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StaatSbetrieb
SachSenforSt
Waldbote 2011
Informationen für Waldbesitzer
im Forstbezirk Leipzig

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02
| Waldbote 2011
sondern deren Bewirtschaftung in ganz Deutsch­
land erschwert ist. Leider stellen wir auch im­
mer häufiger fest, dass der Wald als »Müll­
halde« zweckentfremdet wird. Daher wird im
Waldboten auch auf die richtige Reaktion bei
der illegalen Ablagerung von Müll im Wald
hingewiesen.
Über aktuelle Neuigkeiten und Geschehnisse
im Bereich der Forstwirtschaft berichten die
Kurznachrichten. Eine Terminvorschau für das
Jahr 2012 ist im Waldboten auch zu finden,
wobei ich jetzt schon auf die mittlerweile tra­
ditionelle Eichenregionaltagung hinweise. Bei
der letzten sehr gut besuchten Veranstaltung
wurde die Behandlung von jüngeren Eichen
vorgestellt und diskutiert, im nächsten Jahr
wird sich der Fokus auf die Durchforstung und
Ernte von älteren Eichen richten.
Ich wünsche Ihnen nun eine besinnliche Weih­
nachtszeit, einen guten Start ins neue Jahr
und viel Spaß beim Durchstöbern von unse­
rem Waldboten.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Padberg
Forstdirektor
Leiter des Forstbezirkes Leipzig
Inhalt
03 Die Esche – vom Hoffnungsträger
zum Sorgenkind
04 Eine Baumart stellt sich vor –
die Gemeine Esche
06 Forstgeschichte
08 Illegale Abfallentsorgung
im Wald
09 FÖJ im Forstbezirk Leipzig
10 Kurznachrichten · Ausblick 2012
12 Neue Kollegen im Forstbezirk
14 Forstbezirk –
Überblick
&
Ansprechpartner
16 Impressum
Sehr geehrte Waldbesitzer, Waldverantwortli­
che und Waldfreunde,
nachdem Sie zur Jahresmitte die Waldpost als
überregionale Waldbesitzerzeitung des Staats­
forstbetriebes Sachsenforst erhalten haben,
informiert Sie nun der Ihnen bekannte Wald­
bote des Forstbezirkes Leipzig über regionale
Themen und Termine.
Das Jahr neigt sich dem Ende, das forstliche
Handeln im Wald ist von der Herbstpflanzung
und Holzernte geprägt. Der vorliegende Wald­
bote greift darüber hinaus auch andere Schwer­
punkte auf, von denen wir hoffen, dass diese
Ihr Interesse wecken. Ein Gastartikel von Herrn
Harald Köpping, Untere Forstbehörde im
Landkreis Nordsachsen, berichtet über die
Entstehung von Kleinstprivatwald in Nord­
sachsen. Neben der regulären Ausbildung als
Forstwirt, Forstinspektor oder Forstreferendar
ist der Forstbezirk Leipzig auch Einsatzstelle
für das Freiwillige Ökologische Jahr. Lesen Sie
hierzu aus Sicht einer ehemaligen Mitarbeite­
rin, die das Freiwillige Ökologische Jahr im
Forstbezirk absolvierte, über die Möglichkeit,
das Berufsleben auf diese Weise im Bereich
Natur und Umwelt kennen zu lernen.
Auch hat es seit dem letzten Waldboten einige
personelle Veränderungen im Forstbezirk Leip­
zig gegeben, die im Abschnitt »Neue Kollegen
im Forstbezirk« erläutert sind. Neben den Be­
setzungen der Elternzeitvertretung im Revier
Neuseenland und der Stelle für Öffentlich­
keitsarbeit und Waldpädagogik freut es mich
besonders, dass im Forstbezirk mit einer Lauf­
zeit von zwei Jahren ein Projekt über die Be­
wirtschaftung sensibler Standorte, insbeson­
dere auch unter Berücksichtigung von
Naturschutzaspekten, erarbeitet wird. Hier
werden sich hoffentlich auch für die Waldbe­
sitzer im Privat­ und Körperschaftswald einige
wichtige Schlussfolgerungen ergeben, über
die wir Sie jeweils informieren werden.
Für konkrete Fragen rund um die Waldbewirt­
schaftung stehen Ihnen wie immer die zustän­
digen Betreuungsrevierleiter wie auch die
Spezialisten im Forstbezirk zur Verfügung. Die
aktuellen Adressen sind jeweils auf der letzten
Doppelseite des Waldboten zusammengefasst.
Aus aktuellem Anlass widmet sich diese Aus­
gabe besonders der Baumart Esche, die nicht
nur im Forstbezirk aufgrund des Eschentrieb­
sterbens ein Waldschutzproblem darstellt,
Grußwort
Liebe Waldbesitzer, Ihre Meinung
ist uns wichtig!
Bitte teilen Sie uns mit, welche
Themen Sie besonders interessieren
und welche Informationen für
Sie hilfreich wären. Auch kritische
Hinweise helfen uns weiter, die
nächsten Hefte für Sie noch besser
zu gestalten.
Sie erreichen uns am schnellsten
per E­Mail unter
mathias.stahn@
smul.sachsen.de
, im direkten
Gespräch mit
Herrn Stahn
unter der
Telefonnummer 0341 8608032
oder per Post
unter der im
Impressum angegebenen Adresse.
Titelbild:
Solaranlage der juwi Holding AG vor den
Waldflächen der Stadt Brandis

