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FwDV 8
Feuerwehr-
Dienstvorschrift 8
Stand März 2014
Tauchen

FwDV 8
Feuerwehr-
Dienstvorschrift 8
Stand März 2014
Tauchen

Feuerwehr-Dienstvorschrift 8 (FwDV 8) Tauchen
Diese Dienstvorschrift wurde vom Ausschuss Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz
und zivile Verteidigung (AFKzV) auf der 34. Sitzung in Berlin am 20.03.2014 genehmigt und
den Ländern zur Einführung empfohlen.
Druck mit freundlicher Genehmigung des Ausschusses Feuerwehrangelegenheiten, Katastro-
phenschutz und zivile Verteidigung (AFKzV).
Herausgegeben von der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, Weißenburgstraße 60, 97082
Würzburg.

5
Inhaltsverzeichnis
1.
Allgemeines
.......................................................................................................................
7
1.1
Geltungsbereich ...............................................................................................................
7
1.2
Stufen des Feuerwehrtauchens .............................................................................
7
2.
Anforderungen an Feuerwehrtaucher
..........................................................
8
3.
Verantwortlichkeiten und Aufgabenverteilung
......................................
9
4.
Ausrüstung
........................................................................................................................ 12
4.1 Mindestausrüstung ......................................................................................................... 12
4.2
Weitergehende Ausrüstung
....................................................................................... 13
4.3
Notfallausrüstung
............................................................................................................. 13
5.
Ausbildung, Fortbildung und Prüfung
......................................................... 14
5.1
Ausbildung allgemein
.................................................................................................... 14
5.2
Theoretische
Ausbildung
.............................................................................................
15
5.3
Praktische Ausbildung .................................................................................................. 17
5.4
Prüfung der Feuerwehrtaucher ............................................................................... 19
5.5
Feuerwehrlehrtaucher ................................................................................................... 20
5.6
Anerkennung gleichwertiger Ausbildungen
..................................................... 22
5.7
Fortbildung
........................................................................................................................... 22
5.8
Wiederverwendung ......................................................................................................... 23
5.9 Tauchdienstbuch
.............................................................................................................. 23
6.
Taucheinsatz
..................................................................................................................... 23
6.1
Kräfte für den Taucheinsatz
...................................................................................... 23
6.2
Einsatzleiter ......................................................................................................................... 23
6.3 Taucheinsatzführer ......................................................................................................... 24
6.4 Feuerwehrtaucher ........................................................................................................... 24

6
6.5 Sicherheitstaucher .......................................................................................................... 24
6.6
Signalmann .......................................................................................................................... 24
6.7
Einsatzgrundsätze ........................................................................................................... 25
6.8 Notfallmaßnahmen ......................................................................................................... 27
7.
Instandhaltung der Tauchausrüstung
.......................................................... 28
7.1
Allgemeines ......................................................................................................................... 28
7.2
Monatlich durchzuführende Arbeiten ................................................................... 29
7.3
Halbjährlich durchzuführende Arbeiten .............................................................. 29
8.
Lagern und Gerätenachweis
................................................................................ 29
8.1 Lagern
..................................................................................................................................... 29
8.2
Gerätenachweis ................................................................................................................ 29
Anhang
Anlage 1 Begriffsbestimmungen und technische Anforderungen
................ 31
Anlage 2 Leinenzugzeichen
................................................................................................ 34
Anlage 3 Austauchtabellen................................................................................................... 35
Anlage 4 Anerkennung vergleichbarer Ausbildung
............................................... 46
Anlage 5 Hinweise für die Bildung eines Prüfungsausschusses ................. 47
Anlage 6 Taucheinsatzprotokoll (Beispiel) .................................................................. 48
Anlage 7
Bereitstellung von Tauchgeräten
................................................................. 50

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1. Allgemeines
1.1 Geltungsbereich
Die Feuerwehr-Dienstvorschriften gelten für die Ausbildung, die Fortbildung
und den Einsatz.
Diese Feuerwehr-Dienstvorschrift regelt das Tauchen von Feuerwehrtau-
chern mit autonomen und schlauchversorgten Leichttauchgeräten.
Die Feuerwehr-Dienstvorschrift 8 „Tauchen“ soll eine einheitliche, sorgfältige
Ausbildung, Fortbildung und einen sicheren Einsatz mit Tauchgeräten sicher-
stellen sowie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und unfallsichere
Verwendung von Tauchgeräten schaffen. Sie enthält die Anforderungen an
Feuerwehrtaucher und an deren Ausbildung sowie Vorgaben für Handha-
bung, Pflege und Wartung der Tauchgeräte.
Neben der Feuerwehr-Dienstvorschrift sind insbesondere zu beachten
Unfallverhütungsvorschriften sowie die dazu ergangenen Durchfüh-
rungsanweisungen / Regeln und Erläuterungen
Prüf- und Zulassungsrichtlinien sowie einschlägige technische Regeln
Technische Unterlagen der Hersteller, die Grundlage des Prüfungs- und
Zulassungsverfahrens sind
Die Funktionsbezeichnungen gelten sowohl für weibliche als auch für männ-
liche Feuerwehrangehörige.
1.2 Stufen des Feuerwehrtauchens
In Abhängigkeit von den in den Gewässern zu erwartenden Gefährdungen
gliedert sich das Tauchen im Sinne dieser Vorschrift in
Feuerwehrtauchen Stufe 1
Einsätze zur Rettung oder Bergung von Personen oder zur Bergung
von Gegenständen ohne technische Maßnahmen in Gewässern ohne
gewässerspezifische Risiken, wie zum Beispiel Fahrzeuge mit Maschi-
nenantrieb, Strömung oder Einbauten. Die maximale Tauchtiefe soll
zehn Meter nicht übersteigen.
Feuerwehrtauchen Stufe 2
Einsätze zur Rettung oder Bergung von Personen oder zur Bergung
von Gegenständen, einschließlich einfacher technischer Maßnahmen,
wie zum Beispiel

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• An- und Abschlagen von Seilen an Gegenständen
• Befestigen und Lösen von Schrauben
• Meißeln, Sägen
Die maximale Tauchtiefe beträgt im Allgemeinen zwanzig Meter (Ausnahmen
siehe Abschnitt 5.7).
Feuerwehrtauchen Stufe 3
Einsätze zur Rettung oder Bergung von Personen oder zur Bergung
von Gegenständen, einschließlich technischer Maßnahmen, die eine
zur Stufe 2 zusätzliche Ausrüstung und Ausbildung erfordern.
Feuerwehrtauchen der Stufe 1 nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 8 -
Ausgabe 1986 - entspricht dem Tauchen der Stufe 2 nach dieser Vorschrift
und Feuerwehrtauchen der Stufe 2 nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 8
- Ausgabe 1986 - entspricht dem Tauchen der Stufe 3 nach dieser Vorschrift.
2. Anforderungen an Feuerwehrtaucher
Einsatzkräfte, die als Feuerwehrtaucher eingesetzt werden, müssen
das 18. Lebensjahr vollendet haben
die Truppmannausbildung Teil 1 (Grundausbildung) abgeschlossen
und das „Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber“ erworben
haben.
– körperlich geeignet sein (die körperliche Eignung ist gemäß den
staatlichen Vorschriften für Beschäftigte bzw. den Vorschriften der
Unfallversicherungsträger für Versicherte, die Arbeiten unter Überdruck
ausführen, festzustellen); die Nachuntersuchung muss vor Ablauf von
12 Monaten erfolgen.
zusätzlich nach den staatlichen Vorschriften für Beschäftigte bzw. den
Vorschriften der Unfallversicherungsträger für Versicherte, die Arbeiten
unter Überdruck ausführen, untersucht werden:
nach jedem Tauchunfall oder –Zwischenfall, bei dem gesundheitliche
Störungen auftraten,
• nach Dekompressionserkrankungen,
• wenn vermutet wird, dass sie den Anforderungen für das Tauchen
nicht mehr genügen; dies gilt insbesondere nach schwerer Erkran-
kung oder wenn sie selbst annehmen, den Anforderungen nicht mehr
gewachsen zu sein.

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zum Zeitpunkt der Übung oder des Einsatzes gesund sein.
– die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher erfolgreich abgeschlossen
haben.
regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen und an Wiederholungs-
übungen teilnehmen.
Einsatzkräfte mit Bart oder Koteletten im Bereich des Dichtrahmens von
Vollmasken sind für das Tragen dieser Masken ungeeignet. Ebenso sind
Einsatzkräfte für das Tragen von Atemanschlüssen ungeeignet, bei denen
aufgrund von Kopfform, tiefen Narben oder dergleichen kein ausreichen-
der Maskendichtsitz erreicht werden kann oder wenn Körperschmuck den
Dichtsitz des Atemanschlusses gefährdet.
Einsatzkräfte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen nicht als Feu-
erwehrtaucher eingesetzt werden.
Eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger nach FwDV 7 „Atemschutz“
wird empfohlen.
3.
Verantwortlichkeit und Aufgabenverteilung
Der Träger der Feuerwehr ist als Unternehmer für die Sicherheit bei der
Verwendung der Tauchausrüstung verantwortlich. Bei der ordnungsgemäßen
Durchführung des Tauchwesens, der Aus-und Fortbildung, einschließlich der
regelmäßigen Einsatzübungen und der Überwachung der Fristen, wird der
Unternehmer vom Leiter der Feuerwehr unterstützt.
Der Leiter der Feuerwehr kann die ihm obliegenden Pflichten, insbesondere
hinsichtlich der Ausbildung der Einsatzkräfte sowie der Wartung und Prüfung
der Tauchausrüstung, an andere Personen (vergleiche Tabelle 1) übertragen
(zum Beispiel an Beauftragte innerhalb der Feuerwehr oder an geeignete
Stellen auf Kreisebene).
Für jede Feuerwehr mit Feuerwehrtauchern ist ein „Leiter des Tauchdiens-
tes“ zu bestellen, der den Tauchdienst zu planen und zu überwachen hat.
Jeder Feuerwehrtaucher muss - neben der organisatorischen Verantwortung
des Leiters der Feuerwehr - aus eigenem Interesse heraus dafür Sorge tra-
gen, dass die regelmäßige Nachuntersuchung innerhalb der vorgesehenen
Frist durchgeführt wird.
Fühlt sich der Feuerwehrtaucher zum Tauchen nicht in der Lage, muss er
dies der zuständigen Führungskraft mitteilen.

