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Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Pflichtenheft Raum- und Gebäudebuch
V 3 / 01_2022
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Pflichtenheft Raum- und Gebäudebuch
Version 3 für stepIN RGB 2.0
neues Erfassungsmodul auf XLS-Basis
(als Nachfolgemodul für die alte Access-Erfassungslösung)
Beschreibung der Anforderungen
an die zu liefernde digitale Gebäudedokumentation
Inhalt:
1
Zielstellung
2
2
Leistungsumfang und Datenformate
2
3
Räumlichen Strukturen eines Gebäudes und Zuordnung von Sachdaten
8
3.1
Gebäude
8
3.2
Baukörper
8
3.3
Geschosse
11
3.4
Raum
13
4
Normen und Standards
17
5
Fehlerbehandlung
17
Anlagen:
Anhang A
Geometriedatenerfassung (Zeichenvorschriften und Beispiele)
Anhang C
Sachdaten-Kataloge
Sachdatengruppe 1 - Nutzungsarten/Grundflächen DIN 277 und II. BV
Sachdatengruppe 3 - Artikel- und Merkmal-Katalog
Handbuch-stepIN_RGB_2.0
stepIN_RGB_2.0.xlsm
DXF CheckSetup.msi
(Programm zum Auslesen der Sachdaten aus den GR-Plänen)
Vorlagezeichnungen
Vorlage für CD-Cover

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1
Zielstellung
Das Raum- und Gebäudebuch dient der Datenbank-Dokumentation von Flächen und
Merkmalen für bestehende und zu rekonstruierende Gebäude.
Die zu erstellende Gebäudedokumentation soll dem vorhandenen Bauzustand (Bestands-
dokumentation) entsprechen und in Form von digitalen Raum- und Gebäudebuchdaten
sowie damit verknüpften Geschossgrundrissen an den Auftraggeber übergeben werden.
Diese Daten dienen dem Auftraggeber zur Dokumentation des Bestandes an Nutzungs-
flächen in Gebäuden des Freistaates Sachsen (Stammdaten des Gebäudemanage-
ments).
2
Leistungsumfang und Datenformate
Auf Ihrem Arbeitsplatz muss Excel 2007 (oder neuer) und VBScript installiert sein.
Vom Auftraggeber werden übergeben:
stepIN RGB 2.0 (XLS-Erfassungsmodul)
o
Auftragsdefinition (Gebäude- und Baukörperstruktur, i.d.R. mit beim AG/SIB
vorhandenem Sachdatenbestand zu Bestandsgebäuden) Kataloge (Nutzungs-
arten, Bauwerkszuordnungskatalog nach RLBau, Merkmal- und Artikelkatalog)
Diese Kataloge dürfen nicht verändert werden.
o
DXF-CheckSetup.msi (Prozeduren zur Übernahme von Geschoss- und
Rauminformationen aus CAD-Geschossgrundrissen über DXF-Austauschfor-
mat)
CAD-Vorlagedatei
o
mit vorgegebener Layerstruktur einschl. Nullpunkt und Plankopf
o
Symbolbibliothek für Sanitärobjekte (Blöcke zum Einfügen in Grundrisse)
Lageplanskizze
o
je 1 Skizze für ein Gebäude
CD-Covervorlage:
Word-Vorlage für Beschriftung der CD-Hülle

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Der Auftragnehmer hat an den Auftraggeber Folgendes auf Datenträger (CD/DVD)
zu übergeben:
Geschossgrundrisse:
Erarbeitung der digitalen Geschossgrundrisse mit einem CAD-Programm
Übergabe im Originalformat, im DWG-Format und im DXF-Austauschformat. Besteht
ein Gebäude aus mehreren Baukörpern sind zusammengesetzte Geschossgrundrisse
anzufertigen und digital zu übergeben
Teillageplan:
Erarbeitung/Überarbeitung eines
digitalen Teillageplanes
(unter Verwendung des
beigefügten Lageplans Lxxxxx.DWG)
Übergabe im Originalformat, im DWG-Format (AutoCAD-Export, falls nicht AutoCAD
verwendet wurde) und im DXF-Austauschformat . Die Einordnung des Gebäudes
innerhalb einer Liegenschaft ist durch einen Teillageplan oder eine Lageplanskizze
zu dokumentieren und im AutoCAD-Format zu übergeben. Die Struktur eines Ge-
bäudes ist durch Untergliederung in ein oder mehrere Baukörper darzustellen.
Die Lagebeziehung zur Erschließungsstraße, nächsten Querstraße, Straßenname,
Hausnummern und Nordpfeil sind ebenfalls darzustellen. Eine vollständige Darstel-
lung der Liegenschaft einschl. Flurstücksgrenzen usw. ist in diesem Zusammenhang
nicht gefordert.
Die Übergabe soll im Originalformat und im DXF-Austauschformat erfolgen.
Der Dateiname ist nach folgender Regel zu bilden:
L
<code1>
.
<ext>
L
Kennbuchstabe für Lageplan
<code1>
Schlüssel für Gebäude
<ext>
Dateinamenerweiterung z.B. dwg für AutoCAD
Raumbuch-Daten stepIN_RGB_2.0.xlsm:
vollständige Sachdatenerfassung
Anforderungen:
Der Auftragnehmer erstellt die GR-Pläne nach Vorgabe dieses Pflichtenheftes, damit
die Sachdaten daraus über DXF CheckSetup.msi auszulesen sind:
- vorgegebene Layerstruktur ist zwingend einzuhalten und mit den beschriebenen In-
halten zu füllen. Zusätzliche Layer dürfen eingerichtet werden. Mit dem verwendeten
CAD-System muss ein AutoCAD-DWG-Ausgabeformat und ein DXF-Austauschformat
hergestellt werden.
- Grundlage für die Geometrieerfassung und zeichnerische Darstellung bildet Anhang
A
- Die zu liefernden Zeichnungsdateien entsprechen Baubestandsplänen.
- Der Erfassungsmaßstab für Grundrisse ist in der Regel 1:100, für Teillagepläne
1:500 oder 1:1000.
Prüfprotokolle (sogenannte Nullprotokolle):
Importprotokoll
– erzeugt beim Auslesen der Daten aus den CAD-GR-Dateien
Am Anfang des Importprotokolls aus CAD erscheint eine Zusammenfassung der Än-
derungen. Sind hier lediglich Eintragungen in der Spalte „Unverändert“ und in allen
anderen Spalten „0“, so sind keine Änderungen erfolgt.

