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Gewässerkundlicher
Monatsbericht
Januar 2022

Januar 2022 | 2
Inhaltsverzeichnis
1.
Meteorologische Situation ...................................................................................................................................... 3
2.
Hydrologische Situation .......................................................................................................................................... 7
2.1
Oberirdischer Abfluss ................................................................................................................................................. 7
2.2
Bodenwasserhaushalt ................................................................................................................................................ 8
2.3
Grundwasser ............................................................................................................................................................. 9
2.4
Talsperren und Speicher ............................................................................................................................................ 10
Abkürzungsverzeichnis............................................................................................................................................................ 11
Anhang ................................................................................................................................................................................... 12
Tabelle A-1:
Niederschlag
Abbildung A-1:
Monatliche Niederschlagssummen an ausgewählten Wetterstationen des DWD
Tabelle A-2:
Hydrologie-Oberirdischer Abfluss
Abbildung A-2:
Übersichtskarte mit ausgewählten Pegeln und Beschaffenheitsmessstellen
Abbildung A-3:
Durchflussganglinien an ausgewählten Pegelstationen
Abbildung A-4:
Wasserstandsganglinie der Elbe am Pegel Dresden
Tabelle A-3:
Hydrologie-Grundwasser
Abbildung A-5:
Übersichtskarte mit ausgewählten Grundwassermessstellen
Tabelle A-4:
Prognosetabelle zur Inhaltsentwicklung von Talsperren und Speichern der LTV
Tabelle A-5:
Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer
Zum Titelbild:
Wesenitz oberhalb vom Pegel Elbersdorf am 23.01.2022

Januar 2022 | 3
1. Meteorologische Situation
Der Januar war deutlich zu warm, zu nass und unterdurchschnittlich sonnig. Die Monatsmitteltemperatur betrug in Sachsen 2,3 °C
(0,1 °C)
1
. Der Gebietsniederschlag wird mit 62,1 mm (54,4 mm)
1
angegeben, das entspricht 114 % vom vieljährigen Mittel. Die
Sonnenscheindauer lag mit 33,9 Stunden (56,2 Stunden)
1
unter dem vieljährigen Mittelwert und entspricht damit nur 60 % der zu
erwartenden Sonnenstunden für Januar.
Zu Monatsbeginn gelangte mit einer südwestlichen Strömung sehr milde Meeresluft nach Sachsen. Dabei streiften Tiefausläufer
die Region und gestalteten das Wetter wechselhaft. Nachdem der erste Tag des Jahres niederschlagsfrei blieb wurden am 02.01.
Niederschläge von 1 bis 5 mm registriert. Am 03.01. wurden vor allem in Mittelsachsen und dem Erzgebirge Niederschläge von
10 bis 15 mm gemessen. In den anderen Regionen waren es meist 2 bis 10 mm. Am 04.01. wurden Niederschläge von 10 bis
20 mm registriert, vor allem im Westerzgebirge (TS Carlsfeld 27,0 mm) auch darüber. In Ostsachsen fielen 3 bis 10 mm
Niederschlag.
Am Rande eines kräftigen Tiefs bei Jütland, das am 05.01. weiter ost-südostwärts nach Südschweden zog, strömte maritime
Polarluft nach Sachsen. Am Abend des 05.01. setzten erneut Niederschläge ein, die 2 bis 10 mm brachten, die höheren Werte
im Erzgebirge. Der Niederschlag fiel im Bergland durchweg als Schnee. Somit bildete sich bis zum Morgen des 06.01. eine
Schneedecke von 1 bis 14 cm (TS Carlsfeld) aus. Am 06.01. und 07.01. blieb es meist niederschlagsfrei. Danach überquerten
wiederholt atlantische Tiefausläufer Sachsen und brachten mäßig-kalte Meeresluft in den Freistaat. Am 08.01. und 09.01. wurden
24-stündige Niederschlagssummen von 1 bis 8 mm gemessen. Im Bergland und teilweise bis ins Tiefland fielen die Niederschläge
als Schnee. Somit erhöhte sich die Schneedecke im Bergland bis zum Morgen des 10.01. auf 10 bis 28 cm (TS Carlsfeld). Ab
10.01. setzte sich Hochdruckeinfluss durch und vorübergehend gelangte etwas kältere Festlandsluft in die Region. Dabei nahm
die Niederschlagsneigung nach Norden und Westen hin ab.
An der Station Chemnitz fiel bereits in der ersten Januardekade 114 % des monatstypischen Vergleichswertes des
Niederschlages für Januar. An den anderen beobachteten Stationen lagen die Niederschlagssummen zwischen 30 % und 71 %
der vieljährigen Monatswerte.
Im Zeitraum vom 11. bis 16.01. blieb es meist niederschlagsfrei. Am Rande eines Hochdruckgebietes wurde mit einer
nordwestlichen Strömung erst mildere und ab 14.01 wieder kältere Luft nach Sachsen geführt. Ab 17.01. griff im Tagesverlauf die
Kaltfront einer Tiefdruckzone über Finnland und dem Baltikum auf Sachsen über. Es wurden Niederschlagshöhen von 1 bis 6 mm
und im Gebirge bis 10 mm registriert. Der Niederschlag fiel im Bergland oberhalb von 700 m als Schnee, aber teilweise wurde
auch in den unteren Lagen bis ins Tiefland Graupel oder Schnee beobachtet.
Unter Hochdruckeinfluss gelangte von Westen allmählich mildere Meeresluft in die Region. Am 18. und 19.01. gab es etwas
Niederschlag. In der Nacht zum 20.01. näherte sich von Nordwesten die Kaltfront eines Skandinavischen Tiefs und es wurde
deutlich kälter. Am 20.01. wurden Niederschläge von 2 bis 9 mm registriert, die höheren Werte im Gebirge. Am 21.01. wurden an
den Stationen im Bergland 10 bis 19 mm (Carlsfeld) Niederschlag gemessen. In den anderen Regionen blieben die Werte unter
10 mm. Im Bergland fiel der Niederschlag durchweg als Schnee und auch gebietsweise im Tiefland. So erhöhte sich die
Schneedecke im oberen Bergland bis zum Morgen des 22.01. auf 25 cm (Zinnwald-Georgenfeld) bis 36 cm (TS Muldenberg). Im
Tiefland lag örtlich auch eine dünne Schneedecke. Im Bergland gingen am 22.01. nochmals Niederschläge von 5 bis 10 mm
nieder, lokal auch mehr (Morgenröthe-Rautenkranz 22,2 mm). Ansonsten fielen diese mit 1 bis 4 mm meist geringer aus.
Ein Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über Deutschland sorgte ab 22.01. zusammen mit einer recht milden und feuchten
Luftmasse für ruhiges, teils neblig-trübes Wetter in Sachsen. Am 23.01. und 27.01. wurden fast flächendeckend
1
Die in Klammern stehenden Werte sind jeweils die vieljährigen Mittelwerte für den Monat Januar der internationalen Referenzperiode 1991-2020.

