzung des
Gebäudes. Es symbolisiert einen Flusslauf, der als langes Band über eine Länge von 5 Metern durch den Neubau fließt.
Zudem greift das Bild das Leben im Fluss, unter und oberhalb der Wasseroberfläche auf.
Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft,
Neubau – Gemeinsame Unterbringung FB 33 und FB 53/54, Chemnitz
Aquarellmalerei als großformatige Wandgestaltung
„Ein Flussbett im Haus“
Johannes Ulrich Kubiak (Berlin)

 
90 |
Künstler Kunstwerk Standort Seite
Prof. Bosslet,
Eberhard
„Inselwachstum“
Technische Universität Chemnitz,
Neubau Institut für Physik, Fakultät Naturwissenschaften,
Reichenhainer Straße 70, 09126 Chemnitz
64
Prof. Bruhn, Ines
„MATRIX 1–4“
Hochschule Zittau/Görlitz,
Neubau Lehr- und Laborgebäude (Z IV) Zittau,
Theodor-Körner-Allee 8, 02763 Zittau
53
Prof. Bruhn, Ines
“Klangräume“
Sächsisches Landesgymnasium für Musik
Carl Maria von Weber Dresden,
Sanierung und Erweiterungsneubau,
Kretschmerstraße 27, 01309 Dresden
75
Busch, Stefanie
„Schattentheater“
Universität Leipzig, Fakultät für Biowissenschaften,
Pharmazie und Psychologie, Neubau Sonderlabore,
Stephanstraße 24, 04103 Leipzig
65
Christoph, Kathrin
„Straßennetz“ / „Jahreslauf“
Straßenmeisterei Weißwasser, Sanierung und Neubau,
Drachenbergweg 4, 02943 Weißwasser
54
Elsner, Paul
„Klang-Raum-Licht“
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden,
Neubau Hochschulgebäude mit Proben- und Konzertsaal,
Schützengasse 28, 01067 Dresden
20
Franke-Gneuß, Kerstin
„IUS_In manu dei“
Amtsgericht Dresden, Neubau,
Roßbachstraße 6, 01069 Dresden
82
Fritzsche, Philipp
„Anstoß – 16 Leuchtkörper
pro Sekunde“
Hochschule Mittweida, Neubau Zentrum
für Medien und Soziale Arbeit,
Bahnhofstraße 15, 09648 Mittweida
38
Fuhrmann, Roland
„Spektralsymphonie der Elemente“
Technische Universität Dresden, Neubau Chemische Institute
und Institute der Fachrichtung Wasserwesen,
Bergstraße 66, 01069 Dresden
28
Fuhrmann, Roland
„Treibender Rhythmus“
Palucca Hochschule für Tanz Dresden,
Umbau und Neubau, Basteiplatz 4, 01277 Dresden
60
Fuhrmann, Roland
„Jungbrunnen“
Technische Universität Dresden,
Neubau Zentrum für Regenerative Therapien (CRTD),
Fetscherstraße 105, 01307 Dresden
80
Garn, Andreas
ohne Titel
Amtsgericht Meißen, Sanierung und
Erweiterungsneubau, Domplatz 3, 01662 Meißen
58
Göschel, Paul
„Klang-Raum-Licht“
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden,
Neubau Hochschulgebäude mit Proben- und Konzertsaal,
Schützengasse 28, 01067 Dresden
20
Güttler, Ingo
„Wetterfahne“
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt
und Landwirtschaft Radebeul, Sanierung Turmgebäude,
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
67
Güttler, Ingo
„Faktor Mensch“
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechts-
pflege Meißen, Herbert-Böhme-Straße 11, 01662 Meißen
68
Hempel, Marion
„Glasblüten“
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden,
Neubau Hochschulbibliothek,
Andreas-Schubert-Straße 8, 01069 Dresden
59
Hempel, Sebastian
„Display“
Technische Universität Dresden,
Neubau Fakultät Informatik, Andreas-Pfitzmann-Bau,
Nöthnitzer Straße 46, 01187 Dresden
16
Hempel, Sebastian
„Positionslichter“
Hochschule Mittweida,
Sanierung Carl Georg Weitzel Bau, Haus 1,
Technikumplatz 17, 09648 Mittweida
63
Henniges, Thomas
„Terra incognita“
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen,
Umbau und Sanierung, Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden
83
Henze, Rainer
„Die geheimnisvolle Bibliothek“
Universität Leipzig, Umbau und Sanierung,
Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften,
