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V.-Datum
KfW
Bankengruppe
Frankfurt am Main
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum
31.12.2013
22.07.2014
KfW Bankengruppe
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Bank aus Verantwortung
KfW im Überblick
Gesamtgeschäft der KfW
2013
Mio. EUR
2012
Mio. EUR
2011
Mio. EUR
Jahresabschluss
Geschäftsvolumen
525.018
550.409
555.564
Bilanzsumme
470.220
497.544
493.008
Begebene Schuldverschreibungen
389.979
404.659
399.160
Nachrangige Verbindlichkeiten
2.247
3.247
3.247
Eigene Mittel
18.817
19.035
16.614
Zinsüberschuss
-403
2.408
1.941
Provisionsüberschuss
201
147
153
Verwaltungsaufwand
833
779
581
Förderleistung
1)
597
560
557
Jahresüberschuss
654
1.464
547
Cost-Income-Ratio vor Förderleistung
31,0
25,0
21,9
Kernkapitalquote
20,6
18,2
18,3
Gesamtkapitalquote
2)
22,3
20,6
21,6
Zahl der Beschäftigten
4.293
4.231
3.890
1)
Bis 2011 nur Zinsverbilligungsleistungen, ab 2012 sämtliche Förderleistungen
2)
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote und Kernkapitalquote werden für interne Zwecke berechnet. Ab 2012 bezieht sich die Angabe auf den
Konzern.
Die Zahlen in den Tabellen wurden exakt gerechnet und summiert. Die Darstellung erfolgt gerundet. Hierdurch können sich in der
Summenbildung Rundungsdifferenzen ergeben. Tatsächliche Nullbeträge sowie auf Null gerundete Beträge werden als 0 Mio. EUR
dargestellt.
Bank aus Verantwortung
Lagebericht
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Schwäche der Weltkonjunktur setzte sich im Jahr 2013 fort. Damit wurde die Hoffnung auf eine allmähliche Verbesserung der
weltwirtschaftlichen Lage zunächst enttäuscht, erst in der zweiten Jahreshälfte kam es zu einer leichten Wachstumsbelebung. Die
magere Dynamik in den Industrieländern konnte nicht überraschen. Die Entwicklungs- und Schwellenländer blieben hingegen hinter
den Erwartungen zurück, wenngleich sie weiter stärker wuchsen als die Welt insgesamt. Es zeichnet sich ab, dass langsameres
Wachstum als in den 2000er Jahren für die Entwicklungs- und Schwellenländer die neue Normalität ist. Dafür verantwortlich sind
vielfältige strukturelle Schwächen in den Bereichen Infrastruktur, Arbeitsmärkte, Bildung und Finanzsysteme, gerade auch in den
großen Volkswirtschaften wie China, Brasilien und Indien. Aufgrund der weltweiten konjunkturellen Flaute expandierte auch der
Welthandel nur mit geringem Tempo.
Die Inflation ging trotz der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik der großen Notenbanken weltweit auch 2013 weiter zurück.
Insbesondere in den Industriestaaten dämpften die Nachfrageschwäche, die Unterauslastung der Produktionskapazitäten und die hohe
Arbeitslosigkeit den Preisauftrieb, hinzu kamen stagnierende oder gar fallende Rohstoffpreise. Das Inflationsniveau in den

Entwicklungs- und Schwellenländern blieb in etwa unverändert, dabei wirkten zum Teil deutliche Abwertungen der Währungen
preiserhöhend.
In den USA belasteten die politischen Konflikte um Haushalt und Schuldenobergrenze die Konjunktur. Die US-Wirtschaft büßte vor
allem aufgrund der restriktiveren Ausrichtung der Fiskalpolitik im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr merklich an Wachstumsdynamik
ein. Der preisbereinigte Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts lag bei 1,9 % gegenüber Vorjahr. Die Mitgliedsländer der Europäischen
Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) konnten im Jahresverlauf 2013 die Rezession hinter sich lassen, dennoch reichte es im
Gesamtjahr nicht für ein Produktionsplus. Die Bewältigung der Eurokrise machte weitere Fortschritte. Insbesondere die hohe
Arbeitslosigkeit, der in vielen Euroländern anhaltende fiskalische Konsolidierungskurs sowie ein in den Reformländern weiterhin
schwieriger Kreditzugang für Unternehmen stellten aber nach wie vor signifikante konjunkturelle Belastungsfaktoren dar. Insgesamt
ist die Wirtschaftsleistung in den Ländern der EWU im Jahr 2013 um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr geschrumpft. Die
Wachstumsentwicklung fiel etwas ungünstiger aus als von der KfW vor Jahresfrist erwartet. Verantwortlich dafür war nicht zuletzt der
unerwartet kräftige Wachstumsrückgang im Winterhalbjahr 2012/2013.
Deutschland blieb 2013 das zweite Jahr in Folge spürbar hinter seinem Wachstumspotenzial zurück. Besonders die erst zur
Jahresmitte mit Mühen überwundene Rezession in der Eurozone wirkte sich dämpfend auf die Realwirtschaft aus. Die verhaltenen
Absatzperspektiven im wichtigen Heimatmarkt Europa und die allgemeinen Unwägbarkeiten aus den laufenden Reformprozessen
ließen die Unternehmen trotz sehr günstiger Finanzierungsbedingungen bis weit in das Jahr hinein mit Investitionen zögern: Sowohl
die privaten Investitionen in Ausrüstungen (-2,7 %) als auch in Wirtschaftsbauten (-1,8 %) gaben im Gesamtjahr nach. Von den
Nettoexporten ging erstmals seit 2009 kein anregender Effekt auf das Wirtschaftswachstum aus, sie wirkten wachstumsneutral.
Positive Impulse kamen demgegenüber vom Konsum (+0,8 %) und von den Wohnbauten (+0,8 %). Insgesamt wuchs das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der zweiten Schätzung des Statistischen Bundesamts zufolge im Jahresdurchschnitt 2013 um 0,4
% (preis- und kalenderbereinigt: +0,5 %). Damit liegt das 2013 realisierte Wirtschaftswachstum am unteren Ende der Erwartungen
der KfW vor Jahresfrist. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die außergewöhnlich lange und harte Frostperiode zu Jahresbeginn,
welche die Wirtschaftsaktivität im Bau und in anderen witterungssensitiven Branchen im 1. Quartal überdurchschnittlich stark
behinderte. Die erwartete unterjährige Belebung der konjunkturellen Dynamik setzte infolgedessen -ausgehend von einem niedrigen
Startniveau - erst mit Verzögerung ein, was das Gesamtjahreswachstum zusätzlich belastete.
Die Entwicklung an den Finanzmärkten war im Jahr 2013 von einer weiteren Entspannung der Eurokrise geprägt. Entsprechend
bildeten sich die Risikoaufschläge auf Anleihen der Euro-Reformländer gegenüber deutschen Bundesanleihen vergleichbarer Laufzeit
weiter zurück - im Falle Italiens und Spaniens sanken diese im zehnjährigen Laufzeitenbereich auf den tiefsten Stand seit Mitte 2011.
In den Fokus der Finanzmarktteilnehmer rückte im Verlauf des Jahres 2013 verstärkt der weitere Kurs der US-Geldpolitik. Angesichts
sich aufhellender Konjunkturperspektiven deutete die US-Notenbank im Juni erstmals die Möglichkeit einer baldigen Drosselung ihrer
Wertpapierankäufe an. Dies führte zu erheblicher Unruhe an den Finanzmärkten. Sowohl an den Anleihemärkten als auch in anderen
Anlageklassen kam es zu merklichen Marktkorrekturen. Leidtragende waren nicht zuletzt auch die Entwicklungs- und Schwellenländer,
denen die hohe Volatilität an den Devisenmärkten zu schaffen machte. Die geldpolitischen Entscheidungsträger in den USA zeigten
sich deshalb in der Folgezeit bemüht, die Wogen wieder zu glätten. Die Drosselung der Wertpapierankäufe wurde zunächst
aufgeschoben und erst im Dezember angesichts deutlich verbesserter Konjunktur- und Beschäftigungsdaten sowie einer vorläufigen
Einigung im US-Haushaltsstreit beschlossen.
Insgesamt war der geldpolitische Kurs der US-Notenbank im Jahr 2013 weiterhin sehr expansiv ausgerichtet. Auch die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte ihre akkommodierende Geldpolitik fort und untermauerte diese durch zwei weitere Leitzinssenkungen. Vor
diesem Hintergrund war im Jahresdurchschnitt in beiden Währungsräumen ein weiterer Rückgang der Geldmarktsätze zu beobachten.
Die Entwicklung im längerfristigen Laufzeitenbereich unterlag im Jahr 2013 deutlichen Schwankungen. Die Renditen zehnjähriger
deutscher und US-Staatsanleihen fielen Anfang Mai auf ihr Jahrestief. In den Folgemonaten kam es zu einer Trendumkehr. Im
Vergleich zu ihren im Mai verzeichneten Tiefstständen notierten die Zinsen zehnjähriger US-Staatsanleihen am Jahresende um gut 140
Basispunkte und die Zinsen zehnjähriger Bundesanleihen um knapp 80 Basispunkte höher. Im Jahresdurchschnitt 2013 lagen die
Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen leicht und die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen merklich höher als im
Vorjahr. In diesem Umfeld hat die durchschnittliche Steilheit der Zinsstrukturkurven im Jahr 2013 im Vergleich zum Jahr 2012
zugenommen.
Die weitere Entspannung in der Eurokrise wirkte sich positiv auf den EUR/USD-Wechselkurs aus. Maßgeblichen Einfluss auf die
Wechselkursentwicklung hatten auch die im Jahresverlauf wechselnden Einschätzungen zur US-Geldpolitik. Im Jahresdurchschnitt
2013 ergab sich ein EUR/USD-Wechselkurs von knapp 1,33. Dies entsprach einer Aufwertung um gut 3 % gegenüber dem Jahr 2012.
Der EUR/USD-Wechselkurs bewegte sich im Jahresverlauf in einer Bandbreite von 1,28 bis 1,38.
Strategisches Zielsystem
Die KfW ist als Förderbank der Bundesrepublik Deutschland - Eigentümer sind zu 80 % der Bund und zu 20 % die Bundesländer - eine
der führenden Förderbanken der Welt. Den institutionellen Rahmen für den Förderauftrag einschließlich der Haftung des Bundes für
Verbindlichkeiten der KfW definiert das "Gesetz über die Kreditanstalt für Wiederaufbau".
Die strategische Ausrichtung bezieht sich auf die Entwicklung des Konzerns, daher entspricht die Darstellung im Folgenden
weitestgehend der im Konzernbericht.
Der KfW-Konzern verfügt über ein Strategisches Zielsystem, das die mittelfristig angestrebte Positionierung der KfW definiert. Es
beinhaltet ausgewählte Top-Level-Ziele auf Gesamtbankebene und dient als zentraler und verbindlicher Orientierungsrahmen für die
strategische Ausrichtung aller Geschäftsfelder auf einen Fünf-Jahres-Horizont.
Das Primärziel der KfW ist die Förderung, der wesentliche Kern der Geschäftsaktivitäten der KfW. Es orientiert sich an den Leitlinien
der Subsidiarität und der Nachhaltigkeit. Die KfW richtet die Förderaktivitäten dabei im Wesentlichen an den gesellschaftlich und
ökonomisch bedeutsamen Megatrends "Klimawandel & Umwelt", "Globalisierung & technischer Fortschritt" und "Demographische
Entwicklung" aus.
Zur Bewältigung des Megatrends "Klimawandel & Umwelt" finanziert die KfW beispielsweise Maßnahmen zur Unterstützung
erneuerbarer Energien, der Verbesserung der Energieeffizienz, der Sicherstellung von Biodiversität und der Vermeidung bzw.
Reduzierung von Umweltverschmutzung. Um der besonderen Bedeutung dieses Megatrends Rechnung zu tragen, wurde eine
Umweltquote von rund 35 % des gesamten Neuzusagevolumens fixiert. Im Rahmen des Megatrends "Globalisierung & technischer
Fortschritt" leistet die KfW durch Finanzierungen unter anderem im Bereich Forschung und Innovation, Rohstoffsicherung sowie
Infrastruktur- und Transportwesen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen einen Beitrag. Das

Engagement der KfW beim Megatrend "Demographische Entwicklung" hat die Bewältigung der mit einer sinkenden und alternden
Bevölkerung einhergehenden Folgen zum Ziel, unter anderem mit den Schwerpunkten altersgerechte Infrastruktur, Aus- und
Weiterbildung, Familienpolitik und Kinderbetreuung sowie Unternehmensnachfolge. Zudem besetzt die KfW "trendunabhängige
Förderthemen", die für die KfW eine wichtige Rolle spielen, sich jedoch keinem der drei Megatrends zuordnen lassen, wie
beispielsweise die Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern.
Zusätzlich zu der genannten thematischen Fokussierung beinhaltet das Strategische Zielsystem im Primärziel Förderung auch die für
die KfW bedeutsamsten Kundengruppen und Regionen sowie die Förderqualität. Hierunter versteht die KfW zum einen die
Selbstverpflichtung zur Beibehaltung der in den letzten Jahren erlangten hohen Qualität ihrer Förderprodukte sowie eine hinreichende
Abdeckung der für die KfW wichtigen Regionen und Kundengruppen. Für die Fokus-Zielgruppe Mittelstand wird, aufgrund der
besonderen Bedeutung, ein Anteil in Höhe von rund 50 % des Neuzusagevolumens der Inlandsförderung angestrebt.
Die genannten Ausprägungen für das Primärziel werden ergänzt durch ein Set von Sekundärzielen bzw. strikten Nebenbedingungen,
die insbesondere die Profitabilität sowie die Risikotragfähigkeit zum Inhalt haben. Grundlegende Voraussetzung für den Erfolg der KfW
ist zudem die Fortsetzung des erfolgreichen Weges der Professionalisierung im eingeschlagenen Modernisierungsprozess.
Internes Steuerungssystem
Die interne Steuerung ist auf sämtliche Konzernbereiche ausgerichtet, daher entspricht die Darstellung im Folgenden weitestgehend
der im Konzernbericht.
Die KfW verfügt über einen eng verzahnten Strategie- und Planungsprozess. Als zentrales Ergebnisdokument des strategischen
Planungsprozesses beschließt der Vorstand die Geschäftsstrategie, welche die Konzernplanung einschließlich der Planung der
Geschäftsfelder umfasst. Sie bildet die Grundlage für die Risikostrategie. Die Geschäftsstrategie wird dem Aufsichtsorgan
(Verwaltungsrat) zur Genehmigung vorgelegt (jeweils in der letzten Verwaltungsratssitzung des Jahres).
Der Planungsprozess (Konzerngeschäftsfeldplanung) durchläuft in jährlichem Turnus zunächst die strategische Planung mit einer
mittel- bis langfristigen Perspektive und die auf das jeweils folgende Geschäftsjahr fokussierte operative Planung. Ausgangspunkt des
strategischen Planungsabschnitts ist das konzernweite Strategische Zielsystem. Unter Beachtung dieses strategischen
Handlungsrahmens werden im Anschluss die Geschäftsfeldstrategien erarbeitet.
Zur Identifikation und Entwicklung von Erfolgspotenzialen werden für jedes Geschäftsfeld die strategischen Handlungsfelder auf Basis
der Markteinschätzungen bezüglich Chancen und Risiken analysiert und Annahmen für die zukünftige Entwicklung relevanter
Einflussfaktoren getroffen. Dies berücksichtigt externe Einflussfaktoren, die erforderliche Ressourcenausstattung sowie
Zielvorstellungen zur Ertragsentwicklung. Die Zentralbereiche (zum Beispiel IT, Personal, Vertrieb) tragen zur Erreichung der
strategischen Ziele ebenfalls maßgeblich bei. Durch die Einbindung bereits in dieser Planungsphase wird die Konsistenz ihrer
strategischen Überlegungen mit dem Strategischen Zielsystem sichergestellt.
Resultierend aus der Bewertung dieser strategischen Überlegungen aus Konzernsicht werden die Geschäftsfeld- einschließlich der
Kostenziele aller Bereiche vom Vorstand in Form von Leitplanken definiert. Basierend auf diesen Vorgaben der Geschäftsleitung planen
die Geschäftsfelder ihr Neugeschäft, ihr Risiko und ihren Ertrag und alle Bereiche der Bank ihre Kosten für das Folgejahr. Diese
Planungen werden auf Konsistenz mit der strategischen Planung und auf ihre risikopolitischen Implikationen überprüft. Mit Beschluss
der Planung für das kommende Geschäftsjahr durch die Geschäftsleitung endet der Prozess der operativen Planung.
Im laufenden Geschäftsjahr wird die Zielerreichung regelmäßig im Rahmen des laufenden Controllings und anlassbezogen überprüft.
Dies gilt auch für die bei der Festlegung der Geschäftsstrategie getroffenen Annahmen bezüglich externer und interner
Einflussfaktoren. Um die Konsistenz von Geschäfts- und Risikostrategie zu gewährleisten, findet bei Änderungen der
Geschäftsstrategie ein Austausch mit dem Risikomanagement statt.
Dem Verwaltungsrat wird satzungsgemäß unterjährig ein Soll-Ist-Reporting vorgelegt. Mögliche Strategieanpassungen und die
entsprechende Ursachenanalyse werden dort im Rahmen der Kommentierung dargelegt. Zu Beginn eines neuen Geschäftsjahres
beginnt der Strategiezyklus mit der Überprüfung und ggf. Anpassung des Strategischen Zielsystems.
Entwicklung der KfW
Die KfW blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück, in dem die Planungen sowie die strategischen Ziele zur mittelfristig
angestrebten Positionierung erreicht und dabei zum Teil sogar übertroffen wurden. Mit einem auf die gesellschaftlich und ökonomisch
bedeutsamen Megatrends "Klimawandel & Umwelt", "Globalisierung & technischer Fortschritt" sowie "Demographische Entwicklung"
fokussierten Fördervolumen - dem Primärziel der KfW - von 62,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 65,4 Mrd. EUR) wurde der moderate und
langfristig qualitative Wachstumskurs beibehalten. Die eingeleiteten Maßnahmen zur umfassenden Modernisierung wurden konsequent
fortgesetzt.
Die Ertragslage der KfW im Geschäftsjahr 2013 ist geprägt durch die Umstellung der Bilanzierung der Förderkredite auf die barwertige
Abbildung der Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der KfW-Ertragslage. Die Förderleistungen werden ab 2013 bereits zum Zeitpunkt
der Kreditzusage aufwandswirksam erfasst. Die bilanzielle Umstellung belastet das Ergebnis mit 2.292 Mio. EUR und führt zu einem
negativen Zinsergebnis von 403 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung des Umstellungseffekts beträgt das Betriebsergebnis 1.344 Mio.
EUR gegenüber 2.177 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die erwartete Normalisierung des
Zinsergebnisses 2013 zurückzuführen. Der Verwaltungsaufwand stieg - insbesondere durch große Investitionen in die Modernisierung
der KfW - um 7 % auf 833 Mio. EUR. Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis belastet die Ertragslage mit 16,9 Mio. EUR. Die
einmalige Substitution von Bundesmitteln, mit denen der Energie- und Klimafonds verschiedene Fördertätigkeiten der KfW hätte
finanzieren sollen, führt zu außerordentlichen Aufwendungen von 264 Mio. EUR. Das Geschäftsjahr 2013 schließt mit einem
Jahresüberschuss von 654 Mio. EUR.
Die Bilanzsumme der KfW hat sich im Geschäftsjahr 2013 um 27,3 Mrd. EUR auf 470,2 Mrd. EUR verringert. Zurückzuführen ist dies -
trotz des hohen Fördervolumens - auf den Rückgang der Nettokreditbestände, unter anderem durch außerplanmäßige Tilgungen im
inländischen Förderkreditgeschäft und die erstmalige barwertige Abbildung der Förderkredite. Refinanziert wird das Fördergeschäft im
Wesentlichen an den internationalen Kapitalmärkten. Das Volumen der Verbrieften Verbindlichkeiten lag bei 390,0 Mrd. EUR (Vorjahr:
404,7 Mrd. EUR). Auch hier wirkten Zins- und Wechselkursänderungen.
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2013 wurde im Wesentlichen von folgenden Entwicklungen geprägt:

A. Förderkredite der KfW weiterhin stark nachgefragt
Die KfW hat im Geschäftsjahr 2013 insgesamt ein Fördervolumen - Förderung ist unter Beachtung der Leitlinien von Subsidiarität und
Nachhaltigkeit das Primärziel der KfW - von 62,0 Mrd. EUR erzielt. Nach einem Volumen von 65,4 Mrd. EUR im Vorjahr wurde der
moderate und langfristig qualitative Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt.
Die Finanzierungszusagen an Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen in Deutschland beliefen sich auf 51,6 Mrd. EUR (Vorjahr:
50,6 Mrd. EUR). Unverändert stark lag die Mittelstandsquote bei 47 % (Vorjahr: 48 %, strategische Zielquote rund 50 %). Auf den
Megatrend "Umweltschutz & Klima" entfällt im Inlandsgeschäft ein hoher Anteil von 43 % (Vorjahr: 46 %). Das Fördervolumen im
Bereich Kapitalmärkte war bei weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen stabil. Die Zusagen im Auslandsgeschäft liegen mit 9,8 Mrd.
EUR unter dem Niveau des Vorjahres (11,2 Mrd. EUR). Insbesondere im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und
Transformationsländer konnte jedoch das Zusagevolumen gegenüber dem Vorjahr um 7 % gesteigert werden.
Zur Refinanzierung der Geschäftsaktivitäten hat die KfW an den internationalen Kapitalmärkten Mittel in Höhe von 65,4 Mrd. EUR
(Vorjahr: 78,7 Mrd. EUR) aufgenommen. Die im Vergleich zum Vorjahr als auch den Planungen (70 bis 75 Mrd. EUR) geringere
Mittelaufnahme beruht im Wesentlichen auf hohen außerplanmäßigen Tilgungen im Kreditgeschäft, die zu einem über den
Erwartungen liegenden Mittelzufluss geführt haben.
B. Operatives Ergebnis geprägt durch Umstellung auf barwertige Abbildung der Förderkredite
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die KfW die Bilanzierung der Förderkredite auf die barwertige Abbildung der
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der KfW-Ertragslage umgestellt. Die Förderleistungen werden somit bereits zum Zeitpunkt der
Kreditzusage aufwandswirksam erfasst; bislang belasteten diese die Ertragslage im Zeitablauf. Die bilanzielle Umstellung belastet das
Ergebnis in Höhe von insgesamt 2.292 Mio. EUR und führt zu einem negativen Zinsergebnis von 403 Mio. EUR und in der Folge zu
einem negativen Betriebsergebnis von 947 Mio. EUR. Zur Kompensation wird der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 1.950
Mio. EUR teilaufgelöst.
Ohne Berücksichtigung des Umstellungseffekts aus der barwertigen Zinsverbilligung ergibt sich ein Zinsüberschuss - unverändert
wichtigste Ertragsquelle der KfW - von 1.889 Mio. EUR gegenüber 2.408 Mio. EUR im Vorjahr. Bei stabilen Zinsmargen im
Aktivgeschäft resultiert der Rückgang im Wesentlichen aus erwartungsgemäß rückläufigen Zinsstrukturbeiträgen. Dabei wirkten
Erträge im Zusammenhang mit außerplanmäßigen Tilgungen, die zukünftig zu entsprechenden Mindererträgen führen können, noch
gegenläufig. Unverändert profitierte die KfW von der erstklassigen Bonität.
Der Anstieg des Provisionsüberschusses um 54 Mio. EUR auf 201 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Abwicklung der
Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) für die Bundesrepublik Deutschland im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und
Transformationsländer, denen entsprechende moderat gestiegene Verwaltungsaufwendungen gegenüberstehen. Der
Verwaltungsaufwand stieg um 54 Mio. EUR auf 833 Mio. EUR. Dies ist insbesondere auf die konsequente Fortsetzung des
Modernisierungskurses der KfW mit Belastungen im Sachaufwand zurückzuführen.
C. Belastungen aus Kreditrisikovorsorge unterhalb der Erwartungen
Das Risikovorsorgeergebnis belastet das Jahresergebnis der KfW mit 95 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2012 war das
Risikovorsorgeergebnis aufgrund von Sondereffekten positiv (176 Mio. EUR).
Die gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufigen Nettozuführungen von Einzelwertberichtigungen werden teilweise durch Auflösung der
pauschalen Vorsorge und Verwertungserlöse kompensiert.
D. Positive Entwicklungen im Wertpapier- und Beteiligungsportfolio
Die weitere Entspannung in der Eurokrise und der geldpolitische Kurs der Zentralbanken prägten die Lage an den Finanzmärkten. Den
besseren Rahmenbedingungen folgend hat sich das Bewertungsergebnis der KfW gut entwickelt und mit 78 Mio. EUR (Vorjahr: 162
Mio. EUR) zu dem Jahresergebnis beigetragen. Es umfasst im Wesentlichen realisierte Gewinne aus der Rückgabe von Anteilen an
Spezialfonds (50 Mio. EUR) und einen positiven Ergebnisbeitrag der verbundenen Unternehmen (16 Mio. EUR).
Bei den nicht mit dem Niederstwert bewerteten Wertpapieren des Anlagevermögens haben sich die negativen Unterschiedsbeträge zu
den Kurswerten deutlich auf 52 Mio. EUR (Vorjahr: 265 Mio. EUR) verringert.
E. Förderleistung der KfW konnte gesteigert werden
Die von der KfW zu Lasten der eigenen Ertragslage erbrachte Förderleistung im Inlandsgeschäft konnte auf 597 Mio. EUR (Vorjahr:
560 Mio. EUR) gesteigert werden.
Die wesentliche Komponente der von der KfW insgesamt erbrachten Förderleistung sind Zinsverbilligungen, die im Geschäftsjahr 2013
ein Volumen von 584 Mio. EUR (Vorjahr: 560 Mio. EUR) erreichten. Die KfW gewährt bei bestimmten Förderkrediten im
Inlandsgeschäft während der ersten Zinsbindungsperiode zusätzliche Förderbeiträge in Form von Zinsverbilligungsleistungen, weil die
Refinanzierungskosten der KfW dort nicht vollständig weitergegeben werden.
Die bilanzielle Abbildung dieser Förderkredite wurde 2013 umgestellt. Der wirtschaftliche Nachteil der KfW aus den über die
Gesamtlaufzeit gewährten Zinsverbilligungsleistungen wird nun bereits mit Zusage barwertig als Aufwand berücksichtigt. Bislang
belasteten diese die Ertragslage über den tatsächlichen Verlauf der Darlehen nach Auszahlung.
Darüber hinaus hat die KfW einmalig in Höhe von 264 Mio. EUR diejenigen Bundesmittel substituiert, mit denen der Energie- und
Klimafonds verschiedene Förderaktivitäten der KfW hätte finanzieren sollen. Diese werden nicht als Bestandteil der Förderleistung
ausgewiesen, da diese Substitution einmaligen Charakter hat.
Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das Geschäftsvolumen der KfW beträgt 525,0 Mrd. EUR gegenüber 550,4 Mrd. EUR im Vorjahr. Der Rückgang des bilanziellen
Geschäfts um 27,3 Mrd. EUR wird dabei durch den Anstieg der anderen Verpflichtungen nur teilweise kompensiert. Zurückzuführen ist
dies - trotz des hohen Fördervolumens - auf den Rückgang der Nettokreditbestände, unter anderem durch außerplanmäßige Tilgungen
im inländischen Förderkreditgeschäft und die erstmalige barwertige Abbildung der Förderkredite. Refinanziert wird das Fördergeschäft

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im Wesentlichen an den internationalen Kapitalmärkten. Das Volumen der Verbrieften Verbindlichkeiten lag bei 390,0 Mrd. EUR
gegenüber 404,7 Mrd. EUR im Vorjahr. Auch hier wirkten Zins- und insbesondere Wechselkursänderungen.
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen ist negativ (-930 Mio. EUR) und liegt um 2.769 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (1.839 Mio.
EUR). Ohne Berücksichtigung des Umstellungseffekts aus der barwertigen Zinsverbilligung ergibt sich ein Betriebsergebnis vor
Bewertungen von 1.361 Mio. EUR.
Entwicklung Bilanzsumme und Geschäftsvolumen Angaben in Mrd. EUR
Die KfW vergibt im Rahmen ihres Förderauftrags zinsverbilligte Darlehen zu Lasten der eigenen Ertragslage. Zum 31.12.2013 wird die
bilanzielle Abbildung der Förderkredite auf die barwertige Bilanzierung der Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der KfW-Ertragslage
umgestellt. Die Förderleistungen werden dadurch bereits zum Zeitpunkt der Kreditzusage aufwandswirksam erfasst. Nach HGB sind
die Umstellungseffekte in der laufenden Periode zu berücksichtigen. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 eine
Ergebnisbelastung von 2.292 Mio. EUR.
Zur Kompensation dieser Ergebnisbelastung wird der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 1.950 Mio. EUR aufgelöst.
Die einmalige Substitution von Bundesmitteln, mit denen der Energie- und Klimafonds verschiedene Fördertätigkeiten der KfW hätte
finanzieren sollen, führt zu außerordentlichen Aufwendungen von 264 Mio. EUR.
Der Jahresüberschuss von 654 Mio. EUR (Vorjahr: 1.464 Mio. EUR) wird vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt.
Betriebsergebnis vor Bewertungen und Jahresergebnis Angaben in Mio. EUR
Kreditvolumen
Das Kreditvolumen (Kreditforderungen einschließlich Treuhand- und Avalkredite sowie Unwiderruflicher Kreditzusagen) hat sich von
423,9 Mrd. EUR auf 417,9 Mrd. EUR leicht verringert.
Das Kreditvolumen in der inländischen Förderung liegt mit 336,3 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Das Kreditvolumen im
Geschäftsfeld Mittelstandsbank erhöht sich leicht um 3 %, insbesondere durch das KfW-Energieeffizienzprogramm und im
Förderschwerpunkt Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung. Diese Steigerung wird jedoch durch den Rückgang im
Geschäftsfeld Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute kompensiert, insbesondere durch den Förderschwerpunkt Allgemeine
Refinanzierung Landesförderinstitute. Das Kreditvolumen in der inländischen Förderung entspricht 80 % des gesamten Kreditvolumens
der KfW.
Die Kredite im Rahmen des internationalen Geschäfts betragen 61,6 Mrd. EUR und sind somit gegenüber dem Vorjahreswert leicht
rückläufig. Sie entsprechen 15 % des gesamten Kreditvolumens.