Januar 2022 | 4
Regenniederschläge registriert, die kaum ergiebig waren. Am 27.01. wurden im Bergland vereinzelt Tagessummen von 3 bis 8
mm gemessen. Ab 27.01. überquerten Ausläufer eines Sturmtiefs über Skandinavien die Region und brachten feuchte und zu
Schauern neigende Meeresluft heran. Am 28.01. fielen im Westerzgebirge bis 5 mm Niederschlag, sonst meist weniger. Ab dem
29.01. überquerte das Frontensystem eines skandinavischen Sturmtiefs Sachsen und sorgte für wechselhaftes und stürmisches
Wetter. Am 29.01. regnete es dabei sachsenweit. Östlich der Freiberger Mulde wurden Niederschlagssummen bis 8 mm
gemessen, andernorts nur bis 3 mm. Im Tagesverlauf des 30.01. zog das Sturmfeld ab und es blieb nahezu niederschlagsfrei.
Am Monatsletzten sorgte ein weiteres Tief mit der Zugbahn über Norddeutschland für unbeständiges und nasskaltes Wetter im
Freistaat. Am 31.01. wurden westlich der Elbe Niederschlagssummen zwischen 5 und 15 mm und östlich der Elbe bis 5 mm
gemessen. Die Niederschläge fielen teils bis ins Tiefland als Schnee.
Am Morgen des 01.02. lagen im Tiefland 1 bis 4 cm und im Bergland 8 bis 54 cm (TS Carlsfeld) Schnee. Die Entwicklung des
mittleren Wasservorrates der Schneedecke im Januar zeigt die Tabelle 1.
Tabelle 1:
Entwicklung des mittleren Wasservorrates der Schneedecke im Monat Januar
Flussgebiet
Mittlerer Wasservorrat [mm]*)
04.01.2022
11.01.2022
18.01.2022
25.01.2022
01.02.2022
Elbe (Tschechische Republik)**)
1
4
4
11
10
Nebenflüsse obere Elbe (oberhalb 300 m)
0
2
4
9
10
Nebenflüsse obere Elbe (unterhalb 300 m)
0
0
0
0
1
Schwarze Elster
0
0
0
0
0
Zwickauer Mulde
0
11
9
14
22
Freiberger Mulde
0
14
10
16
22
Vereinigte Mulde
0
0
0
0
0
Weiße Elster
0
4
2
3
4
Spree
0
0
0
2
1
Lausitzer Neiße (gesamt)
1
4
4
12
13
Lausitzer Neiße (ČR)**)
1
11
9
23
30
*) Der mittlere Wasservorrat der Schneedecke entspricht der mittleren Wasserhöhe in mm über Gelände des betrachteten Einzugsgebietes.
**) Werte für das tschechische Einzugsgebiet der Elbe und der Lausitzer Neiße immer vom Vortag vom CHMU Prag
An dem überwiegenden Teil der ausgewerteten Stationen wurde der monatstypische Vergleichswert des Niederschlages für
Januar überschritten, an der Station Chemnitz mit 182 % sogar deutlich. An den Stationen in Ostsachsen erreichten die
Niederschlagssummen im Januar oft nicht den vieljährigen Vergleichswert. Dort wurden meist nur 70 bis 97 % des Normalwertes
für Januar registriert (siehe Tabelle A-1).

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Januar 2022 | 5
Für den Monat Januar zeigt die Abbildung 1 die Verteilung der Monatssumme des Niederschlages und die Abbildung 2 die
Niederschlagssumme im Verhältnis zum vieljährigen Mittel der Reihe 1991 bis 2020.
Abbildung 1:
Aus interpolierten Stationsdaten abgeleitete Verteilung der Monatssumme des
Niederschlages im Januar 2022
Abbildung 2:
Niederschlagssumme im Monat Januar 2022 im Verhältnis zum vieljährigen Mittel der Reihe
1991 bis 2020, Datenquelle: DWD Climate Data Center (CDC)
Die Abbildung 2 zeigt, dass die im Monat Januar gefallenen Niederschläge in West- und Südsachsen über den monatstypischen
Vergleichswerten liegen. In Nord- und Ostsachsen erreichte die Niederschlagssumme für Januar meist 68 bis 97 % der
vieljährigen Monatswerte (siehe dazu auch Tabelle A-1).

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Januar 2022 | 6
In der Abbildung 3 ist die Auswertung des standardisierten Niederschlagsindex (Standardized Precipitation Index, SPI) für den
Zeitraum von August 2021 bis Ende Januar 2022 (180 Tage) zu sehen. Der SPI-Wert dient der Identifikation von
Niederschlagsüberschüssen und Niederschlagsdefiziten (Dürren).
Im letzten halben Jahr weist der SPI-Wert Sachsen als überwiegend fast normal, in einigen Gebieten von Ostsachsen mit der
Tendenz zur mäßigen Dürre aus. Im Nordwesten Sachsens war es zum Teil mäßig feucht.
Abbildung 3:
Standardisierter Niederschlagsindex (SPI-180d) bis zum 01.02.2022 aus dem Vergleich
aktueller 180-d-Niederschlagssummen mit den mittleren 180-d-Niederschlägen der Periode
1981 bis 2010 (Datenquelle: DWD-REGNIE)
Die Klimatische Wasserbilanz für Sachsen lag im Januar 2022 mit 60 mm über dem für Januar aus dem Bezugszeitraum (1991-
2020) zu erwartenden Wert von 52 mm.
Die klimatische Wasserbilanz ergibt sich aus der Differenz der korrigierten Niederschlagshöhe und der Höhe der potentiellen
Verdunstung und liefert eine Aussage über die klimatisch bedingten Überschüsse bzw. Defizite in der Wasserhaushaltssituation.
Ist der Niederschlag größer als die Verdunstung, so ist die Wasserbilanz positiv. Das ist im vieljährigen Mittel in den
Wintermonaten der Fall. In den Sommermonaten hingegen ist die klimatische Wasserbilanz im vieljährigen Mittel negativ, da mehr
Wasser verdunstet als in Form von Niederschlägen zugeführt wird.
Zum Jahresbeginn 2021 wurde die Berechnungsgrundlage für die Klimatische Wasserbilanz (Differenz aus Niederschlag und
Verdunstung) angepasst, um die Ergebnisse näher am Realwert zu halten. Es wird ab Januar 2021 die potentielle Verdunstung
ETp nach Gl (3.6) in ATV-DVWK-M 504 (2002) berechnet. Die Werte vom Januar 2022 sind daher nur mit den Werten aus dem
Vorjahresbericht, nicht aber mit denen von vor 2021 unmittelbar vergleichbar.

Januar 2022 | 7
2. Hydrologische Situation
2.1 Oberirdischer Abfluss
Folgende
Tagesmittelwerte
der Durchflüsse wurden
zu Monatsbeginn
am 01.01. registriert:
Nebenflüsse der Oberen Elbe:
70
bis
130 % des MQ(Monat),
Nebenflüsse der Mittleren Elbe:
45
bis
80 % des MQ(Monat),
Schwarze Elster:
40
bis
90 % des MQ(Monat),
Mulde:
100
bis
155 % des MQ(Monat),
Weiße Elster:
85
bis
105 % des MQ(Monat),
Spree:
65
bis
75 % des MQ(Monat),
Lausitzer Neiße:
85
bis
160 % des MQ(Monat),
Elbe:
65
bis
80
% des MQ(Monat).
Die ergiebigen Niederschläge vom 03. bis 05.01. führten dazu, dass die Durchflüsse an den Pegeln in fast allen Flussgebieten
am 05.01. deutlich anstiegen, meist auf 210 bis 360 % des MQ(Januar).
Am Pegel Böhlen 1 an der Pleiße wurde am Mittag des 05.01. der Richtwert der Alarmstufe 1 überschritten. Am Abend des 05.01.
wurde ein Höchstwert des Wasserstandes von 242 cm erreicht. Der entsprechende Durchfluss von 30,4 m³/s liegt etwas über
80 % des MHQ(Jahr). Am Pegel Regis-Serbitz an der Pleiße wurde am Morgen des 05.01. ein maximaler Wasserstand von
174 cm (Q = 31,2 m³/s) knapp unter dem Richtwert der Alarmstufe 1 (180 cm) beobachtet. In den Fließgewässern der
Flussgebiete Spree und Schwarze Elster stieg die Wasserführung nicht so stark. Dort erreichten die Durchflüsse meist 110 bis
160 % des MQ(Januar).
Danach ging die Wasserführung in den sächsischen Fließgewässern im Allgemeinen kontinuierlich zurück und erst die
Niederschläge vom 17.01. bewirkten, dass die Durchflüsse an einigen Pegeln vor allem in den Flussgebieten der Nebenflüsse
der Oberen Elbe, der Mulde und der Lausitzer Neiße auf das 1,2 bis 1,7fache und am Pegel Zittau 6 an der Mandau auf das
2,3fache des MQ(Januar) anstiegen.
Bis zum 22. / 23.01. war ein allgemeiner Rückgang zu verzeichnen und die Durchflüsse fielen meist unter MQ(Januar). Der
Rückgang wurde durch die Niederschläge vom 22.01. teilweise verbunden mit Schneeschmelze unterbrochen und die
Durchflüsse stiegen an einigen Pegeln auf das 1,2 bis 2fache und am Pegel Chemnitz 1 an der Chemnitz und Zittau 6 an der
Mandau auf das 2,8 bzw. auf das 3fache des MQ(Januar).
Am 29.01. wurden an den Pegeln oft die monatsüblichen Durchflüsse registriert, an den Pegeln in den Flussgebieten Mulde,
Weiße Elster und Lausitzer Neiße zum Teil auch deutlich darüber. Auf die Niederschläge vom 29.01 und 31.01. reagierten, mit
Ausnahme der Schwarzen Elster, die meisten Fließgewässer. Dabei stiegen die Durchflüsse an den Pegeln oft auf das 1,5 bis
1,9fache des MQ(Monat). Am Pegel Zittau 6 an der Mandau erreichte der Durchfluss kurzzeitig das 3,4fache des MQ(Monat).

