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Kooperation
Lernort -
Gemeinsam Lernerfolge gestalten -
Ausbildung stärken.

Projekt „Lernort Praxis Sachsen - Kita“
Kooperationspartner*innen:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Sächsisches Landesamt für Schule und Bildung
Landesjugendamt Sachsen
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Sachsen e.V.
Diese Maßnahme wir mitfinanziert durch Steuermittel auf
der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen
Haushaltes.
Für ein komfortables Arbeiten und um alle Funktionen im Adobe Acrobat Reader vollumfänglich nutzen
zu können, wird ein Download der digitalen Version unter
www.parisax.de/aktuelles/publikationen/
empfohlen.

VORWORT 1/2
Liebe Kolleg*innen und Kollegen,
Die Ansprüche in der frühkindlichen Bildung steigen stetig. Um ihnen gerecht zu werden, braucht es eine
Ausbildung, die gut auf die Praxis vorbereitet und mit dieser eng in Kooperation steht.
Jährlich beginnen ca. 2000 Fachschülerinnen und Fachschüler in Sachsen ihre Ausbildung zur Staatlich aner-
kannten Erzieherin bzw. zum Staatlich anerkannten Erzieher. Die Verzahnung von Theorie und Praxis erlangt
dabei eine besondere Bedeutung. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Lernort Schule
und dem Lernort Praxis. Dabei ist die Begleitung von Fachschülerinnen und Fachschülern in der berufspraktischen
Ausbildung essentiell für eine hochwertige Qualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern. Vor allem päda-
gogische Fachkräfte, die das Zertifikat „Praxisanleiterin bzw. Praxisanleiter“ erworben haben, gestalten den
berufspraktischen Teil der Ausbildung gemeinsam mit den sächsischen Fachschulen.
Im Rahmen des Landesprojektes „Lernort Praxis Sachsen – Kita“ (LOPS-K) konnte die Praxis der Lernortkooperation
in Sachsen mithilfe der in den Schuljahren 2018/2019 und 2019/2020 durchgeführten regionalen Netzwerk-
treffen gestärkt und weiterentwickelt werden. Die Veranstaltungen in den einzelnen Regionen vor Ort haben
gezeigt, wie wichtig und unerlässlich es ist, den Dialog zwischen den Lernorten lebendig zu gestalten. Durch
eine bessere Vernetzung und Austauschmöglichkeiten ist es gelungen, Abläufe und Inhalte der praktischen Aus-
bildung besser aufeinander abstimmen und miteinander koordinieren zu können.
Die Erfahrungen aus den bisher neun durchgeführten regionalen Netzwerktreffen zur Lernortkooperation
in der Ausbildung von Staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern haben deutlich gemacht, dass
bei den zuständigen Lehrkräften in den Fachschulen sowie den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern in den
Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe ein Bedarf nach Materialien, die eine gelingende Lernortkooperation
unterstützen, besteht.
Die Arbeitsgruppe „Netzwerkkoordination Lernort Schule – Lernort Praxis“ im Landesamt für Schule und Bildung,
Standort Radebeul hat es sich daher gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zur Aufgabe gemacht,
eine Praxismappe sowohl für Lehrerinnen und Lehrer als auch für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter zu entwickeln,
um eine lernwirksame und praxisorientierte Anleitung von Fachschülerinnen und Fachschülern während der
gesamten Zeit der berufspraktischen Ausbildung zu gewährleisten. Dabei verstehen sich die beiden Lernorte,
Schule und Praxis, gleichermaßen als Ausbildungsorte.

VORWORT 2/2
Die Praxismappe dient als Materialsammlung und -speicher, die den Arbeitsprozess für Schule und Praxis erleichtern
und Sicherheit im Handeln vermitteln soll. Sie beinhaltet zum einen verbindliche Vorgaben wie den „Leitfaden
zur Gestaltung der berufspraktischen Ausbildung an der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen“ und den „Leitfaden
Lernortkooperation“. Zum anderen bietet die Praxismappe Arbeitshilfen und Kopiervorlagen zu relevanten Themen
der Lernortkooperation.
Die Autoren dieser Arbeitsmaterialien sind erfahrene Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter aus dem Bereich der
Kinder- und Jugendhilfe, Fachberaterinnen und Fachberater der Fachschulen, praxisbegleitende Lehrkräfte aus
Fachschulen in öffentlicher und freier Trägerschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technischen Universität
Dresden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ausbildungsstätte für das höhere Lehramt an berufsbildenden
Schulen. Die Auswahl und redaktionelle Endbearbeitung der Inhalte erfolgte durch die Arbeitsgruppe „Netzwerk-
koordination Lernort Schule – Lernort Praxis“ am Landesamt für Schule und Bildung, Standort Radebeul.
Die nun vorliegende Praxismappe ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Schule und Praxis.
Es ist ein weiterer Schritt, die Qualität der Ausbildung unserer zukünftigen Fachkräfte zu erhöhen und damit den
Fachschülerinnen und Fachschülern den Einstieg in die berufliche Tätigkeit zu erleichtern.
Referat 35 (Berufsschulen, Fachschulen) und Referat 42 (Kindertagesbetreuung)
des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

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image
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Lernort
Schule
Lernort
Praxis
Schüler*innen
Fach-
Kooperation
Lernort -
Gemeinsam Lernerfolge gestalten -
Ausbildung stärken.
Schüler
*
innen
Fach-

EINLEITUNG
Lernortkooperation – Miteinander gute Ausbildung gestalten
Die gute Kooperation von theoretischen und praktischen Lernorten ist für den Ausbildungserfolg in pädagogischen
Berufen von hoher Bedeutung. Fachschüler*innen bewegen sich zwischen eben jenen zwei Welten und sind da-
rauf angewiesen, dass der Übergang zwischen Fachschule und Praxis fließend ist. Theoretisch erworbenes Wissen
muss seinen praktischen Nutzen in der Arbeit vor Ort erweisen. Und umgekehrt bedürfen die in der Praxis ge-
sammelten Erfahrungen eines theoretischen Unterbaus, der Antworten gibt oder zumindest Lösungswege aufzeigt.
Die vorliegende Arbeitshilfe möchte Akteur*innen in praktischen und theoretischen Lernorten dabei unterstützen,
eine Brücke zwischen beiden Ausbildungssphären zu schlagen, über die Fachschüler*innen sicher gehen können.
In kurzen Artikeln bieten Praktiker*innen beider Lernorte Impulse und Perspektiven auf die Lernortkooperation.
Ergänzend dazu finden Sie Anregungen und Vorlagen, die den Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit zwischen
praktischen und theoretischen Lernorten unterstützen. Die Publikation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Im Gegenteil: Sie möchte zu eigenen Ergänzungen anregen und so dabei helfen, den eigenen Weg zur gelingenden
Lernortkooperation zu gehen.
Die Arbeitshilfe gliedert sich in 7 Module.
Modul 1
befasst sich mit den Grundlagen der Kooperation. Es geht unter anderem um die Ausgestaltung von
Kooperationsvereinbarungen und die Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Modul 2
stellt das Ausbildungskonzept in den Mittelpunkt. Die Anlagen zu den zwei Artikeln dieses Moduls geben
Einblicke in die Herangehensweisen unterschiedlicher Einrichtungsträger.
Modul 3
hat berufspraktische Aufgaben zum Inhalt. Es umfasst zum Beispiel Möglichkeiten der strukturierten
Aufgabenplanung sowie der Vor- und Nachbereitung.
Modul 4
blickt auf die Reflexion und Begleitung der Fachschüler*innen.
Modul 5
greift Fragen des Feedbacks und der Bewertung auf. Die Anlagen bieten hierfür praktische Anregungen
und stellen Möglichkeiten der strukturierten Bearbeitung vor.
Modul 6
fokussiert auf Spezifika, die es im Ausbildungsrahmen zu beachten gilt. Es beschäftigt sich mit der Frage
des Kinderschutzes.
Modul 7
steht im Zeichen der Prozessgestaltung. Dabei spielen Dialog und kreative Methoden der Zusammenar-
beit eine Rolle.
Ein Literaturverzeichnis bietet Anstöße, um sich mit weiteren Fragen rund um das Thema Kooperation zu beschäftigen.
Den Abschluss bilden:
der Leitfaden zur Gestaltung der berufspraktischen Ausbildung an der Fachschule im Fachbereich Sozialwesen,
der Lehrplan der Fachschule im Fachbereich Sozialwesen der Fachrichtung Sozialpädagogik sowie
der Leitfaden Lernortkooperation im Rahmen der fachschulischen Ausbildung von staatlich anerkannten
Erzieher*innen.

1
Kooperation
» Gelingende Lernortkooperation
» Praxisanleitung: Dialogische Haltung
» Kooperationsvereinbarung
» Arbeitstreffen Lernort Schule und Praxis
» Mentor*innentag
2
Ausbildungskonzept
» Voraussetzungen und Aufgaben
» Alle ziehen an einem Strang
5
Feedback und
Bewertung
»
Erfassung der Interaktions-
qualität
» Beurteilung der berufs-
praktischen Ausbildung
» Kriterien zur Bewertung
Anhang
Nachtrag
Impressum
3
Berufspraktische Aufgaben
» Arbeitsaufträge kommunizieren
» Kompetenzentwicklung
4
Begleitung und
Reflexion
»
Eine professionelle
Haltung entwickeln
»
Reflexion der
Praxiserfahrungen
»
Reflexionskärtchen zur
strukturierten Nachbe-
sprechung
6
Spezifika
» Kinderschutz in der
Kindertagesbetreuung
7
Prozessgestaltung
» Mit Moderation im Dialog
» Erfolgreich Brücken bauen
INHALTSVERZEICHNIS
Lernortkooperation

1
Kooperation
»
Voraussetzung für gelingende Lernortkooperation durch Praxismentoring
»
Praxisanleitung: Dialogische Haltung als Voraussetzung für gelingende Kooperation
»
Die Kooperationsvereinbarung als Zeichen der verbindlichen Zusammenarbeit
im Ausbildungsprozess
Material: M 1/1
»
Gemeinsame Arbeitstreffen von Lernort Schule und Lernort Praxis
Material: M 1/2
»
Der “Mentor*innentag” als gelingender Einstieg ins Blockpraktikum
Material: M 1/3
1
MODUL

Autor*in:
Dr.’in Susanne Kleber, Referentin Bildung
Institution:
Paritätischer Sachsen
Kooperation
Checkliste
Kurzinfo
1
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Für den Lernort Praxis muss zunächst in einem partizipativen Prozess geklärt werden,
wer für die anzuleitenden Personen zuständig ist,
wie viel Zeit für diese Tätigkeit wöchentlich aufgewendet werden muss,
wie dies finanziert wird und
welche Art von Praktikumsplätzen angeboten werden können. Dies umfasst in
erster Linie mögliche Ausbildungsformen (Studium, fachschulische Ausbildung,
Freiwilligendienst oder Schüler*innen-Praktikum) sowie den bereits absolvierten Aus-
bildungszeitraum. Denn es macht einen Unterschied, ob jemand gerade am Beginn
der Sozialassistent*innen-Ausbildung steht oder am Ende des Studiums als Sozial-
arbeiter*in. Die Dauer ist ebenso entscheidend wie die notwendige Begleitung durch
eine Praxisanleitung.
Danach muss die Frage beantwortet werden, wie die Qualifizierung dieser Fachkraft
ermöglicht werden kann. Für die Durchführung der Fortbildung von Fachkräften für
die fachliche Anleitung und Betreuung von Praktikant*innen in Einrichtungen der
Kinder- und Jugendhilfe sowie in Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe
gibt es in Sachsen klare Vorgaben (vgl. VwV Praxisanleiterfortbildung). Finanziert wird
diese Maßnahme vom jeweiligen Einrichtungsträger. Das zu erstellende Ausbil-
dungskonzept ist die Voraussetzung für gute Praxisbegleitung.
Durch die Vielzahl der Aufgaben im Rahmen der Praxisbegleitung entsteht eine NEUE
AKTEURSGRUPPE in der Ausbildungslandschaft: die Praxismentor*innen. Sie sind es, die
die Ausbildung und Anleitung am Lernort Praxis koordinieren.
Ansprechpersonen für die anzuleitenden Personen sind.
Ansprechperson für die Praxisanleiter*innen in den Gruppen sowie das gesamte
Kita-Team sind.
das Zusammenwirken mit dem Lernort Schule, Fachschule bzw. mit der Hochschule
fördern.
• Überprüfung der zur
Verfügung stehenden
zeitlichen und finanziel-
len Ressourcen
• Qualifizierung der
verantwortlichen Fach-
kraft/Fachkräfte
• Koordination der
Anleitung im Praktikum
sowie Lernortkoope-
ration
• Anzuleitende Person(en)
sind im Team eingebun-
den.
Voraussetzung für gelingende Lernortkooperation durch Praxismentoring
Genauso wie am Lernort Schule bedarf es am Lernort Praxis Voraussetzungen, die die Lernortkooperation
zu einem gelingenden Prozess machen. Diese sind vor allem zeitliche und finanzielle Ressourcen vor Ort, die
regelmäßige Qualifizierung von Fach- bzw. Lehrkräften sowie die Klärung von Zuständigkeiten und Verant-
wortlichkeiten für die Aufgabenerfüllung im Team bzw. Kollegium.
Wer ist zuständig?
Wie viel Zeit kann aufge-
wendet werden?
Ist die Finanzierung geklärt?
Wurden die Fachkräfte
entsprechend qualifiziert?
Welche Art von Praktikums-
plätzen können angeboten
werden?
effiziente Unterstützung der
Lernortkooperation sichern
partizipative Prozesse der Vorbereitung
des Lernorts Praxis gestalten
Praxismentoring als Qualitätsmerkmal
praktischer Ausbildung entwickeln

1
Autor*in:
Susan-Barbara Schulze, Fachdidaktik Sozialpädagogik
Institution:
LAS Berufsbildende Schulen Dresden
Kooperation
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Praxisanleiter*innen kommunizieren im Team, mit der Leitung, mit Eltern und externen
Kooperationspartner*innen – hier insbesondere den praxisbegleitenden Lehrkräften
vom Lernort Schule (LOS) und den Praktikant*innen in der berufspraktischen Ausbil-
dung am Lernort Praxis (LOP).
Die Qualität der Kommunikation und Beziehungsgestaltung und damit auch die
Prozessqualität der Ausbildung am LOP wird von der Haltung der Kooperations-
partner*innen bestimmt.
Praxisanleiter*innen kooperieren auf Augenhöhe mit allen an der Ausbildung
Beteiligten. Bei den Kooperationstreffen mit dem LOS vor und nach dem Praktikum,
sowie bei den Hospitationsbesuchen der praxisbegleitenden Lehrkraft kommuni-
zieren die Partner*innen wertschätzend und respektvoll miteinander.
Praxisanleiter*innen begleiten Praktikant*innen mit unterschiedlichen Lernaus-
gangslagen und Vorerfahrungen bei einem individuellen, jedoch systematischen
Kompetenzerwerb in den beruflichen Erfahrungs- und Handlungsfeldern. Zentrales
Instrument ist der individuelle Ausbildungsplan (iAP). In die Erarbeitung und Fortsch-
reibung des iAP fließen die Erfahrungen und Kompetenzen sowie die Ziele und
Wünsche der Praktikant*innen, die Erwartungen und Professionalität der Praxisanlei-
tung und die auf den Zielen des Lehrplanes (FS Sozialwesen, FR Sozialpädagogik/Er-
zieher*in) aufbauenden Erwartungen und Aufgaben der praxisbegleitenden Lehrkraft
(LOS) ein. In regelmäßigen wöchentlichen Anleitungs- und Reflexionsgesprächen
begleitet die Praxisanleitung die Analyse des individuellen Kompetenzstandes, das
Formulieren von Entwicklungszielen, das Probehandeln sowie die anschließende Re-
flexion erlebter Handlungssituationen und -erfahrungen. Berufliches Handeln wird im
Dialog theoriegeleitet analysiert und begründet. Es werden Handlungsalternativen
diskutiert. Das erfordert auch bei der Praxisanleitung eine selbstreflexive Haltung. Die
Praktikant*innen erhalten ein achtsames und konstruktives Feedback.
• Dialogische Haltung
bestimmt die Qualität
der Beziehungsgestal-
tung.
• Sie ist Bestandteil eines
beruflichen Selbstver-
ständnisses.
• Praxisanleiter*innen
sind Beziehungsper-
sonen, Vorbild und Ori-
entierung im Rahmen
der berufspraktischen
Ausbildung.
Praxisanleitung:
Dialogische Haltung als Voraussetzung für gelingende Kooperation
Um den vielfältigen Aufgaben der Praxisanleitung gerecht zu werden, bedarf es neben der mindestens zwei-
jährigen Berufserfahrung und der im Freistaat Sachsen vorgeschriebenen Fortbildung als Praxisanleiter*in
im Umfang von mindestens 80 Stunden (siehe VwV Praxisanleiterfortbildung i. d. F. vom 12.Mai 2017) einer
reflektierten dialogischen Haltung.
kongruent
wertschätzend
akzeptierend
ressourcenorientiert
professionelle Distanz
Professionalität bei der dialogischen
Gestaltung der Ausbildung
konstruktiver, wertschätzender
Austausch mit allen Akteur*innen
gelingende Kooperation im Ausbil-
dungskontext mitgestalten

1
Kooperation
Autor*in:
Jacqueline Hertrampf-Bier, Betriebsleiterin
Institution:
Zittauer Kindertagesstätten gGmbH “gernegroß”
M 1/1
Kooperationsvereinbarung
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Im Zuge des Bundesprojektes “Lernort Praxis” konnten wir mit drei Fachschulen
auf der Grundlage einer Mustervereinbarung individuell angepasste Kooperations-
vereinbarungen (Beispiel siehe Material) abschließen. Es entstand ein vertrauens-
volles Arbeitsverhältnis auf Augenhöhe. Dabei wurden entsprechende Festlegungen
zur Weiterentwicklung der Kooperationsstrukturen festgehalten und feste Ansprech-
personen benannt.
• Im Rahmen der
Erarbeitung unseres
Ausbildungskonzeptes
erstellten wir gemein-
sam mit Fachschulen
individuelle Koopera-
tionsvereinbarungen.
Die Kooperationsvereinbarung als Zeichen der verbindlichen
Zusammenarbeit im Ausbildungsprozess
Im Rahmen der Teilnahme am Bundesprojekt “ Lernort Praxis” von 2013 - 2016 erarbeiteten wir gemeinsam
mit der Praxismentorin unseres Unternehmens ein Anleitungskonzept zur berufspraktischen Ausbildung
für Fachschüler*innen. Ein Ziel dabei war die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Lernort Schule und
Lernort Praxis.
Interesse auf beiden Seiten
gute Kommunikation
Zeit
feste Ansprechpersonen
Evaluation
Zusammenarbeit stärken
gemeinsame Arbeitsgespräche
individuelle Kooperations-
vereinbarungen verfassen

image
ZUSATZMATERIAL
M 1/1
Kooperationsvereinbarung
Zittauer Kindertagesstätten gemeinnützige GmbH - Fachschule für Sozialwesen
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Kooperationsvereinbarung
zwischen
der Zittauer Kindertagesstätten gemeinnützige GmbH,
vertreten durch den Geschäftsführer, Herrn Urban
Lortzingstraße 1
02763 Zittau
und
dem ……………………………………………………….
Fachschule für Sozialwesen
Musterstraße
0000 Musterstadt
vom 19.Juni.2020
Zittauer Kindertagesstätten gGmbH
Präambel

ZUSATZMATERIAL
M 1/1
Kooperationsvereinbarung
Zittauer Kindertagesstätten gemeinnützige GmbH - Fachschule für Sozialwesen
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung ist ein wesentlicher Faktor der
Ausbildungsqualität und trägt zur Professionalisierung der angehenden Fachkräfte bei. Sie hat Auswirkungen
auf die Motivation und Bindung der in der Ausbildung befindlichen Fachschüler/innen und Studierenden an
diese Tätigkeit.
Es ist wichtig, dass sich die Akteure beider Lernorte „auf Augenhöhe“ begegnen. Zugleich bedarf es einer
funktionierenden Zusammenarbeit mit dem Lernort Schule, der die Gesamtverantwortung für die Ausbildung
trägt.
Ziele der Kooperation
Die Kooperation beider Partner gestaltet sich durch eine konstruktive Zusammenarbeit und ein abgestimmtes
Kooperationsverhalten, um Rahmenbedingungen für die Berufsausbildung zu verbessern und eine
Qualitätssteigerung bei gemeinsamen Ausbildungsphasen zu erreichen.
Das „verzahnte Anleitungskonzept - Lernort Praxis" orientiert sich an den Empfehlungen zur
berufspraktischen Ausbildung für Staatlich geprüfte Sozialassistenten und Staatlich anerkannte Erzieher
sowie an deren Fachschulordnung.
Es beinhaltet abgestimmte Ausbildungsstandards sowie die Dokumentation der Ausbildungsentwicklung und
Leistungsbewertung. Beiden Partnern dient es als Indikator aktueller berufspraktischer Ausbildungsqualität.
Aufgaben der Kooperation
Aufgabe der Kooperation ist, die enge Zusammenarbeit der beiden Träger.
Schwerpunkte dabei sind, die Verzahnung beider Lernorte und die Verstetigung der Kooperation.
Die Akteure beider Lernorte arbeiten an der Weiterentwicklung zielorientierter Kooperationsstrukturen.
Diesen Prozess planen, organisieren, reflektieren und evaluieren sie jährlich gemeinsam.
Für folgende Kooperationsvorhaben werden durch die Geschäftsleitung des Trägers bzw. durch den
Fachleiter der Fachschule Ansprechpartner benannt:
Gemeinsame Festlegungen zur aktuellen Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz
Gemeinsame Arbeitstreffen zur Zielumsetzung
Erweiterung der Netzwerke zwischen den Kooperationspartnern
Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit
Verstetigung der Projektergebnisse des Bundesprojektes Frühe Chancen „Lernort Praxis“
entsprechend den personellen und organisatorischen Rahmenbedingungen
Konfliktregeln
Die Kooperationspartner werden alle Meinungsverschiedenheiten, die bei der Umsetzung dieser
Vereinbarung entstehen, gütlich lösen.
Gültigkeit
Die Vereinbarung tritt mit der Eröffnung der inklusiven Kindertagesstätte in Kraft und bildet die Grundlage
der Kooperation. Die Vereinbarung ist den aktuellen Gegebenheiten und Anforderungen anzupassen und
fortzuschreiben. Die Vereinbarung gilt unbefristet und kann nur durch schriftliche Kündigung von einer der
beiden Kooperationspartner beendet werden.
Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon
die Wirksamkeit der übrigen Vereinbarung unberührt. An die Stellen der unwirksamen oder
undurchführbaren Bestimmungen soll die wirksame oder durchführbare Regelung treten, die dem Ziel der
Vereinbarung am nächsten kommen. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall,
dass sich die Vereinbarung als lückenhaft erweist.

ZUSATZMATERIAL
M 1/1
Kooperationsvereinbarung
Zittauer Kindertagesstätten gemeinnützige GmbH - Fachschule für Sozialwesen
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zittau, den
Bautzen, den
……………………………………………………….
……………………………………………………..
Betriebsleiterin
Schulleiter/-in
Frau Hertrampf-Bier
Zittauer Kindertagesstätten gGmbH
FS für Sozialwesen

1
Kooperation
Autor*in:
Michaela Gedik, Fachberaterin Sozialwesen
Institution:
BSZ Konrad Zuse, Hoyerswerda
Kooperation
M 1/2
Meine Aufgaben als praxis-
begleitende Lehrkraft
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Die Ausbildung als staatlich anerkannte*r Erzieher*in findet in Praxis und Schule
statt und bedarf einer Vernetzung beider Lernorte. Dies gelingt beispielsweise
durch Beratungen oder Arbeitstreffen zwischen Praxis und Schule, die in der Regel
im Vorfeld bzw. zu Beginn des jeweiligen Blockpraktikums stattfinden und der
wechselseitigen Information und Absprache dienen.
Orientieren kann sich eine solche gemeinsame Beratung an folgenden Punkten:
kurze Vorstellungsrunde aller Beteiligten
Erwartungen formulieren: Erwartungen an Schule, Erwartungen an Praxis und
Erwartungen an die Fachschüler*innen
individuellen Ausbildungsplan thematisieren und Ziele für das jeweilige
Blockpraktikum vereinbaren
schriftliche Aufgaben und den Erwerb von Kompetenzen für das jeweilige
Arbeitsfeld transparent darstellen
organisatorische Aspekte zu Praxisbesuchen und verbindliche Kommunikations-
strukturen vereinbaren
Ausbildungsplan bzw. Ausbildungskonzept abstimmen
ggf. eine für das Blockpraktikum bzw. Arbeitsfeld wesentliche Kompetenz in den
Mittelpunkt rücken und themenzentriert bearbeiten (Planen von Projekten oder
Bildungsangeboten, Planen einer Sozialraumanalyse mit den Kindern und Ju-
gendlichen, Anwenden verschiedener Reflexionsmethoden etc.)
Beurteilungs- und Bewertungskriterien für die berufspraktische Ausbildung
abstimmen
weitere Anliegen und Fragen besprechen
Eine sinnvolle Ergänzung zu solchen Arbeitstreffen sind eine regelmäßige Überprü-
fung der Absprachen sowie gemeinsame Fachtage und Arbeitstreffen von Praxis
und Schule. Ergänzend kann das Material “Checkliste Praxisbesuch für Lehrkräfte”
(siehe Material) vorgestellt werden.
• Praxis, Schule und Fach-
schüler*in unterstützen
den Erwerb beruflicher
Handlungskompeten-
zen und die Vernetzung
zwischen beiden Lern-
orten.
• Entscheidend sind
größtmögliche
Transparenz sowie
gemeinsame Ziele und
Absprachen.
Gemeinsame Arbeitstreffen von Lernort Schule und Lernort Praxis
Der Erwerb der beruflichen Handlungskompetenz in der Ausbildung als Erzieher*in in den unterschiedlichen
sozialpädagogischen Arbeitsfeldern bedarf einer planvollen und transparenten Gestaltung der Zusammenarbeit
zwischen Schule und Praxis. Ein elementarer Baustein sind die regelmäßigen Arbeitstreffen.
muss selbstverständlich und
verbindlich sein
muss auf Augenhöhe/ am
“runden Tisch” stattfinden
muss allen Beteiligten
gerecht werden
kann Kennenlernen zwischen
Praxis und Schüler*in sein
kann durch gemeinsame
Fachtage ergänzt werden
Vernetzung und Verzahnung von
Lernort Schule und Lernort Praxis
transparente, dialogische und kontinuier-
liche Arbeitstreffen beider Lernorte
berufliche Handlungskompetenz
der Fachschüler*innen gemeinsam
unterstützen

ZUSATZMATERIAL
M 1/2
Meine Aufgaben als praxisbegleitende Lehrkraft
§ 53 Berufspraktische Ausbildung Abs. (5)
Der Schüler wird während der berufspraktischen
Ausbildung von einer Lehrkraft der Schule fachlich begleitet. Die fachliche Begleitung umfasst
die Bewertung der Tätigkeit des Schülers in der Praxiseinrichtung, die Einsichtnahme in Vor-
und Nachbereitungsunterlagen und in die Dokumentationen sowie reflektierende und
beratende Gespräche mit dem Schüler und der anleitenden Fachkraft der Praxiseinrichtung.
Schulordnung Fachschule i. d. F. vom 9. September 2020
Checkliste zur Umsetzung von § 53 Berufspraktische Ausbildung Abs. (5) FSO
Vorbereitung:
eine Lehrkraft bereitet gemeinsam mit den Schüler*innen die Arbeit mit
dem Individuellen Ausbildungsplan (IAP) in der Schule vor – LF 1 oder LF 4/5
Praxisbeginn:
der individuelle Ausbildungsplan kommt per Post/Mail in die Schule (2.
Woche)
Terminabsprache:
telefonisch Termin für ersten Besuch vereinbaren (ca. 3. - 6.
Woche)
3 Tage vor der Hospitation treffen Planungsunterlagen ein
1. Beratungsbesuch:
Anmeldung bei Leitung am LOP, Praxisanleitung
Praktikant*in präsentiert Einrichtung, Vorgespräch zur Tagesplanung (ca. 30 min)
Hospitation (60-90 min)
individuelle Reflexionszeit für Praktikant/in (ca. 15 min)
strukturiertes Reflexionsgespräch (ca. 60 min) → Ausbildungsdreieck!
Beratung zu Fragen und Herausforderungen des Blockpraktikums auf der Grundlage
des Individuellen Ausbildungsplanes
2. Besuch vereinbaren (ca. 7. - 11.Woche)
Small-Talk mit Leitung (ca.15 min)
Kooperation
2. Beratungsbesuch:
Ablauf siehe oben
Bewertung
des Blockpraktikums unter Bezugnahme auf die verbale Beurteilung der
Praxisanleiter*in → Note
Reflexion
des Blockpraktikums aus der Perspektive des Lernfeldes, Bearbeiten von
Handlungssituationen
Quelle: Susan-Barbara Schulze; Ausbildungsstätte für das Lehramt an berufsbildenden
Schulen, Didaktik Sozialpädagogik

