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VitaMin – Leben mit dem Bergbau
TP 231.6
Analyse zu speziellen Inhaltsstoffen in Gruben- und
Haldenwässern aus dem ehemaligen Lugau-Oelsnitzer
Revier sowie Inhaltsstoffen der Böden und Quellen
und Erarbeitung von Varianten für deren
industriellen Nutzung
Auftraggeber:
Stadtverwaltung Oelsnitz/Erzgeb.
Rathausplatz 1
09376 Oelsnitz/Erzgeb.
Bearbeitung:
HGC Hydro-Geo-Consult GmbH
Schwarze Kiefern 2
09633 Halsbrücke
Ansprechpartner AN:
Herr Dr. Abraham
Tel.: 03731-369-339
Halsbrücke, Dezember 2018
Dr. Abraham

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Inhaltsstoffe in Gruben- und Haldenwässern
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Inhaltsverzeichnis
1
Allgemeine Angaben zum Vorhaben und Arbeitsschwerpunkte ....................................... 4
2
Analyse der Entwicklung des ansteigenden Flutungswasserspiegels ................................ 5
3
Analyse der Entwicklung der Flutungswasserqualität ....................................................... 6
3.1
Darstellung der vorliegenden chemischen Analysen ................................................. 6
3.2
Bewertung der vorliegenden chemischen Analysen .................................................. 6
3.2.1
Auswertung über Ganglinien (Trendauswertungen) .............................................. 6
3.2.2
Auswertung über hydrogenetische Darstellungen (STIFF-Diagramme) ................. 9
3.3
Kontrollanalytik 2018 .............................................................................................. 10
3.4
Untersuchung der Gasphasen im Grubenwasser ...................................................... 11
4
Ergebnisse der isotopenhydrogeologischen Untersuchungen .......................................... 12
4.1
Aktuelle Messwerte 2018 ......................................................................................... 12
4.2
Bewertung der Ergebnisse ........................................................................................ 13
4.2.1
Tritium .................................................................................................................. 13
4.2.2
Stabile Isotope δ
2
H und
δ
18
O im Wasser ............................................................. 13
4.2.3
14
C und δ
13
C ......................................................................................................... 14
4.2.4
Schwefel-Isotope .................................................................................................. 14
4.2.5
Edelgas-Isotope .................................................................................................... 15
5
Hegebach und Haldensickerwässer .................................................................................. 16
5.1
Untersuchungsprogramm 2018 ................................................................................ 16
5.2
Ergebnisse 2018 ....................................................................................................... 17
5.2.1
Teilgebiet 1 – Oelsnitz, Bereich Deutschland-Schacht-Halden ........................... 17
5.2.2
Teilgebiet 2 – Oelsnitz, Bereich Frieden- und Hedwig-Schacht-Halde ............... 18
5.2.3
Teilgebiet 3 – Lugau, Bereich Nebenstrom-1 ...................................................... 19
5.2.4
Teilgebiet 4 – Lugau, Bereich Nebenstrom 2 ...................................................... 20
5.2.5
Status Hegebach – Vergleich Gebietseingang / Gebietsausgang ......................... 21
5.3
Vergleich der Ergebnisse 2018 mit früheren Daten ................................................. 21
6
Mögliche Nutzungen von Inhaltsstoffen der bergbaubedingten Wässer ......................... 22
6.1
Hochmineralisiertes Grubenwasser (Sole) ............................................................... 22
6.1.1
Mögliche balneologische Nutzung ....................................................................... 22
6.1.2
Mögliche alternative Mitnutzung – Salzgewinnung ............................................ 23
6.1.3
Mögliche industrielle Nutzung – Winterdienst .................................................... 24
6.2
Haldensickerwässer .................................................................................................. 26
7
Fazit und Ausblick auf weiterführende Bearbeitungsschritte .......................................... 27
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Anlagenverzeichnis
Komplex I Grubenwasser
Anlage 1
Wasserspiegelentwicklung des gefluteten Grubenwassers
Anlage 2
Hydrochemischer Status des gefluteten Grubenwassers
Anlage 2.1 Tabelle – Darstellung der Einzelanalysen
Anlage 2.2 Diagramme – Konzentrationsentwicklungen von Einzelelementen
Anlage 3
Hydrochemische Kontrollanalytik 2018 der Stadt Oelsnitz
Anlage 3.1 Analysenprotokoll Hydrochemie (Eurofins, 26.03.2018)
Anlage 3.2 Analysenprotokoll Gasphasenuntersuchung (Eurofins, 26.03.2018)
Anlage 4
Isotopenhydrogeologischer Status des gefluteten Grubenwassers
Anlage 4.1 Tabelle – bisherige Untersuchungsergebnisse
Anlage 4.2 Auswertemodellrechnungen Tritium-Ergebnisse (Ermittlung der Altersstruktur)
Anlage 4.3 Auswertediagramm der δ
2
H/
δ
18
O-Ergebnisse (CRAIG-Diagramm)
Komplex II Hegebach und Haldensickerwässer
Anlage 5
Übersichtskarte mit Darstellung der einzeln betrachteten Teilgebiete
Anlage 6
Tabelle – Darstellung der hydrochemischen Analysenergebnisse 2018
Anlage 7
Untersuchungsergebnisse für die Teilgebiete
Anlage 7.1 Teilgebiet 1: Oelsnitz, Bereich Deutschlandschachthalden
Anlage 7.2 Teilgebiet 2: Oelsnitz, Bereich Frieden- und Hedwig-Schacht-Halde
Anlage 7.3 Teilgebiet 3: Lugau, Bereich Nebenstrom 1
Anlage 7.4 Teilgebiet 4: Lugau, Bereich Nebenstrom 2
Anlage 8
Status Hegebach - Vergleich Gebietseingang / Gebietsausgang
Anlage 9
Vergleich der Untersuchungsergebnisse 2013 gegen 2018
Anlage 9.1 Messstellen Hegebach
Anlage 9.2 Messstellen Haldensickerwässser
Anlage 9.3 Messstellen Nebenströme
Anlage 10 Analysenprotokolle der Untersuchungskampagne 2018
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1
Allgemeine Angaben zum Vorhaben und Arbeitsschwerpunkte
Die vorliegende Bearbeitung wurde durch die Stadt Oelsnitz als Auftraggeber im Rahmen des
VitaMin-Projekts -
Leben mit dem Bergbau
initiiert.
Bei „VitaMin“ handelt es sich um ein EU-Programm, gefördert durch den Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung (EFRE) mit hier spezieller Blickrichtung auf Entwicklungen in ehemaligen
und aktiven Bergbaugebieten und gleichzeitig mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit in ei-
nem sächsisch-tschechischen Kooperationsprogramm. Partner dieses EU-geförderten VitaMin-
Programms sind das Sächsische LfULG, die Stadt Oelsnitz/Erzgeb. und der tschechische Bezirk
Ústecký.
Für die Stadt Oelsnitz spielt die perspektivische Entwicklung von durch den ehemaligen Steinkoh-
lenbergbau geprägten Hinterlassenschaften eine zentrale Rolle.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist das tiefe Grund-/Grubenwasser, das die früheren bergbaulichen
Abbaubereiche aktuell fortschreitend flutet und das somit kontinuierlich ansteigt. Es ist wichtig,
verlässliche Informationen zu diesen Flutungswässern zu generieren, zu sammeln und auszuwer-
ten. Dies betrifft sowohl den Anstiegsverlauf des Flutungswasserspiegels, als auch die hydroche-
mische Zusammensetzung des ansteigenden Grubenwassers, deren (hydro-)genetitische Beson-
derheiten und/oder deren altersstrukturelle Zusammensetzung. Mit dem vorliegenden Projekt wer-
den zum Schwerpunkt tiefe Grund-/Grubenwässer die an unterschiedlichen Institutionen generier-
ten Daten zusammengetragen, gemeinsam betrachtet und mit eigenen Untersuchungen aktualisiert.
Zur Überwachung der Flutungswässer steht im Zentrum des ehemaligen Oelsnitzer Teilreviers
eine tiefe Grundwassermessstelle zur Verfügung (Hy Sie 1A/2003). Unter der MKZ G52426003
ist diese auch in das staatliche Messnetz Grundwasserüberwachung des LfULG eingebunden. Sie
erschließt in -634 m unter GOK die karbonischen Steinkohlenflöze, also die früheren Abbauberei-
che mit den dort anstehenden Grubenwässern.
Ein zweiter Aspekt und notwendiger lokaler Untersuchungsschwerpunkt liegt in der Haldenland-
schaft in und um Oelsnitz begründet. Als Hinterlassenschaften der früheren Bergbauperioden sind
die reviertypischen Haldenkomplexe durch eigenständige gesteinsspezifische und stoffliche Be-
sonderheiten gekennzeichnet. Sowohl deren petrographische, wie auch mineralogische, lithologi-
sche oder pedologische Prägungen wirken direkt auf die Hydrochemie der sich dort bildenden
Haldensickerwässer. Diese bilden mit dem Hegebach als gesamtgebietlichem Vorfluter ein ge-
meinsames lokales Abflusssystem Oberflächenwasser. Mit den im Rahmen des Projekts durchge-
führten Untersuchungen zum Status der Haldensickerwässer sollen frühere Messkampagnen aktu-
alisiert werden.
Der dritte Aspekt im Projektinhalt bezieht sich auf Ansätze zu einer möglichen Nutzung der In-
haltsstoffe des Grubenwassers oder auch der Haldensickerwässer. Voraussetzung dafür sind neben
rechtlichen Randbedingungen beispielsweise auch Aussagen zur Herkunft der die Flutung steu-
ernden Wässer, zu deren Systematik und Genetik und insbesondere auch zur Nachhaltigkeit in
ihrer hydrochemischen Prägung. Nutzbare Potenziale des Grubenwassers sollten sich insbeson-
dere über die sog. bergfreien Bodenschätze „Sole“ und „Erdwärme“ ergeben. Sowohl balneologi-
sche wie auch industrielle Nutzungen sind denkbar. Insbesondere der vergleichsweise sehr hohe
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Salzgehalt des Gruben-/Flutungswassers rückt in den Mittelpunkt der hier durchgeführten Unter-
suchungen und Bewertungen.
2
Analyse der Entwicklung des ansteigenden Flutungswasserspiegels
Die tiefe Grundwassermessstelle Hy Sie 1A/2003 in Oelsnitz wird als Referenzmessstelle für das
Karbon im staatlichen Monitoringprogramm Grundwasser des Sächs. LfULG zur Überwachung
der Grundwasserstände (hier des Flutungswasserspiegels) betrieben.
Die Wasserspiegelentwicklung des gefluteten Grubenwassers ist in der
Anlage 1
dargestellt. Die
Daten entstammen einer kontinuierlichen Drucksondenaufzeichnung. Das erste Diagramm stellt
den Gesamtzeitraum 2006…2018 mit eng getakteter, 15-min Aufzeichnungsamplitude dar. Das
zweite Diagramm zeigt die Tagesmittelwerte für den Zeitraum ab 2013. Die in den Kurvenverläu-
fen sichtbaren Absenkreaktionen sind auf Probenahmezyklen bzw. Pumptests zurückzuführen.
→ Anlage 1
Die automatische Aufzeichnung des Wasserspiegels endet vorerst am 19.10.2018 mit dem Ausbau
der Messeinrichtung zu Revisionszwecken. Es ist vorgesehen, die Aufzeichnung in 2019 wieder
aufzunehmen.
Der letzte ermittelte Wasserspiegel entstammt einer Handmessung vom 05.12.2018. Dabei wurde
ein Wert von -282,48 m gemessen (m unter Messpunkt). Dies entspricht einer NHN-basierten
Höhe von 84,80 m.
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Anstiegsverlauf des Flutungswasserspiegels in einer statisti-
schen Auswertung, basierend auf den Jahreshauptzahlen:
In dieser langzeitlichen Analyse der Wasserspiegeldaten sind folgende Entwicklungen sichtbar
und zusammenzufassen:
Jahr
n Monate
n Tage
Σ cm/Jahr
Σ m/Jahr
Ø m/Monat
Ø mm/Tag
2006
6
184
488
4,88
0,81
27
2007
12
365
816
8,16
0,68
22
2008
12
366
1.062
10,62
0,89
29
2009
12
365
822
8,22
0,69
23
2010
12
365
1.256
12,56
1,05
34
2011
12
365
1.059
10,59
0,88
29
2012
12
366
961
9,61
0,80
26
2013
12
365
922
9,22
0,77
25
2014
12
365
962
9,62
0,80
26
2015
12
365
1.089
10,89
0,91
30
2016
12
366
1.358
13,58
1,13
37
2017
12
365
1.372
13,72
1,14
38
2018
9
273
1.083
10,83
1,20
40
Zeit
Jahressummen
Durchschnittswerte
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- Der Anstiegsverlauf des tiefen Grundwassers erfolgte seit Beginn der Aufzeichnung 2006
nicht gleichmäßig.
- In den letzten Jahren ab 2015 sind wieder signifikante Zunahmen in den Anstiegsamplituden
festzustellen.
- Aktuell (2018) beträgt der Anstieg des Flutungswasserspiegels im Durchschnitt 4,0 cm/d,
das sind beispielsweise über 50 % mehr als die Mittelwerte der davor liegenden Zeitspanne
2012/2014, die durch Anstiege im Größenbereich von 2,5…2,6 cm/d gekennzeichnet war.
3
Analyse der Entwicklung der Flutungswasserqualität
3.1
Darstellung der vorliegenden chemischen Analysen
Die tiefe Grundwassermessstelle Hy Sie 1A/2003 in Oelsnitz wird als Referenzmessstelle im staat-
lichen Überwachungsprogramm Grundwasser auch im Sinne einer Beschaffenheitsmessstelle be-
trieben. Die laufenden - aktuell 1x jährlichen Beprobungen werden durch die Staatliche Betriebs-
gesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL, ehemals UBG) abgewickelt.
Analytiklabor für diese Untersuchungen ist die BfUL.
In der
Anlage 2.1
sind die einzelnen Analysenbefunde für das Oelsnitzer Grubenwassers in einer
Übersichtstabelle jeweils als Gesamtanalysen zusammengestellt. Es wird deutlich, dass bereits seit
vielen Jahren routinemäßig ein sehr breites Analysespektrum untersucht wird. Die Untersuchun-
gen gehen bis auf das Jahr 2006 zurück. Ab diesem Zeitraum sind sie als belastbar einzustufen und
werden nicht mehr durch Einflüsse und Fremdwässer aus der Zeit der Errichtung der Messstelle
überprägt.
→ Anlage 2.1
3.2
Bewertung der vorliegenden chemischen Analysen
3.2.1
Auswertung über Ganglinien (Trendauswertungen)
Die Trendauswertungen 2006-2018 sind in den Diagrammen der
Anlage 2.2
dargestellt:
→ Anlage 2.2
* elektrische Leitfähigkeit – pH-Wert
* Redox-Spannung – Sauerstoff
Aus den vor-Ort gemessenen Parametern zeigt sich über die elektrische Leitfähigkeit die deutliche
Zunahme der Gesamtmineralisation seit 2006. Die Werte haben sich seit den ersten Analysen 2006
nahezu verdoppelt. Aktuell werden Werte >45 mS/cm gemessen. Es steht zu konstatieren, dass die
die Flutung bestimmenden Wässer hoch mineralisiert sind.
Von den milieubeschreibenden Parametern wird das Redox-Potenzial vergleichsweise stabil um
150 mV angetroffen. Seit 2015 steigt die Schwankungsamplitude der Einzelwerte an, allerdings
ohne dass sich der Gesamtcharakter des Wassers verändert hätte. Die angegebenen Werte sind
bereits umgerechnet auf Normal-Wasserstoffelektrode [Eh
(H)
].
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Der pH-Wert ist für die Gesamtkurve 2006…2018 tendenziell steigend. Er hat sich aus einem
anfangs deutlich sauren Milieu mit Werten um ca. 6,0 über die Jahre bis 2013 zu Werten um den
Neutralpunkt bei etwa 7,0 verändert und dann mit weiter steigender Tendenz bis einschließlich
2017 auf Werte um 7,3 eingepegelt. Aktuell (2018) ist mit einem Wert von 6,7 wieder ein Abfall
in das leicht saure Milieu zu konstatieren.
Der Sauerstoffgehalt ist seit Beginn der Messungen bis einschließlich 2017 tendenziell abfallend.
Seit 2011 liegen die Werte im Bereich <1 mg/l. Völlig verändert zeigt sich die Situation 2018. 4,0
mg/l zeigen eine sehr deutliche Zunahme des oxidativen Charakters an.
* Natrium – Kalium
* Calzium – Magnesium
* Barium – Strontium
Sehr deutliche Anstiege der Elementkonzentrationen seit 2006 sind bei Natrium, Calzium und
Strontium zu beobachten. Dabei erfolgt der Anstieg bei Natrium bis 2018 nahezu kontinuierlich.
Die Calzium- und Strontium-Gehalte dagegen zeigten in den letzten Jahren eher ein Verharren auf
hohem Niveau, bevor in 2018 jeweils leicht rückläufige Konzentrationen ermittelt wurden.
Die Gehalte an Kalium und an Magnesium sind innerhalb eines jeweils größeren Schwankungs-
bandes seit 2006 bis aktuell 2018 in etwa gleichbleibend.
Als charakteristisch für das Oelsnitzer Grubenwasser ist sein vergleichsweise hoher Magnesium-
gehalt herauszustellen. Er liegt in einem Bereich zwischen 600…1.000 mg/l und war damit am
Anfang der Analytikreihe 2006 auf etwa gleichem mg/l-Niveau bzw. anteilig gar höher als die
Calzium-Konzentration, macht dann aber den folgenden kontinuierlichen Anstieg der Calzium-
Gehalte nicht mehr mit. Es liegt der Schluss nahe, dass die die Flutung bestimmenden hochmine-
ralisierten Wässer nur wenig zusätzliches Magnesium zuliefern. Sie sind auf der wertbestimmen-
den Kationenseite offensichtlich eher durch Natrium und Calzium geprägt.
Ein besonderes Phänomen ist auch bei der Entwicklung der Barium-Konzentrationen festzustellen.
Nach anfänglich konstanten und sehr niedrigen Gehalten um etwa 1 mg/l steigt beginnend ab 2012
die Konzentration rasant an auf bis 110 mg/l in 2014. Danach sind die Konzentrationen wieder
rückläufig. Aktuell wurden in 03-2018 noch 37 mg/l ermittelt. Der Zusammenhang mit den Sulfat-
Gehalten im Grubenwasser wird sehr deutlich: so lange Sulfat als möglicher Reaktionspartner für
das Barium noch zur Verfügung stand, wurde das Barium ausgefällt. Mit dem Rückgang bzw. dem
nahezu vollständigen Verschwinden des Sulfats im Grubenwasser verbleibt das primär vorhandene
Barium dann in der Lösung - insofern hier der Konzentrationsanstieg.
Interessant erscheint das Barium aber auch in einer weiteren Blickrichtung: es kann davon ausge-
gangen werden, dass an die „Barium-Quelle“ bzw. die entsprechenden Löslichkeitsbeziehungen
genetisch auch das Tellur angekoppelt zu sein scheint. Es ist auffallend, dass zeitgleich mit dem
2012 beginnenden Barium-Anstieg auch ein sehr deutlicher Anstieg der Tellur-Gehalte im Gru-
benwasser verzeichnet wird (mit max-Peak in 2014/2015 mit jeweils fast dem 100-fachen gegen-
über den früheren Konzentrationen). Dies selbstredend in einem deutlich niedrigeren Konzentra-
tionsniveau; es spricht phänomenologisch aber für eine gleiche Quelle bzw. zumindest gleiche
Bildungsrandbedingung.
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Die im Wasser vorhandene Barium-Konzentration wirkt auch auf andere Spurenelemente. So ist
bekannt, dass in der Lösung befindliches Barium auch zur „Senke“ für Arsen werden kann. Dabei
wird Barium-Arsenat in fester Phase als Ba3(AsO4)2 gebildet. Diese Reaktion wurde natürlich
erst ab dem Zeitpunkt möglich, als Barium nicht mehr „vollständig“ über Sulfat gebunden wurde,
sondern sich zunehmend als Ba+2 in Lösung befand. Entsprechend sind auch die Veränderungen