Januar 2022 | 8
Die
Monatsmittelwerte
der Durchflüsse an den sächsischen Pegeln betrugen für den Monat Januar in den Einzugsgebieten:
Nebenflüsse der Oberen Elbe:
90
bis
130 % des MQ(Monat),
Nebenflüsse der Mittleren Elbe:
65
bis
90 % des MQ(Monat),
Schwarze Elster:
50
bis
100 % des MQ(Monat),
Mulde:
105
bis
175 % des MQ(Monat),
Weiße Elster:
110
bis
140 % des MQ(Monat),
Spree:
65
bis
85 % des MQ(Monat),
Lausitzer Neiße:
100
bis
115 % des MQ(Monat),
Elbe:
90
bis
95
% des MQ(Monat).
Zu Monatsbeginn bewegten sich die Durchflüsse der sächsischen Elbepegel zwischen 65 und 80 % des MQ(Januar). Die
Niederschläge vom 03. bis 05.01. im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe und Moldau verbunden mit der Schneeschmelze im
oberen Bergland ließ die Wasserführung in der Elbe und der Moldau auf tschechischem Gebiet ansteigen. Ab den 05.01. zeigte
sich dies auch auf dem sächsischen Elbeabschnitt und die Wasserstände an den sächsischen Elbepegeln stiegen deutlich an.
Es wurden folgende Höchstwerte an den sächsischen Elbepegeln erreicht:
Pegel Schöna am 06.01. W = 341 cm (Q = 607 m³/s), Pegel Dresden am 06.01. W = 317 cm (Q = 627 m³/s), Pegel Riesa in der
Nacht vom 06. zum 07.01. W = 391 cm (Q = 625 m³/s), Pegel Torgau am 08.01. W = 355 cm (Q = 613 m³/s)
Ab der Nacht zum 08.01. ging die Wasserführung auf dem sächsischen Elbeabschnitt kontinuierlich zurück und die Durchflüsse
unterschritten am 12. / 13.01. wieder das MQ(Januar). Danach bewegten sich die Durchflüsse bis zum Monatsende zwischen 60
und 80 % des MQ(Januar).
Von den wichtigsten sächsischen Pegeln sind die vieljährigen Monatswerte des Durchflusses im Vergleich zu den
Beobachtungswerten im Januar 2022 im Anhang in der Tabelle A-2 dargestellt. Die Ergebnisse der monatlichen Beprobungen
der Wasserbeschaffenheit für Januar 2022 sind für die sächsischen Hauptfließgewässer wie die Schwarze Elster, die Zwickauer,
Freiberger und Vereinigte Mulde sowie die Weiße Elster, die Spree und die Lausitzer Neiße in Tabelle A-5 im Anhang dargestellt.
2.2 Bodenwasserhaushalt
2
Im Monat Januar wurde in Brandis eine deutlich überdurchschnittliche Niederschlagshöhe von 65 mm (Abweichung vom
vieljährigen Mittel 1981-2010: +24 mm) beobachtet. Die ermittelte Evapotranspiration ist, wie für die kalten Wintermonate üblich,
auf geringem Niveau. Dennoch ist sie auf den verschiedenen Böden differenziert ausgeprägt, was durch die heterogene
Entwicklung der Zwischenfrüchte begründet ist. Auf allen Böden lag die Evapotranspiration deutlich unter dem Niveau des
Niederschlags.
Folglich fielen die realen Wasserbilanzen auf allen Böden positiv aus, wodurch es im aktuellen Berichtsmonat zur weiteren
Auffüllung der Bodenwasserspeicher (Abbildung 5) oder Zunahmen der Tiefenversickerung kam. Auf den leichten und mittleren
Böden befinden sich die Bodenwasserspeicherdefizite Ende Januar erwartungsgemäß auf dem Niveau der Feldkapazität. Auf
den leichten Böden, die bereits im Vormonat das Niveau der Feldkapazität erreichten, ist eine verstärkte Tiefenversickerung zu
2
Die Einschätzung des Bodenwasserhaushaltes basiert auf den Daten der Lysimeterstation Brandis. In Brandis wird zwar eine große Bandbreite
an Böden untersucht, welche durchaus das komplette hydrologische Spektrum abdeckt, dies aber unter sehr spezifischen klimatischen
Randbedingungen und ebenso spezifischer Bewirtschaftung. In Brandis werden Böden von leichten Standorten (sandige Böden mit geringer
Wasserhaltekapazität) bis schweren Standorten (feinkörnige Böden mit hoher Wasserhaltekapazität) unter landwirtschaftlicher Nutzung
untersucht. Aktuell wächst auf den Lysimetern eine Zwischenfruchtmischung.

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Januar 2022 | 9
beobachten, die teilweise bereits in einer deutlichen Zunahme der Sickerwasserbildung resultiert. Erwartungsgemäß haben im
Januar auch alle mittleren Böden das Niveau der Feldkapazität erreicht und teils überschritten, wodurch auch auf diesen Böden
eine Tiefenversickerung zu verzeichnen ist. Die Bodenwasserspeicherdefizite der schweren Böden sind durch mehrjährige Effekte
noch immer außergewöhnlich hoch, konnten aber, wie bereits in den Vormonaten, substantiell verringert werden.
Die Sickerwassermengen zeichnen auf den leichten Böden ein heterogenes Bild. Während auf den leichten Böden der Gruppe 4
nur geringe Sickerwassermengen beobachtet wurden, sind diese auf den Böden der Gruppen 5 und 8 überdurchschnittlich hoch.
Auf den mittleren Böden der Gruppen 1 und 11 sind generell durchschnittliche Sickerwassermengen zu beobachten, während auf
den Böden der Gruppe 7 deutlich überdurchschnittliche Sickerwassermengen zu verzeichnen sind. Aufgrund der sehr hohen
Bodenwasserspeicherdefizite der schweren Böden findet auf diesen keine Sickerwasserbildung statt.
Abbildung 5:
Ausschöpfung des Bodenwasserspeichers der Wurzelzonen der untersuchten
Lysimetergruppen für Ende Januar 2022 (blauer Kreis) im Vergleich zum Vormonat (Dreieck)
und der Beobachtung im Referenzzeitraum 1981 – 2010 (graue Boxplots: unteres Ende –
Minimum, graue Box – 25 % und 75 % Perzentil, Strich – Median, oberes Ende – Maximum)
2.3 Grundwasser
Die
Beobachtung
der
Grundwasserstände
und
Quellschüttungen
erfolgt
in
Sachsen
an
mehreren
hundert
Grundwassermessstellen. Die Grundwassermessstellen des Landesmessnetzes Grundwasser des Freistaates Sachsen sind im
Internet unter
Grundwassermessstellen
in
iDA
einsehbar. Die aktuelle Grundwassersituation kann unter
Aktuelle
Grundwassersituation
abgerufen werden.
Die ausgewählten Berichtsmessstellen (Abbildung A-5) geben einen Überblick zur aktuellen Grundwassersituation in Sachsen.
Dazu werden naturraumbezogen ausgewählte Grundwassermessstellen betrachtet. Für die Ableitung der statistischen
Kenngrößen, vieljähriger Mittelwert und Quantil, wird soweit möglich der 50-jährige Zeitraum 1971-2020 zugrunde gelegt. Die
Grundwasserstände an jeder Grundwassermessstelle resultieren aus den standörtlichen Bedingungen. Dazu gehören neben dem
Grundwasserflurabstand, der Durchlässigkeit und Speicherfähigkeit des Bodens, der Landnutzung, dem Zustand der Vegetation
und der Grundwasserströmung auch die lokale Niederschlagsmenge der zurückliegenden Monate. Grundwasserstände im
obersten und untersten Quantilbereich werden als sehr hoch bzw. sehr niedrig und in den beiden anderen Quantilbereichen als
hoch bzw. niedrig klassifiziert.

