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Kooperationsprogramm INTERREG Polen –
Sachsen 2021-2027
Programmentwurf – Version 9.4
Warschau, Juli 2021

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Die vorliegende
Sozioökonomische Analyse des Fördergebiets des
Programms
wurde von der Firma ECORYS Polska im Auftrag der
Verwaltungsbehörde des Programms der grenzübergreifenden
Zusammenarbeit INTERREG 2021-2027 zwischen Polen und Sachsen
erstellt.
Alle im vorliegenden Dokument verwendeten Fotos stammen von Wikipedia und Wikimedia
Commons (Quelle:
https://www.bing.com/images
) – bekanntgegebene Autoren:
Charalambos Bratsas, Hoover 5555, Marko Ercegović, Zunowak, Falk2, Jerzy Bereszko, Ad
Meskens. Die Fotos wurden auf Grundlage der Lizenzbestimmung ‘kann kostenlos geändert,
freigegeben und kommerziell verwendet werden’ freigegeben.

3
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Indeks skrótów
Skrót
Rozwinięcie
BIP
Bruttoinlandsprodukt
COVID-19
Coronavirus Krankheit 2019
EFRE
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
EU
Europäische Union
F&E
Forschung und Entwicklung
GS
Gemeinsames Sekretariat
GZK 2030
Gemeinsames Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen
Verflechtungsraum – Vision 2030
KPF
Kleinprojektefonds
MAB
UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“; Ziel des Programms
ist es, ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Biosphäre zu schaffen, und
der Weg zu diesem Ziel ist die Schaffung eines internationalen Netzwerks
von Biosphärenreservaten
NB
Nationale Behörde
TEN-V
Transeuropäischen Verkehrsnetze
ÜLG
Überseeische Länder und Gebiete
UNESCO
Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur
VB
Verwaltungsbehörde
ZVON
Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien

4
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Inhaltsverzeichnis
1.
Gemeinsame Programmstrategie: wichtigste Entwicklungsherausforderungen und
politische Maßnahmen............................................................................................................... 9
1.1.
Programmgebiet (nicht erforderlich für Programme im Rahmen von Interreg C) ......... 9
1.2.
Gemeinsame Programmstrategie: Zusammenfassung der wichtigsten gemeinsamen
Herausforderungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen und territorialen
Unterschiede sowie Ungleichheiten, des gemeinsamen Investitionsbedarfs und der
Komplementarität und Synergien mit anderen Finanzierungsprogrammen und -
instrumenten, der bisherigen Erfahrungen sowie der makroregionalen Strategien und
Meeresbeckenstrategien, sofern sich eine oder mehrere Strategien ganz oder teilweise auf
das Programmgebiet erstrecken .............................................................................................. 10
1.3.
Begründung für die Auswahl der politischen und Interreg-spezifischen Ziele, der
entsprechenden Prioritäten, der spezifischen Ziele und der Formen der Unterstützung; dabei
ist gegebenenfalls auf fehlende Verbindungen in der grenzübergreifenden Infrastruktur
einzugehen ............................................................................................................................... 31
2.
Priorität ............................................................................................................................. 41
2.1.
Priorität 1 – Ein nachhaltiger Grenzraum – Prävention und Anpassung an den
Klimawandel ............................................................................................................................. 41
2.1.1.
Spezifisches Ziel: Förderung der Anpassung an den Klimawandel und der
Katastrophenprävention und der Katastrophenresilienz unter Berücksichtigung von
ökosystembasierten Ansätzen ................................................................................................. 41
2.1.2.
Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und Meeresbeckenstrategien,
falls zutreffend ......................................................................................................................... 41
2.1.3.
Indikatoren ................................................................................................................ 42
2.1.4.
Die wichtigsten Zielgruppen ...................................................................................... 44

5
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2.1.5.
Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente ................................................................ 44
2.1.6.
Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten ............................................................. 44
2.1.7.
Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention ...... 44
2.2.
Priorität 2 – Ein lebenswerter Grenzraum – Bildung, Kultur und Tourismus ............... 47
2.2.1.
Spezifisches Ziel: 2.1. Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs zu inklusiven
und hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung
sowie lebenslanges Lernen durch Entwicklung barrierefreier Infrastruktur, auch durch
Förderung der Resilienz des Fern- und Online-Unterrichts in der allgemeinen und beruflichen
Bildung 47
2.2.2.
Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und Meeresbeckenstrategien,
falls zutreffend ......................................................................................................................... 47
2.2.3.
Indikatoren ................................................................................................................ 49
2.2.4.
Die wichtigsten Zielgruppen ...................................................................................... 50
2.2.5.
Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente ................................................................ 51
2.2.6.
Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten ............................................................. 51
2.2.7.
Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention ...... 51
2.2.8.
Spezifisches Ziel: 2.2. Stärkung der Rolle, die Kultur und nachhaltiger Tourismus für
die Wirtschaftsentwicklung, die soziale Inklusion und die soziale Innovation spielen ........... 53
2.2.9.
Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und Meeresbeckenstrategien,
falls zutreffend ......................................................................................................................... 53
2.2.10.
Indikatoren ............................................................................................................. 55
2.2.11.
Die wichtigsten Zielgruppen .................................................................................. 57

6
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.2.12.
Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente ................................................................ 57
2.2.13.
Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten .......................................................... 57
2.2.14.
Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention ... 57
2.3.
Priorität 3 - Ein dialogorientierter Grenzraum – Kooperationen von Einwohnern und
Institutionen ............................................................................................................................. 59
2.3.1.
Spezifisches Ziel: Weitere Maßnahmen zur Unterstützung von „Bessere
Governance in Bezug auf die Zusammenarbeit“...................................................................... 59
2.3.2.
Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und Meeresbeckenstrategien,
falls zutreffend ......................................................................................................................... 59
2.3.3.
Indikatoren ................................................................................................................ 62
2.3.4.
Die wichtigsten Zielgruppen ...................................................................................... 64
2.3.5.
Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente ................................................................ 64
2.3.6.
Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten ............................................................. 65
2.3.7.
Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention ...... 65
3.
Finanzierungsplan ............................................................................................................. 66
3.1.
Mittelausstattung nach Jahr.......................................................................................... 66
3.2.
Mittelausstattung insgesamt aufgeschlüsselt nach Fonds und nationaler
Kofinanzierung.......................................................................................................................... 67
4.
Maßnahme zur Einbindung der relevanten Programmpartner in die Ausarbeitung des
Interreg-Programms und die Rolle dieser Programmpartner bei der Durchführung,
Begleitung und Bewertung ....................................................................................................... 69
5.
Ansatz für Kommunikations- und Sichtbarkeitsmaßnahmen in Bezug auf das Interreg-
Programm (Ziele, Zielgruppen, Kommunikationswege, einschließlich Öffentlichkeitsarbeit
über die sozialen Medien, falls zutreffend, des geplanten Budgets und der relevanten
Indikatoren für Begleitung und Evaluierung) ........................................................................... 75

7
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
6.
Angabe der Unterstützung für Kleinprojekte, einschließlich Kleinprojekten im Rahmen
von Kleinprojektefonds ............................................................................................................ 79
7.
Durchführungsvorschriften ............................................................................................... 80
7.1.
Programmbehörden ...................................................................................................... 80
7.2.
Verfahren zur Einrichtung eines gemeinsamen Sekretariats ........................................ 81
7.3.
Aufteilung der Haftung auf die teilnehmenden Mitgliedstaaten und gegebenenfalls
Dritt- oder Partnerländer oder ÜLG für den Fall, dass die Verwaltungsbehörde (VB) oder die
Kommission Finanzkorrekturen verhängt ................................................................................ 82
8.
Verwendung von Kosten je Einheit, Pauschalbeträgen, Pauschalfinanzierungen und nicht
mit Kosten verknüpften Finanzierungen .................................................................................. 84

8
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CCI-Nr
[15 Zeichen]
Bezeichnung
Kooperationsprogramm INTERREG Polen –
Sachsen 2021-2027
Version
1
Erstes Jahr
2021
Letztes Jahr
2027
Förderfähig ab
2021-01-01
Förderfähig bis
2030-12-31
Nummer des
Kommissionsbeschlusses
Datum des
Kommissionsbeschlusses
Beschluss zur
Programmänderung Nr.
[20]
Beschluss zur
Programmänderung in Kraft
getreten am
Vom Programm abgedeckte
NUTS-Regionen
Aktionsbereich
Version: 9.4
Datum: 21.06.2021

9
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
1. Gemeinsame Programmstrategie: wichtigste
Entwicklungsherausforderungen und politische Maßnahmen
1.1. Programmgebiet (nicht erforderlich für Programme im Rahmen von
Interreg C)
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe a, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe a
Das Programmgebiet umfasst die Unterregion Jelenia Góra (NUTS3) in der Woiwodschaft
Niederschlesien und den Landkreis Żarski (LAU1) in der Woiwodschaft Lubuskie auf
polnischer Seite sowie die Landkreise Bautzen und Görlitz (NUTS3) im Freistaat Sachsen auf
der deutschen Seite. Die Gesamtfläche des Programmgebiets (Fördergebiet) beträgt
11.471 km
2
.
Das Fördergebiet erstreckt sich über drei große geografisch-physikalische Naturräume: die
Sudeten im Süden, das Sächsisch-Niederlausitzer Heideland im Nordwesten und die
Mittelpolnische Tiefebene im Osten. Das Landschaftsbild ist differenziert und variiert auf
polnischer Seite vom Riesengebirge im Süden bis zu den Ebenen der Niederschlesischen
Heide im Norden. Eine vergleichbare Landschaft erstreckt sich auf deutscher Seite mit dem
Zittauer Gebirge im Süden und dem flachen Sächsisch-Niederlausitzer Heideland.
Das Gebiet ist geprägt von zahlreichen natürlichen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Das an der Grenze zwischen Tschechien und Polen liegende Riesengebirge wird als
Biosphärenreservat geschützt. Der nördliche Teil der Oberlausitzer Heide- und
Teichlandschaft zeichnet sich durch ausgedehnte Heidelandschaften und Wälder aus.
Nördlich von Bautzen erstreckt sich eine Landschaft zahlreicher kleiner ruhender Gewässer,
Torfmoore und Feuchtwiesen. Diese Landschaft wird ebenfalls als Biosphärenreservat
geschützt. Im Fördergebiet befindet sich auch der beiderseits der Grenze liegende, in die
UNESCO-Welterbeliste eingetragene Muskauer Park/Park Mużakowski.

10
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Die Siedlungsstruktur im Fördergebiet setzt sich aus miteinander verbundenen
Siedlungseinheiten, jedoch ohne ein deutlich erkennbares Zentrum zusammen. Die
räumliche Verteilung der Städte ist recht unausgeglichen. Städtische Zentren befinden sich
größtenteils im südlichen Teil des Fördergebiets. Die größten Städte im Fördergebiet sind
Jelenia Góra, Bautzen, Bolesławiec, Żary, Hoyerswerda sowie die Doppelstadt Görlitz-
Zgorzelec, die zusammen ein bedeutsames grenzüberschreitendes Zentrum mit funktionalen
Verflechtungen bilden. Zu regional bedeutsamen Zentren zählen neben der Doppelstadt
Görlitz-Zgorzelec auch Jelenia Góra, Bautzen und Hoyerswerda.
1.2. Gemeinsame Programmstrategie: Zusammenfassung der wichtigsten
gemeinsamen Herausforderungen unter Berücksichtigung der
wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Unterschiede sowie
Ungleichheiten, des gemeinsamen Investitionsbedarfs und der
Komplementarität und Synergien mit anderen
Finanzierungsprogrammen und -instrumenten, der bisherigen
Erfahrungen sowie der makroregionalen Strategien und
Meeresbeckenstrategien, sofern sich eine oder mehrere Strategien ganz
oder teilweise auf das Programmgebiet erstrecken
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe b, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe b
Demographie
Im Jahr 2018 wohnten im Fördergebiet 1,2 Millionen Menschen. Das Fördergebiet weist eine
deutliche Tendenz zum Bevölkerungsrückgang auf. Zwischen 2008 und 2018 verringerte sich
die Einwohnerzahl um 75.500 Personen. Dies entspricht 5,9 % der gesamten Einwohner im
Fördergebiet.
Diese ungünstige Bevölkerungsdynamik zeichnet sich sowohl auf deutscher als auch auf
polnischer Seite ab, wobei deren Intensität unterschiedlich ist. Im polnischen Teil ist der

11
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Rückgang der Bevölkerungszahl geringer als im sächsischen Teil. Darüber hinaus wird im
Fördergebiet ein fast doppelt so hoher Bevölkerungsrückgang in urbanen Gebieten als in
ländlichen Gebieten beobachtet. Dieser ungünstige Trend hält seit mehreren Jahren an und
war auch zum Zeitpunkt der Erarbeitung des Programms Polen-Sachsen 2014 – 2020
sichtbar.
Die Bevölkerungsdichte im Fördergebiet lag im Jahr 2018 bei 106 Personen pro km² und war
damit niedriger als der EU-Durchschnitt von 118 Personen pro km². Der sächsische Teil des
Fördergebiets war im Jahr 2018 mit 123 Personen pro km² dichter besiedelt als der polnische
Teil mit 95 Personen pro km². Beide Teile des Fördergebiets sind durch eine deutlich
niedrigere Bevölkerungsdichte gekennzeichnet als die Regionen, zu denen sie gehören
(Woiwodschaften Niederschlesien und Lubuskie sowie der Freistaat Sachsen). Dies ist ein
Indiz für den peripheren Charakter des Grenzgebiets gegenüber den wichtigsten
Wachstumspolen wie Legnica, Breslau, Dresden und Leipzig.
Das Fördergebiet weist im europäischen Vergleich eine ungünstige Altersstruktur der
Bevölkerung auf. Sie ist, insbesondere im sächsischen Teil, von einem höheren Anteil der
Bevölkerung im Seniorenalter gekennzeichnet. Die Veränderungen der Bevölkerungszahlen
im Nacherwerbsalter in den Jahren 2008 – 2018 bestätigen den voranschreitenden
Alterungsprozess der Gesellschaft. Es wird prognostiziert, dass sich der demographische
Wandel bis 2030 weiter verstärken wird.
Trotz einer leichten Verbesserung des Wanderungssaldos in den Jahren 2008 – 2018 blieb
sein Wert im Jahresdurchschnitt sowohl im gesamten Fördergebiet als auch in seinen
einzelnen Teilen negativ und liegt unter dem Durchschnittswert der Europäischen Union. Das
Verhältnis zwischen der natürlichen Bevölkerungsentwicklung und dem Wanderungssaldo ist
beiderseits der Grenze unterschiedlich. Im polnischen Teil wurde die rückläufige
Bevölkerungsbilanz im gleichen Maße von der natürlichen Bevölkerungsentwicklung als auch
vom Wanderungssaldo beeinflusst. Im sächsischen Teil war der Bevölkerungsrückgang
hingegen deutlicher von der natürlichen Bevölkerungsentwicklung als vom
Wanderungssaldo geprägt.

12
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Demographie gehört:
Eindämmung der wirtschaftlich motivierten Abwanderung der Bevölkerung im
Erwerbsalter.
Bildung und Arbeitsmarkt
In Polen und Deutschland gibt es unterschiedliche Strukturen in der Schul- und
Berufsausbildung. Der signifikanteste Unterschied liegt im dualen Berufsausbildungssystem
auf sächsischer Seite, das seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Das duale System
besteht aus einer vom Arbeitgeber organisierten Berufsausbildung und einer allgemeinen
und theoretischen Ausbildung im Schulsystem bzw. in außerschulischen Formen. Seit Herbst
2015 wird dieses System auch in Polen implementiert, wo die Berufsausbildung bis dahin
hauptsächlich in schulischen Einrichtungen stattfand.
Der sächsische Teil des Fördergebiets ist durch ein dichteres Berufsschulnetz
gekennzeichnet. Die berufsbildenden Schulen in Sachsen sind sowohl im Bereich der dualen
Berufsausbildung, der Studienqualifizierung als auch der beruflichen Weiterbildung tätig. In
Polen wählen die meisten Jugendlichen das allgemeine Bildungsprofil. Junge Menschen in
Polen betrachten diese Phase offenbar als Vorstufe zu einer Hochschulbildung. Die
Berufsschulen waren in Polen jahrelang unterfinanziert und boten infolgedessen ein relativ
niedriges Unterrichtsniveau. Fortschritte zur Verbesserung des Niveaus in den polnischen
Berufsschulen konnten in den vergangenen Jahren – auch mit Hilfe von EU-Förderung –
erzielt werden. Damit können sie eine attraktive Alternative für diejenigen werden, die sich
für die Ausübung eines Berufs qualifizieren wollen und kein Interesse an einem
Hochschulstudium haben.
Potentiale für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit werden im Erfahrungsaustausch
zwischen Lehrkräften über die Unterrichtsgestaltung sowie in gemeinsamen
Schülerprojekten gesehen.

