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Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Ausgabe 2017
STATISTISCHES
LANDESAMT
Statistisch betrachtet

Nichts vorhanden (genau Null)
weniger als die Hälfte von 1 in der letzten
besetzten Stelle, jedoch mehr als nichts
Angabe fällt später an
Zahlenwert nicht sicher genug
Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll
Aussagewert ist eingeschränkt
vorläufige Zahl
berichtigte Zahl
geschätzte Zahl
-
0
...
/
.
x
()
p
r
s
Zeichenerklärung

Inhalt
Seite
Abbildungen und Tabellen
Einleitung
5
Ausgangssituation
7
Bestandteile, Inhalt und Struktur des Indikatorensets
10
Ergebnisdarstellung anhand von Grafiken
12
Ein Einzelindikator im Fokus
12
Die Entwicklung Sachsens im Vergleich
13
Die Entwicklung Sachsens im Fokus
15
Die Variationsbreiten der Indikatoren im Fokus
19
Die Position Sachsens im Vergleich
21
Die Variationsbreiten der Indikatoren im Entwicklungsvergleich
24
Schlussbemerkungen
26
Literatur- und Quellennachweis
27

Abbildungen und Tabellen
Abbildungen
Abb. 1
Abb. 2
Abb. 3
Abb. 4
Abb. 5
Abb. 6
Abb. 7
Abb. 8
Abb. 9
Tabellen
Tab. 1
Tab. 2
Tab. 3
Seite
Wohlstand – Annäherung an eine Begriffsdefinition
7
Indikatorensatz mit Warnlampen im Detail
9
Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit (modifiziert)
11
Indikator Anteil gültiger Stimmen bei der Bundestagswahl bezogen auf die Bevölkerung im Alter
von 18 und mehr Jahren (B4) 2002, 2005, 2009 und 2013 nach Ländern sowie in Deutschland
12
Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Veränderungen in Sachsen im Vergleich zu Deutschland
und den Ländern 2015 gegenüber 2000
14
Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Veränderungen in Sachsen 2015 gegenüber 2000
15
Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Spannen der Länder im Vergleich zu Deutschland 2015
20
Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Sachsen und Deutschland innerhalb der Spannen
der Länder 2000 und 2015
22
Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Spannen der Länder 2015 im Vergleich zu 2000
25
Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit – Wirtschaftsleistung (A)
16
Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit – Lebensqualität (B)
17
Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit – Nachhaltigkeit (C)
18

Die vorliegende Veröffentlichung „Statistisch betrachtet“ schließt an die 2013 mit
gleichem Titel erschienene Erstausgabe an.
Das Heft dokumentiert ausgewählte Fortschritte, die das Statistische Landesamt des
Freistaates Sachsen in seinem Bemühen, die statistische Messung von Wohlfahrt nicht
nur auf die nationale Ebene zu beschränken, sondern auch zu einer Regionalisierung
der Ergebnisse vorzudringen, in der Zwischenzeit erzielen konnte.
Als aktuelle Ergebnisse stehen ein inhaltlich als auch ein hinsichtlich des Erfassungs-
zeitraums deutlich erweitertes Datenangebot sowie ein mit speziellen Grafiken
untersetzter Analyserahmen zur Anwendung in der Diskussion um Wohlfahrt
auf Länderebene zur Verfügung. Derzeit sind 24 der 25 multidimensionalen
Einzelindikatoren im regionalen Wohlfahrtsindikatorenset grundsätzlich mit Daten
auf Länderebene und mit gesamtdeutschen Informationen für den Zeitraum
2000 bis 2015 untersetzt.
Am Beispiel von Sachsen und der zumeist gegenübergestellten Vergleichsjahre
2000 und 2015 wird aufgezeigt, wie die umfangreichen Daten der in so
unterschiedlichen Dimensionen vorliegenden Wohlfahrtsindikatoren für eine
weitergehende Analyse aufbereitet werden können. Schranken, die sich aus der
thematischen Vielfalt der Indikatoren und ihren voneinander abweichenden
Maßeinheiten ergeben, werden dabei überwunden, ohne dass die Übersichtlichkeit
verloren geht. Mithilfe von Grafiken werden die Ergebnisse darüber hinaus in einer
Art gebündelt, die das Finden von Antworten auf erste Fragen in der Diskussion um
Wohlfahrt eines Landes erleichtern sollen.
Grundsätzlich kann anstelle von Sachsen jedes der Länder in den Vergleich gestellt
werden. Damit steht ein hervorragendes Analyseinstrument in der Diskussion um
Wohlfahrt auf regionaler Ebene zur Verfügung.
Einleitung
Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Ausgabe 2017
© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet |
5

Ausgangssituation
Im September 2013 hatte das Statistische Lan-
desamt des Freistaates Sachsen in der Reihe
„Statistisch betrachtet“ ein Heft mit dem Titel
„Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Aus-
gabe 2013“ veröffentlicht. [1] In diesem Heft
wurden erste Erkenntnisse aus dem Bemühen,
in der Diskussion um Wohlfahrtsmessung
auch zu einer Regionalisierung der Ergebnisse
vorzudringen, dokumentiert. Erstmals wur-
de ein Indikatorenset für die Anwendung auf
Länderebene
1)
vorgelegt. Grundlage dafür bil-
dete das für die nationale Ebene empfohlene
Indikatorensystem
für
Wirtschaftsleistung
sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit aus
der Expertise, die im Auftrag des Deutsch-
Französischen
Ministerrates
2010
erstellt
worden war. [2] Zuvor hatte das Statistische
Landesamt des Freistaates Sachen ausge-
schlossen, ein eigenes Indikatorenset für die
Diskussion zur Wohlfahrtsmessung auf Län-
derebene entwickeln zu wollen. Mit der
Wahl des Indikatorensystems der deutsch-
französischen Sachverständigen wurde dem
ausdrücklichen Anliegen des Amtes entspro-
chen, als Grundlage für die weiteren Arbeiten
ausschließlich ein als für die Diskussion um
Wohlfahrt bereits von namhaften nationalen
und internationalen Wissenschaftlern bzw.
Sachverständigen in intensiver Auseinander-
setzung mit der Thematik empfohlenes Indi-
katorensystem zu verwenden. Als wertvolles
Zwischenergebnis war es 2013 gelungen,
19 der 25 Einzelindikatoren aus diesem Set
grundsätzlich mit passenden statistischen
Angaben für Deutschland und die Länder zu
untersetzen und für die Auswertung und Dis-
kussion zur Wohlfahrt auf Länderebene zur
Verfügung zu stellen.
Ebenfalls in das Jahr 2013 fiel der umfangrei-
che Abschlussbericht der Enquete-Kommission
mit dem Titel „Wachstum, Wohlstand, Lebens-
qualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaf-
ten und gesellschaftlichem Fortschritt in der
Sozialen Marktwirtschaft“. Die Einsetzung der
Kommission hatte der 17. Deutsche Bundes-
tag in seiner 77. Sitzung am 1. Dezember 2010
(Bundestagsdrucksache 17/3853) beschlossen.
Die von der Enquete-Kommission über einen
Zeitraum von mehr als zwei Jahren geleiste-
te Arbeit gehört zu einer der in der jüngsten
Vergangenheit umfassendsten Auseinander-
setzungen mit dem Thema Wohlfahrtsmes-
sung in Deutschland. Die im Mai 2013 vorge-
legte Expertise [3] wurde von den Politikern
lagerübergreifend beschlossen.
2)
Damit ist
die Entwicklung eines ganzheitlichen Wohl-
standsindikators unter Einbezug möglicher
Grenzen des Wachstums und der Entkopp-
lung von Wachstum, Ressourcenverbrauch
und technischem Fortschritt im Zentrum des
politischen Diskurses in Deutschland ange-
kommen.
1) Die föderal aufgebaute Bundesrepublik besteht aus 16 Glied-
staaten, die nach dem Grundgesetz als Länder bezeichnet wer-
den. Umgangssprachlich werden die Länder auch Bundesländer
genannt.
2) siehe Seite 8.
Abb. 1 Wohlstand - Annäherung an eine Begriffsdefinition
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
WOHLSTAND (Wohl, Wohlergehen, Wohlfahrt)
- Begriffsinhalt/Begriffsverständnis in der aktuellen Diskussion -
= von Menschen individuell unterschiedlich wahrgenommener, in seiner Gesamtheit von einer Einzel-
person, einer Gruppe bzw. Gesellschaft als positiv empfundener Zustand des Lebens, der von ihnen
mit dem Bemühen und der Freiheit verbunden wird, sich diesem – in seiner Bewertung von subjektiven
Eigenheiten der Menschen abhängigen – Zustand unter den sich ständig verändernden Rahmenbedin-
gungen permanent anzunähern.
Inhalts- und Verständnisaspekte
Bedürfnisse
Grundbedürfnisse bis Selbstverwirklichung
Gesellschaftliche Ebene
Einzelperson, Familie, Gruppe, Bevölkerung
Individuelle Unterschiede
Alter, Geschlecht, Bildung, Herkunft, Glauben, Lebensweg, Lebenssituation
Lebensbedingungen
materiell und immateriell
Lebensposition
Verantwortung, Erfahrung, Handlungsfreiraum, Entscheidungsspielraum
Gesellschaftlicher
Entwicklungsstand
Kenntnisse, Wissen, Auffassungen und Wertvorstellungen
© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet |
7

