Geschäftsbericht 2015

Inhalt
Vorwort des Geschäftsführers
3
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste
4
Die Geschäftsentwicklung 2015
8
Geschäftsleitung & Stabsstellen
10
Richtungsweisungen 11 I Asyl 12 I PREsTiGE 13 I Klausur 14 I Internes 15
Der Unternehmensbereich Zentrale Aufgaben
16
Kundenbeziehungen 17 I Organisation 18 I Innerer Dienst 19
Personalmanagement 20 I Jahresabschluss 2014 21 I Vergaben 25
Der Unternehmensbereich IT-Service
27
Service Desk eVA.SAX 28 I Service Desk SID 28 I Operating 29 I CSM 29
SAX.CERT 30 I Informationssicherheit 31 I PMO 32 I ITIL 34
SVN 2.0 35 I Skype for Business 35 I Exchange & AD 35 I Sicherheit im SVN 36
Telefonie 36 I Internet 37 I Asyl 37
Der Unternehmensbereich IT-Lösungen
38
OTRS::ITSM 39 I Asyl 39 I Inventur 40 I Plattformübergreifend 40
Testing 42 I BaK FS 44 I BaK Amt24 44 I BaK ESV 45 I BaK OpenData 45
BaK Sachsen.de 46 I BaK Suchmaschine 46 I BaK ZV 46 I BaK ZCMS 48
BaK DVDV 48 I XÖV-Verfahren 48 I EGFL-Direktzahlungen 50 I Agri Förder 51
GIS-Verfahren 52 I URS & zeBRA 53
Der Unternehmensbereich IT-Betrieb
54
Asyl 55 I WISA 55 I VMware 55 I SGBIX/LBlindG 56 I EU-Zahlstelle 57
DAVID 57 I MHG 58 I eVA.SAX 59 I Extranet 60 I SiDaS 61
BMEL-Jahresabschluss 62 I Druckerei 63 I SMR 64 I Aktualisierungen 64
Mobilität 64 I Active Directory 64 I ERZPOL 65 I IuK.2020 65
Landesrechenzentrum Steuern
66
GrESt 67 I SESAM 67 I MOSS 69
Organisation und Fachaufsicht
70

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| 3
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2015 war auch für unseren Staatsbetrieb ein Jahr des Umdenkens, der
Veränderungen, Spontanität und unkonventionellen Hilfe.
Im Koalitionsvertrag 2014-2019 der sächsischen Staatsregierung ist die
Fortentwicklung des SID „... zum zentralen, leistungsfähigen und innovativen
Dienstleister der Sächsischen Verwaltung ...“ festgeschrieben. Im ersten
Halbjahr hatten wir den Ministerpräsidenten und sämtliche Staatsminister der
CDU-Fraktion zu Gast. Unsere eigenen Vorstellungen zur Weiterentwicklung
des SID wurden gehört und in die Ende des Jahres verabschiedeten
Kabinettsvorlagen „SID 2025“ und zum gemeinsamen Rechenzentrum
einbezogen. Eine neue SID-Verwaltungsvorschrift, welche im ersten Schritt
die Herauslösung des Fachbereiches 4.4 Betrieb und Verfahren Polizei in das
Polizeiverwaltungsamt mit sich brachte, folgte im Dezember.
Das große Thema Asyl ist auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen -
es zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Geschäftsbericht. Alle
Unternehmensbereiche waren beteiligt, der Landesdirektion Sachsen sowie der
Stabsstelle Asyl beim Sächsischen Staatsministerium des Innern mit schnellen
Lösungen zur Seite zu stehen. So konnte vor allem der Datenaustausch
zwischen Land und Kommunen beschleunigt, weitere Behörden mit wichtigen
Daten und Asylbewerbereinrichtungen unkompliziert mit den notwendigen
Kommunikationsmitteln versorgt werden.
Von großem Interesse in der sächsischen Verwaltung ist die Neuausschreibung
des Verwaltungsnetzes SVN 2.0. Nach Erstellung der Vergabeunterlagen
startete im November die Vergabemaßnahme der ersten Leistungsinhalte für
die Netzwerk- und Dienste-Infrastruktur.
Das Tagesgeschäft wurde trotz der hier explizit genannten Themen
selbstverständlich nicht vernachlässigt. Alle Systeme sowie die durch uns
betriebenen Verfahren liefen im vergangenen Jahr stabil. Updates und
technische Neuerungen wurden termingerecht und ausfallsicher umgesetzt.
Der Servicegedanke konnte nach außen gefestigt und die internen
Prozesse weiter verbessert werden. So entwickelten wir das Projekt- und
Geschäftsprozessmanagement weiter, bauten eine Oracle-Exadata-
Infrastruktur auf, begleiteten die EU-Zahlstelle auf ihren Weg zur
Zertifizierung, führten eVA.SAX ein und arbeiteten intensiv an der
Optimierung der Kundenbeziehungen.
Danken möchte ich abschließend unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
an den Standorten in Lichtenwalde, Kamenz und Dresden für Ihren Einsatz
und Ihr Engagement. Den ehemaligen Kollegen des Polizeibereiches
wünsche ich für die Zukunft nur das Beste. Unseren Kunden danke ich für
die gute Zusammenarbeit und das uns entgegengebrachte Vertrauen.
Ihr Dr. Sebastian Kiebusch
Vorwort des Geschäftsführers

4|
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) ist der zentrale IT-Dienstleister
für die sächsische Landesverwaltung.
Der SID unterstützt die Erledigung von Verwaltungsaufgaben durch den Einsatz mo-
dernster Informationstechnik und ist kompetenter und kollegialer IT-Partner. In diese
Aufgabe investieren rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich an den sächsi-
schen Standorten in Dresden, Kamenz und Lichtenwalde ihre Energie.
Der SID ist Ansprechpartner für alle IT-Belange seiner Kunden und bietet qualitativ
hochwertige, zuverlässige und serviceorientierte IT-Lösungen.
Dazu gehören:
ı
Entwicklung, Einführung, Betrieb und Pflege von IT-Verfahren
ı
Entwicklung und Umsetzung zentraler IT-Vorhaben
ı
Planung, Betrieb, Wartung und Pflege von IT-Infrastruktur
ı
zentrale IT-Vergabestelle
ı
IT-Beratung
ı
spezifische Sicherheitskonzepte
Mit dem Beschluss der Sächsischen Staatsregierung infolge der Landtagswahl über die
Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Staatsministerien vom 17. Dezember 2014
wurde die Verantwortung für IT und E-Government aus dem Geschäftsbereich des
Staatsministeriums der Justiz (SMJus) in den Geschäftsbereich des Staatsministeriums
des Innern (SMI) umgesetzt. Damit wurde das Referat, welches die Fachaufsicht über
den SID führt, wieder in das SMI abgegeben und der SID wurde damit nach einer Le-
gislaturperiode der Staatsregierung ebenfalls wieder zur nachgeordneten Behörde des
Staatsministeriums des Innern.
Aufgrund der Vorgaben des Artikels 108 Grundgesetz ist das Landesrechenzentrum
Steuern nach wie vor dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen unterstellt.
Der SID erbringt auf Basis von Vereinbarungen informationstechnische Dienstleistun-
gen gegenüber anderen Staatsbehörden. Dabei werden durch die Kunden ausschließ-
lich die Sachkosten unmittelbar getragen, während die Personalkosten in der Regel
nicht in Rechnung gestellt werden.
Die Handlungsbefugnisse waren dabei anfangs auf Behörden beschränkt, die der Auf-
sicht des Freistaates Sachsen unterstehen. Durch Änderung des Sächsischen Verwal-
tungsorganisationsgesetzes (SächsVwOrgG) im Jahr 2014 wurde es dem SID ermög-
licht, auch für juristische Personen des öffentlichen Rechts anderer Bundesländer
informationstechnische Leistungen zu erbringen. Hierdurch wird eine länderübergrei-
fende Zusammenarbeit im IT-Bereich möglich. So können insbesondere andere Bun-
desländer von in Sachsen betriebenen IT-Verfahren profitieren.
Aufgaben
Zugehörigkeit
Geschäftsgrundlage

| 5
Finanzmanagement
Vergabestelle
Recht
Lizenzen
E-Government- und
Querschnittverfahren
Betrieb und
Verfahren Polizei
RZ-Infrastruktur
und MS-Systeme
Entwicklung, Betrieb
Dezentraler Verfahren
Betrieb
IT-Infrastruktur
Geschäftsführer
Öffentlichkeitsarbeit
Presse
Konsolidierung
Architekturmanagement
Zentrale Aufgaben
IT-Service
IT-Lösungen
IT-Betrieb
LRZS
Kundenmanagement
Zentrale Dienste
Personal und
Organisation
DB, UNIX und
Mainframe
Fachverfahren
Statistik
Fachverfahren
Landwirtschaft
Betrieb Zentrale
Verfahren
Verfahrensbetrieb
Betrieb Produktion
Client Service
Management
CERT
Projektmanagement
Leitstelle SVN
Service Desk,
Operating
Stabsstelle
Informationssicherheit/
Datenschutz
Ausgliederung zum 1.12.2015
Aufsicht durch das Sächsische
Staatsministerium der Finanzen
Organigramm des SID - Stand November 2015
Struktur
Gegründet wurde der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste auf der Grundlage
der gemeinsamen Verwaltungsvorschrift fast aller Staatsministerien und der Staats-
kanzlei über die Errichtung des Staatsbetriebes Sächsische Informatik Dienste (VwV
SID) vom 27. November 2007. Zum 1. Januar 2008 erfolgte die Migration der Rechen-
zentren des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft in Lich-
tenwalde, des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen in Kamenz, der
sächsischen Steuerverwaltung und der sächsischen Polizeiverwaltung in Dresden in
den SID. Mit dem zusätzlichen Aufbau einer Zentrale in Dresden wurde die Betriebsfä-
higkeit als eigenständiger Staatsbetrieb hergestellt.
Vorerst existierten die ehemaligen IT-Abteilungen als Niederlassungen mit jeweils ei-
gener Organisationsstruktur unter der Zentrale weiter. Im Jahr 2012 erstellte der SID
zusammen mit dem verantwortlichen sächsischen Staatsministerium der Justiz und
für Europa - basierend auf den Ergebnissen einer Organisationsuntersuchung - ein
Konzept zur Neuausrichtung des Staatsbetriebes. Die anschließende Reorganisation
mit schrittweiser Umsetzung einer neuen Aufbauorganisation und ein darauf folgen-
des Nachziehen der Ablauforganisation ergab ein Organigramm, mit welchem sich der
SID funktional strukturiert und standortübergreifend aufstellte.
Die Sächsische Staatskanzlei und das Staatsministerium des Innern haben dem Kabi-
nett am 1. Dezember 2015 einen Bericht zur Konsolidierung und Fortentwicklung des
Staatsbetriebes Sächsische Informatik Dienste (SID) vorgelegt. Erstens wurde der Weg
zu einem neuen zentralen Rechenzentrum geebnet. Dieses Rechenzentrum sowie ein
zugehöriger Backup-Standort sollen durch den SID betrieben werden. Mit der Vorlage
„SID 2025“ und der neuen Verwaltungsvorschrift für den SID (VwV SID SächsAbl.
51/2015) wurden durch die gesamte Staatsregierung zweitens strukturelle Änderun-
gen beschlossen. Noch im Dezember erfolgte der Übergang des Fachbereiches Betrieb
und Verfahren Polizei in das Polizeiverwaltungsamt des Freistaates Sachsen.

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6|
SID-Mitarbeiter
SID-Rechenzentrumsfläche
Standort Neuländer Straße
Exklusive Betreuung von
87 IT-Verfahren der Polizei
im Sicherheitsbereich
16%
22%
Standort Lichtenwalde
SID-Mitarbeiter
SID-Rechenzentrumsfläche
11%
19%
Exchange
VIS.SAX
el_sta
Ländliche Entwicklung
EU-Zahlstellenverfahren
GIS-Verfahren
Lichtenwalde
Die Standorte des Staatsbetriebes
Sächsische Informatik Dienste befinden
sich historisch bedingt in Dresden,
Lichtenwalde und Kamenz. Trotz der
Umstrukturierung des SID in eine
Stab-Linien-Organisation im Jahr 2013,
finden unsere Kunden ihre Ansprech-
partner wie gewohnt vor Ort.
Nebenstehender Grafik können Sie die
Verteilung der Mitarbeiter und
Rechenzentrumsfläche des SID auf die
einzelnen Standorte entnehmen.
Weiterhin sind die Hauptaufgaben und
betreuten Verfahren überblicksmäßig
dargestellt. Erläuterungen zu den
einzelnen Verfahren entnehmen Sie bitte
unserer Internetpräsentation unter
www.sid.sachsen.de
oder sprechen Sie
uns auch gern persönlich an.
Standort Dresden - Geschäftsstelle
*
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
(
0351 - 32 64 51 01
@
poststelle@sid.sachsen.de
Standort Lichtenwalde
*
August-Bebel-Straße 46b
09577 Niederwiesa
OT Lichtenwalde
(
0351 - 32 64 54 71
@
poststelle.nll@sid.sachsen.de
Standort Dresden -
Landesrechenzentrum Steuern
*
Stauffenbergallee 2
01099 Dresden
(
0351 - 81 29 10 00
@
poststelle@rz.smf.sachsen.de
Standort Kamenz
*
Garnisonsplatz 13
01917 Kamenz
(
0351 - 32 64 73 00
@
poststelle.nlkm@sid.sachsen.de
Standort Dresden - Polizei
*
Neuländer Straße 60
01129 Dresden
(
0351 - 85 01 52 01
@
gssid@polizei.sachsen.de
Die fünf Standorte des SID
© LKA Sachsen
© SMI
Ausgliederung zum 1.12.2015

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| 7
Kamenz
Standort Kamenz
SID-Mitarbeiter
SID-Rechenzentrumsfläche
20%
25%
Schulportal
SaxSVS
Landesblindengeld
Wahlen
FÖMISAX
ZVA
Statistik
SozE
OVST
Erziehungsgeld
BAföG
Meister-BAföG
UAF
MUK
Kuren
Backup-Standort
Landesrechenzentrum Steuern
SID-Mitarbeiter
SID-Rechenzentrumsfläche
Betreuung der Steuer-
und Bezügeverfahren
Druckdienste
BALVI-iP
LEVES-SN
33%
34%
Standort Riesaer Straße
SID-Mitarbeiter
20%
Vergabe
Service Desk
Projektmanagement
E-Government
Kundenmanagement
Datenschutz
Informationssicherheit
SAX.CERT
SVN
Dresden
© SMI
© LRZS

8|
RICHTUNGSWEISUNGEN
A
INTERNES
KUNDENBEZIE
INNERERDIENST
PERSONA
SABSCHLUSS
VERGABEN
IONSSICHERHEIT
PMO
ITIL
E
AD
SICHERHEIT
TELEFON
INVENTUR
PLATTFORMÜB
AKFS
BAKAMT24
BAKESV
B
SEN.DE
BAKSUCHMASCH
DVDV
XÖV
EGFL
AGRIFÖRD
EBRA
WISA
VMWARE
SGBI
E
DAVID
MHG
EVA.SAX
EXT
KEREI
SMR
AKTUALISIERU
DIRECTORY
ERZPOL
IUK.2
GESCHÄFTSENTWICKL

| 9
ASYL
PRESTIGE
KLAUSUR
EHUNGEN
ORGANISATION
NALMANAGEMENT
JAHRE
ABEN
SERVICEDESK
INFORMAT
L
SVN2.0
SKYPE
EXCHANG
NIE
INTERNET
OTRS::ITSM
BERGREIFEND
TESTING
B
BAKOPENDATA
BAKSACH
HINE
BAKZV
BAKZCMS
BAK
DER
GISVERFAHREN
URS
Z
IX
LBLINDG
EUZAHLSTELL
TRANET
SIDAS
BMEL
DRUC
UNGEN
MOBILITÄT
ACTIVE
2020
GREST
SESAM
MOSS
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2015

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GESCHÄFTSLEITUNG & STABSSTELLEN
Die Stabsstelle Konsolidierung und Architekturmanagement berichtet direkt an die
Geschäftsführung und verantwortet strategisch wichtige Themen und Projekte in den
Bereichen IT-Konsolidierung, Forschung sowie Informationssystemarchitektur im SID.
Die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit informiert über die Tätigkeiten des SID mittels
Internetauftritt, Flyern und Beiträgen in Publikationen. Sie unterstützt die Fachbereiche
bei der Gestaltung ihrer Präsentationen und Veröffentlichungen und sorgt für ein
einheitliches Auftreten. Weiterhin organisiert sie in enger Zusammenarbeit mit der
Geschäftsstelle Arbeitsgruppentreffen, Foren und Messeauftritte. Nach innen wirkt die
Stabsstelle vor allem durch Informationen der Geschäftsleitung an die Beschäftigten.

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| 11
GESCHÄFTSLEITUNG & STABSSTELLEN
Konsolidierung & Architekturmanagement
Richtungsweisungen
Mitarbeit und Federführung in richtungsweisenden Projekten
Einer der Aufgabenschwerpunkte der Stabsstelle Konsolidierung und Architekturma-
nagement im Berichtszeitraum war die Mitarbeit an den beiden
Kabinettsvorlagen
zur Konsolidierung und Fortentwicklung des Staatsbetriebs Sächsische Informatik
Dienste „SID 2025“
sowie
zum zentralen Rechenzentrum des Freistaates Sachsen
.
Die Stabsstelle beteiligte sich an der Arbeitsgemeinschaft zur Erstellung der Kabi-
nettsvorlage „SID 2025“ insbesondere in den Themengebieten zum zukünftigen Kern-
portfolio des SID und zur Projektstruktur bzgl. der Umsetzung der Kabinettsvorlage.
Für die Kabinettsvorlage zur Schaffung eines zentralen Rechenzentrums für die Lan-
desverwaltung lieferte die Stabsstelle in Abstimmung mit verschiedenen Fachberei-
chen des SID Zuarbeiten zu technischen Aspekten, Betriebsmodellen sowie zum Thema
Informationssicherheit.
Unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern und der Staats-
kanzlei („SID 2025“) sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsbetrieb Sächsi-
sches Immobilien- und Baumanagement („zentrales Rechenzentrum“) konnten beide
Vorlagen zum 1. Dezember 2015 erfolgreich zur Beschlussfassung in das Kabinett ein-
gebracht werden.
Im Rahmen der bestehenden Forschungskooperation mit der Universität Leipzig wurde
in der Stabsstelle das Projekt
„Evaluierung Datenaustauschplattform“
durchgeführt.
Ziel des Projektes war es, mit maßgeblicher Unterstützung der Universität Leipzig die
bestehende Lösung am Rechenzentrums-Standort Lichtenwalde zu evaluieren und
Vorschläge für eine zukünftige Weiterentwicklung zu erarbeiten. Der Transfer der Pro-
jektergebnisse in den Regelbetrieb nach Abschluss des Projektes im Sommer 2015
wurde sichergestellt.
Darüber hinaus stellte die Stabsstelle den Leiter für das
Migrationsprojekt der ERP-
Software Unit4 Business-World
. Bei dem im Berichtszeitraum noch nicht abge-
schlossenen Projekt geht es darum, den im Rahmen des NSM-Projektes aufgesetzten
SID/LRZS-Mandanten vom hessischen IT-Dienstleister ekom21 in das Rechenzentrum
Lichtenwalde zu überführen.
Ziel des unter der Gesamtprojektleitung der Stabsstelle laufenden Projektes
„Inventur
und Inventarisierung im SID“
ist die Schaffung einer einheitlichen Datenbasis zur
Bestandsführung, der notwendigen Prozesse sowie die Schaffung der Voraussetzungen
für eine erfolgreiche Durchführung der nachgelagerten Inventur für das Geschäftsjahr
2015. Im Rahmen des Projektes, welches über den Berichtszeitraum hinaus laufen
wird, sind Fachbereiche aller vier Unternehmensbereiche eingebunden. Die Stabsstelle
verantwortet über die Gesamtprojektleitung hinaus auch das Teilprojekt zur techni-
schen Umsetzung.
© puckillustrations - Fotolia.com

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GESCHÄFTSLEITUNG & STABSSTELLEN
Konsolidierung & Architekturmanagement
Asyl
Aktivitäten im Kontext Asyl
Der SID ist seit August 2015 in das Thema Asyl eingebunden. Während dieser Zeit
konnte der zentrale IT-Dienstleister, im Rahmen einer pragmatischen Zusammenarbeit
insbesondere mit der Landesdirektion Sachsen (LDS) sowie der Stabsstelle Asyl beim
Sächsischen Staatsministerium des Innern (SMI), den Datenaustausch mit den Be-
darfsträgern aus Landes- und Kommunalverwaltung verbessern, die Bestandslösung
der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) stabilisieren und über den Rahmenvertrag zum
Sächsischen Verwaltungsnetz (SVN) VoIP- und SVN-Zugänge inklusive der notwendi-
gen Endgeräte bereitstellen.
Möglich wurde dies durch die bereits beim SID gebündelten Verantwortlichkeiten (z.B.
Leitstelle SVN) sowie durch die breite Aufstellung und das fundierte Know-how in den
Bereichen Lösungen und Betrieb. Hierdurch konnten Aufgaben effizient zugewiesen
und die Kommunikationswege kurz gehalten werden.
Gerade im Bereich SVN ist es dem SID möglich, durch seine zentrale Verantwortlich-
keit notwendige Priorisierungen bei den vertraglich gebundenen Dienstleistern zu er-
reichen und somit eine möglichst zeitnahe und effiziente Bereitstellung von Zugän-
gen zum SVN inklusive der Bereitstellung von IP-Telefonie zu ermöglichen.
Im Auftrag der LDS implementierte und betreibt der SID eine Schnittstelle zur Daten-
flussbeschleunigung aus der ZAB-Datenbank der LDS. Neben den Sächsischen Land-
kreisen und kreisfreien Städten nutzen auch das Sächsische Staatsministerium für
Kultus (SMK) sowie die Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) die
bereitgestellte Lösung zum automatisierten, sicheren und medienbruchfreien Daten-
austausch.
Der SID war als zentraler IT-Dienstleister in der Lage, kurzfristig notwendige Entwick-
lungs- und Betriebsaufgaben zu übernehmen. Dies geschah etwa mit dem Hosting der
Webservice-Komponente zum Datenaustausch zwischen ZAB und Gesundheitsämtern,
der ETL-Lösung zur Datenflussbeschleunigung sowie der Vorbereitung des Hostings
der Quartiermanagementlösung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im SID-Rechen-
zentrum am Standort Lichtenwalde.
Für die LDS konnte eine Terminalserver-Umgebung bereitgestellt und Unterstützung
bei Erstellung und Umsetzung eines Datensicherungskonzeptes geleistet werden. Im
Bereich der mobilen Datenerfassung unterstützte der SID im Rahmen der Anforde-
rungsanalyse, der Beratung zur Realisierung und der Bereitstellung eines funkti-
onsfähigen Test-Clients.
Darüber hinaus vertritt der Geschäftsführer des SID, Herr
Dr. Kiebusch, die Interessen des Freistaates im Rahmen
der gemeinsamen Bund-Länder-Projektgruppe „Digitali-
sierung des Asylverfahrens (PG DAS)“.
© doom.ko - Fotolia.com

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| 13
GESCHÄFTSLEITUNG & STABSSTELLEN
Konsolidierung & Architekturmanagement
Ein effizientes Angebot von Online-Services wird heute vielfach durch den Einsatz von
Cloud Computing-Techniken unterstützt. Die stetige Vernetzung von Diensten, die
konsequente Anwendung von Virtualisierung der technischen Infrastruktur sowie eine
kundenorientierte nutzungsabhängige Abrechnung bieten auch in der öffentlichen
Verwaltung wertvolle Potentiale. Der SID engagiert sich seit 2014 bei der Erforschung
von Sicherheitsaspekten im Cloud Computing im Projekt
„PREsTiGE - Privacy-erhal-
tende Methoden und Werkzeuge für Cloud-basierte Geschäftsprozesse“
. Dieses wird
gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und ist Bestandteil der
Hightech-Strategie der Bundesregierung zum Themenfeld „Forschung für Sicheres
Cloud Computing“.
In dem Projekt wurde 2015 eine Architektur entwickelt, die Nutzer von Cloud Angebo-
ten bei der Erstellung von eigenen Prozess-Modellen unterstützt und gleichzeitig die
Einhaltung von Sicherheitsanforderungen überwacht. Die Dateneigentümer erhalten
die Möglichkeit, die eigenen Privacy-Anforderungen detailliert vorzugeben und die
Einhaltung in einem Cockpit nachzuvollziehen. Die Konzeption von Prototypen und
Werkzeugen wurde begonnen und wird im Jahr 2016 fortgesetzt.
PREsTiGE
Forschung und Entwicklung - Cloud Computing
Ein Themenschwerpunkt dieser Projektgruppe ist die Anbindung der Länder an die IT-
Systeme des Bundesverwaltungsamtes (hier insbesondere das Ausländerzentralregister
AZR) sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
Der SID hat im Kontext Asyl eindrucksvoll beweisen können, dass ein zentraler IT-
Dienstleister sowohl über das notwendige Know-how als auch über die gebotene Fle-
xibilität verfügt, um den Bedarfsträgern der Landesverwaltung in allen Fragen der IT
als verlässlicher Partner zur Seite stehen zu können.
PREsTiGE Plattform
Privacy-
Management
Gateway
Dienst-Provider
Dienst-Provider
Dienst A
Dienst B
Dienst-Adapter
Daten-Adapter
Privacy-Guard
Kommunikator
Gateway
Dienst-Adapter
Daten-Adapter
Privacy-Guard
Kommunikator
Privacy-Daten und Dienst-Metadaten
Anwenderdaten
Service Repository
BPMS
IAMS
Konfigurator
Cockpit
Zertifizierung
Directory
Service
Policies
Zugriff

