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Rahmenbedingungen zum 51. Länderübergreifenden Ringversuch – Elemente
in Abwasser – 03/2019
Parameter
Aluminium
Arsen
Blei
Cadmium
Chrom
Eisen
Kupfer
Nickel
Quecksilber
Zink
Matrix
Kommunales Abwasser
Zuständiger Ringversuchsveranstalter
Der Ringversuch wird von der AQS Baden-Württemberg (Federführung), der Staatli-
chen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen sowie dem Institut
für Hygiene und Umwelt in Hamburg durchgeführt. Eine Aufteilung der Teilnehmer
erfolgt nach Vorliegen sämtlicher Anmeldungen. Über Ihren zuständigen Veranstalter
werden Sie zeitnah informiert.
Termine
Anmeldung bis:
21. Dezember 2018
Die Anmeldungen erfolgen zentral bei der AQS Baden-Württemberg unter
www.aqsbw.de
Bitte nutzen Sie zur Anmeldung ausschließlich die online-Anmeldung auf der Inter-
netseite der AQS Baden-Württemberg
Von dem für Sie zuständigen Veranstalter werden Sie ca. 4 Wochen nach Anmelde-
schluss ein Schreiben erhalten. Erst dadurch kommt mit dem jeweiligen Veranstalter
ein rechtsgültiger Vertrag zustande.
Sollte nach Anmeldung zum 51. LÜRV bis 5 Wochen vor Probenverteilung (s. u.)
kein weiteres Schreiben mit weiteren Ringversuchsdetails bei Ihnen eingegangen
sein, melden Sie sich bitte bei der AQS Baden-Württemberg
Probenversand:
11. März 2019
Versand per Paketdienst/Expressdienst
Probenankunft:
12. März 2019
Eintreffen der Proben im Labor spätestens 12:00 Uhr
Analytik bis:
22. März 2019
Ergebnisabgabe: bis 01. April 2019, 24:00 Uhr, schriftlich (Post, Fax)
beim Veranstalter, Achtung! Ausschlussfrist,
Eingangsdatum entscheidet! Später eingehende Werte
werden nicht akzeptiert!

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Probendetails
Jeder Teilnehmer erhält folgende Proben:
3 Proben in je 500-ml-Kunststoffflaschen mit Schraubverschluss zur Bestim-
mung von Aluminium, Arsen, Cadmium, Chrom, Kupfer, Eisen, Nickel, Blei
und Zink. Probenkonservierung mit Salpetersäure (pH 2,1).
3 Proben in je 250-ml-Glasflaschen mit Schraubverschluss zur Bestimmung
von Quecksilber. Die Probenkonservierung erfolgt entsprechend Abschnitt 7.4
der DIN EN ISO 12846: 2012-08 (E12) nur mit Salzsäure. Weitere Konservie-
rungsschritte sind sofort nach Probenankunft im Labor durchzuführen.
Zugelassene Analysenverfahren
Parameter Analysenmethode gemäß Fachmodul Wasser vom
13.11.2015 und der Abwasserverordnung vom 22.08.2018
Al
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN EN ISO 12020 : 2000-05 (E 25)
DIN EN ISO 17294-2 : 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586 : 2004-02 (E 4)
As
DIN EN ISO 11969 : 1996-11 (D 18): Aufschluss nach Ab-
schnitt 8.3.1
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN EN ISO 17294-2 : 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586 : 2004-02 (E 4)
DIN 38405-D 35: 2004-9
Pb
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN 38406-E 6 1998-07
DIN EN ISO 17294-2 : 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586 : 2004-02 (E 4)
Cd
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN EN ISO 5961: 1995-05 (E 19)
DIN EN ISO 17294-2 : 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586 : 2004-02 (E 4)
Cr
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN EN 1233 : 1996-08 (E 10)
DIN EN ISO 17294-2 : 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586 : 2004-02 (E 4)
Fe
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN 38406-E 32: 2000-05
DIN EN ISO 15586: 2004-02 (E 4)
DIN EN ISO 17294-2: 2005-02 (E 29), mit Kollisionszelle
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)

