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Amtsstunden
Mo 08:00-17:00 Uhr
Di 08:00-14:00 Uhr
Mi 08:00-17:00 Uhr
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STADTAMT TŘEBÍČ
Ressort Entwicklung und Gebietsplanung
Abteilung Gebietsplanungsamt
Karlovo nám. 104/55, 674 01 Třebíč, Zustelladresse: Masarykovo nám. 116/6, 674 01 Třebíč
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DATUM:
01.11.2017
ORÚP 72051/17 - AKTE 4/2017/Nev
Mgr. Jana Sklenářová
568 896 233
j.sklenarova@trebic.cz
06.11.2017
Elektrárna Dukovany II, a.s.
Ing. Blanka Brožková
Leiterin - Bereich
Genehmigungsverfahren
Duhová Konskriptions-Nr. 1444/2
140 00 PRAG
Stellungnahme
hinsichtlich des Vorhabens „Neue Kernkraftanlage am Standort Dukovany“
unter dem Aspekt der Gebietsplanungsdokumentation
(zu anderen und neuen Tatsachen im Unterschied zur Bekanntgabe des Vorhabens)
Das Stadtamt Třebíč, Ressort für Entwicklung und Gebietsplanung, Abteilung „Amt für die
Gebietsplanung“ sendet Ihnen die Stellungnahme zum Vorhaben „Neue Kernkraftanlage am Standort
Dukovany" aus Sicht der Gebietsplanungsdokumentation - d.h. der Gebietspläne der Gemeinden
Dukovany, Rouchovany, Slavětice und der Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina
in der aktualisierten Fassung Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3, als Anlage der UVP-Dokumentation, für welche es
gemäß Anlage Nr. 4, des Teiles H des Gesetzes Nr. 100/2001 GBl., über die
Umweltverträglichkeitsprüfung und über die Änderung mancher zusammenhängenden Gesetze
(Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung), in der Fassung der späteren Änderungen
(nachstehend nur des „UVP-Gesetzes“) zuständig sind.
Am 01.11.2017 wurde beim Ressort Entwicklung und Gebietsplanung, Abteilung „Amt für die
Gebietsplanung“ des Stadtamtes Třebíč ein Antrag auf Stellungnahme zur Dokumentation des
Vorhabens „Neue Kernkraftanlage am Standort Dukovany" (nachstehend nur „Vorhaben der neuen
Kernkraftanlage EDU") gestellt, und zwar zu anderen und neuen Tatsachen im Unterschied zur
Bekanntgabe des Vorhabens. Bestandteil des Antrags ist die kurzgefasste Beschreibung des
Vorhabens und der folgenden Änderungen, einschließlich der beiliegenden Situationszeichnung im
Maßstab 1:50 000, mit der Bezeichnung als Anlage Nr. 1.1 „Die übersichtliche Situation des
Standortes des Vorhabens". Das Ressort Entwicklung und Gebietsplanung, Abteilung „Amt für die
Gebietsplanung“ des Stadtamtes Třebíč macht darauf aufmerksam, dass die Stellungnahme der
Ausführlichkeit des vorgelegten Antrages entspricht.
Zur Bekanntgabe des Vorhabens zum Vorhaben der neuen Kernkraftanlage EDU hat das Ministerium
für örtliche Entwicklung der Tschechischen Republik am 01.07.2016 (Aktennummer: MMR-
24829/2016-83/1861) Stellung genommen. Am 01.11.2017 ist die Novelle des UVP-Gesetzes
(Gesetz-Nr. 326/2017 GBl., durch welches das Gesetz-Nr. 100/2001 GBl. über die
Umweltverträglichkeitsprüfung und über die Änderung mancher zusammenhängenden Gesetze
(Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung), in der Fassung der späteren Vorschriften) in Kraft
getreten, in welcher es zur Änderung des zuständigen Organs für die Ausgabe der Stellungnahme aus
Sicht der Gebietsplanungsdokumentation gekommen ist, und zwar aus dem ursprünglich zuständigen

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Bauamt auf das zuständige Amt der Gebietsplanung.
Im Unterschied zur Bekanntgabe des Vorhabens zum Vorhaben der neuen Kernkraftanlage EDU,
welche beim Ministerium für Umweltschutz am 20.07.2016 vorgelegt wurde, ist es zu folgenden
Änderungen gekommen:
1. Anpassung der Kapazität des Vorhabens, d.h. in Bezug auf dessen elektrischen Nettoleistung,
und zwar auf den Wert bis 2 400 MW
e
.
2. Eine möglicherweise höhere Inanspruchnahme der Fläche D für die Möglichkeit der Abführung
des Niederschlagswassers in den Lipňanský Bach und in den Skryjský Bach.