Die Avalkredite, die im Wesentlichen durch das Verbriefungsgeschäft geprägt sind, gingen um 28 % auf 4,5 Mrd. EUR zurück und
stellen damit nur noch einen Anteil von 1 % am Kreditvolumen.
Die Treuhandkredite haben sich von 17,2 Mrd. EUR auf 15,4 Mrd. EUR verringert.
Refinanzierung
Die KfW hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr primär durch die Emission von Schuldverschreibungen am Kapitalmarkt
refinanziert. 2013 wurden Mittel in Höhe von 65,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 78,7 Mrd. EUR) aufgenommen.
Der Bestand der begebenen Schuldverschreibungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,7 Mrd. EUR verringert und beträgt zum
31.12.2013 390,0 Mrd. EUR.
Der Anteil der begebenen Schuldverschreibungen an den Fremdmitteln beträgt 93 % und liegt damit leicht über dem Niveau des
Vorjahres. Die begebenen Schuldverschreibungen stellen somit weiterhin die wichtigste Refinanzierungsquelle dar.
Der Anteil der bei Kreditinstituten und Kunden (ohne Bundesmittel) aufgenommenen Mittel ist von 9 % auf 6 % der Fremdmittel
zurückgegangen. Darin enthalten sind auch hereingenommene Barsicherheiten im Wesentlichen zur Absicherung des
Kontrahentenrisikos aus dem Derivategeschäft in Höhe von 9,0 Mrd. EUR. Die aus dem Bundeshaushalt bereitgestellten Mittel
reduzieren sich insbesondere aufgrund der planmäßigen Tilgung der Verbindlichkeiten aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens
und betragen 1 % der Fremdmittel.
Zum 31.12.2013 wurden nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mrd. EUR in die Kapitalrücklage eingebracht, so dass sich
zum Bilanzstichtag der Bestand nachrangiger Verbindlichkeiten auf 2,2 Mrd. EUR verringert.
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
in %
Bundesrepublik Deutschland
- ERP-Sondervermögen 313 262 51 19
- Bundeshaushaltsmittel
3.086
5.808
-2.722
-47
3.399
6.070
-2.671
-44
Sonstige Gläubiger
9.464
9.165
299
3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
12.863
15.235
-2.372
-16
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
15.974
29.334
-13.360
-46
Anleihen
112.419
126.274
-13.855
-11
Inhaberschuldverschreibungen (einschl.
Commercial Papers)
273.300
273.540
-240
0
Anteilige und fällige Zinsen
4.260
4.845
-585
-12
Begebene Schuldverschreibungen
389.979
404.659
-14.680
-4
Nachrangige Verbindlichkeiten
2.247
3.247
-1.000
-31
Insgesamt
421.063
452.475
-31.412
-7
Eigene Mittel
Zum 31.12.2013 wurden nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mrd. EUR in die Kapitalrücklage eingebracht.
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird in Höhe von 1.950 Mio. EUR aufgelöst und beträgt zum 31.12.2013 400 Mio. EUR. Der
Jahresüberschuss von 654 Mio. EUR wird vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt.
Die Eigenen Mittel betragen danach zum 31.12.2013 18,8 Mrd. EUR und liegen somit 1 % unter dem Niveau des Vorjahres.
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital der KfW
3.750
3.750
0
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
-450
-450
0
Kapitalrücklage
7.197
6.197
1.000
darunter Förderrücklage des ERP-Sondervermögens
5.900
4.900
1.000
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
1.191
1.113
78
Erwirtschaftete Gewinne
a) gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
1.875
1.875
0
b) Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
4.807
4.152
654
c) Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
1)
48
48
0
Bilanzgewinn/-verlust
0
0
0
Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340 g HGB
400
2.350
-1.950
Insgesamt
18.817
19.035
-218
1)
Zu korrigieren um das aktivisch ausgewiesene Sonderverlustkonto gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG (26 Mio. EUR)
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote beträgt 22,3 % (Vorjahr: 20,6 %).
Entwicklung sonstiger wesentlicher Bilanzposten
Der Gesamtbestand der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erhöhte sich um 1,4 Mrd. EUR auf 42,9
Mrd. EUR. Der Bestand an fremden Emissionen, der 64 % des Gesamtbestandes der Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapiere umfasst, liegt mit insgesamt 27,4 Mrd. EUR auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Wertpapiere, die zur Liquiditätssicherung der KfW vorgehalten werden, werden in Euro sowie in geringem Umfang auch in US-
Dollar geführt. 79 % der fremden Wertpapiere können im Rahmen von Refinanzierungsgeschäften mit der Europäischen Zentralbank
(EZB) als Sicherheiten verwendet werden. Neben den Treasury-Wertpapierportfolien hält die KfW im Zusammenhang mit ihren
Aktivitäten in der Kreditverbriefung und der Mittelstandsförderung Asset Backed Securities (ABS) mit einem Buchwert von 2,5 Mrd.
EUR in ihrem Bestand. Etwaigen Risiken wird durch die Bildung einer angemessenen Risikovorsorge ausreichend Rechnung getragen.
Zur Kurspflege wurden zum Jahresende nominal 15,9 Mrd. EUR (Vorjahr: 14,7 Mrd. EUR) eigene Schuldverschreibungen im Bestand
gehalten. Dies entspricht unverändert 4 % der begebenen Schuldverschreibungen.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden planmäßig alle Anteile an Spezialfonds zurückgegeben (Vorjahr: 346 Mio. EUR). Die restlichen im
Bestand befindlichen Aktien stammen aus Umstrukturierungen und werden zum Erinnerungswert bilanziert. Der Wert der Anteile an
verbundenen Unternehmen beträgt unverändert zum Vorjahr 3,1 Mrd. EUR.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere die Forderung an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte
Sonderaufgaben (BvS) in Höhe von 594 Mio. EUR, die durch den Übergang der Rechte und Pflichten der Staatlichen Versicherung der
Deutschen Demokratischen Republik in Abwicklung (SinA) zum 01.01.2008 auf die KfW übertragen wurde. Die Verpflichtungen der
SinA werden jedoch unverändert wirtschaftlich von der BvS getragen. Dieser Forderung stehen versicherungstechnische
Rückstellungen in gleicher Höhe gegenüber. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere den Devisenausgleichsposten aus
der Abbildung der Fremdwährungsderivate in Höhe von 5,0 Mrd. EUR.
Den wesentlichen Teil der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilden zeitanteilig abgegrenzte Zinsaufwendungen im Wesentlichen
für derivative Finanzinstrumente und übernommene Leasingverpflichtungen im Rahmen von Projektfinanzierungen. Weiterhin werden
Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und niedrigerem Ausgabebetrag aus der Aufnahme von Fremdmitteln (Disagien
und Bonifikationen) abgegrenzt. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden insbesondere die laufzeitanteilig zu
verrechnenden Disagien aus dem Kreditgeschäft abgebildet.
Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 2,0 Mrd. EUR auf 2,1 Mrd. EUR erhöht. Der Gesamtbetrag umfasst die
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (0,9 Mrd. EUR) sowie andere Rückstellungen (1,2 Mrd. EUR). Die anderen
Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die versicherungstechnischen Rückstellungen der SinA, die Rückstellung zur Absicherung
der aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens resultierenden künftigen Zinsbelastungen, die Rückstellung im Zusammenhang
mit der barwertigen Abbildung der Zinsverbilligungsleistungen sowie Vorsorgen für Kreditrisiken.
Ertragslage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die KfW die Bilanzierung der Förderkredite auf die barwertige Abbildung der
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der KfW-Ertragslage umgestellt. Die Förderleistungen werden somit bereits zum Zeitpunkt der
Kreditzusage aufwandswirksam erfasst; bislang belasteten diese die Ertragslage pro ratarisch über die Laufzeit. Die bilanzielle
Umstellung belastet das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 einmalig in Höhe von insgesamt 2.292 Mio. EUR und führt zu einem
negativen Zinsergebnis von 403 Mio. EUR und in der Folge zu einem negativen Betriebsergebnis von 947 Mio. EUR. Zur Kompensation
wird der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 1.950 Mio. EUR teilaufgelöst.
Ohne Berücksichtigung des Umstellungseffekts aus der barwertigen Zinsverbilligung ergibt sich ein Zinsüberschuss - unverändert
wichtigste Ertragsquelle der KfW - von 1.889 Mio. EUR gegenüber 2.408 Mio. EUR im Vorjahr. Die Refinanzierungsmöglichkeiten der
KfW, die neben der erstklassigen Bonität auch aus dem breiten Spektrum der eingesetzten Refinanzierungsinstrumente resultieren,
sind weiterhin als gut anzusehen. Einen deutlichen Rückgang im Zinsüberschuss verursachten dagegen Strukturbeiträge, die sich
gegenüber dem Ausnahmejahr 2012 erwartungsgemäß normalisierten. Insbesondere hat sich die im Jahr 2012 durchgehend äußerst
vorteilhafte Zinskonstellation mit im kurzfristigen Bereich sehr niedrigen und in den Laufzeitbändern differenzierten Zinssätzen im
Verlauf des Jahres 2013 sukzessive abgeschwächt.
Der Anstieg des Provisionsüberschusses um 54 Mio. EUR auf 201 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Abwicklung der
Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) für die Bundesrepublik Deutschland im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und
Transformationsländer, denen entsprechende moderat gestiegene Verwaltungsaufwendungen gegenüberstehen.
Der Verwaltungsaufwand stieg um 54 Mio. EUR auf 833 Mio. EUR. Während sich der Personalaufwand aufgrund von Sondereffekten im
Geschäftsjahr 2012 um 7 % verringert, erhöht sich der Sachaufwand insbesondere durch große Investitionen in die Modernisierung
der KfW um 30 %.
Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis belastet die Ertragslage mit 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: positiver Ergebnisbeitrag von 338
Mio. EUR).
Das positive Bewertungsergebnis von 78 Mio. EUR (Vorjahr: 162 Mio. EUR) ist im Wesentlichen geprägt durch Kursgewinne aus der
Rückgabe von Anteilen an Spezialfonds und aus Wertpapierverkäufen sowie durch einen positiven Ergebnisbeitrag der verbundenen
Unternehmen. Bei den nicht mit dem Niederstwert bewerteten Wertpapieren des Anlagevermögens haben sich die negativen
Unterschiedsbeträge zu den Kurswerten deutlich auf 52 Mio. EUR (Vorjahr: 265 Mio. EUR) verringert.
Insgesamt ergaben sich aus der Risikovorsorge Ergebnisbelastungen von 95 Mio. EUR (Vorjahr: positiver Ergebnisbeitrag von 176 Mio.
EUR). Die hohen Nettozuführungen von Einzelwertberichtigungen (162 Mio. EUR) werden nur teilweise durch Auflösung der
pauschalen Vorsorge in Höhe von netto 27 Mio. EUR und Verwertungserlöse von 41 Mio. EUR kompensiert. Der Bestand an
Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft verringert sich von 666 Mio. EUR auf 626 Mio. EUR. Im
Geschäftsjahr 2013 wurden notleidende Kreditforderungen über 187 Mio. EUR (Vorjahr: 3.331 Mio. EUR) ausgebucht. Für alle
erwarteten Verluste wurde Vorsorge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen getroffen.
Im Geschäftsjahr 2013 wird der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 1.950 Mio. EUR teilaufgelöst und beläuft sich auf 400
Mio. EUR.
Die KfW hat sich 2013 verpflichtet, Bundesmittel aus dem Energie- und Klimafonds durch eigene Mittel zu substituieren. Aus dieser
vertraglichen Verpflichtung resultiert eine einmalige Belastung in Höhe von 264 Mio. EUR, die unter den außerordentlichen
Aufwendungen ausgewiesen wird.
Das Geschäftsjahr 2013 schließt mit einem Gewinn von 654 Mio. EUR.

Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KfW sind nach dem Schluss des
Geschäftsjahres 2013 nicht eingetreten.
Nachhaltigkeitsbericht
Die KfW Bankengruppe als eine der weltweit führenden und erfahrensten Förderbanken setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, die
wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen in Deutschland und weltweit zu verbessern. Verantwortung ist somit
Kerngeschäft der KfW.
Nachhaltigkeit als Geschäftsziel
In den vergangenen Jahren hat die KfW ihre Geschäftstätigkeit noch stärker auf gesellschaftlich relevante Entwicklungen und
Nachhaltigkeitskriterien hin ausgerichtet. Im Fördergeschäft nimmt der Megatrend "Klimawandel & Umwelt" einen zentralen
Stellenwert ein. Die Zusagen in diesem Bereich machten im Jahr 2013 mit rund 28 Mrd. EUR 38 % des gesamten Fördervolumens aus.
Um der besonderen Bedeutung dieses Megatrends Rechnung zu tragen und die Erfolge der vergangenen Jahre langfristig zu sichern,
strebt die KfW Bankengruppe auch in den kommenden Jahren eine Umweltquote von rund 35 % an. Das Zusagevolumen der KfW
beim Megatrend "Globalisierung & technischer Fortschritt" betrug im Jahr 2013 knapp 15 Mrd. EUR, beim Megatrend "demografische
Entwicklung" rund 10 Mrd. EUR.
Neues Förderfeld im Rahmen der Energiewende
Zum 01.05.2013 haben das Bundesumweltministerium und die KfW das neue Programm "Erneuerbare Energien Speicher" gestartet.
Mit diesem Programm wird die verstärkte Nutzung von Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen (PV-
Anlagen), die an das Stromnetz angeschlossen sind, unterstützt.
Das Programm soll die technologische Weiterentwicklung und Marktdurchdringung von Batteriespeichern in Verbindung mit
Photovoltaikanlagen fördern. Batteriespeichersysteme sind ein wichtiger Baustein zur besseren Integration von kleinen bis
mittelgroßen PV-Anlagen in das Stromnetz. Die geförderten Systeme sollen einen Beitrag zur lokalen Netzentlastung liefern: Die
Mittagsspitze der Photovoltaikanlage wird nicht ins Netz eingespeist, sondern im Speicher für die spätere Nutzung im Eigenheim
zwischengespeichert.
Bis Ende des Jahres 2013 wurden rund 2.700 Kredite mit einem Kreditvolumen in Höhe von rund 45 Mio. EUR bereitgestellt.
KfW setzt Standards
Mit den Förderprogrammen "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren" setzt die KfW nachhaltige Standards für die
Umsetzung von energetischen Maßnahmen an Wohn- und Nichtwohngebäuden. Die Programme leisten einen wichtigen Beitrag zur
Energieeinsparung sowie zum Klimaschutz und sind ein bedeutender Baustein zur erfolgreichen Realisierung der Energiewende. Mit
dem KfW-Effizienzhaus etablierte die KfW einheitliche, in der gesamten Immobilienbranche anerkannte energetische Standards für
Gebäude, die anspruchsvoller als die gesetzlichen Anforderungen sind. Dabei wird etwa jeder zweite Wohnungsneubau nach den KfW-
Effizienzhaus-Standards gebaut. Die Einhaltung dieser Standards und der nachhaltige Erfolg der finanzierten Vorhaben werden mit
einer umfassenden Qualitätssicherung erreicht. Die im Jahr 2013 vollständig überarbeitete und erweiterte Systematik beruht auf
sinnvoll aufeinander abgestimmten Anforderungen an die Planung und Umsetzung, die Einbindung qualifizierter Experten, der
Einführung einer Online-Bestätigung zum Antrag mit automatisierter Plausibilitätsprüfung sowie mehrstufigen Stichprobenkontrollen.
Mit den Stichprobenkontrollen werden die energetischen Berechnungen, spezielle Nachweise sowie die Umsetzung der Maßnahmen vor
Ort geprüft.
Neben der Energiewende ist der demografische Wandel ein wichtiges Thema für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung. Mit den
Programmen "Altersgerecht Umbauen" und "IKK/IKU - Barrierearme Stadt" fördert die KfW Maßnahmen zum Barriereabbau im
Wohnungsbestand sowie in der kommunalen und sozialen Infrastruktur. Im Geschäftsjahr 2013 hat sich der neue bundesweite
Standard "Altersgerechtes Haus" erfolgreich etabliert. Die technischen Mindestanforderungen des KfW-Programms zur
Barrierereduzierung wurden in der neuen Wohn-Riester-Förderung übernommen.
IAIA-Award für integrierte Klima- und Umweltprüfung
Die KfW Entwicklungsbank hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) am 16.05.2013 den Institutional Award der International
Association for Impact Assessment (IAIA) für ihre integrierte Klima- und Umweltprüfung erhalten. Die IAIA ist die führende
internationale Organisation im Hinblick auf Methodik und Ansätze der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung von Projekten und
Programmen ("Impact Assessment"). "Das BMZ, die GIZ und die KfW Entwicklungsbank werden gemeinsam mit dem Institutional
Award für die Implementierung ihrer zweistufigen Klima- und Umweltprüfung und für ihr Engagement ausgezeichnet, dem Thema
mehr Aufmerksamkeit und Umsetzungskraft zu verleihen", so die Begründung der IAIA.
Stärkung von Umwelt- und Sozialstandards im kenianischen Bankensektor
Gemeinsam mit einigen kenianischen Banken und dem kenianischen Bankenverein hat die DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln (DEG) im September 2013 in Zusammenarbeit mit der holländischen Entwicklungsbank und dem
Finanzprogramm der Umweltbehörde der Vereinten Nationen (UNEP FI) eine Initiative ins Leben gerufen, die zum Ziel hat,
Nachhaltigkeitsstandards für den Finanzsektor in Kenia zu entwickeln. Mit dieser Initiative wird das individuelle Engagement der
Banken beim von der DEG mit Begleitmaßnahmen geförderten Aufbau von Umwelt- und Sozialrisiko-Management-Systemen sinnvoll
ergänzt. Die systematische Einbeziehung solcher Standards verhindert, dass sich Banken ohne solche Systeme im Markt Vorteile
verschaffen können und dass Unternehmen ohne Einhaltung von nationalen und internationalen Umwelt- und Sozialstandards einfach
weiterhin Darlehen gewährt bekommen. Neben der konkreten Entwicklung der Standards steht die Schulung und Fortbildung der
Mitarbeiter der kenianischen Banken im Fokus dieser Initiative.
Stakeholderdialog Neuer Internetauftritt

Zur besseren Kommunikation mit den Stakeholdern der KfW wurde im Jahr 2013 das in den KfW-Internetauftritt integrierte
Nachhaltigkeitsportal grundlegend überarbeitet. Unter anderem wurde ein Newsbereich eingefügt, der als Einstieg über die neuesten
Entwicklungen der Nachhaltigkeit in der KfW informiert und damit das Nachhaltigkeitsportal für einen größeren Nutzerkreis
interessanter macht. Ferner wird das Thema Personal/Mitarbeiter prominenter dargestellt und erstmals werden weitere relevante
Themenschwerpunkte wie Compliance oder Corporate Governance aufgegriffen. Seit Januar 2014 ist das Nachhaltigkeitsportal online.
Nachhaltigkeitsberichterstattung: Fakten-Update 2013
Die KfW berichtet seit 1995 regelmäßig über ihre Umweltleistungen, seit 2006 auch über ihre gesellschaftliche Verantwortung. Dazu
veröffentlicht sie in einem dreijährigen Turnus einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht, der zuletzt im Jahr 2012 erschienen ist.
Anfang 2014 veröffentlichte die KfW erstmals ein Fakten-Update, in dem wesentliche Daten des Nachhaltigkeitsberichts für das
Berichtsjahr 2012 aktualisiert worden sind. Das Fakten-Update liegt ausschließlich als elektronische Version vor und steht online im
neuen Nachhaltigkeitsportal zur Verfügung. Ein systematisches jährliches Update soll fortan zeitnah und kompakt die typischerweise
von den Nachhaltigkeitsratingagenturen und anderen Stakeholdern angefragten Fakten zum Nachhaltigkeitsengagement der KfW
bereithalten und kurz kommentieren.
Umsetzungsstatus "Nachhaltigkeitsprogramm"
Das "Nachhaltigkeitsprogramm" der KfW Bankengruppe für den Zeitraum 2012 bis 2014 umfasst alle relevanten Ziele zur
Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsengagements. Die Geschäftsbereiche der KfW, inklusive DEG und KfW IPEX-Bank GmbH,
Frankfurt am Main (IPEX), haben insgesamt 114 Maßnahmen zum Nachhaltigkeitsengagement formuliert, die sie bis 2014 umsetzen
wollen. Seit dem Jahr 2013 wird dabei halbjährlich der Umsetzungsstatus im Nachhaltigkeitsportal veröffentlicht. Bereits zum Ende
des ersten Halbjahres 2013 konnten 61 % der Maßnahmen erfüllt werden, rund 20 % sind teilweise erfüllt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wesentliche Voraussetzung für den aktuellen und zukünftigen Erfolg der gesamten KfW
Bankengruppe. Gerechte Entlohnung, Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine Vielzahl von beruflichen und
gesundheitlichen Förderungen sind dabei wichtige Bausteine der Personalpolitik. Die Kennzahlen hierzu lagen im Jahr 2013 weiterhin
auf hohem Niveau.
Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter lag bei 5,2 %. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit ist gegenüber dem
Jahr 2012 (21,3 %) auf 22,7 % gestiegen, ebenso konnte beim Frauenanteil bei Führungskräften ein leichter Anstieg auf 29,1 %
(2012: 28,2 %) erreicht werden. Die Ausbildungsquote der KfW ist auf 4,5 % (2012: 5,5 %) zurückgegangen.
Im Jahr 2013 standen weiter die umfassenden Modernisierungsprozesse der KfW im Vordergrund. Neben der strategischen
Fokussierung hat die KfW es sich auch zum Ziel gesetzt, die Modernisierung mit einer Weiterentwicklung der KfW-Kultur zu begleiten.
Mit Blick hierauf wurde im Jahr 2013 das "Gender Balance"-Programm weiter ausgebaut. Zur Förderung des unternehmensweiten
Diskurses wurde mit der Veranstaltungsserie "Gender Balance Forum" im Jahr 2013 eine Plattform für den bereichs- und
hierarchieübergreifenden Austausch über Entwicklungen und Rahmenbedingungen geschaffen, die den Arbeitsalltag - und damit auch
die Kultur der Führung und Zusammenarbeit innerhalb der KfW - zukünftig prägen werden. Die darauf aufbauende Gestaltung und
Implementierung der Zielkultur wird im Jahr 2014 starten.
Angesichts des Wandels der Arbeitswelt hat auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement hohe Bedeutung für die KfW. Die
Verabschiedung eines ganzheitlichen Konzeptes im Jahr 2013 ist Ausdruck der Verantwortung der KfW für ihre Beschäftigten. Da die
Schlüsselrolle für die Umsetzung des Konzeptes bei den Führungskräften der Bank liegt, besteht ein zentraler Schwerpunkt in der
Sensibilisierung und Schulung der Führungskräfte in den Gebieten gesundheitsfördernde Führung und Arbeitsprozesse sowie in der
Erweiterung des Angebotes für Gesundheits-Check-ups.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat in der KfW traditionell einen hohen Stellenwert: So wurde im September 2013 das 40.
Jubiläum des Betriebskindergartens der KfW am Standort Frankfurt am Main feierlich begangen. Bereits seit 2001 wird die KfW von
der gemeinnützigen Hertie-Stiftung im Rahmen des "audit berufundfamilie" alle drei Jahre auf ihre Familienfreundlichkeit überprüft.
Ende 2013 wurden die KfW sowie die KfW IPEX-Bank zum vierten Mal erfolgreich rezertifiziert. Die Hertie-Stiftung hat der KfW eine
herausragende Familienfreundlichkeit bestätigt. Die zahlreichen Aktivitäten der KfW für und mit ihren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern wurden auch in der Außenwahrnehmung bestätigt. Neben dem Personalwirtschaftspreis für das "Gender Balance"-
Konzept erhielt die KfW noch die Auszeichnung "Careers Best Recruiter" sowie die Siegel "Open Company" und "Top Company" von
Kununu. Die KfW IPEX-Bank wurde im Jahr 2013 wieder als "Top Arbeitgeber" und "Fair Company" ausgezeichnet.
Betrieblicher Umweltschutz
CO2-Neutralstellung
Seit 2006 werden alle nicht vermeidbaren CO
2
-Emissionen der KfW, die auf den Energieverbrauch der Gebäude oder die Dienstreisen
der Beschäftigten zurückzuführen sind, kompensiert und dadurch klimaneutral gestellt. Der CO
2
-Ausstoß der KfW ist leicht von rund
12.800 Tonnen CO
2
(2011) auf rund 13.600 Tonnen (2012) gestiegen. Hauptgrund für die gestiegenen Emissionen sind die
internationalen Flüge. Dies ist eine unmittelbare Konsequenz aus der weiterhin wachsenden Geschäftstätigkeit.
Trotz der gestiegenen Gesamtemissionen kam es zu einer Reduktion bei den Emissionen pro Kopf um 10 %.
Fortlaufende Reduzierung der CO2-Emissionen
Die KfW sieht sich verpflichtet, ihre CO
2
-Emissionen in Einklang mit dem weltweiten Zwei-Grad-Klimaziel kontinuierlich signifikant zu
verringern. Dies gilt für alle Bereiche, in denen die KfW selbst und unmittelbar Einfluss nehmen kann. Allein über Energieeinsparung
und den Bezug von Ökostrom lässt sich dieses Ziel jedoch nicht erreichen. So ist die Optimierung des Fuhrparks eine weitere
wesentliche Säule. Durch den Einsatz von alternativen Antriebsmethoden soll der CO
2
-Ausstoß der Verwaltungs- sowie der nicht
personenbezogenen Poolfahrzeuge reduziert werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, kommen seit Ende 2013 verstärkt
Hybrid- und Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Die Zielgröße für den gemittelten CO
2
-Ausstoß für diesen Fahrzeugbereich ist kleiner 130
g/km CO
2
.

Implementierung Energiemanager in Frankfurt am Main
Energiemanagement erlaubt die ganzheitliche Betrachtung energetischer Aspekte der Gebäude über den gesamten Lebenszyklus
hinweg.
Ziele sind neben der Verbrauchs- und Kostenreduzierung die Wertsteigerung und die Ressourceneffizienz. Um den Energieeinsatz vom
Energieeinkauf bis zum Energieverbrauch ökonomisch und ökologisch weiter zu optimieren, setzt der Bereich Zentrale Services
Frankfurt im technischen Gebäudemanagement seit Anfang 2013 einen Energiemanager ein. In seinem Aufgabenfokus stehen die
weitere Verbesserung der Energieeffizienz von Prozessen und Anlagen sowie die Identifizierung neuer Optimierungspotenziale. Einen
Schwerpunkt bildet dabei die Steigerung der Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit bei der Energieversorgung der Gebäude.
Daneben wird im Rahmen von baulichen Instandsetzungen großer Wert auf energieeffiziente Technologien wie zum Beispiel LED-
Beleuchtungssysteme gelegt.
Portfoliomanagement
Principles for Responsible Investment (PRI)
Im Jahr 2006 verpflichtete sich die KfW als einer der ersten deutschen Unterzeichner der "Principles for Responsible Investment"-
Initiative der Vereinten Nationen, ihre eigenen Geldanlagen in fest und variabel verzinslichen Wertpapieren auch unter dem
Gesichtspunkt des gesellschaftlich verantwortlichen Handelns durchzuführen. Seit 2008 wird das sogenannte Liquiditätsportfolio der
KfW nach einem nachhaltigen Investmentansatz verwaltet, das per Stichtag 31.12.2013 21,8 Mrd. EUR betrug.
Die Umsetzung der PRI im Portfoliomanagement der KfW erfolgt in drei Schritten: Neben der Bonitätsanalyse werden auch sogenannte
ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) mit in die Investmententscheidungen einbezogen. Für nicht staatliche
Emittenten gelten darüber hinaus Ausschlusskriterien. Schließlich kommuniziert die KfW ihre Vorgehensweise und ihre Ergebnisse an
die Emittenten ihres Portfolios.
Nachhaltigkeitsratings: KfW weiterhin in Spitzengruppe
Nachhaltigkeitsratings bewerten Unternehmen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsperformance und einer ganzheitlichen und
zukunftsorientierten Unternehmensführung. Bei den aktuellen Nachhaltigkeitsratings (Stand per Ende 2013) der drei für die KfW
wichtigsten Nachhaltigkeitsratingagenturen Sustainalytics, oekom research und imug konnte die KfW ihr bisheriges sehr gutes Rating
verbessern oder mindestens halten: Bei Sustainalytics erreichte die KfW 82 von insgesamt 100 möglichen Punkten, dies ist der 2.
Platz unter insgesamt weltweit 70 nicht börsennotierten Banken. oekom research vergab die Prime-Auszeichnung innerhalb der
Gruppe der am besten bewerteten Finanzinstitute weltweit, das Nachhaltigkeitsrating liegt bei B- (auf einer Skala von D- bis A+). In
der Nachhaltigkeitsbewertung von imug schneidet die KfW als bestes der bewerteten deutschen Finanzinstitute ab, darüber hinaus
wird die KfW unter weltweit acht bewerteten Förderbanken insgesamt als beste eingestuft. Damit hat sich die KfW trotz der
systematisch durch die Agenturen jedes Jahr höher gelegten Messlatte als eine der führenden nachhaltigen Förderbanken im Vergleich
zu ihrer Peergroup positioniert.
Bei den Nachhaltigkeitsratings der KfW wurden im Vergleich zu den vorherigen Ratings insbesondere die aktuellen
Nachhaltigkeitsleitsätze, die Richtlinie zur verantwortungsvollen Beschaffung, die Weiterentwicklung des nachhaltigen
Investmentansatzes für das Liquiditätsportfolio, die transparente Darstellung der Prozesse und Standards bei der Umwelt- und
Sozialverträglichkeitsprüfung sowie die Verpflichtung der KfW IPEX-Bank auf die Äquator-Prinzipien positiv bewertet. Handlungsbedarf
sehen die Agenturen beim Gesundheitsmanagement und in der Weiterbildung der Mitarbeiter.
Risikobericht
Der vorliegende Risikobericht entspricht in Gliederung, Umfang und Inhalt dem Konzernrisikobericht, welcher im Konzernlagebericht
veröffentlicht ist. Da das Risikomanagement und -controlling auf den KfW-Konzern ausgerichtet ist, wird auf die Erstellung eines
Risikoberichts auf Einzelinstitutsebene verzichtet.
Aktuelle Entwicklungen
Nachdem die Weltwirtschaft 2013 eine Stabilisierungsphase durchlaufen hat, ist 2014 mit einer weiteren leichten Erholung zu rechnen.
Dabei dürfte sich die in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu beobachtende auseinanderlaufende Entwicklung zwischen Industrie- und
Schwellenländern fortsetzen. In den USA weisen die Indikatoren zwar noch kein einheitlich positives Bild auf, es ist aber davon
auszugehen, dass sich die Konjunktur in den nächsten Quartalen weiter positiv entwickeln wird. Bremsend wirken könnte dabei
allerdings die Ankündigung der Notenbank, ihre Wertpapierankäufe im Laufe des Jahres 2014 zu verringern und ihre Geldpolitik
restriktiver zu gestalten. In Japan dürfte die konjunkturelle Entwicklung relativ schwach bleiben, weil nicht absehbar ist, wann die für
die nachhaltige Gesundung notwendigen Strukturreformen forciert angegangen werden. Nach überstandener Rezession wird das
Tempo der konjunkturellen Belebung in der Eurozone zwar zunehmen, allerdings moderat bleiben. Die strukturellen
Anpassungsprozesse in den Krisenländern und die anhaltenden staatlichen Sparmaßnahmen zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise
und der Bankenkrise werden die Konjunktur noch einige Zeit belasten. Die Konjunktur in den Schwellenländern wird voraussichtlich
weiterhin gedämpft bleiben: Zwar hat sich die konjunkturelle Entwicklung in China wieder stabilisiert, aber die Mehrzahl der
Schwellenländer dürfte aufgrund ungelöster interner Strukturprobleme, der geänderten Risikoeinschätzung der Finanzmärkte sowie
der erhöhten Refinanzierungskosten über längere Zeit mit einer merklichen Dämpfung ihrer Konjunkturdynamik zu kämpfen haben.
Vor diesem Hintergrund bleiben die Risiken für die Weltkonjunktur weiterhin hoch, zumal die bevorstehende Abkehr von der
expansiven Geldpolitik zu einer erneuten Destabilisierung der internationalen Finanzmärkte führen könnte. Hinzu kommt, dass der
Erdölpreis vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Unsicherheit über das Vorgehen in Syrien und der allgemein labilen Lage in
Nordafrika und dem Nahen Osten jederzeit wieder deutlich ansteigen kann und nicht zuletzt auch die bereits in der jüngsten
Vergangenheit zu beobachtenden protektionistischen Schutzmaßnahmen weiter zunehmen werden.
Trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten 2013 insbesondere europäische
Bankenmärkte - allen voran Irland, Italien und Spanien - weiterhin mit sehr hohen Beständen notleidender Kredite zu kämpfen.
Dadurch wurde viel Kapital gebunden, das in der Folge nicht für die Vergabe von Krediten und die Stützung der Wirtschaftsaktivität
verwendet werden konnte. Die Liquiditätsbereitstellung durch die Europäische Zentralbank (EZB) blieb von besonderer Bedeutung.
Zudem prägten die Anpassungen an die neuen regulatorischen Anforderungen die Bankenaktivitäten, die oftmals mit einem Abbau
von Schulden und der Fokussierung auf Kerngeschäftsfelder verbunden waren. Der Bankensektor wird auch 2014 vor erheblichen

