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Leistungsgruppen an den
Oberschulen
Eine Ideensammlung

Inhalt
Einleitung ........................................................................................................................... 3
1.
Einschätzung der Schulleitungen ....................................................................... 4
2.
Bildung der Leistungsgruppen ............................................................................ 4
3.
Ideen zur inhaltlichen Gestaltung ........................................................................ 6
„Entdeckendes Lernen“, Klassenstufen 5 und 6 ................................................................................. 6
„Politik für Kids“, Klassenstufe 6 ......................................................................................................... 7
MINT, Klassenstufe 5 .......................................................................................................................... 8
MINT, Klassenstufe 6 .......................................................................................................................... 9
Biologie, Klassenstufe 6 .................................................................................................................... 10
Deutsch, Klassenstufe 5 ................................................................................................................... 11
Englisch, Klassenstufe 5 ................................................................................................................... 12
„Englisch for young talents“, Klassenstufen 5 und 6 ......................................................................... 13
„Friends in Europe“, Klassenstufe 6 .................................................................................................. 14
Englisch, Klassenstufe 5 ................................................................................................................... 15
Musik, Klassenstufen 5 und 6 (gemeinsam) ..................................................................................... 16
"Mathematik für Experten“, Klassenstufe 5 ....................................................................................... 17
„Mathematik einmal anders“, Klassenstufe 6 .................................................................................... 17

 
3
Einleitung
Seit dem Schuljahr 2013/14 bieten alle Oberschulen
1
im Freistaat Sachsen Leistungsgruppen in
den Klassenstufen 5 und 6 an. Dies ist in § 2 Abs. 2 der Schulordnung Mittel- und Abendmittel-
schulen (SOMIA) festgelegt.
Grundlage für die Umsetzung bildet ein Förderkonzept der Schule, das im Rahmen der Schulpro-
grammarbeit erarbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Eckpunkte für die Leistungsgrup-
pen und das Förderkonzept sind in den veröffentlichten Dokumenten „Leistungsgruppen und An-
gebote für besonders leistungsbereite Schüler“ und „Entwicklung eines Förderkonzepts zur indivi-
duellen Förderung“ im Internet unter
http://www.schule.sachsen.de/15168.htm
beschrieben.
Leistungsgruppen sind ein zusätzliches Instrument der individuellen Förderung von leistungsberei-
ten Schülerinnen und Schülern mit dem Ziel, die Schullaufbahn zu unterstützen und den höchstmög-
lichen Abschluss zu erreichen. Dabei liegt die Ausgestaltung dieser Form der äußeren Leistungs-
differenzierung in der Hand der Schule.
Mit dem Ziel, eine erste fortzuschreibende Ideensammlung mit Beispielen von Leistungsgruppen
zu erstellen, wurden Vertreterinnen und Vertreter der Schulleitungen sowie Lehrerinnen und Lehrer
verschiedener Oberschulen gebeten, in Interviews vor Ort die Gestaltung ihrer Leistungsgruppen
zu beschreiben. Dank gilt allen Schulen, die an den Interviews beteiligt waren. Aufgrund von Dopp-
lungen oder einer ausgeprägten Schulspezifik wurden nicht alle befragten Schulen in die Ideen-
sammlung aufgenommen.
Die vorliegende Auswahl fasst die Einschätzungen von Vertreterinnen und Vertretern der Schullei-
tungen zusammen, beschreibt das Vorgehen zur Gewinnung der Schülerinnen und Schüler für die
Leistungsgruppen und stellt Umsetzungsideen vor.
1
Schulen der Schulart Mittelschule gem. § 4 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c SchulG führen seit dem Schul-
jahr 2013/14 die Bezeichnung Oberschule.