1
Autor*in:
Ute Ulrichsohn, Praxisbetreuerin
Institution:
Ev. Schule für Sozialwesen “Luise Höpfner” Bad Lausick
Kooperation
M 1/3
Ablauf Mentor*innentag
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Die Elemente
Präsentation von Theorie-Inhalten aus den Lernfeldern
praktische Umsetzungsmöglichkeiten
Informations- und Fragerunde für die Praxisanleiter*innen
gemeinsame Mahlzeit
verbunden mit einem von den Fachschüler*innen kreativ gestalteten Rahmenpro-
gramm bilden das jeweilige Grundgerüst des Ablaufes.
Im ersten Ausbildungsjahr steht die Präsentation der “Bildungsplanwoche” im Mittel-
punkt. Die Fachschüler*innen referieren über wichtige Thesen des Sächsischen
Bildungsplanes und stellen die Bildungsbereiche mit Umsetzungsideen vor.
Die Inhalte der Mentor*innentage im zweiten und dritten Ausbildungsjahr werden
in einem partizipativem Prozess mit und von den Fachschüler*innen ausgewählt
und in Kurzreferaten beispielsweise zu Kinderrechten, Erlebnispädagogik, Gesprächs-
führung, Resilienz etc. präsentiert. Im weiteren Verlauf führen die angehenden
Praktikant*innen den Fachkräften unter anderem ihre Schattentheater vor, geben Ge-
legenheit, den Einsatz von EGLI-Figuren zu erleben oder Spiele auszuprobieren. In
der anschließenden Informations- und Fragerunde haben die Praxisanleiter*innen
die Möglichkeit, ihre Anliegen zu äußern. Hier können sich die Fachkräfte für ihre
spezifische Situation Beratung für die passende Umsetzung der Aufgaben einholen.
Rahmenbedingungen, der Ablauf des Hospitationstages, Möglichkeiten des Ar-
beitseinsatzes der Praktikant*innen können gemeinsam mit den Praxislehrer*innen
erörtert und abgestimmt werden. Die gemeinsame Mahlzeit als Abschluss gibt Raum
für das weitere gegenseitige Kennenlernen und für Absprachen zu den ersten Prak-
tikumstagen, so dass sich ein entspannter Start in die gemeinsame Zeit anbahnt.
Nach der Verabschiedung der Mentor*innen und dem gemeinsamem Aufräumen
schließt eine Reflexionsrunde den Tag für Fachschüler*innen und Lehrer*innen ab.
• Fachschüler*innen und
Mentor*innen lernen
sich gegenseitig kennen.
• Fachschüler*innen
präsentieren Bildungsin-
halte aus den Lernfel-
dern.
• Praxisanleiter *innen
frischen Theoriekennt-
nisse auf.
• Fragen zum Praxisauf-
trag und zu Formalitäten
werden beantwortet.
Der “Mentor*innentag” als gelingender Einstieg ins Blockpraktikum
Mit unserem Mentor*innentag möchten wir einen freudvollen Anlass bieten, einen gelingenden Einstieg ins
Blockpraktikum zu erleben. Während der dreijährigen Ausbildung als Erzieher*in erleben und gestalten die
Fachschüler*innen unter der Anleitung der Lehrkräfte gemeinsam vor jedem Blockpraktikum einen Vormittag
für die Anleiter*innen der Praxiseinrichtungen.
Mentor*innentag ist im Jahres-
plan der Schule verankert
Fachschüler*innen haben
Praxiseinrichtung gewählt
Vertrag wurde geschlossen
Einrichtungen haben
Arbeitsauftrag erhalten
Praxiseinrichtungen wurden
schriftlich eingeladen
Übergang von der Theoriephase in
das Praktikum gestalten
ein Vormittag wird in der Fachschule
für PA gestaltet
Beteiligte sind motiviert und
informiert

ZUSATZMATERIAL
M 1/3
Beispiel-Checkliste zur Vorbereitung und Durchführung eines
Mentor*innentages
(2. Ausbildungsjahr)
Vorbereitung (zwei Tage):
Mentor*innen/Praxisanleiter*innen:
sind eingeladen und haben ihre Teilnahme bestätigt/abgesagt
Schüler*innen:
sind mit einer Impulsgeschichte eingestimmt
sind motiviert, bei Bedarf die Praxispartner*innen an die bevorstehende
Veranstaltung per
Telefonat zu erinnern
kennen den Ablauf der Vorbereitungstage und des Mentor*innentages
haben Gelegenheit, eigene Vorschläge zu den Kurzreferaten einzubringen
haben über die Themen demokratisch abgestimmt und sich einem Gebiet zugeordnet
haben Kleingruppen nach Aufgabengebieten gebildet (je Thema, Moderation,
Spielverantwortliche, Küche )
wählen einen Verantwortlichen für ihre Kleingruppe
schlagen vor, welche Methoden vorgestellt werden
haben ein Raumkonzept mit den zur Verfügung stehenden Räumen erstellt
haben sich festgelegt, welche Speisen zur Mittaagsmahlzeit angeboten werden
haben eine Mengenkalkulation für benötigte Lebensmittael aufgestellt und mit der
Schulverwaltung abgesprochen
bereiten die Räume nach Bedarf vor
proben die Moderation, die Vorträge und Anspiele vor der gesamten Gruppe und erhalten
ein Feedback von den Mitschüler*innen und Praxislehrer*innen
studieren ausgewählte Lieder/Musikstücke ein
visualisieren den Ablauf des Mentor*innentages und die Inhalte der Vorträge
bereiten das gemeinsame Essen und einen ansprechenden Tischschmuck vor
Gruppenverantwortliche:
geben im Verlauf der Vorbereitung Rückmeldung über den Arbeitsstand
organisieren Unterstützung für die arbeitsaufwändigen Aufgaben (Arbeitsausgleich
zwischen den Kleingruppen)
sprechen das Rahmenprogramm ab (z.B. musikalische Gestaltung)
Praxislehrer*innen:
sind informiert über den Rücklauf der Anmeldungen
geben den Schüler*innen ein Grundgerüst mit möglichen Themen für die Referate vor
initiieren den Prozess der weiteren Themenfindung und die Abstimmung darüber
organisieren die inhaltliche und zeitliche Abstimmung der Themengruppen und den
Informationsaustausch
sind Begleiter*innen und Unterstützer*innen, geben inhaltliche Impulse
organisieren die Proben für Referate und Musik
geben nochmals Gelegenheit, Fragen zum Praxisauftrrag zu stellen
Quelle: Ev. Schule f. Sozialwesen „Luise Höpfner“ Bad Lausik

ZUSATZMATERIAL
M 1/3
Durchführung (ein Tag):
Mentor*innen/Praxisanleiter*innen:
haben den Praxisauftrrag gelesen
zeigen Interesse an den Vorträgen und präsentierten Methoden
suchen Kontakt und das Gespräch mit ihrer/m zukünftrigen Praktikanten/-in
Schüler*innen:
führen das geplante Programm durch
sind sicher im Auftrreten und Durchführen ihrer Aufgaben
bringen sich engagiert bei der Durchführung ein
suchen Kontakt zu ihren zukünftrigen Anleiter*innen
räumen nach dem Mentor*innentag die Schule auf
Praxislehrer*innen:
sind beim Ankommen der Fachkräftre und während des Programms präsent
stellen sich den Praxisanleiter*innen vor und bedanken sich für die Bereitschaftr und das
Engagement, die Fachschüler*innen zu begleiten
informieren zu Ferienregelungen und Stundentafel sowie den Hospitationen
finden mit den Fachkräftren Übereinkünftre zu Reflexionsgesprächen und
Umsetzungsmöglichkeiten des Projektes
geben den Mentor*innen Gelegenheit zum Fragenstellen
werten den Vorbereitungsprozess und den Mentor*innentag mit den Schüler*innen in
einer Blitzlichtrunde aus
finden für die Fachschüler*innen einen wertschätzenden Abschluss
Beipielprogramm eines Mentor*innentages:
ab 9:30 Uhr
individuelles Ankommen und Begrüßen der Praxisanleiter*innen am
Eingang
10:00 Uhr
offiizielle Begrüßung durch Moderator*innen, Lied/Musikstücke/Warm-Up-
Spiel sowie Informationen zum Ablauf des Tages
ca. 10:15 Uhr
Präsentation der Referate mit Veranschaulichung und Visualisierung durch
die Kleingruppen
ca. 11:00 Uhr
Überleitung zu praktischen Anwendungsmöglichkeiten, Information zur
Raumauftreilung und konkreten Zeitvorgaben (z.B.: Wann findet das
Schattaentheater statta )
ca. 12.00 Uhr
Praxislehrer*innen laden die Mentor*innen zur Gesprächs-
und Fragerunde
ein
ca. 12:30 Uhr
Überleitung zum gemeinsamen Essen durch das Moderator*innenteam
bzw.
die Schülergruppe, offiizielle Verabschiedung und Beginn der Mahlzeit,
danach individuelle Verabschiedung der Praxisanleiter*innen
ca. 13:15 Uhr
gemeinsames Aufräumen
ca. 14:00 Uhr
Blitzlichtrunde, Abschluss durch die Praxislehrer*innen und
Verabschiedung der Schüler*innen ins Praktikum
Quelle: Ev. Schule f. Sozialwesen „Luise Höpfner“ Bad Lausik

2
MODUL
Ausbildungskonzept
»
Ausbildungskonzept: Voraussetzungen und Aufgaben
Material: M 2/1
»
Ausbildungskonzept der Praxiseinrichtung “Alle ziehen an einem Strang”
Material: M 2/2 • M 2/3 • M 2/4 • M 2/5 • M 2/6 • M 2/7 • M 2/8
»
Zusatzmaterial in der digitalen Version
Material: M 2/2a • M 2/2b
M 2/4a • M 2/4b • M 2/4c • M 2/4d
M 2/5a • M 2/5b
M 2/6a • M 2/6b • M 2/6c

2
Ausbildungskonzept
Autor*in:
Susan-Barbara Schulze, Fachdidaktik Sozialpädagogik
Institution:
LAS berufsbildende Schulen Dresden
M 2/1
Checkliste – Aufgaben des
Lernort Praxis
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Um einen Überblick über die Aufgaben des Lernortes Praxis im Rahmen der jeweils
11- wöchigen berufspraktischen Ausbildung von Erzieher*innen zu bekommen,
werden diese im Folgenden tabellarisch aufgezeigt. Die Aufgaben sind an die Phasen
des Praktikums angelehnt und bilden eine Übersicht ganz konkreter Möglichkeiten,
Maßnahmen und Verantwortlichkeiten des Teams am Lernort Praxis ab. Auf dieser
Grundlage kann ein einrichtungsspezifisches Ausbildungskonzept erarbeitet werden.
• Das Ausbildungs-
konzept ist Teil des pä-
dagogischen Konzepts.
• Die Einrichtung
entwickelt ein
Selbstverständnis
als Ausbil-
dungseinrichtung.
Alle Teammitglieder
beachten das Ausbil-
dungskonzept.
• Die Praxisanleiter*in-
nen initiieren die
Weiterentwicklung des
Konzeptes.
Ausbildungskonzept: Voraussetzungen und Aufgaben
Jede Praxiseinrichtung arbeitet mit einem eigenen Ausbildungskonzept. Zur Orientierung dienen das kompe-
tenzorientierte Qualifikationsprofil für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an Fachschulen und
Fachakademien (i. d. F. vom 24.11.2017), der Sächsische Lehrplan sowie das eigene Einrichtungskonzept. Das
Ausbildungskonzept wird vom gesamten Team entwickelt.
Aufgaben des Lernortes Praxis
Rolle der Teams
Rolle der Leitung
Rolle der Praxisanleitung
Rolle der Kooperations-
partner*innen
Selbstverständnis als Ausbildungs-
einrichtung
Konzeptionelle Arbeit im Team
gemeinsame Ausbildungskonzeption
erarbeiten

ZUSATZMATERIAL
1
Checkliste
Aufgaben des Lernort Praxis
Phase des Praktikums
Aufgaben
Konkrete Umsetzung
Vorbereitungsphase
o
Voraussetzungen klären
o
Entscheidungen treffen
o
Lernort vorbereiten
o
Aufträge klären
Ausbildungskonzeption liegt vor, Praktikumsvertrag unterzeichnet,
Kooperationstreffen mit Lernort Schule (LOS)
Bewerbungsverfahren
Arbeitsplatz, Materialien für Praktikant*in liegen bereit
Zuteilung zu Gruppe und Praxisanleiterin, Anleitungszeit im Dienstplan
Orientierungs- und
Ankommensphase
o
Vorstellung
o
Orientierung ermöglichen
o
Grundlagen für gemeinsame
Arbeit legen
o
Tätigkeitsfeld definieren
o
Unterstützung bei der
Erstellung des IAP
z. B. Kennenlernen in Gruppe und Team, Aushang für Eltern
Info-Mappe, Hauskompass o.ä.
Konzeption, Tagesstruktur, Regeln, Belehrungen, gemeinsame
Arbeitskultur (Termin für Reflexionsgespäche, Teilnahme DB etc.)
Absprachen zu Aufgaben und Rolle
Individueller Ausbildungsplan (IAP), Ziele formulieren,
Handlungsspielräume definieren
Phase der praktischen
Erprobung
o
Probehandeln ermöglichen
o
Teilaufgaben übertragen
o
Kontinuität und
Verbindlichkeit herstellen
Handlungsspielräume organisieren, Beziehungsaufbau fördern,
Beobachtungs- und Dokumentationsinstrumente erklären/erproben
Teilhabe am päd. Alltag - Teamarbeit, Elternarbeit,
Qualitätsmanagement… ermöglichen
Vor- und Nachbereitungszeiten prüfen, IAP fortschreiben,
Reflexionsgespräche führen, Zwischenbilanz ziehen
M 2/1

ZUSATZMATERIAL
2
Phase der
Verselbständigung und
Verantwortungsübernahme
o
Selbständiges und fachlich
begründetes Handeln
herausfordern
o
zunehmend beobachtend
begleiten
Verantwortung/herausforderungen im pädagogischen Alltag
übertragen:
Päd. Selbstverständnis
Päd. Arbeit
Bilden, Erziehen und Betreuen
Teamarbeit
Elternarbeit
Öffentlichkeitsarbeit
konzeptionelle Arbeit
etc.
regelmäßig gemeinsam reflektieren, analysieren und
Handlungsalternativen besprechen
IAP als Grundlage
Abschiedsphase
o
Abschied und Ausblick
ermöglichen
o
fachlich begründet
reflektieren und bilanzieren
Reflexion und Abschied mit Gruppe gestalten
Reflexion im Team
evtl. Feedback Träger, Eltern
Reflexion und Bilanzierung mit Praxisanleitung
schriftl. Einschätzung/Rückmeldung mit Praktikant*in besprechen
schriftliche Einschätzung an LOS - Kooperation
Nachbereitungsphase
o
Praktikum auswerten
o
Kooperation auswerten
o
Ausbildungskonzeption
weiterentwickeln
Evaluation des Praktikums und des Lernprozesses
Veränderungs- und Entwicklungsbedarfe ableiten
Auswertungstreffen Lernort Praxis (LOP)/LOS
gemeinsam mit LOS Ausbildungskonzept fortschreiben
Kooperation LOP/LOS weiterentwickeln
evtl. gemeinsame Fortbildungen
Quelle: Susan-Barbara Schulze, Fachdidaktik Sozialpädagogik, LAS berufsbildende Schulen Dresden
(vgl. Standards für die Fachkräftequalifizierung am Lernort Praxis im Land Brandenburg; https://mbjs.brandenburg.de/sixcms/media.php/bb2.a.5813.de/181213_kokib-broschuere_3.auflage.pdf)
M 2/1

2
Autor*innen:
Beatrice Nitzsche, Pädagogin, Praxismentorin und Dr.‘in Susanne Kleber, Referentin Bildung
Institution:
Huckepack e.V. / Paritätischer Sachsen
Ausbildungskonzept
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
M 2/2 ∙ M 2/5 ∙ M 2/7
Huckepack e.V.
M 2/3 ∙ M 2/4 ∙ M 2/6 ∙ M 2/8
ASB OV Neustadt/Sa. e.V.
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Im Qualifizierungsprozess zur Praxisanleitung entsteht in Grundzügen ein einrich-
tungsspezifisches Ausbildungskonzept, welches im Team beraten, im Praxisalltag
erprobt und in regelmäßigen Abständen überprüft und ergänzt bzw. erweitert wird.
Dieses Anleitungskonzept enthält idealerweise folgende Inhalte:
Wissensbasis zu Anforderungen an die Praxisstelle (je nach Ausbildungsgang)
Leitfaden für einen gelungenen Start ins Praktikum (siehe Checkliste)
kurzer Fragebogen zu Praktikumsbeginn
Vorbereitung auf das wöchentliche Anleitungsgespräch (siehe Reflexion einer
Aufgabenstellung durch Praktikant*in/BFD/FSJ)
Kommunikationsanker für das Reflexionsgespräch (siehe Basis, “Türöffner”, “Sperren”)
Protokollbogen eines Anleitungs-, Auswertungs- oder Reflexionsgesprächs
(thematische Inhalte/Schwerpunkte sowie Absprachen, Vereinbarungen, nächster
Termin)
Wissensbasis für wertschätzende schriftliche Einschätzung am Ende des Praktikums
Das Anleitungskonzept ist die Voraussetzung für gute Praxisbegleitung und mit
Leben zu füllen. Das setzt voraus, dass alle an einem Strang ziehen: Praxisanleiter*in-
nen, Praxislehrkräfte, anzuleitende Personen, Team, Träger sowie Fachschule. Papier
ist geduldig, Lernprozesse dynamisch.
Die Materialien im Anhang sind Bestandteile trägerinterner Ausbildungskonzepte.
Diese wurden von verschiedenen sächsischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt
und dürfen individuell angepasst sowie für die Arbeit mit Praktikant*innen weiter-
entwickelt werden. Eine umfassende Version der Konzepte befindet sich in der digitalen
Fassung der Praxismappe.
• Ausbildungskonzept als
Teil des pädagogischen
Konzepts
• dialogische Grund- und
kritische Fragehaltung
im Team
• konsequente Umset-
zung des Ausbildungs-
konzepts im Anleitungs-
prozess
• Praktikum schafft Ent-
wicklungsperspektiven
für alle am Prozess
beteiligten Menschen
Ausbildungskonzept der Praxiseinrichtung
“Alle ziehen an einem Strang”
Das Ausbildungskonzept einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe steht im Einklang mit dem pädago-
gischen Konzept derselben. Jedoch zielt es eher auf Qualitätsaspekte ab, die in einem eigenen QM-Verfahren
vor Ort erarbeitet werden. Hat ein Träger verschiedene Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, so gilt es,
einrichtungsspezifisches mit trägereinheitlichem Vorgehen abzustimmen.
Ziele, Wünsche und Erwar-
tungshaltung klären
Reflexion von Aufgaben-
stellungen
wöchentliches Anleitungs-
gespräch
Kommunikationsanker +
Protokollbogen
schrifliche Einschätzung mit
Entwicklungsperspektiven
Organisation eines gelingenden
Praktikums im Team
Ausbildungskonzept als Teil des
pädagogischen Konzepts
transparente Verfahrensabläufe im
Ausbildungsprozess gestalten

image
ZUSATZMATERIAL
Leitfaden für einen gelungenen Start
ins Praktikum
Checkliste
Huckepack e.V.
Name, Vorname: _______________________________________________________________
Art des Praktikums/BFD/FSJ:____________________________________________________
Praktikumsort (Gruppe/Zeit): _____________________________________________________
Praxisanleiter*in:
_______________________________________________________________
Ziel: Integration des/der Praktikant*in/BFD/FSJ in das Mitarbeiterteam und
Kennenlernen aller für seine Arbeit wichtigen Belange in der Einrichtung
Was vor Beginn des Praktikums/BDF/FSJ zu beachten ist:
Tätigkeitsbeschreibung
Verantwortlich Erl./Datum
Bewerbungsprocedere
siehe Konzept
Bewerbungsgespräch
gegenseitige Erwartungen an das Praktikum
klären
EL
1
/PM/PA
Gruppe
Hospitationen in vorgesehener Gruppe
PA Gruppe
Entscheidung
Ausbildungsvereinbarung abschließen
EL in Abspr.
mit PA
PR/EL
Aushändigung Personalunterlagen einschließlich Belehrungen,
Regeln und Hinweisen für die Arbeit in der Einrichtung
PR
Was in den ersten Tagen allgemein organisatorisch geschehen sollte:
Tätigkeitsbeschreibung
Verantwortlich Erl./Datum
Begrüßung in der Einrichtung
EL
Rundgang durch die Einrichtung, Vorstellen der Mitarbeiter*innen
der Einrichtung und Verantwortlichkeiten
EL
Arbeitsschutz- und Hygienebelehrung
Sicherheitsbe-
auftragte*r
Arbeitsweise und Organisationsstruktur der Einrichtung
EL
Was in den ersten Tagen gruppenspezifisch geschehen sollte:
Tätigkeitsbeschreibung
Verantwortlich Erl./Datum
Begrüßung in der Gruppe
Kennenlernen des Klein-Teams
Darstellung, wie das Team miteinander arbeitet, wie man im Team
miteinander umgeht
PA Gruppe und
Kleinteam
1
EL=Einrichtungsleitung; PM=Praxismentor; PA=Praxisanleiter; PR=Personalreferent
M 2/2

ZUSATZMATERIAL
M 2/2
2
Zeigen der Räumlichkeiten
PA Gruppe
Bekanntmachen mit dem Tagesablauf
gruppenspezifische Aufgaben in der Begleitung der Kinder im
pädagogischen, pflegerische und hauswirtschaftlichen Bereich
Arbeitszeiten, Pausen, Pausenräume
Hinweise zu Urlaubsregelung und Verantwortlichkeiten
PA Gruppe und
Kleinteam
Erklären der Tätigkeiten, die zum Aufgabenfeld des/ der
Praktikant*in/BFD/FSJ gehören
PA Gruppe
Einführung in für die Arbeit wichtige Handgriffe (z.B. Hebe- und
Tragetechniken, 1. Hilfe)
PA Gruppe
Benennen der Tätigkeiten, die dem/der Praktikant`*in/BFD/FSJ
ausdrücklich untersagt sind (z.B. Materialdarbietung, Eltern- und
Übergabegespräche nur im Beisein eines Pädagogen)
PA Gruppe
Einbeziehung des/der Praktikant*in/BFD/FSJ in Alltagsroutine
(Orientierungsphase, Phase der Vertiefung und Anwendung, Phase autonomen
Handelns abstecken)
PA Gruppe
Gemeinsame Ziele vereinbaren und dabei Wünsche/Interessen und
eigene Schwerpunkte des/der Praktikant*in/BFD/FSJ einbeziehen
PA Gruppe
Reflexion der Arbeit (s. Anhang Hinweise zu Reflexionsgesprächen)
PA Gruppe
Informationen über die Teilnahme des/der Praktikant*in/BFD/FSJ
an Teambesprechung, Dienstberatung, innerbetrieblichen
Weiterbildungen und thematischen Reflexionsrunden aller
Praktikanten
PA Gruppe
PM
Gespräch zum Tagesrückblick:
Wie erlebte der/die Praktikant*in den ersten Tag?
Was ist ihm/ihr von dem Gehörten noch unklar?
PA Gruppe

image
ZUSATZMATERIAL
Praktikumsbeginn_Fragebogen
Praiktikanten_BFDler
Huckepack e.V.
Name: _________________________________
Datum: _________________________
Liebe Praktikantinnen und Praktikanten, liebe Freiwilligendienstleistende,
bitte beantwortet folgende Fragen in Bezug auf euer Praktikum/ euren Freiwilligendienst in unserer
Freien Montessorischule bzw. im Montessori-Kinderhaus Huckepack!
1. …vom Lernort Praxis (Schule/Kinderhaus) erwarte ich, um meinen Aufgaben als
Praktikant/in/Bundesfreiwillige/r bewältigen zu können:
2. …als Praktikant/in/Bundesfreiwillige/r wünsche ich mir Informationen
organisatorischer und inhaltlicher Art auf folgendem Weg:
3. …als Praktikant/in/Bundesfreiwillige/r in der Schule/im Kinderhaus glaube ich, dass
von mir erwartet wird:
Vielen Dank und herzliche Grüße
Gez. Praxismentorin
M 2/2a

image
ZUSATZMATERIAL
Anforderungen an die Praxisstelle
Ausbildung zum „Staatlich anerkannten Erzieher“
Huckepack e.V.
Für die fachliche Begleitung der Fachschülerinnen und Fachschüler während ihrer Praktika
wird seitens der jeweiligen Praxiseinrichtung eine entsprechend § 51 Abs. (5) FSO
qualifizierte Praxisanleiterin/Praxisanleiter benannt.
Im Prozess der berufspraktischen Ausbildung soll sich die Praxisanleiterin/der Praxisanleiter
als Berater, Moderator und Identifikationsfigur verstehen und folgende Aufgaben
übernehmen:
Ø
Hineinversetzen in die Perspektive der Fachschülerin/des Fachschülers
Ø
Heranführen an die Abläufe der Einrichtung und Ermöglichen der Partizipation
Ø
Motivation der Fachschülerin/des Fachschülers
Ø
Unterstützung bei der Erstellung des individuellen Ausbildungsplanes
Ø
Ableiten und Übertragen von zunehmend selbstständig zu lösenden Aufgaben
entsprechend der Zielstellung des jeweiligen Praktikums
Ø
mindestens wöchentliches Durchführen von Anleitungs- und Reflexionsgesprächen
Ø
Reflexion, Bewertung und Dokumentation von Leistungen nach zwischen
Fachschülerin / Fachschüler, Fachschule und Praxiseinrichtung abgestimmten und
transparenten Kriterien
M 2/2b

ZUSATZMATERIAL
M 2/2b
Blockpraktikum I im 1. Ausbildungsjahr
Tätigkeitsbeschreibung
Erledigung Datum
zentraler Gegenstand:
pädagogische Arbeit mit Kindern, Entwicklung
Beobachtungsfähigkeit, Unterstützung von Selbstbildungsprozessen
Phase I Orientierung – Wochen 1 – 2 :
2. Woche Bearbeitung Individueller Ausbildungsplan
Praktikumsziele:
Kennenlernen der Organisation der Einrichtung, des Tagesablaufes in der
Gruppe, Konzept, Verantwortlichkeiten, Beobachtungsaufgaben, Erkennen
eigener Verantwortung in der Gestaltung von Beziehungen, Anlegen eines
Praxisordners
Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Phase II Vertiefung und Erprobung – Wochen 3 – 5:
Praktikumsziele:
Situationsanalyse, eigene Kompetenzentwicklung planen und reflektieren
Beobachtung verschiedener Interaktions- und Kommunikationsprozesse in
der Einrichtung
Erkennen von Bedürfnissen, Interessen und Wünsche der Kinder
Verstehen der Kinder in ihrer Lebenswelt, Fortschreiben Praxisordner
Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Phase III Autonome Handlungskompetenz – Wochen 6 – 11
8. Woche Abgabe der Situationsanalyse, Woche 10 Bearbeitung individueller
Ausbildungsplan, Woche 11 Abgabe Praxisordner
Praktikumsziele:
gezieltes
Beobachten
verschiedener
Interaktions-
und
Kommunikationsprozesse, Ableiten von Erkenntnissen über individuelle
Bildungsprozesse, Teilnahme an Entwicklungs- und Teamgesprächen,
Schaffen einer bildungsförderlichen Umgebung durch bewusstes Gestalten
von Tagesabläufen und Räumen, zur Verfügung stellen vielfältiger
Materialien, Bildungsangebote, Nutzung verschiedener Ausdrucksformen und
Medien, Beschreiben und Dokumentieren von Beobachtungen und
Schlussfolgerungen, Fortschreiben Praxisordner

