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Geschäftsbericht 2013

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Inhalt
1. Vorwort des Geschäftsführers
2
2. Reorganisation des Staatsbetriebes
4
2.1 Neue Struktur
5
2.2 Bekannte Gesichter - neue Aufgaben
5
2.3 Standorte mit Sicherheit
8
2.4 Strategie 2016
10
2.5 Neue Internetpräsenz - neues Design
12
3. Die Geschäftsentwicklung 2013
14
3.1 Zentrale Aufgaben
16
Reorganisation 16 I Personalmanagement 17 I BGM 20
Finanzmanagement 20 I Vergaben 22 I Konsolidierung 23
3.2 IT-Service
24
Kundenmanagement 24 I Informationssicherheit 25
Projektmanagement 26 I Sächsisches Verwaltungsnetz 26 I Lync 27
3.3 IT-Lösungen
28
E-Government 28 I Fachverfahren Statistik 34
Ressortübergreifende Verfahren 35 I Fachverfahren Landwirtschaft 36
3.4 IT-Betrieb
38
fs.sachsen.de 38 I ZD_RegV 39 I MS Windows 7/Office 2010 40
Serverumstellungen 41 I Bundestagswahl 41 I E-Kabinett 42
eVA.SAX 43 I el_sta 44 I Druckerei 45 I IT für die Polizeiarbeit 46
3.5 Landesrechenzentrum Steuern
48
IT-Zentralisierung 48 I ELSTER 49 I E-Bilanz 49 I Markenhandbuch 50
KfZ-Steuer 50 I SEPA 50 I ELStAM 51 I RMS-FB 51
4. Organisation und Fachaufsicht
52

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2 |
1. Vorwort des Geschäftsführers
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2013 war für den seit nunmehr
sechs Jahren bestehenden Staatsbetrieb
Sächsische Informatik Dienste richtungs-
weisend. Für den SID war die Zeit reif, sich
für eine erfolgreiche Zukunft neu aufzu-
stellen. So haben wir zum 1. Januar 2013
eine funktionale und standortübergreifen-
de Stab-Linienstruktur eingenommen.
Da eine Neuausrichtung auch einer stra-
tegischen Positionierung bedarf, erarbei-
teten wir unter Einbeziehung aller Füh-
rungskräfte eine SID-Strategie 2016.
Die somit definierten Leitgedanken unse-
rer Arbeit sind neben dem nach wie vor
notwendigen Zusammenwachsen der ehe-
malig eigenständigen Rechenzentren und
der einhergehenden inneren Stärkung,
eine zunehmende Fokussierung unseres
Handelns und unserer Leistungen auf die
Kunden des SID. Die Konsolidierung der
sächsischen IT-Landschaft und die Koope-
ration mit anderen werden wir ebenso
weiter voran treiben.
Die sächsische Staatsverwaltung verfügt
mit dem SID über einen zukunftsorientiert
aufgestellten IT-Spezialisten, der ihr an-
gefangen von der Softwareentwicklung
über den Betrieb von Fachverfahren bis
hin zu infrastrukturellen IT-Dienstleistun-
gen kompetent zur Seite steht.

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Der vorliegende Geschäftsbericht zeigt,
dass trotz der umfassenden internen
Strukturänderung das Tagesgeschäft und
somit die Dienstleistungen für unsere
Kunden stets oberste Priorität hatten und
dies auch in Zukunft haben werden.
Neben der Schaffung von Grundvoraus-
setzungen eines professionell agierenden
IT-Dienstleisters, wie dem Aus- und Auf-
bau eines Kundenmanagements und eines
Projektmanagementbüros sowie der Ein-
führung der doppelten Buchführung, wur-
den vorallem im Betriebsbereich verschie-
denste Großprojekte für unsere Kunden
umgesetzt. So erfolgte beispielsweise die
Umstellung von ca. 2000 Arbeitsplätzen
im Umweltbereich und der Statistik auf
das Betriebssystem Windows 7 und die
Bürosoftware Office 2010 und ca. 6500
Finanzamtsarbeitsplätze wurden auf eine
zentrale Terminalserverfarm migriert.
Viele Trends in der Informationstechnolo-
gie begleiten wir konstruktiv: IT-gestützte
Vorgangsbearbeitung, Langzeitspeiche-
rung, elektronische Archivierung, SVN 2.0,
mobile Zugangstechnologien, neue Kom-
munikationsmöglichkeiten via MS Lync
und die Betreuung zahlreicher E-Govern-
ment-Basiskomponenten seien hier nur
stellvertretend genannt.
Die Landesverwaltung des Freistaates
Sachsen wird in den nächsten Jahren hin-
sichtlich der knappen Personalressourcen
auf große Herausforderungen treffen. So-
mit werden sich auch für den SID in Zu-
kunft immer wieder Korrekturen am ein-
geschlagenen Kurs ergeben. Wir haben im
zurückliegenden Geschäftsjahr bewiesen,
dass wir uns Neuerungen und notwendi-
gen Anpassungen gegenüber nicht ver-
schließen. Wir nutzen die Veränderungen
als Chance und Potential zur Weiterent-
wicklung. Es stehen uns spannende Zei-
ten bevor und sie können auch zukünftig
unserer Navigation vertrauen.
Mit diesem positiven Ausblick in die Zu-
kunft und der kurzen Zusammenfassung
des zurückliegenden, erfolgreichen Ge-
schäftsjahres bedanke ich mich recht
herzlich bei allen, die am Erfolg des SID
mitgewirkt haben.
Ganz besonderen Dank möchte ich unse-
ren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für
ihren engagierten Einsatz aussprechen.
Unseren Kunden danke ich für das Ver-
trauen und die erfolgreiche Zusammenar-
beit.
Dr. Sebastian Kiebusch
Geschäftsführer des SID

4 |
2. Reorganisation des Staatsbetriebes
D
as Jahr 2013 war im gesamten Staats-
betrieb Sächsische Informatik Dienste
geprägt von einer umfassenden Reorgani-
sation. Mit Begleitung des Sächsischen
Staatsministeriums der Justiz und für Eu-
ropa (SMJus) wurde ein intensiver Prozess
der Verwaltungsmodernisierung durchge-
führt. Seit der Gründung des SID im Jahre
2008 wurden die Rechenzentren in Ka-
menz, Dresden und Lichtenwalde ver-
gleichsweise unabhängig voneinander als
Niederlassungen betrieben. Diese Struktur
wurde in Frage gestellt und neue stand-
ortübergreifende Bereiche gebildet.
Ziele der Restrukturierung
Hauptziel der Restrukturierung des SID ist
die Fortführung der Konsolidierung und
der angestrebten Zentralisierung und
Standardisierung bestehender IT-Infra-
strukturen der sächsichen Landesverwal-
tung. Mit der Einnahme einer nach Funk-
tionen gegliederten Organisationsstruktur
besteht weiterhin die Chance der Hebung
von Synergien durch Beseitigung von De-
fiziten, wie z. B. die parallele Abwicklung
vergleichbarer Aufgaben, die Behinderung
standortübergreifender Lösungen oder die
Bildung von Kopfmonopolen.
Ablauf der Reorganisation
Zusammen mit dem SMJus entschied der
SID im August 2012 – orientiert am Gut-
achten der Unternehmensberatung
formi-
ta GmbH
– eine Neuausrichtung zu konzi-
pieren. Dieses Konzept wurde am 15.
November 2012 vorgelegt, geprüft und
anschließend bestätigt. Die Umsetzung
erfolgte zum 1. Januar 2013.
Als Ergebnis des Reorganisationskonzep-
tes entstand ein Organigramm, mit wel-
chem sich der SID funktional strukturiert
und standortübergreifend aufstellt. Den
bisherigen Niederlassungs-, Unterneh-
mens- und Fachbereichsleitern übertrug
man auch in der neuen Organisation eine
adäquate Verantwortung. Daraus resultie-
rend wurden die Aufgaben den neuen Or-
ganisationseinheiten zugeordnet und an-
schließend personell untersetzt.
Mit dieser schrittweisen Umsetzung der
Aufbauorganisation und ein darauf fol-
gendes Nachziehen der Ablauforganisati-
on war die Möglichkeit gegeben, Korrek-
turen im Hinblick auf die Zuordnung von
Aufgaben zu einzelnen Organisationsein-
heiten bzw. auch des dafür erforderlichen
Personals vorzunehmen. Als Besonderheit
ist die Überführung der ehemaligen Nie-
derlassung Dresden in den Fachbereich
4.4 Betrieb und Verfahren der Polizei zu
sehen. Die laufenden Abstimmungen zwi-
schen dem SMJus und dem Sächsischen
Staatsministerium des Innern zur ehema-
ligen Niederlassung Dresden konnten bis-
lang noch nicht zu einem endgültigen
Ergebnis geführt werden.
Die Personalvertretung des SID wurde am
gesamten Prozess der Reorganisation
stets beteiligt. Die Belegschaft wurde auf
den Betriebsversammlungen in 2012 und
2013, durch Schreiben der Geschäftsfüh-
rung sowie durch ihre Vorgesetzten über
den Ablauf und den Fortschritt der Reor-
ganisation regelmäßig informiert. Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SID
haben mit ihren individuellen Beiträgen
ein sehr großes Engagement bei der Um-
setzung der Reorganisation gezeigt, wel-
che eine große Herausforderung für jeden
Einzelnen darstellte, und so zum Gelingen
dieser wichtigen Maßnahme beigetragen.
Die Leistungserbringung gegenüber unse-
ren Kunden wurde während der Reorgani-
sation nicht beeinträchtigt.
Fazit
Nunmehr verfügt die Verwaltung des Frei-
staates Sachsen über einen zukunftsori-
entiert aufgestellten IT-Dienstleister. Der
SID stellt sich den Herausforderungen der
Zeit, kann auch in Zukunft immer stärker
auf neue Entwicklungen reagieren sowie
effizienzsteigernde Informationstechnolo-
gien einsetzen und anbieten.

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| 5
Beschaffung
Recht
Lizenzen
Client Service
Management,
Service Desk
E-Government- und
Querschnittsverfahren
Betrieb und
Verfahren Polizei
RZ-Infrastruktur
und MS-Systeme
Entwicklung, Betrieb
Dezentraler Verfahren
Betrieb
IT-Infrastruktur
Geschäftsführer
Öffentlichkeitsarbeit
Presse
Konsolidierung
Architekturmanagement
Innenrevision
Zentrale Aufgaben
IT-Service
IT-Lösungen
IT-Betrieb
LRZS
Kundenmanagement
Zentrale Dienste
Personal-
management
DB, UNIX und
Mainframe
IT-Sicherheit
Datenschutz
CERT
Fachverfahren
Statistik
Fachverfahren
Landwirtschaft
Betrieb Zentrale
Verfahren
Verfahrensbetrieb
Projektmanagement
Betrieb Produktion
Leitstelle SVN
Organisation
Finanzmanagement
2.1 Neue Struktur
2.2 Bekannte Gesichter - neue Aufgaben
Stabsstelle Konsolidierung, Architekturmanagement, Innenrevision
Die Stabsstelle verantwortet strategisch wichtige Projekte in den Bereichen IT-Konso-
lidierung und Optimierung im SID und berichtet direkt an die Geschäftsführung. Darü-
ber hinaus ist die Innenrevision in der Stabsstelle angesiedelt.
Bernhard Baier
Standort Dresden - Riesaer Straße
(
0351 - 20545 250
@ bernhard.baier@sid.sachsen.de
Uwe Korzen-Krüger
Standort Dresden - Riesaer Straße
(
0351 - 20545 150
@ uwe.korzenkrueger@sid.sachsen.de
Der Unternehmensbereich
Zentrale Aufgaben
Der Unternehmensbereich Zentrale Auf-
gaben unterstützt die anderen Unterneh-
mensbereiche des SID bei ihrer Aufgaben-
erfüllung im Auftrag der Kunden. Er
verantwortet somit die fachfremden und
fachbegleitenden Aufgaben. Das Aufga-
benspektrum umfasst dabei das
Finanz-
,
das
Personal-
und das
Organisationsma-
nagement
. Die
zentrale IT-Vergabestelle
führt für die vom SID verantworteten Ver-
fahren sowie im Auftrag der Kunden IT-
Vergabeverfahren bis hin zur Vorbereitung
des Vertrages durch.
Organigramm des SID in neuer Stab-Linien-Struktur - Stand 2013

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6 |
Der Unternehmensbereich IT-Lösungen
Für die erfolgreiche Durchführung von IT-Projekten bietet der Unternehmensbereich
IT-Lösungen
Beratung
,
IT-Konzeptionierung
,
Softwareentwicklung
,
Qualitätssicherung
und den
Betrieb von Verfahren
an. Im Fokus stehen das
E-Government und
die
Quer-
schnittsverfahren
sowie die
Fachverfahren der Statistik und Landwirtschaft
.
• Ob elektronische Informationsbereitstellung, Zahlung, Signatur und Verschlüsselung
oder Datenaustausch - für die Bereitstellung elektronischer Verwaltungsangebote
stehen den Behörden Sachsens die zentralen Basiskomponenten der E-Government-
Plattform zur Verfügung. Bei deren Einbindung und Nutzung bieten unsere Anwen-
dungsbetreuer staatlichen und kommunalen Nutzern Unterstützung.
• Der Fachbereich Fachverfahren Statistik unterstützt das Statistische Landesamt des
Freistaates Sachsen bei der Durchführung der amtlichen Statistik. Mehr als 239
EU- und Bundesstatistiken, 16 koordinierte Länderstatistiken und weitere speziel-
le sächsische Statistiken werden dabei bearbeitet. Ebenso werden programmtech-
nische Entwicklungen für die Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europa-
Wahlen im Freistaat Sachsen durchgeführt. Entwicklungsarbeiten für den
Kommunalen Finanzausgleich (FAG), das BAfög, Meister-BAföG und das Sächsische
Schulverwaltungssystem (SAXSVS) obliegen ebenfalls diesem Bereich.
Der Unternehmensbereich IT-Service
Jörg Schneider
Standort Dresden - Riesaer Straße
(
0351 - 20545 200
@ joerg.schneider@sid.sachsen.de
Bernd Marx
Standort Kamenz
(
03578 - 33 4000
@ bernd.marx@sid.sachsen.de
Im Unternehmensbereich IT-Service wird das Fundament für einen kundenorientierten
IT-Dienstleister für eine moderne Verwaltung im Freistaat Sachsen gelegt.
• Das
Kundenmanagement
ist mit der Erarbeitung von Standards für eine einheitli-
che Darstellung der Leistungen des SID befasst, schließt Leistungsvereinbarungen
mit den Kunden ab, betreut sie und stärkt die Beziehungen zu ihnen.
• Bei Fragen oder Störungen im Zusammenhang mit den Dienstleistungen des SID
nehmen die Nutzer Kontakt zu unseren Mitarbeitern des
Service Desk
auf. Auch
die operativen Aufgaben im täglichen Betrieb der Host-Verfahren werden hier
wahrgenommen. Weiterhin übernimmt unser
Client Service Management
die Be-
reitstellung und Pflege von Standard-Arbeitsplatzsystemen einschließlich der Pla-
nung und Umsetzung von Rahmenverträgen zu Hard- und Software.
• Der SID hat sich den Sicherheitsstandards des Bundesamtes für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI) verpflichtet. Die
Sicherheit
s-
und Datenschutz
aspekte
beziehen neben personenbezogenen Daten alle auf unseren Systemen verarbeiteten
und gespeicherten Daten mit ein. Um die IT-Systeme vor aktuellen Angriffen stän-
dig zu überwachen, wird ein Notfallteam „Computer Emergency Response Team
(CERT)“ unter Federführung des SID für die gesamte Landesverwaltung aufgebaut.
• Im eigenen
Projektmanagement
büro werden die in einer modernen IT-Landschaft zahlreich durchgeführten Projekte standar-
disiert gestaltet, sowie Kosten-, Termin- und Qualitätsziele überwacht. Dieser Service erlaubt IT-Projekte in Kooperation mit
allen Beteiligten zu planen, zu koordinieren und zu steuern.
• Die
Leitstelle Sächsisches Verwaltungsnetz (SVN)
ist Ansprechpartner für alle angeschlossenen Behörden und Einrichtungen.
Sie vertritt diese gegenüber den Betreibern des SVN, plant, entwickelt und überwacht Dienste und Infrastruktur und koordiniert
verwaltungsübergreifende Kommunikationsprojekte.
• Die IT-Systeme und IT-Verfahren des Fachbereiches Fachverfahren Landwirtschaft unterstützen die Behörden der sächsischen
Landwirtschaftsverwaltung bei den Aufgaben des Fördervollzuges - insbesondere der Fördermittelverwaltung für EU-Direkt-
zahlungen und der Förderung der Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Hierzu zählen Antragserfassung und
-prüfung, Fördermittelermittlung und -bewilligung, Auszahlung und Verbuchung sowie Berichterstattung an die EU.