Schillerstraße 6, 04109 Leipzig
18
Register

| 91
Künstler Kunstwerk Standort Seite
Hofmann, Veit
„Skriptuale Komposition“
Hochschule Zittau/Görlitz,
Neubau Mensa und Bibliotheksgebäude Görlitz,
Furtstraße 1a, 02826 Görlitz
12
Howey, Elisabeth
„Metamorphose“
Technische Universität Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen,
Umbau und Modernisierung Instituts- und Laborgebäude,
Georg-Schumann-Straße 7, 01187 Dresden
85
Kabisch, Marcel
„SEHEN, FÜHLEN, BEWEGEN,
RIECHEN, SCHMECKEN UND HÖREN“
Sächsisches Rehazentrum für Blinde
und Sehbehinderte Chemnitz, Neubau Blindenschule,
Flemmingstraße 8, 09116 Chemnitz
24
Kallfels, Peter
„Protisten – Ursuppe des Lebens“
Universität Leipzig, Medizinische Fakultät,
Neubau Institut Biochemie, Brüderstraße 34, 04103 Leipzig
57
Knappe, Jacqueline
„knastgezeichnet“
Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen,
Neubau, Deutzener Straße 80, 04565 Regis-Breitingen
22
Knappe, Jacqueline
„Biowafer“/ „Zellularem I-III“
Technische Universität Dresden, Fakultät Elektrotechnik
und Informationstechnik, Neubau Technikum,
Werner-Hartmann-Bau, Nöthnitzer Straße 66, 01187 Dresden
84
Koliusis, Nikolaus
„Moving“
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum,
Sanierung Haus 19, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
79
Kozik, Gregor Torsten
„Welle“
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig,
Fakultät Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften,
Neubau Laborgebäude Naturwissenschaften,
G.-Freytag-Straße 41 A, 04277 Leipzig
50
Kubiak, Johannes Ulrich
„Ein Flussbett im Haus“
Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft,
Neubau – Gemeinsame Unterbringung FB 33 und FB 53/54,
Dresdner Straße 183, 09131 Chemnitz
89
Kracht, Janina
„Gitterwerk“
Staatliche Studienakademie Bautzen,
Sanierung und Umbau,
Löbauer Straße 1, 02625 Bautzen
46
Laube, Michael
ohne Titel
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig,
Fakultät Maschinenbau und Energietechnik,
Neubau Lehr- und Laborgebäude, Nieper-Bau,
Karl-Liebknecht-Straße 145, 04277 Leipzig
42
Lang, Christian
„Expansion I/II“
Staatliche Studienakademie Glauchau, Sanierung
Wohnheim A, Kopernikusstraße 51, 08371 Glauchau
26
Prof. Lieberknecht,
Rolf
„Windkinetische Skulptur 1/3 2006“
Technische Universität Dresden,
Mensa und Verwaltung Mommsenstraße,
Sanierung, Mommsenstraße 13, 01069 Dresden
61
Prof. Lieberknecht,
Rolf
„Salto Mentale“
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig,
Neubau Hochschulbibliothek und Medienzentrum,
Gustav-Freytag-Straße 40, 04277 Leipzig
70
Lieberknecht, Werner
ohne Titel
Polizeidirektion Chemnitz, Neubau Trainingszentrum
Chemnitz, Max-Saupe-Straße 45, 09131 Chemnitz
73
Maibier, Frank
„Ringe lichter Dichte“
Technische Universität Dresden,
Neubau Biologische Institute,
Zellescher Weg 20 b, 01217 Dresden
48
Maibier, Frank
„Sanfte Strahlung“
Finanzamt Chemnitz-Süd, Erweiterungsneubau,
Paul-Bertz-Straße 1, 09120 Chemnitz
71
Maibier, Frank
„Bracket“
Landesuntersuchungsanstalt Sachsen, Ersatzneubau Chemnitz,
Zschopauer Straße 87, 09111 Chemnitz
72
Maibier, Frank
„von Absicht bis Zukunft“
Amtsgericht Marienberg, Erweiterungsneubau,
Zschopauer Straße 31, 09496 Marienberg
86
Merbitz, Joachim
„Schattenfrau“
Staatliche Studienakademie Bautzen,
Sanierung und Umbau,
Löbauer Straße 1, 02625 Bautzen
52

92 |
Künstler Kunstwerk Standort Seite
Mixsa, Hans-Volker
„Wassermusik eine Klanggestalt
in Edelstahl“
Sächsisches Landesgymnasium für Musik
Carl Maria von Weber Dresden,
Sanierung Villa Rothermundt und Internatsneubauten,
Mendelssohnallee 34, 01309 Dresden
74
Müller, Thomas K.