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14|
GESCHÄFTSLEITUNG & STABSSTELLEN
Planung
Klausur
Selbst- & Fremdbild, aktuelle Themen und Positionierung
Vom 10. bis 11. Dezember 2015 fand im Schulungs- und Referenzzentrum der Polizei
in Dommitzsch bei Torgau die diesjährige Klausurtagung aller Führungskräfte des SID
statt.
Den Auftakt am ersten Tag bildete eine Umfrage unter den Tagungsteilnehmern, in der
es das
Selbst- und Fremdbild
zu den Themen Kommunikation, Personal, Prozesse und
Konsolidierung der einzelnen Unternehmensbereiche und der Geschäftsführung mit
Stabsstellen einzuschätzen galt.
Anschließend wurden die im Vorfeld durch die Unternehmensbereiche eingebrachten
Themen Kundenmanagement, Softwareentwicklung, IT-Service-Management und
Reorganisation
im Rahmen von Gruppenarbeit vertieft behandelt.
ı
In der Gruppe
Kundenmanagement
standen die zukünftig abzuschließenden
Leistungsvereinbarungen im Hinblick auf die verabschiedete Kabinettsvorlage
„SID 2025“ und den angestrebten Rechtsformwechsel im Mittelpunkt.
ı
Auch in der Gruppe
Software-Entwicklung
wurden die Folgerungen aus den
verabschiedeten Kabinettsvorlagen intensiv diskutiert. Die ganzheitliche
Betrachtung der Prozesskette vom Anforderungsmanagement über die
Entwicklung bis hin zu Betrieb und Administration der Verfahren muss auch
zukünftig im Mittelpunkt stehen.
ı
Schwerpunkt der Gruppe
ITSM
war die Frage, wie der Service-Desk zukünftig
besser unterstützt werden kann. Stichworte sind hier Verfahrensdatenbank und
einheitliches Ticketsystem - mit einem klaren Votum für OTRS.
ı
Die Diskrepanzen zwischen Ablauf- und Aufbauorganisation im SID waren das
beherrschende Thema in der Arbeitsgruppe
Reorganisation
. Einfache Lösungen
zeichnen sich hier nicht ab, jedoch wurden einige Ideen entwickelt, deren
Umsetzung nun geprüft werden muss.
Der Tag zwei stand im Zeichen der beiden
Kabinettsvorlagen „SID 2025“ und ge-
meinsames Rechenzentrum
. In insgesamt drei Arbeitsgruppen wurden zu den Themen
»
Errichtungsgesetz AöR (Anstalt öffentlichen Rechts),
»
Projektorganisation (zur Vorbereitung des Rechtsformwechsels),
»
Personalentwicklung & Fachkarrieren,
»
Finanzierungsumstellung,
»
Kernportfolio des SID & Kontrahierungszwang sowie
»
Technologische Konsolidierung des SID
Positionen des SID erarbeitet und in der Runde vorgestellt.
Das Fazit aller Vortragenden war, dass vor dem SID ein äußerst herausforderndes Pen-
sum liegt. In unserem eigenen Interesse werden wir uns gerade deshalb intensiv in die
zu bildenden Arbeitsgruppen zur Umsetzung der Kabinettsvorlagen einbringen, ohne
das Tagesgeschäft wesentlich zu beeinträchtigen.

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| 15
GESCHÄFTSLEITUNG & STABSSTELLEN
Öffentlichkeitsarbeit
Internes
Verbesserung der Kommunikation & Mitarbeiterinformation
Der Fokus der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit lag im Jahr 2015 auf der Verbesserung
der internen Kommunikation und Mitarbeiterinformation durch die Geschäftsleitung.
Bis zum Jahr 2014 fand im SID jährlich eine Mitarbeitervollversammlung in Kombina-
tion mit der Personalversammlung des Personalrates statt. Aufgrund der stetigen Neu-
igkeiten und Veränderungen hat sich im Jahr 2015 die Variante
Mitarbeiterinformati-
onsrunden an den einzelnen Standorten
im Drei- bis Viermonatsrhythmus als
praktikabel erwiesen. So können aktuelle Themen schneller und persönlicher allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermittelt werden und es besteht eher die Mög-
lichkeit für Rückfragen und individuelle Gespräche.
Am 8. Juli 2015 bewanderten wir erstmalig
standortübergreifend
zum
Tag des Ge-
meinswesens
das Gebiet Königstein-Lilienstein in der Sächsischen Schweiz. Teilge-
nommen haben insgesamt 104 Personen - aufgeteilt in vier Gruppen. Unterstützung
bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung erhielten wir vom Nationalparkzent-
rum, welches für uns zertifizierte Nationalparkführer buchte und Familie Hähnel vom
Steinguthof, die uns nach der Wanderung mit Gegrilltem, Gekochtem und Gebacke-
nem versorgte. So verbrachten wir gemeinsam einen wunderschönen Tag, der zum
weiteren Zusammenwachsen der Standorte des SID beigetragen hat.
Die
Neugestaltung des SID-internen Mitarbeiterportals
stand seit langem an und
war dringend notwendig. Ab August 2015 widmete sich die Stabsstelle hauptsächlich
dieser wichtigen Aufgabe. Das Sachgebiet Organisation hatte bereits vorab per Um-
frage unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die gewünschten Inhalte und The-
men indentifiziert und konkret benannt. Nachdem das Layout gestaltet war, konnte
mit der Einzelbefragung der Fachbereiche und der Einarbeitung der Informationen be-
gonnen werden. Die Aufbauarbeiten dauerten über den Jahreswechsel bis Ende März
2016 an. Endlich hat der SID ein gut gefülltes Intranet mit allen wichtigen Informati-
onen
aus allen Bereichen - für alle Bereiche
, das „lebt“ und sehr gut angenommen
und genutzt wird. Gepflegt wird es momentan ausschließlich durch die Stabsstelle
Öffentlichkeitsarbeit, um die Qualität und Aktualität zu erhalten.

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Der Unternehmensbereich
ZENTRALE AUFGABEN
Der Unternehmensbereich Zentrale Aufgaben unterstützt die anderen Bereiche des SID bei
ihrer Aufgabenerfüllung im Auftrag der Kunden. Er verantwortet somit die fachfremden
und fachbegleitenden Aufgaben. Das Aufgabenspektrum umfasst dabei das Kunden-,
das Finanz-, das Personal- und das Organisationsmanagement.
Die zentrale IT-Vergabestelle führt für die vom SID verantworteten Verfahren sowie im
Auftrag der Kunden IT-Vergabeverfahren bis hin zur Vorbereitung des Vertrages durch.
© sandstein / zagandesign - Fotolia.com

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ZENTRALE AUFGABEN
Kundenmanagement
Kundenbeziehungen
Optimierung & Standardisierung der Prozesse
Das Kundenmanagement des SID hat im Geschäftsjahr 2015 weiter intensiv an der
Optimierung der Kundenbeziehungen gearbeitet. Wesentlich war dabei, den Prozess
der Erstellung von Leistungsvereinbarungen im SID nahtlos in den Arbeitsalltag zu in-
tegrieren und seine Transparenz gegenüber den Kunden zu erhöhen. Dies ist in enger
Zusammenarbeit mit den Fachbereichen des SID weitgehend gelungen. Auf diesem
Standard kann die weitere Arbeit in den kommenden Jahren aufgebaut werden.
Die äußeren Rahmenbedingungen für die Arbeit des Fachbereiches Kundenmanage-
ment des SID haben sich nicht verändert. Auch im Geschäftsjahr 2015 blieb das be-
reits im SID erarbeitete Leistungs- und Entgeltverzeichnis ungenehmigt und konnte so
für die Erstellung von Angeboten und den Abschluss von Leistungsvereinbarungen
nicht genutzt werden. Eine Verbesserung der personellen Situation im Fachbereich
Kundenmanagement ist nicht eingetreten.
Trotzdem hat der Fachbereich Kundenmanagement in Zusammenarbeit mit den leis-
tungserbringenden Bereichen des SID verschiedene kleinere, aber auch wichtige Ver-
einbarungen schließen können. So wurden weitere Rahmenvereinbarungen zur IT-Ver-
gabe unterzeichnet. Auch konnte die Vereinbarung zur EU-Zahlstelle für die Förderung
im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (EU-Zahlstellenvereinbarung) in hoher
Qualität fristgerecht abgeschlossen werden, die die Leistungserbringung für insgesamt
38 IT-Verfahren und -Vorhaben regelt. Die Leistungsvereinbarung für das ressortüber-
greifende IT-Verfahren für die elektronische Vorgangsbearbeitung eVA.SAX sowie die
dazugehörige Dienstebeschreibung wurde abgestimmt und in wesentlichen Punkten
weiterentwickelt.
Leistungsvereinbarung im SID_Kundensicht - Leist
PICTURE-Prozessplattform
14.04.2016, 16:11 Uhr
PICTURE Prozessplattform - Leistungsvereinbarungen im SID - Kundensicht

18|
ZENTRALE AUFGABEN
Personal & Organisation
Organisation
Reorganisation, Vorgangsbearbeitung & Prozessoptimierung
Das Jahr 2015 war maßgeblich vom politischen Willen bzgl. der
Reorganisation der
Aufbau- und Ablauforganisation des SID
geprägt. Im Koalitionsvertrag 2014-2019
ist vereinbart, den SID zu dem zentralen, leistungsfähigen und innovativen Dienstleis-
ter der sächsischen Verwaltung fortzuentwickeln und dabei die Optimierung und Kon-
solidierung der IT-Organisation durch zunehmende Bündelung ressortübergreifender
Fachaufgaben beim SID voranzutreiben.
Seinen Niederschlag fand dieser politische Wille in der
Kabinettsvorlage zur Konsoli-
dierung und Fortentwicklung des SID („SID 2025“)
und der
Kabinettsvorlage zur
Errichtung eines gemeinsamen Rechenzentrums
als Maßnahmen zur IT-Konsolidie-
rung und Stärkung des SID. Mit der Inkraftsetzung der neuen Verwaltungsvorschrift
(VwV SID) zum 1. Dezember 2015 sind die künftigen Aufgaben des SID geschärft und
Regelungen zur organisatorischen Fortentwicklung des SID getroffen. Diese beinhal-
ten die organisatorische Umgliederung des Fachbereichs 4.4 „Betrieb und Verfahren
Polizei“ in das Polizeiverwaltungsamt (Standort Dresden Neuländer Straße), die Aus-
gliederung des Landesrechenzentrums Steuern und die Rückführung der IT-Fachver-
fahren aus dem Bereich Umwelt und Landwirtschaft (Standort Lichtenwalde).
Für die Umsetzung des Konsolidierungsvorhabens wird im Sächsischen Staatsministe-
rium des Innern eine Projektgruppe gebildet, welche sich auch mit der künftigen
Rechtsform des SID befassen wird. Die Aufgaben der Projektgruppe werden in 2016
personelle Ressourcen in maßgeblichem Umfang binden.
Das operative Geschäft des Sachgebietes Organisation war wesentlich vom Ziel der
elektronischen Vorgangsbearbeitung und Aktenführung
geprägt. Mit Einführung der
Software VIS.SAX am 23. Februar 2015 erfüllt der SID die gesetzliche Verpflichtung
aus § 12 Sächsisches E-Government-Gesetz. Dabei galt es zu berücksichtigen, dass die
Einführung eines Vorgangsbearbeitungssystems in einer Behörde - wie kein anderes
IT-System zuvor - in die Aufbau- und Ablauforganisation eingreift.
Mit VIS.SAX verfügt der SID jetzt über eine Komplettlösung von der Posteingangsbear-
beitung über die Registratur und Sachbearbeitung bis zum Postausgang. Darüber hin-
aus ermöglicht das System die fristgerechte Aussonderung und die Abgabe von
Schriftgut an das Archiv. Damit ist im SID eine standortübergreifende ordnungsge-
mäße Schriftgutverwaltung gewährleistet und die Vorteile der elektronischen Vor-
gangsbearbeitung und Aktenführung werden erschlossen. Die Einführung von VIS.SAX
bezog alle Standorte des SID - einschließlich Landesrechenzentrum Steuern - ein.
In diesem Zusammenhang galt es, eine Reihe von SID-internen Prozessen zu reorgani-
sieren und zu optimieren (Beschleunigung der Geschäftsprozesse durch Automatisie-
rung [elektronische Workflows]). Dazu wurden die Soll-Prozesse mit dem Geschäfts-
prozessmodell-Tool PICTURE beschrieben und darauf aufbauend Geschäftsgangmuster
in VIS.SAX entwickelt. In 2015 standen dabei Prozesse wie Beschaffung, Beantragung
von Dienstreisen, Bereitstellung von Telearbeitsplätzen, Rechnungsdurchlauf, Perso-
nenprozesse (insbesondere Ressourcen für Mitarbeiter und Externe bei Tätigkeitsauf-
nehme und -änderung), VOIP-Telefonie, Hardwareentsorgung u.a. für das Sachgebiet
Organisation im Vordergrund.
HV
© Erhan Ergin - Fotolia.com

image
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| 19
ZENTRALE AUFGABEN
Personal & Organisation
Zum Zuständigkeitsbereich des Inneren Dienstes gehört die Verwaltung und Bewirt-
schaftung der Dienstgebäude sowie deren technischer Anlagen und Einrichtungen.
Damit ist das Sachgebiet auch maßgeblich in die im November 2015 am Sitz des SID
in
Kamenz
begonnene
Große Baumaßnahme „Erweiterung Rechenzentrumskapazi-
tät“
einbezogen. Die Ertüchtigung des Rechenzentrums in Kamenz ist ein wesentlicher
Baustein auf dem Weg, den SID zum zentralen Dienstleister der sächsischen Verwal-
tung weiterzuentwickeln.
Die Baumaßnahme beinhaltet drei Teilbaumaßnahmen:
1.
Erweiterung Serverkapazität,
2.
Erneuerung Tertiärnetz (Gebäudeleittechnik) und
3.
Backup-Standort für die Rechentechnik der Leitstelle für Informationstechnologie
der Sächsischen Justiz (LIT) und das Landesrechenzentrum Steuern (LRZS).
Im Oktober 2015 konnte der
Fachbereich „Service Desk, Operating“
den
neuen Ser-
vicestützpunkt im Mietobjekt „Atrium am Rosengarten“ (Dresden, Glacisstraße)
in
der Nähe des Regierungsviertels beziehen. Damit ist die standortnahe Betreuung der
Nutzer in der Staatsregierung (z.B. Verfahren eVA.SAX) sichergestellt. Im Vorlauf des
Objektbezugs waren durch den Inneren Dienst in Abstimmung mit dem Staatsbetrieb
Sächsisches Immobilien und Baumanagement eine Reihe von Einzelmaßnahmen zu
veranlassen (Neuverkabelung zur Schaffung der Telefonie- und Datenanbindung, Be-
schaffung Mobiliar, Organisation Umzug etc).
Weitere Themen in 2015 waren für das Sachgebiet Innerer Dienst die
Überarbeitung
bzw. Konkretisierung der Regelungen
zur Benutzung der Dienstgebäude (Hausord-
nung, Brandschutzordnung etc.).
Vor dem Hintergrund der Altersstruktur des SID ist das
Betriebliche Gesundheitsma-
nagement (BGM)
ein stärker zu fokussierendes Aufgabengebiet. Das Sachgebiet Inne-
rer Dienst initiierte bzw. begleitete eine Vielfalt von Maßnahmen, um Prozesse, Arbeit,
Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten (z.B.
individuelle Anpassung der Arbeitsplätze und -ausstattungen auf gesundheitliche Pro-
bleme, Einrichtung von Telearbeitsplätzen etc.). Ziel dieser Maßnahmen ist es, durch
gute Arbeitsbedingungen Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter nachhaltig zu
fördern.
Darüber hinaus begleitete das Sachgebiet Innerer Dienst die Vorbereitung der SID-
umfassenden nachgelagerten Inventur 2015 personalintensiv.
Innerer Dienst
Ausbau, Umzug & Gesundheitsförderung
Servicestützpunkt Dresden Glacisstraße

20|
ZENTRALE AUFGABEN
Personal & Organisation
Personalmanagement
Personalbestand & Personalentwicklung & Weiterbildung
Im SID waren zum Stichtag 31.12.2015 insgesamt an allen Standorten 399 Mitarbei-
terinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Abordnung der Beamten und Beschäftigten
des Standortes Dresden Neuländer Straße zum SID lief zum 30.11.2015 aus. Das Lan-
desrechenzentrum Steuern ist direkt dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen
unterstellt und verwaltet sein Personal selbst.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 stellt sich die Mitarbeiterstruktur des Staatsbe-
triebes Sächsische Informatik Dienste wie folgt dar.
Beamte/Beschäftigte
Unternehmensbereiche
Geschäfts-
führung
Gesamt
1
2
3
4
5
höherer Dienst
9
9
23
9
3
3
56
gehobener Dienst
23
26
47
68
97
1
262
mittlerer Dienst
15
7
4
5
46
1
78
einfacher Dienst
-
-
-
-
3
-
3
Gesamt
47
42
74
82
149
5
399
Es ist ein Zuwachs von 20 Personen seit 2014 zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2015
wurden 32 neue Mitarbeiter gewonnen, dabei konnten fünf Personen unbefristete Ar-
beitsverhältnisse angeboten werden. 12 Personen haben 2015 den SID verlassen. Ge-
mäß Stellenabbaukonzeption der Staatsregierung wurden sechs sogenannte kw-Ver-
merke für den Geschäftsbereich SMI (Haushaltsvermerk im Stellenplan – Stelle fällt
zukünftig weg) ausgebracht.
Das Durchschnittsalter im SID liegt bei 48 Jahren. Die Altersstruktur entnehmen Sie
bitte dem folgenden Diagramm.
Fortbildungen
Im Jahr 2015 konnten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SID insgesamt 346
mal die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen der Fachhochschule für öffentliche
Verwaltung und Rechtspflege Meißen, Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen
ermöglicht werden. Es wurden dabei 76 mal Seminare im Bereich der Verwaltung und
77 im Bereich der IT besucht. Durch externe Anbieter konnten Bedienstete hauptsäch-
lich in IT-Seminare 160 mal geschult werden. Vervollständigt wurde das Angebot an
Fortbildungsmaßnahmen durch 32 Inhouse-Schulungen im Bereich IT.
0
20
40
60
50
30
10
Anzahl
20
-
24
25
-
29
30
-
34
35
-
39
40
-
44
45
-
49
50
-
54
55
-
59
60
-
64
Alter von - bis
65
-
69
Personelle Zugänge
Neueinstellungen
befristete Einstellungen
Entfristungen
4
Versetzungen aus anderen
Landesbehörden
Personelle Abgänge
Kündigungen
2
4
2
3
1
Auflösungsverträge
Beendigung Befristungen
Ruhestand / Altersteilzeit
Beendigung Abordnung
4
19
5
3
Praktikanten
3
Praktikanten

| 21
ZENTRALE AUFGABEN
Finanzmanegement
Der kaufmännische Jahresabschluss des SID für das Geschäftsjahr 2014 ist durch den
Wirtschaftsprüfer Dr. Winfried Heide geprüft und am 9. Dezember 2015 uneinge-
schränkt testiert worden.
Jahresabschluss 2014
Auszug aus dem Lagebericht & Jahresabschluss 2014 (ohne LRZS)
AKTIVA
31.12.2014
31.12.2013
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.487.713,71 €
887.682,70 €
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
1.368.713,71 €
768.682,70 €
2. Geleistete Anzahlungen
119.000,00 €
119.000,00 €
II. Sachanlagen
4.349.271,33 €
3.773.032,27 €
1. Technische Anlagen und Maschinen
3.170.948,72 €
2.136.941,04 €
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.178.322,61 €
1.636.091,23 €
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
2.664.205,95 €
1.374.546,51 €
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
24.774,17 €
0,00 €
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
2.639.431,78 €
1.374.546,51 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.381.801,38 €
948.635,13 €
1. Forderungen aus Zuweisungen und Zuschüssen
148.383,19 €
111.855,31 €
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1.051.782,39 €
835.826,94 €
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
467,10 €
952,88 €
4. Sonstige Vermögensgegenstände
181.168,70 €
0,00 €
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks
4.563.387,00 €
3.232.254,04 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten
3.209.118,84 €
2.266.890,55 €
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
178.653,15 €
739.222,94 €
Bilanzsummer AKTIVA
17.834.151,36 €
13.222.264,14 €
PASSIVA
31.12.2014
31.12.2013
A. Eigenkapital
I. Nettokapital
- 406.533,70 €
- 406.533,70 €
II. Verlustvortrag
- 332.689,24 €
0,00 €
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag
560.569,79 €
- 332.689,24 €
nicht gedeckter Fehlbetrag
178.653,15 €
739.222,94 €
buchmäßiges Eigenkapital
0,00 €
0,00 €
B. Sonderposten für Investitionen
5.717.985,04 €
4.541.714,97 €
C. Rückstellungen
2.468.150,40 €
4.587.649,03 €
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
202.400,00 €
331.000,00 €
2. Sonstige Rückstellungen
2.265.750,40 €
4.256.649,03 €
D. Verbindlichkeiten
9.648.015,92 €
4.092.900,14 €
1. Verbindlichkeiten aus Zuweisungen und Zuschüssen
0,00 €
391.794,73 €
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2.889.541,13 €
2.273.763,30 €
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.285.795,24 €
1.426.761,18 €
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis
114.003,58 €
0,00 €
5. Sonstige Verbindlichkeiten
2.358.675,97 €
580,93 €
Bilanzsumme PASSIVA
17.834.151,36 €
13.222.264,14 €