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| 7
Der Unternehmensbereich Landesrechenzentrum Steuern
Der Unternehmensbereich Landesrechenzentrum Steuern (LRZS) fungiert als
Dienst-
leister der sächsischen Steuerverwaltung für Informations- und Kommunikations-
technik
. Er ist das
Rechenzentrum der sächsischen Finanzverwaltung
und als selb-
ständige Landesoberbehörde dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen
nachgeordnet. Derzeit werden 28 Finanzämter des Freistaates Sachsen mit ca. 6.500
Nutzern in der Datenverarbeitung unterstützt.
Die Software für die Steuerverfahren wird bundeseinheitlich entwickelt und den Re-
chenzentren der Länder zur Verfügung gestellt. Die erforderlichen länderspezifischen
Tests und die Verfahrenseinführung erfolgen im Landesrechenzentrum Steuern. Von hier
aus erfolgt auch die laufende Verfahrensbetreuung für die Anwender in den Finanzäm-
tern. Insgesamt werden ca. 150 Verfahren betreut, die der Festsetzung der Steuer bis
hin zur Erhebung der Steuereinnahmen dienen. Besondere Bedeutung gewinnen Risi-
komanagementverfahren, die zu einer weitgehend vollautomatisierten Bearbeitung im
Finanzamt beitragen. Darüber hinaus wird die elektronische Kommunikation mit dem
Bürger stetig ausgebaut.
Neben den Steuerverfahren betreibt das Landesrechenzentrum Steuern das maschinel-
le Bezügeabrechnungsverfahren KIDICAP und übernimmt Druck- und Kuvertierleistun-
gen aus dem Kassenbuchführungsverfahren.
Mit dem erfolgreichen Betrieb von IT ist ein eigener Unternehmensbereich beauftragt.
Ihm obliegt die Betreuung der gesamten
Infrastruktur, Netze und Speicher, Betriebs-
systeme, Datenbanken
und
Basisdienste
bis hin zum
Verfahrensbetrieb
.
• Der Unternehmensbereich ist verantwortlich für den Betrieb der Rechenzentren,
die Überwachung der Hardwarekomponenten, LAN, SVN-Anschluss sowie den Be-
trieb zentraler Firewallsysteme, Mainframe, Gateways, Proxy und Storage.
• Die Aufgaben des Unternehmensbereiches erstrecken sich weiterhin auf den Betrieb
von Virtualisierungsplattformen, Betriebssystemen, Basisdiensten und Datenbank-
servern. Weiterhin werden Clientbuilds entwickelt und gepflegt sowie komplexe
Entwicklungs-, Test- und Produktivstrukturen bereitgestellt.
• Der Verfahrensbetrieb pflegt alle notwendigen Komponenten der IT-Infrastruktur
und der Verfahrenssoftware und behebt Betriebsstörungen. Ziel ist es, die Verfüg-
barkeit von IT-Verfahren gemäß den abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen
sicherzustellen. Zu den wesentlichen Verfahren gehören bspw. die Fördermittelda-
tendank, die elektronische Vorgangsbearbeitung, das sächsische Schulverwaltungs-
system, die Sozialverfahren, der Betrieb des BAföG und des Meister-BAföG oder die
statistischen Verfahren. Auch die IT-seitige Durchführung von Wahlen im Freistaat
Sachsen liegen im Verantwortungsbereich.
Der Unternehmensbereich IT-Betrieb
Peter Wirth
Standort Lichtenwalde
(
0351 - 3264 8400
@ peter.wirth@sid.sachsen.de
Axel Geck
Standort Dresden - Stauffenbergallee
(
0351 - 8129 100
@ axel.geck@rz.smf.sachsen.de
• Der Unternehmensbereich verantwortet auch den
Betrieb und
die
Verfahren der Polizei
. Dies umfasst die laufende Bereitstellung
aller geräteseitigen Voraussetzungen, die Pflege notwendiger Betriebssysteme sowie mittelbar benötigter Software wie auch die
Kundenbetreuung im Zusammenspiel mit polizeilichen Fachkräften.
Zudem wird die gesamte IT-Infrastruktur der sächsischen Steuerverwaltung betreut. Im Jahre 2013 wurde der vollständige Umbau
auf eine moderne Terminalservertechnologie abgeschlossen. Somit werden sämtliche Anwendungen der Finanzamtsarbeitsplätze
durch den Unternehmensbereich SID-LRZS zentral bereitgestellt.

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8 |
2.3 Standorte mit Sicherheit
Standort Lichtenwalde
*
August-Bebel-Straße 46b
09577 Niederwiesa OT Lichtenwalde
(
0351 - 32 64 54 71
@
poststelle.nll@sid.sachsen.de
Standort Dresden - Geschäftsstelle
*
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
(
0351 - 20 54 50
@
poststelle@sid.sachsen.de
© SMJus
© SMJus
Kamenz
Dresden
Lichtenwalde
Auch nach der Umstrukturierung des SID in eine Stab-Linien-Organisation finden unsere Kunden wie gewohnt vor Ort Ihre kompe-
tenten Ansprechpartner.

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| 9
Standort Dresden - Polizei
*
Neuländer Straße 60
01129 Dresden
(
0351 - 85 01 52 01
@
gssid@polizei.sachsen.de
Standort Dresden -
Landesrechenzentrum Steuern
*
Stauffenbergallee 2
01099 Dresden
(
0351 - 8 12 91 00
@
poststelle@rz.smf.sachsen.de
Standort Kamenz
*
Garnisonsplatz 13
01917 Kamenz
(
03578 - 33 40 01
@
poststelle.nlkm@sid.sachsen.de
© LRZS
© LKA Sachsen

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10 |
2.4 Strategie 2016
Ein innerlich starker und kundenorientierter IT-Dienstleister für den Freistaat Sachsen!
Wir haben zur Erarbeitung unserer Strategie 2016 alle Unternehmens- und Fachbereichsleiter des SID im Rahmen einer mehrtägigen
Klausurtagung direkt einbezogen und gemeinsam engagiert um die Inhalte und den Weg gerungen. Mit der entstandenen strategi-
schen Positionierung des SID wollen wir unseren Leitgedanken ein Stück weiter entgegen gehen. Sie wird uns Orientierung für die
nächsten Jahre geben und soll jährlich fortgeschrieben werden.
Die Ausrichtung des SID für die nächsten Jahre lässt sich in folgenden Hauptpunkten zusammenfassen.
»
Den Weg der inneren Stärkung weitergehen
»
Unsere Kundenorientierung ausbauen
»
Unsere Leistungen stärken
»
IT-Konsolidierung und die Kooperation mit anderen weiter betreiben
Weil die Ressourcen des SID nicht für alle Vorhaben gleichzeitig ausreichen, haben wir die folgenden strategischen Themen unter-
schiedlich priorisiert. Höchste Prorität haben aber nach wie vor unsere täglichen Dienstleistungen für unsere Kunden, die wir wei-
terhin mit größter Sorgfalt erbringen werden.
IT-Konsolidierung und die Kooperation mit anderen weiter betreiben
»
Zentrale Verfahren / Schwerpunktplattformen
»
Neues Rechenzentrum
»
Entwickung des IBM System z
»
SID als zentrale IT-Beschaffungsstelle des Freistaates
»
Forschungsprojekte
Unsere Leistungen stärken
»
Softwareentwicklung strategischer Kundenverfahren
»
SVN 2.0
»
Client-Management mit Mobile-Device-Service
»
Asset (Lizenz) Management
»
Informationssicherheit
»
IT-Architekturmanagement
»
FS-Domain
Unsere Kundenorientierung ausbauen
»
Stärkung des Kundenmanagements
»
Ausbau eines zentralen Service Desks
»
Leistungsvereinbarungen mit ausreichender
Kostendeckung
Den Weg der inneren Stärkung weitergehen
»
Ausbau unserer ITIL-Prozesse
»
Abbau redundanter Leistungserbringungen
»
Durchsetzung von Abweichungen zur VwV-Kostenfestlegung

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Im Rahmen des Konzeptionsforums wurden insgesamt 19 The-
men priorisiert, dabei erhielten sieben Themen die Priorität A.
In Priorität B wurden acht Themen eingestuft und weitere vier
Themen werden zukünftig begleitend behandelt.
Im Analyseforum des zweiten Tages analysierten die Teilnehmer
die benannten Themen nun eingehend kritisch bezüglich einer
realisierbaren Umsetzbarkeit.
An diesem Tag wurden zunächst für die Konzipierung einer Zu-
kunftsstrategie kreative Ideen gesucht. In fünf Gruppen bear-
beiteten und diskutierten die Führungskräfte eine Fülle an The-
men. Die Gruppenergebnisse wurden anschließend im Plenum
vorgestellt, diskutiert und qualitätsgesichert.
IDEENFORUM
28. Mai 2013
Stab, Unternehmensbereichsleiter & Fachbereichsleiter
ANALYSEFORUM
29. Mai 2013
Stab, Unternehmensbereichsleiter & Fachbereichsleiter
KONZEPTIONSFORUM
29. & 30. Mai 2013
Stab & Unternehmensbereichsleiter
Zum Abschluss wurden die Themen Vertretern der Fachaufsicht
und des Gesamtpersonalrates präsentiert. Von beiden Seiten
erfuhr die Tagung und deren Ergebnisse Anerkennung und Zu-
sicherung von Unterstützung bei der Umsetzung.
PRÄSENTATIONSFORUM
31. Mai 2013
Stab, Unternehmensbereichsleiter, Vertreter des
Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Europa
& Vertreter des Gesamtpersonalrates
Klausurtagung der Führungskräfte im Mai 2013 in Meißen

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12 |
„Nebenprodukt“ der neuen Homepage ist ein komplett neues Design, mit dem der SID sich auch außerhalb des Internets professio-
nell präsentieren und einen Wiedererkennungswert erlangen kann. Bestes Beispiel ist der Ihnen hiermit vorliegende Geschäftsbericht.
Entschieden wurde sich für die beiden komplementären Hauptfarben Petrol und Orange.
Sie symbolisieren sehr gut die Gegensätze Technik - Mensch / Kälte - Wärme.
Weiterhin wurde der folgende Claim entwickelt, der den Kerngedanken der Arbeit des SID prägnant wiedergibt.
2.5 Neue Internetpräsenz - neues Design
Neue Inhalte - neue Farben - neue Qualität in der Öffentlichkeitsarbeit
Um dem reorganisierten Staatsbetrieb auch nach außen hin ein neues Gesicht zu geben, wurde in Zusammenarbeit mit der Firma
Sandstein Neue Medien
die Internetpräsenz des SID neu konzipiert, strukturiert, gestaltet und mit Inhalten gefüllt.
Zur Erarbeitung der Grundstruktur wurden alle Fachbereiche des SID in Form von Workshops mit einbezogen.
Ziel war es, eine Präsentation unserer Leistungen und Produkte - weg von der Organisationsstruktur - zu gestalten.
Entstanden sind so die folgenden Hauptpunkte:
Das Grundgerüst und die initialen Befüllungen der Seiten sind erfolgt und wurden positiv angenommen. Die Außenwirkung des SID
hat sich dadurch bereits verbessert. Die Mitarbeiterinnen der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit sorgen nun u.a. für ein Weiterentwickeln
und Aktualisieren der Internetpräsenz.
www.sid.sachsen.de
SID
IT-Spezialist für die
moderne Verwaltung
ORANGE
PETROL

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14 |
Geschäftsentwicklung
Finanzmanagement
Vergaben
Informationssicherheit
Projektmanagement
Lync
E-Government
Landwirtschaft
fs.sachsen.de
ZD_RegV
Bundestagswahl
E-Kabinett
el_sta
Druckerei
Polizei
Zentralisierung
ELSTER
KfZ-Steuer
SEPA
RMS-FB
ELStAM

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Geschäftsentwicklung 2013
Reorganisation
Personalmanagement
Finanzmanagement
BGM
Kundenmanagement
Informationssicherheit
SVN
E-Government
Statistik
Verfahren
Landwirtschaft
Windows 7
Office 2010
Serverumstellungen
eVA.SAX
Zentralisierung
E-Bilanz
ELStAM

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16 |
3.1 Zentrale Aufgaben
Die Aktivitäten des Fachbereiches Organisation verstanden sich im Jahr 2013 aus-
schließlich als flankierende Maßnahmen zur Restrukturierung des SID.
Planung
Die ersten zwei Phasenpläne zur Vorbereitung der Einnahme der neuen Organisations-
struktur wurden im Jahr 2012 erstellt. Der dritte Phasenplan bestand aus einem Teil 1,
welcher die Entwicklung der Unternehmensbereiche (UB) 1 bis 3 und des Fachbereiches
(FB) 4.3 umfasste, sowie aus dem Teil 2, der speziell auf die FB 4.1 mit Infrastruktur-
aufgaben und 4.2 mit Betriebsaufgaben abzielte. Diese dritte Phase im strukturierten
Übergang in die neue Organisationsstruktur verlief bis April 2013.
Durchführung
Die Reorganisationsmaßnahmen sollten die Leistungserbringung für unsere Kunden
nicht beeinträchtigen. Dies wurde durch eine langgezogene Umsetzungsphase erreicht.
Am 1. Januar 2013 wurde die neu konzipierte Struktur des SID grundsätzlich eingenom-
men. Zum 1. April 2013 wurde die Aufteilung der Betriebsbereiche an den Standorten
Kamenz und Lichtenwalde und deren Überführung in die beiden neuen FB 4.1 RZ Struk-
tur und MS-Systeme sowie 4.2 DB, UNIX und Mainframe vollzogen.
Ende Februar und Anfang April fanden mit externer Unterstützung Workshops für die
Führungskräfte statt. Sie dienten dem Aufzeigen und Beseitigen von entstandenen
Spannungsfeldern. So wurde der Prozess der Beschreibung von „Fachbereichsfremden“
Aufgaben aufgesetzt und an der Abgabe dieser Aufgaben an die Zielbereiche einschließ-
lich des notwendigen Knowhow-Transfers gearbeitet.
Im 3. Quartal wurden nochmals Gespräche mit den Führungskräften zur Bewältigung
der Reorganisationsprozesse geführt. Die daraus resultierenden Abstimmergebnisse
finden ihren Niederschlag in einer angepassten Aufgabenzuweisung im SID.
Darüber hinaus wurde im September 2013 begonnen, den Zuschnitt der Aufgaben- und
Personalzuordnung der gebildeten Organisationseinheiten auf den Prüfstand zu stellen.
Mit diesem Review-Prozess wurde der erreichte Stand der Reorganisation verifiziert und
die Nachhaltigkeit der umgesetzten Maßnahmen gesichert. Insbesondere betraf dies
die UB 1-Zentrale Aufgaben und 2-IT-Service. Dabei wurde in der Konsequenz die Not-
wendigkeit gesehen, den FB 2.2 Client Service Management, Service Desk in 2 Fachbe-
reiche aufzuteilen. In der Folge wurde entschieden zum 1. Januar 2014 den FB 2.1
Kundenmanagement in den UB 1 umzusortieren und den FB 1.3 Organisation als eigen-
ständigen Fachbereich aufzulösen.
Reorganisation
Die Restrukturierung des SID
Maßnahmen
Zeit
01. Januar
01. April
Februar & April
31. Dezember
Stab-Linien-
Organisation
Workshops
Führungskräfte
Neuaufstellung
FB 4.1 & 4.2
Zuordnung
verbleibender
Aufgaben

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Personalmanagement
Personalbestand
Im SID waren im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich 144 Beamte und 300 Beschäf-
tigte - davon 106 Beamte und 38 Beschäftigte im Landesrechenzentrum Steuern -
tätig. Die Zuständigkeiten der Personalverwaltung blieben gegenüber dem Vorjahr
unverändert. Die Beamten und Beschäftigten des Standortes Dresden Neuländer Straße
waren nach wie vor zum SID abgeordnet - deren Personalverwaltung oblag weiterhin
dem Polizeiverwaltungsamt bzw. dem Sächsischen Staatsministerium des Innern -
Referat 35.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 stellte sich die Mitarbeiterstruktur des Staatsbe-
triebes Sächsische Informatik Dienste wie folgt dar.
Beamte/Beschäftigte*
Unternehmensbereich
Geschäfts-
führung**
Gesamt
1
2
3
4
5
höherer Dienst
6
8
19
10
1
9
53
gehobener Dienst
16
22
53
114
93
3
301
mittlerer Dienst
13
7
4
16
46
1
87
einfacher Dienst
2
-
-
-
4
-
6
Gesamt
37
37
76
140
145
12
447
Stand: 31. 12. 2013
* Alle Bediensteten, einschließlich Auszubildende, Anwärter und Beamte der Aufstiegsfortbildung.
Bedienstete, die Aufgaben aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen in Personalunion wahrnehmen,
werden nur einem Unternehmensbereich zugeordnet.
** Stab und Unternehmensbereichsleiter
Begleitende Einzelmaßnahmen
Neben der Absicherung des normalen Dienstbetriebes und der organisatorischen Be-
gleitung zahlreicher Baumaßnahmen bestand der Bedarf an einer Vielzahl zu klärender
Einzelmaßnahmen durch den Fachbereich Organisation, so
»
erfolgte eine umfassende Anpassung von Hausverfügungen;
»
wurden die Workflows zur standortübergreifenden Beantragung und
Genehmigung von Urlaub und Dienstreisen neu gestaltet;
»
erfolgte die Anpassung einer Kostenstellenstruktur an die neuen
Struktureinheiten;
»
erfolgte die Erstellung einer ersten Version eines Aufgabenverteilungsplans
als Vorversion zu einem Geschäftsverteilungsplan des SID.
Stellenausschreibungen
Im Kontext der Reorganisation wurde mit der Ausschreibung von Stellen begonnen. Es
konnte bspw. aufgrund von internen Umsetzungen das Kundenmanagement durch die
Zuordnung von 2,6 Vollzeitäquivalenten gestärkt werden. Die Besetzung von Aufga-
benbereichen, die nicht unmittelbar IT-bezogen waren, wurde anfangs nachrangig be-
trachtet. Das galt insbesondere für die Aufgabenfelder Innenrevision und Controlling.
Fazit
Die konzeptionelle Herangehensweise an die Reorganisation des SID mittels Umsetzung
in vielen Einzelschritten hat sich als grundsätzlich richtig erwiesen. Mit der Einnahme
der Stab-Linien-Organisation zum 1. Januar 2013 wurde eine grundlegende Basis für
die Neuausrichtung des SID gelegt. Aufgrund der Komplexität wurde der Aufstellung
der Betriebsbereiche ein größerer Zeitraum eingeräumt. Als vorläufig letzter Schritt in
der neuen Aufbauorganisation des SID steht die Entscheidung zur Einbeziehung der
ehemaligen Niederlassung Dresden (FB 4.4) noch aus.