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Personengruppe
Verantwortungs-
bereich
Mindestvoraus-
setzungen
Im Übrigen soll die Aufgabenverteilung im Tauchdienst wie folgt geregelt sein:
Leiter des Tauch-
dienstes
Feuerwehrlehrtaucher
Taucheinsatzführer
Feuerwehrtaucher
– Organisation und
Überwachung des
Tauchdienstes
einschl. Aus- und
Fortbildung
– Kontrolle der Tauch-
dienstbücher
– Bestellung der
Taucheinsatzführer
– Kenntnisse im Tauch-
dienst
– Gruppenführer
– Ausbildung zum Feu-
erwehrlehrtaucher
– Gruppenführer
– Pädagogische Vorbil-
dung nach Abschnitt
5.5.1
– Aus- und Fortbil-
dung im Tauch-
dienst durchführen
– Leitung und Ver-
antwortung für den
Taucheinsatz ent-
sprechend seiner
erreichten Qualifika-
tionsstufe 1, 2 oder
3 (s. Abschn. 6.3)
– Bestätigung des
Tauchganges im
Tauchdienstbuch
– Ausbildung zum
Feuerwehrtaucher
der Stufe 1, 2 oder
3 (Tauchtauglich-
keit nicht mehr
erforderlich)
– Gruppenführer
– Gerätekontrolle
vor dem Einsatz
– Führen des Tauch-
dienstbuches
– Meldung festge-
stellter Mängel
– Ausbildung zum
Feuerwehrtaucher
der Stufe 1, 2 oder 3

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Personengruppe
Verantwortungs-
bereich
Mindestvoraus-
setzungen
Sicherheitstaucher
Signalmann
– Gerätekontrolle
vor dem Einsatz
– Zum sofortigen
Einsatz zur Rettung
des Feuerwehrtau-
chers bereit stehen
– Kontrolle der
Tauchausrüstung
– Führen der Signal-
leine und ggf. des
Luftzuführungs-
schlauches
– Bedienen der
Sprecheinrichtung
– Überwachung des
Tauchganges
– Ausbildung zum
Feuerwehrtaucher
der Stufe 1, 2 oder 3
– Ausbildung zum
Feuerwehrtaucher
mind. der Stufe 1
– Tauchtauglich-
keit nicht mehr
erforderlich
– Pflege, Wartung
und Instandsetzung
von Tauchgeräten
– Überwachung,
Lagerung und
Verwaltung von
Tauchgeräten
– Führen des Ge-
rätenachweises
– Geräteprüfungen
und Terminüber-
wachungen
Tauchgerätewart
– Atemschutzgerä-
tewart (empfohlen)
und Sachkunde
in der Tauchge-
rätetechnik
Tabelle 1: Aufgabenverteilung im Tauchdienst

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4. Ausrüstung
4.1 Mindestausrüstung
Zur sicheren Planung der Tauchgänge sind pro Tauchstelle mindestens je
eine Uhr sowie die Austauchtabellen (Anlage 3) an der Tauchstelle vorzu-
halten.
Die Art und Ausführung der aufgeführten persönlichen Schutzausrüstung
PSA richtet sich nach der durch den Aufgabenträger durchzuführenden
Gefährdungsbeurteilung (Anlage 6) für den Taucheinsatz. Besondere Be-
rücksichtigung muss hierbei die Einsatzaufgabe, die Gefährdungslage durch
das Gewässer wie Tiefe, Sicht, Temperatur, Strömung etc. und die bedingte
Planbarkeit finden.
Für jeden Feuerwehrtaucher (einschließlich Sicherheitstaucher) muss als
Mindestausrüstung bereitstehen:
Tauchanzug (Nass-, Trockentauchanzug).
Autonomes oder schlauchversorgtes Leichttauchgerät nach Anlage 7.
Rettungsgerät (zum Beispiel kombiniertes Tarier- und Rettungsmittel
nach DIN EN 12628, Tariermittel nach DIN EN 1809 oder Rettungs-
kragen) nur wenn nicht Bestandteil des Leichttauchgerätes.
Gewichtssystem mit Schnellabwurfmöglichkeit.
Tauchermesser oder vergleichbares Werkzeug.
schnittfeste Füßlinge.
– Signalleine.
Sprecheinrichtungen für Gewässer mit besonderen Erschwernissen
und Taucheinsätze bei Eisunfällen.
Flossen oder Gewichtsschuhe.
– Handschuhe.

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4.2 Weitergehende Ausrüstung
Spezial-Tauchanzug für den Einsatz unter besonderen Bedingungen
(zum Beispiel in ölverschmutztem Wasser)
– Tauchcomputer
– Tiefenmesser
– Unterwasserlampen
– Handleinen
– Tauchschutzhelme
– Kompasse
Personenortungssysteme für Tauchgänge unter Eis
Auffanggurte nach DIN EN 361
– Unterwasserkameras
4.3 Notfallausrüstung
An jeder Tauchstelle ist ein Sauerstoff-Atemgerät bereitzustellen. Die Sauer-
stoffmenge ist so zu bemessen, dass bis zur Übergabe des Verunglückten an
eine Therapieeinrichtung, wie zum Beispiel Krankenhaus oder Behandlungs-
kammer, möglichst 100 % Sauerstoffatmung gewährleistet ist. Die Vorräte
des Rettungsdienstes können hierbei mit berücksichtigt werden, ansonsten
ist eine Sauerstoffmenge von bis zu 3 Stunden vorzuhalten.
An jeder Tauchstelle ist, sofern nicht Bestandteil des Gerätekoffers, für das
Sauerstoff-Atemgerät Erste-Hilfe-Material nach tauchmedizinischen Erfor-
dernissen vorzuhalten.
Art und Umfang des Erste-Hilfe-Materials werden entsprechend den zu
erwartenden Risiken durch den Leiter des Tauchwesens festgelegt.

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5. Ausbildung, Fortbildung und Prüfung
5.1 Ausbildung allgemein
Die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher oder zum Feuerwehrlehrtaucher
erfolgt an nach Landesrecht anerkannten Ausbildungsstätten, die über einen
Feuerwehrlehrtaucher verfügen.
Vor Beginn der Ausbildung ist die körperliche Eignung gemäß den staatlichen
Vorschriften für Beschäftigte bzw. den Vorschriften der Unfallversicherungs-
träger für Versicherte, die Arbeiten unter Überdruck ausführen, festzustellen.
Vor Beginn der Ausbildung in Tiefen von mehr als fünf Metern wird für
jeden Tauchanwärter eine Probeschleusung in einer hierfür geeigneten
Druckkammer empfohlen. Vor Aufnahme einer Fortbildung in Tauchtiefen
bis 30 Meter nach Abschnitt 5.7 ist die Probeschleusung erforderlich. Die
ärztliche Leitung der Druckkammer hat die Teilnahme und das Ergebnis
im Tauchdienstbuch zu bestätigen. Bestehen nach Ansicht der ärztlichen
Leitung gesundheitliche Bedenken zur weiteren Aus- und Fortbildung als
Feuerwehrtaucher, ist dies der Stelle mitzuteilen, welche die Vorsorgeun-
tersuchung gemäß den staatlichen Vorschriften für Beschäftigte bzw. den
Vorschriften der Unfallversicherungsträger für Versicherte, die Arbeiten unter
Überdruck ausführen, durchgeführt hat.
Die Sachkunde zur Prüfung und Instandhaltung der Tauchgeräte kann auch
bei den jeweiligen Herstellern erworben werden.
Die Leitung der Tauchausbildung obliegt dem Leiter der Ausbildungsstät-
te. Die ordnungsgemäße Durchführung der Tauchausbildung kann einem
Feuerwehrlehrtaucher übertragen werden. Der Feuerwehrlehrtaucher ist für
die Einhaltung der bestehenden Vorschriften und Richtlinien sowie für den
betriebssicheren Zustand der eingesetzten Geräte während der Tauchaus-
bildung verantwortlich. Er hat dem Leiter der Ausbildungsstätte vor Beginn
der Tauchausbildung den Ausbildungs- und Stoffplan zur Genehmigung
vorzulegen.
Bei der praktischen Ausbildung muss ein tauchtauglicher Feuerwehrlehr-
taucher anwesend sein.

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Tauchanwärter sind für Tauchtiefen und Tauchzeiten auszubilden, die – auch
bei Wiederholungstauchgängen – keine Haltezeiten nach Austauchtabelle
erforderlich werden lassen (siehe Anlage 3). Die Tauchtiefe soll für die
Ausbildung von Tauchanwärter, der Stufe 1 höchstens zehn Meter und für
Tauchanwärter der Stufen 2 und 3 jeweils zwanzig Meter betragen.
Die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher einer Stufe soll innerhalb von zwei
Jahren abgeschlossen sein.
Das Rettungsschwimmabzeichen darf zum Abschluss der Tauchausbildung
nicht älter als 2 Jahre sein.
Die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher der Stufe 2 kann als ergänzende
Aufbauausbildung zum Tauchen der Stufe 1 erfolgen oder mit dieser ohne
Zwischenprüfung in einer Gesamtausbildung erfolgen.
Die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher der Stufe 3 ist als ergänzende Auf-
bauausbildung zum Tauchen der Stufe 2 durchzuführen.
5.2 Theoretische Ausbildung
5.2.1 Tauchanwärter der Stufe 1
Der Unterricht für Tauchanwärter der
Stufe 1
umfasst mindestens 23 Unter-
richtseinheiten (UE), in denen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse
für Taucheinsätze bei den Feuerwehren zu vermitteln sind.
Folgende Unterrichtsthemen sind zu behandeln:
Gerätekunde (hauptsächlich Tauchgeräte gemäß DIN EN 250, Voll-
maske, Tariermittel).
Rechtliche Grundlagen (insbesondere FwDV 8, UVV „Feuerwehren“).
Physik (insbesondere Auftrieb, Druck- und Gasgesetze, Eigenschaften
des Wassers, Licht, Maßeinheiten im Tauchdienst, Schall, Temperatur,
Zusammensetzung der Luft).
Physiologie (insbesondere Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Nervensys-
tem, Sinnesorgane).
Tauchmedizin (insbesondere Kompressionsphase, Dekompressions-
phase).
Einsatzlehre (insbesondere Leinenzugzeichen, Suchverfahren, Unter-
wasser-Handzeichen).
Notfallmaßnahmen (insbesondere Maßnahmen nach einem Tauchun-
fall, Sauerstoff-Atemgerät, Retten aus dem Wasser).