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Waldbote 2011 |
03
Doch gibt es auch Hoffnung – so finden sich
auch in stark befallenen Beständen einzelne
Eschen, welche gering bzw. gar nicht geschä­
digt sind. Das Referat Waldbau und Waldschutz
des Sachsenforstes hat im Leipziger Auwald
eine Versuchsfläche eingerichtet, um die Aus­
wirkungen des Eschentriebsterbens sowie das
eventuelle Vorkommen resistenter Bäume zu
untersuchen.
Aufgrund der massiven Ausbreitung des Eschen­
triebsterbens und der ungewissen Zukunft der
Esche gibt das Ref. Waldbau und Waldschutz
des Sachsenforstes folgende Empfehlungen:
n
Vom Anbau der Esche wird gegenwärtig ab­
geraten.
n
Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit
gibt es momentan nicht bzw. sie sind im Wald
nicht anwendbar. Befallene Altbäume sollten
rechtzeitig entnommen werden, bevor es zu
einer entwertenden Holzverfärbung kommt.
n
Auf das Auftreten von Folgeschäden, insbe­
sondere durch Eschenbastkäfer, ist in befal­
lenen Beständen zu achten.
n
In jungen Eschenbeständen sollten vitale,
wenig geschädigte Individuen unabhängig
von ihrer Qualität durch Entnahme mehrerer
benachbarter Bestandesglieder gefördert
werden. Es kann davon ausgegangen wer­
den, dass großkronige, vitale Eschen allge­
mein widerstandsfähiger sind, auch wenn sie
keine Resistenz gegenüber dem Eschentrieb­
sterben besitzen.
n
Naturverjüngung sollte durch Eingriffe im
Schirm gefördert werden (insofern dies keine
Ertragseinbußen nach sich zieht), um ihr op­
timale Wuchsbedingungen zu bieten.
Artikel von Martin Baumann, Referent im Kompetenzzentrum
Wald und Forstwirtschaft in der Geschäftsleitung des Staats­
betriebes Sachsenforst
ähnlichen Schwesternart, dem Weißen Stengel­
becherchen (
Hymenoscyphus albidus
) entwi­
ckelt. Das Weiße Stengelbecherchen ist eine
schon seit langem bekannte, ziemlich seltene
Art, welche auf dem abgefallenen Laub der
Esche wächst und keine Schäden an der Baum­
art verursacht. Eine aktuelle Untersuchung
zeigt, dass das Eschentriebsterben in Sachsen
flächendeckend verbreitet ist und auf allen un­
tersuchten Standorten vorkommt – lediglich 3
von 64 systematisch verteilten Probebeständen
wiesen keine Merkmale der Krankheit auf!
Die
Schadsymptome des Eschentriebsterbens
sind vielfältig: Die Infektion der Pflanze erfolgt
durch im Sommer gebildete Sporen des Pilzes
über die Blätter, diese welken und können vor­
zeitig abfallen. Über die Blattstiele dringt der
Pilz in die Zweige ein, was zuerst an orange­
braunen Verfärbungen erkennbar ist. Sie kön­
nen in der Vegetationsperiode auftreten. Da der
Pilz aber auch bei niedrigen Temperaturen wei­
ter wächst, ist das gesamte Ausmaß der Schä­
den erst im folgenden Frühjahr zu erkennen.
Stark befallene Triebe sind abgestorben und
treiben nicht wieder aus. Die Pflanze kompen­
siert den Schaden in der Regel durch die Bil­
dung von Ersatztrieben. Diese können wiede­
rum von Pilzsporen befallen werden und der
Infektionszyklus startet von neuem.
Waren die Schadsymptome zuerst an jungen
Eschen zu beobachten, so tritt die Krankheit
mittlerweile in allen Altersstufen auf. Folgen
für die Bestände sind eine wirtschaftliche Ent­
wertung betroffener Bäume durch Verbu­
schung und Verfärbung des Holzes sowie das
Absterben einzelner Bäume bzw. ganzer Be­
stände, teils in Verbindung mit Folgeschäden
(z. B. durch den Eschenbastkäfer).
Die Esche ist eine Baumart mit vielen positiven
Eigenschaften. Hierzu zählt eine weite Stand­
ortsamplitude, geringe Anfälligkeit gegenüber
biotischen Schaderregern und hohe Trockentol­
leranz. Bis vor kurzem galt sie deshalb als Hoff­
nungsbaumart mit Blick auf den Klimawandel.
Doch seit einigen Jahren wird die Esche massiv
von einer neuen
Krankheit, dem
Eschentrieb-
sterben
, befallen –
mit weit reichenden Folgen
für ihre wirtschaftliche aber auch ihre ökologi­
sche Bedeutung.
Erstmalig wurden im Jahr 1991 neue Schad­
symptome an Eschen in Polen, wenig später
auch im Baltikum beobachtet. Von dort aus
breitete sich die Krankheit nach und nach aus,
immer mehr Länder meldeten das Auftreten
der betreffenden Schadsymptome: 2002 die
Bundesländer Mecklenburg­Vorpommern und
Bran
denburg, 2004 Sachsen, 2006 Österreich,
2008 Ungarn und die Schweiz, mittlerweile ist
das Eschentriebsterben auch südlich der Alpen
in Italien angekommen.
Für einige Zeit standen Forstwissenschaftler
vor einem Rätsel, mehrere Theorien wurden
aufgestellt und wieder verworfen – bis es
schließlich im Jahr 2006 einem polnischen Spe­
zialisten, Thomas Kowalski, gelang, einen bis
dahin unbekannten Kleinpilz aus befallenem
Pflanzengewebe zu isolieren. Schnell wurde
klar, der neue Pilz,
Chalara fraxinea
, ist für die
Schadsymptome an der Esche verantwortlich.
Pilze können geschlechtliche und unge­
schlechtliche Stadien ausbilden, das ist auch
bei
Chalara fraxinea
der Fall. Im Jahr 2010
wurde das geschlechtliche Stadium bzw. die
Hauptfruchtform des Pilzes identifiziert und als
Falsches Weißes Stengelbecherchen (
Hymenos-
cyphus pseudoalbidus
) beschrieben. Vermutlich
hat sich dieser Pilz aus seiner zum Verwechseln
Die Esche
Vom hoffnungsträger zum Sorgenkind
Typische Schadsymptome: Blattwelke (a), orange­braune Verfärbungen bzw. Nekrosen an den Trieben (b), Absterben der Triebe (c), Verbuschung durch Bildung von Regene­
rationstrieben (d), braune Verfärbungen im juvenilen Holz (e)
a
b
c
d
e

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04
| Waldbote 2011
Die Gemeine esche ist ein Laubbaum der
gemäßigten breiten. er gehört zur familie
der Ölbaumgewächse, die weltweit über
600 arten umfasst. Davon allein 65 weitere
Eine Baumart stellt sich vor
Die Gemeine esche – fraxinus excelsior
eschenarten, die vorrangig in nordamerika
und ostasien wachsen. in europa überstand
jedoch nur unsere heimische esche die eis­
zeitlichen Klimaschwankungen. im forstbe­
zirk Leipzig wächst die esche derzeit auf ca.
1.400 hektar Waldfläche. hier kommt sie
vor allem als Misch baumart vor. eine rein­
bestandsbildung ist dagegen selten.
Solitäresche in der Nordwestaue bei Leipzig