Herausforderungen stehen. Präsent bleiben werden die europäische Staatsschuldenkrise und die weiterhin teilweise verhaltenen
wirtschaftlichen Entwicklungen. Zusätzlich wird sich aus dem geplanten Balance-Sheet-Assessment und dem Stresstest der
Europäischen Bankenaufsicht für die 128 größten und systemrelevanten Banken (Bilanzsumme größer 30 Mrd. EUR bzw. größer 20 %
des Bruttoinlandsprodukts) weiterer, teilweise erheblicher Kapitalbedarf für eine Reihe von europäischen Banken ergeben. Dies könnte
einige Banken vor große Probleme stellen, falls eine Lösung aus eigener Kraft nicht möglich ist. Auch die Situation der Banken in
einigen osteuropäischen Ländern wird sich nur langsam stabilisieren und anfällig gegenüber Rückschlägen bleiben. Unter sich
abschwächenden Rahmenbedingungen können weitere Bankenmärkte auch außerhalb Europas in den Fokus geraten.
Im abgelaufenen Jahr ist die deutsche Wirtschaft verhalten gewachsen, wobei sich Unternehmen mit Exporten nach Asien und
Amerika überdurchschnittlich entwickelten. Die Situation der Handelsschifffahrt war unverändert kritisch. Für 2014 wird mit einem
leicht verbesserten Gesamtwachstum gerechnet. Voraussetzung hierfür ist, dass weitere Schritte zur Lösung der Eurokrise
unternommen werden, damit sich die Verunsicherung von Unternehmen und privaten Haushalten weiter abbaut. Während sich damit
für viele Branchen die Aussichten verbessern dürften, wird die Entwicklung im Stahlbereich aufgrund der weltweit bestehenden
Überkapazitäten weiter als risikobehaftet eingeschätzt. Auch für die Handelsschifffahrt insgesamt wird 2014 immer noch keine
nachhaltige Erholung erwartet.
Der Konzern ist aufgrund seines international ausgerichteten Förderauftrags von den oben beschriebenen Entwicklungen berührt. Wie
im Jahr 2012 wurde die Risikovorsorge insbesondere in der Handelsschifffahrt erhöht, insgesamt waren die Auswirkungen auf das
Konzernportfolio jedoch sehr gut verkraftbar. Alle erkennbaren Risiken werden nach konservativen Maßstäben bewertet und über die
konsequente Setzung von Risikoleitplanken in der Neugeschäftssteuerung berücksichtigt. Die regelmäßig durchgeführten
Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen, dass der Konzern - auch unter Zugrundelegung von konservativen Stress-Szenarien - die im
Zusammenhang mit seinem Geschäftsauftrag eingegangenen Risiken tragen kann. Wie in den vergangenen Jahren hat der Konzern
auch im Geschäftsjahr 2013 seine Prozesse und Instrumente im Risikomanagement und -controlling insbesondere zur Ermittlung der
Ökonomischen Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung aktueller bankaufsichtsrechtlicher Anforderungen systematisch
weiterentwickelt. Durch die Änderung des KfW-Gesetzes im Jahr 2013 und die Veröffentlichung der "Verordnung zur Anwendung von
bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften auf die Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie zur Zuweisung der Aufsicht über die Einhaltung
dieser Vorschriften an die BaFin" (KfW-Verordnung - KfWV) wurde die erweiterte KWG-Anwendung des Konzerns beschlossen. Künftig
ist der Konzern zu einer entsprechenden Anwendung wesentlicher bankaufsichtsrechtlicher Regelungen verpflichtet. Die Aufsicht über
die Einhaltung der bankaufsichtsrechtlichen Regelungen erfolgt durch die BaFin und die Bundesbank. Die Verordnung sieht ein
schrittweises Inkrafttreten vor. Die wesentlichen risikorelevanten Regelungen gelten für den Konzern ab 01.01.2016. Die Umsetzung
der für den Konzern neuen Anforderungen wird derzeit initiiert.
Grundlagen und Ziele der Risikosteuerung
Der Konzern hat einen gesetzlich verankerten Förderauftrag, der die besondere Stellung des Konzerns und seine institutionelle
Ausgestaltung begründet. Nachhaltige Förderung ist der übergeordnete Unternehmenszweck des Konzerns. Um die vorhandenen
Ressourcen optimal für die Realisierung des Förderauftrags einzusetzen, ist die Messung und Steuerung der eingegangenen Risiken
von großer Bedeutung. Im Rahmen der Risikosteuerung geht der Konzern Risiken nur in einem Umfang ein, wie sie im Hinblick auf die
aktuelle und zu erwartende Ertragslage sowie die wahrscheinlichen Risikoverläufe tragfähig sind. Bei der Ertrags-/Risikosteuerung wird
den Besonderheiten einer Förderbank Rechnung getragen. Bankaufsichtsrechtliche Anforderungen, wie sie die Mindestanforderungen
an das Risikomanagement formulieren, stellen für die Risikomanagementstrukturen und -prozesse des Konzerns wichtige
Nebenbedingungen dar.
Um das Risikomanagement- und -controllingwissen in der Organisation des Konzerns zu verankern, schult der Konzern seine
Mitarbeiter unter anderem mit einem modulartig aufgebauten Programm zu Risikothemen. Dieses ermöglicht es Mitarbeitern und
Führungskräften aus dem gesamten Konzern, gezielt grundlegende Kenntnisse zu erwerben oder Spezialwissen zu vertiefen.
Organisation der Risikosteuerung und -überwachung Gremien und Verantwortung
Der Vorstand der KfW bestimmt im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die risikopolitischen Richtlinien und Grundsätze im Konzern.
In einem mindestens vierteljährlichen Turnus wird der Verwaltungsrat über die Risikosituation des Konzerns informiert. Für besonders
eilbedürftige Entscheidungen ist der Präsidialausschuss des Verwaltungsrats zuständig. Ob eine dringende Angelegenheit vorliegt,
entscheidet der Vorsitzende des Verwaltungsrats. Dem Kreditausschuss obliegt insbesondere die Genehmigung von Kreditvorlagen,
während im Prüfungsausschuss unter anderem Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements inkl. der Prüfung des Jahres
- und des Konzernabschlusses mit entsprechenden Beschlussempfehlungen für den Verwaltungsrat behandelt werden. Vor dem
Hintergrund der für den Konzern zukünftig verbindlich entsprechend anzuwendenden KWG-Normen wird die Struktur der Ausschüsse
des Verwaltungsrats im Sommer 2014 voraussichtlich geändert werden.
Die Risikosteuerung im Konzern erfolgt durch eng miteinander verzahnte Entscheidungsgremien. An der Spitze der Gremienarchitektur
steht der Gesamtvorstand, der die zentralen risikopolitischen Entscheidungen trifft. Unterhalb des Gesamtvorstands existieren drei
Risikokomitees (Kredit-Risiko-Komitee, Marktpreis-Risiko-Komitee und Komitee für Operationelle Risiken), die zum einen
Vorstandsentscheidungen vorbereiten und zum anderen im Rahmen festgelegter Kompetenzgrenzen eigenständig entscheiden. Die
Komitees nehmen auch Konzernsteuerungsfunktionen wahr, sodass Vertreter aus der KfW IPEX-Bank und der DEG mit einbezogen
sind. Weitere Arbeitsgruppen arbeiten den Komitees zu. In den Komitees hat die Marktfolge generell ein Vetorecht. Sofern keine
einstimmige Entscheidung vorliegt, erfolgt ggf. eine Eskalation auf Gesamtvorstandsebene.

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Kredit-Risiko-Komitee
Die Leitung des Kredit-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Weitere stimmberechtigte Mitglieder des wöchentlich tagenden
Kredit-Risiko-Komitees sind der Bereichsleiter Risikomanagement und -controlling, weitere Mitglieder des Vorstands sowie der Chief
Risk Officer der KfW IPEX-Bank. Dem Komitee arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen (AG) zu: Die AG LänderRating dient als zentrale
Instanz für die Beurteilung von Länderrisiken. Über die AG Sicherheiten wird eine einheitliche Vorgehensweise bezüglich aller
wesentlichen Aspekte der Sicherheitenanrechnung und -bewertung sowie der Sicherheitenmanagementprozesse sichergestellt. Alle
wesentlichen Aspekte der Kreditrisikomessinstrumente liegen in der Verantwortung der AG Ratingsysteme. Die AG Branchenrisiken
Corporates analysiert als konzernweites Expertengremium die branchen- und produktbezogenen Kreditrisiken im Corporate-Segment.
In den wöchentlichen Sitzungen des Kredit-Risiko-Komitees werden insbesondere Kredit- und Limitentscheidungen getroffen. Auch
Engagements der KfW IPEX-Bank und der DEG werden im Kredit-Risiko-Komitee vorgestellt. Quartalsweise erfolgt darüber hinaus eine
um Vertreter der Geschäftsfelder und der DEG erweiterte Sitzung. Die Interne Revision hat einen Gaststatus. In dieser quartalsweisen
Sitzung wird über die Entwicklung aufsichtsrechtlicher Anforderungen, deren Auswirkungen und über den Stand bei
Umsetzungsprojekten, zum Beispiel MaRisk/Basel III, im Konzern berichtet. Auch werden wesentliche Änderungen und Neuentwürfe
von Risikogrundsätzen und Kreditrisikomethoden verabschiedet. Darüber hinaus erfolgt ein Monitoring des konzernweiten
Kreditportfolios.
Marktpreis-Risiko-Komitee
Die Leitung des monatlich tagenden Marktpreis-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Daneben ist das Komitee mit dem für das
Kapitalmarktgeschäft zuständigen Vorstand sowie unter anderem mit den Bereichsleitern Finanzmärkte, Risikomanagement und -
controlling sowie Rechnungswesen besetzt. Die Interne Revision hat einen Gaststatus. Quartalsweise und bei Bedarf nehmen Vertreter
der KfW IPEX-Bank und der DEG an der Sitzung teil. Das Marktpreis-Risiko-Komitee diskutiert die Marktpreisrisikoposition des
Konzerns und überprüft monatlich die Marktpreisrisikostrategie. Weiterhin wird im Komitee die Liquiditätsrisikoposition des Konzerns
überwacht und es werden alle grundsätzlichen und methodischen Fragen zum Management der Marktpreis- und Liquiditätsrisiken und
dem Transferpricing entschieden. In Bezug auf die Zinsrisikostrategie bereitet das Komitee die finale Entscheidung des
Gesamtvorstands vor. Dem Marktpreis-Risiko-Komitee unterstehen das Surveillance Committee, in dem Bewertungsfragen zu
Wertpapieren diskutiert werden und ein Austausch zu Marktwertentwicklungen sowie Wertberichtigungen von Wertpapieren
stattfindet, sowie das Hedge Committee, in dem hauptsächlich die Ergebnisauswirkungen aus der IFRS-Bilanzierung von
Hedgegeschäften und deren Weiterentwicklung behandelt werden.
Komitee für Operationelle Risiken
Das quartalsweise tagende Komitee für Operationelle Risiken unterstützt den Vorstand in dem Themengebiet Betriebsrisiko
(Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement) und ist mit Bereichsleitern (Vertreter Abteilungsleiter) besetzt. Die
Leitung liegt beim Bereichsleiter Risikomanagement und -controlling. Darüber hinaus sind zentrale Bereiche sowie die KfW IPEX-Bank
und die DEG in dem Komitee vertreten. Die Interne Revision hat einen Gaststatus. Die Aufgaben bestehen in der Beschlussfassung
und der Abnahme von Risikogrundsätzen, Methoden und Instrumenten. Darüber hinaus ist das Komitee verantwortlich für die
Steuerung Operationeller Risiken (OpRisk) durch Entscheidung über bereichsübergreifende bzw. konzernweite Maßnahmen. Zudem
werden wesentliche eingetretene oder potenzielle OpRisk-Schäden im Gremium diskutiert und auf bankweiten Handlungsbedarf hin
überprüft. Im Themengebiet Betriebliches Kontinuitätsmanagement legt das Komitee anhand der Ergebnisse der jährlichen Business-
Impact-Analyse die Maßnahmen zur Krisenprävention und zur Notfallplanung fest. Die Überwachung erfolgt anhand der
Berichterstattung über geplante oder durchgeführte Notfall- und Krisenstabstests sowie wesentliche Betriebsstörungen. Alle
Beschlüsse und Empfehlungen des Komitees für Operationelle Risiken werden dem Vorstand vorgelegt.
In der gruppenweit angelegten Risikosteuerung nehmen Konzernunternehmen und Organisationseinheiten darüber hinaus eigene
Steuerungsfunktionen wahr. Konzernweite Projekte und Arbeitsgruppen stellen jedoch auch in diesen Fällen ein aufeinander
abgestimmtes Vorgehen sicher, zum Beispiel beim Roll-out von Ratinginstrumenten auf Tochterunternehmen oder beim Management
und bei der Bewertung von Sicherheiten.
Die Verantwortung für die Entwicklung und Ausgestaltung der Risikosteuerung und -überwachung ist außerhalb der Marktbereiche
angesiedelt und liegt insbesondere im Bereich Risikomanagement und -controlling.
Risikosteuerungsansatz des KfW-Konzerns ÜBERBLICK

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Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der definierten Risikobereitschaft des Konzerns formuliert das
Risikomanagement die Risikostrategie des Konzerns unter Einbeziehung des Risikomanagements der maßgeblichen
Tochtergesellschaften und verantwortet auch deren regelmäßige Überprüfung. Die Risikostrategie legt - aufbauend auf der
geschäftspolitischen Ausgangssituation - allgemeine risikopolitische Grundsätze und konkrete risikopolitische Maßnahmen im Einklang
mit dem strategischen Zielsystem und der Geschäftsstrategie fest. Der Umsetzung der Risikostrategie dienen dabei verschiedene
Instrumente zur Steuerung der wesentlichen Risiken des Konzerns. Unter anderem werden einzeladress- bzw. portfoliobezogene
Instrumente zur Risikosteuerung eingesetzt.
Um die wesentlichen Risiken zu ermitteln, führt der Konzern mindestens jährlich eine Risikoinventur durch. Im Rahmen der
Risikoinventur werden für den Konzern relevante Risikoarten in einem strukturierten Prozess identifiziert, definiert und anschließend
einer Wesentlichkeitsbeurteilung unterzogen. Die Wesentlichkeit einer Risikoart hängt primär von den Gefahrenpotenzialen für die
Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns ab. Zentrales Ergebnis der Risikoinventur ist das Gesamtrisikoprofil, das einen
Überblick über die wesentlichen und unwesentlichen Risikoarten des Konzerns vermittelt. Als wesentlich im Rahmen der Inventur 2013
sind neben Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Operationellen Risiken auch das Beteiligungs-, Projekt- und Reputationsrisiko
eingestuft. Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen innerhalb einer Risikoart oder über verschiedene Risikoarten
hinweg werden bei der Risikoinventur berücksichtigt.
Das Risikoreporting erfolgt entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben (MaRisk). Der Vorstand wird monatlich über die Risikolage
des Konzerns informiert. Die Aufsichtsgremien des Konzerns erhalten quartalsweise einen Risikobericht. Anlassbezogen werden die
jeweiligen Gremien ad hoc informiert. Ein fortlaufender Qualitätsmanagementprozess ist für die im Risikomanagement und -controlling
verwendeten Risikokennzahlen und Informationssysteme installiert.
Die Methoden und Instrumente zur konzernweiten Risikoanalyse und -steuerung werden regelmäßig validiert und durch (Weiter-)
Entwicklungen vervollständigt. Dabei stehen insbesondere Modelle zur Messung, Steuerung und Bepreisung von Kredit- und
Marktpreisrisiken im Fokus.
Der Risikosteuerungsansatz ist im Risikohandbuch des Konzerns niedergelegt. Das Risikohandbuch sorgt dafür, dass einheitliche
Verfahren zur Identifikation, Messung, Steuerung und Überwachung von Risiken zur Anwendung kommen. Darüber hinaus werden
konzernweite Regelungen durch geschäftsfeldspezifische Ausgestaltungen ergänzt. Die im Risikohandbuch aufgeführten Regelungen
haben konzernweit verbindlichen Charakter, sind für alle Mitarbeiter zugänglich und werden stetig weiterentwickelt.
Für Details zu den weiteren Elementen des Risikosteuerungsansatzes sei auf die nachfolgenden Kapitel verwiesen.
INTERNER KAPITALADÄQUANZPROZESS
Der interne Kapitaladäquanzprozess des Konzerns ist dadurch gekennzeichnet, dass ökonomische und regulatorische Vorgaben
hinsichtlich der Risikotragfähigkeit gleichberechtigte übergeordnete Ziele des Konzerns darstellen. Dies bedeutet konkret, dass alle
Risikoüberwachungs- und -steuerungsmaßnahmen die Einhaltung sowohl eines ökonomischen Solvenzziels als auch von
Mindestwerten für die Kern- und Gesamtkapitalquote sicherstellen müssen. Auf diese Weise wird eine ökonomisch sinnvolle
Kapitalsteuerung mit dem Erfordernis der Sicherstellung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen verbunden. Für die enge
Verzahnung der beiden Perspektiven legt der Konzern eine einheitliche Definition für die Risikodeckungsmasse zugrunde: Für beide
Sichtweisen wird das modifizierte verfügbare Eigenkapital entsprechend §§ 10 bzw. 10 a KWG als Risikodeckungspotenzial verwendet.
Ein weiteres zentrales Merkmal des Kapitaladäquanzprozesses ist die Steuerungsorientierung durch eine zusätzliche vorausschauende
Perspektive. Diese bewertet das Absorptionspotenzial der Reserven des Konzerns - und damit dessen Handlungsfähigkeit -bei Eintritt
bestimmter konjunktureller (Stress-)Szenarien. Ein in diesem Zusammenhang etabliertes Ampelsystem mit Schwellenwerten für die
Ökonomische und Regulatorische Risikotragfähigkeit signalisiert bei kritischen Entwicklungen Handlungsbedarf im Rahmen der
operativen und strategischen Steuerung.
Das Risikotragfähigkeitskonzept des Konzerns dient in erster Linie dem Schutz vorrangiger Fremdkapitalgeber vor Verlusten und
nimmt somit in seiner Grundkonzeption eine Liquidationsperspektive ein. Durch die Hinzunahme einer vorausschauenden Perspektive,

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die auch die Einhaltung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen gewährleistet, wird das Konzept jedoch um eine "Going-
Concern-Sicht" erweitert und enthält damit Elemente beider Grundtypen von Risikotragfähigkeitskonzepten.
Die Ziele zur Risikotragfähigkeit werden mittels Kapitalallokation auf die Ebene der einzelnen Geschäftsfelder/-bereiche in Form
Ökonomischer Kapitalbudgets übertragen. Das allokierte Risikodeckungspotenzial steht den Geschäftsfeldern/-bereichen für die
Unterlegung von Alt- und Neugeschäft für die verschiedenen Risikoarten zur Verfügung. Die Kapitalallokation wird im Rahmen der
jährlichen Konzerngeschäftsfeldplanung durchgeführt. Diese berücksichtigt neben der Bedarfsplanung der Geschäftsfelder/-bereiche
die Risikoziele und die Risikobereitschaft (zum Beispiel Ampelgrenzen). Zugleich wird ein zentral gehaltener Kapitalpuffer für den
Stressfall durch den Gesamtvorstand festgelegt, der der antizyklischen Risikosteuerung dient. Die Einhaltung wird vierteljährlich
überprüft und eventuell wird Handlungsbedarf adressiert. Zusätzlich werden auf Konzernebene für die Geschäftsfelder/-bereiche
entsprechende Planwerte für die Regulatorische Kapitalbindung ermittelt, deren Auslastung ebenfalls vierteljährlich überwacht wird.
Ergänzend zum Risikotragfähigkeitskonzept wurde 2013 ein Kapitalplanungsprozess etabliert, der die Risikotragfähigkeit auch
mittelfristig sicherstellen soll. Auf Basis szenariobasierter Hochrechnungen der Ökonomischen und Regulatorischen Risikotragfähigkeit
über einen mehrjährigen Betrachtungshorizont ermöglicht der Kapitalplanungsprozess die frühzeitige Identifikation von etwaigen
Kapitalengpässen, um ggf. Handlungsempfehlungen zur Kapitalstärkung oder Risikoreduktion ableiten zu können. Dabei berücksichtigt
der Prozess Veränderungen der strategischen Ziele, der Geschäftstätigkeit sowie des wirtschaftlichen Umfelds. Neben einem Base
Case werden die Ökonomische und Regulatorische Risikotragfähigkeit auch in einem Stress Case betrachtet. Die Kapitalplanung erfolgt
im Rahmen der gesamtbankweiten Planungs- und Strategieprozesse des Konzerns. Das Risikotragfähigkeitskonzept wird jährlich auf
seine Grenzen und Beschränkungen hin überprüft. Die Resultate werden bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit angemessen
berücksichtigt.
Regulatorische Risikotragfähigkeit Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Risikoposition
95.956
109.226
Kernkapital
19.752
19.826
Regulatorische Eigenmittel (Risikodeckungspotenzial)
21.435
22.487
Kernkapitalquote
20,6 %
18,2 %
Gesamtkapitalquote
22,3 %
20,6 %
Die Kennziffer "Risikoposition" ergibt sich aus der mit dem Faktor 12,5 multiplizierten Summe der Anrechnungsbeträge für
Adressrisiken, Marktrisiken sowie Operationelle Risiken.
Der Konzern unterliegt nicht den Vorschriften der §§ 10 bzw. 10 a KWG. Für interne Zwecke erfolgt jedoch eine freiwillige Ermittlung
der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten auf Basis der wesentlichen rechtlichen Vorschriften. Hierbei werden für große Teile des
Kreditportfolios zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen eigene Ratingverfahren verwandt (fortgeschrittener IRB-Ansatz).
Analog zur Anwendung der KWG-Vorschriften ist der Konzern auch vom Geltungsbereich der EU-Richtlinie über
Eigenkapitalanforderungen (CRD) ausgenommen. Er wird aber die neuen CRD-Änderungen vergleichbar zur bisherigen
Vorgehensweise auf freiwilliger Basis umsetzen. Im Rahmen des internen Reportings wird die Regulatorische Risikotragfähigkeit
bereits jetzt auch unter Berücksichtigung der Basel-III-Regelungen indikativ berechnet. Im Ergebnis erfüllt der Konzern schon heute
die ab 2019 geltenden Mindestquoten.
Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten des Konzerns sind gegenüber dem 31.12.2012 gestiegen. Per 31.12.2013 liegt die
Gesamtkapitalquote unter Berücksichtigung des Konzernergebnisses bei 22,3 % (31.12.2012: 20,6 %), die Kernkapitalquote bei 20,6
% (31.12.2012: 18,2 %). Grund für die positive Entwicklung ist der deutliche Rückgang der Risikoposition, der den negativ wirkenden
Effekt aus dem rückläufigen Risikodeckungspotenzial
1)
überkompensiert hat. Die verbesserte Risikoposition ist sowohl auf die
gesunkenen Marktwerte von Derivaten als auch auf methodische Weiterentwicklungen der Risikomessung zurückzuführen. Die
Berechnung zur Regulatorischen Eigenkapitalunterlegung Operationeller Risiken erfolgt nach dem Standardansatz gemäß § 272 SolvV.
1)
Siehe folgendes Kapitel "Ökonomische Risikotragfähigkeit"
Regulatorische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2013 in Mio. EUR
In Klammern: Werte zum 31.12.2012
Die Eigenmittelanforderung für das Kreditrisiko wurde mit 8 % Kapitalunterlegung berechnet.
Ökonomische Risikotragfähigkeit
Zur Beurteilung der Ökonomischen Risikotragfähigkeit wird der Ökonomische Kapitalbedarf für potenzielle Verluste aus wesentlichen
quantifizierbaren Risiken dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Der Konzern legt bei der Berechnung des Ökonomischen
Kapitalbedarfs ein Solvenzziel von 99,99 % und einen Zeithorizont von einem Jahr zugrunde. Die Aggregation des Ökonomischen
Kapitalbedarfs über verschiedene Risikoarten hinweg erfolgt ohne Beachtung von Diversifikationseffekten durch Addition.
Die dominierende Risikoart im Konzern ist das Kreditrisiko. Es bezeichnet die Gefahr von Verlusten, wenn Geschäftspartner ihre
Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Konzern nicht, nicht fristgerecht oder nicht vollständig erfüllen (Ausfall) oder sich ihre
Bonitäten verschlechtern (Migration). Das Kreditrisiko setzt sich somit aus dem Adressenausfall- und dem Migrationsrisiko zusammen.
Der Ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken wird durch das Risikocontrolling mit Hilfe statistischer Modelle quantifiziert. Für

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Adressenausfallrisiken wird das Verlustpotenzial unter Verwendung eines Kreditportfoliomodells und des Risikomaßes Credit-Value-at-
Risk berechnet. Die Differenz zwischen Credit-Value-at-Risk und Erwartetem Verlust wird als Ökonomischer Kapitalbedarf bezeichnet.
Migrationsrisiken werden szenariobasiert in den vorausschauenden Perspektiven der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt.
Der Ökonomische Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken wird ebenfalls auf Basis des Value-at-Risk-Konzepts berechnet. In Erweiterung
zu den regulatorischen Anforderungen der Säule I an Nichthandelsbuchinstitute werden in der ökonomischen Betrachtung der Säule II
auch das Zinsänderungsrisiko des Bankbuchs, das Credit Spread-Risiko für Wertpapiere, das Basisspreadrisiko sowie sonstige
Marktpreisrisiken berücksichtigt. Für das Fremdwährungsrisiko wird ebenfalls ein internes Modell eingesetzt. Für jede
Marktpreisrisikoart wird unter Verwendung statistischer Modelle der mögliche Barwert- oder Kursverlust in einem (durch das
Solvenzniveau definierten) Worst Case bestimmt. Der Ökonomische Kapitalbedarf entspricht diesem potenziellen Verlust. Für
Basisspreadrisiken wird seit 2013 ein Kapitalpuffer vorgehalten.
Der Kapitalbedarf für Operationelle Risiken wurde 2013 erstmals mittels eines internen Modells berechnet und nicht mehr aus dem
gemäß dem Standardansatz ermittelten Regulatorischen Kapitalbedarf übernommen.
Der Konzern setzt zudem Stille Lasten für Wertpapiere des Anlagevermögens ohne Gegenrechnung von Stillen Reserven unmittelbar
als Ökonomischen Kapitalbedarf an.
Auf dieser Grundlage ist zum 31.12.2013 die Ökonomische Risikotragfähigkeit zum Solvenzniveau von 99,99 % gegeben. Die
Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Gesamtkapitalbedarf per 31.12.2013 in Höhe von 7.855 Mio. EUR hat sich
gegenüber dem Wert vom 31.12.2012 (9.048 Mio. EUR) verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Umsetzung einer
barwertigen Bilanzierung der Zinsverbilligungsleistung zurückzuführen, was sich auch auf das Risikodeckungspotenzial negativ
ausgewirkt hat. Der moderate Anstieg des Gesamtkapitalbedarfs im Jahr 2013 ist vor allem auf die erstmalige Messung des
Kapitalbedarfs für Operationelle Risiken auf Basis eines internen Modells sowie auf die Einführung eines Kapitalpuffers für
Basisspreadrisiken zurückzuführen (vgl. Abschnitte Operationelles Risiko und Marktpreisrisiko). Der Kapitalbedarf für Kreditrisiken und
Stille Lasten für Wertpapiere ist dagegen im Jahr 2013 gesunken.
Liquiditätsrisiken steuert der Konzern durch das Monitoring geeigneter Kennzahlen sowie durch regelmäßige Kontrollschritte in den
bankbetrieblichen Prozessabläufen. Interne Kennzahlen zur Beschreibung der Liquiditätssituation beruhen auf Projektionen des
Liquiditätsbedarfs und -potenzials, die Stress-Szenarien unterschiedlicher Schweregrade unterworfen werden. Die ebenfalls als
wesentlich eingestuften Settlement-, Reputations- und Projektrisiken werden qualitativ beurteilt und gesteuert, eine
Kapitalunterlegung im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt derzeit nicht.
Die Risikomessung basiert auf State-of-the-Art-Modellen der Bankenpraxis. Jedes Modell stellt jedoch eine Vereinfachung der
komplexen Realität dar und baut auf der Annahme auf, dass die in der Vergangenheit beobachteten Risikoparameter auch
repräsentativ für die Zukunft geschätzt sind. Nicht alle möglichen Einflussfaktoren und deren komplexe Interaktionen können
hinsichtlich der Risikoentwicklung eines Portfolios erfasst und modelliert werden. Unter anderem auch deshalb führt der Konzern
sowohl mit den Kredit- als auch mit den Marktpreisrisikomodellen Stresstests durch. Der Konzern arbeitet kontinuierlich an der
Weiterentwicklung seiner Risikomodelle und -prozesse. So wurde 2013 ein Kapitalplanungsprozess etabliert, der die Ökonomische und
Regulatorische Risikotragfähigkeit mittelfristig sicherstellt. Ferner wurde im Jahr 2013 das Basisspreadrisiko mit einem Puffer erstmals
in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Darüber hinaus wurde 2013 ein dem Marktstandard entsprechendes internes Modell für die
Ermittlung von Ökonomischem Kapitalbedarf für Operationelle Risiken eingeführt. Im Jahr 2014 steht unter anderem die Umstellung
der Risikomessung auf IFRS an. Des Weiteren ist im Jahr 2014 der Start des Programms "Kreditrisiko/IRBA" geplant, in dem unter
anderem die Zulassung der Konzern-Ratingsysteme für den fortgeschrittenen auf Rating basierenden Ansatz (IRBA) vorbereitet sowie
die Architektur der Kreditrisikoinstrumente überarbeitet werden soll.
Ökonomische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2013 in Mio. EUR
In Klammern: Werte zum 31.12.2012
Stress- und Szenariorechnungen
Um eine stärkere Steuerungsorientierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes zu gewährleisten, betrachtet der Konzern vierteljährlich
ein Forecast- (erwartetes Szenario), ein Downturn- (leichter konjunktureller Abschwung) und ein Stress-Szenario (starke Rezession)
und deren Auswirkungen auf die Ökonomische und Regulatorische Risikotragfähigkeit. Diese vorausschauende Perspektive zeigt, wie
resistent und handlungsfähig der Konzern bei Eintritt dieser Szenarien ist, und liefert damit direkte Steuerungsimpulse.
Der Forecast gibt eine Vorschau auf die Risikotragfähigkeit zum Jahresende. In die Vorschau werden die geplante
Geschäftsentwicklung, das Planergebnis sowie weitere die Risikotragfähigkeit beeinflussende Effekte, wie zum Beispiel absehbare
Änderungen der Kapitalstruktur und methodische Weiterentwicklungen, einbezogen. Der aktuelle Forecast für den 31.12.2014 zeigt
eine moderat rückläufige Überdeckung des Risikodeckungspotenzials über den Ökonomischen Kapitalbedarf im Vergleich zum
31.12.2013.
Im Downturn- und Stress-Szenario werden Ergebniseffekte und Veränderungen des Kapitalbedarfs auf Sicht von zwölf Monaten unter
negativen Konjunkturszenarien mit unterschiedlichem Schweregrad dargestellt. Im Stress-Szenario werden dabei die Auswirkungen
einer schweren Rezession abgebildet. In beiden Szenarien geht der Konzern von insgesamt steigenden Kreditrisiken (Adressenausfall-
und Migrationsrisiken) aus. Für die EUR- und USD-Zinsen wird in diesen Szenarien eine zur konjunkturellen Lage konsistente
Entwicklung prognostiziert. Gleichzeitig wird angenommen, dass zunehmende Marktunsicherheiten zu einer erhöhten Volatilität bei

