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SACHSEN
JETZT IMPFEN
Gemeinsam gegen die 4. Welle!
Informationen rund um die
Corona-Schutzimpfung

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PETRA KÖPPING, SÄCHSISCHE
STAATSMINISTERIN
FÜR SOZIALES UND
GESELLSCHAFTLICHEN
ZUSAMMENHALT, RÄT:
Schützen Sie sich, Ihre Lieben und uns alle.
Lassen Sie sich bitte impfen!
Mit einem vollständigen Impfschutz sind
Freiheiten (Familienfeiern, Restaurantbesuche
etc.) verbunden.
Gegen Corona gibt es eine Impfung, die
Ihnen durch eine Spritze in den Oberarm verabreicht wird. Der Impfstoff ist
umfangreich getestet und europaweit zugelassen.
In Europa sind verschiedene Impfstoffe zugelassen. Je nachdem welcher
Ihnen verabreicht wird, sind Sie bereits nach der ersten Impfung vollständig
vor einer Covid-19-Erkrankung geschützt oder benötigen eine Zweitimpfung.
Sie müssen nichts für die Impfung bezahlen.
Ich versichere Ihnen: In Deutschland und Europa werden Qualität,
Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffen besonders streng geprüft. Das
gilt auch für die Corona-Schutzimpfung.
Der Impfstoff enthält keine tierischen Produkte oder Erzeugnisse. Die
Impfung führt auch nicht zu einer Abschiebung.
Sehr viele Menschen vertragen die Impfung sehr gut und haben danach
keine Probleme.
Einige Menschen haben Beschwerden nach der Impfung, z. B. Schmerzen im
Oberarm, Fieber oder Kopfschmerzen. Diese Symptome sind aber nur von
kurzer Dauer.
Ihre Petra Köpping

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DIE WICHTIGSTEN INFORMATIONSPORTALE FÜR
PATIENTINNEN UND PATIENTEN
Aktuelle Informationen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt:
www.coronavirus.sachsen.de/coronaschutzimpfung.html
Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
www.infektionsschutz.de/coronavirus
Informationen des Bundes in Fremdsprachen:
www.infektionsschutz.de/coronavirus
Weitere aktuelle Hinweise und Fachinformationen bieten auch folgende
Behörden und Institute an:
www.infektionsschutz.de/coronavirus
www.rki.de/covid-19-impfen
www.pei.de/coronavirus
Zur Teilnahme an der Befragung zur Verträglichkeit der COVID-19-
Impfstoffe nutzen Sie bitte die SafeVac 2.0-App des Paul-Ehrlich-Instituts
(im Apple App Store oder Google Play Store) oder die folgende Website:
www.nebenwirkungen.bund.de
GENERAL INFORMATION
Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig und für alle Bürgerinnen und Bürger
kostenfrei. Eine Corona-Schutzimpfung wird stark empfohlen, damit Sie sich
schützen und uns allen den Weg aus der Pandemie mit ermöglichen.
Impfen lassen darf sich jeder mit Wohnsitz/Aufenthaltsort in Deutschland
bzw. bei internationalen Personen mit Krankenversicherung in Deutschland.
Nur gemeinsam und in Solidarität aller Bürgerinnen und Bürger gelingt uns
eine Normalisierung unseres Alltags.

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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN –
UND ANTWORTEN
Durchführung der Impfung
Wussten Sie, dass das Risiko, schwer zu erkranken oder zu versterben, bei
COVID-19 sehr viel größer ist als bei einer Grippeerkrankung?
Die Schutzimpfung bietet den derzeit bestmöglichen Schutz vor der
Erkrankung und möglichen Folgen.
Erst wenn circa 70 % der Bevölkerung immun sind, wird die Übertragung von
SARS-CoV-2 so sehr verringert, dass diese Pandemie vorübergeht.
Warum sollte ich mich gegen COVID-19 überhaupt impfen lassen?
Die meisten werden doch gar nicht schwer krank!
Stehen im Impfzentrum
Dolmetscher zur Verfügung?
Nein. Die Aufklärungsblätter
finden Sie auf den Seiten
des RKI in unterschiedlichen
Sprachen:
RKI - Informationsmaterial zum
Impfen - Aufklärungsmerkblatt
zur COVID-19-Impfung mit
mRNA-Impfstoff.
Welcher Aufklärungsbogen
ist für mich der richtige?
Für BioNTech und Moderna
benötigen Sie die Aufklärungsbögen
für mRNA Impfstoffe. Für
AstraZeneca benötigen Sie die
Aufklärungs- und Anamnesebögen
für vektorbasierte Impfstoffe.
Wo kann ich mich impfen lassen?
Die Impfung erfolgt über
Impfzentren, mobile
Impfteams, Haus-, Fach-
und Betriebsärzte. Bei den
Gesundheitsämtern können Sie
keine Impftermine vereinbaren.
Wie kann ich mich beim Impfzentrum
für eine Impfung anmelden?
Nutzen Sie das Portal
sachsen.
impfterminvergabe.de
oder
rufen Sie an unter
0800 0899089
.
ACHTUNG: das Portal ist nur in
Deutsch verfügbar.
Oder nutzen Sie das Impfen
ohne Termin täglich in allen
Impfzentren, außer Grimma.

