A B C D
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung1
Statuskennung und Klassierung
2

komplett überarbeitete Fassung
24.04.2019
3
2 Verfasser

überarbeitete Fassung vom 24.04.2019:
Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (Burkhard Lenzen, Dr. Holger Göttel, Christian Schneider)
Wolfgang Poppitz, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

überarbeitete Fassung vom 18.06.2018:
Wolfgang Poppitz, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Erstausgabe vom 14.12.2010:
Dr. Hans-Joachim Hummel, Umweltbundesamt (zz. der Herausgabe)
Dr. Detlef Wagner, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
Jürgen Kassens, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz BW
Wolfgang Poppitz, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
4 Die Auswertung kontinuierlicher Emissionsmessungen wird in Deutschland derzeit durch die Bundeseinheitliche Praxis bei der Überwachung der Emissionen vom 23.01.174 sowie die Schnittstellendefinition, Fassung April 20175 geregelt.
5 Die bezogen auf die BEP vom 04.08.10 in der Darstellung "SKK", Fassung vom 18.12.2012, enthaltenen Präzisierungen und Ergänzungen sind in die BEP 2017 eingeflossen.
6 Die vorliegende komplett überarbeitete Darstellung "SKK" stellt die Regelungen zur Auswertung kontinuierlicher Emissionsmessungen in der bekannten, in der Praxis bewährten Form dar. Die Anlagen wurden neu geordnet, neue Anlagen hinzugefügt sowie nicht mehr notwendige gestrichen.
7 Die Darstellung soll den Inhalt und die Anwendung der BEP 2017 sowohl für Hersteller von elektronischen Auswertesystemen, für Prüfinstitute (Eignungsprüfung), für Anlagenbetreiber (praktischer Einsatz), für nach § 29b BImSchG bekannt gegebene Messstellen (Kontrolle des ordnungsgemäßen Einbaus/ jährliche Funktionskontrolle) sowie für Genehmigungs- und Überwachungsbehörden verständlich machen und zugleich zum Nachschlagen detailliert aufzeigen. Sie enthält zusätzliche Informationen zur BEP. Um die Übersichtlichkeit der Tabellen nicht zu beeinträchtigen, sind viele Informationen (Vorgaben, Hinweise, Verweise) in Form von Anmerkungen dargestellt, um deren Beachtung unbedingt geben wird.
8 Bei der Eignungsprüfung ist die Anlage 13 unmittelbar für den Nachweis der ordnungsgemäßen Funktion der Auswerteeinrichtung anzuwenden. Die Einführung sowie die anderen Anlagen sind als Informationsquelle zu berücksichtigen.
9 Die Darstellung ist in folgende Anlagen gegliedert:   Seiten-anzahl
10   Einführung
Anlage 1: Definition der Statuskennung der Rohwerte
Anlage 2: Definition der Statuskennung der Kurzzeitmittelwerte
Anlage 3: Definition der Statuskennung der Langzeitmittelwerte
Anlage 4: Definition der Klassen, Meldungen und Datenspeicherung
Anlage 5: Übersicht der Klassierung der Kurzzeitmittelwerte sowie der Bildung und Klassierung der Tagesmittelwerte
Anlage 6: Übersicht der Bildung und Klassierung spezieller Langzeitmittelwerte
Anlage 7: Hinweise zur Charakteristik der Klassen
Anlage 8: Kurzdarstellung von Rundung und Klassierung gültiger Mittelwerte
Anlage 9: Beispiele für die Bildung der oberen Klassengrenzen
Anlage 10: Übersicht der digitalen Speicherung und Ausgabe von Mittelwerten und Daten
Anlage 11: Statuskennung und Klassierung am Beispiel eines Braunkohle-HKW (13. BImSchV)
Anlage 12: Statuskennung und Klassierung am Beispiel einer Müllverbrennungsanlage (17. BImSchV)
Anlage 13: Exemplarische Prüfung der SKK
Anlage 14: BEP Anhang J TEHG-Anlagen
Anlage 15: Abkürzungen
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11 Allgemeines    
12 Auf folgende wichtige Definitionen und Vorgaben der BEP wird allgemein hingewiesen:    
13   - Festlegung von Beginn und Ende des überwachungspflichtigen und des beurteilungspflichtigen Betriebs sowie der einzelnen
Betriebsarten der Anlage : A 1.32, A 1.8, 4.7.3
- (weitere) Festlegungen zu Betriebszuständen/ -arten, Betriebs- oder Bezugsgrößen sowie zur EFÜ: 4.7.4, 4.7.7 bis 4.7.9
sowie zum ordnungsgemäßen Einbau: 4.1.2
- Einsatz sowie Verfügbarkeit der Mess- und Auswerteeinrichtungen während des überwachungspflichtigen Anlagenbetriebs: 4.2.1, A 1.34
- Mittelungszeit: 2.3.1.13, A 1.25, 4.7.5
- Zeitbezug: A 1.35
- Erfassung der Mess- und Statussignale der Messeinrichtungen und der Anlage: A 1.23, A 1.30, B 1.1
- Bildung und Speicherung der Rohwerte sowie der anlagenbezogenen Statusdaten: A 1.1, A 1.28, B 1.1
- Bildung der KMW aus den Rohwerten: B 1.2, B 1.3
- Normierung und Umrechnung auf Bezugssauerstoffgehalt: B 1.4 bis B 1.6
- Bildung der KMW der Bezugsgrößen: A 1.9, B 1.4, 4.7.8
- Ersatzwerte für Bezugsgrößen: A 1.12, B 1.5
- Validierung: A 1.33, B 1.7, 4.7.6
- Berechnungen von Größen aus KMW: B 1.8

14   - Berechnung von Massenströmen bezüglich Überwachung auf Grenzwerteinhaltung: B 1.9
- Berechnung von Emissionsfrachten (Massenstrom für Bilanzierung): B 1.10
- Rundung von KMW und LMW: A 1.14, B 2.1; B 3.4
- gültige und ungültige KMW und LMW: B 2.5, B 3.5
- Einhaltung des gültigen Kalibrierbereiches: B 2.8, A 1.15
- Bildung der LMW aus KMW: B 3.1, B 3.2
- Verfügbarkeit von LMW: 2.1.4, D 3.4, E 3.1.4
- Bildung von JMW bei 13. und 17. BImSchV: D 3.5, E 3.1.5
- Speicherung bzw. manuelle als auch tägliche, monatliche und jährliche automatische Ausgabe: 2.3.1.7, 2.3.1.8, B 1.11, B 3.11, B 4


15 spezielle Hinweise: Fundstelle
17   - Im Zusammenhang mit der Ermittlung von Treibhausgas-Emissionen bei Anlagen im Anwendungsbereich des TEHG gelten
z. T. spezielle Vorgaben.
- Bezugsgrößen sind u. a. Temperatur, Druck, Wasserdampfvolumenanteil (Feuchtegehalt) und Sauerstoffvolumenanteil
(Sauerstoffgehalt).
- Unter Normierung der Messwerte wird die Umrechnung auf Normbedingungen (DIN EN 14181) bzw. Bezugsbedingungen
(DIN EN 15259) verstanden. I. d. R. bedeutet das die Umrechnung auf Normtemperatur und -druck (-> i. N.), auf trockenes
Abgas (-> trocken) und auf den Bezugssauerstoffgehalt (-> O2-bez.).
- Wird bei einer Anlage ggf. bei Messgrößen, die über einen längeren Zeitraum nicht beurteilungspflichtig sind, die Verfügbarkeit
nicht eingehalten, sind Sonderregelungen zu treffen.
- Liegen ≥ 2/3 gleichzeitig gültige
und beurteilungspflichtige Rohwerte im Mittelungszeitraum vor, ist der Mittelwert des gültigen
KMW aus den gültigen Rohwerten bei beurteilungspflichtigem Betrieb zu bilden. Ansonsten ist der Mittelwert des nicht
beurteilungspflichtigen oder ungültigen KMW aus allen gültigen Rohwerten bei überwachungspflichtigem Betrieb im
Mittelungszeitraum zu bilden.
6
- Der Zahlenwert der aus den gültigen Rohwerten des Mittelungszeitraums gebildeten KMW ist immer auszugeben (d. h. auch
wenn der KMW z. B. als "nicht beurteilungspflichtig", "Störung", "Wartung", "ungültig aus sonstigen Gründen" oder optional als
"außer Betrieb" klassiert wird).
- Die Mittelwerte sind i. d. R. gerundet, im Einzelfall nach Vorgabe der Behörde auch nicht gerundet (sinnvolle Stellenzahl)
auszugegeben. Besteht bei der Rundung der relevante Zahlenwert der Emissionsbegrenzung nur aus einer Ziffer
(z. B. Rußzahl), soll eine weitere Stelle angegeben werden.
- Bei EFÜ sollen die Mittelwerte mit einer Stelle mehr als zur Klassierung notwendig
7 übertragen werden. Darüber hinaus-
gehende Stellen sind wegzulassen (d. h. nicht zu runden).
- Bei der manuellen Ausgabe der Roh- und Mittelwerte, Daten bzw. Dokumente soll diese für Dritte (Behörden) leicht zu finden,
einzusehen, auszudrucken oder elektronisch zu kopieren sein.
- Bei der Rußzahl erfolgt keine Normierung auf Bezugsgrößen, keine Umrechnung auf einen Sauerstoffbezugswert und keine
Validierung der 3-min-Mittelwerte.
  BEP J

BEP B 1.4, 1.5

BEP B 1.4


BEP 4.2.1, A 1.34

BEP B 1.3, 2.2, 2.5


BEP B 4


BEP B 4



BEP 4.7.9

BEP 2.3.1.8

BEP 4.4, B 1.7
19 Anmerkungen    
20 1 an genehmigungsbedürftigen Anlagen nach TA Luft (vgl. Nr. 5.3.3) sowie Anlagen nach 1. BImSchV (vgl.
§ 18), nach 2. BImSchV (vgl. § 12 (7, 8)), nach 13. BImSchV (vgl. §§ 20 -22), nach 17. BImSchV (vgl.
§§ 16 - 17), nach 27. BImSchV (vgl. § 7), nach 30. BImSchV (vgl. §§ 8 - 10) und nach 31. BImSchV (vgl.
§§ 5 (5) und 6 sowie Anhang VI Nr. 2)
21 2 Die Darstellung "Statuskennung und Klassierung" kann abgekürzt als "SKK" bezeichnet werden (mit Anführungszeichen).
Hinweis:
Die fachlichen Begriffe Statuskennung und Klassierung (als Paar) können als
SKK abgekürzt werden, d. h. ohne Anführungszeichen.
22 3 Die Herausgabe und Anwendung der Darstellung "Statuskennung und Klassierung" in der vorliegenden Fassung vom 20.11.2017 wurde vom LAI-Fachgespräch "Prüfberichte" am 20.11.2017 beschlossen.
Die Fassung ersetzt die vom LAI-Fachgespräch "Prüfberichte" beschlossene Fassung vom 18.12.2012.
23 4 Bundeseinheitliche Praxis bei der Überwachung der Emissionen, Richtlinien über Mess- und Auswerteeinrichtungen für kontinuierliche Emissionsmessungen (RdSchr. d. BMUB v. 23.01.17; GMBl 2017 Nr. 13/14, S. 234)
Hinweis:
Diese Richtlinie wird abgekürzt als
BEP bezeichnet.
24 5 Emissionsfernübertragung, Schnittstellendefinition i. d. F. des Beschlusses des LAI vom 28.09.05,
aktuelle Fassung vom April 2017 (im Folgenden abgekürzt als "EFÜ-SchnStDef")
25 6 d. h.:
1) Bei gültigen KMW (= ≥ 2/3 gleichzeitig gültige und beurteilungspflichtige Rohwerte im Mittelungszeitraum) wird der Mittelwert des KMW aus den
gültigen Rohwerten (nur) bei beurteilungspflichtigem Betrieb gebildet. Gültige Rohwerte bei nicht beurteilungspflichtigem Betrieb werden nicht
berücksichtigt.
2) In allen anderen Fällen (= nicht beurteilungspflichtiger oder ungültiger KMW = Bildung eines gültigen KMW nicht möglich = < 2/3 gleichzeitig gültige
und beurteilungspflichtige Rohwerte im Mittelungszeitraum) wird der Mittelwert aus allen gültigen Rohwerten bei überwachungspflichtigem Betrieb im
Mittelungszeitraum (= Summe beurteilungspflichtiger und nicht beurteilungspflichtiger Betrieb) gebildet.
3) Optional soll es im Betriebszustand "Außer Betrieb" möglich sein, einen Mittelwert aus den gültigen Rohwerten zu bilden
(gesamter Mittelungszeitraum = nicht überwachungspflichtig).
26 7 zur notwendigen Anzahl der Kommastellen siehe Anlagen 8 und 9

  A B C D E F G H I J K
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung         Fundstelle
2                  
3 Anlage 1: Definition der Statuskennung der Rohwerte1             BEP A 3.1
5 Zeichen2 Bedeutung Priorität              
6       ≥ 1/2 oder < 1/22              
7 W3 ungültig wegen Wartung 1              
8 S4 ungültig wegen Störung 2              
9 X keine Messsignale 3              
10 M5 Messbereichsüberschreitung,
gültig
4              
11 G gültig 5              
13 Anmerkungen:                
14 1 Die Messsignale der Messeinrichtungen werden vom Auswertesystem in einer Abtastrate von 1 - 10 Hz abgefragt bzw. empfangen.
Laut BEP müssen die Messsignale in einem Zeitraster von
5 s als Rohwerte registriert werden. Die Messsigale werden sozusagen pro Zeitraster zu einem Rohwert "verdichtet". Die Art der "Verdichtung" ist jedoch freigestellt. I. d. R. erfolgt eine Mittelung der im jeweiligen Zeitraster eingegangenen Messsignale, es kann aber auch z. B. nur das letzte im Zeitraster empfangene Messsignal als Rohwert registriert werden.
Auch wenn im strengen Sinne keine Mittelung erfolgt, werden bei der Rohwert-Bildung trotzdem die Begriffe Mittelungszeit und Mittelwert verwendet.
Hinweise:
- Neben dem Status der Rohwerte (= "messwert-/ messgerätebezogene Statusdaten") registriert das Auswertesystem im gleichen Zeitraster auch
die anlagenbezogenen Statusdaten.
- Für den Begriff "Rohwert" wird keine Abkürzung verwendet. Das wurde absichtlich so vorgenommen, damit es zu keiner Verwechslung mit der
z. T. existierenden Abkürzung "RW" = "Rasterwert" kommen kann.
  BEP B 1.1
15 2 Die Priorität kommt zur Anwendung, wenn
a) Status ≥ 1/2 parallel vorliegen
oder
b) mehrere Status < 1/2 während der Mittelungszeit vorliegen.
Beispiele:
- zu a): Es wurden während der gesamten Mittelungszeit "gültige" Messsignale empfangen, gleichzeitgleich liegt aber der (von der
Messeinrichtung kommende) Status Wartung an. Der Rohwert erhält den Status Wartung (da höhere Priorität).
- zu a): Wenn innerhalb der Mittelungszeit 50 % Störung und 50 % gültig anliegen, dann erhält der Rohwert den Status Störung (da höhere
Priorität).
- zu b): Wenn innerhalb der Mittelungszeit 40 % Störung, 40 % gültig und 20 % keine Messsignale anliegen, dann erhält der Rohwert den Status
Störung (da höhere Priorität).
  BEP A 3.1
16 3 Das Statussignal wird von der AMS gesetzt, wenn die AMS eine automatische Null- oder Referenzpunktkontrolle durchführt. Das Statussignal kann auch manuell vom Wartungspersonal gesetzt werden.   Vorentwurf
zur VDI 4204/1
(2016-01)
17 4 Das Statussignal wird von der AMS gesetzt, wenn die AMS in Störung ist. Bei analoger Datenübertragung wird dieser Status auch von der Auswerteeinrichtung gesetzt, wenn der Rohwert eine parametrierte Grenze unterschreitet (normalerweise 3,5 mA).  
18 5 Zusätzlich zu den Vorgaben der BEP soll das Auswertesystem die Möglichkeit der Rohwert-Statuskennung "M" (= Messbereichsüberschreitung, gültig) enthalten.
Der Rohwertstatus "M" wird gesetzt, wenn der physikalische Messbereich der AMS erreicht ist oder überschritten wird.
Der Rohwertstatus "M" liegt bezüglich der Priorität zwischen "X" und "G".
Hinweise:
- Das LAI-Fachgespräch "Prüfberichte" und die VDI-Arbeitsgruppe „Emissionsermittlung mit automatischen Einrichtungen“ haben 2016-11
beschlossen, die Möglichkeit der Rohwert-Statuskennung "M" vorzugeben, da davon auszugehen ist, dass diese Anforderung in einer zukünftigen
EU-Norm zur Auswertung bei kontinuierlicher Emissionsmessung enthalten sein wird. Diese Anforderung ist im Entwurf der VDI-Richtlinie 4204
Blatt 1 enthalten.
- Auf die Aufnahme in die BEP wurde bisher verzichtet, da es zz. noch keine offizielle Vorgabe dafür gibt.
- Eine weitere Auswertung der Statusinformation Rohwertstatus "M" ist derzeit nicht vorgesehen.
- Die Benennung "Messbereichsüberschreitung" wurde aus pragmatrischen Gründen vorgenommen, da dieser Ausdruck geläufig ist. Wie oben
angegeben, müsste es eigentlich richtig "Messbereichsende erreicht oder überschritten" heißen.
  prEN 00264076-1:2015 #22-05;
Vorentwurf
zur VDI 4204/1
(2016-11)

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1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung           Fundstelle
2                          
3 Anlage 2: Definition der Statuskennung der Kurzzeitmittelwerte1           BEP A 1.17, A 3.2
4                          
5   Anlagenstatus (AS)         Messwertstatus     BEP A 3.2.3, Tabellen
A 2 und A 5
6         Priorität2 Zeichen        
7         ≥ 1 Rohwert ≥ 2/3 < 2/3 1 2    
8 Anlage im überwachungspflichtigen Betrieb 13 1 1 G s. u. s. u.      
9 Anlage außer Betrieb
(nicht überwachungspflichtig)
    25 2 X N6 N6      
10 unklarer Betriebszustand4     3 3 U X6 X6      
11                            
12 bei
Anlage im
überwachungspflichtigen
Betrieb
7
Messwertstatus 2 (MWS2)10   BEP A 3.2.4, Tabellen
A 3 bis A 5
13 Priorität An-/
Abfahr-betrieb
8
nicht beurteil. pflichtig8a ARE-
Ausfall
9 und
beurteilungs-
pflichtig
normaler Betrieb keine Angabe/ unklar  
14 ≥ 2/3 1 2 3 4 5    
15 < 2/3 1     2      
16 Messwertstatus 110
(MWS1)
   
Zeichen
A N R B X    
17 Priorität    
18 ≥ 2/3 < 2/3    
19 nicht beurteilungspflichtig8a 1   N + +          
20 gültig, außerhalb Kalibrierbereich und beurteilungspflichtig 2   K +   + +      
21 gültig, mit Ersatzwert berechnet12 und beurteilungspflichtig 3   E13 +   + +      
22 gültig und beurteilungspflichtig 4   G +   + +      
23 ungültig wegen Störung und beurteilungspflichtig 55 111 S +   + +      
24 ungültig wegen Wartung und beurteilungspflichtig 6 211 W +   + +      
25 ungültig wegen unklarem Fehlerzustand14 7   U         +    
26 ungültig aus sonstigen Gründen15 8 3 I +   + +      
27                            
28       Betriebsart (BA) (Beispiele)16   BEP A 1.16, A 3.2.5, Tabellen A 6
29 Priorität Zeichen  
30 -- 0 Betriebsart unklar oder Anlage außer Betrieb            
31 -- 1 Normalbetrieb (mit Kohle)                  
32 -- 2 Anfahren mit Heizöl (nicht beurteilungspflichtig)            
33 -- 3 Anfahrbetrieb mit Kohle u. z.T. Heizöl (Stabilisierungsphase, beurteilungspflichtig)      
34 -- ···                      
35                            
36 Anmerkungen:                      
37 1 Hinweis:
Im Zusammenhang mit der Ermittlung von Treibhausgas-Emissionen bei Anlagen im Anwendungsbereich des TEHG gelten z. T.
abweichende Vorgaben.
 
