Stadt Wurzen
Bebauungsplan „Handeln und Musizieren im und am Wasserturm“
Friedrich-Ebert-Straße 2
Begründung zum Vorentwurf
04808 Wurzen
08/2019
Büro Knoblich, Zschepplin
Anhang
ANLAGE 1
Schalltechnische Untersuchung,
Goritzka Akustik
vom 22.07.2019

image
 
Projekt-Nr.:
5318
Schallimmissionsprognose | Bauleitplanung
Bebauungsplan „Handeln und Musizieren am und im
Wasserturm“ in 04808 Wurzen
Version
3.0 | 22.07.2019

image
goritzka akustik
Ingenieurbüro für Schall- und Schwingungstechnik
Projekt-Nr.: 5318|Version 3.0
Auftrag
Für den geplanten Neubau des ALDI-Marktes innerhalb des in
Aufstellung befindlichen Bebauungsplanes „Handeln und Musizieren
am und im Wasserturm", ist eine Schallimmissionsprognose nach den
Vorgaben der DIN 18005-1 zu erstellen und die dem Vorhaben
zuzuordnenden Beurteilungspegel auszuweisen.
Auftraggeber
Klaus Landau
Haberfeld 15
14532 Kleinmachnow
Auftragnehmer
goritzka akustik - Ingenieurbüro für Schall- und Schwingungstechnik
Inhaber: M. Eng. Matthias Barth
Handelsplatz 1, 04319 Würzen
Umfang
36 Seiten Textteil, zzgl. 1 Bild
Versionsverlauf
3.0
22.07.2019
2.0
I
16.07.2019
1.0
I
09.07.2019
Änderung von „vorhabenbezogenen
Bebauungsplan" in „Bebauungsplan"
redaktionelle Änderung
Ursprungsversion
Bearbeiter
M. Eng. M. Barth
geprüft
—f
Dipl.-Ing.(FH) R. Julius
erstellt
/j

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Projekt-Nr.: 5318 | Version 3.0
Ingenieurbüro für Schall- und Schwingungstechnik
3
INHALTSVERZEICHNIS
1
AUFGABENSTELLUNG
4
2
BEARBEITUNGSGRUNDLAGEN
4
2.1
VORSCHRIFTEN, NORMEN UND RICHTLINIEN
4
2.2
ÜBERGEBENE / VERWENDETE UNTERLAGEN
5
2.3
EINHEITEN, FORMELZEICHEN, BERECHNUNGSALGORITHMEN
5
3
SITUATIONSBESCHREIBUNG / LÖSUNGSANSATZ
6
3.1
SITUATIONSBESCHREIBUNG
6
3.2
LÖSUNGSANSATZ
7
4
IMMISSIONSORTE / BEURTEILUNGSKRITERIEN
7
5
ERMITTLUNG DER EMISSION
8
5.1
ALLGEMEINES
8
5.2
FREIFLÄCHENVERKEHR / WARENUMSCHLAG
8
5.3
PARKPLATZ (P)
13
5.4
EINKAUFSWAGEN-SAMMELBOX
16
5.5
HAUSTECHNIK
17
6
ERMITTLUNG DER BEURTEILUNGSPEGEL
18
6.1
BERECHNUNGSPRÄMISSEN
18
6.2
BEURTEILUNGSPEGEL
18
7
EINZELEREIGNISBETRACHTUNG
20
8
ANLAGENBEDINGTER VERKEHR AUF ÖFFENTLICHEN STRAßEN
21
9
ZUSAMMENFASSUNG
22
ANLAGEN / BILD
ANLAGE 1
BEGRIFFSERKLÄRUNG ZUR SCHALLEMISSION
24
ANLAGE 2
QUALITÄT DER UNTERSUCHUNG
29
ANLAGE 3
AUSZUG AUS DER ZEITSCHRIFT LÄRMBEKÄMPFUNG IMMISSIONSCHUTZ 2.17 30
ANLAGE 4
ANTEILIGE MITTELUNGS- UND BEURETILUNGSPEGEL
31
BILD 1
LAGEPLAN

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4
1
AUFGABENSTELLUNG
In 04808 Wurzen, Goethestraße, ist die Aufstellung des Bebauungsplanes „Handeln und Musizieren am
und im Wasserturm“ für den Neubau eines Geschäftshauses (ALDI-Lebensmitteldiscounter) geplant. Im
Rahmen dieser schalltechnischen Untersuchung, ist die dieser gewerblichen Anlage zuzuordnende
Schallimmissionsbelastung (Beurteilungspegel) an den relevanten Immissionsorten (
BILD 1
)
rechnerisch zu ermitteln. Die berechneten Beurteilungspegel sind mit den Orientierungswerten der DIN
18005, Teil 1, Beiblatt 1 zu vergleichen.
2
BEARBEITUNGSGRUNDLAGEN
2.1
VORSCHRIFTEN, NORMEN UND RICHTLINIEN
/1/
BImSchG
Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch
Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche
Vorgänge
(Bundes-Immissionsschutzgesetz
-
BImSchG);
Ausfertigungsdatum:
15.03.1974;
in
der
Fassung
der
Bekanntmachung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274), das zuletzt
durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. April 2019 (BGBl. I S. 432)
geändert worden ist
/2/
BauNVO
Verordnung
über
die
bauliche
Nutzung
der
Grundstücke
(Baunutzungsverordnung
-
BauNVO);
Ausfertigungsdatum:
26.06.1962; in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.
November 2017 (BGBl. I S. 3786)
/3/
DIN ISO 9613, Teil 2
Dämpfung des Schalls bei der Ausbreitung im Freien - Teil 2:
Allgemeines Berechnungsverfahren; Ausgabedatum: 1999-10
/4/
TA Lärm
Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm; 26. August 1998
/5/
RLS 90
Richtlinie für Straßenlärm
/6/
Zeitschrift für
Luftreinhaltung,
Lärmschutz [...]
Immissionsschutz 2.17,22. Jahrgang Juni 2017:, Schallpegel bei Be-
und Entladung von Lkw mit handgezogenen Hubwagen, Ausgabe
04.10.2017
/7/
Hessische Landesanstalt
für Umwelt
Technischer Bericht zur Untersuchung der Geräuschemissionen
durch Lastkraftwagen auf Betriebsgeländen von Frachtzentren,
Auslieferungslagern, Speditionen und Verbrauchermärkten sowie
weiterer
typischer
Geräusche
insbesondere
von
Verbrauchermärkten; Hessisches Landesamt für Umwelt und
Geologie (HLUG), Heft 3, Wiesbaden 2005

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5
/8/
Bayerisches Landesamt
für Umweltschutz
Parkplatzlärmstudie, 6. überarbeitete Auflage, Augsburg 2007
/9/
M. Schlich
„Geräuschprognose von langsam fahrenden Pkw“, Zeitschrift für
Lärmbekämpfung Bd. 2 (2007) Nr.2 – März
/10/
DIN 18005, Teil 1
Schallschutz im Städtebau – Teil 1: Grundlagen und Hinweise für
die Planung, Ausgabedatum 2002-07
/11/
DIN 18005, Teil 1, Bbl. 1
Schallschutz
im
Städtebau;
Berechnungsverfahren;
Schalltechnische
Orientierungswerte
für
die
städtebauliche
Planung, Ausgabedatum 1987-05
2.2
ÜBERGEBENE / VERWENDETE UNTERLAGEN
/12/
Zeichnungen, Stand 09.2018 als pdf / dwg vom Büro SLG-Stadtplanung per E-Mail übergeben
-
Lageplan, Stand 10.05.2019 Büro Zimmermann
-
Grundriss, Stand 22.03.2019 Büro A. Künne
/13/
Messbericht
BN-KD_0172_P_2131_2017-1,
zur
Emissionsermittlung
einer
Carrier
Integralanlage, Typ CCP335-3380, Schalllabor HHK GmbH
/14/
Auskunft
Stadtplanungsamt.
Gebietseinstufung
Wohnbebauung
außerhalb
des
Bebauungsplanes, 24.06.2019
/15/
Zeichnungen und Datenblätter Ladeschleuse H50 NovoDock
2.3
EINHEITEN, FORMELZEICHEN, BERECHNUNGSALGORITHMEN
In der
ANLAGE 1
sind die in der schalltechnischen Untersuchung aufgeführten Begriffe, Formelzeichen
und die für die Ermittlung der Emission verwendeten Berechnungsalgorithmen erläutert.

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6
3
SITUATIONSBESCHREIBUNG / LÖSUNGSANSATZ
3.1
SITUATIONSBESCHREIBUNG
Im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes „Handeln und Musizieren am und im Wasserturm“,
ist eine schalltechnische Beurteilung der von der geplanten gewerblichen Einrichtung ausgehenden
Schallemissionen vorzunehmen.
Am Standort Goethestraße, in 04808 Wurzen ist die Errichtung eines ALDI-Marktes geplant.
Entsprechend den Angaben des Auftraggebers (AG) wird mit einer Betriebszeit von 00.00 bis 24.00 Uhr
und einer Ladenöffnungszeit von 06:00 bis 22:00 Uhr gerechnet. Sollten sich hierdurch schalltechnische
Konflikte ergeben, werden diese im Ergebnis der Berechnung aufgezeigt und ggf. Beschränkungen
ausgewiesen.
Im Einwirkbereich der geplanten Anlage befinden sich mehrere Kleinstgewerbe (Imbiss, Fahrschule,
Blumenladen etc.). Diese weisen weder eigene Stellplätze noch ersichtliche Außenlärmquellen auf, so
dass hier schalltechnische Konflikte auf Grund der gewerblichen Vorbelastung nicht zu erwarten sind.
Aus der Errichtung des Planungsvorhabens ergeben sich folgende, schalltechnisch relevante
Emissionsquellen:
Warenanlieferung (Lkw, Handhubwagen);
Kundenstellplätze;
Einkaufswagen–Sammelbox;
Lufttechnik;
Für die vorliegenden schalltechnisch relevanten Emittenten liegen die Emissionsdaten ausschließlich als
Einzahlwerte vor (Bsp. Parkplatzgeräusche nach /8/, Warenumschlag nach /6/, Lkw Geräusch nach /7/).
Aus diesem Grund werden die Schallausbreitungsberechnungen, gemäß TA Lärm bzw.
DIN ISO 9613, Teil 2, mit der Mittenfrequenz von 500 Hz durchgeführt.
Sollten sich im Ergebnis der Berechnungen Überschreitungen der Beurteilungskriterien, an den
Immissionsorten ergeben, so werden die Schallquellen aufgezeigt, die zu dieser Überschreitung führen
und Anforderungen an die Minderung der Emissionspegel dieser Quellen formuliert.
Die Wirkung kurzzeitig auftretender Emissionen wird
für das Zuschlagen einer Kofferraumtür auf dem Parkplatz sowie
für das Betätigen der Lkw-Druckluftbremse
rechnerisch ermittelt und mit den zulässigen Einzelereigniskriterien der TA Lärm verglichen.