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Zinsen, Währungen und Credit Spreads führen, wodurch der Ökonomische Kapitalbedarf für die entsprechenden Risikoarten steigt.
Zudem mindern im Stress-Szenario auch potenzielle Kursverluste bei Wertpapieren und Schadensfälle aus Operationellen Risiken das
Risikodeckungspotenzial.
Auf Grundlage der durchgeführten Analysen geht der Konzern im Stress-Szenario von einer Reduzierung der Überdeckung in der
Ökonomischen Risikotragfähigkeit von 7,9 Mrd. EUR auf 4,1 Mrd. EUR aus. Damit ist selbst unter ungünstigen gesamtwirtschaftlichen
Bedingungen die Risikotragfähigkeit auf einem Solvenzniveau von 99,99 % weiterhin gewährleistet. Zusätzlich zu den
Konjunkturszenarien werden weitere Stresstests durchgeführt, mit denen die Belastbarkeit der Risikotragfähigkeit des Konzerns
untersucht wird: Dabei sind jeweils aktuelle makroökonomische Gefährdungspotenziale der Ausgangspunkt für wechselnde Szenario-
Stresstests. Im Fokus standen im Jahr 2013 insbesondere Szenarien zu einer Krise in China sowie zu einer Rezession in
Deutschland/der Eurozone mit deflationären Tendenzen. Mit den Konzentrations- und inversen Stresstests wird ergänzend gezeigt, wie
in ungünstigen Konstellationen schlagend werdende Konzentrationsrisiken die Risikotragfähigkeit des Konzerns an ihre Grenzen
bringen könnten.
Risikoarten
ADRESSENAUSFALLRISIKO
Der Konzern geht Adressenausfallrisiken
2)
im Rahmen seines Förderauftrages ein. Im inländischen Förderkreditgeschäft liegen die
Risikoschwerpunkte im Bereich der Finanzierung von Gründern von mittelständischen Unternehmen und von Beteiligungen, da der
Konzern insbesondere in diesen Segmenten der inländischen Förderung auch Endkreditnehmerrisiken trägt (bei einem Großteil der
inländischen Förderung tragen im Rahmen des Hausbankprinzips die durchleitenden Banken die Ausfallrisiken der Endkreditnehmer).
Darüber hinaus übernimmt der Konzern Risiken im Rahmen seiner Export- und Projektfinanzierung sowie in der Förderung der
Entwicklungs- und Transformationsländer.
Die Bewertung des Adressenausfallrisikos erfolgt über die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default, PD), der
Forderungshöhe bei Ausfall (Exposure at Default, EAD) und der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD). Das
Produkt aus den drei genannten Größen ergibt den Verlust, der im langjährigen statistischen Durchschnitt erwartet werden kann. Der
Erwartete Verlust wird bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit durch den Abzug vom Risikodeckungspotenzial entsprechend den
aufsichtsrechtlichen Vorschriften der §§ 104 f. Solvabilitätsverordnung berücksichtigt.
Zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet der Konzern interne Ratingverfahren für Banken, Unternehmen
(Corporates), kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Beteiligungsgeber, Beteiligungsnehmer, Beteiligungsfonds,
Freiberufler, Existenzgründer und Länder. Diese Verfahren basieren auf Scorecards
3)
und folgen einer einheitlichen, konsistenten
Modellarchitektur. Für Spezialfinanzierungen wird für wesentliche Teile ein simulationsbasiertes Ratingverfahren eingesetzt. Für
strukturierte Produkte werden Cashflow-basierte Ratingverfahren herangezogen. Für Verbriefungstransaktionen wird das Rating für
Tranchen auf Grundlage der Ausfalldynamik des Forderungspools und der Wasserfallstruktur der Transaktion ebenfalls stochastisch
ermittelt. Die Ratingverfahren haben die Prognose von Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten zum Ziel. Die Verantwortung für die
Ratingerstellung im risikorelevanten Geschäft liegt grundsätzlich in den Marktfolgebereichen.
4)
Das Rating wird mindestens einmal
jährlich aktualisiert, außer bei Geschäftspartnern, mit denen ausschließlich Retailgeschäft besteht.
Durch die Abbildung der Ausfallwahrscheinlichkeiten auf eine konzernweit einheitliche Masterskala ist die Vergleichbarkeit von Ratings
verschiedener Verfahren und Geschäftsfelder gegeben. Die Masterskala besteht aus 20 unterschiedlichen Klassen, die sich in die vier
Gruppen Investment Grade, Non-Investment Grade, Watch List und Default einteilen lassen. Für jede Masterskala-Klasse sind die
Bandbreite der Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit festgelegt. Zu jedem Ratingverfahren
existieren Organisationsanweisungen, die insbesondere die Zuständigkeiten, Kompetenzen sowie die Kontrollmechanismen regeln.
Eine Vergleichbarkeit von internen Ratings des Konzerns und externen Ratings von Ratingagenturen wird durch ein Mapping der
externen Ratings auf die Konzern-Masterskala gewährleistet. Durch eine turnusgemäße Validierung und Weiterentwicklung der
Ratingverfahren wird sichergestellt, dass auf veränderte Rahmenbedingungen zeitnah reagiert werden kann. Ratinginstrumente und -
prozesse entsprechen weitgehend den Mindestanforderungen der geltenden Aufsichtsstandards (MaRisk/Basel II).
2)
Als Adressenausfallrisiko ist die Gefahr von finanziellen Verlusten definiert, die eintreten, wenn der Kreditnehmer bzw. Kontrahent seinen
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko enthält auch das Länderrisiko, bestehend aus Transfer-, Konvertierungs- und politischen
Risiken.
3)
Bei einer Scorecard handelt es sich um ein mathematisch-statistisch geschätztes und/oder auf Expertenwissen basierendes Modell. Die einzelnen
für die Bonitätsbewertung als relevant erachteten Risikofaktoren werden in Abhängigkeit von ihrer Ausprägung bzw. ihrem Wert in einen Punktwert
umgewandelt und zur Aggregation gewichtet.
4)
Im bankdurchgeleiteten Geschäft bestehen hiervon Ausnahmen.
Wesentlichen Einfluss auf die Ausfallhöhe nimmt neben der Forderungshöhe bei Ausfall (EAD) die Bewertung der Sicherheiten, die
risikomindernd in der Verlustquote bei Ausfall (LGD) angerechnet werden. Im Rahmen der Sicherheitenbewertung für anrechenbare
Sicherheiten wird der zu erwartende Nettoerlös einer Sicherheitenverwertung im Schadensfall inkl. Vorsichtsabschlägen geschätzt. Bei
dinglichen Sicherheiten sind neben Marktpreisschwankungen vor allem abschreibungsbedingte Wertverluste für die Abschläge

verantwortlich. Der ermittelte Wert ist wichtiger Bestandteil der konzerninternen Verlustschätzung (LGD). Die unterschiedlichen
Bewertungsverfahren für einzelne Sicherheitentypen basieren je nach Datenverfügbarkeit auf internen und externen historischen
Daten sowie auf Expertenschätzungen. Die Bewertungsparameter werden regelmäßig überprüft. Auf Ebene der einzelnen Sicherheiten
ist damit eine verlässliche Bewertung der Sicherheitenlage gewährleistet. Ein Risikogrundsatz für Kreditsicherheiten regelt deren
gruppenweit einheitliches Management, ihre Bewertung und Anrechnung.
Zur Begrenzung von Risiken aus dem Neugeschäft verfügt der Konzern über Limitmanagementsysteme, Risikoleitplanken und
verschiedene Portfoliorichtlinien. Sie bilden sowohl eine Grundlage für die Zweitvotierung von Kreditgeschäften als auch eine
Orientierungshilfe für die Kreditvergabe und haben die Aufgabe, eine angemessene Qualität bzw. Risikostruktur des Konzernportfolios
sicherzustellen.
5)
In der KfW wird die Zweitvotierung auf Einzelengagementebene durch das Konzernrisikomanagement erstellt. Die
KfW IPEX-Bank und die DEG verfügen jeweils über ein eigenes, marktunabhängiges Zweitvotum. Die relevanten
Geschäftsentscheidungsprozesse sind risikoorientiert ausgestaltet. Ein Kreditgeschäft erfordert derzeit in Abhängigkeit von der Art,
dem Umfang (materieller Risikogehalt und Wirkung auf die Gesamtrisikoposition) sowie der Komplexität der Transaktion ein
Zweitvotum. Große sowie risikoreichere Engagements werden mindestens dem Kredit-Risiko-Komitee vorgestellt, ggf. auch dem
Gesamtvorstand, dem Kreditausschuss oder dem Verwaltungsrat.
Die Portfoliorichtlinien definieren - differenziert nach Adresstypen und Produktvarianten - die Bedingungen, unter denen Geschäfte im
Regelfall eingegangen werden dürfen. Darüber hinaus werden Risikoleitplanken für Länder, Branchen und Produkte definiert, um mit
spezifischen Vorgaben zur Kreditvergabe aktuellen oder potenziellen negativen Entwicklungen zu begegnen. Mit den
Limitmanagementsystemen werden schließlich sowohl Risikokonzentrationen (Konzentrationslimite) als auch bonitätsabhängige
Einzeladressrisiken (Adresslimite) abgebildet. Konzentrationslimite dienen der Beschränkung von Risikokonzentrationen im
Kreditportfolio und somit der Verhinderung großer Einzelverluste. Adresslimite dienen im Sinne einer Feinsteuerung dem
kontrahentenspezifischen Management von Kreditausfallrisiken.
Im Kreditbestand werden Engagements mit höheren Risiken unterteilt in eine Watch List und eine Liste für Kredite mit akuten
Ausfallrisiken (Non-Performing-Loans). Die Watch List dient dazu, potenzielle Problemkredite frühzeitig zu identifizieren und ggf. für
die Problemkreditbearbeitung vorzubereiten. Dabei werden die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Marktumfeld des jeweiligen
Kreditnehmers sowie die überlassenen Sicherheiten regelmäßig überprüft und dokumentiert sowie Handlungsvorschläge -
insbesondere für risikobegrenzende Maßnahmen - formuliert. Für Non-Performing-Loans und auch zu großen Teilen für Watch List-
Engagements
6)
liegt die Prozessverantwortung in den für Restrukturierungen zuständigen Einheiten. Dies ermöglicht ein frühzeitiges
Einschalten von Spezialisten, um ein professionelles Problemkreditmanagement zu gewährleisten. Zielsetzung ist die Gesundung des
Engagements durch Restrukturierung, Reorganisation und Kreditanpassung. Erweist sich der Geschäftspartner als nicht
sanierungsfähig oder -würdig, steht die optimale Verwertung des Engagements und seiner Sicherheiten im Vordergrund. Für
leistungsgestörte Kredite und die Intensivbetreuung von Banken und großen Unternehmen aus dem KfW-Portfolio ist die Abteilung
Risikomanagement und -controlling - Restrukturierung -zuständig. Die Verantwortung für die Betreuung des Mengengeschäfts liegt
dagegen in einem eigenen Bereich Restrukturierung. Das Management leistungsgestörter bzw. intensivbetreuter Engagements der
KfW IPEX-Bank und der DEG erfolgt grundsätzlich in der jeweiligen Tochtergesellschaft. Sofern mehr als ein Konzernunternehmen
engagiert ist, wird die zentrale Koordinierung durch die Abteilung Risikomanagement und -controlling - Restrukturierung -
vorgenommen. Für eine klare Regelung der Kompetenzen und der Zuordnung bestehen interne Schnittstellenregelungen mit den
relevanten Bereichen sowie eine enge Kooperation mit den Marktbereichen und der Rechtsabteilung.
Bei Auftreten eines Krisenfalls im Bereich Banken gilt es, intern und extern sofort handlungsfähig zu sein. Hierfür wurde der
Krisenplan Banken weiterentwickelt. Er sieht im Wesentlichen vor, dass unter Leitung des Risikomanagements eine Arbeitsgruppe
eingerichtet wird, eine sofortige Schadensanalyse vorgenommen wird und die nächsten notwendigen Schritte eingeleitet werden.
5)
Dabei wird den Besonderheiten des Fördergeschäfts des Konzerns Rechnung getragen.
6)
Bei der KfW IPEX-Bank wird die Übernahme der Zuständigkeit für Watch List-Fälle einzelfallabhängig durch das Risikomanagement in Abstimmung
mit der für Restrukturierungen zuständigen Einheit entschieden.
Risikovorsorge
Allen erkennbaren Ausfallrisiken des Kreditgeschäfts - dazu gehören auch politische Risiken bei Finanzierungen im Ausland -trägt der
Konzern durch Bildung von Risikovorsorge in angemessenem Ausmaß Rechnung. Für Engagements mit akuten Ausfallrisiken (Non-
Performing-Loans) werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen für noch nicht ausgezahlte Teilbeträge gebildet. Basis für die
Identifikation dieser Ereignisse sind Kriterien, die sowohl den Anforderungen nach Basel II als auch IFRS genügen. Hierzu gehören
unter anderem die Identifizierung erheblicher finanzieller Schwierigkeiten des Schuldners, Zahlungsrückstände, Zugeständnisse an
den Schuldner aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation, zum Beispiel im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, auffällige
Maßnahmen des Schuldners zur Liquiditätssteigerung sowie die maßgebliche Verschlechterung der Werthaltigkeit von Sicherheiten.
Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt mit Hilfe eines Impairment-Verfahrens. In die Berechnung der
Einzelwertberichtigungen im Non-Retail-Geschäft fließt die individuelle Beurteilung des Kreditnehmers hinsichtlich zukünftiger
Zahlungen ein. Dabei wird neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch das politische Risiko berücksichtigt. Für
kleinere und standardisierte Kredite (Retail-Geschäft) erfolgt eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Basis homogener
Teilportfolios.
Die Risikovorsorge für latente Risiken (Portfoliowertberichtigung) wird abgeleitet aus der Bewertung der Kreditforderungen im Rahmen
der jährlich stattfindenden Ratingprozesse und Sicherheitenbewertungen. Die Portfoliowertberichtigung wird sowohl für wirtschaftliche
als auch für politische Risiken gebildet. Basis ist hierfür das oben beschriebene Erwarteter-Verlust-Modell, das für IFRS-Zwecke
übergeleitet wird. Für Unwiderrufliche Kreditzusagen und Avale werden nach demselben Berechnungsschema Rückstellungen gebildet.
Maximales Ausfallrisiko
Das maximale Ausfallrisiko aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.36 besteht für den Konzern im Totalausfall der jeweiligen
Risikopositionen. Hierbei sind ebenfalls die Eventualverbindlichkeiten und die Unwiderruflichen Kreditzusagen zu berücksichtigen. Die
Buchwerte sind bereits um die Risikovorsorge gekürzt.
Zahlungsrückstände ergaben sich zum Bilanzstichtag nur bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie bei Finanzanlagen,
individuelle Wertminderungen darüber hinaus noch bei den Eventualverbindlichkeiten und Unwiderruflichen Kreditzusagen.
Maximales Ausfallrisiko
1)
in Mio. EUR

Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Wertanpassungen aus Macro
Hedging
31.12.2013
31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
31.12.2013
31.12.2012
Buchwert als Äquivalent für das
maximale Ausfallrisiko
280.747
289.141
113.926
116.376
11.663
18.975
Risikovorsorge
159
170
1.793
1.809
0
0
Buchwert weder überfällig noch
wertgemindert
280.378
284.328
111.336
111.617
11.663
18.975
darauf angerechnete Sicherheiten
184.571
193.501
29.439
30.922
0
0
Derivate im Hedge
Accounting; Sonstige Derivate
Finanzanlagen; Anteile an nach
Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2013
31.12.2012
31.12.2013
31.12.2012
31.12.2013
31.12.2012
Buchwert als
Äquivalent für das
maximale Ausfallrisiko
23.900
44.607
30.718
31.703
61.724
57.240
Risikovorsorge
0
0
22
13
111
119
Buchwert weder
überfällig noch
wertgemindert
23.900
44.607
30.494
31.464
61.560
57.197
darauf angerechnete
Sicherheiten
6.496
19.440
710
1.504
134
43
1)
Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen entsprechend den Erläuterungen im Konzernabschluss in gesonderter Anhangangabe "Anpassung von
Vorjahresvergleichszahlen aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
Überfällige und nicht individuell wertgeminderte Finanzinstrumente in Mio. EUR
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen; Anteile an nach Equity-
Methode bilanzierten Unternehmen
31.12.2013
31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
31.12.2013
31.12.2012
Buchwert weniger als 90
Tage überfällig
184
4.641
976
2.468
4
4
Buchwert 90 Tage
überfällig und mehr
65
21
439
856
1
2
Gesamt
249
4.662
1.415
3.324
5
6
darauf angerechnete
Sicherheiten
183
3.574
378
551
0
0
Individuell wertgeminderte Finanzinstrumente in Mio. EUR
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen; Anteile an nach Equity
-Methode bilanzierten Unternehmen
31.12.2013
31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
31.12.2013
31.12.2012
Buchwert
120
151
1.175
1.436
219
232
darauf gebildete
Einzelwertberichtigungen,
Rückstellungen
57
64
1.374
1386
0
0
darauf angerechnete Sicherheiten
22
36
549
856
6
6
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2013
31.12.2012
Buchwert
163
43
darauf gebildete Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen
67
69
darauf angerechnete Sicherheiten
0
0
Zum 31.12.2013 sind von 523 Mrd. EUR (31.12.2012: 560 Mrd. EUR) ausstehenden Finanzinstrumenten des Konzerns 1,7 Mrd. EUR
(netto, nach Abzug der Risikovorsorge, 31.12.2012: 1,9 Mrd. EUR) als individuell wertgemindert eingestuft. Die potenziellen Ausfälle
sind vorsichtig bewertet und insgesamt mit 1,5 Mrd. EUR (31.12.2012: 1,5 Mrd. EUR) wertmindernd berücksichtigt.
7)
Neben der Vorsorge für akute Ausfallrisiken trifft der Konzern auch für latente Ausfallrisiken (wirtschaftliche und politische Risiken)
Vorsorge. Per 31.12.2013 ergibt sich für das nicht individuell wertgeminderte Geschäft eine Risikovorsorge von insgesamt 0,6 Mrd.
EUR (31.12.2012: 0,6 Mrd. EUR). Die Besicherung der Kredite aus dem Konzernportfolio ist vor allem durch das bankdurchgeleitete
Geschäft sowie das durch die Bundesrepublik Deutschland bzw. einzelne Bundesländer garantierte Fördergeschäft geprägt.
8)
Dabei
entfällt der weitaus größte Teil der Besicherung auf abgetretene Endkreditnehmerforderungen im Rahmen des bankdurchgeleiteten
Geschäfts. Dingliche Sicherheiten wie zum Beispiel Schiffe und Flugzeuge spielen in Bezug auf den Gesamtbestand der Sicherheiten
nur eine untergeordnete Rolle.
Das hohe Exposure der Derivate mit positiven Marktwerten relativiert sich durch die mit den Kontrahenten getroffenen
Nettingabreden. Diese umfassen auch Derivate mit negativen Marktwerten und verringern das Kontrahentenrisiko substanziell.
Per 31.12.2013 ist ein deutlicher Rückgang bei den weniger als 90 Tage überfälligen und nicht individuell wertgeminderten
Forderungen zu verzeichnen. Bei den zum 31.12.2012 ausgewiesenen Forderungen handelte es sich im Wesentlichen um Rückstände

image
von einem Tag im durchgeleiteten Bankgeschäft. Diese Forderungen wurden im Wesentlichen am folgenden Werktag beglichen, da die
Leistungsfälligkeit auf einen Sonntag fiel.
Im Jahr 2013 hat der Konzern keine wesentlichen zuvor als dingliche Sicherheit gehaltenen Vermögenswerte in Besitz genommen. Der
Schwerpunkt der Stundungen im Performing-Portfolio im Jahr 2013 liegt im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung. Dieses
Stundungsvolumen ist gemessen am gesamten Kreditvolumen nicht signifikant.
7)
Das Zuweisungsgeschäft im Rahmen der Stützungsmaßnahmen für Griechenland über rund 15 Mrd. EUR ist vollständig durch eine Bundesgarantie
abgesichert und wird daher nicht im Portfolio individuell wertgeminderter Finanzinstrumente ausgewiesen.
8)
Hier werden die Sicherheiten so dargestellt, wie sie auch für die interne Steuerung für wirtschaftliche Risiken angerechnet werden.
Partizipationswirkungen der Sicherheiten untereinander werden berücksichtigt, um den Ausweis von Doppelbesicherungen zu vermeiden.
Portfoliostruktur
Das Zusammenwirken der Risikoeigenschaften der Einzelengagements im Konzern-Kreditportfolio
9)
wird mit Hilfe eines internen
Portfoliomodells beurteilt. Die Bündelung großer Portfolioanteile auf einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmergruppen birgt das Risiko
existenzgefährdender Großausfälle. Das Risikocontrolling bewertet - basierend auf dem Ökonomischen Kapitalkonzept - Einzel-,
Branchen- und Länderrisikokonzentrationen. Die Konzentrationen werden primär über den Ökonomischen Kapitalbedarf gemessen. So
ist sichergestellt, dass sowohl hohe Volumina und ungünstige Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch unvorteilhafte Korrelationen der
Risiken untereinander Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse bilden eine zentrale Grundlage für die Steuerung des Kreditportfolios.
Regionen
Das Kreditportfolio des Konzerns entfällt per 31.12.2013 gemessen am Ökonomischen Kapitalbedarf zu 65 % (31.12.2012: 62 %) auf
die Eurozone. Unter anderem führen Parameterüberprüfungen von Besicherungsquoten zu einer Reduzierung der Verlustquote bei
Ausfall. Der deutliche Rückgang im Netto-Exposure führt zu einem geringeren Ökonomischen Kapitalbedarf, der sich vor allem bei
Geschäften außerhalb des Segments Deutschland auswirkt. Hierdurch steigt der relative Anteil des Segments Deutschland in Bezug
auf den Ökonomischen Kapitalbedarf des Gesamtportfolios.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Regionen) 31.12.2013 (31.12.2012)
Branchen
Der hohe Anteil der Finanzindustrie am Gesamt-Kapitalbedarf für Kreditrisiken ist auf den Förderauftrag des Konzerns zurückzuführen.
Der weit überwiegende Teil der inländischen Förderung erfolgt über bankdurchgeleitete Kredite. Die vorgenannten
Parameteränderungen bei den Besicherungsquoten führen vor allem außerhalb der Branche Finanzindustrie zu geringerem Netto-
Exposure und in Folge dessen zu gesunkener Kapitalbindung. Hierdurch steigt der relative Anteil der Finanzindustrie in Bezug auf den
Ökonomischen Kapitalbedarf des Gesamtportfolios. In der folgenden Tabelle erfolgt die Branchendarstellung in neu gegliederten
Branchenclustern. Die Werte per 31.12.2012 wurden entsprechend angepasst.
Ökonomischer Kapitalbedarf (verteilt auf Branchen) 31.12.2013 (31.12.2012)

image
image
9)
Das Kreditportfolio enthält hier den Bestand an Krediten und Finanzanlagen im performenden Geschäft, nur bei der Bonitätsdarstellung ist das Non
-Performing-Portfolio berücksichtigt.
Bonität
Da die Bonität die Höhe des Ökonomischen Kapitalbedarfs stark beeinflusst, ist es bei der Analyse der Bonitätsstruktur sinnvoll, die
Verteilung des Netto-Exposures nach Bonitätsklassen zu betrachten. Die Bonitätsstruktur zeigt sich auf dieser Basis gegenüber dem
31.12.2012 stabil. Der relative Anteil des Investment-Grade-Bereiches in Bezug auf das Netto-Exposure des Gesamtportfolios steigt
leicht, während der des Non-Investment-Grade-Bereiches leicht sinkt. Das gesunkene Netto-Exposure im Gesamtportfolio führt dazu,
dass der Anteil der Ratingklasse Default (M19-M20) leicht steigt, obwohl das Netto-Exposure in dieser Ratingklasse zurückgeht. Die
durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit des Konzern-Kreditportfolios ist gegenüber dem 31.12.2012 nahezu unverändert. Das
Konzern-Kreditportfolio verfügt damit unverändert über eine gute Bonitätsstruktur.
Bonitätsstruktur nach Netto-Exposure 31.12.2013 (31.12.2012)
Strukturierte Produkte im Konzernportfolio Asset Backed Securities (ABS)
Neben den ABS-Papieren im Eigenbestand besaß der Konzern 2013 weitere ABS-Investments in Spezialfonds. Diese Investments
wurden bis zum 31.12.2013 vollständig abgebaut.
Der Nominalwert der ABS-Papiere beträgt zum Stichtag 31.12.2013 rund 3,4 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung der Mark-to-Market-
Bewertung für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Papiere sowie gebildete Wertberichtigungen beläuft sich der Bilanzwert (inkl.
der anteiligen Zinsen) des Portfolios auf 3,3 Mrd. EUR. In den nachfolgenden Übersichten ist die Zusammensetzung des ABS-Portfolios
nach Assetklassen, Ratingeinstufung und geografischer Verteilung der Forderungen in den Verbriefungsportfolios dargestellt.
Geografische Verteilung des Assetpools (gemessen am Nominalwert) 31.12.2013 (31.12.2012)

image
Darstellung des Exposures auf Basis von Nominalwerten 31.12.2013
CLO
Mio. EUR
RMBS
Mio. EUR
CMBS
Mio. EUR
CDO
Mio. EUR
ABS & Sonstige
Mio. EUR
Gesamt 31.12.2013
Mio. EUR
Investment Grade
1.103
302
95
37
1.529
3.065
Non-Investment Grade
24
18
17
20
0
80
Watch List
48
0
14
0
0
62
Default 139 68 0 0 0 206
1.313
388
126
57
1.529
3.413
Gesamt
31.12.2012
Mio. EUR
Investment Grade
3.228
Non-Investment Grade
262
Watch List
53
Default
333
3.876
Das Portfoliovolumen ist gegenüber dem Wert per 31.12.2012 trotz Neugeschäft aufgrund von Tilgungen und vereinzelten Verkäufen
weiter zurückgegangen (-0,5 Mrd. EUR nominal). Der Vergleich der Ratingstruktur des Portfolios zeigt eine deutliche Entlastung
sowohl des Default- als auch des Non-Investment-Grade-Bestandes. Die geografische Verteilung des Assetpools hat sich gegenüber
dem 31.12.2012 nur leicht verändert, der regionale Schwerpunkt des ABS-Portfolios liegt nun noch stärker in Europa.
Insgesamt zeichnen sich europäische und damit auch deutsche Verbriefungen durch eine solide Performance aus. Die kumulierten
Ausfallraten europäischer Verbriefungen liegen weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.
Plattformverbriefungen
Über die Verbriefungsplattform PROMISE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios in den
Kapitalmarkt transferieren. Mit dem Verbriefungsprogramm PROVIDE, das auf die Verbriefung von privaten Wohnungsbaukrediten
abzielt, ergänzt der Konzern sein Förderinstrumentarium. Per 31.12.2013 belief sich das Verbriefungsvolumen auf 3,0 Mrd. EUR; es ist
über Portfolio-CDS/Finanzgarantien bzw. Credit-Linked Schuldscheine besichert. Der Rückgang des Verbriefungsvolumens gegenüber
dem 31.12.2012 (-1,5 Mrd. EUR) resultiert vornehmlich aus der Nutzung der Kündigungsoptionen der Originator-Banken.
Unmittelbare Verlusterwartungen für den Konzern bestehen derzeit nicht.
Engagements in europäischen Peripheriestaaten Nettobuchwert (inkl. offener Zusagen)
31.12.2013
31.12.2012
Risikoland
Mio. EUR
davon besichert
Mio. EUR
Mio. EUR
davon besichert
Mio. EUR
Griechenland
15.074
15.074
15.068
15.068
davon staatliche Schuldner
15.053
15.053
15.051
15.051
davon Finanzinstitute
21
21
17
17
Spanien
3.136
2.648
2.516
2.153
davon staatliche Schuldner
1.194
830
310
0
davon Finanzinstitute
1.942
1.817
2.207
2.153
Italien
1.013
435
1.306
621
davon staatliche Schuldner
382
0
395
0
davon Finanzinstitute
630
435
911
621
Irland
430
303
1.504
1.352
davon staatliche Schuldner
22
0
22
0
davon Finanzinstitute
408
303
1.482
1.352
Portugal
223
152
227
154
davon staatliche Schuldner
70
0
73
0
davon Finanzinstitute
152
152
154
154