„Als Erfolg gilt besonders ein […] entwi-
ckeltes neues „W3-Indikatoren“-Modell, mit
dessen Hilfe die gesellschaftliche Wohlfahrt
neu berechnet werden soll, um der Politik
eine neue Handlungsschnur vorzugeben. Das
„W3“-Konzept soll die Wohlfahrt nicht mehr
nur über das BIP
3)
, sondern über die drei Grö-
ßen „materieller Wohlstand“, „Soziales und
Teilhabe“ sowie „Ökologie“ ermitteln. Diese
drei Kriterien werden über 20 „Leitindikato-
ren“, „Warnlampen“ und „Hinweislampen“ wie
etwa Artenvielfalt, Ausstoß von Treibhausga-
sen, Beschäftigungsquote, BIP oder Einkom-
mensverteilung berechnet.“ [4]
Diesem Erfolg war die inhaltliche Ausein-
andersetzung mit verschiedenen Aspekten
von Wohlstand vorausgegangen. Da es kei-
ne abschließende Definition für Wohlstand
gibt, lässt sich im Ergebnis der gesamtge-
sellschaftlichen Diskussion lediglich eine
allgemein akzeptierte Annäherung an eine
Definition formulieren (vgl. Abb. 1). Der von
der Projektgruppe 2 „Entwicklung eines ganz-
heitlichen Wohlstands- bzw. Fortschrittsin-
dikators“ vorgelegte Abschlussbericht [5], der
sich einleitend mit den Aspekten von Wohl-
stand auseinandersetzt, führt dazu aus, dass
es „eine abschließende Liste dieser Berei-
che […] aufgrund unterschiedlicher Wertur-
teile, Weltanschauungen und Interessenlagen
von Individuen zwangsläufig niemals geben
[kann].“ [5, S. 10 f.]
Bevor die Frage, ob Entwicklungen und er-
reichte Entwicklungsstände als Wohlstand
empfunden werden können, diskutiert und
beantwortet werden kann, muss zum Inhalt
von Wohlfahrt, also zu dem, was gemes-
sen werden soll, eine weitestgehend über-
einstimmende Meinung in der Gesellschaft
existieren. Erst im Abgleich zu diesem
Verständnis lassen sich die zur Messung von
Wohlfahrt als geeignet erachteten Indikato-
ren auswählen und bestimmen. Da Wohlfahrt
ebenso auf subjektiven Bewertungen wie
auf objektiven Rahmenbedingungen beruht,
unterliegt die Auswahl und Gewichtung der
einzelnen
Indikatoren
jedoch
individuel-
len Präferenzen. Insbesondere vor diesem
Hintergrund ist die Tatsache, dass die 17 Ab-
geordneten und die 17 Wissenschaftler der
eingesetzten Kommission einen Wohlstands-
indikatorensatz für Deutschland vorgelegt
haben, als großer Erfolg zu würdigen.
Im Abschlussbericht der Projektgruppe 2
ist das für Deutschland entwickelte „W3-
Indikatoren“-Modell (vgl. Abb. 2) umfassend
dargelegt. Es beinhaltet wertvolle Anre-
gungen für die Weiterentwicklung des vom
Statistischen
Landesamt
des
Freistaates
Sachsen bearbeiteten Indikatorensets für die
Länder. In dem von der Enquete-Kommission
des Bundestages vorgeschlagenen Indikato-
renmodell, lässt sich das Gros der Indikatoren,
die bereits von den deutsch-französischen
Sachverständigen empfohlen wurden, in seiner
inhaltlichen Entsprechung wiederfinden. In-
sofern darf das Indikatorensystem für Wirt-
schaftsleistung sowie Lebensqualität und
Nachhaltigkeit
der
deutsch-französischen
Sachverständigen als wertvolle Grundlage
dafür angesehen werden, um bei der „Not-
wendigkeit […], die statistische Messung [von
Wohlfahrt] nicht nur auf die nationale Ebene
zu beschränken, sondern auch zu einer Regio-
nalisierung der Ergebnisse vorzudringen“ [6],
entscheidend weiter voranzukommen.
Das nun vorliegende „Indikatorenset Wohl-
fahrtsmessung – Ausgabe 2017“ erlaubt
keine
abschließende,
in
einer
einzigen
Schlagzeile wie „Der Wohlstand steigt“ bzw.
„Der Wohlstand sinkt“ mündende Antwort.
4)
Die Veröffentlichung dokumentiert vielmehr
den derzeit im Statistischen Landesamt des
Freistaates Sachsen erreichten Arbeitsstand
in der Auseinandersetzung mit der Thematik
und wird als eine Grundlage zur Diskussion
um Wohlfahrtsmessung auf der Länderebene
bereitgestellt. Seine Zielsetzung gleicht der
für den Indikatorensatz auf nationaler Ebene.
„Ziel des Indikatorensets ist es, vor dem Hin-
tergrund des veränderten, unsicher geworde-
nen Zusammenhangs zwischen Wachstum,
Wohlstand und Lebensqualität eine empiri-
sche, d. h. statistische Bestandsaufnahme
der wesentlichen Wohlstandsdimensionen in
einer modernen pluralistischen Gesellschaft
vorzunehmen und den Bürgerinnen und Bür-
gern eine übersichtliche, leicht verständliche
Gesamtperspektive auf die vielfältigen As-
pekte heutigen Wohlstands und seiner Ent-
wicklung anzubieten.“ [5, S. 11]
2) Zum Abschluss der Plenardebatte am 6. Juni 2013 zum
Enquete-Bericht Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität ver-
abschiedeten Union und FDP gegen das Votum der Opposition
einen Entschließungsantrag (Bundestagsdrucksache 17/13730,
Deutscher Bundestag), in dem sie ihre Position bekräftigten.
Darin begrüßt der Deutsche Bundestag den Abschlussbericht
der Enquete-Kommission und seinen zentralen Ansatz, mit
ökonomischen, sozialen und ökologischen Indikatoren ein breites
Verständnis von Wohlstand und Lebensqualität abzubilden. Die
Umsetzung der vom Deutschen Bundestag geäußerten Absicht,
den Indikatorensatz öffentlich in geeigneter Form bekannt zu
machen und regelmäßig zu aktualisieren, steht bislang noch aus.
3) BIP = Bruttoinlandsprodukt
4) Im Abschlussbericht der Projektgruppe 2 „Entwicklung eines
ganzheitlichen Wohlstands- bzw. Fortschrittsindikators“ der
Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität wird
in diesem Zusammenhang sogar vom berechtigten Vorwurf der
Willkür gesprochen, dem jede Gewichtung der unterschiedlichen
Wohlstandsdimensionen innerhalb eines einzigen, alles umfas-
senden, genialen Wohlfahrtsmaßes in einer Ziffer ausgesetzt
wäre. [5, S. 10]
8
| © Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet

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Abb. 2 Indikatorensatz mit Warnlampen im Detail
1)
1) [5, S. 75]
© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet |
9

Bestandteile, Inhalt und Struktur
des Indikatorensets
Das 2013 vom Statistischen Landesamt des
Freistaates Sachsen erstmals vorgestellte In-
dikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie
Lebensqualität und Nachhaltigkeit zur An-
wendung in der Diskussion um Wohlfahrts-
messung auf Länderebene wurde in den
Folgejahren ständig weiterentwickelt. Dabei
konnte die anfänglich insbesondere im In-
dikatorenbündel „Nachhaltigkeit“ bestehen-
de Lücke im Datenangebot weitestgehend
geschlossen werden. Die Aussagen zur ange-
wandten Methode und zum formalen Rahmen
des Indikatorensets aus der Erstausgabe des
Heftes „Indikatorenset Wohlfahrtsmessung –
Ausgabe 2013“ [1] gelten unverändert auch für
den vorliegenden, aktuellen Arbeitsstand.
5)
Zurzeit bilden eine Datenbank, eine Quellen-
und Methodendokumentation, eine Kenn-
blattsammlung, zahlreiche Grafiken für die
Analyse und ein Bibliotheksverzeichnis den
formalen Rahmen des Indikatorensets.
In der Datenbank sind aktuell für 24 der 25 In-
dikatoren im Set für jedes der Länder sowie für
Deutschland insgesamt (bzw. die Summe der
Länder) die Angaben für den Zeitraum grund-
sätzlich ab 2000 bis zum jeweils verfügbaren
aktuellen Rand enthalten. Mit Ausnahme des
Indikators C6 (reale Aktienkurslücke) sind alle
Indikatoren aus den drei Säulen – Wirtschafts-
leistung (A), Lebensqualität (B) und Nachhal-
tigkeit (C) – mit länderspezifischen Angaben
untersetzt. Einen Überblick zu den Indikatoren
im Set bietet Abbildung 3. Die Indikatoren im
Bereich A spiegeln die Wirtschaftsentwicklung
sowie den materiellen Wohlstand anhand von
Einkommen und Konsum wider. Um den Blick
über den materiellen Wohlstand hinaus auf
den immateriellen Wohlstand zu erweitern,
umfassen die Bereiche B und C Indikatoren zu
den Themen Gesundheit, Bildung, politische
Teilhabe, persönliche und soziale Aktivitä-
ten, Umwelt, persönliche und wirtschaftliche
Unsicherheit sowie ökonomische, fiskalische,
finanzielle und ökologische Nachhaltigkeit.
In der Datenbank werden darüber hinaus
zahlreiche, hier nicht gesondert aufgeführ-
te Zusatzinformationen vorgehalten, die zur
Berechnung einiger Indikatoren benötigt
werden.
Eine separat geführte Quellen- und Me-
thodendokumentation sichert die erforder-
liche Transparenz zur Herkunft, Periodizität
und Verwendung aller verwendeten Angaben.
Jeder Berechnungsschritt ist dokumentiert und
im Einzelnen nachvollziehbar. Die Ergebnis-
ermittlung je Indikator beruht für alle Länder
(und Deutschland) auf derselben Methode. Die
Ländervergleichbarkeit wird damit uneinge-
schränkt gewährleistet.
Ein Kerninstrument für die Analyse sind die
speziell dafür konzipierten Grafiken. Die An-
zahl der Vorlagen beschränkt sich bewusst auf
derzeit sechs Grundvarianten. Damit bleibt die
Vielzahl der multidimensionalen Indikatoren
überschaubar und das Set in seiner Gesamt-
heit fassbar. Ein Land wird in den Mittelpunkt,
d. h. in den direkten Vergleich zu den anderen
Ländern bzw. zu Deutschland gestellt, um so
seine konkrete Position zu erkennen. Die Gra-
fiken erlauben dabei einen grundlegenden
Überblick und bieten erste Antworten auf eine
Reihe von Fragen zu den Entwicklungen und
erreichten Entwicklungsständen im Bemühen
um Wohlfahrt. Sie ermöglichen den Einstieg
in tiefergehende Analysen. Mit ihrer Hilfe
werden die gemeinhin als stark oder schwach
einzuschätzenden Positionen eines Landes
im Vergleich zu denen der anderen Länder
sichtbar. Außerdem wird erkennbar, ob die in
frei wählbaren Zeitabständen abgelaufenen
Entwicklungen spürbare Veränderungen bei
den eigenen Positionen bewirkt haben. Auch
zu den kleinsten und größten Veränderungen
lassen sich Aussagen bei jedem Indikator
treffen sowie darüber, ob die Unterschiede
zwischen den Ländern zu- oder abgenommen
haben.
6)
Die ergänzend zu jedem Einzelindikator vor-
handenen Kennblätter dienen dem Zweck, die
inhaltlichen Auseinandersetzung, Analyse und
Argumentation zu erleichtern und zu unter-
stützen.
5) Es empfiehlt sich diese Aussagen, die sich z. B. auf die Daten-
herkunft sowie den Umgang mit den Daten, Datenlücken und den
Grafiken beziehen, in [1, S. 2 bis 5] nachzulesen.
6) Bei einer Reihe von Indikatoren sind beim zeitlichen wie räum-
lichen Vergleich die Abweichungen üblicherweise in Prozent-
punkten anzugeben. Um für die hier vorliegende Darstellung und
Analyse jedoch eine einheitliche Basis zu haben, wurden auch für
diese Indikatoren die Veränderungen im Text wie in den Tabellen
und Grafiken durchweg in Prozent ausgewiesen.
10
| © Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet

C6
Reale Aktienkurslücke
Abb. 3 Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit (modifiziert)
1)
Wirtschaftsleistung (A)
Lebensqualität (B)
Nachhaltigkeit (C)
A1
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner
B1
Gesundheit: Potenziell verlorene Lebensjahre
hier
B1.1: Lebenserwartung Neugeborener - Jungen
B1.2: Lebenserwartung Neugeborener - Mädchen
C1
Nettoanlageinvestitionen des privaten Sektors
in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)
hier:
Investitionsquote (Anteil der Brutto-
anlageinvestitionen am BIP)
Fiskalische Nachhaltigkeitslücke S2
hier:
Verschuldung der Öffentlichen Gesamthaus-
halte in Relation zum BIP
A2
Bruttoinlandsprodukt je Arbeitsstunde
Bruttoinlandsprodukt je (geleisteter)
Arbeitsstunde der Erwerbstätigen
B2
Bildung: Schüler und Studenten im Alter
zwischen 15 und 24 Jahren
hier:
Anteil Schüler allgemeinbildender und
berufsbildender Schulen sowie Studenten
an der Bevölkerung
C2
Forschungs- und Entwicklungsaus-
gaben in Relation zum BIP
A3
Beschäftigungsquote der Bevölkerung
im Alter von 15 bis 64 Jahren
hier:
Anteil Erwerbstätige (Inländer) je 100
der jahresdurchschnittlichen Bevölkerung
im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter
65 Jahren
C3
Konjunkturbereinigter Finanzierungssaldo in
Relation zum BIP
hier:
Finanzierungssaldo der Öffentlichen Gesamt-
haushalte in Relation zum BIP
B3
Persönliche Aktivitäten: Anteil der Arbeitnehmer
in Schichtarbeit
B4
Politische Einflussnahme und Kontrolle:
Mitspracherecht und Verantwortlichkeit
hier:
Anteil gültiger Stimmen bei der Bundestagswahl
bezogen
auf die Bevölkerung im Alter von 18 und
mehr Jahren
C4
Kredit/BIP-Lücke
hier:
Private Kreditaufnahme in Relation zum BIP
B5
Soziale Kontakte und Beziehungen: Häufigkeit von mit
anderen
Personen verbrachte Zeit für Sport, Kultur und
in gemeinschaftlichen Organisationen
hier
B5.1: Museums-, Theater-, Kinobesuche
je Einwohner
B5.2: Sportvereinsmitgliedschaften
je Einwohner
C7
Reale Immobilienpreislücke
hier:
Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden
A4
Nettonationaleinkommen pro Kopf
Nettonationaleinkommen je Einwohner
A5
Private und staatliche Konsumausgaben
pro Kopf
Private und staatliche Konsumausgaben
je Einwohner
C5
C12
Indikator zur Biodiversität: (Vogelindex, vorläufig)
hier:
Naturschutzflächen (Anteil der bundesein-
heitlich streng geschützten Gebiete an der
Landesfläche)
A6
Harmonisiertes Verteilungsmaß für das
Nettoeinkommen je Konsumeinheit,
Einkommensquintilverhältnis S80/S20
hier:
Verfügbares Einkommen je Einwohner
C8
Niveau der Treibhausgasemissionen
hier:
Emissionen von Kohlendioxid, Methan und
Lachgas in CO
2
-Äquivalenten
B6
Umweltbedingungen: Belastung der städtischen
Bevölkerung durch Luftverschmutzung mit Feinstaub
hier:
Jahresmittelwert der PM
10
-Immissions-
konzentration im städtischen Hintergrund
C9
Treibhausgasemissionen pro Kopf
hier:
Emissionen von Kohlendioxid, Methan und
Lachgas in CO
2
-Äquivalenten je Einwohner
C10
Rohstoffproduktivität (BIP im Verhältnis zum
direkten abiotischen Materialinput, DMI)
hier:
BIP je Tonne Rohstoffverbrauch
B7
Persönliche und wirtschaftliche Unsicherheit:
Nicht-Armutsrisikoquote
hier:
Armutsgefährdungsquote (gemessen am
Bundesmedian)
C11
Rohstoffverbrauch (abiotischer inländischer
Ressourcenverbrauch - DMC) pro Kopf
hier
C11.1: Rohstoffverbrauch je Einwohner
C11.2: Inländischer Materialverbrauch (DMC)
je Einwohner
1) Grundlage für das hier vorliegende, für seine Anwendung auf der Ebene der Länder konzipierte Indikatorenset, bildet das von einem Sach-
verständigenrat im Auftrag des Deutsch-Französischen Ministerrates entwickelte und mit gleichem Titel vorgeschlagene Indikatorensystem
(siehe [2]). Der Text in blauer Schrift entspricht der Originalbezeichnung.
In den nachfolgenden Abbildungen 5 bis 9 wird aus praktischen Gründen anstelle des ausführlichen Titels "Indikatorenset für Wirtschafts-
leistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit" der synonyme, kürzere Titel "Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung" verwendet.
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Februar 2017
© Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet |
11