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Waldbote 2011 |
05
Verbreitung und Standortsansprüche
Standörtlich besiedelt die Esche ein breites
Spektrum. Ihr Vorkommen reicht von der
Ebene bis ins Gebirge und von atlantischen bis
hin zu kontinentalen Klimaten. Im Erzgebirge
steigt die Esche bis in Höhen von 700 m auf.
Je kühler das Klima jedoch ist, desto mehr be­
vorzugt die Esche wärmebegünstigte Lagen.
Gegenüber Boden­ und Wasserhaushalt ist die
Esche anspruchsvoll. Um gute Wuchsleistun­
gen zu erzielen, braucht sie nährstoffreiche,
gut durchlüftete und feinerdereiche Subst­
rate. Als Baumart der Hartholzauen und Be­
gleiter von Bächen benötigt sie überdies eine
ausreichende Wasserversorgung. Zügiges,
sauerstoff­ und nährstoffreiches Grund­ und
Schichtenwasser trägt sehr zu ihrem Gedeihen
bei. Insgesamt ergänzen sich Wasser­ und
Nährstoffversorgung gegenseitig. Je besser
die Nährstoffausstattung, desto mehr Abstri­
che können beim Wasser hingenommen wer­
den und umgekehrt.
Physiologie
Auf den genannten Standorten bildet die
Esche eine intensive Herzwurzel mit tiefrei­
chenden Senkern aus. Sie wächst ähnlich wie
Nadelbäume streng monopodial. Ihr Leittrieb
dominiert die Seitenzweige und lässt so eine
gerade und durchgehende Stammachse ent­
stehen. Die Rinde der Esche ist grau­braun bis
grau­grün und in der Jugend glatt. Erst später
entwickelt sich die typische, längsgekerbte
Borke, die der der Eiche ähnelt. Die Eschen­
blätter sind gefiedert und erscheinen nach der
Blüte im Mai. Die noch im grünen Zustand
abfallenden Blätter sind gut zersetzbar und
wirken sich positiv auf Humus und Oberboden
des jeweiligen Standortes aus. Im Freistand
beginnt die Esche bereits ab dem Alter von 20
Jahren zu fruktifizieren. Ab Oktober reifen die
in dichten Rispen hängenden Flügelnüsschen
heran. Sie fallen im Herbst und Winter nach­
einander ab und werden durch den Wind in
einem Umkreis von etwa 50 –100 m um den
Mutterbaum herum verbreitet. Nach zwei­ bis
sechsjähriger Keimruhe, keimen die Samen
und tragen durch Windverbreitung und hohe
Anzahl zur Verjüngungsfreude der Esche bei.
Wuchsleistung und Wuchsverhalten
Eschen zählen zu den höchsten Bäumen Euro­
pas. Sie können bis zu 40 Meter hoch und weit
über einen Meter dick werden. Bezeichnend
für die Baumart ist ihr besonders rasches Ju­
gendwachstum. Höhentriebe von 100 cm pro
Jahr und Jahringbreiten von 5 mm bis 8 mm
sind bei richtiger Pflege und guten Standorts­
bedingungen keine Seltenheit. Ihr Zuwachs­
maximum erreicht die Esche bereits im Alter
von 20 bis 30 Jahren. Danach sinken die Zu­
wächse deutlich ab.
Waldbauliche Behandlung
Die Bewirtschaftung der Esche
ist eng an ihr rasches Jugend­
wachstum gekoppelt. Um gute
Holz qualitäten zu erzielen, soll­
ten junge Eschenbestände mög­
lichst im Dichtstand erwachsen.
Durch die Beschattung der Sei­
tenzweige können diese nicht
zur Photosynthese beitragen
und werden vom Baum abge­
stoßen. Es entwickelt sich ein
astfreier Schaft. In dieser Phase
werden nur qualitativ schlechte
Bäume entnommen. Da das
Wachstum der Esche zeitig kul­
miniert, ändert sich diese Vor­
gehensweise sobald die Bäume
eine Höhe von 10 bis 15 Metern
erreicht haben. Ab diesem
Punkt werden die guten Eschen
des Bestandes von umstehen­
den Bedrängern frei gestellt. Sie
sollen von nun an die Krone
entgegen der bisherigen Strate­
gie ausbauen. Denn nur eine
große Krone kann auch ausrei­
chend Assimilate für einen hohen Holzzu­
wachs bilden. Wartet man mit der Freistellung
zulange, sind die Stämme zwar astfrei, werden
aber nur langsam dick, weil die Wuchskraft
bereits nachlässt. Mit einem Durchmesser ab
60 cm hat Eschenwertholz dann sein Um­
triebsziel erreicht. Auf guten Standorten kann
dies bereits nach 60 bis 80 Jahren der Fall sein.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Holz in der
Regel auch noch kernfrei.
Schäden und Gefahren
Unter den Insekten ruft vor allem die Eschen­
zwieselmotte nennenswerte Schäden an der
Baumart hervor. Ihre Larven fressen in den
Knospen der Esche. Geschieht dies am Termi­
naltrieb, kann dieser im Frühjahr nicht austrei­
ben und die Seitentriebe überwachsen den
Leittrieb. Es bildet sich ein Zwiesel, der in Ab­
hänigkeit von der Höhe der Zwieselbildung,
den Wert des Stammes mindert. Bedeutend
größere Schäden ruft dagegen das Eschen­
triebsterben hervor, das zum Absterben ganzer
Bestände führen kann. Aufgrund der Aktuali­
tät und Bedeutung ist der neuartigen Erkran­
kung ein ganzer Artikel in diesem Heft gewid­
met, weshalb an dieser Stelle nicht näher auf
die Krankheit eingegangen wird.
Holzverwendung und Holzpreise
Eschenholz ist hell und lebhaft gemasert. Mit
zunehmendem Alter beginnt es braun oder
oliv gefärbt zu verkernen. Das Holz ist hart,
bruchfest und besonders elastisch. Zusammen
mit der guten Bearbeitbarkeit weist es ideale
Eigenschaften für eine Nutzung in der Möbel
und Bauindustrie auf. Es wird zu Parkett, Die­
lung, Treppenstufen oder hochwertigem Mo­
biliar verarbeitet. Ganz besonders kommen die
Qualitäten der Esche jedoch bei der Herstel­
lung von Sportgeräten, Wagenrädern oder
Leitern zum Tragen, was sie ihrer hohen Bieg­
samkeit und Schlagfestigkeit verdankt. In
Sachsen kommen jährlich etwa 60 fm Eschen­
wertholz zur Versteigerung. Im Schnitt erlöst
ein Festmeter Wertholz dabei rund 200
€.
Bedeutung im Bereich des Forstbezirks
Leipzig
Im Bereich des Forstbezirkes Leipzig gibt es
etwa 6.305 ha Standorte mit guter bis sehr
guter Nährstoffausstattung. Durch ihre Bo­
denpfleglichkeit, Verjüngungsfreude und ihr
rasches Wachstum ist die Esche auf terrestri­
schen Standorten als Mischbaumart zu Buche,
Eiche und Ahorn oder in Nassbereichen und
bachbegleitend gemeinsam mit Ulme und Erle
die Baumart der Wahl. Auf Kahl­ und Schad­
flächen trägt ihr schnelles Jugendwachstum
zur zügigen Wiederbewaldung bei. Ihr Einsatz
sollte sich trotz vieler Vorteile auf kleinere Flä­
chen beschränken. Hierfür ist besonders das
derzeit schwer kalkulierbare Risiko eines To­
talausfalles durch das Eschentriebsterben ver­
antwortlich. Von einer künstlichen Begrün­
dung der Esche im Reinbestand ist abzuraten.
In Mischung mit weiteren Baumarten und bei
natürlicher Verjüngung ist die Esche jedoch
weiterhin anbauwürdig.
Artikel von Mathias Stahn Referent für Privat­und Körperschafts­
wald im Forstbezirk Leipzig
Blatt, Blüte und Fruchtstand der Gemeinen Esche (
Fraxinus excelsior
)