13
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Im Jahr 2018 waren im polnischen Teil des Fördergebiets zwei Hochschulen (Staatliche
Hochschule Riesengebirge in Jelenia Góra und die Lausitzer Hochschule im Landkreis Żarski)
sowie drei Außenstellen von Hochschulen in Betrieb. Das Bildungsangebot der
Hochschuleinrichtungen entspricht nur teilweise den im Fördergebiet nachgefragten
Berufen. Allerdings ist anzumerken, dass im Rahmen der bisherigen sächsisch-polnischen
Zusammenarbeit im Bildungsbereich bereits eine Reihe von Maßnahmen mit dem Ziel
ergriffen wurde, die Bedarfe auch im Rahmen des grenzüberschreitenden Austauschs besser
abzustimmen.
Die Zahl der Studierenden ist im sächsischen Teil des Fördergebiets doppelt so hoch, obwohl
im polnischen Teil 110.000 Personen mehr und auch ein höherer Anteil im Vorerwerbsalter
leben. Dies hat eine erheblich geringere Verfügbarkeit der Hochschulbildung in diesem Teil
des Fördergebiets und damit verbunden eine höhere Abwanderung polnischer Jugendlicher
zu wohnortfernen Hochschulstandorten zur Folge.
Im Fördergebiet waren im Jahr 2017 insgesamt 407.200 Personen erwerbstätig, davon
129.800 auf polnischer und 277.400 Personen auf sächsischer Seite. Es gibt deutliche
Unterschiede beim Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung des Fördergebiets.
Während in den sächsischen Landkreisen die Erwerbstätigen 50 % der Bevölkerung
ausmachen, ist dieser Anteil in den polnischen Landkreisen mit durchschnittlich 22,45 %
wesentlich niedriger.
Die Beschäftigungsstruktur ist in beiden Ländern unterschiedlich. Den größten Unterschied
stellt die relativ hohe Beschäftigung in der Landwirtschaft auf polnischer Seite dar. Auf
sächsischer Seite arbeiten die meisten Beschäftigten im Dienstleistungssektor, während die
beschäftigungsstärkste Branche auf polnischer Seite das Industrie- und Baugewerbe ist.
Im Dezember 2018 waren im Fördergebiet insgesamt 34.700 Personen, davon 16.500
Männer und 18.200 Frauen, arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag im sächsischen Teil des
Fördergebiets bei durchschnittlich 6,6 %, und damit einen Prozentpunkt höher als der

14
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Durchschnitt im Freistaat Sachsen (5,6 %). Die Arbeitslosenquote lag auf polnischer Seite bei
8,0 % mit großen Unterschieden in den jeweiligen Landkreisen.
Zum gleichen Zeitpunkt waren 14.400 Personen im Fördergebiet länger als ein Jahr ohne
Beschäftigung (Langzeitarbeitslosigkeit). Dies entspricht 41,5 % der Arbeitslosen im
Fördergebiet. Auf sächsischer Seite waren 46 % der Arbeitslosen von Langzeitarbeitslosigkeit
betroffen. Ein Drittel dieser Personen waren 55 Jahre und älter. Auf polnischer Seite waren
36 % der Arbeitslosen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, allerdings zählten lediglich 11,8
% dieser Personen zur Altersgruppe 55+.
Hinsichtlich der Ausbildungsstruktur der Arbeitsuchenden stellten in den polnischen
Landkreisen Arbeitslose mit dem Sekundarabschluss I oder niedriger und in den sächsischen
Landkreisen Personen ohne Hochschulabschluss die Mehrheit dar.
Ein zusätzliches, nicht außer Acht zu lassendes Problem auf dem Arbeitsmarkt ist der
Fachkräftemangel. Im Fördergebiet fehlt es vor allem an Berufskraftfahrern und
Pflegekräften.
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Bildung und Arbeitsmarkt
gehören:
Wirksame Beantwortung der Bedarfe des grenzübergreifenden Arbeitsmarktes im
Fördergebiet,
Stärkung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Arbeitsmarktakteuren
und Berufsbildungsträgern,
Nutzung von unter anderem aus dem Strukturwandel entstehenden Chancen und
Möglichkeiten durch die Intensivierung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und
Bildungskooperation zur Fachkräftesicherung und Verhinderung der Abwanderung
der Jugend aus dem Fördergebiet.

15
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Wirtschaft
Das BIP-Niveau je Einwohner im Fördergebiet lag unter Berücksichtigung der unterschiedlich
hohen Lebenshaltungskosten im Jahr 2016 bei ca. 67 % des EU-Durchschnitts. Dieser Wert
stellt einen Durchschnitt für zwei Teilregionen dar, die sich wesentlich unterscheiden. Für die
deutsche Teilregion ist das BIP-Niveau etwa eineinhalbmal höher als für die polnische
Teilregion. Trotzdem liegen beide Werte erheblich unter den Durchschnittswerten sowohl
anderer Regionen als auch beider Länder.
Da die Woiwodschaft Niederschlesien zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Polens zählt,
ist der Unterschied zum Durchschnittswert für Polen insgesamt geringer als im Vergleich zur
Region selbst. Es handelt sich um ein peripher gelegenes Teilgebiet der wirtschaftlich relativ
hoch entwickelten Region – mit Ausnahme des Landkreises Żarski, der in der Woiwodschaft
Lubuskie liegt. Die sächsische Teilregion des Fördergebiets entlang zweier Staatsgrenzen hat
ebenfalls einen peripheren Charakter.
Charakteristisch für das Fördergebiet ist eine unausgeglichene Verteilung wirtschaftlicher
Tätigkeiten. Ein erheblicher Anteil der wirtschaftlichen Leistungskraft ist auf bestimmte
Standorte begrenzt, an denen sich Produktionsstätten bzw. Niederlassungen globaler
Konzerne befinden, die zwar einen bedeutsamen, aber von der oft nicht im Fördergebiet
ansässigen Konzernleitung vorbestimmten Platz in der Produktionskette einnehmen.
Obgleich diese wirtschaftlichen Aktivitäten von einer hohen Wettbewerbsfähigkeit
gekennzeichnet sind, so werden wichtige Entscheidungen – ebenso auf das Know-How
bezogen – oft nicht in der Region selbst getroffen. Zugleich weist das Fördergebiet
Wettbewerbsvorteile in einigen Bereichen auf, die auf seine Lage zurückzuführen sind.
Besonders ersichtlich werden sie sowohl im Industriesektor (Rohstoffe, Energieversorgung
und Bauwesen) als auch bei Dienstleistungen (Tourismus).
Es ist zu beachten, dass das gesamte Fördergebiet vor einem Strukturwandel steht. Im Juli
2020 wurde in Deutschland das Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der
Kohleverstromung verabschiedet. Es sieht eine stufenweise Verringerung der
Kohleverstromung sowie ihre vollständige Beendigung bis spätestens 2038 vor. Die mit der

16
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Einstellung des Kohleabbaus einhergehenden Veränderungen werden beiderseits der Grenze
zu ähnlichen Herausforderungen und Chancen führen. In diesem Zusammenhang bieten sie
die Möglichkeit, im Rahmen von Kooperationen gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten
und Synergien zu nutzen, die sich aus der Nähe zueinander und aus gemeinsamen Kontakten
sowie aus gegenseitigen Abhängigkeiten beider Teilregionen ergeben.
Trotz eines annähernd gleichen Humanpotenzials weichen die Ausgaben für Forschung und
Entwicklung in beiden Teilregionen – selbst unter Berücksichtigung der Kaufkraftparität –
beträchtlich voneinander ab: Auf sächsischer Seite sind dies 4,1 % des BIP, in der
Woiwodschaft Niederschlesien hingegen lediglich ca. 0,9 % des BIP. Diese Unterschiede
werden ebenso bei den Anteilen der direkt im Bereich F&E-Beschäftigten an der
Erwerbsbevölkerung sichtbar. Auf sächsischer Seite sind dies fast 3 %, in der Woiwodschaft
Niederschlesien etwas mehr als 1,4 %, wovon die Mehrheit (0,9%) im Hochschulbereich tätig
ist. Einen hohen Einfluss haben zunächst die beiden großen Hochschulstandorte Breslau und
Dresden außerhalb des Fördergebiets. Allerdings gehen auf sächsischer Seite auch wichtige
Impulse von der Hochschule Zittau-Görlitz und den bestehenden Forschungseinrichtungen
(Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt – Standort Zittau, Fraunhofer-Institut für
Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU-Zittau, Center for Advanced Systems
Understanding CASUS Görlitz/Zgorzelec) aus. Für die Zukunft ist darüber hinaus eine weitere
Großforschungseinrichtung in der sächsischen Lausitz geplant.
Einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Innovationspotenziale im Fördergebiet leisten
Einrichtungen der (kommunalen) Wirtschaftsförderungen sowie weitere Institutionen wie
Agenturen für Kommunal- und Regionalentwicklung, Wirtschaftskammern, Industrie- und
Technologieparks, Innovations- und Technologiezentren, Stiftungen, Verbände und andere
Unternehmerorganisationen.
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Wirtschaft zählen:
Nutzung des vorhandenen wirtschaftlichen Potenzials zur Schaffung von
Bedingungen für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen

17
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Institutionen, insbesondere zwischen Unternehmen und Hochschulen sowie anderen
Bildungs- und Forschungseinrichtungen,
Nutzung der aus dem Strukturwandel entstehenden Chancen und Möglichkeiten zur
Stärkung des Fördergebiets.
Natürliche Umwelt und Klimawandel
Das Fördergebiet ist reich an natürlichen Ressourcen und zeichnet sich durch eine große
biologische Vielfalt und attraktive Landschaften aus. Beiderseits der Grenze sind Wälder
landschaftsprägend. Die Waldfläche beträgt im Fördergebiet ca. 409.500 ha, was einer
Waldbedeckung von ca. 36 % entspricht. Naturschutzgebiete erstrecken sich auf polnischer
Seite über große Flächen im nördlichen und südlichen, aber auch im östlichen Teil des
Fördergebiets, während geschützte Naturräume auf sächsischer Seite größtenteils im
Zentrum der Region konzentriert sind. Die im Fördergebiet gelegenen Naturschutzgebiete
haben eine Fläche von insgesamt 7.794,4 km
2
.
Im Fördergebiet, an der polnischen Grenze zur Tschechischen Republik liegt im westlichen
Teil der Sudeten der Nationalpark Riesengebirge. Der Nationalpark hat eine Fläche von
5.575 ha und erstreckt sich über die Gipfellagen des Riesengebirges mit dem höchsten Gipfel
Schneekoppe. Der Nationalpark ist Teil eines des UNESCO-Programmes „Der Mensch und die
Biosphäre“ (MAB) anerkannten Biosphärenreservates.
Im polnischen Teil des Fördergebiets gibt es 29 Naturschutzgebiete, die größtenteils im
nördlichen und südlichen Teil des Gebietes liegen. Das größte Naturschutzgebiet sind die
Torfmoore im Isertal mit 529 ha Fläche, in dem Hoch- und Übergangsmoore sowie die in
diesem Gebiet vorhandene Fauna und Flora geschützt werden.
Auf deutscher Seite existieren 41 Naturschutzgebiete, die sich meistens über den zentralen
und westlichen Teil des Fördergebiets erstrecken. Das UNESCO-Biosphärenreservat
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft hat mit ca. 30.000 ha die größte Fläche. Die darin
enthaltenen Schutzzonen I und II sind mit 13.732 ha die größten Naturschutzgebietsflächen.

18
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Darüber hinaus gibt es im Fördergebiet neun Landschaftsschutzgebiete, die wegen ihrer
besonderen Landschaft und vielfältigen Ökosystemen sowie zu Tourismus- und
Erholungszwecken bzw. zur funktionalen Vernetzung von Lebensräumen genutzt werden.
Beiderseits der Grenze gibt es außerdem zahlreiche ausgewiesene Natura-2000-Gebiete.
Menschliche Aktivitäten haben in den letzten Jahrzehnten zu gravierenden Eingriffen in
Natur und Landschaft und in Teilen des Fördergebietes zur Zerstörung der Umwelt
beigetragen. Die Hinterlassenschaften dieser Aktivitäten sind alte Industriegebäude,
Abraumhalden, Halden, Abraumgruben, ehemalige Truppenübungsplätze und Gebiete, die
durch unsachgemäße Bewirtschaftung ihren landwirtschaftlichen Wert verloren haben.
Massive Eingriffe in die Natur verursacht der Braunkohletagebau. Die größten ehemaligen,
aber auch aktuell aktiven Bergbaugebiete im deutschen Teil des Fördergebiets sind in der
Nähe von Boxberg und im polnischen Teil im Umfeld von Bogatynia zu finden. Sie stehen in
direkter Verbindung mit den Kraftwerken Boxberg und Turów.
Die Zusammenarbeit wird durch fehlende Kompatibilität deutscher und polnischer Natur-
und Umweltschutzsysteme sowie unterschiedliche gesetzliche Vorgaben und
Bewertungsstandards in diesem Bereich erschwert. Die fehlende vollständige Erfassung und
Dokumentation zum Auftreten geschützter Arten und Standorten wertvoller
Naturlebensräume führt teilweise zu Fehlern bei der Standortbestimmung vieler
Investitionsvorhaben und in der Folge zur Zerstörung oder Zergliederung schützenswerter
Lebensräume.
Eine der wichtigsten Aufgaben in Bezug auf die natürliche Umwelt ist die Zusammenarbeit
im Bereich Abfallwirtschaft. Die geschlossene Kreislaufwirtschaft ist eine der
übergeordneten übergreifenden Prioritäten in verschiedenen Förderbereichen der
europäischen Kohäsionspolitik. Weil die grenzübergreifende Zusammenarbeit eine der
Richtungen beim Übergang der EU-Wirtschaft zur Kreislaufwirtschaft bildet, zählt ein
erfolgreicher Austausch von Best-Practices, Technologien, Innovationen und

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Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Verbrauchermodelle zu den Zielen von Projekten, die im Programm umgesetzt werden
können.
Das Fördergebiet verfügt über ein großes Potenzial zur Strom- und Wärmeerzeugung aus
erneuerbaren Quellen wie Sonnenenergie und Geothermie, Wasser- und Windkraft sowie
oberflächennahe Erdwärme. In Sachsen spielt Biogas eine wichtige Rolle. Die Energiewende
ist vor dem Hintergrund des beschlossenen Kohleausstiegs Deutschlands bis spätestens 2038
ein wichtiges Thema. Ebenso wichtig sind Initiativen zur Änderung der Verhaltensweisen der
Bevölkerung zur Senkung des Energieverbrauchs.
Das Programm wird auf die Bedürfnisse infolge des kommenden Strukturwandels, darunter
u. a. im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und innovativen
Energietechnologien eingehen. Die Ziele der Maßnahmen sind die Umsetzung des
europäischen Green Deals und die Erreichung der darin verankerten europäischen
Klimaneutralität bis 2050.
Ein wichtiges Thema im Fördergebiet sind die negativen Folgen des globalen Klimawandels
wie Dürren und Wassermangel sowie extreme Temperaturen, die die Häufigkeit und
Intensität von Bränden erhöhen. Gleichzeitig führen extreme Wetterereignisse wie z. B.
heftige Gewitter mit Sturmböen zu Überschwemmungen. Die größten Risiken im
Zusammenhang mit dem Klimawandel ergeben sich jedoch durch immer häufigere Heiß- und
Trockenphasen, die von Extremwetterereignissen wie Starkregen und Gewitter begleitet
werden.
Zur Erreichung der Skaleneffekte bei der Abschwächung negativer Auswirkungen des
Klimawandels ist Zusammenarbeit aller Partner erforderlich. Die in Deutschland und in Polen
durchgeführten Anpassungen an den Klimawandel betreffen auch Fragen der städtischen
Raumplanung. Aus diesem Grund werden im Programm Maßnahmen der
Raumordnungspolitik umgesetzt.

20
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Umwelt- und Klimabereich
zählen:
Aufhalten der Zerstörung natürlicher Umwelt, Bildung sowie Steigerung des
Umweltbewusstseins und des pfleglichen Umgangs mit Ressourcen zum Erhaltung
der Natur und Landschaft für nachfolgende Generationen,
Bewältigung der negativen Folgen des Klimawandels in Form von extremen
Wetterereignissen und Naturkatastrophen sowie die notwendige Anpassung der
Einsatzbereitschaft der Dienste und die richtige Vorsorge und Reaktion auf derartige
Ereignisse.
Natur- und Kulturerbe sowie Tourismus
Das Fördergebiet verfügt über zahlreiche Stätten des Natur- und Kulturerbes. Zu den
wichtigsten Kulturdenkmälern der Region zählen jene Stätten, die in die Liste des UNESCO-
Weltkulturerbes aufgenommen wurden: Die Friedenskirche in Jawor sowie der beiderseits
der Neiße in den Landkreisen Żarski und Görlitz gelegene Muskauer Park. Auf beiden Seiten
des Fördergebiets gibt es darüber hinaus den einzigartigen Haustyp Umgebindehäuser, der
mehrere Bauweisen miteinander verbindet. In das polnische und das sächsische
Denkmalverzeichnis wurden zahlreiche Beispiele dieses Haustyps eingetragen. Interessant
sind die historischen Altstädte beider deutschen Kreisstädte Bautzen und Görlitz sowie
Zittau. Allein in Görlitz gibt es 4.000 Kulturdenkmäler. Auch die Stadt Herrnhut ist als Vorbild
für viele Dorfgründungen der Brüdergemeinen weltweit bekannt. Zum Kulturerbe zählen
darüber hinaus die Zisterzienserabteien St. Marienstern und St. Marienthal sowie die
Stabkirche Wang entlang der Pilger- und Kulturroute „Via Sacra“.
Eine interessante Initiative bildet die Ausweisung von Kulturwegen wie der „Via Regia“ und
der „Via Sacra“ sowie des durch Jawor und weiter entlang des Katzbachgebirges
verlaufenden Euroregionalen Radwegs ER-4 von Dresden nach Breslau (Route
„Mittelalterliche Städte“). Von Vorteil für die Nutzung des Kultur- und Naturerbes ist ebenso
die Dichte des Wanderwegenetzes. Obwohl die Dichte der Radwege in der Woiwodschaft
Niederschlesien insgesamt mehr als ein Drittel größer als der landesweite Durchschnitt ist,
weist das Radwegenetz im polnischen Teil des Fördergebiets eine geringere Dichte als in der