„Zwischen dem Licht oder
der luzide Garten“
Universität Leipzig, Fakultät für Biowissenschaften,
Pharmazie und Psychologie, Sanierung Institutsgebäude,
Talstraße 33, 04103 Leipzig
49
Reichstein, Thomas
„Würfelwiese“
Staatliche Studienakademie Riesa,
Sanierung der Gesamtliegenschaft,
Am Kutzschenstein 6, 01591 Riesa
56
Rempel, Jenny
„Papier war gestern“
Finanzamt Grimma, Sanierung und Erweiterungsneubau,
Lausicker Str. 2-4, 04668 Grimma
87
Richter, Teo
„Saat“
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie und Staatliche Betriebsgesellschaft
für Umwelt und Landwirtschaft, Neubau
Landwirtschafts- und Umweltzentrum Nossen (LUZ),
Waldheimer Straße 219, 01683 Nossen
34
Richter, Teo
„Bracket“
Landesuntersuchungsanstalt Sachsen, Ersatzneubau Chemnitz,
Zschopauer Straße 87, 09111 Chemnitz
72
Robbe, Wolfgang
„Laufsteg am Teich“
Hochschule für Bildende Künste Dresden,
Sanierung Hochschulgebäude und
Erweiterungsbau Bibliothek, Güntzstraße 34, 01307
69
Rösel, Peter
„Spin 1/y“
Technische Universität Dresden,
Neubau Zentrum für Regenerative Therapien (CRTD),
Fetscherstraße 105, 01307 Dresden
81
Rossner, Helena
„Innenschau“
Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät,
Neubau Zentrales Lehr- und Universitätsgebäude
mit Mensa, Herbert-Gürtler-Haus,
An den Tierkliniken 5, 04103 Leipzig
66
Rossner, Helena
ohne Titel
Polizeidirektion Chemnitz, Kriminalpolizeiinspektion,
Sanierung Haus 1, Hainstraße 142, 09130 Chemnitz
76
Schildhauer, Andreas
„Quasimol“
Technische Universität Bergakademie Freiberg,
Fakultät Chemie und Physik, Clemens-Winkler-Bau,
Neubau Labore, Leipziger Straße 29, 09599 Freiberg
40
Schneider, Wolfram
„Mobile“
Staatliche Studienakademie Glauchau,
Neubau Laborgebäude, Kopernikusstraße 51, 08371 Glauchau
47
Siegmund, Judith
„Schriftinstallation“
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum,
Sanierung Haus 19, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
78
Prof. Steinbach, Jörg
„Barcode“
Finanzämter Dresden Nord und Süd,
Umbau und Sanierung, Rabenerstraße 1, 01069 Dresden
30
Streuli, Beat
ohne Titel
Technische Universität Chemnitz,
Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen
in der Produktionstechnik (eniPROD),
Neubau, Reichenhainer Straße 70, 09126 Chemnitz
36
Tempel, André
„Biomorphe Skulpturen“
Technische Universität Dresden,
Neubau Fakultät Informatik, Andreas-Pfitzmann-Bau,
Nöthnitzer Straße 46, 01187 Dresden
14
Voigt, Frank
„Augen der Justizia“
Amtsgericht Aue, Sanierung,
Gerichtsstraße 1, 08280 Aue
62
Voigtländer, Stephan
„Zwölf Tiere“
Finanzamt Meißen, Sanierung und Umbau,
Heinrich-Heine-Straße 23, 01662 Meißen
55
