Justizvollzugsanstalt Leipzig
Leipzig, den 21. Mai 2019
mit Krankenhaus
Leinestraße 111
04279 Leipzig
Besuchsordnung
Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
im Interesse eines reibungslosen und störungsfreien Ablaufes der Besuchsdurchführung
bitte ich Sie die nachfolgenden Hinweise zu beachten.
1. Besuchsdauer
Untersuchungsgefangene erhalten nach Genehmigung durch den Anstaltsleiter – sofern durch
den Staatsanwalt oder Richter keine abweichenden Festlegungen (§ 119 StPO) getroffen wur-
den – zwei Stunden Besuch im Monat. Die Anstalt bietet jedoch für erwachsene Untersu-
chungsgefangene vier Stunden Regelbesuch im Monat (§ 33 Abs. 1 SächsUHaftVollzG) an.
Erwachsene Strafgefangene erhalten nach Genehmigung durch den Anstaltsleiter vier Stun-
den Regelbesuch im Monat (§ 26 Abs.1 SächsStVollzG).
Junge Untersuchungsgefangene sowie Jugendstrafgefangene erhalten vier Stunden Regelbe-
such im Monat. Sie dürfen darüber hinaus zwei weitere Stunden Besuch im Monat von
nahen
Angehörigen
(gemäß § 11 Abs.1 Nr.1 StGB) empfangen, sofern sie es beantragen.
2. Besuchszeiten
Montag
07.30 - 11.30 Uhr und 12.30 - 15.00 Uhr
Dienstag
09:00 – 11.30 Uhr und 12.30 - 18.00 Uhr
Mittwoch - Sonntag
07.30 – 11.30 Uhr und 12.30 - 15.00 Uhr
Besuche finden an den von der Anstalt festgelegten Wochenenden statt!
Termine sind grundsätzlich mit dem Besuchsdienst vorher zu vereinbaren. Dies kann telefo-
nisch unter der
(Ruf- Nr.: 0341/8639- 207)
oder für einen weiteren Termin im Rahmen der Be-
suchsdurchführung erfolgen.
Um einen pünktlichen Ablauf zu sichern, werden die Besucher gebeten, mindestens 15 Minu-
ten vor dem vereinbarten Termin zu erscheinen. Sollten Sie zu einem vereinbarten Termin
verhindert sein, so teilen Sie dies bitte rechtzeitig dem Besuchsdienst mit, da sonst der An-
spruch auf Besuchsdurchführung erlischt.

3. Besucherzahl
Jeder Gefangene darf im Besucherraum gleichzeitig bis drei Besucher (einschließlich Kinder)
empfangen. Über die Zulassung weiterer Besucher im Einzelfall (z. B. weitere Kinder) ent-
scheidet der Verantwortliche der Besuchsabteilung. Minderjährigen, die noch nicht 16 Jahre alt
sind, kann in Begleitung Erwachsener der Besuch gestattet werden. Für Kinder trägt der Be-
sucher die vollständige Verantwortung. Bei auftretenden erheblichen Störungen kann der Be-
such abgebrochen werden.
4. Legitimation/Überwachung des Besuchsverkehrs
Jeder Besucher muss sich mit einem amtlich gültigen Personaldokument legitimieren (z. B.
Personalausweis, Reisepass). Für die Dauer des Besuches hat er das Personaldokument an
der Pforte der Anstalt zu hinterlegen, wofür er einen Besucherausweis erhält.
Vor der Besuchsdurchführung ist das Passieren des Metalldetektors erforderlich.
Personen
mit Herzschrittmacher werden gebeten, sich vor dem Passieren des Metalldetektors an
der Pforte oder beim Besuchsbediensteten zu melden.
Ein Besuch kann aus Gründen der Sicherheit davon abhängig gemacht werden, dass sich der
Besucher durchsuchen lässt. Den Festlegungen der Vollzugsbediensteten ist Folge zu leisten.
Besucher unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss erhalten keinen Zutritt.
Die Besuche werden beaufsichtigt und - sofern die Ordnung und Sicherheit dies im Einzelfall
erfordert - auch akustisch überwacht.
5. Verhalten im Besucherraum
In den Besucherraum dürfen
keine
Waffen, Fotoapparate, Mobiltelefone, Tonaufzeichnungs-
geräte, Schlüssel, Uhren, Metallgegenstände, Taschen, Beutel und andere Gegenstände wie
z. B. Brieftaschen, Geldbörsen, Kalender, Nahrungs- und Genussmittel eingebracht werden.