ZUSATZMATERIAL
M 2/2b
Blockpraktikum II (Jugendpraktikum) im 2. Ausbildungsjahr
Einsatzbereich in der Schule: Erdkinderplan 7./8. – GTA
Tätigkeitsbeschreibung
Erledigung Datum
zentraler Gegenstand:
individuelle Unterstützung von Entwicklungsprozessen
bei Kindern und Jugendlichen, Zusammenarbeit im Team und mit anderen
Diensten, institutionelle und rechtliche Bedingungen sozialpädagogischen
Handelns
Phase I Orientierung – Wochen 1 – 2 :
2. Woche Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Praktikumsziele:
Kennenlernen der Organisation der Einrichtung, des Tagesablaufes
gruppenübergreifend, Konzept, Verantwortlichkeiten, Beobachtungsaufgaben,
Erkennen der Rolle des Erziehers im sozialpädagogischen Team, Erkennen
eigener Verantwortung in der Gestaltung von Beziehungen zu Kindern und
Jugendlichen, regelmäßige Reflexion, Fortschreiben des Praxisordners
Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Phase II Vertiefung und Erprobung – Wochen 3 – 5:
Praktikumsziele:
Gestaltung einer professionellen Beziehung zu Kindern und Jugendlichen,
eigene Kompetenzentwicklung planen und reflektieren, Erkennen der Rolle
des/der Erziehers*in im sozialpädagogischen Team, Erkennen der
individuellen Biografien, ganzheitlicher Blick auf Kinder und Jugendliche in
ihrer Lebenswelt, regelmäßige Reflexion, Fortschreiben Praxisordner,
Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Phase III Autonome Handlungskompetenz – Wochen 6 – 11:
6. Woche Bearbeitung individueller Ausbildungsplan, 10. Woche Abgabe
Reflexionsbericht, 11. Woche Abgabe Praxisordner
Praktikumsziele:
Wahrnehmen subjektiver Wirklichkeiten der Kinder und Jugendlichen,
Teilnahme an Entwicklungs- und Teamgesprächen, Schaffen einer
bildungsförderlichen Umgebung durch bewusstes Gestalten von
Tagesabläufen und Räumen, zur Verfügung stellen vielfältiger Materialien,
Bildungsangebote, Nutzung verschiedener Ausdrucksformen und Medien,
Dokumentieren individueller Entwicklungsprozesse von Kindern und
Jugendlichen, Einbringen von Beobachtungen, Schlussfolgerungen und
professionellen Deutungen in Teamentscheidungen, Zusammenarbeit mit
anderen Diensten, regelmäßige Reflexion, Fortschreiben Praxisordner

ZUSATZMATERIAL
M 2/2b
Blockpraktikum III (Prüfungspraktikum) im 3. Ausbildungsjahr
Tätigkeitsbeschreibung
Erledigung Datum
zentraler Gegenstand:
• Vertiefende Auseinandersetzung mit den Handlungsabläufen und
Erzieher/innenaufgaben
• Bietet Rahmen für die eigene Reflexion der erworbenen Kompetenzen
• Erweiterung personaler Kompetenzen
• Festigung des eigenen Handelns in der Berufsrolle
• Ankommen im Beruf
Phase I Orientierung – Wochen 1 – 3:
2. Woche Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Praktikumsziele:
Kennenlernen der Organisation der Einrichtung, des Tagesablaufes
gruppenübergreifend, Konzept, Verantwortlichkeiten, Beobachtungsaufgaben,
Erkennen der Rolle des/der Erziehers*in im jeweiligen Einsatzbereich,
Erkennen eigener Verantwortung in der Gestaltung von Beziehungen zu
Kindern und Jugendlichen, regelmäßige Reflexion, Fortschreiben des
Praxisordners,
Bearbeitung individueller Ausbildungsplan
Phase II Vertiefung und Erprobung – Wochen 4 – 5:
5. Woche Bearbeitung individueller Ausbildungsplan, Fortschreibung
Praktikumsziele:
Gestaltung einer professionellen Beziehung zu Kindern und Jugendlichen, FS
richten ihr Handeln konsequent an subjektiven Bedürfnissen und Ressourcen
von Kindern und Jugendlichen aus, FS beobachten systematisch und
gestalten darauf aufbauend den Alltag in der Einrichtung
eigene Kompetenzentwicklung planen und reflektieren, Erkennen der Rolle
des Erziehers im sozialpädagogischen Team, Erkennen der individuellen
Biografien, ganzheitlicher Blick auf Kinder und Jugendliche in ihrer
Lebenswelt, regelmäßige Reflexion, Fortschreiben Praxisordner, Bearbeitung
individueller Ausbildungsplan
Phase III Autonome Handlungskompetenz – Wochen 6 – 11:
6. Woche Bearbeitung individueller Ausbildungsplan, 9. Woche Abgabe
Reflexionsbericht, 10. Woche Abgabe Praxisordner, 11. Woche
Prüfungsbesuche
Praktikumsziele:
FS gestalten zielgerichtete und entwicklungsfördernde Angebote/Aktionen,
FS beherrschen ein eigenes Instrumentarium zur Dokumentation und
entwickeln dieses in Team- Kooperation weiter, FS gestalten die
Kommunikation mit unterschiedlichen Partnern sicher,
Teilnahme an Entwicklungs- und Teamgesprächen, FS erarbeiten auf der
Grundlage der konzeptionellen Arbeit der Einrichtung Vorstellungen für
Kooperation, suchen Partner und erweitern die Zusammenarbeit mit anderen
Diensten, FS beteiligen sich an der Integration der Einrichtung ins
Gemeinwesen und nutzen dessen Ressourcen für die Gestaltung
pädagogischer Prozesse,
FS verstehen sich als Vertreter der Einrichtung in der Öffentlichkeit, FS nutzen
verschiedene Gelegenheiten, um die Arbeit zu präsentieren und nach außen
transparent zu machen, FS richten ihr Handeln an den betriebswirtschaftlichen
Erfordernissen aus, FS bemühen sich um eine Integration der Interessen von
Kindern und Jugendlichen, Eltern und Träger, FS wählen geeignete Formen
von Elternarbeit aus, FS entwickeln daraus Handlungskonzepte für die
Gestaltung von Erziehungspartnerschaften, FS verstehen sich als Initiatoren
einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten,
regelmäßige Reflexion, Fortschreiben Praxisordner

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 01 zum Ausbildungskonzept_Praxisbegleitbogen
Freigabedatum:
13.11.2020 08:40
Revisionsnummer: 0.1
Seite
1
von
3
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Praxisbegleitbogen
für Praktikanten im Bereich Kinder, Jugend und Familie
Name und Kontaktdaten des Prakti-
kanten:
Tätigkeitfeld/Gruppe:
Name der ASB-Einrichtung, Bereich:
Fachrichtung:
Sozialassistent/-in
Erzieher/-in
Student/-in
Sonstiges:
Für die Ausbildung verantwortli-
cher Mitarbeiter/-in
(Praxisanleiter)
:
Schulträger:
Praxisbetreuungslehrer/-in:
Praktikumsbeginn:
Praktikumsende:
Antrag auf ein Praktikumsver-
trag/Organisation
Trifft
zu
Unterschrift EL/PAL
Unterschrift Prakti-
kant
Datum
Signum
Datum
Signum
Bewerbungsgespräch
Praktikumsvertrag
Tätigkeitsfeldmitteilung
Gesundheitszeugnis, Nachweis Masern-
impfung
Führungszeugnis
Datenschutzverpflichtung Mitarbeiter
Einwilligungserklärung Foto-/ Video-
erlaubnis
Schlüssel/Transponder
Hausordnung
Umgang mit Telefon
Umgang mit Medizinprodukten
Auftrag Aushang/Vorstellung
Geplante Freistellung (z. B. Bpu-Tage)
Erste Sichtstunde
M 2/3

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 01 zum Ausbildungskonzept_Praxisbegleitbogen
Freigabedatum:
13.11.2020 08:40
Revisionsnummer: 0.1
Seite
2
von
3
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Antrag auf ein Praktikumsver-
trag/Organisation
Trifft
zu
Unterschrift EL/PAL
Unterschrift Prakti-
kant
Datum
Signum
Datum
Signum
Zweite Sichtstunde
Prüfungstermin
Abgabetermin Beurteilung
Hausrundgang/Vorstellung des Teams
Arbeitsorganisation:
Arbeitszeit
Dienstplan
Pausenregelung
Erste Grundgedanken
„Erstunterweisung – Bereich Kinder,
Jugend und Familie“ Belehrung durch
Einrichtungsleitung (Anlage 2)
„Erstunterweisung – Bereich Kinder,
Jugend und Familie“ Belehrung durch
Praxisanleiter (Anlage 3)
„Erstunterweisung – Bereich Kinder,
Jugend und Familie“ Belehrung Sonstiges
(Anlage 4)
Ausbildungskonzept aushändigen
Anlagen überreichen
Anlage 5: Erwartungs-ABC
Anlage 6: Teamregeln
Anlage 7: „Meine Stär-
ken/Kompetenzen“
Anlage 8: Kennenlernbogen
Anlage 9: Anleitungsgesprächsproto-
koll
Anlage 10: Fragenkatalog
Handbuch (EHB)/ConSense vorstellen
Praktikant stellt sich im Team vor
Einsichtnahme der schriftlichen Aufga-
ben
Einsichtnahme Ausbildungsplan
Gegenzeichnen der Wochenpläne
M 2/3

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 01 zum Ausbildungskonzept_Praxisbegleitbogen
Freigabedatum:
13.11.2020 08:40
Revisionsnummer: 0.1
Seite
3
von
3
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Antrag auf ein Praktikumsver-
trag/Organisation
Trifft
zu
Unterschrift EL/PAL
Unterschrift Prakti-
kant
Datum
Signum
Datum
Signum
Gegenzeichnen der Anwesenheitsliste
Erfüllungsstand der schriftlichen Aufga-
ben
Überprüfung Praxisbegleitbogen
Aushang Verabschiedung
Ggf. quittierte Einsichtnahme der Unter-
lagen
1. Niveaustufe
2. Niveaustufe
3. Niveaustufe
Ausgabe Feedbackbogen (Anlage 11)
Erfüllungsstand der schriftlichen Aufga-
ben
Abgabe Feedbackbogen (Anlage 11)
Gespräch zum Feedbackbogen
Auswertung des Praktikums und Beurtei-
lung des Praktikanten (Anlage 12)
M 2/3

image
ZUSATZMATERIAL
M 2/4
Anlage 3 zum Ausbildungskonzept_Erstunterweisung
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
3
von
5
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: BL - KJF, EL - Kita, Stellv. EL - Kita
Erstunterweisung – Bereich Kinder, Jugend und Familie
Ort:
Datum:
_ _._ _._ _ _ _
Teilnehmende:
Unterweisender:
Kurzbeschreibung der unterwiesenen Themen/Bemerkungen (
Belehrung durch Pra-
xisanleiter
)
:
Arbeitsbeginn
Besonderheiten einzelner Klienten
was ist zu beachten
Besonderheiten des Zimmers
was ist zu beachten
Besonderheiten der Gruppe
was ist zu beachten
ConSense
QM-System
Sonstiges
Pausenregelung
Hausordnung
Meldung im Krankheitsfall
Verpflichtungserklärung
Datenschutz/
Belehrung Schweigepflicht
Foto-/Videoerlaubnis
Bildschirmarbeitsplätze
Umgang mit Gefahrstoffen
Entsorgung von Gefahr- und Biostoffen
Infektionsschutz
(Maßnahmen
zur
Durchführung)
Rückengesundheit

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 3 zum Ausbildungskonzept_Erstunterweisung
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
4
von
5
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: BL - KJF, EL - Kita, Stellv. EL - Kita
Sicherheit
auf
Kinderspielplätzen
(Maßnahmen zur Durchführung)
Kindersicherheit im Gebäude
(Maß-
nahmen zur Durchführung)
Einweisung elektrischer Geräte
Interne Kommunikation
Arbeit nach Sächsischem Bildungsplan
Alle Belehrungen (mit Richtlinien und Gesetzen) sind nachzulesen in den Ordnern „SICHER-
HEITSTECHNISCHE BELEHRUNG“ im Büro.
Teilnehmer Erstunterweisung:
Name:
Vorname:
Datum:
_ _._ _._ _ _ _
Unterschrift:
M 2/4

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 02 zum Ausbildungskonzept_Ersteinweisung
Einrichtungsleitung
Freigabedatum:
13.11.2020 08:40
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Erstunterweisung – Bereich Kinder, Jugend und Familie
(Einrichtungsleitung)
Ort:
Datum:
_ _._ _._ _ _ _
Teilnehmende:
Unterweisender:
Kurzbeschreibung der unterwiesenen Themen/Bemerkungen
(Belehrung durch
Einrichtungsleitung)
:
Fürsorge und Aufsichtspflicht (allgemein)
Fürsorge und Aufsichtspflicht (Spaziergang)
Fürsorge und Aufsichtspflicht (Spielplatz)
Belehrung zur grundsätzlichen
Übergabesituation/Abholberechtigung
Verhalten bei Unfällen
Sicherer Arbeitsweg
Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz
Türen und Tore schließen
Augenscheinliche Prüfung von Geräten
Spielgeräte- und Turngeräteabsicherung
Leitern und Tritte
Heben und Tragen
Sturz- und Stolperstellen
Arzneimittel-, Drogen-, Alkohol-, Rauchverbot
Infektionsschutzgesetz
StVO
Umgang mit Handy
M 2/4a

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 02 zum Ausbildungskonzept_Ersteinweisung
Einrichtungsleitung
Freigabedatum:
13.11.2020 08:40
Revisionsnummer: 0.0
Seite
2
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Notfallmanagement:
Erste-Hilfe-Maßnahmen (auch Erste-Hilfe-Kurs)
Verbandskasten
Rettungskette, Alarmierungsplan
Standorte von Feuerlöscheinrichtungen
Evakuierung/Evakuierungsordnung
Brandschutzordnung
Vorbeugender Brandschutz
Verhalten im Brandfall
Umgang mit Feuerlöschern
(nicht jährlich)
Flucht- und Rettungswegeplan
Alle Belehrungen (mit Richtlinien und Gesetzen) sind nachzulesen in den Ordnern
„SICHERHEITSTECHNISCHE BELEHRUNG“ im Büro.
Teilnehmer Erstunterweisung:
Name:
Vorname:
Datum:
_ _._ _._ _ _ _
Unterschrift:
M 2/4a

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image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 04 zum Ausbildungskonzept_Ersteinweisung
Sonstiges
Freigabedatum:
13.11.2020 08:41
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
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1
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Erstunterweisung – Bereich Kinder, Jugend und Familie
(Sonstiges)
Ort:
Datum:
_ _._ _._ _ _ _
Teilnehmende:
Unterweisender:
Kurzbeschreibung der unterwiesenen Themen/Bemerkungen:
Nur bei Bedarf:
Bedarf/Umgang mit Dienstfahrzeugen
Bedarf/Einweisung zum Umgang mit Tieren
Bedarf/Einweisung Schwimmeinrichtungen
Bedarf/Sicherheit in Küchen
Alle
Belehrungen (mit Richtlinien und Gesetzen) sind nachzulesen in den Ordnern
„SICHERHEITSTECHNISCHE BELEHRUNG“ im Büro.
Teilnehmer Erstunterweisung:
Name:
Vorname:
Datum:
_ _._ _._ _ _ _
Unterschrift:
M 2/4b

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ZUSATZMATERIAL
M 2/4c
Anlage 05 zum Ausbildungskonzept_Erwartungs-ABC
Freigabedatum:
13.11.2020 08:41
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
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2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Liebe Praktikantin, lieber Praktikant,
Sie haben sich entschieden ein Praktikum in unserer Einrichtung zu absolvieren.
Wir freuen uns, Sie näher kennen zu lernen, Sie zu begleiten und zu unterstützen. Sicher haben Sie
viele Erwartungen an unsere Zusammenarbeit, die Sie uns gern mitteilen können. Aber auch wir
haben bestimmte Vorstellungen an Sie und Ihre Arbeit in unserer Einrichtung. Diese möchten wir
Ihnen in Form eines
„Erwartungs-ABC´s“
weitergeben.
Vieles ist für Sie sicherlich bereits selbstverständlich, nutzen Sie dennoch die folgenden Punkte als
Anregung zum Nachdenken und zur Motivation für eine gelungene und lehrreiche Praktikumszeit.
Erwartungs–ABC
A
rbeitszeit ernst nehmen, pünktlich zum Dienst erscheinen.
B
eobachten Sie die Kinder und Jugendliche genau, hören und sehen Sie ihnen zu, danach fällt es Ihnen
leichter Zugang zu ihnen zu finden.
C
ool bleiben und Chancen nutzen.
D
atenschutz, Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sprechen Sie Foto und Videoaufnahmen im
Vorfeld mit uns ab.
E
hrlichkeit und Fairness sind uns untereinander sehr wichtig.
F
ragen stellen, dies zeugt von großem Interesse an unserer Arbeit.
G
ewissenhaft, erledigen Sie übertragene Aufgaben genau und ordentlich.
H
andgriffe, allein und zunehmend selbständig übernehmen. Fragen Sie aber bitte gerade in die Anfangszeit
nach ob Ihr Tun erwünscht ist.
I
nformieren Sie sich über unser Haus und unsere Konzeption, aber auch uns über Ihre schulischen
Aufgaben.
J
eder hat verschiedene Talente und Hobbys. Lassen Sie uns und die Kinder an Ihren teilhaben.
K
leidung tragen, mit der es möglich ist schnell zu laufen, auf dem Fußboden
zu sitzen, sich hinzuhocken, zu
bücken und bei Wind und Wetter im Freien zu sein.
Anlage 05 zum Ausbildungskonzept_Erwartungs-ABC
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1
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2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Liebe Praktikantin, lieber Praktikant,
Sie haben sich entschieden ein Praktikum in unserer Einrichtung zu absolvieren.
Wir freuen uns, Sie näher kennen zu lernen, Sie zu begleiten und zu unterstützen. Sicher haben Sie
viele Erwartungen an unsere Zusammenarbeit, die Sie uns gern mitteilen können. Aber auch wir
haben bestimmte Vorstellungen an Sie und Ihre Arbeit in unserer Einrichtung. Diese möchten wir
Ihnen in Form eines
„Erwartungs-ABC´s“
weitergeben.
Vieles ist für Sie sicherlich bereits selbstverständlich, nutzen Sie dennoch die folgenden Punkte als
Anregung zum Nachdenken und zur Motivation für eine gelungene und lehrreiche Praktikumszeit.
Erwartungs–ABC
A
rbeitszeit ernst nehmen, pünktlich zum Dienst erscheinen.
B
eobachten Sie die Kinder und Jugendliche genau, hören und sehen Sie ihnen zu, danach fällt es Ihnen
leichter Zugang zu ihnen zu finden.
C
ool bleiben und Chancen nutzen.
D
atenschutz, Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sprechen Sie Foto und Videoaufnahmen im
Vorfeld mit uns ab.
E
hrlichkeit und Fairness sind uns untereinander sehr wichtig.
F
ragen stellen, dies zeugt von großem Interesse an unserer Arbeit.
G
ewissenhaft, erledigen Sie übertragene Aufgaben genau und ordentlich.
H
andgriffe, allein und zunehmend selbständig übernehmen. Fragen Sie aber bitte gerade in die Anfangszeit
nach ob Ihr Tun erwünscht ist.
I
nformieren Sie sich über unser Haus und unsere Konzeption, aber auch uns über Ihre schulischen Aufgaben.
J
eder hat verschiedene Talente und Hobbys. Lassen Sie uns und die Kinder an Ihren teilhaben.
K
leidung tragen, mit der es möglich ist schnell zu laufen, auf dem Fußboden zu sitzen, sich hinzuhocken, zu
bücken und bei Wind und Wetter im Freien zu sein.

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 05 zum Ausbildungskonzept_Erwartungs-ABC
Freigabedatum:
13.11.2020 08:41
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2
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2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
L
ernende, für Sie ist vieles neu in unsere Einrichtung. Wir helfen Ihnen gern sich zurechtzufinden. Ihre
Praxisaufgaben müssen Sie allerdings selbständig erfüllen.
M
aterialien und Bücher, wir verfügen über eine Vielzahl pädagogischer Medien die Ihnen helfen und
Sicherheit bieten kann. Nutzen Sie diese.
N
ehmen Sie Ihre Arbeit/ Ihr Praktikum ernst.
Ö
ffentlichkeitsarbeit, Sie stehen im Blickpunkt der Öffentlichkeit, haben Kontakt zu Eltern und
Familienangehörigen, bitte achten Sie auf ein gepflegtes Äußeres und angemessene Umgangsformen.
P
lanen Sie Angebote im Voraus und bereiten sich inhaltlich gründlich vor damit erhöht sich die
Q
ualität Ihrer Arbeit.
R
eflektieren Sie ihr Handeln, sehen Sie Hinweise von uns als Hilfestellung an und sind Sie offen für
Empfehlungen.
S
tärken, Ihre Stärken, die Stärken der Mitarbeiter und vor allem die Stärken der Kinder stehen bei uns im
Mittelpunkt.
T
eilnahme an den kindlichen Aktivitäten, sowie an Teamgesprächen und der Elternarbeit sind erwünscht.
U
nfehlbar, keiner ist perfekt, auch wir nicht. Wir sind jederzeit für Anregungen und
Verbesserungsvorschläge von Ihnen offen.
V
orbereitungs- und Auswertungsgespräche müssen rechtzeitig gemeinsam geplant werden.
W
eiterbildung- um Sie fachlich zu betreuen, gibt es eine qualifizierte Praxisanleiterin in unserem Haus.
X, Y
Es gibt immer Unbekannte – lassen Sie sich darauf ein.
Z
- Zusammenarbeit und Teamfähigkeit sind uns sehr wichtig.
Wir freuen uns auf Sie!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team Einrichtung benennen
Anlage 05 zum Ausbildungskonzept_Erwartungs-ABC
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2
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2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
L
ernende, für Sie ist vieles neu in unsere Einrichtung. Wir helfen Ihnen gern sich zurechtzufinden. Ihre
Praxisaufgaben müssen Sie allerdings selbständig erfüllen.
M
aterialien und Bücher, wir verfügen über eine Vielzahl pädagogischer Medien die Ihnen helfen und
Sicherheit bieten kann. Nutzen Sie diese.
N
ehmen Sie Ihre Arbeit/ Ihr Praktikum ernst.
Ö
ffentlichkeitsarbeit, Sie stehen im Blickpunkt der Öffentlichkeit, haben Kontakt zu Eltern und
Familienangehörigen, bitte achten Sie auf ein gepflegtes Äußeres und angemessene Umgangsformen.
P
lanen Sie Angebote im Voraus und bereiten sich inhaltlich gründlich vor damit erhöht sich die
Q
ualität Ihrer Arbeit.
R
eflektieren Sie ihr Handeln, sehen Sie Hinweise von uns als Hilfestellung an und sind Sie offen für
Empfehlungen.
S
tärken, Ihre Stärken, die Stärken der Mitarbeiter und vor allem die Stärken der Kinder stehen bei uns im
Mittelpunkt.
T
eilnahme an den kindlichen Aktivitäten, sowie an Teamgesprächen und der Elternarbeit sind erwünscht.
U
nfehlbar, keiner ist perfekt, auch wir nicht. Wir sind jederzeit für Anregungen und
Verbesserungsvorschläge von Ihnen offen.
V
orbereitungs- und Auswertungsgespräche müssen rechtzeitig gemeinsam geplant werden.
W
eiterbildung- um Sie fachlich zu betreuen, gibt es eine qualifizierte Praxisanleiterin in unserem Haus.
X, Y
Es gibt immer Unbekannte – lassen Sie sich darauf ein.
Z
- Zusammenarbeit und Teamfähigkeit sind uns sehr wichtig.
Wir freuen uns auf Sie!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team Einrichtung benennen
M 2/4c

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 06 zum Ausbildungskonzept_Teamregeln
Freigabedatum:
13.11.2020 08:42
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
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1
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Teamregeln
1)
Die Mitarbeiter grüßen und verabschieden sich.
2)
Der Dienstplan ist verbindlich. Urlaub und Freistellungen sind beim Leiter zu beantragen und
genehmigen zu lassen.
3)
Es besteht für alle Mitarbeiter eine Informations- bzw. Abholpflicht (z.B. Postfach).
4)
Die Mitarbeiter nehmen an den Dienstberatungen teil. Ausnahmen bestätigen die Regel, sind aber
genehmigungspflichtig. Bei Nichtteilnahme ist das Protokoll zu lesen und zu unterschreiben.
5)
Es erfolgt immer eine persönliche Gruppenübergabe, alle Informationen werden schriftlich bzw.
mündlich weitergegeben.
6)
Es besteht grundsätzlich eine Fürsorge- und Aufsichtspflicht für alle Kinder im Haus und im Garten.
7)
Wir halten uns an gemeinsam schriftlich vereinbarte Ziele und halten Termine ein.
8)
Generell achten wir auf:
Kommunikative Grundsätze, wie z.B. sprachliche Klarheit, direktes, zeitnahes Ansprechen von
Problemen
freundlichen, respektvollen Umgang mit Kollegen, Eltern, Kindern/ Jugendlichen
umsichtige Hilfe und Unterstützung
Toleranz, Akzeptanz
Wertschätzung
Ehrlichkeit
Professionelle Nähe und Distanz
M 2/4d

