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Projektgruppe BOS-Digitalfunk Sachsen
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Az.: 34-0268.10/KoSt/3
Projektgruppe
BOS-Digitalfunk Sachsen
Fachkonzept
Ortsfeste Landfunkstellen im
Brandschutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzbereich
(Fachkonzept OFL BRK)
Version V1.00
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BOS-Digitalfunk Sachsen
Dokumenteninformation
Änderungsverfolgung
Version Bearbeiter Datum Anmerkung Status
V0.01
J. Großer
4. Nov. 2013
Entwurf zur inter-
nen Mitprüfung
V0.02
J. Großer
23. Jan 2014
Nach int. Stellungn.
Entwurf zum Ver-
sandt AG DF BRK
V1.00
J. Großer
7. März 2014
Nach Stellungn.
Entwurf zum Ver-
sandt uBRK
Dokumenten-Verantwortlicher
Funktion / Org.-einheit
Name
Bearbeiter J. Großer
Telefon
0341 / 22388 - 5030
Stand
7. März 2014
Aktenzeichen 34-0268.10/KoSt/3
Archivierung
Aufbewahrungszeitraum bis
(ab Freigabedatum):
unbegrenzt
Aktualisierung
(ab Freigabedatum):
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Datum

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Inhalt
1
Einleitung..........................................................................................................................4
1.1
Ausgangslage und Zielsetzung..................................................................................4
1.2
Zielgruppe..................................................................................................................4
1.3
Abgrenzung................................................................................................................4
2
Rechtliche Grundlagen......................................................................................................5
3
Ortfeste Landfunkstellen im BOS-Digitalfunknetz.............................................................6
3.1
Definition....................................................................................................................6
3.2
Effekte ortsfester Landfunkstellen..............................................................................6
3.2.1
Direkte Einstrahlung in das Antennensystem von Basisstationen......................6
3.2.2
Erhöhung der Uplink-Interferenz durch Frequenzwiederholung.........................6
3.3
Kapazitätsbetrachtung im BOS-Digitalfunknetz.........................................................7
3.4
Zulässigkeit ortfester Landfunkstellen........................................................................7
4
Ortfeste Befehlsstellen......................................................................................................8
4.1
Definition und Voraussetzung gemäß FwDV 100......................................................8
4.2
Raumplanerische Parameter.....................................................................................8
4.3
Taktische Auswahl.....................................................................................................8
4.4
Bauliche Anforderungen ............................................................................................9
5
Technische Ausstattung Ortsfester Landfunkstellen.......................................................10
5.1
Integrierte Regionalleitstellen...................................................................................10
5.2
Besondere Führungseinrichtungen im Katastrophenschutz ....................................10
5.3
Ortsfeste Befehlsstellen...........................................................................................10
5.3.1
Feuer- (und Rettungs-)wachen.........................................................................10
5.3.2
Feuerwehrgerätehäuser ...................................................................................10
5.3.3
Technische Ausstattung ...................................................................................10
6
Regelungen für die Nutzung ...........................................................................................12
7
Beantragungsverfahren...................................................................................................13
8
Quellenverzeichnis..........................................................................................................16
Anlage 1 – Übersicht der Besonderen Führungseinrichtungen im Katastrophenschutz........18
Anlage 2 – Übersicht ortsfester Befehlsstellen.......................................................................19
Anlage 3 – Ausfüllanleitung zum Anmeldeformular für ortsfeste Landfunkstationen .............27

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1 Einleitung
1.1
Ausgangslage und Zielsetzung
Mit der Einführung des BOS-Digitalfunks im Freistaat Sachsen wird für alle Behörden und
Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ein digitales Bündelfunksystem (Digitalfunk-
netz) zur Verfügung gestellt.
Innerhalb des Digitalfunknetzes sind Systemressourcen und -grenzen bei der Nutzung von
Endgeräten zu beachten. Die gemeinsam mit den Ländern abgestimmte Kapazitätsplanung
im Abschlussbericht GAN enthält keine prognostizierten Verkehrswerte für die Anbindung
von ortsfesten Landfunkstellen über die Luftschnittstelle. Insofern wurde dieser Verkehr bei
der Dimensionierung des Funknetzes nicht berücksichtigt [1].
Die Anbindung ortsfester Leitstellen über die Luftschnittstelle ist daher unter Umständen mit
Risiken verbunden. So können durch Überreichweiten Störungen an Basisstationen und an-
deren Endgeräten auftreten. Neben einer Beeinträchtigung der zur Verfügung stehenden
Sprachkanalkapazitäten kann es zur Beeinträchtigung der Diensteverfügbarkeit kommen bis
hin zum zeitweisen Ausfall einzelner Dienste.
Ziel dieses Fachkonzeptes ist es, die Grundlagen der Einrichtung ortsfester Landfunkstellen
zu erläutern. Darüber hinaus wird geregelt, welche Behörden und Einrichtungen Bedarfsträ-
ger ortfester Landfunkstellen sind.
1.2 Zielgruppe
Dieses Konzept richtet sich an die BRK-Behörden im Freistaat Sachsen und die örtlichen
Brandschutzbehörden.
1.3 Abgrenzung
Dieses Dokument behandelt primär die Anbindung ortfester Landfunkstellen über die Luft-
schnittstelle. Sofern diese eine Rückfallebene zur ebenfalls am Standort vorhandenen Draht-
anbindung besitzt, wird entsprechend darauf verwiesen. Für die Drahtanbindung über das
landeseinheitliche Funk-Notruf-Abfragesystem (FNAS) sind die Feinspezifikation [2] sowie
das Landeskonzept Anbindung Ebene 4 [3] die maßgeblichen Dokumente. In diesem Fach-
konzept werden lediglich auf Grund des besseren Verständnisses und der Vollständigkeit die
entsprechenden Drahtanbindungen dargestellt.