im Arsen-Gehalt ab 2012 zu korrelieren.
* Eisen – AOX
Beim Parameter Eisen ist die Entwicklung der Konzentration im Grubenwasser seit Beginn der
Untersuchungen in 2006 steil abfallend. Anfänglichen Werten von ca. 200 und bis zu 320 mg/l
folgte seit 2012 ein sehr deutlicher stetiger Rückgang und seit 2014 dann Werte nur noch wenig
über 10 mg/l. Aktuell in 2018 wird ein Anstieg auf wieder 29 mg/l verzeichnet. Generell gilt für
das Eisen, dass es in Form von Eisen-II vorliegt.
AOX ist eigentlich ein Parameter, der in einem durch karbonische Gesteine und Steinkohle ge-
prägten tiefen Grundwasserleiter auf „natürlichem“ Wege nicht vorkommen sollte. Seine Genese
ist hier sicher anthropogen, und sollte auf die Bergbautätigkeit und die in den Grubenbauen ein-
gebrachten und dort anteilig verbliebenen Materialien zurückzuführen sein. Insofern ist hier keiner
„fernen Quelle“ nachzugehen, sondern die AOX-Genese ist „vor-Ort“. Der AOX-Gehalt zeigt in
der Analysenreihe seit 2006 einen markanten Peak über 4 Proben zwischen 2011 und 2013 mit
Werten bis zu 13 mg/l. Ab 2014 werden dann wieder die „alten“ Werte kleiner 1 mg/l ermittelt.
Der letzte zugängliche Wert dieser Reihe stammt bereits aus 2017.
* Chlorid – Bromid
* Sulfat – Hydrogenkarbonat
Die Anionen Chlorid und Bromid zeigen im Diagramm-Bild einen sehr charakteristischen, fast
gleichlaufenden Anstieg zwischen 2006 und aktuell 2018 mit einer jeweiligen ca. Konzentrations-
verdopplung (natürlich aber im unterschiedlichen Konzentrationsbereich). Es ist naheliegend, dass
die die Flutung steuernden zusitzenden Wässer stark durch beide Anionen geprägt sind.
Dagegen nimmt die Sulfat-Konzentration im Beobachtungszeitraum 2006…2018 sehr deutlich ab.
Von den anfänglich hohen 1.200 mg/l ist quasi kein Sulfat mehr im Grubenwasser übrig geblieben.
Seit 2013 werden nur noch wenige mg/l - wenn überhaupt - nachgewiesen. Biologische Abbaure-
aktionen sind hier als Ursache anzuführen. Auf eine Korrelation zu den Barium-Gehalten als Re-
aktionspartner für Ausfällungsreaktionen ist oben hingewiesen.
Die Hydrogenkarbonat-Gehalte sind anfangs bis einschließlich 2011 als kontinuierlich ansteigend
von 340 auf bis zu 450 mg/l gemessen, dann bis 2015 steil abfallend auf Werte deutlich <100 mg/l
im Zeitraum 2015…2017. Aktuell in 2018 sind 140 mg/l dokumentiert. Eine direkte und eindeu-
tige Korrelation mit der Konzentrationsentwicklung eines hier möglicherweise verbundenen Ka-
tions drängt sich nicht unmittelbar auf. Allerdings weisen die Magnesium-Gehalte - im Kurven-
verlauf in der entsprechenden Grafik etwas „gedämpft“ - eine gewisse Affinität auf. Es könnte
vermutet werden, dass die Hydrogenkarbonat-Gehalte in ihrer Genese durchaus mit den Magne-
sium-Gehalten gekoppelt sind.
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3.2.2
Auswertung über hydrogenetische Darstellungen (STIFF-Diagramme)
In der nachfolgenden Abbildung ist die Entwicklung des Makrochemismus des Grubenwassers in
Form von STIFF-Diagrammen dargestellt. Bei dieser Darstellungsform zeigt sich sehr deutlich der
genetische Charakter des Wassers. Die Ionenkonzentrationen sind immer in meq/l angegeben. Der
Achsmaßstab der Einzeldiagramme ist in allen vier Abbildungen jeweils gleich gehalten, so dass
die Größen der entstehenden Graphikflächen der Analysen zum Vergleichsmaß der Gesamtmine-
ralisation werden. Über die jeweils gegenüber liegenden Ionenpaare zeigt sich, welche Kat- und
Anionen gegenseitig ausbilanziert sind. Genetische Rückschlüsse können somit gezogen werden.
Die entstehende Form der Graphikkontur wird zum Vergleichsmaß.
Über die Größenzunahme der STIFF-Felder zeigt sich die quasi Verdopplung der Gesamtminerali-
sation seit 2006. Neben dieser Konzentrationszunahme ist das hydrogenetische Bild der ersten
Analysen relativ ähnlich. Die ausgewiesenen meq-Gehalte der Kationen zeigen als Besonderheit
noch bis 2011 Magnesium angereichert bzw. auf nahezu gleichem Niveau gegenüber Calzium.
Anionar dominiert das Chlorid.
In der Salzlast sind die chemismusbeherrschenden Chloride nur anteilig durch Natrium (bzw. dazu
auch Kalium) ausbilanziert. Das Defizit wird mit fortschreitender Zeit der Untersuchung größer.
Hier werden zum Bilanzausgleich auch die Calzium- und Magnesium-Anteile mit benötigt.
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Hydrogenkarbonat spielt anteilig nur am Beginn der Untersuchungsreihe eine geringe Rolle und
seit 2012 praktisch keine mehr. Gleiches gilt für den stetig rückläufigen Sulfat-Anteil.
3.3
Kontrollanalytik 2018
Neben den in den Kapiteln 3.1 und 3.2 abgehandelten jährlichen Untersuchungen des Grubenwas-
sers durch die BfUL wurde in 2018 auch eine Kontrollanalyse unter spezieller Berücksichtigung
der Anforderungen beim analytischen Handling hochsalinarer Wässer durchgeführt, wie sie ähn-
lich z.B. auch bei Heilwasseruntersuchungen gestellt sind. Darüber hinaus wurden zur weiteren
Klärung des Schwefel-Status auch die Sulfid-Gehalte mit analysiert.
Die Probenahme erfolgte durch HGC, zeitgleich mit der 2018er BfUL-Beprobung (26.03.2018).
Die zugehörige Analytik wurde im Labor Eurofins Umwelt Ost GmbH, Hilbersdorf ausgeführt.
Ein direkter Vergleich beider Untersuchungen ist somit möglich.
Die zugehörigen Analysenergebnisse sind im Detail in der
Anlage 3.1
beigefügt.
→ Anlage 3.1
Für wertbestimmende Inhaltsstoffe zeigt sich folgendes Vergleichsbild:
Eurofins
22.04.14 05.05.15 31.05.16 17.05.17
26.03.18
26.03.18
% Abw.
Laborparameter - 1
Einheit
Natrium
mg/l
6.100
6.800
6.800
7.200
7.000
6.970
0
Kalium
mg/l
80
90
75
82
76
79,2
4
Calcium
mg/l
1.900
2.500
2.400
2.400
2.000
2.550
28
Magnesium
mg/l
800
660
600
670
730
704
-4
Barium
mg/l
110
92
55
58
37
45
22
Strontium
mg/l
47
59
53
57
44
60,8
38
Lithium
mg/l
3,1
2,6
2,6
1,7
2,6
3,31
27
Bor
mg/l
0,70
0,60
0,87
0,85
0,96
1,11
16
Borat
mg/l
6,0
Eisen -ges.
mg/l
16
11
13
14
29
30,6
6
Eisen -II
mg/l
17
11
18
17
34
26,3
-23
Mangan
mg/l
3,7
3,6
1,9
2,1
3,1
3,3
6
Chlorid
mg/l
15.000
17.000
17.000
18.000
19.000
18.000
-5
Sulfat
mg/l
11
2
1
1
3
7,8
160
Sulfid, leicht freisetzbar
mg/l
0,05
Sulfid, gelöst
mg/l
0,15
Hydrogencarbonat
mg/l
120
57
67
65
140
74
-47
Bromid
mg/l
190
280
230
260
240
300
25
Iodid
mg/l
<1
Fluorid
mg/l
0,4
0,05
0,7
0,06
0,10
<2
Stickstoff -ges. (TNb)
mg/l
3,9
4,4
4,5
4,3
4,1
Nitrit
mg/l
<0,02
<0,02
<0,02
0,11
0,12
Nitrat
mg/l
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<1
Ammonium
mg/l
5,1
4,8
5,8
6,4
6,4
6,1
-5
ortho-Phosphat
mg/l
0,052
0,110
<0,031
0,19
0,17
0,61
259
Silicium
mg/l
1,7
0,7
1,2
1,3
2,1
3,31
58
Silikat (Siliciumdioxid)
mg/l
3,6
1,5
2,6
2,8
4,6
7,07
54
Oeslnitz/E.
BfUL-Analytik
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Die Analysenabweichungen werden in % dargestellt. Abweichungen als Konzentrationserhöhung
sind grün dargestellt. Abweichungen als Verringerung der Konzentration sind rot dargestellt. Die
z.T. extrem unterschiedlichen Größenordnungen der Messwerte der Einzelelemente sind aller-
dings zu berücksichtigen.
Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die Spezialanalytik die Ergebnisse der routinemäßi-
gen BfUL-Untersuchung weitgehend bestätigt. Tendenziell werden in der BfUL-Analytik die Ein-
zelwerte offensichtlich eher etwas niedriger ermittelt.
Bei den besonders wertbestimmenden Elementen sind die kationaren plus-Abweichungen beim
Calzium sowie auch bei Barium und Strontium augenfällig. Auf der Anionenseite gilt gleiches für
das Bromid, während für das Hydrogenkarbonat eine signifikante minus-Abweichung zu konsta-
tieren ist.
Die Sulfat-Ergebnisse sind in beiden Analysen mit einem kleinen Fragezeichen zu versehen. Bei
den Präparationen für die Isotopenuntersuchungen auf δ
34
S konnte aus dem beprobten Wasser kein
Sulfat gefällt werden.
Die in der Eurofins-Analyse zusätzlich mit untersuchten Sulfide zeigen für die gelöste Spezies
einen Messbefund bei 0,15 mg/l. Dies wiederum korreliert mit den isotopischen Untersuchungen
auf δ
34
S, für die geringe Mengen an partikulärem Sulfid-Schwefel separiert werden konnten.
3.4
Untersuchung der Gasphasen im Grubenwasser
Eine Besonderheit in der Zusammensetzung des Oelsnitzer Grubenwassers ist seine vergleichs-
weise sehr hohe Gasfracht beim Abpumpen. Sie entwickelt sich aus der Druckentlastung der ge-
lösten Gase. Im Rahmen des vorliegenden Projekts wurde diese Gasfracht mit untersucht.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen auf gelöste Gase im Grubenwasser sind im beiliegenden
Laborbericht der Eurofins Umwelt Ost GmbH, Hilbersdorf in der
Anlage 3.2
dargestellt.
→ Anlage 3.2
Ein Vergleich mit früheren diesbezüglichen Untersuchungen zeigt die nachfolgende Tabelle:
31.05.2016 17.05.2017
26.03.2018
Feldparameter
Einheit
ph-Wert
7,26
7,27
6,72
Leitfähigkeit
μS/cm
46.598
45.902
46.356
Redox
mV
88
62
100
Sauerstoff
mg/l
0,71
0,55
3,99
Temperatur
°C
19,7
20,4
19,1
Gase
Argon
Vol-%
6,1
8,4
10,5
Kohlenstoffdioxid
Vol-%
4,1
13,2
26,7
Methan
Vol-%
59,2
28,1
33,3
Kohlenstoffmonoxid
Vol-%
<0,5
<0,2
<0,1
Wasserstoff
Vol-%
<0,5
<0,1
<0,1
Stickstoff
Vol-%
30,6
50,3
29,5
Schwefelwasserstoff
ppm
<7
<7
<7
Sauerstoff
Vol-%
<0,5
<0,1
<0,1
Oeslnitz/E.
Eurofins
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Die im Grubenwasser hauptsächlich gelöst vorliegenden Gase sind Stickstoff und Methan, dazu
zunehmend Kohlenstoffdioxid mit inzwischen auch knapp 30 Vol-% sowie ebenfalls zunehmend
Argon auf aktuell etwa 10 Vol-%.
Schwefelwasserstoff spielt bei der Zusammensetzung der Gasphasen keine Rolle. Gleiches gilt für
den Gehalt an gelöstem Sauerstoff im Grubenwasser. Letzterer steht mit dem 2018er Befund in
einem scheinbaren Widerspruch zum vor-Ort-gemessenen Wert bei der Probenahme mit dortigem
Anstieg 2018 auf 4 mg/l. Hier wäre in der Untersuchung der Gasphase ein höherer (messbarer)
Vol-% Anteil bei Sauerstoff durchaus erwartbar gewesen.
Die Messbefunde zu den gelösten Gasen stehen im Einklang mit den hydrochemischen Befunden
und den bekannten Milieurandbedingungen.
Die Verteilung der einzelnen Gasphasen stellt sich über die insgesamt vorliegenden drei Jahres-
analysen nicht als „stabil“ dar. Es wird empfohlen, diese Messreihe fortzuführen, um auch die
Schwankungsamplituden einzelner Messwerte mit betrachten und bewerten zu können, und ins-
gesamt zu einer höheren Aussagesicherheit zu gelangen.
4
Ergebnisse der isotopenhydrogeologischen Untersuchungen
Isotopenhydrogeologische Untersuchungen werden seit Bestehen der Messstelle seit 2004 durch-
geführt. Ihre Zielstellung liegt in der Ermittlung altersstruktureller Aussagen sowie genetischer
Informationen. Die vorliegenden Ergebnisse sind mit Stand 2017 in /Lit. 1/ zusammengefasst.
/Lit. 1/ Ergebnisbericht Monitoring 2017: Weiterführung der isotopenhydrogeologischen Untersuchungen des Grundwassers am
Standort der Tiefbohrung Oelsnitz/Erzgebirge. HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Halsbrücke, im Auftrage des LfULG, 11-2017
Diese vorliegenden Untersuchungen sollten im Rahmen des Projekts mit einer eigenen Messkam-
pagne für 2018 inhaltlich fortgesetzt und gezielt ergänzt werden. Spezielles Augenmerk sollte auf
die bisher nur untergeordnet analysierten Edelgase sowie den Schwefel-Status gelegt werden.
4.1
Aktuelle Messwerte 2018
Das für 2018 festgelegte Untersuchungsprogramm stellt sich mit den Ergebnissen dar:
3
H (Tritium)
<0,61
T.E.
(Labor: VKTA Rossendorf, Felsenkeller)
δ
2
H (Deuterium)
-45,4 ± 1
(Labor: Hydroisotop)
δ
18
O
-7,31 ± 0,1
(Labor: Hydroisotop)
δ
13
C
-13,9 ± 0,3
(Labor: Hydroisotop)
14
C
12,3 ± 1,7
pmC
(Labor: Hydroisotop)
δ
34
S
[SO4]
Messung o.B.
(G.E.O.S. / Labor: TU DD)
δ
18
O
[SO4]
Messung o.B.
(G.E.O.S. / Labor: TU DD)
δ
34
S
[Sulfid, partikulär]
-3,3 ± 0,3
(G.E.O.S. / Labor: TU DD)
3
H (Tritium, He)
3
He
1,12
10
-9
Nml/kg
(Labor: helis, Uni Bremen)
4
He
8,04
10
-3
Nml/kg
(Labor: helis, Uni Bremen)
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Ne/He
0,033
(Labor: helis, Uni Bremen)
3
He/
4
He
1,39
10
-7
(Labor: helis, Uni Bremen)
4.2
Bewertung der Ergebnisse
Die bisher an der Tiefbohrung Oelsnitz durchgeführten isotopenhydrogeologischen Untersuchun-
gen sind in den Tabellen der
Anlage 4.1
dokumentiert.
→ Anlage 4.1
Die Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden:
4.2.1
Tritium
Aus den Tritium-Untersuchungen ist sehr eindeutig abzuleiten, dass der laufende Flutungsprozess
durch sehr „alte“ Wässer generiert wird. Signifikante Jungwasseranteile fehlen.
Lediglich ca. 13 % des Wassers liegt innerhalb einer Altersschranke von 30 Jahren (ist also jünger
als 30 Jahre). Diese Anteile am Grubenwasser werden über direkt zusitzende Neubildungskompo-
nenten gespeist. Auswertemodelltechnisch sind sie über einen Linearmodell-Anteil abgebildet. Er
weist eine mittlere Verweilzeit [ι
m-LM
] von 23 Jahren auf und umfasst etwa 20 % vom Gesamtmo-
dell. Der „Rest“ mit etwa 80 % Modellanteil wird über sehr alte, tritiumfreie Grundwasserkompo-
nenten (Tiefenwässer) zugespeist.
Die Tritium-Auswertemodellrechnungen zeigen eine sehr gute Übereinstimmung zwischen ge-
messenen und modellberechneten Werten. Sie sind über eine insgesamt 14-jährige Reihe abgesi-
chert. Die Detailergebnisse der Tritium-Auswertung MULTIS
©
sind in der
Anlage 4.2
dargestellt.
→ Anlage 4.2
4.2.2
Stabile Isotope δ
2
H und δ
18
O im Wasser
Neben dem Tritium wurden langzeitlich und auch 2018 die stabilen Isotope des Wassers δ
2
H und
δ
18
O untersucht. Die gemessenen Wertepaare werden als CRAIG-Diagramm jeweils gegen die
WMWL-Gerade (world-meteoric-water-line) dargestellt.
Die Lage der Messwerte/Wertepaare an dieser Geraden wird zum Maß der Interpretation: an der
Geraden nach oben verschobene Messwerte belegen “wärmere“ Bildungsbedingungen, nach unten
verschobene Messwerte entsprechend kältere. Wertepaare, die von der WMWL-Geraden signifi-
kant abweichen, stellen genetische Besonderheiten dar. Dies können sowohl isotopische Fraktio-
nierungsprozesse (z.B. aus Stoffumwandlungen, Abbauprozessen unter Sauerstoffverbrauch, oder
ähnliches), aber auch Verdunstungsprozesse sein.
Die für das Grubenwasser Oelsnitz gemessenen δ
2
H-/δ
18
O-Wertepaare zeigen eine Besonderheit:
mit zunehmendem Flutungsverlauf seit den ersten Analysen 2004 liegen die Werte im CRAIG-
Diagramm tendenziell immer weiter nach oben (also zu „wärmeren“ Bildungsbedingungen) ver-
schoben vor. Auch dies ist kein Indiz für jung neugebildete Speisungskomponenten. Eine sehr gute
Übereinstimmung mit den Tritium-Ergebnissen wird deutlich.
Der 2018er Befund des Wertepaares
δ
2
H-/δ
18
O ist leicht abweichend gegenüber den Vorjahren
wieder etwas nach „unten“ verschoben und liegt damit in der Größenordnung der Werte von vor
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2012. Isotopische Fraktionierungsprozesse sollten dafür aber nicht die Ursache sein. Das Werte-
paar verbleibt - wie die Mehrzahl der früheren Werte - deutlich oberhalb der Geraden. Das CRAIG-
Diagramm der Auswertung ist als
Anlage 4.3
beigefügt.
→ Anlage 4.3
4.2.3
14
C und δ
13
C
Die δ
13
C- und
14
C-Untersuchungen (Radiokohlenstoff) dienen der altersstrukturellen Bewertung
von Wässern, die vorzugsweise aus sehr alten Komponenten aufgebaut sind.
Für Oelsnitz liefern die Ergebnisse ein lange Zeit stabiles Bild:
In den Jahren bis einschließlich 2013 waren kaum Veränderungen festzustellen. Die Wertespannen
sind in beiden Fällen nur gering. Für δ
13
C sind sie mit -23…-21 ‰ anzugeben, für das
14
C wurden
Werte von lediglich 44…48 %-mod ermittelt.
Insbesondere das
14
C zeigt an, dass die Genese des Wassers aus “alten” Komponenten besteht
(zum Vergleich, und ohne detaillierte Berücksichtigung einer differenzierten Kohlenstoffchemie:
aktuelle, quasi sehr junge Niederschlags- bzw. Neubildungswässer und oberflächennahe Grund-
wässer sollten
14
C-Werte um etwa 85 %-mod aufweisen).
In den letzten Jahren beginnend ab 2015/2016 zeigt sich dann ein völlig abweichendes Bild. Hier
steigt der δ
13
C-Wert sehr stark an, während der
14
C-Wert dramatisch fällt und aktuell in 2018 nur
noch mit einem Wert von gut 12 %-mod dokumentiert ist. Dies deutet auf entweder sehr stark
zunehmende Alter hin, oder die Kohlenstoffchemie im Gruben-/Flutungswasser steht nicht im
Gleichgewicht und hat sich deutlich verändert (nicht unwahrscheinlich in einem karbonischen
Steinkohlenlagerstättenbereich).
Im aktuellen Blickwinkel der Gesamtdaten wird interpretativ auf die sehr „alten“ Komponenten
abgestellt. Insofern wird sichtbar, dass diese insbesondere in der letzten Kampagne 2018 nochmals
deutlich zugenommen haben sollten.
4.2.4
Schwefel-Isotope
Im untersuchten Isotopenspektrum wurden für 2018 auch die Schwefelanteile des Grubenwassers
einer besonderen Betrachtung unterzogen. Dies sollte über δ
34
S und δ
18
O im Sulfat im Grundwas-
ser erfolgen. Aufgrund des chemisch fehlenden Sulfats war dies so nicht möglich. Der Trend der
Vorjahre setzte sich damit auch 2018 fort. Allerdings konnte partikuläres Sulfid aus der Probenlö-
sung gewonnen werden, so dass die geplante δ
34
S-Untersuchung dann darauf abgestellt wurde.
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung auch des 2018er Befundes kann zum aktuellen Sta-
tus zusammengefasst werden:
Die über mehrere Jahre beobachtete signifikante Abnahme der Sulfat-Konzentrationen im Wasser
bei gleichzeitig ansteigenden δ
34
S-Werten im gefällten Sulfat sowie die nachgewiesene Anwesen-
heit von partikulärem Sulfid-Schwefel mit seinerseits sehr niedrigen δ
34
S-Werten verweisen recht
eindeutig auf mikrobiellen Abbau.
Identisch mit den analysierten Proben seit 2014 wurde auch aktuell kein fällbares Sulfat in der
Lösung mehr nachgewiesen. Dies wird auch mit der Anwesenheit von freien Ba
2+
-Ionen belegt.
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Demgegenüber waren in 2018 auch wieder - und zwar als einziger Schwefel-Befund - partikuläre
Sulfide nachweisbar. Sie werden bereits ab 2013 in die Betrachtung mit eingeschlossen. Die Werte
sind tendenziell zunehmend, also
„schwerer“ (-7,2 aus 2013, -3,6 in
2014 oder nun -3,3 in 2018).
Der aktuelle Schwefel-Status zeigt
sich in einem Stadium, bei dem