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7
Die
Geräusche des An- und Abfahrtverkehrs auf öffentlichen Verkehrsflächen
werden
entsprechend der TA Lärm, Punkt 7.4 in die Beurteilung der Geräuschsituation einbezogen.
3.2
LÖSUNGSANSATZ
Bei der Aufstellung von Bebauungsplänen ist dafür Sorge zu tragen, dass die Immissionsrichtwerte nicht
bereits von Anlagen ausgeschöpft werden. Entsprechend der DIN 18005-1 erfolgt die Beurteilung von
gewerblichen Anlagen nach der TA Lärm in Verbindung mit der DIN ISO 9613-2. Als Grundlage zur
schalltechnischen Beurteilung wird ein dreidimensionales
schalltechnisches Berechnungsmodell
erstellt. Dieses Modell besteht aus einem
Ausbreitungsmodell (Gelände und Bebauung) und einem
Emissionsmodell (Emittenten)
4
IMMISSIONSORTE / BEURTEILUNGSKRITERIEN
Im Einwirkbereich der Anlage liegen keine rechtskräftigen Bebauungspläne vor. Die Einstufung zur
Schutzwürdigkeit der umliegenden Bebauung erfolgt daher nach der konkreten Nutzung und in
Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Wurzen. Weiterhin werden die Immissionsorte so
gewählt, dass
das Untersuchungsgebiet schalltechnisch beschrieben wird,
an Hand der auszuweisenden anteiligen Beurteilungspegel L
r,an
Rückschlüsse auf die
bestimmende(n) Emissionsquelle(n) gezogen werden und
evtl. notwendig werdende aktive oder passive Schallschutzmaßnahmen bestimmt werden
können.
Im Folgenden sind die relevanten Immissionsorte entsprechend der mit der Stadt Wurzen abgestimmten
Schutzwürdigkeit (/14/) aufgeführt. Die konkrete Lage der Immissionsorte (IO) ist dem
BILD 1
zu
entnehmen.
IO01
August-Bebel-Straße 33
MI
IO02
August-Bebel-Straße 37
MI
IO03
Martin-Luther-Straße 23
MI
IO04
Goethestraße 52
MI
IO05
Goethestraße 54
MI
IO06
Clara-Zetkin-Platz 11
MI
IO07
Clara-Zetkin-Platz 11
MI

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Die Ermittlung der Beurteilungspegel erfolgt nach der TA Lärm 0,5 m vor der Mitte eines geöffneten
Fensters. Die Berechnungen erfolgen getrennt für die Beurteilungszeiträume „Tag“ (06:00 bis
22:00 Uhr) und „Nacht“ (lauteste Nachtstunde in der Zeit von 22:00 bis 06:00 Uhr). Als
Beurteilungskriterium sind die folgenden Orientierungswerte heranzuziehen.
Orientierungswerte nach der DIN 18005
Tag
Nacht
Mischgebiet (MI)
60 dB(A)
45 dB(A)
Um störende
kurzzeitige Geräuscheinwirkungen
für angrenzende Wohnbereiche zu vermeiden, ist
nach TA Lärm abzusichern, dass kurzzeitige Überschreitungen des Immissionsrichtwertes tags um mehr
als 30 dB(A) und nachts um mehr als 20 dB(A) nicht auftreten.
5
ERMITTLUNG DER EMISSION
5.1
ALLGEMEINES
Bei der Ermittlung der Emissionen wird bei allen Anlagenteilen davon ausgegangen, dass diese,
entsprechend des Standes der Technik, ausgeführt werden (z.B. feste Regenrinne, abgestrahlte
einzeltonfreie Schallspektren oder keine „klappernden“ Fahnenmasten).
Die Modellierung der Zufahrten auf der öffentlichen Straße (Lkw, Pkw; siehe
BILD 1
) erfolgt im
schalltechnischen Modell entsprechend der TA Lärm, d.h. die Fahrstrecken werden so gestaltet, dass
eine Vermischung mit dem öffentlichen Verkehr gegeben ist (TA Lärm, Abschnitt 7.4).
Alle Folgend aufgeführten Emissionsquellen sind, entsprechend ihrer im Berechnungsmodell
berücksichtigten Lage, im
BILD 1
dargestellt.
5.2
FREIFLÄCHENVERKEHR / WARENUMSCHLAG
Die Anlieferung für das Geschäftshaus mit Lkw > 7,5 t soll werktags in der Zeit von 06.00 bis
22.00 Uhr über einen Rampentisch im Bereich der Verladezone stattfinden (Beurteilungszeitraum “Tag”).
Der Rampentisch selbst ist dreiseitig mit Dach und in massiver Bauweise wie das Hauptgebäude
ausgeführt. Zusätzlich ist eine Verladeschleuse (/15/) vorgesehen, so dass der Übergang vom Lkw zum
Rampentisch abgedichtet wird. Für den Nachtzeitraum wird, zur Abwägung einer Nachtanlieferung,
zusätzlich eine Lkw-Vorgang im Bereich der Rampe betrachtet.

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Die Schallleistungspegel der einzelnen Emittenten für den Anlieferungsverkehr und die Vorgänge bei
der Entladung werden dem Bericht /6/ und /7/ entnommen und nach den Gleichungen in
ANLAGE 1
berechnet.
Entsprechend
/6/
und
/7/
wird
beim
Emissionsansatz
zur
Berechnung
der
Geräuschimmissionen durch die Betriebsgeräusche der Lkw von Mittelwerten ausgegangen.
Die Lkw – Geräusche werden in „Fahrgeräusche und besondere Fahrzustände“ und
„Betriebsgeräusche“ unterschieden.
Lieferfahrzeuge: Fahrgeräusche und besondere Fahrzustände (Rangieren)
In der nachfolgenden
TABELLE 1
sind die im schalltechnischen Modell zum Ansatz gebrachten
Anlieferungsfahrzeuge zusammengefasst ausgewiesen (die Anzahl der Fahrzeuge basiert auf analogen
Bauvorhaben).
TABELLE 1
:
Im schalltechnischen Modell zum Ansatz gebrachte Fahrzeuge,
tags/nachts
Fahrzeug
Anzahl tags
Anzahl nachts
Fahrziel / Fahrzweck
1
2
3
4
Lkw > 7,5 t
1
1
Trockensortiment
Lkw > 7,5 t
1
--
Leergut
Lkw > 7,5 t
1
--
Streckenlieferant
Lkw > 7,5 t
1
--
Frischesortiment mit Kühlaggregat
Lkw > 7,5 t
1
--
Müllfahrzeug
Summe, Gesamtfahrzeuge
5
1
*
Nach
Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.
wird nicht in Gewichtsklassen unterschieden, sondern
ausschließlich in Motorenleistung, so dass hier der höchste Wert zum Ansatz gebracht wird für Lkw-Motorleistung ≥ 105
kW.
Für den Vorgang Rangieren der Lkw im Bereich der Laderampe wird für die erforderliche Rangierstrecke
im schalltechnischen Modell ein Zuschlag von 5 dB (Maximalwert nach /7/) vergeben. Damit sind die bei
Rangiertätigkeiten auftretenden Schallereignisse, wie Beschleunigung und Verzögerung der Fahrt,
berücksichtigt. Die An- und Abfahrten erfolgen über die Goethestraße.
In der
TABELLE 2.1
sind die Emissionsdaten für die Fahrgeräusche der Lieferfahrzeuge am Tage und
in der
TABELLE 2.2
für die Nacht ausgewiesen.
TABELLE 2.1
: Emissionsdaten Fahrgeräusche und besondere Fahrzustände,
tags
Emittent
Vorgang / Fahrstrecke
n
l
L’
WA,1h*
L
T
L
n
L’
WA,mod
[m]
[dB(A)/m]
[dB]
[dB]
[dB(A)/m]
1
2
3
4
5
6
7
8
T1
Lkw, Rampe
5
167
63,0
-12
7,0
58,0
T1_R
Lkw-Rangieren, Rampe
5
43
68,0
-12
7,0
63,0
*
Der Schallleistungspegel bezogen auf eine Stunde L
WA,1h
= 63 dB(A) entspricht einem L
WA
106 dB(A) für eine Vorbeifahrt
mit 20 km/h und 1 m Wegelement.

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TABELLE 2.2
: Emissionsdaten Fahrgeräusche und besondere Fahrzustände,
nachts
Emittent
Vorgang / Fahrstrecke
n
l
L’
WA,1h
*
L
T,1h
L
n
L’
WA,mod
[m]
[dB(A)/m]
[dB]
[dB]
[dB(A)/m]
1
2
3
4
5
6
7
8
T1
Lkw, Rampe
1
167
63,0
0
0,0
63,0
T1_R
Lkw-Rangieren, Rampe
1
43
68,0
0
0,0
68,0
*
Der Schallleistungspegel bezogen auf eine Stunde L
WA,1h
= 63 dB(A) entspricht einem L
WA
106 dB(A) für eine Vorbeifahrt
mit 20 km/h und 1 m Wegelement.
Die Fahrstrecken werden als Linienschallquellen entsprechend ihrer Lage in das schalltechnische Modell
übernommen.
Lieferfahrzeuge: Betriebsgeräusche Lkw
Es ist davon auszugehen, dass die nachfolgenden Geräusche zwingend im Anlieferungsbetrieb
auftreten /6//7/. Diese Vorgänge werden daher für die Lkw detailliert in der Schallimmissionsprognose
berücksichtigt (die ausgewiesenen Schallleistungspegel L
WA
sind arithmetische Mittelwerte):
Betriebsbremse
L
WA
=
108 dB(A)
Türenschlagen
L
WA
=
100 dB(A)
Anlassen
L
WA
=
100 dB(A)
Leerlauf
L
WA
=
94 dB(A)
In den
TABELLEN 3.1
und
3.2
sind die sich aus den Anfahrten und den Liefervorgängen ergebenden
Emissionsdaten (Betriebsgeräusche) ausgewiesen.
Die Motoren der Lkw sind während der Anlieferungszeit abzustellen und werden daher mit maximal einer
Minute Betriebsdauer (60 s) berücksichtigt. Entsprechend den Einwirkzeiten der Emittenten wird eine
Zeitbewertung durchgeführt. Diese Zeitbewertung wird durch den Korrekturfaktor L
T
berücksichtigt.
Die sich so ergebenden zeitbewerteten Vorgänge sind
für einen Lkw
in der
TABELLE 3.1
ausgewiesen.

