image
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Materialien zu
Naturschutz und Landschaftspflege 2003
Rote Liste
Zikaden

Impressum
Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege
2003
Rote Liste Zikaden Sachsens
Herausgeber:
Sächsisches Landesamt
für Umwelt und Geologie
Zur Wetterwarte 11
D-01109 Dresden
E-Mail: Abteilung4@lfug.smul.sachsen.de
Autoren:
Dr. Sabine Walter
Grundbachtal 24, D-01737 Kurort Hartha
Dr. Rainer Emmrich
Prießnitzaue 5, D-01099 Dresden
Dr. Herbert Nickel
Universität Göttingen
Institut für Zoologie und Anthropologie, Abt. Ökologie
Berliner Straße 28D, D-37073 Göttingen
Redaktionsschluss: Oktober 2003
Redaktion: Abt. Natur- und Landschaftsschutz
Layout/Satz/Repro:
c-macs publishingservice
Tannenstraße 2, D-01099 Dresden
Druck:
Sächsische Druck- und Verlagshaus AG
Tharandter Straße 23–27, D-01159 Dresden
Versand:
Sächsisches Digitaldruckzentrum GmbH
Tharandter Straße 31–33, D-01159 Dresden
Fax: 0351/4203180 (Versand)
E-Mail: versand@sdv.de
Bezugsbedingungen:
Diese Veröffentlichung kann von der Sächsischen
Digitaldruckzentrum GmbH kostenfrei bezogen werden
.
Auflage: 500
Vorwort 1
1 Einleitung 2
2 Gefährdungskategorien 4
3
Rote Liste
5
4 Gefährdungssituation 8
5
Literatur
10
6 Anhang 13
Foto Titelseite:
Bindenblutzikade
(Cercopis sanguinolenta)
Foto: E. Wachmann
[Hinweis: Diese Art unterscheidet sich von der häufi-
gen Gemeinen Blutzikade
(Cercopis vulnerata) durch
den Verlauf der roten Binde im apikalen Drittel der
Deckflügel – fast geradlinig bei
C. sanguinolenta, tief
ausgebuchtet bei
C. vulnerata.]
Fotos Rückseite:
1) Trauerzirpe
(Neoaliturus fenestratus)
Foto: E. Wachmann
2) Ankerblattzikade
(Erythria aureola)
Foto: E. Wachmann
Hinweis:
Diese Broschüre wird im Rahmen der Öffentlichkeits-
arbeit des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und
Geologie (LfUG) herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von Wahlhelfern im Wahlkampf zum
Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden
Wahl darf die Druckschrift nicht in einer Weise ver-
wendet werden, die als Parteinahme des Landes-
amtes zugunsten einzelner Gruppen verstanden wer-
den kann. Den Parteien ist es gestattet, die Druck-
schrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwen-
den.
Diese Broschüre ist auf Recyclingpapier gedruckt.
Artikelnummer: LV-2-2/25
Das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie
ist im Internet
(www.umwelt.sachsen.de/lfug).
Impressum/Inhalt

image
image
 
Rote Listen
gefährdeter Organismen dokumentieren den Kenntnisstand über die Gefähr-
dung der einzelnen Arten und über den Anteil gefährdeter Arten der betrachteten Sippe. Sie
sind damit sowohl ein Instrument der Umweltindikation als auch der Fachplanung des Na-
turschutzes, z. B. Grundlage für Arten- und Biotopschutzprogramme. Nicht zuletzt dienen sie
zur Information der Öffentlichkeit.
Rote Listen
erleichtern es auch, Landschaften, Landschaftsteile und Biotope anhand der
Vorkommen gefährdeter Arten zu bewerten. Bei der Einstufung der Gefährdung innerhalb
der Artengruppen werden feste Bewertungskriterien angelegt, die den Vergleich mit ande-
ren Bundesländern ermöglichen.
Rote Listen
gefährdeter Tier- und Pflanzenarten Sachsens werden entsprechend dem Be-
arbeitungsstand in loser Folge und nach einheitlicher Gliederung herausgegeben. Eine spä-
tere Aktualisierung dieser Listen ist notwendig und geplant. Anregungen hierzu werden von
uns gern entgegengenommen.
Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kinze
Präsident des Sächsischen Landesamtes
für Umwelt und Geologie
1
Vorwort

 
1 Einleitung
Die einheimischen Zikaden gehören als
kleine bis höchstens mittelgroße Insekten
mit ausschließlich pflanzensaugender (phyto-
suger) Lebensweise und enger Bindung an
ihre Nähr- bzw. Eiablagepflanzen zu den allge-
mein weniger bekannten Tiergruppen. Über
die Biologie eines Teiles der Arten (Nahrungs-
pflanzenspektrum, Reproduktionszyklus, Vol-
tinismus) gibt es noch keine gesicherten
Kenntnisse. Fortbewegungsarten der Zikaden
sind Laufen, Springen und Fliegen, wobei
bei letzterer alle Übergänge zwischen Flug-
unfähigkeit und Flugvermögen sowohl inner-
halb einer Art als auch zwischen den Arten
auftreten können.
Zikaden finden zunehmend Beachtung als
Indikatorgruppe für landschaftsplanerische
und naturschutzfachliche Untersuchungen. In-
folge ihrer Präsenz in fast allen terrestrischen
Lebensräumen, ihrer Arten- und Individuen-
vielfalt, ihrer ausgeprägten Habitatbindung
mit entsprechend empfindlicher Reaktions-
fähigkeit auf Habitatveränderungen sowie
methodisch leichter Erfassbarkeit (ACHTZIGER
1999) erweisen sie sich als hierfür hervor-
ragend geeignet. Dem steht entgegen, dass
die Determination der Arten vor allem infolge
der in der unmittelbaren Vergangenheit noch
fehlenden modernen Literatur, welche die
geographische Region Mitteleuropa bzw.
Deutschland komplett beinhaltet, sowie be-
dingt durch die teilweise diffizile Trennbarkeit
einiger Artengruppen problematisch ist.
Spezielle Untersuchungen zur Zikadenfauna
sächsischer Gebiete liegen erst seit Mitte der
1950-er Jahre vor, die davor liegende Zeit ist
im wesentlichen nur durch relativ spärliche
museale Belege einzelner Arten, kaum durch
spezielle Publikationen dokumentiert. Die
ersten faunistischen Bestandsaufnahmen ha-
ben Biotope des Dresdner Elbtals sowie des
Oberlausitzer Heide- und Teichgebietes zum
Inhalt (Diplomarbeiten der damaligen Tech-
nischen Hochschule Dresden: MEICHSNER
1956, REICHELT 1957, ZIMMERMANN 1959,
SCHLEGEL 1961). Zeitlich unmittelbar nach-
folgende Publikationen betreffen ebenso die
Oberlausitz (FÖRSTER 1960, 1961) sowie das
Westerzgebirge, die Umgebung Zwickaus
bzw. das Vogtland (BÜTTNER 1964). In einer
ab 1964 beginnenden Folge von Arbeiten
zur ostdeutschen Zikadenfauna, vorwiegend
von unter Naturschutz stehenden Trocken-
und Feuchtstandorten, berücksichtigte SCHIE-
MENZ
auch eine Reihe sächsischer Natur-
räume: Leipziger Land sowie Nordsächsi-
sches Platten- und Hügelland (1964a, 1976),
Mittel- und Osterzgebirge (1964b, 1965, 1969,
1971, 1983), Dresdner Elbtalweitung (1969),
Westlausitzer Hügel- und Bergland (1969)
sowie das Oberlausitzer Heide- und Teich-
gebiet (1969, 1976). Eine Zusammenstellung
seiner eigenen sowie aller bis dahin vorlie-
genden Publikationen bzw. faunistischer Ein-
zeldaten haben seine „Beiträge zur Insekten-
fauna der DDR“ (1987, 1988, 1990) bzw. „Bei-
träge zur Insektenfauna Ostdeutschlands“
(SCHIEMENZ et al. 1996, Nachweisdaten sind
bis 1990 erfasst) zum Inhalt, in welchen
die sächsischen Daten unter den damaligen
Bezirken Karl-Marx-Stadt [Chemnitz], Leipzig
und Dresden aufgegliedert sind. Nachfol-
gende Untersuchungen betreffen die Natur-
räume Leipziger Land (EMMRICH 2001),
Dübener Heide (NEUMANN 1997), Osterz-
gebirge und sein Vorland (WALTER 1998c, LO-
RENZ
et al. 2002), Dresdner Elbtalweitung
(KRAUSE et al. 1992, KRAUSE & EMMRICH
1994, WALTER 1998b) und das Oberlausitzer
Heide- und Teichgebiet (WALTER 1998a, SAN-
DER
et al. 1999). Zahlreiche Hinweise zur
sächsischen Zikadenfaunistik finden sich bei
NICKEL (2003). Einzelnachweise sowohl in
Form unpublizierter Daten als auch mittels
Sammlungsbelegen liegen vor allem aus
dem Bereich des oberen Elbtals einschließ-
lich der Sächsischen Schweiz sowie dem
Vogtland und Erzgebirge vor. Wiederholte
2
Rote Liste Zikaden

Untersuchungen weniger, besonders wert-
voller Standorte (z.B. einzelne Hochmoore des
Erzgebirges, Trockenstandorte des Elbtales)
ermöglichen ansatzweise eine Einschätzung
der Entwicklung in den letzten 30 Jahren für
ausgewählte geschützte Habitate.
Insgesamt ist eine objektive Einschätzung
langfristiger Trends der Bestandsentwicklung
einiger Arten im sächsischen Raum noch mit
Unsicherheiten behaftet. Zusätzlich zu den
faunistisch bisher mangelhaft untersuchten
Regionen (insbesondere die nordwestsächsi-
schen Naturräume) liegen von einigen Arten-
gruppen wie den Macropsinae, Idiocerinae
und Typhlocybinae auch aus den besser unter-
suchten Regionen nur verhältnismäßig we-
nige Daten vor, da deren Lebensstrata (über-
wiegend Gebüsch und Baumkronen) nur
selten und dann meist nur zufällig besammelt
werden. Für andere Arten erfolgte ihre taxo-
nomische Konsolidierung erst in jüngster Zeit,
so dass zudem ältere faunistische Daten nicht
auswertbar sind, wenn sie nicht auf nachprüf-
baren Belegen beruhen. Diese können daher
nicht als Gradmesser einer Einschätzung über
die vermeintliche oder tatsächliche Seltenheit
bzw. Gefährdung einer Art in der jeweiligen
Region herangezogen werden. Eine Einschät-
zung kann in solchen Fällen oft nur auf Grund
der allgemeinen Gefährdung der Lebens-
räume bzw. der jeweiligen Wirtspflanzen in
der Region sowie unter Berücksichtigung
ihrer Verbreitung und Gefährdung in den be-
nachbarten Bundesländern erfolgen.
Ein vorlaufendes Verzeichnis des Arten-
bestandes in Sachsen (WALTER & EMMRICH
1995) umfasste 399 Arten, welche seiner-
zeit nur nach ihren zeitlichen Nachweisen
eingruppiert wurden. Dadurch sind keine
Rückschlüsse auf ihren Gefährdungsgrad
möglich. Zur Zikadenfauna des Freistaates
Sachsen gehören gegenwärtig 427 Arten.
Einige taxonomisch unklare bzw. ungesi-
cherte Arten wurden in die aktuelle Artenliste
nicht wieder aufgenommen, wohingegen
eine Reihe weiterer Arten inzwischen neu
nachgewiesen wurde. Rote Listen und damit
Angaben zur Gefährdung in unmittelbar an-
grenzenden Naturräumen liegen bereits für
die folgenden benachbarten Bundesländer
vor: Sachsen-Anhalt (WITSACK 1995), Thürin-
gen (NICKEL & SANDER 2001) sowie Bayern
(NICKEL 2004), schließlich auch eine entspre-
chende Liste für die gesamte Bundesrepublik
Deutschland (REMANE et al. 1998) mit Kom-
mentaren (NICKEL et al. 1999).
Die hier verwendete Systematik und Nomen-
klatur folgt dem Artenverzeichnis für die
Fauna Mitteleuropas von HOLZINGER et al.
(1997) sowie der Artenliste der Zikaden
Deutschlands von NICKEL & REMANE (2002),
die deutschen Namen wurden der letzteren
Arbeit entnommen.
Ein zusammenfassendes Verzeichnis von
Entomologen, welche in Ostdeutschland
(darunter in Sachsen) Zikaden entweder ge-
sammelt oder über diese Insektengruppe pu-
bliziert haben, findet sich bereits bei SCHIE-
MENZ
(1987). Zeitlich nachfolgend beteiligten
sich dankenswerterweise folgende Mitarbei-
ter in Form der Bereitstellung von Samm-
lungsmaterial, Belegen oder faunistischen
Daten an der weiteren Vervollständigung der
faunistischen Kenntnisse und somit an der
Schaffung einer Vergleichsbasis für länger-
fristige Bestandseinschätzungen: Dr. R. Acht-
ziger (Freiberg), H. Bembenek (Dresden), Dr.
G. Bornholdt (Schlüchtern), Dr. A. Feiler (Dres-
den/Hartha), R. Franke (Görlitz), Th. Funke
(Halle), Dr. S. Hahn (†, Auerbach), Dr. W. Hol-
zinger (Graz), Ingrid Kammerlander (Graz),
D. Klaus (Rötha), Dr. R. Krause (Dresden), Dr.
P. Lauterer (Brno), I. Malenovsky´ (Brno), Dr.
Sabine Neumann (Halle), H. Nüßler (Dres-
den/Freital), A. Orosz (Budapest), Prof. Dr.
R. Remane (Marburg), Dr. H. Rietzsch (Dres-
den), Dr. F. W. Sander (Königshain), Doz. Dr.
W. Witsack (Halle).
3
Rote Liste Zikaden