3. Erarbeitung der Korridore für den Anschluss der Baustelleneinrichtung und des geplanten
kleinen Wasserkraftwerkes an das Energiesystem der Tschechischen Republik (Fläche C für
den Standort des elektrischen Anschlusses).
GÜLTIGE GEBIETSPLANUNGSDOKUMENTATION DER REGION VYSOČINA -
Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina in der aktualisierten Fassung
Nr. 1., Nr. 2. und Nr. 3.
Stellungnahme zu Änderungen des Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU im Unterschied zur
Bekanntgabe des Vorhabens:
Die Kapazität des Vorhabens, d.h. in Bezug auf dessen elektrischen Nettoleistung, wird in der
Gebietsplanungsdokumentation der Region im Rahmen der Definition der Gebietsreserve für die
Überprüfung des künftigen Standortes des Baus der Erweiterung des Kernkraftwerkes Dukovany nicht
gelöst. Nach dem grafischen Teil der Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina in der
aktualisierten Fassung Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 (nachstehend auch „ZUR der Region Vysočina") sind
„mögliche Inanspruchnahmen der Fläche D“ und „erarbeitete Korridore für den Anschluss der
Baustelleneinrichtung und des geplanten kleinen Wasserkraftwerkes an das Energiesystem der
Tschechischen Republik" der Bestandteil der Gebietsreserve, welche auch im Textteil der Grundsätze
der Gebietsentwicklung der Region Vysočina, und zwar in Artikel (99) definiert ist
a) Fläche zur Überprüfung des künftigen Standortes der Erweiterung des Kernkraftwerks
Dukovany im Umfang der Schutzzone des Kernkraftwerks.
Vollständigkeitshalber
führen
wir
im
Einklang
des
gesamten
Vorhabens
mit
der
Gebietsplanungsdokumentation der Region Vysočina an:
Im Zeitraum ab dem 01.07.2016, d.h. nach Stellungnahme des Ministeriums für örtliche Entwicklung,
wurden die Aktualisierungen Nr. 2 und Nr. 3 der Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region
Vysočina ausgegeben. In der Aktualisierung Nr. 2 wurde für die Überprüfung des künftigen Standortes
der elektrischen Leitung aus geplanten neuen Blöcken des Kernkraftwerkes Dukovany in die
entworfene Umspannstation Slavětice ein neuer Korridor der Gebietsreserve definiert – 400kW-
Hochspannungsfreileitung für die Verbindung der Fläche für die Erweiterung des Kernkraftwerkes
Dukovany mit dem Umspannwerk Slavětice in der Breite von 600 m - Artikel (98a) Grundsätze der
Gebietsentwicklung der Region Vysočina. Ferner wurden die Artikel (99a) und (99c) der Grundsätze
für die Gebietsentwicklung der Region Vysočina in der aktualisierten Fassung Nr. 1, welche den
Gemeinden Slavětice und Dukovany die Aufgabe auferlegen, die Fläche der Gebietsreserve für die
Erweiterung des Kernkraftwerks Dukovany zu überprüfen und zu stabilisieren, und Artikel (99b)
aufgehoben, welcher der Gemeinde Rouchovany die Aufgabe auferlegt, die Erweiterung der Fläche
der Gebietsreserve für die Produktion und die unternehmerische Tätigkeit südlich vom Areal des
Kernkraftwerks Dukovany auf die Größe der Gebietsreserve für die Erweiterung des Kernkraftwerks
Dukovany zu überprüfen und zu stabilisieren.
Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Projektvorbereitung für das Vorhaben der Erweiterung
des Kernkraftwerkes Dukovany um eine neue Kernkraftanlage und der weiteren Projektentwicklung,
hat das Bezirksamt der Region Vysočina die 2. Aktualisierung der Gebietsstudie Überprüfung der
Lokalisierung und des Umfangs der Erweiterung von EDU neu gefasst. Ihr Ergebnis ist die präzisierte
Fläche für den Standort des Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU der Baustelleneinrichtung am
Standort Dukovany im Einklang mit der aktuellen Phase der Projektvorbereitung des Vorhabens als

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die gebietsanalytische Unterlage für die Änderung in der Gebietsplanungsdokumentation der Region
Vysočina. Die Gebietsstudie wurde am 06. 03. 2017 in die Evidenz der Gebietsplanungstätigkeit
erfasst, und sie dient als Unterlage für die 4. Aktualisierung der Grundsätze der Gebietsentwicklung
der Region Vysočina für die Geltendmachung der Anforderung beim Bezirksamt der Region Vysočina
für die Präzisierung des Umfangs des geplanten Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU in
Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina und dadurch zur Sicherstellung der
Überführung der Flächen für den geplanten Aufbau der neuen Kernkraftanlage EDU aus
Reserveflächen in Entwurfsflächen dienen.