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TABELLE 3.1
: Emissionsdaten
B
etriebs
g
eräusche (BG)
1 Lkw / 1h
Emittent
Vorgang
L
WA
[dB(A)]
n
t
ges
[s]
L
T,1h
[dB]
L
WA,mod,1h
[dB(A)]
1
2
3
4
5
6
7
BG1.1
Bremsen
108,0
1
5
1
28,6
79,4
BG1.2
Türen zuschlagen
100,0
2
10
25,6
74,4
BG1.3
Anlassen
100,0
1
5
28,6
71,4
BG1.4
Leerlauf
94,0
1
60
17,8
76,2
energetische Summe BG1.1 – BG1.4
--> BG
82,3
In der
TABELLE 3
.
2
sind die Betriebsgeräusche „tags“ entsprechend der zu erwartenden Anlieferungen
(n) bezogen auf 16 Stunden und eine Fläche (S) aufgeführt. Analog hierzu sind in der
TABELLE 3
.
3
die
Emittenten für die volle Stunde im Nachtzeitraum ausgewiesen.
TABELLE 3.2
:
B
etriebs
g
eräusche (BG) Lkw, Anlieferung Geschäftshaus,
tags
Emittent
Bemerkung / Bereich
n
S
[m²]
L
WA,1h
[dB(A)]
L
T,16h
[dB]
L
n
[dB]
L
S
[dB]
L’’
WA,mod
[dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
BG1
Lkw, Rampe
5
10
82,3
-12
7,0
-10
67,3
TABELLE 3.3
:
B
etriebs
g
eräusche (BG) Lkw, Anlieferung Geschäftshaus,
nachts
Emittent
Vorgang
n
S
[m²]
L
WA,1h
[dB(A)]
L
T,1h
[dB]
L
n
[dB]
L
S
[dB]
L’’
WA,mod
[dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
BG1
Lkw, Rampe
1
10
82,3
0
0
-10
72,3
Für die Anlieferung von Tiefkühlware wird ein Lkw mit Kühlaggregat zum Ansatz gebracht. Dafür wird
aus der Bayerischen Parkplatzlärmstudie ein Schallleistungspegel von L
WA
= 97 dB(A) und eine übliche
Laufzeit von 15 min für das Kühlaggregat entnommen.
1
Die Ermittlung der Schallleistungspegel basiert auf den Messungen nach dem Taktmaximalpegel
Verfahren.
Erfassung eines Einzelereignisses innerhalb eines 5 Sekundentaktes. Mit dieser Vorgehensweise ist gleichzeitig der
Impulszuschlag K
I
enthalten.

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TABELLE 3.4
: Emissionsdaten Kühlaggregat Lkw,
tags
Emittent
Vorgang
n
t
ges
[min]
L
WA
[dB(A)]
L
T,16h
[dB]
L
WA,mod
[dB(A)]
1
2
3
4
5
6
7
KA
Kühlaggregat
1
15
97,0
-18,1
78,9
Die Schallquelle
KA
wird als Punktquelle entsprechend der zu erwartenden Lage im Modell
berücksichtigt.
Warenumschlag (WU)
Die Entladung erfolgt vom Lkw zum Lager mit (Gabel-) Handhubwagen (alternativ Elektroameise).
Entsprechend der aktuellen Planung wird eine Warenschleuse mit umlaufender Abdichtung vorgesehen.
Für die vorliegende Betrachtung wird der Schallleistungspegel L
WA
für die Verladegeräusche gemäß /6/,
Tabelle 2 (s.a.
ANLAGE 3
) für die Version „Typ 2, Entladung“ herangezogen:
Typ 2, Entladung
L
WAT,1h
= 75,7 dB(A)
Anmerkung
:
In dem zeitlich gemittelten Schallleistungspegel für 1 Ereignis pro Stunde auf Basis des
Taktmaximalpegels L
WAT,1h
sind die Impulse bereits enthalten und werden für diese
Emittenten nicht immissionsseitig vergeben (abweichend zur TA Lärm).
Warenumschlag ALDI-Lebensmittelmarkt
Frischbrot Anlieferung 1 Lkw mit 3 Paletten (6 Bewegungen)
WU1
Warensortiment 1 Lkw mit 5 Paletten (10 Bewegungen)
WU1
Warensortiment 1 Lkw mit 33 Paletten (66 Bewegungen)
WU1
Kühlfahrzeug 1 Lkw mit 4 Rollcontainer (8 Bewegungen)
WU1
Die Fahrwege im Bereich der Ladezonen sind nicht eindeutig festgelegt, daher wird die Emissionsquelle
als Flächenquelle entsprechend ihrer Lage angesetzt (Berechnungsalgorithmen
ANLAGE 1
). In der
TABELLE 4.1
werden die in der Berechnung zum Ansatz gebrachten Emittenten „tags“ bezogen auf 16
Stunden und die im Modell zum Ansatz gebrachte Fläche (S) zusammenfassend ausgewiesen. Analog
hierzu sind in der
TABELLE 4
.
2
die Emittenten für die volle Stunde im Nachtzeitraum ausgewiesen.

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13
TABELLE 4.1
: Warenumschlag (WU),
tags
Emittent
Vorgang / Bereich
n
S
[m²]
L
WA,1h
[dB(A)]
L
T,16h
[dB]
L
n
[dB]
L
S
[dB]
L’’
WA,mod
[dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
WU1
Hubwagen, Rampe
90
10
79,1
-12,0
19,5
-10,0
76,6
TABELLE 4.2
: Warenumschlag (WU),
nachts
Emittent
Vorgang / Bereich
n
S
[m²]
L
WA,1h
[dB(A)]
L
T,1h
[dB]
L
n
[dB]
L
S
[dB]
L’’
WA,mod
[dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
WU1
Hubwagen, Rampe
66
10
79,1
0,0
18,2
-10,0
87,3
5.3
PARKPLATZ (P)
Der nachfolgend zu berechnende Emissionspegel enthält nach den in der Bayerischen
Parkplatzlärmstudie /8/ durchgeführten Untersuchungen die Pegelanteile für:
die An- und Abfahrt (befahren der Stellflächen);
das Motorstarten;
das Türen- sowie Kofferraumzuschlagen und
das Befahren des Parkplatzes mit Einkaufswagen
Nach der Parkplatzlärmstudie /8/ werden folgende Zuschläge für den Kundenparkplatz vergeben
Parkplatzart und Fahrbahnoberfläche (Parkplätze an Einkaufszentren, Einkaufswagen auf
Asphalt) ein K
PA
= 3 dB und K
StrO
= 0 dB,
ein Zuschlag für das Taktmaximalpegelverfahren K
I
= 4 dB (die Impulshaltigkeit der Geräusche
wird immissionsseitig vergeben),
ein zu berechnender Zuschlag K
D
für den Parksuchverkehr
Die Gesamtfläche des Parkplatzes (S
2.472 m²) wird dem schalltechnischen Berechnungsmodell
entnommen.
Für das Geschäftshaus wird in den übergebenen Unterlagen eine Netto-Verkaufsfläche von ca.
1.099 m² ausgewiesen. Die Netto-Verkaufsfläche wird im Sinne der Parkplatzlärmstudie /8/
herangezogen.

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Entsprechend der übergebenen Unterlagen wurden für den Parkplatz 79 Stellplätze ausgewiesen
(inklusive Sonderstellplätze für Mutter-Kind und Behinderten Parkplätze).
Unter Berücksichtigung der „Netto-Verkaufsfläche“ und der Stellplatzzahl ergibt sich ein
Berechnungsfaktor f nach /8/ von f = 0,07.
Weiterhin liegen uns zahlreiche konkrete Kundenbelegungen aus bestehenden Discountern vor, die eine
mittlere Kundefrequentierung von 1.000 Gesamtkunden pro Tag ausweisen (Erhebung über
Kassenbonzählungen). Darin enthalten sind alle „Arten“ von Kunden (Doppelbonkunden
2
, Kunden die
zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Kunden die motorisiert zur Anlage kommen). In der
vorliegenden Untersuchung wird mit 800 motorisierten Kunden am Tag gerechnet, wobei dies am
Standort als Maximalansatz zu betrachten ist, da hier eine innerstädtische Lage mit direkter Anbindung
zum Busbahnhof vorliegt. Die Bewegungshäufigkeiten der Stellplatzwechsel ist entsprechend
durchgeführter Untersuchungen (/8/) im Bereich des Eingangs am höchsten und nimmt mit der
Entfernung zum Eingang ab /8/. Diese Verteilung wird in Form der Parkplatzgliederung in zwei
Teilbereiche berücksichtigt, ohne dabei die Gesamtkundenzahl zu verändern.
Folgende Bewegungshäufigkeiten N werden für den Parkplatz im Beurteilungszeitraum tags angesetzt
(Maßeinheit N: Bewegungen je m² Nettoverkaufsfläche und Stunde):
Parkfläche P1:
N = 0,08
(Behinderten und Mutter-Kindparkplätze)
Parkfläche P2:
N = 0,10
Hauptparkplatz nah Eingang
Parkfläche P3:
N = 0,09
Randplätze mit großer Entfernung zum Eingang
In der folgenden
TABELLE 5.1
sind die mit den entsprechenden Zuschlägen korrigierten Emissionsdaten
für die Kundenstellplätze je Stunde ausgewiesen.
TABELLE 5.1
: Emissionsdaten der Parkgeräusche,
tags
Emittent
L
W0
N
f
B
S
*K
I
K
PA
K
D
K
StrO
L’’
WA,mod
[dB(A)]
[m²]
[m²]
[dB]
[dB]
[dB]
[dB] [dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
P1
63,0
0,08
0,07
218
490
0,0
3,0
2,1
0,0
53,6
P2
63,0
0,10
0,07
522
1.175
0,0
3,0
3,6
0,0
56,1
P3
63,0
0,09
0,07
360
810
0,0
3,0
3,1
0,0
54,8
Summe
1.099
2.472
*wird immissionsseitig vergeben
Für
den
Beurteilungszeitraum
nachts
werden
in
der
gängigen
Literatur
(Bayerische
Parkplatzlärmstudie /8/) keine Berechnungshinweise gegeben.
2
Kunden die zwei oder mehrere Belege erhalten, werden in der elektronischen Erfassung nicht getrennt behandelt.

