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Hochwasser geht alle an!
Hochwasserrisikomanagement im Freistaat Sachsen

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Inhalt
Vorwort
1. Hochwasser im Freistaat Sachsen
2. Was heißt Hochwasserrisikomanagement und wer ist dabei?
3. Sorgen Sie vor – zu Ihrem eigenen Schutz!
4. Was leisten die Landkreise, Städte und Gemeinden?
5. Was leistet der Freistaat?
6. Wo und wie informiere ich mich?
7. Begriffserklärungen

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Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,
knapp 20 Jahre sind seit dem verheerenden Hochwasser im August 2002 vergangen, das
im Freistaat Sachsen 21 Menschenleben kostete und Schäden in Höhe von 8,6 Milliarden
Euro verursachte. Der Freistaat kann seitdem auf eine großartige Wiederaufbauleistung
zurückblicken.
Die nach dem Jahr 2002 folgenden Hochwasser haben gezeigt, dass es nach wie vor weiterer
gemeinsamer Anstrengungen zur Verminderung von Hochwasserrisiken bedarf.
Der Freistaat Sachsen hat seit dem Jahr 2002 2,6 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz
und in die nachhaltige Beseitigung von Hochwasserschäden an Gewässern und Deichen
investiert. Der Hochwassernachrichtendienst wurde modernisiert, die kommunale Aufga-
benerfüllung bei Hochwasserschutz und Gefahrenabwehr gefördert. Diese Maßnahmen
haben sich bereits vielerorts bewährt. Daneben wurden für die Verminderung der Flä-
chenversiegelung, für die Verbesserung des Wasserrückhalts in der Landwirtschaft und
im Wald sowie für die Renaturierung von Fließgewässern zahlreiche Vorhaben in Angriff
genommen. Auf den bisherigen Ergebnissen aufbauend ist es wichtig, in den nächsten
Jahren und Jahrzehnten gemeinsam mit allen Beteiligten weitere Fortschritte zu erreichen!
Die vergangenen Jahre haben aber auch gezeigt, dass es trotz der Erfolge in der Umset-
zung der sächsischen Hochwasserschutzstrategie keinen absoluten Schutz geben kann.
Die Erfahrungen aus den extremen Hochwasserereignissen in den Jahren 2010 und 2013
lehren uns, wie notwendig es ist, neben dem öffentlichen Hochwasserschutz vor allem
das ganzheitliche Hochwasserrisikomanagement weiter auszubauen. Das heißt, beson-
ders die Eigenvorsorge, die Vorsorge in der Fläche und die Bauvorsorge zu stärken sowie
die Unterhaltung unserer Fließgewässer mit den Schwerpunkten Gewässerökologie und
Hochwasserschutz zu optimieren.
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Diese Aufgaben können nur mit dem aktiven und konstruktiven Zusammenspiel aller Be-
teiligten gelöst werden! Hier wird jeder gebraucht und ist jeder in der Pflicht!
Diese Broschüre soll Ihnen einen Überblick geben, wie das Hochwasserrisiko bewertet und
gemindert werden kann und was Sie selbst und andere dazu beitragen können.
Bitte helfen Sie durch Ihr eigenes tägliches Handeln, aber auch durch Verständnis und
Unterstützung für die notwendige Hochwasservorsorge und Hochwasserschutzmaßnahmen
mit, das Risiko in Sachsen weiter zu verringern.
Thomas Schmidt
Sächsischer Staatsminister
für Umwelt und Landwirtschaft
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1. Hochwasser im Freistaat Sachsen
Hochwasser haben als wetterabhängige Naturereignisse unsere Fluss- und Bachauen
geschaffen. Dort haben sich in vielen Jahrhunderten immer dichtere menschliche
Nutzungen angesiedelt.
Elbe zwischen Meißen und Riesa zum Hochwasser
im Juni 2013 (Befliegung vom 06.06.2013)
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Niederschläge in Sachsen – langjährige Normalwerte in den Monaten Mai, Juni, Juli und
Starkniederschläge in 2013
August im Vergleich zu den Monatssummen in den Jahren 2002 und 2013
Der Freistaat Sachsen hat ungefähr 23.000 km
Fließgewässer. Davon befinden sich ca. 3.000
km in der Unterhaltungslast des Freistaates
(Gewässer 1. Ordnung) und ca. 20.000 km in
der Unterhaltungslast der Städte und Gemein-
den (Gewässer 2. Ordnung). Ob und welche
Hochwasser in unseren Flüssen und Bächen
entstehen, bestimmen insbesondere
Einfluss­
faktoren
wie das
Wetter und die Eigenschaft
der Einzugsgebiete
– vor allem deren Grö-
ße und Form, aber auch die Topografie, die
Bodenbeschaffenheit und die vorhandenen
Flächennutzungen.
Das Wetter und die Klimaentwicklung
Das
Wetter in Sachsen
ist geprägt durch mä-
ßig warme, niederschlagsreiche Luftmassen
vom Nordatlantik vom Westen und durch tro-
ckene, temperaturextreme kontinentale Luft-
massen vom Osten, zeitweise aber auch durch
den Einfluss niederschlagsreicher Mittelmeer-
zyklone aus dem Süden, die die so genannten
Vb–Wetterlagen bilden.
Im August 2002 herrschte beispielsweise eine
solche Vb-Wetterlage.
Außerdem können längere kontinentale und
sehr frostige Hochs im Winter zur Vereisung
der Gewässer und des Bodens und in der
Folge zu Eishochwassern führen. Winterli-
che Schneelagen begünstigen bei schnellen
Temperaturanstiegen Schmelzhochwasser,
die durch Regenfälle noch verschärft werden
können.
Zum
Einfluss des Klimawandels
auf die
künftige Hochwasserentwicklung gibt es
unterschiedliche Szenarien. Allen gleich
ist, dass eine Häufung von extremeren
Wettererscheinungen wie Starkniederschlä-
gen und Trockenperioden zu erwarten ist. Da-
mit ist eher eine Zunahme unterschiedlicher
Hochwasser möglich, die örtlich begrenzt sind
oder durch oberflächig „wild“ abfließendes
Wasser, ausgelöst durch Starkniederschläge,
entstehen können.

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Karte der potenziellen Hochwasserentstehungs­
gebiete im Freistaat Sachsen
Quelle: „Die Elbe und ihr Einzugsgebiet“ IKSE und
Wasserlaufverzeichnis (sächsischer Anteil)
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Das Teileinzugsgebiet der Elbe in der Tschechischen Republik und Sachsen
Einzugsgebiete der Flüsse und Bäche
Wie viel vom Regen oder von der Schnee-
schmelze sich als Hochwasser in unseren Flüs-
sen sammelt, hängt vor allem vom jeweiligen
Einzugsgebiet
ab. Wenn der Boden im Ein-
zugsgebiet kein Wasser mehr zurückhalten
kann, konzentriert sich das Wasser von der
Landoberfläche in den Flüssen und fließt sehr
schnell ab.