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5.2.2 Tauchanwärter der Stufe 2
Der Unterricht für Tauchanwärter der
Stufe 2
umfasst mindestens 35 Unter-
richtseinheiten (UE), in denen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse
für Taucheinsätze bei den Feuerwehren zu vermitteln sind. Sofern die
Ausbildung aufbauend auf die Ausbildung nach Abschnitt 5.2.1 (mit 23 UE)
erfolgt, sind weitere 12 UE zu leisten.
Folgende Unterrichtsthemen sind zu behandeln:
– Gerätekunde (insbesondere Tauchgeräte, Vollmaske, Tariermittel,
Tarier- und Rettungsmittel, Unterwassersprecheinrichtung).
Rechtliche Grundlagen (insbesondere Normen, FwDV 8, UVV „Feuer-
wehren“).
Physik (insbesondere Auftrieb, Druck- und Gasgesetze, Eigenschaften
des Wassers, Licht, Maßeinheiten im Tauchdienst, Schall, Temperatur,
Zusammensetzung der Luft).
Physiologie (insbesondere Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Nervensys-
tem, Sinnesorgane).
Tauchmedizin (insbesondere Kompressionsphase, Isopressionsphase,
Dekompressionsphase, Einteilung des Tauchganges).
Einsatzlehre (insbesondere Leinenzugzeichen, Suchverfahren, Unter-
wasser- Handzeichen, Eistauchen, Einsätze an Wehranlagen, Einsätze
mit Hebemitteln, Kennzeichnung und Sicherung von Einsatzstellen).
Notfallmaßnahmen (insbesondere Maßnahmen nach einem Tauchun-
fall, Sauerstoff-Atmungsgerät, Retten aus dem Wasser, Stressbewäl-
tigung).
5.2.3 Tauchanwärter der Stufe 3
Für die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher der
Stufe 3
sind ergänzend zur
Ausbildung für die Stufe 2 mindestens weitere 10 UE zu leisten.
Folgende Unterrichtsthemen sind zu behandeln:
Schlauchversorgte Leichttauchgeräte.
Ausbildung zur Durchführung besonderer technischer Hilfeleistungen
(zum Beispiel nach GUV - R 500 „Betreiben von Arbeitsmitteln“, Kapitel
2.26 – Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren).

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5.3 Praktische Ausbildung
5.3.1 Tauchanwärter der Stufe 1
Tauchanwärter haben für die
Stufe 1
mindestens zehn Unterrichtseinheiten
(UE) praktische Ausbildung und 25 Tauchgänge abzuleisten. Ein Ausbil-
dungstauchgang dauert mindestens 20 Minuten.
Mindestens die ersten fünf Tauchgänge sind in sichtigem Wasser und bis
zu fünf Meter Tiefe durchzuführen.
Mindestens zehn Tauchgänge sind unter Einsatzbedingungen in Tauchtiefen
von mehr als fünf Metern durchzuführen.
Die zehn Unterrichtseinheiten (UE) praktische Ausbildung umfassen:
Anlegen der Tauchausrüstung (nicht nur schnelles, sondern vor allem
sicheres Anlegen der Ausrüstung).
Unterstützung bei der Ausrüstung des Feuerwehrtauchers durch den
Signalmann.
Tätigkeit des Signalmanns.
Folgende Ausbildung ist in den 25 Tauchgängen insbesondere durchzu-
führen:
Gewöhnung an den Aufenthalt unter Wasser (Die ersten Gewöhnungs-
übungen sollen sich auf Tiefen von zwei bis zu drei Metern beschrän-
ken. Erst wenn der Tauchanwärter sich in dieser Tiefe sicher fühlt, darf
mit Gewöhnungsübungen bis zu der zulässigen Tauchtiefe begonnen
werden).
– Ab- und Aufstiegsübungen (Besonderer Wert ist beim Abstieg auf
ordnungsgemäßes Abtauchen von Land sowie von einer Leiter aus
zu legen. In das Wasser zu springen ist verboten!).
Verständigungsübungen zwischen Feuerwehrtaucher und Signalmann.
Wechseln der Tauchgeräte unter Wasser (Besonderer Wert ist auf
das Ablegen des Gewichtssystems und auf das richtige Verhalten bei
verklemmten Signalleinen zu legen).
Notaustauchübungen (Der Tauchanwärter ist von einem Feuerwehr-
lehrtaucher zu begleiten).
Retten von Personen.
Suchaufgaben (Suche von Personen und Gegenständen).

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5.3.2 Tauchanwärter der Stufe 2
Tauchanwärter haben für die
Stufe 2
mindestens 20 Unterrichtseinheiten
(UE) praktische Ausbildung und 50 Tauchgänge abzuleisten. Ein Ausbil-
dungstauchgang dauert mindestens 20 Minuten.
Sofern vorab keine Ausbildung zum Taucher der Stufe 1 erfolgte, sind min-
destens die ersten zehn Tauchgänge in sichtigem Wasser und bis zu fünf
Meter Tiefe durchzuführen.
Mindestens 20 Tauchgänge sind unter Einsatzbedingungen in Tauchtiefen
von mehr als zehn Meter durchzuführen.
Die 20 Unterrichtseinheiten (UE) praktische Ausbildung umfassen:
Anlegen der Taucherausrüstung (nicht nur schnelles, sondern vor allem
sicheres Anlegen der Ausrüstung).
Unterstützung bei der Ausrüstung des Feuerwehrtauchers durch den
Signalmann.
Tätigkeit des Signalmanns.
Aufbau von Sprecheinrichtungen.
Aufbau von Schifffahrtszeichen.
Einrichtung von Taucheinsatzstellen.
Folgende schwierige Unterwassertätigkeiten unter Verwendung von tech-
nischem Gerät sind in den 50 Tauchgängen zusätzlich zur Ausbildung der
Stufe 1 insbesondere durchzuführen:
Retten von eingeklemmten Personen.
Unterwasserarbeiten mit technischem Gerät.
– Objektbeschreibungen.
– Objektmarkierung.
Folgende Ausbildung ist in den 25 Tauchgängen insbesondere durchzu-
führen:
Gewöhnung an den Aufenthalt unter Wasser (Die ersten Gewöhnungs-
übungen sollen sich auf Tiefen von zwei bis zu drei Metern beschrän-
ken. Erst wenn der Tauchanwärter sich in dieser Tiefe sicher fühlt, darf
mit Gewöhnungsübungen bis zu der zulässigen Tauchtiefe begonnen
werden).

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– Ab- und Aufstiegsübungen (Besonderer Wert ist beim Abstieg auf
ordnungsgemäßes Abtauchen von Land sowie von einer Leiter aus
zu legen. In das Wasser zu springen ist verboten!).
Verständigungsübungen zwischen Feuerwehrtaucher und Signalmann.
Wechseln der Tauchgeräte unter Wasser (Besonderer Wert ist auf
das Ablegen des Gewichtssystems und auf das richtige Verhalten bei
verklemmten Signalleinen zu legen).
Notaustauchübungen (Der Tauchanwärter ist von einem Feuerwehr-
lehrtaucher zu begleiten).
Retten von Personen.
Suchaufgaben (Suche von Personen und Gegenständen).
5.3.3 Tauchanwärter der Stufe 3
Tauchanwärter haben für die
Stufe 3
mindestens weitere 20 Tauchgänge
unter Verwendung des entsprechenden Gerätes abzuleisten. Ein Ausbil-
dungstauchgang dauert mindestens 20 Minuten.
5.4 Prüfung zum Feuerwehrtaucher
Die Prüfung erfolgt nach landesrechtlicher Regelung. Sie besteht aus einer
schriftlichen und einer praktischen Prüfung und gegebenenfalls zusätzlich
einer mündlichen Prüfung.
Über die Anrechnung anderweitig erworbener Kenntnisse im Tauchen ent-
scheidet der Leiter der Ausbildungsstätte.
Die schriftliche Prüfung zum Feuerwehrtaucher der Stufen 1, 2 und 3 besteht
aus einer Aufsichtsarbeit über die Tauchtätigkeit.
Die praktische Prüfung zum Feuerwehrtaucher der Stufe 1 erstreckt sich auf:
Tauchen mit Leichttauchgerät nach DIN EN 250 bis in die Tauchtiefe
von zehn Meter vom Ufer und / oder vom Boot aus.
Erkunden der Lage unter Wasser.
Retten von Personen.
Zusammenarbeiten von Feuerwehrtaucher und Signalmann.
Erste Hilfe bei Tauchunfällen.

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Die praktische Prüfung zum Feuerwehrtaucher der Stufe 2 erstreckt sich auf:
Tauchen mit Tauchgerät nach Anlage 7 bis in die Tauchtiefe von 20
Meter vom Ufer und / oder vom Boot aus, mit Ab- und Aufsteigen am
Grundtau.
Erkunden der Lage unter Wasser.
Retten von Personen.
Zusammenarbeiten von Feuerwehrtaucher und Signalmann.
Kennzeichnen und Sichern der Tauchstelle und des Bootes entspre-
chend den für das jeweilige Gewässer geltenden Bestimmungen.
Erste Hilfe bei Tauchunfällen.
Einfache Technische Hilfeleistungen.
Die praktische Prüfung zum Feuerwehrtaucher der Stufe 3 erstreckt sich zu-
sätzlich auf Unterwasserarbeiten entsprechend dem Ausbildungsprogramm
(siehe Abschnitt 5.2.3).
5.5 Feuerwehrlehrtaucher
5.5.1 Voraussetzungen
Feuerwehrlehrtaucher für die Stufe 1 müssen die Prüfung zum Feuerwehr-
taucher der Stufe 1 erfolgreich abgeschlossen haben und spätestens zum
Prüfungstermin zusätzlich mindestens 100 Übungs- oder Einsatztauchgänge
nachweisen.
Feuerwehrlehrtaucher für die Stufen 2 oder 3 müssen die Prüfung zum
Feuerwehrtaucher der Stufen 2 oder 3 erfolgreich abgeschlossen haben und
spätestens zum Prüfungstermin
zusätzlich
mindestens 125 Übungs- oder
Einsatztauchgänge nachweisen.
Ein Übungstauchgang dauert mindestens zwanzig Minuten.
Es ist der Nachweis einer pädagogischen Vorbildung (zum Beispiel Lehr-
gang „Ausbilden in der Feuerwehr“ gemäß FwDV 2) und die Ausbildung
zum Gruppenführer erforderlich.
Vor Beginn der Prüfung nach 5.5.3 wird ein Praktikum in einem Feuerwehr-
taucherlehrgang empfohlen.