Diese sind in den Schließfächern vor der Anstalt bzw. in den Schränken unterzubringen. Es
wird gebeten, Kopfbedeckung, Mäntel, Anoraks o. ä. Oberbekleidung ebenfalls in den Schrän-
ken abzulegen. In den Warte- und Besucherräumen darf
nicht geraucht
werden.
6. Übergabe von Gegenständen
Dem Gefangenen dürfen beim Regelbesuch vom Besucher Tabak im Wert von max. 11 € oder
ein 10€-Einkaufsgutschein der Firma Massak übergeben werden.
Den Tabak und den Einkaufsgutschein kann der Besucher im Rahmen der Besuchsdurchfüh-
rung bei den Bediensteten erwerben.
Besucher können im Rahmen des Besuches Wäsche und Gegenstände für den Gefangenen
abgeben, deren Besitz in der Anstalt zugelassen und deren Einbringung
vor
dem Besuch ge-
nehmigt wurde. Wäsche und Gegenstände, deren Einbringung zugelassen ist und bereits ge-
nehmigt wurde, können auch außerhalb eines Besuchstermins an den Wochentagen (Montag
– Freitag) in der Zeit von 08:00 – 15:00 Uhr abgegeben werden. Hierfür bitten wir Sie etwas
Wartezeit einzuplanen.
7. Abteilungsleitersprechstunde
Für Angehörige besteht die Möglichkeit bei wichtigen Fragen oder Problemen sich direkt an
den für den Gefangenen zuständigen Abteilungsleiter zu wenden. Der Gesprächstermin wird
durch die Besuchsabteilung vermittelt.

8. Angehörigenbeauftragte
Die Angehörigenbeauftragte der JVA Leipzig mit Krankenhaus, Frau Diplom-Sozialpädagogin
Steffi Zimmermann führt auf Anfrage bzw. im Bedarfsfall in der Besuchsabteilung eine Sprech-
stunde durch.
Der Gesprächstermin ist mit ihr telefonisch zu vereinbaren oder wird durch die Bediensteten
der Besuchsabteilung vermittelt. Es besteht zudem die Möglichkeit, über die e-Mailadresse
familie@jval.justiz.sachsen.de
Kontakt zur Angehörigenbeauftragten aufzunehmen.
9. Geldsendungen
Dem Gefangenen kann ausschließlich Geld mittels Überweisungs-/Zahlungsschein überwie-
sen werden. Folgende Angaben sind dazu erforderlich:
Landesjustizkasse Chemnitz
Jagdschänkenstraße 56
09117 Chemnitz
IBAN
DE56 8700 0000 0087 0015 00
BIC
MARKDEF1870
Bundesbank Chemnitz
PK- Nummer:
7092.0904.1306
Name, Vorname, Geburtsdatum des Empfängers
Für den bargeldlosen Zahlungsverkehr erhalten Sie auf Wunsch von den Besuchsbedienste-
ten ein Überweisungsformular (Muster) auf dem die erforderlichen Angaben bereits teilweise
enthalten sind.
Im Interesse der schnelleren Verfügbarkeit über Zahlungsmittel wird ausnahmsweise auch die
Einzahlung von Bargeld in Höhe von max. 150,00 € für den Gefangenen im Rahmen des
Erstbesuches
gestattet.
10. Verstöße gegen die Besuchsordnung
Verstößt der Besucher oder der Gefangene gegen die getroffenen Festlegungen oder die An-
ordnungen des Vollzugsbediensteten, kann der Besuch abgebrochen werden. Ein Missbrauch
des Besuches kann auch zu einer Besuchssperre oder Hausverbot gegenüber den Besucher
führen.
Außerdem kann, wer unbefugt einem Gefangenen Sachen übergibt oder Nachrichten übermit-
telt oder sich von ihm übergeben bzw. übermitteln lässt, gemäß § 115 Ordnungswidrigkeiten-
gesetz mit einer Geldbuße zur Verantwortung gezogen werden.
Bei begründeten Hinweisen auf das illegale Einbringen von Betäubungsmitteln wird umgehend
Strafanzeige von Amts wegen erstattet.
11. Sonstiges
Das Mitbringen von Haustieren ist nicht gestattet.
Ich danke für Ihr Verständnis.
gez. Rolf Jacob
Leitender Regierungsdirektor