38 2 Fett markiert sind die Prioritäten, die besonders relevant sind.
Hinweis:
höchste Priorität = kleinste Zahl (1)
 
39 3 Hinweis:
Der Betriebszustand "Anlage im überwachungspflichtigen Betrieb" (= AS "G") hat immer die höchste Priorität, d. h. für ihn gilt die
2/3-Regel nicht. Sobald sich die Anlage während der Mittelungszeit bei mindestens einem Rohwert im überwachungspflichtigen Betrieb
befindet, wird dem AS die Kennung "G" gesetzt.



BEP A 3.2.3
40 4 Daten werden ggf. im Nachgang automatisch eingepflegt (bei Strom-/ Rechnerausfall).  
41 5 Die unterschiedliche (abgestufte) Priorität der folgenden nicht fett markierten Status ist eigentlich nicht notwendig (hat keine Bedeutung), da die Status bei ≥ 2/3 nicht parallel vorliegen, ist aber der Einheitlichkeit wegen vorgenommen worden .  
42 6 Die Vergabe des MWS1 und 2 bei AS "X" und "U" erfolgt nicht nach den allgemeinen Kriterien für den MWS1 und 2, sondern rein schematisch.
Ergibt sich für den KMW der AS "X", wird den MWS 1 und 2 automatisch die Kennung "N" zugewiesen.
Ergibt sich für den KMW der AS "U", wird den MWS 1 und 2 automatisch die Kennung "X" zugewiesen.
Hinweis:
Das ist wichtig, sonst ergeben sich falsche Kennungen und damit Klassierungen.
BEP A 3.2.3
43 7 Bei Anlagenstatus "G" wird nur in den Zeiten, in denen sich die Anlage im überwachungspflichtigen Betrieb befindet, der Messwertstatus 1 und 2 nach den allgemeinen Kriterien vergeben. Die Zeitanteile, in denen die Anlage außer Betrieb ist (nicht im überwachungspflichtigen Betrieb), werden hier nicht berücksichtigt. BEP A 3.2.4
44 8 "Anfahren"/ "Abfahren" oder "Anfahrbetrieb"/ "Abfahrbetrieb" gehören i. d. R. zum überwachungspflichtigen Betrieb.
Im Einzelfall soll es möglich sein, in Abhängigkeit von der Anlagenkonfiguration und nach behördlicher Vorgabe bei "Anfahrbetrieb"/
"Abfahrbetrieb" anstelle des 2/3-Kriteriums auch eine kleinere Mindestzeit (< 2/3) für die Ausweisung des gültigen KMW als
"Anfahrbetrieb"/ "Abfahrbetrieb" zu parametrieren ("erhöhte" Priorität von "A" vor "B" und "R").
Hinweise:
- Es kann erforderlich sein, zwischen den Betriebsarten "Anfahren"/ "Abfahren" (= nicht beurteilungspflichtig) und den Betriebsarten
"Anfahrbetrieb (Stabilisierungsphase)"/ "Abfahrbetrieb" (= beurteilungspflichtig) zu unterscheiden, um damit eine differenzierte
Klassierung zu erreichen (Beispiele dafür siehe Anlagen 11 und 12).
- Die maximale Dauer der Betriebsarten "Anfahren"/ "Abfahren"oder "Anfahrbetrieb"/ "Abfahrbetrieb" (je ununterbrochenem Ereignis) kann
von der Behörde begrenzt werden.
- Bei Statuskennung MWS2 "A" wird der Ausfall der ARE nicht (extra) erfasst (siehe Anmerkung 9).
- Eine Möglichkeit der Auswertung besteht auch darin (z. B. bei unterschiedlichen Brennstoffen oder Anlagenfahrweisen), zwei
Klassierungen einzurichten.
BEP 4.7.3
45 8a Im Einzelfall soll es möglich sein, in Abhängigkeit von der Anlagenkonfiguration und nach behördlicher Vorgabe bei nicht beurteilungspflichtig anstelle des 2/3-Kriteriums auch eine andere Mindestzeit (< 2/3 oder > 2/3) als Kriterium für die Ausweisung des gültigen KMW als nicht beurteilungspflichtig zu parametrieren ("erhöhte" Priorität von "N").
Hinweise:
- Das kann z. B. bei einer Zweistofffeuerungsanlage notwendig sein, um eine Messgröße je Brennstoff und Mischfeuerung klassieren zu
können (3 Kanäle).
- Die Konfiguration kann von < 1 Rohwert bis alle Rohwerte (0 - 100 %) im Mittelungszeitszeitraum betragen.
BEP D 2.4
46 9 Der ARE-Ausfall ist immer messgrößenbezogen zu betrachten und auszuwerten.
Die Kriterien (-> Statussignale) für Beginn und Ende eines ARE-Ausfalls sind in Absprache mit der zuständigen Behörde festzulegen.
Im Einzelfall soll es möglich sein, in Abhängigkeit von der Anlagenkonfiguration und nach behördlicher Vorgabe (z. B. bei 13. BImSchV-
Anlagen, REA) bei ARE-Ausfall anstelle des 2/3-Kriteriums auch eine kleinere Mindestzeit (< 2/3) für die Ausweisung des gültigen KMW
als ARE-Ausfall zu parametrieren ("erhöhte" Priorität von "R" vor "B" und ggf. "A").
Hinweise:
- Der ARE-Ausfall gilt nicht generell für die Anlage (d. h., für alle Schadstoff-Messgrößen), sondern ist bezogen auf die jeweilige(n)
Schadstoff-Messgröße(n), deren Emission die ARE vermindert.
- Bei "Anfahrbetrieb"/ "Abfahrbetrieb" ≥ 2/3 (Statuskennung "A") wird der Status "R" nicht vergeben.
BEP A 3.2.4
BEP 4.7.3
47 10 Bei der Vergabe der Statuskennung nach Priorität (bei Anlagenstatus "G") ist
a) grundsätzlich zwischen nicht beurteilungspflichtigen und beurteilungspflichtigen KMW
sowie
b) bei den beurteilungspflichtigen KMW zwischen gültigen und nicht gültigen KMW
zu unterscheiden (siehe Anlage 7).
Die Angabe "… und beurteilungspflichtig" bedeutet, dass jeweils (je Rohwert) beide Eigenschaften gleichzeitig vorliegen müssen.
BEP A 3.2.4
48 11 Status "S" und "W" werden nur vergeben, wenn ≥ 2/3 "Anlage im beurteilungspflichtigen Betrieb".
BEP A 3.2.4
49 12 Ein Ersatzwert wird herangezogen, wenn bei der Messung von Bezugsgrößen die 2/3-Regel nicht erfüllt werden konnte.
Können zur Bildung der KMW des Massenstroms im Einzelfall Ersatzwerte für die KMW des Volumenstroms verwendet werden, kommt der MWS1 "E" ebenfalls zur Anwendung.
BEP B 1.5
50 13 Hinweis:
Bei MWS1 "K" findet der MWS1 "E" (Ersatzwert bei Bezugsgrößen) auf Grund der niederigeren Priorität keine Berücksichtigung .
BEP A 3.2.4
51 14 nicht automatisch identifizierbar
Hinweise:
- Der Status wiederspiegelt einen unklaren Fehlerzustand; das ist nicht gleichzusetzten mit "ungültig wegen Störung" oder
"keine Messwerte".
- Der Status kommt z. B. zur Anwendung bei Division durch 0, fehlerhafter Parametrierung einer Rechenformel (z. B. 1++2) oder unklarem
Status der speziellen Betriebsart.
BEP A 3.2.4
52 15 Hinweis:
Sonstige Gründe könen sein:
- nicht beurteilungspflichtige Rohwerte <2/3
- Rohwerte unklar <2/3
 
53 16 Bei der Betriebsart gibt es keine Priorität. BEP A 3.2.5

  A B C D E F
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung Fundstelle
2        
3 Anlage 3: Definition der Statuskennung der Langzeitmittelwerte   BEP A 1.18,
A 3.3
4          
5 Zeichen Bedeutung      
7 G1 gültig, Verfügbarkeit eingehalten     BEP 2.1.4, B 3.5, D 3.4, E 3.1.4
8 V gültig, Verfügbarkeit nicht eingehalten    
9 U1 ungültig, Verfügbarkeit nicht eingehalten    
10 F ungültig, Verfügbarkeit eingehalten    
12 Anmerkungen:      
13 1 Diese Kennungen kommen zur Anwendung, wenn die Verfügbarkeit nicht zu überwachen ist.   BEP A 3.3

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1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung   Fundstelle
2              
3 Anlage 4: Definition der Klassen, Meldungen und Datenspeicherung1   BEP 2.3.1.2, B
5 Wert Klasse Summe 2 Mess-/
Rechen-
größe
3
Kennzeichnung Hinweise, Bemerkungen    
6    
8 1) Genehmigungsbedürftige Anlagen nach TA Luft      
10 KMW4 M1-M20 d, a A gültiger Kurzzeitmittelwert,
Emissionsbegrenzung für KMW eingehalten (KGW = 2x TGW
5),
20 Klassen von 0 bis ≤ KGW
= wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten ≥ 2/3 des Mittelungszeitraums   BEP B 2.7, C 2, C 3.1
11 S1 d, a M, A, Ü gültiger KMW,
Grenzwertüberschreitung: > KGW
= " und Grenzwertüberschreitung;
automatische Meldung "Grenzwertüberschreitung"
  BEP B 2.6, C 2, C 3.1
12 S2 d, a M ungültig aus sonstigen Gründen = wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten < 2/3 des Mittelungszeitraums;
ausgenommen S4, S5, S7, S8;
automatische Meldung "ungültig sonstige Gründe"
  BEP B 2.14, C 3
13 S36 d, a M gültiger KMW, mit Ersatzwert für Bezugsgrößen berechnet = wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten der Bezugsgrößen-
messeinrichtung < 2/3 des Mittelungszeitraums;
parallele Klassierung zu M1-M20, S1, S11, S14;
automatische Meldung "Ersatzwert Bezugsgröße"
  BEP B 2.9, C 3
14 S4 d, a M ungültig wegen Störung der Messeinrichtung = wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten < 2/3 des Mittelungszeitraums
und mindestens ein ungültiger Rohwert wegen Störung;
automatische Meldung "ungültig wegen Störung"
  BEP B 2.11, C 3
15 S5 d, a M ungültig wegen Wartung der Messeinrichtung = wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten < 2/3 des Mittelungszeitraums
und mindestens ein ungültiger Rohwert wegen Wartung und
kein ungültiger Rohwert wegen Störung;
automatische Meldung "ungültig wegen Wartung"
  BEP B 2.12, C 3
16 S67 d, a   überwachungspflichtiger Anlagenbetrieb = Betriebszeitzähler (Anzahl aller KWM bei überwachungspflichtigem Betrieb
im Mittelungszeitraster);
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen
  BEP B 2.3, C 3
17 S7 d, a M ungültig anlagenbedingt = wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten < 2/3 des Mittelungszeitraums
wegen anlagenbedingter Ursachen (Anfahren oder Abfahren
(Wechsel: nicht überwachungspfl. Betrieb ↔ überwachungspfl. Betrieb))
während des Mittelungszeitraumes;
automatische Meldung "ungültig anlagenbedingt"
  BEP B 2.10, C 3
18 S8 d, a M8 nicht beurteilungspflichtige KMW8
sowie unplausible KMW
9
= wenn Mittelwert der Messgröße bezogen auf die jeweilige Zeitdauer mit
≥ 2/3 gültigen Rohwerten im Mittelungszeitraum;
keine Klassierung in M1-M20, S1 - S5, S7, S9, S11, S14;
wenn Wert nicht beurteilungspflichtig, dann automatische Meldung
"nicht beurteilungspflichtig";
wenn unplausibler Wert, dann automatische Meldung "unplausibel"
  BEP B 2.4,
B 2.13, C 3
19 S910 w M Kurzzeitzähler für gültige KMW außerhalb des Kalibrierbereichs = Anzahl der KMW je Woche7;
Prüfung und Rücksetzung am Ende der Woche;
parallele Klassierung zu M1-M20, S1, S3, S11;
wenn KMW außerhalb Kalibrierbereich, dann automatische Meldung
"außerhalb Kalibrierbereich";
wenn Rücksetzung (bei jährlicher Funktionskontrolle), dann automatische
Meldung "RESETS9"
  BEP 1.11, B 2.8, C 3
20 S1011 s,
M, Ü
  Langzeitzähler bezüglich gültiger KMW außerhalb des Kalibrierbereichs = Anzahl der Wochen mit Überschreitung des Kriteriums8;
wenn Zähler > 5, dann automatische Meldung "Neue Kalibrierung
erforderlich! " (Wiederholung je Woche);
wenn Rücksetzung (bei jährlicher Funktionskontrolle), dann automatische
Meldung "RESETS10"
 
21 S1112 d, a M ARE-Ausfall = wenn ARE-Ausfall 2/3 des Mittelungszeitraums;
parallele Klassierung zu anderen Klassen;
automatische Meldung "Ausfall ARE"
  BEP B 1.15, C 3
22 S1413 d, a M, A, Ü gültiger KMW,
Grenzwertüberschreitung: > KGW
während Anfahrbetrieb
(oder ggf. Abfahrbetrieb)
= wenn Mittelwert der Messgröße bezogen auf die jeweilige Zeitdauer mit
≥ 2/3 gültigen Rohwerten im Mittelungszeitraum,
keine (parallele) Klassierung in S1;
automatische Meldung "Grenzwertüberschreitung Anfahrbetrieb"
HMW werden bei TMW-Bildung
nicht berücksichtigt.
  BEP B 2.16,
C 3.2, C 4.1;
TA Luft Nr. 5.1.2
23 S1714 d, a M, A, Ü gültiger KMW,
Grenzwertüberschreitung: > KGW
während Anfahrbetrieb
(oder ggf. Abfahrbetrieb
= wenn Mittelwert der Messgröße bezogen auf die jeweilige Zeitdauer mit
≥ 2/3 gültigen Rohwerten im Mittelungszeitraum;
keine (parallele) Klassierung in S1;
automatische Meldung "Grenzwertüberschreitung Anfahrbetrieb"
HMW werden bei TMW-Bildung
berücksichtigt.
  BEP B 2.16,
C 3.2, C 4.1;
TA Luft Nr. 5.1.2;
siehe Anm. 22
24 S "außer Betrieb" 15 d, a   Anlage außer Betrieb
(nicht überwachungspflichtig)
optionale Sonderklasse   BEP B 2.2
26 TMW
16
T1-T10 d, a A gültiger Tagesmittelwert, Emissionsbegrenzung für TMW eingehalten,
10 Klassen von 0 bis ≤ TGW
= å (HMW M1-M20, S1, S1714) / Anzahl der HMW M1-M20, S1, S1714 je
Tag;
wenn ≥ 6 h mit HMW M1-M20, S1, S14
13, S1714 je Tag;
= gültiger TMW
  BEP B 3.1 bis 3.9, C 4
27 TS1 d, a M, A, Ü gültiger TMW,
Grenzwertüberschreitung: > TGW
5
= "" und Grenzwertüberschreitung;
automatische Meldung "Tagesgrenzwertüberschreitung"
 
28 TS2 d, a M Bildung eines gültigen TMW nicht möglich
= å (HMW M1-M20, S1) / Anzahl der HMW M1-M20, S1 je Tag;
wenn HMW M1-M20, S1, S14
13, S1714 < 6 h je Tag;
automatische Meldung "Bildung gültiger TMW nicht möglich"
 
30 2) Anlagen nach 13. BImSchV    
32 KMW4, 17,18,
19
M1-M20 siehe 1) siehe 1) siehe 1)   BEP D 3.1, 3.2
33 S120 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
34 S2-S11 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
35 S12 e,
M, Ü
  aktueller ARE-Ausfall, auch über Tageswechsel hinaus12
= Summe je Ereignis "ununterbrochener Eintrag in S11";
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen;
wenn ≥ 49 Einträge in Folge, dann automatische Meldung
"ARE-Ausfall >24 h" mit Ausgabe des Zählerstandes (bei Andauer der
Ereignisse Wiederholung der Meldung je HMW);
Rücksetzung und neue Zählung bei nächstem ARE-Ausfall
  BEP D 1.6, 3.3, D 4.1;
13. BImSchV
§ 17
36 S13 365d,
gleitend,
M, Ü
  Ausfall der ARE je 12 Monate, gleitend12
= Summe je gleitendem 12-Monatszeitraum (365 d);
Wechsel des Gleitzeitraumes jeweils zum Tageswechsel;
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen;
wenn Zählerstand ≥ 241, dann automatische Meldung "ARE-Ausfall
>120 h" (einmalig je Tag)
 
37 S14 siehe 1) siehe 1) siehe 1)   BEP D 1.5;
13. BImSchV
§ 22 (1)
38 HGWG     A gültiger gleitend angepasster Halbstundenmischgrenzwert nur bei Mischfeuerung;
= Mittelwert der Größe bezogen auf die jeweilige Zeitdauer der Gültigkeit im
Mittelungszeitraum;
Mischungsregel: an das Brennstoff-Mischungsverhältnis gleitend angepasst
  BEP D 2.1, 2.2;
13. BImSchV § 10
39 O2BG     A gültiger gleitend angepasster Sauerstoffbezugswert  
41 TMW T1-T10 siehe 1) siehe 1) = å (HMW M1-M20, S1) / Anzahl der HMW M1-M20, S1 je Tag;
wenn ≥ 6 h mit HMW M1-M20, S1,
S14 je Tag;
= gültiger TMW
  BEP D 3.4
(BEP 2.1.1.13, 4.2.1)
13. BImSchV
§ 22 (1)
42 TS1 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
43 TS2 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
44 TS3 d, a M, A, Ü Tag, an dem die AMS > 6 HMW wegen Wartung oder Störung nicht in Betrieb war automatische Meldung "Verfügbarkeit nicht eingehalten"  
45 TS4 d, a A gültiger TMW,
GW für SAG eingehalten,
inverse Klassierung,
Ende der Klasse = GW für SAG
Bestimmung als TMW entsprechend BEP D 1.1 bis 1.4;
=å ((HMWroh M1-M20,S1 – HMWrein M1-M20,S1) / HMWroh M1-M20,S1)
/ Anzahl der HMW
roh/rein M1-M20,S1 je Tag,
nur wenn ≥ 6 h mit verwertbaren HMW
roh und HMWrein;
kann optional in Klassen T1-10 dargestellt werden
  BEP B 1.8, D 1.2 bis 1.4, D 3.4
46 TS5 d, a M, A, Ü gültiger TMW,
Grenzwertunterschreitung:
< GW für SAG,
inverse Klassierung,
Anfang der Klasse < GW für SAG
automatische Meldung "Grenzwertüberschreitung";
kann optional in Klasse TS1 dargestellt werden
   
47 TGWG     A gültiger gleitend angepasster Tagesmischgrenzwert siehe HGWG   BEP D 2.1, 2.2; 13. BImSchV § 8
49 JMW     M Jahresmittelwert = å gültige TMW / Anzahl der Tage mit gültigem TMW;
zum Jahreswechsel automatische Meldung "Jahresmittelwert" mit
Ausgabe folgender Daten:
- Messgröße
- Jahresgrenzwert
- Jahresmittelwerte
der letzten 5 Kalenderjahre
- jeweiliges Bezugsjahr
- jeweilige Anzahl der Tage mit gültigem TMW
  BEP D 3.5, 4.2;
13. BImSchV
§ 22 (4)
51 3) Anlagen nach 17. BImSchV    
53 KMW M1-M20 siehe 1) siehe 1) siehe 1)   BEP E 3.1
54 S121 siehe 1) siehe 1) siehe 1);
bei Staub
und Ausfall der ARE kein Eintrag (--> S15, S16)
 