Januar 2022 | 10
Von März bis Dezember 2021 verharrten die Grundwasserstände bei räumlichen Unterschieden im Landesmittel von Sachsen
infolge hoher Niederschläge im Juli und August auf nahezu gleichem Niveau. Im Januar stieg das Landesmittel nun in den Bereich
des vieljährigen Mittels an. Für Sachsen ergibt sich dabei im Januar folgendes räumlich differenziertes Bild der Änderung der
Grundwasserstände:
An den Berichtsmessstellen des Vogtlandes, des West-, Mittel- und Osterzgebirges sowie des Oberlausitzer Berglandes
und der östlichen Oberlausitz liegen die aktuell steigenden Grundwasserstände nahe des vieljährigen Mittels oder leicht
darüber. Weiterhin abweichend ist die Situation im Erzgebirgsbecken mit sehr hohem Grundwasserstand.
Die drei Berichtsmessstellen der Sächsischen Schweiz, des Zittauer Gebirges und der Muskauer Heide weisen aufgrund
hoher Grundwasserflurabstände (17 bis 25 m unter Gelände) eine starke Dämpfung der Grundwasserschwankungen
auf. An allen drei Messstellen ist keine generelle Umkehr des seit mehreren Jahren bestehenden allmählichen
Rückganges zu erkennen. Lückendorf liegt dabei auf historischem Tiefstand.
Im Tiefland von Sachsen liegen die Grundwasserstände mit dem Anstieg im Januar nun überwiegend nahe des
vieljährigen Mittels.
Regionale Schwerpunkte sehr niedriger Grundwasserstände zeigen aktuell noch die drei Messstellen Hohenheida und
Tauschwitz im Nordwesten sowie Trebus in der Lausitzer Heide- und Teichlandschaft an.
2.4 Talsperren und Speicher
3
Seit dem Ende des Vormonates vergrößerte sich die Summe der Speicherinhalte in den Bereichen der Dienststellen Chemnitz,
Dresden und Leipzig der Landesdirektion Sachsen um 5,60 Mio. m³ auf 416,84 Mio. m³. Am 31.01. betrug die mittlere
Speicherfüllung der ausgewerteten Talsperren 97,8 %.
In den einzelnen Bereichen der Landesdirektion stellen sich die Talsperrenfüllungen wie folgt dar:
Dresden:
95,2 %
Chemnitz:
98,7 %
Leipzig:
100,2 %
Im Januar 2022 werden die Niederschläge im Vergleich zu den mehrjährigen Mittelwerten als überdurchschnittlich eingeschätzt.
Dabei erreichten die monatlichen Niederschlagssummen in den meisten Einzugsgebieten 73 % bis 173 % der mehrjährigen
Mittelwerte. Die Monatssummen der Niederschläge betrugen zwischen 31,0 mm (Talsperre Bautzen) und 137,5 mm (Talsperre
Carlsfeld).
Im Januar 2022 betrug das Mittel der Unterschreitungswahrscheinlichkeiten aus allen unbeeinflussten Talsperrenzuflüssen
74,7 %. An den Stauanlagen traten Zuflüsse auf, die überwiegend deutlich über dem mehrjährigen Monatsmittelwert liegen. Der
relativ
höchste
mittlere
Zufluss
im
Januar
wurde
an
der
Talsperre
Koberbach
mit
0,389 m³/s
bei
einer
Unterschreitungswahrscheinlichkeit von 88 % registriert. Die relativ niedrigsten mittleren Zuflüsse im Januar wurden an den
Talsperren Quitzdorf mit 0,816 m³/s und Bautzen mit 2,969 m³/s bei einer Unterschreitungswahrscheinlichkeit von 40 % bzw.
50 % registriert.
3
Die folgenden Erläuterungen beziehen sich insbesondere auf natürliche, unbeeinflusste Talsperrenzuflüsse. Dabei wird stets vom mittleren
Zufluss in einem bestimmten Monat ausgegangen, dem so genannten Monatsmittelwert. Eine n Jahre lange Beobachtungsreihe des Zuflusses
zu einer Talsperre enthält auch die Anzahl n von Monatsmittelwerten für beispielsweise Oktober. Eine Unterschreitungswahrscheinlichkeit von
40 % des Talsperrenzuflusses im Oktober bedeutet dann beispielsweise, dass 40 % aller Monatsmittelwerte für den Oktober aus der mehrjährigen
Beobachtungsreihe kleiner als der aktuelle Monatsmittelwert für Oktober 2010 sind. Die mehrjährigen Monatsmittelwerte für die Monate als auch
für das Gesamtjahr liegen in Sachsen im Regelfall bei einer Unterschreitungswahrscheinlichkeit von 60 bis 65 %. D. h. 60 bis 65 % der
Monatsmittelwerte liegen unter dem mehrjährigen Monatsmittelwert, 35 bis 40 % über dem mehrjährigen Monatsmittelwert. Die
Talsperrenzuflüsse weisen, wie auch die oberirdischen Abflüsse außerhalb von Talsperreneinzugsgebieten, keine symmetrische Verteilung auf.
Die Anzahl kleiner Zuflüsse überwiegt im Vergleich zu den größeren Zuflüssen.

Januar 2022 | 11
Abkürzungsverzeichnis
ABF-ST
Abfiltrierbare Stoffe
AS
Alarmstufe
BfUL
Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
CSB-U
Chemischer Sauerstoffbedarf-unfiltrierte Probe
DWD
Deutscher Wetterdienst
HHW bzw. HHQ
Äußerster Wasserstands- bzw. Durchflusswert, höchster bekannt gewordener Scheitelwert
HW bzw. HQ
Höchster Wasserstands- bzw. Durchflusswert gleichartiger Zeitabschnitte (Monat bzw. Jahr) in der betrachteten
Zeitspanne (Beobachtungsreihe LTV)
LTV
Landestalsperrenverwaltung
MHW bzw. MHQ
Mittlerer höchster Wasserstands- bzw. Durchflusswert gleichartiger Zeitabschnitte (Monat bzw. Jahr) in der betrachteten
Zeitspanne (Beobachtungsreihe)
MKZ
Messstellenkennziffer
MNW bzw. MNQ
Mittlerer niedrigster Wasserstands- bzw. Durchflusswert gleichartiger Zeitabschnitte (Monat bzw. Jahr) in der betrachteten
Zeitspanne (Beobachtungsreihe)
MP
Messpunkt
MQ(T)
Mittlerer Durchflusswert des angegebenen Berichtsmonats
MW bzw. MQ
Mittlerer Wasserstands- bzw. Durchflusswert gleichartiger Zeitabschnitte (Monat bzw. Jahr) in der betrachteten
Zeitspanne (Beobachtungsreihe)
NH
4
-N
Ammonium-Stickstoff
NNW bzw. NNQ
Äußerster Wasserstands- bzw. Durchflusswert, niedrigster bekannt gewordener Tagesmittelwert
NO
3
-N
Nitrat-Stickstoff
NW bzw. NQ
Niedrigster Wasserstands- bzw. Durchflusswert gleichartiger Zeitabschnitte (Monat bzw. Jahr) in der betrachteten
Zeitspanne (Beobachtungsreihe)
O
2
Sauerstoffgehalt des untersuchten Gewässers
Q
Durchfluss
TS
Talsperre
W
Wasserstand
ZS7 mH
Sauerstoffzehrung nach 7 Tagen

