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August – Hochwasser 2002
Berichtszeitraum 15. August bis 6. September 2002
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Bewertung der Gewässerbelastung
im Elbeeinzugsgebiet

2
Inhaltsverzeichnis
Seite
0 Zusammenfassung
4
1 Einführung
5
1.1 Situationsbeschreibung des Niederschlagsereignisses
5
1.2
Entwicklung der Abflüsse an den Elbepegeln
6
2
Die Elbe und ihre Nebenflüsse
6
2.1
Ziel und Inhalt des Hochwasser – Sondermessprogramms
6
2.2
Auswertung der Analytik zur Gefährdungsabschätzung
7
2.2.1 Dioxine
7
2.2.2 Quecksilber
7
2.2.3 Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW)
8
2.3
Auswertung der analytischen Untersuchungen zur Gewässergüte
9
2.3.1 Allgemeine Parameter
9
2.3.2 Parameter der Spezialanalytik
10
2.3.3 Biologische Untersuchungen
15
2.4 Situation der Messstationen
16
2.5
Untersuchung des Querprofils in Dresden Albertbrücke und
Meißen-Altstadtbrücke
16
2.5.1 Veranlassung
16
2.5.2 Untersuchungsumfang
17
2.5.3 Ergebnisse und Bewertung
17
2.6 Belastungspfade
18
2.6.1 Belastung durch die Nebenflüsse
18
2.6.2 Kläranlagen
21
2.6.3 Belastung durch Mineralölkohlenwasserstoffe
21
2.6.4 Kellerprobe
21
2.7 Frachtabschätzung
21
3 Die Mulden
22
3.1 Situationsbeschreibung
22
3.2 Messprogramm
22
3.3
Auswertung der Analytik zur Gewässergüte
22
3.3.1 Messstation Bad Düben
22
3.3.2 Sonderbeprobung Mulden – Auswertung für die Messstelle Bad Düben
23
3.3.3 Weitere Belastungen in den Mulden und ihren Nebenflüssen
26
3.4 Situation der Kläranlagen
27
3.5 Wehrbesichtigung durch das LfUG
27
4 Literaturverzeichnis
28
5 Tabellenverzeichnis
29
Seite

3
6 Abbildungsverzeichnis
30
7 Abkürzungsverzeichnis
32
8 Anlagenverzeichnis
33
Anhang
34

4
0 Zusammenfassung
Im August 2002 kam es durch das Zusammenspiel verschiedener Prozesse in der Atmosphäre
zu Starkregenereignissen, die ein extremes Hochwasser im Einzugsgebiet der Elbe auslösten.
Erste Abschätzungen gehen für die Elbe von einem über 200 jährigen, für die Mulden sogar
von einem über 500 jährigen Hochwasser aus.
Hochwässer dieses Ausmaßes haben ein gewaltiges zusätzliches Mobilisierungspotential.
Durch das Hochwasser wurden erhebliche Mengen von Schadstoffen in die Flüsse gespült bzw.
in Schlämmen und Sedimenten abgelagert.
Während des Hochwasserereignisses wurden Sonderuntersuchungen zur Überwachung der
Gewässerbeschaffenheit und der Gefahrenabwehr im Elbeeinzugsgebiet, schwerpunktmäßig an
der Elbe, ihren Zuflüssen und den Mulden, durchgeführt. Dabei ergaben sich folgende Ergeb-
nisse:
- Die Messergebnisse der
allgemeinen- und Summenparameter
zur Charakterisierung der
Gewässergüte überschritten nicht hochwasserübliche Werte, lagen jedoch kurzzeitig über
den langjährigen Mittelwerten.
- Für die aquatische Lebensgemeinschaft stellen
Sauerstoffgehalt und Sauerstoffsättigung
besonders wichtige Komponenten dar. Die Messwerte lagen im fließenden Wasser immer
weit über dem kritischen Wert von 3 mg/l.
- Die
Bakteriologischen Untersuchungen
ergaben, dass während des Hochwasserereignis-
ses die Fäkalcoli-Keimzahlen meist über den Richtwerten der Richtlinie 75/440/EWG
„Oberflächenwasser für die Trinkwassergewinnung“ lagen. Verursacht wurde diese Keim-
zahlerhöhung unter anderem durch den Ausfall vieler Kläranlagen.
- Für
einzelne organische Komponenten
lagen die Konzentrationen über den bisherigen
langjährigen Maximalwerten, z.B. für einige leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstof-
fe und das Insektizid DDT in der Elbe sowie für die aus Altlasten stammenden Insektizide
alpha- und beta- Hexachlorcyclohexan in der Freiberger Mulde. Zur Abschätzung des Ge-
fährdungspotentials wurden die ermittelten Konzentrationswerte mit europäischen und na-
tionalen Qualitätsvorgaben verglichen. In der Regel wurden die im Entwurf vorliegenden
Qualitätsnormen der Wasserrahmenrichtlinie nicht erreicht. Kurzzeitige Überschreitungen
traten für das Herbizid
Metazachlor
an den Messstellen in Bad Schandau (Elbe) und Bad
Düben (Mulde) auf. Aus den Konzentrationsverläufen wird jedoch ersichtlich, dass es sich
bei den organischen Belastungen um kurzzeitige Spitzenbelastungen handelte. Darüber hin-
aus wurden wie auch bei normaler Wasserführung die Qualitätsnormen für Konzentrationen
der Polychlorierten Biphenyle (PCB) in der Wasserphase an der Messstelle
Bad Schandau (Elbe) überschritten
- Für
Schwermetalle und Arsen
wurden ebenfalls erhöhte Werte gefunden. Aufgrund der
extrem erhöhten Wassermassen kam es zu erheblichen Frachten. Nach einem starken An-
stieg bis zum Scheitelpunkt der Hochwasserwelle war eine langsam abnehmende Belastung
zu verzeichnen. In der Elbe wurden für Arsen, Cadmium, Quecksilber, Uran und auch z.T.
für Blei Konzentrationen über den langjährigen Maximalwerten gemessen. Die
Cadmium
-
Werte lagen kurzzeitig über der Qualitätsnorm der Wasserrahmenrichtlinie. In den Mulden

5
liegt aufgrund der geogenen Belastung bereits bei normaler Wasserführung ein höheres
Konzentrationsniveau für Schwermetalle und Arsen vor.
Durch die Abschlämmung von Altlasten kam es punktuell im Muldeeinzugsgebiet zu Spit-
zenbelastungen z. B. im Raum Halsbrücke (Freiberger Mulde) für Arsen, Cadmium und
Blei und aus dem Gebiet um
Niederschlema (Zwickauer Mulde) für Arsen und Uran. Im Vergleich dazu lagen die Kon-
zentrationen im weiteren Verlauf der Vereinigten Mulde in Bad Düben wieder auf einem
geringeren Niveau, so dass nur für
Cadmium
die Qualitätsnorm nach Wasserrahmenricht-
linie überschritten wurde.
- Während des Hochwasserereignisses traten deutlich erhöhte Konzentrationen an
Mineral-
ölkohlenwasserstoffen
auf.
Als
Ursachen
für die weit über das Maß hinaus gehenden Stoffeinträge kommen hauptsächlich
Abschlämmungen von Flächen aller Art, Einträge durch Aufräumarbeiten, defekte Kläranla-
gen, ausgelaufene Behälter mit wassergefährdenden Stoffen (insbesondere Heizöl) und weitere
Unfälle in Betracht.
Nach dem Hochwasserereignis
sind die stofflichen Belastungen im Allgemeinen stark zu-
rückgegangen und entsprechen nunmehr wieder weitestgehend den bei normaler Wasserfüh-
rung üblichen Schwankungsbreiten. Erst die Ergebnisse der nunmehr wieder entsprechend des
Routinemessprogramms „Oberflächenwasserbeschaffenheit“ durchgeführten Gewässerprobe-
nahmen werden weitere Aussagen über Langzeitauswirkungen des Hochwasserereignisses lie-
fern können.
1 Einführung
1.1
Situationsbeschreibung des Niederschlagsereignisses
Das extreme Niederschlagsereignis im August war das Ergebnis des Zusammenspiels verschie-
dener Prozesse in der Atmosphäre, die in ihrer Summe die dramatische Hochwassersituation in
Sachsen auslösten. Ausgangspunkt war eine klassische Vb-Wetterlage. Diese allgemein sehr
niederschlagsintensiven Wetterlagen (Beispiel Oder-Hochwasser 1997) sind relativ selten und
treten eher im Frühjahr und Herbst auf.
Das Tief „Ilse“ über England zog nicht wie die meisten Tiefdruckgebiete auf der Nordhalbku-
gel nach Nordost, sondern ausgelöst durch bestimmte Druckverhältnisse direkt nach Süden
über den Golf von Genua. Im vorliegenden Fall wurde durch die hohen Wassertemperaturen
des Mittelmeeres verstärkt Wasserdampf in die Zirkulation des Tiefs einbezogen. Von dort
gelangte das Tief an den Ostalpen vorbei Richtung Österreich und Böhmen. Es zog in der
Nacht zum 12.08.2002 über die Tschechische Republik hinweg nach Sachsen und verstärke
sich an den Kammlagen des Erzgebirges. Die Westflanke des Tiefs traf über Sachsen auf eine
massive Nordströmung kalter Luftmassen. Die sehr feuchte warme Luft glitt auf den kalten
Luftmassen auf wurde in die Höhe gedrückt, kondensierte und Starkniederschläge waren die
Folge. Verschärfend kam hinzu, dass der Nordwind am Erzgebirge zu einer Stausituation führ-
te. Das Tief über unserem Raum verlagerte sich nur noch wenig, so dass die starken Regenfälle
sehr großflächig auftraten und lange anhielten
(LfUG, 2002)
.

6
Mehrere sächsische Messstationen erfassten neue Rekordwerte für den 24 stündigen Nieder-
schlag. So wurden in Dresden 158 mm Niederschlag registriert (bisheriger Rekord 77 mm am
02.08.1998). An der Station Zinnwald-Georgenfeld wurden sogar 312 mm gemessen
.

7
Das ist der mit Abstand höchste Tagesniederschlag, der je in Deutschland beobachtet wurde.
Der bisherige Rekord vom 06.07.1906 lag bei 260 mm in Zeithain bei Riesa. Vom 11. bis 13.
August fielen in 72 Stunden in Zinnwald 406 mm Regen. Das entspricht etwa dem vierfachen
des Normalwertes für den gesamten Monat August
(DWD, 2002)
.
1.2
Entwicklung der Abflüsse an den Elbepegeln
Das Hochwasser hat sich für die Zuflüsse in den Entstehungsgebieten und für die Elbe zum
größten verlässlich registrierten Ereignis entwickelt. Erste Abschätzungen gehen für die Elbe
von einem über 200 jährigen Hochwasser aus. Der Scheitel in Dresden lag bei ca. 4700 m³/s. In
der
Abbildung 1
(siehe Anhang) sind für die Pegel Usti, Dresden und Torgau die Abflussgang-
linien des Hochwasserereignisses hinterlegt
(BfG, 2002).
2
Die Elbe und ihre Nebenflüsse
2.1
Ziel und Inhalt des Hochwasser - Sondermessprogramms
Die ersten Untersuchungen wurden aufgrund der Nachrichten über angeblich freigesetzte
Dioxin- und Quecksilbermengen in Tschechien durchgeführt. Diese Sofortanalysen dienten
damit lediglich der Gefährdungsabschätzung und der Information des Krisenstabes und der
Bevölkerung.
Während des Scheitelpunktes der Hochwasserwelle in Sachsen wurde eine Längsschnittbepro-
bung per Hubschrauber durch die Arbeitsgemeinschaft für die Reinhaltung der Elbe (ARGE)
durchgeführt, was aus der Sicht der Erreichbarkeit der Probenahmestellen bei der angespannten
Verkehrslage die einzige Probenahmemöglichkeit war. Die Ergebnisse stellen eine wertvolle
Ergänzung der Untersuchungen dar und wurden in die nachfolgende Auswertung einbezogen.
Mit dem Anhalten des Hochwasserereignisses wurden immer häufiger Anfragen über die Was-
serqualität gestellt, so dass die Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft (UBG) durch das Sächsi-
sche Landesamt für Umwelt und Geologie (LfUG) beauftragt wurde, ein umfangreiches Para-
meterspektrum sowohl regelmäßig als auch überblicksmäßig zu beproben. Mit diesen Untersu-
chungsergebnissen konnten die Auswirkungen der vielfältigen Belastungen der Elbe
-
über die Zuflüsse,
-
durch Abflüsse und Abschlämmungen von Flächen aller Art,
-
durch Aufräumarbeiten (Keller),
-
defekte Kläranlagen,
-
ausgelaufene Behälter mit wassergefährdenden Stoffen, insbesondere Heizöl und
-
Unfälle
ermittelt, bewertet und darüber hinaus auch für spätere wissenschaftliche Auswertungen ge-
sammelt werden.
In der
Anlage 1
(siehe Anhang) ist die Chronik der Sonderuntersuchungen zusammengefasst.
Das untersuchte Parameterspektrum einschließlich der Bestimmungs- und Nachweisgrenzen ist
in
Anlage 2
(siehe Anhang) zusammengefasst.

