image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
1
Fachhochschule Südwestfalen
Gestaltung der Fruchtfolge
Schlüsselfunktion für Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Pflanzenbau
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Fachveranstaltung „Frühjahrsaussaat“ am 15.01.2010
Nossen /Groitzsch
Prof. Dr. Norbert Lütke Entrup, Dipl.-Ing. Hubert Kivelitz

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
2
Fachhochschule Südwestfalen
1.
Kostenstrukturen in Testbetrieben (Agrarbericht) und in
Marktfruchtbetrieben
2.
Energieeffizienz verschiedener Kulturen und Fruchtfolgen
3.
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung
3.
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
4.
Fazit
Gliederung

image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
3
Fachhochschule Südwestfalen
Kostenstrukturen in Testbetrieben
und in Marktfruchtbetrieben

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
4
Fachhochschule Südwestfalen
Abb.: Vollkostenstruktur der Testbetriebe zum Agrarbericht
2002/03 in
Niedersachsen
205
173
153
237
219
248
291
269
308
715
572
532
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Unteres ⅓
Durchschnitt
Oberes ⅓
Betriebe
[€/ha LF ]
Gemeinkosten
Flächenkosten
Direktkosten
Arbeitserledigung
344
176
213
190
190
189
276
267
318
1.039
614
535
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Unteres ⅓
Durchschnitt
Oberes ⅓
Betriebe
[€/h a L F ]
Gemeinkosten
Flächenkosten
Direktkosten
Arbeitserledigung
103,5 ha
111,0 ha
224,4 ha
n=26
n=19
n=13
Abb.: Vollkostenstruktur der Testbetriebe zum Agrarbericht
2002/03 in
Nordrhein - Westfalen
366
253
222
246
207
224
329
289
332
913
777
616
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Unteres ⅓
Durchschnitt
Oberes ⅓
Betriebe
[€/ha LF ]
Gemeinkosten
Flächenkosten
Direktkosten
Arbeitserledigung
58,9 ha
65,1 ha
135,7 ha
n=25
n=18
n=16
179,2 ha
237,7 ha
457,2 ha
n=28
n=13
n=10
46,3 ha
102,7 ha
152,2 ha
n=28
n=13
n=10
Vollkostenstruktur der Testbetriebe zum Agrarbericht 2002/03 in
Nordrhein –
Westfalen
366
253
222
246
207
224
329
289
332
913
777
616
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Unteres ⅓
Durchschnitt
Oberes ⅓
Betriebe
[€/ha LF]
Gemeinkosten
Flächenkosten
Direktkosten
Arbeitserledigung
58,9 ha
65,1 ha
135,7 ha
n=25
n=18
n=16

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
5
Fachhochschule Südwestfalen
Vollkostenstruktur der Testbetriebe zum Agrarbericht 2002/03 in
Mecklenburg
Vorpommern
286
291
305
523
467
450
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
Unteres ⅓
Durchschnitt
Oberes ⅓
Betriebe
[€/ha LF ]
Gemeinkosten
Flächenkosten
Direktkosten
Arbeitserledigung
179,2 ha
237,7 ha
457,2 ha
n=28
n=13
n=10

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
6
Fachhochschule Südwestfalen
Flächen-
kosten
18%
Gebäude-
kosten
3%
Arbeits-
erledigung
43%
Sonstiges
3%
Direkt-
kosten
33%
Zinsansatz Maschinenkapital 8 %
Abschreibung Maschinen 20,2 %
Unterhaltung/Steuer/Sonstiges 3 %
Treibstoffe 15 %
Maschinenunterhaltung 10 %
Maschinenmiete 5,1 %
Lohnansatz 16,8 %
Personalaufwand (fremd) 22 %
Vollkostenverteilung im Durchschnitt von 118 Ackerbaubetrieben
Quelle: Schneider 2006
Kostenstrukturen in Testbetrieben und Marktfruchtbetrieben

image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
7
Fachhochschule Südwestfalen
Energieeffizienz verschiedener
Kulturen und Fruchtfolgen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
8
Fachhochschule Südwestfalen
* Bei durchschnittlicher Hof-Feldentfernung (2 km) und 2 ha großen Schlägen
** Dieselpreis 90 ct/l, Gasölbeihilfe-Rückvergütung2009: 21,48 ct/l
16,61
(34 %)
13,67
8,45
1,80
4,85
Mulchsaat (extensiv)
Scheibenegge 3m
Spritzung Totalherbizid
Universaldrillmaschine 3m
37,61
(76 %)
30,26
8,45
10,85
1,80
13,09
Mulchsaat (intensiv)
Scheibenegge 3m
Scheibenegge (tief) 3m
Spritzung Totalherbizid
Aussaat KSE/Drillm. 3m
49,21
(100=Relativ)
39,60
8,45
23,20
13,09
Pflug
Scheibenegge 3m
Volldrehpflug 4-Schar
Aussat KSE/Drillm. 3m
Kosten €/ha ** ohne
Rückvergütung
Kosten €/ha** mit
Rückvergütung
Diesel
l/ha
Verfahren (alle Arbeitsgänge
mit 102 kW Schlepper)
Dieselkosten bei unterschiedlichen Bodenbearbeitungsverfahren* (2009)
Energieeffizienz verschiedener Kulturen und Fruchtfolgen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
9
Fachhochschule Südwestfalen
Energiebedarf unterschiedlicher Kulturen (GJ-Energieäqiuvalente / ha)
30
0
5
10
15
20
25
Raps
Weizen
Weizen
Weizen
Gerste
Raps
Weizen
Erbsen
Weizen
Gerste
Fruchtfolge 1
Fruchtfolge 2
GJ-Äq./ha
Saatgut
Pflanzenschutzmittel
Dünger-Herstellung
Trocknen
Masch.einsatz Transport
Masch.einsatz Düngen
Masch.einsatz Pflanzenschutz
Masch.einsatz Aussaat
Masch.einsatz Ernte
Masch.einsatz Bodenbearb.
Quelle: Agroscope FAL Reckenholz
Energieeffizienz verschiedener Kulturen und Fruchtfolgen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
10
Fachhochschule Südwestfalen
Energiebedarf und Treibhausgasemission unterschiedlicher Fruchtfolgen
Agroscope, FAL Reckenholz
Treibhauspotenzial
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
R-W-W-W-G
R-W-E-W-G
t CO
2
-Äq./ha
Bedarf nicht erneuerbarer
Ressourcen
0
20
40
60
80
100
120
140
R-W-W-W-G
R-W-E-W-G
GJ-Äq./ha
Raps
Weizen
Weizen
Weizen
Erbsen
Gerste
Energieeffizienz verschiedener Kulturen und Fruchtfolgen

