image
image
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe
Vorkommen in sächsischen Fließgewässern
Stand 2005
Freistaat
Sachsen
Landesamt für Umwelt und Geologie
Landesanstalt für Landwirtschaft

Pflanzenschutzmittelwirkstoffe
Vorkommen in sächsischen Fließgewässern
Bearbeitung:
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Referat 33 – Oberirdische Gewässer, Flussgebietsmanagement (WRRL)
Referat 31 – Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung
Mitwirkung:
Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft
Referat 44 –Pflanzenschutz (Fachbereich Pflanzliche Erzeugung)
Referat 82 – Pflanzen, Futtermittel (Fachbereich Landwirtschaftliches Untersu-
chungswesen)
Bearbeiter:
Frau Rohde
Frau Ziegler
Herr Dr. Engelmann
Frau Henninger
Herr Dr. Jorschick
Herr Danneberg
Herr Dr. Knobloch
Stand Juli 2005
Datenbasis: Fachdaten des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie
und der Staatlichen Umweltbetriebsgesellschaft
Datenstand: 1997 - 2004
2

Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen
2 Methodik
3
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, die Bestandteil der Stoffliste für die Einstufung
des chemischen Zustands (Chem-Liste) sind
3.1
Schadstoffe für die Einstufung chemischen Zustandes in Sachsen
3.1.1 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe mit Überschreitungen der Qualitätsnorm
3.1.2 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe ohne Überschreitungen der Qualitätsnorm
3.2 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, die Bestandteil der Liste der prioritären Stoffe
nach Anhang X der EU-WRRL sind
3.2.1 Wirkstoffe mit Überschreitungen der Qualitätsnormvorschläge
3.2.2 Wirkstoffe ohne Überschreitungen der Qualitätsnormvorschläge
4
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, die Bestandteil der Liste der Stoffe zur Einstu-
fung des ökologischen Zustandes (Öko-Liste) sind
4.1 Wirkstoffe mit Überschreitungen der Qualitätsnorm
4.2 Wirkstoffe ohne Überschreitungen der Qualitätsnorm
5 Weitere Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, für die Qualitätsnormvorschläge
vorliegen
6
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Anhang
Gesetzliche Grundlagen
Literaturverzeichnis
3

1 Vorbemerkungen
Mit den Instrumenten der Wasserrahmenrichtlinie soll die aquatische Umwelt ganz-
heitlich betrachtet werden, damit Gewässerbelastungen nachhaltig vermieden, auf-
geklärt und behoben werden können.
Pflanzenschutzmittel (PSM) werden über diffuse und punktförmige Quellen in Ge-
wässer eingetragen und können regional oder lokal die Gewässerbeschaffenheit
nachteilig beeinflussen.
Nach dem Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz–PflSchG)
1)
sind Pflanzenschutzmittel definiert als Stoffe, die dazu bestimmt sind,
a) Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zur schützen,
b) Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse vor Tieren, Pflanzen oder Mikroorganis-
men zu schützen, die nicht Schadorganismen sind,
c) die Lebensvorgänge von Pflanzen zu beeinflussen, ohne ihrer Ernährung zu
dienen (Wachstumsregler),
d) das Keimen von Pflanzenerzeugnissen zu hemmen,
ausgenommen sind Wasser, Düngemittel im Sinne des Düngemittelgesetzes und
Pflanzenstärkungsmittel. Als Pflanzenschutzmittel gelten auch Stoffe, die dazu be-
stimmt sind, Pflanzen abzutöten oder das Wachstum von Pflanzen zu hemmen oder
zu verhindern, ohne dass diese Stoffe unter die Buchstaben a) oder c) fallen.
In der Sächsischen Gewässerverschmutzungsverringerungsverordnung (SächsGew-
VVO)
2)
und in der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung (SächsWRRL-
VO)
3)
sind viele Qualitätsvorgaben zur Begrenzung des Vorkommens von Pflanzen-
schutzmitteln und deren Wirkstoffen in Gewässern gesetzlich verankert (siehe Ab-
schnitt 3 (Chem-Liste) und 4 (Öko-Liste)). Darüber hinaus hat die Europäische Union
(EU) in einem ersten Entwurf weitere Qualitätsnormen vorgeschlagen, die künftig in
allen Mitgliedstaaten gelten sollen. (siehe Abschnitt 3.2). Für weitere Pflanzen-
schutzmittelwirkstoffe wurden durch die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA)
Qualitätsnormvorschläge abgeleitet (siehe Abschnitt 5).
Das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie
(LfUG)
hat in Zusammenarbeit
mit der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft
(LfL)
überprüft, welche Rele-
vanz die in den oben genannten Vorgaben aufgeführten Pflanzenschutzmittelwirk-
stoffe für die Fließgewässer des Freistaates Sachsen haben. Ziel des vorliegenden
Berichtes ist es, in einer ersten Analyse mögliche Eintragspfade und Vermeidungs-
strategien aufzuzeigen, um langfristig die Belastung der Gewässer durch Pflanzen-
schutzmittel zu reduzieren. Dieser Bericht ist ein erster Schritt in Richtung der neuar-
tigen Herangehensweise im Rahmen der Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtli-
nie.
4

2 Methodik
In den Verzeichnissen der synthetischen und nicht synthetischen Schadstoffe zur
Einstufung des chemischen bzw. ökologischen Zustands von Oberflächengewässern
ist eine Reihe von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen aufgelistet, für die Qualitätsnor-
men vorgegeben sind.
Im Auftrag des LfUG wurden von der Staatlichen Umweltbetriebsgesellschaft (UBG)
von 1997 bis 2004
sächsische Fließgewässer hinsichtlich des Vorkommens von et-
wa 60 Pflanzenschutzmittelwirkstoffen untersucht. In der Sächsischen Landesanstalt
für Landwirtschaft werden ebenfalls Rückstandsuntersuchungen auf Pflanzen-
schutzmittelwirkstoffe durchgeführt. Auf Veranlassung des Sächsischen Staatsminis-
teriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) werden Fische aus sächsischen
Fließgewässern seit 1994 regelmäßig auf Polychlorierte Biphenyle (PCB) und aus-
gewählte chlorierte Pestizide untersucht. Bodenuntersuchungen werden seit 1996
sowohl im Rahmen regional sächsischer (SächsSchAVO
6)
) wie auch bundeseinheit-
licher Kontrollprogramme (PSM-Anwendungskontrollen im Rahmen des Nationalen
PSM-Monitorings) auf ein jährlich aktualisiertes Wirkstoffspektrum hin durchgeführt.
Die Überprüfung der Qualitätsnorm erfolgt anhand des arithmetischen Jahresmittel-
wertes für die jeweilige Messstelle. Wenn noch keine rechtlich verbindliche Qualitäts-
norm zur Verfügung steht, wurde jeweils der aktuelle Qualitätsnormvorschlag (QNV)
als Vergleichswert herangezogen.
Um die potentielle Gefährdung der Gewässer abschätzen zu können, wurde die Be-
lastung wie folgt gestaffelt ausgewertet:
Anzahl der Messstellen, deren Jahresmittelwert über der Hälfte der Qualitäts-
norm lag
Anzahl der Einzelmesswerte, die insgesamt über der Qualitätsnorm lagen
Anzahl der Einzelmesswerte, die insgesamt über der Hälfte der Qualitätsnorm
lagen
Die Verteilung der erhöhten Messwerte über die Monate wurde grafisch dargestellt,
um Anhaltspunkte für Spitzenbelastungszeiten zu erhalten. Die besonders gefährde-
ten Gewässer sind entsprechend aufgelistet.
Qualitätsnormen, Bestimmungsgrenzen und Zulassungssituation sowie die histori-
schen und gegenwärtigen Einsatzgebiete werden für die Pflanzenschutzmittelwirk-
stoffe benannt, die derartige Überschreitungen aufweisen.
Ergänzt werden die Angaben durch gezielte Auswertungen von Abwasserdaten über
den möglichen Eintrag von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen aus Kläranlagen (Unter-
suchungsergebnisse für ausgewählte große und kleine Kläranlagen).
Abschließend werden auch die Pflanzenschutzmittelwirkstoffe zusammengestellt, für
die Qualitätsnormvorgaben existieren und in Sachsen gegenwärtig keine Hinweise
auf Überschreitungen vorliegen.
5