 
1. Einschätzung der Schulleitungen
Die Vertreterinnen und Vertreter der Schulleitungen haben im Rahmen der Interviews zum Aus-
druck gebracht, dass es an den Schulen grundsätzlich positiv aufgenommen wurde, durch die
Leistungsgruppen eine zusätzliche Möglichkeit zur Förderung leistungsbereiter Schülerinnen und
Schüler anbieten zu können. In den Leistungsgruppen erhalten diese eine über den Klassenunter-
richt hinausgehende Aufmerksamkeit und Betreuung, die sowohl von den Schülerinnen und Schü-
lern als auch von deren Eltern als Wertschätzung wahrgenommen wird.
In allen Interviews kam zum Ausdruck, dass die Schülerinnen und Schüler, die in den Leistungs-
gruppen lernen, vor allem in ihrem Selbstbewusstsein, in ihrer Lust am Lernen und in der Motivati-
on, ihre Leistungen zu zeigen, gestärkt werden. Oft wurde erwähnt, dass sich diese Kinder in der
Folge auch aktiv in den Klassenunterricht einbringen und ihn dadurch bereichern.
Darüber hinaus kann das Lernen in den Leistungsgruppen auch die Motivation für eine Teilnahme
an Wettbewerben unterstützen und fördern.
Insbesondere, wenn die Schülerinnen und Schüler die Themen der Leistungsgruppen mitbestim-
men können, werden das eigenständige und verantwortliche Handeln sowie die vertrauensvolle
Zusammenarbeit zwischen den Kindern und den Lehrkräften gestärkt.
Es gibt Schulen mit besonderen pädagogischen Konzepten, die ab Klassenstufe 7 eine flexible
leistungs- und fachbezogene äußere Differenzierung in unterschiedlichen Anforderungsniveaus
anbieten. Diesbezüglich können sich die Schülerinnen und Schüler in Leistungsgruppen gezielt auf
das Lernen in einer Gruppe mit hohem Leistungsanspruch vorbereiten.
Einige Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrerinnen und Lehrer haben darauf hingewiesen,
dass ihnen die Präsentation der Lernergebnisse mindestens auf Ebene der Klassenstufe der Leis-
tungsgruppen sehr wichtig ist. Darüber hinaus stellen mehrere Schulen Zertifikate für die Teilnah-
me an der Leistungsgruppe aus.
2. Bildung der Leistungsgruppen
Motivation, Kreativität, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit sind Kriterien, die an den be-
suchten Oberschulen in unterschiedlicher Wichtung für das Lernen in einer Leistungsgruppe vo-
rausgesetzt werden. Dabei liegt der Fokus oft auf mathematisch-naturwissenschaftlich oder
sprachlich interessierten Schülerinnen und Schülern sowie auf denjenigen, die möglicherweise
einen Wechsel von der Oberschule auf das Gymnasium anstreben. Grundsätzlich ist die Leis-
tungsbereitschaft das entscheidende Kriterium, wobei das Prinzip der freiwilligen Teilnahme für
alle Oberschulen gilt.
Im ersten Jahr der Einrichtung von Leistungsgruppen sind die Schulen verschiedene Wege ge-
gangen, um Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern für das zusätzliche Lernen in einer Leis-
tungsgruppe zu interessieren und zu gewinnen.
Für die Bildung der neuen fünften Klassen haben viele Schulen den ohnehin bestehenden engen
Kontakt zu den Grundschulen genutzt und mit den dort unterrichtenden Lehrkräften die Stärken
und den Unterstützungsbedarf der Schülerinnen und Schüler beraten. Empfehlungen der Grund-
schullehrerinnen und -lehrer hinsichtlich der Teilnahme einer Schülerin bzw. eines Schülers an
einer Leistungsgruppe finden dabei besondere Berücksichtigung, schließen andere aber nicht von
der Teilnahme aus.
In der Regel wurden die Eltern der neuen fünften Klassen vor oder mit dem Übergang in die Ober-
schule im Rahmen eines Elternabends über Ziele und Inhalte der Leistungsgruppen informiert.
Unterstützend wurden den Eltern Briefe bzw. Informationsblätter und Fragebögen zugestellt. Die

5
Entscheidung zur Teilnahme haben die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern, oft auch nach Bera-
tung mit der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer, getroffen.
Es gibt Schulen, die die neu angekommenen Schülerinnen und Schüler darüber hinaus in einer
mehrwöchigen Kennenlernphase beobachten. Ergänzend dazu stellen sich an einigen Schulen die
Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die eine Leistungsgruppe übernehmen werden, in den Klassen-
stufen 5 und 6 vor. Sie beschreiben dabei, was sie sich für das gemeinsame Lernen in ihrer Leis-
tungsgruppe vorgenommen haben. Erst danach treffen Klassen- und Fachlehrerinnen und –lehrer
gemeinsam mit den interessierten Schülerinnen und Schülern und deren Eltern die Entscheidung
zur Teilnahme an den Leistungsgruppen.
An einigen Schulen werden die Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern nach Abstimmung
mit den Lehrkräften durch die Klassenlehrerin bzw. den Klassenlehrer gezielt angesprochen. Dies
wurde im ersten Jahr an diesen Schulen insbesondere in Klassenstufe 6 so gehandhabt.
Mehrheitlich wird die Teilnahme an den Leistungsgruppen weitgehend flexibel gehandelt. Schüle-
rinnen und Schüler, die sich überfordert fühlen, können die Leistungsgruppe wieder verlassen oder
auch die Teilnahme zeitlich befristet aussetzten. Begleitet wird dies meist durch eine Beratung von
Seiten der Lehrkräfte. An vielen Schulen können sich auch Schülerinnen und Schüler, die erst im
Laufe des Schuljahres an den Leistungsgruppen Interesse zeigen, dazukommen und mitarbeiten.