18 |
141
150
152
152
147
144
288
296
300
298
300
300
0
100
200
300
400
500
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Personalentwicklung 2008 bis 2013
Beschäftigte
Beamte
Der SID konnte 2013 insgesamt 35 neue Mitarbeiter gewinnen, 41 Mitarbeiter haben
ihn verlassen. Folgende personelle Veränderungen waren im Detail zu verzeichnen.
Personalentwicklung
Im Haushaltsjahr 2013 wurden zwei kw-Vermerke erbracht.
Die Personalentwicklung seit der Gründung des Staatsbetriebes nahm den folgenden
Verlauf.
In der Aufbauphase des SID konnte ein leichter Personalzuwachs verzeichnet werden.
Bis Ende 2010 ist der Personalbestand des SID um elf Beamte und zwölf Beschäftigte
gewachsen. In den Jahren 2011 bis 2013 sind die Personalzahlen wieder geringfügig
gesunken.
Die Altersstruktur des SID
und der Behörden des öffentlichen Dienstes des Freistaates
Sachsen sind in der nachfolgenden Abbildung gegenübergestellt.
Zugänge
Abgänge
Beamte
Beschäftigte
Auszubildende
Praktikanten
Beamte
Beschäftigte
Auszubildende
Praktikanten
7
25
1
2
11
25
3
2
20,80%
8,20%
0%
5%
10%
15%
20%
25%
SID
Freistaat Sachsen (Quelle: Statistischer Bericht LIII2-j/11)
Alter von-bis

| 19
Die Ermöglichung eines hohen Niveaus an beruflicher Qualifizierung, insbesondere un-
ter dem Aspekt des schnellen technischen Wandels, ist dem SID ein zentrales Anliegen.
So nahmen die Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2013 insgesamt an 328 Fortbildungsver-
anstaltungen teil. Dabei wurden an der Akademie für öffentliche Verwaltung des Frei-
staates Sachsen (AVS) die meisten Fortbildungen im Bereich der allgemeinen Verwaltung
(241 Mitarbeiter, 130 Seminare) und IT (111 Mitarbeiter, 61 Seminare) realisiert.
Bei externen Anbietern konnte der SID 34 Verwaltungsfortbildungen für 41 Mitarbeiter
und 94 IT-Fortbildungen für 193 Mitarbeiter ermöglichen. Im Rahmen von Inhouse-
Schulungen wurden vier Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Verwaltung für 40
Mitarbeiter sowie fünf IT-Fortbildungen für 33 Mitarbeiter durchgeführt.
Im Rahmen der Aufstiegsfortbildung hat eine Beamtin am Aufstieg vom mittleren in
den gehobenen Dienst teilgenommen. Die Aufstiegsfortbildung vom gehobenen in den
höheren Dienst wurde von einem weiteren Beamten erfolgreich absolviert.
Im Jahr 2013 konnte ein neues Ausbildungsverhältnis im SID-LRZS ermöglicht werden.
Die bestehenden Ausbildungsverhältnisse wurden erfolgreich weitergeführt. Der SID
betreute durchschnittlich fünf Auszubildende (davon zwei im LRZS) in den Fachrich-
tungen Fachinformatiker Systemintegration und Fachinformatiker Anwendungsentwick-
lung. Drei Auszubildende haben ihr Ausbildungsverhältnis erfolgreich absolviert. Einer
Auszubildenden konnte ein einjährig befristeter Vertrag angeboten werden. Ein Auszu-
bildender des Standortes Riesaer Straße wurde im SID-LRZS eingestellt.
Der SID ermöglichte einem Studenten der Hochschule der sächsischen Polizei sein Prak-
tikum am Standort Dresden Neuländer Straße zu absolvieren. Im Rahmen der Berufs-
schulausbildung konnte ein Praktikumsplatz am Standort Dresden Riesaer Straße ver-
geben werden.
Fortbildung
Ausbildung
97
11
20
52
29
26
144
100
21
141
11
7
0
50
100
150
200
250
Verwaltung
IT
AVS
Extern
Inhouse
Beschäftigte
Beamte
Verwaltung
IT
Verwaltung
IT
Fortbildungsart
Der SID verliert in den nächsten zehn Jahren fast 30% seiner Mitarbeiter. Prozentual
wird er mehr Personal durch Eintritt in den Ruhestand verlieren als die Landesverwal-
tung. Dies geht mit einem immensen Wissensverlust im IT-Bereich einher. Umso wich-
tiger ist es, rechtzeitig dem kommenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und den
SID mit entsprechendem Personal auszustatten.

image
image
image
20 |
Im Jahr 2013 wurde das Projekt der systematischen und ganzheitlichen Einführung
eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gestartet. Unter dem Motto
„gesund miteinander - miteinander gesund - BGM im SID“
sollen die Ziele, wie
Schaffung guter Arbeitsbedingungen zur Förderung der Lebensqualität am Arbeitsplatz
und die Stärkung der persönlichen Ressourcen der Bediensteten umgesetzt werden.
Das betriebliche Gesundheitsmanagement verbindet als ganzheitlicher Ansatz die Ver-
haltens-, Verhältnis- und Systemprävention miteinander.
Im Rahmen der
Verhaltensprävention
soll das individuelle Verhalten jedes Einzelnen
angesprochen werden, um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie die
damit verbundene Lebensqualität zu verbessern. Dagegen ist die Schaffung gesund-
heitsförderlicher Verhältnisse am Arbeitsplatz Aufgabe der
Verhältnisprävention
. Wird
zusätzlich noch die Unternehmenskultur innerhalb der Organisation ausgestaltet, wer-
den im Rahmen der
Systemprävention
gesundheitsförderliche Bedingungen hergestellt.
Erste Aktionen im Projekt in 2013 waren Aktionstage unter dem Motto „Starker Rücken“
an den Standorten Dresden und Lichtenwalde sowie Angebote zur Physiotherapie am
Standort Kamenz. Weiterhin wurden Möglichkeiten zur Blutspende gegeben.
BGM
Projekt Betriebliches Gesundheitsmanagement
GESUND
MITEINANDER
MITEINANDER
GESUND
BGM
im SID
Finanzmanagement
Neues Steuerungsmodell (NSM)
Mit dem Kabinettsbeschluss vom 8. Juli 2008 wurde die Umsetzung des Neuen Steue-
rungsmodells (NSM) in der Sächsischen Staatsverwaltung beschlossen. Staatsbetriebe
im Sinne des § 26 SäHO haben gemäß § 74 SäHO nach der kaufmännischen doppelten
Buchführung zu buchen, eine Kosten- und Leistungsrechnung zu führen sowie eine
betriebswirtschaftliche Ergebnissteuerung und -kontrolle sicherzustellen. Der SID hat
als Staatsbetrieb die Doppik gemäß NSM-Audit in Verbindung mit der VwV-NSM nach
den Vorgaben des NSM-Rahmenhandbuches des Freistaates Sachsen mit Ablauf der
Ausnahmeregelung gem. § 74 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2 SäHO zum 1. Januar 2013
eingeführt.
Im Rahmen des NSM-Projektes wurden die Fachkonzepte umgesetzt und die notwen-
dige ERP-Software (Enterprice Resource Planning) Agresso Business World (ABW) der
Firma Unit4 eingeführt und an das Kassenbuchungsverfahren der Hauptkasse des Frei-
staates Sachsen angebunden.
Die Schnittstellen an die weiteren anzubindenden Systeme,
»
wie die Aufwandsfassung (AWE) für die Kostenrechnung,
»
das System X-Finanz für die Rechnungsstellung des SVN
(> siehe Seite 26)
»
und das System Kidicap für Bezügeverfahren
sind eingerichtet und getestet worden.
Mit Unterstützung des bestellten Wirtschaftsprüfers wurde die bislang (Stand
30.05.2014) nicht testierte Eröffnungsbilanz im März 2014 fertiggestellt. Darauf auf-
bauend ist nun eine Kostenrechnung auf Basis der Daten des Jahres 2013 möglich.
Neues Steuerungsmodell
ERP-Software
(Agresso von Unit4,
Betrieb durch ekom21)
Abschluss Rahmen-
vertrag für sächsische
Einrichtungen
+ Leistungsabrechnung
Buchung über
die Hauptkasse
ab Januar 2013
von Kameralistik
zur Doppik

| 21
Eröffnungsbilanz
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.132.041,25 €
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
1.132.041,25 €
II. Sachanlagen
4.081.408,31 €
3. Technische Anlagen und Maschinen
2.361.264,54 €
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.720.143,77 €
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
751.623,73 €
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
751.623,73 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
974.010,22 €
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
787.495,75 €
4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen
mit Beteiligungsverhältnis
518,28 €
6. sonstige Vermögensgegenstände
185.996,19 €
IV. Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten
3.596.033,28 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1.505.746,56 €
Bilanzsummer AKTIVA
12.040.863,35 €
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Nettoposition
2.398.210,27 €
B. Sonderposten für Investitionen
5.213.449,56 €
C. Rückstellungen
3.369.373,66 €
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnl. Verpflichtungen
529.000,00 €
3. Sonstige Rückstellungen
2.840.373,66 €
D. Verbindlichkeiten
1.059.829,86 €
6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
786.450,46 €
7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis
201.769,91 €
9. Sonstige Verbindlichkeiten
71.609,49 €
Bilanzsumme PASSIVA
12.040.863,35 €
Der Buchwert des Anlagevermögens in Höhe von 5,2 Mio. € ist aus unserer Sicht für
einen modernen IT-Dienstleister sehr niedrig. Bislang ist es dem SID weder gestattet
Rücklagen oder Rückstellungen aufzubauen, noch ist dieser mit Eigenkapital ausgestat-
tet worden, noch darf dieser sich am Kapitalmarkt finanzieren (oder bei der Hauptkas-
se überjährig ein Minus aufbauen) .
Der SID ist seiner Pflicht zur Einführung der Doppik und Kostenrechnung pünktlich
nachgekommen, jedoch ist gegenüber den meisten Kunden nach wie vor kameral ab-
zurechnen. Das heißt, es werden ausschließlich die Ausgaben den Kunden in Rechnung
gestellt, die beim SID auch tatsächlich zu einem Geldabfluss geführt haben.
Dies hat zur Folge, dass das Finanzmanagement derzeit doppelte Arbeit leistet. Die
Anforderungen, die aus der Doppik auf der einen und der Kameralistik auf der anderen
Seite resultieren, lassen sich schwer unter einen Hut bringen.

22 |
Im Zuge der Reorganisation des SID wurde zum 1. Januar 2013 der Fachbereich 1.4 -
Beschaffung, Recht, Lizenzen - neu gebildet. Den Schwerpunkt der Arbeit des Fachbe-
reiches bilden die Aufgaben der zentralen IT-Vergabestelle. Die Vergabestelle beschafft
für alle im Kundenauftrag durch den SID betriebenen Verfahren die benötigte Hardware,
Software sowie Dienstleistungen. Über die Beschaffung für den SID-eigenen Bedarf
hinaus obliegt ihr gemäß Ziffer II Nr. 1 Satz 2 Buchst. c VwV SID die zentrale IT-Be-
schaffung auch für andere Behörden und Einrichtungen des Freistaates Sachsen. Im
Rahmen dieser Aufgabe schließt die Vergabestelle Rahmenverträge, aus denen die Be-
hörden der Staatsverwaltung IT-Produkte abrufen können oder übernimmt die Durch-
führung von Vergabeverfahren im Auftrag anderer Behörden des Freistaates Sachsen.
Im Haushaltsjahr 2013 erteilte der SID etwa 650 Aufträge mit einem Gesamtvolumen
von etwa 32,2 Millionen EUR (brutto). Hiervon entfielen 16 Aufträge auf EU-weite
Vergabeverfahren mit einem Gesamtvolumen von 22,2 Millionen EUR. Auf SID-eigene
Vergaben (einschließlich Landesrechenzentrum Steuern) entfiel davon ein Auftragsvo-
lumen von ca. 20,7 Millionen EUR (brutto), dem in 11 Fällen (ca. 10,5 Millionen EUR
brutto) ein europaweites Vergabeverfahren vorausgegangen war.
Vergaben
Bilanz im Vergabewesen
Aufteilung des Gesamtauftragswertes aller
Aufträge auf einzelne Vergabearten
Aufteilung der Gesamtanzahl aller Aufträge
auf einzelne Vergabearten
Öffentliche Ausschreibung
Beschränkte Ausschreibung
Freihändige Vergabe
Offenes Verfahren
Nicht offenes Verfahren
Verhandlungsverfahren
600
4
27
5
3
8
Mio.
9,5
10,5
7,6
2,2
0,2
2,2
Aufteilung der Gesamtanzahl der Ausschreibungen nach Auftraggeber
SID-eigene Ausschreibungen
Ausschreibungen für
andere sächsische Behörden
Rahmenvertrag zum Abruf
durch alle Behörden
37
9
1
Das Angebot der Vergabestelle, für andere Behörden IT-Vergabeverfahren durchzufüh-
ren, wurde im Jahr 2013 in neun Fällen genutzt. Dabei wurden insgesamt vier EU-
weite Vergabeverfahren und fünf nationale Vergabeverfahren mit einem Gesamtvolumen
von ca. 11,5 Millionen EUR (brutto) durchgeführt.
Nachprüfungsverfahren gem. § 8 Abs. 2 SächsVergabeG vor der Nachprüfungsbehörde
oder gemäß § 107 GWB vor der 1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen waren
ebenso wie Beschwerdeverfahren am Oberlandesgericht Dresden nicht anhängig.

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| 23
Im Jahr 2013 wurden die im Vorjahr begonnenen Projekte zur Steuerung der zentralen
IT-Beschaffung fortgesetzt. Im Projekt zur Einführung einer eVergabe-Software wurden
in einem ersten Projektschwerpunkt die Geschäftsprozesse der Vergabestelle als Grund-
lage für die Anforderungen an ein Vergabemanagementsystem beschrieben. Den zwei-
ten Schwerpunkt bildete die Untersuchung der Erfahrungen anderer Behörden bei der
Einführung der als Landeslizenz vorhandenen Software „AI-Vergabemanager“ im Lich-
te der Anforderungen des SID. Bis zum Jahresende 2014 soll die Beschaffung einer
Softwarelösung - ggf. nach Neuausrichtung des Projektes anhand der dabei gewonne-
nen Erkenntnisse - abgeschlossen sein. Die Einbindung einer SID-weiten Vertragsüber-
sicht an die bereits eingeführte NSM-Software wurde im Jahr 2013 in dem Projekt
„Vertragsmanagement“ weiterentwickelt. Im Jahr 2014 ist der Erwerb einer Software
zur zentralen Verwaltung und Verarbeitung von Verträgen im Rahmen einer sinnvollen
Ergänzung der NSM-Software beabsichtigt.
In der Funktion als zentrale IT-Vergabestelle betreut der SID mehrere Rahmenverträge,
aus denen die Behörden des Freistaates Sachsen schnell und unkompliziert standardi-
sierte IT-Produkte abrufen können. Dazu gehören der Rahmenvertrag zum Bezug von
Microsoft-Produkten auf der Grundlage des Select-Vertrages des Bundesministeriums
des Innern mit Microsoft sowie die Saxonia-Client-Rahmenverträge zum Abruf von
Desktops, Monitoren und Laptops. Dem SID gelang es aufgrund der intensiven Betreu-
ung, eine vertragsgemäße, insbesondere zügige Belieferung der Behörden sicherzustel-
len. Unter anderem stellte er für den Rahmenvertrag über Desktops die vom Vertrags-
partner angebotenen Geräte zum Jahresende 2013 auf die eines anderen Herstellers
um. Alle Rahmenverträge wurden durch die Behörden im Jahr 2013 in großem Umfang
genutzt. Die Palette, aus denen die Behörden auf unkomplizierte Weise ihre Bedarfe an
standardisierten Produkten decken können, soll beständig erweitert werden. In einem
ersten Schritt wurde daher im Jahr 2013 ein Rahmenvertrag für den Bezug von Drucker-
tonern und -patronen durch die Behörden des Freistaates mit einer Laufzeit von zwei
Jahren abgeschlossen.
Ziel des SID ist es, den Behörden des Freistaates eine einheitliche Plattform für den
Abruf aus den Rahmenverträgen zur Verfügung zu stellen. Daher wurde das Entwick-
lungsprojekt „SID Webshop“ auch im Jahr 2013 durch die Vergabestelle fachlich beglei-
tet, konnte allerdings - unter anderem aufgrund zeitlicher Verzögerungen infolge der
neuen Aufgabenzuordnung im Rahmen der Reorganisation - noch nicht zum Abschluss
gebracht werden.
Rahmenverträge
Projekt zur Steuerung der zentralen IT-Beschaffung
Die Aufgabenschwerpunkte der zum 1. Januar 2013 neu gegründeten Stabsstelle
Kon-
solidierung, Architekturmanagement, Innenrevision
lagen unter anderem in für den SID
strategisch wichtigen Themen. Besonders erwähnt sei hier das Positionspapier zum
Thema „Gemeinsames Rechenzentrum“ für den Freistaat Sachsen, welches von der
Mehrzahl der Ressorts mitgetragen wurde. Das Positionspapier soll die Argumentation
für ein gemeinsames Rechenzentrum untermauern.
Hervorzuheben ist weiterhin die Antragstellung und Zuschlagserteilung für das For-
schungsprojekt „Sicheres Cloud Computing“ des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung.
Mitte September 2013 nahm eine Mitarbeiterin im Bereich Innenrevision ihre Tätigkeit
auf. Tätigkeitsschwerpunkte waren unter anderem die Informationsgewinnung sowie
vorbereitende Arbeiten für eine Aktualisierung der vorhandenen Risikoanalyse SID 2010.
Konsolidierung
Konsolidierung und Innenrevision

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24 |
3.2 IT-Service
Das Kundenmanagement des SID hat im Jahr 2013 seine Arbeit weiter konsequent auf
die Erfüllung seiner Funktion als Schnittstelle zwischen SID und dessen Kunden ausge-
richtet. Im Zuge der Umsetzung der neuen strategischen Ausrichtung des SID wurde
allen Kunden bzw. Kundengruppen ein Account-Manager zugeordnet. Dies stellt sicher,
dass Anforderungen des Kunden rascher und sachgerechter bearbeitet werden. Gleich-
zeitig wird dem SID eine frühzeitige Einbindung in die Themen seiner Kunden erlaubt
und die Kontaktaufnahme seitens der Kunden zum SID vereinfacht.
Kundenmanagement
Kundennähe durch Account-Manager
Ein wesentliches Projekt des Kundenmanagements war die Erstellung des Leistungs- und
Entgeltverzeichnisses für die durch den SID angebotenen IT-Produkte. Dabei galt es, in
einer anpassungsfähigen Struktur die durch den SID erstellten IT-Produkte standardisiert
zu beschreiben sowie deren Service-Level und Qualitätsparameter zu definieren. We-
sentliches Ziel war es, die IT-Produkte transparenter, verständlicher und kalkulierbarer
für die Kunden des SID auszuweisen. Soweit möglich, sind konkrete, belastbare Pro-
duktpreise zu benennen. Diese Zielstellungen konnten in intensiver fach- und organi-
sationsübergreifender Zusammenarbeit im SID und mit qualifizierter externer Unter-
stützung erreicht werden.
Zum Ende des dritten Quartals 2013 lag das Leistungs- und Entgeltverzeichnis vor. In
vier Produktbereichen wurden 22 IT-Produkte standardisiert und dokumentiert. Davon
konnten 19 IT-Produkte mit Preisen versehen werden.
Ein in Kraft treten des Leistungs- und Entgeltverzeichnisses im Jahr 2013 konnte auf-
grund der erforderlichen Freigabe- und Genehmigungsverfahren nicht mehr erfolgen.
Erstes Leistungs- und Entgeltverzeichnis
Abschlüsse neuer Leistungsvereinbarungen bleiben hinter den Erwartungen zurück.
Die Rahmenbedingungen zur Beauftragung von neuen zusätzlichen Leistungen in Bezug
auf IT-Vorhaben und IT-Verfahren haben sich leider im abgelaufenen Geschäftsjahr
weiterhin als schwierig erwiesen. Trotz der Reorganisation und den so angestrebten
Synergieeffekten belasten den SID erhebliche Personalprobleme, wodurch die Erbringung
neuer oder zusätzlicher Leistungen erschwert wird.
Leistungsvereinbarungen
Für den zentralen Betrieb der IT-gestützten Vor-
gangsbearbeitung eVA.SAX der Staatsregierung
und deren nachgeordneten Behörden unter-
zeichneten im Juli 2013 Vertreter des SID und
des SMJus eine entsprechende Leistungsverein-
barung.

