Erz- und Spatvorräte in Sachsen
(= Langfassung von LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen. – World of Mining – Surface & Underground,
62
, 1/2010,
38-47, GDMB Informationsgesellschaft mbH; im Februar 2011 aktualisiert/ergänzt)
Zusammenfassung
Im Zeitraum 2006 – 2008 erfolgte eine Zusammenstellung rohstoffgeologischer Daten der
bedeutendsten Erz- und Spatvorkommen Sachsens. Für die betrachteten 139 Vorkommen
existieren zu 31 Elementen und Industriemineralen Vorratsangaben, die zu DDR-Zeiten
berechnet und verschiedenen Vorratskategorien zugeordnet wurden. Basis waren Standards,
die auch heute noch herangezogen werden können, um die Aussagekraft der Daten zu
beurteilen. Unter aktuellen marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist eine kritische
Neubewertung der Lagerstättendaten erforderlich. Denkbar erscheinen sowohl
Erweiterungen, als auch Reduzierungen der bisher bekannten Vorräte. Mittelfristig ist von
einer erneuten Aufnahme des sächsischen Erz- und Spatbergbaus auszugehen. Neben den
bekannten Lagerstätten existieren aus rohstoffgeologischer Sicht weitere höffige Areale.
1. Projekt ROHSA
Unter dem Kürzel ROHSA (Rohstoffe Sachsen) erfolgten im Zeitraum 2006 – 2008 durch das
Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. (GKZ) Arbeiten im Auftrag des Sächsischen
Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit mit dem Ziel, die wichtigsten bekannten Erz- und
Spatvorkommen Sachsens unter aktuellen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen neu zu
bewerten. Den Schwerpunkt bildete eine Recherche der im geologischen Archiv des
Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie der
WISMUT GmbH und weiteren Institutionen vorhandenen Unterlagen. Ausgewählte
rohstoffgeologische sowie weitere Parameter (z.B. Infrastruktur, Aufbereitbarkeit etc.) wurden
in einer Datenbank erfasst. Der im Internet unter
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/download/geologie/Katalog_Neubewertung_Erze_Spa
te.pdf
downloadbare „Steckbriefkatalog“ stellt einen vereinfachten und übersichtlichen
Auszug dieser aus Datenschutzgründen in ihrer Gesamtheit nicht öffentlich zugänglichen
Erhebung dar. Fünf besonders bedeutsam erscheinende Vorkommen (Zinn/Wolfram Pöhla-
Globenstein, Fluorit/Baryt Schönbrunn-Bösenbrunn, Zinn Gottesberg, Wolfram Delitzsch,
Baryt Brunndöbra) wurden in „Steckbriefen“ ausführlicher behandelt. Ergänzt werden diese
Beschreibungen durch Ausführungen zu weltweiten Preisen und Produktionsdaten
ausgewählter Rohstoffe sowie zu prinzipiell anwendbaren Abbau- und
Aufbereitungsmethoden (GKZ, 2008).
2. Vorratsklassifikation
Das in der DDR angewendete System der Vorratseinstufung wurde von S
LABY & WILKE
(2005) übersichtsmäßig charakterisiert. Grundlage der in der DDR angewendeten
Vorratseinstufung bildete die erstmalig 1956 festgelegte und später fortgeschriebene
Klassifikation der Lagerstättenvorräte fester mineralischer Rohstoffe der Deutschen
Demokratischen Republik, die für ausgewählte Rohstoffe bzw. Rohstoffgruppen durch
Instruktionen und Richtlinien unterlegt wurde (B
OCHMANN, 1979). Demgemäß wurde
zwischen „nachgewiesenen“ (A-, B-, C
1
- und C
2
-Vorräte) sowie prognostischen („noch nicht
nachgewiesenen“) Vorräten (D
1
und D
2
) unterschieden. Basis für diese Differenzierung
waren der Erkundungsgrad (Art und Umfang durchgeführter Arbeiten) sowie der
Erforschungsgrad (Auswertungsstand der durchgeführten Arbeiten).
Die nachgewiesenen Lagerstättenvorräte wurden als Bilanzvorräte (mit Großbuchstaben: A,
B etc.) bezeichnet, wenn sie den volkswirtschaftlichen Anforderungen („Konditionen“)
genügten und zum damaligen Zeitpunkt für eine Nutzung geeignet waren. Entsprachen sie

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
(noch) nicht den Konditionen, handelte es sich um Außerbilanzvorräte (mit Kleinbuchstaben:
c
2
, c
1
, bis 1979 auch a und b).
