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Postfach 54 01 37, 01311 Dresden
Internet:
http://www.smul.sachsen.de/lfulg
Bürgerbeauftragte:
Frau Karin Bernhardt
E-Mail:
karin.bernhardt@smul.sachsen.de
Tel.:
0351 2612-9002; Fax: 0351 2612-1099
Bearbeitungsstand:
Juli 2008
Kurzfassung MaP 147 „Separate Fledermausquartiere
und -habitate in der Lausitz“
1. Gebietscharakteristik
Das FFH-Gebiet (SAC) „Separate Fledermausquartiere und -habitate in der Lausitz“ befindet sich in
den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Es umfasst 13 über die gesamte Oberlausitz verteilte Ge-
bäude mit Fledermausquartieren (hauptsächlich Kirchen) sowie 3 flächige Jagdhabitate mit einem
weiteren Winterquartier. Die Ausdehnung der flächigen Teilgebiete des SAC beträgt insgesamt
253,7 ha.
Die Oberlausitz weist einen kontinentalen Klimaeinfluss auf, charakteristisch sind warme Sommer
mit längeren Schönwetterperioden und relativ kalte Winter. Die drei flächigen Teilgebiete liegen im
Berg- und Hügelland. Das Teilgebiet 1 „Höllegrabengebiet bei Hainewalde“ befindet sich in einem
südostexponierten Taleinschnitt auf verwittertem Basalt, der glazigen überlagert ist. Die Böden sind
nährstoffreich. Von den Hängen fließt das Oberflächenwasser über den Höllegraben zur Mandau
hin ab.
Teilgebiet 2 „Wald und Offenlandbereich nördlich Wehrsdorf“ liegt am Südosthang eines bewalde-
ten Bergrückens. Der anstehende Granodiorit ist in einer Senke mit sandigem Auelehm überlagert.
Ein großer Quellbereich entwässert über den Kaltbach zur Spree. Es überwiegen unvernässte
Standorte mittlerer Nährstoffversorgung.
Auch im Teilgebiet 3 „Wald- und Offenlandbereich nördlich Berthelsdorf“ steht Granodiorit an. Über-
lagert ist dieser im nördlichen Teil von Hangschuttlehmen sowie Auelehmen mit Sanden und Kie-
sen. Es bestimmen wechselfeuchte Standorte mittlerer Trophie das Bild. Mehrere Quellhorizonte
speisen zwei Bachläufe, die in südöstlicher Richtung zur Pließnitz entwässern.
Über zwei Drittel (68,2 %) des gesamten SAC werden von Wäldern und Forsten (überwiegend Na-
delholzforsten) eingenommen. Die tieferen Lagen befinden sich überwiegend in landwirtschaftlicher
Nutzung (22,6 % Grünland, 7,8 % Ackerbau). Die Wälder sind größtenteils in Kirchen- bzw. Privat-
besitz (66,2% bzw. 29,3% Anteil).
Das Teilgebiet 2 ist Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes „Oberlausitzer Bergland“ und das
Teilgebiet 1 liegt im Landschaftsschutzgebiet „Mandautal“. Des Weiteren existieren in den Teilge-
bieten zahlreiche nach § 26 SächsNatSchG geschützte Biotope.
Von den Fledermausquartieren befindet sich die Hälfte in kirchlichem Eigentum, zwei Quartiere sind
in Privatbesitz, zwei Genossenschaftseigentum, eines Vereinseigentum und zwei Quartiere sind in
kommunaler Trägerschaft.

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2.
Erfassung und Bewertung
2.1
LEBENSRAUMTYPEN NACH ANHANG I DER FFH-RICHTLINIE
Im FFH-Gebiet „Separate Fledermausquartiere und -habitate in der Lausitz“ wurden 4 Lebens-
raumtypen (LRT) mit einer Gesamtfläche von 14,2 ha kartiert (vgl. Tabelle 1). Der im Standardda-
tenbogen angegebene LRT 9160 (Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder) konnte nicht nachge-
wiesen werden.
Tabelle 1:
Lebensraumtypen im SAC 147
Lebensraumtyp (LRT)
Anzahl der
Einzelflächen
Fläche
[ha]
Flächenanteil
im SAC [%]
6510
Flachland-Mähwiesen
3
2,7
1,1
9110
Hainsimsen-Buchenwälder
2
2,0
0,8
9170
Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder
2
3,3
1,3
91E0*
Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder
3
6,2
2,4
Summe
10
14,2
5,6
*prioritärer Lebensraumtyp
Alle Lebensraumtyp-Flächen des FFH-Gebietes befinden sich in gutem Erhaltungszustand „B“ (vgl.
Tabelle 12).
Der LRT Flachland-Mähwiesen (6510) konnte im SAC auf zwei Flächen bei Wehrsdorf und einer
bei Hainewalde kartiert werden. Alle drei Wiesen befinden sich in wärmebegünstigter Süd- bzw.