55 S2-S10   siehe 1) siehe 1)    
56 S11 d, a,
M, Ü
M ARE-Ausfall12 = wenn ARE-Ausfall;
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen;
wenn Zählerstand ≥ 121, dann automatische Meldung
"ARE-Ausfall > 60 h" (einmalig je Tag)
  BEP E 2.2, 3.1;
17. BImSchV
§ 21 (3)
57 S12 e,
M, Ü
  aktueller ARE-Ausfall12


= Summe je Ereignis "ununterbrochener Eintrag in S11"
(Unterbrechung = kein Eintrag in S11);
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen;
wenn ≥ 9 Einträge in Folge, dann automatische Meldung
"ARE-Ausfall > 4 h" mit Ausgabe des Zählerstandes (bei Andauer des
Ereignisses Wiederholung der Meldung je HMW);
Rücksetzung und neue Zählung bei nächstem ARE-Ausfall (erneuter Eintrag
in S11 nach Unterbrechung)
 
58 S15 d, a A gültiger KMW
bei Staub HMW ≤ 150 mg/m³
und Ausfall der ARE
= wenn Mittelwert der Messgröße bezogen auf die jeweilige Zeitdauer mit
≥ 2/3 gültigen Rohwerten im Mittelungszeitraum;
keine Klassierung in M1-M20 und S1
 
59 S16 d, a M, A, Ü gültiger KMW
bei Staub HMW > 150 mg/m³
und Ausfall der ARE
= " ;
keine Klassierung in S1;
automatische Meldung "Grenzwertüberschreitung bei Ausfall ARE"
 
60 S1722 d, a M, A, Ü gültiger KMW,
Grenzwertüberschreitung: > KGW
während Anfahrbetrieb
siehe 1)   BEP C 3.2, C 4.1, E 6.3.1
61 HGWG siehe 2) siehe 2) siehe 2)   in Anlehnung an 2);
17. BImSchV
Anl. 3
62 O2BG  
64 TMW T1-T10 siehe 1) siehe 1) = å (HMW M1-M20, S1, S15, S16, S1722) / Anzahl der HMW M1-M20, S1,
S15, S16, S17
22 je Tag;
nur wenn ≥ 6 h mit HMW M1-M20, S1, S15, S16, S17
22 je Tag;
= gültiger TMW
  BEP E 3.1.4
65 TS1 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
66 TS2 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
67 TS3 d, a M, Ü, A Tag, an denen die AMS > 5 HMW
wegen Wartung oder Störung nicht
in Betrieb war
siehe 2)  
68 TGWG     A gültiger gleitend angepasster Tagesmischgrenzwert siehe 2)   siehe HGWG
70 10-min
-MW TNBZ
TNBZ1-TNBZ10 d, a A gültiger 10-min-Mittelwert der
Nachverbrennungstemperatur,
Mindesttemperatur eingehalten,
inverse Klassierung: 10 Klassen
von Mindesttemperatur + 200°C
bis Mindesttemperatur
= wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten ≥ 2/3 der Mittelungszeit;
Ende der 10. Klasse = Mindesttemperatur

  BEP E 3.2.1, 4.1;
17. BImSchV
§ 6, 7, 16 (1)











71 TNBZ11-TNBZ20 d, a M, A, Ü gültiger 10-min-MW,
Mindesttemperatur unterschritten,
inverse Klassierung: 10 Klassen
von < Mindesttemperatur
bis Mindesttemperatur - 200°C
= " ;
Anfang der 11. Klasse < Mindesttemperatur;
automatische Meldung "Unterschreitung Mindesttemperatur"
23
 
72 TNBZ21 d, a M ungültig wegen Störung oder Wartung
der AMS
= wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten < 2/3 des Mittelungszeitraums
und mindestens ein ungültiger Rohwert wegen Störung oder Wartung;
automatische Meldung "ungültig wegen Störung"
automatische Meldung "Störung/ Wartung";
alternativ können auch die Klassen S4 und S5 belegt werden
 
73 S2, S6 bis S8 siehe 1) siehe 1) siehe 1)    
74 S1722 siehe 1) gültiger KMW,
Grenzwertunterschreitung: < KGW
während Anfahrbetrieb
= wenn Mittelwert der Messgröße bezogen auf die jeweilige Zeitdauer mit
≥ 2/3 gültigen Rohwerten im Mittelungszeitraum;
keine (parallele) Klassierung in TNBZ11 bis 20;
automatische Meldung "Grenzwertunterschreitung Anfahrbetrieb"
  BEP C 3.2,
C 4.1, E 6.3.1
76 JMW siehe 2) siehe 2) siehe 2)   BEP E 3.1.5, 4.1;
17. BImSchV § 17 (4)
78 VUB VUB   d, a Verriegelung oder Unterbrechung
der Beschickung
= Summe der Zeiten, in denen die Beschickung der Anlagen verriegelt oder
unterbrochen war;
in h:min, Auflösung = 1 min;
automatische Meldung "Beschickung verriegelt" oder "Beschickung frei"
  BEP E 2.1., 4.1;
17. BImSchV
§ 4 (8, 9)
80 4) Anlagen nach 27. BImSchV    
82 SMW CO M1-M20 d, a A gültiger Stundenmittelwert,
GW eingehalten,
20 Klassen von 0 bis ≤ GW
analog 1)   BEP F 3.1.2
83 S1 d, a M, A, Ü gültiger SMW,
Grenzwertüberschreitung: > GW
   
84 S2-S11 siehe 1) siehe 1) siehe 1)    
85 SMW Staub
zur Filter-kontro-lle
24
F1 d, a A25 Alarmwert unterschritten
oder
gültiger SMW, GW eingehalten
a) Leckagemonitore (qualitative Staubmessung):
= Unterschreitung des Alarmwertes während der gesamten
Mittelungszeit;
b) Staubmonitore (qual.) und Staubkonzentrationsmesseinrichtungen
(quantitative Staubmessung):
= Mittelwert bezogen auf die jeweilige Zeitdauer mit gültigen
Rohwerten im Mittelungszeitraum;
obere Klassengrenze = GW
alternativ kann auch die Klasse M1 belegt werden
  BEP F 3.3;
VDI 3891
(2015-07)
9.4.4, Anhang C
DIN EN 15859
(2010-08)
86 FS1 d, a M, A, Ü25 Alarmwert erreicht oder überschritten
oder
gültiger SMW,
Grenzwertüberschreitung
a): qualitativ arbeitende AMS: = Überschreitung des Alarmwertes;
b): quantitativ arbeitende AMS: > GW;
automatische Meldung "Grenzwertüberschreitung";
alternativ kann auch die Klasse S1 belegt werden
 
87 FSÜ   d, a Summe der Zeitdauer der Ereignisse der Überschreitungen a): qualitativ arbeitende AMS: Ausgabe in h:min:s; Auflösung ≥ 1 s;
b): quantitativ arbeitende AMS: Ausgabe in h; Auflösung = 1 h
  BEP F 2.3;
DIN EN 15859
88 FS2, FS4 bis FS8,
FS11
siehe 1) siehe 1) siehe 1)   BEP F 2.2
90 10-min
-MW TNBZ
TNBZ1 d, a A gültiger 10-min-Mittelwert26 der
Nachverbrennungstemperatur,
Mindesttemperatur eingehalten,
inverse Klassierung
= wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten ≥ 2/3 der Mittelungszeit;
Ermittlung im 10-min-Zeitraster -> Klassierung;
Ende der Klasse = Mindesttemperatur;
alternativ oder zusätzlich können auch die Klassen TNBZ1 bis TNBZ10
belegt werden;
gleitende Ermittlung im 1-min-Zeitraster -> Auslösung der Verriegelung/
Entriegelung der Beschickung;
automatische Meldung "Beschickung verriegelt" oder "Beschickung frei"
27
  BEP F 3.2.2;
VDI 3891
(2015-07)
9.4.3, Anhang C
91 TNBZ2 d, a M, A, Ü gültiger 10-min-Mittelwert,
Mindesttemperatur unterschritten,
inverse Klassierung
= " ;
Anfang der Klasse < Mindesttemperatur;
automatische Meldung "Unterschreitung Mindesttemperatur";
alternativ oder zusätzlich können auch die Klassen TNBZ11 bis TNBZ20
belegt werden
 
92 TNBZ3 d, a M ungültig wegen Ausfall der AMS = wenn Anteil der Zeit mit gültigen Rohwerten < 2/3 des Mittelungszeitraums
und mindestens ein ungültiger Rohwert wegen Störung oder Wartung;
automatische Meldung "Ausfall Messeinrichtung";
alternativ können auch die Klassen S4 und S5 belegt werden
 
93 S2, S6 bis S8 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
94 TNBZU   d, a Summe der Zeitdauer der
Unterschreitung der Mindesttemperatur
in h:min; Auflösung = 1 min  
96 VUB VUB   d, a Verriegelung oder Unterbrechung
der Beschickung
= Summe der Zeiten, in denen die Beschickung der Anlagen verriegelt oder
unterbrochen war
in h:min, Auflösung = 1 min;
automatische Meldung "Beschickung verriegelt" oder "Beschickung frei"
  BEP F 2.2;
VDI 3891
9.4.1, Anhang C
97 By-pass Bypass   d, a Bypass-Betrieb = Summe der Zeiten, in denen die ARE wegen Störung der Anlage im Notfall
umgangen wurde
in h: min, Auflösung = 1 min;
automatische Meldung "Beginn Bypassbetrieb" oder "Ende Bypassbetrieb"
  BEP F 2.3
VDI 3891
9.4.1, Anhang C
99 5) Anlagen nach 30. BImSchV    
101 HMW M1-M20 d, a A siehe 3); bei N2O und Volumenstrom
bis zum MBE
siehe 3)   BEP G 2.1
102 S1 d, a M, A, Ü siehe 3) siehe 3); entfällt bei N2O und Volumenstrom    
103 S2-S10 siehe 1) siehe 1) siehe 1); bei Volumenstrom entfallen S9, S10    
104 S11 d, a,
M, Ü
M siehe 3) = wenn ARE-Ausfall (≥ 2/3 Mittelungszeit);
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen;
wenn Zählerstand ≥ 193, dann automatische Meldung
"ARE-Ausfall > 96 h" (einmalig je Tag)
  BEP G 2;
30. BImSchV
§ 13 (2)
105 S12 d, a,
M, Ü
  Summe der Ereignisse
"ununterbrochener ARE-Ausfall
> 8 Stunden"
1 Zähler = 1x "ununterbrochener ARE-Ausfall > 8 h" (= ununterbrochener
Eintrag in S11 mit ≥ 17 Einträgen in Folge);
parallele Klassierung zu allen anderen Klassen;
wenn Ende des Ereignisses, dann automatische Meldung "ARE-
Ausfall > 8 h" mit Ausgabe der Summe der Einträge in S11 je Ereignis
   
106 S15 d, a A bei Staub HMW ≤ 100 mg/m³
und Ausfall der ARE
siehe 3)    
107 S16 d, a M, A, Ü bei Staub HMW > 100 mg/m³
und Ausfall der ARE
siehe 3)    
109 TMW T1-T10 siehe 3) siehe 3); bei N2O bis zum MBE28 siehe 3)   BEP G 2.2
110 TS1 siehe 3) siehe 3) siehe 3); bei N2O entfällt TS1  
111 TS2 siehe 3) siehe 3) siehe 3); bei N2O entfällt TS1  
112 TM TM   d, A Tagesmasse
von N
2O und Ges-C
sowie Einsatzstoffen
= å (HMWC M1-M20, S1, S15, S16 x HMWVolStr x 30 min)29   BEP G 2.3;
30. BImSchV
§ 10 (2)
114 MM MM   m aktuelle Monatsmasse (kumulativ),
Monatswert der Masse von N
2O,
Ges-C und Einsatzstoffen
= å TM   BEP G 2.3
115 MMV MMV   m, A aktueller Monatsmittelwert (kumulativ) des Massenverhältnis von N2O und von Ges-C = å (TMSchadstoff / TMEinsatzstoff30) / Anzahl der Tage mit TMSchadstoff > 0    
117 6) Anlagen nach 2. und 31. BImSchV    
119 SMW M1-M20 d, a A gültiger Stundenmittelwert,
GW eingehalten,
20 Klassen von 0 bis ≤ 1,5x GW
siehe 1)   BEP Anh. H;
2. BImSchV
§ 12 (9, 10);
31. BImSchV
Anh. VI Nr. 2
120 S1 d, a M, A gültiger SMW,
Grenzwertüberschreitung: > 1,5x GW
 
121 S2-S11 siehe 1) siehe 1)  
122                
123 TMW T1-T10 siehe 1) siehe 1) siehe 1)  
124 TS1-TS2  
126 7) Anlagen nach 1. BImSchV    
128 3-min-MW RZ4 M1-M20 siehe 1) siehe 1) siehe 1)   BEP Anh. I;
1. BImSchV § 18;
VDI RL 2066/8 (1995)
129 S1  
130 S2,
S4 - S8
 
132 TMW
RZ
4
T1-T10,
TS1, TS2
siehe 1) siehe 1) siehe 1)    
134 Anmerkungen:            
135 1 Hinweis:
Im Zusammenhang mit der Ermittlung von Treibhausgas-Emissionen bei Anlagen im Anwendungsbereich des TEHG gelten die speziellen
Vorgaben nach BEP Anhang J.
 
BEP J
136 2 Summe = ganzzahlige Zahl;
d = Zählung (kumulativ) je Tag; w = ... je Woche; m = ... je Monat; a = ... je Kalenderjahr; Rücksetzung auf Null und neue Zählung bei
Beginn eines neuen Zeitabschnittes;
e = Zählung (kumulativ) je (zusammenhängendem) Ereignis, Rücksetzung auf Null und neue Zählung bei Beginn eines neuen Ereignisses;
s = Zählung (kumulativ), Rücksetzung durch autorisierte Stelle;
M = automatische Meldung (bei Eintritt) des Ereignisses (mit Angabe von Datum, Zeit, Kennzeichnung (Messgröße, Ereignis) und des
aktuellen Zählers); Ausgabe in extra Tabelle (z. B. "Meldungen") je Tag und je Jahr;
Ü = bei EFÜ: spontane Sondermeldung (bei Eintritt) des Ereignisses (mit Angabe von Datum, Zeit, Kennzeichnung (Messgröße, Ereignis) und
des aktuellen Zählers)
  BEP 2.3.1.2,
2.3.2.2, B 4
137 3 Mess- bzw. Rechengröße = physikalische Größe = Zahlenwert mit Maßeinheit;
d = Ausgabe der Größe direkt in Tabelle "Häufigkeitsverteilung" (kumulativ) je Tag; m = ... je Monat; a = ... je Kalenderjahr, ...;
Rücksetzung auf Null und neue Aufsummierung bei Beginn eines neuen Zeitabschnittes;
M = automatische Meldung (bei Eintritt) des Ereignisses (mit Angabe von Datum, Zeit, Kennzeichnung (Messgröße, Ereignis) und der
aktuellen Größe); Ausgabe in extra Tabelle (z. B. "Meldungen") je Tag und je Jahr;
A = Aufzeichnen der Größen in Tabellenform mit sinnvollem Zeitraster (z. B. HMW mit zugehöriger Statuskennung und Kenngröße für
Betriebsart je Tag, TMW je Monat, TM je Monat, MMV je Jahr) als pdf-Datei;
Ü = bei EFÜ: spontane Sondermeldung (bei Eintritt) des Ereignisses (mit Angabe von Datum, Zeit, Kennzeichnung und der aktuellen Größe)
  BEP 2.3.1.2,
2.3.2.2, B 4
138 4 zur Rußzahl (RZ):
Bei Messung der Rußzahl werden die Sonderklassen S3 sowie S9 bis S11 nicht belegt.
Hinweise:
- siehe VDI 4203/1 Anh. A2 (2017)
- Die Mittelungszeit für den KMW der RZ beträgt generell 3 min. Im Einzelfall kann auch eine Mittelungszeit von 1 min beibehalten werden (für den
Betreiber ungünstiger).
- Bei älteren Auswertesystemen oder 1. BImSchV-Anlagen (Einsatz einer eignungsgeprüften (neuen) Auswerteeinrichtung unverhältnismäßig) ist
alternativ auch folgende Auswertung möglich:
- kontinuierliche Aufzeichnung der 1- oder 3-min-MW (täglich; digital oder ggf. mittels Schreiber;
keine TMW-Bildung)
- Registrierung der Überschreitungszeiten (1
- oder 3-min-MW > 1 (≥ 1,5)) und der der Brennerlaufzeiten mittels Betriebsstundenzähler (täglich
und als Jahressumme)
zu Staub zur Filterkontrolle:
siehe 4) SMW Staub, jedoch als HMW
  TA Luft Nr. 5.4.1.2.2;
BEP 2.2.2, 4.4,
C 3.1;
VDI 4203/1
Anh. A2 (2017);
VDI RL 2066/8



BEP C 2;
TA Luft Nr. 5.3.3.2 (1), 5.4.1.2.1
139 5 Bei TA Luft-, 1. BImSchV- und 13. BImSchV-Anlagen entspricht der TGW dem GW. Der HGW ist dann das Doppelte vom GW.
Hinweis:
Da es bisher immer wieder zu Unklarheiten kam bezüglich des Begriffes Grenzwert, werden in der neuen BEP konsequent die Begriffe Grenzwert für den Kurzzeitmittelwert (KGW) sowie Grenzwert für den Tagesmittelwert (TGW) verwendet.
  BEP B 2.6, B 3.7
140 6 Hinweis:
Wenn KMW außerhalb des Kalibrierbereichs liegen (--> Klassierung in S9)
und mit Ersatzwerten normiert/ berechnet wurden,
wird die Klasse S3 nicht belegt.
 
BEP A 3.2.4
141 7 Hinweis:
- Während des überwachungspflichtigen Betriebs wird immer in die Sonderklasse "überwachungspflichtiger
Anlagenbetrieb" (S6) gezählt - parallel zu anderen Klassen (siehe Anlage 7).
- Außerhalb des überwachungspflichtigen Betriebs soll keine Klassierung in die Sonderklassen
"überwachungspflichtiger Anlagenbetrieb" (S6) oder "nicht beurteilungspflichtige KMW" (S8)
erfolgen.
 
BEP B 2.3
142 8 Hinweise:
- Kommt es regelmäßig vor, dass viele KMW nicht beurteilungspflichtig sind (z. B. bei Messgrößen, die bei bestimmten Betriebsarten nicht
beurteilungspflichtig sind), kann im Einzelfall mit der Behörde abgestimmt werden, hierbei auf die Ereignismeldung zu verzichten.
- Die Sonderklasse S8 darf nur bei AS "Anlage in Betrieb" (überwachungspflichtiger Betrieb) belegt werden (d. h. nicht bei Anlage außer Betrieb).
 
BEP B 2.17
143 9 Hinweis:
Kommt nur sehr selten zur Anwendung.
   
144 10 Die Sonderklasse S9 zählt die KMW innerhalb einer Woche (Montag 00:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr), die außerhalb des gültigen Kalibrierbereiches liegen.
Am Ende der Woche wird geprüft, ob mehr als 5 % der KMW außerhalb liegen (bezogen auf S6). Ist das der Fall, wird S10 um "1" erhöht.
Liegen mehr als 40 % KMW innerhalb einer Woche außerhalb des gültigen Kalibrierbereiches, wird S10
um "6" erhöht.
Nach der Prüfung zum Wochenwechsel wird S9 auf Null zurückgesetzt. Eine Rücksetzung erfolgt auch im Rahmen der jährlichen Funktionskontrolle oder nach einer Kalibrierung durch die autorisierte Stelle.
Hinweise:
- Grundsätzlich bezieht sich die Belegung der Klasse S9 auf die tatsächliche wöchentliche Betriebszeit (S6).
"Falls die Anlage nicht kontinuierlich betrieben wird, dürfen die Prozentwerte auf Basis der letzten 168 Betriebsstunden, die eine Woche
Anlagenbetrieb repräsentieren, berechnet werden."
- Überschreitung des gültigen Kalibrierbereiches =:
normierter KMW > 1,1*ys,max
 






DIN EN 14181 6.5 (2015)
BEP B 2.8
145 11 Die Sonderklasse S10 ist der Langzeitzähler bezüglich der Überprüfung der Gültigkeit der Kalibrierfunktion (siehe Fußnote 8).
Die Be-/ Auswertung erfolgt am Ende jeder Woche: Wenn der Zähler in S10 > "5" beträgt, wird automatisch die Meldung "Neue Kalibrierung erforderlich!" ausgelöst. Die Meldung wird so lange ausgegeben, bis die Überprüfung gemäß DIN EN 14181 erfolgt ist und S10 zurückgesetzt wurde.
Die Klasse wird fortlaufend gezählt, es erfolgt keine Rücksetzung zum Jahreswechsel. Die Rücksetzung erfolgt im Rahmen der jährlichen Funktionskontrolle oder nach einer Kalibrierung durch die autorisierte Stelle.
   