image
| 25
Auf dem Weg zum einheitlichen Sicherheitsstandard
Mit der Umstrukturierung des SID wurde der Fachbereich Informationssicherheit, Da-
tenschutz, Notfallvorsorge und SAX.CERT gegründet. Die Aufgaben des Bereiches wur-
den in der Unternehmensstrategie sehr hoch gewichtet.
Der SID als IT-Dienstleister des Freistaates trägt die Umsetzung eines gesamtheitlichen
Sicherheitsvorgehens nach BSI in alle seine Tätigkeitsbereiche. Dementsprechend steht
die Umstellung von standort- und verfahrensbezogenen Sicherheitskonzepten auf ein
einheitliches Sicherheitskonzept des Staatsbetriebes im Fokus der Arbeit. In dieses Kon-
zept fließen auch die Belange des Datenschutzes und der Notfallvorsorge mit ein. Im
Ergebnis wird der SID seinen Kunden einen einheitlichen Sicherheitsstandard für seine
Fachverfahren anbieten sowie diesen transparent gestalten und dokumentieren.
SAX.CERT
Damit der Notfall nicht zum Ausfall wird, ist das Thema IT-Notfallvorsorge und -bewäl-
tigung ein zentrales Anliegen des SID. Ungewollte Unterbrechungen oder sogar der
Komplettausfall der IT haben oftmals folgenschwere Konsequenzen. Daher ist eine gut
organisierte IT-Notfallplanung unabdingbar.
Der SID ist vom Freistaat Sachsen mit der Entwicklung des Computer Emergency Res-
ponce Team, kurz SAX.CERT beauftragt. Mit Hilfe des IT-Notfallmanagements wird ein
einheitliches und organisiertes Vorgehen bei IT-Notfällen geplant, um die Handlungs-
fähigkeit des Geschäftsbetriebes sicherzustellen. Diese Einrichtung soll eine koordinie-
rende Rolle für den Schutz des Freistaates vor Bedrohungen der Informationssicherheit
übernehmen.
Im Berichtszeitraum ist es gelungen, die konzeptionellen Arbeiten abzuschließen und
die technisch-organisatorischen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme eines zentralen
Ansprechpunktes in Angriff zu nehmen. Das SAX.CERT verteilt derzeit Warnmeldungen
an alle Ressorts des Freistaates, arbeitet an der Erstellung einer zentralen Meldericht-
linie und beim Aufbau eines Informations-Sicherheits-Management-Systems mit und
ist im Verwaltungs-CERT-Verbund von Bund und Ländern integriert.
Hochwasser
Schon zum Hochwasser 2002 wurde deutlich sichtbar, dass dem Funktionieren der
Kommunikationsinfrastrukturen für die Bewältigung von Katastrophensituationen eine
entscheidende Rolle zukommt. Auch die Lükex-Übung 2011 (Länder übergreifende
Krisenmanagement-Übung/Exercise) verdeutlichte die gestiegenen technischen Abhän-
gigkeiten und Zusammenhänge. In der Auswertung wurde der SID als ständiges bera-
tendes technisches Mitglied in den Verwaltungsstab des Freistaates berufen.
Bei der Hochwassersituation im Juni 2013 hatte diese Integration sehr positive Auswir-
kungen auf die Auskunftsfähigkeit zu Fragen von Netzabdeckungen im Mobilfunkbe-
reich, bei der schnellen Reaktion auf Problemstellungen der Pegelanzeigen im Internet-
auftritt des Freistaates Sachsen und auch bei der Koordinierung von Fragen der
Hochwassersicherung von Einrichtungen des Justizbereiches. Als Zusatzleistung konn-
te über das SVN erreicht werden, dass den Einsatzkräften unbürokratisch, schnell und
kostenlos zusätzliche UMTS-Mobilfunk-Karten zur Verfügung gestellt wurden.
Informationssicherheit

26 |
Projektmanagement
Mit Umsetzung der Reorganisation im Staatsbetrieb zu Beginn des Jahres 2013 wurde
das Projektmanagement als eigenständige Aufgabe definiert und im Unternehmensbe-
reich IT-Service integriert. Das Projektmanagement wird seit Anfang Oktober von zwei
neuen Mitarbeiterinnen tatkräftig unterstützt.
Der Fachbereich definiert seine Tätigkeit als Projektmanagementbüro innerhalb des SID.
Seine Kernaufgabe ist es, verbindliche Standards für eine wirksame, nachhaltige und
standortübergreifende Projektarbeit einzuführen, sodass in allen Bereichen und Tätig-
keitsfeldern des SID ein einheitliches Niveau von Projektarbeit stattfindet. Das Projekt-
managementbüro arbeitet übergreifend. Es verknüpft operative Projektarbeit mit der
SID-Strategie und seiner zukünftigen betrieblichen Abläufe miteinander. Dabei kommen
projektübergreifende Ressourcenplanung, passfähige Methoden, Tools und Techniken
des Multiprojektmanagements, mit spezieller Ausrichtung auf die Erfordernisse im SID
zur Anwendung. Zweck des Projektmanagementbüros ist eine ergebnisorientierte, nach-
vollziehbare und abrechenbare Projektarbeit.
Zu den wesentlichsten Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählen:
»
die Beendigung des Teilprojektes elektronisches Staatsarchiv (el_STA) im
Rahmen des Gesamtprojektes Langzeitspeicherung und elektronische
Archivierung (LeA) für das Sächsische Staatsarchiv
[> siehe Seite 44]
,
»
die Unterstützung des zentralen Plattformbetriebs für eine landesweite
elektronische Vorgangsbearbeitung (eVA.Sax) und dessen Überführung in
den Wirkbetrieb
[> siehe Seite 43]
sowie
»
die IT-technische Sicherstellung der Durchführung der Bundestagswahl für
den Landeswahlleiter und das Statistische Landesamt des Freistaates
Sachsen
[> siehe Seite 41]
.
Sächsisches
Verwaltungsnetz
Der Freistaat Sachsen, vertreten durch den SID, stellt Behörden und öffentlichen Ein-
richtungen ein zentrales Netzwerk, das Sächsische Verwaltungsnetz - kurz SVN - zur
Verfügung. Mit dem SVN werden die beiden Netze von Land und Kommunen zusam-
mengeführt. Es verbindet etwa 800 Landesbehörden an über 2.500 Standorten mitein-
ander und steht auch den Kommunalverwaltungen des Landes mit dem Kommunalen
Datennetz II (KDN II) offen. Inzwischen sind etwa 400 kommunale Behörden an das SVN
angeschlossen. Zum Leistungsspektrum des SVN gehören die Sprach- und Datenkom-
munikation, die mehrere zehntausend Mitarbeiter untereinander und mit ihren Kunden
verbindet, ein leistungsfähiger und sicherer Internetzugang, Mobilkommunikation und
die Softwarekomponenten für ein modernes eGovernment. Der SID mit seiner SVN-
Leitstelle ist Ansprechpartner für alle angeschlossenen Behörden und Einrichtungen des
Landes. Er arbeitet hierzu eng mit der KDN GmbH, als die für die Kommunen zuständi-
ge Einrichtung zusammen.
Die im Jahr 2012 begonnenen Gespräche zur Initiierung des Projektes Sächsisches Ver-
waltungsnetz 2.0 und zur Besetzung einer Projektstelle wurden im aktuellen Geschäfts-
jahr fortgeführt. So wurde die Fachaufsicht in den Diskussionen des Arbeitskreises SVN
im April und Mai unterstützt. In der Strategie des SID, welche Ende Mai aufgestellt
wurde, nimmt das Projekt SVN 2.0 einen wichtigen Platz ein.
Nach Entscheidung aller Gremien zur Projektorganisation wurde dem SID am 28. Ok-
tober 2013 die Projektleitung SVN 2.0 vom Sächsischen Staatsministerium der Justiz
und für Europa übertragen. Innerhalb von nur sechs Wochen wurde gemeinsam mit der
kommunalen Seite und dem Referat V.3 des Sächsischen Staatsministerium der Justiz
und für Europa intensiv an der Leistungsbeschreibung und der Vergabeunterlage für die
technische, wirtschaftliche, organisatorische und rechtliche Beratung gearbeitet. Diese
konnte dann Mitte Dezember veröffentlicht werden. Die Projektstelle, die unter anderem
die wichtige Position der Geschäftsstelle für das Projekt belegen soll, konnte im Ge-
schäftsjahr 2013 nicht besetzt werden.
Projekt SVN 2.0
Datenanschlüsse
Landesverwaltung
750
Datenanschlüsse
Kommunen
415
Datenanschlüsse
Schulen
1.320
Sprachanschlüsse
Behörden
490
Sprachanschlüsse EMA,
BMA, Aufzugsnotruf,
1.100
Sprachanschlusskanäle
14.000
VoIP-Anschlüsse
36.400 Ports
Datenanschluss-
kapazität gesamt
17 GBit/s
Das SVN in Zahlen
(gerundet)

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| 27
Der SID führt seit 2012 ein Pilotprojekt zur Nutzung der Microsoft Anwendung Lync
durch. Mit Lync ist es ein Kinderspiel, mit anderen Personen zu kommunizieren, ganz
gleich, wo sich diese befinden. Voraussetzung ist lediglich eine Netzwerkverbindung. Im
benutzerfreundlichen Client werden Sprach- und Videoanrufe, Besprechungen, Anwe-
senheitsstatus und Chat vereinigt. Ein Wählen und Wechseln zwischen verschiedenen
Formen der Kommunikation wird dadurch stark vereinfacht.
Dem letzten Jahr kam eine ganz besondere Bedeutung zu. In 2013 wurde die Soft-
wareanwendung an allen Standorten des SID bereitgestellt. Ziel des Einsatzes war es,
eine effizientere, standortübergreifende, teambezogene Zusammenarbeit in den Fach-
bereichen zu ermöglichen. Mittlerweile ist die Nutzeranzahl auf über 130 angewachsen.
Mit dem Unified Communication Client Lync 2013 können neben Presence-Informati-
onen auch Instant Messaging, Videocalls, Conferencing als auch Telefonate durchgeführt
werden. Über Desktopfreigabefunktionen ist eine ortsübergreifende Zusammenarbeit
schnell möglich. Im Rahmen von Federations können auch externe Firmen eingebunden
werden. Bei WEB-Meetings ist eine Beteiligung von Nutzern im Internet kontrolliert
möglich. Für Telearbeiter kann der UC-Dienst auch remote an PC, Tablet und Smartpho-
ne zur Verfügung gestellt werden. Die Bedienung der Anwendung ist dabei so intuitiv,
dass viele Nutzer auf dieses Tool nicht mehr verzichten wollen.
Eine dauerhafte Bereitstellung der Anwendung ist für das Jahr 2014 geplant. Auch
andere Ministerien sind an der Nutzung sehr interessiert. Zum Teil ist diese auch schon
in einigen Ressorts im Einsatz. Aus diesem Grund erscheint eine Bereitstellung dieser
Anwendung im Rahmen des SVN als zentraler Dienst als sehr zweckmäßig.
Lync
Erfolgreiches Testen der Microsoft-Anwendung Lync
Dresden 3
Plauen
Bautzen
VoIP Service
Area
VoIP Service
Area
Zentrale
Dienste
RPR-Corering
MPLS - Westring
MPLS - Ostring
ATM - Plattform
Metroring Dresden
Dresden 1
Kamenz
Chemnitz
Zwickau
Leipzig
ATM - Plattform
öffentliches Sprachnetz
SIP-T
Mobilfunknetz
Datendienste
(UMTS, HSPA)

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3.3 IT-Lösungen
Der Fachbereich E-Government- und Querschnittverfahren unterstützte auch 2013 in
zunehmendem Maße die Kommunal- und Landesbehörden bei der Verwaltungsmoder-
nisierung auf Basis neuer Informations- und Kommunikationstechnologien. Hervorzu-
heben ist dabei die permanente Weiterentwicklung der Komponenten der E-Govern-
ment-Plattform des Freistaates Sachsen wie bspw.
www.sachsen.de,
die elektronische
Signatur und Verschlüsselung, der Zahlungsverkehr, der Zuständigkeitsfinder Amt24,
der Formularservice und das Prozessregister. Diese Komponenten werden Bürgern, Un-
ternehmen sowie kommunalen, landesweiten und länderübergreifenden öffentlichen
Verwaltungen qualitätsgesichert bereitgestellt.
Im Auftrag des zuständigen Fachressorts sicherte die Leitstelle E-Government-Platt-
formbetrieb in enger Zusammenarbeit mit beteiligten Dienstleistern auch im Jahr 2013
den störungsarmen Betrieb sowie die qualitätsgesicherte Weiterentwicklung der E-
Government-Plattform und seiner Basiskomponenten.
Darüber hinaus wurden für staatliche und kommunale Nutzer, Anwender und Mandan-
ten der E-Government-Plattformkomponenten zunehmend Supportleistungen erbracht.
Die Fachressorts wurden bei der Realisierung von IT-Verfahren unter Verwendung der
Basiskomponenten erfolgreich unterstützt. Für die Erbringung der in 2013 stark gestie-
genen Leistungsumfänge in Verbindung mit der Umsetzung vorhandener und neuer
IT-Vorhaben im Bereich E-Government wurde das SID-Team mit externen Mitarbeitern
verstärkt.
Nachfolgend werden zu den einzelnen Basiskomponenten nur die wichtigsten Maßnah-
men und IT-Vorhaben aus 2013 aufgeführt, die in der Verantwortung des SID, Fachbe-
reich E-Government- und Querschnittverfahren oder mit umfangreicher Unterstützung
des Fachbereichs im Auftrag des zuständigen Fachressort bearbeitet wurden.
E-Government

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| 29
Basiskomponente Elektronische Signatur und Verschlüsselung (ESV)
Über die Basiskomponente Elektronische Signatur und Verschlüsselung stehen den Ver-
waltungen und Verwaltungskunden für die rechtssichere und datenschutzgerechte Ab-
bildung elektronischer Prozesse verschiedene Teilkomponenten zur Verfügung. Neben
den Teilkomponenten OSCI-Infrastruktur mit OSCI Serverdiensten (Intermediär), betreu-
ten OSCI-Clients und sicherer E-Mail zum verschlüsselten Versand und Empfang von
Nachrichten (Secure Mail Gateway) werden über die Teilkomponenten Elektronische
Signatur und Vertrauensdienste auch Funktionen für Signatur- und Prüfdienste, zerti-
fikatsbasierte Ver- und Entschlüsselung, Zertifizierungsdienste/ PKI-Dienste (Sachsen
PKI, Online-RA, Sachsen Global CA), Identifizierungsdienste (eID und temporäres Bür-
gerkonto mit neuem Personalausweis) sowie Authentisierungs- und Autorisierungs-
dienste angeboten.
In 2013 wurde in allen Teilkomponenten der elektronischen Signatur und Verschlüsse-
lung ein zum Teil signifikanter Anstieg der genutzten Dienste und Anwendungen ver-
zeichnet. Ein zum Teil erhöhter Supportaufwand seitens der Anwendungsbetreuung war
die Folge. Bspw. wurden neben den zentralen Softwarekomponenten 369 OSCI-Client
Installationen und 2.254 Signatursoftwareinstallationen betreut. Der mögliche Auslas-
tungsgrad der Systeme und Anwendungen der Basiskomponente ist jedoch bei Weitem
noch nicht erreicht. Hier ist weiterhin eine verstärkte direkte Unterstützung potentiel-
ler Anwender oder Mandanten in Form von Zuarbeiten und Beratung bei technischen
Konzeptionen, organisatorischen Rahmenbedingungen bis zur Koordinierung spezifischer
Softwareanpassungen erforderlich.
Mit Inkrafttreten des E-Government-Gesetzes des Bundes im August 2013, den abseh-
baren Anforderungen an sächsische Behörden aus dem sächsischen E-Government-
Gesetz, den strategischen Koordinierungen zur elektronischen ID-Strategie des Bundes
sowie den europäischen Normierungsbemühungen zu elektronischen Identitäten und
Vertrauensdiensten (eIDAS Verordnung) entsteht unmittelbarer Handlungsdruck, die
Teilkomponenten der elektronischen Signatur und Verschlüsselung an die künftigen
Anforderungen anzupassen. Dazu zählen insbesondere die verschlüsselte Kommunika-
tion, schriftformersetzende elektronische Verfahren, Anerkennung elektronischer Iden-
titäten und interoperable Verfahren zur Identifizierung und Authentisierung.
Die technische Einrichtung von Diensten für den neuen Personalausweis (eID-Service,
temporäres Bürgerkonto) wurde 2013 umgesetzt. Die Dienste werden jedoch wegen
fehlender Anwendungsfälle und Bedarfsmeldungen in den Verwaltungen bisher noch
nicht genutzt.