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ZUSATZMATERIAL
Praxisanleitung und Anleitungsgespräche
Huckepack e.V.
Anleitung findet als aktive, prozessorientierte Begleitung im Alltag des jeweiligen Arbeitsfel-
des statt. Der Ausbildungsauftrag in der Praxis besteht in der Unterstützung der Praktikanten
bei der Kompetenzentwicklung in Bezug auf die erfolgreiche Berufsausübung.
Die Anleitungsgespräche dienen der Professionalisierung und sind ein zentraler Baustein in
der praktischen Ausbildung. Sie gewährleisten, dass die Lernenden ihre Erfahrungen und die
an sie gestellten Anforderungen reflektieren und bearbeiten.
Um dies zu ermöglichen, sollten Anleitungsgespräche regelmäßig und außerhalb des Grup-
pengeschehens stattfinden. Hierzu ist eine gruppenübergreifende Vertretungsregelung auf
der Grundlage der Praktikanten-Jahresübersicht zu erarbeiten und umzusetzen (V.: EL in
Zusammenarbeit mit den PA).
Hier sollen Lernende sowie Anleitende Zeit und Raum haben, Fragen zu stellen und zu be-
antworten, Gedanken zu entwickeln und miteinander in Kontakt zu kommen.
Die Anleitungsgespräche haben die folgenden Funktionen:
Praktikanten
Praxisanleiter
schätzen sich selbst in ihrem päda-
gogischen Handeln ein
stellen die Wirkung ihres Handelns
fest
erkennen und benennen
erste Ent-
wicklungsziele
schrittweise Umsetzung
lernen dabei aus Erfolgen und Feh-
lern
geben ihr methodisch-didaktisches
Wissen weiter
ermutigen
dazu, selbst neue Erfah-
rungen zu machen
ermöglichen „angemessenes Schei-
tern“
Fehlerfreundlichkeit
geben den Raum für eigenständiges
Arbeiten
gewähren Einblicke in pädagogische
Prozesse
sind im hohen Maß
verantwortlich
für ihre eigene Ausbildung
haben während des Praktikums die
Aufgabe, die wöchentlichen Gesprä-
che mit dem Praxisanleiter inhaltlich
vorzubereiten
nutzen die Vor- und Nachbereitungs-
zeit effektiv
Hierzu erhalten sie im Rahmen
des praxisbegleitenden Unterrichts in den
Schulen die entsprechende Unterstützung.
sind Vorbild für professionelles Han-
deln
ermöglichen den Praktikanten die Er-
fahrung von Selbstwirksamkeit
geben Anregungen und Unterstüt-
zung
gewähren Vor- und Nachbereitungs-
zeit
.
Der Praxisanleiter unterstützt in diesem
Rahmen die Verzahnung von Theorie und
Praxis.
M 2/5

image
ZUSATZMATERIAL
Grammatikalisch maskuline Bezeichnungen in diesem Text gelten gleichermaßen für Personen weiblichen und männlichen Geschlechts.
geben
Rückmeldung
und vermitteln,
was ihnen gelingt und was sie weiter
entwickeln müssen in Bezug auf:
o
Beziehungsfähigkeit, Wahrneh-
mungsbereitschaft und
Sensibilität
o
Erziehungswissen und Reflexionsfä-
higkeit
o
Didaktische Kenntnisse
o
Sachwissen und Fachkompetenz
o
Kommunikative Kompetenz
erkennen und entwickeln ihre
Stärken und Fähigkeiten
formulieren weitere persönliche Ent-
wicklungsschritte und fachliche Ziele
geben Ermutigung,
Einschätzung
und Rückmeldung zum erreichten
Entwicklungs- und Leistungsstand si-
tuationsbezogen im Tageslauf und in
Reflexionsgesprächen in Bezug auf
Ausbildungsinhalte
erwerben
zunehmend methodisch-
didaktische
Kompetenzen
lernen ihre Handlungsmöglichkeiten
kennen
machen praktische Erfahrungen in
der Arbeit im sozialpädagogischen
Praxisfeld
bieten Auseinandersetzung
, um
gemeinsam alltägliches Denken,
Fühlen und Handeln mit Abstand zu
betrachten und zu reflektieren
handeln in zunehmend komplexen
Prozessen
erkennen die Wirkung ihres Handelns
gewinnen nach und nach ein rea-
listisches Bild
von ihrer Berufsrolle
und ihrer eigenen Professionalität.
hinterfragen und reflektieren
kri-
tisch ihre pädagogische Arbeit
bieten ein
Klima der Wertschät-
zung, der Professionalität
und der
Unterstützung von Lern- und Reflexi-
onsprozessen
Grundlagen für die praktische Ausbildung
Für die Anleitungsgespräche ist die persönliche Lerndokumentation des Praktikanten zu-
grunde zu legen.
Das Abschlussgespräch dient der Reflexion der gesamten Praxisausbildung. Dabei wird ge-
meinsam überlegt, ob die Ziele der praktischen Ausbildung erreicht wurden. Dieses Ge-
spräch wird von dem Praktikanten vorbereitet und eingeleitet.
M 2/5

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ZUSATZMATERIAL
Vorbereitung auf das wöchentliche Anleitungsgespräch Reflexion einer Aufgabenstellung durch den Praktikanten/BFD/FSJler
Datum
Aufgabenschwerpunkt
Eigene Beobachtungen/ wo fühle ich mich in meinem
pädagogischen Handeln sicher
Offene Fragen/ Unsicherheiten/ was wünsche
ich mir von meinem PA
M 2/5a
Praxisanleitung und Anleitungsgespräche
Huckepack e.V.
Anleitung findet als aktive, prozessorientierte Begleitung im Alltag des jeweiligen Arbeitsfel-
des statt. Der Ausbildungsauftrag in der Praxis besteht in der Unterstützung der Praktikanten
bei der Kompetenzentwicklung in Bezug auf die erfolgreiche Berufsausübung.
Die Anleitungsgespräche dienen der Professionalisierung und sind ein zentraler Baustein in
der praktischen Ausbildung. Sie gewährleisten, dass die Lernenden ihre Erfahrungen und die
an sie gestellten Anforderungen reflektieren und bearbeiten.
Um dies zu ermöglichen, sollten Anleitungsgespräche regelmäßig und außerhalb des Grup-
pengeschehens stattfinden. Hierzu ist eine gruppenübergreifende Vertretungsregelung auf
der Grundlage der Praktikanten-Jahresübersicht zu erarbeiten und umzusetzen (V.: EL in
Zusammenarbeit mit den PA).
Hier sollen Lernende sowie Anleitende Zeit und Raum haben, Fragen zu stellen und zu be-
antworten, Gedanken zu entwickeln und miteinander in Kontakt zu kommen.
Die Anleitungsgespräche haben die folgenden Funktionen:
Praktikanten
Praxisanleiter
schätzen sich selbst in ihrem päda-
gogischen Handeln ein
stellen die Wirkung ihres Handelns
fest
erkennen und benennen
erste Ent-
wicklungsziele
schrittweise Umsetzung
lernen dabei aus Erfolgen und Feh-
lern
geben ihr methodisch-didaktisches
Wissen weiter
ermutigen
dazu, selbst neue Erfah-
rungen zu machen
ermöglichen „angemessenes Schei-
tern“
Fehlerfreundlichkeit
geben den Raum für eigenständiges
Arbeiten
gewähren Einblicke in pädagogische
Prozesse
sind im hohen Maß
verantwortlich
für ihre eigene Ausbildung
haben während des Praktikums die
Aufgabe, die wöchentlichen Gesprä-
che mit dem Praxisanleiter inhaltlich
vorzubereiten
nutzen die Vor- und Nachbereitungs-
zeit effektiv
Hierzu erhalten sie im Rahmen
des praxisbegleitenden Unterrichts in den
Schulen die entsprechende Unterstützung.
sind Vorbild für professionelles Han-
deln
ermöglichen den Praktikanten die Er-
fahrung von Selbstwirksamkeit
geben Anregungen und Unterstüt-
zung
gewähren Vor- und Nachbereitungs-
zeit
.
Der Praxisanleiter unterstützt in diesem
Rahmen die Verzahnung von Theorie und
Praxis.

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ZUSATZMATERIAL
Protokollbogen eines Anleitungs-, Auswertungs-
oder Reflexionsgesprächs
Huckepack e.V.
Datum:
Zeitraum:____________________
Name des Praktikanten/FSJ/BFD:
Teilnehmender Personenkreis:
Thematische Inhalte/Schwerpunkte:
Absprachen und Vereinbarungen:
Nächstes Gespräch am:
Kenntnisnahme der Erziehungsberechtigten bei U 18:
Unterschrift Praxisanleiter/Betreuer:
Unterschrift Praktikant/FSJ/BFD:
M 2/5b

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 09 zum
Ausbildungskonzept_Anleitergesprächsprotokoll
Freigabedatum:
13.11.2020 08:43
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Anleitergesprächsprotokoll
Gesprächsteilnehmer:
________________________________________________
________________________________________________
________________________________________________
Datum:
______________________
Aktuelle Phase des Praktikums / Thema / Anlass / Anliegen des Gespräches:
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
Reflexion PraktikantIn:
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
Sichtweise AnleiterIn (Zielkontrolle, Hinweis Ressourcen):
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
M 2/6

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 09 zum
Ausbildungskonzept_Anleitergesprächsprotokoll
Freigabedatum:
13.11.2020 08:43
Revisionsnummer: 0.0
Seite
2
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Gemeinsame Zielvereinbarung nach SMART:
________________________________________________________
________________________________________________________
________________________________________________________
________________________________________________________
________________________________________________________
Termin:
____________________
S
pezifisch
M
essbar
A
kzeptabel
R
ealistisch
T
erminiert
___________________________
___________________________
Unterschrift Praxisanleiter/in
Unterschrift Praktikantin
M 2/6

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 08 zum Ausbildungskonzept_Kennenlernbogen
Freigabedatum:
13.11.2020 08:42
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
von
1
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Kennenlernbogen
Name, Vorname:
Ausbildung zur/zum:
Ausbildungsjahr:
Praktikumszeitraum:
1) Warum haben Sie sich für die Einrichtung entschieden?
2) Formulieren Sie mindestens 3 Ziele für Ihr Praktikum!
3) Haben Sie bereits Erfahrungen im Kinder- und Jugendbereich gesammelt?
O JA
O NEIN
Wenn ja, welche?
4) Welche besonderen Fähigkeiten (z. B. Hobbys) können und möchten Sie in Ihre Arbeit
einbringen?
5) Benennen Sie eventuelle Herausforderungen oder Befürchtungen das Praktikum betreffend!
6) Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Praktikumseinrichtung?
M 2/6a

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ZUSATZMATERIAL
M 2/6b
Anlage 10 zum Ausbildungskonzept_Fragenkatalog
Anleitergespräch
Freigabedatum:
13.11.2020 08:43
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Fragenkatalog Anleitergespräch - Ideensammlung
Ankommen
1. Wie sind Sie in der Einrichtung angekommen?
2. Wie fühlen Sie sich von den Kindern akzeptiert?
3. Wie fühlen Sie sich im Team akzeptiert?
4. Wann und wie haben Sie in bisherigen Praktika Teamarbeit erlebt?
Was verbinden Sie damit?
Eigene Befindlichkeit
5. Was ist Ihnen bislang gut gelungen?
6. Gab es Situationen, in denen Sie sich überfordert gefühlt haben?
Wie hat sich dies geäußert?
Was hätten Sie in diesem Moment gebraucht?
7. Welche Ängste und Befürchtungen gab / gibt es?
Inwieweit haben sich diese verändert?
8. Welche Punkte des Einrichtungskonzeptes sprechen Sie am meisten an?
Ziele
9. Haben Sie während des Praktikums (ausreichend) Zeit an Ihren selbstformulierten
Zielen zu arbeiten?
10. Gibt es Ziele, die Sie bereits erreicht haben?
Wenn ja, wie ist es Ihnen gelungen?
Wenn nein, was braucht es, damit Sie Ihr Ziel umsetzen können?
10. Haben sich im Verlauf des Praktikums andere / neue Ziele ergeben?
Wenn ja, welche?
11. Nennen Sie Bereiche, in denen Sie sich gerne ausprobieren oder in denen Sie mehr
Verantwortung übernehmen wollen.
12. Wie können / konnten Sie Ihre Fähigkeiten, Stärken und Hobbys während des
Praktikums einbringen?
Anlage 10 zum Ausbildungskonzept_Fragenkatalog
Anleitergespräch
Freigabedatum:
13.11.2020 08:43
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
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2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Fragenkatalog Anleitergespräch - Ideensammlung
Ankommen
1. Wie sind Sie in der Einrichtung angekommen?
2. Wie fühlen Sie sich von den Kindern akzeptiert?
3. Wie fühlen Sie sich im Team akzeptiert?
4. Wann und wie haben Sie in bisherigen Praktika Teamarbeit erlebt?
Was verbinden Sie damit?
Eigene Befindlichkeit
5. Was ist Ihnen bislang gut gelungen?
6. Gab es Situationen, in denen Sie sich überfordert gefühlt haben?
Wie hat sich dies geäußert?
Was hätten Sie in diesem Moment gebraucht?
7. Welche Ängste und Befürchtungen gab / gibt es?
Inwieweit haben sich diese verändert?
8. Welche Punkte des Einrichtungskonzeptes sprechen Sie am meisten an?
Ziele
9. Haben Sie während des Praktikums (ausreichend) Zeit an Ihren selbstformulierten
Zielen zu arbeiten?
10. Gibt es Ziele, die Sie bereits erreicht haben?
Wenn ja, wie ist es Ihnen gelungen?
Wenn nein, was braucht es, damit Sie Ihr Ziel umsetzen können?
10. Haben sich im Verlauf des Praktikums andere / neue Ziele ergeben?
Wenn ja, welche?
11. Nennen Sie Bereiche, in denen Sie sich gerne ausprobieren oder in denen Sie mehr
Verantwortung übernehmen wollen.
12. Wie können / konnten Sie Ihre Fähigkeiten, Stärken und Hobbys während des
Praktikums einbringen?

image
ZUSATZMATERIAL
M 2/6b
Anlage 10 zum Ausbildungskonzept_Fragenkatalog
Anleitergespräch
Freigabedatum:
13.11.2020 08:43
Revisionsnummer: 0.0
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von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Arbeit am Kind und in der Gruppe
13. Konnten Sie zu den Kindern und Jugendlichen eine Beziehung aufbauen?
Wie fühlen Sie sich von den Kindern/Jugendlichen akzeptiert?
14. Spüren Sie im Beziehungsaufbau mit den Kindern geschlechts- oder
altersspezifische Unterschiede?
Woran erkennen Sie das?
15. Wie gelingt Ihnen die Beobachtung einzelner Kinder?
Ist Ihr Blickwinkel von einer positiven Grundhaltung gegenüber den Ressourcen der
Kinder geprägt?
Können Sie dabei Ihre subjektive Wahrnehmung von einer wertfreien Beobachtung
differenzieren?
16. Wie unterstützen Sie die Kinder in der Entwicklung ihrer Selbständigkeit?
Wie gestalten Sie die Partizipation der Kinder/ Jugendlichen?
17. Wie klar und wertschätzend kommunizieren Sie mit den Kindern / Jugendlichen?
Welche sprachlichen Bildungssituationen konnten Sie erkennen?
Wie nutzten Sie diese als Lernsituation?
18. Wie erleben Sie sich in der Interaktion in einer Gruppensituation?
Wie gelingt es Ihnen, sich einen Überblick zu verschaffen, z.B. um Gefahrenquellen zu
erkennen, Konfliktsituationen zu sehen, diesen zu begegnen und vorausschauend zu
handeln?
19. Nennen Sie Beispiele, in denen Ihr pädagogisches Handeln anhand eines
pädagogischen Kreislaufes aus Beobachtung und Reflexion angeleitet wurde!
Berufsbild, Rolle als pädagogische Fachkraft
20. Welche eigenen Wertvorstellungen sehen Sie in der Interaktion mit Kinder /
Jugendlichen und deren Eltern als bedeutungsvoll an?
21. Wissen Sie um die Anforderungen an eine pädagogische Fachkraft und welche
können/konnten Sie wie umsetzen?
Wo sehen Sie Ihre Vorbildwirkung als pädagogische Fachkraft im Berufsalltag und wie
richten Sie Ihr Handeln danach aus?
22. Wie schätzen Sie Ihre Berufsmotivation ein?
Übernehmen Sie die Verantwortung und Initiative für Ihre Ausbildung und gestalten Sie
diese partizipativ an den Lernorten Schule und Praxis?
Woran machen sie das fest?
22. Wie erleben Sie den Austausch mit Ihrer MentorIn?
Wie nehmen Sie das fachliche Handeln der Anleitung und der KollegInnen wahr?
Wie nutzen Sie dies für Ihre eigenen Lernprozesse?
Anlage 10 zum Ausbildungskonzept_Fragenkatalog
Anleitergespräch
Freigabedatum:
13.11.2020 08:43
Revisionsnummer: 0.0
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2
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2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Arbeit am Kind und in der Gruppe
13. Konnten Sie zu den Kindern und Jugendlichen eine Beziehung aufbauen?
Wie fühlen Sie sich von den Kindern/Jugendlichen akzeptiert?
14. Spüren Sie im Beziehungsaufbau mit den Kindern geschlechts- oder
altersspezifische Unterschiede?
Woran erkennen Sie das?
15. Wie gelingt Ihnen die Beobachtung einzelner Kinder?
Ist Ihr Blickwinkel von einer positiven Grundhaltung gegenüber den Ressourcen der
Kinder geprägt?
Können Sie dabei Ihre subjektive Wahrnehmung von einer wertfreien Beobachtung
differenzieren?
16. Wie unterstützen Sie die Kinder in der Entwicklung ihrer Selbständigkeit?
Wie gestalten Sie die Partizipation der Kinder/ Jugendlichen?
17. Wie klar und wertschätzend kommunizieren Sie mit den Kindern / Jugendlichen?
Welche sprachlichen Bildungssituationen konnten Sie erkennen?
Wie nutzten Sie diese als Lernsituation?
18. Wie erleben Sie sich in der Interaktion in einer Gruppensituation?
Wie gelingt es Ihnen, sich einen Überblick zu verschaffen, z.B. um Gefahrenquellen zu
erkennen, Konfliktsituationen zu sehen, diesen zu begegnen und vorausschauend zu
handeln?
19. Nennen Sie Beispiele, in denen Ihr pädagogisches Handeln anhand eines
pädagogischen Kreislaufes aus Beobachtung und Reflexion angeleitet wurde!
Berufsbild, Rolle als pädagogische Fachkraft
20. Welche eigenen Wertvorstellungen sehen Sie in der Interaktion mit Kinder /
Jugendlichen und deren Eltern als bedeutungsvoll an?
21. Wissen Sie um die Anforderungen an eine pädagogische Fachkraft und welche
können/konnten Sie wie umsetzen?
Wo sehen Sie Ihre Vorbildwirkung als pädagogische Fachkraft im Berufsalltag und wie
richten Sie Ihr Handeln danach aus?
22. Wie schätzen Sie Ihre Berufsmotivation ein?
Übernehmen Sie die Verantwortung und Initiative für Ihre Ausbildung und gestalten Sie
diese partizipativ an den Lernorten Schule und Praxis?
Woran machen sie das fest?
22. Wie erleben Sie den Austausch mit Ihrer MentorIn?
Wie nehmen Sie das fachliche Handeln der Anleitung und der KollegInnen wahr?
Wie nutzen Sie dies für Ihre eigenen Lernprozesse?

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 11 zum Ausbildungskonzept_Feedbackbogen
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
Feedbackbogen
Bewerten Sie bitte die folgenden Kriterien an Hand von Schulnoten und begründen Sie kurz
Ihre Entscheidung (dabei gilt die Wertigkeit 1 = sehr gut, 6 = ungenügend).
1. Wie fühlten Sie sich im Team aufgehoben?
1
2
3
4
5
6
2. Schätzen Sie die Qualität Ihrer Praxisanleitung ein.
a) Hinsichtlich der Fachkompetenz:
1
2
3
4
5
6
b)
Hinsichtlich der zeitlichen Ressourcen bezüglich Betreuung und Anleitung (z. B. Einweisung,
Praxisanleitergespräche):
1
2
3
4
5
6
c) Hinsichtlich der Methodenkompetenz:
1
2
3
4
5
6
Name, Vorname des Praktikanten:
Praktikumsbezeichnung:
Praktikumszeitraum:
M 2/6c

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 11 zum Ausbildungskonzept_Feedbackbogen
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
2
von
2
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: Haustechnik, Kita, Küche, MGH, SPTG
d) Hinsichtlich der Sozialkompetenz:
1
2
3
4
5
6
3.
Hatten Sie Möglichkeiten und Spielraum, sich auszuprobieren und um eigene Ideen in die tägli-
che Arbeit der Einrichtung einfließen zu lassen?
1
2
3
4
5
6
4.
Waren Ihre Praktikumsaufgaben in unserer Einrichtung umsetzbar?
1
2
3
4
5
6
5.
Wurden Ihnen ausreichend Methoden und Materialien zur Verfügung gestellt? Was hätten Sie
noch gebraucht?
1
2
3
4
5
6
6.
Was möchten Sie uns für weitere Arbeit mit Praktikant/-innen mit auf den Weg geben?
1
2
3
4
5
6
Ort, Datum
Unterschrift
M 2/6c

image
ZUSATZMATERIAL
Reflexionsgespräch
Huckepack e.V.
Basis
Termin/Zeit
Raum/Rituale
Atmosphäre/Ruhe
Vorbereitung
Ausbildungsplan
Ausbildungsportfolio/
Lernjournal
Protokoll/Zielvereinbarung
„Türöffner“
Wertschätzung (s. auch
Tabelle „wertschätzende
Rückmeldungen in
schwierigen Situationen“ )
positiver Einstieg
nachfragen
einen Arbeitsschwerpunkt
auswählen und betrachten →
1 Blume aus dem großen
Strauß
Feedback als Geschenk ҉
Metapher nutzen
Ich-Botschaften →wertfrei
→aber mit Empathie
Widerstandsvorwegnahme
Nicken als Bestätigung →
nonverbale Kommunikation
Sender → Empfänger →
“4 Ohren“ nach F. Schulz von
Thun
„Sperren“
Keine Zeit
Desinteresse
„nebenbei reden“
Vorwürfe
Anschuldigungen
Schuldzuweisungen
Belehrungen
90% eigener Redeanteil
Moralisieren
Verallgemeinern
Drohen/warnen
unverständliche Sprache
ins Wort fallen
diagnostizieren
unangemessener Tonfall
M 2/7

image
image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 7 zum Ausbildungskonzept_Meine Stär-
ken/Kompetenzen
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
1
von
4
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: BL - KJF, EL - Kita, Stellv. EL - Kita
„Meine Stärken/Kompetenzen“
Name:
Praktikumszeitraum:
Dieser Bogen dient ausschließlich zur Einschätzung Ihrer eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen,
welche Sie glauben zu beherrschen.
Dazu ist unter jeder Frage ein Balken auszumalen. Einmal mit
rot
zu Beginn Ihres Praktikums und
einmal mit
grün
am Ende Ihres Praktikums.
Soziale/Personelle Kompetenzen
1. Wie kontaktfähig bin ich?
(Berührungsängste, wertschätzende Haltung, Beziehungsaufbau zu bekannten sowie unbekann-
ten Personen, Einfühlungsvermögen)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
2. Wie kommunikationsfähig bin ich?
(Bereitschaft mit allen Beteiligten ins Gespräch zu treten, Nutzung von Mimik/Gestik und
Wortwahl)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
3. Wie teamfähig bin ich?
(Zusammenarbeit mit dem Team, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Einsatzbereit-
schaft)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
4. Wie kritikfähig bin ich?
(Suchen nach Lösungswegen, Kompromisse, sachliche Annahme und Äußerung von Kritik)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
M 2/8

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 7 zum Ausbildungskonzept_Meine Stär-
ken/Kompetenzen
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
2
von
4
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: BL - KJF, EL - Kita, Stellv. EL - Kita
Fachkompetenzen:
1. Wie schätze ich meinen Wissensstand des Berufsbildes ein?
(Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten, Verknüpfung Theorie und Praxis, Bestimmung von
Lernzielen, Hygienische Maßnahmen anwenden)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
2. Wie handlungs- und reaktionsfähig bin ich?
(Bedürfnisse/Befindlichkeiten aller Beteiligtenwahrnehmen, Erkennung und Umsetzung von zu-
sätzlichen Arbeiten)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
3. Kann ich Wissenskenntnisse meines Berufsbildes anwenden?
(Beobachtungsinstrument, Erfassen von Bildungsthemen, Planung/Durchführung von Angebo-
ten, Dokumentation, Gestaltung von Tagesablauf/Räumen)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
4. Wie beruflich motiviert bin ich?
(Interesse an Ausbildung und Arbeit, umsichtiges und überlegtes Handeln)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
5. Wie reflektionsfähig bin ich?
(Reflexion/Einschätzung der eigenen Arbeit, Begründung des eigenen Handelns, Erkennen von
Stärken und Schwächen)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
6. Wie schätze ich meine Belastbarkeit ein?
(Lärmstress, Spontanität, Ausdauer)
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
M 2/8

image
ZUSATZMATERIAL
Anlage 7 zum Ausbildungskonzept_Meine Stär-
ken/Kompetenzen
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
3
von
4
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: BL - KJF, EL - Kita, Stellv. EL - Kita
„Meine persönlichen Fähigkeiten“
1. Hauswirtschaftliche Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
2. Handwerkliche Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
3. Technische Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
4. Künstlerische Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
5. Literarische Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
6. Musikalische Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
7. Sportliche Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
8. Kreative Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
9. Schauspielerisches Talent
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
M 2/8

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ZUSATZMATERIAL
Anlage 7 zum Ausbildungskonzept_Meine Stär-
ken/Kompetenzen
Freigabedatum:
17.06.2020 17:04
Revisionsnummer: 0.0
Seite
4
von
4
Geltungsbereich: Standort ASB OV Neustadt/Sa. e.V.: BL - KJF, EL - Kita, Stellv. EL - Kita
10. Organisatorische Fähigkeiten bzw. Begabungen
gar nicht
(Praktikumsbeginn)
sehr gut
gar nicht
(Praktikumsende)
sehr gut
11. Sonstiges
M 2/8

3
MODUL
Berufspraktische
Aufgaben
»
Arbeitsaufträge kommunizieren: Operatoren
Material: M 3/1 • M 3/2 • M 3/3 • M 3/4
»
Kompetenzentwicklung reflektieren und dokumentieren
Material: M 3/5

3
Berufspraktische Aufgaben
Autor*innen:
Sandra Meschke, Lehrerin, Fachberaterin / Tina Michelfelder, Referentin
Institution:
LaSuB Standort Radebeul
M 3/1
Operatorenliste der Aufgabener-
stellungskommission der Fach-
schule Heilerziehungspflege sowie
der Fachschule Sozialpädagogik
M
3/2
Planung einer Aktivität
M 3/3
Richtlinien für schriftliche Vorbe-
reitung der berufspraktischen
Aufgabe
M 3/4
Planung und Reflexion einer
pädagogischen Aktivität
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Operatoren sind handlungsinitiierende Verben, die bei Arbeitsaufträgen im Lern-
prozess und bei schriftlichen, mündlichen sowie praktischen Leistungsermittlungen
verwendet werden. Sie geben Auskunft darüber, welche (Lern-) Tätigkeit angeregt
und sichtbar bzw. überprüfbar gemacht werden soll. Die erfolgreiche Bewältigung
von Arbeitsaufträgen hängt maßgeblich davon ab, ob die Fachschüler*innen die
Handlungsaufforderung entschlüsseln können. Dies wird besonders deutlich bei
komplexen Operatoren, wie z. B. “Erläutern Sie…“ oder “Planen Sie…”.
Die methodische Schrittfolge gibt Sicherheit in der Bearbeitung. Anbei beispielhaft
dargestellt am Operator “Planen Sie“.
Um die Planungen zu konkretisieren, erhalten Fachschüler*innen in der Regel
Unterstützungsmaterialien von ihrer Fachschule. Anbei zwei Beispiele solcher
Materialien (BSZ Eilenburg und BSZ „Friedrich Siemens“ Pirna), eine exemplarische
Planung sowie die aktuell in den Fachschulen verwendete Operatorenliste. Die
Operatoren können in der Praxis zum Beispiel um “Beobachten Sie…“, “Geben Sie
ein Feedback…“ ergänzt werden.
Arbeit mit dem Operator: “Planen Sie eine pädagogische Aktivität“
Operator
Beschreibung
methodische Schrittfolge
Planen Sie
eine konkrete
Vorgehensweise
zur Erreichung
eines gestellten
Ziels entwerfen
Sachverhalt analysieren
Sachverhalt beurteilen
Ziele formulieren
Ressourcen/Rahmenbedingungen
berücksichtigen
didaktisch-methodisches Vorgehen
beschreiben
didaktisch-methodisches Vorgehen
theoriegeleitet begründen
ggf. Dokumentation / Reflexion beschrei-
ben und theoriegeleitet begründen
• Beide Lernorte stellen
die Fachschüler*innen
vor klare und transpa-
rente Aufgaben.
• Beide Lernorte verwen-
den dabei dieselben
Formulierungen.
• Beide Lernorte
gewährleisten Ausbil-
dung Hand in Hand.
Arbeitsaufträge kommunizieren: Operatoren
Operatorenliste
Unterstützungsmaterial
Planung
exemplarische Planung
einer päd. Aktivität
Arbeitsaufträge konkretisieren
und entschlüsseln
methodische Schrittfolge beachten
Arbeitsaufträge umsetzen
Im Rahmen der Ausbildung von Fachschüler*innen werden in der Fachschule Arbeits- und Lernaufgaben
schriftlich oder mündlich mit Hilfe von Operatoren formuliert. Zur Konkretisierung von Arbeitsaufträgen
in der Praxis und zur Vereinheitlichung von Ausbildungsanforderungen wird diese Vorgehensweise auch
an den Lernort Praxis übertragen.