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22|
ZENTRALE AUFGABEN
Finanzmanagement
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die wesentlichen Ergebnisquellen des SID stellen die Transfererträge und die Leis-
tungserlöse dar. In beiden Bereichen ist im Geschäftsjahr 2014 ein Anstieg zu ver-
zeichnen. Die Transfererträge tragen mit 54 % wesentlich zur Deckung der Ge-
samtaufwendungen in Höhe von 66.672,2 TEUR bei. Der SID ist somit zu einem
überwiegenden Teil auf Zuweisungen und Zuschüsse des Freistaates Sachsen ange-
wiesen. Insgesamt beliefen sich die Transfererträge im Geschäftsjahr auf 36.096,2
TEUR. Dies bedeutet eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr 2013 um 2.362,2 TEUR
(+7 %), die aufgrund der umfangreichen Investitionstätigkeit des SID im Geschäfts-
jahr 2014 vor allem auf die damit korrespondierenden zunehmenden Investitionszu-
schüsse zurückzuführen ist. Die Leistungserlöse konnten gegenüber dem Vorjahr ins-
gesamt um ca. 20 % (+4.532,5 TEUR) auf 27.663,1 TEUR gesteigert werden. Sie
werden aus Leistungsvereinbarungen und Zahlungsvereinbarungen für die Inan-
spruchnahme von IT-Leistungen sowie aus der Abrechnung der Entgelte für die Inan-
spruchnahme des Sächsischen Verwaltungsnetzes (SVN) gegenüber Einrichtungen mit
separater Wirtschaftsführung (ESW) generiert.
Die Gesamtaufwendungen haben gegenüber dem Vorjahr 2013 um 5.962,6 TEUR (+10
%) zugenommen. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem zunehmenden Bedarf an
bezogenen Leistungen im Bereich der IT sowie aus gestiegenen Personalaufwendun-
gen.
Der SID erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 560,6
TEUR. Das Jahresergebnis wird dabei vor allem von der Entwicklung der Transferträge,
insbesondere der Zuschüsse des Freistaates Sachsen beeinflusst, deren Höhe sich am
kameralen und nicht am kaufmännischen Ergebnis orientiert.
Die Finanzlage des SID stellt sich vor allem aufgrund der Zuschüsse des Freistaates
Sachsen und der Leistungsverrechnung mit den Behörden des Freistaates als stabil
dar. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit gesichert. Verbindlichkeiten
konnten innerhalb der Zahlungsfristen beglichen werden. Forderungen aus Lieferun-
gen und Leistungen wurden größtenteils zeitnah vereinnahmt.
Die Vermögenslage des SID hat sich im Geschäftsjahr 2014 leicht verbessert. Zum ei-
nen konnte das Anlagevermögen durch umfangreiche Investitionen erhöht werden.
Zum anderen übersteigen zwar die Schuldenpositionen nach wie vor die Vermögens-
positionen des SID, so dass auf der Aktivseite der Bilanz ein nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag auszuweisen ist, jedoch hat sich dieser aufgrund des erwirt-
schafteten Jahresüberschusses wesentlich gemindert.
Chancen und Risiken
Positive Impulse für die weitere Entwicklung des SID sollten von der im Koalitionsver-
trag 2014 bis 2019 zwischen der CDU Sachsen und der SPD Sachsen festgehaltenen
und mit Kabinettsbeschluss vom 01. Dezember 2015 konkretisierten Fortentwicklung
des SID zum zentralen, leistungsfähigen und innovativen Dienstleister der sächsischen
Verwaltung ausgehen. Inwiefern sich hieraus auch Risiken ableiten lassen, wird sich
erst in Bewertung der konkreten Umsetzungsschritte beurteilen lassen.
Im Zuge fortschreitender Verwaltungsmodernisierung ist tendenziell weiterhin mit ei-
ner steigenden Nachfrage nach IT-Lösungen und somit mit einem Zuwachs der Leis-
tungserlöse zu rechnen. Auch die Erweiterung des potenziellen Kundenkreises auf Ein-
richtungen außerhalb des Freistaates Sachsen kann hier zu positiven Entwicklungen
führen. Wesentliche Gewinnerhöhungen sind durch die Leistungserbringung dennoch
nicht zu erwarten, da bisher nur eine kostendeckende Weiterberechnung gegenüber
© birgitH - pixelio.de

| 23
ZENTRALE AUFGABEN
Finanzmanagement
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen
Stand 01.01.2014
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
5.394.780,80 €
1.206.987,75 €
0,00 €
6.601,768,55 €
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
5.275.780,80 €
1.206.987,75 €
0,00 €
6.482.768,55 €
2. Geleistete Anzahlungen
119.000,00 €
0,00 €
0,00 €
119.000,00 €
II. Sachanlagen
15.320.207,87 €
2.148.040,54 €
137.661,09 €
17.330.587,32 €
1. Technische Anlagen und Maschinen
9.036.862,22 €
1.747.943,32 €
23.856,47 €
10.760.949,07 €
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
6.283.345,65 €
400.097,22 €
113.804,62 €
6.569.638,25 €
GESAMT
20.714.988,67 €
3.355.028,29 €
137.661,09 €
23.932.355,87 €
Abschreibungen
Anlagevermögen
Stand 01.01.2014
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
4.507.098,10 €
606.956,74 €
0,00 €
5.114.054,84 €
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
4.507.098,10 €
606.956,74 €
0,00 €
5.114.054,84 €
2. Geleistete Anzahlungen
0,00 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
II. Sachanlagen
11.547.175,60 €
1.571.256,48 €
137.116,09 €
12.981.315,99 €
1. Technische Anlagen und Maschinen
6.899.921,18€
713.853,64 €
23.774,47€
7.590.000,35 €
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.647.254,42 €
857.402,84 €
113.341,62 €
5.391.315,64 €
GESAMT
16.054.273,70 €
2.178.213,22 €
137.116,09 €
18.095.370,83 €
Buchwerte
Anlagevermögen
31.12.2014
31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.487.713,71 €
887.682,70€
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
1.368.713,71 €
768.682,70 €
2. Geleistete Anzahlungen
119.000,00 €
119.000,00 €
II. Sachanlagen
4.349.271,33 €
3.773.032,27 €
1. Technische Anlagen und Maschinen
3.170.948,72 €
2.136.941,04 €
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.178.322,61 €
1.636.091,23 €
GESAMT
5.836.985,04 €
4.660.714,97 €
den Kunden vorgesehen ist. Steigende Erlöse werden daher auch künftig mit steigen-
den Aufwendungen korrespondieren.
Eine positive Tendenz ist im Geschäftsjahr 2014 beim Jahresergebnis erkennbar. Dieses
hängt aber wesentlich von den jährlichen Zuschüssen des Freistaates Sachsen, insbe-
sondere von der Zuschussrückforderung zum Jahresende ab, deren Höhe sich am ka-
meralen und nicht am kaufmännischen Ergebnis orientiert. Insofern ist schwer prog-
nostizierbar, ob sich dieser Trend auch im Folgejahr fortsetzen wird. Kann im Folgejahr
erneut ein Jahresüberschuss erzielt werden, ist mit einer eventuellen Deckung des
nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages und somit mit einer positiven Eigen-
kapitalentwicklung zu rechnen.
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1.2014 bis 31.12.2014

image
24|
ZENTRALE AUFGABEN
Finanzmanagement
Geschäftsjahr
Vorjahr
1. Transfererträge
36.096.198,61 €
33.733.964,67 €
2. Leistungserlöse
27.663.134,42 €
23.130.631,94 €
3. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
1.264.885,27 €
622.922,78 €
4. Sonstige betriebliche Erträge
2.208.566,19 €
2.889.406,93 €
5. Materialaufwand
-42.105.553,04 €
-37.103.862,51 €
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und bezogene Waren
-593.503,06 €
-664.171,18 €
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-41.512.049,98 €
-36.439.691,33 €
6. Personalaufwand
-17.429.341,72 €
-16.537.874,22 €
a) Löhne und Gehälter
-15.094.036,20 €
-14.212.129,88 €
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
-2.335.305,52 €
-2.325.744,34 €
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-2.178.213,22 €
-2.826.380,00 €
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-4.931.852,38 €
-4.214.189,17 €
9. Ergebnis der gewöhnlichen Verwaltungstätigkeit
587.824,13 €
-305.379,58 €
Sonstige Steuern
-27.254,34 €
-27.309,66 €
Jahresfehlbetrag
560.569,79 €
-332.689,24 €
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1.2014 bis 31.12.2014
© Thorben Wengert - pixelio.de

| 25
ZENTRALE AUFGABEN
Vergabestelle & Recht & Lizenzen
Den Schwerpunkt der Arbeit des Fachbereichs 1.4 - Vergabestelle, Recht und Lizenzen
bilden die Aufgaben der zentralen IT-Vergabestelle. Die Vergabestelle beschafft für
alle im Kundenauftrag durch den SID betriebenen Verfahren die benötigte Hardware,
Software sowie Dienstleistungen. Über die Beschaffung für den SID-eigenen Bedarf
hinaus obliegt ihr gemäß Ziffer II Nr. 1 Satz 2 Buchst. b VwV SID 2015 die Vergabe
von IT-Leistungen auch für andere Behörden und Einrichtungen des Freistaates Sach-
sen. Im Rahmen dieser Aufgabe schließt die Vergabestelle u. a. Rahmenverträge, aus
denen die Behörden der Staatsverwaltung IT-Produkte abrufen können oder über-
nimmt die Durchführung von Vergabeverfahren im Auftrag anderer Behörden des Frei-
staates Sachsen. Darüber hinaus übernimmt der Fachbereich für Behörden des Frei-
staates Sachsen die Beratung zu allen Fragen der rechtssicheren Abwicklung von
Vergabeverfahren. Das Angebot des Fachbereichs, Vergabeverfahren für andere Behör-
den durchzuführen, wird von allen Behörden des Freistaates Sachsen sehr rege ge-
nutzt, sodass die zentrale IT-Vergabestelle auch im Jahr 2015 einen nahezu gleich
bleibenden Bestand an durchgeführten Vergabeverfahren verzeichnen konnte.
Insgesamt erteilte der SID im Jahr 2015
ca. 770 Aufträge mit einem Gesamtvolumen
von über 41 Millionen EUR (brutto)
. Hiervon entfielen 15 Aufträge auf EU-Vergabe-
verfahren mit einem Gesamtvolumen von 31 Millionen EUR (brutto). In 28 nationalen
Öffentlichen Ausschreibungen wurde zudem ein Auftragsvolumen von 6 Millionen
EUR (brutto) vergeben; weitere 4 Mio. EUR (brutto) in 726 Freihändigen Vergaben.
In der Funktion als zentrale IT- Vergabestelle betreut der SID mittlerweile neun Rah-
menvereinbarungen, aus denen die Behörden des Freistaates Sachsen schnell und un-
kompliziert standardisierte IT-Produkte abrufen können. Nach europaweiter Aus-
schreibung wurden in den Vorjahren drei Rahmenverträge zum Abruf von Notebooks,
Tablets und Druckerverbrauchsmaterialien abgeschlossen. Zu den weiteren 2015 abge-
schlossenen Rahmenverträgen, gehören
ı
der 2015 neu ausgeschriebene Rahmenvertrag zum Bezug von Microsoft-
Produkten auf Grundlage des Select-Vertrages des BMI mit Microsoft,
ı
der Rahmenvertrag Prüfung Rechtskonformität Internetpräsenzen (WebShop),
ı
der Rahmenvertrag IT-Testdienstleistungen,
ı
der Rahmenvertrag Saxonia Client – Desktopsysteme,
ı
der Rahmenvertrag Monitore,
ı
der Rahmenvertrag Zahlungsverkehrsprovider.
Vergaben
Bilanz im Vergabewesen 2015
Öffentliche Ausschreibungen
Freihändige Vergaben
Offene Verfahren
Verhandlungsverfahren
Mio. €
26
4
6
5
726
28
87
Aufteilung der
Gesamtanzahl
von
769 Aufträge
n auf einzelne Vergabearten
Aufteilung des
Gesamtauftragswert
es von ca.
41 Mio.€ brutto
auf einzelne Vergabearten

26|
ZENTRALE AUFGABEN
Vergabestelle & Recht & Lizenzen
Alle Rahmenverträge wurden durch die Behörden im Jahr 2015 in großem Umfang
genutzt. Dieser Prozess soll auch im Jahr 2016 mit Rahmenverträgen über Beratungs-
leistungen zu IT- und IT-Sicherheitsleistungen in Kooperation mit dem SMI fortgesetzt
werden.
Ziel des SID ist es, perspektivisch den Behörden des Freistaates eine einheitliche Platt-
form für den Abruf aus den Rahmenverträgen zur Verfügung zu stellen. Daher wurde
das Entwicklungsprojekt „SID Webshop“ auch im Jahr 2015 unter dem neuen Begriff
„IT-Warenhaus“
durch die Vergabestelle weiter fachlich begleitet, konnte allerdings
noch nicht zum Abschluss gebracht werden.
Nachprüfungsverfahren
gem. § 8 Abs. 2 SächsVergabeG vor der Aufsichtsbehörde im
Unterschwellenbereich waren im Jahr 2015 ebenso wenig anhängig wie Nachprü-
fungsverfahren gemäß § 107 GWB vor der 1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen
im Oberschwellenwertbereich.
Im Jahr 2015 wurden z. T. die begonnenen Projekte zur Steuerung der zentralen IT-
Beschaffung fortgesetzt:
Das Projekt zur Einführung einer eVergabe-Software wurde auf Grundlage der Ergeb-
nisse der beiden bisherigen Projektschwerpunkte, Anforderungsdefinition und System-
analyse, zweigeteilt. Perspektivisch soll 2018 die von der Richtlinie 2014/24/EU gefor-
derte umfassende elektronische Kommunikation mit den Bietern über ein
Vergabeportal umgesetzt werden. Nach einem Erprobungszeitraum der im Februar
2015 im SID eingeführten elektronischen Schriftgutverwaltung in vis.sax soll 2018 der
Bedarf an einem Vergabemanagementsystem erneut geprüft werden.
38
5
6*
Ausschreibungen für den SID
Ausschreibungen für Kunden
Rahmenverträge
Aufteilung der
Gesamtanzahl
von 49 Ausschreibungen nach Auftraggeber
* Im Jahr 2015 schloss der SID 6 weitere Rahmenverträge über IT-Hard- und Software sowie
Dienstleistungen für zahlreiche Behörden und Einrichtungen des Freistaates Sachsen als
Kunden des SID im Umfang von mehr als 12 Mio. EUR Abrufvolumen ab.

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| 27
Der Unternehmensbereich
IT-SERVICE
Serviceorientierung gehört zu den wichtigsten Eckpfeilern, denen sich unser
Unternehmensbereich IT-Service verpflichtet fühlt.
Zu ihm gehören der Service Desk als die zentrale Schnittstelle zu den Nutzern und das
Client Service Management für die Bereitstellung und Pflege des IT-Equipments beim Nutzer.
Aber auch der Datenschutz und die Informationssicherheit für die vom SID zu verarbeitenden
Daten haben an Bedeutung zugenommen. Zentral wahrzunehmende Aufgaben sind das
Projektmanagement für SID-eigene und Kundenprojekte, das Computer Emergency Responce
Team (CERT) für den Freistaat Sachsen, und die Leitstelle Sächsisches Verwaltungsnetz (SVN).
© sandstein / Alexandr Mitiuc - Fotolia.com

28|
IT-SERVICE
Service Desk & Client Service Management
Service Desk eVA.SAX
Weiterentwicklung „Aufbau und Probebetrieb Service Desk eVA.SAX“
Seit Start des Projektes „Aufbau und Probebetrieb Service Desk eVA.SAX“ im Jahr 2014
wird für inzwischen 19 Mandanten der Sächsischen Staatsbehörden mit derzeit ca.
6.000 Nutzern durch drei befristete Projektstellen im FB 2.1 des SID eine bedarfsge-
rechte und nutzerorientierte Betreuung gewährleistet. Die für das landeseinheitliche
Verfahren eVA.SAX zentral erbrachten Leistungen - wie Aufnahme, Erstbearbeitung
und Koordinierung der weiteren Störungsbearbeitung in Zusammenarbeit mit den
nutzenden Behörden - werden durch die Kunden sehr gut angenommen. Als wesentli-
che Grundlage dient dabei die Vereinheitlichung und Umsetzung der Meldewege.
Aufgrund des kompletten Personalwechsels der drei befristeten Projektstellen im Jahr
2015 stellte die Fortführung des Projektes eine sehr hohe Herausforderung dar.
Mit Einführung des Verfahrens eVA.SAX im SID und die standortübergreifende Nutzer-
betreuung für alle Mitarbeiter des SID durch die drei Projektmitarbeiter konnte das in
der Nutzerbetreuung angeeignete Wissen in das Projekt „Aufbau und Probebetrieb
Service Desk eVA.SAX“ einfließen.
Der Service Desk SID ist die zentrale Anlaufstelle für alle Serviceanliegen (Störungen,
Anfragen, Aufträge) unserer Kunden und innerhalb unserer Organisationsstruktur. Die
Absicherung und Gewährleistung der ein- und ausgehenden Kommunikation mit den
Nutzern bei der Inanspruchnahme der vom SID bereitgestellten IT-Services steht dabei
im Mittelpunkt.
Der Service Desk SID nimmt die Anliegen der Nutzer in Form von Tickets auf, doku-
mentiert und überwacht die notwendigen Aktivitäten der nachfolgenden Supportein-
heiten auf Einhaltung der mit den Kunden vereinbarten Service Level. Er stellt dabei
sicher, dass die Anliegen sofort (Erstlösung) oder von den nachfolgenden Supportein-
heiten bearbeitet werden und der Nutzer eine angemessene Rückmeldung über den
Bearbeitungsfortschritt erhält. Darüber hinaus informiert der Service Desk SID die
Nutzer über geplante Wartungen, gegebenenfalls über Veränderungen an der IT-Infra-
struktur sowie über den aktuellen Bearbeitungsstatus ihrer gemeldeten Anliegen.
Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines einheitlichen Service Desk SID für die Lan-
desbehörden des Freistaates Sachsen, wird das bereits für den Aufbau und Probebe-
trieb Service Desk eVA.SAX genutzte
Ticketsystem OTRS
ausgebaut und für weitere
IT-Verfahren genutzt. Als Beispiele sind die IT-Verfahren SiDAS, Picture sowie Verfah-
ren im Bereich E-Government zu nennen. Die Überführung weiterer IT-Verfahren steht
derzeit im Fokus.
Durch den Umzug der Mitarbeiter des Service Desk vom Standort Dresden - Riesaer
Straße in den Servicestützpunkt Glacisstraße und somit in die Nähe des Regierungs-
viertels, sind die ersten Voraussetzungen geschaffen, dass die Nutzerbetreuung der
Behörden bei Standard-IT-Verfahren (z. B. Officeprodukte) durch den First-Level-Sup-
port des SID besser unterstützt werden kann.
Service Desk SID
Zentrale Anlaufstelle für alle Serviceanliegen
Kontaktdaten Service Desk eVA.SAX
Web-Portal:
https://servicedesk.sachsen.de/sd/kunde
Telefon:
+49(351) 79997 109
E-Mail:
servicedesk@sid.sachsen.de
© Artco - Fotolia.com
Kontaktdaten Service Desk SID
Web-Portal:
https://servicedesk.sachsen.de/sd/kunde
Telefon:
+49(351) 79997 100
E-Mail:
servicedesk@sid.sachsen.de

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| 29
IT-SERVICE
Service Desk & Client Service Management
Am Standort Kamenz erfolgt die Administration und Überwachung der
Großrechen-
technik zSeries
und angeschlossener Komponenten. Weiterhin wird die Administra-
tion der im Rechenzentrum für ein
systemübergreifendes Backup-/ Recoverysystem
eingesetzten Virtual und Physical Tape Library und Software erbracht.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich 2.1 nehmen die operativen Auf-
gaben im täglichen Betrieb der Mainframe-Verfahren wahr. Dies beinhaltet neben der
Überwachung, Auswertung und Steuerung der Batch-Verarbeitung auch die Sicherung
der ADABAS-Datenbanken und die Bedienung der Peripheriegerätetechnik und Kasset-
tenroboter-Systeme, sowie des Backup Rechenzentrums.
Operating
Betreuung der Großrechentechnik
Ein Client Service Management (CSM) hat es seit Gründung des SID bis zur Reorgani-
sation im Jahre 2013 in einer gewissen Eigenständigkeit nicht gegeben, obwohl so-
wohl die Prozesslandkarte als auch das Produktportfolio des SID von der IT-Arbeits-
platzausstattung als einem der fünf Leistungsprozesse des SID schon vor der
Reorganisation ausging. Die Aufgabenwahrnehmung des CSM war bis dato in ver-
schiedenen betrieblichen Funktionsstellen als auch in der Organisation des SID ver-
streut.
Das Client Service Management stellt die IT-Arbeitsplatzausstattung als Standard-IT-
Ressourcen bereit. Diese IT-Arbeitsplatzausstattung bestimmt sich überwiegend aus
den von dem betreffenden User zu lösenden Aufgaben sowie aus seiner Zuordnung zu
einer definierten Nutzergruppe. Darüber hinaus sorgt das CSM für die Aufrechterhal-
tung sowie Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit der IT-Arbeitsplatzausstattung so-
wohl bei Kunden als auch im SID selbst. Zur Erfüllung dieser Aufgaben ist der Fachbe-
reich personell sehr eng aufgestellt, geplante Abwesenheiten wie Urlaub oder
ungeplante Ausfälle führen dazu, dass selbst Störungen nicht immer in erforderlichem
Maße bearbeitet denn gelöst werden können. Personalabgänge sind im Fachbereich
nicht mehr kompensierbar. Die geringe Personalausstattung des Fachbereichs führt
zwangsläufig zu Abstrichen im Service.
Darum ist es auch als einen beachtenswerten Kraftakt zu bezeichnen, welche Leistung
mit dem Rollout neuer Hardware im Jahr 2015 bei den Kunden und im SID selbst
durch alle Mitarbeiter des CSM an allen Standorten sowie - soweit möglich - in
standortübergreifender Unterstützung erbracht wurde. Diese Rollouts werden weitest-
gehend Anfang 2016 abgeschlossen sein. Dabei gilt es darauf hinzuweisen, dass die
prozessnotwendigen Vor- und Nacharbeiten zu den Rollouts regelmäßig nicht im
Blickfeld des Nutzers ablaufen und den überwiegenden Anteil des Gesamtaufwands
umfassen. Grenzen der standortübergreifenden Arbeit wurden auch durch die verfüg-
baren Tools gezogen.
Alle im Fachbereich 2.2 in Angriff zu nehmenden Aufgaben sind langfristiger Natur,
dazu gehören bspw. Personalentwicklung, einheitliche Management-Tools, Ausstat-
tungsdefinitionen der Arbeitsplätze und mobiles Device-Management.
Mit Blick auf drängende Aufgaben in den kommenden Jahren (der Mainstream-Sup-
port für Windows 7 endete bereits am 13. Januar 2015) wurde im April 2015 ein ers-
ter Workshop zum Betriebssystem Windows 10 für die Ressorts sowie nachgeordnete
Behörden organisiert und mit positiver Resonanz durchgeführt. Ein zweiter Workshop
zu Win 10 wurde in einer deutlich größeren Detailtiefe im November 2015 für den SID
intern erfolgreich durchgeführt.
CSM
Aufbau eines Client Service Management im SID
© Christos Georghiou - Fotolia.com