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30 |
Die Basiskomponente Zahlungsverkehr ist die zentrale Datendrehscheibe für verschie-
denste Zahlverfahren, um Zahlungsvorgänge von Bürgern und Unternehmen mit der
Verwaltung sowie zwischen den Verwaltungen elektronisch durchführen zu können. Sie
koppelt über Schnittstellen wahlweise Web-Shops oder Zahlungsterminals der Verwal-
tung mit Zahlungsprovidern und den Fachverfahren für das Haushalts-, Kassen- und
Rechnungswesen der Verwaltungen.
Das Team vom Zahlungsverkehr stand 2013 vor großen Herausforderungen. Die wich-
tigste Aufgabe bestand in der Umsetzung der SEPA Mandatsverwaltung für alle Teil-
komponenten der Basiskomponente. Die Konzeption und Erarbeitung von Anforderungs-
dokumenten sowie die Abnahme der gelieferten Softwarekomponenten erforderten
einen hohen personellen Einsatz.
Neben der Betreuung der vorhandenen neun Mandanten (z. B. Landeshauptstadt Dres-
den, Technische Universität Freiberg, Technische Universität Dresden, Sächsische Lan-
desbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Deutscher Wetterdienst)
war es erforderlich, die Anbindung weiterer vierzehn Mandanten an die Basiskompo-
nente voranzutreiben. Auch die Vergabemaßnahme für einen neuen Zahlungsverkehrs-
provider war vorzubereiten und durchzuführen.
Für 2014 ist es angedacht, die sächsische Zahlungsverkehrsplattform für die Realisierung
der ersten Stufe des Bundesprojektes iKFZ des Kraftfahrzeugbundesamt für die Zah-
lungsvorgänge bei der Außerbetriebsetzung von Kraftfahrzeugen in den bundesweit 420
Zulassungsbehörden einzusetzen.
Basiskomponente Zahlungsverkehr - E-Payment (ZV)
Anforderungsmanagement und Qualitätssicherung
der Basiskomponenten
Die Qualitätssicherung des Betriebes und der Weiterentwicklung der E-Government-
Basiskomponenten durch strukturierte Tests hat eine hohe Bedeutung. Mit Unterstüt-
zung eines Testdienstleisters wurden 2013 über alle Basiskomponenten Regressions- und
Abnahmetests der weiterentwickelten Systemumgebungen durchgeführt. Dabei ist es
erforderlich, die aktuell mehr als 7.000 Testfälle zu den E-Government-Basiskomponen-
ten vor der Testdurchführung zu prüfen, ggf. anzupassen und zu erweitern.
Für den Beteiligtenkreis der E-Government-Plattform wurde 2012 ein Grundlagenpapier
für ein übergreifendes Anforderungsmanagement mit Prozessbeschreibung, Aufgaben
und Rollen definiert. In 2013 bestand darauf aufbauend die Aufgabe, ein geeignetes
Softwareprodukt zu finden, welches den Anforderungsprozess funktional unterstützt
und darüber hinaus diesen mit den Abnahme- und Freigabeprozessen integriert. Der SID
unterstütze dazu die Evaluierungs- und Bewertungsaufgaben durch Erarbeitung eines
Kriterienkatalogs und die Analyse geeigneter Werkzeuge für die Vorbereitung der Aus-
wahlentscheidung. In Anlehnung an das Testhandbuch zur E-Government-Plattform
wurde im Weiteren damit begonnen, ein Anforderungsmanagementhandbuch zu erar-
beiten. Dieses soll die Rollen und Aufgaben sowie die allgemeingültigen Teilprozesse im
Bereich Anforderungsmanagement beschreiben. Damit wird eine strukturierte und trans-
parente Vorgehensweise bei der Erhebung, Analyse, Umsetzung und Evaluierung von
Anforderungen über alle beteiligten Stellen im E-Governmentbereich erreicht.
E-Payment-Mandanten
Logo des Terminologietrainerportals der HTWK Leipzig

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| 31
Basiskomponente Zuständigkeitsfinder - Amt24
Basiskomponente Formularservice
In Zusammenarbeit mit der Redaktion von Amt24 wurden 80% der ca. 100 meistnach-
gefragten kommunalen Formulare aktualisiert oder neu erstellt und über den Formu-
larservice zentral bereitgestellt. Die Koordinierung und Freigabe erfolgte durch die
Redaktion Amt24.
Weiter wurde die Anwendung des Formularservers in 2013 neben anderen funktionalen
Erweiterungen auf eine vereinfachte Erstellung und Einbindung von HTML-Formularen
umgestellt und über Regressionstests überprüft. Interessierte Anwender der nutzenden
Verwaltungen konnten sich in zwei durchgeführten Workshops zu den relevanten Än-
derungen informieren, wobei insbesondere die Umstellung auf HTML-Formulare von der
Anwendungsbetreuung vorgestellt wurde. Auch für die Projekte Online-Gewerbeantrags-
weiterleitung und Online-Antragsmanagement wurde die Anwendungsbetreuung in die
Konzeption der Lösungsarchitektur mit einbezogen.
Basiskomponente Integrationsframework
Die Anwendungsbetreuung der Basiskomponente Integrationsframework unterstützte
im Auftrag des zuständigen Ministeriums die Konzeption der Komponente Antragsma-
nagement und die Verteilerplattform für die Projekte Online-Gewerbeantragsweiterlei-
tung (OGW) und Online-Antragsmanagement (OAM). Weiter wurde für die Einführung
des Antragsmanagements im Bereich OGW eine Tool-Evaluierung durchgeführt und an
der Entwicklung eines Prototyps für die Verteilerplattform mitgewirkt.
Mit dem Service-Portal Amt24 (Basiskomponente Zuständigkeitsfinder) werden Bürgern,
Unternehmen und Institutionen detaillierte Informationen über Verwaltungsdienstleis-
tungen und Behörden sowie den Zugang zu elektronischen Formularen und Online-
Diensten angeboten. Über die Webservice-Schnittstelle haben sächsische Behörden und
Kommunen die Möglichkeit, die Inhalte aus Amt24 in ihre Internetauftritte zu integ-
rieren. Zudem kann eine Schnittstelle zur Datenübertragung an die Wissensdatenbank
der 115 genutzt werden.
Im Rahmen der Anwendungsbetreuung für Amt24 wurden im Jahr 2013 Testprojekte
zur Überprüfung der Usability des AdminCenter 2.0 und zur Umsetzung des neuen
Styleguides im Amt24 Frontend durchgeführt. Die Tests wurden ohne Unterstützung
eines Testdienstleisters in Kooperation mit der Redaktion Amt24 realisiert.

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Die fachliche Betreuung und technische Unterstützung der sächsischen Kommunen zur
regelmäßigen Datenübermittlung im Melde-, Pass-, Personalausweis-, Personenstands-
und Ausländerwesen per OSCI-Transport und den jeweiligen XÖV-Dateninhaltsstandard
beschäftigten im vergangenen Jahr im zunehmenden Maße die Mitarbeiter der Fach-
administration. So wurden bspw. im Bereich Meldewesen insgesamt 323 Störungen des
elektronischen Nachrichtenverkehrs in den Behörden bearbeitet sowie in Zusammen-
arbeit mit den beteiligten Verfahrensherstellern und Anwendungsbetreibern behoben.
Für die Aufnahme von regelmäßigen Datenübermittlungen im Personenstandswesen
mussten alle 234 sächsischen Standesämter im Deutschen Verwaltungsdienste-Ver-
zeichnis (DVDV) mit ihren Stamm- und technischen Verbindungsdaten eingepflegt wer-
den. Die Erfassung, Prüfung und Pflege dieser Daten erfolgt durch die im SID angesie-
delte DVDV Pflegende Stelle und wird durch den Einsatz der Webanwendung SAXDVDV
für die strukturierte Datenübernahme und für die Kommunikation mit den sächsischen
Behörden unterstützt. Das SAXDVDV wird jährlich an die fachlichen Vorgaben und funk-
tionellen Anforderungen in Eigenentwicklung angepasst.
In der laufenden Pflege von vorhandenen Verbindungsdaten der sächsischen Behörden
wurden abgelaufene Zertifikate und Gebietsstandsänderungen im DVDV eingearbeitet.
Insgesamt sind dabei im vergangenen Jahr 1.194 DVDV-Änderungen in der Pflegenden
Stelle angefallen, die zumeist mit direkter Unterstützung der Behörden bei der Zertifi-
katsbeschaffung und der Zertifikatsumstellung in der Fachverfahrenssoftware sowie mit
Hilfestellungen bei der Datenerfassung im SAXDVDV verbunden waren. Im Vergleich
dazu fielen in 2012 rund 600 DVDV-Änderungen an, sodass mit einem weiterhin stei-
genden Aufwand in der DVDV Pflegenden Stelle durch zyklische Zertifikatswechsel,
Gebietsänderungen und neue Behörden im DVDV gerechnet werden kann.
Auch die regelmäßige Datenübermittlung der hier betrachteten Fachwesen selbst, also
die Anzahl der übermittelten OSCI-Nachrichten auf dem sächsischen Intermediär stieg
in 2013 auf rund 1.3 Millionen an. Davon waren rund 990.000 Meldenachrichten,
110.000 Nachrichten für Pass- und Ausweisbehörden, rund 200.000 Nachrichten für
Ausländerbehörden sowie wenige Tausend Personenstandsnachrichten. Aufgrund geän-
derter gesetzlicher Vorgaben und der damit verbundenen Verpflichtung der betreffenden
Behörden zur regelmäßigen Datenübermittlung per OSCI-Transport, ist zukünftig wei-
terhin mit einer steigenden Anzahl von OSCI-Nachrichten zu rechnen.
Der fachliche und technische Betrieb der Clearingstelle OSCI-Gateway (Basiskompo-
nente Integrationsframework) als weitere sächsische Infrastrukturkomponente für re-
gelmäßige Datenübermittlung im XÖV-Bereich erfolgte in 2013 störungsarm und rou-
tiniert. Die erforderlichen Änderungen am OSCI-Gateway aufgrund der Versionswechsel
Fachadministration der regelmäßigen Datenübermittlung
im XÖV-Bereich

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Entwicklung und Bereitstellung eines einheitlichen
IT-Servicemanagementsystems
Für die Unterstützung der standortübergreifenden Kernprozesse im Bereich IT-Service-
management soll im SID die Anwendung
OTRS::ITSM
eingeführt werden. Mit der Re-
organisation des SID wurde in 2013 die wesentliche Grundlage geschaffen, um schritt-
weise einen standortübergreifend einheitlichen Incident Managementprozess
einzuführen und diesen mit einem einheitlichen Ticketsystem unterstützen zu können.
Das in 2012 begonnene Projekt zur Einführung eines IT-Servicemanagementsystems
wurde in 2013 fortgeführt. Für die Einrichtung des Ticketsystems flossen die vorange-
gangenen Erfahrungen und Erkenntnisse mit ein. Im Ergebnis wurde eine upgradefähi-
ge Systemumgebung mit Standardfunktionalitäten realisiert und schrittweise an die
Anforderungen im SID angepasst. Im Weiteren werden neben dem einheitlichen Service
Desk die einzelnen Fachbereiche mit ihren Verfahren in das System integriert. Die
Schwierigkeit besteht dabei nicht in der Bereitstellung und der Konfiguration der An-
wendung selbst, sondern vielmehr in der Vereinheitlichung der unterschiedlich etab-
lierten Vorgehensweisen im Bereich IT-Servicemanagement in den einzelnen Standorten
und Fachbereichen.
der XÖV-Standards XMeld 1.8.1, XAusländer 1.4.0 und die Einführung der regelmäßigen
Datenübermittlung per XPersonenstand und XAusländer wurden in 2013 fristgerecht
und qualitätsgesichert umgesetzt.
Die Systemumgebung des OSCI-Gateways hat in 2013 das Ende des Softwarelebenszy-
klus erreicht. Als Vorarbeiten für ein Upgrade des fachlichen Funktionsumfangs auf eine
technisch aktuelle Systemumgebung wurden durch den SID Leistungsbeschreibungen
in Vorbereitung einer Vergabe erstellt, Alternativszenarien untersucht und Wirtschaft-
lichkeitsanalysen durchgeführt. Durch das zuständige Fachressort wurde letztendlich
entschieden, das Upgrade des OSCI-Gateway nicht durchzuführen und den Betrieb nur
noch bis Ende 2014 fortzuführen. Für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des
OSCI-Gateways in der erforderlichen Servicequalität wurde für die restliche Laufzeit
durch den SID ein Notfallszenario (Workaround) konzipiert und umgesetzt, über das die
regelmäßige Datenübermittlung der angeschlossenen Behörden bei Ausfall des OSCI-
Gateways alternativ erfolgen kann.

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Gebäude- und Wohnungszählung - Zensus 2011
Ein bedeutendes Projekt war auch im Jahr 2013 die IT-Betreuung der Gebäude- und
Wohnungszählung (GWZ). Diese Volkszählung ist auf Grund der Außenwirkung und des
als bundesweit angelegten Erhebungsverfahrens mit Datenübermittlungen an die EU
als Vorhaben mit höchster Priorität zu werten. Die EU führte im Jahr 2011 einen ge-
meinschaftsweiten Zensus durch. Die Mitgliedstaaten der EU waren verpflichtet, Daten
anhand eines festgelegten Kataloges von Merkmalen zu erheben und Eurostat bereit-
zustellen. Laut der durch das Zensusgesetz 2011 vorgegebenen Aufgaben ist dabei das
Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen für das Teilprojekt Gebäude- und Woh-
nungszählung zuständig. Im Rahmen einer Leistungsvereinbarung verantwortet der SID
die Entwicklung und den Betrieb der bundeseinheitlichen IT-Verfahren der GWZ.
Nachdem im Laufe des Jahres 2011 die Datenerhebung erfolgreich durchgeführt und
zum überwiegenden Teil beendet wurde, lag der Schwerpunkt des Projektes in 2012 in
der Datenaufbereitung. In 2013 wurde dies planmäßig zu Ende geführt. Der SID stellte
im gesamten Jahreslauf 2013 der zuständigen Fachabteilung des Statistischen Landes-
amtes Sachsen die notwendige IT-Infrastruktur, Daten und Kommunikationsverbindun-
gen zur Verfügung, die für die Nachfolgearbeiten gebraucht werden. Umfangreiche
Veröffentlichungen werden erst in 2014 erwartet. Somit sind auch weiterhin alle damit
verbundenen notwendigen Kommunikationsverbindungen vorzuhalten.
Laufende Statistikproduktion und Verbundprogrammierung
Die laufende Statistikproduktion der über 250 EU-, Bundes- und Landesstatistiken lief
termin- und qualitätsgerecht ab. So gehörte das Statistische Landesamt des Freistaates
Sachsen bei den unter Kontrolle des Termin-Frühwarnsystems der Statistischen Ämter
des Bundes und der Länder stehenden Statistiken bezüglich der Erfüllung von Lieferter-
minen zu den besten Ländern in 2013. Vier Länder konnten ihre Liefertermine zwischen
98,0% und 98,7% erfüllen.
Bei der Neuprogrammierung von Statistiken nimmt der SID im Rahmen der für die
Verbundstatistik im Auftrag des Statistischen Landesamtes Sachsen zu erbringenden
Programmierleistungen einen führenden Platz ein. So kann das Statistische Landesamt
Sachsen bei der Abrechnungsperiode 2012 wie auch 2013 zum zweiten Mal den Spit-
zenplatz unter den Statistischen Landesämtern erreichen und so im monetären Aus-
gleich im Rahmen der optimierten Kooperation wieder erhebliche Einnahmen in 2014
erwarten. Das Jahr 2013 wurde insgesamt mit einem Aufwand von 72,4 Personenmo-
naten an IT- und Qualitätssicherungsleistungen abgeschlossen.
Fachverfahren Statistik

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| 35
Nach umfangreichen Tests in enger Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsmi-
nisterium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), der Landesdirektion Sachsen in Chem-
nitz sowie allen sächsischen Ämtern für Ausbildungsförderung in den Landratsämtern
und bei den Studentenwerken wurde im Dezember 2013 eine neue Software zur Bear-
beitung des BAföG in Sachsen eingeführt. Diese Software, bestehend aus den Teilkom-
ponenten
Dialog21 (Sachbearbeitung)
,
BAföG21 (Berechnung, Bescheidung)
und dem
optionalen
Kasse21 (Förderungsmanagement)
, wurde zu großen Teilen im Auftrag des
SMWK im Verbund mit den Ländern Baden-Württemberg, Bremen, Mecklenburg-Vor-
pommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Hol-
stein und Thüringen durch den SID am Standort Kamenz konzipiert, entwickelt und
getestet. Mit der nunmehr erfolgten Einführung ist Sachsen nach Bremen, Baden-
Württemberg und Sachsen-Anhalt das vierte Bundesland (inkl. Kasse21 das zweite
Bundesland), das diese Software in den produktiven Einsatz überführt hat.
Innerhalb nur einer Arbeitswoche wurde dazu der komplette Datenbestand aus dem
bisherigen Verfahren in die neue datenbankgestützte Struktur migriert, die neue Soft-
ware im Rechenzentrum des SID in Kamenz implementiert und die Clientsoftware in
den Ämtern für Ausbildungsförderung installiert. Um den Arbeitsaufwand in der Sach-
bearbeitung zu minimieren, erfolgte gleichzeitig die Umstellung der Bankverbindungs-
daten der BAföG-Empfänger auf die neuen SEPA-Strukturen. Somit können alle BAföG-
Zahlungen in Sachsen mit dem ab Februar 2014 verbindlich vorgeschriebenen
Datenformat erfolgen.
Neben einer modernen Client-Server-Architektur wurde auch die komplette Datenhal-
tung im Rechenzentrum des SID in Kamenz konzentriert. Dadurch fällt in den Ämtern
für Ausbildungsförderung kein Aufwand mehr für die Datenhaltung an. Das neue Ver-
fahren soll neben der Ablösung alter Großrechnerprogramme auch die Bearbeitung des
einzelnen Falles beschleunigen. So können bspw. bereits unmittelbar nach einem Pro-
duktionslauf die Bescheide der betreffenden Antragsteller direkt innerhalb der Software
angezeigt werden. Die zu erwartenden Ergebnisse kann der Sachbearbeiter sofort wäh-
rend der Fallbearbeitung einsehen.
Mit der erfolgreichen Produktivsetzung in Sachsen steht ein zukunftsorientiertes Ver-
fahren zur Sachbearbeitung des BAföG zur Verfügung. Um die Bearbeitung des einzel-
nen BAföG-Antrages weiter zu verbessern und zu beschleunigen und damit letztendlich
dem Antragsteller die finanzielle Grundlage für seine Ausbildung schnellstmöglich zu
gewähren, werden bereits neue Zusatzfunktionalitäten entwickelt.
Auch der Komfort für den Antragsteller selbst soll erhöht werden. Gemäß der eGovern-
ment-Strategie des Freistaates Sachsen wird zukünftig auch die Beantragung des BAföG
per Onlineverfahren eingebunden werden. So wird sichergestellt, dass die erforderlichen
Daten richtig, vollständig und lesbar direkt beim zuständigen Sachbearbeiter auf dem
Bildschirm erscheinen. Ferner wäre der einzelne Antragsteller nicht an die Öffnungs-
zeiten des zuständigen Amtes für Ausbildungsförderung gebunden, sondern kann seinen
Antrag in Ruhe und von jedem mit dem Internet verbundenen Computer aus stellen.
An diesen und weiteren Verbesserungen wird derzeitig beim SID am Standort Kamenz
gearbeitet.
Neue BAföG-Software in Sachsen im Einsatz: SID federführend an
Entwicklung beteiligt
Ressortübergreifende
Verfahren
Die ressortübergreifenden Verfahren wie
BAföG
,
Meister-BAföG (AFBG)
,
Kommunaler
Finanzausgleich (FAG)
sowie
Schulverwaltungssoftware (SaxSVS)
wurden weiterhin
mit Erfolg gewartet und weiterentwickelt.

