Sächsisches Strafvollzugsgesetz
Vollzitat: Sächsisches Strafvollzugsgesetz vom 16. Mai 2013 (SächsGVBl.
S. 250)
Teil 6
Besuche, Telefongespräche, Schriftwechsel,
andere Formen der Telekommunikation und Pakete
§ 25
Grundsatz
Die Gefangenen haben das Recht, mit Personen außerhalb der Anstalt im
Rahmen der Bestimmungen dieses Gesetzes zu verkehren. Die Anstalt
fördert den Kontakt mit Personen, von denen ein günstiger Einfluss erwartet
werden kann.
§ 26
Besuch
(1) Die Gefangenen dürfen im Monat vier Stunden Besuch empfangen. Der
Anstaltsleiter kann längere Besuchszeiten vorsehen. Ausführungen oder
Ausgänge, die der Pflege von Kontakten mit Angehörigen und
Bezugspersonen dienen, können angerechnet werden.
(2) Besuche von Angehörigen im Sinne von § 11 Abs. 1 Nr. 1 des
Strafgesetzbuches
(
StGB
) werden besonders unterstützt.
(3) Besuche sollen darüber hinaus zugelassen werden, wenn sie die
Eingliederung der Gefangenen fördern oder persönlichen, rechtlichen oder
geschäftlichen Angelegenheiten dienen, die nicht von den Gefangenen
schriftlich erledigt, durch Dritte wahrgenommen oder bis zur Entlassung
aufgeschoben werden können.
(4) Der Anstaltsleiter kann über Absatz 1 hinausgehend mehrstündige,
unbeaufsichtigte Besuche (Langzeitbesuche) zulassen, wenn dies zur Pflege
der familiären, partnerschaftlichen oder ihnen gleichzusetzender Kontakte der
Gefangenen geboten erscheint und die Gefangenen hierfür geeignet sind.
(5) Besuche von Verteidigern, Rechtsanwälten und Notaren in einer die
Gefangenen betreffenden Rechtssache und Besuche von Mitgliedern der
Volksvertretungen des Bundes und der Länder sowie des Europäischen
Parlaments sind zu gestatten.