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Rahmenbedingungen zum
62. Länderübergreifenden Ringversuch zusammen mit TW-RV O3 –
PAK in Grund- und Trinkwasser – Dezember 2021
Dieser Ringversuch dient sowohl den im gesetzlich geregelten Umweltbereich (nach
Fachmodul Wasser) tätigen Untersuchungsstellen, als auch den zugelassenen Un-
tersuchungsstellen nach Trinkwasserverordnung als Qualifizierungsnachweis. In bei-
den Bereichen tätige Labore können die Ergebnisse für beide Zwecke nutzen, eine
zusätzliche Ringversuchsteilnahme für unterschiedliche Rechtsbereiche entfällt.
Zu bestimmende Parameter
Für die Teilnahme im
Umweltbereich (als LÜRV)
ist die Bestimmung aller PAK
möglich. Im Rahmen Ihrer Notifizierung sind ggf. länderspezifische Hinweise zu be-
achten.
Für die Teilnahme als
Trinkwasser-Ringversuch
sind die
5 PAKs (*) nach Trink-
wasserverordnung
zu bestimmen.
Naphthalin
Acenaphthen
Fluoren
Phenanthren
Anthracen
Fluoranthen
Pyren
Benzo(a)anthracen
Chrysen
Benzo(b)fluoranthen*
Benzo(k)fluoranthen*
Benzo(a)pyren*
Dibenz(ah)anthracen
Benzo(ghi)perylen*
Indeno(1,2,3-cd)pyren*
* Parameter nach TrinkwV
Matrix
Trinkwasser, gegebenenfalls synthetisches Trinkwasser
Zuständiger Ringversuchsveranstalter
Der Ringversuch wird vom
Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg (Federführung)
und
der AQS Baden-Württemberg
durchgeführt. Eine Aufteilung der Teilnehmer erfolgt
nach Vorliegen sämtlicher Anmeldungen. Von Ihrem zuständigen Veranstalter werden Sie
zeitnah informiert.
Termine
Anmeldung bis
:
10.09.2021
Anmeldebogen per E-Mail senden an
ringversuche@hu.hamburg.de
Nach dem Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung des Einganges Ih-
rer verbindlichen Registrierung. Sollten Sie keine Bestätigung (automatische Antwort
aus dem Funktionspostfach) erhalten, ist Ihre Anmeldung nicht eingegangen.
Von dem für Sie zuständigen Veranstalter werden Sie ca. 4 Wochen nach Anmelde-
schluss ein Schreiben erhalten. Erst dadurch kommt mit dem jeweiligen Veranstalter
ein rechtsgültiger Vertrag zustande.

 
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Sollte nach Anmeldung zum 62. LÜRV/TW-O3 bis 5 Wochen vor Probenverteilung (s.
u.) kein weiteres Schreiben oder E-Mails bei Ihnen eingegangen sein, melden Sie
sich bitte beim
Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg
(
ringversu-
che@hu.hamburg.de
,
Tel. 040 42845 3645).
Achtung:
Laboratorien, deren Anmeldung nicht fristgerecht eingeht, erhalten ggf.
keine Proben. Falls der Ausrichter entscheidet, dass die Teilnahme noch möglich ist,
wird eine um 50% höhere Ringversuchsgebühr (€ 896,25 zzgl. Umsatzsteuer) in
Rechnung gestellt.
Probenverteilung
:
29.11.2021
Versand per Paketdienst/Expressdienst
Probenankunft
:
30.11.2021
Eintreffen der Proben im Labor spätestens
12
Uhr.
Wichtiger Hinweis
: Die Extraktion der Proben muss spätestens
24 Stunden nach Eingang der Proben erfolgen.
Analytik bis:
10.12.2021
Ergebnisabgabe: bis 17.12.2021, 24:00 Uhr,
per E-Mail als unterschriebenes pdf-
Dokument oder schriftlich (Post oder Fax) beim Veranstalter,
Ausschlussfrist
, Eingangsdatum entscheidet!
Später einge-
hende Werte werden nicht akzeptiert!
Probendetails
Jeder Teilnehmer erhält 3 x 2 Proben in je 1000 ml Enghalsbraunglasflaschen mit
Schliffstopfen. Die Konservierung erfolgt durch Kühlung.
Zugelassene Analysenverfahren
Parameter
Methode
Verfahren
PAK (15 PAK nach
EPA)
GC/MS (Fachmodul
Wasser, Tb. 6)
HPLC (Fachmodul
Wasser, Tb. 7)
DIN 38407-F 39: 2011-09
DIN ISO 28540: 2014-05 (F 40)
DIN EN 16691: 2015-12 (F 50)
DIN EN ISO 17993: 2004-03 (F18)
Andere Analysenverfahren sind für die Teilnahme am LÜRV nicht zugelassen und
ihre Anwendung führt zu einer negativen Bewertung. Die Wahl des Analysenverfah-
rens kann ggf. durch länderspezifische Regelungen weiter eingeschränkt sein (s. u.).
Nach Trinkwasserverordnung ist die Wahl des Analysenverfahrens zwar grundsätz-
lich freigestellt, es sollte jedoch ein für die
Trinkwasseranalytik akkreditiertes Ver-
fahren
angewandt werden. Gemäß DAkkS-Dokument 71 SD 4 011 zur Akkreditie-
rung von Trinkwasseruntersuchungsstellen müssen Ringversuchsnachweise gemäß
UBA-Empfehlungen mindestens für eine akkreditierte Methode eingehalten werden.
Sind mehrere Verfahren akkreditiert, muss der Nachweis erbracht werden, dass die

