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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_1_Zitate und vier Ecken
Zitate zum Klimawandel
Vier-Ecken-Methode
Was der Mensch heute anstellt, ähnelt eher
dem Asteroideneinschlag an der Kreide-
Paläogen-Grenze. Dass so etwas jetzt
geschieht, in diesem Tempo, auf einem
überbevölkerten, übernutzten Planeten,
gleicht einem kollektiven Suizidversuch.
Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher, Potsdam
– Institut für Klimafolgenforschung, Mai 2018
Der Klimawandel ist die
„Überlebensfrage der
Menschheit“. Praktisch führen
wir einen Dritten Weltkrieg
gegen die Natur und damit
gegen uns selbst, denn wir sind
ein Teil der Natur.
Franz Alt, Journalist und Buchautor,
April 2018
Beim Klimawandel hat sich die Krise
dramatisch verschärft seit Beginn
der 2000er Jahre. Hier schließen
sich gerade die letzten Fenster von
Handlungsmöglichkeiten, um die
Erderwärmung noch in einem
verträglichen Rahmen zu halten.
Hermann Ott, ehem.
Bundestagsabgeordneter, Wuppertal-Institut,
April 2018
Der Klimawandel darf nicht mehr
isoliert als ökologische
Herausforderung betrachtet werden,
sondern als Gesundheitsproblem,
das mehr und mehr Menschen
betreffen wird.
Florian Schöne, Generalsekretär des
Umweltdachverbandes Deutscher
Naturschutzring (DNR), April 2018
Ich sage, dass es derzeit nicht
nachweisbar ist, dass tatsächlich die
Klimaerwärmung menschengemacht
ist.
Georg Pazderski, Stellv. Bundesvorsitzender
AfD, Januar 2018
Diese gesamte Klimahysterie ist
wirklich an den Haaren
herbeigezogen.
Alice Weidel, Bundesvorsitzende AfD,
Januar 2018
Ziel
Vorwissen aktivieren, Diskussionsanregungen liefern, für das Thema motivieren
1. Vier der oben aufgeführten Zitate befinden sich, groß gedruckt auf A3-Papier im
Raum, eines in jeder Ecke.
2. Die Schüler/innen wählen nach einem kurzen Herumgehen das Zitat aus, welches
die meisten Assoziationen in ihnen auslöst.
3. Die Schüler/innen sprechen und diskutieren mit ihren Mitschülern über die Gründe
für Auswahl dieses Zitats.
4. Die Schüler/innen sammeln zentrale Schlagworte, Fragen und
Diskussionsanregungen in einer Mind Map.
5. Die Schüler/innen stellen eine Zusammenfassung ihres Gesprächs den anderen
Mitschülern vor.

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Sek2_AB_2_Advanced Organizer
Einen eigenen Medienbeitrag gestalten: Klimawandel GLOKAL
Untersuchungen zum Klimawandel als globales und lokales Phänomen
Arbeiten Sie entsprechend der im Advanced Organizer (M_1) vorgegebenen Struktur mit den
Arbeitsmaterialien und lösen Sie die zugehörigen Aufgaben.
Entwickeln Sie eine persönliche Stellungnahme als Antwort auf eines der Ausgangszitate.
Stellen Sie die Arbeitsergebnisse in einem der folgenden Produkte dar:
Videobeitrag
Radiofeature
Zeitungsartikel / Zeitungskommentar.
Achten Sie bei ihrem Beitrag auf die folgenden Kriterien:
inhaltliche Komplexität, fachliche Korrektheit: Inhalt entspricht den Arbeitsergebnissen
mediale und sprachliche Darstellung: Auswahl der Bilder, Motive, Töne
überzeugende Begründung für ihren persönlichen Standpunkt zu einem der Zitate.
M_1 Advanced Organizer: Klimawandel GLOKAL

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Stand: 07.2018
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Sek2_AB_3_Strahlungshaushalt und nTHE
Wiederholung
Die Kraft der Sonne: Strahlungshaushalt und natürlicher Treibhauseffekt
1. Erläutern Sie den Strahlungshaushalt der Erde mit Hilfe von M_1 und M_2.
2. Erklären Sie, welche Bedeutung dabei der natürliche Treibhauseffekt hat.
Strahlungshaushalt der Erde
Die Sonne ist die wichtigste Energiequelle für das Leben auf der Erde und das Wettergeschehen in
der Atmosphäre. Nur ein winziger Bruchteil der gesamten von der Sonne abgestrahlten Energie-
menge (etwa ein Fünfzigtausendstel) erreicht die äußersten Schichten der rund 150 Millionen Kilo-
meter von ihr entfernten Erde. Doch was passiert mit den Sonnenstrahlen, wenn sie auf der Erde
ankommen? Etwa 1367 W/m
2
kurzwellige Sonneneinstrahlung erreichen im Mittel die Obergrenze
der Atmosphäre. Dieser Wert wird als Solarkonstante bezeichnet. Ihr tatsächlicher Wert variiert je-
doch um 3 bis 4 % zwischen 1325 bis 1420 W/m
2
.
Die auf der Erde eintreffende Sonneneinstrahlung (auch
Globalstrahlung
genannt) ist abhängig
vom Einstrahlungswinkel und der Bewölkung. Sie wird zu 51 % von der Erdoberfläche und zu 19 %
von der Atmosphäre (durch Wasserdampf, Ozon, Staub) absorbiert. 30 % gehen durch Reflexion an
den Wolken, feinsten Staubteilchen und Gasen sowie der Erdoberfläche – besonders Schneeflä-
chen – zurück in den Weltraum. Das ist die planetare Albedo, das Reflexionsvermögen des Plane-
ten Erde.
Die Menge der absorbierten Globalstrahlung ergibt sich dabei aus der Differenz von einfallender
Sonnenstrahlung und der durch die Erdoberfläche reflektierten Strahlung. Die effektive Ausstrahlung
resultiert aus der Differenz zwischen Ausstrahlung der Erdoberfläche und
Gegenstrahlung
. Ohne
die Gegenstrahlung der Atmosphäre (=natürlicher Treibhauseffekt) läge die mittlere Lufttemperatur
der Erde bei -18 °C, während sie tatsächlich +15 °C beträgt. Die gesamte
Strahlungsbilanz
(=Nettostrahlung) resultiert aus der Differenz zwischen absorbierter Globalstrahlung und effektiver
Ausstrahlung.
Treibhausgase und natürlicher Treibhauseffekt
Das Zusammenspiel zwischen Einstrahlung, Absorption, Reflexion und Gegenstrahlung bezeichnet
man als natürlichen Treibhauseffekt. Wasserdampf ist hier das wichtigste Treibhausgas. Ohne die-
sen natürlichen Treibhauseffekt wäre die Erde kein lebendiger Planet, sondern eine lebensfeindliche
Eiswüste.
M_1 Wärme- und Strahlungshaushalt der Erde, Quelle: SMUL (2015),
Klasse Klima?!, S.30.

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Klimaschutz
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Sek2_AB_4a_natürliche Ursachen
M_3 Die wichtigsten Erdbahnparameter in charakteristischen Zeitskalen
Natürliche Ursachen von Klimaänderungen
-
Astronomische Einflüsse
Aus der paläoklimatologischen Forschung
sind
Schwankungen
der
globalen
Durchschnittstemperatur
in
den
letzten
Millionen Jahren zwischen 9 °C und 16 °C
bekannt.
Die
Wissenschaftler
bewegt
schon
lange
die
Frage
nach
dem
„Warum?“.
Sie unterscheiden natürliche
Ursachen
wie
geotektonische
und
astronomische Einflüsse von anthropogenen
also
vom
Menschen
gemachten
Ursachen.
M_2 Temperaturschwankungen in den letzten 11.000 J.
M_1 Klimaveränderung
M_5 Sonnenaktivität der letzten 400 Jahre
http://www.zwoenitz-wetter.de/html/sonnenaktivitat.html,
26.6.2018
Milankovich-Zyklen
sind
„zeitvariante Muster, in welchen
die auf die
Erde
auftreffende
Sonnenstrahlung
über
die
jährliche
Schwankung
hinaus
variiert. Auf der Erde kommen die
Zyklen
zum
Ausdruck
als
langperiodische Änderungen der
Solarkonstante
und
der
Ausprägung
der
Jahreszeiten
(extremer oder milder) auf der
Nord- bzw. Südhalbkugel. Als
himmelsmechanische
Ursache
für diese Schwankungen werden
heute drei sich überlagernde
säkulare
Änderungen
der
Parameter der
Erdbahn
und der
Erdachse
unterschieden.“
Sonnenflecken
sind dunkle Stellen
auf der sichtbaren Sonnenober-
fläche, die kühler sind und daher
weniger sichtbares
Licht
abstrahlen
als der Rest der Oberfläche. Ihre
Zahl und Größe ist das einfachste
Maß
für
die
sogenannte
Sonnenaktivität
.
Vereinfacht
gesagt: Je mehr Sonnenflecken,
desto höher ist die Aktivität der
Sonne. Zeitversetzt erhöht sich die
Sonnenstrahlung um einige zehntel
Prozent. Ursache der Flecken und
der in ihrer Nähe auftretenden
Ausbrüche
(Sonnenfackeln) sind
starke
Magnetfelder.
M_4 Milankovich-Zyklen, Wikipedia 2018
M_6
Sonnenflecken,
Seydlitz
Geographie
Oberstufe 2016, S. 64