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36 |
Fachverfahren
Landwirtschaft
Die wichtigste Aufgabe im vergangenen Jahr war es, die Implementierung der fachlichen
Anpassungen für die Datenverarbeitungsverfahren im Auftrag der EU-Zahlstelle des
Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft sicherzustellen. Mit
der termin- und qualitätsgerechten Realisierung der notwendigen Verfahrensanpassun-
gen konnten alle Auszahlungstermine für die Fördermaßnahmen des Ressorts eingehal-
ten werden. Dies war aufgrund knapper Personalressourcen eine große Herausforderung
für den Fachbereich.
Über die beim SID Standort Lichtenwalde betriebenen und größtenteils entwickelten
Verfahren wurden Fördermittel in Höhe von rund 543 Mio. EUR verwaltet. Die Verteilung
der Fördermittel ist der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen. Insgesamt wurden
19.882 Anträge von 9.872 Betrieben gestellt.
Die landwirtschaftlichen Flächeninformationssysteme LaFIS zur Pflege der Feldblockre-
ferenz bzw. Erfassung betriebsbezogener geografischer Schlag- und Kontrolldaten in
den Außenstellen für Landwirtschaft des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie werden seit Jahren an die sich ständig ändernden fachlichen Anforderungen
angepasst. Im Jahr 2013 lag insbesondere ein Augenmerk auf der Einführung einer
neuen Programmoberfläche sowie auf der Verbesserung der Bedienungsfreundlichkeit
hinsichtlich eines noch größeren Kartenbereiches. Gleichzeitig wurde das gewohnte
Design beibehalten, sodass der Nutzer das Programm wie gewohnt bedienen kann. Eine
zentrale Rolle spielte in diesem Jahr die Verbesserung der Funktionen zur Qualitätssi-
cherung.
Neue Programmoberfläche für die Verfahren LaFIS / LaFIS-LFK
Im Antragsverfahren zur Förderung von Agrarumweltmaßnahmen nach der Richtlinie
AuW/2007 wurde im Jahr 2013 die GIS-gestützte Vorankündigung für S-Maßnahmen
(Stoffeintragsminimierende Bewirtschaftung) für die Beantragung 2014 eingeführt. Die
mit der Antrags-CD vom Antragsteller erstellten Daten für die Vorankündigung wurden
mit dem gesamten Antrag auf Agrarförderung erfasst. Die Weiterverarbeitung erfolgte
anschließend in einer zentralen GIS-Datenbank. Mit Hilfe des Erfassungs- und Bear-
beitungsprogrammes im zugehörigen GIS-Viewer konnten die Anträge zu Agrarumwelt-
maßnahmen für die Mitarbeiter der Außenstellen für Landwirtschaft des Landesamtes
für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie dargestellt werden.
Vorankündigung für stoffeintragsmindernde Bewirtschaftung
Nachfolgend sind einige Schwerpunkte der Arbeit dargestellt.
EU (ELER, EGFL)
Bund (UMG)
Land (ELER, EGFL, UMG, UML)
Kommunen (AFA)
Mio.
476,65
50,92
4,14
11,62
Verfahrensanpassung EU-Zahlstelle

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| 37
Die Projektierung und Implementierung des neuen Datenverarbeitungsverfahrens zur
Abwicklung des Förderverfahrens der ökologischen Waldmehrung gemäß den Richtli-
nien Nr. 10 und 93 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
wurde termin- und qualitätsgerecht ausgeführt. Somit konnten die Antragsbearbeitung
weiter unterstützt sowie die Fördermittel ausgezahlt werden. Neben der eigenen Pro-
jektierungsleistung wurde der SID durch externe Programmierleistungen im Umfang
von ca. 155 Personentagen unterstützt.
Neues Förderverfahren Erstaufforstungsprämie
Das Datenverarbeitungsverfahren
Agri-Förder
soll für den Kunden Sächsisches Staats-
ministerium für Umwelt und Landwirtschaft für die neue Förderperiode 2014 bis 2020
neu qualifiziert werden. Die bisher durch unterschiedliche Datenverarbeitungsprogram-
me unterstützten Fördermaßnahmen einzelner Förderrichtlinien sollen nun in einem
gemeinsam genutzten ELER-Stammverfahren zusammengeführt werden. Das Stamm-
verfahren soll als kompletter Verfahrensablauf von der Antragstellung über den Förder-
vollzug bis hin zur Abrechnung an die EU implementiert werden. Da die Förderung mit
Mitteln des
Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums (ELER)
kofinanziert wird, unterliegt diese damit strikten Vorgaben der Europä-
ischen Kommission zur Abwicklung und Abrechnung der Fördermaßnahmen.
Die Vereinigung verschiedener Verfahren in einem Stammverfahren macht eine fach-
übergreifende Zusammenarbeit erforderlich. Hierzu wurden von Vertretern der Refera-
te IT, Moderne Verwaltung und EU-Zahlstelle des Sächsischen Staatsministeriums für
Umwelt und Landwirtschaft sowie einer bestehenden Projektgruppe des Fachbereiches
Fachverfahren Landwirtschaft des SID einheitliche Vorgaben in Form eines Datenverar-
beitungsfachkonzeptes gemacht. Für die Implementierung dieser Fachvorgaben wird
der SID durch externe Programmierdienstleistungen unterstützt.
In der zweiten Jahreshälfte 2013 wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Be-
schaffung, Recht, Lizenzen eine europaweite Ausschreibung durchgeführt. Im Ergebnis
konnte ein EVB-IT-Dienstvertrag zur Sicherstellung der benötigten Programmierleistun-
gen für den Zeitraum der Förderperiode abgeschlossen werden.
Abschluss eines EVB-IT-Dienstvertrages für ELER-Stammverfahren
Gemäß der Vorgaben der EU-Kommission zur Errichtung eines einheitlichen Euro-Zah-
lungsverkehrsraumes SEPA ist spätestens ab 2014 die Auszahlung von Fördergeldern
unter Verwendung der standardisierten Kontoinformationen IBAN und BIC vorzunehmen.
Die Umstellung der betroffenen Datenverarbeitungsverfahren für die jeweiligen Förder-
maßnahmen sowie Auszahlverfahren der Bundes- und Hauptkasse wurde erfolgreich
abgeschlossen und getestet. Die Auszahlung von Förderprämien unter Angabe von IBAN
und BIC wurde erstmals mit der Erstzahlung der Betriebsprämie zum Jahresende in
großem Umfang vorgenommen.
Umstellung des Zahlverfahrens auf IBAN / BIC

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3.4 IT-Betrieb
Die zunehmende Bereitstellung landesweiter Dienste und Verfahren erfordert den Auf-
bau einer zentralen Ressourcendomäne. Diese Notwendigkeit wird durch die Forderung
nach einer transparenten Bereitstellung der Dienste unabhängig vom konkreten Re-
chenzentrumsstandort des SID verstärkt. Deshalb wurde die Freistaat Sachsen Domäne
fs.sachsen.de
für zentral genutzte IT-Dienste und Verfahren konzipiert. Ebenfalls können
Active Directory Dienste für Ressorts ohne eigene Domäne in fs.sachsen.de bereitgestellt
werden. Sie wurde als weitere Domäne unterhalb der Root-Domäne sachsen.de einge-
richtet.
In einer ersten Stufe installierte man Domänencontroller an den drei wichtigsten Stand-
orten - Rechenzentrum Kamenz, Rechenzentrum Lichtenwalde und Campusnetz Säch-
sisches Staatsministerium des Innern. In dieser Domäne werden bereits wichtige Ver-
fahren wie bspw. die IT-gestützte Vorgangsbearbeitung
(eVA.SAX > siehe Seite 47)
und
das elektronische Staatsarchiv
(el_sta > siehe Seite 48)
betrieben.
Für die Migration von Exchange 2003 nach Exchange 2010 wurden in 2013 entspre-
chende Cluster im Bereich Campus und Rechenzentrum Kamenz in der neuen Domäne
installiert. Weiterhin schaffte man Voraussetzungen, um die Domäne auch als Nutzer-
domäne verwenden zu können. In einem ersten Schritt werden die SID eigenen Active
Directory Konten in diese Struktur migriert. Das Betriebsregime für die Domäne wurde
standortübergreifend etabliert. Außerdem strukturierte man die Domänenverwaltung
so, dass eine Delegierung von Administrationsrechten auf OU-Ebene (Organisation Unit)
möglich ist.
fs.sachsen.de
Aufbau der Domäne fs.sachsen.de
DC
Domänencontroller für die Domäne wurden aufgebaut
SID
OU für den SID internen Gebrauch
fs.sachsen.de
Ressourcen-OU
(keine primären Nutzerkonten - nur Verwaltungs-, Admin- und Servicekonten)
für durch den SID zentral bereitgestellte Dienste und Verfahren
SID-
Dienste
einzelne (eVA.SAX, Exchange, ...)
sind bereits in Betrieb
Infrastruktur
Dienst 1
Dienst n
Verfahren
Verf. 1
Verf. n
OU für Dienste und Verfahren -
Administration erfolgt über OU Admins
Mögliche OU für Ressorts des Freistaates Sachsen
dezentrale Administration durch OU-Admin der Ressorts
OU für domänenweite Administration
Ressort 1
Ressort n
Admin
bei Bedarf

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| 39
Erfolgreicher Umzug der Virtualisierungsplattform Zentrale Dienste
Regierungsviertel von Dresden nach Lichtenwalde
Auf der Virtualisierungsplattform Zentrale Dienste Regierungsviertel, kurz
ZD-RegV
werden unter anderem Verfahren für die IT-gestützte Vorgangsbearbeitung
(eVA.SAX >
siehe Seite 47)
, für die elektronische Umsetzung des gesamten Kabinettsprozesses
(E-Kabinett > siehe Seite 46)
und das elektronische Staatsarchiv
(el_sta > siehe Seite 48)
durch den SID betrieben. Die Virtualisierungsplattform wurde Mitte 2011 im Zentralen
Service-LAN - ZSLAN in den Räumlichkeiten des Sächsischen Staatsministeriums des
Innern in Dresden aufgebaut.
Aufgrund von Einschränkungen an Platz und Stromversorgung war es nicht möglich,
die in den nächsten Jahren notwendigen Erweiterungen der Plattform am bestehenden
Standort ZSLAN durchzuführen. Deshalb wurde entschieden, die Plattform in das Re-
chenzentrum des SID am Standort Lichtenwalde umzuziehen.
Die intensive Nutzung, insbesondere des Verfahrens eVA.SAX in den Ministerien, der
Staatskanzlei und den nachgeordneten Behörden ließ eine Nutzungsunterbrechung
während der normalen Arbeitszeit nicht zu. Nach mehrmonatigen Vorbereitungen wur-
de die „heiße“ Phase des Umzugs schließlich auf das Wochenende 3. bis 6. Mai 2013
gelegt. In der Nacht zum 4. Mai wurden die Systeme planmäßig heruntergefahren, die
letzten Änderungen am Datenbestand (Backup) in das SID-Rechenzentrum am Standort
Kamenz überspielt und die Anlage im ZSLAN demontiert. Anschließend erfolgten der
eigentliche Umzug mit zwei Transportern nach Lichtenwalde und die Anlieferung am
neuen Standort. Am Samstag begannen ab 8.00 Uhr der Aufbau der Anlage in Lichten-
walde, die netztechnische Verkabelung und die Funktionstests. Während der gesamten
Dauer des Aufbaus überprüfte ein Team am alten Standort im ZSLAN die netztechni-
schen Verkehrsbeziehungen. Am Sonntag wurden schließlich weitere Tests des Verfah-
rens eVA.SAX durch den SID, die Staatskanzlei und das Sächsische Staatsministerium
der Justiz und für Europa durchgeführt.
Die Anlage konnte offiziell für die Nutzung der Kunden innerhalb von weniger als 48
Stunden wieder freigegeben werden. Mit dem Umzug wurde eine wesentliche Grund-
lage für den weiteren planmäßigen Rollout der IT-gestützten Vorgangsbearbeitung in
der gesamten Landesverwaltung geschaffen.
ZD_RegV
Serverschränke der Virtualisierungsplattform ZD_RegV am SID Standort Lichtenwalde

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40 |
... des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen
Für das Statistische Landesamt (StLA) in Kamenz wurde die Migration des für die PC-
Arbeitsplätze eingesetzten Betriebssystems MS Windows XP auf MS Windows 7 sowie
der Software MS Office 2003 auf die Version 2010 abgeschlossen.
Die Umstellung wurde notwendig, da Microsoft den Support für beide Produkte Anfang
April 2014 einstellt. Jedoch war die Kompatibilität mit Verfahren zur Lieferung und
Verarbeitung statistischer Daten, die weitere Teilhabe an IT–Verfahren und IT-Projekten
im Statistik-Verbund sowie die angemessene Sicherheit in der Datenverarbeitung nach
den Anforderungen des StLA und des BSI-Grundschutzes weiterhin zu gewährleisten.
Darüber hinaus kann mit den neuen Systemen moderne Hardware effektiv genutzt, die
Datensicherheit verbessert und moderne IT-Technologien (bspw. Virtualisierung von
Anwendungen, integrierte Verschlüsselung, effizientere Energiesparmodi) eingesetzt
werden. Das Betriebssystem wurde als 64-bit-System installiert und gewährleistet da-
mit den Einstieg in eine verbesserte Nutzung moderner Hardwareressourcen zur Leis-
tungssteigerung, denen das alte System physikalische Grenzen setzte.
Insgesamt wurden nahezu 400 PC-Arbeitsplätze mit den beiden MS Produkten bestückt.
Weiterhin mussten annähernd 670 Anwendungen, die bisher in der Fachstatistik Ver-
wendung fanden, im Vorfeld der Migration von deren Nutzern auf die Notwendigkeit
des weiteren Einsatzes geprüft, in einer Testumgebung auf Funktionsfähigkeit unter
dem neuen Betriebssystem getestet und im Problemfall durch neue Versionen oder gar
Alternativprodukte ersetzt werden.
Die Testumgebung wurde erstmals in Form von 30 virtuellen PC‘s zur Verfügung gestellt
und ermöglichte den Testern, ihre Software zu einem ihnen passenden Zeitpunkt im
Rahmen des Testplanes von ihrem Arbeitsplatz aus zu testen. Die zugehörigen Soft-
warepakete konnte der Kunde in eigener Regie und zeitlich flexibel dem bereitstehenden
virtuellen PC zuweisen, automatisch installieren, anschließend testen sowie nach Test-
abschluss wieder entfernen lassen. Dafür wurde seitens des SID eine entsprechende
Oberfläche zum Testmanagement unter Verwendung des
Quest One Identity Managers
sowie die benötigten Softwarepakete bereitgestellt.
Das Projekt wurde im Juni 2012 mit seiner Vorstellung und anschließenden Freigabe
durch die Projektlenkungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Kunden und des SID,
gestartet. Die Tests konnten Anfang Juli 2013 abgeschlossen werden. Mit der unmittel-
bar folgenden Freigabe zur Migration im produktiven Umfeld konnte das Projekt Mitte
August 2013 erfolgreich und damit für den Kunden rechtzeitig vor den anstehenden
Bundestagswahlen
(> siehe folgende Seite)
abgeschlossen werden.
... des Sachsen-Verbindungsbüros in Brüssel und der eigenen
Standorte in Kamenz und Dresden-Riesaer Straße
Weitere Windows 7/ Office 2010-Migrationsprojekte wurden für das Sachsen-Verbin-
dungsbüro Brüssel und die SID-Standorte Dresden Riesaer Straße und Kamenz gestartet.
Auch hier wurden die Testumgebungen nach dem oben geschilderten Muster als virtu-
elle Infrastrukturen aufgebaut und damit eine den Kundenbedürfnissen angepasste
Testdurchführung ermöglicht. Im Fall des Sachsen-Verbindungsbüros Brüssel wurde
jedoch anstatt virtueller PCs eine Terminalserverumgebung aufgebaut, wie sie in ana-
loger Weise derzeit die produktiven IT-Arbeitsplätze bereitstellen. Auch diese Testum-
gebung kann parallel zur derzeitigen produktiven Umgebung flexibel für die Tests ver-
wendet werden. Diese Migrationsprojekte werden im Jahr 2014 ihren Abschluss finden.
Umstellung auf Microsoft Windows 7 und Office 2010
von Arbeitsplatzrechnern ...
MS Windows 7
Office 2010

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| 41
Zu den wichtigsten Projekten 2013 gehörte die IT-Absicherung der Durchführung der
Bundestagswahl im Freistaat Sachsen. Am 9. November 2013 endete mit der Verkün-
dung durch den Bundeswahlleiter die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag. Auch bei
dieser Wahl unterstützte der SID mit umfangreichen technischen Leistungen sowohl
die Landeswahlleitung als auch den zuständigen Fachbereich des Statistischen Landes-
amtes des Freistaates Sachsen.
Zu den Kernaufgaben des SID gehörten dabei der Aufbau eines Datennetzes zur Über-
mittlung der Ergebnisse aus den Gemeinden an den Landeswahlleiter und deren Wei-
terleitung an den Bundeswahlleiter. Mittels eines Erfassungsclients konnten diese Daten
bereitgestellt werden. Auch die zeitnahe Versorgung der Medien mit aktuellen Infor-
mationen und die zur Verfügung gestellten Datenbanken für die Ergebnispräsentation
rundeten die Arbeit ab. Zudem unterstützten Mitarbeiter des SID die Arbeit des Statis-
tischen Landesamtes Sachsen mit GIS- und Druckdiensten.
Alle dem SID übertragenen Aufgabenfelder konnten erfolgreich abgeschlossen werden.
Bundestagswahl
... des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie und der Staatlichen Fortbildungsstätte Reinhardtsgrimma
Gemeinsam mit den Kunden Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie sowie der Staatlichen Fortbildungsstätte Reinhardtsgrimma wurden etwa
1.300 stationäre und mobile Arbeitsplatzrechner mit neuer Hardware ausgestattet und
auf MS Windows 7 und Office 2010 migriert. In diesem Rahmen erfolgte auch die Um-
setzung der in 2012 vorbereiteten Förderverfahren der EU-Zahlstelle auf die neue Ar-
beitsplatzumgebung.
Gleichfalls wurde eine Vielzahl der vom SID betreuten Schulkabinette für die Ausbildung
von Landwirtschafts- und Umweltfachberufen, die in Landes- oder Kommunalverant-
wortung liegen, auf das neue Betriebssystem und die neue Bürosoftware umgestellt.
Das Rollout erfolgte weitgehend automatisiert.
Citrix-Terminalserverfarmen für kommunale Sozialverfahren
Im Umfeld der Kundengruppe Kommunaler Sozialverband Sachsen (KSV), kreisfreie Städ-
te und Landkreise wird Software für die Verfahren SGB IX und ErzG/BEEG über Citrix
Terminalserverfarmen am Standort Kamenz bereitgestellt. Hierfür waren die Terminal-
server für den Einsatz der neuen Citrix XenApp-Version auf Windows Server 2008 R2
als 64 bit Betriebssystem zu aktualisieren, da die Vorgängerversion des Citrix-Terminal-
serversystems ab März 2013 nicht mehr unterstützt wurde. Dazu musste auf ca. 60
Terminalservern das neue Windows-Betriebssystem, Citrix XenApp sowie die Verfah-
renssoftware installiert werden. Nach erfolgreichem Test durch die Verfahrensverant-
wortlichen des KSV wurden sukzessive die Kommunen auf Terminalserver mit der neu-
en Software umgeleitet und gleichzeitig die veralteten Systeme zurückgebaut. Hier
konnte auf Grundlage der lastbalancierten, virtualisierten Terminalserverfarm ein un-
terbrechungsfreier Übergang in die aktuelle Umgebung gewährleistet werden, ohne dass
der in den Verfahren notwendige Publikumsverkehr in den Kommunen beeinträchtigt
wurde.
Windows-Server
Begonnen wurde 2013 mit der Umstellung des Windows-Serverbetriebssystems 2003
auf neuere Versionen, sowohl in den Rechenzentren als auch in den zu betreuenden
Kundenlokationen.
Serverumstellungen