31.12.2013
31.12.2012
Risikoland
Mio. EUR
davon besichert
Mio. EUR
Mio. EUR
davon besichert
Mio. EUR
Gesamt
19.876
18.613
20.621
19.349
Dargestellt werden hier die Nettobuchwerte
10)
des Konzerns gegenüber staatlichen Schuldnern (inkl. Kommunen und Gemeinden) der
besonders von der europäischen Staatsschuldenkrise betroffenen Staaten und gegenüber Finanzinstituten in diesen Ländern.
Vom Gesamtengagement entfallen per 31.12.2013 insgesamt 19.123 Mio. EUR (31.12.2012: 18.729 Mio. EUR) in die
Bewertungskategorie Kredite und Forderungen, 10 Mio. EUR (31.12.2012: 30 Mio. EUR) in die Bewertungskategorie bis zur
Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, 562 Mio. EUR (31.12.2012: 677 Mio. EUR) in die Bewertungskategorie zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte und 181 Mio. EUR (31.12.2012: 1.185 Mio. EUR) in die Bewertungskategorie erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte.
Die größte Position stellt das (durch eine Bundesgarantie abgesicherte) Zuweisungsgeschäft des Bundes für Griechenland aus dem
Jahr 2010 in Höhe von 15,2 Mrd. EUR (31.12.2012: 15,2 Mrd. EUR) dar. Im Jahr 2013 erhielt die spanische Förderbank ICO zwei von
der Bundesrepublik Deutschland garantierte Globaldarlehen über insgesamt 1 Mrd. EUR, mit denen der spanische Mittelstand auf Basis
von Fremd- und Eigenkapital gefördert werden soll. Bei den anderen Positionen gegenüber staatlichen Schuldnern handelt es sich
überwiegend um Staatsanleihen. Das Engagement gegenüber Finanzinstituten entfällt zum überwiegenden Teil auf Pfandbriefe.
Daneben setzt es sich vor allem aus Globaldarlehen und Bankanleihen zusammen. Die Besicherung umfasst vor allem die
vorgenannten Bundesgarantien für das Zuweisungsgeschäft mit Griechenland sowie die spanischen Globaldarlehen. Zudem werden
auch die im Portfolio enthaltenen Pfandbriefe in Höhe von 2,1 Mrd. EUR (31.12.2012: 2,7 Mrd. EUR) als besichertes Engagement
dargestellt.
10)
Die Nettobuchwerte wurden in Abhängigkeit von ihrer Bewertungskategorie gemäß IAS 39 unter Berücksichtigung von ggf. erfassten
Wertminderungen bzw. Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ermittelt und beinhalten auch anteilige Zinsforderungen. Bei den Derivaten erfolgt
eine Verrechnung von gegenläufigen Geschäften mit gleichen Kontrahenten auf Grundlage vertraglicher Aufrechnungsmöglichkeiten unabhängig von
den Vorgaben einer bilanziellen Verrechnung. Darüber hinaus enthalten sind Unwiderrufliche Kreditzusagen und andere Eventualverpflichtungen.
In der internen Steuerung unterliegen die Engagements einer strikten und regelmäßigen Überwachung. In der Neugeschäftssteuerung
bestehen für das Geschäft mit bzw. in diesen Ländern ganz überwiegend erhöhte Besicherungsanforderungen, teilweise gilt auch ein
grundsätzlicher Neugeschäftsstopp. Im Laufe des Jahres wurden darüber hinaus die internen Ratingeinstufungen für einzelne
Krisenländer und in den Krisenländern ansässige Banken weiter angepasst. Da der Konzern seine Risikobeurteilung auf eigene interne
Ratingeinstufungen stützt, haben Veränderungen der externen Kreditratings der Länder oder dort ansässiger Banken durch
unabhängige Ratingagenturen keinen unmittelbaren Einfluss auf die Risikosteuerung.
Im Vergleich zum 31.12.2012 hat sich das Exposure im Bestandsgeschäft gegenüber Finanzinstituten in Irland insbesondere durch
einen Kontrahentenwechsel bei Finanzderivaten mit einem Gesamtvolumen von rund 1 Mrd. EUR und in Italien und Spanien durch die
Tilgung von Globaldarlehen, Pfandbriefen und anderen Wertpapieren deutlich reduziert.
MARKTPREISRISIKO
Der Konzern misst und steuert Marktpreisrisiken auf barwertiger Basis. Wesentliche Treiber des Marktpreisrisikos sind hierbei
die Zinsstruktur (Zinsänderungsrisiken) für die Währungsräume EUR und USD,
Wechselkurse (Währungsrisiken),
Basisspreads (Basisspreadrisiken), sowie
emittentenabhängige Aufschläge auf Zinssätze bei Wertpapieren (Credit Spread-Risiken).
Sonstige Marktpreisrisiken, zum Beispiel aus Rohwarenpositionen, spielen eine vernachlässigbare Rolle. Die größten Risiken werden
hierbei durch die Zinsänderungsrisiken im Bankbuch eingegangen, die im Jahresdurchschnitt circa 67 % der gesamten
Marktpreisrisiken ausmachen. Die Tochterunternehmen der KfW wie auch die KfW selbst sind keine Handelsbuchinstitute, sodass sich
die Risiken ausschließlich auf das Anlagebuch beziehen.
Basisspreadrisiken wurden im Jahr 2013 erstmals als pauschaler Puffer in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Die Methodik bei der
Messung der Credit Spread-Risiken legte bis zur Anpassung im Jahr 2013 einen Horizont von 250 Handelstagen zugrunde. Bei der
Umstellung wurde die Historie auf 750 Handelstage ausgeweitet.
Insgesamt binden die Marktpreisrisiken im Konzern per 31.12.2013 Ökonomisches Kapital in Höhe von 5.005 Mio. EUR. Dies ist
gegenüber dem Stand per 31.12.2012 ein um 275 Mio. EUR höherer Betrag. Das Konzernmarktpreisrisiko setzt sich wie folgt
zusammen:
Ökonomischer Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Zinsänderungsrisiken
3.315
3.587
Währungsrisiken
499
557
Basisspreadrisiken
700
0
Credit Spread-Risiken
491
574
Sonstige Marktpreisrisiken
0
13
Marktpreisrisiko
5.005
4.730

Zinsänderungsrisiken
Der Konzern geht begrenzte Zinsänderungsrisiken zur Nutzung langfristiger Ertragschancen ein. Zinsänderungsrisiken ergeben sich
auch durch die besondere Ausgestaltung des inländischen Förderkreditgeschäftes mit den Möglichkeiten zur außerplanmäßigen
Kreditrückzahlung. Der Konzern berücksichtigt dies in der Risikosteuerung, indem er das geschätzte Volumen künftig zufließender
außerplanmäßiger Tilgungen in seine Refinanzierungsstrategie einbezieht.
Im Rahmen der Erfassung von Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs werden alle bewertungsrelevanten Datenbestände bei der
Erstellung von Zinsbindungsbilanzen berücksichtigt. Auf dieser Datengrundlage führt der Konzern zur Bewertung seiner
Zinsrisikoposition regelmäßig Value-at-Risk-Berechnungen auf Basis eines Varianz-Kovarianz-Ansatzes durch.
Das Steuerungskonzept für Zinsänderungsrisiken unterstützt eine langfristig ausgelegte Steuerungsphilosophie. Zur Abfederung
kurzfristiger zinsinduzierter Barwertschwankungen wird ein substanzieller Kapitalpuffer vorgehalten. Zusätzlich zu diesem Puffer wird
zur Berechnung der Risikotragfähigkeit ein Value-at-Risk zum Solvenzniveau 99,99 % für einen Zeitraum von zwei Monaten addiert.
Die Wahl dieses Zeitraums folgt aus einer konservativen Annahme über eine maximale Schließungsdauer der gesamten
Zinsrisikoposition unter adversen Zinsszenarien. Durch eine fortlaufende Überwachung der Risikoposition und die vorhandenen
Steuerungsmöglichkeiten wird sichergestellt, dass das allokierte Kapital auch auf Sicht eines Jahres zur Risikodeckung entsprechend
dem einheitlich verwendeten Solvenzniveau von 99,99 % ausreicht.
Ergänzt wird diese Berechnung durch regelmäßige Stresstests, durch die mögliche Verluste bei extremen Marktbedingungen geschätzt
werden. Diese wurden an aktuelle aufsichtliche Anforderungen
11)
angepasst. Neben der vorgegebenen parallelen Verschiebung der
Zinsstrukturkurve wurden Szenarien wie die Drehung der Zinsstrukturkurve und Verlängerung der Haltedauer einbezogen.
Der Kapitalbedarf für Zinsänderungsrisiken ist zum Stichtag 31.12.2013 um 272 Mio. EUR gesunken. In den oben stehenden Zahlen
sind erstmals zum 31.12.2013 Tenor- und Basisspreadrisiken berücksichtigt. Der Konzern setzt im Jahr 2014 ein Projekt zur
Modellierung dieser Risiken und Ablösung eines entsprechenden Kapitalpuffers auf.
Währungsrisiken
Fremdwährungskredite werden weitgehend in gleicher Währung refinanziert oder über entsprechende
Währungssicherungsinstrumente abgesichert. Fremdwährungsbeteiligungen der DEG und im geringen Umfang Förderinstrumente des
Geschäftsbereiches KfW Entwicklungsbank werden nur dann in gleicher Währung refinanziert, wenn dies möglich und sinnvoll ist.
Unterjährige Fremdwährungserträge aus dem Kreditgeschäft werden zeitnah verkauft.
Der Ökonomische Kapitalbedarf für liquide Währungspositionen wird analog zum Zinsänderungsrisiko mit einem Varianz-Kovarianz-
Ansatz und als Summe aus einem Kapitalpuffer und einem Zwei-Monats-Value-at-Risk zum Solvenzniveau 99,99% berechnet. Für alle
Währungen mit eingeschränkten Handels- und Hedgingmöglichkeiten wird ein Zwölf-Monats-Zeitraum verwendet. Der überwiegende
Anteil des Währungsportfolios umfasst liquide Positionen. Zusätzlich werden regelmäßig Stresstests durchgeführt, um mögliche
Verluste bei extremen Marktbedingungen abzuschätzen.
Der Rückgang des Kapitalbedarfs für Währungsrisiken zum 31.12.2013 um 58 Mio. EUR beruht im Wesentlichen auf der Abwertung
des US-Dollars gegenüber dem Euro.
Basisspreadrisiken
Basisspreadrisiken umfassen (im Folgenden) Tenor- und FX-Basisspreadrisiken. Diese Risiken entstehen dem Konzern beispielhaft
durch die Anpassungen der Bewertungsmethodik an das marktübliche Derivatepricing. In dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2013
wurden diese Risiken erstmals untersucht und es wurde ein Modellpuffer in Höhe von 700 Mio. EUR ermittelt. Dieser wird seit dem 2.
Quartal 2013 in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um ein (konservatives) Add-on zu den sonstigen
Marktpreisrisiken. Die Methode zur Ermittlung des Modellpuffers basiert im Wesentlichen auf einem vereinfachten Delta-Normal-
Ansatz. Die Methodik wird 2014 untersucht und weiterentwickelt.
Credit Spread-Risiken
Die Risikomessung erfolgt für das gesamte Wertpapierportfolio. Der Ökonomische Kapitalbedarf wird mittels der Methode der
historischen Simulation auf Basis einer Credit Spread-Zeitreihe, die die vergangenen drei Jahre umfasst (750 Handelstage), ermittelt.
Zunächst wird der Value-at-Risk für einen Tag Haltedauer zum Konfidenzniveau 95 % aus historischen Credit Spread-Veränderungen
bestimmt und dann auf einen Zeitraum von einem Jahr und auf das Solvenzniveau 99,99 % skaliert. Für ABS erfolgt die
Risikomessung aufgrund der Illiquidität der Papiere auf Basis von ABS-Indizes.
Sonstige Marktpreisrisiken
Die sonstigen Marktpreisrisiken umfassen Rohwarenpreisrisiken aus CO
2
-Zertifikaten und Zinsänderungsrisiken aus den
Ablaufportfolios (bis November 2013). Die Risiken aus CO
2
-Zertifikaten entstehen, da der Konzern sich entschlossen hat, als
Intermediär zwischen Verkäufern und Käufern von CO
2
-Zertifikaten aufzutreten. Hierbei werden Zertifikate auch im eigenen Bestand
gehalten. Das Risiko aus CO
2
-Zertifikaten wird über einen Varianz-Kovarianz-Ansatz gemessen. Alle benötigten Parameter (Volatilität
der Kurse sowie der Erwartungswert der Veränderungen der Kurse) werden aus historischen Daten ermittelt. Die Historien zur
Schätzung der Modellparameter bestehen für CO
2
-Zertifikate aus täglichen Kursen seit Juni 2005. Die Zinsänderungsrisiken der
Ablaufportfolios wurden analog zu den Zinsänderungsrisiken des Anlagebuches gemessen. Aufgrund des im Jahr 2014 auslaufenden
CO
2
-Geschäfts und der im Jahr 2013 geschlossenen Ablaufportfolios ist der Ökonomische Kapitalbedarf für die sonstigen
Marktpreisrisiken im Jahresverlauf stetig zurückgegangen.
11)
Aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Parallelverschiebung der Zinskurven um 200 BP nach oben (bzw. 200 BP nach unten). Das jeweils
ungünstigere Ergebnis wird berichtet.
LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, fällige Zahlungen nicht zeitgerecht erfüllen zu können. Es wird
zwischen dem Instituts-Liquiditätsrisiko (Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können) und dem Markt-
Liquiditätsrisiko (Risiko, benötigte Zahlungsmittel nur zu höheren Kosten als dem risikoadäquaten Zinssatz besorgen zu können)
unterschieden.
Primäres Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns. Die KfW steht als
Abschlusspartner für sämtliche Handelsgeschäfte ihrer Tochtergesellschaften und insbesondere deren Refinanzierung zur Verfügung.
Aus diesem Grund sind die Liquiditätserfordernisse der Tochterunternehmen sowohl in der Refinanzierungsplanung des Konzerns als
auch im Liquiditätssicherungskonzept enthalten.
Die Liquiditätsrisikomessung erfolgt auf Basis ökonomischer Szenarioanalysen, der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsrisikokennzahl sowie
des Ausnutzungsgrads gemäß KfW-Gesetz.
Eine wesentliche Komponente für die Einschätzung des Liquiditätsrisikos stellen vertragliche Zahlungsverpflichtungen
(Kapitalrückzahlungen und Zinsverpflichtungen) des Konzerns aus Finanzinstrumenten dar, die in der folgenden Tabelle nach
Laufzeiten gegliedert sind:
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern 31.12.2013
1)
Bis ein
Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis drei
Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis ein
Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als
fünf Jahre
Mio. EUR
Gesamt
Mio.
EUR
Verpflichtungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Kunden
9.253
2.593
3.278
3.501
14.677
33.301
Verpflichtungen aus Verbrieften
Verbindlichkeiten
17.122
28.161
47.598
204.074
121.490 418.444
Nettoverpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
-344
197
-338
492
-9.796
-9.789
darunter: Verpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
13.959
23.230
35.190
136.326
79.297 288.003
Verpflichtungen aus nachrangigen
Verbindlichkeiten
0
0
77
2.406
0
2.483
Verpflichtungen aus bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
26.030
30.951
50.616
210.472
126.371 444.440
Eventualverbindlichkeiten
6.001
0
0
0
0
6.001
Unwiderrufliche Kreditzusagen
55.723
0
0
0
0
55.723
Verpflichtungen aus nicht
bilanzwirksamen Finanzinstrumenten
61.724
0
0
0
0
61.724
Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten
87.754
30.951
50.616
210.472
126.371 506.164
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern 31.12.2012
1)
Bis ein
Monat
Mio. EUR
Mehr als ein
Monat bis drei
Monate
Mio. EUR
Mehr als drei
Monate bis ein
Jahr
Mio. EUR
Mehr als ein
Jahr bis fünf
Jahre
Mio. EUR
Mehr als
fünf Jahre
Mio. EUR
Gesamt
Mio.
EUR
Verpflichtungen aus Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und Kunden
22.330
1.731
4.551
8.788
13.894
51.293
Verpflichtungen aus Verbrieften
Verbindlichkeiten
18.477
16.633
54.263
216.352
137.035 442.761
Nettoverpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
-853
-1.118
-1.928
-8.203
-15.704 -27.805
darunter: Verpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
16.659
14.332
29.986
148.235
81.915 291.127
Verpflichtungen aus nachrangigen
Verbindlichkeiten
0
0
111
3.554
0
3.665
Verpflichtungen aus bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
39.955
17.246
56.997
220.491
135.225 469.913
Eventualverbindlichkeiten
6.228
0
0
0
0
6.228
Unwiderrufliche Kreditzusagen
51.118
0
0
0
0
51.118
Verpflichtungen aus nicht
bilanzwirksamen Finanzinstrumenten
57.346
0
0
0
0
57.346
Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten
97.301
17.246
56.997
220.491
135.225 527.259
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Die interne Liquiditätsrisikomessung basiert auf Szenariorechnungen. In diesem Ansatz werden zunächst die erwarteten
Zahlungseingänge und alle Zahlungsausgänge für die nächsten zwölf Monate auf Basis des bereits kontrahierten Geschäfts als
Ausgangspunkt betrachtet. Dieser Basis-Cashflow wird um geplante und geschätzte Zahlungen (zum Beispiel Kapitalmarktaufnahmen,

liquiditätswirksame erwartete Kreditausfälle oder geplantes Neugeschäft) erweitert. Das Resultat stellt eine Übersicht über die
benötigte Liquidität des Konzerns in den nächsten zwölf Monaten dar. Die benötigte Liquidität wird für verschiedene Szenarien
berechnet. Hierbei werden marktweite und institutsspezifische Risikofaktoren gestresst und die Auswirkungen auf die Liquidität des
Konzerns bewertet.
Parallel wird das vorhandene Liquiditätspotenzial bestimmt. Dieses besteht im Wesentlichen aus dem EZB-Sicherheiten-Konto der
KfW, aktivischen Repos, Liquiditätsportfolios und dem am Markt regelmäßig platzierbaren Volumen an Commercial Papers. Das
vorhandene Liquiditätspotenzial wird analog den anderen Cashflow-Komponenten Stressannahmen unterworfen. Für jedes Szenario
wird das Verhältnis von kumulierter benötigter Liquidität zum kumulierten vorhandenen Liquiditätspotenzial berechnet. Diese Kennzahl
darf den Wert 1 in allen Szenarien für unterschiedliche Zeiträume nicht überschreiten. Im Normal Case beträgt der vorgegebene
Zeithorizont zwölf Monate, im Stress Case sechs Monate und im Worst Case drei Monate.
Die Szenarioannahmen werden jährlich validiert. Unter anderem wurde zum 31.10.2013 die Einbeziehung des Ökonomischen Kapitals
für Kreditrisiko als unerwarteter Verlust in den Annahmen der Stress-Szenarien implementiert.
Die Ermittlung der Kennzahlen sowie das Reporting an das Marktpreis-Risiko-Komitee erfolgen monatlich. Folgende Tabelle zeigt die
Risikokennzahlen für die unterschiedlichen Szenarien per 31.12.2013:
Liquiditätsrisikokennzahlen der KfW per 31.12.2013
Kennzahl
Normal Case
0,23
Stress Case
0,39
Worst Case
0,35
Worst Case (institutsspezifisch)
0,25
Die internen Liquiditätskennzahlen lagen zu jedem Zeitpunkt des Jahres deutlich unter der zulässigen Höchstgrenze von 1.
Aktuelles Refinanzierungsumfeld
Die Lage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten hat sich im Jahr 2013 deutlich aufgehellt. Wirkte sich die Ankündigung der
US-Notenbank FED zur Einschränkung ihrer expansiven Geldpolitik Ende des ersten Halbjahres 2013 zunächst negativ auf die Märkte
aus, entfalteten die strukturellen Stabilisierungsmaßnahmen in der Eurozone im zweiten Halbjahr zunehmend ihre beruhigende
Wirkung. Insgesamt führten die expansive Geldpolitik der Notenbanken und die hohe Liquidität an den Finanzmärkten im Jahr 2013
über alle Assetklassen hinweg zu einer deutlichen Verringerung der Renditeaufschläge bei vielen Emittenten.
Zur langfristigen Refinanzierung seines Fördergeschäftes hat der Konzern 2013 an den internationalen Kapitalmärkten über 210
Anleihen in insgesamt 13 verschiedenen Währungen begeben und damit Mittel im Gegenwert von 65,4 Mrd. EUR aufgenommen
(2012: 78,7 Mrd. EUR). Aufgrund unerwartet hoher außerplanmäßiger Tilgungen im Kreditgeschäft war der Mittelbedarf 2013
niedriger als 2012. In der kurzfristigen Refinanzierung am Geldmarkt konnte das Emissionsvolumen von Commercial Paper aufgrund
der hohen Nachfrage nach sicheren Geldanlagen mit deutschem Staatsrisiko im Jahr 2013 beibehalten werden. Das ausstehende
Volumen im "US-Commercial-Paper-Programm" belief sich per 31.12.2013 auf 7,8 Mrd. USD (31.12.2012: 7,8 Mrd. USD) und im
"Multicurrency-Commercial-Paper-Programm" auf 19,9 Mrd. EUR (31.12.2012: 17,3 Mrd. EUR).
OPERATIONELLE RISIKEN UND BETRIEBLICHES KONTINUITÄTSMANAGEMENT (BETRIEBSRISIKEN)
Betriebsrisiken bilden im Konzern den Oberbegriff für Operationelle Risiken und Risiken aus der Geschäftsunterbrechung.
Wesentliche Merkmale der Organisationsstruktur sind die Aufteilung in dezentrale Management- und zentrale Controllingeinheiten
sowie die Anbindung an das Komitee für Operationelle Risiken. Das Management von Betriebsrisiken erfolgt dezentral in den Bereichen
und Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Bereichsleiter bzw. Geschäftsführer und den jeweiligen Bereichskoordinator für
Operationelle Risiken und Betriebliches Kontinuitätsmanagement. Das Betriebsrisiko-Management-Team nimmt die Aufgaben des
zentralen Controllings von Betriebsrisiken im Bereich Risikomanagement und -controlling wahr. Es erarbeitet die Methoden und
Instrumente zur Identifikation und Bewertung von Betriebsrisiken und überwacht ihre einheitliche Anwendung.
Das Management und Controlling Operationeller Risiken sowie das Betriebliche Kontinuitätsmanagement haben zum Ziel, potenzielle
Schäden für den Konzern rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden bzw. Notfälle und Krisen beherrschbar zu machen und die
strukturelle Einsatzfähigkeit des Konzerns trotz des Ausfalls wesentlicher Ressourcen sicherzustellen.
In Anlehnung an § 269 SolvV definiert der Konzern das Operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten.
Diese Definition schließt das Rechtsrisiko mit ein. Das Rechtsrisiko ist die Gefahr von Verlusten aufgrund der Verletzung geltender
rechtlicher Bestimmungen. Hierzu gehören auch das Risiko, aufgrund einer Änderung der Rechtslage (geänderte Rechtsprechung oder
Gesetzesänderung) für in der Vergangenheit abgeschlossene Geschäfte oder getätigte Investitionen Verluste zu erleiden, und das
Risiko, im Zusammenhang mit behaupteten Rechtsverletzungen Zahlungen zu erbringen. Das Risiko, aufgrund einer geänderten
Rechtslage die zukünftige Geschäftstätigkeit umstellen zu müssen, ist nicht als Operationelles Risiko zu verstehen. Dem Rechtsrisiko
begegnet der Konzern durch die frühzeitige Einbindung der eigenen Rechtsabteilung sowie durch die enge Zusammenarbeit mit
externen in- und ausländischen Rechtsberatern. Reputationsrisiken und strategische Risiken sind in der Konzerndefinition des
Operationellen Risikos nicht enthalten. Sofern Reputationsrisiken auf Operationellen Risiken beruhen, werden sie im Konzern im
Risikomanagementprozess Operationeller Risiken bei den Risiko-Assessments, der Ereignisdatenerfassung sowie der Outsourcing-
Risikoanalyse berücksichtigt.
Eingetretene Verluste werden im Konzern in einer OpRisk-Ereignisdatenbank erfasst. Nach jedem Quartal erfolgt ein ausführliches
Detailreporting der erfassten Schadensereignisse und ggf. daraufhin eingeleiteter Maßnahmen an die jeweiligen Bereiche. Der
Gesamtvorstand, der Verwaltungsrat und das Komitee für Operationelle Risiken werden im Rahmen des Risikoberichtes monatlich
bzw. vierteljährlich informiert. Ab einer festgelegten Schadenshöhe besteht zusätzlich ein Ad-hoc-Reporting.
Darüber hinaus erfolgt eine systematische Erfassung von Operationellen Risiken in den Risiko-Assessments, die in allen Bereichen und
über ausgewählte Prozessketten hinweg durchgeführt werden. Die Messung Operationeller Risiken innerhalb der Risiko-Assessments
erfolgt auf der Basis von internen Daten oder Expertenschätzungen, die mit einer Verteilungsannahme für Schadenshäufigkeit und

Schadenshöhe unterlegt werden. Die erhobenen Verlustpotenziale durchgeführter Risiko-Assessments werden nach Abschluss dem
jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter berichtet. Zur unterjährigen Überwachung der im Risiko-Assessment festgestellten
Verlustpotenziale oberhalb eines festgelegten Grenzwertes ist die Implementierung von Risikoindikatoren dezentral durch die
jeweiligen Geschäftsbereiche zu prüfen.
Für den Eintritt einer Geschäftsunterbrechung aufgrund interner oder externer Ereignisse ist ein Betriebliches
Kontinuitätsmanagement implementiert. Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen Managementprozess, der alle Aspekte für die
vier wesentlichen Ausfallszenarien Standortausfall (Gebäude oder Infrastruktur), IT-Systemausfall, Personalausfall und Ausfall von
Dienstleistern umfasst. Das Betriebliche Kontinuitätsmanagement berücksichtigt gleichermaßen präventive Komponenten
(Notfallvorsorge) und auch reaktive Komponenten (Notfall- und Krisenbewältigung).
Zur Steuerung im Rahmen des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements werden die Geschäftsprozesse analysiert, nach ihrer Kritikalität
eingestuft und die jeweils unterstützenden Ressourcen betrachtet. Das Erkennen der kritischen Geschäftsprozesse und deren
Abhängigkeiten von unterstützenden Ressourcen bildet die Grundlage für ein wirkungsvolles Betriebliches Kontinuitätsmanagement.
Für diese Geschäftsprozesse und die unterstützenden Ressourcen werden individuelle Maßnahmen erarbeitet, die sicherstellen, dass
die benötigte Verfügbarkeit gewährleistet wird und Risiken im wirtschaftlichen Rahmen reduziert werden. Dazu gehören
Notfallarbeitsplätze, Notfallkonzepte, Kommunikationsinstrumente und Alarmierungstools. Der Krisenstab des Konzerns übernimmt bei
nicht zu planenden Ereignissen die Leitung des gesamten Krisenmanagements. Er trainiert in regelmäßigen Krisenstabstests das
Zusammenspiel der Notfall- und Krisenorganisation.
SONSTIGE RISIKEN
Beteiligungsrisiken
Bei der Steuerung von Beteiligungsrisiken im Konzern ist zwischen Risiken aus dem operativen und dem strategischen
Beteiligungsgeschäft zu unterscheiden.
Operative Beteiligungen
Operative Beteiligungen dienen der Durchführung des Förderauftrags des Konzerns. Die konzernweit grundsätzlichen Regelungen für
operative Beteiligungen werden über einen "Ordnungsrahmen" vorgegeben. Auf bestimmte Beteiligungssegmente abgestimmte und
spezifische Regeln werden darüber hinaus in "Sub-Portfoliorichtlinien" niedergelegt. Die Risikomessung erfolgt für operative
Beteiligungen analog zu den Kreditrisiken auf Einzelengagementebene. In Bezug auf das Berichtswesen werden die Risiken des
Beteiligungsportfolios zusätzlich in einem eigenen Bericht dargestellt.
Strategische Beteiligungen
Die Betreuung der strategischen Beteiligungen erfolgt in einer dafür vorgesehenen Einheit auf Basis eines Beteiligungshandbuches,
das Rechtsgrundlagen, Strategien, Grundsätze, Verfahren und Zuständigkeiten des Beteiligungsmanagements abbildet. Zugang,
Abgang und Veränderungen strategischer Beteiligungen unterliegen definierten Due-Diligence-Prozessen und der Genehmigung durch
den Gesamtvorstand sowie durch den Verwaltungsrat des Konzerns. Das Eingehen einer Beteiligung> 25 % erfordert zusätzlich eine
Genehmigung des Bundesministeriums der Finanzen gemäß Bundeshaushaltsordnung (BHO). Individuelle Beteiligungsstrategien und
spezifische Risiken werden laufend überwacht und im Rahmen eines jährlichen Beteiligungsberichts - sowie in anlassbezogenen Ad-
hoc-Berichten - dem Gesamtvorstand vorgelegt. Darüber hinaus ist der Konzern in Unternehmen mit maßgeblicher Konzernbeteiligung
i. d. R. auf Vorstandsebene in den Aufsichtsorganen vertreten.
Aufgrund der hohen Risikorelevanz für den Konzern sowie der einheitlichen Konzernsteuerung werden Risiken der KfW IPEX-Bank
sowie der DEG zum einen im Rahmen der Konzernrisikosteuerung gemanagt - so werden zum Beispiel die Geschäftsaktivitäten der
Tochtergesellschaften im Durchschau-Prinzip ("Look-through") auf die konzernweiten Limite angerechnet und in die ökonomische
Kapitalallokation des Konzerns einbezogen sowie Vertreter der Tochterunternehmen in die Konzern-Risikogremien eingebunden. Zum
anderen erfolgt für diese beiden Tochtergesellschaften eine Risikoüberwachung auf Stand-alone-Ebene. Diese Überwachung umfasst
unter anderem ein regelmäßiges Reporting im Rahmen des Konzern-Risikoberichts an den Gesamtvorstand.
Reputationsrisiko
Unter Reputationsrisiko wird die Gefahr einer Verschlechterung der öffentlichen Wahrnehmung des Konzerns aus Sicht der relevanten
internen und externen Interessengruppen mit negativen Auswirkungen auf den Konzern verstanden. Diese Auswirkungen können zu
Beeinträchtigungen für die Vermögens-, Ertrags- oder Liquiditätslage führen oder nichtmonetärer Natur sein. Reputationsrisiken
können aus anderen Risikoarten erwachsen oder ergänzend zu diesen auftreten.
Das Reputationsrisiko wird über verschiedene dezentrale Ansätze gesteuert. Beispiele hierfür sind das Nachhaltigkeitsmanagement mit
konzernweit gültigen, votierungsrelevanten Umwelt- und Sozialleitsätzen oder die Ausrichtung des Managements des eigenen
Wertpapierbestandes an Nachhaltigkeitskriterien. Dazu hat sich der Konzern mit der Unterzeichnung der UN-Initiative "Principles for
Responsible Investment" (PRI) bereits im Jahr 2006 verpflichtet.
Im Jahr 2013 erfolgte die Weiterentwicklung der Aufbau- und Ablauforganisation und damit die Verankerung einer zentralen
Reputationsrisikocontrollingfunktion. Aktuell wird der Fokus auf die Weiterentwicklung mit Blick auf Identifikation und Steuerung der
Reputationsrisiken gelegt, um die Berücksichtigung dieser Risikoart im Risikosteuerungs- und -controllingprozess zu verfeinern.
Projektrisiko
Originäre Projektrisiken bestehen insbesondere aus sich nicht bestätigenden Planungsannahmen und haben Auswirkungen auf die
Projektzielerreichung hinsichtlich Aufwand, Zeit und Qualität (zum Beispiel Unterschätzung Umsetzungsaufwand, Nichtbeachtung
zeitlicher Abhängigkeiten von Parallelprojekten). Projektrisiken entstehen im Konzern insbesondere im Zusammenhang mit den
verschiedenen langfristig ausgelegten Großprojekten. Die Steuerung von Projektrisiken erfolgt im Rahmen des Projektmanagements
sowohl während der Projektplanung als auch während der Projektdurchführung.
Das Zentrale Projektmanagementoffice (ZPMO) unterstützt die Großprojekte in ihrer Aufgabenerfüllung und bei der Zielerreichung. Als
zentrale Stabsstelle für das Projektportfoliomanagement stellt es den methodischen Rahmen für die Durchführung der Großprojekte
im Konzern zur Verfügung und schafft Transparenz auf Ebene des Gesamtprojektportfolios. Dadurch werden zielgerichtete