Januar 2022 | 12
Anhang

 
Tabelle A-1: Niederschlag
Berichtsmonat:
Januar 2022
Station
Monatssumme
Schnee-
höhe
am
Monats-
ende
Niederschlagssumme
Januar bis
Januar
Normal-
wert
in mm
Mess-
wert
in mm
in %
Januar
Normal-
wert
Mess-
wert
in mm
in mm
in %
in cm
(kumulativ)
2022
Messw./
Normalw.
Messw./
Normalw.
Bertsdorf-Hörnitz
45
50
111
45
50
111
0
Görlitz
44
38
85
44
38
85
0
Bad Muskau
49
35
72
49
35
72
0
Aue
60
85
141
60
85
141
0
Chemnitz
48
87
181
48
87
181
0
Nossen
51
41
81
51
41
81
0
Marienberg
65
80
123
65
80
123
4
Lichtenhain-Mittelndorf
64
68
105
64
68
105
0
Zinnwald-Georgenfeld
83
101
121
83
101
121
25
Klitzschen bei Torgau
46
33
73
46
33
73
0
Hoyerswerda
45
31
68
45
31
68
0
Dresden-Klotzsche
42
49
118
42
49
118
0
Kubschütz, Kr. Bautzen
46
45
97
46
45
97
0
Leipzig/Halle
33
43
130
33
43
130
0
Plauen
37
39
106
37
39
106
0

 
Abb. A-1: Monatliche Niederschlagssummen an ausgewählten Wetterstationen des DWD
im hydrologischen Jahr und Kalenderjahr 2022
0
20
40
60
80
100
Nov.
Dez.
Jan.
Feb.
März
Apr.
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
Dresden-Klotzsche
Normalwert 1991/2020 in mm
aktuelle Monatssumme in mm
0
20
40
60
80
100
Nov.
Dez.
Jan.
Feb. März
Apr.
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
Chemnitz
Normalwert 1991/2020 in mm
aktuelle Monatssumme in mm
0
20
40
60
80
100
Nov.
Dez.
Jan.
Feb.
März
Apr.
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
Leipzig / Halle
Normalwert 1991/2020 in mm
aktuelle Monatssumme in mm

 
Tabelle A-2: Hydrologie-Oberirdischer Abfluss
Berichtsmonat Januar 2022
Flussgebiet
Gewässer
MNQ(a) MNQ(1)
aktueller
MQ/MNQ(1) MQ/MNQ(a)
Pegel
MQ(a)
MQ(1)
MQ
Durchfluss
MQ/MQ(1)
MQ/MQ(a)
Jahresreihe
MHQ(a) MHQ(1)
31.01.
MQ/MHQ(1) MQ/MHQ(a)
Feb.
März
April
in m³/s
in m³/s
in m³/s
in m³/s
in %
in %
in m³/s in m³/s in m³/s
Obere Elbe
Elbe
111
200
168
302
MNQ
231
291
326
Dresden
330
358
335
241
94
102
MQ
423
550
517
1806/2020
1700
752
45
20
MHQ
853
1100
856
Obere Elbe
Kirnitzsch
0,621
1,04
230
385
MNQ
1,08
1,15
1,13
Kirnitzschtal
1,43
1,85
2,39
2,67
129
167
MQ
1,83
1,99
1,76
1912/2020
14,2
6,12
39
17
MHQ
5,07
6,00
4,95
Obere Elbe
Lachsbach
0,892
2,08
200
465
MNQ
2,34
2,60
2,59
Porschdorf 1
3,02
4,05
4,15
3,28
102
137
MQ
4,15
4,72
3,99
1912/2020
31,6
15,1
27
13
MHQ
13,4
14,7
10,2
Obere Elbe
Wesenitz
0,736
1,53
190
394
MNQ
1,66
1,75
1,64
Elbersdorf
2,13
2,85
2,90
2,89
102
136
MQ
3,00
3,12
2,46
1921/2020
24,1
10,9
27
12
MHQ
11,2
9,82
6,12
Obere Elbe
Müglitz
0,249
1,08
371
1610
MNQ
1,24
1,79
2,02
Dohna
2,49
3,14
4,01
4,22
128
161
MQ
3,16
4,56
4,25
1912/2020
39,4
11,4
35
10
MHQ
10,6
14,0
11,0
Obere Elbe
Wilde Weißeritz
0,113
0,387
292
1000
MNQ
0,402
0,620
0,831
Ammelsdorf
0,956
1,02
1,13
0,902
111
118
MQ
1,04
1,64
1,85
1931/2020
12,8
4,02
28
9
MHQ
3,50
5,48
4,57
Obere Elbe
Triebisch
0,037
0,218
229
1351
MNQ
0,219
0,265
0,178
Herzogswalde 2
0,358
0,570
0,500
0,455
88
140
MQ
0,569
0,678
0,409
1990/2020
8,36
2,40
21
6
MHQ
2,26
2,55
1,64
Mittlere Elbe
Ketzerbach
0,179
0,488
108
294
MNQ
0,502
0,512
0,446
Piskowitz 2
0,594
0,819
0,526
0,478
64
89
MQ
0,873
0,867
0,658
1971/2020
17,5
3,74
14
3
MHQ
4,25
5,27
2,63
Mittlere Elbe
Döllnitz
0,306
0,652
172
366
MNQ
0,689
0,730
0,635
Merzdorf
0,887
1,22
1,12
1,01
92
126
MQ
1,30
1,42
1,01
1912/2020
4,36
4,36
26
26
MHQ
4,37
4,90
3,00
Schwarze Elster
Schwarze Elster
0,294
2,55
96
833
MNQ
2,37
2,49
1,64
Neuwiese
2,97
4,69
2,45
2,56
52
82
MQ
4,38
4,74
3,21
1955/2020
21,9
12,2
20
11
MHQ
11,4
11,6
8,01
Schwarze Elster
Klosterwasser
0,145
0,385
94
250
MNQ
0,396
0,407
0,317
Schönau
0,509
0,692
0,363
0,459
52
71
MQ
0,703
0,699
0,489
1976/2020
6,19
2,85
13
6
MHQ
2,79
2,80
1,51
Schwarze Elster
Hoyersw. Schwarzwasser
0,330
0,799
126
306
MNQ
0,825
0,831
0,704
Zescha
1,03
1,48
1,01
0,966
68
98
MQ
1,44
1,47
1,08
1966/2020
11,1
5,89
17
9
MHQ
5,04
4,91
3,43
Schwarze Elster
Große Röder
0,626
1,65
192
505
MNQ
1,81
1,81
1,54
Großdittmannsdorf
2,29
3,23
3,16
2,98
98
138
MQ
3,23
3,44
2,57
1921/2020
26,8
12,6
25
12
MHQ
11,0
11,0
7,55
Hauptwerte
Beobachtungswerte Berichtsmonat
mehrjährige
monatliche Hauptwerte
Folgemonate