8
2.2
Auswertung der Analytik zur Gefährdungsabschätzung
Durch das katastrophale Hochwasser wurden erhebliche Mengen von Schadstoffen in die Elbe
gespült bzw. in elbnahen Schlämmen und Sedimenten abgelagert.
Die Ergebnisse der Messungen während der Hochwasserereignisse wurden tagaktuell im Inter-
net ausgewertet. Dabei wurde bewusst nach allgemein verständlichen Erklärungen, Verglei-
chen und Bezügen gesucht, z. B. der Vergleich mit den Werten der Trinkwasserverordnung.
2.2.1 Dioxine
Durch die Presse wurde die Nachricht verbreitet, dass die in der Chemiefabrik Spolana lagern-
den Mengen an Dioxinen unkontrolliert in die Elbe gelangt seien und eine Umweltkatastrophe
drohe.
Mit einer Screening - Methode der UBG wurde die aktuelle Situation anhand von Sofortanaly-
sen der Gesamtwasserproben bei bekanntem Hintergrundwert überwacht.
Sämtlich gefundenen Daten lagen unterhalb der Nachweisgrenze von 0,05 ng/l, so dass es zu
keinem Zeitpunkt eine Gewässerverunreinigung mit Dioxinen gegeben hat.
Die Aussagen wurden zum einen durch die Werte der Sedimentuntersuchungen aus der Hub-
schrauberbeprobung der ARGE ELBE bestätigt. So wurde für Schmilka ein Wert von
16 ng/kg
TM WHO-TEQ
aus dem gewonnenen Filterrückstand gefunden, der im Rahmen der Hinter-
grundbelastung liegt. Zum anderen wurden Schlammproben entnommen, deren Ergebnisse
ebenfalls als unauffällig eingeschätzt wurden.
Auch die ständig mit durchgeführten Biotests zeigten keine akute Toxizität (Giftigkeit) für das
Elbwasser.
2.2.2 Quecksilber
Die gefundenen Quecksilberwerte lagen deutlich über den bisher üblichen Maximalwerten,
jedoch nicht über den Werten der zu erwartenden Qualitätsnorm der WRRL. Die Werte sind
der
Anlage 3
(siehe Anhang) zu entnehmen. Die
Abbildung 2
gibt eine Übersicht über den
Konzentrationsverlauf an der Messstelle Dresden.
Dresden
0,79
0,10
0,22
0,29
0,15
0,06
0,05
0,06
0,27
0,14
0,09
nn
0,07
0,0
0,2
0,4
0,6
0,8
1,0
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Quecksilber
Maximalwert 2001
Abb. 2: Entwicklung der Quecksilberkonzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Dresden und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,07 μg/l) von Schmilka, rechtselbig

9
2.2.3 Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW)
Im Verlauf des Geschehens wurde durch die Chemiefabrik Spolana eingeräumt, dass weitere
Stoffe in die Elbe gelangt sind.
Diese Stoffe wurden während des Hochwassers durch die Untersuchungen des LfUG über-
wacht und lagen zum größten Teil unterhalb der Nachweisgrenze.
In den
Abbildungen 3 und 4
sind die Konzentrationsverläufe für ausgewählte Parameter darge-
stellt.
Bad Schandau
0,41
0,17
1,
27
0,97
0,38
0,15
0,74
Werte nn
0,93
0,21
0,36
0,50
0,20
0,0
0,2
0,4
0,6
0,8
1,
0
1,
2
1,
4
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
1,2-Dichlorethan
Maximalw ert 2001
Abb. 3: Entwicklung der Konzentrationen von 1,2-Dichlorethan während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,20 μg/l) von Schmilka, rechtselbig
Dresden
0,74
0,73
1,5
0,07
0,13
0,09
0,29
0,20
0,11
0,16
1,9
2,0
0,63
0,0
0,4
0,8
1,2
1,6
2,0
2,4
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Tetrachlorethen (PER)
Maximalwert 2001
Abb. 4: Entwicklung der Konzentrationen von Tetrachlorethen während des Elbehochwassers an der
Messstelle Dresden und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,63 μg/l) von Schmilka, rechtselbig

10
Sächsische oder Europäische Qualitätsvorgaben wurden nicht überschritten (siehe
Tabelle 1
).
Tabelle 1:
Werte in den Elbwasserproben in der Zeit während des Hochwassers
EG-Nr. Parameter Untersuchungsergebnisse in der Elbe Bewertung
58 1,1 Dichlorethan
Alle Werte unterhalb der Nachweisgrenze
von 0,05μg/l
10 μg/l ist QZ der
SächsGewVVO
59 1,2 Dichlorethan
Maximalwert 1,27 μg/l
10 μg/l QN
nach EU-RL 76/464
119 1,1,1 Trichlorethan
Alle Werte unterhalb der Nachweisgrenze
von 0,01 μg/l
10 μg/l ist QZ der
SächsGewVVO
120 1,1,2 Trichlorethan
Alle Werte unterhalb der Nachweisgrenze
von 0,05 μg/l
10 μg/l ist QZ der
SächsGewVVO
111 Tetrachlorethen
(PER)
Maximalwert 1,98 μg/l
10 μg/l QN
nach EU-RL 76/464
128 Vinylchlorid
Maximalwert 0,2 μg/l
2 μg/l QZ der
SächsGewVVO
EG-Nr. EG-Nummer: von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften erteilte Parameternummer
QZ
Qualitätsziele: Die Qualitätsziele der Richtlinie 76/464/EG sind auf die Schutzgüter „aquatische Lebens-
gemeinschaften“ und menschliche Gesundheit“ ausgerichtet. Die fachlichen Vorgaben für die Qualitäts-
zielableitung orientieren sich an den national und international festgelegten Kriterien für die Stoffbewer-
tung. Bisher wurden von der EU für 18 Stoffe der Liste I Qualitätsziele vorgegeben. Alle übrigen Stoffe
der Listen I und II werden zu Stoffen der erweiterten Liste II. Für 99 dieser Stoffe wurden bundeseinheit-
liche Qualitätsziele in Länder-Verordnungen festgelegt (Sachsen:
SächsGewVVO
). Für die Stoffe der
erweiterten Liste II, für die keine Qualitätsziele festgelegt wurden, werden die vom UBA vorgeschlagenen
Qualitätskriterien angewandt. Die Festlegung der Qualitätskriterien erfolgte weitestgehend nach den
Grundsätzen der Qualitätszielableitung (UBA, 2001).
QN
Qualitätsnorm der EU-WRRL: Der chemische Status wird durch Umweltqualitätsnormen für prioritäre
Stoffe bestimmt, die von der Kommission festgelegt werden und EU-weite Gültigkeit haben. Für die Be-
stimmung des ökologischen Zustands sind weitere synthetische und nichtsynthetische Schadstoffe zu be-
rücksichtigen. Für diese Stoffe werden keine EU-weit geltenden Umweltqualitätsnormen vorgegeben. Die
Qualitätsnormen sind von den Mitgliedstaaten eigenständig abzuleiten und zu überwachen, sofern sie im
jeweiligen Flusseinzugsgebiet in signifikanten Mengen eingetragen werden. Vom Grundsatz her entspre-
chen die in den Länder-Verordnungen festgelegten Qualitätsziele für die 99 Stoffe den Qualitätsnormen
der WRRL (UBA, 2001).
2.3
Auswertung der analytischen Untersuchungen zur Gewässergüte
2.3.1 Allgemeine Parameter
Während des Hochwasserereignisses wurden auch analytische Parameter überwacht, die allge-
meine Aussagen zur Gewässergüte erlauben. Die gefundenen Daten wurden mit hochwasserüb-
lichen Werten und im Fortgang der Untersuchungen auch mit langjährigen Mittelwerten vergli-
chen. Die Ergebnisse und Vergleiche sind in der
Tabelle 2
enthalten.

11
Tabelle 2:
Auswertung der allgemeinen Parameter der Hochwasserbeprobung
Parameter
Maß-
einheit
Werte bei
Hochwasser
*)
(Abfluss
>1000m³/s)
Hinter-
grundwerte
Elbe
*)
Maximalwerte
beim Hochwas-
ser 2002
Zeitpunkt des
Maximalwertes
an der Probenah-
mestelle
pH-Wert
7,5 7,7 7,9
am 27. und 28.08.
Dresden
Salzbelastung
(Leitfähigkeit)
μS/cm
500 440 442
am 20.08.
Dresden
Summe der organi-
schen Verbindun-
gen (CSB)
mg/l
60 20 45
am 21.08.
Dresden
Chlororganische
Verbindungen
(AOX)
μg/l
50 30 52
am 21.08.
Meißen
Schwebstoffe
(AFS)
mg/l
1000 15 126
am 16.08.
Bad Schandau
Ammonium-
Stickstoff
mg/l
0,30 0,20 0,57
am 20.08.
Bad Schandau
Nitrat-Stickstoff mg/l
5,0 4,0 3,8
am 21.08.
Meißen
Gesamt-Stickstoff mg/l
8,0 5,5 6,4
am 19.08.
Meißen
ortho-Phosphat-P mg/l
0,08 0,10 0,15
am 23.08.
Bad Schandau
Gesamt-Phosphor mg/l
0,60 0,30 0,33
am 21. und 22.08.
Meißen
Ölanalytik
(Mineralölkohlen-
wasserstoffe)
mg/l
- - 0,51
am 21.08.
Dresden
*)
Quelle: Datenrecherchen des LfUG
Zusammenfassend ist festzustellen, dass hochwasserübliche Werte nicht überschritten wurden,
die Ergebnisse jedoch kurzzeitig über den langjährigen Mittelwerten lagen.
2.3.2 Parameter der Spezialanalytik
Für die Einschätzung der Güte der Gewässer wurden die Ergebnisse bereits nach dem Entwurf
der Umweltqualitätsnormen
(QN)
für die Einstufung der chemisch-physikalischen Qualitäts-
komponenten des ökologischen Zustands
(Tabelle „eco“)
und des chemischen Zustands
(Ta-
belle „chem“)
nach Wasserrahmenrichtlinie
(gemäß Entwurf Muster VO zu Anhang II und V
WRRL, Stand: 30.8.2002)
ausgewertet.
Da diese Vorgaben noch nicht für alle Parameter vollständig vorhanden sind, werden auch die
Qualitätsziele
(QZ)
der Sächsischen Gewässerverschmutzungsverringerungsverordnung
(SächsGewVVO) oder Qualitätskriterien
(QK)
des Umweltbundesamtes sowie fachlich herge-
leitete Qualitätsnorm-Vorschläge
(QN-V)
herangezogen.

12
Darüber hinaus werden die gefundenen Hochwasserwerte mit langjährigen Mittel- und
Maximalwerten der korrespondierenden Messstellen verglichen, um flussspezifische Aussagen
zu erhalten.
[Anmerkung: Eine Erläuterung der Begriffe Qualitätsziel, Qualitätskriterium und Qualitätsnorm enthält das Kapi-
tel 2.2.3. Die Qualitätsnorm-Vorschläge
(QN-V)
wurden dem Projektbericht zum Forschungsvorhaben „Ablei-
tung von Qualitätszielen für Kandidatenstoffe der prioritären Liste für die EU-Wasserrahmenrichtlinie“ entnom-
men (Engler-Bunte-Institut, 2001).]
In der
Anlage 3
(siehe Anhang) sind die Ergebnisse zusammengestellt und bedeutende Befunde
entsprechend der Legende farblich hervorgehoben.
Folgende Ergebnisse können aus den Untersuchungen der Sonderproben zusammengefasst
werden:
Für folgende Stoffe wurden die Qualitätsnormen
(QN)
nach WRRL
(gemäß Entwurf
Muster VO zu Anhang II und V WRRL, Stand: 30.8.2002)
überschritten:
- Cadmium
- Metazachlor
- PCB (Wasserphase).
Für folgende Stoffe traten Überschreitungen
(Engler Bunte-Institut, 2001
) der Qualitäts-
norm-Vorschläge
(QN-V)
auf:
- Alachlor
- Blei.
Überschreitungen der Qualitätskriterien
(QK)
(UBA, 2001)
waren bei den folgenden Stof-
fen zu verzeichnen:
- Arsen (Wasserphase)
- Uran.
Folgende Stoffe lagen über den bisherigen Maximalwerten:
- 1,2-cis-Dichlorethen
- 1,2-Dimethylbenzol (o-Xylol)
- 1,3- u.1,4-Dimethylbenzol (m, p Xylol)
- p,p-DDT
- Ethylbenzol
- Quecksilber
- Tributylphosphat (TBP)
- Vinylchlorid
Anmerkung: Für Tributylphosphat wurde für diese Auswertung die im Entwurf der Muster VO zu Anhang II und V
der WRRL (Stand: 30.8.2002) festgelegte Qualitätsnorm von 10 μg/l statt 0,1 μg/l (nach SächsGewVVO) verwen-
det. Tributylphosphat ist kein Pflanzenschutzmittel, wurde allerdings fälschlicherweise in den Länderverordnun-
gen als solches eingestuft.

13
In den
Abbildungen 5 bis 13
sind die Konzentrationsverläufe für ausgewählte Parameter darge-
stellt.
-
Überschreitungen der Qualitätsnormen nach WRRL
Meißen
1,4
0,92
1,6
1,8
0,20
0,20
0,24
0,18
0,13
0,08
0,09
0,14
0,20
0,0
0,4
0,8
1,2
1,6
2,0
2,4
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Cadmium
Maximalwert 2001
Abb. 5: Entwicklung der Cadmiumkonzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Meißen und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,20 μg/l) von Zehren, rechtselbig
Bad Schandau
1,9
0,40
1,1
0,60
2,6
2,8
1,8
0,50
0,70
0,40
0,80
0,40
0,30
0,50
0,80
0,50
0,30
0,30
0,20
1,4
0,0
0,4
0,8
1,2
1,6
2,0
2,4
2,8
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
ng/l
PCB 138
Maximalwert 2001
Abb. 6: Entwicklung der Konzentrationen von PCB 138 während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (1,4 ng/l) von Schmilka, rechtselbig
-
Überschreitungen der Qualitätsnorm-Vorschläge nach dem Engler-Bunte-Institut
Bad Schandau
19
7,3
5,5
4,9
4,7
3,8
3,2
2,6
8,2
11
5,1
4,8
2,7
9,2
0
4
8
12
16
20
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Blei
Maximalwert 2001
Abb. 7: Entwicklung der Bleikonzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle Bad Schandau
und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (9,2 μg/l) von Schmilka, rechtselbig

14
-
Überschreitungen der Qualitätskriterien nach UBA
Bad Schandau
10
8,3
6,2
5,8
7,0
8,0
6,9
5,3
5,1
4,8
4,6
4,3
4,1
4,2
3,8
0
2
4
6
8
10
12
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Arsen
Maximalwert 2001
Abb. 8: Entwicklung der Arsenkonzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (3,8 μg/l) von Schmilka, rechtselbig
Bad Schandau
15
1,2
1,1
1,1
1,6
1,0
1,1
1,0
1,0
1,1
1,2
0
2
4
6
8
10
12
14
16
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Uran
Maximalwert 2001
Abb. 9: Entwicklung der Urankonzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (1,2 μg/l) von Schmilka, rechtselbig
-
Überschreitungen der bisherigen Maximalwerte
Bad Schandau
0,51
0,03
1,
4
0,32
nn
nb
0,15
0,13
nn
0,08
0,09
0,05
0,06
0,0
0,5
1,
0
1,
5
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Xylen, o
Maximalw ert 2001
Abb. 10: Entwicklung der ortho-Xylen-Konzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,06 μg/l) von Schmilka, rechtselbig

15
Bad Schandau
0,52
1,5
4,0
3,9
0,12
0,14
0,17
0,21
0,05
0,09
nn
0,08
0,05
0,42
0,095
0,0
1,0
2,0
3,0
4,0
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Xylen, m, p
Maximalwert 2001
Abb. 11: Entwicklung der meta-, para-Xylen-Konzentrationen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,095 μg/l) von Schmilka, rechtselbig
Bad Schandau
0,30
0,94
1,0
0,02
0,02
0,12
0,05
0,05
0,04
0,02
nn
nn
nn
0,02
0,0
0,2
0,4
0,6
0,8
1,0
1,2
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Ethylbenzen
Maximalwert 2001
Abb. 12: Entwicklung der Konzentrationen von Ethylbenzen während des Elbehochwassers an der Messstelle
Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert 2001 (0,02 μg/l) von Schmilka, rechtselbig
Dresden
0,61
0,049
0,062
0,061
0,059
0,040
0,031
0,067
0,046
0,038
0,036
0,022
0,079
0,092
0,42
0,00
0,20
0,40
0,60
15.08. 16.08. 17.08. 18.08. 19.08. 20.08. 21.08. 22.08. 23.08. 24.08. 25.08. 26.08. 27.08. 28.08. 29.08. 30.08. 31.08.
μg/l
Tributylphosphat
Maximalw ert 1. Halbjahr 2002
Abb. 13: Entwicklung der Konzentrationen von Tributylphosphat während des Elbehochwassers an der Messstelle
Dresden und Vergleich mit dem Maximalwert 1. Halbjahr 2002 (0,42 μg/l) von Schmilka, rechtselbig
Für alle anderen Stoffe des Messprogramms wurden Werte unterhalb der Bestimmungs- bzw.
Nachweisgrenze gefunden oder die Werte lagen im Bereich der üblicher Weise anzutreffenden
Mittelwerte.
Abschließend ist festzustellen, dass die gesamte organische Belastung ein geringes Konzentra-
tionsniveau aufwies und nur die Konzentrationen einiger Komponenten zeitweise erhöht wa-
ren.