146 12 Die Klasse ist für jede Messgröße (Schadstoffkomponente) zu führen, für die die ARE (eine oder mehrere) zur Emissionsminderung betrieben wird.
Hinweise:
- siehe Anlage 2, Anmerkung 9
- Bei Anfahrbetrieb ≥ 2/3 (= beurteilungspflichtig; MWS2 "A") werden bei ARE-Ausfall die Klassen S11 sowie S12 und S13 nicht belegt.
 


BEP A 3
147 13 Die Klassierung in Sonderklasse S14 ist bei Anlagen der TA Luft optional.
Hinweise:

- Die Behörde kann diese Klassierung im Einzelfall festgelegen.
- Bei 13. BImSchV-Anlagen ist die Klassierung in S14 ist vorgeschrieben.
- Der sogen. (beurteilungspflichtige) Anfahrbetrieb wird auch als Stabilisierungsphase bezeichnet.
- Die Klassierung in S14 bezieht sich i. d. R. auf den Anfahrbetrieb, eher selten auf den Abfahrbetrieb. Eine Unterscheidung bei der Statuskennung
ist über die Betriebsart möglich; bei der Klassierung erfolgt keine Unterscheidung.
- zum Einzelfall ("erhöhte" Priorität von "A") siehe Anlage 2, Anmerkung 8, Satz 2
  BEP E 6.3.1;
TA Luft Nr. 5.1.2;
VDI 3460/1 6.3.9 (2014)
148 14 Die Klassierung in Sonderklasse S17 ist bei Anlagen der TA Luft optional.
Bei TA Luft-Anlagen muss die Möglichkeit der Sonderklassierung in S14 oder in S17 bestehen.
Hinweise:
- siehe Anm. 22 und 13
- Die Behörde hat festzulegen, ob die KMW, die bei An- oder Abfahrbetrieb den Grenzwert für den Kurzzeitmittelwert überschreiten, bei der
TMW-Bildung zu berücksichtigen sind (-> S17) oder nicht zuberücksichtigen sind (-> S14).
  B 2.16, C 3.2;
TA Luft Nr. 5.1.2
149 15 Hinweise:
- Wenn gewünscht (Betreiber/ Behörde), kann der Betriebszustand "Anlage außer Betrieb" in einer gesonderten Klasse (neu anzulegende
Sonderklasse) gezählt werden. Damit wird der lückenlose Nachweis des Anlagenbetriebs über alle Stunden des Jahres ermöglicht.
- Auf eine Vergabe einer Sonderklassen-Nr. wurde hier verzichtet, da in der BEP keine vorgegeben ist. Aus pragmatischen Gründen ist dies jedoch
möglich.
  BEP B 2.2
150 16 Für Anlagen, bei denen im Einzelfall der Schwefelemissionsgrad zu überwachen ist, gilt sinngemäß 2):
- TS4: Tagesmittelwerte, an denen der Schwefelemissionsgrad eingehalten wird.
- TS5: Tagesmittelwerte, an denen der Schwefelemissionsgrad nicht eingehalten wird.
  BEP C 4.2, D 1.2
151 17 Bei der Messung der Rußzahl an Gasturbinen wird die Klasse S14 nicht belegt.
Bei der Messung der Rußzahl an Feuerungsanlagen bei Einsatz von HEL zählt die Sonderklasse S14 ab Überschreitung des Grenzwertes (TGW).

Hinweise:

- Da für den Dauer- und den An- bzw. Abfahrbetrieb von Gasturbinen unterschiedliche Emissionsbegrenzungen bestehen, sind hier zwei separate
Kanäle (Klassierungen) sinnvoll.
- Bei der Messung der Rußzahl an Anlagen der 13. BImSchV erfolgt keine TMW-Bildung.
  BEP D 1.9;
VDI RL 2066/8;
13. BImSchV § 6 (2)
152 18 Hinweis/ Option:
Zusätzlich ist die Klassierung und Dokumentation der HMW des Schwefelabscheidegrades sinnvoll. Die Klassierung erfolgt dann invers.
  BEP D 3.2
153 19 bei Mehrstofffeuerungen:
Die beim Einsatz verschiedener Brennstoffe gewonnenen Mittelwerte sollten getrennt klassiert und gespeichert werden (z. B. als verschiedene
Betriebsarten).
  BEP D 2.4
154 20 Entsprechend gesetzlicher Regelung kann bei ARE-Ausfall bei einer festgelegten Anzahl von HMW ("Jahreskontingent") der HGW und infolge auch der TGW betreffender Messgrößen überschritten werden.
Hinweise:
- Die Möglichkeit der Nichtberücksichtigung von diesbezüglichen Überschreitungen (innerhalb "Jahreskontingent") in der Klasse S1 ist in der
BEP nicht vorgesehen.
- Alle diesbezüglichen Überschreitungen sollten vom Betreiber einzeln kommentiert und bei der Jahresauswertung extra dargestellt werden.
- siehe Anm. 12, Hinweis 2
  13. BImSchV,
§ 17
155 21 Entsprechend gesetzlicher Festlegung kann bei ARE-Ausfall bei einer festgelegten Anzahl von HMW ("Jahreskontingent") der HGW und infolge auch der TGW betreffender Messgrößen überschritten werden, ausgenommen für Ges-C und CO.
Hinweise:
- Für Staub gilt generell eine spezielle Regelung (siehe S15 und S16).
- siehe Anm. 20, Hinweise 1 bis 3
  17. BImSchV
§ 21 (3, 4);
30. BImSchV
§ 13 (2)
156 22 Gültige Kurzzeitmittelwerte mit MWS2 "A" (bei Anfahrbetrieb/ Stabilisierungsphase) sind bei Grenzwertüberschreitung (Unterschreitung bei TNBZ, SAG) in S17 anstelle S1 zu klassieren. Diese KMW werden bei der TMW-Bildung berücksichtigt.
Die Klassierung in Sonderklasse S17 ist bei 17. BImSchV-Anlagen optional.
Hinweise:
- Diese Klassierung entspricht dem Beschluss des LAI-Fachgesprächs "Prüfberichte" vom 25./26. April 2017. Er setzt die Vorgaben der BEP
E 6.3.1 Absatz 6 und 7 bzw. VDI 3460/1 6.3.9 Absatz 3 um und ermöglicht damit die "Sonderlösung für die Bewertung der
überwachungspflichtigen Komponenten, die einzig von der Feuerung abhängig sind" (TNBZ, CO, Ges-C, NOx) während des Anfahrbetriebs.
- Die Klassierung ist im Einzelfall durch die Behörde festzugelegen.
- Diese Klassierung ist (noch) nicht in der BEP 2017 enthalten. Es ist vorgesehen, bei der nächsten Novellierung diese Klassierung in die BEP
aufzunehmen.
- Die Klassierung in S17 erfolgt nur bei beurteilungspflichtigem Anfahrbetrieb, nicht bei Abfahrbetrieb. Daher muss, sollte es einen
beurteilungspflichtigen Abfahrbetrieb geben, neben dem MWS2 auch die spezielle Betriebsart berücksichtigt werden.
- Die Klassierung des KMW in S17 entspricht der Klassierung von KMW in S14 bei 13. BImSchV-Anlagen sowie bei Anlagen der TA Luft. Der
Unterschied besteht darin, dass die jeweiligen KMW bei der TMW-Bildung zu berücksichtigen sind.
- zum Einzelfall ("erhöhte" Priorität von "A") siehe Anlage 2, Anm. 8, Satz 2
  TA Luft Nr. 5.1.2;
BEP E 6.3.1;
VDI 3460/1 6.3.9
157 23 Diese Anforderung ist in der BEP als solche nicht enthalten (ist übersehen worden).
Hinweise:
- Auf die automatische Meldung "Beschickung verriegelt" wurde hier verzichtet, weil i. d. R. die Meldung "Unterschreitung Mindesttemperatur"
gleichzeitig "Beschickung verriegelt" bedeutet. Im beurteilungspflichtigen Betrieb ist nur während des Anfahrbetriebs (Stabilisierungsphase) bei
Unterschreitung der Mindesttemperatur trotzdem die Beschickung der Anlage möglich, d. h. hier bedeutet die Meldung "Unterschreitung
Mindesttemperatur" nicht "Beschickung verriegelt".
(Bei Anlagen der 27. BImSchV muss die Meldung parallel herausgegeben werden, weil hier die Verriegelung der Beschickung sowohl von
mehreren Messgrößen abhängig sein kann als auch in Abhängigkeit von der TNBZ im Minuten-Intervall ausgelöst wird.)
- Im Einzelfall kann für die Auslösung der Ver- und Entriegelung der Beschickung auch der gleitend ermittelte 10-min-MW der TNBZ verwendet
werden (wie bei Anlagen der 27. BImSchV). In diesem Fall müssen die Ereignismeldungen "Beschickung verriegelt" bzw. "Beschickung frei"
zur Anwendung kommen.
   
158 24 Entsprechend DIN EN 15859 wird bei automatischen Messgeräten zur Überwachung von Staubabscheidern (qualitative Staubmessung zur Filterkontrolle) zwischen Staub- und Leckagemonitoren unterschieden.
Bei Leckagemonitoren zur Filterkontrolle (DIN EN 15859, Pkt. 3.5) wird die einmalige Überschreitung des Alarmwertes in der Mittelungszeit als Grenzwertüberschreitung gezählt (--> Eintrag des SMW in FS1). Die 2/3-Regel kommt bei der Klassierung der Klasse FS1 nicht zur Anwendung;
damit geht praktisch die Klassierung in FS1 der Klassierung in andere Klassen vor. In der Klasse FSÜ wird die Summe der genauen Zeitdauer
der Überschreitungen der Alarmschwelle in h:min:s erfasst.
Bei Staubmonitoren zur Filterkontrolle (EN 15859, Pkt. 3.4) oder Staubkonzentrationsmesseinrichtungen (DIN EN 13284-2; quantitative Staubmessung) kommt die integrierende Stundenmittelwertbildung zur Anwendung. Der Grenzwert liegt auf dem Ende der Klasse F1. In der Klasse FSÜ wird die Summe der Zeitdauer der Ereignisse (SMW in Klasse FS1) in h erfasst.
Hinweise:
- Für die kontinuierliche Messung von Staub zur Filterkontrolle (Rauchgasdichte) genügt der Einsatz eines qualitativ arbeitenden Staub-
messgerätes, der Einsatz einer Staubkonzentrationsmesseinrichtung ist jedoch auch möglich.
- Bei Leckagemonitoren bedeutet ein Eintrag in die Klasse FS1 nicht direkt eine Grenzwertüberschreitung, sondern ist als ein Indiz
aufzufassen, dass die Wirksamkeit der ARE eingeschränkt und die Einhaltung des GW für Gesamtstaub nicht gewährleistet ist. Wird eine
entsprechende Grenzwertüberschreitung signalisiert, muss das Betriebspersonal umgehend Maßnahmen einleiten, mit denen die
Funktionstüchtigkeit der ARE wieder herstellt wird. Die erfolgte Durchführung der Maßnahme ist als Kommentar zur Ereignismeldung oder
im Betriebstagebuch zu dokumentieren.
- Ein Staubmonitor kann ggf. auch wie ein Leckagemonitor (Alarmwertüberwachung) eingesetzt werden.
  BEP F 2.2;
DIN EN 1585927. BImSchV
§ 7 (2)
159 25 Bei qualitativ arbeitenden AMS ist als KMW der Mittelwert der gültigen Rohwerte auszugeben.
Hinweis:
Diese Angabe hat zwar bei qualitativ arbeitenden AMS wenig Sinn, erfolgt aber analog der sonst üblichen Vorgabe.
  BEP F 2.2;
DIN EN 15859
160 26 Hinsichtlich der Auslösung oder Aufhebung der Verriegelung der Ofentür (Beschickung) ist die TNBZ zugleich als gleitender 10-min-MW (je min) zu ermitteln.
Hinweis:
Die Klassierung der TNBZ erfolgt in einem festen Mittelungszeitraster von 10 min.
  BEP F 2.1;
VDI 3891 9.4.3
161 27 Die Verriegelung/ Entriegelung der Beschickung (Ofeneinfahrt) ist hier für die Messgröße TNBZ dargestellt. Für weitere Messgrößen erfolgt das analog.
Hinweis:
Laut 27. BImSchV ist die Beschickung in Abhängigkeit der Messgrößen TNBZ, CO und Staub zu verriegeln. In der Praxis erfolgt die Verriegelung
i. d. R. jedoch nur in Abhängigkeit der TNBZ. Daher wurde auf die Darstellung der Verriegelung/ Entriegelung der Beschickung bei den
Messgrößen CO und Staub verzichtet.
  27. BImSchV §3 (3)
162 28 Optional sollte die Klassierung der Tagesmittelwerte für Distickstoffoxid in die Klassen T1 - T10 sowie TS2 möglich sein.    
163 29 Hinweis:
Eine TM wird an allen Tagen gebildet und ausgegeben, an denen sich die Anlage im überwachungspflichtigen Betrieb befand und
mindestens ein gültiger Kurzzeitmittelwert gebildet wurde, d. h. auch an den Tagen, an denen die Bildung eines gültigen TMW nicht
möglich war (Klasse TS2).
   
164 30 Hinweis:
Bei manueller Eingabe der Monatseinsatzstoffmasse ist bei EFÜ der Wert durch erneutes Senden der Transferdatei des letzten Tages für
den zugehörigen Monat zu übertragen (Zeitstempel -> 24:00).
   
