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Anlage
zu Ziffer I Nummer 1 der Verwaltungsvorschrift
des Sächsischen Staatsministeriums des Innern
zur Einführung Technischer Baubestimmungen
(VwV TB) vom 15. Dezember 2017 (SächsABl. 2018 S. 52)
Die
Verwaltungsvorschrift
des
Sächsischen
Staatsministeriums für Regionalentwicklung zur Geltung der
Technischen Baubestimmungen (VwV TB 2019/1) vom 6.
Januar 2021 (SächsABl. 2021 S. 52) ist am 22. Januar 2021
in Kraft getreten.
Gleichzeitig ist die Verwaltungsvorschrift des Sächsischen
Staatsministeriums des lnnern zur Einführung Technischer
Baubestimmungen vom 15. Dezember 2017 (SächsABl.
2018 S.52), enthalten in der Verwaltungsvorschrift vom 27.
November 2019 (SächsABl. SDr. S. S 339), außer Kraft
getreten.

Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkungen
5
Technische Baubestimmungen, die bei der Erfüllung
der Grundanforderungen an Bauwerke zu beachten sind
A 1
Mechanische Festigkeit und Standsicherheit
9
A 2
Brandschutz
34
A 3
Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz
57
A 4
Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung
60
A 5
Schallschutz
63
A 6
Wärmeschutz
66
Technische Baubestimmungen für Bauteile und Sonderk onstruktio-
nen, die zusätzlich zu den in Abschnitt A aufgeführten Technischen
Baubestimmungen zu beachten sind
B 1
Allgemeines
72
B 2
Technische Regelungen für Sonderkonstruktionen und Ba uteile
gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
72
B 3
Technische Gebäudeausrüstungen und Teile von Anlagen zum Lagern,
Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen , die die
CE-Kennzeichnung nicht nach der Bauproduktenverordnun g tragen
89
B 4
Bauprodukte und Bauarten, die Anforderungen nach an deren Rechtsvor-
schriften unterliegen, für die nach
§ 88 Absatz 4a SächsBO
eine Rechtsver-
ordnung erlassen wurde
98
Technische Baubestimmungen für Bauprodukte,
die nicht die CE-Kennzeichnung tragen, und für Bauar ten
C 1
Allgemeines
102
C 2
Voraussetzungen zur Abgabe der Übereinstimmungserklär ung
für Bauprodukte nach
§ 22 SächsBO
104
C 3
Bauprodukte, die nur eines allgemeinen bauaufsichtl ichen
Prüfzeugnisses nach
§ 19 Absatz 1 Satz 2 SächsBO
bedürfen
148
C 4
Bauarten, die nur eines allgemeinen bauaufsichtliche n
Prüfzeugnisses nach
§ 16a Absatz 3 SächsBO
bedürfen
156
Bauprodukte, die keines
Verwendbarkeitsnachweises bedürfen
D 1
Allgemeines
162
D 2
Liste nach
§ 88a Absatz 4 SächsBO
162
D 3
Technische Dokumentation nach
§ 88a Absatz 2 Nummer 6 SächsBO
166
3

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Anhänge
167
Anhang 1
Nachträgliche Bewehrungsanschlüsse mit eingem örtelten Be-
wehrungsstäben Anforderung an Planung, Bemessung und
Ausführung: 2016-06
168
Anhang 2
Verankerungen in Beton mit einbetonierten oder nachträglich
eingesetzten Befestigungsmitteln
Anforderung an Planung,
Bemessung und Ausführung: 2016-06
179
Anhang 3
Verankerungen in Mauerwerk mit nachträglich gesetzten Befes-
tigungsmitteln
Anforderung an Planung, Bemessung und
Ausführung: 2016-06
181
Anhang 4
Bauaufsichtliche Anforderungen, Zuordnung der Klassen, Ver-
wendung von Bauprodukten, Anwendung von Bauarten:
2016-06
182
Anhang 5
WDVS mit EPS, Sockelbrandprüfverfahren: 2016 -06
233
Anhang 6
Hinterlüftete Außenwandbekleidungen: 2016- 06
238
Anhang 7
Anforderungen an Feststellanlagen: 2017-07
240
Anhang 8
Anforderungen an bauliche Anlagen bezüglich des Gesund-
heitsschutzes (ABG) :2017-05
258
Anhang 9
Textile Bodenbeläge: 2017-05
273
Anhang 10
Anforderungen an bauliche Anlagen bezügli ch der Auswirkun-
gen auf Boden und Gewässer (ABuG): 2017-07
281
Anhang 11
WDVS mit ETA nach ETAG 004: 2017-02
305
Anhang 12
Anwendungsregeln für nicht lasttragende v erlorene Schalungs-
bausätze/-systeme und Schalungssteine für die Erstellu ng von
Ortbeton-Wänden: 2016-06
312
Anhang 13
Richtlinie über Rollladenkästen - RokR: 201 6-07
323
Anhang A
Zuordnung von Gemeinden im Freistaat Sachsen
zu den Schneelastzonen 2 und 3 nach DIN EN 1991-1-
3/NA:2010-12
325
Anhang B
Zuordnung von Gemeinden im Freistaat Sachs en zu den
Erdbebenzonen 1 und 2 nach DIN 4149:2005-04
331
Bezugsquellennachweis
335
4

5
Vorbemerkungen
1
Bauordnungsrechtliche Vorgaben
§ 88a Absatz 1 SächsBO
enthält die Ermächtigung, im Rahmen einer Verwaltu ngsvorschrift die allgemeinen
Anforderungen an bauliche Anlagen, Bauprodukte und an dere Anlagen und Einrichtungen durch Technische
Baubestimmungen zu konkretisieren.
In
§ 88a Absatz 2 SächsBO
werden detaillierte Vorgaben gemacht, zu welchen ba uaufsichtlichen Anforderungen
Konkretisierungen vorgenommen werden können. Die Konkretisierungen können durch Bezugnahme auf techni-
sche Regeln und deren Fundstellen oder auf andere Wei se erfolgen, insbesondere in Bezug auf:
die Planung, Bemessung und Ausführung baulicher Anla gen und ihrer Teile,
Merkmale und Leistungen von Bauprodukten in bestimmten baulichen Anlagen oder ihren Teilen,
Verfahren für die Feststellung der Leistung eines Bau produktes, das nicht das CE-Zeichen nach der
Verordnung (EU) Nr. 305/2011 des Europäischen Parla ments und des Rates vom 9. März 2011 zur
Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Verma rktung von Bauprodukten und zur Aufhebung
der Richtlinie 89/106/EWG des Rates (Verordnung (EU) Nr. 305/2011)
trägt,
zulässige und unzulässige besondere Verwendungszwecke für Bauprodukte,
Festlegungen von Klassen und Stufen, die Bauprodukte fü r bestimmte Verwendungszwecke aufweisen
sollen,
Voraussetzungen für die Abgabe der Übereinstimmungser klärung für nicht harmonisierte Produkte,
Angaben zu nicht harmonisierten Bauprodukten sowie zu Bauarten, die eines allgemeinen bauaufsichtlichen
Prüfzeugnisses bedürfen sowie
Art, Inhalt und Form der technischen Dokumentation.
Es gilt der Grundsatz, dass nur solche Inhalte in die
VwV TB
als
Technische Baubestimmungen
aufgenommen
werden, die zur Erfüllung der Anforderungen der
Sächsischen Bauordnung
an bauliche Anlagen, Bauprodukte
und andere Anlagen und Einrichtungen unerlässlich si nd. Die Bauaufsichtsbehörden können jedoch im Rahmen
ihrer Entscheidungen zur Ausfüllung unbestimmter Rech tsbegriffe auch auf allgemein anerkannte Regeln der
Technik zurückgreifen, die keine Technischen Baubestim mungen sind.
Die
Technischen Baubestimmungen
beruhen auf der Muster-Verwaltungsvorschrift Technis che Baubestim-
mungen (MVV TB) des Deutschen Instituts für Bautechnik. Die MVV TB wurde notifiziert gemäß der Richtlinie
(EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des R ates vom 9. September 2015 über ein Informationsver-
fahren auf dem Gebiet der technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsges ell-
schaft (ABl. L 241 vom 17.9.2015, S. 1).
Es wurden die sich aus dem Landesrecht ergebenden n otwendigen Anpassungen vorgenommen und
durch Fettdruck gekennzeichnet. Dies betrifft insbesondere im
-Teil A 1 die Anlagen A 1.2.1/4; A 1.2.1/5 und A 1.2.9/1
-Teil A 2 Abschnitt A 2.1.20 und A 2.2
-Teil A 4 Anlage A 4.2/3.
Die Technischen Regeln in den Technischen Baubestimmungen werden nach folgenden Beispielen zi-
tiert:
- A 2.2.1.2 der Technischen Baubestimmungen
- Anlage A 6.2/3 zu A 6.2.1 der Technischen Baubest immung
- Anhang 7 der Technischen Baubestimmungen.

6
2
Struktur und Gliederung der VV TB
2.1
Die Technischen Baubestimmungen sind in vier Teile gegl iedert:
A
Technische Baubestimmungen, die bei der Erfüllung d er Grundanforderungen an Bauwerke zu beachten
sind
Teil A gliedert sich nach den Grundanforderungen für Bauwerke gem. Anhang I der
Verordnung (EU)
Nr. 305/2011
wie folgt:
A 1 - Mechanische Festigkeit und Standsicherheit,
A 2 - Brandschutz,
A 3 - Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz,
A 4 - Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzu ng,
A 5 - Schallschutz und
A 6 - Wärmeschutz.
B
Technische Baubestimmungen für Bauteile und Sonderko nstruktionen, die zusätzlich zu den in Teil A
aufgeführten Technischen Baubestimmungen zu beachten si nd
C
Technische Baubestimmungen für Bauprodukte, die nicht die CE-Kennzeichnung tragen, und für Bauar-
ten
D
Bauprodukte, die keines Verwendbarkeitsnachweises bedü rfen
2.2
Wesentliche Inhalte der Kapitel in Teil A sind:
Kapitel A 1 - Mechanische Festigkeit und Standsicherhe it - die Eurocodes zu den Grundlagen für die Tragwe rks-
planung, zu den Einwirkungen auf Bauwerke sowie zur B emessung. Aus deren Anwendung ergibt sich, welche
Merkmale und konkreten Leistungen die verwendeten Produkte am Bauwerk zur Erfüllung der bauwerksbezoge-
nen Anforderungen ausweisen müssen.
Kapitel A 2
Brandschutz
konkretisiert die in der Musterbauordnung und in den Muster-
Sonderbauverordnungen und -vorschriften enthaltenen b randschutztechnischen Anforderungen an bauliche An-
lagen oder Teile baulicher Anlagen insbesondere im Hinblick auf das Brandverhalten und den Feuerwidersta nd.
In Kapitel A 3
Hygiene, Gesundheit- und Umweltschutz sind die Anforderungen an bauliche Anlagen in Form
der technischen Regeln "Anforderungen an bauliche Anl agen bezüglich des Gesundheitsschutzes" (ABG) sowie
"Anforderungen an bauliche Anlagen bezüglich der Aus wirkungen auf Boden und Gewässer" (ABuG) konkreti-
siert.
2.3
Teil B betrifft Sonderkonstruktionen und besondere Bauteile, die einerseits den Anforderungen von
Teil A nicht eindeutig zugeordnet werden können und andererseits teilweise einen anderen Rechtshintergru nd
haben.
Teil B enthält dabei Technische Baubestimmungen für B auteile und Sonderkonstruktionen, die zusätzlich zu d en
in Abschnitt A aufgeführten Technischen Baubestimmung en beachtet werden müssen. Die hier für bestimmte
Sonderkonstruktionen und Bauteile aufgeführten technis chen Regeln dienen der Konkretisierung mehrerer
Grundanforderungen und sind materialübergreifend.
Kapitel B 2 beinhaltet technische Regeln für Sonderkons truktionen und Bauteile im Hinblick auf deren Planu ng,
Bemessung und Ausführung.
Kapitel B 3 bezieht sich auf technische Gebäudeausrüst ungen und Teile von Anlagen zum Lagern, Abfüllen un d
Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen, die ander en Harmonisierungsrechtsvorschriften (z.B. Maschinen-
richtlinie, Niederspannungsrichtlinie, Druckgeräteri chtlinie) unterliegen, aber hinsichtlich eines bestimmt en Ver-
wendungszwecks Grundanforderungen nach Artikel 3 Absa tz 1 der
Verordnung (EU) Nr. 305/2011
an bauliche
Anlagen und ihre Teile nicht erfüllen. Für diese Pr odukte ist zum Nachweis der fehlenden wesentlichen Merkmale

7
ein Verwendbarkeitsnachweis erforderlich, sofern nicht festgelegt wurde, dass eine Übereinstimmungserkläru ng
zu den fehlenden wesentlichen Merkmalen nach
§ 22 SächsBO
aufgrund vorheriger Prüfung der Bauprodukte
durch eine hierfür bauaufsichtlich anerkannte Prüfst elle ausreichend ist.
Kapitel B 4 beinhaltet technische Anforderungen für B auprodukte und Bauarten, die Anforderungen nach ande ren
Rechtsvorschriften unterliegen. Dabei handelt es sich um technische Anforderungen an ortsfest verwendete An-
lagen und Anlagenteile in Lager-, Abfüll- und Umsch laganlagen (LAU-Anlagen) zum Umgang mit wassergefähr-
denden Stoffen sowie an den Einbau, Betrieb und die Wartung von Anlagen mit Bauprodukten zur Abwasserbe-
handlung.
2.4
Teil C - Technische Baubestimmungen für Bauprodukte, die nicht die CE-Kennzeichnung tragen, und für
Bauarten - bestimmt die Angaben zu nicht harmonisiert en Bauprodukten sowie zu Bauarten, die nur eines allg e-
meinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses (abP) bedürfen s owie die Anforderungen zur Abgabe der Übereinstim-
mungserklärung für ein Bauprodukt nach
§ 22 SächsBO
.
Teil C gilt daher nicht für Bauprodukte, für die ein e harmonisierte Norm oder eine Europäische Technische Be-
wertung (ETA) im Geltungsbereich der
Verordnung (EU) Nr. 305/2011
vorliegt.
In Kapitel C 2 sind die technischen Regeln sowie die Anforderungen an die Übereinstimmungsbestätigung fü r
nicht harmonisierte Bauprodukte bestimmt.
Kapitel C 3 führt Bauprodukte auf, die lediglich ei nes allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses bedürfe n. An
dieser Stelle sind auch die jeweils anerkannten Prüfve rfahren und die Art der erforderlichen Übereinstimmu ngs-
bestätigung aufgeführt.
In Kapitel C 4 sind die Bauarten ausgewiesen, die le diglich eines allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugni sses
bedürfen. Auch hier sind die anerkannten Prüfverfah ren jeweils aufgelistet.
Sofern von der maßgebenden technischen Regel abgewich en wird, ist für Bauprodukte eine allgemeine bauauf-
sichtliche Zulassung oder eine Zustimmung im Einzelfall und für Bauarten eine allgemeine oder vorhabenbezo -
gene Bauartgenehmigung erforderlich.
Bei Bauprodukten und Bauarten, die (nur) eines allg emeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses bedürfen, wir d
das Vorliegen einer maßgebenden Prüfnorm zwingend v orausgesetzt. Dabei können auch weitere technische
Bestimmungen, die für die Erteilung des abP erforder lich sind, angegeben werden. Dazu gehören z.B. ergänz en-
de Angaben zu Prüfumfang, Prüfaufbau, Prüfhäufigkeit.
2.5
Teil D enthält die nach
§ 17 Absatz 3 SächsBO
vorgesehene Liste von Bauprodukten, welche keines
Verwendbarkeitsnachweises bedürfen. Hierunter fallen Bauprodukte, für die es allgemein anerkannte Regel n der
Technik gibt, jedoch auf Verwendbarkeitsnachweise verz ichtet wird sowie Bauprodukte, für die es weder Tech ni-
sche Baubestimmungen noch allgemein anerkannte Regeln der Technik gibt und die bauordnungsrechtlich von
untergeordneter Bedeutung sind. Die Liste hat klars tellenden Charakter und erhebt keinen Anspruch auf V oll-
ständigkeit.
Im Kapitel D 3 wird ein Weg aufgezeigt, wie mit lück enhaften und unvollständigen harmonisierten Spezifika tionen
umgegangen werden kann.
Am Ende der Technischen Baubestimmungen befindet sich ein Bezugsquellennachweis der Sonderbau-
verordnungen und -vorschriften sowie Technischen Regeln, in alphabetischer Reihenfolge.

8
Technische Baubestimmungen, die bei der Erfüllung der
Grundanforderungen an Bauwerke zu beachten sind
A 1
Mechanische Festigkeit und Standsicherheit
A 2
Brandschutz
A 3
Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz
A 4
Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung
A 5
Schallschutz
A 6
Wärmeschutz

9
A 1
Mechanische Festigkeit und Standsicherheit
A 1.1 Allgemeines
Gemäß
§§ 3 und 12 Absatz 1 SächsBO
muss jede bauliche Anlage im Ganzen und in ihren ein zelnen Teilen für
sich allein standsicher sein. Die Standsicherheit and erer baulicher Anlagen und die Tragfähigkeit des Ba ugrundes
der Nachbargrundstücke dürfen nicht gefährdet werden . Darüber hinaus dürfen die während der Errichtung u nd
Nutzung möglichen Einwirkungen keine Beschädigungen anderer Teile des Bauwerks oder Einrichtungen und
Ausstattungen infolge zu großer Verformungen der trag enden Baukonstruktion zur Folge haben.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen an bauliche Anlag en sind die technischen Regeln nach Abschnitt A 1.2 zu
beachten.
A 1.2 Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung an bestimmte
bauliche Anlagen und ihre Teile gemäß § 88a Absatz 2 SächsBO
Ausgenommen von der Beachtung der technischen Regeln nach Abschnitt A 1.2 sind:
1
Bekleidungselemente für Innenwandbekleidungen;
2
Bekleidungselemente für Außenwandbekleidungen und Dachelemente für Dacheindeckungen, die nach
allgemein anerkannten Regeln der Technik befestigt wer den und folgende Kriterien erfüllen:
kleinformatige Wandbekleidungs- oder Dachelemente mit
0,4 m² Fläche und 5 kg Eigengewicht
oder
brettformatige Wandbekleidungselemente mit
0,3 m Breite und Unterstützungsabständen durch die
Unterkonstruktion von
0,8 m oder
Dachelemente mit einem
Glas) oder
Wandbekleidungselemente, deren Verwendung durch das Regelwerk des Dachdeckerhandwerks ge-
regelt ist;
3
Dach- und Formziegelelemente für Dacheindeckungen, die nach allgemein anerkannten Regeln der Tech-
nik befestigt werden und folgende Merkmale aufweisen:
Dachziegel und -
Formziegel und -
;
4
Dachlichtbänder mit folgenden Merkmalen:
ebene Dachlichtbänder mit Dachelementen, deren Unter stützungsabstand durch die Unterkonstruktion
1,0 m ist oder
nach oben gekrümmte Dachlichtbänder mit Dachelement en, deren Unterstützungsabstand durch die
Unterkonstruktion in Haupttragrichtung (bei nur eina chsig gekrümmten Dachelementen in Richtung der
;
5
vorgefertigte Lichtkuppeln aus Kunststoff mit einem Unterstützungsabstand durch die Unterkonstruktion in
2,0 m.

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a
Absatz 2 SächsBO
1
2
3
4
10
A 1.2.1 Grundlagen der Tragwerksplanung und Einwirkungen au f Tragwerke
A 1.2.1.1
Grundlagen der Tragwerkspla-
nung
DIN EN 1990:2010-12
DIN EN 1990/NA:2010-12
Anlage A 1.2.1/1
A 1.2.1.2
Einwirkungen auf Tragwerke
DIN EN 1991
Wichten, Eigengewicht und Nutz-
lasten im Hochbau
DIN EN 1991-1-1:2010-12
DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12
DIN EN 1991-1-1/NA/A1:2015-05
Anlage A 1.2.1/2
Brandeinwirkungen auf Tragwerke DIN EN 1991-1-2:2 010-12
DIN EN 1991-1-2 Ber. 1:2013-08
DIN EN 1991-1-2/NA:2015-09
Anlage A 1.2.1/3
Schneelasten
DIN EN 1991-1-3:2010-12
DIN EN 1991-1-3/NA:2010-12
Anlage A 1.2.1/4
Anhang A
Windlasten
DIN EN 1991-1-4:2010-12
DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12
Anlage A 1.2.1/5
Außergewöhnliche Einwirkungen
DIN EN 1991-1-7:2010-12
DIN EN 1991-1-7/NA:2010-12
Anlage A 1.2.1/6
Einwirkungen infolge von Kranen
und Maschinen
DIN EN 1991-3:2010-12
DIN EN 1991-3 Ber.1:2013-08
DIN EN 1991-3/NA:2010-12
Einwirkungen auf Silos und Flüs-
sigkeitsbehälter
DIN EN 1991-4:2010-12
DIN EN 1991-4 Ber. 1:2013-08
DIN EN 1991-4/NA:2010-12
DIN FB 140:2005-01
Anlage A 1.2.1/7
A 1.2.1.3
Bauteile, die gegen Absturz si-
chern
ETB-Richtlinie Bauteile, die gegen
Absturz sichern
, Juni 1985
Anlage A 1.2.1/8
A 1.2.2 Bauliche Anlagen im Erd- und Grundbau
A 1.2.2.1
Entwurf, Berechnung und Bemes-
sung in der Geotechnik
DIN EN 1997-1:2009-09
DIN EN 1997-1/NA:2010-12
Anlage A 1.2.2/1
Baugrund - Sicherheitsnachweise
im Erd- und Grundbau
DIN 1054:2010-12
DIN 1054/A1:2012-08
DIN 1054/A2:2015-11
A 1.2.2.2
Ausführung von Bohrpfählen
DIN EN 1536:201 0-12
DIN SPEC 18140:2012-02
A 1.2.2.3
Ausführung von Verdrängungs-
pfählen
DIN EN 12699:2001-05
DIN EN 12699 Ber. 1:2010-11
Anlage A 1.2.2/2
DIN SPEC 18538:2012-02
A 1.2.2.4
Ausschachtungen, Gründungen
und Unterfangungen im Bereich
bestehender Gebäude
DIN 4123:2013-04
A 1.2.2.5
Ausführung von Verpressankern
DIN EN 1537:2 001-01
DIN EN 1537 Ber.1:2011-12
DIN SPEC 18537:2012-02
Anlage A 1.2.2/3
A 1.2.2.6
Ausführung von besonderen geo-
technischen Arbeiten (Spezialtief-
bau) - Pfähle mit kleinen Durch-
messern (Mikropfähle)
DIN EN 14199:2012-01
DIN SPEC 18539:2012-02
A 1.2.2.7
Ausführung von besonderen geo-
technischen Arbeiten (Spezialtief-
bau) - Injektionen
DIN EN 12715:2000-10
DIN SPEC 18187:2015-08

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a
Absatz 2 SächsBO
1
2
3
4
11
Bemessung von verfestigten Bo-
denkörpern - Hergestellt mit Dü-
senstrahl-, Deep-Mixing- oder
Injektions-Verfahren
DIN 4093:2015-11
A 1.2.3 Bauliche Anlagen im Beton-, Stahlbeton- u nd Spannbetonbau
A 1.2.3.1
Bemessung und Konstruktion von
Stahlbeton- und Spannbetontrag-
werken
DIN EN 1992
Allgemeine Bemessungsregeln
und Regeln für den Hochbau
DIN EN 1992-1-1:2011-01
DIN EN 1992-1-1/A1:2015-03
DIN EN 1992-1-1/NA:2013-04
DIN EN 1992-1-1/NA/A1:2015-12
Anlagen A 1.2.3/1
und A 1.2.3/2
Tragwerksbemessung für den
Brandfall
DIN EN 1992-1-2:2010-12
DIN EN 1992-1-2/NA:2010-12
Anlage A 1.2.3/3
DIN EN 1992-1-2/NA/A1:2015-09
Beton, Stahlbeton und Spannbe-
ton
DIN 1045-2:2008-08
DIN EN 206-1:2001-07
DIN EN 206-1/A1:2004-10
DIN EN 206-1/A2:2005-09
DIN EN 206-9:2010-09
Anlage A 1.2.3/4
Ausführung von Tragwerken aus
Beton
DIN 1045-3:2012-03
DIN 1045-3 Ber. 1:2013-07
Anlage A 1.2.3/4
DIN EN 13670:2011-03
Fertigteile
DIN 1045-4:2012-02
Ziegeldecken
DIN 1045-100:2011-12
A 1.2.3.2
Schutz und Instandsetzung von
Betonbauteilen
DAfStb-Richtlinie - Schutz und In-
standsetzung von Betonbauteilen:
2001-10
Ber. 2:2005-12
Ber. 3:2014-09
Anlage A 1.2.3/5
A 1.2.3.3
Spritzbeton
DIN EN 14487-1:2006-03
DIN EN 14487-2:2007-01
DIN 18551:2014-08
A 1.2.3.4
Schweißen von Betonstahl
DIN EN ISO 17660-1:2006-12
DIN EN ISO 17660-1 Ber. 1:2007-08
DIN EN ISO 17660-2:2006-12
DIN EN ISO 17660-2 Ber. 1:2007-08
Anlage A 1.2.3/6
A 1.2.3.5
Anwendung von vorgefertigten
bewehrten Bauteilen aus dampf-
gehärtetem Porenbeton
DIN 4223-101:2014-12
DIN 4223-102:2014-12
DIN 4223-103:2014-12
Anlage A 1.2.3/1
Abschnitte 1, 2.2,
2.3, 4
A 1.2.3.6
Anwendung von vorgefertigten
Bauteilen aus haufwerksporigem
Leichtbeton mit statisch anre-
chenbarer oder nicht anrechenba-
rer Bewehrung in Bauwerken
DIN 4213:2015-10
Anlage A 1.2.3/1
Abschnitte 1, 2.2,
2.3, 4
A 1.2.3.7
Nachträgliche Bewehrungsan-
schlüsse mit eingemörtelten Be-
wehrungsstäben
Nachträgliche Bewehrungs-
anschlüsse mit eingemörtelten Be-
wehrungsstäben Anforderung
an Planung, Bemessung und Ausfüh-
rung: 2016-06 (Anhang 1)

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a
Absatz 2 SächsBO
1
2
3
4
12
A 1.2.3.8
Verankerungen in Beton mit ein-
betonierten oder nachträglich
gesetzten Befestigungsmitteln
Verankerungen in Beton mit einbeto-
nierten oder nachträglich eingesetz-
ten Befestigungsmitteln
Anforde-
rung an Planung, Bemessung und
Ausführung: 2016-06 (Anhang 2)
A 1.2.4 Bauliche Anlagen im Metall- und Verbundbau
A 1.2.4.1
Bemessung und Konstruktion von
Stahlbauten
DIN EN 1993-1-1:2010-12
DIN EN 1993-1-1/A1:2014-07
Anlagen A 1.2.3/2
und A 1.2.4/1
DIN EN 1993-1-1/NA:2015-08
Tragwerksbemessung für den
Brandfall
DIN EN 1993-1-2:2010-12
DIN EN 1993-1-2/NA:2010-12
Anlage A 1.2.3/3
Ergänzende Regeln für kaltge-
formte Bauteile und Bleche
DIN EN 1993-1-3:2010-12
DIN EN 1993-1-3/NA:2010-12
Anlage A 1.2.4/2
Ergänzende Regeln zur Anwen-
dung von nichtrostenden Stählen
DIN EN 1993-1-4:2015-10
DIN EN 1993-1-4/NA:2017-01
Plattenförmige Bauteile
DIN EN 1993-1-5:2010-12
DIN EN 1993-1-5/NA:2010-12
Festigkeit und Stabilität von Scha-
len
DIN EN 1993-1-6:2010-12
DIN EN 1993-1-6/NA:2010-12
Plattenförmige Bauteile mit Quer-
belastung
DIN EN 1993-1-7:2010-12
DIN EN 1993-1-7/NA:2010-12
Bemessung von Anschlüssen
DIN EN 1993-1-8:2010-12
DIN EN 1993-1-8/NA:2010-12
Ermüdung
DIN EN 1993-1-9:2010-12
DIN EN 1993-1-9/NA:2010-12
Stahlsortenauswahl im Hinblick
auf Bruchzähigkeit und Eigen-
schaften in Dickenrichtung
DIN EN 1993-1-10:2010-12
DIN EN 1993-1-10/NA:2010-12
Bemessung und Konstruktion von
Tragwerken mit Zuggliedern aus
Stahl
DIN EN 1993-1-11:2010-12
DIN EN 1993-1-11/NA:2010-12
Anlage A 1.2.4/3
Zusätzliche Regeln zur Erweite-
rung von EN 1993 auf Stahlgüten
bis S700
DIN EN 1993-1-12:2010-12
DIN EN 1993-1-12/NA:2011-08
Türme und Maste
DIN EN 1993-3-1:2010-12
DIN EN 1993-3-1/NA:2015-11
Schornsteine
DIN EN 1993-3-2:2010-12
Anlage A 1.2.4/4
DIN EN 1993-3-2/NA:2010-12
Silos
DIN EN 1993-4-1:2010-12
DIN EN 1993-4-1/NA:2010-12
Pfähle und Spundwände
DIN EN 1993-5:2010-12
DIN EN 1993-5/NA:2010-12
Kranbahnen
DIN EN 1993-6:2010-12
DIN EN 1993-6/NA:2010-12
Ausführung von Stahltragwerken
DIN EN 1090-2:2011- 10
Anlage A 1.2.4/5
A 1.2.4.2
Bemessung und Konstruktion von
Verbundtragwerken aus Stahl und
Beton
DIN EN 1994
Allgemeine Bemessungsregeln
und Anwendungsregeln für den
Hochbau
DIN EN 1994-1-1:2010-12
DIN EN 1994-1-1/NA:2010-12
Anlagen A 1.2.3/2
und A 1.2.4/1

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a
Absatz 2 SächsBO
1
2
3
4
13
Tragwerksbemessung für den
Brandfall
DIN EN 1994-1-2:2010-12
DIN EN 1994-1-2/A1:2014-06
Anlage A 1.2.3/3
DIN EN 1994-1-2/NA:2010-12
A 1.2.4.3
Bemessung und Konstruktion von
Aluminiumtragwerken
DIN EN 1999
Allgemeine Bemessungsregeln
DIN EN 1999-1-1:2014-03
Anlage A 1.2.4/1
DIN EN 1999-1-1/NA:2013-05
DIN EN 1999-1-1/NA/A1:2014-06
DIN EN 1999-1-1/NA/A2:2015-03
DIN EN 1999-1-1/NA/A3:2015-11
Tragwerksbemessung für den
Brandfall
DIN EN 1999-1-2:2010-12
DIN EN 1999-1-2/NA:2011-04
Anlage A 1.2.3/3
Ermüdungsbeanspruchte Trag-
werke
DIN EN 1999-1-3:2011-11
DIN EN 1999-1-3/NA:2013-01
Kaltgeformte Profiltafeln
DIN EN 1999-1-4:2010-05
Anlage A 1.2.4/2
DIN EN 1999-1-4/A1:2011-11
DIN EN 1999-1-4/NA:2010-12
Schalentragwerke
DIN EN 1999-1-5:2010-05
DIN EN 1999-1-5/NA:2010-12
Ausführung von Aluminiumtrag-
werken
DIN EN 1090-3:2008-09
Anlage A 1.2.4/6
A 1.2.4.4
Oberirdische zylindrische Flach-
boden-Tankbauwerke aus metalli-
schen Werkstoffen
DIN 4119-1:1979-06
DIN 4119-2:1980-02
Anlage A 1.2.4/7
A 1.2.5 Bauliche Anlagen im Holzbau
A 1.2.5.1
Bemessung und Konstruktion von
Holzbauten
DIN EN 1995-1-1:2010-12
DIN EN 1995-1-1/A2:2014-07
Anlage A 1.2.5/1
DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08
Tragwerksbemessung für den
Brandfall
DIN EN 1995-1-2:2010-12
DIN EN 1995-1-2/NA:2010-12
Anlage A 1.2.3/3
Brücken
DIN EN 1995-2:2010-12
Anlage A 1.2.5/1
DIN EN 1995-2/NA:2011-08
Herstellung und Ausführung von
Holzbauwerken
DIN 1052-10:2012-05
A 1.2.5.2
Holzschutz
DIN 68800-1:2011-10
Anlage A 1.2.5/2
DIN 68800-2:2012-02

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a
Absatz 2 SächsBO
1
2
3
4
14
A 1.2.6 Bauliche Anlagen im Mauerwerksbau
A 1.2.6.1
Bemessung und Konstruktion von
Mauerwerksbauten
DIN EN 1996
Allgemeine Regeln für bewehrtes
und unbewehrtes Mauerwerk
DIN EN 1996-1-1:2013-02
DIN EN 1996-1-1/NA:2012-05
Anlage A 1.2.6/1
DIN EN 1996-1-1/NA/A1:2014-03
DIN EN 1996-1-1/NA/A2:2015-01
Tragwerksbemessung für den
Brandfall
DIN EN 1996-1-2:2011-04
DIN EN 1996-1-2/NA:2013-06
Anlage A 1.2.6/2
Planung, Auswahl der Baustoffe
und Ausführung von Mauerwerk
DIN EN 1996-2:2010-12
DIN EN 1996-2/NA:2012-01
Vereinfachte Berechnungsmetho-
den für unbewehrte Mauerwerks-
bauten
DIN EN 1996-3:2010-12
DIN EN 1996-3/NA:2012-01
DIN EN 1996-3/NA/A1:2014-03
DIN EN 1996-3/NA/A2:2015-01
A 1.2.6.2
Fertigbauteile
DIN 1053-4:2013-04
Anlage A 1.2.6/3
A 1.2.6.3
Verankerungen in Mauerwerk mit
nachträglich gesetzten Befesti-
gungsmitteln
Verankerungen in Mauerwerk mit
nachträglich gesetzten Befestigungs-
mitteln
Anforderung an Planung,
Bemessung und Ausführung: 2016-06
(Anhang 3)
A 1.2.7 Glaskonstruktionen
A 1.2.7.1
Glas im Bauwesen - Bemes-
sungs- und Konstruktionsregeln
DIN 18008-1:2010-12
Anlagen A 1.2.7/1
und A 1.2.7/2
Linienförmig gelagerte Verglasun-
gen
DIN 18008-2:2010-12
Anlage A 1.2.7/3
Punktförmig gelagerte Verglasun-
gen
DIN 18008-3:2013-07
Zusatzanforderungen an absturz-
sichernde Verglasungen
DIN 18008-4:2013-07
Zusatzanforderungen an begeh-
bare Verglasungen
DIN 18008-5:2013-07
A 1.2.8 Sonderkonstruktionen
A 1.2.8.1
Freistehende Schornsteine
DIN 1056:2009-01
Anlagen A 1.2.4/4
und A 1.2.8/1
DIN EN 13084-1:2007-05
Anlage A 1.2.8/1
DIN EN 13084-2:2007-08
DIN EN 13084-4:2005-12
DIN EN 13084-6:2005-03
Anlage A 1.2.8/2
DIN EN 13084-8:2005-08
Anlage A 1.2.8/2
A 1.2.8.2
Glockentürme
DIN 4178:2005-04
A 1.2.8.3
Gewächshäuser
DIN V 11535-1:1998-02
Anlag e A 1.2.7/2
A 1.2.8.4
Traggerüste
DIN EN 12812:2008-12
Anlagen A 1.2.8/3
und A 1.2.8/4
A 1.2.8.5
Arbeitsgerüste
DIN EN 12811-1:2004-03
An lagen A 1.2.8/4
und A 1.2.8/5
Schutzgerüste
DIN 4420-1:2004-03
Anlage A 1.2.8/5

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a
Absatz 2 SächsBO
1
2
3
4
15
A 1.2.8.6
Gärfuttersilos und Güllebehälter
DIN 11622- 1:2006-01
DIN 11622-2:2004-06
DIN 11622-4:1994-07
A 1.2.8.7
Windenergieanlagen; Einwirkun-
gen und Standsicherheitsnach-
weise für Turm und Gründung
Richtlinie für Windenergieanlagen;
Einwirkungen und Standsicherheits-
nachweise für Turm und Gründung,
März 2015
Anlage A 1.2.8/6
A 1.2.8.8
Lehmbauten für Wohngebäude
der Gebäudeklasse 1 und 2 mit
höchstens zwei Vollgeschossen
Lehmbau Regeln, Februar 2008
A 1.2.8.9
Ortsfeste liegende zylindrische
ein- und doppelwandige Behälter
(Tanks) aus Stahl zur oberirdi-
schen Lagerung von wasserge-
fährdenden flüssigen Brennstoffen
für die energetische Versorgung
von Heiz- und Kühlanlagen für
Gebäude
Anlage A 1.2.8/7
A 1.2.8.10 Ortsfeste Tanks aus Thermoplas-
ten zur oberirdischen Lagerung
von flüssigen Brennstoffen für die
energetische Versorgung von
Heiz- und Kühlsystemen in Ge-
bäuden
Anlage A 1.2.8/8
A 1.2.9 Bauliche Anlagen in Erdbebengebieten
A 1.2.9.1
Bauten in deutschen Erbebenge-
bieten
DIN 4149:2005-04
Anlage A 1.2.9/1
Anhang B

Anlagen | Teil
16
Anlage A 1.2.1/1
Zu DIN EN 1990 in Verbindung mit DIN EN 1990/NA
Die informativen Anhänge B, C und D sind nicht anzuw enden.
Anlage A 1.2.1/2
Zu DIN EN 1991-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-1/NA
Zu Abschnitt 6.4:
Ergänzend gilt für Horizontallasten für Hubschrauberl andeplätze auf Dachdecken:
1
In der Ebene der Start- und Landefläche und des um gebenden Sicherheitsstreifens ist eine horizontale
Nutzlast q
k
= 1,0 kN/m an der für den untersuchten Querschnitt e ines Bauteils jeweils ungünstigsten Stelle anzu-
nehmen.
2
Für den mindestens 10 cm hohen Überrollschutz ist am oberen Rand eine Horizontallast von 10 kN anzu-
nehmen.
Anlage A 1.2.1/3
Zu DIN EN 1991-1-2 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-2/NA
Bei der Anwendung von Naturbrandmodellen ist zu beac hten:
1
Das Ergebnis der Bemessung des Feuerwiderstands (Bran deinwirkung und Nachweis) tragender oder
aussteifender Bauteile auf der Grundlage von Naturbr andmodellen (Abschnitt 3.3 DIN EN 1991-1-2:2010-12)
bedarf einer Abweichung nach
§ 67 Absatz 1 SächsBO
; es kann auch im Rahmen des
§ 51 SächsBO
zugelas-
sen werden.
Anmerkung:
Die Beurteilung der Feuerwiderstandsfähigkeit von Bau teilen in bauaufsichtlichen Verfahren erfolgt auf d er
Grundlage von Brandprüfungen nach der Einheits-Temper aturzeitkurve (ETK) und führt zu Einstufungen in Feu-
erwiderstandsklassen (DIN 4102-2:1977-09, DIN EN 13 501-2), die den bauaufsichtlichen Anforderungen zuge -
ordnet werden.
Bauteilbemessungen auf der Grundlage von Naturbrandm odellen stellen auf die jeweilige konkrete Nutzung und
Ausgestaltung eines Raums oder Gebäudes unter Berück sichtigung der vorhandenen brandschutztechnischen
Infrastruktur ab.
Eine solche Bauteilbemessung deckt das auf Feuerwiderst andsklassen ausgerichtete globale bauaufsichtliche
Anforderungssystem (Gebäudeklassen, Höhenlage der Ges chosse, Gebäudeart) nicht vollständig ab.
Über die Anwendbarkeit von Naturbrandmodellen ist d aher im Rahmen einer Abweichung nach § 67 bezie-
hungsweise einer Erleichterung nach
§ 51 SächsBO
zu entscheiden. Dazu ist im Bauantrag oder in den Ba uvor-
lagen anzugeben, weshalb es einer ETK-Brandbeanspruchu ng nicht bedarf und darzustellen, dass (und weshalb)
das gewählte Brandmodell für das Vorhaben geeignet ist und wie die damit zwangsläufig verbundene einge-
schränkte Nutzung der Anlage (z.B. aufgrund begrenzter Brandlasten) sichergestellt werden soll
(§ 67 Absatz 1
SächsBO;
vergleiche Nummer 5).
2
Für den Nachweis der Standsicherheit
(§ 12 Absatz 1 der Verordnung des Sächsischen Staat sminis-
teriums des Innern zur Durchführung der Sächsischen Bauordnung (Durchführungsverordnung zur
SächsBO
DVOSächsBO) vom 2. September 2004 (SächsGVBl. S. 4 27), zuletzt geändert durch Artikel 1
der Verordnung vom 8. Oktober 2014 (SächsGVBl. S. 647)
sind die für die Beurteilung der Brandeinwirkungen
erforderlichen Unterlagen, insbesondere für die Ermitt lung der thermischen Einwirkungen und die bemessungsre-
levanten Brandszenarien einschließlich der entsprechende n Bemessungsbrände, als zusätzliche Bauvorlage
(§ 7
Absatz 1 DVOSächsBO)
vorzulegen. Die erforderlichen Unterlagen müssen vo llständig, nachvollziehbar und
prüfbar sein; die thermischen Einwirkungen sind raumb ezogen zu ermitteln und zu dokumentieren. Die Ein-
gangsparameter sind repräsentativ und konservativ zu wählen; dabei sind auch Brandeinwirkungen von außen
und spezifische Nutzungszustände zu berücksichtigen (z. B. Fahrzeuge in Ausstellungshallen im Rahmen der
Auf- und Abbauphase von Messeständen).