ZUSATZMATERIAL
1
Operatorenliste der Aufgabenerstellungskommission der Fachschule Heilerziehungspflege sowie der Fachschule Sozialpädagogik
(gültig ab: Schuljahr 2020/2021)
Operator
Beschreibung
Methodische Schrittfolge
Analysieren
Sie…
einen Sachverhalt in seine Bestandteile zerlegen,
seine wesentlichen Merkmale auf der Grundlage
fachlicher Kriterien erfassen
Analysekriterien erfassen bzw. theoriegeleitet erstellen
theoretischen Bezugsrahmen nennen (wenn nicht in Aufgabe vorgegeben)
Inhalt gemäß der Kriterien in einer geeigneten Struktur entsprechend des
Bezugsrahmens formulieren
Analyseergebnis zusammenfassen
Begründen
Sie…
Sachverhalte, Entscheidungen bzw. Thesen durch
theoriegeleitete Argumente bestätigen und
Kausalzusammenhänge aufzeigen
Ursachen formulieren
Auswirkungen ableiten
Zusammenhänge fachtheoretisch beschreiben
Beschreiben
Sie…
Merkmale, Objekte, Sachverhalte in logischer
Reihenfolge fachsprachlich mit eigenen Worten
wiedergeben
Inhalt/ Funktion präzise formulieren
Struktur präzise formulieren
Kernaussagen umfänglich darstellen
Besonderheiten, Auffälligkeiten hervorheben
Beurteilen Sie…
zu einem Sachverhalt eine selbstständige
Einschätzung unter Verwendung von Fachwissen und
Fachmethoden treffen
unterschiedliche Perspektiven zum Sachverhalt betrachten
unterschiedliche Perspektiven formulieren
unterschiedliche Perspektiven
fachtheoretisch
überprüfen
im Ergebnis der Prüfung eine Stellungnahme ableiten und formulieren
Charakterisieren Sie…
typische Merkmale, Wesenszüge und Eigenheiten von
Sachverhalten, Objekte oder Personen formulieren
typische Merkmale auswählen
typische Merkmale benennen
die ausgewählten Merkmale mit Bezug zu Sachverhalt,
Objekt oder
Person
formulieren
Definieren Sie…
wesentliche Merkmale eines Begriffes oder
Sachverhaltes formulieren
Oberbegriff(e)
nennen
Spezifik und Unveränderlichkeit wiedergeben
ggf.
Ausnahmen und Bedingungen formulieren
von anderen vergleichbaren Begriffen/Sachverhalten abgrenzen
Diskutieren Sie…
sich argumentativ und mehrperspektivisch mit einem
Sachverhalt auseinandersetzen
Für und Wider
-
Argumente sammeln
verschiedene Perspektiven einnehmen
Für und Wider
-
Argumente aus verschiedenen Perspektiven abwägen
M 3/1

ZUSATZMATERIAL
2
Operator
Beschreibung
Methodische Schrittfolge
abschließendes Fazit formulieren
Entwickeln Sie…
einen Prozess bzw. Lösungsvorschlag zu einem
Sachverhalt entwerfen
Sachverhalt analysieren
Rahmenbedingungen bei komplexem Sachverhalt beachten
Vorschläge/Maßnahmen
sach- und problemorientiert sammeln
Vorschläge/Maßnahmen auf Realisierbarkeit beurteilen
abschließend Vorschläge/Maßnahmen begründet auswählen und sinnvoll
dokumentieren (Fließschema, Tabelle, Schemata, Checkliste, Skizze etc.)
Erklären Sie…
Zusammenhang von Ursachen und Wirkungen
nachvollziehbar formulieren
Ursachen benennen
Zusammenhänge logisch formulieren
Fachtheoretische und/oder eigene Kenntnisse dabei anwenden
Erläutern Sie…
Sachverhalt anschaulich unter Verwendung von
zusätzlichen Informationen und/oder Beispielen
verdeutlichen
Sachverhalt selbst und/oder damit verbundene Begriffe definieren
Sachverhalt nach Merkmalen/ Teilaspekten zergliedern
jedes Merkmal/ jeden Teilaspekt auf ein Beispiel übertragen
Vorgänge zum Sachverhalt im Zusammenhang aufzeigen
Zusammenhang mit Beispielen veranschaulichen
Erörtern Sie…
sich argumentativ und mehrperspektivisch mit einem
Sachverhalt auseinandersetzen, um zu einem
begründeten Urteil zu gelangen
Sachverhalt analysieren
Argumente sammeln
Perspektivwechsel beachten
Sachverhalt mit geeigneten Argumenten diskutieren
begründetes Urteil formulieren
Fassen Sie
zusammen…
das Wesentliche herausstellen
Informationen in ihrer Fülle erfassen
wesentliche Informationen herausfiltern
Wesentliches in knapper Form wiedergeben
Nennen Sie…
Geben Sie an…
Begriffe und Sachverhalte wiedergeben
wesentliche
Informationen zu
einem Sachverhalt wiedergeben
Informationen
unkommentiert und unbegründet wiedergeben
Ordnen Sie…
Begriffe und Sachverhalte zueinander in Beziehung
setzen
Ordnungskriterien formulieren
Ordnungsstruktur erstellen
Sachverhalte einordnen
M 3/1

ZUSATZMATERIAL
3
Operator
Beschreibung
Methodische Schrittfolge
Ordnen Sie ein…
Ordnen Sie zu…
Begriffe und Sachverhalte in ein System bringen,
Zusammenhänge herstellen
vorgegebene Ordnungsstruktur erfassen
Sachverhalte in die bestehende Ordnungsstruktur einsortieren
Planen Sie...
eine konkrete Vorgehensweise zur Erreichung eines
gestellten Zieles entwerfen
Sachverhalt analysieren
Sachverhalt beurteilen
Ziele formulieren
Ressourcen/ Rahmenbedingungen berücksichtigen
didaktisch-methodisches Vorgehen beschreiben
didaktisch-methodisches Vorgehen theoriegeleitet begründen
Dokumentation und Evaluation beschreiben und theoriegeleitet begründen
Positionieren Sie
sich…
zu einem Sachverhalt eine selbstständige
Einschätzung unter Verwendung von Fachwissen und
Fachmethoden treffen, auf dieser Grundlage die
eigene Haltung formulieren
Sachverhalte bezüglich der Aufgabenstellung analysieren
eigenen Standpunkt formulieren
eigenen Standpunkt fachtheoretisch untersetzen
eigenen Standpunkt auf Grundlage einer professionellen Haltung begründen
Reflektieren Sie…
sich kriteriengeleitet mit beruflichem Handeln,
professionellen Haltungen oder Prozessen
auseinandersetzen und Schlussfolgerungen ziehen
einen Sachverhalt bezüglich beruflichen Handelns analysieren
das berufliche Handeln anhand geeigneter Kriterien und der eigenen
professionellen Haltung beurteilen
für das eigene professionelle, berufliche Handeln Schlussfolgerungen ziehen
Schlussfolgern Sie…
Erkenntnisse aus einem Sachverhalt oder einer
Erfahrung ableiten
Sachverhalt oder Erfahrung analysieren
Informationen aus dem Sachverhalt oder Erfahrung mit den theoretischen
Kenntnissen abgleichen
daraus (neue) Erkenntnisse ableiten
Ergebnis für das weitere Vorgehen formulieren
Skizzieren Sie…
Sachverhalte auf das Wesentliche reduziert in
Textform wiedergeben oder/ und grafisch
veranschaulichen
wesentliche Informationen aus einem Sachverhalt erfassen
wesentliche Informationen mit eigenen Worten/ Bildern/ Zusammenhängen/
Schemata knapp veranschaulichen
Stellen Sie dar…
ein Objekt, einen Sachverhalt veranschaulichen
Objekt/ Sachverhalt benennen
geeignete Mittel zur Veranschaulichung oder unter Beachtung der Vorgabe
(z.B. Tabelle, Diagramm, Skizze, Fließtext) auswählen
Mittel zur Verdeutlichung des Sachverhaltes anwenden
M 3/1

ZUSATZMATERIAL
4
Operator
Beschreibung
Methodische Schrittfolge
Systematisieren Sie…
Sachverhalte zueinander in Beziehung setzen;
Sachverhalte in ein System bringen, Zusammenhänge
herstellen
Sachverhalte analysieren
Sachverhalte bezüglich Gemeinsamkeiten und Unterschiede vergleichen
Systemstruktur festlegen
Sachverhalte einordnen
Vergleichen Sie…
nach vorgegebenen oder selbst gewählten Kriterien
Gemeinsamkeiten und Unterschiede formulieren
vorgegebene Sachverhalte analysieren
ggf.
Kriterien für den
Vergleich festlegen
Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf Grundlage der Kriterien
herausarbeiten
Vergleichsergebnisse formulieren
Fazit hinsichtlich der ausgewählten Kriterien formulieren
Weisen Sie nach…
Sachverhalte, Entscheidungen, Thesen durch
theoriegeleitete Argumente bestätigen
Sachverhalte, Entscheidungen, Thesen beschreiben
unter Anwendung von Fachwissen den Sachverhalt begründen
Fazit formulieren
Werten Sie aus…
Daten, Ergebnisse oder Sachverhalte zu einer
abschließenden Gesamtaussage zusammenführen
ursprüngliche Aufgabenstellung erfassen
wichtige Daten (z.B. aus Abbildungen) ablesen bzw. wichtige Ergebnisse
oder Sachverhalte identifizieren
Zusammenhänge zwischen Daten, Ergebnissen, Sachverhalten aufdecken/
erkennen
Zusammenhänge deuten und fachtheoretisch begründen
Gesamtaussage/ Fazit/ ggf. weiterführende Frage abschließend formulieren
M 3/1

ZUSATZMATERIAL
M 3/2
1
Planung einer pädagogischen Aktivität: „Papierkleidermode“
Ina Siegfried; Hort der Grundschule XXX; 03.05.2020; 13:10 – 15:10 Uhr
Sachverhalt analysieren; Sachverhalt beurteilen:
Situationsanalyse
In letzter Zeit haben sich die meisten Kinder, u.a. inspiriert durch die zurückliegende Osterzeit und
aufgrund ihrer individuellen Interessen für kreative Gestaltungen mit Materialien aus Papier,
Pappe, oder Textil beschäftigt. Dabei haben sie mit der Gruppenerzieherin auch die neue
Nähmaschine des Hortes ausprobiert. Mädchen und Jungen erlernten zum Teil das einfache
Bedienen des Gerätes sowie das maschinelle Nähen. So stellten sie lustige Stoffhühnchen als Deko,
textile Buchhüllen oder Aufbewahrungstaschen her. In der Vorbereitung haben wir uns auch
konkrete Schnittmuster in Broschüren angeschaut. Der Junge K. konnte zum Thema berichten, denn
seine Oma ist eine gelernte Schneiderin. Weiterhin interessierten die Kinder unsere Erzählungen
über das Nähen von Hand und das früher typische Schneidern im Schneidersitz.
Während eines Musik- und Tanzangebotes mit Mädchen und Jungen der Gruppe im großen
Musikzimmer habe ich beobachten können, dass einzelne Kinder sich gern etwas ausdenken und
es anschließend präsentieren, z.B. die Mädchen in Form von Tanzschritten. Die Jungen haben dabei
die moderne Musik mit Instrumenten begleitet und für Lichteffekte mittels einer Diskokugel
gesorgt. Durch die Theater AG haben die Kinder bereits enige Auftritte absolviert und mögen das
Verkleiden oder
Anscheuseln bzw. das Rollenspiel.
Durch diese vielseitigen Informationen und Beobachtungen zu den Kindern habe ich vor den
Osterferien vorgeschlagen, als alternatives Angebot zur textilen Schneiderei Kleidung aus Papier
herzustellen und diese in Form einer kleinen Modenschau zu präsentieren.
Das Angebot wurde von einigen sofort begeistert befürwortet. Die Kinder sind durch ihre
Erfahrungen und ihr Interesse am Thema des Angebotes intrinsisch motiviert. Am liebsten hätten
sie sofort begonnen, allerdings haben wir die Herstellung der Papierkleidung auf heute (den ersten
Freitag nach den Osterferien) verlegt. In erster Lnie musste das notwendige Material besorgt
werden und die Reservierung eines größeren Raumes erfolgen. Darüber hinaus war mir die
Berücksichtigung der Ideen und Vorstellungen der Kinder sehr wichtig, so dass wir uns gemeinsam
einen Ablaufplan erarbeiteten. Die Regeln für ein soziales und harmonisches Miteinander wurden
ebenso von den Kindern besprochen. Den Kindern steht es frei, Kleingruppen zu bilden oder
gemeinsam zu arbeiten. Wir haben besprochen, dass sie deshalb eventuell auftretende Konflikte
selbst lösen und sich gegenseitig in ihren Ideen und ihrer praktischen Arbeit bereichern.
Die Vorbereitungen haben die Kinder mit mir am 29.04. und am 02.05.2019 erledigt. Das Angebot
eignet sich besonders gut an einem Freitag, denn an diesem Tag ist für die Gruppe 11.25 Uhr
Schulschluss und die Hausaufgaben über das Wochenende werden zu Hause erledigt. So bleibt den
Kindern genügend Zeit für eine längere Aktivität.
Das Angebot richtet sich an alle interessierten Kinder der Hortgruppe 4a im Alter von 9 bis 10 Jahren
und ist unter dem Aspekt der geschlechterbewussten Pädagogik so gestaltet, dass sich Mädchen
und Jungen gleichermaßen angesprochen fühlen. Bei Bedarf und Interesse wiederhole ich es gern
gruppenübergreifend mit anderen Hortkindern und schaffe damit bereits einen Übergang in die
offene pädagogische Arbeitsweise, welche ab nächstem Schuljahr in der Einrichtung umgesetzt
wird.
Trotz der Vorfreude auf das Angebot kann die Motivation bzw. Stimmung der Kinder tagesabhängig
sehr unterschiedlich sein. Die Herausforderung könnte darin bestehen, ihre Motivation zu wecken

ZUSATZMATERIAL
2
und die Ausdauer der Kinder zu erhalten sowie einen fairen Konkurrenzgedanken aufkommen zu
lassen. In der momentanen Gruppenabschiedsphase soll das Bildungsangebot – neben der
Förderung von Fähigkeiten und Kompetenzen - eine bleibende Erinnerung an die gemeinsame Zeit
im Hort sein (u.a. durch Fotodokumentation) und bei Erfolg und Interesse der Kinder zur
Abschlussfeier vor den Eltern wiederholt werden.
Grundanliegen
Die pädagogische Arbeit zielt u.a. auf die personalen Kompetenzen der Kinder ab, Potenziale sollen
gefördert sowie Stärken und Fähigkeiten bewusst gemacht werden. Dieses Grundanliegen
formuliert der Sächsische Bildungsplan als „Ich-Stärke“ (vgl. Sächsisches Staatsministerium für
Kultus und Sport: Sächsischer Bildungsplan - ein Leitfaden für pädagogische Fachkräfte in Krippen,
Kindergärten und Horten sowie für Kindertagespflege. Weimar, Berlin: Verlag das Netz, 2011, S.68)
und bezieht sich darauf, dass „Kinder Ich-Stärke und Selbstvertrauen benötigen, um offen für neue
Erfahrungen zu sein“
(vgl. ebd.) und damit neue Lernprozesse oder Bildungsherausforderungen
bewältigen können.
Die positiven Erlebnisse der Kinder durch eine eigenverantwortliche Tätigkeit stärken ihr
Selbstwertgefühl und ihre Selbstwirksamkeit und sind als Persönlichkeitskompetenzen „zentrale
Schutzfaktoren“
und „Voraussetzungen für die Ausbildung von Resilienz“ (vgl. ebd. S.52).
Die Weiterentwicklung von „Kreativität und ästhetischem Empfinden“
(ebd. S.110) bezeichnet das
zweite Grundanliegen. Durch die Eindeutigkeit der Materialien, z.B. von Papier oder Luftpolsterfolie
wird „die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder gefördert“
(vgl. ebd. S110).
Einfache und preiswerte Werkstoffe sollen den Ideenreichtum und die Fantasie der Kinder anregen
und Inspiration sein, um neue Techniken des Ausdrucks auszuprobieren.
8
Dazu erhalten die Kinder
im Angebot Zeit und notwendigen Raum.
Im Anschluss an die Herstellung folgt eine Präsentation der Kleidungsstücke. Diese wird z.T. von
den Kindern selbst gestaltet, was ihre „Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit“
erweitert.
Zusammenfassend soll auf spielerische Weise der Erwerb von Kulturtechniken zum Thema kreative
Mode/Bekleidung und deren Darstellung gefördert werden.
Ein drittes Grundanliegen beschäftigt sich mit der Aneignung von sozialen Fähigkeiten. Durch die
Arbeit im Team/Gruppe und den „Kontakt zu Gleichaltrigen machen Mädchen und Jungen
Erfahrungen, die ihnen neue Dimensionen für soziales Wachstum erschließen“. So können sie in
den spielerischen Interaktionen ein „selbstständiges und verantwortliches Handeln erproben“.
Die Arbeit im Team oder der Gruppe ist zudem eine Entwicklungsaufgabe von Kindern im
Grundschulalter und soziale Kompetenzen bilden die Voraussetzung für diesen gelingenden
Prozess. Sie beruhen u.a. „auf der Aushandlung auf gleicher Augenhöhe, einem Vertrauen und
gegenseitiger Achtung, der Möglichkeit einer angemessenen Beteiligung“ sowie dem „Einhalten
von sozialen Regeln“
(vgl. ebd. S. 64 ff).
Ziele formulieren
: Ziele
Ich unterstütze die Kinder mit anerkennenden Gesten oder Worten. Ich lobe sie für ihre Einfälle
oder Ideen und den Mut, mit der Papierkleidung etwas Neues auszuprobieren.
Die Kinder arbeiten selbstbestimmt in kleinen Teams oder der Gruppe. So erfahren die Kinder, dass
sie selbst für ihr Tun und Handeln und für das Ergebnis der Arbeit verantwortlich sind.
M 3/2

ZUSATZMATERIAL
3
Ich bin den Kindern Vorbild beim Bewältigen eventuell auftretender Schwierigkeiten und zeige
ihnen Lösungsstrategien auf.
Die Kinder erweitern ihren kreativen Erfahrungsspielraum und setzen sich mit einer neuen
Gestaltungsmethode auseinander. Benötigen sie Hilfe oder einen Tipp, unterstützte ich sie und
gebe ihnen neue Impulse.
Ich gebe den Kindern die Chance, durch eine intensive Kooperationsarbeit soziale Fähigkeiten zu
erproben. Dazu gehören u.a. eine gemeinsame Abstimmung zu Ideen und Vorgehensweisen,
Rücksichtnahme, aber auch Durchsetzungsvermögen bzw. Konfliktaushandlung auf Augenhöhe.
Alle Kinder führen einen wertschätzenden Dialog miteinander und verhalten sich freundschaftlich,
wodurch eine angenehme und faire Arbeitsatmosphäre unterstützt wird. Ich gebe den Kindern zu
ihrem sozialen Verhalten eine Rückmeldung, indem ich sie lobe oder ein Überdenken von
unerwünschten Verhaltensweisen einfordere.
Ich mache den Kindern ihre Einzelarbeiten, aber vor allem auch das gemeinschaftliche Ergebnis
bewusst, indem sie ihre Kleidung in Form einer Modenschau präsentieren können.
Ressourcen/Rahmenbedingungen berücksichtigen:
Materiell-organisatorische Vorüberlegungen
Musikzimmer für Angebot reservieren
ausreichend Arbeitsmittel/Material bereithalten
(mind. 10 Scheren, diverse Konturenscheren, 3 Rollen Klebeband, 3 Rollen
Malerkreppband, Leim, Leimunterlagen, mind. 3 Tacker, Heftklammern,
Zeitungs-
und Packpapier, Luftpolterfolie usw.)
Accessoires, wie z.B. Schmuck oder Brillen sowie weiteres Material bringen Kinder selbst
mit
Liste für schriftliches Feedback zum Angebot vorbereiten
Liste mit Heimgehzeiten der teilnehmenden Kinder anfertigen
Übergabe Kinder bzw. Übernahme Aufsichtspflicht mit Gruppenerzieherin absprechen
M 3/2

ZUSATZMATERIAL
M 3/2
4
didaktisch-methodisches Vorgehen beschreiben und theoriegeleitet begründen:
Didaktisch-methodische Planung
Zeit/ Didaktische
Gliederung
Methodisches Vorgehen
Inhaltlicher Verlauf
Bemerkungen
13.10 Uhr
ca. 10 min
Einstiegsphase
Treffen im Musikzimmer
Belehrung
Gespräch
Nachfrage zur
Zusammenarbeit
Vorbereitung
Gespräch/ Motivation
interessierte Mädchen und Jungen treffen sich mit mir im Musikzimmer,
zum sachgerechten Umgang mit Arbeitsgeräten/-mitteln (u.a. Scheren,
Tacker) informieren
Ablauf/Vorgehen durchsprechen/Fragen der Kinder klären
Kinder finden sich in Teams zusammen oder alle arbeiten gemeinsam
sie legen ihre Verantwortlichkeiten/Tätigkeiten selbst fest
Kinder wählen sich Material aus und holen sich Arbeitsmittel an ihre
Arbeitsplätze (u.a. Papier, Luftpolsterfolie)
ich beantworte eventuell noch Fragen der Kinder zum Vorgehen o.ä.
Kinder für Vorhaben/Tätigkeiten bestärken
auf Unfallgefahren hinweisen
vorbereiteten Ablaufplan durchgehen
(durch Kinder vorbereitet)
Kinder entscheiden spontan bzw.
probieren unterschiedliche
Zusammenarbeiten
Selbständigkeit/ Eigenverantwortung
13.20 Uhr
ca. 50 min
Hauptteil 1
Arbeitsbeginn
Beobachtung
Teilhabe/Gespräch
Beobachtung
Motivation der Kinder
Dokumentation
Ansage/Anweisung
gemeinsamen Arbeitsbeginn ankündigen
der Ideenfindung und -umsetzung der Kinder, der selbständigen
Arbeitsweise der Kinder, der sozialen Fähigkeiten oder Verhaltensweisen
der Kinder durch unmittelbaren Kontakt und Gespräche mit Kindern
Interesse an ihren Arbeiten zeigen
ich biete Kindern jederzeitige Hilfe/Unterstützung an der Arbeitsweise der
Kinder; u.a. um ihre Motivation festzustellen und Fertigkeiten zu erkennen
Lob und Anerkennung aussprechen
Fotodokumentation des gemeinsamen Wirkens der Kinder
Ende der Anfertigungszeit
Vorbereitung der Modenschau
ein Kind beauftragen, Gruppe als Zuschauer einzuladen
Ziel: Kreativität/Fantasie
Ziel: Selbstwirksamkeit /Eigenaktivität
Ziel: Wohlbefinden/soziale
Kompetenzen
lernende Gemeinschaft bilden/Dialoge
führen
während gesamten Angebotes auf
Einhaltung des Unfall-/Arbeitsschutzes
achten
Feinmotorik; Kreativität-Fantasie;
Geduld
für alle Kinder liegt die Fotoerlaubnis
der Personensorgeberechtigten vor
14.10 Uhr
ca. 30 min
Hauptteil 2
Begrüßung
Präsentation
Bitte
anderer Teil der Hortgruppe und Gruppenerzieherin werden als
ZuschauerInnen und z.T. als Jury begrüßt
situativ moderieren Kinder oder ich die „Modenschau“
an Jury eine Bewertung vorzunehmen
Jury wird spontan zusammengestellt
Details und Besonderheiten der
Kleidungen hervorheben
Begleitung durch Musik und eventuell
Lichteffekte

ZUSATZMATERIAL
5
Auswertung/Reflexion
gemeinsame Arbeit bzw. Ergebnisse begutachten/Feedback ihrer Tätigkeit
an Kinder geben (Loben; Ausdauer, Ideen hervorheben - wenn erbracht)
Urkunde für Teilnahme ausgeben
(im Vorfeld von Kindern geplant)
Feedback/Einschätzung der Kinder
erfolgt per Meinungsumfrage (liegt am
Ausgang bereit)
14.40 Uhr
ca. 10 min
Hauptteil 3
Dokumentation
des Bildungsangebotes (u.a. fertige Modells in Papierkleidung und ganze
Gruppe fotografieren)
für alle Kinder liegt die Fotoerlaubnis
der Personensorgeberechtigten vor
(abgelegt im Stammdatenhefter der
Gruppe)
14.50 Uhr
ca. 20 min
Abschlussphase
Mithilfe
Anweisung/Mithilfe
beim Ablegen der Papierkleidung
gemeinsames Aufräumen
möglichst wenig beschädigen
evtl. helfen alle Kinder der Gruppe
u.a. Arbeitsgeräte auf Servierwagen;
Papierreste und Restmüll entsorgen
Reflexion beschreiben und theoriegeleitet begründen
Erfolgt mündlich im Auswertungsgespräch.
Literatur:
Sächsisches Staatsmnisterium für Kultus und Sport: Sächsischer Bildungsplan: Ein Leitfaden für pädagogische Fachkräfte in Krippen, Kindergärten und
Horten sowie für Kindertagespflege. Weimar, Berlin: Verlag das Netz, 2011
M 3/2

ZUSATZMATERIAL
BSZ Eilenburg
Praxislehrkräfte FR Sozialpädagogik
1
Richtlinien für die schriftliche Vorbereitung der berufspraktischen Aufgabe
des BSZ Eilenburg
Rote Jahne
Deckblatt
Name: Mustermann, Ina
Klasse: ERZ 21
Datum: 30.02.2022
Uhrzeit: 9:00 Uhr
1./2./3. Blockpraktikum: Zeitraum
Praxiseinrichtung (Adresse & Telefonnummer):
Gruppe:
„Kleeblatt“; 18 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren
Mentor: Frau Löwenzahn
Praxisanleiter: Frau Wegerich
Thema der Aktivität:
Wir befassen uns mit dem Thema „Frühling“. Dazu frischen wir unser Wissen auf,
gestalten eine jahreszeitliche Dekoration für das Gruppenzimmer und erleben eine Bewegungsgeschichte.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurze Vorstellung der Einrichtung
- max. 1 Seite
- pädagogisches Konzept der Einrichtung mit Bild vom Kind/ Menschenbild, Rolle des ERZ, Zielen
und Methoden der Bildungs- und/oder Erziehungsarbeit
2. Planung und Gestaltung des Tagesablaufes (in Tabellenform)
-
bezieht sich auf den alltäglichen Ablauf am Hospitations- bzw. Prüfungstag
(Rahmentagesablauf während der Hospitationszeit sowie eine Stunde vor- und nachher)
Tagesstruktur
Ziele für die Adressaten
Aufgabe des Erziehers
- zeitlicher Ablauf
- Prüfungszeitraum farblich
kennzeichnen
- keine Ablaufbeschreibung,
sondern geplanter
Kompetenzzuwachs der
Adressaten
- im Rahmen der Zielstellung
für den Adressaten
Frühstück (8.00 Uhr)
- Die Kinder decken
selbstständig den Tisch.
- Die Kinder achten
selbstständig auf die
Einhaltung der Tischsitten.
- Der ERZ beaufsichtigt das
Tischdecken und korrigiert bei
Bedarf.
- Der ERZ achtet auf die
Einhaltung der Tischsitten.
Er beteiligt sich am Frühstück
und initiiert ein Tischgespräch.
3. Vorstellung der Gruppe (in Tabellenform), exemplarisch für fünf Adressaten
Beschreibung hinsichtlich der fettgedruckten Mindestinhalte:
Name/
Geschlecht
(m/w)
Alter
Entwicklungsstand
Besonderheiten in Bezug auf
das Angebot
Max (m)
3,11
Sprache:
- Wortschatz von ca. 2000 Wörtern
- grammatikalisch richtige Mehrwortsätze
Motorik:
- sauberes Füllen einer vorgegebenen Form mit dem
Stift
- Ausdauer beim Malen ca 15 Minuten
- Feinmotorik i.B. auf Griffentwicklung nicht
altersgerecht
Faustgriff bei Stift- und Besteckhaltung
- beim kreativen Gestalten:
Stift- und Pinselhaltung im
Faustgriff
→ Impulse zur Korrektur
geben
M 3/3