Tabelle A-2: Hydrologie-Oberirdischer Abfluss
Berichtsmonat Januar 2022
Flussgebiet
Gewässer
MNQ(a) MNQ(1)
aktueller
MQ/MNQ(1) MQ/MNQ(a)
Pegel
MQ(a)
MQ(1)
MQ
Durchfluss
MQ/MQ(1)
MQ/MQ(a)
Jahresreihe
MHQ(a) MHQ(1)
31.01.
MQ/MHQ(1) MQ/MHQ(a)
Feb.
März
April
in m³/s
in m³/s
in m³/s
in m³/s
in %
in %
in m³/s in m³/s in m³/s
Hauptwerte
Beobachtungswerte Berichtsmonat
mehrjährige
monatliche Hauptwerte
Folgemonate
Vereinigte Mulde
Mulde
13,4
35,9
315
843
MNQ
39,6
50,3
53,6
Golzern 1
61,1
77,0
113
99,9
147
185
MQ
77,1
96,0
94,2
1911/2020
521
216
52
22
MHQ
198
230
190
Zwickauer Mulde
Zwickauer Mulde
3,21
7,48
301
701
MNQ
8,45
10,9
13,7
Zwickau-Pölbitz
14,2
15,0
22,5
18,9
150
158
MQ
15,5
21,0
25,1
1928/2020
131
38,5
58
17
MHQ
36,2
49,2
52,1
Zwickauer Mulde
Zwickauer Mulde
6,69
15,2
280
637
MNQ
16,1
20,1
22,3
Wechselburg 1
25,8
30,3
42,6
35,7
141
165
MQ
29,5
37,2
38,7
1910/2020
222
85,6
50
19
MHQ
75,3
88,9
80,5
Zwickauer Mulde
Schwarzwasser
1,35
3,02
275
616
MNQ
3,31
4,50
6,34
Aue 1
6,22
6,39
8,31
6,52
130
134
MQ
6,21
9,03
11,9
1928/2020
66,9
21,0
40
12
MHQ
16,8
26,1
27,7
Zwickauer Mulde
Chemnitz
0,650
2,20
439
1485
MNQ
2,35
2,71
2,49
Chemnitz 1
4,04
5,58
9,65
8,76
173
239
MQ
5,28
6,41
4,98
1918/2020
56,5
21,7
44
17
MHQ
18,9
21,3
15,0
Freiberger Mulde
Freiberger Mulde
1,29
4,15
354
1140
MNQ
4,69
5,70
5,50
Nossen 1
6,83
9,09
14,7
14,4
162
215
MQ
9,46
11,9
10,2
1926/2020
71,9
27,2
54
20
MHQ
26,2
29,9
22,7
Freiberger Mulde
Zschopau
1,61
4,22
236
617
MNQ
4,30
5,63
7,21
Hopfgarten
7,84
9,44
9,94
8,97
105
127
MQ
8,83
12,5
13,5
1911/2020
79,8
32,1
31
12
MHQ
26,1
36,4
31,3
Freiberger Mulde
Zschopau
3,76
12,3
291
952
MNQ
13,5
17,0
19,6
Lichtenwalde 1
21,5
27,3
35,8
33,0
131
167
MQ
26,1
34,8
36,2
1910/2020
218
85,4
42
16
MHQ
72,2
94,6
78,4
Freiberger Mulde
Flöha
1,73
5,05
251
734
MNQ
5,31
6,77
8,00
Borstendorf
9,00
10,7
12,7
11,7
119
141
MQ
10,6
14,5
15,7
1929/2020
91,6
35,4
36
14
MHQ
29,5
40,8
35,5
Weiße Elster
Weiße Elster
0,359
1,07
206
613
MNQ
1,22
1,53
1,62
Adorf 1
1,63
2,04
2,20
2,47
108
135
MQ
2,08
2,82
2,62
1926/2020
14,2
5,59
39
15
MHQ
5,04
7,18
5,92
Weiße Elster
Weiße Elster
4,92
12,1
263
646
MNQ
12,3
14,4
11,6
Kleindalzig
16,0
22,9
31,8
33,1
139
199
MQ
21,6
26,7
20,2
1982/2020
107
47,7
67
30
MHQ
47,3
54,4
40,5
Weiße Elster
Göltzsch
0,275
1,00
314
1142
MNQ
1,12
1,38
1,35
Mylau
1,85
2,27
3,14
3,41
138
170
MQ
2,29
2,96
2,57
1921/2020
25,3
7,29
43
12
MHQ
6,85
8,70
7,22
Weiße Elster
Pleiße
2,95
4,88
230
380
MNQ
5,37
5,55
5,05
Böhlen 1
6,64
8,04
11,2
8,71
139
169
MQ
8,74
9,26
7,72
1959/2020
37,4
17,7
63
30
MHQ
19,0
19,7
15,7

Tabelle A-2: Hydrologie-Oberirdischer Abfluss
Berichtsmonat Januar 2022
Flussgebiet
Gewässer
MNQ(a) MNQ(1)
aktueller
MQ/MNQ(1) MQ/MNQ(a)
Pegel
MQ(a)
MQ(1)
MQ
Durchfluss
MQ/MQ(1)
MQ/MQ(a)
Jahresreihe
MHQ(a) MHQ(1)
31.01.
MQ/MHQ(1) MQ/MHQ(a)
Feb.
März
April
in m³/s
in m³/s
in m³/s
in m³/s
in %
in %
in m³/s in m³/s in m³/s
Hauptwerte
Beobachtungswerte Berichtsmonat
mehrjährige
monatliche Hauptwerte
Folgemonate
Spree
Spree
0,843
1,67
172
342
MNQ
1,89
1,98
1,87
Bautzen 1
2,54
3,36
2,88
3,29
86
113
MQ
3,49
3,81
3,07
1926/2020
37,4
14,9
19
8
MHQ
12,6
14,5
10,2
Spree
Löbauer Wasser
0,308
0,797
182
471
MNQ
0,869
0,987
0,838
Gröditz 2
1,31
1,79
1,45
1,76
81
111
MQ
1,88
2,14
1,49
1927/2020
24,9
9,67
15
6
MHQ
9,05
9,75
5,96
Spree
Schwarzer Schöps
0,132
0,450
143
487
MNQ
0,459
0,522
0,461
Jänkendorf 1
0,722
0,982
0,643
0,684
65
89
MQ
0,960
1,09
0,784
1956/2020
9,94
4,03
16
6
MHQ
3,23
4,05
2,54
Spree
Weißer Schöps
0,060
0,170
234
662
MNQ
0,191
0,208
0,165
Holtendorf
0,323
0,496
0,397
0,480
80
123
MQ
0,510
0,567
0,341
1956/2020
8,38
3,37
12
5
MHQ
3,03
3,52
2,01
Lausitzer Neiße
Lausitzer Neiße
3,01
6,25
240
498
MNQ
6,78
8,33
8,18
Rosenthal 1
10,4
13,0
15,0
14,7
115
144
MQ
13,1
16,5
13,8
1958/2020
121
47,0
32
12
MHQ
38,5
51,3
33,1
Lausitzer Neiße
Lausitzer Neiße
4,82
10,2
221
467
MNQ
11,0
13,2
13,8
Görlitz
16,8
20,1
22,5
23,0
112
134
MQ
19,8
24,2
22,5
1913/2020
179
65,1
35
13
MHQ
53,7
64,1
53,3
Lausitzer Neiße
Mandau
0,524
1,50
295
847
MNQ
1,79
2,04
1,72
Zittau 6
2,95
4,53
4,44
5,32
98
151
MQ
4,44
5,19
3,66
1912/2015
63,2
28,3
16
7
MHQ
22,9
26,4
15,6

 
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Zw
i
c
k
a
u
e
r
M
u
lde
Zwi
c
k
a
u
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r
M
u
lde
Frei
b
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rg
e
r
M
u
lde
Sc
h
w
a
r
z
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E
l
s
t
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W
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S
c
h
ö
ps
Sc
h
w
a
zr
e
r
S
c
h
öps
La
u
s
i
t
ze
r
Neiße
E
l
b
e
S
p
r
e
e
Bad Düben
Bad Elster
Schkeuditz
oh. Görlitz
Mdg. Sermuth
Mdg. in Erlln
uh. KA Gröditz
Schmilka, links
Zerre oh. ESPAG
Schmilka, rechts
Dommitzsch, links
Dommitzsch, rechts
Einlauf Senftenberger See
Mylau
Dohna
Aue 1
Zescha
Görlitz
Dresden
Adorf 1
Nossen 1
Neuwiese
Zittau 6
Merzdorf
Böhlen 1
Gröditz 2
Golzern 1
Bautzen 1
Elbersdorf
Chemnitz 1
Ammelsdorf
Hopfgarten
Piskowitz 2
Holtendorf
Rosenthal 1
Borstendorf
Kleindalzig
Porschdorf 1
Wechselburg 1
Kirnitzschtal
Lichtenwalde 1
Herzogswalde 2
Zwickau-Pölbitz
Großdittmannsdorf
Jänkendorf 1
Schönau
Bearbeitung: Sächsisches Landesamt für
Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Abteilung 4, Wasser, Boden, Wertstoffe
Referat 45, Landeshochwasserzentrum, Gewässerkunde
Datengrundlage: Fachdaten LfULG
Bearbeitungsstand: 06/2019
Geobasisdaten: © 2017, Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
!
(
Pegel
"
)
Beschaffenheitsmessstelle
Maßstab
1:1.000.000
Abbildung A-2: Übersichtskarte mit ausgewählten Pegeln und Beschaffenheitsmessstellen