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Es muss folgender Satz protokolliert sein:
"Die CAD-Daten entsprechen dem aktuellen Stand in stepIN RGB 2.0."
Prüfbericht über die vollständige Erfassung der Raumbeläge (Decken-, Wand-,
Bodenbeläge)
Dieser enthält die Räume, zu denen die jeweiligen Oberflächenart nicht erfasst
wurde. Auch hier sollten keine Räume mehr aufgelistet sein.
Der Prüfbericht ist auf der Maske zur Erfassung der Raumbeläge platziert:

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Dateierstellung
Je Gebäude ist eine stepIN_RGB_2.0 zu erstellen. Die Verzeichnis und Dateibe-
zeichnungen sind nach folgenden Regeln vorzunehmen:
Bezeichnungsvorschrift
Beispiel
Digitale
Datenträgerbezeichnung
G
<CODE1>
G02407
Datenträgerbeschriftung
G
<CODE1>
G02407
CD-Hüllen-Beschriftung
Zuständiges Amt
G
<CODE1>
AN Büroname
NIEDERLASSUNG Leipzig
G02407
Büro Mustermann
Stammverzeichnis für
Gebäude (ohne Zusatz-
bezeichnung)
G
<CODE1>
G02407
Grundrissdateien
AutoCAD(DWG-Format)
G
<CODE1>-<CODE2>-
<CODE3>.dwg
G02407-01-01.dwg
Falls mit anderen CAD-
Systemen gearbeitet wird,
zusätzlich Originaldatei mit
entsprechender Ext.
Grundrissdateien
(DXF-Austauschformat)
G
<CODE1>-<CODE2>-
<CODE3>.dxf
G02407-01-01.dxf
Grundlage der automatisierten
Zeichnungsauswertung
Lageplan
(DWG-und DXF-Format)
L
<CODE1>.dwg
L
<CODE1>.dxf
L02407.dwg
L02407.dxf
Raumbuch
stepIN_RGB_2.0.xlsm
Raumbuch_
<CODE1>.xls
m
Raumbuch_02407.xlsm
Zusätzliche digitale Unterlagen für ein Gebäude (z.B. Schnitte, Skizzen, photografische
Aufnahmen usw.) sind erwünscht. Sie sollen in weiteren Unterverzeichnissen abgelegt
werden, jedoch sollen strenge Namenskonventionen für die Verzeichniseinträge eingehal-
ten werden (keine Punkte, keine Kommas u.s.w.).
Automatisierte Grundrissauswertung
Die digitalen Grundrisse werden mittels eines DXF-Auswertungsmoduls ausgewertet
(DXF-CheckSetup.msi) und dem stepIN RGB 2.0 xlsm mit Daten vorbefüllt.
Dabei werden sämtliche Polygone mit ausgewertet (Bezeichnung, Fläche, Umfang, Poly-
gon-Objekt-schlüssel). Dadurch kann die Berechnung der Flächen und Umfänge für Ge-
schosse, und Räume automatisch erfolgen – ohne manuelle Berechnungen oder Über-
tragungen aus der Grundrisszeichnung. In gleicher Weise erfolgt die Auswertung der
Layer Fenster- und Türöffnungen, sowie Nutzungsart/Raum nach DIN 277.
Gebäude- und Baukörper-ID werden AG-seitig vorgegeben. Der Geschoss-Ident wird