 
2 Gefährdungskategorien
Die Gefährdungskategorien sind nach
SCHNITTLER et al. (1994) sowie SCHNITTLER
& LUDWIG (1996) definiert.
0
Ausgestorben oder verschollen
Arten, die im Bezugsraum verschwunden
sind (keine wildlebenden Populationen mehr
bekannt). Ihre Populationen sind:
– nachweisbar ausgestorben, ausgerottet
oder
– verschollen (es besteht der begründete
Verdacht, dass ihre Populationen er-
loschen sind).
1
Vom Aussterben bedroht
Arten, die so schwerwiegend bedroht
sind, dass sie voraussichtlich aussterben,
wenn die Gefährdungsursachen fortbeste-
hen. Eines der folgenden Kriterien muss er-
füllt sein:
– Die Art ist so erheblich zurückgegangen,
dass sie nur noch selten ist. Ihre Rest-
bestände sind stark bedroht.
– Die Art ist von jeher selten, nun aber
durch laufende menschliche Einwirkun-
gen sehr stark bedroht.
– Die Bestandsgröße der Art ist wahr-
scheinlich gleich oder kleiner der kriti-
schen Populationsgröße.
Ein Aussterben kann voraussichtlich nur
durch sofortige Beseitigung der Gefähr-
dungsursachen oder wirksame Hilfsmaß-
nahmen für die Restbestände dieser Arten
verhindert werden.
2
Stark gefährdet
Arten, die erheblich zurückgegangen oder
durch laufende bzw. absehbare menschliche
Einwirkungen erheblich bedroht sind. Eines
der folgenden Kriterien muss erfüllt sein:
– Die Art ist infolge Rückgangs sehr selten
bis selten.
– Die Art ist noch mäßig häufig, aber sehr
stark durch menschliche Einwirkungen
bedroht.
– Mehrere der Risikofaktoren (s. u.) treffen
zu.
Die Art ist in großen Teilen des frü-
her von ihr besiedelten Gebietes ver-
schwunden.
– Die Vielfalt der von der Art besiedelten
Standorte bzw. Lebensräume ist im Ver-
gleich zu früher sehr stark eingeschränkt.
Wird die Gefährdung der Art nicht abge-
wendet bzw. setzen sich die Rückgangs-
tendenzen fort, rückt sie voraussichtlich in
die Kategorie„vom Aussterben bedroht“ auf.
3
Gefährdet
Arten, die merklich zurückgegangen oder
durch laufende bzw. absehbare mensch-
liche Einwirkungen bedroht sind. Eines der
folgenden Kriterien muss erfüllt sein:
– Die Art ist infolge Rückgangs selten.
Die Art ist mäßig häufig, aber stark durch
menschliche Einwirkungen bedroht.
– Die Art ist noch häufig, aber sehr stark
durch menschliche Einwirkungen bedroht.
– Die Art ist in großen Teilen des früher
von ihr besiedelten Gebietes sehr selten.
– Mehrere der biologischen Risikofaktoren
(s. u.) treffen zu.
–Die Vielfalt der von ihr besiedelten
Standorte bzw. Lebensräume ist im Ver-
gleich zu früher stark eingeschränkt.
Wird die Gefährdung der Art nicht abge-
wendet bzw. setzen sich die Rückgangs-
tendenzen fort, kann sie in die Kategorie
„stark gefährdet“ aufrücken.
4
Rote Liste Zikaden

 
R
Extrem selten
Arten, die seit jeher extrem selten bzw.
sehr lokal vorkommen. Folgende Kriterien
müssen erfüllt sein:
– Es ist kein merklicher Rückgang bzw.
keine Bedrohung feststellbar.
– Die Art kann aufgrund ihrer Seltenheit
durch unvorhersehbare menschliche Ein-
wirkungen schlagartig ausgerottet oder
erheblich dezimiert werden.
Biologische Risikofaktoren
bei den Zika-
den sind:
– enge ökologische Bindung an besonders
gefährdete Habitate oder Wirtspflanzen;
– geringe Fähigkeit, sekundär auf nicht ge-
fährdete Habitate auszuweichen;
– enge Bindung an gefährdete Biotop-
komplexe; Bindung an räumliches Ge-
füge aus Teillebensräumen im Entwick-
lungs-/Jahreszyklus;
– Abhängigkeit von Zuwanderung (nur
bei flugfähigen bzw. ausbreitungsaktiven
Arten);
– Abhängigkeit von andauernden mensch-
lichen Hilfsmaßnahmen (die Sicherung in
NSG oder FND ist möglich, wenn der
ursprüngliche Zustand bzw. die traditio-
nelle Nutzung dieser Biotope erhalten
bleibt).
3
Rote Liste
Art
Gefährdungskategorie
Acanthodelphax denticauda .................... 3
Zahnspornzikade
Allygidius atomarius ................................ 3
Ulmenbaumzirpe
Allygus maculatus.................................... 3
Fleckenbaumzirpe
Anakelisia fasciata.................................... 3
Uferseggen-Spornzikade
Anakelisia perspicillata ............................ 3
Triftenspornzikade
Anoscopus albiger.................................... 3
Salzerdzikade
Anoscopus alpinus .................................. 2
Alpenerdzikade
Anoscopus histrionicus............................ 0
Bunte Erdzikade
Arboridia pusilla........................................ 1
Storchschnabel-Blattzikade
Arboridia velata ........................................ 3
Segel-Blattzikade
Arocephalus languidus ............................ 3
Zwerggraszirpe
Arthaldeus striifrons ................................ 3
Rohrschwingelzirpe
Asiraca clavicornis.................................... 3
Schaufelspornzikade
Athysanus quadrum ................................ 1
Sumpfzirpe
Austroasca vittata .................................... 3
Grüne Wermutblattzikade
Batracomorphus allionii............................ 0
Ginsterlederzikade
Batracomorphus irroratus ........................ 0
Sonnenröschen-Lederzikade
Calamotettix taeniatus ............................ R
Rohrzirpe
Calligypona reyi........................................ 2
Simsenspornzikade
Cercopis sanguinolenta .......................... R
Bindenblutzikade
Chloriona vasconica ................................ 2
Haken-Schilfspornzikade
5
Rote Liste Zikaden

Chlorita dumosa...................................... 2
Thymianblattzikade
Cicadella lasiocarpae................................ 1
Sumpfschmuckzikade
Cicadetta montana .................................. 2
Bergsingzikade
Cicadula (Cicadula) flori............................ 3
Schlankseggenzirpe
Cicadula (Cicadula) frontalis .................... 3
Große Seggenzirpe
Cicadula (Cicadula) rubroflava .................. 3
Seegraszirpe
Cicadula (Cicadula) saturata .................... 3
Braunseggenzirpe
Cixius (Orinocixius) beieri ........................ 3
Fichten-Glasflügelzikade
Cixius (Paracixius) distinguendus ............ 3
Wald-Glasflügelzikade
Cixius (Sciocixius) similis ........................ 2
Torf-Glasflügelzikade
Cixius (Sciocixius) stigmaticus ................ 2
Trug-Glasflügelzikade
Colobotettix morbillosus .......................... 3
Braune Fichtenzirpe
Coryphaelus gyllenhalii ............................ 1
Bunte Simsenzirpe
Cosmotettix caudatus.............................. 2
Diademzirpe
Cosmotettix costalis ................................ 2
Graue Seggenzirpe
Cosmotettix panzeri ................................ 2
Baltische Moorzirpe
Criomorphus borealis .............................. 3
Taigaspornzikade
Delphacinus mesomelas.......................... 3
Elfenbein-Spornzikade
Delphacodes capnodes............................ 2
Weißlippen-Spornzikade
Delphax crassicornis ................................ 3
Bunte Schilfspornzikade
Delphax pulchellus .................................. 0
Wiesen-Schilfspornzikade
Dictyophara europaea .............................. 2
Europäischer Laternenträger
Ditropsis flavipes...................................... 1
Trespenspornzikade
Doratura exilis .......................................... 2
Zwergdolchzirpe
Edwardsiana ishidai.................................. 3
Japanische Ulmenlaubzikade
Edwardsiana stehliki................................ R
Mährische Laubzikade
Endria nebulosa........................................ 3
Amerikanerzirpe
Erotettix cyane ........................................ 1
Seerosenzirpe
Erythria aureola ........................................ 3
Ankerblattzikade
Euconomelus lepidus .............................. 3
Sumpfried-Spornzikade
Euides basilinea ...................................... 3
Schöne Schilfspornzikade
Eupteryx adspersa .................................. 2
Bunte Wermutblattzikade
Eupteryx tenella ...................................... 3
Schafgarben-Blattzikade
Euscelis distinguendus ............................ 2
Löwenzahnzirpe
Euscelis ohausi ........................................ 2
Ginsterkleezirpe
Euscelis venosus .................................... R
Eberwurzzirpe
Florodelphax paryphasma ........................ 2
Schlüsselspornzikade
Goniagnathus brevis ................................ 2
Thymianzirpe
Handianus ignoscus ................................ 0
Geißkleezirpe
Hardya tenuis .......................................... 0
Dornschlängelzirpe
Hephathus nanus .................................... 0
Zwergmaskenzikade
Iassus scutellaris...................................... 3
Ulmenlederzikade
Jassidaeus lugubris.................................. 2
Zwergspornzikade
Javesella forcipata.................................... 3
Zangenspornzikade
Javesella simillima .................................. 1
Arktische Spornzikade
Kelisia guttula .......................................... 3
Fleckenspornzikade
6
Rote Liste Zikaden

Micantulina stigmatipennis ...................... 2
Königskerzen-Blattzikade
Mocydiopsis attenuata ............................ R
Westliche Märzzirpe
Mocydiopsis intermedia .......................... R
Rispenmärzzirpe
Mocydiopsis monticola............................ R
Waldmärzzirpe
Muirodelphax aubei.................................. 2
Ödland-Spornzikade
Myndus musivus...................................... 1
Weiden-Glasflügelzikade
Neoaliturus fenestratus............................ 3
Trauerzirpe
Neophilaenus albipennis .......................... 3
Zwenkenschaumzikade
Neophilaenus minor ................................ 3
Zwergschaumzikade
Nothodelphax albocarinata ...................... 1
Schlenkenspornzikade
Nothodelphax distincta ............................ 2
Hochmoor-Spornzikade
Ommatidiotus dissimilis .......................... 1
Moorkäferzikade
Oncodelphax pullula ................................ 2
Klauenspornzikade
Ophiola cornicula...................................... 3
Moorheidezirpe
Ophiola russeola ...................................... 3
Zwergheidezirpe
Ophiola transversa .................................. 1
Bindenheidezirpe
Paradelphacodes paludosa ...................... 2
Sumpfspornzikade
Paraliburnia adela .................................... 3
Glanzgras-Spornzikade
Paraliburnia clypealis................................ 2
Braune Spornzikade
Paralimnus phragmitis.............................. 3
Gemeine Schilfzirpe
Parapotes reticulatus .............................. 1
Scherenzirpe
Pentastiridius leporinus............................ 2
Schilf-Glasflügelzikade
Penthimia nigra ........................................ 3
Mönchszikade
Kelisia monoceros.................................... 2
Einhorn-Spornzikade
Kelisia pallidula ........................................ 3
Weiße Spornzikade
Kelisia punctulum .................................... 3
Punktierte Spornzikade
Kelisia ribauti............................................ 3
Schwarzlippen-Spornzikade
Kelisia sabulicola...................................... R
Dünenspornzikade
Kelisia sima .............................................. 3
Gelbseggen-Spornzikade
Kelisia vittipennis .................................... 3
Wollgras-Spornzikade
Kyboasca bipunctata ................................ 2
Zweipunktblattzikade
Laburrus impictifrons .............................. 2
Wermutzirpe
Limotettix atricapillus .............................. 0
Schnabelriedzirpe
Limotettix striola ...................................... 3
Sumpfriedzirpe
Macropsidius sahlbergi ............................ 0
Beifußmaskenzikade
Macropsis glandacea .............................. 3
Ulmenmaskenzikade
Macropsis haupti...................................... 3
Gebänderte Maskenzikade
Macropsis impura .................................... 2
Kleine Maskenzikade
Macropsis megerlei ................................ 0
Rosenmaskenzikade
Macrosteles fieberi .................................. 1
Schlenkenwanderzirpe
Macrosteles frontalis .............................. 3
Schachtelhalm-Wanderzirpe
Macrosteles lividus .................................. 2
Teichwanderzirpe
Macrosteles ossiannilssoni...................... 3
Moorwanderzirpe
Macrosteles quadripunctulatus................ 3
Sandwanderzirpe
Megamelodes quadrimaculatus .............. 2
Quellspornzikade
Metalimnus formosus.............................. 2
Schöne Marmorzirpe
7
Rote Liste Zikaden