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5.5.2 Ausbildung
Die Ausbildung zum Feuerwehrlehrtaucher umfasst mindestens 35 Unter-
richtseinheiten (UE), in denen die erforderlichen theoretischen Kenntnisse
und praktischen Fertigkeiten für die Tätigkeit als Feuerwehrlehrtaucher zu
vermitteln sind:
Lehrgangsorganisation, Ausbildungskonzept (2 UE)
Rechtsgrundlagen (2 UE)
Ausbildungslehre (4 UE)
Ausbildungsplanung / Ausbildungsorganisation (2 UE)
Führungslehre Menschenführung (3 UE)
Führungslehre Führungsvorgang und Planübung (4 UE)
Notfallmanagement (2UE)
Tauchmedizin / Druckkammerfahrt 50 m (6 UE)
Gefährdungsbeurteilung für das Feuerwehrtauchen (2 UE)
Lehrprobe Praxisunterweisung im Gewässer (3 UE)
Lehrprobe Praxisunterweisung am Gerät (3 UE)
Lehrprobe Lehrvortrag (2 UE)
5.5.3 Prüfung
Die Prüfung zum Feuerwehrlehrtaucher erfolgt nach landesrechtlicher Re-
gelung und umfasst folgende Inhalte:
Schriftliche Aufsichtsarbeit
– Lehrvortrag
– Praktische Unterweisung einer Ausbildungsgruppe über und unter
Wasser
Erarbeitung eines Notfallplans
Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung
Leitung eines Taucheinsatzes / Planübung
Mündliche Befragung

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5.5.4 Erhalt der Lehrbefähigung
Zum Erhalt der Lehrbefähigung muss der Feuerwehrlehrtaucher regelmä-
ßig an tauchspezifischen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Die
Lehrbefähigung ruht, wenn seit der letzten Fortbildung mehr als drei Jahre
vergangen sind.
5.6 Anerkennung gleichwertiger Ausbildungen
Die Anerkennung gleichwertiger Ausbildungen erfolgt schriftlich nach den
landesspezifischen Regelungen. Die Anerkennung kann erfolgen, wenn eine
der Voraussetzungen nach Anlage 4 vorliegt.
Vor dem Einsatz als Feuerwehrtaucher ist sicherzustellen, dass Personen
mit einer vorgenannten Ausbildung die Bestimmungen dieser Vorschrift
kennen und durch Teilnahme an praktischen Übungen unter einsatzmäßigen
Bedingungen in das Feuerwehrtauchen eingewiesen sind.
5.7 Fortbildung
Um die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse bei den Feuerwehrtauchern
zu erhalten, sind für diesen Personenkreis im Dienstplan in regelmäßigen
Zeitabständen sowie nach Bedarf Unterweisungen und praktische Übun-
gen im Tauchen anzusetzen. Mindestens einmal jährlich ist über diese
Feuerwehr-Dienstvorschrift Unterricht abzuhalten. Über die Teilnahme ist
ein schriftlicher Nachweis zu führen.
Innerhalb von zwölf Monaten sind von Feuerwehrtauchern der Stufen 1 und
2 mindestens zehn Tauchgänge, von Feuerwehrtauchern der Stufe 3 und von
Feuerwehrlehrtauchern mindestens fünfzehn Tauchgänge unter
einsatzmä-
ßigen Bedingungen
abzuleisten. Ein Übungstauchgang dauert mindestens
zwanzig Minuten. Die geleisteten Einsatztauchgänge sind entsprechend
anzurechnen. Ansonsten ruht die Berechtigung zum Feuerwehrtaucher für
Einsatzaufgaben.
Sofern es das Aufgabenspektrum der Taucheinheit erfordert, Taucheinsätze
in Tiefen von mehr als 20 Meter durchzuführen, sind die Feuerwehrtaucher
unter Leitung eines örtlich zuständigen Feuerwehrlehrtauchers schrittweise
an diese Tiefen heranzuführen. Die Tauchtiefe ist hierbei auf 30 Meter zu
begrenzen.

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5.8 Wiederverwendung
Konnte ein Feuerwehrtaucher die vorgenannten Tauchgänge nicht erfüllen,
entscheidet der Leiter des Tauchdienstes über die Wiederverwendung nach
Erfüllung der Voraussetzungen.
5.9 Tauchdienstbuch
Jeder Feuerwehrtaucher hat ein Tauchdienstbuch zu führen. Jeder Aus-
bildungs-, Übungs- und Einsatztauchgang ist in das Tauchdienstbuch
einzutragen.
Die Eintragungen während der Ausbildung sind vom Feuerwehrlehrtaucher
zu bestätigen. Die Eintragungen außerhalb der Ausbildung sind vom Tauch-
einsatzführer darin zu bestätigen.
6. Taucheinsatz
6.1 Kräfte für den Taucheinsatz
Für einen Taucheinsatz werden grundsätzlich ein Taucheinsatzführer und
mindestens ein Tauchtrupp benötigt.
Ein Tauchtrupp besteht aus einem Feuerwehrtaucher, einem Sicherheits-
taucher und einem Signalmann.
Bei unübersichtlichen und ausgedehnten Einsatzstellen muss für jeden
eingesetzten Feuerwehrtaucher ein Sicherheitstaucher bereitstehen. An
übersichtlichen, örtlich begrenzten Stellen muss für je zwei eingesetzte
Feuerwehrtaucher ein Sicherheitstaucher bereitstehen.
6.1.1 Gemischte Tauchtrupps
Werden an Einsatzstellen Tauchtrupps aus Personal unterschiedlicher Hilfe-
leistungsunternehmen oder Behörden gebildet, so dürfen Feuerwehrtaucher
nur nach den Einsatzgrundsätzen gemäß Abschnitt 6.7 dieser Vorschrift
eingesetzt werden.
6.2 Einsatzleiter
Der Einsatzleiter entscheidet über den Taucheinsatz.

24
6.3 Taucheinsatzführer
Der Taucheinsatzführer berät den Einsatzleiter und ist ihm für die Durch-
führung des Taucheinsatzes im Einzelnen verantwortlich. Insbesondere
hat er die Erkundung und Beurteilung des Gewässers und die Absicherung
der Einsatzstelle gegen Störungen und Gefahren zu veranlassen und zu
überwachen.
Der Taucheinsatzführer hat die Führung und Verantwortung für den Ein-
satz des Tauchtrupps, der Bootsbesatzung und weiterer, unmittelbar im
Zusammenhang mit dem Taucheinsatz tätig werdender Einsatzkräfte. Der
Taucheinsatzführer kann anordnen, dass bei besonderen Einsatzvoraus-
setzungen oder –situationen auf das Tragen von Teilen der Ausrüstung
verzichtet werden kann.
Zu Beginn des Taucheinsatzes ist vom Taucheinsatzführer jeweils die
Tauchzeit festzulegen und während des Einsatzes zu überwachen. Die
Taucheinsätze sind auch bei Wiederholungstauchgängen innerhalb der
Nullzeit durchzuführen (siehe Anlage 3).
6.4 Feuerwehrtaucher
Der Feuerwehrtaucher führt den Einsatztauchgang durch. Er hat vor dem
Einsatz eine vorhandene Reststickstoffsättigung (Druckexposition) dem
Taucheinsatzführer anzuzeigen.
6.5 Sicherheitstaucher
Der Sicherheitstaucher steht mit Tauchausrüstung (jedoch ohne angelegten
Atemanschluss) zur Sicherheit und gegebenenfalls zur Rettung des einge-
setzten Feuerwehrtauchers zum sofortigen Einsatz an der Tauchstelle bereit.
6.6 Signalmann
Der Signalmann führt und überwacht den Tauchgang des Feuerwehrtau-
chers.

25
6.7 Einsatzgrundsätze
6.7.1 Allgemeine Einsatzgrundsätze
Es dürfen nur Feuerwehrtaucher eingesetzt werden, die die Anforde-
rungen nach Abschnitt 2 erfüllen.
Für jeden eingesetzten Feuerwehrtaucher muss ein Signalmann zur
Verfügung stehen. Der Feuerwehrtaucher hat die Weisungen des
Signalmannes (Leinenzugzeichen nach Anlage 2) zu befolgen.
Ist die Verständigung zwischen Feuerwehrtaucher und Signalmann
nicht gewährleistet, darf nicht getaucht werden.
Der Feuerwehrtaucher darf erst abtauchen, wenn der Sicherheitstaucher
bereit steht.
Die Abstiegsgeschwindigkeit wird vom Feuerwehrtaucher bestimmt.
Die höchstzulässige Auftauchgeschwindigkeit beträgt zehn Meter pro
Minute. Werden Tauchcomputer verwendet, ist die jeweils angezeigte
Auftauchgeschwindigkeit vorrangig.
Der Feuerwehrtaucher der Stufe 1 darf im Regelfalle bis zehn Meter
Tiefe, Feuerwehrtaucher der Stufen 2 und 3 bis 20 Meter Tiefe abstei-
gen. Sofern die Vorgaben nach Abschnitt 5.7 erfüllt sind, kann die Tiefe
für Feuerwehrtaucher der Stufe 2 und 3 auf 30 Meter erweitert werden.
Der Feuerwehrtaucher hat den Tauchgang sofort abzubrechen, wenn
er Unwohlsein verspürt, die aktive Warneinrichtung oder das Reser-
veventil des Gerätes anspricht oder Anzeichen für Mängel am Gerät
festgestellt werden.
Der Tauchtrupp darf während des Taucheinsatzes nicht durch zusätz-
liche Arbeiten, vor allem nicht durch das Steuern oder Fortbewegen
des Bootes, von seinen Aufgaben abgehalten werden.
In Gewässern mit besonderen Erschwernissen (zum Beispiel Stausee,
Wehranlage, starke Strömung, Hindernisse im Wasser) darf nur mit
einer betriebsbereiten Sprecheinrichtung getaucht werden. Die Hin-
zuziehung eines Gewässerkundigen wird empfohlen.
Beim Tauchen an Wehranlagen besteht Lebensgefahr! Bei Einsätzen
an Wehranlagen ist nach den erstellten Einsatzplänen in Abstimmung
mit dem Betreiber zu verfahren. In dem Einsatzplan ist insbesondere
zu regeln, wie der geschlossene Zustand der Anlage zweifelsfrei (zum
Beispiel Einsatz einer Kamera, Erkundungstauchgang im „Unterwasser“
des Wehres) festgestellt werden kann.

