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Programmevaluierung
der Prioritätsachse E
Endbericht
Version: 2.0
23. August 2012

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Dokumentinformationen
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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23. August 2012
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Programmevaluierung der Prioritätsachse E des Operationellen Programms des Freistaates Sachsen für
den Europäischen Sozialfonds (ESF) im Ziel Konvergenz in der Förderperiode 2007-2013
Endbericht
Auftraggeber: Verwaltungsbehörde für den Europäischen Sozialfonds - Sächsisches Staatsministeri-
um für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Version:
2.0
Datum:
23. August 2012
Projektnummer:
1108615
Kommentar:
Ansprechpartner:
Maciej Dabrowski
Telefon:
+49 40 22703 5224
Fax:
+49 40 22703 1224
E-Mail:
maciej.dabrowski@steria-mummert.de
Standort:
Steria Mummert Consulting AG
Hans-Henny-Jahnn-Weg 29
22085 Hamburg

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Verzeichnisse
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
4
Management Summary
7
1
Ausgangslage und Zielsetzung
10
2
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der Prioritätsachse E
13
2.1
Bewertungsgrundlagen – Herausforderungen
13
2.1.1
Beschreibung der Herausforderungen
13
2.1.2
Beitrag der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E
15
2.1.3
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
17
2.2
Bewertungsgrundlagen – Strategische und spezifische Ziele
17
2.2.1
Beschreibung der strategischen und spezifischen Ziele
17
2.2.2
Beitrag Vorhabensbereich E.1 + 4: Transnationale Bildung (SMWA, Ref. 24)
22
2.2.3
Beitrag Vorhabensbereich E.3.1: Qualifizierung von Lehrern, Auslandspraktika für
Berufsfachschüler (SMK)
23
2.2.4
Beitrag Vorhabensbereich E.4.1: Transnationale Ausbildung (SMWA, Ref. 24)
24
2.2.5
Beitrag Vorhabensbereich E.5.1: Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen
(SMWK)
25
2.2.6
Schlussfolgerung und Empfehlung
26
3
Umsetzung der Querschnittsziele
29
3.1
Bewertungsgrundlagen
29
3.2
Beitrag der Vorhabensbereiche zu den Querschnittszielen
30
3.2.1
Vorhabensbereich E.1 + 4: Transnationale Bildung (SMWA, Ref. 24)
31
3.2.2
Vorhabensbereich
E.3.1:
Qualifizierung
von Lehrern, Auslandspraktika für
Berufsfachschüler (SMK)
31
3.2.3
Vorhabensbereich E.4.1: Transnationale Ausbildung (SMWA, Ref. 24)
32
3.2.4
Vorhabensbereich E.5.1: Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen (SMWK)
32
3.3
Schlussfolgerung und Empfehlung
33
4
Anhang
35
4.1
Liste der Empfehlungen
35
4.2
Abbildungsverzeichnis
35
4.3
Tabellenverzeichnis
36

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Zusammenfassung
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Zusammenfassung
Der vorliegende Bericht dient der Programmbewertung der Prioritätsachse E – Transnationale Maß-
nahmen. Gemäß der Aufgabenstellung fokussiert sich die Bewertung auf strategische Herausforde-
rungen und Ziele des Operationellen Programms. Hierfür werden die in der Fachevaluierung der Prio-
ritätsachse E gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassend auf die genannten übergreifenden und für
die gesamte Prioritätsachse relevanten Aspekte geprüft.
Beitrag der Vorhaben zur Bewältigung der Herausforderungen des Operationellen Programms
siehe im Einzelnen Kap. 2.1
Im Operationellen Programm für den Europäischen Sozialfonds sind die Schlussfolgerungen aus der
Analyse der Ausgangslage in Herausforderungen des Freistaates Sachsen zusammengefasst. Diese
beschreiben übergreifende Anforderungen, aus denen die Förderstrategie und konkrete Fördermaß-
namen des ESF abgeleitet werden.
Die Prioritätsachse E ist mit ihrer Querschnittsfunktion vor allem auf die Herausforderungen zum Bil-
dungsbereich ausgerichtet. Die Untersuchung der Beiträge der Vorhaben der Prioritätsachse E zu den
Herausforderungen des Operationellen Programms stellen sich zusammenfassend wie folgt dar:
Zur
Herausforderung 1 – Qualifizierte Fachkräfte
– Die sprachliche Qualifizierung von Lehrern
(E.3.1) kann einen kleinen Beitrag zum Ausbau der Leistungsfähigkeit und Innovationstätigkeit der
sächsischen Wirtschaft leisten, indem Lehrer ihre interkulturellen Kompetenzen steigern können.
Zur
Herausforderung 2 – Höhere Forschungsintensität
– Durch die finanzielle Unterstützung
von Studierenden (E.5.1) kann die Zahl der Studierenden an sächsischen Hochschulen und damit
auch die Forschungsintensität gestützt werden.
Zur
Herausforderung 5 – Bildungsbiografien erfolgreich gestalten
– Auslandsaufenthalte für
Berufsfachschüler/innen (E.3.1) sowie Ausbildungsabschnitte im Ausland für Auszubildende (E.4.1)
leisten Beiträge zur Vorbereitung Jugendlicher auf Herausforderungen der Arbeitswelt.
Zur
Herausforderung 6 – Berufliche Erstausbildung
– E.4.1. kann mit einem vergleichsweise
hohen Fördervolumen wesentliche Beiträge zur beruflichen Erstausbildung leisten. Damit können
Jugendlichen auf einen erfolgreichen Eintritt in die Arbeitswelt vorbereitet werden.
Zur
Herausforderung 7 – Stärkung der Hochschulen und des Wissenstransfers
– Die Stipen-
dienförderung in E.5.1. kann einen kleinen Beitrag zur Stärkung des Angebotes von Fachkräften
und Unterstützung von Beschäftigungsoptionen in einer wissensbasierten Gesellschaft leisten.
Zur
Herausforderung 10 – Chancengleichheit von Frauen und Männern
– Durch einen hohen
Frauenanteil in der Förderung von E.4.1. kann das Vorhaben durch die Vermittlung interkultureller
Kompetenzen dazu beitragen, die Frauenerwerbsquote durch eine qualifizierte Ausbildung zu er-
höhen.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Zusammenfassung
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Der Evaluator empfiehlt eine Prüfung, ob vor dem Hintergrund der bestehenden faktischen Abwicklung
einzelner Fördergegenstände des Vorhabens E.4.1 in der Förderung der Prioritätsachse B eine
grundsätzliche Integration transnationaler Maßnahmen in die allgemeine Förderung anderer Priorität-
sachsen möglich ist.
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung des strategischen Ziels der Prioritätsachse E
siehe im Einzelnen Kap. 2.2
In diesem Abschnitt wird anhand der Ergebnisse der Fachevaluierung analysiert, inwiefern die in der
Strategie des Operationellen Programms aufgestellten Ziele im Programmportfolio effektiv und effi-
zient verfolgt werden. Dabei werden lediglich strategische Ziele der Einsatzfelder betrachtet, die für
einzelne Vorhaben der Prioritätsachse E maßgeblich sind.
Maßnahmen Einsatzfeld 1: Berufsbegleitende Qualifizierung; Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Das nicht umgesetzte Vorhaben E.1 + 4 könnte durch die Förderung transnationaler Qualifizierun-
gen in der Land- und Forstwirtschaft potenziell Beiträge zur
Steigerung der Wettbewerbsfähig-
keit von Unternehmen und Beschäftigten
leisten.
Maßnahmen Einsatzfeld 3: Förderung des lebensbegleitenden Lernens und Verbesserung der Be-
rufswahlkompetenz
Im Einsatzfeld 3 wird im Vorhabensbereich E.3.1 durch die Förderung von Sprachkursen für Lehrer
das Ziel der
Stärkung internationaler und interkultureller Öffnung der Schulen
adressiert. Mit-
hilfe der Auslandsaufenthalte von Berufsfachschüler/innen im Vorhabensbereich E.3.1 können
durch die Förderung bei der Vorbereitung auf einen Eintritt in den Arbeitsmarkt nach Abschluss der
Berufsfachschule
individuelle Wirkungen bei Teilnehmenden
erzielt werden.
Maßnahmen Einsatzfeld 4: Förderung der Berufsausbildung für Jugendliche
Das nicht umgesetzte Vorhaben E.1 + 4 könnte durch die Förderung transnationaler Qualifizierun-
gen in der Land- und Forstwirtschaft potenziell Beiträge zur
Steigerung der Wettbewerbsfähig-
keit von Auszubildenden
leisten. Das Vorhaben E.4.1 kann mit dem größten Anteil an der Förde-
rung in der Prioritätsachse E wesentliche Beiträge zur Förderung der Berufsausbildung für Jugend-
liche mithilfe transnationaler Inhalte leisten. Die
Arbeitsmarktchancen von Auszubildenden
steigen
mit dem Erwerb interkultureller Kompetenzen.
Maßnahmen Einsatzfeld 5: Förderung des Humankapitals in Forschung und Innovation sowie der
Netzwerktätigkeit zwischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Technologiezentren und Unter-
nehmen
In einer allgemeinen Betrachtung können Stipendien für Studierende im Vorhaben E.5.1 den Auf-
bau von Humankapital an sächsischen Hochschulen fördern, indem mehr jungen Menschen durch
finanzielle Unterstützung ein Studium ermöglicht wird.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Zusammenfassung
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Umsetzung der Querschnittsziele
siehe im Einzelnen Kap. 3
Ausgehend von den Untersuchungen der Fachevaluierung wurde für jeden thematischen Förder-
schwerpunkt der Beitrag zu den Querschnittszielen Chancengleichheit, Bewältigung des demografi-
schen und wirtschaftlichen Wandels sowie Nachhaltigkeit in den drei Dimensionen ökologisch, öko-
nomisch und sozial untersucht.
Die Evaluierung kommt zum Schluss, dass das Portfolio der Prioritätsachse E im Ergebnis der Förde-
rung vor allem einen sichtbaren Beitrag zum Querschnittsziel der Nachhaltigkeit in der ökonomischen
Dimension sowie der Bewältigung des demografischen und wirtschaftlichen Wandels leistet. Dies ist
vor allem auf den bildungspolitischen Fokus der transnationalen Maßnahmen zurückzuführen. Auf-
grund der verschiedenen branchenspezifischen Ausrichtungen der einzelnen Vorhabensbereiche er-
reicht die Förderung insgesamt eine ausgewogene Teilnahme der Geschlechter an der Förderung. Die
soziale Dimension der Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Förderung im ESF und spiegelt
sich in der Förderung der Prioritätsachse E wider. Ein wesentlicher Beitrag zur ökologischen Dimensi-
on ist nicht zu erkennen. Das gilt insbesondere da der branchenspezifische Vorhabensbereich E.1 + 4
nicht umgesetzt wurde.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Management Summary
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Management Summary
The report at hand serves as the program evaluation of priority axis E – transnational measures. Ac-
cording to the conceptual formulation the evaluation focuses on strategic challenges and objectives of
the operational program. For this purpose the findings of the previous evaluation of priority axis E are
now summarized and cross-checked for aspects relevant to the whole priority axis.
Contribution of the measures towards handling the challenges of the operational program
see ch. 2.1 for details
In the operational program for the European Social Fund results of an analysis of the initial status are
summed up as challenges for the Free State of Saxony. They describe overall requirements from
which the funding strategy and also funding measures of the ESF are derived.
The cross-sectional function of the priority axis E address mainly challenges in the field of education.
To sum up, the analysis of the contributions of priority axis E to the three challenges assigned to this
priority axis turns out as follows:
Challenge 1 - qualified employees
– To a small extent language courses for teachers (E.3.1)
contribute to an improvement of performance and innovation of the Saxon economy by strengthen-
ing intercultural competence of teachers.
Challenge 2 – higher intensity of research
– A financial support of students (E.5.1) can help to
increase the amount of students at Saxon universities and therefore promote higher intensity of re-
search.
Challenge 5 – framing successful educational biographies
The measures E.3.1 and E.4.1
support young people successfully to stay abroad while attending vocational training in order to
prepare them for challenges faced in future on the job market.
Challenge 6 – initial vocational training
– Due to a relatively high funding volume measures in
E.4.1 support initial vocational training significantly. Therefore measures enable younger people to
begin their entry into the job market successfully.
Challenge 7 – strengthening universities and knowledge transfer between scientific institu-
tions and businesses
– To a small extent funding of scholarships in E.5.1 can strengthen the
supply of qualified employees and support employment options in a knowledge based society.
Challenge 10 – equal opportunities for women and men
The measure in E.4.1 supports a
large percentage of women. Through transfer of intercultural competences women improve their at-
tractiveness on the job market.
Measures in E.4.1 are factually managed in the funding of the priority axis B. Therefore the evaluator
advises to explore ways, how transnational measures can be incorporated into the management of
general measures of other priority axis.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Management Summary
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Contributions of the projects to the achievement of strategic objectives in priority axis E
see ch. 2.2 for details
This section of the analysis focuses on the extent to which the goals provided in the operational pro-
gram strategy are effectively and efficiently pursued. Thereby strategic objectives are only subject to
the analysis as far as they are applicable to the strategic outline of single measure in priority axis E.
Measures in operational area 1: In-service training; Increasing Competitiveness
Measures of the funding in E.1+4 could not be successfully implemented. The promotion of training
in fields of agriculture and forestry has potential to contribute to an
increase in competitiveness
of companies and employees
.
Measures in operational area 3: Promotion of lifelong learning and improvement of career choosing
competences
Measures in E.3.1 address the objectives of
strengthening the international and intercultural
openness of schools
with funding of language courses for teachers. Furthermore measures to
support students in vocational schools in going abroad are able to have an
individual impact on
the participants
in order to prepare them for the job market.
Measures in operational area 4: Promotion of vocational training for young people
Measures of the funding in E.1+4 could not be successfully implemented. The promotion of training
in fields of agriculture and forestry has potential to contribute to an
increase in competitiveness
of trainees
. The largest part of the funding in priority axis E accounts to measures in E.4.1 which
contribute to vocational training of young people with transnational content. Acquisition of intercul-
tural skills can
raise chances on the job market
for trainees.
Measures in operational area 5: Promotion of human capital in research and innovation as well as the
network activities between universities and research institutions, technological centres and businesses
Generally speaking scholarships for students which are promoted in E.5.1 can contribute to human
capital development in Saxon universities which enable young people to meet costs associated
with their studies.
Implementation of cross-sectional objectives
see ch. 3 for details
Based on the research of the evaluation, the contributions of every thematic priority to fulfil the cross-
sectional objectives, i.e. equal opportunities, handling the demographic and economic change as well
as sustainability within the three dimensions ecological, economic, and social were analysed.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Management Summary
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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The evaluation concludes that in the result of the funding practice the portfolio of priority axis E con-
tributes particularly to the cross-sectional objective of sustainability in the economic dimension and
handling the demographic and economic change. High contributions to cross-sectional objectives with
economic focus are mainly due to educational goal of transnational measures. Because of sector spe-
cific content of measures in priority axis E the percentage of sexes in funding is balanced. The social
dimension of sustainability is an integral part of the European Social Funds and can be found in the
funding of priority axis E. In result of the funding practice measures in E.1 + 4 could not successfully
be implemented which specifically address ecological training content. Therefore the evaluation sug-
gests an improvement of contributions to cross-sectional objectives of sustainability in the ecological
dimension.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Ausgangslage und Zielsetzung
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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1 Ausgangslage und Zielsetzung
Der vorliegende Bericht dient der Programmbewertung der Prioritätsachse E – Transnationale Maß-
nahmen. Gemäß einer Abstimmung mit der Verwaltungsbehörde und den Fondsbewirtschaftern er-
folgt die Evaluierung der Förderung in der Prioritätsachse E im Rahmen einer gemeinsamen Pro-
gramm- und Fachevaluierung als zusammenfassende Bewertung der In- und Outputs der Programme.
In der Bewertung werden übergreifende und für die gesamte Prioritätsachse relevante Aspekte geprüft.
Insofern soll der Bericht die Steuerung des Gesamtprogramms in der Prioritätsachse E maßgeblich
unterstützen.
Evaluierungsplan
Im Rahmen der zweiten Evaluierungsphase (2010-2012) sind folgende Untersuchungen vorgesehen:
Bericht
Voraussichtliche
Fertigstellung
3. Bewertung des Operationellen Programms
März 2011
Fachevaluierung der Prioritätsachse A
März/April 2011
Programmevaluierung der Prioritätsachse A
Mai 2011
Fachevaluierung der Prioritätsachse B
Oktober 2011
Programmevaluierung der Prioritätsachse B
November 2011
Fachevaluierung der Prioritätsachse C
Mai 2011
Programmevaluierung der Prioritätsachse C
Juli 2012
Fach- und Programmevaluierung der Prioritäts-
achse E
Juli 2012
4. Bewertung des Operationellen Programms
Juli 2012
Tabelle 1: Zeitplan für die Evaluierungen 2010-2012
Die zweite Phase der Evaluierung des Europäischen Sozialfonds wurde mit dem Bericht zur dritten
Bewertung des Operationellen Programms eingeleitet. Der vorliegende Bericht dokumentiert wesentli-
che In- und Outputs der Vorhabensbereiche in der Prioritätsachse E. Wesentliche Grundlage für die
Konzeption der Untersuchung sind die im Evaluierungsplan für die Fach- und Programmevaluierung
aufgeworfenen Untersuchungsfragen. Diese Fragestellungen wurden gemäß einem abgestimmten
Konzept auf wesentliche In- und Outputuntersuchungen fokussiert.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden dem Lenkungsausschuss begleitende Evaluierung (LaBe)
im Juli 2012 vorgelegt.
Datenlage
Die vorliegende Programmevaluierung beruht im Wesentlichen auf vorliegenden Monitoring-Daten der
Sächsischen Aufbaubank (SAB) und allgemeinen Daten der amtlichen Statistik sowie offiziellen Do-
kumenten zu den Vorhabensbereichen. Deren Datengrundlagen stellen sich im Überblick wie folgt dar:
Monitoring-Daten
zum Datenstand 31.03.2012. Auf diesen Datenstand wurde zurückgegriffen, um
eine einheitliche Datenlage zwischen Fach- und Programmevaluierung sicherzustellen. Die Monito-
ring-Daten wurden mangels einer geeigneten Schnittstelle durch Steria Mummert Consulting für die