Ergebnisdarstellung anhand von Grafiken
Die verschiedenen Typen an Grafiken erfül-
len bei der Analyse unterschiedliche Funk-
tionen. In Anlehnung an die Annäherung an
eine Definition von Wohlfahrt werden alle
Grafiken dem Anspruch gerecht, dass sie die
Erkenntnis unterstützen, an welcher Position
das in den Vergleich gestellte Land bezüglich
der Veränderungen und den erreichten Ent-
wicklungsständen steht. Grundlage für den
Vergleichsrahmen bilden die Angaben zu allen
16 Ländern und die zu Deutschland insgesamt.
Ein Ranking der Länder erfolgt nicht
7)
.
Ein Einzelindikator im Fokus
Abbildung 4 veranschaulicht den einzigen Gra-
fiktypus, bei dem nicht ausschließlich ein Land
in den Vergleich gestellt wird, sondern bei dem
Deutschland sowie die 16 Länder nebenein-
ander dargestellt sind. Mit Hilfe dieser Grafik
kann allerdings immer nur ein einziger Indika-
tor aus dem Set aufgegriffen und der gezielten
Analyse unterzogen werden.
Die Sachverständigen der Enquete-Kom-
mission haben für die Wohlstandsdimen-
sion Soziales und Teilhabe den Indikator
„Voice
&
Accountability“ (Mitsprache und
Verantwortlichkeit) als Leitindikator
8)
im Be-
reich Freiheit und demokratische Teilhabe
ausgewählt
9)
. Im Indikatorenset für Wirt-
schaftsleistung sowie Lebensqualität und
Nachhaltigkeit zur Anwendung in der Diskus-
sion um Wohlfahrtsmessung auf Länderebe-
ne (vgl. Abb. 3) findet er eine Entsprechung im
Indikator B4 (Anteil gültiger Stimmen bei der
Bundestagswahl bezogen auf die Bevölkerung
im Alter von 18 und mehr Jahren). Mit der
Bundestagswahl 2017 werden dazu in Kürze
aktuelle Ergebnisse vorliegen. Das Indikato-
renset umfasst bisher Ergebnisse der Bundes-
tagswahlen aus den Jahren 2002, 2005, 2009
und 2013. Auffallend ist der bei allen Län-
dern zu verzeichnende Rückgang des Anteils
gültiger Stimmen zwischen 2005 und 2009.
7) Im Abschlussbericht der Projektgruppe 2 „Entwicklung eines
ganzheitlichen Wohlstands- bzw. Fortschrittsindikators“ der
Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität wird
auf einen in der Wohlfahrtsmessung wichtigen verhaltenspsy-
chologischen Aspekt aufmerksam gemacht: „In der Regel ist es
für Menschen wichtiger, wie sie ein Ereignis relativ zu einer Situa-
tion in der Vergangenheit oder relativ zu ihrer gesellschaftlichen
Umgebung wahrnehmen, als die absolute Einordnung auf einer
Skala.“ [5, S. 19]
8) Im Verständnis der Enquete-Kommission „stehen [Leitindika-
toren] für die Wohlstandsbereiche, die politisch stets im Fokus
stehen sollen.“ [5, S. 15]
9) Der Indikator Voice
&
Accountability „wird wie folgt definiert:
Es wird erfasst, wie Bürgerinnen und Bürger eines Landes ihre
Teilhabe an der Auswahl ihrer Regierung wahrnehmen, ebenso
wird das vorherrschende Maß an Meinungs-, Koalitions- und
Pressefreiheit erfasst.“ [5, S. 54].
50,0
60,0
70,0
80,0
Abb. 4 Indikator Anteil gültiger Stimmen bei der Bundestagswahl bezogen auf die
Bevölkerung im Alter von 18 und mehr Jahren (B4)
1)
2002, 2005, 2009 und
2013 nach Ländern sowie in Deutschland
(in Prozent)
2013
2009
2005
2002
1) Quellen der Ausgangsdaten zur eigenen Ermittlung des Indikators [17] und [18]; Bevölkerungszahlen am 31.12. laut
Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf der Basis der Volkszählung 1987 bzw. der Registerdaten vom 3. Oktober 1990.
Thüringen
Bayern
Berlin
Brandenburg
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Bremen
Baden-Württemberg
Mecklenburg-
Vorpommern
Deutschland
12
| © Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet

In Sachsen und Sachsen-Anhalt war er mit
einem Minus von 9,9 Prozentpunkten am größ-
ten. Im folgenden Wahljahr 2013 verzeichnete
Sachsen gegenüber 2009 mit 3,8 Prozentpunk-
ten dann wiederum das stärkste Plus unter
allen Ländern. Im Ergebnis dieser Entwicklun-
gen war Sachsen im Vergleich der Jahre 2013
mit 2002 sogar das Land mit dem geringsten
Rückgang des Anteils gültiger Stimmen bei der
Bundestagswahl im Abstand von elf Jahren.
Durch die im Zusammenhang mit den eige-
nen Veränderungen und denen der Länder, die
den Vergleichsrahmen bilden, zwischenzeitlich
eingetretenen Verschiebungen nahm Sachsen
2013 eine bessere Position im Vergleich der
Länder ein als 2002. Sachsen lag zuletzt mit
seinem Anteil gültiger Stimmen bei der Bun-
destagswahl bezogen auf die Bevölkerung im
Alter von 18 und mehr Jahren in Höhe von
65,8 Prozent 2,6 Prozentpunkte unter dem
Land mit dem Spitzenwert und 8,2 Prozent-
punkte über dem Land mit dem kleinsten Wert.
Bei den betrachteten vier Bundestagswah-
len bildete Sachsen mit drei anderen Ländern
(Bayern, Brandenburg und Thüringen) dahinge-
hend eine Ausnahme, dass es bei den einzel-
nen Wahlen abwechselnd über bzw. unter dem
deutschlandweit erreichten Anteil der gültigen
Stimmen lag. In sieben Ländern lag das Ergeb-
nis in allen vier Wahljahren beständig unter
dem Deutschlandwert, in fünf Ländern dage-
gen durchweg darüber.
Die Entwicklung Sachsens im Vergleich
Zwei weitere Grafiktypen (vgl. Abb. 5 und 6)
stellen die Veränderungsraten dar, die zwi-
schen den beiden für die Betrachtung ausge-
wählten Jahre – üblicherweise 2015 gegenüber
2000 – für jeden einzelnen Indikator aus dem
Set zu verzeichnen waren. Durch die einheit-
liche Skalierung der Grafiken bei jeder der drei
Säulen „Wirtschaftsleistung“ (A), „Lebensqua-
lität“ (B) und „Nachhaltigkeit“ (C) können die
Veränderungsraten aller Indikatoren sowohl in-
nerhalb eines Themenbereichs als auch über die
Grenzen der einzelnen Themenbereiche hinweg
adäquat miteinander verglichen werden. Auf-
grund der kompakten Darstellung bleibt das
gesamte Set mit seinen 24 Indikatoren visuell
gut erfassbar. Im Verständnis zur Annäherung
an eine Definition von Wohlfahrt geht es auch
bei den Entwicklungen um eine Erkenntnis der
eigenen Position, d. h. um spezifische Stärken
und Schwächen. Dafür ist es im Vergleichs-
rahmen der Länder ausreichend, neben der
eigenen Entwicklung die geringste (MIN) und
größte (MAX) Veränderung eines einzelnen
Landes sowie die durchschnittliche Verände-
rung in Deutschland zu erkennen. In gleicher
Weise, wie in den vorliegenden Abbildungen
5 und 6 für Sachsen umgesetzt, kann sich je-
des der 16 Länder in den Vergleich und eine
konkrete Positionsbestimmung begeben.
Alle Indikatoren, auch die für Sachsen, wei-
sen im Themenbereich „Wirtschaftsleistung“
(A) einen Anstieg der Werte 2015 gegen-
über 2000 aus. Das steht für eine Steigerung
der Wirtschaftsleistung und des materiellen
Wohlstands.
10)
Sachsen nimmt dabei eine ver-
gleichsweise starke Position ein, denn mit
seinen Veränderungsraten lag es durchweg
über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Bei
den beiden Indikatoren A1 (Bruttoinlandspro-
dukt [kurz: BIP] je Einwohner) und A2 (BIP je
geleisteter Arbeitsstunde der Erwerbstätigen)
erreichte Sachsen sogar die Spitzenwerte und
lag bei den übrigen vier Indikatoren gut er-
kennbar nur unweit hinter den Maximalwerten
zurück
11)
(vgl. Abb. 5 und Tab. 1).
Im Unterschied zum Bereich A sind in den
Themenbereichen „Lebensqualität“ (B) und
„Nachhaltigkeit“ (C) die Werte der Veränderung
sowohl positiv als auch negativ. Für die Posi-
tionsbestimmung gilt es deshalb zu beachten,
ob es im derzeitigen Verständnis in der Gesell-
schaft vorzugsweise angestrebt wird, den Wert
eines Indikators zu senken oder zu steigern und
ob dadurch eine Entwicklung in die „richtige“
Richtung verläuft. Der sichtbare Rückgang der
Jahresmittelwerte der PM
10
-Immissionskonzen-
tration
12)
im städtischen Hintergrund (B6) und
der Anstieg der Sportsvereinsmitgliedschaften
je Einwohner (B5.2) kann danach trotz der ge-
gensätzlichen Vorzeichen vor den Beträgen
als Ergebnis einer positiven Entwicklung in
Sachsen interpretiert werden, da die Verände-
rungen jeweils in die anzustrebende Richtung
verliefen. Der Vergleich zeigt aber auch, dass
es dem Land mit dem betragsmäßig größten
Wert gelungen ist, eine noch dynamischere
Entwicklung als die von Sachsen herbeizu-
führen. Zu den ebenfalls deutlich sichtbaren
Veränderungen, die in Sachsen in die vor-
zugsweise anzustrebende Richtung zeigen,
gehörten die der Indikatoren C4 (Verschul-
dung der Öffentlichen Gesamthaushalte in
Relation zum BIP), C5 (Private Kreditaufnahme
in Relation zum BIP), C10 (BIP je Tonne Roh-
stoffverbrauch) und C12 (Naturschutzflächen).
10) Bei allen aus zwei Kenngrößen gebildeten Indikatoren ist für
die weitere Analyse zu berücksichtigen, dass sowohl die Zahl im
Zähler als auch die im Nenner einen Einfluss auf den Gesamtwert
des Indikators ausüben.
11) Die Veränderungsraten werden hier ohne Abgleich der abso-
luten Niveaus der Ausgangswerte bei den einzelnen Indikatoren
betrachtet. So können z. B. hohe Steigerungsraten durchaus
auf einem vergleichsweise geringen Ausgangswert und hohe
Rückgangsraten auf einem vergleichsweise hohen Ausgangswert
beruhen. Die Ausgangsniveaus sollten deshalb neben der Be-
trachtung der Veränderungsraten in die Analyse mit einbezogen
werden. Sie sind in den Tabellen 1 bis 3 enthalten.
12) Feinstaub (PM
10
) bezeichnet die Masse aller im Gesamtstaub
enthaltenen Partikel, deren aerodynamisher Durchmesser kleiner
als 10 µm ist.
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13

