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DENKMALSCH
Informationen
HERAUSGEGEBEN
VOM DEUTSCHEN NATIONALKOMITEE FÜR DENKMALSCHUTZ
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UTZ
Informationen für die Presse
Bonn, den 14. August 2012
Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz
am 12. November 2012 in Wismar
Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz verleiht in
diesem Jahr 10 Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung
des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben, den Deutschen
Preis für Denkmalschutz.
Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem
Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.
Es können verliehen werden: Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring (geschaffen von
Professor Hermann Jünger, München), die Silberne Halbkugel (geschaffen von
Professor Fritz Koenig, Landshut), der Journalistenpreis und der Internetpreis.

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Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wird in diesem Jahr nicht vergeben
Die Silberne Halbkugel erhalten:
Uwe Klein, Meiningen
Reinhard Wolf, Marbach am Neckar
UT Connewitz e.V., Leipzig
Dr. Christian Kahl und Dr. Johannes Kahl, Schloss Riede/ Landkreis Kassel
Prof. Dr. Heinz Günter Horn, Wesseling
Uwe Karstens, Ascheberg
Die Journalistenpreise gehen an:
Thorsten Mack, Autor, NDR
Sabine Astrid Carbon, Autorin, rbb
Dr. Arnold Bartetzky, Freier Journalist
Den neu ausgelobten Internetpreis erhält:
Architektenkammer und Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen
Die Preise werden am 12. November 2012 in der Kirche St. Georgen in Wismar
übergeben.
Zusammenfassende Begründungen für die diesjährige Vergabe der Preise sind
dieser Information beigefügt.
Zur Preisverleihung am 12. November 2012, 14.30 Uhr in der Kirche St. Georgen in
Wismar, ist die Presse herzlich eingeladen. Die Geschäftsstelle bittet um vorherige
Anmeldung und Akkreditierung.
Belegexemplar erbeten an:
Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz
bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien,
Graurheindorfer Str. 198, 53117 Bonn
Caecilie.flossdorf@bkm.bund.de
Internet:
www.dnk.de

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Anlage
Kurzbegründung für die
Verleihung des Deutschen Preises für Denkmalschutz 2012
Der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring wird in diesem Jahr nicht vergeben.
Die Silberne Halbkugel sollen erhalten:
Uwe Klein, Meiningen
für sein herausragendes Engagement bei der Sanierung und dem Erhalt historischer
Bauten in der ehemaligen Residenzstadt Meiningen und der Gründung der Stiftung
„Meininger Baudenkmale“. Mit Weitblick und Sachkenntnis für historische Architektur
hat er sich tatkräftig für die gebaute Geschichte seiner Heimat eingesetzt und dabei
bewiesen, dass Denkmalpflege und wirtschaftliche Nutzung problemlos in Einklang
zu bringen sind.
Reinhard Wolf, Marbach am Neckar
für seine außerordentlichen Verdienste bei der Erforschung, dem Erhalt und
Beschützen von Kleindenkmalen in Baden-Württemberg und eine von ihm initiierte
landesweit flächendeckende Dokumentation. Mit Ausdauer und Überzeugungskraft
hat er auf eine wenig beachtete Denkmalgruppe aufmerksam gemacht und sie durch
Pressearbeit, Tagungen, Vorträge und Publikationen in das Bewusstsein der
Öffentlichkeit gebracht.
UT Connewitz e.V., Leipzig
für ihr tatkräftiges, generationsübergreifendes, ehrenamtliches Engagement zur
Erhaltung und Revitalisierung eines der ältesten originalgetreu erhaltenen
Filmtheater Deutschlands, das denkmalgeschützte UT Connewitz.

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Dr. Christian Kahl und Dr. Johannes Kahl, Schloss Riede / Landkreis Kassel
für ihr großes, privates Engagement bei der Wiederbelebung und damit Rettung des
Denkmal-Ensembles Schloss und Park Riede in Nordhessen. Sie haben behutsam,
den Charakter wahrend, in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt renoviert und
dies nicht nur für ihren privaten Nutzen, sondern auch große Teile des Schlosses
und Parks der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Prof. Dr. Heinz Günter Horn, Wesseling
für sein außerordentliches, ehrenamtliches Engagement für die Belange der
Archäologie und Denkmalpflege als Wissenschaftler, Netzwerker, Stratege, Lehrer
und Gutachter im ganzen Bundesgebiet. Durch seine vielfältigen Tätigkeiten in
Gremien, Verbänden und länderübergreifenden Projekten hat er im In- und Ausland
große Anerkennung erhalten und besonders der Archäologie einen wichtigen
Stellenwert im kulturellen Erbe erstritten.
Uwe Karstens, Ascheberg
für seinen langjährigen, umfassenden und unermüdlichen Einsatz für die
denkmalgerechte Instandsetzung zahlreicher historischer Wind und Wassermühlen;
insbesondere auch die Herausgabe mehrerer Publikationen zur Mühlengeschichte
und -forschung im europäischen Ausland. Durch seine sachkundige und
leidenschaftliche Beratungstätigkeit hat er wesentlich dazu beigetragen, die Mühlen
als bedeutende Zeugnisse der europäischen Entwicklungs- und Technikgeschichte
zu etablieren.
Den Journalistenpreis sollen erhalten:
Thorsten Mack, Autor, NDR
für seinen denkmalpolitischen Fernsehbeitrag „Umstrittenes Kulturgut – Kein
Denkmalschutz mehr für Nachkriegsbauten in Schleswig-Holstein?“. Durch sein
subtiles, differenziertes und verständliches Einmischen in eine fachlich komplexe
Materie, wobei seine eigene Position gekonnt durch künstlerische Mittel des Films
zum Ausdruck gebracht wird, zeigt er couragierten Einsatz für ein umstrittenes,
aktuelles Thema.

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Sabine Astrid Carbon, Autorin, rbb
für ihren Fernsehbeitrag „Berlin – Ein Garten – Historisches Grün für alle“, in dem sie
sowohl das Auge für Schutz und Pflege der Grünanlagen öffnet, als auch das
Spannungsverhältnis zwischen Naturschutz und Denkmalschutz beleuchtet. Sie zeigt
in anschaulicher Weise die Fülle und Vielschichtigkeit des Themas auch unter
städtebaulichen und stadtentwicklungspolitischen Aspekten auf und weckt dabei das
Verständnis für die kulturellen, identitätsstiftenden Oasen in der Mitte Berlins.
Dr. Arnold Bartetzky, freier Journalist
für seine fachjournalistische, lebendige und kontinuierliche Berichterstattung über
das baukulturelle Erbe, mit der er die Bewahrung und Wertschätzung von
Denkmalen und stadtbildprägenden Gebäuden unterstützt. Als sachkundiger und
sprachlich versierter Kunst- und Architekturkritiker ist er gleichermaßen ernsthafter
Mahner, wenn es um den drohenden Verlust von Denkmalen geht, zudem Moderator
und engagierter Diskussionsteilnehmer in aktuellen, kritischen Fachdiskussionen.
Den neu ausgelobten Internetpreis soll erhalten:
Architektenkammer und Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen
für ihre Internetplattform als innovativen, umfassenden und stets aktuellen
Architektur- und Ingenieurbaukunstführer zu den wichtigsten Objekten des Landes,
der ein ausgezeichnetes Recherche- und Informationswerkzeug insbesondere auch
für denkmalgeschützte Objekte bietet.