Westerholz, Patricia
„wall, wall(paper)“
Staatliche Studienakademie und Evangelische
Hochschule für Soziale Arbeit Dresden, Sanierung
und Erweiterungsneubau, Hans-Grundig-Straße 25/
Dürerstraße 25, 01307 Dresden
32

| 93
Künstler Kunstwerk Standort Seite
Westerholz, Patricia
„layers“ und „structures“
Technische Universität Chemnitz,
Neubau MAIN - Zentrum für Materialien,
Architekturen und Integration von Nanomembranen,
Rosenbergstraße 8, 09126 Chemnitz
88
Wilde, Eva-Maria
„SAVANT“
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden,
Diagnostisch-Internistisch-Neurologisches Zentrum,
Neubau Haus 27, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
77
Zwicker, Arend
„Lineare Lichtinstallation - Slash“
Finanzamt Plauen, Umbau und Sanierung,
Europaratstraße 17, 08523 Plauen
51

 
94 |
Fotonachweise
Roland Fuhrmann (Titel und Rückseite, S. 28, 29)
Jürgen Jeibmann (S. 4, 7, 13, 19, 25, 26, 27, 41, 46, 47, 49, 50, 52, 53, 54, 57, 64, 66, 67, 68)
Pawel Sosnowski (S. 5, Portrait Staatsminister)
SIB (S. 6, 17, 24, 31, 37, 39, 48, 58, 59, 73, 74, 75, 81, 84, 85, 89)
Christoph Reichelt (S. 7, 82)
Holger Stein (S. 9, 32, 33, 56, 60, 61)
Lothar Sprenger (S. 15, 16, 28, 76, 86)
Luc Saalfeld (S. 21)
Jacqueline Knappe (S. 22, 23)
Stephan Haack (S. 23)
Prof. Jörg Schöner (S. 31, 55, 77, 78, 79, 83)
Philipp Fritzsche (S. 39)
Falk Bernhardt (S. 39)
Mirko Hertel (S. 35, 63, 71)
Jill Luise Muessig (S. 42, 43)
Bernd Harzer (S. 51)
Bertram Bölkow (S. 62)
Werner Huthmacher (S. 65)
Dietmar Träupmann (S. 67, 73)
Wolfgang Robbe (S. 69)
Christian Richters (S. 70)
Thomas Schlegel (S. 72)
Prof. Ines Bruhn (S. 75)
Hans-Joachim Krumnow (S. 80)
Colette Dörrwand (S. 87)
Andreas Kempe (S. 88)

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Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden
Telefon: +49 351 564 9601
Telefax: +49 351 564 9609
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Im Auftrag des Freistaates Sachsen,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Redaktion:
Staatsbetrieb SIB, Ulrich Atzberger, Tobias Lorenz,
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Inka Hüning
Texte und Textbearbeitung der Werkberichte:
Tobias Blaurock, auf Basis der Werkbeschreibungen der Künstler
sowie der Jurybegründungen
Quellenangaben der Katalogtexte:
www.patriciawesterholz.de
(S. 32),
www.thomaskmueller.de
(S. 49)
Gestaltung und Satz:
blaurock markenkommunikation, Dresden
Druck:
Lößnitz-Druck, Radebeul
Redaktionsschluss:
Juli 2017
Auflagenhöhe:
3.000 Exemplare
Bezug:
Diese Broschüre kann kostenfrei bezogen werden bei:
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