16
Darüber hinaus waren Stoffe erhöht, die auch bei normaler Wasserführung Probleme bereiten,
wie zum Beispiel die Polychlorierten Biphenyle in der Elbe.
2.3.3 Biologische Untersuchungen
-
Bakteriologische Untersuchungen
Der Nachweis der Coliformen Bakterien gilt als Hinweis auf fäkale Verunreinigung des Ge-
wässers; der Nachweis von Fäkalcoliformen Bakterien ist ein Nachweis für fäkale Gewässer-
verunreinigung und damit für eine vom Wasser ausgehende potentielle Infektionsgefahr.
Eine Auswertung der bakteriologischen Parameter der Hochwasserbeprobung enthält
Tabelle 3
.
Tabelle 3: Auswertung der bakteriologischen Parameter der Hochwasserbeprobung
Parameter Maßeinheit
Werte bei Hoch-
wasser
*)
(Abfluss
>1000m³/s)
Hinter-
grundwerte
Elbe
*)
Maximalwerte
beim Hochwasser
2002
Maximalwert
erreicht am …
an der Probe-
nahmestelle …
Fäkalcoliforme
Keime/ml
200
130
400
am 22.08.
Meißen
Coliforme
Keime/ml
1200 670 7100
am 06.09.
Meißen
*)
Quelle: Datenrecherchen des LfUG
Nachdem am 20.08. erhöhte Fäkalcolizahlen zunächst nur in Bad Schandau und Dresden ge-
funden wurden, fand man erhöhte Werte ab 22.08. in Dresden und Meißen und ab 26.08. bis
zur ersten Septemberdekade nur noch in Meißen. Zu bemerken ist, dass schon die Hinter-
grundwerte der Fäkalcoliformen Bakterien (13 000 Keime/100 ml) und auch der Gesamtcoli-
formen Keime (67 000 Keime/100 ml) über dem Grenzwert der Sächsischen Badewasserver-
ordnung liegen (2000 bzw. 10 000 Keime/ml; SächsBadegewV vom 5. Juni 1997). D.h. die
Elbe hat keine Badegewässerqualität. Während des gesamten Untersuchungszeitraumes waren
diese Grenzwerte ebenfalls überschritten.
Die Fäkalcoli-Keimzahlen lagen besonders an den Messstellen Dresden und Meißen meist über
den Richtwerten der Richtlinie 75/440/EWG „Oberflächenwasser für die Trinkwassergewin-
nung“ (200 Fäkalcoliforme Keime/ml bei intensiver Aufbereitung).
Verursacht wurde diese Problematik u.a. durch den Ausfall vieler Kläranlagen
(vgl. Punkt 2.6.2).
-
Toxizitätstests
Die Einschätzung der akuten Toxizität/Giftigkeit des Elbwassers erfolgte prinzipiell mittels
Leuchtbakterientest (DIN 38412 – L 34) und Daphnientest (DIN 38412 – L 30). Alle unter-

17
suchten Proben zeigten das Ergebnis G
L
1 bzw. G
D
1 ; d.h. das Wasser zeigte in der unverdünn-
ten Probe keine akut giftige Wirkung auf die Testorganismen.
-
Sauerstoffverhältnisse
Für den Fischbestand, aber auch für die übrige tierische Besiedlung der Elbe, stellen Sauer-
stoffgehalt und Sauerstoffsättigung besonders wichtige Komponenten dar. Beide Parameter
wurden regelmäßig untersucht. Die Messwerte lagen im fließenden Wasser immer weit über
dem kritischen Wert von 3 mg/l.
2.4
Situation der Messstationen
Die Messstation
Schmilka
wurde vollständig überspült und es entstand Totalschaden.
In der Messstation
Zehren
stand das Wasser 1m hoch. Der Strom war ausgefallen. An der
Messtechnik entstanden jedoch nur geringe Schäden.
Die Messstation
Dommitzsch
erlitt keinen Wasserschaden, war aber durch einen Dammbruch
von der Außenwelt abgeschnitten und hatte keinen Strom.
Durch den Stromausfall konnten zeitweise keine Online Daten wie pH-Wert, Sauerstoffgehalt
und Leitfähigkeit übertragen werden. Darüber hinaus wurde der Dreissena – Monitor (kontinu-
ierlicher Biotest mit der Dreikantmuschel) in Mitleidenschaft gezogen und fiel aus.
2.5
Untersuchung des Querprofils in Dresden Albertbrücke und Meißen-Altstadt-
brücke
2.5.1 Veranlassung
Die Beprobungen, die im Auftrag des LfUG bis 22.08. durchgeführt wurden, waren strommit-
tige Proben. Schadstoffe, unter anderem aus elbnahen Altlasten und aus Unfällen mit wasserge-
fährdenden Stoffen zur Zeit des Hochwassers selbst, hatten sich aber auch in besonderem Maße
randstromig (linker bzw. rechter Rand) der Elbe ausgebreitet. In den ersten Tagen des Hoch-
wassers (Scheitel bis erste Abklingphase der Scheitelwelle) führte eine
stark turbulente Strö-
mung
zu einer enormen Vermischung der Stoffbelastung über die gesamte Flussbreite, die sich
mit Abnahme der Wasserführung immer mehr
zu einer laminaren Strömung
entwickelte.
Daher lag die Vermutung nahe, dass einzelne Schadstofffahnen, die in der Regel aus überflute-
ten Bereichen emittiert wurden, sich stromab auch weiter am Flussrand ausbreiten würden.
Diese Vermutung wurde durch eigene Beobachtungen und Beobachtungen aus der Bevölke-
rung sowie durch Fotomaterial von der Befliegung der ARGE Elbe bestätigt.
Um repräsentative Schadstoffwerte über den gesamten Flussquerschnitt zu erhalten, wurden
entsprechende Querprofilmessungen durchgeführt. Damit sollte der mögliche Einfluss von Alt-
lasten und Unfälle (insbesondere Diesel, Benzinkohlenwasserstoffe und sonstige Öle, aber auch
sonstige Schadstoffe wie Schwermetalle)
über den gesamten Flussquerschnitt stichproben-
haft
untersucht werden.

18
2.5.2 Untersuchungsumfang
Beprobt wurden zwei Messorte:
-
Dresden, Albertbrücke
-
Meißen, Altstadtbrücke.
Folgender Probenumfang wurde pro Messort realisiert:
-
Fünf, gleichmäßig über den Flussquerschnitt verteilt.
Entnahmezeiten
-
22.08.02 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr (Dresden-Albertbrücke);
11:00 Uhr bis 12:00 Uhr (Meißen, Altstadtbrücke)
-
23.08.02 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr (Dresden-Albertbrücke);
11:00 Uhr bis 12:00 Uhr (Meißen, Altstadtbrücke)
Damit wurde ein Umfang von 20 Wasserproben realisiert.
Art der Probennahme
-
Schöpfprobe, mit Kanalprobennahmegerät
Analyseparameter
-
Quecksilber gesamt
-
Cadmium
-
Arsen
-
AOX
-
CSB
-
LHKWgesamt
-
HCH
-
DDT
-
PCBgesamt
-
MKW
2.5.3 Ergebnisse und Bewertung
Die Analysenergebnisse sind in der
Anlage 4
(siehe Anhang) enthalten. Zur Veranschaulichung
der Belastungen wurde diese Ergebniszusammenstellung mit Werten der
Trinkwasserverord-
nung (TVO) vom 5. Dezember 1990
verglichen.
Bis auf die Ergebnisse für Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) lagen keine Besorgnis erre-
genden Konzentrationswerte bzw. stark heterogene Konzentrationsverteilung über den Fluss-
querschnitt vor. Die MKW-Werte waren deutlich erhöht, insbesondere am 22.08. in Meißen,
rechtselbig und am 23.08. in Dresden und Meißen strommittig. Der Besorgniswert für den
Wirkungspfad Oberflächenwasser - aquatische Lebensgemeinschaft und Mensch (Nutzung als
Trinkwasser) von 10 μg/l wurde bis 200-fach überschritten.

19
2.6 Belastungspfade
2.6.1 Belastung durch die Nebenflüsse
Je nach Zugängigkeit wurde nach dem Hochwasser versucht, Proben von den Nebenflüssen
der Elbe zu nehmen, um die Parameter des normalen Messprogramms zu untersuchen.
Folgende Flüsse wurden beprobt:
Datum Beprobte Nebenflüsse
19.08.2002 Wesenitz
22.08.2002
Wilde, Rote und Vereinigte Weißeritz
26.08.2002 Gottleuba
27.08.2002
Triebisch und Floßgraben
28.08.2002
Müglitz und Lockwitzbach
29.08.2002 Jahna
Durch das Hochwasserereignis waren die Flusssedimente zum Teil ausgeräumt. Durch die Rei-
nigungsmaßnahmen nach dem Rückgang des Hochwassers, den Abfluss von überfluteten Flä-
chen und die Abspülung von Altlasten stiegen jedoch die Belastungen wieder an.
Folgende Auffälligkeiten wurden festgestellt:
Müglitz
In der Müglitz zeigten sich insbesondere an der Messstelle
Straßenbrücke Dippoldiswalde
erhöhte Konzentrationen (siehe
Tabelle 4
).
Tabelle 4: Vergleich zwischen den während des Hochwasserereignisses gemessenen
Konzentrationen ausgewählter Parameter an der Messstelle
Straßenbrücke Dippoldiswalde/Müglitz und den Hintergrundwerten von 1998-2001
Parameter Einheit Konzentrationen Hintergrundwerte von
1998-2001
Arsen μg/l
52
Mittelwerte
6,3 – 8,9
Maximalwerte
9,2 - 13
Blei μg/l
19
Mittelwerte
0,55 – 2,3
Maximalwerte
1,0 – 3,4
Cadmium μg/l
0,4
Mittelwerte
0,23 – 0,35
Maximalwerte
0,60 – 0,75
Quecksilber μg/l
2,7
-
Uran μg/l
3,1
(Mündungsmessstelle)
Mittelwert 2001
1,1
Maximalwert 2001
2,4

20
Weißeritz
Während die Wilde Weißeritz eher unauffällige Werte zeigte und der Schwebstoffgehalt
unter der Nachweisgrenze lag, wurden in der
Roten Weißeritz unterhalb
des ehemaligen
Industriestandortes
Schmiedeberg
stark erhöhte Konzentrationen insbesondere für
Schwermetalle und Arsen gefunden. Eine Gegenüberstellung der während des Hochwas-
serereignisses gemessenen Werte sowie der Hintergrundbelastungen für ausgewählte Pa-
rameter enthält
Tabelle 5.
Tabelle 5: Vergleich zwischen den während des Hochwasserereignisses gemessenen
Konzentrationen ausgewählter Parameter an der Messstelle
uh. Schmiedeberg/Rote Weißeritz und den Hintergrundwerten von 1998-2001
Parameter Einheit Konzentrationen Hintergrundwerte von
1998-2001
pH-Wert [-]
6
Mittelwerte
6,0 – 6,3
Maximalwerte
6,3 – 6,7
Abfiltrierbare Stoffe
mg/l
430
Mittelwerte
2 – 3
Maximalwerte
9 - 11
CSB mg/l
58
Mittelwerte
9,0 – 13
Maximalwerte
21 - 22
Gesamt-P mg/l
0,75
Mittelwerte
0,048 – 0,094
Maximalwerte
0,10 – 0,16
Arsen μg/l
290
Mittelwerte
3,5 – 8,2
Maximalwerte
4,2 - 14
Blei μg/l
240
Mittelwerte
4,0 – 11
Maximalwerte
7,2 - 19
Cadmium μg/l
3,2
Mittelwerte
1,2 – 1,5
Maximalwerte
1,4 – 1,7
Chrom
μg/l
14
Mittelwerte
0,50 – 1,5
Maximalwerte
0,50 – 1,5
Kupfer
μg/l
140
Mittelwerte
4,8 –8,6
Maximalwerte
5,6 - 14
Nickel μg/l
15
Mittelwerte
3,5 – 4,0
Maximalwerte
3,8 – 4,6

21
Parameter Einheit Konzentrationen Hintergrundwerte von
1998-2001
Quecksilber μg/l
0,16 -
Uran μg/l
11
Mittelwerte
0,68 – 1,3
Maximalwerte
0,90 – 1,9
Triebisch
Die Triebisch ist auch ohne Hochwasser ein durch den Rothschönberger Stolln sehr stark
belastetes Gewässer. Durch die Starkregenereignisse und die Abspülungen im Freiberger
Raum, wurden ebenfalls stark erhöhte Schwermetallkonzentrationen gefunden, was am
Beispiel der Messstelle
unterhalb Rothschönberger Stolln/Triebisch
dokumentiert wer-
den soll (siehe
Tabelle 6
).
Tabelle 6: Vergleich zwischen den während des Hochwasserereignisses gemessenen
Konzentrationen ausgewählter Parameter an der Messstelle
unterhalb Rothschönberger Stolln/Triebisch und den Hintergrundwerten von 1999-2001
Parameter Einheit Konzentrationen Hintergrundwerte von
1999-2001
Arsen μg/l
17
Mittelwerte
7,4 – 7,8
Maximalwerte
9,1 – 9,8
Blei μg/l
46
Mittelwerte
13 - 14
Maximalwerte
16 - 23
Cadmium μg/l
53
Mittelwerte
15
Maximalwerte
20
Kupfer
μg/l
48
Mittelwerte
14 – 16
Maximalwerte
20 - 21
Nickel μg/l
40
Mittelwerte
22 - 23
Maximalwerte
26 - 30
Zink μg/l
5900
Mittelwerte
2480 - 2500
Maximalwerte
3500 - 3600
Floßgraben und Jahna
Im Floßgraben und der Jahna-Mündung war die Sauerstoffsättigung am Tag der Probe-
nahme mit 62% bzw. 58% auf niedrigerem Niveau, was auf die Ölbelastung zurückge-
führt werden kann. So wurde durch den Probenehmer der UBG eine starke Ölverschmut-
zung registriert und die zuständige Wasserbehörde benachrichtigt.