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
11
Fachhochschule Südwestfalen
Zusammenhang von
Bodenbearbeitung und
Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
12
Fachhochschule Südwestfalen
Verfahrenstechnik und Arbeitsgänge
Verfahren
Grundbodenbearbeitung
Saatbettbereitung
Saat
Arbeitsgänge
getrennt
Bodenbear-
beitung mit
Pflug
Bodenfräse
oder
Rotoregge
kombiniert =
Saatbettbereitung
und Saat
zusammen gefasst
alle Arbeitsgänge
kombiniert
---------
ohne Grundboden-
bearb., Saatbettbe-
reitung u. Saat
komb.
Direktsaat
---------
---------
Saat ohne relevante
Bodenbearbeitung
(Quelle: KTBL, 1995: „Einführung von Verfahren der konservierenden Bodenbearbeitung in die Praxis“, Darmstadt
oder
oder
oder
oder
oder
oder
Bodenbear-
beitung
ohne Pflug
-
Konser-
vierend
getrennt
kombiniert =
Saatbettbereitung
und Saat
zusammen gefasst
alle Arbeitsgänge
kombiniert
Direkt
Mulchsaat
konservierend
konventionell
saat

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
13
Fachhochschule Südwestfalen
38
25
31
52
54
51
49
60
64
61
71
40
49
3
10
16
4
7
4
7
7
12
15
23
65
20
15
42
40
33
26
24
16
7
2
2
18
15
3
4
3
3
8
2
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Sachsen
Thüringen
Sachsen-Anhalt
Mecklenburg-Vorpommern
Bayern
Baden-Würtemberg
Rheinland-Pfalz
Niedersachsen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Schleswig-Holstein
Anbaufläche
Klassische Saat mit Pflugeinsatz
Aussaat nach Pfluglos mit tiefer Lockerung
Aussaat nach Pfluglos mit flacher Lockerung
Direktsaat
Wintergetreide / Aussaattechnik – Bundesländer, Aussaat 2006
Alle Angaben in %. Basis Anbaufläche, Aussaat 2006 = 5,5 Mio. ha
Quelle: Kleffmann Group
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
14
Fachhochschule Südwestfalen
Betriebsgröße 200 ha
1)
Durchschnittliche Arbeitszeit zur Weizenaussaat im Mittel von 10 Jahren bei durchschnittlichem Klima und mittlerem
Boden
2)
5 ha Schlaggröße
3)
Kleinste Arbeitsbreite, theoretisch kleinere Arbeitsbreiten möglich
4)
Gibt den Anteil der mit den vorgegebenen Schleppern und Geräten ausgenutzten Zeit an
1 Schlepper
Direktsaatmaschine 3m
3)
Ausschöpfung
4)
: 21 %
Maschineneuwert: 530 €/ha
1 Schlepper
Direktsaatmaschine 3m
3)
Ausschöpfung
4)
: 32 %
1 Schlepper
Direktsaatmaschine 3m
3)
Ausschöpfung
4)
: 53 %
Direktsaat
192 h
1 Schlepper
Scheibenegge 2 m
Kreiselegge Drille 2,5m
Ausschöpfung
4)
: 71 %
1 Schlepper
Scheibenegge 3m
Kreiselegge Drille 2,5m
Ausschöpfung
4)
: 92 %
2 Schlepper
Scheibenegge 3m
Kreiselegge Drille 3m
Ausschöpfung
4)
: 70 %
Mulchsaat
192 h
1 Schlepper
5- Scharpflug
Kreiselegge Drille 3m
Ausschöpfung
4)
: 93 %
2 Schlepper
4- Scharpflug
Kreiselegge Drille 2,5m
Ausschöpfung
4)
: 76 %
2 Schlepper
5- Scharpflug
Kreiselegge Drille 3m
Ausschöpfung
4)
: 82 %
Maschinenneuwert: 725 €/ha
Pflug
192 h
Maschinenbedarf bei
1
/
3
Weizen
2)
Maschinenbedarf bei
1
/
2
Weizen
2)
Maschinenbedarf bei
2
/
3
Weizen
2)
Max. Arbeitszeit
zur
Weizenaussaat
1)
Bodenbe-
arbeitung
Notwendiger Maschinenbedarf zur Weizenaussaat bei unterschiedlichen Weizenanteilen
in der Fruchtfolge und differenzierter Bodenbearbeitung
Quelle: Lütke Entrup und Schneider, 2003
595 €
112 €
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
15
Fachhochschule Südwestfalen
Intensive (teure) Bodenbearbeitung
notwendig, um Ernterückstände
einzuarbeiten und eine störungsfreie
Aussaat zu sichern
Kurze Anbaupausen zwischen den
Hauptkulturen
Höherer Maschinenbesatz
Resultat: Mulchsaat ist machbar, Direktsaat ist kaum möglich, Pflugsaat
verringert die Probleme, aber hohe Direktkosten und hohe Kosten der
Arbeitserledigung
Geringere Ausnutzung von
Maschinen und Arbeitskräften
Hohe Arbeitsspitzen
Schlechte Arbeitszeitverteilung
Direktkosten
- Fungizide
- Düngung
Vermehrtes Auftreten von
Fruchtfolgekrankheiten wie
Halmbruch, Schwarzbeinigkeit, DTR,
Fusarium, höherer N-Einsatz nach
Getreidevorfrucht
Ungrasbekämpfung, Resistenzen
Direktkosten (Herbizide)
Problembereiche enger, winter-
Auswirkungen auf:
getreidebetonter Fruchtfolgen
Auswirkungen der Produktionsgestaltung auf die Kosten
Lütke Entrup und Schneider 2006
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
image
image
image
image
image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
16
Fachhochschule Südwestfalen
Bodenbearbeitung in engen Fruchtfolgen z.B. Raps-Weizen-Weizen-Weizen/Gerste
Nach intensiver
Bodenbearbeitung
zur sicheren Be-
standesetablierung
Vorgabe 1,5 cm
Bodenbearbeitung
je Tonne Stroh
Strohausgleichs-
düngung 30 – 60
kg/ha N
70% der Halme 1- 4
cm
2. Tiefere
Aussaat
Bearbeitung
1. Flach mischende
Bearbeitung
Strohzerkleinerung
nach Hochschnitt
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
image
image
image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
17
Fachhochschule Südwestfalen
Mulchsaat oder
Direktsaat
Nicht zwangsläufig
notwendig
ca. 14 Tage nach Ernte
Eine Flach mischende
Aussaat
Bearbeitung
Totalherbizid
Bodenbearbeitung in aufgelockerten Fruchtfolgen
z.B. Raps-Weizen-Hafer/Leguminose-Weizen/Gerste
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
18
Fachhochschule Südwestfalen
Summe der Mehrkosten bei Wintergerste nach Weizen
256-306
9 dt/ha geringere Erträge
180*
gegenüber Ackerbohnen
Ertragsdifferenzen
N-Düngung
140 kg/ha
180 kg/ha
30
Normaler bis hoher Besatz
0-30
(Schwerpunkt Gräser)
Verunkrautung
Geringer bis mittlerer Besatz
Arbeitszeitbedarf
2,6 Akh/ha
4,0 Akh/ha
21
Lockern/Mischen (8-10 cm)
25-45
Pflügen
Saatbeet (auf Tonböden)
Saatbett/Saat
Flache Bodenbearbeitung
Glyphosateinsatz
Saat
Bodenbearbeitung
(variable
Maschinenkosten)
Mehrkosten
€/ha
Vorfrucht: Halmfrucht
(Weizen)
Vorfrucht: Blattfrucht
(Ackerbohnen/Erbsen)
Parameter
Quelle: Eigene Berechnungen, 2008
Verfahrensvergleich zur Bestellung von Wintergerste nach unterschiedlichen
Vorfrüchten (nach Blattfrucht konservierend, nach Halmfrucht Pflug)
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung
*angenommener Weizenpreis 20 €/dt
Betriebsmittelkosten 2008