 
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anderen Analysenmethoden für diesen Parameter regelmäßig ein vergleichbares Er-
gebnis liefern.
Arbeitsbereich
Bei der Auswahl der Verfahren ist sicherzustellen, dass für sämtliche PAK und alle
angewandten Analysenverfahren eine untere Grenze des Arbeitsbereichs von 0,005
µg/l erreicht wird.
Konzentrationen
In den Ringversuchsproben können Konzentrationen enthalten sein, die deutlich über
den Konzentrationen in Routineproben liegen. Gemäß DIN EN ISO/IEC 17043:2010-
05 muss der Ringversuchsveranstalter angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu Ver-
hinderung der Fälschung von Ergebnissen treffen. Dazu muss das Verhältnis aus
dem gesamten Konzentrationsbereich und den Toleranzbereichen ausreichend groß
sein.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst wie Routineproben zu unter-
suchen (im eigenen Labor mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Unter-
vergabe der Analytik ist nicht zulässig. Die Dokumentation der Rohdaten ist vorzuhal-
ten.
Die Proben sind in der Zeit vom 30.11.2021 bis zum 10.12.2021 zu untersuchen.
Angabe des Ergebnisses
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen. Anzugeben ist
der Mittelwert aus beiden Bestimmungen in
µg/l
mit 3 signifikanten Stellen.
Auswertemethodik
Die statistische Auswertung der Daten dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402-A
45:2014-06 „Ringversuche zur Eignungsprüfung von Laboratorien“ mit Hilfe des kom-
binierten Schätzverfahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Als zugewiesener Wert x
pt
wird der robuste Gesamtmittelwert mittels Hampel-Schätzer
aus den Teilnehmerdaten zugrunde gelegt. Die Vergleichsstandardabweichung s
R
wird
mit der Q-Methode berechnet. Diese kann als Standardabweichung für die Eignungs-
beurteilung σ
pt
und damit zur Bewertung der Einzelwerte festgelegt werden. Alternativ
kann zur Festlegung der Standardabweichung σ
pt
die in Abschnitt 10.3 der DIN 38402-
A45:2014-06 beschriebene Varianzfunktion verwendet werden. Die Entscheidung
über die Anwendung erfolgt nach Vorlage aller Daten durch den Ringversuchsveran-
stalter.
Für die Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
werden folgende Ober-
und Untergrenzen festgelegt:
Untergrenze:
5 %
Obergrenze: 25 %
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung
σ
pt
wird für jeden Messwert x nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
(
)
pt
x
z Score
σ
x
pt
=