Entscheidungen durch Projektboard und Vorstand ermöglicht. Das Setzen methodischer Vorgaben durch das ZPMO ermöglicht eine
einheitlich hohe Umsetzungsqualität in den Projekten. Die Einhaltung der Rahmenbedingungen und Vorgaben durch die Großprojekte
wird ebenfalls überwacht und unterstützt.
Interne Kontrollverfahren Interne Revision
Die Interne Revision ist ein Instrument des Vorstands. Als prozessunabhängige Instanz prüft und beurteilt sie risikoorientiert
grundsätzlich alle Prozesse und Aktivitäten des Konzerns und berichtet direkt an den Vorstand.
Mit Blick auf die Prozesse des Risikomanagements hat die Interne Revision im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl dezentrale
Risikomanagementprozesse als auch zentrale, bankweit relevante Aspekte des Risikomanagements geprüft. Schwerpunkte lagen zum
einen auf den Prozessen der Risikobeurteilung im Rahmen der Kreditvergabe und -betreuung in unterschiedlichen Geschäftsfeldern.
Zum anderen waren die zentralen Verfahren und Methoden des Risikomanagements und deren Weiterentwicklung Gegenstand von
Revisionsprüfungen.
Wie in den Vorjahren hat die Interne Revision darüber hinaus auch im Geschäftsjahr 2013 durch Teilnahme (Gaststatus) an Sitzungen
von Entscheidungsgremien und die Begleitung von Projekten die Weiterentwicklung von Risikomessverfahren verfolgt.
Die Interne Revision ist eine Konzernrevision. Sie bezieht die Internen Revisionen der Tochtergesellschaften in die konzernweite
Revisionsberichterstattung ein.
Compliance
Der Erfolg des Konzerns hängt maßgeblich vom Vertrauen der Anteilseigner, Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der
Öffentlichkeit in seine Leistungsfähigkeit und vor allem auch in seine Integrität ab. Dieses Vertrauen basiert nicht zuletzt auf der
Umsetzung und Einhaltung der relevanten gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen sowie internen Vorschriften und sonstigen einschlägigen
Gesetze und Regeln.
Die Compliance-Verantwortung für den Konzern liegt beim Vorstand der KfW. Der Vorstand delegiert die Wahrnehmung der damit
verbundenen Aufgaben an den Bereich Compliance.
Im Rahmen der Compliance-Organisation existieren im Konzern insbesondere Vorkehrungen zur Einhaltung von
Datenschutzbestimmungen sowie zur Prävention von Insiderhandel, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren
Handlungen. Entsprechend bestehen verbindliche Regelungen und Prozesse, die die gelebten Wertmaßstäbe und die
Unternehmenskultur beeinflussen und kontinuierlich entsprechend den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den
Marktanforderungen angepasst werden.
Das Aufgabenspektrum für Compliance wurde mit Wirkung vom 01.11.2013 um die fachliche Koordination für eine vollständige
Umsetzung der KWG-Anforderungen und die Zuordnung der zentralen Stelle für Bankaufsicht/Monitoring erweitert.
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns finden regelmäßig Compliance- und Geldwäscheschulungen statt. Neben diesen
Präsenzschulungen sind auch E-Learning-Programme verfügbar.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Ziel des Internen Kontrollsystems (IKS) des Konzerns ist es, durch geeignete Grundsätze, Maßnahmen und Verfahren die Wirksamkeit
und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit und die Einhaltung der für den Konzern maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sowie den
Schutz des Vermögens sicherzustellen.
Das IKS des Konzerns orientiert sich dabei an den einschlägigen (bankaufsichts-)rechtlichen Vorgaben
12)
, insbesondere BilMoG, KWG
und MaRisk, sowie an einem marktüblichen Standard, dem COSO-Modell
13)
.
Entsprechend dem COSO-Modell besteht das IKS aus den fünf Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollaktivität sowie
Information/Kommunikation und Überwachung, die sich auf alle Unternehmenseinheiten sowie Unternehmensfunktionen und -
prozesse des Konzerns erstrecken und die in wechselseitigen Beziehungen zueinander stehen. Das Kontrollumfeld ist als der Rahmen
zu verstehen, innerhalb dessen der Konzern Regelungen einführt und anwendet. Im Rahmen der Risikobeurteilung erfolgt die
Identifizierung, Analyse und Einschätzung der Risiken, die aus der Umsetzung der Unternehmensstrategie resultieren. Die
Kontrollaktivitäten zielen darauf ab, dass die Unternehmensziele effektiv erreicht werden und Risiken verhindert bzw. aufgedeckt
werden. Durch eine angemessene Information und Kommunikation im Konzern wird ermöglicht, dass allen Beteiligten die notwendigen
Informationen im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Die Funktionsfähigkeit und Effektivität des IKS wird durch
entsprechende Überwachungsmechanismen festgestellt.
Grundlage des IKS bildet die schriftlich fixierte Ordnung. Sie setzt den Rahmen für eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation im
Konzern und formuliert verbindliche Vorgaben bzw. Anforderungen zur Prozessdokumentation, zu Kontrollen sowie für ein
Organisationshandbuch.
Aufbauorganisatorische Vorkehrungen und Kontrollen in den Arbeitsabläufen stellen eine prozessintegrierte Überwachung sicher. Die
prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen dienen der Vermeidung, Verringerung, Aufdeckung und/oder der Korrektur von
Bearbeitungsfehlern oder Vermögensschäden.
Zur Minimierung des Fehlerrisikos im Einzel- und Konzernabschluss sowie zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen und verlässlichen
internen und externen Rechnungslegung hat der Konzern rechnungslegungsbezogene Kontrollen implementiert. Die
rechnungslegungsbezogenen Kontrollen sind Bestandteil des IKS.
Das System wird ergänzt durch die Compliance, die auf Basis der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen
Vorgaben/Rahmenbedingungen für die Themen Schutz personenbezogener Daten (Datenschutz), Geldwäsche- und Betrugsprävention,
Wertpapierhandel sowie für die Einhaltung von Finanzsanktionen und den Schutz gegen Terrorismusfinanzierung Maßnahmen definiert
und deren Einhaltung überwacht.
Die Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS wird zudem von der Internen Revision auf Basis prozessunabhängiger Prüfungen
beurteilt.

Die detaillierte Umsetzung des IKS in der KfW und den rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften KfW IPEX-Bank und DEG richtet
sich nach den jeweiligen Risikostrategien, Geschäftsfeldern und vorliegenden Rahmenbedingungen.
Die Gesamtverantwortung für das Interne Kontrollsystem der KfW liegt beim Vorstand, für die KfW IPEX-Bank und DEG bei der
Geschäftsführung. Die Ausgestaltung und Umsetzung auf den verschiedenen Unternehmensebenen liegt entsprechend der
Organisation in der Verantwortung der jeweiligen Führungskräfte. Gegenüber den Aufsichtsorganen im Konzern erfolgt eine jährliche
Berichterstattung.
Um die Wirksamkeit des IKS zu gewährleisten, werden die gesetzten Standards und Konventionen regelmäßig hinterfragt und
kontinuierlich weiterentwickelt, außerdem wird eine nachhaltige Verankerung in den Bereichen des Konzerns sichergestellt.
12)
Vgl. § 25 a Absatz 1 Nummer 1 KWG, MaRisk AT 4.3, §§ 289 HGB Absatz 5, 315 Absatz 2 Nummer 5 HGB, 324 HGB, 264 d HGB
13)
COSO = "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission",
www.coso.org
Prognose- und Chancenbericht
Der vorliegende Prognose- und Chancenbericht entspricht in Umfang und Inhalt im Wesentlichen dem Konzernprognose- und -
chancenbericht, welcher im Konzernlagebericht veröffentlicht ist. Da die Geschäftsfeld- und Ergebnisplanung auf den KfW-Konzern
ausgerichtet ist, wird auf die Erstellung eines Prognose- und Chancenberichts auf Einzelinstitutsebene verzichtet. Die im Folgenden
genannten Planzahlen beziehen sich daher auf den KfW-Konzern.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Entwicklungstrends
In der zweiten Jahreshälfte 2013 hat sich die globale wirtschaftliche Lage nach zwei schwachen Jahren etwas aufgehellt. Für das Jahr
2014 wird die Fortsetzung der Erholung und somit eine leichte Belebung der Weltkonjunktur erwartet.
Die Wachstumsimpulse werden im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit primär von den Industrieländern ausgehen: Es wird damit
gerechnet, dass der Euroraum im Jahr 2014 nach zwei Minusjahren wieder wachsen kann. Auch in den USA sind die Voraussetzungen
für stärkeres Wachstum günstig. Allerdings ist in Japan aufgrund der anstehenden Mehrwertsteueranhebung eine Abschwächung der
Dynamik vorhersehbar. Es wird erwartet, dass die Inflationsrate auch im Jahr 2014 in den Industrieländern aufgrund der hohen
Arbeitslosigkeit und der Unterauslastung der Kapazitäten auf niedrigem Niveau verharren wird.
Die Entwicklungs- und Schwellenländer sehen sich erheblichen strukturellen Defiziten in den Bereichen Infrastruktur, Arbeitsmärkte,
Bildung und Finanzsysteme gegenüber. Daher wird ihr Wachstum auf längere Sicht langsamer bleiben als in den 2000er Jahren.
Belastend wirken auch die Entwicklungen an den Kapitalmärkten: Der von der US-amerikanischen Notenbank eingeleitete Ausstieg
aus der sehr expansiven Geldpolitik war für die internationalen Investoren das Signal, ihr Engagement in den Entwicklungs- und
Schwellenländern zu reduzieren. Die Folge sind steigende Finanzierungskosten und erhöhte Unsicherheit aufgrund der volatilen
Entwicklung von Währungen, Anleihen und Aktien. Dennoch wird erwartet, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer von der
positiven Tendenz in den Industrieländern profitieren können. Aus diesem Grund wird auch für diese Ländergruppe im Jahr 2014 ein
etwas höheres Wachstumstempo als im Jahr 2013 prognostiziert. Die Inflationsdynamik dürfte im Wesentlichen unverändert bleiben.
In den Mitgliedsländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) wird die Konjunktur im Jahr 2014 voraussichtlich
moderat an Dynamik zulegen. Voraussetzung dafür ist, dass weitere Fortschritte bei der Lösung der Eurokrise erreicht werden, damit
sich die Verunsicherung von Unternehmen und privaten Haushalten noch weiter abbaut. Nur dann können sich die verbesserten
Finanzmarktbedingungen nachhaltig positiv auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum auswirken. Einer dynamischen
Konjunkturerholung stehen aber nach wie vor die hohe Arbeitslosigkeit und der in vielen EWU-Mitgliedsländern verfolgte fiskalische
Konsolidierungskurs entgegen. Insgesamt rechnet die KfW mit einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in den
Ländern der EWU von etwa 1,25 % im Gesamtjahr 2014.
Die deutsche Wirtschaft präsentiert sich zu Jahresbeginn 2014 in merklich günstigerer konjunktureller Verfassung als ein Jahr zuvor.
Die Auslastung der Industriekapazitäten bewegt sich in der Nähe des langfristigen Durchschnitts, die Arbeitslosenquote tendiert auf
niedrigem Niveau seitwärts, die Erwerbstätigkeit ist historisch hoch und zieht - auch dank Zuwanderung aus Europa - weiter an.
Gleichzeitig steigen die Löhne; Zinsen und Inflationsrate bleiben dagegen niedrig. An den schon seit geraumer Zeit verlässlichen
Wachstumsbeiträgen der Binnennachfrage, besonders von Konsum und Wohnbauten, dürfte sich deshalb auch im Jahr 2014 nichts
Grundlegendes ändern. Hinzu tritt allerdings eine Aufhellung des internationalen Umfelds, wobei der Zuwachs an Dynamik maßgeblich
von den Industrieländern ausgeht. Ganz entscheidend ist, dass die Eurozone im vergangenen Sommer die hartnäckige Rezession
endlich überwunden hat und seither auf einen - wenn auch zähen - Expansionskurs eingeschwenkt ist. Diese Stabilisierung dürfte im
Jahr 2014 anhalten und den deutschen Exporten Impulse geben. Die infolgedessen steigende Kapazitätsauslastung dürfte zusammen
mit der verminderten Unsicherheit und den günstigen Finanzierungsbedingungen die Investitionen der Unternehmen beleben. Alles in
allem wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich spürbar kräftiger ausgeweitet werden als in den vorangegangenen beiden Jahren:
Bis zu 2 % Realwachstum sind im Jahr 2014 möglich.
Unterstützung erhält die konjunkturelle Erholung von den wichtigsten Notenbanken, die im Jahr 2014 weiterhin einen sehr expansiven
geldpolitischen Kurs verfolgen werden. Dies gilt auch für die US-Notenbank, auch wenn diese ihre Wertpapierankäufe sukzessive
zurückführen wird. Vor diesem Hintergrund wird das Niedrigzinsumfeld weiter Bestand haben. Die KfW sieht für die USA und den
Euroraum auch im mittleren und längeren Laufzeitenbereich nur begrenztes Zinsanstiegspotenzial.
Insgesamt bleiben die Risiken aber hoch: Das gilt besonders für die Entwicklungs- und Schwellenländer. Wenn sich die Kapitalabflüsse
noch verstärken, wächst auch die Gefahr, dass die Anleger nicht mehr ausreichend zwischen den einzelnen Ländern differenzieren.
Dann wären nicht nur besonders anfällige und politisch instabile Länder betroffen, sondern das Wachstum der gesamten Ländergruppe
geriete unter Druck. Auch bei der Bewältigung der Eurokrise sind Rückschläge nach wie vor möglich. Dies hätte auch negative
Implikationen für die deutsche Konjunkturentwicklung. In diesem Fall würden sich die Exporte und Unternehmensinvestitionen
hierzulande wohl nicht erholen und die Arbeitslosigkeit würde steigen.
Risikoseitige Prognose - Risikolage und Risikotragfähigkeit
Die Industrieländer als Gruppe weisen mittlerweile eine relativ positive Konjunkturentwicklung auf. Gleichwohl bleiben insbesondere
die Länder mit hoher bzw. steigender Staatsverschuldung bonitätsmäßig weiterhin unter Druck. Bei der Lösung der Eurokrise gibt es
Fortschritte, und die Unsicherheit an den Finanzmärkten hat sich zurückgebildet. Allerdings sind in vielen Euro-Mitgliedsländern noch
erhebliche strukturelle Anpassungsprozesse erforderlich. Ein Wiederaufflammen der Eurokrise ist nicht auszuschließen, da die

Staatsschuldenkrise noch nicht gelöst ist. Viele Schwellenländer und insbesondere die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien,
China) mit Ausnahme Chinas haben mittlerweile mit einer teilweise deutlichen Verlangsamung des Wachstums zu kämpfen.
Entsprechend bleiben die Risiken für die Weltkonjunktur weiterhin hoch.
Der Bankensektor wird auch im Jahr 2014 vor erheblichen Herausforderungen stehen. Vor allem europäische Banken bleiben im
Fokus. Präsent bleiben werden die europäische Staatsschuldenkrise und die weiterhin verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklungen.
Zusätzlich wird sich aus dem geplanten Balance-Sheet-Assessment und dem Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht für die 128
größten und systemrelevanten Banken (Bilanzsumme größer als 30 Mrd. EUR bzw. größer als 20 % des Bruttoinlandsprodukts)
weiterer Kapitalbedarf für eine Reihe von europäischen Banken ergeben. Dies könnte einige Banken vor große Probleme stellen, falls
eine Lösung aus eigener Kraft nicht möglich ist bzw. alternativ durch den jeweiligen Staat keine Kapitalisierung erfolgt. Auch die
Situation der Banken in einigen osteuropäischen Ländern wird sich nur langsam stabilisieren und anfällig gegenüber Rückschlägen
bleiben. Unter sich abschwächenden Rahmenbedingungen können weitere Bankenmärkte auch außerhalb Europas in den Fokus
geraten.
Für den deutschen Unternehmenssektor wird im Jahr 2014 mit einem leichten Wachstum gerechnet. Voraussetzung hierfür ist, dass
weitere Schritte zur Lösung der Eurokrise unternommen werden, damit sich die Verunsicherung von Unternehmen und privaten
Haushalten weiter abbaut. Während sich damit für die meisten Branchen die Aussichten verbessern dürften, wird die Entwicklung im
Stahlbereich aufgrund der weltweit bestehenden Überkapazitäten weiter als risikobehaftet eingeschätzt. Auch für die
Handelsschifffahrt insgesamt wird für das Jahr 2014 immer noch keine nachhaltige Erholung erwartet.
Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungsmarkt ist derzeit durchwachsen, was auf die Gefahr steigender Kapitalmarktzinsen und
das sehr ungünstige Fundraising-Umfeld zurückzuführen ist. Der Marktausblick ist derzeit eher pessimistisch, sodass die
Umbruchphase des Marktes unverändert andauern dürfte. Für die wichtigsten Beteiligungsländer, in denen die DEG investiert, wird für
das Jahr 2014 im Vorjahresvergleich mehrheitlich ein höheres Wachstum erwartet. Angesichts der geldpolitischen Kursänderungen in
den USA, der teils hohen Inflationsraten in diesen Ländern sowie vor dem Hintergrund der teils gestiegenen (politischen) Risiken wird
jedoch bis Jahresende 2014 eine Abschwächung der Währungen gegenüber dem US-Dollar erwartet.
Der europäische Verbriefungsmarkt dürfte sich im Jahr 2014 weiter im seit 2011 anhaltenden Trend rückläufiger Emissionsvolumina
bewegen. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen auf die schon erfolgte Verschärfung einiger und die andauernde Unsicherheit über
die Entwicklung weiterer regulatorischer Auflagen, die absehbare weitere Erhöhung der Eigenkapitalunterlegungspflichten für
Verbriefungen (2. Fassung des Basel-III-Konsultationspapiers) sowie die höhere Attraktivität alternativer Refinanzierungsformen
zurück.
Aus den erwarteten Entwicklungen in den risikorelevanten Segmenten des KfW-Konzerns werden insgesamt keine materiellen
Auswirkungen auf die Risikolage erwartet.
Der Übergang des aufsichtsrechtlichen Regimes zu Basel III wird im Jahr 2014 zu einem Rückgang der Kern- und Gesamtkapitalquote
des KfW-Konzerns führen. Die Kapitalquoten dürften jedoch weiterhin deutlich oberhalb der gesetzlichen Mindestanforderungen liegen.
Für die Ökonomische Risikotragfähigkeit (Solvenzniveau 99,99 %) des Konzerns wird im Geschäftsjahr 2014 insgesamt eine stabile
Entwicklung erwartet.
Sich ggf. ändernde wirtschaftliche, politische sowie rechtliche Rahmenbedingungen können einen deutlichen Einfluss auf die
Kapitalquoten und die Ökonomische Risikotragfähigkeit haben. Die Prognosen für das Jahr 2014 sind daher mit erheblicher
Unsicherheit verbunden.
Aufgrund einer erwarteten stabilen Refinanzierungssituation an den Kapitalmärkten, eines leicht geringer erwarteten
Neugeschäftsvolumens und der Erwartung anhaltend hoher Volumina außerplanmäßiger Tilgungen ist mit einer stabilen
Liquiditätssituation und Liquiditätsrisikokennzahlen innerhalb der definierten Grenzwerte zu rechnen.
Neugeschäftsplanung Überblick
Mit 69,4 Mrd. EUR liegt das für das Jahr 2014 geplante Neugeschäftsvolumen des KfW-Konzerns leicht unter dem Niveau des Jahres
2013 in Höhe von 72,5 Mrd. EUR. Diese moderate quantitative Konsolidierung, bei Umsetzung der qualitativen Förderziele, ist
Ausdruck des subsidiären Verständnisses der KfW. Zur Umsetzung des strategischen Zielsystems des KfW-Konzerns enthalten die
Pläne der Geschäftsfelder Maßnahmen zur strategischen Fokussierung auf Förderqualität und eine Ausrichtung der
Geschäftsaktivitäten entlang der thematischen Schwerpunkte "Klimawandel & Umwelt", "Globalisierung & technischer Fortschritt" und
"demografische Entwicklung". Dabei soll sich der Anteil der Klima- und Umweltschutzfinanzierungen am Neuzusagevolumen auf 37 %
belaufen, womit die Vorgabe des strategischen Zielsystems (rund 35 %) leicht übertroffen werden würde. Der Anteil der geplanten
Mittelstandsfinanzierungen an der inländischen Förderung (Mittelstandsquote) wird mit 47 % in der Größenordnung des im
strategischen Zielsystem angestrebten Ambitionsniveaus (rund 50 %) erwartet.
Im inländischen Fördergeschäft wird der Fokus weiterhin auf der Mittelstandsfinanzierung und der Sicherung der Zukunftsfähigkeit von
Unternehmen liegen. Die internationalen Geschäftsbereiche der KfW streben zur Unterstützung der Internationalisierung deutscher
Unternehmen im Rahmen der Globalisierung mittelfristig einen überproportionalen Wachstumskurs an.
Inlandsgeschäft
Im Inlandsgeschäft unterstützt die KfW die Wirtschaft in Deutschland mit den Förderprogrammen der Mittelstandsbank und des neuen
Geschäftsfelds Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute, das im Rahmen einer Organisationsanpassung aus den
Geschäftsfeldern KfW Kommunalbank und KfW Privatkundenbank zusammengeführt wurde.
Die Mittelstandsbank nimmt bei der Finanzierung zur Umsetzung der Energiewende weiterhin eine wichtige Rolle ein. Die Förderung
wird sich dabei neben dem traditionellen Fokus Mittelstand und Gründungen weiterhin stark auf die Umweltfinanzierung konzentrieren.
Die Mittelstandsbank plant für das Jahr 2014 in den Förderfeldern ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 21,8 Mrd. EUR.
Im Jahr 2013 ging das Kreditneugeschäft der Banken in Deutschland mit gewerblichen Kunden sukzessive zurück. Dieser Trend wird
sich voraussichtlich im Jahr 2014 zunächst fortsetzen. Ursächlich dafür ist einerseits die ausgesprochen schwache Investitionstätigkeit
der Unternehmen und Selbstständigen, die voraussichtlich nur allmählich wieder ansteigen wird. Andererseits verfügt der deutsche
Mittelstand zurzeit über hohe Eigenmittelbestände, wodurch sich der Fremdfinanzierungsbedarf entsprechend verringert hat.

Der Umfang von Investitionen im Bereich Klima- und Umweltschutz wird erheblich durch die regulatorischen Rahmenbedingungen
geprägt. Hierdurch wird auch die Nachfrage nach den entsprechenden KfW-Finanzierungsangeboten beeinflusst. Dies gilt insbesondere
für die Förderung von erneuerbaren Energien. In diesem Bereich war im Jahr 2013 ein deutlicher Rückgang bei der Finanzierung von
Photovoltaikanlagen zu verzeichnen, der vor allem auf die kontinuierlich sinkende Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien
-Gesetz (EEG) zurückzuführen ist. Für das Jahr 2014 ist auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um eine Reform des EEG
grundsätzlich mit einem weiteren Rückgang von Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien zu rechnen.
Die Mittelstandsbank sieht unverändert hohe Potenziale bei der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen. Zudem soll die
Innovationsfinanzierung um einen unternehmensbezogenen Ansatz ergänzt und die Gründungsfinanzierung durch eine Anhebung des
Unternehmensalters auf fünf Jahre ausgebaut werden.
Die Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute geht von einer anhaltend hohen Nachfrage von Privatkunden nach
energieeffizienten Bau- und Sanierungslösungen, nach barrierearmem Wohnraum sowie - infolge der Unsicherheit aus der
europäischen Staatsschuldenkrise - nach Bildung von Wohneigentum aus. Bedingt durch die demografische Entwicklung ist ein
Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials zu erwarten. Vor dem Hintergrund gewinnt die Qualifizierung von Fachkräften zunehmend
an Bedeutung, was zu einer steigenden Nachfrage nach Qualifizierungsmaßnahmen über das gesamte Berufsleben hinweg
("Lebenslanges Lernen") führt.
Die beiden Megatrends "Klimawandel & Umwelt" und "demografische Entwicklung" stehen daher im Fokus der Förderaktivitäten des
Geschäftsfelds. Ziel ist die Fortführung der Positionierung der KfW als zentraler Förderer von Umweltschutz für Privatkunden und
Standardsetzer für Energieeffizienz in Wohngebäuden. Zur Adressierung des demografischen Wandels im Rahmen der
Förderaktivitäten wird das Geschäftsfeld weiterhin Standards für barrierearmen Wohnraum setzen und verlässlicher und
kundenorientierter Anbieter der Finanzierung von Wohneigentum sein. Ebenso bleibt die KfW ein verlässlicher Partner in der
Bildungsfinanzierung in Richtung lebenslanges Lernen.
Vor dem Hintergrund der heterogenen Entwicklung der kommunalen Haushaltssituation sowie des sich infolge der
Kapitalanforderungen aus Basel III abzeichnenden rückläufigen Angebots an großvolumigen, langfristigen Kommunalfinanzierungen
gewinnt ein verlässliches Angebot für Kommunen und kommunale Unternehmen an Bedeutung. Dafür stellt die Kommunal- und
Privatkundenbank/Kreditinstitute die beiden Basisprogramme "IKK - Investitionskredit Kommunen" und "IKU - Investitionskredit
Kommunale und Soziale Unternehmen" bereit. Ergänzt wird dies durch maßgeschneiderte Förderangebote in den Bereichen
"Klimawandel & Umwelt" und "demografische Entwicklung", um der auch für Kommunen und kommunale Unternehmen wachsenden
Bedeutung der Themengebiete Rechnung zu tragen. Darüber hinaus verfolgt das Geschäftsfeld seine langjährige Rolle als
Finanzierungspartner für Landesförderinstitute (LFI) über die Produkte "Allgemeine Refinanzierung" und "Förderrefinanzierung" weiter.
Schließlich ergänzen die kapitalmarktnahen Produkte (beispielsweise "SME Collateralized Bond") und Leasing-Finanzierungen die
Angebote der KfW in der inländischen Förderung. Dies ermöglicht einen indirekten Kapitalmarktzugang unter anderem für kleine und
mittlere Unternehmen (KMU) über Banken. Die Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute plant für das Jahr 2014 ein
Fördervolumen in Höhe von 26,3 Mrd. EUR.
Kapitalmärkte
Nach wie vor schränkt die angespannte Bonität europäischer Staaten und Finanzintermediäre die Möglichkeiten für Finanzierungen des
Mittelstands ein, die traditionell überwiegend über Banken und Leasinggesellschaften erfolgen. Praktisch hat dies in Deutschland
aufgrund der begrenzten Kreditnachfrage und der zunehmenden Selbstfinanzierung keine negativen Auswirkungen. Auf europäischer
Ebene wird jedoch seit Mitte des Jahres 2013 intensiv diskutiert, wie die Mittelstandsfinanzierung über einen indirekten
Kapitalmarktzugang, insbesondere auch über den Einsatz von Verbriefungsprodukten, stabilisiert und diversifiziert werden kann. Das
Geschäftsfeld Kapitalmärkte setzt seine Aktivitäten zur kapitalmarktorientierten Mittelstandsförderung fort. Über Investitionen in
Verbriefungen mit mittelständischen Forderungen trägt das Geschäftsfeld dazu bei, einen alternativen, kapitalmarktorientierten
Finanzierungskanal für KMU zu etablieren. Für das Geschäftsjahr 2014 ist ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 0,8 Mrd. EUR
vorgesehen.
Auslandsgeschäft
Ziel des Geschäftsfelds Export- und Projektfinanzierung ist es weiterhin, die Position als Spezialfinanzierer und verlässlicher Partner
der deutschen und europäischen Wirtschaft zu stärken. Das anhaltende Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern bietet
Geschäftspotenzial für deutsche und europäische Unternehmen. Gleichzeitig wächst jedoch in Schwellenländern die Konkurrenz für
diese Unternehmen und Wertschöpfung wird zunehmend aus Deutschland und Europa in diese Länder verlagert, um die internationale
Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Westliche Banken erfahren durch fortschreitende Professionalisierung lokaler Banken- und
Kapitalmärkte ebenfalls Konkurrenz, die auch das Geschäftsfeld zunehmend betrifft. Bei langfristigen Finanzierungen stellt der
Kapitalmarkt zunehmende Konkurrenz zum zweckgebundenen Kreditgeschäft dar. Die strategischen Ziele des Geschäftsfelds Export-
und Projektfinanzierung bleiben die nachhaltige Unterstützung der deutschen und europäischen Wirtschaft sowie die Steigerung des
Konzernbeitrags. Dafür verfolgt das Geschäftsfeld mittelfristig eine maßvolle Wachstumsstrategie. Diese umfasst die Verstärkung der
Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland sowie den Ausbau der Produkte einschließlich zusätzlicher Möglichkeiten im europäischen
Geschäft. Dafür soll auch die Außenstruktur (Auslandsrepräsentanzen) weiter ausgebaut werden. Die Maßnahmen dienen dabei vor
allem dazu, den mit dem Megatrend "Globalisierung & technischer Fortschritt" einhergehenden Herausforderungen zu begegnen. Das
Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung plant für das Jahr 2014 ein Neugeschäftsvolumen von 13,2 Mrd. EUR. Das
Fördergeschäft der KfW betreffen insgesamt 5,5 Mio. EUR.
Im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transfomationsländer sind die Geschäftsaktivitäten der KfW Entwicklungsbank und der
DEG zusammengefasst.
Das Marktumfeld der KfW Entwicklungsbank wird weiterhin von hoher Komplexität gekennzeichnet sein. Dies bezieht sich sowohl auf
die sich gegebenenfalls politisch wandelnden Anforderungen durch die Auftraggeber der KfW als auch auf ein heterogenes
Länderspektrum (Schwellenländer auf der einen, fragile Staaten auf der anderen Seite). Die steigende Zahl der Marktakteure mit
breitem Finanzierungsangebot (insbesondere in den Mitteleinkommensländern - MIC) führt zu verstärktem Wettbewerb, aber auch zu
neuen Kooperationsmöglichkeiten. Insbesondere die EU bietet ein zunehmendes Kooperationspotenzial in der Förderung von
Entwicklungs- und Schwellenländern. Erstes strategisches Ziel ist, die KfW Entwicklungsbank weiterhin mit ihren komparativen
Vorteilen als Teil der größten deutschen Förderbank zu positionieren. In diesem Zusammenhang sollen die Neuzusagen bei
Entwicklungs- und Förderkrediten weiter ausgebaut und weitere Förderansätze auch für fragile Staaten entwickelt werden. Der
Unterstützung der deutschen Positionierung in der Neugestaltung der UN-Entwicklungsziele und der ODA-Reform (Official
Development Assistance) nach 2015 kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu. Ferner will die KfW Entwicklungsbank weiterhin als