 
Perotettix pictus ...................................... 3
Bunte Fichtenzirpe
Pinumius areatus .................................... 1
Dünenzirpe
Planaphrodes trifasciata .......................... 3
Heideerdzikade
Platymetopius undatus ..............................0
Flaggen-Schönzirpe
Psammotettix albomarginatus ................ 2
Flechtensandzirpe
Psammotettix cephalotes ........................ 3
Zittergras-Sandzirpe
Psammotettix excisus.............................. 3
Silbergras-Sandzirpe
Psammotettix pallidinervis ...................... 2
Steppensandzirpe
Reptalus panzeri ...................................... 2
Rosen-Glasflügelzikade
Rhytistylus proceps.................................. 2
Heidezirpe
Ribautodelphax angulosa ........................ 2
Ruchgras-Spornzikade
Ribautodelphax pungens.......................... 3
Zwenkenspornzikade
Sonronius binotatus ................................ R
Kleine Weidenröschenzirpe
Sorhoanus assimilis ................................ 3
Echte Riedzirpe
Sorhoanus xanthoneurus ........................ 2
Hochmoor-Riedzirpe
Stictocoris picturatus .............................. 2
Hauhechelzirpe
Streptanus confinis .................................. 3
Rasenschmielenzirpe
Streptanus okaensis ................................ 2
Sumpf-Reitgraszirpe
Stroggylocephalus livens ........................ 2
Moorerdzikade
Tettigometra atra...................................... 0
Schwarze Ameisenzikade
Tettigometra leucophaea ........................ 0
Punktierte Ameisenzikade
Trigonocranus emmeae .......................... R
Weiße Glasflügelzikade
Utecha trivia ............................................ 2
Triftenzikade
Xanthodelphax flaveola ............................ 2
Gelbe Spornzikade
Zygina rubrovittata .................................. 3
Heidefeuerzikade
Zyginidia mocsaryi .................................. R
Blaugras-Blattzikade
4 Gefährdungssituation
Die Rote Liste enthält alle gefährdeten Arten,
welche in historischer Zeit (früheste Samm-
lungsbelege liegen ca.seit Anfang des 20.Jahr-
hunderts vor) bis heute auf sächsischem
Territorium (in den gegenwärtigen Grenzen)
festgestellt worden sind. Die Kategorie 0 wur-
de nur für Arten vergeben, deren letzte Nach-
weise 30 Jahre und länger zurückliegen oder
wenn spätere Nachsuchen an den letzten
Standorten einzelner Arten erfolglos blieben.
Von einigen Zikadenarten liegen bisher aus
Sachsen nur sehr wenige Daten vor, so
dass eine Einschätzung der Gefährdungs-
situation derzeit nicht möglich ist. Das betrifft
vorwiegend an Gehölzen lebende Arten, sie
wurden in Kategorie D eingestuft.
Auf Grund ihrer phytosugen Lebensweise
sind Zikaden eng an die Vorkommen der
Pflanzenarten gebunden, die sie für Ernäh-
rung und Eiablage benötigen. Umfassende
Veränderungen in Vegetation und Flora ge-
fährden so auf unterschiedliche Weise die
Zikaden in ihrem Bestand. Dazu gehören:
– Intensivierung der Bewirtschaftung durch
Beweidung, Umbruch, Düngung, mehr-
malige Mahd im landwirtschaftlich ge-
nutzten Grünland;
– Nutzungsänderung noch verbleibender,
auch kleinflächiger Magerstandorte und
Säume (Bebauung, Bepflanzung, Auf-
forstung, Verbrachung);
– Veränderung des Wasserhaushaltes von
Sümpfen, Nieder- und Hochmooren in-
8
Rote Liste Zikaden

folge Grundwasserabsenkung oder Me-
lioration;
– das Verschwinden bzw. die zunehmen-
de Isolierung der Vorkommen einzelner
Wirtspflanzenarten;
– Reduzierung natürlicher Uferzonierun-
gen der Gewässer (Verlandungsbereiche
der Seen und Teiche mit ihren Schilf-
und Seggenbeständen, Geröllbänke und
Weidenauen der Flüsse);
– Beseitigung von Gebüschen des Offen-
landes und der Waldränder sowie ver-
stärkte Einbringung nicht heimischer
Gehölzarten.
Zu den artenreichsten Habitaten, die jeweils
umfangreiche Gilden mit hohen Anteilen
gefährdeter Arten aufweisen, gehören in
Sachsen vor allem eine Reihe verschiede-
ner Feuchtbiotope. So weisen die Hoch-
und Übergangsmoore des Erzgebirges mit
Arten wie Sorhoanus xanthoneurus und
Nothodelphax distincta ebenso eine eigen-
ständige, hochgradig gefährdete Zikaden-
fauna auf wie die Moore des Tieflandes
(Ommatidiotus dissimilis, Nothodelphax
albocarinata). Besonders reich an gefähr-
deten Arten sind naturnahe Verlandungs-
bereiche und Teichverlandungen der Ober-
lausitzer Heide- und Teichlandschaft, weil
nur hier im Tieflandsbereich verschiedene
Nährpflanzen noch in genügend großer Be-
standsdichte und in einem für die Besied-
lung durch Zikaden geeigneten Zustand
vorkommen. Beispiele dafür sind mit Calli-
gypona reyi, Coryphaelus gyllenhalii und
Parapotes reticulatus drei Arten, die an der
Teichsimse (Schoenoplectus lacustris) leben,
oder seltene Großseggen-Besiedler wie
Metalimnus formosus. Aber auch die Be-
stände weit verbreiteter Nährpflanzen wie
z.B. die des Schilfs (Phragmites australis)
weisen hier eine genügende Vielfalt auf,
um auch selteneren Zikadenarten die nötige
Habitatqualität zu bieten (z.B.Pentastiridius
leporinus,
Calamotettix taeniatus).
Bemerkenswerte Vorkommen wärmelieben-
der Arten konzentrieren sich in Sachsen vor
allem im Bereich des Elbtales. Neben mikro-
klimatischen Faktoren ist dafür teilweise auch
das Vorkommen bestimmter Nährpflanzen-
arten ausschlaggebend, wie im Falle von
Arboridia pusilla, die am Blut-Storchschnabel
(Geranium sanguineum) lebt. Charakteristi-
sche Halbtrockenrasenarten wie Ribautodel-
phax pungens, Utecha trivia, Doratura exilis
und Ditropsis flavipes kommen hier ebenso
vor wie mehrere gefährdete Arten an Bei-
fuß/Wermut (Laburrus impictifrons, Eupteryx
adspersa, Macropsidius sahlbergi) oder an
Gräsern und Kräutern lebende Arten wie z.B.
Psammotettix albomarginatus, Euscelis di-
stinguendus. Einige dieser Arten kommen
neben dem Elbtal auch an anderen
wärmebegünstigten Magerstandorten in Hei-
den, auf Sandmagerrasen und auf Binnen-
dünen-Standorten im Hügel- und Tiefland vor.
Ein großer Teil dieser Vorkommen befindet
sich bereits innerhalb von Schutzgebieten
und benötigt für seine Erhaltung den regel-
mäßigen oder gelegentlichen Eingriff des
Menschen. Optimal aus der Sicht der Zika-
denfauna ist eine Erhaltung des gegebenen
Zustandes mit minimalen Eingriffen, z.B.
durch verschiedene extensive Bewirtschaf-
tungsformen. Für viele gefährdete Arten
des Offenlandes sind junge Brache-Stadien
von Vorteil, solange noch keine deutlichen
Veränderungen der Vegetationsstruktur statt-
finden. Intensive Pflegemaßnahmen können
unter Umständen den Bestand einzelner
Arten gefährden. Eine langfristige Siche-
rung der Artenvielfalt der Zikadenfauna ist
nur in einer strukturreichen Kulturlandschaft
mit einem vielfältigen Angebot unterschied-
licher Mager-, Trocken- und Feuchtbiotope,
Saum- und Gehölzbiotope möglich.
Relativ ungefährdet erscheinen derzeit noch
die meisten Arten frischer Offenlandstand-
orte mit einem breiteren Nährpflanzenspek-
9
Rote Liste Zikaden

 
trum bzw. Bindung an weit verbreitete Pflan-
zenarten. Bedingt durch intensive landwirt-
schaftliche Nutzung in großen Landesteilen
konzentrieren sich ihre aktuellen Vorkommen
jedoch häufig im Bergland oder den Heide-
landschaften des Tieflandes. Viele dieser Ar-
ten sind für ihre Erhaltung auf brachliegende
oder extensiv genutzte Standorte angewiesen
(vgl. NICKEL & ACHTZIGER 1999) und müssen
daher als zurückgehende Arten in die Vor-
warnliste eingestuft werden (z.B. Arocepha-
lus punctum, Planaphrodes bifasciata).
Als Refugium bestandsbedrohter Arten
erwiesen sich andererseits Magerboden-
Standorte der nordwestsächsischen Braun-
kohlenbergbau-Folgelandschaft mit enger
Verzahnung von feuchten Uferzonierungen
und trockenen Magerrasen als Beispiel
eines anthropogen entstandenen Natur-
raumes, dessen Vegetation und damit auch
der Zikadenbestand jedoch einer natür-
lichen Sukzession unterworfen sind. In ähn-
licher Weise gilt das auch für die Bergbau-
Folgelandschaften der Oberlausitzer Heide-
gebiete. In dieser Region liegt außerdem
eines der ganz wenigen aktuellen Vorkom-
men von Pinumius areatus in Deutschland,
für dessen Erhaltung Sachsen besondere
Verantwortung zukommt.
10
Rote Liste Zikaden
Tab. 1: Übersicht zur Gefährdungssituation der Zikaden im Freistaat Sachsen
Gefährdungs-Kategorie
Artenzahl
Prozent von Gesamt-Artenzahl
0 – Ausgestorben oder verschollen
13
3,0
1 – Vom Aussterben bedroht
14
3,3
2 – Stark gefährdet
44
10,3
3 – Gefährdet
57
13,4
R – Extrem selten
11
2,6
insgesamt ausgestorbene
oder gefährdete Arten
139
32,6
Gesamtartenzahl
427
100,0
5 Literatur
ACHTZIGER, R. (1999): Möglichkeiten und An-
sätze des Einsatzes von Zikaden in der
Naturschutzforschung (Hemiptera: Auche-
norrhyncha). – Reichenbachia, Mus. Tier-
kde. Dresden, Bd. 33, Nr. 23, S. 171–190.
BÜTTNER, K. (1964): Beiträge zur Zikaden-
fauna von Westsachsen. – 4. Veröff.
Naturkundemus. Zwickau, 2. Sonderh.,
S. 3–23.
E
MMRICH, R. (2001): Zur Zikadenfauna der
sächsischen Braunkohlenbergbau-Folge-
landschaft. – DGaaE-Nachrichten, 15. Jg.,
Nr. 4 (Dezember 2002), S. 134 [Abstract].
FÖRSTER, H. (1960): Zikaden-Lichtfänge. –
Nachrichtenbl. Oberlaus. Insektenfreunde,
Bd. 4, S. 71–75.
F
ÖRSTER, H. (1961): Zur Zikadenfauna der
Oberlausitz (Hemipt. Homopt.). I. Typhlo-
cybidae. – Natura lusatica, H. 5, S. 61–72.
Bautzen.
H
OLZINGER, W. E., FRÖHLICH, W., GÜNTHART,
H., L
AUTERER, P., NICKEL, H. OROSZ, A. &
R
EMANE, R. (1997): Vorläufiges Verzeichnis
der Zikaden Mitteleuropas (Insecta: Auche-
norrhyncha). – Beitr. Zikadenkde., Bd.1,
S. 43–62.

KRAUSE, R. & EMMRICH, R. (1994): Zur Zika-
den- und Käferfauna einer kleinen, ver-
wilderten Weinbergparzelle im Dresdner
Elbtal (Coleoptera, Auchenorrhyncha). –
Verhandl. 14. Intern. Sympos. Entomo-
faunistik Mitteleuropa (SIEEC), Mün-
chen, S. 165–173.
K
RAUSE, R., WITSACK, W. & EMMRICH, R.
(1992): Faunistisch-ökologische Untersu-
chungen an Standorten der Krähenbeere
(Empetrum
nigrum L.) in der Sächsischen
Schweiz am Beispiel einiger Käferfamilien
und der Zikaden (Insecta; Coleoptera:
Carabidae, Cantharidae, Chrysomelidae,
Curculionidae; Homoptera: Auchenorrhyn-
cha). – Faun. Abh., Mus. Tierkde. Dresden,
Bd. 18, Nr. 10, S. 131–151.
L
ORENZ, J., VOIGT, H., WALTER, S. & ZINKE, J.
(2002): Erste Ergebnisse entomofaunis-
tischer Untersuchungen im Bahretal
süd-
lich von Pirna. – Mitt. Sächs. Entomol.,
Nr. 58 (April 2002), S. 4–9.
MEICHSNER, J. (1956): Beitrag zur Zikaden-
fauna von Pillnitz. – Diplom-Arbeit, Zool.
Inst. Techn. Hochschule Dresden (unver-
öff.).
NEUMANN, S. (1997): Der Einfluss von Im-
missionen auf ausgewählte Insektengrup-
pen (Homoptera, Auchenorrhyncha; Cole-
optera, Carabidae) verschiedener Trophie-
ebenen. – UFZ-Bericht Nr. 11/1997, 139 S.
N
ICKEL, H. (2003): The leafhoppers and plant-
hoppers of Germany (Hemiptera, Auche-
norrhyncha). Patterns and strategies in a
highly diverse group of phytophagous in-
sects.– Pensoft,Sofia und Moskau,460pp.
NICKEL, H. & ACHTZIGER, R. (1999): Wiesen
bewohnende Zikaden (Auchenorrhyncha)
im Gradienten von Nutzungsintensität
und Feuchte. – Beitr. Zikadenkde., Bd. 3,
S. 65–80.
N
ICKEL, H. & REMANE, R. (2002): Artenliste
der Zikaden Deutschlands, mit Angabe
von Nährpflanzen, Nahrungsbreite, Le-
benszyklus, Areal und Gefährdung. –
Beitr. Zikadenkde., Bd. 5, S. 27–64.
NICKEL, H. & SANDER, F. W. (2001): Rote
Liste der Zikaden (Homoptera: Auchenor-
rhyncha) Thüringens (3. Fassung, Stand
08/2001). – Naturschutzreport, H. 19, S.
87–94.
N
ICKEL, H. (2004): Rote Liste gefährdeter
Zikaden (Hemiptera, Auchenorrhyncha)
Bayerns. – Schr.-R. Bayr. Landesamt f.
Umweltschutz 166, S. 59–67.
N
ICKEL, H., WITSACK, W. & REMANE, R.
(1999): Rote Liste der Zikaden Deutsch-
lands (Hemiptera, Auchenorrhyncha) –
Habitate, Gefährdungsfaktoren und An-
merkungen zum Areal. – Beitr. Zikaden-
kde., Bd. 3, S. 13–32.
O
SSIANNILSSON, F. (1981): The Auchenorrhyn-
cha (Homoptera) of Fennoscandia and
Denmark. Part 2: The Families Cicadidae,
Cercopidae, Membracidae, and Cicadelli-
dae (excl. Deltocephalinae). – Scandinavian
Science Press, Kopenhagen, S. 223–593.
R
EICHELT, D. (1957): Synökologische Unter-
suchung der Feldschichtfauna einiger
Grünlandflächen der Oberlausitz unter be-
sonderer Berücksichtigung der Zikaden,
Wanzen und Heuschrecken. – Diplom-
Arbeit, Zool. Inst. Techn. Hochschule Dres-
den (unveröff.).
REMANE, R., ACHTZIGER, R., FRÖHLICH, W.,
N
ICKEL, H. & WITSACK, W. (1998): Rote
Liste der Zikaden (Homoptera, Auchen-
orrhyncha). In: B
UNDESAMT FÜR NATUR-
SCHUTZ
(Hrsg.): Rote Liste gefährdeter
Tiere Deutschlands. Schriftenr. Land-
schaftspflege und Naturschutz, H. 55,
S. 243–249.
R
IBAUT, H. (1936): Homoptères Auchén-
orhynques (I. Typhlocybidae). – Faune de
France 31, Paris, 228 pp.
S
ANDER, F. W., ACHTZIGER, R., LAUTERER, P.,
F
UNKE, TH., HOLZINGER, W. E., KAMMER-
LANDER
, I., NICKEL, H., OROSZ, A. &
WITSACK, W. (1999): Beitrag zur Kenntnis
der Zikaden- und Blattflohfauna (Auchen-
orrhyncha und Psylloidea) der Oberlausitz
unter besonderer Berücksichtigung des
11
Rote Liste Zikaden