Südost-Hanglage. Eine liegt auf alten Hangterrassen, eine andere weist auf nahezu der gesamten
Fläche einen lockeren alten Streuobstbestand auf. Die Wiesen sind entsprechend der standörtli-
chen Gegebenheiten (sehr) artenreich. Beeinträchtigungen resultieren aus dem Auftreten von Stör-
zeigern sowie dem teilweisen Brachfallen einer Fläche.
Dem LRT Hainsimsen-Buchenwald (9110) konnten zwei kleine Bestände im Teilgebiet Wehrsdorf
zugeordnet werden. Eine LRT-Fläche wird zum größten Teil von einem hervorragend strukturierten
Eichen-Buchen-Altbestand mit etwas höherer Beimischung von Nadelholz eingenommen. Die zwei-
te LRT-Fläche umfasst einen Buchenbestand im unmittelbaren Umfeld eines Steinbruch-Restlochs.
Dort bildet die Naturverjüngung der Buche teilweise bereits eine zweite Baumschicht. Die Bodenflo-
ra der beiden Bestände ist lebensraumtypisch ausgebildet, aber artenarm. Mäßige Beeinträchtigun-
gen ergeben sich aus einem verjüngungshemmenden Wildverbiss sowie Vitalitätsverlusten bei der
beigemischten Stiel-Eiche.
Als Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder (LRT 9170) wurden zwei Waldbestände kartiert. Bei der
LRT-Fläche im Teilgebiet Berthelsdorf handelt es sich um einen lichten Alteichenbestand mit dich-
ter Strauchschicht aus Hasel. Auf der zweiten LRT-Fläche bei Hainewalde stockt ein strukturreicher
Altbestand aus Stiel-Eiche und höhlenreichen Winter-Linden. In der ausgesprochen artenreichen
Bodenflora dominieren abschnittsweise basiphile Arten. Vereinzelt finden sich gefährdete Arten wie
Leberblümchen (
Hepatica nobilis
) oder Breitblättrige Sitter (
Epipactis helleborine
). Wesentliche
Beeinträchtigungen beider Waldbestände resultieren aus einem verjüngungshemmenden Wildver-
biss sowie dem Vitalitätsverlust der Alteichen, welcher auf der Berthelsdorfer Teilfläche erhebliche
Ausmaße annimmt.
Der LRT Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder wurde mit insgesamt drei Beständen kartiert.
Am Oberlauf des Hinteren Flüssels bei Berthelsdorf wurde im Bereich sickerquelliger Standorte
kleinflächig ein junger, strukturarmer Erlen-Quellwald erfasst. Zwei Erlen-Eschen-Bachwälder sto-
cken entlang des Hinteren Flüssels nördlich von Berthelsdorf und am Höllegraben bei Hainewalde.
In beiden Fällen handelt es sich um gut bis hervorragend strukturierte Bestände an naturnahen
mäanderreichen Bachläufen. Mäßige Beeinträchtigungen resultieren aus einem verjüngungshem-

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menden Wildverbiss, lokalen Ablagerungen von Gartenabfällen und Müll sowie dem stellenweisen
Auftreten von Störzeigern und Neophyten.
Die bedeutendsten LRT im SAC sind die Bestände der Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder (9170)
sowie der Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder (91E0*), welche auf Grund ihrer Ausdehnung
eine regionale Bedeutung aufweisen.
Tabelle 2:
Erhaltungszustand der Lebensraumtypen im SAC 147
Lebensraumtyp (LRT)
Erhaltungszustand
A
B
C
Anzahl
Fläche
[ha]
Anzahl
Fläche
[ha]
Anzahl
Fläche
[ha]
6510
Flachland-Mähwiesen
-
-
3
2,7
-
-
9110
Hainsimsen-
Buchenwälder
-
-
2
2,0
-
-
9170
Labkraut-Eichen-
Hainbuchenwälder
-
-
2
3,3
-
-
91E0*
Erlen-Eschen- und
Weichholzauenwälder
-
-
3
6,2
-
-
*prioritärer Lebensraumtyp
2.2
ARTEN NACH ANHANG II DER FFH-RICHTLINIE
Im FFH-Gebiet „Separate Fledermausquartiere und -habitate in der Lausitz“ wurden 2 Arten des
Anhang II der FFH-Richtlinie nachgewiesen (vgl. Tabelle 3).