Instruktionen mit genauer Kennzeichnung der Anforderungen gab es u.a. für Fluß- und
Schwerspat-, Kupfer-, Blei-Zink- sowie Eisenlagerstätten. Bei heutigen Betrachtungen ist zu
berücksichtigen, dass diese Instruktionen fortgeschrieben wurden; für die Bewertung einer
Vorratsberechnung sind also die zum damaligen Zeitpunkt geltenden Vorschriften
heranzuziehen.
Der Terminus „perspektive Massen“ (abgekürzt: pM) wurde vorwiegend auf Spatvorkommen
angewendet, die hinsichtlich ihres Untersuchungsgrades prognostischen Vorräten
entsprechen; deren Gewinnungs- und Verarbeitungstechnologie einschließlich finanziellem
Aufwand mangels Daten jedoch noch nicht bestimmt werden konnten (T
ISCHENDORF ET AL.
1980).
Sofern in den recherchierten Unterlagen die ermittelten Vorräte nicht exakt gekennzeichnet,
sondern nur als „nachgewiesen“ oder „prognostisch“ bezeichnet wurden, werden sie in dem
vorliegenden Aufsatz mit „C“ oder „D“ bezeichnet. Für Vorratsangaben, deren Klassifikation
nicht recherchierbar war, wurde der Terminus „sonstige Ressourcen“ gewählt.
Lagerstätten sind Teilmengen von Rohstoffvorkommen, die bezüglich Quantität, Bonität und
Qualität die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Gewinnung und Nutzung des
Rohstoffes erfüllen, also bauwürdig sind (S
LABY & WILKE, 2005). Da für sächsische Erze und
Spate seit 1991 weder Gewinnungsarbeiten durchgeführt wurden, noch Machbarkeitsstudien
mit positivem Resultat (Einstufung als bauwürdig) bekannt sind, sollte vorerst von
Vorkommen gesprochen werden.
3. Erz- und Spatvorräte
Die im Rahmen von ROHSA zu 139 Vorkommen durchgeführten Recherchen berührten 33
Elemente und 6 Industrieminerale. Nicht zu allen Positionen lagen Vorratsangaben vor (z.B.
nicht zu Platingruppenelementen), sodaß letztlich 28 Elemente und drei Industrieminerale mit
Mengenangaben verblieben (Tab. 1).
Tabelle 1:
Vorräte sächsischer Erze und Spate (einschließlich Schwefel) in Tonnen;
Begriffserläuterungen siehe Kapitel 2; Datenquelle (GKZ, 2008) sowie eigene Recherchen;
Weltbergbauproduktion nach W
EBER et al. (2009) mit Ausnahme von Indium
(
http://www.asianmetal.com/report/en/2007In_en.pdf
), Niob
(
http://minerals.usgs.gov/minerals/pubs/commodity/niobium/mcs-2009-niobi.pdf
)
und Tantal
2

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
(
http://www.australianminesatlas.gov.au/aimr/commodity/tantalum.jsp#production
); Vorräte
der Seltenen Erden (SE) als Summe SE
2
O
3
; Weltbergbauproduktion der Seltenen Erden
nach (W
EBER ET AL., 2008) bezieht sich auf „rare earths concentrates“
Die im Rahmen des ROHSA-Projektes durchgeführten Recherchen zeigten unter anderem,
dass in manchen Fällen bei der Erkundung eines Vorkommens Vorratsberechnungen
anfangs zu optimistisch angesetzt wurden. Eine detaillierte Einzelfallbetrachtung unter
Berücksichtigung der aktuellsten Berichte ist daher unerlässlich.
Nachfolgend werden die – meist aggregierten - Vorratsangaben gängigen Metallgruppen
zugeordnet und erläutert. Die genaue Lage der teils erwähnten Einzelvorkommen ist dem
oben erwähnten downloadbaren „Steckbriefkatalog“ zu entnehmen. Details zu Genese,
geologischer Situation etc. sind in H
ÖSEL & LEHMANN (2009) und KUSCHKA (2009)
zusammengefasst.
Hinsichtlich Vorratsmengen sind Aluminium, Eisen und Schwefel am auffälligsten (Abb. 1).
