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M e r k b l a t t
zur Einrichtung fächerverbindender Grundkurse
für das Schuljahr 2022/23
Gemäß § 41 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über
allgemeinbildende Gymnasien und die Abiturprüfung im Freistaat Sachsen (Schulordnung
Gymnasien Abiturprüfung - SOGYA) vom 27. Juni 2012 rechtsbereinigt mit Stand vom
10. Juni 2020 können an den sächsischen Gymnasien fächerverbindende Grundkurse
eingerichtet werden. Sie bedürfen der Genehmigung durch das Landesamt für Schule und
Bildung.
Zielstellungen für fächerverbindende Grundkurse
Die
Thematik
für
fächerverbindende
Grundkurse
soll
in
besonderer
Weise
wissenschaftspropädeutisch, exemplarisch und problemorientiert angelegt sein.
Fächerverbindende Grundkurse haben vor allem die Funktion, fachliches Grundlagenwissen
(über Inhalte und Methoden) zu vernetzen und Problemlösungen aus der Sicht verschiedener
Fächer zu erarbeiten. Ein fächerverbindender Grundkurs ist mehr als die Summe von Inhalten
der beteiligten Fächer; durch deren Vernetzung entsteht eine neue Qualität. Von besonderer
Bedeutung sind kategoriales Denken, distanzierte Reflexion und prinzipielles Fragen. Im Kurs
bearbeitete umfassende Projekte können Ausgangspunkt für die Besondere Lernleistung sein.
Eine wichtige Funktion leisten fächerverbindende Grundkurse auch bei der Entwicklung sozialer
Kompetenzen. Die Verbindung von eigenständigem und kooperativem Lehren und Lernen wird
besonders gefördert.
Fächerverbindende Grundkurse sollen eine zusätzliche Lernmotivation der Schüler bewirken
und einen Beitrag zur Schulentwicklung des jeweiligen Gymnasiums auf der Grundlage des
Schulprogramms leisten. Sie sind in besonderer Weise geeignet, schulische Traditionen aus
dem Profilunterricht in der gymnasialen Oberstufe fortzusetzen und die Potenzen
außerschulischer Partner für die Berufs- und Studienorientierung zu nutzen.
Die Beantragung der Einrichtung eines fächerverbindenden Grundkurses setzt voraus, dass das
Gymnasium die jeweils kursspezifischen personellen und materiellen Ressourcen vorweisen
kann.
Antrags- und Genehmigungsverfahren
Die Gymnasien beantragen über den zuständigen Standort des Landesamtes für Schule und
Bildung die Einrichtung eines fächerverbindenden Grundkurses. Die Beantragung für Kurse, die
im Schuljahr 2022/23 neu eingerichtet werden sollen, muss bis zum 17.09.2021 erfolgen. Über
die Genehmigung entscheidet das Landesamt für Schule und Bildung bis zum 03.12.2021.
Fächerverbindende Grundkurse, die bereits für das Schuljahr 2020/21 oder 2021/22 genehmigt
wurden, bedürfen für die Einrichtung im Schuljahr 2022/23 keiner erneuten Genehmigung.
Der Antrag der Gymnasien umfasst
das
Deckblatt
mit Kursthema und den Unterschriften von Schulleiter und Kurslehrer,
die
Lehrplankonzeption
(Anlage 1), die in Anlehnung an die Profillehrpläne wie folgt
formalisiert wird:
1. Kursthema
2. Ziele und Aufgaben des fächerverbindenden Grundkurses
a. Beitrag zur allgemeinen Bildung (zentrale Problemstellung, Basisfächer)
b. allgemeine Ziele

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c. didaktische Grundsätze
3. Übersicht über Lernbereiche und Zeitrichtwerte
4. spezielle fachliche Ziele (Zuordnung zum Lernbereich oder den Jahrgangsstufen
möglich)
5. Darstellung der Lernbereiche (tabellarisch)
einen
Anhang
mit Angaben zur vorgesehenen Art der Leistungsermittlungen, Angaben
zur Absicherung sächlicher und personeller Ressourcen sowie einem besonderen
Vermerk, falls dieser Kurs gemäß § 41 der SOGYA den Grundkurs im Fach Biologie
ersetzen kann.
Das Landesamt für Schule und Bildung
- veranlasst die standardisierte Begutachtung der Lehrplankonzeption durch den Standort
Radebeul und entscheidet auf Grundlage der Gutachten, ob der Antrag genehmigt wird
(Anlagen 2 und 3).
- begleitet und unterstützt die praktische Umsetzung des Vorhabens.
Der Schulleiter
- trägt die Verantwortung für die Sicherung der Unterrichtsqualität und vereinbart schulintern
Maßnahmen
zur
Unterstützung
und
Überprüfung
der
praktischen
Umsetzung
der
Lehrplankonzeption des fächerverbindenden Grundkurses.
Der Kurslehrer
- führt am Ende eines Abiturdurchganges eine Selbstevaluation (Anlage 4) durch. Bei erneuter
Einreichung
des
Kurses
ist
eine
Dokumentation
dieser
Selbstevaluation
dem
Wiederholungsantrag beizufügen.
Ein fächerverbindender Grundkurs wird i. d. R für drei Abiturdurchgänge genehmigt. Zur
Verlängerung kann ein Wiederholungsantrag (Anlage 5) bei dem Standort des Landesamtes für
Schule und Bildung eingereicht werden. Wenn ein für das Schuljahr 2020/21 genehmigter
fächerverbindender Grundkurs für das Schuljahr 2023/24 wieder angeboten werden soll, muss
ein Wiederholungsantrag mit Selbstevaluation im September 2022 gestellt werden.
Der
aufgrund
eines Wiederholungsantrages
für
zwei
Abiturdurchgänge
genehmigte
fächerverbindende Grundkurs bedarf nur dann einer erneuten Genehmigung, wenn eine
Änderung in den Lernzielen oder Inhalten vorgenommen wird. Wenn der für das Schuljahr
2020/21 genehmigte fächerverbindende Grundkurs für das Schuljahr 2022/23 mit geänderter
Konzeption verlängert werden soll, muss ein Wiederholungsantrag mit Selbstevaluation bis zum
17.09.2021 gestellt werden.
Bezeichnung des Lernbereiches
Zeitrichtwert
Lernziele und Lerninhalte
Bemerkungen