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Was passiert, wenn ich
den zweiten Impftermin nicht
wahrnehmen kann?
Die zweite Impfstoffdosis sollte
in einem bestimmten Zeitraum
verabreicht werden.
Wenn Sie einen Termin nicht
einhalten können, sagen Sie
bitte Ihrem Impfzentrum mit
einer E-Mail an
beschwerde@
impfzentrum-sachsen.de
sowie
Ihren Kontaktdaten (Name,
Telefonnummer, E-Mail und
Ihre Kennung; das Impfzentrum
meldet sich dann bei Ihnen)
oder Arzt rechtzeitig Bescheid.
Wie oft muss ich
mich impfen lassen?
Je nach Impfstoff kann es
sein, dass Sie sich für einen
vollständigen Impfschutz in
Abstand von wenigen Wochen
zwei Mal impfen lassen müssen.
Darüber, ob eine zweite Impfung
notwendig ist, informiert Sie der
Impfarzt.
Wie kann ich meine zu pflegenden
Angehörigen impfen lassen?
Dies sollte bestenfalls über den
Hausarzt realisiert werden.
Kann ich nach der Impfung auf Abstandsregelung
und Mund-Nasen-Schutz verzichten?
Der Impfschutz greift circa zwei bis drei Wochen nach der zweiten
Impfung – und auch danach sind Sie weiterhin aufgefordert, die AHA-
Regelungen einzuhalten. Trotz Immunität können Sie möglicherweise noch
Überträgerinnen und Überträger sein, die Regelungen gelten vorerst also
weiterhin, zum Schutz aller.
Kann ich mich impfen lassen, wenn ich Covid-19 schon hatte?
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass man nach einer COVID-19-
Erkrankung immun ist. Wie lange die Schutzwirkung anhält, ist jedoch noch
nicht abschließend zu beantworten. Wenn Sie bereits erkrankt waren, ist eine
Impfung deshalb erst einmal nicht notwendig. Bei unbemerkt durchgemachter
Infektion ist eine Impfung jedoch nicht schädlich.
Allgemeine Fragen

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Hat die Coronaschutzimpfung
Einfluss
auf
die
Fruchtbarkeit?
In den umfangreichen
Prüfungen, die vor der
Zulassung der Impfstoffe
durchgeführt wurden, gibt
es keine Hinweise auf das
Auftreten von weiblicher oder
männlicher Unfruchtbarkeit.
Sind die Impfstoffe überhaupt sicher?
In die Impfstoffstudien werden
mehrere zehntausend Personen
einbezogen. Schwerwiegende
Nebenwirkungen sind bisher nicht
gehäuft aufgetreten.
Mögliche häufige Nebenwirkungen
sind leichte bis moderate Schmerzen an
der Einstichstelle, Erschöpfung sowie
Kopfschmerzen, die i. d. R. innerhalb
von zwei Tagen verschwinden.
Impfreaktionen sind ein gutes
Zeichen dafür, dass Ihr Immunsystem
Antikörper entwickelt.
In den Zulassungsstudien können
Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit
von 1 zu 1.000 beobachtet werden.
Über langfristige Effekte können noch
keine Aussagen getroffen werden.
Gewisse Risiken lassen sich nicht
ausschließen, aber tatsächlich werden
in Deutschland generell nur Impfstoffe
genehmigt, die unsere sehr strengen
Sicherheitsstandards erfüllen und
umfangreichen klinischen Prüfungen
unterzogen wurden.
AstraZeneca unterlag einer zusätzlichen
Prüfung, nachdem einige Fälle seltener
Hirnvenen-Thrombosen in zeitlichem
Zusammenhang mit einer Impfung
gestanden hatten. Die Vorteile des
Impfstoffs bei der Bekämpfung von
COVID-19 überwiegen weiterhin das
Risiko von Nebenwirkungen, weshalb der
Impfstoff wieder zugelassen wurde. Die
Gefahr, Schäden durch die Erkrankung
davonzutragen, ist viel größer.
Sicherheit des Impfstoffes
Können mRNA-Impfstoffe
unsere Gene beeinflussen?
mRNA-Impfstoffe können
nicht in DNA umgebaut
werden und haben damit
keinen Einfluss auf unsere
Gene. DNA und mRNA – das
klingt zwar ähnlich, ist aber
etwas ganz anderes.
Wenn Sie einen mRNA-
Impfstoff bekommen, dann
reagiert Ihr Körper, indem er
Proteine herstellt, auf die Ihr
Immunsystem wiederum mit
der Bildung von Antikörpern
antwortet, was für Sie
dann den Schutz vor dem
eigentlichen Virus bedeutet.