Sachsens Flüsse gehören zu 95 % zum Ein-
zugsgebiet der Elbe. Nur die Lausitzer Neiße
mit einem Anteil von 5% entwässert in das
Odereinzugsgebiet. Die Flussgebiete reichen
über die Landesgrenze hinaus.
So liegen vom für Sachsen relevanten Ein-
zugsgebiet der Elbe bis Dresden über 95 %
in der Tschechischen Republik sowie kleinere
Anteile in Polen und Österreich. Vom Einzugs-
gebiet der Lausitzer Neiße liegen 51 % in der
Republik Polen sowie 16 % in der Tschechi-
schen Republik.
Flussgebiet
Einzugsge­
bietsgröße
Gesamt
Einzugsge­
bietsgröße
Sächsischer
Anteil
Elbe
148268 km²
4249 km²
Schwarze
Elster
5705 km²
2263 km²
Mulde
7400 km²
6247 km²
Weiße Elster
5154 km²
2818 km²
Spree
9858 km²
2030 km²
Lausitzer
Neiße
4395 km²
826 km²
Das ist bei der Prüfung möglicher Maßnah-
men zur Minderung des Hochwasserabflusses
in der Fläche unbedingt zu beachten.
Die potenziellen Hochwasserentstehungsge-
biete liegen vor allem in den Gebirgsregionen,
da dort häufiger mit Starkniederschlägen und
entsprechend schnelleren Abflüssen zu rech-
nen ist.

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Historisch dicht besiedelte Täler – hier:
Tharandt im Tal der Wilden Weißeritz im August 2002
Beispiel für ein Überschwemmungsgebiet/
überschwemmungsgefährdetes Gebiet (Meißen)
Ebenso wie die Hochwasserentstehung hängt
auch die mögliche
Hochwasservorhersage
stark von den Eigenschaften des Einzugsge-
bietes ab:
Je kleiner das Gebiet, je schneller die Abflüsse
durch Hanglagen und geringe Bodenbede-
ckung, desto weniger langfristig und genau
ist eine Vorhersage möglich.
Der
Wasserrückhalt in der Fläche
ist vor
allem vom Boden und seiner Aufnahmefä-
higkeit abhängig. Diese steht wiederum in
Zusammenhang mit der Bodenzusammen-
setzung und -nutzung sowie der bereits be-
stehenden Wassersättigung. Über die Hälfte
der Landesfläche des Freistaates Sachsen
wird landwirtschaftlich genutzt (davon 78 %
Ackerflächen), über ein Viertel ist Wald und
ca. 13 % sind Siedlungs- und Verkehrsflächen
(Quelle: Liegenschaftskataster). Je höher der
Versiegelungs- und Verdichtungsgrad des
Bodens ist, desto geringer ist der mögliche
Wasserrückhalt in der Fläche. Deshalb sind
die Vermeidung von Versiegelungen und die
Verbesserung des Wasserrückhalts auf Land-
wirtschafts- und Waldflächen so wichtig.
Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben,
dass eine optimierte Rückhaltung in der Flä-
che bei kleineren Hochwassern die Scheitel im
zweistelligen Prozentbereich vermindern kann,
bei größeren Hochwassern aber nur relativ
geringe Scheitelminderungen im einstelligen
Prozentbereich bewirkt werden.
Es ist festzustellen, dass durch die gegebenen
Randbedingungen für den Freistaat Sachsen
objektiv kein angemessener Schutz gegen
größere Hochwasser allein durch Maßnahmen
in der Fläche realisierbar ist.
Siedlungsentwicklung
und Flächennutzung
Wo eine Hochwassergefahr auf Menschen,
Sachwerte und Kulturgüter trifft, entsteht
ein
Hochwasserrisiko
. Historische Wasser-
kraftnutzungen und die Ansiedelung von
Städten und Dörfern an Flüssen und Bächen
sind Hauptgründe für Hochwasserrisiken.
Denn Flusstäler mit ihren hochwassergefähr-
deten Gebieten weisen vielerorts die größte
Einwohnerdichte und das höchste Schadens-
potenzial auf.
Im Freistaat Sachsen gibt es ca. 300 festge-
setzte
Überschwemmungsgebiete
. Das sind
zusammen 66.000 ha und damit 3,6 % der
Landesfläche. Diese Gebiete werden zu 69 %
durch die Landwirtschaft genutzt. Weiterhin
sind 15 % Siedlungs- und Verkehrsflächen
und 12 % Waldflächen. Umfasst werden die
Flächen, die bei einem statistisch einmal in
einhundert Jahren auftretenden Hochwasser-
ereignis überschwemmt werden.
Aber auch in den so genannten überschwem-
mungsgefährdeten Gebieten besteht bei
ex tremerem Hochwasser oder beim Ver-
sagen von Hochwasserschutzanlagen ein
Ho
chwas
s
er risiko
.

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„Sturzflut“ oder
„Zweiwochenhochwasser“?
In den sächsischen Regionen kann beides
auftreten. Besonders die Flüsse und Bäche
in den Gebirgslagen können als
Sturzflut
binnen Stunden extrem anschwellen und
durch reißende Strömungen Lebensgefahr
und große Zerstörungen verursachen. Sturz-
flutereignisse sind schwer vorhersagbar. Sie
können durch plötzliche regional begrenzte
Starkregen entstehen und ermöglichen durch
schnelle und kurze Abflüsse, oft in engen Tal-
querschnitten, mitunter kaum Vorwarnzeiten.
Flüsse mit großen Einzugsgebieten wie die
Elbe können bei längerer Niederschlags-
dauer auch über viele Tage langsam an-
und absteigen und dazwischen tagelang
auf dem Höchststand, dem so genannten
Hochwasserscheitel, bleiben. Im Gegensatz
zur Sturzflut gibt das den Betroffenen län-
gere Vorbereitungszeiten. Allerdings kann
es – auch durch hochwasserbedingte lang
anhaltend
erhöhte Grundwasserstände
zu erheblichen zusätzlichen Schäden kom-
men. Außerdem können bei Ereignissen wie
„Zweiwochenwassern“ langgestreckte oder
wiederholte Hochwasserscheitel die Deiche
aufweichen und Deichbrüche verursachen.
Große Hochwasserereignisse in Sachsen
Durch die genannten Einflussfaktoren sind in
den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche
schwere Hochwasserereignisse eingetreten.
Die Chroniken sächsischer Städte berichten
immer wieder von Hochwasseropfern und
verheerenden Schäden.