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06
| Waldbote 2011
sozialen Strukturen der Bandkeramiker, so
nennen Historiker die Menschen dieser Zeit,
wissen wir fast nichts. An den ersten Waldro­
dungen in Nordwestsachsen waren sie aber
maßgeblich beteiligt.
Unsere Region war durchweg besiedelt. Das
bezeugen Grabfelder, die immer wieder von
Menschen aufeinanderfolgender Kulturen für
die Beisetzung ihrer Toten genutzt wurden.
Für die gewaltige Zeitspanne bis zur Besiede­
lung durch sorbische Einwanderer und der
späteren Begründung der Mark Meißen durch
deutsche Kolonisten gibt es keine ursprüngli­
chen Aufzeichnungen zu Wald oder zur Wald­
eigentumsentwicklung.
Zu Beginn des 7. Jahrhunderts wendet sich
das Blatt. Das slawische Volk der Sorben, das
sich von den nach Süden ziehenden Serben
abgespalten hatte, wanderte in Mitteldeutsch­
land ein und nahm das Gebiet bis zur Saale in
Besitz. Sie besiedelten zunächst die bereits
entwaldeten Lößgebiete und die Flußauen.
Waldrodungen nahmen sie anfangs nicht vor.
Die Fluranlage im sorbischen Altsiedelgebiet
war unregelmäßig blockförmig. Wir finden diese
Flurform heute noch zwischen Grimma und
Riesa, vor allem im Altkreis Döbeln. Hier tragen
die meisten Dörfer slawische Ortsbezeichnun­
gen, die keinerlei Beziehung zu Rodungstätig­
Das Wissen um die herkunft ihres Waldes,
um seine frühere benutzung, um den
eigentumswandel oder auch nur um die
entstehung eines einzelnen bestandes ist
im Laufe der Zeit bei vielen Waldbesitzern
verloren gegangen.
Während über die Wälder der Landesher­
ren, über die Gutswälder des adels, die
Kommunalwälder oder über die Kirchen­
wälder genügend archivmaterial vorliegt,
ist die Quellenlage zur Geschichte des
Kleinprivatwaldes eher dürftig.
Seine entstehung soll deshalb thema des
folgenden beitrages sein.
Wir müssen historisch weit zurückgehen.
Schon vor 7.000 Jahren, mit dem Übergang zur
bäuerlichen Lebensweise, begannen Men schen
erstmals Waldumwandlungen vorzunehmen.
Jungsteinzeitliche Bauern hatten gelernt, Ge­
treide anzubauen und Vieh zu halten. Dazu
mussten Waldflächen gerodet werden.
Anspruchslose Rinder, Schweine, Schafe und
Ziegen weideten in noch lichten Eichenwäl­
dern, die in Nordwestsachsen die dominie­
rende Waldgesellschaft geworden waren.
Die Siedlungsdichte war hoch. Archäologische
Funde, beispielsweise aus dem Altkreis De­
litzsch belegen, dass zu jener Zeit fast ebenso
viele Menschen lebten wie heute. Über die
Zur Entstehung von Kleinprivatwald
in Nordwestsachsen
keit erkennen lassen. Die sorbische Landnahme
geschah unplanmäßig in waldfreien Gebieten.
Wir wissen, dass in der feudal strukturierten
Gesellschaft der Sorben ein freies Eigentum an
Grund und Boden nicht bestand. Das Land
verlieh der Adel an die Bauern gegen Abgaben.
Wald und Viehweide nutzten alle gemeinsam.
Fischfang und Bienenweide waren überall ver­
breitet. Manche Autoren sprechen auch von
Leibeigenschaft bei den sorbischen Bauern
jener Zeit.
Im Zuge der von sächsischen und fränkischen
Herrschern betriebenen Ostexpansion besiegte
Heinrich I. im Jahr 929 die Sorben bei Lom­
matzsch und begründete die Burg Meißen. Die
deutsche Herrschaft blieb aber zunächst auf
Burgwardbezirke beschränkt.
In der Zeit etwa zwischen 1000 und 1100 be­
siedelten die in verschiedene Stämme aufge­
spaltenen Sorben unter deutscher Herrschaft
weite Teile des jetzigen Bezirkes Leipzig, die
damalige Gaugrafschafte Chutizi. Die Mehr­
zahl unserer heutigen Dörfer wurde begrün­
det. Ihre Namen lassen auf Siedlungen im
Wald, Rodungstätigkeit, zumindest aber auf
eine hohe Holzkultur der Sorben schließen.
Oeltzschau, Oetzsch (Olsa, die Erle), Grab­
schütz, Grabitz (Grab, die Hainbuche), Dober­
schütz (Dub, die Eiche), Wörblitz (Wirba, die
Weide), Trebsen, Threna, Treben (Treb, die
Waldrodung), Belgershain (Bresa, die Birke,
bela wie weiß) oder Leipzig (Lipa, die Linde).
Das erschlossene Land wurde entweder durch
Beamte der Markgrafschaft Meißen verwaltet
und blieb markgräflich oder es wurde sofort
an adelige Familien deutscher oder sorbischer
Herkunft verliehen. Auch Klöster und kirchli­
che Einrichtungen fanden bei dieser Landver­
gabe bevorzugte Berücksichtigung.
In jener Periode entstand die im Leipziger
Raum übliche Gewannflur. Dabei wurde die
Dorfflur entsprechend der Ertragskraft des
Bodens in mehrere etwa gleichgroße Gewanne
aufgeteilt. Jedes Gewann unterteilte man nun,
entsprechend der Anzahl der Höfe, in lange
schmale Gewannstücken (z. B. Großpösna).
Die wohl wichtigste Periode bei der Entstehung
von Privatwald in Nordwestsachsen war jedoch
die planmäßige Ansiedlung deutscher Bauern,
Handwerker und Kaufleute nach 1100. Es waren
vor allem wirtschaftliche Gründe, die die deut­
schen Grundherren bewogen haben mögen,
Eichenwälder mit Hasel im Zwischenstand waren die dominierende Waldgesellschaft
Einwanderer aus Thüringen, Franken und Flan­

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Waldbote 2011 |
07
dern in unserer Region anzusiedeln und den
Land
ausbau energisch voranzutreiben. Die Neu­
ankömmlinge verfügten über Räderpflüge mit
eiserner Pflugschar, über vierrädrige Wagen, die
Pferde wurden mit Kummets eingeschirrt, zur
Getreideernte verwendeten sie Sensen und sie
beherrschten den Bau von Wassermühlen.
Die Landnahme durch deutsche Siedler vollzog
sich immer in Wäldern. Die nun entstandenen
Siedlungen enden zumeist auf ­dorf, ­hain,
­wald oder ­roda. Ortsnamen wie Wolfshain,
Otterwisch, Ebersbach, Fuchshain, Rehbach,
Hirschfeld oder Sitzenroda geben Zeugnis von
ihrer Waldvergangenheit.
Jede Familie erhielt von den adeligen oder
kirchlichen Grundherren eine Hufe Land zur
Bewirtschaftung. Eine Hufe war so groß, dass
sie eine Siedlerfamilie ernähren konnte, zwi­
schen 8 bis 16 ha. Der Wald und das urbar
gemachte Land blieb im Eigentum des Grund­
herren. Die Siedler­Bauern hatten jedoch das
freie Verfügungsrecht über ihre Hufe und
durften sie innerhalb der Familie weiterverer­
ben. Gleiche Rechte wurden auch den sorbi­
schen Siedlern zugestanden.
Das vom Markgrafen an seine adeligen Vasal­
len übertragene Lehen verlieh man nun auf
ähnliche Weise an Bauern weiter. In einer Zeit
noch nicht entwickelter Ware­Geld­Bezie­
hungen, Geld war kaum im Umlauf, bildete
das Lehen und die daraus entstehende bäu­
erliche Abgabenverpflichtung durch Fron,
Erbzins oder Naturalabgaben das Rückgrat
der Grundherrschaft, der ganzen Feudalge­
sellschaft.
In jeder neuen Gemarkung wurde ein Teil der
Flur nicht aufgesiedelt und als Wald belassen.
In diesem Wald besaßen die Bauern ein ge­
meinsames Nutzungsrecht an Brennholz,
Was ser, Weide, Streu und Trift. Diesen Wald
und andere nicht aufgesiedelte Teile der Dorf­
mark nannten sie Allmende.
Das Jagdrecht übte allein der Grundherr aus.
Aber auch die Nutzung von Eichenstammholz,
die Köhlerei sowie die Eichelmast blieb unter
Genehmigungsvorbehalt des Grundherren.
Für die Lage des Waldes innerhalb der Dorf­
flur war der Besiedelungszeitraum maßge­
bend. Der zeigt sich in der Flurform. Die Dör­
fer zwischen Naunhof, Grimma und Bad
Lausick besitzen eine sog. Gelängeflur. Das ist
eine ausschließlich von frühen deutschen
Siedlern geschaffene Fluranlage, bei der die
gesamte Flur in parallel angeordnete Besitz­
anteile ohne Anschluß an die Hofstelle ge­
gliedert ist. Nicht gerodete Waldflächen lie­
gen in der Regel an den Gemarkungsgrenzen
(z. B. Otterwisch).
Spätere Siedlergruppen, die in noch unwirtli­
chere Waldgebiete vordrangen, begründeten
auf den schweren Tonböden der Altkreise
Borna und Geithain Waldhufendörfer. Hier ist
die Dorfflur in hufengroße Streifen unterteilt,
welche jeweils mit einem Hof verbunden sind.
Der vom Hof entfernteste Teil der Hufe blieb
Wald (z. B. Narsdorf)
Eine Besonderheit von Waldhufendörfern ist,
dass die Bauern von jeher eigenen Wald besa­
ßen, für den sie aber wie in allen anderen Dör­
fern auch abgabenpflichtig waren.
1
Im Gegensatz zu anderen deutschen Territo­
rien lagen in Nordwestsachsen die Herrensitze
in oder am Rande der Dorfflur neben den bäu­
erlichen Hufen. Die Gutsbezirke gehörten bis
1927 nicht zur Gemarkung. Man kann heute
noch an der verbliebenen Gutsblockflur erken­
nen, ob in einem Dorf ein Herrensitz bestand.
Mit Abschluß der großen mittelalterlichen Ro­
dungsperiode, also etwa 1350, war die Wald­
Feld­Verteilung entstanden, die über 500
Jahre den nordwestsächsische Agrarraum prä­
gen sollte und erst nach 1830 durch weitere
Waldrodungen verändert werden würde.
Nimmt man die deutschen Orts­ und Flur­
bezeichnungen in den Altkreisen Wurzen,
Grim ma, Borna und Geithain zur Grundlage
für die Baumartenverteilung in der Zeit der
deutschen Besiedelung, so ergeben sich für
Fichte und Kiefer je 5 %, Buche und Hainbuche
zusammen 9 %, Eiche 21 %, Linde 10 %, Aspe,
Weide und Hasel zusammen 18 %, Birke und
Erle je 16 %. (nach
Kienitz
1936)
Artikel von Harald Köpping, Untere Forstbehörde des Landkreises
Nordsachsen
(Ordnungsamt)
Harald Köpping
Dr.­Belian­Straße 4, 04838 Eilenburg
Telefon: 03423 7097­4526
1
Das den Bauern überlassenene Land war bis Mitte des 19. Jh.
immer nur Lehnsgut, nach unserem Rechtsverständnis Arbeitsei­
gentum. Die ursprüngliche Landübergabe erfolgte ohne ein schrift­
liches Zeugnis. Die Bauern legten dafür einen Lehnseid ab. Anläßlich
des jedes Jahr einberufenen Zins­ und Lehntages verpflichteten sie
sich zur Einhaltung der mit dem Lehen verbundenen Pflichten und
zur Herrschaftsdisziplin, gleichzeitig verpflichtete sich der Grund­
herr zur Wahrung der Rechte der Bauern, falls diese ungerechtfer­
tigt von außen bestritten werden sollten. Im Gegensatz zu anderen
deutschen Territorialstaaten waren die Bauern in Sachsen zu keiner
Zeit leibeigen.
Die Waldlandschaft bestand zu großen Teilen aus Bruchwäldern