weltweit führender bilateraler Entwicklungsfinanzierer im Klima- und Umweltbereich auftreten, insbesondere durch Ausweitung der
Klimaschutz- und Anpassungsfinanzierung unter systematischer Nutzung des Förder-Know-Hows der KfW im Inland mit dem
entsprechenden Technologietransfer. Zudem sollen die Mitgestaltung der internationalen Klima-Finanzarchitektur durch die
Bundesregierung unterstützt und innovative Förderansätze entwickelt werden. Daneben wird angestrebt, die Entwicklungs- und
Klimafinanzierungen mit Mitteln der EU auszubauen (EU-Blending), einschließlich der Entwicklung von
Risikoabsicherungsinstrumenten. Die KfW Entwicklungsbank plant im Jahr 2014 einen Ausbau des Zusagevolumens auf 5,9 Mrd. EUR.
Privatisierungsgeschäfte mit dem Bund
Im Zuge der Privatisierungsgeschäfte des Bundes ist die KfW im Jahr 2014 grundsätzlich darauf vorbereitet, weitere
Privatisierungstransaktionen unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktbedingungen und strategischer Vorgaben des Bundes
durchzuführen.
Refinanzierungsplanung
Die KfW ist weltweit eine der aktivsten und größten Anleihen-Emittentinnen. Mit dieser exponierten Stellung wird die KfW auch in
Zukunft sehr verantwortungsvoll und behutsam umgehen. Durch das Zusammenspiel von erstklassiger Kreditqualität und einer
diversifizierten und verlässlichen Refinanzierungsstrategie genießt die KfW einen exzellenten Ruf an den internationalen
Kapitalmärkten. Für die beiden kommenden Jahre rechnet die KfW mit einem Refinanzierungsvolumen auf hohem Niveau. Für das
Geschäftsjahr 2014 erwartet die KfW ein mit dem Jahr 2013 vergleichbares Refinanzierungsvolumen in Höhe von 65 bis 70 Mrd. EUR.
Mit Blick auf das Marktumfeld werden die Anstrengungen Europas zur Bewältigung der europäischen Staatsschuldenkrise und die in
Aussicht gestellte Reduktion von Anleiheankäufen durch die US-Notenbank wohl beherrschende Determinanten an den Kapitalmärkten
bleiben. Beide Themenfelder bergen das Potenzial für zumindest temporäre Rückschläge und können zur Erhöhung der allgemeinen
Marktvolatilität beitragen. Die KfW ist jedoch zuversichtlich, dass sich die Finanzmärkte auch im Jahr 2014 robust zeigen werden. Mit
der expliziten, direkten Garantie des Bundes sieht sie sich jederzeit gut aufgestellt. Die Refinanzierung der KfW steht damit auch in
Zukunft auf einem soliden Fundament.
Durch die große Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Struktur und Währungsdenomination ihrer Anleihen kann sich die
KfW jederzeit flexibel auf sich ändernde Marktverhältnisse und Investorenansprüche einstellen. Neben öffentlichen Anleihen und
Privatplatzierungen werden hochliquide Benchmarkanleihen in Euro und US-Dollar auch zukünftig den wichtigsten Pfeiler der KfW-
Refinanzierung darstellen. Euro und US-Dollar bleiben die bei weitem bedeutsamsten Kernwährungen, auch wenn der KfW
Finanzierungswege in vielen Währungen offenstehen.
Als "Bank aus Verantwortung" verfolgt die KfW den Anspruch, Vorbild bei der Ausrichtung auf nachhaltige Investments zu sein. Bei
ihrer eigenen Anlage- und Investitionsstrategie zur Liquiditätssicherung wird die KfW daher den Aspekt der Nachhaltigkeit weiter
forcieren.
Ergebnisplanung
Für das Jahr 2014 geht die KfW aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der aktuellen Ergebnisplanung für
den Konzern von einem Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen von leicht oberhalb 1 Mrd. EUR aus, der
sich damit im Bereich der strategischen Zielgrößen bewegt. Der Konzerngewinn kann - ebenso wie in den Vorjahren - von zwar
sinkenden, aber immer noch auf hohem Niveau erwarteten Beiträgen aus dem Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss profitieren.
Während auf der einen Seite von einer leichten Steigerung der Zinsmargenbeiträge ausgegangen wird, ist auf der anderen Seite
gegenläufig von einem weiter sinkenden Ergebnis aus Zins- und Liquiditätsfristentransformation aufgrund der Zinsentwicklung der
letzten Jahre und der Prognose der künftigen Entwicklung der Zinssätze auszugehen. Ergebnismindernd wirkt auch die gegenüber dem
Jahr 2013 erwartete höhere Kreditrisikovorsorge auf Basis der geplanten Standardrisikokosten. Der geplante Verwaltungsaufwand
steigt nur moderat. Darin wird die Fortsetzung eines restriktiven Kostensparkurses deutlich, der bereits im Jahr 2013 eingeleitet
wurde. Der Verwaltungsaufwand für das Jahr 2014 beinhaltet dabei ein Budget für die Großprojekte zur Modernisierung der KfW, von
denen ein großer Anteil regulatorisch bedingt ist. Der insgesamt zu erwartende Aufwand für die KfW im Zuge der verpflichtenden
entsprechenden Anwendung wesentlicher bankaufsichtsrechtlicher Regelungen wird aktuell noch abgeschätzt und ist entsprechend nur
zum Teil enthalten. Für den Gesamtkonzern ergibt sich für das Jahr 2014 daraus eine erwartete Cost-Income-Ratio (CIR) vor
Förderleistung in Höhe von etwas über 30 %.
Das Geschäftsmodell der KfW ist mittel- bis langfristig ausgerichtet. Chancen und Risiken für den Konzerngewinn können sich
insbesondere aus Abweichungen der tatsächlichen Zinsentwicklung von der Prognose, aus einer von der Planannahme abweichenden
Risikovorsorge sowie aus temporären Ergebniseffekten aus der Bewertung von wirtschaftlich effektiven Sicherungszusammenhängen
(IFRS-bedingte Ergebniseffekte) ergeben. Letztere sind ökonomisch nicht begründet und werden aus diesem Grund auch nicht explizit
beplant.
Die der Ergebnisplanung zugrunde liegende Zinsprognose geht von einem im Jahresverlauf 2014 leicht steigenden Zinsniveau aus.
Sollten die Zinssätze stärker als angenommen steigen, würde dies aufgrund der Zinsfristentransformation zu einer Belastung des
Zinsergebnisses führen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass in einem konjunkturellen Umfeld, in dem die Zinsen deutlich
steigen, der Aufwand für die Risikovorsorge tendenziell geringer als die Standardrisikokosten ist. Entgegen der Prognose weiter
fallende Zinsen wären aus Sicht der Zinsfristentransformation sowie im Hinblick auf Erträge aus dann höheren außerplanmäßigen
Tilgungen kurzfristig vorteilhaft. Allerdings könnten in diesem Szenario aus den kumuliert sehr hohen außerplanmäßigen Tilgungen
der Vorjahre nur deutlich niedrigere Wiederanlagezinsen mit Belastungen des Zinsüberschusses realisiert werden.
Personalstrategie/Entwicklung Personalbestand
Das Jahr 2013 wurde im Bereich Personal von den Modernisierungsprogrammen dominiert. Aufgrund der geänderten
Aufbauorganisation entlang der neu definierten Prozessstraßen sind einige Tätigkeiten weggefallen, während viele Funktionen
verändert wurden. In einem sehr intensiven Changeprozess konnten für die betroffenen Mitarbeiter im Haus adäquate Lösungen
gefunden werden.
Die im Jahr 2014 zu erwartenden Einsparungen werden durch die Reduktion von externen Kräften und hausinterne Versetzung der
betroffenen Bestandsmitarbeiter umgesetzt. Als komplett gegenläufiger Effekt auf den Personalkörper wird ein Aufbau für die zumeist
regulatorisch bedingten Projekte erwartet.

Die gestarteten Aktivitäten zu Employer Branding und Personalmarketing werden im Jahr 2014 fortgeführt. Damit kann sich die KfW
besser am Arbeitsmarkt positionieren und weiterhin attraktiv bleiben. Die Umsetzung der Maßnahmen aus dem im Jahr 2013 mit dem
"Deutschen Personalwirtschaftspreis" ausgezeichneten "Gender Balance"-Konzept ist auch im Geschäftsjahr 2014 ein Fokus der
Aktivitäten der KfW.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand und der Verwaltungsrat der KfW haben beschlossen, die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex des Bundes
(PCGK) für die KfW anzuerkennen. Die Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des PCGK enthält der Corporate
Governance Bericht der KfW.
Jahresabschluss der KfW 2013
Bilanz der KfW zum 31.12.2013
Aktivseite
Anhang
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio. EUR
Barreserve
a) Kassenbestand
207
0
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
1.359.253
5.959
darunter: bei der Deutschen Bundesbank
1.359.253
(5.959)
1.359.461
5.959
Forderungen an Kreditinstitute
(2)
a) täglich fällig
1.274.067
160
b) andere Forderungen
306.914.174
319.292
308.188.240
319.452
Forderungen an Kunden
(3)
91.716.692
94.459
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert
0
(0)
Kommunalkredite
61.434.417
(63.329)
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
(4), (11)
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten
0
0
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
0 (0)
ab) von anderen Emittenten
710.971
710.971
681
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
0 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten
6.064.808
5.705
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
6.027.215
(5.586)
bb) von anderen Emittenten
20.666.038
26.730.846
20.937
darunter: beleihbar bei der Deutschen
Bundesbank
15.787.125
(15.885)
c) eigene Schuldverschreibungen
15.419.648
14.135
Nennbetrag
15.948.971
(14.729)
42.861.465
41.458
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
(5)
0
346
Beteiligungen
(6), (8),
(9), (11)
801.726
750
darunter: an Kreditinstituten
32.600
(41)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten
0
(0)
Anteile an verbundenen Unternehmen
(7), (8),
(11)
3.087.084
3.070
darunter: an Kreditinstituten
306.852
(307)
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten
0
(0)
Treuhandvermögen
(10)
18.533.057
18.204
darunter: Treuhandkredite
15.360.201
(17.211)
Immaterielle Anlagewerte
(11)
a) entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
67.412
35
67.412
35
Sachanlagen
(11)
877.975
873

Anhang
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio. EUR
Sonstige Vermögensgegenstände
(12)
614.699
10.651
Rechnungsabgrenzungsposten
(13)
2.085.949
2.261
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
26.412
26
Summe der Aktiva
470.220.172 497.544
Passivseite
Anhang
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(14)
a) täglich fällig
8.358.768
20.745
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
7.615.195
8.589
15.973.963
29.334
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(15)
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig
645.758
806
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist
12.217.458
12.863.217
14.429
12.863.217
15.235
Verbriefte Verbindlichkeiten
(16)
a) begebene Schuldverschreibungen
389.979.312
404.659
389.979.312
404.659
Treuhandverbindlichkeiten
(17)
18.533.057
18.204
darunter: Treuhandkredite
15.360.201
(17.211)
Sonstige Verbindlichkeiten
(18)
5.104.111
103
Rechnungsabgrenzungsposten
(19)
4.627.103
5.738
Rückstellungen
(20)
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
876.814
823
b) andere Rückstellungen
1.198.526
1.166
2.075.340
1.989
Abführungspflichten nach DMBilG
311
0
Nachrangige Verbindlichkeiten
(21)
2.246.589
3.247
Fonds für allgemeine Bankrisiken
400.000
2.350
Eigenkapital
(22)
a) Eingefordertes Kapital
0
0
Gezeichnetes Kapital
3.750.000
3.750
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender
Einlagen
(450.000)
3.300.000
(450)
b) Kapitalrücklage
7.196.989
6.197
darunter: Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
5.900.000
(4.900)
Zuführung
1.000.000
(250)
c) Rücklage aus Mitteln des ERP-
Sondervermögens
1.190.752
1.113
Vertragsgemäße Zuführung von Zinsen
77.490
(58)
d) Gewinnrücklagen
da) gesetzliche Rücklage gem. § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.875.000
1.875
db) Sonderrücklage gem. § 10 Abs. 3 KfW-
Gesetz
4.806.821
4.152
dc) Sonderrücklage gem. § 17 Abs. 4 DMBilG
47.607
6.729.428
48
18.417.169
16.685
Summe der Passiva
470.220.172
497.544
Eventualverbindlichkeiten
(23)
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen
4.547.477
6.286
4.547.477
6.286
Andere Verpflichtungen
(24)
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen
50.250.577
46.578
50.250.577
46.578
Gewinn- und Verlustrechnung der KfW für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013

Anhang
2013
2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Mio.
EUR
Zinserträge aus
(25)
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften
11.208.090
11.517
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
303.628
563
11.511.718
12.080
Zinsaufwendungen
(25)
11.921.627
9.681
Vertragsgemäße Zuführung von Zinsen zur Rücklage aus
Mitteln des ERP-Sondervermögens
77.490
58
-487.400
2.341
Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
82
0
b) Beteiligungen
7.238
10
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen
00
7.320
10
Provisionserträge
404.250
365
Provisionsaufwendungen
202.929
218
201.321
147
Sonstige betriebliche Erträge
(26)
136.942
117
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
339.681
323
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
91.231
430.911
141
darunter: für Altersversorgung
46.247
(99)
b) andere Verwaltungsaufwendungen
363.621
281
794.532
745
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen
(11)
38.116
34
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(26)
33.454
54
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft
32.747
0
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im
Kreditgeschäft
0 323
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
15.782
15
Zuführung/Auflösung zum/des Fonds für allgemeine
Bankrisiken
(27)
1.950.000
-650
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
925.118
1.470
Außerordentliche Aufwendungen
(28)
264.175
0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
6.610
6
Jahresüberschuss
654.333
1.464
Einstellungen in Gewinnrücklagen
(22)
a) in die gesetzliche Rücklage § 10 Abs. 2 KfW-Gesetz
0
0
b) in die Sonderrücklage § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
-654.333
-1.464
-654.333
-1.464
Bilanzgewinn
0 0
Anhang
Der Jahresabschluss der KfW wurde entsprechend den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die
Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des Gesetzes über die KfW aufgestellt.
Zusätzlich wurden die besonderen Bestimmungen des Gesetzes über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und die
Kapitalneufestsetzung (D-Mark-Bilanz-Gesetz DMBilG) beachtet. Die Gliederung für die Bilanz und für die Gewinn- und
Verlustrechnung wurde erweitert um einen gesonderten Ausweis der Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens und die hierfür
vorgenommene vertragsgemäße Zuführung von Zinsen sowie die nachträglich vermerkten Zuführungen zu den Kapitalrücklagen.
Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang vorzunehmen sind, erfolgen im Anhang.
1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sowie
die Sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, dem Nennbetrag oder einem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen Nennwert und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen, denen Zinscharakter
zukommt, werden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und über die Laufzeit ratierlich erfolgswirksam im
Zinsergebnis berücksichtigt.

Die KfW gewährt im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags Förderkredite, die sich vom Markt für das allgemeine Kreditgeschäft
unterscheiden und für die der allgemeine Fördermarkt maßgeblich ist. Dieser ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass im
Rahmen der Konditionierung von Förderdarlehen die aktuellen laufzeitdifferenzierten Refinanzierungskosten der KfW herangezogen
werden. Beim erstmaligen Ansatz von Förderkrediten des allgemeinen Fördermarkts entspricht der beizulegende Zeitwert damit dem
Transaktionswert. Hinsichtlich des allgemeinen Fördermarkts ergeben sich keine Änderungen. Wesentliche Effekte ergeben sich aus
der Anpassung der bilanziellen Abbildung von Förderkrediten, bei denen die Refinanzierungskosten der KfW auf Basis der
laufzeitdifferenzierten Einstandszinssätze nicht vollständig weitergegeben werden, sondern durch zusätzliche Förderbeiträge in Form
von Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW vergünstigt werden. Diese Zinsverbilligungsleistungen werden in
der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mehr nominal im Zeitablauf des Entstehens erfasst, sondern barwertig bereits zum Zeitpunkt
der Festlegung der Kreditkonditionen. Beim erstmaligen Ansatz dieser Geschäfte zum beizulegenden Zeitwert erfolgt nunmehr eine
Bewertung mit den Parametern des allgemeinen Fördermarktes. Folglich führen diese Geschäfte zu einer Unterverzinslichkeit, die die
Ertragslage der KfW belastet. Bisher wurden beim erstmaligen Ansatz dieser Geschäfte zum beizulegenden Zeitwert die Parameter
eines entsprechend ausgestalteten Subsegments des Fördermarktes ("spezieller Fördermarkt") herangezogen, so dass der
beizulegende Zeitwert dem Transaktionswert entsprach. Der sich nun im Regelfall bereits bei der Kreditzusage ergebende
Differenzbetrag - als Barwert der nominalen Plan-Zinsverbilligungsleistung während der ersten Zinsbindungsperiode -wird
erfolgswirksam zu Lasten des Zinsaufwands erfasst und als Korrektiv zu den Krediten und Darlehen unter den Bilanzposten
Forderungen an Kreditinstitute bzw. Forderungen an Kunden bilanziert. Der Korrektivposten wird effektivzinskonstant im
Zinsüberschuss amortisiert. Im Falle einer vollständigen außerplanmäßigen Tilgung wird dieser sofort erfolgswirksam im Zinsertrag
vereinnahmt. Differenzbeträge, die sich auf unwiderrufliche Kreditzusagen beziehen, werden unter den Rückstellungen ausgewiesen.
Bestandsveränderungen werden saldiert über die aktivisch ausgewiesenen Korrekturposten bereits ausgezahlter Förderkredite
abgebildet.
Mit der geänderten Vorgehensweise wird insbesondere der wirtschaftliche Nachteil aus Zinsverbilligungsleistungen bereits bei der
Festlegung der Kreditkonditionen bilanziell berücksichtigt; im Ergebnis werden so zuverlässigere und relevantere Informationen über
die Vermögens- und Ertragslage vermittelt. Zudem entspricht die bilanzielle Abbildung damit der internen Neugeschäftssteuerung im
Förderkreditgeschäft.
Im Umstellungsjahr 2013 beläuft sich die Gesamtnettoergebnisauswirkung auf 2.292 Mio. EUR. Die Bilanzposten Forderungen an
Kreditinstitute bzw. Forderungen an Kunden reduzieren sich um 1.955 Mio. EUR bzw. um 252 Mio. EUR, der Bilanzposten andere
Rückstellungen bezüglich der zinsverbilligten unwiderruflichen Kreditzusagen erhöht sich um 85 Mio. EUR. Die Vorjahreswerte wurden
nicht angepasst.
Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind, soweit sie nicht gesichert sind, nach dem strengen Niederstwertprinzip, Wertpapiere des
Anlagevermögens grundsätzlich gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Teilweise werden Wertpapiere mit den zu ihrer
Kurssicherung eingesetzten Zinssicherungsgeschäften (im Wesentlichen Zinsswap-Geschäften) zu Bewertungseinheiten gemäß § 254
HGB zusammengefasst. Es sind keine Wertpapiere dem Handelsbestand zugeordnet. Die gesetzlich vorgeschriebenen
Wertaufholungen werden vorgenommen. Strukturierte Wertpapiere mit eingebetteten Derivaten werden als Einheit bilanziert und zum
strengen Niederstwert bewertet.
Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen, vermindert
um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Bei Bedarf werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden als Sammelposten erfasst und linear über fünf Jahre
abgeschrieben. Auf die Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen hat die Bank verzichtet.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert, Unterschiedsbeträge zwischen einem vereinbarten höheren
Rückzahlungsbetrag und dem Ausgabebetrag werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Begebene
Nullcouponanleihen werden mit ihrem aktuellen Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf
Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Bei den Berechnungen wurden für die KfW die Projected-Unit-
Credit-Methode mit den folgenden Parametern für den Gesamtbestand der aktiven Mitarbeiter angewendet.
31.12.2013
Rechnungszins
4,89 %
Anwartschaftsdynamik (in Abhängigkeit von der Tarifeinstufung)
2,20 % bis 3,00
%
Rentendynamik (in Abhängigkeit von der Versorgungsordnung)
1,00 % bis 2,50
%
Fluktuationsrate
1,60 %
Die anderen Rückstellungen werden gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihrer voraussichtlichen
Inanspruchnahme unter Berücksichtigung zukünftiger Preis-/Kostensteigerungen ausgewiesen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr sind mittels der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinsen auf den Bilanzstichtag
diskontiert.
Den Risiken, die aufgrund der Geschäftsstruktur der KfW überwiegend aus dem Kreditgeschäft resultieren, wird durch
Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die KfW unterscheidet zwischen signifikanten (Forderungsvolumen je
Einzelkreditnehmer ab 1 Mio. EUR) und nicht signifikanten Forderungen. Bei Vorliegen von Indikatoren auf Wertminderungen erfolgt
für signifikante Forderungen eine individuelle Beurteilung des Kreditengagements hinsichtlich zukünftiger Zahlungen. Dabei wird
neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch das politische Risiko berücksichtigt. Für nicht signifikante
Forderungen wird eine pauschalierte Risikovorsorge auf Basis homogener Teilportfolios gebildet. Die Abdeckung latenter
Bonitätsrisiken sowie latenter Transferrisiken erfolgt durch die Bildung portfoliobasierter Wertberichtigungen auf den nicht bereits
individuell wertberichtigten Teil des Portfolios. Bei leistungsgestörten Kreditforderungen findet die Vereinnahmung von Zinserträgen
grundsätzlich auf Basis der Erwartungen statt. Die Zuführungs- und Auflösungsbeträge werden netto in dem Posten Abschreibungen
und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft bzw.
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im
Kreditgeschäft ausgewiesen. Von den Verrechnungsmöglichkeiten in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 340c Absatz 2 HGB
sowie § 340f Absatz 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die auf ausländische Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie die am Bilanzstichtag nicht abgewickelten
Kassageschäfte sind zum Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet worden. Die Bank wendet den Grundsatz der besonderen
Deckung im Sinne des § 340h HGB in Verbindung mit § 256a HGB an.
Die Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch ("Refinanzierungsverbund") folgt der Steuerung des Zinsänderungsrisikos
in der KfW. Dabei wird dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung getragen, dass für einen etwaigen
Verpflichtungsüberschuss aus der Bewertung des zinsinduzierten Bankbuchs eine Rückstellung gemäß § 340a i.V.m. § 249 Abs. 1 Satz
1, 2. Alternative HGB zu bilden ist. Die Anforderungen der IDW-Stellungnahme zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs (BFA 3)
werden berücksichtigt. Zur Bestimmung eines etwaigen Verpflichtungsüberschusses ermittelt die KfW dabei den Saldo aller
diskontierten zukünftigen Periodenergebnisse des Bankbuchs. Neben dem Zinsergebnis werden die relevanten Verwaltungskosten
sowie Risikokosten in Höhe der erwarteten Ausfälle einbezogen. Im Berichtsjahr bestand keine Notwendigkeit zur Bildung einer
solchen Drohverlustrückstellung.
Angaben zu Aktiva
2) Forderungen an Kreditinstitute
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Forderungen
an verbundene Unternehmen
19.920
20.643
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
19
30
ohne Haftungsverpflichtung durchleitender Banken
2.464
3.010
Nachrangige Forderungen
1.766
2.199
mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig
1.274
161
bis drei Monate
40.822
44.296
mehr als drei Monate bis ein Jahr
29.986
36.438
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
126.519
127.303
mehr als fünf Jahre
105.377
106.129
anteilige Zinsen
4.210
5.125
Insgesamt
308.188
319.452
Aufgrund der Unterverzinslichkeit von ausgezahlten Förderkrediten mit zusätzlichen Förderbeiträgen in Form von
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW wird unter den Forderungen an Kreditinstitute erstmalig ein
Korrektivposten in Höhe von 1.955 Mio. EUR ausgewiesen.
3) Forderungen an Kunden
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Forderungen
an verbundene Unternehmen
12
54
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
24
32
Nachrangige Forderungen
4.260
4.952
mit einer Restlaufzeit von
unbestimmter Laufzeit
00
bis drei Monate
17.088
16.679
mehr als drei Monate bis ein Jahr
6.871
8.677
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
27.383
29.002
mehr als fünf Jahre
39.860
39.437
anteilige Zinsen
515
663
Insgesamt
91.717
94.458
Aufgrund der Unterverzinslichkeit von ausgezahlten Förderkrediten mit zusätzlichen Förderbeiträgen in Form von
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW wird unter den Forderungen an Kunden erstmalig ein Korrektivposten in
Höhe von 252 Mio. EUR ausgewiesen.
4) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Im Folgejahr fällig werdend
Geldmarktpapiere, Anleihen und Schuldverschreibungen
6.887
4.337
Nominalwert
6.702
4.282
Eigene Schuldverschreibungen
4.806
3.716
Nominalwert
4.787
3.688
Insgesamt
11.693
8.053
Insgesamt Nominalwert
11.489
7.970
Börsennotierte Wertpapiere
41.123
38.957
Nicht börsennotierte Wertpapiere
1.738
2.501

31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Börsenfähige Wertpapiere
42.861
41.458
Nachrangige Wertpapiere
19
21
echte Pensionsgeschäfte
537
955
5) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Börsennotierte Wertpapiere
00
Nicht börsennotierte Wertpapiere
0
346
Börsenfähige Wertpapiere
0
346
Der Wertpapierbestand ist vollumfänglich dem Umlaufvermögen zugeordnet.
6) Beteiligungen
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Börsennotierte Wertpapiere
0
2
Nicht börsennotierte Wertpapiere
29
29
Börsenfähige Wertpapiere
29
31
7) Anteile an verbundenen Unternehmen
In diesem Posten sind - wie im Vorjahr - keine börsenfähigen Wertpapiere enthalten.
8) Angaben zum Anteilsbesitz
Name und Sitz der Gesellschaft, an der mindestens 20 % der
Kapitalanteile gehalten werden
Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
1 DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH,
Köln
1)
100,0
1.907.411
78.265
2 KfW IPEX-Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main
1)
100,0
1.578.363
8.734
3 KfW Beteiligungsholding GmbH, Bonn
1)
100,0
376.515
17.199
4 Astra Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Bauträger KG, Frankfurt
am Main
2)
100,0
1.500
494
5 Interkonnektor GmbH, Frankfurt am Main
1)
100,0
0
-41
6 AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG,
München
2)
47,5
40.874
-2.977
7 Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
2)
26,0
5.738
396
8 Berliner Energieagentur GmbH, Berlin
2)
25,0
4.337
475
9 Mittelstandsfonds Hamburg MHH GmbH & Co. KG, Hamburg
2)
24,9
10.002
76
10 eCapital Technologies Fonds II GmbH & Co. KG, Münster
2)
24,8
20.002
-6.186
11 Microfinance Enhancement Facility S.A., Luxemburg, Luxemburg
2)
24,1
54.516
7.650
12 Green for Growth Fund Southeast Europe S. A., SICAV-SIF,
Luxemburg, Luxemburg
2)
21,9
66.307
940
13 Europäischer Fonds für Südosteuropa S. A., SICAV-SIF, Bertrange,
Luxemburg
2)
21,7
687.694
1.725
14 Microfinance Initiative for Asia (MIFA) Debt Fund S. A., SICAV-SIF,
Bertrange, Luxemburg
2)
20,6
24.656
-344
15 Galaxy S.à r.l. SICAR, Luxemburg, Luxemburg
3)
20,0
27.539
-43.092
16 Post 2012 Carbon Credit Fund CV, Amsterdam, Niederlande
2)
20,0
0
-17.831
1)
Letzter vorliegender Abschluss 31.12.2013.
2)
Letzter vorliegender Abschluss 31.12.2012.
3)
Letzter vorliegender Abschluss 30.06.2012.
9) Anteile an Investmentvermögen
Anteil am
Gesamtvermögen
in %
Buchwert
TEUR
Ausschüttungen
TEUR
Möglichkeit der
täglichen Rückgabe
Green for Growth Fund Southeast Europe S.
A., SICAV-SIF
21,9
43.967
346 Nein
Europäischer Fonds für Südosteuropa S. A.,
SICAV-SIF
21,7
146.341
2.072 Nein
20,6
8.319
0 Nein

Anteil am
Gesamtvermögen
in %
Buchwert
TEUR
Ausschüttungen
TEUR
Möglichkeit der
täglichen Rückgabe
Microfinance Initiative for Asia (MIFA) Debt
Fund S. A., SICAV-SIF
Galaxy S.à r.l. SICAR
20,0
2.293
0 Nein
Post 2012 Carbon Credit Fund CV
20,0
0
800 Nein
Rural Impulse Fund II S. A. SICAV-SIF
16,5
6.996
0 Nein
Advans S. A., SICAR
14,9
6.500
0 Nein
Fondaco Societa di Gestione del Risparmio S.
P. A.
14,6
11.495
0 Nein
2020 European Fund for Energy, Climate
Change and Infrastructure SICAV
14,1
35.650
0 Nein
Global Climate Partnership Fund SA, SICAV-
SIF
13,0
21.391
563 Nein
Die Anteile an Investmentvermögen dienen im Wesentlichen der Stärkung und Förderung von Projekten des Klimaschutzes,
erneuerbarer Energien und des Infrastrukturausbaus. Die Beschränkung der Möglichkeit einer täglichen Rückgabe resultiert aus der
langfristigen Ausrichtung der Fonds und des speziellen Kreises der Investoren. Es handelt sich im Wesentlichen um illiquide
Anlagevehikel.
Die Investments sind werthaltig und unterliegen einem regelmäßigen Bewertungsprozess. Das im Vorjahr mit einem Bestand in Höhe
von 346,0 Mio. EUR ausgewiesene Sondervermögen wurde im Geschäftsjahr 2013 vollständig zurückgeführt.
10) Treuhandvermögen
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
1.794
1.905
Forderungen an Kunden
13.566
14.024
Beteiligungen
3.173
2.275
Gesamt
18.533
18.204
11) Anlagevermögen
Anlagespiegel zum 31. Dezember 2013
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
2)
Zugänge Abgänge
Um-
buchungen
Zuschrei
-
bungen
Abschreibungen/
Wertberichtigungen
Abschreibungen/
Wertberichtigungen
Veränderungen
1)
kumuliert
2013
(1)
TEUR
(2)
TEUR
(3)
TEUR
(4)
TEUR
(5)
TEUR
(6)
TEUR
(7)
TEUR
Beteiligungen
51.282
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
17.227
Wertpapiere des
Anlagevermögens
167.321
Immaterielle
Anlagewerte
52.217
38.645
2.763
0
0
20.687
6.548
Sachanlagen
3)
1.106.782
38.294
11.134
0
0
255.967
31.568
Insgesamt
Restbuchwert 31.12.2013
Restbuchwert 31.12.2012
(8)
TEUR
(9)
TEUR
Beteiligungen
801.726
750.444
Anteile an verbundenen Unternehmen
3.087.084
3.069.857
Wertpapiere des Anlagevermögens
25.353.568
25.186.247
Immaterielle Anlagewerte
67.412
35.315
Sachanlagen
3)
877.975
873.135
Insgesamt
30.187.765
29.914.998
1)
Einschließlich Kursdifferenzen.
2)
Von der Erleichterungsmöglichkeit gemäß Artikel 31 Abs. 6 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.
3)
Davon zum 31.12.2013:
- Gesamtbetrag der im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzten Grundstücke und Gebäude 816.047 TEUR
- Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.928 TEUR.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dazu
bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, und deshalb grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden, werden den