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Ausgangslage und Zielsetzung
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Auswertung konsolidiert und plausibilisiert. Daher sind Abweichungen gegenüber den vorliegenden
Monitoring-Berichten möglich.
Dokumentenanalysen.
Ausgewertet wurden insbesondere die vorliegenden Förderrichtlinien, Förder-
konzepte sowie Dokumente der Europäischen Kommission und des Freistaats Sachsen zur Förder-
strategie und Grundsatzfragen. Darüber hinaus wurden für einzelne Fragestellungen Verwendungs-
nachweise, Informationen der SAB und Unterlagen von Projektträgern verarbeitet.
Daten der amtlichen Statistik.
Ausgewertet wurden insbesondere Quellen für die Darstellung der
Ausgangslage der einzelnen Vorhabensbereiche (Mikrozensus, Statistik der Bundesagentur für Arbeit,
Landesstatistiken).
Aufgabenstellung und Aufbau des Dokuments
Laut Evaluierungsplan sind folgende Fragestellungen zu beantworten:
Kapitel
Fragestellung
Kapitel 2
Frage 18:
Wie sind Wirkung, Effektivität und Effizienz der Vorhaben der Prioritätsachse E zur Erreichung des Strategischen Ziels
"Erhöhung der Anpassungsfähigkeit des Humankapitals durch transnationale Qualifizierung" zu bewerten?
Kapitel 2
Frage 19:
Wie fällt der Vergleich der Wirksamkeit der Instrumente der Prioritätsachse E zu anderen, ähnlichen Förderinstrumenten
aus?
Kapitel 3
Frage 20:
In welchem Umfang sind in den Förderkonzepten umwelt- und nachhaltigkeitsrelevante (ökologisch, ökonomisch und
sozial), chancengleichheitsrelevante (bezogen auf die Dimension Chancengleichheit von Frauen und Männern) und auf die
Bewältigung des demografischen und wirtschaftlichen Wandel bezogene Lehrinhalte/Unterrichtsbausteine vorhanden? Falls
ja, ist zu evaluieren, ob damit die beabsichtigten Wirkungen erzielt werden und wo ggf. Verbesserungspotentiale bestehen.
Falls nein, ist zu evaluieren, ob die Wahrnehmung der Teilnehmer dies bestätigt und ob entsprechende Lehrinhalte sinnvoll
integriert werden können.
Tabelle 2: Fragestellungen der Untersuchung
Das nachfolgende Kapitel 2 analysiert den Beitrag der Vorhaben der Prioritätsachse E zur Bewälti-
gung der im Operationellen Programm dargestellten
Herausforderungen
sowie der Beiträge zu
stra-
tegischen Zielen im Sinne der Einsatzfelder
des Operationellen Programms. Die Herausforderun-
gen werden in Kapitel 2.1 als übergreifende Anforderungen an die Prioritätsachse E beschrieben, aus
denen die Förderstrategie und mittelbar auch konkrete Fördermaßnamen des ESF abgeleitet werden.
Dabei werden Herausforderungen auf ihre Relevanz für Vorhaben der Prioritätsachse E hin bewertet.
Im Kapitel 2.2 werden Beiträge zu den strategischen Zielen anhand der Bewertungsergebnisse der
Fachevaluierungsfragen
der Vorhabensbereiche E.3.1, E.5.1, E.1 + 4 und E.4.1 bearbeitet. Beiträge
zu strategischen Zielen werden mithilfe von Einsatzfeldern operationalisiert. Von den Einsatzfeldern
werden nur solche dargestellt, die für die Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E gelten. Anschlie-
ßend wird geprüft, inwieweit die durchgeführten Vorhaben einen wirksamen Beitrag zu den gesetzten
strategischen Zielen
leisten. Wesentliche Grundlage hierfür sind, die in der Fachevaluierung gewon-
nenen empirischen Erkenntnisse. In diesem Zusammenhang wird unter dem Stichwort
Effizienz
ana-
lysiert, ob der Mitteleinsatz in Bezug auf den Programmansatz und die Zielerreichung den Grundsät-
zen der Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit genügt. Soweit möglich und notwendig werden
hierfür Vergleiche mit ähnlichen Instrumenten, z. B. in anderen Bundesländern, herangezogen.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Ausgangslage und Zielsetzung
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Im abschließenden Kapitel 3 dokumentiert die Evaluierung die Bewertung der Umsetzung der
Quer-
schnittsziele
des Operationellen Programms. Hierbei fließen die Untersuchungsergebnisse der Fa-
chevaluierung in den einzelnen Vorhabensbereichen ein.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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2 Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
2.1 Bewertungsgrundlagen – Herausforderungen
2.1.1
Beschreibung der Herausforderungen
Im Operationellen Programm für den Europäischen Sozialfonds sind die Schlussfolgerungen aus der
sozioökonomischen Analyse der Ausgangslage und der SWOT-Analyse zu Herausforderungen des
Freistaates Sachsen zusammengefasst. In diesen Herausforderungen sind übergreifende Anforderun-
gen beschrieben, aus denen die Förderstrategie und mittelbar auch konkrete Fördermaßnamen des
ESF abgeleitet werden. Diese stellen sich im Überblick wie folgt dar:
Herausforderungen in Sachsen
Prioritätsachse A
Prioritätsachse B
Prioritätsachse C
Prioritätsachse E
Transnationale Maßnahmen
Anpassungs- und Wettbewerbs-
fähigkeit
Verbesserung des Humankapitals
Beschäftigung und soziale Ein-
gliederung
Herausforderung 1:
Qualifizierte Fachkräfte
Herausforderung 5:
Bildungsbiografien erfolgreich
gestalten
Herausforderung 8:
Integration von
Arbeitslosen
Herausforderung 2:
Höhere Forschungsintensität
Herausforderung 6:
Berufliche Erstausbildung
Herausforderung 9:
Soziale Integration und Zugang zur
Beschäftigung
Herausforderung 3:
Dienstleistungswirtschaft aus-
bauen
Herausforderung 7:
Stärkung der Hochschulen und
des Wissenstransfers
Herausforderung 4:
Wissens- und technologie-
orientierte Gründungen
Herausforderung 10:
Chancengleichheit von Frauen und Männern
Abbildung 1: Herausforderungen des Freistaates Sachsen. Quelle: Operationelles Programm
Die wesentlichen Ausrichtungen und Inhalte der Herausforderungen gestalten sich wie folgt:
Herausforderung 1
Die Herausforderung 1 adressiert
qualifizierte Fachkräfte als den wichtigsten Faktor für den Er-
halt und den Ausbau der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Sachsens
. Es wird davon ausge-
gangen, dass nur mit einer ausreichenden Zahl an gut qualifizierten Fachkräften die Innovationsfähig-
keit der Unternehmen gesteigert, die Wettbewerbsfähigkeit gesichert, das wirtschaftliche Wachstum
angeregt und mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können.

