image
image
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften, Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Psychische Belastungen und
Muskel-Skelett-Erkrankungen in der Pflege
Prof. Dr. em. Peter Richter & Gabriele Buruck
Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Technische Universität Dresden
Dresden, 11.06.09

11. Juni 2009. Dresden
Frauen
odds ratios
Männer
odds
ratios
Helferinnen in
Krankenpflege
Schreibkräfte
Krankenschwestern
Hebammen
Heimleiter,
Sozialpädagogen
1.86
1.79
1.57
1.56
Bergleute
Helfer in
Krankenpflege
Krankenpfleger
Landarbeiter
Lehrer
5.12
4.39
3.58
2.94
2.63
(nach Friedel, Bödecker et al., 2005)
Frühinvalidisierungs–Risiko ausgewählter Berufsgruppen

 
11. Juni 2009. Dresden
Krankheitskosten nach Krankheitsgruppen (Mrd. EUR)
Bödecker,
W.
(2003).
Z.
f.
Arb.wiss.,
330-339;
Röttiger
et
al.
(2003).
WSI
Mittlg.,
591-596
Erkrankungen
Arbeitsschwere/
Lastenheben
geringer
Handlungsspielraum
Stoffwechsel
Psychiatrische
Nervensystem
Kreislaufsystem
Atmungsorgane
Verdauungsorgane
Harn/Geschlechtsorgane
Haut
Muskel-Skelett
Arbeitsunfälle
.62
.00
1.17
1.53
2.19
2.02
.61
.72
8.68
3.02
.56
3.97
.69
.85
1.61
1.31
.85
.81
4.79
.94

 
11. Juni 2009. Dresden
Belastungs-Beanspruchungs-Konzept
(angelehnt an DIN EN ISO 10075)
Merkmale der Arbeitsaufgabe
Merkmale der Arbeitsorganisation
Merkmale des sozialen Systems
Merkmale des technischen Systems
Physikalische Bedingungen
Gesellschaftliche Faktoren
Psychische Belastungen
Anregungseffekte (Aufwärmeffekte,
Aktivierung),
Beeinträchtigende Effekte (z.B. ps.
Ermüdung, Monotonie, ps. Sättigung,
herabgesetzte Wachsamkeit)
Andere Auswirkungen (Übungseffekte,
Gesundheit, Arbeitszufriedenheit)
Folgen der Beanspruchung
Psychische
Beanspruchung
Indiv. Leistungsvoraussetzungen
Motivation, Bewältigungsstrategien,
Fähigkeiten, Fertigkeiten,
Alter, Gesundheit
Aktuelle Verfassung, aktuelle Aktivierung

 
11. Juni 2009. Dresden
Begriffe der DIN EN ISO 10075
Psychische Belastungen
• kommen von außen auf den Menschen zu und wirken psychisch auf ihn ein
• können sich negativ und positiv (i.S. von Ressourcen) auswirken
• der Begriff “Belastung” wird hier wertneutral definiert
Psychische Beanspruchungen
• unmittelbare Auswirkung der psychischen Belastung auf den Menschen
• sind abhängig davon, wie sich die Person mit diesen Anforderungen
auseinandersetzen kann (
individuelle Leistungsvorraussetzungen
)
Folgen der Beanspruchung
• je nach Intensität und Dauer der einwirkenden Belastungen stellen sich diese
für die Mitarbeiter kurzfristige oder längerfristige ein
• diese können erwünscht sein (z. B. Arbeitszufriedenheit) oder auch negative
Effekte haben (z.B. psychische Ermüdung, Monotonie, psychische Sättigung
und Stress)

 
11. Juni 2009. Dresden
Teile der DIN EN ISO 10 075 (1991, 1996, 2000)
Definition relevanter Begriffe
(Belastung, Beanspruchung)
Anforderungen an menschengerecht
gestaltete Arbeitsbedingungen nach
arbeitswissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen
erforderliche Gütekriterien
für Arbeitsanalyseinstrumente
Teil 1
Teil 2
Teil 3

 
11. Juni 2009. Dresden
Anforderungs- Kontroll-Modell (Karasek, 1979, 1990)
hoch
gering
gering
hoch
Tätigkeitsspielraum
Arbeitsintensität
low strain job
kein Gesundheitsrisiko,
keine Förderung
passive job
allg. Absenkung der
Aktivierung u.
Problemlöseaktivität
active job
gesundheits-/lern-/
persönlichkeitsförder-
lich
high strain job
Gesundheitsrisiko,
Fehlbeanspruchungs-
risiko
Fehlbeanspruchung,
Erkrankungsrisiko
Lernen, Aktivitätsniveau