 
3. Ideen zur inhaltlichen Gestaltung
„Entdeckendes Lernen“, Klassenstufen 5 und 6
Oberschule Kötzschenbroda
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
sind vertraut mit der Methode „Entdeckendes Lernen“
- erproben und trainieren an unterschiedlichen Themen im Kontext eigener Forschungsfragen
Strategien des entdeckenden Lernens
-
lernen selbstorganisiert
-
erweitern und vertiefen zu einem selbst gewählten Thema ihr Wissen
-
präsentieren ihre Lernergebnisse.
Inhalte
Der Lernprozess der Schülerinnen und Schüler wird vor allem durch folgende Fragen gesteuert:
-
Wie sammle ich Wissen?
-
Welche Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung habe ich und wie kann ich sie nutzen?
-
Wie ordne und strukturiere ich Wissen?
-
Wie präsentiere ich Wissen?
-
Wie nutze ich den Computer zur Gestaltung meiner Präsentation?
-
Welche grundlegenden Regeln muss ich beachten? (Quellenangaben, Datenschutz,…).
Umsetzung
In einer ersten Phase werden durch die Lehrkraft die Themenschwerpunkte „Radebeul“, „Die El-
be“ und „Ernährung“ eingebracht. Bei geführten Stadtrundgängen durch Radebeul können die Kin-
der zu diesen Themenschwerpunkten eigene Interessensgebiete einbringen, neue Bereiche er-
kunden und Fragestellungen entwickeln. Die anschließend formulierten Forschungsfragen werden
beantwortet durch gemeinsame und individuelle Recherchen sowie das Zusammentragen, Ordnen
und Diskutieren der Ergebnisse.
In der zweiten Phase suchen sich die Schülerinnen und Schüler zu Themen ihrer Erfahrungswelt
und ihres Interesses Forschungsgegenstände und formulieren dazu Forschungsfragen. Unter An-
wendung der kennengelernten Strategien wurden unter anderen folgende Themen bearbeitet:
Planeten, Schlösser in Sachsen, Die Kontinente, Lebewesen, Der Wolf, Löwen, Sport und Physik,
Giftige Tiere, Wüsten.
Die Lehrkraft begreift sich im Rahmen dieser Leistungsgruppe als Lernbegleiter. Die Schülerinnen
und Schüler wählen die Form der Zusammenarbeit selbst und entscheiden sich dabei mehrheitlich
für die Partnerarbeit, einige für die Arbeit in Kleingruppen und nur in Ausnahmefällen wollen Kinder
allein arbeiten. Die Themen und Forschungsfragen werden unter Nutzung der erprobten Strategien
bearbeitet. Ein sich anschließender wichtiger Aspekt ist die Ergebnispräsentation.
Darüber hinaus informieren die Kinder die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer über ihre The-
men und bieten an, auch im Klassenunterricht ihre Ergebnisse zu präsentieren. Unterstützt wird
dies durch einen Aushang zu den Themen im Lehrerzimmer.
Erste Erfolge
Die Lehrkraft hat ein wachsendes Selbstbewusstsein der Kinder der Leistungsgruppen wahrge-
nommen. Gleichzeitig sind im Laufe des Schuljahres die inhaltliche Qualität der Vorträge, die Qua-
lität des freien Sprechens und die Souveränität im Umgang mit dem Computer deutlich gestiegen.

 
7
„Politik für Kids“
,
Klassenstufe 6
Oberschule Niesky
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
interessieren sich für Politik
-
informieren sich selbstständig aus verschiedenen Massenmedien über aktuelle Tagespolitik
- setzen sich kritisch mit Informationen aus Massenmedien auseinander und formulieren ihre
Meinung
-
gewinnen einen Einblick in unser politisches System, Prozesse und Institutionen
-
setzen sich im Kontext ihrer Lebenswelt mit demokratischen Werten auseinander.
Inhalte
Ausgangspunkt ist die altersgerechte Auseinandersetzung mit den Themen der Tagespolitik, z. B.
- das politische Handeln gegenwärtiger Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker
- Problemfelder der Europäischen Union und internationaler Sicherheitspolitik
Anhand der aktuellen Ereignisse und selbst formulierter Fragen wird anlassbezogen grundlegen-
des Wissen erarbeitet. Dazu gehören unter anderem:
-
das politische System der Gemeinde, des Landes Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland
-
die deutsche Parteienlandschaft, die Arbeit von Interessengruppen.
Thematisch eingebunden werden verschiedene Methoden eingeführt bzw. vertieft:
-
Lesen und Verstehen von Sachtexten
-
Interpretieren von Karikaturen
-
Analysieren von Karten, Statistiken, Fotos
-
Diskutieren
-
Schreiben von Leserbriefen
-
Recherchieren von zusätzlichen Informationen (z. B. Internetrecherche).
Umsetzung
Vor allem mit Blick auf die politische Bewusstseinsbildung lesen die Schülerinnen und Schüler ge-
meinsam mit der Lehrkraft Tageszeitungen, wählen sich Artikel aus und fassen Informationen zum
Inhalt zusammen, um sich im Anschluss gegenseitig darüber zu informieren. In der Gruppe werden
die Artikel besprochen und diskutiert. Darüber hinaus gestalten sie kurze Vorträge zu selbst aus-
gewählten aktuellen tagespolitischen Ereignissen in der Region, in Sachsen, in Deutschland, in
Europa oder im Weltgeschehen. Unter Anleitung durch die Lehrkraft werden aktuelle internationale
Krisen und Konflikte analysiert.
Die Schülerinnen und Schüler schreiben einen Leserbrief zu einer politischen Problematik, die mit
ihrer eigenen Erfahrungswelt und ihrem Erleben verbunden ist.
Grundsätzlich sind die Schülerinnen und Schüler immer gefordert, auf der Grundlage des erarbei-
teten Wissens ihre Meinung zum Thema zu formulieren und zu begründen.
Erste Erfolge
Das überfachliche Potenzial dieser Leistungsgruppe besteht vor allem darin, dass die Schülerin-
nen und Schüler sich als mündige und urteilsfähige Personen erleben, Selbstvertrauen gewinnen
und damit die Bereitschaft zur eigenen aktiven Mitgestaltung demokratischer Prozesse gefördert
wird. (z. B. Arbeit als Klassensprecher,…).

