Stand: Januar 2018
Länderübergreifender Ringversuch B 9
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Rahmenbedingungen zum Länderübergreifenden Ringversuch
B 9 Biotests im Abwasser 06/2018
Parameter
Leuchtbakterien Hemmtest
Daphnientest
Matrix
Abwasser (Kläranlagenablauf) über Nacht abgesetzt und 5 μm filtriert
Ringversuchsveranstalter
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Waldheimer Straße 219
01683 Nossen
Frau Annette Simon Tel.: 035242 / 632 5010 oder
Frau Antje Hanzlik Tel.: 035243 / 632 5011
Fax: 0351 / 451399 4102
Termine
Anmeldung:
bis 09.03.2018 mit entsprechendem Anmeldeformular
per E-Mail zentral an
ringversuch@smul.sachsen.de
Nach dem Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung des Einganges Ihrer ver-
bindlichen Registrierung. Sollten Sie keine Bestätigung erhalten, ist Ihre Anmeldung nicht
eingegangen.
Probenverteilung:
04.06.2018
Probenankunft:
05.06.2018 bis 12.00 Uhr
Analytik:
05.06.2018 innerhalb 24 Stunden
Sonst sofort Einfrieren und Analytik bis 22.06.2018
Ergebnisabgabe:
bis 29.06.2018, 24:00 Uhr schriftlich (Fax oder Post) beim
Veranstalter.
Achtung! Ausschlussfrist, Eingangsdatum entscheidet!
Später eingehende Werte werden nicht akzeptiert!
Probendetails
3 Proben zur Bestimmung des G
L
-Wertes in je 250 ml-PE-Flasche mit Schraubver-
schluss; Konservierung durch Kühlung (+ 4°C);
3 Proben zur Bestimmung des G
D
-Wertes in je 300 ml-PE-Flasche mit Schraubver-
schluss; Konservierung durch Kühlung (+ 4°C);
Zugelassene Analysenverfahren
Bei der Untersuchung sind folgende Verfahren zugelassen:
Parameter
Verfahren
Leuchtbakterien
Hemmtest
DIN EN ISO 11348-1: 2009-05 (L 51)
(frisch gezüchtete Bakterien)
DIN EN ISO 11348-2: 2009-05 (L 52)
(flüssig getrocknete Bakterien)
Daphnientest
DIN 38412-L 30: 1989-03
Ansatz der Verdünnungsstufen entsprechend Tabelle B.1 der DIN EN ISO 11348-1: 2009-05
bzw. DIN EN ISO 11348-2: 2009-05 und DIN 38412-L 30 (G1, G2, G3 … G32, G48, G64,
G96, G128).

 
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Die Wahl der Analysenverfahren kann ggf. durch länderspezifische Regelungen weiter ein-
geschränkt sein (s. u.).
Bei Anwendung anderer Verfahren (z.B. gefriergetrocknete Bakterien) gehen diese nicht in
die statistische Berechnung ein, werden aber auf der Basis der ermittelten Toleranzgrenzen
bewertet. Eine erfolgreiche Teilnahme für diesen Parameter im Sinne der LAWA-Kriterien ist
in diesem Fall nicht möglich.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst wie Routineproben zu untersuchen
(im eigenen Labor mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Untervergabe der Ana-
lytik ist nicht zulässig. Die Dokumentation der Rohdaten ist vorzuhalten.
Angabe des Ergebnisses
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen, deren ermittelte ganz-
zahlige G-Stufen beide anzugeben sind (hierbei sind nur G-Stufen >1 möglich). Zur Auswer-
tung werden diese Einzelwerte je Probe logarithmiert und der Mittelwert gebildet.
Auswertemethodik
Abweichend von den Vorgaben des AQS-Merkblattes A-3 „Ringversuchsdurchführung“ ist
folgende Auswertung vorgesehen:
Die statistische Auswertung dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402 - A 45 „Ringversu-
che zur externen Qualitätskontrolle von Laboratorien“ mit Hilfe des kombinierten Schätzver-
fahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Diese wird mit logarithmierten Mittelwerten durchgeführt. Anschließend werden die ermittel-
ten Ringversuchskennwerte (Hampel-Schätzer als zugewiesener Wert x
pt
, mit Q-Methode
berechnete Vergleichsstandardabweichungen s
R
) wieder entlogarithmiert.
Vorgabewert: entlogarithmierter robuster Mittelwert (G-Stufe nicht ganzzahlig)
Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
: entlogarithmierte Vergleichsstan-
dardabweichung s
R
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
wird
für jeden Messwert nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
(
)
pt
x
z Score
σ
x
pt
=
Toleranzgrenzen:
z-Score |z|=2
Limitierung:
Die relativen Vergleichsstandardabweichungen werden so limitiert, dass der Toleranzbereich
minimal 3 G-Stufen (Sollwert +/- 1,5 Stufen) und maximal 4 G-Stufen (Sollwert +/- 2 Stufen)
umfasst.

 
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Bewertung
Ein Parameter ist dann erfolgreich bestimmt, wenn mindestens 2 von 3 Werten eines Para-
meters innerhalb der Toleranzgrenzen liegen.
Als nicht erfolgreich
analysiert gelten:
1) Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2) Nicht bestimmte Werte,
3) Werte, die mit „kleiner (<) G2“ angegeben werden,
4) Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultieren,
5) Werte, die mit einem von den vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden Ver-
fahren ermittelt werden,
6) Werte, die nicht innerhalb des vorgegebenen Analysenzeitraumes ermittelt werden
und
7) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
Falls Ihr Labor eine Notifizierung besitzt, kann sich Ihre für Sie zuständige notifizierende Stel-
le eine zusätzliche Gesamtbewertung des Ringversuchs vorbehalten.
Ausfall von Proben oder Parametern
Bei Ausfällen von Proben oder Parametern durch einen Fehler des Veranstalters muss der
Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt werden, sofern folgende
Bedingungen eingehalten werden:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer
der entsprechende Parameter muss noch auswertbar sein (also noch mindestens 2
von 3 Niveaus auswertbar)
Kein Nachteil für einzelne Teilnehmer durch reduzierten Proben-Parameter-Satz.
Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und beträgt
€ 275,- + € 25,- Versand innerhalb Deutschlands (ohne Umsatzsteuer) ), unabhängig von der
Zahl der bestimmten Parameter.