 
11. Juni 2009. Dresden
Anforderungs- Kontroll-Unterstützungs-Modell
(Johnson & Hall, 1988)
hoch
gering
gering
hoch
Tätigkeitsspielraum
Soziale Unterstützung
low strain job
kein Gesundheitsrisiko,
keine Förderung
passive job
allg. Absenkung der
Aktivierung u.
Problemlöseaktivität
active job
gesundheits-/lern-/
persönlichkeitsförder-
lich
high strain job
Gesundheitsrisiko,
Fehlbeanspruchungs-
risiko
Arbeitsintensität

 
11. Juni 2009. Dresden
Herz-Kreislauferkrankungen (Karasek&Theorell, 1990; Kivimäki et al, 2006)
Muskel-Skelett Beschwerden (Clays et al, 2007; Verhoeven et al., 2003,
Saastamoinen et al., 2009)
psychische Störungen (Rau et al., 2007; Stansfeld & Candy, 2006)
eingeengter
Tätigkeits-
spielraum
hohe Arbeits-
intensität
reduzierte
soziale Unter-
stützung
+
+
Gesicherte Risikokonstellationen

image
image
image
11. Juni 2009. Dresden
Lohn, Gehalt
Wertschätzung
Aufstiegsmöglichkeiten,
Arbeitsplatzsicherheit
Veraus-
gabung
Belohnung
Anforderungen
Verpflichtungen
Modell der beruflichen Gratifikationskrisen (Siegrist, 1996)
Erwartung (übersteigerte
Verausgabungsneigung)
Erwartung (übersteigerte
Verausgabungsneigung)
Verletzung der
Reziprozität
Gratifikationskrise
Disstress

 
11. Juni 2009. Dresden
Herz-Kreislauferkrankungen (Steptoe, 2004; Bosma, 1998)
Diabetes (Kumari, 2004)
Stresssystem (Eller et al, 2006)
psychische Störungen (Stansfeld, 1999; Godin et al, 2005)
Arbeitsplatzwechsel (Hasselhorn, 2003)
Hohe
Verausgabung
Geringe
Belohnung
Übersteigerte
Verausgabungs-
neigung
+
+
Gesicherte Risikokonstellationen

11. Juni 2009. Dresden
Berufliche Gratifikationskrisen und Rückenbeschwerden
1,6
2,6
3,6
4,6
5,6
6,6
7,6
Krankenhaus
ambulante Pflege
stationäre Pflege
Next-Studie
,
Simon et al. 2008 Intern. Journal of Nursing Studies
N = 16.770, Deutschland 2783, Rücklaufquote: 55 %,
odds ratios: adjustiert für Alter, berufliche Position, ethnische Zugehörigkeit, EKG-Abnormalitäten, familiäre Disposition, BMI, Größe,
Bewegung, Rauchen, kritische Lebensereignisse, geringe Belastungen traten nicht auf
mittlere Belastung
hohe Belastung

 
11. Juni 2009. Dresden
Risikomerkmale bei Lumbalschmerzen
(Pfingsten et al 2004, Richter et al 2006)
Psychosoziale Arbeitsmerkmale
Persönlichkeits- und
Verhaltensmerkmale
Hohe Arbeitsintensität
Geringe Tätigkeitsspielräume
Monotone Verrichtung mit hohem
Wiederholungsgrad
Geringe Aufgabenvielfalt
Geringe soziale Unterstützung
Mangelnde soziale Anerkennung
Nachtschichtarbeit
Depressive Stimmungen
Geringe Selbstwirksamkeits-
Erwartungen
Ängste mit
Somatisierungstendenzen
Pessimistische Attributionsstile
Erholungsunfähigkeit
Feindseligkeit

image
11. Juni 2009. Dresden
Cinderella
Hypothese (Hägg 1991, 2003; Melin & Lundberg 1997)

11. Juni 2009. Dresden
Gesicherte Risikokonstellationen
Physische
Fehlbelastungen
+
Psychische
Fehlbelastungen
(vor allem Arbeitsdruck)
Lumbalschmerzen (Sjogaard et al., 2000)
Nacken-Muskel-Schmerzen (Andersen et al., 2008, Côté, 2008)
Schulterschmerzen (Holte & Westgaard, 2002)
Schultergürtel und Arme (Lundberg, 2002)
Emotionaler Stress als Mediator zwischen psychosozialen Risikofaktoren und Muskel-
Skelett-Beschwerden (Wadmann, 2007)
+
Fehlende
Erholungsmöglichkeiten