quasi kein reduzierbares Sulfat im
Grubenbereich und im Umfeld der
Probenahmestelle vorhanden sein
kann. Es steht anzunehmen, dass
im vorliegenden Falle die Sulfat-
Reduktion lokal abgeschlossen ist.
Die beschriebenen Entwicklungs-
tendenzen sind in der nebenstehen-
den Grafik dargestellt.
4.2.5
Edelgas-Isotope
Bei der Interpretation zu
Bestimmungen der Edel-
gasisotope kommt dem
4
He besondere Bedeutung
zu.
Die ermittelten Konzentra-
tionen liegen ca. 2 Größen-
ordnungen über dem Wert
für das Lösungsgleichge-
wicht.
Aus der Neon-Konzentra-
tion kann der Anteil atmo-
sphärischer Luft abgeleitet
werden. Dieser beträgt we-
niger als 1 % und kann so-
mit vernachlässigt werden.
Das
3
He/
4
He-Verhältnis liegt 1 Größenordnung unter dem atmosphärischen Wert. Dieser identifi-
ziert den He-Überschuss als radiogenes
4
He, emittiert aus Zerfallsreihen der Uran- und Thorium-
Nuklide.
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Radiogenes
4
He ist als Indikator für sehr alte Wässer zu verwenden. Dessen messtechnisch be-
dingte Auflösung beträgt 10
-6
Nml/kg.
Die mit 8,04ꞏ10
-3
Nml/kg sehr hoch ermittelte Konzentration an radiogenem
4
He zeigt Wasseralter
von deutlich mehr als 10.000 Jahren an.
(Quelle der benannten Altersangabe und Abbildung: Labor helis der Uni Bremen, Dr. Sültenfuß).
Dies erscheint in der absoluten Altersangabe sicher etwas überbewertet, stützt aber in nachhaltiger
Weise die Kernaussage der Speisung und Steuerung der Flutung eben durch sehr alte und höher-
mineralisierte Wässer.
5
Hegebach und Haldensickerwässer
Neben der Spezifik des tiefen Grundwassers in Oelsnitz als ansteigendes höher mineralisiertes
Grubenwasser sind für das ehem. Lugau-Oesnitzer Steinkohlenrevier auch eine Vielzahl von Hal-
den und deren Sickerwässer zu betrachten. Sie bilden als Haldenaustrittswässer meist kleine Rinn-
sale, die dem Hegebach als gebietlichen Vorfluter zusitzen.
In früheren Untersuchungskampagnen sind diese Wässer mit unterschiedlichen Zielrichtungen un-
tersucht worden. Zusammenfassende Dokumentationen dazu liegen mit /Lit. 2/ und insbesondere
/Lit. 3/ vor.
/Lit. 2/ Abschlussbericht FE-Vorhaben „Gefährdungspotenzial Steinkohlenhalden Zwickau/Oelsnitz - Arbeitspakete 2 und 3“.
BEAK Consultants GmbH, GUB-Ingenieur AG und TU Dresden, im Auftrage des LfUG, Freiberg/Zwicksu/Dresden, 11-2007
/Lit. 3/ Studie zum Gefährdungspotenzial von Haldensickerwässern für Infrastruktur und Gebäude im ehemaligen Steinkohlenre-
vier Lugau/Oelsnitz. BEAK Consultants GmbH, im Auftrage des Sächs. OBA, im Rahmen des VODAMIN-Projektzyklus, Frei-
berg, 11-2013
5.1
Untersuchungsprogramm 2018
Da die 2018er Untersuchungskampagne im Sinne der Fortschreibung und Aktualisierung früherer
Ergebnisse zu konzipieren war, wurden die für die Untersuchung ausgewählten Lokalitäten an die
Probenahmepunkte der 2013er Kampagne angelehnt. Insofern wurde für die Bezeichnungen auch
das frühere Nummernschema übernommen.
Inhaltlich war die 2013er Kampagne auf die Ermittlung der Sulfat-Gefährdungen (hier insbeson-
dere in Blickrichtung Betonaggressivität) und auf Schwermetallfreisetzungen ausgelegt.
Die aktuelle Untersuchungskampagne 2018 verändert den Schwerpunkt und erweitert den Fokus
in mehrerlei Hinsicht:
-
Zum einen erfolgt in 2018 eine Erweiterung des chemischen Untersuchungsspektrums. Es
wird in den beprobten Wässern nun die gesamte Palette der Hauptkationen und der Haupt-
anionen betrachtet, wodurch späterhin auch bilanzierende Aussagen möglich werden. Dies
wird als wichtige Basis auch für zukünftig anknüpfende Datenreihen mit dann möglichen
(hydro-)genetischen Aussagen gesehen.
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-
Zum anderen wurden die 2018er Untersuchungen zeitlich so platziert, dass sie direkt nach
dem Ende der extrem langen, in 2018 mehr als 7-monatigen überaus trockenen hydrome-
teorologischen Randbedingungen und dabei fehlenden gebietlichen Niederschlägen durch-
geführt wurden. Dies hat zur Folge, dass die Ergebnisse im hydrogeologischen Sinne quasi
zum Ende einer sog. Trockenwetterabflussperiode Verhältnisse repräsentieren, bei denen
kaum noch von gebietlichen Verdünnungseffekten auszugehen ist. Die unter diesen Rand-
bedingungen ermittelten hydrochemischen Daten sollten konzentrations- und milieuseitig
somit eher auf der „worst-case“ Seite im Sinne von Max-Werten des sog. Basisabflusses
angesiedelt sein.
-
Die in der 2013er Kampagne als auffällig festgestellten Schwermetalle wurden auch 2018
im Untersuchungsprogramm beibehalten.
Das Untersuchungsgebiet ist in der
Anlage 5
als Gesamtgebiet dargestellt.
Für die detaillierte Auswertung erfolgt eine Unterteilung in 4 Teilgebiete. Deren Lage und Größe
ist in der Anlage mit eingezeichnet.
→ Anlage 5
5.2
Ergebnisse 2018
Die Geländearbeiten und Probenahmen für die 2018er Untersuchungskampagne erfolgten durch
HGC in den beiden ersten Dekaden November 2018.
Die zugehörigen Analytikleistungen erfolgten im Labor der Eurofins Umwelt Ost GmbH.
Die Untersuchungsergebnisse sind mit allen gemessenen Parametern in der Tabelle der
Anlage 6
zusammengestellt. Dies betrifft sowohl vor-Ort-gemessene Werte, wie auch die Laboranalytik.
Die Analysenprotokolle sind in der
Anlage 10
beigefügt.
→ Anlagen 6 und 10
Die Diskussion der Ergebnisse erfolgt in Teilgebieten.
5.2.1
Teilgebiet 1 – Oelsnitz, Bereich Deutschland-Schacht-Halden
Das Teilgebiet 1 betrifft den Hegebachabschnitt im Zentrum der Ortslage Oelsnitz mit dem Ab-
fluss aus dem Bereich Deutschland-Schacht-Halden. Das Teilgebiet wird über 5 Beprobungs-
punkte dargestellt:
WP17
Hegebach (stellt in der Untersuchungskampagne den „Gebietseingang“ dar)
WP41
Hegebach (vor Einfluss Deutschland-Schacht-Halden Gebiet)
WP8
Abfluss unterhalb Deutschland-Schacht-Halde I (Garten unterhalb Bahndamm)
WP42
Einlaufrohr in Hegebach (als Einmündung Gesamtabfluss von unterhalb WP 8)
WP16
Hegebach
Die Detaildarstellung der Probenahmepunkte und der Einzelergebnisse erfolgt in der
Anlage 7.1
.
→ Anlage 7.1
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Wertungen:
WP17 zu WP41
keine Veränderung im Charakter des Wassers zwischen den Messpunkten
geringfügig höhere Mineralisation über Na und Ca bzw. SO4 und Cl
zunehmender basischer Charakter (pH-Wert von 7,1 auf fast 7,7)
WP8
sehr hohe Mineralisation, dargestellt über Leitfähigkeiten von >14 mS/cm
anionar vor allem über Sulfat (10.000 mg/l) und Chlorid (970 mg/l) geprägt,
kationar durch hohe Gehalte aller Hauptkomponenten mit überaus hoher Mg-
Dominanz (2.000 mg/l)
sehr niedrige Na/K- und auch Ca/Mg-Verhältnisse (1,65 bzw. 0,23)
hohe Schwermetallauffälligkeit bei Zn (ca. 5 mg/l)
ganzjährig konstant hohe Temperatur (hier >18 °C)
WP8 zu WP42
Mineralisationsrückgang um ca. ⅓ bei gegenüber WP8 gleichbleibender Prä-
gung und mit analog kleinen Na/K- und Ca/Mg-Verhältnissen (1,79 bzw. 0,27)
aber: pH-Wert liegt wieder im deutlich basischen Bereich (fast 7,8), abneh-
mender Sauerstoffgehalt und zunehmende Schwermetallgehalte (hier mit einer
konstant sehr hohen Zn-Konzentration im Vergleich zum oberhalb liegenden
Punkt WP8) sprechen für eine Zusatzquelle auf dem Weg zu WP42
WP41 zu WP16
durch Zulauf WP42 nimmt die Mineralisation im Hegebach um ca. 25 % zu
ionar wird dies vor allem durch die in WP8 ursächlichen Inhaltsstoffe Mg und
Sulfat bzw. auf der Schwermetallseite durch Zn geprägt
5.2.2
Teilgebiet 2 – Oelsnitz, Bereich Frieden- und Hedwig-Schacht-Halde
Das Teilgebiet 2 betrifft den Hegebachabschnitt in Oelsnitz im Bereich Herrenmühle mit dem
Abfluss aus dem Bereich Frieden- und Hedwig-Schacht-Halde. Das Teilgebiet wird über 2 Bepro-
bungspunkte dargestellt:
WP29
gefasster Abfluss von Friedens- und Hedwig-Schacht-Halde
WP18
Hegebach (nach Einfluss durch Bereich Friedens- und Hedwig-Schacht-Halde)
Die Detaildarstellung der Probenahmepunkte und der Einzelergebnisse erfolgt in der
Anlage 7.2
.
→ Anlage 7.2
Wertungen:
WP29
erhöhte Mineralisation, dargestellt über Leitfähigkeit mit ca. 2,2 mS/cm
niedriger (saurer) pH-Wert von 6,1
auffälliger Sulfat-Status (1.100 mg/l)
erhöhte Schwermetallgehalte (insbesondere Zn mit 3,17 mg/l)
WP16 zu WP18
Durch den Zulauf WP29 hat sich der Chemismus im Hegebach nur geringfügig
verändert. Die Mineralisation ist zwischen beiden Messpunkten leicht rückläu-
fig. Dies betrifft alle untersuchten Komponenten, außer Hydrogenkarbonat.
Der Rückgang sollte damit auf diffuse sonstige Einträge in den Hegebach zu-
rückzuführen sein.
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5.2.3
Teilgebiet 3 – Lugau, Bereich Nebenstrom-1
Das Teilgebiet 3 betrifft den Hegebachabschnitt in Lugau mit dem Abfluss aus dem Bereich Con-
cordia-Schacht-Halde, dem Abfluss über den Nebenstrom-1 (mit dessen Zuspeisungen aus den
Bereichen Kaiserin-Augusta-Schacht-Halde und Vertrauen-Schacht-Halde). Das Teilgebiet wird
über 6 Beprobungspunkte dargestellt:
WP10
Hegebach (nach WP18 und vor den Einflüssen aus Teilgebiet 3)
WP4
Abfluss aus dem Bereich Concordia-Schacht-Halde in Richtung Hegebach
WP9 + WP5 +WP12 bilden den Nebenstrom-1 (NS 1)
WP9
Abfluss unterhalb Kaiserin-Augusta-Schacht-Halde
WP5
Abfluss unterhalb Vertrauen-Schacht-Halde
WP12
Nebenstrom-1 vor Einmündung in den Hegebach
WP11
Hegebach (nach den Einflüssen aus Teilgebiet 3)
Die Detaildarstellung der Probenahmepunkte und der Einzelergebnisse erfolgt in der
Anlage 7.3
.
→ Anlage 7.3
Wertungen:
WP18 zu WP10
keine Veränderung im Chemismus Hegebach zwischen den Messpunkten
WP4
erhöhte Mineralisation, dargestellt über Leitfähigkeit mit ca. 2,7 mS/cm
leicht saurer pH-Wert von 6,7
auffälliger Sulfat-Status (1.600 mg/l)
stark erhöhte Schwermetallgehalte (insbes. Zn mit 19,3 mg/l, aber auch Ni- und
Cd-Auffälligkeiten bei 410 bzw. 81 μg/l)
WP9
stark erhöhte Mineralisation, dargestellt über Leitfähigkeit mit ca. 5,9 mS/cm
leicht saurer pH-Wert von 6,7
auffälliger Sulfat-Status (3.300 mg/l)
kationar alle Ionen gleichmäßig erhöht, Ca/Mg-Verhältnis niedrig (ca. 1)
Schwermetallanreicherung nur leicht und bei Ni (101 μg/l) und Zn (531 μg/l)
WP5
überaus hohe Mineralisation, dargestellt über Leitfähigkeit mit fast 10 mS/cm
extrem saures Wasser - pH-Wert von 3,7
anionar sehr auffälliger Sulfat-Status (10.000 mg/l)
kationar Mg-Auffälligkeit (1.600 mg/l), Ca/Mg-Verhältnis unter 1 (0,25)
extreme Schwermetallkonzentrationen im sehr deutlichen mg/l-Bereich: Zn
(345 mg/l), Ni (7,1 mg/l) und Cd (1,8 mg/l)
WP12
stellt den Gesamtabfluss NS 1 dar, beprobt vor Einmündung in Hegebach
Mineralisation im Vergleich zu seinen oberen Zuflüssen WP9 und WP5 nur
„moderat“ erhöht, dargestellt über die Leitfähigkeit mit ca. 2,1 mS/cm
basischer pH-Wert bei 7,9 (nicht sauer, wie eigentlich über Zufluss erwartbar)
Zunahme im Sauerstoffgehalt
anionar zunehmender Anteil an Hydrogenkarbonat
Schwermetallauffälligkeiten sind noch vorhanden, aber nicht mehr in den ext-
rem hohen Konzentrationen seiner Zuläufe WP9 und WP5
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Es ist anzunehmen, dass nach den beiden hochmineralisierten Zuläufen WP9
und WP5 diffuse Speisungen und Zuläufe zum NS 1 stattfinden, die eine sig-
nifikante Verdünnung der extrem hohen Ursprungskonzentrationen an den bei-
den Halden bewirken. Über diese Speisungen sollte auch der basische Anteil
incl. dem Hydrogenkarbonat generiert werden.
WP10 zu WP11
Trotz der extrem hohen Element- und Schadstoffkonzentrationen im Oberlauf
des NS 1 ist seine Mineralisation vor Eintritt in den Hegebach bereits so deut-
lich reduziert, dass Auswirkungen im Hegebach kaum auftreten.
Zwischen WP10 und WP11 wird die Mineralisation lediglich um ca. 20 % er-
höht, dargestellt über die Leitfähigkeit mit deren Zunahme auf ca. 1,3 mS/cm.
5.2.4
Teilgebiet 4 – Lugau, Bereich Nebenstrom 2
Das Teilgebiet 4 betrifft den Hegebachabschnitt in Lugau mit dem Abfluss über den Nebenstrom-
2 (mit dessen Zuspeisungen aus den Bereichen Victoria-Schacht-Halde und Gottes-Segen- und
Glückauf-Schacht-Halde). Das Teilgebiet wird über 5 Beprobungspunkte dargestellt:
WP19
Hegebach (vor Einmündung Nebenstrom-2)
WP6 + WP39 +WP20 bilden den Nebenstrom-2 (NS 2)
WP6
Abfluss unterhalb Victoria-Schacht-Halde
WP39
Abfluss unterhalb Gottes-Segen- und Glückauf-Schacht-Halde
WP20
Nebenstrom-2 vor Einmündung in den Hegebach
WP21
Hegebach (nach den Einflüssen/Einträgen aus Nebenstrom-2)
Die Detaildarstellung der Probenahmepunkte und der Einzelergebnisse erfolgt in der
Anlage 7.4
.
→ Anlage 7.4
Wertungen:
WP11 zu WP19
weitere Zunahme des basischen Charakters (pH-Wert bei ca. 8,1)
Eine geringfügige Abnahme der Mineralisation insgesamt zwischen den beiden
Probenahmestellen im Hegebach spricht für diffus zusitzende niedrig minera-
lisierte Wässer. Hier wird der natürliche gebietliche Vorflutcharakter des He-
gebachs deutlich.
WP6
Mineralisation auf Hegebach-Niveau
pH-Wert leicht basisch (bei 7,5), hohe Sauerstoffgehalte (8,6 mg/l)
keine Auffälligkeiten im sonstigen Parameterspektrum
WP39
keine Möglichkeit der Beprobung, trocken
WP20
niedrige Mineralisation, dargestellt über Leitfähigkeit von 722 μS/cm deutlich
unterhalb des Hegebach-Niveaus, ansonsten keine Auffälligkeiten im weiteren
Parameterspektrum
WP19 zu WP21
Vom Charakter gleichbleibende, seitens der Elementkonzentrationen leicht ab-
nehmende Mineralisation. Die Einmündung des niedrig mineralisierten NS 2
wirkt sich entsprechend aus.
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5.2.5
Status Hegebach – Vergleich Gebietseingang / Gebietsausgang
Die Gesamtbetrachtung für den Hegebach im Untersuchungsgebiet ergibt sich aus der Differenz
zwischen dem ersten gebietlichen Messpunkt (WP17) gegen den letzten Messpunkt (WP21) im
Sinne Gebietseingang gegen Gebietsausgang.
Die Detaildarstellung der Probenahmepunkte und der Einzelergebnisse erfolgt in der
Anlage 8
.
→ Anlage 8
WP17 zu WP21
Zwischen den beiden Messpunkten erfolgt eine Erhöhung der Mineralisation
des Hegebach-Wassers um ca. 75 %, dargestellt über eine Zunahme der Leit-
fähigkeit von 613 auf 1.073 μS/cm.
Diese Zunahme der Mineralisation ist nicht elementspezifisch geprägt, sondern
erfolgt über die gesamte Palette der untersuchten Parameter.
Über den pH-Wert ist eine Verschiebung im geochemischen Milieu von neutral
(7,1) zu basisch (8,0) sichtbar. Dies ist offensichtlich auf die allgemeine natür-
liche Vorflutwirkung des Hegebachs zurückzuführen. Die zusitzenden eher
sauren bergbaubedingten Wässer werden so abgepuffert.
Grundsätzlich ist einzuschätzen, dass die teilweise extrem hohen Stoff- und Schadstoffkonzentra-
tionen in den Haldensickerwässern offensichtlich nur einen vergleichsweise kleinen Einfluss auf
die Entwicklung der hydrochemischen Parameter im Hegebach zu haben scheinen.
Da dies unter den Bedingungen Trockenwetterabfluss und tendenziell niedriger Wasserführung im
Hegebach ermittelt wurde, sollten „stärkere“ Abflussrandbedingungen eher zu einer Verdünnung
der Anreicherungseffekte aus dem Gesamtgebiet zwischen WP17 und WP21 führen.
5.3
Vergleich der Ergebnisse 2018 mit früheren Daten
In den
Anlagen 9
werden die Vergleiche der aktuellen 2018er Ergebnisse gegen die der 2013er
Messkampagne graphisch dargestellt. Die jeweils blau gezeichneten Kurven und Säulen stehen für
2013, die jeweils roten für 2018.
Hegebach
→ Anlage 9.1
Für die Probenahmepunkte im Hegebach sind bei den Schwermetallen deutlich niedrigere Werte
in 2018 auffällig. Dies widerspricht scheinbar der oben getroffenen Aussage zu „reduzierten“ Ver-
dünnungseffekten aufgrund der hydrometeorologischen Gesamtsituation 2018 mit dort niedrigen
Abflussrandbedingungen. Im Gesamtkontext sind die vorliegenden Befunde aber auf geringeren
Eintrag zurückzuführen.
Bei den vor-Ort gemessenen Milieuparametern sind für den Hegebach die tendenziell höheren pH-
Werte in 2018 augenfällig.
Anionar können im Vergleich der beiden Messkampagnen 2018 und 2013 nur Sulfat und Chlorid
betrachtet werden. Bei beiden Inhaltsstoffen liegen die aktuell gemessenen Werte erst im unteren
Teilgebiet 4 (Lugau und Gebiet Nebenstrom-2) höher als die Ergebnisse der vergleichbaren Da-
tenreihe des Zeitraums 2013. Kationar zeigt sich das gleiche Bild beim Mg.
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Haldensickerwässer
→ Anlage 9.2
Signifikante Unterschiede bei den Haldensickerwässern zeigen sich beim Sulfat. Hier sind die
2018 gemessenen Konzentrationen z.T. sehr deutlich höher als 2013 - herausragend die Deutsch-
land-Schacht-Halde I (WP8) und vor allem auch die Vertrauen-Schacht Halde (WP5), letztere mit
mehr als eine Verdopplung der Sulfat-Konzentration.
Bezüglich der vor-Ort gemessenen Milieuparameter ist bei den Haldensickerwässern der Sauer-
stoffgehalt in 2018 signifikant niedriger als in 2013. Hier scheint sich der reduzierte „Frischwas-
serzufluss“ durchzupausen.
Nebenströme NS 1 und NS 2
→ Anlage 9.3
Beim Nebenstrom-1 sind vor seiner Einmündung in den Hegebach die Schwermetallgehalte 2018
deutlich niedriger als in der Vergleichskampagne 2013.
Entgegengesetzt - aber in der Veränderung auf deutlich niedrigerem Niveau - verhält es sich beim
Nebenstrom-2. Hier zeigen sich Cu und Zn in 2018 etwas erhöht gegenüber 2013.
Bezüglich der vor-Ort gemessenen Milieuparameter ist auch bei den Nebenströmen der Sauer-
stoffgehalt in 2018 niedriger als in 2013. Darüber hinaus ist in 2018 gegenüber 2013 ein signifikant
höherer pH-Wert im Nebenstrom-2 festgestellt worden.
6
Mögliche Nutzungen von Inhaltsstoffen der bergbaubedingten Wässer
Es soll betrachtet werden, inwieweit
Inhaltsstoffe
der bergbaubedingten Wässer zu
nutzbaren
Wertstoffen
werden können.
6.1
Hochmineralisiertes Grubenwasser (Sole)
6.1.1
Mögliche balneologische Nutzung
Balneologische Anwendungen - und dazu wären beispielsweise auch Anwendungen in einem Gra-
dierwerk zu zählen - sollen auf ein sog. natürliches Heilmittel abstellen. Im Falle Oelsnitz kann
dies das hochmineralisierte Grund-/Grubenwasser sein.
Mit seiner Gesamtmineralisation erfüllt das Oelsnitzer Grubenwasser primär die Anforderungen
an den balneologischen Begriff „Sole“, und dies sogar sehr sicher.
Dieser Begriff „Sole“ im Sinne von natürlichem Heilwasser ist rechtlich zweifach, etwas abwei-