26
Bei Taucheinsätzen in schiffbaren Gewässern soll nach Möglichkeit ein
Schifffahrtskundiger oder ein Vertreter der Wasser- und Schifffahrts-
verwaltung anwesend sein.
Der Einstieg des Feuerwehrtauchers soll möglichst nahe am Einsatzort
liegen. Sofern ein Arbeiten vom Ufer aus nicht möglich ist, ist hierfür
eine geeignete Arbeitsplattform (zum Beispiel Mehrzweckboot – MZB
– DIN 14 961) einzusetzen. Es ist darauf zu achten, dass der Feuer-
wehrtaucher nicht durch Propellerbetrieb gefährdet wird!
Für Suchaufgaben dürfen maximal drei Feuerwehrtaucher mit Handlei-
nen verbunden werden, wenn zusätzlich zur Signalleine mindestens zu
einem Feuerwehrtaucher Sprechverbindung besteht. Die Signal- oder
Telefonleine sollte am mittleren Feuerwehrtaucher befestigt sein.
Bei Wintereinsätzen ist die Gefahr des Einfrierens der Geräte an der
Luft zu beachten.
Von jedem Taucheinsatz ist ein Taucheinsatzprotokoll (siehe Anlage
6) anzufertigen, in dem aufgeführt wird, welche Personen und Geräte
nach den Abschnitten 4.1 und 4.2 eingesetzt und welche Tauchzeiten
erforderlich waren.
Der Flüssigkeitsverlust der Einsatzkräfte ist durch geeignete Getränke
auszugleichen.
6.7.2 Taucheinsätze bei Eisunfällen
Zusätzlich zu den Grundsätzen im Abschnitt 6.6.1 gelten bei Taucheinsätzen
bei Eisunfällen folgende Einsatzgrundsätze:
Zur Rettung von im Eis eingebrochenen Personen ist der Taucheinsatz
grundsätzlich von einer Arbeitsplattform (zum Beispiel Schlauchboot
mit Eisschlitten, Steckleiter) aus durchzuführen.
Wegen der besonderen Gefahren und Schwierigkeiten derartiger Ein-
sätze ist grundsätzlich eine Sprechverbindung zum Feuerwehrtaucher
herzustellen.
Wegen der besonderen Gefährdung der Feuerwehrtaucher ist grund-
sätzlich nur der unmittelbare Bereich (die Länge der Signal- oder
Telefonleine ist auf 25 Meter zu begrenzen) unter der Einbruchstelle
und gegebenenfalls weiterer Einstiegsstellen abzusuchen.
Bei mit Eis bedeckten, strömenden Gewässern ist ein Taucheinsatz
nicht zulässig.

27
Ist die Sprechverbindung nicht mehr möglich, ist der Taucheinsatz
abzubrechen.
Ist die Leinen-Verbindung zwischen Feuerwehrtaucher und Signalmann
unterbrochen, so hat der Feuerwehrtaucher auf der Stelle zu verbleiben
und auf den Sicherheitstaucher zu warten, da er sich sonst orientie-
rungslos zu weit von der Abtauchstelle entfernen und seine Rettung
erschweren könnte.
Die Verwendung von Handleinen ist nicht zulässig.
6.8 Notfallmaßnahmen
Bei jedem Tauchunfall ist nach standortspezifischen Notfallmaßnahmen zu
verfahren, die vom Leiter des Tauchdienstes ständig fortgeschrieben werden.
Im Notfallplan ist insbesondere zu regeln:
Alarmierung der zuständigen (Rettungs-)Leitstelle nach einem Tauch-
unfall
Erste-Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
erweiterte Sofortmaßnahmen nach Abschnitt 4.3 auf Anordnung des
Taucheinsatzführers
Anfahrt zur Tauchstelle
– Hubschrauberlandeplatz
medizinischer Rat über „Taucher-Notruf“
weitere Telefonnummern
Dokumentation in einem Tauchunfallprotokoll
Verbleib eines verwendeten Tauchcomputers beim Patienten zur Aus-
wertung im Therapiezentrum
Falls mit einem Tauchgerät ein Unfall passiert, ist der Öffnungszustand
der Flaschenventile zu kennzeichnen und schriftlich festzuhalten (auch
die Anzahl der Umdrehungen bis zum Schließen der Flaschenventile). Der
Behälterdruck ist ebenfalls schriftlich festzuhalten.
Das Tauchgerät (einschl. des Atemanschlusses) ist sicherzustellen.
Unfälle oder Beinahe-Unfälle sind dem Leiter der Feuerwehr zu melden.

28
7. Instandhaltung der Tauchausrüstung
7.1 Allgemeines
Tauchgeräte und Hilfsgeräte (zum Beispiel Tauchcomputer, Tauchanzug,
Lampen, Leinen, Rettungswesten) müssen pfleglich behandelt, sorgfältig
gewartet und regelmäßig geprüft werden. Für jede Feuerwehr mit Tauch-
dienst muss ein Tauchgerätewart zur Verfügung stehen.
Die Tauchausrüstung, insbesondere die Taucherschutzkleidung, ist entspre-
chend den Gebrauchsanleitungen der Hersteller oder anderen allgemeingül-
tigen Regeln zu reinigen, zu desinfizieren und zu prüfen. Tauchgeräte sind
erst dann wieder einsatzbereit, wenn sie geprüft und freigegeben worden
sind.
Aus hygienischer Sicht sollte eine persönliche Ausstattung mit Taucher-
schutzkleidung erfolgen. Dann ist nur eine regelmäßige Reinigung gemäß
Herstellerangaben erforderlich. Spezielle desinfizierende Reinigungsverfah-
ren sind nicht zwingend erforderlich. Die Reinigung sollte mindestens alle
drei Monate oder nach Bedarf erfolgen.
Wenn eine persönliche Ausstattung mit einem Taucherschutzanzug nicht
ermöglicht werden kann, ist nach jedem Einsatzzyklus, also nach jeder Be-
nutzung eine desinfizierende Waschung zu empfehlen. Diese Reinigung soll
in einer speziellen Waschmaschine und mit geeignetem Reinigungsmittel
erfolgen. Auch hier sind die Herstellerhinweise zu beachten.
Stehen den Feuerwehren eigene Werkstätten für Tauchgeräte nicht zur
Verfügung, so sollen zentrale Werkstätten eingerichtet werden, sofern
diese Aufgaben nicht von einer benachbarten Feuerwehr übernommen
werden können. Alternativ kann auch auf entsprechende Dienstleister zu-
rückgegriffen werden. Das Personal der Werkstatt bedarf zur Durchführung
seiner Aufgaben einer eingehenden Ausbildung, die durch eine erfolgreiche
Teilnahme an einem Atemschutzgerätewart-Lehrgang sowie einer Fortbil-
dung über technische Besonderheiten der Tauchausrüstung an einer Lan-
desfeuerwehrschule oder an einer anderen anerkannten Ausbildungsstätte
nachgewiesen werden muss.
Tauchgeräte und Druckgasbehälter sind in den vorgesehenen Halterungen
in den Fahrzeugen zu transportieren. Fehlen solche Halterungen, dürfen
Tauchgeräte und Atemluftbehälter nur in nach geltendem Gefahrgutrecht
geeigneten Transportbehältern oder Transportkisten transportiert werden.
Außerdem ist auf Ladungssicherung nach der Straßenverkehrsordnung zu
achten.

29
7.2 Monatlich durchzuführende Arbeiten
Die Einsatzbereitschaft der Tauch- und Rettungsgeräte ist monatlich zu
überprüfen. Hierbei ist insbesondere auf einwandfreie Funktion, Dichtheit
und ausreichenden Atemluftvorrat zu achten. Bei einem Druckverlust von
zehn Prozent des vorgeschriebenen Fülldruckes sind die Druckgasbehälter
auszuwechseln.
7.3 Halbjährlich durchzuführende Arbeiten
Sämtliche Tauch- und Rettungsgeräte sind in Abständen von sechs Mona-
ten der Werkstatt zu übergeben und einer den Vorschriften der Hersteller
entsprechenden Prüfung zu unterziehen.
8. Lagern und Gerätenachweis
8.1 Lagern
Tauchgeräte sind trocken zu lagern. Sie sind vor mechanischen Beschädi-
gungen und vor der Einwirkung von Sonnenstrahlen oder sonstigen Wärme-
einflüssen zu schützen. Einzulagernde Tauchgeräte sind in Regalen oder in
luftigen Schränken unterzubringen, die in kühlen, trockenen Räumen stehen.
In den Lagerräumen dürfen nicht gleichzeitig Chemikalien und Lösungsmittel
sowie Benzin u. Ä. untergebracht sein.
Nicht einsatzbereite Geräte sind getrennt aufzubewahren.
8.2 Gerätenachweis
Der Tauchgerätewart hat einen Geräte- und Prüfnachweis zu führen. Die Prü-
fungen sind zusätzlich am Gerät für den Nutzer erkennbar zu dokumentieren.
Der Gerätenachweis muss über den Verbleib eines jeden Gerätes Auskunft
geben. Er ist bis zur Aussonderung des Gerätes aufzubewahren.
In den Prüfnachweisen ist mindestens zu dokumentieren:
Bezeichnung und Hersteller des Gerätes.
Interne Kennzeichnung des Gerätes.
Seriennummer der einzelnen Baugruppen.
Fälligkeit von Prüfungen der einzelnen Baugruppen.