Auch nach dem Augusthochwasser 2002
zeigte sich, dass der Begriff „Jahrhundert-
hochwasser“ nicht wörtlich gilt. Neben „klei-
neren“ Ereignissen 2003, 2005 und 2006 in
Sachsen wurden im Jahr 2010 die Gebiete
der Lausitzer Neiße und Spree, der Großen
Röder, der Chemnitz und der rechtselbischen
Zuflüsse von extremen Hochwasserereignis-
sen bis zu einer Höhe betroffen, wie sie sta-
tistisch gesehen einmal in zweihundert bis
fünfhundert Jahren auftreten. Im Juni 2013
waren erneut alle Flussgebiete einschließlich
der Elbe im Freistaat Sachsen von extremen
Hochwassern betroffen.
Beispiele für lang anhaltende Hochwasser der Elbe
Beispiel für eine sturzflutartige Hochwasser­
entwicklung der Müglitz
Typische Hochwasserentwicklung an der Elbe am Pegel Dresden
im Sommer 2002, Frühjahr 2006 und Sommer 2013

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Hochwasser sind wetterabhängig wiederkeh-
rende Naturereignisse und nicht langfristig
vorhersagbar!
Hochwasser entsteht im Einzugsgebiet und
nicht erst im Fluss! Je intensiver die Flä-
chennutzung, desto schlechter ist der Was-
serrückhalt in der Fläche! Es gilt: 100 % Ver-
siegelung = 0 % Wasserrückhalt + 100 %
Abfluss!
Eine auf optimalen Wasserrückhalt angepasste
Flächennutzung kann zwar kleinere Hochwas-
ser abschwächen, aber keinesfalls große oder
gar extreme Hochwasser verhindern!
An unseren Fließgewässern treffen Hochwas-
sergefahr und historisch gewachsene Orts-
lagen mit vielen Einwohnern, Infrastruktur,
Sachwerten und Kulturgütern aufeinander.
Erst das ergibt ein Hochwasserrisiko, das
zum Handeln zwingt – und welches so-
gar noch steigt, wenn durch Gewässerver-
bauung die Hochwassergefahr verstärkt wird
und durch neue Baugebiete in hochwasserge-
fährdeten Bereichen neues Schadenspotenzial
entsteht.
Deshalb muss es ein Hochwasserrisiko­
management geben!
Hochwasser in Grimma 1954
Historische Hochwassermarken an einem Wohnhaus
in Postelwitz (Bad Schandau)
Was sind die wichtigsten Schlussfolgerungen?
Altstadt von Grimma am 03. Juni 2013 zum Hochwasserscheitel
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2. Was heißt Hochwasserrisikomanagement und wer
ist dabei?
Hochwasserrisikomanagement heißt, die Risiken bei verschieden starken Hochwasser-
ereignissen zu kennen und gemeinsam zu handeln. Ziel ist es, durch Hochwasservorsorge,
Hochwasserschutz und Gefahrenabwehr Opfer und Schäden möglichst zu verhindern
oder wenigstens zu vermindern.
Sandsackverbau, Deichbau,
Mulchsaatflächen
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Rechtsgrundlagen
sind das Wasserhaushalts-
gesetz der Bundesrepublik Deutschland und
das Sächsische Wassergesetz, in denen die
Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Par-
laments und des Rates vom 23. Oktober 2007
über die Bewertung und das Management von
Hochwasserrisiken (EG-Hochwasserrisikoma-
nagementrichtlinie) in Deutschland rechtlich
umgesetzt wurden.
Nach dem Augusthochwasser 2002 hat der
Freistaat Sachsen zwischen 2003 und 2005
zunächst insgesamt 47 Hochwasserschutz-
konzepte für die Elbe und Gewässer 1. Ord-
nung mit Behörden- und Öffentlichkeitsbe-
teiligung sowie zusätzlich 30 kommunale
Hochwasserschutzkonzepte erarbeitet, auf
deren Grundlage zahlreiche Hochwasser-
schutz- und -vorsorgemaßnahmen umgesetzt
sowie der kommunalen Hochwasserschutz
und die Gefahrenabwehr gefördert wurden.
Im ersten Zyklus der Umsetzung der EG-
Hochwasserrisikomanagementrichtlinie
(2010-2015) waren die in den Hochwasser-
schutzkonzepten des Freistaates Sachsen
vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen eine
Grundlage für die Aufstellung des sächsischen
Maßnahmenprogramms zu den Hochwasserri-
sikomanagementplänen der Elbe und der Oder
(www.lsnq.de/massnahmenprogramm),
die
im gesamten Flusseinzugsgebiet über Lan-
des- und Staatsgrenzen hinweg abgestimmt
wurden.
Im zweiten Zyklus (2016-2021) wird ent-
sprechend dem in der Tabelle dargestellten
Zeitplan eine Überprüfung und erforderli-
chenfalls Aktualisierung der Risikogebiete,
der Gefahren- und Risikokarten sowie der
Risikomanagementpläne vorgenommen. Die
Umsetzung von baulichen und nichtbaulichen
Maßnahmen erfolgt hingegen fortlaufend.
Arbeitsschritte zur Umsetzung der EG­Hochwasserrisikomanagementrichtlinie
Was ist zu tun?
Wer muss es tun?
Schritt 1
Risikogebiete
bestimmen bis 22. Dezember 2018
Gewässerunterhaltungspflichtiger
(Freistaat/ Kommunen)
Schritt 2
Gefahren­ und Risikokarten
erstellen und veröffentlichen bis 22. Dezember 2019
Gewässerunterhaltungspflichtiger
Schritt 3
Risikomanagementplan
mit Maßnahmen aufstellen, dabei interessierte Kreise
und Öffentlichkeit einbeziehen, Plan veröffentlichen
bis 22. Dezember 2021
- Gewässerunterhaltungspflichtiger
- weitere Träger öffentlicher Belange
- Verbände und Vereine
- Privatpersonen
Schritt 4 – Maßnahmen umsetzen
(auch schon während der Schritte 1 bis 3!)
Regionale Planungsverbände, Träger der
Planungs hoheit, (Kommunen), Planer, Bauherren,
Grund stück
s
eigentümer,
Straß
enbaulast
träger,
Flächenbewirt schafter, jeder einzelne Betroffene,
G
e
w
äs
s
er
unt
er
h
alt
un
gs
p
flic
ht
i
g
e
,
gr
en
b
er-
greifende Gremien usw.
Schritt 5
– Alle 6 Jahre die
Ergebnisse überprüfen
und erforderlichenfalls aktualisieren
Gewässerunterhaltungspflichtiger
(Aktualisierung siehe Schritte 1 bis 3)
Fazit: Hochwasserrisikomanagement ist
eine Gemeinschaftsaufgabe – jeder muss
mitwirken!
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Sächsisches
Maßnahmen programm
zu den Hochwasserrisiko­
managementplänen der
Elbe und der Oder

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3. Sorgen Sie vor – zu Ihrem eigenen Schutz!