 
MINT, Klassenstufe 5
Oberschule „Am Flughafen“ Chemnitz
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
sind interessiert an Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und
Technik (MINT-Fächer)
-
entdecken und erforschen naturwissenschaftliche Aspekte ihrer Lebenswelt
-
erkennen im fächerverbindenden Lernen Zusammenhänge zwischen den MINT-Fächern
-
erweitern ihre fachbezogenen und fachübergreifenden Kompetenzen und wenden sie im Alltag
an.
Inhalte
Kernstück dieser Leistungsgruppe und Ausgangspunkt für jeden Themenbereich sind altersge-
rechte Experimente. Darüber hinaus sind Modellbau und die Arbeit mit dem Computer wiederkeh-
rende Bestandteile der inhaltlichen Gestaltung.
Darauf aufbauend werden einzelne Inhalte erarbeitet und vertieft, z. B.
-
„Masse“:
Experimente, Modellbau, Messreihen darstellen mit dem Computer
-
„Schülervermessung“:
Experimente, Körperbau, Einheiten von Länge und Masse, Messreihen darstellen mit dem
Computer, alte Faustregeln (u.a. Körpergröße – Armspannweite)
-
„Zeit“:
Experimente, Schätzen von Zeitangaben, Einheiten der Zeit; Selbsteinschätzungen und Be-
obachtungen zur eigenen Zeitgestaltung im Tages- und Wochenablauf
-
„Spiele“:
Strategiespiele (u.a. Abläufe, Vorstellungsvermögen, Siegstrategien, Regeln, Selbstreflexion),
Entwerfen und Herstellen eines Geschicklichkeitsspiels
Thematisch eingebunden werden Methoden und Strategien erprobt und trainiert, z. B.
-
Experimentieren (planen, durchführen, auswerten)
-
Protokollieren
-
Begründen und Argumentieren
-
Problemlösestrategien
-
Präsentieren von Lernergebnissen.
Umsetzung
Die Schülerinnen und Schüler werden in die inhaltliche Gestaltung einbezogen, indem sie ihre In-
teressengebiete und Fragen für die Vertiefung der vorgegebenen Themen einbringen. Gemeinsam
mit ihnen werden Erwartungen an die Leistungsgruppe hinsichtlich Inhalt, methodischer Gestaltung
und dem Umgang miteinander formuliert. In Abstimmung mit den Schülerinnen und Schülern wird
in Kleingruppen bzw. zu zweit gearbeitet.
Erste Erfolge
Die Lehrkraft konnte wahrnehmen, dass die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen und erprobte
Strategien auf andere Lerngegenstände im Fachunterricht übertragen und damit sowohl ihr eige-
nes Lernen als auch das der Klasse bereichern. Sie zeigen in der Regel ein zunehmendes Inte-
resse an der Erkundung von Sachzusammenhängen und Phänomenen des Alltags.

 
9
MINT, Klassenstufe 6
Oberschule „Am Flughafen“ Chemnitz
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
sind interessiert an Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und
Technik (MINT-Fächer)
-
erforschen naturwissenschaftliche Phänomene
-
lernen technische Geräte kennen und bauen Modelle
-
erweitern fachübergreifende und fachbezogene Kompetenzen und wenden sie im Alltag an.
Inhalte
Lebensweltbezogene Sachzusammenhänge und Problemstellungen sind die Grundlage für alle
Inhalte. Sie werden handlungsorientiert erarbeitet. Die eingebundenen Fragestellungen der Schü-
lerinnen und Schüler sowie die Angebote der Lehrkraft gehen über Lehrplaninhalte hinaus.
-
Mathematische Tricks und Kniffe
-
Rechnen mit Potenzen
- Geometrische Grundkonstruktionen (u. a. Seitenhalbierende, Mittelsenkrechte, Winkelhalbie-
rende, Teilen von Strecken)
-
Technische Geräte (u.a. Getriebe, Antriebe, technische Lösungen zu Problemstellungen)
-
Elektronische Schaltungen
-
Phänomene (u.a. optische Täuschungen, Kapillarität, Gewitter)
Umsetzung
Die Lehrkraft gibt den Schülerinnen und Schülern Raum und Zeit, den Lerngegenstand in Partner-
und Kleingruppenarbeit selbstständig zu erkunden sowie Modelle auszuprobieren, um dabei Zu-
sammenhänge und Algorithmen selbst zu finden. Sie werden zu kreativen Lösungsansätzen ermu-
tigt und können so ihr Verständnis für naturwissenschaftliche und andere Zusammenhänge entwi-
ckeln. Im Vordergrund stehen dabei das Experimentieren, das Erproben von Problemlösestrate-
gien und das Präsentieren von Lernergebnissen in der Leistungsgruppe.
Erste Erfolge
Die Lehrkraft schätzt ein, dass das Kompetenzerleben der Schülerinnen und Schüler sie in ihrem
Selbstvertrauen stärkt. Im Fachunterricht in der Klasse arbeiten sie einerseits selbstständig und
erleben mehr Lernerfolg, andererseits unterstützen sie andere vor allem durch direkte Hilfen. Die
Schule hat mehrfach erfolgreich am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen. Insbesondere
durch die Erfahrungen im Rahmen der Leistungsgruppe gibt es nunmehr Schülerinnen und Schü-
ler, die das Interesse entwickeln an einem Forschungsprojekt für den Wettbewerb mitzuarbeiten
oder eines zu entwickeln.