 
Abb. A-3: Durchflussganglinien an ausgewählten Pegelstationen im Abflussjahr 2022
0
5
10
15
20
25
30
1.11.21
1.12.21
1.1.22
1.2.22
Q in m³/s
Pegel Großdittmannsdorf / Große Röder
MQ(Monat)
MNQ(Jahr)
MHQ(Jahr)
Messwerte
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
1.11.21
1.12.21
1.1.22
1.2.22
Q in m³/s
Pegel Dohna / Müglitz
MQ(Monat)
MNQ(Jahr)
MHQ(Jahr)
Messwerte

Abb. A-3: Durchflussganglinien an ausgewählten Pegelstationen im Abflusjahr 2022
0
4
8
12
16
1.11.21
1.12.21
1.1.22
1.2.22
Q in m³/s
Adorf 1 / Weiße Elster
MQ(Monat)
MNQ(Jahr)
MHQ(Jahr)
Messwerte
0
100
200
300
400
500
600
1.11.21
1.12.21
1.1.22
1.2.22
Q in m³/s
Pegel Golzern 1 / Vereinigte Mulde
MQ(Monat)
MNQ(Jahr)
MHQ(Jahr)
Messwerte

Abb. A-3: Durchflussganglinien an ausgewählten Pegelstationen im Abflussjahr 2022
0
5
10
15
20
25
30
35
40
1.11.21
1.12.21
1.1.22
1.2.22
Q in m³/s
Pegel Bautzen 1 / Spree
MQ(Monat)
MNQ(Jahr)
MHQ(Jahr)
Messwerte
0
20
40
60
80
100
120
140
160
180
200
1.11.21
1.12.21
1.1.22
1.2.22
Q in m³/s
Pegel Görlitz / Lausitzer Neiße
MQ(Monat)
MNQ(Jahr)
MHQ(Jahr)
Messwerte

Abb. A-4: Wasserstandsganglinie der Elbe am Pegel Dresden im Abflussjahr 2022
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
500
01.11.21
01.12.21
01.01.22
01.02.22
W in cm
Pegel Dresden / Elbe
Hauptwerte 2011/2020: MHW(Jahr) = 458 cm, MW(Jahr) = 155 cm, MW(01) = 223 cm, MNW(Jahr) = 67 cm
MW(Monat)
MNW(Jahr)
MW(Jahr)
MHW(Jahr)
Messwerte

 
Tabelle A-3: Hydrologie-Grundwasser
MKZG
Naturraum
Messstellenname
mehrjähriger
mittlerer
Wasserstand
Januar [cm unter
Gelände]
Wasserstand
Januar 2022 [cm
unter Gelände]
Änderung zum
Vormonat [cm]
44425470
Dübener und Dahlener Heide
Wildenhain
165
184
-19
45400522
Leipziger Land
Hohenheida
341
663
-322
45445019
Riesa-Torgauer Elbtal
Tauschwitz
571
631
-60
4554B0022
Muskauer Heide
Neudorf
1588
1617
-29
46471515
Großenhainer Pflege
Strauch
210
214
-4
46553074
Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet
Trebus
309
352
-43
47450159
Nordsächsisches Platten- und Hügelland
Stauchitz
991
999
-8
47488089
Königsbrück-Ruhlander Heiden
Kleinnaundorf
520
514
6
48450886
Mittelsächsisches Lößhügelland
Ziegenhain
213
245
-32
48500906
Westlausitzer Hügel- und Bergland
Rammenau
197
205
-8
48518085
Oberlausitzer Gefilde
Kleinpraga
165
227
-62
49411591
Altenburger-Zeitzer-Lößhügelland
Rüdigsdorf
646
651
-5
49420959
Mulde-Lößhügelland
Weissbach
428
416
12
49484004
Dresdner Elbtalweitung
Dresden, Königsstraße
721
756
-35
49520931
Oberlausitzer Bergland
Crostau
597
594
3
50516004
Sächsische Schweiz
Großer Zschand, Richterschlüchte
1651
1745
-94
50550708
Östliche Oberlausitz
Wittgendorf
696
710
-14
51426001
Erzgebirgsbecken
Grüna
286
241
45
51540600
Zittauer Gebirge
Lückendorf
2140
2508
-368
53466001
Osterzgebirge
Neuhausen
523
507
16
54432196
Mittelerzgebirge
Elterlein, Quelle in [l/s]
0,45
0,40
0,05
55393699
Vogtland
Willitzgrün
80
86
-6
56401226
Westerzgebirge
Kottenheide
725
656
69

image
 
Abb. A-5: Übersichtskarte mit ausgewählten Grundwassermessstellen und deren Grundwasserstandsentwicklung

 
Tabelle A-4: Inhaltsprognosen für Stauanlagen
Ansatz bei mittlerer tatsächlicher Inanspruchnahme der Wasserbereitstellungskapazität
Stauanlage
Inhalt bis
Inhalt bis
aktueller
relative
Tendenz
Prognosewerte des Inhaltes für
Absenkziel
Stauziel
Inhalt
Füllung
Vormonat
Ende Februar 2022
Ende März 2022
in Mio. m³
in Mio. m³
in Mio. m³
in %
in Mio. m³
in Mio.m³
Ober-/Untergrenze
in Mio.m³
Ober-/Untergrenze
TS-System
Klingenberg/Lehnmühle
4,50
29,0
28,1
96,6
3,37
31,0 / 27,6
31,0 / 29,3
TS Gottleuba
1,50
9,47
9,45
99,8
-0,051
9,5 / 9,3
9,5 / 9,5
TS-System Altenberg
0,50
1,40
1,42
101,1
-0,009
1,4 / 1,4
1,4 / 1,4
TS Rauschenbach
2,30
11,2
13,1
117,1
0,428
13,2 / 13,2
13,2 / 13,2
TS Lichtenberg
2,00
11,4
11,4
99,3
-0,009
11,4 / 11,0
11,4 / 11,3
TS Cranzahl
0,10
2,85
2,76
97,0
0,066
2,8 / 2,5
2,8 / 2,5
TS Saidenbach
3,00
19,4
18,4
95,2
-0,413
19,4 / 17,3
19,4 / 17,0
TS-System
Neunzehnhain I, II
0,41
3,40
3,33
98,0
-0,012
3,4 / 3,2
3,4 / 3,1
TS Carlsfeld
0,50
2,41
2,40
99,8
-0,014
2,4 / 2,3
2,4 / 2,3
TS Sosa
0,40
5,54
5,54
100,0
0,225
5,5 / 5,3
5,5 / 5,4
TS Eibenstock
9,00
64,6
63,2
97,7
-1,61
64,6 / 62,6
64,6 / 64,6
TS Stollberg
0,10
1,00
1,00
99,5
-0,008
1,0 / 1,0
1,0 / 1,0
TS Werda
0,40
3,63
3,64
100,4
0,024
3,6 / 3,5
3,6 / 3,6
TS Dröda
3,50
14,3
14,3
100,1
-0,01
14,3 / 14,3
14,3 / 14,3
TS Muldenberg
0,98
4,93
4,91
99,6
-0,017
4,9 / 4,7
4,9 / 4,8
TS Bautzen
13,5
37,7
35,3
93,6
2,06
37,69 / 34,49
37,69 / 33,19
TS Quitzdorf
7,20
16,5
15,5
94,0
1,285
16,48 / 15,93
16,48 / 16,48
Stauanlagen im Bereich Dresden
Stauanlagen im Bereich Chemnitz