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aus dem Dateinamen abgeleitet.
Weitere Sachdaten werden aus folgenden Layern abgeleitet:
Layer
übernommene Informationen
0_Geschosspolygon
Fläche und Umfang des Geschoss-
polygons, Polygon_ID
0_Raumpolygon
Raum_Nummer, Fläche und Um-
fang des Raumpolygons, Poly-
gon_ID
0_Raumbezeichnung
Raumbezeichnung
Nutzungsart nach DIN 277
2_Fensteröffnungen
Fensterart/Oberlichtart lichte Maße
der Fensteröffnung/Oberlichte,
lfd.Nr. des Fensters/Oberlichtes im
Raum (Zählnummer)
3_Türöffnungen
Türart, lichte Maße der Türöff-
nung, lfd.Nr. der Tür im Raum
(Zählnummer)
Ergänzende Merkmale (Raumhöhe, Art und Maß von Oberflächen, Reinigungsflächen
usw.) müssen gesondert in die XLSM-Raumbuchdatenbank eingetragen werden.
Die Nettogrundfläche (NGF) wird immer automatisiert aus den Flächen der Räume, die
der jeweiligen Strukturebene zugeordnet sind, errechnet.
Angebots- und Abrechnungsgrundlagen
Grundlage der Leistungsausschreibung bilden die geschätzten oder näherungsweise be-
rechneten Bruttogrundflächen BGF (in m²) eines Gebäudes.
Als Abrechnungsgrundlage wird die tatsächlich aufgemessene Bruttogrundfläche des Ge-
bäudes eingesetzt (m², 0 Dezimalen, gerundet).
Überarbeitung bereits vorhandener Gebäudedokumentationen
Existieren zu einem Gebäude bereits Daten aus einer vorangegangenen RGB-Gebäude-
dokumentation, so werden diese (Pläne + Datenbank) vom AG zwecks Überarbeitung z.B.
nach abgeschlossener Baumaßnahme zur Verfügung gestellt.
Hinweise:
- Beibehalten der Raum-IDs von unveränderten Räumen
- Bei strukturellen Änderungen in den Grundrissen (Räume werden geteilt oder zusam-
mengelegt) sind die vorhandenen Raum-IDs zu löschen und neue IDs zu vergeben.

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Existieren zu einem Gebäude nur alphanumerische Daten (händische Erfassung in der
Datenbank), jedoch keine GR-Pläne, so sind diese in Übereinstimmung zur Datenbank
unter Beachtung folgender Verfahrensweise zu erstellen:
1. Bei der Übergabe der StepIn_RGB_2.0 sollen Pläne mit Kennzeichnung der Raum-ID
und Raumbezeichnung vom AG an den AN übergeben werden. Ist dies nicht der Fall
sind diese anzufordern.
2. Aktuelles Aufmaß des Gebäudes vor Ort (Fertigmaße)
3. Raum-ID nach zur Verfügung gestelltem Plan übernehmen
4. Raumbezeichnung (an der Tür) vor Ort aufnehmen
5. NA vor Ort prüfen und gegebenenfalls ändern
6. In Räumen mit mehreren Türen oder mehreren Fenstern sind diese auf der Skizze mit
Klammerwerten (Zählnummer je Raum) nummeriert. Diese Klammerwerte sind so zu
übernehmen.
7. Identische Merkmale (z.B. Baukörpermerkmal „ Glasfassade“) sind nur einmal und als
eine Summe zu erfassen
Beispiel:
Die überarbeiteten Pläne und Sachdaten müssen den tatsächlichen baulichen Bestand
widerspiegeln. Dabei sind die Forderungen des jeweils aktuell gültigen Pflichtenheftes
zum RGB einzuhalten.

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Seite - 8 -
3.
Räumlichen Strukturen eines Gebäudes und Zuordnung von Sachdaten
Jedes Gebäude wird hierarchisch gegliedert in folgende Strukturen:
Gebäude
Baukörper
Geschoss
Raum
Die Gebäude- und Baukörperstrukturen werden vom Auftraggeber vorgegeben. Abwei-
chungen von dieser Vorgabe sind schriftlich zu formulieren und mit dem Auftraggeber ab-
zustimmen.
Die Geschossstrukturen müssen bei einer Ortsbegehung sorgfältig analysiert, deklariert
und von vornherein sorgfältig angelegt werden (z.B. für Anbauten, Teilunterkellerungen,
Zwischengeschosse u.ä.).
Die hierarchische Gliederungsstruktur bewirkt eine zusammengesetzte Codierung, bei der
sich die fachlich eindeutige Adressierung, z.B. eines Raumes, aus Teil - Codierungen der
Hierarchiestufen zusammensetzt.
Die Strukturbeschreibungen für Geschosse, und Räume werden dem Auftragnehmer
übertragen.
Merkmale im Rahmen dieser Ausschreibung sind Eigenschaften von Gebäuden, Baukör-
pern, Geschossen und Räumen.
Soweit die Merkmale in jedem Fall eindeutig diesen Strukturen zugewiesen werden kön-
nen, sind sie in den Tabellen enthalten.
Die gültigen Merkmale und deren Zuordnung werden im Merkmal- und Artikelkatalog zu-
sammengefasst und im Erfassungsprogramm strukturiert bereitgestellt.
3.1
Tabelle – Gebäude
Ein Gebäude kann aus einem oder mehreren zusammengehörigen, physisch miteinander
verbundenen Baukörpern bestehen.
Folgende Angaben werden vom Auftraggeber vorgegeben:
Gebäude_Ident (CODE1)
BEZ (Bezeichnung)
ORT
PLZ
STRASSE
HNR.
3.2
Tabelle – Baukörper
Der Baukörper ist ein Teil eines Gebäudes mit einer jeweils einheitlichen Geschoss- und
Raumstruktur. Jeder Baukörper erhält innerhalb des Gebäudes eine laufende Nummer,
den Baukörper-Ident CODE2 (01, 02, ...)
Folgende Angaben werden vom Auftraggeber vorgegeben:
Baukörperabgrenzung im Lageplan einschließlich
z.B.
Baukörper 1 – Büro Gebäude, 6-geschossig ;
Baukörper 2 – Anbau Rechenzentrum, 1-geschossig