Tabelle 3:
Habitatflächen und Erhaltungszustand der Anhang II - Arten im SAC 147
Art
wiss. Artname
Erhaltungs-
zustand
Fläche
Teilflächen
[ha]
[%]
[N]
1. Jagdhabitate
Großes Mausohr
Myotis myotis
B
146,3
57,7
2
Mopsfledermaus
Barbastella barbastellus
B
184,5
72,7
3
2. Quartiere
Großes Mausohr
Myotis myotis
A
B
C
2
3
4
Mopsfledermaus
Barbastella barbastellus
A
C
2
3
Jagdhabitate Großes Mausohr
Die Transektbegehungen zum Nachweis jagender Fledermäuse in den flächigen Teilgebieten des
SAC bestätigten jagende Große Mausohren bei Hainewalde (v.a. auf der Streuobstweise) und Ber-
thelsdorf. Dort wurde jeweils eine Jagdhabitatfläche ausgewiesen. Beide sind in einem insgesamt
guten Erhaltungszustand (B), Beeinträchtigungen sind keine erkennbar.
Die Jagdhabitatfläche des Großen Mausohrs bei Hainewalde liegt im 15 km-Radius mehrerer Wo-
chenstuben. Zwar fehlen dem Waldgebiet unterwuchsarme Laub- bzw. Laubmischbestände, doch
ist der Vorrat an Laubholz-Altbeständen mit höhlenreichen Bäumen sehr hoch. Der Verbund zu
weiteren Jagdhabitatflächen kann als gut eingeschätzt werden.

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Die Jagdhabitatfläche Berthelsdorf gehört zum Jagdgebiet der großen Wochenstube in Bischdorf,
welche jedoch zur Erfassungszeit nicht besetzt war. Auch in diesen Waldbeständen fehlen unter-
wuchsarme Laub- bzw. Laubmischbestände völlig, der Anteil baumhöhlenträchtiger Althölzer ist
wiederum recht hoch und der Waldverbund ist gut. Eine regelmäßige Nutzung des Waldes durch
jagende Mausohren wurde nachgewiesen.
Jagdhabitate Mopsfledermaus
Zwar waren bei den Begehungen in den flächigen SAC-Teilgebieten Wehrsdorf und Berthelsdorf
keine Mopsfledermäuse nachzuweisen, wegen der Nähe zu den Wochenstuben wurden beide
Waldbereiche dennoch als Jagdhabitatflächen festgelegt. Die langjährige Nutzung des Quartiers in
Wehrsdorf ist Beleg dafür, dass die Wälder um Wehrsdorf gute Jagdhabitate sind. Gleiches gilt für
die Wälder bei Berthelsdorf, wo Wochenstuben in Kemnitz und Berthelsdorf bekannt sind. Im Höl-
legrabengebiet bei Hainewalde wurde eine Mopsfledermaus festgestellt, die im Bereich der Streu-
obstwiese jagte. Deshalb war auch dort ein Jagdhabitat der Mopsfledermaus auszuweisen. Alle drei
Jagdhabitatflächen der Art im SAC befinden sich in gutem Erhaltungszustand (B). Der Waldver-
bund in den Teilflächen kann als gut angesehen werden. Beeinträchtigungen durch forstliche Nut-
zungen bestehen nicht.
Die Wälder nördlich Wehrsdorf bestehen nur zu einem sehr geringen Teil aus Laub- und Laub-
mischwald (18,7 %), zwei Drittel davon sind jedoch quartierhöffige Altbestände von > 80 Jahren. In
Stichprobenflächen von 1 ha wurden 8 - 9 potenzielle Quartierbäume gefunden.
Die Wälder bei Berthelsdorf weisen noch weniger Laub- und Laubmischwald auf (11,1 %), jedoch
wiederum einen sehr guten Anteil quartierhöffiger Altbestände. Auf einer 1 ha großen Stichproben-
fläche standen 12 Quartierbäume sowie 5 Fledermausflachkästen zur Verfügung.
Das Jagdhabitat bei Hainewalde umfasst im 5 km-Umkreis um den Nachweisort alle im SAC lie-
genden Waldflächen unter Einschluss der Wiesen. Der Gehölzbestand der Fläche weist einen her-
vorragenden Anteil an Laub- und Laubmischwald (78 %) auf. Es handelt sich ausschließlich um
Altbestände, die eine üppige Ausstattung mit potenziellen Quartierbäumen zeigen. Die somit her-
vorragende Habitatfläche wurde auf Grund ihrer Kleinflächigkeit (gehölzbestockte Fläche < 5 ha)
abgewertet.
Quartiere Großes Mausohr
Von den im Standarddatenbogen für das FFH-Gebiet „Separate Fledermausquartiere und -habitate
in der Lausitz“ gemeldeten 8 Mausohr-Wochenstuben wurden im Erfassungszeitraum 5 als Wo-
chenstube genutzt, 1 Quartier diente als Paarungsquartier. Außerhalb des SAC liegen weitere 5
erfasste Quartiere.
Die Wochenstuben in den Kirchen in Baruth und Bischdorf sind in einem hervorragenden Erhal-
tungszustand (A), in Lohsa, Görlitz und Sohland in einem guten Erhaltungszustand (B). Das Quar-
tier im Schloss Neschwitz ist formal mit C (schlechter Erhaltungszustand) zu bewerten, da in der
Regel keine Überwinterungen stattfinden und das Quartier nicht frostfrei bleibt. Gleichwohl hat es
eine regionale Bedeutung für rastende Tier auf dem Zug zwischen Sommer- und Winterquartier.