chend definiert:
(a) gemäß den Begriffsbestimmungen des Deutschen Heilbäderverbandes e.V. als Wässer, die in
1 kg mehr als 5,5 g Natrium-Ionen und 8,5 g Chlorid-Ionen aufweisen (also entsprechend 240
mval/kg Na-Ionen bzw. Cl-Ionen) - ist also exakt nur auf Natrium- und Chlorid-Ionen bezo-
gen, bzw.
(b) gemäß der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) als Wässer, die in 1 kg mindestens
14 g/l Salzlast aus überwiegend Natrium- und Chlorid-Ionen aufweisen - hier wird somit nicht
ausschließlich auf NaCl abgestellt.
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Für Heilmittel-Anerkennungsverfahren müssen medizinisch-therapeutische Wirkungen der Sole
nachgewiesen werden, die zur Prävention, kurativen Therapie und/oder zur Rehabilitation genutzt
werden. Dies gilt sowohl für Gradierwerkanwendungen, als auch für Bäderanwendungen, Solepa-
ckungen, Inhalationen, oder ähnliche ambulante und/oder stationäre Anwendungen.
Eine staatliche Anerkennung als Heilmittel wäre auch Voraussetzung für Formen einer jeden ggf.
anzudenkenden Kurortentwicklung. Der rechtliche Rahmen dazu wird im Sächsischen Kurortege-
setz (SächsKurG) bzw. der ANVO SächsKurG vom 19.09.2013 geregelt.
Eine staatliche Heilmittel-Anerkennung erfolgt immer als sog. ortsgebundenes Heilmittel. Dies
wäre in Oelsnitz mit der Sole per se gegeben.
Darüber hinaus wäre in Oelsnitz neben dem Status „Sole“ rechtlich auch der Status „Thermalwas-
ser“ anerkennungsfähig.
Verfahrensentscheidend ist in einem Heilmittel-Anerkennungsverfahren immer der Ort der An-
wendung, nicht der Ort der Gewinnung bzw. Förderung. Es ist somit klar zu berücksichtigen, dass
eine denkbare Heilmittel-Anerkennung zwanghaft nur dann erfolgen kann, wenn der Transport der
Sole vom Ort der Förderung bzw. Gewinnung zum Ort der Anwendung innerhalb eines geschlos-
senen Systems stattfindet, im Falle von Sole also gepumpt wird. Der Transport einer Sole von A
nach B - beispielsweise mit Tankwagen - ist für eine staatliche Anerkennung als „Heilmittel“ aus-
geschlossen.
Grundsätzlich ist eine Nutzung der Sole aber nicht zwingend an eine oben beschriebene Heilmittel-
Anerkennung gebunden. Allerdings wäre eine solche die Voraussetzung für zulassungspflichtige
medizinisch-therapeutische Anwendungen und deren Vermarktungswege.
Neben Fragen der Heilmittel-Anerkennung sind für die Sole-Nutzung auch rechtliche Rahmenbe-
dingungen bei der Aufbereitung und Konditionierung zu beachten:
Für balneologische bzw. alle medizinisch-therapeutischen Anwendungen einer Sole muss für diese
zwingend auf den im wahrsten Sinne des Wortes „natürlichen“ Charakter des Heilmittels abgestellt
werden. Dies bedeutet, dass eine Aufbereitung quasi nur über eine Enteisenung und Entman-
ganung erfolgen darf, die das Heilmittel Sole von begleitenden und/oder ausfallenden Mineral-
und Feststoffphasen befreit. Ein anderweitiges „Aufbereiten“ des chemischen Bestands der Sole
(im Sinne von Verbessern bzw. rausreinigen einzelner Bestandteile und Spurenstoffe) ist rechtlich
nicht zulässig, wenn spätere Anerkennungsverfahren als Heilmittel nicht bereits im Vorfeld ge-
fährdet werden sollen. Die sog. natürliche Reinheit gilt als limitierender Rahmen für eine Vorbe-
handlung. Sie muss zwingend erhalten bleiben.
6.1.2
Mögliche alternative Mitnutzung – Salzgewinnung
Eine klassische Form der Sole-Nutzung wäre die Salzgewinnung im Sinne „Saline-Salz“. Da dies
energetisch nur in kleinen Mengen Sinn machen kann, wären mögliche weiterführende Nutzungen
als Badesalz, oder ggf. auch zur Seifenherstellung denkbar. Als Beispiel und ggf. Vorbild könnten
aktuelle Nutzungslinien ähnlicher Sole-Vorkommen (wie z.B. in Bad Muskau) dienen. Allerdings
ist zu berücksichtigen, dass für derartige Nutzungen eine Aufbereitung vorgeschalten sein muss.
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Und dies macht auch unter Kostengesichtspunkten eigentlich nur dann Sinn, wenn ein Entwick-
lungsweg mit den oben beschriebenen balneologischen Anwendungen und auch einer Heilmittel-
Anerkennung beschritten werden soll.
6.1.3
Mögliche industrielle Nutzung – Winterdienst
Eine zunehmend interessantere mögliche Anwendungsform der Oelsnitzer Sole entweder direkt,
oder ggf. auch Reststoffe der Sole kann sich mit Einsatzoptionen im Winterdienst ergeben. Dazu
sind vier grundsätzliche inhaltliche Komplexe zu betrachten und auch als Prüfung für eine mögli-
che Eignung mit den Eigenschaften der Oelsnitzer Sole abzugleichen.
-
Welche Typen von Salz werden im Winterdienst verwendet ?
-
Welche Einsatzformen gibt es oder werden benötigt ?
-
Welche rechtlichen Anforderungen gelten für Taumittel im Winterdienst ?
-
Wie sind die Umweltauswirkungen zu bewerten ?
zu Frage (1)
Es werden für den Winterdienst drei Grundtypen von Salz bzw. Feuchtsalz oder reine Salzlösung
verwendet. Dies sind Natriumchlorid, Magnesiumchlorid, Calziumchlorid
Die Abbildung (Quelle: K+S) zeigt die Tauleistung dieser drei Grundtypen in Abhängigkeit von
der Salzkonzentration der Sole bzw. der Einsatztemperatur.
-
bis etwa -9…-10 °C wird eine 10 %-ige NaCl-Sole verwendet
-
bei tieferen Temperaturen von -10…-20 °C dann eine MgCl
2
-Lösung
-
CaCl
2
-Lösungen kommen aus Kostengründen kaum zum Einsatz, sind aber bei deutlich
tieferen Temperaturen als -20 °C zwingend notwendig.
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Im Bild wird deutlich, dass eine Zunahme der Salzkonzentration in der Lösung nicht zwangsläufig
zu einer verbesserten Tauleistung führt. Ist der eutektische Punkt überschritten, geht das Salz in
eine Hydratform über und die Tauwirkung lässt rapide nach. Einsatzrandbedingungen definieren
sich somit sowohl über die Temperatur, als auch über die Solekonzentration.
Die Oelsnitzer Sole ist von ihrem hydrochemischen Charakter her eine NaCl-Sole. Für sie wäre
ein potentielles Einsatzgebiet im Winterdienst also der Temperaturbereich bis max. etwa -9…-10
°C, und dort bei einer Salz-Konzentration von 10 Masse-%.
zu Frage (2)
Taumittel werden in 3 Grundformen eingesetzt:
-
als Tausalze (trocken)
-
als Tausalze (feucht/nass – unter Zusatz von Sole-Lösungen)
-
als reine Sole-Lösungen
Stand der Technik sind verstärkte methodische Entwicklungen zu mehr Feuchtsalz-Streuungen.
Insofern wären für 2 dieser Einsatzformen Soleanteile notwendig. Es würde sich somit auch ein
breites Anwendungsfeld für die Oelsnitzer Sole ergeben können. Zu prüfen wäre damit, inwieweit
materialtechnische (chemische) Vorgaben erfüllt werden können.
zu Frage (3)
Die rechtlichen Bedingungen für den Einsatz von Taumitteln (und Salzen) im Winterdienst werden
in der sog. „TL-Streu“ geregelt /Lit. 4/.
Quelle:
Technische Lieferbedingungen für Streustoffe des Straßenwinterdienstes.
FGSV-Verlag, Köln, 2003 (ISBN-Nr. 3-937356-02-9)
(aus lizenzrechtlichen Gründen darf die Richtlinie bzw. auch Teile daraus nicht im Bericht
veröffentlicht werden. Die Richtlinie muss bei der Forschungsgesellschaft für Straßen- und
Verkehrswesen e.V. jeweils separat angefordert/angekauft werden.)
Für Bewertungen bezüglich der Oelsnitzer Sole wird auf die geltenden Anforderungen an NaCL-
Salz (NaCL-Salzlösung) zurückgegriffen. Es können mit Bezug auf die Richtlinienanforderungen
folgende Blöcke bewertet werden:
Bewertung der sog. tauwirksamen Substanz im Salz (berechnet als NaCl)
- sie soll mind. 96 Masse-% betragen,
- bei Gehalten kleiner 93 Masse-% ist ein Einsatz nicht mehr zulässig
- Sulfatgehalte dürfen im Salz bei max. nur 2 Masse-% liegen (Gefahr von Betonaggressivität)
zusätzlich für die Beschaffenheit wässriger Lösungen
- der zulässige pH-Wert muss 5…10 betragen, gemessen in 10 Masse-%iger Lösung
- der Sulfatgehalt darf max. 0,6 Masse-% betragen, bezogen auf eine 10 Masse-%ige Lösung
Vorgaben hinsichtlich Schwermetallgehalte im Salz (in der Lösung)
- definiert werden max.-Konzentrationen für 8 Schwermetalle (As, Pb, Cd, Cr, Cu, Ni, Hg, Zn)
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Für die Oelsnitzer Sole kann eingeschätzt werden, dass die in der TL-Streu definierten Randbe-
dingungen eingehalten werden können. Die Sole könnte somit vom Grundsatz her auch im Win-
terdienst eingesetzt werden. Dies gilt sowohl für anteilige flüssige Beimengungen zu trocken ge-
lagerten Salzen bei Einsatznotwendigkeit feuchter/nasser Salze, wie auch direkt als Lösung.
Zu klären wären gerätetechnische Anforderungen, Bereitstellung, Lagerung, Verdünnung, ggf.
Konditionierung … etc.
zu Frage (4)
Gegenüber einem herkömmlichen Taumitteleinsatz im Winterdienst mit „klassischen“ Materialien
wären bei einem Substitut durch Oelsnitzer Sole (auch bei anteiligem Einsatz) keine zusätzlichen
Umweltauswirkungen zu befürchten. Voraussetzung dafür ist natürlich der normgerechte Einsatz
(gemäß TL-Streu und Einhaltung der dortigen nutzungseinschränkenden Randbedingungen).
Im Gegenteil:
Aktuelle Fo-Ergebnisse zeigen, dass bei zunehmendem Feuchteanteil im ausgebrachten Tausalz
nicht nur die Wirkung verbessert wird, sondern auch die Umweltauswirkungen signifikant niedri-
ger sind als bei einem konventionellen, rein trockenen Ausbringen des Salzes. Der zuständige
Fachverband VKS (Verband der Kali- und Salzindustrie e.V.) hat hierzu eingeschätzt, dass bei
konsequentem Einsatz der Feuchtsalztechnik jährliche Einsparungen von 24 % in Städten und bis
zu 44 % auf Straßen außerhalb der Städte erreicht werden können.
(Quelle als /Lit. 5/:
http://www.vks-kalisalz.de/anwendungen/winterdienst/verkehrssicherheit)
Schon allein diese eingesparten Salzmengen würden die Risiken von Umweltschäden entschei-
dend verringern. Dazu könnte vom Grundsatz her auch die Oelsnitzer Sole beitragen.
Aspekte des Einsatzes von reinen (flüssigen) Salz-Lösungen im Winterdienst gewinnen in jüngerer
Vergangenheit zunehmend an Bedeutung. Sie werden aktuell auch gerätetechnisch breiter unter-
setzt. Ihre Einsatzschwerpunkte liegen im nicht so tiefen Temperaturbereich (bis ca. -5 °C) und
bei der vorbeugenden Streuung. Der Einsatz von Sole (und damit Salzlast für die Umwelt) kann
so weiter reduziert werden. Über erfolgreiche Versuche mit Streumengen von gerade mal 10 ml/m
2
wird in /Lit. 6/ berichtet. Für den als Vorzug genannten Temperaturbereich käme auch die Oels-
nitzer NaCl-Sole in Frage.
/Lit. 6/: Dr. Horst Hanke als Vorsitzender des Deutschen Fachausschusses Winterdienst: Streueinsatz im Straßenwin-
terdienst - Empfehlungen zur Streustoffwahl, Dosierung und Streutechnik, Vortrag Bozen, 26.05.2010
6.2
Haldensickerwässer
Bei den untersuchten Haldensickerwässern sind die angereichert festgestellten Inhaltsstoffe nicht
im Sinne von nutzbaren Wertstoffe vorliegend. Es handelt sich um Anreicherungen bei Schwer-
metallen (vorzugsweise Zink) und auf der makrochemischen Seite bei den Anionen als Sulfat bzw.
bei den Kationen als Mg.
Sowohl bei diesen Stoffen, als auch bei den zu erschließenden Mengen (im Haldensickerwasser
wären dies Frachten) ist keine wertstoffliche Nutzung möglich.
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7
Fazit und Ausblick auf weiterführende Bearbeitungsschritte
Gemäß den drei Arbeitsschwerpunkten im Projekt lassen sich als Ergebnisse folgende Aussagen
zusammenfassen:
tiefes Grundwasser / Grubenwasser
-
Der Wiederanstieg unterliegt Schwankungen. Aktuell (in 2018) betragen die Durch-
schnittswerte des Anstiegs 40 mm/d. Dies sind immerhin mehr als 50 % Zuwachs gegen-
über beispielsweise der Periode 2012...2014.
-
Der hydrochemische Charakter und die sehr hohe Mineralisation des flutenden Gruben-
wassers sind weitgehend stabil. Es handelt sich um eine Na-Cl-geprägte Sole mit einer
elektr. Leitfähigkeit von >46 mS/cm.
-
2018 wurde die Gasfracht des Wassers mit untersucht. Die im Grubenwasser hauptsächlich
gelöst vorliegenden Gase sind Stickstoff und Methan, dazu zunehmend Kohlenstoffdioxid
mit inzwischen auch knapp 30 Vol-% sowie ebenfalls zunehmend Argon auf aktuell etwa
10 Vol-%. Schwefelwasserstoff spielt dagegen bei der Zusammensetzung der Gasphasen
keine Rolle. Gleiches gilt für gelösten Sauerstoff im Grubenwasser.
-
Über die isotopenhydrogeologischen Verhältnisse ist nachgewiesen, dass die Flutung
durch zusitzende sehr alte Komponenten gesteuert wird.
-
Die neu mit in die Untersuchung integrierten Bestimmungen zu Edelgas-Isotopen bestäti-
gen das aus
3
H (Tritium),
14
C (Radiokohlenstoff)/δ
13
C, δ
2
H (Deuterium)/δ
18
O und/oder
δ
34
S generierte Bild sehr nachhaltig.
Haldensickerwässer und Hegebach
-
Die Untersuchungskampagne 2018 setzt vergleichend auf die 2013er Kampagne auf. Al-
lerdings wurde in 2018 das Parameterspektrum auf zusätzliche makrochemische Parameter
erweitert. Darüber hinaus erfolgte der 2018er Beprobungszyklus am Ende einer markanten
hydrometeorologischen Situation mit Trockenwetterabflussrandbedingungen.
-
Die Schwerpunkte der Schadstoffbelastung der Haldensickerwässer ergeben sich für die
Komplexe Deutschland-Schacht-Halden sowie Vertrauen-Schacht-Halde und Kaiserin-
Augusta-Schacht-Halde.
-
Auffällig sind Schwermetallgehalte im teilweise hohen mg/l-Bereich (hier insbesondere
Zn bis 345 mg/l) sowie bei den Anionen Sulfat (bis 10.000 mg/l) oder bei den Kationen
Mg (bis zu 2.000 mg/l).
-
Im Hegebach paust sich das überaus hohe Schadstoffinventar einzelner Haldensickerwäs-
ser nur sehr moderat durch. Die Konzentrationserhöhung der Mineralisation im Hegebach
zwischen dem Gebietseingang und dem Gebietsausgang beträgt 75 % (dargestellt über die
Leitfähigkeit als Veränderung von 613 auf 1.073 μS/cm).
-
Der Vergleich 2018 gegen 2013 zeigt für den Hegebach in 2018 tendenziell niedrigere
Schwermetallgehalte und höhere pH-Werte.
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-
Der Vergleich 2018 gegen 2013 zeigt für die Haldensickerwässer in 2018 z.T. sehr deutlich
höhere Sulfat-Konzentrationen. Milieuseitig sind zeitgleich niedrigere Sauerstoffgehalte
charakteristisch.
-
Der Vergleich 2018 gegen 2013 zeigt für beide Nebenströme in 2018 niedrigere Sauer-
stoffgehalte. Im NS 1 sind in 2018 auch die Schwermetallgehalte niedriger als in der Ver-
gleichskampagne 2013.
Nutzungsmöglichkeiten von Inhaltsstoffen
-
Die Oelsnitzer Sole eignet sich für balneologische Nutzungen. Sie ist in der Zusammen-
setzung „stabil“. Für Anwendungen bedarf sie einer Aufbereitung. Diese ist mit den In-
haltsstoffen der Sole realisierbar und kann auch so umgesetzt werden, dass sie rechtlich im
Einklang mit der Option für z.B. Heilwasser-Anerkennungsverfahren bleibt.
-
Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Oelsnitzer Sole kann sich zur Salzgewinnung ergeben.
Die Herstellung von Badesalzen oder ggf. auch Salz-Seifen wäre denkbar. Allerdings ist
dabei i.d.R. und auch sinnvollerweise eine Kopplung mit balneologischen Kriterien ver-
bunden.
-
Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Oelsnitzer Sole ergibt sich über den Winterdienst als
Taumittel. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung als Na-Cl-geprägte Sole ist sie
im Temperaturfenster knapp unter dem Null-Punkt bis ca. -5 °C per se gut geeignet. Die
Oelsnitzer Sole würde auch die rechtlichen Anforderungen aus der „TL-Streu“ erfüllen
können.
-
Eine Nutzung von Inhaltsstoffen im Sinne von Wertstoffen aus den Haldensickerwässern
ist nicht gegeben.
Ausblick und Empfehlungen
Zeitlich parallel mit dem vorliegenden VitaMin-Teilprojekt TP 231-6 erfolgen in einem weiteren,
gleichfalls von der Stadt Oelsnitz initiierten VitaMin-Projekt Untersuchungen zum technischen
Zustand der tiefen Grundwassermessstelle Hy Sie 1A/2003 (G52426003).
Wenn diese abgeschlossen sind, respektive wenn ggf. notwendige technische Umbau- bzw. Sanie-
rungsarbeiten am Ausbau der Messstelle sich angeschlossen haben, muss wieder dafür Sorge ge-
tragen werden, dass sowohl die kontinuierlichen Aufzeichnungen des weiteren Verlaufs des Flu-
tungswasserspiegels, als auch die hydrochemischen und isotopenhydrogeologischen Untersuchun-
gen am Grubenwasser fortgeführt werden können.
Für die Weiterführung der hydrochemischen und isotopenhydrogeologischen Untersuchungen
wird dringend empfohlen, im perspektivischen Monitoring inhaltlich auf das umfangreiche 2018er
Untersuchungsspektrum zurückzugreifen.
Im Falle der Haldensickerwässer und des Hegebachs wird empfohlen, eine ähnliche (bzw. gleiche)
Messkampagne wie 2018 auch unter den Randbedingungen sehr hoher Abflussverhältnisse im He-
gebach, seinen Nebenströmen und den Austrittsstellen der Haldensickerwässer zu konzipieren.
Über diesen Weg kann eine breitere aussagekräftigere Wertespanne betrachtet werden, die den
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gesamten Bereich hydrometeorologischer Randbedingungen mit deren quasi „Extremwerten“ ab-
deckt. Dabei werden Zusatzinformationen auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher stoffli-
cher Lösungsrandbedingungen zu erwarten sein. Das 2018er Parameterspektrum wäre für derar-
tige Betrachtungen ausgelegt und zielführend.
Fragen der Wertstoffnutzung aus den bergbaubedingten Wässern bieten sich lediglich für die Oels-
nitzer Sole an. Strenggenommen handelt es sich um eine Thermalsole. Der mögliche Nutzungsas-
pekt „thermal“ ist in früheren Untersuchungen und Betrachtungen stets verworfen worden auf-
grund fehlender adäquater lokaler, direkt benachbarter Abnehmerstruktur. Hier ergeben sich ggf.
in der Zukunft neue Ansatzpunkte und noch ein weiteres Nutzungspotenzial, wenn der Flutungs-
wasserspiegel weiter nach oben gekommen ist und andererseits geohydraulischer Anschluss an die
größeren Tiefen im Bereich der historischen Grubenbaue beibehalten oder ggf. neu generiert wer-
den kann.
Für zukünftige Untersuchungen am Grubenwasser des ehemaligen Lugau-Oelsnitzer Reviers wird
empfohlen, auch die benachbarte Messstelle in Gersdorf mit in die Betrachtung einzuschließen.
Es ist dokumentiert, dass diese gegenüber dem Oelsnitzer Standort sehr deutlich abweichende
hydrochemische und isotopenhydrogeologische Verhältnisse aufweist. Auch in diese Richtung
und Ermittlung der zugrunde liegenden Ursachen für diese Unterschiede sollte ein Fokus zukünf-
tiger Untersuchungen liegen.
HYDRO-GEO-CONSULT
GmbH