165                  

  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z AA AB AC AD AE
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung                                                
2 Anlage 5: Übersicht der Klassierung der Kurzzeitmittelwerte sowie der Bildung und Klassierung der Tagesmittelwerte              
4 Zustand
- Beschreibung -
Status-ken-nung1 Klassierung2 Kurzzeitmittelwerte   Tagesmittelwerte  
5 GW eingehalten (gültig) GW-Überschreitung (gültig) ungültig sonstig Ersatzwert Bezug (gültig) ungültig Störung ungültig Wartung Betriebszeitzähler ungültig anlagenbedingt nicht beurt.pflicht./ unplaus. Kal.Bereich kurzzeit (gültig) Kal.Bereich langzeit ARE-Ausfall (gültig) aktueller ARE-Ausfall ARE-Ausfall gleitend GW-Ü An-/Abfahrbetrieb ≤150 Staub bei ARE-Ausf. >150 Staub bei ARE-Ausf. GW-Ü Anfahrbetrieb Tagesmittelwerte Überschreitung TGW TMW-Bildung nicht möglich Verfügbark. nicht eingeh. SAG eingehalten SAG unterschritten weitere Sonderklassen
6 Anlagenstatus MWS
7 1 2 M1-M20 S1 S2 S3 S4 S5 S6 S7 S8 S9 S10 S11 S12 S13 S14 S15 S16 S17 T1-T10 TS1 TS2 TS3 TS4 TS5
9 allgemeine Klassierung/ TA Luft (KMW = HMW; bei 2., 27. und 31. BImSchV: = SMW; bei Rußzahl: = 3-min-MW)
10 In Betrieb/ gültig, außerhalb Kalibrierbereich/ Normalbetrieb G K B alle x         x     x x*               x x*        
11 In Betrieb/ gültig, außerhalb Kalibrierbereich/ An-/ Abfahrbetrieb G K A alle x         x     x x*               x x*        
12 In Betrieb/ gültig, außerhalb Kalibrierbereich/ ARE-Ausfall G K R alle x         x     x x* x             x x*        
13 In Betrieb/ gültig, Ersatzwert Bezug/ Normalbetrieb G E B alle x   x     x                       x x*        
14 In Betrieb/ gültig, Ersatzwert Bezug/ An-/ Abfahrbetr. G E A alle x   x     x                       x x*        
15 In Betrieb/ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R alle x   x     x         x             x x*        
16 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B alle x         x                       x x*        
17 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ An-/ Abfahrbetrieb G G A alle x         x                       x x*        
18 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R alle x         x         x             x x*        
19 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ Normalbetrieb G S B alle         x   x                       --        
20 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/
An-/ Abfahrbetrieb
G S A alle         x   x                       --        
21 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ ARE-Ausfall G S R alle         x   x         x             --        
22 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ Normalbetrieb G W B alle           x x                       --        
23 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/
An-/ Abfahrbetrieb
G W A alle           x x                       --        
24 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ ARE-Ausfall G W R alle           x x         x             --        
25 In Betrieb/ ungültig wegen Beginn oder Ende
des überwachungspfl. Betriebs/ Normalbetrieb
G I B alle             x3 x                     --4        
26 In Betrieb/ ungültig wegen Beginn oder Ende des überwachungspfl. Betriebs/ An-/ Abfahrbetrieb G I A alle             x x                     --        
27 In Betrieb/ ungültig aus sonstigen Gründen/ Normalbetrieb G I B alle     x       x                       --        
28 In Betrieb/ ungültig aus sonstigen Gründen/
An-/ Abfahrbetrieb
7
G I A alle     x       x                       --        
29 In Betrieb/ ungültig aus sonstigen Gründen/
ARE-Ausfall
G I R alle     x       x         x             --        
30 In Betrieb/ Messgröße nicht beurteilungspflichtig in dieser Betriebsart/ Betriebsart nicht beurteilungspflichtig G N N alle             x   x                   --        
31 In Betrieb/ Messgröße nicht beurteilungspflichtig in dieser Betriebsart/ An-/ Abfahrbetrieb9 G N A alle             x   x                   --        
32 In Betrieb/ unklarer Fehlerzustand/ keine Angabe, unklar10 G U X alle             x   x                   --        
33 unklarer Betriebszustand/ Klassierung nicht möglich U X X alle                                     --        
34 Anlage außer Betrieb (nicht überwachungspflichtig) X N N alle                                     --       S11 "außer Betrieb"
36 Sonderklassierungen TA-Luft (KMW = HMW; bei Rußzahl: = 3-min-MW)
37 Rußzahl (vgl. Anlage 4)
38 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B 43 x         x                       x x*        
39 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ An-/ Abfahrbetrieb G G A 43 x         x                       x x*        
40 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 43 x         x         x             x x*        
41 wenn An-/ Abfahrbetrieb und HMW > 2 x GW (vgl. BEP C 3.2, C 4.1; siehe Anlage 4 Anm. 13)
42 In Betrieb/ gültig, außerh. Kal.Ber./ An-/ Abfahrbetr. G K A 41             x     x x*       x       --        
43 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ An-/ Abfahrbetrieb G E A 41       x     x               x       --        
44 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ An-/ Abfahrbetrieb G G A 41             x               x       --        
45 wenn An-/ Abfahrbetrieb und HMW > 2 x GW (vgl. BEP C 3.2, C 4.1, E 6.3.1; siehe Anlage 4 Anm. 14)
46 In Betrieb/ gültig, außerh. Kal.Ber./ Anfahrbetrieb G K A 41             x     x x*             x x x*        
47 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ Anfahrbetrieb G E A 41       x     x                     x x x*        
48 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Anfahrbetrieb G G A 41             x                     x x x*        
50 Sonderklassierungen 13. BImSchV (KMW = HMW; bei Rußzahl: = 3-min-MW)
51 wenn ARE-Ausfall (vgl. BEP D 3.3)
52 In B./ gültig, außerh. KalibrBereich/ ARE-Ausfall G K R 50 - 55 x         x     x x* x x x         x x*        
53 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 50 - 55 x   x     x         x x x         x x*        
54 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 50 - 55 x         x         x x x         x x*        
55 In Betrieb/ ungültig wegen Störung / ARE-Ausfall G S R 50 - 55       x   x         x x x         --        
56 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ ARE-Ausfall G W R 50 - 55         x x         x x x         --        
57 In Betrieb/ ungültig aus sonst. Gründen/ ARE-Ausfall G I R 50 - 55   x       x         x x x         --        
58 wenn An-/ Abfahrbetrieb und HMW > 2 x GW (vgl. BEP D 1.5 und 13. BImSchV § 22 (1))
59 In Betrieb/ gültig, außerh. Kal.Ber./ An-/ Abfahrbetr. G K A 55             x     x x*       x       --        
60 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ An-/ Abfahrbetrieb G E A 55       x     x               x       --        
61 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ An-/ Abfahrbetrieb G G A 55             x               x       --        
62 wenn Messeinrichtung > 6 HMW wegen Wartung oder Störung nicht in Betrieb war (vgl. BEP D 3.4)
63 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ Normalbetrieb G S B 50 - 55       x   x                       -- x* x*      
64 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ An-/ Abfahrbetr. G S A 50 - 55       x   x                       -- x* x*      
65 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ ARE-Ausfall G S R 50 - 55       x   x         x             -- x* x*      
66 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ Normalbetrieb G W B 50 - 55         x x                       -- x* x*      
67 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ An-/ Abfahrbetr. G W A 50 - 55         x x                       -- x* x*      
68 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ ARE-Ausfall G W R 50 - 55         x x         x             -- x* x*      
69 wenn SAG ≥ TGW (vgl. BEP D 3.4; nur TMW gefordert)
70 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ Normalbetr. G E B 51 (x)   (x)     (x)                       --   x*    
71 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ An-/ Abfahrbetr. G E A 51 (x)   (x)     (x)                       --   x*    
72 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 51 (x)   (x)     (x)         (x)             --   x*    
73 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B 51 (x)         (x)                       --   x*    
74 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ An-/ Abfahrbetrieb G G A 51 (x)         (x)                       --   x*    
75 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 51 (x)         (x)         (x)             --   x*    
76 wenn SAG < TGW (vgl. BEP D 3.5; nur TMW gefordert)
77 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ Normalbetr. G E B 51 (x)   (x)     (x)                       --     x*  
78 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ An+Abfahrbetr. G E A 51 (x)   (x)     (x)                       --     x*  
79 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 51 (x)   (x)     (x)         (x)             --     x*  
80 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B 51 (x)         (x)                       --     x*  
81 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ An-/ Abfahrbetrieb G G A 51 (x)         (x)                       --     x*  
82 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 51 (x)         (x)         (x)             --     x*  
84 Sonderklassierungen 17. BImSchV (KMW = HMW; bei TNBZ: = 10-min-MW)
85 wenn ARE-Ausfall (vgl. BEP E 4.1)
86 In Betr./ gültig, außerhalb Kal.Bereich/ ARE-Ausfall G K R 60 - 64 x         x     x x* x x           x x*        
87 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 60 - 64 x   x     x         x x           x x*        
88 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 60 - 64 x         x         x x           x x*        
89 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ ARE-Ausfall G S R 60 - 64       x   x         x x           --        
90 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ ARE-Ausfall G W R 60 - 64         x x         x x           --        
91 In Betrieb/ ungültig aus sonst. Gründen/ ARE-Ausfall G I R 60 - 64   x       x         x x           --        
92 wenn Messeinrichtung > 5 HMW wegen Wartung oder Störung nicht in Betrieb war ( vgl. BEP E 3.1.4 )
93 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ Normalbetrieb G S B 60 - 64       x   x                       -- x* x*      
94 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ An+Abfahrbetr. G S A 60 - 64       x   x                       -- x* x*      
95 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ ARE-Ausfall G S R 60 - 64       x   x         x             -- x* x*      
96 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ Normalbetrieb G W B 60 - 64         x x                       -- x* x*      
97 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ An- / Abfahrbetr. G W A 60 - 64         x x                       -- x* x*      
98 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ ARE-Ausfall G W R 60 - 64         x x         x             -- x* x*      
99 Nachverbrennungstemperatur (inverse Klassierung -> Klassierungsspanne 400 K) (vgl BEP E 3.2.1)
100 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B 62 TNBZ1 - 20       x                                    
101 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ Normalbetrieb G W B 62             x                                   TNBZ21 12
102 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ Normalbetrieb G S B 62             x                                   TNBZ21 12
103 wenn ARE-Ausfall und Staub ≤ 150 mg/m3 ( vgl. BEP E 3.1.3; gilt nur für Staub)
104 In Betr./ gültig, außerhalb Kal.Bereich/ ARE-Ausfall G K R 61             x     x x* x x     x     x x*        
105 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 61       x     x         x x     x     x x*        
106 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 61             x         x x     x     x x*        
107 wenn ARE-Ausfall und Staub > 150 mg/m3 ( vgl. BEP E 3.1.3; gilt nur für Staub)
108 In Betr./ gültig, außerhalb Kal.Bereich/ ARE-Ausfall G K R 61             x     x x* x x       x   x x*        
109 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 61       x     x         x x       x   x x*        
110 In Betrieb/ gültiger Messwert/ ARE-Ausfall G G R 61             x         x x       x   x x*        
111 wenn Anfahrbetrieb und HMW > 2 x GW (vgl. BEP C 3.2, C 4.1, E 6.3.1; siehe Anlage 4 Anm. 22)
112 In Betrieb/ gültig, außerh. Kal.Ber./ Anfahrbetrieb G K A 60 - 62           x     x x*             x x x*        
113 In B./ gültig, Ersatzwert Bezug/ Anfahrbetrieb G E A 60 - 62     x     x                     x x x*        
114 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Anfahrbetrieb G G A 60 - 62           x                     x x x*        
116 Sonderklassierungen 27. BImSchV (KMW = SMW; bei TNBZ: = 10-min-MW)
117 Nachverbrennungstemperatur (vgl. BEP F 3.2.2)
118 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B 71 TNBZ1         x                                    
119   TNBZ213                                            
120 In Betrieb/ ungültig wegen Wartung/ Normalbetrieb G W B 71             x                                   TNBZ3 12
121 In Betrieb/ ungültig wegen Störung/ Normalbetrieb G S B 71             x                                   TNBZ3 12
122 In Betrieb/ Summe der Zeitdauer der Unterschreitungen/ Normalbetrieb G G B 71             x                                   TNBZU
123 Überwachung für Staub ( vgl. BEP F 3.3.3 )
124 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ Normalbetrieb G G B 72 F1 FS114         x                                    
125 In Betrieb/ Summe der Ereignisse der Überschreitungen/ Normalbetrieb G G B 72             x                                   FSÜ
127 Sonderklassierungen 30. BImSchV (KMW = HMW)
128 wenn ARE-Ausfall und Staub ≤ 100 mg/m3 (vgl. BEP G 2.1.3; gilt nur für Staub)
129 In Betr./ gültig, außerhalb Kal.Bereich/ ARE-Ausfall G K R 81             x     x x* x x     x     x x*        
130 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 81       x     x         x x     x     x x*        
131 In Betrieb/ gültiger Messwert/ ARE-Ausfall G G R 81             x         x x     x     x x*        
132 wenn ARE-Ausfall und Staub > 100 mg/m3 (vgl. BEP G 2.1.3; gilt nur für Staub)
133 In Betr./ gültig, außerhalb Kal.Bereich/ ARE-Ausfall G K R 81             x     x x* x x       x x x x*        
134 In Betr./ gültig, Ersatzwert Bezug/ ARE-Ausfall G E R 81       x     x         x x       x x x x*        
135 In Betrieb/ gültiger Mittelwert/ ARE-Ausfall G G R 81             x         x x       x x x x*        
137 Anmerkungen:                                                          
138 1 siehe Anlage 2
139 2 zu den Zahlenangaben siehe SchnStDef 4.2.4; ansonsten siehe Anlage 4
140 3 x = Klasse wird im jeweiligen Mittelungszeit-Raster direkt belegt.
x* = Klasse wird im jeweiligen Mittelungszeit-Raster nicht direkt (zwangsläufig) belegt. Es gibt spezielle Festlegungen (siehe Anlage 4).
(x)
= Klassierung der Kurzzeitmittelwerte nicht gefordert (da keine Emissionsbegrenzung für Kurzzeitmittelwert), aber empfohlen.
141 4 -- = Geht nicht in TMW ein.
142 9 Beispiele:
- siehe Anlagen 11 und 12
- speziell bei 13. BImSchV-Anlagen: O
2 < 16 %, d. h. "Betrieb ein" aber DeNOx noch im Anfahrzustand => NOx nicht beurteilungspflichtig oder
ARE noch im Anfahrzustand => SO
2/ SAG nicht beurteilungspflichtig;
- ggf. auch nach 5.1.2 TA Luft
143 10 siehe Anlage 2, Anmerkung 14
144 11 siehe Anlage 4, Anmerkung 15
145 12 kann alternativ in den Klassen S4 und S5 dargestellt werden (siehe Anlage 4)
146 13 kann alternativ oder zusätzlich in den Klassen TNBZ1 bis TNBZ20 dargestellt werden (siehe Anlage 4)
147 14 kann alternativ in den Klassen M1 und S1 dargestellt werden (siehe Anlage 4)

  A B C D E F G H I
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung Fundstelle
2 Anlage 6: Übersicht der Bildung und Klassierung spezieller Langzeitmittelwerte1
4 Ausgangswert Klassierung2 Monatsmasse Monatsmassen-
verhältnis
Jahresmittelwert 3    
5 MM MMV JMW      
7 Sonderklassierungen 13. BImSchV     BEP D 3.5
8 gültige TMW 13     x4      
10 Sonderklassierungen 17. BImSchV     BEP E 3.1.5
11 gültige TMW 36     x4      
13 Sonderklassierungen 30. BImSchV     BEP G 2.3.1
14 TM 81 x x        
16 Anmerkungen:              
17 1 Hinweis:
Die Bildung der Langzeitmittelwerte (LMW) ist hier entsprechend der Vorgaben der 13., 17. und 30. BImSchV dargestellt.
Grundsätzlich fallen die LMW unter die Bildungsvorschrift der BEP B 3.1 (Bildung der LMW aus den KMW). Dies ist im
Vorgriff auf zukünfig zu erwartende uropäische Regelungen so erfolgt. Da die deutschen Vorgaben der 13., 17. und 30.
BImSchV derzeit hiervon abweichen, wird unter BEP B 3.1 auf die Anhänge D, E und G hingewiesen, in denen die
spezielle Bildung der LMW definiert wird.
   
18 2 zu den Zahlenangaben siehe SchnStDef 4.2.4; ansonsten siehe Anlage 4    
19 3 Hinweis:
Der Jahresmittelwert wird in der täglichen und jährlichen Datenausgabe (Häufigkeitsverteilung) nicht als Klasse geführt,
sondern nur am Jahresende als Meldung ausgegeben (siehe Anlage 4).
 

  A B C D E F G H I J
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung      
2 Anlage 7: Charakteristik der Klassen für Kurzzeitmittelwerte1      
4 übergeordnete
Summen-Klasse
unmittelbare
Klassen
2,4
Zusatzinformations-
Klassen
3,4
   
5 S6 Summe
aller
KMW
bei
über-wachungs-pflichtigem
Betrieb
M1-20
S1
5
S14
6
S15
7
S16
8
S179
beurteilungs-pflichtige
KMW
gültige
KMW
S315
S9
16
S1017
S1118
S12*
19
S13*
20
   
6 S210
S4
11
S5
12
S7
13
ungültige
KMW
     
7 S814   unplausible
KMW
     
8 nicht beurteilungspflichtige
KMW
       
9 S6 = 21            
11 Anmerkungen:              
12 1 entsprechend Anlage 4
13 2 Jeder KMW wird immer unmittelbar in eine der Klassen klassiert.
Hinweis:
D. h., bei den Klassen M1-20, S1, S2, S4, S5, S7, S8, S14, S15, S16 und S17 gibt es keine Doppelbelegung.
14 3 Diese Klassen werden zusätzlich (= parallel) zu den unmittelbaren Klassen belegt.
Hinweis:
D. h., sie enthalten "Zusatzinformationen" zu speziellen KMW.
15 4 fett = direkter Zähler: steht für die Qualität eines KMW; Zeitbezug = Kalenderjahr
16   fett* = direkter Zähler: steht für die Qualität eines KMW; nicht auf das Kalenderjahr bezogen
17   normal = indirekter Zähler: drückt die Qualität eines Zustandes aus, der durch zeitintervall-bezogene Kollektive ausgewählter KMW bestimmt wird
18 5 Grenzwertüberschreitung
19 6 Grenzwertüberschreitung im beurteilungspflichtigen An-/Abfahrbetrieb (TA Luft und 13. BImSchV)
20 7 Messgröße Staub bei ARE-Ausfall, keine Grenzwertüberschreitung
21 8 Messgröße Staub bei ARE-Ausfall, Grenzwertüberschreitung
22 9 Grenzwertüberschreitung im beurteilungspflichtigen Anfahrbetrieb (nur Anlagen der 17. BImSchV)
23 10 ungültig aus sonstigen Gründen
24 11 ungültig wegen Störung der Messeinrichtung
25 12 ungültig wegen Wartung der Messeinrichtung
26 13 ungültig anlagenbedingt
27 14 nicht beurteilungspflichtige sowie unplausible KMW
28 15 mit Ersatzwert für Bezugsgrößen berechnet
29 16 außerhalb Kalibrierbereich, Kurzzeitspeicher
30 17 außerhalb Kalibrierbereich, Langzeitspeicher
31 18 bei ARE-Ausfal im beurteilungspflichtigen Anfahrbetrieb
32 19 aktueller ARE-Ausfall über 1 Tag hinaus
33 20 gleitender Summenstand aller ARE-Ausfälle innerhalb 12 Monate
34 21 Die Summe dieser Klassen muss der Sonderklasse S6 entsprechen.

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1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung   Fundstelle
2 Anlage 8: Kurzdarstellung von Rundung und Klassierung gültiger Mittelwerte
4 Regel:                  
6                      
7 1. Prüfung auf Grenzwertüberschreitung1
Jeder (gültige) MW ist entsprechend 2.9 TA-Luft zu runden.
Gültige KMW, die den jeweiligen GW überschreiten, sind in die jeweilige Klasse für GW-Überschreitungen
zu klassieren.

2. Festlegung der Klassenobergrenzen2, 3, 4
Ist vorgesehen, die MW, die den jeweiligen GW nicht überschreiten, in mehrere Klassen zu klassieren, sind
diese Klassen durch sinnvolle Teilung des GW durch die jeweils vorgegebene Anzahl der Klassen (i. d. R.
10 oder 20) zu bilden. Der jeweiligen Grenzwert liegt auf der oberen Klassengrenze der höchsten Klasse.

3. Klassierung der Mittelwerte, die den Grenzwert nicht überschreiten3, 4
Die gültigen MW (nicht gerundet) sind mit einer Stelle mehr als die Stellenanzahl der oberen Klassengrenze
zu betrachten und dann nach demselben Verfahren zu runden, wie unter 1. beschrieben.

 
BEP B 2.1, 3.4

BEP B 2.6, 3.7




BEP B 2.7, 3.8
9 Anmerkungen:                
10 1 Beispiel: gegeben: Anlage nach 17. BImSchV; HGW = 0,05; validierter HMW = 0,055002
- Rundungsschritt 1 (Streichung nicht relevanter Stellen auf eine Stelle mehr als der Zahlenwert des GW):
--> 0,055
- Rundungsschritt 2 (Rundung der letzten Dezimalstelle gemäß DIN 1333):
--> 0,055 + 0,005 = 0,060 --> Ergebnis = 0,06 --> Klasse S1
   
11 2 Beispiele: siehe Anlage 9    
12 3 Beispiele: a) gegeben: Anlage nach TA-Luft;
GW (= TGW) = 20; validierter HMW = 38,454
Prüfung nach 1. ist vorausgegangen und hat HMW ≤ HGW ergeben.
--> HGW = 40
--> Anzahl der M-Klassen: 20
--> Klassenobergrenzen: 2; 4; 6; 8; … 38; 40
--> Stellenanzahl der Klassengrenzen: 0 (gleiche Stelle wie Zahlenwert des HGW)
- Rundungsschritt 1 (Streichung nicht relevanter Stellen auf eine Stelle mehr):
--> 38,4
- Rundungsschritt 2 (Rundung gemäß DIN 1333):
--> 38,4 + 0,5 = 38,9 --> Ergebnis = 38 --> Klasse M19
   
13     b) gegeben: Anlage nach 17. BImSchV;
HGW = 0,05; validierter HMW = 0,010046
Prüfung nach 1. ist vorausgegangen und hat HMW ≤ HGW ergeben.
--> Anzahl der M-Klassen: 20
--> Klassenobergrenzen: 0,0025; 0,0050; 0,0075; 0,0100; … 0,0475; 0,05
--> Stellenanzahl der Klassengrenzen: 4 (zwei Stellen mehr als der Zahlenwert des HGW)
- Rundungsschritt 1 (Streichung nicht relevanter Stellen auf eine Stelle mehr als die Anzahl der Stellen
der oberen Klassengrenze):
--> 0,01004
- Rundungsschritt 2 (Rundung gemäß DIN 1333):
--> 0,01004 + 0,00005 = 0,01009 --> Ergebnis = 0,0100 --> Klasse M4
   
14 4 Hinweis: Bei Anwendung der Mischungsregel ist der gleitende Grenzwert ebenso zu runden und zu klassieren.
Für die obere Klassengrenze der höchsten Klasse ist der höchste Grenzwert bzw. dessen Doppeltes heranzuziehen.
   

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1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung                            
2 Anlage 9: Beispiele für die Bildung der oberen Klassengrenzen1                          
4 Grenz-
wert
(Zahlen-wert)
obere Klassen-grenze der höchsten Klasse Anzahl der Klassen Klasse (z. B. M oder T)
5 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
6
obere Klassengrenze
7 1) TA Luft, 5.2.1, Gesamtstaub, Massenkonzentration, HMW (Klassengrenzen mit gleicher Stellenanzahl wie Zahlenwert des GW (= TGW))            
8 20 40 20 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40
9 2) TA Luft, 5.2.1, Gesamtstaub, Massenkonzentration, TMW (Klassengrenzen mit gleicher Stellenanzahl wie Zahlenwert des TGW)              
10 20 20 10 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20                    
11 3) 17. BImSchV, HF, Massenkonzentration, HMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stelle mehr als der HGW)                
12 4 4 20 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0 1.2 1.4 1.6 1.8 2.0 2.2 2.4 2.6 2.8 3.0 3.2 3.4 3.6 3.8 4
13 4) 13. BImSchV, Rußzahl, KMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stelle mehr als der GW (= TGW))                  
14 1 2 20 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.6 0.7 0.8 0.9 1.0 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 2
15 5) 13. BImSchV, Rußzahl, TMW; 17. BImSchV, HF, Massenkonzentration, TMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stelle mehr als der TGW)        
16 1 1 10 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.6 0.7 0.8 0.9 1                    
18 6) TA Luft, 5.2.4 Klasse IV, Massenkonzentration, HMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stellen mehr als der GW (= TGW))              
19 0.35 0.7 20 0.035 0.070 0.105 0.140 0.175 0.210 0.245 0.280 0.315 0.350 0.385 0.420 0.455 0.490 0.525 0.560 0.595 0.630 0.665 0.7
20 7) TA Luft, 5.2.4 Klasse IV, Massenkonzentration, TMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stellen mehr als der TGW)                
21 0.35 0.35 10 0.035 0.070 0.105 0.140 0.175 0.210 0.245 0.280 0.315 0.35                    
22 8) TA Luft, 5.2.2 Klasse I, Massenkonzentration, HMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stellen mehr als der GW (= TGW))              
23 0.05 0.1 20 0.005 0.010 0.015 0.020 0.025 0.030 0.035 0.040 0.045 0.050 0.055 0.060 0.065 0.070 0.075 0.080 0.085 0.090 0.095 0.10
24 9) TA Luft, 5.2.2 Klasse I, Massenkonzentration, TMW (Klassengrenzen mit einer signifikanten Stellen mehr als der TGW)                
25 0.05 0.05 10 0.005 0.010 0.015 0.020 0.025 0.030 0.035 0.040 0.045 0.05                    
26 10) 17. BImSchV, Hg, Massenkonzentration, HMW (Klassengrenzen mit zwei signifikanten Stellen mehr als der HGW)                
27 0.05 0.05 20 0.0025 0.0050 0.0075 0.0100 0.0125 0.0150 0.0175 0.0200 0.0225 0.0250 0.0275 0.0300 0.0325 0.0350 0.0375 0.0400 0.0425 0.0450 0.0475 0.05
29 Anmerkungen:                                          
30 1 entsprechend Anlage 8                                      

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1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung         Fundstelle
2 Anlage 10: Übersicht der digitalen Speicherung und Ausgabe von Mittelwerten und Daten1  
4 Werte/ Daten Speichern
mit Zeitbezug
automatische Ausgabe
(interne Speicherung als pdf-Dokument)
manuelle Ausgabe
(muss jederzeit möglich sein)
  BEP 2.3.1.6, 2.3.1.7,
2.3.1.8,
B 4
5   und Status-kennung Ausgabe Ausgabe-
zeitraum
Ausgabe-
zeitpunkt
automatisch
gespeicherte
Dokumente
Daten bis aktuellem Zeitpunkt Werte, Kennung
bis akt. ZP.
 