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Baukörper_Ident (CODE 2)
BEZ (Bezeichnung)
Adresse
Baujahr
Bauwerkszuordnung nach RLBau
Baulicher Denkmalschutz
Bauart
Hochschul-Schlüssel nach HIS
HIS_HS
(nur bei Hochschulgebäuden)
Baukörperschlüssel nach HIS
HIS_CODE
(nur bei Hochschulgebäuden)
Bebaute Fläche in m²
Als bebaute Fläche ist die durch den Baukörper überbaute Grundstücksfläche einzutra-
gen.
Anzahl der Geschosse
Es ist die Anzahl der Geschosse eines Baukörpers anzugeben.
Es sind alle nutzbaren Geschosse (auch, wenn diese derzeit nicht ausgebaut oder nicht
genutzt werden) zu erfassen.
Nicht zu den Geschossen zählen: nicht nutzbare Dachflächen und konstruktiv bedingte Hohlräume, z.B. in
belüfteten Dächern oder über abgehängten Decken.
Geokoordinaten eines ausgewählten Baukörperpunktes
In den Lageplan sind einzutragen:
- Koordinaten x-, y-Wert im amtlichen Lagereferenzsystem
ETRS89_UTM33N
, Angabe in
m (1 Dez) eines ausgewählten Punktes des Baukörpers (vorzugsweise der südwestli-
che Eckpunkt 1 m über Geländehöhe)
- Angabe der Höhe eines Baukörpers gemäß amtlichen Höhenreferenzsystem Deut-
sches Haupthöhennetz 1992 als NHN (Normalhöhenull) - z-Wert, OK Fertigfußboden
im EG / Eingangsbereich.
- Winkel „phi“, ist der Drehwinkel zwischen Y- Achse des lokalen Koordinatensystems im
Grundriss und der Nordrichtung im Lageplan. (Vorgaben des Auftraggebers zum Winkel
„phi“ im Lageplan, soweit diese verfügbar sind, sind zu überprüfen und ggf. zu korrigie-
ren).
In die Geschossgrundrisse der Erdgeschosse und der jeweils untersten Geschosse eines
Gebäudes ist die Höhenkote einzutragen:
- Oberkante FFB, im UG am tiefst gelegensten Punkt (zur Ablesbarkeit möglicher Über-
flutung bei Hochwasser) als NHN.
First- und Traufhöhe in m
(2 Dezimalstellen)
Die First- und Traufhöhen eines Baukörpers sind zu ermitteln und einzutragen.
(Sie ist als relative Höhe über dem im EG festgelegten Baukörperhöhenpunkt +/-0.00
zu ermitteln. Bei unterschiedlichen First- und Traufhöhen an einem Baukörper ist jeweils
die Haupthöhe anzugeben. Sie kann näherungsweise konstruktiv ermittelt werden, wenn
die Zugängigkeit mit normalen Aufmaßmitteln nicht gegeben ist.)
Bei Flachdächern ist die Firsthöhe gleich der Traufhöhe.

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Seite - 10 -
Brutto-Rauminhalt (BRI)
in m³ (nachDIN277)
Der Bruttorrauminhalt BRI (DIN 277) ist der Rauminhalt des Baukörpers, der nach unten
von der Unterfläche der konstruktiven Baukörpersohle und im Übrigen von der äußeren
Begrenzungsfläche des Baukörpers umschlossen wird. Da im Rahmen der Aufmassleis-
tungen für Bestandsdokumentationen verdeckte
Bauteile nicht analysiert werden, ist bei
der Ermittlung des BRI von der Oberkante der konstruktiven Baukörpersohle auszuge-
hen. Fundamente, Kellerfußböden usw. werden nicht berücksichtigt.
Der BRI berechnet sich pro Baukörper programmseitig automatisiert aus der Summe der
BRI der Geschosse. Diese werden im Regelfall aus der Fläche der Geschosspolygone
multipliziert mit der Geschosshöhe ermittelt (siehe Ziffer 3.3, B3- Geschosse).
BRI_Zuschlag in m³ (Berechnung des Brutto-Rauminhaltes von Baukörpern)
Bruttorauminhalte BRI eines Baukörpers, die nicht zu nutzbaren Geschossen gehören
(z.B. nicht nutzbare Dachgeschosse oder Installationsgeschosse die nicht aufgemessen
werden), sind näherungsweise zu ermitteln und in das Feld
BRI_Zuschlag
(m³, 2 Dez.)
einzutragen.
Bemerkung BEM
Bemerkung ist nur in besonderen Fällen auszufüllen.
Merkmale für Baukörper
siehe auch Anhang C Merkmalkatalog / Zuordnung Merkmal
Art_Ident
Der Art_Ident (Schlüssel des Merkmals oder Artikels) wird automatisch mit dem Bezeich-
nungstext übernommen. Jedes Merkmal kann je Baukörper nur einmal gewählt werden.
Glasfassade/Vordächer aus Glas
Ist an einem Baukörper eine Glasfassade vorhanden, so ist die Anzahl der Einzelflächen
(z.B. für 4 Fassadenseiten = 4 Einzelflächen) und die Summe der einzelnen Glasflächen
in m² gesondert einzugeben.
Bei
Vorhangfassaden aus Glas (Ganzglas), bei denen die Brüstungs- und Sturzbereiche
im Innenraum nicht aus Glas bestehen, werden die Fenster (oft Fensterbänder) als solche
erfasst und die dazwischenliegenden Bereiche als „Vorhangfassade (eine Reinigungsflä-
che)“ in m² erfasst.
Ist ein technisches Hilfsmittel zur Fenster- und Fassadenreinigung (z.B. Hubbühne) erfor-
derlich, ist dieses zu erfassen
Weiterhin ist zu erfassen, ob eine Reinigungsbühne für die Glasfassade (GFB) am Bau-
körper vorhanden ist.
Dachentwässerung
Für die Reinigung von Dachrinnen und Fallrohren sind folgende Daten zu ermitteln:
Dachrinnen:
Summe der Längen in m
Fallrohre:
Anzahl, Summe der Längen in m
Flachdachentwässerung:
Anzahl der Flachdacheinläufe
Gründach
Bei Vorhandensein eines Gründaches ist dessen Fläche in m² anzugeben.
Alle weiteren Datenfelder in der Erfassungsmaske Baukörper, im Karteireiter „zu-
sätzliche Angaben“ sind nicht auszufüllen
.