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Sek2_AB_4a_natürliche Ursachen
1. Beschreiben Sie, wie sich die globale Durchschnittstemperatur in den letzten 11000 Jahren
verändert hat. (M_1, M_2)
2. Erläutern Sie ausgewählte natürliche Einflüsse auf das Klima. Unterscheide Sie dabei
astronomische und geotektonische Einflüsse und ergänzen Sie dazu die Tabelle. (M_3 – M_8)
3. Tauschen Sie sich zu den verschiedenen natürlichen Einflüssen von Klimaänderungen aus.
Ergänzen Sie Ihre Tabelle.
4. Entwickeln Sie in Ihrer Arbeitsgruppe zu jedem Einflussfaktor ein Piktogramm.
Natürliche
Einflüsse
Erläuterung
Astronomische
Einflüsse
Geotektonische
Einflüsse
Pikto-
gramm
-
-
-

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Sek2_AB_4b_natUrsachen
M_1 Klimaveränderung, SMUL 2010
Natürliche Ursachen von Klimaänderungen - Geotektonische Einflüsse
Aus der paläoklimatologischen Forschung
sind Schwankungen der globalen Durch-
schnittstemperatur in den letzten Millionen
Jahren zwischen 9 °C und 16 °C bekannt.
(…)
Die Wissenschaftler bewegt schon
lange die Frage nach dem „Warum?“.
Sie
unterscheiden natürliche Ursachen wie ge-
otektonische und astronomische Einflüsse
von anthropogenen – also vom Menschen
gemachten – Ursachen.
M_2 Temperaturschwankungen in den letzten 11.000
Jahren, SMUL 2010
Gewaltige Vulkaneruptionen können massiv
in das Weltklima eingreifen, es über Jahre
beeinflussen. Der Ausbruch des Tambora
(1815) in Indonesien hat dies eindrucksvoll
bewiesen: das Jahr 1816 ging als Jahr oh-
ne Sommer in die Geschichte ein. Auch der
ab 1991 (bis etwa 1993) vorübergehend
festzustellende Temperaturrückgang um
0,5 °C auf der Nordhemisphäre wurde
durch eine explosive Vulkaneruption her-
vorgerufen: die des Pinatubo vom 9. Juni
1991. Der Grund: Durch die Eruptionen
werden Gase und Partikel bis in die Strato-
sphäre geschleudert, wo sie einen Teil der
Sonneneinstrahlung
absorbieren
(unter
Erwärmung der Stratosphäre) bzw. reflek-
tieren. Asche und Gase (= Aerosole) funkti-
onieren hier wie ein Sonnenschirm. Die
Sonneneinstrahlung in der unteren Atmo-
sphäre verringert sich: es wird kühler; aller-
dings meist nur für wenige Jahre.
M_7 Klimaänderung durch Vulkanausbrüche?, SMUL 2010
Plattentektonische Prozesse haben die Lage der Kontinente im Verlauf Erdgeschichte ständig ver-
ändert. Befinden sich an den Polen große Landmassen, führt das zu einer stärkeren Reflexion der
Sonnenstrahlen als bei einer Wasserfläche. Es kommt zu einer erhöhten Abkühlung und einer posi-
tiven Rückkopplung mit sinkenden Temperaturen sowie zu einer immer fortschreitenden Eisbildung.
Bei entsprechender Größe der Landmassen in Polnähe führt das Anwachsen der Eisdecke zu ei-
nem Sinken des Meeresspiegels. Weil sich damit auch die Wasseroberfläche verringert, kann weni-
ger Wasser verdunsten und die Niederschläge nehmen ab.
M_8 Geotektonische Prozesse, in: Brodengeier, E. u.a.(2016) TERRA Geographie Sachsen 11, Klett, Leipzig, S. 80.
Pinatubo-
Ausbruch
vom 12. Juni
1991, Abb.
gemeinfrei,
wikipedia

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Sek2_AB_4b_natUrsachen
1
.
Beschreiben Sie, wie sich die globale Durchschnittstemperatur in den letzten 11000 Jahren ver-
ändert hat. (M_1, M_2)
2.
Erläutern Sie ausgewählte natürliche Einflüsse auf das Klima. Unterscheiden Sie dabei astro-
nomische und geotektonische Einflüsse und ergänzen Sie dazu die Tabelle. (M_3 – M_8)
3.
Tauschen Sie sich zu den verschiedenen natürlichen Einflüssen von Klimaänderungen aus.
Ergänzen Sie Ihre Tabelle.
4.
Entwickeln Sie in Ihrer Arbeitsgruppe zu jedem Einflussfaktor ein Piktogramm.
Natürliche
Einflüsse
Erläuterung
Astronomische
Einflüsse
Geotektonische
Einflüsse
Pikto-
gramm
-
-
-

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Sek2_AB_5_anthrUrsachen
Anthropogene Ursachen globaler Klimaänderungen
1. Vergleichen Sie anhand der Materialien M_1 und M_2 die Entwicklung der globalen Durch-
schnittstemperatur mit der Entwicklung der globalen mittleren Treibhausgaskonzentration.
2. a) Recherchieren Sie im Internet nach Quellen anthropogener Emissionen. Nennen Sie mögliche
Ursachen für den Anstieg der in M_2 dargestellten Treibhausgase.
b) Erläutern Sie mit Hilfe von M_3 die Klimawirksamkeit der Treibhausgase in der Atmosphäre.
Treibhausgas
Quellen anthropogener Emissionen
Ursachen für Anstieg
CO
2
Methan CH
4
Lachgas N
2
O
Ozon O
3
FCKW
ANTEILE DER TREIBHAUSGASE AM ANTHROPOGENEN TREIBHAUSEFFEKT
M_1 Global gemittelte Oberflächentemperatur
1850-2012, IPCC 2014
M_2 Global gemittelte Treibhausgaskonzentration
(ppm = parts per million, ppb = parts per billion).
IPCC 2014
M_2 Quellen anthropogener
Emissionen

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Sek2_AB_5_anthrUrsachen
M_3 Treibhausgase und Treibhauseffekt im Jahr 2010 und 2014, vgl. SMUL 2010, IPCC 2014, S. 46.
Treibhaus-gas
Anthropogene
Emissionen
Atmosphärische
Konzentration 1998
Vorindustrielle
Konzentration
Anteil am
nat. THE
in %
Anteil am
anthr.
THE in %
(2010)
Anteil am
anthr.
THE in %
(2014)
Kohledioxid
(CO
2
)
30 Gt/Jahr
370,00 ppm
280,00 ppm
26
61
76
Methan
(CH
4
)
400 Mt/Jahr
1,7
ppm
0,7 ppm
2
15
16
Lachgas
(N
2
O)
15 Mt/Jahr
0,31
ppm
0,28 ppm
4
4
6
Ozon, bodennah
(O
3
)
0,5 Gt/Jahr
0,025 ppm
0,0 ppm
<8
<9
keine
Angabe
FCKW
0,4 Mt/Jahr
0,0005 ppm
0,0 ppm
0
11
2
Wasserdampf
(H
2
O)
relativ gering
2,6 %
2,6 %
60
indirekt
indirekt
ppm – parts per million, 10
-6
Volumenanteile
Gt – Milliarden Tonnen; Mt – Millionen Tonnen
3. a) Markieren Sie in der Tabelle M_4 die fünf Staaten mit dem größten
CO
2
-Ausstoß pro Kopf.
b) Erklären Sie die unterschiedlichen Emissionen von
CO
2
in Abhängigkeit von Entwicklungsstand
und Wirtschaft des Landes. (M_5) Nutzen Sie ggf. weitere Medien für Informationen zu BIP, Han-
delsströmen oder Rohstoffvorkommen.
c) Formulieren Sie eine Hypothese zur Entwicklung des globalen
CO
2
-Ausstoßes für die Zukunft.
Platz
Staat
CO
2
-Emissionen (2016) in MtCO
2
(Mio. t)
CO
2
-Emissionen (2016) in t CO
2
pro Kopf
1
China
10151
7,2
2
USA
5312
17,0
3
Indien
2431
1,8
4
Russland
1635
11,0
5
Japan
1209
9,5
6
Deutschland
802
9,8
7
Iran
656
8,2
8
Saudi-Arabien
634
20,0
9
Südkorea
595
12,0
10
Kanada
563
16,0
Zum Vergleich
37
Qatar
123
48,0
180
Nigeria
102
0,6
M_4 Die führenden Staaten beim Gesamtausstoß und beim Ausstoß pro Kopf von CO
2
2016 (Quelle: GCA 2018)
Trifft die kurzwellige energiereiche Strahlung von der Sonne auf die Erdoberfläche, wird
sie in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt. Die Treibhausgase vermindern die
Abstrahlung der langwelligen Strahlung ins Weltall, die Erdatmosphäre erwärmt sich.
Jedes Gas hat dabei unterschiedliche Strahlungseigenschaften. Verändert sich der An-
teil eines Spurengases am Gesamtgemisch, so wird auch die Menge der Energie ver-
ändert, die zur Erde zurück- bzw. in den Weltraum abgestrahlt wird.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
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Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_5_anthrUrsachen
Der Mensch heizt dem Klima ein
Die Industrieländer sind die Hauptverantwortlichen für
den Anstieg der CO
2
-Konzentration in der Atmosphäre –
auch historisch: In den letzten 150 Jahren haben sie ca.
80% des CO
2
ausgestoßen, obwohl hier nur ein Viertel
der Weltbevölkerung lebt. Die Entwicklungsländer hinge-
gen sind Spitzenreiter bei den Emissionen, die durch
Reisanbau, Verbrennung von Biomasse, Nutztierhaltung
und Waldzerstörung verursacht sind – auch gefördert
durch den Energiehunger der Industriestaaten.
Noch immer basiert die Weltenergieversorgung vor allem
auf fossilen Energieträgern. Wirtschaften und denken wir
wie bisher – was auch die schnell wachsenden Emissio-
nen der Schwellen- und Entwicklungsländer einschließt –
könnte sich das Erdklima bis 2100 um 5 °C erwärmen:
ein Temperaturunterschied zwischen einer Kaltzeit und
einer Warmzeit. Aus der heutigen Warmzeit steuerten wir
also auf eine „Heißzeit“ zu.
M_5 Der Mensch heizt dem Klima ein, SMUL 2010