Anlage 1
Wasserspiegelentwicklung
des gefluteten Grubenwassers

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
200
210
220
230
240
250
260
270
280
290
300
310
320
330
340
350
360
370
380
390
400
410
420
430
440
450
01.06.2006
24.08.2006
16.11.2006
08.02.2007
03.05.2007
26.07.2007
18.10.2007
10.01.2008
03.04.2008
26.06.2008
18.09.2008
11.12.2008
05.03.2009
28.05.2009
20.08.2009
12.11.2009
04.02.2010
29.04.2010
22.07.2010
14.10.2010
06.01.2011
31.03.2011
23.06.2011
15.09.2011
08.12.2011
01.03.2012
24.05.2012
16.08.2012
08.11.2012
31.01.2013
25.04.2013
18.07.2013
10.10.2013
02.01.2014
27.03.2014
19.06.2014
11.09.2014
04.12.2014
26.02.2015
21.05.2015
13.08.2015
05.11.2015
28.01.2016
21.04.2016
14.07.2016
06.10.2016
29.12.2016
23.03.2017
15.06.2017
07.09.2017
30.11.2017
22.02.2018
17.05.2018
09.08.2018
01.11.2018
TB Oelsnitz: MKZ-Nr. 52426003 - Entwicklung des Flutungswasserspiegels (Angaben in m u.MPkt.)
WSp - Hy Sie 1A/2003

image
H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
Wasserspiegelentwicklung des gefluteten Grubenwassers