ZUSATZMATERIAL
BSZ Eilenburg
Praxislehrkräfte FR Sozialpädagogik
4
- Verteilung der Blumenkränze an die Kinder
-
Bewegungslied: „Tanz in den Frühling“
- ERZ tanzt mit den Kindern frei im Raum
-
Bewegungsgeschichte „Das Erwachen der
Natur nach dem Winterschlaf“
- freier Vortrag der Geschichte und Anleitung
der entsprechenden Bewegungen
- Ablegen der Requisiten und Anlegen der
Schutzkleidung
- Anregung der Kinder zur weiteren Gestaltung
der Wiese mit den bereitgestellten
Materialien
- thematische Gesprächsführung mit der
Gruppe
- Wertschätzung der Ergebnisse der Gruppe
durch eine gemeinsame Betrachtung des
Arbeitsergebnisses
- gemeinsames Aufräumen durch Verteilung
von Verantwortlichkeiten
- Blumenkränze
- CD-Player
-
CD „Tänze
durchs
Jahr“
- ausgestanzte
verschiedenfarbige
Schmetterlinge,
Marienkäfer u.a.
aus Papier, PVC,
Styropor, Moos-
gummi, Sisal,
Kokosfaser,
Bambus und Holz
- Klebestifte,
Flüssigleim
- Trockenzeit als
Phase aktiver
Entspannung durch
Bewegung
- ERZ trägt auch
einen Kranz, bewegt
sich mit (Vorbild)
- Stimme einsetzen
und verstellen
- ERZ assistiert bei
Bedarf
- Beobachtung von
Max, Schwerpunkt:
Greifen; ggf. Üben
des Pinzettengriffs
nach Impulssetzung
- Svetlana mehrmals
zu ihrer Gestaltung
befragen
- Erzählball einsetzen
(bei Bedarf)
- Svetlana befragen
- Max beobachten,
ggf. mehr Aufgaben
erteilen
Abschluss
9.50 Uhr
(5 min)
- Anleitung zum Aufhängen des Ergebnisses im
Gruppenraum und nochmalige
Wertschätzung sowie Wiederholung der
Elemente einer Wiese
- Entlassen der Kinder ins Freispiel
- Posterstrips oder
Reißzwecken
oder Nägel und
Hammer
- Kd. anbringen
lassen, bei Bedarf
assistieren
- offene Fragen
stellen
Veränderte Variante der Planung bei offener Arbeitsweise:
Erklärung des Anforderungsniveaus und der methodischen Differenzierung in Bezug auf Anleitung und
Hilfestellungen entsprechend der Entwicklungsstände der Klienten, die am offenen Angebot teilnehmen
könnten.
5. Quellenangabe
(Konzeption, Literatur, CD`s, Internetauszüge u.ä.)
6. Anhang
(Liedtexte, Gedichte, Geschichten, Traumreisen, Fingerspiele, Anleitungen
und Arbeitsschritte für kreatives Gestalten, Spielanleitungen, Spielregeln u.ä.)
7. Fotoerlaubnis
8. Eigenständigkeitserklärung
9. Wegbeschreibung und Besonderheiten in der Einrichtung
Die Erarbeitung dieser schriftlichen Vorbereitung ist eine Orientierungs- und Bewertungsgrundlage. Eine
angemessene Anpassung an die aktuelle Tagessituation ist jederzeit möglich. Kurzfristig geplante
Veränderungen sind vor Beginn der Prüfung allen Lehrern in schriftlicher Form anzugeben. Im Rahmen der
Reflexion sind diese Abweichungen zu erläutern und zu begründen.
Neben der geforderten fachlichen Qualität geht das sprachliche Niveau (Orthographie und Grammatik) in die
Bewertung der schriftlichen Vorbereitung mit ein.
Zur Berufspraktischen Prüfung muss die schriftliche Vorbereitung in dreifacher Ausfertigung
spätestens 1 Woche vorher im Sekretariat des BSZ Eilenburg vorliegen!
M 3/3

ZUSATZMATERIAL
Fachschule Sozialwesen | Staatlich anerkannte*r Erzieher*in | Handreichung für die Praxis
Planung und Reflexion pädagogischer Aktivitäten und Angebote
in Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe
Alle Aussagen im Rahmen der Planung müssen theoriegeleitet begründet sein.
1.
Thema/Titel der Aktivität bzw. des Angebotes
2.
Kopfzeile:
Durchführende*r, Zielgruppe, Person, Datum, Zeitumfang
3.
Situationsanalyse
(Ist-Zustand)
Anlass für die Aktivität/das Angebot
Zielgruppe: Alter, Anzahl, Geschlecht, vermutete Motivation(en), Fähigkeiten, Fertigkeiten, Besonderheiten, Erwartungen der Gruppe oder einzelner
Mitglieder, für die Durchführung der Aktivität bedeutsame Aspekte der Gruppenstruktur/Gruppendynamik
für die Aktivität/das Angebot wichtige Rahmenbedingungen der Einrichtung
Vorerfahrungen der Kinder/Jugendlichen/des Teams
Person des Erziehers/der Erzieherin: eigene Kompetenzen und Herausforderungen, Vorerfahrungen
4.
Grundanliegen
in Satzform
Grobziele formulieren und Bezüge zum pädagogischen Auftrag der Institution herstellen (z.B. Sächsischer Bildungsplan, Konzeption, Hilfeplan...)
Konzentration auf das Wesentliche
Quellen angeben
5.
Ziele
in Satzform
Formulieren der Ziele aus der Perspektive des Erziehers/der Erzieherin und/oder für das Kind/die Kinder, den/die Jugendlichen
anstreben eines ausgewogenen Verhältnisses der bekannten Kompetenzbereiche sowie zwischen Gruppen und individuellen Zielen
bewusste Entscheidung für prozess- oder/und ergebnisorientierte Ziele
6.
Materiell-organisatorische Vorüberlegung
personelle (Vorgespräche, Absprachen, Qualifizierungen), materiell (Beschaffung und Bereitstellung von Material) und organisatorische Vorüberlegungen
(Raumgestaltung, Ankündigung von Aktivitäten, Aushänge und Einschreiblisten) darstellen
Urheberrecht berücksichtigen → Quellen angeben und ggf. als Anhang an die Planung anfügen
7.
Didaktisch-methodische Planung
in Tabellenform im Querformat
Einstiegsphase / Hauptphase / Abschlussphase
Zeit
Didaktische Gliederung
Methodisches Vorgehen
Inhaltlicher Verlauf
Bemerkungen
Die Verlaufsplanung ist eine Orientierung, sie ist kein Dogma. Die Erzieherin/der Erzieher muss flexibel und angemessen auf aktuelle Herausforderungen in der Praxis
reagieren und diese begründen können. Bei arbeitsteiliger Durchführung/Begleitung der Aktivität sind konkrete Verantwortlichkeiten auszuweisen.
8.
Reflexion
(im Anschluss an die Durchführung erfolgt die mündliche und schriftliche Reflexion)
der Situationsanalyse
des Grundanliegens/der Ziele
der materiell-organisatorischen Vorüberlegungen
des methodischen Vorgehens
der eigenen Fachkompetenz
Beachten Sie bei der Reflexion die Grundsätze für die Durchführung einer Reflexion.
Haben Sie Mut, eigene Stärken und eigene Entwicklungsmöglichkeiten konkret zu benennen.
Leiten Sie Schlussfolgerungen für Ihre weitere pädagogische Arbeit ab!
Quelle: Arbeitsergebnis in Kooperation der Fachkonferenzen Erzieher*innen am BSZ Dienstleistung, Gestaltung und Sozialwesen Dresden mit dem BSZ „Friedrich
Siemens“ Pirna, 2021
M 3/4

M 3/5
Individueller Ausbildungsplan
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Der individuelle Ausbildungsplan - eine Form der anschaulichen Dokumentation des
eigenen Kompetenzentwicklungsstandes
Die persönliche professionelle Entwicklung hin zu Erzieher*innen ist eigenverant-
wortliche Aufgabe aller Fachschüler*innen und kann gelingen, wenn Fachschule und
Praxispartner*innen entsprechende Unterstützung leisten. In diesem Zusammenhang
sind die Vernetzung beider Lernorte einerseits und die enge sich ergänzende Zusam-
menarbeit aller am Prozess Beteiligten andererseits eine der wichtigsten Gelingens-
vorausetzungen.
Der individuelle Ausbildungsplan hilft dabei, sich aller Lehrplanziele bewusst zu
werden/zu sein und sich diese kleinschrittig zu erarbeiten, im Verlauf der Ausbil-
dung immer wieder den eigenen Kompetenzstand zu definieren/reflektieren und
die nächsten Schritte/Ziele in ihrer Umsetzung zu planen.
Pädagogische Kompetenzen erwerben Fachschüler*innen durch die Auseinan-
dersetzung mit den sehr praxisnahen Themen des Unterrichts genauso wie bei
der Arbeit in sozialpädagogischen Einrichtungen bzw. durch die Interaktion
mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Eltern und Personensorge-
berechtigten, Teammitgliedern und Kooperationspartner*innen. Darum ist der in-
dividuelle Ausbildungsplan nicht nur die Grundlage für die persönliche Entwick-
lung während der Praktika, sondern wird bereits innerhalb der Unterrichtszeit
kontinuierlich für die Reflexion des eigenen Entwicklungsstandes genutzt.
Der durch Reflexion erreichte Kompetenzstand bildet dann jeweils den momentanen
Ist-Stand ab und liefert gleichzeitig Ideen für die nächsten Schritte der eigenen Weiter-
entwicklung sowie Hinweise für notwendige Lerngelegenheiten, die es dafür braucht.
• Broschüre
• individueller Ausbil-
dungsplan
• als persönliches Instru-
ment für Unterricht und
Praxis
Kompetenzentwicklung reflektieren und dokumentieren
Ist-Stand eigener Kompeten-
zen reflektieren
weitere Schritte/Teilziele
festlegen
Lerngelegenheiten finden
pädagogisch handeln
eigenes Handeln reflek-
tieren
selbstmotivierte, eigenverant-
wortliche Kompetenzentwicklung
Kompetenzreflexion und Dokumentation
in der Fachschule und Praxiseinrichtung
Kompetenzentwicklung bewusst
erleben
3
Berufspraktische Aufgaben
Autor*in:
Dorit Kolodzej, Schulleiterin und Lehrkraft
Institution:
Semper Fachschulen gGmbH I Fachschule für Sozialwesen Dresden
Der individuelle Ausbildungsplan ist das geeignete Instrument während der Ausbildung zur Dokumentation
der selbstständigen und eigenverantwortlichen Kompetenzentwicklung als professionelle Erzieher*in.

image
ZUSATZMATERIAL
Quelle: Semper Fachschulen gGmbH/FSSW/Ausb.Erz/ Individueller Ausbildungsplan
M 3/5
Quelle: Semper Fachschulen gGmbH/FSSW/Ausb.Erz/ Individueller Ausbildungsplan

image
ZUSATZMATERIAL
Quelle: Semper Fachschulen gGmbH/FSSW/Ausb.Erz/ Individueller Ausbildungsplan
M 3/5
Quelle: Semper Fachschulen gGmbH/FSSW/Ausb.Erz/ Individueller Ausbildungsplan

4
MODUL
Begleitung und
Reflexion
»
Sich selbst als Erzieher*in begreifen und eine professionelle Haltung entwickeln -
nur möglich im Team
Material: M 4/1
»
Reflexion der Praxiserfahrungen anhand des individuellen Ausbildungsplans (iAP)
Material: M 4/2
»
Reflexionskärtchen zur strukturierten Nachbesprechung beruflichen Handelns
in der berufspraktischen Ausbildung am Lernort Praxis
Material: M 4/3 • M 4/4

4
Begleitung und Reflexion
Autor*in:
Dana Jentsch, Lehrerin u. Fachberaterin Sozialwesen
Institution:
BSZ Eilenburg “Rote Jahne”
M 4/1
Professionelle Haltung
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Grundlage einer jeden Reflexion ist das Bild, was jede*r von sich selbst, den persön-
lichen Ressourcen, aber auch den Reserven hat. Dieses Bild bestimmt wesentlich
unser Handeln, sowohl im Alltag als auch im Beruf. Sich der eigenen Person im Sinne
von beruflicher Identität als Erzieher*in bewusst zu sein, wird u.a. bedingt durch
Selbstsicherheit im beruflichen Handeln und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.
Mit Hilfe einer Einschätzskala (siehe Material), die sowohl von den Praktikant*innen
als auch parallel von der Anleitung ausgefüllt wird, kann ein Abgleich zwischen
Selbst- und Fremdbild im beruflichen Kontext erfolgen. Zudem bietet sich mit dem
Vergleich der Ergebnisse eine Gesprächsgrundlage zu möglichen Anforderungen
der Einrichtung, persönlichen Zielen der Fachschüler*innen, aber auch zu eventu-
ellen Bedenken und Stolpersteinen beider Seiten.
Dieses Instrument sollte im Verlauf des Praktikums regelmäßig genutzt werden, um
die Entwicklung der Ressourcen bzw. die Wandlung der Reserven in Ressourcen
abzubilden. Zu Beginn des Praktikums erfolgt mit Hilfe der Einschätzung eine
Bestandsaufnahme, welche die Grundlage für die Strukturierung der Phasen der
Orientierung, Erprobung und der autonomen Handlungskompetenz bildet. Für
das Führen des individuellen Ausbildungsplanes können Ansätze zur Zielsetzung
gewonnen und mit konkreten Aufgaben hinterlegt werden. Nach einer angemessenen
Einarbeitungszeit kommt die Skala wiederholt zum Einsatz, nun als Instrument der
Entwicklungsdokumentation. Durch den Vergleich wird der Grad der Erfüllung gestell-
ter Ziele abgebildet. Zudem können die Items des Fragebogens verändert werden,
mit Rücksicht auf den Kompetenzzuwachs und die damit zunehmende autonome
Handlungskompetenz der Praktikant*innen. Auch einrichtungsspezifische An-
forderungen, z.B. im Rahmen der Konzeption, sollten Berücksichtigung finden.
• Einschätzskala als
schnelle und wiederver-
wendbare Methode zum
Abgleich der Selbst-
wahrnehmung der
Praktikant*innen mit
den Wahrnehmungen
der Praxisanleiter*innen
• Reflexionsmethode,
Gesprächsgrundlage
und Grundlage des
Individuellen Ausbil-
dungsplanes
Sich selbst als Erzieher*in begreifen und eine professionelle Haltung
entwickeln - nur möglich im Team
Im Rahmen der Praktika können Fachschüler*innen ihre theoretisch erworbene Erzieher*innen- Persönlich-
keit durch den praktischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen, aber auch Eltern, dem Team sowie Koop-
erationspartner*innen auf den Prüfstand stellen, überdenken und erweitern. Mit Hilfe der folgenden Reflex-
ionsmethode können die Praxisanleiter*innen hier eine wertvolle Unterstützung anbieten.
Anforderungen an Praktikant*
innen im Team festlegen
Anforderungen je nach Ausbil-
dungsstand beschreiben
regelmäßige Termine für Reflex-
ionsgespräche vereinbaren
Nutzung der Ergebnisse für das
Gespräch mit der Fachschule
Selbstbild als pädagogische
Fachkräfte entdecken
sich über Fremdbild austauschen
Kompetenzen erweitern,
professionell handeln

ZUSATZMATERIAL
Entwicklung einer professionellen Haltung
Einschätzung von:
______________________ Datum der Einschätzung: _______
Besprochen mit:
______________________
Hier finden Sie eine unvollständige Liste von Kompetenzen, die von jedem/jeder Erzieher/Erzieherin am Ende
seiner/ihrer Ausbildungszeit erwartet werden. Sie können diese für Ihre Erfordernisse verändern und
ergänzen. Schätzen Sie sich selbst in Bezug auf die benannten Kriterien ein. Was „können Sie schon gut“ und
„woran möchten Sie arbeiten“?
Tauschen Sie sich mit Ihrem/Ihrer Praxisanleiter/Praxisanleiterin zu Ihrer Einschätzung aus.
Erwartete Fähigkeiten, Eigenschaften, Verhaltensweisen in Bezug auf
mich selbst:
Kompetenz
noch gering
ausgeprägt
Hieran
möchte ich
arbeiten
Kompetenz
schon stark
ausgeprägt
Ich bringe mich aktiv in das Gruppengeschehen ein.
Ich erkenne zu erledigende Aufgaben und führe diese selbstständig aus.
Übertragene Aufgaben erledige ich zuverlässig.
Ich bitte um Hilfe, wenn ich unsicher bin oder Fragen habe.
Kritik nehme ich als sachliche Einschätzung meiner Arbeit bzw. meiner
Person wahr und gehe dazu in einen konstruktiven Austausch.
In der Schule Erlerntes kann ich übertragen, umsetzen, ergänzen und
vertiefen.
Ein Beispiel zu meiner eigenen Einschätzung:
Erwartete Fähigkeiten, Eigenschaften, Verhaltensweisen in Bezug auf
Adressaten/Adressatinnen:
Kompetenz
noch gering
ausgeprägt
Hieran
möchte ich
arbeiten
Kompetenz
schon stark
ausgeprägt
Ich begegne Adressaten/Adressatinnen wertschätzend.
Bedürfnisse und Interessen der Adressaten/Adressatinnen nehme ich
wahr und berücksichtige diese in meinem Handeln.
Vielfalt verstehe ich als Chance und gehe vorurteilsbewusst damit um.
Ich kommuniziere unter Berücksichtigung allgemeingültiger
Gesprächsregeln und bin mir meiner sprachlichen Vorbildwirkung
bewusst.
Ich plane situations- und ressourcenorientiert Aktivitäten.
Bei Planungs- und Gestaltungsprozessen binde ich
Adressaten/Adressatinnen ein.
M 4/1

ZUSATZMATERIAL
M 4/1
Ein Beispiel zu meiner eigenen Einschätzung:
Erwartete Fähigkeiten, Eigenschaften, Verhaltensweisen in Bezug auf das
Team:
Kompetenz
noch gering
ausgeprägt
Hieran
möchte ich
arbeiten
Kompetenz
schon stark
ausgeprägt
An Dienstberatungen nehme ich aktiv teil. Ich bringe meine Ideen und
Anmerkungen ein.
Ich halte mich an Regeln und Absprachen.
Ich suche den Austausch mit unterschiedlichen Teammitgliedern.
Ein Beispiel zu meiner eigenen Einschätzung:
Erwartete Fähigkeiten, Eigenschaften, Verhaltensweisen in Bezug auf die
Einrichtung, Kooperationspartner*innen und das Gemeinwesen:
Kompetenz
noch gering
ausgeprägt
Hieran
möchte ich
arbeiten
Kompetenz
schon stark
ausgeprägt
Die Konzeption der Einrichtung habe ich erfasst und erkenne Aspekte im
pädagogischen Alltag wieder.
Im Umgang mit Sorgeberechtigten trete ich angemessen auf und
kommuniziere sachlich.
Ich kenne Netzwerkpartner der Einrichtung und ihre Bedeutung für die
Arbeit in der Einrichtung.
Ein Beispiel zu meiner eigenen Einschätzung:
Quelle: Einschätzskala Selbstreflexion von Dana Jentsch 04´2020 in einer bearbeiteten Fassung von Heike Kirsch und Tina Michelfelder

4
Begleitung und Reflexion
Autor*in:
Heike Kirsch, Fachberatung Kindertagesbetreuung
Institution:
Diakonisches Werk - Stadtmission Dresden gGmbH
M 4/2
Individueller Ausbildungsplan
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Die Reflexionsbögen (gekürzte Fassung siehe Material) auf Grundlage des individuellen
Ausbildungsplans entstanden in der Begleitung von Auszubildenden im Elementar-
bereich und im Austausch mit Praxisanleiter*innen. Der Wunsch war, einerseits eine
konkrete Orientierung zu haben, worauf sich die Lernerfahrung und Reflexion im
Praktikum beziehen soll. Dafür bieten die konkret untermauerten Erfahrungsfelder
des iAP einen guten Bezugspunkt. Andererseits soll die individuelle Selbstreflexion
und ganzheitliche Auseinandersetzung angeregt werden. Um diesen offenen, breiten
Prozess zu unterstützen, gibt es freie, zu beschreibende Felder zum aktuellen Ist-Stand,
zu individuell gesetzten Zielen und zur Reflexion.
Die einleitende Erklärung zur Zielformulierung nach der SMART-Methode soll sowohl
Praktikant*innen als auch deren Begleiter*innen in Schule und Praxis helfen, geeignete
Zielformulierungen zu finden, an denen sie tatsächlich wachsen können. Zielformu-
lierungen fallen erfahrungsgemäß selbst langjährigen Fachkräften schwer, deshalb
schon hier die Einbindung dieser Methode.
Die Reflexionsbögen sind in erster Linie ein Material der Praktikant*innen zur Vorbe-
reitung des Praktikums und zur kontinuierlichen eigenverantwortlichen Reflexion der
Praxiserfahrung. Das Material kann auch von Lehrkräften für die Zielformulierung aktiv
eingebunden werden. Ebenso sollen die Reflexionsbögen in der Praxisanleitung mit
den Mentor*innen in der Einrichtung genutzt werden. Während des Praktikums tragen
die Praktikant*innen in den Erfahrungsfeldern entsprechende Ziele, Methoden und
Reflexionen fortlaufend ein.
Das am Ende eingefügte Beispiel gibt eine Orientierung, wie mit dem Material gear-
beitet werden kann, wie sich konkrete Lernerfahrungen hier niederlegen lassen. Es
wurden ganz bewusst Kompetenzen mit Bezug zum pädagogischen Alltag gewählt,
da die Verknüpfung von theoretisch erlangtem Wissen und gelebtem Alltag in päda-
gogischen Praxisfeldern den Auszubildenden erfahrungsgemäß am schwersten fällt.
• Reflexionshilfe auf
Basis des individuellen
Ausbildungsplans
zur Vorbereitung und
zur fortwährenden
Reflexion der
Praxiserfahrung in
der berufspraktischen
Ausbildung
pädagogischer
Fachkräfte
Reflexion der Praxiserfahrungen anhand des individuellen Ausbildungsplans
(iAP)
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis und die Reflexion des eigenen Handelns stellten eine der größten
Herausforderungen in der Ausbildung dar. Der individuelle Ausbildungsplan, wie im 2017 veröffentlichten
Leitfaden zur berufspraktischen Ausbildung, eignet sich gut für dieses vernetzte Lernen. Auszubildende
benötigen eine praxisorientierte, handhabbare Form des iAP, welche wir als Träger bereitstellen.
erste Ziele im Vorfeld des Prak-
tikums SMART formulieren
fortwährende Reflexion der
Praxiserfahrung
orientiert an Zielen
Verknüpfung Theorie und Praxis
in Praxisreflexion
SMARTe Ziele mit Methoden
untermauern und reflektieren
pädagogisches Handeln planen
und reflektieren lernen

image
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image
image
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ZUSATZMATERIAL
Individueller Ausbildungsplan Reflexionsbögen
Version: 10.02.2021
1
Individueller Ausbildungsplan
1
Der individuelle Ausbildungsplan bezieht sich auf fünf Erfahrungsfelder und ist dreistufig
aufgebaut:
Niveaustufe I
dient der Annäherung an ausgewählte berufliche Anforderungen
sowie der Beobachtung von Situationen im Arbeitsfeld.
Auf
Niveaustufe II
werden Situationen in einer vertieften Auseinandersetzung, auf
Grundlage der Erkenntnisse aus Niveaustufe I, selbst erprobt und reflektiert.
Auf
Niveaustufe III
haben Sie autonome Handlungskompetenz erworben. Sie
agieren sicher und ohne Unterstützung.
Am Ende der Ausbildung bzw. des Studiums sollen Sie die erforderliche Autonomie in den
beruflichen Kernkompetenzen erworben haben.
Umgang mit dem individuellen Ausbildungsplan:
Formulieren Sie für alle Erfahrungsfelder mindestens ein allgemeines Ziel. Überlegen
Sie
anschließend, wie Sie dabei in Teilschritten eine professionelle Handlungskompetenz
erwerben können. Formulieren Sie Ihre Ziele für sich selbst (Ich-Form) und SMART
2
.
S
Spezifisch
Das Ziel beschreibt konkret, was erreicht werden soll.
M
Messbar
Es ist benannt, woran man merkt, dass das Ziel erreicht ist.
A
Aktivierend
Das Ziel ist für die Person ansprechend bzw. erstrebenswert.
R
Realistisch
Das Ziel ist im Bereich des Möglichen, dennoch herausfordernd.
T
Terminiert
Der Zeitraum zur Zielerreichung ist klar definiert.
Achten Sie bei der Erstellung der Ziele auf realistische Erprobungs- und Handlungs-
möglichkeiten, um eine Unterforderung bzw. Überforderung zu vermeiden. Beachten
Sie
zudem, dass das Erreichen der autonomen Handlungskompetenz an eine Vielzahl von
Übungs- und Erprobungssituationen gekoppelt ist.
Beginnen Sie auf Stufe I mit Beobachtungen, Recherchen, gezielten Nachfragen. Auf
Stufe II nutzen Sie die bisherigen Ergebnisse und versuchen diese bei der Arbeit
einzusetzen. Stufe III sollte immer über einen längeren Zeitraum gesehen werden
(mehrere Tage bis Wochen):
‚Habe ich diese Kompetenz erworben und fühle ich mich
dabei schon sicher?‘
Notieren Sie fortlaufend Beispiele, Handlungen, Gespräche usw., die
Sie mit der angestrebten Kompetenz in Verbindung bringen.
Besprechen Sie in Ihren Praktika von Beginn an, gemeinsam mit Ihrem Praxisanleiter,
Schwerpunkte und Ziele, die Sie anschließend mit aufnehmen. Reflektieren Sie Ihre
Erfahrungen in Reflexionsgesprächen und kennzeichnen Sie besprochene Aspekte.
1
Vgl. Leitfaden zur Gestaltung der berufspraktischen Ausbildung an der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen
2
https://de.wikipedia.org/wiki/SMART_(Projektmanagement)
aufgerufen am 16.11.20
Pädagogische Beziehungen gestalten und
Gruppenprozesse begleiten
Bildungs- und Entwicklungsprozesse unter
Berücksichtigung der Lebenswelten, -situationen
und Bildungsthemen anregen und unterstützen
Bildungs- und Erziehungspartnerschaften
initiieren und mitgestalten
Im Team zusammenarbeiten, Qualität sichern
und weiter entwickeln sowie im Berufsfeld
kooperieren
Berufliche Identität und professionelle Perspektiven entwickeln
M 4/2
gekürzte Fassung für die Arbeitshilfe „Lernortkooperation“

image
ZUSATZMATERIAL
Individueller Ausbildungsplan Reflexionsbögen
Version: 10.02.2021
2
Erfahrungsfeld „Bildungs- und Entwicklungsprozesse unter Berücksichtigung der
Lebenswelten, Lebenssituationen und Bildungsthemen anregen und unterstützen“
Kompetenzen / Mögliche Kriterien
Analyse der Lebenswelten und Lebenssituationen und Erkundung von Handlungs- und
Entwicklungsspielräumen der Adressaten
offener Umgang mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, anderen Kulturen sowie
religiösen und weltanschaulichen Ausdrucksformen und Nutzung von Vielfalt als Chance
und Ressource
Co-Konstrukteur sein
Unterstützung der Entwicklung von Bildungs- und Erziehungszielen und Werten
zielgerichtete Beobachtung, Analyse, Beurteilung und Dokumentation mit Hilfe
geeigneter Verfahren
altersangemessene
und
geschlechtersensible
Planung
und
Gestaltung
von
Bildungsangeboten unter Beachtung der Vielfalt von Bedürfnissen, Bildungsthemen,
individuellen und sozialen Ressourcen, Entwicklungsaufgaben und -besonderheiten
ressourcenorientierte Unterstützung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen mit Hilfe
ganzheitlicher Wahrnehmungs-, Erlebnis-, Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten im
Alltag und in gezielten Lern- und Förderangeboten unter Einbeziehung aller Bildungs-
und Entwicklungsbereiche
gemeinsame Dokumentation und Reflexion von Bildungs- und Entwicklungsprozessen
mit den Heranwachsenden und deren Bezugspersonen sowie im Team und Evaluieren
des pädagogischen Handelns
gemeinsame Gestaltung einer entwicklungsfördernden Umwelt
Begleitung bei der Gestaltung von institutionellen und existenziellen Übergängen
Mitwirkung an Förder- und Hilfeplanverfahren sowie sozialpädagogischer Diagnostik
Kooperation mit Netzwerkpartnern zur Entwicklung bedarfsgerechter Angebote
M 4/2
gekürzte Fassung für die Arbeitshilfe „Lernortkooperation“

