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Exekutivmaßnahmen in Chemnitz
Verdacht des Verstoßes gegen das Waffengesetz
Das Landeskriminalamt Sachsen hat am 20.01.2021 eine Wohnung in
Chemnitz-Grüna durchsucht. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren der
Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das
Waffengesetz. Ein 20-jähriger Deutscher wird beschuldigt, mehrere Waffen in
seinem Besitz gehabt zu haben.
Anlass für die Ermittlungen war ein Klassenchat auf einem Mobiltelefon, in
dem der Beschuldigte Teilnehmer war und vorgab, mehrere Waffen zu
besitzen. Konkret hatte er ein Foto einer Pistole gepostet. Außerdem teilte er
im Chat die Information, einen Schlagring und ein Springmesser zu haben.
Dies veranlasste die Staatsanwaltschaft Chemnitz zur Einleitung eines
Strafverfahrens.
Bei der Durchsuchung waren mehrere Beamte der Soko REX des LKA
Sachsens sowie Beamte der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Dresden
im Einsatz. Hierbei stellten die Beamten einen Schlagring und einen
Elektroschocker sicher. Der Besitz der Gegenstände stellt einen Verstoß
gegen das Waffengesetz dar. Schusswaffen wurden bei dem Einsatz nicht
gefunden.
Der Beschuldigte ist bislang nicht wegen politisch motivierter Straftaten in
Erscheinung getreten.
Zum Beschuldigten geführt hatte die Auswertung von Asservaten im Verfahren
gegen die Gruppierung „Revolution Chemnitz“ wegen des Verdachts der
Bildung einer terroristischen Vereinigung. Hier war der Beschuldigte neben
einem Angeklagten in diesem Verfahren Teilnehmer im Chat.
Medieninformation
21. Januar 2021
Staatsanwaltschaft Chemnitz
Landeskriminalamt Sachsen