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Parameter Analysenmethode gemäß Fachmodul Wasser vom
13.11.2015 und der Abwasserverordnung vom 22.08.2018
Cu
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN 38406-E 7: 1991-09
DIN EN ISO 17294-2 : 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586 : 2004-02 (E 4)
Ni
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN 38406-E 11: 1991-09
DIN EN ISO 17294-2: 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586: 2004-02 (E 4)
Hg
DIN EN 1483 : 2007-07 (E 12)
DIN EN ISO 12846: 2012-08 (E 12)
DIN EN ISO 17852: 2008-04 (E 35)
Zn
DIN EN ISO 11885 : 2009-09 (E 22)
DIN 38406-E 8: 2004-10
DIN EN ISO 17294-2: 2005-02 (E 29)
DIN EN ISO 17294-2 : 2017-01 (E 29)
DIN EN ISO 15586: 2004-02 (E 4)
Mit Ausnahme des Parameters Quecksilber sind die Proben entsprechend der Ab-
wasserverordnung gemäß DIN EN ISO 15587-2 (A32) (Ausgabe Juli 2002) aufzu-
schließen.
Bei der Bestimmung des Parameters Arsen mit dem Verfahren nach DIN EN ISO
11969: 1996-11 (D 18) ist der Aufschluss entsprechend dem Abschnitt 8.3.1 durchzu-
führen.
Die Ausrichter behalten sich vor, die Anwendung der vorgeschriebenen Normen
stichprobenhaft durch Nachforderung der Rohdaten zu überprüfen. Die Dokumenta-
tion der Rohdaten ist daher bis zur Vorlage des Abschlussberichtes aufzubewahren.
Die Wahl der Analysenverfahren kann ggf. durch länderspezifische Regelungen wei-
ter eingeschränkt sein (s. u.).
Andere Analysenverfahren sind nicht zugelassen und ihre Anwendung führt zu einer
negativen Bewertung.

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Arbeitsbereich
Bei der Auswahl der Verfahren ist sicherzustellen, dass folgende untere Grenzen des
Arbeitsbereichs erreicht werden können:
Parameter
untere Grenze des
Arbeitsbereiches [μg/l]
Aluminium
100
Arsen
10
Blei
10
Cadmium
0,5
Chrom
20
Eisen
50
Kupfer
20
Nickel
20
Quecksilber
0,1
Zink
20
Konzentrationen
In den Ringversuchsproben können Konzentrationen enthalten sein, die deutlich über
den Konzentrationen in Routineproben liegen. Gemäß DIN EN ISO/IEC 17043 muss
der Ringversuchsveranstalter angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu Verhinderung
der Fälschung von Ergebnissen treffen. Dazu muss das Verhältnis aus dem gesam-
ten Konzentrationsbereich und den Toleranzbereichen ausreichend groß sein.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst wie Routineproben zu unter-
suchen (im eigenen Labor mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Unter-
vergabe der Analytik ist nicht zulässig.
Die Proben sind in der Zeit vom 12.03.2019 bis zum 22.03.2019 zu untersuchen.
Angabe des Ergebnisses
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen. Anzugeben ist
der Mittelwert aus beiden Bestimmungen in μg/l mit drei signifikanten Stellen.
Auswertemethodik
Die statistische Auswertung der Daten dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402 -
A 45 „Ringversuche zur Eignungsprüfung von Laboratorien“ mit Hilfe des kombinier-
ten Schätzverfahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Als zugewiesener Wert x
pt
wird der Hampel-Schätzer verwendet.
Die Vergleichsstandardabweichung s
R
wird mit der Q-Methode berechnet. Diese
kann als Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
und damit zur Bewer-
tung der Einzelwerte herangezogen werden.
Alternativ kann zur Festlegung der Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung
σ
pt
die in Abschnitt 10.3 der DIN 38402 - A45:2014-06 beschriebene Varianzfunktion
verwendet werden.

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Die Entscheidung über die Anwendung erfolgt nach Vorlage aller Daten durch den
Ringversuchsveranstalter.
Für die Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
werden folgende Ober-
und Untergrenzen festgelegt:
Parameter
Untergrenze [%]
Obergrenze [%]
Aluminium
5
15
Arsen
5
15
Blei
5
15
Cadmium
5
15
Chrom
5
15
Eisen
5
15
Kupfer
5
15
Nickel
5
15
Quecksilber
15 (low level: ≤ 0,6 µg/l)
10 (high level: > 0,6 μg/l)
35 (low level: ≤ 0,6 µg/l)
25 (high level: > 0,6 μg/l)
Zink
5
15
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung
σ
pt
wird für jeden Messwert x nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
(
)
pt
x
z Score
σ
x
pt
=
Dieser z-Score wird gemäß den Vorgaben des LAWA-Merkblatts A-3 mittels Korrek-
turfaktoren zu z
U
-Scores modifiziert.
Als Toleranzgrenze wird |z
U
|=2,0 festgelegt.
Bewertung der Parameter
Ein Parameter ist dann erfolgreich bestimmt, wenn mindestens 2 von 3 Werten eines
Parameters innerhalb der Toleranzgrenzen liegen.
Als nicht erfolgreich analysiert gelten:
1) Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2) Nicht bestimmte Werte,
3) Werte, die mit „kleiner (<) untere Grenze des Arbeitsbereichs“ angegeben
werden,
4) Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultieren,
5) Werte, die mit einem von den vorgegebenen Analysenverfahren abweichen-
den Verfahren/Aufschluss ermittelt werden und
6) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
7) Werte, die nicht innerhalb des vorgeschriebenen Analysenzeitraumes ermittelt
werden.
Falls Ihr Labor eine Notifizierung besitzt, kann sich Ihre für Sie zuständige notifizie-
rende Stelle eine zusätzliche Gesamtbewertung des Ringversuchs vorbehalten.