21
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
sächsischen Teilregion auf. Radwanderwege auf beiden Seiten des Fördergebiets können
den Ausgangspunkt für ein gemeinsames Radwegenetz und dessen gemeinsame touristische
Vermarktung bilden.
Eine weitere Besonderheit des Fördergebiets ist das kulturelle Erbe der in Deutschland als
nationale Minderheit anerkannten Sorben. Im Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen –
dem in Deutschland einzigen professionell geführten bikulturellen Theater – finden
regelmäßig Vorstellungen in deutscher sowie in ober- und niedersorbischer Sprache statt.
Die Oberlausitz ist von Einflüssen verschiedener Kulturen, wie der böhmischen, schlesischen,
sächsischen und eben der sorbischen geprägt. Das Wissen darüber ist trotz zahlreicher
Initiativen auf lokaler Ebene noch immer begrenzt – insbesondere auf der polnischen Seite
des Grenzraums.
Der Erhalt und die Instandsetzung der Natur- und Kulturerbestätten im Fördergebiet sind
sowohl für die Wirtschaft als auch die Gesellschaft von großer Bedeutung. Breiter angelegte
Marketingmaßnahmen können dazu beitragen, nicht nur das Regionalbewusstsein zu
fördern, sondern auch originelle Angebote zu erarbeiten, um das Interesse an der
gemeinsamen Region zu steigern.
Der Tourismus und seine Infrastruktur konzentrieren sich nur auf einen Teil des
Fördergebiets. Auf polnischer Seite sind dies die Sudeten, auf sächsischer Seite das Zittauer
Gebirge, die Städte sowie der beiderseits der Neiße liegende Muskauer Park (UNESCO
Weltkulturerbe) und der Muskauer Faltenbogen (UNESCO Global Geopark). Der Ausbau
touristischer und kultureller Angebote in den weniger besuchten Teilen des Fördergebiets,
deren Vernetzung – auch grenzüberschreitend – mit Angeboten in touristisch aktiveren
Teilregionen bei gleichzeitigen Marketingaktivitäten könnte sowohl zur Belebung dieser
Teilregionen führen als auch das gesamte Fördergebiet stärken.
Den zur Verfügung stehenden Daten zufolge besuchten 2016 insgesamt 1,7 Mio. Touristen
das polnisch-sächsische Fördergebiet, wobei eine Tendenz für ein starkes Wachstum
verzeichnet wurde (fast 20 % im Zeitraum 2012 – 2016). Dieser Anstieg ist umso

22
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
beachtlicher, wenn man nur die polnische Seite betrachtet: In vier Jahren wurden 30 % mehr
Gäste verzeichnet, zuletzt 1,02 Mio. Gäste. In einigen Landkreisen verzeichnete man sogar
einen Anstieg um 100 %, was jedoch auf die Ausgangssituation mit einem sehr schwach
entwickelten touristischen Angebot in den sich anfangs einer nur geringen Beliebtheit
erfreuenden Landkreisen zurückzuführen ist. Andererseits weisen diese enormen
Wachstumsraten auch auf das bestehende Potenzial bislang weniger gut besuchter
Reiseziele hin, wobei deren Nutzung davon abhängt, ob Investitionen getätigt sowie ein
entsprechend komplexes Angebot geschaffen werden können.
Die Einschränkungen während der COVID-19-Pandemie haben das Fördergebiet schwer
getroffen, zumal Tourismus und Kultur einen erheblichen Anteil an der regionalen Wirtschaft
haben. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der angeordneten
Reisebeschränkungen sowie das zurückgegangene Vertrauen der Touristen und der lokalen
Bevölkerung treffen vor allem die Regionen, die besonders vom Tourismus und Gastgewerbe
abhängig sind. Der Tourismus im Fördergebiet ist während der Pandemie phasenweise
komplett zum Erliegen gekommen.
Gleichzeitig ließen sich in Verbindung mit der Pandemie neue Trends im Reiseverhalten und
in der Teilnahme an Kulturereignissen, wie Individualtourismus, die Wahl der naheliegenden
oder weniger bekannten Destinationen, das zunehmende Interesse sowohl an
Outdooraktivitäten als auch an digitalen Angeboten erkennen. Diese Angebote stellen eine
Chance für das Fördergebiet dar, die sich positiv auf das wirtschaftliche und soziale Gefüge
auswirken können.
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Natur- und Kulturerbe
sowie Tourismus zählen:
Schutz, Inwertsetzung und Förderung der Natur- und Kulturgüter (materiell und
immateriell) zur Entwicklung des Tourismus und Förderung des
Wirtschaftswachstums und der sozialen Stabilität des Fördergebiets einschließlich
Diversifizierung lokaler Wirtschaftsstrukturen.

23
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Verkehr
Das Fördergebiet ist in Ost-West-Richtung sehr gut in die großräumigen Verkehrsnetze
eingebunden. Die Autobahn A4 ist Teil des Kernnetzes der Transeuropäischen Verkehrsnetze
(TEN-V) und verbindet Mitteldeutschland mit Südpolen. Die Straßeninfrastruktur ist im
Fördergebiet hinsichtlich ihres Verlaufs und der Dichte des Straßennetzes gut entwickelt. Die
Straßen verbinden das Siedlungssystem des Fördergebiets und seine Hauptverkehrsknoten,
zu denen Jelenia Góra, Görlitz, Bautzen, Zittau, Hoyerswerda, Bolesławiec, Bogatynia und
Żary zählen. Zu den Unzulänglichkeiten des Straßenverkehrssystems zählen der relativ
schlechte technische Zustand der Autobahnen A4 und A18 auf polnischer Seite sowie
weniger gut ausgebaute Verkehrsverbindungen in Nord-Süd-Richtung auf deutscher Seite.
Einen zusätzlichen Vorteil des Fördergebiets bildet seine Lage im Einzugsbereich
internationaler Flughäfen in Breslau, Dresden und Berlin.
Die Schieneninfrastruktur im Fördergebiet ist hinsichtlich ihrer Kapazität und
Leistungsfähigkeit begrenzt. Es gibt zu wenig elektrifizierte Eisenbahnstrecken, darunter
insbesondere die Bahnstrecke Dresden-Görlitz. Die unterschiedlichen
Stromversorgungssysteme der Bahnoberleitungen auf polnischer und deutscher Seite stellen
ein zusätzliches Problem dar.
Die überörtliche Erreichbarkeit auf Schienen ist zwischen wichtigen urbanen Zentren auf
sächsischer Seite des Fördergebiets besser als auf polnischer Seite. Die Anzahl der
Verbindungen zwischen den meisten Städten in Sachsen ist mit bis zu 30 Zugpaaren täglich
im 30-Minuten-Takt relativ hoch – darunter gibt es zahlreiche Direktverbindungen. Im
polnischen Teil des Fördergebiets hingegen sind die drei Städte Lwówek Śląski, Złotoryja und
Bogatynia, die jeweils wichtige Mittelzentren bilden, überhaupt nicht an den
Schienenpersonenverkehr angebunden.

24
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ein Problem stellen auch grenzüberschreitende Busverbindungen dar, deren Netz nicht
ausreichend entwickelt ist und auf den Stadtverkehr zwischen Görlitz und Zgorzelec, Zittau
und Bogatynia sowie eine deutsch-polnisch-tschechische Verbindung beschränkt ist.
Der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) bietet im Dreiländereck ein
ganztägiges EURO-NEISSE-TICKET an. Es berechtigt zu einer unbegrenzten Anzahl von
Fahrten im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet (z. B. Jelenia Góra, Bolesławiec,
Zgorzelec, Zittau, Görlitz, Liberec, Česká Lipa) im Bahn- und Busverkehr. Allerdings umfasst
das gemeinsame Ticket nur einen Teil des Fördergebiets. Daher ist die Möglichkeit seiner
Nutzung, z. B. zur Entwicklung eines umfassenden Besichtigungsangebots für touristisch
attraktive Orte, begrenzt.
Die Umsetzung von Verkehrsprojekten im Fördergebiet soll Umweltaspekte, einschließlich
der Nutzung ökologischer Antriebsarten im Stadtverkehr, berücksichtigen.
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Verkehr gehören:
Förderung und Gestaltung der Bedingungen für die Entwicklung des
grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs und Entwicklung gemeinsamer
Angebote für den öffentlichen Verkehr im Fördergebiet.
Grenzübergreifende Zusammenarbeit von Institutionen und Einwohnern
Übergeordnetes Ziel von Programmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit ist der
Aufbau dauerhafter sozialer Bindungen über die Grenze hinweg und in möglichst vielen
Bereichen. Die Zusammenarbeit dient auch dem Austausch von Erfahrungen und guten
Praktiken. Damit stärkt sie das Potenzial von Institutionen und kommunalen
Gebietskörperschaften, die Wirkung ihrer Mechanismen zur Förderung der regionalen
Entwicklung weiterhin verbessern zu können. Einen wichtigen Beitrag für eine harmonische,
aufeinander abgestimmte Entwicklung des gemeinsamen Grenzraums leistet ebenso eine
enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, die für Aufgaben der Raumordnung und

25
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Raumplanung zuständig sind sowie zwischen den im Bereich Regionalentwicklung tätigen
Akteuren.
Die im Jahr 2019 durchgeführte Wirkungsevaluierung des Kooperationsprogramms Polen-
Sachsen 2014 – 2020 hat aufgezeigt, dass sich viele kommunale Gebietskörperschaften an
der Umsetzung von Projekten beteiligen. 38 kommunale Gebietskörperschaften
kooperierten im Rahmen des Programms. Für gewöhnlich handelte es sich hierbei um eine
projektgebundene Zusammenarbeit, die jedoch dazu beitragen kann, auch andere
gemeinsame Vorhaben zu initiieren und weniger formalisierte Formen einer
grenzübergreifenden Zusammenarbeit zu etablieren.
Zu erwähnen ist die 1991 gegründete Euroregion „Neisse-Nisa-Nysa“. Seit Beginn ihrer
Tätigkeit unterstützt sie gemeinsame deutsch-polnische Initiativen zur Verbesserung des
Lebensstandards der Einwohner, zur Wirtschaftsentwicklung und zur Verbesserung des
Umweltzustands des ehemals „Schwarzen Dreiecks Europas“. Die Aktivitäten der Euroregion
dienen u. a. der Aufnahme von Kontakten und Partnerschaften sowie der Stärkung des
regionalen Bewusstseins. Seit mehreren Förderperioden werden im Rahmen von
Schirmprojekten der sächsisch-polnischen Interreg-Programme grenzüberschreitende
Kleinprojekte durch die Euroregion gefördert. Viele dieser Kleinprojekte richteten sich direkt
an die Einwohner des Fördergebiets und ermöglichten es, Kontakte auf sächsischer und
polnischer Seite des Fördergebiets zu vertiefen sowie ihre gemeinsame Identität aufzubauen
und zu stärken. Die in den Kleinprojekten entwickelten Partnerschaften sind stabil und
beständig.
Im polnischen Teil des Fördergebiets ist die Euroregion „Sprewa-Nysa-Bóbr“ ebenfalls tätig.
Neben den kommunalen Gebietskörperschaften sind auch weitere Akteure an der
Ausgestaltung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit beteiligt. Hierzu zählen u. a.
wissenschaftliche Einrichtungen, Stiftungen, Vereine, Polizei- und Justizbehörden, Gerichte,
Forstverwaltungen und Nationalparkverwalter, Pfarrgemeinden und private Unternehmen.

26
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Zu den wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen im Bereich Zusammenarbeit von
Institutionen und Einwohnern des Grenzraums zählen:
Integration der Gemeinschaft und Zusammenhalt des Fördergebiets.
Auswahl der Hauptinterventionbereiche
Die beschriebenen wichtigsten gemeinsamen Herausforderungen und Probleme, aber auch
Chancen und Möglichkeiten stellen die Grundlage der Interventionslogik des Programms
2021 – 2027 dar. Diese wurden in folgenden Prioritäten erfasst:
1. Ein nachhaltiger Grenzraum – Prävention und Anpassung an den Klimawandel
Der Bereich setzt die Vorgaben des zweiten politischen Ziels der EU um: Ein grünerer,
CO
2
-armer Übergang zu einer CO
2
-neutralen Wirtschaft und einem
widerstandsfähigen Europa durch die Förderung einer sauberen und fairen
Energiewende, von grünen und blauen Investitionen, der Kreislaufwirtschaft, des
Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel, der Risikoprävention und des
Risikomanagements sowie der nachhaltigen städtischen Mobilität. Das Programm
wird die Umsetzung des:
vierten spezifischen Ziels fördern – Förderung der Anpassung an den
Klimawandel und der Katastrophenprävention und der Katastrophenresilienz
unter Berücksichtigung von ökosystembasierten Ansätzen;
2. Ein lebenswerter Grenzraum – Bildung, Kultur und Tourismus
Der Bereich setzt die Vorgaben des vierten politischen Ziels der EU um: Ein sozialeres
und inklusiveres Europa durch die Umsetzung der europäischen Säule sozialer
Rechte. Das Programm wird die Umsetzung zweier spezifischer Ziele fördern:
Ziel zwei – Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs zu inklusiven und
hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen allgemeine und berufliche
Bildung sowie lebenslanges Lernen durch Entwicklung barrierefreier
Infrastruktur, auch durch Förderung der Resilienz des Fern- und Online-
Unterrichts in der allgemeinen und beruflichen Bildung
Ziel sechs – Stärkung der Rolle, die Kultur und nachhaltiger Tourismus für die
Wirtschaftsentwicklung, die soziale Inklusion und die soziale Innovation spielen;

27
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
3.
Ein dialogorientierter Grenzraum – Kooperationen von Einwohnern und Institutionen
Der Bereich setzt die Vorgaben des Interreg-spezifischen Ziels um: Bessere
Governance in Bezug auf die Zusammenarbeit.
Das Programm wird die Umsetzung des folgenden Maßnahmen:
Maßnahmen sechs – Weitere Maßnahmen zur Unterstützung von „Bessere
Governance in Bezug auf die Zusammenarbeit“.
Erfahrungen, die in die Programmvorbereitung einflossen
Das Programm basiert auf Erfahrungen der vorangegangenen Kooperationsprogramme
sowie auf Analysen und Studien, insbesondere:
Sozioökonomische Analyse des Fördergebiets des Programms Polen-Sachsen 2021 –
2027,
Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Entwicklung des Grenzraums,
Erfahrungen bei der Umsetzung der Programme der grenzübergreifenden
Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Polen in den Jahren 2007 – 2013 und 2014 –
2020,
Ergebnisse der Evaluationen des jetzigen und der vorangegangenen Programme,
Border Orientation Paper der Europäischen Kommission für den deutsch-polnischen
Grenzraum (Mai 2018),
Gemeinsames Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum –
Vision 2030 (GZK 2030),
sonstige aktuell im Fördergebiet umgesetzte EU-Programme,
die Ergebnisse des im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg Polen–Sachsen
2014- 2020 umgesetzten Projekts „Smart Integration“,
Ergebnisse der Umfragen mit Begünstigten und potenziellen Antragstellern zu den
wichtigsten und notwendigsten Förderbereichen des Programms der
grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen-Sachsen 2021 – 2027.
Zu Beginn der Programmplanung wurde eine binationale Arbeitsgruppe gegründet, der die
Verwaltungsbehörde, Nationale Behörde, Vertreter/-innen der polnischen Marschallämter
und der sächsischen Fachministerien sowie der Wirtschafts- und Sozialpartner und der

28
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Euroregion Neiße angehören. Die Arbeitsgruppe begleitete und unterstützte die Arbeiten für
die Erstellung des Programms.
Zunächst wurde die sozioökonomische Situation des Fördergebiets detailliert beschrieben
und die Bedürfnisse und Bedarfe der Region eingehend analysiert.
Die sozioökonomische Analyse hebt den vorhandenen Reichtum des natürlichen und
materiellen sowie immateriellen kulturellen Erbes des Gebiets hervor. Diese Ressourcen
müssen jedoch weiter geschützt, gefördert und nachhaltig für den Tourismus genutzt
werden. In der Analyse wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, sich an den Klimawandel
anzupassen, den Risiken vorzubeugen und die Resilienz gegen Naturkatastrophen zu
erhöhen sowie den Zugang zu Aus- und Weiterbildung zu verbessern. Schließlich betont die
Studie die Notwendigkeit, die sächsisch-polnische Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Es
ist wichtig, dass sie gleichzeitig von oben, d. h. auf der Ebene der Regierungs- und
Kommunalverwaltung, und von unten, d. h. auf der Ebene von NGOs, Bildungs- und
Kultureinrichtungen etc., stattfindet. Die Verknüpfung dieser beiden Formen der
Zusammenarbeit soll dazu beitragen, dauerhafte Bindungen zwischen den Einwohnern des
Grenzraums aufzubauen.
Auf der Grundlage der sozioökonomischen Analyse identifizierte und bewertete die
Arbeitsgruppe eingehend alle Stärken und Schwächen, wie auch Chancen und Risiken im
Fördergebiet. Die Ergebnisse dieser SWOT-Analyse mündeten in themenbezogenen
Problem- und Zielbäume, die wiederum eine wesentliche Grundlage für die
Interventionslogik des Programms darstellte.
Die Liste der gemeinsamen Herausforderungen im Fördergebiet ist vielfältig und lang. Die
Arbeitsgruppe wählte vor dem Hintergrund der begrenzten Mittelausstattung des
Programms und entsprechend den politischen Zielvorgaben der relevanten EU-
Verordnungen drei wichtige Kooperationsfelder aus, die für das gesamte Grenzgebiet von
besonderer Bedeutung sind, und deren Herausforderungen nur im Rahmen der polnisch-
sächsischen Zusammenarbeit zielführend bewältigt werden können. Zugleich konzentrieren