30|
IT-SERVICE
Informationssicherheit & Datenschutz & CERT
Die in den Vorjahren planmäßig begonnene Aufbauarbeit des
SAX.CERT - des Com-
puter Emergency Response Teams des Freistaats Sachsen
- konnte auch im Jahr
2015 planmäßig fortgesetzt werden. Allerdings wurde das Thema auch weiterhin un-
zureichend mit Ressourcen ausgestattet, was zu Einschränkungen im Umsetzungsfort-
schritt führte.
Auf ministerielle Bestrebungen hin erfolgte eine Aufteilung des zentralen Sicherheits-
Fachbereiches des SID in die
Stabstelle Informationssicherheit und Datenschutz
und
den
Fachbereich SAX.CERT
im Oktober 2015. Dem SAX.CERT wurde mit dem Referat
65 des Sächsischen Staatsministeriums des Innern (SMI) eine eigene Fachaufsicht
durch den Beauftragten für Informationssicherheit des Landes (BfIS Land) zugeordnet
und das CERT wurde als Mitglied in die Arbeitsgruppe Informationssicherheit (AGIS)
aufgenommen. Ab November wurde dem CERT eine befristete Projektstelle zugeordnet
und eine Dienstleistung für die Projektunterstützung vergeben. Damit ist das SAX.
CERT ab Februar 2016 grundlegend bis zum Ablauf der Dienstleistungsvereinbarung
arbeitsfähig.
Trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen konnten die Ziele in der Projektumset-
zung zum großen Teil erreicht werden, so dass davon auszugehen ist, dass die Vorga-
ben der Umsetzungsplanung zur Richtlinie Informationssicherheit des IT Planungsra-
tes vom Freistaat Sachsen eingehalten werden können. Allerdings kamen zusätzliche
Aufgaben auf das CERT zu, welche die Belastbarkeit weiter ausloteten.
Wichtigstes Ereignis war dabei der
G7-Gipfel der Finanzminister und Notenbank
Chefs
und der
G6-Gipfel der Innenminister
im März in der Landeshauptstadt bzw. in
Moritzburg. Dabei konnte eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen involvierten
Behörden nachgewiesen werden. Das SAX.CERT hatte u.a. die Aufgabe, Erkenntnisse
aus dem Bereich des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und
des CERT-Bund in die Lage in Sachsen einzubringen. Diese Integration gelang sehr gut
und im Ergebnis wurden mit den Einsatzkräften einige Maßnahmen abgeleitet und
erfolgreich umgesetzt. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls positiv der Aufbau der
Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verfassungsschutz zu benennen, welche
auch nach den Gipfeln erfolgreich fortgesetzt wird.
Um die Sicherheit des Landesnetzes während der Tagungszeit zu gewährleisten, wurde
in Zusammenarbeit mit der Leitstelle Sächsisches Verwaltungsnetz (SVN), dem BfIS
Land und der TSI mehrere Maßnahmen ergriffen, um Störungen durch DDoS-Angriffe
und Datenabflüsse an BotNetzen zu erkennen und zu verhindern. In diesem Zusam-
menhang sind insbesondere die Erweiterung der Kapazitäten des Netzübergangs des
SVN zu den öffentlichen Netzen, die DDoS-Mitigation, der Einsatz von Comand and
Control Server Listen und das Pilotprojekt mit der Firma FireEye zu nennen. Durch den
Einsatz der FireEye Sandboxing-Lösung in Verbindung mit der Kontrolle von unerlaub-
ten ausgehenden Verbindungen, wurden verschiedene infizierte Systeme im Zustän-
digkeitsbereich des Landes identifiziert und durch einen Dienstleister forensisch be-
handelt und somit gesichert.
Eine weitere prägende Aufgabe war die Unterstützung des Projektes
HoneySens
des
BfIS Land und der Technischen Universität Dresden bei der pilotmäßigen Umsetzung
und bei der Industriepartner-Suche. Die Betreuung des sächsischen Standes auf der
CeBIT nahm in diesem Zusammenhang einen großen Stellenwert ein.
Außerdem unterstützte das CERT die Aktivitäten des Freistaates beim European Cyber
Security Month.
Als CERT-eigene Projekte sind im Berichtszeitraum insbesondere die weitere Spezifi-
zierung der
Melderichtlinie
und deren Gremienbefassung in der AGIS zu benennen.
SAX.CERT
Computer Emergency Response
Team des Freistaates Sachsen
SAX.CERT
Eigenständigkeit, Gipfel, Frühwarnsystem und Melderichtlinie

| 31
IT-SERVICE
Informationssicherheit & Datenschutz & CERT
Als Teilziel konnte ein Beschluss zur Umsetzung einer elektronisch unterstützten Vor-
fallsmeldung aller Ressorts an das SAX.CERT erreicht werden. Die Umsetzung der Mel-
derichtlinie in Form einer Verwaltungsvorschrift wird weiter verfolgt. Ein weiteres sehr
erfolgreiches Projekt ist die
Einführung eines spezifizierten Warn- und Informati-
onsdienstes für Schwachstellen im Bereich Hardware, Software und Betriebssys-
teme
. Mit diesem Dienst war es möglich, den bisher vom BSI bezogenen unspezifi-
schen Warndienst durch einen auf das jeweilige Ressort spezifizierten und monatlich
aktualisierten Dienst zu ersetzen.
Das SAX.CERT konnte sich im Rahmen des Verwaltungs-CERT-Verbundes in die Bear-
beitung der Themen des behördenspezifischen Warndienstes und in die Arbeitsgruppe
Vorfallsbearbeitung erfolgreich einbringen. Auch im CERT-Verbund wurde aktiv an der
Thematik Sandboxing-Systeme und Meldeformular gearbeitet. Die dabei entstandenen
Ergebnisse werden aktiv in die Arbeit des nächsten Jahres einfließen und zur Einfüh-
rung des Vorfallbearbeitungssystems OTRS und zur weiteren Verbesserung von Mel-
dethematik und Warndienst beitragen.
Erste Früchte der eingeführten Prozesslandschaft der CERT-Arbeit und Meldungsbear-
beitung zeigten sich bereits bei der Bearbeitung verschiedener Vorfälle. Dabei ist ins-
besondere die Crypto-Trojaner Thematik zu benennen.
Für das Jahr 2016 stehen die planmäßige Abarbeitung der Projektziele im Bereich Vor-
gangsbearbeitung, Sensorik, Frühwarnung und Melderichtlinie inklusive Kennzahlen-
und Lagebilderstellung im Mittelpunkt. Mit der Projektstelle und der Dienstleistungs-
vereinbarung wird die Zielumsetzung optimistischer als im Berichtszeitraum gesehen.
Die
Stabsstelle Informationssicherheit und Datenschutz
wurde im Oktober 2015 im
Unternehmensbereich Services unter der Leitung des Beauftragten für Informationssi-
cherheit eingerichtet und personell verstärkt.
In der Stabsstelle wurde das SID-übergreifende Sicherheitskonzept weiter voran ge-
bracht. So konnte ein Netzplan für den gesamten SID erstellt werden.
Die Umsetzung des SID-übergreifenden Sicherheitskonzeptes wurde aufgrund der an-
stehenden Zertifizierung der EU-Zahlstelle auf die EU-Zahlstellenverfahren fokussiert.
Im Rahmen des Konzeptes begann ebenfalls die Suche nach einer Nachfolgesoftware
für das Grundschutztool des BSI. Der Support für das kostenlos erhältliche Werkzeug
wird Ende 2016 eingestellt. Es wurden Anforderungen definiert und mit den Ressorts
abgestimmt. Der SID organisierte Produktpräsentationen und stellte den Ressorts
Testversionen möglicher Alternativen bereit.
Die Mitarbeiter der Stabsstelle unterstützten intern durch Beratung und Erstellung
notwendiger Konzepte für Informationssicherheit und Datenschutz in wichtigen res-
sortübergreifenden Themen und Projekten, wie E-Government, VIS.SAX oder SVN.
Für weitere Projekte wurden Sicherheitstests durchgeführt, um Schwachstellen von
Verfahren, die im Internet angeboten werden, aufzudecken. Im Bereich Betrieb wur-
den Partialaudits durchgeführt. Das Audit zur Betriebsdokumentation wurde erfolg-
reich mit Bericht und Handlungsempfehlungen abgeschlossen. Das Audit zum Einsatz
und Umgang mit Token konnte auf Grund von Aufgaben höherer Priorität nicht abge-
schlossen werden.
Informationssicherheit
Stabsstelle Informationssicherheit und Datenschutz
© Artco - Fotolia.com

32|
IT-SERVICE
Projektmanagement
Zielstellungen für das Jahr 2015 waren der weitere
Ausbau des Projektmanagement-
büros (PMO)
, die Erhöhung der Qualität der Arbeit in den Projekten sowie weitere
Schritte zur Errichtung eines umfangreichen Controllingsystems. Parallel dazu sollten
bekannte Mängel des Vorjahresberichtes weiter analysiert bzw. in einigen sich anbie-
tenden konkreten Fällen korrigiert werden.
Die aktive Rolle des PMO konnte gewinnbringend fortgeführt werden, obwohl nur eine
Mitarbeiterin dafür dauerhaft zur Verfügung stand. Dem Projektmanagementboard
(PM Board) konnten 10 Monatsübersichten auf Basis der jeweiligen Statusmeldungen
aus den einzelnen Projekten zur Verfügung gestellt werden. Das PMO stellte weiterhin
sicher, dass alle genehmigten Projekte von Anfang bis Ende eine angemessene Unter-
stützung im Rahmen des möglichen Zeitfonds erhielten. Dies kann und muss zum Teil
kontraproduktiv bewertet werden. Einerseits achten die Beschäftigten des SID die Ar-
beit des PMO, andererseits mangelt es an zeitlichem Volumen, den Projekten mehr
Unterstützung zukommen zu lassen. Dennoch bildet diese vertrauensvolle Zusammen-
arbeit eine wesentliche Quelle der Verbindung der operativen Ebene zur Management-
ebene.
Aus Sicht des PMO konnte in vielen Bereichen die Qualität der Projekte hinsichtlich
der Rahmenbedingungen zur Realisierung erhöht werden. Betrachtet man rückwir-
kend die Entwicklung über die Jahre 2014 und 2015, sind nachfolgende Erkenntnisse
positiv prägnant.:
»
Mitarbeiter und Aufgabenprofil des Fachbereiches sind im SID bekannt
und haben sich weiter gefestigt!
»
Eine Weiterentwicklung des Leitfadens unter Berücksichtigung der ersten
Erfahrungswerte aus realisierten Projekten hat stattgefunden.
»
Der Aufwand für Projektarbeit wird derzeit noch unterschätzt. Zwar werden
Dokumente jetzt frühzeitiger bereitgestellt, aber deren Qualität erfordert
noch eine sehr lange Nachbereitungsphase.
»
Die Unterstützung des PMO wird angenommen, leider ist eine Ausweitung
dieses Services aufgrund der dafür zur Verfügung stehenden zeitlichen Res-
sourcen nicht möglich.
»
Das Projektmanagementboard ist etabliert. Die Informationsbereitstellung
für die Arbeit dieses Gremiums ist sichergestellt.
Den positiven Aspekten stehen allerdings auch eine Reihe von Problemfelder gegen-
über.:
»
Im Entwicklungs- und Betriebsbereich werden die Aufwendungen für die
Umsetzung des Projektmanagements als sehr hoch erachtet. Die Begleitung
von E-Government-Projekten spielt dabei aufgrund der starken Verzahnung
mit dem zuständigen Ressort noch eine besondere Rolle.
»
Sonderaufgaben, wie beispielsweise die Problematik Asylverfahren, erhalten
einen Sonderstatus und werden nicht immer in die Projektform „gegossen“.
»
Die zeitliche Spanne zwischen Projektidee und -genehmigung ist noch immer
sehr hoch. In Zukunft wird hier eine zeitliche Straffung angestrebt.
»
Das Controlling von Projekten ist derzeit auch weiterhin kaum möglich. Noch
immer sind im Bereich Finanzmanagement nicht die entsprechenden
Voraussetzungen transparent verfügbar. Dies führt zu erheblichen Problemen
bei der Steuerung der Projektkosten. Zudem kam mit der Budgetverwaltung
ein neues Thema hinzu, welches auch in die Projektdurchführung integriert
werden muss.
»
Die Verantwortung, Aufgabe und Rolle des jeweiligen Projektleiters außerhalb
der Linie wird nicht immer verstanden und gelebt.
PMO
Zwei Jahre Projektmanagement im SID

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| 33
IT-SERVICE
Projektmanagement
»
Die Begleitung der Projektarbeit durch das PMO in allen Phasen und damit
Schaffung von Transparenz in der gesamten Projektarbeit wird noch nicht
vollumfänglich als positiv von den Projektleitern aufgefasst und entsprechend
angenommen.
»
Oft werden bestimmte Mitarbeiter häufig in zu planende Projekte
eingebunden, was erheblich zu Lasten des Tagesgeschäftes bei den
Betroffenen führt.
»
Die Zusammenarbeit von Kundenmanagement und PMO bei der Initiierung
externer Projekte konnte nicht wesentlich verbessert werden.
Erhebliches Entwicklungspotential steckt weiterhin in der Ausgestaltung der Arbeit
des Projektmanagementboards. Das Gremium, welches als SID-Lenkungsausschuss für
alle Projekte mit SID-Beteiligung zuständig ist, wird derzeit seiner Aufgabenverant-
wortung noch nicht vollumfänglich gerecht. Auch aufgrund der vielfältigen Aufgaben
der Mitglieder des PM Boards wurde der Arbeitsumfang bereits reduziert.
Projektskizze „Optimierung der organisa-
torischen Einbettung des IT-Verfahrens
eVA.SAX in die Abläufe des SID
Intern
Bearbeiter/in: Noack, Hagen (1.2)
Version: 1.0 (FINAL)
Stand: 17.11.2015
Aktenzeichen: 12-0114/14
Intern
Bearbeiter/in: Uwe Kaiser (3.1)
Version: 0.1 (ENTWURF)
Stand: 18.01.2016
Aktenzeichen: 3.1-0215/3
Risikomanagementplan „IT
Waren-
haus des SID“
Sachstandsbericht „Einführung ei-
nes betrieblichen Gesundheitsma-
nagements (BGM) im Staatsbetrieb
Sächsische Informatik Dienste“
Intern
Bearbeiter/in: Barbara Leibnitz (FB 1.2)
Version: 1.0 (FINAL)
Stand: 17.06.2015
Aktenzeichen: 12-0351/7
Abschlussbericht Einführung der
elektronischen Vorgangsbearbei-
tung und Aktenführung im Staatsbe-
trieb Sächsische Informatik Dienste
(Projekt eVA.SAX SID)
Intern
Bearbeiter/in: Hagen Noack (FB 1.2)
Version: 1.0 (FINAL)
Stand: 09.07.2015
Aktenzeichen: 12-0115/1/12
Initialisierung
Planung
Durchführung
Abschluss
Betrieb
Betriebsvorbereitung

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34|
IT-SERVICE
Projektmanagement
ITIL
Geschäftsprozessmanagement im SID
Die Einführung einer transparenten, kundenfreundlichen und damit serviceorientierten
Arbeitsweise im SID ist eine der zentralen Aufgaben, die kurz- und mittelfristig durch
alle Bereiche und alle Mitarbeiter im SID bewältigt werden muss. Dieses Ziel kann nur
durch eine konsequente Einführung von optimalen Prozessen erreicht werden. Für die
Prozessdarstellung der betrieblichen Abläufe gilt ITIL (IT Infrastructure Library) welt-
weit als Standard für die Prozesse eines IT-Betriebs.
Mit Hilfe des Werkzeugs
SID-PICTURE
wurden im Jahr 2015 die im SID vorhandenen,
funktionierenden und etablierten Prozesse untersucht und dokumentiert. Zusammen
mit Beratern der Firma PICTURE GmbH konnten die Prozesse sowohl grafisch als Mo-
dell als auch strukturiert in Form von Steckbriefen und Beschreibungen erfasst wer-
den. Die Schwerpunkte wurden auf Prozesse der Service Operation und konkret auf
das Incident und Problem Management gelegt. Die ITIL-Prozesse wurden als Referenz
in SID-PICTURE in Form von Prozessmodellen und Prozessnetzen modelliert und be-
reitgestellt. Dies soll einem besseren Verständnis der Zusammenhänge innerhalb der
ITIL-Bibliothek dienen. Zurzeit sind ca. 80% aller wesentlichen ITIL-Prozesse als Refe-
renzprozesse modelliert. Als Grundlage dienten ITIL-Referenzbücher. Mittelfristig sol-
len die erfassten IST-Prozesse schrittweise an die ITIL-Prozesse angenähert werden.
Eine vollständige Implementierung der ITIL-Prozesse ist derzeit auf Grund der perma-
nenten Arbeitsbelastung der betroffenen Arbeitsbereiche nicht möglich.
Weiterhin wurde eine methodische Grundlage zum Aufbau einer Road-Map für IT-ba-
sierende Serviceprozesse erarbeitet. Das bestehende „Handbuch zum Geschäftspro-
zessmanagement im SID“ von 2011 wurde weiterentwickelt zum
„Handbuch zum Ge-
schäftsprozessmanagement unter Verwendung von SID-PICTURE“
. Es bildet sowohl
die organisatorische Grundlage für das Geschäftsprozessmanagement im SID als auch
für die Prozessmodellierung und -dokumentation mit dem Werkzeug SID-PICTURE.
Parallel wurde eine Vorlage zur strukturierten Prozessbeschreibung erarbeitet, welche
die Prozessmodelle in SID-PICTURE ergänzt. Leider konnten die im Handbuch darge-
stellten organisatorischen Strukturen, Rollen und das Gremium GPM-Board in 2015
noch nicht etabliert werden. Für das erste Quartal 2016 sind die Abnahme des Hand-
buchs durch die Geschäftsleitung und die Einführung mittels einer Hausverfügung
vorgesehen.
PROZESSMANAGEMENT
Geschäftsprozesse
PICTURE
GPM
SID-PICTURE
Prozessmodell
Prozesssteckbrief
Prozessverantwortlicher
Prozesskoordinator
GPM-Board
Prozessregister
Prozessportal
PROZESSPLATTFORM
Prozessmodellierer
Ablauf
Prozesslandschaft
Prozesshierarchie
ITIL
Prozesscontrolling
Zusammenarbeit
Effizienz
Prozesseigentümer
Prozessbeteiligte
Kooperation
Übersicht
Ressourcen
QS-Beauftragter
Modellieren

| 35
IT-SERVICE
Leitstelle SVN
Der Freistaat Sachsen stellt Behörden und öffentlichen Einrichtungen ein zentrales
Netzwerk zur Verfügung - über das
Sächsische Verwaltungsnetz (SVN)
kommunizie-
ren die MitarbeiterInnen, als ob sie in einem Haus arbeiten würden. Im SID ist die
SVN-Leitstelle verortet und dient als zentraler Ansprechpartner für ganz Sachsen.
Mit Beginn des Jahres 2015 wurden die Eckpfeiler für das SVN 2.0 nochmals ge-
schärft. Gemeinsam legten die Projektleitung und das Sächsische Staatsministerium
des Innern die Inhalte und die sich daraus ergebende Vergabestrategie fest. In den
Teilprojektgruppen wurden insbesondere unter Beteiligung der Mitarbeiter des SID die
Vergabeunterlagen erstellt. Im November startete die Vergabemaßnahme der ersten
Leistungsinhalte für eine
SVN-integrierte Netzwerk-Infrastruktur (SINI)
und eine
SVN-integrierte Dienste-Infrastruktur (SIDI)
. Anfang 2016 werden die Vergaben zu
Internet, Festnetztelefonie und Mobilfunk folgen.
Auf Grund des Projektumfangs und des hohen Koordinierungsaufwandes mit allen Be-
teiligten konnte ab April 2015 eine weitere Projektstelle für Projektcontrolling und
Geschäftsstelle besetzt werden. Dem gegenüber war die Projektstelle für die Ge-
schäftsstelle und Teilprojektleitung SINI durch Ausscheiden des Mitarbeiters ab Okto-
ber 2015 unbesetzt.
SVN 2.0
Sächsisches Verwaltungsnetz 2.0
Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Dienst
Microsoft Lync
von weiteren Behörden ge-
nutzt. Mit dieser zunehmenden Nutzung wurde die bestehende Umgebung aus dem
Bereich des Dienstenetzes im Regierungsviertel zum Bereich des Dienstenetzes in den
zentralen Dienste des SVN migriert. Zum Jahresende erfolgte dann die Migration auf
die aktuelle Produktversion die unter dem
neuen Produktnamen Skype for Business
weitergeführt wird. Zum Jahresende waren ca. 350 Nutzer aus 10 Behörden für diesen
Dienst registriert.
Im SID wird dieser Dienst regelmäßig für die Leitungsrunden der Geschäftsführung
und zur Kommunikation zwischen Mitarbeitern an unterschiedlichen SID-Standorten
genutzt.
Skype for Business
Standort- und Behördenübergreifende Kommunikation
Im SVN wurde bis Juli 2015 die
Migration aller Mailserver auf die Version Exchange
2010
begleitet. Somit wird aktuell eine einheitliche Exchangeversion auf der Platt-
form zentrale Dienste betrieben. Auch in den am SVN angeschlossenen Behörden
kommt einheitlich die Version Exchange 2010 zum Einsatz. Unter dem Blickwinkel der
Informationssicherheit bietet diese einheitliche Exchangeorganisation den Vorteil,
dass die Datenübertragung bis hin zum Arbeitsplatz verschlüsselt erfolgt.
Die
Umstellung der Domänencontroller auf Windows Server 2008R2 für das Active
Directory
hat bis Dezember angedauert. Somit wurde der offizielle Supportzeitraum
für das Produkt Windows Server 2003 um 18 Monate überschritten. Eine entspre-
chende Auswertung erfolgte und wurde im Arbeitskreis SVN mit den Ressorts bespro-
chen. Im nächsten Schritt soll ein Projektvorschlag zur zukünftigen Ausrichtung und
Entwicklung des Verzeichnisdienstes und darauf aufbauender Dienste erstellt werden.
Exchange & AD
Umstellung auf Exchange 2010 und Active Directory 2008 R2
SINI
SIDI
*

36|
IT-SERVICE
Leitstelle SVN
Sicherheit im SVN
Umstellung der PKI mit SHA & TLS 1.2
Die
landesinterne Public Key Infrastructur (PKI)
erhielt Mitte des Jahres einen Hard-
warerefresh, welcher die CAs (Certificate Authorities), die netHSMs (Hardware Secu-
rity Module) sowie die Schrankzugangssysteme betraf. Dabei wurde zeitgleich der un-
sichere Hashalgorithmus SHA1 für Zertifikate auf die Version SHA256 getauscht.
Somit wurde der Empfehlung des BSI und anderer namhafter Hersteller Rechnung ge-
tragen. Die von der bisherigen ZD-CA-01 ausgestellten Zertifikate laufen spätestens
Ende Mai 2016 ab.
Gemäß den Beschlüssen der Arbeitsgruppe Informationssicherheit (AGIS) und des Ar-
beitskreises IT und E-Government (AK ITEG) im Frühjahr wurde Mitte des Jahres 2015
die Möglichkeit geschaffen, die Internetauftritte der Kommunal- und Landesverwal-
tung mit HTTPS unter Verwendung des Protokolls
TLS 1.2 (Transport Layer Security)
präsentieren zu können. Damit wird jeglicher Web-Datenverkehr, wie nach dem Vor-
bild namhafter Internetfirmen, verschlüsselt angeboten und nach dem Stand der
Technik auf dem Übertragungsweg vor fremden Einblicken geschützt. Weiterhin wird
durch die Umstellung der Einsatz öffentlicher IP Adressen optimiert. Die öffentlichen
IPv4-Adressen stellen eine sich ständig verknappende Internetressource dar.
In Auswertung der Bedrohungsrisiken vom Bundesamt für Sicherheit in der Informati-
onstechnik (BSI) wurde zur Durchführung des
G7-Gipfels
und dem sich zeitlich an-
schließenden G6-Gipfel der Innenminister im Auftrag des Beauftragten für Informati-
onssicherheit des Landes das Schutzniveau des Internetzugangs signifikant erhöht.
Einerseits wurde der schon in Einzelfällen genutzte DDoS-Abwehrdienst des Internet-
providers dauerhaft etabliert. Zusätzlich wurde für diesen Zeitraum ein Dienst bereit-
gestellt, der eine erweiterte Schadcode-Erkennung realisiert. Die gewonnenen Er-
kenntnisse wurden dem Beauftragten für Informationssicherheit des Landes und dem
CERT des Freistaates Sachsen zur Verfügung gestellt.
Telefonie
Funktionale Erweiterung der Telefonlösung
Im SVN wurden in der zentralen VoIP Service Area (Voice over IP) nicht nur die aktuel-
len Versionen für die Unified Communication Dienste (UC) eingeführt, sondern auch
ein zwischenzeitlich veralteter CTI-Client gegen einen neuen UC-Client (Cisco Jabber)
ausgetauscht. Dadurch wurden gleichzeitig neue Funktionen wie
Chat, Presence-
oder auch
Desktop-Sharing-Funktionen
eingeführt und sind
ressortübergreifend
verfügbar
. Weitere neue Funktionen sind in Vorbereitung und sollen im Jahr 2016 zur
Verfügung gestellt werden.
Zur Erreichbarkeit von Teilnehmern aus dem Internet, applikationsübergreifend und
aus dem Telefonnetz (Rufnummernformat und URI) wurde im SVN auf das einheitliche
Rufnummernformat nach der ITU-Empfehlung E.164 (z. Bsp. +49 351 20545 xxx) um-
gestellt. Dies hat zur Folge, dass bei jedem Anruf am Display die Rufnummern in die-
sem Format angezeigt wird. Dies gilt bei externen Anrufen auf dem Telefonnetz. Bei
internen Anrufen im SVN wird der Name des Nutzers (Name, Vorname) und eine in-
terne rückruffähige Rufnummern (z. Bsp. 81 439 XXX) angezeigt.
Künftig wird ein Nutzer auch über seine SIP-URI (z.Bsp. leitstelle-svn@sid.sachsen.de)
angerufen werden können. Diese Funktionen sind im UC-Client Jabber bereits verfüg-
bar.
(

| 37
IT-SERVICE
Leitstelle SVN
Auf Grund des ständig steigenden Bedarfs an Informationen aus dem Internet wurde
eine
Bandbreitenerweiterung
notwendig. Die aktuellen technologischen Grenzen wa-
ren erreicht, so dass ein
zusätzlicher Leitungszugang mit einem zusätzlichen Ad-
ressraum
notwendig wurde. Auf Basis der Dienstenutzung wurden die Proxy-Server
des Freistaates als einziger Dienst auf die neue Leitung umgestellt. Alle anderen
Dienste nutzen damit weiter die bisherige Leitung und damit auch die bisherige IP-
Adressierung.
Weiterhin wurde im Vorfeld der Durchführung des G7-Gipfels der Internetdienst durch
die Dienstleistung des
DDos-Protection (Distributet Denial of Service)
beim Inter-
netprovider erweitert. DDos-Protection steht damit seit Mai 2015 für alle Dienste auf
beiden Zugängen dauerhaft zur Verfügung
Internet
Bandbreiten- und Adressraumerweiterung
Im Geschäftsjahr 2015 entstand der Bedarf an kurzfristigen Lösungen zur
Anbindung
neuer Behördenstandorte
an das SVN. Diese Standorte wurden vorrangig zur Bewälti-
gung der Herausforderungen der stark ansteigenden Asylsuchenden geschaffen.
Seitens der Anbindung an das SVN entstanden hohe Koordinierungsaufwände. Die be-
antragende Behörde benötigte eine Beratung zum Leistungsumfang der Daten- und
Sprachlösung. Mit dem Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement wurden die
für den neuen Standort notwendigen Bautermine abgestimmt. Beides führte dann zur
Beantragung der Leistung bei T-Systems. Durch die kurzen Fristen wurde auch der
notwendige Eskalationsprozess begleitet. Diese Aufgabe dauerte zum Jahresende an.
Asyl
Anbindung neuer Behördenstandorte
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Der Unternehmensbereich
IT-LÖSUNGEN
Beratung, Konzeptionierung, Softwareentwicklung,
Qualitätssicherung und der Betrieb von Verfahren sind
die Hauptaufgaben des Unternehmensbereiches
IT-Lösungen. Dabei setzen wir auf komplexe
Lösungen mit langer Nutzungsdauer und hoher
fachlicher Priorisierung. Im Fokus stehen das
E-Government und die Querschnittsverfahren sowie
die Fachverfahren der Statistik und Landwirtschaft.
Auf Grund der engen Personalsituation im
Entwicklungsbereich und in Anbetracht umfänglicher
Kundenaufträge muss weiter auf externen
Entwicklersachverstand gesetzt werden.
© sandstein / lassedesignen - Fotolia.com