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Stand:30.7.2018
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Sek2_AB_6a_Gruppenarbeit_Eisschmelze
Arbeitsteilige Gruppenarbeit – Teilnehmer 1
Globale Folgen des Klimawandels – Unerheblich oder dramatisch?
1. Erstellen Sie auf Grundlage der arbeitsteiligen Aufgaben gemeinsam eine Concept Map
zu den globalen Ursachen und Folgen des Klimawandels.
a) Beschreiben Sie die globale Verteilung der Folgen des Klimawandels mit Hilfe von M_1.
b) Arbeiten Sie aus dem Material (M_2, M_3) beispielhaft globale Folgen des Klimawandels
heraus. Vergleichen Sie dazu die Bilder in M_2 und erstellen Sie aus dem Text M_3 ein
Wirkungsschema.
c) Tauschen Sie sich über die verschiedenen globalen Folgen aus und erstellen Sie eine
Tabelle. Unterscheiden Sie dabei physikalische, biologische und menschliche Systeme.
d) Erklären Sie sich exemplarisch Zusammenhänge zwischen den Folgen unterschiedlicher
Systeme/ des gleichen Systems. Notieren Sie zwei- bis dreigliedrige Wirkungsketten.
Seit 150 Jahren sammeln sich immer mehr Treibhausgase in der Atmosphäre, die zu ei-
nem anthropogenen Treibhauseffekt führen. Zusammen mit den Rückkopplungen innerhalb
des Klimasystems erhöht sich fortschreitend die globale Mitteltemperatur. Doch welche
Auswirkungen hat dies auf die Umwelt und den Menschen?
M_1 Weitverbreitete Auswirkungen des Klimawandels
IPCC:
https://www.ipcc.ch/report/graphics/index.php?t=Assessment%20Reports&r=AR5%20-
%20WG2&f=Technical%20Summary (am 3.7.2018)

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Sek2_AB_6a_Gruppenarbeit_Eisschmelze
Eisschmelze und Meeresspiegel
M_2 Ausdehnung des arktischen Meereises im September 1979 und 2012 auf Satellitenfotos, die das
Meereis jeweils zur Zeit seines Sommerminimums zeigen,
NASA,
https://www.nasa.gov/vision/earth/environment/arcticice_decline.html
(am 2.7.2018)
In den Gebirgsketten der Welt gehen die Gletscher zurück. Die Alpen haben seit der Industriali-
sierung die Hälfte ihres Eises verloren - und die Geschwindigkeit des Rückgangs nimmt zu. Die
Eiskappe des Kilimandscharo könnte bereits um das Jahr 2020 verschwunden sein. Ebenso ist
ein Rückgang des arktischen Meereises festzustellen (s. M_2) und die Wissenschaftler rechnen
bereits aus, dass das arktische Meer um 2050 herum im Sommer eisfrei sein könnte. Eine rasan-
te Abnahme des Eises lässt sich auch am grönländischen und antarktischen Eisschild beobach-
ten. In der Antarktis brach im Jahr 2002 ein Stück des Larsen-B-Eisschelfs ab. Dies wiederum
verstärkt den Rückgang des Eises, da die schwimmenden Eisschelfe offenbar das Kontinental-
Eis stabilisieren: Ohne Schelf rutscht dieses ins Meer, und taut dort durch das (relativ) warme
Wasser.
Die Folgen der Eisschmelze: Eis reflektiert Sonnenlicht zu über 90 %, Meerwasser absorbiert
über 90 % - das Abschmelzen würde daher die Erwärmung weiter verstärken. Rund um die arkti-
schen Eisgebiete tauen zudem die Permafrostböden, durch deren Schmelzen riesige Mengen
Methan freigesetzt würden. Die Erwärmung des Ozeans hat eine weitere Folge: Wasser dehnt
sich - wie alle Materie - aus, wenn es wärmer wird. Dazu kommt das Wasser aus dem schmel-
zenden Kontinental-Eis (s. oben). Beides zusammen hat dafür gesorgt, dass der Meeresspiegel
seit 1880 um 20 Zentimeter gestiegen ist. Derzeit steigt er um 3,2 Zentimeter pro Jahrzehnt.
M_3 Rückgang der Eisgebiete und Anstieg des Meeresspiegels
Text auf Grundlage von
www.oekosystem-erde.de
weiterführend:
The world after sea level rise
https://www.youtube.com/watch?v=xE0KtLy5j8w
Gefilmte Gletscherschmelze aus dem Film Chasing Ice
https://www.youtube.com/watch?v=hC3VTgIPoGU

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Stand: 30.7.2018
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Sek2_AB_6b_Gruppenarbeit_Wasserkreislauf
Arbeitsteilige Gruppenarbeit – Teilnehmer 2
Globale Folgen des Klimawandels – Unerheblich oder dramatisch?
Erstellen Sie auf Grundlage der arbeitsteiligen Aufgaben gemeinsam eine Concept Map zu
den globalen Ursachen und Folgen des Klimawandels.
a) Beschreiben Sie die globale Verteilung der Folgen durch den Klimawandel mit Hilfe von M_1.
b) Arbeiten Sie aus dem Material (M_2-M_5) beispielhaft Folgen des Klimawandels heraus. Er-
stellen Sie mit Hilfe von M_6 ein Wirkungsschema, welches den Einfluss des Klimawandels
auf den Wasserkreislauf darstellt.
c) Stellen Sie eine These für die zukünftige Entwicklung der Niederschläge in der Sahel-Zone
auf und erklären Sie daraus resultierende Folgen für die Bevölkerung.
d) Tauschen Sie sich über die verschiedenen globalen Folgen aus und erstellen Sie eine
Tabelle. Unterscheiden Sie dabei physikalische, biologische und menschliche Systeme.
e) Erklären Sie sich exemplarisch Zusammenhänge zwischen den Folgen unterschiedlicher
Systeme/ des gleichen Systems. Notieren Sie zwei- bis dreigliedrige Wirkungsketten.
Seit 150 Jahren sammeln sich immer mehr Treibhausgase in der Atmosphäre, die zu ei-
nem anthropogenen Treibhauseffekt führen. Zusammen mit den Rückkopplungen innerhalb
des Klimasystems erhöht sich fortschreitend die globale Mitteltemperatur. Doch welche
Auswirkungen hat dies auf die Umwelt und den Menschen?
M_1 Weitverbreitete Auswirkungen des Klimawandels
IPCC:
https://www.ipcc.ch/report/graphics/index.php?t=Assessment%20Reports&r=AR5%20-
%20WG2&f=Technical%20Summary (am 3.7.2018)