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
19
Fachhochschule Südwestfalen
*nicht zwangsläufig
Verfahrensvergleich zur Bestellung von Weizen nach unterschiedlichen
Vorfrüchten
(nach Blattfrucht konservierend, nach Halmfrucht Pflugfurche)
N- Düngung
160-180 kgN/ha
200-220 kgN/ha
30-40
Summe der Mehrkosten bei Stoppelweizen
55-205
20-30*
2-3 Behandlungen
Fusariumabsicherung ?
Fungizideinsatz
2-(3) Behandlungen
15-30*
Normaler – hoher Besatz
(Schwerpunkt Gräser)
Verunkrautung
Geringer bis mittlerer Besatz
Saattermin
Flexibel
Spätere Saat (+10 – 14 Tage)
10*
Saatgutbeizung
Standardbeizung
Jockey / Latitude
15-20*
Stoppelweizeneignung
30*
Keine
Einschränkung
Sortenwahl
25 – 45
• Lockern/Mischen (8 – 10 cm)
Pflügen
• Einebnen/Saat
• ggf. Walze/Striegel
• Roundup
• Grubber/Saat
Bodenbearbeitung
(variable
Maschinenkosten)
Mehrkosten
€/ha
Vorfrucht: Halmfrucht
(Weizen)
Vorfrucht: Blattfrucht
(Raps/Leguminosen)
Parameter
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung
Betriebsmittelkosten 2008
Quelle: Eigene Berechnungen, 2008

image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
20
Fachhochschule Südwestfalen
Gebiete mit Ackerfuchsschwanzresistenz (links) bzw. Windhalmresistenz
(rechts) gegen Herbizide in Deutschland (rote Flächen), NIEMANN 2003
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
21
Fachhochschule Südwestfalen
Flächen mit Wirkungsproblemen von Gräserherbiziden – Samenvermehrung in
Wintergerste u. Winterweizen
Quelle:
Zwerger 2003, Umfrage beim amtlichen Pflanzenschutzdienst
Kaiser 1989
33,3
47.760
Winter-
weizen
12,0
12.969
Winter-
gerste
reife
Samen/m
2
Windhalm
Pflanzen/m
2
Kulturart
Windhalm: Pflanzenzahlen u. Samenbildung
in Abhängigkeit von der Getreideart
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
22
Fachhochschule Südwestfalen
0
50
100
150
200
250
300
350
0
25
50
100
Herbiziddosis [%]
Pflanzen/m²
Wintergetreidebetonte Marktfruchtfolge (Mulchsaat) 75 % Getreide, 12,5% Winterraps, 12,5% Stillleg.
Wintergetreidebetonte Marktfruchtfolge (Pflug), 75% Getreide, 12,5% Winterraps, 12,5% Stillleg.
Futterbau-Fruchtfolge (Mulchsaat), 50% Getreide, 50% Blattfrüchte*
Aufgelockerte Futterbaufruchtfolge (Pflug), 50% Getreide, 50% Blattfrüchte*
Einfluss der Bodenbearbeitung und Fruchtfolge auf das Auftreten von Windhalm
(Apera
spica-venti)
bei unterschiedlicher Herbiziddosis (Quelle: PALLUT, 2003)
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung
*Je 12,5% Kleegras, Erbsen, (Mais, Winterraps, Kartoffeln) Jährlicher Wechsel von Blatt- und Halmfrucht

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
23
Fachhochschule Südwestfalen
* Raps, Körnerleguminosen oder Körnermais
+ 3,0 dt/ha
+ 3,0 %
+ 20,7 dt/ha
+ 25,6 %
+ 6,6 dt/ha
+ 7,4 %
+ 25,7 dt/ha
+ 27,3 %
Ertragsvorteil
von Blattfrucht-
weizen
(dt/ha und
relativ)
Mittel
94,0
68,3
89,0
82,4
80,9
60,2
99,9
96,9
Vorfrucht
Blatt*
WW
Blatt*
WW
Blatt*
WW
Blatt*
WW
Standort
Gülzow
Braunschweig
Freising
Soest
Erträge (dt/ha) von Weizen nach unterschiedlichen Vorfrüchten im Mittel
unterschiedlicher Bodenbearbeitungsvarianten (2003-2005)
Quelle: Lütke Entrup und Schneider 2006
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
24
Fachhochschule Südwestfalen
Vorfruchtwert von Raps und Ackerbohnen im Vergleich zu Weizen, in Abhängigkeit
vom Bewirtschaftungssystem, gemessen am Durchschnittertrag des 1. und 2.
Stoppelweizens im Referenzsystem Pflug, 2003-2005 sowie für 2008 bei aktuali-
sierten Annahmewerten,
Standort Soest
2008
2005
2008
2005
2008
200
5
2005
2008
-4,20
-4,20
-4,20
-4,20
38
- 21
28
28
28
28
67
135
160
115
84
40
-10
36
10
18
2,1
20
-12
-4
52
56
Ha
-WW
-WW-WR
(Konservierend)
-0,5
-5
16
-4
121
128
Ra
-
WW-AB-
WW
(Konservierend)
1,8
17
16
-4
100
129
Ra
-WW
-AB-WW
(Konservierend)
0,5
5
16
-4
81
98
Ra
-WW
-WW-WW
(Konservierend)
0,9
9
16
35
--
60
Ra
-WW
-WW-WW
(Pflug)
Arbeitser-
ledigung
€/ha
PSM €/ha
Düngung
€/ha
€/ha
dt/ha
Vorfrucht-
wert €/ha
Mehrertrag
Kosteneinsparungen
Bewirtschaf-
tungssystem/
Anbaufolge
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung
Weizenpreise: 2005: 9,94 €/dt; 2008: 20 €/dt, Preise für N: 2005: 0,46 €/kg; 2008: 0,80 €/kg,
PSM: 2008: + 5% höher gegenüber 2005