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Foto: © lassedesignen - Fotolia.com
IT-LÖSUNGEN
Für das
Service Desk-System des SID
wurden 2015 Systemanpassungen zur funktio-
nellen Optimierung der bereits abgebildeten IT-Verfahren und die Einrichtung weiterer
Bearbeitergruppen (Queues) sowie der zugehörigen Bearbeiter (Agenten) vorgenom-
men. Insgesamt kümmerten sich über 130 aktive Agenten um rund 3.000 Tickets, die
in rund 80 Queues bearbeitet wurden.
Funktionell wurde für die
Supportunterstützung des ressortübergreifenden IT-Ver-
fahrens eVA.SAX
die Prozessschnittstellen vom Störungsmanagement zum Problem-
management sowie die jeweiligen Schnittstellen zum Anforderungsmanagement
anforderungsgerecht umgesetzt und eingeführt. Darüber hinaus wurde im Kunden-
Frontend die Funktionalität „Firmenticket“ für die eVA.SAX-Mandanten eingerichtet.
Diese Funktion ermöglicht den IT-Ansprechpartnern der Mandanten neben der Stan-
dardansicht auch auf Tickets der Kollegen zuzugreifen.
Der Hersteller der Anwendungssoftware
OTRS::ITSM
hat Ende 2014 die Hauptversion
4 und ein dreiviertel Jahr später die Version 5 herausgegeben. Um den aktuellen Stand
der Technik im SID zu halten, wurden in 2015
zwei Upgrades
planmäßig und mit ge-
ringer Nutzungsunterbrechung durchgeführt.
Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr zur eindeutigen
Authentisierung der
Nutzer
(Kunden und Agenten) die bestehende Schnittstelle zum Active Directory des
Freistaates Sachsen (AD) angepasst. Diese ersetzt die lokale Nutzerverwaltung für alle
im AD verzeichneten Personen (z.B. alle Verwaltungsangestellte) und ermöglicht den
Zugriff auf das ServiceDesk-System per E-Mail-Adresse und dem vorhandenen AD-
Kennwort.
OTRS::ITSM
Anpassungen und Erweiterungen am Service Desk-System des SID
E-Government & Querschnittverfahren
Im Auftrag der Landesdirektion Sachsen (LDS) implementierte der SID eine Schnitt-
stelle zur Datenflussbeschleunigung aus der Datenbank der Zentralen Ausländerbe-
hörde der LDS.
Dabei werden die relevanten Daten aus der ZAB-Datenbank ausgelesen, in die von den
empfangenden Stellen gewünschten Formate konvertiert und auf sicherem Kommuni-
kationsweg (Nutzung der OSCI-Infrastruktur des Freistaates Sachsen) versendet. Dies
erfolgt tagaktuell automatisiert. Das Hosting der Anwendung erfolgt auf einem abge-
schotteten Server an einem SID-Standort. Die Ausfallsicherheit wird über ein Server-
cluster im Master-Slave-Prinzip hergestellt.
Im ersten Schritt erfolgte dabei die Implementierung der Datenkommunikation zwi-
schen dem ZAB-Programm und den Sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten.
Der Produktivbetrieb dieser Lösung konnte am 1. Oktober 2015 erfolgreich aufgenom-
men werden. Die jeweiligen Kommunen werden somit tagaktuell mit produktiven Da-
ten beliefert.
Weitere Nutzer der Datenflussbeschleunigung sind das Sächsische Staatsministerium
für Kultus und die Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur. Hier erfolgt eine
regelmäßige Datenübermittlung aus der ZAB-Datenbank zur Planung der Schulklas-
senbildungen in den Kommunen.
Asyl
Datenflussbeschleunigung aus der ZAB-Datenbank der LDS

40|
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
Plattformübergreifend
Technisches Audit und anschließende Projektdurchführung
Das
technische Audit der E-Government-Plattform des Freistaates Sachsen
hat
Handlungsfelder aufgezeigt, um die E-Government-Plattform für die Anforderungen
und Ziele der Strategie für IT und E-Government sowie des sächsischen E-Govern-
ment-Gesetzes „fit“ zu machen. Dazu wurden in 2015 vom zuständigen Ministerium
unter anderem nachfolgende drei Projekten initiiert, die der SID maßgeblich und in
Teilen federführend begleitete.
Mit der starken Erweiterung der E-Government-Plattform in den letzten Jahren ent-
standen Lücken in der Sicherheitsdokumentation und ein einheitlicher Überblick zu
den Sicherheitsmaßnahmen und Regeln fehlte. Zur Behebung dieses Sachstandes
wurde in Zusammenarbeit mit den IT-Sicherheitsbeauftragten des SID, des Betreibers
und mit externen Sicherheitsexperten die
Sicherheitsdokumentation nach BSI-Vor-
gaben
überarbeitet. Mit dieser Dokumentationsbasis ist nun auch unter Sicherheits-
gesichtspunkten ein hochprofessioneller IT-Betrieb gegeben.
Zu Beginn wurden das Vorgehen, die verteilten Zuständigkeiten und die Arbeitspakete
definiert. Entsprechend des Standardvorgehens erfolgten anschließend die Definition
der IT-Verbünde und die Erfassung der IT-Objekte in der Strukturanalyse. Für die nach-
folgende Schutzbedarfsfeststellung war es im Vorfeld notwendig, die vorhandene
Schutzbedarfsklassendefinition für die E-Government-Plattform an die aktuelle Aus-
gangslage anzupassen. Aufgrund eines fehlenden landesweiten Standards, wurde da-
bei auf den aktuellen Ansatz im SID Bezug genommen und für die E-Government-
Plattform ausgeprägt. Auf dieser Grundlage erfolgte anschließend die
Schutzbedarfs-
feststellung der E-Government Basiskomponenten
.
Zur Komplexitätsminderung sind in der Modellierung der Sicherheitsbausteine eben-
falls übergreifende Aspekte in standardisierter Ausprägung zusammengefasst bearbei-
tet und anschließend die komponentenspezifischen Aspekte dokumentiert worden.
Dieses Vorgehen verminderte auch den Aufwand bei der Durchführung der Basissi-
cherheitschecks sowie der ergänzenden Analyse der sicherheitskritischen Anwendun-
gen.
Die Ergebnisse wurden zur weiteren Pflege im Grundschutz-Tool dokumentiert. Darü-
ber hinaus wurde ein plattformübergreifendes Rahmendokument erstellt, in dem unter
anderem das methodische Vorgehen sowie die sicherheitsrelevanten Prämissen für die
E-Government-Plattform dokumentiert sind. Alle offenen sicherheitsrelevanten Maß-
nahmen sind in die Umsetzungsplanung eingeflossen, die in 2016 ansteht.
Ähnlich der Sicherheitsdokumentation wies auch die
Datenschutzbetrachtung
durch
die starke Erweiterung der E-Government-Plattform in den letzten Jahren Lücken auf.
Darüber hinaus entstand der Bedarf zur Aktualisierung der E-Government-Basiskom-
ponenten im Verfahrensverzeichnis sowie die Erhebung der relevanten Daten für den
Verordnungsentwurf zum E-Government-Gesetz.
Im ersten Schritt wurden alle Daten der einzelnen Komponenten erhoben und Katego-
rien zugeordnet. Darüber hinaus wurde erfasst, wie die Datenverarbeitung ausgeprägt
Der Fachbereich 3.1 unterstützte im Projekt „Inventur und Inventarisierung im SID“
bei der technischen Anpassung im Rahmen der Weiterentwicklung (Programmierleis-
tungen im PHP und SQL-Umfeld) der bestehenden Inventarisierungslösung.
Inventur
Inventarisierungsprojekt SID

| 41
E-Government in Sachsen - Zuständigkeiten und Aufbau der Plattform
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
ist. Die Erhebung fand dabei parallel zur Sicherheitsbetrachtung statt, um Doppelar-
beiten zu vermeiden. Anschließend wurde mit der Überarbeitung der Daten-
schutzkonzepte begonnen. Das Vorhaben wird in 2016 fortgesetzt und abgeschlossen.
Im Projekt
„Definition und Einführung von Management- und Betriebsprozessen
für die E-Government-Plattform“
wurden insbesondere die Prozesse Incident-, Prob-
lem-, Service Asset und Configuration Management sowie Vertragsmanagement be-
trachtet. Ziel war es, ausgehend von der aktuellen Situation und mit den vorhandenen
Ressourcen ein modulares, erweiterbares Prozessframework zu entwerfen, das bei
kommenden Änderungen an den betrachteten Prozessen angepasst werden und auch
als Vorlage für weitere Prozesse dienen kann.
Bei der Modellierung der Prozesse wurde wegen der gegebenen verteilten Organisati-
onsstruktur der E-Government-Plattform auf Bildung von gekapselten Teilprozessen
mit definierten Schnittstellen und Ein-/Ausgaben geachtet, die bei Bedarf in beliebige
Organisationseinheiten oder zu einem Dienstleister übergeben werden können. Die
Sollkonzepte wurden erstellt und abgenommen. Die Prozesseinführung ist für 2016
geplant.
Strategie / Planung / Steuerung / Projektleitung
Entwicklung
Freigabe- und Abnahmetest
Sächsisches Staatsministerium des Innern
Diverse Softwarelieferanten
SID & Testdienstleister
Technischer Betrieb
Fachlicher Betrieb/Anwendungsbetreuung
T-System
SID
Prozessplattform
VIS.SAX
E-Government-Plattform
Amt24
Formularservice
Webanwendungen
Sachsen.de
zentrales CMS
Geodaten
Zahlungsverkehr
Elektronische
Signatur &
Verschlüsselung
Beteiligungsportal
Antragsmanagement
(in Planung)
DVDV
Suchmaschine

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IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
Testing
Test- und Qualitätsmanagement
Der SID übernimmt die
Qualitätssicherung und den Test von Komponenten der E-
Government-Plattform
des Freistaates Sachsen. Die dafür erforderlichen methodi-
schen und organisatorischen Prämissen werden im
Testhandbuch
festgehalten.
Der Testprozess für die E Government-Plattform, die Testansätze, die Testorganisation,
die zu berücksichtigenden Rahmenbedingungen sowie die zu erstellenden Dokumente
wurden in 2015 an die aktuelle Situation angepasst und im Handbuch überarbeitet.
Ziel ist eine Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Testprojekten sowie
eine Standardisierung der zugehörigen Prozesse. Ausgangspunkt bildet der Testprozess
nach ISTQB®. Darüber hinaus lehnen sich die Vorgaben dieses Testhandbuches an den
Standard ISO/IEC/IEEE 29119 Software Testing bzw. für die Testdokumentation an den
Standard IEEE 829 an.
So wurde das Sicherheitsniveau der E-Government-Plattform 2015 im jährlichen
Si-
cherheitstest
überprüft, der im Rahmen des Testmanagements durch den SID unter-
stützt und koordiniert wird. Hierzu zählten beispielsweise die aus den Testergebnissen
resultierenden Nacharbeiten, die u.a. im Ableiten von Maßnahmen für die E-Govern-
ment-Basiskomponenten bestehen.
Darüber hinaus konnten 2015
zahlreiche funktionale Testprojekte
, u.a. der Basiskom-
ponenten Amt24, Formularserver, Zahlungsverkehr, GeoBaK und Antragsmanagement
durch das Testmanagement koordiniert werden. Unter Nutzung des etablierten Appli-
cation Lifecycle Management Tools Polarion erfolgte die Pflege von Anforderungen,
die Erstellung von Testfällen, -plänen und -reports sowie das Fehlermanagement.
Auch die Anwendung
Polarion
konnte im Jahr 2015 stetig ausgebaut werden. So
wurde eine
umfangreiche Beschreibung der gesamten E-Government-Plattform
und
deren Basiskomponenten erstellt. Diese beinhaltet detaillierte Informationen zu Infra-
struktur, Schnittstellen und Funktionalitäten der jeweiligen Komponenten. Zudem er-
möglichen Verknüpfungen die Dokumentation von Abhängigkeiten und die Aktualisie-
rung der Inhalte wird durch die zentrale Pflege von Informationen erleichtert.
Zur Unterstützung der Nutzer im Umgang mit Polarion wurden
Handreichungen und
Lehrvideos
, die die häufigsten Nutzungsszenarien darstellen, erstellt sowie mehrere
Workshops für Anwender
(z.B. Testfallerstellung, Testausführung, Fehlermanagement)
durchgeführt.
Monitoring der Basiskomponenten
Zur Verbesserung der Qualitätssicherung der Basiskomponenten wurde ein
umfassen-
des Monitoring
der Basiskomponenten aufgebaut. Dazu wird das Open-Source-Werk-
zeug ICINGA verwendet, dessen Einsatz die Möglichkeit bietet, z.B. Antwortzeiten zu
überwachen und somit Störungen frühzeitig zu erkennen.

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IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
Rahmenvertrag für Softwaretests
Am 1. August 2015 wurde durch den Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste ein
Rahmenvertrag über die Erbringung externer Dienstleistungen für Softwaretests (Qua-
litätssicherung) abgeschlossen. Abrufberechtigt sind alle staatlichen Behörden des
Freistaates Sachsen.
Der Leistungsumfang des Rahmenvertrags sind
Testmanagement, Testkonzeption,
Testdurchführung über alle Testarten und Teststufen
für die E-Government-Platt-
form und seiner Basiskomponenten, für die Zentralen Dienste im Sächsischen Verwal-
tungsnetz sowie für sonstige IT-Anwendungen des Freistaates Sachsen. Darüber hin-
aus sind aus dem Rahmenvertrag
Schulungsleistungen
für die Qualifikation von
Testern und Anforderungsmanagern sowie für die Bereitstellung von Test-Tools abruf-
bar. Der Einzelabruf erfolgt formulargestützt und wurde mit der Basiskomponente
Formularservice realisiert. Auftragnehmer ist die Firma T-Systems Multimedia Solu-
tions GmbH (MMS). Die Vertragslaufzeit beträgt 3 Jahre.
Verbesserung der technischen Ausstattung des Testcenters
Zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft des Testcenters für Testprojekte der E-
Government-Plattform war es erforderlich, die veraltete technische Ausstattung des
Testcenters auf einen aktuellen Stand zu bringen. Sieben Arbeitsplätze (Test-PC) wur-
den mit leistungsstarker Hardware ausgestattet und die Netzanbindung auf 1 GBit/s
erhöht. Über eine optimierte Softwareverteilung können nun die Test-PC‘s für die
Testprojekte mit einer individuell angepassten Softwareumgebung bereitgestellt wer-
den. Darüber hinaus wurde der bisher dedizierte File-Server in die standardisierte Tes-
tinfrastruktur migriert. Die Verwaltung des Testcenters und die Koordination der Bele-
gung erfolgt zentral durch das Testmanagement der E-Government-Plattform. Im Jahr
2015 wurde das Testcenter im Rahmen mehrere Testprojekte, z.B. der Basiskomponen-
ten GeoBak, Antragsmanagement und Zahlungsverkehr, genutzt.
Mit der Aktualisierung der Testinfrastruktur konnte zudem die Vorrausetzung für die
Durchführung von Last-und Performancetests in Eigenregie des SID geschaffen wer-
den. Hierfür stehen acht physische Testrechner (Lasttreiber) zur Verfügung. Auf Basis
dieser Infrastruktur können innerhalb einer Master-Slave-Architektur einzelne Last-
treiber angesteuert und Testpläne automatisiert verteilt werden.
neu ausgestattete Büroräume des Testcenters

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44|
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
BaK FS
Basiskomponente Formularserver
Im Auftrag der Stabsstelle Innenrevision des Sächsischen Staatsministeriums des In-
nern erstellte der SID insgesamt 15 Formulare, die als
Ausfüllhilfe bei der Durchfüh-
rung von freihändigen Vergaben ohne Teilnahmewettbewerb
dienen. Diese wurden
mit dem Waimea Editor als ausfüllbare PDF-Formulare realisiert, die lokal gespeichert
und ausgedruckt werden können. Die Bereitstellung der Formulare erfolgt über den
zentralen Formularserver des Freistaates Sachsen. Die Stabsstelle Innenrevision des
SMI hat die Nachnutzung für alle dem SMI nachgeordneten Behörden empfohlen und
allen Ressorts diese Lösung vorgestellt.
Für die Nutzung der Basiskomponente Formularserver und der lizenzierten Formulare-
ditoren (Waimea und XIMA) sowie die Beauftragung von Änderungen an Formularen
und Neuerstellungen durch den SID wurde ein
zentraler elektronischer Eingangska-
nal
auf Basis von ausfüllbaren und einreichbaren Formularen generiert.
Um das signierte Einreichen von Formularen zu gewährleisten, wurde das
Modul Net-
Signer
, zum elektronischen Signieren von Formularen mit der Signaturkarte, auf den
aktuellen Stand der Technik migriert. Darüber hinaus wurde das
Modul nPA
, womit
Formulare mit dem neuen Personalausweis eingereicht werden können, ergänzt. Beide
Funktionalitäten bedienen die jeweiligen Schnittstellen der Basiskomponente Elektro-
nische Signatur und Verschlüsselung.
Für die Erstellung dynamischer Formulare wurde die BaK FS um den
XIMA FormCycle
Editor
ergänzt sowie die notwendigen Schnittstellen auf dem Formularserver zum
Hochladen und Einreichen dieser Formlare bereitgestellt. Der Test erfolgte durch die
Anwendungsbetreuung BaK FS und das Testmanagement der E-Government-Platt-
form. Die Produktivsetzung erfolgte zum Jahreswechsel.
BaK Amt24
Basiskomponente Zuständigkeitsfinder
Bei der bestehenden
Basiskomponente Zuständigkeitsfinder (Amt24)
konnte die An-
wendungsbetreuung in der Konzeption und Qualitätssicherung neuer Funktionalitäten
unterstützen. So wurden beispielsweise funktionale Freigabetests ohne Beteiligung
externer Dienstleister für Anpassungen im FrontEnd, die Einbindung des Widgets zum
Behördenfinder Deutschland in Amt24 sowie eine Schnittstelle zum D115-Import von
kommunalen Daten durchgeführt.
Für das Amt24-Widget, welches von den Nutzern des Zuständigkeitsfinders in die je-
weiligen Internetpräsenzen eingebunden werden kann, wurde durch die Anwendungs-
betreuung eine Handreichung erstellt.
Gemeinsam mit der Projektleitung wirkte die Anwendungsbetreuung Amt24 zudem
intensiv an der
Konzeption eines neuen Zuständigkeitsfinders
mit. Das System, das
in einer agilen Entwicklung entsteht, konnte im Jahr 2015 während 22 Sprints weiter-
entwickelt werden. Dazu zählt neben zahlreicher Projekt- und Konzeptionsworkshops
mit dem Innenministerium Baden-Württemberg auch die Unterstützung der Quali-
tätssicherung im Rahmen verschiedener Testintervalle.
angepasstes Widget Amt24

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| 45
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
BaK ESV
Basiskomponente Elektronische Signatur und Verschlüsselung
Mit dem Inkrafttreten des Sächsischen E-Government-Gesetzes stieg der Nutzungsbe-
darf bei der
Basiskomponente Elektronische Signatur und Verschlüsselung (BaK
ESV)
deutlich an. So beriet die Anwendungsbetreuung hinsichtlich Umsetzungsszena-
rien und Pilotierungen.
Ein deutlicher Anstieg war im signierten und/oder verschlüsselten Austausch von
E-Mail Nachrichten über das
Secure Mail Gateway (SMGW)
zu verzeichnen. So
wurde im Februar beispielsweise die sächsische Polizei als aktiver Nutzer mit ca.
13.000 Postfächern mandatiert. Insgesamt wurden 2015 über das SMGW über eine
Million Nachrichten empfangen und ca. 30.000 Nachrichten versendet.
Im Rahmen der
Teilkomponenten Vertrauensdienste
wurde bereits im November
2014 auf Grund einer Änderung in der Basistechnologie mit dem Austausch von ins-
gesamt 220 Signaturkarten begonnen, der im Februar 2015 erfolgreich beendet wer-
den konnte. Die neu ausgegebenen Signaturkarten verfügen über eine Laufzeit von
vier Jahren und entsprechen dem neuesten Stand der Sicherheitstechnologie. Die Mi-
gration der Sachsen-PKI auf aktuelle Kryptografie und Hardware konnte ebenfalls An-
fang 2015 erfolgreich abgeschlossen und in den Produktivbetrieb überführt werden.
Zudem wurde der bestehende
Rahmenvertrag zum Abruf von Signaturkartenlesern
aktualisiert. So wurden die durch den Hersteller abgekündigten Geräte durch zertifi-
zierte Signaturkartenleser, die den Umgang mit dem Neuen Personalausweis (nPA) zu-
lassen, ersetzt.
Die Pilotierung des De-Mail-Gateways der
Teilkomponente Sichere E-Mail
wurde bis
August 2016 verlängert. Im Jahr 2015 konnten vier weitere Mandanten eingerichtet
werden, so dass derzeit insgesamt fünf aktive Domänen zu verzeichnen sind.
Die
OSCI Infrastruktur
der BaK ESV wurde im Jahr 2015 außergewöhnlich stark ge-
nutzt. So hat sich das Datenvolumen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die
Gründe des massiv angestiegenen Datenvolumens liegen u.a. in Massendatenlieferun-
gen als auch im weiteren Ausbau des elektronischen Rechtsverkehrs.
BaK OpenData
Basiskomponente OpenData
Der Freistaat Sachsen hat 2015 seine Aktivitäten für
Open Government Data
fortge-
setzt. Nachdem Anfang des Jahres das Statistische Landesamt bereits rund 2.500 Da-
tensätze unter der Datenlizenz Deutschland 2.0 zur Weiterverwendung bereitgestellt
hat, folgte zum Jahresende 2015 der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermes-
sung Sachsen (GeoSN) mit landesweiten Diensten zu den Themen Flurstücke, Adres-
sen, Verwaltungseinheiten und Geografische Bezeichnungen. In allen Ressorts wird die
Erfassung als „Open Data“ veröffentlichte Daten vorbereitet. Ziel des Projektes ist es,
die Transparenz staatlichen Handelns zu erhöhen, indem mehr Daten aus den staatli-
chen Bereichen publiziert werden.
Der SID unterstützte auch 2015 den Prozess durch die Übernahme der Projektleitung
und der Kontaktstelle für das
nationale Datenportal GovData.de
. Dort lassen sich –
ebenso wie im Europäischen Datenportal europeandataportal.de – die sächsischen Da-
tensätze recherchieren. Die Internetseiten unter
opendata.sachsen.de
informieren
Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über den Aufbau des sächsischen Open
Data Portals. Die Projektleitung unterstützt mit der zentralen Lösung die Behörden
dabei, die Vorgaben des sächsischen E-Government-Gesetzes zu erfüllen.
© SMI