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Auf Grund der geplanten Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr ist jedoch davon auszugehen, dass noch
vereinzelt Kunden im Beurteilungszeitraum nachts den Parkplatz verlassen. Gemäß der durchgeführten
Untersuchung in /8/ wurde in der „letzten Öffnungsstunde“ eine Auslastung des Parkplatzes von ca. 5%
ermittelt. Folglich wären am Standort 4 Stellplätze belegt. Im Rahmen der Prognosesicherheit wird
folgend pauschal mit 10 Kundenbewegungen gerechnet, um so auch noch Mitarbeiter-Pkw zu
berücksichtigen.
TABELLE 5.2
: Emissionsdaten der Parkgeräusche,
nachts
Emittent
L
W0
N
f
B
S
*K
I
K
PA
K
D
**
K
StrO
L’’
WA,mod
[dB(A)]
[m²]
[m²]
[dB]
[dB]
[dB]
[dB] [dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
P1
63,0
0,08
0,07
218
490
0,0
3,0
0
0,0
41,5
P2
63,0
0,10
0,07
522
1.175
0,0
3,0
0
0,0
42,5
P3
63,0
0,09
0,07
360
810
0,0
3,0
0
0,0
42,0
Summe
1.099
2.472
*
wird immissionsseitig vergeben
** nur abfahrende Pkw, ein Zuschlag für Parksuchverkehr wird daher nicht vergeben
Entsprechend des Ansatzes, dass 800 Pkw täglich das Geschäftshaus anfahren, ergeben sich folgende
Pkw – Bewegungen pro Stunde (Zu- und Abfahrt ist jeweils eine Bewegung):
tags ≈ 100 Pkw-Bewegungen/h
nachts ≈ 10 Pkw-Bewegungen/h (nur abfahrende Pkw)
Der Parkplatz wird über die Goethestraße (Hauptverkehrsstraße) und über die August-Bebel-Straße
(Nebenstraße) erschlossen. Unter Berücksichtigung der Straßengattung und damit auch Pkw-
Frequentierung, werden die Fahrbewegungen mit 3/4 über die Haupt- und 1/4 über die Nebenstraße
betrachtet. Die Emission der Zu- und Abfahrt wird nach RLS 90 (
ANLAGE 1
) berechnet. In
TABELLE 6
sind die Emissionsdaten für die Zu- und Abfahrt zu den Stellplätzen zusammengefasst.
Anmerkung
:
Entsprechend der Bayerischen Parkplatzlärmstudie (/8/) erfolgt die Umrechnung auf
eine Linienquelle durch einen Korrekturfaktor mit K
RLS
= 19 dB.

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TABELLE 6
: Emissionsdaten Fahrstrecken der Pkw,
tags / nachts
Emittent
Fahrstrecke
l
M
p
v
D
STRO
L
m,E
K
RLS
L’
WA,mod
[m]
[Kfz/h]
[%]
[km/h]
[dB(A)]
[dB(A)]
[dB(A)]
[dB(A)/m]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
P-Zu1
Zufahrt, tags
91
37,5
0
30
0
44,3
19
63,3
P-Ab1
Abfahrt, tags
91
37,5
0
30
0
44,3
19
63,3
P-Ab1
Abfahrt, nachts
91
7
0
30
0
37,0
19
56,0
P-Zu2
Zufahrt, tags
48
12,5
0
30
0
39,5
19
58,5
P-Ab2
Abfahrt, tags
48
12,5
0
30
0
39,5
19
58,5
P-Ab2
Abfahrt, nachts
48
3
0
30
0
33,3
19
52,3
1 = Bundesstraße; 2 = Nebenstraße
Die Schallquellen werden als Linienquellen in das Modell integriert.
5.4
EINKAUFSWAGEN-SAMMELBOX
Die Einkaufswagen-Sammelbox befindet sich im überdachten Eingangsbereich des Marktes (
BILD 1
),
deren Schallemissionen durch Ein- und Ausstapeln der Einkaufswagen zu beachten sind. Im Sinne des
Maximalansatzes wird davon ausgegangen, dass alle Kunden einen Einkaufswagen benutzten.
Entsprechend der zum Ansatz gebrachten 1.000 Gesamt-Kunden täglich, tritt das Ein- und Ausstapeln
des SB-Wagens in der Sammelbox wie folgt auf:
tags ca. 125 mal / Stunde
nachts ca. 10 mal / Stunde
Die Formel zur Berechnung des Modellschallleistungspegels L’’
WA,mod
„Einkaufswagen-Sammelbox“ ist
der
ANLAGE
1
zu
entnehmen.
Im
Rahmen
der
Schallimmissionsprognose
kann
von
Schallleistungsmittelungspegeln L
WA
ausgegangen werden /7/.
In der
TABELLE 7
sind die Emissionsdaten zur Ermittlung des Modellschallleistungspegels für die
Einkaufswagen-Sammelbox entsprechend der Anzahl der Vorgänge (n) und eine Fläche (S)
zusammenfassend ausgewiesen.

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TABELLE 7
:
Emissionsdaten für das Ein- und Ausstapeln des SB-Wagens in der Sammelbox,
tags/nachts
Emittent
Benennung
n
S
L
WAeq,1h
L
n
L
S
L’’
WA,mod
[m²]
[dB(A)]
[dB]
[dB]
[dB(A)/m²]
1
2
3
4
5
6
7
8
ES
SB-Wagen, tags
125
10
68,0
21,0
-10,0
79,0
ES
SB-Wagen, nachts
10
10
68,0
10,0
-10,0
68,0
Die Geräusche, die beim Bewegen der Einkaufswagen auf dem Parkplatz auftreten, sind in der
Emissionsermittlung „Kundenparkplätze“, erfasst /8/. Die Impulshaltigkeit (K
I
= 4 dB) der Geräusche wird
immissionsseitig berücksichtigt
3
.
5.5
HAUSTECHNIK
Die konkrete Auslegung der Lufttechnik ist zum Zeitpunkt der Erstellung der vorliegenden Untersuchung
nicht abschließend fixiert. Entsprechend analoger Bauvorhaben ist mit einer außenstehenden CO2-
Integralanlage (Verbund aus Verdichtern und Gaskühler) und zwei Luftauslässen im Backwarenraum zu
rechnen. Für diese Anlagen werden die maximal zulässigen Schallleistungspegel (L
WA,max
) ermittelt, mit
dem ein - aus schalltechnischer Sicht- konfliktfreier Betrieb im Nachtzeitraum möglich ist. Im Konkreten
ist dies gegeben, wenn die anteiligen Immissionspegel den einzuhaltenden Immissionsrichtwert IRW >
10 dB unterschreiten.
In der
TABELLE 8, SPALTE 3
und
4
ist der ermittelte maximale Schallleistungspegel für diese Quelle
ausgewiesen. Dieser Wert wird ohne Zeitbewertung für den Tag- und Nachtzeitraum herangezogen.
TABELLE 8
: Emissionsdaten lufttechnische Anlage (LA),
tags/nachts
Emittent
Benennung
L
WA,max,tags
[dB(A)]
L
WA,max,nachts
[dB(A)]
1
2
3
4
LA01
Integralanlage inklusive Gaskühler
78,0
68,0
LA02
Abluft der Kühlzellen Backwarenraum
73,0
63,0
LA03
Lüftung Backwarenraum
77,0
67,0
Die luft- und klimatechnischen Anlagen sind entsprechend Stand der Technik auszuführen (abgestrahlte
Schallspektrum sind einzeltonfrei, schwingungsisolierte Aufstellung der Verdichter, etc.).
3
In /7/ ist für das Ein- und Ausstapeln von Metall-Einkaufskörben ein L
WAT,1h
= 72 dB(A) ausgewiesen, d.h. die
Impulshaltigkeit der Geräusche ist im Emissionsansatz berücksichtigt. Da die TA Lärm die immissionsseitige Vergabe von
Zuschlägen vorsieht, wird L
WA,1h
= 68 dB(A) emissionsseitig und ein Impulszuschlag von K
I
= 4 dB, immissionsseitig zum
Ansatz gebracht.

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6
ERMITTLUNG DER BEURTEILUNGSPEGEL
6.1
BERECHNUNGSPRÄMISSEN
Die Schallausbreitungsberechnungen werden mit dem Programmsystem LIMA (Version 12.0)
durchgeführt. Es wird entsprechend der gültigen Berechnungsvorschrift DIN ISO 9613, Teil 2, gerechnet.
Folgende Prämissen liegen den Einzelpunktberechnungen zugrunde:
Lage der Immissionspunkte:
0,5 m vor geöffnetem Fenster der betreffenden Fassade
Höhe der Immissionspunkte:
entsprechend der Geschosshöhe der vorhandenen
Gebäude
Nach TA Lärm sind folgende Korrekturen/Zuschläge bei der Ermittlung des Beurteilungspegels L
r
zu
berücksichtigen:
für impulshaltige Emissionen ein Impulszuschlag K
I
für Ton- oder Informationshaltigkeit ein Zuschlag K
T
für „Stunden mit erhöhter Empfindlichkeit“ (Ruhezeitenzuschlag) ein Zuschlag K
R
(nur bei WA und
WR)
6.2
BEURTEILUNGSPEGEL
Folgende Korrekturen werden berücksichtigt:
K
I
= 4,0 dB
Parkplatzgeräusche (P1 – P3), Einkaufswagen-Sammelbox (ES)
Anmerkung:
Die Zuschläge für den Warenumschlag (WU) sind bereits emissionsseitig berücksichtigt.
Die Zuschläge und die anteiligen Mittelungs- bzw. Beurteilungspegel der einzelnen Schallquellen sind in
ANLAGE 4
für die am höchsten belasteten Geschosse ausgewiesen. Die energetische Summe der
anteiligen Beurteilungspegel ergibt den dem Bauvorhaben „Geschäftshaus“ zuzuordnenden
Beurteilungspegel L
r
.
In der
TABELLE 9
sind die Beurteilungspegel L
r
,tags und nachts, an den relevanten Immissionsorten
ausgewiesen und den Immissionsrichtwerten (IRW) gegenübergestellt.