Anlagen | Teil
17
Der mit der Prüfung des Standsicherheitsnachweises na ch
§ 66 Absatz 3 SächsBO
beauftragte Prüfingenieur
muss entweder zugleich Prüfingenieur für Brandschutz sein oder für die Beurteilung der Brandeinwirkungen einen
mit derartigen Brandmodellen erfahrenen Prüfingenie ur für Brandschutz heranziehen. Im Rahmen der Beurteilu ng
der Brandeinwirkung sind alle Eingangsparameter auf V ollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen; nur sti chpro-
benartige oder Plausibilitätsprüfungen sind nicht au sreichend.
3
Für den Nachweis des Brandschutzes
(§ 12 Absatz 4 DVOSächsBO)
ist in den Bauvorlagen auch darzu-
stellen, wie die nach Naturbrandmodellen bemessenen Bauteile des Tragwerks mit den erforderlichen (klassi fi-
zierten) raumabschließenden Bauteilen (wie Brand- u nd Trennwände, Decken, Wände notwendiger Treppenräu -
me und Flure) zu einem geeigneten Brandschutzkonzept zusammengeführt werden sollen. Dazu gehören auch
Aussagen zu den Anschlüssen brandschutztechnisch unters chiedlich bemessener Bauteile.
Die Anforderungen der
SächsBO und aufgrund der SächsBO erlassener Vorschriften so wie der Richtlinien
an raumabschließende Bauteile bleiben unberührt.
4
Die Feuerwiderstandsfähigkeit des Tragwerks ist für d ie Durchführung wirksamer Löscharbeiten von we-
sentlicher Bedeutung. Vor der Entscheidung über die Abweichung/Erleichterung ist die
für den Brandschutz
zuständige
Behörde
im Hinblick auf die Belange des abwehrenden Brandsc hutzes zu hören;
§ 30 Absatz 1
DVOSächsBO
bleibt unberührt.
5
Die zulässige Art der Nutzung des Bauvorhabens (z. B. Bürogebäude) wird durch die
gewählten und
durch die Baugenehmigung festgelegten
Eingangsparameter für die Ermittlung der Brandbean spruchung
(raumbezogen) konkretisiert und begrenzt. Es sind daher geeignete Maßnahmen festzulegen, die die Einhaltung
dieser Nutzungsbeschränkung sicherstellen. Dazu kommen insbesondere die Bestellung eines Brandschutzbe-
auftragten für die diesbezügliche Überwachung des l aufenden Betriebs sowie eine Überprüfung der Brandl astan-
nahmen innerhalb des ersten Jahres nach Aufnahme der Nutzung und wiederkehrende Überprüfungen (z. B. in
Abständen von 3 bis 5 Jahren) durch einen Prüfingenie ur für Brandschutz in Betracht.
Die Nutzungsbeschränkung und die zu ihrer Einhaltung v orgesehenen Maßnahmen sind durch entsprechende
Nebenbestimmungen in der Baugenehmigung festzulegen. In der Baugenehmigung ist darauf hinzuweisen, dass
Änderungen des genehmigten Nutzungskonzepts, die zu einer höheren Brandbeanspruchung führen (z. B. ver-
änderte Brandlasten), eine Überprüfung der Standsiche rheit und gegebenenfalls die Beantragung und Erteil ung
einer neuen Baugenehmigung erforderlich machen.
Anmerkung:
Gebäude, deren Standsicherheit auf der Grundlage von Naturbrandmodellen bemessen ist, unterliegen Nut-
zungsbegrenzungen, die durch betriebliche Maßnahmen und externe Überprüfungen sicherzustellen sind. Die
Anwendung solcher Modelle kann daher nur bei bestim mten Gebäudenutzungen sachgerecht sein. Sie kann bei
Nutzungen mit geringen und beständigen Brandlasten insbesondere in großen Raumstrukturen angemessen
sein; anders verhält es sich bei Räumen mit veränderlich en Brandlasten und Nutzungen oder Gebäuden mit
besonderen Sicherheitsanforderungen (z. B. Hochhäuser) ; die Erforderlichkeit betrieblicher Maßnahmen schließ t
eine Anwendung bei Wohnungen oder ähnlichen Nutzunge n grundsätzlich aus.
6
Zu DIN EN 1991-1-2/NA:2015-09, Anhang BB (NA.BB)
6.1
Die Brandlastdichten nach Abschnitt NA.BB.3.2, Tab elle BB.1, Spalte 3, dürfen auch bei Ermittlungen i m
Einzelfall nach Abschnitt NA.BB.3.3 nicht unterschritt en werden; die Werte beziehen sich nur auf eine für die
jeweilige Gebäudeart typische Raumnutzung und nicht auf die Raumnutzungen des gesamten Gebäudes (vgl.
NA.BB.3.2 Absatz 3 bezüglich Bürogebäude); dies gilt für Tabelle BB.2 entsprechend.
6.2
Die maximale Wärmefreisetzungsrate Q
max,k
nach Abschnitt NA.BB.4, Gleichung (BB.7) ist auch für Räu-
me mit mehr als 400 m² unter Ermittlung zunächst de r Wärmefreisetzungsrate Q
max,f,k
für einen angenommenen
brandlastgesteuerten Brand nach Gleichung (BB.5) und der Ermittlung der Wärmefreisetzungsrate Q
max,v,k
unter
der Annahme eines ventilationsgesteuerten Brandes nac h Gleichung (BB.6) zu bestimmen. Der so aus Gleichung
(BB.7) gebildete Wert (charakteristischer Wert Q
max,k
) liegt stets auf der sicheren Seite.
6.3
Für die Auftretenswahrscheinlichkeit p
1
eines Entstehungsbrandes je Jahr und Nutzungseinheit ist nach
Abschnitt NA.BB.5.1 der größere und damit ungünstiger e Wert aus den Angaben nach Tabelle BB.3 zur Bestim-
mung der Auftretenswahrscheinlichkeit p
fi
eines Schadenfeuers nach Gleichung (BB.9) in Ansatz z u bringen.
Für die Ausfallwahrscheinlichkeit der öffentlichen Fe uerwehr ist der Wert p
2,2
= 0,5 nach Tabelle BB.4 anzusetzen.

Anlagen | Teil
18
6.4
Für die Ermittlung der bedingten Versagenswahrsc heinlichkeit p
f,fi
nach Abschnitt NA.BB.5.2 ist in Glei-
chung (BB.13) die Versagenswahrscheinlichkeit p
f
für Bauteile des Tragwerks stets zumindest aus der Zuo rdnung
le BB.5 in Ansatz zu bringen.
Für Gebäude, die einer Büro- oder vergleichbaren Nut zung dienen und deren Nutzungseinheiten mehr als 400 m²
Brutto-Grundfläche haben
(vgl. § 36 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 SächsBO)
, ist für den Zuverlässigkeitsindex
der Wert 4,7 und für die zugehörige Versagenswahrsche inlichkeit p
f
der Wert 1,3E-6 nach Tabelle BB.5 in Ansatz
zu bringen.
Sonderbauten, bei denen die Auswirkungen des Versage ns oder der Funktionsbeeinträchtigung eines Tragwerk s
zu schweren Folgen für Leben, Gesundheit und die na türlichen Lebensgrundlagen (vgl. DIN EN 1990:2010-1 2,
Anlage A 1.2.1/4
Zu DIN EN 1991-1-3 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-3/NA
1
Hinsichtlich der Zuordnung der Schneelastzonen na ch Verwaltungsgrenzen wird auf Anhang A
verwiesen.
2
Abschnitt 6 Eislasten und Anhang A der DIN 1055-5:2 005-07 sind zu beachten.
Anlage A 1.2.1/5
Zu DIN EN 1991-1-4 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-4/NA
1
Zu Abschnitt NA.B.3.2 Tabelle NA.B.3, Spalte 2:
l-
gleich angebaut und bei denen (rechtlich) gesichert ist, dass die angebauten Gebäude nicht dauerhaft besei tigt
werden, darf die Einwirkung des Windes als veränderl iche Einwirkung aus Druck oder Sog nachgewiesen wer-
den. Dabei ist der ungünstigere Wert maßgebend. Die Einwirkung von Druck und Sog gemeinsam muss dann al s
außergewöhnliche Einwirkung angesetzt werden.
2
Die Gemeinden des Freistaates Sachsen sind der Wi ndlastzone 2 zugeordnet.
Anlage A 1.2.1/6
Zu DIN EN 1991-1-7 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-7/NA
Die informativen Anhänge sind nicht anzuwenden.
Anlage A 1.2.1/7
Zu DIN EN 1991-4 in Verbindung mit DIN EN 1991-4/NA und DIN-Fachbericht 140
1
Bei Silozellen bis zu einem Behältervolumen von 40 00 m³ und einer Schlankheit (Verhältnis Zellenhöhe h
c
zu Zellendurchmesser d
c
) h
c
/d
c
< 4,0 können neben dem DIN-Fachbericht 140 auch di e Regeln von
DIN EN 14491 angewendet werden, sofern die Masse de s Entlastungssystems den Wert von m
E
= 50 kg/m² nicht
überschreitet.
2
Bei Anwendung der technischen Regel DIN-Fachberich t 140 ist Folgendes zu beachten:
Sofern keine sphärischen Explosionsbedingungen vorli egen, darf bei der Anwendung der Nomogramme des
DIN-Fachberichts 140 für niedrige Silozellen mit Schla nkheiten von h
c
/d
c
< 2,0 eine Extrapolation der Nomo-
grammwerte mit den Schlankheiten H/D=2 und H/D=4 vo rgenommen werden.

Anlagen | Teil
19
Anlage A 1.2.1/8
Zur ETB-Richtlinie
Bauteile, die gegen Absturz sichern
1
zu Abschnitt 3.1; 1. Absatz:
Sofern sich nach DIN EN 1991-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-1/NA größere horizontale Linienlasten er-
geben, müssen diese berücksichtigt werden.
2
zu Abschnitt 3.1, 4. Absatz:
Anstelle des Satzes
Windlasten sind diesen Lasten zu überlagern. gilt:
Windlasten sind diesen Lasten zu überlagern, ausgeno mmen für Brüstungen von Balkonen und Laubengängen,
die nicht als Fluchtwege dienen.
3
Die ETB-Richtlinie ist nicht bei Bauteilen aus Glas a nzuwenden.
Anlage A 1.2.2/1
1
Für folgende Bauprodukte/Bausätze mit einer ETA
1
gibt es keine abschließenden technischen Regeln
2
für
die Bemessung und Ausführung:
Gabionen
Pfähle aus duktilen Gusseisenrohren
Fels- und Bodennägel
Verpresspfähle (Verbundpfähle) mit kleinem Durchmesser ( Mikropfähle)
Fels- und Bodenanker.
2
Zu DIN 1054, Abschnitt A 11.5.4:
Erdbauwerke müssen dauerhaft standsicher sein. Werden b ei der Errichtung von Erdbauwerken Geokunststoffe
nach EN 13251 mit der Funktion Bewehren verwendet, so kann die Bemessung nach Empfehlungen für den
Entwurf und die Berechnung von Erdkörpern mit Bewehrungen aus Geokunststoffen (EBGEO)
durchgeführt
werden.
3
Zu ETAs für
Bausatz für Fels- und Bodennägeln, Bausätze mit Hohl stäben für selbstbohrende Nägel :
Die Anwendung von Fels-
Jahre) zulässig.
4
Zu ETAs für Bausatz für Verpresspfähle mit kleinem Durchmesser , Bausätze mit Hohlstäben für selbst-
bohrende Verpresspfähle : Die Anwendung der Verpresspfähle ist nur für vorü bergehen
2 Jahre)
zulässig.
____________
1
nach ETAG/CUAP/EAD
2
Anwendung von
§ 16a SächsBO
Anlage A 1.2.2/2
Zu DIN EN 12699
Zu DIN EN 12699, Abschnitt 6.2.1 und 7.7.4 und DIN SPEC 18538, A 6.2.1.1:
Bei der Ausführung von Pfählen oder Segmentpfählen n ach EN 12794 müssen die einschlägigen Bestimmungen
und Maßgaben nach Anlage A 1.2.3/1 eingehalten werd en.
Die Pfähle und Segmentpfähle müssen der Klasse 1 na ch Tabelle 3 von EN 12794 entsprechen.
Die Tragfähigkeit gekuppelter Pfähle mit Pfahlverbi ndungen der Klassen A bis C nach Tabelle 4 von
EN 12794 muss der eines ungekuppelten Pfahls entsprechen.
Gekuppelte Pfähle dürfen nur durch vorwiegend ruhend e Einwirkungen beansprucht werden.

Anlagen | Teil
20
Anlage A 1.2.2/3
Zu DIN EN 1537
Für die Bemessung und Ausführung der Daueranker enth ält die Norm, insbesondere für bestimmte Aspekte der
Dauerhaftigkeit, keine abschließende Regelung.
1
____________
1
Anwendung von
§ 16a SächsBO
Anlage A 1.2.3/1
1
Der Abschnitt C 2.1 dieser
Technischen Baubestimmungen
regelt die Anforderungen an Bauprodukte
des Beton-, Stahlbeton- bzw. Spannbetonbaus.
2
Fertigteile
2.1
Für Tragstrukturen aus Fertigteilen nach harmonis ierten Normen ist zusätzlich DIN V 20000-120:2006-04
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 120: Anwendungsregeln zu DIN EN 13369:2004-09 zu
beachten.
2.2
Bei der Verwendung von nicht harmonisierten Ausga ngsstoffen gelten die technischen Regelungen nach
Abschnitt C 2.1. Die verwendeten Ausgangsstoffe sind an zugeben.
2.3
Werden Tragfähigkeitsmerkmale von Bauteilen oder Bausätzen in Form von rechnerisch ermittelten Trag-
fähigkeitswerten, mechanischen Festigkeiten oder kompl ette statische Berechnungen im Rahmen der Leistungs-
erklärung angegeben, so gehören diese zu den bautech nischen Nachweisen.
2.4
Auch die Bemessung und konstruktive Durchbildung von Betonfertigteilen in baulichen Anlagen muss
nach A 1.2.3.1 erfolgen.
2.5
Bei Einzelgaragen nach DIN EN 13978-1 darf zusätz lich DIN V 20000-125:2006-12 hinsichtlich Planung,
Bemessung und Ausführung angewendet werden. Anstelle der DIN 1045-1:2001-07 gelten dann die Regeln nach
A 1.2.3.1 entsprechend.
2.6
Bei Verwendung von Ziegeln nach DIN EN 15037-3 in Deckensystemen ist zusätzlich
DIN 20000-129:2014-10
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 129: Regeln für die Verwendung
von keramischen Zwischenbauteilen nach DIN EN 15037- 3:2011-07
zu beachten.
3
Für Planung, Bemessung und Ausführung von bauliche n Anlagen unter Verwendung von Spannverfahren
mit
Ausnahme
der
Spannbett-Verfahren
für Vorspannun g
mit
sofortigem
Verbund
nach
DIN EN 1992-1-1:2011-01, Abschnitt 5.10, gibt es in A bschnitt A 1.2.3 und C 2.1 keine abschließende tech nische
Regel.
4
Zu DIN EN 1992-1-1, Abschnitt 2.5:
Die Bemessung von Tragwerken auf der Grundlage von Versuchen ist nicht anzuwenden.
Anlage A 1.2.3/2
Für die Planung, Bemessung und Konstruktion von Brücke n sind die Regelungen gemäß Allgemeinem Rund-
schreiben Straßenbau Nr. 22/2012 des BMVBS (veröffentl icht im Verkehrsblatt 2012, Heft 24, S. 995) anzuwen-
den.

Anlagen | Teil
21
Anlage A 1.2.3/3
Zu DIN EN 1992-1-2, DIN EN 1993-1-2, DIN EN 1994-1-2, DIN EN 1995-1-2 und DIN EN 1999-1-2
Für spezielle Ausbildungen (z.B. Anschlüsse, Fugen e tc.) sind die Anwendungsregeln nach DIN 4102-4:2016-05
zu beachten, sofern die Eurocodes dazu keine Angaben enthalten.
Anlage A 1.2.3/4
1
Es gelten die Festlegungen von C 2.1.4.3.
2
Für die Bestimmung der Druckfestigkeit von Beton in bestehenden Gebäuden kann DIN EN 13791 (ein-
schließlich nationaler Anhang) angewendet werden.
3
Bei der Verwendung von selbstverdichtendem Beton ist die
DAfStb-Richtlinie Selbstverdichtender Beton
(SVB-Richtlinie)
(2012-09) anzuwenden.
4
Für massige Bauteile aus Beton gilt die
DAfStb-Richtlinie Massige Bauteile aus Beton (2010-04).
5
Grundsätzlich ist die Druckfestigkeit zur Einteilung in die geforderte Druckfestigkeitsklasse nach
DIN EN 206-1, Abschnitt 4.3.1 und zur Bestimmung der charakteristischen Festigkeit nach DIN EN 206-1, Ab-
schnitt 5.5.1.2 an Probekörpern im Alter von 28 Tagen zu bestimmen. Hierbei ist auch im Rahmen der Konfor mi-
tätskontrolle für die Druckfestigkeit nach DIN EN 206 -1, Abschnitt 8.2.1 die Konformität an Probekörpern zu beur-
teilen, die im Alter von 28 Tagen geprüft werden. Vo n diesem Grundsatz darf nur abgewichen werden, wenn
entweder
I)
die DAfStb-
angewendet wird oder
II)
die folgenden Bedingungen erfüllt werden:
a. Es besteht ein technisches Erfordernis für den Nach weis der Druckfestigkeit in höherem Prüfalter. Dies
ist beispielsweise der Fall bei manchen Hochfesten Beto nen, bei fugenarmen/fugenfreien Konstruktionen
und bei Bauteilen mit hohen Anforderungen an die Ri ssbreitenbegrenzung.
b. Die Verwendung des Betons wird mindestens den Regelungen der Überwachungsklasse 2 nach
DIN 1045-3 unterworfen, sofern sich nicht aufgrund der Druckfestigkeitsklasse höhere Anforderungen
ergeben. Dabei muss im Rahmen der Überwachung des E inbaus von Beton nach DIN 1045-3, Anhang
C die Notwendigkeit des erhöhten Prüfalters von der Überwachungsstelle bestätigt sein.
c. Es liegt ein vom Bauunternehmen erstellter Qualit ätssicherungsplan vor, in dem projektbezogen darge-
legt wird, wie das veränderte Prüfalter im Hinblick a uf Ausschalfristen, Nachbehandlungsdauer und Bau-
ablauf berücksichtigt wird. Dieser Qualitätssicheru ngsplan ist der Überwachungsstelle im Rahmen der
Überwachung nach DIN 1045-3, Anhang C vor Bauausführ ung zur Genehmigung vorzulegen.
d. Im Lieferverzeichnis sowie auf dem Lieferschein wird besonders angegeben, dass die Druckfestigkeit
des Betons nach mehr als 28 Tagen bestimmt wird. Un beschadet dieser Regelung bleibt das Werk für
die von der Norm geforderte Vereinbarung mit dem Ab nehmer verantwortlich. Dabei ist auf die Auswir-
kungen auf den Bauablauf, insbesondere hinsichtlich Nachbehandlungsdauer, Dauerhaftigkeit und Aus-
schalfristen, einzelfallbezogen hinzuweisen.
6
Bei Verwendung von Stahlfaserbeton ist die
DAfStb-Richtlinie Stahlfaserbeton (2012-11) zu beachten.
Anlage A 1.2.3/5
Zur DAfStb-Richtlinie - Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen
Wenn in der DAfStb-Instandsetzungsrichtlinie Produktme rkmale angesprochen werden, die als wesentliche
Merkmale nach der
Verordnung (EU) Nr. 305/2011
europäisch harmonisiert sind, so ist die für die Erf üllung der
jeweiligen Bauwerksanforderungen erforderliche Leist ung vom sachkundigen Planer gemäß der jeweiligen ha r-
monisierten technischen Spezifikation festzulegen. Fü r die betroffenen Produkte sind die Festlegungen zum
Übereinstimmungsnachweis und zur Kennzeichnung mit dem Ü-Zeichen nicht anzuwenden.

Anlagen | Teil
22
Anlage A 1.2.3/6
Zu DIN EN ISO 17660-1 und -2
1
Zu Abschnitt 7:
1.1
Es sind schweißgeeignete Betonstähle nach DIN 488 -1 und -2:2009-08 zu verwenden.
1.2
Es sind Baustähle nach DIN EN 10025-1:2005-02 zu verwenden.
1.3
Es sind Schweißzusätze nach DIN EN 13479:2005-03 zu verwenden.
2
Zu den Abschnitten 8 und 9:
Es ist die DVS-Richtlinie DVS 1708:2009-09 zu beacht en.
Anlage A 1.2.4/1
Bei der Ausführung von Bauteilen oder Bausätzen aus Sta hl nach DIN EN 1993 im Zusammenhang mit
DIN EN 1993/NA, aus Aluminium nach DIN EN 1999 im Zu sammenhang mit DIN EN 1999/NA oder von Verbund-
tragwerken oder -bauteilen nach DIN EN 1994 im Zusam menhang mit DIN EN 1994/NA ist Folgendes zu beach-
ten:
1
Werden Tragfähigkeitsmerkmale von Bauteilen oder B ausätzen in Form von rechnerisch ermittelten Trag-
fähigkeitswerten, mechanischen Festigkeiten oder ko mplette statische Berechnungen im Rahmen der Leistungs-
erklärung angegeben, so gehören diese zu den bautech nischen Nachweisen.
2
Die Bemessung von Tragwerken auf der Grundlage von Versuchen ist nicht anzuwenden.
Anlage A 1.2.4/2
1
Für die konstruktive Ausbildung von Dächern, Decken und Wänden sowie deren Bekleidung aus Trapez-
und Wellprofilen aus Stahl gelten DIN 18807-3:1987- 06 in Verbindung mit DIN 18807-3/A1:2001-05.
2
Für die konstruktive Ausbildung von Dächern, Decke n und Wänden, sowie deren Bekleidung aus Trapez-
und Wellprofilen aus Aluminium gilt DIN 18807-9:1998-06.
Anlage A 1.2.4/3
Für Seilnetzkonstruktionen und vorgefertigte Drahtse ile aus Stahl und nichtrostendem Stahl mit Endveran kerun-
gen nach ETA gilt:

Anlagen | Teil
23
1
Abhängig von der Werkstoffnummer können offene Spir alseile und Rundlitzenseile aus nichtrostendem
Stahl den in Tabelle 1 angegebenen Korrosionsbestän digkeitsklassen (CRC) nach DIN EN 1993-1-4:2015-10
zugeordnet werden.
Tabelle 1:
Korrosionsbeständigkeitsklassen
Werkstoffnummer
Korrosionsbeständigkeitsklassen (CR C) nach DIN EN 1993-1-4:2015-10
1.4401
II
1.4404
II
1.4436
III
1.4462
III
2
Die Kriechdehnungen
k
sind bei der Bemessung zu berücksichtigen, wenn die Beanspruchung durch die
ständigen Einwirkungen, ermittelt mit 1,0-fachen cha rakteristischen Werten, mehr als 40 % des 1,65-fachen Wer-
tes der in der zugehörigen ETA angegebenen Grenzzug kraft ist. Hierbei sind die Werte für
k
entsprechend Ta-
belle 2 zu berücksichtigen.
Tabelle 2:
Kriechdehnungen
k
in %
Temperatur in °C
k
in %
20
2,5 x 10
-2
40
3,0 x 10
-2
70
3,5 x 10
-2
Anlage A 1.2.4/4
Zu DIN EN 1993-3-2
Zusätzlich gilt DIN EN 13084-1 in Verbindung mit An lage A 1.2.8/1.
Anlage A 1.2.4/5
Zu DIN EN 1090-2
Die technische Regel ist wie folgt anzuwenden:
1
Die Herstellung von tragenden Bauteilen aus Stahl in den genannten Ausführungsklassen darf nur durch
solche Hersteller erfolgen, deren werkseigene Produktionskontrolle durch eine notifizierte Stelle entsprechend
DIN EN 1090-1:2012-02 zertifiziert ist.
2
Die Ausführung von geschweißten Bauteilen, Tragwe rken und Bauwerken aus Stahl in den genannten
Ausführungsklassen darf nur durch solche Betriebe auf d er Baustelle erfolgen, die über einen Eignungsnachwei s
für die Ausführung von Schweißarbeiten in den entspr echenden Ausführungsklassen verfügen. Als Eignungs-
nachweis gilt alternativ:
ein durch eine notifizierte Stelle ausgestelltes oder bestätigtes Schweißzertifikat nach
DIN EN 1090-1:2012-02, wenn die werkseigene Produktionskontrolle des Betriebs durch diese Stelle ent-
sprechend DIN EN 1090-1:2012-02 zertifiziert ist;
ein auf Grundlage von DIN EN 1090-2 in Verbindung mi t DIN EN 1090-1:2012-02, Tabelle B.1 durch eine
bauaufsichtlich anerkannte Stelle ausgestelltes Schweißz ertifikat;
während der verbleibenden Gültigkeitsdauer eine besteh ende Bescheinigung über die Herstellerqualifikation
nach DIN 18800-7 entsprechend folgender Übersicht:

Anlagen | Teil
24
Beanspruchungsart
Ausführungsklasse nach
DIN EN 1090-2
Herstellerqualifikation nach
DIN 18800-7
statisch oder
quasi-statisch
EXC 1
mindestens Klasse B
EXC 2
mindestens Klasse B, C oder D unter
Beachtung der zu den Klassen angege-
benen Geltungsbereiche
EXC 3
EXC 4
mindestens Klasse D
ermüdungsrelevant
EXC 1
EXC 2
EXC 3
EXC 4
Klasse E
§ 14 Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Regelungen für Bau-
produkte und Bauarten nach Bauordnungsrecht (Sächsi sche Bauprodukten- und Bauartenverord-
nung
SächsBauPAVO) vom 29. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 403 ), zuletzt geändert durch Artikel 3
des Gesetzes vom 2. April 2014 (SächsGVBl. S. 260, 261) bleibt unberührt.
Anlage A 1.2.4/6
Zu DIN EN 1090-3
Die technische Regel ist wie folgt anzuwenden:
1
Die Herstellung von tragenden Bauteilen aus Alumin ium in den genannten Ausführungsklassen darf nur
durch solche Hersteller erfolgen, deren werkseigene Produktionskontrolle durch eine notifizierte Stelle entspre-
chend DIN EN 1090-1:2012-02 zertifiziert ist.
2
Die Ausführung von geschweißten Bauteilen, Tragwer ken und Bauwerken aus Aluminium in den genann-
ten Ausführungsklassen darf nur durch solche Firmen auf der Baustelle erfolgen, die über einen Eignungs nach-
weis für die Ausführung von Schweißarbeiten in den e ntsprechenden Ausführungsklassen verfügen. Als Eig-
nungsnachweis gilt alternativ:
ein durch eine notifizierte Stelle ausgestelltes oder bestätigtes Schweißzertifikat nach
DIN EN 1090-1:2012-02, wenn die werkseigene Produktionskontrolle des Betriebs durch diese Stelle ent-
sprechend DIN EN 1090-1:2012-02 zertifiziert ist;
ein auf Grundlage von DIN EN 1090-3 in Verbindung mi t DIN EN 1090-1:2012-02, Tabelle B.1 durch eine
bauaufsichtlich anerkannte Stelle ausgestelltes Schweißz ertifikat;
bei nicht ermüdungsrelevanten Beanspruchungen während der verbleibenden Gültigkeitsdauer eine beste-
hende Bescheinigung über die Herstellerqualifikation n ach DIN V 4113-3 entsprechend folgender Übersicht:
Ausführungsklasse nach DIN EN 1090-3
Herstellerqual ifikation nach DIN V 4113-3
EXC 1
mindestens Klasse B
EXC 2
EXC 3
EXC 4
mindestens Klasse C
§ 14 SächsBauPAVO bleibt unberührt.