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46|
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
BaK ZV
Basiskomponente Zahlungsverkehr
Mit Hilfe der
Basiskomponente Zahlungsverkehr (BaK ZV)
wurde die Online-Zahlung
im
Projekt i-Kfz
fristgerecht für 112 Mandanten zum 1. Januar 2015 realisiert. Über
ein beim Kraftfahrt-Bundesamt betriebenes Internetportal können zugelassene Fahr-
zeuge bei der zuständigen Zulassungsbehörde außer Betrieb gesetzt werden.
Auch über die Zahlungsverkehrs-Plattform der BaK ZV konnten im Jahr 2015 21.230
Transaktionen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 2.577.138,15 € abgewickelt
werden. Dazu gehörte vor allem die Durchführung von SEPA-Lastschriften für die Se-
mestergebühren der TU Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg, sowie des Hoch-
schulsports der TU Chemnitz.
Der für den Abruf von
Bezahlterminals
abgeschlossene Rahmenvertrag des SID wurde
im Jahr 2015 umfänglich genutzt. So orderte z.B. die Landeshauptstadt Dresden 46
Geräte, teilweise mit Kassenanbindung. Diese befinden sich seit Oktober 2015 im pro-
duktiven Einsatz und werden u.a. in Bürgerämtern, Museen, Zulassungsbehörden, Bib-
liotheken, Stadtkassen oder in Kartenverkaufsstellen genutzt. Bis zum Jahresende
konnten dabei insgesamt ca. 16.000 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von
ca. 900.000 € verzeichnet werden.
Zur Verpflichtung eines
Zahlungsverkehrsproviders
für eCommerce-Zahlungen schloss
der SID 2015 einen Rahmenvertrag ab. Dieser beinhaltet die Zahlarten Kreditkarte
(VISA, MasterCard) und giropay. Der Abruf aus dem Rahmenvertrag ist für alle Behör-
den im Freistaat Sachsen (kommunal und staatlich), für alle Mitglieder der Entwick-
lergemeinschaft E-Payment-Bund-Länder sowie alle Kreise und kreisfreien Städte
bundesweit möglich. Ein wesentlicher Vorteil besteht dabei in einer 100%igen Aus-
zahlung und einer Zahlungsgarantie für die nutzenden Stellen. Auftragnehmer sind
B+S und die GiroSolution AG. Der Abruf erfolgt unter Nutzung der Basiskomponente
Formularservice über ein elektronisches Formular mit hinterlegtem Workflow. Somit
kann ein medienbruchfreier Abruf realisiert werden.
BaK Sachsen.de
Basiskomponente Sachsen.de
Zu den
Webanwendungen unter Sachsen.de
zählen das Rahmenportal (Themen-
baum), die Broschürendatenbank und der Medienservice. Die Anwendungsbetreuung
Sachsen.de wirkte 2015 an der Qualitätssicherung zahlreicher Releases mit. Darüber
hinaus wurde in Zusammenarbeit mit dem Testmanagement ein Last- und Perfor-
mancetest für das Rahmenportal durchgeführt.
Die Anwendungsbetreuung Sachsen.de unterstützt zudem auf Basis des etablierten
Workflows bei der Einrichtung von Domains, Subdomains und Uploadaccounts unter
Sachsen.de. So wurden 2015 13 Domains, 43 Subdomains sowie 21 Uploadaccounts
eingerichtet.
BaK Suchmaschine
Basiskomponente Suchmaschine
Für die Basiskomponente Suchmaschine führte die Anwendungsbetreuung mehrere
funktionale Tests im Rahmen von neuen Releases, die beispielsweise eine neue Ober-
fläche zur Pflege von Synonymen enthielten, durch.
Bezahlterminals
Vx 680 - mobil
OPP c60 - Automatenmodul
H 5000 - stationär

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| 47
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
Mit Workshops der EG ePayBL in Freiburg und Bonn wurde 2015 der Grundstein für
die Konzeption der
ePayBL 4.0
gelegt. Dabei sammelten und diskutierten die Teilneh-
mer Anforderungen an die Neugestaltung des Systems. Darüber hinaus wurde be-
schlossen, dass die Spezifikation bezüglich Sicherheit unter Beteiligung des BSI erfol-
gen soll. Für das Anforderungsmanagement wird das ALM-Tool Polarion verwendet.
Auf Grundlage der gesetzlichen Vorgabe auf EU-Ebene wurde zudem das Projekt
E-Rechnung
initiiert. Demnach ist die öffentliche Verwaltung bis 2018 zur Annahme
und Verarbeitung elektronischer Rechnungen (zunächst im oberschwelligen Bereich)
verpflichtet. Hierfür wurde zunächst eine Ressortabfrage zu Nutzungsmöglichkeiten
der elektronischen Rechnung (Ausgangsrechnung) durchgeführt, unter deren Einbezug
ein Realisierungskonzept für die Erstellung elektronischer Ausgangsrechnungen erar-
beitet wird.
Zur Bereitstellung von Informationen wurde unter der Domain epaybl.de ein gemein-
samer Internetauftritt für die
Entwicklergemeinschaft ePayBL (EG ePayBL)
einge-
richtet. Neben der Präsentation allgemeiner Inhalte zur Entwicklergemeinschaft und
den einzelnen Softwaremodulen der ePayBL sowie deren Anwendungsgebieten steht
ein geschützter Bereich zur Verfügung, der die Bereitstellung von Dokumenten und die
Beschlussfassung für die Mitglieder der EG ePayBL erleichtert.

48|
IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
BaK DVDV
Basiskomponente Deutsches Verwaltungsdiensteverzeichnis
Für die Basiskomponente DVDV konnte ein umfängliches Update erfolgreich durchge-
führt werden. Dies beinhaltete die Migration der Komponente auf eine virtuelle Ser-
verumgegbung auf der Sächsischen E-Government-Plattform, sowie die Aktualisie-
rung der Applikation auf Version 1.9.0.
Ein umfangreiches Projekt bestand in der Zertifikatsumstellung bei Meldebehörden,
Pass- und Personalausweisbehörden sowie Ausländerbehörden. Von August bis De-
zember 2015 erfolgte der Austausch von insgesamt 343 Zertifikaten.
BaK ZCMS
Basiskomponente Zentrales Content-Management-System
Seit August nimmt der Fachbereich 3.1 im Rahmen der
Basiskomponente Zentrales
Content-Management-System (BaK ZCMS)
die Aufgaben des
Competence Centers
ZCMS (CC CMS)
wahr. Dazu zählt die Beratung der Nutzer beim Einsatz der BaK
ZCMS und die Unterstützung bei der Einrichtung von Projekten sowie beim funktiona-
len Test neuer Releases.
Für die Kommunikation zwischen Anwendungsbetreuung, Projektleitung, Nutzern und
externen Dienstleistern wurde die entsprechende Infrastruktur im ServiceDesk-System
OTRS des SID eingerichtet. Im Zuge der Übernahme der Aufgaben des CC CMS er-
folgte die Teilnahme an mehreren Schulungen.
XÖV-Verfahren
Fachadministration elektronisches Meldewesen
Im Jahr 2015 wurden im Rahmen der
Fachadministration für das elektronische Mel-
dewesen
112 Störungen des elektronischen Nachrichtenverkehrs bearbeitet. Die be-
troffenen Meldebehörden wurden per E-Mail informiert und erhielten auf diesem
Weg, und teilweise zusätzlich telefonisch, Unterstützung bei der Behebung der Fehler.
Die Anzahl der Meldebehörden ist mit 291 unverändert geblieben, obwohl es auch re-
gionale Veränderungen wie z.B. die Auflösung von Verwaltungsgemeinschaften gab.
Diese und weitere Änderungen wurden durch die DVDV-pflegende Stelle in das Deut-
sche Verwaltungsdienste Verzeichnis DVDV eingearbeitet. Globale Änderungen für alle
sächsischen Behörden, die sich aus veränderten Anforderungen an Diensten bundes-
weit ergaben, wurden zu den einheitlichen Stichtagen 1. Mai und 1. November des
Jahres termingerecht eingearbeitet.
© Erhan Ergin - Fotolia.com

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IT-LÖSUNGEN
E-Government & Querschnittverfahren
Mit dem
Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes
zum 1. November 2015 und der in
diesem Zusammenhang notwendigen Änderungen sächsischer Gesetze, hat sich die
gesetzliche Grundlage für das elektronische Meldewesen bundesweit verändert. Alle
betroffenen Beteiligten haben diesen Änderungen Rechnung getragen und daraus re-
sultierende Anforderungen erfüllt. Störungen des elektronischen Nachrichtenverkehrs
durch die Veränderung der Rechtsgrundlagen sind nicht aufgetreten.
Der fachliche
Nachrichtenverkehr im XÖV-Bereich über den sächsischen Interme-
diär
(Basiskomponente elektronische Signatur und Verschlüsselung) hat weiter zuge-
nommen. Insgesamt wurden mehr als 1,3 Millionen Meldenachrichten übermittelt. Bei
den dabei im Meldewesen bearbeiteten 112 Störungen handelte es sich meist um Feh-
ler beim fristgerechten Abholen der Nachrichten durch die Empfänger.
Die folgende Abbildung der Nachrichten auf dem sächsischen Intermediär stellt die
Zunahme des Nachrichtenverkehrs im Jahr 2015 anschaulich dar.
Im
bundesweiten Gremium der Clearingstellenbetreiber
arbeitet Sachsen aktiv mit
und besucht regelmäßig die vierteljährlichen Treffen, auf denen die wichtigen Fachin-
formationen ausgetauscht werden. Im Rahmen der jährlich stattfindenden XÖV-An-
wenderkonferenz wurden weitere fachliche Informationen gesammelt und Erfahrun-
gen mit anderen Bundesländern geteilt.
1.350
1.866
1.221
9.504
11.558
8.337
14.786
36.049
32.862
97.234
89.699
107.709
97.065
102.591
104.950
114.627
126.502
125.688
138.532
119.039
121.912
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
140.000
160.000
Anzahl
Monat.Jahr
Nachrichten auf dem sächsischen Intermediär 2015 an Behördenkategorie
Standesamt (XPersonenstand)
Meldebehörde (XMeld)
Pass- und Ausweisbehörde (XhD)
Ausländerbehörde (XAusländer)
Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste - Fachbereich 3.1 E-Government und Querschnittverfahren - Fachadministration
Funktionspostfach: meldewesen@sid.sachsen.de

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50|
IT-LÖSUNGEN
Fachverfahren Landwirtschaft
Sowohl die Ausgleichszahlungen als auch die Förderung der Landwirtschaft und des
ländlichen Raumes stellen bereits seit vielen Jahren ein Kernelement der Gemeinsa-
men Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union dar. Die GAP stützt sich dabei auf
zwei Säulen. Die erste Säule beinhaltet die flächenbasierten Ausgleichszahlungen in
der Landwirtschaft durch sogenannte Direktzahlungen und wird aus dem
Europä-
ischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL)
finanziert. Die zweite Säule
speist sich aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung
des ländlichen Raums (ELER)
und fördert sowohl flächenbezogene als auch investive
Maßnahmen der ländlichen Entwicklung.
In der EU-Förderperiode von 2015 bis 2020 werden in Deutschland die Fördermaßnah-
men des EGFL durch die im Folgenden genannten Direktzahlungen umgesetzt.:
Basisprämie
Die Basisprämie erhalten Landwirte für ihre beihilfefähigen Flächen, sofern sie
außerdem über eine entsprechende Anzahl von Zahlungsansprüchen verfügen. Die
Ausgleichszahlung erfolgt entkoppelt, d.h. unabhängig von der angebauten
landwirtschaftlichen Kultur.
Greeningprämie
Die Greeningprämie wird gewährt für Landwirte, die konkrete Umweltleistungen
(„Greening“) erbringen. Das Greening erstreckt sich auf folgende drei Maßnahmen:
ı
Erhalt von Dauergrünlandflächen (Wiesen und Weiden),
ı
Anbaudiversifizierung auf Ackerflächen,
ı
Bereitstellung „ökologischer Vorrangflächen“ auf 5 Prozent des Ackerlands
Damit werden Leistungen der Landwirtschaft für Klimaschutz, Erhaltung von Arten,
vielfältige Kulturlandschaften und eine nachhaltige Produktion gefördert.
Umverteilungsprämie
Die Umverteilungsprämie stellt einen Zuschlag zur Basisprämie dar. Alle Betriebe
sollen für die ersten 30 Hektar zusätzlich etwa 50 €/ha, für weitere 16 Hektar etwa
30 €/ha erhalten. Damit werden kleinere und mittlere Betriebe bessergestellt.
Junglandwirteprämie
Junglandwirte bis 40 Jahre können für maximal fünf Jahre und maximal 90 ha
Landwirtschaftsfläche eine Zusatzförderung von etwa 44 €/ha erhalten.
Kleinerzeugerregelung
Die Kleinerzeugerregelung eröffnet eine vereinfachte Zahlungsmöglichkeit für
Kleinerzeuger. Diese ersetzt Basis-, Greening-, Umverteilungs- und Junglandwirte-
prämie.
EGFL-Direktzahlungen
Neuprogrammierung DV-Verfahren Förderperiode 2015 - 2020
Im Jahr 2015 hatte die Fortführung der Arbeiten zur DV-Modellierung und Implementierung der fachlichen Vorgaben für die IT-
Verfahren zur DV-Unterstützung der neuen EU-Förderperiode im Auftrag der EU-Zahlstelle des Sächsischen Ministeriums für Um-
welt und Landwirtschaft (SMUL) sehr große Bedeutung. Es wurden umfassende Anstrengungen unternommen, die Neuentwicklung
und Anpassung der benötigten IT-Verfahren für das Antragsjahr 2015 termin- und qualitätsgerecht umzusetzen. Mit der entspre-
chenden DV-Unterstützung konnten alle Auszahlungstermine für die EU-Fördermaßnahmen des Ressorts SMUL eingehalten wer-
den. Der Fachbereich Fachverfahren Landwirtschaft hat die Kontrollmaßnahmen der EU-Kommission zur IT-Sicherheit in der EU-
Zahlstelle anforderungsgemäß begleitet.
Nachfolgend sind einige Schwerpunkte der Arbeit dargestellt:
© Alexander Dreher - pixelio.de

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IT-LÖSUNGEN
Fachverfahren Landwirtschaft
Für die DV-Unterstützung der EU-Fördermaßnahmen des EGFL wurden im Auftrag des
SMUL zwei IT-Verfahren neu entwickelt:
Zuweisung von Zahlungsansprüchen
Grundlage für die Inanspruchnahme sämtlicher Direktzahlungen durch einen Betriebs-
inhaber ist weiterhin der Besitz von Zahlungsansprüchen, die er mittels seiner ermit-
telten beihilfefähigen Hektarflächen aktiviert. Die seit dem Jahr 2005 für vergangene
EU-Förderperioden ausgegebenen Zahlungsansprüche haben mit Wirkung zum
31.12.2014 ihre Gültigkeit verloren. Im Jahr 2015 erfolgte eine Neuzuweisung von
Zahlungsansprüchen. Für deren Erhalt sind neue Erfüllungskriterien, wie seinerzeit
maßgeblich. Neu ist der Wegfall jeglicher produktionsgebundener Kopplungen. Es wird
nur noch eine Art von Zahlungsansprüchen geben deren Wert je Region einheitlich ist.
Das neue IT-Verfahren unterstützt die
Antragserfassung, Antragsbearbeitung
und die
Zuweisung von Zahlungsansprüchen an sächsische Antragsteller
. Im Anschluss an
die Zuweisung werden die Zahlungsansprüche an die sogenannte Zentrale InVeKoS-
Datenbank (ZID) übertragen, wo die bundeseinheitliche Zahlungsanspruchsverwaltung
erfolgt.
Direktzahlungen
Das ab dem Jahr 2015 neu entwickelte IT-Verfahren implementiert den Verfahrensab-
lauf von der Antragsbearbeitung, der Prüfung der Zahlungsvoraussetzungen über die
Berechnung und Auszahlung der Fördermittel für die EGFL-Direktzahlungen an sächsi-
sche Antragsteller. Außerdem bedient das IT-Verfahren existierende Schnittstellen für
die Verbuchung und Abrechnung der Fördermittel an die EU.
Für die DV-Umsetzung der aus dem SMUL übergebenen Fachvorgaben wird die Unter-
stützung des Fachbereichs Fachverfahren Landwirtschaft durch externe Programmier-
dienstleistungen benötigt. Neben dem im Januar 2015 abgeschlossenen EVB-IT-
Dienstvertrag über Programmierdienstleistungen für das IT-Verfahren Direktzahlungen
wurde im ersten Halbjahr 2015 in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Beschaffung,
Recht, Lizenzen eine deutschlandweite
Ausschreibung über Programmierleistungen
für das IT-Verfahren Zuweisung von Zahlungsansprüchen
durchgeführt, in deren
Ergebnis im Juni 2015 ein EVB-IT-Dienstvertrag für den Zeitraum der Förderperiode
abgeschlossen wurde.
Agri Förder
DV-Unterstützung investiver ELER-Fördermaßnahmen
Aus dem
Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums (ELER)
wird in einer zwischen den EU-Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft
geteilten Mittelverwaltung die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an den nach
den Gemeinschaftsvorschriften über die Förderung der Entwicklung des ländlichen
Raums durch den ELER durchgeführten Entwicklungsprogrammen für den ländlichen
Raum finanziert. Die Mitgliedstaaten erlassen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpo-
litik alle Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie alle sonstigen Maßnahmen, um
einen wirksamen Schutz der finanziellen Interessen der Gemeinschaft zu gewährleis-
ten. Insbesondere ist sicher zu stellen, dass die durch den ELER finanzierten Maßnah-
men tatsächlich und ordnungsgemäß durchgeführt sind. Unregelmäßigkeiten sind zu
verhindern und zu verfolgen. Die infolge von Unregelmäßigkeiten oder Versäumnissen
abgeflossenen Beträge müssen wieder eingezogen werden.
© I-vista - pixelio.de

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52|
IT-LÖSUNGEN
Fachverfahren Landwirtschaft
Für die neue EU-Förderperiode 2015 - 2020 wird das bisher betriebene IT-Verfahren
Agri Förder dergestalt qualifiziert, als dass die bisher durch unterschiedliche IT-Ver-
fahren unterstützten Fördermaßnahmen einzelner Förderrichtlinien in einem gemein-
sam genutzten „ELER-Stammverfahren“ zusammen geführt werden. Die Förderung
wird aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des
ländlichen Raums (ELER) kofinanziert und unterliegt damit den strikten Vorgaben der
Europäischen Kommission zur Abwicklung und Abrechnung der Fördermaßnahmen.
Das
investive ELER-Stammverfahren
bildet künftig den
kompletten Verfahrensab-
lauf von der Antragstellung über den Fördervollzug und die Abrechnung an die EU
dv-technisch ab.
Hierzu werden die jeweiligen Arbeiten zur DV-Projektierung und -Programmierung
durch eine Projektgruppe bestehend aus Vertretern des SMUL, Referate 14 (IT, Mo-
derne Verwaltung) und EU-Zahlstelle sowie des Fachbereichs Fachverfahren Landwirt-
schaft begleitet, die ein DV-Fachkonzept mit einheitlichen Vorgaben zur DV-Projektie-
rung erstellt. Die sehr aufwändigen Implementierungsarbeiten werden seither
schrittweise durch die Entwicklung verschiedener Programmmodule vorangetrieben.
Bis zum Jahresende 2015 konnten die Programmodule zur Antragserfassung, -bear-
beitung und -bewilligung funktions- und termingerecht fertiggestellt und in Betrieb
genommen werden.
Für die Implementierung der Fachvorgaben wird die Unterstützung des Fachbereichs
Fachverfahren Landwirtschaft durch externe Programmierdienstleistungen benötigt,
die über einen zum Ende des Jahres 2013 abgeschlossenen EVB-IT-Dienstvertrag ge-
bunden sind.
Für die Beantragung flächenbezogener Beihilfen ist laut EU-Vorgaben eine Flächen-
identifizierung erforderlich, die von einem
Geographischen Informations-System
(GIS)
gestützt wird. Als Bezugsflächen der landwirtschaftlichen Förderung dienen in
Sachsen die Feldblöcke. Ein flächenbezogener Antrag wird sich deshalb immer auf ei-
nen Feldblock beziehen, der mit dem so genannten Feldblock-Identifikator (FLIK) eu-
ropaweit eindeutig bezeichnet ist.
Mit den
GIS-Verfahren LaFIS und LaFIS-LFK
werden für EU-Fördermaßnahmen der
Flächenförderung Daten, welche sich auf die Beantragung dieser Fördermaßnahmen
beziehen, grafisch erfasst, historisiert und teilweise bearbeitet. Die GIS-Verfahren die-
nen des Weiteren zur Vorbereitung der Vorortkontrollen und zur grafischen Haltung
und visuellen Wertung von Vorort-Kontroll-Ergebnissen sowie zur Berechnung des
Flächenkontrollwertes. Die Pflege und Laufendhaltung des Feldblockkatasters wird
systematisch durchgeführt und dokumentiert.
InVeKoS - Online GIS
ist eine
Web-Anwendung zur Feldblockidentifikation
. Die
Web-Anwendung gibt dem Antragsteller eine Unterstützung bei der Antragstellung in
der Form, dass der Identifikator des Feldblockes, auf dem ein zu beantragender Schlag
liegt, und Landschaftselemente mit ihren Identifikatoren und ihrer Größe, die für die
Beihilfe wichtig sind, ermittelt werden können.
Für die neue EU-Förderperiode 2015 - 2020 müssen die oben genannten GIS-Verfah-
ren an die für diese Förderperiode geltenden fachlichen Förderbedingungen angepasst
werden. Dies betrifft insbesondere die Einführung ökologischer Vorrangflächen und
die Aktualisierung der grundlegenden Referenzsysteme.
GIS-Verfahren
Anpassung von LaFIS und InVeKoS-Online-GIS

| 53
IT-LÖSUNGEN
Fachverfahren Landwirtschaft
Die Implementierung der notwendigen Programmanpassungen wurden im Fachbereich
Fachverfahren Landwirtschaft dv-konzeptionell vorbereitet und in enger Zusammen-
arbeit mit dem zuständigen Fachreferat des SMUL und der Vergabestelle an die Her-
stellerfirmen der GIS-Verfahren beauftragt. Nach umfangreichen Abnahmetests konn-
ten die GIS-Verfahren funktionsgerecht den nutzenden Behörden und zur Unter-
stützung der Antragstellung bereitgestellt werden.
Der Fachbereich Fachverfahren Statistik bewarb sich im Benehmen mit dem Statisti-
schen Landesamt des Freistaates Sachsen im Rahmen des Wettbewerbes der Statisti-
schen Länder in der Verbundprogrammierung 2015 erneut um ein Projekt aus dem
Bereich der Registerprogrammierung und erhielt Anfang 2015 den Zuschlag für das
AKIT-Projekt „Unternehmensregister-System (URS), Verarbeitung der Datenliefe-
rungen aus dem zentralen Betriebsregister für die Agrarstatistiken (zeBRA)“
.
Die Erweiterung des Projektes Unternehmensregister mit der „Verarbeitung der Daten-
lieferungen aus dem zeBRA“ hatte die Größenordnung eines AKIT-Projektes von 11,5
Personenmonaten. Entsprechend der vorliegenden Leistungsvereinbarung zur IT-
Dienstleistung für das Unternehmensregister wurde diese Aufgabe dem Fachbereich
des SID übertragen.
Der Auftrag beinhaltet die Erstellung einer programmtechnischen Lösung zur jährli-
chen Verarbeitung der Datenlieferungen aus dem zentralen Betriebsregister für die
Agrarstatistiken (zeBRA) in Verbindung mit den Daten der Landwirtschaftszählung /
Agrarstrukturerhebung (ASE) im Unternehmensregister. Die technische Umsetzung
sollte analog den Verarbeitungen der bereits implementierten Verarbeitungen des URS
(Daten der Bundesagentur für Arbeit, der Finanzverwaltung, der Handwerkskammern)
erfolgen.
Die technischen Grundlagen des URS sind MySQL und JBoss, programmiert wird mit
Java2SE/EE unter Nutzung des Anwendungsrahmenwerkes der amtlichen Statistik
OVIS. Das Java Application Framework OVIS basiert auf objektorientierten Entwurfs-
und Konstruktionstechniken. Es ist für die Entwicklung verteilter interaktiver Soft-
waresysteme im Anwendungsbereich Statistik gedacht und gibt die software-
technische Architektur sowie die relevanten fachlichen Abstraktionen in Form von ge-
nerischen Lösungen vor.
Zusammen mit dem zuständigen Fachbereich des Statistischen Landesamtes wurde
das Projekt unter Nutzung agiler Programmiermethoden umgesetzt, da so die noch
fehlenden fachlichen Vorgaben im Entwicklungsprozess erarbeitet werden konnten.
Insbesondere deswegen, aber auch wegen der großen Erfahrungen des Entwickler-
teams bezüglich der Registerprogrammierung und den hierbei verwendeten Techniken,
wurde die termingerechte Übergabe des Softwaremoduls an den Statistischen Ver-
bund zum Jahresende 2015 erreicht.
URS & zeBRA
Erneuter Zuschlag für die Registerprogrammierung
Fachverfahren Statistik