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
25
Fachhochschule Südwestfalen
2005
2008
2005
2008
2005
2008
2005
2008
24
24
24
24
29
5
5
5
5
5
509
601
589
664
386
430
502
490
564
350
21,5
214
3
23
50
290
Ha
-WW
-WW-WR
(Konservierend)
25,2
251
3
23
70
347
Ra
-
WW-Lup-
WW
(Konservierend)
24,5
245
3
23
70
341
Ra
-WW
-Lup-WW
(Konservierend)
28,2
281
3
23
71
378
Ra
-WW
-WW-WW
(Konservierend)
17,5
174
3
28
2
207
Ra
-WW
-WW-WW
(Pflug)
Arbeitser-
ledigung
€/ha
PSM €/ha
Düngung
€/ha
€/ha
dt/ha
Vorfrucht-
wert €/ha
Mehrertrag
Kosteneinsparungen
Bewirtschaf-
tungssystem/
Anbaufolge
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung
Weizenpreise: 2005: 9,94 €/dt; 2008: 20 €/dt, Preise für N: 2005: 0,46 €/kg; 2008: 0,80 €/kg,
PSM: 2008: + 5% höher gegenüber 2005
Vorfruchtwert von Raps und Lupinen im Vergleich zu Weizen, in Abhängigkeit vom
Bewirtschaftungssystem, gemessen am Durchschnittertrag des 1. und 2. Stoppel-
weizens im Referenzsystem Pflug, 2003-2005 sowie für 2008 bei aktualisierten
Annahmewerten,
Standort Gülzow

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
26
Fachhochschule Südwestfalen
Daten Versuchsgut Merklingsen,
Stemann und Lütke Entrup
1. Stoppelweizen
Weizen (n=4)
77
85
85
67
82
82
Stoppelweizen
(n=3)
2. Stoppelweizen
Zuckerrüben
Weizen
(n=7)
658
722
710
Ackerbohnen
Weizen
(n=4)
60
55
51
Weizen
Zuckerrüben
(n=7)
98
97
97
Weizen
Ackerbohnen
(n=4)
97
97
96
Direktsaat Mulchsaat
Pflug
Ertrag dt/ha
Kultur
Vorfrucht
Erträge verschiedener Kulturen bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung in
den Fruchtfolgen:
FF.1: ZR-WW-WW-WW, FF.2: ZR-WW-AB-WW
, Standort
Soester Börde, 70-75 BP, 2000-2006 (n=7)
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
27
Fachhochschule Südwestfalen
0
5
10
15
20
25
30
35
40
WIDDOWSON et al. 1985
KREUZ 1986
PREW et al. 1986
STEINBRENNER und OBENAUF 1986
POMMER et al. 1989
SCHÖNHAMMER und FISCHBECK 1982
SCHLÜTER 2004
ALBRECHT 2002
CHRISTEN 2001
Ertragsverluste (%) des
Stoppelweizens im Vergleich zum Blattfruchtweizen
Relative Ertragseinbußen von Winterweizen nach ungünstigen Vorfrüchten
nach Literaturangaben
Zusammenhang von Bodenbearbeitung und Fruchtfolgegestaltung

image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
28
Fachhochschule Südwestfalen
Ökonomische Bewertung von
Bodenbewirtschaftungs-
systemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
29
Fachhochschule Südwestfalen
Deckungsbeitragsrechnung – ein ausreichendes Planungsinstrument?
Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein Verfahren zur betrieblichen Erfolgsplanung und
Erfolgskontrolle. Den Erlösen werden die variablen Kosten gegenüber gestellt
Vorteil:
einfach zu kalkulieren
ausreichend für kurzfristige Planungs-
rechnungen und Anbauentscheidungen
(z.B. in Abhängigkeit von voraus-
sichtlichen kurzfristigen Markerlösen
sicher in der Aussage
direkte Vergleichbarkeit zwischen
verschiedenen Kulturen unter Berück-
sichtigung der variablen Produktions-
kosten
einfaches Instrument für Betriebe, die bei
gegebener und künftig unveränderter
Mechanisierung Anbauentscheidungen
treffen wollen
Schwächen:
keine Aussagen zur Festkostenbelastung der
Produktion
wichtige Kennziffern der kultur- und
fruchtfolgeabhängigen Produktionskosten
bleiben unberücksichtigt
keine Stückkostenbetrachtung möglich
als Instrument nicht ausreichend für lang-
fristige betriebliche Anbauplanungen- und
entscheidungen
keine Entscheidungshilfe bei der fruchtfolge-
abhängigen Planung der Mechanisierung
Bodenbewirtschaftungssysteme können über
Deckungsbeitragsrechnung langfristig nicht
vergleichend bewertet werden
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
30
Fachhochschule Südwestfalen
Leistungen:
Markterlös
= Geldrohertrag
= Direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung (DAL)
Personalaufwand (fremd)
Lohnansatz
Lohnunternehmer
Maschinenmiete
Feste Maschinenkosten
Variable Maschinenkosten
.
∕.
Arbeitserledigungskosten:
= Direktkostenfreie Leistung
Saat-, Pflanzgut
Düngung
Pflanzenschutz
Trocknung, Lagerung
Versicherung (Hagel)
Zinsansatz Feldinventar
.
∕.
Direktkosten:
Quelle: Lütke Entrup und Schneider, 2003
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
Berechnungsbasis zur Bewertung von Bewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
31
Fachhochschule Südwestfalen
DAL in einem 150 ha großen Modellbetrieb bei unterschiedlicher Bodenbear-
beitung und verschiedenen Fruchtfolgen (ohne Flächenprämienansatz),
Standort Soester Börde, Versuchsgut Merklingsen, 2003-2005
Rel. Pflug = 100
115
78
112
129
129
Daten Versuchsgut Merklingsen
Stemann und Lütke Entrup
415
477
324
465
538
537
200
300
400
500
600
Pflug
MS
DS
Pflug
MS
DS
Fruchtfolge: Zr-WW-WW-WW
Fruchtfolge: Zr-WW-AB-WW
DAL* [€/ha]
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
32
Fachhochschule Südwestfalen
Gülzow
Soest
Braun-
schweig
Weihen-
stephan
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
FH Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft Soest
FF 1a Ra-WW-WW-WW (Pflug)
FF 1b Ra-WW-WW-WW (Konservierend)
FF 2 Ra-WW-WW-KE (Konservierend/Direktsaat)
FF 3 Ra-WW-AB-WW (Konservierend/Direktsaat)
FF 4 Ha-WW-WW-WR (Konservierend/Direktsaat)
Landesforschungsanstalt Mecklenburg Vorpommern,
Gülzow
FF 1a Ra-WW-WW-WW (Pflug)
FF 1b Ra-WW-WW-WW (Konservierend)
FF 2 Ra-WW-WW-Bl.-Lup. (Konservierend)
FF 3 Ra-WW-Bl.-Lup.-WW (Konservierend)
FF 4 Ha-WW-WeW-WR (Konservierend)
Versuchsstandorte und Fruchtfolgen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
33
Fachhochschule Südwestfalen
FAL Braunschweig, Institut für Betriebstechnik
BBA Braunschweig, Institut für Pflanzenschutz
FF 1a Ra-WW-WW-WW (Pflug)
FF 1b Ra-WW-WW-WW (Konservierend)
FF 2a Ra-WW-KE-WW (Konservierend)
FF 2b Ra-WW-KE-WW (Direktsaat)
TU München
FF 1a Ra-WW-WW-WW (Pflug)
FF 1b Ra-WW-WW-WW (Konservierend)
FF 2a Ra-WW-KE-WW (Pflug)
FF 2b Ra-WW-KE-WW (Konservierend)
FF 3a Ra-WW-KM-WW (Pflug)
FF 3b Ra-WW-KM-WW (Konservierend)
Gülzow
Soest
Braun-
schweig
Weihen-
stephan
Versuchsstandorte und Fruchtfolgen
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
34
Fachhochschule Südwestfalen
DAL, Direktkosten und Kosten der Arbeitserledigung verschiedener
Bewirtschaftungssysteme im Vergleich für einen 300 ha Modellbetrieb
(Standort Soester Börde, Versuchsgut Merklingsen, 2003-2005)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
90
69
129
67
128
411
430
453
388
359
370
380
379
343
349
0
20
40
60
80
100
120
140
FF.1a: Ra-WW-
WW-WW(P)
FF.1b: Ra-WW-
WW-WW(MS)
FF.2: Ra-WW-WW-
KE(MS/DS)
FF.3: Ra-WW-AB-
WW(MS/DS)
FF.4: Ha-WW-WW-
WRO(MS/DS)
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
500
DAL(ohne EU Prämie)
Direktkosten
Arbeitserledigung 300 ha