6 Mess- und Statussignalverarbeitung    
7 Rohwerte   x           x  
BEP B 1.1
8 anlagenbezogene Statusdaten x                
9 Mittelwertbildung    
10 normierte KMW x             x  
BEP B 1.11
11 validierte KMW x             x  
12 gerundete validierte KMW2   x x
ab 10-min-MW
je Tag zum Tageswechsel x   x   BEP B 2.18
14 nicht gerundete
LMW
x             x   BEP B 3.11
15 gerundete LMW2   x x
TMW je Monat
MMW je Jahr
zum Monatsw.
zum Jahresw.
x   x  
16 Klassierung    
17 Häufigkeits-
verteilung
(Klassierprotokoll)
    x
Tagesverteilung
Jahresverteilung

je Tag
je Jahr
zum
Tageswechsel
Jahreswechsel

x
x

x
x
    BEP B 4
18 Ereignismeldungen
(Klassierprotokoll)
    x
Tagesliste
Jahresliste

je Tag
je Jahr
zum
Tageswechsel
Jahreswechsel

x
x

x
x
   
19 Parametrierung  
20 Parameterprotokoll     x je Änderung nach Änderung x      
22 Anmerkungen:                    
23 1 siehe Anlage 4    
24 2 Im Einzelfall soll nach behördlicher Vorgabe auch der nicht gerundete KMW oder LMW ausgegeben werden können.
Hinweis:
siehe Einführung, spezielle Hinweise, Hinweis 7
   

  A B C D E F G H I J K L M N O P
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung                  
2 Anlage 11: Statuskennung und Klassierung am Beispiel eines Braunkohle-HKW (13. BImSchV)1,2          
3                                
4 1. HMW 2. HMW 3. HMW 4. HMW 5. HMW 6. HMW 7. HMW 8. HMW 9. HMW 10. HMW 11. HMW
5                                
6 Statussignale (für Anlagenbetrieb)3:                        
7                                
8   Einschalten der
Öl-Brenner
"Feuer ein"
  O2-Gehalt
≥16 -> <16%
Zuschalten der Kohlemühlen Dampfmenge
≤300 -> >300 kg/s
  Dampfmenge
≥280 -> <280 kg/s
  Brenner aus
und (oder) O
2
<16 -> ≥16%
 
9  
   
 
   
   
   
10 Betriebszustand/ Betriebsart :                        
11                                
12 Anlage außer Betrieb Anfahren
(Zeitdauer 30 min - 5 h)
Anfahrbetrieb (Stabilis.phase)
(Zeitdauer ≤ 8 - 16 h)
Normalbetrieb Abfahrbetrieb
(Zeitdauer ≤ 6 h)
4
Anlage
außer Betrieb
13 1 2 3 4 5 1
14                                
15 Statuskennung und Klassierung:                        
16                                
17 nicht überwachungspfl. überwachungspflichtig nicht überwachungspfl.
18 nicht überwachungspfl. nicht beurteilungspflichtig beurteilungspflichtig nicht überwachungspfl.
19 Klass. optional5 Klassierung Klass. optional
20                                
21 XNN1 XNN1 GNA2 GNA2 GNA2 GGA3 GGA3 GGA3 GGB4 GGB4 GGB4 GGA5 GGA5 GGA5 XNN1 XNN1
22 XNN1 GIA*1 GNA2 GIA2 GGA3 GGA3 GGB4 GGA4 GGA5 GIA*5 XNN1
23 "S außer B."5 S7 S8 S2 M1-20/
S14
6
M1-20/
S14
M1-20/ S1 M1-20/
S14
M1-20/
S14
S7 "S außer B."
24                                
25 Anmerkungen:                            
26 * = Wechsel AS "X" oder "U" <--> "G" -> Klassierung in S7
27 1 entspricht der IED-RL (10-11) einschließlich Durchführungsbeschluss (12-05) und der 13. BImSchV (13-05) i. V. m. BEP (17-01)
28 2 Alle technologischen und Zeitangaben sind beispielhaft. Die Abfolge von Status und HMW ist schematisch.
29 3 Der Statuswechsel ist zur Verdeutlichung der Bildung der Statuskennung des HMW immer auf 3/5 der Mittelungszeit gelegt.
30 4 Auf Grund der Technolgie (Öl-/ Kohlestaubbrenner) geht die Emission nach dem Abschalten schlagartig komplett zurück; daher entfällt hier das "Abfahren".
31 5 Die Klassierung ermöglicht den lückenlosen Nachweis des Betriebszustandes der Anlage über alle Jahresstunden - sowohl im überwachungspflichtigen als auch im nicht
überwachungspflichtigen Betrieb.
Hinweis:
Die Klassierung ist nach BEP nicht zwingend vorgeschrieben (da gesetzlich nicht vorgeschrieben); die Möglichkeit der Klassierung ist aber nach BEP B 2.2
vorgegeben (da sinnvoll). Da die Bezeichnung der Klasse nicht offiziell vorgegeben ist, wird hier "S außer Betrieb" oder kürzer "S außer B." vorgeschlagen.
32 6 Klassierung bei "An- und Abfahrbetrieb" und HGW-Überschreitung in Sonderklasse S14 an Stelle S1.
Hinweis:
HMW, die den KGW nicht überschreiten, werden ganz normal in die M-Klassen klassiert.

  A B C D E F G H I J K L M N O P Q
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung                    
2 Anlage 12: Statuskennung und Klassierung am Beispiel einer Müllverbrennungsanlage (17. BImSchV) 1,2,3        
3                                  
4 1. HMW 2. HMW 3. HMW 4. HMW 5. HMW 6. HMW 7. HMW 8. HMW 9. HMW 10. HMW 11. HMW
5                                  
6 Statussignale (für Anlagenbetrieb)4:                          
7                                  
8   Einschalten der Öl-Brenner
"Feuer ein"
5
  "Müllklappe auf"
(TNBZ
850°C
-> Abfallfreigabe)
  Ende Anfahrbetrieb   "Müllklappe zu"
(Abfallstopp)
Rost leer und
TNBZ
≥850
-> <850°C
TNBZ
≥200 -> <200°C
 
9  
   
   
   
 
 
   
10 Betriebszustand/ Betriebsart:                          
11                                  
12 Anlage außer Betrieb Anfahren6,7
(Zeitdauer 4 - 8 h)
Anfahrbetrieb8 (Stabilis.phase)
(Zeitdauer ≤ 2 h!)
Normalbetrieb Abfahrbetrieb
(Dauer 2 h)
Abfahren7,9
(Dauer < 0,5 h)
Anlage
außer Betrieb
13 0 2 3 1 4 5 0
14                                  
15 Statuskennung und Klassierung:                
16                                  
17 nicht überwachungspfl. überwachungspflichtig nicht überwachungspfl.
18 nicht überwachungspfl. nicht beurteilungspflichtig10 beurteilungspflichtig11 nicht beurt.pfl. nicht überwachungspfl.
19 Klass. optional12 Klassierung Klass. optional
20                                  
21 XNN0 XNN0 GNA2 GNA2 GNA2 GGA3 GGA3 GGA3 GGB1 GGB1 GGB1 GGA4 GGA4 GNA5 GNA5 XNN0 XNN0
22 XNN0 GIA*0 GNA2 GIA2 GGA3 GGA3 GGB1 GGA1 GIA4 GIA*5 XNN0
23 "S außer B."12 S7 S8 S2 M1-20/ S1 bzw. S1713 M1-20/ S1
bzw. S17
M1-20/ S1 M1-20/ S1 S2 S7 "S außer B."
24                                  
25 Anmerkungen:                              
26 * = Wechsel AS "X" oder "U" <--> "G" -> Klassierung in S7
27 1 entspricht der IED-RL (10-11) und 17. BImSchV (13-05) i. V. m. BEP (17-01) und Beschluss des LAI-Ausschusses L/W/V am 20./ 21.06.17 (siehe Anm. 13)
28 2 Alle technologischen und Zeitangaben sind beispielhaft. Die Abfolge von Status und HMW ist schematisch.
29 3 Diese Klassierung soll bei 17. BImSchV-Anlagen - entsprechend behördlicher Vorgabe - generell angewendet werden (siehe Anm. 11).
30 4 Der Statuswechsel ist zur Verdeutlichung der Bildung der Statuskennung des HMW immer auf 3/5 der Mittelungszeit gelegt.
31 5 Der Beginn des "Anfahrens" kann z. B. auch auf die Schwelle TNBZ < 200 -> ≥ 200 °C oder O2-Gehalt < 16 % gelegt werden.
32 6 Ölbrenner fahren hoch.
33 7 Die Betriebsarten (bzw. -phasen) "Anfahren", "Abfahren" sowie (ggf.) "Warmhalten" können u. U. zu einer Betriebsart zusammengefasst werden, wenn die Charakteristik -
einschließlich Klassierung - für alle drei Betriebsphasen gleich ist.
34 8 Ölbrenner fahren sukzessive herunter. Die maximale Zeitdauer der Betriebsart "Anfahrbetrieb (Stabilisierungsphase)" soll nicht länger als 2 h betragen.
Hinweis:
Die Zeitdauer bezieht sich auf die reale Dauer des "Anfahrbetriebs"; bei der Klassierung im Halbstundentakt ergeben sich andere Zeiträume.
35 9 Ölbrenner fahren ganz herunter. Soll die Anlage weiterbetrieben werden, kann stattdessen auch eine Phase des "Warmhaltens" folgen, bei der die Ölbrenner die Anlage
auf einer abgesenkten Temperatur halten, um ein schnelleres Hochfahren (-> "Anfahrbetrieb") zu ermöglichen.
Die maximale Zeitdauer der Phase "Warmhalten" sollte von der Behörde begrenzt werden (z. B.
24 h) und/oder sollte festgelegt werden, dass die Behörde bei längerer
Fahrweise in dieser Phase durch den Betreiber informiert werden muss.
Hinweis:
Der Betrieb der Anlage in der Fahrweise "Warmhalten" ist nicht Zweck der Anlage und erfolgt i. d. R. nur in kurzen Zeiträumen wegen Störung, Wartung u. ä.; daher
erfolgt hierbei i. d. R. keine Überwachung auf Grenzwerteinhaltung (siehe jedoch Anm. 10). Ein längerer Betrieb in dieser Fahrweise ist auch nicht anzunehmen, weil das
für den Betreiber nicht sinnvoll (unökonomisch) ist.
36 10 Nach behördlicher Vorgabe ist es im Einzelfall auch möglich, die nach 17. BImSchV nicht beurteilungspflichtigen Betriebsphasen "Anfahren" und "Abfahren" sowie (ggf.)
"Warmhalten" mittels einer zweiten Klassierung seperat nach TA Luft mit spezieller Emissionsbegrenzung als beurteilungspflichtig zu klassieren. Während des gesamten
überwachungspflichtigen Anlagenbetriebs laufen diese zwei Klassierungen dann parallel (einschließlich Datenausgabe).
37 11 Die in der VDI 3460/1 dargestellte Einstufung des "Anfahrbetriebs (Stabilisierungsphase)" als nicht beurteilungspflichtig (vormals: nicht klassierungspflichtig) und die
daraus resultierende Klassierung aller HMW im Anfahrbetrieb in die Sonderklasse S8 sind nicht regelkonform. Diese Klassierung soll daher nicht mehr zur Anwendung
kommen.
38 12 Die Klassierung ermöglicht den lückenlosen Nachweis des Betriebszustandes der Anlage über alle Jahresstunden - sowohl im überwachungspflichtigen als auch im nicht
überwachungspflichtigen Betrieb.
Hinweis:
Die Klassierung ist nach BEP nicht zwingend vorgeschrieben (da gesetzlich nicht vorgeschrieben); die Möglichkeit der Klassierung ist aber nach BEP B 2.2
vorgegeben (da sinnvoll). Da eine Bezeichnung der Klasse nicht offiziell vorgegeben ist, wird hier "S außer Betrieb" oder kürzer "S außer B." vorgeschlagen.
39 13 Klassierung der einzig von der Feuerung abhängigen Messgrößen bei "Anfahrbetrieb (Stabilisierungsphase)" und KGW-Überschreitung in Sonderklasse S17
anstelle S1.
Hinweise:
- Diese Klassierung betrifft nur die Messgrößen TNBZ, CO, Ges-C sowie NOx bei primären Minderungsmaßnahmen.
- KMW dieser Messgrößen, die den KGW nicht überschreiten, werden ganz normal in die M-Klassen klassiert.
- "Sonderlösung" entsprechend BEP E 6.3.1 Abs. 7 bzw. VDI 3460/1 6.3.9 Abs. 3 unter Berücksichtigung des Beschluss des LAI-Ausschusses Luftqualität/Wirkungs-
fragen/Verkehr (L/W/V) am 20./ 21.06.17 i. V. m. Beschluss des LAI-Fachgesprächs "Prüfberichte" am 25./ 26.04.17:
Um die Diskrepanzen zwischen den Vorgaben von 17. BImSchV und BEP auf der einen Seite und den Vorgaben der VDI 3460/1 sowie der realen Praxis auf der
anderen Seite zu beheben, ist beschlossen worden, auch bei Anlagen der 17. BImSchV für die o. g. Messgrößen bei "Anfahrbetrieb" eine Sonderklassierung offiziell
zu ermöglichen. Dazu wird die neue Sonderklasse S17 eingeführt,
deren Werte bei der TMW-Bildung zu berücksichtigen sind (im Unterschied zur S14 bei
13. BImSchV-Anlagen, deren Werte von der TMW-Bildung ausgeschlossen sind).
- Im Einzelfall kann bei älteren Auswertesystemen - in Abstimmung mit der Behörde und wenn es das Auswertesystem zulässt - auch anstelle S17 die Sonderklasse
S14 verwendet werden, wenn sichergestellt ist, dass die Werte bei der TMW-Bildung berücksichtigt werden.
- Weitere Messgrößen werden bei "Anfahrbetrieb" ganz normal in die Klassen M1-20/ S1 klassiert.