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2 Rechtliche Grundlagen
Nach § 55 Abs. 1 Satz 1 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) vom 22. Juni 2004 (BGBl.
I 2004, 1190) bedarf jede Frequenznutzung einer vorherigen Frequenzzuteilung. Die Fre-
quenzblöcke:
Unterband 380,00 MHz bis 385,00 MHz und
Oberband 390,00 MHz bis 395,00 MHz
wurden mit der Frequenzzuteilungsurkunde vom 29. Juni 2007 ausschließlich der Bundes-
anstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
(BDBOS) für den Betrieb eines bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunk-
netzes zugeteilt.
Die Frequenzzuteilungsurkunde (FZU) stellt im Teil B. Begründung im 5. Absatz letzter Satz
klar, dass es darüber hinausgehender (Frequenz-)Zuteilungen für den Betrieb von Endgerä-
ten (im Netz) nicht bedarf. Die Nebenbestimmungen der FZU enthalten aber unter Ziffer 3
den Vorbehalt, dass nachträgliche einschränkende Anordnungen des Betriebes ergehen
können, falls insbesondere aufgrund der festgelegten Nutzungsparameter oder möglicher
nachträglich auftretender Störungen die Funkverträglichkeit nicht standortbezogen sicherge-
stellt ist.
Zur Vermeidung von Störungen im BOS-Digitalfunk wurde 2009 § 15a in das BDBOS-Gesetz
[4]
Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.
eingefügt, der eine Endgeräte-
zertifizierung durch die BDBOS vorschreibt. Eine Zertifizierung kann allerdings keine Störun-
gen verhindern, die aus standortbezogenen Nutzungsparametern resultieren. Insbesondere
können ortsfeste Funkanlagen, d. h. Funkanlagen, die während ihres bestimmungsgemäßen
Gebrauches keine Ortsveränderung erfahren und deren Standort durch die Angabe geogra-
fischer Koordinaten eindeutig bestimmt werden kann, aufgrund der konkreten Antennenin-
stallationen Störungen, z. B. der Standorte des Prüf- und Messdienstes der Bundesnetz-
agentur (BNetzA), verursachen. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass grenznahe Funkanla-
gen die Bestimmungen der Frequenzkoordinierung (HCM-Vereinbarung) [5] verletzen.

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3
Ortfeste Landfunkstellen im BOS-Digitalfunknetz
3.1 Definition
Ortfeste Funkanlagen sind in der Regel Fahrzeugfunkanlagen, die für die ortsfeste Verwen-
dung als einbaufähiges Sprechfunkgerät mit abgesetzten Bedieneinheiten versehen sind
(Fixed Radio Terminal – FRT). Diese Funkgeräte sollten neben den Leistungsmerkmalen für
Fahrzeugfunkgeräte zusätzliche Anforderungen (z. B. Display, Bedienelemente, Installati-
onsmöglichkeiten) erfüllen.
3.2
Effekte ortsfester Landfunkstellen
Im Rahmen des Rollout des Digitalfunknetzes der BOS werden an verschiedenen Punkten
(Wachen der Feuerwehren) FRT-Geräte zum Mithören und Einsprechen in verschiedene
Gruppen installiert. Diese Geräte werden vom BOS-Digitalfunknetz aus prinzipiell wie Endge-
räte betrachtet, für die netzseitig keine gesonderte Betrachtung und Planung vorgesehen ist.
Durch eine exponierte Standortwahl sowie die Nutzung von fest installierten Gewinnanten-
nen treten jedoch Rückwirkungen auf das BOS-Digitalfunknetz auf, die hier näher betrachtet
werden sollen.
3.2.1 Direkte Einstrahlung in das Antennensystem von Basisstationen
Durch den Betrieb von Basisstation und ortsfester Landfunkstelle in unmittelbarer Nähe kann
es zu folgenden Effekten kommen [6]:
Desensibilisierung des Empfängers
Durch die Festlegung der Grenze des Dynamikbereiches eines Empfängers durch das
stärkste Signal kommt es zu diesem Effekt.
Virtuelle Verkleinerung der Funkzelle für entfernte Endgeräte
Da die Eingangsempfindlichkeit des Empfängers durch das Großsignal beeinträchtigt
wird, kommt es zu dem Effekt, dass sonst empfangbare Feldstärken anderer Endgeräte
nicht mehr ausgewertet werden können, da der Dynamikbereich des Empfängers über-
schritten wird.
Blockierung des Empfängers durch zu hohe Eingangsfeldstärken
Bei Nutzung von gleichen Standorten für Basisstationen und ortsfesten Landfunkstellen
kann es im Empfangszweig der Basisstation zu Übersteuerungen kommen, die auf einen
zu hohe Empfangspegel an der Antenne der Basisstation zurückzuführen sind.
3.2.2 Erhöhung der Uplink-Interferenz durch Frequenzwiederholung
Durch das begrenzte Frequenzspektrum werden im BOS-Digitalfunknetz im Abstand von ca.
10 bis 30 km Entfernung (abhängig von der Standortdichte) Kanäle wiederholt eingesetzt.
Durch exponierte Standorte der ortsfesten Landfunkstelle kann es zur Störung von entfern-
ten Basisstations-Standorten kommen [6].
Störungen dieser Art treten überwiegend auf:
bei Unterschreitung des Gleichkanalstörabstandes von C/I=19dB,
bei gleichzeitige Verwendung des gleichen Kanals und gleichen Zeitschlitzes,
bei freier Sicht,
bei einem hohen Verkehrsaufkommen.