Anlage 2.1
Hydrochemischer Status des
gefluteten Grubenwassers
Tabelle
Darstellung der Einzelanalysen

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
Grundwassermessstelle G52426003
04.07.06
29.11.06
06.09.07
04.06.08
16.12.09
23.03.10
17.08.10
15.03.11
12.09.11
27.09.12
19.03.13
22.04.14
05.05.15
31.05.16
17.05.17
26.03.18
Feldparameter
Einheit
ph-Wert
5,81
5,97
5,80
6,31
5,59
6,32
6,43
6,25
6,87
7,03
7,05
7,12
7,26
7,27
6,72
Leitfähigkeit
μS/cm
24.300
27.000
28.300
30.400
31.700
33.600
34.300
35.500
42.100
43.000
40.151
43.840
46.598
45.902
46.356
Redox
mV
147
127
136
162
132
142
133
110
156
128
196
88
62
100
Sauerstoff
mg/l
1,60
4,80
0,80
1,35
2,50
0,70
0,86
0,88
1,06
0,76
1,48
0,71
0,55
3,99
Temperatur
°C
24,9
24,5
24,9
21,2
22,1
21,1
19,7
20,5
18,2
15,4
19,4
20,5
19,7
20,4
19,1
Laborparameter - 1
Einheit
Natrium
mg/l
3.000
3.500
3.500
3.900
4.800
4.100
4.500
4.500
5.300
6.100
7.100
6.100
6.800
6.800
7.200
7.000
Kalium
mg/l
60
68
74
80
86
80
80
76
81
81
79
80
90
75
82
76
Calcium
mg/l
860
820
940
1.000
1.400
1.300
1.500
1.400
1.700
2.200
2.300
1.900
2.500
2.400
2.400
2.000
Magnesium
mg/l
740
940
950
1.000
1.000
990
970
870
920
860
700
800
660
600
670
730
Barium
mg/l
0,76
0,67
1,4
1,4
1,3
1,5
1,3
1,2
1,7
17
50
110
92
55
58
37
Strontium
mg/l
12
15
23
20
23
24
31
45
58
47
59
53
57
44
Lithium
mg/l
1,6
1,8
2,4
1,8
2,0
2,0
2,4
2,8
2,3
3,1
2,6
2,6
1,7
2,6
Bor
mg/l
0,56
0,55
0,74
0,77
1,00
0,75
0,75
0,81
0,99
0,69
0,87
0,70
0,60
0,87
0,85
0,96
Borat
mg/l
Eisen -ges.
mg/l
250
260
320
310
180
210
180
140
170
56
61
16
11
13
14
29
Eisen -II
mg/l
290
280
220
210
200
170
150
59
23
17
11
18
17
34
Mangan
mg/l
6,8
6,8
6,9
6,3
5,2
5,0
4,5
3,4
3,3
2,9
1,8
3,7
3,6
1,9
2,1
3,1
Chlorid
mg/l
8.700
8.900
9.800
10.000
12.000
11.000
13.000
12.000
14.000
16.000
18.000
15.000
17.000
17.000
18.000
19.000
Sulfat
mg/l
1.200
1.100
980
900
550
570
390
830
330
300
1
11
2
1
1
3
Sulfid, leicht freisetzbar
mg/l
Sulfid, gelöst
mg/l
Hydrogencarbonat
mg/l
340
350
360
380
430
410
440
440
450
220
250
120
57
67
65
140
Bromid
mg/l
110
120
110
120
160
160
170
150
170
230
250
190
280
230
260
240
Iodid
mg/l
Fluorid
mg/l
<0,05
2,0
1,0
1,4
1,7
<0,05
1,5
0,2
<0,05
0,4
0,05
0,7
0,06
0,10
N-Nitrit
mg/l
0,060
0,098
0,098
0,110
<0,005
<0,005
<0,005
<0,005
0,023
<0,005
<0,005
<0,005
0,032
0,035
N-Nitrat
mg/l
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
<0,05
N-Ammonium
mg/l
3,2
2,8
6,0
3,0
2,7
1,8
3,8
3,9
5,5
4,0
3,7
4,5
5,0
5,0
Stickstoff -ges. (TNb)
mg/l
3,6
5,5
5,8
6,6
4,0
4,0
4,2
6,5
6,6
3,9
4,4
4,5
4,3
4,1
Nitrit
mg/l
0,2
0,32
0,32
0,36
0,31
0,39
<0,02
<0,02
0,076
<0,02
<0,02
<0,02
0,11
0,12
Nitrat
mg/l
<0,22
<0,22
<0,22
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
Ammonium
mg/l
4,1
3,6
7,7
3,9
3,5
2,3
4,9
5,0
7,1
5,1
4,8
5,8
6,4
6,4
Phosphor -ges.
mg/l
0,17
<0,04
0,10
0,04
<0,04
0,11
<0,04
<0,04
0,04
0,04
0,04
<0,04
0,064
0,064
ortho-Phosphat -P
mg/l
0,01
<0,01
0,14
0,01
0,05
0,04
0,21
0,01
0,011
0,011
0,011
0,017
0,035
<0,01
0,063
0,057
ortho-Phosphat
mg/l
0,43
0,031
0,15
0,12
0,64
0,031
0,034
0,034
0,034
0,052
0,110
<0,031
0,19
0,17
Silicium
mg/l
8,4
7,5
7,9
6,5
8,5
7,0
6,5
3,1
3,5
1,7
0,7
1,2
1,3
2,1
Silikat (Siliciumdioxid)
mg/l
20
11
18
16
17
14
18
15
14
6,6
7,4
3,6
1,5
2,6
2,8
4,6
Karbonbohrung Hy Sie 1A/2003: Grubenwasser Oelsnitz/E.
Chemismus-bestimmende Parameter
Oeslnitz/E.
hydrochemische Analysen für die Grubenwassermessstelle Karbon des LfULG, G52426003, Oelsnitz/Erzgeb. (Labor: BfUL)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
Grundwassermessstelle G52426003
04.07.06
29.11.06
06.09.07
04.06.08
16.12.09
23.03.10
17.08.10
15.03.11
12.09.11
27.09.12
19.03.13
22.04.14
05.05.15
31.05.16
17.05.17
26.03.18
Karbonbohrung Hy Sie 1A/2003: Grubenwasser Oelsnitz/E.
Oeslnitz/E.
hydrochemische Analysen für die Grubenwassermessstelle Karbon des LfULG, G52426003, Oelsnitz/Erzgeb. (Labor: BfUL)
Laborparameter - 2
Einheit
SK 4,3
mmol/l
5,9
6,2
7,0
6,8
7,2
7,2
7,4
3,7
4,1
2,0
0,93
1,1
1,1
2,2
BK 8,2
mmol/l
13
11
9,0
11,0
8,9
7,0
9,5
3,6
2,5
1,0
0,56
0,77
0,66
1,70
ADR
mg/l
15.000
35.000
41.000
35.000
35.000
35.000
DOC
mg/l
4,7
5,0
3,6
3,4
8,4
3,8
1,5
1,1
1,6
2,4
0,7
3,1
2,3
2,5
TOC
mg/l
14
6,8
16
6,0
8,8
10
3,4
38
54
2,6
0,8
7,6
8,0
7,3
AOX
mg/l
0,43
1,1
1,3
1,2
1,0
5,0
12
9,0
13
0,31
0,56
0,98
1,4
SAK (436 nm)
1/m
1,0
SAK (254 nm)
1/m
21,2
11,1
15,7
9,5
6,1
21,3
6,6
3,6
4,1
2,0
1,4
2,9
2,2
13,1
Phenol-Index
μg/l
<6
<6
<6
11
6
<6
<6
10
6
Cyanid, ges
μg/l
Laborparameter - 3
Einheit
Aluminium
μg/l
13
430
<10
<10
<10
<10
<10
<10
<10
<10
<10
<10
38
53
Antimon
μg/l
<0,4
<0,4
<0,4
<0,4
<0,4
<0,4
<0,4
<0,4
<0,4
0,5
<0,4
<0,4
Arsen
μg/l
200
150
170
160
11
92
76
59
57
6,0
2,6
2,1
1,4
<0,3
2,5
0,9
Beryllium
μg/l
<0,2
<0,2
<0,2
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,02
0,03
Blei
μg/l
<0,2
<0,2
2,8
3,0
1,9
0,4
15
<0,2
0,4
<0,2
<0,2
2,4
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
Cadmium
μg/l
<0,05
<0,05
<0,05
0,09
0,06
<0,03
0,10
0,07
0,07
0,07
0,09
0,10
0,30
0,10
0,30
<0,03
Cäsium
μg/l
Chrom -ges.
μg/l
7,4
9,4
21
5,0
14
8,4
5,1
6,2
7,4
9,2
2,8
<1
1,3
3,2
Cobalt
μg/l
3,1
3,6
3,5
1,6
6,2
2,2
2,2
3,8
3,3
4,8
3,2
6,2
10
2,9
Kupfer
μg/l
<2
13
<2
<2
<2
<2
2,2
<2
2,2
<2
3,7
<2
3,5
<2
Molybdän
μg/l
3,0
2,9
2,8
1,9
2,6
3,8
1,7
9,9
1,7
3,1
1,3
3,3
2,9
2,5
Nickel
μg/l
2,5
8,1
<0,5
2,2
0,7
12
2,2
2,8
3,0
2,1
1,5
1,3
2,0
0,7
Quecksilber
μg/l
Rubidium
μg/l
Selen
μg/l
<1
37
2,1
2,9
1,9
2,5
3,9
5,3
4,6
3,5
380
1.100
300
Silber
μg/l
0,2
1,4
<0,1
0,7
<0,1
0,2
<0,1
0,2
0,5
0,2
<0,1
0,1
0,1
0,3
Tellur
μg/l
22
18
17
16
17
19
210
690
1.700
1.500
800
920
570
Thallium
μg/l
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
0,3
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
Titan
μg/l
15
<1
9,9
17
18
12
9,0
7,4
7,7
21
12
9,9
2,4
Uran
μg/l
<0,2
<0,2
<0,2
<0,2
0,2
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
5,4
0,2
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
<0,1
Vanadium
μg/l
0,7
2,0
8,4
0,7
3,9
0,8
0,6
1,6
1,2
2,6
0,5
<0,3
0,4
<0,3
Zink
μg/l
19
64
72
14
19
13
7,7
31
25
36
31
31
190
<3
Zinn
μg/l
Spurenmetalle
Summenparameter

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
Grundwassermessstelle G52426003
04.07.06
29.11.06
06.09.07
04.06.08
16.12.09
23.03.10
17.08.10
15.03.11
12.09.11
27.09.12
19.03.13
22.04.14
05.05.15
31.05.16
17.05.17
26.03.18
Karbonbohrung Hy Sie 1A/2003: Grubenwasser Oelsnitz/E.
Oeslnitz/E.
hydrochemische Analysen für die Grubenwassermessstelle Karbon des LfULG, G52426003, Oelsnitz/Erzgeb. (Labor: BfUL)
Laborparameter - 4
Einheit
∑BTEX
μg/l
Benzen/Benzol
μg/l
0,57
1,3
3,5
3,0
3,5
5,0
3,7
2,9
1,2
0,78
3,5
Toluen
μg/l
0,24
0,15
0,22
0,56
0,43
0,71
0,84
0,05
0,06
Ethylbenzen
μg/l
0,06
0,04
0,07
0,02
0,05
0,14
0,16
0,11
0,04
0,11
0,12
Xylen (m, p)
μg/l
0,13
0,11
0,04
0,21
0,14
0,06
Xylen (o)
μg/l
0,08
0,06
0,05
0,03
0,19
0,14
0,08
∑LHKW
μg/l
1,2-Dichlorbenzen
μg/l
0,030
∑PAK
μg/l
Fluoranthen
μg/l
0,002
0,005
0,002
0,013
0,001
0,009
Benzo(b)fluoranthen
μg/l
0,001
0,002
Benzo(a)pyren
μg/l
0,001
Naphthalin
μg/l
0,110
0,051
0,290
0,055
0,093
0,110
0,074
0,700
Acenaphthen
μg/l
0,002
0,005
0,003
0,003
0,004
0,002
0,008
Fluoren
μg/l
0,002
0,014
0,004
0,004
0,004
0,003
0,022
Phenanthren
μg/l
0,008
0,003
0,039
0,013
0,015
0,008
0,007
0,083
Anthracen
μg/l
0,001
0,007
0,002
0,002
0,001
0,001
0,016
Pyren
μg/l
0,002
0,007
0,002
0,011
0,011
Benz(a)anthracen
μg/l
0,003
0,001
Chrysen
μg/l
0,002
0,003
sonst. org. Einzelstoffe
μg/l
Biphenyl
μg/l
0,007
0,002
0,014
0,003
0,003
0,002
0,003
0,021
p,p-DDE
μg/l
0,086
o,p-DDD
μg/l
0,006
0,025
0,033
0,004
p,p-DDD
μg/l
0,016
0,037
1,9
0,009
0,003
o,p-DDT
μg/l
0,009
0,026
1,1
0,020
p,p-DDT
μg/l
0,028
0,065
24
0,040
0,010
Boscalid
μg/l
0,002
DEHP
μg/l
0,210
2,1
0,210
0,051
DEET
μg/l
0,006
Bisphenol A
μg/l
0,026
0,230
0,420
0,390
4-Tert-octylphenol
μg/l
0,100
0,013
organische Spurenstoffe (Einzelstoffe)

Anlage 2.2
Hydrochemischer Status des
gefluteten Grubenwassers
Diagramme
Konzentrationsentwicklungen von Einzelelementen

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
2,5
3,0
3,5
4,0
4,5
5,0
5,5
6,0
6,5
7,0
7,5
8,0
8,5
9,0
9,5
10,0
10,5
11,0
11,5
12,0
12,5
0
2.500
5.000
7.500
10.000
12.500
15.000
17.500
20.000
22.500
25.000
27.500
30.000
32.500
35.000
37.500
40.000
42.500
45.000
47.500
50.000
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter
(hier: Leitfähigkeit + pH-Wert)
Leitfähigkeit (in μS/cm)
ph-Wert

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0,0
0,5
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
3,5
4,0
4,5
5,0
5,5
6,0
6,5
7,0
7,5
8,0
-400
-350
-300
-250
-200
-150
-100
-50
0
50
100
150
200
250
300
350
400
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter
(hier: Redox + Sauerstoff)
Redox-Spannung (in mV)
Sauerstoff (in mg/l)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
160
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000
5.500
6.000
6.500
7.000
7.500
8.000
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter (hier:
Natrium, Kalium
)
Natrium (in mg/l)
Kalium (in mg/l)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000
1.100
1.200
1.300
1.400
1.500
1.600
1.700
1.800
1.900
2.000
2.100
2.200
2.300
2.400
2.500
2.600
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000
1.100
1.200
1.300
1.400
1.500
1.600
1.700
1.800
1.900
2.000
2.100
2.200
2.300
2.400
2.500
2.600
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter (hier:
Calzium, Magnesium
)
Calzium (in mg/l)
Magnesium (in mg/l)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter (hier:
Barium, Strontium
)
Barium (in mg/l)
Strontium (in mg/l)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
32
34
36
38
40
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
220
240
260
280
300
320
340
360
380
400
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter (hier:
Eisen, AOX
)
Eisen-ges. (in mg/l)
AOX (in mg/l)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
220
240
260
280
300
320
340
360
380
400
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000
11.000
12.000
13.000
14.000
15.000
16.000
17.000
18.000
19.000
20.000
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter (hier:
Chlorid, Bromid
)
Chlorid (in mg/l)
Bromid (in mg/l)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
500
550
600
650
700
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1.000
1.100
1.200
1.300
1.400
01.01.06
12.03.06
21.05.06
30.07.06
08.10.06
17.12.06
25.02.07
06.05.07
15.07.07
23.09.07
02.12.07
10.02.08
20.04.08
29.06.08
07.09.08
16.11.08
25.01.09
05.04.09
14.06.09
23.08.09
01.11.09
10.01.10
21.03.10
30.05.10
08.08.10
17.10.10
26.12.10
06.03.11
15.05.11
24.07.11
02.10.11
11.12.11
19.02.12
29.04.12
08.07.12
16.09.12
25.11.12
03.02.13
14.04.13
23.06.13
01.09.13
10.11.13
19.01.14
30.03.14
08.06.14
17.08.14
26.10.14
04.01.15
15.03.15
24.05.15
02.08.15
11.10.15
20.12.15
28.02.16
08.05.16
17.07.16
25.09.16
04.12.16
12.02.17
23.04.17
02.07.17
10.09.17
19.11.17
28.01.18
08.04.18
17.06.18
Oelsnitz - Entwicklung hydrochemischer Parameter (hier:
Sulfat, Hydrogenkarbonat
)
Sulfat (in mg/l)
Hydrogenkarbonat (in mg/l)