Die Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina definieren in ihrem grafischen Teil die
Gebietsreserve für den Standort des Vorhabens „Erweiterung des Kernkraftwerkes Dukovany", welche
auch im Textteil der Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina, und zwar in Artikel (99)
- Fläche für die Überprüfung des künftigen Standortes der Erweiterung des Kernkraftwerkes Dukovany
im Umfang der Schutzzone des Kraftwerkes definiert wird.
Das geplante Vorhaben nach der „Übersichtlichen Situation des Standortes des Vorhabens"
überschreitet mit seinem Umfang teilweise die in Grundsätzen der Gebietsentwicklung der Region
Vysočina definierten Gebietsreserven, und zwar in seinem westlichen Teil. Die erfasste Gebietsstudie
der Überprüfung der Lokalisierung und des Umfangs der Erweiterung von EDU, welche die Unterlage
für die 4. Aktualisierung der Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina ist, entspricht
jedoch völlig dem Vorhaben und steht mit ihm in Einklang.
Im Artikel (104a) definieren die Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina im Textteil
den 400 m breiten Korridor für die Anbringung einer neuen Bauanlage der Warmwasserfernleitung aus
dem Kernkraftwerk Dukovany an die Grenze der Südmährischen Region. Diese Bauanlage ist in den
vorgelegten Unterlagen nicht erwähnt.
Zum Schluss kann festgestellt werden, dass die Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region
Vysočina in der aktualisierten Fassung Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 die Gebietsreserve für die Erweiterung
des Kernkraftwerkes Dukovany und den Korridor der Gebietsreserve für die künftige Überprüfung des
Standortes der Ausführung der elektrischen Leistung aus geplanten neuen Blöcken des
Kernkraftwerkes Dukovany in die geplante elektrische Station Slavětice definieren. Wir machen auf die
Tatsache aufmerksam, dass es nicht möglich ist, das Vorhaben auf die Flächen und Korridore der
Gebietsreserven des Vorhabens zu platzieren, für welche sie definiert sind, ohne dass es zur
Überprüfung des Vorhabens und zur Änderung der Fläche und des Korridors der Gebietsreserve auf
die Entwicklungsfläche und den Korridor kommt, welches wiederum nur im Rahmen der Aktualisierung
der Grundsätze der Gebietsentwicklung möglich ist (§ 36 des Gesetzes Nr. 183/2006 GBl. über die
Gebietsplanung und Bauordnung (Baugesetz), in der Fassung der späteren Vorschriften, nachstehend
nur „Baugesetz“ genannt). Die Überprüfung des Vorhabens und der Änderungen der Flächen und der
Korridore der Gebietsreserven für die Erweiterung des Kernkraftwerkes Dukovany und den Standort
der elektrischen Leitung aus geplanten neuen Blöcken des Kernkraftwerkes Dukovany in die geplante
elektrische Station Slavětice wird in der neu aktualisierten Fassung Nr. 4 der Grundsätze der
Gebietsentwicklung der Region Vysočina gelöst.
GÜLTIGE GEBIETSPLANUNGSDOKUMENTATION DER GEMEINDEN – Dukovany,
Slavětice, Rouchovany
Stellungnahme zu Änderungen des Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU im Unterschied zur
Bekanntgabe des Vorhabens, und zwar im Teil 1. Anpassung der Kapazität des Vorhabens
Die
Kapazität
des
Vorhabens,
d.h.
dessen
elektrischen
Nettoleistung,
wird
in
Gebietsplanungsdokumentationen der Gemeinden Dukovany, Slavětice und Rouchovany nicht gelöst.
Es handelt sich nämlich um die Details, welche über den Zweck der Gebietsplanungsdokumentation
hinausgehen. Die Bestimmung von § 43, Abs. 3 des Baugesetzes für die Überschreitung der Details
verbietet, Zit.:
Gebietsplan ... darf jene Details nicht enthalten, die mit ihrem Inhalt in den Regelplan
oder in Gebietsentscheidungen gehören.“

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DUKOVANY
Die Gemeinde Dukovany
verfügt über einen gültigen Gebietsplan von Dukovany, der am 06.12.2011
in Kraft getreten ist.
Aus Sicht der Änderungen des Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU im Unterschied zur
Bekanntgabe des Vorhabens betrifft das Gebiet der Gemeinde Dukovany die mögliche höhere
Inanspruchnahme der Fläche D für die Möglichkeit der Abführung des Niederschlagwassers
1) in den Lipňanský Bach
2) in den Skryjský Bach
und die Erarbeitung der Korridore für den Anschluss der Baustelleneinrichtung und des geplanten
kleinen Wasserkraftwerkes an das Energiesystem der Tschechischen Republik - Fläche C für den
Standort des elektrischen Anschlusses.