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Stand: 30.7.2018
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Sek2_AB_6b_Gruppenarbeit_Wasserkreislauf
Wasserkreislauf
https://www.google.de/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiA_e
7hypHcAhXDKVAKHWTGAQEQjRx6BAgBEAU&url=http%3A%2F%2Fwww.kirche-
uelzen.de%2Fcms%2Findex.php%2Faktuell%2F733-duerre-im-
sahel.html&psig=AOvVaw1uH81WZXnLBdx1cRIpPL6y&ust=1531210768288837
2010 hat das
Hochwasser
in
Pakistan
20 %
des Landes unter Wasser gesetzt, fast
2000 Menschen starben. Insgesamt waren
20 Millionen Menschen davon betroffen.
Der Anstieg des Meeresspiegels sowie sint-
flutartige Niederschläge führen dazu, dass
komplette Küstenregionen (auch weit bis
ins Hinterland) überflutet werden. Zudem
können Starkniederschläge Bäche und
Flüsse so stark anschwellen lassen, dass
Landstriche und Städte überflutet werden
(z.B.: Elbe 2002).
M_6 Verstärkung des Wasserkreislaufs durch die
globale Erwärmung
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.ph
p/Datei:Wasserkreislauf.gif (am 3.7.2018)
M_5 Überschwemmungen und Starknieder-
schläge
„Die Hitze-Extreme nehmen nicht einfach nur deshalb zu, weil wir den Planeten erwärmen, sondern weil der
Klimawandel zusätzlich Luftströme stört, die wichtig sind für die Entstehung unseres Wetters. Die verringer-
ten täglichen Schwankungen, die wir beobachten, führen zu länger anhaltenden Wetterlagen. Und diese
lassen Extreme entstehen, die sich über Wochen erstrecken.“
M_2 Zitat von Dim Coumou, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
M_3 Niederschläge im Juni-Oktober in der
Sahelzone 1900-2013. Gezeigt ist die
Abweichung vom Mittel der Jahre 1898–
1993 als Index.
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/i
ndex.php/Datei:Sahel_rainfall_timeseries.
png
M_4 Dürre im Sahel
http://www.kirche-
uelzen.de/cms/index.php/aktuell/733-
duerre-im-sahel.html (am 9.7.2018)
Durch die zunehmende Konzentration
von Treibhausgasen wird die Atmosphä-
re erwärmt. Dadurch erhöhen sich die
Verdunstung und die atmosphärische
Wasserdampfkapazität. Die Folgen sind
einerseits
Dürren
und andererseits mehr
Wasserdampf in der Atmosphäre und
stärkere Niederschläge.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_6c_Gruppenarbeit_Tier- und Pflanzenwelt
Arbeitsteilige Gruppenarbeit – Teilnehmer 3
Globale Folgen des Klimawandels – Unerheblich oder dramatisch?
Erstellen Sie auf Grundlage der arbeitsteiligen Aufgaben gemeinsam eine Concept Map zu
den globalen Ursachen und Folgen des Klimawandels.
a) Beschreiben Sie die globale Verteilung der Folgen des Klimawandels mit Hilfe von M_1.
b) Arbeiten Sie aus dem Material (M_2, M_3) beispielhaft globale Folgen des Klimawandels
heraus. Beschreiben Sie dazu die Veränderungen der Vegetation in M_2, indem Sie M_2 mit
den gegenwärtigen Vegetationszonen im Atlas vergleichen.
c) Erklären Sie die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie auf den Menschen.
d) Tauschen Sie sich über die verschiedenen globalen Folgen aus und erstellen Sie eine
Tabelle. Unterscheiden Sie dabei physikalische, biologische und menschliche Systeme.
e) Erklären Sie sich exemplarisch Zusammenhänge zwischen den Folgen unterschiedlicher
Systeme/ des gleichen Systems. Notieren Sie zwei- bis dreigliedrige Wirkungsketten.
Seit 150 Jahren sammeln sich immer mehr Treibhausgase in der Atmosphäre, die zu ei-
nem anthropogenen Treibhauseffekt führen. Zusammen mit den Rückkopplungen innerhalb
des Klimasystems erhöht sich fortschreitend die globale Mitteltemperatur. Doch welche
Auswirkungen hat dies auf die Umwelt und den Menschen?
M_1 Weitverbreitete Auswirkungen des Klimawandels
IPCC:
https://www.ipcc.ch/report/graphics/index.php?t=Assessment%20Reports&r=AR5%20-
%20WG2&f=Technical%20Summary (am 3.7.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
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Sek2_AB_6c_Gruppenarbeit_Tier- und Pflanzenwelt
Tier- und Pflanzenwelt
M_2 LPJ-simulierte Verschie-
bungen von Vegetationszonen
bis 2071–2100. Gezeigt sind
nur Flächenänderungen von
mehr als 20% gegenüber dem
mittleren Zustand im Zeitraum
1971–2000.
http://www.klima-
warnsignale.uni-
hamburg.de/wp-
con-
tent/uploads/2014/04/gerten.pdf
LPJ = Name des Biosphären-
modells
Es gilt als wahrscheinlich, dass sich aufgrund des Klimawandels die Klima- und Vegetationszo-
nen um 150-550 Kilometer zu den Polen hin verlagern. Danach würden sich nicht nur Wüsten,
Steppen und Savannen ausdehnen. Die Veränderungen auf die Wälder des Nordens wären wie
in M_2 dargestellt einschneidend. Insgesamt dürften sich auch die für die Landwirtschaft zur
Verfügung stehenden Anbauflächen verringern.
Für die Gefährdung von bestimmten Baumarten und Ernten spricht auch die Ausbreitung von
Pflanzenschädlingen. Diese bevorzugen feucht-warme Bedingungen, welche in Zukunft in grö-
ßeren Gebieten, auch in den gemäßigten Breiten, vorhanden sein könnten. Beispielhaft hierfür
ist der Eichenprozessionsspinner, dessen Populationsdichte durch wärmere Temperaturen be-
günstigt werden könnte. Viele Tier- und Pflanzenarten werden sich einem raschen Klimawandel
nicht anpassen können. Durch die Erwärmung der Ozeane sind heute schon Korallenriffe ge-
fährdet, die nicht „mitwandern“ können, da sie häufig auf ein Riff oder eine Region beschränkt
sind. Korallen stellen einen wertvollen Schutz für die vom steigenden Meeresspiegel bedrohten
Küsten dar. Durch ihr Aussterben werden Küstenregionen zusätzlich gefährdet. Im sehr gut er-
forschten Monteverde-Regenwald in Costa Rica ist das Aussterben von Arten durch zunehmen-
de Austrocknung nachgewiesen: Die feuchtebringenden Nebel bilden sich aufgrund steigender
Temperaturen mittlerweile in zu großer Höhe. Ähnlich geht es den Arten, die bereits an den Po-
len leben: Der Lebensraum des Eisbären schrumpft.
M_3 Auswirkungen auf Flora und Fauna, zusammengefasst auf Grundlage von:
www.oekosystem-erde.de
und Folgen
des Klimawandels, In: Mir A. Ferdowsi: Weltprobleme, 2007.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
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Sek2_AB_6d_Gruppenarbeit_Gesundheit
Arbeitsteilige Gruppenarbeit – Teilnehmer 4
Globale Folgen des Klimawandels – Unerheblich oder dramatisch?
Erstellen Sie auf Grundlage der arbeitsteiligen Aufgaben gemeinsam eine Concept Map zu
den globalen Ursachen und Folgen des Klimawandels.
a) Beschreiben Sie die globale Verteilung der Folgen durch den Klimawandel mit Hilfe von M_1.
b) Arbeiten Sie aus dem Material (M_2-M_4) beispielhaft globale Folgen des Klimawandels auf
das Leben der Menschen heraus.
c) Erstellen Sie mit Hilfe von M_3 und Ihrem erworbenen Wissen Wirkungsketten mit min. vier
Gliedern, die beispielhaft den Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit des Menschen
darstellen.
d) Tauschen Sie sich über die verschiedenen globalen Folgen aus und erstellen Sie eine
Tabelle. Unterscheiden Sie dabei physikalische, biologische und menschliche Systeme.
e) Erklären Sie sich exemplarisch Zusammenhänge zwischen den Folgen unterschiedlicher
Systeme/ des gleichen Systems. Notieren Sie zwei- bis dreigliedrige Wirkungsketten.
Seit 150 Jahren sammeln sich immer mehr Treibhausgase in der Atmosphäre, die zu ei-
nem anthropogenen Treibhauseffekt führen. Zusammen mit den Rückkopplungen innerhalb
des Klimasystems erhöht sich fortschreitend die globale Mitteltemperatur. Doch welche
Auswirkungen hat dies auf die Umwelt und den Menschen?
M_1 Weitverbreitete Auswirkungen des Klimawandels
IPCC:
https://www.ipcc.ch/report/graphics/index.php?t=Assessment%20Reports&r=AR5%20-
%20WG2&f=Technical%20Summary (am 3.7.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz, Klima-
schutz
Stand: 7.2018
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Sek2_AB_6d_Gruppenarbeit_Gesundheit
M_4 Mangelware Wasser
Zeit Online:
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-03/prognose-europa-wassermangel
(am 4.7.2018)
Reset: https://reset.org/knowledge/mangelware-wasser (am 4.7.2018)
M_3 Wirkungspfade von Klimaänderungen auf die Gesundheit des
Menschen:
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:
Krankheiten_uebersicht.jpg (am 4.7.2018)
Gesundheit
Klimawandel und Bevölkerungszuwachs gefährden einer UN-Studie zufolge langfristig die weltweite
Wasserversorgung. „Bis 2070 wird die Wasserknappheit auch in Mittel- und Südeuropa zu spüren
sein“, heißt es
im
Weltwasserbericht
der
UNESCO.
Experten rechnen mit bis zu 30 % weniger Regen in ohnehin schon trockenen Regionen wie Südafrika
oder Teilen von Brasilien. Zunehmende Ernteausfälle sind die Folge. 24 bis 700 Millionen Menschen
werden in Zukunft zu Flüchtlingen aufgrund von Wasserarmut (umgekehrt werden 47% der Weltbevöl-
kerung in Regionen mit Hochwasserproblemen leben).
Klimatische Veränderungen wirken
sich nicht immer nur in eine Rich-
tung hinsichtlich einer Vermehrung
von Vektoren (Insekten, die Krank-
heiten übertragen) aus. Dennoch
wird insgesamt mit einer Zunahme
der Morbidität (Krankheitshäufig-
keit) und Mortalität durch vektorbe-
dingte
Infektionskrankheiten
als
Folge der Klimaerwärmung gerech-
net. Während dies vor allem die
unterentwickelten Länder in den
Tropen und Subtropen betrifft, […]
wird sich die Verbreitung von Vekto-
ren und die entsprechende Infekti-
onsepidemiologie auch in gemäßig-
ten Zonen der westlichen Welt be-
merkbar machen.
M_2 Globale Zunahme von Tropenkrank-
heiten
Jakob P. Cramer:
http://www.klima-
warnsignale.uni-hamburg.de/wp-
content/uploads/2014/12/cramer.pdf
(am 4.7.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand:30.07.2018
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Sek2_AB_7_Concept Map
Eine Concept Map erstellen
Ziel: Mit einer Concept Map lassen sich komplexe Themen
übersichtlich darstellen, so dass man auf einen Blick das
Wesentliche erkennen kann.
1) Das Thema formulieren und Stichwörter sammeln
Ausgehend von einem Thema, einer Fragestellung oder einem
Problem sammelst du alle Stichwörter, die dir in diesem
Zusammenhang einfallen. Die Begriffe und Gedanken notierst du
auf kleine Kärtchen.
2) Begriffe ordnen
Lege die einzelnen Begriffskärtchen auf eine einfarbige Unterlage
(z.B. Din A3) und lege eine sinnvolle Ordnung fest. Es ist hilfreich,
dir ein Ordnungssystem zu überlegen. Dabei helfen dir zum
Beispiel folgende Überlegungen:
1. Begriffe, die Orte benennen
2. Begriffe die Lagebeziehungen oder räumliche Muster
beschreiben
3. Begriffe, die Beziehungen oder Zusammenhänge
beschreiben
4. Begriffe, die eine Veränderung in der Zeit, einen Prozess beschreiben
5. Begriffe, die eine Abhängigkeit, einen Ursache-Folge-Zusammenhang oder
Wechselwirkung beschreiben
6. Begriffe, die eine subjektive Wahrnehmung oder eine Darstellung von etwas
beschreiben
3) Eine Concept Map erstellen
Das Thema schreibst du zentral in die Mitte oder als
Überschrift auf ein Blatt. Durch Verschieben der Kärtchen
und Hinzufügen von beschrifteten Pfeilen und Symbolen
stellst du das Thema anschaulich und übersichtlich dar.
Klebe alle Elemente auf und präsentiere dein Schema
deinen Mitschülern. Denke daran, die verwendeten
Symbole in einer Legende zu erklären.
nach: Raschke, N. (2018), Concept Maps, in: Praxis Geographie 7/8, Westermann, Braunschweig, S. 48-51.
Tipp:
einige Symbole die in deiner
Concept Map vorkommen
können
Wirkung
Wechselwirkung
}
Zusammenfassung
ist nicht gleich
?
Frage, Problem
wichtig
Widerspruch
Lösung, Lösungsweg
Tipp:
Wenn dir während des
Ordnens weitere
Begriffe einfallen,
erweitere deine
Begriffssammlung.
Tipp:
Verwende für jeden
Begriff ein Kärtchen.
Verwende die
Formatvorlage für
Begriffe