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3.3
Kapazitätsbetrachtung im BOS-Digitalfunknetz
Eine Konzentration von ortsfesten Landfunkstellen an einem Standort (Wache) hat eine
Lastverschiebung mit erhöhtem Verkehrsaufkommen außerhalb des Einsatzschwerpunktes
sowie erhöhtes Verkehrsaufkommen über das kalkulierte Verkehrsmodell hinaus zur Folge
[6].
Um diesem erhöhten Lastaufkommen zu begegnen und die Funktionsfähigkeit des Netzes
für alle beteiligten BOS sicherzustellen, sind folgende Ansätze möglich:
Entscheidung zur Kapazitätsplanung
Erhöhung der Kapazität
Optimierung der Einsatzplanung
Erweiterungen der Funkkanäle
Erweiterung des Zugangsnetzes
Erweiterungen der Vermittlungsstellen
erhöhtes Interferenzniveau
Begrenzung der genutzten Gruppen
Vermeidung unnötigen Mithörens
Konzentration in Leitstellen
Einhaltung der Funkdisziplin
Eine Erhöhung der Netzkapazität ist derzeit nicht möglich, da die zur Verfügung stehenden
Frequenzen aufgebraucht sind. Daher ist ein Einsatz ortsfester Landfunkstellen nur unter
Optimierung der Gruppenplanung möglich.
3.4
Zulässigkeit ortfester Landfunkstellen
Im Ergebnis der Betrachtung der Rückwirkungsfreiheit von ortfesten Landfunkstellen auf das
BOS-Digitalfunknetz ist die Nutzung von ortsfesten Landfunkstellen auf einsatztaktisch not-
wendige Standorte zu beschränken.
Nur ortsfeste Befehlsstellen stellen ein einsatztaktisches Erfordernis dar. Demgegenüber
stellt die Kommunikation mit Außenstandorten als Telefonersatz kein einsatztaktisches Er-
fordernis dar. Die Nutzung des BOS-Digitalfunks als Rückfallebene mittels Fahrzeug- oder
Handfunkgeräten ist hiervon unbenommen.
Darüber hinaus sind ortsfeste Landfunkstellen als Redundanz in den drahtangebundenen
Einsprechstellen des Digitalfunks – innerhalb der Integrierten Regionalleitstelle und an
Standorten mit Leitstellennetzwerkanschluss, die für Betriebsaufgaben der Integrierten Regi-
onalleitstelle notwendig sind, sowie besondere Führungseinrichtung im Katastrophenschutz
– vorgesehen.