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08
| Waldbote 2011
Waldbesitzer, deren Eigentum an öffentlichen
Straßen liegt, sind immer wieder von wider­
rechtlichen Müllablagerungen betroffen. Da­
bei werden Altreifen, Gartenschnitt und Bau­
schutt genauso unrechtmäßig entsorgt wie
Sperrmüll oder Elektroschrott. Der Unrat ver­
unstaltet die Landschaft, gefährdet die Um­
welt und belastet zusätzlich Waldbesitzer und
Steuerzahler. Denn die Beräumung der Abfälle
ist zeitaufwendig und mit Kosten für die Ent­
sorgung des jeweiligen Abfalles verbunden.
Hilfe bei der Beräumung illegaler Müllablage­
rungen erhalten Waldbesitzer von den für sie
zuständigen unteren Abfallbehörden. Dies re­
gelt unter anderem das sächsische Abfallwirt­
schafts­ und Bodenschutzgesetz. Es verpflich­
tet die Landkreise und kreisfreien Städte zur
Entsorgung von abgelagerten Abfällen auf
einem der Allgemeinheit zugänglichen Grund­
stück. Dies gilt auch für den Wald, der zum
Zwecke der Erholung von Jedermann frei be­
treten werden darf. Sollten Waldbesitzer zum
Beispiel kleinere Mengen Unrat eigenhändig
entsorgen, erhalten Sie vom Umweltamt vor­
Illegale Abfallentsorgung im Wald
angehend ein Schreiben, welches Sie von den
Entsorgungskosten befreit. Bei einer, durch
das Landrats amt bestätigten, erheblichen
Menge Abfall kann überdies auch ein Contai­
ner bereitgestellt werden.
Grundsätzlich ist bei der Beräumung der
Grundstücke eine Rückforderung der entstan­
den Kosten vom Verursacher möglich. Dies
setzt voraus, dass der Verursacher auf frischer
Tat ertappt wird und seine Handlung nach­
weisbar ist. Hierzu zählen z. B. die exakte
Angabe von Datum, Uhrzeit, Ort und Kfz­
Kennzeichen des Betreffenden. Überdies sind
Fotos wertvolle Beweismittel. Denn gemäß des
Kreislaufwirtschafts­ und Abfallgesetzes stellt
die illegale Müllentsorgung eine Ordnungs­
widrigkeit dar, die neben einem zivilrechtli­
chen Schadenersatzanspruch, mit einem Buß­
geld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden
kann.
Falls Sie als Waldbesitzer widerrechtliche Ab­
lagerungen von Müll in Ihrem Wald entde­
cken, setzen Sie sich bitte mit den Mitarbei­
tern des für Sie zuständigen Landratsamtes in
Verbindung. Die zentralen Rufnummern der
unteren Behörden im Bereich des Forstbe­
zirkes Leipzig sind in dem nachstehenden In­
fofenster aufgelistet. Im Landkreis Leipzig
finden Sie die Ansprechpartner in den Sach­
gebieten Abfall/Bodenschutz/Altlasten sowie
Forst und Jagd im Umweltamt in Grimma. Hier
werden Ihnen auch spezielle Fragen zu Entsor­
gungsmöglichkeiten beantwortet.
Artikel von Mathias Schmidt, Forstinspektoranwärter im
Ausbildungsabschnitt Hoheit am Landkreis Leipzig
Illegale Müllentsorgung im Wald
Landkreis Nordsachsen
Telefon: 03423 7097­4526
Landkreis Mittelsachsen
Telefon: 03731 799­4000
Amt für Stadtgrün und Gewässer
Abteilung Stadtforsten
Telefon: 0341 309410
Landkreis Leipzig
Telefon: 03437 9841964

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Waldbote 2011 | 09
Das Freiwillige Ökologische Jahr bietet jungen
Menschen die Möglichkeit, sich ein Jahr lang
in natur­ und umweltbezogenen Arbeitsberei­
chen zu engagieren. Es dient dazu, das eigene
Wissen zu erweitern, als Orientierungshilfe
für den späteren Bildungsweg, und letztend­
lich um einen gesellschaftlichen Beitrag zu
leisten. Es steht in der Regel als Alternative
zu Zivil­ oder Wehrdienst zwischen Schulab­
schluss und Berufs­ oder Studienbeginn. Da­
bei kann es als Vorpraktikum oder Wartese­
mester angerechnet werden.
Der Forstbezirk Leipzig bietet seit sieben Jah­
ren jeweils eine FÖJ Stelle an. Dieses Jahr sind
drei FÖJ’ler im Forstbezirk, was auch gut ist,
denn es gibt eine Fülle an Aufgaben zu bewäl­
tigen. Die Aufgabenbereiche verteilen sich auf
den Außendienst, also die Arbeit im Freien,
z. B. mit den zuständigen Revierförster Brenn­
holz auszeichnen, jagdliche Einrichtungen neu
bauen oder reparieren, Rückegassen markie­
ren oder Zaunkontrollen durchführen und die
Arbeit im Büro, wo man durchaus anspruchs­
volle theoretische Aufgaben zugeteilt be­
kommt.
Ich persönlich habe mich einen Großteil des
Jahres mit Naturschutzrichtlinien befasst, wel­
che Rolle diese in den einzelnen Revieren spie­
len und welche Maßnahmen notwendig sind,
FÖJ – Freiwilliges Ökologisches Jahr
im Forstbezirk Leipzig
um eine artenreiche Flora und Fauna zu erhal­
ten. Abschließend war hierüber noch einen
Vortrag auszuarbeiten und bei einer Dienst­
beratung vorzutragen. Das war zeitweise sehr
anstrengend, denn ich habe mich dem Projekt
nicht immer gewachsen gefühlt. Allerdings
finde ich es gut, dass uns solche anspruchsvol­
len Aufgaben zugeteilt werden und man vor
Herausforderungen gestellt wird.
In meinem FÖJ hat mir die Arbeit mit Men­
schen, besonders mit Kindern viel Spaß ge­
macht. Auch das gehört zum Dienst; Mitwir­
kung z. B. bei den Waldjugendspielen, wo
Kinder im Wald an einzelnen Stationen be­
treut werden und an denen sie auf spieleri­
schem Weg Wissenswertes über den Wald
lernen.
Mir hat das FÖJ viel neues Wissen gebracht
und zu neuen Erkenntnissen verholfen. Die
Tätigkeitsbereiche waren ab wechs lungs reich
und es war interessant den Alltag einer Be­
hörde mitzuerleben. Die Menge an Holz, die
jedes Jahr verkauft wurde, allgemein die wirt­
schaftliche Produktivität des Forstbezirkes hat
mich beeindruckt.
Wer über ein FÖJ im Forstbezirk nachdenkt,
sollte auf jeden Fall darauf gefasst sein, bei
jedem Wetter und allen Jahreszeiten draußen
zu arbeiten. Man sollte also körperlich fit sein.
Außerdem spielt auch die Jagd eine Rolle bei
der Arbeit im Forstbezirk. Zur Jagdsaison wird
man öfter als Treiber eingesetzt und sollte da
keine moralischen Bedenken haben. Auch das
Aufbrechen von Tieren und später die Reini­
gung der Kühlzelle ist nichts für Zartbesaitete.
Allgemein wird viel selbstständiges Arbeiten
und Denken verlangt und gefördert, oft be­
kommt man nur am Anfang der Woche die
Arbeitsaufträge und teilt sich den genauen
Zeitplan dann selbst ein. Wer sich von alldem
nicht abgeschreckt fühlt und Lust auf eine
Berufserfahrung im »grünen Bereich« hat, den
erwartet ein Jahr mit verschiedensten Heraus­
forderungen, netten Menschen und viel fri­
scher Luft. Für mich persönlich war die Zeit
hier eine gute Erfahrung, denn die Mischung
aus praktischer Arbeit draußen und Hilfestel­
lung im Büro, zusammen mit den umfassen­
den Einblick in eine umweltorientierte Be­
hörde war ideal und hat mich positiv geprägt.
Artikel von Victoria Harzer, FÖJ’lerin im Forstbezirk Leipzig
Victoria Harzer beim Auszeichnen von Rückegassen – trotz des schlechten Wetters
»für mich persönlich
war die Zeit hier eine
gute erfahrung«