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42 |
Vom Mobiltelefon aus auf das Internet zuzugreifen, ist heute für viele genauso selbst-
verständlich, wie Informationen vom Rechner zu Hause oder im Büro abzurufen. Die
Technik, die man in beiden Fällen nutzt, ist jedoch keineswegs identisch, auch wenn
sich das für den Nutzer so anfühlt.
Für die Nutzung mobiler Endgeräte mit dem Verfahren
eVA.SAX
inklusive E-Kabinett
steht seit Mai 2013 die CDA-Lösung (Corporate Data Access) zur Verfügung. Bei dieser
maßgeschneiderten Lösung für den mobilen Zugriff kommuniziert nur eine Verbindung
über das Internet - der Tunnel zwischen dem CDA und dem privaten Netzwerk. Damit
neben dem Mobilfunknetz weitere Übertragungswege wie WLAN-Hotspots genutzt
werden können, wurde für das Verfahren eine zertifikatsbasierte VPN-RAS-Lösung (Vir-
tual Private Network - Remote Access Service) entwickelt. Mit dieser Technologie kön-
nen sich berechtigte Personen zeit- und standortunabhängig in das Unternehmensnetz
einbinden. An der Erhöhung der IT-Sicherheit dieses Verfahrens wird derzeit gearbeitet.
E-Kabinett
Firewall
Dienstenetz
CE
VIS.SAX
ZD RegV
SID Standort
Lichtenwalde
UMTS / LTE
Internet
Client an
Privatanschluss
UMTS Client
ROOT-CA-01
ZD-CA-01
Reverse
Proxy Cluster
Proxy Cluster
NAC Appliance
Netz Zentrale Dienste
VRF SVN_ZD_L
Netz RAS-Clients
VRF RAS
Standort
T-Systems
Radius-Server
Tokeneinwahl
Telesec Netz
SVN
PE
PE
CE
PE
Firewall
Dienstenetz
CE
Exchange
Dienstenetz
Campus
SID Standort
Campus
E-Kabinett
Mobiler Zugang für Staatsminister und Staatssekretäre zum E-Kabinett
Kommunikationswege des VPN-RAS Zuganges

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Schulungssystem
Abnahmesystem
Referenzsystem
Produktivsystem
Produktive Applikationsserver
2012
2013
2014
Segment 00
Segment 10
Segment 20
DB-Server
Segment 00
Segment 10
Segment 20
Ablageserver
Segment 00
Segment 10
Segment 20
Diensteserver
Segment 00
Segment 10
Segment 20
Die Einführung der
elektronischen Vorgangsbearbeitung und Aktenführung in der
sächsischen Staatsverwaltung
(eVA.SAX) ermöglicht es den Behörden, die bisher pa-
pierbezogenen Prozesse künftig konsequent elektronisch abzubilden. Im Freistaat Sach-
sen wird die Einführung mit dem Produkt VIS.SAX vollzogen. Damit wird den Behörden
ein Vorgangs- und Dokumentenmanagementsystem zur Verfügung gestellt, dass eine
Komplettlösung von der Posteingangsbearbeitung über die Registratur und Sachbear-
beitung bis hin zum Postausgang bietet. Dokumente unterschiedlichster Herkunft kön-
nen einheitlich registriert, bearbeitet und abgelegt werden. Darüber hinaus bietet
VIS.SAX die fristgerechte Aussonderung und Abgabe von Schriftgut an das Sächsische
Staatsarchiv.
Mit dem Aufbau der landeseinheitlichen Plattform VIS.SAX wurde die Möglichkeit ge-
schaffen, unseren Kunden - den Staatsministerien und Behörden des Freistaates Sach-
sen - eine zentrale performante Umgebung für die IT-gestützte Vorgangsbearbeitung
zur Verfügung zu stellen. Die Umsetzung der Funktion
E-Kabinett
in eVA.SAX trug
entscheidend dazu bei, dass die Software VIS.SAX eine Dynamik erhielt. Im Jahr 2013
wurden durch den SID vier Versionsupdates eingespielt, ohne den Tagesbetrieb dabei zu
unterbrechen.
Der stabile Betrieb des Verfahrens eVA.SAX auf der zentralen Plattform sorgte dafür,
dass immer mehr Behörden ihren Bedarf zur Nutzung des Services beim Competence
Center Vorgangsbearbeitung (CCV) anmeldeten. Die Notwendigkeit der Erweiterung der
Plattform VIS.SAX wurde deutlich und in 2013 vorgenommen - es erfolgte neben dem
Umzug der Plattform an unseren Standort Lichtenwalde
[> siehe Seite 39]
, eine Hard-
warebeschaffung und die Einrichtung der VIS.SAX-Plattformsegmente 10 und 20. Mit
dieser Erweiterung hat sich die Umgebung VIS.SAX fast verdreifacht (siehe folgende
Abbildung) und bietet nun der Landesdirektion Sachsen mit ca. 1.400 Nutzern, dem
Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit ca. 1.200 Nutzern
und weiteren in „Lauerposition“ stehenden Behörden, wie auch dem SID selbst, eine
zukunftsträchtige Plattform.
Einführung der IT-gestützten Vorgangsbearbeitung eVA.SAX
eVA.SAX
Schematische Darstellung der Plattform eVA.SAX

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IT-gestützte Vorgangsbearbeitung und elektronische Aktenführung sind integraler Be-
standteil von eGovernment und damit ein Kernelement der Verwaltungsmodernisierung.
Ziel des Projektes ist es, ein landesweit einheitliches System zur Langzeitspeicherung
und elektronischen Archivierung aufzubauen und zu betreiben. Die Verwaltung kann
somit elektronische Unterlagen rechtssicher aufbewahren und nach Ablauf der Aufbe-
wahrungsfrist an das Sächsische Staatsarchiv aussondern. Gemäß dem gesetzlichen
Auftrag des Sächsischen Staatsarchives können elektronische Unterlagen, denen ein
bleibender Wert zukommt, dauerhaft aufbewahrt werden.
Um diese komplexe Zielsetzung erreichen zu können, wurde das Sächsische Staatsmi-
nisterium der Justiz und für Europa mit Beschluss des Kabinetts vom September 2008
beauftragt, ein elektronisches Archiv nach archivfachlichen Vorgaben des Sächsischen
Staatsarchivs im SID technisch umzusetzen. Unter der Gesamtprojektleitung des Säch-
sischen Staatsarchivs wurde bereits in 2010 gemeinsam mit dem SID mit der Konzipie-
rung eines landesweit einheitlichen IT-Verfahrens zur Langzeitspeicherung und elektro-
nischen Archivierung begonnen. Der SID wurde mit der Leitung für das Teilprojekt
Informationstechnik betraut.
Inbetriebnahme des Elektronischen Staatsarchivs -
„Digitales Gedächtnis“ des Freistaates Sachsen
el_sta
Lenkungsausschuss
(SMJus, SID, StA)
Projektleitung
(StA)
Projektcontrolling
(Fa. IMTB)
Teilprojekt
Langzeitspeicherung
(SMJus)
Teilprojekt
Elektronische
Archivierung (StA)
Teilprojekt
Informationstechnik
(SID)
Bei der feierlichen Eröffnung des elektroni-
schen Staatsarchivs Herr Sondermann, Herr
StS Dr. Bernhardt, Herr Dr. Kiebusch (v. l. n. r.)
Herr Dr. Bernhardt, CIO des Freistaates
Sachsen: „Mit der heutigen Eröffnung des
elektronischen Staatsarchivs ist ein wich-
tiger Schritt für die Digitalisierung der
Verwaltung getan. Die erfolgreiche Rea-
lisierung des Projektes elektronischer
Langzeitspeicherung fügt sich als ein
wichtiger Bestandteil in eine Reihe von
Projekten, die für die Einführung der elek-
tronischen Aktenführung in der Sächsi-
schen Staatsverwaltung und damit für
die Verbesserung der E-Government An-
gebote im Freistaat von großer Bedeu-
tung sind“.
Die Verantwortlichen steckten sich das Ziel, binnen drei Jahren das Elektronische Staats-
archiv in Betrieb nehmen zu können. Am 25. Februar 2013 war es dann endlich so weit.
Herr Staatsminister Ulbig, Frau Direktorin Dr. Wettmann und Herr Staatssekretär Dr.
Bernhardt eröffneten das neue Elektronische Staatsarchiv für den Freistaat Sachsen
feierlich und überführten es symbolisch in den Regelbetrieb.
Die technische Überführung in den Regelbetrieb dauerte bis Ende 2013 an. Es wurde
ein Betriebs-, Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept erstellt. Auf dessen Grundlage
wurden die für den Betrieb notwendigen Prozesse wie Incident-Management und Se-
cond-Level Support durch den SID implementiert. Die Server und Speicherkomponenten
sind in die Betriebsplattform ZD-RegV für die IT-gestützte Vorgangsbearbeitung
(eVA.SAX) integriert und unter Produktionsbedingungen erfolgreich getestet worden.
Die Betreuung der Software-Komponenten erfolgt durch die Firmen
scope AG
(Herstel-
ler der eingesetzten Archivlösung scopeOASIS) und
H&T divas GmbH
(Hersteller des
Repositories).
Inbetriebnahme des elektronischen Staatsar-
chivs durch Herrn StM Ulbig, Frau Direktorin
Dr. Wettmann, Herrn StS Dr. Bernhardt (v. l. n. r.)

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| 45
Der SID unterhält am Standort Kamenz ein Druckzentrum, in dem seit vielen Jahren
Kundenaufträge zuverlässig erfüllt werden. Durch den Einsatz modernster Technik im
Bereich Druck, Kuvertierung und Weiterverarbeitung werden verschiedenste Anforde-
rungen im digitalen Rechenzentrums- sowie Hausdruckereibereich erfüllt.
Es stehen zwei Schwarz-Weiß-Druckstrecken mit den Xerox-Produktionssystemen
Nuvera EA 144
(ca. 8.700 Seiten/Stunde) und
200
(ca. 12.000 Seiten/Stunde) sowie
das Farbdrucksystem
DocuColor 7000
(ca. 4.200 Seiten/Stunde) zur Verfügung. Durch
die Nutzung spezieller FreeFlow-Workflow-Lösungen wird mit moderner, auf die An-
sprüche unserer Kunden zugeschnittenen Druck-, Controller- sowie Workflowtechno-
logie gearbeitet. Das Kuvertiersystem
Böwe Quattro
mit angeschlossenem Kuvertmatch
garantiert durch Kameras in drei Beilagestationen eine hohe Flexibilität und sehr ge-
ringe Fehlerquoten. In der Druckendverarbeitung wird außerdem geheftet, gebunden,
geschnitten und gefalzt.
Im Druckzentrum wurden die Kunden - Statistisches Landesamt Sachsen (StLA), Säch-
sisches Staatsministerium für Kultus (SMK), Landesdirektion Sachsen (LDS), Kommuna-
ler Sozialverband Sachsen (KSV), Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und
Kunst (SMWK), Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
(SMWA), Sächsisches Staatsministerium der Finanzen (SMF) sowie Sächsisches Staats-
ministerium der Justiz und für Europa (SMJus) - mit diversen Druckleistungen bedient.
Dabei zählten das StLA, das SMK und das SMWK zu den Hauptkunden. Eine genaue
Auflistung der Leistungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Druckerei
Druckleistungen der Druckerei am Standort Kamenz im Jahr 2013
Blatt
Briefe
Blatt
Stück
StLA
2.583.026
705.551
204.697
5.294
204.697
11
2.297
9.915
SMK
1.944.575
972.288
41.075
4.242
LDS
375.138
199.720
145.393
24.302
KSV
484.849
484.849
327.083
SMWK
827.693
333.307
116.048
12
SMWA
111.474
81.214
9.211
SMF
100
SMJus
24.475
615
Gesamt
6.351.230
2.362.408
718.248
414.521
125.259
29.596
204.697 4.365
2.912
9.915
CD
Binden
Falzen
Druck
Seiten
Kunden
Kuvertieren
Bescheide
Umschläge
Postzustell-
urkunde
Drucktechnik am Standort Kamenz

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46 |
IT für die Polizeiarbeit
Anfang 2013 nahm die sächsische Polizei eine neue Struktur ein. Die Zahl der Polizei-
direktionen verringerte sich von sieben auf fünf. Zeitgleich nahm das operative Abwehr-
zentrum seine Arbeit auf. Dies führte zu umfangreichen Arbeiten am IT-System der
sächsischen Polizei, die durch den SID, Standort Dresden Neuländer Straße zeit- und
qualitätsgerecht abgeschlossen wurden. Neben der Einführung der neuen Dienststel-
lenschlüssel und der Konvertierung umfangreicher Datenbestände musste die Server-
struktur angepasst werden, damit auch in der neuen Struktur Lastverteilung und Red-
undanz der IT-Systeme stimmen. All diese Arbeiten wurden so ausgeführt, dass der
Zugriff zu den wichtigen Informationssystemen auch während der Umstellungsphasen
gewährleistet war. Die strukturellen Anpassungen wurden durch die Lieferung eines
neuen Hauptreleases der Vorgangsbearbeitungssoftware IVO wesentlich erleichtert.
Neue Lifescanner für den Erkennungsdienst der sächsischen Polizei
Im Geschäftsjahr 2013 wurden über 50 neue Lifescanner zur Abnahme von Finger- und
Handflächenabdrücken in Betrieb genommen. Die neuen Geräte sind kleiner, leichter
und bieten eine höhere Auflösung als die bisherigen Vorgängermodelle. Mit der Liefe-
rung der Geräte waren umfangreiche Änderungen in der Bediensoftware verbunden, da
sich das Bedienkonzept der Geräte geändert hatte. Gründliche Tests im SID Fachbereich
Polizei und in einer Erprobungsdienststelle der Polizei wurden durchgeführt. Eine An-
passung der Gerätesteuerung durch den Gerätehersteller war erforderlich, ehe die Ge-
räte in alle Dienststellen geliefert werden konnten. Nach der Auslieferung wurde die
Umstellung in den Dienststellen durch die Kollegen des Fachbereiches unterstützt.
Nationales Waffenregister in Betrieb
Die durch die kommunalen Behörden erteilten waffenrechtlichen Erlaubnisse waren
bisher nicht zentral erschließbar, die Datenhaltung erfolgte in der jeweiligen Behörde.
Mit dem Aufbau des bundesweiten Nationalen Waffenregisters werden alle Informati-
onen zu Waffen beim Bundesverwaltungsamt gebündelt. Das Bundesverwaltungsamt
und die Länder standen vor der Aufgabe, dieses Waffenregister sehr rasch aufzubauen
und die Informationen aus vielen heterogenen Systemen zu sammeln und zu integrieren.
Durch den Fachbereich Polizei des SID wurde im September 2013 der Zugang zum
Nationalen Waffenregister für Abfragen durch die sächsische Polizei geschaffen.
Anschluss des Laborinformationssystems an das zentrale
kriminaltechnische Tagebuch
Moderne teilweise automatisierte Analyseverfahren sind für die Arbeit des Kriminal-
technischen Instituts beim Landeskriminalamt Sachsen von zentraler Bedeutung. Be-
sonders im Bereich der DNA-Analytik fallen große Datenmengen an, die nur maschinell
verarbeitet werden können. Dabei finden spezialisierte Laborinformationssysteme der
jeweiligen Gerätehersteller Anwendung. 2013 wurde eine Schnittstelle geschaffen, ge-
testet und umfassend dokumentiert, die es ermöglicht die Laborinformationssysteme
mit dem zentralen kriminaltechnischen Tagebuch zu verbinden. Damit können künftig
manuelle Tätigkeiten wie bspw. der Nachweis des Erfüllungsstandes eines Untersu-
chungsauftrages beschleunigt werden.
Betriebssysteme der Clients und Server wie auch Datenbanksysteme entwickeln sich
ständig weiter. Neue Softwareversionen werden in kürzer werdenden Zyklen durch die
Hersteller eingeführt. Veraltete Systeme müssen rasch aus dem Verkehr gezogen werden,
damit sie nicht zu Sicherheitslücken werden, die von Angreifern ausgenutzt werden.
Softwarepflege
Unterstützung beim Projekt Polizei.Sachsen.2020 und Aufbau des
operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei

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| 47
Sachsen ist Bestandteil des Informationssystems der Polizeien des Bundes und der Län-
der (INPOL). Im Zuge der Weiterentwicklung von INPOL unterliegt dieses regelmäßigen
technischen und polizeifachlichen Anpassungen, die für die angebundenen sächsischen
Landessysteme nachzuvollziehen sind.
Zum 3. Dezember 2013 erfolgte mit einem versionsübergreifenden Change eine grund-
legende Neuversionierung von INPOL, deren Umsetzung mit erheblichem Aufwand ver-
bunden war. Die bundesweiten konzeptionellen Vorarbeiten mit der Bewertung techni-
scher und fachlicher Anforderungen sowie die programmtechnischen Umsetzungen und
Tests liefen in enger Kooperation mit den Bundesländern während des gesamten Jahres
2013 und konnten erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Gleichzeitig wurde die
seit 2012 laufende Migration der DNA-Analysedatei auf INPOL-Zentral 2013 erfolgreich
umgesetzt.
Informationssystem der Polizeien des Bundes und der Länder
Im Geschäftsjahr 2013 hat der Fachbereich Polizei des SID die mobilen PC (MPC) im
Rahmen des Projektes interaktiver Funkstreifenwagen der Polizei Sachsen an das Po-
lizeinetz über UMTS angebunden. Damit kann jetzt die integrierte Vorgangsbearbeitung
der Polizei auch vor Ort vollumfänglich genutzt werden. Dazu wurden die notwendigen
Erweiterungen für den UMTS-Zugang über die Kopfstelle der Polizei realisiert und die
erforderliche Infrastruktur für einen sicheren Betrieb geschaffen.
Eine wichtige Aufgabe bestand auch in der Vorbereitung der automatisierten Installa-
tion der UMTS-Modems und der Zugangsdaten für die einzelnen Geräte (Key, SIM Kar-
tendaten, Zugangsdaten Kopfstelle, etc.) für die mobile Anbindung. Es musste die ent-
sprechende Software für das Softwareverteilungssystem der Polizei erstellt werden und
die Daten zur Installation waren zu erfassen und für die automatische Installation im
Netz der Polizei bereitzustellen. Nach der Erprobung der Lösung konnte diese ab Okto-
ber 2013 für den Regelbetrieb freigegeben werden. Insgesamt wurden bisher 1.000 MPC
mit der UMTS-Anbindung installiert. Damit konnte die bisher genutzte Lösung außer
Betrieb genommen werden und der Rückbau der alten Technik erfolgen.
Die Entwicklung einer mobilen Kurzauskunft, die seit 2012 als Prototyp in der Praxiser-
probung ist, wird in 2014 weitergeführt werden.
Projekt interaktiver Funkstreifenwagen
Das Jahr 2013 brachte auch hier reichlich Arbeit für den Fachbereich.
Versionsupgrades gab es sowohl bei der Datenbanksoftware, bei den Serverbetriebssys-
temen als auch bei den Entwicklungswerkzeugen für das Clientbetriebssystem. Die
Versionsupgrades erforderten jeweils die Durchsicht des Programmcodes aller noch in
Betrieb befindlicher Komponenten und ggf. deren Anpassung an die neue Version. An-
gesichts des großen Umfangs der über viele Jahre erstellten Software, stellte dies eine
ganz besondere Herausforderung dar. Einer großen Kräftebindung steht hier jedoch kein
nach außen sichtbarer Nutzen gegenüber. Diese Arbeiten sichern lediglich den Weiter-
betrieb der IT-Systeme.