30
Prüfergebnisse der vorgeschriebenen Prüfungen nach Herstelleran-
gaben.
Durchgeführte Arbeiten und Reparaturen.
Unterschrift des Tauchgerätewartes, der die Arbeiten, Prüfungen oder
Reparaturen verantwortlich durchgeführt hat.
Wiederkehrender Kontrollvermerk des Unternehmers.
Anhang:
Anlage 1: Begriffsbestimmungen und technische Anforderungen
Anlage 2: Leinenzugzeichen
Anlage 3: Austauchtabellen
– Tabelle 1: Maximale Aufenthaltszeit unter Wasser bei Tauch-
tiefen bis 10,5 Meter.
– Tabelle 2: Austauchen mit Druckluft bei Tauchtiefen von mehr
als 10,5 Meter.
– Tabelle 3: Zeitzuschlag für das Austauchen nach Wiederho-
lungstauchgängen.
– Tabelle 4: Korrektur der Tauchtiefe bei einer Höhenlage der
Tauchstelle in mehr als 300 Meter über Normal Null
(NN)
Anlage 4: Anerkennung vergleichbarer Ausbildung
Anlage 5: Hinweise für die Bildung eines Prüfungsausschusses
Anlage 6: Taucheinsatzprotokoll (Beispiel)
Anlage 7: Bereitstellung von Tauchgeräten

31
Anlage 1
Begriffsbestimmungen und technische Anforderungen
Auftauchen
(Aufstieg) ist das Aufsuchen einer geringeren Wassertiefe.
Austauchen
ist ein Auftauchen zur Wasseroberfläche.
Besondere Erschwernisse
beim Einsatz, bei Aus- und Fortbildung liegen
zum Beispiel vor bei:
Tauchen in Strömung von mehr als 1,5 m/s.
Einsätzen in oder unter Wracks oder Bauwerken (Rohre, Pfahlroste,
Durchschlupfe).
Tauchgängen mit der Gefahr des Verhakens.
Leichttauchgeräte
sind für das Tauchen in den Feuerwehren zugelassene
Tauchgeräte nach DIN EN 250, aus denen der Taucher atemgesteuert mit
Atemluft versorgt wird. Bei Leichttauchgeräten mit Nitrox-Gasgemischen ist
zusätzlich die EN 13949 zu beachten.
Leinen:
Art, Begriffsbestimmung
Grundtau
zur Orientierung des
Feuerwehrtauchers
zwischen Oberfläche und
Arbeitsplatz unter Wasser
Handleinen
Verbindungsleinen
zwischen zwei Feuer-
wehrtauchern,
schwimmfähig
an den Seilenden sind
Handschlaufen zulässig
Laufleinen
zur Orientierung des
Feuerwehrtauchers,
hauptsächlich zur Durch-
führung von Sucharbeiten
Länge
max. 1,5 m
max. 40 m
Durchmesser
24 bis 28 mm
mind. 8 mm
mind. 6 mm
Seil-Zugkraft
mind. 2000 N
mind. 1000 N

32
Nullzeit
ist die maximale Tauchzeit vom Verlassen der Oberfläche bis zum
Beginn des Austauchens, bei der noch keine Dekompressionspausen er-
forderlich sind.
Schlauchversorgte Leichttauchgeräte
sind Tauchgeräte, bei denen
Taucher von einer Atemgasversorgungsanlage über eine Kontroll- und Re-
geleinrichtung und einer Versorgungsleitung mit Atemgas versorgt werden
und zusätzlich für den Notfall einen Reserveatemgasvorrat mit sich führen.
Sicherheitstaucher
ist ein zur Sicherheit der eingesetzten Feuerwehrtau-
cher zum sofortigen Einsatz am Gewässer bereitstehender Taucher.
Signalmann
führt und überwacht den Tauchgang des Feuerwehrtauchers.
Taucheinsatzführer
berät den Einsatzleiter und ist ihm für die Durchführung
des Taucheinsatzes im Einzelnen verantwortlich. Insbesondere hat er die
Erkundung und Beurteilung des Gewässers und die Absicherung der Einsatz-
stelle gegen Störungen und Gefahren zu veranlassen und zu überwachen.
Der Taucheinsatzführer hat die Führung und Verantwortung für den Einsatz
des Tauchtrupps, der Bootsbesatzung und weiterer, unmittelbar im Zusam-
menhang mit dem Taucheinsatz tätig werdender Einsatzkräfte.
Taucher-Druckkammern
sind Druckbehälter, die der Behandlung erkrankter
Taucher dienen.
Art, Begriffsbestimmung
Signalleinen
zur Sicherung des
Feuerwehrtauchers,
Verbindung vom Signal-
mann zum Feuerwehr-
taucher zur Signalgebung
Telefonleinen
sind Signalleinen, in die
Telefonkabel zugentlastet
eingeflochten sind
Länge
50 m
im begründe-
ten Einzelfall
80 m
50 m
Durchmesser
8 bis 14 mm
8 bis 14 mm
Seil-Zugkraft
mind. 2000 N
mind. 2000 N

33
Tauchdienstbuch
ist der Nachweis über die geleisteten Tauchgänge.
Taucheinsatz
ist die Gesamtheit der Tauchgänge am gleichen Ort zur
Durchführung eines Unterwasser-Einsatzauftrages.
Tauchgang
ist ein zeitlich begrenzter, einmaliger Aufenthalt unter Wasser.
Ein Ausbildungstauchgang bzw. Übungstauchgang dauert mindestens zwan-
zig Minuten. Tauchgänge im Sinne dieser Vorschrift erfolgen ausschließlich
im Feuerwehrdienst, Freizeittauchgänge sind nicht anzurechnen.
Tauchschutzhelme
sollen den Taucher vor Kopfverletzungen schützen und
durch geeignete Farbgebung die Auffindbarkeit des Tauchers erleichtern.
Tauchstelle
ist der Einsatzbereich des Tauchtrupps, der den Einstieg des
Tauchers, den Tätigkeitsbereich unter Wasser und den Ausstieg umfasst.
Tauchtrupp
besteht aus einem Feuerwehrtaucher, einem Sicherheitstaucher
und einem Signalmann.
Tauchtiefendruck
ist der in der jeweiligen Tauchtiefe herrschende Umge-
bungsdruck.

34
Zeichen
Vom Taucher gegeben
Vom Signalmann gegeben
X
-NOTSIGNAL-
-NOTSIGNAL-
Ich bin in Not!
Sofort Tauchgang
abbrechen!
XX
Nach links!
XXX
Nach rechts!
XXXX
Ich tauche aus!
Austauchen!
XXXXX
Alles in Ordnung!
Alles in Ordnung!
Anlage 2
Leinenzugzeichen
Als Leinenzugzeichen sind folgende Zeichen festgelegt:
(X bedeutet: ein Leinenzug).
Weitere Leinenzugzeichen können zwischen Feuerwehrtaucher und Sig-
nalmann vereinbart werden.

35
Anlage 3
Austauchtabellen (Maximale Aufenthaltszeiten unter Wasser)
Die nachfolgenden Austauchtabellen wurden aus der Unfallverhütungsvor-
schrift „Taucherarbeiten“ BGV C23 vom 1. Oktober 1979 in der Fassung
vom 1. Januar 2012 auszugsweise übernommen und auf die Erfordernisse
dieser Vorschrift angepasst. Insbesondere Tabelle 2 ist mit neuen Werten
für die Aufstiegszeit versehen, um einer Aufstiegsgeschwindigkeit von mehr
als 10 m/min entgegenzuwirken. Die in Tabelle 2 benannte Zeit beinhaltet
somit Nullzeit und Austauchzeit, also die Gesamtzeit bis zum Erreichen der
Oberfläche.
Für den Einsatz von Mischgas als Atemgas wird auf die Empfehlungen des
Fachausschusses Tiefbau für Mischgas-Taucheinsätze in der jeweils gültigen
Fassung verwiesen. Für das Feuerwehrtauchen können offene Systeme mit
einem Mischungsverhältnis von maximal 40 Vol.% Sauerstoff und 60 Vol.%
Stickstoff verwendet werden.
Erläuterungen zu den Austauchtabellen:
1. Allgemeines
In dieser Anlage sind alle mit dem Austauchen in Verbindung stehenden
Tabellen wie folgt zusammengefasst:
Tabelle 1:
Maximale Aufenthaltszeiten unter Wasser bei Tauchtiefen bis 10,5 m.
Tabelle 2: Austauchen mit Druckluft bei Tauchtiefen von mehr als 10,5m.
Tabelle 3: Korrektur der Tauchtiefe bei Höhenlage der Tauchstelle in mehr
als 300 m über NN.
Tabelle 4:
Zeitzuschlag für das Austauchen nach Wiederholungstauchgängen.

36
2.
Begrenzung des Geltungsbereiches der Tabelle 2
2.1. Gesamtzeit eines Tauchganges
Die Gesamtzeit eines Tauchganges darf für Tauchgänge bis 10,5 m Tiefe
die in der Tabelle 1 angegebenen bzw. für Tauchgänge über 10,5 m, die in
Tabelle 2 angegebenen Nullzeit-Werte nicht überschreiten.
2.2. Tauchtiefe
Die Tabellen gelten für Tauchtiefen bis 30 m. Da im konkreten Fall einer
Menschenrettung unter besonderer Beachtung der Risiken von den Vorga-
ben dieser Dienstvorschrift abgewichen werden kann, sind die Tabellen für
Tauchtiefen bis 36 m informatorisch angehängt.
2.3. Luftdruck an der Tauchstelle
Die in den Tabellen angegebenen Werte sind auf einen Luftdruck an der
Tauchstelle von 1000 hPa (= 1 bar) berechnet. Bei Absinken des Luftdruckes
unter 970 hPa infolge der Höhenlage der Tauchstelle (= 300 m über NN)
und wetterbedingten Luftdruckschwankungen (= Tiefdrucklage) sind die in
Tabelle 3 angegebenen Korrekturen vorzunehmen (siehe Abschnitt 6).
Die Angabe der Höhenlage der Tauchstelle dient lediglich als Hilfsgröße,
entscheidend ist der Luftdruck an der Tauchstelle.
2.4. Wiederholungstauchgänge
Wiederholungstauchgänge sind Tauchgänge, die in weniger als 12 Stunden
Abstand auf das Ende des vorangegangenen folgen. Die in der Tabelle 2
angegebenen Zeiten gelten nur für einmalige Tauchgänge. Für die Ermittlung
der Austauchzeiten nach Wiederholungstauchgängen sind die in Abschnitt 7
angegebenen Hinweise zu beachten.