 
Biologie, Klassenstufe 6
Oberschule Cunewalde
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
- entwickeln und vertiefen ihr Interesse an der Naturwissenschaft, insbesondere für das Fach
Biologie
-
entdecken und erforschen biologische Aspekte ihrer Lebenswelt
-
nutzen dabei biologische Arbeitstechniken und Untersuchungsmethoden
- erweitern fachspezifische und überfachliche Kompetenzen und werden so in ihrer Persönlich-
keit gestärkt.
Inhalte
Exemplarisch untersuchen die Schülerinnen und Schüler den Bau von Pflanzen und Tieren: Zerle-
gen von Blüten, Untersuchen von Bohnensamen, Sezieren von Fischen.
Durch das Bestimmen von Pflanzen und Insekten können sie erste Einblicke in die systemische
Ordnung der Lebewesen erhalten. Darüber hinaus setzen sie sich mit Wechselbeziehungen zwi-
schen den Organismen auseinander, indem sie Waldmobile nach den Kriterien der Nahrungskette
basteln.
Über das Herstellen eines Aqua-Memorys erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Arten-
kenntnis.
Die Bedeutung der artgerechten Haltung wird am Beispiel ausgewählter Haustiere verdeutlicht.
Umsetzung
Die Inhalte werden hauptsächlich durch altersgerechte Experimente erarbeitet. Dabei gewinnen
die Schülerinnen und Schüler Einblicke in fachspezifische Arbeitstechniken, wie Mikroskopieren,
Beobachten, Bestimmen, Zeichnen und Protokollieren. Durch kindgerechtes Auswerten, Erklären
und Vergleichen erweitern und trainieren die Schülerinnen und Schüler ihre fachübergreifenden
Kompetenzen. Sowohl in Partner- und Gruppenarbeit als auch in Einzelarbeit wird ihnen die Mög-
lichkeit gegeben, den Lerngegenstand selbstständig zu untersuchen. In die inhaltliche Gestaltung
werden die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich einbezogen, indem sie über die Gestaltung
der Themen mitentscheiden. Das ermöglicht ein interessenbezogenes Arbeiten und fördert die
individuelle Auseinandersetzung mit den gestellten Herausforderungen.
Erste Erfolge
Das individualisierte Arbeiten, der Lebensweltbezug und der Austausch in der Lerngruppe unter-
stützen die Schülerinnen und Schüler dabei, selbstständiger, selbstbewusster, aufgeschlossener
und offener mit den Lerngegenständen, aber auch mit der Gruppe umzugehen. Die Lehrkraft konn-
te feststellen, dass z.B. eher zurückhaltende Schüler auch den regulären Fachunterricht aktiver mit
gestalten.

 
11
Deutsch, Klassenstufe 5
Oberschule „Clara Zetkin“ Freiberg
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
interessieren sich für die Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache
-
lernen selbstorganisiert und eigenverantwortlich
-
gestalten und präsentieren Texte
-
sind auf einen möglichen Übergang an das Gymnasium vorbereitet.
Inhalte
Die Inhalte schließen sich an die Themen des Fachunterrichts an und werden geleitet von Impul-
sen zum selbstständigen Lernen. Thematisch eingebunden werden jeweils verschiedene Inhalte
vertieft:
-
Orthografie
-
Grammatik
-
Schreibfertigkeiten und Ausdrucksstärke
-
Lesen
-
Mündliche Vorträge und Referate
-
Arbeit mit Texten
Umsetzung
Im besonderen Maße wird der Fokus auf Selbstständigkeit und eigenverantwortliches Lernen ge-
legt. Die Lehrkraft versteht sich dabei als Lernbegleiter.
Zum Beispiel erkunden die Schülerinnen und Schüler selbstständig eine orthografische Problem-
stellung, erarbeiten Regeln zum Lerngegenstand, trainieren diese und überprüfen den Lernstand
mit verschiedenen Aufgabenformen.
Leseübungen in kleinen Gruppen ermöglichen nach Anleitung den Schülerinnen und Schülern,
Lesetechniken zu erproben und sich Lesestrategien anzueignen.
Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich in der Regel für Partnerarbeit oder die Arbeit in
einer Kleingruppe.
Durch die gemeinsame Arbeit, die gegenseitige Fehlerprüfung, das Präsentieren von Lernergeb-
nissen und die gemeinsame Reflexion erweitern sie ihre überfachlichen Kompetenzen.
Das Einbinden spielerischer und kompetitiver Elemente in den jeweiligen Lerngegenstand stärken
die Lern- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler.
Erste Erfolge
Im binnendifferenzierten Klassenunterricht zeigt sich, dass die Schülerinnen und Schüler der Leis-
tungsgruppe zunehmend die stärker herausfordernden Aufgaben wählen. Gleichzeitig hat sich
durch die Anwendung von Strategien bzw. Techniken ihr Arbeitstempo deutlich erhöht. Die Schüle-
rinnen und Schüler bereichern sowohl fachlich als auch sozialkompetent den Unterricht.