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Waldklimafonds
im bundeshaushalt
verankert
Der Waldklimafonds soll ab 2013 Maßnahmen
im Wald im Zuge des Mehraufwandes mit dem
Klimawandel unterstützen. Die Bundesregie­
rung hat mit dem Entwurf des Bundeshaus­
haltes 2012, die Grundlage für die Errichtung
des Waldklimafonds geschaffen. Ab dem 1. Ja­
nuar 2013 sollen unter Federführung des Bun­
deslandwirtschafts­ und des Bundesumwelt­
ministeriums Mittel in Höhe von 35 Mio. Euro
zur Verfügung stehen. Das Geld dient Maß­
nahmen zur Wiederherstellung eines ausge­
glichenen Landschaftswasserhaushaltes, An­
passungen an die Klimaveränderungen, Erhalt
von Waldmooren und den Erhalt sowie Neu­
anlage von Au­und Feuchtwäldern. Des Wei­
teren unterstützt der Fonds die Prävention
und Bewältigung von großflächigen Schader­
eignissen sowie Forschung, Monitoring, Kom­
munikation und Wissenstransfer.
Änderung der
förderrichtlinie
Die Richtlinie Wald und Forstwirtschaft 2007
(WuF 2007) unterstützt Waldbesitzer finanziell
bei der Bewirtschaftung ihres Waldes. Die För­
derperiode, die 2007 begann, endet 2013. An­
träge zur aktuellen Richtlinie können somit
nur noch bis zum 31. Oktober kommenden
Jahres eingereicht werden.
Trotz ihres Auslaufens wurde die Richtlinie im
Herbst dieses Jahres inhaltlich noch einmal
überarbeitet. Wichtige Änderungen sind der
Wegfall des vorzeitigen Maßnahmenbeginns,
die Streichung der Biotopbaumförderung so­
wie der Förderung von Startkalkungen. Wei­
terhin wurde der Strukturquotient für die
Förderung von Forstbetriebsgemeinschaften
außer Kraft gesetzt und die Standdards für
den Wegebau angepasst. Die Fahrbahnbreite
muss künftig nur noch 2,60 m statt 3,00 m
betragen und für die Quergefälle gelten 2 %
statt 5 % als zulässig.
schen Waldfunktionen, Waldmehrung und
Landschaftsplanung in den Mittelpunkt, die in
vielen gemeinsamen Projekten mit dem Forst­
bezirk Leipzig »gelebt« wird.
Die Gäste konnten einen abwechslungsreichen
Abend mit vielen Attraktionen genießen, bei­
spielsweise dem Bundessieger im Parforce­
hornblasen – der Bläsergruppe Taucha, der
polnischen Jagdhornbläsergruppe Fasan, einer
Flugvorführung des Falkenhofes Schaaf, ei­
nem Waldquiz und einer Tombola. Der Erlös
der Tombola kommt wieder der Waldpädago­
gik im Forstbezirk Leipzig zu Gute.
Auch die 21. Messe »Jagd und Angeln« erwies
sich mit rund 33.000 Besuchern als wichtiger
Branchentreffpunkt und mitteldeutscher Be­
suchermagnet. Für das »grüne Schau fenster«
zur Messe und die unterschiedlichen Angebote
für Waldbesitzer, Fachbesucher und Familien
auf der Messe erhielt Sachsenforst dieses Jahr
eine Auszeichnung von der Messeleitung.
10
| Waldbote 2011
Kurznachrichten · Ausblick 2012
Im Internationalen Jahr der Wälder fand tra­
ditionell am Eröffnungsabend der Messe »Jagd
und Angeln« am 07.10.2011, der 5. Leipziger
Forstball statt. Dieses Jahr diente das Stadt­
gut Mölkau als neuer Veranstaltungsort und
der Festsaal war mit 270 Gästen aus den Be­
reichen Politik, Verbände und Unternehmen
der Forst­, Holz­ und Energiebranche, Wald­
besitzer, Jagd und Natur, Landwirtschaft, Be­
hördenpartner bis auf den letzten Platz ge­
füllt. Im Rahmen der Begrüßung wurden
unter anderem durch den Geschäftsführer
des Sachsenforstes, Prof. Dr. Hubert Braun,
die besten Auszubildenden des Sachsenfors­
tes der jüngst fertig gewordenen Jahrgänge
geehrt (Philipp Henzschel als bester Forst­
wirt­Azubi und Stefan Müller als bester Ab­
solvent der Forstinspektorenanwärter). Prof.
Dr. Andreas Berkner, Leiter der Regionalen
Planungsstelle Westsachsen, stellte in seinem
Grußwort vor allem den Zusammenhang zwi­
Zur Eröffnung des Balls wurden die besten Sachsenforst­Auszubildenden des letzten Jahrganges Philipp
Henzschel als bester Forstwirt­Azubi (2. v. rechts) und Stefan Müller als bester Absolvent der Forstinspektoren­
anwärter (rechts) durch den Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachenforst, Prof. Dr. H. Braun, (Mitte) aus­
gezeichnet. 2. Reihe von links nach rechts: Sächsische Königin der Pflüger, Katharina Voigt, FD Andreas Padberg,
Leiter des Forstbezirkes Leipzig, und 11. Colditzer Birkenkönigin, Stephanie (I.) Pfüller.
festlicher treffpunkt für Waldfreunde
im internationalen Jahr der Wälder –
5. Leipziger forstball