Die höhere Inanspruchnahme der Fläche D ist im Teil der Abführung der Gewässer in den Lipňanský
Bach durch den Korridor der technischen Infrastruktur K2 betroffen, der in den Gebietsplan aus den
Grundsätzen der Gebietsentwicklung der Region Vysočina übertragen wurde (in ihnen ist er als E04
bezeichnet) und er ist als Standort der 400 kW-Hochspannungsfreileitung vom Umspannwerk
Slavětice an der Grenze zur Südmährischen Region geschützt. Die Nutzungsbedingungen des
Korridors der technischen Infrastruktur beschränken sich auf die Nutzung des Gebiets, Zit.:
„Es ist
eine Nutzung zulässig, die den Aufbau der gegenständlichen technischen Infrastruktur im bestimmten
Korridor nicht erschwert, bzw. nicht unmöglich macht.“
Außerdem ist das örtliche Biozentrum LBC 5 U Zabilika betroffen. Die im Gebietsplan Dukovany
festgelegten Nutzungsbedingungen des Territorialen Systems der ökologischen Stabilität
(nachstehend auch ,,ÚSES“), lassen Bauten und Anlagen der öffentlichen Verkehrsstruktur sowie der
technischen Infrastruktur nur bei Erfüllung der Bedingungen zu: Es handelt sich um Bauten oder
Anlagen im öffentlichen Interesse, welche im Rahmen des Systems der technischen Infrastruktur nicht
woanders platziert werden können, und unter der Voraussetzung der Minimierung deren Flächen- und
Raumkollision mit ÚSES-Flächen und des negativen Einflusses auf die ÚSES-Funktionsfähigkeit.
Vollständigkeitshalber führen wir im Einklang des gesamten Vorhabens mit dem Gebietsplan
Dukovany an:
Das ganze Vorhaben „Neue Kernkraftanlage am Standort Dukovany" ist im Gebietsplan Dukovany
in der Fläche der Gebietsreserve R4 lokalisiert, die zur Überprüfung der Erweiterung des
Kernkraftwerkes Dukovany bestimmt ist. Durch die Flächen A und C verläuft der Verkehrskorridor
K1. Der 80 m breite Verkehrskorridor K1, ist aus den Grundsätzen der Gebietsentwicklung der
Region Vysočina in den Gebietsplan Dukovany übertragen worden (darin ist er als DK11
bezeichnet). Er ist zur Homogenisierung der ausgewählten Abschnitte des bestehenden
Verkehrszugs geschützt. Die Nutzungsbedingungen des Verkehrskorridors ermöglichen (oder
ermöglichen bedingt) einen Eingriff in das geschützte Gebiet ausschließlich als Standort der
öffentlichen Verkehrsstruktur oder der technischen Infrastruktur, bei Hochwassermaßnahmen und
bei der Einrichtung von Schutz- und Isolierungsgrünanlagen, des Territorialen Systems der
ökologischen Stabilität.
Die Flächen A und C sind durch den Korridor der technischen Infrastruktur K2 betroffen, der in den
Gebietsplan Dukovany aus den Grundsätzen der Gebietsentwicklung der Region Vysočina
übertragen wurde (darin ist er als E04 bezeichnet) und er ist als Standort der 400 kW-
Hochspannungsfreileitung vom Umspannwerk Slavětice an die Grenze zur Südmährischen
Region geschützt. Die Nutzungsbedingungen des Korridors der technischen Infrastruktur
beschränken sich auf die Nutzung des Gebiets, Zit.:
„Eine Nutzung ist zulässig, die den Aufbau
der gegenständlichen technischen Infrastruktur im bestimmten Korridor nicht erschwert, bzw. nicht
unmöglich macht.“
Die Fläche D greift in den überregionalen Biokorridor 181 NRBK „K124 - Mohelno“ des
Territorialen Systems der ökologischen Stabilität ein, der an den bewaldeten Abhängen über dem
Wasserlauf Jihlava und dem Wasserbecken Mohelno verläuft. Die jetzige Bestimmung des
überregionalen Biokorridors im Gebietsplan Dukovany weicht von dessen Trassierung in den
Grundsätzen der Gebietsentwicklung der Region Vysočina etwas ab (darin ist er als U304
bezeichnet). Die Ungenauigkeit wird durch die eingeführte Änderung Nr. 1 des Gebietsplans

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Dukovany korrigiert. Jedoch schon jetzt ist es offensichtlich, dass auch nach Anpassung der
Trasse (nach ihrem „In-Einklang-Bringen“ mit Grundsätzen der Gebietsplanung der Region
Vysočina) der überregionale Biokorridor mit der Fläche D im Widerspruch steht. Es ist weiter das
lokale Biozentrum LBC 5 U Zabilika betroffen. Die im Gebietsplan Dukovany festgelegten ÚSES-
Bedingungen lassen Bauten und Anlagen der öffentlichen Verkehrsstruktur sowie der technischen
Infrastruktur nur bei Erfüllung der Bedingungen zu: Es handelt sich hierbei um Bauten oder
Anlagen im öffentlichen Interesse, welche im Rahmen des Systems der technischen Infrastruktur
nicht woanders platziert werden können, und weiter unter der Voraussetzung der Minimierung
deren Flächen- und Raumkollision mit ÚSES-Flächen und des negativen Einflusses auf die ÚSES-
Funktionsfähigkeit stehen.