A1
B1.1
C1
2004
2014
C2
B1.2
2001 2013
2004
A2
C3
B2
2014
C4
A3
B3
C5
2005
2002
C7
B4
2002 2013
A4
C8
2014
2013
B5.1
2014
C9
2013
A5
B5.2
C10
2013
2014
C11.1
B6
2014
2003
A6
C11.2
2014
2014
B7
2005
C12
2014
Abb. 5 Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung
1)
- Veränderungen in Sachsen
2)
im Vergleich zu Deutschland und den Ländern 2015 gegenüber 2000
(in Prozent)
Indikatoren zur Wirtschaftsleistung (A)
Indikatoren zur Lebensqualität (B)
Indikatoren zur Nachhaltigkeit (C)
-100 -50 0
50 100 150 200
Darstellung hier
nicht sinnvoll
-0,9
-2,4
0,2
0,2
0,1
1,6
-0,8
-0,2
-100 -50 0
50 100 150 200
-0,2
-1,3
0,1
0,1
1,2
-1,4
0,0
-3,1
2,9
3,0
2,6
3,7
2,1
1,9
1,5
2,5
Sachsen
MIN
3)
MAX
3)
1) Die Bezeichnungen der einzelnen Indikatoren sind in Abbildung 3 und ergänzt mit den Datenquellen in den Tabellen 1 bis 3 zum
Deutschland
Indikatorenset ersichtlich. Es fehlt Indikator C6, da hierfür keine geeigneten Daten verfügbar sind.
2) Die Zunahme der Farbintensität in den Bezeichnungskästchen der Indikatoren weist auf die beim jeweiligen Indikator vorzugs-
weise anzustrebende Entwicklungsrichtung hin. Abweichende Vergleichsjahre sind unter der Bezeichnung des Indikators vermerkt
(links ausgerichtet das Basisjahr betreffend und rechts ausgerichtet das aktuelle Jahr betreffend).
3) MIN und MAX kennzeichnen das Bundesland mit der betragsmäßig kleinsten (MIN) bzw. größten (MAX) Veränderung. Das hinter
jedem MIN und MAX stehende Bundesland kann bei jedem Indikator ein anderes sein.
-100 -50 0
50 100 150 200
1,3
14
| © Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet

image
Daneben gibt es Indikatoren, bei denen eine
gegensätzliche als die tatsächlich eingetretene
Richtung der Entwicklung wünschenswert ge-
wesen wäre. Das betrifft z. B. die Indikatoren
B3 (Anteil der Arbeitnehmer in Schichtarbeit),
C1 (Investitionsquote) und C9 (Emissionen von
Kohlendioxid, Methan und Lachgas in CO
2
-
Äquivalenten je Einwohner).
Vor allem im Themenbereich „Nachhaltigkeit“
(C) treten bei einzelnen Indikatoren sehr hohe
Veränderungsraten hervor. Die höchsten Wer-
te eines Indikators bei einem einzelnen Land
waren im Vergleichszeitraum zwischen dem
aktuellsten und dem am längsten zurücklie-
genden Jahr bei C2 (Forschungs- und Ent-
wicklungsausgaben in Relation zum BIP) mit
165,4 Prozent, bei C12 (Naturschutzflächen)
mit 141,2 Prozent, bei C4 (Verschuldung der
Öffentlichen Gesamthaushalte in Relation zum
BIP) mit 90,0 Prozent, bei C10 (BIP je Tonne
Rohstoffverbrauch) mit 67,3 Prozent sowie bei
A4 (Nettonationaleinkommen je Einwohner)
mit 62,9 Prozent zu beobachten
13)
(vgl. Abb. 5).
Die Entwicklung Sachsens im Fokus
Abbildung 6 zeigt die Veränderungsraten der
Indikatoren in den Säulen „Wirtschaftsleistung“
(A), „Lebensqualität“ (B) und „Nachhaltigkeit“
(C) aus Abbildung 5 noch einmal fokussiert auf
das ausgewählte Land, hier Sachsen. Außer-
dem umfasst Abbildung 6 eine vierte Säule mit
den im Rahmen des Indikatorensets genutzten
wesentlichen Bezugszahlen BIP, Erwerbstätige,
Arbeitsvolumen und Einwohner. Durch die-
se Fokussierung ausschließlich auf das in der
Analyse stehende Land werden die stärksten
und schwächsten Veränderungen innerhalb
dieses Landes im Vergleich aller Indikatoren
im Set zueinander sowie zu den Bezugszahlen
hervorgehoben. In Reihenfolge waren das für
Sachsen im langjährigen Entwicklungsver-
gleich – üblicherweise 2015 gegenüber 2000 –
an den ersten drei Positionen – beginnend mit
der betragsmäßig größten Veränderung – die
Indikatoren A4 (Nettonationaleinkommen je
Einwohner), C4 (Verschuldung der Öffentlichen
Gesamthaushalte in Relation zum BIP) und B6
(Jahresmittelwert der PM
10
-Immissionskonzen-
tration im städtischen Hintergrund). Die drei
geringsten Veränderungsraten waren in dieser
Zeit allesamt im Bereich „Lebensqualität“ (B),
nämlich bei B7 (Armutsgefährdungsquote),
B1.1 bzw. B1.2 (Lebenserwartung neugeborener
Jungen bzw. Mädchen) sowie B5.1 (Museums-,
Theater-, Kinobesuche je Einwohner) zu finden
(vgl. Abb. 6). Zusammenfassend ist zu konsta-
tieren, dass die Veränderungen bei den Indi-
katoren im Bereich „Wirtschaftsleistung“ (A)
bereits alle in die „richtige“ Richtung verlaufen,
während in den Bereichen „Lebensqualität“ (B)
und insbesondere „Nachhaltigkeit“ (C) noch
verstärkte Anstrengungen notwendig sind, da-
mit sich zukünftig auch hier ein ähnlich positi-
ves Bild wie für den Bereich A abzeichnen kann.
13) Aus Gründen der Datenverfügbarkeit musste bei ver-
schiedenen Indikatoren auf von 2000 bzw. 2015 abweichende
Vergleichsjahre zurückgegriffen werden. Damit beziehen sich die
hier dargestellten Veränderungsraten, wie in den Abbildungen 5
und 6 aufgeführt, zum Teil auf unterschiedlich lange Vergleichs-
zeiträume.
Abb. 6 Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung
1)
-
Veränderungen in Sachsen
2)
2015
3)
gegenüber 2000
4)
(in Prozent)
Lebensqualität
Nachhaltigkeit
Bezugszahlen
5)
Wirtschaftsleistung
1) Die Bezeichnungen der einzelnen Indikatoren sind in Abbildung 3 und ergänzt mit den Datenquellen in den Tabellen 1 bis 3
zum Indikatorenset ersichtlich. Es fehlen die Indikatoren C3 wegen fehlender Sinnhaftigkeit der Darstellung und C6, da hierfür
keine geeigneten Daten verfügbar sind.
2)
Die Zunahme der Farbintensität der Balken kennzeichnet die bei dem jeweiligen Indikator vorzugsweise anzustrebende Entwick-
lungsrichtung.
3) Indikatoren A4, A6, B2, B5.1, C1, C10, C11.1, C11.2 und C12: 2014; Indikatoren A5, B4, C2, C8 und C9: 2013.
4) Indikatoren
B3 u. B7: 2005; Indikatoren B1.1 u. B1.2: 2004; Indikator B6: 2003; Indikatoren B4 u. C5: 2002; Indikator C2: 2001.
5) BIP - Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt, verkettet; Berechnungsstand: August 2015 / Februar 2016 (VGR des Bundes).
ET - Erwerbstätige im Jahresdurchschnitt (Arbeitsort); Berechnungsstand: August 2016 (VGR des Bundes).
AV - Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen (Arbeitsort); Berechnungsstand: August 2016 (VGR des Bundes).
EW - Einwohner/Bevölkerung im Jahresdurchschnitt (Wohnort); Rückrechnungs- bzw. Fortschreibungsergebnisse auf der Basis
des Zensus vom 9. Mai 2011.
10 Prozent
B1.1
B1.2
B2
B3
B4
B5.1
B5.2
B6
B7
BIP
ET
AV
EW
A1
A2
A3
A4
A5
A6
C1
C2
C4
C5
C7
C8
C9
C10
C12
C11.1
C11.2
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15

