Inklusiv – Der Podcast zur schulischen Inklusion in Sachsen
Transkript zum Teaser 2
Moderatorin:
Herzlich willkommen zu inklusiv dem Podcast des Kultusministeriums zur
schulischen Inklusion in Sachsen. Mein Name ist Heike Leschner. Ich bin Radiomoderatorin beim
Mitteldeutschen Rundfunk, und in den Folgen dieses Podcasts treffe ich Eltern und andere
Personen, um mit ihnen darüber zu sprechen, was schulische Inklusion in Sachsen bedeutet. In
den drei Episoden der ersten Staffel haben wir die beiden Bildungswege für Schülerinnen und
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Freistaat Sachsen schon näher betrachtet.
Dabei haben Eltern über ihre Erfahrungen mit der inklusiven Unterrichtung ihrer Kinder an der
Regel- und Förderschule berichtet. Im Rahmen der drei Episoden der zweiten Staffel wollen wir
thematisch unmittelbar an die erste Staffel anknüpfen und den Bereich der Berufsvorbereitung
und Berufsausbildung genauer in den Blick nehmen. Denn auch Jugendliche mit
sonderpädagogischem Förderbedarf sollten nach Abschluss der Vollzeit-Schulpflicht, das heißt
nach Verlassen der Schule, eine Berufsausbildung absolvieren. Grundsätzlich stehen ihnen dabei
bei Erfüllung der entsprechenden Aufnahmevoraussetzungen die gleichen Wege der beruflichen
Ausbildung offen wie Jugendlichen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf. Darüber hinaus
haben auch sie die Möglichkeit, durch den erfolgreichen Besuch einer Fachoberschule, die
Fachhochschulreife oder eines beruflichen Gymnasiums die allgemeine Hochschulreife zu
erwerben. Im Vordergrund steht die gemeinsame Unterrichtung der Jugendlichen mit und ohne
sonderpädagogischen Förderbedarf. Vorrangiges Ziel aller Maßnahmen ist es, Jugendliche mit
sonderpädagogischem Förderbedarf zu einem berufsqualifizierenden Abschluss zu führen und
damit eine Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt zu sichern. Zur Unterstützung bei der
schulischen Ausbildung und im Rahmen von Prüfungen können Nachteilsausgleiche gewährt
werden. Ist die inklusive Unterrichtung wegen der Art und Schwere der Behinderung nicht
geeignet, das Ausbildungsziel zu erreichen, können weitere Möglichkeiten der Berufsausbildung
bzw. auch spezielle Maßnahmen der Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung genutzt
werden. In einer ersten Folge wird eine Mutter eines Jugendlichen mit geistiger Behinderung
bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung von ihren
Erfahrungen der inklusiven Unterrichtung ihres Kindes an einer Oberschule von der beruflichen
Orientierung über die Berufsausbildung bis hin zur Ausübung der heutigen Tätigkeit berichten.
Dabei erhalten Sie neben einem Einblick in die individuellen Erfahrungen der Mutter zahlreiche
Informationen dazu, wie der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und anschließend
in den Beruf für einen Menschen mit geistiger Behinderung mit Hilfe formeller und informeller
Unterstützungsangebote gelingen kann. Das SRH Berufsbildungswerk Dresden ist spezialisiert
auf die Berufsvorbereitung und Berufsausbildung von Jugendlichen mit körperlichen
Behinderungen und chronischen sowie psychischen Erkrankungen. Welche spezifischen

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Besonderheiten der Ausbildungsbetrieb bei der Begleitung und Unterstützung von Jugendlichen
mit sonderpädagogischem Förderbedarf vorhalten kann, wird Gegenstand einer weiteren
Podcast-Folge sein. Thematisiert werden in diesem Rahmen auch medizinische und soziale
Angebote, die insbesondere für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf von
Bedeutung sind. Hierzu zählen zum Beispiel die medizinische Betreuung der Jugendlichen durch
Ärzte, Psychologen, Pflegepersonal oder Sozialpädagogen, aber auch die soziale Einbindung in
die Gemeinschaft, die durch Unterkünfte auf dem Campus und diverse Freizeit- und
Sportmöglichkeiten erreicht wird. In der letzten Folge dieser Podcast-Staffel wird die
Perspektive der Bundesagentur für Arbeit als sicherlich wichtigster externer Ansprechpartner in
den Bereichen der beruflichen Orientierung, Berufsvorbereitung und Berufsausbildung von
Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf aufgegriffen. Ein Mitarbeiter der
Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen wird in dieser Episode über seine
Erfahrungen bei der Begleitung von Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf beim
Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung und auf den Arbeitsmarkt berichten. Wir
haben zahlreiche praktische Fragen an den Berater vorbereitet und freuen uns, Ihnen
umfangreiche Informationen zu den Themen Berufsvorbereitung, Berufsausbildung und Einstieg
in den Berufsalltag für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf bereitstellen zu
können. Also hören Sie rein in die zweite Staffel des Podcasts zur schulischen Inklusion in
Sachsen. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Wir freuen uns auf Sie.