29
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
sich die ausgewählten Prioritäten auf die Bereiche, die einen erschwerten Zugang zur
Förderung aus anderen Finanzierungsquellen haben. Die Doppelung von
Unterstützungsmöglichkeiten, die im Rahmen regionaler und nationaler operationeller
Programme gefördert werden können, soll vermieden werden.
Berücksichtigung fanden auch die Erfahrungen bei der Umsetzung der Programme der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Polen in den Jahren 2007 –
2013 und 2014 – 2020, einschließlich der Ergebnisse der Evaluierungen dieser Programme.
Aufgrund des großen Interesses und der positiven Effekte der Umsetzung des
Kleinprojektefonds in den letzten Förderperioden soll dieser im aktuellen Programm
fortgeführt werden.
Übereinstimmung mit strategischen Dokumenten
Das Programm trägt den strategischen Zielen der EU-Ostseestrategie Rechnung, obgleich das
Fördergebiet nicht unmittelbar an der Ostsee liegt. Die für die Förderung im Programm
geplanten Maßnahmen stehen im Einklang mit den Zielen dieser Strategie.
Die im Programm im Bereich „Ein klimaresilienter Grenzraum” umzusetzenden Maßnahmen
werden mit den Zielen der EU-Ostseestrategie Rettung der Ostsee sowie Steigerung des
Wohlstands, insbesondere im Bereich der auf den Umweltschutz und die Verbesserung der
Kooperation ausgerichteten Maßnahmen übereinstimmen. Die im Bereich „Sozialer und
touristisch attraktiver Grenzraum” geplanten Maßnahmen entsprechen dem Ziel der EU-
Ostseestrategie Steigerung des Wohlstands. Die im Rahmen aller spezifischen Ziele
umzusetzenden Maßnahmen, mit besonderem Augenmerk auf das Interreg-spezifische Ziel,
sind mit Querschnittsmaßnahmen der EU-Ostseestrategie kohärent.
Das Programm stimmt mit dem Gemeinsamen Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen
Verflechtungsraum – Vision 2030 überein. Insbesondere trifft dies für solche für die
zukünftige Entwicklung bedeutsamen Handlungsfelder zu, wie: III. In Menschen investieren,

30
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
IV. Nachhaltiges Wachstum fördern sowie V. Grundlagen für eine hohe Lebensqualität
sichern.
Das Programm stimmt auch mit den relevanten Regionalentwicklungsstrategien überein.
Hierzu zählen insbesondere die Entwicklungsstrategie der Woiwodschaft Niederschlesien
2030 die Entwicklungsstrategie der Woiwodschaft Lubuskie 2030, der gültige
Landesentwicklungsplan des Freistaates Sachsen, die Nachhaltigkeitsstrategie für den
Freistaat Sachsen 2018, die Fachkräftestrategie 2030 für den Freistaat Sachsen sowie die
Tourismusstrategie Sachsen 2025.
Die im Programm zu ergreifenden Maßnahmen werden mit der Förderung aus den im
Rahmen der Kohäsionspolitik umgesetzten regionalen operationellen Programmen – dem
Regionalen Operationellen Programm der Woiwodschaft Niederschlesien, dem Regionalen
Operationellen Programm der Woiwodschaft Lubuskie sowie dem Operationellen Programm
des Freistaates Sachsen 2021 – 2027 sowie den ausgewählten nationalen Programmen im
Einklang stehen. Das Programm wird auch mit dem Programm der grenzübergreifenden
Zusammenarbeit Interreg Tschechische Republik-Republik Polen 2021 – 2027 sowie dem
Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen
dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2021 – 2027 kohärent sein.
[dies wird ergänzt, sobald die Entwürfe anderer Programme der künftigen Förderperiode
vorliegen].
Bei der Programmvorbereitung wurden die Vorgaben folgender EU-Verordnungen
berücksichtigt:
Verordnung (EU) 2021/1060 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.
Juni 2021 mit gemeinsamen Bestimmungen für den Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung, den Europäischen Sozialfonds Plus, den Kohäsionsfonds, den Fonds für
einen gerechten Übergang und den Europäischen Meeres-, Fischerei- und
Aquakulturfonds sowie mit Haushaltsvorschriften für diese Fonds und für den Asyl-,
Migrations- und Integrationsfonds, den Fonds für die innere Sicherheit und das
Instrument für finanzielle Hilfe im Bereich Grenzverwaltung und Visumpolitik;

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Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Verordnung (EU) 2021/1058 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.
Juni 2021 über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und den
Kohäsionsfonds;
Verordnung (EU) 2021/1059 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24.
Juni 2021 über besondere Bestimmungen für das aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung sowie aus Finanzierungsinstrumenten für das auswärtige
Handeln unterstützte Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ (Interreg).
1.3. Begründung für die Auswahl der politischen und Interreg-spezifischen
Ziele, der entsprechenden Prioritäten, der spezifischen Ziele und der
Formen der Unterstützung; dabei ist gegebenenfalls auf fehlende
Verbindungen in der grenzübergreifenden Infrastruktur einzugehen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe c
Tabelle 1
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
Politisches Ziel 2
Ein grünerer,
CO
2
-armer
Übergang zu
einer CO
2
-
neutralen
Wirtschaft und
einem
widerstandsfähig
2.4 Förderung
der Anpassung
an den
Klimawandel
und der
Katastrophenpr
ävention und
der
Katastrophenre
silienz unter
Ein
nachhaltige
r
Grenzraum
Prävention
und
Anpassung
an den
Klimawand
Der Klimawandel ist eine ernsthafte
weltweite Herausforderung. Die Folgen
des Klimawandels sind jedoch vor allem
lokal zu spüren. Die sozioökonomische
Analyse bekräftigt die Notwendigkeit
einer gemeinsamen Koordinierung der
Maßnahmen zur Vorbeugung und
Anpassung an den Klimawandel. Zur
Erreichung von Skaleneffekten bei der
Abschwächung negativer Auswirkungen

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Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
en Europa durch
die Förderung
einer sauberen
und fairen
Energiewende,
von grünen und
blauen
Investitionen,
der
Kreislaufwirtscha
ft, des
Klimaschutzes
und der
Anpassung an
den
Klimawandel,
der
Risikoprävention
und des
Risikomanageme
nts sowie der
nachhaltigen
städtischen
Mobilität
Berücksichtigu
ng von
ökosystembasi
erten Ansätzen
el
des Klimawandels ist eine
Zusammenarbeit aller relevanten Akteure
erforderlich.
Es sollen gemeinsame grenzübergreifende
Überwachungs-, Warn-, Reaktions- und
Krisenmanagementsysteme entwickelt
werden.
Außerdem sollen Hindernisse beseitigt
werden, die gemeinsame Maßnahmen zur
Vorbeugung und Bekämpfung von
Naturkatastrophen und ihren Folgen
erschweren. Diesem Ziel dienen auch die
gemeinsam durchzuführenden
Anpassungsmaßnahmen an den
Klimawandel. Auch die Zusammenarbeit
der Einheiten der Gefahrenabwehr soll
vertieft werden. Die Erarbeitung
gemeinsamer Strategien zum Klimaschutz,
Anpassungen an den Klimawandel und
Minderung von Risiken soll angestrebt
werden. Dies betrifft insbesondere die
Vorbeugung vor Hochwasser, Dürren,
Stürmen und Waldbränden sowie den
daraus resultierenden Folgen.
Die Vorbeugung vor der Verschärfung des
Klimawandels und Maßnahmen zur
Anpassung an den Klimawandel sind

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Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
wichtige Bestandteile von Strategien und
Politiken, die auf unterschiedlichen
Ebenen - von lokalen bis zu weltweiten
Maßnahmen -umgesetzt werden. Die
Berücksichtigung des spezifischen Ziels im
Programm trägt zur Stärkung weltweiter
Aktivitäten in diesem Bereich bei.
Durch die Auswahl des spezifischen Ziels
können Projekte zum Schutz vor den oben
erwähnten Ereignissen und zur
Begrenzung ihrer Folgen umgesetzt
werden. Außerdem sollen Pilotlösungen
möglich sein, die in der Praxis getestet
und analysiert werden.
Gleichzeitig können Projekte zu
Schulungen, Erfahrungsaustausch und
Zusammenarbeit zwischen den Einheiten
der Gefahrenabwehr und gemeinsame
Übungen zu grenzübergreifenden
Einsätzen umgesetzt werden.
Politisches Ziel 4
Ein sozialeres
und inklusiveres
Europa durch die
Umsetzung der
4.2
Verbesserung
des
gleichberechtig
ten Zugangs zu
inklusiven und
Ein
lebenswert
er
Grenzraum
Bildung,
Kultur und
Das Fördergebiet ist durch bereits
etablierte gesellschaftliche und
wirtschaftliche Kontakte sowie
bestehende Kooperationen zwischen
deutschen und polnischen
Bildungseinrichtungen gekennzeichnet.

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Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
europäischen
Säule sozialer
Rechte
hochwertigen
Dienstleistunge
n in den
Bereichen
allgemeine und
berufliche
Bildung sowie
lebenslanges
Lernen durch
Entwicklung
barrierefreier
Infrastruktur,
auch durch
Förderung der
Resilienz des
Fern- und
Online-
Unterrichts in
der
allgemeinen
und
beruflichen
Bildung
Tourismus
Diese Zusammenarbeit soll weiter vertieft
und erweitert werden, insbesondere
zwischen den berufsbildenden Schulen
und anderen Akteuren der beruflichen
Bildung. Dies wird durch die Nutzung des
vorhandenen Wirtschaftspotenzials und
die Umsetzung von
Partnerschaftsprojekten geschehen, an
denen Berufsschulen, Unternehmer aus
dem Fördergebiet,
Arbeitsmarktinstitutionen, Hochschulen
sowie Bildungs-, Hochschul- und
Forschungseinrichtungen beteiligt
werden. Die Projekte sollen die Nutzung
digitaler Technologien für die Bildung und
den Arbeitsmarkt berücksichtigen. Die
geplanten Maßnahmen werden zur
Stärkung des Fördergebiets beitragen und
das Fachkräftepotenzial sichern helfen.
Die Weiterbildung und die Schaffung der
Möglichkeiten für den Erwerb von
Fähigkeiten und Kompetenzen durch
Personen unterschiedlichen Alters sind
aufgrund des bevorstehenden
Strukturwandels in der Wirtschaft des
Fördergebiets im Zusammenhang mit dem
Braunkohleausstieg äußerst wichtig.
Bereits jetzt ist der Wettbewerb um

35
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
Fachkräfte eine Herausforderung mit
einem großen Kooperationspotenzial.
Durch die Verknüpfung mit dem lokalen
Arbeitsmarkt wird die Zusammenarbeit
zwischen den Arbeitsmarktinstitutionen
bei der Überwachung der Nachfrage nach
Mangel- und Überschussberufen dazu
dienen, die Zusammenarbeit im
Fördergebiet zu stärken.
Politisches Ziel 4
Ein sozialeres
und inklusiveres
Europa durch die
Umsetzung der
europäischen
Säule sozialer
Rechte
4.6 Stärkung
der Rolle, die
Kultur und
nachhaltiger
Tourismus für
die
Wirtschaftsent
wicklung, die
soziale
Inklusion und
die soziale
Innovation
spielen
Ein
lebenswert
er
Grenzraum
Bildung,
Kultur und
Tourismus
Die Auswahl des spezifischen Ziels soll zur
Stärkung der Rolle von Kultur und
Tourismus für die wirtschaftliche
Entwicklung, die soziale Eingliederung und
die soziale Innovation beitragen.
Das Fördergebiet verfügt über große
Potenziale zur Entwicklung des Tourismus,
insbesondere durch seine Lage im
Dreiländereck und zahlreiche wertvolle
Natur- und Kulturräume. Dennoch sind
der Tourismus und die touristische
Infrastruktur in einem verhältnismäßig
kleinen Teil des Fördergebiets
konzentriert. Darüber hinaus wird die
touristische Infrastruktur hauptsächlich
saisonal während der Urlaubszeit genutzt.
Die umzusetzenden Projekte sollen eine

36
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
bessere Nutzung der touristischen
Potenziale des Fördergebiets zum Ziel
haben. Eine Herausforderung für den
Tourismussektor ist die bessere Nutzung
der bestehenden
Übernachtungsmöglichkeiten, die
Steigerung der Attraktivität und die
Gewinnung von Besuchern außerhalb der
saisonalen Urlaubszeit. Dazu soll die
Infrastruktur für aktiven Tourismus
weiterentwickelt und das Kulturangebot
erweitert und die Begleitinfrastruktur
ausgebaut werden, auch in weniger
besuchten Regionen.
Wichtige Aspekte sind die Vernetzung der
touristischen Akteure und die
Vermarktung des Fördergebiets als
attraktive Tourismusregion.
Auch Maßnahmen zum Erhalt, Schutz und
Entwicklung des Natur- und Kulturerbes
(materiell und immateriell) u. a. im
Tourismussektor sollen unterstützt
werden.
Durch die Entwicklung und Umsetzung
gemeinsamer touristischer Strategien und
integrierter Angebote sollen Besucher
mehr Sehenswürdigkeiten und

37
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
Attraktionen im Fördergebiet leichter
nutzen können. Außerdem soll die
Entwicklung eines Ganzjahrestourismus
unterstützt werden.
Die umzusetzenden Maßnahmen sollen
zur wirtschaftlichen und sozialen
Entwicklung des Fördergebiets beitragen,
nachhaltige Arbeitsplätze in diesem
Sektor ermöglichen, und einen breiteren
Zugang zu Kultur und diversifizierten
touristischen Dienstleistungen
gewährleisten.
Sie sollen die Wiederbelebung des
Tourismussektors unterstützen, der durch
die Reisebeschränkungen während der
COVID-19-Pandemie phasenweise
komplett zum Erliegen gekommen war.
Interreg-
spezifisches Ziel
Bessere
Governance in
Bezug auf die
Zusammenarbeit
6.6 Weitere
Maßnahmen
zur
Unterstützung
von „Bessere
Governance in
Bezug auf die
Zusammenarbe
it“
Ein
dialogorien
tierter
Grenzraum
Kooperatio
nen von
Einwohner
n und
Es sind positive Effekte der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
zwischen Institutionen und Einwohnern
des Grenzraums sichtbar. Dennoch ist
eine weitere Stärkung und Intensivierung
der Zusammenarbeit zwischen einzelnen
Akteuren und Interessengruppen im
Bereich der kulturellen, sozialen und
zivilgesellschaftlichen Aktivitäten

38
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
Institutione
n
notwendig. Einige Hindernisse der
Entwicklung der grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit bestehen weiterhin,
bspw. sprachliche Barrieren bei den
Kontakten zwischen den Akteuren und
Institutionen des Fördergebiets sowie
unterschiedlich gestaltete
verwaltungsrechtliche Verfahren, die sich
nachteilig auf die
Entwicklungsmöglichkeiten auswirken
können.
Im Fördergebiet sollen Initiativen
umgesetzt werden, um gemeinsame
Probleme bzw. Herausforderungen zu
identifizieren und zu lösen. Es besteht ein
stark ausgeprägtes Potenzial zur Nutzung
bestehender Beziehungen für die
Entwicklung des Fördergebiets.
Obwohl es zwischen Polen und Sachsen
keine grundsätzliche Barriere in Gestalt
fehlenden Vertrauens zueinander gibt,
soll dennoch auch weiterhin an der
Stärkung und dem Erhalt des
gegenseitigen Vertrauens, einem
gezielten Entgegenwirken der
Herausbildung und Vertiefung
ablehnender Haltungen und Stereotypen
gegenüber den jeweils im anderen Teil

39
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
des Fördergebiets wohnenden Menschen
sowie an der Verbreitung des Wissens
über das jeweilige Nachbarland gearbeitet
werden.
Die Auswahl dieses spezifischen Ziels ist
für die Umsetzung der geplanten
Maßnahmen im Rahmen des Interreg-
spezifischen Ziels am besten geeignet. Die
geplanten Maßnahmen sind breit
gefächert und vielfältig. Dieses Ziel
ermöglicht ihre möglichst breite
Umsetzung und schließt Maßnahmen ein,
die theoretisch auch in den anderen
spezifischen Zielen enthalten sein
könnten, ohne dass bei einer separaten
Auswahl anderer Ziele die Mittel
gesondert aufgeteilt werden müssten.
Zielstellung der Projekte soll die
Förderung der Zusammenarbeit zwischen
öffentlichen sowie staatlichen
Institutionen und Einrichtungen des
Fördergebiets sein, u. a. die
Implementierung von Pilotlösungen für
gemeinsame Probleme bzw.
Herausforderungen.
Ein weiteres Ziel der umzusetzenden
Projekte soll sein, die Zusammenarbeit

40
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Ausgewähltes
politisches Ziel
oder Interreg-
spezifisches Ziel
Ausgewähltes
spezifisches Ziel
Priorität
Begründung der Auswahl
zwischen Akteuren der Zivilgesellschaft zu
verbessern, Maßnahmen zur Verbreitung
des Wissens über das jeweilige
Nachbarland, u. a. das
Zusammenwachsen der lokalen
Bevölkerungen beiderseits des
Fördergebiets, zu ergreifen, gemeinsame
Kulturangebote zu unterbreiten und die
gegenseitigen Sprachkenntnisse aller
Altersgruppen zu erweitern.
Die gemeinsame Planung und
Koordinierung der Vorhaben, im Rahmen
derer Kontakte zwischen den Bürger-
/innen und den Institutionen
aufgenommen, gepflegt und vertieft
werden, entsprechen den Zielsetzungen
des Kleinprojektefonds.

41
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2. Priorität
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstaben d und e
2.1. Priorität 1 – Ein nachhaltiger Grenzraum – Prävention und Anpassung an
den Klimawandel
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe d
2.1.1. Spezifisches Ziel: Förderung der Anpassung an den Klimawandel und der
Katastrophenprävention und der Katastrophenresilienz unter Berücksichtigung von
ökosystembasierten Ansätzen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e
2.1.2. Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und
Meeresbeckenstrategien, falls zutreffend
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer i, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer ii
Beispiele der Maßnahmentypen:
1. Analysen, Strategien, Programme zur Bewältigung negativer Folgen des Klimawandels und
Erarbeitung gemeinsamer Klimaanpassungsmaßnahmen und Förderung dieser Maßnahme;
2. Identifizierung der wichtigsten Hindernisse im Bereich grenzübergreifendes
Krisenmanagement und Entwicklung von Problemlösungen;
3. Entwicklung eines Systems zur Kooperation der Einheiten zur Gefahrenabwehr im Bereich
Warnung, Überwachung und Reaktion in Krisensituationen und Umsetzung von
Pilotlösungen;
4. Schulungen, Erfahrungsaustausch der Einheiten der Gefahrenabwehr und gemeinsame
Übungen zu grenzübergreifenden Einsätzen.