Eigenvorsorge ist der wichtigste Baustein der Hochwasservorsorge:
Jeder soll das ihm Mögliche tun, um Gefahren für sich und sein Eigentum abzuwenden.
Folgen des durch Starkregen verursachten
Hochwassers 2013 am Kotitzer Wasser im
14 |
OT Kleinzschorna, Gemeinde Hochkirch

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Grundstücksnutzungen am Gewässer sollten angepasst sein!
Grundsätze der Bauvorsorge
Ausweichen:
erhöhte Anordnung und/oder Abschirmung
der Gebäude
Widerstehen:
Abdichtung und/oder Verstärkung der Keller
und des Fundaments
Nachgeben:
angepasste Nutzung und/oder Ausstattung
der hochwassergefährdeten Stockwerke
Sichern:
Schutz der Gebäude und der Umwelt
vor Kontamination durch Schadstoffe
Was können potenziell
Hochwasserbetroffene tun?
Wichtigste Vorsorgemaßnahme ist, dem
Hochwasser
auszuweichen, wo immer es
möglich ist
. So hat mancher besonders vom
Hochwasser 2002 Betroffene, oft schweren
Herzens, sein Grundstück aufgegeben und
sich in einer hochwasserfernen Lage neu
angesiedelt.
Auch mit weniger einschneidenden Maß-
nahmen ist es möglich, dem Hochwasser
auszuweichen. Zum Beispiel können vor-
handene Grundstücksnutzungen besser an-
gepasst werden, indem man Garagen und
Geräteschuppen aus dem besonders gefähr-
deten Bereich verlagert oder die Nutzung von
Keller- und ggf. auch Erdgeschossen konse-
quent ändert.
Wer neu bauen oder zunächst ein Baugrund-
stück erwerben will, sollte sich vor einer
Entscheidung umfassend über die Hochwas-
sergefährdung informieren. Es gibt hierfür
zahlreiche Informations- und Beratungsmög-
lichkeiten (siehe Kapitel 6).
Weitere Wege bietet die
Bauvorsorge
. Wer im
hochwassergefährdeten Gebiet neu baut oder
umbaut, sollte dies angepasst tun. Dafür gibt
es viele Lösungsansätze, vor allem bei
der Gesamtanlage des Hauses (z. B. Vor-
sorge gegen Aufschwimmbarkeit, Grund-
wasser)
der Planung von allen Medienfunktionen
und -zuführungen in Kellern und Erdge-
schossen
der Auswahl der Baumaterialien und der
Inneneinrichtung.

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Gewässeranlieger
sind nicht nur selbst
mögliche Hochwasserbetroffene, sondern
sie beeinflussen mit ihren Nutzungen auch
die mögliche Hochwassergefährdung für
Nachbarn und Hinterlieger. Sie sollen zu ih-
rem und dem Schutz Dritter vor allem
die Gewässer keinesfalls weiter einengen
oder überbauen,
die Gewässerrandstreifen (5 m inner-
orts und 10 m außerorts ab Oberkan-
te Böschung) von abschwemmbarem
Material, Ablagerungen und Verbauungen
freihalten,
konstruktiv mit dem Gewässerunter-
haltungspflichtigen an Lösungen zur
Entschärfung von Gefahrenstellen und
für Gewässeraufweitungen zusammen-
arbeiten.
Hochgesetzter Elektroanschluss
Hochgesetzte Bauweise
Hochwassersicherung von Fensteröffnungen
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Eigenvorsorge ist auch eine
gesetzliche Pflicht!
§ 5 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes
lautet: „Jede Person, die durch Hochwasser
betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr
Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, ge-
eignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz
vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur
Schadensminderung zu treffen, insbeson-
dere die Nutzung von Grundstücken den
möglichen nachteiligen Folgen für Mensch,
Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser
anzupassen.“
Bei akuter Hochwassergefahr muss
sich jeder Betroffene rechtzeitig
selbst informieren, selbst vorsorgen und
schützen – und Nächstenhilfe leisten, ohne
sich selbst zu gefährden!

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Jeder Flächeneigentümer und -nutzer kann
dazu beitragen, das Hochwasserrisiko zu
verringern, indem er auf seinen Flächen
Versiegelungen vermeidet und den Wasser-
rückhalt in der Fläche verbessert. Eine der
wichtigsten Maßnahmen ist es aber, bei
eigener Hochwassergefährdung alle Ver-
sicherungsmöglichkeiten gründlich zu prüfen
(siehe Kap. 6).
Negativbeispiel: völlig verbautes Gewässer
Möglichkeiten der Bauvorsorge
Quelle: Hochwasserschutzfibel; Bundesministerium für Verkehr, Bau­ und Wohnungswesen; Nov. 1999
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4. Was leisten die Landkreise, Städte und Gemeinden?
Eine Kernaufgabe der Städte und Gemeinden ist die Gefahrenabwehr im Hochwasserfall.
Katastrophenmanagement und Gewässeraufsicht ist Sache der Landkreise.
Gefahrenabwehr bei Hochwasser,
Gewässerunterhaltung
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Die
Landkreise und Kreisfreien Städte
(Chemnitz, Dresden und Leipzig) haben als
untere Verwaltungsbehörden wichtige Auf-
gaben im Hochwasserrisikomanagement.
Im Katastrophenfall entscheidet der Land-
rat/die Landrätin/der Oberbürgermeister/
die Oberbürgermeisterin im
Verwaltungs­
stab
über die erforderlichen Abwehrmaß-
nahmen und koordiniert mit dem Stab die
Gefahrenabwehr im Landkreis. Er/Sie ruft
Katastrophenvoralarm aus, wenn an Hoch-
wasserpegeln die Richtwerte für die Alarm-
stufe 3 erreicht sind und das Erreichen der
Alarmstufe 4 erwartet werden muss.
Außerhalb von Hochwasserkatastrophen
haben die Landkreise und Kreisfreien Städte
wichtige Vorsorgeaufgaben:
Sie prüfen als untere
Bauaufsichtsbe­
hörden
, ob und mit welchen Auflagen ein
Bau im überschwemmungsgefährdeten
Gebiet zulässig ist.
Sie prüfen als untere
Wasserbehörden
unter anderem, welche Maßnahmen am
Gewässer erforderlich sind, setzen Über-
schwemmungsgebiete fest und prüfen,
ob und mit welchen Auflagen ein Bau in
einem festgesetzten Überschwemmungs-
gebiet ausnahmsweise zugelassen werden
kann.
Sie können, insbesondere auch als
Länd­
liche Neuordnungs­, Forst­ und Stra­
ßenaufsichtsbehörden wie auch als
Straßenbaulastträger,
wesentlichen
Ein fluss auf eine hochwasservorsorgege-
rechte Flächennutzung nehmen.
Eine herausragende Verantwortung tragen
die sächsischen
Städte und Gemeinden
.