3
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, die Bestandteil der Stoffliste für die Ein-
stufung des chemischen Zustandes (Chem-Liste) sind
Der
chemische Zustand
eines Gewässers gibt Aufschluss darüber, ob bestehende
Vorkehrungen und Maßnahmen zur Reduzierung des Eintrags von Schadstoffen, die
ein erhebliches Risiko für die aquatische Umwelt und deren Nutzung darstellen, er-
folgreich waren. Die Auswahl der Schadstoffe erfolgte europaweit aufgrund ihrer Per-
sistenz, Bioakkumulation und Toxizität sowie ihrer Exposition in den Ökosystemen.
Unter den Schadstoffen befindet sich auch eine Reihe von Pflanzenschutzmittelwirk-
stoffen.
3.1
Schadstoffe für die Einstufung chemischen Zustandes in Sachsen
Die Umweltqualitätsnormen für die Schadstoffe zur Beurteilung des chemischen Zu-
standes wurden und werden von der EU aufgestellt und müssen dann in das jeweili-
ge Landesrecht übernommen werden. In der Anlage 5 zu § 6 SächsWRRLVO sind
bereits für einen großen Teil der Schadstoffe zur Einstufung des chemischen Zu-
stands Umweltqualitätsnormen (
QN
) festgeschrieben.
3.1.1 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe mit Überschreitungen der Qualitätsnorm
4,4-DDT (EG-Nr. 46)
Nach der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung beträgt die Qualitäts-
norm (QN) für 4,4-DDT (1,1,1-Trichlor-2,2-di(p-chlorphenyl)ethan) 0,01 μg/l. Der Pa-
rameter ist schon seit längerem im Messprogramm der UBG. Die Bestimmungsgren-
ze liegt bei 0,01 μg/l (1997-99) bzw. 0,005 μg/l (ab 2000).
4,4-DDT gehört zu den 12 Stoffen, die im „Stockholmer Übereinkommen über per-
sistente organische Stoffe“ in der EU
7)
und weltweit verboten sind.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 1* 2* 3* 2 1 2 9 12
Anzahl der Mittelwerte > QN 1 2 3 1 0 0 5 5
Anzahl der Messwerte im Jahr
1020
1128
1211
1641
1788
1827
1729
1337
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN
15*
25*
48*
39
21
39
44
92
Anzahl der Messwerte > QN
14
18
32
19
5
16
23
40
* Bestimmungsgrenze = QN
6

Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
11
16
11
8
16
15
21
11
14
18
12
23
6
9
14
14
16
7
17
10
25
9
10
10
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
Gewässer, die Belastungen aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Elbe
Elbe
Kaitzbach, Jahna, Döllnitz
Freiberger Mulde
Freiberger Mulde
Kleine Striegis
Zwickauer Mulde
Chemnitz
Vereinigte Mulde
Vereinigte Mulde
Lober
Weiße Elster nach Sachsen Anhalt
Neue Gösel, Parthe
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Mittelwert > 1/2 QN
Elbe
Zschonerbach
Spree
Spree
Freiberger Mulde
Wiesenbach
Zwickauer Mulde
Zwickauer Mulde
Lungwitzbach, Brauselochbach, Zwönitz, Pleißenbach
4,4-DDT wurde früher als Wirkstoff in persistenten Insektiziden mit Berührungs- und
Fraßgiftwirkung eingesetzt. Er fand Verwendung gegen fressende Insekten, Käfer
und Raupen im Obst-, Gemüse, Acker- und Weinbau und im Forst. DDT wird durch
Lebewesen relativ rasch zu DDD und DDE umgewandelt.
Nach der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung besteht ein vollständiges Anwen-
dungsverbot.
Von der LfL (Ref. 63, 82) werden seit 1994 Fischbestände bzw. Bodenproben auf
DDT untersucht. Im Vergleich zu den Anfang der 90er Jahre gemessenen Werten
sind die Befunde und Überschreitungen stark rückläufig. Beispielsweise haben sich
die gefundenen Konzentrationen von DDT und seinen Metaboliten DDE und DDD in
Elbfischen in den letzten 10 Jahren auf ein Fünftel verringert. Der Höchstwert für Fi-
7

sche wird im Mittel nicht überschritten. Es wird daher angenommen, dass die gefun-
denen Überschreitungen in Fließgewässern aus der illegalen Beseitigung von Altbe-
ständen und aus Emissionen durch Rückstände in Böden aus historischen Anwen-
dungen resultieren. Die Untersuchungen der LfL werden mit Berücksichtigung der
gefunden Überschreitungen noch gezielter weitergeführt.
Bei Untersuchungen auf DDT in Kläranlagenabläufen wurden keine Emissionen re-
gistriert, d. h. alle gemessenen Werte liegen unter der Bestimmungsgrenze.
Hexachlorbenzol (HCB, Perchlorbenzol) (EG-Nr. 83)
Die Qualitätsnorm (QN) nach der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung
beträgt für Hexachlorbenzol 0,03 μg/l. Die Bestimmungsgrenze liegt bei 0,001 μg/l.
Hexachlorbenzol gehört zu den 12 Stoffen, die im „Stockholmer Übereinkommen ü-
ber persistente organische Stoffe“ weltweit verboten sind.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 7 7 4 3 1 1 0 0
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 2 0 0 0 0 0 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
1020
1128
1211
1641
1788
1827
1729
1337
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN
37
60
22
47
13
26
2
0
Anzahl der Messwerte > QN 20 19 9 15 4 6 0 0
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
8
5
3
3
9
3
9
5
11
11
10
25
12
14
13
8
3
9
8
7
7
5
5
14
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
8

Gewässer, die Belastungen aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Elbe
Elbe
Mittelwert > 1/2 QNV
Elbe
Elbe
Hexachlorbenzol besaß als Wirkstoff in Fungiziden früher ein weites Einsatzgebiet in
der Landwirtschaft. Der Wirkstoff wurde in Getreide-Trockenbeizmitteln und gegen
Auflaufkrankheiten bei Rüben eingesetzt. Seit den 1970er Jahren sind Pflanzen-
schutzmittel, die diesen Wirkstoff enthalten, in den meisten Ländern einschränkt bzw.
verboten. In der BRD ist die Anwendung seit 1981 verboten.
Hexachlorbenzol wurde im Holzschutz und auch industriell als Weichmacher und
flammenhemmender Zusatz in Kunststoffen und Schmiermitteln verwendet.
Seit Ende der 90er Jahre konnte in Elbfischen bei HCB keine Höchstwertüberschrei-
tung mehr festgestellt werden. Die von der LfL gefundenen Konzentrationen haben
sich in den letzten 10 Jahren auf ca. ein Zehntel verringert.
Alle gemessenen Ergebnisse in Kläranlagenabläufen lagen unterhalb der Bestim-
mungsgrenze.
Hexachlorcyclohexan (HCH) – Summe aller Isomere (EG-Nr. 85)
Die Qualitätsnorm (QN) für die Summe aller Isomere von Hexachlorcyclohexan be-
trägt nach der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung 0,05 μg/l. Die Pa-
rameter werden seit längerer Zeit im Messprogramm der UBG erfasst. Die Bestim-
mungsgrenzen betrugen für die Isomere jeweils 0,005 μg/l für die Jahre 1997-99 und
0,002 μg/l ab dem Jahr 2000.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN
7
9
6
10
12
12
11
5
Anzahl der Mittelwerte > QN 2 2 2 2 3 6 10 3
Anzahl der Messwerte im Jahr
1020
1128
1211
1641
1788
1827
1729
1335
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN
44
69
49
104
57
65
97
78
Anzahl der Messwerte > QN
13
15
14
25
15
27
49
18
9

Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
9
16
7
14
20
27
22
20
7
30
26
28
21
39
34
32
47
41
44
25
5
11
18
20
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
Gewässer, die Belastungen aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Elbe
Fürstengraben
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Freiberger Mulde
Freiberger Mulde
Zwickauer Mulde
Chemnitz, Pleißenbach, Frohnbach
Vereinigte Mulde
Lober
Weiße Elster nach Sachsen Anhalt
Neue Gösel
Mittelwert > 1/2 QN
Spree
Löbauer Wasser, Albrechtsbach, Struga
Weiße Elster nach Sachsen Anhalt
Meerchen, Eula
Hexachlorcyclohexane, insbesondere γ-HCH (Lindan) wurden früher in der Landwirt-
schaft als Wirkstoff in Insektiziden mit Fraßgift-, Atemgift- und Berührungsgiftwirkung
gegen beißende Insekten im Acker-, Gemüse-, Obst- und Zierpflanzenbau einge-
setzt. Saatgutpulver in Getreide und Rüben enthielten Hexachlorcyclohexan. Der
Wirkstoff zeigt eine gute Reaktion gegen Bodenschädlinge. Gegen Ameisen und Vor-
ratsschädlinge wurde HCH in Pflanzenschutzmitteln in leeren Speichern eingesetzt.
Lindan war bis Mitte der 80er Jahre in einer Konzentration von 0,5 bis 2 Prozent in
den meisten Holzschutzmitteln enthalten. Anwendungen fand der Wirkstoff auch in
der Forstwirtschaft gegen Rüssel- und Borkenkäfer, in der Veterinärmedizin zur Be-
kämpfung von Zecken, Läusen usw. und in der Humanmedizin bei Behandlung von
Kopfläusen.
Gemäß der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung besteht für HCH (technisch)
und γ-HCH (Lindan) ein vollständiges Anwendungsverbot.
α- und β-HCH wurden als Nebenprodukte bei der Synthese von γ-HCH (Lindan) häu-
fig unsachgemäß entsorgt und sind heute als Altlasten vorhanden. So werden in der
Freiberger Mulde immer wieder α- und β-HCH gefunden.
10

In Untersuchungen der LfL an Elbfischen konnten in den letzten Jahren keine
Höchstwertüberschreitungen für Lindan festgestellt werden.
Es wird angenommen, dass die darüber hinaus gefundenen Überschreitungen aus
einer illegalen Beseitigung von Altbeständen und aus den Emissionen aus histori-
schen Anwendungen resultieren.
In den Abläufen mehrerer großer und kleiner Kläranlagen wurde γ-HCH (Lindan) ge-
funden. Während bei großen Kläranlagen alle gemessenen Werte unterhalb des
Qualitätsnorm-Vorschlages von 0,02 μg/l liegen, übersteigt das 90-Perzentil der Pro-
ben aus kleinen Kläranlagen diesen gewässerbezogenen Normvorschlag. Alle ande-
ren Hexachlorcyclohexan-Isomere wurden stets unterhalb der Bestimmungsgrenze
gemessen.
3.1.2 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe ohne Überschreitungen der Qualitätsnorm
Für die folgenden Pflanzenschutzmittelwirkstoffe liegen die gemessenen Werte in
den sächsischen Gewässern unterhalb der Hälfte der Qualitätsnorm von in Summe
0,01 μg/l.
EG-Nr.
1
Aldrin
71
Dieldrin
77
Endrin
130
Isodrin
Die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung enthält ein vollständiges Anwendungs-
verbot für diese Schadstoffe.
Auch für
Pentachlorphenol (EG-Nr. 102)
ist in der Pflanzenschutz-Anwendungsver-
ordnung ein vollständiges Anwendungsverbot festgeschrieben.
Seit 1989 sind die
Herstellung, das Inverkehrbringen und die Anwendung von Pentachlorphenol und
seinen Verbindungen sowohl nach der Chemikalien-Verbotsverordnung
4)
als auch
nach der Gefahrstoffverordnung
5)
in der Bundesrepublik Deutschland verboten.
11

3.2 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, die Bestandteil der Liste der prioritären
Stoffe nach Anhang X der EU-WRRL sind
Mit der Entscheidung Nr. 2455/2001/EU
8)
zum Anhang X der EU-Wasserrahmen-
richtlinie wurde noch eine Reihe von weiteren prioritären Stoffen benannt, für die ge-
genwärtig durch die EU noch Qualitätsnormen erarbeitet werden. Gleichwohl besteht
entsprechend den Vorgaben der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung
bereits jetzt für diese Stoffe eine Verpflichtung zum Monitoring.
Die in der Entwurfsfassung vorliegenden Vorschläge der EU werden nachfolgend für
eine erste Einschätzung der Belastung herangezogen. Eine verbindliche Einstufung
kann erst mit der rechtlichen Festlegung der Qualitätsnormen erfolgen.
3.2.1 Wirkstoffe mit Überschreitungen der Qualitätsnormvorschläge (QN-V)
Atrazin
Für Atrazin (2-Chlor-4-(ethylamino)-6-(isopropylamino)-1,3,5-triazin) liegen Langzeit-
daten vor. Der derzeitige Qualitätsnormvorschlag der EU beträgt 0,6 μg/l, bei
0,007 μg/l liegt die Bestimmungsgrenze.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QNV 0 0 4 1 0 0 0 0
Anzahl der Mittelwerte > QNV 0 0 1 0 0 0 0 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
1020
1128
1209
1641
1772
1806
1706
1332
Anzahl der Messwerte > 1/2 QNV
0
1
35
11
5
2
3
5
Anzahl der Messwerte > QNV
0
1
17
5
2
0
0
0
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
2
12
4
2
2
1
1
1
8
5
5
1
1
3
14
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QNV
Messwerte größer 1/2 QNV
12

Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Schwarze Elster
Pulsnitz
Mittelwert > 1/2 QNV
Elbe
Müglitz, Gottleuba
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Weiße Elster nach Sachsen Anhalt
Weiße Elster
Atrazin wurde als Wirkstoff in Vor- und Nachauflaufherbiziden selektiv gegen Unkräu-
ter und Quecken in Mais, Spargel, unter Kernobst und im Weinbau eingesetzt. Jahre-
lang wurden insbesondere im Maisanbau hohen Aufwandmengen zur Queckenbe-
kämpfung angewendet. Im nichtlandwirtschaftlichen Bereich wurde Atrazin als Total-
herbizid auf Wegen und Plätzen und auf Nichtkulturland angewendet. Der Wirkstoff
wird relativ langsam abgebaut. Seine Hauptmetaboliten sind Desethylatrazin und
Deisopropylatrazin.
Aufgrund der jahrelangen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit Atrazin und
seiner mäßigen Persistenz ist anzunehmen, dass Atrazin noch in vielen Ackerböden
in geringen Konzentrationen vorhanden ist. Dieses Atrazin aus historischen Anwen-
dungen wurde aber wahrscheinlich inzwischen in tiefere Bodenschichten verlagert.
In Deutschland ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit Atrazin in Wasser-
schutzgebieten seit 1988 verboten. Diese Einschränkung wurde 1992 zu einem voll-
ständigen Anwendungsverbot nach Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung erwei-
tert. Atrazin wird in Deutschland nicht mehr produziert.
Aufgrund der häufig erhöhten Befunde in den Sommermonaten kann eine illegale
Anwendung nicht ausgeschlossen werden. Einträge in Oberflächengewässer können
aber auch aus historischen Anwendungen stammen. Durch die LfL werden seit 1999
regelmäßig Atrazinuntersuchungen in 50 bis 60 Maisschlägen vorgenommen. Diese
können auf Grund der Kenntnis der Belastungen in den Gewässern nunmehr geziel-
ter durchgeführt werden. Durch vermehrte Kontrollen insbesondere in der Ausbrin-
gungszeit sollen illegale Anwendungen aufgespürt werden. Anhaltspunkte dafür hat
es bisher jedoch nicht gegeben.
Atrazin wird in Abläufen von Kläranlagen gefunden. Alle gemessenen Werte liegen
jedoch unterhalb des Qualitätsnormvorschlages für Gewässer von 0,6 μg/l.
Diuron
Für Diuron (1-(3,4-Dichlorphenyl)-3,3-dimethylharnstoff) liegen seit längerem Mess-
daten vor. Der Qualitätsnormvorschlag (EU QN-V) beläuft sich auf 0,2 μg/l. Für 1997-
98 lagen die Bestimmungsgrenzen bei 0,02 μg/l und ab 1999 bei 0,01 μg/l.
13

Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
24
25
17
41
61
66
62
32
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QNV 0 0 0 1 4 0 2 0
Anzahl der Mittelwerte > QNV 0 0 0 0 0 0 2 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
191
204
99
284
396
332
250
243
Anzahl der Messwerte > 1/2 QNV
2
3
5
15
31
3
8
1
Anzahl der Messwerte > QNV
1
0
2
7
10
0
2
0
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
1
1
9
1
3
2
1
10
9
9
7
1
1
4
9
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QNV
Messwerte größer 1/2 QNV
Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Zwickauer Mulde
Chemnitz
Mittelwert > 1/2 QNV
Elbe
Keppritzbach
Schwarze Elster
Klosterwasser
Zwickauer Mulde
Lungwitzbach
Vereinigte Mulde
Lober
Diuron ist ein Wirkstoff in Herbiziden. Diese werden meist als Totalherbizide auf We-
gen und Plätzen vor allem gegen aus Samen auflaufende ein- und zweikeimblättrige
Unkräuter eingesetzt. Außerdem wird der Wirkstoff selektiv im Spargelanbau, im
Weinbau, bei Ziergehölzen und unter Kernobst verwendet. Diuron hat als Bestandteil
in Pflanzenschutzmitteln eine gute Wirkung gegen Moose und Algen.
Jahrelang wurde Diuron zur Vegetationskontrolle im Gleisbereich auf Eisenbahnge-
lände eingesetzt. Seit 1996 hat sich die Deutsche Bahn aber freiwillig dazu verpflich-
tet, auf den Diuron-Einsatz zu verzichten.
14

Früher wurde Diuron im Baubereich als Herbizid (Algizid) in Fassadenanstrichen und
Pflastersteinen sowie auch als Biozid in Farben und Lacken eingesetzt. Als biozider
Wirkstoff in Schiffsfarben wird er teilweise auch heute noch verwendet.
Seit 1999 bestehen für Diuron in Pflanzenschutzmitteln Anwendungsbe-
schränkungen nach der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung. Ein Anwendungs-
verbot besteht:
-
auf Gleisanlagen,
-
auf nicht versiegelten Flächen, die mit Schlacke, Splitt, Kies und ähnlichem
Material befestigt sind, von denen die Gefahr einer unmittelbaren oder mit-
telbaren Abschwemmung in Gewässer oder in Kanalisationen, Drainagen,
Straßenabläufe sowie Regen- und Schmutzwasserkanäle besteht,
-
auf oder unmittelbar an Flächen, die mit Beton, Bitumen, Pflaster, Platten
oder ähnlichem Material versiegelt, von denen die Gefahr einer Abschwem-
mung in Gewässer oder in Kanalisationen, Drainagen, Straßenabläufe sowie
Regen und Schmutzwasserkanäle besteht,
-
im Haus- und Kleingarten.
Für sechs Pflanzenschutzmittel, die Diuron als Wirkstoff enthalten, ist die Zulassung
zum 31.12.2004 ausgelaufen (Aufbrauchfrist bis 31.12.2006). Sechs weitere Mittel
sind zugelassen (3 bis 31.12.2007, 2 bis 31.12.2008 und 1 bis 31.12.2015), jedoch
ausschließlich auf Wegen und Plätzen mit und ohne Holzgewächsen sowie auf
Nichtkulturland unter Berücksichtigung o.g. Anwendungsbeschränkungen (Stand
03.05.2005).
Diuron hat aufgrund seiner Wasserlöslichkeit und relativ geringen Abbaubarkeit ein
Verlagerungspotential. Man vermutet, dass diuronhaltige Substanzen nach ihrer
Ausbringung durch Versickerung ins Grundwasser gelangen oder nach Starkregen-
ereignissen in Oberflächengewässer abgeschwemmt werden können.
Laut einer Analyse von Bach et al. (1999) ist bei ordnungsgemäßem Einsatz in der
Landwirtschaft die Gefahr der Auswaschung gering. Die Autoren nehmen an, dass
die in vielen Gewässern nachgewiesenen Diuron-Einträge durch nicht-
landwirtschaftliche (kommunale) Anwendungen über Punkteinträge verursacht wur-
den. Eine weitere Eintragsmöglichkeit wäre die Reinigung von Spritzgeräten im Hof.
In Kläranlagenabläufen bestimmter großer und kleiner Kläranlagen wurde Diuron ge-
funden. Der Maximalwert aus allen Messungen liegt jeweils oberhalb des Qualitäts-
normvorschlages für Gewässer.
Um die Einhaltung des Qualitätsnormvorschlages zu gewährleisten, müssen die An-
wender verstärkt auf das gewässerschädigende Potential des Wirkstoffes hingewie-
sen, beraten und kontrolliert werden.
Isoproturon
Für Isoproturon (3-(4-Isopropylphenyl)-1,1-dimethylharnstoff) liegen Langzeitdaten
für die Gewässer Sachsens vor. Der Qualitätsnormvorschlag (EU QN-V) beträgt 0,3
μg/l. Die Bestimmungsgrenzen lagen von 1997 bis 1998 bei 0,02 μg/l bzw. ab 1999
bei 0,002 μg/l.
15

Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
24
25
17
41
61
66
62
32
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QNV 0 0 0 1 2 1 0 0
Anzahl der Mittelwerte > QNV 0 0 0 0 0 1 0 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
191
204
99
284
396
332
250
243
Anzahl der Messwerte > 1/2 QNV 3 6 7 9 5 4 7 6
Anzahl der Messwerte > QNV 2 1 1 3 2 2 1 2
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
1
1
3
3
2
3
1
2
1
3
10
8
1
6
2
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QNV
Messwerte größer 1/2 QNV
Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Schwarze Elster
Löbauer Wasser
Mittelwert > 1/2 QNV
Lausitzer Neiße
Mandau
Schwarze Elster
Große Röder
Vereinigte Mulde
Vereinigte Mulde
In selektiven Vor- und Nachauflaufherbiziden wird Isoproturon gegen Ungräser (A-
cker-Fuchsschwanz, Windhalm, Poa-Arten) sowie Kamille und Vogelmiere in Win-
terweizen, -gerste, Roggen, Sommergerste und –weizen angewendet. Der Einsatz
erfolgt vor allem im Herbst. Nach Zulassungsstand vom 03.05.2005 sind derzeit 9
Isoproturon-Präparate bis maximal zum 31.12.2014 zugelassen. Für 3 weitere Präpa-
rate läuft die Aufbrauchfrist Ende dieses bzw. Ende nächsten Jahres ab. Die Anwen-
dung dieser Präparate ist zum Schutz vor Einträgen in die Oberflächengewässer und
das Grundwasser beschränkt.
Aufgrund seiner Wasserlöslichkeit und relativ geringen Abbaubarkeit hat Isoproturon
ein Verlagerungspotential. Nach der Ausbringung könnten Pflanzenschutzmittel mit
16

diesem Wirkstoff ins Grundwasser gelangen oder nach Starkregenereignissen in O-
berflächengewässer abgeschwemmt werden.
Um eine Einhaltung des Qualitätsnormvorschlages gewährleisten zu können, müs-
sen die Anwender verstärkt auf das gewässerschädigende Potential des Wirkstoffes
hingewiesen, beraten und kontrolliert werden.
In Kläranlagenabläufen kleiner Kläranlagen im ländlichen Raum wurde Isoproturon
gefunden. Der Maximalwert aus allen Messungen liegt oberhalb des Qualitätsnorm-
Vorschlages für Gewässer. In großen Kläranlagen wird Isoproturon in Konzentratio-
nen unterhalb des Qualitätsnorm-Vorschlags gemessen.
Tributylzinn
Tributylzinn (TBT) wird seit 2002 von der UBG untersucht. Der Qualitätsnormvor-
schlag der EU liegt bei 0,0001 μg/l. Die Bestimmungsgrenze befindet sich derzeit bei
0,0001μg/l. Da diese dem Normvorschlag entspricht, ist eine Auswertung für die Ü-
berschreitung der halben Qualitätsnorm nicht möglich.
Messergebnisse von 2002 - 2004
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
25
50
36
Anzahl der Mittelwerte > QNV
21*
36
36
Anzahl der Messwerte im Jahr
121
194
169
Anzahl der Messwerte > QNV
88*
59
88
* Bestimmungsgrenze > QNV
Bestimmungsgrenze > Hälfte des Qualitätsnormvorschlages
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 2002 - 2004 auf die Monate
15
35
12
7
25
16
9
27
23
16
37
12
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QNV
17

Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Elbe
Elbe
Zwota
Lausitzer Neiße
Lausitzer Neiße
Mandau
Spree
Spree
Schwarzer Schöps, Weißer Schöps
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Große Röder, Pulsnitz, Schleichgraben
Freiberger Mulde
Freiberger Mulde
Bobritzsch, Flöha, Münzbach, Sehma, Zschopau
Zwickauer Mulde
Zwickauer Mulde
Chemnitz, Lungwitzbach, Frohnbach
Vereinigte Mulde
Vereinigte Mulde
Lober-Leine-Kanal
Weiße Elster nach Thüringen
Weiße Elster
Göltzsch
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Weiße Elster
Neue Luppe, Pleiße, Neue Gösel
Tributylzinn-Verbindungen gehören zu den zinnorganischen Verbindungen und damit
zu den giftigsten Chemikalien, die der Mensch bewusst in Verkehr gebracht hat. Sie
finden überwiegend Verwendung als Antifoulingmittel für Schiffsanstriche, um den
Algenbewuchs zu verhindern. Aber auch als Konservierungsmittel für wasserver-
dünnbare und schimmelfeste Anstriche in Haushalten, als Stabilisatoren für PVC so-
wie als Desinfektions- bzw. pilzabtötendes Mittel in Textilien, Leder, Papier und Holz,
in industriellen Wassersystemen wie Kühltürmen oder -kreisläufen in der holz- und
papierverarbeitenden Industrie sowie Brauereien wird TBT eingesetzt. Durch Anrei-
cherungen insbesondere in Fischen gelangt TBT in die menschliche Nahrungskette.
Früher war TBT in Insektiziden gegen Borkenkäfer im Forst enthalten. Seit 1990 gibt
es in Deutschland keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel mit Tributylzinn. Seit
2003 ist TBT in Deutschland auch in Schiffsfarben verboten. Dieses Verbot gilt ab
2008 in der gesamten Europäischen Union.
Tributylzinn wird auch im Ablauf von Kläranlagen gefunden. Die Konzentrationen lie-
gen oft über dem Qualitätsnormvorschlag für die Gewässer.
3.2.2 Wirkstoffe ohne Überschreitungen der Qualitätsnormvorschläge (QN-V)
Für
Alachlor, Chlorfenvinphos
und
alpha-Endosulfan
wurden in Sachsen bisher
keine Auffälligkeiten festgestellt.
Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Alachlor (2-Chlor-2',6'-diethyl-N-methoxy-
methylacetanilid) haben in Deutschland keine Zulassung und werden hier auch nicht
produziert.
18

Chlorfenvinphos (2-Chlor-1-(2,4-dichlorphenyl)vinyldiethylphosphat) ist in zwei Pflan-
zenschutzmitteln noch bis zum 31.12.2005 als Wirkstoff zugelassen (Stand
03.05.2005). Es wurden Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Oberflächen-
gewässern festgelegt.
Der Wirkstoff Endosulfan (6,7,8,9,10,10-Hexachlor-1,5,5a,6,9,9a-hexahydro-6,9-
methano-2,4,3-benzodioxathiepin-3-oxid) ist in Deutschland in keinem Pflanzen-
schutzmittel zugelassen.
Bei den Pflanzschutzmittelwirkstoffen
Chlorpyrifos(O,O-Diethyl O-3,5,6-trichlor-2-pyridylphosphorthioat, QN-V 0,03
μg/l)
Simazin (6-Chlor-N,N'-diethyl-1,3,5-triazine-2,4-diamin, QN-V 0,7 μg/l)
Trifluralin (2,6-Dinitro-
N,N
-dipropyl-4-(trifluormethyl)benzenamin, QN-V 0,03
μg/l)
liegen nur wenige Einzelwerte oberhalb des derzeitigen Qualitätsnormvorschlags.
4
Pflanzenschutzmittel, die Bestandteil der Liste der Stoffe zur Einstufung
des ökologischen Zustandes (Öko-Liste) in Sachsen sind
Der ökologische Zustand eines Gewässers hängt von biologischen, hydromorpholo-
gischen sowie von chemischen Qualitätskomponenten ab.
In der Anlage 4 zu § 5 SächsWRRLVO sind spezifische synthetische und nicht syn-
thetische Schadstoffe, darunter auch viele Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, mit Quali-
tätsnormen (QN) aufgelistet, die zur Einstufung des
ökologischen Zustandes
von
Oberflächengewässern beitragen.
Werden eine oder mehrere Qualitätsnormen (QN) in einem Gewässer nicht eingehal-
ten, kann der ökologische Zustand dieses Gewässers höchstens mit mäßig bewertet
werden.
Im Folgenden werden die derzeit in der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienver-
ordnung verankerten Qualitätsnormen (QN) für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe aus
der Liste der Stoffe zur Einstufung des ökologischen Zustands betrachtet.
4.1
Wirkstoffe mit Überschreitungen der Qualitätsnorm
2,4-D (EG-Nr. 45)
2,4-D ist die Abkürzung für (2,4-Dichlorphenoxy)essigsäure. Der Wirkstoff befindet
sich seit längerem im Messprogramm der UBG. Die Sächsische Wasserrahmenricht-
linienverordnung enthält eine Qualitätsnorm (QN) von 0,1 μg/l.
19

Messergebnisse von 1997 bis 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
31
22
10
45
53
58
66
51
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 0 0 0 0 0 2 2 0
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 0 0 0 0 1 0 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
221
162
59
324
303
275
266
230
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN 1 2 4 2 2 5 3 2
Anzahl der Messwerte > QN 0 1 1 2 0 2 3 2
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
1
2
1
2
1
3
1
3
1
1
3
1
1
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Schwarze Elster
(Große Röder)
Mittelwert > 1/2 QN
Freiberger Mulde
Freiberger Mulde
Vereinigte Mulde
(Lober-Leine-Kanal)
2,4-D ist ein Wirkstoff in selektiven Herbiziden. Diese dienen der Bekämpfung zwei-
keimblättriger Unkrautarten im Getreide sowie auf Grünland und Rasenflächen, be-
sonders gegen Knötericharten, Kamille, Disteln und einige empfindliche holzige Un-
kräuter. Derzeit sind in Deutschland 47 Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff 2,4-D
bis maximal zum 31.12.2014 zugelassen. Für 2 weitere können noch bis Ende dieses
Jahres betriebseigene Lagerbestände aufgebraucht werden (Stand vom 03.05.2005).
2,4-D wurde im Ablauf bestimmter großer und kleiner Kläranlagen im ländlichen
Raum nachgewiesen, jedoch liegen alle gemessenen Konzentrationen unter der
Qualitätsnorm für die Gewässer.
20

Dichlorprop (EG-Nr. 69)
Dichlorprop ist die Abkürzung für 2-(2,4-Dichlorphenoxy)propionsäure. Die Qualitäts-
norm ist auf 0,1 μg/l festgelegt. Der Wirkstoff wird seit längerem im Messprogramm
der UBG untersucht.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
31
22
10
45
53
58
66
51
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 1 0 0 1 1 0 3 2
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 0 0 1 0 0 0 1
Anzahl der Messwerte im Jahr
221
162
59
324
303
275
266
230
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN 8 4 1 5 2 4 6 12
Anzahl der Messwerte > QN 1 0 0 1 1 1 3 4
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
5
2
3
1
2
2
10
6
1
4
1
3
2
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Elbe
Präbschützer Jahna
Zwickauer Mulde
Zwickauer Mulde
Mittelwert > 1/2 QN
Laußitzer Neiße
Laußitzer Neiße
Freiberger Mulde
Große Striegis, Zschopau
Weiße Elster nach Thüringen
Göltzsch
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Pleiße
Als Wirkstoff in selektiven Herbiziden zeigt Dichlorprop Wuchsstoffcharakter. Diese
Pflanzenschutzmittel werden im Nachauflauf in Sommer- und Wintergetreide ohne
Untersaaten, insbesondere gegen Klettenlaubkraut und Vogelmiere in Mischve-
21