Wertpapieren des Anlagevermögens zugeordnet. Sie sind getrennt von den Wertpapieren des Umlaufvermögens erfasst und werden
grundsätzlich gemäß gemildertem Niederstwertprinzip bewertet.
Der Buchwert der börsenfähigen, nicht mit dem Niederstwert bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens beträgt zum 31.12.2013
25.331 Mio. EUR. Darin enthalten sind Wertpapiere, deren Buchwert in Höhe von 6.852 Mio. EUR über dem beizulegenden Zeitwert
von 6.800 Mio. EUR liegt. Auf eine Abschreibung wurde im Hinblick auf die Dauerbesitzabsicht bis zur Endfälligkeit der Wertpapiere
verzichtet.
12) Sonstige Vermögensgegenstände
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind im Wesentlichen enthalten:
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung von Derivaten
0
10.024
Forderung an die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS)
594
582
Die Fremdwährungsderivate werden im Rahmen der Steuerung der Fremdwährungspositionen eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2013
erfolgt der Ausweis des Devisenausgleichspostens aufgrund der Währungskursentwicklung auf der Passiva unter den Sonstigen
Verbindlichkeiten. Die Forderung an die BvS wird aufgrund des der KfW zugewiesenen Versicherungsgeschäfts der Staatlichen
Versicherung der Deutschen Demokratischen Republik in Abwicklung (SinA) ausgewiesen. Der Forderung stehen
versicherungstechnische Rückstellungen in gleicher Höhe gegenüber.
13) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die in der Position Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungsbetrag und
niedrigerem Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten betragen 808 Mio. EUR (Vorjahr: 859 Mio. EUR).
Angaben zu Passiva
14) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
109
101
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
0
mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig
8.359
20.745
bis drei Monate
1.048
1.191
mehr als drei Monate bis ein Jahr
488
273
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
1.179
1.543
mehr als fünf Jahre
1.439
1.548
anteilige Zinsen
3.461
4.034
Insgesamt
15.974
29.334
15) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
281
266
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
0
mit einer Restlaufzeit von
täglich fällig
646
882
bis drei Monate
3.470
2.556
mehr als drei Monate bis ein Jahr
2.354
1.277
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
2.048
6.075
mehr als fünf Jahre
4.055
4.106
anteilige Zinsen
290
339
Insgesamt
12.863
15.235
16) Verbriefte Verbindlichkeiten
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In dem Unterposten - begebene Schuldverschreibungen - sind enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
1.668
1.294
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0
0
im Folgejahr fällig werdend
99.367
95.960

17) Treuhandverbindlichkeiten
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
18.533
18.204
Gesamt
18.533
18.204
18) Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten weist die KfW einen Devisenausgleichsposten in Höhe von 5.037 Mio. EUR aus (Vorjahr:
aktivisch 10.024 Mio. EUR). Die Fremdwährungsderivate werden im Rahmen der Steuerung der Fremdwährungspositionen eingesetzt.
Im Vorjahr erfolgte der Ausweis des Devisenausgleichspostens aufgrund der Währungskursentwicklung auf der Aktiva unter den
Sonstigen Vermögensgegenständen.
19) Passive Rechnungsabgrenzungsposten
In den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien aus Forderungen in Höhe von 1.331 Mio. EUR (Vorjahr: 1.849 Mio. EUR)
erfasst.
20) Rückstellungen
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind im Wesentlichen enthalten:
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
877
823
Übertragung des Versicherungsgeschäfts SinA
594
582
Absicherung künftiger Zinsbelastungen aus der Übertragung des ERP-Sondervermögens
106
139
unterverzinsliche unwiderrufliche Kreditzusagen
85
0
Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem Bilanzansatz zum 31.12.2013 von 124 Mio. EUR hat die
KfW das Beibehaltungswahlrecht nach Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB ausgeübt. Der Wert nach Diskontierung mit dem geltenden
Bundesbankzinssatz beträgt 115 Mio. EUR.
Aufwendungen in Höhe von 42 Mio. EUR, die aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und
anderer lang laufender Rückstellungen resultieren, werden unter dem Zinsaufwand ausgewiesen.
Aufgrund der Unterverzinslichkeit von unwiderruflich zugesagten Förderkrediten mit zusätzlichen Förderbeiträgen in Form von
Zinsverbilligungsleistungen zu Lasten der Ertragslage der KfW wird unter dem Posten andere Rückstellungen erstmalig im
Geschäftsjahr 2013 eine Rückstellung in Höhe von 85 Mio. EUR ausgewiesen.
21) Nachrangige Verbindlichkeiten
Im Rahmen der Neuordnung der ERP-Wirtschaftsförderung zum 01.07.2007 hat das ERP-Sondervermögen der KfW ein
Nachrangdarlehen in Höhe von 3.247 Mio. EUR gewährt. Das Darlehen ist in drei Tranchen mit unterschiedlichen Zinsbindungsfristen
aufgeteilt. Die Kapitalbindungsfrist aller Tranchen endet am 31.12.2017. Die Tranchen wurden im Geschäftsjahr 2013 mit einem
durchschnittlichen Zinssatz von 3,41 % p. a. verzinst. Zum 31.12.2013 wurde das Nachrangdarlehen in Höhe von 1.000 Mio. EUR in
die Kapitalrücklage des Eigenkapitals der KfW eingebracht, so dass zum Bilanzstichtag nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von
2.247 Mio. EUR ausgewiesen werden.
Für das Nachrangdarlehen besteht keine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung durch die KfW. Die Bedingungen der Nachrangigkeit
dieser Mittel entsprechen den Anforderungen des Kreditwesengesetzes zum 31.12.2013.
Die Zinsaufwendungen für die nachrangigen Verbindlichkeiten betragen 111 Mio. EUR.
22) Eigenkapital
31.12.2012
Mio. EUR
Jahresüberschuss
Mio. EUR
Sonstige
Veränderungen
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital der KfW
3.750
0
0
3.750
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
-450
0
0
-450
Kapitalrücklage
6.197
0
1.000
7.197
darunter Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
4.900
0
1.000
5.900
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
1.113
0
78
1.191
Erwirtschaftete Gewinne
a) gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.875
0
0
1.875
b) Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
4.153
654
0
4.807
c) Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG
48
0
0
48
Eigenkapital
16.685
654
1.078
18.417
Die Erhöhung der Kapitalrücklage in 2013 resultiert aus der Einbringung einer weiteren ERP-Förderrücklage durch die teilweise
Wandlung des ERP-Nachrangdarlehens in Höhe von 1.000 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss 2013 wird in voller Höhe den Gewinnrücklagen zugeführt. Zum Jahresende 2013 beträgt das Eigenkapital der
KfW 18.417 Mio. EUR.
Weitere vermerkpflichtige Angaben zu Passiva
23) Eventualverbindlichkeiten
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Plattformverbriefungen (i.W. PROMISE/PROVIDE)
3.033
4.557
Kreditbürgschaften für Sonderkredite
398
516
Kreditbürgschaften für Flugzeugfinanzierungen
266
321
Kreditbürgschaften für Auslandskredite
264
182
Kreditbürgschaften für Exportfinanzierungen
150
173
Kreditbürgschaften Sonstige Finanzierungen
436
537
Insgesamt
4.547
6.286
Kreditbürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen
29
49
Über die Verbriefungsplattformen PROMISE/PROVIDE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios
bzw. privaten Wohnungsbaukrediten in den Kapitalmarkt transferieren. Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Verbriefungsvolumen über
die Plattform auf 3.033 Mio. EUR, die vollständig über Credit Default Swaps bzw. über Credit-Linked Schuldscheine besichert sind. Das
Risiko in diesem Plattformgeschäft wird maßgeblich durch die Qualität der verbrieften Portfolios beeinflusst. Da die KfW im Rahmen
dieses Geschäftszweigs Tranchen mit höherer Ausfallwahrscheinlichkeit an den Kapitalmarkt weitergibt und selbst nur Senior-
Tranchen mit bester Bonität einbehalten hat, ist von einem sehr geringen Ausfallrisiko seitens der KfW auszugehen.
Das Risiko der übrigen Eventualverbindlichkeiten wird durch die bestehenden Rückgriffsmöglichkeiten auf den Auftraggeber reduziert
und beruht im Wesentlichen auf dessen Bonität und der Werthaltigkeit etwaiger Sicherheiten. Die Bank überprüft das Risiko
regelmäßig im Rahmen der Kreditrisikoüberwachung. Liegen Gründe für eine voraussichtliche Inanspruchnahme vor, bildet die Bank
Individualrückstellungen, latente Risiken werden pauschaliert bevorsorgt. Die Eventualverbindlichkeiten werden um als
Verbindlichkeiten bilanzierte erhaltene Barsicherheiten und Rückstellungen gekürzt ausgewiesen.
24) Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
In diesem Posten sind enthalten:
Investitionsfinanzierungen der Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute
18.242
18.676
Investitionsfinanzierungen der Mittelstandsbank
11.193
7.727
Export- und Projektfinanzierungen
9.910
10.233
Kredite zur Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer
7.752
8.009
Avalkredite
204
264
Forward Forward Deposits
1.350
69
Sonstige Kreditzusagen
1.600
1.600
Insgesamt
50.251
46.578
unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.730
1.971
Die Vorjahreswerte wurden aufgrund einer in 2013 vorgenommenen neuen Geschäftsfeldaufteilung angepasst. Die Geschäftsfelder
Privatkundenbank und Kommunalbank wurden in Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute zusammengefasst sowie
Geschäfte aus den sonstigen Kreditzusagen in die Mittelstandsbank übertragen. Die unwiderruflichen Kreditzusagen unterliegen der
regelmäßigen Überwachung der Kreditrisiken. Liegen konkrete Erkenntnisse über einen Verlust aus einer zu erwartenden
Inanspruchnahme vor, erfolgt eine Individualrückstellung, latenten Risiken wird durch die Bildung von Portfoliorückstellungen
Rechnung getragen.
Erstmalig im Geschäftsjahr 2013 werden Rückstellungen, die für im Förderkreditgeschäft zu Lasten der Ertragslage der KfW gewährte
Zinsverbilligungsleistungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen gebildet wurden, in Abzug gebracht.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
25) Zinsaufwand und Zinsertrag
Im Geschäftsjahr 2013 setzt die KfW zinsverbilligte Förderkredite erstmalig zum Barwert an. Aus dieser Umstellung resultiert für den
Bestand zum 01.01.2013 eine Belastung der Ertragslage in Höhe von 2.315 Mio. EUR, die im Zinsaufwand ausgewiesen wird. Die
Aufwendungen aus der Gewährung von Zinsverbilligungsleistungen im Neugeschäft des Geschäftsjahres 2013 belaufen sich auf 584
Mio. EUR und sind ebenso im Zinsaufwand ausgewiesen. Neben den Belastungen aus dem Barwert der nominalen Plan-
Zinsverbilligungsleistungen im Kreditneugeschäft sind darin auch die Aufwendungen aus der effektivzinsgenauen Amortisierung
enthalten. Die Zins- und zinsähnlichen Erträge aus Forderungen an Kreditinstitute/Kunden umfassen auch die Erträge aus der
periodengerechten Amortisierung in Höhe der zeitanteiligen nominalen Plan-Zinsverbilligungsleistungen sowie Vereinnahmungen
aufgrund vollständiger außerplanmäßiger Tilgungen dieser Förderkredite in Höhe von insgesamt 607 Mio. EUR. Der Nettoeffekt des
laufenden Jahres aus der Umstellung beträgt +23 Mio. EUR.
26) Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung wurden unter Beachtung der §§ 277 Absatz 5 Satz 2, 340 h HGB brutto
unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (6 Mio. EUR, Vorjahr: 12 Mio. EUR) und Sonstigen betrieblichen Erträgen (5 Mio.
EUR, Vorjahr: 10 Mio. EUR) ausgewiesen. Wechselkursbedingte Wertänderungen der in fremden Währungen gebildeten
Einzelwertberichtigungen sind ebenso unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

27) Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 1.950 Mio. EUR zur weitestgehenden Kompensation
der GuV-Belastung aus der erstmaligen barwertigen Abbildung der Förderkredite aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in einem gesonderten
Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken dient der Sicherung gegen die allgemeinen
geschäftsspezifischen Risiken.
28) Außerordentlicher Aufwand
Der außerordentliche Aufwand wird aus dem mit der Bundesregierung abgeschlossenen Substitutionsvertrag zur Unterstützung des
Gelingens der Energiewende mit 264 Mio. EUR belastet.
29) Honorar des Jahresabschlussprüfers
Die KfW nimmt die Erleichterung gemäß § 285 Nummer 17 HGB in Anspruch und verweist auf die Aufgliederung der
Abschlussprüferhonorare im Konzernabschluss der KfW Bankengruppe.
30) Geografische Märkte
Auf eine geografische Aufgliederung der Gesamtbeträge bestimmter Ertragspositionen gemäß § 34 Absatz 2 Nummer 1 RechKredV
wurde verzichtet, da die KfW keine Auslandsfilialen unterhält.
Sonstige vermerkpflichtige Angaben
31) Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Vermögensgegenstände in Fremdwährung
39.412
40.904
Schulden in Fremdwährung
215.972
234.234
32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen von Beteiligungsfinanzierungen bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 382 Mio. EUR.
Mitarbeiter der KfW oder von der KfW beauftragte Dritte übernehmen in Einzelfällen Organfunktionen bei Gesellschaften, an denen die
KfW Beteiligungen hält oder ein sonstiges relevantes Gläubigerverhältnis besteht. Die daraus resultierenden Risiken werden
grundsätzlich durch Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen (D&O-Versicherungen) der jeweiligen Gesellschaft abgedeckt. Für
den Fall, dass kein wirksamer Versicherungsschutz besteht, können sich gegebenenfalls Haftungsrisiken für die KfW ergeben.
33) Derivatebericht
Die KfW setzt im Wesentlichen zur Absicherung von Zinsänderungs-, Wechselkurs-, sonstigen Preis- und Kreditrisiken folgende
Termingeschäfte/derivative Produkte ein:
1. Zinsbezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Zinsswaps
Zinsoptionen, Swaptions
Zinsbegrenzungsvereinbarungen
2. Währungsbezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Zins- und Währungsswaps
Devisenswaps
Devisenkassageschäfte
Devisentermingeschäfte
3. Aktienkurs- und sonstige preisrisikobezogene Termingeschäfte/derivative Produkte
Aktienoptionen
Klimaschutz-/CO
2
-Zertifikate-Terminkäufe und -verkäufe
Die nachfolgende Darstellung der derivativen Geschäfte richtet sich nach den Anforderungen der §§ 285 Nummer 19 HGB, 36
RechKredV. Darin werden die positiven und negativen Marktwerte der Derivate zum 31.12.2013 offengelegt.

Die Berechnung erfolgt für alle Kontraktarten nach der Marktbewertungsmethode. Soweit für die derivativen Instrumente keine
Marktwerte feststellbar waren, wurden ersatzweise Werte mittels Marktparametern errechnet, deren Ermittlung auf allgemein
anerkannten Optionspreismodellen und Barwertberechnungen basiert.
Erworbene bzw. geschriebene Optionen werden in Höhe der gezahlten Prämie als Sonstige Vermögensgegenstände bzw. als Sonstige
Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Volumina
Nominalwert
31.12.2013
Mio. EUR
Nominalwert
31.12.2012
Mio. EUR
Marktwert positiv
31.12.2013
Mio. EUR
Marktwert
negativ
31.12.2013
Mio. EUR
Kontrakte mit Zinsrisiken
Zinsswaps
460.794
483.566
16.369
18.570
Zinsoptionen
davon: Käufe 0000
davon: Verkäufe 0000
Zinsbegrenzungsvereinbarungen
1)
0
75
0
0
Insgesamt
460.794
483.641
16.369
18.570
Kontrakte mit Währungsrisiken
Zins- und Währungsswaps
192.077
212.947
7.441
9.491
Devisenswaps
21.479
20.185
111
316
Devisentermingeschäfte
255
94
2
1
Devisenkassageschäfte 0 0 0 0
Insgesamt
213.811
233.226
7.554
9.808
Aktien- und sonstige Preisrisiken
2)
12
93
3
3
1)
Ausweis der separat gehandelten Zinsbegrenzungsvereinbarungen
2)
Verzicht auf den Ausweis von eingebetteten Derivaten
Restlaufzeiten
Nominalwerte
Zinsrisiken
1)
Währungsrisiken
Sonstige Preisrisiken
1)
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
31.12.2013
Mio. EUR
31.12.2012
Mio. EUR
Restlaufzeit
bis drei Monate
22.585
16.193
34.630
29.370
0
6
mehr als drei Monate bis ein Jahr
40.855
49.880
28.109
22.970
0
66
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
219.726
230.237
101.308
119.640
12
8
mehr als fünf Jahre
177.628
187.331
49.764
61.246
0
13
Insgesamt
460.794
483.641
213.811
233.226
12
93
1)
Darstellung der derivativen Finanzinstrumente ohne eingebettete Derivate
Kontrahenten
Nominalwert
31.12.2013
Mio. EUR
Nominalwert
31.12.2012
Mio. EUR
Marktwert positiv
31.12.2013
Mio. EUR
Marktwert
negativ
31.12.2013
Mio. EUR
OECD-Banken
642.076
677.753
23.364
25.113
Banken außerhalb OECD
26
61
0
3
Sonstige Kontrahenten
27.026
31.825
542
2.893
Öffentliche Stellen
5.489
7.321
20
372
Insgesamt
674.617
716.960
23.926
28.381
34) Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB
Nachfolgend wird über Bewertungseinheiten gemäß §§ 254 bzw. 285 Nummer 23 HGB berichtet.
In der Tabelle sind die in Bewertungseinheiten gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherten Volumina der Grundgeschäfte von
Wertpapieren des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve zum Abschlussstichtag aufgeführt.
Buchwert
Mio. EUR
Nominalwert
Mio. EUR
Marktwert
Mio. EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
20.950
20.289
21.204
Wertpapiere der Liquiditätsreserve
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
16.692
17.184
17.400
Insgesamt
37.642
37.473
38.604
Die KfW setzt Derivate nur zur Absicherung offener Positionen ein.

Das Wahlrecht, ökonomische Sicherungsbeziehungen als Bewertungseinheit bilanziell nachzuvollziehen, wird bei Wertpapieren des
Eigenbestands und bei Terminkäufen mit CO
2
-Zertifikaten als designierte Grundgeschäfte ausgeübt. Die bilanzielle Abbildung der
wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt mittels der Einfrierungsmethode.
Ein Teil der Wertpapiere des Anlagevermögens wird durch die Bildung von Mikro-Bewertungseinheiten gegen Zinsänderungsrisiken
abgesichert, indem festverzinsliche Wertpapiere und Absicherungsgeschäfte (im Wesentlichen Zinsswaps) zusammengeführt werden.
Aufgrund der Identität wertbeeinflussender Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte wird die kompensatorische Wirkung
sowohl prospektiv als auch retrospektiv mittels der Critical-Term-Match-Methode nachgewiesen.
Durch die grundsätzliche Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips im Anlagevermögen werden lediglich dauernde
Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Die festverzinslichen Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden ebenfalls mit Absicherungsgeschäften (im Wesentlichen Zinsswaps)
gegen Zinsänderungsrisiken in Mikro-Bewertungseinheiten zusammengeführt. Etwaige Ineffektivitäten werden imparitätisch in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Daneben bestehen Bewertungseinheiten im Rahmen des Rückkaufs von Eigenemissionen,
denen korrespondierende Verbriefte Verbindlichkeiten als Sicherungsgeschäft gegenübergestellt werden.
Die Terminkäufe von CO
2
-Zertifikaten (nominal 6 Mio. EUR) werden gegen das Marktpreisänderungsrisiko mittels entsprechender
Terminverkäufe (nominal 6 Mio. EUR) im Rahmen eines Portfolios vollständig abgesichert.
Aufgrund der negativen Korrelation der Wertänderungen und der vergleichbaren Risiken von Grund- und Sicherungsgeschäften haben
sich zum Abschlussstichtag gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme weitestgehend ausgeglichen. Im Hinblick auf die
Durchhalteabsicht der Sicherungsbeziehungen ist auch künftig von sich nahezu vollständig kompensierenden Effekten hinsichtlich des
abgesicherten Risikos bis zu den vorgesehenen Fälligkeiten der Bewertungseinheiten auszugehen.
Neben den Bewertungseinheiten nach § 254 HGB fließen im Rahmen der wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken im
Bankbuch die hierfür eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und die zinstragenden Grundgeschäfte in die Aktiv-Passiv-Steuerung
ein. Die KfW steuert die Zinsmarge bzw. den Marktwert aller zinstragenden Geschäfte im Bankbuch als Gesamtheit. Darüber hinaus
sind die Bewertungseinheiten Bestandteil der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs (BFA 3).
35) Kredite im fremden Namen für fremde Rechnung
Die Kredite im fremden Namen und für fremde Rechnung valutieren zum 31.12.2013 in Höhe von 6.121 Mio. EUR.
36) Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand von Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern ohne Vorstand und Auszubildende, aber einschließlich
Aushilfen und Dualstudenten ist aus den vier Quartalsendständen des Berichtsjahres ermittelt.
2013
2012
Mitarbeiterinnen
2.090
2.035
Mitarbeiter
2.175
2.108
davon: Außertariflich Eingestufte
2.905
2.792
davon: Tariflich Eingestufte
1.360
1.351
Insgesamt
4.265
4.143
37) Bezüge und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrats
Jahresvergütung 2013
Gehalt
TEUR
Variable
Vergütung
TEUR
Sonstige
Bezüge
1)
TEUR
Gesamt
TEUR
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
698,6
260,0
81,9
1.040,5
Dr. Günther Bräunig
518,8
0,0
30,2
549,0
Dr. Norbert Kloppenburg
518,8
0,0
42,3
561,1
Dr. Edeltraud Leibrock
518,8
0,0
51,4
570,2
Bernd Loewen
508,1
0,0
46,0
554,1
Dr. Axel Nawrath
491,5
0,0
100,4
591,9
Gesamt
3.254,6
260,0
352,2
3.866,8
1)
Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Aufwendungen für Versicherungsbeiträge sowie darauf entfallende
Steuern und Sozialabgaben. Zudem enthalten sind die Bezüge aus Aufsichtsratsmandaten in Tochterunternehmen.
Die Bezüge des Verwaltungsrats der KfW betrugen 173 TEUR. Sie setzen sich strukturell wie folgt zusammen:
Die Vergütung für die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat beträgt 5 TEUR p. a., im Kreditausschuss, Präsidial- sowie im
Prüfungsausschuss 0,6 TEUR p. a., jeweils anteilig bei nur unterjähriger Mitgliedschaft. Die Vergütung für Mitglieder der
Bundesregierung, die aufgrund § 7 Absatz 1 Nummer 2 des Gesetzes über die KfW Mitglied des Verwaltungsrats sind, wurde für das
Geschäftsjahr 2013 auf null EUR festgesetzt. Ferner wurde die Vergütung für den Vorsitzenden des KfW-Verwaltungsrats und seinen
Stellvertreter ebenfalls auf null EUR festgesetzt.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind zum 31.12.2013 38.161
TEUR zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen 3.955 TEUR.
Es bestehen weder Kredite an Mitglieder des Vorstands noch an Mitglieder des Verwaltungsrats.
38) Konzernzugehörigkeit

Die KfW ist zum 31.12.2013 in den Konzernabschluss der KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, einbezogen. Der Konzernabschluss
nach IFRS wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
39) Mandate gesetzlicher Vertreter oder anderer Mitarbeiter in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Absatz
3 HGB
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln
Deutsche Post AG, Bonn
Deutsche Telekom AG, Bonn
Dr. Günther Bräunig
Deutsche Pfandbriefbank AG, München
Hypo Real Estate Holding AG, München
Dr. Norbert Kloppenburg
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
Hamburger Hafen und Logistik AG, Hamburg
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main
Dr. Edeltraud Leibrock
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
Bernd Loewen
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main
Dr. Axel Nawrath
Saarstahl AG, Völklingen
SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen
Dr. Lutz-Christian Funke
IKB - Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf
Doris Köhn
ProCredit Holding AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main
40) Organe der Bank
Verwaltungsrat
Sigmar Gabriel
Bundesminister für Wirtschaft und Energie
Stellvertretender Vorsitzender
(17.12.2013 bis 31.12.2013)
Vorsitzender
(seit 01.01.2014)
Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesminister der Finanzen
Vorsitzender
(01.01.2013 bis 31.12.2013)
Stellvertretender Vorsitzender
(seit 01.01.2014)
Dr. Philipp Rösler

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie a. D.
Stellvertretender Vorsitzender
(01.01.2013 bis 17.12.2013)
Ilse Aigner
Bundesministerin für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz a. D.
(bis 30.09.2013)
Peter Altmaier
Bundesminister für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit a. D.
(bis 17.12.2013)
Norbert Barthle
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2013; seit 31.01.2014)
Jan Bettink
Präsident des Verbandes
Deutscher Pfandbriefbanken
Vertreter der Realkreditinstitute
Anton F. Börner
Präsident des Bundesverbandes
Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen e. V.
Vertreter des Handels
Volker Bouffier
Ministerpräsident des Landes Hessen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2013)
Frank Bsirske
Vorsitzender der ver.di -
Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft
Vertreter der Gewerkschaften
Jens Bullerjahn
Stellvertretender Ministerpräsident
Finanzminister des Landes
Sachsen-Anhalt
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Alexander Dobrindt
Bundesminister für Verkehr
und digitale Infrastruktur
(seit 17.12.2013)
Ingeborg Esser

Hauptgeschäftsführerin
GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
Vertreterin der Wohnungswirtschaft
(bis 31.12.2013)
Georg Fahrenschon
Präsident des Deutschen
Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV)
Vertreter der Sparkassen
Robert Feiger
Bundesvorsitzender der
IG Bauen-Agrar-Umwelt
Vertreter der Gewerkschaften
(seit 08.01.2014)
Klaus-Peter Flosbach
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(seit 01.02.2014)
Dr. Hans-Peter Friedrich
Geschäftsführender Bundesminister für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz a. D.
(30.09.2013 bis 17.12.2013)
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft a. D.
(17.12.2013 bis 17.02.2014)
Hubertus Heil
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Dr. Barbara Hendricks
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
(seit 17.12.2013)
Prof. Dr. Hans-Günter Henneke
Geschäftsführendes Präsidialmitglied
des Deutschen Landkreistages (DLT)
Vertreter der Gemeinden
Gerhard Hofmann
Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR)
Vertreter der genossenschaftlichen Kreditinstitute
Bartholomäus Kalb
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2013; seit 31.01.2014)

Dr. Markus Kerber
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
der Deutschen Industrie e. V.
Vertreter der Industrie
(Mandat ruht seit 19.04.2013)
Dr. h.c. Jürgen Koppelin
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Dr. Gesine Lötzsch
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
Claus Matecki
Mitglied des Geschäftsführenden
Bundesvorstandes des Deutschen
Gewerkschaftsbundes Vertreter der Gewerkschaften
Dr. Michael Meister
Mitglied des
Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(bis 31.01.2014)
Franz-Josef Möllenberg
Vorsitzender der Gewerkschaft
Nahrung-Genuss-Gaststätten a. D.
Vertreter der Gewerkschaften
(bis 31.12.2013)
Dr. Gerd Müller
Bundesminister für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
(seit 17.12.2013)
Dirk Niebel
Bundesminister für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung a. D.
(bis 17.12.2013)
Dr. Ulrich Nußbaum
Senator für Finanzen in Berlin
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung a. D.
(bis 17.12.2013)
Joachim Rukwied
Präsident des Deutschen

Bauernverbandes e. V.
Vertreter der Landwirtschaft
Dr. Nils Schmid
Minister für Finanzen und Wirtschaft
des Landes Baden-Württemberg
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Christian Schmidt
Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
(seit 17.02.2014)
Andreas Schmitz
Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes
deutscher Banken e. V.
Sprecher des Vorstands der
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
Vertreter der Kreditbanken
Carsten Schneider
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2013; seit 31.01.2014)
Peter-Jürgen Schneider
Finanzminister des Landes Niedersachsen
(seit 01.01.2014)
Holger Schwannecke
Generalsekretär des Zentralverbandes
des Deutschen Handwerks (ZDH)
Vertreter des Handwerks
Erwin Sellering
Ministerpräsident des Landes
Mecklenburg-Vorpommern
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Markus Söder
Bayerischer Staatsminister der Finanzen,
für Landesentwicklung und Heimat
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Michael Sommer
Vorsitzender des Deutschen
Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Dr. Frank-Walter Steinmeier
Bundesminister des Auswärtigen
(seit 17.12.2013)
Dr. Norbert Walter-Borjans

Finanzminister des Landes
Nordrhein-Westfalen
Vom Bundesrat bestelltes Mitglied
Dr. Martin Wansleben
Hauptgeschäftsführer des
Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V. (DIHK)
Vertreter der Industrie
Dr. Kai H. Warnecke
Hauptgeschäftsführer Haus & Grund Deutschland
Vertreter der Wohnungswirtschaft
(seit 01.01.2014)
Dr. Guido Westerwelle
Bundesminister des Auswärtigen a. D.
(bis 17.12.2013)
Vorstand
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender)
Dr. Günther Bräunig Dr. Norbert Kloppenburg Dr. Edeltraud Leibrock Bernd Loewen Dr. Axel Nawrath
Frankfurt am Main, den 28. Januar 2014
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der KfW, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie
den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die KfW liegen in der Verantwortung des Vorstands der KfW. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der KfW sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen
Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes über die KfW und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
KfW. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der KfW und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, den 4. März 2014
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mock, Wirtschaftsprüfer
Müller, Wirtschaftsprüfer
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