Sie stellen mit ihrer Planungsho-
heit die Weichen für die Ortsentwicklung
und die konkrete Flächennutzung. Sie
können damit insbesondere hochwasser-
gefährdete Bereiche von Bebauung und
anderen hochwasserempfindlichen Nut-
zungen freihalten und Flächen für die
Hochwasserrückhaltung planen.
Sie
unterhalten die Gewässer 2. Ord­
nung
, stellen für sie Hochwasserrisiko-
managementpläne auf und planen entspre-
chende Hochwasserschutzmaßnahmen.
Sie organisieren die
Gefahrenabwehr
,
stellen die Wasserwehren, retten im
Hochwasserfall Menschenleben und
versuchen Schäden zu verhindern. Dabei
richten sich viele Maßnahmen nach den
Hochwassermeldungen und den Alarm-
stufen (siehe Kap. 6).
Die Stadt- und Gemeindeverwaltun-
gen haben unter Führung der Bür-
germeisterinnen und Bürgermeister viele
verantwortungsvolle Aufgaben der Hoch-
wasservorsorge, des Hochwasserschutzes
und der Gefahrenabwehr. Sie können diese
Aufgaben jedoch nur mit der aktiven Unter-
stützung und vertrauensvollen Zusammen-
arbeit der Bürgerinnen und Bürger erfüllen.
Verwaltungsstab
Gewässerschau
Flächennutzungsplan
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5. Was leistet der Freistaat?
Schaffung von Handlungsgrundlagen, Hochwasserschutzaufgaben an Gewässern
1. Ordnung und Elbe, Unterstützung der Städte und Gemeinden sowie grenzübergreifende
Zusammenarbeit – das sind die wichtigsten Aufgaben des Freistaates.
Hochwasserrückhaltebecken
Lauenstein
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Rechts­ und Fachgrundlagen
Die für den Freistaat Sachsen maßgeblichen
Rechtsgrundlagen für die Hochwasservor-
sorge und den Hochwasserschutz finden
sich vor allem im
Wasserhaushaltsgesetz
des Bundes und im
Sächsischen Wasser­
gesetz
. Hierzu gehören insbesondere
die Pflicht zur Eigenvorsorge
die Ausweisung und Freihaltung von
Überschwemmungsgebieten
die Ausweisung von überschwemmungs-
gefährdeten Gebieten
die Ausweisung von Hochwasserent-
stehungsgebieten
die Pflichten und Rechte bei der Gewäs-
serunterhaltung
die Pflichten und Rechte bei öffentlichen
Hochwasserschutzanlagen
die Pflichten und Rechte bei der Gefah-
renabwehr
Die 47
Hochwasserschutzkonzepte
des Frei-
staates Sachsen sind eine fachliche Grundla-
ge für die Planung von Hochwasservorsorge,
Hochwasserschutz und Gefahrenabwehr an
der Elbe und den Gewässern 1. Ordnung.
Die Rechts- und Fachgrundlagen werden
regelmäßig an aktuelle Anforderungen an-
gepasst – rechtlich durch Gesetzesnovellen,
Verwaltungsvorschriften und Erlasse, fach-
lich durch die Aktualisierung der Planungen
und vertiefende Untersuchungen.
Grundsätzliche Regelungen für die
Hochwasservorsorge:
in Gewässerrandstreifen (innerorts 5 m,
außerorts 10 m): u. a. keine Ablagerun-
gen von abflussbehindernden oder fort-
schwemmbaren Gegenständen, keine
Errichtung baulicher oder sonstiger Anla-
gen, keine nicht standortgerechten Gehölze,
in festgesetzten Überschwemmungs-
gebieten: u. a. keine neuen Baugebiete,
keine Neubauten, die den Hochwasser-
abfluss, den Hochwasserrückhalt oder
den Hochwasserschutz wesentlich be-
einträchtigen, keine Heizölverbraucher-
anlagen, keine Ablagerungen.
in überschwemmungsgefährdeten Ge-
bieten bzw. Risikogebieten nach § 78b
Wasserhaushaltsgesetz: bauleitplaneri-
sche Beschränkungen, bei Neubau und
bauordnungsrechtlich relevanten Ände-
rungen bautechnische Maßnahmen zur
Schadensminimierung im Hochwasserfall
Ablagerung am Gewässer
Neubau am Gewässer
Bebauungsplan
Weihnachtsbaumplantage am Gewässer
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Renaturierung der Göltzsch in Mylau
Waldumbau
Mulchmaisfläche
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Flächenvorsorge
Auf die
Freihaltung hochwassergefährdeter
Flächen
von Schadpotenzial wirkt der Frei-
staat mit der Gesetzgebung, mit der Landes-
planung und mit dem eigenen behördlichen
Handeln ein.
Außerdem wird der
Wasserrückhalt auf
landwirtschaftlichen Flächen
durch Agra-
rumweltmaßnahmen einschließlich der An-
lage bestimmter ökologischer Vorrangflächen
in Umsetzung des sogenannten „Greening“
gefördert. Beispiele hierfür sind:
Anbau von Zwischenfrüchten und Unter-
saaten
Anlage von Grünstreifen, Pufferstreifen,
Brache- und Blühflächen auf Ackerland
bodenschonender Ackerfutter-/Legumi-
nosenanbau
Streifen- und Direktsaat
Ökologischer Landbau
Durch die Förderung bis 2014 konnte die
Etablierung der pfluglos-konservierenden
Bodenbearbeitung in die landwirtschaftliche
Praxis erreicht werden, so dass dieses wasser-
rückhaltverbessernde Bewirtschaftungsver-
fahren mittlerweile auch ohne Förderung auf
62% der sächsischen Ackerfläche angewendet
wird (zum Vergleich: in Deutschland beträgt
der Anwendungsumfang nur 43% der Acker-
fläche). Damit werden auf fast ¾ der säch-
sischen Ackerfläche mittlerweile Verfahren
angewendet, die den Wasserrückhalt in der
Fläche verbessern.
Zur Verbesserung des Wasserrückhalts unter-
stützt der Freistaat Sachsen ebenso die Meh-
rung und den Umbau von
Waldflächen
in
stabile, arten- und strukturreiche, leistungsfä-
hige Mischwälder. Damit stieg der Waldanteil
von 26,9 % im Jahre 1992 auf 28,4 % im
Jahre 2017. Ziel ist, 30 % der Landesfläche
zu bewalden. Von 1994 bis 2016 wurden im
Landeswald ca. 27.500 Hektar Wald gezielt
zu Mischwald umgebaut. Im Privat- und Kör-
perschaftswald hat der Freistaat von 2009
bis 2016 durchschnittlich jährlich rund 200
Hektar Wiederaufforstung und Waldumbau
gefördert. In den nächsten Jahren sollen pro
Jahr mindestens 1.300 Hektar sächsischer
Staatswald umgebaut werden.