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Grundschutzverord­
nungen gelten auch
im Privatwald
Nach den neuen Grundschutzverordnungen,
die die Landesdirektionen für die Schutzge­
biete veröffentlicht haben, gilt ein Verschlech­
terungsverbot z. B. von Lebensräumen der
Fauna­Flora­Habitat (FFH) –Gebiete auch für
den Privatwald. Die Grundschutzverordnun­
gen gibt es für Europas Netz der Schutzge­
biete Natura 2000, dass aus FFH­Gebiete und
Vogelschutzgebieten (engl. Special Protection
Area (SPA)) besteht.
Hier gilt das Verschlechterungsverbot nach
dem Bundesnaturschutzgesetz § 33.
Dieses beinhaltet, dass »ausgewählte« ge­
schützte Lebensräume und Arten nicht er­
heblich beeinträchtigt oder zerstört werden
dürfen. Der Erhaltungszustand darf nicht ver­
schlechtert werden. Im Zweifel sind Maßnah­
men bei der Naturschutzbehörde anzuzeigen.
Wichtige In formationen über die Art und Lage
der Schutzgüter geben die FFH­Management­
pläne. Die Grundschutzverordnung gibt Aus­
kunft über die Schutzgüter.
Es darf jedoch weiterhin eine ordnungsge­
mäße Forstwirtschaft betrieben werden.
Die Mitarbeiter des Forstbezirkes Leipzigs ste­
hen Ihnen im Zuge der Beratung immer zur
Verfügung.
Waldbote 2011 | 11
förderung
der erneuerbaren
energien
Stromerzeugungsanlagen, die als Wärmenut­
zung dienen, werden ab dem Jahr 2012 geför­
dert. Für Stromerzeugungsanlagen mit einer
Kraft­Wärme­Kopplung von mindestens 60 %
bei kleinen Anlagen (bis 500 kW) werden mit
einem Bonus von 6 Cent/kWh und Anlagen bis
5 MW mit einem Bonus von 2,5 Cent/kWh ge­
fördert.
Als Wärmenutzung gilt die Beheizung von Ge­
bäuden oder die Einspeisung in das Fernwär­
menetz, aber auch die Trocknung von Holz zur
stofflichen oder energetischen Nutzung bis zu
einem Wärmesatz von 0,9 kWh je kg Holz. Die
anerkannten Holzsortimente sind im Anhang
zur Biomassenverordnung definiert. Altholz ist
jedoch mit Ausnahme von Industrierestholz
nicht mehr vergütungsfähig.
Klimaschutzstudie
bestätigt Speicher­
leistungen des Wirt­
schaftswaldes
Nach der Veröffentlichung der Studie der
Nordwestdeutschen Versuchsanstalt über die
Speicherung von Kohlenstoff im Wald, zählt
jeder Quadratmeter, denn in jedem Hektar Wald
sind insgesamt 192 Tonnen Kohlenstoff ge­
speichert. Die Speicherleistung verteilt sich
auf 35 % in den Bäumen, 1 % im Totholz und
64 % im Waldboden.
Außerdem speichern die genutzten Holzpro­
dukte den Kohlenstoff. Bauholz hat als Bei­
spiel eine Verweildauer von 50 Jahren und
Holzwerkstoffe von 25 Jahren, Papier von drei
Jahren und Energieholz von einem Jahr. Die
Studie unterstreicht somit die Bedeutung des
Waldes und die Leistungen der Waldbesitzer
für den Klimaschutz.
Erneuerbare Energien – auch Brennholz zählt dazu
Hinweisschild zum Naturschutzgebiet »An der Kloster­
wiese« im Wermsdorfer Wald
Steuersätze sind vor dem Einschlag zu kontrollieren
Totholz als Speicher von Kohlenstoff und dadurch
Hilfe beim Klimasschutz
ausblick 2012
Im Jahr 2012 bietet der Forstbezirk
Leipzig wieder Aus-und Forstbildun-
gen an.
Für den sicheren Umgang mit der
Motorsäge findet ein Motorsägenkurs
im Forstbezirk am 6. und 7. Februar
statt.
Des Weiteren wird in Wermsdorf die
Eichenregionltagung fortgesetzt. Sie
findet am 23. März mit dem Thema
Durchforstung und Ernte in älteren
Eichenbeständen statt.
Steuersätze bei der
Pflanzung
In der kommenden Pflanzsaison, seit dem
Ur teil vom 25. Juni 2009­VR 25/07 des BFH, ist
wiederum auf eine richtige Ausweisung der
Steuersätze zu achten. Für die Materialbestel­
lung (Pflanzgut) kann ein ermäßigter Steuer­
satz von 7 % ausgewiesen werden. Die Arbei­
ten (die Pflanzung) müssen mit einem
Steu ersatz von 19 % ausgewiesen werden. Die
getrennte Besteuerung ist nicht zulässig,
wenn der Unternehmer im selben Vertrag die
Pflanzung und die Materialien aufführt oder
außer der Pflanzung noch weitere Dienstleis­
tungen an der Kultur übernimmt. Dann ist der
gesamte Auftrag mit 19 % MwSt. auszuwei­
sen. Waldbesitzer sollten beim Kauf von Ma­
terial und Pflanzung auf eine richtige Auswei­
sung der Steuersätze achten.

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12
| Waldbote 2011
Neue Kollegen im Forstbezirk
Am 1. November dieses Jahres trat ich meine
Stelle als Leiter des Revieres Neuseenland vol­
ler Tatentrang an. Als Elternzeitvertretung von
Frau Wolfram möchte ich mich im Waldboten
kurz vorstellen.
Ich wurde 1986 in Lauchhammer, in der Nie­
derlausitz geboren. Schon seit frühster Kind­
heit hegte ich den Wunsch, Forstmann zu
werden; nicht zuletzt weil schon mein Groß­
vater hier Förster war und ich meinen Vater
von klein an zur Jagd begleitete. Mein Heimat­
dorf war ringsum von Bergbau umschlossen
und nur von wenig verbliebenem Wald ge­
prägt. Dies bewegte mich zutiefst und be­
stärkte meinen Berufswunsch weiter, da ich
von Erzählungen und Bildern wusste, welche
Dimensionen und Schönheit die Alten Wälder
ringsum meine Heimat hatten.
Im Jahr 2002 beendete ich meine Schulzeit
und erlernte in Brandenburg den Beruf des
Forstwirtes. Nach dreijähriger Lehrzeit holte
ich mein Abitur in Dresden nach, absolvierte
den Wehrdienst und begann das Studium der
Forstwirtschaft in Eberswalde. Während die­
ser Zeit sammelte ich auch praktische Erfah­
rungen im brandenburgischen Möglenz und
auf der Insel Rügen im Revier Mölln­Medow.
Bei beiden Revierleitern möchte ich mich hier
herzlich für die Aufnahme und die Weitergabe
ihres reichen Wissensschatzes an mich be­
danken.
Nach Abschluss meines Studiums begann ich
im Herbst 2010 den Anwärterdienst bei Sach­
senforst, den ich zu großen Teilen in den Re­
vieren Cosel bei Dresden und Neuhausen bei
Marienberg im Erzgebirge verbrachte. Auch
hier fand ich herzliche Aufnahme und sehr
gute Unterstützung für mein weiteres Berufs­
leben. Die Ausbildung endete schließlich mit
der einmonatigen Prüfungszeit, die ich als
Jahrgangsbester abschließen konnte.
Mit der Aufgabe das Revier Neuseenland nun
als Revierleiter im Privat­ / Körperschaftswald
während der Elternzeitvertretung überneh­
men zu können, verbindet sich für mich nun
die Möglichkeit mein Wissen eigenverant­
wortlich in die Praxis umzusetzen. Dabei ver­
stehe ich mich als neutraler und fachkundi­
ger Berater, der Sie bei der Bewirtschaftung
Ihrer Flächen vor Ort unterstützt. In dieser
Stefan Müller
Stefan Müller im Gespräch mit einem Brennholzwerber
Stefan Müller
25 Jahre, Leiter des revieres neuseenland
Funktion freue ich mich auf meine neue Auf­
gabe und stehe ich Ihnen ab sofort für Fragen
der Waldbewirtschaftung gern zur Verfü­
gung.
Stefan Müller
RL Neuseenland
Heilemannstraße 1
04277 Leipzig
Telefon: 0341 8608051
Telefax: 0341 8608099
Mobil: 0172 3756133
E­Mail: stefan.mueller@
smul.sachsen.de