image
ZUSATZMATERIAL
Individueller Ausbildungsplan Reflexionsbögen
Version: 10.02.2021
3
Ist-Stand
(Wo stehe ich jetzt in Bezug auf eine Kompetenz in diesem Erfahrungsfeld? Worin liegt hier für mich die
Herausforderung?)
Entwicklungsfokus
(Was möchte ich im Praktikum in Bezug auf die ausgewählte Kompetenz erreichen? Woran würde ich
merken, dass ich diese Kompetenz erworben habe?)
Handlungsziele - Teilschritte SMART
Niveaustufe I:
Ziel
Methode
Niveaustufe II:
Ziel
Methode
M 4/2
gekürzte Fassung für die Arbeitshilfe „Lernortkooperation“

image
ZUSATZMATERIAL
Individueller Ausbildungsplan Reflexionsbögen
Version: 10.02.2021
4
Niveaustufe III:
Ziel
Methode
Reflexion dazu / Auswertung
M 4/2
gekürzte Fassung für die Arbeitshilfe „Lernortkooperation“

image
ZUSATZMATERIAL
Individueller Ausbildungsplan Reflexionsbögen
Version: 10.02.2021
5
Beispiel im
Erfahrungsfeld
„Bildungs- und Entwicklungsprozesse anregen und
unterstützen“
Ist-Stand
(Wo stehe ich jetzt in Bezug auf eine Kompetenz in diesem Erfahrungsfeld? Worin liegt hier für mich die
Herausforderung?)
Altersangemessenes musikalisches Bildungsangebot in der Krippe
Mir fehlt die genaue Kenntnis
der Potentiale, Möglichkeiten und Interessen von Kindern unter 3 Jahre im Bereich musikalische
Bildung. Was ist dabei bedürfnisorientiert möglich und, orientiert an den Entwicklungsaufgaben
der
Krippenkinder, realistisch?
Entwicklungsfokus
(Was möchte ich im Praktikum in Bezug auf die ausgewählte Kompetenz erreichen? Woran würde ich
merken, dass ich diese Kompetenz erworben habe?)
Ich nehme den Entwicklungsstand und die individuellen Ressourcen der Kinder wahr, erfasse ihre
Interessengebiete und lasse in diese sowohl alltäglich als auch in gezielten Angeboten
musikalische Impulse einfließen.
Handlungsziele - Teilschritte SMART
Niveaustufe I:
Ziel
Ende Juni kenne ich aktuelle Entwicklungsaufgaben und die aktuellen Interessen von sechs
Kindern meiner Gruppe. Ich habe eine Sammlung verschiedener musikalischer Impulse, die für
Kinder im jungen Alter geeignet und anregend sind.
Methode
Ich beobachte in den ersten zwei Juni-Wochen die Kinder und schreibe zu sechs Kindern auf, an
welchen Entwicklungsaufgaben sie aktuell dran sind. Ich mache eine Liste mit den Themen, die
diese 6 Kinder aktuell interessieren. Ich befrage Fachkräfte und Literatur zu möglichen
musikalischen Impulsen mit dem Ziel eine große Vielfalt zu haben.
Niveaustufe II:
Ziel
Ende Juni führe ich in einer Kleingruppe von 3-4 Kindern einen musikalischen Impuls durch, der
ihren Interessen und Entwicklungsaufgaben entspricht.
Methode
Orientiert an den 3-4 Kindern bereite ich einen musikalischen Impuls für Ende Juni vor, bespreche
die Planung mit meiner Mentorin, lege mit ihr einen geeigneten Rahmen und Zeitpunkt fest und
führe ihn eigenverantwortlich durch.
Niveaustufe III:
Ziel
Ende Juli habe ich ein Repertoire an musikalischen Impulsen, mit dem Schwerpunkt auf
Rhythmus, unterschiedlichen Klängen aus in der Kita vorhandenen Materialien und kurze
Melodien. Ich setze diese Impulse für die Kinder zeitlich angemessen, orientiert an ihre aktuellen
Entwicklungsaufgaben und interessenorientiert ein.
Methode
Einmal wöchentlich bereite ich ein Musikangebot von 10 min vor, das zu einem aktuellen Thema
der Gruppe, einzelner Kinder passt, sie anregt Rhythmus, verschiedene Klänge und Laute, kurze
Melodien auszuprobieren. Das Angebot findet entweder im Gruppenkreis oder als freies Angebot
in der Freispielzeit statt.
M 4/2
gekürzte Fassung für die Arbeitshilfe „Lernortkooperation“

4
Begleitung und Reflexion
Autor*in:
Susan-Barbara Schulze, Fachdidaktik Sozialpädagogik
Institution:
LAS Berufsbildende Schulen Dresden
M 4/3
Reflexionskärtchen
M 4/4
Reflexionsleitfaden für
Schüler*innen
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Berufliches Handeln als Erzieher*in zu reflektieren, bedeutet ehrlich, aber auch struk-
turiert einzelne Ziele, Entscheidungen und Handlungsschritte auf den Prüfstand zu
stellen und theoriegeleitet hinsichtlich des Gelingens bzw. Scheiterns zu bewerten.
Das Reflektieren ist eine Kernkompetenz von Erzieher*innen, ebenso die Selbstre-
flektivität. Beides ist Ausgangspunkt und Korrektiv im lebenslangen Prozess der Pro-
fessionalisierung. Das vorgestellte Instrument (angelehnt an die Nachbesprechung
nach A. Goll //
https://www.uni-hildesheim.de/media/fb3/deutsche_sprache/PDF/
fachnetz_Dt_17WS/Goll__2002__Unterrichtsreflexion.pdf) unterstützt den Erwerb
dieser Kernkompetenz bzw. Haltung. Es unterstützt den systematischen Erwerb be-
ruflicher Handlungskompetenz, gibt Struktur und ermöglicht die gleichberechtigte
Partizipation aller am Gespräch beteiligten Personen. Im Folgenden werden die
Verantwortlichkeiten bei der Arbeit mit den Reflexionskärtchen kurz beschrieben:
Die Praktikant*innen reflektieren sich selbst, holen sich ein Feedback ein, entwick-
eln und diskutieren Handlungsalternativen. Sie stellen den Bezug zwischen Theorie
und Praxis her, leiten Ziele für ihre individuelle Kompetenzentwicklung ab. Die
Praxisanleitung moderiert und achtet auf das Einhalten der Schrittfolge. Sie ver-
antwortet den wertschätzenden Umgang mit Feedbackwünschen, Störungen oder
dem Bedürfnis nach einer Pause. Sie bietet im Gesprächsverlauf Besprechungsthe-
men an, gibt konstruktives Feedback, diskutiert Handlungsalternativen und unter-
stützt die Praktikant*innen beim Ableiten und Formulieren von Zielen für deren
individuelle Kompetenzentwicklung. Beim Praxisbesuch bietet auch die praxis-
begleitende Lehrkraft gleichberechtigt Besprechungsthemen an, gibt konstruktives
und wertschätzendes Feedback, fordert theoriegeleitete Begründungen, diskutiert
gleichberechtigt Handlungsalternativen und unterstützt die Praktikant*innen und
die Praxisanleitung beim Ableiten und Formulieren von Zielen für den individuellen
Ausbildungsplan.
Die Moderationskarten im Anhang unterstützen diesen Prozess.
• Reflexionsinstrument
für Nachbesprechung
mit Praxisanleiter*in/
praxisbegleitender
Lehrkraft
• Handlungen gemein-
sam bewerten
• Selbstbild - Fremdbild
• Handlungsalternativen
diskutiern
• Ziele für die individuelle
Kompetenzentwicklung
formulieren
Reflexionskärtchen zur strukturierten Nachbesprechung beruflichen
Handelns in der berufspraktischen Ausbildung am Lernort Praxis
Die Reflexionskärtchen dienen der gemeinsamen Nachbesprechung von Handlungssequenzen der Praktikant*
innen im Rahmen von Reflexionsgesprächen mit der Praxisanleiterung und ggf. bei Hospitationen durch die
praxisbegleitende Lehrkraft. Sie stellen damit sowohl ein Instrument der berufspraktischen Ausbildung als auch
der Lernortkooperation im Rahmen der Hospitationsbesuche dar.
fördert Selbstreflextivität
Selbstbild
Fremdbild
Feedback
Zielorientierung für
Kompetenzentwicklung
Anleitung und Begleitung in der
berufspraktischen Ausbildung
gemeinsame, strukturierte Anlei-
tungs- und Reflexionsgespräche
Selbstreflexivität und reflektierte
Handlungskompetenz weiterentwickeln

ZUSATZMATERIAL
Didaktik Sozialpädagogik
Susan-B. Schulze
"So habe ich
meine Arbeit
wahrgenommen…"
1. Praktikant*in hat das Wort
vorbereitete (10-15 min.),
strukturierte Reflexion
Planung, Abweichungen,
Begründungen, emotionale
Zustände
"Das hat mir gut
gefallen…"
2. Praktikant*in, Praxisanleiter*in
und praxisbegleitende Lehrer*in
auf Augenhöhe
positive Aspekte benennen ggf.
visualisieren
M 4/3

ZUSATZMATERIAL
Didaktik Sozialpädagogik
Susan-B. Schulze
"Darüber möchte ich
sprechen…"
3. Alle benennen gleichberechtigt
Themenangebote bzw.
wünsche
Themen werden individuell
gesammelt, visualisiert und kurz
vorgestellt
"Dazu wünsche ich
mir Rückmeldung…"
4. Praktikant*in legt Ihre
Besprechungsthemen fest
die Praktikant*in wählt 2-4
Themen aus und legt die
Reihenfolge der Besprechung
fest
M 4/3

ZUSATZMATERIAL
Didaktik Sozialpädagogik
Susan-B. Schulze
Besprechung der
Themen
5. Alle gleichberechtigt
wertschätzende, konstruktive
Kommunikation
evtl. Visualisierung und
Dokumentation
"Daran möchte ich
arbeiten…"
6. Praktikant*in
legt 1 bis max. 3
Entwicklungsschwerpunkte fest
dokumentiert im
Individuellen
Ausbildungsplan
M 4/3

ZUSATZMATERIAL
Didaktik Sozialpädagogik
Susan-B. Schulze
Wechselseitiges
Feedback zum
Gesprächsverlauf
7. Alle gleichberechtigt
Gesprächsverlauf und
Atmosphäre werden
rückgemeldet
Pause
M 4/3

ZUSATZMATERIAL
Didaktik Sozialpädagogik
Susan-B. Schulze
Störung
Bitte um
Feedback zu…
Quelle: Susan-Barbara Schulze, Fachdidaktik Sozialpädagogik, LAS berufsbildende Schulen Dresden
M 4/3

image
image
ZUSATZMATERIAL
AS-BS Didaktik der Sozialpädagogik
Susan-Barbara Schulze
1
Reflexionsleitfaden
1
Mit der zurückliegenden
Handlungssphase bin ich insgesamt
zufrieden/unzufrieden,
weil…
ganz kurz
2
Meiner Planung lag folgende
Situations- bzw. Gruppenanalyse
bzw. Bezug zum SBP
zu Grunde…
Bezug zur Planung
3
Deshalb hatte ich folgende Ziele
festgelegt…
4
Diese Ziele habe ich
erreicht/nicht
erreicht…
5
Das wurde im Verlauf
beobachtbar
durch…
6
Didaktisch waren mir folgende
Überlegungen wichtig, die im
Verlauf…
M 4/4

ZUSATZMATERIAL
AS-BS Didaktik der Sozialpädagogik
Susan-Barbara Schulze
2
7
Ich ziehe folgende
Schlussfolgerungen zum von mir
geplanten Verlauf…
8
...alternativ würde ich…
9
Ich ziehe folgende
Schlussfolgerungen zu meinen
Zielen…
10
...alternativ würde ich…
11
Ich ziehe folgende
Schlussfolgerungen zu meinem
pädagogischen Handeln…
12
...alternativ würde ich…
13
Besonders gelungen ist in dieser
Handlungsphase…
Quelle: Susan-Barbara Schulze, Fachdidaktik Sozialpädagogik, LAS berufsbildende Schulen Dresden
M 4/4

5
MODUL
Feedback und
Bewertung
»
Erfassung der Interaktionsqualität - Leistungsbewertung in Ausbildung und Prüfung
Material: M 5/1
»
Beurteilung der berufspraktischen Ausbildung auf der Grundlage der einzelnen Niveaustufen
des Individuellen Ausbildungsplans
Material: M 5/2
»
Kriterien zur Bewertung der Reflexion in der berufspraktischen Ausbildung
Material: M 5/3

5
Feedback und Bewertung
Autor*in:
Peter Schulze, Lehrer im Hochschuldienst
Institution:
Technische Universität Dresden, ZLSB
M 5/1
Beobachtungsbögen für
Interaktionsqualität
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
111 Lehrkräfte haben sich zwei Videovignetten von Fachschüler*innen angesehen,
hatten also eine identische Beobachtungsgrundlage. Umso erstaunlicher, dass trotz-
dem Noten von 1 bis 5 vergeben wurden. Wie kommt es dazu? In den Daten werden
unterschiedliche Einflüsse deutlich: u. a. das Fachwissen, diagnostische Kompetenzen,
Emotionen und Persönlichkeitseigenschaften sowie das Beurteilungsinstrument
selbst haben Einfluss auf die Einschätzungen und Urteile. Was bedeutet das für die
Praxis? Zum einen, dass wir uns bewusst sein sollten, dass unsere Urteile im Rahmen
von Beobachtungen subjektiv sind. Zum anderen, dass wir bewusst mit diesen Ein-
flussfaktoren umgehen und damit die Beurteilungen zumindest optimieren können.
Die Studie zeigt, dass eine eintägige Beobachtungsschulung zunächst zu einer
geringeren Beurteilungsübereinstimmung im Vergleich zur Gruppe ohne Schulung
geführt hat. Zu vermuten ist, dass die bisherigen theoretischen Grundlagen sowie
Einschätzungserfahrungen zunächst irritiert wurden. Es scheint daher notwendig,
die Schulungen, ähnlich wie bei vergleichbaren Beobachtungsverfahren (CLASS oder
KES-R) deutlich zu erweitern, das Fachwissen zu vertiefen und mehr Trainingseffekte
zu ermöglichen. Ebenso sollten die Bögen von Ausbildungsbeginn an aus den Pers-
pektiven der Lernfelder thematisiert und in den Praxisphasen durchgängig eingesetzt
werden. Das Beurteilungsinstrument besteht aus drei Bögen (siehe Material), die zu
unterschiedlichen Zeitpunkten gezielt Aspekte von Interaktion fokussieren:
1. “Unterstützung einer wertschätzenden Atmosphäre” während einer Mahlzeit
(i.d.R. Frühstück)
2. “Begleitung und Unterstützung des Spiel- und Explorationsverhaltens”
während des Freispiels
3. “Dialogorientierte Bildungsunterstützung” im Rahmen einer gezielten (i.d.R.
vorbereiteten) Aktivität mit Kindern
Der Vorteil dieser Dreiteilung besteht darin, dass die Beobachter*innen viel fokussierter
beobachten können und damit kognitiv etwas entlastet werden. Das Instrument ist
nur ein Zwischenstand und wird weiterhin optimiert. Anregungen und Hinweise sind
erwünscht!
• Möglichst konkrete
Indikatoren, was genau
eine bildungs- und
entwicklungsförderliche
Interaktionsqualität
ausmacht, sind grund-
legend für Transparenz,
für eine gemeinsame
Sprache und ein ge-
meinsames Verständnis
aller Ausbildungspart-
ner*innen.
Erfassung der Interaktionsqualität - Leistungsbewertung in Ausbildung
und Prüfung
Bisher gibt es kein standardisiertes Verfahren zur Erfassung der berufspraktischen Leistung. Im Rahmen
der Promotion wurde deshalb auf Grundlage des PQB Qualitätskompass ein eigenes Instrument entwickelt
und mit 111 Lehrkräften erprobt. Fast 80 Prozent der Teilnehmenden gaben an, zukünftig dieses Instrument
zu favorisieren.
Beurteilungsinstrument
kennen lernen
Austausch zu den Indika-
toren im Team
in die Ausbildung
integrieren
Beobachtungsschulungen
gemeinsam mit der Praxis
einsetzen
eine Standardisierung in der
Leistungsbewertung
gemeinsamer Einsatz des Instru-
mentes im Ausbildungsdreieck
Transparenz und Chancengleichheit
in der Leistungsbewertung erhöhen

ZUSATZMATERIAL
M 5/1
Die professionelle Beobachtung
Beachten Sie grundsätzlich immer den folgenden Dreischritt: Beobachtung und Dokumentation > Interpretation > Bewertung
Trennen Sie bewusst diese drei Elemente voneinander.
Ablauf einer professionellen Beobachtung:
1. Ein kriterien-gestützter Beobachtungsbogen (idealerweise mit Indikatoren auf Verhaltensebene) gibt bestimmte Blickwinkel sowie
erwartete oder nicht erwartete Verhaltensweisen vor.
2. Ab Beginn der Beobachtung wird zunächst das Geschehen aus Perspektive dieser Blickwinkel möglichst genau dokumentiert! Nutzen Sie
ein leeres Blatt oder einen speziell vorbereiteten Dokumentationsbogen, der bereits die entsprechenden Blickwinkel als Anhaltspunkte
enthält, die fokussiert werden sollen. Vermeiden Sie möglichst Interpretationen oder markieren Sie diese als solche.
3. Die Dokumentation wird mit dem Einschätzungsbogen abgeglichen (Interpretationsleistung) und erst ab diesem Zeitpunkt erfolgt eine
Einschätzung, z.B. durch Zuordnung in Skalenwerte.
4. Idealerweise wird anschließend diese Einschätzung mit der einer weiteren beobachtenden Person abgeglichen und ggf. anhand von
dokumentierten Beobachtungen besprochen.
5. Die Skalenwerte ergeben über ein Berechnungsverfahren eine Note.
Vgl. Martin & Wawrinoski (2014).
Beobachtungslehre
. Beltz Verlag, Weinheim Basel
Nachfolgend sehen Sie drei Einschätzungsbögen, welche zentrale Aspekte von Interaktionen beinhalten. Die beschriebenen Verhaltensweisen
entstammen zu großen Teilen dem PQB Qualitätskompass (Staatsinstitut für Frühpädagogik, 2020). Dabei wurden von über 190 Merkmalen dieses
Reflexionsinstrumentes für Kindertageseinrichtungen pro Einschätzungsbogen zwischen 18 und 23 Merkmale ausgewählt, welche für die
fachschulische Ausbildung als besonders wichtig erachtet werden. Nutzen Sie also gern diese Bögen, um die Interaktionsqualität einzuschätzen, um
sie gemeinsam zu reflektieren, um auf Basis dieser Verhaltensweisen selbst Vorbild zu sein sowie diese auch im Unterricht vertieft zu besprechen.
Die Einschätzung der Verhaltensweisen erfolgt auf einer 4-stufigen Skala. 1 bedeutet, das Verhalten ist kaum (oder auch gar nicht) ausgeprägt, 4
bedeutet, das Verhalten ist stark ausgeprägt. Es gibt eine fünfte Spalte mit der Bezeichnung „k. S.“:
keine Situationsgrundlage
. Es kann durchaus
passieren, dass bestimmte Verhaltensweisen nicht gezeigt werden können, weil die Situation keine Grundlage dafür bietet. Zum Beispiel kann „bleibt
bei Konflikten ruhig und neutral“ nur eingeschätzt werden, wenn es mind. einen Konflikt gab, sonst würde man „k.S.“ ankreuzen.
Blickwinkel I: Wertschätzende Atmosphäre
Copyright: Peter Schulze, 2021, peter.schulze1@tu-dresden.de
Beobachtungszeitpunkt: Mahlzeit
Hinweis: Einteilung und Items entstammen zu großen Teilen dem PQB-Qualitätskompass des Staatsinstituts für Frühpädagogik, Bayern, wurden aber angepasst
k. S.
A: Atmosphäre der Wertschätzung, Geborgenheit und Sicherheit
1
2
3
4
A1: respektiert während der Mahlzeit die Autonomie des Kindes (
z.B. Freiräume geben, Eigeninitiativen zulassen, Selbstständigkeit
zulassen, eigene Erfahrungen machen lassen, Verantwortung übertragen
)
A2: sorgt für eine ausgeglichene und entspannte Atmosphäre (
z.B. durch eigenes Verhalten oder Hilfsmittel, zeigt Geduld, unterstützt
Fröhlichkeit und Freude
)
A3: sichert eine ausreichende Aufsicht, so dass die grundlegende Sicherheit der Kinder gewährleistet ist
B: Positive Kommunikation und respektvoller Umgang
1
2
3
4
B1: geht respektvoll mit den Kindern um (
Sichtweisen, Wertvorstellungen, Eigenheiten oder Schwierigkeiten der Kinder respektieren
)
B2: wendet sich dem Kind aufmerksam zu, wenn sie/er mit ihm spricht
B3: hört aktiv zu (
z.B. zuhören und ausreden lassen, Verständnis signalisieren, nachfragen, paraphrasieren
)
B4: formuliert eigenen Standpunkt (ggf. Kritik) in Ich-Botschaften
B5: zeigt Interesse an dem, was einzelne Kinder sagen, tun oder erleben (
z.B. fragt nach, äußert eigene Gedanken, beobachtet
)
C: Feinfühliges Wahrnehmen und Reagieren
1
2
3
4
C1: reagiert prompt auf die Signale und Kommunikationsversuche der Kinder
(
verbal sowie nonverbal; auch z.B. „Tina, ich bin gleich bei dir!“
)
C2: reagiert einfühlsam/empathisch auf Signale und Ausdrucksformen der Kinder
C3: bietet individualisierte Hilfestellung bei Schwierigkeiten
D: Proaktiver Umgang mit Regeln und Grenzen
1
2
3
4
D1: hat aufmerksam das Verhalten der Kinder im Blick
D2: formuliert Verhaltenserwartungen und Regeln so, dass sie für die Kinder konkret und verständlich sind
D3: reagiert konsequent und im unmittelbaren Zusammenhang
D4: bekräftigt individuell positives Verhalten der Kinder
D5: thematisiert unangemessenes Verhalten (
z.B. zeigt alternative Verhaltensweisen auf, fragt nach vereinbarten Regeln
)
E: Kultur der Konfliktlösung
1
2
3
4
E1: bleibt bei Konflikten ruhig und neutral
E2: hilft Kindern, sich in emotional hochgefahrenen Situationen zu beruhigen
E3: ermutigt Kinder, die Gefühle anderer wahrzunehmen oder zu verstehen
F: Gestaltung von Übergängen
1
2
3
4
F1: sorgt für fließende Übergänge (
z.B. keine langen Wartezeiten, ritualisierte Elemente/ Signale, Ankündigungen
)
F2: bindet Kinder in Alltagsroutinen mit ein (
z.B. Tisch decken/ abräumen, Tisch abwischen, Stühle heranstellen
)
kaum
ausge-
prägt
stark
ausge-
prägt
ACHTUNG: unveröffentlichte Erprobungsversion - Veränderungen nach der Studie sind wahrscheinlich!

ZUSATZMATERIAL
Blickwinkel I: Wertschätzende Atmosphäre
Copyright: Peter Schulze, 2021, peter.schulze1@tu-dresden.de
Beobachtungszeitpunkt: Mahlzeit
Hinweis: Einteilung und Items entstammen zu großen Teilen dem PQB-Qualitätskompass des Staatsinstituts für Frühpädagogik, Bayern, wurden aber angepasst
k. S.
A: Atmosphäre der Wertschätzung, Geborgenheit und Sicherheit
1
2
3
4
A1: respektiert während der Mahlzeit die Autonomie des Kindes (
z.B. Freiräume geben, Eigeninitiativen zulassen, Selbstständigkeit
zulassen, eigene Erfahrungen machen lassen, Verantwortung übertragen
)
A2: sorgt für eine ausgeglichene und entspannte Atmosphäre (
z.B. durch eigenes Verhalten oder Hilfsmittel, zeigt Geduld, unterstützt
Fröhlichkeit und Freude
)
A3: sichert eine ausreichende Aufsicht, so dass die grundlegende Sicherheit der Kinder gewährleistet ist
B: Positive Kommunikation und respektvoller Umgang
1
2
3
4
B1: geht respektvoll mit den Kindern um (
Sichtweisen, Wertvorstellungen, Eigenheiten oder Schwierigkeiten der Kinder respektieren
)
B2: wendet sich dem Kind aufmerksam zu, wenn sie/er mit ihm spricht
B3: hört aktiv zu (
z.B. zuhören und ausreden lassen, Verständnis signalisieren, nachfragen, paraphrasieren
)
B4: formuliert eigenen Standpunkt (ggf. Kritik) in Ich-Botschaften
B5: zeigt Interesse an dem, was einzelne Kinder sagen, tun oder erleben (
z.B. fragt nach, äußert eigene Gedanken, beobachtet
)
C: Feinfühliges Wahrnehmen und Reagieren
1
2
3
4
C1: reagiert prompt auf die Signale und Kommunikationsversuche der Kinder
(
verbal sowie nonverbal; auch z.B. „Tina, ich bin gleich bei dir!“
)
C2: reagiert einfühlsam/empathisch auf Signale und Ausdrucksformen der Kinder
C3: bietet individualisierte Hilfestellung bei Schwierigkeiten
D: Proaktiver Umgang mit Regeln und Grenzen
1
2
3
4
D1: hat aufmerksam das Verhalten der Kinder im Blick
D2: formuliert Verhaltenserwartungen und Regeln so, dass sie für die Kinder konkret und verständlich sind
D3: reagiert konsequent und im unmittelbaren Zusammenhang
D4: bekräftigt individuell positives Verhalten der Kinder
D5: thematisiert unangemessenes Verhalten (
z.B. zeigt alternative Verhaltensweisen auf, fragt nach vereinbarten Regeln
)
E: Kultur der Konfliktlösung
1
2
3
4
E1: bleibt bei Konflikten ruhig und neutral
E2: hilft Kindern, sich in emotional hochgefahrenen Situationen zu beruhigen
E3: ermutigt Kinder, die Gefühle anderer wahrzunehmen oder zu verstehen
F: Gestaltung von Übergängen
1
2
3
4
F1: sorgt für fließende Übergänge (
z.B. keine langen Wartezeiten, ritualisierte Elemente/ Signale, Ankündigungen
)
F2: bindet Kinder in Alltagsroutinen mit ein (
z.B. Tisch decken/ abräumen, Tisch abwischen, Stühle heranstellen
)
kaum
ausge-
prägt
stark
ausge-
prägt
ACHTUNG: unveröffentlichte Erprobungsversion - Veränderungen nach der Studie sind wahrscheinlich!
M 5/1