42
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Begründung
Die geplanten Maßnahmen sind eine Antwort auf die ermittelte Notwendigkeit, Lösungen
zur Abschwächung der Auswirkungen von Extremwetterereignissen infolge des
Klimawandels zu entwickeln.
Die zu ergreifenden Maßnahmen tragen zur Umsetzung des spezifischen Ziels der Anpassung
an den Klimawandel, der Risikoprävention und der Katastrophenresilienz bei. Die im Rahmen
analytischer Studien, Strategien und Programmen entwickelten Lösungen ermöglichen die
Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Vorbeugung negativer Folgen des
Klimawandels.
Schulungsmaßnahmen, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Übungen sollen die operative
Einsatzfähigkeit der Einheiten der Gefahrenabwehr im Fördergebiet für grenzübergreifende
Einsätze verbessern. Dies ermöglicht es den Behörden, die für die Prävention und Abwehr
negativer Folgen von Naturkatastrophen oder ähnlicher Ereignisse zuständig sind,
zielgerichteter und effizienter zu handeln.
Im Ergebnis soll die Koordination und Zusammenarbeit deutscher und polnischer
Einsatzkräfte in Notsituationen und somit die Sicherheit der Bevölkerung des Fördergebiets
verbessert werden.
Für das Programm INTERACT und ESPON:
Bezug: Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer i
Festlegung eines einzelnen Begünstigten oder eine begrenzte Liste von Begünstigten sowie
das Zuschussverfahren
2.1.3. Indikatoren
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer ii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iii

43
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Tabelle 2: Outputindikatoren
Priori-
tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Etappenziel
(2024)
Endgültige
Zielsetzung
(2029)
1
2.4
RCO
81
Teilnahmen an
grenzübergreifenden
gemeinsamen
Maßnahmen
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
9 700
49 000
1
2.4
RCO
83
Gemeinsam
entwickelte
Strategien und
Aktionspläne
Anzahl der
Strategien /
Aktionspläne
3
15
1
2.4
RCO
116
Gemeinsam
entwickelte Lösungen
Anzahl der
entwickelten
Lösungen
3
15
Tabelle 3: Ergebnisindikatoren
Priori-
tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Aus-
gang-
swert
Bezugs
jahr
Endgül-
tige
Zielset-
zung
(2029)
Daten-
quellen
Bemerkun-
gen
1
2.4
RCR
104
Von
Organisation
en
aufgegriffen
e bzw.
ausgebaute
Anzahl der
implementierte
n oder
angewendeten
Lösungen
0
2021
8 Über-
wachu
ngs-
system
der VB

44
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Lösunge
2.1.4. Die wichtigsten Zielgruppen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iv
Zielgruppen (Empfänger der Maßnahmen):
Gebietskörperschaften,
Einrichtungen, die für Umwelt-, Land- und Forstwirtschaft, Wassermanagement,
Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungswesen verantwortlich sind,
Einwohner,
Besucher des Fördergebiets.
2.1.5. Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iv
Nicht zutreffend
2.1.6. Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer v
Der Einsatz von Finanzinstrumenten ist nicht vorgesehen.
2.1.7. Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer vi, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer v

45
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Tabelle 4: Dimension 1 – Interventionsbereich
Priori-
tät Nr.
Fonds
Spezifisches
Ziel
Code
Betrag
(EUR)
1
EFRE
2.4
044
Energieeffiziente Renovierung oder
Energieeffizienzmaßnahmen in Bezug auf
öffentliche Infrastrukturanlagen,
Demonstrationsvorhaben und
Begleitmaßnahmen
2 322 385
1
EFRE
2.4
058
Maßnahmen zur Anpassung an den
Klimawandel und Vorbeugung und
Bewältigung klimabezogener Risiken:
Hochwasser und Erdrutsche (wie etwa
Sensibilisierungsmaßnahmen, Einrichtungen
im Bereich Katastrophenschutz und -
bewältigung, Infrastrukturanlagen sowie
ökosystembasierte Ansätze)
2 786 863
1
EFRE
2.4
059
Maßnahmen zur Anpassung an den
Klimawandel und Vorbeugung und
Bewältigung klimabezogener Risiken: Brände
(wie etwa Sensibilisierungsmaßnahmen,
Einrichtungen im Bereich Katastrophenschutz
und -bewältigung, Infrastrukturanlagen sowie
ökosystembasierte Ansätze)
2 322 385
1
EFRE
2.4
060
Maßnahmen zur Anpassung an den
Klimawandel und Vorbeugung und
Bewältigung klimabezogener Risiken: andere,
z. B. Stürme und Dürren (wie etwa
Sensibilisierungsmaßnahmen, Einrichtungen
2 322 385

46
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Priori-
tät Nr.
Fonds
Spezifisches
Ziel
Code
Betrag
(EUR)
im Bereich Katastrophenschutz und -
bewältigung, Infrastrukturanlagen sowie
ökosystembasierte Ansätze)
1
EFRE
2.4
064
Wasserbewirtschaftung und Schutz von
Wasserreserven (einschließlich
Bewirtschaftung von Wassereinzugsgebieten,
Maßnahmen zur Anpassung an den
Klimawandel, Wiederverwendung und
Leckageverringerung)
2 017 689,50
Tabelle 5: Dimension 2 – Finanzierungsform
Priorität Nr.
Fonds Spezifisches Ziel
Code
Betrag (EUR)
1
EFRE
2.4
01
Zuschuss
11 771 707,50
Tabelle 6: Dimension 3 – Territoriale Umsetzungsmechanismen und territoriale Ausrichtung
Priorität Nr.
Fonds Spezifisches Ziel
Code
Betrag (EUR)
1
EFRE
2.4
33
Keine territoriale
Ausrichtung
11 771 707,50

47
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.2. Priorität 2 – Ein lebenswerter Grenzraum – Bildung, Kultur und
Tourismus
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe d
2.2.1. Spezifisches Ziel: 2.1. Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs zu inklusiven
und hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung
sowie lebenslanges Lernen durch Entwicklung barrierefreier Infrastruktur, auch durch
Förderung der Resilienz des Fern- und Online-Unterrichts in der allgemeinen und
beruflichen Bildung
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e
2.2.2. Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und
Meeresbeckenstrategien, falls zutreffend
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer i, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer ii
Beispiele der Maßnahmentypen:
1. Kooperation zwischen Bildungsträgern bei der Gestaltung der Entwicklungsprogramme
der Bildung;
2. Umsetzung von Projekten, die Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen, z. B. Schulen,
Berufsschulen, Hochschulen, Unternehmen aus dem Fördergebiet, wirtschaftsnahe
Organisationen und weitere Arbeitsmarktakteure einbeziehen, einschließlich Projekten zur
Aus- und Weiterbildung. Diese Maßnahmen haben zum Ziel, den negativen Folgen des
Strukturwandels entgegenzuwirken, die Bildung besser an die Bedürfnisse des
Arbeitsmarktes im Fördergebiet anzupassen sowie die Leistungen wissenschaftlicher
Einrichtungen in der Praxis besser zu nutzen;

48
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
3. Kooperation zwischen Arbeitsmarktakteuren beim Monitoring des Bedarfs auf dem
Arbeitsmarkt (Mangel- und Überschussberufe);
4. Nutzung digitaler Technologien für die Bildung und den Arbeitsmarkt;
5. Maßnahmen zur Vertiefung der bisherigen grenzübergreifenden Zusammenarbeit
zwischen Akteuren im Fördergebiet in den Bereichen Bildung und lebenslanges Lernen;
6. Grenzübergreifende Bildungsprojekte zur Förderung der Entwicklung des
Unternehmertums, zur Erhöhung der Innovationsbereitschaft und zur Förderung von
Ansätzen ökologisch nachhaltigen Wirtschaftens u. a. unter Nutzung der aus dem
Strukturwandel entstehenden Chancen und Möglichkeiten.
Begründung
Im Rahmen dieses spezifischen Ziels ist die Umsetzung von Maßnahmen vorgesehen, die der
Vertiefung und Erweiterung des Umfangs der bisherigen Zusammenarbeit der Bildungs- und
Wissenschaftseinrichtungen des Fördergebiets des Programms dienen. Die Stärkung der
Verflechtungen im Bildungsbereich erfolgt durch Austausch, Trainee-Programme, Praktika
und andere Formen der Zusammenarbeit. Auch Vorhaben zur Stärkung der Beziehungen
zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft werden relevant sein. Sie ermöglichen die
Anpassung der Ausbildungs- und Studienprogramme an die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts.
Im Zusammenhang mit der zunehmenden Mobilität der Bevölkerung, einschließlich der
Schüler und Studierenden, werden Aktivitäten im Zusammenhang mit der Vorbereitung
eines umfassenden Bildungsangebots durchgeführt. In den für die Bildung und den
Arbeitsmarkt ergriffenen Maßnahmen werden digitale Technologien eingesetzt.
Die geplanten Aktivitäten sollen dazu beitragen, die Abwanderung junger Menschen aus
dem Fördergebiet aufzuhalten und dem Bevölkerungsschwund entgegenwirken, der als
eines der Hauptprobleme des Fördergebiets definiert wurde.
Für das Programm INTERACT und ESPON:
Bezug: Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer i
Festlegung eines einzelnen Begünstigten oder eine begrenzte Liste von Begünstigten sowie
das Zuschussverfahren

49
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.2.3.
Indikatoren
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer ii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iii
Tabelle 2: Outputindikatoren
Priori-
tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Etappenziel
(2024)
Endgültige
Zielsetzung
(2029)
2.1
4.2
RCO
81
Teilnahmen an
grenzübergreifenden
gemeinsamen
Maßnahmen
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
8 100
33 000
2.1
4.2
RCO
83
Gemeinsam
entwickelte
Strategien und
Aktionspläne
Anzahl der
Strategien /
Aktionspläne
3
12
2.1
4.2
RCO
85
Teilnahme an
gemeinsamen
Ausbildungsprogram
men
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
4 500
18 379
Tabelle 3: Ergebnisindikatoren
Priori-
tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Aus-
gang-
swert
Bezug
sjahr
Endgül-
tige
Zielset-
zung
(2029)
Daten-
quellen
Bemerkun-
gen
2.1
4.2
RCR
79
Von
Organisationen
aufgegriffene
gemeinsame
Anzahl der
Strategien /
Aktionsplän
0
2021
12 Über-
wachu
ngs-
system

50
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Priori-
tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Aus-
gang-
swert
Bezug
sjahr
Endgül-
tige
Zielset-
zung
(2029)
Daten-
quellen
Bemerkun-
gen
Strategien und
Aktionspläne
e
der VB
2.1
4.2
RCR
81
Abschlüsse in
gemeinsamen
Ausbildungspro
grammen
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
0
2021
18 000 Über-
wachu
ngs-
system
der VB
2.1
4.2
RCR
85
Teilnahmen an
grenzübergreifen
den
gemeinsamen
Maßnahmen
nach
Projektabschluss
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
0
2021
26 000 Über-
wachu
ngs-
system
der VB
2.2.4. Die wichtigsten Zielgruppen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iv
Zielgruppen (Empfänger der Maßnahmen):
Kindertageseinrichtungen, Bildungseinrichtungen (u.a. Schulen, Fachschulen,
allgemeinbildende Schulen, berufliche Schulen, Hochschulen),
Einwohner, insbesondere Schüler, Auszubildende, Studenten, Lehrkräfte.

51
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.2.5.
Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iv
Nicht zutreffend
2.2.6. Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer v
Der Einsatz von Finanzinstrumenten ist nicht vorgesehen.
2.2.7. Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer vi, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer v
Tabelle 4: Dimension 1 – Interventionsbereich
Priori-
tät Nr.
Fonds
Spezifisches
Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.1
EFRE
4.2
139
Maßnahmen zur Modernisierung und
Stärkung von Arbeitsmarkteinrichtungen und
-diensten zur Bewertung und Vorhersage des
Bedarfs an Kompetenzen und um eine
frühzeitige und bedarfsgerechte
Unterstützung sicherzustellen
973 190
2.1
EFRE
4.2
140
Unterstützung für die Abstimmung von
Angebot und Nachfrage auf dem
Arbeitsmarkt und für Arbeitsmarktübergänge
973 190

52
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Priori-
tät Nr.
Fonds
Spezifisches
Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.1
EFRE
4.2
145
Unterstützung für die Entwicklung
digitaler Kompetenzen
973 190
2.1
EFRE
4.2
146
Unterstützung für die Anpassung von
Arbeitskräften, Unternehmen sowie
Unternehmerinnen und Unternehmern an
Veränderungen
973 190
2.1
EFRE
4.2
149
Unterstützung der Primar- und
Sekundarschulbildung (mit Ausnahme von
Infrastrukturanlagen)
3 892 760
2.1
EFRE
4.2
150
Unterstützung der tertiären Bildung (mit
Ausnahme von Infrastrukturanlagen)
2 452 439
2.1
EFRE
4.2
151
Unterstützung der Erwachsenenbildung
(mit Ausnahme von Infrastrukturanlagen)
973 190
Tabelle 5: Dimension 2 – Finanzierungsform
Priorität Nr.
Fonds Spezifisches Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.1
EFRE
4.2
01
Zuschuss
11 211 150,00
Tabelle 6: Dimension 3 – Territoriale Umsetzungsmechanismen und territoriale Ausrichtung
Priorität Nr.
Fonds Spezifisches Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.1
EFRE
4.2
33
Keine territoriale
Ausrichtung
11 211 150,00

53
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.2.8.
Spezifisches Ziel: 2.2. Stärkung der Rolle, die Kultur und nachhaltiger Tourismus für
die Wirtschaftsentwicklung, die soziale Inklusion und die soziale Innovation spielen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e
2.2.9. Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und
Meeresbeckenstrategien, falls zutreffend
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer i, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer ii
Beispiele der Maßnahmentypen:
1. Investitionen in die Erhaltung und Wiederherstellung von Werten des materiellen und
immateriellen Kultur- sowie des Naturerbes, unter anderem auch Entwicklung und Einsatz
digitaler Modelle und Anwendungen zur Vermittlungsarbeit an historischen Orten
(Lehrpfade, digitale Rekonstruktionen, Informationsportale, Virtual/Augmented-Reality-
Anwendungen);
2. Vermarktung des Fördergebietes als eine attraktive Tourismusregion, auch für längere
Aufenthalte, und Vermarktung des ganzjährigen Tourismus unter Berücksichtigung der
Anforderungen des Umweltschutzes;
3. Errichtung und Entwicklung der Infrastruktur für den Aktiv- und Kulturtourismus unter
Berücksichtigung der Anforderungen des Umweltschutzes;
4. Vernetzung der touristischen Akteure;
5. Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer touristischer Strategien und integrierter
Angebote;
6. Förderung von Angeboten zur Entwicklung eines Ganzjahrestourismus.
Begründung
Die Tourismuswirtschaft im Fördergebiet war von den Folgen der COVID-19-Pandemie
besonders stark betroffen. Die umzusetzenden Maßnahmen bieten eine gute Gelegenheit

54
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
zur Umgestaltung der Tourismuswirtschaft und Nutzung neuer Lösungen, die im Zuge der
Pandemiebewältigung erarbeitet wurden. Die umzusetzenden Projekte sollen zur Stärkung
und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit der Tourismusbranche gegenüber Krisen und
ebenso in die Inwertsetzung von Kultur- und Naturerbe beitragen.
Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in der
Tourismusbranche und zum Wiederaufbau der Branche sind Aktivitäten zur Förderung der
touristischen Attraktivität des Fördergebietes. Es können Maßnahmen durchgeführt werden,
die Besuchern die Nutzung der Attraktionen u. a. durch Beschilderung und Information über
Objekte, Entwicklung gemeinsamer touristischer Produkte und Angebote sowie Lösungen
zur Mobilität zu und innerhalb von Reisezielen -z. B. Fahrrad- und Lehrpfadsysteme,
touristische Wanderwege) - erleichtern. Die umzusetzenden Maßnahmen sollen auch die
Aspekte der uneingeschränkten bzw. leichten Zugänglichkeit zu touristischen Objekten
berücksichtigen. Es sollen Maßnahmen gefördert werden, die dem Erhalt, Schutz und der
Entwicklung des Natur- und Kulturerbes im Tourismussektor dienen.
Ein weiteres wichtiges Element für die Wiederbelebung der Tourismusbranche ist eine
gezielte Vermarktung des Fördergebiets als attraktive Tourismusregion. Sie soll eine Vielzahl
an Besuchern, auch außerhalb des Fördergebiets erreichen. Ziel der durchzuführenden
Projekte ist die Steigerung des Wiedererkennungswerts der Region. So können mehr
Besucher und Touristen in das Fördergebiet geholt werden, was zur Verbesserung der
wirtschaftlichen Situation der Unternehmen der Freizeit- und Tourismusbranche beiträgt.
Die Vorbereitung und Entwicklung gemeinsamer Strategien und touristischer Angebote
sowie die Vernetzung touristischer Akteure sollen den Tourismussektor stärken und
wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig soll in Zeiten eingeschränkter Mobilität der
Bevölkerung bspw. die Digitalisierung von Sammlungen und Museumsobjekten einen
leichteren Zugang ermöglichen. Zudem werden im Programm die Entwicklung digitaler
Modelle und medialer Anwendungen zur leichteren Vermarktung und Nutzung touristischer
Attraktionen unterstützt umgesetzt. Die Umsetzung dieser Maßnahmen fördert die
Wiederbelebung der Tourismusbranche nach dem Zusammenbruch infolge der
Einschränkungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Der sich entwickelnde
Tourismussektor wird zudem zur Diversifizierung der lokalen Wirtschaftsstrukturen