Anlagen | Teil
25
Anlage A 1.2.4/7
Zu DIN 4119
1
Bei Anwendung der technischen Regel ist die
Anpassungsrichtlinie Stahlbau mit Änderung und Ergän-
zung
Ausgabe Dezember 2001, zu beachten.
2
Sofern für die Ausführung von Stahl- oder Aluminiu mtragwerken oder Stahl- oder Aluminiumbauteilen auf
DIN 18800-7 oder auf DIN V 4113-3 verwiesen wird, gilt dafür DIN EN 1090-2:2011-10 bzw.
DIN EN 1090-3:2008-09.
Anlage A 1.2.5/1
1
Neben DIN EN 1995-1-1 sind für Planung, Bemessung und Ausführung noch folgende Anwendungsnor-
men zu beachten:
DIN 20000-1:2017-06
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 1: Holzwerkstoffe
DIN 20000-3:2015-02
Anwendung von Bauprodukten in Ba uwerken
Teil 3: Brettschichtholz und Balken-
schichtholz nach DIN EN 14080
DIN 20000-4:2013-08
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 4: Vorgefertigte tragende Bautei-
le mit Nagelplattenverbindungen nach DIN EN 14250:2 010-05
DIN 20000-5:2012-03
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 5: Nach Festigkeit sortiertes
Bauholz für tragende Zwecke mit rechteckigem Querschn itt
DIN 20000-6:2015-02
Anwendung von Bauprodukten in Ba uwerken Teil 6: Stiftförmige und nicht stiftför-
mige Verbindungsmittel nach DIN EN 14592 und DIN EN 14545
DIN 20000-7:2015-08
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 7: Keilgezinktes Vollholz für
tragende Zwecke nach DIN EN 15497.
1a
DIN EN 1995-1-1 mit DIN EN 1995-1-1/NA enthalten für die Planung, Bemessung und Ausführung von
Bauteilen mit Furnierschichtholz, insbesondere für Verbindungen, keine abschließenden Regelungen.
1
2
Zu DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08, Abschnitt 3.6
Klebstoffe :
Holzbauteile mit geklebten tragenden Verbindungen d ürfen nur verwendet werden, wenn diese Verbindungen mit
Klebstoffen hergestellt worden sind, die als Klebstoff e des Typs I nach DIN EN 301:2013-12 oder nach
DIN EN 15425:2008-06 in Verbindung mit DIN EN 14080:2013-09, Anhang B.2 oder nach DIN EN 16254:2014-02
klassifiziert sind. Dies gilt nicht für die Verbindun g der Komponenten in Holzwerkstoffen, sofern die Holzwerkstof-
fe im Sinne einer Beplankung oder als aufgeklebte Ver stärkungen nach DIN 1052-10:2012-05, Abschnitt 6.3,
verwendet werden.
Für die Herstellung geklebter tragender Verbindungen von Holzbauteilen auf der Baustelle gilt Satz 1 sinng emäß.
Für die Planung, Bemessung und Ausführung von Holzbau produkten und geklebten Anschlüssen an Holzbautei-
le, die mit Klebstoffen für allgemeine Anwendungen i n strukturellen Klebverbunden nach EN 15274 hergestell t
oder mit diesen Klebstoffen instandgesetzt wurden, gi bt es keine technischen Regeln.
1
3
Zu ETAs für
Balken aus ein bis vier auf Zugfestigkeit geprüften keilgezinkten Hölzern :
Bei der Bemessung der Balken ist der Prüflastbeiwert mit einem Wert von k
pl
= 1,0 in Rechnung zu stellen.
4
Zu ETAs für
Bausatz für Holzbeton-Verbunddecken :
Für die Planung, Bemessung und Ausführung gibt es k eine abschließende technische Regel.
1
5
Zum EAD 130022-00-03.04:
Vollholz und Brettschichtholz mit Keilzinkenverbindung darf in den Nutzungsklassen 1 und 2 verwendet wer den.
Es dürfen nur Balken vom Typ
beam log verwendet werden.
6
Werden Tragfähigkeitsmerkmale von Bauteilen oder B ausätzen in Form von rechnerisch ermittelten Trag-
fähigkeitswerten, mechanischen Festigkeiten oder kompl ette statische Berechnungen im Rahmen der Leistungs-
erklärung angegeben, so gehören diese zu den bautech nischen Nachweisen.
__________
1
Anwendung von
§ 16a SächsBO

Anlagen | Teil
26
Anlage A 1.2.5/2
1
Für die Verwendung und die Einstufung in Gebrauchskl assen gelten ausschließlich DIN 68800-1 und
DIN 68800-2. Voraussetzung für Aussagen zur Verwend ung von Bauprodukten aus Holz (z.B. Vollholz, Brett-
schichtholz, Balkenschichtholz, Brettsperrholz) ohne Schutzmittelbehandlung ist die Angabe der Dauerhafti gkeit
nach EN 350.
2
Bauwerksteile aus Holz, bei denen chemischer Holzsc hutz verwendet wird, sind so zu planen und auszu-
führen, dass das verwendete Mittel zum chemischen Holzs chutz und seine Anwendungsbedingungen anhand der
Zulassungsnummer der BAuA oder des DIBt nachvollziehba r sind.
Hinweis: Bis zum Vorliegen der Biozid-Zulassung, die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeits medi-
zin (BAuA) erteilt wird, ist für das jeweilige Holzsch utzmittel eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erforder-
lich.
3
Zu DIN 68800-2:2012-02, Abschnitt 5.2.1.2:
Offene Außenwandbekleidungen auf senkrechter Lattung mit dahinterliegender dauerhaft wirksamer, Wasser
ableitender und UV-beständiger Schicht dürfen nur aus geführt werden, wenn entsprechend Abschnitt 5.2.1.2
Buchstabe e der Norm die ausreichende UV-Beständigkeit von Folien nach DIN EN 13859-2:2010-11, Ab-
schnitt 4.3.9 nachgewiesen ist. Diese Folien müssen fü r eine Einwirkung von UV-Strahlung geeignet sein, einen
s
d
-Wert
und einen Widerstand gegen Wasserdurchgang der Klass e W1 aufweisen.
Anlage A 1.2.6/1
1
Zu DIN EN 1996-1-1, Abschnitt 2.5:
Die Bemessung von Mauerwerk auf der Grundlage von Ve rsuchen ist nicht anzuwenden.
2
Zu DIN EN 1996-1-1, Abschnitt 6.1.2.2:
m
zur Berücksich-
tigung von Schlankheit und Ausmitte gemäß DIN EN 1996 -1-1/NA, NCI zu Anhang NA.G, zu berechnen.
3
Neben DIN EN 1996 sind folgende Normen zu beachten :
DIN 20000-401:2012-11
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
Teil 401: Regeln für die Verwendung
von Mauerziegeln nach DIN EN 771-1:2011-07
DIN V 20000-402:2005-06 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 402: Regeln für die Verwendung
von Kalksandsteinen nach DIN EN 771-2:2005-05
DIN V 20000-403:2005-06 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 403: Regeln für die Verwendung
von Mauersteinen aus Beton nach DIN EN 771-3:2005-05
DIN 20000-404:2015-12
Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken Teil 404: Regeln für die Verwendung
von Porenbetonsteinen nach DIN EN 771-4: 2011-07
DIN V 20000-412:2004-03 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken - Teil 412: Regeln für die Verwendung
von Mauermörtel nach DIN EN 998-2:2003-09
oder
DIN 105-100:2012-01
Mauerziegel
Teil 100: Mauerziegel mit besonderen Eigenschaften
DIN V 106:2005-10
Kalksandsteine mit besonderen Eigen schaften
DIN V 18151-100:2005-10 Hohlblöcke aus Leichtbeton - Teil 100: Hohlblöcke mit besonderen Eigenschaften
DIN V 18152-100:2005-10 Vollsteine und Vollblöcke a us Leichtbeton - Teil 100: Vollsteine und Vollböcke mit
besonderen Eigenschaften
DIN V 18153-100:2005-10 Mauersteine aus Beton (Normal beton) - Teil 100: Mauersteine mit besonderen Ei-
genschaften
DIN V 18580:2007-03
Mauermörtel mit besonderen Eige nschaften
4
Für Ergänzungsbauteile nach EN 845 gibt es keine ab schließenden technischen Regeln für Planung,
Bemessung und Ausführung.
1
____________
1
Anwendung von
§ 16a SächsBO

image
image
Anlagen | Teil
27
Anlage A 1.2.6/2
Zu DIN EN 1996-1-2 in Verbindung mit DIN EN 1996-1-2/NA
Für spezielle Ausbildungen (z. B. Anschlüsse, Fugen et c.) sind die Anwendungsregeln nach DIN 4102-4:2016-05
zu beachten, sofern der Eurocode dazu keine Angaben en thält.
Anlage A 1.2.6/3
Zu DIN 1053-4
Bei Anwendung der technischen Regel sind zusätzlich DIN EN 1996-1-1/NA/A1, DIN EN 1996-1-1/NA/A2,
DIN EN 1996-3/NA/A1 und DIN EN 1996-3/NA/A2 sowie die Anlage A 1.2.6/1 zu beachten.
Für die brandschutztechnische Bemessung des Mauerwerks gel ten die Bestimmungen von DIN EN 1996-1-2 in
Verbindung mit DIN EN 1996-1-2/NA für das entspreche nde nicht vorgefertigte Mauerwerk, wobei für die Kla ssifi-
zierung Brandwand (Kriterium REI-M und EI-M) zusätz lich Folgendes zu berücksichtigen ist:
Sofern das Mauerwerk nicht aus raumbreiten Mauertafeln ausgeführt wird, sind vertikale Stoßfugen in Wande be-
ne wie folgt auszubilden.
In den Einzeltafeln ist werkseitig in den Drittelspunkten und in halber Wandhöhe eine Schlaufenbewehrun g aus
Betonstahl
6 mm wie im Bild dargestellt in den Lagerfugen so anzuordnen, dass die Schlaufen n ach dem
Versetzen der Mauertafeln in der Stoßfuge übereinan der greifen. Durch die so gebildeten Bewehrungsringe ist
von oben ein Betonstabstahl
8 mm zu stecken. Die Anforderungen von Abschnitt 8.2.1 der Norm sind zu be-
achten. Anschließend ist die Fuge hohlraumfrei mit Mör tel nach Abschnitt 5.3.3 der Norm zu verfüllen.
Bild: Vertikale Stoßfuge in Wandebene bei Brandwänd en
Anlage A 1.2.7/1
Bei der Ausführung von Glasbauteilen und Glaskonstruk tionen nach ETA oder harmonisierten Normen ist zusätz -
lich zu den Technischen Regeln nach A 1.2.7.1 in Abhän gigkeit von der jeweiligen Konstruktion Folgendes zu
beachten:
1
Geklebte Glaskonstruktionen in Fassaden und Dächern:
1.1
Bis zu einer Einbauhöhe von 8 m über Gelände sin d entweder Typ I oder Typ II nach ETAG 002 Teil 1, ab
einer Einbauhöhe von 8 m ist Typ I zu verwenden.
1.2
Geklebte Glaskonstruktionen nach ETAG 002 Teil 2 (beschichtetes Aluminium) sind nur bis zu einer Ein-
bauhöhe von 8 m über Gelände und nur unter Verwendu ng von Typ I zu verwenden.
1.3
Die Bemessung der Klebefuge nach ETAG 002 Teil 1 ist mit einem globalen Sicherheitsfaktor von
tot
= 6
durchzuführen.
1.4
Für die Planung, Bemessung und Ausführung von Gla skonstruktionen mit Acrylat-Klebeband gibt es keine
abschließende technische Regel.
1
Die Verwendung auf U-PVC-Oberflächen ist nicht zuläss ig.
2
Für die Planung, Bemessung und Ausführung von spezial gezogenem Flachglas gibt es keine abschlie-
ßende technische Regel.
1
750
750

Anlagen | Teil
28
3
Bei der Planung, Bemessung und Ausführung von Glasko nstruktionen von nichttragenden inneren Trenn-
wänden nach ETAG 003 sind die Bestimmungen von B 2.2 .1.7 zu beachten.
4
Bei der Planung, Bemessung und Ausführung von Glasko nstruktionen in Vorhangfassaden nach
DIN EN 13830 und in Fenstern und Außentüren nach DI N EN 14351-1 sind die Bestimmungen von A 1.2.7 zu
beachten.
____________
1
Anwendung von
§ 16a SächsBO
Anlage A 1.2.7/2
1
Zu DIN 18008-1:2010-12, Abschnitt 9:
Soweit die Normenreihe Regelungen zum konstruktiven Nachweis der Resttragfähigkeit enthält, gelten diese
unter der Voraussetzung, dass VSG mit einer PVB-Folie m it folgenden Eigenschaften verwendet wird: Reißfestig-
m
2
(DIN EN ISO 527-3:2003-07). Bei beschichteten Gläse rn nach DIN EN 1096-4 muss die Beschichtung auf der
von der PVB-Folie abgewandten Seite erfolgen.
Verbund-Sicherheitsglas muss nach DIN EN 12600 mindeste ns mit 2(B)2 eingestuft sein.
Zur Anwendung von Konstruktionen nach DIN 18008-4 Ta belle B.1 und DIN 18008-5 Tabelle B.1 werden die
vorgenannten Eigenschaften vorausgesetzt.
2
Werden Scheiben nach DIN EN 14179-2 derart eingeba ut, dass deren Oberkante mehr als 4 m über Ver-
kehrsflächen liegt, dürfen sie nur in Mehrscheiben-Iso lierverglasungen Verwendung finden. Alternativ sind kon-
struktiv Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Versagensfal l, wie eine Splittersicherung, Vordächer o.ä. vorzuse-
hen.
Anlage A 1.2.7/3
Zu DIN 18008-2
1
Bei der Anwendung ist DIN 18008-2 Berichtigung 1:2011-04 zu berücksichtigen.
2
Die technische Regel braucht nicht angewendet zu w erden für:
Dachflächenfenster in Wohnungen und Räumen ähnlicher Nutzung (z.B. Hotelzimmer, Büroräume) mit
einer Lichtfläche (Rahmen-Innenmaß) bis zu 1,6 m²,
Verglasungen von Kulturgewächshäusern/Produktionsgew ächshäusern.
Anlage A 1.2.8/1
Zu DIN EN 13084-1
Zu Abschnitt 5.2.4.1:
Die Ermittlung der Einwirkungen aus Erdbeben erfolg t nach Abschnitt 1.2.9.
Anlage A 1.2.8/2
Zu DIN EN 13084-6 und DIN EN 13084-8
Zusätzlich ist DIN EN 13084-1 in Verbindung mit Anla ge A 1.2.8/1 anzuwenden.

Anlagen | Teil
29
Anlage A 1.2.8/3
Zu DIN EN 12812
Bei der Anwendung der technischen Regel ist die
Anwendungsrichtlinie für Traggerüste nach DIN EN 1281 2 ,
Fassung August 2009, zu beachten.
Anlage A 1.2.8/4
Für Arbeits- und Schutzgerüste sowie für Traggerüste d ürfen Stahlrohrgerüstkupplungen mit Schraub- oder Ke il-
verschluss, die auf der Grundlage eines Prüfbescheids gem äß den ehemaligen Prüfzeichenverordnungen der
Länder hergestellt wurden, weiterverwendet werden, sofern ein gültiger Prüfbescheid für die Verwendung m indes-
tens bis zum 1.1.1989 vorlag. Gerüstbauteile, die d iese Bedingungen erfüllen, sind in einer Liste in den DIBt Mit-
teilungen
1
, Heft 6/97, S. 181, veröffentlicht.
____________
1
Die DIBt-Mitteilungen sind zu beziehen beim
Deutschen Institut für Bautechnik, Kolonnenstr. 30 B in
10829 Berlin
Anlage A 1.2.8/5
Bei Anwendung der technischen Regeln ist die
Anwendungsrichtlinie für Arbeitsgerüste nach DIN EN 1 2811-1 ,
Fassung November 2005, zu beachten.
Anlage A 1.2.8/6
Zur
Richtlinie für Windenergieanlagen
Die Einhaltung der Anforderungen an die Standsicher heit des Turms und des Fundaments der Windenergieanl a-
ge kann als erfüllt angesehen werden, wenn die Nachwei sführung nach der hier in Bezug genommenen Richtlini e
für Windenergieanlagen vorgenommen wird.
Bei Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:
1
Sofern in Normen bei der Ausführung von Stahl- oder Aluminiumtragwerken oder Stahl- oder Aluminium-
bauteilen auf DIN 18800-7 bzw. auf DIN V 4113-3 verw iesen wird, gilt dafür DIN EN 1090-2:2011-10 bzw.
DIN EN 1090-3:2008-09.
2
Abstände zu Verkehrswegen und Gebäuden sind unbescha det der Anforderungen aus anderen Rechtsbe-
reichen wegen der Gefahr des Eisabwurfs einzuhalten, soweit eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht
auszuschließen ist. Abstände, gemessen von der Turma chse, größer als 1,5 x (Rotordurchmesser plus Naben-
höhe) gelten im Allgemeinen in nicht besonders eisgef ährdeten Regionen als ausreichend. In anderen Fällen ist
die Stellungnahme eines Sachverständigen erforderlich .
3
Ergänzende Unterlagen zu den im Abschnitt 3, Buch staben A bis L der Richtlinie aufgeführten bautechn i-
schen Unterlagen:
3.1
die gutachterliche Stellungnahme eines Sachverst ändigen über die örtlich auftretende Turbulenzintensi tät
und über die Zulässigkeit von vorgesehenen Abständen zu benachbarten Windenergieanlagen in Bezug auf die
Standsicherheit der bestehenden und möglicherweise vorgesehenen Anlagen sowie der beantragten Anlage,
soweit die Abstände gemäß Abs. 7.3.3 der Richtlinie nicht eingehalten werden,
3.2
die gutachterliche Stellungnahme eines Sachverstä ndigen zur Funktionssicherheit von Einrichtungen,
durch die der Betrieb der Windenergieanlage bei Eisa nsatz sicher ausgeschlossen werden kann oder durch di e
ein Eisansatz verhindert werden kann (z.B. Rotorblatthe izung), soweit erforderliche Abstände wegen der Gef ahr
des Eisabwurfes nicht eingehalten werden,
3.3
das Baugrundgutachten nach Abschnitt 3, Buchstabe H der Richtlinie zur Bestätigung, dass die der Ausle -

Anlagen | Teil
30
gung der Anlage zugrundeliegenden Anforderungen an d en Baugrund am Aufstellort vorhanden sind,
3.4
die Angabe der Entwurfslebensdauer nach Abschnitt 9.6.1 der Richtlinie.
4
Für Windenergieanlagen, deren überstrichene Rotorf läche geringer als 200 m² ist und die eine Spannung
erzeugen, die unter 1000 V Wechselspannung oder 1500 V Gleichspannung liegt, sind folgende unter Abschnitt
3, Buchstaben A bis L der Richtlinie aufgeführten bau technischen Unterlagen nicht erforderlich: die gutach terli-
chen Stellungnahmen nach Abschnitt 3, Buchstaben I sowie J, K und L der Richtlinie.
5
Für Windenergieanlagen bis zu 10 m Höhe gemessen von der Geländeoberfläche bis zum höchsten Punkt
der vom Rotor bestrichenen Fläche und einem Rotordurc hmesser bis zu drei Metern gelten Ziffern 3.1 bis 3. 4
nicht.
Anlage A 1.2.8/7
Für die Verwendung von ortsfesten liegenden zylindrischen Tanks aus Stahl nach EN 12285-2:2005 gilt:
In Überschwemmungsgebieten sind die Tanks so aufzust ellen, dass sie von der Flut nicht erreicht werden
können.
Sie dürfen nicht in Erdbebengebieten der Erdbebenzone n 1 bis 3 (DIN 4149) aufgestellt werden.
Anlage A 1.2.8/8
Für die Verwendung von ortsfesten Tanks aus Thermopla sten nach EN 13341:2005+A1:2011 gilt:
In Überschwemmungsgebieten sind die Behälter so aufzu stellen, dass sie von der Flut nicht erreicht werden
können.
Sie dürfen nicht in Erdbebengebieten der Erdbebenzo nen 1 bis 3 (DIN 4149) aufgestellt werden.
Anforderungen an den Brandschutz (Brandeinwirkungsdauer ) können von diesen Tanks nicht erfüllt werden.
Anlage A 1.2.9/1
Zu DIN 4149
Bei Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:
1
In Erdbebenzone 3 sind die Dachdeckungen bei Däche rn mit mehr als 35° Neigung und in den Erdbeben-
zonen 2 und 3 die freistehenden Teile der Schornsteine über Dach durch geeignete Maßnahmen gegen die Ein-
wirkungen von Erdbeben so zu sichern, dass keine Teile a uf angrenzende öffentlich zugängliche Verkehrsflächen
sowie die Zugänge zu den baulichen Anlagen herabfall en können.
2
Hinsichtlich der Zuordnung von Erdbebenzonen und geologischen Untergrundklassen wird auf die
Karte der Erdbebenzonen und geologischen Untergrundklassen für Sachsen, herausgegeben von der
DigitalService CD-PRINT, Isener Str. 7, 84405 Dorfen, hingewiesen. Hinsichtlich der Zuordnung von Ge-
meinden im Freistaat Sachsen zu Erdbebenzonen 1 und 2 wird auf Anhang B hingewiesen.
2a
Im gesamten Normtext werden die Verweise auf DIN 1045-1:2001-07 und DIN 1052:2004-08 wie folgt
ersetzt:
DIN 1045-1:2001-07 ersetzt durch Verweis auf DIN EN 1992-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1992-1-1/NA
DIN 1052:2004-08 ersetzt durch Verweis auf DIN EN 1995-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1995-1-1/NA.
2b
Für Verankerungen in baulichen Anlagen unter seismi scher Einwirkung dürfen in den Erdbebenzonen
Deutschlands alle Dübel mit allgemeiner bauaufsicht licher Zulassung (abZ) verwendet werden, die im Hin blick auf
die Bemessung der Befestigungen auf den Annex C der ETAG 001 verweisen. Die Verankerungen sind entspre-
chend den in den abZ angegebenen Bemessungsverfahren für statische und quasi-statische Einwirkungen zu
bemessen.

Anlagen | Teil
31
3
Zu Abschnitt 5.5:
Bei der Ermittlung der wirksamen Massen zur Berechnung der Erdbebenlasten sind Schneelasten in Gleichung
(12) mit dem Kombinationsbeiwert
2
= 0,5 zu multiplizieren. Diese reduzierten Schneelasten sind auch beim
Standsicherheitsnachweis zu berücksichtigen.
4
Zu Abschnitt 6:
Im ersten Satz von 6.2.4.1(5), ist die Bedingung
zu ersetzen.
5
Zu Abschnitt 8:
Bei Erdbebennachweisen von Stahl- und Spannbetonbau ten nach dieser Norm ist DIN EN 1992-1-1:2011-01 in
Verbindung mit DIN EN 1992-1-1/NA:2013-04 anzuwenden .
Absatz 8.2 (3) erhält folgende Fassung:
Es gelten die in DIN EN 1992-1-1:2011-01 angegebenen Vorschriften für Bemessung und bauliche Durchbil-
dung. Dabei dürfen die zur Ermittlung der Schnittgrö ßen in 5.5 und 5.6 der DIN EN 1992-1-1:2011-01 ange-
gebenen Verfahren nicht angewandt werden, es sei denn, die doppelte Ausnutzung der plastischen Reserven
(infolge q > 1 und nichtlinearer Rechenannahmen) wir d dabei ausgeschlossen.
Absatz 8.2 (5) a) und Absatz 8.3.2 (2) erhalten folgen de Fassung:
In Bauteilen, die zur Abtragung von Einwirkungen aus Erdbeben genutzt werden, sind Stähle mit erhöhter
Duktilität des Typs B500B zu verwenden. Hierauf darf v erzichtet werden, wenn sichergestellt ist, dass die b e-
troffenen Bereiche im Erdbebenfall, ohne Berücksich tigung eines die rechnerische Erdbebeneinwirkung red u-
zierenden Verhaltensbeiwertes (d. h. q = 1,0), nicht plastizieren.
Absatz 8.3.5.3 (4), 1. Satz erhält folgende Fassung:
Die bei Übergreifungsstößen vorzusehende Querbewehrun g ist nach DIN EN 1992-1-1, Abschnitt 8.7.4 zu
bemessen.
Absatz 8.4 (2), 2. Satz erhält folgende Fassung:
Hierbei sind die Regelungen nach DIN EN 1992-1-1, Ab schnitt 9.4.1 (3) zu berücksichtigen.
Absatz 8.4 (3), 2. Satz erhält folgende Fassung:
Der Mindestbewehrungsgrad der Querkraftbewehrung ist nach DIN EN 1992-1-1, Abschnitt 9.2.2 (5) ein-
schließlich DIN EN 1992-1-1/NA, NDP zu 9.2.2 (5) zu bestimmen.
6
Zu Abschnitt 9:
Bei Erdbebennachweisen von Stahlbauten sind die Verw eise auf DIN 18800-1 bis 18800-4 und
DIN V ENV 1993-1-1 mit DASt-Richtlinie 103 durch DIN EN 1993-1-1 in Verbindung mit DIN EN 1993-1-1/NA
sowie DIN EN 1993-1-8 in Verbindung mit DIN EN 1993-1-8/NA zu ersetzen.
In Absatz 9.3.4 (1) ist der Verweis auf DIN 18800-7 durch den Verweis auf DIN EN 1090-2 zu ersetzen.
Die Duktilitätsklassen 2 und 3 dürfen nur dann zur Anwendung kommen, wenn der Höchstwert der Streck-
grenze f
y, max
(siehe DIN 4149:2005-04, Abschnitt 9.3.1.1) und die in Absatz 9.3.1.1 (2) geforderte Mindest-
kerbschlagarbeit des zu verwendenden Stahles in den Bauvorlagen dokumentiert sind.
Abschnitt 9.3.5.1 (2) c) erhält folgende Fassung:
c) bei zugbeanspruchten Bauteilen ist an Stellen von
Lochschwächungen die Bedingung von
DIN EN 1993-1-1:2010-12, 6.2.3 (3) einzuhalten (N
u,R,d
> N
pl,R,d
)
In Absatz 9.3.5.4
In Absatz 9.3.5.5 (5) erhält Formel (87) folgende F assung:
sdi
pl Verb i
i
M
M
,
=
,
In Absatz 9.3.5.8
7
Zu Abschnitt 10:
Bei Erdbebennachweisen von Holzbauten nach dieser No rm ist DIN EN 1995-1-1:2010-12 in Verbindung mit
DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08 anzuwenden.
Absatz 10.1 (5) erhält folgende Fassung:
Duktilitätsklassen 1 und 3 für die beiden Hauptricht ungen des

Anlagen | Teil
32
Absatz 10.3 (1) erhält folgende Fassung:
EN 1995-1-1:2010-12,
Abschnitt
3
in
Verbindung
mit
DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08 sind einzuhalten.
In Absatz 10.3 (2) erhält der mit dem 4. Spiegelstri ch markierte Unterabsatz folgende Fassung:
die Verwendbarkeit von mehrschichtigen Massivholzplatte n und deren Verbindungsmitteln muss nachge-
In Absatz 10.3 (3) erhält der mit dem 2. Spiegelstri ch markierte Unterabsatz folgende Fassung:
die Erhöhung des Nagelabstandes bei gleicher Tragf ähigkeit gemäß DIN EN 1995-1-1:2010-12, Abschnitt
9.2.3.2
In Absatz 10.3 (3) erhält der mit dem 3. Spiegelstr ich markierte Unterabsatz folgende Fassung:
die Anwendung geklebter Tafeln führt auch bei gleic hzeitiger Verwendung mechanischer Verbindungsmittel
zur Einstufung in Duktilitätsklasse 1.
Absatz 10.3 (6) erhält folgende Fassung:
eit von stiftförmigen Verbindungsmitteln auf
Abscheren nach DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08, Abschnitt N CI Zu 8.2 bis NCI Zu 8.7 ist eine Unterschreitung
der Mindestdicken von Holzbauteilen, wie sie in DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08 NCI NA.8.2.4 (NA.2) und NCI
NA.8
Absatz 10.3 (7) ist wie folgt zu ergänzen:
EN 1995-1-1:2010-12, Ab-
schnitt
8
Zu Abschnitt 11:
Die Absätze 11.7.3 (1), 11.7.3 (2) und 11.7.3 (3) er halten folgende Fassung (Tab. 16 ist zu streichen):
d
der jeweilig maßgebenden Schnittgröße in der Erdbe benbemessungssituation ist
nach Gleichung (37) zu ermitteln. Dabei darf abhängi g von den vorliegenden Randbedingungen entweder das
vereinfachte oder das genauere Berechnungsverfahren na ch DIN 1053-1:1996-
Berechnungsverfahrens nach DIN 1053-1:1996-11 darf die Bemes-
sungstragfähigkeit R
d
aus den um 50 % erhöhten zulässigen Spannungen erm ittelt werden. Auf einen expliziten
Berechnungsverfahrens, ist der Bemessungswert E
d
der jeweilig maßgeben-
den Schnittgröße unter
-fachen Einwirkungen gemäß DIN 1053-1:1996-11 zu erm itteln. Der maßgebende Si-
cherheitsbeiwert
darf hierbei auf 2/3 der in Abschnitt 7 der DIN 10 53-1:1996-11 festgelegten Werte reduziert
werden.
Als Bemessungstragfähigkeit R
d
sind die in DIN 1053-1:1996-11 angegebenen rechneri schen Festigkeitswerte
9
Zu Abschnitt 12:
Bei Erdbebennachweisen von Gründungen und Stützbauwe rken nach dieser Norm ist DIN 1054:2005-01
einschließlich
DIN
1054
Berichtigung
1:2005-04,
DIN 1054
Berichtigung 2:2007-04,
DIN 1054 Berichtigung 3:2008-01 und DIN 1054 Berichtigung 4:2008-10 sowie DIN 1054/A1:2009-07 anzu-
wenden.
Die Absätze 12.1.1 (1) und 12.1.1 (2) erhalten folge nde Fassung:
(a) den Nachweis der ausreichenden Tragfähigkeit der Gründungselemente nach den baustoffbezogenen Re-
geln dieser Norm und den jeweiligen Fachnormen;
(b) die einschlägigen Nachweise der Gründungen nach D IN 1054. Einschränkungen hinsichtlich der generel-
len Anwendbarkeit von Nachweisverfahren im Lastfall Erdbeben in DIN 1054 oder in diese begleitenden Be-
rechnungsnormen müssen nicht beachtet werden, wenn kei ne ungünstigen Bodenverhältnisse (Hangschutt,

Anlagen | Teil
33
Absatz 12.1.1 (4) erhält folgende Fassung:
Absatz 12.2.1 (2) erhält folgende Fassung:
Erddruck bei Erdbeben ermittelt werden, indem der E rddruckbei-
wert
k
ersetzt wird durch
g
S
kka
I
e
g
.

34
A 2
Brandschutz
A 2.1
Allgemeine Anforderungen an bauliche Anlagen aus Gründen des Brandschutzes
Bauliche Anlagen sind gemäß
§ 3 SächsBO in Verbindung mit § 14 SächsBO
so anzuordnen, zu errichten, zu
ändern und instand zu halten, dass
der Entstehung eines Brandes vorgebeugt wird
der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird
bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren möglich sind
wirksame Löscharbeiten möglich sind.
Konkretisiert werden die schutzzielbezogenen Brandschut zanforderungen für bauliche Anlagen, die
gemäß § 2
Absatz 4 SächsBO
keine Sonderbauten sind (sogenannte Standardgebäude) , mit den Festlegungen der
§§ 5, 26
bis 36, 39 bis 42, 46 und 47 SächsBO
und den technischen Anforderungen der nachfolgenden Abschnitte. Bei
Sonderbauten gemäß
§ 2 Absatz 4 SächsBO in Verbindung mit § 51 SächsBO
sind zusätzlich die technischen
Anforderungen nach Abschnitt A 2.1.20 zu beachten.
Für Bauprodukte nach derzeit vorhandenen europäisch har monisierten Spezifikationen, deren Verwendung Ein-
fluss bei der Erfüllung von Brandschutzanforderunge n an bauliche Anlagen hat, sind für die bauordnungsre chtli-
chen Anforderungen und auf der Grundlage der Konkre tisierungen zum Brandschutz (A 2.1.1 ff.) die notwendigen
Zuordnungen von Angaben zu Leistungen sowie zugehörig e Verwendbarkeits- und Ausführungsbestimmungen
ausschließlich in der Technischen Regel A 2.2.1.2 enthalten.
A 2.1.1
Anforderungen an die Zugänglichkeit baulich er Anlagen
Zur Durchführung von Lösch- und Rettungsmaßnahmen müssen gemäß
§ 5 SächsBO
für die Feuerwehr Zugän-
ge und Zufahrten sowie Aufstell- und Bewegungsfläche n auf den Grundstücken vorgesehen werden; die Techni-
sche Regel A 2.2.1.1 ist zu beachten.
In offenen Durchfahrten bzw. Durchgängen, durch die der einzige Rettungsweg zur öffentlichen Verkehrsflä che
führt oder die Zugänglichkeit für die Feuerwehr gew ährleistet wird, sind an Stützen, Wänden und Decken nur
nichtbrennbare Dämmschichten zulässig.
A 2.1.2
Anforderungen an das Brandverhalten von Tei len baulicher Anlagen
A 2.1.2.1
Allgemeines
Zur Erfüllung der Grundanforderungen werden in
§ 26 Absatz 1 SächsBO
allgemeine Anforderungen an das
Brandverhalten von Teilen baulicher Anlagen formuli ert.
§ 26 Absatz 1 SächsBO
enthält dazu bestimmte Be-
griffsbestimmungen:
nichtbrennbar
schwerentflammbar
normalentflammbar.
Bei baulichen Anlagen oder Teilen von baulichen Anla gen, bei denen die Anforderungen nichtbrennbar oder
schwerentflammbar gestellt werden, ist sicherzustelle n, dass es nicht durch unbemerktes fortschreitendes Gli m-
men und/oder Schwelen zu einer Brandausbreitung komme n kann.
Zur Erfüllung nachfolgender Anforderungen ist die Te chnische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.

Teil
35
A 2.1.2.2
Nichtbrennbar
Bei der Verwendung in baulichen Anlagen muss bei Ei nwirkung eines Brandes, insbesondere eines fortentwic kel-
ten teilweise vollentwickelten Brandes, gewährleistet s ein, dass die Teile baulicher Anlagen keinen Beitrag zum
Brand leisten. Dabei dürfen je nach Verwendung kein e oder eine begrenzt bleibende Entzündung, geringst mögli-
che Rauchentwicklung, kein fortschreitendes Glimmen und/oder Schwelen und kein Abtropfen (ausgenommen
Aluminium) oder Abfallen auftreten; die Art der Best andteile, Formstabilität sowie Schmelz-
punkt/Schmelztemperatur sind zu berücksichtigen.
Hinweis:
Die Anforderungen können mit Baustoffen erfüllt wer den, die dauerhaft bei Einwirkung eines Brandes nach
DIN 4102-1:1998-05, Abschnitt 5.1 oder 5.2, die dort angegebenen Kriterien einhalten und nach Abschnit t 4.1
klassifiziert sind, ggf. mit der Angabe zum Schmelzpun kt von mindestens 1000°C nach DIN 4102-17:1990-12.
A 2.1.2.3
Schwerentflammbar
Bei der Verwendung in baulichen Anlagen muss bei Ei nwirkung eines Entstehungsbrandes oder eines sich entwi -
ckelnden Brandes gewährleistet sein, dass die Teile ba ulicher Anlagen nur einen begrenzten Beitrag zum Bra nd
leisten und dass nur eine begrenzte Brandausbreitung während und bei Wegfall der Brandeinwirkung vorliegt . Als
Brandeinwirkung ist mit Ausnahme von Außenwandbekle idungen und Bodenbelägen der Brand eines Gegen-
standes in einem Raum (z. B. Papierkorb in einer Rau mecke) anzunehmen, bei Außenwandbekleidungen die aus
einer Wandöffnung schlagenden Flammen (siehe auch A 2.1.5). Bei Bodenbelägen ist von einer Brandsituatio n
auszugehen, bei der Flammen aus der Türöffnung zu e inem benachbarten Raum schlagen und bei der die waa-
gerechte Flammenausbreitung und die Rauchentwicklung u nbedenklich sind.
Dabei dürfen je nach Verwendung des Bauteils eine E ntzündung erst nach einer bestimmten Zeit der Flammen-
einwirkung, nur eine begrenzte Temperatur der entste henden Rauchgase, eine begrenzte Freisetzung von Ener-
gie, begrenzte Rauchentwicklung, kein selbstständiges W eiterbrennen, kein fortschreitendes Glimmen und/oder
Schwelen, ggf. kein brennendes Abfallen oder Abtropfe n auftreten.
Hinweis:
Diese Anforderungen können mit Baustoffen erfüllt we rden, die dauerhaft bei Einwirkung eines Brandes nac h
DIN 4102-1:1998-05, Abschnitt 6.1, die dort angegeben en Kriterien einhalten und nach Abschnitt 4.1 klassifi ziert
sind.
Ist es nicht zulässig, dass Teile baulicher Anlagen b rennend abtropfen oder abfallen, müssen zusätzlich die Krite-
rien gemäß DIN 4102-16:2015-09, Abschnitt 9.3, erfül lt sein.
A 2.1.2.4
Normalentflammbar
Bei der Verwendung in der baulichen Anlage muss bei Einwirkung eines Entstehungsbrandes gewährleistet sein,
dass die Teile der baulichen Anlage nur einen begrenzten Beitrag zum Brand leisten. Dabei m uss bei der Brand-
einwirkung durch eine kleine, definierte Flamme (Streichholzflamme) die Entzündbarkeit und die Flammenau s-
breitung innerhalb einer bestimmten Zeit begrenzt s ein, ggf. darf kein brennendes Abfallen oder Abtropf en auftre-
ten. Die Anforderungen können mit Baustoffen erfüll t werden, die dauerhaft bei Einwirkung eines Brandes nach
DIN 4102-1:1981-05, Abschnitt 6.2, die dort angegeben en Kriterien erfüllen.
Ist es nicht zulässig, dass Teile baulicher Anlagen br ennend abtropfen oder abfallen, müssen zusätzlich d ie Krite-
rien gemäß DIN 4102-16:2015-09, Abschnitt 9.3, ebenf alls erfüllt sein.
Werden mehrere Bestandteile für die Verwendung zusamme ngefügt, müssen die Anforderungen an Teile der
baulichen Anlage auch nach dem Zusammenfügen erfüllt sein, es sei denn, dass insgesamt das Brandverhalten
erreicht wird, das alle anderen Anforderungen der Ein zelbestandteile mit erfüllt.
Soweit für die bauliche Anlage ein Bestandteil verw endet werden soll, das nicht mindestens der Anforderung
normalentflammbar entspricht (leichtentflammbar), ist
§ 26 Absatz 2 SächsBO
einzuhalten.

Teil
36
A 2.1.3
Anforderungen an die Feuerwiderstandsfähi gkeit von Teilen baulicher Anlagen
A 2.1.3.1
Allgemeines
Zur Erfüllung der Grundanforderungen werden in
§ 26 Absatz 2 SächsBO
allgemeine Anforderungen an die
Feuerwiderstandfähigkeit im Brandfall von Bauteilen baulicher Anlagen gestellt und in:
feuerbeständige
hochfeuerhemmende
feuerhemmende
Bauteile unterschieden.
Die Feuerwiderstandsfähigkeit bezieht sich bei tragen den und aussteifenden Bauteilen baulicher Anlagen au f
deren Standsicherheit im Brandfall, bei raumabschli eßenden Bauteilen, wie Wänden und Decken, auf deren Wi-
derstand gegen eine Brandausbreitung (Raumabschluss).
Feuerwiderstandsfähige Bauteile müssen zusätzlich die folgenden Mindestanforderungen an das Brandverhalte n
ihrer Baustoffe erfüllen:
a) feuerbeständige Bauteile:
Tragende und aussteifende Teile müssen aus nichtbr ennbaren Baustoffen bestehen, raumabschließende
Bauteile müssen zusätzlich eine in Bauteilebene durchg ehende Schicht aus nichtbrennbaren Baustoffen ha-
ben.
b) hochfeuerhemmende Bauteile:
Bestehen tragende und aussteifende Teile aus brennbar en Baustoffen, müssen sie allseitig eine brandschutz-
technisch wirksame Bekleidung aus nichtbrennbaren Bau stoffen (Brandschutzbekleidung) und
sofern vor-
handen
nichtbrennbaren Dämmstoffen haben.
Wenn raumabschließende hochfeuerhemmende Bauteile i n ihren tragenden und aussteifenden Teilen aus
nichtbrennbaren Baustoffen bestehen und eine in Baute ilebene durchgehende Schicht aus nichtbrennbaren
Baustoffen angeordnet ist, ist eine brandschutztechnisch wirksame Bekleidung nicht erforderlich; sie können
auch insgesamt aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehe n.
c) feuerhemmende Bauteile:
Tragende und aussteifende Bauteile können aus brennb aren Baustoffen ausgeführt werden. Dies gilt auch fü r
raumabschließende Bauteile.
Grundsätzlich richtet sich die Feuerwiderstandsfähigk eit von Bauteilen nach dem geltenden bauaufsichtlich en
Anforderungssystem (Gebäudeklassen, Höhenlage der Gescho sse, Gebäudeart) über Einstufungen in Feuerwi-
derstandsklassen, die auf der Grundlage von Brandpr üfungen nach der Einheitstemperaturzeitkurve (ETK) in der
Technischen Regel A 2.2.1.2 den nachfolgenden technischen Anforderungen zugeordnet werden.
A 2.1.3.2
Anforderungen an die Standsicherheit im B randfall
A 2.1.3.2.1
Allgemeines
Um die Anforderungen des
§ 12 SächsBO
zu erfüllen, müssen tragende Teile baulicher Anlage n dauerhaft auch
unter Brandeinwirkung über eine bestimmte Zeitdauer standsicher sein. Als Brandeinwirkung für Tragwerke im
Hochbau ist in der Regel die ETK anzuwenden.
Querschnittsänderungen und Durchdringungen
auch nachträglicher Art
sowie Verformungen durch die
Brandeinwirkung müssen berücksichtigt werden, soweit si e Einfluss auf die Standsicherheit haben können.
A 2.1.3.2.2
Feuerbeständig
Die Standsicherheit eines Teils der baulichen Anlag e muss bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 90 Minuten gewährleistet sein.