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Waldbote 2011 |
13
Seit dem 1. November 2011 bin ich für den
Bereich
Öffentlichkeitsarbeit und Waldpäda­
gogik im Forstbezirk Leipzig zuständig. In die­
ser neuen Funktion möchte ich mich Ihnen
kurz vorstellen.
Ich bin 25 Jahre alt und im Münsterland, in der
Nähe von Ahaus, aufgewachsen. Meine Forst­
karriere begann 2007 in Göttingen, wo ich
mein Studium an der Hochschule für ange­
wandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) ab­
solvierte und im Anschluss 2010 die Ausbil­
dung zum gehobenen Forstdienst in Sachsen
begann. Während der Anwärterzeit war ich im
Forstbezirk Taura (Revier Gräfendorf), beim
Landkreis
Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
am Standort Dippoldiswalde und im Forstbe­
zirk Neustadt im Revier Gohrisch tätig, bis ich
nach meinem Abschluss im September 2011
schließlich Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit /
Waldpädagogik im Forstbezirk Leipzig wurde.
Meine jetzige Aufgabe umfasst vor allem die
Aufbereitung und Weitergabe aktueller Infor­
mationen. Der Tätigkeit kommt im Forstbezirk
Leipzig eine besondere Rolle zu, da die Region
durch die Stadt Leipzig, die Bergbaufolgen
und einen geringen Waldanteil geprägt ist. In
den verbliebenen Waldflächen treffen die ver­
schiedensten Interessen aufeinander. Ein Weg
diese in Einklang zu bringen, ist die Bereitstel­
lung sach­ und adressatengerechter Informa­
tionen. Des Weiteren werde ich öffentliche
Veranstaltungen und Führungen organisieren
und im Rahmen waldpädagogischer Angebote
Kinder und Jugendliche mit dem Lebensraum
Wald bekannt machen.
Ich freue mich, Sie als Waldbesitzer durch
meine Arbeit unterstützen zu können und
hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.
Seit 1. November 2011 bin ich im Forstbezirk
Leipzig für den Bereich Forsttechnik zustän­
dig. Nach meinem Studium der Forstwirt­
schaft in Göttingen und meiner Laufbahn­
prüfung bei Sachsenforst erprobe ich nun im
Rahmen einer Projektarbeit Verfahren, die
eine bodenschonende und umweltverträgli­
che Holz nutzung unter den hier gegebenen
Bedingungen ermöglichen. Dies bezieht sich
insbesondere auf die im Nordwestsächsi­
schen Hügelland häu fig vorkommenden Löß­
böden, die aufgrund ihres Bodenwasserhaus­
haltes und hohen Feinbodenanteils schwer
befahrbar sind und stark zur Verdichtung
neigen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ab­
stimmung forstlicher Bewirtschaftung mit
den Vorgaben aus FFH­ und SPA­Gebietspla­
nungen.
Die Ergebnisse meiner Untersuchung sollen in
zwei Jahren vorliegen und künftig allen Wald­
eigentümern als Arbeitsgrundlage dienen. Ich
freue mich auf meine neuen Aufgaben und
wünsche mir für die Umsetzung eine gute Zu­
sammenarbeit mit allen Beteiligten.
Tobias Ostendorf
Markus Leonhardt
tobias ostendorf
25 Jahre, Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit/ Waldpädagogik
Markus Leonhardt
26 Jahre, Sachbearbeiter forsttechnik
Tobias Ostendorf
Sachbearbeiter
Öffentlichkeitsarbeit / Waldpädagogik
Heilemannstraße 1 · 04277 Leipzig
Telefon: +49 341 86080­00
Telefax: +49 341 8608099
Mobil: +49 173 3710256
E­Mail: tobias.ostendorf@
smul.sachsen.de
®
Markus Leonhardt
Sachbearbeiter Forsttechnik
Hubertusburgerstr. 2 · 04779 Wermsdorf
Telefon: +49 341 86080­00
Telefax: +49 341 8608099
Mobil: +49 173 3710260
E­Mail: markus.leonhardt@
smul.sachsen.de
Forwarder mit Street Rubbers­Bändern –
für bodenschonende Holzrückung

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14
| Waldbote 2011
Sachsenforst – Forstbezirk Leipzig
im Überblick
n
Gesamtfläche 2.640 km
2
n
Waldfläche 31.461 ha
davon
n
Landeswald 12.718 ha
n
Privatwald 16.770 ha
n
Körperschaftswald 1.765 ha
n
Bundeswald 208 ha
n
Holzeinschlag Landeswald ca. 80.000 fm/Jahr
n
Mitarbeiter/­innen 73 Personen

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Waldbote 2011 |
15
Ihre Ansprechpartner
im forstbezirk Leipzig
n
Forstbezirk
Forstbezirksleiter
Andreas Padberg
0341 8608011
Sekretariat
Kathrin Riedeberger
0341 8608010
n
Staatswald
Leiter Staatsforstbetrieb
Wolfgang Kühns
0341 8608031
Rev. 01 Thümmlitz­
Klosterbuch
Ronald Köllner
034381 55415
Rev. 02 Collm
Mario Erdmann
034364 884622
Rev. 03 Wermsdorf
Ralf Böhme
034364 884621
Rev. 04 Horstsee
Uwe Lange
034364 884620
Rev. 05 Colditz
Barbara Kotschmar
034381 55417
Rev. 06 Waldmühle
Falkhard Dau
034345 22277
Rev. 07 Naunhof
Udo Köhler
034364 884617
Rev. 08 Leipzig Süd
Christoph Seifert
034381 55416
Rev. 09 Leipzig
Carsten Pitsch
0341 8608041
n
Privat- und Körperschaftswald
Referent
Mathias Stahn
0341 8608032
0172 7919110
Rev. 10 Döbeln
Dirk Tenzler
0343 8155413
0170 9223847
Rev. 11 Hubertusburg
Jan Petersen
034364 884613
0170 9223846
Rev. 12 Leipzig­Ost
Olaf Zetzsche
034364 884615
0173 3541165
Rev. 13 Muldental­
Kohrener Land
Hans­Joachim Kotschmar 034381 55418
0174 3051536
Rev. 14 Neuseenland
Stefan Müller
0341 8608051
0172 3756133
n
Öffentlichkeitsarbeit, Waldpädagogik und Veranstaltungen im Wald
Tobias Ostendorf
0173 3710256
n
Wald, Ökologie und Naturschutz
Annett Höber
0341 8608035
n
Forstförderung
Ralph Billwitz
0341 8608033
n
Veranstaltungen im Wald / Gestattungen
Rosmarie Lucas
0341 8608022
Sprechzeiten: Dienstag 16 –18 Uhr oder nach Vereinbarung

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Herausgeber:
Staatsbetrieb Sachsenforst
Forstbezirk Leipzig
Heilemannstraße 1
04277 Leipzig
Telefon: +49 341 8608010
Telefax: +49 341 8608099
Internet:
www.sachsenforst.de
E­Mail: poststelle.sbs­leipzig@smul.sachsen.de
Redaktion:
Andreas Padberg (v.i.S.d.P.)
Mathias Stahn
Tobias Ostendorf
Fotos:
Forstbezirk Leipzig, Staatsbetrieb Sachsenforst
Titel: Solaranlage der juwi Holding AG vor den Waldflächen der Stadt Brandis
Gestaltung und Satz:
Sandstein Kommunikation GmbH
Druck:
Union Druckerei Dresden
Redaktionsschluss:
Dezember 2011
Auflagenhöhe:
1.000 Exemplare
Papier:
PEFC­zertifiziert
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungs­
mäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen
der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder
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Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht
so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten einzelner politischer
Gruppen verstanden werden könnte.
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Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt ist
jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.