image
image
Untersuchung Berufsnachwuchs Agrar - Umfrage Bildung
1.) Teilnahme an Fragebogenaktion
Ziel der Untersuchung war Aussagen und
Verbesserungsmöglichkeiten der aktuellen
Ausbildungen im Agrarbereich zu ermitteln.
Befragt wurden Unternehmen, Auszubilden-
de, Studenten und Absolventen von landwirt-
schaftlichen Ausbildungen.
Es konnten
- etwa 600 Fragebögen von Unternehmen,
- über 1.000 Bögen von Auszubildenden
- und 620 Bögen von Fachschülern, Meis-
tern, Hochschülern/FH und Absolventen
aller Fachrichtungen ausgewertet werden.
Motivationen der Auszubildenden für die
eigene Ausbildung
Überwiegende Motive: "wollte ich schon
immer", "interessante Tätigkeit" und "Natur-
verbundenheit"
Die eigene Ausbildung wird größtenteils als
“gut“ beurteilt
Gründe: Spaß an der Arbeit bzw. dem Beruf,
Möglichkeit zum selbständigen Arbeiten
2.) Beurteilung der Berufsausbildung aus Sicht
der Auszubildenden
Im Mittel aller Bewertungen wurden die be-
trieblichen Ausbildungen als „gut“ einge-
schätzt (Note 2,3).
Die Forstwirte bewerteten mit der höchsten
Note (2,07), die Hauswirtschafter am nied-
rigsten (2,55; siehe Tabelle).
Verbesserungsmöglichkeiten insgesamt
im Betrieb: offensichtlichere Anerkennung
von guten Leistungen, intensivere Betreuung
im Betrieb bzw. durch die Ausbilder
in der Berufsschule: bessere Unterrichtsge-
staltung und -organisation, Stundenplan,
Unterrichtsinhalte
in der ÜbA: mehr praktische Übungen, Mit-
gestaltung der Inhalte, bessere Abstimmung
mit Betrieb und Berufsschule
Nennungen von Verbesserungsmöglichkeiten
… im Betrieb
In % der beantworteten Fragebögen (N = 709)
* Bewertung
von 0 % (innen = Verbesserung nicht nötig)
bis 100 % (außen = Verbesserung unbedingt erforderlich)
Beurteilung der Ausbildung in den Ausbildungsbetrieben insgesamt, nach Ausbildungsberufen
Beruf
Beurteilung nach Notenskala
Landwirt
n = 359
Tierwirt
n = 251
Hauswirt-
schafter
n = 93
Molkerei/
Milchwirts.
n = 31
Forst-
wirt
n = 160
FK Agrar-
service
n = 38
Auszubildende
LW ges. *
n = 934
sehr gut
16 %
18 %
10 %
19 %
22 %
11 %
17 %
gut
50 %
51 %
42 %
39 %
57 %
50 %
50 %
befriedigend
22 %
21 %
38 %
35 %
15 %
26 %
23 %
ausreichend
9 %
6 %
4 %
6 %
4 %
11 %
7 %
mangelhaft
3 %
4 %
5 %
-
2 %
3 %
3 %
ungenügend
0 %
1 %
1 %
-
-
-
0 %
* gesamt, inkl. Sonstige.
Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten

image
image
image
image
image
Nennungen von Verbesserungsmöglichkeiten
… in der Berufsschule
In % der beantworteten Fragebögen (N = 687)
* Bewertung s.u.
Nennungen von Verbesserungsmöglichkeiten
… in der ÜbA
In % der beantworteten Fragebögen (N = 527)
* Bewertung s.u.
3.) Beurteilung von Fortbildung und Studium aus
Sicht der Fachschüler, Meister und Studenten
Am Wichtigsten in Bezug auf die Gestaltung
der Fortbildung und des Studiums wurden
der Praxisbezug der Lerninhalte (die Verbin-
dung von Theorie und Praxis) sowie die fach-
liche Aktualität der Lerninhalte bewertet.
Von den Inhalten werden die Betriebswirt-
schaft „am Wichtigsten“ und Mitarbeiterfüh-
rung/ Betriebsleitung als „wichtig“ erachtet.
Die weitere Qualifizierung allgemein, betrieb-
liche Interessen sowie gute berufliche Chan-
cen sind Hauptmotive für die Meisterfort-
bildung oder ein Studium.
Die Organisation der Fortbildungen oder des
Studiums wird im Durchschnitt kritischer be-
urteilt als die inhaltlichen Gestaltungen.
4.) Wichtige Kriterien der Unternehmen bei der
Einstellung von neuen Mitarbeitern
Auszubildende: sichtbares Interesse an der
Landwirtschaft, passende Persönlichkeits-
eigenschaften, Besitz der Fahrerlaubnis
Facharbeiter: Arbeitseinstellung (Einsatzbe-
reitschaft etc.), der persönliche Eindruck,
vielseitige Einsetzbarkeit
Führungskräfte: persönlicher Eindruck, die
vermutete Führungskompetenz, soziale
Kompetenz, EDV-Kenntnisse, vielseitige
Einsetzbarkeit, Praxiserfahrungen
Notwendige Verbesserungen der Facharbeiter-
ausbildung aus Sicht der Unternehmen
In % der Nennungen gesamt zu dieser Frage (nn = 554)
* Bewertung s.u.
ÜbA = Überbetriebliche Ausbildung, BS = Berufsschule
Wichtung (Häufigkeit von Nennungen) von
Kriterien der Ausbildung an landwirtschaftl.
Hochschulen/FH aus Sicht der Unternehmen
In % der beantworteten Fragebögen (N = 608)
* Bewertung s.u.
* Bewertung
von 0 % (innen = Verbesserung nicht nötig)
bis 100 % (außen = Verbesserung unbedingt erforderlich)
Quelle: Arp, B., Luther, T., Marschik, U., Neumann, E., Pohl, T., Stiehler, J. (2013): Untersuchung zum Berufsnachwuchs im Agrarbereich.
Schriftenreihe des LfULG, Heft 5/2013.
Abteilung 2, Referat 24, T. Pohl, E. Neumann
Telefon: +49 351 2612-2406
E-Mail: Tobias.Pohl@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Stand: April 2013