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Ausfall von Proben oder Parametern
Bei Ausfällen von Proben oder Parametern durch einen Fehler des Veranstalters
muss der Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt wer-
den, sofern folgende Bedingungen eingehalten werden:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer des betreffenden Ausrichters
die Teilnehmer der anderen Ausrichter dürfen keine gravierenden Nachteile
haben
der entsprechende Parameter muss noch auswertbar sein (also noch minde-
stens 2 von 3 Niveaus auswertbar)
Kein Nachteil für einzelne Teilnehmer des betreffenden Ausrichters durch re-
duzierten Proben-Parameter-Satz.
Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und
beträgt
€ 425,-
(zzgl. Umsatzsteuer)
, unabhängig von der Zahl der bestimmten Parameter.
Beim Versenden der Proben in das Ausland, sind wir auf Grund der hohen Kosten
gezwungen, die Lieferung mit einem Expressdienst zusätzlich in Rechnung zu stel-
len.

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Länderspezifische Hinweise zum 51. Länderübergreifenden Ringversuch
– Elemente in Abwasser –
Die Ergebnisse dieses Ringversuchs werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit entfällt für die
Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen Ringversuchen in mehreren
Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen länderspezifischen Regelungen zu beach-
ten.
Baden-Württemberg
Untersuchungsstellen, die nach der "Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über sach-
verständige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 anerkannt sind, sind zur Teilnahme an
diesem Ringversuch entsprechend ihrem Anerkennungsumfang verpflichtet. Es sind die in der Anlage
zum Bescheid aufgeführten Analysenverfahren anzuwenden.
Bayern
Untersuchungsstellen mit einer entsprechenden Zulassung nach LaborV und VSU (Untersuchungsbe-
reich 2, Teilbereich 2.2) sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Berlin
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Akkreditierungen/Zulassungen nach der Berline-
rIndV und für Oberflächen- und Grundwasseruntersuchungen.
Brandenburg
Untersuchungsstellen, die eine Zulassung nach der Untersuchungsstellen-Zulassungsverordnung
(UstZulV) vom 17.12.1997 zur Untersuchung von Abwasser gemäß § 73 Abs. 1 des Brandenburgi-
schen Wassergesetzes (BbgWG), zur Untersuchung von Indirekteinleitungen gemäß § 74 Satz 1
BbgWG oder Untersuchungen gemäß § 110 BbgWG besitzen, sind zur Teilnahme an diesem Ring-
versuch entsprechend ihres Zulassungsumfanges verpflichtet. Untersuchungsstellen, die eine solche
Zulassung beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen.
Bremen
- keine -
Hamburg
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und
deren Zulassung" vom 14.07.2015 werden alle Untersuchungsstellen, die eine Zulassung für den Teil-
bereich 3 besitzen bzw. anstreben, aufgefordert, an diesem Ringversuch teilzunehmen. Es sind die im
"Merkblatt zur Zulassung von Messstellen im Wasser- und Abwasserbereich im Bundesland Hamburg"
angegebenen Analysenverfahren anzuwenden.
Hessen
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1. EKVO (vom
23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. November
2017 (GVBl. S. 383) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-Anerkennungsverfahrens in
Hessen haben Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der HLNUG veranlassten Ringversuchen
bzw. Vergleichsmessungen zwischen den Untersuchungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht
besteht bei diesem Ringversuch für alle Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine
freiwillige Teilnahme mit nicht anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerken-
nungsverfahren gem. EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahege-
legt. Nach EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie zuge-
lassen sind anwenden. Die Teilnahme mit abweichenden Verfahren kann nicht berücksichtigt werden.