Indikator
Jahr/
Veränderung
Ein-
heit
Sachsen
Deutsch-
land
Bundes-
land
1)
-
Minimum
Bundes-
land
1)
-
Maximum
2015
27 776
37 099
24 909
61 729
2000
17 157
25 983
16 232
46 712
Veränderung
2)
2015
gegenüber 2000
%
33,2
17,8
8,7
33,2
2015
39,14
51,29
37,48
64,98
2000
24,33
36,52
23,50
50,59
Veränderung
2)
2015
gegenüber 2000
%
32,4
15,9
7,0
32,4
2015
%
80,5
80,0
72,2
84,7
2000
%
66,7
71,3
62,6
77,4
Veränderung 2015
gegenüber 2000
%
17,8
9,8
6,4
19,8
2014
21 975
30 435
21 017
38 781
2000
13 873
21 460
12 899
28 370
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
58,4
41,7
31,3
62,9
2013
23 750
26 097
23 276
29 023
2000
17 236
19 697
16 837
22 585
Veränderung
2)
2013
gegenüber 2000
%
13,5
11,0
1,3
16,0
2014
18 158
21 117
17 486
23 596
2000
13 351
15 961
12 566
18 325
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
36,0
32,3
19,7
39,5
Datenquellen für die Ausgangsdaten zur eigenen Ermittlung der Indikatoren B2 [14], [15], B3 [16], B4 [17], [18], B5.1 [14], [19], [20], [21], [22], [23], [24] und B5.2 [14], [25].
Eigene Berechnung der prozentualen Veränderung für alle Indikatoren.
Fußnoten zu Tabelle 2:
1) Das dahinterstehende Bundesland kann bei jeder Angabe ein anderes sein. Die Angaben bei den Veränderungen betreffen jeweils das Bundesland mit der betragsmäßig kleinsten bzw. größten Veränderung.
2) Eigene Berechnung.
3) Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60% des Medians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung. Das Äquivalenzeinkommen
wird auf Basis der neuen OECD-Skala berechnet, gemessen am Bundesmedian.
Datenquellen für die Indikatoren B1 [11], B6 [12] und B7 [13].
A3
Beschäftigungsquote der Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren
hier:
Anteil Erwerbstätige (Inländer) je 100 der jahresdurchschnittlichen
Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren
3)
Tab. 1 Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit
- Wirtschaftsleistung (A)
A1
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner
A2
Bruttoinlandsprodukt je (geleisteter) Arbeitsstunde der Erwerbstätigen
Eigene Berechnung der prozentualen Veränderung für alle Indikatoren.
A4
Nettonationaleinkommen je Einwohner
A5
Private und staatliche Konsumausgaben je Einwohner
3)
A6
Harmonisiertes Verteilungsmaß für das Nettoeinkommen
je Konsumeinheit, Einkommensquintilverhältnis S80/S20
hier:
Verfügbares Einkommen je Einwohner
1) Das dahinterstehende Bundesland kann bei jeder Angabe ein anderes sein. Die Angaben bei den Veränderungen betreffen jeweils das Bundesland mit der betragsmäßig kleinsten bzw. größten Veränderung.
2) Ermittlung der Veränderung auf der Basis preisbereinigter, verketteter Angaben.
3) Eigene Berechnung.
Datenquellen für die Indikatoren A1 und A2 [7] sowie A4 und A6 [8].
Datenquellen für die Ausgangsdaten zur eigenen Ermittlung der Indikatoren A3 [9], [10] und A5 [8], [14].
16
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Indikator
Jahr/
Veränderung
Ein-
heit
Sachsen
Deutsch-
land
Bundes-
land
1)
-
Minimum
Bundes-
land
1)
-
Maximum
2013/2015
Jahre
77,6
78,2
76,2
79,5
2002/2004
Jahre
75,4
75,9
73,8
77,4
Veränderung 2013/2015
gegenüber 2002/2004
%
2,9
3,0
2,6
3,7
2013/2015
Jahre
83,6
83,1
82,1
83,9
2002/2004
Jahre
81,9
81,6
80,4
82,6
Veränderung 2013/2015
gegenüber 2002/2004
%
2,1
1,9
1,5
2,5
2014
%
13,8
16,8
12,9
19,2
2000
%
17,0
17,7
16,5
19,2
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
-18,8
-5,5
-0,2
-28,1
2015
%
25,4
17,3
12,5
26,8
2005
%
21,1
16,0
13,2
22,8
Veränderung 2015
gegenüber 2005
%
20,7
8,4
-1,3
20,7
2013
%
65,8
63,3
57,6
68,4
2002
%
70,2
71,3
65,7
76,1
Veränderung 2013
gegenüber 2002
%
-6,3
-11,3
-6,3
-16,1
2014
Anzahl
3,9
3,1
2,1
7,9
2000
Anzahl
3,9
3,3
2,3
6,5
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
0,1
-5,2
0,1
-22,7
2015
Anzahl
153
290
133
376
2000
Anzahl
118
287
106
418
Veränderung 2015
gegenüber 2000
%
30,0
1,2
-1,4
37,1
2015
µg/m
3
18
19
17
22
2003
µg/m
3
31
28
17
35
Veränderung 2015
gegenüber 2003
%
-41,9
-32,1
5,9
-51,4
2015
%
18,6
15,7
11,6
24,8
2005
%
19,2
14,7
10,6
24,1
Veränderung 2015
gegenüber 2005
%
-3,1
6,8
-
21,5
B2
Bildung: Schüler und Studenten im Alter zwischen 15 und 24 Jahren
hier:
Anteil Schüler allgemeinbildender und berufsbildender Schulen
sowie Studenten an der Bevölkerung
2)
Tab. 2 Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit
- Lebensqualität (B)
B1
Gesundheit: Potenziell verlorene Lebensjahre
hier
B1.1: Lebenserwartung Neugeborener - Jungen
Gesundheit: Potenziell verlorene Lebensjahre
hier
B1.2: Lebenserwartung Neugeborener - Mädchen
Die Fußnoten zu dieser Tabelle finden sich mit unter Tabelle 1.
B3
Persönliche Aktivitäten: Anteil der Arbeitnehmer in Schichtarbeit
2)
B4
Politische Einflussnahme und Kontrolle: Mitspracherecht und
Verantwortlichkeit
hier:
Anteil gültiger Stimmen bei der Bundestagswahl bezogen
auf die Bevölkerung im Alter von 18 und mehr Jahren
2)
B5
Soziale Kontakte und Beziehungen: Häufigkeit von und mit anderen
Personen verbrachte Zeit für Sport, Kultur in gemeinschaftlichen
Organisationen
hier
B5.1: Museums-, Theater-, Kinobesuche je Einwohner
2)
Soziale Kontakte und Beziehungen: Häufigkeit von und mit anderen
Personen verbrachte Zeit für Sport, Kultur in gemeinschaftlichen
Organisationen
hier
B5.2: Sportvereinsmitgliedschaften je 1 000 Einwohner
2)
B6
Umweltbedingungen: Belastung der städtischen Bevölkerung
durch Luftverschmutzung mit Feinstaub
hier:
Jahresmittelwert der PM
10
-Immissionskonzentration im
städtischen Hintergrund
B7
Persönliche u. wirtschaftliche Unsicherheit: Nicht-Armutsrisikoquote
hier:
Armutsgefährdungsquote (gemessen am Bundesmedian)
3)
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17

Indikator
Jahr/
Veränderung
Ein-
heit
Sachsen
Deutsch-
land
Bundes-
land
1)
-
Minimum
Bundes-
land
1)
-
Maximum
2014
%
20,9
20,1
14,1
23,5
2000
%
35,7
23,0
16,4
37,6
Veränderung
3)
2014
gegenüber 2000
%
-39,2
-7,7
-0,9
56,6
2013
%
1,11
1,90
0,42
3,84
2001
%
1,20
1,67
0,18
2,92
Veränderung 2013
gegenüber 2001
%
-7,2
13,9
-2,4
165,4
2015
%
-0,3
-0,4
-3,1
0,3
2000
%
1,0
0,2
-1,3
1,8
Veränderung
4)
2015
gegenüber 2000
%
....
2015
%
12,5
26,6
6,7
73,7
2000
%
21,6
21,5
9,8
43,6
Veränderung 2015
gegenüber 2000
%
-42,1
24,1
-6,7
90,0
2015
%
44,1
80,6
42,4
122,8
2002
%
57,9
101,4
41,5
142,3
Veränderung 2015
gegenüber 2002
%
-23,8
-20,5
0,2
-37,5
......
......
......
2015
2010=100
117,2
111,1
108,3
117,2
2000
2010=100
85,6
85,9
77,3
88,3
Veränderung 2015
gegenüber 2000
%
36,9
29,3
23,9
49,3
2013
1 000 t
53 585
928 277
10 756
288 053
2000
1 000 t
47 035
1 026 926
14 441
332 785
Veränderung 2013
gegenüber 2000
%
13,9
-9,6
5,5
-27,5
2013
t
13,2
11,5
5,4
26,1
2000
t
10,7
12,6
6,6
30,4
Veränderung 2013
gegenüber 2000
%
23,9
-8,7
0,2
-24,5
Tab. 3 Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit
- Nachhaltigkeit (C)
C1
Nettoanlageinvestitionen des privaten Sektors
in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)
hier:
Investitionsquote (Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am BIP)
2)
C2
Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Relation zum BIP
2)
C8
Niveau der Treibhausgasemissionen
hier:
Treibhausgasemissionen in CO
2
-Äquivalenten
5)
C9
Treibhausgasemissionen pro Kopf
hier:
Treibhausgasemissionen in CO
2
-Äquivalenten je Einwohner
5)
C3
Konjunkturbereinigter Finanzierungssaldo in Relation zum BIP
hier:
Finanzierungssaldo der Öffentlichen Gesamthaushalte
in Relation zum BIP
2)
C7
Reale Immobilienpreislücke
hier:
Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden
C4
Fiskalische Nachhaltigkeitslücke S2
hier:
Verschuldung der Öffentlichen Gesamthaushalte
in Relation zum BIP
2)
C5
Kredit/BIP-Lücke
hier:
Private Kreditaufnahme in Relation zum BIP
2)
C6
Reale Aktienkurslücke
18
| © Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet

Die Variationsbreiten der Indikatoren im
Fokus
Die Angaben zu den einzelnen Indikatoren
liegen in sehr unterschiedlichen Maßeinhei-
ten vor. Ein direkter Vergleich ihrer absoluten
Spannweiten untereinander sollte deshalb
prinzipiell abgelehnt werden. Informationen
zu den Spannweiten sind aber wichtig, denn
sie verdeutlichen, wie groß die Unterschiede
zwischen den Ländern sind. Um eine Vergleich-
barkeit der Spannweiten über die Gesamtheit
der Indikatoren im Set herzustellen, wurden
die relativen Abweichungen der Länder zu
Deutschland berechnet (vgl. Abb. 7). Zusätz-
lich wurde hier wie bereits in Abbildung 5
die Darstellung zu den drei Säulen „Wirt-
schaftsleistung“ (A), „Lebensqualität“ (B) und
„Nachhaltigkeit“ (C) einheitlich skaliert, um
so das visuelle Erfassen der Unterschiede
zwischen den Indikatoren zu erleichtern. Die
Spanne erstreckt sich bei jedem Indikator je-
weils vom Land mit dem kleinsten Wert (MIN)
bis zum Land mit dem größten Wert (MAX).
Das hinter jedem MIN und MAX stehende Land
kann dabei bei jedem Indikator ein anderes
sein. Die größten Spannweiten bei einzelnen
Indikatoren und damit große Unterschie-
de zwischen den Ländern bestanden 2015
bzw. dem letzten am aktuellen Rand verfüg-
baren Jahr im Bereich „Nachhaltigkeit“ (C).
Indikator
Jahr/
Veränderung
Ein-
heit
Sachsen
Deutsch-
land
Bundes-
land
1)
-
Minimum
Bundes-
land
1)
-
Maximum
2014
1 000
1,21
2,23
0,77
13,80
2000
1 000
0,82
1,50
0,49
6,86
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
24,4
25,0
0,1
67,3
2014
t
22,2
16,1
2,5
33,0
2000
t
21,0
17,3
3,8
35,1
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
5,6
-6,7
-0,8
37,6
2014
t
24,0
16,7
5,3
36,3
2000
t
23,0
17,7
8,3
37,5
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
4,5
-6,0
-0,2
-35,7
2014
%
3,4
4,4
2,1
21,7
2000
%
3,0
3,2
1,7
19,1
Veränderung 2014
gegenüber 2000
%
13,3
37,5
1,6
141,2
7) Der inländische Materialverbrauch (DMC) gibt die Gesamtmenge an verwerteten Materialien für den Verbrauch innerhalb einer Volkswirtschaft (hier: Bundesland) an.
Datenquellen für die Indikatoren C7 [26], C8 und C9 [27] sowie C12 [28].
Datenquellen für die Ausgangsdaten zur eigenen Ermittlung der Indikatoren C1 [7], [29], C2 [7], [30], C3 [7], [31], [32], C4 [7], [33], C5 [7], [34], C10 [7], [27] und C11 [14], [27].
Eigene Berechnung der prozentualen Veränderung für alle Indikatoren.
3) Ermittlung der Veränderung auf der Basis preisbereinigter, verketteter Angaben.
4) Ermittlung der Veränderung bei diesem Indikator nicht sinnvoll.
5) Emissionen an Kohlendioxid (CO
2
), Methan (CH
4
) und Lachgas (N
2
O) ohne internationalen Luftverkehr; ohne CO
2
aus Landnutzung, Landnutzungsänderung, Forstwirtschaft sowie aus Lösemittelanwendungen.
6) Der Rohstoffverbrauch setzt sich zusammen aus der Entnahme verwerteter abiotischer Rohstoffe aus der inländischen (hier: Bundesland) Natur zuzüglich importierter abiotischer Rohstoffe und Güter aus dem
Ausland zuzüglich des Saldos aus Empfang und Versand abiotischer Rohstoffe und Güter aus dem Handel zwischen den Bundesländern.
Noch: Tab. 3 Indikatorenset für Wirtschaftsleistung sowie Lebensqualität und Nachhaltigkeit - Nachhaltigkeit (C)
1) Das dahinterstehende Bundesland kann bei jeder Angabe ein anderes sein. Die Angaben bei den Veränderungen betreffen jeweils das Bundesland mit der betragsmäßig kleinsten bzw. größten Veränderung.
2) Eigene Berechnung.
C11
Rohstoffverbrauch (abiotischer inländischer Ressourcenverbrauch,
DMC) pro Kopf
hier
C11.1: Rohstoffverbrauch je Einwohner
2)6)
Rohstoffverbrauch (abiotischer inländischer Ressourcenverbrauch,
DMC) pro Kopf
hier
C11.2: Inländischer Materialverbrauch (DMC) je Einwohner
2)7)
C12
Indikator zur Biodiversität (Vogelindex, vorläufig):
hier:
Naturschutzflächen (Anteil der bundeseinheitlich
streng geschützten Gebiete an der Landesfläche)
C10
Rohstoffproduktivität (BIP im Verhältnis zum
direkten abiotischen Materialinput, DMI)
hier:
BIP je Tonne Rohstoffverbrauch
2)
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19