  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z AA AB AC AD AE AF
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung                          
2 Anlage 13: Exemplarische Prüfung der SKK1                               Fundstelle
BEP
3                                                            
4 Betriebsarten/ 0a= Betriebsart oder -zustand unklar3, 3a         0b= Anlage außer Betrieb (nicht überwachungspflichtig)3 A 3.2.5
5 -zustände2:   1 = Normalbetrieb                     2 = Anfahren (nicht beurteilungspflichtig)4      
6           3 = Anfahrbetrieb (Stabilisierungsphase, beurteilungspflichtig)4 4 = Abfahrbetrieb (beurteilungspflichtig)4      
7           5 = Abfahren (nicht beurteilungspflichtig)4         6 = spezielle Betriebsart, Messgröße nicht beurteilungspflichtig5
8                                                                
9 Nr.7 Ist-Zustand (exemplarisch)7,8 Soll7,9 -->    
10   Status, Anzahl der Zeit-Segmente9 je Kurzzeitmittelwert (KMW)       KMW TMW    
11   Betriebsart (-zustand) BA   AS       MWS2         MWS1     S14 S17 Ü16 SK17 Klassierung 19    
12   0a 0b 1 2 3 4 5 6 G X U A N R10 B X N K E11 G S12 W U13 14 15     18      
13 alle Anlagenarten                                                   A 3.2.5, B 2.2, B 3.1
14 1   10               10   20         20                   XNN 0 S...
"außer Betrieb"21
nein   B 2.2
15 2 7 3               3 7                               UXX 0 S... "außer B." nein   A 3.2.3
16 3 6 4               4 6                               XNN 0 S... "außer B." nein   A 3.2.3
18 4   9   1         1 9   1         1                   GIA 0* S6, S7 nein   A 3.2.4, B 2.3 (zutreffend für alle folgenden); B 2.10
19 5   9 1           1 9         1       1 1             GIB 0* S6, S7 nein   B 2.10
20 6 8 1 1           1 1 8       1       1 1             GIB 0* S6, S7 nein   B 2.10
21 7 8   2           2   8       2       2 2             GIB 0 S2, S6 nein   B 2.14
22 8   9     1       1 9   1             1 1             GIA 0* S6, S7 nein   B 2.10
23 9   6   3 1       4 6   4         3   1 1             GIA 0* S6, S7 nein   B 2.10
24 10   1   6 3       9 1   9         6   3 3             GIA 2* S6, S7 nein   B 2.10
25 11   4 6           6 4         6       6 6             GIB 1* S6, S7 nein   B 2.10
26 12   3 1   6       7 3   6     1       7 7             GGA 3* M, S6 ja   B 2.7
27 13   3 7           7 3       6 7       7 7             GGB 1* M, S6 ja   B 2.7
28 14   2 1 7         8 2   7     1   7   4 1             GNA 2* S6, S8 nein   B 2.4
29 15   3     7       7 3   7             7 7             GGA 3* M, S6 ja   B 2.7
30 16     4   6       10     6     4       10 10             GGA 3 M, S6 ja   B 2.7
31 17     7   3       10     3     7       10 10             GGB 1 M, S6 ja   B 2.7
32 18     10           10           10       7 10           x GGB 1 S1, S6 ja   B 2.6
33 19     5   5       10     5     5       10 10           x GGA 1 S1, S6 ja   B 2.6
34 20     4 6         10     6     4   6   10 4             GIA 2 S2, S6 nein   B 2.14
35 21       6 4       10     10         6   10 4             GIA 2 S2, S6 nein   B 2.14
36 22     3 7         10     7     3   7   10 3             GNA 2 S6, S8 nein   B 2.4
37 23     3 7         10     7   10 3   7   10 3             GNA 2 S6, S8 nein   B 2.4
38 24     6 4         10     4   10 6   4   10 6             GIA 1 S2, S6 nein   B 2.14
39 25     3   7       10     7   8 3       10 10             GGA 3 M, S6 ja   B 2.7
40 26     4   6       10     6   7 4       10 10             GGR 3 M, S6; S11 ja   B 2.7, B 2.15
41 27     10           10         7 10       10 10           x GGR 1 S1, S6, S11 ja   B 2.6, B 2.15
42 28     10           10         6 10       10 10           x GGB 1 S1, S6 ja   B 2.6
43 29     10           10         2 10       10 10           x GGR 122 S1, S6, S11 ja   B 2.6, B 2.15
44 30     4   6       10     6   2 4       10 10           x GGR 322 S1, S6, S11 ja   B 2.6, B 2.15
45 31     10           10           10       6 10             GEB 1 M, S3, S6 ja   B 2.7, B 2.9
46 32     6   4       10     4     6       4 10             GEA 1 M, S3, S6 ja   B 2.7, B 2.9
47 33     10           10         7 10       5 10             GER 1 M, S3, S6, S11 ja   B 2.7, B 2.9, B 2.15
48 34     6   4       10     4     6     x 5 10             GKA 1 M, S6, S9 ja   B 2.7, B 2.8
49 35     10           10           10     x 5 10           x GKB 1 S1, S6, S9 ja   B 2.6, B 2.8
50 36     10           10         8 10     x 7 10           x GKR 1 S1, S6, S9, S11 ja   B 2.6, B 2.8, B 2.15
51 37     10           10           10       10 7 3           GGB 1 M, S6 ja   B 2.7
52 38   3 7           7 3         7       7 3 4           GSB 1* S4, S6 nein   B 2.11
53 39     10           10           10       10 3 1 6         GSB 1 S4, S6 nein   B 2.11
54 40     10           10           10       5 5   5         GWB 1 S5, S6 nein   B 2.12
55 41     10           10           10       10 1 2 7         GWB 1 S5, S6 nein   B 2.12
56 42   3 7           7 3         7       7 6   1         GWB 1* S5, S6 nein   B 2.12
57 43   4 6           6 4         6       6 1 5           GIB 1* S6, S7 nein   B 2.10
58 44     6 4         10     4     6   4   6 1   5         GIA 1 S2, S6 nein   B 2.14
59 45     2         8 10       8   2   8   10 2             GNN 6 S6, S8 nein   B 2.4
60 46     4         6 10       6   4   6   10 4             GIB 6 S2, S6 nein   B 2.14
61 47   2       2   6 8 2   2 6       6   8 2             GIA 6* S6, S7 nein   B 2.10
62 48   2           8 8 2     8       8     2             GNN 6* S6, S8 nein   B 2.4
63 49         3     7 10     3 7       7   3 3             GNN 6 S6, S8 nein   B 2.4
64 50     3         7 10       7 7 3   7   3 3             GNN 623 S6, S8 nein   B 2.4
65 51     2     8     10     8     2       10 10           x GGA 4 S1, S6 ja   B 2.6
66 52     5       5   10     5     5   5   10 5             GIA 1 S2, S6 nein   B 2.14
67 53     3       7   10     7     3   7   1 3             GNA 5 S6, S8 nein   B 2.4
68 54           4 6   10     10         6     4             GIA 5 S2, S6 nein   B 2.14
69 55     8   2       10     2     8               x       GUX 124 S6, S8 nein   B 2.13
70 56   2 6   2       8 2   2     6               x       GUX 1*24 S6, S8 nein   B 2.13
71 57 8* 1 1           9 1         1 8       1     8       GUX 0*24 S6, S8 nein   B 2.13
72 58 6* 3 1           7 3         1 6       1     6       GIB 0* S2, S6 nein   B 2.10
73 TA Luft-Anlagen25                                                   4.7.7, B 3.1, C 4
74 60     6   4       10     4     6       10 10       !     GGA 1 M, S6 ja   B 2.7, C 4.2
75 61     5   5       10     5     5       10 10       !   x GGA 1 S6, S14 nein   B 2.16, C 3.2, C 4.1
76 62     5   5       10     5     5       10 10         ! x GGA 1 S6, S17 ja   B 2.16, C 3.2, C 4.1, neue Festlegung26
77 63     7   3       10     3     7       10 10       !   x GGB 1 S1, S6 ja   B 2.6, C 4.2
78 64     8   2       10     2     8       10 10       !   x GGA 127 S6, S14 nein   B 2.16, C 3.2, C 4.1
79 65     9   1       10     1     9       10 10       !   x GGB 127 S1, S6 ja   B 2.6, C 4.2
80 66     4   6       10     6   2 4       10 10       !   x GGR 322 S1, S6, S11 ja   B 2.6, B 2.15, C 4.2
81 67     8   2       10     2   3 8       10 10       !   x GGA 122,27 S6, S14 nein   B 2.16, C 3.2, C 4.1
82 68     8   2       10     2     8       10 10         ! x GGA 127 S6, S17 ja   B 2.16, C 3.2, C 4.1, neue Festlegung26
83 69     9   1       10     1     9       10 10         ! x GGB 127 S1, S6 ja   B 2.6, C 4.2
84 70     4   6       10     6   2 4       10 10         ! x GGR 322 S1, S6, S11 ja   B 2.6, B 2.15, C 4.2
85 71     8   2       10     2   3 8       10 10         ! x GGA 122,27 S6, S17 ja   B 2.16, C 3.2, C 4.1, neue Festlegung26
86 72     7 3         10     3   10 7   3   10 7       !   x GGR 1 S1, S6, S11 ja   B 2.6, B 2.15, C 4.2
87 73     6 4         10     4   10 6   4   10 6       !   x GIA 1 S2, S6 nein   B 2.14, B 2.15
88 74     2     8     10     8     2       10 10       !   x GGA 4 S6, S14 nein   B 2.16, C 3.2, C 4.1
89 13. BImSchV-Anlagen28,29                                               4.7.7, B 3.1, D 3.4
90 80     6   4       10     4     6       10 10       !     GGA 1 M, S6 ja   B 2.7
91 81     5   5       10     5     5       10 10       !   x GGA 1 S6, S14 nein   B 2.16, D 1.5
92 82     7   3       10     3     7       10 10       !   x GGB 1 S1, S6 ja   B 2.6
93 83     7 3         10     3   10 7   3   10 7       !   x GGR 1 S1, S6, S11, S12, S13 ja   B 2.15, D 1.6
94 84     6 4         10     4   10 6   4   10 6       !   x GIA 1 S2, S6 nein   B 2.14, B 2.15
95 85     2     8     10     8     2       10 10       !   x GGA 4 S6, S14 nein   B 2.16, D 1.5
96 17. BImSchV-Anlagen29,30                                               B 3.1
97 90     6   4       10     4     6       10 10         !   GGA 1 M, S6 ja   B 2.7
98 91     5   5       10     5     5       10 10         ! x GGA 1 S6, S17 ja   E 6.3.1,
neue Festlegung
26
99 92     7   3       10     3     7       10 10         ! x GGB 1 S1, S6 ja   B 2.6
100 93     7 3         10     3   10 7   3   10 7         ! x GGR 1 S1, S6, S11, S12 ja   B 2.6, B 2.15, E 2.2,
E 3.1.3
101 94     6 4         10     4   10 6   4   10 6         ! x GIA 1 S2, S6 nein   B 2.14, B 2.15
102 95     2     8     10     8     2       10 10         ! x GGA 4 S1, S6 ja   B 2.6
103 96     10           10         7 10       10 10           x31 GGR 1 S6, S11, S12, S1632 ja   B 2.15, E 2.2,
E 3.1.3
104 97     10           10         7 10       10 10           31 GGR 1 S6, S11, S12, S1532 ja   B 2.6, E 3.1.3
106 Anmerkungen:                                                        
107 1 allgemeine Prüfschablone zur Überprüfung der SKK-Prozedur eines Auswertesystems nach "BEP 2017"
Hinweise:
- Die Tabelle enthält alle wichtigen, entsprechend BEP 2017 möglichen Kombinationen der Statuskennung und der Klassierung beim Betrieb
genehmigungsbedürftiger Anlagen.
- Die Tabelle bildet unmittelbar die Bildung der für den KMW resultierenden Statuskennung und die sich daraus ergebende Klassierung ab. Sie
behandelt damit einen wichtigen Teil der Auswertung, dem jedoch schon etliche Schritte vorausgegangen sind, die aus Gründen der
Übersichtlichkeit hier nicht dargestellt werden.
- In der Tabelle ist die neue Sonderklasse S17 berücksichtigt, die auf einen Beschluss des LAI-Fachgesprächs "Prüfberichte" vom 25./26. April
2017 zurückgeht. Damit werden die Vorgaben der BEP C 3.2, C 4.1 sowie E 6.3.1 Abs. 6 und 7 bzw. VDI 3460/1 6.3.9 Abs. 3 konkretisiert -
durch Definition einer neuen Sonderklasse, bei der im Unterschied zur Sonderklasse S14 klar geregelt ist, dass die betreffenden KMW in den
TMW eingehen (siehe Anm. 15).
- In die Tabelle sind zudem zwei optionale Möglichkeiten der Statuskennung und Klassierung aufgenommen worden, die in der Praxis zur
Anwendung kommen, jedoch aufgrund der Spezifik nicht Eingang in die BEP gefunden haben:
- "erhöhte Priorität" von MWS2 "A" (siehe Anmerkung 27)
- "erhöhte Priorität" von MWS2 "R" (siehe Anmerkung 22)
  2.3.1.2, A 3.2, B 2
108 2 Als Betriebszustand werden - im eigentlichen Sinne - die zwei Zustände "Anlage außer Betrieb" und "Anlage in Betrieb" bezeichnet.
Der Betriebszustand "Anlage in Betrieb" kann in mehrere
Betriebsarten untergliedert werden.
Die Kennung "0" bei der Betriebsart soll verwendet werden, wenn die Anlage außer Betrieb ist, der Betriebszustand unklar ist oder die Anlage in Betrieb, jedoch die spezielle Betriebsart unklar ist.
Bei der Vergabe der weiteren Statuskennung muss zwischen "Betriebs
zustand unklar" und "Betriebsart unklar" unterschieden werden, da bei letzterem die Anlage in Betrieb (= Betriebszustand) aber die spezielle Betriebsart unklar ist.
Die Numerierung der hier beispielhaft aufgeführten Betriebsarten bzw. -zustände ist nicht fest vorgegeben, sollte aber in der Praxis möglichst in Anlehnung erfolgen, ausgenommen die Unterscheidung "0
a" und "0b" (siehe Anmerkung 3).
Eine Zahl ≥ 1 erhalten die Betriebsarten, bei denen die Anlage in Betrieb ist.
Hinweise:
- Die Zustände "Betriebszustand unklar" und "Betriebsart unklar" kommen nur sehr selten vor.
- Der früher vorhandene Anlagenstatus "Wartung (W)" ist mit der BEP 2017 ersatzlos gestrichen worden.
  4.7.3, A 3.2.5
109 3 Die Unterscheidung in "0a" und "0b" erfolgt hier nur zur Kenntlichmachung des speziellen Zustandes im Rahmen der Prüfung. In der Praxis wird hier nicht unterscheiden, es wird "0" vergeben (siehe Anmerkung 2).
Hinweis:
Eine Unterscheidung erfolgt über den Anlagenstatus und ggf. Messwertstatus.
   
110 3a In der Spalte 0a wird zwischen "Betriebszustand unklar" und "Betriebsart unklar" wie folgt unterschieden:
- Zahl ohne "*": Betriebszustand unklar
- Zahl mit "*": Anlage in Betrieb, jedoch spezielle Betriebsart unklar
   
111 4 Die Prüftabelle berücksichtigt die Unterscheidung zwischen den Betriebsarten
- "Anfahren" und "Abfahren" (=
nicht beurteilungspflichtig -> "GNA" -> Klassierung in Sonderklasse S8) sowie
- "Anfahrbetrieb (Stabilisierungsphase)" und "Abfahrbetrieb" (=
beurteilungspflichtig -> "GGA" -> Klassierung in M1-20, S1, S14 oder S17).
Hinweise:
- Der MWS2 ist bei den Betriebsarten "Anfahren", "Abfahren", "Anfahrbetrieb" und "Abfahrbetrieb" gleich (= "A")! Die Unterscheidung erfolgt
über den MWS1 sowie die Betriebsart.
- Bisher wurde bei der Statuskennung i. d. R. nicht zwischen "Anfahren" und "Abfahren" oder zwischen "Anfahrbetrieb" und "Abfahrbetrieb"
unterschieden. Bei manchen Anlagen ist das jedoch von Interesse. In dieser Prüftabelle ist das berücksichtigt - mittels der Kennung der
Betriebsart.
- Beispiele hierfür siehe Anlagen 11 und 12
  4.7.3
112 5 Das kommt zur Anwendung z. B. bei der Messgröße Staub und "HEL-Betrieb" oder bei der Messgröße Rußzahl und "Gas-Betrieb" in einer kombinierten Feuerungsanlage für Erdgas und Heizöl EL.    
113 7 Optionale Tatbestände, Kennungen und Klassierungen sind kursiv angegeben.    
114 8 Die Angabe der Statuskennungen je Zeitsegment ist exemplarisch. Sie steht für die Statusinformationen, die am Ende des Mittelungszeitraums ausgewertet und zur eigentlichen Statuskennung des Kurzzeitmittelwertes führt. Dafür werden die Rohwerte einschließlich Rohwertstatus und die anlagenbezogenen Statusdaten herangezogen und weiter aufbereitet.

Ein "x" ist immer dann angegeben, wenn sich der Tatbestand - qualitativ - auf den gesamten gültigen Kurzzeitmittelwert bezieht.
Hinweis:
MWS1 und MWS2 sind immer und i. d. R. auch die Betriebsart messgrößenbezogen.
  A 1.1, A 3, B 3.1





A 3.2.1
115 9 Zur exemplarischen Darstellung der Zustände ist die Mittelungszeit in 10 gleich große Zeitsegmente aufgeteilt (bei 30 min -> Zeitsegment = 3 min).
Liegen bestimmte Zustände parallel vor, sind diese
fett markiert (siehe Anmerkungen 10 und 11).
Der MWS1 "I" wird hier als Zeitsegment nicht mit angegeben, da er als solcher nicht unmittelbar vorkommt, sondern sich erst durch Auswertung ergibt.
Hinweis:
Der MWS1 "I" ergibt sich ja gerade daraus, dass kein gültiger Kurzzeitmittelwert gebildet werden kann, weil bei der Auswertung im
überwachungspflichtigen Betrieb im Mittelungszeitraum Zeitanteile fehlen (wegen nicht überwachungspflichtigem Betrieb) oder Messwerte nicht
beurteilungspflichtig oder ungültig wegen unklarem Fehlerzustand sind (= "sonstige Gründe").
   
116 10 Fett markiert, da MWS2 "R" immer parallel vorliegt.    
117 11 Fett markiert, da MWS1 "E" immer parallel vorliegt.
Hier ist die Zeitspanne angegeben, in der gültige Rohwerte für die betreffende Bezugsgröße vorliegen!
Hinweise:
- Die Angabe des Zeitsegmentes steht daher nicht direkt für die Kennung des MWS1!
- Die Gültigkeit des Kurzzeitmittelwertes einer Bezugsgröße wird genauso wie die einer Schadstoffkomponente ermittelt.
- Die Beurteilungspflichtigkeit hat auf die Gültigkeit des Kurzzeitmittelwertes der Bezugsgröße keinen Einfluss.
   
118 12 Neben dem hier zur Auswertung kommenden Rohwertstatus "S" (siehe Anlage 1a, Anmerkung 4) wird z. B. dem Zeitsegment auch "S" zugeordnet, wenn als Rohwertstatus "X" und nicht gleichzeitig der Status "nicht beurteilungspflichtig" anliegen.
Hinweis:
Der Rohwertstatus "keine Messsignale" ("X") kommt z. B. vor, wenn die Messeinrichtung außer Betrieb ist oder eine Störung vorliegt, die nicht
von der Messeinrichtung per Status angezeigt wird.
   
119 13 "x" bedeutet:
In diesen Beispielen wird davon ausgegangen, dass der Zustand "ungültig wegen unklarem Fehlerzustand (nicht automat. identifizierbar)" die
gesamte Mittelungszeit umfasst (siehe Anlage 2, Anmerkung 14).
   
120 14 In dieser Spalte ist angegeben, ob bei der jeweiligen Messgröße die Klassierung in die Sonderklasse S14 aktiviert ist (aktiv = "!").
Hinweis:
Die Klassierung in S14 ist Regelkassierung bei 13. BImSchV-Anlagen; bei Anlagen der TA Luft kann diese Klassierung im Einzelfall durch die
Behörde festgelegt werden (siehe Anm. 25 und 28).
  B 2.16
121 15 In dieser Spalte ist angegeben, ob bei der jeweiligen Messgröße die Klassierung in die Sonderklasse S17 aktiviert ist (aktiv = "!"):
Gültige Kurzzeitmittelwerte sind bei Anfahrbetrieb (Stabilisierungsphase; "MWS2 "A") und bei Grenzwertüberschreitung (Unterschreitung bei
TNBZ) in S17 anstelle S1 (bei TNBZ anstelle TNBZ11 bis 20) zu klassieren. Diese KMW sind bei der TMW-Bildung zu berücksichtigen.
Hinweise:
- siehe Anmerkung 1, Hinweis 3
- Diese Klassierung ist nicht in der BEP 2017 enthalten.
- Die neue Sonderklasse S17 kann ab sofort angewendet und soll bei der Eignungsprüfung neuer Auswertesayteme berücksichtigt werden.
- Es ist vorgesehen, diese Klassierung bei der nächsten Novellierung in die BEP aufzunehmen.
  E 6.3.1
122 16 "x" bedeutet:
Grenzwertüberschreitung des Kurzzeitmittelwertes (Unterschreitung bei TNBZ, SAG)
   
123 17 Statuskennung
Da es bei der Betriebsart keine Priorität gibt, soll, wenn zwei Betriebsarten die gleiche Zeitspanne umfassen, die Betriebsart mit der kleineren Nr., ausgenommen "0", angezeigt werden.
* bedeutet:
Wechsel "Anlage außer Betrieb (nicht überwachungspflichtig)" <--> "Anlage im überwachungspflichtigen Betrieb" im Mittelungszeitraum.
Hinweise:
- Die Vergabe der Betriebsart für den Kurzzeitmittelwert erfolgt nicht nach der 2/3-Regel. Zur Vergabe kommt je Mittelungszeit die Betriebsart,
die die längste Zeitdauer umfasst.
- Die Information
* wird für die Klassierung in S7 benötigt.
- Der Übergang "Anlage außer Betrieb (nicht überwachungspflichtig)" <--> "Anlage im überwachungspflichtigen Betrieb" führt nicht zum
MWS2 "A". Für "A" müssen die "Anfahren", "Abfahren", "Anfahrbetrieb" oder "Abfahrbetrieb" vorliegen.
- MWS1 "S", MWS1 "W" oder MWS2 "R" werden nur vergeben, wenn ≥ 2/3 "Anlage im beurteilungspflichtigen Betrieb".
 