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4 Ortfeste Befehlsstellen
4.1
Definition und Voraussetzung gemäß FwDV 100
Die Befehlsstelle ist der Sitz der Einsatzleitung. Gemäß FwDV 100 [7] ist einer ortsfesten
Befehlsstelle der Vorrang zu geben. Sie empfiehlt sich vor allem für größere Einsatzleitungen
und bei absehbar längerer Einsatzdauer. Ortsfeste Befehlsstellen können in geeigneten
Räumlichkeiten an der Einsatzstelle eingerichtet werden. Befehlsstellen müssen über geeig-
nete Fernmeldeanschlüsse und Endgeräte verfügen.
Die Einrichtung einer ortsfesten Befehlsstelle ist an das Vorhandensein geeigneter Füh-
rungsmittel gemäß FwDV 100 gekoppelt:
Mittel zur Informationsgewinnung, z. B. Handbücher, Datenbanken
Mittel zur Informationsverarbeitung, z. B. Büroausstattung und EDV-Systeme
Mittel zur Informationsübertragung, z. B. Besprechungen (Räume) und Kommunikati-
onsmittel.
4.2 Raumplanerische Parameter
Handlungsschwerpunkt des Landesentwicklungsplans 2013 [8] zur Sicherung der Daseins-
vorsorge unter den Bedingungen des demografischen Wandels ist u. a. die Verteilung von
Einrichtungen der Sicherheit und Ordnung derart, dass in allen Landesteilen eine ausrei-
chende Versorgung gewährleistet ist. Die Zentralen Orte sind als Standorte für Einrichtungen
des überörtlichen Bedarfs zu entwickeln. Derartige Standorte sind die Ober- und Mittelzent-
ren. Sie eignen sich bereits auf Grund der vorhandenen Feuerwehr- und Rettungsdienstein-
richtungen mit in der Regel gemeindeübergreifendem Wirkungsbereich zur Einrichtung ost-
fester Befehlsstellen.
Grundzentren sind zur Ergänzung der Ober- und Mittelzentren festzulegen, wenn die Festle-
gung zur Ergänzung erforderlich ist. Anhaltspunkte für derartige ergänzende Festlegungen
sind:
mindestens 15.000 Einwohner im Verflechtungsbereich innerhalb des Verdichtungsrau-
mes,
mindestens 7.000 Einwohner im Verflechtungsbereich im ländlichen Raum.
Darüber hinaus sind bei der Festlegung der Bereiche ortsfester Befehlsstellen die vorhanden
Verwaltungsstrukturen zu beachten. Bereiche von Verwaltungsgemeinschaften oder andere
Formen der bereits praktizierten interkommunalen Zusammenarbeit sind hierbei zu berück-
sichtigen und sollen nur durch eine
ortsfeste Befehlsstelle versorgt werden.
4.3 Taktische Auswahl
Während für die Führungsstufen A (Führen einer Gruppe) und B (Führen eines Zugs) auf-
grund von Dauer und Umfang des Einsatzes kein Bedarf an der Einrichtung einer ortsfesten
Befehlsstelle besteht, so sollte gemäß FwDV 100 ggf. ab Führungsstufe C (Führen eines
Verbandes) jedoch spätestens ab Führungsstufe D (Führen mit einer Führungsgruppe bzw.
mit einem Führungsstab) ein ELW 2 oder eine ortsfeste Befehlsstelle zur Verfügung stehen.
Insofern ergibt sich eine taktische Notwendigkeit frühestens ab einem Einsatz von mehreren
Zügen gemäß FwDV 3 [9]. Da bei Einsätzen von zwei Zügen ebenfalls nur von einer be-
grenzten Einsatzdauer auszugehen ist, wofür mobile Befehlsstellen in einem ELW 2 geeignet
sind, sollte die taktische Notwendigkeit an der Schnittstelle zwischen Führungsstufe C und D
angesetzt werden.

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Der Einsatz von mehreren Zügen gemäß FwDV 3 stellt im Regelfall einen gemeindeübergrei-
fenden Einsatz dar. Die Festlegung überörtlicher Einsatzbereiche und von gemeindeüber-
greifender Ausrüstung obliegt gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 4 SächsBRKG [10] der unteren Brand-
schutz-, Rettungsdienst- und Katastrophenschutzbehörde.
Eine Auswahl von notwendigen Bereichen für die Einrichtung von ortsfesten Befehlstellen
sollte einen Gruppengleichwert von mind. acht Gruppen zzgl. Sonderfahrzeuge beinhalten.
Gruppengleichwerte können auch durch entsprechende Staffelfahrzeuge (TSF(-W) und TLF
16/25) erreicht werden.
Die einsatztaktische Führung im Rettungsdiensteinsatz ab Führungsstufe C (vgl. MANV) wird
durch den Träger des Rettungsdienstes im Regelfall auf Strukturen der Feuerwehren und/
oder des Katastrophenschutzes abgestellt, da im Regelfall ein gemeinsamer Einsatz zu ver-
zeichnen ist.
4.4 Bauliche Anforderungen
Zur Unterstützung der Führungskräfte bei ihrer Führungsarbeit durch eine ortsfeste Befehls-
stelle müssen folgende Einrichtungen und Mittel baulich vorhanden sein:
1. Mittel zur Informationsgewinnung
a. Zugang zum Internet und Datenbanken durch einen DSL-Anschluss o. ä.
2. Mittel zur Informationsverarbeitung
a. Personalcomputer (PC) mit Drucker und Office-Programmen
b. Tageslichtprojektor (Beamer) oder Großbildfernseher
3. Mittel zur Informationsübertragung
a. Funkraum für zwei Funkarbeitsplätze (mind. 15 m²)
b. Stabs- und Lageraum für Führungsstufe D mind. 40 m² und möglichst separater
Besprechungsraum mind. 15 m²
c. Telefon-/Fax-Anbindung
Gemäß DIN 14 092 Teil 1 i. d. F. bis 2012-04 [11] werden diese Anforderungen in der Regel
erst bei Feuerwehrhäusern ab vier Stellflächen erfüllt. Sofern dies aus einsatztaktischen
Gründen (z. B. Feuerwehr bildet Schwerpunkt im Gemeindegebiet oder Verwaltungsgemein-
schaft) auch bei Feuerwehrhäusern mit weniger als vier Stellflächen erfüllt ist, können diese
Berücksichtigung finden.