A1
B1.1
C1
2014
C2
B1.2
2013
A2
C3
B2
2014
C4
A3
B3
C5
C7
B4
2013
A4
C8
2014
2013
B5.1
2014
C9
2013
A5
B5.2
C10
2013
2014
C11.1
B6
2014
A6
C11.2
2014
2014
B7
C12
2014
Abb. 7 Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung
1)
- Spannen der Länder
2)
im Vergleich zu Deutschland 2015
3)
(relative Abweichung in Prozent)
Indikatoren zur Wirtschaftsleistung (A)
Indikatoren zur Lebensqualität (B)
Indikatoren zur Nachhaltigkeit (C)
-100 0 100 200 300 400 500 600
-
2,6
-
1,2
1,7
1,0
-100 0 100 200 300 400 500 600
-100 0 100 200 300 400 500 600
Darstellung hier nicht sinnvoll
Darstellung hier nicht sinnvoll
-
2,5 5,5
MAX
2)
Position Sachsen
MIN
2)
1) Die Bezeichnungen der einzelnen Indikatoren sind in Abbildung 3 und ergänzt mit den Datenquellen in den Tabellen 1 bis 3 zum Indikatorenset ersichtlich.
Es fehlt Indikator C6, da hierfür keine geeigneten Daten verfügbar sind.
2) Die Spanne erstreckt sich
jeweils vom Bundesland mit dem kleinsten Wert (MIN) bis zum Bundesland mit dem größten Wert (MAX). Das hinter jedem MIN
und MAX stehende Bundesland kann bei jedem Indikator ein anderes sein.
3) Von 2015 abweichende Darstellungsjahre sind unter dem jeweiligen Indikator vermerkt.
20
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Das betraf in klarer Abstufung die Indikato-
ren C10 (BIP je Tonne Rohstoffverbrauch),
C12
(Naturschutzflächen)
und
C4
(Ver-
schuldung der Öffentlichen Gesamthaus-
halte in Relation zum BIP), gefolgt von
einer Gruppe an Indikatoren, deren Spann-
weiten untereinander nur geringfügig von-
einander abwichen. Demzufolge waren die
Unterschiede zwischen den Ländern bei
diesen Merkmalen ähnlich groß. Mit Aus-
nahme des Indikators B5.1 (Museums-, The-
ater-, Kinobesuche je Einwohner) betraf das
wiederum ausschließlich Indikatoren aus
dem Bereich „Nachhaltigkeit“ (C), und zwar
C11.1
(Rohstoffverbrauch
je
Einwohner),
C11.2 (Inländischer Materialverbrauch [DMC]
je Einwohner), C2 (Forschungs- und Ent-
wicklungsausgaben in Relation zum BIP) und
C9 (Emissionen von Kohlendioxid, Methan
und Lachgas in CO
2
-Äquivalenten je Einwoh-
ner).
Die Position Sachsens im Vergleich
Die in den Abbildungen 4 bis 6 visualisierten
Richtungen und Intensitäten von Veränderun-
gen sind im Einzelfall von den wirtschaftlichen,
sozialen und regionalen Besonderheiten eines
Landes sowie stark vom jeweiligen Ausgangs-
niveau des Indikators abhängig. Abbildung 8
verdeutlicht in Ergänzung dessen, welche Po-
sition das im Vergleich zu den anderen Ländern
stehende Land nach einem bestimmten Ent-
wicklungsabschnitt erreicht hat. Unabhängig
davon, ob die vorangegangenen Entwicklungen
in die gewünschte Richtung verlaufen sind, ist
eine solche Positionsbestimmung immer mög-
lich. Sie unterstützt im Sinne der Annäherung
an eine Definition von Wohlfahrt die Beant-
wortung der Frage, ob ein Zustand des Lebens
von den Menschen als positiv wahrgenommen
wird (siehe dazu auch Abb. 1). Dabei spielt es
weniger eine Rolle, ob vorangegangene Ent-
wicklungen positiv oder negativ verlaufen sind.
Entscheidend ist die Erkenntnis der erreich-
ten eigenen Position innerhalb eines vorab
gewählten Vergleichsrahmens
14)
. Die Länder
können ihre zu bestimmten Betrachtungszeit-
punkten erreichten Ergebnisse zwar prinzipiell
auch anhand einer absoluten Einordnung der
Werte auf einer Skala miteinander vergleichen,
doch ist ein solches Vorgehen aufgrund der
Heterogenität
der
Merkmalsausprägungen
bzw. deren Maßeinheiten jeweils nur für je-
den Indikator einzeln möglich. Um jedoch alle
Indikatoren gleichzeitig in die Analyse ein-
zubeziehen,
müssen
diese
wie
bei
den
Veränderungsraten und Spannweiten auch
für die Analyse in Hinblick auf die erreichten
Entwicklungsstände relativiert werden. Das
geschieht, indem die Spannweiten aller Indi-
katoren gleich bewertet bzw. einheitlich nor-
miert werden. Danach hat jede Spanne dieselbe
Ausdehnung. Im Ergebnis erstreckt sich die
Spanne bei jedem Indikator jeweils vom Land
mit dem kleinsten Wert (MIN) bis zum Land
mit dem größten Wert (MAX), wobei das hinter
jedem MIN und MAX stehende Land je nach
Indikator und Beobachtungszeitpunkt immer
ein anderes sein kann. Zwischen MIN und
MAX liegen die Werte aller anderen Länder. In
Abhängigkeit von den eigenen Entwicklungen
und denen der anderen Länder können sich
die Positionen des betrachteten Landes sowie
Deutschlands im Vergleichsrahmen verändern.
Der feststehende Vergleichsrahmen unter-
gliedert sich in Wertebereiche, von denen der
linke 25-Prozent-Wertebereich und der rechte
25-Prozent-Wertebereich besonders zu beach-
ten sind. Positioniert sich das im Vergleich ste-
hende Land in einem der beiden 25-Prozent-
Wertebereiche, ist es entweder sehr deutlich
(= P.fern) oder nur wenig (= P.nah) vom Land
mit dem anzustrebenden Spitzenwert ent-
fernt
15)
. Damit kommt Abbildung 8 in der Dis-
kussion um Wohlfahrt auf Länderebene eine
besondere, zentrale Bedeutung zu.
Sowohl 2000 als auch 2015
16)
zeigt sich
für Sachsen bei den Indikatoren im Be-
reich „Wirtschaftsleistung“ (A) ein relativ
homogenes Bild, in den zwei anderen Berei-
chen „Lebenszufriedenheit“ (B) und „Nach-
haltigkeit“ (C) indes ein eher heterogenes.
Dabei liegt Sachsen bei den Indikatoren zur
Wirtschaftsleistung mit Ausnahme von A3
(Anteil Erwerbstätige [Inländer] je 100 der
jahresdurchschnittlichen
Bevölkerung
im
erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren)
jeweils in der Nähe des Landes mit dem kleinsten
Wert. Zugleich existiert ein deutlicher Abstand
zu Deutschland sowie zum jeweiligen Land mit
dem Spitzenwert. Damit nimmt Sachsen hier
durchweg die Position P.fern ein (vgl. Abb. 8).
14) Der Vergleichsrahmen im vorliegenden Indikatorenset zur
Wohlfahrtsmessung auf Länderebene sind die Ergebnisse der
16 Länder im Verbund und die Angaben für Deutschland bzw.
die Summe aus den Angaben für die Länder oder der sich aus der
Summe der Länder ergebende Durchschnitt.
15) Da die vorzugsweise anzustrebende Entwicklungsrichtung
auf der Werteskala sowohl nach links als auch nach rechts
ausgerichtet sein kann, ist die Position eines Landes im linken
25-Prozent-Wertebereich nicht automatisch damit verknüpft,
dass von ihm bis zum Land mit dem Spitzenwert ein großer
Abstand besteht. Das Gleiche gilt umgekehrt für die Position
eines Landes im rechten 25-Prozent-Wertebereich. Um im
Text die Position von Sachsen im Vergleich zum Land mit dem
Spitzenwert, das entweder den kleinsten oder den größten Wert
bei einem Indikator stellt, benennen zu können, wird folgende
Sprachregelung verwendet. Besteht zwischen Sachsen und dem
Spitzenreiter ein Abstand größer 75 Prozent wird diese Position
mit P.fern bezeichnet. P.nah wird verwendet, wenn die Positionen
beider nicht mehr als 25 Prozent voneinander abweichen.
16) Die davon abweichenden Vergleichsjahre, auf die aus Grün-
den der Datenverfügbarkeit teilweise zurückgegriffen werden
musste, sind in Abbildung 8 aufgeführt.
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21

2) Indikatoren B3 und B7: 2005; Indikatoren B1.1 und B1.2: 2004; Indikator B6: 2003; Indikatoren B4 und C5: 2002; Indikator C2: 2001.
3) Indikatoren A4, A6, B2, B5.1, C1, C10, C11.1, C11.2 und C12: 2014; Indikatoren A5, B4, C2, C8 und C9: 2013.
4) Eine Angabe für Deutschland ist bei diesem Indikator nicht sinnvoll.
5) Die Spanne reicht vom Bundesland mit dem kleinsten Wert (MIN) bis zum Bundesland mit dem größten Wert (MAX). Das hinter jedem MIN/MAX stehende Bundesland kann bei jedem Indikator ein anderes sein.
Abb. 8 Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung -
Sachsen und Deutschland innerhalb der Spannen der Länder
1)
2000
2)
und 2015
3)
1) Die Zunahme der Farbintensität der Balken kennzeichnet die bei dem jeweiligen Indikator vorzugsweise anzustrebende Entwicklungsrichtung.
Es fehlt Indikator C6, da hierfür keine geeigneten Daten verfügbar sind.
2000
2)
Indikatoren zur Wirtschaftsleistung (A)
2015
3)
Indikatoren zur Wirtschaftsleistung (A)
MIN
5)
Mittlerer
50-Prozent-
Wertebereich
Rechter
25-Prozent-
Wertebereich
Linker
25-Prozent-
Wertebereich
MAX
5)
MIN
5)
MAX
5)
Mittlerer
50-Prozent-
Wertebereich
Rechter
25-Prozent-
Wertebereich
Linker
25-Prozent-
Wertebereich
Indikatoren zur Lebensqualität (B)
Indikatoren zur Nachhaltigkeit (C)
Indikatoren zur Lebensqualität (B)
Indikatoren zur Nachhaltigkeit (C)
A1
A2
A3
A4
A5
A6
B1.1
B1.2
B2
B3
B4
B5.1
B5.2
B6
B7
C1
C2
C3
C4
C5
C7
C8
4)
C9
C10
C11.1
C11.2
C12
Deutschland
Sachsen
22
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Zwischen den Jahren 2000 und 2015 hat sich
dieses Bild nicht wesentlich verändert, ob-
wohl Sachsen bei sämtlichen Indikatoren aus
dem Bereich A in jener Zeit ein dynamischeres
Wachstum als Deutschland aufwies (vgl. Tab. 1
bis 3 und Abb. 5). Bei den Indikatoren A1 (BIP
je Einwohner) und A2 (BIP je Arbeitsstunde
der Erwerbstätigen) entsprach die sächsische
Entwicklung sogar dem Spitzenwert aller Län-
der. Allerdings führte einzig die Steigerung bei
A3 (Anteil Erwerbstätige [Inländer] je 100 der
jahresdurchschnittlichen Bevölkerung im er-
werbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren)
zu einer sichtbaren Verbesserung der Position.
Bei diesem Indikator liegt Sachsen inzwischen
über dem gesamtdeutschen Durchschnitt, je-
doch noch immer deutlich entfernt vom Land
mit der höchsten Erwerbstätigenquote. Zu
den P.fern-Positionen, die 2015 im Vergleich
zu 2000 in Sachsen zudem weitestgehend
unverändert geblieben sind, gehören die Indi-
katoren B2 (Anteil Schüler allgemeinbildender
und berufsbildender Schulen sowie Studenten
an der Bevölkerung), B3 (Anteil der Arbeitneh-
mer in Schichtarbeit), B5.2 (Sportvereinsmit-
gliedschaften je Einwohner), C7 (Preisindex
für den Neubau von Wohngebäuden), C10
(BIP je Tonne Rohstoffverbrauch) und C12
(Naturschutzflächen). Bei den Indikatoren
B2, B3, B5.2 und C7 bestand am aktuellen
Rand außerdem ein großer Abstand zwischen
Sachsen und Deutschland. Ein Grund für die
unveränderten P.fern-Positionen Sachsens bei
den Indikatoren B2 und B3 aus dem Bereich
Lebensqualität sind die überdurchschnitt-
lichen Veränderungsraten im Vergleich zu
Deutschland (vgl. Tab. 2 und Abb. 5), die zudem
entgegen die eigentlich anzustrebenden Ent-
wicklungsrichtung
weisen.
Vergleichsweise
gering ist der Positionsabstand zwischen Sach-
sen und Deutschland demgegenüber etwa bei
den Indikatoren C10 und C12. Sie liegen je-
weils im selben 25-Prozent-Wertebereich,
allerdings weit entfernt vom Land mit dem
Spitzenwert.
Zu den Positionen, die sich zwischen 2000
und 2015 im Abgleich zum vorzugsweise
anzustrebenden Entwicklungspfad eines In-
dikators in die „falsche“ Richtung verändert
haben, gehören C1 (Investitionsquote), C2
(Forschungs- und Entwicklungsausgaben
in Relation zum BIP) und C9 (Emissionen
von Kohlendioxid, Methan und Lachgas in
CO
2
-Äquivalenten je Einwohner), welche al-
lesamt Indikatoren für Nachhaltigkeit sind.
Bezeichnungen der Indikatoren
A1
Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner
A2
Bruttoinlandsprodukt (BIP) je (geleisteter) Arbeitsstunde der Erwerbstätigen
A3
Anteil Erwerbstätige (Inländer) je 100 der jahresdurchschnittlichen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter…
1)
A4
Nettonationaleinkommen je Einwohner
A5
Private und staatliche Konsumausgaben je Einwohner
A6
Verfügbares Einkommen je Einwohner
B1.1 Lebenserwartung Neugeborener - Jungen
B1.2 Lebenserwartung Neugeborener - Mädchen
B2
Anteil Schüler allgemeinbildender und berufsbildender Schulen sowie Studenten an der Bevölkerung
B3
Anteil der Arbeitnehmer in Schichtarbeit
B4
Anteil gültiger Stimmen bei der Bundestagswahl bezogen auf die Bevölkerung im Alter von…
2)
B5.1 Museums-, Theater-, Kinobesuche je Einwohner
B5.2 Sportvereinsmitgliedschaften je Einwohner
B6
Jahresmittelwert der PM
10
-Immissionskonzentration im städtischen Hintergrund
B7
Armutsgefährdungsquote (gemessen am Bundesmedian)
C1
Investitionsquote (Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am BIP)
C2
Forschungs- und Entwicklungsausgaben in Relation zum BIP
C3
Finanzierungssaldo der Öffentlichen Gesamthaushalte in Relation zum BIP
C4
Verschuldung der Öffentlichen Gesamthaushalte in Relation zum BIP
C5
Private Kreditaufnahme in Relation zum BIP
C7
Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden
C8
Emissionen von Kohlendioxid (CO
2
), Methan (CH
4
) und Lachgas (N
2
O) in CO
2
-Äquivalenten
C9
Emissionen von Kohlendioxid (CO
2
), Methan (CH
4
) und Lachgas (N
2
O) in CO
2
-Äquivalenten je Einwohner
C10
Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Tonne Rohstoffverbrauch
C11.1 Rohstoffverbrauch je Einwohner
C11.2 Inländischer Materialverbrauch (DMC) je Einwohner
C12
Naturschutzflächen (Anteil bundeseinheitlich streng geschützter Gebiete an der Landesfläche)
1) ... von 15 bis unter 65 Jahren
2) … 18 und mehr Jahren
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23