22
Zusammenfassung
Bei den Nebenflüssen lagen die Konzentrationen für mehrere Komponenten während des
Hochwasserereignisses zum Teil erheblich über den langjährigen Maximalwerten. In der Regel
handelte es sich um kurzzeitige Belastungen, die nach dem Rückgang des Hochwassers wieder
zurückgingen.
2.6.2 Kläranlagen
In den an der Elbe gelegenen vom Hochwasser betroffenen Gemeinden waren von insgesamt
59 Anlagen 21 außer Betrieb bzw. beschädigt. Das entspricht 35% der Anlagen. Darunter be-
finden sich die Kläranlagen der Größenklasse 5 (Ausbaugrad > 100.000 EW) Dresden-Kaditz
und Meißen und die Kläranlagen der Größenklasse 4 (Ausbaugrad > 10.000 bis 100.000 EW)
in Pirna, Porschdorf/Prossen, Nünchritz und Riesa.
2.6.3 Belastung durch Mineralölkohlenwasserstoffe
Durch Havarien auf tschechischem Gebiet aber auch durch eine Vielzahl von vor allem häusli-
chen Heizölverbraucheranlagen, waren die Flüsse z.T. messbar mit Mineralölkohlenwasserstof-
fen belastet. Mengenabschätzungen, wie viel Heizöl, Diesel und Turbinenöle ausgetreten sind,
liegen nicht vor.
Ein Ansteigen der Werte für MTBE (Methyltertiärbutylether), der als Klopfmittel im Vergaser-
kraftstoff eingesetzt wird, ist Indiz dafür, dass auch Vergaserkraftstoff ausgelaufen sein muss.
Um derartige Sekundärfolgen zukünftig zu verhindern, müssen bereits im Vorfeld aus dem
Vorsorgegrundsatz heraus Anlagen in vom Hochwasser bedrohten Gebieten besonders gesi-
chert werden.
2.6.4 Kellerprobe
In einigen Bereichen stand das Wasser oft tagelang in Tiefgaragen, Kellern und Unterführun-
gen. Nicht nur der verbliebende Schlamm hinterließ in den Gebäuden seine Spuren, sondern
auch umgekehrt, reicherte sich das Wasser mit Schadstoffen an, die dann wieder in die Elbe
gelangten, wie z.B. mit Triisobutylphoshat, einer in Dämmstoffen enthaltenen Substanz.
Eine als beispielhaft gezogene Probe in einem Keller zeigte, dass die Keimzahlen bis zu
85 fach
über den Werten der Elbeproben lagen, die ihrerseits bereits erhöht waren.
2.7 Frachtabschätzung
Der Hochwasserscheitel der Elbe passierte den Pegel Schöna mit 12,02 m vom 16.08.2002,
21.00 Uhr bis zum 17.08.2002, 04.00 Uhr. Für die Berechnungen der Hochwasser-Scheitel-
frachten wurden die Untersuchungsergebnisse der am 17.08.2002 um 6.15 Uhr in Bad Schan-
dau entnommenen OW-Beschaffenheitsprobe (
Probe 7
) verwendet. Mit einem geschätzten
HW-Tagesdurchfluss von 423.360.000 m³/d und den entsprechenden HW-Tagesmittelkonzen-
trationen ergaben sich für Blei, Arsen und Quecksilber folgende HW-Tagesfrachten: 8,044 t/d,
4,234 t/d und 0,131 t/d. Die im Zeitraum des HW- Scheiteldurchganges ermittelten Tagesfrach-

23
ten für die Stoffe Blei, Arsen und Quecksilber entsprechen etwa 20% der Jahresfrachten eines
Kalenderjahres. Für diesen Vergleich wurden die in der Arbeitsgruppe M der IKSE und in der
Arbeitsgruppe 4 der deutsch-tschechischen Grenzgewässer-Kommission abgestimmten Jahres-
frachten für die Jahre 2000 und 2001 (
siehe
Anlage 5
; Anhang) am Grenzprofil Schmilka
zugrunde gelegt.
In der
Anlage 5
(siehe Anhang) sind die einzelnen Arbeitsschritte und Grundlagen zur Berech-
nung der Frachten für die Stoffe Blei, Arsen und Quecksilber aufgezeichnet.
3 Die Mulden
3.1 Situationsbeschreibung
Außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen insbesondere in den Erzgebirgsregionen führten
in den sächsischen Mulden (Zwickauer M., Freiberger M. und Vereinigte M.) insbesondere am
12./13.08.2002 zu einer extremen Hochwassersituation und verwandelten die genannten Flüsse
in reißende Ströme. Erste Abschätzungen gehen für die Mulden von einem über 500 jährigen
Hochwasser aus.
3.2 Messprogramm
Während der Hochwasserwelle waren Probenahmen durch die Überflutungen und der damit
verbundenen Unpassierbarkeit der Straßen nicht möglich. Erst ab dem 19.8.2002 konnte die
Probenahme im Bereich der Staatlichen Umweltfachämter (StUFÄ) Chemnitz und Plauen wie-
der erfolgen. Im Gebiet des StUFA Leipzig wurde erst ab dem 26.8.2002 wieder nach dem ge-
plantem Untersuchungsprogramm überwacht.
In Anbetracht der gewaltigen Schäden und der nicht abzuschätzenden Belastungen wurde am
5.9.2002
eine
Sonderbeprobung der Mulden
an ausgewählten Messstellen durchgeführt. Das
Untersuchungsspektrum umfasste neben den allgemeinen Parametern der Gewässergüte insbe-
sondere die Palette der Organika sowie der Metalle und Arsen.
3.3
Auswertung der Analytik zur Gewässergüte
Von besonderem Interesse im Bereich der Mulden ist die
Messstelle Bad Düben
als Über-
gangsstelle der Vereinigten Mulde nach Sachsen-Anhalt. Die Auswertungen werden daher im
Folgenden nur für diese Messstelle vorgenommen. Die Belastungspfade werden entsprechend
aufgezeigt.
3.3.1 Messstation Bad Düben
Die Messstation Bad Düben markiert den Übergang. In der Messstation waren keine Wasser-
schäden zu verzeichnen. Wegen Stromausfall konnten jedoch während des Durchlaufes der
Hochwasserwelle weder kontinuierliche Beschaffenheitsparameter aufgezeichnet noch Wasser-
und Schwebstoffmischproben gewonnen werden. Weiterhin kam es infolge des Absterbens der
Indikator-Muscheln zu einem Ausfall des Biomonitorings. Seit dem späten Nachmittag des
23.8.2002 arbeitet die Station wieder.

24
3.3.2
Sonderbeprobung Mulden – Auswertung für die Messstelle Bad Düben
-
Bewertung der Untersuchungsergebnisse der allgemeinen Parameter
Die Untersuchungsergebnisse der allgemeinen Parameter lagen in der Regel in Kon-
zentrationsbereichen, die bei erhöhter Wasserführung zu erwarten sind, sowie im Be-
reich langjähriger Maximalwerte. Auffälligkeiten konnten lediglich an der Messstelle
Halsbrücke 1/Freiberger Mulde festgestellt werden. An dieser Messstelle waren bei den
Parametern AFS (65 mg/l), CSB (32 mg/l), TOC (8,6 mg/l), AOX (25 mg/l) sowie Ge-
samt-P (0,52 mg/l), im Vergleich zu den Untersuchungsergebnissen der Sonderbepro-
bung an den anderen Messstellen, die höchsten Konzentrationswerte zu verzeichnen.
Diese Werte lagen auch über den langjährigen Maximalwerten.
-
Einstufung der chemisch-physikalischen Qualitätskomponenten für den ökologi-
schen Zustand
Bei den Sonderuntersuchungen lagen folgende in
Tabelle 7
aufgeführte Parameter über
den Qualitätsvorgaben für die Einstufung der chemisch-physikalischen Qualitätskom-
ponenten des ökologischen Zustands.
Tabelle 7: Vergleich zwischen den Umweltqualitätsnormen für die Einstufung der
chemisch-physikalischen Qualitätskomponenten des ökologischen Zustands und den
gemessenen Maximalwerten während des Hochwassers 2002 sowie den Hintergrund-
werten in Bad Düben
Die Belastungen mit Metazachlor kommen sowohl aus der Tschechische Republik als
auch über die Freiberger Mulde und die Chemnitz. Auch in der Vereinigten Mulde fin-
det eine zusätzliche Erhöhung statt.
Arsen kommt über die Freiberger Mulde aus dem Raum Halsbrücke (65 μg/l) aber auch
über die Zschopau (12 μg/l) und aus dem Bereich um Niederschlema (27 μg/l) aus der
Zwickauer Mulde in die Vereinigte Mulde.
EG Nr.
Parameter
Einheit
QN WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
Bad Düben
4
Arsen
μg/l
Nicht festgelegt,
aber QK 2
19
über QK
Mittelwerte
1997 – 8,2
1998 – 15
1999 – 10
2000 – 11
2001 – 9,3
Maximalwerte
1997 – 2001
von 13 - 48
L.II
Metazachlor
μg/l
0,1
0,34
über QN
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Be-
stimmungsgrenze
Maximalwerte
1997 – 2001
von 0,021 – 0,12

25
-
Einstufung des chemischen Zustands
Überschreitungen der Umweltqualitätsnormen für die Einstufung des chemischen Zu-
stands konnten für Cadmium (
siehe
Tabelle 8
) und Blei (
siehe
Tabelle 9
) festgestellt
werden.
Tabelle 8: Vergleich zwischen den Umweltqualitätsnormen für die Einstufung des
chemischen Zustands und den gemessenen Maximalwerten während des Hochwassers
2002 sowie den Hintergrundwerten in Bad Düben
EG Nr.
Parameter
Einheit
QN WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
Bad Düben
12
Cadmium
μg/l
1
1,5
über QN
Mittelwerte
1997 – 0,8
1998 – 2,0
1999 – 1,2
2000 – 1,4
2001 – 1,0
Maximalwerte
1997 – 2001
von 1,3 – 8,2
Die Cadmiumbelastung kommt aus der Freiberger Mulde. Im Raum Halsbrücke wurden
13μg/l gemessen.
Tabelle 9: Vergleich zwischen den Umweltqualitätsnorm-Vorschlägen (Engler-Bunte-
Institut) weiterer Stoffe nach Anhang X WRRL und den gemessenen Maximalwerten
während des Hochwassers 2002 sowie den Hintergrundwerten in Bad Düben
EG Nr.
Parameter
Einheit
QN WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
Bad Düben
L II
Blei
μg/l
Nicht festgelegt,
aber QN-V 3,4
17
über QN-V
;
Mittelwerte
1997 – 5,6
1998 – 10
1999 – 9,3
2000 – 1,4
2001 – 5,6
Maximalwerte
1997 – 2001
von 9 bis 130
Auch der erhöhte Bleiwert lässt sich auf Einträge aus der Freiberger Mulde im Raum
Halsbrücke zurückführen. Hier wurden sogar 160 μg/l Blei nachgewiesen.

26
-
Bewertung anderer Stoffe
Bei Uran kam es zu einer Überschreitung des vom UBA vorgeschlagenen Qualitätskri-
teriums von 3 μg/l (
siehe
Tabelle 10
).
Tabelle 10: Vergleich zwischen den Umweltqualitätskriterien anderer Stoffe nach
UBA und den gemessenen Maximalwerten während des Hochwassers 2002 sowie den
Hintergrundwerten in Bad Düben
Parameter Einheit Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
Bad Düben
Uran
μg/l
3,2
über QK von 3
Mittelwerte
1997 – 7,5
1998 – 4,4
1999 – 3,7
2000 – 3,7
2001 – 3,3
Maximalwerte
1997 – 2001
von 6 bis 17
Die Uran-Belastung resultiert im Wesentlichen aus dem Gebiet der um Niederschlema
an der Zwickauer Mulde (15 μg/l).
-
Bakteriologische und toxikologische Untersuchungen
Die Belastung mit koliformen Keimen war erheblich, insbesondere an der Mündung der
Chemnitz in Göritzhain. Diese Keimzahlerhöhung ist in erster Linie auf den Ausfall der
Kläranlage in Chemnitz zurückzuführen.
Sowohl der Daphnien- als auch der Leuchtbakterientest zeigten keine akute Toxizität.
- Zusammenfassung
Abschließend ist festzustellen, dass bei den genannten Messgrößen zwar die Qualitäts-
anforderungen überschritten wurden, die Messwerte jedoch in der Regel im Bereich der
langjährigen Mittel- als auch Maximalwerte lagen.

27
3.3.3
Weitere Belastungen in den Mulden und ihren Nebenflüssen
Freiberger Mulde
Neben den bereits diskutierten Schwermetallbelastungen fallen die erhöhten Werte für
alpha und beta Hexachlorcyclohexan (HCH)
dargestellt in
Tabelle 11
auf. Die Belas-
tung der Mulde im Freiberger Raum stammt wahrscheinlich aus der Abschlämmung
von Altlasten.
Tabelle 11: Vergleich zwischen den Untersuchungsergebnissen von alpha- und beta-
Hexachlorcyclohexan während des Hochwasserereignisses und Jahreskennwerten
Ein-
heit
Probe-
nahmestelle
27.08.02
05.09.02
Mittelwert
2001
Maximalwert
2001
μg/l Hilbersdorf
0,25
- 0,035 0,35
a- HCH
μg/l
Conradsdorf
0,28
-
0,26
μg/l Halsbrücke
0,33 0,35
0,033 0,27
μg/l
Hilbersdorf 0,060 - 0,013 0,059
b- HCH
μg/l
Conradsdorf 0,075 - 0,036
μg/l Halsbrücke
0,10 0,16
0,013 0,038
Die gefundenen alpha- und beta-HCH-Werte liegen z. T. noch über den Maximalwerten
für 2001, die geprägt waren durch ein durch diese Stoffe verursachtes Fischsterben.
Mündung Zschopau
In Pischwitz an der
Zschopau Mündung
wurde für
PCB 138
0,5 ng/l gemessen und
damit die Qualitätsnorm erreicht. Die langjährigen Mittel- bzw. Maximalwerte lagen im
Bereich von 0,15 ng/l bis 0,38 ng/l bzw. 0,2 ng/l bis 0,9 ng/l.
Zwickauer Mulde
In
Schlunzig
und bei der Mündung in
Sermuth
wurden jeweils 0,1 μg/l
Parathion-
methyl
gefunden. Die Umweltqualitätsnorm von Parathion-methyl für die Einstufung
des ökologischen Zustands beträgt gemäß des Entwurfes der Muster VO zur Umsetzung
der Anhänge II und V WRRL (Stand: 30.08.2002) beträgt 0,02 μg/l.
Darüber hinaus wurde an allen Messstellen eine erhöhte Konzentration an Mineralölkohlen-
wasserstoffen gefunden.