Abbildung 1: Vorräte von Aluminium, Eisen und Schwefel
Die 1985 berechneten Werte für Aluminium beziehen sich auf die Felder Guttau und
Kleinsaubernitz in der sächsischen Lausitz, in denen Al-reiche Tone (bis max. 30% Al
2
O
3
)
anstehen (M
INISTERIUM FÜR GEOLOGIE, 1985). Eisenvorräte (Magnetit) sind vorwiegend an
Skarnvorkommen (Delitzsch, Pöhla-Tellerhäuser) gebunden. Sulfidschwefel wurde für die
Vererzung des Felsithorizontes im Raum Großschirma berechnet. Die letztgenannten beiden
Rohstoffe könnten als Nebenprodukt eines vordergründig auf andere Rohstoffe (z.B. Sn, W)
ausgerichteten Bergbaus mitgewonnen werden. Für die Al-Tone erscheint eine Nutzung zur
Al-Gewinnung auf absehbare Zeit unrealistisch.
Die übrigen Metallrohstoffe erreichen maximal etwa 300.000 Tonnen je Vorratskategorie
(Abb. 2).
3

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 2: Vorräte ausgewählter (Halb-) Metalle
Die Vorräte der Buntmetalle Pb, Cu, Zn und Sn bewegen sich in der Größenordnung einiger
Hunderttausend Tonnen (Abb. 3).
4

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 3: Vorräte ausgewählter Buntmetalle
Den Hauptanteil der Bleivorräte machen die Außerbilanzvorräte (c
2
) für das Feld Schleife im
Lausitzer Kupferschiefer in Höhe von ca. 160 Kilotonnen (kt) aus (H
ENNIG ET AL., 1974). Eine
eventuelle Gewinnung käme nur bei gleichzeitiger Nutzung von Kupfer (ca. 78 kt c
2
) und Zink
(ca. 62 kt c
2
) in Betracht. Weitere gangförmige Vorkommen befinden sich im Großraum
Halsbrücke – Freiberg – Brand-Erbisdorf (ca. 140 kt C
2
) (ROHRLACK ET AL., 1969).
Kupfer wurde darüber hinaus im Greisenvorkommen Gottesberg mit ca. 60 kt C
2
berechnet
(S
IPPEL ET AL., 1983). Die für das stratiforme Vorkommen Klingenthal angenommenen 45 kt
Cu (S
IPPEL ET AL., 1985) tragen sehr spekulativen Charakter und bedürfen weiterer
eingehender Erkundungsarbeiten (S
IPPEL ET AL., 1983).
Die größten Mengen von Zink treten in schichtgebundenen Sulfiderzlagern auf. Eine
besondere Bedeutung besitzt das Gebiet Pöhla – Hämmerlein – Tellerhäuser – Antonsthal -
Breitenbrunn mit Gesamt-C
2
-Vorräten um 250 kt sowie weiteren 95 kt prognostischen
Vorräten (F
RITSCH, 2002; WISMUT GMBH, 1999). Erwähnenswert sind weiterhin die
Gangvorkommen im Freiberg – Brander Revier, welche ca. 150 kt (nachgewiesen) sowie 37
kt (prognostisch) Zink enthalten (R
OHRLACK ET AL., 1969).
Zinnvorkommen wurden zwischen Osterzgebirge und Vogtland an zahlreichen Stellen
erkundet und bis 1991 in den Lagerstätten Ehrenfriedersdorf und Altenberg abgebaut.
Besonders umfangreiche Restvorräte beinhalten die Vorkommen Gottesberg (Greisen, ca.
100 kt Sn C
2
; SIPPEL ET AL., 1983), der Großraum Pöhla – Hämmerlein – Tellerhäuser -
Antonsthal - Breitenbrunn (Skarne, ca. 205 kt C
2
, dazu 83 kt prognostisch; FRITSCH, 2002;
W
ISMUT GMBH, 1999), das Revier Altenberg – Sadisdorf (Greisen, ca. 120 kt C
2
, dazu ca. 20
kt prognostisch; W
EINHOLD, 2002; BERGER, 1980; FELIX ET AL., 1990; HÖSEL, 1990; HÖSEL ET
AL
., 1990) sowie möglicherweise der „Felsithorizont“ im Raum Großschirma-Halsbrücke
(schichtgebundene Sulfidvererzung, ca. 70 kt pM; H
OTH ET AL., 1985). Problematisch für eine
zukünftige Aufbereitung sind insbesondere geringe Zinngehalte (meist ≤ 0,5 %),
Feinkörnigkeit (meist << 1 mm) sowie Verwachsungen mit störenden Mineralen (z.B. Kalzit).