Die Wochenstuben in der Kirche Berthelsdorf und im Pfarrhaus Hainewalde sind seit Jahren nicht
mehr besetzt und in der Roten Schule in Niesky ist der Bestand an Großen Mausohren deutlich im
Rückgang, so dass der Erhaltungszustand dieser Quartiere als schlecht bewertet wurde (C). Das
Quartier in Niesky besitzt dennoch nach wie vor eine hohe überregionale Bedeutung.
In Baruth befindet sich die Wochenstube des Großen Mausohrs im Turm der Dorfkirche. Das Quar-
tier weist stabil um die 90 Weibchen auf. Der Einflug ist gewährleistet, das Quartier selbst ist halb-
dunkel bis dunkel und zugluftfrei. Das Angebot an verschiedenen Hangplätzen ist gut. Die Akzep-
tanz durch Pfarrer und Küsterin ist sehr gut, Störungen durch Begängnis des Turmes sind nahezu
gänzlich ausgeschlossen.
Das Quartier in Lohsa befindet sich in der Dorfkirche im Dachraum über dem Kirchenschiff. Das
Quartier weist stabil ca. 80 Weibchen auf. Das Angebot an verschiedenen Hangplätzen ist gut,
Störungen durch Begängnis sind ausgeschlossen. Die Akzeptanz durch den Gemeindekirchenrat
ist sehr gut. Es wird erwartet, dass die Dachsanierung im Winter 2007/2008 bestehende Mängel
des Quartiers (Mikroklima, Gebäudezustand) beseitigt.
Das Quartier in Niesky befindet sich in der Mittelschule II im Stadtzentrum Niesky. Es gehörte zu
den größten Wochenstuben Sachsens mit über 500 adulten Weibchen. Seit der Sanierung 2003
weisen Hangplatzvielfalt, Klima und Belichtung Mängel auf. Zudem kam es zu einem Massenbefall

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durch die Bettwanze (
Cimex lectularis
). Die Jungensterblichkeit ist erheblich und die Zahl der Weib-
chen geht stark zurück.
Das Quartier in Hainewalde befand sich im Pfarrhaus. Auf dem Dachboden existierte eine größere
Mausohrwochenstube, die bis 2002 im Durchschnitt 100 bis 150 adulte Weibchen hatte. Ab dem
Jahr 2001 nahmen die Zahlen ab, da sich die Quartierqualität durch starke Zugluft wegen eines
Defektes im Dach verschlechterte. Trotz Reparatur ist das Quartier seit dem Herbst 2003 verwaist,
auch andere Fledermausarten wurden nicht nachgewiesen.
Das Quartier in Berthelsdorf befand sich auf dem Dachboden und in der Turmkuppel der Kirche. Im
Durchschnitt waren hier 100 bis 150 Weibchen anwesend. Im Jahr 2002 reichten Baumaßnahmen
bis in die Wochenstubenzeit hinein und gleichzeitig fielen die traditionellen Einflüge weg. Dies führte
zur Vergrämung der Mausohren. Seit 2003 ist das Quartier verwaist. Beeinträchtigungen ergeben
sich aus dem Einbau von Fledermausziegeln, die zu Zugluft im Quartier führen. Zudem muss da-
von ausgegangen werden, dass die Ziegel keinen adäquaten Einflug für die Fledermäuse darstel-
len.
Das Quartier in Neschwitz befindet sich im Keller unter dem großen Portal des Schlosses. Er ist
aus Natursteinen gebaut und seine Decke weist 32 unverputzte Spalten auf. Diese Spalten nutzen
diverse Fledermausarten als Zwischenquartier, darunter auch Großes Mausohr und Mopsfleder-
maus. Die Fledermäuse sind in der Regel von Mitte März bis Mitte Mai, Einzeltiere auch bis Mitte
Juni für jeweils ein bis zwei Nächte beobachtet worden. Den Sommer über sind keine Fledermäuse
zu finden, die Nutzung erfolgt wieder ab Mitte September bis zum ersten Dauerfrost. Im Winter gibt
es in der Regel keine Tiere im Neschwitzer Schlosskeller.
Das Quartier in Sohland befindet sich in der Dorfkirche. Die Fledermäuse nutzen den Turm über
der Glocke und fliegen aus den Schalllochtoren ein. Seit der Dachsanierung 2003 ist leichte Zugluft
zu spüren. Seitdem wird die Kirche als Männchen- und Paarungsquartier genutzt und nur wenige
Weibchen bleiben mit Jungtieren in der Kirche. In geringem Maße beeinträchtigend wirkt Zugluft
durch eine Lüftungsklappe, die bei bestimmten Witterungsbedingungen nicht korrekt schließt.