Teil
37
A 2.1.3.2.3
Hochfeuerhemmend
Die Standsicherheit eines Teils der baulichen Anlage muss bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 6 0 Minuten gewährleistet sein.
A 2.1.3.2.4
Feuerhemmend
Die Standsicherheit eines Teils der baulichen Anlag e muss bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 3 0 Minuten gewährleistet sein.
A 2.1.3.2.5
Feuerwiderstandsfähigkeit von 120 Minut en
Die Standsicherheit eines Teils der baulichen Anlag e muss bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 120 Minuten gewährleistet sein. Dieses Teil darf kei nen
Beitrag zum Brand leisten (nichtbrennbar).
A 2.1.3.3
Anforderungen an den Raumabschluss im Bra ndfall
A 2.1.3.3.1
Allgemeines
Teile baulicher Anlagen sind raumabschließend, wenn si e dauerhaft mindestens für eine bestimmte, nachfolge nd
angegebene Zeitdauer die Brandausbreitung verhinder n, der Raumabschluss auch im Bereich von Verbindungen
und Anschlüssen zu angrenzenden Teilen baulicher Anla gen nicht beeinträchtigt ist und wenn auf der branda b-
gewandten Seite keine Rauchentwicklung und kein Abfa llen oder Abtropfen von Bestandteilen zu verzeichnen ist.
Die Verhinderung der Brandausbreitung ist, soweit nich ts anderes bestimmt, immer für jede der möglichen
Brandeinwirkungsrichtungen sicherzustellen (z.B. von innen nach außen sowie von außen nach innen). Raumab-
schließende Teile baulicher Anlagen tragen, soweit ni chts anderes zulässig ist, hinsichtlich des Brandverha ltens
nicht zum Brand bei (nichtbrennbar).
Raumabschließende Teile der baulichen Anlage müssen je weils mindestens bis zur äußeren Begrenzung der
baulichen Anlage reichen, es sei denn, es ist bei der Verwendung sichergestellt, dass diese raumabschließ enden
Teile an andere Teile der baulichen Anlage angrenzen, die mindestens die gleiche Zeitdauer des Raumabschlus-
ses oder der Standsicherheit im Brandfall gewährleiste n. Querschnittsänderungen und Durchdringungen
auch
nachträglicher Art
sowie Verformungen während der Brandeinwirkung sind zu berücksichtigen, soweit sie Ein-
fluss auf den Raumabschluss haben können.
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind Öffnungen in raumabschließenden Teilen unzulässig.
Fugen der Bauteile müssen zur Sicherung des Raumabschl usses während der Brandeinwirkung geschlossen
bleiben. Diese Anforderung kann mit nichtbrennbaren mineralischen Baustoffen (wie Mörtel, Beton) oder min era-
lischen Dämmstoffen mit einem Schmelzpunkt von mindestens 1000 °C nach DIN 4102-17:1990-12 und mit Pro-
dukten, die bei Brandeinwirkung den Restquerschnitt sicher verschließen, erfüllt werden.
A 2.1.3.3.2
Feuerbeständig
Der Raumabschluss eines Teils baulicher Anlagen mus s bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 90 Minuten gewährleistet sein. Damit ist auch die Sta ndsi-
cherheit von nichttragenden Bauteilen im Brandfall u nter Eigengewicht nachgewiesen.
Hinsichtlich des Brandverhaltens ist für diese raumabsch ließenden Bauteile die Verwendung brennbarer Bestan d-
teile (schwerentflammbar, normalentflammbar) zuläss ig, wenn die tragenden und aussteifenden Bestandtei le
keinen Beitrag zum Brand leisten (nichtbrennbar) un d beim Zusammenfügen des raumabschließenden Teils ein
Bestandteil angeordnet ist, der über die gesamte Aus dehnung des raumabschließenden Teils senkrecht zur
Brandeinwirkungsrichtung angeordnet wird, keinen Be itrag zum Brand leistet (nichtbrennbar).

Teil
38
A 2.1.3.3.3
Hochfeuerhemmend
Der Raumabschluss eines Teils baulicher Anlagen mus s bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 60 Minuten gewährleistet sein. Damit ist auch die Sta ndsi-
cherheit von nichttragenden Bauteilen im Brandfall u nter Eigengewicht nachgewiesen.
Hinsichtlich des Brandverhaltens sind tragende, aussteif ende oder raumabschließende Teile zulässig, die einen
Beitrag zum Brand leisten (schwerentflammbar, normal entflammbar), wenn sie eine allseitige brandschutzt ech-
nisch wirksame Bekleidung haben, die keinen Beitrag zum Brand leistet (nichtbrennbar) und mit der:
ein Brennen der tragenden und aussteifenden Teile,
die Einleitung von Feuer und Rauch in Wand- und Deck enbauteile über Fugen, Installationen oder Einbauten
sowie eine Brandausbreitung innerhalb dieser Bautei le und
die Übertragung von Feuer und Rauch über Anschlussfuge n von raumabschließenden Bauteilen in angren-
zende Nutzungseinheiten oder Räume
verhindert wird. Alle anderen Bestandteile der Baut eile, wie Dämmstoffe, dürfen keinen Beitrag zum Bran d leisten
(nichtbrennbar).
Für hochfeuerhemmende raumabschließende Bauteile in Holzbauweise ist die Technische Regel A 2.2.1.4 zu
beachten.
A 2.1.3.3.4
Feuerhemmend
Der Raumabschluss eines Teils baulicher Anlagen mus s bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 30 Minuten gewährleistet sein. Damit ist auch die Sta ndsi-
cherheit von nichttragenden Bauteilen im Brandfall u nter Eigengewicht nachgewiesen.
Hinsichtlich des Brandverhaltens sind Bestandteile zulässi g, die einen Beitrag zum Brand leisten (schwerent-
flammbar, normalentflammbar).
A 2.1.3.3.5
Feuerwiderstandsfähigkeit von 120 Minut en
Der Raumabschluss eines Teils baulicher Anlagen mus s bei Brandeinwirkung nach der ETK gemäß
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 120 Minuten gewährleistet sein. Damit ist auch die Stand-
sicherheit von nichttragenden Bauteilen im Brandfall unter Eigengewicht nachgewiesen.
Hinsichtlich des Brandverhaltens sind nur Bestandteile zu lässig, die keinen Beitrag zum Brand leisten (nicht-
brennbar).
A 2.1.4
Tragende und aussteifende Bauteile
Teile baulicher Anlagen, die Lasten abtragen (aufne hmen) oder Teile baulicher Anlagen aussteifen, müss en unter
dieser Belastung bei Brandeinwirkung über eine best immte Zeitdauer nach Abschnitt 2.1.3.2 standsicher se in.
Werden tragende Teile der baulichen Anlage aus Beto n, Stahl, Aluminium, Holz oder Mauerwerk ausgeführt, sind
die technischen Regeln zur Tragwerksbemessung für den Brandfall in A 1.2.3, A 1.2.4, A 1.2.5 und A 1.2.6 zu
beachten. Wird die Standsicherheit im Brandfall rech nerisch nachgewiesen, gilt:
für tragende Bauteile, die feuerbeständig sein müsse n, ist die Tragfähigkeit rechnerisch für mindestens
90 Minuten Brandbeanspruchung nach ETK nachzuweisen,
für tragende Bauteile, die hochfeuerhemmend sein müsse n, ist die Tragfähigkeit rechnerisch für mindestens
60 Minuten Brandbeanspruchung nach ETK nachzuweisen,
für tragende Bauteile, die feuerhemmend sein müssen, ist die Tragfähigkeit rechnerisch für mindestens
30 Minuten Brandbeanspruchung nach ETK nachzuweisen, und
für tragende Bauteile, die eine Feuerwiderstandsfähig keit von 120 Minuten haben müssen, ist die Tragfähig-
keit rechnerisch für mindestens 120 Minuten Brandbea nspruchung nach ETK nachzuweisen.
Werden tragende und aussteifende Teile baulicher An lagen für die Einwirkung eines Naturbrandes bemessen, ist
Anlage A 1.2.1/3 zu beachten.

Teil
39
Für hochfeuerhemmende tragende Bauteile in Holzbauw eise ist die Technische Regel A 2.2.1.4 zu beachten.
Hinweis:
Ein Bauteil, das nur der Aussteifung dient, darf au ch ein anderes Brandverhalten aufweisen als das feue rwider-
standsfähige Bauteil, das es aussteift, wenn das Gesamtsyst em eine ausreichende Feuerwiderstandsfähigkeit
hat.
A 2.1.5
Außenwände
Nichttragende Außenwände und nichttragende Teile trag ender Außenwände baulicher Anlagen, d. h. Bauteile die
keine Vertikallasten, außer ihrem Eigengewicht, abtr agen und lediglich für die Aufnahme der Eigengewich ts- und
Windlasten bemessen sind, müssen nach
§ 28 SächsBO
grundsätzlich aus nichtbrennbaren Baustoffen beste-
hen, damit eine Brandausbreitung auf und in diesen Bauteilen ausreichend lang begrenzt ist. Ausreichend lange
Begrenzung der Brandausbreitung bedeutet auch, dass n ach Ende der Brandeinwirkung und der Löscharbeiten
ein fortschreitendes Glimmen und/oder Schwelen in diesen Bauteilen nicht mehr stattfindet.
Sie sind aus brennbaren Baustoffen zulässig, wenn die nichttragenden Außenwände und die nichttragenden Te ile
tragender Außenwände als raumabschließende Bauteile f euerhemmend sind. Abweichend von den Festlegungen
in Abschnitt A 2.1.3.3.4
(zu § 26 SächsBO)
ist es für die Brandeinwirkung von außen nach innen zulässig, dass
ein Versagen frühestens nach 30 Minuten gemäß DIN 4 102-3:1977-09, Abschnitt 5.3.2 (abgeminderte Einheits -
Temperaturkurve), eintreten darf. Ausgenommen von die sen Festlegungen werden insbesondere Fenster und
Türen (sog. Lochfassade); die notwendigen Höhen der Fensterbrüstungen sind durch die Regelungen zur Ver-
kehrssicherheit nach
§ 38 Absatz 3 SächsBO
gegeben.
Oberflächen von Außenwänden sowie Außenwandbekleidung en müssen grundsätzlich in ihren einzelnen Be-
standteilen schwerentflammbar sein. Zusätzlich müssen Außenwandbekleidungen aus mehreren Bestandteilen
insgesamt schwerentflammbar sein.
Für schwerentflammbare Außenwandbekleidungen sind d ie Ergebnisse bei
Einwirkungen gemäß
E DIN 4102-20:2016-03 zu berücksichtigen.
Die Anwendung von schwerentflammbaren Außenwandbekl eidungen in der Ausführung als Wärmedämmver-
bundsystem (WDVS) mit EPS-Dämmstoffen ist zur Erfüllung d es Schutzzieles des
§ 26 Absatz 1 Satz 1 Sächs-
BO
bei Gebäuden der Gebäudeklasse 4 und 5 nur zulässig, wenn an vorhandenen Öffnungen in der Außenwand
im Bereich der Stürze oberhalb der Öffnung auch bei Brandeinwirkung standsichere und formstabile, nichtbr enn-
bare konstruktive Maßnahmen angeordnet werden. Darau f kann verzichtet werden, wenn umlaufend horizontal
angeordnete, auch bei Brandeinwirkung standsichere und formstabile, nichtbrennbare konstruktive Maßnahmen
angeordnet werden.
Für solche Außenwandbekleidungen in der Ausführung a ls Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit EPS-
Dämmstoffen ist zusätzlich eine Brandeinwirkung von außen, die unmittelbar im unteren Bereich der Fassade
einwirkt, zu berücksichtigen. Dazu sind geeignete nicht brennbare konstruktive Maßnahmen vorzusehen, damit
das Schutzziel gemäß
§ 26 Absatz 1 Satz 1 SächsBO
erfüllt ist oder es ist die Technische Regel A 2.2.1.5 ein-
zuhalten.
Ist für Gebäude die Verwendung von schwerentflammbar en Baustoffen nicht vorgeschrieben und sollen leichten t-
flammbare Baustoffe in Verbindung mit anderen Bausto ffen gemäß
§ 26 Absatz 1 Satz 2 SächsBO
verwendet
werden, muss die Verbindung dauerhaft sein. Dies ist nicht der Fall, wenn solche Außenwandbekleidungen zu-
gänglich sind und beschädigt werden können.
Bei Außenwänden mit hinterlüfteten Bekleidungen, die geschossübergreifende Hohlräume haben oder die über
Brandwände hinweggeführt werden, sind auch dann, wen n sie aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen, ergä n-
zende Vorkehrungen zur Begrenzung der Brandausbreit ung zu treffen und die Technische Regel A 2.2.1.6 zu
beachten.
Bei Gebäuden mit Doppelfassaden muss eine Brandausbre itung über Zwischenräume im Bereich von Geschoss-
decken wirksam eingeschränkt sein. Die erforderlichen V orkehrungen sind im Einzelfall zu treffen und im Brand -
schutznachweis darzustellen.

Teil
40
A 2.1.6
Trennwände
Trennwände müssen in Abhängigkeit von der Verwendun g in der baulichen Anlage gemäß
§ 29 SächsBO
bei
Brandeinwirkung ausreichend lang den Raumabschluss n ach Abschnitt A 2.1.3.3 gewährleisten und als tragende
Wände standsicher nach Abschnitt A 2.1.3.2 sein.
Anschlüsse einschließlich von Fugenausbildungen, Durchd ringungen von Leitungen sowie Querschnittsverringe-
rungen bei Einbau von Steckdosen, Schaltkästen, Leit ungsverteilern etc. dürfen den Raumabschluss und, bei
tragenden Wänden, die Standsicherheit nicht beeinträc htigen.
Öffnungen in Trennwänden sind nur zulässig, wenn sie auf die für die Nutzung erforderliche Zahl und Größe
beschränkt sind, da jede Öffnung den Raumabschluss de r Wand schwächt.
Sind Türöffnungen in Trennwänden zur Verbindung von Nutzungseinheiten aufgrund ihrer Nutzung erforderlich,
müssen diese
unabhängig von der
Feuerwiderstandsfähigkeit der
Trennwände dauerhaft feuerhemmende,
dicht- und selbstschließende Abschlüsse haben, damit die Verhinderung der Brandausbreitung nicht gefährdet
wird. Die Abschlüsse dürfen den Raumabschluss und di e Dichtheit bei Brandeinwirkungen von jeder Seite na ch
DIN 4102-2:1977-09, Abschnitt 6.2.4, über mindestens 30 Minuten nicht verlieren, sie müssen den Kriterien ge-
mäß DIN 4102-5:1977-09, Abschnitte 5.2.2 bis 5.2.8, g enügen. Diese Feuerschutzabschlüsse dürfen aus mindes-
tens normalentflammbaren Baustoffen bestehen; zu ihne n gehören auch alle Zubehörteile und notwendige Bef es-
tigungsmittel. Feuerschutzabschlüsse müssen für den Brand fall geeignete Schlösser mit einem ausreichenden
Falleneingriff haben, damit bei Druckunterschieden aufg rund eines Brandes ein Öffnen und damit eine Branda us-
breitung verhindert werden. Die Feuerschutzabschlüsse si nd dann dauerhaft selbstschließend, wenn die Kriteri en
der Dauerfunktion nach DIN 4102-18:1991-03 erfüllt sind.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
Damit Personen sich retten können und Feuerwehrkräfte den Brandort erreichen oder Personen retten können,
muss ein Feuerschutzabschluss in Form einer Tür solange manuell zu öffnen sein bis er mit Feuer beaufschlagt
wird. Diese Anforderungen gelten auch für Feuerschut zabschlüsse in Form z. B. eines Schiebe-, Hub- oder R oll-
tores mit längeren Zeitdauern zum Öffnen und Schlie ßen, ggf. nur mit Hilfsenergie, so dass für diese Feuer -
schutzabschlüsse im Zuge eines Rettungsweges eine Schlupftü r oder eine separate Tür vorzusehen ist.
Ein Feuerschutzabschluss darf dann offengehalten werd en, wenn er zur Verhinderung der Brandausbreitung m it
einer Einrichtung versehen ist, die bei Einwirkung eines Brandes, insbesondere bereits bei Raucheinwirkung,
dauerhaft das unverzügliche und sichere Schließen des F euerschutzabschlusses gewährleistet (Feststellanlage).
Dies gilt auch für den Fall, dass eine dafür notwend ige Stromversorgung unterbrochen ist. Um vorbeugend ei ne
Brandausbreitung zu verhindern, darf das Schließen du rch zusätzliche andere Sicherheitseinrichtungen (z. B .
Brandmeldeanlagen) ausgelöst werden; die Technische R egel A 2.2.1.7 ist zu beachten.
Sofern Trennwände als Brandschutzverglasungen ausgefüh rt werden sollen, sind die Anforderungen an raumab-
schließende Bauteile erfüllt, wenn bei Brandeinwirku ng nach DIN 4102-13:1990-05, Abschnitt 6.1, über die min-
destens erforderliche Zeitdauer die Ausbreitung von Feuer und Rauch sowie der Durchtritt der Wärmestrahl ung
verhindert und die Kriterien gemäß DIN 4102-13:1990-05 eingehalten werden. Zur Erfüllung dieser Anforde run-
gen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten. Damit die Verhinderung der Brandausbreitung nicht b eein-
trächtigt wird, müssen Abschlüsse von notwendigen Öf fnungen in einer als Brandschutzverglasung ausgefüh rten
Trennwand der Feuerwiderstandsdauer der Brandschutzve rglasung entsprechen; im Übrigen gelten die genann-
ten Anforderungen an Feuerschutzabschlüsse.
A 2.1.7
Brandwände
Brandwände oder Wände, die anstelle von Brandwänden zulässig sind, von baulichen Anlagen dürfen gemäß
§ 30 SächsBO
zur Gewährleistung der Schutzziele keinen Beitrag zu m Brand leisten (nichtbrennbar), soweit
nichts anderes bestimmt ist. Außenwandbekleidungen au f solchen Wänden dürfen keinen Beitrag zum Brand
leisten (nichtbrennbar).
Brandwände müssen auch für den Fall standsicher und raumabschließend sein, dass zusätzliche mechanische
Belastungen aus im Brandfall versagenden Teilen der b aulichen Anlage auf diese Wände einwirken (Anprall).
Dies gilt auch für Wände anstelle von Brandwänden, sow eit nichts anderes bestimmt ist.

Teil
41
Brandwände sind nur standsicher und raumabschließend, wenn sie ohne zusätzliche Maßnahmen den Anforde-
rungen der Abschnitte A 2.1.3.2 und A 2.1.3.3 entsprechen und ergänzend den Einwirkungen nach
DIN 4102-3:1977-09, Abschnitte 4.2.2 bis 4.2.5, wide rstehen. Dies gilt mit Ausnahme der Einwirkungen nach
DIN 4102-3:1977-09, Abschnitt 4.2.3, auch für hochfeu erhemmende Wände anstelle von Brandwänden. Für an-
dere Wände anstelle von Brandwänden sind die Anforder ungen gemäß Abschnitt A 2.1.6 einzuhalten.
In Brandwände und Wände anstelle von Brandwänden ei ngreifende andere Bauteile, Anschlüsse einschließli ch
von Fugenausbildungen, Durchdringungen von Leitunge n sowie Querschnittsverringerungen bei Einbau von
Steckdosen, Schaltkästen, Leitungsverteilern etc. dürfen den Raumabschluss und die Standsicherheit nicht be-
einträchtigen.
In inneren Brandwänden und inneren Wänden anstelle von Brandwänden sind Öffnungen nach
§ 30 Absatz 8
SächsBO
nur zulässig, wenn sie dauerhaft dicht- und selbsts chließende Abschlüsse (Türen, Tore, Rolltore, Klap-
pen u. a.) in der der Wand entsprechenden Feuerwide rstandsdauer haben und wenn sie auf die für die Nutz ung
erforderliche Zahl und Größe beschränkt werden, damit die Verhinderung der Brandausbreitung nicht gefähr det
wird; der Raumabschluss muss gesichert sein. Im Übrig en gelten die Anforderungen nach Abschnitt A 2.1.6, a uch
hinsichtlich des Offenhaltens dieser Feuerschutzabsc hlüsse.
In inneren Brandwänden und Wänden anstelle von Brand wänden sind Verglasungen nach
§ 30 Absatz 9
SächsBO
nur zulässig, wenn sie eine der Wand entsprechende Feu erwiderstandsdauer haben, raumabschlie-
ßend sind und sie auf die für die Nutzung erforderli che Zahl und Größe beschränkt werden, damit die Verh inde-
rung der Brandausbreitung nicht gefährdet wird. Diese Anforderung wird mit Brandschutzverglasungen erfüllt, die
bei Brandeinwirkung nach DIN 4102-13:1990-05, Abschn itt 6.1, über die mindestens erforderliche Zeitdaue r die
Ausbreitung von Feuer und Rauch sowie der Durchtritt de r Wärmestrahlung verhindern und die Kriterien gemäß
DIN 4102-13:1990-05 einhalten. Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beach-
ten.
A 2.1.8
Decken
Decken zwischen Geschossen müssen in baulichen Anlagen g emäß
§ 31 SächsBO
ausreichend lang standsi-
cher und raumabschließend sein und auch bei einer Br andeinwirkung von oben nach unten den Anforderungen
der Abschnitte A 2.1.3.2 und A 2.1.3.3 entsprechen. Zur Verhinderung der Brandentstehung müssen Decken
nichtbrennbar sein, soweit nichts anders bestimmt ist.
Anschlüsse einschließlich von Fugenausbildungen an andere Bauteile, auch an Außenwände, müssen so ausge-
bildet sein, dass die Standsicherheit und der Raumabsch luss gewahrt bleiben, um die Brandausbreitung zu ver -
hindern.
In Decken sind Öffnungen nach
§ 31 Absatz 4 Nummer 3 SächsBO
nur zulässig, wenn sie dauerhaft dicht- und
selbstschließende Abschlüsse (Klappen, Schiebeblätter u. a.) haben und wenn sie auf die für die Nutzung erfor-
derliche Zahl und Größe beschränkt werden, damit die Verhinderung der Brandausbreitung nicht gefährdet w ird;
der Raumabschluss muss gesichert sein. Diese Anforder ung wird mit Bauteilen (Feuerschutzabschlüssen) erf üllt,
die die gleiche Feuerwiderstandsdauer wie die Decke a ufweisen. Im Übrigen gelten die Anforderungen nach
Abschnitt A 2.1.6, auch hinsichtlich des Offenhaltens d ieser Feuerschutzabschlüsse.
A 2.1.9
Dächer
Die Bedachung als Teil der baulichen Anlage besteht aus der regenwasserableitenden Schicht (Dachhaut), ein-
schließlich verwendeter Teile für den Wärmeschutz un d den Schutz gegen eindringende Feuchte, notwendiger
Teile zur Übertragung der Lasten auf die die Bedachu ng tragenden Teile (Dämmstoffe, Dampfsperren, Unter -
spannbahnen, Dachlattung). Zur Bedachung gehören au ch lichtdurchlässige Flächen und Abschlüsse von Öff-
nungen und deren Anschlüsse an die Bedachung. Begrünte Bedachungen sind zulässig.
Soweit nichts anderes zugelassen ist, müssen Bedachungen zur Behinderung der Übertragung eines Brandes
von außen in die bauliche Anlage durch Wärmestrahlung oder brennende Teile von anderen baulichen Anlagen
und einer Brandausbreitung auf der baulichen Anlage gemäß
§ 32 SächsBO
ausreichend lang dieser Brandein-
wirkung widerstehen (harte Bedachung). Die Bedachung darf in vertikaler wie horizontaler Ausdehnung nur be -
grenzt geschädigt werden und nur begrenzt selbst zum B randgeschehen einen Beitrag leisten. Dabei sind die
Dachneigungen zu berücksichtigen, weil das Brandverhalte n der Bedachungen in Abhängigkeit der Dachneigung
unterschiedlich sein kann.

Teil
42
Diese Anforderung wird bei der Verwendung von nicht begrünten Bedachungen erfüllt, die unter Einwirkung eines
Brandes nach DIN 4102-7:1998-07, Abschnitte 6.1 bis 6.5, unter Berücksichtigung von Abschnitt 7 mindestens
die in DIN 4102-7:1998-07, Abschnitt 4 Buchst. a bis e, genannten Kriterien erfüllen.
Für bestimmte brennbare lichtdurchlässige Flächen o der Abschlüsse von Öffnungen, für die kein Nachweis d er
harten Bedachung vorliegt, ist die Verwendung als Bed achung zulässig ohne dass eine Beeinträchtigung der
Behinderung der Brandentstehung oder Brandausbreitu ng der Bedachung insgesamt zu erwarten ist, wenn:
die Summe der Teilflächen höchstens 30 % der Dachflä che beträgt,
die Teilflächen einen Abstand von mindestens 5 m zu Br andwänden unmittelbar angrenzender höherer Ge-
bäude oder Gebäudeteile aufweisen
und die Teilflächen
als Lichtbänder höchstens 2 m breit und maximal 20 m lang sind, untereinander und zu den Dachrändern
einen Abstand von mindestens 2 m haben oder
als Lichtkuppeln eine Fläche von nicht mehr als je 6 m², untereinander und von den Dachrändern einen Ab -
stand von mindestens 1 m und von Lichtbändern aus bren nbaren Baustoffen einen Abstand von 2 m haben.
Für Dächer von Gebäuden, die traufseitig aneinanderge baut sind, ist es zur Verhinderung der Brandausbreitun g
ergänzend zur harten Bedachung notwendig, dass das j eweilige Dach insgesamt ausreichend lang raumab-
schließend ist und die das Dach tragenden und ausste ifenden Teile ausreichend lang standsicher sind. Dies ist
bei der Verwendung von Dächern erfüllt, die bei ein er Brandeinwirkung einseitig von innen nach außen f ür min-
destens 30 Minuten den Raumabschluss nach Abschnitt A 2.1.3.3 gewährleisten. Die das Dach tragenden und
aussteifenden Teile müssen bei einer Brandeinwirkun g für eine Zeitdauer von mindestens 30 Minuten die S tand-
sicherheit nach Abschnitt A 2.1.3.2 gewährleisten.
Bei Anbauten, die an Teile einer baulichen Anlage a ngrenzen, die Öffnungen haben oder deren angrenzende
vertikale Teile hinsichtlich des Raumabschlusses ode r der Standsicherheit ohne Anforderungen zulässig sin d
(§ 32 Absatz 7 SächsBO)
, ist es zur Verhinderung der Brandausbreitung vom Anb au in die angrenzende bauli-
che Anlage ergänzend zur harten Bedachung notwendig, dass bis zu einem Abstand von mindestens 5 m das
jeweilige Dach des Anbaues ausreichend lang raumabschlie ßend ist und die dieses Dach tragenden und ausstei-
fenden Teile ausreichend lang standsicher sind. Dies i st bei der Verwendung von Dächern erfüllt, die für di e
Brandeinwirkung einseitig von innen nach außen für mi ndestens die Zeitdauer den Raumabschluss nach Ab-
schnitt A 2.1.3.3 gewährleisten, für den auch die Dec ken der angrenzenden baulichen Anlage den Raumab-
schluss gewährleisten müssen. Die das Dach tragenden un d aussteifenden Teile müssen bei einer Brandeinwir-
kung für mindestens die Zeitdauer, die für den Raum abschluss des Daches zu gewährleisten ist, die Standsi -
cherheit nach Abschnitt A 2.1.3.2 gewährleisten.
Um zu verhindern, dass im Brandfall bei der Abführung von Wärme und Rauch aus Teilen der baulichen Anlag e
über Dachauf- oder einbauten, wie Wärmeabzugsflächen
oder Rauch- und Wärmeabzugsgeräte, eine Brandaus-
breitung stattfindet, müssen nach
§ 32 Absatz 5 SächsBO
diese Dachauf- oder einbauten einen ausreichenden
Abstand zu brennbaren Teilen einhalten oder diese Tei le müssen nichtbrennbar sein.
A 2.1.10
Treppen
Zur Gewährleistung der Schutzziele dürfen tragende Tei le notwendiger Treppen in Gebäuden gemäß
§ 34 Ab-
satz 4 SächsBO
keinen Beitrag zum Brand leisten (nichtbrennbar) un d müssen innerhalb dieser baulichen Anla-
gen in Abhängigkeit von der Gebäudeklasse bei Brande inwirkung ausreichend lang standsicher sein. Die Ver-
wendung von mindestens normalentflammbaren tragende n Teilen ist für notwendige Treppen gemäß
§ 34 Ab-
satz 4 Nummer 3 SächsBO
zulässig, wenn sie feuerhemmend sind.
A 2.1.11
Notwendige Treppenräume
Zur Gewährleistung der Schutzziele und zur Sicherstellung der über die notwendigen Treppen führenden Ret -
tungswege müssen notwendige Treppenräume in bauliche n Anlagen gemäß
§ 35 Absatz 4 SächsBO
Wände
und Decken haben, die ausreichend lang raumabschlie ßend und standsicher sind. Sie müssen in Abhängigkeit
von der Gebäudeklasse die Standsicherheit und den Rau mabschluss gemäß den Anforderungen der Abschnitte
A 2.1.3.2 und A 2.1.3.3 gewährleisten; die Wände mü ssen die Anforderungen gemäß Abschnitt A 2.1.7 an in nere
Brandwände erfüllen.

Teil
43
In Wänden notwendiger Treppenräume oder Wänden von R äumen zwischen einem notwendigen Treppenraum
und dem Ausgang ins Freie sind Öffnungen zu notwendigen Fluren nur zulässig, wenn sie rauchdichte und
selbstschließende Abschlüsse haben, damit die Verhi nderung der Brandausbreitung nicht gefährdet wird; der
Verschluss der Öffnung muss gesichert sein.
Türöffnungen in Wänden notwendiger Treppenräume zu Kellergeschossen, zu nicht ausgebauten Dachräumen,
Werkstätten, Läden, Lagern und ähnlichen Räumen sow ie zu sonstigen Räumen und Nutzungseinheiten mit einer
Fläche von mehr als 200 m² müssen
unabhängig von der Feuerwiderstandsfähigkeit dieser Wände dauerhaft
feuerhemmende, rauchdichte und selbstschließende Abs chlüsse (Feuerschutzabschlüsse) haben, damit die Ver-
hinderung der Brandausbreitung nicht gefährdet und e in Durchtritt von sogenannten kaltem Rauch gemäß
DIN 18095-2:1991-03 in den Treppenraum für eine Zei tspanne von 10 Minuten behindert wird; der Raumab-
schluss muss gesichert sein. Im Übrigen gelten die Anforderungen nach Abschnitt A 2.1.6. Zur Erfüllung diese r
Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
Öffnungen in Wänden notwendiger Treppenräume zu not wendigen Fluren dürfen raumhoch und maximal 2,5 m
breit sein und müssen rauchdichte und selbstschließe nde Abschlüsse (Rauchschutzabschlüsse) haben, damit im
Brandfall ein Durchtritt von sogenannten kaltem Rauch gemäß DIN 18095-2:1991-03 in den Treppenraum für
eine Zeitspanne von 10 Minuten behindert wird; der Raumabschluss muss gesichert sein. Die Rauchschutzab-
schlüsse müssen die Kriterien der DIN 18095-1:1988-1 2 erfüllen. Sie sind dann dauerhaft selbstschließen d, wenn
die Kriterien der Dauerfunktion nach DIN 4102-18:199 1-03 erfüllt sind. Ein Rauchschutzabschluss darf dann
offengehalten werden, wenn er mit einer Einrichtung versehen ist, die bei Raucheinwirkung dauerhaft das unver-
zügliche und sichere Schließen des Rauchschutzabschlusses gewährleistet (Feststellanlage). Dies gilt auch für
den Fall, dass eine dafür notwendige Stromversorgung un terbrochen ist. Um vorbeugend eine Rauchausbreitung
zu verhindern, darf das Schließen durch zusätzliche an dere Sicherheitseinrichtungen (z. B. Brandmeldeanlag en)
ausgelöst werden; im Übrigen gelten die technischen An forderungen nach A 2.2.1.7. Zur Erfüllung der Anfor de-
rungen der Abschlüsse ist die Technische Regel A 2.2 .1.2 zu beachten.
Türöffnungen in Wänden notwendiger Treppenräume zu Wohnungen sowie zu sonstigen Räumen und Nutzungs-
einheiten mit einer Fläche bis zu 200 m² müssen dich t- und selbstschließende Abschlüsse haben. Diese Anfo rde-
rung wird mit Bauteilen (Türen) erfüllt, die die Di chtheit bei Vorhandensein von Rauch im Treppenraum ge währ-
leisten, soweit es noch keine über den klimatisch bedi ngten thermischen Auftrieb hinausgehenden Druckdiffe ren-
zen zwischen Treppenraum und dem abzuschließenden Bere ich gibt und der Rauch nicht bis zum unteren Rand
der Tür abgesunken ist. Eine Tür ist dann dichtschlie ßend, wenn sie ein formstabiles Türblatt hat und mit einer
dreiseitig umlaufenden dauerelastischen Dichtung aus gestattet ist, die aufgrund ihrer Form (Lippen-
/Schlauchdichtung) und des Dichtungsweges bei der gesch lossenen Tür sowohl an der Zarge als auch am Tür-
flügel anliegt. Die Türen sind dann dauerhaft selbstsc hließend, wenn die Kriterien der Dauerfunktion nach
DIN 4102-18:1991-03 erfüllt sind. Zur Erfüllung die ser Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu be-
achten.
A 2.1.12
Notwendige Flure und offene Gänge
In Abhängigkeit von der Verwendung in der baulichen Anlage müssen Wände notwendiger Flure gemäß
§ 36
Absatz 4 Satz 1 SächsBO
zur Gewährleistung der Schutzziele bei Brandeinwirku ng ausreichend lang den
Raumabschluss gewährleisten, soweit erforderlich stand sicher sein und den Anforderungen der Abschnitte
A 2.1.3.2 und A 2.1.3.3 entsprechen.
In den Wänden notwendiger Flure sind nur für die Nut zung erforderliche Türöffnungen zulässig. Die Türen müs-
sen gemäß
§ 36 Absatz 4 Satz 4 und 5 SächsBO
dicht schließen, damit im Brandfall in einer oder in einer an-
grenzenden Nutzungseinheit ein Raucheintritt durch konstruktive Maßnahmen an den Türen über einen gewissen
Zeitraum erschwert wird. Im Fall, dass ein notwendiger Flur Nutzungseinheiten voneinander trennt, sollen diese
Türen geschlossen gehalten werden. Eine Tür ist dan n
dichtschließend, wenn sie ein formstabiles Türblatt ha t
und mit einer dreiseitig umlaufenden dauerelastische n Dichtung ausgestattet ist, die aufgrund ihrer Form (Lippen-
/Schlauchdichtung) und des Dichtungsweges bei der gesch lossenen Tür sowohl an der Zarge als auch am Tür-
flügel anliegt. Bei offen stehenden Türen bzw. nach dem Durchbrand geschlossener Türen darf es auf den Ober -
flächen der Decken und Wände des notwendigen Flures nicht zu einer Brandausbreitung kommen, um Rettungs-
und Löschmaßnahmen nicht zu erschweren. Für den Fal l, dass die Decken und Wände aus brennbaren Baustof-
fen bestehen, ist eine Bekleidung aus nichtbrennbaren Baustoffen ausreichender Dicke erforderlich, z. B. in Form
einer 12,5 mm dicken Gipsplatte.