 
Englisch, Klassenstufe 5
Oberschule „Clara Zetkin“ Freiberg
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
- lesen einen einfachen literarischen Text und können diesen anhand von typischen Merkmalen
identifizieren.
- entwerfen, üben und präsentieren einfache Monologe und Dialoge für einen englischsprachi-
gen Film
-
entwickeln dabei Freude und Sicherheit beim Umgang mit der englischen Sprache.
Inhalte
Der inhaltliche Fokus der Leistungsgruppe liegt zum einen auf dem Lesen und Verstehen eines
literarischen Textes („Bob“) und zum anderen auf der medialen Umsetzung eines ausgewählten
Themas („Our school“) in Form eines selbstgedrehten Videos.
Somit werden Lehrplaninhalte und –ziele der Klassenstufe 5 vertieft und erweitert. Es erfolgt ein
Anknüpfen an das Vorwissen und die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit den genann-
ten Textsorten. Durch die intensive Beschäftigung mit einem ausgewählten Text werden die Fähig-
keiten der Schülerinnen und Schüler, Texte zu verstehen, weiterentwickelt. Durch die Arbeit an
den Monologen und Dialogen für das Video werden die Strategien zum produktiven Sprachge-
brauch (Planen, Ausführen, Kontrollieren und Reparieren) angewendet und gefestigt.
Umsetzung
Die Arbeit der Kleingruppen erfolgt in enger Abstimmung mit den Fachlehrern der Klasse und wird
von Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klassen begleitet und unterstützt.
Erste Erfolge
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten begeistert und hochmotiviert an der Erstellung des Pro-
dukts. Der Lernerfolg zeigt sich ihnen unmittelbar in der Qualität des selbstgedrehten Videos, Er-
folg wird so für sie sofort erlebbar. Somit wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt und ihre Freude am
Englischlernen befördert.

 
13
„Englisch for young talents“, Klassenstufen 5 und 6
Oberschule „Siegfried Richter“ Gröditz
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
vertiefen und erweitern ihr sprachliches Wissen zu ausgesuchten Themen des Lehrplans
-
entwerfen, üben und präsentieren einfache Dialoge zu vertrauten Themen
-
erweitern ihr Wissen um kulturelle Zusammenhänge bezüglich Großbritannien
-
entwickeln dabei Freude und Sicherheit beim Umgang mit der englischen Sprache.
Inhalte
Der inhaltliche Fokus der Leistungsgruppe liegt auf der Vertiefung und Erweiterung verschiedener
Themen aus den Lernbereichen des Lehrplans für die Klassenstufen 5/6 (z. B.
Mythen/Legenden,
Me and my Family, Great Britain, Food and Drinks
). Dabei geht es u. a. um die Erweiterung des
thematischen, funktionalen und individuellen Wortschatzes der Schüler. Bei der Beschäftigung mit
den Themen werden Lektüren herangezogen, die den Schülern unterschiedliche Perspektiven
eröffnen.
Durch die Arbeit an den Dialogen innerhalb der verschiedenen Themenbereiche werden die Stra-
tegien zum produktiven Sprachgebrauch (Planen, Ausführen, Kontrollieren und Reparieren) ange-
wendet und gefestigt.
Umsetzung
Die Schülerinnen und Schüler in den Leistungsgruppen arbeiten hochmotiviert an der Erweiterung
ihrer fremdsprachlichen Kompetenzen. Hierbei dienen Partner- und Gruppenarbeit dazu, Redean-
teile für den Einzelnen zu erhöhen und Sprechbarrieren abzubauen, um auch weniger starke
Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich in der Fremdsprache zu äußern. Darüber hinaus
dient die Arbeit am PC der Motivation und bringt eine neue Facette in den Sprachlernprozess ein.
Erste Erfolge
Durch die intensive Arbeit am sprachlichen Wissen und an den dialogischen Kompetenzen der
Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen zeigen sich bei ihnen deutliche Zuwächse in der
Teilkompetenz des Sprechens. Die Schülerinnen und Schüler
nehmen diese Zuwächse mit in den
regulären Englischunterricht.