Naturschutzgebietes „Niederspree“. – Beitr.
Zikadenkde., Bd. 3, S. 81–89.
S
CHIEMENZ, H. (1964a): Zikaden (Homoptera,
Auchenorrhyncha) von einer tertiären Roh-
bodenkippe des Braunkohlentagebaues
Böhlen. – Abh. u. Ber. Naturkundemus.
Görlitz, Bd. 39, Nr. 16, S. 1–7.
SCHIEMENZ, H. (1964b): Beitrag zur Kenntnis
der Zikadenfauna (Homoptera, Auchen-
orrhyncha) und ihrer Ökologie in Feld-
hecken, Restwäldern und angrenzenden
Fluren. – Arch. f. Naturschutz u. Land-
schaftsforsch., Bd. 4, S. 163–189.
S
CHIEMENZ, H. (1965): Zur Zikadenfauna des
Geisings und Pöhlberges im Erzgebirge
(Hom., Auchenorrhyncha). – Zool. Beitr.,
N.F. Bd. 11, H. 1/2, S. 271–288.
S
CHIEMENZ, H. (1969): Die Zikadenfauna
(Hom., Auchenorrhyncha) mitteleuropäi-
scher Trockenrasen. Untersuchungen zu
ihrer Phänologie, Ökologie, Bionomie und
Chorologie. – Ent. Abh., Mus. Tierkde.
Dresden, Bd. 36, Nr. 6, S. 201–280.
S
CHIEMENZ, H. (1971): Die Zikadenfauna
(Homoptera, Auchenorrhyncha) der Erz-
gebirgshochmoore. – Zool. Jahrb. Syst.,
Bd. 98, S. 397–417.
SCHIEMENZ, H. (1976): Die Zikadenfauna von
Heide- und Hochmooren des Flachlandes
der DDR (Hom., Auchenorrhyncha). – Faun.
Abh., Mus. Tierkde. Dresden, Bd. 6, Nr. 4,
S. 39–54.
S
CHIEMENZ, H. (1983): Zur Zikadenfauna
(Homoptera Auchenorrhyncha) des Natur-
schutzgebietes „Hermannsdorfer Wie-
sen“, Kreis Annaberg. – Veröff. Natur-
kundemus. Karl-Marx-Stadt, Bd. 12,
S. 15–20.
SCHIEMENZ, H. (1987): Beiträge zur Insekten-
fauna
der DDR: Homoptera – Auchen-
orrhyncha (Cicadina) (Insecta). Teil I:
Allgemeines, Artenliste; Überfamilie Ful-
goroidea. – Faun. Abh., Mus. Tierkde.
Dresden, Bd. 15, Nr. 8, S. 41–108.
SCHIEMENZ, H. (1988): Beiträge zur Insekten-
fauna der DDR: Homoptera – Auchenor-
rhyncha (Cicadina) (Insecta). Teil II: Über-
familie Cicadoidea excl. Typhlocybinae et
Deltocephalinae. – Faun. Abh., Mus.
Tierkde. Dresden, Bd. 16, Nr. 5, S. 37–93.
S
CHIEMENZ, H. (1990): Beiträge zur Insekten-
fauna
der DDR: Homoptera – Auchen-
orrhyncha (Cicadina) (Insecta). Teil III:
UnterfamilieTyphlocybinae. – Faun. Abh.,
Mus. Tierkde. Dresden, Bd. 17, Nr. 17,
S. 141–188.
SCHIEMENZ, H., EMMRICH, R. & WITSACK, W.
(1996): Beiträge zur Insektenfauna Ost-
deutschlands: Homoptera – Auchenor-
rhyncha (Cicadina) (Insecta). Teil IV:
Unter-
familie Deltocephalinae.– Faun. Abh., Mus.
Tierkde. Dresden,Bd.20, Nr.10,S.153–258.
SCHLEGEL, R. (1961): Beiträge zur Kenntnis
der Insektenfauna des Seerosensumpfes
bei Halbendorf/Spree. 2. Homoptera. –
Ent. Nachr., Bd. 5, S. 68–69.
S
CHNITTLER, M. & LUDWIG, G. (1996): Zur
Methodik der Erstellung Roter Listen. In:
Bundesamt für Naturschutz (Hrsg., 1996):
Rote Liste gefährdeter Pflanzen Deutsch-
lands.– Schr.-R. z.Vegetationskde., Bd. 28,
S. 709–739.
S
CHNITTLER, M., LUDWIG, G., PRETSCHER, P.
& B
OYE, P. (1994): Konzeption der Roten
Listen der in Deutschland gefährdeten
Tier- und Pflanzenarten, unter Berücksich-
tigung
der neuen internationalen Kate-
gorien. – Natur u. Landschaft, Bd. 69,
S. 451–459.
W
ALTER, S. (1998a): Der Bläschesberg
bei Weißkollm – ein wertvoller Binnen-
dünenstandort. – Mitt. Sächs. Entomol.,
Nr. 42 (September 1998), S. 5–6.
WALTER, S. (1998b): Die Elbtalhänge zwi-
schen Rottewitz und Zadel bei Meißen –
ein bedeutender Xerothermstandort. –
Mitt. Sächs. Entomol., Nr. 43 (November
1998), S. 8–10.
W
ALTER, S. (1998c): Grünlandbewertung mit
Hilfe von Zikaden (Homoptera, Auchenor-
rhyncha): ein Beispiel aus dem Osterzge-
birge. – Beitr. Zikadenkde., Bd. 2, S. 13–38.
12
Rote Liste Zikaden

 
WALTER, S. & EMMRICH, R. (1995): Kommen-
tiertes vorläufiges Verzeichnis der Zikaden
(Homoptera, Auchenorrhyncha) im Frei-
staat Sachsen. – Mitteil. Sächs. Entomol.,
Nr. 28 (Januar 1995), S. 11–23.
W
ILSON, M. R. & CLARIDGE, M. F. (1999):
Species differentiation in the
Edwardsiana
lethierryi
(EDWARDS) species-group (Hemi-
ptera: Auchenorrhyncha: Cicadomorpha:
Cicadellidae: Typhlocybinae). – Reichen-
bachia 33(16): 123-130.
W
ITSACK, W. (1995): Rote Liste der Zikaden
des Landes Sachsen-Anhalt.– Ber. Landes-
amt. f. Naturschutz Sachsen-Anhalt, H. 18,
S. 29–34.
ZIMMERMANN, M. (1959): Faunistische
Untersuchungen in der Verlandungszone
Oberlausitzer Teiche. – Diplom-Arbeit,
Zool. Inst. Techn. Hochschule Dresden
(unveröff.).
6 Anhang
Zurückgehende Arten
Vorwarnliste (V)
Arten, die merklich zurückgegangen sind,
aber aktuell noch nicht gefährdet sind.
Eines der folgenden Kriterien muss erfüllt
sein:
– Die Art ist in großen Teilen des von ihr
besiedelten Gebietes bereits selten ge-
worden.
– Die Art ist noch häufig bis mäßig häu-
fig, aber an seltener werdende Lebens-
räume gebunden.
– Die Art ist noch häufig, die Vielfalt der
von ihr besiedelten Standorte bzw.
Lebensräume ist aber im Vergleich zu
früher eingeschränkt.
Bei Fortbestehen der bestandsreduzie-
renden menschlichen Einwirkungen ist in
naher Zukunft eine Einstufung in die Kate-
gorie „gefährdet“ wahrscheinlich.
Adarrus (Adarrus) multinotatus
Gemeine Zwenkenzirpe
Arocephalus (Ariellus) punctum
Punktierte Graszirpe
Artianus interstitialis
Stirnbandzirpe
Centrotus cornutus
Dornzikade
Chloriona smaragdula
Smaragd-Schilfspornzikade
Delphacodes venosus
Plumpspornzikade
Dicranotropis (Leimonodite) divergens
Rotschwingel-Spornzikade
Doratura impudica
Große Dolchzirpe
Edwardsiana plebeja
Gemeine Ulmenlaubzikade
Edwardsiana ulmiphagus
Englische Ulmenlaubzikade
Elymana kozhevnikovi
Tatarenzirpe
Eupteryx heydenii
Kälberkropf-Blattzikade
Fieberiella florii
Südliche Strauchzirpe
Florodelphax leptosoma
Florspornzikade
Forcipata citrinella
Riedblattzikade
Issus coleoptratus
Echte Käferzikade
Jassargus sursumflexus
Ried-Spitzkopfzirpe
Megamelus notula
Gemeine Seggenspornzikade
Planaphrodes bifasciata
Bergerdzikade
Planaphrodes nigrita
Walderdzikade
Psammotettix kolosvarensis
Östliche Sandzirpe
Psammotettix poecilus
Mosaiksandzirpe
13
Rote Liste Zikaden

Rhopalopyx adumbrata
Bergschwingelzirpe
Rhopalopyx preyssleri
Rispenzirpe
Rhopalopyx vitripennis
Grüne Schwingelzirpe
Ribautiana ulmi
Gefleckte Ulmenblattzikade
Ribautodelpax collina
Hügelspornzikade
Stenocranus fuscovittatus
Bunte Spornzikade
Stroggylocephalus agrestis
Sumpferdzikade
Struebingianella lugubrina
Schwadenspornzikade
Turrutus socialis
Triftengraszirpe
Xanthodelphax straminea
Strohspornzikade
Daten defizitär (D)
Arten, deren Verbreitung, Biologie und Ge-
fährdung für eine Einstufung in die ande-
ren Kategorien nicht ausreichend bekannt
ist, weil sie bisher (oft) übersehen und im
Gelände nicht unterschieden wurden
Allygus communis
Eichenbaumzirpe
Chloriona glaucescens
Salz-Schilfspornzikade
Cixius (Ceratocixius) simplex
Dorn-Glasflügelzikade
Cixius (Orinocixius) cambricus
Kambrische Glasflügelzikade
Colladonus torneellus
Trollzirpe
Edwardsiana avellanae
Ochsenlaubzikade
Edwardsiana gratiosa
Schwarzerlen-Laubzikade
Edwardsiana nigriloba
Ahornlaubzikade
Edwardsiana soror
Grauerlen-Laubzikade
Edwardsiana spinigera
Dornenlaubzikade
Errhomenus brachypterus
Moosschmuckzikade
Eupteryx immaculatifrons
Taubnessel-Blattzikade
Eurhadina ribauti
Ribaut-Elfenzikade
Fagocyba carri
Weiße Eichenblattzikade
Idiocerus (Acericerus) heydenii
Bergahorn-Winkerzikade
Idiocerus (Acericerus) ribauti
Ribautwinkerzikade
Idiocerus (Acericerus) vittifrons
Streifenwinkerzikade
Idiocerus (Idiocerus) herrichii
Bärtige Winkerzikade
Idiocerus (Metidiocerus) elegans
Punktierte Winkerzikade
Idiocerus (Metidiocerus) impressifrons
Korbweiden-Winkerzikade
Idiocerus (Stenidiocerus) poecilus
Bunte Winkerzikade
Issus muscaeformis
Fliegen-Käferzikade
Kelisia guttulifera
Wegspornzikade
Kybos calyculus
Moorbirken-Blattzikade
Lamprotettix nitidulus
Glanzzirpe
Macropsis notata
Dreipunkt-Maskenzikade
Macrosteles maculosus
Knöterichwanderzirpe
Oncopsis appendiculata
Hakenmaskenzikade
Platymetopius major
Große Schönzirpe
Ribautiana scalaris
Strichelblattzikade
Zygina griseombra
Hainbuchen-Feuerzikade
14
Rote Liste Zikaden