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
35
Fachhochschule Südwestfalen
Verfahrenskosten für einen 300 ha Betrieb
Maschinenneuwert 481 €/ha
Arbeitszeitbedarf 3,1 Akh/ha
Arbeitserledigungskosten 349 €/ha
Verfahrenskosten für einen 300 ha Betrieb
Maschinenneuwert 656 €/ha
Arbeitszeitbedarf 3,6 Akh/ha
Arbeitserledigungskosten 388 €/ha
Schlepper 83 kW
Schlepper 67 kW
Strohhäcksler 3 m
Kurzscheibenegge 3 m
Universaldrillmaschine 3 m
Walze 3 m
Schlepper 83 kW
Schlepper 102 kW
Strohhäcksler 4 m
Federzinkenegge 6 m
Kurzscheibenegge 4 m
Universaldrillmaschine 4 m
Walze 4 m
Erweiterte Fruchtfolge: Ra-WW-
Leguminose/Ha-WW/WG
Flache Mulchsaat/Direktsaat
Enge Fruchtfolge: Ra-WW-WW-WW
Intensive Mulchsaat
Notwendige Mechanisierung in verschiedenen Fruchtfolgesystemen für einen
300 ha Betrieb in der Soester Börde (Schlaggröße 5 ha, geringe Hof-Feldentfer-
nung)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
36
Fachhochschule Südwestfalen
€/ha
€/ha
-41
-137
28
-85
32
312
379
442
371
366
450
446
366
363
382
-200
-150
-100
-50
0
50
100
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
DAL(ohne EU Prämie)
Direktkosten
Arbeitserledigung 600 ha
Ha-WW/ZF-WeW-
WRo/ZF(MS)
Ra-WW/ZF-
Bl.Lup-WW (MS)
Ra-WW-WW/ZF-
Bl.Lup. (MS)
Ra-WW-WW-
WW (MS)
Ra-WW-WW-WW
(Pflug)
DAL, Direktkosten und Kosten der Arbeitserledigung verschiedener
Bewirtschaftungssysteme für einen 600 ha Modellbetrieb
(Standort Gülzow, 2003-2005
)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
37
Fachhochschule Südwestfalen
Verfahrenskosten für einen 600 ha Betrieb
Maschinenneuwert 660 €/ha
Arbeitszeitbedarf 2,1 Akh/ha
Arbeitserledigungskosten 366 €/ha
Verfahrenskosten für einen 600 ha Betrieb
Maschinenneuwert 660 €/ha
Arbeitszeitbedarf 2,5 Akh/ha
Arbeitserledigungskosten 382 €/ha
Schlepper 120 KW
Schlepper 138 KW
Schlepper 215 kW
Grubber 4,5 m
Grubber 7,0 m
Universaldrillmaschine 6 m
Schlepper 120 KW
Schlepper 138 KW
Schlepper 215 kW
Grubber 4,5 m
Grubber 7,0 m
Universaldrillmaschine 6 m
Erweiterte Fruchtfolge: Ra-WW-
Leguminose-WW
Flache Mulchsaat/Direktsaat
Enge Fruchtfolge: Ra-WW-WW-WW
Intensive Mulchsaat
Notwendige Mechanisierung in verschiedenen Fruchtfolgesystemen für einen
600 ha Betrieb Standort Gülzow (Schlaggröße 20 ha, geringe Hof-Feldentfernung)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
38
Fachhochschule Südwestfalen
4,25
3,80
4,64
4,11
4,06
4,15
4,53
4,21
3,97
3,59
3,52
3,39
0
2
4
6
8
10
WW n.WW
Pflug
WW n. Ra
Pflug
WW n.WW
Konservierend
WW n. Ra
Konservierend
WW n. Ra
Konservierend
WW n. AB
Konservierend
Wintergetreidebetonte Fruchtfolge
Erw eiterte Fruchtfolge
Verfahrenskosten [€/dt]
Direktkosten
Kosten der Arbeiterledigung 300 ha Modellbetrieb
Verfahrenskosten (€/dt) von Weizen in unterschiedlichen Bewirtschaftungs-
systemen, Stückkostenbasis - Ergebnisse 300 ha Modellbetrieb (Standort
Soester Börde, Versuchsgut Merklingsen, 2003-2005)
Relativ 100
91
98
88
86
86
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
39
Fachhochschule Südwestfalen
6,78
4,81
6,25
4,31
4,49
4,45
7,23
5,49
5,88
4,16
4,33
4,30
0
2
4
6
8
10
12
14
16
WW n.WW
Pflug
WW n. Ra
Pflug
WW n.WW
Konservierend
WW n. Ra
Konservierend
WW n. Ra
Konservierend
WW n. Bl.-Lup.
Konservierend
Wintergetreidebetonte Fruchtfolge
Erw eiterte Fruchtfolge
Verfahrenskosten [€/ha]
Direktkosten
Kosten der Arbeiterledigung 300 ha Modellbetrieb
Verfahrenskosten (€/dt) von Weizen in unterschiedlichen Bewirtschaftungs-
systemen, Stückkostenbasis - Ergebnisse 300 ha Modellbetrieb (Standort
Mecklenburg-Vorpommern, Gülzow, 2003-2005)
Relativ 100
74
87
60
63
62
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
40
Fachhochschule Südwestfalen
Masch.-Neuwert €/ha*
866 (100 %)
653 (75%)
551 (64 %)
Akh/ha
3,9 (100 %)
3,4 (87 %)
2,9 (74 %)
Dieselverbrauch l/ha
89 (100%)
60 (67%)
50 (56%)
* Maschinenneuwert für Bodenbearbeitungs-/Aussaattechnik und Schlepper €/ha
Ra-WW-
Leguminose-WW
Konservierend
Ra-WW-WW-WW
Konservierend
Ra-WW-WW-WW
Pflug
Kennzahl
Arbeitskraftstunden (Akh/ha), Maschinenneuwerte (€/ha) und Dieselverbrauch
(l/ha) verschiedener Systeme der Bodenbewirtschaftung, Mittel von
4 Standorten 2003-2005, (Soest, Braunschweig, Freising und Gülzow)
Quelle: Lütke Entrup und Schneider 2006
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
41
Fachhochschule Südwestfalen
3
+ 163
- 66
+ 94
- 160
-
DAL
Differenz
Gülzow
71
+ 68
24
+ 21
3
-
DAL
Differenz
Braun-
schweig
3
+ 76
- 186
- 113
- 73
-
DAL
Differenz
Freising
128
+ 59
90
+ 21
69
-
DAL
Differenz
Soest
Ra-WW-Legum.-WW
konservierend
Ra-WW-WW-WW
konservierend
Ra-WW-WW-WW
Pflugsystem
Bewirtschaftungssystem
Standort
€/ha
Direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung (DAL €/ha) verschiedener
Systeme der Bodenbewirtschaftung (4 Standorte, 300 ha Modellbetrieb)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
42
Fachhochschule Südwestfalen
DAL in Abhängigkeit des erzielbaren Weizenpreises pro dt in unterschiedlichen
Bewirtschaftungssystemen (Standort Soester Börde, Versuchsgut Merklingsen,
2003-2005)
Rapspreis (19,85 €/dt) und Ackerbohnenpreis (10,35 €/dt) konstant
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
0
50
100
150
200
250
300
350
9 10 11 12 13
Weizenpreise [€/dt] zum Zeitpunkt der Ernte
DAL [€/ha]
DAL Ra-WW-WW-WW (Pflug)
DAL Ra-WW-AB-WW (Konservierend)