Die Wasserwirtschaftsverwaltung hat zu-
dem seit 2002 über 3.000
Maßnahmen zur
Strukturverbesserung
, darunter zahlreiche
Rück- und Umbauten von Querbauwerken
sowie Gewässeraufweitungen und Renaturie-
rungen von Gewässerabschnitten umgesetzt.

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Anlegen einer Böschung statt der zerstörten Mauer
an der Lausur
Beispiel: Scheitelkappung an der Talsperre Bautzen beim Hochwasser 2013
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Staatsbetrieb
Landestalsperren verwaltung
für den Hochwasserschutz
An ca. 3.000 km Fließgewässern 1. Ordnung
und ca. 300 km Grenzgewässern sorgt die
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates
Sachsen (LTV) mit
Unterhaltungsmaßnahmen
für den ordnungsgemäßen Wasserabfluss und
die Sicherheit der Gewässerufer, der insgesamt
rund 690 km langen Deiche sowie der sonsti-
gen Hochwasserschutzanlagen.
Seit dem Jahr 2002 hat der Freistaat an den
Gewässern 1. und 2. Ordnung rund 2,6 Mil-
liarden Euro in den vorbeugenden Hochwas-
serschutz sowie in die Schadensbeseitigung
investiert. Bei der Schadensbeseitigung wird
u. a. das Ziel verfolgt, zerstörte Ufermauern
möglichst durch Böschungen zu ersetzen und
damit gleichzeitig dem Gewässer mehr Raum
und dem nächsten Hochwasser weniger An-
griffsfläche zu bieten.
Ein Großteil der 89 staatlichen
Talsperren,
Speicherbecken, Polder, Tagebaurestseen
und Hochwasserrückhaltebecken
mit über
1200 Mio. m³ Stauraum dient auch der Hoch-
wasserrückhaltung. Die regulären Hochwas-
serrückhalteräume der Talsperren wurden
bereits nach dem Hochwasser 2002 von 145
Mio. m³ auf 162 Mio. m³ erhöht.
Soweit Hochwasserlagen absehbar sind, wer-
den zusätzlich nach Abwägung aller Anforde-
rungen die staatlichen Stauanlagen vorsorg-
lich kontrolliert abgelassen, um noch größere
Wassermengen aufnehmen zu können. Beim
Hochwasser 2010 wurden so weitere 30 Mio.
m³ Wasser zurückgehalten und damit die
Hochwasserscheitel wesentlich verzögert
und verringert.

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Von 2002 bis 2016 hat die Landestalsperren-
verwaltung mit Finanzmitteln aus dem Eu-
ropäischen Fonds für Regionale Entwicklung
(EFRE) sowie mit Bundes- und Landesmit-
teln Maßnahmen reichlich 1,8 Mrd. Euro in
Schadensbeseitigung und Hochwasserschutz
investiert, z. B. in Aue, Dresden, Eilenburg,
Groß Särchen, Glashütte, Leipzig, Riesa, Zwi-
ckau und Zittau. Die Grundlage bilden dafür
der sächsischen Hochwasserschutzkonzepte
und die Hochwasserrisikomanagementpläne
für Elbe und Oder. Die in den Hochwasser-
schutzkonzepten vorgeschlagenen 1.600
Maßnahmen wurden zu 749 Projekten zu-
sammengefasst. Im Jahr 2017 war für 478
Projekte die Bearbeitung abgeschlossen, 48
befanden sich im Bau und 216 im Geneh-
migungsverfahren bzw. im Planverfahren.
Bis 2020 sollen weitere erhebliche Mittel in
Hochwasserschutzvorhaben investiert wer-
den. Mit den bisher abgeschlossenen Maß-
nahmen können über 500 ha Siedlungsfläche,
ca. 50.000 direkt Betroffene und über 3.000
Arbeitsplätze bis zu Hochwasserereignissen,
wie sie statistisch einmal in 100 Jahren auf-
treten, geschützt werden.
Kommunen fördern und fordern
Der Freistaat unterstützt intensiv den kom-
munalen Hochwasserschutz an Gewässern
2. Ordnung sowie die Gefahrenabwehr. Seit
2007 erhielten 50 Hochwasserschutzkon-
zepte bzw. Risikomanagementpläne und
knapp 130 Hochwasserschutzmaßnahmen
der Gemeinden eine Förderung mit einem
Gesamtvolumen von 41 Mio. Euro. Im Zeit-
raum von 2007 bis 2017 wurden für über
110 Kommunen Grundausstattungen für die
Wasserwehr gefördert. Angeschafft wurden
Gegenstände wie Sandsäcke, Sandsackfüllge-
räte, Beleuchtung, Pumpen, Schutzkleidung
und Schlauchboote für über 2 Mio. EUR.
Außerdem werden jährlich Schulungen für
die kommunalen Wasserwehren, 2011 erst-
malig auch für polnische und tschechische
Wasserwehrmitglieder, durchgeführt.
Hochwasserschutzmaßnahme in Aue
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Pegelmessnetz Freistaat Sachsen (Stand: Januar 2018)
Hochwassernachrichten­ und Alarmdienst
Mit dem sächsischen Niederschlags- und
Hochwasserpegelmessnetz und dem Lan-
deshochwasserzentrum hat der Freistaat
Sachsen seit 2002 in Zusammenarbeit mit
dem Deutschen Wetterdienst und den Hoch-
wasserzentralen der Nachbarstaaten und
-bundesländer ein leistungsfähiges System
der Hochwasservorhersage und -warnung
aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Die regelmäßigen Vorhersagezeit-
räume für die Elbe betragen bis 60, für die
anderen Flüsse 6 bis 24 Stunden.
Bei plötzlichen extremen Niederschlagsereig-
nissen vor allem in kleineren und stark höhen-
profilierten Einzugsgebieten bleiben die Vorher-
sagezeiträume jedoch eng begrenzt. Vor allem
für diese Gebiete wurde ein Frühwarnsystem
aufgebaut, mit deren Hilfe die Hochwasser-
gefährdung für bis zu 24 Stunden mittels
einer fünfteiligen Skala von »geringe Ge-
fährdung« bis »sehr hohe Gefährdung« ab-
geschätzt wird.
Zahlen und Fakten zum Hochwassernachrich-
ten- und Alarmdienst im Freistaat Sachsen:
122 Niederschlagsmessstellen im Internet
106 Hochwassermeldepegel mit Alarm-
stufen im Internet
Teilnehmer am Hochwassernachrichten-
dienst > 1000
Informationen wie die Niederschlagsdaten,
Pegeldaten und Hochwasserwarnungen sowie
die Hochwasserfrühwarnung sind im Internet
abrufbar.
Das System wird fortlaufend verbessert.