Teil
44
Sofern Wände notwendiger Flure als Brandschutzverglasu ngen ausgeführt werden sollen, sind die Anforderun-
gen mit Brandschutzverglasungen erfüllt, die bei Bra ndeinwirkung nach DIN 4102-13:1990-05, Abschnitt 6.1, üb er
die mindestens erforderliche Zeitdauer die Ausbreitu ng von Feuer und Rauch sowie den Durchtritt der Wärme-
strahlung verhindern und die Kriterien gemäß DIN 410 2-13:1990-05 einhalten. Damit die Verhinderung der
Brandausbreitung nicht beeinträchtigt wird, müssen abw eichend von
§ 36 Absstz 4 Satz 4 und 5 SächsBO
Ab-
schlüsse von notwendigen Öffnungen der Brandschutzver glasung mindestens der Feuerwiderstandsdauer der
Brandschutzverglasung entsprechen. Im Übrigen gelten die Anforderungen nach Abschnitt A 2.1.6, auch hinsich t-
lich des Offenhaltens dieser Feuerschutzabschlüsse. Zur E rfüllung dieser Anforderungen ist die Technische Re-
gel A 2.2.1.2 zu beachten.
Um eine Rauchausbreitung über notwendige Flure zu behi ndern und eine Selbstrettung von Personen zu ermög-
lichen, müssen notwendige Flure gemäß
§ 36 Absatz 3 SächsBO
mit nichtabschließbaren, rauchdichten und
selbstschließenden Abschlüssen (Rauchschutzabschlüsse) i n maximal 30 m lange Rauchabschnitte unterteilt
werden. Die Rauchabschlüsse dürfen raumhoch und in Fl urbreite ausgeführt werden, über feststehende Seite nt-
eile und Oberlichter verfügen und im Übrigen gelten die Anforderungen an Rauchschutzabschlüsse nach Ab-
schnitt A 2.1.11. Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
Sollen im Rahmen einer Abweichung nach
§ 67 Absatz 1 SächsBO
in feuerhemmenden Wänden notwendiger
Flure lichtdurchlässige Flächen als Brandschutzvergla sung ausgeführt werden, so müssen die bei Brandeinwir -
kung nach DIN 4102-13:1990-05, Abschnitt 6.1, über die mindestens erforderliche Zeitdauer die Ausbreitun g von
Feuer und Rauch über mindestens 30 Minuten verhindern , nicht aber den Durchtritt der Wärmestrahlung verhi n-
dern; die Kriterien gemäß DIN 4102-13:1990-05 müsse n eingehalten werden. Sie sollen nur an Stellen ausg eführt
werden, wo wegen der Personenrettung und der wirksamen Löscharbeiten keine Bedenken bestehen (z. B. als
Lichtöffnungen, wobei die Unterkante der Brandschutzv erglasung mindestens 1,8 m über dem Fußboden ange-
ordnet sein muss).
Damit die Verhinderung der Brandausbreitung nicht ge fährdet wird, sind Öffnungen in diesen
Brandschutzverglasungen nicht zulässig. Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2
zu beachten.
Nachströmöffnungen in Wänden notwendiger Flure könn en nur im Rahmen einer Abweichung gemäß
§ 67 Ab-
satz 1 SächsBO
zugelassen werden, wenn wegen der Personenrettung und der wirksamen Löscharbeiten keine
Bedenken bestehen. Verschlüsse dieser Öffnungen müssen mi t einer Rauchauslöseeinrichtung versehen sein
und mindestens bei Zugrundelegung des Normbrandes nach DIN 4102-2:1977-09 den Durchtritt von Feuer und
Rauch verhindern. Zur Erfüllung dieser Anforderunge n ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
A 2.1.13
Fahrschächte, Aufzüge
Müssen gemäß
§ 39 Absatz 1 SächsBO
Aufzüge im Innern von Gebäuden eigene Fahrschächte h aben, so soll
damit eine Brandausbreitung in andere Geschosse ausre ichend lang behindert werden. Die Fahrschachtwände
müssen zur Gewährleistung der Schutzziele bei Brande inwirkung ausreichend lang den Raumabschluss gewähr-
leisten, soweit erforderlich standsicher sein und den Anforderungen der Abschnitte A 2.1.3.2 und A 2.1.3.3 ent-
sprechen. Fahrschachtwände aus brennbaren Baustoffen müssen schachtseitig eine Bekleidung aus nichtbrenn-
baren Baustoffen in ausreichender Dicke haben, damit es bei offen stehenden Fahrschachttüren bzw. nach dem
Durchbrand geschlossener Türen auf den Oberflächen der F ahrschachtwände nicht zu einer Brandausbreitung
kommt.
Die Fahrschächte müssen so beschaffen sein, dass Feu er und Rauch nicht in andere Geschosse übertragen
werden können. Diese Anforderung kann nur dann erfüllt werden, wenn die Fahrschächte ausreichend lang feu-
erwiderstandsfähig sind und
a)
die Fahrschachttüren nachfolgenden Anforderungen genügen:
sie sind nach DIN 4102-5:1977-09 nachgewiesen und als Fahrschachtür klassifiziert und
sie werden in massive Wände aus Mauerwerk oder Beton e ingebaut,
b)
die Fahrkörbe überwiegend aus nichtbrennbaren Bau
stoffen hergestellt werden (Fahrkörbe gelten als
überwiegend aus nichtbrennbaren Baustoffen hergeste llt, wenn die tragenden und aussteifenden Teile des Fahr-
korbs aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen und die ü brigen Teile des Fahrkorbs (wie Wand- und Deckenbe-
kleidungen, Fußbodenbeläge, Lüftungs- und Beleuchtu ngsabdeckungen) keinen höheren Anteil an brennbaren,
mindestens normalentflammbaren Baustoffen aufweisen als 2,5 kg je m
2
Fahrkorbinnenfläche),

Teil
45
c)
die Türen so gesteuert werden, dass sie nur so lang e offen bleiben, wie es das Betreten oder Verlassen
des Fahrkorbs erfordert; jeweils zwei übereinanderlieg ende Türen verhindern im geschlossenen Zustand eine
Brandübertragung vom Brandgeschoss ins darüber liegen de Geschoss,
d)
die Türen, falls mehrere nebeneinander angeordnet werden, durch feuerbeständige Bauteile getrennt
und an diesen befestigt werden, und
e)
der Fahrschacht eine Öffnung zur Rauchableitung gem äß
§ 39 Absatz 3 Satz 1 SächsBO
aufweist.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
A 2.1.14
Leitungsanlagen, Installationsschächte und Kanäle
In baulichen Anlagen dürfen Leitungen, Installationss chächte und Kanäle gemäß
§ 40 SächsBO
durch raumab-
schließende Bauteile, für die eine Feuerwiderstandsfä higkeit vorgeschrieben ist, nur hindurchgeführt werden,
wenn eine Brandausbreitung ausreichend lang nicht zu b efürchten ist oder Vorkehrungen hiergegen getroffen
werden. Für die Leitungsanlagen in Rettungswegen un d für die Führung von Leitungsanlagen durch raumab-
schließende Bauteile gilt die Technische Regel A 2.2.1.8. Elektrische Leitungsanlagen für erforderliche sic her-
heitstechnische Anlagen in baulichen Anlagen nach Absc hnitt A 2.1.21 müssen so beschaffen oder durch Baute i-
le abgetrennt sein, dass die sicherheitstechnischen A nlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben;
die Technische Regel A 2.2.1.8 ist zu beachten.
Werden in baulichen Anlagen Installationen in Hohlräu men von Systemböden geführt, ist die Technische Re-
gel A 2.2.1.9 zu beachten. Zur Erfüllung dieser Anf orderungen ist die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beach ten.
Zum Schutz anderer Räume vor Bränden aus elektrischen Betriebsräumen für Transformatoren oder Schaltanla-
gen ist die
Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des I nnern über den Bau von Betriebsräumen
für elektrische Anlagen (SächsEltBauR) vom 7. Augus t 2012 (SächsABl. S. 1031)
zu beachten. Die Einhal-
tung dieser Technischen Regel gewährleistet auch den Funktionserhalt von elektrischen Anlagen für erforder liche
sicherheitstechnische Anlagen.
A 2.1.15
Lüftungsanlagen
Lüftungsanlagen in baulichen Anlagen müssen gemäß
§ 41 Absatz 1 SächsBO
betriebs- und brandsicher sein;
sie dürfen den ordnungsgemäßen Betrieb von Feuerungs anlagen nicht beeinträchtigen. Zur Konkretisierung
dieser Anforderungen an Lüftungsanlagen sind die An forderungen nach der Technischen Regel A 2.2.1.11 zu
beachten. Zur Erfüllung dieser Anforderungen ist di e Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
A 2.1.16
Anforderungen an Feuerungsanlagen, sonstig e Anlagen zur Wärmeversorgung, Brenn-
stoffversorgung
Feuerstätten und Abgasanlagen (Feuerungsanlagen) so wie ortsfeste Verbrennungsmotoren, Blockheizkraftwer -
ke, Brennstoffzellen und Verdichter in baulichen Anla gen müssen gemäß
§ 42 SächsBO
betriebs- und brandsi-
cher sein; sie dürfen nur dann in Räumen aufgestell t werden, wenn Gefahren nicht entstehen. Anlagen zur Ablei-
tung von Verbrennungsgasen müssen gemäß
§ 42 SächsBO
so ausgeführt werden, dass keine Gefahren oder
unzumutbare Belästigungen entstehen. Zur Erfüllung di eser Anforderungen sind die
Sächsische Feuerungsver-
ordnung (SächsFeuVO) vom 15. Oktober 2007 (SächsGVB l. S. 432), die durch Artikel 2 der Verordnung
vom 13. Juli 2011 (SächsGVBl. S. 312) geändert word en ist,
und die Technische Regel A 2.2.1.2 zu beachten.
A 2.1.17
Blitzschutzanlagen
Blitzschutzanlagen nach
§ 46 SächsBO
sollen die Brandentstehung an der baulichen Anlage und eine Gefähr-
dung von Personen durch Blitzeinschläge verhindern.
A 2.1.18
Bauliche Anlagen zur Lagerung von wasserge fährdenden Stoffen und von Sekundärstof-
fen aus Kunststoff
Werden in baulichen Anlagen wassergefährdende Stoffe gelagert, müssen zum Schutz der Gewässer vor verun-
reinigtem Löschwasser, das beim Brand anfällt, die A nforderungen an die Löschwasser-Rückhaltung nach der
Technischen Regel A 2.2.1.13 beachtet werden.

Teil
46
Dienen bauliche Anlagen zur Lagerung von Sekundärstoffe n aus Kunststoff, muss der Ausbreitung von Feuer
vorgebeugt und wirksame Löscharbeiten ermöglicht we rden. Die Technische Regel A 2.2.1.14 ist zu beachte n.
A 2.1.19
Garagen
Zur Erfüllung der Grundanforderungen werden an baul iche Anlagen, die als Garage genutzt werden, besonde re
Anforderungen nach A 2.2.2.1 gestellt.
A 2.1.20
Anforderungen an Sonderbauten
Besondere Anforderungen oder Erleichterungen von Brandschutzanforderungen der
SächsBO
für das Standard-
gebäude, die sich aus der besonderen Art oder Nutzun g der baulichen Anlage für die Errichtung, Änderung , Un-
terhaltung, Betrieb und Nutzung gemäß
§ 51 SächsBO
ergeben, ergeben sich für folgende Sonderbauten na ch
§ 2 Absatz 4 SächsBO
:
Beherbergungsstätten
Verkaufsstätten
Versammlungsstätten
Schulen
Industriebauten
hinsichtlich Planung und Ausführung aus den Anforde rungen nach A 2.2.2.2 bis A 2.2.2.8.
Hinweis:
Besondere Brandschutzanforderungen oder Erleichterunge n können auch im Rahmen einer bauordnungsrechtli-
chen Abweichungsentscheidung gemäß
§ 67 SächsBO
oder in der Baugenehmigung für einen Sonderbau ge-
mäß
§ 64 SächsBO
gestellt werden. Sofern die Schutzziele nach
§ 14 SächsBO
auf andere Art und Weise nicht
mit der Technischen Regel A 2.2.1.2 erfüllt werden können, sind die dafür notwendigen technischen Angaben in
den Bauvorlagen darzustellen.
Bei Dächern von baulichen Anlagen großer Ausdehnung sin d, soweit gefordert, hinsichtlich der Behinderung der
Brandausbreitung bei einer Brandeinwirkung von innen nach außen die entsprechenden Anforderungen nach
A 2.2.2.8 zu beachten. Dächer sind dann geeignet, we nn sie bei einer Brandeinwirkung nach
DIN 18234-1:2003-09 kein Versagen aufweisen und die Kriterien erfüllen.
Für die Funktion von Bettenaufzügen in Krankenhäusern und anderen baulichen Anlagen mit entsprechender
Zweckbestimmung notwendige elektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen oder durch Bauteile abge-
trennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben.
A 2.1.21
Anforderungen an sicherheitstechnische Einrichtungen und
Anlagen
A 2.1.21.1
Allgemeines
Insbesondere bei Sonderbauten können nach
§ 51 SächsBO
entsprechend der Art oder Nutzung der baulichen
Anlage zur Erfüllung der Schutzziele ergänzend zu de n baulichen Maßnahmen sicherheitstechnische Einrichtun-
gen und Anlagen zur Abwehr von Gefahren im Brandfall erforde rlich sein. Sicherheitstechnische Einrichtungen
und Anlagen können auch im Rahmen einer bauordnungsrechtl ichen Abweichungsentscheidung gemäß
§ 67 SächsBO
für bauliche Anlagen, die gemäß
§ 2 Absatz 4 SächsBO
keine Sonderbauten sind (sogenannte
Standardgebäude), gefordert werden. Sicherheitstech nische Einrichtungen und Anlagen müssen wirksam und
betriebssicher sein, auch bei Zusammenwirken mehrerer Einrichtungen und Anlagen, und den Anforderungen der
nachfolgenden Abschnitten entsprechen.
Hinweis:
Sofern die Schutzziele nach
§ 14 SächsBO
nicht mit der Technischen Regel A 2.2.1.2 erfüllt werden können,
sind für den Nachweis der Erfüllung der Schutzziele d ie dafür notwendigen technischen Angaben in den Bauvo r-
lagen darzustellen.

Teil
47
A 2.1.21.2
Rauchabzugsgeräte und Rauchabzugsanlagen
Sofern Rauchabzugsgeräte oder Rauchabzugsanlagen für R äume
verlangt werden, sollen wirksame Löscharbei-
ten der Feuerwehr durch die Ableitung von Rauch unt erstützt werden. Rauchabzugsgeräte in notwendigen T rep-
penräumen von Versammlungsstätten und Verkaufsstätten entsprechend der
Richtlinie des Sächsischen
Staatsministeriums des Innern über den Bau und Betr ieb von Verkaufsstätten (SächsVerkBauR) vom 18.
März 2005 (SächsABl. SDr. S. S 59), zuletzt geändert durch die Verwaltungsvorschrift des Sächsischen
Staatsministeriums des Innern zur Sächsischen Bauor dnung vom 20. April 2017 (SächsABl. S. 635) sowie
der Sächsischen Versammlungsstättenverordnung (Säch sVStättVO) vom 7. September 2004 (SächsGVBl.
S. 443), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 8. Oktober 2014 (SächsGVBl. S. 647) geändert
worden ist,
müssen mindestens von Hand ausgelöst werden können.
Rauchabzugsanlagen müssen sowohl von
Hand als auch automatisch ausgelöst werden können. R auchabzugsanlagen können als natürlich wirkende
Rauchabzugsanlagen oder maschinelle Rauchabzugsanlage
n verlangt sein.
Maschinelle Rauchabzugsanlagen müssen so errichtet werden, dass sie den Temperaturen der abzuführenden
Brandgase ausreichend lang widerstehen.
Als Rauchabzugsgeräte sowie als Geräte in natürlich w irkenden Rauchabzugsanlagen sind die Rauchabzugsge-
räte in Abhängigkeit von der Lage in der baulichen A nlage, der erforderlichen aerodynamisch wirksamen Ö ff-
nungsfläche und des Standortes der baulichen Anlage h insichtlich des Funktionserhalts und der Einwirkungen
u.a. von Wind, Schnee, den Umgebungstemperaturen auszu wählen und zu verwenden. Dies ist im Brandschutz-
nachweis auszuweisen. Für die Verwendung gilt die T echnische Regel A 2.2.1.2 mit den Leistungsanforderun-
gen.
Als maschinelle Rauchabzugsgeräte sind die Rauchabzugs geräte in Abhängigkeit von Lage in der baulichen
Anlage und den erforderlichen Luftvolumenströmen hin sichtlich der Temperaturbeständigkeit auszuwählen und zu
verwenden. Für die Verwendung gilt die Technische Regel A 2.2.1.2 mit den genannten Leistungsanforderung en.
Rauchabzugsanlagen bestehen mindestens aus den Bedie n- und Auslöseeinrichtungen, den jeweiligen Rauch-
abzugsgeräten und bei den maschinellen Rauchabzugsanla gen auch aus den Entrauchungsleitungen einschließ-
lich notwendiger Abschlüsse (Entrauchungsklappen) zur S teuerung der Rauchabführung und der Steuerung der
Luftvolumenströme. Für Rauchabzugsanlagen muss die fü r die Funktion notwendige Zuluft vorhanden sein; Ab-
schlüsse von Zuluftöffnungen müssen von der Feuerwehr leicht geöffnet werden können. Bei maschinellen
Rauchabzugsanlagen muss die Öffnung von Abschlüssen der Zuluftzuführung automatisch spätestens gleichzei-
tig mit Inbetriebnahme der maschinellen Rauchabzugsg eräte erfolgen.
Entrauchungsleitungen müssen so dicht und temperaturbe ständig sein, dass Rauch nicht aus ihnen in andere
Bereiche der baulichen Anlage außerhalb des Brandbere iches austreten kann; sie müssen so angeordnet und so
beschaffen sein, dass Temperaturerhöhungen auf der Außenseite der Leitungen nicht zu einer Brandentstehung
außerhalb des Brandbereiches führen und auch bei Temp eraturerhöhungen keine wesentlichen Querschnittsre-
duzierungen auftreten. Dies gilt auch für Kanäle un d Schächte zu Rauchabführung, soweit sie bei natürli ch wir-
kenden Rauchabzugsanlagen vorgesehen werden.
Automatische Rauchabzugsanlagen müssen automatische Bra nderkennungs- und Übertragungseinrichtungen
zur Auslösung haben; sie dürfen auch zusätzlich durch auto matische Brandmeldeanlagen ausgelöst werden
können.
Alle notwendigen Angaben zur Lage von Rauchabzugsger äten und Anordnung der Rauchabzugsanlagen sind im
Brandschutznachweis darzustellen.
Rauchabzugsanlagen müssen auch bei Ausfall der allge meinen Stromversorgung ausreichend lang mit Strom
versorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheit sstromversorgung).
Für die Funktion von Rauchabzugsanlagen notwendige el ektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen oder
durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben.
A 2.1.21.3
Wärmeabzugsgeräte
Sofern Wärmeabzugsgeräte verlangt werden, soll der Br andausbreitung im Hinblick auf einen Vollbrand in b e-
stimmten Bereichen einer baulichen Anlage entgegen g ewirkt werden, um eine Entzündung brennbarer Teile der

Teil
48
baulichen Anlage außerhalb des eigentlichen Brandber eiches durch heiße Brandgase zu verhindern. Für vorh an-
dene Bauteile im Brandbereich soll eine Reduzierung der thermischen Einwirkungen erreicht werden, damit die
Standsicherheit oder der Raumabschluss im Brandfall gewährleistet bleibt. Damit können auch wirksame Lösc h-
arbeiten unterstützt werden.
Erforderliche Wärmeabzugsgeräte sind in Abhängigkeit von Lage in der baulichen Anlage, vorgeschriebener
geometrischer Abmessungen, der erforderlichen geometrischen Öffnungsfläche und des Standortes der bauli -
chen Anlage hinsichtlich des Funktionserhalts und de r Einwirkungen u.a. von Wind, Schnee, den Umgebungs-
temperaturen auszuwählen und zu verwenden. Dies ist im Brandschutznachweis auszuweisen. Für die Verwen-
dung gilt die Technische Regel A 2.2.1.2 mit den Leistungsanforderungen. Alle notwendigen Angaben zur L age
von Wärmeabzugsgeräten sind im Brandschutznachweis darz ustellen.
A 2.1.21.4
Druckbelüftungsanlagen (Anlagen zur Rauch freihaltung)
Druckbelüftungsanlagen sind erforderlich, um Rettungsw ege, die der einzige bauliche Rettungsweg sind (Siche r-
heitstreppenraum), sowie Aufzugsschächte von erforderliche n Feuerwehraufzügen von Rauch frei zu halten,
damit sich Personen retten und wirksame Löscharbeiten u nterstützt werden können. Die Anordnung von Druck-
belüftungsanlagen ist nur zulässig, wenn vor dem jewe iligen Rettungsweg oder Aufzugsschacht Räume (Vorräu-
me) angeordnet sind und diese Räume von der Druckbel üftungsanlage mit erfasst werden. Die Wände und De-
cken des Vorraumes müssen nichtbrennbar sein und sie müsse n im Brandfall ausreichend lang raumabschlie-
ßend sein. Die Abschlüsse notwendiger Öffnungen in d en Vorräumen müssen ausreichend lang raumabschlie-
ßend und rauchdicht sein. Die Vorräume dürfen nur üb er notwendige Flure zugänglich sein.
Dabei müssen Druckbelüftungsanlagen den Eintritt von Rauch in den Rettungsweg oder Aufzugsschacht und
deren jeweiligen Vorraum ausreichend lang, auch bei Öffnung von Türen zu Räumen, verhindern.
Der Betrieb der Druckbelüftungsanlage darf nicht dazu f ühren, dass sich Türen in Rettungswegen wegen zu ho-
her Druckdifferenzen nicht mehr öffnen lassen. Für D ruckbelüftungsanlagen sind ausreichende Überströmöffn un-
gen oder -einrichtungen vorzusehen. Druckbelüftungsanl agen müssen so geplant und betrieben werden, dass der
Ausfall eines Lüftungsgerätes nicht zum Ausfall der Druckbelüftung führt.
Druckbelüftungsanlagen müssen im Brandfall automati sch auslösen. Sie dürfen auch zusätzlich über eine au to-
matische Brandmeldeanlage ausgelöst werden können. De r notwendige Druck muss sich unverzüglich nach dem
Auslösen aufbauen.
Druckbelüftungsanlagen bestehen mindestens aus auto matischen Branderkennungs- und Übertragungseinrich-
tungen zur Auslösung der Anlage, Lüftungsgeräten, Lü ftungsleitungen und einer Steuerung der Luftvolumenströ-
me und erforderlichen Abströmeinrichtungen.
Alle notwendigen Angaben für Druckbelüftungsanlagen sind im Brandschutznachweis darzustellen.
Druckbelüftungsanlagen müssen auch bei Ausfall der all gemeinen Stromversorgung ausreichend lang mit Strom
versorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheit sstromversorgung).
Für die Funktion von Druckbelüftungsanlagen notwendi ge elektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen
oder durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlag en im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig blei ben.
A 2.1.21.5
Feuerlöschanlagen
Mit Feuerlöschanlagen soll die Brandausbreitung min destens begrenzt werden und damit wirksame Löscharbei -
ten unterstützt werden.
Feuerlöschanlagen können als automatische (selbsttät ige), halbstationäre oder Sprühwasserlöschanlagen, Anl a-
gen mit Wandhydranten für die Feuerwehr (Typ F) und Anlagen mit trockenen Löschwasserleitungen erforderlic h
sein.
Feuerlöschanlagen sind mindestens in Abhängigkeit von der raumbildenden Struktur der baulichen Anlage so wie
vorhandener Baustoffe und Brandgüter, deren Verteil ung und Anordnung im Raum, deren Abbrandverhalten un d
hinsichtlich der Branderkennungs- und Auslöseeinrich tungen, der geeigneten Löschmittel, Löschmittelmengen

Teil
49
und notwendiger Wirkbereiche für die Löschmittel zu planen und zu errichten. Soweit erforderlich, sind Drucker-
höhungsanlagen zu errichten.
Automatische (selbsttätige) Feuerlöschanlagen, Anlagen mit Wandhydranten für die Feuerwehr (Typ F) und An-
lagen mit trockenen Löschwasserleitungen müssen in der g esamten baulichen Anlage in allen Geschossen an-
geordnet werden, soweit nicht zugelassen ist, dass sie nur in einzelnen Brandabschnitten erforderlich sin d. Feu-
erlöschanlagen als halbstationäre Anlagen oder Sprü hwasserlöschanlagen müssen nur in Teilbereichen der b au-
lichen Anlage angeordnet werden.
Bei Auslösen automatischer (selbsttätiger) Feuerlöschan lagen muss eine Brandmeldung automatisch über eine
geeignete Brandmeldeeinrichtung an die Leitstelle d er örtlich zuständigen Feuerwehr erfolgen, soweit die Bau-
aufsichtsbehörde nichts Anderes gestattet hat. Autom atische (selbsttätige) Feuerlöschanlagen, die für die Brand-
bekämpfung technische Gase als Löschmittel verwenden , dürfen nach der Branderkennung erst dann ausgelöst
werden, wenn die Nutzer alarmiert wurden und ausrei chend Zeit zum Verlassen des betroffenen Bereiches
(Raumes) hatten; die Weiterleitung der Brandmeldung bleibt davon unberührt.
Für Sprinkleranlagen als automatische (selbsttätige)
Feuerlöschanlagen sind die technischen Regeln in der
VdS CEA 4001 für die Klasse 1 oder andere vergleich bare allgemein anerkannte Regeln der Technik zu berüc k-
sichtigen.
Automatische (selbsttätige) Feuerlöschanlagen oder Te ile davon müssen auch bei Ausfall der allgemeinen
Stromversorgung ausreichend lang mit Strom versorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheitsstromve r-
sorgung).
Für die Funktion von Feuerlöschanlagen oder Teilen davon notwendige elektrische Leitungsanlagen müssen so
beschaffen oder durch Bauteile abgetrennt sein, das s die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktions fähig
bleiben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis da rzustellen.
A 2.1.21.6
Brandmeldeanlagen
Mit Brandmeldeanlagen sollen Brände in der Entstehu ngsphase des Brandes unverzüglich erkannt werden, dami t
wirksame Löscharbeiten unterstützt werden können. Bran dmeldeanlagen bestehen aus mindestens Brandmel-
dern (z. B. Rauchmelder, Wärmemelder, Flammenmelder , Handmelder), Übertragungseinrichtungen der Brand-
meldung innerhalb der baulichen Anlage, der Brandme ldezentrale und der Übertragungseinrichtung zur Alar mie-
rung von Löschkräften. Soweit die Bauaufsichtsbehörd e nichts Anderes gestattet hat, ist durch die Übertr agungs-
einrichtung zur Alarmierung sofort die Brandmeldung an die Leitstelle der örtlich zuständigen Feuerwehr weiterzu-
leiten. Automatische Brandmeldeanlagen müssen autom atische Brandmelder und Übertragungseinrichtungen
haben. Es kann verlangt werden, dass Brandmeldeanla gen so geplant und betrieben werden, dass technische
Fehlalarme vermieden werden. Brandmeldeanlagen dürf en weitere Übertragungseinrichtungen haben, wenn zur
Erfüllung der Schutzziele andere sicherheitstechnische Anlagen damit automatisch aktiviert oder deaktiviert w er-
den sollen.
Brandmeldeanlagen oder einzelne Bestandteile müssen auch bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung aus -
reichend lang mit Strom versorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheitsstromversorgung).
Für die Funktion von Brandmeldeanlagen notwendige e lektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen oder
durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis da rzustellen.
A 2.1.21.7
Alarmierungseinrichtungen und Alarmierun gsanlagen
Alarmierungseinrichtungen und Alarmierungsanlagen di enen der frühzeitigen Information von Personen in d er
baulichen Anlage über einen eingetretenen Gefahrenf all. Die Auslösung kann manuell oder automatisch erfor der-
lich sein. Die Informationsabgabe kann akustisch oder optisch (Signal) erfolgen; Kombinationen davon und unter-
schiedliche Signalfolgen in Abhängigkeit von der Art des Gefahrenfalls sind zulässig. Die Übertragung der Infor-
mation kann auch an einen nur begrenzten Personenkrei s in der baulichen Anlage zulässig sein.

Teil
50
Für diese Einrichtungen und Anlagen sind deshalb imme r ergänzende Anweisungen in schriftlicher oder graf i-
scher Form zu erstellen, wie sich in Abhängigkeit des S ignales oder der Signalfolge die Personen in der bau li-
chen Anlage verhalten sollen. Die Anweisungen sind i n allen Bereichen der baulichen Anlage deutlich sich tbar
anzubringen. Ist die Alarmierung nur für einen begr enzten Personenkreis bestimmt, kann sich die zu erstellen de
Anweisung und die Bekanntmachung auf diesen Personenk reis beschränken.
Damit wird sichergestellt, dass Personen sich frühzeiti g selbst retten oder ein bestimmter Personenkreis mit der
Rettung anderer Personen beginnt oder dass eine bau liche Anlage nach einem bestimmten Schema (Räumungs-
konzept) verlassen wird.
Alarmierungseinrichtungen bestehen mindestens aus ein er manuellen Bedien- oder Auslösestelle für die Sign al-
abgabe und einem Signalgeber.
Die Alarmierungsanlagen bestehen mindestens aus manue llen Bedien- oder Auslösestellen, den Übertragungs-
einrichtungen der Signale in verschiedene Bereiche der oder an bestimmte Personen in der baulichen Anlage,
den Signalgebern und sofern unterschiedliche Signalfo lgen erforderlich sind, aus einer Steuereinheit für die un-
terschiedlichen Signalfolgen. Sind automatische Alarm ierungsanlagen verlangt, müssen zusätzlich die notwendi-
gen automatischen Gefahrenmelder, deren automatische Übertragungseinrichtungen, eine Einrichtung zur Aus -
wertung der Gefahrenmeldung und eine automatische Aus löseeinrichtung für den Signalgeber vorhanden sein.
Alarmierungsanlagen für den Brandfall dürfen auch zu sätzlich durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst werden
können.
Alarmierungseinrichtungen und -anlagen oder einzelne Bestandteile müssen auch bei Ausfall der allgemeinen
Stromversorgung ausreichend lang mit Strom versorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheitsstrom ver-
sorgung).
Für die Funktion von Alarmierungseinrichtungen und - anlagen notwendiger elektrischer Leitungsanlagen müs sen
diese so beschaffen oder durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funkti-
onsfähig bleiben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachwei s darzustellen.
A 2.1.21.8
Feuerwehraufzüge
Feuerwehraufzüge dienen insbesondere bei baulichen An lagen großer Höhe der Unterstützung wirksamer
Löscharbeiten. Feuerwehraufzüge sollen im Brandfall durch die Feuerwehr nutzbar bleiben.
Daher dürfen in Fahrschächten von Feuerwehraufzügen keine anderen Aufzüge angeordnet sein. Die Fahr-
schächte von Feuerwehraufzügen in Verbindung mit Fah rschachttüren müssen im Brandfall ausreichend lang
sicher benutzbar bleiben. In den Fahrschächten dürfen nur die für den Betrieb des Feuerwehraufzuges notwen di-
gen technischen Anlagen und Einrichtungen angeordne t sein. Feuerwehraufzüge dürfen jeweils nur über ei nen
Vorraum zugänglich sein. Die Wände und Decken des Vo rraumes müssen ausreichend lang im Brandfall raum-
abschließend und nichtbrennbar sein. Die Abschlüsse n otwendiger Öffnungen in den Vorräumen müssen ausrei-
chend lang raumabschließend und rauchdicht sein. Di e Vorräume dürfen nur über notwendige Flure zugängl ich
sein. Damit die Fahrschächte nicht durch Rauch beeint rächtigt werden können, müssen die Vorräume und Fahr-
schächte durch Druckbelüftungsanlagen im Brandfall v on Rauch freigehalten werden. Für Feuerwehraufzüge
müssen automatische Branderkennungseinrichtungen vo rhanden sein, damit diese so gesteuert werden können,
dass im Brandfall die Aufzüge außerhalb des Brandber eiches außer Betrieb gehen (Brandfallsteuerung) und
danach nur noch durch die Feuerwehr wieder in Betrie b genommen und genutzt (Feuerwehrschaltung) werden
können. Die Auslösung der Brandfallsteuerung ist auch durch eine automatische Brandmeldeanlage zulässig.
Die Nutzung zur Personen- und Lastenbeförderung ist a llgemein zulässig, soweit ein Brandfall nicht vorlie gt.
Feuerwehraufzüge müssen auch bei Ausfall der allgeme inen Stromversorgung ausreichend lang mit Strom ver-
sorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheits stromversorgung).
Für die Funktion von Feuerwehraufzügen notwendige el ektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen oder
durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis da rzustellen.

Teil
51
A 2.1.21.9
Sicherheitsbeleuchtungen
Sicherheitsbeleuchtungen sollen bei Ausfall der allgem einen Stromversorgung eine ausreichende Mindestbe-
leuchtungsstärke auf Rettungswegen, in Räumen und fü r die Beleuchtung von erforderlichen Sicherheitszeichen
ermöglichen, damit Personen die bauliche Anlage bis zur öffentlichen Verkehrsfläche hin verlassen und ggf. zu
Gefahren führende Arbeitsvorgänge sicher abgeschlosse n werden können. Die Sicherheitsbeleuchtung ist in
Abhängigkeit von der Art und Nutzung der baulichen A nlage anzuordnen und kann auch nur in Teilen der bau li-
chen Anlage erforderlich sein. Sie besteht mindesten s aus einer Stromversorgung und den Sicherheitsleuchten.
Soweit nichts anderes (Bereitschaftsschaltung) zugelas sen ist, hat die Sicherheitsbeleuchtung auch bei vorh an-
dener allgemeiner Stromversorgung in Betrieb zu sei n. Zur Vermeidung von Gefahren muss die Bereitschaft s-
schaltung die Sicherheitsbeleuchtung ohne Verzögerung i n Betrieb nehmen.
Sicherheitsbeleuchtungen müssen auch bei Ausfall der a llgemeinen Stromversorgung ausreichend lang mit
Strom versorgt werden und funktionsfähig bleiben (S icherheitsstromversorgung).
Für die Funktion von Sicherheitsbeleuchtungen notwen dige elektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen
oder durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlag en im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig blei ben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis da rzustellen.
A 2.1.21.10
CO-Warnanlagen
Soweit bei der Nutzung von baulichen Anlagen für Pe rsonen Gefahr drohende Mengen von Kohlenmonoxid (CO)
entstehen können, müssen die Anlagen dies sicher erken nen und Warnungen an die Personen abgeben, damit
diese Personen bestimmte Handlungen ausführen (z. B . Motor abstellen) und die bauliche Anlage oder den be-
troffenen Teil sofort verlassen; sie dürfen auch genutzt werden, um vorhandene Lüftungsanlagen im betroffen en
Bereich der baulichen Anlage zur Reduzierung des CO- Gehaltes in der Luft in Betrieb zu nehmen.
CO-Warnanlagen bestehen mindestens aus den automatisc hen Messeinrichtungen, den automatischen Übertra-
gungseinrichtungen der Messsignale, einem Auswerte- und Steuerungssystem und Einrichtungen zur automati-
schen Abgabe von optischen und akustischen Signalen an P ersonen im betroffenen Bereich der baulichen Anla-
ge.
CO-Warnanlagen müssen auch bei Ausfall der allgemeine n Stromversorgung ausreichend lang mit Strom ver-
sorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheits stromversorgung).
Alle notwendigen Angaben sind in den Bauvorlagen dar zustellen.
A 2.1.21.11
Sicherheitsstromversorgungen
Sicherheitsstromversorgungen sind elektrische Anlagen einschließlich Stromerzeugung oder Stromspeicherung,
die bei Ausfall der allgemeinen Stromversorgung die Versorgung von anderen sicherheitstechnischen Einrichtun-
gen und Anlagen mit Strom für den Weiterbetrieb übe r einen bestimmten Zeitraum sicherstellen, soweit di es für
die jeweilige sicherheitstechnische Einrichtung oder Anlage verlangt ist.
Die Sicherheitsstromversorgung besteht aus mindestens einer für den Weiterbetrieb ausreichenden leistungs fä-
higen Stromquelle (Sicherheitsstromaggregat, Batterie n) in der baulichen Anlage und den zugehörigen elekt ri-
schen Leitungsanlagen zur Versorgung der anderen sich erheitstechnischen Einrichtungen und Anlagen.
Eine ausreichende Stromquelle liegt auch dann vor, we nn neben dem eigentlichen Anschluss an das öffentlich e
Versorgungsnetz für die bauliche Anlage zusätzlich ein Anschluss an ein weiteres unabhängiges öffentliches
Versorgungsnetz vorhanden ist; Anschlüsse aus benachb arten baulichen Anlagen sind regelmäßig nicht unab-
hängige öffentliche Versorgungsnetze.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis da rzustellen.
A 2.1.21.12
Objektfunkanlagen für die Feuerwehr
Objektfunkanlagen für die Feuerwehr dienen der Unter stützung wirksamer Löscharbeiten. Die Anlagen sollen di e
Funkkommunikation der Einsatzkräfte der Feuerwehr unter einander in der baulichen Anlage und mit den unmit-
telbar an der baulichen Anlage vorhandenen Einsatzkräf ten der Feuerwehr während des Einsatzes unterstütze n,

Teil
52
wenn dies wegen der räumlichen Struktur, der Ausdehnung oder wegen der die Funkkommunikation abschirmen-
der Eigenschaften der baulichen Anlage mit den von d er Feuerwehr mitgeführten Geräte zur Funkkommunikatio n
nicht ausreichend möglich ist. Sie bestehen mindeste ns aus Sende-, Empfangs- und Übertragungseinrichtung en.
Objektfunkanlagen müssen auch bei Ausfall der allgem einen Stromversorgung ausreichend lang mit Strom ver-
sorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherheits stromversorgung).
Für die Funktion von Objektfunkanlagen notwendige el ektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen oder
durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig bleiben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachwei s darzustellen.
A 2.1.21.13
Druckerhöhungsanlagen für die Löschwass erversorgung
Druckerhöhungsanlagen für die Löschwasserversorgung d ienen der Unterstützung wirksamer Löscharbeiten in
der baulichen Anlage. Druckerhöhungsanlagen für die baulichen Anlage stellen unabhängig von der allgemei nen
Wasserversorgung sicher, dass die für den Betrieb entspr echender Anlagen unter Verwendung von Löschwasser
nach A 2.1.21.5 notwendigen Betriebsdrücke für die gesamte Bereitstellungszeit vorhanden sind und die n otwen-
digen Löschwassermengen entnommen oder verteilt werde n können.
Druckerhöhungsanlagen bestehen mindestens aus dem Dr uckerzeugungsaggregat, dem für die Löschwasser-
menge ausreichend großen Vorratsbehälter, dem zugeh örigen Leitungssystem, dem Steuerungs- und Regelsys-
tem sowie den für die Druckerhöhung notwendigen Stromve rsorgungseinrichtungen.
Druckerhöhungsanlagen müssen auch bei Ausfall der all gemeinen Stromversorgung ausreichend lang mit Strom
versorgt werden und funktionsfähig bleiben (Sicherhei tsstromversorgung).
Für die Funktion von Druckerhöhungsanlagen notwendig e elektrische Leitungsanlagen müssen so beschaffen
oder durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlag en im Brandfall ausreichend lang funktionsfähig blei ben.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis darzustellen.
A 2.1.21.14
Brandfallsteuerung von Aufzügen
Brandfallsteuerungen sollen bewirken, dass bei Erkennu ng eines Brandes der Aufzug mit darin befindlichen P er-
sonen nicht mehr das vom Brand betroffene Geschoss a nfahren kann und die Personen den Aufzug in einem
anderen Geschoss verlassen, um sich zu retten. Außerdem w ird sichergestellt, dass danach der Aufzug außer
Betrieb geht.
Brandfallsteuerungen bestehen mindestens aus automat ischen Brandmeldern zur Branderkennung in jedem
Geschoss, den automatischen Übertragungseinrichtungen de r Brandmeldung und dem Auswerte- und Steue-
rungssystem für den Aufzug. Das Auslösen der Brandfallsteu erung ist auch durch eine automatische Brandmel-
deanlage zulässig.
Für die Funktion von Personenaufzügen mit Brandfallst euerung notwendige elektrische Leitungsanlagen müssen
so beschaffen oder durch Bauteile abgetrennt sein, dass die Anlagen im Brandfall ausreichend lang funktio nsfä-
hig bleiben.
A 2.1.21.15
Blitzschutzanlagen zum Schutz sicherheit stechnischer Einrichtungen und Anlagen im
Innern von baulichen Anlagen
Diese Blitzschutzanlagen dienen zum Schutz sicherheit stechnischer Einrichtungen und Anlagen im Innern von
baulichen Anlagen zur Sicherung der Personenrettung u nd der Unterstützung wirksamer Löscharbeiten. Sie so l-
len gegen Auswirkungen des Blitzstromes und der Blitzspannung auf Installationen sowie elektrische und elekt ro-
nische Teile der anderen Einrichtungen und Anlagen in der baulichen Anlage bei unmittelbarem oder mitte lbarem
Blitzeinschlag schützen. Dazu sind Maßnahmen gegen Üb erspannung (äußerer und innerer Blitzschutz) und
gefährliche Funkenbildung zu treffen.
Alle notwendigen Angaben sind im Brandschutznachweis da rzustellen.