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Für den Nachtzeitraum werden für die Betrachtung der lautesten Nachtstunde, folgende unterschiedliche
Emissionssituationen betrachtet:
nachts1
22:00 bis 06:00 Uhr Emissionen der Lufttechnik
nachts2
22:00 bis 23:00 Uhr Emissionen der Lufttechnik und abfahrende Pkw vom Parkplatz
nachts3
05:00 bis 06:00 Uhr Emissionen der Lufttechnik, Frühanlieferung Rampe
TABELLE 9
: Beurteilungspegel L
r
an den relevanten Immissionsorten (IO)
Immissionsort
ORW [dB(A)]
L
r
[dB(A)]
tags
nachts
tags
nachts1
nachts2
nachts3
1
2
3
4
5
6
7
8
IO 01
3. OG
60
45
53,9
30,8
42,0
45,4
IO 02
3. OG
60
45
55,2
29,6
42,9
40,9
IO 03
2. OG
60
45
50,6
20,8
37,6
32,3
IO 04
2. OG
60
45
49,7
35,3
38,5
49,0
4. OG
60
45
50,7
35,0
38,5
53,1
IO 05
2. OG
60
45
50,4
35,9
38,6
49,5
4. OG
60
45
50,5
35,4
38,4
50,9
IO 06
1. OG
60
45
55,9
16,2
42,7
33,4
IO 07
1. OG
60
45
59,8
28,8
48,0
40,4
Die Ergebnisse in
TABELLE 9
weisen aus, dass an den vorhandenen relevanten Immissionsorten
die
Orientierungswerte
in den Beurteilungszeiträumen
tags und nachts1 unterschritten
werden. Im
Beurteilungszeitraum nachts2 (Parkplatznutzung) werden die Orientierungswerte am IO 07 (geplante
Musikschule) überschritten. Diese Überschreitung ist im Wesentlichen auf das Einstapelgeräusch der
Einkaufswagen zurückzuführen.
Zur Einhaltung der IRW am IO 07 sind folgende Maßnahmen möglich
Ausschluss einer Nachtnutzung im Bereich des IO 07 (Musikschule)
Einsatz von lärmarmen Einkaufswagen (Wagen mit Kunststoffkörben)
Die im überdachten Eingangsbereiches des Marktes berücksichtigten Einkaufswagen sind in
Richtung IO 07 durch eine geschlossene Seitenwand (z.B. Glas/Plexiglasscheibe etc.)
abzuschirmen.
Anmerkung:
Auf Grund des Berechnungsergebnisses für die lauteste Nachtstunde „nachts1“, dass
zehn Pkw-Bewegungen einschließlich Einkaufswagengeräusche in der Zeit von 22:00
bis 06:00 Uhr möglich sind, ist die Zufahrt eines Transporters (z.B. Zeitungsanlieferung)
zwischen 05:00 und 06:00 Uhr ebenfalls möglich.

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20
Im Beurteilungszeitraum
nachts3 (05:00 bis 06:00 Uhr)
wird der
IRW überschritten
(
TABELLE 9,
SPALTE 8
). Entsprechend ist ein
Lkw-Anlieferung
im Bereich der Rampe im Beurteilungszeitraum
nachts
rechnerisch
nicht möglich.
Die zur Überschreitung beitragenden Emittenten sind der
ANLAGE 4
zu entnehmen.
7
EINZELEREIGNISBETRACHTUNG
Um störende kurzzeitige Geräuscheinwirkungen für die Immissionsorte zu vermeiden, ist nach
TA Lärm abzusichern, dass kurzzeitige Überschreitungen des Immissionsrichtwertes tags um mehr als
30 dB(A) und nachts um mehr als 20 dB(A) nicht auftreten. Für die Betrachtung wird in einer
Einzelpunktberechnung der Maximalpegel (L
AFmax
) für das Zuschlagen einer Pkw-Kofferraumtür und für
das Entspanngeräusch einer Lkw Druckluftbremse berechnet.
E1
Vorgang Lkw-Druckluftbremse
L
WA,Fmax
= 115,0 dB(A)
nach /7/
E2
Pkw-Kofferraumtür
L
WA,Fmax
= 99,5 dB(A)
nach /8/
Zur Beurteilung der Einzelereignisse werden die Immissionsorte IO 02 und IO 05 gewählt. Die Lage der
Quellen und der Immissionsorte sind dem
BILD 1
zu entnehmen. In der nachfolgenden
TABELLE 10
ist
der Maximalpegel (L
AFmax
) für die am stärksten belasteten Geschosse ausgewiesen. In Spalte 6 ist die
Überschreitung des Immissionsrichtwertes als Differenzbetrag angegeben. Dieser Differenzbetrag muss
entsprechend TA Lärm tags
30 dB(A) und nachts
20 dB(A) sein.
TABELLE 10:
Einzelereignisbetrachtung,
tags/nachts
Immissionsort
Ereignis
L
WA,Fmax
[dB(A)]
ORW
[dB(A)]
L
AFmax
[dB(A)]
Spalte 5 minus
Spalte 4 [dB]
1
2
3
4
5
6
IO 05, tags
E1
115,0
60
74,1
14,1
IO 05, nachts
E1
115,0
45
74,1
29,1
IO 02, tags
E2
99,5
60
64,9
4,9
IO 02, nachts
E2
99,5
45
64,9
19,9
Die Ergebnisse der
TABELLE 10
zeigen, dass die Lkw-Anlieferung im Nachtzeitraum (22:00 bis 06:00
Uhr) zu schalltechnischen Konflikten führt. Unter Ausschluss einer Lkw-Anlieferung nachts, sind
kurzfristige Geräuschspitzen, welche den Immissionsrichtwert tags um mehr als 30 dB(A) und nachts
um mehr als 20 dB(A) überschreiten, rechnerisch
nicht zu erwarten
.

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21
8
ANLAGENBEDINGTER VERKEHR AUF ÖFFENTLICHEN STRAßEN
In Punkt 7.4, TA Lärm, heißt es zum anlagenbezogenen Verkehrsaufkommen auf öffentlichen Straßen:
„Geräusche des An- und Abfahrtverkehrs auf öffentlichen Verkehrsflächen in einem Abstand von bis zu
500 Metern vom Betriebsgrundstück sollen durch Maßnahmen organisatorischer Art so weit wie möglich
vermindert werden, so weit
sie den Beurteilungspegel der Verkehrsgeräusche für den Tag oder die Nacht rechnerisch um
mindestens 3 dB(A) erhöhen,
keine Vermischung mit dem übrigen Verkehr erfolgt ist und
die Immissionsgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV) erstmals oder
weiter gehend überschritten werden.“
Diese Kriterien gelten kumulativ, d.h. nur wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind, sollen durch
Maßnahmen organisatorischer Art die Geräusche des An- und Abfahrtverkehrs so weit wie möglich
vermindert werden (/6/). Die wesentliche Zu- und Abfahrten zur Anlage erfolgen über die Goethestraße
und im geringen Maße über die August-Bebel-Straße. Eine Vermischung mit dem übrigen Verkehr ist
direkt gegeben. Eine weitere Betrachtung des anlagenbedingten Verkehrs entfällt daher.
Organisatorische Maßnahmen (in praxi das Eingrenzen der Ein- und Ausfahrtzeiten) sind aus
lärmschutztechnischer Sicht nicht angezeigt.

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22
9
ZUSAMMENFASSUNG
In 04808 Wurzen, Goethestraße, ist die Aufstellung des Bebauungsplanes „Handeln und Musizieren am
und im Wasserturm“ für den Neubau eines Geschäftshauses (ALDI-Lebensmitteldiscounter) geplant. Im
Rahmen dieser schalltechnischen Untersuchung wurde die dieser gewerblichen Anlage zuzuordnende
Schallimmissionsbelastung (Beurteilungspegel) an den relevanten Immissionsorten (
BILD 1
)
rechnerisch ermittelt.
Die Berechnungen weisen aus, dass bei dem im Abschnitt 5 ausgewiesenen Emissionsansatz, die
Orientierungswerte nach der DIN 18005 BBl1, an den Immissionsorten in den Beurteilungszeiträumen
tags und nachts1 unterschritten
werden (Einzelpunktberechnung
TABELLE 9
).
Bei normalem Betrieb sind kurzfristige Geräuschspitzen, welche den Immissionsrichtwert tags um mehr
als 30 dB(A) und nachts um mehr als 20 dB(A) überschreiten, nicht zu erwarten.
Maßnahmen organisatorischer Art, um die Geräusche des An- und Abfahrtverkehrs zu vermindern, sind
nicht angezeigt.
Folgende Hinweise bzw. Anforderungen an die Realisierung des Vorhabens sind zu beachten:
Die Öffnungszeiten des Geschäftshauses können in der Zeit von 06:00 bis 22:00 Uhr umgesetzt
werden, sofern einer der Lärmminderungsvorschläge umgesetzt wird:
o
Ausschluss einer Nachtnutzung im Bereich des IO 07 (Musikschule)
o
Einsatz von lärmarmen Einkaufswagen (Wagen mit Kunststoffkörben)
o
Die im überdachten Eingangsbereiches des Marktes berücksichtigten Einkaufswagen sind
in Richtung IO 07 durch eine geschlossene Seitenwand (z.B. Glas/Plexiglasscheibe etc.)
abzuschirmen.
Die Marktanlieferung kann innerhalb der Zeit von 06:00 bis 22:00 Uhr stattfinden.
Im Beurteilungszeitraum „Nacht“ (22:00 bis 06:00 Uhr) ist die Anlieferung mit einem Lkw
nicht
möglich.
Die Anlieferung mit einem Transporter / Kfz < 3,5 t (z.B. Zeitung oder Backwaren) im
Beurteilungszeitraum „Nacht“ (22:00 bis 06:00 Uhr in der Regel kurz vor 06:00 Uhr) ist möglich.
Für den Parkplatz sind die Fahrgassen mit einer Asphaltoberfläche zu realisieren.
Alle Anlagenteile sind entsprechend des Standes der Technik auszuführen (z.B. feste
Regenrinne, abgestrahlte einzeltonfreie Schallspektren oder keine „klappernden“
Fahnenmasten).
Der Rampentisch selbst ist dreiseitig mit Dach in geschlossener Bauweise auszuführen Die
resultierende erforderliche Schalldämmung (R
W
) der (Wand und Dach) muss dabei
erf. R
W,res
≥ 25 dB betragen.
Entsprechend der übergebenen Unterlagen (/17/) ist eine Ladeschleuse vorzusehen.