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Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
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Herausforderung 2
Die Herausforderung 2 besagt, dass vor dem Hintergrund der Verschärfung des internationalen Wett-
bewerbs mit immer kürzeren Produktionszyklen eine
höhere Forschungsintensität
die wesentliche
Voraussetzung für Wertschöpfung, Beschäftigung und Beschleunigung des sächsischen Wirtschafts-
wachstums ist. Innovationen, die Neuordnung von Wertschöpfungsketten und die zunehmende inter-
nationale Arbeitsteilung eröffnen neue Wachstumschancen gerade im Bereich unternehmensnaher
Dienstleistungen. Für die haushalts- und personennahen Dienstleistungen ergeben sich ebenfalls gute
Wachstumschancen, da mit diesen die Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und
die Probleme der alternden Gesellschaft abgefedert werden können.
Herausforderung 3
Die Herausforderung 3 adressiert die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Wirt-
schaft. Dafür ist es notwendig, die
Unternehmen des Dienstleistungssektors zu unterstützen
. Die
Dienstleistungswirtschaft bietet Beschäftigung sowohl für hoch qualifizierte (z.B. IT-Bereich) als auch
für weniger qualifizierte Personen (z.B. haushaltsnahe Dienstleistungen).
Herausforderung 4
Die Herausforderung 4 adressiert den weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Dynamik Sachsens mithil-
fe von
wissens- und technologieorientierten Unternehmensgründungen.
Unternehmensgründun-
gen sind Ausdruck der Anpassung der Wirtschaft an den strukturellen Wandel. Neue Unternehmen
agieren in neuen Märkten, Technologiebereichen und besetzen Marktnischen. Die Entwicklung des
Gründungsgeschehens lässt damit auch Rückschlüsse über die Innovationskraft einer Region zu.
Zudem gleichen Neugründungen das Ausscheiden alter Unternehmen aus dem Markt aus.
Herausforderung 5
Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit einer Vorbereitung auf eine sich permanent ändernde Berufs-
und Arbeitswelt adressiert die Herausforderung 5 die
Verbesserung des Schulerfolgs
. Hierbei soll
zum einen die Quote der Schüler/innen ohne Abschluss gesenkt und zum anderen sollen mehr Schü-
ler/innen zum Abitur geführt werden.
Herausforderung 6
Ausgehend von der Tatsache, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung wesentliche Grundlage für
einen erfolgreichen Start ins Berufsleben und damit für die Berufs- und Lebenschancen junger Men-
schen ist, begründet die Herausforderung 6 die Notwendigkeit zur Förderung der
beruflichen
Erstausbildung
. Dabei sollen vor allem die Bereiche der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen, der
Verbesserung der Qualität von Ausbildungsplätzen sowie einer praxis- und betriebsnahen Berufsori-
entierung durch eine Förderung gestützt werden.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Herausforderung 7
Im Kontext des ESF tragen die Hochschulen dazu bei, neue Beschäftigungsoptionen in einer wis-
sensbasierten Wirtschaft zu eröffnen und durch den Transfer von Wissen zur Verbesserung der Inno-
vationskraft auch die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Wirtschaft zu steigern. Vor diesem Hin-
tergrund adressiert die Herausforderung 7 die
Stärkung der Hochschulen und des Wissenstrans-
fers zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen
.
Laut Strategie des Operationellen Programms besteht der Schlüssel zur Verminderung des drohenden
Fachkräftemangels darin, das Angebot der akademischen Weiterbildung auszubauen und im Hinblick
auf das Konzept des lebenslangen Lernens auszurichten. Eine weitere Herausforderung in diesem
Zusammenhang ist die Stärkung der Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie die
Verankerung von unternehmerischem Denken und Forschergeist, insbesondere in postgradualen
Studiengängen.
Herausforderung 10
Die
Chancengleichheit von Frauen und Männern
ist für den ESF in Sachsen eine der wichtigsten
Dimension der Chancengleichheit und soll in der laufenden Förderperiode besonders unterstützt wer-
den. Um die EU-Vorgaben zur angestrebten Frauenerwerbsquote zu erreichen und den vereinbarten
frauenpolitischen Eckpunkten im Freistaat Sachsen zu entsprechen, möchte der Freistaat Sachsen
durch die Herausforderung 10 einer geschlechts- bzw. genderbedingten Benachteiligung durch zu-
sätzliche und gezielte Maßnahmen entgegenwirken.
2.1.2
Beitrag der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E
Die Herausforderungen des Operationellen Programms werden durch die Vorhaben der Pri-
oritätsachse E adressiert.
Nachfolgend soll der Beitrag der Vorhaben der Prioritätsachse E zu den Herausforderungen unter-
sucht werden. Aufgrund der Querschnittsfunktion der Prioritätsachse E werden alle Herausforderun-
gen, die für die Prioritätsachsen A und B relevant sind, als Basis der Bewertung herangezogen. An-
schließend wird der Beitrag der in der Prioritätsachse E geförderten Vorhabensbereiche zur jeweiligen
Herausforderung bewertet. Hierbei konzentriert sich die Darstellung im Bericht bezüglich der jeweili-
gen Herausforderungen auf diejenigen Vorhabensbereiche, bei denen ein Beitrag feststellbar ist. Auf
die Darstellung und Begründung bei Vorhabensbereichen, bei denen aus Sicht der Evaluierung kein
oder nur ein sehr geringer Beitrag besteht, wird aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Bei der
Bewertung wird unterschieden, ob ein Vorhabensbereich einen wesentlichen oder einen mittleren bis
geringen Beitrag zur Bewältigung leistet. Dies ist in den unten stehenden Tabellen wie folgt gekenn-
zeichnet:
●●●
Hoher Beitrag des Vorhabensbereichs zur Herausforderung
●●
Mittlerer bis geringer Beitrag
Geringer Beitrag

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Grundlage für diese Bewertung sind neben dem im Monitoring abgebildeten quantitativen Umfang des
jeweiligen Förderbereichs, insbesondere die in der Fachevaluierung der Prioritätsachse E gewonne-
nen Erkenntnisse zu den jeweiligen Förderinstrumenten.
Die nachfolgende Tabelle stellt eine Übersicht über den Beitrag der einzelnen Vorhabensbereiche zu
den Herausforderungen des Operationellen Programms dar. Bei der Bewertung der Herausforderun-
gen wurde aufgrund des geringen finanziellen und materiellen Umfangs der Förderung in der Priorität-
sachse E kein hoher Beitrag festgestellt. In der Übersicht gestaltet sich die Beitragsbewertung wie
folgt:
Herausforderungen
E.3.1 Qualifizie-
rung von Leh-
rern, Aus-
landspraktika für
Berufsfach-
schülern
E.5.1 Stärkung der
Leistungsfähigkeit
der Hochschulen
E.1 + 4 Transna-
tionale Bildung
E.4.1 Transna-
tionale Ausbil-
dung
Prioritätsachse
E
Geplante ESF-Mittel 2007-13
7,5 Mio. €
5,2 Mio. €
0,2 Mio. €
24,0 Mio. €
36,9 Mio. €
Prioritätsachse A
HF 1
Qualifizierte Fachkräfte
HF 2
Höhere Forschungsintensität
HF 3
Dienstleistungswirtschaft ausbauen
HF 4
Wissens- und technologieorientierte
Gründungen
Prioritätsachse B
HF 5
Bildungsbiografien erfolgreich gestalten
HF 6
Berufliche Erstausbildung
●●
●●
HF 7
Stärkung der Hochschulen und des
Wissenstransfers
●●
●●
Übergreifend
HF 10
Chancengleichheit von Frauen und
Männern
Tabelle 3 Beiträge der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E zu den Herausforderungen des Operationellen Programms
Im Wesentlichen zeigt die Tabelle 3, dass die Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E im Sinne ihrer
im Operationellen Programm festgelegten Ausrichtung vor allem Beiträge zu Herausforderungen im
Bildungsbereich leisten können. Mehr als die Hälfte der geplanten ESF-Mittel werden dabei im Vorha-
bensbereich E.4.1 für transnationale Maßnahmen zur Erstausbildung verwandt. Daneben werden drei
Herausforderungen aus dem Bereich der Hochschule mit dem Vorhabensbereich E.5.1 adressiert.
Vorhaben der Prioritätsachse E können durch transnational geprägte Qualifizierungen von Berufs-
fachschülern Beiträge zur erfolgreichen Gestaltung der Bildungsbiografen leisten. Die Qualifizierung
von Lehrerpersonal im Rahmen des Vorhabens E.3.1 kann das Qualifizierungsniveau von Fachkräften
im Bildungsbereich heben, wobei sich diese im Wesentlichen auf Sprachkurse beschränken. Qualifi-
ziertes Lehrpersonal kann mittelbar zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandor-
tes Sachsen beitragen, indem es in Schulen seine neu gewonnen interkulturellen Kompetenzen ein-
setzt.
Bei der Bewertung der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E ist jedoch zu beachten, dass transna-
tionale Inhalte entsprechend den Vorgaben aus dem Operationellen Programm sowie den Ände-
rungsanträgen der laufenden Förderperiode auch in Vorhabensbereichen anderer Prioritätsachsen
Eingang finden können und in der oben dargestellten Bewertung keinen Eingang finden.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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2.1.3
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E adressieren vornehmlich Herausforderungen aus
dem Bildungsbereich und könnten potenziell in andere Prioritätsachsen integriert werden.
Aus der Bewertung der Beiträge von
Vorhabensbereichen der Prioritätsachse E
zu den Herausfor-
derungen wird deutlich, dass bei der Querschnittsfunktion der Prioritätsachse keine breite Förderung
angelegt ist und realisiert wird. Es können nicht alle Herausforderungen gleichermaßen bedient wer-
den, da mögliche Mittel begrenzt sind und eine Fokussierung auf einzelne Herausforderungen not-
wendig ist. Die Bewertung hat gezeigt, dass ein Fokus auf verschiedene Bereiche der Bildung gesetzt
wurde, der die drei Lebensphasen der Erstausbildung, der Hochschule sowie der berufsbegleitenden
Bildung umfasst. Nicht adressiert werden Gründungen sowie die soziale Eingliederung besonders
Benachteiligter. Dies entspricht dem im Operationellen Programm gesetzten Fokus in der Prioritäts-
achse E, der klar auf dem Bildungsbereich liegt.
Der Evaluator empfiehlt eine Prüfung der Möglichkeit, ob transnationale Förderinhalte stärker durch
bestehende Vorhaben in den Prioritätsachsen A, B und C adressiert werden könnten. Dies könnte die
Querschnittsfunktion transnationaler Inhalte verstärken und eine gezielte sowie flexible Förderung
nach Bedarfen der Wirtschaft unterstützen. Die im zweiten Änderungsantrag erweiterte Formulierung
der transnationalen Zielsetzungen ist dabei als positiv zu bewerten, da sie eine Flexibilität in der
Wahrnehmung der Fördermöglichkeiten erlaubt. Dabei können Ideen- und Förderaufrufe innerhalb der
bestehenden Vorhabensbereiche sowie gezielte Beratung und Information Anreize setzten, transnati-
onale Inhalte in der Förderung durch Zuwendungsempfänger/innen aufzugreifen und umzusetzen.
Vor dem Hintergrund der Analyse und der Bewertung kommt die Evaluierung zu folgender Empfeh-
lung:
Empfehlung 1
Integration transnationaler Ausrichtungen in bestehende Förderprogramme
Problemskizze
Empfehlung
Adressat
Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E sind mit
einer Querschnittsfunktion im Operationellen Pro-
gramm festgelegt. Der geringe finanzielle Umfang
erlaubt keine breite Zielausrichtung, um alle Heraus-
forderungen gleichermaßen zu adressieren. Als Folge
bilden sich Schwerpunkte in der inhaltlichen Ausrich-
tung.
Transnationale Inhalte können auch in Vorhaben der
Prioritätsachsen A, B und C wahrgenommen werden.
Im Hinblick auf Planungen für die zukünftige Förderperiode
sollte geprüft werden, inwieweit transnationale Inhalte in allen
Vorhabensbereichen, ohne separate transnationale Vorha-
bensbereiche verankert werden können. Hierdurch kann eine
Flexibilität in der Ausrichtung der Förderung erreicht werden.
Um transnationale Maßnahmen gezielt zu fördern sind Ideen-
aufrufe und eine gezielte Vernetzung denkbar.
Alle FB
2.2 Bewertungsgrundlagen – Strategische und spezifische Ziele
2.2.1
Beschreibung der strategischen und spezifischen Ziele
Auf Basis der im vorangegangenen Kapitel erörterten Herausforderungen des Freistaates Sachsen
leitet das Operationelle Programm übergreifende strategische und spezifische Ziele für die einzelnen
Prioritätsachsen ab. Das Zielsystem stellt sich im Überblick wie folgt dar:

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Übergreifende
Strategie
Arbeitnehmer und Unternehmen
auf neue Bedingungen einstellen
Bildung, Ausbildung und For-
schung zukunftsfähig gestalten
Mehr Menschen an Beschäftigung
heranführen
Querschnittsziele
1
Prioritätsachsen
Prioritätsachse A
Anpassungs- und Wettbewerbs-
fähigkeit
Prioritätsachse B
Verbesserung des Humankapitals
Prioritätsachse C
Beschäftigung und soziale Ein-
gliederung
Prioritätsachse E
Transnationale Maßnahmen
Strategische
Ziele der
Prioritätsachsen
Erhöhung der Beschäftigung durch
Weiterbildung von Erwerbstätigen,
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
der Unternehmen und Existenz-
gründung
Erhöhung des Humankapitals und
der Innovationsfähigkeit
durch Vermeidung von Schulver-
sagen, Berufsvorbereitung, Ausbil-
dung sowie
Stärkung des Wissenstransfers
aus Forschung und Wissenschaft
in den Unternehmenssektor
Beschäftigung, soziale Stabilisie-
rung und Erhöhung
der Beschäftigungsfähigkeit von
Langzeitarbeitslosen und Benach-
teiligten
Abbildung 2: Überblick über die strategischen Ziele des Operationellen Programms
Die Prioritätsachse E hat im strategischen System des Operationellen Programms eine Querschnitts-
funktion. Dabei bilden strategische und spezifische Ziele der Prioritätsachsen A, B und C die Grundla-
ge für die Ausrichtung der Vorhabensbereiche in der Prioritätsachse E. Das strategische System im
Operationellen Programm ist mit Einsatzfeldern hinterlegt. Bestehende Vorhabensbereiche in der
Prioritätsachse E adressieren vornehmlich die Einsatzfelder 1, 3, 4 und 5 der Prioritätsachse A und B.
Im Folgenden werden die Ziele zusammenfassend dargestellt. Auf Basis der Darstellung wird die Aus-
richtung der einzelnen Vorhaben in der Prioritätsachse E auf ihre Beiträge zu strategischen und spezi-
fischen Zielen untersucht.
Strategische Ziele – Prioritätsachse A
Zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Wirtschaftsteilnehmer/innen fällt im Operationellen
Programm Lernprozessen eine Schlüsselrolle zu. Die Strategie der Prioritätsachse A
"Steigerung der
Anpassungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Beschäftigten und Unternehmen"
stützt
sich auf die Instrumente der Weiterbildung von Erwerbstätigen, Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
der Unternehmen und der Existenzgründung. Hiervon sollen explizit Beschäftigungseffekte ausgehen.
Diese Instrumente sind im Zielsystem in zwei Einsatzfeldern operationalisiert, in denen folgende spezi-
fische Ziele verfolgt werden:
Einsatzfeld 1
Berufsbegleitende Qualifizierung; Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
Spezifisches Ziel: Steigerung der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten.
1
Die Querschnittsziele werden im nachfolgenden Kap. 4 betrachtet.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Die auf dieses Einsatzfeld heruntergebrochene Strategie des Operationellen Programms beruht auf
folgenden Eckpunkten:
Wesentliches Instrument ist die berufliche Qualifizierung von Beschäftigten und Selbstständigen.
Dies soll zu einer Verbesserung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen und
mittelbar auch zu einer Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen.
Die Weiterbildung soll sich auf innovative Verfahren in der Produktion und Organisation konzentrie-
ren und hierdurch zur Entwicklung einer innovationsorientierten Wirtschaft beitragen.
Die Instrumente sollen wirtschaftsnah ausgerichtet sein. Folglich sollen sich Inhalte und Ziele der
Weiterbildungsaktivitäten am unternehmerischen Bedarf orientieren und so weit wie möglich durch
diesen definiert werden. Lernen soll hierbei möglichst als individueller Prozess stattfinden.
Die Förderung soll zu einer Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung beitragen und sich am Kon-
zept des lebenslangen Lernens orientieren.
Strategische Ziele – Prioritätsachse B
Die übergreifende Entwicklungsstrategie für die Prioritätsachse B zielt auf eine
Verbesserung der
Bildung und Ausbildung des Humankapitals
. Die Strategie setzt hierbei auf eine Verbesserung der
Zukunftsfähigkeit von Bildung, Ausbildung und Forschung. Um nachhaltige Wirkungen zu erreichen,
sollen Maßnahmen im Bildungswesen und in der beruflichen Erstausbildung bereits in einer frühen
Phase der Erwerbsbiografie ansetzen. Eine zweite Säule der Entwicklungsstrategie besteht in der
Entwicklung des Humankapitals von hochqualifizierten Beschäftigten. Dies soll insbesondere durch
Know-how-Transfer sowie den Ausbau der Leistungsfähigkeit tertiärer Bildungseinrichtungen erreicht
werden. In der Prioritätsachse B werden die Ziele in den folgenden Einsatzfeldern verfolgt:
Das
Einsatzfeld 3
in der Prioritätsachse B umfasst die folgenden Operationalisierungen:
Einsatzfeld 3:
Förderung des lebensbegleitenden Lernens und der Verbesserung der Berufswahlkompetenz.
Spezifisches Ziel: Reduzierung der Quote der Schüler ohne Abschluss und Erhöhung der Ausbil-
dungsfähigkeit.
Die auf dieses Einsatzfeld heruntergebrochene Strategie des Operationellen Programms beruht auf
folgenden Eckpunkten:

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Handlungsfelder
Teilziele
Verbesserung des Schulerfolgs
Unterstützung von leistungsschwächeren oder abschlussgefährdeten Schüler/innen, verstärkte
individuelle Förderung zur Verringerung von Bildungs- und Leistungsdefiziten
Verhinderung von genderspezifischen Bildungsnachteilen
Schaffung von zusätzlichen Bildungsangeboten an Schulen (z. B. im Rahmen von Ganztagsan-
geboten)
Stärkere internationale und interkulturelle Öffnung der Schulen
Unterstützung im Spitzenbereich, z. B. Exzellenzförderung von Schülern bzw. Schulen
Verbesserung der Berufsorientierung
Individuelle Wirkungen bei den Teilnehmenden
Systematisierung und Bündelung der Berufsorientierung, Herstellung von Transparenz, insbe-
sondere durch Etablierung von Kooperationen oder Verbesserung bestehender Strukturen, vor
allem zwischen Schulen und Unternehmen
Schaffung von Praxislernorten für gefährdete Schüler
Angebot von Freiwilligendiensten
Chancengleichheit in der Berufsorien-
tierung
Wecken von Interesse für einen „geschlechtsuntypischen“ Beruf, z. B. durch Einblick in techni-
sche und naturwissenschaftliche Berufe für Mädchen und in den sozialen oder pflegerischen
Bereich für Jungen
Hierdurch mittelbar: Erhöhung des Anteils von Frauen in zukunftsorientierten technischen
Berufen und in der Wissenschaft
Tabelle 4: Strategische Ziele im Einsatzfeld 3
Für das
Einsatzfeld 4
gestaltet sich die Operationalisierung wie folgt:
Einsatzfeld 4:
Förderung der Berufsausbildung für Jugendliche.
Spezifisches Ziel: Schaffung zusätzlicher sowie Sicherung bedarfsgerechter Ausbildungsplätze.
Die auf dieses Einsatzfeld heruntergebrochene Strategie des Operationellen Programms zielt im Kern
auf eine Verbesserung der Berufsausbildung. Die Förderstrategie beruht im Einzelnen auf folgenden
Eckpunkten:
Bereitstellung betriebsnaher Ausbildungsplätze zur Schließung von Ausbildungsplatzlücken.
Verbesserung des betrieblichen Ausbildungsstellenangebots für benachteiligte Jugendliche.
Verbesserung der Ausbildungsleistung und –qualität durch Verbundausbildung oder überbetriebli-
che Lehrunterweisung bzw. überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen.
Erhöhung von Arbeitsmarktchancen durch Vermittlung von Zusatz- bzw. Ergänzungsqualifikationen
für Auszubildende.
Zusätzliche und ergänzende berufliche Praxisphasen im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahres
(BVJ) oder des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ).