Teil
A 2.2
Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung und Techni-
sche Anforderungen an Bauteile gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Verordnun-
gen/Richtlinien/Technische
Re-
geln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
__________
1
Für bauordnungsrechtliche Anforderungen in dieser T echnischen Baubestimmung ist eine Abweichung nach
§ 88a Absatz 1 Satz 3 SächsBO
ausgeschlossen; eine Abweichung von bauordnungsrech tlichen Anforderungen
kommt nur nach
§ 67 in Betracht. § 16a Absatz 2 und § 17 Absatz 1 S ächsBO
bleiben unberührt.
2 Hinweis auf diese Vorschrift in der jeweils geltenden Fassung ist lediglich deklaratorisch, sie wird hiermit
nicht gesondert als Technische Baubestimmung eingef ührt.
3
Anlage zur Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Sächsischen Bauor d-
nung vom 18. März 2005 (SächsABl.SDr. S. S 59; Säch sABl. S. 363), die zuletzt durch die Verwaltungsvor-
schrift vom 20. April 2017 (SächsABl. S. 635) geän dert worden ist.
53
A 2.2.1 Planung, Bemessung und Ausführung
A 2.2.1.1
Flächen für die Feuerwehr
Muster-Richtlin ie über Flächen für die
Feuerwehr: 2009-10
1
Anlage A 2.2.1.1/1
A 2.2.1.2
Bauprodukte und Bauarten
Bauaufsichtliche Anf orderungen, Zu-
ordnung der Klassen, Verwendung von
Bauprodukten, Anwendung von Bauar-
ten: 2016-06
1
(Anhang 4)
A 2.2.1.3
Klassifizierte Baustoffe und Bautei-
le, Ausführungsregeln
DIN 4102-4:2016-05
Anlage A 2.2.1.3/1
A 2.2.1.4
Hochfeuerhemmende Bauteile in
Holzbauweise
Muster-Richtlinie über brandschutz-
technische Anforderungen an hoch-
feuerhemmende Bauteile in Holzbau-
weise
M-HFHHolzR: 2004-07
1
A 2.2.1.5
Wärmedämmverbundsysteme
WDVS mit EPS, Sock elbrand-
prüfverfahren: 2016-06
1
(Anhang 5)
A 2.2.1.6
Hinterlüftete Außenwandbeklei-
dungen
Hinterlüftete Außenwandbekleidungen:
2016-06 (Anhang 6)
A 2.2.1.7
Feststellanlagen
Anforderungen an Feststel lanlagen:
2017-07
1
(Anhang 7)
A 2.2.1.8
Leitungsanlagen
Muster-Richtlinie über brand schutz-
technische Anforderungen an Lei-
tungsanlagen (Muster-Leitungsanla-
genrichtlinie
MLAR): 2015-02, Re-
daktionsstand 05.04.2016
A 2.2.1.9
Systemböden
Muster-Richtlinie über brandschu tz-
technische Anforderungen an System-
böden (MSysBöR): 2005-09
A 2.2.1.10 Elektrische Betriebsräume
Richtlinie des Sächsischen Staats -
ministeriums des Innern über den
Bau von Betriebsräumen für elektri-
sche Anlagen (SächsEltBauR)
1, 2, 3
A 2.2.1.11 Lüftungsanlagen
Muster-Richtlinie über bra ndschutz-
technische Anforderungen an Lüf-
tungsanlagen (Muster-Lüftungsanla-
gen-Richtlinie M-LüAR): 2005-09,
zuletzt geändert am 11.12.2015
A 2.2.1.12 Feuerungsanlagen, sonstige Anla-
gen zur Wärmeversorgung, Brenn-
stoffversorgung
Sächsische Feuerungsverordnung
(SächsFeuVO)
1, 2
A 2.2.1.13 Löschwasser-Rückhalteanlagen
Richtlinie zur Bemessung von Lösch-
wasser-Rückhalteanlagen beim La-
gern wassergefährdender Stoffe
(LöRüRL): 1992-08
1

Teil
A 2.2
Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung und Techni-
sche Anforderungen an Bauteile gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Verordnun-
gen/Richtlinien/Technische
Re-
geln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
__________
1
Für bauordnungsrechtliche Anforderungen in dieser T echnischen Baubestimmung ist eine Abweichung nach
§ 88a Absatz 1 Satz 3 SächsBO
ausgeschlossen; eine Abweichung von bauordnungsrech tlichen Anforderungen
kommt nur nach
§ 67 in Betracht. § 16a Absatz 2 und § 17 Absatz 1 S ächsBO
bleiben unberührt.
2 Hinweis auf diese Vorschrift in der jeweils geltenden Fassung ist lediglich deklaratorisch, sie wird hiermit
nicht gesondert als Technische Baubestimmung eingef ührt.
3
Anlage zur Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Sächsischen Bauor d-
nung vom 18. März 2005 (SächsABl.SDr. S. S 59; Säch sABl. S. 363), die zuletzt durch die Verwaltungsvor-
schrift vom 20. April 2017 (SächsABl. S. 635) geän dert worden ist.
54
A 2.2.1.14 Lagerung von Sekundärstoffen aus
Kunststoff
Muster-Richtlinie über den Brand-
schutz bei der Lagerung von Sekun-
därstoffen aus Kunststoff (Muster-
Kunststofflagerrichtlinie
MKLR):
1996-06
1
A 2.2.2 Garagen und Sonderbauten
§ 88a Absatz 1 Satz 3 SächsBO
gilt nicht für A 2.2.2
A 2.2.2.1
Garagen
Sächsische Garagen - und Stellplatz-
verordnung (SächsGarStellplVO)
vom 13. Juli 2011 (SächsGVBl.
S. 312)
1,2
A 2.2.2.2
Beherbergungsstätten
Richtlinie des Sächsischen Staat s-
ministeriums des Innern über den
Bau und Betrieb von Beherber-
gungsstätten (SächsBeBauR)
1,2,3
A 2.2.2.3
Verkaufsstätten
Richtlinie des Sächsischen Staat s-
ministeriums des Innern über den
Bau und Betrieb von Verkaufsstät-
ten (SächsVerkBauR)
1,2,3
A 2.2.2.4
Versammlungsstätten
Sächsische Versammlungsstätten -
verordnung (SächsVStättVO)
1, 2
A 2.2.2.5
Schulen
Richtlinie des Sächsischen Staat s-
ministeriums des Innern über den
Bau und Betrieb von Schulen
(SächsSchulBauR) vom 7. August
2012 (SächsABl. S. 1031)
1,2,3
A 2.2.2.6
Wohnformen für Menschen mit
Pflegebedürftigkeit oder mit Behin-
derung
nicht besetzt
A 2.2.2.7
Hochhäuser
nicht besetzt
A 2.2.2.8
Industriebau
Muster-Richtlinie über den ba ulichen
Brandschutz im Industriebau (Muster-
Industriebaurichtlinie - MIndBauRL):
2014-07
1

Anlagen | Teil
55
Anlage A 2.2.1.1/1
Zur Richtlinie über Flächen für die Feuerwehr
Bei der Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:
1
Zu Abschnitt 1
Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen sind mindes tens entsprechend der Straßen-Bauklasse VI (Richtlinie
für Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsfläch en RStO 01) zu befestigen.
Anstelle von DIN 1055-3:2006-03 ist DIN EN 1991-1-1:2010-12 in Verbindung mit DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12
anzuwenden.
2
Hinweisschilder
2.1 Hinweisschilder für Zu-
-
oder Bewegungsflächen die Aufs
u-
hrs-
fläche aus erkennbar sein. Flächen für die Feuerwehr müssen eine jederzeit deutlich sichtbare Randbegrenz ung
haben.
2.2 Nach § 12 Absatz 1 Nummer 8 StVO ist das Halten vor und in Feuerwehrzufahrten unzulässig, wenn diese
Zufahrten amtlich gekennzeichnet sind.
Ist die Anordnung eines Halteverbots nach StVO im öff entlichen Verkehrsraum im Bereich der Feuerwehrzufahrt
notwendig, so muss das Hinweisschild
Feuerwehrzufahrt von der zuständigen Behörde gekennzeichnet sein
(amtliches Hinweisschild).
Anstelle des
chutzzone
im Sinne von § 45 Absatz 1 Satz 2 Nummer 5 StVO).
Anlage A 2.2.1.3/1
Bei Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:
1
Zu Abschnitt 4.2
Bei brandschutztechnischen Anforderungen und brandsch utztechnischen Bewertungen der Baustoffklasse blei-
ben nachträglich aufgebrachte Beschichtungen bis 0,5 m m Dicke auf Bauteilen unberücksichtigt, soweit die Be-
schichtungen vollständig ohne Hohlräume auf nichtbrenn barem Untergrund aufgebracht sind.
2
zu Abschnitt 11.4
Zusammenstellung von gegen Flugfeuer und strahlende W ärme widerstandsfähigen Dachdeckungsprodukten
(oder -materialien) gemäß Entscheidung der Kommissi on 2000/553/EG, veröffentlicht im Amtsblatt der Euro päi-
schen Gemeinschaften L 235/19, von denen ohne Prüfung angenommen werden kann, dass sie den Anforderun-
gen entsprechen; die zusätzlichen Bedingungen zu angre nzenden Schichten sind ebenfalls einzuhalten.
Dachdeckungsprodukte/
-materialien
Besondere Voraussetzung für die Konformitätsvermutu ng
Decksteine aus Schiefer oder anderem
Naturstein
Entsprechen den Bestimmungen der Entscheidung 96/603/EG
der Kommission
Dachsteine aus Stein, Beton, Ton oder
Keramik, Dachplatten aus Stahl
Entsprechen den Bestimmungen der Entscheidung 96/603/EG
der Kommission.
Außenliegende Beschichtungen müssen anorganisch sein oder
müssen einen Brennwert PCS
4,0 MJ/m
2
oder eine Masse
200 g/m
2
haben

Anlagen | Teil
56
Dachdeckungsprodukte/
-materialien
Besondere Voraussetzung für die Konformitätsvermutu ng
Faserzementdeckungen:
- Ebene und profilierte Platten
- Faserzement-Dachplatten
Entsprechen den Bestimmungen der Entscheidung 96/603/EG
der Kommission oder haben einen Brennwert PCS
3,0 MJ/kg
Profilblech aus Aluminium, Aluminiumle-
gierung, Kupfer, Kupferlegierung, Zink,
Zinklegierung, unbeschichtetem Stahl,
nichtrostendem Stahl, verzinktem Stahl,
beschichtetem Stahl oder emailliertem
Stahl
Dicke
0,4 mm
Außenliegende Beschichtungen müssen anorganisch sein oder
müssen einen Brennwert PCS 4,0 MJ/m
2
oder eine Masse
200 g/m
2
haben
Ebenes Blech aus Aluminium, Aluminium-
legierung, Kupfer, Kupferlegierung, Zink,
Zinklegierung, unbeschichtetem Stahl,
nichtrostendem Stahl, verzinktem Stahl,
beschichtetem Stahl oder emailliertem
Stahl
Dicke
0,4 mm
Außenliegende Beschichtungen müssen anorganisch sein oder
müssen einen Brennwert PCS 4,0 MJ/m
2
oder eine Masse
200 g/m
2
haben
Produkte, die im Normalfall voll bedeckt
sind (von den rechts aufgeführten anorga-
nischen Materialien)
Lose Kiesschicht mit einer Mindestdicke von 50 mm oder eine
Masse
80 kg/m
2
; Mindestkorngröße 4 mm, maximale Korn-
größe 32 mm;
Sand-/Zementbelag mit einer Mindestdicke von 30 mm. Be ton-
werksteine oder mineralische Platten mit einer Mindes tdicke
von 40 mm
Zusätzliche Bedingungen:
Für alle Dachdeckungsprodukte/-materialien aus Metal l gilt, dass sie auf geschlossenen Schalungen aus Hol z
oder Holzwerkstoffen mit einer Trennlage aus Bitumenbah n mit Glasvlies- oder Glasgewebeeinlage auch in Kom-
bination mit einer strukturierten Trennlage mit eine r Dicke
8 mm zu verwenden sind.
Abweichend hiervon erfüllen bestimmte Dachdeckungspr odukte/-materialien die Anforderungen an gegen Flug -
feuer und strahlende Wärme widerstandsfähige Bedach ungen, wenn die Ausführungsbedingungen gemäß DIN
4102-4:2016-05 zu 11.4 erfüllt sind.

A 3
Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz
A 3.1 Allgemeines
Gemäß
§§ 3 und 13 SächsBO
sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu
halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Le-
bensgrundlagen, nicht gefährdet werden und durch pfl anzliche und tierische Schädlinge sowie andere chemis che,
physikalische oder biologische Einflüsse keine Gefahr en oder unzumutbaren Belästigungen entstehen.
Zum Nachweis der Einhaltung dieser Anforderungen sin d bauliche Anlagen im Ganzen und in ihren Teilen so zu
entwerfen und auszuführen, dass die Anforderungen be züglich des Gesundheitsschutzes und des Schutzes von
Boden und Gewässer aus Abschnitt A 3.2 erfüllt werd en.
A 3.2 Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung an bestimmte
bauliche Anlagen und ihre Teile gemäß § 88a Absatz 2 SächsBO
Die Anforderungen zur bauwerksseitigen Beschränkung ge sundheitsschädlicher Emissionen in Aufenthalts-
räumen gemäß lfd. Nr. A 3.2.1 und A 3.2.2 sowie zur Sicherstellung der Umweltverträglichkeit von Außenba utei-
len gemäß lfd. Nr. A 3.2.3 sind in den Regelwerken b eschrieben. Sie sind einzuhalten. Werden für die betr offenen
Bereiche stattdessen konstruktive Maßnahmen (z.B. De ckschichten, Ummantelungen) vorgesehen, so ist deren
Schutzwirkung nachzuweisen.
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§
88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
57
A 3.2.1
Anforderungen an bauliche Anla-
gen bezüglich des Gesundheits-
schutzes
ABG - Anforderungen an bauliche
Anlagen bezüglich des Gesundheits-
schutzes: 2017-05 (Anhang 8)
A 3.2.2
Textile Bodenbeläge
TR Textile Bodenbeläge: 2017-05
(Anhang 9)
A 3.2.3
Anforderung an bauliche Anlagen
bezüglich der Auswirkungen auf
Boden und Gewässer
ABuG - Anforderung an bauliche Anla-
gen bezüglich der Auswirkungen auf
Boden und Gewässer: 2017-07 (An-
hang 10)
Anlage A 3.2/3
A 3.2.4
Bewertung und Sanierung PCB-
belasteter Baustoffe und Bauteile
in Gebäuden
Richtlinie für die Bewertung und Sanie-
rung PCB-belasteter Baustoffe und
Bauteile in Gebäuden, Ausgabe Sep-
tember 1994, Abschnitte 1, 2, 3, 4.1,
4.2, 5.1, 5.2, 5.4 und 6
Anlage A 3.2/1
A 3.2.5
Bewertung und Sanierung schwach
gebundener Asbestprodukte in
Gebäuden
Richtlinie für die Bewertung und Sanie-
rung schwach gebundener Asbestpro-
dukte in Gebäuden, Ausgabe Januar
1996
Anlage A 3.2/2
A 3.2.6
Lüftung fensterloser Küchen, Bäder
und Toilettenräume in Wohnungen
Bauaufsichtliche Richtlinie über die
Lüftung fensterloser Küchen, Bäder
und Toilettenräume in Wohnungen,
Ausgabe April 2009

Teil
s
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
58
A 3.2.7
Bewertung und Sanierung Pentach-
lorphenol (PCP)-belasteter Baustof-
fe und Bauteile in Gebäuden
Richtlinie für die Bewertung und Sanie-
rung Pentachlorphenol (PCP)-
belasteter Baustoffe und Bauteile in
Gebäuden, Ausgabe Oktober 1996,
Abschnitte 1, 2, 3, 4, 5, 6.1 und 6.2
A 3.2.8
Begrenzung der Formaldehydemis-
sion in der Raumluft bei Verwen-
dung von Harnstoff-
Formaldehydharz-Ortschaum
ETB-Richtlinie zur Begrenzung der
Formaldehydemission in der Raumluft
bei Verwendung von Harnstoff-
Formaldehydharz-Ortschaum, Ausga-
be April 1985

Anlagen | Teil
59
Anlage A 3.2/1
Zur PCB-Richtlinie
Zusätzlich gilt Folgendes:
1
Zur Abwehr möglicher Gefahr für Leben oder Gesund heit sind in dauerhaft genutzten Räumen Sanie-
rungsmaßnahmen durchzuführen, wenn die zu erwartende Raumluftkonzentration - unabhängig von der tägliche n
Aufenthaltsdauer - im Jahresmittel mehr als 3000 ng PC B/m³ Luft beträgt. Der letzte Satz in Kapitel 3 der Richtli-
nie wird aufgehoben.
2
Die Richtlinie ist ansonsten in der Fassung Septem ber 1994 in vollem Umfang zu befolgen, solange es
sich bei den PCB-haltigen Primärquellen ausschließli ch um nicht dioxin-ähnliche PCB-Quellen wie Fugendicht-
stoffe handelt. Sind jedoch bei den PCB-Primärquell en nur oder auch dioxin-ähnliche PCB-Quellen wie De cken-
platten, Anstriche sowie nicht sicher einzuordnende PCB-Quellen zu berücksichtigen, so ist zusätzlich die Be-
stimmung der Raumluftkonzentration von PCB 118 erford erlich, wenn die Gesamtkonzentration an PCB über
1000 ng PCB/m³ Luft liegt. Beträgt die Raumluftkon zentration dabei mehr als 10 ng PCB 118/m³ Luft, si nd um-
gehend expositionsmindernde Maßnahmen gemäß den Abschn itten 3 und 4 der Richtlinie zur Verringerung der
Raumluftkonzentration von PCB durchzuführen. Bei Raumlu ftkonzentrationen gleich oder unter 10 ng PCB
118/m³ Luft wird empfohlen, in Abhängigkeit von der Belastung zumindest das Lüftungsverhalten zu überprü fen
und gegebenenfalls zu verbessern.
3
Sollen bauliche Anlagen abgebrochen werden, die PC B-haltige Produkte enthalten, so sind diese Produk-
te vor Beginn der Abbrucharbeiten aus der baulichen Anlage zu entfernen.
Hinweis:
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass der in Absch nitt 5.3 der Richtlinie genannte Sanierungsleitwert von
300 ng PCB/m³ Luft einen Wert aus dem Vorsorgebereic h darstellt, der nicht exakt abgrenzbar ist und desha lb
der Größenordnung nach erreicht werden sollte. Maßnah men zur Reduzierung der PCB-Raumluftkonzentration
werden in Abhängigkeit vom Maß der Überschreitung des Sanierungsleitwerts und unter Beachtung der Verhält -
nismäßigkeit empfohlen.
Anlage A 3.2/2
Zur Asbest-Richtlinie
Bei Anwendung der technischen Regel gilt Folgendes:
1
Eine Erfolgskontrolle der Sanierung nach Abschnitt 4.3 durch Messungen der Konzentration von Asbestfa-
sern in der Raumluft nach Abschnitt 5 ist nicht erfor derlich bei Sanierungsverfahren, die nach dieser Ri chtlinie
keiner Abschottung des Arbeitsbereiches bedürfen.
2
Abschnitt 4.3.3
Beschichten (Methode 2) ist nicht anzuwenden.
Anlage A 3.2/3
Bei der Verwendung von siliciumreichen Flugaschen für die Herstellung von Beton ist kein Nachweis bezüglich
der Stoffgehalte und der Freisetzung gefährlicher Su bstanzen für solche Flugaschen zu erbringen, die aus Wär-
mekraftwerken, in denen nur Kohle und keine Sekundär brennstoffe, mit Ausnahme von kommunalem Klär-
schlamm (mit dem Abfallschlüssel 19 08 05 nach der V erordnung über das Europäische Abfallverzeichnis) in
einem Anteil von bis zu 5 M.-% (Trockenmasse), bezogen auf trockene Kohle, mitverbrannt werden, stammen.

A 4
Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung
A 4.1 Allgemeines
Gemäß
§ 3 SächsBO
sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass
die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundl agen,
nicht gefährdet werden.
Die Anforderungen an die Nutzungssicherheit und die Barrierefreiheit sind insbesondere gemäß
§§ 16 und 50
SächsBO
umgesetzt, wenn bauliche Anlagen im Ganzen und in ih ren Teilen entsprechend den technischen
Regeln bezüglich der Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung gemäß Abschnitt A 4.2 entworfen und aus-
geführt werden.
A 4.2 Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung an bestimmte
bauliche Anlagen und ihre Teile gem. § 88a Absatz 2 SächsBO
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
60
A 4.2.1
Gebäudetreppen
DIN 18065:2015-03
Anlage A 4.2/1
A 4.2.2
Barrierefreies Bauen
DIN 18040
Öffentlich zugängliche Gebäude
DIN 18040-1:2010-10
Anlage A 4.2/2
Wohnungen
DIN 18040-2:2011-09
Anlage A 4.2/3

Anlagen | Teil
61
Anlage A 4.2/1
Zu DIN 18065
1
Von der Einführung ausgenommen ist die Anwendung a uf Treppen in Wohngebäuden der Gebäudeklas-
sen 1 und 2 und in Wohnungen.
2
Bauaufsichtliche Anforderungen an den Einbau von T reppenliften in Treppenräumen notwendiger Treppen
in bestehenden Gebäuden:
Durch den nachträglichen Einbau eines Treppenlifts im Treppenraum darf die Funktion der notwendigen Tre ppe
als Teil des ersten Rettungswegs und die Verkehrssicherheit der Treppe grundsätzlich nicht beeinträchtigt wer-
den. Der nachträgliche Einbau eines Treppenlifts ist zu lässig, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
1.
Die Treppe erschließt nur Wohnungen und/oder vergleichbare Nutzungen.
2.
Die Mindestlaufbreite der Treppe von 100 cm darf d urch die Führungskonstruktion nicht wesentlich unter-
schritten werden; eine untere Einschränkung des Lichtraumprofils (s. Bild A.7) von höchstens 20 cm Breite und
höchstens 50 cm Höhe ist hinnehmbar, wenn die Treppe nlauflinie (s. Ziffer 3.6) oder der Gehbereich (s. Z iffer 8)
nicht verändert wird. Ein Handlauf muss zweckentspreche nd genutzt werden können.
3.
Wird ein Treppenlift über mehrere Geschosse geführ t, muss mindestens in jedem Geschoss eine ausrei-
chend große Wartefläche vorhanden sein, um das Abwa rten einer begegnenden Person bei Betrieb des Treppe n-
lifts zu ermöglichen. Das ist nicht erforderlich, wenn neben dem benutzten Lift eine Restlaufbreite der Trep pe von
60 cm gesichert ist.
4.
Der nicht benutzte Lift muss sich in einer Parkposi tion befinden, die den Treppenlauf nicht einschränk t. Im
Störfall muss sich der Treppenlift auch von Hand ohne größeren Aufwand in die Parkposition fahren lassen.
5.
Während der Leerfahrten in die bzw. aus der Parkp osition muss der Sitz des Treppenlifts hochgeklappt
sein. Neben dem hochgeklappten Sitz muss eine Restlau fbreite der Treppe von 60 cm verbleiben.
6.
Gegen die missbräuchliche Nutzung muss der Trepp enlift gesichert sein.
7.
Der Treppenlift muss aus nichtbrennbaren Material ien bestehen, soweit das technisch möglich ist.
3
Bei einer notwendigen Treppe in einem bestehenden Gebäude darf durch den nachträglichen Einbau
eines zweiten Handlaufs die nutzbare Mindestlaufbre ite um höchstens 10 cm unterschritten werden. Diese Aus-
nahmeregelung bezieht sich nur auf Treppen mit einer Mindestlaufbreite von 100 cm nach den Festlegungen de r
DIN 18065. Abweichende Festlegungen und Anforderungen an die Laufbreite bleiben davon unberührt.
Anlage A 4.2/2
Zu DIN 18040-1
Die Einführung bezieht sich auf die baulichen Anlage n oder die Teile baulicher Anlagen, die nach
§ 50 Ab-
satz 2 SächsBO
barrierefrei sein müssen.
Bei der Anwendung der Technischen Baubestimmung ist Folgendes zu beachten:
1
Abschnitt 4.3.7 ist von der Einführung ausgenommen. Die in den Abschnitten 4.4 und 4.7 genannten Hin-
weise und Beispiele können im Einzelfall berücksichtigt werden.
2
Abschnitt 4.3.6 muss nur auf notwendige Treppen a ngewendet werden.
3
Mindestens ein Toilettenraum für Benutzer muss Abs chnitt 5.3.3 entsprechen; Abschnitt 5.3.3 Satz 1 ist
nicht anzuwenden.
4
Mindestens 1 v. H., mindestens jedoch einer der notwendigen Stellplätze für Benutzer müssen Ab-
schnitt 4.2.2 Sätze 1 und 2 entsprechen.
5
Mindestens 1 v. H., mindestens jedoch einer der Besucherplätze in Versammlungsräumen mit festen
Stuhlreihen müssen Abschnitt 5.2.1 entsprechen; sie kön nen auf die nach
§ 10 Abs. 7 SächsVStättVO
erforder-
lichen Plätze für Rollstuhlbenutzer angerechnet werd en.

Anlagen | Teil
62
Anlage A 4.2/3
Zu DIN 18040-2
Die Einführung bezieht sich auf:
Wohnungen, soweit sie nach
§ 50 Absatz 1 SächsBO
barrierefrei sein müssen, und
Wohnungen und Aufzüge, soweit sie nach
§ 39 Absatz 4 Satz 3 SächsBO
stufenlos erreichbar sein müs-
sen.
Beherbergungsräume einschließlich der zugehörigen Sani tärräume, soweit sie nach Nummer 11
SächsBe-
BauR,
barrierefrei sein müssen
.
Bei der Anwendung der Technischen Baubestimmung ist Folgendes zu beachten:
1
Die Abschnitte 4.3.6 und 4.4 sowie alle Anforderun gen
von der Einführung
ausgenommen.
2
Für Wohnungen nach
§ 50 Absatz 1 SächsBO
genügt es, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums A b-
schnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht.
3
Für die stufenlose Erreichbarkeit nach
§ 39 Absatz 4 SächsBO
genügt es, wenn Eingänge Ab-
schnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3 .7
entsprechen.
4
Für Beherbergungsräume, die einschließlich der zuge hörigen Sanitärräume den Grundanforderungen an
barrierefrei nutzbare Wohnungen entsprechen müssen, g ilt Abschnitt 5 ohne Anforderungen mit der Kennzeic h-
5
Für Beherbergungsräume, die einschließlich der zu gehörigen Sanitärräume barrierefrei und uneinge-
schränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein müssen, gilt A bschnitt 5 mit den Anforderungen mit der Kennzeichnung

A 5
Schallschutz
A 5.1
Allgemeines
Gemäß
§§ 3 und 15 Absatz 2 SächsBO
sind bauliche Anlagen so zu errichten, zu ändern u nd instand zu halten,
dass sie einen ihrer Nutzung entsprechenden Schallsc hutz haben.
Zur Erfüllung dieser Anforderung sind die technischen Regeln bezüglich des Schallschutzes aus Abschnitt A 5.2
zu beachten.
A 5.2 Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung an bestimmte
bauliche Anlagen und ihre Teile gem. § 88a Absatz 2 SächsBO
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
63
A 5.2.1
Schallschutz im Hochbau
DIN 4109-1:2016-07
Anlagen A 5.2/1 bis
A 5.2/4

Anlagen | Teil
64
Anlage A 5.2/1
Zu DIN 4109-1
1
Zu Abschnitt 7.2, Tabelle 7, Fußnote b:
Die Anforderungen sind im Einzelfall von der Bauaufs ichtsbehörde festzulegen.
2
Zu Abschnitt 8, Tabelle 8:
Die Anforderungen in Tabelle 8, Zeilen 3.3, 3.4, 5. 1 und 5.2 sind nur einzuhalten, sofern es sich bei den schutz-
bedürftigen Räumen um Wohn-, Schlaf- oder Bettenräu me gemäß DIN 4109-1, Abschnitt 3.16 handelt.
3
Zu den Abschnitten 7, 8 und 9:
Bei baulichen Anlagen, die nach Tabelle 9, Zeilen 3 u nd 4 einzuordnen sind, ist die Einhaltung des geforderten
Schalldruckpegels durch Vorlage von Messergebnissen na chzuweisen. Das Gleiche gilt für die Einhaltung des
geforderten Schalldämm-Maßes bei Bauteilen nach Tabel le 8 und bei Außenbauteilen, an die Anforderungen
entsprechend Tabelle 7, Spalten 3 und 4 gestellt we rden, sofern das bewertete Schalldämm-
w,res
50 dB
betragen muss. Diese Messungen sind unter Beachtung v on DIN 4109-4:2016-07 von bauakustischen Prüfstellen
durchzuführen, die entweder nach
§ 24 Satz 1 Nummer 1 SächsBO
anerkannt sind oder in einem Verzeichnis
Materialprüfungsanstalten VMPA
1
geführt wer-
den.
4
Die informativen Anhänge A und B sind nicht anzuwe nden.
5
E DIN 4109-1/A1:2017-01 darf für bauaufsichtliche Na chweise herangezogen werden. In diesem Fall gel-
ten die Ziffern 1 und 3 sinngemäß.
____________
1
Verband der Materialprüfungsanstalten (VMPA) e. V. Berlin, Littenstraße 10, 10179 Berlin
(www.vmpa.de)
Anlage A 5.2/2
Der schalltechnische Nachweis kann nach DIN 4109-2:2 016-07 in Verbindung mit DIN 4109-31:2016-07, DIN
4109-32:2016-07, DIN 4109-33:2016-07, DIN 4109-34:2016-07, DIN 4109-35:2016-07 und DIN 4109-36:2016-07
geführt werden.
Für Bauteile im Massivbau kann Beiblatt 1 zu DIN 4109 :1989-11 herangezogen werden. Wenn Mauerwerk aus
Lochsteinen zur Anwendung kommt, gilt dies nur für Mauerwerk, welches den Bedingungen in DIN 4109-32,
Abschnitt 4.1.4.2.1, entspricht.
Zu DIN 4109-2
Die informativen Anhänge B, C und D sind nicht anzuw enden.
Zu DIN 4109-36
Der informative Anhang A ist nicht anzuwenden.
Anlage A 5.2/3
Bei der Ausführung von Bauteilen mit Dämmstoffen aus granuliertem Polystyrol und Bindemittelgemisch
1
gilt
Folgendes:
Das Produkt darf als Trittschalldämmstoff unter unbe heizten schwimmenden Estrichen nach DIN 18560-2 ver-
wendet werden, wenn hinsichtlich der Zusammendrückbarkei t die Anforderungen der DIN 18560-2 erfüllt werden.
Darüber hinaus ist entweder für die Verformung unte r Druck- und Temperaturbeanspruchung eine maximale
Differenz der relativen Stauchungen von 5 % einzuhal ten oder der deklarierte Wert der Druckspannung bei 10 %
Stauchung muss mindestens 30 kPa betragen. Im letztere n Fall muss die Dimensionsstabilität unter definierte n
Temperatur- und Feuchtebedingungen ausgewiesen sein .
Der Nachweis des Schallschutzes ist nach DIN 4109-2 mit dem Nennwert der bewerteten Trittschallminderung zu
führen.
____________
1
nach EAD/ETAG/CUAP

Anlagen | Teil
65
Anlage A 5.2/4
Bei der Ausführung von Bauteilen mit Gummifasermatte n und/oder Polyurethan(PU)-Schaummatten zur Tritt-
schalldämmung
1
gilt Folgendes:
Die Bauprodukte dürfen als Trittschalldämmung auf M assivdecken unter schwimmendem Estrich nach
DIN 18560-2 entsprechend dem Anwendungsgebiet DES na ch DIN 4108-10 verwendet werden, wenn hinsichtlich
der Zusammendrückbarkeit die Anforderungen der DIN 185 60-2 erfüllt werden und für die Verformung unter
Druck- und Temperaturbeanspruchung die maximale Diff erenz der relativen Stauchungen 5 % beträgt. Der
Nachweis des Schallschutzes ist nach DIN 4109-2 mit dem für den Konstruktionsaufbau angegebenen Nennwer t
w
zu führen.
____________
1
nach EAD/ETAG/CUAP

A 6
Wärmeschutz
A 6.1 Allgemeines
Gemäß
§§ 3 und 15 Absatz 1 SächsBO
sind bauliche Anlagen so zu errichten, zu ändern u nd instand zu halten,
dass sie einen ihrer Nutzung und den klimatischen Ver hältnissen entsprechenden Wärmeschutz haben.
Zur Erfüllung dieser Anforderung an bauliche Anlagen im Ganzen und in ihren Teilen sind die technischen Regeln
bezüglich des Wärmeschutzes aus Abschnitt A 6.2 zu beac hten.
A 6.2 Technische Anforderungen hinsichtlich Planung, Bemessung und Ausführung an bestimmte
bauliche Anlagen und ihre Teile gem. § 88a Absatz 2 SächsBO
Lfd. Nr.
Anforderungen an Planung, Be-
messung und Ausführung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Technische Regeln/Ausgabe
Weitere Maßgaben
gemäß
§ 88a Ab-
satz 2 SächsBO
1
2
3
4
66
A 6.2.1
Wärmeschutz in Gebäuden
DIN 4108
DIN 4108-2:2013-02
Anlage A 6.2/1
DIN 4108-3:2014-11
Anlage A 6.2/2
DIN 4108-4:2017-03
Anlagen A 6.2/3 und
A 6.2/4
DIN 4108-10:2015-12
Anlage A 6.2/5
A 6.2.2
Harnstoff-Formaldehydharz-
Ortschaum für die Wärmedäm-
mung
DIN 18159-2:1978-06

Anlagen | Teil
67
Anlage A 6.2/1
Zu DIN 4108-2
1
Der sommerliche Wärmeschutz erfolgt über die Regelun gen der Energieeinsparverordnung.
2
Zu Abschnitt 5.2.2:
Die aufgeführten Ausnahmen sind nur für einlagig her gestellte Dämmstoffplatten anzuwenden.
Anlage A 6.2/2
Zu DIN 4108-3
Der Abschnitt 6 und die Anhänge B und D sind nicht a nzuwenden.
Anlage A 6.2/3
Zu DIN 4108-4
Für Dämmstoffe mit ETA
1
ist der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit wie folg t zu ermitteln:
Auf Grundlage des in der ETA angegebenen Nennwertes , der 90 % der Produktion mit einer Aussagewahrschein-
lichkeit von 90 % repräsentiert, ergibt sich der Beme ssungswert der Wärmeleitfähigkeit durch Umrechnung a uf
einen Feuchtegehalt bei 23 °C und 80 % relative Luftf euchte und Multiplikation mit dem Sicherheitsbeiwert
= 1,03. Zur Umrechnung für die Feuchte sind die in der ETA angegebenen Umrechnungsfaktoren zu verwen-
den.
____________
1
nach EAD/ETAG/CUAP
Anlage A 6.2/4
Bei der Ausführung von Bauteilen mit Bauprodukten na ch harmonisierten Normen ist Folgendes zu beachten:
1
An der Verwendungsstelle hergestellte Wärmedämmung aus Blähton-Leichtzuschlagstoffen nach
EN 14063-1
1
darf entsprechend den Anwendungsgebieten DZ und DI n ach DIN 4108-10 als nicht druckbelastba-
re (dk) Wärmedämm-Schüttung verwendet werden.
Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes i st die Nenndicke der Wärmedämmschicht anzusetzen.
Die Nenndicke ist die um 20 % verminderte Einbaudicke .
2
An der Verwendungsstelle hergestellte Wärmedämmung aus Produkten mit expandiertem Perlite nach
EN 14316-1
2
darf entsprechend den Anwendungsgebieten DZ und DI n ach DIN 4108-10 als nicht druckbelastba-
re (dk) Wärmedämmschüttung verwendet werden.
Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes is t die Nenndicke der Wärmedämmschicht anzusetzen.
Die Nenndicke ist die um 20 % verminderte Einbaudicke .
3
An der Verwendungsstelle hergestellte Wärmedämmun g mit Produkten aus expandiertem Vermiculite
nach EN 14317-1
3
darf entsprechend den Anwendungsgebieten DZ und DI nach DIN 4108-10 als nicht druckbe-
lastbare (dk) Wärmedämmschüttung verwendet werden. Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes
ist die Nenndicke der Wärmedämmschicht anzusetzen. D ie Nenndicke ist die um 20 % verminderte Einbaudicke.
4
An der Verwendungsstelle hergestellte Wärmedämmun g aus Mineralwolle nach EN 14064-1
5
darf ent-
sprechend den Anwendungsgebieten DZ und DI nach DIN 41 08-10 als nicht druckbelastbare (dk) Wärmedämm-
Schüttung verwendet werden.
Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes ist die Nenndicke der Wärmedämmschicht anzusetzen.
Die Nenndicke ist die um 20 % verminderte Einbaudicke .