Die Alkalimetalle Lithium, Rubidium und Caesium kommen in wirtschaftlich interessanten
Mengen ausschließlich an Dunkelglimmer (Zinnwaldit-Gruppe) gebunden vor.
5

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Vorratsberechnungen bzw. –abschätzungen existieren für einige osterzgebirgische
Vorkommen (Abb. 4).
Abbildung 4: Vorräte ausgewählter Alkalimetalle
Besonders hervorzuheben sind Altenberg (33 kt Li, 46 kt Rb – jeweils C
2
; < 1 kt Cs sonstige
Ressource; W
EINHOLD, 2002; RÖLLIG, 1990), Zinnwald (ca. 48 kt Li, 45 kt Rb sowie 1 kt Cs –
jeweils prognostisch; G
RUNEWALD, 1978) sowie Schenkenshöhe nördlich Altenberg (35 kt Li,
56 kt Rb – jeweils prognostisch; < 1 kt Cs sonstige Ressource; R
ÖLLIG, 1990).
Unter den Stahlveredlern hat Wolfram die größte Bedeutung in Sachsen (Abb. 5).
Abbildung 5: Vorräte ausgewählter Stahlveredler
6

LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Für das Gebiet Bernsbach östlich Aue wurden seinerzeit hohe W-Vorräte berechnet, die
prognostischen Charakter tragen und ebenso wie die 23 kt prognostischen (D
1
) Vorräte des
Vorkommens Antonsthal (F
RITSCH, 2002) einer weiteren Verifizierung bedürfen.
Mineralogisch-petrografisch sind sie an scheelitführende Skarne gebunden. Vergleichbaren
Typs sind die Vorkommen im Raum Pöhla-Globenstein (ca. 34 kt C; W
ISMUT GMBH, 1999)
und Delitzsch. Für letzteres wurden während der Erkundung die Vorräte nach unten korrigiert
und zuletzt mit ca. 17 kt (D) bei grenzwertigen Gehalten (um 0,2 % W) angegeben (K
AMPE ET
AL
., 1990). Am ehesten scheinen die Bedingungen für eine zukünftige W-Gewinnung im
Zusammenhang mit dem Abbau erzgebirgischer Zinnvorkommen gegeben, in denen
Wolframit das hauptsächliche W-Trägermineral darstellt. Für Gottesberg wurden 5,5 kt C
2
berechnet (S
IPPEL ET AL., 1983); gleicher Kategorie entsprechen die Vorräte von Sadisdorf (4
kt; F
ELIX ET AL., 1990) und Altenberg (9 kt; WEINHOLD, 2002). Prüfenswert erscheint ein
lokaler Bergbau auf Kleinstvorkommen (Aue-Bärengrund, Weißbach), wie er zuletzt
beispielsweise in der abgebauten Lagerstätte Zschorlau durchgeführt wurde. Zumindest
aufbereitungstechnisch wäre der Wolframit dort wesentlich leichter separierbar, als die
Scheelitverwachsungen der Skarnvorkommen. Auch hier wäre allerdings zuvor ein
gesicherter Vorratsnachweis erforderlich.
Tantal wurde einzig in zwei osterzgebirgischen Zinnvorkommen näher betrachtet: an Glimmer
gebunden tritt Tantal in der Schenkenshöhe mit ca. 0,01 % im Erz bei einer Gesamtmenge
von ca. 1 kt (sonstige Ressource) auf (R
ÖLLIG ET AL., 1990). In Altenberger Kassiteriten
wurden 0,05 % Ta gefunden (B
OLDUAN, 1971).
Der Karbonatit-Komplex Delitzsch stellt das einzige Vorkommen dar, für welches Niob-
Vorräte (ca. 7 kt D
1
+ D
2
) berechnet wurden. Aus dem Jahr 1971 stammen Analysen
Altenberger Kassiterite mit 0,15 % Nb (B
OLDUAN, 1971).
Nickel-Vorratsberechnungen existieren ausschließlich für silikatische Nickelverbindungen in
Serpentinitvorkommen im Bereich des sächsischen Granulitgebirges und bewegen sich
jeweils im Bereich einiger kt. In der Vergangenheit am bedeutendsten war das Revier
Callenberg-Kuhschnappel. Der Umfang an Rest- sowie weiteren unverritzten Vorräten wird
wesentlich von künftigen Technologien zur Aufbereitung der Armerze (Gehalte 0,X % Ni)
bestimmt.