ZUSATZMATERIAL
Blickwinkel II: Spiel und Explorationsverhalten begleiten und unterstützen
Copyright: Peter Schulze, 2021, peter.schulze1@tu‐dresden.de
Beobachtungszeitpunkt: Freispiel
Hinweis: Einteilung und Items entstammen zu großen Teilen dem PQB-Qualitätskompass des Staatsinstituts für Frühpädagogik, Bayern, wurden aber angepasst
k. S.
A: Orientierung an den Interessen u. Kompetenzen der Kinder
1
2
3
4
A1: greift die Interessen und Signale der Kinder wertschätzend auf
A2: erfragt vor eigener Anregung zu Aktivitäten die Ideen der Kinder
A3: ermuntert die Kinder, ihre Gedanken, Ideen und Wünsche mitzuteilen
A4: hört aufmerksam zu, wenn Kinder ihre Ideen und Sichtweisen mitteilen
A5: ist bereit von ihren/ seinen „Plänen“ abzurücken, um die Interessen und Ideen der Kinder flexibel ins Tagesgeschehen einzubeziehen
A6: lässt sich von den Kindern aktiv in ihr Spiel einbinden
B: Unterstützung zu Selbstbestimmung und Mitverantwortung
1
2
3
4
B1: lässt die Kinder selbst bestimmen, was sie tun und gestalten wollen
B2: unterstützt das Explorationsverhalten von Kindern (
z.B. durch weitere Materialien oder Medien
)
B3: lässt die Kinder selbst bestimmen, mit wem sie spielen/etwas tun möchten; wirkt aber Ausgrenzung entgegen
B4: unterstützt bei Bedarf Kinder, ein Spiel zu finden oder sich in eine Spielgruppe zu integrieren
B5: ermöglicht Kindern, sich bei Aktivitäten frei zu bewegen, wenn dadurch keine Beeinträchtigungen für andere entstehen
B6: lässt grundsätzlich spontane Ausrufe und körperliche Ausdrucksformen von Emotion zu (
z.B. kurzes Herumspringen, „Freudenschrei“
)
B7: zeigt Interesse an dem, was einzelne Kinder tun oder erleben
C: Mitbestimmungs‐ und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder
1
2
3
4
C1: schafft Strukturen für eine aktive Partizipation von Kindern (
z.B. Vorbereitungen, Entscheidungen im Tagesablauf
)
C2: befragt Kinder zu ihrem aktuellen Befinden und Themen, die ihnen wichtig sind
C3: reagiert konstruktiv auf Anliegen oder Beschwerden von Kindern
D: Proaktiver Umgang mit Regeln und Grenzen
1
2
3
4
D1: hat aufmerksam das Verhalten der Kinder im Blick
D2: formuliert Verhaltenserwartungen und Regeln so, dass sie für die Kinder konkret und verständlich sind
D3: reagiert konsequent und im unmittelbaren Zusammenhang
D4: bekräftigt individuell positives Verhalten der Kinder
D5: thematisiert unangemessenes Verhalten (
z.B. zeigt alternative Verhaltensweisen auf, fragt nach vereinbarten Regeln
)
E: Gestaltung von Übergängen
1
2
3
4
E1: sorgt für fließende Übergänge (
z.B. keine langen Wartezeiten, ritualisierte Elemente/ Signale, Ankündigungen
)
E2: bindet Kinder in Alltagsroutinen mit ein (
z.B. aufräumen, ordnen, sortieren, etwas vorbereiten, …
)
kaum
ausge-
prägt
stark
ausge-
prägt
ACHTUNG: unveröffentlichte Erprobungsversion - Veränderungen nach der Studie sind wahrscheinlich!
M 5/1

ZUSATZMATERIAL
Blickwinkel III: Dialogorientierte Bildungsunterstützung
Copyright: Peter Schulze, 2021, peter.schulze1@tu-dresden.de
Beobachtungszeitpunkt: Bildungsunterstützung im Rahmen gemeinsamer/geplanter Aktivität
Hinweis: Einteilung und Items entstammen zu großen Teilen dem PQB-Qualitätskompass des Staatsinstituts für Frühpädagogik, Bayern, wurden aber angepasst
k. S.
A: Materialien (inkl. Medien)
1
2
3
4
A1: bietet den Kindern bevorzugt wenig vorgefertigte Materialien an, die viele kreative Einsatz‐, Erkundungs‐ und
Experimentiermöglichkeiten sowie Sinneserfahrungen eröffnen
A2: bietet attraktive Materialien an, die Kinder zur Interaktion und Kommunikation miteinander einladen
A3: berücksichtigt bei der Materialauswahl die unterschiedlichen Kompetenzniveaus der Kinder
B: Arbeitsorganisation und flexible Gruppenbildung
1
2
3
4
B1: bietet Aktivitäten in Kleingruppen/ Projektgruppen an
B2: berücksichtigt bei der Zusammensetzung der Gruppe(n) die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder
B3: sorgt in (Klein‐) Gruppen dafür, dass jedes Kind gut in die gemeinsame Aktivität eingebunden ist
C: Kognitive Anregung
1
2
3
4
C1: greift konkrete Fragen, Aussagen und Ideen der Kinder als neue Lernanlässe auf
C2: bietet den Kindern viele Gelegenheiten zum Erkunden, Ausprobieren und Lernen
C3: gestaltet das Bildungs‐ und Lernangebot so, dass die Kinder interessiert dabeibleiben
C4: denkt mit den Kindern zusammen über die Bedeutung bestimmter Dinge/Zusammenhänge nach
C5: ermutigt Kinder, ihr Denken und Handeln zu erklären
C6: ermuntert die Kinder Vermutungen anzustellen und selbst nach Lösungen für Problemstellungen zu suchen
D: Unterstützung und Feedback
1
2
3
4
D1: behält bei Gruppenaktivitäten alle Gruppen im Blick
D2: bietet verbale/nonverbale Unterstützung an, damit Kind bei Tätigkeit erfolgreich ist, an ihr teilnehmen/sie ggf. vollenden kann
D3: orientiert sich bei Hilfestellungen an dem aktuellen Unterstützungsbedarf des Kindes
D4: ermutigt die Kinder einfühlsam, engagiert bei der Sache zu bleiben
D5: gibt Kindern eine spezifische Rückmeldung, die ihre konkrete Leistung beschreibt
D6: regt die Kinder dazu an, ihre Denk‐ und Handlungsprozesse zu reflektieren (
Metareflexion! z.B. Wie bist du vorgegangen?)
E: Sprachliche Anregung zur Unterstützung der Sprachentwicklung
E1: lädt die Kinder durch offene Fragen ein, mit mehr als einem Wort zu antworten
E2: gibt den Kindern möglichst viel Raum, sich auszudrücken und kreativ mit Sprache umzugehen
(lässt Kindern möglichst viele Redeanteile
und ausreichend Zeit zu antworten; gibt den Kindern Zeit zum Nachdenken; beantwortet sich nicht selbst die Frage)
E3: nutzt eine Vielfalt an Substantiven, Verben, Adjektiven und anderen Wortarten zur Anregung und Wortschatzerweiterung
E4: begleitet Handlungen (eigene oder die des Kindes) sprachlich
F: Gestaltung von Übergängen
1
2
3
4
F1: sorgt für fließende Übergänge (
z.B. keine langen Wartezeiten, ritualisierte Elemente/ Signale, Ankündigungen
)
F2: bindet Kinder in Alltagsroutinen mit ein (z.B. aufräumen, ordnen, sortieren, etwas vorbereiten, …)
kaum
ausge‐
prägt
stark
ausge‐
prägt
ACHTUNG: unveröffentlichte Erprobungsversion - Veränderungen nach der Studie sind wahrscheinlich!
M 5/1

5
Feedback und Bewertung
Autor*in:
Michaela Gedik, Fachberaterin Sozialwesen
Institution:
BSZ Konrad Zuse, Hoyerswerda
M 5/2
Beurteilung ind. Ausbildungsplan
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Ein wesentlicher Bestandteil der berufspraktischen Ausbildung ist die Anleitung
und Reflexion sowie Beurteilung und Bewertung der Fachschüler*innen auf
Grundlage des individuellen Ausbildungsplans. Für jedes Praktikum erfolgt eine
schriftliche Beurteilung durch die Praxisanleitung. Die begleitende Lehrkraft erteilt
auf der Grundlage dieser Beurteilung und der eigenen Einschätzung eine Note für
jedes Praktikum. Damit dies nicht willkürlich und losgelöst von den individuellen
Zielen und Kompetenzen der Fachschüler*innen geschieht, ist es wichtig, dass sich
Lernort Praxis und Lernort Schule auf gemeinsame Bewertungskriterien einigen.
Solche gemeinsam festgelegten Kriterien ermöglichen es beiden Lernorten, die
Fachschüler*innen über den beobachteten Entwicklungs- und Leistungsstand
zu informieren. Die Beurteilung als Prozess beruht auf der Grundlage ständiger
Reflexion und bezieht den Leistungsstand/das Leistungsbild des gesamten Prak-
tikums mit ein. Nur durch einen ständigen gemeinsamen Bewertungsprozess und
Zwischenreflexionen zwischen Praxisanleiter*in und Praktikant*in sowie z.T. der
begleitenden Lehrkraft entsteht eine realistische Beurteilung ohne Überraschungen.
Die schriftliche Beurteilung ist den Fachschüler*innen durch die Praxiseinrichtung
in einem abschließendem Gespräch zur Kenntnisnahme vorzulegen.
Die Formatierung in Gestalt einer Tabelle (beispielhaft siehe Material) entlang der
Phasen und Erfahrungsfelder des individuellen Ausbildungsplans ermöglicht einen
Überblick über die Leistungen während des gesamten Praktikums und bezweckt
eine realitätsnahe Beurteilung der Fachschüler*innen, unabhängig(er) von starken
oder schwachen Leistungen während der einzelnen Phasen und immer auf Grund-
lage der individuellen Ziele. Die Übersicht ersetzt aber keinesfalls eine schriftliche
Beurteilung, sondern dient als Grundlage für die Erstellung dieser.
• Die Beurteilung erfolgt
auf Grundlage des indiv-
iduellen Ausbildung-
splans.
• Die Beurteilung erfolgt
entlang einvernehmlich
festgelegter Kriterien
zwischen Lernort Praxis
und Lernort Schule.
• Die Beurteilung ist den
Fachschüler*innen zur
Kenntnisnahme vorzu-
legen.
Beurteilung der berufspraktischen Ausbildung auf Grundlage der einzelnen
Niveaustufen des individuellen Ausbildungsplans
Jedes Praktikum beginnt mit individualisierten und an den Kompetenzen der Fachschüler*innen ausgerichteten
sowie an den Besonderheiten der Praxiseinrichtung ausgerichteten Zielen. Diese sind elementar für alle Phasen
der berufspraktischen Ausbildung und eine individualisierte Beurteilung und Bewertung des Praktikums.
muss an den individuellen
Zielen ausgerichtet sein
muss zwischen beiden Lern-
orten abgestimmt werden
muss für die Fachschüler*innen
transparent dargelegt werden
kann als Grundlage für An-
leitungsgespräche dienen
kann durch die Fach-
schüler*innen zusätzlich
selbst ausgefüllt werden
der Individuelle Ausbildungsplan als
Bindeglied zwischen Fachschüler*in,
Praxis und Schule
transparente und kriteriengeleitete
Absprachen zur Bewertung
Fachschüler*innen kompetenz-
und ressourcenorientiert begleiten
und bewerten

ZUSATZMATERIAL
Beurteilung/ Bewertung der berufspraktischen Ausbildung auf der Grundlage der
einzelnen Niveaustufen des Individuellen Ausbildungsplans
Name der Praktikantin / des Praktikanten: .............................................................................................
Praxiseinrichtung:
................................................................................................................................
Gruppe:
..........................................................................................................................................
Praxisanleiter/In:
...............................................................................................................................
Zeitraum des Praktikums:
von ......................................... bis .............................................................
Erfahrungsfeld
Niveaustufe I:
Annäherung
und
Beobachtung/
ggf. Erprobung
Niveaustufe II:
Erprobung und
Vertiefung
Niveaustufe III:
autonome
Handlungs-
kompetenz
Notenvorschlag/
Teilnote
ODER
entsprechend
Leistungsstand
1 – voll und ganz
2 – weitgehend
3 – teils/ teils
4 – ansatzweise
5 - nicht
Notenvorschlag/
Teilnote
ODER
entsprechend
Leistungsstand
1 – voll und ganz
2 – weitgehend
3 – teils/ teils
4 – ansatzweise
5 - nicht
Notenvorschlag/
Teilnote
ODER
entsprechend
Leistungsstand
1 – voll und ganz
2 – weitgehend
3 – teils/ teils
4 – ansatzweise
5 - nicht
Berufliche Identität und professionelle
Perspektiven entwickeln
Pädagogische Beziehungen
gestalten und Gruppenprozesse
begleiten
Bildungs- und Entwicklungs-
prozesse unter Berücksichtigung
der Lebenswelten, Lebenssituationen
und Bildungsthemen anregen
und unterstützen
Bildungs- und Erziehungs-
partnerschaften initiieren und
mitgestalten
Im Team zusammenarbeiten,
Qualität sichern und weiter
entwickeln sowie im Berufsfeld
kooperieren
Notenvorschlag/
Leistungsstand gesamt:
=
*Dieses Formblatt dient als Grundlage für eine differenzierte und „realitätsnahe“ Beurteilung und Bewertung der Praktikantin/ des Praktikanten in
den einzelnen Erfahrungsfeldern und Phasen der berufspraktischen Ausbildung. Aufbauend auf dieser Beurteilung/ Bewertung erfolgt die
schriftliche und verbale Beurteilung der Praktikantin/ des Praktikanten durch die Praxiseinrichtung.
Ort / Datum: ................................................
____________________
-------------------------------------------
Unterschrift Praktikant/In
Unterschrift Praxisanleiter/In
Quelle: BSZ Konrad Zuse, Hoyerswerda
M 5/2

5
Feedback und Bewertung
Autor*in:
Thomas Pens, Fachlehrer im Fachbereich Sozialwesen
Institution:
BSZ Lichtenstein, Außenstelle Meerane
M 5/3
Kopiervorlage Bewertungs-
kriterien
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Die berufspraktische Ausbildung soll dazu beitragen, dass Fachschüler*innen sich in
beruflichen Kernkompetenzen entwickeln sollen. Dazu zählt auch die Fähigkeit zur
kritischen Reflexion der eigenen Person und der zu Grunde liegenden Werthaltungen
und Menschenbilder. Die Fachschüler*innen reflektieren die eigenen Bildungs-
prozesse, berufspraktische Tätigkeiten und den eigenen individuellen Lernprozess.
Die Schule und die Praxiseinrichtung begleiten diesen Prozess und stehen beratend
zur Seite. Die Beurteilung und Bewertung der Praktika nehmen dabei eine wichtige
Rolle ein. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, ist es notwendig, klare und nach-
vollziehbare Bewertungskriterien zu verwenden, um so die Fachschüler*innen auf
dem Weg zu einer Kompetenzentwicklung im Bereich der kritischen Reflexion der
eigenen Person zu unterstützen.
Mit Hilfe der einvernehmlich festgelegten Kriterien zur Bewertung der Reflexion in
der berufspraktischen Ausbildung (siehe Material) wird eine klare, nachvollziehbare
und individualisierte Beurteilung/Bewertung ermöglicht. Auf deren Grundlage sollen
im anschließenden Gespräch mit den jeweiligen Fachschüler*innen weitere wichtige
Grundlagen für das Praktikum oder weitere Praktika geschaffen werden.
Im ersten Teil reflektieren die Fachschüler*innen in 15 Minuten ihre ausgeführten
beruflichen Handlungen. Das Bewertungsraster wird ausgefüllt und sorgt somit für
eine objektive Beurteilung der berufspädagogischen Tätigkeit. Im zweiten Teil der Re-
flexion, stellen die Erzieher*innen Bezug zum individuellen Ausbildungsplan her. Auf
Grundlage der Bewertungskriterien wird nun der individuelle Lernprozess im Gespräch
thematisiert. Abschließend wird eine Zielvereinbarung für das laufende Praktikum
oder für weitere Praktika vereinbart. Dabei können Kompetenzen, Ziele und Wünsche
der Fachschüler*innen sowie Erwartungen und Erfahrungen der Lehrkraft bzw. der
Praxisanleitung mit einfließen.
• Bewertungsraster als
schnelle und wieder-
verwendbare Methode
zur Beurteilung und Be-
wertung der Reflexion
der Fachschüler*innen
in der berufspraktischen
Ausbildung und mit Be-
zug zum individuellen
Ausbildungsplan
Kriterien zur Bewertung der Reflexion in der berufspraktischen Ausbildung
Im Rahmen der berufspraktischen Ausbildung erleben Fachschüler*innen immer wieder die Notwendigkeit,
berufliches Handeln theoretisch zu begründen und zu reflektieren. Noch viel stärker rückt aber auch der
individuelle Lernprozess der Fachschüler*innen in den Mittelpunkt der Ausbildung.
Abstimmung Bewertungsraster
zw. Fachschüler*in-Schule-Praxis
regelm. Reflexion der ausge-
führten beruflichen Handlungen
Nutzung der Beurteilung/
Bewertung für iAP
einheitliche und nachvollziehbare
Bewertungskriterien
Reflexion der eigenen Tätigkeit unter
Einbezug des iAP
selbstkritische Reflexion entwickeln

ZUSATZMATERIAL
BSZ für Wirtschaft, Ernährung
Bewertungsbogen zur Reflexion
und Sozialwesen Lichtenstein
in der berufspraktischen Ausbildung
Kriterien zur Bewertung der Reflexion in der
berufspraktischen Ausbildung
Bewertung von:
______________________ Datum der Bewertung: _______
Bewertung für:
______________________
Teil 1: Reflexion durch den Schüler (Zeit: 15 Minuten)
umfassend,
tiefgründig,
komplex
geringe
Reserven in
Umfang,
Komplexität
und
Tiefgründig-
keit
Wesent-
liches wird
reflektiert
Hilfe zur
Reflexion
nötig
Starke
Hilfe zur
Reflexion
nötig
Keine
Reflexion
Reflexion …
der Zielsetzung
des Themas und der
Sachanalyse
des didaktisch-
methodischen
Vorgehens
der Raumgestaltung,
eingesetzter
Materialien, Medien
und Werkzeuge
des Verhaltens der
Gruppe/ des
Einzelnen
der personalen und
sozialen Ausgangs-
bedingungen anhand
der schriftlichen
Analyse
der organisatorischen
und persönlichen
Vorbereitung
M 5/3

ZUSATZMATERIAL
M 5/3
BSZ für Wirtschaft, Ernährung
Bewertungsbogen zur Reflexion
und Sozialwesen Lichtenstein
in der berufspraktischen Ausbildung
Teil 2: Reflexion mit Bezug zum individuellen Ausbildungsplan
umfassend,
tiefgründig,
komplex
geringe
Reserven in
Umfang,
Komplexität
und
Tiefgründig-
keit
Wesent-
liches wird
reflektiert
Hilfe zur
Reflexion
nötig
Starke
Hilfe zur
Reflexion
nötig
Keine
Reflexion
Vorbereitung der
Reflexion
Reflexion …
der institutionellen
Rahmenbedingungen
individueller
Voraussetzungen
des eigenen
professionellen
Handelns
der eigenen
professionellen
Entwicklung
der eigenen
Reflexions-
kompetenz
Zielvereinbarung:
Datum:
Unterschrift Schüler:
Unterschrift Praxisbetreuer:

6
MODUL
Spezifika
»
Kinderschutz - Umgang mit grenzüberschreitendem Verhalten in der Kindertagesbetreuung
Material: M 6/1

6
Spezifika
Autor*in:
Lydia Meßmer-Hauser, Fachberatung
Institution:
SMS - Landesjugendamt, Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege
M 6/1
Beispiel einer Verhaltensampel
Zusatzmaterial
Checkliste
Kurzinfo
Intention
Umsetzung
Ziel
MODUL
Im folgenden Praxisbeitrag werden die beteiligten Akteur*innen der Erzieher*innenaus-
bildung aufgefordert und angeregt, im Falle einer Beobachtung von grenzüberschreiten-
dem Verhalten gegenüber Kindern angemessen zu handeln. Hierzu ist das Dreieck der
Lernortkooperation genauer zu betrachten.
Die Praktikant*innen kommen in die Einrichtung und werden von Praxisanleiter*in-
nen und Praxislehrer*innen begleitet. Das Dreieck der Lernortkooperation setzt sich
somit aus den drei aufgeführten Akteur*innen zusammen.
Die Praktikant*innen beobachten grenzüberschreitendes Verhalten von Kolleg*in-
nen gegenüber einem ihnen anvertrauten Kind - was tun?
Die Praktikant*innen schildern die beobachtete Situation/Wahrnehmung im
Gespräch mit der Praxisanleitung. Im Gespräch arbeitet letztere die Situation auf,
erarbeitet eine angemessene Bewertung und bespricht das weitere Vorgehen.
Im Mittelpunkt eines solchen Gesprächs steht dabei die Reflexion.
Die Praxisanleiter*innen haben die Aufgabe, die Praktikant*innen zu begleiten und
zu bestärken, solche Art von Beobachtung ihnen gegenüber zu äußern.
Die Praxislehrer*innen haben in diesem Dreieck die Aufgabe, den Fachschüler*in-
nen Fachwissen im Bezug auf den Kinderschutz und das bestehende Schutzkonzept
der Einrichtungen zu vermitteln. Die Praxislehrer*innen sind neben der Praxisanlei-
tung Ansprechpersonen während der Zeit des Praktikums.
Eine schulische Vorbereitung auf die Zeit des Praktikums sollte das Thema Kinder-
schutz in den Praxiseinrichtungen beinhalten.
Im Anhang befindet sich eine Verhaltensampel zur Einschätzung von grenzüber-
schreitendem Verhalten. Die genannten Verhaltensweisen dienen als Grundlage zur
Erstellung einer individuellen Ampel in der jeweiligen Einrichtung.
• Kinderschutz hat höch-
ste Priorität
• grenzüberschreitendes
Verhalten muss wahrge-
nommen und themati-
siert werden
Kinderschutz - Umgang mit grenzüberschreitendem Verhalten in der
Kindertagesbetreuung
In der Kitapraxis kommt es leider auch zu grenzüberschreitendem Verhalten gegenüber den anvertrauten
Kindern. Kinder haben ein Recht darauf, wertschätzend und auf Augenhöhe behandelt zu werden. Dem
Landesjugendamt Sachsen ist es ein besonderes Anliegen, den Kinderschutz in der Kindertagesbetreuung
zu gewährleisten.
Verschriftlichung der Beobach-
tung (Datum, Zeit, Anwesende)
wertneutrale Beschreibung
der beobachteten Situation
Gespräche mit teilnehmen-
den Akteur*innen suchen
gegebenenfalls über weite-
re Schritte nachdenken
Ruhe bewahren und sich
auf der fachlichen Ebene
bewegen
Einschätzung des eigenen
pädagogischen Handelns
Umsetzung reflektierender
Gespräche
institutionellen Kinderschutz
gewährleisten
?

ZUSATZMATERIAL
14
Im Folgenden sind eine Ampel einer Kindertageseinrichtung und eine Ampel einer Jugendhilfeeinrichtung
dargestellt. Dies können nur Beispiele sein. Eine Ampel ist immer nur dann sinnvoll, wenn sie in der In-
stitution gemeinsam erstellt worden ist. Sie kann allerdings als Diskussionsgrundlage erste inhaltliche
Anregungen geben.
Beispiel 3: Verhaltensampel Kindertageseinrichtung
14
15
14
Diese Ampel hat das Team der „Integrativen Kita Unkel“, Schulstraße 3, 53572 Unkel, im Rahmen eines Teamworkshops entwickelt. Eine mit den
Kindern erarbeitete Ampel folgt.
15
Dabei ist zu berücksichtigen, dass je nach Familienkultur mehrere Begrüßungs- und Abschiedsküsse auf die Wangen üblich sind. Auch sie sind
dann bedenklich, wenn das Kind Unbehagen zeigt oder äußert.
Dieses Verhalten
geht nicht
Dieses Verhalten
ist pädagogisch
kritisch und für die
Entwicklung nicht
förderlich
Intim anfassen
Intimsphäre missachten
Zwingen
Schlagen
Strafen
Angst machen
Sozialer Ausschluss
Vorführen
Nicht beachten
Diskriminieren
Bloßstellen
Lächerlich machen
Pitschen / kneifen
Verletzen
(fest anpacken, am Arm ziehen)
Sozialer Ausschluss
(vor die Tür begleiten)
Auslachen (Schadenfreude, drin-
gend anschließende Reflexion mit
dem Kind / Erwachsenen)
Lächerliche, ironisch gemeinte
Sprüche
Regeln ändern
Überforderung / Unterforderung
Autoritäres Erwachsenenverhalten
Nicht ausreden lassen
Misshandeln
Herabsetzend über Kinder und Eltern
sprechen
Schubsen
Isolieren / fesseln / einsperren
Schütteln
Medikamentenmissbrauch
Vertrauen brechen
Bewusste Aufsichtspflichtverletzung
Mangelnde Einsicht
konstantes Fehlverhalten
Küssen
15
Grundsätzlich Videospiele in der Kita
Filme mit grenzverletzenden Inhalten
Fotos von Kindern ins Internet stellen
Verabredungen nicht einhalten
Stigmatisieren
Ständiges Loben und Belohnen
(Bewusstes) Wegschauen
Keine Regeln festlegen
Anschnauzen
Laute körperliche Anspannung mit
Aggression
Kita-Regeln werden von Erwachsenen
nicht eingehalten (regelloses Haus)
Unsicheres Handeln
Diese aufgezählten Verhaltensweisen können im Alltag passieren,
müssen jedoch reflektiert werden. Insbesondere folgende grundlegende
Aspekte erfordern Selbstreflektion:
Welches Verhalten bringt mich auf die Palme?
Wo sind meine eigenen Grenzen?
Hierbei unterstützt die Methode der kollgialen Beratung bzw. das Ansprechen
einer Vertrauensperson.
Quelle: Broschüre des Paritätischen Gesamtverbandes „ Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen“
M 6/1
Quelle: Der Paritätische Gesamtverband (Hrsg.): Arbeitshilfe Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen. Gefährdung des Kindeswohls innerhalb von Institutionen,
4. Auflage 2019, S. 14 + 15

ZUSATZMATERIAL
15
Dieses Verhalten ist
pädagogisch richtig
Positive Grundhaltung
Ressourcenorientiert arbeiten
Verlässliche Strukturen
Positives Menschenbild
Den Gefühlen der Kinder Raum geben
Trauer zulassen
Flexibilität (Themen spontan
aufgreifen, Fröhlichkeit, Vermitt-
ler / Schlichter)
Regelkonform verhalten
Konsequent sein
Verständnisvoll sein
Distanz und Nähe (Wärme)
Kinder und Eltern wertschätzen
Empathie verbalisieren, mit Körper-
sprache, Herzlichkeit
Ausgeglichenheit
Freundlichkeit
partnerschaftliches Verhalten
Hilfe zur Selbsthilfe
Verlässlichkeit
Aufmerksames Zuhören
Jedes Thema wertschätzen
Angemessenes Lob aussprechen können
Vorbildliche Sprache
Integrität des Kindes achten und die
eigene, gewaltfreie Kommunikation
Ehrlichkeit
Authentisch sein
Transparenz
Echtheit
Unvoreingenommenheit
Fairness
Gerechtigkeit
Begeisterungsfähigkeit
Selbstreflexion
„Nimm nichts persönlich“
Auf die Augenhöhe der Kinder gehen
Impulse geben
Folgendes wird von Kindern möglicherweise nicht gern gesehen,
ist aber trotzdem wichtig:
Regeln einhalten
Tagesablauf einhalten
Grenzüberschreitungen unter Kindern und Erzieher/-innen unterbinden
Kinder anhalten in die Toilette zu urinieren
Kinder anhalten, Konflikte friedlich zu lösen
„Gefrühstückt wird im Bistro“
Süßigkeiten sind verboten
Klug ist es, in schwierigen, verfahrenen Situationen einen
Neustart / Reset zu initiieren
Quelle: Broschüre des Paritätischen Gesamtverbandes „ Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen“
M 6/1
Quelle: Der Paritätische Gesamtverband (Hrsg.): Arbeitshilfe Kinder- und Jugendschutz in Einrichtungen. Gefährdung des Kindeswohls innerhalb von Institutionen,
4. Auflage 2019, S. 14 + 15

7
MODUL
Prozessgestaltung
»
Mit Moderation im Dialog
»
Erfolgreich Brücken bauen - Lernortkooperationen kreativ gestalten
Material: M 7/1

7
Prozessgestaltung
Autor*in:
Bernhard Vetter, Systemischer Supervisor, Business Coach & Change Manager
Institution:
www.bernhardvetter.net
Checkliste
Kurzinfo