 
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Dieser z-Score wird gemäß den Vorgaben der DIN 38402-A 45:2014-06 bzw. des
LAWA-Merkblatts A-3
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mittels Korrekturfaktoren zu z
U
-Scores modifiziert.
Als Toleranzgrenze wird |z
U
|=2,0 festgelegt.
Bewertung der Parameter
Die Bewertung erfolgt parameterweise. Ein Parameter ist dann erfolgreich bestimmt,
wenn mindestens 2 von 3 Werten eines Parameters innerhalb der Toleranzgrenzen
liegen.
Als nicht erfolgreich analysiert gelten:
1) Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2) Nicht bestimmte Werte,
3) Werte, die mit „kleiner (<) untere Grenze des Arbeitsbereichs“ angegeben
werden,
4) Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultieren,
5) Werte, die mit einem von den vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden
Verfahren/Aufschluss ermittelt werden,
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6) Werte, die nicht innerhalb des vorgegebenen Analysenzeitraumes ermittelt wer-
den und
7) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
Falls Ihr Labor eine Notifizierung im Umweltbereich besitzt, kann sich Ihre für Sie zu-
ständige notifizierende Stelle eine zusätzliche Gesamtbewertung des Ringversuchs
bzw. ausgewählter Parameter vorbehalten.
Es wird eine Gesamtauswertung erstellt, die alle 15 PAK umfasst. Die Teilnehmer er-
halten je ein Zertifikat für die Bestimmung von PAK im Umweltbereich (62. LÜRV) so-
wie für die Bestimmung der PAK nach TrinkwV (TW-RV O3, 2021).
Ausfall von Proben oder Parametern
Bei Ausfällen von Proben oder Parametern durch einen Fehler des Veranstalters
muss der Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt wer-
den, sofern folgende Bedingungen eingehalten werden:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer des betreffenden Ausrichters
die Teilnehmer der anderen Ausrichter dürfen keine gravierenden Nachteile
haben
der entsprechende Parameter muss noch auswertbar sein (also noch mindes-
tens 2 von 3 Niveaus auswertbar)
kein Nachteil für einzelne Teilnehmer des betreffenden Ausrichters durch re-
duzierten Proben-Parameter-Satz.
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Hinweis:
Die Merkblätter der LAWA werden nicht mehr durch den Erich Schmid-Verlag verbreitet. Sie
werden zukünftig auf der Homepage der LAWA veröffentlicht und können von dort kostenlos herunter-
geladen werden. Eine automatische Benachrichtigung der Laboratorien über die Veröffentlichung eines
neuen/aktualisierten Merkblattes erfolgt nicht.
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Dies gilt nicht für die Teilnahme an diesem Ringversuch im Rahmen der Zulassung nach TrinkwV.
Hier ist die Wahl des Analysenverfahrens grundsätzlich freigestellt.

 
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Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und
beträgt € 597,50 zzgl. Umsatzsteuer, unabhängig von der Zahl der bestimmten Para-
meter. Beim Versenden der Proben in das Ausland wird auf Grund der höheren Kos-
ten die Lieferung mit einem Expressdienst zusätzlich in Rechnung gestellt.
Für Nachmeldungen beträgt die Gebühr € 896,25 zzgl. Umsatzsteuer. Für Abmeldun-
gen nach dem 15.11.2021 sind 50 % der Gebühr (298,75 € zzgl. Umsatzsteuer) zu
entrichten, ab dem Tag des Probenversands am 29.11.2021 ist eine Abmeldung
nicht mehr möglich und die volle Gebühr zu entrichten.

 
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Länderspezifische Hinweise zum 62. Länderübergreifenden Ringversuch
– PAK in Grundwasser –
Die Ergebnisse dieses Ringversuches werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit ent-
fällt für die Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen Ringversu-
chen in mehreren Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen länderspezifi-
schen Regelungen zu beachten.
Baden-Württemberg
Untersuchungsstellen, die nach der "Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr
über sachverständige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 für die Untersuchung
von Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen anerkannt sind, sind zur Teilnahme
an diesem Ringversuch verpflichtet. Es sind die in der Anlage zum Bescheid aufgeführten
Analysenverfahren anzuwenden.
Bayern:
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung für den Parameter nach LaborV (gilt auch für La-
bore, die PAK in den Matrizes Oberflächen- und Abwasser untersuchen) sowie VSU (Unter-
suchungsbereich 2, Teilbereich 2.3) sind verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Berlin:
Keine
Brandenburg:
Untersuchungsstellen, die eine Zulassung für Parameter dieses Ringversuchs nach der Un-
tersuchungsstellen-Zulassungsverordnung (UstZulV) vom 17.12.1997 (zuletzt geändert
durch Gesetz vom 19.12.2011) zur Untersuchung von Rohwasser gemäß § 62 Absatz 1 des
Brandenburgischen Wassergesetzes in der Fassung vom 20. Dezember 2011 besitzen, sind
zur Teilnahme an diesem Ringversuch verpflichtet. Untersuchungsstellen, die eine solche
Zulassung beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen.
Bremen:
Keine
Hamburg:
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstel-
len und deren Zulassung" vom 14.07.2015, werden alle Untersuchungsstellen, die eine Zu-
lassung für den Teilbereich 6 und/oder 7 besitzen bzw. anstreben, aufgefordert, an diesem
Ringversuch teilzunehmen (gilt auch für Labore, die PAK in der Matrix Abwasser untersu-
chen). Es sind die im "Merkblatt zur Zulassung von Messstellen im Wasser- und Abwasser-
bereich im Bundesland Hamburg" angegebenen Analysenverfahren anzuwenden.
Hessen:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1.
EKVO (vom 23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung
vom 22. November 2017 (GVBl. S. 383) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-
Anerkennungsverfahrens in Hessen haben Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der
HLNUG veranlassten Ringversuchen bzw. Vergleichsmessungen zwischen den Untersu-
chungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht besteht bei diesem Ringversuch für alle
Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine freiwillige Teilnahme mit nicht
anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren gem.
EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahegelegt. Nach