Anlagen | Teil
68
5
An der Verwendungsstelle hergestellter Wärmedämmstof f aus Polyurethan (PUR)- und Polyisocyanurat
(PIR)-Spritzschaum nach EN 14315-1:2013
6
darf zur Herstellung von nicht druckbelastbaren Wärmedäm mschich-
ten entsprechend dem Anwendungsgebiet DZ nach DIN 41 08-10 verwendet werden, wenn folgende Eigenschaf-
ten nach DIN EN 14315-1 ausgewiesen sind:
Eigenschaft
gemäß DIN EN 14315-1,
Abschnitt
Stufe (mindestens)
Dichte
4.2.4 / E.5
FRC50(20) oder FRB50(20)
Anteil an geschlossenen Zellen
4.2.6
CCC4
Haftfestigkeit
4.3.8
A3
Dimensionsstabilität
4.3.12
DS(TH)3
6
An der Verwendungsstelle hergestellter Wärmedämms toff aus dispensiertem Polyurethan (PUR)- und
Polyisocyanurat (PIR)-Hartschaum nach EN 14318-1:2013
7
darf zur Herstellung von nicht druckbelastbaren
Wärmedämmschichten entsprechend dem Anwendungsgebiet W H nach DIN 4108-10 verwendet werden, wenn
folgende Eigenschaften nach EN 14318-1 ausgewiesen s ind:
Eigenschaft
gemäß DIN EN 14318-1,
Abschnitt
Stufe (mindestens)
Dichte
4.2.3 / E.5
FRC50(20) oder FRB50(20)
Anteil an geschlossenen Zellen
4.2.8
CCC4
Haftfestigkeit
4.3.4
TS2
Dimensionsstabilität
4.3.7
DS(TH)3
7
Werkmäßig hergestellte Dämmstoffe aus Polyethylensch aum (PEF) nach EN 16069:2012
8
dürfen entspre-
chend den Anwendungsgebieten WI und DI nach DIN 410 8-10 als nicht druckbelastete Wärmedämmstoffe ver-
wendet werden, wenn sie hinsichtlich der Dimensionsstabilität mindestens die Anforderungen für die Stufe
DS(N)2 erfüllen.
____________
1
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 14063-1:2004-11
2
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 14316-1:2004-11
3
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 14317-1:2004-11
4
nicht besetzt
5
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 14064-1:2010-06
6
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 14315-1:2013-04
7
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 14318-1:2013-04
8
In Deutschland umgesetzt durch DIN EN 16069:2015-04
Anlage A 6.2/5
Bei der Ausführung von Bauteilen mit Dämmprodukten m it ETA
1
ist Folgendes zu beachten:
1
Werkmäßig hergestellte Dämmprodukte aus pflanzlich en oder tierischen Fasern zur Wärme- und/oder
Schalldämmung:
Für die Anwendung gilt DIN 4108-10, Tabelle 13. Die Anforderungen an den längenbezogenen Strömungswide r-
ist bei den Anwendungsgebieten DAD (dk), DZ, DI (zk), WH , WI (zk) und WTR die Stufe T2 ausreichend.
Hinsichtlich des Widerstandes gegenüber Schimmelpilz müsse n die Dämmprodukte in die Klasse 0 eingestuft
sein.
2
Lose Wärme- und/oder Schalldämmprodukte aus Pflanzen fasern:
Die Dämmprodukte dürfen zur Herstellung nicht druckbe lastbarer Dämmschichten entsprechend den Anwen-
dungsgebieten WH, WI, WTR, DZ und DI nach DIN 4108-1 0 verwendet werden.
Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes des Bauteils ist die Nenndicke der Wärmedämmschicht
bei der Anwendung in Decken/Dächern unter Berücksich tigung der in der ETA angegebenen Abminderung der

Anlagen | Teil
69
Einbaudicke anzusetzen. Enthält die ETA hierzu keine Angaben, ergibt sich die Nenndicke aus der um 20 %
verminderten Einbaudicke.
Bei der Anwe
Hinsichtlich des Widerstandes gegenüber Schimmelpilz müsse n die Dämmprodukte in die Klasse 0 eingestuft
sein.
Werden die Dämmprodukte trocken verarbeitet, dürfen sie auch für Außenbauteile GK 0 (Gebrauchsklasse 0
nach DIN 68800-2:2012-02) mit Ausnahme von Bild A.8 , Schicht Nr. 7 in Fällen verwendet werden, in denen nach
DIN 68800-2:2012-02 Dämmstoffe mit Verwendbarkeitsn achweis für bestimmte Anwendungen gefordert sind,
wenn folgende Leistungen ausgewiesen sind:
Dichte im eingebauten Zustand 25 kg/m³ bis 155 kg/m³
3
Wärmedämmplatten aus mineralischem Material:
Für die Anwendungsgebiete WI und DI nach DIN 4108-10 müssen folgende Wesentliche Merkmale erklärt sein:
Grenzabmaße für Länge, Breite, Dicke, Rechtwinkligkeit und Ebenheit
Dimensionsstabilität
Wasserdampfdiffusionswiderstand
sowie darüber hinaus für das Anwendungsgebiet DEO na ch DIN 4108-10 eine Druckfestigkeit von mindestens
150 kPa.
4
Dämmprodukte aus expandiertem Perlit (EPB), abweic hend von EN 13169:
Für die Anwendung gilt DIN 4108-10, Tabelle 11 mit Ausnahme der Anforderung an die Biegefestigkeit.
5
Dämmstoffe aus granuliertem Polystyrol und Bindemit telgemisch:
Das Produkt darf als Wärmedämmstoff entsprechend den Anwendungsgebieten DEO, DAD und DAA(dm) nach
DIN 4108-10 verwendet werden, wenn der deklarierte Wert der Druckspannung bei 10 % Stauchung mindestens
100 kPa beträgt und für die Verformung unter Druck- und Temperaturbeanspruchung eine maximale Differen z der
relativen Stauchungen von 5 % eingehalten wird.
6
Produkte mit reflektierenden Schichten zur Wärmedä mmung der Gebäudehülle:
6.1
Anwendung
Die Produkte dürfen entsprechend den Anwendungsgebiete n DI und WI nach der Norm DIN 4108-10 als nicht
druckbelastete, zusätzliche Wärmedämmung auf der Innen seite wärmeübertragender Bauteile verwendet wer-
den.
Sie dürfen nur in Konstruktionen eingebaut werden, in denen sie vor Niederschlag, Bewitterung und Durchfeuch-
tung geschützt sind.
6.2
Bemessungswert des Wärmedurchlasswiderstandes
Die Berechnung des Wärmeschutzes ist mit dem Bemessungswert des Wärmedurchlasswiderstandes zu führen.
Der Bemessungswert des Wärmedurchlasswiderstandes ist w ie folgt zu ermitteln:
Auf Grundlage des in der ETA angegebenen Nennwertes (
Core thermal resistance ohne benachbarte Lufträu-
me) ergibt sich der Bemessungswert des Wärmedurchlassw iderstandes mittels Division durch den Sicherheitsbe-
= 1,03. Bei Produkten auf Basis von Naturfaserdämmsto ffen hat zusätzlich eine Umrechnung auf einen
Feuchtegehalt bei 23 °C und 80 % relative Luftfeuchte unter Verwendung der in der ETA angegebenen Umrech -
nungsfaktoren zu erfolgen.
In Bereichen, in denen die Produkte zusammengedrückt w erden (z. B. Befestigungsbereiche auf der Tragkon-
struktion) ist der Wärmedurchlasswiderstand der Produ kte nicht für den Nachweis anzusetzen.
6.3
Wärmedurchlasswiderstand von benachbarten, unbelüf teten Lufträumen

Anlagen | Teil
70
Bei der Berechnung des Wärmedurchlasswiderstandes von d urch die Produkte begrenzten, unbelüfteten Luft-
räumen mit einer Länge und Breite von mehr als dem 10-fachen der Dicke nach DIN ENISO6946, Anhang B,
sind folgende Werte in Ansatz zu bringen:
h
a
nach DIN EN ISO 6946, Tabelle
= 10 K
h
ro
= 5,7 W/(m²·K) nach DIN EN ISO 6946, Tabelle A.1
Es dürfen nur luftdichte Konstruktionsaufbauten berücksi chtigt werden, bei denen die Produkte vor Verschmut-
zung und Witterung geschützt auf der Innenseite der Konstruktion eingebaut werden.
6.4
Klimabedingter Feuchteschutz
Beim rechnerischen Nachweis des klimabedingten Feuchte schutzes nach DIN 4108-3 sind für die Produkte die in
der ETA angegebenen Werte in Ansatz zu bringen.
7
Bausätze für die Dämmung von Umkehrdächern nach ETAG 031 Teil 1 mit Dämmstoffen aus XPS und
EPS dürfen zur Wärmedämmung oberhalb der Dachabdicht ung angeordnet werden, wenn der Bausatz den in
DIN 4108-2 für das Wärmedämmsystem Umkehrdach aufgefü hrten Aufbauten und Anwendungsbedingungen
entspricht.
Der Nachweis des Wärmeschutzes ist mit dem Bemessungswer t der Wärmeleitfähigkeit bzw. des Wärmedurch-
lasswiderstandes des im Bausatz enthaltenen Dämmsto ffes zu führen.
Der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit ist aus dem in der Europäischen Technischen Zulassung für Stuf e 1
cor
durch Multiplikation mit dem Sicherheitsbeiwert
= 1,03 zu ermitteln. Dementsprechend ergibt sich der Bemessungswert des Wärmedurchlasswiderstandes aus
dem in der Europäischen Technischen Zulassung für Stu fe 1 angegebenen korrigierten Wert des Wärmedurch-
lasswiderstandes R
cor
durch Division durch den Sicherheitsbeiwert
= 1,03.
Bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten des Daches ist der errechnete Wärmedurchgangskoeffi-
-2 zu erhöhen.
____________
1
nach EAD/ETAG/CUAP

71
Technische Baubestimmungen für Bauteile und Son-
derkonstruktionen, die zusätzlich zu den in Abschnitt
A aufgeführten Technischen Baubestimmungen zu be-
achten sind
B 1
Allgemeines
B 2
Technische Regelungen für Sonderkonstruktionen und Ba uteile
gem.
§ 88a Absatz 2 SächsBO
B 3
Technische Gebäudeausrüstungen und Teile von Anlagen z um La-
gern, Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden S toffen, die
die CE-Kennzeichnung nicht nach der Bauproduktenvero rdnung tra-
gen
B 4
Bauprodukte und Bauarten, die Anforderungen nach an deren Rechts-
vorschriften unterliegen, für die nach
§ 88 Absatz 4a SächsBO
eine
Rechtsverordnung erlassen wurde

B 1
Allgemeines
Dieser Abschnitt enthält Technische Baubestimmungen, d ie bei der Erstellung bestimmter Sonderkonstruktione n
und Bauteile beachtet werden müssen. Die Technischen Baubestimmungen werden zur Erleichterung der An-
wendung zu jeder Sonderkonstruktion/jedem Bauteil gebündelt dargestellt, weil sie der Konkretisierung me hrerer
Grundanforderungen dienen.
Bauliche Anlagen müssen über den gesamten Zeitraum ihr er Nutzung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen
für sich allein standsicher sein. Sie müssen so angeordne t, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass keine
Gefahrenlage oder unzumutbare Belästigungen entstehe n.
B 2
Technische Regelungen für Sonderkonstruktionen und Bauteile gem. § 88a Absatz 2 SächsBO
Lfd. Nr.
Anforderungen an die Planung, Bemessung und Aus-
führung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Bestimmungen/Festlegungen
gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
1
2
3
______________
1
nach EAD/ETAG/CUAP
72
B 2.1
Sonderkonstruktionen
B 2.1.1
Fliegende Bauten - Zelte
DIN EN 13782:2015-06
Anlage B 2.1/1
B 2.1.2
Fliegende Bauten und Anlagen für Veranstalt ungsplät-
ze und Vergnügungsparks
DIN EN 13814:2005-06
Anlage B 2.1/2
B 2.2
Bauteile
B 2.2.1 Bauteile für Wände, Dächer, Decken und Fassad enkonstruktionen
B 2.2.1.1
Außenwandbekleidungen, hinterlüftet
DIN 18 516-1:2010-06
Anlage B 2.2.1/1
DIN 18516-3:2013-09
DIN 18516-5:2013-09
Anlage B 2.2.1/2
Zusätzlich gilt:
A 2.2.1.6
B 2.2.1.2
Aus Bausätzen hergestellte tragende Außenwän de
Anlage B 2.2.1/3
B 2.2.1.3
Vorhangfassaden
Anlage B 2.2.1/4
B 2.2.1.4
Wände und Decken aus selbsttragenden Sandwi ch-
Elementen mit beidseitigen Metalldeckschichten
Anlage B 2.2.1/5
B 2.2.1.5
Außenseitige Wärmedämmverbundsysteme
WDVS mit ETA nach ETAG 004:
2017-02 (Anhang 11)
B 2.2.1.6
Ortbeton-Wände aus Schalungssteinen
Anwendungsregeln für nicht lasttragende
verlorene Schalungsbausätze/-systeme
und Schalungssteine für die Erstellung
von Ortbeton-Wänden: 2016-06
(Anhang 12)
B 2.2.1.7
Bausätze für innere Trennwände zur Verwendu ng als
nicht tragende Wände
1
Anlage B 2.2.1/6

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an die Planung, Bemessung und Aus-
führung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Bestimmungen/Festlegungen
gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
1
2
3
______________
1
nach EAD/ETAG/CUAP
73
B 2.2.1.8
Bausätze für Gebäude aus Holz, Metall und St ahlbe-
ton
1
Anlage B 2.2.1/3
B 2.2.1.9
Vorgefertigte Raumzellen für Gebäude
1
Anlage B 2.2.1/3
B 2.2.1.10
Bauteile aus Gipsplatten, Gipsplattenprod ukten aus der
Weiterverarbeitung, Gipsplatten mit Vliesarmierung,
Gipsfaserplatten und Gipsplatten-Wandbaufertigtafel n
mit einem Kartonwabenkern
Anlage B 2.2.1/7
B 2.2.1.11
Leichte tragende Stahl/Holz Dachelemente
1
Anlage B 2.2.1/8
B 2.2 2 Unterdeckenkonstruktionen
B 2.2.2.1
Gipsplatten-Deckenbekleidungen und Unterdecke n
DIN 18168-1:2007-04
B 2.2.2.2
Abgehängte Decken mit Bauprodukten aus Faser ze-
ment bzw. mit zementgebundenen Bauplatten
Anlage B 2.2.2/1
B 2.2.3 Bauteile aus Dämmstoffen für den Wärme- und Schallschutz
B 2.2.3.1
Werkmäßig hergestellte Schüttungen aus Sc haum-
glasschotter
Anlage B 2.2.3/1
B 2.2.4 Lager
B 2.2.4.1
Lager im Bauwesen
DIN EN 1337-1:2001-02
Anlage B 2.2.4/1
B 2.2.5 Bauteile zur Abdichtung von baulichen Anlage n
Bauliche Anlagen müssen nach
§ 13 SächsBO
so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein , dass
durch Wasser und Feuchtigkeit Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen.
B 2.2.5.1
Dachabdichtungen aus Bitumenbahnen mit Trä gerein-
lage
DIN SPEC 20000-201:2015-08
Abschnitt 5.1
B 2.2.5.2
Dachabdichtungen aus Kunststoff- und Elas tomerbah-
nen
DIN SPEC 20000-201:2015-08
Abschnitt 5.3
B 2.2.5.3
Bauwerksabdichtungen aus Kunststoff- und El astomer-
Mauersperrbahnen
DIN SPEC 20000-202:2016-03
Abschnitt 5.3
B 2.2.5.4
Bauwerksabdichtungen aus Bitumen- und Maue rsperr-
bahnen
DIN SPEC 20000-202:2016-03
Abschnitt 5.2
B 2.2.5.5
Bauwerksabdichtungen gegen Bodenfeuchte un d
Wasser aus Kunststoff- und Elastomerbahnen
DIN SPEC 20000-202:2016-03
Abschnitt 5.3
B 2.2.5.6
Bauwerksabdichtungen gegen Bodenfeuchte un d
Wasser aus Bitumenbahnen
DIN SPEC 20000-202:2016-03
Abschnitt 5.2
B 2.2.5.7
Abdichtungen von Betonbrücken und anderen Ver-
kehrsflächen aus Beton aus Bitumenbahnen mit Trä-
gereinlage
DIN V 20000-203:2010-05
Abschnitt 5
B 2.2.5.8
Flächenabdichtungen für Behälter und Nass räume mit
flüssig zu verarbeitenden wasserundurchlässigen Pro-
dukten im Verbund mit keramischen Fliesen und Plat-
tenbelägen
Anlage B 2.2.5/1
B 2.2.5.9
Bauwerksabdichtungen aus polymermodifizier ten Bi-
tumendickbeschichtungen
Anlage B 2.2.5/2

Teil
Lfd. Nr.
Anforderungen an die Planung, Bemessung und Aus-
führung gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
Bestimmungen/Festlegungen
gemäß
§ 88a Absatz 2 SächsBO
1
2
3
74
B 2.2.5.10
Dachabdichtungssysteme aus flüssig aufzub ringenden
Stoffen
Anlage B 2.2.5/3
B 2.2.5.11
Dachabdichtungssysteme aus mechanisch befe stigten
Dachabdichtungsbahnen
Anlage B 2.2.5/4
B 2.2.5.12
Systeme zur Abdichtung von Wänden und Böd en in
Nassräumen
Anlage B 2.2.5/5
B 2.2.5.13
Brücken- und Parkdeckabdichtungen aus flüss ig auf-
zubringenden Stoffen
Anlage B 2.2.5/6
B 2.2.5.14
Dachabdichtungen aus flüssigen und bahnen förmigen
Stoffen im Verbund
Anlage B 2.2.5/7
B 2.2.5.15
Dach- und Bauwerksabdichtungen aus Abdich tungs-
bahnen im Verbund mit weiteren Stoffen
Anlage B 2.2.5/8
B 2.2.5.16
Abdichtungen von vertikalen Wandanschlüssen bei
Bitumendachabdichtungen mit einkomponentiger Bitu-
men-Polyurethan-Mischung
Anlage B 2.2.5/9
B 2.2.6 Grundstücksentwässerungsanlagen
Grundstücksentwässerungsanlagen müssen so beschaffen s ein, dass sie standsicher sind und von ihrer Nut-
zung keine Gefahren, insbesondere keine gesundheits- oder umweltgefährdenden Stoffe entweichen oder un-
zumutbare Belästigungen ausgehen. Zur Erfüllung der Anforderungen an die Beschaffenheit von Grundstück-
sentwässerungsanlagen müssen für Bauprodukte nach ha rmonisierten technischen Spezifikationen alle in der
hEN enthaltenen Merkmale in der Leistungserklärung an gegeben sein.
B 2.2.6.1
Rückstauverschlüsse für Gebäude
Anlage B 2.2 .6/1
B 2.2.6.2
Rohre und Formstücke aus Beton,
Stahlfaserbeton und Stahlbeton
Anlage B 2.2.6/2
B 2.2.6.3
Einstieg- und Kontrollschächte aus Beton, St ahlfaser-
beton und Stahlbeton
Anlage B 2.2.6/3
B 2.2.6.4
Rohre und Fittings aus unlegiertem Stahl f ür den
Transport von Wasser und anderen wässrigen Flüssig-
keiten
Anlage B 2.2.6/4

Anlagen | Teil
A
75
Anlage B 2.1/1
Zu DIN EN 13782
Bei Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:
1
Zu Abschnitt 7.4.2.2:
Für den Standsicherheitsnachweis von Zelten, die als Fliegende Bauten auch für Aufstellorte mit v
b,0
> 28 m/s
bemessen werden sollen, sind die Böengeschwindigkeitsdrü cke nach Tabelle NA.B.3 oder Abschnitt NA.B.3.3 der
Norm DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12 anzuwenden. Diese dürfen gemäß Abschnitt 7.4.2.2 abgemindert werden.
Andere Abminderungen der Böengeschwindigkeitsdrücke dürfen nicht in Ansatz gebracht werden.
2
Der Abschnitt 12 und die Anhänge B und C sind von der Einführung ausgenommen.
Anlage B 2.1/2
Zu DIN EN 13814
Bei Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:
1.1 Abschnitt 1 erhält folgende Fassung:
ach
§ 76 SächsBO
, z. B. Karusselle, Schaukeln, Boote,
Riesenräder, Achterbahnen, Rutschen, Tribünen, texti le und Membrankonstruktionen, Buden, Bühnen, Schauge -
schäfte und Aufbauten für artistische Vorstellungen i n der Luft. Sie gilt auch für die Bemessung entsprec hender
baulicher Anlagen, die in Vergnügungsparks für einen längeren Zeitraum aufgestellt werden, mit Ausnahme de r
Windlastansätze sowie der Bemessung der Gründung. Die se Norm gilt nicht für Zelte. Ortsfeste Tribünen,
Baustelleneinrichtungen, Baugerüste und versetzbare l andwirtschaftliche Konstruktionen gehören nicht zu den
1.2 Für die Anwendung der Norm sind die Auslegungen, Stand: März 2010, zu beachten, die vom Arbeitsaus-
schuss Fliegende Bauten NA 005-11-15 AA
(http://www.nabau.din.de)
veröffentlicht wurden.
2.1 Bei undatierten Verweisen auf Normen der Reihe E NV 1991 bis ENV 1997 sind die entsprechenden techni-
schen Regeln nach Abschnitt A anzuwenden.
2.2
-
d zutreffende technische Regeln
der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen a nzuwenden.
3
Die Abschnitte 3.1 bis 3.7 sind von der Einführung ausgenommen.
4.1 Zu Abschnitt 5.2:
Bei der Auswahl der Werkstoffe sind die in der
SächsBO
und in den Vorschriften aufgrund der
SächsBO
vorge-
gebenen Verwendungsbedingungen zu beachten.
4.2 Zu Abschnitt 5.3.3.1.2.2:
Für Tribünen ohne feste Sitzplätze und deren Zugänge und Podeste sind vertikale Verkehrslasten mit
q
k
= 7,5 kN/m² anzunehmen.
4.3 Zu Abschnitt 5.3.3.4:
Bei Anwendung von Tabelle 1 ist der durch erforderli che Schutz- und Verstärkungsmaßnahmen ertüchtigte F lie-
gende Bau im Zustand außer Betrieb für die höchste vorgesehene Windzone mit den Geschwindigkeitsdrücken
nach Tabelle NA.B.3 oder Abschnitt NA.B.3.3 der Norm DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12 zu bemessen. Diese dür-
fen mit dem Faktor 0,7 abgemindert werden. Andere Ab minderungen der Geschwindigkeitsdrücke dürfen nicht in
Ansatz gebracht werden.
Alternativ darf die Standsicherheit von Fliegenden Ba uten im Zustand außer Betrieb, auch für Aufstellorte mit
v
b,0
> 28 m/s, mit den Böengeschwindigkeitsdrücken nach Tabe lle NA.B.3 oder Abschnitt NA.B.3.3 der Norm
DIN EN 1991-1-4/NA:2010-12 nachgewiesen werden. Diese dürfen mit dem Faktor 0,7 abgemindert werden.
Andere Abminderungen der Böengeschwindigkeitsdrücke dürfen nicht in Ansatz gebracht werden.

Anlagen | Teil
A
76
Bild 1 ist von der Einführung ausgenommen.
4.4 Zu Abschnitt 5.3.6.2:
Für günstig wirkende ständige Einwirkungen ist der Teilsicherheitsbeiwert
G
= 1,0 zu verwenden.
4.5 Zu Abschnitt 5.6.5.3:
Fußriemenverschnallungen in Überschlagschaukeln, eins chließlich deren Befestigungen und Verbindungen,
müssen eine Bruchlast von mindestens 2 kN aufweisen.
5
Zu Abschnitt 6:
Anstelle der nachfolgend von der Einführung ausgenomm enen Abschnitte der Norm gelten die Anforderungen der
Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums des I nnern über Fliegende Bauten (SächsFlBauR) vom 7.
August 2012 ( SächsABl. S. 1031).
5.1 Die Abschnitte 6.1.3.2, 6.1.3.3, 6.1.4.1, 6.1.4.5 und 6.1.5.2 sind von der Einführung ausgenommen.
5.2 zu Abschnitt 6.1.6.4:
Bei Kettenfliegerkarussellen darf insbesondere das V ersagen einer Tragkette nicht zum Ausfall der Fahrgas tsi-
cherung (Schließkette, -stange, etc.) führen.
5.3 Zu Abschnitt 6.2.1.2:
Rotoren müssen eine geschlossene Zylinderwand haben. Der Boden und die Innenseite der Zylinderwand sind
ohne vorstehende oder vertiefte Teile auszuführen. De r obere Rand der Zylinderwand darf weder vom Benutzer
noch von Zuschauern erreicht werden können. Der höhen verschiebbare Boden ist mit geringer Fuge in den Zylin -
der einzupassen und mit der Zylinderdrehung gleichlaufe nd zu führen. Die Türen sind mit geringen Fugen in die
Zylinderwand einzupassen. Rotoren sind so auszubilden , dass sie nicht bei offenen Türen anfahren können.
5.4 Zu Abschnitt 6.2.2.2:
Die Höhe der Umwehrung offener Gondeln von Riesenräd ern, in denen Fahrgäste während des Betriebs aufste-
hen können, muss, gemessen ab Oberkante Sitzfläche, mind estens 0,55 m betragen. Ein- und Aussteigeöffnun-
gen müssen in Höhe der Umwehrung durch feste Vorrichtu ngen geschlossen werden können. Sie müssen mit
nicht selbsttätig lösbaren Verschlüssen gesichert werd en können.
5.5 Zu Abschnitt 6.2.3.1:
Achterbahnen sind ringsum mit einer Flächenabsperrung der Anforderungsklasse J3 auszustatten.
Die Fahrbahnen von Geisterbahnen sind bis auf die E in- und Aussteigestellen mindestens mit Bereichsabsper -
rungen der Anforderungsklasse J2 gegenüber Zuschauern ab zuschranken.
5.6 Zu Abschnitt 6.2.3.5.1:
Bei Geisterbahnen mit langsam fahrenden Fahrzeugen (Geschw.
3 m/s) und geeigneten Anpralldämpfern kann
auf ein Blocksystem verzichtet werden.
5.7 Zu Abschnitt 6.2.3.5.2:
Stockwerksgeisterbahnen müssen Rücklaufsicherungen in d en Steigungsstrecken haben. In den Gefällestrecken
sind erforderlichenfalls Bremsen zur Regelung der Geschwindigkeit und Kippsicherungen vorzusehen.
5.8 Zu Abschnitt 6.2.5.1.1:
Zwischen Drehscheibe und Stoßbande muss eine feststehe nde, waagerechte und glatte Rutschfläche von min-
destens 2 m Breite vorhanden sein.
5.9 In Abschnitt 6.2.5.2 ist der 1. Absatz von der Einführung ausgenommen.
5.10 Abschnitt 6.2.6 ist von der Einführung ausgenomme n.
5.11 Zu Abschnitt 6.2.7.5:
Schießtische sind unverrückbar zu befestigen. Die Entfer nung zu einzelnen flächenmäßig begrenzten Zielen von
höchstens 0,40 m Tiefe (z. B. Häuschen für Walzenschie ßen) darf bis auf 2,40 m verringert werden.

Anlagen | Teil
A
77
5.12 Abschnitte 6.4, 6.5 und 6.6 sind von der Einführu ng ausgenommen.
6
Abschnitt 7 ist von der Einführung ausgenommen.
7
Die Anhänge A, C, E, F, H und I sind von der Einfü hrung ausgenommen.
Anlage B 2.2.1/1
Zu DIN 18516-1
1
Zu Abschnitt 7.1.1, Absatz a):
Für Bekleidungen dürfen auch nichtrostende Stähle de r Korrosionsbeständigkeitsklasse II (CRC) nach
DIN EN 1993-1-4:2015-10 verwendet werden.
2
Auf folgende Druckfehlerberichtigung wird hingewiesen:
Zu Anhang A, Abschnitt A 3.1:
Im 4. Absatz muss es anstelle von
... nach Bild A.1.b) ...... nach Bild A.1.c) ...... nach
Bild A.1.c) ......
nach Bild A.1.d) ... heißen.
Zu Anhang A, Bild A.4:
vorh. F
Q,Ed
vorh. F
Q
vorh. F
Z,Ed
vorh. F
Z
, anstelle
zul. F
Q,Rd
zul. F
Q
zul. F
Z,Rd
r
zul. F
Z
max. F
Q,Rd
max. zul.
F
Q
max. F
Z,Rd
max. zul. F
Z
.
Anlage B 2.2.1/2
Zu DIN 18516-5
Zu Abschnitt 5.4.2:
Gleichung (11) muss wie folgt lauten:
V
Rk,red
= V
Rk
·
d
z
A
d
2
Anlage B 2.2.1/3
1
Standsicherheit
Werden Tragfähigkeitsmerkmale von Bauteilen oder Baus ätzen nach ETA
1
in Form von rechnerisch ermittelten
Tragfähigkeitswerten, mechanischen Festigkeiten oder ko mplette statische Berechnungen im Rahmen der Leis-
tungserklärung angegeben, so gehören diese zu den Bau vorlagen.
2
Wärmeschutz
Beim Nachweis des Wärmeschutzes sind die Bemessungswert e gemäß DIN 4108-4 zu verwenden. Die im Bau-
satz verwendeten Dämmstoffe müssen die Anforderungen nach DIN 4108-10 entsprechend dem jeweiligen An-
wendungsgebiet erfüllen.
________
1
nach EAD/ETAG/CUAP
Anlage B 2.2.1/4
Standsicherheit
Zur Erfüllung der Anforderung nach Abschnitt A 1.1 si nd für den Tragsicherheitsnachweis der mit dem Vorha ng-
fassadenbausatz hergestellten Fassaden die in den Ab schnitten A 1.2 genannten relevanten Bestimmungen
anzuwenden.

Anlagen | Teil
A
78
Anlage B 2.2.1/5
1
Standsicherheit
Bauteile aus Sandwichelementen nach EN 14509 dürfen ni cht zur Aussteifung von Gebäuden, Gebäudeteilen
und baulichen Anlagen herangezogen werden.
Bei der Bemessung und Ausführung ist Folgendes zu bea chten: Die Bemessung und Ausführung der Sandwiche-
lemente ist gemäß Abschnitt E.2, E.3, E.5 und E.7 de r Norm EN 14509 vorzunehmen. Abschnitt E.4.2 und E.4.3
kommen nicht zur Anwendung. Die Durchbiegungsbegrenzu ngen nach EN 14509, Abschnitt E.5.4, sind einzuhal-
ten. Die Temperaturdifferenzen zwischen den Deckschichten sind zu berücksichtigen. Als maximale Temperatu r-
differenz der gleichzeitig in beiden Deckschichten wirkenden Temperaturen ist mit
T = T
1
T
2
wie folgt anzuset-
zen:
Deckschichttemperatur der Innenseite T
2
Im Regelfall ist von T
2
= +20 °C im Winter und von T
2
= +25 °C im Sommer auszugehen; dies gilt für den
Standsicherheitsnachweis und für den Gebrauchsfähigke itsnachweis.
In besonderen Anwendungsfällen (z.B. Hallen mit Klimat isierung - wie Reifehallen, Kühlhäuser) ist T
2
entspre-
chend der Betriebstemperatur im Innenraum anzusetzen.
Deckschichttemperatur der Außenseite T
1
Im Winter ist für T
1
= -20 °C anzusetzen; für schneebedeckte Dachelemente gil t für T
1
die Regelung der Norm.
Im Sommer sind für den Gebrauchstauglichkeitsnachweis die Deckschichttemperatur T
1
gemäß der Norm so-
wie für den Standsicherheitsnachweis T
1
= +80 °C (bei direkter Sonneneinstrahlung) bzw. T
1
= +40 °C (bei
keiner direkten Sonneneinstrahlung) anzusetzen.
Die Befestigung der Sandwichelemente hat direkt (sich tbar), durch beide Deckschichten hindurch mit Schrauben,
deren Verwendbarkeit hierfür nachgewiesen ist, zu er folgen. Die Knitterspannungen an den Zwischenauflag ern
gelten nur bei Befestigung mit maximal 3 Schrauben p ro Meter. Für mehr als 3 Schrauben pro Meter sind di e
Knitterspannungen mit dem Faktor K = (11
n) / 8 (n = Anzahl der Schrauben pro Meter) abzumind ern.
Der Nachweis der Tragfähigkeit der Schrauben sowie der Schraubenkopfauslenkungen hat nach den Techni-
schen Baubestimmungen oder dem Verwendbarkeitsnachweis der Schrauben zu erfolgen, wobei die Einwirkun-
gen und deren Kombinationen analog zu EN 14509, Abs chnitt E.5.3, zu ermitteln sind. Bei der Ermittlung der
Einwirkungen für die Befestigungen darf bei durchla ufenden Sandwichelementen der Ansatz von Knittergelen ken
über den Innenstützen (Traglastverfahren nach EN 145 09, E.7.2.1 und E.7.2.3) nicht angesetzt werden (keine
Kette von Einfeldelementen).
Die Kombinationskoeffizienten
0
und
1
sind Tabelle E.6, die Lastfaktoren
F
der Tabelle E.8 der Norm
EN 14509 zu entnehmen. Die materialbezogenen Sicherhe itsbeiwerte
M
sind in folgender Tabelle aufgeführt:
Eigenschaf
M
gilt
Grenzzustand
Tragfähigkeit
Gebrauchstauglichkeit
Fließen einer Metalldeckschicht
1,10
1,00
Knittern einer Metalldeckschicht im Feld
und an einem Mittelauflager
(Interaktion mit der Auflagerreaktion)
2,80
1,40
Schubversagen des Kerns
2,40
1,30
Schubversagen einer profilierten Deck-
schicht
1,10
1,00
Druckversagen des Kerns
2,40
1,30
Versagen der profilierten Deckschicht am
Mittelauflager
1,10
1,00
2
Brandschutz/Feuerwiderstand
Die Feuerwiderstandsfähigkeit von Bauteilen (Bauarte n) ist nicht geregelt.

Anlagen | Teil
A
79
Anlage B 2.2.1/6
Für die Verwendung von Bausätzen von vollständig oder t eilweise verglasten Trennwänden der Kategorie IV
nach ETA
1
gelten die Bestimmungen von A 1.2.7.1.
______
1
nach EAD/ETAG/CUAP
Anlage B 2.2.1/7
1
Gipsplatten nach EN 520 zur Verwendung bei tragen den (einschließlich aussteifenden) Bauteilen müssen
die Bestimmungen von DIN 18180:2014-09 erfüllen. Gipsplatten aus der Weiterverarbeitung, die durch die Wei-
terverarbeitung von Gipsplatten nach EN 520 hergestel lt wurden, dürfen bei tragenden Bauteilen nur verwe ndet
werden, sofern die Weiterverarbeitung nicht zu einer Tragfähigkeitsminderung führt.
2
Wärmeschutz
Der Nachweis des Wärmeschutzes ist mit dem Bemessungswert d es Wärmedurchlasswiderstandes zu führen.
Der Bemessungswert des Wärmedurchlasswiderstandes ist gleich dem Nennwert des Wärmedurchlass-
widerstandes R dividiert durch den Umrechnungsfaktor für den Feuchtegehalt von F
m
= 1,25.
Anlage B 2.2.1/8
Der Nachweis des Grenzzustandes der Gebrauchstauglichke it ist ohne Ansatz der Verklebung der Stahlprofile mi t
den Holzbauteilen zu führen. Die Bildung von Wassersä cken ist auszuschließen.
Die Einhaltung eines ausreichenden Holzschutzes (ins besondere Tauwasser) der Dachelemente ist gemäß
DIN 68800-2 nachzuweisen.
Anlage B 2.2.2/1
Für die Verwendung von Faserzementplatten nach EN 1 2467 bzw. zementgebundenen Bauplatten nach ETA
1
als
abgehängte Decke im Innenbereich ist EN 13964
mit folgenden Einschränkungen zu beachten:
1
Die Verankerung in Beton, Porenbeton, haufwerkspor igem Beton, Ziegeln, Stahl, Holz oder ähnlichen Ver -
ankerungsgründen erfolgt mit Verankerungselementen wie z. B. Dübeln, Setzbolzen oder Schrauben, deren
Verwendung in den Technischen Baubestimmungen geregelt ist.
2
Der Nachweis des Wärmeschutzes ist mit dem Bemessungsw ert der Wärmeleitfähigkeit zu führen. Der
Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit ergibt sich au s dem in der ETA
1
angegebenen Nennwert durch Umrech-
nung auf einen Feuchtegehalt bei 23 °C und 80 % rela tive Luftfeuchte. Zur Umrechnung sind die in der Europäi-
schen Technischen Zulassung/Bewertung angegebenen Um rechnungsfaktoren zu verwenden.
______
1
nach EAD/ETAG/CUAP
Anlage B 2.2.3/1
Für die Planung, Bemessung und Ausführung von werkmä ßig hergestellten Schüttungen aus Schaumglasschot-
ter unter lastabtragenden Gründungsplatten gibt es ke ine technische Regel
1
.
______
1
Anwendung von
§ 16a SächsBO
Anlage B.2.2.4/1
Lager mit Naturkautschuk (NR) nach EN 1337-3 dürfen nu r in Bereichen ohne Ozoneinfluss verwendet werden.