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Seite - 11 -
3.3
Tabelle – Geschosse
Die Geschosse werden durch Verknüpfung der CAD-GR-Pläne in der Excelanwendung
angelegt. Die entsprechende Geschossbezeichnung ist aus dem Pulldown-Menü auszu-
wählen. Jedes Geschoss ist in einem gesonderten Geschossgrundriss darzustellen, aus
dem auch die wichtigsten Angaben in die Tabellen übernommen werden können (Fläche
und Umfang für Geschosse, Räume, Raumbezeichnungen).
Nicht zu den Geschossen zählen: nicht nutzbare Dachflächen und konstruktiv bedingte Hohlräume,
z.B. in belüfteten Dächern oder über abgehängten Decken.
Geschoss-Ident CODE 3
Innerhalb eines Baukörpers werden die Geschosse, vom untersten Geschoss beginnend,
fortlaufend nummeriert (01, 02, ..) Der Geschoss_Ident dient zur Identifizierung des Ge-
schosses (CODE3) und wird im Dateinamen der Grundrissdatei festgelegt (siehe Anhang
A, Deckblatt). Dieser Schlüssel wird automatisch ausgewertet.
Zusammengehörige Geschossebenen (gleiches Höhenniveau - gleicher CODE3)
müssen gleiche Geschossbezeichnungen erhalten.
Vom Auftragnehmer sind folgende Angaben einzutragen:
BEZ:
Kurzbezeichnung des Geschosses
Für Geschosse sind grundsätzlich folgende Abkürzungen und Bezeichnungen zu verwen-
den und aus dem Pulldown-Menü auszuwählen.
Wenn die ortsübliche Geschossbezeichnung in der Auswahltabelle nicht enthalten ist,
informieren Sie bitte per Mail SIB/ Z,
PlanTeamSpace@sib.smf.sachsen.de
über die
notwendige Abweichung der Geschossbezeichnung. Dieser Mail fügen Sie bitte die Er-
fassungs_xlsm zwecks Anpassung bei.
Kurz-Bezeich-
nung
Bezeichnung
EG
EG, Erdgeschoss
OG01
OG01, 1. Obergeschoss
OG02
OG02, 2. Obergeschoss
....
UG01
UG01, 1. Untergeschoss
UG02
UG02, 2. Untergeschoss
....
ZG01
ZG01, 1. Zwischengeschoss
ZG02
ZG02, 2. Zwischengeschoss
....
DG01
DG01, 1. Dachgeschoss
DG02
DG02, 2. Dachgeschoss

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BEM
Bemerkung nur in besonderen Fällen auszufüllen
Höhe
Geschosshöhe in m (2 Dezimalstellen)
Für Zwischengeschosse (z.B. doppelläufige Treppenanlagen; Galerien in einzelnen Räu-
men u.ä.) ist die Geschosshöhe 0 (Null) einzutragen, sofern diese Teil der Geschoss-
höhe des zugehörigen Vollgeschosses sind (Vermeidung einer Doppelberechnung des
BRI bei der automatisierten BRI-Berechnung in der Erfassungsdatenbank: Produkt Ge-
schosspolygonfläche x Geschosshöhe).
Brutto-Rauminhalt (BRI)
Der BRI eines Geschosses wird für den Regelfall (Geschoss mit vertikalen Außenwänden)
automatisch als Produkt (Geschossfläche x Geschosshöhe) berechnet.
Für Abweichungen vom Regelfall (Dachschrägen usw.) sind Abschläge von diesem auto-
matisch berechneten Wert in das Feld BRI_Abzug je Geschoss in m³ (2 Dez.) einzutragen.
Aus der Zeichnung werden folgende Angaben übernommen:
Geschoss_Ident (CODE3)
(aus Dateinamen abgeleitet)
Fläche
Fläche des Geschosspolygons in m² (2 Dezimalstellen). Diese Fläche repräsentiert in der
Regel die Bruttogrundfläche BGF des Geschosses.
Besonderheiten bei der BGF-Berechnung:
1. Teilunterkellerung - zur BGF werden nur die Flächen der NGF und deren baukon-
struktive Umschließung gerechnet, d.h. nur der teilunterkellerte Bereich. Die Fläche von
nichtunterkellerten Bereichen ist händisch zu ermitteln und als Summe von der aus dem
Geschosspolygon ermittelten Fläche abzuziehen. Die KGF der die Kellerräume begren-
zenden Baukonstruktion ist bei Bestandserfassung näherungsweise zu ermitteln.
2. Lufträume, resultierend aus mehrgeschossigen Räumen, werden nicht zur BGF ge-
rechnet. Sie erhalten kein Raumpolygon, da sie in dieser Geschossebene auch keine
NGF bilden. Die Flächen der „Lufträume“/Geschoss sind händisch zu ermitteln und als
Summe von der aus dem Geschosspolygon ermittelten Fläche abzuziehen.
3. Bei Zwischengeschossen werden nur die Flächen der NGF der Räume im Zwischen-
geschoss und der KGF der sie umschließenden Baukonstruktion gerechnet. Die nicht
zur BGF gehörenden Flächen im Zwischengeschoss sind händisch zu ermitteln und als
Summe von der aus dem Geschosspolygon ermittelten Fläche abzuziehen.
Flächenabzug
In dieses Feld sind die Flächen von nicht unterkellerten Bereichen, von Lufträumen und
sonstigen, nicht zur BGF des Geschosses gehörender Flächen (gemäß DIN 277) in ihrer
Summe je Geschoss händisch einzutragen.
BGF
(BGFgemäß DIN 277)
BGF = Fläche Geschosspolygon – Flächenabzug
(Berechnung erfolgt programmseitig)
Ist der Flächenabzug =0 , dann entspricht die Geschosspolygonfläche der BGF.
(Entsprechend DIN 277 Teil 1, Abs.3.1 ist die BGF die Summe der Grundflächen aller
Grundrissebenen eines Bauwerkes)