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Unterstützung des Übergangs von der Ausbildung in Beschäftigung.
Im
Einsatzfeld 5
finden sich die folgenden Operationalisierungen:
Einsatzfeld 5:
Förderung des Humanpotenzials in Forschung und Innovation sowie der Netzwerktätigkeit zwi-
schen Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Technologiezentren und Unternehmen.
Spezifisches Ziel: Stärkung der Innovationsfähigkeit der Wirtschaft in Sachsen durch Erhöhung des
Humankapitals.
Die auf dieses Einsatzfeld heruntergebrochene Strategie des Operationellen Programms beruht auf
folgenden Eckpunkten:
Förderung von Promotionen und Forschergruppen mit den Teilzielen:
Qualifizierung von Absolventen und der Vorbereitung auf die berufliche Praxis in enger Verzah-
nung von Hochschule und Unternehmen.
Technologie- und Wissenstransfer bei der Bearbeitung von Forschungs- und Entwicklungsthe-
men.
Ausgründungen von Unternehmen aus den Hochschulen.
Innovative Vorhaben zur Ausgestaltung der Schnittstelle zwischen tertiären Bildungseinrichtungen
und Wirtschaft, teilweise mit Blick auf traditionelle Märkte in den Mittel- und Ost-Europäischen
(MOE)-Staaten.
Qualifizierung von Studierenden zum Thema Unternehmergeist.
Förderung im Kontext der Berufsakademien.
Aufbau eines Weiterbildungsangebots für Beschäftigte.
Entwicklung zusätzlicher Weiterbildungsstudiengänge und –kurse für Arbeitnehmer aller fachli-
chen Disziplinen, insbesondere für Ingenieurwissenschaften.
Aufbau von medial gestützten Weiterbildungsangeboten (E-Learning), insbesondere für Weiter-
bildung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
Aufbau von Career Services.
Förderung von wissenschaftlichen Karrieren von Frauen.
Innovative Angebote der postgradualen Bildung.
Nachfolgend werden die einzelnen Vorhaben auf ihre Passfähigkeit, Umsetzung der Strategie sowie
Effizienz hin geprüft, um abschließend eine Bewertung der Beiträge der Vorhaben zu strategischen
Zielen des Operationellen Programms abzugeben.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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2.2.2
Beitrag Vorhabensbereich E.1 + 4: Transnationale Bildung (SMWA, Ref. 24)
Obgleich in das strategische System der sächsischen ESF-Förderung eingebettet, konnte
der Vorhabensbereich E.1 + 4 nicht umgesetzt werden.
Passfähigkeit zur Strategie
Im Vorhabensbereich E.1+4 befindet sich der Fördergegenstand 9091 Bildungsprojekte, Studienkon-
zepte, der Bildungsangebote aus dem Agrarsektor sowie dem Bereich der Forstwirtschaft, ländlichen
Entwicklung und Umwelt adressiert. Der breite konzeptionelle Ansatz der Förderung hat die Zielgrup-
pen der Beschäftigten und Unternehmen sowie der Auszubildenden aus dem Sektor der Land- und
Forstwirtschaft. Dementsprechend wird sowohl das Einsatzfeld 1, in dem berufsbegleitende Qualifizie-
rungen als wesentliche Förderausrichtung zur Stärkung der Anpassung von Unternehmen und Be-
schäftigten enthalten sind, adressiert. Daneben ist ebenso das Einsatzfeld 4, in dem die Berufsausbil-
dung von Jugendlichen gefördert werden soll, als Ausrichtung der Förderung zu sehen. Durch trans-
nationale Ausbildungsinhalte können die Zielsetzungen einer Erhöhung der Arbeitsmarktchancen
durch Vermittlung von Zusatz- bzw. Ergänzungsqualifikationen im Sinne von interkultureller Bildung
erlangt werden. Der Vorhabensbereich ist damit passfähig zur allgemeinen Strategie des Operationel-
len Programms.
Umsetzung der Förderung
Wie in der Fachevaluierung zur Prioritätsachse E aufgezeigt wurde, konnte das Vorhaben vor allem
aufgrund bestehender Förderangebote des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR)
im Freistaat Sachsen nicht umgesetzt werden. Zu benennen ist hierbei insbesondere die Maßnahme
421 „Gebietsübergreifende und transnationale Zusammenarbeit“, in der Vorhaben lokaler Aktions-
gruppen zur Anbahnung und Umsetzung von transnationalen Kooperationsprojekten gefördert werden.
In Absprache mit dem Fondsbewirtschafter und der SAB sowie der Verwaltungsbehörde ESF wurde
kein signifikanter zusätzlicher Bedarf für ein spezielles ESF-Angebot zur Förderung transnationaler
Maßnahmen im Agrarsektor sowie im Bereich der Forstwirtschaft, ländlichen Entwicklung und Umwelt
identifiziert.
Effizienz
Eine Betrachtung der Effizienz ist aufgrund einer mangelnden Umsetzung nicht möglich.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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2.2.3
Beitrag Vorhabensbereich E.3.1: Qualifizierung von Lehrern, Auslandspraktika für Be-
rufsfachschüler (SMK)
Die Förderung fügt sich in die strategische Ausrichtung des ESF, kann jedoch aufgrund
geringer bzw. unterplanmäßiger Umsetzung nur vergleichsweise geringe Beiträge leisten.
Passfähigkeit zur Strategie
Das Vorhaben E.3.1 ist im Fördergegenstand 9178 Sprachkenntnisse/interkulturelle Kompetenz da-
rauf ausgerichtet Sprachkurse für Lehrer/innen zu fördern. Damit kann im Einsatzfeld das Handlungs-
feld der Verbesserung des Schulerfolgs im Sinne einer
Stärkung internationaler und interkultureller
Öffnung der Schulen
adressiert werden.
Der Fördergegenstand 9177 unterstützt Auslandspraktika für Berufsfachschüler. Hierbei können Prak-
tika im europäischen Ausland absolviert werden, deren Sprache für Berufsfachschüler in Beruf und
Alltag wichtig ist. Außerdem können Kenntnisse zur Wirtschaft, Politik und Kultur des Gastlandes und
damit interkulturelle Kompetenz vermittelt werden. Der Evaluator sieht auch hier eine Verbindung zum
Handlungsfeld Verbesserung der Berufsorientierung im Einsatzfeld 3, speziell im Sinne
Individueller
Wirkung bei den Teilnehmenden.
Berufsfachschüler/innen können durch die Förderung bei der Vorbe-
reitung auf einen Eintritt in den Arbeitsmarkt nach Abschluss der Berufsfachschule unterstützt werden.
Umsetzung der Förderung
Sprachkurse für Lehrer wurden nur in einem geringen Maße umgesetzt, sodass von einer eher gerin-
gen Reichweite der Förderung ausgegangen werden kann. Ein wichtiger Faktor ist hierbei die Förder-
konkurrenz, zum europäischen Programm COMENIUS, in dessen Rahmen ebenfalls Fortbildungskur-
se für Lehrkräfte im Ausland gefördert werden. Die Mehrheit der Bewilligungen erfolgt im Förderge-
genstand der Praktika für Berufsfachschüler. Aufgrund der hohen Spezialisierung dieses Förderpro-
gramms, kommt das Problem der Förderkonkurrenz –zum europäischen Programm LEONARDO DA
VINCI – hier weniger zum Tragen. Insgesamt liegt die Umsetzung unter Plan.
Effizienz
Bei der Betrachtung der Effizienz im Sinne einer Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit fällt auf,
dass die Förderung von E.3.1 mit vergleichsweise hohen Förderfallkosten verbunden ist. In den
Sprachkursen werden pro geförderten Teilnehmer bzw. geförderter Teilnehmerin rund 7.700 Euro
gefördert. Damit ist angesichts eines geringen Umsetzungsstandes und hoher Förderfallkosten die
Förderung nur in geringem Maße wirtschaftlich. Für Praktika von Berufsfachschüler/innen werden rund
3.108 Euro pro Gefördertem verwendet, sodass im Vergleich zu den Sprachkursen hier angesichts
eines besseren Umsetzungsstandes von einer eher wirtschaftlichen und verhältnismäßigen Förderung
gesprochen werden kann.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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2.2.4
Beitrag Vorhabensbereich E.4.1: Transnationale Ausbildung (SMWA, Ref. 24)
Die Ausbildungsförderung ist stark mit der allgemeinen strategischen Ausrichtung im Ope-
rationellen Programm verknüpft und leistet aufgrund des Förderumfanges und der aktuellen
Umsetzung einen Beitrag zur transnationalen Bildungsförderung.
Passfähigkeit zur Strategie
Der Vorhabensbereich E.4.1 zielt vor allem auf die im Einsatzfeld 4 verankerte strategische Zielset-
zung der Erhöhung von Arbeitsmarktchancen durch Vermittlung von Zusatz- bzw. Ergänzungsqualifi-
kationen. Durch die Förderung erhalten Auszubildenden zusätzliche Qualifikationen im Sinne einer
interkulturellen Bildung. Die Arbeitsmarktchancen und Attraktivität von Auszubildenden können in
Ausbildungsphase um internationale Erfahrungen erhöht werden.
Der Vorhabensbereich verfügt über verschiedene Fördermöglichkeiten durch einzelne Fördergegen-
stände:
FG 11796 World Skills 2013
Berufswettbewerb für Auszubildende mit einer internationalen Ausrichtung
FG 10815 Landesergänzungsprogramm transnational 2009 (LEP trans) und FG 9128 Landeser-
gänzungsprogramm transnational 2008 (LEP trans)
Programme zur Förderung betriebsnaher Ausbildungsplätze mit Anbindung an die Förderung in der
Prioritätsachse B (B.4.1 Betriebsnahe Ausbildungsförderung) und transnationalen Inhalten im Sin-
ne von Auslandsaufenthalten
FG 7390 Auslandsaufenthalte sächsischer Auszubildender
Auslandsaufenthalte von Auszubildenden in einer betrieblichen Ausbildung
FG 9130 Spracherwerb/interkulturelle Kompetenz
Sprachkurse für Auszubildende
FG 9132 Projekte zur Unterstützung der Infrastruktur
Aus der Aufstellung wird deutlich, dass Auszubildende mit einer breiten Palette an Förderungen ange-
sprochen werden, um interkulturelle Kompetenzen sowohl als Spracherwerb als auch praktische Er-
fahrung in einem Auslandsaufenthalt oder einem Wettbewerb auf internationaler Basis zu erlangen.
Umsetzung der Förderung
Die Fördergegenstände des Vorhabens werden in unterschiedlichem Umfang umgesetzt. Die Ziel-
gruppe junger Menschen wird in der Förderung erreicht. Eine starke Ausschöpfung der Mittel und ein
überplanmäßiger Umsetzungsstand sind vor allem auf LEP trans-Programme sowie die Förderung
des Berufswettbewerbs World Skill 2013 zurückzuführen.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Die Landesergänzungsprogramme mit transnationalen Elementen weisen die größte Anzahl an Teil-
nehmer/innen auf. Für die LEP trans-Programme der beiden Jahre 2008 und 2009 wurden insgesamt
13,1 Mio. Euro bewilligt, was den größten Anteil der Förderung in E.4.1 ausmacht. Eine Anbindung an
die bestehende Förderung in der Prioritätsachse B im Fördergegenstand betriebsnaher Ausbildungs-
plätze gibt Hinweise darauf, dass eine Verknüpfung transnationaler Förderung in bestehenden Vorha-
bensbereichen erfolgreich sein kann. Der Berufswettbewerb World Skills 2013 nimmt mit drei Projek-
ten und 8,8 Mio. Euro an ESF-Mitteln einen weiteren großen Anteil der Förderung ein. Einen sehr
geringen Umsetzungsstand zeigen Fördergegenstände zum Spracherwerb sowie Projekte zur Unter-
stützung der Infrastruktur.
Effizienz
Die Effizienz der einzelnen Fördergegenstände fällt aufgrund der Ausrichtung und Umsetzung unter-
schiedlich aus. Größten Anteil an ESF-Fördermitteln nehmen der Berufswettbewerb World Skill 2013
sowie die LEP trans-Programme ein.
Aufgrund der Förderausrichtung der LEP trans-Programme sind Förderfallkosten vergleichsweise
hoch und liegen zwischen 13.000 und 22.000 Euro pro Teilnehmer/in. Zu beachten ist hierbei, dass es
sich um ein mehrmonatiges und umfangreiches Programm handelt, in dem für Teilnehmer/innen eine
betriebsnahe Ausbildung gefördert wird, die eine sozialpädagogische Betreuung und Stützunterricht
beinhaltet. Für den Berufswettbewerb World Skills 2013 können im vorliegenden Bericht keine Aussa-
gen zu Teilnehmerzahlen oder zur Effizienz gemacht werden, da der Wettbewerb im Evaluierungszeit-
raum noch gar nicht stattgefunden hat. Auslandsaufenthalte sind mit einer Förderfallkostenhöhe von
1.653 Euro pro Teilnehmer/in besonders effizient.
2.2.5
Beitrag Vorhabensbereich E.5.1: Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen
(SMWK)
Maßgebliche Förderbestandteile des Vorhabensbereichs befanden sich zum Zeitpunkt der
Evaluierung noch in der Aufbauphase, so dass der Umsetzungsstand als niedrig erscheint.
Die bereits etablierten Studienabschlussstipendien bieten Potentiale, das Förderungsziel
der Vernetzung von osteuropäischen Studenten mit der sächsischen Wirtschaft zu intensi-
vieren.
Passfähigkeit zur Strategie
Das Vorhaben E.5.1 weist in der Förderkonzeption nur wenige inhaltliche Spezifizierungen auf. Mit der
transnationalen Ausgestaltung von Nachwuchsforschergruppen und Career Services gewinnt der Vor-
habensbereich jedoch deutlich an Profil, wenngleich sich diese Elemente der Förderung zum Evaluie-
rungszeitraum noch im Aufbau befinden. Bereits etabliert ist der Fördergegenstand der transnationa-
len Studienabschlussstipendien. Durch diese Stipendien soll die Vernetzung von Studierenden aus
mittel- und osteuropäischen Staaten an sächsischen Hochschulen mit der sächsischen Wissenschaft
und Wirtschaft befördert werden. Dabei sind Studierende, die voraussichtlich ihr Studium innerhalb
von zwei Jahren beenden und aus Staaten Mittel- und Osteuropas stammen antragsberechtigt. Die
Passfähigkeit zum Einsatzfeld 5 und damit der Strategie des Operationellen Programms ist bei einer
allgemeinen Betrachtung der Förderung im Hochschulbereich gegeben.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Umsetzung der Förderung
In der Betrachtung des Vorhabens in der Fachevaluierung wurde deutlich, dass die Umsetzung der
Förderung hinter dem Plan zurückbleibt. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die maßgeblichen Umfän-
ge der Förderung erst in der Zukunft und im Rahmen neu aufgebauter Fördergegenstände umgesetzt
werden sollen. Eine entsprechende Konkretisierung der Förderung ist mit dem Änderungsantrag von
Seiten des Fondsbewirtschafters sowie der Verwaltungsbehörde eingeleitet worden. Beabsichtigt ist
eine Förderung der transnationalen Zusammenarbeit mit Hochschulen in anderen europäischen Län-
dern. Daneben ist eine Erweiterung der Zielgruppe von Studierenden aus mittel- und osteuropäischen
Ländern auf beispielsweise Nachwuchsforschergruppen erfolgt.
Das geht mit den Anforderungen der künftigen Förderperiode einher, in denen die transnationale Zu-
sammenarbeit im Hochschulbereich ein wesentliches Ziel der Strukturfondsförderung darstellt.
Effizienz
Die Untersuchung der Fördereffizienz bezieht sich ausschließlich auf den Fördergegenstand der
transnationalen Studienabschlussstipendien, da sich die anderen Elemente noch im Aufbau befinden.
Die Höhe des Stipendiums ist in der Förderung geregelt und liegt bei 638 Euro pro Monat für einen
Studierenden. In der Regel werden die zwei möglichen Förderjahre von den aktuellen Teilneh-
mer/innen ausgeschöpft. Pro Jahr erhalten Teilnehmer/innen 7.656 Euro und in der gesamten Förde-
rung rund 15.000 Euro. Die Effizienz der Förderung könnte nach Einschätzung der Fachevaluation
durch eine bewusstere Nutzung der Potentiale für eine Magnet- und Vernetzungswirkung gesteigert
werden. Einen wesentlichen Effizienzbeitrag könnte insbesondere eine stärkere Einbindung sächsi-
scher Wirtschaftsverbände in einem partnerschaftlichen Design gemäß dem Vorbild anderer Stipendi-
enprogramme leisten.
2.2.6
Schlussfolgerung und Empfehlung
Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E können entsprechend ihrer Verankerung im Ope-
rationellen Programm Beiträge zu Einsatzfeldern vornehmlich aus der Bildungsförderung
leisten.
Entsprechend der Bewertung der Beiträge der Vorhaben der Prioritätsachse E zu Herausforderungen
werden die Vorhabensbereiche auf ihre Beiträge zu den strategischen Zielen des Operationellen Pro-
gramms hin geprüft. Aufgrund der Querschnittsfunktion der Prioritätsachse E werden alle spezifischen
Ziele mit ihren Einsatzfeldern 1, 3, 4 und 5 der Prioritätsachsen A und B als Basis der Bewertung her-
angezogen.
Bei der Bewertung wird unterschieden, ob ein Vorhabensbereich einen wesentlichen oder einen mittle-
ren bis geringen Beitrag zur Bewältigung leistet. Die Bewertungsmuster orientieren sich an der Be-
schreibung wie sie im Kapitel 2.1.1 aufgestellt wurde.
Entsprechend der Beitragsbewertungen der Vorhaben zu Herausforderungen des Operationellen Pro-
gramms können aufgrund des finanziellen und materiellen Umfanges der Förderung in der Prioritäts-
achse E keine hohen Beiträge festgestellt werden. Die nachfolgende Tabelle stellt eine Übersicht über
den Beitrag der einzelnen Vorhabensbereiche den Einsatzfeldern des Operationellen Programms dar.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Strategische Ziele
E.1+4 Transnati-
onale Bildung
E.3.1 Qualifizie-
rung von Leh-
rern, Aus-
landspraktika für
Berufsfach-
schülern
E.4.1 Transna-
tionale Ausbil-
dung
E.5.1 Stärkung der
Leistungsfähigkeit
der Hochschulen
Prioritätsachse
E
Geplante ESF-Mittel 2007-13
0,2 Mio. €
7,5 Mio. €
24,0 Mio. €
5,2 Mio.
36,9 Mio. €
Prioritätsachse A
EF 1
Berufsbegleitende Qualifizierung
Prioritätsachse B
EF 3
Lebensbegleitendes Lernen und Berufs-
wahlkompetenz
EF 4
Berufsausbildung für Jugendliche
●●
●●
EF 5
Forschung und Innovationen im Hoch-
schulbereich
Tabelle 5 Beiträge der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E zu den strategischen Zielen des Operationellen Programms
Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E können in ihrer Querschnittfunktion vor allem Beiträge zu
Einsatzfeldern der Prioritätsachsen A und B leisten. Entsprechend den adressierten Herausforderun-
gen wird ein deutlicher Fokus auf den Bildungsbereich deutlich, der berufliche Bildung, Hochschulbil-
dung sowie Erstausbildung umfasst. In den Vorhabensbereichen zur beruflichen Qualifizierung (E.3.1)
sowie zur transnationalen Bildung (E.1 +4) kann die Zielgruppe der Beschäftigten ihr Qualifikationsni-
veau und damit ihre Anpassungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt steigern. Aufgrund der Tatsache, dass
der finanzielle Schwerpunkt mit 24 Mio. Euro im Vorhabensbereich E.4.1. liegt, sieht der Evaluator den
größten Beitrag der Prioritätsachse E im Einsatzfeld 4 Berufsausbildung für Jugendliche. Die Förde-
rung transnationaler Projekte im Hochschulbereich kann das Einsatzfeld 5 mit einem vergleichsweise
geringeren Betrag an geplanten Mitteln stützen.
Die Umsetzung der Förderung stellt sich für die einzelnen Vorhabensbereiche unterschiedlich dar. Der
Vorhabensbereich für transnationale Ausbildungsförderung konnte planmäßig u. a. mit einer zum Teil
vorhandenen Einbettung in die Ausbildungsförderung in der Prioritätsachse B umgesetzt werden. Die
Förderung einer beruflichen Bildung bzw. Ausbildung im branchenspezifischen Vorhabensbereich der
Land- und Forstwirtschaft hingegen konnte gar nicht umgesetzt werden. Auslandsaufenthalte und
Stipendien für ausländische Studierende hingegen verzeichnen eine verhaltene Umsetzung. Der un-
terschiedliche Stand der Umsetzung ist teilweise auf einen von dem Fondsbewirtschafter erkannten
Mangel an Bedarfen zurückzuführen. Teilweise resultiert der geringe Umsetzungsstand aus einer
geringen inhaltlichen Konkretisierung der Förderausrichtung. Der Evaluator unterstreicht dabei die
bereits im Änderungsantrag formulierte Notwendigkeit einer inhaltlichen Konkretisierung der Förder-
ausrichtung.
Bei der Bewertung der einzelnen Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E ist jedoch zu beachten,
dass transnationale Inhalte entsprechend der Vorgaben aus dem Operationellen Programm sowie den
Änderungsanträgen der laufenden Förderperiode auch in anderen Vorhabensbereichen Eingang fin-
den können und in der oben dargestellten Bewertung keinen Eingang finden. Darum empfiehlt der
Evaluator zu prüfen, ob eine weiterführende Integration der querschnittlich angelegten Förderung der
Vorhabensbereiche in der Prioritätsachse E möglich ist.
Die strategische Ausrichtung der
nächsten Förderperiode
im ESF setzt auf eine Förderung
transna-
tionaler Zusammenarbeit
für einen internationalen Erfahrungsaustausch. Mögliche Themen für die