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
43
Fachhochschule Südwestfalen
-300
-200
-100
0
100
200
300
400
911131517
Weizenpreis [€/dt] zum Zeitpunkt der Ernte
DAL [€/ha]
DAL Ra-WW-WW-WW (Pflug)
DAL Ra-WW-Bl.Lup.-WW (Konservierend)
DAL in Abhängigkeit des erzielbaren Weizenpreises pro dt in unterschiedlichen
Bewirtschaftungssystemen (Standort Mecklenburg-Vorpommern, Gülzow, 2003-
2005)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
44
Fachhochschule Südwestfalen
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
1100
1200
10
Weizenpreis
[€/dt] ex Ernte
14
18
22
DAL (€/ha)
DAL Ra-WW-WW-WW (Konservierend)
DAL Ra-WW-AB-WW (Konservierend)
DAL Ra-WW-Ha-WW (Konservierend)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
DAL in Abhängigkeit des erzielbaren Weizenpreises pro dt in unterschiedlichen
Bewirtschaftungssystemen (Standort Nordrhein-Westfalen, Soest, 2003-2005)
Rapspreis: 30 €/dt
AB-Preis:
Weizenpreis plus 1 €/dt
Hafer-Preis: Weizenpreis minus 1 €/dt

image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
45
Fachhochschule Südwestfalen
Deckungsbeiträge von Sommerungen im Vergleich
Quelle: top agrar 12/2007
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
46
Fachhochschule Südwestfalen
Gülzow
Bl. Lupine
29,5
0*
0*
Braunschweig Körnererbsen
41,5
15,96
29,33
Freising
Körnererbsen
46,3
22,19
36,03
Soest
Ackerbohnen
59,6
36,02
54,22
Mindest notwendiger
Ertrag bei 20 %
höheren
Weizenpreisen
Mindest
notwendiger
Ertrag (dt/ha)
Ist-
Ertrag
(dt/ha)
Leguminosen
-art
Standort
* Ernte nicht zwingend erforderlich, da auch bei Ertragsverzicht die Vorfruchtwirkungen das
Anbausystem stabilisieren
Mindest notwendiger Leguminosenertrag in erweiterten, pfluglos bestellten
Fruchtfolgen im Vergleich zum Referenzsystem wintergetreidebetonte
Fruchtfolge Pflug bei durchschnittlichen und 20 Prozent höheren
Weizenpreisen, 2003-2005
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
47
Fachhochschule Südwestfalen
Beispiel aus einem
Leitbetrieb
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
48
Fachhochschule Südwestfalen
Leitbetrieb Standort Darfeld (Kreis Coesfeld)
Betriebsstruktur:
Marktfruchtbetrieb, 600 ha AF
Standort:
Nordwestliches Kernmünsterland (Baumberge)
Klima:
1.000 mm Niederschlag,
9°C Durchschnittstemperatur
Bodenverhältnisse:
überwiegend kalkhaltige Braunerden und
Pseudogley-Braunerden aus Geschiebemergel.
Bodenart toniger Lehm, sandiger-toniger Lehm, hohe
Tongehalte (> 40%).
Bodeneigenschaften:
geringe Wasserdurchlässigkeit durch Kalkmergel im
Untergrund, hohe Lagerungsdichte, schwach
alkalische Reaktion.
Bodenbearbeitung wg. hohen Tongehalt u.
Staunässe erschwert. Durch hohe Niederschlags-
mengen kleines Zeitfenster für Bodenbearbeitung.
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
49
Fachhochschule Südwestfalen
Festkosten €/ha
114
132
Ernte
Lohnunternehmer
Lohnunternehmer
Sätechnik
Kreiselegge-Drillmaschine, 6 m AB
Kreiselegge-Drillmaschine, 6 m AB
Exaktgrubber, 7 m AB
2 Kreiseleggen, 6 m AB
Volldrehpflug, 3,5 m AB, Packer
Exaktgrubber, 6 m AB ab 2004
Tiefengrubber, 3 m AB
Kurzscheibenegge, 5 m AB
Bodenbearbeitungs-
technik
102 kW
176 kW
200 kW
120 kW
175 kW
176 kW
Schlepper
Pflügen zu StWW, Ra und WG
Mulchsaat zu WW nach Raps
zu allen Kulturen Mulchsaat mit
Bodenbearbeitung
Bodenbewirtschaf-
tung
5-jähriges Mittel der Versuchs-
fruchtfolge, bei WG 10% geringere
Erträge als Leitbetrieb, da nach WW
5-jähriges Mittel der
Versuchsfruchtfolge
Erträge
Fruchtfolge
Ra-WW-WW-AB-WG
Ra-WW-WW-WG
Parameter
Leitbetrieb
Vergleichsbetrieb
Vergleichsbasis zwischen Versuchsfruchtfolge (Leitbetrieb) und
betriebsüblicher Fruchtfolge (Vergleichsbetrieb, Standort Darfeld)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
50
Fachhochschule Südwestfalen
Gesamt €/ha
45
-18
+63
DAL
Gesamt €/ha
365
409
-44
Arbeitserledigungskosten
Gesamt €/ha
422
460
-38
Direktkosten
Erlös €/ha
833
852
-19
Leistung
Differenz
Leitbetrieb zu
Vergleichsbetrieb
Vergleichsbetrieb
Ra-WW-WW-WG
Leitbetrieb
2002-2006
Ra-WW-WW-AB-WG
Parameter
Vergleich der Direkt- und Arbeitserledigungskosten sowie der DAL zwischen der