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Länderspezifische Hinweise zum Länderübergreifenden Ringversuch
B 9 – Toxizität im Abwasser -
Die Ergebnisse dieses Ringversuchs werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit entfällt für die
Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen Ringversuchen in mehreren
Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen länderspezifischen Regelungen zu beach-
ten. Nicht aufgeführte Bundesländer haben keine länderspezifischen Regelungen.
Baden-Württemberg
Untersuchungsstellen, die nach der "Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über sach-
verständige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 anerkannt sind, sind zur Teilnahme an
diesem Ringversuch entsprechend ihrem Anerkennungsumfang verpflichtet. Es sind die in der Anlage
zum Bescheid aufgeführten Analysenverfahren anzuwenden.
Bayern
Untersuchungsstellen mit einer entsprechenden Zulassung nach LaborV sind verpflichtet an diesem
Ringversuch teilzunehmen.
Berlin:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Akkreditierungen/Zulassungen der Berliner IndV
und für Abwasseruntersuchungen nach § 68 Abs. 1 BWG.
Brandenburg
Untersuchungsstellen, die eine Zulassung für die Parameter dieses Ringversuches nach der Untersu-
chungsstellen-Zulassungsverordnung (UstZulV) vom 17.12.1997 (zuletzt geändert durch Gesetz vom
19.12. 2011) zur Untersuchung von Abwasser in Brandenburg besitzen, sind zur Teilnahme an diesem
Ringversuch verpflichtet. Untersuchungsstellen, die eine solche Zulassung beantragen wollen, wird
die Teilnahme empfohlen.
Bremen
- keine -
Hamburg
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und
deren Zulassung" vom 14.08.2001, zuletzt geändert am 14.07.2015, werden alle Untersuchungsstel-
len, die eine Zulassung für den Teilbereich 9 Biologische Verfahren, Biotests besitzen oder anstreben,
verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Hessen
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1. EKVO (vom
23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. November
2017 (GVBl. S. 383) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-Anerkennungsverfahrens in
Hessen haben Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der HLUG veranlassten Ringversuchen
bzw. Vergleichsmessungen zwischen den Untersuchungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht
besteht bei diesem Ringversuch für alle Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine
freiwillige Teilnahme mit nicht anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerken-
nungsverfahren gem. EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahe
gelegt. Nach EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie zu-
gelassen sind anwenden. Die Teilnahme mit abweichenden Verfahren kann nicht berücksichtigt wer-
den.
Mecklenburg-Vorpommern
keine
Niedersachsen
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung nach §
125 NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen, sofern sie für die in
diesem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind. Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen
müssen hierbei das Verfahren anwenden, für das die Anerkennung erteilt wurde. Das Bestehen des
Ringversuchs ist für Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hinrei-
chende Voraussetzung für die Erlangung der Anerkennung.

 
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Nordrhein-Westfalen
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 25 Landesabfallgesetz (LAbfG) Teilbereich 5 (RdErl.
vom 03.07.2002) oder Teilbereich D-1 und/oder D-2 (RdErl. vom 27.08.2015) „Biologische Untersu-
chungsparameter und –verfahren für Sickerwasser, Grund- und Oberflächenwasser“ sind verpflichtet
an diesem Ringversuch teilzunehmen. Hierbei sind die in den jeweiligen Zulassungsbescheiden an-
gegebenen Analysenverfahren anzuwenden.
Rheinland-Pfalz:
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der Fassung vom
14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 63 „Selbstüberwachung bei Abwassereinleitung und
Abwasseranlagen“ keine besondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angele-
genheit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich
notifizieren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluss diese Unterlagen vorzuweisen.
Eine Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Saarland:
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen Analytischen Qualitätssicherung für Laboratorien,
die nach § 5 der Eigenkontrollverordnung - EKVO des Saarlandes zugelassen sind. Für Laboratorien
mit einer entsprechenden Zulassung besteht laut Zulassungsbestimmungen die Pflicht zur Teilnahme
am Ringversuch. Die Teilnahme wird nur berücksichtigt, wenn der gesamte Parameterumfang analy-
siert wird bzw. alle mit dem Zulassungsbescheid übereinstimmenden Parameter analysiert werden.
Sachsen
Von Prüflaboren, die Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für behördliche Stellen
durchführen bzw. sich dafür bewerben, wird erwartet, dass diese erfolgreich an diesem Ringversuch
teilnehmen.
Sachsen-Anhalt
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag
für Wasseruntersuchungen
zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung über die Zulas-
sung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden Teilbereich bzw. für die ent-
sprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem Ringversuch zu beteiligen. Die Ergebnisse
des Länderübergreifenden Ringversuchs werden als wiederkehrende AQS-Maßnahme für die Zulas-
sung nach ZWVO verwendet.
Thüringen
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung für fol-
gende Zulassungen:
1. Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004 i.V. mit der
Ersten Verordnung zur Änderung der Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung vom 10. September
2009
2. Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994 Zur erfolgrei-
chen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien verpflichtet, die Auftragsana-
lytik im zu bewertenden Parameterspektrum für die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie
durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor eine
Anerkennung (Zulassung) hat.