11. Juni 2009. Dresden
Alter in Jahren
Häufigkeit
Prozent
<20
21-30
31-40
41-50
42
21,8
51-60
45
23,3
>60
5
2,6
12
6,2
50
25,9
24
12,4
193 Pflegekräfte
aus fünf Dresdener Altenheimen (April-Juni 2007)
Altersverteilung über gesamte Stichprobe (Rücklaufquote der Fragebögen:
81 %),
Geschlecht: männlich (12,5 %, weiblich 87,5 %),

 
11. Juni 2009. Dresden
Gibt es unterschiedliche Belastungsmuster bei den
Pflegekräften?
-
Bildung von Gruppen (sog. Cluster) bezogen auf die Anzahl der
erhobenen Risiken für die einzelnen Arbeitsmerkmale mittels
Clusteranalyse (fasst die Pflegekräfte mit ähnlicher Risikoanzahl in
Gruppen zusammen)
-
für die untersuchten Pflegekräfte ließen sich vier Gruppen
(Cluster) ermitteln
-
Cluster I mit 86 Pflegekräfte
-
Cluster II = 3 Pflegekräfte
-
Cluster III = 3 Pflegekräfte
-
Cluster IV = 72 Pflegekräfte
-
Kontrollvariablen : Alter, Qualifikation, Arbeitsvertragsform

image
11. Juni 2009. Dresden
Cluster 1 (86
Pflegekräfte)
Cluster 4 (72
Pflegekräfte)
Belastungsprofile der Pflegekräfte nach Screening
Gesundes Arbeiten - SGA (Buruck, et al. 2007)

image
image
11. Juni 2009. Dresden
zweimal im Monat
3x in der Woche
Beanspruchungsfolgen der Pflegekräfte nach Freiburger
Beschwerdeliste (FBL-R) -Skala Schmerz (Fahrenberg, 1994)

11. Juni 2009. Dresden
Betrieblicher
Arbeitsschutz
Betriebliche
Gesundheitsförderung
… schutzbedürftiges
Wesen
… autonom handelndes
Subjekt
Vermeiden bzw.
Beseitigen gesundheits-
gefährdender
Arbeitsbedingungen und
Belastungen
Schaffen und Erhalten
gesundheits-
förderlicher
Arbeitsbedingungen und
Kompetenzen
Erkennen und
adäquates
Handeln in
gefährlichen
Situationen
Erkennen und Nutzen von
Handlungs- und
Gestaltungsspielräumen
Ausblick Intervention: Betriebliche Gesundheitsförderung (Ulich, 2001)
Verhaltensprävention
Verhältnisprävention
einzelne Personen
Arbeitssysteme und
Personengruppen
Bsp.: Rückenschule,
Umgang mit Belastungen
Bsp.: vollständige
Aufgaben, Gruppenarbeit,
Arbeitszeitgestaltung
wirkt auf
individuelles
Verhalten
wirkt auf
organisationales,
soziales und
individuelles Verhalten
personenbezogene
Effekte wie
Gesundheit,
Leistungsfähigkeit,…
personenbezogene
Effekte wie
Kompetenzen,
Motivation, …
wirtschaftliche Effekte wie
Reduktion des
Krankenstandes
wirtschaftliche Effekte wie
Qualität,
Innovationsfähigkeit,
geringe Fluktuation,…
kurzfristig- und
mittelfristig
mittel- und langfristig

11. Juni 2009. Dresden
zeitlich befristete
verhältnisorientiert
heterogene Gruppen
beschäftigtenorientiert
thematisch offen
zielorientiert
regelorientiert
konsensorientiert
moderierte Gruppen
Gesundheitszirkel „Düsseldorfer Ansatz“ – Merkmale
(Slesina, Bundesgesundheitsblatt , 2008)

11. Juni 2009. Dresden
Beispiel für Interventionsstudie in der Pflege (Bourbonnais et al. 2006)
Prä-Post-Messung (FU=12 Monate), 302 Pflegekräfte Intervention,
311 Pflegekräfte im Kontrollgruppe
Ablauf
1. Analyse (quantitative und qualitative Studie
2. Einrichten eines Gesundheitszirkels
3. Umsetzen der Vorschläge
Beispiele für Maßnahmen:
Verlagerung von Personalverantwortung an die Stationen, Bildung eines
qualifizierten Springer-Teams, organisierte Rückmeldung, internes Training
von neuen und unterqualifizierten MitarbeiterInnen