Molybdän ist in Form von Molybdänit ein häufiger Begleiter sächsischer Zinn/Wolfram-
Vorkommen; tritt jedoch mengenmäßig meist nur untergeordnet auf. Etwa 3 kt C-Vorräte sind
in den Altenberger Zinnerzen belegt. Das oben angeführte Wolframvorkommen Delitzsch
führt neben Wolfram im Molybdoscheelit auch noch etwa 1,3 kt Mo (D).
7

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 6: Vorräte ausgewählter Elektronikmetalle
Sphalerite im Gebiet Halsbrücke – Freiberg – Brand-Erbisdorf enthalten durchschnittlich 4 bis
360 ppm Ga (R
OHRLACK ET AL., 1969). Letzterer Wert ergibt hochgerechnet auf ca. 15 kt
Restvorräte Sphalerit (C
2
) im Bereich Halsbrücke etwa 5,6 t Ga. Hinzu kommen etwa 2,2 t Ge
(Durchschnittsgehalt in den Halsbrücker Sphaleriten ca. 150 ppm). Letzteres Element ist mit
ca. 30 ppm auch in den Wolframerzen von Delitzsch enthalten, was dort zu prognostischen
Vorräten von größenordnungsmäßig 200 t im Wolframerz führt (Berechnung nach Werten von
K
AMPE ET AL., 1990 und SCHENKE, 1995).
Auch die derzeit bekannten Vorräte von – vorwiegend gediegen auftretendem - Wismut sind
meist an die erzgebirgischen Zinnvorkommen geknüpft. Für Gottesberg wurden ca. 7 kt C
2
-
Vorräte erkundet (S
IPPEL ET AL., 1983); für Altenberg 4 kt (WEINHOLD, 2002).
Das Erzgebirge gehört zu den weltweit größten Indium-angereicherten Erzprovinzen (S
EIFERT
& SANDMANN, 2005). Vor allem an Sphalerit gebunden könnte In im Freiberger Erzbezirk
sowie in den westerzgebirgischen Skarnvorkommen wirtschaftliche Bedeutung erlangen. Eine
Vorratsberechnung liegt für Pöhla-Globenstein vor, wo knapp über 100 t In als
Außerbilanzvorrat (c
1
+c
2
) ausgewiesen wurden (HÖSEL ET AL., 2002). Mit durchschnittlich 0,1
% In-Gehalt (R
OHRLACK ET AL. 1969; SEIFERT & SANDMANN, 2005) der etwa 128 kt
Restvorräte Sphalerit (C
2
) im Freiberger Revier ergeben sich ca. 130 t Indium. Kleinere
Mengen C
2
-Vorräte (ca. 50 t) errechnen sich auch für das Revier Brand-Erbisdorf (ca. 97 kt
Sphalerit mit durchschnittlich 0,05 % In).
Geringe Mengen Cadmium (jeweils einige Zehner bis einige Hundert Tonnen) treten in den
Sphaleriten der westerzgebirgischen Skarnvorkommen (Großraum Pöhla – Tellerhäuser) auf
(W
ISMUT GMBH, 1999).
8

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 7: Vorräte ausgewählter Edelmetalle
Von den Edelmetallen hat insbesondere Silber das Erzgebirge berühmt gemacht. Dessen
insgesamt abgebaute Vorräte werden auf ca. 8 kt geschätzt (K
RUSE, 1980).
Restvorratsberechnungen bzw. –schätzungen in der Größenordnung bis jeweils einige
Hundert Tonnen (Abb. 7) existieren u.a. für manche erzgebirgische Skarn- sowie
Gangvorkommen. Ein gesicherter Vorratsnachweis erfordert jedoch in jedem Fall
verdichtende Erkundungen. Am höffigsten erscheinen das Revier Brand-Erbisdorf (Bindung
an Gänge mit Galenit und Sphalerit) sowie die Vererzung vom Typ Kupferschiefer im Raum
Weißwasser – Schleife.
Noch unsicherer sind Angaben zu Goldvorkommen. Trotz insgesamt weiter Verbreitung vor
allem in fluviatilen sächsischen Sedimenten ist über Primärvorkommen wenig bekannt
(L
EHMANN, 2010a). Eine einzige, sehr unsichere Vorratsschätzung existiert für das
Zinnvorkommen Gottesberg, wo man aufgrund erhöhter Goldgehalte in Sulfidkonzentraten
eine gewinnbare Goldmenge im Zinnerz von etwa 800 kg abschätzte (L
ANGE, 1983).