Artenliste der Zikaden Sachsens
Alle aktuell oder in historischer Zeit in Sach-
sen bisher festgestellten Arten werden
tabellarisch in systematischer Reihenfolge
aufgeführt. Folgende Symbole werden ver-
wendet:
Status (S)
E einheimisch (bodenständig, autochthon)
N eingebürgert (bodenständig, Neubürger,
allochthon)
Z Singularität, Irrgast
Gefährdung (G)
0 ausgestorben oder verschollen
1 vom Aussterben bedroht
2 stark gefährdet
3 gefährdet
R extrem selten
V zurückgehend, nicht gefährdet
D Daten defizitär
Bemerkungen (Bem.)
sind fortlaufend durchnummeriert und am
Schluss aufgeführt.
15
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Familie: Cixiidae – Glasflügelzikaden
Cixius (Cixius) nervosus (LINNAEUS, 1758) – Gemeine Glasflügelzikade....................E
Cixius (Ceratocixius) cunicularius (LINNAEUS, 1767) – Busch-Glasflügelzikade ..........E
Cixius (Ceratocixius) simplex (HERRICH-SCHÄFFER, 1835) – Dorn-Glasflügelzikade ....E
D
Cixius (Paracixius) distinguendus KIRSCHBAUM, 1868 – Wald-Glasflügelzikade..........E
3
Cixius (Orinocixius) beieri W. WAGNER, 1939 – Fichten-Glasflügelzikade..................E
3
1)
Cixius (Orinocixius) cambricus CHINA, 1935 – Kambrische Glasflügelzikade ............E
D
Cixius (Sciocixius) stigmaticus (GERMAR, 1818) – Trug-Glasflügelzikade ....................E
2
Cixius (Sciocixius) similis KIRSCHBAUM, 1868 – Torf-Glasflügelzikade ........................E
2
Tachycixius pilosus (OLIVIER, 1791) – Pelz-Glasflügelzikade ......................................E
Trigonocranus emmeae FIEBER, 1868 – Weiße Glasflügelzikade ..............................E
R
Myndus musivus (GERMAR, 1825) – Weiden-Glasflügelzikade ..................................E
1
2)
Pentastiridius leporinus (LINNAEUS, 1761) – Schilf-Glasflügelzikade ..........................E
2
Reptalus panzeri (P. LÖW, 1883) – Rosen-Glasflügelzikade........................................E
2
Familie: Delphacidae – Spornzikaden
Unterfamilie: Asiracinae
Asiraca clavicornis (FABRICIUS, 1794) – Schaufelspornzikade ....................................E
3
Unterfamilie: Kelisiinae
Kelisia guttula (GERMAR, 1818) – Fleckenspornzikade................................................E
3
Kelisia sima RIBAUT, 1934 – Gelbseggen-Spornzikade ..............................................E
3
Kelisia vittipennis (J. SAHLBERG, 1868) – Wollgras-Spornzikade ................................E
3
Kelisia punctulum (KIRSCHBAUM, 1868) – Punktierte Spornzikade..............................E
3
Kelisia guttulifera (KIRSCHBAUM, 1868) – Wegspornzikade ........................................E
D
Kelisia praecox HAUPT, 1895 – Seegras-Spornzikade ................................................E
Kelisia pallidula (BOHEMAN, 1847) – Weiße Spornzikade............................................E
3
Kelisia ribauti W. WAGNER, 1938 – Schwarzlippen-Spornzikade ................................E
3
Kelisia sabulicola W. WAGNER, 1952 – Dünenspornzikade ........................................E
R
Kelisia monoceros RIBAUT, 1934 – Einhorn-Spornzikade............................................E
2
Anakelisia perspicillata (BOHEMAN, 1845) – Triftenspornzikade ..................................E
3
Anakelisia fasciata (KIRSCHBAUM, 1868) – Uferseggen-Spornzikade ..........................E
3

16
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Unterfamilie: Stenocraninae
Stenocranus major (KIRSCHBAUM, 1868) – Große Spornzikade..................................E
Stenocranus minutus (FABRICIUS, 1787) – Knaulgras-Spornzikade ............................E
Stenocranus fuscovittatus (STÅL, 1858) – Bunte Spornzikade ..................................E
V
Unterfamilie: Delphacinae
Jassidaeus lugubris (SIGNORET, 1865) – Zwergspornzikade ......................................E
2
Megamelus notula (GERMAR, 1830) – Gemeine Seggenspornzikade ........................E
V
Conomelus anceps (GERMAR, 1821) – Gemeine Binsenspornzikade ........................E
Ditropis pteridis (SPINOLA, 1839) – Farnspornzikade..................................................E
Eurysa lineata (PERRIS, 1857) – Streifenspornzikade..................................................E
Eurysula lurida (FIEBER, 1866) – Reitgras-Spornzikade ..............................................E
Eurybregma nigrolineata SCOTT, 1875 – Zebraspornzikade........................................E
Stiroma affinis FIEBER, 1866 – Hainspornzikade ........................................................E
Stiroma bicarinata (HERRICH-SCHÄFFER, 1835) – Waldspornzikade ............................E
Delphacinus mesomelas (BOHEMAN, 1850) – Elfenbein-Spornzikade........................E
3
Euconomelus lepidus (BOHEMAN, 1847) – Sumpfried-Spornzikade ..........................E
3
Delphax crassicornis (PANZER, 1796) – Bunte Schilfspornzikade ..............................E
3
Delphax pulchellus (CURTIS, 1833) – Wiesen-Schilfspornzikade ................................E
0
3)
Euides basilinea (GERMAR, 1821) – Schöne Schilfspornzikade....................................E
3
Chloriona glaucescens FIEBER, 1866 – Salz-Schilfspornzikade ..................................E
D
Chloriona smaragdula (STÅL, 1853) – Smaragd-Schilfspornzikade ............................E
V
Chloriona vasconica RIBAUT, 1934 – Haken-Schilfspornzikade ..................................E
2
Megadelphax sordidula (STÅL, 1853) – Haferspornzikade..........................................E
Laodelphax striatella (FALLÉN, 1826) – Wanderspornzikade ......................................E
Ditropsis flavipes (SIGNORET, 1865) – Trespenspornzikade ........................................E
1
4)
Paraliburnia adela (FLOR, 1861) – Glanzgras-Spornzikade ..........................................E
3
Paraliburnia clypealis (J. SAHLBERG, 1871) – Braune Spornzikade..............................E
2
Hyledelphax elegantula (BOHEMAN, 1847) – Scheckenspornzikade ..........................E
Megamelodes quadrimaculatus (SIGNORET, 1865) – Quellspornzikade......................E
2
Calligypona reyi (FIEBER, 1866) – Simsenspornzikade................................................E
2
Mirabella albifrons (FIEBER, 1879) – Weißkopf-Spornzikade ......................................E
Delphacodes capnodes (SCOTT, 1870) – Weißlippen-Spornzikade ............................E
2
Delphacodes venosus (GERMAR, 1830) – Plumpspornzikade ....................................E
V
Muellerianella brevipennis (BOHEMAN, 1847) – Schmielenspornzikade ....................E
Muellerianella fairmairei (PERRIS, 1857) – Amazonenspornzikade..............................E
Muellerianella extrusa (SCOTT, 1871) – Pfeifengras-Spornzikade ..............................E
Muirodelphax aubei (PERRIS, 1857) – Ödland-Spornzikade ........................................E
2
Kosswigianella exigua (BOHEMAN, 1847) – Heidespornzikade ..................................E
Acanthodelphax denticauda (BOHEMAN, 1847) – Zahnspornzikade............................E
3
Acanthodelphax spinosa (FIEBER, 1866) – Stachelspornzikade..................................E
Nothodelphax albocarinata (STÅL, 1858) – Schlenkenspornzikade ............................E
1
5)
Nothodelphax distincta (FLOR, 1861) – Hochmoor-Spornzikade ................................E
2
Dicranotropis (Dicranotropis) hamata (BOHEMAN, 1847) – Queckenspornzikade ......E
Dicranotropis (Leimonodite) divergens KIRSCHBAUM,1868
– Rotschwingel-Spornzikade..................................................................................E
V
Florodelphax leptosoma (FLOR, 1861) – Florspornzikade ..........................................E
V
Florodelphax paryphasma (FLOR, 1861) – Schlüsselspornzikade ..............................E
2

17
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Struebingianella lugubrina (BOHEMAN, 1847) – Schwadenspornzikade......................E
V
Xanthodelphax flaveola (FLOR, 1861) – Gelbe Spornzikade ......................................E
2
Xanthodelphax straminea (STÅL, 1858) – Strohspornzikade ......................................E
V
Paradelphacodes paludosa (FLOR, 1861) – Sumpfspornzikade..................................E
2
Oncodelphax pullula (BOHEMAN, 1852) – Klauenspornzikade ....................................E
2
Criomorphus albomarginatus CURTIS, 1833 – Bindenspornzikade ............................E
Criomorphus borealis (J. SAHLBERG, 1871) – Taigaspornzikade..................................E
3
Javesella discolor (BOHEMAN, 1847) – Flossenspornzikade ......................................E
Javesella simillima (LINNAVUORI, 1948) – Arktische Spornzikade ..............................E
1
6)
Javesella pellucida (FABRICIUS, 1794) – Wiesenspornzikade......................................E
Javesella dubia (KIRSCHBAUM, 1868) – Säbelspornzikade ..........................................E
Javesella obscurella (BOHEMAN, 1847) – Schlammspornzikade ................................E
Javesella forcipata (BOHEMAN, 1847) – Zangenspornzikade ......................................E
3
Ribautodelphax albostriata (FIEBER, 1866) – Rispenspornzikade................................E
Ribautodelphax angulosa (RIBAUT, 1953) – Ruchgras-Spornzikade ............................E
2
Ribautodelphax collina (BOHEMAN, 1847) – Hügelspornzikade ..................................E
V
Ribautodelphax pungens (RIBAUT, 1953) – Zwenkenspornzikade ..............................E
3
Familie: Dictyopharidae
Dictyophara europaea (LINNAEUS, 1767) – Europäischer Laternenträger ..................E
2
Familie: Tettigometridae
Tettigometra atra HAGENBACH, 1825 – Schwarze Ameisenzikade..............................E
0
7)
Tettigometra leucophaea (PREYSSLER, 1792) – Punktierte Ameisenzikade ................E
0
7)
Familie: Issidae
Unterfamilie: Caliscelinae
Ommatidiotus dissimilis (FALLÉN, 1806) – Moorkäferzikade......................................E
1
8)
Unterfamilie: Issinae
Issus coleoptratus (FABRICIUS, 1781) – Echte Käferzikade ........................................E
V
Issus muscaeformis (SCHRANK, 1781) – Fliegen-Käferzikade ....................................E
D
Familie: Cicadidae
Cicadetta montana (SCOPOLI, 1772) – Bergsingzikade ..............................................E
2
Familie: Cercopidae
Unterfamilie: Cercopinae
Cercopis sanguinolenta (SCOPOLI, 1763) – Bindenblutzikade ....................................E
R
Cercopis vulnerata ROSSI, 1807 – Gemeine Blutzikade ............................................E
Unterfamilie: Aphrophorinae
Lepyronia coleoptrata (LINNAEUS, 1758) – Wanstschaumzikade ................................E
Neophilaenus albipennis (FABRICIUS, 1798) – Zwenkenschaumzikade ......................E
3
Neophilaenus campestris (FALLÉN, 1805) – Feldschaumzikade ................................E
Neophilaenus exclamationis (THUNBERG, 1784) – Waldschaumzikade ......................E
Neophilaenus infumatus (HAUPT, 1917) – Steppenschaumzikade..............................Z
9)
Neophilaenus lineatus (LINNAEUS, 1758) – Grasschaumzikade ..................................E
Neophilaenus minor (KIRSCHBAUM, 1868) – Zwergschaumzikade..............................E
3

18
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Aphrophora alni (FALLÉN, 1805) – Erlenschaumzikade ..............................................E
Aphrophora corticea GERMAR, 1821 – Kiefernschaumzikade ....................................E
Aphrophora pectoralis MATSUMURA, 1903 – Bunte Weidenschaumzikade ................E
10)
Aphrophora salicina (GOEZE, 1778) – Braune Weidenschaumzikade..........................E
Philaenus spumarius (LINNAEUS, 1758) – Wiesenschaumzikade................................E
Familie: Membracidae
Unterfamilie: Centrotinae
Gargara genistae (FABRICIUS, 1775) – Ginsterzikade..................................................E
Centrotus cornutus (LINNAEUS, 1758) – Dornzikade ..................................................E
V
Familie: Cicadellidae
Unterfamilie: Ulopinae
Ulopa reticulata (FABRICIUS, 1794) – Heidekrautzikade ..............................................E
Utecha trivia (GERMAR, 1821) – Triftenzikade ............................................................E
2
Unterfamilie: Megophthalminae
Megophthalmus scanicus (FALLÉN, 1806) – Gemeine Kappenzikade........................E
Unterfamilie: Ledrinae
Ledra aurita (LINNAEUS, 1758) – Echte Ohrzikade ......................................................E
Unterfamilie: Macropsinae
Oncopsis alni (SCHRANK, 1801) – Erlenmaskenzikade................................................E
Oncopsis appendiculata W. WAGNER, 1944 – Hakenmaskenzikade ..........................E
D
Oncopsis tristis (ZETTERSTEDT, 1840) – Kleine Birkenmaskenzikade ..........................E
Oncopsis carpini (J. SAHLBERG, 1871) – Hainbuchen-Maskenzikade..........................E
Oncopsis flavicollis (LINNAEUS, 1761) – Gemeine Birkenmaskenzikade ....................E
Oncopsis subangulata (J. SAHLBERG, 1871) – Herzmaskenzikade ............................E
Pediopsis tiliae (GERMAR, 1831) – Lindenmaskenzikade............................................E
Macropsis albae W. WAGNER, 1950 – Schwarzweiße Maskenzikade ........................E
Macropsis cerea (GERMAR, 1837) – Gemeine Maskenzikade....................................E
Macropsis fuscinervis (BOHEMAN, 1845) – Espenmaskenzikade ..............................E
Macropsis fuscula (ZETTERSTEDT, 1828) – Himbeer-Maskenzikade ............................E
Macropsis glandacea (FIEBER, 1868) – Ulmenmaskenzikade ....................................E
3
Macropsis graminea (FABRICIUS, 1798) – Schwarzpappel-Maskenzikade ..................E
Macropsis haupti W. WAGNER, 1941 – Gebänderte Maskenzikade ..........................E
3
Macropsis impura (BOHEMAN, 1847) – Kleine Maskenzikade ....................................E
2
Macropsis infuscata (J. SAHLBERG, 1871) – Salweiden-Maskenzikade ......................E
Macropsis marginata (HERRICH-SCHÄFFER, 1836) – Bunte Maskenzikade..................E
Macropsis megerlei (FIEBER, 1868) – Rosenmaskenzikade ......................................E
0
11)
Macropsis notata (PROHASKA, 1923) – Dreipunkt-Maskenzikade ..............................E
D
Macropsis prasina (BOHEMAN, 1852) – Grüne Maskenzikade....................................E
Macropsis scutellata (BOHEMAN, 1845) – Nesselmaskenzikade ................................E
Macropsis viridinervis W. WAGNER, 1950 – Mandelweiden-Maskenzikade................E
Hephathus nanus (HERRICH-SCHÄFFER, 1835) – Zwergmaskenzikade........................E
0
12)
Macropsidius sahlbergi (FLOR, 1861) – Beifußmaskenzikade ....................................E
0
13)
Unterfamilie: Agalliinae
Agallia brachyptera (BOHEMAN, 1847) – Streifen-Dickkopfzikade ..............................E
Anaceratagallia ribauti (OSSIANNILSSON, 1938) – Wiesen-Dickkopfzikade ..................E
Anaceratagallia venosa (FOURCROY, 1785) – Klee-Dickkopfzikade..............................E