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5
Technische Ausstattung Ortsfester Landfunkstellen
5.1 Integrierte Regionalleitstellen
Die Anbindung der Integrierten Regionalleitstellen (IRLS) an den BOS-Digitalfunk ist grund-
sätzlich über das landeseinheitliche Funk-Notruf-Abfragesystem (FNAS) mit seinen Technik-
zentralen realisiert. Nur hierdurch stehen den Arbeitsplätzen alle Funktionalitäten im BOS-
Digitalfunk zur Verfügung. Eine derartige Drahtanbindung hat keine Auswirkungen auf die
Luftschnittstelle.
Für die Realisierung einer Rückfallebene, bei Verlust der Anbindung an die Technikzentralen
des Freistaates Sachsen oder an die Vermittlungsstellen des BOS-Digitalfunks, werden sta-
tionäre Funkgeräte vorgehalten. Über diese Endgeräte können die Leitstellengruppen von
Feuerwehr und Rettungsdienst sowie die Statusgruppen des Leitstellenbereichs durch das
FNAS der IRLS besprochen bzw. ausgewertet werden. Im Regelfall sind diese Endgeräte
abgeschaltet, um die Verkehrslast der Luftschnittstelle im Normalbetrieb zu minimieren.
5.2
Besondere Führungseinrichtungen im Katastrophenschutz
Die besonderen Führungseinrichtungen des Katastrophenschutzes (Verwaltungsstäbe) sind
mit Arbeitsplätzen des FNAS ausgestattet. Eine Kommunikation mit den Abschnittsleitungen
erfolgt somit im Regelfall über die Drahtanbindung.
Sofern eine Rückfallebene, bei Verlust der Anbindung an die IRLS, auf Grund der Verfügbar-
keit der Drahtanbindung durch Endgeräte notwendig ist, so sind die Endgeräte auf zwei
Stück am Standort begrenzt. Diese sind dann nur zur Sprachkommunikation zugelassen.
Weitere Dienste können nicht geschaltet werden.
5.3 Ortsfeste Befehlsstellen
5.3.1 Feuer- (und Rettungs-)wachen
Sofern Feuer- (und Rettungs-)wachen auf Grund der bestehenden Wachalarmsysteme an
das Leitstellennetzwerk angeschlossen sind, ist eine Anschaltung an den BOS-Digitalfunk
über Funkbesprechungseinrichtungen des FNAS (Dicora oder Cisco) vorzunehmen.
Feuer- (und Rettungs-)wachen ohne Zugang zum Leitstellennetzwerk, die eine Funktion als
ortsfeste Befehlsstelle übernehmen sollen, dürfen mit bis zu zwei Endgeräten ausgestattet
werden. Diese sind nur zur Sprachkommunikation zugelassen.
5.3.2 Feuerwehrgerätehäuser
Feuerwehrgerätehäuser, die eine Funktion als ortsfeste Befehlsstelle übernehmen sollen,
dürfen mit bis zu zwei Endgeräten ausgestattet werden. Diese sind nur zur Sprachkommuni-
kation zugelassen.
5.3.3 Technische Ausstattung
Die technische Ausstattung und Voraussetzungen zur Nutzung von Drahtanbindungen sind
dem Realisierungskonzept Ebene 4 [3] zu entnehmen.
Bei einer Anbindung der ortsfesten Landfunkstelle über die Luftschnittstelle mittels FRT ist
die Ausstattung abhängig von der Anzahl der Geräte. Bei Notwendigkeit der Besprechung
von zwei Rufgruppen sind somit zwei FRT notwendig, die in geeigneter Weise zu entkoppeln
sind, um Störungen, wie z. B. Blocking, zu vermeiden. Hierbei sind die Anforderungen der
TMO-TMO-Entkopplung gemäß ETSI EN 300 392-2 zu gewährleisten[12].