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23
Das abgestrahlte Schallspektrum der lufttechnischen Aggregate muss entsprechend Stand der
Technik einzeltonfrei sein. Weiterhin sind die in der
TABELLE 8
formulierten Zielstellungen
(Schallleistungspegel der Lüftungsanlagen L
WA
) einzuhalten. Sollten sich Änderungen im Bezug
auf die Lage, Anzahl oder die Emissionshöhe ergeben, so ist mit dem Sachverständigen
Rücksprache zu nehmen.

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ANLAGE 1
24
ANLAGE 1
BEGRIFFSERKLÄRUNG ZUR SCHALLEMISSION
SCHALLEMISSION - ALLGEMEINE BEGRIFFE (NACH DIN 18005-1:2002-07)
(Punkt-) Schallleistungspegel L
W
zehnfacher
dekadischer
Logarithmus
des
Verhältnisses
der
Schallleistung
P
zur
Bezugsschallleistung P0
L
W
= 10 lg (P/P
0
)
[dB(A)]
P: Die von einem Schallstrahler abgegebene akustische Leistung (Schallleistung)
P
0
: Bezugsschallleistung (P
0
= 1 pW = 10-
12
Watt)
Pegel der längenbezogenen Schallleistung L’
W
(auch „längenbezogener Schallleistungspegel“)
logarithmisches Maß für die von einer Linienschallquelle, oder Teilen davon, je Längeneinheit
abgestrahlte Schallleistung P’
L’
W
= 10 lg (P’/10
-12
Wm
-1
)
[dB(A)/m]
Errechnung aus dem (Punkt-) Schallleistungspegel: L‘
W
= L
W
- 10 lg (L/1m)
Schallleistung die von einer Linie mit der Länge L pro m abgestrahlt wird. Dabei ist vorausgesetzt,
dass die Schallabstrahlung gleichmäßig über die gesamte Länge verteilt ist.
Pegel der flächenbezogenen Schallleistung L’’
W
(auch „flächenbezogener Schallleistungspegel“)
logarithmisches Maß für die von einer flächenhaften Schallquelle, oder Teilen davon, je
Flächeneinheit abgestrahlte Schallleistung P’’
L’’
W
= 10 lg (P’’/10
-12
Wm
-2
)
[dB(A)/m²]
Errechnung aus dem (Punkt-) Schallleistungspegel: L‘‘
W
= L
W
- 10 lg (S/1m)
Schallleistung, die von einer Fläche der Größe S pro m² abgestrahlt wird. Dabei ist vorausgesetzt,
dass die Schallabstrahlung gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt ist.
Modellschallleistungspegel L
W,mod
/ L’
W,mod
/ L’’
W,mod
Im Berechnungsmodell zum Ansatz gebrachte Schallleistungspegel für Ersatzschallquellen
komplexer zusammenhängender / zusammengefasster Anlagen und / oder technologischer
Vorgänge.
Basis der Modellschallleistungspegel sind Werte aus der Literatur und / oder Ergebnisse die aus
orientierenden Messungen.

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akustik
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ANLAGE 1
25
ERMITTLUNG DER EMISSION
FAHRGERÄUSCHE
Die Emission "Fahrgeräusche" wird rechnerisch nach folgender Beziehung ermittelt:
L’
WA,mod
= L’
WA,1h
+ 10*lg(n) - 10*lg(T
r
)
dB(A)/m
dabei bedeuten: L’
WA,1h
zeitlich gemittelter Schallleistungspegel für einen Lkw pro Stunde auf einer
Strecke von 1m
n
Anzahl der Lkw in der Beurteilungszeit T
r
T
r
Beurteilungszeitraum:
Tag
=
16 Stunden
Nacht
=
lauteste Nachtstunde
Betriebsgeräusche / Warenumschlag
Der immissionsbezogene Schallleistungspegel für „Betriebsgeräusche“ bestimmt sich:
L
WA,1h
= L
WA
+ L
T,1h
+ L
n
dB(A)
dabei bedeuten:
L
T
,1h
Zeitkorrektiv, L
T
= 10 log (t
ges
/ T
1h
), in dB
t
ges
Gesamteinwirkzeit, t
ges
= t
e
n, in sec
T
1h
Bezugszeitraum 1 Stunde
t
e
Einzelzeit in sec
L
n
Einzelvorgänge eines Vorganges pro Stunde, L
n
= 10 log (n), in dB
n
Anzahl der Vorgänge
L”
WA,mod
= L
WA,1h
+ L
n
+ L
T
– L
S
dB(A)
dabei bedeuten:
L
WA,1h
zeitlich gemittelter Schallleistungspegel für einen Vorgang pro Stunde
L
T
Zeitkorrektiv, L
T
= 10 log (T
r
), in dB
T
r
Beurteilungszeitraum:
Tag
=
16 Stunden
Nacht
=
1 Stunde
L
n
L
n
= 10 log (n), in dB
n
Anzahl der Vorgänge
L
S
Flächenkorrektur, L
S
= 10 log (S / S
0
), in dB mit S
0
= 1 m²

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ANLAGE 1
26
Parkverkehr
Grundlage zur Emissionsermittlung ist die Bayerische Parkplatzlärmstudie, 6. Auflage 2007. Der
immissionswirksame Flächenschallleistungspegel IFSP eines Parkplatzes, ergibt sich aus folgender
Gleichung:
L’’
WA,mod
= L
WA0
+ K
PA
+ K
I
+ 2,5lg (f
B - 9) + 10lg (B
N) + K
StrO
- 10 lg (S/1 m²)
dB(A)/m²
dabei bedeuten:
L
WA0
Grundwert für einen Parkvorgang = 63 dB(A)
K
PA
Zuschlag für die Parkplatzart in dB
K
I
Zuschlag für die Impulshaltigkeit in dB
f
Stellplätze je Einheit der Bezugsgröße
B
Bezugsgröße (Netto-Verkaufsfläche, Anzahl der Stellplätze etc.)
N
Bewegungshäufigkeit PKW pro Einheit und Stunde
K
StrO
Zuschlag für unterschiedliche Fahrbahnoberflächen in dB
S
Gesamtfläche bzw. Teilfläche des Parkplatzes in m²
K
D
Zuschlag Parksuchverkehr, = 2,5lg (f
B - 9)
Zufahrten zum Parkplatz
Die Berechnung des Emissionspegels erfolgt nach den in der Richtlinie für Lärmschutz an Straßen,
(RLS-90) vorgegeben Algorithmen.
Der Emissionspegel ist:
L
m,E
= L
m
(25)
+ D
V
+ D
Stro
+ D
Stg
+ D
E
L
m
(25)
= 37,3 + 10 lg [M ( 1 + 0,082p)]
Geschwindigkeitskorrektur:
D
V
= L
Pkw
- 37,3 + 10 lg [100 + (10
0,1D
- 1) p / 100 + (8,23 p)]
L
Pkw
= 27,7 + 10 lg [1 + (0,02 v
Pkw
)
3
]
L
Lkw
= 23,1 + 12,5 lg (v
Lkw
)
D
= L
Lkw
- L
Pkw
Korrektur für Steigungen und Gefälle:
D
Stg
= 0,6 g - 3
für g > 5 %
D
Stg
= 0
für g
5 %

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ANLAGE 1
27
Erläuterung der Abkürzungen und Symbole STRAßENVERKEHR:
Zeichen /
Begriff
Einheit
Bedeutung
1
2
3
L
m,E,tag
dB
Emissionspegel (für den Tag)
L
m,E,nacht
dB
Emissionspegel (für die Nacht)
L
m(25)
dB
normierter Mittelungspegel eines Verkehrsweges
D
V
dB(A)
Korrektur für unterschiedliche zulässige Höchstgeschwindigkeiten
D
Stro
dB
Korrektur für die unterschiedlichen Straßenoberflächen
D
Stg
dB(A)
Korrektur für Steigungen
D
E
dB(A)
Korrektur zur Berücksichtigung der Absorptionseigenschaften von
reflektierenden Flächen
M
t
KFZ/h
maßgebende stündliche Verkehrsstärke (für den Tag)
M
n
KFZ/h
maßgebende stündliche Verkehrsstärke (für die Nacht)
p
t
%
maßgebender LKW- Anteil (über 2,8 t zul.Gesamtgewicht) tags
p
n
%
maßgebender LKW- Anteil(über 2,8 t zul. Gesamtgewicht) nachts
v
Pkw
km/h
vorgegebene Geschwindigkeit für PKW
v
Lkw
km/h
vorgegebene Geschwindigkeit für LKW
DTV
KFZ/24 h
Durchschnittliche Tägliche Verkehrsstärke