An der Grenze zum Verwaltungsgebiet der Gemeinde Slavětice wird die Fläche C von den
entworfenen örtlichen Biokorridoren LBK 10 und LBK 11 geschnitten. Die lokalen Biokorridore
knüpfen an den örtlichen Biokorridor LBK 563.0895 auf dem Verwaltungsgebiet der Gemeinde
Slavětice an. Sie sollen die transversale Durchschaltung des ÚSES entlang des Flusses Jihlava
und des ÚSES entlang des Wasserlaufs Olešná gewährleisten. Auch für die Nutzung des Gebiets
in den Biokorridoren gelten die im vorstehenden Punkt erwähnten Bedingungen, d.h. Bauten der
öffentlichen Verkehrsstrukturen sowie der technischen Infrastruktur sind nur bedingt zulässig, und
zwar, wenn es sich um Bauten oder Anlagen im öffentlichen Interesse handelt, wenn die Bauten
und Anlagen an keiner anderen Stelle errichtet werden können, wenn die Flächen- und
Raumkollision mit den ÚSES-Flächen minimiert ist und wenn weder die Bauten, noch die Anlagen
einen negativen Einfluss auf die ÚSES-Funktionsfähigkeit haben.
Die Fläche D am Zusammenfluss des Skryjský Baches mit dem Bach Luhy grenzt wahrscheinlich
an das FFH-Gebiet CZ0614134 „Tal des Flusses Jihlava“ an. Aus der Anlage Nr. 1.1 kann man
nicht bestimmen, ob das Fauna-Flora-Biotop die Fläche D berührt oder ob sie davon teilweise
betroffen ist.
Der Vollständigkeit halber ergänzen wir noch die Information über die erhebliche Einschränkung
der Nutzung des Gebiets: Der breite Gebietsstreifen entlang des Flusses Jihlava ist ein für die
Migration bedeutendes Gebiet.
Im Gebietsplan Dukovany fehlt der neue Korridor der Gebietsreserve - die 400 kW-
Hochspannungsfreileitung für die Verbindung jener Fläche für die Erweiterung des
Kernkraftwerkes Dukovany mit dem Umspannwerk Slavětice, definiert durch die Aktualisierung
Nr.. 2 Grundsätze der Gebietsentwicklung der Region Vysočina.
ROUCHOVANY
Die Gemeinde Rouchovany
verfügt über einen gültigen Gebietsplan von Rouchovany, der am
09.12.2009 in Kraft getreten ist.
Aus Sicht der Änderungen des Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU im Unterschied zur
Bekanntgabe des Vorhabens betrifft das Gebiet der Gemeinde Rouchovany die mögliche höhere
Inanspruchnahme der Fläche D für die Möglichkeit der Abführung des Niederschlagwassers in den
Lipňanský Bach und die Erarbeitung jener Korridore für den Anschluss der Baustelleneinrichtung und
des geplanten kleinen Wasserkraftwerkes an das Energiesystem der Tschechischen Republik (Fläche
C für den Standort des elektrischen Anschlusses).
Die höhere Inanspruchnahme der Fläche D ist im Teil der Abführung des Wassers in den Lipňanský
Bach durch den bestehenden örtlichen Biokorridor LBK 06 berührt. Die Nutzungsbedingungen der
betroffenen Flächen lassen die Anbringung notwendiger öffentlicher technischer Infrastruktur zu.
„Überlagernde“ (verschärfte) Bedingungen zur Nutzung des ÚSES-Gebiets sind im Gebietsplan
Rouchovany nicht festgelegt.
Die Fläche C für den Standort des elektrischen Anschlusses überquert stabilisierte Flächen und steht
in keinem Widerspruch mit deren Nutzungsbedingungen.