runkrautung mit Knöterich eingesetzt. In den 90er Jahren wurde der Wirkstoff hin-
sichtlich seiner herbiziden Wirkung deutlich verbessert, wodurch die notwendige Do-
sierung halbiert werden konnte. Seit dem wird er als Dichlorprop P vermarktet. Nach
Zulassungsstand vom 03.05.2005 sind derzeit 2 Präparate bis zum 31.12.2015 zuge-
lassen, 3 weitere bis 31.12.2005. Für 1 Präparat endet die Aufbrauchfrist dieses
Jahr.
Dichlorprop wurde im Ablauf kleiner Kläranlagen zwar gefunden, jedoch liegen alle
gemessenen Konzentrationen unter der Qualitätsnorm für die Gewässer. Der Maxi-
malwert aus den Untersuchungen großer Kläranlagen übersteigt dagegen die ge-
wässerbezogene Qualitätsnorm.
MCPA (EG-Nr. 90)
MCPA ist die Abkürzung für 4-Chlor-2-methylphenoxyessigsäure. Die Qualitätsnorm
für MCPA wurde auf 0,1 μg/l festgelegt. Die Bestimmungsgrenze beträgt 0,003 μg/l.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
31
22
10
45
53
58
66
51
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 0 0 0 1 2 3 3 8
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 0 0 0 0 2 0 2
Anzahl der Messwerte im Jahr
221
162
59
324
303
275
266
230
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN
6
4
1
9
30
7
9
32
Anzahl der Messwerte > QN
1
1
0
2
10
3
3
14
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
1
3
13
3
3
6
1
4
1
4
4
13
16
9
3
1
9
2
2
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
22

Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Elbe
Jahna
Freiberger Mulde
Kleine Striegis
Zwickauer Mulde
Pleißenbach
Mittelwert > 1/2 QN
Elbe
Elbe
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Spree
Löbauer Wasser
Freiberger Mulde
Zschopau
Zwickauer Mulde
Chemnitz
Vereinigte Mulde
Lober-Leine-Kanal
Weiße Elster nach Sachsen Anhalt
Weiße Elster
Parthe
MCPA ist ein Wirkstoff in selektiven Herbiziden mit Wuchsstoffcharakter gegen zwei-
keimblättrige Unkräuter in Getreide, auf Wiesen und Weiden, besonders zur Nach-
auflaufanwendung im Frühjahr aber auch in Rebanlagen und auf Zier- und Sportra-
sen. Derzeit sind 16 Präparate bis maximal 31.12.2014 zugelassen. Für 2 weitere
endet die Aufbrauchfrist dieses Jahr (Stand 03.05.2005).
Bei einzelnen großen und kleinen Kläranlagen werden MCPA-Werte im Ablauf ge-
funden. Gemessene Maximalwerte liegen jeweils oberhalb der Qualitätsnorm für
Gewässer.
Mecoprop (EG-Nr. 91)
Für Mecoprop (2-(2-Methyl-4-chlorphenoxy)propionsäure) ist eine Qualitätsnorm von
0,1 μg/l vorgegeben. Die Bestimmungsgrenze beläuft sich auf 0,003 μg/l.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
31
22
10
45
53
58
66
51
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 0 0 2 0 0 4 0 0
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 0 1 0 0 1 0 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
221
162
59
324
303
275
266
230
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN 1 1 3 13 6 6 4 2
Anzahl der Messwerte > QN 0 1 3 3 1 4 1 0
23

Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
2
4
1
2
3
1
1
1
9
2
4
4
2
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Vereinigte Mulde
Lossa
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Weiße Elster
Mittelwert > 1/2 QN
Spree
Löbauer Wasser
Zwickauer Mulde
Würschnitz
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Parthe
Der Wirkstoff Mecoprop wird in selektiv wirkenden Herbiziden mit Wuchsstoffcharak-
ter zur Nachauflaufanwendung in Sommer- und Wintergetreide ohne Untersaaten
verwendet. Er ist wirksam gegen Klettenlabkraut, Vogelmiere und andere zweikeim-
blättrige Unkräuter.
Der Einsatz kann auch in Kombination mit anderen Wuchsstoffen oder als Kompo-
nente in Totalherbiziden erfolgen. Mecoprop wird ebenfalls in Pflanzenschutzmitteln
im Forst, auf Grünland, Rasenflächen und Grassamenuntersaaten sowie im Weinbau
verwendet. In den 90er Jahren wurde der Wirkstoff hinsichtlich seiner herbiziden Wir-
kung deutlich verbessert, wodurch die notwendige Dosierung halbiert werden konnte.
Seit dem wird er als Mecoprop P vermarktet. Nach Zulassungsstand vom 03.05.2005
sind derzeit 10 Präparate bis maximal zum 31.12.2014 zugelassen. Für 2 Präparate
endet die Aufbrauchfrist dieses Jahr.
Mecoprop wurde im Ablauf bestimmter großer und kleiner Kläranlagen gefunden.
Während alle an kleinen Kläranlagen gemessenen Konzentrationen unter der Quali-
tätsnorm für die Gewässer liegen, übersteigt bei großen Anlagen der Maximalwert
diese Qualitätsnorm.
24

Metazachlor (L II)
Die festgelegte Qualitätsnorm für Metazachlor (2-Chlor-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-
(1H-pyrazol-1-ylmethyl)acetamid) beträgt 0,4 μg/l. Die Bestimmungsgrenze liegt bei
0,02 μg/l.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 0 0 1 2 4 2 1 0
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 0 0 0 1 0 0 0
Anzahl der Messwerte im Jahr
1017
1128
1208
1637
1772
1806
1706
1332
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN
4
4
1
5
37
45
10
5
Anzahl der Messwerte > QN
3
0
1
4
14
12
4
2
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
26
9
1
1
5
1
39
16
2
5
1
4
1
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Schwarze Elster
Hoyerswerdaer Schwarzwasser
Mittelwert > 1/2 QN
Elbe
Bahrebach, Wesenitz, Jahna, Hopfenbach, Zschoner-
bach
Lausitzer Neiße
Landwasser
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Klosterwasser
Weiße Elster nach Sachsen Anhalt
Parthe
Der Wirkstoff Metazachlor wird in selektiv wirkenden Vorauflaufherbiziden gegen Un-
gräser und Unkräuter in Raps, Gemüsekohl und Stoppelrüben eingesetzt.
25

Derzeit sind 3 Metazachlor-Pflanzenschutzmittel bis maximal 31.12.2014 zugelassen.
Für 2 weitere besteht noch eine Aufbrauchfrist bis zum 31.12.2005 bzw. 31.12.2006
(Stand 03.05.2005).
In der Jahresübersicht wird deutlich, dass verstärkt im September die Qualitätsnor-
men für Metazachlor in einigen Oberflächengewässern punktuell überschritten wer-
den. Raps wird vor allem im August gesät (d. h. als Saatgut in Reihen ausgebracht).
Ein Einsatz dieses Herbizides im Vorauflauf von Raps könnte die Ursache für die
erhöhten Messungen von Metazachlor im September sein. Es ist davon auszugehen,
dass die zunehmende Produktion von Biodiesel aus Raps eine weitere Zunahme des
Rapsanbaus zur Folge haben wird. Aus diesem Grund ist eine stärkere Information
und Beratung über die Gefährlichkeit dieses Wirkstoffes für Oberflächengewässer
von großer Bedeutung.
Metazachlor wird im Ablauf bestimmter großer und kleiner Kläranlagen gefunden. Die
dabei gemessenen Maximalwerte liegen über der Qualitätsnorm für die Gewässer.
Metolachlor (L II)
Für Metolachlor (2-Chlor-N-(2-ethyl-6-methylphenyl)-N-(2-methoxy-1-methylethyl)-
acetamid) beträgt die Qualitätsnorm 0,2 μg/l, bei einer Bestimmungsgrenze von 0,02
μg/l.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QN 0 0 0 0 2 5 1 1
Anzahl der Mittelwerte > QN 0 0 0 0 1 1 0 1
Anzahl der Messwerte im Jahr
1019
1128
1207
1637
1772
1806
1706
1332
Anzahl der Messwerte > 1/2 QN 3 1 2 5 6 21 10 9
Anzahl der Messwerte > QN 2 0 0 2 3 11 2 3
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
4
9
6
2
1
1
10
11
8
2
3
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QN
Messwerte größer 1/2 QN
26