11. Juni 2009. Dresden
Ergebnisse Studie Bourbonnais et al, 2006
Mittelwerte t1 adjustiert für t0
Variable
Intervention
Kontrolle
p
Anforderungen 11.80 12.93 .015
Kontrolle 68.73 67.96 .382
Berufliche Gratifikationskrise
1.08
.116
.002
Arbeitsbezogenes Burnout
46.27
49.42
.034
Unterstützung durch Vorgesetzte
10.82
10.42
.028
Unterstützung durch Kollegen
12.49
12.26
.056

11. Juni 2009. Dresden
1. Treffen Belastungs-Beanspruchungs-Konzept eingeführt + Konzept
der Gesundheitszirkel vorgestellt
2. Themen des Gesundheitszirkels wurde von den Mitgliedern
ausgesucht:
3. Bearbeitung
- Einleitung , Moderatoren kurze theoretische Einleitung (Befunde aus
Literatur)
- Problemanalyse nach Ishikawa „Fischgrät-Technik“
- Zielzustand definieren (SMART-Modell)
- Erarbeitete Gestaltungsvorschläge in Maßnahmen generiert
(WWWW)
Ablaufplan Gesundheitszirkel

 
11. Juni 2009. Dresden
Gesundheitszirkel– Umsetzung
Teilnehmer
: 10-12 Personen
Zusammensetzung
: Mitarbeiter (möglichst von Kollegen gewählt),
Sicherheitsfachkraft, Betriebsrat, Betriebsarzt, Heimleiter,
Moderatorin und Co-Moderatorin
Zeitplan
: 8-10 Sitzungen im Abstand von 2-3 Wochen (abhängig
von der Anzahl der zu bearbeitenden Probleme)
Sitzungen finden
während der Arbeitszeit
statt
Dauer der Sitzungen
: 1-2 Stunden

11. Juni 2009. Dresden
Bearbeitete Problembereiche
-
fehlende Gratulation zu Geburtstagen und Jubiläum
-
fehlende Transparenz der Führungsebene
-
ungenügende Anzahl von oder ungeeignete Hilfsmitteln zur Lagerung und zum Betten von
Bewohnern
-
unzureichende Anerkennung des Dienstplanschreibens
- unzureichende Anerkennung der Erstellung der Pflegeplanungen
- lange Kommunikationswege zwischen den Mitarbeitern und dem
Dienstplangestalter
-
Einsatz der Praktikanten im Unternehmen
-
Einarbeitung der Praktikanten/FSJ-ler
- Erkennen der Praktikanten
- teilweise fehlendes Verständnis für alte und demente Menschen
-
angemessener und einheitlicher Umgang auf allen Ebenen mit Beschwerden von
Angehörigen fehlt
Anerkennung
Hilfsmittel
Dienstplan
Ergebnisse - Gesundheitszirkel
Praktikanten/
FSJ-ler
Angehörigenbetreuung

11. Juni 2009. Dresden
Bearbeitete Problembereiche
-
gestörte Pausen
-
Mehrbelastung eines Wohnbereiches
-
zu kurze Pausen (teilweise < 10 min vor allem im Frühdienst)
-
häufigere Pausen von Rauchern
-
Wahrnehmung des Alarmsignals
-
fehlende Kollegialität
-
fehlende Bereitschaft bei Krankheitsfällen, Dienste zu
übernehmen
-
unzureichender Daten- und Vertrauensschutz am Arbeits- und Schreibplatz des
Pflegepersonals z.B. bei Arzttelefonaten
Pausen
Alarmsignal
Kollegialität
Raumgestaltung
Ergebnisse - Gesundheitszirkel

image
11. Juni 2009. Dresden
Zuordnung der bearbeiteten Problembereiche
zu den erhobenen Belastungen
Anerkennung
Dienstplan
Praktikanten/
FSJ-ler
Angehörigen-
betreuung
Pausen
Alarmsignal
Kollegialität
Raum-
gestaltung
Hilfsmittel
Cluster 1 (86
Pflegekräfte)
Cluster 4 (72
Pflegekräfte)