A 3.2.5

B 2.10

A 3.2.4
124 18 M bedeutet Klassen M1 bis M20.    
125 19 Berücksichtigung bei der Bildung des Tagesmittelwertes.   B 3.1
126 20 Bei Betriebszustand "Anlage außer Betrieb" und "Betriebsart unklar" erfolgt keine unmittelbare Vergabe des Anlagenstatus 1 und 2 während der Mittelungszeit. Ergibt sich am Ende der Mittelungszeit für den Kurzzeitmittelwert der AS "X" wird dem MWS1 und MWS2 jeweils die Kennung "N" zugeteilt, bei AS "U" jeweils die Kennung "X".   A 3.2.3
127 21 Das Auswertesystem soll folgende Möglichkeit der Parametrierung vorsehen:
Kurzzeitmittelwerte mit AS "X" oder "U" werden in einer gesonderten Klasse (neu anzulegende Sonderklasse S... "außer B.") gezählt.
Hinweise:
- Die Klassierung von Kurzzeitmittelwerten mit AS "X" oder "U" in eine gesonderte Klasse (S... "außer B.") ist für den Betreiber grundsätzlich
optional, kann aber im Einzelfall von der Behörde gefordert werden.
- Wenn der AS des Kurzzeitmittelwertes "X" oder "U" ist, darf keine Klassierung in S6 und S8 erfolgen.
  B 2.2
128 22 Das Auswertesystem soll folgende optionale Möglichkeit der Parametrierung vorsehen:
Mindestzeitdauer, ab der dem gültigen Kurzzeitmittelwert der MWS2 "R" zugeordnet wird, ist auf einen kürzeren Zeitraum als 2/3 der
Mittelungszeit festgelegt ("erhöhte Priorität" von "R" vor "B" und ggf. "A").
Beispiel hier: Mindestzeitdauer = 1/10 der Mittelungszeit (= 3 min bei 30 min)
Hinweise:
- Die behördliche Vorgabe einer "erhöhten Priorität" von MWS2 "R" kommt nur in speziellen Einzelfällen vor. Daher wurde auf eine formale
Aufnahme in die BEP verzichtet.
- Wenn sowohl "A" als auch "R" "erhöhte Priorität" besitzen, hat "A" vor "R" Priorität.
- siehe Anlage 2, Anmerkung 9
   
129 23 Die Kennung "GNR" gibt es nicht (mehr).    
130 24 Wenn sich für den MWS1 des Kurzzeitmittelwertes "U" ergibt, ist als MWS2 "X" zu setzen.
  A 3.2.4
131 25 Bei Anlagen nach TA Luft muss die Möglichkeit der Sonderklassierung in S14 oder in S17 bestehen.
Hinweise:
- Für TA Luft-Anlagen ist die Sonderklassierung in S14 oder S17 sowohl beim Anfahrbetrieb als auch beim Abfahrbetrieb möglich.
- Die Klassierung ist im Einzelfall durch die Behörde festzulegen.
  4.7.3, B 2.16, C 3.2;
TA Luft 5.1.2
132 26 siehe Anm. 1, Hinweis 3 sowie Anm. 15 und 30
   
133 27 Das Auswertesystem soll folgende optionale Möglichkeit der Parametrierung vorsehen:
Mindestzeitdauer, ab der dem gültigen Kurzzeitmittelwert der MWS2 "A" zugeordnet wird, ist auf einen kürzeren Zeitraum als 1/3 der
Mittelungszeit festgelegt ("erhöhte Priorität" von "A" vor "B" und "R").
Beispiel hier: Mindestzeitdauer = 1/6 der Mittelungszeit (= 5 min bei 30 min)
Hinweise:
- Die behördliche Vorgabe einer "erhöhten Priorität" von MWS2 "A" kommt nur in speziellen Einzelfällen vor. Daher wurde auf eine formale
Aufnahme in die BEP verzichtet.
- siehe Anlage 2, Anmerkung 8
   
134 28 Hinweise:
- Für Anlagen nach 13. BImSchV ist die Sonderklassierung in S14 sowohl beim "Anfahrbetrieb" als auch beim "Abfahrbetrieb" möglich.
- Die Klassierung ist im Einzelfall durch die Behörde festzulegen.
  D 1.5;
13. BImSchV § 22 (1)
135 29 Hinweis:
Auf die nochmalige Darstellung der optionalen Möglichkeiten der Parametrierung ("erhöhte Priorität" von "A" bzw. "R"; siehe Anm. 22 und 27)
wird hier verzichtet, da der Algorithmus der Statuskennung für alle Anlagenarten der gleiche ist.
   
136 30 Hinweise:
- Für Anlagen nach 17. BImSchV besteht die Möglichkeit der Sonderklassierung von Messgrößen, die einzig von der Feuerung abhängig sind
(TNBZ, CO, Ges-C, NOx), in S17 (nur) während des Anfahrbetriebs (Stabilisierungsphase).
- Die Klassierung ist im Einzelfall durch die Behörde festzulegen.
  4.7.3, E 6.3.1
137 31 Hier ist mit Grenzwertüberschreitung die Überschreitung des Staubkonzentrationswertes von 150 mg/m³ gemeint.   E 6.3.1
138 32 Diese Klassierung betrifft nur die Messgröße Staubkonzentration bei ARE-Ausfall.   E 6.3.1

  A B C
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung
2 Anlage 14: BEP, Anhang J1
3      
4 J   Anforderungen an Mess- und Auswerteeinrichtungen für Messgrößen zur Ermittlung von Treibhausgas-Emissionen bei Anlagen im Anwendungsbereich des TEHG
5      
6     (§ 5 i. V. m. Anhang 2 TEHG i. V. m. Artikel 5, Artikel 41 - 45 sowie Artikel 66 und 67 MVO)
Anmerkung: Die Anforderungen an die Berichterstattung nach TEHG sind zusätzlich zu den oben genannten Anforderungen nach TA Luft und BImSchG zu erfüllen. Dies führt zur Speicherung voneinander abweichender Werte nach den jeweiligen Auswertevorschriften.2
7      
8 J Bildung, Normierung und Speicherung von Kurzzeitmittelwerten
9 J 1.1 Die Bildung der Kurzzeitmittelwerte erfolgt entsprechend Anhang B 1.3. Die Mittelungszeit beträgt in der Regel eine Stunde. Es ist auch möglich, für alle Kurzzeitmittelwerte eine kürzere Mittelungszeit zu verwenden.
10     Anmerkung: Die nach Art. 43 MVO geforderte moläquivalente Berück-sichtigung von CO-Emissionen als CO2-Emissionen kann durch Messung der Messgröße CO und eine entsprechende Auswertung (Kanal CO2, CO sowie Summenkanal CO2 und CO als CO2) realisiert werden.3
11 J 1.2 Die Normierung der Kurzzeitmittelwerte erfolgt entsprechend Anhang B 1.4 und B 1.5 unter Beachtung von J 1.3.
12 J 1.3 Kurzzeitmittelwerte für die Treibhausgaskonzentration und den Volumenstrom sind gültig und werden zur Auswertung herangezogen, wenn mindestens 80 % des Mittelungszeitraumes der jeweiligen Messgröße sowie der jeweils für die Normierung erforderlichen Bezugsgrößen mit gültigen Rohwerten belegt sind. Kurzzeitmittelwerte, bei denen diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, sind ungültig.
13     Anmerkung 1: Ungültige Kurzzeitmittelwerte können z. B. vorliegen, wenn
• die Messeinrichtung während des Mittelungszeitraums zeitweilig gestört war,
• die Rohwerte außerhalb des Messbereichs lagen oder
• die Messeinrichtung außer Betrieb war.
14     Liegen im Mittelungszeitraum sowohl nicht überwachungspflichtiger Betrieb als auch überwachungspflichtiger Betrieb vor (siehe Anhang B 2.10), ist der
Bezugszeitraum für die Ermittlung der Gültigkeit des KMW der überwachungs-pflichtige Betrieb.
15     Anmerkung 2: Abweichend von der allgemeinen Regel (Bezug: Mittelungszeit-raum), wird in diesem Fall das 80 %-Gültigkeitskriterium nach J 1.3 nur auf den Zeitraum im überwachungspflichtigen Betrieb bezogen.4
16 J 1.4 Die gültigen und ungültigen Kurzzeitmittelwerte nach J 1.3 sind mit dem
zugehörigen Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), dem jeweiligen Status (AS, MWS1, MWS2) sowie der Kenngröße für die Betriebsart der Anlage abzuspeichern.
17     Anmerkung 1: Die Statuskennung ist entsprechend Anhang A 3 zu vergeben. Die 80 %-Regel nach J 1.3 ersetzt generell die 2/3-Regel.
18     Anmerkung 2: Der beurteilungspflichtige Betrieb entspricht i. d. R. dem
überwachungspflichtigen Betrieb, d. h. die Messwertstatus 1 und 2 "N" kommen dann bei Anlagenstatus "G" nicht vor.
19     Anmerkung 3: Der Messwertstatus 1 "E" ist so zu verstehen, dass im
betreffenden Mittelungszeitraum ein Kurzzeitmittelwert einer zur Normierung
erforderlichen Bezugsgröße ungültig ist.
20 J 1.5 Die Anzahl der gültigen sowie der ungültigen Kurzzeitmittelwerte für die Messgrößen Massenkonzentration und Volumenstrom nach J 1.3 ist für jeden Kalendertag zu speichern.
21 J 2 Verwendung, Bildung und Speicherung von Ersatzwerten
22 J 2.1 Ersatzwerte für die Treibhausgaskonzentration oder den Volumenstrom kommen zur Verwendung wenn
23     • der gültige Kurzzeitmittelwert außerhalb des gültigen Kalibrierbereiches
nach Kapitel 6.5 der DIN EN 14181 (Ausgabe Februar 2015) i. V. m.
Kapitel 9.10 der DIN EN ISO 16911-2 (Ausgabe Juni 2013) liegt oder
• der Kurzzeitmittelwert für den betreffenden Mittelungszeitraum ungültig ist.
24     Die Verwendung von Ersatzwerten kann entfallen, wenn im Einzelfall der Nachweis erfolgt, dass die genehmigte Ebene nach Anhang VIII MVO trotz Überschreitung des gültigen Kalibrierbereichs eingehalten wird.
25     Anmerkung: Hierzu muss die Möglichkeit manueller Korrekturen der Kurzzeit-mittelwerte analog J 2.3 möglich sein.
26 J 2.2 Ersatzwerte werden gemäß Artikel 45 MVO und Anhang VIII Nummer 5 MVO
wie folgt berechnet:
27     a) Bei Anlagen mit konstanten Parametern im Abgas (z. B. Feuerungsanlagen
nach Anhang 1 Teil 2 Nummer I bis VI TEHG) wird der Ersatzwert als
arithmetischer Mittelwert der nach J 1.3 gültigen Kurzzeitmittelwerte
innerhalb des gültigen Kalibrierbereichs während des gesamten Berichts-
zeitraums zuzüglich der zweifachen Standardabweichung dieses
Mittelwerts gebildet. Manuell eingetragene Ersatzwerte nach J 2.1 und J 2.3
sind bei der Mittelwertbildung zu berücksichtigen. Die Standardabweichung
bezieht sich auf alle gemessenen gültigen sowie manuell eingetragenen
Kurzzeitmittelwerte des Berichtszeitraums.
28     b) Bei Anlagen mit veränderlichen Parametern im Abgas (z. B. wegen Verän-
derung der N2O-Konzentration durch Katalysatoralterung) wird der Ersatz-
wert als arithmetischer Mittelwert der Kurzzeitmittelwerte der letzten 120 mit
nach J 1.3 gültigen Kurzzeitmittelwerten belegten Stunden zuzüglich der
zweifachen Standardabweichung dieses Mittelwerts gebildet. Manuell
eingetragene Ersatzwerte nach J 2.1 und J 2.3 sind bei der Mittelwert-
bildung zu berücksichtigen.
29     Anmerkung 1: Der Berichtszeitraum bei der Bildung des Ersatzwertes nach J 2.2 a) ist in Art. 3 der MVO auf ein Kalenderjahr begrenzt.
30     Anmerkung 2: Die nach J 1.3 gültigen Kurzzeitmittelwerte außerhalb des gültigen Kalibrierbereichs werden bei der Bildung der Ersatzwerte nach J 2.2 b)
berücksichtigt.
31     Anmerkung 3: Kommt entsprechend J 1.1 eine kürzere Mittelungszeit als eine Stunde zur Anwendung, ist die Anzahl der zur Mittelwertbildung nach J 2.2 b) heranzuziehenden gültigen Kurzzeitmittelwerte entsprechend anzupassen.
32     Anmerkung 4: Der Übergang zu einem neuen Berichts- bzw. Kalenderjahr bleibt bei der Bestimmung des Zeitraums für die Mittelwertbildung nach J 2.2 b) unberücksichtigt.
33     Anmerkung 5: Die vorläufige Durchführung der Berechnung und Verwendung von Ersatzwerten innerhalb des Berichts- bzw. jeweiligen Bezugszeitraumes soll möglich sein.
34 J 2.3 Ersatzwerte für den Volumenstrom können gemäß Artikel 45 Absatz 4 MVO auch mittels Massenbilanzansatz oder einer Energiebilanz außerhalb der Auswerteeinrichtung bestimmt werden.
Im Einzelfall können auch Ersatzwerte für die Treibhausgaskonzentration außerhalb der Auswerteeinrichtung, d. h. nicht automatisch sondern manuell, bestimmt werden.
Die manuelle Eintragung von Ersatzwerten darf jedoch nur möglich sein, wenn diese kommentiert wird.
35 J 2.4 Alle Ersatzwerte nach J 2.1 und J 2.3 sind mit dem zugehörigen Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), dem jeweiligen Status (AS, MWS1, MWS2) sowie der Kenn-größe für die Betriebsart der Anlage abzuspeichern. Bei manuell eingetragenen Ersatzwerten ist jeweils zusätzlich die Kommentierung abzuspeichern.
36 J 3 Bildung und Speicherung der Daten für den jährlichen Emissionsbericht
37 J 3.1 Die Berechnung der Jahresemission der Treibhausgase erfolgt entsprechend Anhang B 1.10 unter Beachtung von Anhang B 1.8 erster Anstrich durch Multiplikation des gewichteten Jahresmittelwertes der Treibhausgas-konzentration und des Jahreswerts des Abgasvolumens.
38     Der gewichtete Jahresmittelwert der Treibhausgaskonzentration sowie der Jahreswert des Abgasvolumens werden bei einer Mittelungszeit der Kurzzeitmittelwerte von einer Stunde wie folgt berechnet:
39    
40     mit
41    
gültiger Kurzzeitmittelwert der THG-Massenkonzentration
(kg/1000 Nm3) nach J 1.3 oder entsprechender Ersatzwert
nach J 2
42    
gültiger Kurzzeitmittelwert des Abgasvolumenstroms
(1000 Nm3/h) nach J 1.3 oder entsprechender Ersatzwert
nach J 2
43     Anmerkung 1: Die Berechnungen können analog auch mit jeweils jährlich allen Kurzzeitmittelwerten kürzerer Mittelungszeit durchgeführt werden.
44     Anmerkung 2: Die Kurzzeitmittelwerte für die Berechnung der Emissionsfracht dürfen entsprechend Anhang B 1.10 keinesfalls validiert sein.
45 J 3.3 Die Durchführung der Berechnung nach J 3.1 und J 3.2 muss zu einem beliebigen Zeitpunkt nach Ende des Berichtsjahres möglich sein. Diese berechneten Größen sind abzuspeichern.
46     Anmerkung: Die vorläufige Durchführung der Berechnung nach J 3.1 innerhalb des Berichtszeitraumes soll möglich sein. In diesem Fall repräsen-tieren die zu berechnenden Daten den Zeitraum vom Beginn des Jahres bis zum gewählten Tag.
47 J 4 Manuelle Datenausgabe
48 J 4.1 Die Datenausgabe für einen Tag muss zusätzlich zu Anhang B 4.2.1 a) und e) folgende Daten umfassen:
a) Kurzzeitmittelwerte nach J 1.4 entsprechend Anhang B 4.2.1 f)
b) Anzahl der gültigen sowie der ungültigen Kurzzeitmittelwerte nach J 1.5
49     Anmerkung: Die Anzahl der gültigen sowie der ungültigen Kurzzeitmittelwerte kann z. B. jeweils als Ereignismeldung in Anlehnung an Anhang B 2.17
ausgegeben werden.
50 J 4.2 Die Datenausgabe für den Berichtszeitraum muss zusätzlich zu Anhang
B 4.4.1 a), d), e) und f) folgende Daten umfassen:
a) Jahresemission der Treibhausgase nach J 3.1
b) gewichtete Jahresmittelwerte der Treibhausgaskonzentrationen nach J 3.2
c) Jahreswert des Abgasvolumens nach J 3.2
d) Gesamtanzahl der gültigen Kurzzeitmittelwerte nach J 1.5
e) Gesamtanzahl der gültigen Kurzzeitmittelwerte außerhalb des gültigen Kalib-
rierbereichs jeweils für die Treibhausgaskonzentration und für den Volumen-
strom (nach J 1.3 i. V. m. J 2.1)
f) Gesamtanzahl der ungültigen Kurzzeitmittelwerte nach J 1.5
g) Gesamtanzahl der automatisch ersetzten Kurzzeitmittelwerte jeweils für die
Treibhausgaskonzentration und für den Volumenstrom nach Anhang J 2.1
i. V. m. J 2.2
h) Gesamtanzahl der manuell ersetzten Kurzzeitmittelwerte jeweils für die
Treibhausgaskonzentration und für den Volumenstrom nach J 2.3
i) Ersatzwert für den Kurzzeitmittelwert der Treibhausgaskonzentrationen
nach J 2.2 a)
j) Ersatzwert für den Kurzzeitmittelwert des Volumenstroms nach J 2.2 a)
51 J 4.3 Die Datenausgaben nach J 4.1 und J 4.2 müssen zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb des Berichtszeitraums und bei J 4.2 auch nach Ende des Berichtszeitraums als digitales Textdokument in übersichtlicher Form möglich sein.
52 J 4.4 Ergänzend zur Datenausgabe nach J 4.3 müssen für einen frei wählbaren Zeitraum folgende Werte, Daten bzw. Dokumente ausgegeben werden können:
a) Textdokumente nach 2.3.1.6
b) Kurzzeitmittelwerte nach J 1.4
c) Ersatzwerte einschließlich Kommentierung nach J 2.4
53 J 5 Datensicherung
54     Der Mindestzeitraum für die Sicherung der Werte, Daten bzw. Dokumente beträgt nach Art. 66 (1) MVO zehn Jahre.
55      
56 Anmerkungen:
57 1 überarbeite Version des Anhang J;
beschlossen vom LAI - Ausschuss L/W/V am 26.06.2019
58 2 siehe auch
- LENZEN, GÖTTEL, SCHNEIDER, GARVENS: EU-Emissionshandel - Überwachung und Berichterstat-
tung mittels kontinuierlicher Emissionsmessung; Immissionsschutz 1/2018;
- Leitfaden zur Erstellung von Überwachungsplänen und Emissionsberichten für stationäre Anlagen in
der 3. Handelsperiode (2013-2020); DEHSt 11/2017
- Arbeitshilfe zur KEMS-Emissionsdatenauswertung; DEHSt 08/2017
59 3 Für den Fall, dass eine AMS für CO fehlt, ist eine konservative Schätzung der CO-Emissionen möglich.
60 4 Beispiel: Anlage 10 min überwachungspflichtiger Betrieb im Mittelungszeitraum, davon 9 min gültige
Rohwerte (90 %) -> KMW gültig; bei nur 7 min gültigen Rohwerten (70 %) -> KMW ungültig

  A B C D E
1 Kontinuierliche Emissionsüberwachung, Statuskennung und Klassierung    
2 Anlage 15: Abkürzungen1,2    
4 AMS automatische Messeinrichtung    
5 ARE Abgasreinigungseinrichtung    
6 AS Anlagenstatus    
7 BA Betriebsart    
8 BEP Bundeseinheitliche Praxis bei der Überwachung der Emissionen
(RdSchr. d. BMU)
   
9 GW Grenzwert (engl.: ELV)    
10 HGW Halbstundengrenzwert, GW für HMW    
11 HGWG gleitend angepasster Halbstundenmischgrenzwert    
12 HMW Halbstundenmittelwert    
13 JGW Jahresgrenzwert, GW für JMW    
14 JMW Jahresmittelwert    
15 KGW Kurzzeitgrenzwert, GW für KMW    
16 KMW Kurzzeitmittelwert    
17 LGW Langzeitgrenzwert, GW für LMW    
18 LMW Langzeitmittelwert    
19 MB Messbereich    
20 MBE Messbereichsende    
21 MM Monatsmasse, Monatswert der Masse    
22 MMV Monatsmittelwert der Massenverhältnisse    
23 MV Massenverhältnis    
24 MW Mittelwert    
25 MWS Messwertstatus    
26 NP Nullpunkt    
27 O2B Sauerstoffbezugswert    
28 O2BG gleitend angepasster Sauerstoffbezugswert    
29 RZ Rußzahl    
30 SMW Stundenmittelwert    
31 TGW Tagesgrenzwert, GW für TMW    
32 TGWG gleitend angepasster Tagesmischgrenzwert    
33 TMW Tagesmittelwert    
34 TM Tagesmasse, Tageswert der Masse    
35 TNBZ Mittelwert der Nachverbrennungstemperatur    
36 VUB Verriegelung oder Unterbrechung der Beschickung    
37 3-min-MW 3-Minuten-Mittelwert (ebenda 1 oder 10 Minuten)    
39 Anmerkungen:    
40 1 entsprechend BEP A 2
Hinweis:
In dieser Auflistung sind weitere, in der Praxis gebräuchliche Abkürzungen definiert.
41 2 Hinweis:
Für den Begriff "Rohwert" ist keine Abkürzung eingeführt worden um Verwechslungen auszuschließen.
(Mitunter wird "RW" in der Praxis als Abkürzung für "Rasterwert" (entspricht dem KMW) verwendet.)