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Beitrag der Vorhaben zur Erreichung der Strategischen Ziele der
Prioritätsachse E
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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transnationale Zusammenarbeit sollen auf Grundlage einer durch die Kommission erstellten Liste aus-
gewählt werden. Dabei sollen die Maßnahmen die transnationale Zusammenarbeit erleichtern, indem
sie wechselseitiges Lernen fördert und koordinierte oder gemeinsame Aktionen initiieren. Darüber
hinaus will die Europäische Kommission auf EU-Ebene eine Plattform einrichten, die den Erfahrungs-
austausch, den Aufbau von Kapazitäten und die Vernetzung sowie die Verbreitung relevanter Ergeb-
nisse erleichtern soll. Der Evaluator sieht Potenziale im aktuellen Förderportfolio des ESF in Sachsen,
zum einen in der
Bildungsförderung von Beschäftigten, Auszubildenden und Arbeitslosen
transnationale Förderinhalte in den Prioritätsachsen A, B und C zu verankern. Hierbei können Sprach-
kurse, Workshops zu interkulturellen Kompetenzen oder gemeinsame Weiterbildungen von Beschäf-
tigten aus unterschiedlichen Ländern gefördert werden. Zum anderen kann ein internationaler Erfah-
rungsaustausch im Sinne der neuen Strategie der künftigen Förderperiode im Rahmen einer
transna-
tionalen Hochschulförderung
gefördert werden. Hierbei sieht der Evaluator potenzielle Beiträge zur
Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen und zum Aufbau von hochqualifizierten Fachkräften in
der Region.
Vor dem Hintergrund der Analyse und der Bewertung kommt die Evaluierung zu folgender Empfeh-
lung:
Empfehlung 2
Inhaltliche Konkretisierung von Vorhaben oder Anbindung an bestehende Förderungen anderer Prio-
ritätsachsen
Problemskizze
Empfehlung
Adressat
Keine Umsetzung in der beruflichen Qualifizierung im
Vorhabensbereich E.1. + 4
Prüfung, ob eine Wiederaufnahme des Vorhabensbereichs in
der Förderperiode 2014-2020 in einer abgewandelten Form
möglich und sinnvoll ist.
SMWA, Ref. 24
Hochschulförderung ohne inhaltliche Fokussierung mit
hohen Förderfallkosten
Prüfung, ob eine Konkretisierung der Förderausrichtung
möglich und eine Integration transnationaler Inhalte in der
Förderperiode 2014-2010 erfolgen kann.
SMWK