11. Juni 2009. Dresden
(Umgesetzte) Gestaltungsvorschläge
-
persönliche Gratulation durch den Heimleiter
-
als Vertreterin tritt Pflegedienstleiterin ein
-
die Anwesenheit der Jubilare wird durch eine Verwaltungsbeschäftigte überprüft
-
Infoblatt des Betriebsrates und der Heimleitung über Neuigkeiten und Veränderungen
-
Beschaffung neuer Hilfsmittel (z.B. Haltegürtel, Gleitmatten, Drehscheibe)
-
Problem der Pflegeplanungserstellung soll im Betriebsrat angesprochen werden
- ab Mai 2009
übernehmen
Wohnbereichsleiter nach Einweisung Dienstplangestaltung
-
Koordinationsstelle für Praktikanten
dieser Vorschlag wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt
abgelehnt, die Betreuung durch den Wohnbereich wurde als günstiger angesehen
-
pro Dienst und Wohnbereich wurde ein Beschäftigter als Ansprechpartner für die Praktikanten festgelegt
-
einheitliche Schilder für Praktikanten
wurde unabhängig vom Gesundheitszirkel bereits geplant
- Checkliste für neue Praktikanten (aber auch für neue Mitarbeiter) zur Unterstützung bei der Einarbeitung
- Weiterbildungsveranstaltung für FSJler und Praktikanten aller 6 Wochen, z. B. Rollenspiele zum besseren
Verständnis der Bewohner
Ergebnisse - Gesundheitszirkel
Anerkennung
Hilfsmittel
Dienstplan
Praktikanten/
FSJ-ler

11. Juni 2009. Dresden
(Umgesetzte) Gestaltungsvorschläge
-
bei Problemen „runden Tisch“ bilden: betroffene Pflegekraft, die Pflegedienstleitung und der Angehörige
setzen sich sofort an einen Tisch (wenn möglich)
-
wenn nicht sofort möglich, dann Vereinbarung Termin für einen „runden Tisch“
-
Schaffung eines gemeinsamen Pausenraumes
-
pro Schicht 10 min zusätzlich
- dienst habender Schichtleiter schickt die Mitarbeiter in die Pause
- feste Pausendauer von 20 Minuten
- festlegte Pausenzeit für alle Wohnbereiche zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr
- „Kurzpausenutzer“ (z. B. Raucher) gehen nach der Bewohnerklingel und ans Telefon, wenn es in der
Pause notwendig sein sollte
als Ausgleich für die tolerierten „Kurzpausen“ (z. B. Raucherpausen)
- Telefon ins Dienstzimmer legen
- Sitzplätze für Bewohner und Angehörige mit einem Anliegen an die Pflegekraft mit gewisser Distanz zum
Schreib- und Telefonplatz schaffen
Angehörigenbetreuung
Pausen
Raumgestaltung

 
11. Juni 2009. Dresden
Zusammenhänge von Arbeits- und Krankheitsmerkmalen
Psychische
Beschwerden
Physische
Beschwerden
Rückenschmerzen Resignation
Objektive Analyse
Gute Körperhaltung
-. 16*
-.29**
-.18*
Gute ergonomische
Gestaltung
-.18* -.24**
Ausreichend
Informationen
-.30** -.40**
Schlechte soziale
Beziehungen
.16* .21* .24**
Subjektive Analyse
Hohe Arbeitsintensität 35**
.30**
.16* .28**
Große
Tätigkeitsspielräume
-.26** -.36**
Soziale Integration
-.40**
-.36**
Häufige
Arbeitsunterbrechungen
.39** .22** .24**
Wichtig!
Kombination von bedingungsbezogenen Arbeitsanalyseverfahren
mit personenbezogenen Fragebögen und klinisch relevanten Biomarkern
(z.B. EMG)
N = 193
Pflegekräfte
(Buruck et al 2007)

image
11. Juni 2009. Dresden
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!

image
11. Juni 2009. Dresden
Fischgräte, SMART und WWWW einfügen

image
 
11. Juni 2009. Dresden
SMART Modell
s: spezifisch
Was kann ich sehen, hören …, wenn der Zielzustand erreicht ist?
m: messbar
Woran können wir erkennen, ob und was sich verändert hat?
a: akzeptabel
Können alle mit der Lösung leben?
r: realistisch
Ist der Zielzustand mit den verfügbaren Mitteln erreichbar?
t: terminiert:
Wann wollen wir den Zielzustand erreicht haben?

 
11. Juni 2009. Dresden
WWWW-Fragen und Antworten
(1) Was ist zu
tun?
(2) Wozu?
(3) Wer mit
Wem?
(4) Wann?
-
-
-
-
-
-
-
-