19
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Unterfamilie: Idiocerinae
Rhytidodus decimusquartus (SCHRANK, 1776) – Große Winkerzikade ......................E
Idiocerus (Idiocerus) lituratus (FALLÉN, 1806) – Grauweiden-Winkerzikade ..............E
Idiocerus (Idiocerus) similis KIRSCHBAUM, 1868 – Purpurweiden-Winkerzikade ........E
Idiocerus (Idiocerus) stigmaticalis LEWIS, 1834 – Flaumige Winkerzikade ................E
Idiocerus (Idiocerus) herrichii KIRSCHBAUM, 1868 – Bärtige Winkerzikade ................E
D
Idiocerus (Metidiocerus) elegans FLOR, 1861 – Punktierte Winkerzikade ................E
D
Idiocerus (Metidiocerus) rutilans KIRSCHBAUM, 1868 – Rötliche Winkerzikade ..........E
Idiocerus (Metidiocerus) impressifrons KIRSCHBAUM, 1868
– Korbweiden-Winkerzikade ..................................................................................E
D
Idiocerus (Stenidiocerus) poecilus (HERRICH-SCHÄFFER, 1835)
– Bunte Winkerzikade............................................................................................E
D
Idiocerus (Tremulicerus) tremulae (ESTLUND, 1796)
– Kleine Espenwinkerzikade ..................................................................................E
Idiocerus (Tremulicerus) vitreus (FABRICIUS, 1803) – Glaswinkerzikade ....................E
Idiocerus (Tremulicerus) distinguendus KIRSCHBAUM, 1868
– Gebänderte Winkerzikade ..................................................................................E
Idiocerus (Tremulicerus) fulgidus (FABRICIUS, 1775) – Kupferwinkerzikade ..............E
Idiocerus (Viridicerus) ustulatus (MULSANT et REY, 1855) – Grüne Winkerzikade ......E
Idiocerus (Populicerus) albicans KIRSCHBAUM, 1868 – Weiße Winkerzikade..............E
Idiocerus (Populicerus) confusus FLOR, 1861 – Gelbe Winkerzikade ........................E
Idiocerus (Populicerus) nitidissimus (HERRICH-SCHÄFFER, 1835)
– Glanzwinkerzikade ..............................................................................................E
Idiocerus (Populicerus) laminatus FLOR, 1861 – Große Espenwinkerzikade..............E
Idiocerus (Populicerus) populi (LINNAEUS, 1761) – Echte Espenwinkerzikade............E
Idiocerus (Acericerus) heydenii KIRSCHBAUM, 1868 – Bergahorn-Winkerzikade ........E
D
Idiocerus (Acericerus) ribauti NICKEL & REMANE, 2002 – Ribautwinkerzikade ..........E
D
Idiocerus (Acericerus) vittifrons KIRSCHBAUM, 1868 – Streifenwinkerzikade..............E
D
Balcanocerus larvatus (HERRICH-SCHÄFFER, 1837)
– Große Schlehenwinkerzikade..............................................................................E
Unterfamilie: Iassinae
Batracomorphus allionii (TURTON, 1802) – Ginsterlederzikade ..................................E
0
14)
Batracomorphus irroratus LEWIS, 1834 – Sonnenröschen-Lederzikade ....................E
0
15)
Iassus lanio (LINNAEUS, 1761) – Eichenlederzikade....................................................E
Iassus scutellaris (FIEBER, 1868) – Ulmenlederzikade................................................E
3
Unterfamilie: Penthimiinae
Penthimia nigra (GOEZE, 1778) – Mönchszikade ........................................................E
3
Unterfamilie: Dorycephalinae
Eupelix cuspidata (FABRICIUS, 1775) – Löffelzikade....................................................E
Unterfamilie: Aphrodinae
Aphrodes bicincta (SCHRANK, 1776) – Triftenerdzikade ..............................................E
Aphrodes diminuta RIBAUT, 1952 – Kleine Erdzikade ................................................E
Aphrodes makarovi ZACHVATKIN, 1948 – Wiesenerdzikade ........................................E
Planaphrodes bifasciata (LINNAEUS, 1758) – Bergerdzikade ......................................E
V
Planaphrodes nigrita (KIRSCHBAUM, 1868) – Walderdzikade ......................................E
V
Planaphrodes trifasciata (FOURCROY, 1785) – Heideerdzikade ..................................E
3
16)
Anoscopus albifrons (LINNAEUS, 1758) – Braune Erdzikade ......................................E

20
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Anoscopus albiger (GERMAR, 1821) – Salzerdzikade..................................................E
3
Anoscopus alpinus (W. WAGNER, 1955) – Alpenerdzikade ........................................E
2
17)
Anoscopus flavostriatus (DONOVAN, 1799) – Streifenerdzikade ................................E
Anoscopus histrionicus (FABRICIUS, 1794) – Bunte Erdzikade ..................................E
0
18)
Anoscopus serratulae (FABRICIUS, 1775) – Rasenerdzikade ......................................E
Stroggylocephalus agrestis (FALLÉN, 1806) – Sumpferdzikade ..................................E
V
Stroggylocephalus livens (ZETTERSTEDT, 1840) – Moorerdzikade ..............................E
2
Unterfamilie: Cicadellinae ..........................................................................................
Evacanthus acuminatus (FABRICIUS, 1794) – Hainschmuckzikade..............................E
Evacanthus interruptus (LINNAEUS, 1758) – Wiesenschmuckzikade ..........................E
Errhomenus brachypterus FIEBER, 1866 – Moosschmuckzikade ..............................E
D
Cicadella viridis (LINNAEUS, 1758) – Binsenschmuckzikade........................................E
Cicadella lasiocarpae OSSIANNILSSON, 1981 – Sumpfschmuckzikade ........................E
1
19)
Graphocephala fennahi YOUNG, 1977 – Rhododendronzikade ..................................N
Unterfamilie: Typhlocybinae ......................................................................................
Alebra neglecta W. WAGNER, 1940 – Trug-Augenblattzikade ......................................E
Alebra coryli LE QUESNE, 1976 – Hasel-Augenblattzikade..........................................E
Alebra wahlbergi (BOHEMAN, 1845) – Gemeine Augenblattzikade............................E
Alebra albostriella (FALLÉN, 1826) – Große Augenblattzikade ....................................E
Alebra viridis REY, 1824 – Grüne Augenblattzikade....................................................E
Erythria aureola (FALLÉN, 1806) – Ankerblattzikade....................................................E
3
Erythria manderstjernii (KIRSCHBAUM, 1868) – Bergblattzikade ..................................E
Emelyanoviana mollicula (BOHEMAN, 1845) – Schwefelblattzikade ............................E
Dikraneura variata HARDY, 1850 – Schmielenblattzikade............................................E
Micantulina stigmatipennis (MULSANT & REY, 1855) – Königskerzen-Blattzikade ......E
2
Forcipata citrinella (ZETTERSTEDT, 1828) – Riedblattzikade..........................................E
V
Forcipata forcipata (FLOR, 1861) – Zangenblattzikade................................................E
Notus flavipennis (ZETTERSTEDT, 1828) – Gemeine Seggenblattzikade ......................E
Empoasca affinis NAST, 1937 – Strauchblattzikade....................................................E
Empoasca decipiens PAOLI, 1930 – Gemüseblattzikade............................................E
Empoasca pteridis (DAHLBOM, 1850) – Grüne Kartoffelblattzikade ............................E
Empoasca vitis (GÖTHE, 1875) – Rebenblattzikade ....................................................E
Kybos calyculus (CERUTTI, 1939) – Moorbirken-Blattzikade........................................E
D
Kybos limpidus (W. WAGNER, 1955) – Korbweiden-Blattzikade..................................E
Kybos lindbergi (LINNAVUORI, 1951) – Gemeine Birkenblattzikade ............................E
20)
Kybos populi (EDWARDS, 1908) – Gemeine Pappelblattzikade ..................................E
Kybos rufescens MELICHAR, 1896 – Purpurweiden-Blattzikade ................................E
Kybos smaragdula (FALLÉN, 1806) – Smaragdblattzikade ..........................................E
Kybos strigilifer (OSSIANNILSSON, 1941) – Grauweiden-Blattzikade ............................E
Kybos virgator (RIBAUT, 1933) – Silberweiden-Blattzikade ........................................E
Austroasca vittata (LETHIERRY, 1884) – Grüne Wermutblattzikade ............................E
3
Kyboasca bipunctata (OSHANIN, 1871) – Zweipunktblattzikade..................................E
2
Chlorita dumosa (RIBAUT, 1933) – Thymianblattzikade................................................E
2
Chlorita paolii (OSSIANNILSSON, 1939) – Baltische Blattzikade ....................................E
Fagocyba carri (EDWARDS, 1914) – Weiße Eichenblattzikade......................................E
D
Fagocyba cruenta (HERRICH-SCHÄFFER, 1838) – Buchenblattzikade............................E
21)
Ossiannilssonola callosa (THEN, 1886) – Große Ahornblattzikade..............................E

21
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Edwardsiana avellanae (EDWARDS, 1888) – Ochsenlaubzikade..................................E
D
Edwardsiana bergmani (TULLGREN, 1916) – Birkenlaubzikade....................................E
Edwardsiana candidula (KIRSCHBAUM, 1868) – Pappellaubzikade ..............................E
Edwardsiana crataegi (DOUGLAS, 1876) – Apfellaubzikade ........................................E
Edwardsiana flavescens (FABRICIUS, 1794) – Gelbe Laubzikade................................E
Edwardsiana frustrator (EDWARDS, 1908) – Scherenlaubzikade ................................E
Edwardsiana geometrica (SCHRANK, 1801) – Gestreifte Laubzikade..........................E
Edwardsiana gratiosa (BOHEMAN, 1852) – Schwarzerlen-Laubzikade ........................E
D
Edwardsiana ulmiphagus WILSON & CLARIDGE, 1999
– Englische Ulmenlaubzikade ....................................................................................E
V
22)
Edwardsiana ishidai (MATSUMURA, 1932) – Japanische Ulmenlaubzikade ................E
3
Edwardsiana lethierryi (EDWARDS, 1881) – Lindenlaubzikade ....................................E
22)
Edwardsiana nigriloba (EDWARDS, 1924) – Ahornlaubzikade ......................................E
D
Edwardsiana plebeja (EDWARDS, 1914) – Gemeine Ulmenlaubzikade........................E
V
Edwardsiana prunicola (EDWARDS, 1914) – Pflaumenlaubzikade................................E
Edwardsiana rosae (LINNAEUS, 1758) – Gemeine Rosenlaubzikade ..........................E
Edwardsiana salicicola (EDWARDS, 1885) – Grauweiden-Laubzikade ........................E
Edwardsiana sociabilis (OSSIANNILSSON, 1936) – Schwedische Laubzikade ..............E
Edwardsiana soror (LINNAVUORI, 1950) – Grauerlen-Laubzikade ................................E
D
Edwardsiana spinigera (EDWARDS, 1924) – Dornenlaubzikade ..................................E
D
Edwardsiana stehliki LAUTERER, 1958 – Mährische Laubzikade ................................E
R
Edwardsiana tersa (EDWARDS, 1914) – Korbweiden-Laubzikade................................E
Eupterycyba jucunda (HERRICH-SCHÄFFER, 1837) – Bunte Erlenblattzikade................E
Linnavuoriana decempunctata (FALLÉN, 1806) – Birken-Fleckenblattzikade ..............E
Linnavuoriana sexmaculata (HARDY, 1850) – Weiden-Fleckenblattzikade ..................E
Ribautiana scalaris (RIBAUT, 1931) – Strichelblattzikade ............................................E
D
Ribautiana tenerrima (HERRICH-SCHÄFFER, 1834) – Beerenblattzikade ......................E
Ribautiana ulmi (LINNAEUS, 1758) – Gefleckte Ulmenblattzikade ..............................E
V
Typhlocyba (Typhlocyba) quercus (FABRICIUS, 1777) – Leopardenblattzikade ............E
Typhlocyba (Zonocyba) bifasciata BOHEMAN, 1851 – Gebänderte Blattzikade ..........E
Eurhadina concinna (GERMAR, 1831) – Blasse Elfenzikade ........................................E
Eurhadina kirschbaumi W. WAGNER, 1937 – Traubeneichen-Elfenzikade....................E
Eurhadina loewii (THEN, 1886) – Ahornelfenzikade ....................................................E
Eurhadina pulchella (FALLÉN, 1806) – Schöne Elfenzikade ........................................E
Eurhadina ribauti W. WAGNER, 1935 – Ribaut-Elfenzikade ........................................E
D
Eurhadina saageri W. WAGNER, 1937 – Wagner-Elfenzikade ......................................E
Eupteryx aurata (LINNAEUS, 1758) – Goldblattzikade..................................................E
Eupteryx atropunctata (GOEZE, 1778) – Bunte Kartoffelblattzikade............................E
Eupteryx heydenii (KIRSCHBAUM, 1868) – Kälberkropf-Blattzikade..............................E
V
Eupteryx signatipennis (BOHEMAN, 1847) – Mädesüß-Blattzikade ............................E
Eupteryx adspersa (HERRICH-SCHÄFFER, 1838) – Bunte Wermutblattzikade ..............E
2
Eupteryx urticae (FABRICIUS, 1803) – Wald-Nesselblattzikade....................................E
Eupteryx calcarata OSSIANNILSSON, 1936 – Rain-Nesselblattzikade ..........................E
Eupteryx cyclops MATSUMURA, 1906 – Bach-Nesselblattzikade ................................E
Eupteryx immaculatifrons (KIRSCHBAUM, 1868) – Taubnessel-Blattzikade ..................E
D
Eupteryx florida RIBAUT, 1936 – Gartenblattzikade ....................................................E
Eupteryx decemnotata REY, 1891 – Ligurische Blattzikade ......................................E