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Mecklenburg-Vorpommern:
Untersuchungsstellen, die mit der behördlichen Überwachung von Abwassereinleitungen beauftragt
sind, sollen, sofern sie hierfür Parameter dieses Ringversuches bestimmen, an dem Länderübergrei-
fenden Ringversuch teilnehmen. Den übrigen Untersuchungsstellen, die eine Zulassung aufgrund der
Verordnung über die Anerkennung als sachverständige Stelle für Abwasseruntersuchungen
(AsSAVO) vom 14. Dezember 2005 (GVOBl. M-V S. 667) besitzen oder beantragen wollen, wird die
Teilnahme empfohlen. Der erfolgreiche Abschluss wird als Nachweis der externen Qualitätssicherung
gemäß § 8 Abs. 3 der Verordnung anerkannt.
Niedersachsen:
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung nach
§ 125 NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen, sofern sie für die
in diesem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind. Staatlich anerkannte Untersuchungsstel-
len müssen hierbei das Verfahren anwenden, für das die Anerkennung erteilt wurde. Das Bestehen
des Ringversuchs ist für Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hin-
reichende Voraussetzung für die Erlangung der Anerkennung.
Nordrhein-Westfalen
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 25 LAbfG (Teilbereich 3 oder B-3) sowie nach § 17
LBodSchG (Untersuchungsbereich 4) werden verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzunehmen. Die
Verpflichtung besteht nur für Parameter, für die sie zugelassen sind. Hierbei sind die in den jeweiligen
Zulassungsbescheiden angegebenen Analysenverfahren anzuwenden. Darüber hinaus dient dieser
Ringversuch zur Hilfestellung bei der Auswahl geeigneter Untersuchungsstellen für die Selbstüberwa-
chung von Abwassereinleitungen nach §§ 60 bzw. 60a LWG.
Rheinland-Pfalz
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der Fassung vom
14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 63 „Selbstüberwachung bei Abwassereinleitung und
Abwasseranlagen“ keine besondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angele-
genheit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich
notifizieren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluß diese Unterlagen vorzuweisen. Eine
Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Sachsen-Anhalt
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für Wasseruntersuchungen
zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Saarland:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen analytischen Qualitätssicherung für Laboratorien,
die nach § 5 der Eigenkontrollverordnung - EKVO des Saarlandes zugelassen sind. Für Laboratorien
mit einer entsprechenden Zulassung besteht laut Zulassungsbestimmungen die Pflicht zur Teilnahme
am Ringversuch. Die Teilnahme wird nur berücksichtigt, wenn der gesamte Parameterumfang analy-
siert wird bzw. alle mit dem Zulassungsbescheid übereinstimmenden Parameter analysiert werden.

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Sachsen
Im Rahmen der behördlichen Abwasseruntersuchung der Landesdirektion Sachsen sind ausschließ-
lich die in der aktuell gültigen Abwasserverordnung-AbwV (Anlage zu § 4) aufgeführten Analysen- und
Messverfahren anzuwenden. Auftragsanalytik für behördliche Stellen nach § 112 SächsWG vom 12.
Juli 2013 (SächsGVBl. S. 503), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (Sächs-
GVBl. S. 287) geändert worden ist, setzt die erfolgreiche Ringversuchsteilnahme für die im Auftrag
benannten Parameter voraus.
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis zur Bestätigung von Laboren, die im Rahmen der Eigenkontrolle
gemäß § 2 Abs. 2 Satz 2 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Lan-
desentwicklung über Art und Häufigkeit der Eigenkontrolle von Abwasseranlagen und Abwassereinlei-
tungen (Eigenkontrollverordnung- EigenkontrollVO) vom 7. Oktober 1994 (SächsGVBl. S. 1592),
Stand vom 08. August 2013 Abwasser von Abwassereinleitern untersuchen wollen, an die Anforde-
rungen für den Ort des Anfalls oder vor einer Vermischung festgelegt sind. Die Anwendung bestimm-
ter Analysenmethoden wird nicht vorgeschrieben.
Sachsen-Anhalt
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für Wasseruntersuchungen
zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung über die Zulas-
sung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden Teilbereich bzw. für die ent-
sprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem Ringversuch zu beteiligen. Die Ergebnisse
des Länderübergreifenden Ringversuchs werden als wiederkehrende AQS-Maßnahme für die Zulas-
sung nach ZWVO verwendet.
Thüringen
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung für fol-
gende Zulassungen:
1. Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004 i.V. mit
der Ersten Verordnung zur Änderung der Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung vom
10. September 2009
2. Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994
Zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien verpflichtet, die
Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für die Thüringer Landesanstalt für Umwelt
und Geologie durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor eine
Anerkennung (Zulassung) hat.