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 7.2018
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Sek2_AB_8_Klimawandel in Sachsen
Klimawandel bei uns in Sachsen?
M_3 Klima- und Klimaänderungsräume in Sachsen, Quelle:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/22321/document
s/35455
,
S.16
M_2 Bodenfeuchtezustand bis 1,8m Tiefe, Juli 2018, Quelle:
http://www.ufz.de/index.php?de=37937
(30.07.2018)
„Zu wenig Regen: Anhaltende Dürre
trocknet Elbe aus“ (MDR)
„Sorge
um die Ernte: Dürre macht
Sachsens Bauern zu schaffen“ (LVZ)
„Wann kommt endlich der Regen? Dürre
in Mitteldeutschland!“ (BILD)
M_1 Schlagzeilen im Sommer 2018, versch. Quellen
Sachsen
gehört
zur
gemäßigten
Klimazone und liegt in der Übergangszone
zwischen maritimem westeuropäischem
und
kontinentalem
osteuropäischem
Klima. Sachsen ist in drei Klimaregionen
unterteilt,
wobei
die
Merkmale
Temperatur, Niederschlag und klimatische
Wasserbilanz zu Grunde liegen: das
deutsche
Mittelgebirgsklima
mit
Erzgebirge und Vogtland, das deutsche
Berg-
und
Hügellandklima
mit
Mittelgebirgsvorland
und
Elbsandstein-
gebirge und das ostdeutsche Binnen-
landklima mit Leipziger Tieflandsbucht, der
Lausitz und dem Elbtal. Hinsichtlich der
Klimaänderungen werden zudem vier
Klimaänderungsregionen unterschieden.
1. Sammeln Sie aktuelle Schlagzeilen und Medienberichte, die auf Änderungen des Klimas oder
extreme Wetterphänomene in Ihrer Region verweisen. Ordnen Sie diese nach den
Kategorien: Temperatur, Niederschlag, Extremwetterereignisse.
2. Fassen Sie tabellarisch mit Hilfe der Materialien die Folgen des Klimawandels in Sachsen für
Temperatur, Niederschlag und Wetterextreme in den Klimaregionen Sachsens zusammen.
3. Ergänzen Sie die Folgen des Klimawandels in Sachsen in der bereits erstellten Concept Map.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_8_Klimawandel in Sachsen
Veränderungen von Temperatur, Niederschlag und Extremwetterereignisse
M_4 Abweichungen der mittleren Jahresmitteltemperatur (K) für Dekaden gegenüber 1961-1990 in Sachsen, 1881 bis
2100 (1881-2018 gemessene Daten, 2021-2100 Projektionsdaten WEREX-V-Ensemble), Quelle: LfULG, 2019
M_7 Jahresmittel der Lufttemperatur (°C) in Sachsen
1961-1990
M_8 Jahresmittel der Lufttemperatur (°C) in Sachsen
1991-2010
M_5 Anzahl der Sommertage (Tmax>25°C) pro Jahr
1961-1990
M_6 Anzahl der Sommertage (Tmax>25°C) pro Jahr 1996-
2010

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 7.2018
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Sek2_AB_8_Klimawandel in Sachsen
Die Niederschlagsveränderungen sind
räumlich
und
zeitlich
sehr
unterschiedlich.
In
der
Vegetations-
periode I (April – Juni) ist seit 1961 eine
abnehmende Niederschlagssumme und
ein damit einhergehendes Trockenheits-
risiko erkennbar, während die Summe in
der
Vegetationsperiode
II
(Juli
bis
September)
zunehmend
ist,
anteilig
haben dabei Starkregenereignisse und
deren
Intensität
zugenommen.
Der
Wechsel
von
Trockenperioden
und
Starkregenereignissen birgt eine erhöhte
Erosionsgefahr für Böden.
M_9 Abweichungen des mittleren Niederschlages in der
Vegetationsperiode I (April-Juni) (%) für Dekaden
gegenüber 1961-1990 in Sachsen, 1881 bis 2100 (1881-
2018 gemessene Daten, 2021-2100 Projektionsdaten
WEREX-V-Ensemble), Quelle: LfULG, 2019
M_10 Niederschlag mittlere Summe (mm)
Vegetationsperiode I 1961-1990
M_11 Niederschlag mittlere Summe (mm)
Vegetationsperiode I 1991-2015

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 7.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_8_Klimawandel in Sachsen
M_13 Änderungen der Intensität von
Starkregenereignisse 2011-2015 vs. 1961-1990
M_14 Änderungen der Häufigkeit des Auftretens von
Starkregenereignissen in Vegetationsperiode II
M_14 Änderungen der Häufigkeit des Auftretens von
Starkregenereignissen in Vegetationsperiode I
*R95p: Bezeichnung für die stärksten
5% der Regenereignisse
M_12 Bodenerosion durch einen Starkregen im Mai
©J. Döring, LfULG