Versuchsfruchtfolge (Leitbetrieb) und der betriebsüblichen Fruchtfolge
(Vergleichsbetrieb) (Standort Darfeld 600 ha)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
51
Fachhochschule Südwestfalen
0
50
100
150
200
250
300
350
400
450
500
550
Aug
Sep
Okt
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
600 ha WR-WW-WW-AB-WG
600 ha WR-WW(in MS)-WW-WG Pflug
Monatsleistung 1 AK
Monatsleistung 2 AK
Monatsleistung 3 AK
Arbeitszeitverteilung verschiedener Bodenbewirtschaftungssysteme am Beispiel
des Leitbetriebes (Mulchsaat, 600 ha) und eines Vergleichsbetriebes (konventionell,
600 ha), Standort Darfeld
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
52
Fachhochschule Südwestfalen
Die
Ackerbohnen
erzielen mit Abstand die geringsten Markterlöse. Die
Wintergerste profitiert aber von den
Vorfruchteffekten
mit etwa 10% höheren
Erträgen gegenüber einer Weizenvorfrucht.
Aufgrund der Betriebsgröße (Fremd-AK) und der Standortverhältnisse ist der
Leitbetrieb prädestiniert für Mulchsaatverfahren
. Durch die konservierende
Bodenbearbeitung und die Auflockerung der Fruchtfolge werden
Arbeitsspitzen
in
den Monaten August-Oktober deutlich
entzerrt
.
Aufgrund der niedrigen Direkt- und Arbeitserledigungskosten sind die
Ackerbohnen
bezogen auf die DAL auch ohne Anrechnung des Vorfruchtwertes dem
Stoppelweizen ebenbürtig. Ein hohes Ertragsniveau ist Voraussetzung.
Bis zum Erreichen der Auslastungsgrenze könnten bei gegebener Mechanisierung
und Fruchtfolgesystem
100-150 ha mehr Fläche bewirtschaftet
werden.
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
53
Fachhochschule Südwestfalen
Leitbetrieb Standort Kalkar (Kreis Kleve)
Betriebsstruktur:
Futterbaubetrieb mit 200 ha AF
Standort:
Kalkar, Niederrheinisches Tiefland
Klima:
800 mm Niederschlag, 9°C Durchschnittstemperatur
Bodenverhältnisse:
überwiegend vergleyte Braune Auenböden von
Ablagerungen aus schluffig-tonigen Sedimenten,
kalkhaltige schluffige Lehme bzw. lemigen (kiesigen
Sand)
Bodeneigenschaften:
mehr oder weniger starke Grundwasserbeein-flussung,
mittlere bis hohe Wasserdurchlässigkeit und
Feldkapazität in den Deckschichten.
Erwärmung der Böden im Frühjahr aufgrunf hoher
Wassersättigung meist langsam, Zeitpunkt der
Befahrbarkeit verzögert.
Durch hohe Basensättigung stabile Bodenstruktur
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
54
Fachhochschule Südwestfalen
Vergleichsbasis zwischen Versuchsfruchtfolge (Leitbetrieb) und
betriebsüblicher Fruchtfolge (Vergleichsbetrieb, Standort Kalkar)
Maschinenneuwert/ha
1.103
1.286
Festkosten/ha
160
180
Kreiselegge-Drillmaschine, 3 m AB
Einzelkornsämaschine 4-reihig (Mais)
Einzelkornsämaschine 6-reihig (ZR)
Direktsaatmaschine (John Deere 750 A,
3 m AB)
Einzelkornsämaschine 4-reihig (Mais)
Einzelkornsämaschine 6-reihig (ZR)
Saattechnik
5-Schar Aufsattelpflug (1,75 m AB)
Scheibenegge (3 m AB)
Gareeggen-Kombination (3 m AB)
Scheibenegge (3 m AB)
Gareeggen-Kombination (3 m AB)
Bodenbearbeitung
102 kW
83 kW
Schlepper
102 kW
Pflügen zu WW nach ZR, WW nach SM,
zu SM, zu Stoppelweizen, zu ZF
Mulchsaat ZR nach ZF
zu allen Kulturen Mulchsaat mit Boden-
bearbeitung
Bodenbewirtschaftung
5-jähriges Mittel der
Versuchsfruchtfolge
5-jähriges Mittel der
Versuchsfruchtfolge
Erträge
Fruchtfolge
ZR-WW (ZF)-SM-WW-Ra*/AB-WW (ZF)
ZR-WW-WW (ZF)-SM-WW-WG
Bewirtschaftete Fläche
200 ha
200 ha
Parameter
Leitbetrieb
Vergleichsbetrieb
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
* Rapsanbau bis 2003

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
55
Fachhochschule Südwestfalen
Gesamt €/ha
314
201
+113
DAL
Gesamt €/ha
425
524
-101
Arbeitserledigungskosten
Gesamt €/ha
419
435
-16
Direktkosten
Erlös €/ha
1.153
1.161
-8
Leistung
Differenz
Leitbetrieb zu
Vergleichsbetrieb
Vergleichsbetrieb
Ra-WW-WW-WG
Leitbetrieb
2002-2006
Ra-WW-WW-
Ra*/AB-WG
Parameter
Vergleich der Direkt- und Arbeitserledigungskosten sowie der DAL zwischen
der Versuchsfruchtfolge (Leitbetrieb) und der betriebsüblichen Fruchtfolge
(Vergleichsbetrieb) (Standort Kalkar 200 ha)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
* Rapsanbau bis 2003