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54|
Der Unternehmensbereich
IT-BETRIEB
Mit dem erfolgreichen Betrieb von Informationstechnik ist ein eigener Unternehmensbereich
beauftragt. Sein Aufgabenspektrum erstreckt sich vom Betrieb der Infrastruktur, Netze und
Speichersysteme über die Betreuung der Betriebssysteme, Datenbanken und Basisdienste bis
hin zum Verfahrensbetrieb für die unterschiedlichsten Fachanwendungen unserer Kunden.
Der Fachbereich Betrieb und Verfahren Polizei stellte bis Ende November 2015 alle
geräteseitigen Voraussetzungen für die Polizeiarbeit bereit, pflegte die notwendigen
Betriebssysteme und Programme und übernahm die Kundenbetreuung im Zusammenspiel
mit polizeilichen Fachkräften.
© sandstein / shock - Fotolia.com

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Foto: © .shock - Fotolia.com
IT-BETRIEB
RZ-Infrastruktur & MS-Systeme
Asyl
Unterstützung des Asyl-Verfahrens (ZAB) für die LDS
Im vierten Quartal 2015 unterstützte der SID die Landesdirektion Sachsen (LDS) bei
der Betriebsstabilisierung des Asyl-Verfahrens der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB).
Grundlage dafür war eine kurzfristige Analyse des Fachverfahrens selbst, der beteilig-
ten Serverinfrastruktur, der Clientinfrastruktur, der für dieses Verfahren wichtigen
Kommunikationsinfrastruktur sowie den Arbeitsabläufen innerhalb der LDS in Chem-
nitz. Die Analyse zeigte deutlich die möglichen Ursachen für die dargestellten Perfor-
manceprobleme. In Auswertung dieser entwickelte der SID einen möglichen Maßnah-
menkatalog, der nach Abstimmung mit der LDS umgehend umgesetzt wurde.
Im Ergebnis dessen baute der SID mit vorgehaltener Ersatztechnik innerhalb von we-
nigen Tagen in der Infrastruktur der LDS eine komplett neue, leistungsfähige und ska-
lierbare Terminalumgebung auf und migrierte die Anwendungen darauf. Ebenfalls op-
timiert wurden die Fileablagen und das Backupregime des Fachverfahrens.
Damit konnte das Asyl-Verfahren, das insbesondere für die Erstaufnahmeeinrichtun-
gen des Landes Sachsen wichtig und notwendig ist, auf eine fundierte, performante
und somit betriebsstabile technologische Basis gestellt werden.
WISA
Waldinventur Sachsen Datenerfassung & -auswertung
Anfang des Jahres 2015 wurde für den Kunden Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) das
Verfahren WISA-DE (Waldinventur Sachsen Datenerfassung)
produktiv eingeführt.
Das Verfahren besteht aus mehreren Datenbanken und einer Kartenablage im Filesys-
tem, die via SSL-gesichertem Webservice mit einer .Net ClickOnce Applikation kom-
munizieren. Die Datenerfassung findet bei - durch den SBS beauftragten - Ingenieur-
büros statt.
Später wurde durch den SBS noch der Betrieb des
Verfahrens WISA-DA (Waldinven-
tur Sachsen Datenauswertung)
beauftragt. Das Verfahren bezieht seine Daten aus
WISA-DE und stellt dem Nutzer berechnete Statistik-Daten per Desktopapplikation
bereit. Die Applikation wurde für die Nutzer im SBS per SOMA sowohl auf Client-PC’s
als auch auf Citrix Terminalservern bereitgestellt.
VMware
Umstellung Virtualisierungsinfrastruktur und Austausch Kundenserver
Im Frühjahr/Sommer 2015 wurde im Rechenzentrum Lichtenwalde die gesamte Virtu-
alisierungsplattform auf VMware Vsphere Version 6 gehoben. Vorangegangen waren
umfangreiche Tests, um das Upgrade gerade auch im Zusammenspiel mit Trendmicro
Deep Security Manager (Virenschutz) und Vmware Horizon View (Desktopvirtualisie-
rung) ohne Ausfälle und längere Downtime durchführen zu können. Trendmicro DSM
und Horizon View wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die aktuellsten Ver-
sionen gehoben.
Notwendig war das Ganze in erster Linie, da in diversen vom SID betreuten Liegen-
schaften (z.B. Außenstellen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geolo-
gie) die alten ESX 4 Server nach Auslaufen der Garantie in 2015/2016 durch neue
Hardware ersetzt werden mussten. Ein Zusammenspiel von ESX 4 und ESX 6 ist sei-
tens VMware nicht vorgesehen, sodass hier aktualisiert werden musste. Alle 14 Server
konnten im November/Dezember 2015 ausgeliefert und produktiv gesetzt werden.

56|
Datenbanken, UNIX & Mainframe
IT-BETRIEB
Im Rechenzentrum des SID am Standort Kamenz wird für die Landkreise und kreis-
freien Städte Sachsens das
Fachverfahren „SGBIX/LBlindG“
betrieben, mit welchem
die
Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft nach SGB IX
mit anschließenden
Folgeverfahren für Schwerbehindertenausweise, Freifahrtberechtigungen im ÖPNV
usw. bearbeitet sowie das Zuerkennen von Leistungen nach dem Landesblindengeld-
gesetz (LBlindG) festgestellt werden kann.
Die zentrale Erstellung der Ausweise und deren Versand, die zentrale Dokumentener-
stellung und die gesamten Zahlungsroutinen (Verarbeitung im Sächsischen Mittelbe-
wirtschaftungssystem SaxMBS sind dabei wichtige Komponenten innerhalb des Ver-
fahrens, die dessen Bedeutung widerspiegeln und hohe Anforderungen an seine
Verfügbarkeit stellen.
Das Fachverfahren basiert auf dem Dokumentenmanagementsystem VISkompakt der
Firma PDV-Systeme GmbH Erfurt, über welches die elektronische Ablage der Akten,
Vorgänge und Dokumente sowie deren Sicherung auf ein speziell für das Verfahren
eingesetztes Archivsystem erfolgen.
Im Rahmen der Kommunalisierung wurde das Verfahren 2008 in seiner Architektur
überarbeitet und die beteiligten verfahrensbildenden IT–Komponenten im Rechenzen-
trum in Kamenz konzentriert. Der Zugang aus den entsprechenden kommunalen Ein-
richtungen erfolgt seitdem über diverse Anwendungsprogramme, die von einer Citrix–
Terminalserverfarm bereitgestellt werden und die über entsprechende Applikations-
server auf die in einer Oracle Datenbank gespeicherten Daten zugreifen. Insgesamt
kommen derzeit im Verfahrensbetrieb nahezu 50 Server in Entwicklungs-, Test- und
Produktionsumgebung zum Einsatz.
Der Kommunale Sozialverband Sachsen (KSV), Außenstelle Chemnitz, der von kommu-
naler Seite mit der Wahrnehmung der fachlichen Verfahrensverantwortung beauftragt
ist, setzte Ende 2013 ein Migrationsprojekt auf, um weiterhin den Support von zu-
grundeliegender serverseitiger Basissoftware (Betriebssystem, Datenbank) gewährleis-
ten und clientseitig aktuelle Software (Betriebssystem, MS Office) zum Einsatz brin-
gen zu können .
Kern des Projektes war die Aktualisierung der als Basis der Fachapplikation dienenden
Software VISkompakt von Version 3.0 auf Version 5. Die mit dem Einsatz der Version 5
einhergehenden technologischen Änderungen wirkten sich zum einen auf die erfor-
derliche Systemumgebung des Verfahrens aus, beeinflussten aber andererseits in we-
sentlichem Maße auch das Nutzerhandling und den Datenaustausch zwischen der
Fachapplikation SGBIX/LBlindG und dem Dokumentenmanagementsystem. So konnte
u.a. der alte DNA Client durch einen modernen Smart Client abgelöst und Vorausset-
zungen dafür geschaffen werden, die derzeit noch im Dateisystem abgelegten Primär-
daten künftig in die Datenbank zu verlagern.
Die SID-Fachbereiche 4.1 und 4.2 unterstützten dieses Projekt seit Frühjahr 2014 par-
allel zum regulären Verfahrensbetrieb durch die Bereitstellung und den Betrieb der für
die Migration erforderlichen Hardware und Software in den neuen Test- und Entwick-
lungs- sowie abschließend der neuen Produktivumgebung.
Die produktive Migration des Verfahrens erfolgte schließlich im Juni 2015 und wurde
über mehrere Tage zusätzlich mit einer entsprechenden Rufbereitschaft begleitet. Den
in der ersten Zeit durchaus problembehafteten produktiven Betrieb mit der neuen Ver-
fahrensversion konnten die SID-Fachbereiche 4.1 und 4.2 mit ihren Hinweisen zum
Verhalten der Betriebsumgebung optimieren und stabilisieren helfen und damit einen
wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Abschluss des Migrationsprojekts leisten.
SGBIX/LBlindG
Migration der Fachapplikation im Bereich der Sozialverfahren
© Artco - Fotolia.com

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| 57
IT-BETRIEB
Datenbanken, UNIX & Mainframe
EU-Zahlstelle
SQL-Migration auf die Version 2014
Im 1. Quartal 2015 erfolgte die Umstellung der
Datenbankserver für die EU Zahl-
stelle
von der Version Microsoft SQL Server 2008 auf Microsoft SQL Server 2014.
Gleichzeitig wurden die Server-Betriebssysteme und Applikationsserver auf Windows
Server 2012R2 und die Internet Information Services 8.5 angehoben.
Im Zuge der Umstellung konnten die Datenbasen für die Förderverfahren ebenfalls
konsolidiert und eine Vielzahl dezentraler Datenbankserver abgeschafft werden.
Weiterhin wurden die Sicherungsmechanismen für diese Verfahren erweitert und ver-
bessert.
Somit ist die Microsoft SQL Server Struktur des RZ Lichtenwalde für die EU Zahlstel-
lenverfahren weiterhin auf einem aktuellen und zukunftsorientierten technischen
Stand und ermöglicht einen sicheren Weiterbetrieb für die nächsten Jahre.
DAVID
Erneuerung der Anwendungsserver für das Flurneuordnungsverfahren
Das
Flurneuordnungsverfahren DAVID
wird für alle sächsischen Landkreise und meh-
rere Helferbüros zentral im Rechenzentrum Lichtenwalde betrieben.
Im Januar 2015 wurden alle Applikationsserver (Produktion und Testbetrieb) für das
Flurneuordnungsverfahren DAVID durch neue leistungsstarke Server ersetzt. Dabei
konnten die Ergebnisse der Performancetests, die im Jahr 2014 durch den SID, das
Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und kommunale Tester
durchgeführt wurden, bei der Planung und Beschaffung der Server vollständig umge-
setzt werden. Weiterhin erfolgte im Frühjahr 2015 die Installation und Optimierung
eines neuen Oracle-Datenbank-Servers, der eine Onlinekopplung mit dem Verfahren
DAVID realisiert.
Diese Änderungen führten zu einer großen Kundenzufriedenheit, da nun die in der
Vergangenheit aufgetretenen Performanceprobleme behoben sind.
Im Juli 2015 erfolgte außerdem - im Zusammenhang mit einem größeren Update des
Fachverfahrens - die Umstellung auf eine neue Datenstruktur, die durch die geplante
ALKIS-Umstellung im Freistaat Sachsen erforderlich war.

58|
IT-BETRIEB
Datenbanken, UNIX & Mainframe
Die hervorragende Referenz des SID bezüglich der Hosting-Leistungen für Berlin/
Brandenburg und Hessen veranlasste den
LA OPTIKO (Lenkungsausschuss „Opti-
mierte Kooperation“) Sachsen
zu prüfen, ob es möglich ist, das Mainframeverfahren
Monatsstatistiken Handel Gastgewerbe (MHG)
für einige Landesämter zu betreiben.
Nach der fachlichen Analyse bezüglich der Realisierbarkeit auf unserem System (un-
terschiedliche Softwarestände von ADABAS/ NATURAL, keine mandantenfähige Da-
tenbank und Einsatz von Complete als Transaktionsmonitor) wurde dem LA OPTIKO die
Bereitschaft zum Hosten der Verfahren übermittelt. Nach Vertragsverhandlungen mit
der Software-AG konnte den anfragenden Statistischen Landesämtern ein Angebot
unterbreitet werden. Angenommen wurde das Angebot vom Statistikamt Nord mit
den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein.
Aufgrund von Erfahrungen mit der Langwierigkeit von Vertragsverhandlungen wurde
schon rechtzeitig mit dem Aufbau und Test einer Produktionsumgebung für Hamburg
und Schleswig-Holstein begonnen. Nach Abschluss einer Leistungsvereinbarung mit
dazugehörigem Dienstleistungsvertrag wurden die Verfahren (mit Testdaten) über-
nommen und angepasst. So konnte schon einen Tag nach der Übernahme der Realda-
ten am 15.12.2015 mit der Produktion begonnen werden.
MHG
Verfahren Monatsstatistiken Handel Gastgewerbe auf dem Mainframe
Anfrage von LA
OPTIKO
+ Zusage der
Übernahme der
Dienstleistung
Juni/August 2015
Beantwortung eines
Fragenkataloges durch
das Statistikamt Nord zur
Einschätzung des
Realisierungsaufwandes
Oktober 2015
Vertragsabschluss mit
dem Statistikamt Nord
+ mit der SAG zur
Erweiterung des
Service Bureau Right
auf Hamburg &
Schleswig-Holstein
Datenübernahme
+ Aufnahme des
Produktionsbetriebes
+ Vertragsende für
Statistikamt Nord mit
Dataport
November 2015
Dezember 2015
Zeitschiene Übernahme Mainframeverfahren MHG des Statistikamtes Nord

| 59
IT-BETRIEB
Verfahrensbetrieb
eVA.SAX
Gelungene Umstellung von VISkompakt auf VIS 5
Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste betreibt als zentraler IT-Dienstleister
der sächsischen Staatsverwaltung das IT-Verfahren eVA.SAX. Die Anwendung VIS.SAX
ist ein Teil dieses Verfahrens in der sächsischen Ausprägung des Standardprodukts VIS.
Auf der zentralen Plattform VIS.SAX waren 13 VIS-Mandanten auf die neue Version
VIS.SAX 1.8.3 V5 auf Basis VIS 5.1 zu migrieren.
Sehr schnell wurde erkannt, dass diese Versionsumstellung und die damit verbundene
Datenmigration bis ins kleinste Detail geplant, getestet, geprüft und dann wieder ge-
plant, getestet und geprüft werden musste, bis schlussendlich die letzte Datei an der
richtigen Stelle zu finden war. Das wiederum konnte durch Erweiterung des von der
PDV GmbH vorgeschlagenen Vorgehensmodells der Migration um ein Instrument zur
Erfolgskontrolle (Datenbank und Ablageprüfungen jeweils vor und nach der Migration)
erreicht werden. Dabei wurde jede Mandantenmigration als ein Spezialfall betrachtet
und in einer für jeden Mandanten erstellten Checkliste dokumentiert, die dann Grund-
lage für die produktive Umstellung war. In enger Zusammenarbeit zwischen dem CCV
– Kompetenzzentrum Vorgangsbearbeitung im Sächsischen Staatsministerium des In-
nern (SMI), dem SID, der PDV GmbH und der GISA GmbH, die neben der PDV GmbH als
Einführungsdienstleister im Freistaat Sachsen tätig ist, konnten die Prozesse so ver-
teilt werden, dass eine abgestimmte Vorgehensweise organisiert werden, sich jeder
gezielt auf die Produktivmigration einstellen und auf seine Teilaufgaben spezialisieren
konnte.
In Vorbereitung auf die vorproduktiven Testmigrationen wurden die produktiven Man-
danten in eine Referenzumgebung kopiert. Auf Basis dieser produktivgleichen Man-
danten wurde die Migration in einem jeweils neuen VIS 5-Mandanten vorgenommen.
In der Summe stand damit der produktive Datenbestand zeitweise dreimal zur Verfü-
gung (produktiv in der Version 4.8, in der Referenzumgebung in der Version 4.8 und
5.1). Auch das musste im Vorfeld berücksichtigt werden.
Da jeder Mandant sowohl in der Version 4.8 als auch 5.1 parallel bereitgestellt werden
konnte, hatten die Behörden jederzeit die Möglichkeit, eigene Tests und Vergleiche
durchzuführen. Diese Tests waren natürlich nur stichprobenartig möglich, gaben aber
aufgrund der Transparenz der ermittelten Kennzahlen ein gewisses Vertrauen zum
Verlauf der Umstellung.
Im Juni 2015 war es dann soweit. Beginnend mit den Mandaten der Sächsischen
Staatskanzlei und des SMI wurden alle zwei Wochen in einem Zeitfenster von Freitag
18:00 Uhr bis Montag 6:00 Uhr jeweils zwei Mandanten umgestellt. Das Konzept ging
auf. Entsprechende Vor- und Nacharbeiten bei den umgestellten Mandanten wurden
sorgfältig durchgeführt, ohne den produktiven Betrieb, der natürlich ganz normal wei-
tergehen musste, zu gefährden. Am 9. August 2015 waren schließlich alle Mandanten
der Staatsministerien und der Landesdirektion Sachsen umgestellt. Ein reibungsloser
Umstieg auf VIS 5 war gelungen. In einem zweiten Umsetzungsschritt wurden bzw.
werden die restlichen Mandanten auf VIS 5 angehoben.

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60|
Verfahrensbetrieb
IT-BETRIEB
Der Staatsbetrieb SID betreibt im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums des In-
nern (SMI) eine
Microsoft SharePoint-Plattform – Extranet und ITEG Web
– auf
Basis Microsoft SharePoint 2010 Foundation. Das Extranet dient als
landesweites In-
formations- und Kollaborations-System
und wird ressortübergreifend, verwaltungs-
intern sowie von Kommunen und Externen genutzt. Das Extranet-Portal der Sächsi-
schen Staatsverwaltung bietet auf Basis von SharePoint verschiedene Webseiten-
sammlungen zur Information und Zusammenarbeit von Nutzergruppen der Sächsi-
schen Staatsverwaltung sowie kommunaler und externer Nutzer. Das Extranet-Portal
ermöglicht den Zugang zu verschiedenen Themenportalen wie dem ITEG-Web, dem
Fördermittelportal, Portalseiten für Gremien sowie einem Informationsportal der Fach-
hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Meißen, Fortbildungszentrum
des Freistaates Sachsen (FHSV-FoBiZ) ehemals Akademie für öffentliche Verwaltung
des Freistaates Sachsen (AVS). Zudem werden mit derzeit rund 120 Projektseiten eine
Vielzahl von Gremien, Arbeits- und Projektgruppen bei ihrer Online-Zusammenarbeit
mit dem Extranet-Portal effektiv unterstützt.
Das Extranet bietet folgenden Funktionsumfang:
ı
Bereitstellung von Informationen und Dateien sowie virtuelle Zusammenarbeit
ı
Dokumentenbibliotheken
ı
Listen für Kalender, Ankündigungen, Aufgaben, Team-Diskussionen im
Newsgroupstil, Adresslisten, etc.
ı
Online-Zusammenarbeit von Benutzern (verwaltungsintern staatlich,
kommunal und Externe) über eine Weboberfläche mit einer gemeinsamen
Daten- und Informationsablage sowie Versionsverwaltung der Dokumente
ı
Suchfunktion
Im Einzelnen werden vom SID im SharePoint-Umfeld folgende Leistungen erbracht:
»
Anforderungs-, Change-, Release- und Kapazitätsmanagement
»
Planung, Aufbau und Betrieb der Serverinfrastruktur
»
Verfahrensbetrieb mit Administration und Anwendungsbetreuung
»
Qualitätssicherung, Controlling und Dokumentation des Verfahrensbetriebes
»
Überwachung der Anwendungssicherheit und der Betriebsqualität des
Extranets
»
First- und Second Level Support
»
Durchführung von Vergabemaßnahmen
»
Unterstützung des Auftraggebers SMI bei der Erstellung und Prüfung von
Anforderungsdokumenten
Extranet
Betrieb des landesweiten Informations- und Kollaborationssystems

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| 61
IT-BETRIEB
Verfahrensbetrieb
SiDaS
Sicherer Datenaustausch Sachsen
Mit
SiDaS - Sicherer Datenaustausch Sachsen
wird den Beschäftigten der Landes-
verwaltung Sachsens eine moderne, sichere und datenschutzkonforme Cloudlösung
für den Datenaustausch bereitgestellt. Die Daten werden dabei in einer sogenannten
Private Cloud
in einem Rechenzentrum des SID gespeichert. Der Dienst bietet die
Möglichkeit, große Datenmengen unkompliziert ressortübergreifend und auch mit ex-
ternen Partnern auszutauschen.
SiDaS
stellt eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Möglichkeiten der Datenspei-
cherung im Filesystem und der projektspezifischen Zusammenarbeit über die Platt-
form Extranet dar. Mit Einsatz von
SiDaS
ist die Ablösung diverser Einzellösungen für
den Datenaustausch möglich. Der SID bietet somit eine weitere Möglichkeit zur Stan-
dardisierung in der sächsischen Softwarelandschaft.
Das Projekt wurde im Februar 2015 gestartet und der Verfahrensbetrieb konnte zum
1. September aufgenommen werden.
Die Software erfüllt folgende Funktionen:
ı
Bereitstellung großer Datenmengen
ı
gemeinsamer Zugriff auf Dateien
ı
medienbruchfreier Datenaustausch
ı
flexibler Datenzugriff - auch mobil
ı
Synchronisierung auf verschiedenen Endgeräten
ı
Verschlüsselungsmöglichkeit durch Triple-Crypt-Technologie
ı
SSL-verschlüsselter Datentransfer
ı
Links für Daten-Download können mit Paßwort versehen werden
Mit SiDaS können differenzierte Datenräume (Data Rooms) für Behörden, Einzelnut-
zer, spezielle Nutzergruppen wie bspw. Projektgruppen und öffentliche Bereiche be-
reitgestellt werden. Durch die Administration der Data Rooms in der Behörde selbst
können die Datenräume an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Durch
flexible Up- und Downloadfunktionen ist es möglich, auch Externe in den Datenaus-
tausch einzubeziehen. Die Administration des übergreifenden Datenraums (Data
Space) erfolgt im SID.
Der Zugriff auf die Daten kann über WebClient, Desktop Client für Windows, Android-
App, iOS-App oder Add-in für Outlook erfolgen.
Für Informationen zum Verfahren, die Nutzungsbedingungen und An-
sprechpartner wurde eine für alle Mitarbeiter der Landesregierung zu-
gängliche Informationsplattform eingerichtet:
https://web2.extranet.sachsen.de/portal/projekte/
sidas_public/SitePages/SiDaS.aspx
SiDaS