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Welche Impfstoffe gibt es?
Jeder der Impfstoffe beruht auf dem
Prinzip der sogenannten „aktiven
Immunisierung“. Dem Körper werden
Teile (Antigene) oder ein Bauplan für
Antigene des Covid-19-Erregers prä-
sentiert, woraufhin das Immunsystem
Antikörper produziert. Die unter-
schiedlichen Impfstoffe nutzen dabei
verschiedene Antigenteile und Ansätze.
mRNA (Boten-Ribonukleinsäure) ist
die „Bauanleitung“ für jedes einzelne
Eiweiß des Körpers und ist nicht mit
der Erbinformation – der DNA – zu
verwechseln. In mRNA-Impfstoffen
gegen COVID-19 ist eine „Bau-
anleitung“ für einen Baustein des
Virus, das sogenannte Spikeprotein,
enthalten. Die nach der Impfung
gebildeten Spikeproteine werden
vom Immunsystem als Fremdeiweiße
erkannt, dadurch werden spezifische
Abwehrzellen aktiviert.
Vektor-basierte Impfstoffe enthalten
für den Menschen harmlose Erreger,
die Vektoren. In diese wurde ein
Gen eingebaut, das den Bauplan für
das bereits erwähnte Spikeprotein
enthält. Ein Vorteil dieser Impfstoffe:
Sie können bei 2 bis 8 Grad Celsius
transportiert und gelagert werden.
Wieso konnte die
Entwicklung so schnell gehen?
Durch ähnliche Viren
wissen die Forscherinnen
und Forscher bereits viel
über SARS-CoV-2.
Das lieferte relativ schnell
eine gute Grundlage für die
Entwicklung des COVID-
19-Impfstoffes.
Darüber hinaus haben
Forscherinnen und Forscher
weltweit gleichzeitig daran
gearbeitet, ihre aktuellen Er-
gebnisse miteinander geteilt
und direkt an die Prüfbehör-
den weitergegeben. So ein
globales wissenschaftliches
Zusammenwirken gab es vor
dieser Pandemie noch nie.
Aber keine Sorge: Trotzdem
wurden keine Prüfschritte
weggelassen. Es wurde
parallel an mehreren Prüf-
schritten und generell stär-
ker zusammengearbeitet.
Die zugelassenen COVID-
19-Impfstoffe haben in
klinischen Studien vor der
Zulassung Wirksamkeit und
gute Verträglichkeit gezeigt.
Wie wirksam sind die COVID-19-Impfstoffe?
Nach derzeitigem Kenntnisstand bieten die Impfstoffe eine hohe Wirksamkeit.
Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, war bei den geimpften
Personen um rund 94-95 Prozent (BioNTech/Moderna) bzw. bis zu 70 Prozent
(AstraZeneca) geringer als bei den Placebo-geimpften Teilnehmerinnen und
Teilnehmern. Johnson & Johnson hat eine Wirksamkeit von ca. 65 Prozent.
Wie lange der Impfschutz anhält, ist noch nicht bekannt.

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Redaktionsschluss:
07/2021