Beispielhaft seien die noch intensivere Zu-
sammenarbeit mit den Nachbarstaaten bei
der Hochwasservorhersage- und -warnung,
bei der Gefahrenabwehr und beim Katast-
rophenschutz sowie die Installation weite-
rer Hochwassermeldepegel und optimierte
Warn abläufe
genannt.
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6. Wo und wie informiere ich mich?
… über die aktuelle Hochwassersituation und Vorsorgemöglichkeiten.
Niederschlagsmesser, Pegelhaus,
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Landeshochwasserzentrum

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Für Mobilgeräte
MeinePegel – kostenlose
APP des amtlichen Hoch-
wasserportals der Länder
http://www.hochwasserzentralen.info/
meinepegel/
Aktuelle Wasserstände von mehr als 2.000 Pegeln in Deutsch-
land mit Benachrichtigung auf das Mobilgerät bei Erreichen
individuell konfigurierbarer Pegelstände
WarnWetterApp – kostenlo-
se Warn-App des Deutschen
Wetterdienstes
https://www.dwd.de/DE/leistungen/
warnwetterapp/warnwetterapp.html
Amtliche Wetter- und Unwetterwarnungen des Deutschen
Wetterdienstes (DWD) sowie Warnungen vor Naturgefahren
(wie Hochwasser) per Benachrichtigung auf das Mobilgerät
Per Telefon
Sprachansage von
Hochwasserwarnungen
(0351) 79994-100
Aktuelle Informationen zur Hochwassergefährdung
Messwertansager
Pegelmessnetz Sachsen
(0351) 79994-400
Aktuelle Pegelstände
Messwertansager
Elbepegel
(*) 19429
mit (*) = Ortsnetzvorwahl
des jeweiligen Pegels
Aktuelle Pegelstände
Im Rundfunk
Hochwasserwarnungen
im Rundfunk
Regionale Sender
Aktuelle Informationen zur Hochwassergefährdung
Per Videotext
MDR-Videotext
Videotext ab Seite 530
Aktuelle Informationen und Pegelstände
Weitere Informationsmöglichkeiten
Warnkarte des DWD –
www.dwd.de
oder
www.wettergefahren.de
Mobiles Portal des LHWZ –
www.hochwasserzentrum.sachsen.de
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Der Deutsche Wetterdienst (DWD –
www.
dwd.de), weitere Dienstleister sowie die ak-
tuellen Tagesmedien informieren u. a. über
die aktuelle Wetterentwicklung und warnen
vor Unwetter.
Das Landeshochwasserzentrum des Freistaates
Sachsen (LHWZ –
www.hochwasserzentrum.
sachsen.de
) informiert über:
aktuelle Daten der Hochwassermeldepegel
aktuelle Niederschlagsdaten
die aktuelle und zu erwartende Hochwas-
sergefährdung
weitere Informationsmöglichkeiten zu
Hochwasser
Die Seiten der LHWZ sind in einer mobilge-
rätefreundlichen Ansicht verfügbar.

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28 |
Informationen über …
… aktuelle Gefahrenmaßnahmen
Bei akuten Notsituationen melden Sie
sich bitte unter 112 bei der Rettungs-
leitstelle!
In größeren Gefahrenlagen richten die
Städte, Gemeinden und Landratsämter
Bürgertelefone ein. Auch die Medien in-
formieren dann verstärkt über die aktu-
elle Lage. Nutzen Sie dabei auch die von
den Behörden bereitgestellten Informa-
tionen in sogenannten Warn-Apps (z.B.
NINA, BIWAPP, „Meine Pegel“-App).
Bei Benutzung von Verkehrswegen infor-
mieren Sie sich bitte unbedingt mittels
Verkehrsfunk über Sperrungen und an-
dere Einschränkungen!
… festgesetzte Überschwemmungsgebiete
Flurstücksgenaue Karten über festgesetzte
Überschwemmungsgebiete sind verfügbar:
im Internet:
www.lsnq.de/ueberschwemmungsgebiete
bei allen Landratsämtern und Kreisfreien
Städten (Untere Wasserbehörde)
bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen
bei den örtlichen Betrieben des Staats-
betriebes Landestalsperrenverwaltung
www.lsnq.de/betriebe
… sonstige hochwassergefährdete Gebiete
Hochwasser-Gefahrenkarten in hoher Auf-
lösung sind verfügbar:
im Internet:
www.lsnq.de/hochwassergefahrenkarte
bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen
bei den örtlichen Betrieben des Staats-
betriebes Landestalsperrenverwaltung
www.lsnq.de/betriebe
… Fördermöglichkeiten für kommunale
Hochwasserschutzmaßnahmen
www.lsnq.de/GH
bei der jeweiligen Stadt- oder Gemein-
deverwaltung
… hochwasserangepasstes Bauen und
Sanieren
Handlungsempfehlung zur Bautätigkeit in
Überschwemmungsgebieten (SMUL/SMI
2011)
www.lsnq.de/handlungsempfehlungen
Hochwasserschutzfibel – Objektschutz
und bauliche Vorsorge
http://www.
bmub.bund.de/themen/bauen/bauwesen/
gesetzgebung-und-leitfaeden/leitfaeden/
hochwasserschutzfibel/
Hinweise zur Hochwassereigenvorsorge/
Kompetenzzentrum Hochwassereigenvor-
sorge Sachsen
www.lsnq.de/hochwasservorsorge
… Versicherungsmöglichkeiten
Der Gesamtverband der Deutschen Versi-
cherungswirtschaft informiert unter
www.
zuers-public.de über ein Zonierungssystem
(ZÜRS), das die potenzielle Gefährdung von
Grundstücken in verschiedenen Zonen zeigt.
Weitere Informationen
unter
www.wasser.sachsen.de
EINLEITUNG
1
Corporate Design Manual
Gestaltungsrichtlinien für Publikationen des Bundesministeriums
für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Stand: September 2014
Hochwasserschutzfibel
Objektschutz und bauliche
Vorsorge
Hochwasserschutzfibel
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Beseitigung örtlicher Gefährdungen und
Schäden, Einrichtung von Einsatzstäben
an Schwerpunkten der Hochwasserabwehr
und Schaffung spezieller Nachrichtenver-
bindungen, Bereitstellung von Hochwas-
serschutzmaterialien an bekannten Gefah-
renstellen, Bereitstellung einsatzbereiter
Kräfte zur aktiven Hochwasserabwehr
sowie Anforderung und Vorbereitung
weiterer Kräfte der Reserve, Beginn der
Durchführung aktiver Hochwasserbe-
kämpfungsmaßnahmen – Bei Alarmstufe
3 mit steigender Tendenz ruft der zustän-
dige Landrat/Oberbürgermeister den Ka-
tastrophenvoralarm aus.