So ging in Sachsen sowohl die Investiti-
onsquote deutlich, nämlich rund fünf Mal
so stark wie in Deutschland, als auch der
Anteil der Forschungs- und Entwicklungs-
ausgaben am BIP zurück, während die Treib-
hausgasemissionen – anders als auf Bundes-
ebene – zunahmen (vgl. Tab. 3 und Abb. 5).
Im Ergebnis verlor Sachsen damit die im
Jahr 2000 bei C1 und C9 noch vorhandenen
P.nah-Positionen. Bei C2 rückte Sachsen in
die Position P.fern. Bei den Indikatoren C4
(Verschuldung der Öffentlichen Gesamthaus-
halte in Relation zum BIP), C5 (Private Kredit-
aufnahme in Relation zum BIP) und C8 (Emis-
sionen von Kohlendioxid, Methan und Lachgas
in CO
2
-Äquivalenten) befindet sich Sachsen
derzeit im Bereich P.nah. Während Sachsen
bei Ersteren bis zum Ende des Vergleichszeit-
raums jeweils eng an das Land mit dem kleins-
ten Wert heranrücken konnte, entfernte es sich
von diesem bei C8 leicht.
Es gibt eine Reihe von Veränderungen, die
Sachsen 2015 eine bessere Position im Ver-
gleich der Länder als 2000 einnehmen ließen.
Die Indikatoren, bei denen Sachsen nicht nur
nach P.nah aufrückte, sondern sich auch ge-
genüber dem Durchschnitt der Länder besser
positionieren konnte, sind in den Bereichen
„Lebensqualität“ (B) und „Nachhaltigkeit“ (C)
zu finden. Dies sind B1.2 (Lebenserwartung
neugeborener Mädchen), B4 (Anteil gülti-
ger Stimmen bei der Bundestagswahl be-
zogen auf die Bevölkerung im Alter von 18
und mehr Jahren), B6 (Jahresmittelwert der
PM
10
-Immissionskonzentration
im
städti-
schen Hintergrund) und C4 (Verschuldung
der Öffentlichen Gesamthaushalte in Relation
zum BIP).
Die Variationsbreiten der Indikatoren im
Entwicklungsvergleich
Die letzte Abbildung 9 weitet den Blick wie-
der auf alle Länder ohne ein einzelnes Land
in den Vordergrund zu stellen. Die aktuelle
Situation wird mit der eines zurückliegenden
Bezugsjahres verglichen, gegenwärtig mehr-
heitlich 2015 gegenüber 2000. Die Spann-
weite der Länder im Bezugsjahr ist auch hier
wie in Abbildung 8 einheitlich normiert, um
den Vergleich aller Indikatoren zueinander
zu ermöglichen. Mit Hilfe dieser Darstellung
wird nicht nur die Stärke und Richtung von
Veränderungen erkennbar, sondern auch, ob
die Unterschiede zwischen den Ländern im
Zeitablauf zu- oder abgenommen haben.
Einzig im Bereich „Wirtschaftsleistung“ (A)
ist bei allen Indikatoren ein einheitlich in die
gleiche Richtung zeigender, vergleichsweise
dynamischer Entwicklungsverlauf erkennbar.
Am stärksten hat sich die Spanne zwischen
MIN und MAX bei A5 (Private und staatli-
che Konsumausgaben je Einwohner) ver-
schoben. Dabei haben sich die Unterschiede
zwischen den Ländern bei diesem Indikator
sowie bei A2 (BIP je Arbeitsstunde der Er-
werbstätigen) und A6 (Verfügbares Einkom-
men je Einwohner) kaum verändert. Bei A3
(Anteil Erwerbstätige [Inländer] je 100 der
jahresdurchschnittlichen
Bevölkerung
im
erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65
Jahren) hat sich die Spannweite verringert,
bei A1 (BIP je Einwohner) und A4 (Netto-
nationaleinkommen je Einwohner) dagegen
vergrößert (vgl. Abb. 9).
Im Bereich „Lebensqualität“ (B) war eine ähn-
lich ausgeprägte und in die gleiche Richtung
weisende Spannweitenverschiebung wie im
Bereich A für die Indikatoren B1.1 und B1.2
(Lebenserwartung neugeborener Jungen und
Mädchen) charakteristisch, wobei die Un-
terschiede zwischen den Ländern hier im
Zeitverlauf abgenommen haben. In die ent-
gegengesetzte Richtung verschob sich die
Spanne beim Indikator B4 (Anteil gültiger
Stimmen bei der Bundestagswahl bezogen
auf die Bevölkerung im Alter von 18 und mehr
Jahren), ohne das der Abstand zwischen MIN
und MAX hier zugenommen hätte. Insofern
war der w. o. in Abbildung 4 beschriebene
Anteilsrückgang an gültigen Stimmen bei der
Bundestagswahl offenbar für alle Länder in
ähnlicher Art und Weise charakteristisch.
Bis auf die Gesamtheit der Indikatoren aus
dem Bereich A sowie die Indikatoren B1.1
und B1.2 (Lebenserwartung neugeborener
Jungen und Mädchen), B4 (Anteil gültiger
Stimmen bei der Bundestagswahl bezogen
auf die Bevölkerung im Alter von 18 und
mehr Jahren) sowie C7 (Preisindex für den
Neubau von Wohngebäuden) gibt es keine
weiteren Indikatoren im Set, bei denen die
Spannen zwischen MIN und MAX am aktu-
ellen Rand gegenüber dem Referenzjahr – in
der Regel 2000 – signifikant verschoben sind.
Jedoch haben bei einigen Indikatoren die Un-
terschiede zwischen den Ländern deutlich
zugenommen, so etwa bei B2 (Anteil Schü-
ler allgemeinbildender und berufsbildender
Schulen sowie Studenten an der Bevölkerung),
C4 (Verschuldung der Öffentlichen Gesamt-
haushalte in Relation zum BIP) und C10 (BIP
je Tonne Rohstoffverbrauch). Mit Abbildung 9
ist die Ergebnisdarstellung abgeschlossen.
24
| © Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen | Statistisch betrachtet

A1
A2
A3
A4
A5
A6
B1.1
B1.2
B2
B3
B4
B5.1
B5.2
B6
B7
C1
C2
C4
C5
C7
C8
C9
C10
C11.1
C11.2
C12
6) Um die Entwicklung der in unterschiedlichen Maßeinheiten vorliegenden Indikatoren untereinander vergleichen zu können, wurden die Spannen aller einzelnen Indikatoren für das Basisjahr 2000
4)
auf 1 normiert.
Mit der Gegenüberstellung der Spannen von Vergleichs- und Basisjahr
3)4)
lassen sich die Veränderungen als auch das Zusammen- und Auseinanderdriften aller Bundesländer bei jedem einzelnen Indikator als auch im
Vergleich der Indikatoren zueinander ablesen.
2) Die Zunahme der Farbintensität der Balken kennzeichnet die bei dem jeweiligen Indikator vorzugsweise anzustrebende Entwicklungsrichtung.
Abb. 9 Regionales Indikatorenset Wohlfahrtsmessung
1)
- Spannen der Länder
2)
2015
3)
im Vergleich zu 2000
4)
1) Die Bezeichnungen der einzelnen Indikatoren sind in Abbildung 3 und ergänzt mit den Datenquellen in den Tabellen 1 bis 3 zum Indikatorenset ersichtlich. Es fehlt Indikator C6, da hierfür keine geeigneten Daten
verfügbar sind.
3) Indikatoren A4, A6, B2, B5.1, C1, C10, C11.1, C11.2 und C12: 2014; Indikatoren A5, B4, C2, C8 und C9: 2013.
4) Indikatoren B3 und B7: 2005; Indikatoren B1.1 und B1.2: 2004; Indikator B6: 2003; Indikatoren B4 und C5: 2002; Indikator C2: 2001.
5) Die Spanne reicht vom Bundesland mit dem kleinsten Wert (MIN) bis zum Bundesland mit dem größten Wert (MAX).
Das hinter jedem MIN und MAX stehende Bundesland kann bei jedem Indikator ein anderes sein.
Außerdem kann die Spanne im Basis- und Vergleichsjahr von ganz unterschiedlichen Bundesländern begrenzt sein.
Indikatoren zur Lebensqualität (B)
Spanne der
MIN
Länderwerte
5)6)
MAX
Indikatoren zur Nachhaltigkeit (C)
Indikatoren zur Wirtschaftsleistung (A)
2000
2015
2000
2015
2000
2015
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25