Wesentlich realistischer dürfte eine Goldgewinnung als Nebenrohstoff der
Kiessandproduktion – vor allem von Elbekiesen – sein.
9

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 8: Vorräte ausgewählter Seltener Erden (als SE
2
O
3
) und von Sc
Bei Delitzsch/Storkwitz existiert das bisher einzige näher untersuchte Vorkommen Seltener
Erden (SE) auf sächsischem Territorium. In einem karbonatitischen Intrusivkörper treten dort
in dolomitischer Matrix fein verteilt Bastnäsit als SE- sowie Pyrochlor als Niob-Träger auf. Die
Ta-Gehalte in letzterem Mineral sind mit Werten um 0,X % gering. Den Hauptanteil der SE
machen Ce (48%), La (27%), Nd (14 %) und Pr (5%) aus; der Rest liegt bei ≤ 1,X %. Als
prognostische Vorräte (D
1
) wurden bis -600m NN ca. 20 kt SE
2
O
3
ermittelt. Im Bereich -600
bis -900m NN folgt noch einmal etwa die gleiche Menge D
2
(RÖLLIG ET AL., 1984) (Abb. 8).
Neuere Untersuchungen zu Scandiumgehalten ergaben bemerkenswerte Konzentrationen im
Osterzgebirge. Bei mittleren Sc-Gehalten von 0,2 % in Kassiterit und 0,3 % in Wolframit
(K
EMPE & WOLF, 2006) errechnen sich für die Vorkommen Sadisdorf, Altenberg und Zinnwald
etwa 150 t nachgewiesene (C
1
+ C
2
) sowie ca. 30 t prognostische und sonstige Vorräte,
wobei allerdings Fragen der Aufbereitbarkeit bisher ungeklärt sind.
10

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 9: Vorräte ausgewählter sonstiger (Halb-) Metalle
Antimonerze sind aus dem sächsischen Altbergbau vor allem von Bräunsdorf bei Freiberg
bekannt; Vorratsangaben existieren jedoch nur für das bisher unverritzte Vorkommen
Dorfchemnitz – Hormersdorf. Für die dort bis in Teufen von 1.400 m auftretende
Trümervererzung aus Berthierit und Antimonit wurden anhand einiger Bohrungen 14 kt
Antimon geschätzt (F
RITSCH, 2002) (Abb. 9), die jedoch durch nähere Erkundungen belegt
werden müssten. Erwähnenswert sind zudem Selengehalte des Nebengesteins zwischen 500
und 900 ppm (B
OLDUAN, 1971).
Arsen ist im Arsenopyrit typischer Begleitrohstoff in den erzgebirgischen Zinnvorkommen und
wurde beispielsweise für Altenberg mit 30 kt (W
EINHOLD, 2002) sowie Ehrenfriedersdorf
Nordwest mit ca. 16 kt (jeweils C
2
) berechnet (HÖSEL ET AL., 1985; aktualisiert unter
Einbeziehung von H
ÖSEL, 1994).
Turmalin ist der häufigste sächsische Borträger und vor allem in den Kontaktgesteinen des
Westerzgebirges weit verbreitet. Eine Vorratsschätzung für Bor existiert unter anderem für die
Lokalität Sauschwemme bei Johanngeorgenstadt (ca. 11 kt, nicht näher klassifiziert), wo eine
gemeinsame Gewinnung mit Wolfram (ca. 1,5 kt) und Zinn (ca. 4 kt) aus diversen
Lockergesteinen in Erwägung gezogen wurde (L
ESCH, 1979).
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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 10: Uranvorräte
Die frühere DDR gehörte mit einem Anteil von etwa 13 % an der Weltproduktion zwischen
1946 und 1990 zu den größten Uranproduzenten. Aus Sachsen stammen davon etwa 125 kt.
Im Bereich der derzeit in Flutung befindlichen ehemaligen Grube Königstein stehen
nachgewiesene Restvorräte (B + C) in Höhe von 3,2 kt sowie etwa 4,2 kt prognostische
Vorräte an. Im Bereich des Vorkommens Tellerhäuser sind noch etwa 750 t Uran (C
1
+C
2
)
ausgehalten. Hinzu kommen etwa 4,5 kt prognostische Vorräte (D
1
+ D
2
) sowie weitere
geschätzte ca. 6 kt an der NW-Flanke (W
ISMUT GMBH, 1999). Der Kenntnisstand zu den
prognostischen Vorräten in NW-Sachsen (Kyhna-Schenkenberg sowie Serbitz) mit jeweils
einigen kt ist noch gering. Gleiches gilt für die Gebiete Neumark-Hauptmannsgrün (2,3 kt)
sowie Bernsbach (4 kt) (Abb. 10).