Gewässer, die eine Belastung aufweisen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QN
Elbe
Jahna, Schwarzer Graben (Weinske)
Mittelwert > 1/2 QN
Elbe
Gottleuba, Hopfenbach
Metolachlor ist ein Wirkstoff in selektiven Bodenherbiziden gegen Schadgräser, be-
sonders Hirsearten, in Zucker- und Futterrüben, Mais und Sonnenblumen im Vorauf-
lauf. Dieser Wirkstoff wird bevorzugt in Pflanzenschutzmitteln gegen
Echinochloa
crusgalli
,
Digitaria
- und
Setaria
-Arten eingesetzt.
Derzeit (Stand 03.06.2005) sind 2 Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff S-
Metolachlor bis Ende 2015 zugelassen.
Alle in großen und kleinen Kläranlagen gemessenen Metolachlor-Werte liegen unter-
halb der Bestimmungsgrenze, und diese ist kleiner als die entsprechende Qualitäts-
norm für Gewässer.
4.2
Wirkstoffe ohne Überschreitungen der Qualitätsnorm
Für die folgenden Pflanzenschutzmittelwirkstoffe liegen die Jahresmittelwerte unter
der Hälfte der jeweiligen Qualitätsnorm. Es kann geschlussfolgert werden, dass diese
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe für eine Gewässerbelastung in Sachsen nicht von Be-
deutung sind, obwohl Pflanzenschutzmittel mit Dimethoat, Methamidophos, Bentazon
Terbuthylazin und Dichlorvos noch zugelassen sind.
EG-Nr.
15 Chlordan
(47) Demeton
(47) Demeton-o
(47) Demeton-s
(47) Demeton-s-methyl-sulfon
73 Dimethoat
(82) Heptachlor
(82) Heptachlorepoxid
86 Hexachlorethan
88 Linuron
93 Methamidophos
95 Monolinuron
97 Omethoat
(100) Parathion-methyl
104 Propanil
105 Pyrazon
107 2,4,5-T
125-127 Triphenylzinn-Kation
132 Bentazon
L II
Ametryn
L II
Bromacil
L II
Chlortoluron
L II
Methabenzthiazouron
27

Bei folgenden Pflanzenschutzmittelwirkstoffen liegen nur wenige Einzelwerte ober-
halb dem Wert der jeweiligen Qualitätsnorm.
L II
Hexazinon
L II
Prometryn
L II
Terbuthylazin
In der folgenden Tabelle sind Wirkstoffe aus Pflanzenschutzmitteln aufgeführt, für die
die Bestimmungsgrenzen der analytischen Verfahren noch über den entsprechenden
Qualitätsnormen nach Sächsischer Wasserrahmenrichtlinienverordnung liegen. Es
kann keine definierte Aussage über die Gewässerrelevanz dieser Wirkstoffe in Sach-
sen getroffen werden.
EG-Nr.
6 Azinphos-methyl
43 Coumaphos
70 Dichlorvos
75 Disulfoton
80 Fenitrothion
81 Fenthion
89 Malathion
94 Mevinphos
103 Phoxim
113 Triazophos
116 Trichlorfon
Für den Wirkstoff
Parathion-ethyl
(EG-Nr. 100) liegen bisher noch keine Analysen-
werte vor.
5 Weitere Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, für die Qualitätsnormvorschläge
vorliegen
Für die Pflanzenschutzmittel Diflufenican, Terbutryn und Propazin wurden durch die
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) Qualitätsnormvorschläge unterbreitet.
Diflufenican
Für Diflufenican (N-(2,4-Difluorphenyl)-2-[3-(trifluormethyl)phenoxy]-3-pyridincarbox-
amid) wird ein Wert von 0,009 μg/l vorgeschlagen. Der Parameter wird erst seit 2002
analysiert. Die Bestimmungsgrenze liegt bei 0,01 μg/l. Da die Bestimmungsgrenze
etwa der Norm entspricht, ist eine Auswertung für die Überschreitung der halben
Qualitätsnorm nicht möglich.
28

Messergebnisse von 2002 - 2004
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
239
237
178
Anzahl der Mittelwerte > QNV
9*
15
8
Anzahl der Messwerte im Jahr
1806
1490
1332
Anzahl der Messwerte > QNV
70*
136
68
* Bestimmungsgrenze > QNV
Bestimmungsgrenze > Hälfte des Qualitätsnormvorschlages
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 2002 - 2004 auf die Monate
59
25
25
4
28
6
15
23
2
12
48
27
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QNV
Gewässer, die Belastungen aufwiesen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Elbe
Elbe
Hopfenbach, Zschonerbach, Präbschützer Jahna,
Lößnitzbach, Fürstengraben
Lausitzer Neiße
Lausitzer Neiße
Spree
Spree
Weißer Schöps, Löbauer Wasser
Schwarze Elster
Große Röder, Dobrabach, Quersabach, Klosterwasser
Freiberger Mulde
Wiesenbach
Vereinigte Mulde
Mutzschener Wasser, Lossa
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Parthe
Bei Diflufenican handelt es sich um einen Wirkstoff in selektiven Herbiziden für Win-
tergetreide. Der Einsatz erfolgt vor allem im Vorauflauf und frühen Nachauflauf. An-
wendungszulassungen bestehen derzeit für 7 Produkte maximal bis zum 31.12.2014.
Für weitere 2 Produkte endet die Aufbrauchfrist dieses Jahr (Stand 03.05.2005).
29

Im Abwasser einer großen Kläranlage wurde Diflufenican in einer Konzentration ge-
funden, die den Qualitätsnormvorschlag für Gewässer übersteigt. In kleinen Kläran-
lagen wurden Konzentrationen unter der Bestimmungsgrenze gemessen, wobei die
Bestimmungsgrenze jedoch über dem Qualitätsnorm-Vorschlag liegt.
Terbutryn
Der Vorschlag für eine Qualitätsnorm liegt für Terbutryn (N-tert-Butyl-N-ethyl-6-
methylthio-1,3,5-triazin-2,4-diamin) bei 0,03 μg/l. Die Bestimmungsgrenze belief sich
1997-98 auf 0,02 μg/l und ab 1999 auf 0,01 μg/l. Der derzeitige Qualitätsnormvor-
schlag wird in sächsischen Gewässern häufig überschritten.
Messergebnisse von 1997 - 2004
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Anzahl der Messstellen
166
184
215
224
226
239
242
178
Anzahl der Mittelwerte > 1/2 QNV
3
13
9
17
19
12
19
18
Anzahl der Mittelwerte > QNV 2 6 4 8 5 5 14 5
Anzahl der Messwerte im Jahr
1020
1128
1208
1641
1769
1806
1706
1332
Anzahl der Messwerte > 1/2 QNV
41
94
120
175
175
119
168
176
Anzahl der Messwerte > QNV
7
32
49
68
67
32
74
78
Verteilung der erhöhten Messwerte in der Summe der Jahre 1997 - 2004 auf die Monate
8
1
10
16
63
72
48
52
42
18
17
11
6
19
50
97
93
106
66
75
23
30
47
95
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Messwerte größer QNV
Messwerte größer 1/2 QNV
30