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
56
Fachhochschule Südwestfalen
0
50
100
150
200
250
300
350
400
Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jan. Feb. März April Mai
Juni Juli
AKh
200 ha ZR-WW-SM-WW-AB-WW (konservierend)
200 ha ZR-WW-WW-SM-WW-WG (konventionell)
Monatsleistung 1 AK
Arbeitszeitverteilung verschiedener Bodenbewirtschaftungssysteme am Beispiel
des Leitbetriebes (Mulchsaat, 200 ha) und eines Vergleichsbetriebes (konventionell,
200 ha), Standort Kalkar
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
57
Fachhochschule Südwestfalen
Bei den zu vergleichenden Bewirtschaftungssystemen liegen die Unterschiede in
erster Linie im Bereich der Arbeitserledigungskosten. Die
Kostenvorteile
dieses
Parameters betragen rd.
100 EURO/ha zu Gunsten des Leitbetriebes.
Bei den
variablen Maschinenkosten
(hpts. Kraftstoffe) sind
Einsparungen
von
ca. 30 €/ha zu realisieren.
Durch die Rationalisierung der Arbeitswirtschaft können allein durch die
Einsparung
eines Schleppers
im Leitbetrieb die Arbeitserledigungskosten um etwa 35 €/ha
gesenkt werden.
Durch die
Rationalisierung der Arbeitswirtschaft
im Leitbetrieb können vor allem
in den Monaten August bis Oktober gegenüber dem konventionellen
Vergleichsbetrieb etwa
500 Akh eingespart
werden. Während im Leitbetrieb
rechnerisch 1,0 AK den Arbeitsanfall Außenwirtschaft bewältigt, werden im
Vergleichsbetrieb 1,5 bis 2,0 AK benötigt.
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
58
Fachhochschule Südwestfalen
+ 82
Ra-WW-KE-
740
806
-66
WW-RS
Mulch-/Direkt-
saat
- 148
- 82
- 55
- 18
+ 45
DAL
(€/ha)
Pflug (nicht bei
Ra-WW-WG
747
895
Bl.fruchtweizen)
Standort Altengeseke, Kreis Soest (120 ha)
Pflug (nicht bei
Ra-WW-WG
747
829
Bl.fruchtweizen)
+ 27
Ra-WW-SG-KE-
656
710
WG
Mulch-/Direkt-
saat
Standort Marienmünster, Kreis Höxter (200 ha)
Ra-WW-WW-
852
869
WG
Pflug (nicht bei
Bl.fruchtweizen)
+ 63
Ra-WW-WW-
833
787
AB-WG
Mulch-/Direkt-
saat
Standort Darfeld, Kreis Coesfeld (600 ha)
DAL Vergleich
(€/ha)
Direkt- und
Arbeitserledi-
gungskosten
(€/ha)
Marktleistung
(€/ha)
Anbausystem
Fruchtfolge
Direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung (DAL €/ha) standortspezifischer
Systeme der Bodenbewirtschaftung in praktischen Betrieben
(Projekt Leitbetriebe Bodenbewirtschaftung in NRW, 2001-2006, incl. Prämien für Körnerleguminosen, ohne
Flächenprämien, Kivelitz und Lütke Entrup, 2007)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
59
Fachhochschule Südwestfalen
+ 15
SM-WW-SM-
694
888
- 193
WW-WG/SG
Mulch-/Direkt-
saat
- 208
201
314
416
442
DAL
(€/ha)
SM-WW-SM-
788
996
WW-WG
Pflug (nicht bei
Bl.fruchtweizen)
Standort Oberpleis, Rhein-Sieg-Kreis (65 ha)
ZR-WW-WW-
1.161
957
SM-WW-WG
Pflug (nicht
nach Z.-rüben)
+ 113
ZR-WW-SM-
1.158
844
WW-/Ra/AB-
WW
Mulch-/Direkt-
saat
Standort Kalkar, Kreis Kleve (200 ha)
ZR-WW-WW-
1.372
956
SG
Pflug (nicht bei
Bl.fruchtweizen)
+ 26
Mulch-/Direkt-
ZR-Ha-WW-SG
1.351
909
saat
Standort Pulheim, Rhein-Erft-Kreis (245 ha)
DAL
Vergleich
(€/ha)
Direkt- und
Arbeitserledi-
gungskosten
(€/ha)
Marktleistung
(€/ha)
Anbausystem
Fruchtfolge
Direkt- und arbeitserledigungskostenfreie Leistung (DAL €/ha) standortspezifischer
Systeme der Bodenbewirtschaftung in praktischen Betrieben
(Projekt Leitbetriebe Bodenbewirtschaftung in NRW, 2001-2006, incl. Prämien für Körnerleguminosen, ohne
Flächenprämien, Kivelitz und Lütke Entrup 2007)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
60
Fachhochschule Südwestfalen
Extensiv
654
653
388
557
107
Intensiv
571
700
300
520
100
Raps
Weizen
Gerste/Brache
Ø
Rel.
3-feldrige Fruchtfolge
Extensiv
601
677
599
627
673
370
591
114
Intensiv
621
687
632
642
724
217
587
113
Raps
Weizen
Hafer
AB
Weizen
Brache
Ø
Rel.
6-feldrige Fruchtfolge
3-feldrige Fruchtfolge: Raps-Weizen-Gerste/Brache
6-feldrige Fruchtfolge: Raps-Weizen-Hafer-Ackerbohnen-Weizen-Brache
Beide Fruchtfolgen wurden jeweils intensiv und extensiv gefahren
Intensiv = Praxisübliche Intesnität und Pflugeinsatz zu allen Kulturen
Extensiv = Reduzierte Intesnität und Pflugverzicht
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
Systemvergleich der Landwirtschaftskammer Schlaswig-Holstein (Futterkamp
1994-2001)
DAL von zwei Fruchtfolgen bei unterschiedlichen Intensitäten
Quelle: Marktfruchtreport 2003

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
61
Fachhochschule Südwestfalen
1
3-feldrig
intensiv
-
44,6
97,8
90,3
43,7
97,8
2
3-feldrig extensiv
45,6
99,6
88,5
43,5
99,6
-
W.-Ra
WW
WG
W.-Ra
WW
Brache
Kornerträge in dt/ha, Mittel 1994 - 2001
Anbauin
tensität
Frucht-
folge
Modell-
betrieb
1
6-feldrig
intensiv
-
46,8
96,6
76,2
60,6
99,9
2
6-feldrig extensiv
43,3
102,1
72,5
52,3
101,7
-
W.-Ra
WW
Hafer
AB
WW
Brache
Kornerträge in dt/ha, Mittel 1994 - 2001
Anbauin
tensität
Frucht-
folge
Modell-
betrieb
Kornerträge in dt/ha im Anbausystem im Mittel über 8 Jahre, Schlaggröße 500 m²,
Schlaswig-Holstein (Futterkamp 1994-2001)
Ökonomische Bewertung von Bodenbewirtschaftungssystemen
Quelle: Raps 4/2005

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
62
Fachhochschule Südwestfalen
Die Höhe der Direktkosten eines Bewirtschaftungssystems steht in
unmittelbarem Zusammenhang mit der Fruchtfolge. Höhere Direktkosten
durch die pfluglose Bodenbearbeitung sind nur bei einer einseitigen
Fruchtfolgegestaltung festzustellen.
Die Höhe der Stückkosten bei Blatt- und Halmfrüchten wird im
wesentlichen neben der Betriebsorganisation von der Abfolge der
Kulturen und der Bodenbearbeitung bestimmt. Stoppelweizen ist immer
eine teure Kultur durch erhöhte Direktkosten und hohe Kosten der
Arbeitserledigung.
Fazit

image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
63
Fachhochschule Südwestfalen
Fazit
Hohe Marktleistungen im Ackerbau erfordern ein konsequentes
Kostenmanagement. Alle Kostenparameter der Produktion bedürfen der
Überprüfung, insbesondere die Direktkosten und die Kosten der
Arbeitserledigung.
Systeme der konservierenden Bodenbewirtschaftung bieten Ansatz-
punkte, um gleichzeitig den Verbrauch von Betriebsmitteln und den
Umweltschutz zu optimieren.
Weite Fruchtfolgen erlauben eine sichere pflanzenbauliche und
verfahrenstechnische Anwendung der konservierenden Bodenbearbeitung
/ Direktsaat. Sie führen zu geringeren Direktkosten und Kosten der
Arbeitserledigung bei hohen Erträgen und damit zu verbesserter
Wirtschaftlichkeit des Pflanzenbaus.

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Fachbereich Agrarwirtschaft Soest,
Lütke Entrup
64
Fachhochschule Südwestfalen
Vielen Dank