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Umsetzung der Querschnittsziele
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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3 Umsetzung der Querschnittsziele
3.1 Bewertungsgrundlagen
Im Operationellen Programm sind drei Querschnittsziele definiert:
Querschnittsziel
Instrumente
Chancengleichheit
Abbau von Benachteiligungen am Arbeitsmarkt von Frauen und Männern
Punktuelle Förderung: Ältere, Migranten, Menschen mit Behinderung
Nachhaltigkeit ökologisch
Investitionen in Humankapital zum Thema verantwortungsbewusster Umgang
mit natürlichen Ressourcen; praktische Umsetzung im Arbeitsleben
ökonomisch
Investitionen Humankapital (Qualifizierung, Berufsausbildung)
Förderung der Wettbewerbsfähigkeit
sozial
Kernziel des OP
Verbesserung der Chancen durch Bildung
Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und Integration von Benachteiligten
Demografischer und wirtschaft-
licher Wandel
Erhöhung der Erwerbsbeteiligung, vor allem Älterer und von Frauen
Abmilderung der Abwanderung von jungen Menschen, insbesondere von
Frauen
Unterstützung des Wechsels in Führungs- und Eigentümerstrukturen
Abbildung 3: Überblick zu Querschnittszielen des Operationellen Programms
Nachfolgend ist die in der Strategie angelegte Ausgestaltung der Querschnittsziele beschrieben.
Durch die
Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern
sollen gemäß Programm-
strategie die nach wie vor bestehenden Benachteiligungen von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt
abgebaut werden. Deshalb sollen Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden, die durch ihre Aus-
richtung auf zukunftsträchtige Berufe geeignet sind, arbeitslose Frauen – unter bestimmten Voraus-
setzungen aber auch Männer – wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Chancengleich-
heit von Frauen und Männern ist die wichtigste Dimension der Chancengleichheit und wird gemäß der
Strategie des Operationellen Programms in der derzeitigen Förderperiode besonders unterstützt. Die
weiteren Bereiche der Chancengleichheit, wie Abbau von Benachteiligungen aufgrund des Alters und
Beschäftigungshemmnissen von Migranten sowie Menschen mit Behinderung, sollen ebenfalls punk-
tuell über den ESF gefördert werden. Aufbauend auf das für diese Zielgruppen vorhandene Basisan-
gebot z. B. für Menschen mit Behinderung nach SGB IX, wird der ESF – unter Beachtung der Zusätz-
lichkeit – weiterführende Maßnahmen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel ermöglichen.
Mit der Förderung des Querschnittsziels
Nachhaltigkeit
greift das Operationelle Programm ein zent-
rales Anliegen der EU auf. Die Maßnahmen sollen die Ziele der Göteborg-Strategie untersetzen und
alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit unterstützen.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Umsetzung der Querschnittsziele
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Die
ökologische Dimension der Nachhaltigkeit
soll gemäß Programmstrategie im ESF vor allem
in den Bereichen der Bildung und Qualifizierung zum Tragen kommen. Hierbei soll zum einen der
verantwortungsbewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen als Voraussetzung für ökologisch
nachhaltiges Handeln, zum anderen aber auch die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung im
Arbeitsleben vermittelt werden.
Die
ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit
soll zum einen durch Investitionen in Human-
kapital gefördert werden, weil dadurch eine wesentliche Grundlage für Innovation und dauerhaftes
Wirtschaftswachstum geschaffen wird (z B. durch berufsbegleitende Qualifizierung oder durch För-
derung der Berufsausbildung). Zum anderen sieht die Strategie Maßnahmen vor, mit denen die
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bzw. der sächsischen Wirtschaft direkt gefördert werden
soll (z. B. durch Innovationsassistenten oder durch Unterstützung der Existenzgründungen). Die
ökonomische Nachhaltigkeit soll somit schwerpunktmäßig durch Maßnahmen aus den Prioritäts-
achsen A und B adressiert werden.
Die
soziale Dimension der Nachhaltigkeit
ist ein Kernziel des Operationellen Programms und ist
insbesondere in Maßnahmen angelegt, die auf die Verbesserung der Chancen durch Bildung, die
Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit oder der Eingliederung von Benachteiligten ausgerichtet
sind.
Die ESF-Förderung soll ferner zur
Bewältigung des demografischen und wirtschaftlichen Wan-
dels
beitragen, indem sie hilft, dessen negative Folgen, wie z.B. Fachkräftemangel, abzuschwächen.
Im OP wurde erkannt, dass in Sachsen aufgrund des demografischen Wandels in den Jahren bis
2020 tiefgreifende Veränderungen im wirtschaftlichen und sozialen Zusammenleben zu gestalten sein
werden. Dieses Ziel soll insbesondere mit Maßnahmen verfolgt werden, die darauf ausgerichtet sind,
die Erwerbsbeteiligung vor allem der älteren Arbeitnehmer und Frauen zu erhöhen. Zielsetzung ist
auch, die Abwanderung junger Menschen, vor allem von jungen Frauen, zu verhindern. Darüber hin-
aus soll der Unternehmenssektor bei den Veränderungen aufgrund des anstehenden Wechsels in der
Führungs- und Eigentümerstruktur unterstützt werden.
3.2 Beitrag der Vorhabensbereiche zu den Querschnittszielen
Aufgrund der Ausrichtung von Vorhaben auf eine Bildungsförderung sind vor allem Beiträ-
ge zur ökonomischen Nachhaltigkeit und Bewältigung des demografischen Wandels gege-
ben. Insgesamt profitieren Frauen überdurchschnittlich von der Förderung, so dass ein
wirksamer Beitrag zur Chancengleichheit geleistet wird.
Nachfolgend wird, aufbauend auf den Untersuchungen der Fachevaluierung und den Analysen der
Monitoring-Daten der SAB, für jeden Vorhabensbereich der Beitrag zu den Querschnittszielen analy-
siert. Dabei wird die Ausrichtung sowie die Umsetzung der Förderung wie sie in Kapitel 2.2 dargestellt
wurde als wesentliche Grundlage der Bewertung herangezogen.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Umsetzung der Querschnittsziele
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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3.2.1
Vorhabensbereich E.1 + 4: Transnationale Bildung (SMWA, Ref. 24)
Aufgrund einer fehlenden Umsetzung des Vorhabensbereichs können keine Beiträge der Förderung
zu den Querschnittszielen untersucht werden. Daher wird lediglich das
Potenzial des Vorhabens
zur
transnationalen Bildung bewertet. Auf einer mangelnden Umsetzung können keine tatsächlichen Bei-
träge realisiert werden.
Teilweise könnten Beiträge zur
Chancengleichheit
geleistet werden. Eine Verankerung des Quer-
schnittsziels Chancengleichheit könnte insofern gegeben sein, als dass Frauen von transnationalen
Bildungsinhalten als Investitionen in ihr Bildungsniveau profitieren und durch eine Steigerung ihrer
interkulturellen Kompetenzen attraktiver für den Arbeitsmarkt werden. Da sowohl Beschäftigte als
auch Auszubildende in ihrer Bildungsaktivität gefördert werden können, liegt schwerpunktmäßig in den
Bereichen der
ökonomischen sowie ökologischen Nachhaltigkeit
. Durch die branchenspezifische
Ausrichtung fokussiert sich das Vorhaben auf Bildung in grünen Berufen. Damit geht eine Vermittlung
von Wissen zu umwelt- sowie ressourcenschonenden Produktionsweisen einher. Mit der Bildungsför-
derung könnte das Vorhaben ebenfalls Beiträge zu einer nachhaltigen Steigerung der Attraktivität von
Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt leisten. Die
soziale Nachhaltigkeit
wird nicht explizit in den För-
derkonzepten erwähnt. Die Förderung von Auszubildenden sowie Beschäftigten kann die Erwerbsbe-
teiligung von älteren Personen erhöhen, durch eine Steigerung der Marktattraktivität Jüngerer ihre
Abwanderung verhindern, was mit Beiträgen zum Querschnittsziel des
demografischen Wandels
einhergeht.
3.2.2
Vorhabensbereich E.3.1: Qualifizierung von Lehrern, Auslandspraktika für Berufsfach-
schüler (SMK)
Im Vorhabensbereich E.3.1 werden im Ergebnis der Förderung vornehmlich Berufsfachschüler geför-
dert. Beiträge zu den Querschnittszielen werden vor dem Hintergrund des Umsetzungsstandes in der
Förderung bewertet.
Das Querschnittsziel der
Chancengleichheit
kann durch eine Förderung von Schülerinnen in ihren
interkulturellen Kompetenzen erreicht werden, die ihre Berufsorientierung erweitert und Attraktivität auf
dem Ausbildungsmarkt steigert. Der Anteil weiblicher Teilnehmerinnen liegt im Ergebnis der Förde-
rung bei 82 Prozent, so dass Frauen im Vorhabensbereich überrepräsentiert sind. Der hohe Frauen-
anteil ist insbesondere auf das Teilnehmerprofil in den geförderten Ausbildungsbereichen zurückzu-
führen. Das Ziel der
Nachhaltigkeit
wird vor allem in ihrer
ökonomischen Dimension
adressiert,
indem durch Auslandsaufenthalte eine Investition in das Humankapital vor dem Übergang von der
Schule in den Beruf erfolgt. Interkulturelle Kompetenzen sind ein Bestandteil der Grundlage für eine
innovative und international wettbewerbsfähige Wirtschaft in Sachsen. Die
ökologische und soziale
Dimension
werden in den Förderkonzepten nicht explizit adressiert. Eine stärkere Verankerung der
ökologischen Dimension ist aus Sicht der Evaluierung möglich. Die geförderten Fachrichtungen Ho-
telmanagement, Fremdsprachenkorrespondent und Touristikassistent legen hierbei eine Orientierung
an Touristik-Themen wie „Nachhaltiger Tourismus“ nahe. Die Evaluierung empfiehlt, mögliche The-
menstellungen zu prüfen und ggf. für die kommende Förderperiode mit entsprechenden Inhalten und
Förderanreizen zu unterfüttern.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Umsetzung der Querschnittsziele
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Durch die Förderung interkultureller Kompetenzen können ferner Beiträge zum
demografischen
Wandel
geleistet werden, indem die künftigen Arbeitskräfte durch ein erhöhtes Bildungsniveau als
Fachkräfte der sächsischen Wirtschaft zur Verfügung stehen.
3.2.3
Vorhabensbereich E.4.1: Transnationale Ausbildung (SMWA, Ref. 24)
Im Vorhabensbereich E.4.1 werden im Ergebnis der Förderung zum einen Auszubildende in betriebs-
nahen Ausbildungen sowie Auslandsaufenthalte von betrieblichen Auszubildenden gefördert. Zum
anderen stellt der Berufswettbewerb einen wesentlichen Teil der umgesetzten Förderung dar. Beiträge
zu den Querschnittszielen werden vor dem Hintergrund des Umsetzungsstandes in der Förderung
bewertet.
Das Querschnittsziel der
Chancengleichheit
kann in einem vergleichsweise leicht unterdurchschnitt-
lichen Maße durch eine Förderung von weiblichen Auszubildenden in ihren interkulturellen Kompeten-
zen erreicht werden, die ihre Attraktivität für künftige Arbeitgeber auf dem Ausbildungsmarkt steigert.
Im Ergebnis der Förderung liegt der Anteil von Frauen bei 46 Prozent. Das Ziel der
Nachhaltigkeit
wird vor allem in ihrer
ökonomischen Dimension
adressiert, indem durch Auslandsaufenthalte eine
Investition in das Humankapital im Rahmen der Ausbildungszeit erfolgt. Interkulturelle Kompetenzen
sind ein Bestandteil der Grundlage für eine innovative und international wettbewerbsfähige Wirtschaft
in Sachsen. Daneben werden im Rahmen der LEP trans-Programme auch benachteiligte Jugendliche
gefördert, sodass die
soziale Dimension
der Nachhaltigkeit ebenfalls adressiert wird. Die
ökologi-
sche Dimension
wird nicht explizit in den Förderkonzepten adressiert. Eine Integration ökologischer
Inhalte ist in den eher qualifikationsorientierten Instrumenten des Vorhabensbereichs möglich.
Durch die Förderung interkultureller Kompetenzen können ebenfalls Beiträge zum
demografischen
Wandel
geleistet werden, indem die künftigen Arbeitskräfte durch ein erhöhtes Bildungsniveau als
Fachkräfte der sächsischen Wirtschaft zur Verfügung stehen.
3.2.4
Vorhabensbereich E.5.1: Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen (SMWK)
Die Förderung des Vorhabensbereichs E.5.1 zielt auf eine Förderung von Studierenden aus mittel-
und osteuropäischen Staaten. In der Bewertung der Beiträge zu den Querschnittszielen werden so-
wohl die Förderausrichtung als auch der aktuelle Umsetzungsstand herangezogen.
Zum Querschnittsziel der
Chancengleichheit
können insofern Beiträge geleistet werden, als dass
Frauen mit einem Anteil von 59 Prozent der geförderten Studierenden eine Unterstützung auf ihrem
Bildungsweg erhalten und mit einem Hochschulabschluss ihre Arbeitsmarktchancen deutlich erhöhen
können.
Nachhaltigkeit
kann im Vorhabensbereich E.5.1 schwerpunktmäßig in der ökonomischen
Dimension adressiert werden, da mit einer Förderung im Hochschulbereich Investitionen zum Aufbau
von Humankapital getätigt werden. Die
ökologische und soziale Dimension
werden in den Förder-
konzepten nicht explizit adressiert, wesentliche Beiträge sind auch vor dem Hintergrund des geringen
Umsetzungsstandes nicht zu erwarten. Eine stärkere Ausrichtung auf die ökologische Dimension ist
möglich, soweit die geplante Ausweitung der Förderinstrumente umgesetzt wird. Hier könnten dann,
analog zur Umsetzung der einzelnen Programme im Einsatzfeld 5 der Prioritätsachse B auch Schwer-
punkte im ökologischen Bereich gesetzt werden, z.B. in international aufgestellten Nachwuchsfor-
schergruppen.