Vollständigkeitshalber führen wir im Einklang des gesamten Vorhabens mit dem Gebietsplan
Rouchovany an:
Die Fläche B, welche für den Standort der Baustelleneinrichtung bestimmt ist, befindet sich auf der

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Seite 6 (insgesamt 7)
Fläche der Gebietsreserve für die Produktion und Lagerung. Im Gebietsplan Rouchovany ist somit
die notwendige bebaubare Fläche für die Fläche B nicht konzipiert.
Die Fläche D, welche entlang des Bachs Heřmanický bestimmt ist, greift wahrscheinlich in den
geplanten örtlichen Biokorridor LBK 08 ein. Die Fläche B grenzt an diesen örtlichen Biokorridor.
Die Fläche D, welche entlang des Lipňanský Bachs bestimmt ist, greift in den geplanten örtlichen
Biokorridor LBK 06 ein. Die Nutzungsbedingungen der betroffenen Flächen lassen die Verortung
notwendiger öffentlicher technischer Infrastruktur zu. „Überlagernde“ (verschärfte) Bedingungen
zur Nutzung des ÚSES-Gebiets sind nicht festgelegt.
Im Gebietsplan Rouchovany fehlt der in den Grundsätzen der Gebietsentwicklung der Region
Vysočina verankerte Korridor der technischen Infrastruktur (mit der Bezeichnung E04), der als
Standort der Hochspannungsfreileitung vom Umspannwerk Slavětice an die Grenze der
Südmährischen Region geschützt werden soll. Am Bach Heřmanický schneidet sie die Fläche D.
Die Anbringung der notwendigen öffentlichen technischen Infrastruktur ist nach Bedingungen der
Nutzung der berührten Flächen zulässig, wie dies im vorherigen Punkt angeführt wurde. Im
Gebietsplan Rouchovany fehlt außerdem der Korridor für die Warmwasserfernleitung aus dem
Kernkraftwerk Dukovany an die Grenze der Südmährischen Region, welche in Grundsätzen der
Gebietsentwicklung der Region Vysočina definiert wird.
SLAVĚTICE
Die Gemeinde Slavětice
verfügt über einen gültigen Gebietsplan von Slavětice, der am 25.09.2008 in
Kraft getreten ist.
Aus Sicht der Änderungen des Vorhabens der neuen Kernkraftanlage EDU im Unterschied zur
Bekanntgabe des Vorhabens ist das Gebiet der Gemeinde Slavětice nicht berührt.
Vollständigkeitshalber führen wir im Einklang des gesamten Vorhabens mit dem Gebietsplan Slavětice
an:
Der Gebietsplan von Slavětice ist vor dem Inkrafttreten der Grundsätze der Gebietsentwicklung
der Region Vysočina in Kraft getreten. Der Gebietsplan Slavětice steht mit den Grundsätzen der
Gebietsentwicklung der Region Vysočina nicht völlig im Einklang. Obwohl die Vertretung der
Gemeinde Slavětice über diese Unstimmigkeit informiert wurde, hat sie über die Einführung der
Änderung Nr. 1 des Gebietsplans Slavětice immer noch nicht entschieden.
Das Gebiet der Gemeinde Slavětice betrifft nur die Fläche C, welche die Fläche für die Platzierung
des elektrischen Anschlusses sein soll. Wir weisen darauf hin, dass der Sachverhalt über diese
Fläche im gültigen Gebietsplan Slavětice nicht gelöst wird.
Die Fläche C überlagert sich mit den Entwicklungsflächen für die Vorhaben der Gemeinde
Slavětice selbst. Sie berührt:
die geplanten Flächen zur Begrünung von Z4 und Z5,
die geplante Wasser- und wasserwirtschaftliche Fläche H3, die zur Platzierung des
Mehrzweckwasserbeckens von Bažantnice bestimmt ist,
die geplante Fläche für den Straßenverkehr D3, die für die südliche Umgehung der Siedlung
Slavětice bestimmt ist,
das Gebiet für die Realisierung des Biokorridors LBK 563.0895.
Die Fläche C greift in die Korridore der technischen Infrastruktur und in die Fläche der
Gebietsreserve ein, die in den Grundsätzen der Gebietsentwicklung der Region Vysočina
festgelegt sind. Im Gebietsplan Slavětice fehlen:
Korridor E04 für die Anbringung der 400 kW-Hochspannungsfreileitung vom Umspannwerk
Slavětice an die Grenze der Südmährischen Region,
Korridor E10 für die Anbringung der 110 kW-Hochspannungsfreileitung vom Umspannwerk
Slavětice an die Schaltanlage Moravské Budějovice (ferner nach Jemnice und Dačice)
Korridor der Gebietsreserve zur Überprüfung der Anbringung der 400 kW-

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Hochspannungsfreileitung für die Verbindung jener Fläche für die Erweiterung des
Kernkraftwerkes Dukovany mit dem Umspannwerk Slavětice.