Gewässer, die Belastungen aufwiesen
Hauptflussgebiet
Gewässername
Mittelwert > QNV
Elbe
Döllnitz, Todbach
Lausitzer Neiße
Lausur, Pontekanal
Spree
Neugraben, Albrechtsbach
Schwarze Elster
Kleine Röder, Große Röder
Zwickauer Mulde
Chemnitz, Kappelbach, Rödelbach, Rödlitzbach
Vereinigte Mulde
Lober, Lober-Leine-Kanal, Lossa
Weiße Elster nach Thüringen
Göltzsch
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Zschampert, Neue Gösel, Neue Luppe, Pleiße
Mittelwert > 1/2 QNV
Elbe
Mehltheuerbach, Wilde Sau (Saubach)
Lausitzer Neiße
Lausitzer Neiße
Spree
Kleine Spree
Schwarze Elster
Schwarze Elster
Pulsnitz
Freiberger Mulde
Sehma
Zwickauer Mulde
Frohnbach, Würschnitz, Lungwitzbach, Pleißenbach
Weiße Elster nach Sachsen-Anhalt
Weiße Elster
Parthe, Wyhra, Meerchen
Der Wirkstoff Terbutryn wird in selektiven Herbiziden für die Kontrolle von keimenden
Unkräutern und Gräsern in Wintergetreide und Erbsen eingesetzt. Die Ausbringung
muss unmittelbar bis drei Tage nach der Saat erfolgen. Diese Herbizide finden auch
gegen junge Hirse-Ungräser als Unterblattbehandlung in Mais Anwendung.
Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit diesem Wirkstoff endete im Jahr 2002.
Derzeit gibt es keine zugelassen Mittel (Stand 03.05.2005).
Terbutryn wurde im Ablauf aller untersuchten Kläranlagen gefunden. Bei kleinen
Kläranlagen liegt der gemessene Maximalwert über dem Qualitätsnorm-Vorschlag für
die Gewässer, bei großen Kläranlagen überschreitet der 90-Perzentilwert aus allen
Proben den Qualitätsnorm-Vorschlag.
Propazin
Der Qualitätsnormvorschlag für Propazin (6-Chlor-N,N’-diisopropyl-1,3,5-triazin-2,4-
diamin) beträgt 0,25 μg/l. Die Bestimmungsgrenze liegt bei 0,007 μg/l.
Diese Vorgabe wird in den sächsischen Gewässern im Wesentlichen eingehalten.
Nur wenige Einzelwerte überschreiten den vorgeschlagenen Normwert.
31

6
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Belastungen der Fließgewässer durch Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, die in der der-
zeitigen Fassung der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung enthalten
sind, stellen in Sachsen kein flächendeckendes Problem dar. In Auswertung der
langfristigen Gewässeruntersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass viele
Pflanzenschutzmittelwirkstoffe aus den Listen zur Bestimmung des chemischen und
ökologischen Zustandes in den sächsischen Gewässern keine Rolle spielen.
Regional kommt es jedoch immer wieder zu erhöhten Befunden für einige Pflanzen-
schutzmittelwirkstoffe. Diese überschreiten zum Teil die nunmehr rechtlich verbindli-
chen Qualitätsnormen der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinienverordnung. Ge-
wässerrelevante Überschreitungsschwerpunkte in den Jahren 1997 bis 2004 sind in
den nachfolgenden
Übersichtskarten
dargestellt.
Immer wieder werden auch bereits seit Jahren verbotene Wirkstoffe gefunden. Ne-
ben der Nachlieferung aus Anreicherungen infolge der damaligen Anwendung dieser
Mittel, ist hier eine illegale Anwendung bzw. „Entsorgung“ zu vermuten. Hier muss
insbesondere eine verstärkte Aufklärung und Kontrolle ansetzen. Auch beim Umgang
mit derartigen Stoffen ist eine weitere EU-weite Harmonisierung anzustreben, um
Ungleichgewichte abzubauen. Für einige Pflanzenschutzmittelwirkstoffe der Schad-
stofflisten sind noch Pflanzenschutzmittel bis weit nach 2010 zugelassen.
Zur Vermeidung von Einträgen in Oberflächengewässer sind die Anwender von
Pflanzenschutzmitteln verstärkt über das gewässerrelevante Potential dieser Präpa-
rate und deren Anwendungsbeschränkungen zu informieren. Durch eine fachgerech-
te Beratung durch behördliche Institutionen wird eine unabhängige Beratung der An-
wender gewährleistet. Das ist durch verstärkte Kontrollen insbesondere im Hinblick
auf die gewässerrelevanten Anwendungsbestimmungen dieser Wirkstoffe zu beglei-
ten. Mittelfristig ist der Ersatz durch weniger wassergefährdende Wirkstoffe anzu-
streben.
Neben dem Einsatz der Wirkstoffe in der Landwirtschaft kommen auch andere An-
wendungsbereiche und damit Belastungspfade wie z. B. aus der Forstwirtschaft oder
dem kommunalen und gewerblichen Bereich in Frage. Diese Beiträge müssten näher
quantifiziert werden, um eine Gesamtschau möglicher Eintrittspfade von Wirkstoffen
aufzeigen zu können. Die Untersuchungen über die Einträge aus kommunalen Klär-
anlagen sollen verdichtet werden.
Zukünftig werden verstärkt die Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, für die EU-weite Vor-
gaben gelten sollen, im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen.
32

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Übersichtskarten
33

Anhang
Gesetzliche Grundlagen
1)
Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz – PflSchG) in der
Fassung der Bekanntmachung vom 14. Mai 1998 (BGBl. I. S. 971), zuletzt geän-
dert durch das Gesetz zur Neuorganisation des Gesundheitlichen Verbraucher-
schutzes und der Lebensmittelsicherheit vom 14. August 2002 (BGBl. I S. 3082)
2)
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft
über die Verringerung der Gewässerverschmutzung durch Qualitätsziele und Pro-
gramme (Gewässerverschmutzungsverringerungsverordnung – SächsGew-VVO)
vom 1. Juni 2001 (SächsGVBl. S. 202), geändert durch Artikel 2 der Verordnung
vom 7. Dezember 2004 (SächsGVBl. S. 610)
3)
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur
Bestandsaufnahme, Einstufung und Überwachung der Gewässer (Sächsische
Wasserrahmenrichtlinienverordnung – SächsWRRLVO) vom 7. Dezember 2004
(SächsGVBl. S. 610)
4)
Verordnung über Verbote und Beschränkungen des Inverkehrbringens gefährlicher
Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse nach dem Chemikaliengesetz (Chemika-
lien-Verbotsverordnung – ChemVerbotsV) vom 13. Juni 2003, BGBl. S. 867, zuletzt
geändert am 25. Februar 2004, BGBl. S. 328
5)
Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Gefahrstoffverordnung –
GefStoffV) vom 19. April 2004, zuletzt geändert am 25. November 2003, BGB. S.
2804
6)
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landesentwick-
lung über Schutzbestimmungen und Ausgleichsleistungen für erhöhte Aufwendun-
gen der Land- und Forstwirtschaft in Wasserschutzgebieten (SächsSchAVO) vom
30. Juni 1994 (SächsGVBl. S. 1178)
7)
Verordnung (EG) Nr. 850/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
29. April 2004 über persistente organische Schadstoffe (ABL. L158/7)
8)
Entscheidung Nr. 2455/2001/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom
20. November 2001 zur Festlegung der Liste der prioritären Stoffe im Bereich der
Wasserpolitik und zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG (ABL. L331/1)
34

Literaturangabe
Ahrens, A.; Böhm, E.; Heitmann, K. & T. Hillenbrand (2003): Leitfaden zur Anwen-
dung umweltverträglicher Stoffe für die Hersteller und gewerblichen Anwen-
der gewässerrelavanter chemischer Produkte - Teil Zwei Hinweise zur In-
ventarisierung und vergleichenden Stoffbewertung, Umweltbundesamtes,
FKZ 201 28 213, Berlin
Anomymus (Stand 07.03.2005): PAPI – Pflanzenschutzmittelverzeichnis, Bundesamt
für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Saphir Verlag, Ribbesbüt-
tel
Bach, M.; Huber, A.; Beisecker, R.; Zullei-Seibert, N. & M. Klein (1999): Gewässerbe-
lastung mit Pflanzenschutzmitteln in Deutschland – Kenntnisstand, Schät-
zung der Einträge und Minderungsmaßnahmen (Band I – III), Umweltbun-
desamt, FKZ 295 24 034, Berlin
Böhm, E., Hillenbrand, T.& F. Marscheider-Weidemann (2002): Ermittlung der Quel-
len für die prioritären Stoffe nach Artikel 16 der Wasserrahmenrichtlinie
und Abschätzung ihrer Eintragsmengen in die Gewässer in Deutschland –
Umweltbundesamtes, FKZ 200 28 234, Berlin
EUROCHLOR (2000): Fact sheets for identification of priority hazardous substances,
Brüssel
Perkow, W. & H. Ploss (2001): Wirksubstanzen der Pflanzenschutz- und Schädlings-
bekämpfungsmittel, Band 1–3 (3. Auflage, Paul Parey Verlag
Umweltbundesamt (2004): Die Wasserrahmenrichtlinie – Neues Fundament für den
Gewässerschutz in Europa
35