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Seite - 13 -
Polygon-ID
Zeichnungsname
3.4
Tabelle – Raum
Räume bilden die unterste Strukturebene der Flächenerfassung von Gebäuden.
Räume werden durch ein Raumpolygon repräsentiert. Das Raumpolygon kann auch zur
Abgrenzung zueinander offener Räume dienen (z.B. Flure zu Treppenhäusern). Als
Räume gelten auch Flure, Aufzüge, Treppenhäuser, Balkone, Terrassen, Notausgangs-
und Eingangsbereiche
.
Die gesamte Nettoraumfläche eines Geschosses (NRF nach DIN 277)
muss sich in den
definierten Räumen wiederfinden.
Raumflächen von Aufzugsschächten und Installationsschächten mit einem lichten Quer-
schnitt größer 1m², sind in jedem Geschoss durch ein Polygon zu dokumentieren. Sie
zählen zur NRF.
Die Räume von Aufzugsschächten sind besonders zu behandeln. Die Merkmale für den
Fahrkorb des Aufzuges werden als Merkmale zum Aufzugsschacht im untersten Ge-
schoss erfasst. Es ist z.B. der Bodenbelag des Fahrkorbes und nicht der Belag des
Schachtes in die Datenbank einzutragen. Ebenso ist mit den Merkmalen zur Innenwand-
und Deckenoberfläche zu verfahren. Bei verglasten Fahrkörben ist die Glasfläche des
Fahrkorbes als Innenwandoberfläche Festverglasung einzutragen. Bei Aufzügen in Glas-
schächten sind auch diese Glasflächen als Innenwandoberfläche Festverglasung zu er-
fassen.
Räume, die über mehrere Geschosse gehen, sind nur in dem jeweils untersten Geschoss
durch ein Polygon zu dokumentieren.
Das Aufmass der Aufzugsschächte wird aus Arbeitsschutzgründen nicht zwingend gefor-
dert, mindestens ist jedoch der Fahrkorb mit seinen lichten Innenmaßen in der Zeichnung
zu dokumentieren.
Raum-Ident CODE5
Der Raum-Ident CODE5 wird zur Identifizierung jedes Raumes im Geschossgrundriss
(Layer 0_Raumpolygon) festgelegt. Sämtliche Räume eines Geschosses müssen, bei 001
beginnend, durchnummeriert werden (Format 001, 002, ...). Die Doppelung von Raum-
Identen für Räume im gleichen Geschoss ist auszuschließen.
Vom Auftragnehmer sind folgende Angaben zu ergänzen:
BEM
(
Bemerkung)
Zusatzinformation zur Raumbezeichnung
Nettoraumfläche NRF
Die Berechnung der NRF) erfolgt nach DIN 277 Teil 1 zum Teil automatisch
NRF - Fläche
In dieses Feld wird die Fläche des zugehörigen Raumpolygons automatisch bei
der Zeichnungsauswertung übernommen.
NRF - Flächenabzug
In dieses Feld sind Abzüge für „Inselflächen“ manuell einzutragen (gilt nur für Stüt-
zen und baukonstruktive Teile). Der Nettowert NRF wird anschließend automatisch