37
3.
Allgemeine Handlungsanweisungen
3.1. Ist ein Arbeiten in unterschiedlichen Wassertiefen erforderlich, ist
der Tauchgang so zu planen, dass mit der Arbeit in der größten Tiefe
begonnen wird und die jeweils folgende Arbeitsstelle in geringerer
Wassertiefe liegt.
3.2. Auch bei Arbeiten in Wassertiefen von weniger als 7 m ist ein wie-
derholtes Aus- und Abtauchen zu vermeiden („Yo-Yo-Tauchen"), da
hierdurch das Dekompressionsrisiko deutlich ansteigt.
3.3. Die maximale Aufstiegsgeschwindigkeit von 10 m/min darf nicht über-
schritten werden.
3.4. Grundsätzlich darf ein Taucher, der unmittelbar nach seinem eigenen
Taucheinsatz als Sicherungstaucher eingesetzt werden soll, nicht die
maximal zulässige Tauchzeit ausschöpfen.
4.
Handhabung der Austauchtabelle
4.1. Die Austauchtabelle gilt für das Austauchen nach mittelschwerer Arbeit.
Hat der Taucher schwere körperliche Arbeit geleistet, ist die erforderli-
che Austauchzeit bei der nächsthöheren Tauchzeitenstufe abzulesen.
4.2. Entspricht die Aufenthaltsdauer im Wasser oder die erreichte Tauchtiefe
nicht einem der in der Tabelle angegebenen Wert, ist für die Ermittlung
der Austauchzeiten der nächsthöhere Wert anzusetzen.
4.3. Die in der Tabelle angegebene Haltezeit beinhaltet die Zeit für den
Aufstieg in die nächsthöhere Haltestufe bzw. an die Wasseroberfläche.
Das bedeutet, dass die letzte Minute der jeweiligen Haltezeit für den
Aufstieg auf die nächsthöhere Stufe verwendet werden kann.
5.
Verhalten des Tauchers in der Zeit nach dem Tauchgang
5.1. Innerhalb von zwei Stunden nach dem Ende des Tauchgangs darf der
Taucher nicht für körperlich schwere Arbeit eingeteilt werden.

38
6. Tauchen in Höhen von mehr als 300 m über NN bzw. Luft-
drücken an der Tauchstelle unter 970 hPa
6.1. Beim Absinken des Luftdruckes an der Einstiegsstelle unter einen Wert
von 970 hPa ist die Austauchzeit um die in der Tabelle 3 angegebenen
Werte zu verlängern. Dies ist in der Regel bei einer Höhenlage der
Einstiegsstelle von mehr als 300 m über NN der Fall; in Abhängigkeit
von wetterbedingten Luftdruckschwankungen kann auch bereits früher
- aber auch später - eine Korrektur erforderlich sein.
6.2. Die Berechnung der rechnerischen Tiefe erfolgt nach der nachfolgend
beschriebenen Methode:
1.
Bestimmen der tatsächlichen Tauchtiefe.
2. Ermitteln der Höhe der Taucheinstiegsstelle in Meter über NN
bzw. des Luftdrucks.
3.
Ablesen der rechnerischen Tauchtiefe aus Tabelle 3; die rechneri-
sche Tauchtiefe ist der Wert, der im Schnittpunkt der tatsächlichen
Tauchtiefe mit der Spalte der Höhenlage bzw. des Luftdrucks liegt.
Beispiel:
Tatsächliche Tauchtiefe:
20 m
Höhenlage der Tauchstelle:
850 m
Rechnerische Tauchtiefe:
24 m
Der Wert für die rechnerische Tauchtiefe ist die Grundlage für die Ablesung
der Austauchzeiten der Tabelle 2.
7.
Wiederholungstauchen
7.1. Bei Tauchgängen, die in der Tabelle 2 in der letzten Spalte mit „ja"
gekennzeichnet sind, ist innerhalb von 12 h ein weiterer Tauchgang
(Wiederholungstauchgang) zulässig.
Bei Wiederholungstauchgängen im Tauchtiefenbereich > 7 m ist nach
Möglichkeit, auch wenn nach der jeweiligen Tabelle keine Haltezeiten
erforderlich sind, eine Haltezeit von 3 min auf der 3-m-Stufe einzuhalten.
7.2. Zur Bestimmung der Austauchzeit und -stufen nach einem Wiederho-
lungstauchgang werden die beiden durchgeführten Tauchgänge zu
einem zusammengefasst, indem die Einzelzeiten zusammengezählt
werden und die im Verlauf beider Tauchgänge größte erreichte Tiefe
angesetzt wird. Die Ermittlung der Austauchzeit erfolgt mit Hilfe der
Tabelle 2.

39
Berechnungsbeispiel:
1. Tauchgang:
20 m Tauchtiefe
35 min Tauchzeit
= Wiederholungstauchgang möglich
Wiederholungstauchgang: 15 m Tauchtiefe
30 min Tauchzeit
= rechnerische Tauchzeit: 65 min
= rechnerische Tauchtiefe 20 m
aus Tabelle 2:
Austauchzeit 22:06 min,
somit im Rahmen dieser Regel
nicht zulässig!

40
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
165 1:02 – – – – – – 1:02 Ja
170 0:54 – – – – – 3 4:12 Ja
180 0:54 – – – – – 5 6:12 Ja
Tabelle 1: Maximale Aufenthaltszeit unter Wasser bei Tauchtiefen bis
10,5 m (in Minuten)
Tauchtiefe (m)
Oberflächenintervall
*)
(in Stunden)
12 6 4
7,5 360 360 360
9,0 360 330 300
10,5 270 250 240
*)
Oberflächenintervall ist die Zeit zwischen Beendigung des ersten Tauchganges und Beginn des Wieder-
holungstauchganges.
Tabelle 2: Drucklufttabelle
Tauchtiefe 12 m

41
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
80 1:30 – – – – – – 1:30 Ja
90 1:12 – – – – – 3 4:30 Ja
100 1:12 – – – – – 5 6:30 Ja
110 1:12 – – – – – 7 8:30 Ja
120 1:12 – – – – – 12 13:30 Ja
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
50 1:48 – – – – – – 1:48 Ja
55 1:30 – – – – – 3 4:48 Ja
60 1:30 – – – – – 5 6:48 Ja
70 1:30 – – – – – 7 8:48 Ja
80 1:30 – – – – – 15 16:48 Ja
Tauchtiefe 15 m
Tauchtiefe 18 m

42
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
35 2:06 – – – – – – 2:06 Ja
40 1:48 – – – – – 3 5:06 Ja
45 1:48 – – – – – 5 7:06 Ja
50 1:48 – – – – – 7 9:06 Ja
60 1:48 – – – – – 15 17:06 Ja
70 1:48
20 22:06 Ja
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
25 2:24 – – – – – – 2:24 Ja
30 2:06 – – – – – 3 5:24 Ja
35 2:06 – – – – – 5 7:24 Ja
40 2:06 – – – – – 7 9:24 Ja
45 2:06 – – – – – 10 12:24 Ja
50 2:06 – – – – – 15 17:24 Ja
Tauchtiefe 21 m
Tauchtiefe 24 m

43
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
20 2:42 – – – – – – 2:42 Ja
25 2:24 – – – – – 3 5:42 Ja
30 2:24 – – – – – 5 7:42 Ja
35 2:24 – – – – – 10 9:42 Ja
40 2:06 – – – – 3 12 17:42 Ja
45 2:06 – – – – 3 15 20:42 Ja
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
15 3:00 – – – – – – 3:00 Ja
20 2:42 – – – – – 3 6:00 Ja
25 2:42 – – – – – 5 8:00 Ja
30 2:42 – – – – – 10 13:00 Ja
35 2:24 – – – – 3 12 18:00 Ja
Tauchtiefe 27 m
Tauchtiefe 30 m

44
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
12 3:18 – – – – – – 3:18 Ja
15 3:00 – – – – – 3 6:18 Ja
20 3:00 – – – – – 5 8:18 Ja
25 2:42 – – – – 3 7 13:18 Ja
30 2:42 – – – – 3 12 18:18 Ja
Tauch-
Aufstieg
Haltezeiten während des Austauchens
Gesamt-
Wieder-
zeit
bis zur
auf den Austauchstufen
zeit der
holungs-
(min) Austauch-
(min)
Dekom- Tauch-
stufe
pression gang
(min:sec)
(min:sec) möglich
18 m
15 m
12 m
9 m
6 m
3 m
10 3:36 – – – – – – 3:36 Ja
15 3:18 – – – – – 3 6:36 Ja
20 3:18 – – – – – 7 10:36 Ja
25 3:00 – – – – 3 12 18:36 Ja
Tauchtiefe 33 m
Tauchtiefe 36 m