Fläche der Gebietsreserve zur Überprüfung der Erweiterung des Kernkraftwerks Dukovany.
Vollständigkeitshalber führen wir an, dass es laut § 54, Abs. 5 des Baugesetzes nicht möglich ist, über
jene Teile des Gebietsplans zu entscheiden, die im Widerspruch zu den nachfolgend verabschiedeten
Grundsätzen der Gebietsentwicklung stehen.
Der integrale Bestandteil der Stellungnahme ist ebenfalls die kurz gefasste Beschreibung des
Vorhabens und die grafische Darstellung des Standortes des Vorhabens - die Einzeichnung, welche
bei der Abteilung für die Entwicklung und Gebietsplanung zu dem am 01.11.2017 empfangenen
Antrag an die Stellungnahme vorgelegt wurde.
Mgr. Jana Sklenářová
Abteilungsleiterin
Gebietsplanungsamt
Anlagen: Kurz gefasste Beschreibung des Vorhabens, einschließlich der grafischen Darstellung über
den Standort des Vorhabens - zum Antrag vorgelegt

1
Anlage-Nr. 1
„Neue Kernkraftanlage am Standort Dukovany" - kurz gefasste Beschreibung des
Vorhabens und dessen Platzierung für die Zwecke der Ausgabe der Stellungnahme
des zuständigen Amtes für Gebietsplanung unter dem Aspekt der
Gebietsplanungsdokumentation
(zu anderen und neuen Tatsachen im Unterschied zur Bekanntgabe des Vorhabens)
Grundlegende Angaben
Das Unternehmen Elektrárna Dukovany II, a. s. (zugehörend zur ČEZ-Gruppe), bereitet am Standort
Dukovany den Aufbau der neuen Kernkraftanlage (nachstehend nur NKKA) mit einer elektrischen
Nettoleistung bis 2400 MW
e
vor. Die wird entweder durch zwei Kraftwerksblöcke mit einer elektrischen
Nettoleistung bis 2 x 1200 MW
e
, oder durch einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Nettoleistung
bis 1 x 1750 MW
e
gebildet.
Der Grund für die Realisierung der neuen Kernkraftanlage ist hauptsächlich auf das sich nähernde
Ende der Lebensdauer der Kohlenkraftwerke (insbesondere infolge der beschränkten Vorräte von
Braunkohle) zurückzuführen, welche zur Zeit die Basis der tschechischen Energiewirtschaft bilden und
deren Leistung (bis zum Jahre 2035 geht es um einen vorausgesetzten Ausfall an elektrischer
Leistung von insgesamt 4400 MW
e
und nach dem Jahre 2040 dann bis um 8200 MW
e
), die durch
kohlenstoffarme Stromquellen ersetzt werden muss.
Ein weiterer bedeutender Grund für die Realisierung der neuen Kernkraftanlage ist die Beibehaltung
der Kontinuität der Stromerzeugung am Standort Dukovany. Die vier bestehenden Energieblöcke des
betriebenen Kernkraftwerkes Dukovany (nachstehend nur EDU 1-4) mit einer elektrischen
Gesamtleistung von ca. 2000 MW
e
werden in nächsten Jahrzehnten die Grenze ihrer Lebensdauer
erreichen und es wird ebenfalls notwendig sein, deren Leistung zu ersetzen. Der Standort Dukovany
ist dabei mit allen notwendigen Verbindungen ausgestattet, wie beispielsweise geeigneter
Stromanschluss sowie wasserwirtschaftlicher Anschluss. Am Standort sind langfristig stabilisierte
Personalbeziehungen und sozialwirtschaftliche Beziehungen geschaffen worden. Insbesondere der
zuletzt genannte Punkt ist von großer Wichtigkeit. EDU1-4 ist ein bedeutender regionaler Arbeitgeber
(sowohl direkt, als auch indirekt mittels der kooperierenden Unternehmen und zusätzlich
anschließender Tätigkeiten), welcher zum positiven sozialwirtschaftlichen Stand der Region beiträgt
und direkt, sowie indirekt, beträchtliche Mittel bringt. Die Erhaltung des Betriebes eines großen
Industrieunternehmens und der zusammenhängenden sozialen, wirtschaftlichen, demografischen und
kulturellen Verbindungen und Beziehungen ist somit erstrebenswert.
Die Realisierung der neuen Kernkraftanlage am Standort Dukovany steht im Einklang mit den
strategischen Unterlagen der Tschechischen Republik im Bereich der Energietechnik, insbesondere
mit dem staatlichen Energiekonzept und dem nationalen Aktionsplan der Entwicklung der
Kernenergietechnik.