22
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Eupteryx melissae CURTIS, 1837 – Eibischblattzikade................................................E
Eupteryx stachydearum (HARDY, 1850) – Nördliche Ziestblattzikade ........................E
Eupteryx tenella (FALLÉN, 1806) – Schafgarben-Blattzikade ......................................E
3
Eupteryx vittata (LINNAEUS, 1758) – Hahnenfuß-Blattzikade ......................................E
Eupteryx notata CURTIS, 1837 – Triftenblattzikade......................................................E
Wagneripteryx germari (ZETTERSTEDT, 1840) – Kiefernblattzikade..............................E
Aguriahana stellulata (BURMEISTER, 1841) – Kirschenblattzikade................................E
Zyginella pulchra LÖW, 1885 – Diademblattzikade ....................................................E
Alnetoidia alneti (DAHLBOM, 1850) – Gemeine Erlenblattzikade ................................E
Zyginidia mocsaryi (HORVÁTH, 1910) – Blaugras-Blattzikade ......................................E
R
Zygina angusta LETHIERRY, 1874 – Schlankfeuerzikade ..............................................E
Zygina flammigera (FOURCROY,1785) – Gemeine Feuerzikade ..................................E
Zygina ordinaria (RIBAUT, 1936) – Weidenfeuerzikade................................................E
Zygina rubrovittata (LETHIERRY, 1869) – Heidefeuerzikade ........................................E
3
Zygina suavis REY, 1891 – Faulbaum-Feuerzikade ....................................................E
Zygina tiliae (FALLÉN, 1806) – Erlenfeuerzikade ........................................................E
Zygina griseombra REMANE, 1994 – Hainbuchen-Feuerzikade ..................................E
D
Zygina hyperici (HERRICH-SCHÄFFER, 1836) – Gemeine Johanniskrautzikade ............E
Arboridia ribauti (OSSIANNILSSON, 1937) – Hakenblattzikade ......................................E
Arboridia velata (RIBAUT, 1952) – Segelblattzikade ....................................................E
3
Arboridia pusilla (RIBAUT, 1936) – Storchschnabel-Blattzikade....................................E
1
23)
Unterfamilie: Deltocephalinae
Fieberiella septentrionalis W. WAGNER, 1963 – Gemeine Strauchzirpe......................E
Fieberiella florii (STÅL, 1864) – Südliche Strauchzirpe ................................................E
V
Grypotes puncticollis (HERRICH-SCHÄFFER, 1834) – Gemeine Kiefernzirpe ................E
Goniagnathus brevis (HERRICH-SCHÄFFER, 1835) – Thymianzirpe ..............................E
2
Opsius stactogalus FIEBER, 1866 – Tamariskenzirpe ..................................................N
Neoaliturus fenestratus (HERRICH-SCHÄFFER, 1834) – Trauerzirpe ..............................E
3
Circulifer haematoceps (MULSANT & REY, 1855) – Ringzirpe ....................................Z
24)
Coryphaelus gyllenhalii (FALLÉN, 1826) – Bunte Simsenzirpe....................................E
1
25)
Balclutha punctata (FABRICIUS, 1775) – Gemeine Winterzirpe ..................................E
Balclutha rhenana W. WAGNER, 1939 – Glanzgras-Winterzirpe..................................E
Balclutha calamagrostis OSSIANNILSSON, 1961 – Reitgras-Winterzirpe......................E
Macrosteles cristatus (RIBAUT, 1927) – Kammwanderzirpe ......................................E
Macrosteles fieberi (EDWARDS, 1889) – Schlenkenwanderzirpe ................................E
1
26)
Macrosteles frontalis (SCOTT, 1875) – Schachtelhalm-Wanderzirpe ..........................E
3
Macrosteles horvathi (W. WAGNER, 1935) – Binsen-Wanderzirpe..............................E
Macrosteles laevis (RIBAUT, 1927) – Ackerwanderzirpe ............................................E
Macrosteles lividus (EDWARDS, 1894) – Teichwanderzirpe ........................................E
2
Macrosteles maculosus (THEN, 1897) – Knöterichwanderzirpe ................................E
D
Macrosteles ossiannilssoni LINDBERG, 1954 – Moorwanderzirpe..............................E
3
Macrosteles quadripunctulatus (KIRSCHBAUM, 1868) – Sandwanderzirpe..................E
3
Macrosteles septemnotatus (FALLÉN, 1806) – Mädesüß-Wanderzirpe......................E
Macrosteles sexnotatus (FALLÉN, 1806) – Wiesenwanderzirpe ................................E
Macrosteles variatus (FALLÉN, 1806) – Nesselwanderzirpe ......................................E
Macrosteles viridigriseus (EDWARDS, 1922) – Gabelwanderzirpe ..............................E
Erotettix cyane (BOHEMAN, 1845) – Seerosenzirpe....................................................E
1
27)

23
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Sonronius binotatus (J. SAHLBERG, 1871) – Kleine Weidenröschenzirpe....................E
R
Sagatus punctifrons (FALLÉN, 1826) – Grüne Weidenzirpe ........................................E
Deltocephalus pulicaris (FALLÉN, 1806) – Wiesenflohzirpe ........................................E
Recilia coronifer (MARSHALL, 1866) – Kronengraszirpe ..............................................E
Endria nebulosa (BALL, 1900) – Amerikanerzirpe ......................................................E
3
Doratura exilis HORVÁTH, 1903 – Zwergdolchzirpe ....................................................E
2
Doratura stylata (BOHEMAN,1847) – Wiesendolchzirpe ..............................................E
Doratura impudica HORVÁTH, 1897 – Große Dolchzirpe ............................................E
V
Doratura homophyla (FLOR, 1861) – Raindolchzirpe ..................................................E
Platymetopius undatus (DE GEER, 1773) – Flaggen-Schönzirpe ................................E
0
28)
Platymetopius major (KIRSCHBAUM, 1868) – Große Schönzirpe ................................E
D
Idiodonus cruentatus (PANZER, 1799) – Blutsprenkelzirpe ........................................E
Colladonus torneellus (ZETTERSTEDT, 1828) – Trollzirpe ..............................................E
D
Lamprotettix nitidulus (FABRICIUS, 1787) – Glanzzirpe ..............................................E
D
Allygus mixtus (FABRICIUS, 1794) – Gemeine Baumzirpe ..........................................E
Allygus communis FERRARI, 1882 – Eichenbaumzirpe ..............................................E
D
Allygus maculatus RIBAUT, 1948 – Fleckenbaumzirpe................................................E
3
Allygus modestus SCOTT, 1876 – Auenbaumzirpe ....................................................E
Allygidius commutatus (FIEBER, 1872) – Gabelbaumzirpe ........................................E
Allygidius atomarius (FABRICIUS, 1794) – Ulmenbaumzirpe ......................................E
3
Graphocraerus ventralis (FALLÉN, 1806) – Punktierte Graszirpe ................................E
Orientus ishidae (MATSUMURA, 1902) – Orientzikade ................................................Z
29)
Rhytistylus proceps (KIRSCHBAUM, 1868) – Heidezirpe ..............................................E
2
Hardya tenuis (GERMAR, 1821) – Dornschlängelzirpe ................................................E
0
30)
Paluda flaveola (BOHEMAN, 1845) – Große Reitgraszirpe ..........................................E
Rhopalopyx adumbrata (C. SAHLBERG, 1842) – Bergschwingelzirpe..........................E
V
Rhopalopyx preyssleri (HERRICH-SCHÄFFER, 1838) – Rispenzirpe ..............................E
V
Rhopalopyx vitripennis (FLOR, 1861) – Grüne Schwingelzirpe ..................................E
V
Elymana kozhevnikovi (ZACHVATKIN, 1938) – Tatarenzirpe ..........................................E
V
Elymana sulphurella (ZETTERSTEDT, 1828) – Schwefelgraszirpe..................................E
Cicadula (Cicadula) albingensis W. WAGNER, 1940 – Waldsimsenzirpe......................E
Cicadula (Cicadula) rubroflava LINNAVUORI, 1952 – Seegraszirpe ..............................E
3
Cicadula (Cicadula) persimilis (EDWARDS, 1920) – Knaulgraszirpe..............................E
Cicadula (Cicadula) saturata (EDWARDS, 1915) – Braunseggenzirpe ..........................E
3
Cicadula (Cicadula) flori (J. SAHLBERG, 1871) – Schlankseggenzirpe..........................E
3
Cicadula (Cicadula) quadrinotata (FABRICIUS, 1794) – Gemeine Seggenzirpe ............E
Cicadula (Henriana) frontalis (HERRICH-SCHÄFFER, 1835) – Große Seggenzirpe ........E
3
Mocydia crocea (HERRICH-SCHÄFFER, 1837) – Safranzirpe..........................................E
Mocydiopsis attenuata (GERMAR, 1821) – Westliche Märzzirpe ................................E
R
Mocydiopsis intermedia REMANE, 1961 – Rispenmärzzirpe ......................................E
R
Mocydiopsis monticola REMANE, 1961 – Waldmärzzirpe ..........................................E
R
Mocydiopsis parvicauda RIBAUT, 1939 – Heidemärzzirpe ..........................................E
Speudotettix subfusculus (FALLÉN, 1806) – Braune Waldzirpe ..................................E
Hesium domino (REUTER, 1880) – Karminzirpe ..........................................................E
Thamnotettix confinis (ZETTERSTEDT, 1828) – Grüne Waldzirpe..................................E
Thamnotettix dilutior (KIRSCHBAUM, 1868) – Hainzirpe ..............................................E
Pithyotettix abietinus (FALLÉN, 1806) – Marmorfichtenzirpe......................................E