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Um Desensibilisierungen der Empfänger von Basisstationen zu vermeiden, dürfen keine Au-
ßenantennen mit Verstärkern verwendet werden. Darüber hinaus sind bei einer Montage von
Dachantennen die aktuellen Blitzschutzanforderungen zu beachten und ggf. geeignete Maß-
nahmen zu ergreifen. Daher ist einer Antennenmontage unter Dach der Vorzug zu geben.
Insofern wird bei dem folgenden Beispiel eine Antennenmontage unter Dach ohne zusätzli-
che Blitzschutzmaßnahmen betrachtet.
Die Anbindung ortsfester Befehlsstellen über die Luftschnittstelle mit zwei Endgeräten enthält
beispielhaft folgende Komponenten [13]:
Anzahl BOS-Nr. Bezeichnung
Preis
2
2/02-01
MRT SRG 3900, S/E-Gerät mit Personalisierung
568,11 €
2
2/02-02.2
Bedienteil, für MRT SRG 3900, farbig
261,80 €
2
2/02-15.1
Tischeinbaugehäuse, für MRT SRG 3900
992,22 €
2
2/02-15.2
Tischmikrofon, PTT-Schwanenhals für MRT SRG 3900
266,56 €
1
4/01-12.2
Stationäre Antenne, Länge 32cm, Wandhalterung
42,84 €
2
2/02-25
Lizenz, 1 x MRT Audio, für MRT SRG 3900
116,62 €
2
ZU BSI
BSI Karte
14,64 €
2
ZU-RMLIZ
Lizenzerweiterung Sepura-Radiomanager
9,40 €
1 ZU-LP Logistikumlage
59,19 €
Bestellung BOS-Stelle
2331,38 €
1
2-Kanal TETRA-Koppler 380 – 410 MHz
ca. 1 600 €
50m
Antennenkabel
ca. 60 €
Projektierung und Montage
ca. 1 000 €
Koordinierungs- und Prüfgebühren
ca. 1 000 €
Gesamtkosten
ca. 6 000 €

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Regelungen für die Nutzung
Da bei der Dimensionierung des Funknetzes die Anbindung von weiteren Stellen über die
Luftschnittstelle nicht berücksichtigt wurde, ist für die Nutzung in Ortsfesten Landfunkstellen
eine Beschränkung der genutzten Dienste unbedingt erforderlich. Ohne eine solche Rege-
lung besteht die Gefahr, dass die zur Verfügung stehenden Sprach- und Signalisierungs-
kapazitäten an der Luftschnittstelle überlastet werden, was zu entsprechenden Einschrän-
kungen in der Nutzbarkeit des BOS-Digitalfunks führt. Diese würden eine unverzügliche Ent-
scheidung über die Abschaltung der Luftschnittstellenanbindung erforderlich machen, um die
Funktionsfähigkeit des Digitalfunks BOS sicherzustellen.
Gemäß Vorgaben der BDBOS [14] gelten im Einzelnen folgende Regelungen:
1. Das Mithören von Gruppenrufen beschränkt sich auf lokale Gruppen, deren Gruppenruf-
zone diejenige Zelle enthält, in der sich das FRT befindet.
2. Es wird kein Hintergrundgruppenscanning eingesetzt.
3. Die Nutzung weiterer Dienste muss grundsätzlich untersagt werden, um eine negative
Beeinträchtigung des Digitalfunks BOS für alle Nutzer zu vermeiden.
Hieraus folgt, dass ortsfeste Landfunkstellen außerhalb der Rückfallebene der Integrierten
Regionalleitstellen grundsätzlich keine Möglichkeit erhalten, Statusnachrichten oder GPS-
Koordinaten von Endgeräten zu empfangen. Hiervon ausgenommen sind Notrufe in die ei-
gene Gruppe.
Aufgrund der meist exponierten Antennenstandorte ist ein Verzicht auf Gewinnantennen
sinnvoll. Zusätzlich sollte eine Verringerung der Antennenhöhe über Grund angestrebt wer-
den. Die ortsfesten Funkanlagen dürften sich in der Regel im Bereich von Siedlungs- und
Verkehrsflächen befinden, für die nach dem GAN-Standard die Funkversorgungskategorie
0/1 gilt. Damit muss eine ortsfeste Funkanlage funktechnisch nicht besser sein, als ein Hand-
funkgerät im Freien mit einer Antennenhöhe von 1,5 m.