Standort des Vorhabens
Das Vorhaben ist für das Gebiet folgender Gebietseinheiten vorgesehen:
Staat
Bezirk
Kreis
Gemeinde
Katastergebiet
Tschechische
Republik
Hochland/
Vysočina
Třebíč
Dukovany
Katastergebiet Skryje nad
Jihlavou
Katastergebiet Lipňany bei
Skryje
Katastergebiet Dukovany
Slavětice
Katastergebiet Slavětice
Rouchovany
Katastergebiet
Heřmanice
bei Rouchovany
Katastergebiet Rouchovany
Das Vorhaben in verschiedenen Versionen der Errichtung ist nicht vorgesehen. Die neue
Kernkraftanlage wird an jener Stelle errichtet, welche an das Areal des bestehenden Kraftwerkes
EDU1-4 anschließt. Die konzipierte Fläche für den Standort des Vorhabens für die neue
Kernkraftanlage geht vom Ergebnis der Machbarkeitsstudie aus sowie von der Beurteilung der drei

2
alternativen Lagen, welche an das bestehende Areal EDU1-4 anschließen - nordwestlich, südlich und
südöstlich. Anhand sehr detaillierter Auswertungen wurde für den Standort die Fläche nordwestlich
vom bestehenden Areal EDU1-4 (Fläche A) festgelegt, und zwar insbesondere anhand ihrer Eignung
aus Sicht der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse und gleichzeitig des geeigneten
Anschlusses an die Infrastruktur (Rohwasserversorgung aus dem Fluss Jihlava, Abführung des
Abwassers in den Fluss Jihlava und die Ausführung der elektrischen Leistung ins Umspannwerk
Slavětice). In der festgelegten Lage wird auch das Areal der neuen Kernkraftanlage auf günstige
Weise an das bestehende Areal EDU 1-4 anschließen und es wird dadurch möglichst wenig störend in
der Landschaft wirken. Die Fläche südlich vom Areal EDU1-4 (Fläche B) des bestehenden
Kraftwerkes wurde als die Grundfläche für die Baustelleneinrichtung ausgewählt, und zwar unter
Berücksichtigung der weniger geeigneten Fundamentverhältnisse und auch der komplizierteren
Rohwasserzuführung und der Lösung der Ausführung der elektrischen Leistung.
Die Flächen für den Standort des Vorhabens sind aus dem beigefügten Situationsplan ersichtlich, also
die Fläche für den Standort der Kraftwerksblöcke (A), die Fläche für den Standort der
Baustelleneinrichtung (vorübergehender Charakter) (B) und die Flächen für den Standort des
Stromanschlusses (C) und des wasserwirtschaftlichen Anschlusses (D).
Die grundlegendentechnischen Informationen der neuen Kernkraftanlage sind wie folgt
zusammengefasst:
Bis zu zwei Kraftwerksblöcke (bestehendes Kraftwerk verfügt über vier Blöcke), ein
Druckwasserreaktor (also ähnlicher Typ, der im Kraftwerk derzeit betrieben wird), elektrische
Nettoleistung von bis zu 2400 MW
e
(bestehendes Kraftwerk verfügt über insgesamt ca. 2000 MW
e
),
Generation III+ (beste verfügbare Technologie der Kernkraftreaktoren), projektierte Lebensdauer
mindestens 60 Jahre. Die elektrische Leistung der neuen Energiequelle wird (ähnlich wie aus dem
bestehenden Kraftwerk) in das Umspannwerk Slavětice abgeleitet. Die Rohwasserquelle ist der Fluss
Jihlava, in welchen auch das Abwasser abgeführt wird (Analogie des wasserwirtschaftlichen
Anschlusses des bestehenden Kraftwerkes).
Der Auftragnehmer für die neue Kernkraftanlage wird im Verlauf der nächsten Vorbereitung des
Vorhabens gewählt. Der mögliche Auftragnehmer kann jeder Hersteller sein, der in der Lage ist, alle
gesetzlichen Bedingungen zu erfüllen, insbesondere diejenigen, die für Kernenergieanlagen
erforderlich sind.
Das Projekt wird allen anwendbaren Sicherheitsvorschriften entsprechen, und zwar sowohl den aktuell
gültigen, als auch jenen, die jederzeit im Laufe des Lebenszyklus des Kraftwerkes neu ausgegeben
werden. Derzeit sind insbesondere die Anforderungen des Atomgesetzes und die damit verbundenen
Vorschriften gültig. Die Erfüllung dieser Anforderungen wird von der Staatlichen Behörde für
Atomsicherheit kontrolliert, welche im Bereich der Kernenergie das Aufsichtsorgan ist.