Ziel:
Überführung benötigter Flächen
im Gewässerentwicklungskorridor
(GKO) ins öffentliche Eigentum, funk­
tionale Sicherung durch Pacht, Tausch
Mögliche Maßnahmen:
Kauf oder Pacht der Flächen im
GKO durch die Kommunen
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Bewirtschaftungsverträge
– Etablierung von dinglichen
Rechten nach BGB (Dienstbar­
keiten) zur Umsetzung konkreter
Gewässerpflege/­entwicklungs­
maßnahmen
KAUF, TAUSCH UND
PACHT VON FLÄCHEN
3
Ziel:
LNO­Verfahren auch für
Umweltthemen nutzen, kooperative
Herstellung günstiger Flurstücksgren­
zen und Eigentumsverhältnisse im
GKO in LNO­Verfahren
Mögliche Maßnahmen:
– Handlungsbedarf für Gewässer­
entwicklung frühzeitig in die LNO­
Verfahren einbringen
Gewässerabschnitte vollständig in
das LNO­Verfahren einbeziehen.
Schaffung neuer Flurstücksgrenzen
entlang der GKO und Tausch öffent­
licher Flächen in die GKO
LÄNDLICHE
NEUORDNUNG
4
Ziel:
stärkere Berücksichtigung von
Umweltzielstellungen (z.B. WRRL) bei
Bewirtschaftung
Mögliche Maßnahme:
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bzw. naturschutzgerechte
Bewirtschaftung auf Acker­/
Grünland
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Abflussbahnen
naturschutzgerechte
Bewirtschaf­
tung der Gewässerrandstreifen
FLÄCHEN­
BEWIRTSCHAFTUNG
2
Ziel:
Effektivität und Effizienz
der Planung und Umsetzung von
Gewässermaß
nahmen (GU und GE)
erhöhen
Mögliche Maßnahmen:
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erstellen und fortschreiben
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Kommunen
ernennen
Landwirte aktiv in die GU einbinden
GEWÄSSERENTWICKLUNG
UND ­UNTERHALTUNG
1
Ziel:
Prioritäre Umsetzung von
Ausgleichs­/Ersatzmaßnahmen in den
Gewässer ent
wicklungskorrridoren
(GKO)
Mögliche Maßnahmen:
Maßnahmen zur Verbesserung der
Gewässerstrukturgüte und der
Durchgängigkeit lassen sich über
Ausgleichs­/Ersatzmaßnahmen
bzw. das Ökokonto umsetzen und
finanzieren.
Nut
zungsinte
grier
te
Komp
ens
ation
in Kooperation bspw. mit der Land­
wirtschaft
AUSGLEICHS­ UND
ERSATZMASSNAHMEN
5
Ziel:
Bewusstseinsbildung in der
breiten Öffentlichkeit, Fortbildung
und Coaching für Gewässerplaner,
Ausführende und Landwirte
Mögliche Maßnahmen:
– Frühzeitige Beteiligung relevanter
Akteure (z.B. Landwirte)
– Schulungen/Fortbildungen für
regionale und lokale Akteure
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT,
WISSENSTRANSFER, FuE
6
WEGE ZU EINER NATURNAHEN
GEWÄSSERENTWICKLUNG
verfügbarer Handlungsrahmen
3
4
5
1
6
2
1
2
Herausgeber:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; Abteilung Grundsatzangelegenheiten,
Umwelt, Landwirtschaft, Ländliche Entwicklung; Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Autor: Christoph Moormann, Dr. Jürgen König, Dr. Mario Marsch
Telefon: +49 351 2612­2104; E­Mail: christoph.moormann@smul.sachsen.de;
www.lfulg.sachsen.de
Redaktionsschluss:
31.03.2021