Das Quartier in Bischdorf befindet sich im geräumigen Dachraum des Turms der Dorfkirche. Zum
Ausflug durchfliegen die Fledermäuse den Dachboden über dem Kirchenschiff, wo an der Ostseite
eine große Öffnung existiert. Das Angebot an verschiedenen Hangplätzen - auch unterschiedlich
temperierten - ist sehr gut. Seit 1997 stieg die Zahl der Tiere schnell an, 2007 waren in der Wo-
chenstube im Juli 1.168 Große Mausohren anwesend. Die Akzeptanz durch den Gemeindekirchen-
rat und den Pastor ist sehr gut, es wurden eine Kotplattform und Treppen eingebaut, die eine Quar-
tierreinigung erlauben.
Das Quartier in Görlitz befindet sich in der Frauenkirche. Die Hangplätze der Mausohren befinden
sich im Dachfirst des Langhauses und im Turm. Wegen der bevorstehenden Sanierung des Lang-
hauses 2008 wurden dort Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt, so dass die Mausohren seit
2007 nur noch den Turm als Wochenstube nutzten. Quartierraum und Hangplatzpotential sind dort
gut, der Einflug ist nicht bekannt.
Quartiere Mopsfledermaus
Im Standarddatenbogen für das SAC waren 4 Gebäudequartiere der Mopsfledermaus angegeben,
davon wurden im Erfassungszeitraum 2 nachweislich als Wochenstube genutzt. Von den 2 gemel-
deten Winterquartieren der Mopsfledermaus wurde für eines zumindest eine Zwischenquartiernut-
zung nachgewiesen.
Die Wochenstuben in Cunewalde und in Wehrsdorf befinden sich in einem hervorragenden Erhal-
tungszustand (A). Hingegen sind die beiden Quartiere in Knappenrode erloschen und werden des-
halb gemeinsam mit C (schlechter Erhaltungszustand) bewertet.
Aus formalen Gründen muss das Quartier im Neschwitzer Schlosskeller ebenfalls mit C bewertet
werden, da der Keller von Mopsfledermäusen nicht als Winterquartier genutzt wird und nicht frost-
frei bleibt. Gleichwohl hat er eine regionale Bedeutung als Zwischenquartier in der Oberlausitz.
Bei den beiden Quartiergebäuden in Knappenrode handelt es sich um die ehemalige Gaststätte
des Kulturhauses und das Eckhaus an der Lessingstraße. Die Hangplätze befinden sich hinter
mehreren Fensterläden. Der letzte Mopsfledermaus-Nachweis in einem der Quartiere stammt aus
dem Jahr 2004. Beide Gebäude werden seit 2005 von Menschen nicht mehr genutzt bzw. bewohnt.
Das Quartier in Wehrsdorf befindet sich in einem Wohnhaus im Dorfzentrum. Die Fledermäuse
nutzen den Raum hinter einer ostseitigen Schieferverkleidung des Hauses als Wochenstube. Der

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Ausflug ist sicher, das Quartier störungsfrei. Im Erfassungsjahr 2007 wurden maximal 30 ausflie-
gende Tiere gezählt. Das Quartier gehört zu den wenigen bekannten Wochenstuben der Mopsfle-
dermaus in der Oberlausitz. Gemeinsam mit dem Quartier in Cunewalde hat es eine sehr hohe
überregionale Bedeutung für den Schutz dieser hochgradig gefährdeten Art.
Das Wochenstubenquartier in Cunewalde befindet sich an einem Altersheim in unmittelbarer Wald-
nähe. Die Fledermäuse nutzen den Raum hinter Fensterläden. Insgesamt stehen 12 Fensterläden
zur Verfügung, 8 auf der Südseite, 4 auf der Westseite. Die Läden sind fest verriegelt, so dass ein
Bewegen und damit Stören der Fledermäuse ausgeschlossen ist. Der Ausflug ist sicher, Prädator-
endruck ist nicht vorhanden. Im Erfassungsjahr 2007 wurden maximal 31 ausfliegende Tiere ge-
zählt.
Quartier in Neschwitz: siehe oben (Großes Mausohr)
Damit liegt knapp ein Viertel der bekannten Mausohr-Wochenstuben im Freistaat Sachsen im FFH-
Gebiet, darunter die Bischdorfer Wochenstube, die mit mehr als 700 Weibchen zu den größten in
Sachsen gehört. Die Wochenstuben des Großen Mausohrs und seine Jagdhabitate in der Lausitz
sind daher von überregionaler Bedeutung. Die Wochenstuben der Mopsfledermaus im SAC sind
schon aufgrund der hochgradigen Gefährdung der Art von überregionaler Bedeutung.