28
3.4 Situation der Kläranlagen
Im Flusseinzugsgebiet der Mulde sind insgesamt
34
Kläranlagen
beschädigt worden, davon
19
Anlagen im
RP Leipzig
und
15
Anlagen im
RP Chemnitz
(siehe
Tabelle 12
).
Tabelle 12: Übersicht über die betroffenen Kläranlagen der Größenklassen 4 und 5
Gewässer Anzahl der
betroffenen Anlage
Größenklasse
GK*
Name der Kläranlage
Freiberger Mulde
6
4
Döbeln
4 Frankenberg
4 Leisnig
4 Olbernhau
4 Rosswein
4 Waldheim
Zwickauer Mulde
2
4
Aue-Schwarzenberg
4 Glauchau
1 5 Zwickau
Vereinigte Mulden
4
4
Bad Düben
4 Eilenburg
4 Grimma
4 Wurzen
* GK 4
>10.000 ≤ 100.000 EW (Einwohnerwerte); GK 5 > 100.000 EW
Mit dem Ausfall von Kläranlagen steigen für die betroffenen Gewässer die
gesamte organische
Belastung
und der
Nährstoffeintrag
(N und P) an. Darüber hinaus nimmt die Belastung an
Fäkalkolikeimen
zu.
Schritt für Schritt verbessert sich die Situation, da an einer Instandsetzung und Wiederinbe-
triebnahme der betroffenen Kläranlagen fieberhaft gearbeitet wird. So ist die
KA Grimma
(Freiberger Mulde) bereits wieder im Notbetrieb. Die
KA Döbeln
(Freiberger Mulde) reinigt
mechanisch.
3.5
Wehrbesichtigung durch das LfUG
Am 30.08. erfolgte im Zusammenhang mit dem Durchgängigkeitsprogramm eine Vor-Ort-
Besichtigung ausgewählter Wehranlagen in der Vereinigten Mulde und der Zwickauer Mulde:
-
Wehr Walzig
-
Wehr Trebsen
-
Wehr Golzern
-
Wehr Grimma
-
WKA Kartonagenwerk Colditz
-
Wehr Papierfabrik Lastau
Die Querbauwerke waren weitgehend intakt, an einigen sind Reparaturen erforderlich. Soweit
ersichtlich waren die Wasserkraftanlagen an diesen Wehren am 30.08. nicht in Betrieb. Ursa-
che für die Abschaltung dürften Schäden und insbesondere Ablagerungen vor und in den
Werkskanälen sein. (An der WKA Kartonagenwerk Colditz z.B. war die Zuleitung (30 m lang)
zum Krafthaus fast über die gesamte Breite (ca. 12 m) und Höhe (ca. 2 m) mit Sand aufgefüllt.)

29
4 Literaturverzeichnis
Bundesanstalt für Gewässerkunde - BfG (2002)
:
Interne Mitteilung der BfG
Deutscher Wetterdienst - DWD (2002)
:
Daten des Deutschen Wetterdienstes
Engler-Bunte-Institut (2001)
: Projektbericht zum Forschungsvorhaben „Ableitung von Quali-
tätszielen für Kandidatenstoffe der prioritären Liste für die EU-Wasserrahmenrichtlinie“
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie - LfUG (2002):
Küchler, Wilfried; Schwar-
ze, Hartmut: „Klima, Regen, Hochwasser"
Umweltbundesamt - UBA (2001)
:
Interne Mitteilung: „Umweltqualitätsnormen für gewäs-
serrelevante Stoffe nach den Kriterien der Wasserrahmenrichtlinie“ (Entwurf)

30
Seite
5 Tabellenverzeichnis
Tab. 1:
Werte in den Elbwasserproben in der Zeit während des Hochwassers
9
Tab. 2:
Auswertung der allgemeinen Parameter der Hochwasserbeprobung
10
Tab. 3:
Auswertung der bakteriologischen Parameter der Hochwasserbe-
probung
15
Tab. 4:
Vergleich zwischen den während des Hochwasserereignisses ge-
messenen Konzentrationen ausgewählter Parameter an der Mess-
stelle Straßenbrücke Dippoldiswalde/Müglitz und den Hintergrund-
werten von 1998-2001
18
Tab. 5:
Vergleich zwischen den während des Hochwasserereignisses ge-
messenen Konzentrationen ausgewählter Parameter an der Mess-
stelle uh. Schmiedeberg/Rote Weißeritz und den Hintergrund-
werten von 1998-2001
19
Tab. 6:
Vergleich zwischen den während des Hochwasserereignisses ge-
messenen Konzentrationen ausgewählter Parameter an der Mess-
stelle unterhalb Rothschönberger Stolln/Triebisch und den Hinter-
grundwerten von 1999-2001
20
Tab. 7:
Vergleich zwischen den Umweltqualitätsnormen für die Einstu-
fung der chemisch-physikalischen Qualitätskomponenten des öko-
logischen Zustands und den gemessenen Maximalwerten während
des Hochwassers 2002 sowie den Hintergrundwerten in Bad Düben
23
Tab. 8:
Vergleich zwischen den Umweltqualitätsnormen für die Einstufung
des chemischen Zustands und den gemessenen Maximalwerten
während des Hochwassers 2002 sowie den Hintergrundwerten
in Bad Düben
24
Tab. 9:
Vergleich zwischen den Umweltqualitätsnorm-Vorschlägen
(Engler-Bunte-Institut) weiterer Stoffe nach Anhang X WRRL
und den gemessenen Maximalwerten während des Hochwassers
2002 sowie den Hintergrundwerten in Bad Düben
24
Tab. 10:
Vergleich zwischen den Umweltqualitätskriterien anderer Stoffe
nach UBA und den gemessenen Maximalwerten während des Hoch-
wassers 2002 sowie den Hintergrundwerten in Bad Düben
25
Tab. 11:
Vergleich zwischen den Untersuchungsergebnissen von alpha- und
beta-Hexachlorcyclohexan während des Hochwasserereignisses und
Jahreskennwerten
26
Tab. 12:
Übersicht über die betroffenen Kläranlagen der Größenklassen 4 und 5
27

31
Seite
6 Abbildungsverzeichnis
Titelbild: Hubschrauberlängsprofilbefliegung der ARGE Elbe
Abb.1:
Abflussganglinien von den Elbepegeln Usti, Dresden und Torgau
während des Hochwassers 2002
35
Abb. 2:
Entwicklung der Quecksilberkonzentrationen während des Elbehoch-
wassers an der Messstelle Dresden und Vergleich mit dem
Maximalwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
7
Abb. 3:
Entwicklung der Konzentrationen von 1,2-Dichlorethan während des
Hochwassers an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem
Maximalwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
8
Abb. 4:
Entwicklung der Konzentrationen von Tetrachlorethen während des
Elbehochwassers an der Messstelle Dresden und Vergleich mit dem
Maximalwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
8
Abb. 5:
Entwicklung der Cadmiumkonzentrationen während des Elbehoch-
wassers an der Messstelle Meißen und Vergleich mit dem Maximal-
wert 2001 von Zehren, rechtselbig
12
Abb. 6:
Entwicklung der Konzentrationen von PCB 138 während des Elbe-
hochwassers an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem
Maximalwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
12
Abb. 7:
Entwicklung der Bleikonzentrationen während des Elbehochwassers
an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert
2001 von Schmilka, rechtselbig
12
Abb. 8:
Entwicklung der Arsenkonzentrationen während des Elbehochwassers
an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert
2001 von Schmilka, rechts rechtselbig
13
Abb. 9:
Entwicklung der Urankonzentrationen während des Elbehochwassers
an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem Maximalwert
2001 von Schmilka, rechtselbig
13
Abb. 10:
Entwicklung der ortho-Xylen-Konzentrationen während des Elbehoch-
wassers an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem Maxi-
malwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
13
Abb. 11:
Entwicklung der meta-, para-Xylen-Konzentrationen während des Elbe-
hochwassers an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem
Maximalwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
14

32
Seite
Abb. 12:
Entwicklung der Konzentrationen von Ethylbenzen während des Elbe-
hochwassers an der Messstelle Bad Schandau und Vergleich mit dem
Maximalwert 2001 von Schmilka, rechtselbig
14
Abb. 13:
Entwicklung der Konzentrationen von Tributylphosphat während des
Elbehochwassers an der Messstelle Dresden und Vergleich mit dem
Maximalwert 1. Halbjahr 2002 von Schmilka, rechtselbig
14

33
7 Abkürzungsverzeichnis
AFS Abfiltrierbare Stoffe
AOX
Adsorbierbare organisch gebundene Halogene
ARGE Elbe
Arbeitsgemeinschaft für die Reinhaltung der Elbe
BBodSchV Bundes-Bodenschutz-Altlastenverordnung
CSB Chemischer Sauerstoffbedarf
D-CR-GG-Kommission Deutsch-tschechische-Grenzgewässer-Kommission
DDT Insektizid
DWD Deutscher Wetterdienst
Gesamt-P Gesamt-Phosphor
HCH Hexachlorcyclohexan
HHW bzw. HHQ
Bisher bekannt gewordener höchster Wasserstands- oder Durch-
flusswert, der an der betreffenden Messstelle jemals festgestellt
worden ist.
HW Hochwasser
LAWA Länderarbeitsgemeinschaft Wasser
LfUG
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
LHKW
Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe
MTBE Methyltertiärbutylether
Muster VO
Musterverordnung
OW Oberflächenwasser
PCB Polychlorierte Biphenyle
Q Durchfluss, Abfluss
QK Qualitätskriterium
QN Qualitätsnorm
QN-V Qualitätsnorm-Vorschlag
QZ Qualitätsziel
SächsGewVVO Sächsische Gewässerverschmutzungsverringerungsverordnung
SMUL Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
StUFA Staatliches Umweltfachamt
TOC
Gesamter organisch gebundener Kohlenstoff
TVO Trinkwasserverordnung
UBA Umweltbundesamt
UBG Staatliche Umweltbetriebsgesellschaft
W
Wasserstand
WRRL Wasserrahmenrichtlinie

34
Seite
8 Anlagenverzeichnis
Anlage 1: Chronik der Sonderuntersuchungen ELBE
35
Anlage 2: Parameterspektrum
36
Anlage 3:
Auswertung der Parameter der Spezialanalytik der Hochwasser-
beprobung
41
Anlage 4:
Untersuchungsergebnisse des Querprofils in Dresden Albertbrücke
und Meißen-Altstadtbrücke
54
Anlage 5:
Berechnungen zur Frachtabschätzung für die Stoffe Blei, Arsen
und Quecksilber
58

35
Anhang

36
Abb. 1: Abflussganglinien von den Elbepegeln Usti, Dresden und Torgau während des Hochwassers 2002
Abflussganglinien von Elbepegeln während des Hochwassers 2002
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7.8.02
8.8.02
9.8.02
10.8.02
11.8.02
12.8.02
13.8.02
14.8.02
15.8.02
16.8.02
17.8.02
18.8.02
19.8.02
20.8.02
21.8.02
22.8.02
23.8.02
24.8.02
25.8.02
26.8.02
27.8.02
28.8.02
29.8.02
30.8.02
31.8.02
1.9.02
2.9.02
Q [m³/s]
Usti
Dresden
Torgau
Quelle: BfG 2002

37
Anlage 1:
Chronik der Sonderuntersuchungen ELBE
Donnerstag
15.8.2002
Im Auftrag des Katastrophenstabes werden in Dresden von der Albertbrücke um 10:00 und
12:00 Schöpfproben entnommen. Um 14:30 erfolgt eine Hubschrauberbeprobung bei
Schmilka.
Die Proben werden auf Grund von beunruhigenden Pressemeldungen über die tschechische
Chemiefabrik Spolana auf Dioxine untersucht.
Darüber hinaus wurden in Dresden von der Carolabrücke aus allgemeine Parameter, wie z.B.
die Leitfähigkeit gemessen.
Die Ergebnisse der Analytik wurden ausgewertet und eine verbale, möglichst allgemeinver-
ständliche Einschätzung der Probe erstellt.
Freitag
16.8.2002
Im Auftrag des SMI werden im Abstand von 8 Stunden Hubschrauberproben bei Schmilka
entnommen.
Zusätzlich werden ab Probe 4 Quecksilber analysiert und ab Probe 5 der Leuchtbakterientest
durchgeführt.
Durch die ARGE Elbe wird eine Hubschrauberbeprobung über den gesamten Elbelängs-
schnitt durchgeführt.
Sonnabend
17.8.2002
Die Probenahme erfolgt nunmehr durch das Landeskriminalamt im 8 Stunden-Rhythmus aus
Schöpfprobe strommittig von der Brücke in Bad Schandau.
Ab Probe 7 wird als zusätzlicher Toxizitätstest der Daphnientest durchgeführt.
Sonntag
18.8.2002
Die Probenahme erfolgt nach wie vor in Bad Schandau im 8 Stundenrhythmus durch das
Landeskriminalamt.
Von
Montag
19.8.2002
bis
Freitag
30.08.2002
Von nun an werden ein mal am Tag in Bad Schandau, Dresden und Meißen von den Brü-
cken aus durch die Polizei Schöpfproben entnommen.
Für organische Spurenstoffe und Schwermetalle wird ein Screeningprogramm durchgeführt.
Das umfangreiche Messprogramm wird durch allgemeine, die Gewässergüte beschreibende
Parameter, wie pH-Wert, CSB, AOX, Leitfähigkeit, Nitrat-Stickstoff, Ammonium-
Stickstoff, Gesamt-Stickstoff, ortho-Phosphat; Gesamt-P und Mineralöle ergänzt.
Ergänzend zur chemischen Analytik werden Toxizitätstests (Leuchtbakterientest; Daphnien-
test) und bakteriologische Untersuchungen (Coli, Fäkalcoli; Salmonellenverdacht) in das
Untersuchungsprogramm aufgenommen.
Sauerstoffmessungen werden regelmäßig durchgeführt.
Von Montag
02.09.2002
bis
Freitag
06.09.2002
Die Probenahmen werden nunmehr wieder von der UBG genommen.
Der Umfang wurde auf 3 x in der Woche und auf zwei Messstellen, Bad Schandau und Mei-
ßen, beschränkt.
In den Elbwasserproben wird die Analytik auf Dioxine eingestellt, da alle Werte unterhalb
der Nachweisgrenze lagen.
Mit der Probe vom Freitag endet die offizielle Sonderbeprobung der Elbe aufgrund der
Hochwasserereignisse. Es werden keine neuen Daten mehr ins Internet eingestellt.