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ANLAGE 1
28
SCHALLIMMISSION:
Mittelungspegel L
Aeq
A-bewerteter, zeitlicher Mittelwert des Schallpegels an einem Punkt (z.B. am Immissionsort).
anteiliger Beurteilungspegel L
r,an
Der Beurteilungspegel
einer
Geräuschquelle (z.B.
eines
Anlagenteiles) ist nach TA Lärm wie folgt
definiert: Der anteilige Beurteilungspegel L
r,an
ist gleich dem Mittelungspegel L
Aeq
eines
Anlagengeräusches plus (gegebenenfalls) Zu- und Abschlägen für Ruhezeiten und Einzeltöne
sowie (gegebenenfalls) einer Pegelkorrektur für die Zeitbewertung entsprechend der
Beurteilungszeit.
Beurteilungspegel L
r
Summenpegel, ermittelt durch energetische Addition der anteiligen Beurteilungspegel L
r,an
aller
zu beurteilenden Geräuschquellen.
L
r
= 10 ∙ lg [
1
T
r
∙ ∑ T
j
N
j=1
∙ 10
0,1∙(L
Aeq,j
−C
met
+K
T,j
+K
I,J
+K
R,j
)
]
mit
= ∑
=1
=16 ℎ
/ 1 ℎ
Teilzeit j
Zahl der gewählten Teilzeiten
,
Mittelungspegel während der Teilzeit T
j
,
Zuschlag für Ton- und Informationshaltigkeit nach der TA-Lärm (1998) in der Teilzeit j
(Treten in einem Geräusch während bestimmter Teilzeiten T
j
ein oder mehrere Töne
hörbar hervor oder ist das Geräusch informationshaltig, so beträgt der Zuschlag K
T,j
für
diese Teilzeiten je nach Auffälligkeit 3 oder 6 dB.)
,
Zuschlag für Impulshaltigkeit nach der TA-Lärm (1998) in der Teilzeit T
j
(Enthält das zu
beurteilende Geräusch während bestimmter Teilzeiten T
j
Impulse, so beträgt K
I,j
für
diese Teilzeiten: K
I,j
= L
AFTeq,j
- L
Aeq,j
[L
AFTeq
= Taktmaximal-
Mittelungspegel
mit
der Taktzeit T = 5 Sekunden])
,
Zuschlag von 6 dB für Tageszeiten mit erhöhter Empfindlichkeit (nur allgemeine
Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete [WA], reine Wohngebiete [WR], Kurgebiete,
Krankenhäuser und Pflegeanstalten)
o
an Werktagen: 06.00 - 07.00 Uhr / 20.00 - 22.00 Uhr
o
an Sonn- und Feiertagen: 06.00 - 09.00 Uhr / 13.00 - 15.00 Uhr / 20.00 -
22.00 Uhr
o
Von der Berücksichtigung des Zuschlages kann abgesehen werden, soweit
dies wegen der besonderen örtlichen Verhältnisse unter Berücksichtigung des
Schutzes vor schädlichen Umwelteinflüssen erforderlich ist.

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ANLAGE 2
29
ANLAGE 2
QUALITÄT DER UNTERSUCHUNG
Die Qualität der ausgewiesenen Ergebnisse (Beurteilungspegel) sind im Konkreten vorrangig abhängig
von der Genauigkeit der Emissionsdaten (z.B. Schallleistungspegel, Einwirkungsdauer, Richtwirkung).
Diese werden für spezifische Anlagen im Regelfall vom Auftraggeber und/oder Ausrüster übergeben,
sodass wir auf diese Daten nur einen geringen Einfluss haben. Für „allgemeingültige“ Lärmquellen wie
Lkw-fahrten / -manipulationen (Be- und Entladen) und Parkplatzbewegungen werden die aktuellen
Veröffentlichungen herangezogen.
Um dennoch eine hohe Genauigkeit der Prognose zu gewährleisten, werden von uns, aufbauend auf
eigenen Erfahrungen und Messungen, die Eingangsdaten im Rahmen einer Plausibilitätsbetrachtung
überprüft und bei Erfordernis den konkreten Bedingungen angepasst.
Eine
hohe
Genauigkeit
wird
dagegen
bei
der
Erstellung
des
zur
Durchführung
der
Schallausbreitungsberechnungen
erforderlichen
dreidimensionalen
Berechnungsmodelles
gewährleistet. Mit dem den Berechnungen zugrunde liegenden Berechnungsprogramm LIMA ist
garantiert, dass die Berechnungen nach dem Stand der Technik (DIN ISO 9613-2) erfolgen können. Um
dies abzusichern werden folgende Daten bei der Modellbildung berücksichtigt:
vorrangige Verwendung digitaler Lagepläne, die maßstäblich übernommen werden.
Das Zuweisen der dritten Dimension basiert zum einen auf Höhenangaben aus den Lageplänen
(z.B. Geländedaten) und zum anderen auf persönlichen Informationen (übergeben vom
Auftraggeber und/oder Ergebnis der Vorortbesichtigung)
schalltechnisch genaue Nachbildung der künstlichen Hindernisse (z.B. Gebäude) mit Zuweisung
der entsprechenden Reflexionseigenschaften
In
dieses
Schallausbreitungsmodell
werden
die
Schallquellen
mit
den
zuzuordnenden
Schallleistungspegeln in ihrer Lage und Richtwirkung modellhaft als Punkt-, Linien- und/oder
Flächenschallquellen integriert. Durch eine ständige Modellkontrolle wird abgesichert, dass Fehler bei
der Modellerstellung auszuschließen sind.
Die im Abschnitt 5 ausgeführten Emissionsansätze basieren überwiegend auf Informationen
des Auftraggebers und
bundesweit anerkannte Studien zur Ermittlung der Emissionspegel (z.B. Bayerische
Parkplatzlärmstudie)

image
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ANLAGE 3
30
ANLAGE 3
AUSZUG AUS DER ZEITSCHRIFT LÄRMBEKÄMPFUNG IMMISSIONSCHUTZ 2.17

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ANLAGE 4
31
ANLAGE 4
ANTEILIGE MITTELUNGS- UND BEURETILUNGSPEGEL
TABELLE A3-1
: anteilige Mittelungs- L
m,an
und Beurteilungspegel L
r,an
/ Korrekturwerte für
Tonhaltigkeit K
T,
Impulshaltigkeit K
I
bzw. ruhebedürftige Stunden K
R
am IO01 bis
IO07;
tags
Emittent
Quelle
L
w.mod
L
an,IO01
L
an,IO02
L
an,IO03
L
an,IO04
K
I
K
T
K
R
L
r,an IO01
L
r,an IO02
L
r,an IO03
L
r,an IO034
3.OG
3.OG
2.OG
2.OG
3.OG
3.OG
2.OG
2.OG
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB
dB
dB
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
BG1
Lw"
67,3
25,0
14,6
5,9
29,1
0,0
0,0 0,0
25,0
14,6
5,9
29,1
ES
Lw"
79,0
45,1
45,4
25,6
19,9
4,0
0,0 0,0
49,1
49,4
29,6
23,9
KA
Lw
78,9
24,5
16,9
11,3
31,9
0,0
0,0 0,0
24,5
16,9
11,3
31,9
LA01
Lw
78,0
20,8
19,0
21,0
44,6
0,0
0,0 0,0
20,8
19,0
21,0
44,6
LA02
Lw
73,0
18,0
23,9
12,2
31,6
0,0
0,0 0,0
18,0
23,9
12,2
31,6
LA03
Lw
77,0
27,6
28,8
14,1
33,8
0,0
0,0 0,0
27,6
28,8
14,1
33,8
P-Ab1
Lw`
63,3
37,9
36,4
27,9
42,1
0,0
0,0 0,0
37,9
36,4
27,9
42,1
P-Ab2
Lw`
58,5
39,7
35,6
25,0
21,2
0,0
0,0 0,0
39,7
35,6
25,0
21,2
P-Zu1
Lw`
63,3
37,8
36,3
28,0
41,9
0,0
0,0 0,0
37,8
36,3
28,0
41,9
P-Zu2
Lw`
58,5
38,7
34,7
24,7
21,8
0,0
0,0 0,0
38,7
34,7
24,7
21,8
P1
Lw"
53,6
28,1
27,7
12,2
36,2
4,0
0,0 0,0
32,1
31,7
16,2
40,2
P2
Lw"
56,1
44,8
46,9
43,4
30,4
4,0
0,0 0,0
48,8
50,9
47,4
34,4
P3
Lw"
54,8
42,8
46,1
43,6
26,1
4,0
0,0 0,0
46,8
50,1
47,6
30,1
T1
Lw`
58,0
39,5
35,1
24,6
37,5
0,0
0,0 0,0
39,5
35,1
24,6
37,5
T1_R
Lw`
63,0
30,2
25,6
11,1
29,8
0,0
0,0 0,0
30,2
25,6
11,1
29,8
WU1
Lw"
76,7
22,7
18,6
17,9
36,7
0,0
0,0 0,0
22,7
18,6
17,9
36,7
Lw
Punktquelle [dB(A)]
Lw`
Linienquelle [dB(A)/m]
Lw``
Flächenquelle [dB(A)/m²]
L
w.mod
Modell-Schallleistungspegel

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ANLAGE 4
32
TABELLE A3-1 (Fortsetzung)
:
Emittent
Quelle
L
w.mod
L
an,IO04
L
an,IO05
L
an,IO05
L
an,IO06
K
I
K
T
K
R
L
r,an IO04
L
r,an IO05
L
r,an IO05
L
r,an IO06
4.OG
2.OG
4.OG
1.OG
4.OG
2.OG
4.OG
1.OG
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB
dB
dB
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
BG1
Lw"
67,3
36,6
36,6
36,3
9,8
0,0
0,0 0,0
36,6
36,6
36,3
9,8
ES
Lw"
79,0
27,7
23,3
28,1
31,1
4,0
0,0 0,0
31,7
27,3
32,1
35,1
KA
Lw
78,9
38,2
38,2
37,9
11,4
0,0
0,0 0,0
38,2
38,2
37,9
11,4
LA01
Lw
78,0
43,7
43,1
42,4
6,3
0,0
0,0 0,0
43,7
43,1
42,4
6,3
LA02
Lw
73,0
31,4
29,0
30,5
5,8
0,0
0,0 0,0
31,4
29,0
30,5
5,8
LA03
Lw
77,0
34,4
30,6
33,5
11,9
0,0
0,0 0,0
34,4
30,6
33,5
11,9
P-Ab1
Lw`
63,3
41,7
43,0
42,3
23,3
0,0
0,0 0,0
41,7
43,0
42,3
23,3
P-Ab2
Lw`
58,5
23,8
23,4
24,5
25,7
0,0
0,0 0,0
23,8
23,4
24,5
25,7
P-Zu1
Lw`
63,3
41,6
42,9
42,2
23,2
0,0
0,0 0,0
41,6
42,9
42,2
23,2
P-Zu2
Lw`
58,5
24,3
23,7
24,8
24,9
0,0
0,0 0,0
24,3
23,7
24,8
24,9
P1
Lw"
53,6
38,0
38,2
38,9
13,5
4,0
0,0 0,0
42,0
42,2
42,9
17,5
P2
Lw"
56,1
34,1
31,0
33,3
49,2
4,0
0,0 0,0
38,1
35,0
37,3
53,2
P3
Lw"
54,8
28,8
26,0
28,2
48,4
4,0
0,0 0,0
32,8
30,0
32,2
52,4
T1
Lw`
58,0
38,2
39,0
38,5
24,6
0,0
0,0 0,0
38,2
39,0
38,5
24,6
T1_R
Lw`
63,0
36,8
36,6
36,9
12,0
0,0
0,0 0,0
36,8
36,6
36,9
12,0
WU1
Lw"
76,7
41,2
34,6
37,8
20,2
0,0
0,0 0,0
41,2
34,6
37,8
20,2
Lw
Punktquelle [dB(A)]
Lw`
Linienquelle [dB(A)/m]
Lw``
Flächenquelle [dB(A)/m²]
L
w.mod
Modell-Schallleistungspegel