Das SAC ist ein besonders wichtiger Baustein für das kohärente Netz aus Schutzgebieten. Da ins-
besondere die Großen Mausohren Jagdreviere in einem weiten Radius nutzen, sind nahezu alle
FFH-Gebiete der östlichen Oberlausitz für die Großen Mausohren von Bedeutung und als potenziel-
le Jagdhabitate zu nennen.
Aus Kohärenzgründen wurden im Rahmen der Erstellung des Managementplanes zudem fünf au-
ßerhalb des SAC liegende Quartiere (Mausohr-Wochenstuben) untersucht und bewertet:
-
Hoyerswerda im Gebäude des Schützenvereins: kleine Kolonie in gutem Zustand und mit loka-
ler Bedeutung
-
Laubusch in 3 Mehrfamilien-Mietshäusern: mittelgroße Kolonie in gutem Zustand und mit über-
regionaler Bedeutung
-
Kirche Schönau-Berzdorf: mittelgroße Kolonie in hervorragendem Zustand und mit überregio-
naler Bedeutung
-
Kirche Bertsdorf-Hörnitz: mittelgroße Kolonie in hervorragendem Zustand und mit überregiona-
ler Bedeutung
-
Kirche Hainwalde: kleine Kolonie in gutem Zustand und mit regionaler Bedeutung
3.
Maßnahmen
3.1
MAßNAHMEN AUF GEBIETSEBENE
Als Maßnahme auf Gebietsebene wird ein einheitliches Monitoring der Quartiere vorgeschlagen.
Nach vorgegebenem Muster sind jährlich mindestens zwei Erfassungen (vor und während der Aus-
flugsphase der Jungtiere) bei Wochenstubenquartieren und mindestens eine Erfassung bei Winter-
quartieren durchzuführen, um Bestandstrends festzuhalten und rechtzeitig reagieren zu können.
Grundsätzlich sollten alle größeren Baumaßnahmen an Quartieren professionell begleitet werden.
Seitens der Naturschutzbehörden ist strikt auf die Einhaltung von festgelegten Terminen, beispiels-
weise zum Baubeginn nach der Wochenstubenzeit, zu achten.
3.2
MAßNAHMEN IN BEZUG AUF LEBENSRAUMTYPEN NACH ANHANG I
Als Erhaltungsmaßnahme für die Flachland-Mähwiesen (LRT 6510) ist grundsätzlich die Aufrecht-
erhaltung der bisherigen Nutzung bzw. die Wiederaufnahme der Grünlandnutzung erforderlich. Die
Bewirtschaftung soll als 1- bis 2-schürige Mähwiese oder alternativ als Mähweide (Nutzungspause
stets mindestens 40 Tage) erfolgen. Es wird eine entzugsorientierte P/K-Bedarfsdüngung nach
Bodenprobe empfohlen. Eine zusätzliche Stickstoffdüngung ist für den Erhalt des LRT nicht grund-
sätzlich notwendig, allerdings in Form von Stallmistgabe (keine Gülle) zulässig.

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Für die LRT Hainsimsen-Buchenwälder (9110) und Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder (9170)
gelten u.a. folgende Behandlungsgrundsätze:
-
kleinflächige Verjüngungsverfahren wählen, Naturverjüngung anstreben
-
Mehrschichtigkeit fördern; Anteil des Bestandes in der Reifephase erhalten
-
LR-typische Baumartenzusammensetzung erhalten und fördern
-
Anteil gesellschaftsfremder Baumarten beschränken
-
dauerhaftes Belassen einer bemessenen Anzahl von starkem Totholz und von Biotopbäumen
sowie der LRT-typischen Bodenflora
-
Kein Wegeneubau, Beschränkung des Technikeinsatzes
-
bodenschonende Bewirtschaftung
-
Wildbestand reduzieren
Als flächenspezifische Maßnahmen für diese beiden LRT sollen hauptsächlich Biotopbäume und
Totholz belassen und der Anteil der LR-typischen Hauptbaumarten aktiv erhalten werden.
Für den LRT Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder (91E0*) gelten u.a. folgende
Behandlungsgrundsätze:
-
dauerhaftes Belassen einer bemessenen Anzahl von starkem Totholz und von Biotopbäumen,
Erhalt der Strukturvielfalt und der LRT-typischen Bodenflora
-
Tolerierung LRT-typischer Pionierbaumarten, bei ausbleibender Verjüngung Pflanzung von
Schwarz-Erle und Eschen
-
Holzrückung nur bei gefrorenem Boden, Aussparung von Quellfluren und sickernassen Wald-
bereichen
-
Sicherung des Bodenwasserhaushalts, Verzicht auf Grabenberäumung
-
kein Wegeneubau, Beschränkung des Technikeinsatzes
-
Wildbestand reduzieren
Als flächenspezifische Maßnahmen im LRT 91E0* sind mindestens 3 Biotopbäume/ha sowie min-
destens 1 starkes stehendes oder liegendes Totholz/ ha zu belassen. Weiterhin ist der standorttypi-
sche Bodenwasserhaushalt durch Zulassen der Vernässung zu sichern.