 
„Friends in Europe“, Klassenstufe 6
56.Schule - Oberschule der Stadt Leipzig
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
nutzen Medien zur Kommunikation mit englischsprachigen Partnern
- entwickeln ihre Fähigkeiten weiter, mit Hilfe von E-Mails und Chats zu interagieren, Kommuni-
kation zu initiieren, aufrechtzuerhalten und zu beenden
- wenden ihr sprachliches Wissen an, um in Präsentationen oder kleinen Videos ihre Schule
vorzustellen
- erweitern ihr Wissen um Europa und die Bedeutung des europäischen Gedankens für ein Mit-
einander der Kulturen
-
entwickeln dabei Freude und Sicherheit beim Umgang mit der englischen Sprache.
Inhalte
Die Schülerinnen und Schüler bauen im Rahmen eines E-Twinning-Programms (ERASMUS) mit
135 anderen Schülerinnen und Schülern aus europäischen Schulen (in Griechenland, Frankreich,
Polen,…) in einem virtuellen Klassenzimmer Kontakte auf. Sie arbeiten dabei mit einem kostenlos
zur Verfügung gestellten Programm (VOKI).
Jede Schülerin und jeder Schüler ist durch eine virtuelle Figur nach eigener Wahl in diesem Klas-
senzimmer vertreten. Die Zuordnung, welche Person zu welcher fiktiven Figur gehört, geschieht
durch E-Mailverkehr oder durch Chatten. Die Schülerinnen und Schüler schreiben dabei immer in
englischer Sprache.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam PowerPoint-Präsentationen oder Videos über
die eigene Schule (Besonderheiten, Lage, Informationen über das Land und die Stadt, …), die den
E-Twinning-Partnern über das virtuelle Klassenzimmer zugänglich gemacht werden. Hierbei wer-
den die Themen des Lehrplans für die Klassenstufen 5/6 vertieft und erweitert.
Geplant ist, dass in Zukunft durch eine zeitliche Koordination der Unterrichtsstunden der E-
Twinning-Partner die Schüler auch miteinander Skypen können, sodass neben den schriftlichen
Interaktionsfähigkeiten auch die dialogischen Fähigkeiten entwickelt werden.
Umsetzung
Neben Einzelarbeit erfolgt in den Leistungsgruppen verstärkt auch Partner- und Gruppenarbeit, um
eine gegenseitige Unterstützung und ein soziales Miteinander der Schülerinnen und Schüler zu
ermöglichen.
Für die Umsetzung der Lerninhalte und –ziele für diese Leistungsgruppe ist die Arbeit am PC not-
wendig.
Erste Erfolge
Die Schülerinnen und Schüler erwerben eine hohe Medienkompetenz, sie erstellen Präsentationen
und Videos. Sie können so ihren Lernerfolg unmittelbar erleben. Durch den unmittelbaren Kontakt
zu europäischen Partnern wird ihnen das Erleben erfolgreicher fremdsprachiger Kommunikation
ermöglicht.

 
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Englisch, Klassenstufe 5
Humboldtschule, Oberschule der Stadt Zwickau
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
vertiefen und erweitern ihr sprachliches Wissen zu ausgesuchten Themen des Lehrplans
-
entwickeln ihre Fähigkeiten in den Bereichen Aussprache und Intonation weiter
-
entwerfen, üben und präsentieren einfache Rollenspiele zu vertrauten Themen
-
erweitern ihren funktionalen, thematischen und individuellen Wortschatz
-
hören einfache Lieder und erschließen sich die Songtexte
-
gewinnen Einblick in Aspekte des American English
-
erweitern ihr kulturelles Wissen.
Inhalte
Der inhaltliche Fokus der Leistungsgruppe liegt auf der Vertiefung und Erweiterung verschiedener
Themen aus den Lernbereichen des Lehrplans für die Klassenstufen 5/6 (z. B.
traveling around
town, finding your way, everyday life in school, shopping, education, getting to know other count-
ries
). Dabei geht es u. a. um die Erweiterung des thematischen, funktionalen und individuellen
Wortschatzes der Schülerinnen und Schüler. Der Schwerpunkt der Kompetenzentwicklung liegt
dabei vor allem auf der Entwicklung der mündlichen Kompetenzen. Zum Einsatz kommen Song-
texte bekannter Lieder und Rollenspiele (z. B.
„Find your way
“). Durch lautes Lesen werden Aus-
sprache und Intonation sowie Leseflüssigkeit geschult.
Umsetzung
Neben Einzelarbeit erfolgt in den Leistungsgruppen verstärkt auch Partner- und Gruppenarbeit, um
eine gegenseitige Unterstützung und ein soziales Miteinander der Schülerinnen und Schüler zu
ermöglichen. Für die Erarbeitung der Rollenspiele wird häufig auch die Konstellation Lehrkraft-
Schüler genutzt, um direktes Feedback zu ermöglichen.
Mit Hilfe von wöchentlichen Erinnerungstests (
revision at the beginning of each week’s lesson
)
erfolgt eine kontinuierliche Wiederholung und Festigung. Die Planung der Ziele und Inhalte für die
Leistungsgruppe erfolgt in enger Absprache mit den Englischlehrkräften der Klassen.
Erste Erfolge
Die Schülerinnen und Schüler der Leistungsgruppe werden deutlich sicherer in der Kommunikation
in der englischen Sprache. Die Schüler nehmen diese Zuwächse mit in den regulären Englischun-
terricht, somit wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt und ihre Freude am Englischlernen befördert.