38
Anlage 2:
Parameterspektrum
Einstufung der chemisch-physikalischen Qualitätskomponenten des ökologischen Zustands nach Wasser-
rahmenrichtlinie
EG Nr.
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
4
Arsen μg/l 0,2 0,5
20
Chlorbenzen μg/l 0,01 0,02
38
2-Chlortoluol μg/l 0,05 0,1
40
4-Chlortoluol μg/l 0,05 0,1
48
1,2-Dibromethan μg/l 0,1 0,2
53
1,2-Dichlorbenzen μg/l 0,005 0,01
54
1,3-Dichlorbenzen μg/l 0,005 0,01
55
1,4-Dichlorbenzen μg/l 0,005 0,01
58
1,1-Dichlorethan μg/l 0,05 0,1
59
1,2-Dichlorethan μg/l 0,05 0,1
60
1,1-Dichlorethen μg/l 0,05 0,1
61
1,2-trans-Dichlorethen μg/l 0,1 0,3
61
1,2-cis-Dichlorethen μg/l 0,05 0,1
67
1,3-cis-Dichlorpropen μg/l 0,5 1
79
Ethylbenzen μg/l 0,005 0,01
86
Hexachlorethan
μg/l
0,002
0,005
87
Isopropylbenzol μg/l 0,005 0,01
101
PCB 28
ng/l
0,1
0,2
101
PCB 52
ng/l
0,1
0,2
101
PCB 101
ng/l
0,1
0,2
101
PCB 153
ng/l
0,1
0,2
101
PCB 138
ng/l
0,1
0,2
101
PCB 180
ng/l
0,1
0,2
108
Tetrabutylzinn
μg/l
0,0002
0,0005
109
1,2,3,5/1,2,4,5-Tetrachlorbenzol
μg/l
0,0002
0,0005
112
Toluen μg/l 0,02 0,05
114
Tributylphosphat
μg/l
5
10
119
1,1,1-Trichlorethan μg/l 0,01 0,02
120
1,1,2-Trichlorethan μg/l 0,05 0,1
123
1,1,2-Trichlortrifluorethan μg/l 0,005 0,01
128
Vinylchlorid μg/l 0,1 0,2
129
Xylen, m, p
μg/l
0,01
0,02
129
Xylen, o
μg/l
0,01
0,02
L.II
Chrom μg/l 0,3 1
L.II
Kupfer μg/l 0,6 2
L.II
Zink μg/l 1 3
L.II
Ametryn μg/l 0,011 0,02
L.II
Hexazinon μg/l 0,01 0,02
L.II
Metazachlor μg/l 0,01 0,02
L.II
Metolachlor μg/l 0,01 0,02
L.II
Prometryn μg/l 0,007 0,014
L.II
Terbutylazin μg/l 0,003 0,007

39
Einstufung des chemischen Zustands nach Wasserrahmenrichtlinie
EG Nr.
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
1
Aldrin
μg/l
0,002
0,005
7
Benzen μg/l 0,02 0,04
12
Cadmium μg/l 0,02 0,05
13
Tetrachlorkohlenstoff μg/l 0,01 0,02
23
Trichlormethan (Chloroform)
μg/l
0,05
0,1
46
p,p-DDT μg/l 0,003 0,005
62
Dichlormethan μg/l 0,1 0,2
71
Dieldrin
μg/l
0,002
0,005
77
Endrin
μg/l
0,005
0,01
83
Hexachlorbenzen μg/l 0,0005 0,001
84
Hexachlorbutadien μg/l 0,01 0,02
HCH, alpha
μg/l
0,001
0,002
85
HCH, beta
μg/l
0,001
0,002
HCH, gamma (Lindan)
μg/l
0,001
0,002
92
Quecksilber μg/l 0,01 0,05
111
Tetrachlorethen (PER)
μg/l
0,005
0,01
117
1,2,3-Trichlorbenzol
μg/l
0,0002
0,0005
117
1,3,5-Trichlorbenzol
μg/l
0,0002
0,0005
118
1,2,4-Trichlorbenzol
μg/l
0,0002
0,0005
121
Trichlorethen (TRI)
μg/l
0,01
0,02
Nitrat-Stickstoff mg/l 0,05 0,2
Weitere Stoffe nach Anhang X Wasserrahmenrichtlinie
EG Nr.
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
76
Endosulfan
μg/l
0,005
0,01
106
Simazin μg/l 0,004 0,008
124
Trifluralin μg/l 0,001 0,002
131
Atrazin μg/l 0,003 0,007
2,2,3,4,4-Pentabrombiphenylether
μg/l
0,0003
0,001
2,2,4,4,5-Pentabrombiphenylether
μg/l
0,0003
0,001
2,3,4,4,6 Pentabrombiphenylether
μg/l
0,0003
0,001
Alachlor μg/l 0,005 0,01
Blei μg/l 0,2 0,5
Nickel μg/l 0,3 1
Nonylphenol
μg/l
2
5
Octylphenol
μg/l
5
10
Propazin μg/l 0,003 0,007

40
Andere Verbindungen in unserer Auswertung
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
1,2,3,4-Tetrachlorbezol
μg/l
0,0002
0,0005
Bisphenol A
μg/l
0,005
0,01
Bromdichlormethan μg/l 0,02 0,05
Carbamazepin μg/l 0,01 0,02
Chlordibrommethan μg/l 0,02 0,05
Desethylatrazin μg/l 0,006 0,012
Diflufenican μg/l 0,01 0,02
Galaxolide
μg/l
5
10
Iminostilben μg/l 0,01 0,02
Lenacil μg/l 0,01 0,02
MTBE μg/l 0,1 0,2
Pentachlorbenzol
μg/l
0,0002
0,005
Sebutylazin μg/l 0,008 0,014
Terbutryn μg/l 0,005 0,01
Tonalide
μg/l
5
10
Tribrommethan (Bromoform)
μg/l
0,05
0,1
Triisobutylphosphat (TIBP)
μg/l
5
10
Uran μg/l 0,1 0,2
Weitere untersuchte Parameter
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
Wassertemperatur
Grad C
-5
Sauerstoffgehalt mg/l 0
Sauerstoffsättigung % 0
Geruch
[-]
Farbe
[-]
Trübung
[-]
pH-Wert (Labor)
[-]
0,1
Elektrische Leitfähigkeit(25°C)
μS/cm
10
AOX μg/l 10
DOC mg/l 0,18 0,55
TOC mg/l 0,18 0,55
SAK 254nm
1/m
1,5
CSB mg/l 5
abfiltrierbare Stoffe
mg/l
1
1
Gesamt-Stickstoff mg/l 0,79 2,2
o-Phosphat-P mg/l 0,01 0,037
Nitrit-Stickstoff mg/l 0,002 0,007
Ammonium-Stickstoff mg/l 0,018 0,063
Phenol-Index (wasserdampffl.)
μg/l
2,5
8,4
Sulfat mg/l 1 3
Chlorid mg/l 0,8 2,5
Fluorid mg/l 0,02 0,05
Gesamt-Phosphor mg/l 0,01 0,028

41
Biologie
Parameter
Einheit
Leuchtbakterientest GL
Daphnientest GD
Koliforme KBE/ml
Fäkalcoli (E.coli)
KBE/ml
Salmonellen KBE/ml
Dioxine
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
2,3,7-TCDF ng/l 0,05
1,2,3,7,8-PeCDF ng/l 0,05
2,3,4,7,8-PeCDF ng/l 0,05
1,2,3,7,8-PeCDF ng/l 0,05
1,2,3,4,7,8-HxCDF ng/l 0,05
1,2,3,6,7,8-HxCDF ng/l 0,05
1,2,3,7,8,9-HxCDF ng/l 0,05
1,2,3,4,7,8-HxCDD ng/l 0,05
1,2,3,6,7,8-HxCDD ng/l 0,05
1,2,3,7,8,9-HxCDD ng/l 0,05
2,3,4,6,7,8-HxCDF ng/l 0,05
1,2,3,4,6,7,8-HpCDF ng/l 0,05
1,2,3,4,6,7,8-HpCDD ng/l 0,05
1,2,3,4,7,8,9-HpCDF ng/l 0,05
OCDD ng/l 0,05
OCDF ng/l 0,05
Metalle und organische Spurenstoffe
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
Natrium mg/l 0,15 0,5
Magnesium mg/l 0,1 0,3
Aluminium μg/l 2,9 10
Kalium mg/l 0,1 0,3
Calcium mg/l 0,15 0,5
Mangan μg/l 0,3 1
Eisen mg/l 0,01 0,03
Beryllium μg/l 0,1 0,2
Bor μg/l 1,2 4
Cobalt μg/l 0,05 0,1
Silber μg/l 0,05 0,1
Barium μg/l 0,3 1
Thallium μg/l 0,05 0,1
Bismut μg/l 0,1 0,2
Zinn μg/l 0,1

42
Parameter
Einheit
Nachweisgrenze
Bestimmungsgrenze
o,p-DDE μg/l 0,003 0,005
p,p-DDE μg/l 0,003 0,005
o,p-DDD (o,p TDE)
μg/l
0,003
0,005
p,p-DDD (p,p TDE)
μg/l
0,003
0,005
o,p-DDT μg/l 0,003 0,005
PCB 31
ng/l
0,1
0,2
Summe MKW
mg/l
Summe Iminostilben+Carbamazepin μg/l 0,01
0,02

43
Anlage 3:
Auswertung der Parameter der Spezialanalytik der Hochwasserbeprobung
Legende
Über Mittelwert, aber unter bzw. im Bereich der Maximalwerte
Über Maximalwert
Über Qualitätsziel (QZ) der SächsGewVVO
Über Qualitätsnorm (QN) der WRRL
Über Qualitätsnorm-Vorschlag (QN-V) oder Qualitätskriterium (QK)
Umweltqualitätsnormen für die Einstufung der chemisch-physikalischen Qualitätskom-
ponenten des ökologischen Zustands (nach Tabelle „eco“ WRRL)
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
4
Arsen
μg/l
QK
2
10
am 17.08.
Bad Schandau
über QK
über den Maximalwerten
der letzten Jahre
Mittelwerte
1997 von 3,8 – 4,6;
1998 von 3,7 – 8,6;
1999 von 3,1 – 3,4;
2000 von 3,2 – 3,6;
2001 von 2,9 – 3,1
Maximalwerte
1997 von 4,8 - 10;
1998 von 4,6 - 15;
1999 von 3,9 – 6,5;
2000 von 5,1 – 8,0;
2001 von 3,6 – 4,7
55
1,4-Dichlorbenzen
μg/l
10
0,01
am 28.08.
Dresden und Meißen
im bisherigen Messbereich
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Be-
stimmungsgrenze,
Maximalwerte
1997 von 0,14 – 0,23;
1998 von 0,15 – 0,17;
2001 von 0,01 – 0,02
59
1,2-Dichlorethan
μg/l
10
1,27
am 22.08.
Bad Schandau
im Bereich der
Maximalwerte
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Be-
stimmungsgrenze von 0,1
Maximalwerte
1997 von 2,0 – 6,3;
1998 von 2,9;
1999 von 2,3 – 4,5;
2000 von 0,10 – 0,15;
2001 von 0,12 – 0,47

44
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
61
1,2-cis-Dichlorethen
μg/l
10
0,47
am 22.08.
Bad Schandau
über Maximalwert
alle Messwerte lagen bis-
her unterhalb der Bestim-
mungsgrenze von 0,3
79
Ethylbenzol
μg/l
10
1,04
am 28.08.
Bad Schandau
über Maximalwert
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Nach-
weisgrenze,
Maximalwerte
2001 von 0,02 - 0,05
(101)
PCB
ng/l
0,5
2,8 bei PCB 138
am 16.08.
Bad Schandau
über Mittel- aber unter
bzw. gleich Maximalwert
Mittelwerte
1997 von 0,2 - 1,2;
1998 von 0,2 - 0,9;
1999 von 0,2 - 0,6;
2000 von 0,3 - 0,7;
2001 von 0,2 - 0,6
Maximalwerte
1997 von 0,3 - 7,3;
1998 von 0,3 - 3,2;
1999 von 0,2 - 1,9;
2000 von 0,4 - 3,4;
2001 von 0,3 - 2,8
112
Toluol
μg/l
10
2,64
am 26.08.
Meißen
Wert im Bereich der Ma-
ximalwerte
Mittelwerte
1997 von 0,39 - 0,50;
1998 von 0,28 - 0,44;
1999 von 0,16 - 0,27;
2000 von 0,11;
2001 von 0,15 - 1,0
Maximalwerte
1997 von 0,18 - 3,7;
1998 von 0,38 - 1,6;
1999 von 0,14 - 0,94;
2000 von 0,21 - 0,94;
2001 von 0,30 - 8,5
114
Tributylphosphat
(TBP)
μg/l
10
0,61
am 16.08.
Dresden
über Maximalwert
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen die
Konzentrationen zwischen
0,021 – 0,50

45
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
123
1,1,2-
Trichlortrifluorethan
μg/l
10
0,14
am 26.08.
Dresden
über Maximalwert
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen die
Konzentrationen zwischen
0,01 – 0,06
128
Vinylchlorid
μg/l
2
Werte unterhalb der
Nachweisgrenze von 0,1
nur ein realer Messwert
von 0,2
am 25.08.
Bad Schandau
über Maximalwert
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen alle
Werte unterhalb der
Nachweisgrenze
(129)
1,2-Dimethylbenzol
(o-Xylol)
μg/l
10
1,38
am 29.08.
Bad Schandau
über Maximalwert
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Nach-
weisgrenze,
Maximalwerte
1997 von 0,13 – 0,23;
1998 von 0,15 – 0,21;
2000 von 0,22 – 0,26;
2001 von 0,02 – 0,08
(129)
1,3- u.1,4-
Dimethylbenzol
(m, p Xylol)
μg/l
10+10
3,99
am 24.08.
Bad Schandau
über Maximalwert
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Nach-
weisgrenze,
Maximalwerte
1997 von 0,21 – 0,63;
1998 von 0,20 – 0,64;
2001 von 0,01 – 0,12
L.II
Chrom
μg/l
21
am 17.08.
Bad Schandau
Wert im Bereich der Ma-
ximalwerte
Mittelwerte
1997 von 3,3 – 4,0;
1998 von 2,1 – 4,7;
1999 von 1,7 – 2,6;
2000 von 2,7 – 4,3;
2001 von 2,4 – 2,7
Maximalwerte
1997 von 7,3 - 16;
1998 von 4,1 - 38;
1999 von 3,2 - 13;
2000 von 5,1 - 18;
2001 von 5,0 – 6,1