3.3
MAßNAHMEN IN BEZUG AUF ARTEN NACH ANHANG II
Als allgemeine Behandlungsgrundsätze für die Waldflächen in den 3 flächigen Teilgebieten des
SAC ist zur Bewahrung des guten Erhaltungszustandes der Mopsfledermaus folgendes zu beach-
ten:
-
mind. 20 % Altholzbestände mit mind. 5 pot. Quartierbäumen/ ha erhalten
-
bekannte und potenzielle Quartierbäume grundsätzlich schonen (Höhlenbäume, Bäume mit
abgeplatzter Rinde, Bäume mit Zwieseln).
-
auf den Einsatz von Insektiziden verzichten
-
auch eingeschlagenes Holz (Polter) nicht begiften bzw. sobald als möglich aus dem Wald ab-
fahren
Die Erhaltungsmaßnahmen für die Wald-LRT dienen zugleich der Sicherung der Habitatqualität für
die Mopsfledermaus.
Zur Bewahrung des guten Erhaltungszustandes des Großem Mausohrs in den Teilflächen bei Hai-
newalde und Berthelsdorf ist folgendes zu beachten:
-
derzeitigen Vorrat an baumhöhlenträchtigen Altholzbeständen in den Waldflächen erhalten
-
vorhandene Höhlenbäume schonen
-
auf den Einsatz von Insektiziden verzichten

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Die als Erhaltungsmaßnahme im LRT 6510 geplante Grünlandnutzung im Bereich der Streuobst-
wiese Hainewalde dient zugleich der Sicherung des Jagdhabitates des Großen Mausohrs.
Bezüglich der Quartiere müssen als Behandlungsgrundsatz alle Baumaßnahmen professionell be-
treut werden, einschließlich einer Erfolgskontrolle und gegebenenfalls nötigen Anpassungen von
Maßnahmen.
Notwendige Erhaltungsmaßnahmen betreffen vor allem die Wochenstube des Großen Mausohrs in
Niesky:
-
prioritär Schaffung kühler Hangplätze
-
den großen Dachraum unbedingt abdunkeln
-
Dämmung im großen Dachraum abdecken
-
kein Betreten und keine Nutzung des Dachbodens von April bis September
-
eine Bekämpfung der Wanzen erfolgte 2007/2008; ein möglicher Befall ist weiterhin zu prüfen
und ggf. zu bekämpfen
-
Dokumentation der Funktion der Lüftungsfenster
-
Monitoring zu Besatzzahlen im Quartier und zum Klima
-
Suchen von Ausweichquartieren mittels Telemetrie
Knappenrode: Notwendige Erhaltungsmaßnahmen umfassen den Erhalt der Gebäudesubstanz und
bei Sanierung der Gebäude eine Instandsetzung der vorhandenen Fensterläden bzw. den Ersatz
fehlender Fensterläden.
Berthelsdorf: Als Erhaltungsmaßnahme wird die Öffnung eines größeren Giebelfensters während
der Sommerzeit festgelegt. Die Fledermausziegel sollten von innen verschlossen werden.
Görlitz: Notwendige Erhaltungsmaßnahmen umfassen die rasche Sanierung des Langhauses mit
vorübergehendem Verschluss der Einflugöffnungen, eine fledermauskundliche Baubetreuung in
allen Sanierungsphasen sowie Erfolgskontrollen nach der Sanierung, die ggf. weitere erforderliche
Maßnahmen rasch ermöglichen.
Wehrsdorf: Geplante Erhaltungsmaßnahmen umfassen die Reinigung des Quartiers, die Reparatur
der Verkleidung nach Verlassen der Wochenstube (senkrechtes Anbringen eines Teils der Lat-
tung), die Dokumentation der Baumaßnahmen sowie Monitoring und Erfolgskontrolle.
Sohland: Wichtige Erhaltungsmaßnahmen für die Quartierbetreuung und Akzeptanz wären der
Einbau einer Kotplattform sowie einer Leiter oder Treppe im oberen Teil des Turmes (für Reini-
gung, Quartierkontrollen, Wartung der Lüftungsklappe).
Für die Quartiere in Baruth, Lohsa, Cunewalde, Hainewalde, Neschwitz und Bischdorf sind keine
Erhaltungsmaßnahmen geplant.

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Tabelle 4:
Erhaltungsmaßnahmen im SAC 147
Maßnahme-Beschreibung
Flächengröße
[ha]
Maßnahmeziel
LRT / Habitat
Behandlungsgrundsätze für LRT und Habitate beach-
ten
k.A.