55
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
beitragen und nachhaltige Arbeitsplätze in der sich wandelnden Wirtschaftsstruktur der
sächsisch-polnischen Grenzregion schaffen.
Alle geplanten Maßnahmen werden unter Beachtung der Anforderungen des
Umweltschutzes durchgeführt.
Für das Programm INTERACT und ESPON:
Bezug: Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer i
Festlegung eines einzelnen Begünstigten oder eine begrenzte Liste von Begünstigten sowie
das Zuschussverfahren
2.2.10.
Indikatoren
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer ii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iii
Tabelle 2: Outputindikatoren
Priori
-tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Etappenziel
(2024)
Endgültige
Zielsetzung
(2029)
2.2
4.6
RCO
77
Anzahl der
unterstützten
kulturellen und
touristischen Stätten
Anzahl der
unterstützten
touristische
und
kulturelle
Einrichtungen
7
32
2.2
4.6
RCO
83
Gemeinsam
entwickelte
Strategien und
Aktionspläne
Anzahl der
Strategien /
Aktionspläne
5
25

56
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Priori
-tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Etappenziel
(2024)
Endgültige
Zielsetzung
(2029)
2.2
4.6
RCO
115
Gemeinsam
veranstaltete
grenzübergreifende
öffentliche
Veranstaltungen
Anzahl der
Ereignisse
23
110
Tabelle 3: Ergebnisindikatoren
Priori-
tät
Spezifis-
ches
Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Aus-
gang-
swert
Bezugs-
jahr
Endgül-
tige
Zielset-
zung
(2029)
Daten-
quellen
Be-
merkun-
gen
2.2
4.6
RCR
77
Besucher von
unterstützten
kulturellen und
touristischen
Stätten
Anzahl der
Touristen
während des
Jahres
0
2021
320 000 Über-
wachungs-
system
der VB
2.2
4.6
RCR
79
Von
Organisationen
aufgegriffene
gemeinsame
Strategien und
Aktionspläne
Anzahl der
Strategien /
Aktionspläne
0
2021
25 Über-
wachungs-
system
der VB

57
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.2.11.
Die wichtigsten Zielgruppen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iv
Zielgruppen (Empfänger der Maßnahmen):
Tourismusbranche,
Einwohner,
Besucher des Fördergebiets.
2.2.12. Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iv
Nicht zutreffend
2.2.13. Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer v
Der Einsatz von Finanzinstrumenten ist nicht vorgesehen.
2.2.14. Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer vi, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer v

58
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Tabelle 4: Dimension 1 – Interventionsbereich
Priori-
tät Nr.
Fonds
Spezifisches
Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.2
EFRE
4.6
165
Schutz, Entwicklung und Förderung
öffentlicher touristischer Ressourcen und
Dienstleistungen
9 881 747,50
2.2
EFRE
4.6
166
Schutz, Entwicklung und Förderung des
kulturellen Erbes und von kulturellen
Angeboten
5 805 152
2.2
EFRE
4.6
167
Schutz, Entwicklung und Förderung von
Naturerbe und Ökotourismus außer in
Natura-2000-Gebieten
6 174 843
Tabelle 5: Dimension 2 – Finanzierungsform
Priorität Nr.
Fonds Spezifisches Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.2
EFRE
4.6
01
Zuschuss
21 861 742,50
Tabelle 6: Dimension 3 – Territoriale Umsetzungsmechanismen und territoriale Ausrichtung
Priorität Nr.
Fonds Spezifisches Ziel
Code
Betrag (EUR)
2.2
EFRE
4.6
33
Keine territoriale
Ausrichtung
21 861 742,50

59
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2.3. Priorität 3 - Ein dialogorientierter Grenzraum – Kooperationen von
Einwohnern und Institutionen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe d
2.3.1. Spezifisches Ziel: Weitere Maßnahmen zur Unterstützung von „Bessere
Governance in Bezug auf die Zusammenarbeit“
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e
2.3.2. Entsprechende Maßnahmenarten und deren erwarteter Beitrag zu diesen
spezifischen Zielen sowie zu den makroregionalen Strategien und
Meeresbeckenstrategien, falls zutreffend
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer i, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer ii
Beispiele der Maßnahmentypen:
1. Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsinstitutionen, um den Einwohnern des
Fördergebietes den Zugang zu Gesundheitsschutz zu erleichtern und die Arbeit der
Rettungsdienste auf beiden Seiten der Grenze zu erleichtern;
2. Maßnahmen zur Intensivierung der grenzübergreifenden wirtschaftlichen Kooperationen
im Fördergebiet sowie die Erarbeitung und Umsetzung gemeinsamer digitaler Lösungen, die
auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen im Fördergebiet abzielen,
z. B. Aktivitäten wirtschaftsnaher Organisationen, die über die Bedingungen und Regeln für
die Führung eines Unternehmens informieren, Plattformen zu Kooperationsangeboten in
konkreten Bereichen;
3. Zusammenarbeit zur grenzüberschreitenden Fachkräfteentwicklung inklusive des Abbaus
von administrativen, rechtlichen, sozialen und Mobilitätshindernissen für Beschäftigte auf
dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, z. B. Identifizierung von Fachkräftebedarfen und
Mobilitätshindernissen, gemeinsamer Lösungsansätze, Erarbeitung gemeinsamer Analysen,
Entwicklungsstrategien, Handlungsansätze;

60
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
4. Zusammenarbeit zwischen Institutionen, die den öffentlichen Verkehr im Fördergebiet
verwalten und betreiben, die auf die Entwicklung dieses grenzübergreifenden öffentlichen
Verkehrs sowie dessen gemeinsame Vermarktung abzielen sowie institutionelle
Koordinierung alternativer Formen des grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehrs unter
Berücksichtigung des Fahrradverkehrs, Bike&Ride sowie Busse auf Abruf;
5. Zusammenarbeit zur Bewältigung grenzübergreifender Umweltprobleme und
Verringerung der negativen Folgen des Klimawandels; Erarbeitung gemeinsamer Analysen,
Strategien, und Initiativen zum Austausch bewährter Verfahren, der Informationsaktivitäten
sowie Förderung gemeinsamer Pilotlösungen sowie zur Vermittlung umweltfreundlichen
Verhaltensweisen;
6. Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von Analysen, Strategien und Pilotlösungen sowie
zum Wissensaustausch zum Schutz des gemeinsamen natürlichen und natürlichen Erbes und
Kultur des Fördergebiets sowie zur Entwicklung gemeinsamer kultureller Angebote;
7. Zusammenarbeit zu grenzübergreifenden Aspekten der
Raumordnung/Regionalentwicklung, z. B. Erarbeitung gemeinsamer Entwicklungsstrategien,
Analysen, Studien und Lösungsansätzen, die beide Seiten des Fördergebiets betreffen;
8. Gemeinsame Aktivitäten im Fördergebiet zum Aufbau der Zusammenarbeit und des
Vertrauens;
9. Maßnahmen zur Verbreitung nachbarschaftlicher Landeskunde, einschließlich
Maßnahmen, die die Integration lokaler Gemeinschaften unterstützen, sowie die
Verbesserung der Kompetenzen in der Nachbarsprache und den Erwerb der Nachbarsprache
für alle Altersgruppen im Fördergebiet;
10. Zusammenarbeit zur Überwindung bestehender Barrieren, darunter der Sprachbarriere
und zur Stärkung der Mehrsprachigkeit in der Öffentlichkeit
11. Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit,
12. Kooperationen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, der
Nichtdiskriminierung und der Chancengleichheit.

61
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Die oben genannten Maßnahmen können sowohl im Rahmen regulärer Projekte als auch
Projekte mit geringem finanziellen Umfang im Rahmen des Kleinprojektefonds durchgeführt
werden.
Begründung
Die grenzübergreifende Zusammenarbeit ist essenziell für eine effektive und effiziente
Umsetzung aller Prioritäten des Programms. Deshalb werden im Rahmen dieses spezifischen
Ziels die Voraussetzungen für eine angemessene Zusammenarbeit in den vom Programm
direkt beeinflussbaren Bereichen sowie in den Bereichen geschaffen, in denen die
Programmaktivitäten nur eine unterstützende Rolle einnehmen können.
Die geplanten Maßnahmen dienen der Unterstützung und Vertiefung der
grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen, öffentlichen
Institutionen, Organisationen und Bürgern im Fördergebiet, um gemeinsame
grenzübergreifende Probleme der Daseinsvorsorge zu lösen und gegenseitiges Vertrauen
aufzubauen, insbesondere in den Bereichen Gesundheitsschutz, Verwaltung, Wirtschaft,
Umwelt, Kulturerbe, Raumordnung/Regionalentwicklung, Arbeitsmarkt, Polizei, Justiz und
grenzübergreifende Mobilität. Auch die Umsetzung von Pilotlösungen soll in diesem
spezifischen Ziel möglich sein.
Die Vorhaben sollen die Zusammenarbeit zwischen Akteuren und Bürgern u.a. im Bereich
kultureller, sozialer und zivilgesellschaftlicher Aktivitäten intensivieren und den Aufbau
gegenseitigen Vertrauens sowie die Überwindung negativer Haltungen und Stereotypen
unter den Einwohnern im Fördergebiet begünstigen. Ein Ergebnis der Projekte soll außerdem
die Verbesserung des gesellschaftlichen Bewusstseins für den Umgang mit der Umwelt sein.
Für das Programm INTERACT und ESPON:
Bezug: Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer i
Festlegung eines einzelnen Begünstigten oder eine begrenzte Liste von Begünstigten sowie
das Zuschussverfahren

62
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2.3.3.
Indikatoren
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer ii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iii
Tabelle 2: Outputindikatoren
Priori-
tät
Spezifis-
ches Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Etappenziel
(2024)
Endgültige
Zielsetzung
(2029)
3
Interreg
(f)
RCO
81
Teilnahmen an
grenzübergreifenden
gemeinsamen
Maßnahmen
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
16 000
83 000
3
Interreg
(f)
RCO
83
Gemeinsam
entwickelte
Strategien und
Aktionspläne
Anzahl der
Strategien /
Aktionspläne
1
7
3
Interreg
(f)
RCO
115
Gemeinsam
veranstaltete
grenzübergreifende
öffentliche
Veranstaltungen
Anzahl der
Ereignisse
360
1 800
3
Interreg
(f)
RCO
116
Gemeinsam
entwickelte Lösungen
Anzahl der
entwickelten
Lösungen
1
7
3
Interreg
(f)
RCO
117
Lösungen für
grenzübergreifende
rechtliche oder
administrative
Hindernisse
Anzahl der
entwickelten
Lösungen
1
7

63
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Tabelle 3: Ergebnisindikatoren
Priori-
tät
Spezifis
-ches
Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Aus-
gang-
swert
Bezugs-
jahr
Endgül-
tige
Zielset-
zung
(2029)
Daten-
quellen
Be-
merkun-
gen
3
Interreg
(f)
RCR
79
Von
Organisationen
aufgegriffene
gemeinsame
Strategien und
Aktionspläne
Anzahl der
Strategien /
Aktionspläne
0
2021
7 Über-
wachungs-
system
der VB
3
Interreg
(f)
RCR
82
Verringerte
oder behobene
rechtliche oder
administrative
grenz-
übergreifende
Hindernisse
Anzahl der
beseitigten
Hindernisse
0
2021
6 Über-
wachungs-
system
der VB
3
Interreg
(f)
RCR
85
Teilnehmer an
grenz-
übergreifenden
gemeinsamen
Maßnahmen
nach
Projektabschluss
Anzahl der
Personen /
Teilnehmer
0
2021
66 000 Über-
wachungs
-system
der VB
3
Interreg
(f)
RCR
104
von
Organisationen
Anzahl der
implementiert
0
2021
4 Über-
wachung

64
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Priori-
tät
Spezifis
-ches
Ziel
ID
Indikator
Maßeinheit
Aus-
gang-
swert
Bezugs-
jahr
Endgül-
tige
Zielset-
zung
(2029)
Daten-
quellen
Be-
merkun-
gen
aufgegriffene
bzw. ausgebaute
Lösungen
en oder
angewendete
n Lösungen
s-system
der VB
2.3.4. Die wichtigsten Zielgruppen
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iii, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer iv
Zielgruppen (Empfänger der Maßnahmen):
Gebietskörperschaften,
Öffentliche, staatliche und kommunale Einrichtungen,
im Fördergebiet tätige Einrichtungen,
Einwohner,
Besucher, die das Fördergebiet besuchen.
2.3.5. Angabe der gezielt zu unterstützenden Gebiete, einschließlich geplante Nutzung
integrierter territorialer Investitionen, von der örtlichen Bevölkerung betriebener lokaler
Entwicklung und anderer territorialer Instrumente
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer iv
Nicht zutreffend

65
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2.3.6.
Geplante Nutzung von Finanzinstrumenten
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer v
Der Einsatz von Finanzinstrumenten ist nicht vorgesehen.
2.3.7. Indikative Aufschlüsselung der EU-Programmmittel nach Art der intervention
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe e Ziffer vi, Artikel 17 Absatz 9 Buchstabe c Ziffer v
Tabelle 4: Dimension 1 – Interventionsbereich
Priori-
tät Nr.
Fonds
Spezifisches
Ziel
Code
Betrag (EUR)
3
EFRE
Interreg (f)
173
Verbesserung der institutionellen
Kapazitäten von Behörden und
Interessenträgern für die Umsetzung von
Projekten und Initiativen im Bereich der
territorialen Zusammenarbeit in einem
grenzübergreifenden, transnationalen,
maritimen und interregionalen Kontext
11 211 150
Tabelle 5: Dimension 2 – Finanzierungsform
Priorität Nr.
Fund
Code
Amount (EUR)
3
EFRE
Interreg (f)
01
Zuschuss
11 211 150
Tabelle 6: Dimension 3 – Territoriale Umsetzungsmechanismen und territoriale Ausrichtung
Priorität Nr.
Fund
Code
Amount (EUR)
3
EFRE
Interreg (f)
33
Keine territoriale
Ausrichtung
11 211 150

66
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
3. Finanzierungsplan
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe f
3.1. Mittelausstattung nach Jahr
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe g Ziffer i, Artikel 17 Absatz 4 Buchstaben a bis d
Tabelle 7
Fonds
2021
2022
2023
2024
2025
2026
2027
Gesamt
EFRE
(Ziel „Territoriale
Zusammenarbeit”)
Gesamt

67
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
3.2. Mittelausstattung insgesamt aufgeschlüsselt nach Fonds und nationaler Kofinanzierung
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe f Ziffer iii, Artikel 17 Absatz 4 Buchstaben a bis d
Tabelle 8
Politis-
ches
Ziel Nr.
Priorität Fonds
(je nach
Einzelfa
ll)
Berechnung
s-grundlage
Unionsunter
stüt-zung
(förderfähig
e
Gesamtkost
en oder
öffentlicher
Beitrag
Unionsbei-
trag
(a)=(a1)+(a2)
Indikative
Aufschlüsselung des
Unionsbeitrags
nationaler
Beitrag
(b)=(c)+(d)
Indikative
Aufschlüsselung des
nationalen Beitrags
Gesamt
(e)=(a)+(b)
Kofin
an-
zierun
gs-
satz
(f)=(a)
/(e)
Beitr
äge
von
den
Drittl
ände
rn
(zu
Infor
ma-
tions
z-
weck
en)
ohne
technische
Hilfe gemäß
Artikel 27
Absatz 1
(a1)
für
technische
Hilfe
gemäß
Artikel 27
Absatz 1
(a2)
Nationa-ler
öffentli-
cher Beitrag
(c)
Natio-nale
private
Mittel (d)
2
Priorität
1
ERDF
Gesamt
12 657 750
11 829 673
828 077
3 164 438
2 847 994
316 444
15 822 188
80%
0

68
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
4
Priorität
2
ERDF
Gesamt
35 562 250
33 235 748
2 326 502
8 890 563
7 779 243
1 111 320
44 452 813
80%
0
Interreg
Priorität
3
ERDF
Gesamt
12 055 000
11 266 355
788 645
3 013 750
2 456 206
557 544
15 068 750
80%
0
Gesamt ERDF
60 275 000
56 331 776
3 943 224
15 068 751
13 083 443
1 985 308
75 343 751
80%
0

69
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
4. Maßnahme zur Einbindung der relevanten Programmpartner in
die Ausarbeitung des Interreg-Programms und die Rolle dieser
Programmpartner bei der Durchführung, Begleitung und
Bewertung
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe g
I. Partnerschaft bei der Vorbereitung des Programms
1) Bestimmung der Partner
Die Partner wurden gemäß dem Europäischen Verhaltenskodex für Partnerschaften (dem
Partnerschaftskodex) bestimmt. Der Prozess wurde durch die Verwaltungsbehörde (VB) und
das Gemeinsame Sekretariat in enger Zusammenarbeit mit der Nationalen Behörde (NB)
koordiniert.
Der Prozess begann mit der Analyse zur Identifizierung:
der Bedürfnisse bezüglich der Partnerschaftsebenen,
der Bereiche, für die Fachwissen benötigt wird,
der Verteilung dieser Bereiche zwischen den Mitgliedstaaten.
Um die Einbeziehung einer Vielzahl relevanter Partner und deren notwendiges Fachwissen
zu gewährleisten, haben die Mitgliedstaaten die Partnerschaft auf folgenden Ebenen
vereinbart:
a)
zuständige regionale, örtliche und städtische Behörden und andere öffentliche
Institutionen
auf der Programmebene:
die Verwaltungsbehörde
die Nationale Behörde

70
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
auf der regionalen Ebene:
das Marschallamt der Woiwodschaft Dolnośląskie (Niederschlesien)
das Marschallamt der Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land)
der Vertreter der Interministeriellen Arbeitsgruppe der sächsischen Fachministerien
auf der lokalen Ebene:
der Vertreter der sächsischen Landkreise
die Euroregion Neisse e.V.
die Euroregion Nysa.
Die Partner kennen das Fördergebiet des Programms. Unter ihnen gibt es auch
Organisationen, die ihren Sitz im Fördergebiet haben. Sie liefern wichtigen Input für die
Entwicklung dieses Teils des polnisch-deutschen Grenzraums und verfügen über
entsprechende Entscheidungsbefugnisse.
b)
Wirtschafts- und Sozialpartner
Wirtschaftspartner
Industrie- und Handelskammer Dresden
Business Centre Club
Sozialpartner
Unabhängige Selbstverwaltete Gewerkschaft „Solidarität“, Bezirk Jelenia Góra
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Sachsen
c)
Vertreter der Zivilgesellschaft, z. B. die Partner aus den Bereichen Umweltbelange,
Nichtregierungsorganisationen sowie Behörden, die für Förderung sozialer
Eingliederung, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung zuständig sind
Organisationen für Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung:
Stiftung „Merkury“
Landesfrauenrat Sachsen e.V.
Organisationen für Umweltschutz/nachhaltige Entwicklung:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

71
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Stiftung für Öko-Entwicklung FER.
In Polen wurden die Wirtschafts- und Sozialpartner durch repräsentative Organisationen
gewählt, unter anderem die Wirtschafts- und Handwerkskammern, die Unternehmer-,
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie die Gewerkschaften.
Die polnischen Mitglieder, die die Zivilgesellschaft vertreten, wurden durch den Rat für
gemeinnützige Tätigkeit, das Meinungsfindungs- und Beratungsgremium, das unter anderem
Nichtregierungsorganisationen zusammenbringt, gewählt. Die VB gab dem Rat die Bereiche
bekannt, für die sie Fachleute benötigte, wobei der Rat die Auswahl der Mitglieder nach
seinen internen Regeln und Verfahren traf.
In Sachsen wurden die Wirtschafts- und Sozialpartner und die Vertreter der Zivilgesellschaft
durch die NB in einem eigenen Verfahren ermittelt. Dafür wurden mehrere Stellen, die
bereits in der Vergangenheit im Bereich der grenzübergreifenden Zusammenarbeit engagiert
waren, angeschrieben und um Mitwirkung bei der Erarbeitung des künftigen Programms
gebeten.
Zahlreichen Nichtregierungsorganisationen und Spitzenverbänden aus der Zivilgesellschaft
(die eine größere Gruppe von Einheiten desselben Themenbereichs zusammenbringen)
wurde nach dem Sprecherprinzip (d. h. indem eine Organisation als Vertreter vieler
Organisationen handelt) angeboten, an der Programmierung mitzuwirken. Damit konnten
sich die interessierten Stellen zunächst untereinander abstimmen, wer ihre Angelegenheiten
bei der Vorbereitung des Programms repräsentieren und in der Arbeitsgruppe als
Multiplikator vertreten sein wird. Durch das Sprecherprinzip ist somit indirekt ein viel
größeres und breiteres Spektrum an Partnern in die Vorbereitung des Programms
eingebunden.