Alarmstufe 4 (Hochwasserabwehr)
Überschwemmung größerer bebauter
Gebiete mit sehr hohen Schäden, unmit-
telbare Gefährdung für Menschen und
bedeutende Sachwerte; Wasserstand an
Volldeichen im Freibordbereich mit un-
mittelbarer Gefahr der Überströmung
oder unmittelbare Gefahr von Volldeich-
brüchen, zusätzlich zu Maßnahmen bei
Alarmstufen 1 bis 3 aktive Bekämpfung
bestehender Gefahren für das Leben, die
Gesundheit, die Versorgung mit lebens-
notwendigen Gütern und Leistungen und
für bedeutende Sachwerte.
Was bedeuten die Alarmstufen?
Alarmstufe 1 (Meldedienst)
Beginn der Ausuferung der Gewässer,
ständige Beobachtung der meteorolo-
gischen Lage und der Hochwassersitu-
ation im Flussgebiet, einschließlich ihrer
Entwicklungstendenzen, Überprüfung der
Funktionsfähigkeit der Informations- und
Meldewege und der technischen Einsatz-
bereitschaft.
Alarmstufe 2 (Kontrolldienst)
Überschwemmung land- oder forstwirt-
schaftlicher Flächen, Grünflächen ein-
schließlich Gärten und einzeln stehender
Gebäude oder leichte Verkehrsbehinderung
auf Straßen und Notwendigkeit der Sper-
rung von Wegen, Ausuferung bei einge-
deichten Gewässern bis an den Deichfuß,
zusätzlich zu Maßnahmen bei Alarmstufe
1: Alarmierung der zuständigen Einsatz-
kräfte und Herstellen ihrer Einsatzbereit-
schaft, laufende Kontrolle der Gewässer,
Hochwasserschutzanlagen, gefährdeten
Bauwerke und Ausuferungsgebiete, Wei-
terleitung von Informationen über fest-
gestellte Gefährdungen und getroffene
Abwehrmaßnahmen, Vorbereitung der
aktiven Hochwasserbekämpfung, Vorbe-
reitung von Evakuierungsmaßnahmen.
Alarmstufe 3 (Wachdienst)
Überschwemmung von Teilen zusam-
menhängender Bebauung oder überört-
licher Straßen und Schienenwege; bei
Volldeichen Wasserstand etwa in halber
Deichhöhe, Vernässung von Polder-
flächen, zusätzlich zu Maßnahmen bei
Alarmstufe 1 und 2 vorbeugende Siche-
rungsmaßnahmen an Gefahrenstellen und
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7.
Begriffserklärungen
Freiberger Mulde
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Extremhochwasser
Hochwasser seltener Wahrscheinlichkeit
mit extrem hohen Durchflüssen.
Gefahrenabwehr
Vorbereitung und Durchführung von
Maßnahmen zum Vermeiden von Ge-
fahren für Personen oder Sachen und
zur Reduzierung einer Gefährdung bei
Hochwasser zuständig: Städte und Ge-
meinden.
Gewässer 1. Ordnung
Sächsische Fließgewässer(abschnitte)
meist mit größeren Durchflüssen, die im
Anhang des Sächsischen Wassergeset-
zes aufgelistet sind und deren Unterhal-
tungspflichtiger der Freistaat Sachsen/
Staatsbetrieb Landestalsperrenverwal-
tung ist.
Gewässer 2. Ordnung
S
ä
ch
si
s
ch
e
F
l
i
e
ß
g
e
w
ä
s
s
e
r
(
a
b
s
ch
n
i
t
t
e
)
,
deren Unterhaltungspflichtige die Städte
oder Gemeinden sind.
Hochwasser
Zeitlich begrenzte Überflutung norma-
lerweise nicht überfluteter Flächen.
Hochwasserentstehungsgebiete
(HWEG)
Im Freistaat Sachsen eingeführte Ge-
bietskategorie, die Gebiete mit hohem
Niederschlag und schnellen Abflüssen
bezeichnet, die wesentlich zur Hoch-
wasserentstehung beitragen. In festge-
setzten HWEG ist z. B. die ausgleichs-
lose Versiegelung von Flächen über
1.000 m² untersagt und wasserrückhalt-
verbessernde Maßnahmen können bis zu
90 % staatlich gefördert werden.
Hochwassergefahr
Prozess, bei dem durch Ansteigen eines
Gewässers über den Normalstand hinaus
eine zeitlich begrenzte Überflutung von
normalerweise nicht überfluteten Flä-
chen Schäden verursachen kann.
Hochwasserrisiko
Kombination der Wahrscheinlichkeit des
Eintritts eines Hochwasserereignisses
mit den möglichen nachteiligen Folgen
(Schäden) für Personen, Sachwerte,
Infra struktur und Kulturgüter (Scha-
denspotenzial).
Hochwasserscheitel
Maximum des Hochwasserdurchflusses.
Hochwasservorsorge
Ergreifen von vorbeugenden Maßnahmen,
um unerwünschte Folgen von Hochwas ser
zu vermindern bzw. zu verhindern.
Überschwemmungsgebiete,
festgesetzte
Im Freistaat Sachsen die Gebiete, die
bei Hochwasserereignissen, wie sie sta-
tistisch gesehen einmal in einhundert
Jahren eintreten können, überschwemmt
werden, durch Rechtsverordnung oder
Gesetz festgesetzt sind und gesetzlichen
Nutzungsrestriktionen unterliegen, z. B.
Bebauungs- und Ablagerungsverboten.
Überschwemmungsgefährdete
Gebiete
Die Gebiete, die bei Extremhochwasser
oder bei Versagen von Hochwasser-
schutzeinrichtungen überschwemmt
werden können.
Schadenspotenzial
Innerhalb eines Gebietes vorhandene
Personen, Sachwerte, Infrastruktur und
Kulturgüter, die bei Hochwassergefahr
geschädigt werden können.
Schutzziel
Festlegung, bis zu welcher Größe eines
Hochwasserereignisses Vorsorge- bzw.
Hochwasserschutzmaßnahmen ange-
strebt werden, um in diesem Umfang
schadensfrei zu bleiben.
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Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Postfach 10 05 10, 01076 Dresden
Bürgertelefon: +49 351 564-6814
Telefax: +49 351 564-2059
E-Mail: info@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de
Diese Veröffentlichung wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des
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Nachtfalke (Titel, 32), bluedesign (Titel, 32), Irina Fischer (21); SMUL/Foto-Ate-
lier-Klemm (4); LDS (6); LfULG (7-10, 22, 23, 25-27); Kreismuseum Grimma (11); S. Richter, 2018 (11); SMUL
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(12); LRA Bautzen, 14.06.2013 (14); Landestalsperrenverwaltung (16, 17, 20, 21, 22, 23, 24); Hentschke Bau
GmbH (16); BMU (17, 28); P. Kammel (18); U. Tauber (18); DWA LV Sachsen-Thüringen e. V. (18); SMI (19);
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