Anlagen | Teil
A
80
Anlage B 2.2.5/1
Die Flächenabdichtungen nach EN 14891 dürfen zur Abd ichtung von Wand- und Bodenflächen sowie Schwimm-
becken verwendet werden, die im Außenbereich liegen u nd nicht mit Gebäuden verbunden sind.
Anlage B 2.2.5/2
Tabelle:
Anforderungen an polymermodifizierte Bitumendickbeschi chtungen nach DIN EN 15814 für die
Anwendung
Produkteigenschaft
gemäß EN 15814
Anforderungen an Stufen und Klassen für die Anwendu ng
Anwendungsbereich 1:
Abdichtung von erd-
berührten Bauteilen gegen
Bodenfeuchte und nicht-
stauendes Sickerwasser
Anwendungsbereich 2:
Abdichtung von erdberührten Bauteilen
gegen aufstauendes Sickerwasser bis zu
einer Gründungstiefe von 3,0 m unter Ge-
ländeoberkante und gegen nichtdrücken-
des Wasser auf Deckenflächen mit mäßiger
Beanspruchung
Rissüberbrückungs-
fähigkeit
Verfahren A: CB2
Verfahren A: CB2
Regenfestigkeit
mindestens R2 (
8 h)
mindestens R2 ( 8 h)
Beständigkeit gegen
Wasser
bestanden
bestanden
Biegsamkeit bei niedri-
gen Temperaturen
bestanden
bestanden
Maßhaltigkeit bei hohen
Temperaturen
bestanden
bestanden
Schichtdickenabnahme
bei Durchtrocknung
Brandverhalten
mindestens E
mindestens E
Wasserdichtheit
W 1, W 2A oder W 2B
W 2A
Druckfestigkeit
C 1, C 2A oder C 2B
C 2A
Anlage B 2.2.5/3
Produkte mit einer ETA nach ETAG 005/EAD xyz Flüssig aufzubringende Dachabdichtungen
dürfen für die
Abdichtung von genutzten und nicht genutzten Dachfläc hen im Sinne der DIN 18531 in Abhängigkeit von den
Anwendungsbereichen und den Beanspruchungsklassen ve rwendet werden, wenn mindestens folgende Leis-
tungsstufen durch eine ETA nachgewiesen sind:

Anlagen | Teil
A
81
Tabelle 1:
Nicht genutzte Dachflächen
Nicht genutzte
Dachflächen
Technische Leistungsstufen nach ETAG 005
Beanspruchungs-
klasse nach
DIN 18531
Klimazone
Dauer-
haftigkeit
W
Nutzlast
P
minimale
Oberflächen-
temperatur
TL
maximale
Oberflächen-
temperatur
TH
Mindestschicht-
dicke
1
[mm]
I A
M
W2
P4
TL 3
TH 3
Neigung
2 %: 1,5 mm
Neigung
< 2 %: 2,0 mm
I B
P4
TL 2
TH 2
II A
P3
TL 3
TH 3
II B
P3
TL 2
TH 2
Tabelle 2:
Genutzte Dachflächen
Genutzte Dach-
flächen
Technische Leistungsstufen nach ETAG 005
Nutzungsart
Klimazone
Dauer-
haftigkeit
W
Nutzlast
P
minimale
Oberflächen-
temperatur
TL
maximale
Oberflächen-
temperatur
TH
Mindestschicht-
dicke
1
[mm]
direkt genutzt
S
W3
P4
TL 3
TH 3
2,0
indirekt genutzt
M
TL 2
TH 2
2,0
Zusätzlich gilt:
Bei extensiv und intensiv begrünten Flächen muss die Abdichtung wurzelbeständig sein oder der Schutz gegen
Durchwurzelung ist durch andere Maßnahmen sicherzustell en.
______
1
Der Mittelwert der aufgebrachten Schichtdicke darf die geforderte Mindestschichtdicke nicht unterschreiten, wobei kein
Einzelwert die Mindestschichtdicke um mehr als 5 % unterschreiten darf. Wenn die in der Europäischen Tec hnischen Zu-
lassung angegebene Mindestschichtdicke höher ist als die in dieser Anlage geforderte Mindestschichtdicke, so gilt der
höhere Wert.
Anlage B 2.2.5/4
Die Abdichtungsbahnen der mechanisch befestigten Abdic htungssysteme mit einer ETA nach
ETAG 006/EAD xyz
können als Dachabdichtung für nicht genutzte Dachfläch en verwendet werden, wenn die
Abdichtungsbahnen den Anforderungen von DIN SPEC 2000 0-201:2015-08 Abschnitte 5.1 oder 5.3 entsprechen.

Anlagen | Teil
A
82
Anlage B 2.2.5/5
Die Bausätze zur Nassraumabdichtung mit einer ETA nach ETAG 022/EAD xyz können verwendet werden, wenn
mindestens die folgenden Leistungsmerkmale nachgewies en sind:
Lfd.
Nr.
Produkteigen-
schaft gemäß
ETAG 022
Teil ... (Abschnitt)
Anforderungen für die Anwendung in Beanspruchungsklasse A
für Abdichtungen mit ETA nach ETAG 022/EAD xyz
ETAG 022 Teil 1/
EAD xyz
ETAG 022 Teil 2/
EAD xyz
ETAG 022 Teil 3/
EAD xyz
1
2
3
4
5
1
Brandverhalten
Teil 1, 2, 3 (2.4.1)
E
E
E
2
Freisetzung
gefährlicher Stoffe
Teil 1, 2, 3 (2.4.2)
Einhaltung der gesetzli-
chen Anforderungen an
Stoffe, die im einge-
bauten Zustand freige-
setzt werden können
Einhaltung der gesetzli-
chen Anforderungen an
Stoffe, die im einge-
bauten Zustand freige-
setzt werden können
Einhaltung der gesetzli-
chen Anforderungen an
Stoffe, die im einge-
bauten Zustand freige-
setzt werden können
3
Wasserdampfdurch-
lässigkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.3)
Angabe des Wertes
Angabe des Wertes
Angabe des Werte s
4
Wasserdichtheit
Teil 1, 2, 3 (2.4.4.1)
wasserdicht
wasserdicht
wasserdicht
5
Rissüberbrückungs-
fähigkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.4.2)
Nachweis nur bei riss-
gefährdeten Unter-
lagen:
Nachweis für mit der
Unterlage verklebte
Bahnen und nur bei
rissgefährdeten Unter-
lagen:
Nachweis für dünne
und spröde Platten, die
mit der Unterlage ver-
klebt sind und
nur bei
rissgefährdeten Unter-
lagen:
6
Haftzugfestigkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.4.3)
7
Kratzfestigkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.4.4)
Nachweis nur bei Sys-
temen ohne Nutz-
schicht: kratzfest
Nachweis nur bei Sys-
temen ohne Nutz-
schicht: kratzfest
Nachweis nur bei Sys-
temen ohne Nutz-
schicht: kratzfest
8
Fugenüber-
brückungsfähigkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.4.5)
Nachweis nur bei Un-
terlagen mit Fugen:
Beurteilungskategorie
2: Prüfung bestanden
Nachweis nur bei Un-
terlagen mit Fugen:
Beurteilungskategorie
0: Die Prüfung ist nicht
erforderlich oder Beur-
teilungskategorie 2:
Prüfung bestanden
Nachweis nur bei Un-
terlagen mit Fugen:
Beurteilungskategorie
0: Die Prüfung ist nicht
erforderlich oder Beur-
teilungskategorie 2:
Prüfung bestanden
9
Undurchlässigkeit
an Fugen
Teil 3 (2.4.4.6)
Nachweis nicht vorge-
sehen
Nachweis nicht vorge-
sehen
wasserdicht
10
Wasserdichtheit an
Durchdringungen
Teil 1, 2 (2.4.4.6)
Teil 3 (2.4.4.7)
Beurteilungskategorie
2: Prüfung bestanden
Beurteilungskategorie
2: Prüfung bestanden
Beurteilungskategorie
2: Prüfung bestanden

Anlagen | Teil
A
83
Lfd.
Nr.
Produkteigen-
schaft gemäß
ETAG 022
Teil ... (Abschnitt)
Anforderungen für die Anwendung in Beanspruchungsklasse A
für Abdichtungen mit ETA nach ETAG 022/EAD xyz
ETAG 022 Teil 1/
EAD xyz
ETAG 022 Teil 2/
EAD xyz
ETAG 022 Teil 3/
EAD xyz
1
2
3
4
5
11
Temperaturbe-
ständigkeit
Teil 1 (2.4.6.1)
Teil 2, 3 (2.4.6.2)
Beurteilungskategorie
2: Haftzugfestigkeit
Zusätzlicher Nachweis
bei rissgefährdeten
Unterlagen:
Rissüberbrückung
oder bei Unterlagen mit
Fugen: Nachweis der
Fugenüberbrückungs-
fähigkeit
Änderung der Zugfes-
tigkeit und Dehnung:
20 %
Änderung der Biege-
stei
20 %
Haftzugfestigkeit:
12
Wasserbeständig-
keit
Teil 1 (2.4.6.2)
Teil 2, 3 (2.4.6.3)
Haftzugfestigkeit:
Haftzugfestigkeit:
MPa
nachgewiesen, wenn
Anforderungen gemäß
Zeile 10 und Zeile 6
erfüllt sind
13
Alkalibeständigkeit
Teil 1 (2.4.6.3)
Teil 2, 3 (2.4.6.4)
Haftzugfestigkeit:
Änderung der Zugfes-
tigkeit und Dehnung:
20 % nach Lagerung
bei 50 °C über 16 Wo-
chen
Haftzugfestigkeit:
0,3 MPa
14
Reparierbarkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.7.2)
Haftzugfestigkeit:
0,5 MPa
reparierbar
reparierbar
15
Dicke der Dich-
tungsschicht
Teil 1, 2, 3 (2.4.7.3)
2,0 mm bei minerali-
schen Dichtschlämmen
1,0 mm bei Reakti-
onsharzsystemen
0,5 mm bei Dispersi-
onen
0,20 mm mit Nutz-
schicht
0,70 mm ohne Nutz-
schicht
5 mm
16
Verarbeitbarkeit
Teil 1, 2, 3 (2.4.7.3)
verarbeitbar
verarbeitbar
Nachweis nicht vorge-
sehen
Polymerdispersionen dürfen nur auf Wandflächen einge setzt werden.
Abdichtungen, die nach ETAG 022 Anhang H (Anstrichsystem e für Wände ohne Nutzschicht)/EAD xyz
beurteilt
worden sind, dürfen nicht in der Beanspruchungsklas se A angewendet werden.

Anlagen | Teil
A
84
Anlage B 2.2.5/6
Die Bausätze für flüssig aufzubringende Abdichtungen m it ETA nach ETAG 033/EAD xyz
dürfen für Abdichtungen
von Brücken und anderen Verkehrsflächen aus Beton ve rwendet werden. Sie müssen in Abhängigkeit der ge-
nannten Nutzungsbereiche, die in der Tabelle aufgefü hrten Nachweise zu den Eigenschaften erbringen und d ie
dafür die in der Tabelle festgelegten Anforderungen erfüllen.
Für folgende Nutzungsbereiche dürfen Produkte mit ein er ETA nach ETAG 033/EAD xyz als Abdichtung verwen-
det werden:
(I) Verkehrsflächen für den Fahrzeugverkehr mit sehr h oher Belastung wie z.B. Brücken, Hofkellerdecken und
Zufahrtrampen für Fahrzeuge aller Art
Es dürfen Produkte der Nutzungskategorie (A: A.1 - A.4) verwendet werden.
(II) Verkehrsflächen für Fahrzeugverkehr mit geringer und hoher Belastung wie z. B. Brücken für Fußgänge r
und Fahrradfahrer sowie Hofkellerdecken, Parkdecks un d deren Zufahrtsrampen mit Fahrzeugverkehr bis
160 kN
Es dürfen Produkte der Nutzungskategorie (A) oder (B) ve rwendet werden. Produkte der Nutzungskategorie
(B) dürfen nur in Verbindung mit einer Deckschicht verwendet werden.

Anlagen | Teil
A
85
Eigenschaft
gemäß ETAG 033 mit Nachweismethode
nach Abschnitt 5/EAD xyz
Nachweis erbracht für
Prüfkategorien (P,S,T)
gemäß ETAG 033,
Anhang D/EAD xyz
Anforderung
5.1.1.1
Haftzugfestigkeit zur Unterlage
Hitzeeinwirkung und Wärmealterung
Frost-Tau-Wechsel
Verarbeitungsklima
Feuchter Beton
Arbeitsfuge
Abschnittsfuge
P1, S0, T5
P1, MA/LMA/CBM, T5
P1, FT, T5
P2
min
, S0, T5
P3, S0, T5
P4, S0, T5
P4, S0, T5
> 1,3 MPa (Ausgangswert)
> 1,3 MPa (für A.1, A.2, A.3)
> 1,3 MPa und <30% Abfall
vom Ausgangswert
> 1,3 MPa und <30% Abfall
vom Ausgangswert
> 1,3 MPa und <30% Abfall
vom Ausgangswert
> 1,3 MPa und <30% Abfall
vom Ausgangswert
> 1,3 MPa und <30% Abfall
vom Ausgangswert
5.1.1.2
Rissüberbrückungsfähigkeit
P1
,
MA/LMA
max
/CBM,
HA, T2/T1
P1
,
UV, T2/T1
bestanden (für A)
bestanden (für B)
5.1.1.4.1
Widerstand gegen Verdichtung von
Walzasphalt
P1, CBM, T5
bestanden (für A.1)
5.1.1.5
Widerstand gegen Hitzeeinwirkung
Zugfestigkeit / Dehnverhalten
Änderung der Zugfestigkeit
Änderung des Dehnverhaltens
P1, S0, T5
P1, MA/LMA
max
/CBM,
T5
-
gangswert)
< 30% Abweichung vom Aus-
gangswert (für A.1, A.2, A.3)
< 30% Abweichung vom Aus-
gangswert (für A.1, A.2, A.3)
5.1.1.6
Widerstand gegen Perforation
P1, S0, T5
bestanden mit I
4
(für B)
5.1.1.7/5.1.4.2
Scherfestigkeit des
zusammengefügten Systems
P1
,
LMA
min
, T5
P1
,
LMA
min
, FT, T5
> 0,45 MPa (für A.1, A.2, A.3)
(Ausgangswert)
> 0,45 MPa und < 20% Abfall
vom Ausgangswert (für A.1,
A.2, A.3)
5.1.1.8
Wasserdichtheit
P1, S0, T5
P1, UV, T5
wasserdicht (für A und B)
wasserdicht (für B)
5.1.4.1
Haftzugfestigkeit zur Schutzschicht
P1
,
MA/LMA
min
/CBM
,
T5
P1
,
MA/LMA
min
/CBM,
FT, T5
> 0,4 MPa (für A.1, A.2, A.3)
(Ausgangswert)
> 0,4 MPa (für A.1, A.2, A.3)
< 30% Abfall vom Ausgangs-
wert
5.1.4.3
Rutschhemmung
Deklarierter Wert
> 55 (für B)

Anlagen | Teil
A
86
Eigenschaft
gemäß ETAG 033 mit Nachweismethode
nach Abschnitt 5/EAD xyz
Nachweis erbracht für
Prüfkategorien (P,S,T)
gemäß ETAG 033,
Anhang D/EAD xyz
Anforderung
5.1.7.1.2
Verträglichkeit der Materialien mit
einwirkenden Stoffen:
Wasser
Alkali
Öl, Benzin, Diesel, Tausalz
Bitumen
P1, T5
Änderung der Mikrohär-
te
Masseänderung
Änderung der Mikrohär-
te
Masseänderung
--------
Änderung der Mikrohär-
te
> -15 IHRD
< 2,5 %*
Wert > -7 IHRD + Wert nach
Wasserbeanspruchung
< 0,5 %*
bestanden
-16 IHRD < Wert < 6 IHRD
5.1.7.1
Aspekte der Dauerhaftigkeit
Zugfestigkeit/Dehnverhalten
Beständigkeit gegen Wärmealte-
rung
Änderung der Zugfestigkeit
Änderung des Dehnverhaltens
Beständigkeit gegen UV-Strahlung
Änderung der Zugfestigkeit
Änderung des Dehnverhaltens
Widerstand gegen Verschleiß
P1, S0, T5
P1, HA, T5
P1, UV, T5
Deklarierter Wert
-
gangswert)
< 30% Abweichung vom Aus-
gangswert (für A)
< 30% Abweichung vom Aus-
gangswert (für A)
< 30% Abweichung vom Aus-
gangswert (für B)
< 30% Abweichung vom Aus-
gangswert (für B)
bestanden (für B)
5.1.7.2
Aspekte der Gebrauchstauglichkeit:
Widerstand gegen Ablaufen
Mindestschichtdicke / maximale
Schichtdicke
Deklarierter Wert für
Masseänderung
Deklarierte Werte
bestanden (
2,0 mm/6,0 mm
*
Der kombinierte Einfluss aus Wasser, Temperatur un d Alkali darf bei der Ermittlung der Masseänderung b erück-
sichtigt werden
Anlage B 2.2.5/7
Das Abdichtungssystem mit einer ETA
1
kann als zweilagige Verbundabdichtung für genutzte un d nicht genutzte
Dachflächen auf Betonuntergrund verwendet werden, w enn Leistungen zu folgenden im EAD 030065-0402 ge-
nannten wesentlichen Merkmalen erklärt wurden:
Wesentliches Merkmal
Anforderung
1.
Brandverhalten
Klasse E
2.
Wasserdichtheit
bestanden
3.
Widerstand gegen mechanische Beschädigung
beständ ig gegen mechanische Beschädigung
(P4)
4.
Widerstand gegen Ermüdung
beständig gegen Ermüdu ng
5.
Widerstand gegen niedrige und hohe Oberflä-
chentemperaturen
beständig bei niedrigen (-20°C) und hohen
(+60°C)
6.
Nutzungsdauer
25 Jahre

Anlagen | Teil
A
87
Wesentliches Merkmal
Anforderung
7.
Widerstand gegen Wärmealterung
beständig bei Wär mealterung
8.
Widerstand gegen Wasseralterung
beständig bei Wasse ralterung
9.
Widerstand gegen Durchwurzelung
durchwurzelungsfest (nur für Gründächer)
10. Effekte aus Herstellungsbedingungen
keine Effekte
______
1
nach EAD/ETAG/CUAP
Anlage B 2.2.5/8
Die Abdichtungsbahnen mit einer ETA
1
können zur Abdichtung von nicht genutzten Dachfläche n im Sinne der
DIN 18531 als einlagige Dachabdichtung verwendet werde n, wenn die wesentlichen Merkmale den Anforderun-
gen an Elastomerbahnen gemäß DIN SPEC 20000-201:201 5-08, Tabelle 17, entsprechen.
Die Abdichtungsbahnen können auch zur Herstellung v on Bauwerksabdichtungen gegen Bodenfeuchte, nichtdr ü-
ckendes oder von außen drückendes Wasser im Sinne der D IN 18195 Teile 4, 5 und 6 verwendet werden, wenn
die wesentlichen Merkmale den Anforderungen an Elastom erbahnen gemäß DIN SPEC 20000-202:2016-03,
Tabelle 26, entsprechen.
______
1
nach EAD/ETAG/CUAP
Anlage B 2.2.5/9
Das Abdichtungssystem zur Herstellung von Anschüssen an aufgehenden Bauteilen oder Durchdringungen in
Verbindung mit einer Flächenabdichtung aus Bitumenbah nen darf auf nicht genutzten oder extensiv begrünten
Dächern verwendet werden, wenn Leistungen zu folgenden im EAD 030155-0402 genannten wesentlichen
Merkmalen erklärt wurden:
Wesentliches Merkmal
Anforderung
1.
Brandverhalten
mindestens Klasse E
2.
Wasserdichtheit
bestanden
3.
Freisetzen gefährlicher Stoffe
ohne chemische Zusatzstoffe für den
Durchwurzelungsschutz
4.
Haftzugfestigkeit zum Untergrund
> 50 kPa
5.
Widerstand gegen dynamischen Eindruck
bestanden bei 2,0 m Fallhöhe
6.
Widerstand bei Bewegung in der Wärmedämm-
schicht
bestanden
7.
Widerstand bei unterschiedlicher Bewegung von
horizontaler und vertikaler Fläche
bestanden
8.
Widerstand gegen Abrutschen
< 2 mm
9.
Verträglichkeit mit dem vertikalen Untergrund und
der Bitumenbahn
> 25 N/50 mm
10.
Flexibilität bei Kälte
-35°C
11.
durchwurzelungsfest
bestanden (nur für Gründächer)
12.
Widerstand gegen Wärmealterung
< 15 % Leistungsverlust
13.
Widerstand gegen UV-Alterung
< 20 % Leistungsverlust
14.
Widerstand gegen Wasseralterung
< 20 % Leistungsverlust
Eine Mindestschichtdicke der erhärteten Dichtungsschicht von 1,5 mm ist einzuhalten. Bei geringeren Neigungen
in der Abdichtungsebene der Dachfläche als 2 % ist eine Mindestschichtdicke bei Anschlüssen und Durchdrin-
gungen von 2,0 mm einzuhalten.

Anlagen | Teil
A
88
Anlage B 2.2.6/1
Für fäkalienfreies Abwasser sind nach DIN EN 13564-1 :2002-10 Rückstauverschlüsse der Typen 2, 3 und 5 zu
verwenden. Für fäkalienhaltiges Abwasser sind nach DI N EN 13564-1:2002-10 Rückstauverschlüsse Typ 3 mit
Anlage B 2.2.6/2
Für die Verwendung der Rohre und Formstücke für die Grundstücksentwässerung können die in
DIN EN 1916:2003-04, Tabelle 1, nicht erfassten Eig enschaften entsprechend DIN V 1201:2004-08 nachgewie -
sen werden.
Anlage B 2.2.6/3
Für die Verwendung der Einstieg- und Kontrollschächte für die Grundstücksentwässerung können die in
DIN EN 1917:2003-04, Tabelle 1, nicht erfassten Eigens chaften entsprechend DIN V 4034-1:2004-08 nachgewie-
sen werden.
Anlage B 2.2.6/4
Rohre und Fittings sind mit Beschichtungsstoffen zum Korrosionsschutz mit einem Gehalt < 50 ppm Ben-
zo(a)pyren verwendbar.

B 3
Technische Gebäudeausrüstungen und Teile von An lagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen
von wassergefährdenden Stoffen, die die CE-Kennzeic hnung nicht nach der Verordnung (EU) Nr.
305/2011 tragen
B 3.1 Allgemeines
Technische Gebäudeausrüstungen und Teile von Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von wasserge-
fährdenden Stoffen, die hinsichtlich ihres Verwendungszwecks bestimmte Grundanforderungen nach Artikel 3
Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 305/2011 an bauliche Anlagen und ihre Teile nicht erfüllen (und die wei teren
harmonisierten Rechtsbereichen unterliegen).
Für diese Produkte ist zum Nachweis der fehlenden we sentlichen Merkmale unter den Voraussetzungen des
§ 17 Absatz 1 SächsBO
ein Verwendbarkeitsnachweis erforderlich. Dies gilt nicht, sofern in Spalte 4, Buchst. d,
eine andere Festlegung getroffen wurde. Hier ist eine Übereinstimmungserklärung zu den fehlenden wesentli chen
Merkmalen nach
§ 22 SächsBO
des Herstellers aufgrund vorheriger Prüfung der Ba uprodukte durch eine hierfür
bauaufsichtlich anerkannte Prüfstelle ausreichend.
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
89
B 3.2 Bestimmungen nach § 88a Absatz 2 Nummer 3 SächsBO
B 3.2.1 Technische Gebäudeausrüstungen, die Anford erungen nach anderen Rechtsvorschriften unter-
liegen
B 3.2.1.1
Amalgamabscheider
2014/35/EU
2014/30/EU
93/42/EWG
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
c: Dichtheit, Verhinderung des Rückflus-
ses, Geruchsdichtheit und ausreichen-
der Abscheidegrad
B 3.2.1.2
Kleinkläranlagen mit motori-
schen Antrieben
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
c: Dichtheit, Verhinderung des Rückflus-
ses, Geruchsdichtheit und biologische
Klärwirkung
B 3.2.1.3
Anlagen zur Begrenzung von
Schwermetallen in Abwäs-
sern, die bei der Herstellung
keramischer Erzeugnisse
anfallen und die mit motori-
schen Antrieben ausgestattet
sind
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Nutzungssicherheit
c.1: Dichtheit, Begrenzungswirkung
c.2: Funktionssicherheit der Mess-, Steuer-
und Regelungseinrichtungen

Teil
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
90
B 3.2.1.4
Anlagen zur Begrenzung von
abfiltrierbaren Stoffen, Arsen,
Antimon, Barium, Blei und
anderen Schwermetallen, die
für einen Anfall von bei der
Herstellung und Verarbeitung
von Glas und künstlichen
Mineralfasern anfallenden
Abwässern bis zu acht Ku-
bikmetern pro Tag bemessen
sind und die mit motorischen
Antrieben ausgestattet sind
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Nutzungssicherheit
c.1: Dichtheit, Begrenzungswirkung
c.2: Funktionssicherheit der Mess-, Steuer-
und Regelungseinrichtungen
B 3.2.1.5
Anlagen zur Begrenzung von
Kohlenwasserstoffen in mine-
ralölhaltigen Abwässern, die
mit motorischen Antrieben
ausgestattet sind
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Nutzungssicherheit
c.1: Dichtheit, Begrenzungswirkung
c.2: Funktionssicherheit der Mess-, Steuer-
und Regelungseinrichtungen
B 3.2.1.6
Anlagen zur Begrenzung des
Silbergehaltes in Abwässern
aus fotografischen Verfahren,
die mit motorischen Antrieben
ausgestattet sind
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Nutzungssicherheit
c.1: Dichtheit, Begrenzungswirkung
c.2: Funktionssicherheit der Mess-, Steuer-
und Regelungseinrichtungen
B 3.2.1.7
Anlagen zur Begrenzung von
Halogenkohlenwasserstoffen
in Abwässern von chemischen
Reinigungen, die mit motori-
schen Antrieben ausgestattet
sind
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in der Gebäudeentwässe-
rung
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Nutzungssicherheit
c.1: Dichtheit, Begrenzungswirkung
c.2: Funktionssicherheit der Mess-, Steuer-
und Regelungseinrichtungen
B 3.2.1.8
Brandschutzklappen für Lüf-
tungsleitungen, die nicht vom
Anwendungsbereich der DIN
EN 15650 erfasst werden
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in Lüftungsanlagen
b: Brandschutz
c: Dichtheit, Oberflächentemperatur, Aus-
löseeinrichtung und Rauchmelder
B 3.2.1.9
Rauchschutzklappen für Lüf-
tungsleitungen
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Verwendung in Lüftungsanlagen
b: Brandschutz
c: Dichtheit, Rauchmelder und Schließen
bei Unterbrechung der Hilfsenergiezu-
fuhr

Teil
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
91
B 3.2.1.10
Lüftungsgeräte mit einem
Volumenstrom von
1000 m
3
/h
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
2009/125/EG
Verordnung (EU)
Nr. 1253/2014
2010/30/EU
Delegierte Verord-
nung (EU) Nr.
1254/2014
a: Be- und Entlüftung von Wohn- und
Nichtwohngebäuden
b.1: Brandschutz
b.2: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.3: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: Brandverhalten
c.2: Kennlinienverlauf, Mindestvolumen-
strom, Dichtheit, Luftqualität (Filter), Si-
cherheitseinrichtungen
c.3: Energetische Kennwerte
B 3.2.1.11
Raumluftunabhängige Feuer-
stätten für feste Brennstoffe
mit motorisch betriebenen
Teilen
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Beheizung von Räumen
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Sicherheit und Barrierefreiheit bei der
Nutzung
b.3: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: CO-Konzentration im Abgas, notwendi-
ger Förderdruck
c.2: Funktionssicherheit für diese Betriebs-
weise, selbstschließende Feuerraumtü-
ren, Aufstellbedingungen
c.3: Energetische Kennwerte; Mindestluft-
bedarf, Dichtheit, energetische Kenn-
werte (wenn die Feuerstätte nicht der
Beheizung einzelner Räume oder
Raumgruppen dient, Einzelfeuerstätte)
B 3.2.1.12
Raumluftunabhängige Feuer-
stätten für flüssige Brennstoffe
mit motorisch betriebenen
Teilen
2014/35/EU
2014/30/EU
92/42/EWG
2006/42/EG
a: Beheizung von Räumen
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Sicherheit und Barrierefreiheit bei der
Nutzung
b.3: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: CO-Konzentration im Abgas, notwendi-
ger Förderdruck
c.2: Funktionssicherheit für diese Betriebs-
weise, selbstschließende Feuerraumtü-
ren, Aufstellbedingungen
c.3: Mindestluftbedarf, Dichtheit, energeti-
sche Kennwerte
B 3.2.1.13
Schnellregelbare Feuerstätten
für feste Brennstoffe mit moto-
risch betriebenen Teilen für
einzelne Räume oder Raum-
gruppen (Einzelfeuerstätte)
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Beheizung von Räumen
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Sicherheit und Barrierefreiheit bei der
Nutzung
b.3: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: CO-Konzentration im Abgas, notwendi-
ger Förderdruck
c.2: Funktionssicherheit für diese Betriebs-
weise, Abschaltzeit, Brennstoffdosie-
rung, Aufstellbedingungen
c.3: Mindestluftbedarf, Dichtheit

Teil
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
92
B 3.2.1.14
Öl- und gasbefeuerte Feuer-
stätten
4 kW bis max. 400 kW
Je nach Ausfüh-
rung
2014/35/EU
2014/30/EU
2009/142/EG
92/42/EWG
2014/68/EU
2006/42/EG
a: Beheizung von Räumen
b: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.14.1.6
B 3.2.1.15
Öl- und gasbefeuerte Feuer-
stätten
< 4 kW und > 400 kW
Je nach Ausfüh-
rung
2014/35/EU
2014/30/EU
2009/142/EG
2014/68/EU
2006/42/EG
a: Beheizung von Räumen
b: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.14.1.7
B 3.2.1.16
Baugruppen für die Erzeu-
gung von Warmwasser, die
von Hand mit festen Brenn-
stoffen beschickt werden
2014/68/EU
a: Beheizung von Räumen
b.1: Brandschutz
b.2: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.3: Sicherheit und Barrierefreiheit bei der
Nutzung
b.4: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: Brandsicherheit der Feuerstätte
c.2: Soweit erforderlich: Eignung für den
Kontakt mit Trinkwasser, hygienische
Verbrennung
c.3: Nutzungssicherheit der Feuerstätte
c.4: Energetische Kennwerte
B 3.2.1.17
Heizkessel mit motorischem
Antrieb für feste Brennstoffe
2014/35/EU
2014/30/EU
2006/42/EG
a: Beheizung von Räumen
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.14.1.5

Teil
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
________________
1
Nur Bauprodukte, die auf Wunsch des Herstellers besse re energetische Kennwerte als nach
DIN V 4701-10:2003-08 ausweisen sollen, unterliegen dieser Regelung.
2
Hinweis: Bei Verwendung über Verkehrsflächen, die durch herabfallende Glasteile gefährdet
werden können (Überkopfverglasung), sind die Bestimm ungen von Abschnitt A 1.2.7 zu beachten.
93
B 3.2.1.18
Eigenständige Sicherheitsein-
richtungen zur Gewährleis-
tung eines gefahrlosen ge-
meinsamen Betriebes von
Lüftungsanlagen und raum-
luftabhängigen Feuerstätten
2014/35/EU
2014/30/EU
a: Gewährleistung eines gefahrlosen ge-
meinsamen Betriebes von Lüftungsan-
lagen (einschließlich Raumluft absau-
genden Anlagen wie Dunstabzugshau-
ben oder Abluft-Wäschetrockner) und
raumluftabhängigen Feuerstätten
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Sicherheit und Barrierefreiheit bei der
Nutzung
c.1: Verhinderung eines gefährlichen Unter-
druckes
im Aufstellraum der Feuerstätte
während des Betriebes der Feuerstätte
c.2: Funktionssicherheit
B 3.2.1.19
Wärmepumpen elektr.
2014/35/EU
2014/30/EU
2009/142/EG
2006/42/EG
a: Energiegewinnung zur Erwärmung von
Heizmedien und Trinkwasser
b: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.13.1
B 3.2.1.20
Nicht elektrisch betriebene
Wärmepumpen (Sorptions-
oder motorisch betriebene
WP)
Je nach Ausfüh-
rung
2014/35/EU
2014/30/EU
2009/142/EG
2014/68/EU
2006/42/EG
a: Energiegewinnung zur Erwärmung von
Heizmedien und Trinkwasser
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
B 3.2.1.21
Thermische Solaranlagen,
vorgefertigte Anlagen und
Teilanlagen
1
ausgenommen Solarkollekt-
oren nach B 3.2.1.22 und
B 3.2.1.23
Je nach Ausfüh-
rung
2014/35/EU
2014/30/EU
2014/68/EU
a: Energiegewinnung zur Erwärmung von
Trinkwasser
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.13.2
B 3.2.1.22
Solarkollektoren
1
mit mecha-
nisch gehaltenen Glasdeck-
flächen mit einer maximalen
Einzelglasfläche bis 3.0 m
2
für
die Verwendung:
- im Dachbereich mit einem
Neigungswinkel
75°
2
-
bei gebäudeunabhängigen
Solaranlagen im öffentlich
unzugänglichen Bereich
2014/68/EU
a: Energiegewinnung zur Erwärmung von
Heizwasser
b.1: Brandschutz
b.2: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: Brandverhalten der Bauteile, wenn
schwerentflammbar oder nichtbrennbar
gefordert
c.2: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.13.3

Teil
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
________________
1
Nur Bauprodukte, die auf Wunsch des Herstellers besse re energetische Kennwerte als nach
DIN V 4701-10:2003-08 ausweisen sollen, unterliegen dieser Regelung.
2
Hinweis: Bei Verwendung über Verkehrsflächen, die durch herabfallende Glasteile gefährdet
werden können (Überkopfverglasung), sind die Bestimm ungen von Abschnitt A 1.2.7 zu beachten.
94
B 3.2.1.23
Solarkollektoren abweichend
von B 3.2.1.22
2014/68/EU
a: Energiegewinnung zur Erwärmung von
Heizwasser
b.1: Mechanische Festigkeit und Standsi-
cherheit
b.2: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c.1: Je nach Einbausituation sind die Best-
immungen von A 1.2.7 zu erfüllen
c.2: Energetische Kennwerte
B 3.2.1.24
Solarspeicher
1
2014/68/EU
a: Energiegewinnung zur Erwärmung von
Trink- und Heizwasser
b.1: Hygiene, Gesundheit, Umweltschutz
b.2: Energieeinsparung und Wärmeschutz
c: Energetische Kennwerte
d: Übereinstimmungserklärung nach
C 2.13.4
B 3.2.1.25
Photovoltaische Module mit
mechanisch gehaltenen Glas-
deckflächen mit einer maxi-
malen Einzelmodulfläche bis
2,0 m
2
für die Verwendung:
- im Dachbereich mit einem
Neigungswinkel < 75°
2
- bei gebäudeunabhängigen
Solaranlagen im öffentlich
unzugänglichen Bereich
2014/35/EU
a: Stromerzeugung für Gebäude
b: Brandschutz
c: Brandverhalten der Bauteile, wenn
schwerentflammbar oder nichtbrennbar
gefordert
B 3.2.1.26
Photovoltaische Module ohne
Glasdeckflächen für die Ver-
wendung im Dachbereich
2014/35/EU
a: Stromerzeugung für Gebäude
b: Brandschutz
c: Brandverhalten der Bauteile, wenn
schwerentflammbar oder nichtbrennbar
gefordert
B 3.2.1.27
Photovoltaische Module ab-
weichend von
B 3.2.1.25 oder
B 3.2.1.26
2014/35/EU
a: Stromerzeugung für Gebäude
b.1: Mechanische Festigkeit und Standsi-
cherheit
b.2: Brandschutz
c.1: Je nach Einbausituation sind die Best-
immungen von A 1.2.7 zu erfüllen
c.2: Brandverhalten der Bauteile, wenn
schwerentflammbar oder nichtbrennbar
gefordert

Teil
Lfd. Nr.
Bauprodukt
Maßgebende Har-
monisierungs-
rechtsvorschriften
a: Konkreter Verwendungszweck
b: Gemäß
SächsBO
bestehende Grund-
anforderung, ggf. mit Konkretisierung
c: Fehlendes Wesentliches Merkmal
d:
Verfahren zum Nachweis des fehlenden
wesentlichen Merkmals
1
2
3
4
________________
1
Nur Bauprodukte, die auf Wunsch des Herstellers besse re energetische Kennwerte als nach
DIN V 4701-10:2003-08 ausweisen sollen, unterliegen dieser Regelung.