72
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
2)
Mitwirkung der Partner bei der Vorbereitung des Programms
Im Oktober 2019 wurde eine polnisch-deutsche Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des
Programms Polen − Sachsen 2021-2027 (Arbeitsgruppe) gegründet, die bei der Erarbeitung
des Programms mitwirkte.
Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind Vertreter der unter Ziffer 1) genannten Institutionen,
die nach transparenten Regeln ausgewählt wurden. Die Mitglieder waren aktiv an der
Vorbereitung des Programms beteiligt und unterstützten die Programminstitutionen mit
ihrem jeweiligen Fachwissen und ihren Erfahrungen.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe nahmen an den folgenden Vorbereitungsarbeiten für das
Programm teil:
sie füllten einen Fragebogen zur thematischen Ausrichtung des künftigen Programms
aus;
sie nahmen an einem Workshop zu den einzelnen Schritten der Interventionslogik teil;
sie übermittelten Anmerkungen zur sozioökonomischen Analyse und der SWOT-
Analyse des Fördergebiets;
sie wirkten in Workshops aktiv bei der Erstellung thematischer Problem- und
Zielbäume für die Ausgestaltung der Interventionslogik mit;
sie übermittelten Anmerkungen zur Interventionslogik des Programms und
bestätigten diese;
sie übermittelten ihre Anmerkungen zu einzelnen Kapiteln des Programmdokuments;
sie wirkten bei der Strategischen Umweltprüfung mit;
sie bestätigten den vorläufigen und endgültigen Entwurf des Programmdokuments.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe folgten den vereinbarten Arbeitsregeln, d. h.:
Die Entscheidungen wurden nach dem Konsensprinzip getroffen. Jedes Mitglied hatte
das gleiche Recht, sich zu äußern und seine Stellungnahme während der Treffen oder
schriftlich abzugeben.

73
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Den Mitgliedern wurden in jeder Phase der Programmvorbereitung entsprechende
Materialien zur Konsultation übermittelt, d. h. von der sozioökonomischen Analyse
bis hin zu einzelnen Kapiteln des Programmdokuments sowie dem Gesamtentwurf
des Programms. Die Mitglieder hatten grundsätzlich drei Wochen Zeit für die
Übermittlung ihrer Stellungnahmen an die VB. Die im Rahmen der Konsultationen
eingereichten Anmerkungen der Mitglieder wurden von der VB tabellarisch und
zweisprachig aufbereitet und anschließend mit entsprechenden Hinweisen zu deren
Berücksichtigung zur Verfügung gestellt.
Ein wichtiger Kommunikationskanal war eine speziell für die Arbeitsgruppe
eingerichtete benutzerfreundliche, in Polnisch und Deutsch zugängliche Plattform
(Mitgliederzone) auf der Internetseite des Programms. In einem geschützten und
jederzeit zugänglichen Bereich der Website wurden alle Arbeitsmaterialien und
Arbeitsstände in beiden Sprachen für die Mitglieder der Arbeitsgruppe fristgerecht
veröffentlicht. Darüber hinaus wurde über E-Mails kommuniziert und per E-Mail über
die Veröffentlichung neuer Materialien auf der Plattform, kommende Treffen und
laufende Konsultationen benachrichtigt.
In allen Phasen der Programmvorbereitung wurde das Prinzip der Zweisprachigkeit
eingehalten. Die Treffen der Arbeitsgruppe wurden ins Polnische und Deutsche
gedolmetscht. Alle Sitzungsunterlagen wurden den Mitgliedern zweisprachig zur
Verfügung gestellt. Auf Grund der COVID-19-Restriktionen fanden die meisten
Treffen der Arbeitsgruppe als Videokonferenzen statt.
Für die Kostenerstattung der Teilnahme der Vertreter der Wirtschafts- und Sozialpartner und
der Zivilgesellschaft an den Sitzungen der Arbeitsgruppe (sofern sie nicht online stattfanden)
wurden Finanzmittel der Technischen Hilfe des Kooperationsprogramms 2014-2020 genutzt.
3) Öffentliche Konsultationen
Die öffentlichen Konsultationen des Programmentwurfs und des Umweltberichts im Rahmen
der Strategischen Umweltprüfung dauerten zwei Monate (vom ... bis zum ... 2021) und
wurden gemäß den nationalen Rechtsvorschriften durchgeführt.

74
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Während der öffentlichen Konsultationen wurden der durch die Arbeitsgruppe freigegebene
Entwurf des Programmdokuments und der Umweltbericht im Rahmen der Strategischen
Umweltprüfung auf der gesonderten Internetseite ... in beiden Sprachen veröffentlicht.
Sowohl Institutionen als auch interessierte Privatpersonen hatten die Möglichkeit, sich zum
Programmentwurf und den möglichen Umweltauswirkungen des Programms zu äußern
(mittels eines Fragebogens auf der Internetseite und während einer Konferenz am … 2021).
Die Ergebnisse der Konsultationen wurden während des Treffens der Arbeitsgruppe am ...
besprochen.
Die während der öffentlichen Konsultationen eingereichten Stellungnahmen wurden
analysiert und berücksichtigt, bevor der endgültige Entwurf des Programmdokuments durch
die Arbeitsgruppe in ... 2021 endgültig freigegeben wurde.
II. Mitwirkung der Partner bei der Umsetzung, Überwachung und Evaluierung
des Programms
Die Partner, die öffentliche Behörden und Institutionen vertreten, die Wirtschafts- und
Sozialpartner und die Vertreter der Zivilgesellschaft werden bei der Umsetzung,
Überwachung und Evaluierung des Programms aktiv mitwirken. Der zukünftige
Begleitausschuss des Programms, der diese Aufgaben wahrnimmt, wird aus polnischen und
deutschen Mitgliedern bestehen, die nach den Regeln des Partnerschaftskodex ausgewählt
werden. Jedes Mitglied des Begleitausschusses hat ein Stimmrecht zur Erfüllung der
Aufgaben entsprechend Art. 30 Verordnung (EU) 2021/1059 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 24. Juni 2021 über besondere Bestimmungen für das aus dem
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus Finanzierungsinstrumenten für das
auswärtige Handeln unterstützte Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ (Interreg).
Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass ein angemessener Teil der Technischen Hilfe zur
Stärkung der institutionellen Kapazitäten relevanter Partner bei der Programmumsetzung

75
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
genutzt werden kann − durch Schulungen und die Erstagung der Teilnahmekosten an Vor-
Ort-Treffen für die Wirtschafts- und Sozialpartner und die Vertreter der Zivilgesellschaft.
5. Ansatz für Kommunikations- und Sichtbarkeitsmaßnahmen in
Bezug auf das Interreg-Programm (Ziele, Zielgruppen,
Kommunikationswege, einschließlich Öffentlichkeitsarbeit über
die sozialen Medien, falls zutreffend, des geplanten Budgets und
der relevanten Indikatoren für Begleitung und Evaluierung)
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe h
Dieses Kapitel soll den Ansatz für die geplanten Informations- und
Kommunikationsmaßnahmen im Programm darstellen. Die Ausgestaltung dieser
Maßnahmen und die Vorgehensweise bei der Umsetzung werden in einer
Kommunikationsstrategie konkretisiert.
Kommuniktionsziele
Hauptziel:
Unterstützung der Umsetzung der Programmziele durch Informations- und
Kommunikationsmaßnahmen bei der Umsetzung nützlicher Veränderungen im polnisch-
sächsischen Grenzraum dank der wirksamen Verwendung der Programmmittel sowie
öffentlichkeitswirksame Darstellung der Aktivitäten.
Spezifische Ziele:
Informationsvermittlung an potenzielle Begünstigte über Möglichkeiten zur
Förderung grenzübergreifender Projekte und Ermutigung zur Beantragung der
Fördermittel,

76
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Unterstützung der Begünstigten bei der Durchführung von Projekten in jeder Phase
der Projektumsetzung, einschließlich Hilfestellung bei der Umsetzung von
Informations- und Kommunikationsmaßnahmen,
Information der Öffentlichkeit über die Aktivitäten und Auswirkungen der
Programmdurchführung und die daraus resultierenden Vorteile.
Zielgruppen
potenzielle Begünstigte
Begünstigte
breite Öffentlichkeit, insbesondere die Bevölkerung des Fördergebiets
Interessensträger wie z.B. Wirtschafts- und Sozialpartner, NGOs
Programmverwaltende Stellen sowie die Mitglieder des Begleitausschusses
Institutionen der Europäischen Union.
Kommunikationskanäle
Im Programm werden in Bezug auf alle Zielgruppen folgende Kommunikationskanäle
genutzt:
die Programmwebsite
www.plsn.eu
und die Internetseiten von Institutionen, die an
der Umsetzung des Programms sowie ggf. in den beiden Mitgliedstaaten EU-Fonds
beteiligt sind;
soziale Medien,
traditionelle lokale und regionale Medien,
Informations- und Fachveranstaltungen,
Publikationen (digital und Print) und Werbematerialien,
das Netzwerk von Informationsstellen der EU-Fonds und EuropeDirect.
Eine wichtige Rolle in der Kommunikation spielen soziale Medien, die folgende Ziele erfüllen
sollen:
Steigerung der Anzahl der Personen, die Programmaktivitäten verfolgen,
Initiieren und Entwicklung von Interaktionen mit Nutzern sozialer Medien,
größerer Wirkungskreis der veröffentlichten Beiträge.
In der Kommunikation mit den Begünstigten und potentiellen Begünstigten werden zudem
folgende Instrumente genutzt:

77
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Webinare/Tutorials mit Schulungsinhalten, ggf. Schulungen und Workshops (auch
online),
direkte Beratungsgespräche sowie Telefon- und Online-Beratungen,
Internetanwendungen (elektronische Antragstellung, Abrechnung der Projekte,
Online-Kommunikationsportal usw.).
Zur Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit werden die Kommunikationspotenziale der
Begünstigten durch folgende Aktivitäten unterstützt und genutzt:
Aufbauen und Aufrechterhaltung des regelmäßigen Kontakts zu Begünstigten,
Einbeziehung der Begünstigten in die Öffentlichkeitsarbeit als Botschafter für das
Programm und die Marke Interreg sowie in die unterschiedlichen Aktivitäten, die
durch an der Programmumsetzung beteiligte Stellen, weitere an der Umsetzung der
EU-Fonds beteiligte Stellen und von Interact organisiert und unterstützt werden.
Die eigenen Informations- und Kommunikationsaktivitäten, die Begünstigte im Rahmen ihrer
Projekte selbst durchführen, werden auch über die Kommunikationskanäle des Programms
unterstützt.
Informations- und Kommunikationsmaßnahmen werden in deutscher und polnischer
Sprache durchgeführt. Die Informationen werden in der jeweiligen Sprache
adressatengerecht aufbereitet.
Indikatoren
Die Erreichung der spezifischen Ziele und die Effektivität und Wirksamkeit der Informations-
und Kommunikationsmaßnahmen werden regelmäßig überwacht und bewertet. Die
Ergebnisindikatoren messen die Erreichung der spezifischen Ziele der Informations- und
Kommunikationsmaßnahmen.
Erwartete Ergebnisse
Indikatoren
Stärkeres Interesse bei potentiellen
Begünstigten, die Förderung aus dem
Programm beantragen wollen
Anzahl der Abrufe der
Webinare/Tutorials für potenzielle
Begünstigte
Anzahl der Teilnehmer an Schulungen

78
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Erwartete Ergebnisse
Indikatoren
für potenzielle Begünstigte
Anzahl der Beratungsgespräche mit
potenziellen Begünstigten
Anzahl der Besuche auf der
Internetseite während des Calls
Verhältnis der Anzahl positiv
bewerteter Förderanträge zur Anzahl
aller Förderanträge des Calls
Steigerung des Bekanntheitsgrads des
Programms durch Aktivitäten der
Begünstigten
Anzahl der Veranstaltungen, die von
Begünstigten organisiert werden
Anzahl der Teilnehmer an
Veranstaltungen der Begünstigten
Stärkung des Bewusstseins der Bevölkerung
für die Vorteile der Umsetzung des
Programms
Anzahl der Benutzer, die Beiträge
zum Programm und den Projekten
gesehen haben
Anzahl der Besuche auf der
Programmwebsite
Anzahl der Teilnehmer an
Informations- und
Kommunikationsaktivitäten
Indikative Mittelausstattung
Die indikative Mittelausstattung für die Durchführung der geplanten Informations- und
Kommunikationsmaßnahmen beträgt XXX EUR, die aus den Mitteln der Technischen Hilfe
des Programms mitfinanziert werden. Dies entspricht 0,25% - 1% der Programmmittel.

79
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
6. Angabe der Unterstützung für Kleinprojekte, einschließlich
Kleinprojekten im Rahmen von Kleinprojektefonds
Bezug: Artikel 17 Absatz 3 Buchstabe i, Artikel 24
Im Rahmen des Programms werden Kleinprojekte gefördert, deren Budgets unter denen der
regulären Projekte liegen, wobei vor allem persönliche Kontakte im Fördergebiet unterstützt
werden. Im Rahmen eines Kleinprojektefonds (KPF), der in der Priorität 3 des Programms
verankert ist, sollen Ziele realisiert werden, die den lokalen Bedürfnissen entsprechen. Die
Begünstigten des KPF sorgen für gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Beratung der
Projektanträge und Bewertung der Kleinprojekte. Sie stellen ein Auswahlverfahren durch
einen gemeinsamen Ausschuss sicher. Die gemeinsamen Kleinprojekte werden mindestens
teilweise mittels vereinfachter Kostenoptionen abgerechnet.
Projekte, die auf persönlischen Begegnungen beruhen, insbesondere Kleinprojekte, spielen
eine wichtige Rolle für die Vertrauensbildung zwischen Bürgern und Institutionen. Wegen
ihrer direkten Ausrichtung auf die Bedürfnisse lokaler Gemeinschaften tragen sie wesentlich
zur Umsetzung der Programmziele bei. Sie tragen maßgeblich zur Überwindung bestehender
Grenzhindernisse, und zur Identifizierung der Bürger mit dem gemeinsamen Grenzraum bei.
Die Kleinprojekte beziehen zahlreiche Institutionen auf lokaler Ebene, insbesondere
Nichtregierungsorganisationen, und die Zivilgesellschaft direkt in deren Umsetzung ein. Sie
sind auf die folgenden Aktivitäten ausgerichtet:
1. die Beseitigung der Hindernisse in der lokalen Zusammenarbeit. Solche Aktivitäten
haben beispielsweise zum Ziel, die öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern und
sie im Grenzgebiet zugänglich zu machen, die Kenntnisse über den
grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu verbessern, Sprachbarrieren zu überwinden
usw.;
2. die Förderung der europäischen Integration durch Vertrauensbildung auf
grenzüberschreitender und europäischer Ebene. Die Beseitigung von Stereotypen
und Vorurteilen unter anderem durch Unterricht über die Kultur des Nachbarstaates;

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3.
die Aktivierung der Zivilgesellschaft auf grenzüberschreitender Ebene als
wesentlicher Beitrag zum territorialen Zusammenhalt des Gebiets;
4. die Unterstützung bei der Entwicklung größerer Kooperationsprojekte, einschließlich
der regulären Projekte, beispielsweise durch die Verbesserung notwendiger
beruflicher und interkultureller Fähigkeiten der Begünstigten und die Förderung
entsprechender Fähigkeiten und Komptenzen auf lokaler und regionaler Ebene;
5. Maßnahmen im Bereich von Recht und Verwaltung, die zur Überwindung der
Hindernisse in der Zusammenarbeit führen.
7. Durchführungsvorschriften
7.1. Programmbehörden
Bezug: Artikel 17 Absatz 6 Buchstabe a
Tabelle 9
Programm-
behörden
Name der Einrichtung
Name des
Ansprechpartners
E-Mail-Adresse
Verwaltungs-
behörde
Für die
Regionalentwicklung
zustän-diger Minister
Ministerium für Fonds
und Regionalpolitik
Polens
Rafał Baliński
Direktor der
Abteilung für
territoriale
Zusammenarbeit
Rafal.Balinski@mfipr.gov.pl
Nationale
Behörde (für
Programme mit
teilnehmenden
Dritt- oder
Partnerländern,
Sächsisches
Staatsministerium für
Regionalentwicklung
Dr. Roger Mackeldey
Leiter des Referats
24 - EU-Programme
der
grenzübergreifenden
und interregionalen
Roger.Mackeldey@smr.sachsen.de

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Programm-
behörden
Name der Einrichtung
Name des
Ansprechpartners
E-Mail-Adresse
falls zutreffend)
Zusammenarbeit
Abteilung 2 -
Regionalpolitik,
ländliche
Entwicklung und
Innovation
Prüfbehörde
Leiter der
Landesfinanzverwaltung
im polnischen
Finanzministerium
(Republik Polen)
Direktor der
Abteilung für die
Prüfung der
öffentlichen Mittel
im polnischen
Finanzministerium
sekretariat.das@mf.gov.pl
Vertreter der
Prüfergruppe
[noch nicht
entschieden]
[noch nicht
entschieden]
[noch nicht entschieden]
Stelle, an die
die Kommission
Zahlungen
leisten soll
Für die
Regionalentwicklung
zustän-diger Minister
Ministerium für Fonds
und Regionalpolitik
Polens
Rafał Baliński
Direktor der
Abteilung für
territoriale
Zusammenarbeit
Rafal.Balinski@mfipr.gov.pl
7.2. Verfahren zur Einrichtung eines gemeinsamen Sekretariats
Bezug: Artikel 17 Absatz 6 Buchstabe b
Gemäß Art. 46 Abs. 2 der Interreg-Verordnung richtet die Verwaltungsbehörde im
Einvernehmen mit dem Programmpartner - der Nationalen Behörde - ein Gemeinsames
Sekretariat (GS) ein.