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.7.2018
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Sek2_AB_9a_Regionale Betroffenheit
Regionale Betroffenheit in Sachsen
Arbeiten Sie mit der Tabelle und den Informationsblättern.
Stellen Sie arbeitsteilig je einen Bereich hinsichtlich der Chancen und Herausforderungen im
Klimawandel dar. Ergänzen Sie gemeinsam die Concept Map.
Mittelgebirge
Becken und
Hügelland
Tiefland
Wasserhaushalt und Wasserwirtschaft
Betroffenheit: +
gering ++ mittel +++ stark
periodisch stärker sinkende Grundwasserstände,
Verschlechterung der Wasserqualität in Grund- und Oberflächenwasser
bei langer Trockenheit,
häufigeres Austrocknen kleiner Fließgewässer,
Verschlechterung des ökologischen Zustandes von Gewässern
+
++
+++
Verschlechterung des ökologischen Zustandes durch Nährstoffeintrag
bei Starkniederschlag
+++
++
+
Erhöhung der Nutzungskonkurrenzen bei gleichzeitiger Abnahme des
Wasserdargebotes, Veränderung Anforderungen an Wasserentsorgung
durch hohe Niederschlagsvariabilität
++
+++
+++
Boden
Austrocknen durch Verdunstung, Zunahme von Wasser- und
Winderosion, Änderungen im Bodenwasser- und –wärmehaushalt
++
+++
++++
Biologische Vielfalt
Veränderung der Artenzusammensetzung, neue Lebensgemeinschaften,
Verdrängung einheimischer Arten, ggfs. Abnahme der Diversität, höhere
Wahrscheinlichkeit von Wassermangel in Feuchtbiotopen, Veränderung
der phänologischen Phasen, Förderung Trockenheit ertragender Arten,
Verlust der Arten, die an kühle, feuchte Standorte angepasst sind,
geänderte Verbreitungsmuster zahlreicher Arten, Fischsterben
+++
+++
+++
Landwirtschaft
Verlängerung der Wachstumsphase und potentiell höhere Erträge bei
optimaler Wasserversorgung, bei starker Erwärmung Humusabbau,
Änderung des Spektrum an pflanzlichen Unkräutern und tierischen
Schaderregern
+++
++
+
Jährlich hohe Ertragsvariabilität durch Extremereignisse (Hagel,
Spätfrost, Trockenheit, Dürre, Überschwemmung)
+++
+++
+++
Änderung und Zunahme des Spektrums pilzlicher Schaderreger und
pflanzlicher Krankheiten
+
++
+++
Zunahme von Hitzestress, Änderung des Krankheitsspektrums in
Tierproduktion, Verringerung der Wasserqualität in Aquakultur
+
+
+
Produktion höherwertiger Weine
+
+
+
Wald- und Forstwirtschaft
Bedeutungsgewinn wärmerer und trockenerer Standorte, zunehmendes
Auftreten lichter Waldformationen, verstärktes Wachstum der Baumarten
in höheren Gebirgslagen, Verschlechterung der Wuchsbedingungen in
niedrigen Höhenlagen, Verringerung der Holzvorräte und Holznutzung,
erhöhte Reproduktion wärmeliebender Insekten, erhöhte
Wahrscheinlichkeit der Einwanderung neuer Schadorganismen, erhöhtes
Waldbrand- und Sturmbruchrisiko
++
+++
+++
Siedlungsraum
Veränderung der Attraktivität touristischer Regionen, Verschlechterung
Badequalität im Sommer, Hitzestress in Städten, veränderte thermische
Beanspruchung von Gebäuden, Veränderung Energiebedarf,
Änderungen der Rahmenbedingungen für fossiler und erneuerbare
Energien, Veränderungen der Risiken für Verkehrsinfrastruktur,
Behinderung Elbschifffahrt
++
++
++
Vgl. SMUL (Hrsg), Klimawandel in Sachsen – wir passen uns an, 2015, S. 23, 24.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_9b_Landwirtschaft
Informationsblatt
Die sächsische Landwirtschaft im Klimawandel
Chancen
Die landwirtschaftliche Vegetationsperiode verlängert sich im 21. Jahrhundert, weil das Klima
insgesamt wärmer wird. Bis zum Jahr 2050 wird für die Leipziger Tieflandsbucht, das Leipziger Land
und das südliche sächsische Hügelland eine Verlängerung von 30-50 Tagen prognostiziert. Im
Elbtal werden es etwa 20-30 Tage sein und selbst in den höchsten Lagen des Erzgebirges werden
es etwa 5 Tage sein, um die sich die Vegetationsperiode verlängert. Für wärmeliebende Arten, zum
Beispiel Wein, werden sich die Anbaubedingungen verbessern. So werden bisher feucht-kühle
Lagen im mittleren und vorderen Erzgebirge durch den Klimawandel landwirtschaftlich begünstigte
Standorte sein. Auch der Anstieg des CO
2
-Gehaltes in der Atmosphäre wirkt sich nach bisherigen
Erkenntnissen positiv auf die Ertragsbildung aus, zum Beispiel bei Getreide, Raps, Rüben und
Kartoffeln.
Konfliktpotentiale
Das Pflanzenwachstum der meisten Kulturarten fällt in die Hauptvegetationszeit zwischen April und
Oktober. Steigende Temperaturen und längere Trockenperioden in dieser Zeit führen zur
Austrocknung
der
Bodenoberfläche
und
beeinflussen
besonders
das
Wachstum
der
Sommerkulturen negativ. Besonders betroffen sind die Oberlausitz und Nordsachsen, speziell das
Riesaer-Torgauer Elbtal und der östliche Teil des sächsischen Heidegebietes. Der frühe Beginn der
Vegetationsperiode kollidiert mit der Gefahr einsetzender Spätfröste. Durch Wetterextreme wie
Dürre, Hagel, Starkregen kommt es zu Ertragsausfällen, besonders im Pflanzen-, Garten- und
Weinbau. Zudem erhöht sich das Risiko für Bodenerosion und Überschwemmungen auf den
Feldern. Dadurch werden Düngemittel in Gewässer eingetragen und mindern die Wasserqualität.
Neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge etablieren sich, es gibt neue wärmeliebende
Unkrautarten und erhöhte Schädlingszahlen, weil diese durch die milden Temperaturen überwintern
können. Die größte Herausforderung für die Landwirtschaft liegt in der Zunahme an
Extremwetterereignissen. Das erschwert die zuverlässige Ertragsentwicklung.
M_1 Dauer der Vegetationsperiode1961-2000
M_2 Dauer der Vegetationsperiode 2041-2050

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_9b_Landwirtschaft
Klimaanpassung
Die Landwirtschaft muss Maßnahmen entwickeln, die der Anpassung an steigende Temperaturen,
abnehmende Niederschläge und Wetterextreme dienen, um Ertragsverluste zu verringern. Dies wird
beispielsweise durch geänderte Saat- und Pflanzzeiten, durch Züchtung angepasster Sorten,
Anlegen von Windschutzstreifen oder Hagel- und Kulturschutznetzen bewältigt. Auch neue
standortangepasste Anbaumethoden wie Fruchtfolgen mit trockentoleranten Sorten oder
wassersparende
Beregnungsmethoden
und
nachhaltige
Düngung
über
Injektions-
oder
Blattdüngung sind Möglichkeiten auf die Herausforderungen zu reagieren. Ziel soll es sein, auch
weiterhin ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Produkte zu erzeugen.
Klimaanpassung im Pflanzenbau
Sortenstrategie und
Bestandsführung
Erosionsschutz
Düngung und
Pflanzenernährung
Humusproduktion
Pflanzenschutz
Anbaustrategie
und -verfahren
Beregnung und
Bewässerung
Anbau von
Energiepflanzen
Fruchtfolge
Bodenbearbeitung
M_3 Themenfelder der Klimaanpassungsstrategien im Pflanzenbau nach SMUL, 2014
Weiterführende Literatur:
Kliem, Lea, George, Katja, Ergebnispapier zur Vorbereitung des Stakeholderdialogs zur Klimaanpassung. Vom Starkregen
bin Trockenheit – Anpassungsstrategien für deutsche Landwirtschaft, 2017:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2666/dokumente/uba-
dialog_anpassungsstrategien_landwirtschaft_ergebnispapier.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.), Klimawandel und Landwirtschaft, Fachliche
Grundlage für die Strategie zur Anpassung der sächsischen Landwirtschaft an den Klimawandel, 2009:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11581/documents/12039
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Hrsg.), Anpassungsmaßnahmen des sächsischen
Pflanzenbaus an den Klimawandel, 2014:
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11449/documents/29474
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Hrsg.), Buchführungsergebnisse der Landwirtschaft
2016/2017, 2017
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/30795/documents/45990
(zuletzt am 29.06.2018)
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (Hrsg.), Klimawandel in Sachsen – wir passen und an!
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/22321/documents/35455
(zuletzt am 02.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_9c_Forstwirtschaft
Informationsblatt
Die sächsische Forstwirtschaft im Klimawandel
M_1 Die Verbreitungsareale der Hauptbaumarten 1971-2000
M_2 Die Verbreitungsareale der Hauptbaumarten Projektion 2091-2100