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Umsetzung der Querschnittsziele
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Beiträge zum Querschnittsziel des
demografischen Wandels
ergeben sich durch die Erhöhung der
Erwerbsbeteiligung von jungen Menschen, die mit einem Hochschulabschluss und damit höherer Qua-
lifikation einhergeht.
3.3 Schlussfolgerung und Empfehlung
Die Ergebnisse stellen sich im Überblick wie folgt dar:
Vorhabensbereich
Chancengleichheit
Nachhaltigkeit
(ökonomisch, ökologisch, sozial)
Demografie
E.1
+ 4
Transnatio-
nale Bildung
(SMWA 24)
Potenziell gestiegenes Qualifizie-
rungsniveau durch interkulturelle
Bildung
Potenziell Ökonomisch: Aufbau
Humankapital
Potenziell Ökologisch: Ausrichtung
an grünen Berufen, Vermittlung
diesbezüglicher Qualifikationen
Sozial: Keine Erwähnung in För-
derkonzeption
Potenziell Steigerung der Erwerbs-
beteiligung Älterer
Potenziell Steigerung des Qualifi-
kationsniveaus Jüngerer und Ent-
gegenwirken von Abwanderungs-
tendenzen
E.3.1
Qualifizie-
rung von
Lehrern,
Aus-
landsprakti-
ka für
Berufsfach-
schüler
(SMK)
Anteil von Frauen mit 82Prozent
überproportional
Steigerung des Qualifizierungsni-
veau durch interkulturelle Bildung
von Schülerinnen
Ökonomisch: Unterstützung des
Übergangs von Schule zu Beruf mit
interkulturellen Kompetenzen
Ökologisch: Bislang nicht veran-
kert, Potenziale für eine stärkere
thematische Ausrichtung, insbe-
sondere im Feld „nachhaltiger Tou-
rismus“
Sozial: Keine Erwähnung in För-
derkonzeption
Steigerung des Qualifikationsni-
veaus Jüngerer und Entgegenwir-
ken von Abwanderungstendenzen
E.4.1
Transnatio-
nale Ausbil-
dung
(SMWA 24)
Anteil von Frauen mit 46 Prozent
leicht unterdurchschnittlich
Steigerung des Qualifizierungsni-
veau durch interkulturelle Bildung
von Auszubildenden
Ökonomisch: Förderung einer
Stärkung des Wirtschaftsstandortes
mit künftigen Fachkräften im Sinne
interkulturelle Bildung
Ökologisch: Nicht in Förderkonzep-
tion implementiert. Thematische
Integration in qualifikationsorientier-
te Instrumente aus Sicht der Evalu-
ierung möglich
Sozial: Es werden potenziell
benachteiligte Zielgruppen in den
Landesergänzungsprogrammen
angesprochen
Steigerung des Qualifikationsni-
veaus Jüngerer und Entgegenwir-
ken von Abwanderungstendenzen
E.5.1
Stärkung der
Leistungsfä-
higkeit der
Hochschu-
len (SMWK)
Anteil von Frauen mit 59 Prozent
überdurchschnittlich
Ökonomisch: Förderung einer
Stärkung des Wirtschaftsstandortes
mit hochqualifizierten Fachkräften
Ökologisch: Keine Erwähnung in
Förderkonzeption, aufgrund des
geringen Umsetzungsstandes kön-
nen kaum Beiträge erzielt werden.
Geplante Erweiterung des Instru-
mentenportfolios erlaubt eine stär-
kere Berücksichtigung des Quer-
schnittsziels.
Sozial: Keine Erwähnung in För-
derkonzeption
Steigerung des Qualifikationsni-
veaus Jüngerer und Entgegenwir-
ken von Abwanderungstendenzen
Tabelle 6: Beitrag der Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E zu den Querschnittszielen
Vor dem Hintergrund der Analyse kommt die Evaluierung zu folgenden Empfehlungen:

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Umsetzung der Querschnittsziele
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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Empfehlung 3
Prüfung einer möglichen Verankerung ökologische Nachhaltigkeit in transnationale Förderausrich-
tungen
Problemskizze
Empfehlung
Adressat
Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit konnte
in der Prioritätsachse E nur ansatzweise realisiert
werden. Der Vorhabensbereich E.1+4, der maßgebli-
che Beiträge zur ökologischen Nachhaltigkeit hätte
liefern können, konnte in der laufenden Förderperiode
nicht umgesetzt werden.
Prüfung auf Möglichkeiten einer stärkeren Verankerung von
Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit, um dem Quer-
schnittsziel besser gerecht zu werden.
Der Evaluator sieht eine potenzielle Verankerung in einer neu
aufgesetzten oder in die Prioritätsachse A integrierten Förde-
rung im Sinne des Vorhabensbereichs E.1+4. Daneben kön-
nen weitere ökologische Inhalte in der Förderung transnatio-
naler Ausbildung in grünen Berufen im Vorhabensbereich
E.4.1 implementiert werden. Die geplante Erweiterung der
Förderinstrumente im Hochschulbereich (E.5) schafft Optio-
nen, zusätzliche Beiträge zur Ökologischen Nachhaltigkeit zu
leisten.
SMWA, Ref. 24,
SMK, SMWK

image
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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Anhang
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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4 Anhang
4.1 Liste der Empfehlungen
Empfehlung 1
Integration transnationaler Ausrichtungen in bestehende Förderprogramme
Problemskizze
Empfehlung
Adressat
Vorhabensbereiche der Prioritätsachse E sind mit
einer Querschnittsfunktion im Operationellen Pro-
gramm festgelegt. Der geringe finanzielle Umfang
erlaubt keine breite Zielausrichtung, um alle Heraus-
forderungen gleichermaßen zu adressieren. Als Folge
bilden sich Schwerpunkte in der inhaltlichen Ausrich-
tung.
Transnationale Inhalte können auch in Vorhaben der
Prioritätsachsen A, B und C wahrgenommen werden.
Im Hinblick auf Planungen für die zukünftige Förderperiode
sollte geprüft werden, inwieweit transnationale Inhalte in allen
Vorhabensbereichen, ohne separate transnationale Vorha-
bensbereiche verankert werden können. Hierdurch kann eine
Flexibilität in der Ausrichtung der Förderung erreicht werden.
Um transnationale Maßnahmen gezielt zu fördern sind Ideen-
aufrufe und eine gezielte Vernetzung denkbar.
Alle FB
Empfehlung 2
Inhaltliche Konkretisierung von Vorhaben oder Anbindung an bestehende Förderungen anderer Prio-
ritätsachsen
Problemskizze
Empfehlung
Adressat
Keine Umsetzung in der beruflichen Qualifizierung im
Vorhabensbereich E.1 + 4
Prüfung, ob eine Wiederaufnahme des Vorhabensbereichs in
der Förderperiode 2014-2020 in einer abgewandelten Form
möglich und sinnvoll ist.
SMWA, Ref. 24
Hochschulförderung ohne inhaltliche Fokussierung mit
hohen Förderfallkosten
Prüfung, ob eine Konkretisierung der Förderausrichtung
möglich und eine Integration transnationaler Inhalte in der
Förderperiode 2014-2010 erfolgen kann.
SMWK
Empfehlung 3
Prüfung einer möglichen Verankerung ökologische Nachhaltigkeit in transnationale Förderausrich-
tungen
Problemskizze
Empfehlung
Adressat
Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit konnte
in der Prioritätsachse E nur ansatzweise realisiert
werden. Der Vorhabensbereich E.1+4, der maßgebli-
che Beiträge zur ökologischen Nachhaltigkeit hätte
liefern können, konnte in der laufenden Förderperiode
nicht umgesetzt werden.
Prüfung auf Möglichkeiten einer stärkeren Verankerung von
Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit, um dem Quer-
schnittsziel besser gerecht zu werden.
Der Evaluator sieht eine potenzielle Verankerung in einer neu
aufgesetzten oder in die Prioritätsachse A integrierten Förde-
rung im Sinne des Vorhabensbereichs E.1+4. Daneben kön-
nen weitere ökologische Inhalte in der Förderung transnatio-
naler Ausbildung in grünen Berufen im Vorhabensbereich
E.4.1 implementiert werden. Die geplante Erweiterung der
Förderinstrumente im Hochschulbereich (E.5) schafft Optio-
nen, zusätzliche Beiträge zur Ökologischen Nachhaltigkeit zu
leisten.
SMWA, Ref. 24,
SMK, SMWK
4.2 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Herausforderungen des Freistaates
Sachsen. Quelle: Operationelles Programm
13
Abbildung 2: Überblick über die strategischen Ziele
des Operationellen Programms
18
Abbildung 3: Überblick zu Querschnittszielen des
Operationellen Programms
29

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Programmevaluierung der Prioritätsachse E
Anhang
Programmevaluierung Prioritätsachse E
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4.3 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Zeitplan für die Evaluierungen 2010-2012
10
Tabelle 2: Fragestellungen der Untersuchung
11
Tabelle 3 Beiträge der Vorhabensbereiche der
Prioritätsachse E zu den Herausforderungen des
Operationellen Programms
16
Tabelle 4: Strategische Ziele im Einsatzfeld 3
20
Tabelle 5 Beiträge der Vorhabensbereiche der
Prioritätsachse E zu den strategischen Zielen
des Operationellen Programms
27
Tabelle 6: Beitrag der Vorhabensbereiche der
Prioritätsachse E zu den Querschnittszielen
33