24
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Perotettix pictus (LETHIERRY, 1880) – Bunte Fichtenzirpe ..........................................E
3
Colobotettix morbillosus (MELICHAR, 1896) – Braune Fichtenzirpe............................E
3
Macustus grisescens (ZETTERSTEDT, 1828) – Maskengraszirpe ................................E
Athysanus argentarius METCALF, 1955 – Große Graszirpe ........................................E
Athysanus quadrum BOHEMAN, 1845 – Sumpfzirpe ..................................................E
1
31)
Handianus ignoscus (MELICHAR, 1896) – Geißkleezirpe ............................................E
0
32)
Stictocoris picturatus (C. SAHLBERG, 1842) – Hauhechelzirpe....................................E
2
Ophiola cornicula (MARSHALL, 1866) – Moorheidezirpe ............................................E
3
Ophiola decumana (KONTKANEN, 1949) – Ödland-Heidezirpe ....................................E
Ophiola russeola (FALLÉN, 1826) – Zwergheidezirpe..................................................E
3
Ophiola transversa (FALLÉN, 1826) – Bindenheidezirpe ............................................E
1
33)
Limotettix atricapillus (BOHEMAN, 1845) – Schnabelriedzirpe ....................................E
0
34)
Limotettix striola (FALLÉN, 1806) – Sumpfriedzirpe....................................................E
3
Laburrus impictifrons (BOHEMAN, 1852) – Wermutzirpe ............................................E
2
Euscelidius schenckii (KIRSCHBAUM, 1868) – Große Brachzirpe ................................E
Euscelidius variegatus (KIRSCHBAUM, 1858) – Bunte Brachzirpe................................E
Conosanus obsoletus (KIRSCHBAUM, 1858) – Binsenzirpe..........................................E
Euscelis distinguendus (KIRSCHBAUM, 1858) – Löwenzahnzirpe................................E
2
Euscelis incisus (KIRSCHBAUM, 1858) – Wiesenkleezirpe ..........................................E
Euscelis ohausi W. WAGNER, 1939 – Ginsterkleezirpe ..............................................E
2
Euscelis venosus (KIRSCHBAUM, 1868) – Eberwurzzirpe............................................E
R
Streptanus aemulans (KIRSCHBAUM, 1868) – Wiesengraszirpe ..................................E
Streptanus confinis (REUTER, 1880) – Rasenschmielenzirpe......................................E
3
Streptanus marginatus (KIRSCHBAUM, 1858) – Schlängelschmielenzirpe ..................E
Streptanus okaensis ZACHVATKIN, 1948 – Sumpf-Reitgraszirpe..................................E
2
Streptanus sordidus (ZETTERSTEDT, 1828) – Straußgraszirpe ....................................E
Artianus interstitialis (GERMAR, 1821) – Stirnbandzirpe..............................................E
V
Parapotes reticulatus (HORVÁTH, 1897) – Scherenzirpe ............................................E
1
35)
Paralimnus phragmitis (BOHEMAN, 1847) – Gemeine Schilfzirpe ..............................E
3
Metalimnus formosus (BOHEMAN, 1845) – Schöne Marmorzirpe..............................E
2
Arocephalus (Arocephalus) longiceps (KIRSCHBAUM, 1868)
– Kandelabergraszirpe............................................................................................E
Arocephalus (Arocephalus) languidus (FLOR, 1861) – Zwerggraszirpe ......................E
3
Arocephalus (Ariellus) punctum (FLOR, 1861) – Punktierte Graszirpe........................E
V
Psammotettix albomarginatus W. WAGNER, 1941 – Flechtensandzirpe ....................E
2
Psammotettix alienus (DAHLBOM, 1850) – Wandersandzirpe ....................................E
Psammotettix cephalotes (HERRICH-SCHÄFFER, 1834) – Zittergras-Sandzirpe ............E
3
Psammotettix confinis (DAHLBOM, 1850) – Wiesensandzirpe....................................E
Psammotettix excisus (MATSUMURA, 1906) – Silbergras-Sandzirpe ..........................E
3
Psammotettix helvolus (KIRSCHBAUM, 1868) – Löffelsandzirpe..................................E
Psammotettix kolosvarensis (MATSUMURA,1908) – Östliche Sandzirpe ....................E
V
Psammotettix nodosus (RIBAUT, 1925) – Heidesandzirpe..........................................E
Psammotettix pallidinervis (DAHLBOM,1850) – Steppensandzirpe ............................E
2
Psammotettix poecilus (FLOR, 1861) – Mosaiksandzirpe ..........................................E
V
Adarrus (Adarrus) multinotatus (BOHEMAN, 1847) – Gemeine Zwenkenzirpe............E
V
Errastunus ocellaris (FALLÉN, 1806) – Bunte Graszirpe..............................................E
Turrutus socialis (FLOR, 1861) – Triftengraszirpe ........................................................E
V

25
Rote Liste Zikaden
Taxon
S
G Bem.
Jassargus (Jassargus) pseudocellaris (FLOR, 1861) – Wiesen-Spitzkopfzirpe............E
Jassargus (Obtujargus) obtusivalvis (KIRSCHBAUM, 1868) – Mainzer Spitzkopfzirpe ..E
Jassargus (Arrailus) flori (FIEBER, 1869) – Hain-Spitzkopfzirpe ..................................E
Jassargus (Sayetus) allobrogicus (RIBAUT, 1936) – Schmielen-Spitzkopfzirpe............E
Jassargus (Sayetus) sursumflexus (THEN, 1902) – Ried-Spitzkopfzirpe ....................E
V
Pinumius areatus (STÅL, 1858) – Dünenzirpe ............................................................E
1
36)
Diplocolenus bohemani (ZETTERSTEDT, 1840) – Blasse Graszirpe ..............................E
Verdanus abdominalis (FABRICIUS, 1803) – Schwarzgrüne Graszirpe ........................E
Arthaldeus arenarius REMANE, 1960 – Landschilfzirpe ..............................................E
Arthaldeus striifrons (KIRSCHBAUM, 1868) – Rohrschwingelzirpe ..............................E
3
Arthaldeus pascuellus (FALLÉN, 1826) – Hellebardenzirpe ........................................E
Sorhoanus assimilis (FALLÉN, 1806) – Echte Riedzirpe ..............................................E
3
Sorhoanus xanthoneurus (FIEBER, 1869) – Hochmoor-Riedzirpe................................E
2
Cosmotettix caudatus (FLOR, 1861) – Diademzirpe ..................................................E
2
Cosmotettix panzeri (FLOR, 1861) – Baltische Moorzirpe ..........................................E
2
Cosmotettix costalis (FALLÉN, 1826) – Graue Seggenzirpe........................................E
2
Calamotettix taeniatus (HORVÁTH, 1911) – Rohrzirpe ................................................E
R
Enantiocephalus cornutus (HERRICH-SCHÄFFER, 1838) – Kahnzirpe............................Z
37)
Mocuellus (Mocuellus) collinus (BOHEMAN, 1850) – Ödland-Graszirpe......................E
Mocuellus (Erzaleus) metrius (FLOR, 1861) – Glanzgraszirpe ....................................E
Bemerkungen
1) Die im vorlaufenden Verzeichnis (WALTER & EMMRICH 1995) aufgeführte Art Cixius (Orinoci-
xius) haupti DLAB. muss als separierte Form zu C. (O.) beieri W. WGN. gerechnet werden.
2) An naturnahe Auen größerer Flüsse gebundene Art, in Sachsen nur zwei aktuelle Nachweise
(1997/1999) in der Elbeaue bei Meißen.
3) Zeitlich letzter Nachweis aus dem Jahr 1946 (Leipziger Land, Rohrbacher Teiche).
4) Art der Halbtrockenrasen mit nur einem einzigen aktuellen (durch Baumaßnahmen gefähr-
deten) Vorkommen in Sachsen im weiteren Elbtalbereich südwestlich von Dresden.
5) Nur wenige Nachweise von Hochmoor-Standorten der Düben-Dahlener Heide und der Ober-
lausitzer Heide- und Teichlandschaft bekannt.
6) Nur von zwei Hochmooren im Oberen West- bzw. Mittelerzgebirge sowie von je einem an-
moorigen Standort des sächsischen Hügel- und Tieflandes bekannt.
7) Die Art
T. leucophaea (PREYSSL.) ist im vorlaufenden Verzeichnis unter T. obliqua (PANZ.)
aufgeführt. – Zeitlich letzte sächsische Nachweise von T. atra und T. leucophaea von zwei
wärmebegünstigten Trockenstandorten aus den Landkreisen Bautzen (1965) bzw. Meißen
(1967).
8) Art der Moore des Tieflandes, in Sachsen sind nur wenige aktuelle Vorkommen aus der
Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sowie der Muskauer Heide bekannt.
9) Diese wärmeliebende, ansonsten in Deutschland auf das mitteldeutsche Trockengebiet
(Sachsen-Anhalt, Thüringen) beschränkte Art ist mit einem einzigen Exemplar aus dem
Oberen Erzgebirge (Oberwiesenthal 1975, F. W. Sander) belegt. Es könnte sich dabei mög-
licherweise um einen Irrgast aus dem Böhmischen Becken handeln.
10) Die Art ist im vorlaufenden Verzeichnis unter A. costalis MATSUMURA, 1903 aufgeführt.
11) Einziger bisher bekannter sächsischer Nachweis 1916 aus dem Leipziger Land.
12) Einziger bisher bekannter sächsischer Nachweis von einem wärmebegünstigten Trocken-
standort im Landkreis Meißen (1965).

26
Rote Liste Zikaden
13) Einziger bisher bekannter sächsischer Nachweis von einem wärmebegünstigten Trocken-
standort des mittelsächsischen Lößhügellandes im Landkreis Meißen (1965).
14) Zeitlich letzter Nachweis in Sachsen vom Jahr 1932 aus der Muskauer Heide
15) Einziger bisher bekannter sächsischer Nachweis vom Jahr 1959 aus dem Leipziger Land.
16) Definition und Nomenklatur der Art sensu OSSIANNILSSON (1981).
17) Die im vorlaufenden Verzeichnis (1995) unter A. assimilis (SIGN.) aufgeführten Exemplare aus
Sachsen gehören zum Taxon A. alpinus W. WGN.
18) Bisher letzter sächsischer Nachweis aus dem Westlausitzer Hügel- und Bergland vom Jahr
1964.
19) Aus Sachsen sind bisher nur zwei Nachweise (Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft,
Umgebung von Dresden) bekannt.
20) Einschließlich K. betulicola (W. WGN.), da deren spezifische Differenzierung gegenüber
K. lindbergi (LNV.) unsicher ist.
21) Einschließlich F. inquinata (RIB.) und F. douglasi (EDW.). Der taxonomische Status des Formen-
komplexes F. douglasi, F. cruenta und F. inquinata wird von einzelnen Autoren unterschiedlich
beurteilt.
22) Aufgrund der Revision des Artenkomplexes E. lethierryi / hippocastani durch WILSON & CLA-
RIDGE (1999) handelt es sich bei den von sächsischen Fundorten genannten, nach RIBAUT
(1936) als E. hippocastani (EDW.) determinierten Exemplaren teils um E. ulmiphagus WLS.
& CLDG. (NSG Großer Winterberg/Sächs. Schweiz). FÖRSTER (1961) führte aus der Ober-
lausitzer Gefildezone Fänge von E. lethierryi von Tilia, Carpinus, Aesculus, Rosa und Pyrus
an, Fänge von E. hippocastani von Corylus, Alnus, Aesculus, Quercus, Ulmus und Alnus
(det. sensu RIBAUT). Nach diesem Wirtspflanzenspektrum ist demnach mit hoher Wahr-
scheinlichkeit auch E. lethierryi (EDW.) in der sächsischen Fauna vertreten, anzunehmen
wäre aber auch das Vorkommen von E. plurispinosa (W. WGN.).
23) Bisher ist nur ein sächsisches Vorkommen der Art von einem wärmebegünstigten Trocken-
standort der Dresdener Elbtalweitung (Elbhang nordwestlich von Dresden) bekannt.
24) Mit dem Fund eines einzelnen Exemplars dieser (in Europa) schwerpunktmäßig mediterran
verbreiteten Art im nordwestlichen Landkreis Kamenz (1994) muss die Art für Sachsen vor-
erst als Irrgast bewertet werden.
25) Die Art der Verlandungsbereiche stehender Gewässer ist in Sachsen bisher nur durch zwei
Nachweise aus der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft belegt (1939, ein aktueller
Nachweis 1998).
26) Von diesem Bewohner von Schwingrasenmooren vorwiegend des Tieflandes liegen in Sach-
sen nur drei Nachweise vor, darunter ein aktueller Fund (1998) aus der Oberlausitzer Heide-
und Teichlandschaft.
27) Als Bewohner der Schwimmblattvegetation naturnaher stehender Gewässer ist die Art in
Sachsen bisher nur durch wenige Nachweise ausschließlich aus dem Oberlausitzer Tiefland
bekannt (darunter nur zwei aktuelle Nachweise von 1998).
28) Die taxonomische Eigenständigkeit der im vorlaufenden Verzeichnis sowie bei S
CHIEMENZ
et al. (1996) aufgeführten Art P. henribauti DLABOLA, 1961 ist unsicher. Die in der letzteren
Arbeit unter diesem Namen genannten Exemplare mit dem Fundort „Eisenberg b. Guttau“
aus dem Jahr 1965 (zeitlich letzter Nachweis) müssen bis zu einer Klärung dieses Sach-
verhaltes zu P. undatus (DE G.) gerechnet werden.
29) Diese bisher nur in Südwestdeutschland nachgewiesene, aber möglicherweise in Ausbrei-
tung befindliche Art wurde 2002 in einem einzigen Exemplar im Stadtgebiet von Dresden
gefunden (R. Remane). Bis zu einem Nachweis der Bodenständigkeit sollte die Art für Sach-
sen als Irrgast angesehen werden.

27
Rote Liste Zikaden
30) Die zeitlich letzten sächsischen Nachweise dieser Art stammen aus dem Jahr 1964 (West-
lausitzer Hügel- und Bergland).
31) Von dieser Sumpfwiesen bewohnenden Art sind nur wenige Fundorte aus Nordwestsachsen
(Leipziger Land, Dübener-Dahlener Heide) bekannt, letzter Nachweis aus dem Jahr 1983.
32) Die Art ist in Sachsen nur von einem einzigen Fundort im Landkreis Torgau (Dübener-Dahle-
ner Heide, 1973) bekannt. Eine spätere Nachsuche an diesem Fundort blieb erfolglos.
33) Die beiden bisher einzigen Nachweise dieser Art stammen aus dem Leipziger Land (1959)
sowie der Muskauer Heide (1995).
34) Diese die Moore des Tieflands bewohnende Art ist nur von zwei Fundorten in Sachsen be-
kannt, der zeitlich letzte Nachweis (1968) stammt aus dem Westlausitzer Hügel- und Berg-
land (Königsbrück-Ruhlander Heiden).
35) Der einzige aktuelle sächsische Fundort dieser die Verlandungsbereiche stehender Gewässer
der Ebene bewohnenden Art befindet sich in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
nördlich von Niesky (1998).
36) Das Vorkommen dieser aus dem Osten nach Mitteleuropa hereinreichenden Steppenart in
Sachsen ist nur durch einen einzigen Fundort in der Muskauer Heide belegt (1995; 2000
durch F. W. Sander erneut bestätigt).
37) Die nur durch den Fund eines einzigen Exemplars im Oberen Osterzgebirge (1993, Boden-
falle) belegte Art muss für Sachsen vorläufig als Irrgast gewertet werden. Als Bewohner
warmer Trockenstandorte ist sie in Ostdeutschland bisher lediglich aus dem mitteldeutschen
Trockengebiet (Sachsen-Anhalt, Thüringen) bekannt.

image
image
1
2