46
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
L.II
Hexazinon
μg/l
0,07
0,047
am 27.08.
Bad Schandau
über Mittelwert, aber unter
bzw. im Bereich des Ma-
ximalwertes
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Be-
stimmungsgrenze,
Mittelwerte
1997 von 0,016 - 0,021;
1998 von 0,022 - 0,026;
Maximalwerte
1997 von 0,025 - 0,055;
1998 von 0,033 - 0,045;
1999 von 0,070 - 0,11;
2000 von 0,020 - 0,034;
2001 von 0,028 - 0,034
L.II
Kupfer
μg/l
25
am 23.08.
Dresden
Wert im Bereich der Ma-
ximalwerte
Mittelwerte
1997 von 4,9 – 9,6;
1998 von 5,4 - 11;
1999 von 6,1 – 9,3;
2000 von 5,5 – 7,9;
2001 von 4,7 – 7,4
Maximalwerte
1997 von 7,6 - 27;
1998 von 7,9 - 65;
1999 von 19 - 36;
2000 von 8,4 - 35;
2001 von 7,3 - 33
L.II
Metazachlor
μg/l
0,1
0,13
am 27.08.
Bad Schandau
einmalig überschritten
über QN
über Mittel- aber unter
bzw. im Bereich der Ma-
ximalwerte
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Be-
stimmungsgrenze,
Maximalwerte
1997 von 0,020 - 0,042;
1998 von 0,020 - 0,15;
2000 von 0,028

47
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
L.II
Zink
μg/l
227
am 30.08.
Meißen
Wert im Bereich der Ma-
ximalwerte
Mittelwerte
1997 von 25 - 53;
1998 von 22 - 43;
1999 von 23 - 52;
2000 von 43 - 61;
2001 von 32 - 51
Maximalwerte
1997 von 44 - 102;
1998 von 31 - 288;
1999 von 41 - 162;
2000 von 61 - 150;
2001 von 49 - 80
Folgende Stoffe der „
eco Liste“
wurden
unterhalb
der Bestimmungsgrenze bzw. Nachweis-
grenze gemessen:
EG-
Nr.
Parameter Einheit Nachweis-
grenze
Bestimmungs-
grenze
QN WRRL
20 Chlorbenzen
μg/l 0,01 0,02
1
38 2-Chlortoluol
μg/l 0,05 0,1
1
40 4-Chlortoluol
μg/l 0,05 0,1
1
48 1,2-Dibromethan
μg/l 2 0,1
2
53 1,2-Dichlorbenzen
μg/l 0,005 0,01 10
54 1,3-Dichlorbenzen
μg/l 0,005 0,01 10
58 1,1-Dichlorethan
μg/l 0,05 0,1
10
60
1,1-Dichlorethen
μg/l
0,05
0,1
10
61 1,2-trans-Dichlorethen μg/l 0,1 0,3
10
67 1,3-cis Dichlorpropen μg/l 0,5 1,0
10
86 Hexachlorethan
μg/l 0,002 0,005 10
87 Isopropylbenzol
μg/l 0,005 0,01 10
108 Tetrabutylzinn
μg/l 0,0002 0,0005 0,001
109 1,2,3,5/1,2,4,5-Tetrachlorbenzol μg/l 0,0002 0,0005
1
119 1,1,1-Trichlorethan
μg/l 0,01 0,02
10
120 1,1,2-Trichlorethan
μg/l 0,05 0,1
10
L.II Ametryn
μg/l 0,011 0,020
0,1
L.II Metoalachlor
μg/l 0,010 0,020
0,1
L.II Prometryn
μg/l 0,007 0,014
0,1
L.II Terbuthylazin
μg/l 0,003 0,007
0,1

48
Umweltqualitätsnormen für die Einstufung des chemischen Zustands (nach Tabelle
„chem“ WRRL)
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
7
Benzol
μg/l
10
0,09
am 25.08.
Bad Schandau
im Bereich des Mittelwertes
Mehrzahl der Messwerte lagen
unterhalb der Bestimmungsgren-
ze von 0,1,
Mittelwerte
1998 von 0,22 – 0,45
Maximalwerte
1997 von 0,19 – 3,6;
1998 von 0,50 – 1,6;
1999 von 0,11 – 0,19;
2001 von 0,14 – 0,59
12
Cadmium
μg/l
1
1,8
am 30.08.
Meißen
über QN
über Maximalwert
Mittelwerte
1997 von 0,12 – 0,22;
1998 von 0,20 – 0,34;
1999 von 0,24;
2000 von 0,13 – 0,25;
2001 von 0,085 – 0,19
Maximalwerte
1997 von 0,21 – 0,49;
1998 von 0,22 – 2,68;
1999 von 0,21 – 0,47;
2000 von 0,30 – 0,70;
2001 von 0,20 – 0,30
13
Tetrachlorkohlenstoff
μg/l
12
0,11
am 24.08.
Meißen
im Bereich der Maximalwerte
Mehrzahl der Messwerte lagen
unterhalb der Bestimmungsgren-
ze,
Maximalwerte
1997 von 0,17 – 22;
1998 von 0,19 – 0,80;
1999 von 0,07 – 0,24;
2000 von 0,11 – 0,34;
2001 von 0,11
23
Trichlormethan
μg/l
12
3,04
am 22.08.
Dresden
im Bereich des Maximalwertes
Mittelwerte
1997 von 0,66 – 1,1;
1998 von 0,57 – 1,1;
1999 von 0,51 – 0,90;
2000 von 0,36 – 0,89;
2001 von 0,94 – 1,1
Maximalwerte
1997 von 1,6 – 2,7;
1998 von 1,3 – 2,8;
1999 von 1,4 – 1,9;
2000 von 0,54 – 2,2;
2001 von 1,8 – 2,7

49
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
46
p,p-DDT
μg/l
10
0,016
am 16.08.
Bad Schandau
über Maximalwert
Mehrzahl der Messwerte lagen
unterhalb der Bestimmungsgren-
ze,
Maximalwerte
1999 von 0,005;
2001 von 0,005
62
Dichlormethan
μg/l
10
0,96
am 26.08.
Meißen
im Bereich des Maximalwertes
Mehrzahl der Messwerte lagen
unterhalb der Bestimmungsgren-
ze,
Maximalwerte
1999 von 0,62 – 0,65;
2001 von 0,61 – 1,2
83
Hexachlorbenzol
μg/l
0,03
0,022
am 28.08.
Meißen
im Bereich des Mittelwertes
Mittelwerte
1997 von 0,009 - 0,024;
1998 von 0,014 – 0,057;
1999 von 0,008 – 0,024;
2000 von 0,015 – 0,033;
2001 von 0,008 – 0,049
Maximalwerte
1997 von 0,030 – 0,18;
1998 von 0,030 – 0,50;
1999 von 0,024 – 0,15;
2000 von 0,030 – 0,11;
2001 von 0,008 – 0,13
85
Hexachlorcyclohexan
μg/l
Summe
0,05
0,02
am 16.08.
Bad Schandau
im Bereich des Maximalwertes
Mehrzahl der Messwerte lagen
unterhalb der Bestimmungsgren-
ze,
einige Mittelwerte
von 0,002 – 0,005
Maximalwerte
1997 von 0,006 – 0,022;
1998 von 0,005 – 0,022;
1999 von 0,005 – 0,010;
2000 von 0,002 – 0,036;
2001 von 0,003 – 0,018

50
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
92
Quecksilber
μg/l
1
0,79
am 26.08.
Dresden
über Maximalwert
Mittelwerte
1997 von 0,058 – 0,093;
1998 von 0,050 – 0,065;
1999 von 0,034 – 0,049;
2000 von 0,045 – 0,067;
2001 von 0,031 – 0,042
Maximalwerte
1997 von 0,11 – 0,44;
1998 von 0,070 – 0,11;
1999 von 0,070 – 0,12;
2000 von 0,090 – 0,34;
2001 von 0,060 – 0,11
111
Tetrachlorethen
μg/l
10
1,98
am 24.08.
Dresden
im Bereich der Maximalwerte
Mittelwerte
1997 von 0,32 - 0,98;
1998 von 0,18 – 0,51;
1999 von 0,15 – 0,25;
2000 von 0,12 – 0,85;
2001 von 0,13 – 0,28
Maximalwerte
1997 von 1,5 – 3,1;
1998 von 0,50 – 2,1;
1999 von 0,51 – 0,91;
2000 von 0,25 – 7,7;
2001 von 0,27 – 1,9
(117)
1,2,3-Trichlorbenzol
μg/l
0,006
am 29.08.
Meißen
im bisherigen Messbereich
alle Werte lagen bisher unterhalb
der Bestimmungsgrenze von 0,04
μg/l
(117)
1,3,5-Trichlorbenzol
μg/l
0,4
(Summe)
0,001
trat vereinzelt an allen
Messstellen auf , ver-
teilt über den gesam-
ten Berichtszeitraum
im bisherigen Messbereich
alle Werte lagen bisher unterhalb
der Bestimmungsgrenze von 0,04
μg/l
118
1,2,4-Trichlorbenzol
μg/l
0,011
am 21. und 22.08.
Bad Schandau
im bisherigen Messbereich
1997 gab es einen realen Mess-
wert an der Messstelle Schmilka,
links von 0,09μg/l, sonst lagen
alle Werte unterhalb der Bestim-
mungsgrenze von 0,04 μg/l

51
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
121
Trichlorethen
μg/l
10
0,53
am 26.08.
Dresden
im Bereich der Maximalwerte
Mittelwerte
1997 von 0,069 - 0,16;
1998 von 0,057 – 0,85;
2000 von 0,047 – 0,13;
2001 von 0,058 – 0,11
Maximalwerte
1997 von 0,14 – 0,60;
1998 von 0,09 – 9,9;
1999 von 0,02 – 0,12;
2000 von 0,16 – 0,34;
2001 von 0,09 – 0,35
Nitrat
mg/l
50
17
mehrfach an allen
Messstellen
Im Bereich der Mittelwerte
Mittelwerte
1997 von 19 - 22;
1998 von 17 - 20;
1999 von 19 - 21;
2000 von 18 - 19;
2001 von 16 - 24
Maximalwerte
1997 von 24 - 31;
1998 von 22 - 32;
1999 von 19 - 29;
2000 von 17 - 24;
2001 von 20 - 24
Folgende Stoffe der „
chem Liste“
wurden unterhalb der Bestimmungsgrenze bzw. Nachweis-
grenze gemessen:
EG-Nr. Parameter Einheit Nachweis-
grenze
Bestimmungs-
grenze
QN WRRL
1 Aldrin
μg/l 0,002 0,005 0,01/0,005
71 Dieldrin
μg/l 0,002 0,005 0,01/0,005
77 Endrin
μg/l 0,005 0,01 0,01/0,005
84 Hexchlorbutadien
μg/l 0,01 0,02 0,1

52
Weitere Stoffe nach Anhang X WRRL
EG-
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
106
Simazin
μg/l
Nicht
festgelegt,
aber QN-V
0,1
0,008
am 26.08.
Bad Schandau
im Bereich des Mittel-
wertes
Mehrzahl der Messwerte
lagen unterhalb der Be-
stimmungsgrenze,
Mittelwerte
1997 von 0,008 – 0,01;
1999 von 0,008;
Maximalwerte
1997 von 0,013 – 0,036;
1998 von 0,020 – 0,10;
1999 von 0,010 – 0,031;
2000 von 0,009 – 0,028;
2001 von 0,009 – 0,032
131
Atrazin
μg/l
Nicht
festgelegt,
aber QN-V
0,1
0,081
am 26.08.
Bad Schandau
im Bereich des Mittel-
wertes
Mittelwerte
1997 von 0,063 – 0,073;
1998 von 0,054 – 0,067;
1999 von 0,068 – 0,135;
2000 von 0,055 – 0,069;
2001 von 0,057 – 0,069
Maximalwerte
1997 von 0,11 – 0,18;
1998 von 0,14 – 0,27;
1999 von 0,33 – 1,10;
2000 von 0,12 – 0,16;
2001 von 0,12 – 0,20
Blei
μg/l
Nicht
festgelegt,
aber QN-V
3,4
19
am 17.08.
Bad Schandau
über QN-V
;
im Bereich der Maxi-
malwerte
Mittelwerte
1997 von 1,9 – 4,0;
1998 von 2,6 - 10;
1999 von 2,0 – 3,4;
2000 von 2,5 – 3,8;
2001 von 2,2 – 2,9
Maximalwerte
1997 von 3,5 - 17;
1998 von 5,0 - 100;
1999 von 3,0 - 22;
2000 von 5,1 - 20;
2001 von 6,0 – 9,2

53
EG
Nr.
Parameter Einheit QN
WRRL
Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
Nickel
μg/l
Nichts für
Wasser
12
am 17.08.
Bad Schandau
im Bereich der Maximal-
werte
Mittelwerte
1997 von 3,9 – 5,3;
1998 von 3,8 – 7,6;
1999 von 3,7 – 4,6;
2000 von 3,7 – 4,2;
2001 von 3,5 – 3,7
Maximalwerte
1997 von 4,5 – 9,7;
1998 von 4,5 - 37;
1999 von 4,8 - 15;
2000 von 5,6 - 11;
2001 von 5,2 – 6,8
Alachlor
μg/l
Nicht festge-
legt, aber
QN-V
0,035
0,153
mehrfach erhöhte Werte
in Bad Schandau
über ON-V
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen alle
Werte unterhalb der
Nachweisgrenze von
0,01μg/l
Octylphenol
μg/l
Nicht festge-
legt, aber
QN-V 0,12
0,077
am 19.08.
Meißen
keine Datenbasis
2,2,4,4,5 Pentabrom-
biphenylether
μg/l
Nicht festge-
legt, aber
QN-V 0,53
0,004
am 16.08.
Schmilka
keine Datenbasis
Folgende Stoffe lagen
unterhalb
der Bestimmungs- bzw. Nachweisgrenze:
EG-
Nr.
Parameter Einheit Nachweis-
grenze
Bestimmungs-
grenze
QN WRRL bzw.
QK-UBA
76 Endosulfan
μg/l 0,005 0,01 0,005
124 Trifluralin
μg/l 0,001 0,002 0,03
2,3,4,4,6 Pentabrombiphenylether μg/l 0,0003 0,001
0,53
2,2,3,4,4 Pentabrombiphenylether μg/l 0,0003 0,001
0,53
Nonylphenol
μg/l 0,002 0,005 0,005
Propazin μg/l 0,003 0,007 0,1