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Seite - 14 -
ermittelt. Ein Flächenabzug für Teilflächen mit reduzierter Raumhöhe erfolgt an
dieser Stelle nicht
--> siehe weiter unten Spezielle Merkmale
.
Die automatische Berechnung der Flächen berücksichtigt keine Stützen oder andere Einbauten (Inselflächen),
da diese in einem Raumpolygon nicht erfasst werden. Deshalb muss der Abzug für Inselflächen manuell er-
mittelt und in das Feld FLAECHEN_ABZUG eingetragen werden.
Hinweis: Werden die Grundrisspläne als Rohbaumaße dargestellt sind die zugehörigen
Raumpolygone entsprechend dem Ausbauzustand (um Putzstärke) nach innen zu verset-
zen.
Höhe
Raumhöhe in m (2 Dezimalstellen)
Lichte Raumhöhe, bei vorhandener Unterhangdecke bis Unterkante, bei Räumen mit un-
terschiedlichen Raumhöhen ist die gemittelte Raumhöhe anzugeben.
Konstruktive Raumhöhe (sofern ermittelbar)
Aus der Zeichnung werden folgende Angaben übernommen:
Raum_Ident (CODE5)
Der Raumident dient der eindeutigen Verschlüsselung sämtlicher Räume. Er ist nicht
identisch mit der Raumbezeichnung BEZ.
BEZ
(
Bezeichnung)
Sichtbare Bezeichnung des Raumes
Nummerierungen oder Textbezeichnungen, die als Orientierungsbezeichnung am Raum
angebracht sind, z.B. die Nummer an der Tür. Piktogramme sind durch Texte zu umschrei-
ben: z.B. Kaffeeküche; WC Damen, WC Herren. Falls der Raum mehrere sichtbare Be-
zeichnungen hat, ist im Feld BEZ die Nummerierung des Raumes einzutragen. Das Feld
Raumbezeichnung BEZ wird auch ausgefüllt, wenn der Raum keine sichtbare Bezeich-
nung hat (z.B. TH
(Treppenhaus
)-Ostflügel, F
(Flur
)-Mitteltrakt u.ä.).
Fläche (s. Berechnung Nettoraumfläche NRF)
Fläche des Raumpolygons in m² (2 Dezimalstellen). Das Raumpolygon umschließt den
Raum vollständig. Geschoss-und Raumpolygone dürfen sich nicht überschneiden!
1
(Diese Fläche ist die Basisgröße für sämtliche NGF-Berechnungen)
Umfang
Umfang des Raumpolygons in m (2 Dezimalstellen)
Polygon-ID
Nutzungsart NA_CODE (entspricht lt. aktueller DIN 277 der Nutzungsfläche NUF)
Nutzungsart des Raumes nach DIN 277, 1. und 2. Stelle (lt. DIN 277 in der Fassung von
2005 anzuwenden!)
(Hinweis:
für Balkone und Terrassen die zu Wohnungen gehören, ist die „NA 11-Wohn-
räume“ einzutragen; für Balkone und Terrassen die
nicht
zu Wohnungen gehören, ist die
1
Der Flächeninhalt eines Raumes abzüglich von Abzugsflächen für Inselflächen (Stützen usw.) ergibt die Nettoraum-
fläche nach DIN 277, Teil 1 als wichtigste Basisgröße der Nutzung (siehe auch Anhang A).

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„NA 99-sonstige Verkehrsflächen Balkone/Terrassen“ einzutragen)
Leerstehende Räume werden der NA-Gruppe zugeordnet, der sie vor dem Leerzug an-
gehört hatten (ggf. ist Rücksprache mit zuständigem Objektmanager in den SIB/NL zu
nehmen). Im Bemerkungsfeld zum Raum ist für diese Räume „Leerstand“ einzutragen.
Nutzungsarten für Treppen und Flure:
Befinden sich Treppen in Foyers oder größeren Fluren und sind diese nicht räumlich
voneinander getrennt, so ist die Nutzungsart der überwiegenden Raumfläche anzuge-
ben (entweder NA 91 Flure und Hallen, oder NA 92 Treppen)
Vom Auftragnehmer sind folgende Angaben einzutragen:
Artikel-Ident Art_Ident
Der Art_Ident (Schlüssel des Merkmals oder Artikels) wird automatisch mit dem Bezeich-
nungstext übernommen. Jedes Merkmal kann je Raum nur einmal gewählt werden. (An-
zahl und Fläche werden als Summen aller Einzelobjekte eines Artikels gespeichert)
Innenwandoberflächen
-
Innenwandoberflächen in m² pro Raum
(2 Dezimalstellen)
Die verschiedenen Arten der Innenwandoberflächen sind als Eigenschaften entspre-
chend Artikel- und Merkmalkatalog aufzunehmen. Für jede Oberflächenart ist die Flä-
che je Raum in die gesondert einzugeben. Die Flächenermittlung erfolgt nach folgen-
der vereinfachter Erfassungsregel:
-
Aussparungen mit einer Einzelgröße <2,5 m² werden übermessen.
-
Flächen von Pfeilern, Lisenen, Stützen, Wandvorlagen Gesimsen, Pilaster u.ä. mit
einer Breite von >1m werden zur Wandfläche hinzugerechnet.
-
Flächen von Leibungen müssen nicht hinzugerechnet werden.
-
Geneigte Flächen mit einem Neigungswinkel > 60° gehören zur Innenwandfläche.
Zu den Innenwandoberflächen zählen auch
Flächen an festen Einbauten (z.B. WC-Trennwände)
Wandflächen von Stützen/Säulen
Flächen von Glastrennwänden und Festverglasungen in Innenräumen (z.B. von
Oberlichten über Türen, Glaselemente zu Treppenräumen, Festverglasungen zwi-
schen Gang und Raum, u.s.w.)
Bodenbelagsflächen
-
Bodenbelagsflächen in m² pro Raum
(2 Dezimalstellen)
Die Bodenbelagsarten sind entsprechend Artikel- und Merkmalkatalog zu erfassen.
Für jede Bodenbelagsart ist die Fläche je Raum gesondert einzugeben.
Sauberlaufzonen mit ihrer Fläche sind in jedem Fall gesondert als Bodenbelagsart
zu erfassen.
Die Flächenermittlung erfolgt nach folgender vereinfachter Erfassungsregel:
-
Die Summe der Bodenbelagsflächen entspricht i.d.R. der Raumfläche, ein Abzug
für Möbel ist nur in Ausnahmefällen wie z.B. bei Archiven mit einem sehr hohen
Anteil feststehender Möblierung oder bei Einbauschränken vorzunehmen.