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7 Beantragungsverfahren
Die Funkanlagen verhalten sich betrieblich wie jedes Endgerät und buchen sich in die Basis-
station ein, die die besten Empfangsbedingungen bietet. Sofern an einem Ort mehrere
Funkanlagen verbaut sind, so muss die daraus resultierende Ressourcenauslastung der je-
weiligen Basisstation einer Betrachtung unterzogen werden. Insbesondere Normalkapazi-
tätsfunkzellen können schnell an Kapazitätsgrenzen gelangen. Die erste Einschätzung dazu
obliegt der BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen als zuständige Autorisierte Stelle.
Gemäß dem TETRA-Standard wird die Sendeleistung eines Endgerätes vom Netz vorgege-
ben. Gegenwärtig wird eine Begrenzung im Digitalfunk BOS auf max. 30 dBm = 1 W vorge-
nommen. Befindet sich ein TETRA-Endgerät in einem Bereich hoher Feldstärke, reduziert es
automatisch seine Sendeleistung zur Energieeinsparung. Zur Vereinheitlichung wurde für
das Anmeldeverfahren festgelegt, dass der Betreiber der Anlage zunächst eine Sendeleis-
tung 1 W angibt. Sollte sich im Anmeldeverfahren herausstellen, dass diese theoretische
Annahme zu Verletzungen der HCM-Vereinbarung [5] führt, so muss die tatsächliche Sende-
leistung messtechnisch ermittelt werden, bevor bauliche Veränderungen am Standort vorge-
nommen werden. Gleiches gilt für die Einhaltung der Schutzabstände zu den Standorten des
Prüf- und Messdienstes der BNetzA. Bei negativer Beeinflussung des Funkfeldes ist unver-
züglich in Abstimmung zwischen der BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen und der BDBOS über
die Abschaltung der Anbindung über die Luftschnittstelle zu entscheiden.
Aus diesen Gründen wird durch die BDBOS ein Anmeldeverfahren für ortfeste Funkanlagen
vorgeschrieben, das den unterschiedlichen Interessen der jeweiligen BOS, der Betriebsor-
ganisationen bei Bund und Ländern, der BDBOS sowie der BNetzA gerecht wird und gleich-
zeitig den dafür erforderlichen Aufwand begrenzt:
1. Kommunen beantragen die ortsfesten Funkanlagen im Anmeldeformular für ortsfeste
Funkanlagen (siehe Anlage 3) und übersenden das Formular an die BOS-Stelle Digital-
funk Sachsen
2. BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen führt eine Kapazitätsabschätzung und Abschätzung der
Rückwirkungsfreiheit anhand des eingereichten Anmeldeformulars durch
3. BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen erteilt Zustimmung und ggf. Auflagen
4. Kommune beauftragt Planung und Errichtung der ortsfesten Funkanlagen entsprechend
der Vorgaben dieses Fachkonzeptes und der Auflagen der BOS-Stelle Digitalfunk Sach-
sen
5. Anmeldung der ortsfesten Funkanlage nach Fertigstellung durch die Kommune bei der
BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen
6. Prüfung und Bestätigung der Rückwirkungsfreiheit auf das BOS-Digitalfunknetz gemäß
festgelegter Richtwerte der BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen [15]
Fehler! Verweisquelle
konnte nicht gefunden werden.
7. BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen prüft, sammelt und ergänzt die Anmeldedaten, z. B. um
die Netzelementschlüssel sowie die jeweilige Anbinde-Basisstation, und sendet diese an
die BDBOS
8. Die Autorisierten Stellen der Länder stimmen die FRT-Anlagen mit der Autorisierten Stel-
le des Bundes ab, um mögliche Beeinflussungen zu berücksichtigen
9. Die BDBOS erfasst die ortsfesten Funkanlagen in der NETSite
10. Im Prozess von geraden Netzdefinitionen erzeugt die BDBOS die Datensätze für die
Frequenzbeantragungen

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11. BDBOS meldet die ortsfeste Funkanlagen bei der BNetzA an und gibt die Rückmeldun-
gen der BNetzA an die BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen zurück
12. BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen teilt Nutzungsfreigabe oder Mitteilung von Änderungs-
hinweisen /-Auflagen an die Kommune mit
13. Nach Nutzungsfreigabe erfolgt erst eine Auslieferung BSI-Sicherheitskarte.
Abb. 1: Schema des Anmeldeverfahrens
Die Erfassungsmaske dient als Hilfestellung für die Betreiber der Funkanlagen. Eine direkte
Eingabe in die Excel-Datei ist ebenso möglich, allerdings ist eine automatisierte Erstellung
der Formulare für die BNetzA dann nicht möglich.
Die Vorprüfung bzw. Abschätzung durch die BOS-Stelle Digitalfunk Sachsen beinhaltet fol-
gende Prüfkriterien:
Die Anbinde-Basisstationen sollten keine größeren Eingangspegel als -85 dBm (Richt-
wert) am Endgeräteeingang aufweisen, siehe Arbeitshinweise, sowie

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einen Störpegel von max. -113 dBm (Richtwert) in Entfernung des mittleren Frequenz-
wiederholabstandes in Höhe der mittleren Basisstationshöhe (beides landesspezifisch)
nicht überschreiten.
Maßnahmen bei Verletzung der Prüfkriterien sind:
Minimierung der Anzahl der möglichen Anbinde-Basisstationen auf 2 bis 3
Einsatz gerichteter Antennen (anstatt Omni)
Vermeidung der Top-Position
Minimierung der Antennenhöhe
Einsatz von Dämpfungsgliedern
In Umsetzung der 26. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz [16] in Verbindung
mit § 12 FTEG [17] bedarf es zusätzlich noch einer Standortbescheinigung für alle ortsfesten
Sendeanlagen, die mit mehr als 10 Watt EIRP (EIRP = Äquivalente isotrope Sendeleistung)
Summenleistung am Standort senden. Standortbescheinigungen werden von der Bundes-
netzagentur auf der Grundlage der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung
elektromagnetischer Felder (BEMFV) erteilt. Für die Antragstellung durch den Betreiber der
Anlage können die bereits vorliegenden Daten aus dem Anmeldeverfahren verwendet wer-
den.