45
5 m
9 m
9 m
9 m
9 m
12 m
12 m
6 m
9 m
9 m
9 m
12 m
12 m
15 m
7 m
9 m
9 m
12 m
12 m
15 m
15 m
8 m
9 m
12 m
12 m
15 m
15 m
18 m
9 m
12 m
12 m
15 m
15 m
18 m
18 m
10 m
12 m
15 m
15 m
15 m
18 m
21 m
11 m
15 m
15 m
15 m
18 m
18 m
21 m
12 m
15 m
15 m
18 m
18 m
21 m
24 m
13 m
15 m
18 m
18 m
21 m
21 m
24 m
14 m
18 m
18 m
21 m
21 m
24 m
27 m
15 m
18 m
18 m
21 m
24 m
24 m
27 m
16 m
18 m
21 m
21 m
24 m
27 m
30 m
17 m
21 m
21 m
24 m
24 m
27 m
30 m
18 m
21 m
24 m
24 m
27 m
30 m
30 m
19 m
21 m
24 m
27 m
27 m
30 m
33 m
20 m
24 m
24 m
27 m
30 m
30 m
33 m
21 m
24 m
27 m
27 m
30 m
33 m
36 m
22 m
24 m
27 m
30 m
30 m
33 m
36 m
23 m
27 m
27 m
30 m
33 m
36 m
39 m
24 m
27 m
30 m
30 m
33 m
36 m
39 m
25 m
27 m
30 m
33 m
36 m
29 m
42 m
26 m
30 m
30 m
33 m
36 m
39 m
42 m
27 m
30 m
33 m
36 m
39 m
42 m
45 m
28 m
30 m
33 m
36 m
39 m
42 m
45 m
29 m
33 m
36 m
36 m
39 m
45 m
48 m
30 m
33 m
36 m
39 m
42 m
45 m
48 m
31 m
36 m
36 m
39 m
42 m
45 m
51 m
32 m
36 m
39 m
42 m
45 m
48 m
51 m
33 m
36 m
39 m
42 m
45 m
48 m
54 m
34 m
39 m
39 m
42 m
45 m
51 m
54 m
35 m
39 m
42 m
45 m
48 m
51 m
57 m
36 m
39 m
42 m
45 m
48 m
54 m
57 m
- 3000 m
- 700 mbar
Tatsäch-
liche
Tauchtiefe
Höhenlage / atmosphärischer Druck an der Tauchstelle
300-500 m
970-950
mbar
- 1000 m
- 900 mbar
- 1500 m
- 850 mbar
- 2000 m
- 800 mbar
- 2500 m
- 750 mbar
Tabelle 3: Korrekturtabelle für Tauchgänge in Höhen über 300 m
(„rechnerische Tauchtiefe“) (siehe Abschnitt 6 der Erläuterungen)

46
Anlage 4
Anerkennung vergleichbarer Ausbildung
Für nachstehend aufgeführte Ausbildung ist die Anerkennung zum Feuer-
wehrtaucher der entsprechenden Stufe möglich. Vor dem Einsatz als Feu-
erwehrtaucher ist sicherzustellen, dass Personen mit einer vorgenannten
Ausbildung die Bestimmungen dieser Vorschrift kennen und durch Teilnahme
an praktischen Übungen unter einsatzmäßigen Bedingungen in das Feuer-
wehrtauchen eingewiesen sind.
Feuerwehrtauchen der Stufe 1
Freizeit-Gerätetaucher nach
DIN EN 14153-2
„Selbständiger Taucher“.
Freizeit-Gerätetaucher nach
DIN EN 14153-3
„Tauchgruppenleiter“.
Taucher gemäß GUV-R 2101
(Regeln für Sicherheit und Gesund-
heitsschutz für das Tauchen in Hilfe-
leistungsunternehmen).
THW-Bergungstaucher Stufe 1
Feuerwehrtauchen der Stufe 2
Taucher der Marine gemäß MDv 450/1
Taucher des Heeres gemäß
HDv 287/300
Taucher der Polizei gemäß PDv 415
Taucher gemäß GUV-R 2101 mit der
Fortbildung „Arbeiten unter Wasser“
THW-Bergungstaucher Stufe 2
Forschungstaucher gemäß ZH 1/ 540
Feuerwehrtauchen der Stufe 3
Geprüfter Taucher gemäß BGBl. 2000
Seite 165
THW-Bergungstaucher Stufe 3
Schiffstaucher der Marine
Pioniertaucher des Heeres mit
Unteroffizierslehrgang

47
Anlage 5
Hinweise für Bildung eines Prüfungsausschusses
Der Prüfungsausschuss für die Feuerwehrtauchprüfung wird vom Leiter der
Ausbildungsstätte berufen. Die Prüfung kann auch vor dem Ausschuss einer
anderen vergleichbaren Ausbildungsstätte abgelegt werden.
Der Prüfungsausschuss für die Feuerwehrtauchprüfungen besteht aus
dem tauchkundigen Leiter oder einem tauchkundigen Beschäftigten der
Ausbildungsstätte als Vorsitzender, dem Leiter des Tauchdienstes und
einem Feuerwehrlehrtaucher als Beisitzer. Ein weiterer Beisitzer kann aus
dem Kreis der an der Ausbildung beteiligten Ausbilder berufen werden. Alle
Ausschussmitglieder müssen sich im aktiven Dienst befinden.

48
Anlage 6
Taucheinsatzprotokoll
(Beispiel)
1. Alarmierung:
Datum:
Uhrzeit:
Einsatzort:
Einsatzgrund:
Alarmierung durch:
Einsatzleitung / Anforderer:
Taucheinsatzführer/in:
Uhrzeit der Alarmierung:
Einsatzbeginn: Einsatzende:
2. Rettungsplanung:
Anschrift Telefon
Rettungsleitstelle :
Nächster Taucherarzt:
Nächstes Krankenhaus:
Nächste Druckkammer:
3. Einsatzkräfte:
Tauchtrupp 1. Einsatz
Signalmann (SigM):
_________________________________
(Wechsel des SigM in Tabelle markieren) _____________________________
Taucher
(Gruppe kennzeichnen)
Sicherheitstaucher
Ein- / und
Ausstiegszeit
Tauch-
zeit
Anf.-/ End-
druck
max.
Tiefe
Gerät*
/
/
/
/
/
/
/
/
Tauchtrupp 2. Einsatz
Signalmann (SigM):
_________________________________
(Wechsel des SigM in Tabelle markieren) _____________________________
Taucher
(Gruppe kennzeichnen)
Sicherheitstaucher
Ein- / und
Ausstiegszeit
Tauch-
zeit
Anf.-/ End-
druck
max.
Tiefe
Gerät*
/
/
/
/
/
/
/
/

49
Tauchtrupp 3. Einsatz
Signalmann (SigM):
_________________________________
(Wechsel des SigM in Tabelle markieren) _____________________________
Taucher
(Gruppe kennzeichnen)
Sicherheitstaucher
Ein- / und
Ausstiegszeit
Tauch-
zeit
Anf.-/ End-
druck
max.
Tiefe
Gerät*
/
/
/
/
/
/
/
/
4. Gefährdungsbeurteilung:
Ja: Nein: Gefährdung
liegt vor:
Gewässerbedingungen:
Strömung
………….. m/s
(>1,5m/s
<2,5m/s)
zu erwartende Gewässertiefe
………….. m
zu erwartende Sichtweiten
………….. m
Gefahr durch Abtreiben
Boots- /Schiffsverkehr (Segler, Surfer), Anker, Schiffsschrauben
Treibgut
Arbeiten an der Tauchstelle, Gefahr durch Heben und Senken, Abwurf von Material
Strudel, Sog und Einsauggefahr
Kraftwerke, Wehre, UW-Bauwerke, Wracks
Gewässerverunreinigung
Einsturzgefährdete Wände oder Teile
Kieslöcher, Überhänge, Höhlen, Unterspülungen
Ansaugöffnungen, Ansaugpumpen, Ultraschallanlagen, Seeventile, Wassereinlässe
Deiche (Bruchgefahr)
Hindernisse der Leinenführung
Gefahr durch elektrischen Strom
Wasserqualität (Gesundheitsschutz, Vollmasken)
Uferbeschaffenheit (Geröll, Spundwände, Buhnen)
Weg zum Gewässer (Steilhang, Absturzgefahr, Anstrengung)
Informationen zum Sachverhalt erhalten von:
Funktion:
Unterschrift:
Äußere Bedingungen / Wetterlage:
Sichtverhältnisse
Nebel
Dunkelheit
Beleuchtung
Temperatur (Eis)
Niederschläge
Schnee
Regen
Nieselregen
Gewitter
Höhe, /Luftdruck
mbar (< 970mbar bzw. ca. 300 M ü.n.N.)
Wellenhöhe
……………….Meter
Einsatzbedingungen:
Gefährdung durch weitere Einsatzkräfte
Störung durch Passanten
Eigenes Personal einsatzfähig (gesundheitlich)?
Tauchgeräte sicher und einsatzbereit?
Ausrüstung der Taucher mit Mängeln?
Liegen „Besondere Erschwernisse“ nach DV Anlage 1 vor?
Maßnahmen zur Gefährdungsvermeidung:
_____________________________________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________________________________
Ort, Datum ………………………………………………..
Unterschrift Taucheinsatzführer/in

50
Anlage 7
Bereitstellung von Tauchgeräten
Die Auswahl und die Bereitstellung von Tauchgeräten erfolgt aufgrund einer
Gefährdungsbeurteilung der jeweiligen Einsatzaufgabe unter Berücksichti-
gung der örtlichen Belange. Es dürfen nur Tauchgeräte bereitgestellt werden,
die für die jeweiligen Einsatzaufgaben der Feuerwehr geeignet und nach
PSA-Richtlinie (89/686/EWG) zertifiziert sind.
Der Umgang mit Tauchgeräten richtet sich nach den Gebrauchsanwei-
sungen der Hersteller, bzw. den Vorgaben der Versicherer und/oder der
Aufgabenträger.
Grundsätzlich gelten Geräte mit nachfolgenden Mindestanforderungen nach
Abgleich mit anderen Regelwerken als geeignet:
Stufe 1
Autonomes Leichttauchgerät nach EN 250 (bei Wassertemperaturen unter
10°C kaltwassertauglich) mit Vollmaske als Atemanschluss.
Als Tragevorrichtung kann ein Tariermittel nach DIN EN 1809 oder ein kom-
biniertes Tarier- und Rettungsmittel nach DIN EN 12628 verwendet werden.
Stufe 2
Autonomes, kaltwassertaugliches Leichttauchgerät nach EN 250 mit min-
destens 1400 barl Atemluftvorrat und einer zusätzlichen aktiven Restdruck-
warneinrichtung mit Vollmaske als Atemanschluss.
Optional kann das Gerät über einen Zweitatemregler verfügen. Als Trage-
vorrichtung kann ein Tariermittel nach DIN EN 1809 oder ein kombiniertes
Tarier- und Rettungsmittel nach DIN EN 12628 verwendet werden.
Die Funktionalität des Komplettgerätes ist nachzuweisen
Stufe 3
Autonomes Leichttauchgerät nach EN 250 wie unter Stufe 2 oder schlauch-
versorgtes Leichttauchgerät nach EN 15333.

52