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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 11: Vorräte von Fluß- und Schwerspat
Fluß- und Schwerspat wurden bis zum Ende der DDR in den Gruben
Schönbrunn/Bösenbrunn sowie Brunndöbra gewonnen. Aufgrund der hohen
volkswirtschaftlichen Bedeutung dieser Rohstoffe erfolgte eine forcierte Vorlauferkundung im
sächsischen Grundgebirge, die bis zur politischen Wende noch nicht abgeschlossen war.
Neben Restvorräten im Bereich der genannten Gruben (Fluorit Schönbrunn: 221 kt C
1
+ 668
kt C
2
+ 103 kt D
1
, Fluorit Bösenbrunn: 18 kt C
1
+ 407 kt C
2
+ 310 kt D
1
- KUSCHKA & HAHN,
1996; Baryt Brunndöbra: 451 kt C + 1.745 kt D - I
LGNER & HAHN, 1998) wurden vor allem im
Mittel- und Osterzgebirge umfangreiche unverritzte Vorräte anerkundet. Dies betrifft
beispielsweise Niederschlag (ca. 1.400 kt C + D
1
Fluorit – KUSCHKA, 2002), Augustusburg-
Zschopau, Langenstriegis, Halsbrücke, Brand-Erbisdorf, Lichtenberg-Weißenborn,
Teichhaus, Schlottwitz sowie einige weitere Lokalitäten mit jeweils mehreren Hundert bis über
Tausend kt Baryt und/oder Fluorit, die nach den vorliegenden Erkundungsergebnissen ein
deutliches wirtschaftliches Potential besitzen. Seit 1990 erfolgten jedoch keinerlei nähere
Untersuchungen mehr (K
USCHKA, 2009) (Abb. 11).
13

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LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
Abbildung 12: Übersicht der wichtigsten Erz- und Spatvorkommen nach GKZ (2008) und
eigenen Recherchen
Abbildung 12 zeigt die geographische Verteilung der wichtigsten Erz- und Spatvorkommen.
4. Ausblick
Das „neue Bergkgeschrey“ seit 2006 resultierte in der Erteilung von 14 neuen
Berechtsamsfeldern auf sächsischem Territorium. Bei der durch den Staatlichen
Geologischen Dienst durchgeführten fachlichen Beurteilung der entsprechenden Anträge war
in einigen Fällen deren fachliche Qualität nicht zufriedenstellend. Eine Mängelliste würde von
Verwechslungen relevanter Erzminerale (z.B. Wolframit und Scheelit) über unzureichende
Erkundungsmaßnahmen in zu groß bemessenen Antragsfeldern bis hin zu ernsthaften
Fehlplanungen (Feldesgrenzen unmittelbar auf höffigste Bereiche gelegt; Rohstoff beantragt,
der im Feld nachgewiesenermaßen nicht vorkommt) reichen. Zu diesen Problemen ist
möglicherweise auch in manchen Fällen eine Unterschätzung der aufbereitungstechnischen
Anforderungen hinzuzufügen. Faktisch haben sich die hohen Erwartungen hinsichtlich einer
baldigen Wiederaufnahme sächsischen Erz- und Spatbergbaus – wesentlich bedingt durch
den seit etwa 2008 erfolgten rapiden Preissturz für metallische Rohstoffe auf dem Weltmarkt -
bisher nicht erfüllt.
Ein Nachlassen des weltweiten Bedarfes an Primärrohstoffen ist derzeit nicht absehbar. Ob
Effizienzsteigerungen beim Rohstoffeinsatz und –recycling sowie Suche und Erschließung
zunehmend ärmerer Lagerstätten einerseits mit anhaltender Nachfrage bei fortwährender
Erschöpfung vergleichsweise reicher Lagerstätten andererseits dauerhaft Schritt halten
können, wird die Zukunft zeigen. Zumindest bei manchen exotischen Schlüsselrohstoffen, wie
Seltenen Erden oder Indium ist eher eine zügig steigende Nachfrage verbunden mit
14

LEHMANN (2010): Erz- und Spatvorräte in Sachsen
steigenden Preisen an- bzw. wahrzunehmen. Dies könnte eine Gewinnung beispielsweise
von Buntmetallsulfiden in Sachsen rentabler machen.