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_9c_Forstwirtschaft
Chancen
Die Forstwirtschaft dient der Rohstofferzeugung sowie dem Erhalt von Schutz- und Erholungsraum.
Eine nachhaltige Forstwirtschaft berücksichtigt ökologische, soziale und wirtschaftliche Interesse
gleichermaßen und ist langfristig zukunftsfähig ausgerichtet. Die zukünftigen Erträge in der
Forstwirtschaft hängen vor allem davon ab, wie sich die Wasserversorgung entwickelt, ob der
Baumbestand den veränderten Standorteigenschaften entspricht und wie die Pflanzen auf
Temperaturänderungen reagieren. Auch die Art der Bewirtschaftung beeinflusst die Ertragsfähigkeit.
Die Chancen liegen in einem höheren Ertragspotential, weil sich die Vegetationsperioden
verlängern. Gut an die Standortbedingungen angepasste Pflanzen stabilisieren den Ertrag und
können ihn sogar steigern.
Konfliktpotentiale
Bäume können nicht wie Tiere fliehen. Sie stehen fest verwurzelt – mitunter mehrere hundert Jahre
am selben Ort. Die Anpassungsprozesse der Forstwirtschaft auf den Klimawandel benötigen daher
viel Zeit. Bäume, die wir heute pflanzen werden über die Zeiträume der Klimaprognosen
hinausgehend einem sich ändernden Klima ausgesetzt sein.
Die veränderte Wasserversorgung ist ein begrenzender Faktor, der sich besonders im Tiefland
negativ auswirkt. Weniger Niederschlag im Sommer sowie regenreiche und schneearme Winter
führen langfristig zu einer anderen Artenzusammensetzung von Pflanzen und Tieren.
Beispielsweise wird durch extreme Niederschläge der Oberboden durchweicht und instabil. Die
flachwurzelnden Nadelbäume sind so einem höheren Risiko für Sturmschäden ausgesetzt. In
besonders trockenen Phasen erhöht sich das Waldbrandrisiko. Schädliche Insekte profitieren von
der längeren Vegetationsperiode, weil sie bessere Fortpflanzungsbedingungen haben.
Steigende Temperaturen, längere Sonnenscheindauer, der daraus resultierende erhöhte
Transpirationsbedarf der Waldgesellschaften und die Verringerung der Niederschläge vor allem im
Frühjahr und im Sommer führen zu einer erheblichen Ausweitung der extremen Trockengebiete im
sächsischen Tief- und Hügelland sowie der Standorte, die durch Kiefernwald besiedelt werden. Im
Mittelgebirge werden Waldgesellschaften mit Hauptbaum Fichte in Hoch- bis Kammlagen
zurückgedrängt. Buchendominierende Mischwälder dringen bis in die Hochlagen vor.
Anpassungsstrategien
Die Forstwirtschaft in Sachsen reagiert auf die Veränderungen mit einem Waldumbau nach dem
Motto: Risikostreuung durch Vielfalt. Durch einen intensiven und naturnahen Waldumbau wird ein
stabiles Waldökosystem geschaffen. Baumarten und Alterszusammensetzung der Bäume werden
variiert. In den trockensten Regionen Sachsens, im Tief- und Hügelland sollen trockentolerante
einheimische Baumarten wie Traubeneiche und Hainbuche sowie fremde Baumarten wie Robinie
und Roteiche angebaut werden. Im Mittelgebirgsbereich verliert die nicht standortgerechte Fichte an
Bedeutung, weil sie sehr anfällig für Borkenkäferbefall und Sturmschäden ist. Eichen- und
Buchenwälder sind in den unteren und mittleren Berglagen stabiler. In den Kammlagen konzentriert
sich der Waldumbau auf eine Annäherung der Bestandsstruktur der Fichtenforste an die natürlichen
Fichtenwälder.

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_9c_Forstwirtschaft
Vor Ort
Mit Hilfe der Abbildung lassen sich anhand des Baumbestandes Feuchtigkeits- und
Temperaturbedingungen des Standortes charakterisieren oder anhand der Merkmale des
Standortes passende Baumbestände, zum Beispiel für eine Neuanpflanzung zuordnen.
M_3 Diagramm ausgewählter Baumarten (Material Ordner,
Weiterführende Literatur
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Klimaveränderungen in Sachsen – Auswirkungen auf die
Forstwirtschaft
https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/download/klima/forstwirtschaft.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Umweltbundesamt (Hrsg.), Themenblatt: Anpassung an den Klimawandel, Forstwirtschaft (2011),
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/364/publikationen/kompass_themenblatt_forstwirtschaft_2015
_net.pdf
(zuletzt am 29.06.2018)
Methoden vor Ort
Dendrochronologie (Baumscheiben zur Charakterisierung der Witterungsbedingungen in verschiedenen Jahren): Klasse
Klima?!, Modul 1b, AB4
Legende
T=1
Kühlezeiger (3 °C)
T=2
Mäßigwärmezeiger (6 °C)
T=3
Wärmezeiger (9 °C)
F=1
Trockenzeiger, auf trockenen Böden häufig
F=2
Frischezeiger, fehlt auf nassen sowie öfter
austrocknenden Böden
F=3
Feuchtezeiger, auf gut durchfeuchteten,
aber nicht nassen Böden
große Feuchtigkeitstoleranz
große Temperaturtoleranz
Baumarten*
A
Traubeneiche
B
Winter-Linde
C
Robinie,
D
Rot-Buche
E
Schwarz-Erle
F
Sommer-Linde
G
Flatter-Ulme
H
Gewöhnliche Fichte
I
Weiß-Tanne, Gewöhnliche Esche
J
Hainbuche, Spitz-Ahorn, Stiel-Eiche
K
Berg-Ahorn
*Gewöhnliche Kiefer, Hänge-Birke:
bei beiden Werten große Toleranz
M_1 Temperatur- und Feuchtigkeitstoleranz
ausgewählter Baumarten (eig. Darstellung)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_9d_Wasserwirtschaft
Informationsblatt
Die sächsische Wasserwirtschaft im Klimawandel
M_2 Die Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung
des Freistaates Sachsen
https://www.smul.sachsen.de/ltv/16984.htm
M_1 Wasserwirtschaftliche Handlungsfelder, Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und
Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Klimawandel und Wasserwirtschaft, 2011, S. 11,
https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/klima/broschuere_klima_und_wasser.pdf
M_3 Aufbau einer Talsperre