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Deckenoberflächen
-
Deckenoberflächen in m² pro Raum
(2 Dezimalstellen)
Die verschiedenen Arten der Deckenoberflächen sind als Eigenschaften entsprechend
Artikel- und Merkmalkatalog aufzunehmen. Für jede Oberflächenart ist die Fläche je
Raum gesondert einzugeben.
Die Flächenermittlung erfolgt nach folgender vereinfachter Erfassungsregel:
- Aussparungen mit einer Einzelgröße < 2,5 m² sind zu übermessen, Die Flächen
von Unterzügen sind in die Deckenbelagsfläche einzurechnen
-
Geneigte Flächen mit einem Neigungswinkel <= 60° gehören zur Deckenfläche.
Oberlichte
-
Fläche des Oberlichtes in m² (2 Dezimalstellen)
-
Oberlichtanzahl je Art in Stück
Die Oberlichtart und die Summe der zu reinigenden Flächen (einschließlich Rahmen)
je Oberlichtart in m² sind entsprechend Artikel- und Merkmalkatalog zu erfassen.
Als Merkmal sind die
Summe der Oberlichtflächen je Art in m²
Anzahl der Oberlichte dieser Art
einzutragen.
Feste Einbauten aus Glas
-
Glasfläche von Vitrinen, Schaukästen m² (2 Dezimalstellen)
Die Glasfläche von Vitrinen, Schaukästen und anderen festen Einbauten aus Glas,
die nicht zur festverglasten Innenwandoberfläche gehören, ist je Raum als Summe
der Fläche in m² (einseitig gemessen) entsprechend Artikel- und Merkmalkatalog zu
erfassen.
In der Tabelle B_Merkmal ist die
Summe der Glasflächen in m²
Hinweis: NA sind generell dem vorgegebenen Kategorien zuzuordnen. Nur in Aus-
nahmefällen, wenn keine Zuordnung möglich ist, sind diese in die Kategorie
„Sonstiges“ einzuordnen
Aus der Zeichnung werden folgende Angaben übernommen:
Fenster
-
Fensterart
-
lichte Maße der Fensteröffnung
-
lfd. Nummer des Fensters im Raum (Zählnummer, falls mehrere Fenster vorhanden
sind)
Die Fensterart ist entsprechend Artikel- und Merkmalkatalog zu erfassen. Lichte Maße
Fensterbreite und Fensterhöhe, ggf. Stichhöhe und Brüstungshöhe sind entsprechend
Zeichenvorschrift einzutragen. Für kreisrunde Fenster ist der Durchmesser anzugeben.
Mehrteilige Fenster mit unterschiedlichen Öffnungsflügeln sind als ein Fenster zu definie-

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ren. Die Fensterart bei kombinierten Konstruktionen wird nach der überwiegenden Kon-
struktionsart bezeichnet.
Bei zu öffnenden Fenstern zwischen 2 Räumen wird das Fenster dem Raum mit der hö-
herwertigen Nutzflächenart nach DIN 277 zugeordnet, d.h. Räume der HNF haben Vor-
rang vor Räumen der NNF, FF, VF. Bei Räumen mit gleicher Nutzflächenart (HNF, NNF,
FF, VF) entscheidet die Raumnummer darüber, welchem Raum das Fenster zugeordnet
wird. Niedrige Raumnummern haben Vorrang vor höheren Raumnummern. Festvergla-
sungen zwischen Räumen werden gesondert erfasst (s. Glastrennwände / Festverglasun-
gen im Innenraum.
Türen
-
Türart
-
lichte Maße der Türöffnung
-
lfd. Nummer der Tür im Raum (Zählnummer, falls mehrere Türen vorhanden sind)
Die Türart ist entsprechend Artikel- und Merkmalkatalog zu erfassen. Türbreite und
Türhöhe, evtl. Stichhöhe, sind entsprechend Zeichenvorschrift einzutragen. (s.w.v. Fens-
ter)
4
Normen und Standards
Für die geometrische Datenerfassung sind die gängigen Normen und Standards zu be-
rücksichtigen.
Dazu gehören:
Blattgröße / Maßstäbe
DIN 823
Bauzeichnungen
DIN
1356
Beschriftungen / Schriftzeichen
DIN
6776
5
Fehlerbehandlung
Zur Auswertung der CAD-Dateien (im DXF-Austauschformat) wird die RoutineDXF
CheckSetup.msi übergeben, die zur Kontrolle bzw. Generierung der Raumtabellen wäh-
rend der Bearbeitung dienen.
Die unter Punkt 2 „Der Auftragnehmer hat an den Auftraggeber Folgendes auf Datenträger
(CD/DVD) zu übergeben“ aufgeführten Prüfprotokolle (sogenannte Nullprotokolle) sind im
Zuge der Eigenprüfung durch den AN zu erzeugen und dem AG zu übergeben.
Bei fehlerhaften Datensätzen behält sich der Auftraggeber vor, bis zur vollständigen Kor-
rektur dieser, nur Abschlagszahlungen zu leisten.