82
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Dabei wird die etablierte Struktur der Förderperiode 2014-2020 genutzt. Die Rolle des GS für
die Förderperiode 2021-2027 wird dem GS übertragen, das für das Programm in der
Förderperiode 2014-2020 geschaffen wurde. Das Personal des zweisprachigen GS wurde in
offenen Bewerbungsverfahren ausgewählt. Die Mitarbeiter haben die erforderliche
Erfahrung und beherrschen sowohl die polnische als auch deutsche Sprache.
Das GS ist beim Zentrum für EU-Projekte – einer Einheit, die dem für Regionalentwicklung
zuständigen Minister in Polen untersteht – mit Sitz in Breslau angesiedelt. Der
Aufgabenbereich des GS wird in einem separaten Kompetenzabkommen zwischen dem für
die Regionalentwicklung zuständigen Minister und dem Zentrum für EU-Projekte präzisiert.
Gemäß der Interreg-Verordnung unterstützt das GS die Verwaltungsbehörde und den
Begleitausschuss bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
Es informiert potenzielle Begünstigte über
Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen des Programms und unterstützt Begünstigte bei der
Umsetzung von Projekten. Darüber hinaus gehören zu seinen Aufgaben u.a. die Organisation
des Antragsverfahrens, die Bewertung von Projektanträgen, die Programmüberwachung
sowie die Durchführung von Kommunikationsmaßnahmen.
Das GS wird aus Mitteln der Technischen Hilfe des Programms mitfinanziert.
7.3. Aufteilung der Haftung auf die teilnehmenden Mitgliedstaaten und
gegebenenfalls Dritt- oder Partnerländer oder ÜLG für den Fall, dass die
Verwaltungsbehörde (VB) oder die Kommission Finanzkorrekturen
verhängt
Bezug: Artikel 17 Absatz 6 Buchstabe c
In einem Mitgliedstaat identifizierte Unregelmäβigkeiten
Werden in einem Mitgliedstaat Unregelmäβigkeiten identifiziert, so übernimmt dieser
Mitgliedstaat die finanzielle Haftung.

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In mehr als in einem Mitgliedstaat identifizierte Unregelmäβigkeiten
Wenn in mehr als in einem Mitgliedstaat Unregelmäßigkeiten identifiziert werden, wird die
finanzielle Haftung unter Berücksichtigung der Verursachungsbeiträge zwischen den
Mitgliedstaaten aufgeteilt. Sollte es nicht möglich sein, anhand der Gewichtung einzelner
Verursachungsbeiträge eine präzise finanzielle Aufteilung der Haftung zwischen den
Mitgliedstaaten vorzunehmen, wird diese zwischen den Mitgliedstaaten proportional zu
dem
EFRE-Betrag,
der
den
Begünstigten
in
jedem
Mitgliedstaat
im
jeweiligen
Abrechnungszeitraum der First-/Second-Level-Kontrolle (z.B. im Rechnungsjahr) ausgezahlt
wurde, aufgeteilt.
Unregelmäßigkeiten aufgrund von gemeinsamen Entscheidungen der Mitgliedstaaten
Bei den Unregelmäßigkeiten, die auf die gemeinsamen das Programm betreffenden
Entscheidungen der beiden Mitgliedstaaten zurückzuführen sind, wird die finanzielle
Haftung zwischen den Mitgliedstaaten proportional zu dem EFRE-Betrag, der den
Begünstigten in jedem Mitgliedstaat im Abrechnungszeitraum der First-/Second-Level-
Kontrolle ausgezahlt wurde, aufgeteilt.
Unregelmäßigkeiten aufgrund von Entscheidungen der Programminstitutionen
Bei Unregelmäßigkeiten, welche auf Handlungen und Entscheidungen der VB und/oder des
Gemeinsamen Sekretariats (GS) zurückzuführen sind, trägt derjenige Mitgliedstaat die
Haftung, in welchem die VB und/oder das GS angesiedelt sind.
Sonstige Situationen
Die VB und die Nationale Behörde (NB) sind dafür verantwortlich, eine identifizierte
Unregelmäßigkeit einer der oben genannten Kategorien zuzuordnen.
In Fällen, die den oben genannten Kategorien nicht zugeordnet werden können, entscheiden
die VB und NB gemeinsam über die Aufteilung der Haftung auf die teilnehmenden
Mitgliedstaaten.

84
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8. Verwendung von Kosten je Einheit, Pauschalbeträgen,
Pauschalfinanzierungen und nicht mit Kosten verknüpften
Finanzierungen
Bezug: Artikel 94 und 95 der Verordnung (EU) 2021/1060 (im Folgenden "Dachverordnung")
Tabelle 10
Verwendung von Kosten je Einheit, Pauschalbeträgen, Pauschalfinanzierungen und nicht
mit Kosten verknüpften Finanzierungen
Verwendungszweck gemäß Artikel 94 und 95
JA
NEIN
Ab der Annahme wird im Rahmen des Programms die
Erstattung des Unionsbeitrags basierend auf Kosten je
Einheit, Pauschalbeträgen und Pauschalfinanzierungen
gemäß Artikel 94 der Dachverordnung in Anspruch
genommen (falls ja, Anlage 1 ausfüllen)
Ab der Annahme werden im Rahmen des Programms die
Erstattung des Unionsbeitrags basierend auf nicht mit
Kosten verknüpften Finanzierungen gemäß Artikel 95 der
Dachverordnung in Anspruch genommen (falls ja, Anlage
2 ausfüllen)

image
85
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Karte 1: Fördergebiet des Kooperationsprogramm Interreg Polen-Sachsen 2021-2027

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Anlage 1
Unionsbeitrag basierend auf Kosten je Einheit, Pauschalbeträgen und
Pauschalfinanzierungen Muster für die Einreichung von Daten zur Prüfung durch die
Kommission
(Artikel 94 der Verordnung (EU) 2021/1060 (im Folgenden "Dachverordnung")
Datum der Einreichung des Vorschlags
Diese Anlage ist nicht erforderlich, wenn die mittels delegiertem Rechtsakt nach Artikel 94
Absatz 4 der Dachverordnung festgelegten vereinfachten Kostenoptionen auf Unionsebene
verwendet werden.

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A.
Zusammenfassung der wichtigsten Elemente
Priorität Fonds Spezifisches
Ziel
Geschätzter Anteil
der
Gesamtmittelzuwei-
sung innerhalb der
Priorität, für die die
vereinfachte
Kostenoption
angewandt wird, in
%
e vereinfachte
Kostenoption
angewandt
wird, in %
Art(en) der
abgedeckten
Vorhaben
Erstattung
auslösender
Indikator
Maßeinheit
für den
Erstattung
auslösenden
Indikator
Art der vereinfachten
Kostenoption
(standardisierte
Kosten je Einheit,
Pauschalbeträge oder
Pauschalfinanzierung)
Betrag (in EUR) oder
Prozentsatz (bei
Pauschalfinanzierung)
der vereinfachten
Kostenoption
Code
(
1
)
Beschrei-
bung
Code
(
2
)
Beschrei-
bung
(
1
) Dies bezieht sich auf den Code für den Interventionsbereich in Anhang I Tabelle 1 der Dachverordnung
(
2
) Dies bezieht sich auf den Code für einen gemeinsamen Indikator, soweit anwendbar

88
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B. Einzelheiten aufgeschlüsselt nach Art des Vorhabens (für jede Art von Vorhaben
auszufüllen)
Wurde die Verwaltungsbehörde bei der Festlegung der unten angegebenen vereinfachten
Kosten von einem externen Unternehmen unterstützt?
Falls ja, bitte das externe Unternehmen angeben:
ja/nein – Name des externen Unternehmens
1.1. eschreibung der Art des Vorhabens einschließlich
des Durchführungszeitplans (
1
)
1.2 spezifische(s) Ziel(e)
1.3 Erstattung auslösender Indikator (
2
)
1.4 Maßeinheit für den Erstattung auslösenden Indikator
1.5 Standardisierte Kosten je Einheit, Pauschalbeträge
oder Pauschalfinanzierung
1.6 Betrag pro Maßeinheit oder Prozentsatz (bei
Pauschalfinanzierung) der vereinfachten Kostenoption
1.7 Von Kosten je Einheit, Pauschalbeträgen oder
Pauschalfinanzierung abgedeckte Kostenkategorien
1.8 Decken diese Kostenkategorien alle förderfähigen
Ausgaben für das Vorhaben ab? (j/n)
1.9 Anpassungsmethode(n) (
3
)
1.10 Überprüfung des Erreichens der bereitgestellten
Maßeinheiten
Beschreiben Sie, anhand welcher
Unterlage(n)/Methoden das Erreichen der
bereitgestellten Maßeinheiten überprüft wird.
Beschreiben Sie, was und durch wen während der
Verwaltungsüberprüfungen kontrolliert wird.
Beschreiben Sie, welche Vorkehrungen zur
Erhebung und Speicherung/Aufbewahrung von

89
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entsprechenden Daten/Dokumenten vorgesehen
werden.
1.11 Mögliche Fehlanreize, Maßnahmen zur
Abschwächung (
4
) und geschätzter Risikograd
(hoch/mittel/niedrig)
1.12 Voraussichtlich von der Kommission auf dieser
Grundlage zu erstattender (nationaler und EU-)
Gesamtbetrag
(
1
) Geplantes Anfangsdatum für die Auswahl der Vorhaben und geplantes Enddatum für ihren
Abschluss (vgl. Artikel 63 Absatz 5 der Dachverordnung).
(
2
) Für Vorhaben, die mehrere vereinfachte Kostenoptionen mit verschiedenen
Kostenkategorien, verschiedenen Projekten oder aufeinanderfolgenden Phasen eines
Vorhabens umfassen, müssen die Felder 1.3 bis 1.11 für jeden Erstattung auslösenden
Indikator ausgefüllt werden.
(
3
) Soweit anwendbar, Angabe der Häufigkeit und des Zeitpunkts der Anpassung und ein
eindeutiger Hinweis auf einen bestimmten Indikator (einschließlich eines Links zu der
Internetseite, auf der der Indikator veröffentlicht ist, soweit anwendbar)
(
4
) Gibt es mögliche negative Auswirkungen auf die Qualität des unterstützen Vorhabens und,
wenn ja, welche Maßnahmen (z. B. Qualitätssicherung) werden ergriffen, um das Risiko zu
mindern?
C. Berechnung der standardisierten Kosten je Einheit, Pauschalbeträge oder
Pauschalfinanzierung
1. Datenquelle, anhand derer die standardisierten Kosten je Einheit, die Pauschalbeträge und
die Pauschalfinanzierungen berechnet werden (wer erstellte, erhob und erfasste die Daten,
wo werden die Daten gespeichert, Stichtage, Validierung usw.):
2. Bitte geben Sie an, warum die vorgeschlagene Methode und Berechnung nach Artikel 88
Absatz 2 der Dachverordnung für die Art von Vorhaben geeignet ist:

90
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3. Bitte geben Sie an, wie die Berechnungen erfolgt sind, insbesondere einschließlich
eventueller Annahmen in Bezug auf Qualität oder Quantität. Falls zutreffend, sollten
statistische Belege und Richtwerte herangezogen und gegebenenfalls in einem für die
Kommission nutzbaren Format zur Verfügung gestellt werden:
4. Bitte erläutern Sie, wie Sie sichergestellt haben, dass nur die förderfähigen Ausgaben in die
Berechnung der standardisierten Kosten je Einheit, der Pauschalbeträge und der
Pauschalfinanzierungen eingeflossen sind:
5. Bewertung der Berechnungsmethode sowie der Beträge durch die Prüfbehörde oder
Prüfbehörden und Vorkehrungen zur Gewährleistung der Überprüfung, Qualität, Erhebung
und Speicherung der Daten:

91
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Anlage 2
Unionsbeitrag basierend auf nicht mit Kosten verknüpften Finanzierungen Muster für die
Einreichung von Daten zur Prüfung durch die Kommission
(Artikel 95 der Verordnung (EU) 2021/1060 (im Folgenden „Dachverordnung“
)
Datum der Einreichung des Vorschlags
Diese Anlage ist nicht erforderlich, wenn die mittels delegiertem Rechtsakt nach Artikel 95
Absatz 4 der Dachverordnung festgelegten vereinfachten Kostenoptionen auf Unionsebene
verwendet werden.

92
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
A. Zusammenfassung der wichtigsten Elemente
Priorität Fonds Spezifisches
Ziel
von der
nicht mit
Kosten
verknüpften
Finanzierung
abgedeckter
Betrag
Art(en) der
abgedeckten
Vorhaben
Zu erfüllende
Bedingungen/zu
erzielende
Ergebnisse, die
eine Erstattung
durch die
Kommission
auslösen
Indikator
Maßeinheit für
zu erfüllende
Bedingungen/zu
erzielende
Ergebnisse, die
eine Erstattung
durch die
Kommission
auslösen
Geplante Art der
Erstattungsmethode
um, gegenüber dem
oder den
Begünstigten zu
erstatten
Code
(1)
Beschrei-
bung
Code
(2)
Beschrei-
bung
(
1
) Dies bezieht sich auf den Code für den Interventionsbereich in Anhang I Tabelle 1 der Dachverordnung und Anhang IV der EMAFF-Verordnung
(
2
) Dies bezieht sich auf den Code für einen gemeinsamen Indikator, soweit anwendbar

93
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B. Einzelheiten aufgeschlüsselt nach Art des Vorhabens (für jede Art von Vorhaben auszufüllen
1.1. Beschreibung der Art des Vorhabens
1.2 spezifisches Ziel
1.3 Zu erfüllende Bedingungen oder zu erzielende
Ergebnisse
1.4 Stichtag für die Erfüllung der Bedingungen oder
Erzielung der Ergebnisse
1.5 Maßeinheit für zu erfüllende Bedingungen/zu erzielende
Ergebnisse, die eine Erstattung durch die Kommission
auslösen
1.6 Zwischenleistungen (falls zutreffend), die eine
Erstattung durch die Kommission mit einem Zeitplan für
Erstattungen auslösen
Zwischenleis-
tungen
Geplantes
Datum
Beträge
(in EUR)
1.7 Gesamtbeträge (einschließlich Unions- und nationaler
Mittel)
1.8 Anpassungsmethoden
1.9 Überprüfung des Erreichens des Ergebnisses oder der
Erfüllung der Bedingung (und gegebenenfalls der
Zwischenleistungen)
Beschreiben Sie, anhand welcher
Unterlage(n)/Methoden das Erreichen des
Ergebnisses oder die Erfüllung der Bedingung (und
gegebenenfalls der Zwischenleistungen) überprüft
wird.
Beschreiben Sie, wie Verwaltungsüberprüfungen
(auch vor Ort) vorgenommen werden und von wem.
Beschreiben Sie, welche Vorkehrungen zur Erhebung
und Speicherung/Aufbewahrung von
entsprechenden Daten/Dokumenten vorgesehen
werden

94
Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
1.10 Nutzung von Finanzhilfen in Form einer nicht mit
Kosten verbundenen Finanzierung/ Erfolgt die vom
Mitgliedstaat an die Begünstigten gewährte Finanzhilfe in
Form einer nicht mit Kosten verbundenen Finanzierung?
(j/n)
1.11 Vorkehrungen zur Gewährleistung des Prüfpfads Bitte
listen Sie die für diese Vorkehrungen zuständigen Stelle(n)
auf.

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Das Dokument entspricht den Grundsätzen der Barrierefreiheit
Anlage 3
Auflistung der geplanten Vorhaben von strategischer Bedeutung mit einem Zeitplan — Artikel 17
Absatz 3
Textfeld