Wenig Beachtung haben bisher sächsische Kleinstvorkommen z.B. von Wolfram im Raum
Aue-Lauter, Wiesenburg oder von Nickel in der Oberlausitz gefunden. Zumindest aus
aufbereitungstechnischer Sicht wären diese Vorkommen den zwar größeren, aber durch
geringe Korngrößen, schwierige Verwachsungen und ungünstige / silikatische
Bindungsformen gekennzeichneten größeren Vorkommen vorzuziehen.
Durch das schlagartige Erlöschen des Erz- und Spatbergbaus mit der politischen Wende seit
1990 ist mit wenigen Ausnahmen (z.B. Cu-Schiefer sowie Cu-Ni-Mineralisationen der Lausitz;
Goldführung von Sedimenten und Festgesteinen) eine Stagnation theoretischer und
praktischer Arbeiten zur Lagerstättensuche in Sachsen zu konstatieren. Die kurze Belebung
zwischen 2006 und 2008 ist weitgehend abgeebbt.
Auf diesem Gebiet ist jedoch eine unverzügliche und kontinuierlich fortzusetzende
Wiederaufnahme von Forschungsarbeiten angeraten, solange das aus DDR-Zeiten
herrührende personelle/geistige (Erfahrungsträger) und materielle (Archive, Kernlager)
Potential verfügbar ist. Aus rohstoffgeologischer Sicht besteht keine Veranlassung, von einer
vollständigen Erschöpfung des sächsischen Grundgebirges als Erz- und Spatquelle
auszugehen. Trotz vergleichsweise guter geologischer Erkundung des Landesterritoriums
handelt es sich letztlich bei den zahlreichen geologischen Primärdaten meist um
oberflächennahe „Nadelstiche“ in die Erdkruste, die keinesfalls das gesamte
Lagerstättenpotential Sachsens repräsentieren. Der mit heutigen Methoden wirtschaftlich
bergbaulich zugängliche Bereich reicht – in Abhängigkeit von der Werthaltigkeit der
abgebauten Rohstoffe – im allergrößten Teil Sachsens wesentlich tiefer, als die vorliegenden
Erkundungsdaten. Als Beispiel möge der schon lange in der Lausitz vermutete basische
Tiefenkörper dienen, der als Quelle der lokal an der Oberfläche aufgeschlossenen Cu-Ni-
Sulfidmineralisationen anzusehen ist. Bereits in den 1980-er Jahren (K
RESTIN & LEEDER,
1985) wurde auf eine insgesamt große Ähnlichkeite der geologischen Situation mit world-
class - Lagerstätten hingewiesen. Zu den erforderlichen großflächigen geophysikalischen
Arbeiten – insbesondere aber kostenintensiven Bohr- Erkundungsarbeiten ist es bisher nicht
gekommen. Einen Anstoß könnte beispielsweise eine auf mindestens 2.000 m Teufe zu
konzipierende Forschungsbohrung geben, die auch für andere geowissenschaftliche und
weitere unmittelbar praktische Fragestellungen (z.B. für Tiefengeothermie) komplex nutzbar
wäre.
Weniger aufwändige Erkundungen könnten sich auf den oben genannten Spatkomplex im
Mittel- und Osterzgebirge, auf den Felsithorizont nördlich Freiberg mit polymetallischer,
insbesondere Sn-Vererzung sowie weitere Lagerstättenindikatoren (z.B. Scheelitverbreitung
in osterzgebirgischen Schlichen) beziehen.
Die Nebengewinnung von Gold bei der Kiessandproduktion stellt Anforderungen an eine
kostensparende Aufbereitungstechnologie, die seit etwa 2007 im Kieswerk Rheinzabern im
Oberrheintal gelöst wurden. In Sachsen erscheinen hierzu vorwiegend Elbesedimente
prädestiniert, da dort Gold in verhältnismäßig großen Flittern (Schwerpunkt der
Korngrößenverteilung zwischen 100 und 200 μm) auftritt und eine hohe Kiessand-
Jahresproduktion den erforderlichen Mengendurchsatz garantiert. Erste diesbezügliche
Untersuchungen durch das LfULG an ausgewählten Kieswerken erbrachten positive
Resultate L
EHMANN, 2010b). Demgegenüber erscheinen (glazi-) fluviatile Sedimente anderer
Regionen aufgrund geringerer Goldgehalte und Korngrößen weniger geeignet.
Dr. Uwe Lehmann
Referat Rohstoffgeologie
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
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