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EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie zugelas-
sen sind anwenden. Die Teilnahme mit abweichenden Verfahren kann nicht berücksichtigt
werden.
Mecklenburg-Vorpommern:
Untersuchungsstellen, die mit der behördlichen Überwachung von Abwassereinleitungen be-
auftragt sind, sollen an dem Länderübergreifenden Ringversuch teilnehmen, sofern sie hier-
für Parameter dieses Ringversuches bestimmen. Den übrigen Untersuchungsstellen, die
eine Zulassung aufgrund der Verordnung über die Anerkennung als sachverständige Stelle
für Abwasseruntersuchungen (AsSAVO) vom 25. Mai 1994 (GVOBl. M-V S. 645), geändert
durch Verordnung vom 11. Februar 2002 (GVOBl. M-V S. 114) besitzen oder beantragen
wollen, wird die Teilnahme empfohlen. Der erfolgreiche Abschluss wird als Nachweis der ex-
ternen Qualitätssicherung gemäß § 8 Abs. 3 der Verordnung anerkannt.
Niedersachsen:
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung
nach § 125 NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen,
sofern sie für die in diesem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind.
Die Verpflich-
tung besteht auch für Laboratorien, die PAK nur/auch in der Matrix Abwasser bestim-
men
.
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen müssen hierbei das Verfahren anwenden, für das
die Anerkennung erteilt wurde. Das Bestehen des Ringversuchs ist für Laboratorien, die sich
im Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hinreichende Voraussetzung für die Erlan-
gung der Anerkennung.
Nordrhein-Westfalen:
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 17 LBodSchG (Untersuchungsbereich 4)
und Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 25 LAbfG Teilbereich B-4 für PAK
werden verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzunehmen. Dabei ist das im jeweiligen Zulas-
sungsbescheid angegebene Analysenverfahren anzuwenden. Untersuchungsstellen die
Rohwasser im Rahmen der Selbstüberwachung nach § 50 LWG untersuchen, wird empfoh-
len an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Rheinland-Pfalz:
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der Fas-
sung vom 14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 52 „Selbstüberwachung“ keine be-
sondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen
Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich notifizie-
ren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluß diese Unterlagen vorzuweisen.
Eine Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Saarland:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen analytischen Qualitätssicherung für Labo-
ratorien, die nach § 5 der Eigenkontrollverordnung - EKVO des Saarlandes zugelassen sind.
Für Laboratorien mit einer entsprechenden Zulassung besteht laut Zulassungsbestimmun-
gen die Pflicht zur Teilnahme am Ringversuch. Die Teilnahme wird nur berücksichtigt, wenn
der gesamte Parameterumfang analysiert wird bzw. alle mit dem Zulassungsbescheid über-
einstimmenden Parameter analysiert werden.

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Sachsen:
Auftragsanalytik für behördliche Stellen nach § 112 SächsWG vom 12. Juli 2013 (Sächs-
GVBl. S. 503), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (SächsGVBl.
S. 287) geändert worden ist, setzt die erfolgreiche Ringversuchsteilnahme für die im Auftrag
benannten Parameter voraus.
Sachsen-Anhalt:
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für Wasseruntersu-
chungen zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein:
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung über
die Zulassung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden Teilbereich
bzw. für die entsprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem Ringversuch zu be-
teiligen. Die Ergebnisse des Länderübergreifenden Ringversuchs werden als wiederkeh-
rende AQS-Maßnahme für die Zulassung nach ZWVO verwendet.
Thüringen:
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung
für folgende Zulassungen:
1. Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004, zu-
letzt geändert durch die Verordnung vom 28. Mai 2019 (GVBl. S. 74, 122)
2. Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994, zuletzt
geändert durch Artikel 19 der Verordnung vom 18. Dezember 2018, GVBl. S. 731, 746)
Zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien ver-
pflichtet, die Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für das Thüringer Lan-
desamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor
eine Anerkennung (Zulassung) hat.