Sicherung bzw. Wiederherstellung des
günstigen Erhaltungszustandes
alle LRT und Habitate
Naturschutzgerechte Grünlandnutzung
2,7
Erhalt des LRT, Sicherung des Jagdha-
bitates
Flachland-Mähwiesen (6510), Großes
Mausohr
Naturnahe Waldbewirtschaftung (Biotopbäume und
Totholz belassen, Anteil der LR-typischen Haupt-
baumarten aktiv erhalten)
11,0
Verbesserung der lebensraumtypischen
Strukturen und Artenzusammenset-
zung, Erhalt der guten Habitatqualität
Hainsimsen-Buchenwälder (9110), Lab-
kraut-Eichen-Hainbuchenwälder (9170),
Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder
(91E0*), Großes Mausohr, Mopsfleder-
maus
Standorttypischen Bodenwasserhaushalt sichern
0,4
Sicherung des günstigen Erhaltungszu-
standes
Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder
(91E0*)
Knappenrode: Erhalt der Gebäudesubstanz, Instand-
setzung bzw. Ersatz von Fensterläden
k.A.
Wiederherstellung des günstigen Erhal-
tungszustandes
Mopsfledermaus
Niesky: Schaffung kühler Hangplätze, Dachraum
abdunkeln, Dämmung abdecken, kein Betreten und
keine Nutzung des Dachbodens von April bis Sep-
tember, Kontrolle und ggf. Bekämpfung von Wanzen,
Funktion der Lüftungsfenster dokumentieren, Monito-
ring, Suche von Ausweichquartieren
k.A.
Wiederherstellung des günstigen Erhal-
tungszustandes
Großes Mausohr
Berthelsdorf: Öffnung eines Giebelfensters während
der Sommerzeit, Fledermausziegel verschließen
k.A.
Wiederherstellung des günstigen Erhal-
tungszustandes
Großes Mausohr
Görlitz: Sanierung des Langhauses, fledermauskund-
liche Baubetreuung, Erfolgskontrollen nach der Sa-
nierung
k.A.
Sicherung des günstigen Erhaltungszu-
standes
Großes Mausohr
Wehrsdorf: Reinigung des Quartiers, Reparatur der
Verkleidung nach Verlassen der Wochenstube, Do-
kumentation der Baumaßnahmen, Monitoring und
Erfolgskontrolle
k.A.
Sicherung des günstigen Erhaltungszu-
standes
Mopsfledermaus
Sohland: Einbau Kotplattform, Einbau Leiter oder
Treppe im oberen Teil des Turmes
k.A.
Sicherung des günstigen Erhaltungszu-
standes
Großes Mausohr

4.
Fazit
Die Maßnahmen in Wald-LRT sind überwiegend umsetzbar. Probleme sehen einige Waldbesitzer im
Teilgebiet Wehrsdorf hinsichtlich des Erhalts von Mopsfledermaus-Quartierbäumen.
Das Maßnahmeziel der Mähnutzung der LRT-Fläche 6510 im Teilgebiet Hainewalde kann nicht umge-
setzt werden. Es wird jedoch erwartet, dass auch bei Beibehaltung der extensiven Schafbeweidung mit
einem Erhalt der lebensraumtypischen Arten zu rechnen ist. Im Grünland nördlich Wehrsdorf ist die
geplante Erhaltungsmaßnahme einer ersten Nutzung als Mahd generell möglich, mit der Einschrän-
kung, dass auch zukünftig in manchen Jahren, in Abhängigkeit von der Witterung, die erste Nutzung
eine Beweidung sein wird.
Ein verbleibendes Konfliktpotential ist hinsichtlich der Quartiere in der Roten Schule Niesky zu befürch-
ten, da nicht klar ist, ob die Maßnahmen rechtzeitig durchgeführt wurden bzw. werden, bevor die Gro-
ßen Mausohren in ein neues Quartier umgezogen sind.
Nicht lösbar ist in absehbarer Zeit der Konflikt hinsichtlich der Mopsfledermausquartiere in Knappenro-
de, da keine Nutzung der Gebäude in Sicht ist und daher keine Unterhaltungsmaßnahmen durchge-
führt werden.
Aus fachlicher Sicht wird bei einer Überarbeitung der FFH-Gebietsgrenze die vollständige Einbezie-
hung des Erlen-Eschen-Waldes (LRT 91E0*) am Ostrand des Teilgebietes Hainewalde (Höllegraben-
gebiet) empfohlen. Die SAC-Grenze sollte dort der Wald-Offenland-Grenze folgen.
Weiterhin sollten die fünf außerhalb liegenden Quartiere in das SAC aufgenommen werden.
5.
Quelle
Der Managementplan für das Gebiet Nr. 147 wurde im Original von dem Büro Büchner & Scholz
(Singwitz) erstellt und kann bei Interesse beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie oder den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Bautzen und Görlitz eingesehen
werden.
ANHANG
Karte 1: Übersichtskarte Lebensraumtypen und Arten