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8 Quellenverzeichnis
[1] BDBOS, AG N1: Luftschnittstellenanbindung von stationären Leitstellen (GG 79607),
Anbindung stationärer Funkleitstellen und Wachen, Schreiben vom 23. Mai 2012
[2] Frequentis AG: ICCS 3020 IP BOS Digitalfunk Sachsen – FNAS Feinspezifikation,
PSDA11DE60003.20/VS-NfD
[3]
Projektgruppe - Digitalfunk Sachsen: Realisierungskonzept zur Anbindung der stationä-
ren Führungspunkte und Serviceeinrichtungen, wie z. B. Polizeireviere, Feuer- und Ret-
tungswachen an den BOS-Digitalfunk sowie die zentralen Service- und Betriebssyste-
me (Landeskonzept Anbindung Ebene 4) Az.: 34-0268.10/3/AGI
[4] Gesetz über die Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und
Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOSGesetz - BDBOSG) vom 28. August
2006 (BGBl. I S. 2039), das durch Artikel 3 Absatz 2 des Gesetzes vom 7. August 2013
(BGBl. I S. 3154) geändert worden ist
[5] VEREINBARUNG zwischen den Verwaltungen von Österreich, Belgien, der Tschechi-
schen Republik, Deutschland, Frankreich, Ungarn, den Niederlanden, Kroatien, Italien,
Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Polen, Rumänien, der Slowakischen Republik,
Slowenien und der Schweiz über die Koordinierung von Frequenzen zwischen 29,7
MHz und 43,5 GHz für den festen Funkdienst und für den mobilen Landfunkdienst
(HCM-Vereinbarung) im Jahr 2013 auf dem Korrespondenzweg angenommen
[6] BDBOS, AGN1/ TPFZ: Rückwirkungen von ortsfesten Landfunkstellen (oLFS) auf das
BOS-Digitalfunknetz; Workshop Berlin, 12. / 13.12.2011
[7] Ausschuss für Feuerwehrwesen des AK V: Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 – Führung
und Leitung im Einsatz (FwDV 100); Ausgabe März 1999; bekannt gemacht mit Erlass
des Sächsischen Staatsministeriums des Innern vom 24. Mai 2012; Az.: 37-1510-62
[8]
Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über den Landesentwicklungsplan Sach-
sen (Landesentwicklungsplan 2013 - LEP 2013) vom 14. August 2013 (SächsGVBl.
Jg. 2013 Bl.-Nr. 11 S. 582)
[9]
Ausschuss für Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung
des AK V: Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 – Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungsein-
satz (FwDV 3); Ausgabe Februar 2008; bekannt gemacht mit Erlass des Sächsischen
Staatsministeriums des Innern vom 24. Mai 2012; Az.: 37-1510-62
[10] Sächsisches Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz
(SächsBRKG) vom 24. Juni 2004, Rechtsbereinigt mit Stand vom 15. September 2012
[11] Deutsches Institut für Normung: DIN 14 092 - Feuerwehrhäuser - Teil 1: Planungs-
grundlagen; Ausgabe: 2001-10
[12] ETSI EN 300 392-2: Terrestrial Trunked Radio (TETRA); Voice plus Data (V+D); Part 2:
Air Interface (AI); V3.4.1 (2010-08)
[13] Projektgruppe BOS-Digitalfunk Sachsen: Endgeräte-Zubehör Produktkatalog Vers.
0.13 vom 9. Juli 2013
[14] BDBOS, AG N1: Regelungen für die Anbindung über FRTs (GG 121421); Schreiben
vom 24. Januar 2013; Az.: N1-500 205/6#3
[15] UAG ortsfeste Funkanlagen Baden-Württemberg, Berlin, Hansestadt Bremen, Nord-
rhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt: Arbeitshinweise zur Prüfung der Rückwirkungsfrei-

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heit von ortsfesten Funkanlagen (FRT) durch die Autorisierten Stellen des Bundes und
der Länder; Version 01; Stand:12. April 2012
[16] Verordnung über elektromagnetische Felder – 26. BImSchV in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 14. August 2013 (BGBl. I S. 3266)
[17] Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen – FTEG vom 31.
Januar 2001 (BGBl. I S. 170), das durch Artikel 4 Absatz 116 des Gesetzes vom 7. Au-
gust 2013 (BGBl. I S. 3154) geändert worden ist