 
Erläuterungen zu den Inhaltsprognosen
Ab dem Monatsbericht für März 2021 werden für alle Trinkwasser-Talsperren Inhaltsprognosen für jeweils das
Monatsende der folgenden 2 Monate erstellt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt in diesem Zeitraum innerhalb des angegebenen Bereiches verläuft, liegt
bei ca. 75%. Bei längeren Vorhersagezeiträumen (über die Dauer von 2 Monaten hinaus) würde die Bandbreite
des „75%-Vorhersagebandes“ immer größer, so dass aus der Prognose keine belastbaren Aussagen für die Praxis
abzuleiten wären.
Bei Einsetzen einer extremen Trockenheit, aber insbesondere auch bei nicht vorhergesagten Starkniederschlägen,
die im Resultat sehr hohe TS-Zuflüsse erbringen, sind reale Inhalte außerhalb der angegebenen Prognose-
Bandbreite möglich.
Die Inhaltsprognosen sind mit 10.000 Zuflussrealisierungen jeweils von Januar 2022 bis Februar 2022 gerechnet
worden. Die Prognoserechnungen gehen von den vertraglich gebundenen Wassermengen aus.
Eine Vorankündigung zu ggf. in den kommenden Wochen auszurufenden Bereitstellungsstufen und bei Erfordernis
auch die Ausrufung/ Aufhebung von Bereitstellungsstufen erhalten die Wasserversorgungsunternehmen mit
separatem Schreiben.
Aktueller Stand Bereitstellungsstufen (BSS) im Februar 2022: Momentan befindet sich kein Inhalt einer
Trinkwassertalsperre bzw. -Systems unter dem Grenzwert für BSS I.
Für Ende Februar 2022 bis Ende März 2022 wird für keine Trinkwassertalsperre bzw. -System ein Inhalt unter
dem Grenzwert der BSS I prognostiziert.
Information zu Teileinstauen von Talsperren
Es liegt ein genehmigter Höherstau der Talsperren Rauschenbach und Lehnmühle um jeweils 2,00 Mio. m³ bis
zum Jahr 2027 im Rahmen der Ersatzwasserversorgung der TS Lichtenberg vor.
Der Höhereinstau über den Winter / das Frühjahr erbringt zu Beginn des Sommers einen höheren Talsperren-Inhalt
und vermeidet bzw. verzögert das Ausrufen von Bereitstellungsstufen in Trinkwasser-Talsperren, was sich positiv
auf die verfügbaren Rohwasserabgaben für die Kunden auswirkt. Letztlich erbringt die Maßnahme auch eine
moderate Steigerung der Leistungsfähigkeit für Rohwasserabgaben. Weiterhin treten auch positive Effekte
hinsichtlich der Wassergütebewirtschaftung auf.

 
Legende: a) = Jahresmittelwert 2020
b) = Datum / aktueller Messwert
* - Keine Datenerhebung
Tabelle A-5: Untersuchungsergebnisse zur chemischen Gewässergüte ausgewählter sächsischer Fließgewässer im Monat Januar 2022
Gewässer mit Messstelle
Parameter
Elbe
Schmilka, rechts
Elbe
Schmilka, links
Elbe
Dommitzsch, links
Lausitzer Neiße
oh. Görlitz
Spree
Zerre
Schwarze Elster
Tätzschwitz, Brücke
O
2
-Gehalt
in mg/l
a)
10,0
10,2
10,5
10,6
9,8
10,2
b)
10.01.22
13,1
10.01.22
13,2
10.01.22
12,5
18.01.22
13,2
12.01.22
12,1
26.01.22
12,8
O
2
-Sättigung
in %
a)
93
94
98
96
92
95
b)
10.01.22
101
10.01.22
101
10.01.22
97
18.01.22
98
12.01.22
94
26.01.22
97
Sauerstoffzehrung
nach 5 Tagen
in mg/l O
2
a)
2,2
2,3
2,6
2,6
1,7
2,7
b)
10.01.22
2,3
10.01.22
3,1
10.01.22
3,0
18.01.22
3,3
12.01.22
1,8
26.01.22
3,1
TOC
in mg/l
a)
7,8
8,0
7,0
6,3
4,3
7,5
b)
10.01.22
8,1
10.01.22
8,8
10.01.22
11
18.01.22
6,6
12.01.22
4,8
26.01.22
6,8
NH
4
-N
in mg/l
a)
0,10
0,09
0,04
0,11
0,40
0,05
b)
10.01.22
0,11
10.01.22
0,10
10.01.22
0,09
18.01.22
0,18
12.01.22
0,34
26.01.22
0,09
NO
3
-N
in mg/l
a)
2,8
2,9
2,8
2,2
1,8
2,1
b)
10.01.22
3,3
10.01.22
3,3
10.01.22
3,4
18.01.22
2,9
12.01.22
1,8
26.01.22
5,6
Leitfähigkeit 25 °C
in μS/cm
a)
426
440
446
400
1060
640
b)
10.01.22
376
10.01.22
380
10.01.22
374
18.01.22
449
12.01.22
861
26.01.22
533
Abfiltrierbare Stoffe
in mg/l
a)
13,2
13,3
14,6
11,6
<10
<10
b)
10.01.22
15
10.01.22
<10
10.01.22
45
18.01.22
18
12.01.22
<10
26.01.22
17

Legende: a) = Jahresmittelwert 2020
b) = Datum / aktueller Messwert
* - Keine Datenerhebung
Tabelle A-5: Untersuchungsergebnisse zur chemischen Gewässergüte ausgewählter sächsischer Fließgewässer im Monat Januar 2022
Gewässer mit Messstelle
Parameter
Große Röder
uh. Kläranlage Gröditz
Freiberger Mulde
Mdg. in Erlln
Zwickauer Mulde
Mdg. Sermuth
Vereinigte Mulde
Bad Düben
Weiße Elster
Bad Elster
Weiße Elster
Schkeuditz
O
2
-Gehalt
in mg/l
a)
10,5
11,5
10,7
10,8
11,1
9,6
b)
05.01.22
11,4
26.01.22
13,0
25.01.22
12,4
24.01.22
13,2
13.01.22
12,7
11.01.22
12,7
O
2
-Sättigung
in %
a)
96
108
101
101
101
94
b)
05.01.22
94
26.01.22
99
25.01.22
98
24.01.22
101
13.01.22
102
11.01.22
96
Sauerstoffzehrung
nach 5 Tagen
in mg/l O
2
a)
3,1
2,7
2,5
3
1,7
2,2
b)
05.01.22
3,2
26.01.22
1,7
25.01.22
4,5
24.01.22
2,1
13.01.22
2,0
11.01.22
2,3
TOC
in mg/l
a)
8,5
5,2
7,7
5,6
4
5,9
b)
05.01.22
10
26.01.22
4,1
25.01.22
5,4
24.01.22
5,2
13.01.22
3,9
11.01.22
6,5
NH
4
-N
in mg/l
a)
0,13
<0,02
0,09
0,02
0,05
0,14
b)
05.01.22
0,06
26.01.22
0,03
25.01.22
0,13
24.01.22
0,11
13.01.22
0,05
11.01.22
0,21
NO
3
-N
in mg/l
a)
3,9
2,9
3,4
2,8
2,8
2,7
b)
05.01.22
6,9
26.01.22
6,4
25.01.22
5,8
24.01.22
5,7
13.01.22
3,1
11.01.22
7,4
Leitfähigkeit 25 °C
in μS/cm
a)
786
381
473
489
344
1195
b)
05.01.22
595
26.01.22
382
25.01.22
467
24.01.22
503
13.01.22
315
11.01.22
919
Abfiltrierbare Stoffe
in mg/l
a)
14,4
10,3
35,5
<10
<10
13,3
b)
05.01.22
20
26.01.22
<10
25.01.22
<10
24.01.22
15
13.01.22
<10
11.01.22
14

 
Herausgeber:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Telefon: + 49 351 2612-0
Telefax: + 49 351 2612-1099
E-Mail: lfulg@smekul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Redaktion:
Heike Mitzschke
Abteilung Wasser, Boden, Wertstoffe/Referat Landeshochwasserzentrum,
Gewässerkunde
Zur Wetterwarte 3
01109 Dresden
Telefon: +49 351 8928-4504
Telefax: +49 351 8928-4099
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Unter Mitwirkung:
Deutscher Wetterdienst
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Titelfoto:
Wesenitz oberhalb Pegel Elbersdorf am 23.01.2022
Foto: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Redaktionsschluss:
27.02.2022
Hinweis:
Die Broschüre steht nicht als Printmedium zur Verfügung. Die PDF-Datei
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https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/18150.htm
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