Schlussbemerkungen
Für das vorliegende Indikatorenset zur Wohl-
fahrtsmessung auf Länderebene wurde ein
als für die Diskussion um Wohlfahrt bereits
von namhaften nationalen und internationa-
len Wissenschaftlern bzw. Sachverständigen
in intensiver Auseinandersetzung mit der
Thematik
empfohlenes
Indikatorensystem
modifiziert. Die sowohl im System als auch
im Set enthaltenen Indikatoren und gewähl-
ten Wohlstandsdimensionen sind das Resul-
tat normativer Entscheidungen, wobei die
statistische Datengrundlage gleichfalls als
wesentlicher Einflussfaktor wirkte. Neben
einem weiter auf materiellen Wohlstand ge-
richteten Fokus umfasst das Set außerdem
zahlreiche Aspekte zum immateriellen Wohl-
stand und greift so soziale und ökologische
Belange sowie Fragen zur Nachhaltigkeit
auf.
Alle Indikatoren im Set wurden relativiert, um
sie miteinander vergleichen zu können. Dabei
mussten gewisse Kompromisse eingegangen
werden. Mit dieser Gleichsetzung von ver-
schiedenartigen Themen werden strukturelle
Besonderheiten zwischen den einzelnen In-
dikatoren eines Landes einerseits sowie den
Ländern andererseits aufgezeigt und betont.
Die Position des im Vergleich stehenden Lan-
des tritt dabei hervor. In der Wohlfahrts-
diskussion kann diese Gleichsetzung jedoch
lediglich als Ausgangspunkt für die im Fol-
genden notwendigen differenzierteren Be-
trachtungen gesehen werden. Diese sollten
weitestgehend von speziellen Sachverstän-
digen erfolgen. Dabei gilt es, Verbesserun-
gen oder Verschlechterungen in einzelnen
Wohlstandsbereichen zu diskutieren und
Zielkonflikte zu analysieren. Dafür steht das
Indikatorenset, das objektiv gemessene Ver-
gleichsdaten für alle Länder enthält, jedem
der 16 Länder in Deutschland gleichermaßen
zur Verfügung.
Die Darstellung der eigenen Position ge-
schieht anhand eines objektiven, einheitlichen
Bewertungsrahmens, also völlig unabhängig
davon, ob im Verständnis der Gesellschaft zu
Wohlfahrt einzelnen Indikatoren eine höhere
oder geringere Bedeutung als den anderen
Indikatoren zuerkannt wird. Diese Bewertung
kann und wird abschließend erst im Rahmen
der Auseinandersetzung und Diskussion zur
Beantwortung der unterschiedlichen Frage-
stellungen zur Wohlfahrt geschehen.
Das vorliegende Heft ist nach der von 2013
veröffentlichten [1] die zweite Ausgabe mit
dem Titel „Indikatorenset Wohlfahrtsmes-
sung“ in der Reihe „Statistisch betrachtet“.
Die Bekanntheit des Indikatorensets für
Wirtschaftsleistung
sowie
Lebensqualität
und Nachhaltigkeit zur Anwendung in der
Diskussion um Wohlfahrtsmessung auf Län-
derebene dürfte sich damit weiter erhöhen.
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass ein
hohes Interesse daran besteht, zu einer re-
gionalisierten Sichtweise der statistischen
Messung von Wohlfahrt und sozialem Fort-
schritt vorzudringen. Die notwendige ins-
titutionelle Verankerung, um das neuartige
Indikatorenset und seine Elemente gesell-
schaftlich wirksam bekannt werden zu las-
sen, fehlt bislang sowohl innerhalb Sachsens
als auch im Verbund der statistischen Ämter.
Von Vorteil wäre, wenn das Indikatorenset
im Zusammenhang – möglichst gleichran-
gig – mit dem BIP kommuniziert werden
würde, damit es eine hohe Wahrnehmung
durch
die
breite
Öffentlichkeit
erlangt.
Vor diesem Hintergrund wird jede Art von
Reaktion auf diese Publikation – sowohl eine
Nachnutzung des Indikatorensets als auch
Anregungen, Nachfragen und Hinweise sowie
Angebote zur Hilfe und Unterstützung bei der
Weiterentwicklung und Institutionalisierung
des Sets – ausdrücklich begrüßt.
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Literatur- und Quellennachweis
[1]
Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Indikatorenset Wohlfahrtsmessung – Ausgabe 2013. In der Reihe: „Statistisch betrachtet“,
September 2013.
[2]
Wirtschaftsleistung, Lebensqualität und Nachhaltigkeit: Ein umfassendes Indikatorensystem, Expertise im Auftrag des Deutsch-Französischen
Ministerrates, Dezember 2010.
URL:
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/Expertisen/2010/ex10_de.pdf
(aufgerufen am 22.12.2016).
[3]
Deutscher Bundestag: Schlussbericht der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften
und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“, 03.05.2013, Bundestagsdrucksache 17/13300, ISSN 0722-8333.
[4] Debatte des Deutschen Bundestages am 6. Juni 2013 über den Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebens-
qualität“,
Internetdokument:
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/45008418_kw23_de_wachstum/212546
(aufgerufen am 22.12.2016).
[5]
Enquete-Kommission [des Deutschen Bundestags] Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität, Abschlussbericht Projektgruppe 2 „Entwicklung eines
ganzheitlichen Wohlstands- bzw. Fortschrittsindikators“, Kommissionsdrucksache 17(26)87, 28. Januar 2013.
[6] Präsident des Statistischen Bundesamtes, Schreiben vom 28. Oktober 2013 an die Präsidentin des Statistischen Landesamtes des Freistaates
Sachsen.
[7]
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGRdL), Reihe 1, Länderergebnisse Band 1, Berechnungsstand August 2015/Februar 2016,
URL:
http://www.vgrdl.de/VGRdL/
(aufgerufen am 06.09.2016).
[8]
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGRdL), Reihe 1, Länderergebnisse Band 5, Berechnungsstand August 2015/Februar 2016,
URL:
http://www.vgrdl.de/VGRdL/
(aufgerufen am 19.01.2017).
[9] Internettabelle Erwerbstätige (am Wohnort) in Deutschland 1991 bis 2015 nach Ländern, Berechnungsstand August 2016, Erwerbstätigenrech-
nung des Bundes und der Länder, URL:
http://www.ak-etr.de/index.php/id_172.html
(aufgerufen am 11.11.2016).
[10] Datenbereitstellung Arbeitstabelle, Durchschnittliche Bevölkerung nach Altersjahren, Statistisches Bundesamt, erstellt im November 2016.
[11] Sterbetafeln, Ergebnisse aus der laufenden Berechnung von Periodensterbetafeln für Deutschland und die Bundesländer,
Erscheinungsfolge: jährlich, Statistisches Bundesamt.
[12] Indikator C1-Luftqualität, Jahresmittelwert der PM
10
-Immissionskonzentration im städtischen Hintergrund, Länderinitiative Kernindikatoren
(LIKI), URL:
https://www.lanuv.nrw.de/liki/index.php?indikator=21&aufzu=0&mode=indi
(aufgerufen am 18.07.2016).
[13] Armutsgefährdungsquote nach Bundesländern, Ergebnisse des Mikrozensus,
URL:
http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/A1armutsgefaehrdungsquoten.html
(aufgerufen am 20.10.2016).
[14] Arbeitstabelle der VGRdL, Durchschnittliche Bevölkerung (einfacher Jahresdurchschnitt), 1991-2010: Ergebnisse der Rückrechnung der Bevöl-
kerungsfortschreibung ausgehend vom Zensusergebnis für die Zwecke der Bestandsfortschreibung, ab 2011: Ergebnisse der Bevölkerungsfort-
schreibung auf Grundlage des Zensus 2011, Stand 11.11.2016.
[15] Statistik der allgemeinbildenden Schulen (21111) und Statistik der beruflichen Schulen (21121), Regionaldatenbank Deutschland,
URL:
https://www.regionalstatistik.de/genesis/online/
(aufgerufen am 20.10.2016); Statistik der Studenten (21311), Genesis-Online Datenbank,
URL: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online (aufgerufen am 20.10.2016).
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[16] Arbeitstabelle, Ergebnisse des Mikrozensus, Statistisches Bundesamt, erstellt im Oktober 2016.
[17] Allgemeine Bundestagswahlstatistik (14111), Genesis-Online Datenbank,
URL: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online (aufgerufen am 08.07.2016).
[18] Arbeitstabelle auf Grundlage der Angaben des Statistischen Bundesamtes, Bevölkerung nach Altersjahren am 31.12. der Jahre 2000 bis 2013
auf Basis der Volkszählung 1987 bzw. der Registerdaten vom 3. Oktober 1990.
[19] Museumsbesuche je Bundesland 2000 und 2001, Statistische Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland, Heft 54,
Heft 55, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Institut für Museumsforschung.
[20] Museumsbesuche je Bundesland ab 2002 jährlich, Kulturstatistik (21611), Genesis-Online Datenbank,
URL: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online (aufgerufen am 11.11.2016).
[21] Theaterbesuche je Bundesland 2000 bis 2009, Kulturindikatoren (91311), Genesis-Online Datenbank,
URL: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online (aufgerufen am 11.11.2016).
[22] Theaterbesuche je Bundesland ab 2010 jährlich, Deutscher Bühnenverein, Bundesverband der Theater und Orchester, Theaterstatistik, Sum-
mentabellen, URL:
http://www.buehnenverein.de/de/publikationen-und-statistiken/statistiken/theaterstatistik.html
(aufgerufen am 08.07.16).
[23] Kinobesuche je Bundesland 2000 bis 2015, Filmförderungsanstalt (FFA), Kinoergebnisse in den einzelnen Bundesländern,
URL:
http://www.ffa.de/kinoergebnisse-uebersicht.html
(aufgerufen am 08.07.2016).
[24] Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGRdL), Reihe 1, Länderergebnisse Band 1, Tabelle 13 Einwohner, Berechnungsstand
November 2014/ Februar 2015, URL:
http://www.vgrdl.de/VGRdL/
(aufgerufen am 09.06.2015).
[25] Deutscher Sportbund, Bestandserhebung, URL:
http://www.dosb.de/de/service/download-center/statistiken/
(aufgerufen am 08.07.2016).
[26] Preisindizes für Bauwerke, Statistischer Bericht M I 4 – vj 4/JJ, unterschiedliche Jahrgänge, Statistische Ämter der Länder.
[27] Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder (UGRdL), Ausgewählte Indikatoren und Kennzahlen, Tabellenteil, Ausgabe 2016,
URL:
http://www.ugrdl.de/veroeffentlichungen.htm
(aufgerufen am 20.10.2016).
[28] Indikator B3-Naturschutzflächen, Anteil der bundeseinheitlich streng geschützten Gebiete des Naturschutzes an der Landesfläche, Länderiniti-
ative Kernindikatoren (LIKI), URL:
https://www.lanuv.nrw.de/liki/index.php?indikator=28&aufzu=2&mode=indi
(aufgerufen am 04.07.2016).
[29] Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGRdL), Reihe 1, Länderergebnisse Band 3, Berechnungsstand November 2016,
URL:
http://www.vgrdl.de/VGRdL/
(aufgerufen am 19.01.2017).
[30]
ɑ
:r
ə
nˈdi: Zahlenwerk 2015, Forschung und Entwicklung im Wirtschaftssektor 2013, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft,
URL:
http://www.stifterverband.info/statistik_und_analysen/index.html
(aufgerufen am 05.10.2016).
[31] Rechnungsergebnisse der öffentlichen Haushalte, Fachserie 14 Reihe 3.1, unterschiedliche Jahrgänge, Statistisches Bundesamt.
[32] Vierteljährl. Kassenergebnisse des öffentlichen Gesamthaushalts, Fachserie 14 Reihe 2, unterschiedliche Jahrgänge, Statistisches Bundesamt.
[33] Schulden des öffentlichen Gesamthaushalts, Fachserie 14 Reihe 5, unterschiedliche Jahrgänge, Statistisches Bundesamt.
[34] Bankstatistische Regionalergebnisse, BBK01.OEAA09, BBK01.OEAA13, BBK01.OEAA17, Deutsche Bundesbank, URL:
http://www.bundesbank.de/
Navigation/DE/Statistiken/Banken_und_andere_finanzielle_Institute/Banken/Bankstatistische_Regionalergebnisse/bankenstatistische_regio-
nalergebnisse.html (aufgerufen am 19.01.2017).
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Mai 2017
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