Anlage 3.1
Hydrochemische Kontrollanalytik
2018 der Stadt Oelsnitz
Analysenprotokoll Hydrochemie
(Eurofins, 26.03.2018)

image
image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 1 von 7
Eurofins Umwelt Ost GmbH
Löbstedter Strasse 78
D-07749 Jena
Tel.
+49 3641 4649 0
Fax
+49 3641 4649 19
info_jena@eurofins.de
www.eurofins.de/umwelt
GF: Dr. Benno Schneider
Axel Ulbricht, Dr. Heinrich Ruholl
Amtsgericht Jena HRB 202596
USt.-ID.Nr. DE 151 28 1997
Bankverbindung: NORD LB
BLZ 250 500 00
Kto 150 334 779
IBAN DE91 250 500 00 0150 334 779
BIC/SWIFT NOLA DE 2HXXX
Eurofins Umwelt Ost GmbH - Lindenstraße 11
Gewerbegebiet Freiberg Ost - D-09627 - Bobritzsch-Hilbersdorf
HGC Hydro-Geo-Consult GmbH
Schwarze Kiefern 2
09633 Halsbrücke
Dieser Prüfbericht ersetzt den Prüfbericht Nr. AR-18-FR-009605-01 vom 20.04.2018 wegen Änderung der Messergebnisse.
Titel:
Prüfbericht zu Auftrag 11807887
Prüfberichtsnummer:
AR-18-FR-009605-02
Auftragsbezeichnung:
Grubenwasser Oelsnitz - hoch salzreich
Anzahl Proben:
1
Probenart:
Wasser
Probenahmedatum:
26.03.2018
Probenehmer:
Auftraggeber
Probeneingangsdatum:
26.03.2018
Prüfzeitraum:
26.03.2018 - 03.05.2018
Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die untersuchten Prüfgegenstände. Sofern die Probenahme nicht durch unser Labor oder in
unserem Auftrag erfolgte, wird hierfür keine Gewähr übernommen. Dieser Prüfbericht ist nur mit Unterschrift gültig und darf nur vollständig und
unverändert weiterverbreitet werden. Auszüge oder Änderungen bedürfen in jedem Einzelfall der Genehmigung der EUROFINS UMWELT.
Es gelten die Allgemeinen Verkaufsbedingungen (AVB), sofern nicht andere Regelungen vereinbart sind. Die aktuellen AVB können Sie unter
http://www.eurofins.de/umwelt/avb.aspx
einsehen.
Das beauftragte Prüflaboratorium ist durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Die Akkreditierung gilt nur für den in der
Urkundenanlage (D-PL-14081-01-00) aufgeführten Umfang.
Viki Holzapfel
Digital signiert,
{{SIGNATURE_DATE}}
Prüfleiterin
{{SIGNATURE_BY}}
Tel. +49 3731 2076 511
{{SIGNATURE_TITLE}}
03.05.2018
Viki Holzapfel
Prüfleitung

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 2 von 7
Parameter
Lab. Akkr. Methode
pH-Wert
FR
JE02
DIN EN ISO 10523 (C5):
2012-04
Temperatur pH-Wert
FR
JE02
DIN 38404-C4: 1976-12
Gesamttrockenrückstand
(105°C)
FR
JE02
DIN 38409-H1-1
Physikalisch-chemische Kenngrößen
Gesamtgehalt an gelösten
Feststoffen
FR
JE02
DIN EN 15216
Physikalisch-chemische Kenngrößen aus der filtrierten Probe
Säurekapazität pH 4,3
(m-Wert)
FR
JE02
DIN 38409-H7: 2005-12
Temperatur Säurekapazität
pH 4,3
FR
JE02
DIN 38404-C4: 1976-12
Säurekapazität pH 8,2
(p-Wert)
FR
JE02
DIN 38409-H7: 2005-12
Temperatur Säurekapazität
pH 8,2
FR
JE02
DIN 38404-C4: 1976-12
Anorganische Summenparameter
Hydrogencarbonat (HCO3-)
FR
JE02
DEV D 8
Fluorid
FR
JE02
DIN EN ISO 10304-1:
2009-07
Chlorid (Cl)
FR
JE02
DIN EN ISO 10304-1:
2009-07
Bromid
FR
JE02
DIN EN ISO 10304-1:
2009-07
Iodid
FR
JE02
DIN EN ISO 10304-3
Nitrat (NO3)
FR
JE02
DIN EN ISO 10304-1:
2009-07
Sulfat (SO4)
FR
JE02
DIN EN ISO 10304-1:
2009-07
Sulfid, leicht freisetzbar
FR
JE02
DIN 38405-D27
Sulfid gelöst
FR
JE02
analog DIN 38405-D26
ortho-Phosphat
FR
JE02
DIN EN ISO 6878
Cyanide, gesamt
FR
JE02
DIN EN ISO 14403
Anionen
Ammonium
FR
JE02
DIN 38406-5: 1983-10
Kationen
Aluminium (Al)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Antimon (Sb)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Arsen (As)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Barium (Ba)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Beryllium (Be)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Blei (Pb)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Bor (B)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Borate als BO3
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Cadmium (Cd)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Elemente
Probenbezeichnung
Probenahmedatum/ -zeit
Probennummer
BG
Einheit
°C
20
mg/l
50
mg/l
0,1
mmol/l
°C
0,1
mmol/l
°C
6
mg/l
2,0
mg/l
1,0
mg/l
1,0
mg/l
0,2
mg/l
1,0
mg/l
1,0
mg/l
0,04
mg/l
0,05
mg/l
0,02
mg/l
0,005
mg/l
0,06
mg/l
0,01
mg/l
0,001
mg/l
0,001
mg/l
0,0005
mg/l
0,001
mg/l
0,001
mg/l
0,02
mg/l
0,1
mg/l
0,0002
mg/l
5,8
21,7
34000
31000
1,2
21,7
< 0,1
21,7
74
< 2,0
18000
300
< 1,0
1)
< 1,0
7,8
0,05
0,15
0,61
< 0,005
6,1
0,07
< 0,001
0,002
45,0
< 0,001
< 0,001
1,11
6,0
< 0,0002
118028476
26.03.2018
TB Oe/E

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 3 von 7
Parameter
Lab. Akkr. Methode
Calcium (Ca)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Cäsium (Cs)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Chrom (Cr)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Cobalt (Co)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Eisen (Fe)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Eisen (Fe2+)
FR
JE02
DIN 38406-E1
Kalium (K)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Kupfer (Cu)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Lithium (Li)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Magnesium (Mg)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Mangan (Mn)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Molybdän (Mo)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Natrium (Na)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Nickel (Ni)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Phosphor (P)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Quecksilber (Hg)
FR
JE02
DIN EN ISO 12846:
2012-08
Rubidium (Rb)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Selen (Se)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Silber (Ag)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Silicium (Si)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Silicium als SiO2
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Strontium (Sr)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Tellur (Te)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Titan (Ti)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Uran (U)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Vanadium (V)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Zink (Zn)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Zinn (Sn)
FR
JE02
DIN EN ISO 17294-2:
2005-02
Gelöster org. Kohlenstoff
(DOC)
FR
JE02
DIN EN 1484: 1997-08
Spektr. Absorptionskoeff.
(254 nm)
FR
JE02
DIN 38404-3: 2005-07
Spektr. Absorptionskoeff.
(436 nm)
FR
JE02
DIN EN ISO 7887:
2012-04
Organische Summenparameter
AOX
FR
JE02
DIN EN ISO 9562,
Anhang A: SPE-AOX
Organische Summenparameter aus der homogenisierten Probe
Probenbezeichnung
Probenahmedatum/ -zeit
Probennummer
BG
Einheit
0,02
mg/l
0,001
mg/l
0,001
mg/l
0,0002
mg/l
0,005
mg/l
0,01
mg/l
0,05
mg/l
0,001
mg/l
0,005
mg/l
0,02
mg/l
0,001
mg/l
0,001
mg/l
0,05
mg/l
0,001
mg/l
0,2
mg/l
0,0001
mg/l
0,001
mg/l
0,001
mg/l
0,001
mg/l
0,01
mg/l
0,02
mg/l
0,002
mg/l
0,01
mg/l
0,01
mg/l
0,0002
mg/l
0,002
mg/l
0,002
mg/l
0,001
mg/l
0,1
mg/l
0,1
1/m
0,1
1/m
0,01
mg/l
2550
0,009
0,003
0,0004
30,6
26,3
79,2
< 0,001
3,31
704
3,30
0,002
6970
0,003
< 0,2
< 0,0001
0,116
0,001
< 0,001
3,31
7,07
60,8
< 0,01
< 0,01
< 0,0002
0,016
0,057
< 0,001
2,4
9,0
2,1
0,03
118028476
26.03.2018
TB Oe/E

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 4 von 7
Parameter
Lab. Akkr. Methode
Benzol
FR
JE02
DIN 38407-F9-1: 1991-05
(MSD)
Toluol
FR
JE02
DIN 38407-F9-1: 1991-05
(MSD)
Ethylbenzol
FR
JE02
DIN 38407-F9-1: 1991-05
(MSD)
m-/-p-Xylol
FR
JE02
DIN 38407-F9-1: 1991-05
(MSD)
o-Xylol
FR
JE02
DIN 38407-F9-1: 1991-05
(MSD)
Summe BTEX
FR
JE02
DIN 38407-F9-1: 1991-05
(MSD)
BTEX und aromatische Kohlenwasserstoffe
Dichlormethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
trans-1,2-Dichlorethen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
cis-1,2-Dichlorethen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Chloroform (Trichlormethan)
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,1,1-Trichlorethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Tetrachlormethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Trichlorethen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Tetrachlorethen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,1-Dichlorethen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,2-Dichlorethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,1-Dichlorethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,1,2-Trichlorethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,1,2,2-Tetrachlorethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
cis-1,3-Dichlorpropen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
trans-1,3-Dichlorpropen
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Bromdichlormethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Dibromchlormethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Tribrommethan
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Trichlorfluormethan (R 11)
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
LHKW
1,2-Dichlorbenzol
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,3-Dichlorbenzol
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
1,4-Dichlorbenzol
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Summe LHKW (22
Parameter)
FR
JE02
DIN EN ISO 10301:
1997-08
Chlorbenzole
Probenbezeichnung
Probenahmedatum/ -zeit
Probennummer
BG
Einheit
0,5
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
0,5
µg/l
2,0
µg/l
1,0
µg/l
1,0
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
1,0
µg/l
2,0
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
0,5
µg/l
µg/l
4,1
< 1,0
< 1,0
< 1,0
< 1,0
4,1
< 1,0
< 1,0
< 1,0
< 0,5
< 0,5
< 0,5
< 0,5
< 0,5
< 1,0
< 1,0
< 1,0
< 0,5
< 2,0
< 1,0
< 1,0
< 0,5
< 0,5
< 1,0
< 2,0
< 0,5
< 0,5
< 0,5
(n. b.)
2)
118028476
26.03.2018
TB Oe/E

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 5 von 7
Parameter
Lab. Akkr. Methode
Naphthalin
FR
JE02
DIN 38407-F39
Acenaphthylen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Acenaphthen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Fluoren
FR
JE02
DIN 38407-F39
Phenanthren
FR
JE02
DIN 38407-F39
Anthracen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Fluoranthen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Pyren
FR
JE02
DIN 38407-F39
Benzo[a]anthracen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Chrysen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Benzo[b]fluoranthen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Benzo[k]fluoranthen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Benzo[a]pyren
FR
JE02
DIN 38407-F39
Indeno[1,2,3-cd]pyren
FR
JE02
DIN 38407-F39
Dibenzo[a,h]anthracen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Benzo[ghi]perylen
FR
JE02
DIN 38407-F39
Summe 16 EPA-PAK
exkl.BG
FR
JE02
DIN 38407-F39
Summe 15 PAK ohne
Naphthalin exkl.BG
FR
JE02
DIN 38407-F39
PAK
Phenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2-Methylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
3-Methylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
4-Methylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3-Dimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,4-Dimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,5-Dimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,6-Dimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
3,4-Dimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
4-Ethylphenol /
3,5-Dimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,5-Trimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,6-Trimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,4,6-Trimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
Phenole
Probenbezeichnung
Probenahmedatum/ -zeit
Probennummer
BG
Einheit
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
0,01
µg/l
µg/l
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,12
< 0,05
0,06
< 0,05
< 0,05
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
< 0,01
0,18
0,06
0,10
1,6
0,84
1,2
0,05
0,37
0,18
0,16
0,16
0,61
0,07
0,17
< 0,05
118028476
26.03.2018
TB Oe/E

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 6 von 7
Parameter
Lab. Akkr. Methode
3,4,5-Trimethylphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2-Chlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
3-Chlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
4-Chlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3-Dichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,4-/2,5-Dichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,6-Dichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
3,4-Dichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
3,5-Dichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,4-Trichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,5-Trichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,6-Trichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,4,5-Trichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,4,6-Trichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
3,4,5-Trichlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,4,5-Tetrachlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,4,6-Tetrachlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
2,3,5,6-Tetrachlorphenol
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
Pentachlorphenol (PCP)
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673:
1999-05
Summe 18 Chlorphenole
FR
JE02
DIN 38407-F27:
2012-10/DIN EN 12673
Probenbezeichnung
Probenahmedatum/ -zeit
Probennummer
BG
Einheit
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
0,05
µg/l
µg/l
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
< 0,05
(n. b.)
2)
118028476
26.03.2018
TB Oe/E

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-009605-02
Seite 7 von 7
Erläuterungen
BG - Bestimmungsgrenze
Lab. - Kürzel des durchführenden Labors
Akkr. - Akkreditierungskürzel des Prüflabors
1)
Die angewandte Bestimmungsgrenze weicht von der Standardbestimmungsgrenze (Spalte BG) ab aufgrund von Matrixstörungen.
2)
nicht berechenbar, da alle Werte < BG.
Kommentare zu Ergebnissen
Die mit FR gekennzeichneten Parameter wurden von Eurofins Umwelt Ost GmbH (Bobritzsch-Hilbersdorf) analysiert. Die mit JE02
gekennzeichneten Parameter sind nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 D-PL-14081-01-00 akkreditiert.