 
Musik, Klassenstufen 5 und 6
Oberschule „Clara Zetkin“ Freiberg
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
entwickeln Freude am eigenen Musizieren
-
erweitern und vertiefen überfachliche Kompetenzen, wie z. B. Konzentrations-, Team- und Re-
flexionsfähigkeit
-
werden dabei in der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins unterstützt.
Inhalte
Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Gesangsausbildung im solistischen und chorischen
Bereich. Ein- und mehrstimmige Lieder werden geprobt. Dabei erlernen die Kinder praxisorientiert
Noten im Violinschlüssel. Darüber hinaus wird ihre Atemmuskulatur trainiert und dadurch die
Sauerstoffversorgung des Köpers verbessert sowie das Immunsystem gestärkt.
Das Repertoire umfasst die Bereiche Klassische Musik, Rock,- Pop- und Jazzmusik. Zu Rock- und
Poptiteln werden neben der gesanglichen Interpretation auch eigene Choreographien erarbeitet.
Umsetzung
Im Nachsingen vorgesungener Lieder trainieren die Schülerinnen und Schüler ihre Wahrneh-
mungs- und Konzentrationsfähigkeit. Rhythmusübungen beim Klatschen und Schnipsen sowie das
Bewegen zur Musik ergänzen die sängerische Tätigkeit. Die Kinder arbeiten solistisch oder cho-
risch in wechselnden Besetzungen. Teamgeist und Kreativität sind gefragt bei der Entwicklung von
eigenen Choreographien und der Ausgestaltung von Aufführungen. Die Kinder beurteilen sich ge-
genseitig in ihrer musikalischen Arbeit und reflektieren ihre eigene Leistung durch
Ansehen und
Anhören von Aufnahmen.
Erste Erfolge
Vor allem durch die Erfolge bei Auftritten in Schulveranstaltungen, wie z. B. Talentfest, Tag der
offenen Tür und Abschlussfeier der Klasse 10 gewinnen die Schülerinnen und Schüler Selbstver-
trauen und Selbstbewusstsein. Die Leistungen werden gegenseitig anerkannt und wertgeschätzt.
Sie fühlen sich in der Gruppe angenommen und empfinden sich als Teil der Gemeinschaft. In der
Folge gelingt es einigen Schülerinnen und Schülern zunehmend, sich selbstbewusster auch im
Unterricht anderer Fächer einzubringen und diesen mitzugestalten. Einige Kinder wollen nach den
Erfahrungen in der Leistungsgruppe Musik später Mitglieder des Schulchores werden.

 
17
Mathematik für Experten“, Klassenstufe 5
„Mathematik einmal anders“, Klassenstufe 6
Oberschule „Siegfried Richter“ Gröditz
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler
-
interessieren sich für Mathematik
-
kennen Strategien zum Lösen mathematischer Probleme
-
erweitern und vertiefen fachbezogene und überfachliche Kompetenzen
-
sind vorbereitet auf die Teilnahme an regionalen und überregionalen Wettbewerben.
Inhalte
Im Fokus steht zunächst die Begegnung mit mathematischen Phänomenen. Sie werden vorgestellt,
untersucht und diskutiert.
Konkrete Alltagsprobleme werden verallgemeinert, sodass die Schüler allgemeine Algorithmen
erkennen und überprüfen können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Entwickeln, Erproben und Trainieren von Problemlösestrategien
anhand von herausfordernden Aufgabenstellungen. Hier werden insbesondere Aufgabenstellun-
gen aus regionalen Wettbewerben oder Mathematikolympiaden ausgewählt.
Umsetzung
Ausgehend von vorgestellten Phänomen und Besonderheiten in der Mathematik (z.B. Möbiusband,
Mathe-„Tricks“) sowie herausfordernden Aufgaben werden die Lerngegenstände interessengeleitet
vertieft. Grundsätzlich begleiten handlungsorientierte Aufgaben und spielerische Elemente das
Lernen in der Leistungsgruppe. Das Herstellen von Anschaulichkeit über Modelle, Skizzen, Bilder
usw. ist ebenso ein wichtiges Grundprinzip in der Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand
wie die Erarbeitung von Lösungsstrategien in der Gruppe. Irrtümer gehören dabei zum Lernweg
und werden bewusst zugelassen. Deshalb spielen die Reflexion und Wertschätzung der verschie-
denen Lösungsansätze und Lernwege eine besondere Rolle. Im Laufe des Schuljahres rückt zu-
nehmend die individuelle Bearbeitung von Wettbewerbsaufgaben in den Mittelpunkt, wobei die
erarbeiteten Lösungen nach wie vor in Partnerarbeit oder in der Gruppe diskutiert werden.
Erste Erfolge
Die Schülerinnen und Schüler zeigen in der Leistungsgruppe und im Klassenunterricht Interesse
für mathematische Aufgabenstellungen und zunehmend auch die Bereitschaft sich ausdauernd mit
der Suche nach einem Lösungsweg auseinanderzusetzen. Beides geht über die schulische Zeit
hinaus und reicht zum Teil bis in den Freizeitbereich hinein – sie nehmen Aufgaben mit nach Hau-
se. Die Lehrkräfte nehmen Lust am Lernen und Freude am Denken wahr.
Gleichzeitig haben die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht Mathematik
zugenommen. Dies wiederrum hat erkennbare Auswirkungen auf ihr Selbstvertrauen. Sie stellen
die Aufgaben der Leistungsgruppe in ihren Klassen vor und werden mutiger, kreativ nach Lösun-
gen von Mathematikaufgaben zu suchen.
Das Anwenden von Lösungsstrategien, die zunehmende Ausdauer in der Auseinandersetzung mit
einem Lerngegenstand und die Kompetenz, Lösungsansätze reflektieren und diskutieren zu kön-
nen, steigern die Erfolge der Schülerinnen und Schüler auch in anderen schulischen Kontexten.
Darüber hinaus nahmen sie erfolgreich an einem regionalen Wettbewerb (Großenhainer Mathema-
tikwettbewerb) teil und zeigen Interesse an der Mathematikolympiade.

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Redaktionsschluss:
22.07.2014
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