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48 |
3.5 Landesrechenzentrum Steuern
Zentral bereitgestellte Finanzamtsanwendungen
Die vormals dezentral betriebenen ca. 6.500 Finanzamtsarbeitsplätze wurden im Ge-
schäftsjahr 2013 auf eine zentrale Terminalservertechnologie überführt. Die bisher de-
zentral bereitgestellten Finanzamtsanwendungen werden, um Kosten zu sparen und die
Flexibilität zu erhöhen, künftig zentral durch den SID-Landesrechenzentrum Steuern
(LRZS) angeboten, betrieben und an den Finanzamtsarbeitsplätzen bereit gestellt.
Alle sächsischen Finanzämter sowie zusätzlich die Schulungszentren waren im Rahmen
dieser Maßnahme umzustellen. Nach der jeweiligen Migration musste die vorhandene
lokale Technik abgebaut werden. Die Bereitstellung des gesamten Arbeitsplatzes erfolgt
nunmehr zentral vom Standort des SID-LRZS aus. Ein Projektteam aus Bediensteten des
SID-LRZS der Fachbereiche IT-Infrastruktur und Verfahrensbetreuung übernahm Pla-
nung, Organisation, Rollout und Nutzerbetreuung vor Ort.
Nach zwei Pilotumstellungen im Jahre 2012 begann im Januar 2013 die Umstellung
sämtlicher Finanzamtsarbeitsplätze. Die Migration erfolgte an jeweils zwei Orten zeit-
gleich und konnte in den meisten Fällen am ersten folgenden regulären Arbeitstag
abgeschlossen werden. Danach begannen die erforderlichen Tests und gleichzeitig wur-
den die Nutzer geschult und über die neuen Gegebenheiten und Möglichkeiten infor-
miert. Damit konnten Einschränkungen auf Nutzerseite auf ein Minimum beschränkt
und zugleich deren maximale Produktivität gewährleistet werden. Im Oktober konnte
die Umstellung im letzten Finanzamt erfolgreich abgeschlossen werden.
Sicherstellung der Services
Die Einführung der zentralen Terminalserverlösung machte deutlich, wie komplex der
Betrieb der vielen IT-Verfahren mittlerweile geworden ist. Deshalb entwickelte der SID-
LRZS ein Change-Managementsystem und setzt dies seit dem Jahreswechsel 2013/2014
ein.
Ziel des Change-Managements ist es, unerwünschte Auswirkungen, die durch Änderun-
gen an den produktiven IT-Systemen entstehen können, durch die Etablierung und den
Betrieb standardisierter Prozessabläufe zu vermeiden. Das Change-Management ist dazu
angelegt, weitgehende Kontrolle über alle Änderungen an produktiven IT-Systemen zu
erlangen und dafür zu sorgen, dass diese nach einem definierten Prozessablauf effektiv,
effizient und nachvollziehbar für alle Beteiligten umgesetzt werden.
Zu diesem Zweck wurde ein Change Advisory Board eingerichtet, das nach einem eigens
entwickelten vorbestimmten Ablauf sämtliche anstehenden Changes beurteilt und in
einen etablierten Prozess einfließen lässt, der die Fragen der Standardisierung oder
Komplexität und Koordinierung bis zur Freigabe beurteilt und zugleich die Dokumen-
tation der Änderungen an der IT-Infrastruktur überwacht.
IT-Zentralisierung

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Im April 2013 startete die Pilotierung des federführend durch Bayern entwickelten
Serviceangebotes für den elektronischen Belegabruf zur Übernahme der Daten in die
sogenannte vorausgefüllte Steuererklärung. Damit wird den Bürgern Zugriff auf die bei
der Finanzverwaltung gespeicherten Adress- und Belegdaten ermöglicht, z. B. die vom
Arbeitgeber übermittelten Lohnsteuerbescheinigungen, Mitteilungen über den Bezug
von Rentenleistungen oder die Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen. Die
abgerufenen Daten können von der Steuererklärungssoftware in die Einkommensteu-
ererklärung übernommen werden.
Hierzu wurde im SID-LRZS die ELSTER-Landeskopfstelle technisch aufgerüstet. Während
der Pilotierungsphase konnten wichtige Erfahrungen gesammelt sowie Fehler und Ver-
besserungsvorschläge an die Programmierung gemeldet werden.
Der SID-LRZS leistet zudem technische Unterstützung für die beim Finanzamt Dresden-
Süd eingerichtete Zentralstelle ElsterOnline, die als Rechteverwaltungsstelle für den
elektronischen Belegabruf sowie die Steuerkontoabfrage fungiert.
Am 2. Januar 2014 wurde das Serviceangebot bundesweit freigeschaltet und wird allen
Bürgern im Webportal ElsterOnline unter
https://www.elsteronline.de
und der Software
ElsterFormular angeboten. Alternativ kann das Serviceangebot mit Steuererklärungs-
software kommerzieller Hersteller unter
www.elster.de/belegabruf/index.php
genutzt
werden.
Vorausgefüllte Steuererklärung
Einführung E-Bilanz
Aufgrund gesetzlicher Anforderungen haben bilanzierende Steuerpflichtige ab einem
festgelegten Zeitpunkt ihre Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich
vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung an das Finanzamt zu über-
mitteln. Unabhängig von der Vielzahl der elektronischen Einreichungen müssen die
Länder durch Einsatz der entsprechenden Softwareprodukte sicherstellen, dass die ein-
gehenden E-Bilanz-Datensätze verarbeitet werden können. Die komplexe Verknüpfung
unterschiedlicher Verfahren war daher durch den SID-LRZS sicherzustellen und konnte
gewährleistet werden.
ELSTER
E-Bilanz

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50 |
Aufgrund gesetzlicher Festlegungen geht im Jahr 2014 die gesamte Bearbeitung der
Kraftfahrzeugsteuer an den Bund, konkret an die Zollverwaltung über. Die Vorbereitun-
gen dazu laufen intensiv seit vielen Monaten – sowohl im fachlichen als auch im
technischen Bereich. Es gilt möglichst nahtlos die Festsetzung und Erhebung dieser
Steuern durch den Bund zu ermöglichen. Der konkrete Umsteigetermin für den Freistaat
Sachsen ist für Mai 2014 vorgesehen. Mit bereits durchgeführten Datentestlieferungen
wurden das komplexe Zusammenspiel und die Funktionsfähigkeit der Datenübermittlung
getestet. Daten von mehr als drei Millionen Kfz-Steuerkonten wurden in mehreren
Testläufen versandt, wobei ein unverpacktes Datenvolumen von 19 bis zu 29 GigaByte
zu transportieren war.
KfZ-Steuer
Vorbereitungen zur Abgabe der Kfz-Steuer an die Zollverwaltung
Einführung SEPA in der Steuerverwaltung
Die Umsetzung der EU-Verordnung zur Einführung der Single European Payment Area
(SEPA) zum 1. Februar 2014 stellte den SID-LRZS bereits in 2013 vor große Herausfor-
derungen. Die Kernaufgaben, die mit dieser Vorgabe verbunden sind, können wie folgt
beschrieben werden:
»
Umstellung sämtlicher Bankverbindungen auf das SEPA-Format – in allen
Bereichen des automatisierten Steuerverfahrens
»
Berücksichtigung des SEPA-Datensatzformats beim elektronischen
Zahlungsverkehr (Datenaustausch)
»
Einführung der Verfahren SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschrifteinzug
Bei der Durchführung dieser Schwerpunktaufgaben kam als zusätzliche Herausforderung
hinzu, dass Mitte des Jahres 2013 ein Wechsel der Leitbank für die Verfahren Überwei-
sungen, Lastschrifteinzug und maschinelles Erstattungsverfahren stattgefunden hat.
In einem projektartigen Ablauf waren Abstimmungen mit dem Auftraggeber und der
Hauptkasse des Freistaates Sachsen erforderlich und parallel die Einbindung der pro-
grammierenden Länder und der neuen Leitbank. Das brachte eine Neugestaltung und
Umstrukturierung des bisherigen Produktionsablaufs mit sich. Die Umstellung der Pro-
zedere wurde bis hin zur banktechnischen Abwicklung der Vorgänge auf ihre Funkti-
onsfähigkeit schließlich erfolgreich getestet und abgeschlossen.
Im letzten Quartal 2013 konnten anschließend sowohl der Druck als auch der Versand
von weit mehr als zwei Millionen Schreiben sowohl für den steuerlichen als auch für
den Bereich der Staatsfinanzen (Bezüge) fristgerecht umgesetzt werden.
SEPA
Umstellung von Vorlagen nach Markenhandbuch
Im Jahr 2013 konnten abschließend die Vorgaben aus der VwV Erscheinungsbild für ca.
1.500 im Finanzamt genutzter Vorlagen umgesetzt werden. Aufgrund Einbindung der
Vorlagen in das Dialogverfahren, das den Bearbeitern im Finanzamt zur Verfügung steht,
bedeutete dies einen hohen Anteil an Programmierleistung durch die Mitarbeiter im
SID-LRZS. Durch die Entwicklung eines speziellen Emulationstools ist es zusätzlich ge-
lungen, (Außendienst-) Mitarbeitern, die das Dialogverfahren nicht unmittelbar zur
Verfügung haben, die Vorlagen im selben Umfang bereitzustellen wie im Innendienst.
Mit großem Einsatz konnte die Herausforderung der Umstellungsaufgabe „Markenhand-
buch“ erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.
Markenhandbuch

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Pilotierung des neuen Risikomanagementsystems für Fragebögen
Weiterhin widmete sich SID-LRZS der Vorbereitung und Begleitung der Pilotierung des
neuen Verfahrens RMS-FB, das maschinelle Risikomanagementsystem für Fragebögen
zur steuerlichen Erfassung. Der Sachbearbeiter im Finanzamt wird hier vor der Erteilung
der Steuernummer und eines Grundkennbuchstabens bei der Fallanalyse unterstützt.
Zur Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs werden automatisierte sowie manuelle Über-
prüfungen durchgeführt und dokumentiert.
RMS-FB
Anwendung für Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale
Im Jahr 2013 erfolgte der kontinuierliche Einstieg aller Arbeitgeber in das Verfahren
ElsterLohn II. Mit diesem können die beim Bundeszentralamt für Steuern gespeicherten
Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) für die Arbeitnehmer abgerufen
werden. Ein intensiver Support der Finanzämter als auch Arbeitgeber war notwendig;
1.800 Problem-Tickets wurden dazu in 2013 bearbeitet. Der Funktionsumfang der
ELStAM-Anwendung in den Finanzämtern wurde um die Arbeitgeberfunktionen -
Härtefalleingaben, Buttolistenanforderung bei Datenverlust durch den Arbeitgeber -
erweitert.
ELStAM

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4. Organisation und Fachaufsicht
Die Organe des SID ergeben sich aus der Verwaltungsvorschrift über die Errichtung des Staatsbetriebes Sächsische Informatik Diens-
te (VwV SID) vom 27. November 2007 (SächsABl. 2008, S. 135).
Am 1. September 2012 übernahm Herr Dr. Sebastian Kiebusch die Geschäftsführung des Staatsbetriebes - seine Bestellung erfolgte
durch das Staatsministerium der Justiz und für Europa im Benehmen mit dem Staatsministerium der Finanzen.
Der Verwaltungsrat des Staatsbetriebes Sächsische Informatik Dienste setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Sächsischen Staats-
kanzlei sowie den beteiligten sächsischen Staatsministerien. Im Jahr 2013 bildeten die folgenden Personen den Verwaltungsrat.
Dr. Monika Zimmermann
Leiterin der Abteilung 3 der Sächsischen Staatskanzlei
Sibylle Ferkau-Permesang
Leiterin der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen
Helmut Arens
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums des Innern
Matthias Hüchelheim
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Jörg Schröder
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz
Wilfried Kühner
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus
Dr. Ulrich Reusch
Leiter der Abteilung 1 des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
Peter Sondermann
Leiter der Abteilung V des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Europa

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Geschäftsführer
Dr. Sebastian Kiebusch
DR-100
Unternehmensbereich 1
Zentrale Aufgaben
Uwe Korzen-Krüger
DR-150
Unternehmensbereich 2
IT-Service
Jörg Schneider*)
DR-200
Unternehmensbereich 3
IT-Lösungen
Bernd Marx
KM-4000
Unternehmensbereich 4
IT-Betrieb
Peter Wirth
LW-200
Unternehmensbereich 5
Landesrechenzentrum
Steuern
Axel Geck*)
DS-100
Fachbereich 1.1
Finanzmanagement
Dr. Christian Zischeck DR-110
Fachbereich 1.2
Personalmanagement
Barbara Leibnitz
DR-120
Fachbereich 1.4
Beschaffung, Recht,
Lizenzen
Claudia Glausch
DR-140
Fachbereich 1.3
Organisation
Jürgen W. Wiedling DR-130
Fachbereich 2.3
IT-Sicherheit, Daten-
schutz, CERT
Uwe Hoppenz
DR-210
Fachbereich 2.4
Projektmanagement
Fred Unnasch
DR-217
Fachbereich 2.2
Client Service Manage-
ment, Service Desk
Kerstin Putzky
DR-262
Fachbereich 2.5
Leitstelle SVN
Jörg Schneider*)
DR-200
Fachbereich 2.1
Kundenmanagement
Thomas Knüpfer
DR-270
Fachbereich 3.3
Fachverfahren
Landwirtschaft
Mirko Löschner
LW-210
Fachbereich 3.2
Fachverfahren Statistik
Gunter Lorenz
KM-4200
Fachbereich 3.1
E-Government- und
Querschnittverfahren
Uwe Kaiser
DR-260
Fachbereich 4.2
DB, UNIX und Mainframe
Hans-Ulrich Höhne KM-4400
Fachbereich 4.3
Verfahrensbetrieb
Renate Bachmann
DR-220
Fachbereich 4.1
RZ-Infrastruktur und
MS-Systeme
Mario Winter
LW-271
Fachbereich 4.4
Betrieb und Verfahren
Polizei
Gert Grützner
DN-5400
Fachbereich 5.3
Entwicklung, Betrieb
Dezentrale Verfahren
Manuela Krause
DS-220
Fachbereich 5.4
Betrieb Produktion
Annett Schreiter
DS-360
Fachbereich 5.2
Betrieb Zentrale Verfahren
Renate Volz
DS-200
Fachbereich 5.5
Betrieb IT-Infrastruktur
Werner Fritsch-zur Mühlen
DS-400
Fachbereich 5.1
Zentrale Dienste
Axel Geck*)
DS-100
Öffentlichkeitsarbeit,
Presse
Dr. Swetoslaw Beltschew **) DR-190
Konsolidierung, Architektur-
management, Innenrevision
Bernhard Baier
DR-250
Standorte:
Tel.:
DN
Dresden Neuländer Straße 0351 8501-0
DO
Dresden Olbrichtplatz
0351 8135-0
DR
Dresden Riesaer Straße
0351 20545-0
DS
Dresden Stauffenbergallee
0351 8129-0
KM
Kamenz
03578 33-0
LW
Lichtenwalde
037206 62-0
*) in Personalunion
**) temporär
Aufsicht durch Sächsisches
Staatsministerium
der Finanzen
Stand: 01. Oktober 2013
Hausanschrift:
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Tel.:
0351 20545-0
Fax:
0351 20545-109
Internet:
www.sid.sachsen.de
E-Mail:
poststelle@sid.sachsen.de

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Herausgeber:
Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID)
Riesaer Straße 7 I 01129 Dresden
E-Mail: poststelle@sid.sachsen.de
Internet:
www.sid.sachsen.de
Redaktion:
Geschäftsführung SID
Gestaltung I Satz I Druck:
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Hauseigene Druckerei Kamenz
Redaktionsschluss:
Juli 2014
Fotos I Bilder:
Titel: Alexandr Mitiuc/fotolia I Zahnräder S4,11,26: puckillustrations/fotolia I Bild S10: Coloures-Pic/fotolia I
Bild S16: zagandesign/fotolia I Bild S23: Goodluz & hermi/istockphoto I S24,29,44: SMJus I Bild S28: Haus E,
Chemnitz [2013] I Bild S 32-33: Haus E, Chemnitz [2011] Bigstock.com: tuulijumala, Tomato, carolecastelli,
rosesmith333, Sankin, 1photo, Jellyoooo, jlye, Jan S., rglinsky, pro6x7, iofoto.com I Virus-Ball S25: chany167/
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BAfÖG S35: mostafa fawzy/Fotolia I Foto S37: Oliver Mohr/pixelio I Bäumchen S37: Dmitry/fotolia I Europa-
flagge S40: farblos/pixelio I Wahlschein S41: Tim Reckmann/pixelio I Mobiles Arbeiten S42: Robert Kneschke/
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