Anlage 3.2
Hydrochemische Kontrollanalytik
2018 der Stadt Oelsnitz
Analysenprotokoll Gasphasenuntersuchung
(Eurofins, 26.03.2018)

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-008960-01
Seite 1 von 2
Eurofins Umwelt Ost GmbH
Löbstedter Strasse 78
D-07749 Jena
Tel.
+49 3641 4649 0
Fax
+49 3641 4649 19
info_jena@eurofins.de
www.eurofins.de/umwelt
GF: Dr. Benno Schneider
Axel Ulbricht, Dr. Heinrich Ruholl
Amtsgericht Jena HRB 202596
USt.-ID.Nr. DE 151 28 1997
Bankverbindung: NORD LB
BLZ 250 500 00
Kto 150 334 779
IBAN DE91 250 500 00 0150 334 779
BIC/SWIFT NOLA DE 2HXXX
Eurofins Umwelt Ost GmbH - Lindenstraße 11
Gewerbegebiet Freiberg Ost - D-09627 - Bobritzsch-Hilbersdorf
HGC Hydro-Geo-Consult GmbH
Schwarze Kiefern 2
09633 Halsbrücke
Titel:
Prüfbericht zu Auftrag 11807902
Prüfberichtsnummer:
AR-18-FR-008960-01
Auftragsbezeichnung:
gelöste Gase TB Oe, Grubenwasser - hoch salzreich
Anzahl Proben:
1
Probenart:
Luft
Probenahmedatum:
26.03.2018
Probenehmer:
Auftraggeber
Probeneingangsdatum:
26.03.2018
Kommentar:
Prüfzeitraum: 26.03.2018 - 13.04.2018
Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die untersuchten Prüfgegenstände. Sofern die Probenahme nicht durch unser Labor oder in
unserem Auftrag erfolgte, wird hierfür keine Gewähr übernommen. Dieser Prüfbericht ist nur mit Unterschrift gültig und darf nur vollständig und
unverändert weiterverbreitet werden. Auszüge oder Änderungen bedürfen in jedem Einzelfall der Genehmigung der EUROFINS UMWELT.
Es gelten die Allgemeinen Verkaufsbedingungen (AVB), sofern nicht andere Regelungen vereinbart sind. Die aktuellen AVB können Sie unter
http://www.eurofins.de/umwelt/avb.aspx
einsehen.
11807902-Anlage
Anhänge:
Viki Holzapfel
Digital signiert,
{{SIGNATURE_DATE}}
Prüfleiterin
{{SIGNATURE_BY}}
Tel. +49 3731 2076 511
{{SIGNATURE_TITLE}}
13.04.2018
Viki Holzapfel
Prüfleitung

image
Prüfberichtsnummer: AR-18-FR-008960-01
Seite 2 von 2
Parameter
Lab. Akkr. Methode
gelöste Gase
FR
siehe Anlage
Sonstige Parameter
Probenbezeichnung
Probenahmedatum/ -zeit
Probennummer
Einheit
siehe Anlage
118028520
26.03.2018
gelöste
Gase TB
Oe/E
Erläuterungen
BG - Bestimmungsgrenze
Lab. - Kürzel des durchführenden Labors
Akkr. - Akkreditierungskürzel des Prüflabors
Die mit FR gekennzeichneten Parameter wurden von Eurofins Umwelt Ost GmbH (Bobritzsch-Hilbersdorf) analysiert.

image
Probenbezeichnung
gelöste Gase TB Oe/E
Probenahmedatum
26.03.2018
Probenummer
118028520
Parameter
Lab.
Akkr.
Methode
BG
Einheit
Bestimmung der gelösten Gase
Argon
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
10,5
Kohlenstoffdioxid
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
26,7
Methan
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
33,3
Kohlenstoffmonoxid
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
< 0,1
Wasserstoff
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
< 0,1
Stickstoff
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
29,5
Schwefelwasserstoff
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
7
ppm
< 7
Sauerstoff
FR
Hausmethode nach DIN V 51872-5
0,1
Vol.-%
< 0,1
Erläuterungen
BG: Bestimmungsgrenze
Lab.: Kürzel des durchführenden Labors
Akkr.: Akkreditierungskürzel des Prüflabors
Anmerkung:
Die mit FR gekennzeichneten Parameter wurden von EUROFINS Umwelt Ost GmbH (Bobritzsch-Hilbersdorf) analysiert.
Anhang zu Prüfbericht AR-18-FR-008960-01 : 11807902-Anlage
1 / 1

Anlage 4.1
Isotopenhydrogeologischer Status des
gefluteten Grubenwassers
Tabelle
bisherige Untersuchungsergebnisse

Grubenwasser Oelsnitz - Ergebnisse isotopenhydrogeologischer Untersuchungen
Messwerte
15.11.2004
(6.Test)
04.07.2006
06.09.2007
04.06.2008
16.12.2009
23.03.2010
17.08.2010
15.03.2011
3
H-Tritium
(Wasser)
T.E.
6,5 ± 0,5
5,0 ± 0,5
4,1 ± 0,6
4,3 ± 0,6
3,0 ± 0,6
3,4 ± 0,7
3,2 ± 0,7
1,7 ± 0,5
13
C
-21,2
-23,3
-22,5
-21,2
-21,4 ± 0,3
14
C
%-mod.
46,7 ± 2,2
46,1 ± 2,1
48,3 ± 2,2
43,9 ± 2,0
45,5 ± 1,9
2
H-Deuterium
(Wasser)
-54,9 ± 1
-52,5 ± 1
-52,8 ± 1
-49,7 ± 1
-51,5 ± 1
-49,2 ± 1
-48,45 ± 1
-51,5 ± 1,5
18
O
(Wasser)
-8,16 ± 0,1
-7,82 ± 0,1
-7,65 ± 0,1
-7,61 ± 0,1
-7,43 ± 0,1
-7,21 ± 0,1
-7,20 ± 0,1
-7,75 ± 0,15
34
S
(SO4)
3,8 ± 0,3
5,8 ± 0,3
9,0 ± 0,3
9,7 ± 0,3
10,8 ± 0,3
12,7 ± 0,3
13,6 ± 0,3
13,8 ± 0,3
18
O
(SO4)
8,2 ± 0,5
5,5 ± 0,5
5,6 ± 0,5
5,6 ± 0,4
6,6 ± 0,5
6,7 ± 0,2
6,8 ± 0,2
7,6 ± 0,3
Altersstruktur des Grund-
wassers (Modell: EM)
15.11.2004
(6.Test)
04.07.2006
06.09.2007
04.06.2008
16.12.2009
23.03.2010
17.08.2010
15.03.2011
3
H-Tritium
(Wasser)
T.E.
6,5 ± 0,5
5,0 ± 0,5
4,1 ± 0,6
4,3 ± 0,6
3,0 ± 0,6
3,4 ± 0,7
3,2 ± 0,7
1,7 ± 0,5
mittl. Verweilzeit
ι
m (EM)
Jahre
160...180200...280>250...300 205
220
230
Jungwasseranteil
α
(30-Jahre)
%
16
10...12 <10
13...14 13
12

Grubenwasser Oelsnitz - Ergebnisse isotopenhydrogeologischer Untersuchungen
Messwerte
12.09.2011
27.09.2012
19.03.2013
22.04.2014
05.05.2015
30.05.2016
17.05.2017
26.03.2018
3
H-Tritium
(Wasser)
T.E.
2,3 ± 0,6
1,4 ± 0,5
<0,6
0,6 ± 0,5
<0,6
<0,55
<0,58
<0,61
13
C
-21,3 ± 0,3
-12,0 ± 0,3
-13,3 ± 0,3
-15,6 ± 0,3
-13,9 ± 0,3
14
C
%-mod.
44,7 ± 1,9
n.b.
20,5 ± 0,5
19,6 ± 0,5
12,3 ± 1,7
2
H-Deuterium
(Wasser)
-48,5 ± 1,5
-41,4 ± 1
-42,7 ± 1
-44,8 ± 1
-42,4 ± 1
-41,6 ± 1
-41,7 ± 1
-45,4 ± 1
18
O
(Wasser)
-7,50 ± 0,15
-7,09 ± 0,1
-7,07 ± 0,1
-7,01 ± 0,1
-7,02 ± 0,1
-6,65 ± 0,1
-6,70 ± 0,1
-7,31 ± 0,1
34
S
(SO4 - gelöst)
16,3 ± 0,3
22,3 ± 0,3
20,8 ± 0,3
n.b.
n.b.
n.b.
n.b.
18
O
(SO4 - gelöst)
7,7 ± 0,3
8,8 ± 0,3
8,3 ± 0,3
n.b.
n.b.
n.b.
n.b.
34
S
(Sulfid - partikulär)
-7,2 ± 0,3
-3,6 ± 0,3
n.b.
(-0,6 ± 0,3)
-3,3 ± 0,3
Grundwasseraltersstruktur
Modelle: EPMr / LM+3H=0)
12.09.2011
27.09.2012
19.03.2013
22.04.2014
05.05.2015
30.05.2016
17.05.2017
26.03.2018
3
H-Tritium
(Wasser)
T.E.
2,3 ± 0,6
1,4 ± 0,5
<0,6
0,6 ± 0,5
<0,6
<0,55
<0,58
<0,61
mittl. Verweilzeit
ι
m (EPMr), Gesamtmodell
Jahre
250
>250
>250
Jungwasseranteil α
(30 a)
%
5..6 5
<5 (...13) 13
13
13
13
13
Anteil LM am Gesamtmodell
%
(22)
20
20
20
20
20
mittl. Verweilzeit ι
m
- für den Anteil Teilmodell “LM”
Jahre
(23)
23
23
23
23
23

Anlage 4.2
Isotopenhydrogeologischer Status des
gefluteten Grubenwassers
Interpretation Tritium
Ergebnisse der Auswertemodellrechnungen
(Ermittlung der Altersstruktur)

image
image
Tritium-Auswertung über ein gekoppeltes Modell aus parallel geschaltetem
Linearmodell (LM) und tritiumfreien Modell (3H=0)
hier:
Ergebnis der Berechnung des Jungwasseranteils [α
(30-Jahre)
] über [ι
m (LM +3H=0)
]
Gültigkeit der Lösung mit:
Jungwasseranteil im Gesamtmodell [α
(30-Jahre)
]
= 13 %
Anteil LM am Gesamtmodell
= 20 %
mittlere Verweilzeit für den LM-Anteil [ι
m (LM)
]
= 23 a
HYDRO-GEO-CONSULT
GmbH

Anlage 4.3
Isotopenhydrogeologischer Status des
gefluteten Grubenwassers
Interpretation stabile Isotope
Auswertediagramm der δ
2
H/δ
18
O-Ergebnisse
(CRAIG-Diagramm)

H
Y
D
R
O
-
G
E
O
-
C
O
N
S
U
L
T
G
m
b
H
-65
-64
-63
-62
-61
-60
-59
-58
-57
-56
-55
-54
-53
-52
-51
-50
-49
-48
-47
-46
-45
-44
-43
-42
-41
-40
-9,4 -9,3 -9,2 -9,1 -9,0 -8,9 -8,8 -8,7 -8,6 -8,5 -8,4 -8,3 -8,2 -8,1 -8,0 -7,9 -7,8 -7,7 -7,6 -7,5 -7,4 -7,3 -7,2 -7,1 -7,0 -6,9 -6,8 -6,7 -6,6 -6,5
d
2
H (in Promille)
d
18
O (in Promille)
CRAIG-Diagramm für die stabilen Isotope
2
H und
18
O im Grundwasser/Grubenwasser
15.11.2004
04.07.2006
06.09.2007
04.06.2008
16.12.2009
23.03.2010
17.08.2010
15.03.2011
12.09.2011
27.09.2012
19.03.2013
22.04.2014
05.05.2015
31.05.2016
17.05.2017
26.03.2018
WMWL-Gerade mit y = 8x+10

Anlage 5
Hegebach und Haldensickerwässer
Übersichtskarte mit Darstellung der einzeln
betrachteten Teilgebiete

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
5621000
5621000
5622000
5622000
5623000
5623000
5624000
5624000
337025
337025
338025
338025
339025
339025
340025
340025
Auftragnehmer:
Auftraggeber:
Projekt:
Inhalt:
Maßstab: 10.000
Stand: 12/2018
30182030
bearbeitet:
gezeichnet:
geprüft:
Analyse zu speziellen Inhaltsstoffen in Gruben-
und Haldenwässern aus den ehemaligen
Lugau-Oelsnitzer Revier
Lageplan mit Teilgebieten
Darstellung der Probenahmepunkte
Lux / Schmiedel
Schmiedel
Dr. Abraham
Anlage 5
Probenahmepunkte Hegebach
Probenahmepunkte Haldensickerwasser
Probenahmepunkte Haldensickerwasser - trocken
Halden
Teilgebiete
Legende
EPSG:25833
Nebenstrom
1
Teilgebiet 4
Nebenstrom
2
Teilgebiet 3
Hegebach
Teilgebiet 2
Teilgebiet 1
Gebietseingang / Gebietsausgang

Anlage 6
Hegebach und Haldensickerwässer
Tabelle
Darstellung der hydrochemischen
Analysenergebnisse 2018

VitaMin 2018 - Oelsnitz/Erzgeb.
13.11.18
19.11.18
13.11.18
19.11.18
19.11.18
16.11.18
13.11.18
13.11.18
19.11.18
16.11.18
16.11.18
13.11.18
13.10.18
13.11.18
16.11.18
trocken
13.11.18
13.11.18
WP 17/18
WP 41/18
WP 8/18
WP 42/18
WP 16/18
WP 29/18
WP 18/18
WP 10/18
WP 4/18
WP 9/18
WP 5/18
WP 12/18
WP 11/18
WP 19/18
WP 6/18
WP 39/18
WP 20/18
WP 21/18
Feldparameter
Einheit
ph-Wert
7,09
7,68
6,22
7,76
7,42
6,10
7,92
7,92
6,71
6,74
3,73
7,93
7,93
8,06
7,54
8,00
8,02
Leitfähigkeit
μS/cm
613
851
14.090
9.650
1.195
2.240
1.049
1.070
2.670
5.880
9.850
2.080
1.341
1.110
1.052
722
1.073
Redox
mV
305
317
278
314
361
242
232
230
183
100
455
281
262
255
251
260
264
Sauerstoff
mg/l
8,39
8,41
6,75
4,25
8,75
5,61
7,87
7,99
7,35
4,29
2,31
7,98
7,43
7,81
8,6
7,05
7,32
Temperatur
°C
10,4
8,2
18,3
11,6
8,2
11,6
11,1
11,0
13,3
9,8
12,0
9,8
10,7
10,9
3,7
10,9
10,9
Laborparameter - 1
Einheit
Natrium
mg/l
17,6
32,4
603
402
41,9
54,3
34,4
32,8
38
232
109
73
41,4
36,4
20
23,8
35,6
Kalium
mg/l
5,74
5,58
365
224
12
18,5
9,76
9,66
29,5
55,8
27,1
12,0
10,3
9,11
17,0
7,2
8,83
Calcium
mg/l
48,7
61,8
468
354
73,9
248
67,5
63,1
386
495
399
166
84,9
73,7
82
61
74,2
Magnesium
mg/l
30
36
2.000
1.300
74
120
61
60
140
490
1.600
140
76
64
62
28
60
Chlorid
mg/l
42
81
970
730
96
100
77
74
38
400
280
130
84
77
49
60
75
Sulfat
mg/l
110
170
10.000
6.400
350
1.100
260
270
1.600
3.300
10.000
810
370
300
390
82
270
Hydrogencarbonat
mg/l
98
98
165
146
98
61
122
116
98
323
5
171
128
128
79
165
134
Nitrat
mg/l
42
42
92
60
42
31
37
36
22
1,6
97
26
34
34
1,8
28
34
mg/l
Laborparameter - 2
Einheit
SK 4,3
mmol/l
1,6
1,6
2,7
2,4
1,6
1,0
2,0
1,9
1,6
5,3
<0,1
2,8
2,1
2,1
1,3
2,7
2,2
μg/l
Laborparameter - 3
Einheit
μg/l
Cadmium
μg/l
0,9
0,9
23,2
25,3
1,4
13,8
0,8
0,9
81,2
0,5
1.820
14,9
3,2
1,8
<0,2
<0,2
1,1
Kupfer
μg/l
<1
6
<1
8
7
3
3
3
<1
<1
67
<1
1
2
<1
4
2
Nickel
μg/l
8
8
62
120
13
86
7
8
410
101
7.070
87
22
11
8
4
10
Zink
μg/l
134
162
4.980
5.060
273
3.170
169
267
19.300
531
345.000
4.150
929
389
149
127
373
μg/l
Kaiserin-Augusta-
Sch. Halde
Vertrauen-Sch.
Halde
Victoria-Sch.
Halde
Gottes Segen- und
Glückauf-Sch.
Halde
Chemismus-bestimmende Parameter
Untersuchung von Oberflächenwässern: Hegebach und Haldenwässer
hydrochemische Analysen für den Hegebach sowie Haldensickerwässer
Summenparameter
Spurenmetalle
NS 1
Hegebach
Hegebach
Deutschland-Sch.
Halde
Einlaufrohr am
Hegebach
Hegebach
Frieden- und Hedwig-
Sch. Halde
Hegebach
NS 2
NS 2 vor Hegebach
Hegebach
Hegebach
Concordia-Sch. Halde
NS 1 vor Hegebach
Hegebach
Hegebach

Anlage 7.1
Hegebach und Haldensickerwässer
Untersuchungsergebnisse für die Teilgebiete
Teilgebiet 1
Oelsnitz, Bereich Deutschlandschachthalden

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
5621500
5621500
5622000
5622000
337025
337025
337525
337525
Auftragnehmer:
Auftraggeber:
Projekt:
Inhalt:
Maßstab: 5.000
Stand: 12/2018
30182030
bearbeitet:
gezeichnet:
geprüft:
Analyse zu speziellen Inhaltsstoffen in Gruben-
und Haldenwässern aus den ehemaligen
Lugau-Oelsnitzer Revier
Hegebach und Haldensickerwässer
Teilgebiet 1: Deutschlandschacht-Halden
Lux / Schmiedel
Schmiedel
Dr. Abraham
Anlage 7-1
Probenahmepunkte Hegebach
Probenahmepunkte Haldensickerwasser
Probenahmepunkte Haldensickerwasser - trocken
Halden
Legende
EPSG:25833
Hegebach und Haldensickerwässer
Teilgebiet Deutschlandschacht-Halden
Hegebach

Anlage 7.2
Hegebach und Haldensickerwässer
Untersuchungsergebnisse für die Teilgebiete
Teilgebiet 2
Oelsnitz, Bereich Frieden- und
Hedwig-Schacht-Halde

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
5622000
5622000
5622500
5622500
5623000
5623000
338025
338025
338525
338525
Auftragnehmer:
Auftraggeber:
Projekt:
Inhalt:
Maßstab: 5.000
Stand: 12/2018
30182030
bearbeitet:
gezeichnet:
geprüft:
Analyse zu speziellen Inhaltsstoffen in Gruben-
und Haldenwässern aus den ehemaligen
Lugau-Oelsnitzer Revier
Hegebach und Haldensickerwässer
Teilgebiet 2: Frieden- und Hedwig-Schacht-Halde
Lux / Schmiedel
Schmiedel
Dr. Abahram
Anlage 7-2
Probenahmepunkte Hegebach
Probenahmepunkte Haldensickerwasser
Probenahmepunkte Haldensickerwasser - trocken
Halden
Legende
EPSG:25833
Hegebach und Haldensickerwässer
Teilgebiet Frieden- und Hedwig-Schacht-Halde
Hegebach

Anlage 7.3
Hegebach und Haldensickerwässer
Untersuchungsergebnisse für die Teilgebiete
Teilgebiet 3
Lugau, Bereich Nebenstrom I

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
5621500
5621500
5622000
5622000
5622500
5622500
5623000
5623000
5623500
5623500
5624000
5624000
338525
338525
339025
339025
339525