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_9d_Wasserwirtschaft
Aufgabe
Sachsen zählt in Deutschland zu den Bundesländern mit den meisten Talsperren. Die Aufgaben
einer Talsperre sind die Versorgung mit Wasser, der Erhalt der Gewässergüte, der
Hochwasserschutz sowie der Ausgleich von Niedrigwassers, Energiegewinnung, Naturschutz und
Tourismus.
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen betreut unter anderem rund 140 Stauanlagen. Talsperren
sind komplexe Bauwerke mit hohen sicherheitstechnischen Anforderungen. Viele sächsische
Talsperren können über ein System aus Rohren, Stollen, Fließgewässern oder Gräben im Verbund
bewirtschaftet werden. Bei Wasserengpässen oder Qualitätsproblemen in einer Talsperre kann so
Wasser aus einer anderen Talsperre an die Wasserwerke abgegeben werden. Talsperren sorgen
einerseits in Zeiten des Wassermangels für die Versorgung mit Wasser und bieten andererseits
einen Hochwasserschutz, indem sie Rückhalteraum für Wasser bereitstellen.
Herausforderung
Der Klimawandel beeinflusst und verändert den Wasserhaushalt, wodurch die Bewirtschaftung der
Talsperren mit den Aufgaben Hochwasserschutz und Wasserversorgung anspruchsvoller wird.
Kürzere Winter und eine veränderte Niederschlagsverteilung begünstigen den erhöhten
Nährstoffeintrag
in
das
Wasser,
Blaualgen
und
Bakterien
vermehren
sich
und
die
Schadstoffkonzentration im Wasser nimmt zu. Außerdem trocknen Gewässer aus oder die
Grundwasserneubildung geht zurück. Kraftwerke bekommen Kühlungsprobleme, weil das Wasser
zu warm ist. Regelmäßige Untersuchungen zur Wasserqualität, der Einsatz von Sauerstoffmatten
(Sauerstoffbegasungsanlagen) zur Verbesserung der Wasserbeschaffenheit, vor allem in den
Sommermonaten, die deutliche Erhöhung der Hochwasserrückhalteräume und die Planung bzw. der
Bau neuer Hochwasserrückhaltebecken in den Einzugsgebieten der Flüsse sowie die Verbindung
der
Talsperren
miteinander
zu
einem
Talsperrenverbund
sind
Anpassungswege
der
Talsperrenverwaltung an die veränderten Klimabedingungen.
Weitere Literatur, Links
https://www.smul.sachsen.de/ltv/
Aufbau einer Talsperre
https://www.smul.sachsen.de/ltv/36344.htm
(am 02.07.2018)
Steuerung einer Talsperre bei extremen Hochwasser
https://www.smul.sachsen.de/ltv/36305.htm
(am 02.07.2018)
Lehrmaterial: Sachsen Talsperren im Klimawandel
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/15609
(am 02.07.2018)
https://www.smul.sachsen.de/ltv/36213.htm
(am 02.07.2018)
Sachsen im Klimawandel
https://www.youtube.com/watch?v=NN2smb6bMWM
(am 02.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_9e_Stadt
Informationsblatt
Die sächsischen Städte im Klimawandel
M_1 Zahl der Tage mit Wärmebelastung in Dresden pro Jahr,
https://www.staedtebauliche-
klimafibel.de/?p=9&p2=2.6
(17.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_9e_Stadt
Wärmeinsel Stadt
Rund 75 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung wohnt in Städten. Die typischen
Eigenschaften und Probleme des Stadtklimas verstärken sich durch den Klimawandel. Gerade in
städtischen Gebieten mit ihrer hohen Bevölkerungs- und Bebauungsdichte liegen die
durchschnittlichen Temperaturen höher als im Umland. Die tagsüber von Gebäuden, Straßen,
Plätzen absorbierte Sonnenstrahlung dringt auch in die Gebäude ein. Die städtischen Gebäude
speichern die Wärme der einfallenden Strahlung und geben sie verzögert wieder ab. Deshalb tritt
die tägliche Maximaltemperatur in einer Stadt gegenüber dem Umland später ein und die
Schwankung des Temperaturverlaufes zwischen Minimal- und Maximaltemperatur sind geringer.
Die abendliche Abkühlung wird durch den mangelnden Abtransport von überwärmter Luft und
Schadstoffen verzögert. Auch fehlende Frischluftschneise, also unbebaute Flächen, die eine
Luftströmung ermöglichen, fehlen. Aufgrund der Flächenversiegelung* und dem geringen Anteil an
Grünflächen sind die Verdunstung und damit die Abkühlung reduziert. Nach Sonnenuntergang kann
der Temperaturunterschied zwischen Innenstadt und Umland 10Kelvin und mehr betragen. Der
relativ hohe Anteil an Treibhausgasen bewirkt einen lokalen Treibhauseffekt. Schließlich ist auch die
anthropogene Wärmeerzeugung besonders im Winter ein wichtiger Faktor, der zur Erwärmung der
Stadt gegenüber dem Umland beiträgt.
Klimaanpassung
Das städtische Klima bestimmt das Wohlbefinden der Menschen und prägt damit die Attraktivität
einer Stadt. Städte stehen vor den Herausforderungen zunehmender gesundheitlicher, thermischer,
luft- und wasserhygienischer Belastungen. Auch die Auswirkungen auf Systeme und Anlagen der
Wasserver- und entsorgung und der steigende Wasserbedarf zur Unterhaltung von Grünanlagen
fordern Strategien angemessen auf diese Belastungen zu reagieren. Es gibt kurz-, mittel- und
langfristig umzusetzende Maßnahmen. Mehr Grün in die Stadt (im Straßenraum, durch Dach- und
Fassadenbegrünungen),
Anlegen
offener
Wasserflächen
und
verbesserte
Versickerungsmöglichkeiten sind kurzfristig umsetzbar. Veränderungen im Gebäudedesign und der
Einsatz geeigneter Baumaterialien zählen zu den mittelfristigen Maßnahmen, während der
nachhaltige Stadtumbau mit einer ausreichenden Freiraumplanung eine langfristige Maßnahme ist,
die
heute
schon
beginnen
muss.
Eine
klimagerechte
Stadtplanung
sollte
die
Aufenthaltsbedingungen und die Siedlungsdurchlüftung verbessern sowie die Freisetzung von
Schadstoffen und Treibhausgasen in die Luft verringern.
*
bezeichnet das Bedecken des
Bodens
durch
Bauwerke
des Menschen. Von Flächenversiegelung wird
gesprochen, da in den Boden kein
Niederschlag
mehr eindringen kann und so viele der dort ablaufenden
Prozesse unterbunden werden.
Weiterführende Literatur / Links
Klimascout: Das Wiki zur Anpassung an den Klimawandel
http://www.klimascout.de/
(am 03.07.2018)
Klimawandel ist in Sachsen angekommen
https://www.mdr.de/sachsen/klimawandel-in-sachsen-angekommen-100.html
(am 03.07.2018)
Interaktive Klimafunktionskarte der Stadt Dresden
M_2 Skizze der städtischen Wärmeinsel (AB11a)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_9e_Stadt
http://stadtplan.dresden.de/(S(yjdv4xrduzhufped045xxil4))/spdd.aspx?TH=UW_SYN_KLIMA
(am 03.07.2018)
Städtebauliche Klimafibel Online:
https://www.staedtebauliche-klimafibel.de/
(am 03.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
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Sek2_AB_9f_Tourismus
Informationsblatt
Tourismus im Klimawandel
Das Bedürfnis nach Freizeit und Erholung
wächst in unserer Gesellschaft von Jahr zu
Jahr. Wir reisen häufiger und kürzer, dafür aber
oft nicht mehr ganz so weit. Naherholung ist
wieder gefragt – im Sommer und im Winter. Sachsen ist dabei eines der beliebtesten Kurzreiseziele
Deutschlands. Im Jahr 2017 begrüßte Sachsen 7,9 Millionen Gäste und zählte 19,5 Millionen
Übernachtungen. Neben den beiden Großstädten Dresden und Leipzig liegt das Erzgebirge an
dritter Stelle beim Übernachtungsaufkommen. Der Klimawandel beeinflusst die Attraktivität
touristischer Regionen, weil sich die Sommersaison verlängert, die Badequalität in Gewässern
abnimmt, Hitzestress in Städten zum Problem wird, sich die Wintersaison verkürzt und die
Schneesicherheit abnimmt.
Erzgebirge + Winter = Schnee?
Das Erzgebirge zählt zu den schönsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands und ist ein
bedeutendes
Fremdenverkehrs-
und
Wintersportgebiet.
Es
treten
lang
anhaltende
Stauniederschläge von West- und Nordwestwetterlagen auf. Im Vergleich zum Tiefland ist die
Niederschlagsmenge hier doppelt so hoch. In vielen Wintern sind die oberen Lagen bis in den April
hinein mit einer dichten Schneedecke bedeckt. Die Temperaturerhöhung durch den Klimawandel
verringert die Schneesicherheit und verlagert die Schneesicherheit in größere Höhen. Den
Klimaprojektionen zufolge werden bis zum Jahr 2050 nur noch Skigebiete über 1500 – 1600 Meter
schneesicher sein.
Das Erzgebirge reagiert auf die Klimaänderung. Immer mehr Skistationen setzen deshalb in den
unteren Pistenbereichen Beschneiungsanlagen (Schneekanonen) ein. Die Kosten dafür sind hoch.
Schneekanonen
verbrauchen
viel
Wasser und
Energie,
um
Schnee zu
produzieren.
Schneekanonen können bis zu einer Mitteltemperatur von etwa -3°C eingesetzt werden. Auch die
künstliche Beschneiung stößt durch die Klimaerwärmung an ihre Grenzen.
Die Tourismusverbände vor Ort denken darüber nach, welche Alternativen es für den Wintersport im
Erzgebirge gibt. Wie können Gäste – auch im Winter – mit alternativen Angeboten gelockt werden?
Wellness-Angebote, geführte Wanderungen, sportliche Aktivitäten, Jogging- und Radtouren sowie
gastronomische und kulturelle Angebote werden ausgebaut.
M_1 Reiseregionen in Sachsen
M_2 Gästeankünfte 2013-2017 in Sachsen
(
https://www.sachsen-
tourismus.de/fileadmin/userfiles/TMGS/Startseite/Partner
/Kooperationen_Themen/Marktforschung/2018-02-
23ausgew%C3%A4hlteJahresergebnisse2017.pdf
,
30.07.2018)

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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat 52 – Gebietsbezogener Immissionsschutz,
Klimaschutz
Stand: 30.07.2018
www.klimaschulen.sachsen.de
Sek2_AB_9f_Tourismus
Weiterführende Literatur, Links
Sächsisches Landesamt des Freistaates Sachsen (Hrsg.), Branchenreport Tourismus im Freistaat Sachsen 2015.
Statistischer Bericht, 2016,
https://www.statistik.sachsen.de/download/100_Berichte-G/G_IV_6_j15_SN.pdf
(zuletzt am 02.07.2018)
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.), Analyse der Klimaentwicklung in Sachsen.
Schriftenreihe, Heft 3/2015
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23868/documents/35257 (zuletzt am 02.07.2018)
Medieninformationen,18.02.2018, Sachsen Tourismus mit mehr als 19.5 Millionen Übernachtungen,
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/216444?page=2
Geoportal Reiseregionen in Sachsen
https://www.regionen.sachsen.de/navigationspunkt-saechsische-regionen-3950.html
(zuletzt am 02.07.2018)
Winterchronik
http://www.winterchronik.de
(zuletzt am 02.07.2018)
M_3 Flächenhafte Verteilung der Lufttemperatur TM (°C) in Sachsen im Winter, Quelle: Sächsisches Landesamt für
Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.), Analyse der Klimaentwicklung in Sachsen. Schriftenreihe, Heft 3/2015
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23868/documents/35257 (zuletzt am 02.07.2018)
M_4 Summe der Schneehöhe am Fichtelberg 1951/52 – 2017/18 in cm, Quelle:
http://www.winterchronik.de/winter-
chronik.jsf#
am 02.07.2018