62|
Verfahrensbetrieb
IT-BETRIEB
Der SID unterstützt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geolo-
gie (LfULG) bei der Annahme, Aufbereitung und Auswertung der BMEL–Jahresab-
schlüsse (BMEL = Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft). Der BMEL-
Jahresabschluss wird von Landwirtschaftsbetrieben entweder auf freiwilliger Basis
abgegeben (Teilnahme am Testbetriebsnetz) oder er muss auf Grundlage von Auflagen
abgeliefert werden (Auflagenbuchführung).
Das Testbetriebsnetz ist von grundsätzlicher Bedeutung zur Darstellung der Ertrags-
lage in den Buchführungsstatistiken von Bund und Ländern, als Bestandteil des Infor-
mationsnetzes landwirtschaftlicher Buchführungen der EU und zur Vorbereitung und
Bewertung agrarpolitischen Maßnahmen auf nationaler und EU- Ebene.
Im Rahmen der Auflagenbuchführung sind Unternehmen, die investive Fördermittel
erhalten haben, verpflichtet, über einen bestimmten Zeitraum (fünf Jahre) ihre Jahres-
abschlüsse dem LfULG bereitzustellen.
Nach der plausibilitätsgeprüften Übernahme und Aufbereitung der Jahresabschlüsse
erbringt der SID die folgenden umfangreichen Auswertungen für das LfULG.:
»
Zuarbeit zum sächsischen Agrarbericht
»
Erstellung von Landesstatistiken und Sonderauswertungen
»
jährliche Veröffentlichung der Broschüre „Buchführungsergebnisse
der Landwirtschaft“
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/22333
»
Erstellung von Leistungsvergleichen (pro Betrieb werden die Daten in
Zeitreihen, dem vertikalen Vergleich und mit Vergleichsgruppen, dem
horizontalen Vergleich dargestellt),
»
Benchmarking (für eine detaillierte Stärken- und Schwächenanalyse des
Unternehmens)
»
Übergabe an das Projekt AGROBENCH:
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/3360.htm
»
Übergabe der Daten für das Investitionskonzept (RL LIW)
Der SID übernimmt auch für die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) die
Test- und Auflagenbetriebe und erstellt umfangreiche Auswertungen sowie Leistungs-
vergleiche von allen Betrieben. Außerdem erfolgt die Übernahme der BMEL-Jahresab-
schlüsse von Öko-, Schaf- und Veredlungsbetrieben für sechs weitere Bundesländer
(Mehrländerprojekt). Hier kamen in 2015 zu den ostdeutschen Bundesländern (Bran-
denburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen) noch die Bundeslän-
der Bayern und Baden-Württemberg mit insgesamt knapp 300 Betrieben hinzu.
Im Jahr 2015 wurden die BMEL-Jahresabschlüsse von 769 Betrieben für Sachsen, 704
Betrieben für Thüringen und 829 Öko-, Schaf- und Veredlungsbetrieben verarbeitet.
BMEL-Jahresabschluss
Test- und Auflagenbuchführung
89
104
124
149
376
385
411
401
447
497
529
566
829
0
200
400
600
800
Anzahl der Betriebe
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Jahr der Verarbeitung
Übersicht der jährlich verarbeiteten Betriebe im Mehrländerprojekt
2003 bis 2006 nur Ökobetriebe, ab 2007 Veredlungs- und Schafbetriebe dazu (ostdt. Bundesländer), ab 2015 zusätzlich Bayern und Baden-Württemberg
Rheinland-Pfalz
Baden-
Württemberg
Bayern
Hessen
Thüringen
Nordrhein-Westfalen
Bremen
Niedersachsen
Hamburg
Schleswig-Holstein
Mecklenburg-
Vorpommern
Berlin
Brandenburg
Sachsen-
Anhalt
Sachsen
Saarland

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| 63
IT-BETRIEB
Verfahrensbetrieb
Übersicht der Aufträge 2015 - Druckerei SID Standort Kamenz
StLA-Statistisches Landesamt Sachsen, SMK-Sächsisches Staatsministerium für Kultus, LDS-Landesdirektion Sachsen, KSV-Kommunaler Sozialverband
Sachsen, SMWK-Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, SMWA-Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr,
SMI-Sächsisches Staatsministerium des Innern
Druckerei
Erneuerung und Erweiterung der Technik
Die hauseigene Druckerei des SID am Standort Kamenz hat im Jahr 2015 den Farbdru-
cker durch ein neues Modell ersetzt und die Kuvertiertechnik erweitert.
Das sechs Jahre alte Druckwerk Xerox DC 7000 als Kernstück der Farbdruckstrecke
wurde gegen das modernere Farbdrucksystem DC 8080 ausgetauscht. Dabei spielte
die Gewährleistung der Kompatibilität zu den vorhandenen Inline-Nachverarbeitungs-
und Zufuhranlagen eine wesentliche Rolle. Die neue Technik genügt nun wieder den
gestiegenen Anforderungen bzgl. Qualität, Zuverlässigkeit sowie Farbgenauigkeit und
Reproduzierbarkeit eines einmal erreichten Druckergebnisses.
Das gestiegene Auftragsvolumen durch Druck der VIS.SAX-Schulungsunterlagen
konnte somit wieder in gewohnter Qualität bewältigt werden.
Durch den Umbau der Böwe Quattro und Erweiterung des dadurch freigwordenen Ein-
gangskanals mit einer Böwe Vario wurde das Kuvertiersystem an das geänderte Auf-
gabenprofil optimal angepasst. Es ist nun eine Parallelverarbeitung von C4-Briefen
und C6- bzw. C5-Briefen möglich. Insbesondere während der ersten 3 Monate jeden
Jahres, in denen der große Druckauftrag des SMK abgearbeitet wird (ausschließlich
C4), ist die Realisierung der täglichen Druckaufträge im C6-Bereich wesentlich prob-
lem- und reibungsloser möglich. Im Jahr 2014 wurde im Auftrag des Statistischen
Landesamtes (StLA) die automatische Erstellung von Postzustellaufträgen (PZA) mit
Brief in Brief-Kuvertierung umgesetzt, so dass sowohl für das StLA als auch für die
Landesdirektion Sachsen die Herstellung höherer Stückzahlen an PZAs problemlos und
vor allem ohne Handarbeit möglich ist.
Mit Einsatz der erweiterten Kuvertiersystem-Ausstattung erhalten wir außerdem eine
gewisse Backup-Fähigkeit und somit erhöht sich die Ausfallsicherheit der Produktion.
Die Erhöhung des möglichen Durchsatzes unterstützt das Abarbeiten terminkritischer
und hochvolumiger Aufträge.
So konnten auch 2015 wieder zahlreiche Kundenaufträge mit unterschiedlichsten An-
forderungen durch den Einsatz modernster Technik im Bereich Druck, Kuvertierung
und Weiterverarbeitung im digitalen Rechenzentrums- sowie Hausdruckereibereich
erfüllt werden. Einen Überblick geben die Zahlen der folgenden Tabelle.
Kunden
Druck
Seiten
Kuvertieren
Bescheide
Postzustell-
urkunden
(Vordruck)
Falzen
CD
Schwerbe-
hinderten-
ausweise
Blatt
Briefe
Stück
Blatt
StLA
1.445.340
407.467
181.311
14.506
SMK
1.935.217
967.609
37.022
4.542
LDS
437.474
289.662
139.841
21.287
KSV
524.513
524.513
364.302
55.102
SMWK
1.262.237
102.977
590.032
SMWA
93.877
7.680
67.735
SMI
123.825
Gesamt
5.822.483 2.189.251 722.476 110.657 657.767
21.287 14.506 4.542
55.102
Drucktechnik am Standort Kamenz

64|
Betrieb und Verfahren Polizei
IT-BETRIEB
Nach dem Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes wurden bundesweit am 1. Novem-
ber 2015 neue zentrale Melderegister in den Bundesländern in Betrieb genommen. In
Sachsen löste das SMR das vorhandene Kernmelderegister (KKM) ab.
Für das neue Melderegister musste innerhalb kurzer Zeit eine komplett neue Aus-
kunftslösung entwickelt werden. Trotz starken Zeitdrucks konnte die neue Anwendung
zum Termin erfolgreich in Betrieb genommen werden.
SMR
Anschluss an das Sächsische Melderegister
Der Auslauf des Supports für ältere Windows- und Linux-Betriebssystemversionen
sowie Planungen zur Einführung moderner Technik erfordern zahlreiche Maßnahmen
zur Anpassung der Infrastruktur sowohl im Hardwarebereich als auch bei den Anwen-
dungen.
Dazu wurden durch den SID erste jedoch noch nicht abschließende Vorbereitungsun-
tersuchungen durchgeführt.
Aktualisierungen
Vorarbeiten zur Erneuerung der Infrastruktur
Am Jahresanfang 2015 wurde die mobile Version des Vorgangsbearbeitungssystems
IVO an die Polizei übergeben. Damit kann ein größerer Teil der Schreibtischarbeit der
Polizisten nun auch vor Ort erledigt werden und dem Bürger können benötigte Formu-
lare z.B. für Versicherungen sofort vor Ort gedruckt und ausgehändigt werden.
Das System wurde im Lauf des Jahres weiter verbessert und fand breite Akzeptanz bei
Polizisten im Streifendienst.
Mobilität
Mobile Vorgangsbearbeitung
Im Bereich der Polizei wurden für die Nutzung des landesweiten Verzeichnisdienstes
Active Directory eine Vielzahl von Domain-Controller auf Basis des Betriebssystems
MS-WINDOWS-2003-Server betrieben. Mit Ablauf der Herstellerunterstützung für
dieses Betriebssystem war zwingend eine Migration auf ein aktuelles Betriebssystem
erforderlich.
Der SID, Fachbereich 4.4 hat auf Basis der WINDOWS-Server Core-Technologie eine
Betriebssystemkonfiguration erstellt, die alle funktionalen Anforderungen unter wei-
terer Verwendung der vorhandenen Hardware erfüllt.
Bis zum Ablauf der Herstellerunterstützung konnten alle Domain-Controller im Be-
reich der Polizei auf diese Lösung migriert werden. Ein entsprechendes Sicherheitsri-
siko wurde somit vermieden.
Active Directory
Migration Domain-Controller

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| 65
IT-BETRIEB
Betrieb und Verfahren Polizei
ERZPOL
Nutzung des polizeilichen Rechenzentrums
Im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung des G7-Gipfels der Finanzminister in
Dresden und anderer Ereignisse mit vergleichbaren polizeilichen Einsatzlagen konnte
durch die Polizei auf der Stauffenberg-Allee in Dresden in kürzester Zeit sowie in en-
ger Zusammenarbeit mit dem SID die Voraussetzung für die Errichtung und Einrich-
tung moderner IT-Betriebsräume geschaffen werden.
IuK.2020
Modernisierung der Informations- und Kommunikationstechnik
Zur umfassenden Konsolidierung und Modernisierung ihrer Informations- und Kom-
munikationstechnik (IuK) hat die Polizei das Programm IuK.2020 aufgelegt. Dies ge-
schah mit Unterstützung der beim SID zuständigen Organisationseinheit vor dem Hin-
tergrund ihrer bevorstehenden Umgliederung in den Polizeibereich.
© SMI

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66|
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Das Landesrechenzentrum Steuern (LRZS) fungiert als Dienstleister der sächsischen
Steuerverwaltung für Informations- und Kommunikationstechnik. Er ist das Rechenzentrum
der sächsischen Finanzverwaltung und als selbständige Landesoberbehörde dem
Sächsischen Staatsministerium der Finanzen nachgeordnet.
Derzeit werden 27 Finanzämter des Freistaates Sachsen mit mehr als 6.000 Nutzern
in der Datenverarbeitung unterstützt. Zudem wird die gesamte IT-Infrastruktur der
sächsischen Steuerverwaltung betreut.
© sandstein / Kurhan - Fotolia.com

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| 67
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Foto: © Kurhan - Fotolia.com
GrESt
Zentralisierung der Grunderwerbsteuerfälle
Die maschinelle Umstellung der Grunderwerbsteuerfälle (GrESt-Fälle) der Finanzämter
Plauen und Borna an das Finanzamt Schwarzenberg war im Jahr 2015 eine der ersten
Maßnahmen zur Umsetzung des neuen Standortkonzeptes für die Finanzämter.
Die maschinelle Verlagerung der Steuerkonten erfolgte am 19. und 20. Juni 2015 und
bot die Möglichkeit, zukünftige Finanzamtsfusionen im kleineren Rahmen zu erproben
und durchzuführen.
Auf der Grundlage der vom Landesamt für Steuern und Finanzen vorgegebenen Aus-
wahlparameter wurde die maschinelle Steuerkontenumstellung ab März 2015 durch
das Landesrechenzentrum Steuern (LRZS) getestet - zunächst vorbereitend durch die
Verfahrensbetreuung und anschließend durch die Arbeitsvorbereitung unter Einbezie-
hung aller betroffenen Großrechner- und Datenbank-Verfahren.
Die maschinelle Umstellung der Steuerkonten wurde erstmalig mit neu geschaffenen
bundeseinheitlichen Programmen vorgenommen. Diese lösen Teile der bisherigen
sächsischen Programmlösungen und Verfahrensabläufe ab und bilden die Grundlage
für alle folgenden Finanzamtsfusionen. Somit bestand neben der eigentlichen Heraus-
forderung der maschinellen Verlagerung der Steuerkonten auch die zusätzliche Her-
ausforderung, langjährig erprobte Abläufe am Großrechner sowie in den Datenbank-
verfahren neu zu gestalten, zu testen und schließlich erfolgreich zum Einsatz zu
bringen.
Durch zahlreiche neue Verfahren, die seit der letzten Finanzamtsfusion im Jahre 2011
zwischenzeitlich in den Finanzämtern zum Einsatz kamen (z. B. die UNIFA-Wieder-
vorlage als elektronisches Wiedervorlagesystem und das VoSystem zur Bearbeitung
von Vollstreckungsfällen) mussten auch in diesem Bereich neue Programmlösungen
getestet oder zum Teil entwickelt werden.
Insgesamt wurden 6.922 Grunderwerbsteuerkonten verlagert. Diese erfolgreich durch-
geführte Kontenverlagerung bildet somit eine gute Ausgangsbasis für die Analyse und
Durchführung weiterer Maßnahmen im Rahmen der Standortkonzeption, die zwischen
80.000 und 120.000 Konten betreffen und innerhalb des LRZS jeweils hohen Abstim-
mungs-, Test und Arbeitsaufwand mit sich bringen.“
SESAM
Vorerfassung und Überprüfung mit SteuBel und CLAUDIA
Das Verfahren
SESAM (SteuerErklärungen Scannen, Archivieren und Maschinell be-
arbeiten)
besteht aus den
Teilprojekten SteuBel (Steuerliche Beleglesung)
und
CLAUDIA (Clearing von Steuererklärungsdaten, automatisiert und dialogunter-
stützt)
. Es übernimmt für die Veranlagungsbereiche der Finanzämter die Arbeits-
schritte der Vorwegerfassung der Daten und der Überprüfung der Steuererklärungsda-
ten anhand bereits gespeicherter Informationen.
SteuBel dient dabei der automatischen Erfassung von Papierdokumenten, dem Ausle-
sen und Bereitstellen von Daten sowie der Bereitstellung von Bildern (Images) der
Dokumente in elektronischer Form zur weiteren Verarbeitung und Archivierung. Das
Verfahren umfasst insbesondere folgende Funktionalitäten:
»
Scannen von Formularen und Belegen zu Steuererklärungen
»
Erzeugung und Bereitstellung von Images
»
Extraktion der relevanten Daten
»
Bereitstellung der verarbeitungsfähigen Daten

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68|
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
Die reine Datenerfassung wird u.a. ergänzt um die automatisierte Erzeugung be-
stimmter „Bearbeiterkennzahlen“, der Plausibilisierung von Werten inklusive Bildung
von spezifischen Hinweisen sowie der Bereitstellung der Ausgangsprodukte (elektroni-
sche Bilder mit Indexinformationen) für ein elektronisches Archiv.
Mit SteuBel und CLAUDIA ist es möglich, die Daten aus in Papierform eingegangenen
Steuererklärungen so aufzubereiten, dass die weitere Bearbeitung durch andere IT-
Verfahren (wie z. B. Risikomanagementsystem, Festsetzungsverfahren) unabhängig
von der Frage erfolgen kann, ob die Eingänge auf Papier oder elektronisch erfolgten.
Für das Scannen der Steuererklärungen in SteuBel wird ein Hochgeschwindigkeits-
und Hochleistungsscanner (Durchsatz: 140 Seiten pro Minute) eingesetzt. Die Verar-
beitung der gescannten Steuererklärungsdaten geschieht vollmaschinell, so dass die
Unterlagen spätestens zwei Arbeitstage nach abschließender Bearbeitung in SteuBel
am Finanzamt-Arbeitsplatz zu sehen sind. Diese Vollautomatisierung der Prozesse in
SteuBel bringt viele Vorteile.:
»
Erhöhung der Quote an Fällen, die nicht mehr personell
bearbeitet werden müssen
»
gleiche Verarbeitungsprozesse für elektronische und
für in Papierform eingereichte (eingescannte) Steuererklärungen
»
Erhöhung der Datenqualität, da die Bediensteten die Daten
nicht mehr selbst erfassen müssen
Nach den umfangreichen Planungen begann in Sachsen am 1. Dezember 2015 die Pi-
lotierung in der neu eingerichteten Scanstelle im Finanzamt Pirna. Die Finanzämter
Freital, Dresden-Nord und Bautzen nehmen ebenfalls an der Pilotierung teil.
Eingang der Steuererklärung:
Papier (schwarz) / Elster (grün)
Scannen
maschinelle Verarbeitung & Prüfung
(CLAUDIA, RMS)
soweit erforderlich personelle
Hinweisbearbeitung (EloSt)
Ergebnis: Steuerbescheid

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| 69
LANDESRECHENZENTRUM STEUERN
MOSS
Mini-One-Stop-Shop (MOSS)
Seit 1. Januar 2015 werden in der EU Umsätze aus Telekommunikationsleistungen,
Rundfunk- und Fernsehleistungen und auf elektronischem Weg erbrachte Leistungen
an Nichtunternehmer im Land des Verbrauchs besteuert.
Damit der EU-Unternehmer nicht in jedem der 28 EU-Staaten eine separate Umsatz-
steuererklärung abgeben muss, wurde das Verfahren MOSS eingeführt.
Wenn sich der EU-Unternehmer für dieses Verfahren freiwillig registriert, darf er seine
Umsatzsteuererklärung für diese Leistungen in seinem EU-Staat abgeben und die Da-
ten werden über eine zentrale Stelle (in Deutschland das Bundeszentralamt für Steu-
ern - BZSt) an den Staat weitergeleitet, in dem der nichtunternehmerische Leistungs-
empfänger seinen Wohnsitz hat, weil die Umsätze dort steuerpflichtig sind. Das
jeweils zuständige Finanzamt setzt die Umsetzsteuer dann fest und erhält die Um-
satzsteuerzahlungen auf demselben Weg über die zentrale Stelle.
In Deutschland ist die Zuständigkeit für die EU-Länder einzelnen Bundesländern zent-
ral zugewiesen. In Sachsen bearbeitet das Finanzamt Chemnitz-Süd die besonderen
USt-Erklärungen von Rumänien, der Slowakischen und der Tschechischen Republik.
Das Verfahren MOSS wurde in Sachsen stufenweise eingesetzt.
Am 9. Februar 2015 startete die Bearbeitung der MOSS-Registrierungen, die einmalig
von den Unternehmern für die Teilnahme an diesem Verfahren abgegeben werden
müssen. In Sachsen sind bis Ende 2015 ca. 700 Registrierungen eingegangen.
Ab 15. Juni 2015 konnten die MOSS-Erklärungen bearbeitet werden, die quartalsweise
eingehen.
Es handelt sich hierbei um ein sehr komplexes EDV-Verfahren, bei dem Abhängigkei-
ten zu mehr als zehn (!) anderen EDV-Verfahren bestehen. Vom BZSt werden sieben
verschiedene Datenarten geliefert, die teilweise auf unterschiedlichen Komponenten
im LRZS weiterverarbeitet werden. Weitere sieben Datenarten werden vom LRZS an
das BZSt zurückgeliefert, um einen Datenaustausch zu gewährleisten.
Die EU plant, dieses Verfahren künftig auch auf andere Lieferungen auszudehnen.
Ziel ist, eine Konzentration von Unternehmen in Ländern mit geringem Umsatzsteuer-
satz zu vermeiden und eine gleichmäßige Besteuerung in der EU zu gewährleisten.

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Organisation und Fachaufsicht
Die Organe des SID ergeben sich aus der Verwaltungsvorschrift der Sächsischen Staatsregierung über den Staatsbetrieb Sächsische
Informatik Dienste (VwV SID) vom 4. Dezember 2015 (SächsABl. 51/2015).
Am 1. September 2012 übernahm Herr Dr. Sebastian Kiebusch die Geschäftsführung des Staatsbetriebes.
Der Verwaltungsrat des SID setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Sächsischen Staatskanzlei sowie den beteiligten sächsischen
Staatsministerien. Im Jahr 2015 bildeten die folgenden Personen den Verwaltungsrat.
Thomas Popp
Leiter der Abteilung 1 der Sächsischen Staatskanzlei
Sibylle Ferkau-Permesang
Leiterin der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen
Robert Bey
Leiter der Abteilung 3 des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz
Matthias Hüchelheim
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
bis April
Jörg Schröder
Leiter der Abteilung 1 / ab Juni
Peter Salzmann
Leiter des Referates 12
des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz
Jochen Rest
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus
Dr. Ulrich Reusch
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
Peter Sondermann
Leiter der Abteilung 6 des Sächsischen Staatsministeriums des Innern

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Geschäftsführer
Dr. Sebastian Kiebusch
DR - 0351 20545 100
Unternehmensbereich 1
Zentrale Aufgaben
Uwe Korzen-Krüger
DR -
0351 20545 150
Unternehmensbereich 2
IT-Service
Fred Unnasch*)
DR -
0351 20545 217
Unternehmensbereich 3
IT-Lösungen
Bernd Marx
KM – 0351 3264 7300
Unternehmensbereich 4
IT-Betrieb
Peter Wirth
LW - 0351 3264 8400
Unternehmensbereich 5
Landesrechenzentrum
Steuern
Axel Geck
DS – 0351 8129 1000
Fachbereich 1.1
Kundenmanagement
Thomas Knüpfer
DR – 0351 20545 270
Fachbereich 1.2
Personal und
Organisation
Barbara Leibnitz
DR – 0351 20545 120
Fachbereich 1.4
Vergabestelle, Recht,
Lizenzen
Bernhard Fett
DR – 0351 20545 140
Fachbereich 1.3
Finanzmanagement
Dr. Christian Zischeck
DR – 0351 20545 110
Fachbereich 2.3
CERT
Uwe Hoppenz
DR – 0351 20545 210
Fachbereich 2.4
Projektmanagement
Fred Unnasch
DR – 0351 20545 217
Fachbereich 2.2
Client Service
Management
Jürgen W. Wiedling
DR – 0351 20545 130
Fachbereich 2.5
Leitstelle SVN
Jörg Schneider
DR – 0351 20545 200
Fachbereich 2.1
Service Desk, Operating
Kerstin Putzky
DG – 0351 3264 6610
Fachbereich 3.3
Fachverfahren
Landwirtschaft
Mirko Löschner
LW – 0351 3264 7430
Fachbereich 3.2
Fachverfahren Statistik
Gunter Lorenz
KM - 0351 3264 7320
Fachbereich 3.1
E-Government- und
Querschnittverfahren
Uwe Kaiser
DR – 0351 20545 260
Fachbereich 4.2
DB, UNIX und Mainframe
Hans-Ulrich Höhne
KM – 0351 3264 8330
Fachbereich 4.3
Verfahrensbetrieb
Renate Bachmann
DR – 0351 20545 220
Fachbereich 4.1
RZ-Infrastruktur und
MS-Systeme
Mario Winter
LW - 0351 3264 8410
Sachgebiet 5.3
Entwicklung, Betrieb
Dezentrale Verfahren
Manuela Krause
DS – 0351 8129 3000
Sachgebiet 5.4
Betrieb Produktion
Annett Schreiter
DS – 0351 8129 4000
Sachgebiet 5.2
Betrieb Zentrale Verfahren
Renate Volz
DS – 0351 8129 2000
Sachgebiet 5.5
Betrieb IT-Infrastruktur
Werner Fritsch-zur Mühlen
DS – 0351 8129 5000
Sachgebiet 5.1
Zentrale Dienste
Axel Geck
DS – 0351 8129 1000
Stabsstelle (S 1)
Konsolidierung, Architektur-
management
Bernhard Baier
DR – 0351 20545 250
Stabsstelle (S 2)
Öffentlichkeitsarbeit, Presse
Kati Rössel
DR - 0351 20545 102
Standorte:
DG
Dresden Glacisstraße
DR
Dresden Riesaer Straße
DS
Dresden Stauffenbergallee
KM
Kamenz
LW
Lichtenwalde
*) m. d. W. d. G. b.
Aufsicht durch das Sächsische
Staatsministerium der Finanzen
Stand: 30. November 2015
Hausanschrift:
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Tel.:
0351 20545-0
Fax:
0351 20545-109
Internet:
www.sid.sachsen.de
E-Mail:
poststelle@sid.sachsen.de
Stabsstelle (S 3)
Informationssicherheit/
Datenschutz
Jörg Brünner
DR - 0351 20545 103
Fachbereich 4.4
Betrieb und Verfahren
Polizei
Gert Grützner
DN – 0351 8501 5400

Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID)
Riesaer Straße 7 I 01129 Dresden
Postanschrift: Postfach 1185 I 01911 Kamenz
E-Mail: poststelle@sid.sachsen.de
Internet:
www.sid.sachsen.de
Redaktion:
Geschäftsführung SID
Gestaltung I Satz I Druck:
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Hauseigene Druckerei Kamenz
Redaktionsschluss:
Juli 2016
Fotos I Bilder:
Umschlag-Icons: © Artco - Fotolia.com
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Bezug:
Der Geschäftsbericht steht zum kostenlosen Download unter
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