54
Weitere Verbindungen
Parameter Einheit Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
Bisphenol A
μg/l
0,499
am 29.08.
Bad Schandau
keine Datenbasis
Carbamazepin
μg/l
0,026
am 29.08.
Bad Schandau
im Bereich bzw. unter
dem Mittelwert
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen die
Konzentrationen zwi-
schen 0,02 – 0,15
Desethylatrazin
μg/l
0,041
am 29. und 30.08.
Bad Schandau
im Bereich der Maximal-
werte
Mittelwerte
1997 von 0,025 – 0,031;
1998 von 0,021 – 0,024;
1999 von 0,024 – 0,027;
2000 von 0,022 – 0,025;
2001 von 0,027 – 0,029
Maximalwerte
1997 von 0,039 – 0,075;
1998 von 0,033 – 0,049;
1999 von 0,050 – 0,080;
2000 von 0,036 – 0,046;
2001 von 0,041 – 0,055
Galaxolide
μg/l
0,075
am 29.08.
Meißen
im Bereich der Maximal-
werte
Stoff ist erst seit 2001 im
Messprogramm
Mittelwerte
2001 von 0,043 – 0,056
Maximalwerte
2001 von 0,072 – 0,12
bei den Analysen des 1.
und 2. Quartals 2002
lagen die Konzentrationen
zwischen 0,02 – 0,15
Iminostilben μg/l 0,038
am 17.08.
Bad Schandau
keine Datenbasis
MTBE
μg/l
1.77
am 26.8.
Meißen
über Mittelwert, aber
unter bzw. im Bereich des
Maximalwertes
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen die
Konzentrationen zwi-
schen 0,3 – 3,8
1,2,3,4 Tetrachlorbenzol
μg/l
0,001
mehrfach an allen
Messstellen
seit 2002 im Messpro-
gramm, aber nur für Ana-
lysen des schebstoffbürti-
gen Sediments

55
Parameter Einheit Maximalwerte beim
Hochwasser 2002
Hintergrundwerte
in der Elbe
Tonalide
μg/l
0,032
am 29.08.
Meißen
im Bereich der Maximal-
werte
Stoff ist erst seit 2001 im
Messprogramm
Mittelwerte
2001 von 0,019 – 0,023
Maximalwerte
2001 von 0,031 – 0,044
bei den Analysen des 1.
und 2. Quartals 2002
lagen die Konzentrationen
zwischen 0,010 – 0,045
Triisobuthylphosphat (TIBP)
μg/l
0,249
am 26.08.
in Dresden
im Bereich des Maximal-
wertes
Stoff ist erst seit 2002 im
Messprogramm; bei den
Analysen des 1. und 2.
Quartals 2002 lagen die
Konzentrationen zwi-
schen 0,023 – 0,22
Uran
μg/l
15
einmalig
am 20.08.
in Bad Schandau und
Dresden
über QK von 3
Mittelwerte
1997 von 1,3 – 1,5;
1998 von 1,2 – 1,9;
1999 von 1,1 – 1,5;
2000 von 1,1 – 1,3;
2001 von 1,0 – 1,3
Maximalwerte
1997 von 1,7 – 2,0;
1998 von 1,3 – 6,6;
1999 von 1,4 – 1,7;
2000 von 1,5 – 1,7;
2001 von 1,2 – 1,7
Folgende Stoffe lagen
unterhalb
der Bestimmungs- bzw. Nachweisgrenze:
Parameter Einheit Nachweisgrenze Bestimmungsgrenze
Bromdichlormethan μg/l 0,02 0,05
Chlordibrommethan
μg/l
0,02
0,05
Diflufenican μg/l 0,01 0,02
Lenacil μg/l 0,01 0,02
Pentachlorbenzen μg/l 0,002 0,005
Serbuthylazin μg/l 0,008 0,014
Terbutryn μg/l 0,005 0,01
Tribrommethan (Bromoform)
μg/l
0,05
0,1

56
Anlage 4:
Untersuchungsergebnisse des Querprofils in Dresden Albertbrücke und Meißen-Altstadtbrücke
Probennahme Elbe, Dresden-Albertbrücke Entnahme: 22.08.02 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr
Maßeinheit
Probe 1,
linkselbig
Probe 2,
zwischen
1 und 3
Probe 3,
strommittig
Probe 4,
zwischen
3 und 5
Probe 5,
rechtselbig
Analysenverfahren
Grenzwert
Trinkwasser-
verordnung
Kommentar
Chemische Parameter:
Quecksilber gesamt
μg/l
0,2
0,3
0,22
< 0,2
< 0,2
EN 1483
1 μg/l
unter TVO-Wert
Cadmium
μg/l 0,18 0,21 0,22 0,45 0,21 EN ISO 5961-3 5 μg/l unter TVO-Wert
Arsen
μg/l 7,4 5,5 5,2 4,6 5,8 EN ISO 11969 10 μg/l unter TVO-Wert
AOX
μg/l 23 26 24 60 18 EN 1485
unauffällig
CSB
mg/l 32 34 34 36 31 38409-H41-1 unauffällig
LHKW gesamt
μg/l
1
1
1,2
1,6
1,2
EN ISO 10301-3
10 μg/l*
unter TVO-Wert
HCH
μg/l 0,023 0,025 < 0,01 0,013 0,031 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
DDT
μg/l < 0,01 0,035 < 0,01 < 0,01 0,015 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
PCB gesamt
μg/l
0,45
0,62
0,043
0,13
0,1
38407-F2
0,5 μg/l
leicht erhöht
MKW
μg/l 933 445 378 114 467 EN ISO 9377-2 200 μg/l*** leicht erhöht bis erhöht
* Grenzwert für org. Chlorverbindungen
** Grenzwert für Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
*** Sickerwasserprüfwert nach BBodSchV

57
Probennahme Elbe Meißen-Altstadtbrücke Entnahme 22.08.02 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Maßeinheit
Probe 1,
linkselbig
Probe 2,
zwischen
1 und 3
Probe 3,
strommittig
Probe 4,
zwischen
3 und 5
Probe 5,
rechtselbig
Analysenverfahren
Grenzwert
Trinkwasser-
verordnung
Kommentar
Chemische Parameter:
Quecksilber gesamt
μg/l
< 0,2
< 0,2
< 0,2
< 0,2
0,34
EN 1483
1 μg/l
unter TVO-Wert
Cadmium
μg/l 1,4 0,21 0,26 0,19 0,25 EN ISO 5961-3 5 μg/l unter TVO-Wert
Arsen
μg/l 8,4 9 7 8,6 7,5 EN ISO 11969 10 μg/l unter TVO-Wert
AOX
μg/l 29 31 26 29 56 EN 1485
unauffällig
CSB
mg/l 31 31 32 32 36 38409-H41-1 unauffällig
LHKW gesamt
μg/l
1,1
1,5
1,4
1,1
1,6
EN ISO 10301-3
10 μg/l*
unter TVO-Wert
HCH
μg/l 0,017 0,013 0,018 0,011 < 0,01 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
DDT
μg/l < 0,01 < 0,010 0,011 < 0,010 < 0,01 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
PCB gesamt
μg/l
0,058
0,062
0,056
0,042
0,37
38407-F2
0,5 μg/l
leicht erhöht
MKW
μg/l 167 389 207 242 2110 EN ISO 9377-2 200 μg/l*** leicht erhöht bis erhöht
* Grenzwert für org. Chlorverbindungen
** Grenzwert für Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
*** Sickerwasserprüfwert nach BBodSchV

58
Probennahme Elbe, Dresden-Albertbrücke Entnahme: 23.08.02 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr
Maßeinheit
Probe 1,
linkselbig
Probe 2,
zwischen
1 und 3
Probe 3,
strommittig
Probe 4,
zwischen
3 und 5
Probe 5,
rechtselbig
Analysen-
verfahren
Grenzwert
Trinkwasser-
verordnung
Kommentar
Chemische Parameter:
Quecksilber gesamt
μg/l
1,8
3
3
0,89
0,99
EN 1483
1 μg/l
unter TVO-Wert
Cadmium
μg/l 0,5 0,18 0,29 0,19 0,17 EN ISO 5961-3 5 μg/l unter TVO-Wert
Arsen μg/l 12 8 8,4 8,1 7,4 EN ISO 11969 10 μg/l
unter TVO-Wert bzw. leicht
erhöht
AOX
μg/l 30 25 34 23 24 EN 1485
unauffällig
CSB
mg/l 31 31 35 32 24 38409-H41-1
unauffällig
LHKW gesamt
μg/l
2
3
3,2
2,3
2,3
EN ISO 10301-3
10 μg/l*
unter TVO-Wert
HCH
μg/l 0,015 0,023 0,013 < 0,01 0,016 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
DDT
μg/l 0,036 0,017 0,014 < 0,01 < 0,01 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
PCB gesamt
μg/l
0,29
0,19
0,27
0,16
0,083
38407-F2
0,5 μg/l
leicht erhöht
MKW
μg/l < 100 884 1140 1030 < 100 EN ISO 9377-2 200 μg/l*** leicht erhöht bis erhöht
* Grenzwert für org. Chlorverbindungen
** Grenzwert für Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
*** Sickerwasserprüfwert nach BBodSchV

59
Probennahme Elbe Meißen-Altstadtbrücke Entnahme 23.08.02 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Maßeinheit
Probe 1,
linkselbig
Probe 2,
zwischen
1 und 3
Probe 3,
strommittig
Probe 4,
zwischen
3 und 5
Probe 5,
rechtselbig
Analysen-
verfahren
Grenzwert
Trinkwasser-
verordnung
Kommentar
Chemische Parameter:
Quecksilber gesamt
μg/l
0,78
0,71
0,58
0,91
0,67
EN 1483
1 μg/l
unter TVO-Wert
Cadmium
μg/l 2,2 0,22 0,64 0,16 0,19 EN ISO 5961-3 5 μg/l unter TVO-Wert
Arsen μg/l 9,1 9,5 12 9,7 12 EN ISO 11969 10 μg/l
unter TVO-Wert bzw. leicht
erhöht
AOX
μg/l 21 30 35 32 38 EN 1485
unauffällig
CSB
mg/l 31 34 27 32 28 38409-H41-1
unauffällig
LHKW gesamt
μg/l
1,4
1,5
1
1,4
1,5
EN ISO 10301-3
10 μg/l*
unter TVO-Wert
HCH
μg/l 0,03 0,021 0,012 0,033 0,017 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
DDT
μg/l 0,046 0,011 < 0,01 0,045 0,051 38407-F2 0,1 μg/l** unter TVO-Wert
PCB gesamt
μg/l
1,12
0,16
0,24
0,12
0,13
38407-F2
0,5 μg/l
leicht erhöht
MKW
μg/l 1220 1180 920 1140 < 100 EN ISO 9377-2 200 μg/l*** leicht erhöht bis erhöht
* Grenzwert für org. Chlorverbindungen
** Grenzwert für Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte
*** Sickerwasserprüfwert nach BBodSchV

60
Anlage 5:
Berechnungen zur Frachtabschätzung für die Stoffe Blei, Arsen und Queck-
silber
HW-Scheiteldurchgang am Pegel Schöna
ca. 16.08.02, 21.00 Uhr bis 17.08.02, 04.00 Uhr
mit HHW = 12,02 m und HHQ
geschätzt
= 5.070 m³/s
für Bewertung nutzbare „scheitelnahe“ OW-Beschaffenheitsprobe
Probe 7 – Bad Schandau-Strommitte – 17.08.02, 06:15 Uhr
bei W = 11,80 m und Q
geschätzt
= 4.900 m³/s
mit folgenden gemessenen Konzentrationen
Blei (Pb) = 19 μg/l , Arsen (As) = 10 μg/l und Quecksilber (Hg) = 0,31 μg/l
angenommener Zeitraum für den HW-Scheiteldurchgang für Tagesfrachtberechnung
an der OW-Beschaffenheitsmessstelle Bad Schandau bzw. Schmilka
16.08.02, 12.00 Uhr bis 17.08.02, 12.00 Uhr = 24 Stunden = 1 Tag
mit etwa Tagesmittelwerten W = 11,80 m und
Q
geschätzt
= 4.900 m³/s
und folgenden geschätzten Tagesmittelkonzentrationen ( über 24 Stunden )
Blei (Pb) = 19 μg/l , Arsen (As) = 10 μg/l , Quecksilber (Hg) = 0,31 μg/l
bzw.
Blei (Pb) = 0,019 g/m³ , Arsen (As) = 0,010 g/m³ , Quecksilber (Hg) = 0,00031 g/m³
HW-Tagesdurchfluss: 4.900 m³/s * 86.400 s/d = 423.360.000 m³/d
HW-Tagesfrachten ( t/d ) = HW-Tagesmittelkonzentrationen ( g/m³ ) *
423,36
Blei (Pb) = 8,044 t/d
;
Arsen (As) = 4,234 t/d
;
Quecksilber (Hg) = 0,131 t/d
beziehen sich auf den HW-Tageszeitraum 16.08.02, 12.00 Uhr bis 17.08.02, 12.00 Uhr
Jahresfrachten für die Jahre 2000 und 2001 am Grenzprofil Schmilka
( gemäß Abstimmung AGR M der IKSE und AGR 4 der D-CR-GG-Kommission )
2000:
Blei (Pb) = 39 t /a ; Arsen (As) = 28 t /a; Quecksilber (Hg) = 0,61 t /a
2001:
Blei (Pb) = 31 t /a ; Arsen (As) = 29 t /a; Quecksilber (Hg) = 0,54 t /a
Tagesfrachten für HW-Scheiteldurchgang ( 16.08.-12:00 Uhr bis 17.08.-12:00 Uhr )
in Relation zu Jahresfrachten 2000 und 2001 am Grenzprofil Schöna / Schmilka
HW-Tag zu 2000:
Blei (Pb) =
21 %
; Arsen (As) =
15 %
; Quecksilber (Hg) =
21 %
HW-Tag zu 2001:
Blei (Pb) =
26 %
; Arsen (As) =
15 %
; Quecksilber (Hg) =
24 %