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ANLAGE 4
33
TABELLE A3-1 (Fortsetzung)
:
Emittent
Quelle
L
w.mod
L
an,IO07
K
I
K
T
K
R
L
r,an IO07
1.OG
1.OG
dB(A)
dB(A)
dB
dB
dB
dB(A)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
BG1
Lw"
67,3
25,7
0,0
0,0 0,0
25,7
ES
Lw"
79,0
53,7
4,0
0,0 0,0
57,7
KA
Lw
78,9
26,1
0,0
0,0 0,0
26,1
LA01
Lw
78,0
27,4
0,0
0,0 0,0
27,4
LA02
Lw
73,0
27,2
0,0
0,0 0,0
27,2
LA03
Lw
77,0
32,7
0,0
0,0 0,0
32,7
P-Ab1
Lw`
63,3
34,4
0,0
0,0 0,0
34,4
P-Ab2
Lw`
58,5
29,4
0,0
0,0 0,0
29,4
P-Zu1
Lw`
63,3
34,8
0,0
0,0 0,0
34,8
P-Zu2
Lw`
58,5
29,2
0,0
0,0 0,0
29,2
P1
Lw"
53,6
32,4
4,0
0,0 0,0
36,4
P2
Lw"
56,1
50,6
4,0
0,0 0,0
54,6
P3
Lw"
54,8
42,9
4,0
0,0 0,0
46,9
T1
Lw`
58,0
31,1
0,0
0,0 0,0
31,1
T1_R
Lw`
63,0
29,7
0,0
0,0 0,0
29,7
WU1
Lw"
76,7
23,5
0,0
0,0 0,0
23,5
Lw
Punktquelle [dB(A)]
Lw`
Linienquelle [dB(A)/m]
Lw``
Flächenquelle [dB(A)/m²]
L
w.mod
Modell-Schallleistungspegel

goritzka
akustik
Projekt-Nr.: 5318 | Version 3.0
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34
TABELLE A3-2
: anteilige Mittelungs- L
m,an
und Beurteilungspegel L
r,an
/ Korrekturwerte für
Tonhaltigkeit K
T,
bzw. Impulshaltigkeit K
I
am IO01 bis IO08,
nachts
Emittent
Quelle
L
w.mod
L
an,IO01
L
an,IO02
L
an,IO03
L
an,IO04
K
I
K
T
L
r,an IO01
L
r,an IO02
L
r,an IO03
L
r,an IO04
3.OG
3.OG
2.OG
2.OG
3.OG
3.OG
2.OG
2.OG
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB
dB
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
LA01
Lw
68,0
10,8
9,0
11,0
34,6
0,0
0,0
10,8
9,0
11,0
34,6
LA02
Lw
63,0
8,0
13,9
2,2
21,6
0,0
0,0
8,0
13,9
2,2
21,6
LA03
Lw
67,0
17,6
18,8
4,1
23,8
0,0
0,0
17,6
18,8
4,1
23,8
1,nacht1
18,8
20,3
12,3
35,1
P1
Lw"
41,5
16,0
15,6
0,1
24,1
4,0
0,0
20,0
19,6
4,1
28,1
P2
Lw"
42,5
31,2
33,3
29,8
16,8
4,0
0,0
35,2
37,3
33,8
20,8
P3
Lw"
42,0
30,0
33,3
30,8
13,3
4,0
0,0
34,0
37,3
34,8
17,3
P-Ab1
Lw`
56,0
30,6
29,1
20,6
34,8
0,0
0,0
30,6
29,1
20,6
34,8
P-Ab2
Lw`
52,3
33,5
29,4
18,8
15,0
0,0
0,0
33,5
29,4
18,8
15,0
ES
Lw"
68,0
34,1
34,4
14,6
8,9
4,0
0,0
38,1
38,4
18,6
12,9
2
42,0
42,9
37,5
35,9
BG1
Lw"
72,3
30,0
19,6
10,9
34,1
0,0
0,0
30,0
19,6
10,9
34,1
T1
Lw`
63,0
44,5
40,1
29,6
42,5
0,0
0,0
44,5
40,1
29,6
42,5
T1_R
Lw`
68,0
35,2
30,6
16,1
34,8
0,0
0,0
35,2
30,6
16,1
34,8
WU1
Lw"
87,3
33,3
29,2
28,5
47,3
0,0
0,0
33,3
29,2
28,5
47,3
3
45,4
40,9
32,2
48,9
∑1+2.
nachts2
42,0
42,9
37,6
38,5
∑1+3,
nachts3
45,4
40,9
32,3
49,0
Lw
Punktquelle [dB(A)]
Lw`
Linienquelle [dB(A)/m]
Lw``
Flächenquelle [dB(A)/m²]
L
w.mod
Modell-Schallleistungspegel

goritzka
akustik
Projekt-Nr.: 5318 | Version 3.0
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TABELLE A3-2
Emittent
Quelle
L
w.mod
L
an,IO04
L
an,IO05
L
an,IO05
L
an,IO06
K
I
K
T
L
r,an IO04
L
r,an IO05
L
r,an IO05
L
r,an IO06
4.OG
2.OG
4.OG
1.OG
4.OG
2.OG
4.OG
1.OG
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB
dB
dB(A)
dB(A)
dB(A)
dB(A)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
LA01
Lw
68,0
33,7
33,1
32,4
-3,7
0,0
0,0
33,7
33,1
32,4
-3,7
LA02
Lw
63,0
21,4
19,0
20,5
-4,2
0,0
0,0
21,4
19,0
20,5
-4,2
LA03
Lw
67,0
24,4
20,6
23,5
1,9
0,0
0,0
24,4
20,6
23,5
1,9
1,nacht1
34,4
33,5
33,2
3,7
P1
Lw"
41,5
25,9
26,1
26,8
1,4
4,0
0,0
29,9
30,1
30,8
5,4
P2
Lw"
42,5
20,5
17,4
19,7
35,6
4,0
0,0
24,5
21,4
23,7
39,6
P3
Lw"
42,0
16,0
13,2
15,4
35,6
4,0
0,0
20,0
17,2
19,4
39,6
P-Ab1
Lw`
56,0
34,4
35,7
35,0
16,0
0,0
0,0
34,4
35,7
35,0
16,0
P-Ab2
Lw`
52,3
17,6
17,2
18,3
19,5
0,0
0,0
17,6
17,2
18,3
19,5
ES
Lw"
68,0
16,7
12,3
17,1
20,1
4,0
0,0
20,7
16,3
21,1
24,1
2
36,3
37,0
36,9
42,7
BG1
Lw"
72,3
41,6
41,6
41,3
14,8
0,0
0,0
41,6
41,6
41,3
14,8
T1
Lw`
63,0
43,2
44,0
43,5
29,6
0,0
0,0
43,2
44,0
43,5
29,6
T1_R
Lw`
68,0
41,8
41,6
41,9
17,0
0,0
0,0
41,8
41,6
41,9
17,0
WU1
Lw"
87,3
51,8
45,2
48,4
30,8
0,0
0,0
51,8
45,2
48,4
30,8
3
53,1
49,4
50,8
33,4
∑1+2.
nachts2
38,5
38,6
38,4
42,7
∑1+3,
nachts3
53,1
49,5
50,9
33,4

goritzka
akustik
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36
TABELLE A3-2
Emittent
Quelle
L
w.mod
L
an,IO07
K
I
K
T
L
r,an IO07
1.OG
1.OG
dB(A)
dB(A)
dB
dB
dB(A)
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
LA01
Lw
68,0
17,4
0,0
0,0
17,4
LA02
Lw
63,0
17,2
0,0
0,0
17,2
LA03
Lw
67,0
22,7
0,0
0,0
22,7
1,nacht1
24,7
P1
Lw"
41,5
20,3
4,0
0,0
24,3
P2
Lw"
42,5
37,0
4,0
0,0
41,0
P3
Lw"
42,0
30,1
4,0
0,0
34,1
P-Ab1
Lw`
56,0
27,1
0,0
0,0
27,1
P-Ab2
Lw`
52,3
23,2
0,0
0,0
23,2
ES
Lw"
68,0
42,7
4,0
0,0
46,7
2
48,0
BG1
Lw"
72,3
30,7
0,0
0,0
30,7
T1
Lw`
63,0
36,1
0,0
0,0
36,1
T1_R
Lw`
68,0
34,7
0,0
0,0
34,7
WU1
Lw"
87,3
34,1
0,0
0,0
34,1
3
40,3
∑1+2.
nachts2
48,0
∑1+3,
nachts3
40,4

image
 
P2
P3
P1
Goethestraße
Martin-Luther-Straße
August-Bebel-Straße
ES
BG1
KA
WU1/2
LA01
LA03
LA02
IO 02
IO 01
IO 04
IO 06
IO 03
IO 07
IO 05
Legende
goritzka
akustik
Ingenieurbüro für Schall- und Schwingungstechnik
Handelsplatz 1, 04319 Leipzig
Telefon: +49 341 65 100 92
Klaus Landau
Haberfeld 15
14532 Kleinmachnow
5318
Bild
Format
Datum
Maßstab
Lagestatus
Höhensystem
1:1.000
1
A4
26.06.2019
B-Plan „Handeln und Musizieren am und
im Wasserturm“ in 04808 Wurzen„
Ersteller:
Auftraggeber:
Projekt-Nr.:
Lageplan Immissionsorte
N
Emittenten:
Verbrauchermarkt
Wasserturm
geplante Musikschuleg
ES
Einkaufswagen-Sammelbox (ES)
Parkplatz (P1 bis P2)
Einzelereignis E1
Einzelereignis E2
Betriebsgeräusche (BG)
Warenumschlag (WU)
Lufttechnische Anlagen (LA)
Lkw-Fahrstrecke (T1)
Rangierstrecke (T1_R)
Pkw-Fahrstrecke (P-Ab1)
Pkw-Fahrstrecke (P-Ab2)
Pkw-Fahrstrecke (P-Zu1)
Pkw-Fahrstrecke (P-Zu2)
Emittenten:
BG
WU
LA